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Full text: Bericht des Jugendamtes Reinickendorf für das Jahr ... (Rights reserved) Ausgabe 2007 (Rights reserved)

Bezirksamt Reinickendorf Abteilung Jugend und Familie 1 Bericht des Jugendamtes Reinickendorf für das Jahr 2007 Redaktion: Fachteam des Jugendamtes Reinickendorf Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Fachkolleginnen und –kollegen, zum dritten Mal in Folge legt das Jugendamt einen Jahresbericht mit umfassenden Informationen zur sozio-demografischen Beschreibung des Bezirks Reinickendorf mit besonderem Blick auf Kinder, Jugendliche und Familien und den Angeboten und Leistungen der Jugendhilfe im Bezirk vor. Trotz knapper Finanz- und Personalressourcen ist es auch 2007 gelungen, die für 2007 angedachten Planungen umzusetzen. So hat sich der fachliche Austausch in den Kiezrunden und Facharbeitsgemeinschaften intensiviert. Niedrigschwellige Angebote für Familien konnten erhalten und erweitert werden, regionale Bündnisse für Familien wurden angestoßen, das Angebot von Schulstationen konnte erweitert werden, Angebote in politischer Bildung und zur Förderung demokratischer Teilhabe von Jugendlichen konnten zur Verfügung gestellt werden. Die Kooperation mit Schule wurde befördert und verbessert. Schulen beteiligen sich an den regionalen Kiezrunden und sind somit zum Bestandteil der Netzwerke geworden. Einen großen Raum nahm das Thema Kinderschutz ein. Verbindliche Verfahren wurden entwickelt. Qualifizierungen auch in den regionalen Kiezrunden wurden durchgeführt. Zum 1. Oktober 2007 wurde in Kooperation mit dem Kinder- und Jugendgesundheitsdienst der Krisendienst Kinderschutz eingerichtet. Der vorliegende Bericht bietet Material, sowohl fachliche wie regionale Schwerpunktsetzungen und auch Entwicklungen zu betrachten, wiederum auch im Vergleich zu den anderen Bezirken Berlins, und zunehmend begründete Schlussfolgerungen für die Steuerung und weitere Entwicklung der Jugendhilfe zu ziehen. Ich bin mir sicher, dass auch dieser Bericht die fachliche und fachpolitische Debatte anregen wird und freue mich auf Ihre Beiträge und Rückmeldungen. Mit freundlichen Grüßen Peter Senftleben Bezirksstadtrat für Jugend und Familie Jugendamt Reinickendorf Inhaltsverzeichnis Bericht 2007 Inhaltsverzeichnis 1 2 Einleitung Bevölkerung und Sozialstruktur in den Regionen Reinickendorfs 2.1 2.1.1 2.1.2 2.1.3 2.2 3 Die Regionen Unterschiede Bevölkerung in den Regionen Sozialstrukturelle Merkmale Brennpunkte 5 7 9 9 10 10 11 14 15 16 20 20 21 21 Das Jugendamt in den Regionen / Das sozialräumliche Jugendamt 3.1 3.2 3.2.1 Fachliche Schwerpunkte der Regionen / OEs in den Regionen Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien Aufgaben und Angebote 3.2.1.1 Allgemeine Kinder- und Jugendförderung 3.2.1.2 Allgemeine Familienförderung 3.3 Psychologische Beratung für Kinder, Jugendliche, Eltern und Familien 3.3.1 3.3.2 3.4 3.4.1 3.4.2 3.4.3 3.5 3.5.1 3.5.2 3.5.3 Aufgaben und Angebote Durchgeführte und abgeschlossene Beratungen Tagesbetreuung für Kinder Aufgaben und Angebote Vorhandene und vertraglich vergebene Plätze Regionale Unterschiede in der Betreuungsdichte Familienunterstützende Hilfen Aufgaben und Angebote Beratung und Unterstützung, Kinderschutz Mitwirkung des Jugendamtes in Verfahren vor den Vormundschaftsund Familiengerichten sowie bei Verfahren nach dem Jugendgerichtsgesetz 3.5.4 3.6 3.6.1 3.6.2 Hilfen zur Erziehung und sonstige Hilfen nach dem SGB VIII Materielle Hilfen und Kindschaftsrechtliche Beratung und Vertretung Materielle Hilfen Kindschaftsrechtliche Beratung und Vertretung 23 23 24 26 26 27 28 30 30 30 32 36 40 40 42 5 Jugendamt Reinickendorf Inhaltsverzeichnis Bericht 2007 4 Jugendhilfe im Bezirksvergleich 4.1 4.2 4.2.1 4.2.2 4.3 4.4 4.5 4.5.1 4.5.2 Rahmendaten und methodische Grundlagen Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien Allgemeine Kinder- und Jugendförderung Allgemeine Familienförderung 45 45 46 46 46 Psychologische Beratung für Kinder, Jugendliche, Eltern und Familien 48 Tagesbetreuung für Kinder Familienunterstützende Hilfen Beratung und Unterstützung, Kinderschutz Mitwirkung des Jugendamtes in Verfahren vor dem Vormundschaftsund Familiengericht sowie in Verfahren nach dem Jugendgerichtsgesetz 51 52 57 57 58 61 61 62 64 49 50 50 4.5.3 4.6 4.6.1 4.6.2 5 Hilfen zur Erziehung und sonstige Hilfen nach dem SGB VIII Materielle Hilfen und Kindschaftsrechtliche Beratung und Vertretung Materielle Hilfen Kindschaftsrechtliche Beratung und Vertretung Übergreifende fachliche Schwerpunktsetzungen 5.1 5.2 Netzwerk Kinderschutz Politische Bildung 6 Glossar Anlagen 6 Jugendamt Reinickendorf Einleitung Bericht 2007 1 Einleitung Der vorliegende Bericht des Jugendamtes Reinickendorf ist eine Fortschreibung des Jahresberichtes 2006. Er bildet eine Bestandsaufnahme und die Entwicklung von Aktivitäten, Angeboten und Leistungen im Rahmen der Jugendhilfe im Bezirk für das Jahr 2007 ab. Die 2006 begonnene Einführung der Sozialraumorientierung wurde weiter umgesetzt und bildet sich auch in der Struktur dieses Berichtes ab. Zunächst wird die Entwicklung und Arbeit in den Regionen unseres Bezirks dargestellt, während der Vergleich mit den anderen Bezirken in einem gesonderten Kapitel behandelt wird. Der Bezug zur Jugendhilfe der anderen Bezirke bleibt damit weiterhin ein wichtiger Orientierungspunkt, der Blick auf die sozialräumliche Gestaltung der bezirklichen Jugendhilfe rückt aber in den Vordergrund. Für die Beschreibung und Analyse der demografischen und sozialen Entwicklung des Bezirks, seiner Regionen und der Brennpunkte konnten erstmalig Daten ausgewertet werden, die kleinräumig auf Ebene der Planungsräume zur Verfügung stehen. Die teilweise unscharfen Ergebnisse des ‚Monitoring Soziale Stadtentwicklung ’ konnten damit präzisiert werden. Die demografische Entwicklung gewinnt für die Planung und Gestaltung der Jugendhilfe zunehmende Bedeutung. Die Berichterstattung profitiert hier von einer höheren Datenqualität und problemorientierten Differenzierung der bereitgestellten Daten. Es ergeben sich neue Erkenntnisse z.B. zur Verteilung der Bevölkerung bzgl. ihres Migrationshintergrunds oder von Kinderarmut im Bezirk. Für diejenigen, die sich intensiver mit den Zahlen auseinandersetzen wollen, sei angemerkt, dass eine Vielzahl von Datenbeständen benutzt wurde, die durchaus voneinander abweichen können. Mal handelt es sich um kumulierte Zahlen, mal um Stichtagsabfragen. Auch das Einwohnermelderegister erfüllt nicht alle Genauigkeitsanforderungen, die man sich wünschen würde. Auch dieses Jahr wird der Bericht wieder unter www.jugend-reinickendorf.de als Internetausgabe bereitgestellt. 7 Jugendamt Reinickendorf Einleitung Bericht 2007 Aufgabenverteilung der Jugendhilfe 2007, dargestellt anhand der Ausgaben (Euro und Prozent) (Ist-Rechnung Haushalt) Psychologische Beratung 0,7 Mio = 0,7% Leitung und Koordination 1,1 Mio = 1,1% Eingliederungshilfe u.a. 4,9 Mio = 5,0% Jugend- und Fam ilienförderung 5,9 Mio = 6,0% Fam ilienunterstützende Hilfen 33,4 Mio = 34,0% Tagesbetreuung 52,2 Mio = 53,1% 8 Jugendamt Reinickendorf Bevölkerung und Sozialstruktur Bericht 2007 2 2.1 Bevölkerung und Sozialstruktur in den Regionen Reinickendorfs Die Regionen Das Jugendamt Reinickendorf arbeitet seit Anfang 2006 sozialraumorientiert in einer regionalisierten Struktur in vier Regionen mit jeweils einer verantwortlichen Regionalleitung. Die vier Regionen sind: Nord MV Ost West Die Regionen wurden unter sozialräumlichen und organisationspolitischen Gesichtspunkten gebildet, um bessere Voraussetzungen für die Umsetzung einer lebenslagenund lebensweltorientierten Jugendhilfe zu schaffen. Dabei waren sowohl bezirkliche wie auch gesamtberliner Rahmenbedingungen einzubeziehen. Im Jahre 2006 wurden gemeinsam zwischen den planenden Fachverwaltungen des Senats, den Bezirken und dem Amt für Statistik Berlin-Brandenburg auf Grundlage der bestehenden Planungsräume der Jugendhilfe die „Lebensweltlich orientierten Räume (LOR)“ einheitlich abgestimmt und als neue räumliche Grundlage für Planung, Prognose und Analyse demografischer und sozialer Entwicklungen in Berlin durch Senatsbeschluss und Beschlüsse der jeweiligen Bezirksämter festgelegt. Die Lebensweltlich orientierten Räume sind Bestandteil des hierarchisch gegliederten „Regionalen Bezugssystems (RBS)“: Die 1. Ebene bilden die „Planungsräume“ (Richtgröße 2.000 – 20.000 Einw.), die 2. Ebene die „Bezirksregionen“ (20.000 – 50.000 Einw.) und die 3. Ebene die Prognoseräume (über 50.000 Einw.). In Reinickendorf wurden die ehemals 20 Planungsräume der Jugendhilfe im Wesentlichen durch Teilung von bevölkerungsstarken Planungsräumen auf 30 erweitert. Außerdem gab es geringfügige Änderungen der Planungsräume Wittenau, Borsigwalde und entlang der Ollenhauerstraße zur Harmonisierung mit den Sektoren der Gesundheitsplanung. Ein weiterer Schritt zur Harmonisierung der räumlichen Bezüge von Gesundheit und Jugend im Bezirk war die Zusammenfassung von Planungsräumen zu 7 Bezirksregionen. Diese bilden, unterschiedlich zusammengefasst, die drei Sektoren der Gesundheitsplanung sowie die 4 Regionen der Jugendhilfe (tabellarische Übersicht und Karte zur räumlichen Gliederung siehe Anlagen 1 und 2). Für die Sozialberichterstattung bedeutete das Jahr 2007 eine Phase des Umbruchs. Während die strukturelle Umgestaltung des Jugendamtes bereits auf Grundlage der abgestimmten Lebensweltlich orientierten Räume erfolgt ist und die Geschäftsstatistiken auf diese räumlichen Bezüge ausgerichtet wurden, lagen bis auf die Einwohnerdaten die wesentlichen statistischen Grunddaten der Sozialberichterstattung bis weit in 2007 hinein lediglich für die stark von der Verkehrsplanung dominierte Raumhierarchie vor. Insbesondere die jüngste Veröffentlichung des „Monitoring Soziale Stadtentwicklung 2007“ lieferte Auswertungen zu Status und Dynamik der Verkehrszellen und bestätigte eigene Beobachtungen zur Verschlechterung der sozialen Situation im Märkischen Viertel, in den Regionen Ost und West (AVA-Kiez). Darüber hinaus ließen sich aber keine Aussagen zu kleinräumigeren Konzentrationen sozialer Probleme machen; 9 Jugendamt Reinickendorf Bevölkerung und Sozialstruktur Bericht 2007 die Gebiete „Tegel-Süd“ und die Rollbergesiedlung waren wieder mit den Durchschnittswerten der Verkehrszellen verfälscht charakterisiert. Mittlerweile liegen (fast) alle relevanten Statistiken auch für die Lebensweltlich orientierten Räume vor, rückwirkend zwischen 2 und 13 Jahren. Damit werden in diesem Bericht auch Auswertungen vorgestellt, die 2007 für Aus- und Bewertungen weder für Planungen noch zu Steuerungszwecken in dieser räumlichen Tiefe zur Verfügung standen. Deutlich wird dadurch, dass nicht nur der Bezirk Reinickendorf insgesamt sich sozial sehr heterogen darstellt, sondern auch innerhalb der Regionen bemerkenswerte Unterschiede bestehen. 2.1.1 Unterschiede Die vier Regionen Reinickendorfs sind unter den verschiedenen möglichen stadtsoziologischen Blickwinkeln sehr unterschiedlich bezüglich ihrer Bevölkerung, Bebauung, Ausstattung mit Infrastruktur etc., so dass die vier Regionalteams des Jugendamtes trotz aller Gemeinsamkeiten vor unterschiedlichen An- bzw. Herausforderungen stehen. So ist bereits innerhalb des Bezirks ein hohes Maß an sozialer Segregation erkennbar. 2.1.2 Bevölkerung in den Regionen In diesem Bericht werden folgende Altersgruppen berücksichtigt. 0 bis unter 1 Jahr: 0 bis unter 3 Jahre: 3 bis unter 6 Jahre: 0 bis unter 6 Jahre: 6 bis unter 18 Jahre: 14 bis unter 18 Jahre: 18 bis unter 21 Jahre: 0 bis unter 18 Jahre: 6 bis unter 21 Jahre 0 bis unter 21 Jahre: 0 bis unter 27 Jahre: anstelle der Geburtenrate Säuglinge und Kleinkinder Elementarbereich (Kita) Vorschulbereich insgesamt Schulbereich strafmündige Jugendliche junge Erwachsene Minderjährige Zielgruppe Kinder-, Jugend- und Familienförderung Anspruchsberechtigte HzE Zielgruppe KJHG (SGB VIII) In den Anlagen 3 bis 7 finden sich Tabellen mit den Bevölkerungszahlen für den Bezirk und die vier Regionen der Jugend, gegliedert nach Altersgruppen, Geschlechterverteilung und Staatsangehörigkeit. Die Bevölkerung ist sehr ungleichmäßig über das Bezirksgebiet verteilt. Neben den Regionen MV und Ost mit hoher Bevölkerungsdichte (92 bzw. 64 Einwohner je Hektar) liegen die Regionen Nord und West mit nur 24 bzw. 17 Einwohnern je ha. Aber auch innerhalb der Region West bietet sich ein sehr unterschiedliches Bild: auf der einen Seite Gebiete fast ohne Einwohner – Tegeler Forst, Tegeler See, Jungfernheide und Flughafen, auf der anderen Seite die 4 Planungsräume um die Auguste-ViktoriaAllee (kurz AVA) mit 82 Einwohnern je ha sowie der Planungsraum Tegel-Süd mit 95 Einwohnern je ha (vgl. Anlage 8). Der Anteil der jungen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung ist mit 20,3 Prozent am höchsten in der Region MV, während dieser Anteil in den anderen drei Regionen 10 Jugendamt Reinickendorf Bevölkerung und Sozialstruktur Bericht 2007 unter dem Reinickendorfer Durchschnitt von 16 Prozent liegt. Die Spannweite reicht von 11,2 Prozent im Planungsraum Humboldtstraße bis zu 23,3 Prozent im Planungsraum Treuenbrietzener Straße (vgl. Anlage 8). Wie im Bericht 2006 gezeigt wurde, hat die Zahl der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren in den letzten zehn Jahren stark abgenommen (vgl. Anlagen 9 bis 11). Eine günstigere Entwicklung zeichnete sich indessen im vergangenen Jahr bei den Kindern unter 6 Jahren ab. In den Regionen Ost und West blieben die Zahlen im Vergleich zu 2006 fast gleich. Nur in der Region Nord sank die Zahl um 5,8 Prozent, während es im MV einen Anstieg um 5,5 Prozent gab. Noch positiver war die Entwicklung bei den unter Einjährigen, die im Bezirk um 7,5 Prozent zunahmen. Nur in der Region Nord nahm die Zahl um 17,6 Prozent ab. Unter Einjährige in den Regionen - Prozentuale Ab- und Zunahme 2007 gegenüber 2006 18,4% 16,1% 10,3% Nord MV Ost West -17,6% 2.1.3 Sozialstrukturelle Merkmale Im Folgenden betrachten wir drei Indikatoren, die uns charakteristisch für die soziale Situation in den Regionen erscheinen: den Anteil der Personen mit Migrationshintergrund an den unter 18-Jährigen, den Anteil der Arbeitslosen an den Einwohnern von 18 bis unter 60 Jahren und den Anteil der nicht erwerbsfähigen Hilfebedürftigen unter 15 Jahren an den Einwohnern unter 15 Jahren (vgl. auch die Diagramme auf der nächsten Seite). In den Diagrammen auf der nächsten Seite werden diese Merkmale für die drei Regionen MV, Ost und Nord dargestellt. Die Region West wird in die AVA (vier Planungsräume), den Planungsraum Tegel-Süd und „Rest-West“ aufgeteilt. Für die genauen Zahlen siehe auch Anlage 8. Als Personen mit Migrationshintergrund gelten Ausländer, Deutsche mit ausländischem Geburtsland, Eingebürgerte bzw. Kinder nach der Optionsregelung sowie unter 18-jährige Deutsche, deren Eltern bzw. Elternteil Migrationsmerkmale aufweisen. In den Regionen Ost und MV hat die Hälfte der Kinder und Jugendlichen einen Migrationshintergrund – in der Region Nord und in einem Großteil der Region West sind es weniger als ein Viertel. In der AVA hingegen beträgt der Anteil der Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund sogar 61,4%. 11 Jugendamt Reinickendorf Bevölkerung und Sozialstruktur Bericht 2007 Anteil der Personen mit Migrationshintergrund an den unter 18-Jährigen (in %) ─▪─ Reinickendorfer Durchschnitt 38,9% 61,4 49,1 52,5 52,5 22,7 22,5 MV Ost AVA Tegel-Süd Nord Rest-West Anteil der Arbeitslosen an den Einwohnern von 18 bis unter 60 Jahren (in %) ─▪─ Reinickendorfer Durchschnitt 10,7% 15,6 15,3 15,0 14,8 5,6 6,3 MV Ost AVA Tegel-Süd Nord Rest-West Anteil der nicht erwerbsfähigen Hilfebedürftigen an den Einwohnern unter 15 Jahren (in %) ─▪─ Reinickendorfer Durchschnitt 34,4% 58,0 49,0 56,9 51,1 8,8 11,9 MV Ost AVA Tegel-Süd Nord Rest-West 12 Jugendamt Reinickendorf Bevölkerung und Sozialstruktur Bericht 2007 Der Anteil der Arbeitslosen an den Einwohnern von 18 bis unter 60 Jahren liegt im MV und in Ost mit rund 15% weit über dem Reinickendorfer Durchschnitt von 10,7%. Gleiches gilt für die AVA und den Planungsraum Tegel-Süd. Besonders groß sind die regionalen Unterschiede bei dem Anteil der nicht erwerbsfähigen Hilfebedürftigen an den Einwohnern unter 15 Jahren. Während in der Region MV 58% der Kinder und Jugendlichen hilfebedürftig sind, sind es in Nord nur 8,8%. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt etwas entspannt. In allen Regionen ist der Anteil der Arbeitslosen an den 18- bis unter 60Jährigen gesunken – im Bezirk insgesamt um 1,1 Prozentpunkte. Die soziale Situation der Kinder und Jugendlichen hat sich jedoch verschlechtert. In drei Regionen hat sich der Anteil der nicht erwerbsfähigen Hilfebedürftigen an den Einwohnern unter 15 Jahren erhöht, im Märkischen Viertel sogar um 3,1 Prozentpunkte. Nur in der Region Nord hat dieser Anteil leicht abgenommen. Veränderung des Anteils der nicht erw erbsfähigen Hilfebedürftigen an den Einw ohnern unter 15 Jahren in den Regionen von 2006 zu 2007 (in Prozentpunkten) 3,1% 1,9% 0,5% Nord -0,4% MV Ost West Auf eine Besonderheit weist das Stadtmonitoring hin. Während berlinweit der Anteil der Ausländer an den unter 18-Jährigen aufgrund der Optionsregelung abgenommen hat, ist dieser Anteil im Märkischen Viertel (ohne Rollbergesiedlung und Lübarser Straße) seit 2001 kontinuierlich gestiegen – von 9,6 Prozent 2001 auf 13,2 Prozent im Jahr 2007. Dies deute auf eine Zunahme von Migranten hin, die noch nicht die Berechtigung zur Einbürgerung haben wie länger ansässige Migranten und deren Kinder. 13 Jugendamt Reinickendorf Bevölkerung und Sozialstruktur Bericht 2007 2.2 Brennpunkte Insgesamt kann man feststellen, dass die Gebiete mit einer hoch verdichteten Bevölkerung auch mit den größten sozialen Problemen belastet sind: die Region MV die Region Ost die vier Planungsräume rund um die Auguste-Viktoria-Allee (AVA) der Planungsraum Tegel-Süd. Diese Gebiete umfassen nur 18 Prozent der Fläche des Bezirks. Aber es leben dort mehr als die Hälfte (54,3%) der Reinickendorfer Kinder und Jugendlichen, 73,5 Prozent der unter 18-Jährigen mit Migrationshintergrund, 73,4 Prozent der Arbeitslosen und 86,7 Prozent der nicht erwerbsfähigen Hilfebedürftigen unter 15 Jahren. Besonders problematisch ist, dass die Entwicklungsdynamik in diesen Gebieten ebenfalls negativ ist. Die Polarisierung der sozialräumlichen Entwicklung, wie sie vom Stadtmonitoring 2007 für Berlin nachgezeichnet wurde, ist auch in Reinickendorf zu beobachten. Gebiete mit geringer Problemdichte weisen eine positive Entwicklung auf, während in stark belasteten Gebieten die Probleme noch zunehmen. Besonders der Süden Reinickendorfs (Region Ost und AVA) passt sich dem zentralen Teil des Wedding mit seiner hohen Problemdichte an. 14 Jugendamt Reinickendorf Jugendamt in den Regionen Bericht 2007 3 Das Jugendamt in den Regionen / Das sozialräumliche Jugendamt Struktur und Aufgabenorganisation (zentral, dezentral, regional) Die strukturelle Umgestaltung des Jugendamtes Reinickendorf im Rahmen des gesamtstädtischen Projektes „Einführung der Sozialraumorientierung“ wurde bereits im Jahre 2006 umgesetzt und erprobt. 2007 ist der Fokus auf die Konsolidierung und Weiterentwicklung der neu geschaffenen Strukturen und auf die damit verbundenen Aufgabenstellungen gerichtet worden. Handlungsleitend war dabei das Leitbild „Die Angebote und Leistungen der Jugendhilfe in Reinickendorf haben für die Kinder, Jugendlichen und Familien ein Gesicht“, mit dem auch auf der Ebene der Organisation die Philosophie der „Einheit der Jugendhilfe“ zum Ausdruck gebracht werden soll. Vor diesem Hintergrund sieht der Aufbau des Jugendamtes Reinickendorf neben den der Jugendamtsleitung unmittelbar zugeordneten Stabsstellen Fachteam und Koordinierungsstelle weitere sieben Organisationseinheiten vor. Entsprechend der sozialräumlichen Strukturierung sind dies die vier Regionalteams West, MV, Nord und Ost sowie die Bereiche Zentrale Angebote und Leistungen, die Kindertagesbetreuung und die Erziehungs- und Familienberatung. Die Regionalleitungen beziehungsweise Leitungen der anderen Organisationseinheiten (OE-Leitungen) üben die Dienst- und Fachaufsicht über den ihnen übertragenen Arbeitsbereich aus (siehe auch das Organigramm in Anlage 12). Abweichend von der Struktur anderer Bezirksämter sind aber für bestimmte Querschnittsbereiche und Fachaufgaben keine gesonderten Fachleitungen installiert worden. Hier wurde eine Struktur gewählt, die den Regionen jeweils für bestimmte Fachthemen und Bereiche die Gesamtverantwortung für den gesamten Bezirk zuweist. So ist die Region West zuständig für die Gesamtkoordination im Bereich Kinderschutz, für den Bereich der politischen Bildung, die Familienbildung und -förderung sowie die geschlechtsbewusste Pädagogik. Die Region MV zeichnet verantwortlich für den Bereich der Internationalen Begegnungen, für zentrale Großveranstaltungen, für die Verkehrserziehung und die mobile Arbeit (Straßensozialarbeit - „Spielmobil Bollerwagen“). Die Region Ost ist zuständig für den Bereich Jugendhilfe-Schule, den Bereich Partizipation und die Kinder- und Jugenderholung. Die Region Nord zeichnet verantwortlich für die arbeitsweltbezogene Jugendarbeit und berufliche Orientierung, die zentrale Öffentlichkeitsarbeit und die Koordination des präventiven Jugendschutzes. Zusätzlich ist der Region Nord noch der Bereich der Jugendgerichtshilfe zugeordnet worden. Hier arbeiten die Dienstkräfte zentral in einer Dienststelle (in der Region Nord), haben aber das Arbeitsfeld im Bereich der Zuständigkeiten regional strukturiert. Im Bereich der Zentralen Angebote und Leistungen sind Fachaufgaben zusammengeführt worden, deren Struktur aus inhaltlichen und/oder personellen Gründen für eine Regionalisierung nicht zur Disposition standen. Deren Organisation orientiert sich intern jedoch auch an der Regionalisierung. Die BereicheTagesbetreuung und die Erziehungs- und Familienberatung sind zunächst nicht regionalisiert worden. Sie arbeiten aber in regionaler personeller Zuordnung. 15 Jugendamt Reinickendorf Jugendamt in den Regionen Bericht 2007 3.1 Fachliche Schwerpunkte der Regionen / OEs in den Regionen Vor dem Hintergrund der Philosophie der Sozialraumorientierung (SRO), dass es im Wesentlichen um die Veränderung und Gestaltung sozialer Räume geht und nicht nur der einzelne Mensch im Zentrum steht, sind in den vier Regionen des Jugendamtes Reinickendorf im Berichtsjahr, gemäß den unterschiedlichen Strukturen vor Ort, den damit verbundenen Entwicklungen und dem erkannten Bedarf unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt worden. Einige wesentliche seien hier genannt. Region West Die Region West hat 2007 bei einer eher negativen Entwicklung mit deutlich zunehmenden sozialen Problemen in Teilbereichen (AVA-Kiez, Tegel-Süd) ein besonderes Augenmerk auf des Thema Kooperation und Vernetzung gelegt. Unter der Prämisse „im Großen denken, im Kleinen handeln“, wurden Kiezentwicklungen abgestimmt und Probleme vor Ort mit den unterschiedlichen Akteuren in den Kiezrunden angegangen und gelöst. Neue wegweisende Projekte (wie z.B. ein „Bolzplatzprojekt“ im AVA-Kiez mit interkulturellem Ansatz) wurden entwickelt. Themen von zentraler Bedeutung, wie z.B. die Verbesserung der Kooperation zwischen Jugendhilfe und Schule, wurden kiezübergreifend bearbeitet. Im September 2007 fand die ”Klimakonferenz Jugendhilfe und Schule – Gemeinsames Handeln im Einzelfall” mit Akteuren aus beiden Fachgebieten statt. Ein großer Bedarf bestand außerdem in der Entwicklung praxisnaher Angebote in Form von Treffs und niedrigschwelligen Begegnungs- und Bildungsangeboten für Familien in der Region und an Angeboten zur Unterstützung frühkindlicher Erziehung. Das Kooperationsprojekt Familie und Nachbarschaft (FuN) ist 2007 mit der Qualifizierung von 20 Fachkräften gestartet. In der Region West haben sich fünf Teams gebildet, die sich aus Kita, Schule, KJGD und Mitarbeitern der freien Jugendhilfe zusammensetzen. In der Kita Neheimer Straße wurden 2007 zwei Kurse mit je 8 Treffen für jeweils 7 bis 8 Familien durchgeführt und evaluiert. Im Bereich von Familienzentren an Kitas wurde durch das Jugendamt eine Evaluation der Arbeit Der individuellen Begegnungsstätte (DiBs – eine Kooperation mit dem Eigenbetrieb „Kindertagesstätten Nordwest“) zur Qualitätssicherung und Verbesserung des Angebotes durchgeführt. Die Ergebnisse werden auch für die Entwicklung zukünftiger Familienzentren an Kindertagesstätten genutzt. Die Koordination der Kooperation zwischen Polizei und Jugendamt lag 2007 in der Verantwortung der Region West und wurde vom Fachteam inhaltlich begleitet. Es wurde eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, in der das gemeinsame Vorgehen in Fällen häuslicher Gewalt, in denen Kinder und Jugendliche betroffen sind, vereinbart wurde. Der bezirkliche Jugendhilfeausschuss wurde zu dem Thema Kinderschutz in der Klausur am 02./03.11.2007 fachlich beraten. Region Nord Auch in der Region Nord stand 2007 die Entwicklung der regionalen Bezüge im Vordergrund. Themenschwerpunkte wurden im Wesentlichen von den Teilnehmern der Regionalrunden gemäß der Philosophie der SRO selbst gewählt und in unterschiedli16 Jugendamt Reinickendorf Jugendamt in den Regionen Bericht 2007 chen Arbeitsformen bearbeitet. So organisierte und gestaltete beispielsweise die Regionalrunde Nord im Oktober 2007 schon zum zweiten Mal einen Fachtag, diesmal zu der Thematik „Schuleingangsphase – Einschulung mit 5“. Als besonderer Schwerpunkt und gemeinsame Aktion der Regionalrunde wurde im September 2007 erstmalig ein gemeinsames Familienfest in der Dorfaue Wittenau durchgeführt. Hier beteiligten sich ein Großteil der in der Region tätigen Träger, Schulen und Vereine mit Informationsständen, Bühnenbeiträgen, Spielangeboten und vielem mehr. Es wurde dabei grundsätzlich auf kommerzielle Anbieter verzichtet. Um eine bessere Kooperation zwischen dem Jugendamt und den Schulen auch praktisch besser zu gewährleisten, kam es zwischen dem RSD Nord und den Schulleitern zu der Vereinbarung, sich künftig zweimal im Jahr mit den Grundschul- und Oberschuldirektoren zu treffen. Bei den Treffen wurden/werden altersspezifische Fachthemen besprochen (z.B. Schulschwänzen im Grundschulalter oder Umgang mit der Suchtproblematik). Die durch das Jugendamt moderierten Treffen entsprechen dem Wunsch des gegenseitigen Informationsaustausches und dem Aufbau einer vertrauensvollen Zusammenarbeit. Diese Treffen werden kontinuierlich fortgesetzt. Nach einer längeren Planungsphase und inhaltlichen Abstimmung mit der Leitung des evangelischen Elisabethstifts konnte darüber hinaus im Oktober 2007 ein Familientreff eröffnet werden. Damit wurde ein bedarfsorientiertes, niederschwelliges Angebot für Kinder und ihre Familien im Ortsteil Wittenau geschaffen. Es wurden Informationsveranstaltungen, Schulungen und Projekte durchgeführt. Das Projekt „Starke Eltern, starke Kinder“ startete im November 2007 mit einer ersten Elternschulung. Region Ost Die Regionalleitung Ost hat 2007 auf eine deutlich problematische Entwicklung des Stadtteils reagiert. Eine Expertenbefragung im Rahmen des Lokalen Bündnisses für Familie - Region Ost kam im September 2007 zu der Einschätzung, dass Armutsprobleme zunehmen, Familienstrukturen Zerfallstendenzen zeigen und Phänomene wie häusliche Gewalt und Kindesvernachlässigung häufiger zu verzeichnen sind. Zur Beeinflussung der Situation von Kindern, Jugendlichen und Familien ist die Entwicklung eines Planungs- und Angebotsverbundes der öffentlichen und öffentlich geförderten Einrichtungen Fuchsbau, Nachbarschaftszentrum Amendestraße, Freizeitzentrum Pankower Allee und Jugendzentrum LUKE realisiert worden. Eine Vergrößerung der „Spielräume“ gab es durch die Eröffnung eines neuen Außengeländes (Pankower Allee /LUKE) im September 2007. Darüber hinaus wurde eine effektive Straßensozialarbeit (Träger Outreach) als mobiles Element zwischen den Häusern und Standorten entwickelt. Die Verbesserung der Kooperation mit den Schulen wurde durch die Vereinbarung eines „Runden Tisches“ mit den Schulleitungen erreicht. Neben einer Vertiefung der Abstimmungs- und Vernetzungsaktivitäten mit allen Partnern der Jugendarbeit und Jugendhilfe in der Region (Schulen, Polizei etc.) wurde eine Stärkung der Kiezrunde erreicht und ein gemeinsames Kiezfest durchgeführt. Gleichzeitig wurde an dem Aufbau des Lokalen Bündnisses für Familie gearbeitet und die Konzeptentwicklung für ein interkulturelles Familienzentrum „Haus am See“ (Eröff17 Jugendamt Reinickendorf Jugendamt in den Regionen Bericht 2007 nung in 2008) vorangetrieben. Niederschwellige Familienangebote wurden insbesondere im Nachbarschaftszentrum Amendestraße durchgeführt. Die Vernetzung aller Essens- und Lebensmittelausgabe-Initiativen in der Region war ein weiteres flankierendes Projekt. Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit / öffentlichen Präsenz und zur Stabilisierung der Region wurde außerdem ein Wochenmarkt der sozialen Projekte am Franz-NeumannPlatz initiiert, mit der Winterpause aber wieder eingestellt. Spezielle Angebote für Kinder und Jugendliche waren u.a. im Rahmen von „Sport gegen Gewalt“ die LIGA Reinickendorf, die Intensivierung der Jugendkultur- und Jugendberatungsarbeit im Fuchsbau und die erfolgreiche Organisation des überbezirklichen Rockwettbewerbs, die Neuausrichtung des Schulprojektes Atlantis (Kooperation zwischen dem Nachbarschaftszentrum Amendestraße und der Hausotter-Grundschule) sowie die Neukonzeptionierung der Villa (selbstverwaltetes Jugendhaus für Initiativgruppen). Region MV Vor dem Hintergrund deutlich veränderter Anforderungen an die Mitarbeiter/innen des Jugendamtes im Rahmen der Sozialraumorientierung lag ein Schwerpunkt der Region MV bei der Stärkung und Entwicklung der Zusammenarbeit der unterschiedlichen Bereiche des regionalisierten Jugendamtes. Die Vertiefung und Qualifizierung einer engen Abstimmung und der damit verbundene Gewinn von Synergien im Sinne der Zielgruppen waren Thema zwischen der Regionalleitung, dem Bereich des Sozialpädagogischen Dienstes, den Mitarbeiter/innen aus der Jugend- und Familienförderung und der Freizeitstätten und wurde in mehreren Seminaren durch die City BKK begleitet. Im Feld der Weiterentwicklung von Kooperationen im MV wurde insbesondere der Bereich Jugendhilfe-Schule bearbeitet und neu abgestimmt. Intensive Gespräche zwischen den Schulleitungen der sieben Grundschulen und der Regionalleitung wurden begonnen. Um Zuständigkeits- und Kompetenzunklarheiten wirksamer zu begegnen, wurde ein “rotes Telefon” eingerichtet. Mit Blick auf den verstärkten Zuzug von ressourcenschwachen Familien in freie große Wohnungen im MV wurde die Kooperation mit der Gesobau deutlich ausgebaut. Die Gesobau engagierte sich neben ihren Kernaufgaben zusätzlich beim Aufbau von Familienangeboten im comX und bei der Finanzierung des alle Träger verbindenden Kiezfestes. Die Information von Hausbetreuern und eine Sensibilisierung für kinderschutzrelevante Beobachtungen wurden auf den Weg gebracht. Mit dem Umbau einer ehemaligen Kindertagesstätte für den regionalen Dienst mit Anbindung an das Jugendzentrum comX sind 2007 Konzept-, Angebots- und Finanzierungsideen im MV konkretisiert worden. Schwerpunkt der Regionalen Arbeitsgemeinschaft MV/Rollberge im Sinne der Weiterentwicklung von sozialräumlichen Strukturen war die Intensivierung der Vernetzung, nicht zuletzt durch die Veranstaltung von zwei Kiezfesten (MV und Rollberge) und die Arbeit an einer neuen Broschüre mit der Darstellung aller Angebote der Region für Kinder, Jugendliche und Familien. Die Einrichtungen in den Rollbergen erkannten in diesem Kontext für die Zukunft den Wunsch und die Notwendigkeit einer eigenständi- 18 Jugendamt Reinickendorf Jugendamt in den Regionen Bericht 2007 gen Kiezrunde für die Siedlung, auch um die Wohnungsbaugesellschaft GSW besser einbeziehen zu können. Im Rahmen der Jugendarbeit startete das comX neben der offenen Arbeit und damit verbundenen Aktivitäten in Kooperation mit dem Verein Demokratie Leben die hinausreichende Jugendarbeit durch ein besonderes Projekt mit speziellen Fahrzeugen “Streetmobil”. Zusätzlich zu Schwerpunktsetzungen bei der Gesamtkoordination von Jungenarbeit und der Verkehrserziehung wurde der Bedarf nach einer Verstärkung der Arbeit des Präventionsrates deutlich. Ab Juli 2007 ist vor diesem Hintergrund im Bereich der politischen Bildung und hier im Rahmen des Projektes Reinickendorf “Vielfalt tut gut” ein Lokaler Aktionsplan entwickelt worden; damit verbundene Projekte wurden abgestimmt und begonnen. 19 Jugendamt Reinickendorf Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien Bericht 2007 3.2 Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien 3.2.1 Aufgaben und Angebote Die Aufgabe in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien ist es, jungen Menschen die Entdeckung, Erprobung und Entfaltung ihrer persönlichen Fähigkeiten auch außerhalb von Familie, Schule und Arbeitswelt zu ermöglichen, eigenständige Zusammenschlüsse von jungen Menschen zu fördern sowie die Erziehungsfähigkeit von Familien zu stärken. Sie unterstützt junge Menschen darin, ihren Interessen selbst Geltung zu verschaffen und gesellschaftliche und soziale Mitverantwortung zu übernehmen. Gesetzliche Grundlage ist das SGB VIII. Die Arbeit gliedert sich in zwei Bereiche: Zum einen gibt es regionale Angebote in verschiedenen Einrichtungen sowohl in öffentlicher als auch in freier Trägerschaft, in denen schwerpunktmäßig die allgemeine Kinder- und Jugendförderung, aber auch Familienförderung und Jugendsozialarbeit betrieben werden. In den Regionen MV, Ost und West sind in jeweils einer Jugendfreizeiteinrichtung Beratungsbereiche entwickelt worden. Sie bieten niederschwellige, ganzheitliche Jugendberatung an. Hinzu kommen Erholungs- und Reiseangebote sowie internationale Begegnungen. Zum anderen bestehen zentrale, regional übergreifende Themen und Angebote: − − − − − − − − − − − − aufsuchende Kinder- und Jugendarbeit geschlechtsspezifische Arbeit mit Mädchen und Mädchenförderung schulbezogene Kinder- u. Jugendarbeit (Mediation, Aktionen, Projekte etc.) Schulsozialarbeit (Schulstationen, Schulsozialarbeit an Hauptschulen und Förderzentren) Verkehrsschulen und Projekte zur Verkehrserziehung, wie der „Tote Winkel“ arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit /Jugendberufshilfe Projekte der Kinder- und Jugendbeteiligung Übernachtungseinrichtungen Gewalt- und Suchtprävention Präventionsrat – regionsübergreifende Sicherung der fachlichen Vernetzung und Abstimmung erzieherischer und restriktiver Kinder- und Jugendschutz, Medienschutz Medienkompetenz-Zentrum und Projekte wie Computer-Führerschein Darüber hinaus werden in jedem Jahr Aktionen, Projekte und Ferienangebote für Kinder und Jugendliche organisiert und Veranstaltungen unterschiedlichster Art durchgeführt, wie zum Beispiel − − − − − − Jugendmesse(n) Jugendkulturarbeit und Projekte, Kindertheater in Freizeitstätten Rockwettbewerb im Fuchsbau Kiezfeste und Veranstaltungen Betreuung in Ferienprojekten und Ferienfreizeiten Auslandsaufenthalte bei Gasteltern Eine ausführliche Liste der Einrichtungen findet sich in Anlage 13. 20 Jugendamt Reinickendorf Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien Bericht 2007 Im Folgenden werden die allgemeine Kinder- und Jugendförderung sowie die allgemeine Familienförderung unter dem Gesichtspunkt der Versorgungsdichte dargestellt. Versorgungsdichte wird definiert als Angebotsstunden auf 1.000 Einwohner von 6 bis unter 21 Jahren. Datengrundlage bilden die Werte aus der Kosten- und Leistungsrechnung (KLR) des Jahres 2007. Es handelt sich dabei um kumulierte (monatlich aufaddierte) Angebotsstunden. 3.2.1.1 Allgemeine Kinder- und Jugendförderung Anhand der Versorgungsdichte lassen sich regionale Schwerpunktsetzungen erkennen, die mit der unterschiedlichen soziodemografischen Struktur korrespondieren. So wurden im MV insgesamt 6.480 Angebotsstunden auf 1.000 junge Einwohner geleistet, gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von einem Viertel. In den Regionen Ost und West wurden die Angebotsstunden um fünf beziehungsweise 13 Prozent erhöht, in der Region Nord um 11 Prozent reduziert. Mit einem Anteil von knapp 50 Prozent durch freie Träger ist im MV das Angebot zwischen öffentlicher und freier Trägerschaft wieder sehr ausgewogen. In den Regionen West und Nord beträgt dieser Anteil stabil 30 Prozent. In Ost ist das Angebot in freier Trägerschaft absolut wie prozentual leicht zurückgegangen Angebote der öffentlichen und freien Träger in der Kinder- und Jugendförderung 7.000 Angebotsstunden auf 1000 Einwohner von 6 bis unter 21 Jahren 6.000 5.000 4.000 3.000 2.000 1.000 0 MV Freie Träger Öffentlicher Träger 3.224 3.256 Ost 517 5.926 West 1.024 2.390 Nord 543 1.242 3.2.1.2 Allgemeine Familienförderung Bei den Angeboten der allgemeinen Familienförderung erfolgten in den Regionen Ost, MV und West zum Teil deutliche Steigerungen gegenüber dem Vorjahr. In Ost haben sich die Angebotsstunden auf 1.000 der Zielgruppe fast verdreifacht – auf 482, im MV sind sie um ein Viertel auf 839 Stunden gestiegen, in West um 10 Prozent auf 488 Angebotsstunden. 21 Jugendamt Reinickendorf Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien Bericht 2007 Im MV hat sich das Angebot des öffentlichen Trägers nahezu verdoppelt, aber der Anteil der dreien Träger ist mit 76 Prozent weiterhin sehr hoch. In der Region West hat sich der Anteil in freier Trägerschaft von 33 auf 52 Prozent erhöht. Die in der Region Ost aus Drittmitteln geförderten Angebote des Trägerverbundes von Aufwind e.V., Lebenswelt gGmbH und Steg gGmbH werden in der KLR nicht berücksichtigt. Für die Region Nord wurden 2007 keine Angebotsstunden durch freie Träger erbracht, mit 65 Stunden sichert der öffentliche Träger das Grundangebot. Angebote der öffentlichen und freien Träger in der Familienförderung 900 Angebotsstunden auf 1000 Einwohner von 6 bis unter 21 Jahren 800 700 600 500 400 300 200 100 0 MV Freie Träger Öffentlicher Träger 642 197 West 255 233 482 65 Ost Nord 22 Jugendamt Reinickendorf Psychologische Beratung Bericht 2007 3.3 Psychologische Beratung für Kinder, Jugendliche, Eltern und Familien 3.3.1 Aufgaben und Angebote Psychologische Beratung als Hilfe zur Erziehung wird durch die Erziehungs- und Familienberatungsstelle (EFB) des Jugendamtes sowie die EFB in Trägerschaft des Diakonischen Werkes und des Deutschen Familienverbandes angeboten. Die EFB ist eine zentrale Einrichtung des Jugendamtes und arbeitet an drei Standorten im Bezirk: im Beratungszentrum Am Nordgraben 1, auf dem Gelände der Teichstraße 65 sowie am Wilhelmsruher Damm 124 im Märkischen Viertel. Die Mitarbeiter/innen haben eine regionale Zuständigkeit und nehmen an der regionalen Vernetzung teil. Die EFB des freien Trägers befindet sich an zwei Standorten: im Märkischen Viertel am Wilhelmsruher Damm 159 und in der Markstraße 4 in Reinickendorf-Ost. Beide EFB arbeiten mit einem multiprofessionellen Team aus Diplom-Psychologen, Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten und Diplom-Sozialpädagogen – alle mit einer oder mehreren Zusatzqualifikationen für Beratung, Psychotherapie oder Familientherapie. Die Beratungsstellen stehen in einem regelmäßigen kooperierenden Austausch und stimmen ihre Angebote aufeinander ab, ergänzen sich und weisen Ratsuchende auf die speziellen Angebote der anderen Einrichtung hin. Gemeinsam haben Mitarbeiter/innen beider EFB-Teams sich in der Notfall-Psychologie fortgebildet und bieten in Kooperation schnelle psychologische Hilfe für Familien in und nach Notfallsituationen an. Hauptschwerpunkt des Leistungsangebotes beider EFB ist die psychologisch-pädagogische Beratung von Eltern, Kindern und Jugendlichen in Familienkonflikten, bei individuellen Problemen und bei Trennung und Scheidung mit dem Ziel, Lösungen zu erreichen, die insbesondere den Kindern und Jugendlichen günstige Entwicklungsmöglichkeiten schaffen bzw. erhalten sollen. Die Eltern sollen in der Entwicklung und Stärkung ihrer Erziehungsfähigkeit unterstützt werden. Die kommunale EFB hat ihren zweiten Schwerpunkt in der Funktion des psychologischen Fachdienstes innerhalb des Jugendamtes. In diesem Bereich unterstützt sie die anderen Dienste, insbesondere die Regionalen Sozialpädagogischen Dienste, in ihrer Arbeit durch Mitarbeit in den Fallteams, in der Hilfeplanung, bei der Einschätzung von Hilfebedarf, z.B. bei der Frage, ob eine betreute Unterbringung von Jugendlichen außerhalb des Elternhauses notwendig und sinnvoll erscheint oder durch psychologische Hilfe abgewendet werden kann. Die EFB erstellt regelmäßig gutachterliche Stellungnahmen, wie z.B. zu Fragen der Erziehungsfähigkeit von Eltern, bei Verdacht auf Missbrauch und von seelischer Vernachlässigung, zur Feststellung eines besonderen, „erweiterten Förderbedarfs“ von Pflegekindern, zur Indikation von Umgangsbegleitung. Im Bereich der Prävention und Gruppenarbeit macht die EFB folgende Angebote, die seit mehreren Jahren bestehen und weiterhin gut nachgefragt sind: Therapiegruppe für Jugendliche ab 15 Jahren am Standort Reinickendorf-Ost Therapiegruppe für junge Erwachsene ab 18 Jahren am Standort Reinickend.-Ost Mädchengruppe „Selbstbewusst durch Kreativität“ für 10- bis 12-Jährige in Kooperation mit dem Mädchenzentrum „Tietzia“ der Region West offene Gruppe „Zusammen wachsen“ für Eltern von Kindern bis 3 Jahren im Familienzentrum „Dibs“ in der Region West 23 Jugendamt Reinickendorf Psychologische Beratung Bericht 2007 Für Eltern mit als schwierig erlebten Säuglingen und Kleinkindern (z.B. Schreibabys) wird von mehreren Mitarbeiterinnen eine spezielle Beratung unter dem Namen „Null bis Drei“ angeboten. Hier geht es einerseits um Diagnostik, persönliche Beratung und Therapie, zugleich ist dies ein Beitrag zur Prävention von Gewalt und Vernachlässigung durch überforderte Eltern. Die EFB in freier Trägerschaft hat aufgrund eines Leistungsvertrages jährlich eine vereinbarte und vom Jugendamt finanzierte Menge an Erziehungs- und Familienberatungen durchzuführen und abzuschließen. Aufgrund der Rahmenvereinbarung über Erziehungs- und Familienberatung im Land Berlin und einer Sockelfinanzierung durch das Land hat die EFB des freien Trägers zudem mit dem Bezirksamt vereinbarte einzelfallübergreifende und präventive Leistungen erbracht. Dazu gehören angeleitete Gruppenangebote für Eltern, wie das Elternseminar „Achtung Pubertät“ und der Workshop für Elternpaare „Das Geheimnis glücklicher Paare“ themenzentrierte Elternabende zu Erziehungsfragen, zu Problemen bei Trennung und Scheidung usw. eine multikulturelle Gruppe für Mütter eine Gruppe für Trennungs- und Scheidungskinder Die EFB des freien Trägers nimmt ebenfalls intensiv an der Vernetzung im Bezirk und bei den Jugendamtsregionen teil und arbeitet in einem der Fallteams mit. 3.3.2 Durchgeführte und abgeschlossene Beratungen Da die beiden Beratungsstellen mit unterschiedlichen Statistikprogrammen arbeiten, werden hier neben den Zahlen der EFB des Jugendamtes (EBKuS) nur die vergleichbaren Daten des freien Trägers dargestellt (siehe auch Anlage 14). In 2007 wurden in Reinickendorf insgesamt 1.344 Beratungen durchgeführt (plus 204 im Vergleich zu 2006) und 972 (plus 208) abgeschlossen. Von den durchgeführten Beratungen entfielen 876 (plus 142) auf die EFB des Jugendamtes und 468 (plus 62) auf den freien Träger. Die Zahl der abgeschlossenen Beratungen betrug beim Jugendamt 701 (plus 181) und beim freien Träger 271 (plus 27), wovon 230 vertraglich vereinbart und 41 selbst finanziert waren. Die Versorgungsdichte bei den abgeschlossenen Beratungen insgesamt lag bei 15,7 Beratungen auf 1.000 Einwohner unter 27 Jahren (31.12.2007), was gegenüber 2006 einer Steigerung von 3,5 entspricht. Bei einer differenzierten Betrachtung der beiden im Bezirk tätigen Erziehungs- und Familienberatungsstellen betrug die Versorgungsdichte der EFB des Jugendamtes 11,3 Beratungen auf 1.000 Einwohner der Zielgruppe (plus 3,0 im Vergleich zu 2006), die Dichte der EFB des freien Trägers lag bei 4,4 (plus 0,5). 24 Jugendamt Reinickendorf Psychologische Beratung Bericht 2007 In nachfolgender Grafik wird für 2007 die regionale Verteilung der abgeschlossenen Beratungen auf 1.000 Einwohner unter 27 Jahren sowohl für die EFB des Jugendamtes als auch für die des freien Trägers dargestellt.1 In der Region Nord ist die Beratungsdichte mit recht deutlichem Abstand vor West am höchsten, gefolgt vom MV und Ost. Beratungsdichte in Nord und West am höchsten! 20,00 Abgeschlossene Beratungen auf 1000 Einwohner unter 27 Jahren 2007 5,11 15,00 4,25 4,19 3,91 10,00 13,48 5,00 11,66 9,36 8,53 0,00 Nord MV Ost West EFB Jugendamt EFB freier Träger Ein Migrationshintergrund bestand bei der EFB des Jugendamtes in 157 Fällen, das entspricht 22,4 % der abgeschlossenen Beratungen, soweit dieser Hintergrund bekannt geworden ist; bei Kurzberatungen ist dies nicht immer der Fall. Die EFB des freien Trägers verzeichnet hier, soweit bekannt, 54 Fälle oder 19,9 %. 1 Die Auswertung bezieht sich bei der EFB des Jugendamtes auf nur 679 der 701 Fälle. 13 Fälle konnten aufgrund des Wunsches der Klienten nach anonymer Beratung keiner Region zugeordnet werden und 9 weitere Klienten kamen aus anderen Berliner Bezirken, wurden aber angesichts besonderer Umstände hier beraten. 25 Jugendamt Reinickendorf Tagesbetreuung für Kinder Bericht 2007 3.4 Tagesbetreuung für Kinder 3.4.1 Aufgaben und Angebote Die Aufgabenbereiche der Tagesbetreuung konzentrieren sich im Wesentlichen auf die vier Blöcke Gutscheinerteilung, Trägerfinanzierung, Tagespflege sowie die Planung des Platzangebotes (siehe Schaubild) und leiten sich aus den jeweiligen gesetzlichen Grundlagen ab (siehe Anlage 15). Aufgaben der OE Tagesbetreuung Gutscheinerteilung Trägerfinanzierung Tagespflege Planung Platzangebot Eltern, die für ihre Kinder Tagesbetreuung in Anspruch nehmen möchten, erhalten im Ergebnis des Antragsverfahrens vom Jugendamt einen Gutschein, der zur Inanspruchnahme von Tagesbetreuungsangeboten berechtigt. Je nach Alter des Kindes bekommen die Eltern einen Bedarfs- oder einen Rechtsanspruchsgutschein, der in jeder Tageseinrichtung des Landes Berlin einlösbar ist. Neben der Erteilung eines Gutscheines für Kita oder Tagespflege sowie der entsprechenden Kostenbeteiligungsberechnung gehört zu den Aufgaben der Organisationseinheit Tagesbetreuung das Bedarfsermittlungs-, Bescheiderteilungs- und Kostenberechnungsverfahren zur "ergänzenden Betreuung an Grundschulen" (Hort) inklusive Abschluss des Betreuungsvertrages (Auswahl von unterschiedlichen Modulen entsprechend der Betreuungszeit) und der Kosteneinziehung für das Schulamt. Im Rahmen der Tagespflege für Kinder von 0 bis unter 3 Jahren, die im häuslichen Bereich einer Tagesmutter oder auch in Tagesgroßpflegestellen (Betreuung von bis zu acht Kindern bei zwei Tagesmüttern/vätern) durchgeführt wird, obliegt dem Jugendamt zusätzlich sowohl die Überprüfung von Bewerberinnen um Tagespflege als auch die Vermittlung eines Kindes bei gleichzeitiger Erteilung der Pflegeerlaubnis. Der Pflegevertrag wird für jedes aufzunehmende Kind mit der entsprechenden Tagespflegemutter abgeschlossen. Hinsichtlich der Tagesbetreuung in Kindertagesstätten wird den Eltern das letzte Jahr vor der regelmäßigen Schulpflicht kostenbeitragsfrei angeboten. Für die Jahre 2010 und 2011 sind das zweite und das dritte Kitajahr vor der regelmäßigen Schulpflicht ebenfalls als kostenbeitragsfreies Jahr vorgesehen. Fachliche Grundlage der Kindertagesstättenbetreuung bildet das vom Land Berlin beschlossene und sowohl für die Eigenbetriebe als auch für die freien Träger gültige "Berliner Bildungsprogramm". Ziel dieses Programms ist die qualitative Sicherstellung von Erziehung und Bildung sowie die Gewährleistung eines vergleichbaren Angebotes in allen Berliner Bezirken. Dazu gehört auch, dass die Eltern vor der Aufnahme ihres Kindes die Möglichkeit der Einsichtnahme in das Leistungsprofil der jeweiligen Kindertagesstätte erhalten. 26 Jugendamt Reinickendorf Tagesbetreuung für Kinder Bericht 2007 Im Rahmen von Qualitätssicherung und Weiterentwicklung wird von allen Trägern sukzessive die Methodik der internen und externen Evaluation angewandt. Ein wesentlicher Schwerpunkt des Berliner Bildungsprogramms ist die Sprachförderung. Hierzu wurde das so genannte "Sprachlerntagebuch" entwickelt. Es dokumentiert die sprachliche Entwicklung des Kindes in der Tagesbetreuung und begleitet das Kind von der Aufnahme in die Kita bis zum Übergang in die Grundschule. Durch intensive Beobachtung und Dokumentation der ErzieherInnen wird nicht nur der momentane Entwicklungsstand des Kindes beschrieben, sondern es werden auch Planungen für den weiteren Förderungsbedarf festgelegt. Das Sprachlerntagebuch ist Eigentum des Kindes bzw. der Eltern. Die dort enthaltenen persönlichen und teilweise auch vertraulichen Informationen sind nach datenschutzrechtlichen Grundsätzen in der Kita aufzubewahren und den Eltern beim Ausscheiden aus der Tagesbetreuung auszuhändigen. Es obliegt dann der Entscheidung der Eltern, das Sprachlerntagebuch in der Schulanfangsphase der Lehrerin oder dem Lehrer der Grundschule zu übergeben. Bis zum 31.5. eines Kalenderjahres wird für alle Kinder, die im Folgejahr regelmäßig schulpflichtig werden, verbindlich und unabhängig davon, ob sie eine Tageseinrichtung besuchen, eine Sprachstandsfeststellung durchgeführt. Kinder, die nicht über die erforderlichen Sprachkenntnisse verfügen und weder eine Tageseinrichtung besuchen noch in sonstiger Weise sprachlich gefördert werden, können von der zuständigen Schulbehörde für die Dauer des letzten Jahres vor der Einschulung zur Teilnahme an einer in Kindertagesstätten durchzuführenden vorschulischen Sprachförderung verpflichtet werden. 3.4.2 Vorhandene und vertraglich vergebene Plätze Die Kindertagesstätten der Träger von Tagesbetreuung in Reinickendorf unterhielten zum 31.12.2007 insgesamt 122 Einrichtungen. Davon waren 21 Kitas im Eigenbetrieb Nordwest organisiert und 101 Kitas befanden sich in freier Trägerschaft. Der Eigenbetrieb Nordwest stellt in Reinickendorf derzeit 2.167 Plätze, die freien Träger stellen in Reinickendorf derzeit 5.489 Plätze. Mit Stichtag 31.12.2007 bestanden im Bezirk Reinickendorf 6.443 Verträge mit dem Betreuungsbezirk Reinickendorf. Diese Verträge waren mit den Betreuungsstunden folgendermaßen verteilt: 4 bis unter 5 bis 7 bis über 5 Stunden 7 Stunden 9 Stunden 9 Stunden 800 2.818 2.363 462 Verträge Verträge Verträge Verträge entspricht 12 % entspricht 44 % entspricht 37 % entspricht 7 %. 27 Jugendamt Reinickendorf Tagesbetreuung für Kinder Bericht 2007 Vertraglich vergebene Plätze nach Betreuungsumfang über 9 Std 7% bis 9 Std 37% bis 5 Std 12% bis 7Std 44% In den Altersgruppen stellt sich die Verteilung wie folgt dar: 0 bis unter 2 Jahre 2 bis unter 3 Jahre 3 Jahre bis Einschulung 335 Verträge 1.104 Verträge 5.004 Verträge. Vertraglich vergebene Plätze nach Altersgruppen 5.004 1.104 335 0 bis unter 2 Jahre 2 bis unter 3 Jahre 3 Jahre bis Einschulung 3.4.3. Regionale Unterschiede in der Betreuungsdichte Ein regionaler Vergleich wird in diesem Jahr für alle Reinickendorfer Kitas des Eigenbetriebs Nordwest und für Kitas in freier Trägerschaft vorgenommen. Im Folgenden werden nur die Kinder bis einschließlich 6 Jahre betrachtet, die im Bezirk Reinickendorf wohnten und hier bis zum 31.12.2007 auch einen Betreuungsvertrag hatten. Normalerweise wird die Versorgungsquote bei der Kinderbetreuung durch die Anzahl der finanzierten Plätze bezogen auf die jeweilige Anzahl der Kinder in der Altersgruppe ausgewiesen. Durch die Einführung des Kitagutscheines (2005) können die Erziehungsberechtigten jedoch flexibel wählen, in welcher Region oder in welchem Bezirk ihr Kind in einer Kindertageseinrichtung betreut wird. Der Wohnort ist nicht mehr zwingend für die Wahl der Kindertagesstätte. Der Versorgungsgrad wird daher hier anders berechnet: Wieviele Kinder, die in einer Region wohnen, haben einen Betreuungsvertrag im Bezirk Reinickendorf (siehe hierzu Anlage 15)? 28 Jugendamt Reinickendorf Tagesbetreuung für Kinder Bericht 2007 Prozentualer Anteil der in Reinickendorf betreuten Kinder an den Einwohnern bis einschließlich 6 Jahre in den Regionen 50,5 48,2 46,5 42,8 Nord West MV Ost Betrachtet man die Altersgruppen im Einzelnen, so zeigt sich, dass die Region Nord bei den unter 3-Jährigen hinsichtlich der Betreuungsdichte führt. Bei den 3- bis 6-Jährigen ist die Betreuungsdichte in der Region Nord mit Abstand am höchsten, in den Regionen West und MV ungefähr gleich hoch. Ost hat hier die geringste Betreuungsdichte. Verträge auf 1.000 Einwohner der unter 3-Jährigen in den Regionen 307 273 250 231 Verträge auf 1.000 Einwohner der 3- bis 6-Jährigen in den Regionen 658 621 621 598 Nord West Ost MV Nord MV West Ost 29 Jugendamt Reinickendorf Familienunterstützende Hilfen Bericht 2007 3.5 Familienunterstützende Hilfen 3.5.1 Aufgaben und Angebote Unter diesem Punkt sind die überwiegenden Aufgaben der Sozialpädagogischen Dienste, die Bestandteil der vier Teams in den Regionen Nord, MV, Ost und West sind, zusammengefasst. Zu den Aufgaben gehören der Kinderschutz, Beratung von Familien, Kindern und Jugendlichen, die Unterstützung und Mitwirkung im Vormundschafts- und Familiengerichtlichen Verfahren, die Mitwirkung in Verfahren nach dem Jugendgerichtsgesetz und die Einleitung von Hilfen zur Erziehung, Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche und Hilfen für junge Volljährige (§§ 27 – 41 SGB VIII) sowie sonstige Leistungen nach dem SGB VIII. Die Rolle des Jugendamtes ist ein Spagat zwischen: dem Auftrag der Jugendhilfe, Eltern bei der Erziehung zu unterstützen (§§ 27 ff. SGB VIII) und dem Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung (§ 8a SGB VIII). Dies ist in jedem Einzelfall ein Abwägen zwischen dem im Grundgesetz definierten Recht von Eltern und dem Recht von Kindern auf Schutz vor Gefährdung. 3.5.2 Beratung und Unterstützung, Kinderschutz Nachfolgend werden die Förderung, Unterstützung und Kinderschutz gewährleistende Sozialarbeit sowie die eingegangenen Hinweise auf eine Kindeswohlgefährdung dargestellt. Hier wird eine Kernaufgabe des Jugendamtes abgebildet, die im Vorfeld oder außerhalb der Hilfen zur Erziehung und den damit verbundenen Tätigkeiten liegt. Datengrundlage sind die Werte der Kosten- und Leistungsrechnung für das Produkt 79070 VT-Jug-Sozialarbeit sowie die Statistik des Jugendamtes Reinickendorf zu den Kinderschutzmeldungen. Im Rahmen der Förderung, Unterstützung und Kinderschutz gewährleistenden Sozialarbeit, zu der auch die sozialpädagogische Beratung außerhalb der Hilfen zur Erziehung und sonstiger Hilfen nach dem SGB VIII zählt, wird die Anzahl der Neufälle im Jahr auf 1.000 Einwohner unter 18 Jahren ausgewiesen. Zu diesen Neufällen, die keine Hilfe zur Erziehung nach sich ziehen, gehören z. B. Beratung und Unterstützung bei der Ausübung der Personensorge, der Ausübung des Umgangsrechtes oder in allgemeinen Erziehungsfragen, Beratung junger Volljähriger, Beratung, Prüfung und Vermittlung bezüglich sozialer Leistungen sowie Beratung und Unterstützung von Familien und jungen Menschen in Krisen. Im Folgenden werden die Fälle, die den Regionen zugeordnet werden können, aufgeführt: MV Einwohner 0- u18 Jahre am 31.12.07 Anzahl der Neufälle in 2007 Neufälle auf 1.000 der Zielgruppe 8.906 473 53 West 12.835 457 36 Ost 7.199 433 60 Nord 9.681 223 23 Rdf. gesamt 38.621 1.586 41 30 Jugendamt Reinickendorf Familienunterstützende Hilfen Bericht 2007 Seit 2007 werden die im Jugendamt eingehenden Meldungen zu Kindeswohlgefährdungen erfasst. Bei jeder Meldung erfolgt umgehend eine erste Risikoeinschätzung, ob eine Kindeswohlgefährdung ausgeschlossen werden kann oder eine weitergehende Prüfung erfolgen muss. Im Jahr 2007 erhielt das Jugendamt 589 Hinweise auf eine mögliche Kindeswohlgefährdung. In den Haushalten lebten 1.121 Kinder, von denen 977 betroffen waren. In 42 Fällen konnte eine Kindeswohlgefährdung ausgeschlossen werden, in den anderen Fällen kam es zu weitergehenden Kontakten zu den Familien und entsprechenden Gefährdungseinschätzungen. Bei 317 Meldungen, also über der Hälfte, war ein sofortiges Tätigwerden des Jugendamtes erforderlich, um eine mögliche Kindeswohlgefährdung genauer einschätzen zu können. Zur Lebenssituation der Eltern kann festgestellt werden, dass es sich zum größten Teil um alleinerziehende Elternteile (333) handelte, gefolgt von zusammenlebenden Eltern mit 185 Familien. Bei den meisten Kinderschutzmeldungen lag Vernachlässigung von Kindern vor. Es gab jedoch auch 172 Meldungen zur häuslichen Gewalt, bei denen Kinder betroffen waren (Anlage 16). In der folgenden Grafik werden nur die betroffenen Kinder berücksichtigt, die den Regionen zugeordnet werden konnten – insgesamt 888. Die Region West wird wegen ihrer unterschiedlichen Strukturen noch einmal differenzierter abgebildet. Meldungen Kinderschutz Betroffene Kinder auf 1.000 Einwohner der 0 bis unter 18-Jährigen Regionen Reinickendorfer Durchschnitt 25,3 44,4 34,6 27,6 20,9 20,9 11,7 6,4 Nord MV Ost West AVA Tegel Süd Rest West 31 Jugendamt Reinickendorf Familienunterstützende Hilfen Bericht 2007 3.5.3 Mitwirkung des Jugendamtes in Verfahren vor den Vormundschafts- und Familiengerichten sowie in Verfahren nach dem Jugendgerichtsgesetz Die Mitwirkung in vormundschafts- und familiengerichtlichen Verfahren wird in Bezug auf die Anzahl der schriftlichen Stellungnahmen im Jahr auf 1.000 Einwohner unter 18 Jahren dargestellt. Die Abbildung zeigt die regionale Aufteilung. Nicht abgebildet wurde, dass sich in 11 Fällen der Krisendienst Kinderschutz mit Mitteilungen oder Anträgen an das Familiengericht gewandt hat. Während im MV ein leichter Rückgang zu beobachten ist, haben die anderen Regionen 2007 einen Anstieg zu verzeichnen (Anlage 17). 35 Mitwirkung in vormundschafts- und familiengerichtlichen Verfahren im Jahr auf 1.000 Einwohner unter 18 Jahren 30 25 20 15 10 5 0 MV Ost West Nord Mitwirkung in Verfahren 2006 Mitwirkung in Verfahren 2007 Die Jugendgerichtshilfe hat einen zentralen Sitz und ist nicht regional aufgeteilt. Zu ihren Aufgaben gehören die Vertretung der Jugendlichen und Heranwachsenden in Strafgerichtsverfahren sowie Vermittlung und Durchführung von gerichtlichen Maßnahmen und Auflagen im Rahmen des Jugendgerichtsgesetzes (JGG). Im Jahre 2007 gab es laut dem Statistikprogramm der Jugendgerichtshilfe (JugHost), 2.254 1.039 1.920 eingegangene Verfahren offene Verfahren und abgeschlossene Verfahren Von den abgeschlossenen Verfahren waren 63 Prozent Einstellungen. Es gab 511 Urteile und 39 Freisprüche. Die häufigsten Delikte waren Diebstahl (24,0 %), Körperverletzung (17,2 %), Sachbeschädigung, Betäubungsmittel-Vergehen, Raub und räuberische Erpressung, Leistungserschleichung, Betrug und Verkehrsvergehen (Anlage 18). 32 Jugendamt Reinickendorf Familienunterstützende Hilfen Bericht 2007 26,0% 24,0% Delikte nach prozentualem Anteil an den gesamten Delikten 19,8% 18,5% 17,2% 15,4% 2006 2007 11,8% 10,3% 9,3% 7,8% 5,9% 6,3% 4,9% 5,8% 3,8% 4,4% 4,5% 4,2% Diebst ahl Körperverletzung Sonstige Sachbeschädigung Bet äubungsmit tel Raub und räuberische Erpressung Leist ungserschleichung Bet rug Verkehrsvergehen Nur ein Fünftel (21,2 %) der Delikte wurden von Mädchen begangen. Zwei Fünftel (41,2 %) der von Mädchen begangenen Delikte betrafen Diebstahl. Wie bei den Jungen stand Körperverletzung an zweiter Stelle. Betrug und Leistungserschleichung nahmen bei den Mädchen einen höheren Stellenwert ein, während Betäubungsmittelvergehen und Sachbeschädigung eine viel geringere Rolle spielten. Häufigste Delikte nach Geschlecht (2006 oben 2007 unten) Diebstahl 2 10 19 4 339 348 307 222 2 56 19 3 159 119 111 72 10 0 45 65 89 83 81 73 269 334 381 Körperverletzung 10 0 77 11 8 18 14 16 29 39 30 40 34 14 12 Sachbeschädigung Betäubungsmittelvergehen Raub und Räuberische Erpressung Leistungserschleichung weiblich männlich Betrug Verkehrsvergehen Sonstige 33 Jugendamt Reinickendorf Familienunterstützende Hilfen Bericht 2007 Vier häufigste Delikte nach Geschlecht und regional (2007) (absolute Zahlen) 3 männlich weiblich unbekannt 43 3 31 48 25 1 14 4 11 68 44 33 68 47 56 56 34 94 1 72 3 25 1 25 56 2 1 8 17 37 85 64 108 N MV Diebstahl O W N MV O W N MV O W N MV O W Körperverletzung Sachbeschädigung Betäubungsmittelvergehen Im Vergleich zur Einwohnerzahl waren ausländische Jugendliche und Heranwachsende überrepräsentiert. Auf 1.000 Ausländer kamen 135 Delikte, auf 1.000 Deutsche 123. Die auffälligste Altersgruppe sind die männlichen ausländischen Jugendlichen (14 bis unter 18 Jahre) mit 247 Delikten auf 1.000 Einwohner (deutsch: 222) (siehe die Tabellen in der Anlage 19). Gegenüber dem Vorjahr ist jedoch die Delikt-Häufigkeit bei den ausländischen Jugendlichen weiter zurückgegangen (2006 = 1.842, 2007 = 1.813 Delikte) (vgl. Anlage 19). Maßnahmen Im Jugendrecht ist der Erziehungsgedanke maßgebend. Pädagogische Maßnahmen haben Vorrang vor Strafen. Von den im Jahre 2007 insgesamt 849 verhängten Maßnahmen waren 51,5 Prozent Erziehungsmaßregeln und 23 Prozent sogenannte Zuchtmittel (Arrest, Geldauflagen Verwarnungen u.a.); nur 25,6 Prozent – also ein Viertel – waren Jugendstrafen. Das folgende Diagramm benennt diese Gruppen und gibt die jeweils häufigste Maßnahme bzw. Strafe an. 34 Jugendamt Reinickendorf Familienunterstützende Hilfen Bericht 2007 Maßnahmen 2007 nach Gruppen mit den häufigsten Einzelmaßnahmen 437 293 195 davon Freizeitarbeiten 217 99 davon Arrest 105 davon Geldstrafe Erziehungsmaßregeln Zuchtmittel Jugendstrafe Maßnahmen 2006 nach Gruppen mit den häufigsten Einzelmaßnahmen 435 264 218 79 davon Arrest 234 108 davon Geldstrafe davon Freizeitarbeiten Erziehungsmaßregeln Zuchtmittel Jugendstrafe Deutlich wird, dass 2007 gegenüber 2006 die Anordnung von Freizeitarbeiten (plus 6 %), von Arrest (plus 14 %) und von Geldstrafen (plus 2 %) verhältnismäßig gestiegen ist. 35 Jugendamt Reinickendorf Familienunterstützende Hilfen Bericht 2007 3.5.4 Hilfen zur Erziehung und sonstige Hilfen nach dem SGB VIII Hilfen zur Erziehung und sonstige Hilfen nach dem SGB VIII sind individuelle auf den Einzelfall bezogene Hilfen. Auf Hilfen zur Erziehung besteht ein Rechtsanspruch der sorgeberechtigten Eltern, wenn eine dem Wohl des Kindes oder des Jugendlichen entsprechende Erziehung nicht gewährleistet und die Hilfe für seine Entwicklung geeignet und notwendig ist (§ 27 SGB VIII). Hilfen zur Erziehung werden im Folgenden nicht bezogen auf alle einzelnen Hilfeformen, sondern zusammengefasst in Fallgruppen – stationäre Hilfen, Vollzeitpflege, teilstationäre Hilfen und ambulante Hilfen – dargestellt. Zu den sonstigen Hilfen gehören Jugendberufshilfe, begleiteter Umgang bei Trennung und Scheidung und die gemeinsame Wohnform von Müttern/Vätern und Kindern. Statistisch werden die Hilfen in Fallzahlen oder Transferausgaben zu den Einwohnern in Beziehung gesetzt. Datengrundlage der folgenden Darstellungen sind für Fallzahlen die Angaben aus der Kosten- und Leistungsrechnung der Jahre 2006 und 2007. Dabei handelt es sich bei den Fallzahlen um Durchschnittswerte, das heißt, die kumulierten KLR-Daten werden durch 12 dividiert und auf 1.000 Einwohner unter 18 Jahren ausgewiesen. Bei den Transferausgaben hingegen dienten die Gesamttransferkosten der jeweiligen Hilfeart pro Kopf der Einwohner unter 18 Jahren als Berechnungsgrundlage. Die ausführlichen Tabellen mit den Daten von 2007 befinden sich in den Anlagen 20 bis 22. Die Ausgaben für die Hilfen zur Erziehung sind im Jahr 2007 gestiegen. Gründe sind zum einen in der Verschlechterung der sozialen Situation vieler Familien zu sehen. In Reinickendorf lebt fast die Hälfte der Kinder und Jugendlichen in Gebieten mit einem unterdurchschnittlichen „Entwicklungsindikator Soziale Stadtentwicklung 2007“ (siehe S. 45). Ein anderer Grund wird auch in der größeren Sensibilisierung im Rahmen des Kinderschutzes gesehen. Es kann davon ausgegangen werden, dass in mindestens 50% der Meldungen zu Kindeswohlgefährdung eine Gefährdung nicht ausgeschlossen werden kann und Unterstützung für die Familie erforderlich ist. In den folgenden Diagrammen werden die Fallzahlen (Durchschnittswerte, da Stichtagszahlen erhoben werden) abgebildet. Über alle Hilfen zur Erziehung ist 2007 eine Fallzahlensteigerung um 11,9 % zu beobachten. HzE-Fallzahlen 2007 HzE-Fallzahlen 2006 Am bulante Hilfen; 640,08 Inobhutnahm e; 19,50 Stationäre Hilfen; 412,92 Am bulante Hilfen; 569,08 Inobhutnahm e; 17,84 Stationäre Hilfen; 348,75 Teilstationäre Hilfen; 53,01 Vollzeitpflege; 189,09 Teilstationäre Hilfen; 40,50 Vollzeitpflege; 198,33 36 Jugendamt Reinickendorf Familienunterstützende Hilfen Bericht 2007 Die folgenden Diagramme beschreiben die relative Transferkostenverteilung der Hilfeartengruppen für den ganzen Bezirk einschließlich der unbegleiteten minderjährigen Asylbewerber. Deutlich wird hier, dass die stationären Hilfen nahezu zwei Drittel und die ambulanten Hilfen nur knapp ein Viertel der gesamten HzE-Kosten ausmachen. HzE-Transferkosten 2007 Am bulante Hilfen; 5.911.237 HzE-Transferkosten 2006 Inobhutnahm e; 673.289 Am bulante Hilfen; 5.192.378 Inobhutnahm e; 587.492 Teilstationäre Hilfen; 1.236.906 Stationäre Hilfen; 15.766.961 Vollzeitpflege; 2.270.145 Teilstationäre Hilfen; 974.389 Stationäre Hilfen; 13.488.924 Vollzeitpflege; 2.654.631 Betrachten wir die regionale Verteilung der Anzahl der Hilfen zur Erziehung und die Entwicklung von 2006 zu 2007, so wird deutlich, dass ein größerer Anstieg in den „Problemkiezen“ zu beobachten ist. Der Anstieg ist am stärksten bei den ambulanten Hilfen, gefolgt von stationären Hilfen. In den folgenden Diagrammen wird die regionale Verteilung der ambulanten- und stationären Hilfen von 2006 und 2007 abgebildet. Deutlich wird, dass in allen Regionen die Anzahl der ambulanten Hilfen auf 1.000 Einwohner unter 18 Jahren erheblich über den stationären Hilfen (ohne Vollzeitpflege) liegt (Anlage 20). Ambulante und Stationäre Hilfen (ohne Inobhtnahme und ohne Vollzeitpflege) 2007 25 Hilfen auf 1.000 Einwohner unter 18 Jahren 20 15 10 5 0 Ost MV West Nord Ambulante Hilfen 2007 Stationäre Hilfen 2007 37 Jugendamt Reinickendorf Familienunterstützende Hilfen Bericht 2007 Ambulante und Stationäre Hilfen (ohne Inobhutnahme und ohne Vollzeitpflege) 2006 25 Hilfen auf 1.000 Einwohner unter 18 Jahren 20 15 10 5 0 Ost MV West Nord Ambulante Hilfen 2006 Stationäre Hilfen 2006 Betrachten wir die Entwicklung der Hilfen zur Erziehung insgesamt, so wird deutlich dass von 2006 nach 2007 in allen Regionen ein Anstieg zu beobachten ist (Anlage 21). Gesamtfallzahlen HzE inklusive Inobhutnahme auf 1.000 Einwohner der Zielgruppe 45 Hilfen auf 1.000 Einwohner unter 18 Jahren 40 35 30 25 20 15 10 5 0 Ost MV West Nord HzE gesamt 2006 HzE gesamt 2007 Sonstige Leistungen nach SGB VIII Im Folgenden werden die drei wesentlichen Leistungen abgebildet. Die auf den Einzelfall bezogenen Leistungen im Rahmen der Jugendberufshilfe gemäß §13 (2) und (3) SGB VIII. Gemeinsamen Wohnformen für Mütter/Väter und Kinder gemäß §19 SGB VIII. „Mütter oder Väter, die allein für ein Kind unter sechs Jahren zu sorgen haben oder tatsächlich sorgen, sollen gemeinsam mit dem Kind in einer geeigneten Wohnform betreut werden, wenn und solange sie aufgrund ihrer Persönlichkeitsentwicklung 38 Jugendamt Reinickendorf Familienunterstützende Hilfen Bericht 2007 - dieser Form der Unterstützung bei der Pflege und Erziehung des Kindes bedürfen…“ Beratung und Unterstützung bei der Ausübung der Personensorge und des Umgangsrechts gemäß §18 SGB VIII. Hier wird der begleitete Umgang abgebildet. Die Zahl dieser Hilfen ist von 2006 auf 2007 nur geringfügig angestiegen. Insgesamt liegt der Prozentanteil an der Zielgruppe unter 1% (Anlage 22). Bezogen auf die Regionen war die Entwicklung jedoch unterschiedlich: Sonstige Hilfen 2007 1,60 Hilfen auf 1.000 Einwohner unter 18 Jahren 1,40 1,20 1,00 0,80 0,60 0,40 0,20 0,00 Ost West MV Nord Jugendberufshilfe Begleiteter Umgang Unterbringung Eltern / Kind Sonstige Hilfen 2006 1,60 Hilfen auf 1.000 Einwohner unter 18 Jahren 1,40 1,20 1,00 0,80 0,60 0,40 0,20 0,00 Ost MV West Nord Jugendberufshilfe Begleiteter Umgang Unterbringung Eltern / Kind 39 Jugendamt Reinickendorf Bericht 2007 Materielle Hilfen und Kindschaftsrechtliche Beratung und Vertretung 3.6 Materielle Hilfen und Kindschaftsrechtliche Beratung und Vertretung 3.6.1 Materielle Hilfen Im Rahmen der materiellen Hilfen werden Leistungen nach dem neuen Bundeselterngeld-, dem auslaufenden Bundeserziehungsgeld- und dem Unterhaltsvorschussgesetz gewährt. Das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) trat am 01.01.2007 in Kraft und löste das Bundeserziehungsgeldgesetz (BErzGG) ab, das hinsichtlich der bis zum 31.12.2006 geborenen Kinder zunächst weiter gültig ist. Der Bund trägt die Ausgaben für das Elterngeld. Der "Elterngeldteil" des BEEG (Abschnitt 1) gilt als besonderer Teil des Sozialgesetzbuchs. Für die Durchführung des "Elterngeldteils" finden das Erste Buch Sozialgesetzbuch (SGB I) sowie das Erste Kapitel des Zehnten Buches Sozialgesetzbuch (SGB X) Anwendung. Bei Streitigkeiten über das Elterngeld ist das Sozialgericht zuständig. Der "Elternzeitteil" des BEEG (Abschnitt 2) regelt die Elternzeit für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Das Elterngeld soll berufstätigen Eltern die Entscheidung für die persönliche Betreuung des Kindes erleichtern, indem Einkommensverluste während der Elternzeit teilweise ausgeglichen werden. Als einkommensabhängige Lohnersatzleistung soll es auch Männer motivieren, die Elternzeit wahrzunehmen. Wegen der kürzeren Laufzeit des Elterngelds reduziert sich die Leistung bei Nicht-Verdienern gegenüber dem (bisherigen) Anspruch auf Erziehungsgeld. Für die Ermittlung des elterngeldrelevanten Einkommens gilt der Grundsatz: Elterngeld wird in Höhe von 67 % des in den zwölf Kalendermonaten vor dem Monat der Geburt des Kindes durchschnittlich erzielten monatlichen Einkommens aus Erwerbstätigkeit für volle Monate gezahlt, in denen die berechtigte Person kein Einkommen aus Erwerbstätigkeit erzielt. Das bedeutet, dass Elternteile, die z. B. nur in einem der in Frage kommenden zwölf Monate Einkommen aus Erwerbstätigkeit erzielt haben, weil sie zuvor Elternzeit hatten und Erziehungsgeld für ein älteres Kind bezogen haben, eine Zwölftelung dieses Monatseinkommens hinzunehmen haben. Von diesem zwölften Teil eines Monatseinkommens wird dann der Anspruch auf Elterngeld (67 %) errechnet. In den meisten Fällen ergibt sich bei dieser Fallkonstellation und bei ähnlich gelagerten Fällen nur ein Anspruch auf das gesetzliche Mindestelterngeld in Höhe von mtl. 300 €. Die Antragsteller/innen, die teilweise vor dem Bemessungszeitraum immer vollbeschäftigt gearbeitet haben, fühlen sich durch das BEEG benachteiligt und mit arbeitslosen Menschen, die ebenfalls das Mindestelterngeld beanspruchen können, gleichgestellt. Insgesamt erhalten nur wenige Antragsteller/innen die erhofften 67 % ihres wegfallenden Nettoeinkommens, da z. B. Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie steuerfreie Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- oder Nachtarbeit bei der Ermittlung des Elterngeldanspruchs nicht berücksichtigt werden. Inwieweit die Inanspruchnahme des Elterngeldes den Erwartungen entspricht, kann nach dem Einführungsjahr noch nicht abschließend beantwortet werden. Trotz dieser und anderer strittiger Fragen bei der Gewährung des Elterngeldes ist die Zahl der eingegangenen Widersprüche (32) als relativ gering zu bezeichnen. Es gibt bisher keine Entscheidung des Sozialgerichts Berlin, die die Rechtmäßigkeit der Arbeitsweise der Elterngeldstelle in Frage gestellt hätte. 40 Jugendamt Reinickendorf Bericht 2007 Materielle Hilfen und Kindschaftsrechtliche Beratung und Vertretung Wie beim BErzGG erstrecken sich die Beratungsleistungen der Dienstkräfte beim Elterngeld auf monetäre Fragestellungen sowie auf rechtliche Fragen zur Elternzeit. Die Einführung erfolgte zum 1.1.2007 unter erschwerten, teilweise widrigen Bedingungen und war nur durch hohes Engagement und erhöhte Anstrengungen der Dienstkräfte leistbar. Die Dienstkräfte mussten parallel das BErzGG und das neue, erheblich aufwändigere BEEG mit u. a. komplexen einkommenssteuerrechtlichen Bezügen umsetzen. Eine allgemeine Schulung zum neuen Gesetz erfolgte erst im Dezember 2006. Ein IT-gestütztes Programm zur Elterngeldbearbeitung war nicht verfügbar; seitens der Senatverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung konnte lediglich eine Übergangslösung auf Excel-Basis zur Verfügung gestellt werden. Die Dienstkräfte mussten sich parallel zur Einarbeitung in das diffizile Elterngeldrecht und die Übergangslösung auch mit der bisher nicht genutzten Kalkulationssoftware Excel vertraut machen. Das Fachprogramm zur Bearbeitung von Elterngeldanträgen (EGplus), das nicht kompatibel zu der Übergangslösung war und eine komplette Erneuerung der Hardware sowie eine Internetanbindung erforderte - konnte erst am 11.07.2007 (nach einer erneuten Schulung aller Dienstkräfte) in Betrieb genommen werden. In der Folgezeit mussten die Dienstkräfte demnach drei Anwendungen beherrschen, um die Rechtsansprüche der Antragsteller/innen bedienen zu können: Das Erziehungsgeldprogramm (BaB), die Übergangslösung und EGplus. Zur Unterstützung der Dienstkräfte der Elterngeldstelle wurden die Arbeitsgruppe durch drei Angestellte für die Dauer eines Jahres verstärkt In 2007 wurden insgesamt ca. 6 Mio Euro Elterngeld ausgezahlt. Nachfolgendes Diagramm zeigt die monatliche Entwicklung der Leistungsempfänger (Quelle: KLR) für Elterngeld und Erziehungsgeld im Monatsvergleich 2007 und verdeutlicht den Zusammenhang zwischen eingeführten und auslaufenden Leistungen recht anschaulich. Von einigen, auf die Anzahl der monatlichen Zahlungsläufe zurückzuführenden Unregelmäßigkeiten in den Verlaufskurven abgesehen, ergibt sich ein stetiger Anstieg beim Elterngeld, bei gleichzeitigem Rückgang des Erziehungsgeldes. Im Oktober kam es bei beiden Leistungen annähernd zu identischen Werten, ab November überwog dann die Zahl der Elterngeldfälle (Anlage 23). 41 Jugendamt Reinickendorf Bericht 2007 Materielle Hilfen und Kindschaftsrechtliche Beratung und Vertretung 2.500 Zahl der leistungsempfangenden Personen im Monat 2.000 1.500 1.000 500 0 Jan Feb M rz A pr M ai Jun Jul A ug Sep Okt No v Dez Elterngeld Erziehungsgeld Anspruch auf Unterhaltsleistungen nach dem Unterhaltsvorschussgesetz (UVG) haben grundsätzlich Kinder bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres für maximal 72 Monate, die bei einem allein erziehenden Elternteil leben und nicht oder nicht regelmäßig Unterhalt von dem anderen Elternteil bzw. ggf. Waisenbezüge in ausreichender Höhe erhalten. Grundsätzlich hat das familienferne Elternteil (in der Regel der Kindesvater) die gewährte Unterhaltsvorschussleistung dem Land Berlin zu erstatten. Durchschnittlich lag die Anzahl aktueller Leistungsempfänger bei 2.524. Dies entspricht einem leichten Rückgang gegenüber 2006 (minus 33). Die Leistungen (Ausgaben) und Einzahlungen haben sich gegenüber dem Vorjahr ebenfalls nur marginal verändert. So betrugen die Leistungen 4.842.601 € (minus 49.489 € zu 2006) und die Einzahlungen beliefen sich auf 451.511 € (plus 11.025 €). 3.6.2 Kindschaftsrechtliche Beratung und Vertretung Die Aufgaben der Kindschaftsrechtlichen Beratung und Vertretung liegen schwerpunktmäßig in den Bereichen der Führung von Vormundschaften und Pflegschaften für die Personen- oder Vermögenssorge und Beistandschaften zur Feststellung der Vaterschaft und / oder Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen. Darüber hinaus erfolgen Beurkundungen (z.B. Vaterschaftsanerkennungen, gemeinsame Sorgeerklärungen und Unterhaltsverpflichtungen), ebenso werden für ein Kind allein sorgende Elternteile in Unterhaltsangelegenheiten hinsichtlich ihres eigenen Betreuungsunterhalts beraten und unterstützt. Anspruch auf Unterhaltsberatung haben auch junge Volljährige bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres. Die beratenden und unterstützenden Aufgaben werden in einer Zentralstelle angeboten und erfahren als niedrigschwelliges Angebot durch die Bürger eine hohe Akzeptanz. 42 Jugendamt Reinickendorf Bericht 2007 Materielle Hilfen und Kindschaftsrechtliche Beratung und Vertretung Zum 1.Juli 1998 war das Kindschaftsrecht modernisiert und insbesondere die gesetzliche Amtspflegschaft für nichteheliche Kinder abgeschafft worden. Das Rechtsinstitut einer neuen Beistandschaft für alle minderjährigen Kinder auf freiwilliger Basis wurde stattdessen eingeführt. Um den geänderten Arbeitsinhalten und Verantwortlichkeiten in den Bereichen Amtsvormundschaft und Kindschaftsrechtliche Hilfen Rechnung zu tragen, wurde im Rahmen der Bezirksfusion erstmals im Stadtbezirk Mitte, später auch in anderen Stadtbezirken die Organisationsstruktur dahingehend verändert, dass Vormundschaften und Beistandschaften getrennt bearbeitet wurden. Zugrunde lag ein Strukturvorschlag einer Arbeitsgruppe der Berliner Jugendämter vom November 2002. In Reinickendorf konnte das Modell seinerzeit mit dem vorhandenen Personal nicht realisiert werden; ferner war eine flächendeckende IT-Ausstattung noch nicht vorhanden, und demzufolge konnte auch eine arbeitserleichternde Software nicht eingesetzt werden. Dennoch lagen die Vorzüge auf der Hand: Durch Aufgabentrennung kann erreicht werden, den Mündeln / Pfleglingen besser gerecht zu werden, die Präsenz und Belastbarkeit des Vormundes unter dem Aspekt des Kinderschutzes zu stärken und die Mitarbeit in Fallteams in vertretbarem Umfang zu gewährleisten. Durch Konzentration auf die rein unterhaltsrechtliche Materie bei Beistandschaften ohne Ablenkung durch krisenhafte Vormundschaften und Wegfall der Teilnahme an Hilfekonferenzen und Fallteam-Sitzungen war höhere Effektivität bei der Wahrnehmung der Beistandschaften denkbar. Aus diesen Überlegungen heraus erarbeitete die Kindschaftsrechtliche Beratung einen entsprechenden Vorschlag zur Umstrukturierung, und im November 2007 erfolgte die Umsetzung. Neben den genannten Vorteilen sind ggf. höhere Belastung und größere Verantwortung für Sachbearbeiter, Beistände und Vormünder nicht auszuschließen, zumal in 2008 Personalkürzungen vorgenommen werden. Vier Stadtvormündern, die ausschließlich Vormundschaften und Pflegschaften führen, kann z.B. kein Sachbearbeiter mehr zur Seite gestellt werden. Es bleibt Ziel, dass größere Quantität der Arbeit trotz erschwerter Rahmenbedingungen nicht zu weniger Qualität führt. Dabei wird auch weiterhin bei den Schnittstellen zu anderen Bereichen der Zentralen Angebote und Leistungen nach Synergieeffekten Ausschau gehalten. Nachfolgend werden die Aufgaben im Rahmen der Kindschaftsrechtlichen Beratung und Vertretung zahlenmäßig im Vergleich mit dem Jahr 2006 für Reinickendorf insgesamt abgebildet (Datenbasis KLR und Auswertung der Mündelkonten): 43 Jugendamt Reinickendorf Bericht 2007 Materielle Hilfen und Kindschaftsrechtliche Beratung und Vertretung Vormundschaften / Pflegschaften: Beistandschaften: Durchschnittlich 284 (minus 8 im Vergleich zu 2006) geführte Amtsvormundschaften und Pflegschaften. Durchschnittlich 4.591 (minus 206) geführte Beistandschaften. Insgesamt wurden 2.624.806 € (minus 50.471 €) Unterhaltszahlungen eingenommen, davon sind 2.373.076 € (minus 25.962 €) direkt an die entsprechenden Elternteile weitergeleitet worden. Der andere Teil liegt bis zur Abrechnung und Erstattung auf Mündelkonten der Zentralen Vormundschaftskasse. Daneben werden vom Beistand berechnete Unterhaltsansprüche auch direkt zwischen den Eltern gezahlt. Die Gesamtsumme für das Jahr 2007 beläuft sich auf insgesamt 1.483.748 € (minus 38.400 €) Unterhalt. Diese Summe entspricht ca. 56,5 % der Einnahmen, die über die Zentrale Vormundschaftskasse erzielt werden und ist als durchaus beträchtlich anzusehen. Es ist davon auszugehen, dass ohne die Tätigkeit des Beistands auch ein Teil dieser Summe durch öffentliche Leistungen hätte ersetzt werden müssen, so dass eine Entlastung des Haushalts durch Herbeiführung einer einvernehmlichen Regelung zwischen den Eltern durchaus eingetreten ist und auch in Zukunft eintreten wird. 3.689 (minus 156) durchgeführte Beratungsgespräche. Unterhaltsberatungen und Sorgeerklärungen: Beurkundungen: 1.426 (plus 137) durchgeführte Beurkundungen. 44 Jugendamt Reinickendorf Bezirksvergleich - Rahmendaten Bericht 2007 4 4.1 Jugendhilfe im Bezirksvergleich Rahmendaten und methodische Grundlagen Der Anteil der jungen Einwohner unter 18 Jahren an der Bevölkerung ist mit 16 Prozent hoch. Damit liegt Reinickendorf über dem Berliner Durchschnitt von 14,6 Prozent und hinter Neukölln und Spandau an dritter Stelle der Berliner Bezirke. Andererseits: Die Abnahme der Zahl der jungen Einwohner hat sich auch von 2006 zu 2007 fortgesetzt, jedoch nicht mehr so stark. Es gab 1,2 Prozent weniger unter 18-Jährige als im Jahr zuvor, was etwa dem Berliner Durchschnitt entsprach (vgl. Anlage 24). Auch die Sozialstruktur des Bezirks ähnelt dem Berliner Durchschnitt. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat darauf verzichtet, auf der Basis des Stadtmonitoring 2007 eine neue Sozialräumliche Entwicklungstendenz festzulegen, so dass beim Wertausgleich zwischen den Bezirken die alten Werte von 2006 weiter gelten: Reinickendorf hat eine Sozialräumliche Entwicklungstendenz von 0,99 (Berlin = 1). Neukölln hat mit einem Wert von 1,26 die schlechteste und Steglitz-Zehlendorf mit 0,70 die beste Entwicklungstendenz. Da das Stadtmonitoring 2007 seine Methodik radikal verändert hat, sind direkte Vergleiche mit den alten Ergebnissen nicht möglich. Das neue Stadtmonitoring unterscheidet aufgrund von 12 Indikatoren zwischen vier Gruppen eines „Entwicklungsindikators Soziale Stadtentwicklung 2007“: hoch/sehr hoch, mittel, niedrig und sehr niedrig. In Berlin leben 57 Prozent der jungen Einwohner in Gebieten mit einem mittleren Entwicklungsindikator, 32 Prozent in Gebieten mit einem niedrigen oder sehr niedrigen und 11,3 Prozent in Gebieten mit einem hohen und sehr hohen Entwicklungsindikator. In Reinickendorf leben jedoch nur 28 Prozent im mittleren Bereich. 25 Prozent der jungen Einwohner leben in Gebieten mit einem hohen/sehr hohen Entwicklungsindikator, aber 47 Prozent – also fast die Hälfte – leben in Gebieten mit einem unterdurchschnittlichen Indikator. Dies zeigt die im Kapitel 2 beschriebene starke Polarisierung der sozialen Entwicklung in Reinickendorf und ist nur zu vergleichen mit dem Bezirk MarzahnHellersdorf (siehe Anlage 25). In Kapitel 2 wurde die sozialräumliche Entwicklung in Reinickendorf anhand von drei Merkmalen untersucht: Anteil der Personen mit Migrationshintergrund an den unter 18Jährigen, Anteil der Arbeitslosen an den Einwohnern von 18 bis unter 60 Jahren und Anteil der nicht erwerbsfähigen Hilfebedürftigen an den Einwohnern unter 15 Jahren (siehe S. 11). Auf Bezirksebene sind die Werte für Reinickendorf bei allen drei Merkmalen etwas besser als der Berliner Durchschnitt (vgl. Anlage 26). Im Vergleich zum Vorjahr hat jedoch der Anteil der nicht erwerbsfähigen Hilfebedürftigen an den unter 15-Jährigen in Reinickendorf am stärksten – um 1,45 Prozentpunkte – zugenommen, während er sich in Berlin nur minimal erhöht hat (siehe Anlage 27). Wenig erfreulich ist auch die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt für die jungen Reinickendorfer unter 25 Jahren. 2007 lag der Anteil der Arbeitslosen unter 25 Jahren an den Einwohnern von 18 bis unter 25 Jahren mit 9,1 Prozent über dem Berliner Durchschnitt von 8 Prozent (siehe Anlage 26). Gegenüber 2006 hat die Anzahl der jungen Arbeitslosen in Berlin aber um 15,7 Prozent abgenommen, in Reinickendorf nur um 6,1 Prozent (siehe Anlage 28). 45 Jugendamt Reinickendorf Bericht 2007 Bezirksvergleich – Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien 4.2 Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien 4.2.1 Allgemeine Kinder- und Jugendförderung Der Bezirk Mitte weist mit insgesamt 6.510 Angebotsstunden auf 1.000 Einwohner von 6 bis unter 21 Jahren (plus 871 im Vergleich zu 2006) nach wie vor die höchste Versorgungsdichte auf. Reinickendorf belegt trotz einer Steigerung um 434 Stunden weiterhin den 7. Platz im Ranking. Der Anteil der freien Träger an der Gesamtversorgungsdichte ist – wie auch in der Vergangenheit – in den östlichen Bezirken einschließlich Mitte und FriedrichshainKreuzberg tendenziell höher als in den westlichen Bezirken. In Reinickendorf beträgt der Anteil 31 Prozent. Reinickendorf bei der Versorgungsdichte im Mittelfeld 7.000 Angebotsstunden auf 1000 Einwohner von 6 bis unter 21 Jahren 6.000 5.000 4.000 3.000 2.000 1.000 0 Mitte Freie Träger FrKr TrKö Pan- Licht.kow berg MaHe Rdf TeSch Neukölln 811 ChWi 539 StZd 767 Spandau 803 3.097 2.607 2.489 2.175 1.736 1.847 1.305 1.526 Öffentlicher Träger 3.412 3.325 3.118 3.313 3.721 3.038 2.929 2.338 2.936 2.888 2.261 1.667 4.2.2 Allgemeine Familienförderung Mit 1.399 Angebotsstunden auf 1.000 der Zielgruppe (plus 549 gegenüber 2006) ist die Versorgungsdichte im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg mehr als doppelt so hoch wie im zweitplatzierten Bezirk Neukölln. Reinickendorf belegt mit 462 Angebotsstunden (plus 101) den vierten Platz im Ranking. Der Anteil freier Träger an der Gesamtversorgungsdichte reicht von 92 Prozent in Tempelhof-Schöneberg bis zu Null in Charlottenburg-Wilmersdorf und Treptow-Köpenick. Der Bezirk Reinickendorf bewegt sich mit einem Anteil von 50 Prozent im mittleren Bereich. 46 Jugendamt Reinickendorf Bericht 2007 Bezirksvergleich – Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien Reinickendorf bei der Versorgungsdichte im oberen Drittel; FriedrichshainKreuzberg weist weiterhin mit deutlichem Abstand höchste Dichte auf 1.400 Angebotsstunden auf 1000 Einwohner von 6 bis unter 21 Jahren 1.200 1.000 800 600 400 200 0 FrKr Freie Träger Öffentlicher Träger 1.133 266 Neu- Licht.kölln 188 476 berg 547 60 Rdf 231 231 TeSch MaHe 411 34 330 84 Spandau 321 46 311 ChWi Mitte 42 89 StZd 27 73 Pankow 14 68 3 TrKö 47 Jugendamt Reinickendorf Bezirksvergleich - Psychologische Beratung Bericht 2007 4.3 Psychologische Beratung für Kinder, Jugendliche, Eltern und Familien Im Rahmen des Berliner Bezirksvergleiches wird für die Erziehungs- und Familienberatungsstellen der Jugendämter (vgl. Kosten- und Leistungsrechnung) die Anzahl der abgeschlossenen Beratungsfälle auf 1.000 Einwohner unter 27 Jahren für 2006 und 2007 abgebildet. Die mit Abstand höchste Beratungsdichte weist Steglitz-Zehlendorf auf. Im Vergleich mit 2006 hat der Bezirk nochmals einen Anstieg zu verzeichnen. Es folgen MarzahnHellersorf, Pankow, Friedrichshain-Kreuzberg und Mitte mit relativ gleich bleibendem Niveau. Spandau verfügt sowohl in 2007 als auch im Vorjahr über die geringste Anzahl Beratungsfälle pro 1.000 der Zielgruppe. Auffällig ist der signifikante Anstieg der Beratungsdichte in Reinickendorf und Charlottenburg-Wilmersdorf! So stieg bei nur marginalen Schwankungen der zielgruppenbezogenen Einwohnerzahlen die Menge der absoluten Beratungen in Reinickendorf gegenüber 2006 um 182 Fälle und in Charlottenburg-Wilmersdorf um 186 Fälle an. Zu berücksichtigen ist hierbei jedoch, dass dieser Anstieg nicht nur auf eine erhöhte Nachfrage zurückzuführen ist. Vielmehr spielen auch andere Aspekte, wie z.B. bezirksdifferente Fallabschlusskriterien eine nicht unerhebliche Rolle. Die Beratungsdichte bezieht sich lediglich quantitativ auf abgeschlossene Beratungen, unabhängig von Intensität und Dauer. Je nach Problemlage beinhaltet eine abgeschlossene Beratung die Arbeit mit einer oder mehreren Personen oder auch der ganzen Familie an einem Termin oder an bis zu über 30 Terminen. Die KLR verzichtet bislang auf eine qualitative Aussage (Anlage 29). Deutlicher Anstieg der Beratungsdichte in Reinickendorf! 16 Abgeschlossene Beratungsfälle auf 1000 Einwohner unter 27 Jahren 14 12 10 8 6 4 2 0 StZd M aHe P anko w FrKr M itte Licht.berg TrKö Neukö lln ChWi Rdf TeSch Spandau Beratungsfälle 2006 Beratungsfälle 2007 48 Jugendamt Reinickendorf Bezirksvergleich - Tagesbetreuung für Kinder Bericht 2007 4.4 Tagesbetreuung für Kinder Für das Jahr 2007 wird im Kontext eines interbezirklichen Vergleiches die Anzahl der Kinder, die in einer Kindertagesstätte im Land Berlin betreut wurden, auf 1.000 Einwohner bis einschließlich 6 Jahren dargestellt. Aufgrund der berlinweiten Gültigkeit von Tagesbetreuungsgutscheinen und der daraus resultierenden Möglichkeit, auch außerhalb des eigenen Wohnbezirkes einen Kitaplatz in Anspruch zu nehmen, gingen in die Auswertung1 im Sinne plausibler Vergleichbarkeit sowohl Kinder mit ein, die im eigenen Wohnbezirk in einer Kindertagesstätte betreut werden, als auch jene Kinder, die in einem anderen Bezirk eine Kita besuchen (siehe Anlage 30). Gezählt für den jeweiligen Bezirk wurden infolgedessen alle dort wohnhaften Kinder, die entweder in diesem oder eben in einem anderen Bezirk in einer Kindertagesstätte betreut worden sind. Mit Bezug auf die obengenannte Zielgruppe ergibt sich daraus die Kita-Betreuungsdichte im Bezirksvergleich. Die höchste Dichte findet sich in Treptow-Köpenick. Nahezu 61 % der dort wohnhaften Kinder besucht eine Kindertagesstätte innerhalb Berlins. Dicht dahinter folgen die ehemaligen "reinen Ostbezirke" Pankow, Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf. Insgesamt liegt die Betreuungsdichte in 10 Bezirken über 50 %. Lediglich in Mitte und Charlottenburg-Wilmersdorf, den beiden letztplatzierten Bezirken, befindet sie sich knapp darunter. Reinickendorf rangiert im unteren Mittelfeld. Trotz der oben beschriebenen Möglichkeit, einen Kitaplatz im Bezirk der Wahl in Anspruch nehmen zu können, sind hier die "Wanderungsbewegungen" marginal (siehe Anlage 31). Anders ausgedrückt: Die meisten Kinder besuchen nach wie vor eine Kita in ihrem Wohnbezirk. Betreuungsdichte in 10 Bezirken über 50 Prozent! 700 Anzahl Kinder in Kitabetreuung auf 1000 Einwohner bis einschl. 6 Jahre 600 500 400 300 200 100 0 TrKö P anko w Licht.berg M aHe StZd FrKr TeSch Rdf Spandau Neukö lln M itte ChWi 1 Datenbasis: Anzahl der Betreuungsverträge im jeweiligen Bezirk gefiltert nach dem Wohnort des Kindes aus ISBJKita für 2007 mit Stand vom 08.09.2008 (ohne Horte). Ca. 2 Prozent der betreuten Kinder sind in ISBJ-Kita keinem Wohnortbezirk zugeordnet und konnten somit nicht in die Auswertung miteinbezogen werden. 49 Jugendamt Reinickendorf Berliner Vergleich - Familienunterstützende Hilfen Bericht 2007 4.5 Familienunterstützende Hilfen Den Vergleich der Bezirke stellen wir auf der Grundlage der in der KLR erfassten Daten dar. Die Fallzahlen und Ausgaben werden in Bezug zur Zielgruppe der Jugendhilfe (0 bis unter 18 Jahre) gesetzt. 4.5.1 Beratung und Unterstützung, Kinderschutz Im Rahmen der Förderung, Unterstützung und Kinderschutz gewährleistenden Sozialarbeit, zu der auch die sozialpädagogische Beratung außerhalb der Hilfen zur Erziehung und sonstige Hilfen nach dem SGB VIII zählen, wird die Anzahl der Neufälle im Jahr, die keine weiteren Jugendhilfemaßnahmen nach sich ziehen, auf 1.000 Einwohner unter 18 Jahren ausgewiesen (Anlage 32). Vergleichen wir im folgenden Diagramm die Entwicklung von 2006 zu 2007, so kann in sechs Bezirken eine Fallzahlensteigerung und in fünf Bezirken eine Reduzierung beobachtet werden. Reinickendorf blieb mit seinen Fallzahlen konstant. Fallzahlen - Beratung, Unterstützung und Kinderschutz gewährleistende Sozialarbeit 120 Neufälle im Jahr auf 1.000 Einwohner unter 18 Jahren 100 80 60 40 20 0 Licht.berg ChWi MaHe Mitte TrKö Spandau Neukölln Rdf FrKr StZd Pankow TeSch Neufälle 2006 Neufälle 2007 Zum Kinderschutz gibt es keine berlineinheitliche Statistik. Jeder Bezirk hat zwar Zahlen, sie sind aber in unterschiedlicher Form erhoben und nicht miteinander vergleichbar. Hier wäre die einzige einheitliche Größe, die jedoch nicht den Umfang von Kinderschutz abbildet, das Produkt der Inobhutnahme. Eine Inobhutnahme ist eine kurzfristige Unterbringung von Kindern und Jugendlichen im Rahmen von Kinderschutz und zur Klärung weiterer Schritte. Die Gesamtzahl für Berlin hat sich nicht verändert, sie liegt bei 0,3 Fällen auf 1.000 der Zielgruppe von 0 bis unter 18 Jahren (Anlage 33). 50 Jugendamt Reinickendorf Berliner Vergleich - Familienunterstützende Hilfen Bericht 2007 Fallzahlen - Inobhutnahme 0,90 Hilfen auf 1.000 Einwohner unter 18 Jahren 0,80 0,70 0,60 0,50 0,40 0,30 0,20 0,10 0,00 TrKö TeSch Rdf Mitte Licht.berg MaHe Neukölln Spandau Pankow FrKr ChWi StZd Inobhutnahme 2006 Inobhutnahme 2007 4.5.2 Mitwirkung des Jugendamtes in Verfahren vor dem Vormundschafts- und Familiengericht sowie in Verfahren nach dem Jugendgerichtsgesetz Die Zahl der Stellungnahmen zu vormundschafts- und familiengerichtlichen Verfahren ist in Berlin leicht gesunken: von 10.929 im Jahr 2006 auf 10.675 im Jahr 2007. Die Entwicklung in den Bezirken stellt sich ganz unterschiedlich dar. Reinickendorf hat einen Anstieg von 854 auf 926 Stellungnahmen zu verzeichnen (Anlage 34). Fallzahlen - Mitwirkung in vormundschafts- und familiengerichtlichen Verfahren 40 Mitwirkung in vormundschafts- und familiengerichtlichen Verfahren im Jahr auf 1.000 Einwohner unter 18 Jahren 35 30 25 20 15 10 5 0 Mitte Spandau FrKr TrKö Rdf Licht.berg ChWi TeSch StZd Neukölln Pankow MaHe Mitwirkung in Verfahren 2006 Mitwirkung in Verfahren 2007 51 Jugendamt Reinickendorf Berliner Vergleich - Familienunterstützende Hilfen Bericht 2007 Betrachten wir die Mitwirkung in Jugendgerichtsverfahren, so ist in ganz Berlin ein Anstieg zu beobachten (Anlage 35): Fallzahlen - Leistungen nach dem Jugendgerichtsgesetz 160 Mitwirkung im Jugendgerichtsverfahren im Jahr auf 1.000 Einwohner von 14 bis unter 21 Jahren 140 120 100 80 60 40 20 0 Pankow FrKr Neukölln MaHe Licht.berg Mitte ChWi Spandau Rdf TeSch StZd TrKö abgeschlossene Gerichtsverfahren 2006 abgeschlossene Gerichtsverfahren 2007 4.5.3 Hilfen zur Erziehung und sonstige Hilfen nach dem SGB VIII Die Fallzahlen und Ausgaben der Hilfen zur Erziehung sind in Reinickendorf im Vergleich zu den anderen Bezirken überproportional gestiegen. Setzen wir jedoch die Hilfen in Bezug zur Zielgruppe, so belegt Reinickendorf im Berliner Vergleich einen mittleren Platz, was auch dem Ranking im sozialräumlichen Vergleich entspricht (vgl. S. 45). Fallzahlen Die Fallzahlen sind in allen Bezirken gestiegen, sowohl absolut als auch bezogen auf 1.000 Einwohner der Zielgruppe (Anlage 36). 52 Jugendamt Reinickendorf Berliner Vergleich - Familienunterstützende Hilfen Bericht 2007 Gesamtfallzahlen HzE inklusive Inobhutnahme DURCHSCHNITT 50 Hilfen auf 1.000 Einwohner unter 18 Jahren 45 40 35 30 25 20 15 10 5 0 MaHe FrKr Licht.berg Neukölln Mitte Pankow Rdf TrKö ChWi Spandau TeSch StZd HzE gesamt 2006 HzE gesamt 2007 Im Folgenden werden die Fallgruppen der ambulanten und der stationären Hilfen zur Erziehung dargestellt, da sie den größten Teil der Hilfen zur Erziehung ausmachen. Bis auf den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, der allerdings bezogen auf die Zielgruppe einen hohen Wert aufweist, sind bei den ambulanten Hilfen in allen Berliner Bezirken die Fallzahlen angestiegen - von 6.571 im Jahr 2006 auf 7.126 in 2007 (Anlage 37). Ambulante Hilfen (Therapien, Soz. Gruppenarb., Erz.beistand, Fam.hilfe,) 25 Hilfen auf 1.000 Einwohner unter 18 Jahren 20 15 10 5 0 FrKr MaHe Mitte Rdf Licht.berg Pankow ChWi Neukölln TeSch Spandau TrKö StZd Ambulante Hilfen 2006 Ambulante Hilfen 2007 Auch bei den stationären Hilfen ist für Berlin ein Fallzahlenanstieg zu beobachten - von 5.426 auf 5.611 Hilfen. Da bei der Vollzeitpflege ein leichter Rückgang von 2.710 auf 2.684 zu verzeichnen war, gab es 2007 bei den stationären Hilfen insgesamt einen Fallzahlenanstieg von 159 (Anlage 38). 53 Jugendamt Reinickendorf Berliner Vergleich - Familienunterstützende Hilfen Bericht 2007 Stationäre Hilfen (Heim, sonst. betreute Wohnform) mit Vollzeitpflege 30 Hilfen auf 1000 Einwohner unter 18 Jahren 25 20 15 10 5 0 MaHe Licht.berg Neukölln TrKö Spandau FrKr Pankow Mitte TeSch Rdf ChWi StZd Stationäre Hilfen 2006 Stationäre Hilfen 2007 Vollzeitpflege 2006 Vollzeitpflege 2007 Transferkosten Die Transferleistungen für die Hilfen zur Erziehung in Berlin sind von 319 Millionen € 2006 auf 332 Millionen € 2007, also um 13 Millionen gestiegen. Nur im Bezirk Lichtenberg sind die Kosten absolut wie pro Kopf der jungen Einwohner gesunken. Im Bezirk Mitte wurden die absoluten Kosten um 67.043 € abgesenkt (siehe Anlage 39) Gesamttransfers HzE inklusive Inobhutnahme 1.000 Transferkosten pro Kopf der Einwohner unter 18 Jahren 900 800 700 600 500 400 300 200 100 0 MaHe Licht.berg Neukölln FrKr Pankow Mitte Spandau TrKö Rdf TeSch ChWi StZd HzE gesamt 2006 HzE gesamt 2007 54 Jugendamt Reinickendorf Berliner Vergleich - Familienunterstützende Hilfen Bericht 2007 Sonstige Leistungen nach SGB VIII Bei der Darstellung der KLR-Zahlen für die Jugendberufshilfe im Berliner Vergleich ist zu berücksichtigen, dass in Ermangelung zweier getrennter Produkte sowohl die sogenannten Einzelfallhilfen gemäß § 13 (2) und (3) (kostenintensiv) als auch die Angebote zur sozialen Integration mit berufsqualifizierender Perspektive gemäß § 13 (1) (weniger kostenintensiv), z.B. in Kooperation mit dem Jobcenter, enthalten sind. Im Folgenden werden Fallzahlen und Transferkosten für die Bezirke dargestellt, die aber wegen der unterschiedlichen Formen der Berufshilfe, die sich dahinter verbergen, kaum vergleichbar sind (Anlagen 40 und 41). Fallzahlen - Jugendberufshilfe 7 Hilfen auf 1.000 Einwohner unter 18 Jahren 6 5 4 3 2 1 0 FrKr MaHe Mitte Licht.berg Pankow Rdf Spandau Neukölln TeSch StZd TrKö ChWi Jugendberufshilfe 2006 Jugendberufshilfe 2007 Transferkosten - Jugendberufshilfe 70 Transferkosten pro Kopf der Einwohner unter 18 Jahren 60 50 40 30 20 10 0 FrKr MaHe Mitte Pankow Licht.berg Neukölln Rdf Spandau TeSch TrKö ChWi StZd Jugendberufshilfe 2006 Jugendberufshilfe 2007 55 Jugendamt Reinickendorf Berliner Vergleich - Familienunterstützende Hilfen Bericht 2007 Bei der gemeinsamen Wohnform für Mütter/Väter und Kinder wird an dem folgenden Diagramm deutlich, dass die Fallzahlen in Berlin in der Mehrzahl der Bezirke gestiegen sind. In Mitte, Steglitz-Zehlendorf und Reinickendorf sind sie gesunken, in MarzahnHellersdorf gleich geblieben (Anlage 42). Fallzahlen - Eltern-Kind-Unterbringung 0,80 Hilfen auf 1.000 Einwohner unter 18 Jahren 0,70 0,60 0,50 0,40 0,30 0,20 0,10 0,00 MaHe Licht.berg FrKr Neukölln Mitte Spandau Rdf Pankow TeSch TrKö ChWi StZd Unterbringung Eltern / Kind 2006 Unterbringung Eltern / Kind 2007 Betrachten wir den begleiteten Umgang, wird deutlich, dass es mit Ausnahme von Tempelhof-Schöneberg einen berlinweiten Anstieg gibt. Die Fallzahlen auf 1.000 der Zielgruppe sind von 2006 zu 2007 von 151 auf 223 gestiegen. Hierbei handelt es sich zwar um einen geringen Anteil am Gesamtvolumen der Jugendhilfe, man kann aber davon ausgehen, dass es auch in Zukunft Anstiege im Leistungsumfang geben wird. Immer mehr sorgeberechtigte Eltern benötigen nach einer Trennung Hilfe und Unterstützung in Bezug auf den Umgang mit dem Kind (Anlage 43). Fallzahlen - Begleiteter Umgang 1,00 Hilfen auf 1.000 Einwohner unter 18 Jahren 0,90 0,80 0,70 0,60 0,50 0,40 0,30 0,20 0,10 0,00 Rdf ChWi TeSch Pankow Spandau Neukölln FrKr Mitte Licht.berg StZd TrKö MaHe Begleiteter Umgang 2006 Begleiteter Umgang 2007 56 Jugendamt Reinickendorf Bericht 2007 Berliner Bezirksvergleich – Materielle Hilfen und Kindschaftsrechtliche Beratung und Vertretung 4.6 Materielle Hilfen und Kindschaftsrechtliche Beratung und Vertretung 4.6.1 Materielle Hilfen Für den Bereich der Materiellen Hilfen werden hier die Elterngeld- sowie die Unterhaltsvorschussleistungen im Berliner Bezirksvergleich abgebildet (Basis: KLR). Während beim 2007 neu eingeführten Elterngeld aufgrund der monatlich sukzessive gestiegenen Fallzahlen im Sinne einer realistischeren Darstellung der Stand der leistungsempfangenden Personen zum Stichtag 31.12.2007 und nur als absolute Menge gewählt wurde, handelt es sich beim Unterhaltsvorschuss um den Jahresdurchschnitt der aktiven Daueraufträge auf 1.000 Einwohner von 0 bis unter 12 Jahren im Vergleich mit 2006. Elterngeld Zum Jahresende 2007 wurden in Pankow, gefolgt von Mitte und FriedrichshainKreuzberg die meisten Elterngeldzahlfälle gezählt, was sich im Übrigen auch analog zu der Anzahl der in diesem Jahr dort geborenen Kinder verhält (siehe Anhang 44). Reinickendorf befindet sich im Mittelfeld vor einigen Bezirken mit nahezu identischen Mengen. In Lichtenberg ist die geringste Anzahl zu verzeichnen. 3.500 Anzahl leistungsempfangender Personen 12 / 2007 3.000 2.500 2.000 1.500 1.000 500 0 Panko w M itte FrKr TeSch Rdf ChWi StZd Neukö lln TrKö Spandau M aHe Licht.berg Elterngeld zum Stichtag 31.12.2007 Unterhaltsvorschuss Wie das Diagramm auf der nächsten Seite zeigt, besteht die höchste Unterhaltsvorschussdichte, was ein Indiz für bedürftige Alleinerziehende sein könnte, in MarzahnHellersdorf, mit deutlichem Abstand vor Lichtenberg. Auf Platz drei folgt mit erheblichem Abstand Spandau. Die eindeutig geringste Dichte findet sich in SteglitzZehlendorf, während sich Reinickendorf mit nur leichtem Abstand zu Neukölln und Spandau im oberen Segment platziert. Überhaupt fällt auf, dass die hohe Datensprei- 57 Jugendamt Reinickendorf Bericht 2007 Berliner Bezirksvergleich – Materielle Hilfen und Kindschaftsrechtliche Beratung und Vertretung zung auf die Bezirke Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg oben sowie SteglitzZehlendorf unten zurückzuführen ist, demgegenüber sind die Varianzen der anderen Bezirke nur mäßig hoch. Die höchste Steigerung der Unterhaltsvorschussdichte im Jahresvergleich verzeichnet Treptow-Köpenick, den stärksten Rückgang findet man in Pankow. In Reinickendorf kam es gegenüber 2006 zu einem marginalen Rückgang (Anlage 45). 180 160 Unterhaltsvorschuss auf 1000 Einwohner unter 12 Jahren 140 120 100 80 60 40 20 0 M aHe Licht.berg Spandau Neukö lln Rdf TrKö FrKr M itte Panko w TeSch ChWi StZd Aktive Daueraufträge Unterhaltsvorschuss 2006 Aktive Daueraufträge Unterhaltsvorschuss 2007 4.6.2 Kindschaftsrechtliche Beratung und Vertretung Im Rahmen der Kindschaftsrechtlichen Beratung und Vertretung beschränkt sich die bezirksvergleichende Darstellung auf die Anzahl der geführten Beistandschaften im Jahresdurchschnitt sowie die Unterhaltsberatungen und Sorgeerklärungen (Anzahl der geführten Beratungsgespräche im Jahr, absolut) jeweils auf 1.000 Einwohner von 0 bis unter 18 Jahren. Datenbasis ist hier wiederum die KLR. Darüber hinaus findet für beide Leistungen ein Vergleich mit dem Jahr 2006 statt. Beistandschaften In Marzahn-Hellersdorf besteht die höchste Dichte an Beistandschaften, mit signifikantem Abstand vor Lichtenberg und Pankow (siehe Diagramm auf der folgenden Seite). Reinickendorf platziert sich im oberen Mittelfeld, und in Charlottenburg-Wilmersdorf sowie Steglitz-Zehlendorf existieren die wenigsten Beistandschaften auf 1.000 Einwohner der Zielgruppe. Auffällig ist, dass die vier "reinen" Ostbezirke die höchsten "Beistandschaftsdichten" aufweisen. Mit Ausnahme von Marzahn-Hellersdorf, Lichten58 Jugendamt Reinickendorf Bericht 2007 Berliner Bezirksvergleich – Materielle Hilfen und Kindschaftsrechtliche Beratung und Vertretung berg und Mitte, wo die Werte gegenüber 2006 leicht angestiegen sind, verzeichnen alle anderen Bezirke einen leichten Rückgang. Während der Anstieg in Mitte auf eine absolute Steigerung der Beistandschaften zurückzuführen ist, liegt es in MarzahnHellersdorf und Lichtenberg am Rückgang der Einwohnerzahlen innerhalb der Zielgruppe (Anlage 46). 250 Beistandschaften auf 1000 Einwohner unter 18 Jahren 200 150 100 50 0 M aHe Licht.berg P anko w TrKö Rdf FrKr TeSch Spandau Neukö lln M itte ChWi StZd Beistandschaften 2006 Beistandschaften 2007 Unterhaltsberatungen und Sorgeerklärungen Wie nachstehendes Diagramm veranschaulicht, weist Lichtenberg trotz eines signifikanten Rückganges von 2006 nach 2007 mit deutlichem Abstand vor Reinickendorf die meisten Beratungsgespräche pro 1.000 Einwohner der Zielgruppe auf. In Spandau ist die Zahl mit ebenso deutlichem Abstand hinter Neukölln am geringsten. Die höchste Steigerung der Beratungsdichte im Vergleichszeitraum verzeichnet Treptow-Köpenick (plus 465 absolute Beratungen), während in Friedrichshain-Kreuzberg die stärkste Reduktion (minus 873 absolute Beratungen) zu beobachten ist. In Reinickendorf ist die Beratungsdichte leicht rückläufig (Anlage 46). 59 Jugendamt Reinickendorf Bericht 2007 Berliner Bezirksvergleich – Materielle Hilfen und Kindschaftsrechtliche Beratung und Vertretung 180 Unterhaltsberatungen / Sorgeerklärungen auf 1000 Einwohner unter 18 Jahren 160 140 120 100 80 60 40 20 0 Licht.berg Rdf FrKr M aHe StZd M itte TrKö Panko w ChWi TeSch Neukö lln Spandau Unterhaltsberatungen / Sorgeerklärungen 2006 Unterhaltsberatungen / Sorgeerklärungen 2007 60 Jugendamt Reinickendorf Übergreifende fachliche Schwerpunkte Bericht 2007 5 5.1 Übergreifende fachliche Schwerpunkte Netzwerk Kinderschutz Zu den Schwerpunktsetzungen für das Jahr 2007 gehörte Kinderschutz. Ziel ist die Schaffung, Qualifizierung und Stärkung von Netzwerken im Gefährdungsbereich, der häuslichen Gewalt und des Kinderschutzes. Die Entwicklung verbindlicher Verfahren und Standards für Berlin ist ein weiteres Thema. Der Senat von Berlin hat dem Abgeordnetenhaus von Berlin am 27. Februar 2007 ein Konzept für ein Netzwerk Kinderschutz (Kinderschutz verbessern - Gewalt gegen Kinder entgegenwirken) vorgelegt. Die in diesem Netzwerk enthaltenen Punkte, wie z.B. berlineinheitliche Indikatoren und Risikofaktoren verlässliche Melde- und Informationsstruktur Verfahrensstandards zur Risikoeinschätzung wurden im Jahr 2007 weitgehend umgesetzt. So haben die Jugendämter der Bezirke im Juni 2007 mit dem Berliner Kinderschutzbogen einheitliche Verfahrensstandards und kriteriengestützte Risikoeinschätzung zum Kinderschutz entwickelt, die inzwischen beschlossen und verbindlich umgesetzt wurden. Die Hotline Kinderschutz (Tel. 610066) wurde eingerichtet und ist rund um die Uhr erreichbar. In jedem Jugendamt wurde die Erreichbarkeit von Montag bis Freitag von 8:00 bis 18:00 Uhr in einem Krisendienst Kinderschutz gesichert. Das Jugendamt Reinickendorf hatte bereits seit 2002 mit der Abschichtung der zentralen Notdienste auf die Bezirke einen zentralen Krisendienst Kinderschutz eingerichtet. Seit Oktober 2007 wird nun der Krisendienst Kinderschutz durch das Jugendamt Reinickendorf in enger Kooperation mit dem Kinder- und Jugendgesundheitsdienst (KJGD) sichergestellt. Der Krisendienst Kinderschutz ist zentral in der Arbeitsgruppe der Hilfen zur Erziehung angesiedelt. Es ist gewährleistet, dass die Bürger, andere Fachleute und Institutionen über die zentrale Nummer (für alle Bezirke die Bezirkseinwahl und der App. 55555) das Bezirksamt bei Fragen oder Hinweisen zu einer möglichen Kindeswohlgefährdung erreichen können. Jedem Hinweis oder jeder Meldung wird durch den Krisendienst Kinderschutz nachgegangen und in einer ersten Einschätzung geklärt, ob eine Kindeswohlgefährdung vorliegt. Ist diese nicht auszuschließen, erfolgt durch den Regionalen Sozialpädagogischen Dienst eine weitere Klärung entsprechend der berlineinheitlichen Standards. Das Thema Kinderschutz wurde auf den unterschiedlichsten Ebenen in den regionalen Arbeitsgemeinschaften, in gemeinsamen Dienstbesprechungen zwischen dem Jugendamt und dem KJGD, in den Facharbeitsgemeinschaften oder anderen Gremien thematisiert. Allgemein wurde eine größere Sensibilisierung für dieses Thema erreicht. Die Kooperation und Vernetzung mit den Trägern der Jugendhilfe, den Schulen, den Gesundheitsdiensten und der Polizei vor allem mit den Abschnitten und der Direktion 1 konnten intensiviert werden. 61 Jugendamt Reinickendorf Übergreifende fachliche Schwerpunkte Bericht 2007 Die Sensibilisierung für dieses Thema wirkt sich auch dahingehend aus, dass Bürger und Fachdienste Anzeichen für Kindeswohlgefährdung schneller wahrnehmen und Hinweise geben. 5.2 Politische Bildung Im Rahmen der politischen Bildung wurde 2007 ein Schwerpunkt auf die Entwicklung zielgerichteter Angebote zur Stärkung demokratischen Bewusstseins und zur Förderung demokratischer Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in Kooperation mit regionalen Partnern gelegt. Es handelt sich um das Programm „Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie – gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus“. Die bezirklichen Anstrengungen wurden über die Förderungen durch das Programm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend „VIELFALT TUT GUT Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“ unterstützt, so dass ein lokaler Aktionsplan unter der Federführung der Abteilung Jugend und Familie entwickelt und umgesetzt werden konnte. Das präventiv ausgerichtete Programm zielt darauf ab, Verständnis für kulturelle Vielfalt zu entwickeln, die Achtung der Menschenwürde zu fördern und wirksam demokratiefeindlichen Entwicklungen wie Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus zu begegnen. Angesprochen werden insbesondere Kinder und Jugendliche, rechtsextremistisch gefährdete junge Menschen, Migrantinnen und Migranten sowie Eltern, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrkräfte und die lokalen Meinungsbildnerinnen und Meinungsbildner vor Ort. Das Bundesprogramm ist auf drei Jahre ausgerichtet und läuft bis zum 31.12.2010. Der Lokale Aktionsplan Reinickendorf wird im 1. Förderzeitraum bis 31.12.2008 mit bis zu 175.000 € vom Bundesministerium finanziert. Einzelprojekte können mit maximal 20.000 € gefördert werden. Zur Umsetzung des Bundesprogramms wurde vom Bezirksstadtrat für Jugend und Familie ein Begleitausschuss ins Leben gerufen, dessen Aufgabe es ist, Strategien für die Umsetzung des Lokalen Aktionsplans Reinickendorf zu entwickeln, Schwerpunkte für die Förderung von Projekten festzulegen und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Projektanträge zur Bewilligung vorzuschlagen. Eine aus sozialpädagogischen Mitarbeitern/innen bestehende Koordinierungsstelle fungiert als zentrale Ansprechpartnerin für den Arbeitsverbund des Lokalen Aktionsplans Reinickendorf. Sie gewährleistet den Kommunikationstransfer innerhalb der Verwaltung, koordiniert die Projekte zur Umsetzung, berät die Projektträger, initiiert und unterstützt die Arbeit des Begleitausschusses, verwaltet die Projektmittel und führt Öffentlichkeitsarbeit durch. 2007 starteten sechs Projekte mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Die Erziehungs- und Familienberatungsstelle des Diakonischen Werks e.V. initiierte in der Region Ost eine Gruppe mit arabischen Müttern, die sich einmal wöchentlich traf, um sich sowohl mit kulturspezifischen als auch mit alltäglichen erzieherischen und familiären Schwierigkeiten in vertrauter Atmosphäre auseinander zu setzen. 62 Jugendamt Reinickendorf Übergreifende fachliche Schwerpunkte Bericht 2007 - Teen Challenge Berlin e.V. führte ca. 18 Kinder aus sechs verschiedenen Nationen zu einer Kindermutmachgruppe mit dem Titel „Wir sind verschieden - wir sind gleich“ zusammen. Kinder lernen eigene und fremde Kulturen spielerisch und erlebnispädagogisch kennen; sie entdecken Gemeinsamkeiten und lernen, Fremden mit Toleranz zu begegnen. Aufwind e.V. begann mit dem Projekt „Gruppentraining zum Umgang mit Aggression und Rassismus“. Dieses Projekt ist ein Angebot an männliche und weibliche Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren, die ihre Konflikte mit Gewalt lösen beziehungsweise sich an anderen Jugendlichen orientieren, die ebenfalls gewaltbereit sind und deren Hintergrund meist von verfestigten Ideologien geprägt ist. Die Jugendlichen stammen in der Regel aus schwierigen familiären Verhältnissen und haben selbst wiederholt Gewalt erlebt oder erleben sie noch. Albatros e.V. startete das Projekt „Viva la AVA- Vielfalt im Kiez“. In Zukunftswerkstätten für Mädchen und Frauen werden Ideen entwickelt, die Vielfalt der Kulturen im Kiez Auguste-Viktoria-Allee mit verschiedenen Medien darzustellen. Kultur wird dabei als etwas Offenes verstanden und nicht auf die ethnische Zugehörigkeit reduziert. Die Teilnehmerinnen werden als Wegbereiterinnen gesehen, Begegnungen zu erproben, Diskriminierung vorzubeugen, die Vielfalt im Kiez zu erleben und ihre Zukunft im Kiez aktiv mitzugestalten. Das Forum NaturFreundeJugend Berlin e.V. startete ein Projekt mit dem Titel „Sternenkind“ (nach einem Märchen des irischen Schriftstellers Oscar Wilde), bei dem Ausgrenzung, Andersartigkeit und Hilfsbereitschaft thematisiert werden. Kinder im Alter von 9 bis 12 Jahren werden dieses Märchen als Musical im Oktober 2008 in der Kinder- und Jugendhalle MV des Forum NaturFreundeJugend e.V. auf der Bühne präsentieren. Der Verein „Demokratie leben e.V“. initiierte das Projekt „Aktive Peers – Jugend beteiligt sich“. Jugendliche zeigen Gesicht in ihrem Kiez und leben vor, dass es sich lohnt, für Demokratie und Toleranz einzustehen, das heißt gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus, gegen Antisemitismus und Gewalt. Aktiv mischen sie in der Region MV mit, indem sie unterschiedliche Aktionen für Jung und Alt durchführen, und tragen damit zum sozialen Miteinander bei. Sie selbst lernen neben Zivilcourage ein positives Selbstbild aufzubauen sowie Teamfähigkeit und demokratische Werte und Normen einzuüben. - - - - Der Lokale Aktionsplan Reinickendorf wurde nach ersten Erfahrungen im Dezember 2007 modifiziert und fördert diese und neue Projekte im Jahr 2008 weiter. 63 Jugendamt Reinickendorf Glossar Bericht 2007 6 Glossar Angebotsstunden – Zeitstunden, in denen ein bestimmtes Angebot unterbreitet wird (z.B. Aktivitäten in Jugendfreizeiteinrichtungen). BEEG – Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz 2007. Beratungsdichte – Beratungen auf 1.000 Einwohner der definierten Bezugsgröße. Betreuungsdichte – Plätze / Fallzahlen auf 1.000 Einwohner der definierten Bezugsgröße. Bezugsgröße – Zählgröße, mit der die erstellte Menge erfasst wird. Budgetierung – Verfahren der Finanzmittelzuweisung. EBKuS – Statistikprogramm für die Erziehungs- und Familienberatung des Jugendamtes. EFB – Erziehungs- und Familienberatung. Eigenbetrieb (Kita bezogen) – Betrieb des Landes Berlin mit eigenständiger Organisations- und Verwaltungsstruktur. Erziehungsgeld – finanzielle Zuwendung des Staates an die Erziehungsberechtigten. Erziehungsmaßregeln – z.B. Freizeitarbeiten, Verkehrsunterricht, Sozialer Trainingskurs, Betreuungshilfe, Täter-Opfer-Ausgleich (§§ 9 ff. Jugendgerichtsgesetz). Freie Träger – Träger der Jugendhilfe, die von Verbänden der öffentlichen Wohlfahrtspflege, Vereinen oder anderen privaten Trägern finanziert werden (z.B. AWO, Caritas). Gemeinsame Wohnformen von Müttern / Vätern und Kindern – bedarfsgerechte, gemeinsame Unterbringung und Betreuung von alleinerziehenden Elternteilen mit ihren Kindern. Heranwachsende – nach dem Jugendgerichtsgesetz junge Menschen im Alter von 18 bis unter 21 Jahren (§ 1 Abs. 2). Hilfeartengruppe – Zusammenfassung einzelner Hilfearten (z.B. Vollzeitpflege, Heimunterbringung und sonstige betreute Wohnformen) zu einer Gruppe (z.B. stationäre Hilfen). HzE – Hilfen zur Erziehung, Leistungen nach dem SGB VIII. Inobhutnahme – vorläufige Unterbringung durch das Jugendamt zum Schutz des Kindes oder Jugendlichen. ISBJ – Integrative Software Berliner Jugendhilfe. JGG – Jugendgerichtsgesetz. Jugendberufshilfe – sozialpädagogisch begleitete Ausbildungs- und Beschäftigungsmaßnahmen. 64 Jugendamt Reinickendorf Glossar Bericht 2007 Jugendgerichtshilfe (JGH) – die JGH bringt erzieherische, soziale und fürsorgerische Gesichtspunkte im Verfahren vor den Jugendgerichten zur Geltung und wacht darüber, dass der Jugendliche gerichtlichen Weisungen und Auflagen nachkommt. JugHost – Statistikprogramm der Jugendgerichtshilfe. Kinderschutz – Schutzmaßnahmen zur Abwendung einer Gefährdung des Wohls eines Kindes oder Jugendlichen. Kitagutschein – berechtigt die Eltern, einen Vertrag für eine Krippe oder Kita über einen bestimmten Betreuungsumfang bei einem Träger abzuschließen oder für eine Tagespflegestelle. KJGD – Kinder- und Jugendgesundheitsdienst. KJHG – Kinder- und Jugendhilfegesetz, siehe SGB VIII. KLR – Kosten- und Leistungsrechnung. Kumulierte Zahlen – monatlich aufaddierte Zahlen. LOR – Lebensweltlich orientierte Räume. Mediation – Streitschlichtung. Medienkompetenz – die Fähigkeit, Medien und ihre Inhalte den eigenen Zielen und Bedürfnissen entsprechend effektiv zu nutzen. Migrationshintergrund – Ausländer, Deutsche mit ausländischem Geburtsland, Eingebürgerte bzw. Kinder nach der Optionsregelung sowie unter 18-jährige Deutsche, deren Eltern bzw. Elternteil Migrationsmerkmale aufweisen. Mischbezirk – nach der Bezirksreform aus einem ehemaligen Ost- und einem ehemaligen Westbezirk zusammengelegter Bezirk. Monitoring Soziale Stadtentwicklung 2006 – Untersuchung der sozialen Entwicklung anhand ausgewählter Indikatoren in Teilgebieten der Stadt (Verkehrszellen, Statistische Gebieten, Bezirken), herausgegeben von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Beobachtungszeitraum vom 1.1.2003 bis zum 31.12.2004. Monitoring Soziale Stadtentwicklung 2007 – Fortschreibung für den Zeitraum 2005 – 2006. Endbericht Dezember 2007. Mündelkonto – Konto eines Kindes oder Jugendlichen, auf dem im Rahmen von Beistandschaft, Pflegschaft oder Vormundschaft Unterhaltszahlungen verwahrt bzw. weitergeleitet werden. MV – Märkisches Viertel, eine der vier Regionen der Jugendhilfe in Reinickendorf. OE – Organisaionseinheit Optionskinder – als Deutsche geborene Kinder ausländischer Eltern, die sich mit der Volljährigkeit entscheiden müssen, ob sie die deutsche oder die ausländische Staatsangehörigkeit behalten wollen (§ 4 Abs. 3 und § 29 Staatsangehörigkeitsgesetz). Planmengenverfahren – Verfahren der Mengenplanung im Rahmen des Budgetierungsprozesses unter Berücksichtigung sozialer oder struktureller Besonderheiten der Bezirke zur Schaffung eines Wertausgleichs. 65 Jugendamt Reinickendorf Glossar Bericht 2007 Planungsräume – Datenräume zur Abbildung soziodemographischer Entwicklungen. Präventionsrat – ein regelmäßig tagendes Gremium im Bezirk, das alle Akteure der Kinder- und Jugendarbeit einschließlich Polizei und Schule zum Thema Gewaltprävention vereinigt. Quartiersmanagement – ein Verfahren der Stadtentwicklung in sozial besonders belasteten Gebieten. Ziel ist, das Sozialgefüge zu stabilisieren. Beispiele: Soldiner / Wollankstraße, Sparrplatz, Wrangelkiez. Ranking – Rangfolge. Regionalteam – Gesamtheit der Mitarbeiter/innen einer Region. RSD – Regionaler Sozialpädagogischer Dienst Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache (NDH) – Schüler, in deren Elternhaus überwiegend nicht deutsch gesprochen wird (Begriff der Schulstatistik). SGB VIII – Sozialgesetzbuch Achter Teil (Kinder- und Jugendhilfegesetz KJHG). Sonstige betreute Wohnformen – Jugendwohngemeinschaften, betreutes Einzelwohnen. Sozialraum – eine Region mit bestimmten sozialen Merkmalen, Lebenslagen und Bedürfnissen der Einwohner usw. Sozialräumliche Entwicklungstendenz 2006 – Indikator für die soziale Entwicklung der Bezirke, der im Rahmen der Budgetierung verwendet wird. Festgelegt von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung auf der Grundlage des Monitoring Soziale Stadtentwicklung 2006. Sozialraumorientierung (SRO) – wichtiges Reformprojekt der Berliner Jugendhilfe (Bestandteil der Neuordnungsagenda 2006). Stadtmonitoring – siehe unter Monitoring. Teilnehmertage – Tage je Teilnehmer während Reise- und Erholungsmaßnahmen sowie internationalen Begegnungen. Transferkosten – Kosten für Maßnahmen im Rahmen der Hilfen zur Erziehung und sonstiger Hilfen nach SGB VIII, z.B. stationäre und ambulante Hilfen, die durch Träger der Jugendhilfe durchgeführt werden. Unterhaltsvorschuss – finanzielle Leistungen zur Sicherung des Unterhalts von Kindern alleinstehender Mütter und Väter, sofern vom anderen Elternteil nicht oder nicht regelmäßig Unterhalt gezahlt wird. Verkehrszelle – statistisches Teilgebiet unterhalb der Statistischen Gebiete. Versorgungsdichte – Angebote, Plätze, Angebotsstunden u. ä. auf 1.000 Einwohner bzw. pro Kopf der definierten Bezugsgröße. Vollzeitpflege – Unterbringung in einer Pflegefamilie ganztags. ZVK – Zentrale Vormundschaftskasse. 66 Jugendamt Reinickendorf Anlagen Verzeichnis der Anlagen Bericht 2007 Anlagen zum Kapitel 2 – Bevölkerung und Sozialstruktur in den Regionen 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 Planungsräume im Bezirk Reinickendorf mit den Regionen der Jugend Karte von Reinickendorf mit den Regionen Bevölkerung im Bezirk Reinickendorf nach Altersgruppen, Geschlecht und Staatsangehörigkeit am 31.12.2007 Bevölkerung in der Region Nord Bevölkerung in der Region MV Bevölkerung in der Region Ost Bevölkerung in der Region West Statistische Angaben zu den Regionen in Reinickendorf Entwicklung der Altersgruppen in den Regionen des Bezirks von 1998 bis 2007 0- bis unter 18-Jährige 0- bis unter 6-Jährige 6- bis unter 18-Jährige Anlagen zum Kapitel 3 – Das Jugendamt in den Regionen 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 Organigramm des Jugendamtes Angebote der Jugend- und Familienförderung im Bezirk Reinickendorf Erziehungs- und Familienberatung Kindertagesstätten – rechtliche Grundlagen und Vertragsdetails Kinderschutzmeldungen Mitwirkung in vormundschafts- und familiengerichtlichen Verfahren Häufigste Delikte Jugendgerichtshilfe – Delikte auf 1.000 Einwohner der Zielgruppe HzE – Fallzahlen nach Hilfeartengruppen HzE – Gesamtfallzahlen inclusive Inobhutnahme Sonstige Leistungen – Fallzahlen Elterngeld und Erziehungsgeld Anlagen zum Kapitel 4 – Jugendhilfe im Bezirksvergleich 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 Anteil der unter 18jährigen an der Gesamtzahl der Einwohner in den Berliner Bezirken Einwohner von 0 bis unter 18 Jahren in den Gebieten des „Entwicklungsindikators Soziale Stadtentwicklung 2007“ (Stadtmonitoring) Statistische Angaben zur Sozialstruktur der Berliner Bezirke Nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige in den Berliner Bezirken Arbeitslose unter 25 Jahren in den Berliner Bezirken 2006 und 2007 Integrative Erziehungs- und Familienberatung des Jugendamtes Betreute Kinder in Kindertagesstätten auf 1.000 Kinder bis 6 Jahre Kita-Verträge im berlinweiten Vergleich (ISBJ-Kita-Abfrage) Beratung, Unterstützung und Kinderschutz gewährleistende Sozialarbeit - Fallzahlen Inobhutnahme – Fallzahlen Mitwirkung in vormundschafts- und familiengerichtlichen Verfahren – Fallzahlen VT-JGG-Leistungen – Fallzahlen Gesamtfallzahlen HzE – inklusive Inobhutnahme Jugendamt Reinickendorf Anlagen 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 Fallzahlen HzE nach Hilfeartengruppen Ambulante Hilfen Stationäre Hilfen und Vollzeitpflege Bericht 2007 Gesamttransfers HzE – inklusive Inobhutnahme Jugendberufshilfe - Fallzahlen Jugendberufshilfe - Transferkosten Eltern-Kind-Unterbringung – Fallzahlen Begleiteter Umgang – Fallzahlen Unterhaltsvorschuss und Elterngeld 2007 Unterhaltsvorschuss 2006 Beistandschaften und Unterhaltsberatungen – Sorgeerklärungen auf 1.000 Einwohner von 0 bis unter 18 Jahren 2007 und 2006 Jugendamt Reinickendorf Anlage 1 (zu Seite 9) Bericht 2007 Planungsräume im Bezirk Reinickendorf am 31. Dezember 2007 mit den Regionen Jugend Region Nr. Planungsraum Bezeichnung Einwohner insgesamt am 31.12.2007 16.579 17.049 12.932 5.897 4.933 4.956 2.865 13.193 10.265 9.116 3.301 5.169 7.014 8.408 8.954 12.023 7.895 4.367 2.173 7.137 5.409 9.256 6.056 7.468 10.015 182 6.009 17.685 6.151 9.692 242.149 Einwohner von 0 bis unter 18 Jahren am 31.12.2007 2.624 2.901 1.549 1.019 778 810 455 2.558 2.393 2.043 435 1.022 917 1.479 1.419 1.898 996 490 244 1.418 683 1.390 824 1.149 1.262 32 928 2.890 773 1.242 38.621 Nord MV Ost West 1101 1102 1203 1204 1205 1206 2007 2008 2009 2010 2011 2012 3015 3016 3017 3018 3019 3020 4121 4122 4123 4124 4125 4126 4127 4128 4229 4230 4313 4314 Hermsdorf Frohnau Wittenau-Süd Wittenau-Nord Waidmannslust Lübars Schorfheidestraße Märkisches Zentrum Treuenbrietzener Straße Dannenwalder Weg Lübarser Straße Rollbergesiedlung Breitkopfbecken Hausotterplatz Letteplatz Teichstraße Schäfersee Humboldtstraße Reinickes Hof Klixstraße Mellerbogen Scharnweberstraße Waldidyll / Flughafensee Tegel-Süd Alt-Tegel Tegeler Forst Konradshöhe / Tegelort Heiligensee / Schulzendorf Borsigwalde Freie Scholle / Ziekowstraße 62.346 9.681 43.909 8.906 48.661 7.199 87.233 12.835 Reinickendorf Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg Jugendamt Reinickendorf Anlage 2 (zu Seite 9) Bericht 2007 Herausgeber: Bezirksamt Reinickendorf von Berlin Abteilung Bauwesen und Sport Fachbereich Vermessung Oktober 2006 Jugendamt Reinickendorf Anlage 3 (zu Seite 10) Bevölkerung im Bezirk Reinickendorf am 31.12.2007 nach Altersgruppen, Geschlecht und Staatsangehörigkeit (melderechtlich registrierte Einwohner) Altersgruppe 0 bis unter 1 Jahr 0 bis unter 3 Jahre 0 bis unter 6 Jahre 0 bis unter 18 Jahre 0 bis unter 21 Jahre 0 bis unter 27 Jahre 3 bis unter 6 Jahre 6 bis unter 18 Jahre 6 bis unter 21 Jahre 14 bis unter 18 Jahre 18 bis unter 21 Jahre 18 bis unter 60 Jahre 60 Jahre und älter Einwohner insgesamt insgesamt 1.767 5.421 11.296 38.621 46.610 61.993 5.875 27.325 35.314 9.668 7.989 131.953 71.575 242.149 männlich 919 2.782 5.756 19.768 23.850 31.633 2.974 14.012 18.094 4.971 4.082 65.206 31.146 116.120 weiblich 848 2.639 5.540 18.853 22.760 30.360 2.901 13.313 17.220 4.697 3.907 66.747 40.429 126.029 deutsch 1.655 5.126 10.677 35.176 42.389 55.783 5.551 24.499 31.712 8.631 7.213 115.068 68.485 218.729 Bericht 2007 ausländisch 112 295 619 3.445 4.221 6.210 324 2.826 3.602 1.037 776 16.885 3.090 23.420 In Prozent von Insgesamt der Zeile: 0 bis unter 1 Jahr 0 bis unter 3 Jahre 0 bis unter 6 Jahre 0 bis unter 18 Jahre 0 bis unter 21 Jahre 0 bis unter 27 Jahre 3 bis unter 6 Jahre 6 bis unter 18 Jahre 6 bis unter 21 Jahre 14 bis unter 18 Jahre 18 bis unter 21 Jahre 18 bis unter 60 Jahre 60 Jahre und älter Einwohner insgesamt 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 52,01% 51,32% 50,96% 51,18% 51,17% 51,03% 50,62% 51,28% 51,24% 51,42% 51,10% 49,42% 43,52% 47,95% 47,99% 48,68% 49,04% 48,82% 48,83% 48,97% 49,38% 48,72% 48,76% 48,58% 48,90% 50,58% 56,48% 52,05% 93,66% 94,56% 94,52% 91,08% 90,94% 89,98% 94,49% 89,66% 89,80% 89,27% 90,29% 87,20% 95,68% 90,33% 6,34% 5,44% 5,48% 8,92% 9,06% 10,02% 5,51% 10,34% 10,20% 10,73% 9,71% 12,80% 4,32% 9,67% In Prozent von Insgesamt der Spalte: 0 bis unter 1 Jahr 0 bis unter 3 Jahre 0 bis unter 6 Jahre 0 bis unter 18 Jahre 0 bis unter 21 Jahre 0 bis unter 27 Jahre 3 bis unter 6 Jahre 6 bis unter 18 Jahre 6 bis unter 21 Jahre 14 bis unter 18 Jahre 18 bis unter 21 Jahre 18 bis unter 60 Jahre 60 Jahre und älter Einwohner insgesamt 0,73% 2,24% 4,66% 15,95% 19,25% 25,60% 2,43% 11,28% 14,58% 3,99% 3,30% 54,49% 29,56% 100,00% 0,79% 2,40% 4,96% 17,02% 20,54% 27,24% 2,56% 12,07% 15,58% 4,28% 3,52% 56,15% 26,82% 100,00% 0,67% 2,09% 4,40% 14,96% 18,06% 24,09% 2,30% 10,56% 13,66% 3,73% 3,10% 52,96% 32,08% 100,00% 0,76% 2,34% 4,88% 16,08% 19,38% 25,50% 2,54% 11,20% 14,50% 3,95% 3,30% 52,61% 31,31% 100,00% 0,48% 1,26% 2,64% 14,71% 18,02% 26,52% 1,38% 12,07% 15,38% 4,43% 3,31% 72,10% 13,19% 100,00% Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg Jugendamt Reinickendorf Anlage 4 (zu Seite 10) Bevölkerung in der Planungsregion Nord am 31.12.2007 nach Altersgruppen, Geschlecht und Staatsangehörigkeit (melderechtlich registrierte Einwohner) Altersgruppe 0 bis unter 1 Jahr 0 bis unter 3 Jahre 0 bis unter 6 Jahre 0 bis unter 18 Jahre 0 bis unter 21 Jahre 0 bis unter 27 Jahre 3 bis unter 6 Jahre 6 bis unter 18 Jahre 6 bis unter 21 Jahre 14 bis unter 18 Jahre 18 bis unter 21 Jahre 18 bis unter 60 Jahre 60 Jahre und älter Einwohner insgesamt insgesamt 323 1.105 2.526 9.681 11.592 14.684 1.421 7.155 9.066 2.499 1.911 32.561 20.104 62.346 männlich 175 552 1.285 4.934 5.886 7.508 733 3.649 4.601 1.266 952 16.035 9.138 30.107 weiblich 148 553 1.241 4.747 5.706 7.176 688 3.506 4.465 1.233 959 16.526 10.966 32.239 deutsch 313 1.075 2.469 9.350 11.175 14.010 1.394 6.881 8.706 2.388 1.825 30.166 19.555 59.071 Bericht 2007 ausländisch 10 30 57 331 417 674 27 274 360 111 86 2.395 549 3.275 In Prozent von Insgesamt der Zeile: 0 bis unter 1 Jahr 0 bis unter 3 Jahre 0 bis unter 6 Jahre 0 bis unter 18 Jahre 0 bis unter 21 Jahre 0 bis unter 27 Jahre 3 bis unter 6 Jahre 6 bis unter 18 Jahre 6 bis unter 21 Jahre 14 bis unter 18 Jahre 18 bis unter 21 Jahre 18 bis unter 60 Jahre 60 Jahre und älter Einwohner insgesamt 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 54,18% 49,95% 50,87% 50,97% 50,78% 51,13% 51,58% 51,00% 50,75% 50,66% 49,82% 49,25% 45,45% 48,29% 45,82% 50,05% 49,13% 49,03% 49,22% 48,87% 48,42% 49,00% 49,25% 49,34% 50,18% 50,75% 54,55% 51,71% 96,90% 97,29% 97,74% 96,58% 96,40% 95,41% 98,10% 96,17% 96,03% 95,56% 95,50% 92,64% 97,27% 94,75% 3,10% 2,71% 2,26% 3,42% 3,60% 4,59% 1,90% 3,83% 3,97% 4,44% 4,50% 7,36% 2,73% 5,25% In Prozent von Insgesamt der Spalte: 0 bis unter 1 Jahr 0 bis unter 3 Jahre 0 bis unter 6 Jahre 0 bis unter 18 Jahre 0 bis unter 21 Jahre 0 bis unter 27 Jahre 3 bis unter 6 Jahre 6 bis unter 18 Jahre 6 bis unter 21 Jahre 14 bis unter 18 Jahre 18 bis unter 21 Jahre 18 bis unter 60 Jahre 60 Jahre und älter Einwohner insgesamt 0,52% 1,77% 4,05% 15,53% 18,59% 23,55% 2,28% 11,48% 14,54% 4,01% 3,07% 52,23% 32,25% 100,00% 0,58% 1,83% 4,27% 16,39% 19,55% 24,94% 2,43% 12,12% 15,28% 4,21% 3,16% 53,26% 30,35% 100,00% 0,46% 1,72% 3,85% 14,72% 17,70% 22,26% 2,13% 10,88% 13,85% 3,82% 2,97% 51,26% 34,01% 100,00% 0,53% 1,82% 4,18% 15,83% 18,92% 23,72% 2,36% 11,65% 14,74% 4,04% 3,09% 51,07% 33,10% 100,00% 0,31% 0,92% 1,74% 10,11% 12,73% 20,58% 0,82% 8,37% 10,99% 3,39% 2,63% 73,13% 16,76% 100,00% Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg Jugendamt Reinickendorf Anlage 5 (zu Seite 10) Bevölkerung in der Planungsregion MV am 31.12.2007 nach Altersgruppen, Geschlecht und Staatsangehörigkeit (melderechtlich registrierte Einwohner) Altersgruppe 0 bis unter 1 Jahr 0 bis unter 3 Jahre 0 bis unter 6 Jahre 0 bis unter 18 Jahre 0 bis unter 21 Jahre 0 bis unter 27 Jahre 3 bis unter 6 Jahre 6 bis unter 18 Jahre 6 bis unter 21 Jahre 14 bis unter 18 Jahre 18 bis unter 21 Jahre 18 bis unter 60 Jahre 60 Jahre und älter Einwohner insgesamt insgesamt 407 1.292 2.687 8.906 10.646 13.354 1.395 6.219 7.959 2.181 1.740 22.450 12.553 43.909 männlich 198 664 1.342 4.496 5.394 6.754 678 3.154 4.052 1.123 898 10.777 5.385 20.658 weiblich 209 628 1.345 4.410 5.252 6.600 717 3.065 3.907 1.058 842 11.673 7.168 23.251 deutsch 376 1.222 2.512 7.832 9.352 11.657 1.290 5.320 6.840 1.860 1.520 18.996 12.068 38.896 Bericht 2007 ausländisch 31 70 175 1.074 1.294 1.697 105 899 1.119 321 220 3.454 485 5.013 In Prozent von Insgesamt der Zeile: 0 bis unter 1 Jahr 0 bis unter 3 Jahre 0 bis unter 6 Jahre 0 bis unter 18 Jahre 0 bis unter 21 Jahre 0 bis unter 27 Jahre 3 bis unter 6 Jahre 6 bis unter 18 Jahre 6 bis unter 21 Jahre 14 bis unter 18 Jahre 18 bis unter 21 Jahre 18 bis unter 60 Jahre 60 Jahre und älter Einwohner insgesamt 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 48,65% 51,39% 49,94% 50,48% 50,67% 50,58% 48,60% 50,72% 50,91% 51,49% 51,61% 48,00% 42,90% 47,05% 51,35% 48,61% 50,06% 49,52% 49,33% 49,42% 51,40% 49,28% 49,09% 48,51% 48,39% 52,00% 57,10% 52,95% 92,38% 94,58% 93,49% 87,94% 87,85% 87,29% 92,47% 85,54% 85,94% 85,28% 87,36% 84,61% 96,14% 88,58% 7,62% 5,42% 6,51% 12,06% 12,15% 12,71% 7,53% 14,46% 14,06% 14,72% 12,64% 15,39% 3,86% 11,42% In Prozent von Insgesamt der Spalte: 0 bis unter 1 Jahr 0 bis unter 3 Jahre 0 bis unter 6 Jahre 0 bis unter 18 Jahre 0 bis unter 21 Jahre 0 bis unter 27 Jahre 3 bis unter 6 Jahre 6 bis unter 18 Jahre 6 bis unter 21 Jahre 14 bis unter 18 Jahre 18 bis unter 21 Jahre 18 bis unter 60 Jahre 60 Jahre und älter Einwohner insgesamt 0,93% 2,94% 6,12% 20,28% 24,25% 30,41% 3,18% 14,16% 18,13% 4,97% 3,96% 51,13% 28,59% 100,00% 0,96% 3,21% 6,50% 21,76% 26,11% 32,69% 3,28% 15,27% 19,61% 5,44% 4,35% 52,17% 26,07% 100,00% 0,90% 2,70% 5,78% 18,97% 22,59% 28,39% 3,08% 13,18% 16,80% 4,55% 3,62% 50,20% 30,83% 100,00% 0,97% 3,14% 6,46% 20,14% 24,04% 29,97% 3,32% 13,68% 17,59% 4,78% 3,91% 48,84% 31,03% 100,00% 0,62% 1,40% 3,49% 21,42% 25,81% 33,85% 2,09% 17,93% 22,32% 6,40% 4,39% 68,90% 9,67% 100,00% Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg Jugendamt Reinickendorf Anlage 6 (zu Seite 10) Bevölkerung in der Planungsregion Ost am 31.12.2007 nach Altersgruppen, Geschlecht und Staatsangehörigkeit (melderechtlich registrierte Einwohner) Altersgruppe 0 bis unter 1 Jahr 0 bis unter 3 Jahre 0 bis unter 6 Jahre 0 bis unter 18 Jahre 0 bis unter 21 Jahre 0 bis unter 27 Jahre 3 bis unter 6 Jahre 6 bis unter 18 Jahre 6 bis unter 21 Jahre 14 bis unter 18 Jahre 18 bis unter 21 Jahre 18 bis unter 60 Jahre 60 Jahre und älter Einwohner insgesamt insgesamt 426 1.222 2.371 7.199 8.746 12.773 1.149 4.828 6.375 1.686 1.547 28.307 13.155 48.661 männlich 226 633 1.194 3.731 4.522 6.487 561 2.537 3.328 870 791 14.297 5.312 23.340 weiblich 200 589 1.177 3.468 4.224 6.286 588 2.291 3.047 816 756 14.010 7.843 25.321 deutsch 384 1.123 2.174 6.179 7.501 10.818 1.051 4.005 5.327 1.401 1.322 22.942 12.199 41.320 Bericht 2007 ausländisch 42 99 197 1.020 1.245 1.955 98 823 1.048 285 225 5.365 956 7.341 In Prozent von Insgesamt der Zeile: 0 bis unter 1 Jahr 0 bis unter 3 Jahre 0 bis unter 6 Jahre 0 bis unter 18 Jahre 0 bis unter 21 Jahre 0 bis unter 27 Jahre 3 bis unter 6 Jahre 6 bis unter 18 Jahre 6 bis unter 21 Jahre 14 bis unter 18 Jahre 18 bis unter 21 Jahre 18 bis unter 60 Jahre 60 Jahre und älter Einwohner insgesamt 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 53,05% 51,80% 50,36% 51,83% 51,70% 50,79% 48,83% 52,55% 52,20% 51,60% 51,13% 50,51% 40,38% 47,96% 46,95% 48,20% 49,64% 48,17% 48,30% 49,21% 51,17% 47,45% 47,80% 48,40% 48,87% 49,49% 59,62% 52,04% 90,14% 91,90% 91,69% 85,83% 85,76% 84,69% 91,47% 82,95% 83,56% 83,10% 85,46% 81,05% 92,73% 84,91% 9,86% 8,10% 8,31% 14,17% 14,24% 15,31% 8,53% 17,05% 16,44% 16,90% 14,54% 18,95% 7,27% 15,09% In Prozent von Insgesamt der Spalte: 0 bis unter 1 Jahr 0 bis unter 3 Jahre 0 bis unter 6 Jahre 0 bis unter 18 Jahre 0 bis unter 21 Jahre 0 bis unter 27 Jahre 3 bis unter 6 Jahre 6 bis unter 18 Jahre 6 bis unter 21 Jahre 14 bis unter 18 Jahre 18 bis unter 21 Jahre 18 bis unter 60 Jahre 60 Jahre und älter Einwohner insgesamt 0,88% 2,51% 4,87% 14,79% 17,97% 26,25% 2,36% 9,92% 13,10% 3,46% 3,18% 58,17% 27,03% 100,00% 0,97% 2,71% 5,12% 15,99% 19,37% 27,79% 2,40% 10,87% 14,26% 3,73% 3,39% 61,26% 22,76% 100,00% 0,79% 2,33% 4,65% 13,70% 16,68% 24,83% 2,32% 9,05% 12,03% 3,22% 2,99% 55,33% 30,97% 100,00% 0,93% 2,72% 5,26% 14,95% 18,15% 26,18% 2,54% 9,69% 12,89% 3,39% 3,20% 55,52% 29,52% 100,00% 0,57% 1,35% 2,68% 13,89% 16,96% 26,63% 1,33% 11,21% 14,28% 3,88% 3,06% 73,08% 13,02% 100,00% Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg Jugendamt Reinickendorf Anlage 7 (zu Seite 10) Bevölkerung in der Planungsregion West am 31.12.2007 nach Altersgruppen, Geschlecht und Staatsangehörigkeit (melderechtlich registrierte Einwohner) Altersgruppe 0 bis unter 1 Jahr 0 bis unter 3 Jahre 0 bis unter 6 Jahre 0 bis unter 18 Jahre 0 bis unter 21 Jahre 0 bis unter 27 Jahre 3 bis unter 6 Jahre 6 bis unter 18 Jahre 6 bis unter 21 Jahre 14 bis unter 18 Jahre 18 bis unter 21 Jahre 18 bis unter 60 Jahre 60 Jahre und älter Einwohner insgesamt insgesamt 611 1.802 3.712 12.835 15.626 21.182 1.910 9.123 11.914 3.302 2.791 48.635 25.763 87.233 männlich 320 933 1.935 6.607 8.048 10.884 1.002 4.672 6.113 1.712 1.441 24.097 11.311 42.015 weiblich 291 869 1.777 6.228 7.578 10.298 908 4.451 5.801 1.590 1.350 24.538 14.452 45.218 deutsch 582 1.706 3.522 11.815 14.361 19.298 1.816 8.293 10.839 2.982 2.546 42.964 24.663 79.442 Bericht 2007 ausländisch 29 96 190 1.020 1.265 1.884 94 830 1.075 320 245 5.671 1.100 7.791 In Prozent von Insgesamt der Zeile: 0 bis unter 1 Jahr 0 bis unter 3 Jahre 0 bis unter 6 Jahre 0 bis unter 18 Jahre 0 bis unter 21 Jahre 0 bis unter 27 Jahre 3 bis unter 6 Jahre 6 bis unter 18 Jahre 6 bis unter 21 Jahre 14 bis unter 18 Jahre 18 bis unter 21 Jahre 18 bis unter 60 Jahre 60 Jahre und älter Einwohner insgesamt 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 52,37% 51,78% 52,13% 51,48% 51,50% 51,38% 52,46% 51,21% 51,31% 51,85% 51,63% 49,55% 43,90% 48,16% 47,63% 48,22% 47,87% 48,52% 48,50% 48,62% 47,54% 48,79% 48,69% 48,15% 48,37% 50,45% 56,10% 51,84% 95,25% 94,67% 94,88% 92,05% 91,90% 91,11% 95,08% 90,90% 90,98% 90,31% 91,22% 88,34% 95,73% 91,07% 4,75% 5,33% 5,12% 7,95% 8,10% 8,89% 4,92% 9,10% 9,02% 9,69% 8,78% 11,66% 4,27% 8,93% In Prozent von Insgesamt der Spalte: 0 bis unter 1 Jahr 0 bis unter 3 Jahre 0 bis unter 6 Jahre 0 bis unter 18 Jahre 0 bis unter 21 Jahre 0 bis unter 27 Jahre 3 bis unter 6 Jahre 6 bis unter 18 Jahre 6 bis unter 21 Jahre 14 bis unter 18 Jahre 18 bis unter 21 Jahre 18 bis unter 60 Jahre 60 Jahre und älter Einwohner insgesamt 0,70% 2,07% 4,26% 14,71% 17,91% 24,28% 2,19% 10,46% 13,66% 3,79% 3,20% 55,75% 29,53% 100,00% 0,76% 2,22% 4,61% 15,73% 19,16% 25,91% 2,38% 11,12% 14,55% 4,07% 3,43% 57,35% 26,92% 100,00% 0,64% 1,92% 3,93% 13,77% 16,76% 22,77% 2,01% 9,84% 12,83% 3,52% 2,99% 54,27% 31,96% 100,00% 0,73% 2,15% 4,43% 14,87% 18,08% 24,29% 2,29% 10,44% 13,64% 3,75% 3,20% 54,08% 31,05% 100,00% 0,37% 1,23% 2,44% 13,09% 16,24% 24,18% 1,21% 10,65% 13,80% 4,11% 3,14% 72,79% 14,12% 100,00% Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg Jugendamt Reinickendorf Anlage 8 (zu Seite 10 f.) Bericht 2007 Absolute Zahlen Statistische Angaben zu den Regionen in Reinickendorf - Stichtag 31. Dezember 2007 (Melderechtlich registrierte Einwohner am Ort der Hauptwohnung) Region Fläche in ha Dez. 2007 Einwohner insges. Einwohner unter 18 J. Einwohner 18 bis unter 60 J. Einwohner unter 15 J. Personen mit Migrationshintergrund Personen unter 18 J. mit Migrationshintergrund Arbeitslose insges. (SGB II u. SGB III) Dez. 2007 8 Nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige unter 15 J. Dez. 2007 9 1 2 3 4 5 6 7 Nord MV Ost West 2.568,5 476,9 756,2 5.128,6 62.346 43.909 48.661 87.233 9.681 8.906 7.199 12.835 32.561 22.450 28.307 48.635 7.746 7.236 5.904 10.260 7.598 12.972 14.488 17.054 2.195 4.369 3.778 4.681 1.810 3.370 4.179 4.722 679 4.196 2.892 2.954 AVA Tegel-Süd Rest-West 291,7 78,3 4.758,6 23.975 7.468 55.790 3.735 1.149 7.951 13.925 4.115 30.595 3.038 926 6.296 8.206 2.110 6.738 2.292 603 1.786 2.137 643 1.942 1.730 473 751 Reinickendorf 8.930,2 242.149 38.621 131.953 31.146 52.112 15.023 14.081 10.721 Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg und Bundesagentur für Arbeit / AfS Berlin-Brandenburg, Abgestimmter Datenpool Jugendamt Reinickendorf Anlage 8 (zu Seite 10 f.) Bericht 2007 Prozentuale Anteile Statistische Angaben zu den Regionen in Reinickendorf - Stichtag 31. Dezember 2007 (Melderechtlich registrierte Einwohner am Ort der Hauptwohnung) Region Einwohner je ha Dez. 2007 Anteil der unter 18Jährigen an den Einw. insges. in % 11 Anteil der Personen mit MH an den Einw. insges. in % 12 Anteil der Personen mit MH an den unter 18Jährigen in % 13 Anteil der Arbeitslosen an den Einw. von 18 bis unter 60 J. in % 14 Anteil der nicht erwerbsfähigen Hilfebedürftigen an den Einw. unter 15 J. in % 15 10 Nord MV Ost West 24,3 92,1 64,3 17,0 15,5% 20,3% 14,8% 14,7% 12,2% 29,5% 29,8% 19,5% 22,7% 49,1% 52,5% 36,5% 5,6% 15,0% 14,8% 9,7% 8,8% 58,0% 49,0% 28,8% AVA Tegel-Süd Rest-West 82,2 95,4 11,7 15,6% 15,4% 14,3% 34,2% 28,3% 12,1% 61,4% 52,5% 22,5% 15,3% 15,6% 6,3% 56,9% 51,1% 11,9% Reinickendorf 27,1 15,9% 21,5% 38,9% 10,7% 34,4% Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg und Bundesagentur für Arbeit / AfS Berlin-Brandenburg, Abgestimmter Datenpool Jugendamt Reinickendorf Anlage 9 (zu Seite 11) Altersgruppen in den Regionen Reinickendorfs von 1998 bis 2007 Melderechtlich registrierte Einwohner am 31.12. Einwohner von 0 bis unter 18 Jahren Region Nord MV Ost West Gesamt Bericht 2007 Jahr 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 10.295 10.398 10.395 10.528 10.564 10.523 10.342 10.115 9.957 9.681 9.740 9.578 9.348 9.070 8.960 9.058 9.065 8.885 8.833 8.906 7.649 7.717 7.615 7.576 7.614 7.618 7.581 7.520 7.276 7.199 14.872 14.639 14.413 14.314 14.205 13.965 13.727 13.553 13.028 12.835 42.556 42.332 41.771 41.488 41.343 41.164 40.715 40.073 39.094 38.621 1998 = 100 Region Nord MV Ost West Gesamt Jahr 1998 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 1999 101,0 98,3 100,9 98,4 99,5 2000 101,0 96,0 99,6 96,9 98,2 2001 102,3 93,1 99,0 96,2 97,5 2002 102,6 92,0 99,5 95,5 97,1 2003 102,2 93,0 99,6 93,9 96,7 2004 100,5 93,1 99,1 92,3 95,7 2005 98,3 91,2 98,3 91,1 94,2 2006 96,7 90,7 95,1 87,6 91,9 2007 94,0 91,4 94,1 86,3 90,8 Einwohner unter 18 J. 104 102 100 98 96 94 92 90 88 86 84 Region Nord Einwohner unter 18 J. 104 102 100 98 96 94 92 90 88 86 84 Region MV 19 98 19 99 20 00 20 01 20 02 20 03 20 04 20 05 20 06 20 07 Einwohner unter 18 J. 104 102 100 98 96 94 92 90 88 86 84 Region Ost Einwohner unter 18 J. 104 102 100 98 96 94 92 90 88 86 84 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 In der Region West hat die Zahl der unter 18jährigen in den letzten 10 Jahren um 14 Prozent abgenommen. Auch in der Region MV war der Rückgang mit 9 Prozent stark, ist aber seit einigen Jahren abgeflacht. Im letzten Jahr war sogar ein kleiner Anstieg zu beobachten. In den Regionen Nord und Ost war die Situation bis zum Jahr 2004 verhältnismäßig stabil, seitdem nimmt die junge Bevölkerung ab. Quelle: StaLa, Amt für Statistik Berlin-Brandenburg 19 98 19 99 20 00 20 01 20 02 20 03 20 04 20 05 20 06 20 07 19 98 19 99 20 00 20 01 20 02 20 03 20 04 20 05 20 06 20 07 Region West Jugendamt Reinickendorf Anlage 10 (zu Seite 11) Altersgruppen in den Regionen Reinickendorfs von 1998 bis 2007 Melderechtlich registrierte Einwohner am 31.12. Einwohner von 0 bis unter 6 Jahren Region Nord MV Ost West Gesamt Bericht 2007 Jahr 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2.918 3.021 2.989 3.041 3.003 2.947 2.838 2.729 2.682 2.526 2.613 2.618 2.566 2.473 2.416 2.479 2.546 2.464 2.546 2.687 2.594 2.628 2.536 2.541 2.501 2.485 2.503 2.445 2.374 2.371 4.512 4.412 4.320 4.256 4.265 4.113 3.962 3.956 3.721 3.712 12.637 12.679 12.411 12.311 12.185 12.024 11.849 11.594 11.323 11.296 1998 = 100 Region Nord MV Ost West Gesamt Jahr 1998 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 1999 103,5 100,2 101,3 97,8 100,3 2000 102,4 98,2 97,8 95,7 98,2 2001 104,2 94,6 98,0 94,3 97,4 2002 102,9 92,5 96,4 94,5 96,4 2003 101,0 94,9 95,8 91,2 95,1 2004 97,3 97,4 96,5 87,8 93,8 2005 93,5 94,3 94,3 87,7 91,7 2006 91,9 97,4 91,5 82,5 89,6 2007 86,6 102,8 91,4 82,3 89,4 Einwohner unter 6 J. 108 104 100 96 92 88 84 80 76 Region Nord Einwohner unter 6 J. 104 100 96 92 88 84 80 76 Region MV 19 98 19 99 20 00 20 01 20 02 20 03 20 04 20 05 20 06 20 07 Einwohner unter 6 J. 104 100 96 92 88 84 80 76 Region Ost Einwohner unter 6 J. 104 100 96 92 88 84 80 76 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 In der Region West hat die Zahl der 0- bis unter 6-Jährigen fast um ein Fünftel abgenommen, in der Region Ost immerhin um 8,6 Prozent. In der Region MV war der stärkste Rückgang bis zum Jahr 2002, seitdem steigt die Zahl an. In der Region Nord war umgekehrt bis 2001 eine 4prozentige Zunahme zu verzeichnen und seitdem ein starker Rückgang um 17,6 Prozent. Quelle: StaLa, Amt für Statistik Berlin-Brandenburg 19 98 19 99 20 00 20 01 20 02 20 03 20 04 20 05 20 06 20 07 19 98 19 99 20 00 20 01 20 02 20 03 20 04 20 05 20 06 20 07 Region West Jugendamt Reinickendorf Anlage 11 (zu Seite 11) Altersgruppen in den Regionen Reinickendorfs von 1998 bis 2007 Melderechtlich registrierte Einwohner am 31.12. Einwohner von 6 bis unter 18 Jahren Region Nord MV Ost West Gesamt Bericht 2007 Jahr 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 7.377 7.377 7.406 7.487 7.561 7.576 7.504 7.386 7.275 7.155 7.127 6.960 6.782 6.597 6.544 6.579 6.519 6.421 6.287 6.219 5.055 5.089 5.079 5.035 5.113 5.133 5.078 5.075 4.902 4.828 10.360 10.227 10.093 10.058 9.940 9.852 9.765 9.597 9.307 9.123 29.919 29.653 29.360 29.177 29.158 29.140 28.866 28.479 27.771 27.325 1998 = 100 Region Nord MV Ost West Gesamt Jahr 1998 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 1999 100,0 97,7 100,7 98,7 99,1 2000 100,4 95,2 100,5 97,4 98,1 2001 101,5 92,6 99,6 97,1 97,5 2002 102,5 91,8 101,1 95,9 97,5 2003 102,7 92,3 101,5 95,1 97,4 2004 101,7 91,5 100,5 94,3 96,5 2005 100,1 90,1 100,4 92,6 95,2 2006 98,6 88,2 97,0 89,8 92,8 2007 97,0 87,3 95,5 88,1 91,3 Einwohner 6 - u. 18 J. 104 102 100 98 96 94 92 90 88 86 84 Region Nord Einwohner 6 - u. 18 J. 104 102 100 98 96 94 92 90 88 86 84 Region MV 19 98 19 99 20 00 20 01 20 02 20 03 20 04 20 05 20 06 20 07 Einwohner 6 - u. 18 J. 104 102 100 98 96 94 92 90 88 86 84 Region Ost Einwohner 6 - u. 18 J. 104 102 100 98 96 94 92 90 88 86 84 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 Die Entwicklung der Einwohnerzahlen von 6 bis unter 18 Jahren spiegelt die Entwicklung der Zielgruppe insgesamt wider. In der Region MV gab es jedoch in dieser Gruppe im letzten Jahr keinen Anstieg. Quelle: StaLa, Amt für Statistik Berlin-Brandenburg 19 98 19 99 20 00 20 01 20 02 20 03 20 04 20 05 20 06 20 07 19 98 19 99 20 00 20 01 20 02 20 03 20 04 20 05 20 06 20 07 Region West Jugendamt Reinickendorf Anlage 12 (zu Seite 15) Bericht 2007 Jugendamt Reinickendorf Anlage 13 (zu Seite 20) Bericht 2007 Angebote der Jugend- und Familienförderung im Bezirk Reinickendorf 2007 1 Einrichtungen in den Regionen Region Nord Einrichtung Träger Profil 1. MädchensportVSJ Berlin e. V. zentrum und Eventcenter im Centre Talma 2. Terra Mädchen-Sportangebote Tanzprojekte geschlechtsbewusste Jungenarbeit Abt. Jugend und Familie Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen Internetcafé Selbstverwaltungsprojekte ABC-Club Offene Kinderarbeit 3. Schülerclub Schönfließer Str. 4. Jugend- und Familienfarm Lübars Ev. Jugend- und Fürsorgewerk (EJF) Raumnutzung durch das Bezirksamt Kinder- und Jugendarbeit Familienförderung Familienförderung der freien Träger Jugendsozialarbeit Offene Angebote für Kinder und Schulklassen 5. BJC-Jugend- und Familienfarm Lübars 6. Pfadfinderhäuschen Berliner Jugendclub Deutscher Pfadfinderbund (DPB) (Raumnutzung) Verbandsarbeit 1 Jugendamt Reinickendorf Anlage 13 (zu Seite 20) Bericht 2007 Region MV Einrichtung 1. Kinder- und Jugendhalle MV Königshorster Str. 1-9 Träger Forum Naturfreundejugend Berlin (Zuwendung) Profil Offene Arbeit mit Kindern, Familienförderung, Verbandsarbeit, Koop. mit Schule im Bereich Hort, Jugendsozialarbeit Offene Arbeit mit Kindern Familienförderung Verbandsarbeit Jugendsozialarbeit Offene Jugendarbeit 2. Abenteuerspielplatz MV Senftenberger Ring 23 Bund Deutscher Pfadfinder/innen (BDP) (Zuwendung) Verein für Sport und Jugendsozialarbeit (Zuwendung) Christlicher Verein Junger Menschen (CVJM) Zuwendung 3. Sporthaus Reinickendorf Königshorster Str. 13 4. Jugendhaus MV Tiefenseer Str. 13a Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen Verbandsarbeit 5. comX Kinder-, JugendAbt. Jugend u. Familie Offene Arbeit mit Kindern u. und Kulturzentrum Jugendlichen, Beratung, Senftenberger Ring 53-69 Jugendsozialarbeit, Familienförderung 6. Demokratie leben e.V. Demokratie leben e.V. Senftenberger Ring 53-69 (Zuwendung) 7. Café B Wittenauer Str. 110 b 8. Jugendcafé Fontane-Haus bis Mai 9. BoxGym–Hof 26 Finsterwalder Str. 33 ab Juni 10. Soundlabor Wittenauer Str. 1a 11. Streethouse Schluchseestr. 46 12. Flotte Lotte Senftenberger Ring 25 13. Gangway Team 14. Blechkiste Königshorster Str. 10 Aufsuchende Jugendarbeit Abt. Jugend u. Familie Offene Angebote für Kinder (soziale Wohnhilfe) Gesobau / Bezirksamt Offene Arbeit mit Kindern u. Jugendlichen / nur Wochenendöffnung Gesobau / Outreach/ Offene Arbeit mit JugendliBezirksamt / 12rounds chen (So – Fr) Soundlabor e.V. (Raumnutzung) Musikangebote Abt. Jugend u. Familie Offene Arbeit mit Kindern u. Jugendlichen Flotte Lotte e.V. (Zuwendung) Gangway e.V. (Zuwendung) DRK Jugendrotkreuz (Raumnutzung) 2 Familien- u.Frauenförderung Streetwork in der Rollbergesiedlung Verbandsarbeit Jugendamt Reinickendorf Anlage 13 (zu Seite 20) Bericht 2007 Region Ost Einrichtung Träger Profil 1. Haus der Jugend Fuchsbau Abt. Jugend u. Familie Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen Familienförderung Übernachtungsangebote Reisen Internat. Begegnungen Ferienprogramme Jugendberatung Jugendsozialarbeit Hinausreichende Arbeit Straßensozialarbeit Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen Beratung Internetcafé Mädchenarbeit Offene Kinderarbeit Reisen und Ferienprogramme Familienförderung 2. Outreach Mobile Jugendarbeit Verband für sozialkulturelle Arbeit e.V. (Zuwendung anteilig) 3. Kinder- und Jugendzentrum Pankower Allee 47-51 4. Jugendzentrum Luke - BDP Pankower Allee 47-51 Abt. Jugend u. Familie Bund Deutscher PfadfinderInnen (BDP) (Zuwendung) Offene Jugendarbeit Ferienprogramme Internetcafé Verbandsarbeit Offene Kinderarbeit Internetcafé Familienförderung Reisen schulbez. Arbeit (Atlantis) Beteiligungsprojekte Selbstorganisation 5. NachbarschaftsAbt. Jugend u. Familie zentrum Amendestr. 41 / Atlantis 6. Villa Abt. Jugend u. Familie 3 Jugendamt Reinickendorf Anlage 13 (zu Seite 20) Bericht 2007 Region West Einrichtung Träger Profil Offene Arbeit mit Kindern u. Jugendlichen, Familienförderung, Internetcafé, Jugendsozialarbeit, schulbezogene Arbeit (Clippo), Reisen, Internat. Begegnungen Offene Jugendarbeit, Beratung, Gruppen, Projekte, Jugendsozialarbeit Offene Kinderarbeit Jugendsozialarbeit Offene Kinder- und Jugendarbeit Reisen, Internat. Begegnungen Jugendsozialarbeit Familienförderung Jugendtreff Offene Tür am Wochenende für Jugendliche Familienförderung 1. Kinder- u. Jugend- Abt. Jugend u. Familie zentrum Metronom / Clip, Clippo 2. Jugendcafé JuTeg Lebenswelt gGmbH (Zuwendung) Abt. Jugend u. Familie Abt. Jugend u. Familie 3. Ameisenburg 4. Dachsbau 5. Container am Dachsbau 6. Jugendtreff KIDZ Diakoniezentrum 7. Familienkarussel Selbstverwaltung Ev. Jugend- und Fürsorgewerk (EJF) (Zuwendung) Familienkarussel e.V. (Raumnutzung bis April 07) Abt. Jugend u. Familie 8. Tietzia Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit geschlechtsspezifischem Ansatz für Mädchen und junge Frauen Familienförderung Medienkompetenzzentrum Internetcafé Jugendberufshilfe (WeTeK e.V.) Offene Mädchenarbeit kiezbez. interkulturelle Arbeit Offene Kinder- und Jugendarbeit Jungenarbeit Jugendberatung Kinder- und Jugendarbeit Verbandsarbeit/Gruppen Projekte/Reisen 9. TAKS e.V. 10. Medienkompetenzzentrum meredo 11. Interkultureller Mädchentreff 12. Brücke Tietzer Strolche (EKT) Abt. Jugend u. Familie Albatros e.V. (Zuwendung) Abt. Jugend u. Familie 13. Pfadfinderburg Deutscher Pfadfinderbund (DPB) (Zuwendung) 4 Jugendamt Reinickendorf Anlage 13 (zu Seite 20) 2 Übergreifende zentrale Angebote Bericht 2007 Kooperation mit Schule: schulbezogene Jugendarbeit (§11 SGB VIII): Ausbildung von Konfliktlotsen / Streitschlichtern (Mediation) in Kooperation mit Schulen. Jährlich werden an Schulen Schülerinnen und Schüler zu Streitschlichtern ausgebildet; die begleitenden Lehrer/innen werden nach dem Training weiter beraten. Kinderprojekte an Schulen: Atlantis / Nachbarschaftszentrum Amendestraße Clippo / Metronom Hausotter-Grundschule Havelmüller-Grundschule Schülerclub an der Hannah-Höch -Grundschule Träger: Förderverein, Finanzierung: Zuwendung (auftragsweise Senatsmittel) Kooperation der Kinder- und Jugendhalle MV mit der Salvator-Schule im Grundschulbereich diverse bilaterale, teilweise projektbezogene Kooperationen zwischen Schulen und Freizeitstätten - Kooperation mit Schule: schulbezogene Jugendsozialarbeit (§ 13 SGB VIII): Schulstationen, finanziert aus bezirklichen Mitteln (Zuwendungs- / Leistungsverträge): Region Ost: Grundschule am Schäfersee Reginhard-Grundschule Region West: Reineke-Fuchs-Grundschule Region MV: Grundschule in den Rollbergen Träger: Aufwind e.V. Träger: Tandem gBQGmbH Träger: Lebenswelt gGmbH Träger: Horizonte e.V. Schulsozialarbeit an Hauptschulen und Förderzentren, finanziert aus ESFMitteln: Hauptschulen: Paul-Löbe-Schule Greenwich-Schule Johannes-Lindhorst-OS Carl-Bosch-OS Julius-Leber-Schule Förderzentren: Stötzner-Schule Toulouse-Lautrec-Schule Lauterbach-Schule Richard-Keller-Schule Martin-Luther-King-Schule Wiesengrund-Schule Träger: Aufwind e.V. Träger: Aufwind e.V. Träger: Horizonte e.V. Träger: EJF-Lazarus Träger: Trapez e.V. Träger: Trapez e.V. Träger: Trapez e.V. Träger: Aufwind e.V. Träger: Aufwind e.V. Träger: EJF-Lazarus Träger:Tandem gBQGmbH 5 Jugendamt Reinickendorf Anlage 13 (zu Seite 20) Aufsuchende Kinder- und Jugendarbeit in Reinickendorf: Jugendsozialarbeit: Arbeit mit Kindern: Gangway Outreach 2 Bollerwagen Bericht 2007 3 Streetworker 1,5 Stellen 2 Stellen Geschlechtsdifferenzierte Arbeit Angebote, Projekte für Mädchen und Frauen und Jungen: Tietzia – Zentrale Einrichtung für Mädchen und junge Frauen Interkultureller Mädchentreff, Albatros e. V. Selbstbehauptung für Mädchen und Rollenerweiterung für Jungen, Projekte mit Schulen AK Geschlechtsbewusste Arbeit mit Jungen Sport, Bewegungs- und Kommunikationszentrum im Centre Talma, Verein für Sport- und Jugendsozialarbeit e. V., breites Bewegungs- und Sportprogramm für Mädchen, Gruppenarbeit mit Jungen Neue Jungengruppe in der BDP-Luke Internetcafés mit Öffnungszeiten nur für Mädchen in verschiedenen Freizeiteinrichtungen Kommunikations- und Lernzentrum für Frauen in der Flotten Lotte - Familienförderung: „Mutter-Kind-Turnen”, Familienberatung in der Tietzia Projekte für Familien auf der Jugend- und Familienfarm Lübars Familienzentrum DiBs (Die individuelle Begegnungsstätte) mit Elterncafé und Gruppenangeboten für Eltern mit kleinen Kindern - Kooperationsprojekt zwischen dem Eigenbetrieb Kindertagesstätten Nordwest, Trapez e. V. und Jugendamt Nachbarschaftsprojekte in der Amendestraße (Nachbarschaftsfrühstück, Spielzeugbörse) Mutter-Kind Gruppen des deutschen Familienverbandes (JFE Pankower Allee) Mobiles Beratungsangebot für Eltern in Kombination mit einem Spielangebot für Kinder und Jugendliche auf dem Bolzplatz in der Zobeltitzstraße, einschließlich mobiler Bürgersprechstunde und gemeinsam gestalteter Feste Krabbelgruppe im comX - - Kinder- und Jugendbeteiligung: Weiterentwicklung der Beteiligungsprojekte in den Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen unter Berücksichtigung des Handbuches Qualitätsmanagement der Berliner Jugendfreizeitstätten Befragung auf dem Franz-Neumann-Platz zu den Angeboten im Rahmen des Markts der sozialen Projekte Selbstverwaltung des Jugendcontainers am Dachsbau, Heiligensee - 6 Jugendamt Reinickendorf Anlage 13 (zu Seite 20) - Bericht 2007 Nutzungsangebot in den Räumen der Villa auf dem Gelände der Jugendeinrichtung Fuchsbau für unterschiedliche Gruppierungen und Interessengruppen junger Menschen, die sich nicht in bestehende Strukturen einbinden lassen, die vorstrukturierte Freizeitangebote ablehnen und eine selbstorganisierte Freizeitgestaltung bevorzugen. Außerschulische politische Bildung: Im Rahmen des Bundesprogramms ”Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie – gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus“ wird im Bezirk Reinickendorf ein Lokaler Aktionsplan entwickelt und umgesetzt. Das Programm ist im präventiv-pädagogischen Bereich angesiedelt und hat das Ziel, die Achtung der Menschenwürde zu fördern und jede Form von Extremismus, insbesondere den Rechtsextremismus, zu bekämpfen. Das Programm läuft über drei Jahre und verfolgt mit konkreten Maßnahmen und Entwicklungsschritten eine langfristige Strategie zur Demokratieentwicklung vor Ort, vergibt Fördermittel für Projekte und führt vorhandene Ressourcen aus unterschiedlichen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens zusammen. Internationale Begegnungen: 2007 fanden internationale Jugendbegegnungen in St. Petersburg (JFE Metronom), in Kiew (JFE Dachsbau) und eine Begegnung mit Minsker Teilnehmer /innen in Berlin (JFE Fuchsbau) statt. Verkehrserziehung – Verkehrsunterricht und freizeitpädagogische Aktivitäten in 2 Verkehrsschulen: Die Verkehrserziehung wird in Kooperation mit der Polizei / Direktion 1 Verkehrssicherheitsberatung und dem Fachberater (Lehrer) für Verkehrserziehung in Reinickendorf und dem Jugendförderverein Juventus e.V. durchgeführt. Betrieb von zwei Jugendverkehrsschulen „Aktion Toter Winkel“ für alle 6. Klassen der Reinickendorfer Schulen Aktionstag zum Schulanfang Ehrung der Schülerlotsen/-lotsinnen Veranstaltung eines Mofaturnieres Arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit / Jugendberufshilfe Stabilisierung und Weiterentwicklung der Angebote und Maßnahmen im Rahmen der Jugendberufshilfe: Das Jugendamt legt einen besonderen Fokus auf die Beratung und Unterstützung von jungen Menschen, insbesondere von Jugendlichen mit individuellen Beeinträchtigungen und / oder sozialen Benachteiligungen beim Übergang von der Schule in das Berufs- bzw. Erwerbsleben. Schwerpunkte liegen dabei in der Berufsorientierung, der Berufsvorbereitung, der Qualifizierung zur Beschäftigung und der Ausbildung. 7 Jugendamt Reinickendorf Anlage 13 (zu Seite 20) Bericht 2007 Folgende Angebote bzw. Angebotsträger sind im Bereich der arbeitsweltbezogenen Jugendsozialarbeit / Jugendberufshilfe zu nennen Jobs and Ways im comX (Schwerpunkt Jugendberufswegeberatung) Fuchsbau Metronom Prisma Medienkompetenzzentrum meredo für den Bereich der Medienberufe Girlsday 2007 (deutlich über 100 Plätze wurden in Unternehmen akquiriert) Jugendwerkstatt Werdohler Weg in Kooperation mit dem Jobcenter und „Euroschulen“: 48 Jugendliche konnten sich in 4 verschiedenen Berufsbereichen qualifizieren: Malerei, Tischlerei, Gartenbau und Küche/Gastronomie Steuerung des Präventionsrates: Vernetzung der vier Regionen und anderer Organisationseinheiten des Jugendamtes sowie anderer Abteilungen des Bezirksamtes (Ges), der Schulen, Wohnungsbaugesellschaften, Polizei und der freien Träger (ca. 5 Sitzungen im Jahr) Ferienangebote für Kinder und Jugendliche im Kiez, Kinder- und Jugendreisen, auch in Kooperation mit freien Trägern (siehe auch bei den Einrichtungen der Regionen): 1. Ferienprojekte 2-3 Wochen für Kinder und Jugendliche, organisiert von kommunalen und freien Trägern im Kiez, Umland usw., über 250 Plätze (davon mehr als 200 Plätze durch den öffentlichen Träger) Gastelternaufenthalte im Ausland, finanziert über SenBWF, ca. 100 Plätze Reisen für Kinder und Jugendliche durch den öffentlichen Träger, ca. 200 Plätze Reisen für Kinder und Jugendliche durch freie Träger, ca. 80 Plätze 2. 3. 4. Jugendkulturarbeit und Durchführung von zentralen Veranstaltungen, auch in Kooperation mit freien Trägern, für Kinder, Jugendliche und Familien: 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. Frühlings- und Erntedankfest, Familienfarm Lübars Unterstützung von Kiezfesten, Tauschbörsen, Kinderflohmärkten HipHop Fachtag Rockwettbewerb, Fuchsbau Jugendmesse „create your life“, Fontane-Haus Jubiläum des Jungen Kammerorchesters Reinickendorf Rock gegen Rechts (Musikveranstaltung im Terra Frohnau) 8 Jugendamt Reinickendorf Anlage 14 (zu Seite 24) Bericht 2007 Erziehungs- und Familienberatung 2007 wurden in Reinickendorf insgesamt 1.344 Beratungen durchgeführt und 972 abgeschlossen. durchgeführte Beratungen: EFB Jugendamt: 876 abgeschlossene Beratungen: EFB Jugendamt: 701 EFB freier Träger: EFB freier Träger: 468 271 (davon 230 vertraglich vereinbart) abgeschlossene Beratungen auf Jungen bezogen auf Mädchen bezogen EFB Jugendamt 363 338 51,8 % 48,2 % EFB freier Träger 155 116 57,2 % 42,8 % Verteilung nach Altersgruppen 0 - unter 21 0 - unter 6 6 - unter 10 10 - unter 14 14 - unter 18 18 - unter 21 21 - unter 27 EFB Jugendamt 692 165 161 150 169 47 9 98,7 % 23,5 % 23,0 % 21,4 % 24,1 % 6,7 % 1,3 % EFB freier Träger 266 71 63 60 60 12 5 98,2 % 26,2 % 23,2 % 22,1 % 22,1 % 4,4 % 1,8 % Regionale Verteilung der abgeschlossenen Beratungen, geschlechts- und altersgruppenbezogen: (Die Auswertung bezieht sich bei der EFB Jugendamt auf nur 679 der 701 Fälle, da 13 Beratungen keiner Region zugeordnet werden konnten, weil die Klienten auf eigenen Wunsch anonym beraten wurden. 9 weitere Klienten kamen aus anderen Berliner Bezirken, wurden aber aufgrund besonderer Umstände hier beraten.) 1 Jugendamt Reinickendorf Anlage 14 (zu Seite 24) Region Nord EFB Jugendamt: EFB freier Träger: 198 Beratungsfälle 75 Beratungsfälle Bericht 2007 EFB Jugendamt auf Jungen bezogen auf Mädchen bezogen unter 6 Jahre 6 - unter 10 Jahre 10 - unter 14 Jahre 14 - unter 18 Jahre 18 - unter 27 Jahre 91 107 32 47 46 55 18 46,0 % 54,0 % 16,2 % 23,7 % 23,2 % 27,8 % 9,1 % EFB freier Träger 39 36 18 16 16 18 7 52,0 % 48,0 % 24,0 % 21,3 % 21,3 % 24,0 % 9,3 % Region MV EFB Jugendamt: EFB freier Träger: 125 Beratungsfälle 56 Beratungsfälle EFB Jugendamt auf Jungen bezogen auf Mädchen bezogen unter 6 Jahre 6 - unter 10 Jahre 10 - unter 14 Jahre 14 - unter 27 Jahre 58 67 26 25 29 45 46,4 % 53,6 % 20,8 % 20,0 % 23,2 % 36,0 % EFB freier Träger 32 24 11 16 17 12 57,1 % 42,9 % 19,6 % 28,6 % 30,4 % 21,4 % Region Ost EFB Jugendamt: EFB freier Träger: 109 Beratungsfälle 50 Beratungsfälle EFB Jugendamt auf Jungen bezogen auf Mädchen bezogen unter 6 Jahre 6 - unter 10 Jahre 10 - unter 14 Jahre 14 - unter 27 Jahre 66 43 37 25 17 30 60,6 % 39,4 % 33,9 % 22,9 % 15,6 % 27,5 % EFB freier Träger 31 19 19 12 8 11 62,0 % 38,0 % 38,0 % 24,0 % 16,0 % 22,0 % 2 Jugendamt Reinickendorf Anlage 14 (zu Seite 24) Region West EFB Jugendamt: EFB freier Träger: 247 Beratungsfälle 90 Beratungsfälle Bericht 2007 EFB Jugendamt auf Jungen bezogen auf Mädchen bezogen unter 6 Jahre 6 - unter 10 Jahre 10 - unter 14 Jahre 14 - unter 18 Jahre 18 - unter 27 Jahre 135 112 66 63 54 53 11 54,7 % 45,3 % 26,7 % 25,5 % 21,9 % 21,5 % 4,5 % EFB freier Träger 53 37 23 19 19 22 7 58,9 % 41,1 % 25,6 % 21,1 % 21,1 % 24,4 % 7,8 % Einen Migrationshintergrund gab es in der kommunalen EFB in 157 Fällen, soweit dieser Hintergrund bekannt geworden ist - was bei Kurzberatungen nicht immer der Fall ist, das betrifft 22,4 % aller Beratungen. Einen Migrationshintergrund gab es in der EFB freier Träger in 54 Fällen, soweit bekannt, das betrifft 19,9 % aller Beratungen. 3 Jugendamt Reinickendorf Anlage 15 (zu Seite 26 und 28) Bericht 2007 Rechtliche Grundlagen für die Betreuung in Kindertagesstätten: Kindertagesförderungsgesetz (KitaFöG) Kindertagesförderungsverordnung (VOKitaFöG) Tagesbetreuungskostenbeteiligungsgesetz (TKBG) Staatsvertrag Berlin-Brandenburg über die Nutzung von Plätzen in Einrichtungen der Kindertagesbetreuung Berliner Schulgesetz Kita - Vertragsdetails Bezirk Reinickendorf ISBJ Kita - Abfrage vom 08.09.2008 für den Stichtag 31.12.2007 mit Betreuungsbezirk Reinickendorf Region Verträge in der Region Alter wohnhaft in Region MV Ost West andere 0 bis unter 3 bis einschl. Nord 3 Jahre 6 Jahre Nord MV Ost West unbekannt Summe 1.634 1.452 1.226 2.095 36 6.443 339 298 305 492 5 1.439 1.295 1.154 921 1.603 31 5.004 1.297 101 15 129 10 1.552 128 1.268 32 37 0 1.465 42 18 1.081 40 1 1.182 103 45 76 1.864 24 2.112 64 20 22 25 1 132 Achtung! Hier werden nur Verträge betrachtet, die in Reinickendorf geschlossen wurden, für Kinder aus Reinickendorf, die in Reinickendorf betreut werden. Melderechtlich registrierte Einwohner am 31.12.2007 Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg Region 0 bis einschl. 0 bis unter 3 bis einschl. 6 Jahre 3 Jahre 6 Jahre 3.073 3.149 2.762 4.382 13.366 1.105 1.292 1.222 1.802 5.421 1.968 1.857 1.540 2.580 7.945 Nord MV Ost West Gesamt Jugendamt Reinickendorf Anlage 16 (zu Seite 31) Bericht 2007 Kinderschutzmeldungen 2007 nach wesentlichen Merkmalen Statistikbögen: insgesamt Region MV Region N Region O Region W andere Bez. Kinder: Kinder im Haushalt Familien mit mehr als 3 Kindern betroffene Kinder davon m davon w nicht bekannt Alter: 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 14 14 bis unter 18 nicht bekannt Situation der Eltern: Zusammenlebend Alleinerz. Patchw. Andere/unbek. I. Quartal II. Quartal III. Quartal IV. Quartal Gesamt 52 40 40 53 185 96 91 65 81 333 12 6 9 15 42 4 5 4 13 26 I. Quartal II. Quartal III. Quartal IV. Quartal Gesamt 50 34 46 55 185 56 43 42 52 193 127 110 71 118 426 48 39 29 41 157 6 3 6 5 20 I. Quartal II. Quartal III. Quartal IV. Quartal Gesamt 327 268 219 307 1121 25 16 11 15 67 287 141 138 8 229 114 109 6 194 88 102 4 267 129 127 11 977 472 476 29 I. Quartal II. Quartal III. Quartal IV. Quartal Gesamt 165 144 119 161 589 43 28 29 55 155 37 29 14 14 94 34 40 30 36 140 50 45 46 56 197 1 2 0 0 3 Verdacht einer Gefährdung durch: I. Quartal II. Quartal III. Quartal IV. Quartal Gesamt Vernachlässigung 64 64 56 64 248 Mißbrauch 8 4 1 4 17 Mißhandlung 28 20 25 26 99 Häusl. Gewalt 38 39 47 48 172 andere Form 60 42 25 47 174 davon doppelte Nennung 29 22 32 26 109 Gefährdungseinschätzung durch die ausfüllende Fachkraft: I. Quartal II. Quartal III. Quartal IV. Quartal Gesamt keine Gefährdung 16 6 3 17 42 geringe Gefährdung 38 27 26 39 130 akute Gefährdung 35 34 18 31 118 chronische Gefährdung 56 60 51 70 237 keine Gefährdungseinschätzung 22 12 24 8 66 Weitere Bearbeitung: sofort innerhalb von 24 Std. innerhalb 1 Woche mehr als 1 Woche davon doppelte Nennung I. Quartal II. Quartal III. Quartal IV. Quartal Gesamt 63 69 40 58 230 14 14 16 43 87 54 43 49 60 206 39 25 13 7 84 5 7 0 6 18 Jugendamt Reinickendorf Anlage 17 (zu Seite 32) Bericht 2007 Mitwirkung in vormundschafts- und familiengerichtlichen Verfahren 2007 Einwohner 0-u18 Jahre am 31.12.07 Anzahl der Stellungnahmen 2007 Auf 1.000 der Zielgruppe 2006 Einwohner 0-u18 Jahre am 31.12.06 Anzahl der Stellungnahmen 2006 Auf 1.000 der Zielgruppe Nord 9.681 157 16,2 Nord 9.957 143 14,4 MV 8.906 275 30,9 MV 8.833 309 35,0 Ost 7.199 215 29,9 Ost 7.276 167 23,0 West 12.835 268 20,9 West 13.028 235 18,0 Rdf. gesamt 38.621 926 24,0 Rdf. gesamt 39.094 854 21,8 Anlage 18 (zu Seite 32) Häufigste Delikte nach ihrem Anteil an den gesamten Delikten 2007 Anzahl Delikte Diebstahl gesamt Körperverletzung gesamt Sachbeschädigung Betäubungsmittelvergehen Raub und Räuberische Erpressung gesamt Leistungserschleichung Betrug Verkehrsvergehen Sonstige 539 385 264 175 Prozent an Gesamt 24,0 17,2 11,8 7,8 141 130 99 95 414 6,3 5,8 4,4 4,2 18,5 Jugendamt Reinickendorf Bericht 2007 Anlage 19 (zu Seite 34) Jugendgerichtshilfe im Bezirk Reinickendorf Delikte auf 1.000 Einwohner der jeweiligen Gruppe nach Staatsangehörigkeit und Geschlecht Altersgruppe insgesamt deutsch nichtdeutsch männlich weiblich Einwohner am 31.12.2007 14 bis unter 18 Jahre 18 bis unter 21 Jahre gesamt 9.668 7.989 17.657 Delikte 2007 14 bis unter 18 Jahre 18 bis unter 21 Jahre gesamt 1.515 727 2.242 1.320 631 1.951 157 88 245 1.145 609 1.754 354 117 471 8.631 7.213 15.844 1.037 776 1.813 4.971 4.082 9.053 4.697 3.907 8.604 Delikte auf 1.000 Einwohner 14 bis unter 18 Jahre 18 bis unter 21 Jahre gesamt 156,7 91,0 127,0 152,9 87,5 123,1 151,4 113,4 135,1 230,3 149,2 193,7 75,4 29,9 54,7 Anmerkung: Bei den 14- bis unter 18-Jährigen ist in 16 Fällen das Geschlecht und in 31 Fällen die Nationalität unbekannt. Bei den 18- bis unter 21-Jährigen ist in einem Fall das Geschlecht und in 8 Fällen die Nationalität unbekannt Altersgruppe deutsch männlich weiblich nichtdeutsch männlich weiblich Einwohner am 31.12.2007 14 bis unter 18 Jahre 18 bis unter 21 Jahre gesamt 4.433 3.691 8.124 Delikte 2007 14 bis unter 18 Jahre 18 bis unter 21 Jahre gesamt 987 535 1.522 318 96 414 133 70 203 24 17 41 4.198 3.522 7.720 538 391 929 499 385 884 Delikte auf 1.000 Einwohner 14 bis unter 18 Jahre 18 bis unter 21 Jahre gesamt 222,6 144,9 187,3 75,8 27,3 53,6 247,2 179,0 218,5 48,1 44,2 46,4 Jugendamt Reinickendorf Anlage 20 (zu Seite 37 und 38) Bericht 2007 Einwohnerzahlen der Zielgruppe 0 bis unter 18 Jahre 31.12.2006 und 31.12.2007 Nord 2007 2006 9.681 9.957 MV 8.906 8.833 Ost 7.199 7.276 West 12.835 13.028 Rdf. gesamt 38.621 39.094 Fallzahlen HzE nach Hilfeartengruppen DURCHSCHNITT (gerundet) Ambulante Hilfen 2007 Fallzahlen Durchschnitt 2007 auf 1.000 der Zielgruppe 2006 Fallzahlen Durchschnitt 2006 auf 1.000 der Zielgruppe Stationäre Hilfen 2007 Fallzahlen Durchschnitt 2007 auf 1.000 der Zielgruppe 2006 Fallzahlen Durchschnitt 2006 Anteil auf 1.000 der Zielgruppe Nord 42 4 Nord 32 3 MV 134 15 MV 107 12 Ost 98 14 Ost 84 12 West 115 9 West 101 8 Nord 72 7 Nord 61 6 MV 178 20 MV 158 18 Ost 174 24 Ost 148 20 West 214 17 West 196 15 Anlage 21 (zu Seite 38) Gesamtfallzahlen HzE inklusive Inobhutnahme 2007 Fallzahlen Durchschnitt 2007 auf 1.000 der Zielgruppe 2006 Fallzahlen Durchschnitt 2006 auf 1.000 der Zielgruppe Nord 176 18 Nord 148 15 MV 369 41 MV 327 37 Ost 314 44 Ost 272 37 West 428 33 West 397 30 Rdf. gesamt 1.315 34 Rdf. gesamt 1.175 30 Jugendamt Reinickendorf Anlage 22 (zu Seite 39) Sonstige Leistungen Jugendberufshilfe 2007 Einwohner 0-u18 Jahre am 31.12.07 Fallzahlen Durchschnitt 2007 auf 1.000 der Zielgruppe 2006 Einwohner 0-u18 Jahre am 31.12.06 Fallzahlen Durchschnitt 2006 auf 1.000 der Zielgruppe Nord 9.681 3,4 0,4 Nord 9.957 4,9 0,5 MV 8.906 8,3 0,9 MV 8.833 11,7 1,3 Ost 7.199 11,1 1,5 Ost 7.276 11,6 1,6 West 12.835 19,4 1,5 West 13.028 12,6 1,0 Bericht 2007 Rdf. gesamt 38.621 42,3 1,1 Rdf. gesamt 39.094 40,8 1,0 ACHTUNG: Abgebildet sind hier lediglich Maßnahmen, die direkt in den Regionen gebucht wurden. Überregionale Angebote zur beruflichen und sozialen Integration sowie in 2007 auch die Mengen aus der Einrichtung "Werdohler Weg" fehlen in der "Gesamtmenge Rdf." Bei einem Bezirksvergleich wären diese Mengen dann allerdings enthalten, weil dort das gesamte Produkt "Jugendberufshilfe" verglichen wird (siehe Anlage 40). Begleiteter Umgang: 2007 Fallzahlen Durchschnitt 2007 auf 1.000 der Zielgruppe 2006 Fallzahlen Durchschnitt 2006 auf 1.000 der Zielgruppe Nord 2,5 0,3 MV 10,3 1,2 Ost 10,3 1,4 West 14,3 1,1 Rdf. gesamt 37,3 1,0 Nord 2,1 0,2 MV 7,3 0,8 Ost 5,3 0,7 West 12,6 1,0 Rdf. gesamt 27,2 0,7 1 Jugendamt Reinickendorf Anlage 22 (zu Seite 39) Unterbringung Eltern / Kind 2007 Fallzahlen Durchschnitt 2007 auf 1.000 der Zielgruppe 2006 Fallzahlen Durchschnitt 2006 auf 1.000 der Zielgruppe Bericht 2007 Nord 0,3 0,0 MV 4,8 0,5 Ost 3,1 0,4 West 3,4 0,3 Rdf. gesamt 15,2 0,4 Nord 1,4 0,1 MV 2,4 0,3 Ost 5,4 0,7 West 4,3 0,3 Rdf. gesamt 17,7 0,5 ACHTUNG: In den Stichtagsfallzahlen 2006 und 2007 sind bei "Reinickendorf gesamt" auch 4,08 (2006), bzw. 3,50 (2007) Mengen überregional (Asylbewerber) enthalten. Insofern ergibt "Rdf. gesamt" hier nicht die Summe der Regionen. Sonstige Hilfen im Vergleich Sonstige Hilfen 2006 Anteil auf 1.000 der Zielgruppe Jugendberufshilfe Ost MV West Nord 1,59 1,32 0,97 0,49 Begl. Umgang Unterbringung Eltern/Kind 0,74 0,27 0,33 0,14 0,73 0,82 0,97 0,21 Sonstige Hilfen 2007 Anteil auf 1.000 der Zielgruppe Jugendberufshilfe Ost West MV Nord 1,54 1,51 0,94 0,35 Begl. Umgang Unterbringung Eltern/Kind 0,43 0,27 0,54 0,03 1,42 1,11 1,16 0,26 2 Jugendamt Reinickendorf Anlage 23 (zu Seite 42) Bericht 2007 Elterngeld und Erziehungsgeld 2007 Monatliche Zahl der leistungsempfangenden Personen in Reinickendorf im Vergleich Elterngeld Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez 6 32 126 251 358 543 881 985 1.114 1.486 1.307 1.746 Erziehungsgeld 2.302 1.876 2.028 2.100 1.727 1.527 1.860 1.344 1.221 1.484 1.068 847 Quelle: KLR Jugendamt Reinickendorf Anlage 24 (zu Seite 45) Bericht 2007 Anteil der unter 18jährigen an der Gesamtzahl der Einwohner in den Berliner Bezirken am 31. Dezember 2006 und 2007 (Melderechtlich registrierte Einwohner am Ort der Hauptwohnung) Bezirk Einwohner insgesamt 2 3 2007 Unter 18 Jahre absolut in % 4 5 Einwohner insgesamt 6 2006 Unter 18 Jahre absolut in % 7 8 Differenz 2007/2006 Prozent- Einwohner Unter 18 J. anteil insgesamt absolut in % Sp.5 - Sp.8 Sp.11/Sp.7 9 10 11 12 Neukölln Spandau Reinickendorf Mitte Steglitz-Zehlendorf Friedrichshain-Kreuzberg Tempelhof-Schöneberg Marzahn-Hellersdorf Pankow Treptow-Köpenick Lichtenberg Charlottenburg-Wilmersdorf Berlin 302.797 215.927 242.150 323.021 286.970 260.437 325.951 246.193 354.558 234.979 250.811 310.064 3.353.858 50.661 35.065 38.613 50.195 43.334 38.475 47.977 34.986 49.253 30.844 31.787 38.651 489.841 16,73% 16,24% 15,95% 15,54% 15,10% 14,77% 14,72% 14,21% 13,89% 13,13% 12,67% 12,47% 14,61% 301.733 216.936 243.276 322.167 285.817 259.071 326.842 247.130 350.057 234.313 252.042 309.421 3.348.805 51.522 35.539 39.090 50.337 43.317 38.724 48.529 36.966 48.773 31.480 32.578 38.738 495.593 17,08% 16,38% 16,07% 15,62% 15,16% 14,95% 14,85% 14,96% 13,93% 13,44% 12,93% 12,52% 14,80% -0,34% -0,14% -0,12% -0,09% -0,05% -0,17% -0,13% -0,75% -0,04% -0,31% -0,25% -0,05% -0,19% 1.064 -1.009 -1.126 854 1.153 1.366 -891 -937 4.501 666 -1.231 643 5.053 -861 -474 -477 -142 17 -249 -552 -1.980 480 -636 -791 -87 -5.752 -1,67% -1,33% -1,22% -0,28% 0,04% -0,64% -1,14% -5,36% 0,98% -2,02% -2,43% -0,22% -1,16% Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg Jugendamt Reinickendorf Anlage 25 (zu Seite 45) Bericht 2007 Einwohner von 0 bis unter 18 Jahren der Berliner Bezirke am 31.12.2006 nach den vier Gruppen des "Entwicklungsindikators Soziale Stadtentwicklung 2007" (Fortschreibung des Stadtmonitoring 2007) Entwicklungsindikator Gruppe Mitte FrKr Pankow ChWi Spandau StZd TeSch Neukölln TrKö MaHe Lichtenberg Reinickendorf Berlin 1 hoch/sehr hoch 156 392 2.069 3.775 6.192 15.302 1.044 360 8.883 7.308 859 9.659 55.999 2 mittel 3 und 4 niedrig und sehr niedrig 37.658 17.161 1.005 2.793 13.058 10.439 31.458 404 19.602 6.192 18.463 158.233 Nicht gewertet Summe 12.512 21.176 45.661 32.160 16.276 28.001 37.041 19.706 22.153 10.021 25.509 10.934 281.150 40 19 6 15 36 38 19 38 211 50.326 38.729 48.775 38.747 35.532 43.318 48.524 51.524 31.476 36.969 32.579 39.094 495.593 In Prozent der jeweiligen Summe (Zeile): Entwicklungsindikator Gruppe Mitte FrKr Pankow ChWi Spandau StZd TeSch Neukölln TrKö MaHe Lichtenberg Reinickendorf Berlin 1 hoch/sehr hoch 0,3% 1,0% 4,2% 9,7% 17,4% 35,3% 2,2% 0,7% 28,2% 19,8% 2,6% 24,7% 11,3% 2 mittel 3 und 4 niedrig und sehr niedrig 74,8% 44,3% 2,1% 7,2% 36,7% 0,0% 21,5% 61,1% 1,3% 53,0% 19,0% 47,2% 31,9% Nicht gewertet Summe 24,9% 54,7% 93,6% 83,0% 45,8% 64,6% 76,3% 38,2% 70,4% 27,1% 78,3% 28,0% 56,7% 0,000% 0,000% 0,082% 0,049% 0,017% 0,035% 0,000% 0,000% 0,114% 0,103% 0,058% 0,097% 0,043% 100,0% 100,0% 100,0% 100,0% 100,0% 100,0% 100,0% 100,0% 100,0% 100,0% 100,0% 100,0% 100,0% Die Einwohnerzahlen vom Jahr 2006 wurden gewählt, weil sich das Stadtmonitoring auf die Jahre 2005 und 2006 bezieht. Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg Jugendamt Reinickendorf Anlage 26 (zu Seite 45) Bericht 2007 Statistische Angaben zur Sozialstruktur der Berliner Bezirke Stichtag: 31.12.2007 Prozentuale Anteile Bezirk Anteil der unter 18Jährigen an den Einwohnern insgesamt Anteil der Personen mit Migrationshintergrund an den unter 18Jährigen Anteil der Anteil der Anteil der Arbeitslosen Arbeitslosen nicht erwerbsan den unter 25 J. fähigen HilfeEinwohnern an den bedürftigen von 18 bis Einwohnern (insgesamt) unter 60 von 18 bis an den EinJahren unter 25 wohnern Jahren unter 15 Jahren 3 4 5 1 2 Mitte FrKr Pankow ChWi Spandau StZd TeSch Neukölln TrKö MaHe Lichtenberg Reinickendorf 15,5% 14,8% 13,9% 12,5% 16,2% 15,1% 14,7% 16,7% 13,1% 14,2% 12,7% 15,9% 69,4% 58,9% 17,8% 50,9% 41,5% 34,8% 48,2% 62,5% 13,7% 17,4% 25,8% 38,9% 13,4% 12,4% 10,3% 9,9% 14,0% 6,4% 9,8% 14,7% 10,5% 14,6% 12,5% 10,7% 10,9% 9,1% 7,9% 5,0% 7,9% 4,3% 6,0% 10,8% 4,5% 9,7% 7,6% 9,1% 54,8% 52,5% 25,5% 26,3% 41,5% 16,8% 34,8% 55,0% 28,2% 47,0% 42,1% 35,9% Alle Bezirke 14,6% 41,6% 11,5% 8,0% 38,6% Quelle: Bundesagentur für Arbeit / Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Abgestimmter Datenpool Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg Jugendamt Reinickendorf Anlage 27 (zu Seite 45) Bericht 2007 Anteil der nicht erwerbsfähigen Hilfebedürftigen (insgesamt) an den Einwohnern unter 15 Jahren in den Berliner Bezirken im Dezember 2006 und 2007 Bezirke Einwohner unter 15 Jahren Nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (insgesamt) 2006 22.665 17.278 10.773 8.452 11.400 6.100 13.482 22.931 6.976 12.538 10.773 10.833 154.201 2007 22.986 17.178 10.698 8.451 11.713 5.996 13.727 22.832 7.094 12.793 10.841 11.174 155.483 Veränderung 321 -100 -75 -1 313 -104 245 -99 118 255 68 341 1.282 2006 1 Mitte 2 FrKr 3 Pankow 4 ChWi 5 Spandau 6 StZd 7 TeSch 8 Neukölln 9 TrKö 10 MaHe 11 Lichtenberg 12 Reinickendorf Gesamt 41.680 32.546 40.167 32.053 28.444 35.644 39.792 42.075 24.565 26.852 25.222 31.466 400.506 2007 41.902 32.729 42.010 32.104 28.213 35.740 39.446 41.516 25.143 27.248 25.760 31.141 402.952 Veränderung 222 183 1.843 51 -231 96 -346 -559 578 396 538 -325 2.446 Anteil der nicht erwerbsfähigen Hilfebedürftigen an den Einwohnern unter 15 Jahren 2006 2007 Veränderung 54,38% 53,09% 26,82% 26,37% 40,08% 17,11% 33,88% 54,50% 28,40% 46,69% 42,71% 34,43% 38,50% 54,86% 52,49% 25,47% 26,32% 41,52% 16,78% 34,80% 55,00% 28,21% 46,95% 42,08% 35,88% 38,59% 0,48 -0,60 -1,36 -0,05 1,44 -0,34 0,92 0,50 -0,18 0,26 -0,63 1,45 0,08 Nicht zuzuordnen waren 279 (2006) und 218 (2007) nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige. Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg Jugendamt Reinickendorf Anlage 28 (zu Seite 45) Bericht 2007 Entwicklung der Arbeitslosen unter 25 Jahren (nach SGB II und SGB III) in den Berliner Bezirken von 2006 zu 2007 (jeweils Dezember-Daten) Bezirk Arbeitslose unter 25 Jahre 2006 1 Veränderung 2006 zu 2007 absolut 3 2007 2 in Prozent 4 Mitte FrKr Pankow ChWi Spandau StZd TeSch Neukölln TrKö MaHe Lichtenberg Reinickendorf 4.087 2.345 3.016 1.566 1.170 1.128 1.902 3.541 1.136 3.350 2.842 1.767 3.489 2.440 2.361 1.051 1.374 853 1.428 2.885 891 2.914 2.134 1.659 -598 95 -655 -515 204 -275 -474 -656 -245 -436 -708 -108 -14,6% 4,1% -21,7% -32,9% 17,4% -24,4% -24,9% -18,5% -21,6% -13,0% -24,9% -6,1% Berlin 27.850 23.479 -4.371 -15,7% Quelle: Bundesagentur für Arbeit / Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Abgestimmter Datenpool Jugendamt Reinickendorf Anlage 29 ( zu Seite 48) Bericht 2007 Integrative Erziehungs- und Familienberatung des Jugendamtes Abgeschlossene Beratungsfälle auf 1.000 Einwohner unter 27 Jahren im Bezirks- und Jahresvergleich 2006 mit 2007 2006 2007 Anzahl Einwohner Beratungen Anzahl Einwohner Beratungen Beratungen unter 27 auf 1.000 Beratungen unter 27 auf 1.000 Jahren am Einwohner Jahren am Einwohner 31.12.2006 der 31.12.2007 der Zielgruppe Zielgruppe Mitte Friedrichshain / Kreuzberg Pankow Charlottenburg / Wilmersdorf Spandau Steglitz / Zehlendorf Tempelhof / Schöneberg Neukölln Treptow / Köpenick Marzahn / Hellersdorf Lichtenberg Reinickendorf 1.124 939 1.097 579 330 1.012 557 791 550 946 677 520 95.061 79.247 92.112 67.863 57.999 69.197 80.980 87.160 57.907 75.422 70.423 62.424 11,8 11,8 11,9 8,5 5,7 14,6 6,9 9,1 9,5 12,5 9,6 8,3 1.102 943 1.062 765 330 1.066 637 860 482 928 623 702 95.192 78.662 92.089 67.789 57.598 69.125 80.255 86.758 57.251 72.958 69.236 61.977 11,6 12,0 11,5 11,3 5,7 15,4 7,9 9,9 8,4 12,7 9,0 11,3 Jugendamt Reinickendorf Anlage 30 (zu Seite 49) Bericht 2007 Anzahl der Kinder, die 2007 in einer Kindertagesstätte im Land Berlin betreut wurden auf 1.000 Einwohner bis einschließlich 6 Jahren im Bezirksvergleich Datenbasis: Anzahl der Betreuungsverträge aus ISBJ-Kita vom 08.09.2008 (ohne Horte). Gezählt für den jeweiligen Bezirk wurden alle dort wohnhaften Kinder, die entweder in diesem oder in einem anderen Bezirk in einer Kindertagesstätte betreut worden sind. Mit Bezug auf die entsprechende Zielgruppe ergibt sich die Kita-Betreuungsdichte im Bezirksvergleich. Ca. 2 Prozent (2.213) der betreuten Kinder sind in ISBJ-Kita keinem Wohnortbezirk zugeordnet. Einwohner bis einschließlich 6 Jahre am 31.12.2007 Mitte Friedrichshain / Kreuzberg Pankow Charlottenburg / Wilmersdorf Spandau Steglitz / Zehlendorf Tempelhof / Schö-neberg Neukölln Treptow / Köpenick Marzahn / Hellersdorf Lichten-berg Reinickendorf Berlin Anzahl Kinder in Kitabetreuung Betreuungsdichte 21.762 17.287 23.504 15.222 12.275 15.842 18.115 19.211 12.646 13.731 13.831 13.363 196.789 10.791 9.167 13.894 7.382 6.281 8.480 9.400 9.684 7.676 7.834 8.060 6.924 105.573 495,9 530,3 591,1 485,0 511,7 535,3 518,9 504,1 607,0 570,5 582,7 518,1 536,5 Jugendamt Reinickendorf Anlage 31 (zu Seite 49) Kita-Verträge im berlinweiten Vergleich Wohnort des Kindes Mitte ISBJ-Kita Liste des Bezirkes: Mitte Fhn.-Krzbg. Pankow Chbg.-Wdrf. Spandau Stgl.-Zhldf. Tphf.-Schbg. Neukölln Trept.-Köp. Marz.-Hdf. Lichtenberg Reinickendf. Summe: Bez.Nr. 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 Verträge im Bezirk 31 Fhn.-Krzbg. 32 Pankow 33 Chbg.-Wdrf. 34 Spandau 35 Stgl.-Zhldf. 36 Tphf.-Schbg. 37 Neukölln 38 Trept.-Köp. 39 Marz.-Hdf. 40 Lichtenberg 41 Bericht 2007 Datenbasis: ISBJ-Kita Abfrage vom 08.09.2008 Reinickendf. 42 unbekannt 10.987 9.366 14.336 7.491 6.412 8.676 9.516 9.749 7.926 8.053 8.254 7.020 107.786 10.717 18 27 5 0 7 3 3 3 0 4 10.791 8 9.110 16 0 8 8 8 0 5 9.167 15 19 13.815 0 0 0 0 4 5 8 18 5 13.894 8 7 3 7.329 3 9 16 5 0 7.382 0 0 0 4 6.264 0 0 0 0 0 0 0 6.281 8 9 27 0 8.376 44 0 8 0 0 8.480 4 24 0 11 0 20 9.326 11 0 9.400 5 35 3 3 4 15 9.600 16 3 9.684 6 0 0 0 4 11 7.632 8 10 0 7.676 3 5 3 0 0 12 7.802 7 7.834 4 19 14 13 16 7.994 8.060 13 5 6 3 4 3 0 0 0 5 6.881 6.924 200 108 445 107 137 255 93 100 225 210 212 121 2.213 ausgewertete Bezirkstabelle an den Bezirk angrenzende Bezirke Achtung! Hier werden alle Verträge, die in Berlin geschlossen worden sind, ausgewertet, unabhängig davon, wo das Kind betreut wurde. Der Fokus lag auf allen betreuten Kindern der jeweiligen Bezirke. Aus datenschutzrechtlichen Erwägungen wurden alle Werte unter 3 auf 0 gesetzt. Jugendamt Reinickendorf Anlage 32 (zu Seite 50) Bericht 2007 Fallzahlen - Beratung, Unterstützung und Kinderschutz gewährleistende Sozialarbeit Einwohner von 0 bis unter 18 Jahren am 31.12.07 Mitte Friedrichshain / Kreuzberg Pankow Charlottenburg / Wilmersdorf Spandau Steglitz / Zehlendorf Tempelhof / Schöneberg Neukölln Treptow / Köpenick Marzahn / Hellersdorf Lichtenberg Reinickendorf Berlin Anzahl der Neufälle auf Einwohner Neufälle in 1.000 der von 0 bis 2007 Zielgruppe unter 18 2007 Jahren am 31.12.06 Anzahl der Neufälle auf Neufälle in 1.000 der 2006 Zielgruppe 2006 50.195 38.475 49.253 38.651 35.065 43.334 47.977 50.661 30.844 34.986 31.787 38.613 489.841 3.066 1.920 2.225 3.621 1.693 1.928 2.188 2.348 2.329 2.538 2.869 1.800 28.525 61,1 49,9 45,2 93,7 48,3 44,5 45,6 46,3 75,5 72,5 90,3 46,6 58,2 50.337 38.724 48.773 38.738 35.539 43.317 48.529 51.522 31.480 36.966 32.578 39.090 495.593 3.433 1.769 2.131 3.489 1.909 1.904 1.895 2.438 1.907 2.940 3.699 1.829 29.343 68,2 45,7 43,7 90,1 53,7 44,0 39,0 47,3 60,6 79,5 113,5 46,8 59,2 Jugendamt Reinickendorf Anlage 33 (zu Seite 50) Bericht 2007 Fallzahlen - Inobhutnahme Einwohner Fallzahlen Anteil auf von 0 bis Durch1.000 der unter 18 schnitt 2007 Zielgruppe Jahren am 2007 31.12.07 Mitte Friedrichshain / Kreuzberg Pankow Charlottenburg / Wilmersdorf Spandau Steglitz / Zehlendorf Tempelhof / Schöneberg Neukölln Treptow / Köpenick Marzahn / Hellersdorf Lichtenberg Reinickendorf Berlin Einwohner Fallzahlen Anteil auf von 0 bis Durch1.000 der unter 18 schnitt 2006 Zielgruppe Jahren am 2006 31.12.06 50.195 38.475 49.253 38.651 35.065 43.334 47.977 50.661 30.844 34.986 31.787 38.613 489.841 25,67 11,08 14,92 2,42 5,58 2,42 16,83 7,75 24,92 8,42 3,92 19,67 143,58 0,51 0,29 0,30 0,06 0,16 0,06 0,35 0,15 0,81 0,24 0,12 0,51 0,29 50.337 38.724 48.773 38.738 35.539 43.317 48.529 51.522 31.480 36.966 32.578 39.090 495.593 19,17 6,75 8,92 5,50 7,50 3,33 22,83 11,17 17,83 8,92 8,08 17,83 137,83 0,38 0,17 0,18 0,14 0,21 0,08 0,47 0,22 0,57 0,24 0,25 0,46 0,28 Jugendamt Reinickendorf Anlage 34 (zu Seite 51) Bericht 2007 Fallzahlen - Mitwirkung in vormundschafts- und familiengerichtlichen Verfahren Einwohner von 0 bis unter 18 Jahren am 31.12.07 Mitte Friedrichshain / Kreuzberg Pankow Charlottenburg / Wilmersdorf Spandau Steglitz / Zehlendorf Tempelhof / Schöneberg Neukölln Treptow / Köpenick Marzahn / Hellersdorf Lichtenberg Reinickendorf Berlin Anzahl der StellungEinwohner Stellung- nahmen auf von 0 bis 1.000 der nahmen unter 18 Zielgruppe Jahren am 2007 2007 31.12.06 Anzahl der StellungStellung- nahmen auf nahmen 1.000 der 2006 Zielgruppe 2006 50.195 38.475 49.253 38.651 35.065 43.334 47.977 50.661 30.844 34.986 31.787 38.613 489.841 1.097 1.133 932 799 991 805 1.098 1.089 495 727 583 926 10.675 21,9 29,4 18,9 20,7 28,3 18,6 22,9 21,5 16,0 20,8 18,3 24,0 21,8 50.337 38.724 48.773 38.738 35.539 43.317 48.529 51.522 31.480 36.966 32.578 39.090 495.593 1.779 935 839 810 964 830 979 978 719 534 708 854 10.929 35,3 24,1 17,2 20,9 27,1 19,2 20,2 19,0 22,8 14,4 21,7 21,8 22,1 Jugendamt Reinickendorf Anlage 35 (zu Seite 52) Bericht 2007 Fallzahlen - VT-JGG-Leistungen Einwohner von 14 bis unter 21 Jahren am 31.12.07 Mitte Friedrichshain / Kreuzberg Pankow Charlottenburg / Wilmersdorf Spandau Steglitz / Zehlendorf Tempelhof / Schöneberg Neukölln Treptow / Köpenick Marzahn / Hellersdorf Lichtenberg Reinickendorf Berlin Fallzahlen 2007 Fälle auf 1.000 der Zielgruppe 2007 Einwohner von 14 bis unter 21 Jahren am 31.12.06 Fallzahlen 2006 Fälle auf 1.000 der Zielgruppe 2006 21.610 15.346 20.003 16.350 16.339 18.160 20.801 22.490 15.489 22.584 17.948 17.656 224.776 3.094 2.120 2.777 1.649 1.523 1.299 2.148 2.433 1.229 2.686 2.268 1.503 24.729 143,2 138,1 138,8 100,9 93,2 71,5 103,3 108,2 79,3 118,9 126,4 85,1 110,0 21.969 15.776 21.395 16.403 16.695 18.260 21.080 22.703 16.797 25.472 19.873 18.151 234.574 2190 1718 2481 1483 1393 1059 1492 2438 893 2654 1995 1448 21244 99,7 108,9 116,0 90,4 83,4 58,0 70,8 107,4 53,2 104,2 100,4 79,8 90,6 Jugendamt Reinickendorf Anlage 36 (zu Seite 52) Bericht 2007 Gesamtfallzahlen HzE inklusive Inobhutnahme DURCHSCHNITT Einwohner Fallzahlen Fälle auf von 0 bis Durch1.000 der unter 18 schnitt 2007 Zielgruppe Jahren am 2007 31.12.07 Mitte Friedrichshain / Kreuzberg Pankow Charlottenburg / Wilmersdorf Spandau Steglitz / Zehlendorf Tempelhof / Schöneberg Neukölln Treptow / Köpenick Marzahn / Hellersdorf Lichtenberg Reinickendorf Berlin Einwohner Fallzahlen Fälle auf von 0 bis Durch1.000 der unter 18 schnitt 2006 Zielgruppe Jahren am 2006 31.12.06 50.195 38.475 49.253 38.651 35.065 43.334 47.977 50.661 30.844 34.986 31.787 38.613 489.841 1.590 1.619 1.577 1.103 1.042 890 1.377 1.860 963 1.696 1.211 1.315 16.243 31,7 42,1 32,0 28,5 29,7 20,5 28,7 36,7 31,2 48,5 38,1 34,0 33,2 50.337 38.724 48.773 38.738 35.539 43.317 48.529 51.522 31.480 36.966 32.578 39.090 495.593 1.585 1.594 1.478 1.066 970 824 1.285 1.756 893 1.670 1.204 1.175 15.499 31,5 41,2 30,3 27,5 27,3 19,0 26,5 34,1 28,4 45,2 37,0 30,0 31,3 Jugendamt Reinickendorf Anlage 37 (zu Seite 53) Bericht 2007 Fallzahlen HzE nach Hilfeartengruppen DURCHSCHNITT Ambulante Hilfen (Therapien, Soz. Gruppenarb., Erz.beistand, Fam.hilfe) Einwohner Fallzahlen Fälle auf von 0 bis Durch1.000 der unter 18 schnitt 2007 Zielgruppe Jahren am 2007 31.12.07 Mitte Friedrichshain / Kreuzberg Pankow Charlottenburg / Wilmersdorf Spandau Steglitz / Zehlendorf Tempelhof / Schöneberg Neukölln Treptow / Köpenick Marzahn / Hellersdorf Lichtenberg Reinickendorf Berlin Einwohner Fallzahlen Fälle auf von 0 bis Durch1.000 der unter 18 schnitt 2006 Zielgruppe Jahren am 2006 31.12.06 50.195 38.475 49.253 38.651 35.065 43.334 47.977 50.661 30.844 34.986 31.787 38.613 489.841 753,50 875,33 684,33 548,92 429,50 338,83 579,08 818,67 335,75 626,67 495,00 640,08 7.125,67 15,0 22,8 13,9 14,2 12,2 7,8 12,1 16,2 10,9 17,9 15,6 16,6 14,5 50.337 38.724 48.773 38.738 35.539 43.317 48.529 51.522 31.480 36.966 32.578 39.090 495.593 741,17 883,83 649,50 514,83 358,58 305,42 494,92 683,42 276,67 646,58 446,58 569,08 6.570,58 14,7 22,8 13,3 13,3 10,1 7,1 10,2 13,3 8,8 17,5 13,7 14,6 13,3 Jugendamt Reinickendorf Anlage 38 (zu Seite 53) Bericht 2007 Fallzahlen HzE nach Hilfeartengruppen DURCHSCHNITT Stationäre Hilfen (Heim, sonst. betreute Wohnform, ISE-stationär) Einwohner Fallzahlen Fälle auf von 0 bis Durch1.000 der unter 18 schnitt 2007 Zielgruppe Jahren am 2007 31.12.07 Mitte Friedrichshain / Kreuzberg Pankow Charlottenburg / Wilmersdorf Spandau Steglitz / Zehlendorf Tempelhof / Schöneberg Neukölln Treptow / Köpenick Marzahn / Hellersdorf Lichtenberg Reinickendorf Berlin Einwohner Fallzahlen Fälle auf von 0 bis Durch1.000 der unter 18 schnitt 2006 Zielgruppe Jahren am 2006 31.12.06 50.195 38.475 49.253 38.651 35.065 43.334 47.977 50.661 30.844 34.986 31.787 38.613 489.841 494 441 599 351 349 309 452 665 364 679 494 413 5.611 9,8 11,5 12,2 9,1 10,0 7,1 9,4 13,1 11,8 19,4 15,5 10,7 11,5 50.337 38.724 48.773 38.738 35.539 43.317 48.529 51.522 31.480 36.966 32.578 39.090 495.593 509 423 557 343 348 289 452 636 349 631 540 349 5.426 10,1 10,9 11,4 8,8 9,8 6,7 9,3 12,3 11,1 17,1 16,6 8,9 10,9 1 Jugendamt Reinickendorf Anlage 38 (zu Seite 53) Bericht 2007 Fallzahlen HzE nach Hilfeartengruppen DURCHSCHNITT Vollzeitpflege Einwohner Fallzahlen Fälle auf von 0 bis Durch1.000 der unter 18 schnitt 2007 Zielgruppe Jahren am 2007 31.12.07 Mitte Friedrichshain / Kreuzberg Pankow Charlottenburg / Wilmersdorf Spandau Steglitz / Zehlendorf Tempelhof / Schöneberg Neukölln Treptow / Köpenick Marzahn / Hellersdorf Lichtenberg Reinickendorf Berlin Einwohner Fallzahlen Fälle auf von 0 bis Durch1.000 der unter 18 schnitt 2006 Zielgruppe Jahren am 2006 31.12.06 50.195 38.475 49.253 38.651 35.065 43.334 47.977 50.661 30.844 34.986 31.787 38.613 489.841 252 196 220 155 235 190 221 345 198 285 198 189 2.684 5,03 5,09 4,47 4,01 6,71 4,37 4,61 6,81 6,41 8,16 6,22 4,90 5,48 50.337 38.724 48.773 38.738 35.539 43.317 48.529 51.522 31.480 36.966 32.578 39.090 495.593 245 190 210 160 229 178 227 392 211 287 183 198 2.710 4,86 4,91 4,31 4,13 6,43 4,10 4,68 7,60 6,71 7,76 5,62 5,07 5,47 2 Jugendamt Reinickendorf Anlage 39 (zu Seite 54) Bericht 2007 Gesamttransfers HzE inklusive Inobhutnahme Einwohner von 0 bis unter 18 Jahren am 31.12.07 Transferkosten 2007 Transferkosten pro Kopf der Zielgruppe 2007 650,6 745,2 666,1 538,7 643,5 411,0 591,6 799,9 672,9 987,0 836,6 669,7 677,7 Einwohner von 0 bis unter 18 Jahren am 31.12.06 Transferkosten 2006 Transferkosten pro Kopf der Zielgruppe 2006 650,1 718,3 667,4 500,3 634,3 396,7 554,3 730,4 602,5 873,9 862,7 585,8 643,7 Mitte Friedrichshain / Kreuzberg Pankow Charlottenburg / Wilmersdorf Spandau Steglitz / Zehlendorf Tempelhof / Schöneberg Neukölln Treptow / Köpenick Marzahn / Hellersdorf Lichtenberg Reinickendorf Berlin 50.195 38.475 49.253 38.651 35.065 43.334 47.977 50.661 30.844 34.986 31.787 38.613 489.841 32.655.845 28.673.436 32.808.346 20.822.428 22.565.812 17.808.445 28.384.403 40.523.150 20.755.180 34.532.830 26.594.304 25.858.538 331.982.717 50.337 38.724 48.773 38.738 35.539 43.317 48.529 51.522 31.480 36.966 32.578 39.090 495.593 32.722.888 27.814.882 32.552.300 19.381.808 22.542.005 17.185.865 26.898.811 37.631.850 18.965.947 32.303.547 28.103.435 22.897.814 319.001.153 Jugendamt Reinickendorf Anlage 40 und 41 (zu Seite 55) Fallzahlen - Jugendberufshilfe Einwohner von 0 bis unter 18 Jahren am 31.12.07 Mitte Friedrichshain / Kreuzberg Pankow Charlottenburg / Wilmersdorf Spandau Steglitz / Zehlendorf Tempelhof / Schöneberg Neukölln Treptow / Köpenick Marzahn / Hellersdorf Lichtenberg Reinickendorf Berlin Bericht 2007 Fallzahlen Durch-schnitt 2007 Anteil auf 1.000 der Zielgruppe 2007 Einwohner von 0 bis unter 18 Jahren am 31.12.06 Fallzahlen Durch-schnitt 2006 Anteil auf 1.000 der Zielgruppe 2006 50.195 38.475 49.253 38.651 35.065 43.334 47.977 50.661 30.844 34.986 31.787 38.613 489.841 174 260 147 11 81 28 19 60 21 218 185 106 1.309 3,47 6,76 2,98 0,27 2,31 0,65 0,40 1,19 0,68 6,22 5,83 2,73 2,67 50.337 38.724 48.773 38.738 35.539 43.317 48.529 51.522 31.480 36.966 32.578 39.090 495.593 199 209 145 10 89 25 34 120 17 178 124 103 1.252 3,96 5,39 2,96 0,25 2,50 0,58 0,70 2,33 0,53 4,83 3,80 2,63 2,53 Transferkosten - Jugendberufshilfe Einwohner von 0 bis unter 18 Jahren am 31.12.07 Mitte Friedrichshain / Kreuzberg Pankow Charlottenburg / Wilmersdorf Spandau Steglitz / Zehlendorf Tempelhof / Schöneberg Neukölln Treptow / Köpenick Marzahn / Hellersdorf Lichtenberg Reinickendorf Berlin Transferkosten 2007 Transferkosten pro Kopf der Zielgruppe 2007 Einwohner von 0 bis unter 18 Jahren am 31.12.06 Transferkosten 2006 Transferkosten pro Kopf der Zielgruppe 2006 50.195 38.475 49.253 38.651 35.065 43.334 47.977 50.661 30.844 34.986 31.787 38.613 489.841 2.118.148 1.686.295 1.668.830 217.851 625.897 255.236 366.528 1.322.116 318.876 2.127.387 1.113.392 1.070.179 12.890.735 42,2 43,8 33,9 5,6 17,8 5,9 7,6 26,1 10,3 60,8 35,0 27,7 26,3 50.337 38.724 48.773 38.738 35.539 43.317 48.529 51.522 31.480 36.966 32.578 39.090 495.593 2.096.178 2.231.088 1.901.095 215.860 671.002 225.582 654.425 1.268.868 294.406 1.774.724 882.619 956.955 13.172.804 41,6 57,6 39,0 5,6 18,9 5,2 13,5 24,6 9,4 48,0 27,1 24,5 26,6 Jugendamt Reinickendorf Anlagen 42 (zu Seite 56) Bericht 2007 Fallzahlen - Eltern-Kind-Unterbringung Einwohner Fallzahlen Fälle auf von 0 bis Durchschnit 1.000 der unter 18 t 2007 Zielgruppe Jahren am 2007 31.12.07 Mitte Friedrichshain / Kreuzberg Pankow Charlottenburg / Wilmersdorf Spandau Steglitz / Zehlendorf Tempelhof / Schöneberg Neukölln Treptow / Köpenick Marzahn / Hellersdorf Lichtenberg Reinickendorf Berlin Einwohner Fallzahlen Fälle auf von 0 bis Durchschnit 1.000 der unter 18 t 2006 Zielgruppe Jahren am 2006 31.12.06 50.195 38.475 49.253 38.651 35.065 43.334 47.977 50.661 30.844 34.986 31.787 38.613 489.841 23,5 23,5 22,5 15,7 20,1 9,2 26,4 36,0 16,7 25,7 21,4 15,2 255,8 0,47 0,61 0,46 0,41 0,57 0,21 0,55 0,71 0,54 0,73 0,67 0,39 0,52 50.337 38.724 48.773 38.738 35.539 43.317 48.529 51.522 31.480 36.966 32.578 39.090 495.593 25,5 23,4 21,0 11,9 17,4 12,6 20,0 30,2 10,1 26,9 20,3 17,7 237,0 0,51 0,60 0,43 0,31 0,49 0,29 0,41 0,59 0,32 0,73 0,62 0,45 0,48 Jugendamt Reinickendorf Anlagen 43 (zu Seite 56) Bericht 2007 Fallzahlen - Begleiteter Umgang Einwohner Fallzahlen Fälle auf von 0 bis Durchschnit 1.000 der unter 18 t 2007 Zielgruppe Jahren am 2007 31.12.07 Mitte Friedrichshain / Kreuzberg Pankow Charlottenburg / Wilmersdorf Spandau Steglitz / Zehlendorf Tempelhof / Schöneberg Neukölln Treptow / Köpenick Marzahn / Hellersdorf Lichtenberg Reinickendorf Berlin Einwohner Fallzahlen Fälle auf von 0 bis Durchschnit 1.000 der unter 18 t 2006 Zielgruppe Jahren am 2006 31.12.06 50.195 38.475 49.253 38.651 35.065 43.334 47.977 50.661 30.844 34.986 31.787 38.613 489.841 29,7 20,7 27,3 25,2 16,8 3,8 22,2 19,7 1,8 2,5 16,7 37,3 223,4 0,59 0,54 0,55 0,65 0,48 0,09 0,46 0,39 0,06 0,07 0,52 0,97 0,46 50.337 38.724 48.773 38.738 35.539 43.317 48.529 51.522 31.480 36.966 32.578 39.090 495.593 7,3 11,8 20,1 20,2 13,9 3,4 22,7 18,8 1,8 1,1 2,8 27,3 151,2 0,15 0,31 0,41 0,52 0,39 0,08 0,47 0,37 0,06 0,03 0,09 0,70 0,31 Jugendamt Reinickendorf Anlagen 44 und 45 (zu Seiten 57 und 58) Unterhaltsvorschuss und Elterngeld 2007 Einwohner von 0 bis unter 12 Jahren am 31.12.07 Anzahl der aktiven Daueraufträge Unterhaltsvorschuss 2007 Jahresdurchschnitt 2007 Auf 1.000 Einwohner der Zielgruppe 2007 Anzahl der leistungsempfangenden Personen Elterngeld 12 / 2007 Bericht 2007 Unterhaltsvorschuss 2006 Einwohner von 0 bis unter 12 Jahren am 31.12.06 Anzahl der aktiven Daueraufträge Unterhaltsvorschuss 2006 Jahresdurchschnitt 2006 Auf 1.000 Einwohner der Zielgruppe 2006 2007 Mitte Friedrichshain / Kreuzberg Pankow Charlottenburg / Wilmersdorf Spandau Steglitz / Zehlendorf Tempelhof / Schöneberg Neukölln Treptow / Köpenick Marzahn / Hellersdorf Lichtenberg Reinickendorf Berlin 2006 Mitte Friedrichshain / Kreuzberg Pankow Charlottenburg / Wilmersdorf Spandau Steglitz / Zehlendorf Tempelhof / Schöneberg Neukölln Treptow / Köpenick Marzahn / Hellersdorf Lichtenberg Reinickendorf Berlin 34.805 27.473 36.046 25.935 22.127 28.424 31.517 33.095 20.924 22.348 21.617 24.408 328.719 36.438 30.972 34.216 22.372 28.243 16.612 29.861 41.984 26.534 43.538 37.328 30.293 378.391 3.037 2.581 2.851 1.864 2.354 1.384 2.488 3.499 2.211 3.628 3.111 2.524 31.533 87,24 93,95 79,10 71,88 106,37 48,70 78,95 105,72 105,68 162,35 143,90 103,43 95,93 3.075 2.397 3.398 1.567 1.463 1.567 2.150 1.559 1.511 1.435 1.171 1.746 23.039 34.357 27.126 34.409 25.903 22.251 28.250 31.605 33.384 20.358 21.685 20.915 24.538 324.781 35.517 30.921 35.422 23.702 28.882 16.505 29.095 43.232 24.681 41.836 36.147 30.688 376.628 2.960 2.577 2.952 1.975 2.407 1.375 2.425 3.603 2.057 3.486 3.012 2.557 31.386 86,15 94,99 85,79 76,25 108,17 48,69 76,72 107,92 101,03 160,77 144,02 104,22 96,64 Jugendamt Reinickendorf Anlage 46 (zu den Seiten 58 bis 61) Beistandschaften und Unterhaltsberatungen / Sorgeerklärungen auf 1.000 Einwohner von 0 bis unter 18 Jahren 2007 Einwohner von 0 bis unter 18 Jahren am 31.12.07 Anzahl der geführten Beistandschaften 2007 Jahresdurchschnitt 2007 Auf 1.000 Einwohner der Zielgruppe 2007 Unterhaltsberatungen und Sorgeerklärungen 2007 Auf 1.000 Einwohner der Zielgruppe 2007 Bericht 2007 Beistandschaften und Unterhaltsberatungen / Sorgeerklärungen auf 1.000 Einwohner von 0 bis unter 18 Jahren 2006 Einwohner von 0 bis unter 18 Jahren am 31.12.06 Anzahl der geführten Beistandschaften 2006 Jahresdurchschnitt 2006 Auf 1.000 Einwohner der Zielgruppe 2006 Unterhaltsberatungen und Sorgeerklärungen 2006 Auf 1.000 Einwohner der Zielgruppe 2006 2007 Mitte Friedrichshain / Kreuzberg Pankow Charlottenburg / Wilmersdorf Spandau Steglitz / Zehlendorf Tempelhof / Schöneberg Neukölln Treptow / Köpenick Marzahn / Hellersdorf Lichtenberg Reinickendorf Berlin 2006 Mitte Friedrichshain / Kreuzberg Pankow Charlottenburg / Wilmersdorf Spandau Steglitz / Zehlendorf Tempelhof / Schöneberg Neukölln Treptow / Köpenick Marzahn / Hellersdorf Lichtenberg Reinickendorf Berlin 50.195 38.475 49.253 38.651 35.065 43.334 47.977 50.661 30.844 34.986 31.787 38.613 489.841 57.405 47.805 87.082 38.151 41.671 39.244 58.482 57.674 51.975 88.076 71.424 55.096 694.085 4.784 3.984 7.257 3.179 3.473 3.270 4.874 4.806 4.331 7.340 5.952 4.591 57.840 95,30 103,54 147,34 82,26 99,03 75,47 101,58 94,87 140,42 209,79 187,25 118,91 118,08 3.346 2.714 3.221 1.989 877 3.323 2.224 2.321 2.601 3.421 4.519 3.689 34.245 66,66 70,54 65,40 51,46 25,01 76,68 46,36 45,81 84,33 97,78 142,17 95,54 69,91 50.337 38.724 48.773 38.738 35.539 43.317 48.529 51.522 31.480 36.966 32.578 39.090 495.593 55.887 49.202 90.039 39.455 43.492 40.468 61.581 62.056 54.676 92.235 71.638 57.566 718.295 4.657 4.100 7.503 3.288 3.624 3.372 5.132 5.171 4.556 7.686 5.970 4.797 59.858 92,52 105,88 153,84 84,88 101,98 77,85 105,75 100,37 144,74 207,93 183,25 122,72 120,78 3.476 3.587 2.998 2.210 944 3.132 2.426 2.270 2.136 3.349 5.260 3.845 35.633 69,05 92,63 61,47 57,05 26,56 72,30 49,99 44,06 67,85 90,60 161,46 98,36 71,90 Herausgeber: Bezirksamt Reinickendorf Abt. Jugend und Familie JugFam FT 1.0 Eichborndamm 215-239 13437 Berlin eMail: Fachteam-Jug@ba-rdf.verwalt-berlin.de
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