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[2003-2006]

Full text: [2003-2006]

Die besten Geschichten

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Lokales Kapital für soziale Zwecke (LOS) in Berlin-Neukölln

Ein Programm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und des Europäischen Sozialfonds

Gefördert vom:

Bezirksamt Neukölln von Berlin

Inhaltsverzeichnis

Grußworte Heinz Buschkowsky, Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln .................................................................................................................... 5 Dr. Sven-Olaf Obst, Referatsleiter im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ......................................................... 6 Franziska Süllke, Europabeauftragte und Lokale Koordinierungsstelle LOS von Berlin-Neukölln ................................................................. 7

Viele kleine Leute, in vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern.
Spruchweisheit der Mandika, Afrika

Teil 1: 1. 2. 3.

Einführung ....................................................................................................................................................................................... 8 Das Programm LOS - Lokales Kapital für soziale Zwecke ............................................................................................................... 8 Die Förderschwerpunkte von LOS ................................................................................................................................................... 9 LOS in Berlin-Neukölln.................................................................................................................................................................... 10

Teil 2: 1.

Beispiele der guten Praxis in Neukölln ..................................................................................................................................... 15 Die High-Deck-Siedlung im Profil................................................................................................................................................... 15 Beispiel 1: Analphabeten erkunden Möglichkeiten für Arbeit und Beratung............................................................................ 16 Beispiel 2: Fit am PC mit 40 Plus ....................................................................................................................................................17 Beispiel 3: The Corner Digital Artists............................................................................................................................................. 18

2.

Der Reuterplatz im Profil ................................................................................................................................................................ 19 Beispiel 1: Pallotti-Mobil "Bedürftige helfen Bedürftigen" .......................................................................................................... 20 Beispiel 2: Kreatives Netzwerk "Künstlertreff Reuterkiez" ........................................................................................................... 21 Beispiel 3: Neuköllner Schüler/innen gehen zur Arbeit...? Ein Videomagazin mit Berufsbildern ............................................ 22

3.

Das Rollbergviertel im Profil ........................................................................................................................................................... 23 Beispiel 1: Coaching für junge Migrantinnen im Madonna Mädchentreff ............................................................................... 24 Beispiel 2: Was guckst du? - Emotionales Theater und soziales Lernen .................................................................................... 25 Beispiel 3: Gemeinnützige Wege aus der Arbeitslosigkeit im Gemeinschaftshaus Morusstraße 14....................................... 26

4.

Die Schillerpromenade im Profil .................................................................................................................................................... 27 Beispiel 1: Maßnahmen zur beruflichen Eingliederung für junge türkischsprachige Mütter ................................................. 28 Beispiel 2: Schuldistanziertenarbeit an der Kurt-Löwenstein-Oberschule ................................................................................. 29 Beispiel 3: Mediennutzung und Infopool für beruflich benachteiligte behinderte Frauen und Lesben ................................ 30

Teil 3: 1. 2. 3.

Infoteil ............................................................................................................................................................................................ 31 Überblick der geförderten LOS-Mikroprojekte 2003 - 2006 ......................................................................................................... 31 Kontaktdaten der geförderten Akteure 2003 - 2006 .................................................................................................................... 41 LOS per Mausklick........................................................................................................................................................................... 45

Nachwort und Ausblick.................................................................................................................................................................................... 46 Impressum........................................................................................................................................................................................................ 47

Grußworte

Grußwort des Bezirksbürgermeisters von Berlin-Neukölln
Liebe Neuköllnerinnen und Neuköllner, liebe interessierte Leserinnen und Leser, LOS - Lokales Kapital für soziale Zwecke in Berlin-Neukölln - das sind über 1,2 Millionen Euro Fördergelder von der Europäischen Union, 118 Projekte, 52 Projektträger und fast 4.000 Projektteilnehmer seit dem Jahr 2003. LOS ist ein Programm, das in kleinen Projekten den Menschen vor Ort zu Gute kommt und genau an den schwierigsten Problemen, die besonders der Norden von Neukölln hat, ansetzt. Die Arbeitsmarktlage im Bezirk weist alarmierende Zahlen auf. Inzwischen beziehen rund 100.000 Menschen in Neukölln Transferleistungen. Vielfach sind mangelnde Bildung und Ausbildung oder schlechte Sprachkenntnisse die Gründe. Mit dem LOS-Programm soll die Beschäftigung von Menschen gefördert werden, die am Arbeitsmarkt benachteiligt sind, sollen die Chancen derer erhöht werden, die kaum einen Zugang zum Arbeitsmarkt haben. Insbesondere die Förderung der Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen und die Förderung von Toleranz und Demokratie durch das LOS-Programm sind Themen, die mich auch in meiner täglichen Arbeit besonders begleiten. Mit Unterstützung des LOS-Programms haben sich viele kleinere, oft auch ehrenamtliche Initiativen für die Beschäftigungsförderung und die berufliche Eingliederung, vor allem junger Menschen und Frauen, eingesetzt. Ihnen sei an dieser Stelle herzlich gedankt. Der Erfolg des LOS-Programms wird sich in vielen Fällen erst viel später zeigen, wenn die Menschen, die durch LOS qualifiziert, beraten, betreut, aufgenommen und vermittelt wurden, sich besser in das Arbeitsleben integrieren können. Dass der Bezirk Neukölln mit seiner Umsetzung der LOS-Förderung richtig liegt, beweisen nicht nur die vielen zufriedenen Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Mikroprojekten, sondern auch, dass Neukölln im bundesweiten Vergleich von 286 LOS-Fördergebieten in die Bestenliste der Bundesbroschüre "21 x losgelegt" aufgenommen wurde. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine interessante Lektüre.

Heinz Buschkowsky Bezirksbürgermeister

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Grußworte

Grußworte

Grußwort des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Die berufliche und soziale Situation von Menschen in besonders benachteiligten Stadtteilen nachhaltig zu verbessern, ist erklärtes Ziel der Bundesregierung. Dies soll vor allem durch Schaffung von lokalen Netzwerken, Förderung des Unternehmergeistes und Aktivierung der Bewohnerinnen und Bewohner, die besondere Schwierigkeiten beim Zugang zum Arbeitsmarkt haben, erreicht werden. Dazu initiierte das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Jahr 2003 das Programm Lokales Kapital für Soziale Zwecke (LOS), finanziert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF). Klein- und Kleinstvorhaben, so genannte Mikroprojekte, können seitdem in bundesweit 286 Fördergebieten mit jeweils bis zu 10.000 Euro finanziell unterstützt werden. Wie kein anderes Programm, erfüllt LOS den lokalen Ansatz der Europäischen Beschäftigungsstrategie mit praktischem Leben. Denn diese Mikroprojekte werden auf der Grundlage eines Lokalen Aktionsplans, wie ihn die Europäischen Leitlinien seit 2000 vorsehen, in Gebieten mit besonderem Entwicklungsbedarf, hoher Arbeitslosigkeit und einem hohen Anteil von benachteiligten Zielgruppen umgesetzt. Die bei der Kommune angesiedelte Lokale Koordinierungsstelle kooperiert dabei mit den wichtigsten örtlichen Akteuren, bezieht die Zielgruppen und deren Vertreter/innen ein und wird von einem heterogen zusammengesetzten Begleitausschuss beraten. Dieser entscheidet auch über die Förderung der Mikroprojekte. Durch diese besondere Form der Zielgruppenbeteiligung tragen die Mikroprojekte erheblich zur Aktivierung und Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit der Menschen bei. Sie fördern die Integration, die Bekämpfung der Diskriminierung und die Arbeitsmarktbeteiligung von arbeitsmarktfernen Zielgruppen. Die Ergebnisse des Programms können sich sehen lassen. So konnten in den ersten zwei Förderperioden in den 286 Fördergebieten rund 5.500 Projektideen mit über 100.000 Teilnehmer/innen erfolgreich verwirklicht werden. Als Vertreter des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) bedanke ich mich für die engagierte Umsetzung von LOS in Berlin-Neukölln, die zeigt, dass sich mit Engagement und Tatkraft viel bewegen lässt. Ich bin gleichzeitig optimistisch, dass sich bis zum geplanten Auslaufen des aktuellen Programms Mitte 2007 noch viele wichtige Impulse durch LOS vermitteln lassen.

Grußwort der Europabeauftragten und Lokalen Koordinierungsstelle LOS von Berlin-Neukölln
Liebe Neuköllner Bürgerinnen und Bürger, liebe Freunde Neuköllns, "Die besten Geschichten sind lokal!" – unter diesem Motto soll Ihnen die vorliegende Broschüre einen Einblick in ein Förderprogramm der Europäischen Union geben, das seit 2003 in Neukölln eingesetzt wird, um auf neuen Wegen Arbeitslosigkeit und sozialer Ausgrenzung entgegen zu wirken. Das Programm Lokales Kapital für soziale Zwecke - kurz: LOS - ist ein Modellvorhaben des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, das zu 100 % aus dem Europäischen Sozialfonds finanziert wird. In den vier Neuköllner Quartiersmanagementgebieten High-Deck-Siedlung, Reuterplatz, Rollbergviertel und Schillerpromenade wurden und werden zwischen 2003 und 2006 insgesamt 118 innovative Mikroprojekte mit einer Gesamtfördersumme in Höhe von 1.220.000 Euro gefördert. Viele Vereine und lokale Akteure sind aktiv geworden, unzählige Stunden ehrenamtlicher Arbeit sind in den Projekten geleistet worden. Nach einer Studie der Senatsverwaltung für Soziales ist das freiwillige Engagement in Berlin im Bezirk Neukölln am größten. Beachtliche 40,2 % der Neuköllner Bürgerinnen und Bürger arbeiten ehrenamtlich, um die Lebensumstände in ihrem Wohnumfeld zu verbessern. Dieses positive Signal zeigt sich auch in der Umsetzung des LOS-Programms in Neukölln, bei dem die Bewohnerinnen und Bewohner über den Einsatz des Kapitals für soziale Zwecke in ihrem Kiez mitentscheiden können. Zwölf Beispiele der guten Praxis in Neukölln werden Ihnen in dieser Broschüre näher vorgestellt. Die ausgewählten Beispiele können natürlich nur einen kleinen Ausschnitt dessen zeigen, was in Neukölln angestoßen und geleistet wurde. Doch sie verdeutlichen die große Bandbreite der Aktivitäten, die sich vielfach zu einem dauerhaften Engagement entwickeln. Ebenso finden Sie eine Übersicht aller LOS-Projekte und Akteure der bisherigen drei Förderperioden. Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen und hoffe, Sie werden feststellen: Die besten Geschichten sind lokal!

Franziska Süllke Dr. Sven-Olaf Obst Referatsleiter für die Prävention von Kriminalität, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit Europabeauftragte und Lokale Koordinierungsstelle LOS Neukölln

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Teil 1: Einführung
1. Das Programm "Lokales Kapital für soziale Zwecke"
Das Programm Lokales Kapital für soziale Zwecke (LOS) ist ein Modellvorhaben des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und des Europäischen Sozialfonds. Durch LOS soll in bundesweit 286 Gebieten mit besonderem Entwicklungsbedarf die Beschäftigungsfähigkeit von Menschen, die am Arbeitsmarkt besonders benachteiligt sind, unterstützt und erhöht werden. Die Förderung in Höhe von insgesamt 75 Millionen Euro richtet sich ausschließlich an Personen in den Gebieten des Bund-Länder-Programms "Die Soziale Stadt", den so genannten Quartiersmanagementgebieten, bzw. in Gebieten der komplementären Programmplattform "Entwicklung und Chancen junger Menschen in sozialen Brennpunkten (E&C)". LOS unterstützt lokale, soziale und beschäftigungswirksame Initiativen, die in Mikroprojekten gemeinsam an der Lösung sozialer Probleme arbeiten und damit den sozialen Zusammenhalt, die Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen sowie Toleranz und Demokratie stärken wollen. Mit der Übertragung der bundesweiten Steuerung an die "Arbeitsgemeinschaft Regiestelle LOS" Anfang 2003 durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend begann die eigentliche Umsetzung des LOS-Programms. Die Regiestelle LOS besteht aus der Gesellschaft für soziale Unternehmensberatung (gsub) mbH und der Stiftung SPI (Sozialpädagogisches Institut Berlin - Walter May). Sie ist Ansprech- und Vertragspartnerin der am Programm teilnehmenden Städte und Gemeinden und koordiniert die korrekte Mittelverwendung.

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Teil 1: Einführung

2. Die Förderschwerpunkte von LOS
1. Berufliche Eingliederung
Unterstützung einzelner Aktionen zur Förderung der beruflichen Eingliederung. Dies können Qualifizierungsmaßnahmen oder Integrationsprojekte sein, aber auch spezielle Maßnahmen gegen den Schulabbruch benachteiligter Jugendlicher oder zur Förderung von Toleranz und Demokratie.

2. Netzwerke für Benachteiligte am Arbeitsmarkt
Unterstützung von Organisationen und Netzen, die sich für benachteiligte Menschen am Arbeitsmarkt einsetzen. Dazu gehören beispielsweise die Unterstützung von Aktivitäten lokaler Vereine, Maßnahmen zur Professionalisierung von Selbsthilfeorganisationen oder die betriebswirtschaftliche Weiterbildung für lokale Initiativen.

Der Ansatz: Lokal!
Das LOS-Programm verfolgt einen sozialräumlichen Ansatz. Der Grundgedanke besteht darin, für ein begrenztes Gebiet eine Struktur einzurichten und zu entwickeln, die eng mit den Personen zusammenarbeitet, die die Mikroprojekte verwirklichen wollen. Die lokalen Gruppierungen sollen aktiv in einem lokalen Netz mitwirken und in die Entscheidung über die Projektförderung einbezogen werden. Aus diesem Grund werden die Mikroprojekte nicht allein von der Politik oder der kommunalen Verwaltung ausgewählt, sondern von Vertreter(inne)n der relevanten Akteure und Zielgruppen, die in einem Begleitausschuss gemeinsam über die LOS-Mittelvergabe entscheiden. Die so genannte Lokale Koordinierungsstelle LOS einer Gebietskörperschaft ist gemeinsam mit dem lokalen Netzwerk für die Programmumsetzung auf lokaler Ebene zuständig.

3. Existenzgründungsförderung
Unterstützung bei der Existenzgründung und bei der Gründung von sozialen Betrieben. Dies umfasst zum Beispiel die Beratung bei der Existenzgründung, Existenzgründungshilfen für benachteiligte Personen in geringer Höhe oder Starthilfen für soziale Betriebe und Selbsthilfeeinrichtungen.

Die Methode: Lokales Kapital!
Die Mittel werden in Form von Globalzuschüssen in Höhe von maximal 100.000 EUR pro Fördergebiet vom Bundesministerium an die jeweilige Lokale Koordinierungsstelle LOS vergeben und von dieser verwaltet. Neben der Mittelvergabe auf der lokalen Ebene ist die Methode der Mikroprojektförderung das entscheidende Kennzeichen des LOSProgramms. Mikroprojekte können in einer Höhe von bis zu 10.000 EUR zu 100 % gefördert werden. Förderfähig sind Sach- und Personalausgaben. Über die Förderung vielfältiger Mikroprojekte kann gezielt und zeitnah den Bedürfnissen vor Ort entsprochen werden. Die Methode der Mikroprojektförderung gibt auch Akteuren Gelegenheit, Träger von Mikroprojekten zu werden, die im Rahmen der klassischen ESF Maßnahmen bisher keine Chance auf Förderung hatten. Sogar einzelne Bürgerinnen und Bürger können sich mit einer Projektidee bewerben. Die Vorzüge projektbezogener Mikroförderung auf einen Blick: 1. 2. 3. Die Förderung erfolgt gezielt und bedarfsorientiert. Die Förderung bezieht alle relevanten Akteure ein. Die Förderung regt vorhandene Selbsthilfepotenziale an.

Querschnittsziele
1. Beschäftigungswirksamkeit Die LOS-Projekte sollen zur Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit für am Arbeitsmarkt Benachteiligte beitragen. 2. Gleichstellung der Geschlechter Die Herstellung der Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen und der Abbau geschlechtsbezogener Diskriminierungen sind wesentliche Fördervoraussetzungen von LOS. 3. Toleranz und Demokratie Die Bekämpfung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz durch konkrete Maßnahmen ist Schwerpunkt der Programmumsetzung. Das zivile Engagement soll gestärkt und Toleranz und Demokratie gefördert werden.

Das Ziel: Für soziale Zwecke!
Ein wesentliches Ziel von LOS ist es, besonders benachteiligten Personen die Möglichkeit zur Eingliederung bzw. Wiedereingliederung in das Erwerbsleben zu geben. LOS richtet sich vorrangig an Menschen, die vom Ausschluss vom Arbeitsmarkt und in dessen Folge vom gesellschaftlichen Ausschluss bedroht oder betroffen sind. LOS hat das Ziel, die Bedingungen zur sozialen und beruflichen Integration in Sozialräumen mit besonderen Integrationsproblemen zu verbessern. Damit einher geht die Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit von am Arbeitsmarkt Benachteiligten. Durch die Mikroprojekte soll über die Förderung der Akteurinnen und Akteure sowie der Teilnehmerinnen und Teilnehmer hinaus eine Strukturveränderung im Gebiet erzielt werden, die auch nach dem Ende der LOS-Programmumsetzung weiter wirkt.

Die Zielgruppen von LOS
sozial benachteiligte Jugendliche behinderte Menschen Aussiedler/innen Migrant(inn)en Alleinerziehende Berufsrückkehrer/innen Ältere Arbeitnehmer/innen Langzeitarbeitslose Wohnungslose Suchtmittelabhängige Menschen Straffällige Menschen

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Teil 1: Einführung
3. LOS in Berlin-Neukölln
Die Ausgangslage in Berlin-Neukölln
Der Bezirk Neukölln von Berlin hat etwa 300.000 Einwohner, die aus über 160 verschiedenen Nationen kommen. Der Bevölkerungsanteil von Migrantinnen und Migranten liegt derzeit bei 21,8 %. Rund 100.000 Menschen im Bezirk sind auf staatliche Transferleistungen (Arbeitslosengeld I und II und Sozialhilfe) angewiesen, 55.000 davon sind auf Arbeitssuche. Der Bezirk Neukölln in Zahlen (Stand 02.02.2005, Quelle: Bezirksamt Neukölln) Fläche: Gesamt 303.199 Alter 4.494 ha Frauen 153.704 bis 18 18% Männer 149.495 18 bis 65 67% deutsch 237.130 65+ 15% nicht deutscher Herkunft 66.069 Arbeitssuchende 55.000 Transferleistungsempfänger 100.000 Die Bewohner/innen

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Reuterplatz

Teil 1: Einführung

3. LOS in Berlin-Neukölln
Die förderfähigen Gebiete in Neukölln

Der Senat von Berlin hat bereits 1999 in enger Abstimmung mit sieben besonders sozial benachteiligten Berliner Bezirken 15 genau begrenzte "Gebiete mit besonderem Entwicklungsbedarf" festgelegt, die 2001 um zwei Stadtbereiche erweitert wurden. Um dort eine Aufwertung und dauerhafte Verbesserung der Situation und eine sozial orientierte Stadtentwicklung zu erreichen, wurde im Rahmen des seit 1999 existierenden Bund-Länder-Programms „Die Soziale Stadt“ in jedem dieser Viertel die Einrichtung eines "Quartiersmanagements" mit einer besonderen finanziellen Ausstattung beschlossen. Das LOS-Programm orientiert sich an diesen Quartiersmanagementgebieten und fördert ausschließlich Projekte, die den Menschen in den Gebieten der "Sozialen Stadt" bzw. in den Gebieten der komplementären Programmplattform "Entwicklung und Chancen junger Menschen in sozialen Brennpunkten (E&C)" zu gute kommen. In Berlin profitieren daher die sieben Bezirke Friedrichshain-Kreuzberg, Marzahn-Hellersdorf, Mitte, Neukölln, Pankow, Schöneberg und Treptow-Köpenick von der LOS-Förderung. Im Bezirk Neukölln von Berlin werden die vier Quartiersmanagementgebiete High-Deck-Siedlung Rollbergviertel und Schillerpromenade seit 2003 bis vorerst Mitte 2007 durch das LOS-Programm gefördert.

Die politische und wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre hat in Berlin zu einer starken Polarisierung zwischen einzelnen Gebieten geführt. Neben Zonen hoher Prosperität sind bestimmte Stadtviertel besonders von sozialen Problemlagen betroffen. Die negativen Veränderungen des Sozialgefüges gehen mit einer zunehmenden Verarmung, fehlenden Ausbildungs- und Arbeitsplätzen, dem Fortzug mittlerer Einkommensschichten sowie sozialen und ethnischen Konflikten einher. Der Berliner Sozialstrukturatlas zeigt deutlich, dass die Problemlagen insbesondere im Bezirk Neukölln gravierend sind. Von den Berliner Bezirken weist Neukölln insgesamt die ungünstigste Sozialstruktur auf. Vor allem im nördlichen Siedlungsschwerpunkt ist eine überproportional hohe Zahl von Menschen Transferleistungsempfänger. Besonders ausgeprägt sind die sozialen Problemlagen in den Gebieten High-Deck-Siedlung, Reuterplatz, Rollbergviertel und Schillerpromenade. Zwei Drittel der Bewohnerinnen und Bewohner hier verfügt über keinen Berufsabschluss. Insbesondere junge Migrantenkinder haben hier vielfach einen niedrigen Bildungsstand. Sie sind damit, ebenso wie die Gruppe der Frauen mit Migrationshintergrund, vielfach vom regulären Arbeitsmarkt ausgeschlossen. Durch die Abwanderung und Geschäftsaufgabe von Gewerbetreibenden und Einzelhandel stehen vor Ort zudem kaum Ausbildungsund Arbeitsplätze zur Verfügung.
Schicht 1 2 3 4 5 6 7 günstig ungünstig Anzahl (42) (42) (42) (42) (43) (43) (42)

Im Jahr 2005 sind zu den bisherigen 17 Quartiersmanagementgebieten 16 weitere Stadtteile Berlins zu "Gebieten mit besonderem Entwicklungsbedarf" erklärt und differenziert nach Interventions- und Präventionsgrad mit Finanzmitteln zur sozialen Stadtentwicklung ausgestattet worden.
Reuterplatz

In Neukölln sind das die fünf Gebiete Richardplatz Süd (Originäres Quartiersmanagementgebiet) Körnerpark (Interventionsgebiet) Dammwegsiedlung / Weiße Siedlung (Präventionsgebiet) Flughafenstraße (Präventionsgebiet) Gropiusstadt / Lipschitzallee (Präventionsgebiet) Diese neuen Quartiersmanagementgebiete können derzeit allerdings nicht von der LOS-Förderung profitieren, da die Neuköllner LOS-Fördergebiete bereits im Jahr 2003 für den gesamten Förderzeitraum festgelegt wurden.
Schillerpromenade Rollbergviertel High-Deck-Siedlung

LOS Neukölln in Zahlen: Fördermittel Gesamt 1. Förderperiode 2003 / 2004 2. Förderperiode 2004 / 2005 3. Förderperiode 2005 / 2006 1.220.000 EUR 320.000 EUR 500.000 EUR 400.000 EUR Fördermittel gesamt High-Deck-Siedlung Reuterplatz Rollbergviertel Schillerpromenade Gesamt 280.000 EUR 280.000 EUR 330.000 EUR 330.000 EUR 1.220.000 EUR Koordinierungskosten / Finanzmanagement Projektmittel Projekte Projektträger Teilnehmer gesamt 705 993 1.123 942 3.763 Mädchen / Frauen 522 720 683 746 2.671 Jugendliche 270 352 998 337 1.957 228.000 EUR 992.000 EUR 118 52

Abbildung: Sozialindex 2003 auf der Ebene der Verkehrszellen (Quelle: Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz: "Sozialstrukturatlas Berlin 2003", Berlin 2004)

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Teil 1: Einführung
3. LOS in Berlin-Neukölln
Die Programmumsetzung in Neukölln in zwölf Schritten
1. Der Lokale Aktionsplan und die Einrichtung der Lokalen Koordinierungsstelle LOS Neukölln Die Auswahl Neuköllns für die LOS-Förderung erfolgte nach einem bundesweiten Konzeptwettbewerb, bei dem der Bezirk für jedes Fördergebiet einen Lokalen Aktionsplan als Antrag auf Förderung bei der Regiestelle LOS einreichte. Der Lokale Aktionsplan wurde in Zusammenarbeit mit den lokalen Netzwerken in den Quartiersmanagementgebieten erarbeitet und beschreibt die Problemlagen und Entwicklungsziele in einem Handlungskonzept. Er bildet die Grundlage und den Leitfaden für die Programmumsetzung vor Ort. Die LOS-Förderung setzt die Einrichtung einer Lokalen Koordinierungsstelle LOS voraus. Im Mai 2003 wurde damit die Europabeauftragte des Bezirks beauftragt. Die Aufgaben der Lokalen Koordinierungsstelle liegen vor allem in der Information über das Programm LOS auf lokaler Ebene, der Anleitung des lokalen Netzwerks, der Beratung potenzieller Mikroprojektträger, der Mittelvergabe und der Mittelverwendungsprüfung sowie der Dokumentation der LOS-Umsetzung. 2. Die Einrichtung des Administrativen Finanzmanagements LOS Neukölln Das administrative Finanzmanagement des LOS-Programms in Neukölln wurde Mitte 2003 nach einer öffentlichen Ausschreibung an die AWO Neukölln Marketing GmbH vergeben. Das administrative Finanzmanagement unterstützt die Lokale Koordinierungsstelle bei der Mittelvergabe, der Mittelbewirtschaftung und der Mittelverwendungsprüfung sowie bei der Berichterstattung und Dokumentation. 3. Ausschreibung der Förderung Vier Monate vor Beginn der Projektlaufzeit eines Förderzeitraums wird die LOS-Förderung in Neukölln ausgeschrieben. Die Möglichkeit der Beantragung von LOS-Fördergeldern wird in den Lokalzeitungen, über die lokalen Netzwerke in den Quartiersmanagementgebieten, über das Ämternetzwerk des Bezirksamtes, über Informationsveranstaltungen und das Internet bekannt gemacht. 4. Anträge der Mikroprojektträger Die potenziellen LOS-Mikroprojektträger reichen ihre Projektvorschläge zu einem festgelegten Antragsdatum bei der Lokalen Koordinierungsstelle LOS ein. Die Projektideen müssen den Förderschwerpunkten, Querschnittszielen und Zielgruppen des LOS-Programms entsprechen. Ein Finanzplan mit Sach- und Personalausgaben bis zu einer Obergrenze von 10.000 Euro ist Bestandteil des Förderantrages. 5. Der Begleitausschuss LOS Neukölln Die Entscheidung über die Förderung von Projektvorschlägen aus dem LOS-Programm wird nicht allein von der Politik oder der kommunalen Verwaltung getroffen, sondern unter Beteiligung des lokalen Netzwerks. Dies geschieht im Rahmen der Sitzungen des Begleitausschusses LOS Neukölln, dem Vertreter(innen) sowohl der zuständigen Ämter als auch der lokalen Akteure und Bewohner/innen angehören. Der Begleitausschuss trifft anhand der LOS-Förderschwerpunkte und des im Lokalen Aktionsplan beschriebenen Handlungskonzeptes die Förderentscheidung über die eingereichten Mikroprojekte und begleitet diese während der Umsetzung.

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Teil 1: Einführung

3. LOS in Berlin-Neukölln

6. Förderbescheid / Fördervertrag Nach der positiven Entscheidung des LOS-Begleitausschusses über einen Projektvorschlag erhält der jeweilige Mikroprojektträger einen Förderbescheid vom Neuköllner Bezirksbürgermeister. Das Bezirksamt Neukölln schließt mit dem Mikroprojektträger einen Fördervertrag, der seine Rechte und Pflichten als Förderungsempfänger regelt. 7. Infoveranstaltung für die neuen LOS-Mikroprojektträger Träger von Mikroprojekten können z.B. Initiativen, Vereine, Genossenschaften, Bildungs- und Maßnahmeträger, Wohlfahrtsverbände, Kirchengemeinden, örtliche Unternehmen, Wirtschaftsverbände, Lehrstellenbündnisse, kommunale Einrichtungen, aber auch Einzelpersonen sein. Zu Beginn einer jeden Förderperiode lädt die Lokale Koordinierungsstelle LOS Neukölln alle Mikroprojektträger zu einer Informationsveranstaltung und erläutert das Verfahren der Programmumsetzung und Finanzabwicklung. 8. Begleitung der Projekte Während der Projektlaufzeit besucht die Lokale Koordinierungsstelle gemeinsam mit Vertretern des lokalen Netzwerks jedes der geförderten Mikroprojekte. Dabei wird die konkrete Umsetzung des Projekts begutachtet und nach Erfolgen und Problemen gefragt. 9. Erstellung von Dokumentationen Während und nach Abschluss der Mikroprojektumsetzung erstellen die einzelnen Träger Sachberichte und Dokumentationen des Projektverlaufs und reichen diese bei der Lokalen Koordinierungsstelle ein. 10. LOS-Projektmessen Einmal im Jahr findet eine LOS-Projektmesse im Rathaus Neukölln oder in einem der Quartiersmanagementgebiete statt, bei der die innovativen Ideen und Ergebnisse der Mikroprojekte vorgestellt werden. Hier können die lokalen Akteure untereinander in Kontakt kommen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger haben die Gelegenheit, Einblick in die Vielzahl der LOS-Aktivitäten vor Ort zu bekommen. Ebenso ist Neukölln bei den jährlichen LOS-Bundeskongressen und Ideenwerkstätten präsent.

Die Zusammensetzung des Begleitausschusses LOS Neukölln
Lokale Koordinierungsstelle LOS Neukölln Agentur für Arbeit Berlin Süd Abteilung Soziales/ Abteilung Gesundheit und Umwelt Abteilung Jugend Abteilung Bildung, Schule und Kultur Gleichstellungsbeauftragte Migrationsbeauftragte / Behindertenbeauftragte Quartiersmanagementbeauftragte/ Abteilung Stadtentwicklung Vertreter der Träger der Hilfen zur Erziehung in Neukölln Nord-Ost Vertreter der Träger der Hilfen zur Erziehung in Neukölln Nord-West

Der Neuköllner Infostand beim LOS-Bundeskongress am 22.01.2004 v.l.n.r. Gabriele Vonnekold (AWO Neukölln Marketing GmbH), Franziska Süllke (Lokale Koordinierungsstelle LOS Neukölln), Alexander Würtz (Globe e.V.), Jörg Vierling (ISOM e.V.)

11. Evaluierung der Projektergebnisse Die Lokale Koordinierungsstelle nimmt während und nach Ende der Mikroprojektumsetzung eine Evaluierung anhand festgelegter Erfolgsindikatoren vor. Dazu dienen die Ergebnisse der Projektbesuche, die Sachberichte der Projekte, die Präsentation der Träger bei der LOS-Projektmesse und das Feedback der Projektteilnehmer. Die wissenschaftliche Begleitung des LOS-Programms erfolgt durch das Deutsche Jugendinstitut e.V., das bundesweit größte außeruniversitäre sozialwissenschaftliche Forschungsinstitut im Bereich Kinder, Jugendliche, Frauen und Familien. 12. Antrag auf Fortschreibung für die neue Förderperiode Auf der Grundlage der Evaluierung der LOS-Programmumsetzung wird der Lokale Aktionsplan angepasst und fortgeschrieben und damit eine erneute Förderung für die nächste Förderperiode beantragt.

1 Lokale Koordinierungsstelle 7 Ämtervertreter 9 Lokale Akteure

Vertreter der Neuköllner Bürgerstiftung Vertreter des Vereins Wirtschaft und Arbeit in Neukölln e.V.

5 Plätze für die Vertreter des jeweiligen Quartiersmanagements, der lokalen Akteure und Bewohner/innen

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Teil 1: Einführung
Die LOS-Strukturen im Überblick
Europäische Kommission Generaldirektion Beschäftigung, soziale Angelegenheiten und Chancengleichheit Europäischer Sozialfonds (ESF) Europäische Ebene

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Nationalstaatliche Ebene Lokale Ebene

Teil 2: Beispiele der guten Praxis in Neukölln

1. Die High-Deck-Siedlung im Profil
Die High-Deck-Siedlung kurz vorgestellt

In der High-Deck-Siedlung, einem Neubaugebiet aus den 1970er Jahren, leben ca. 5.400 Menschen in 2.462 Wohnungen. Charakteristisch für das Quartier sind die "High-Decks", Hochwege, über die Fußgänger die vier- bis sechsgeschossigen Wohnhäuser erreichen. Zwischen den Wohnhäusern gibt es viel Grün und zahlreiche Spiel- und Bolzplätze. Neben den deutschen Bewohnerinnen und Bewohnern, viele von ihnen wohnen von Beginn an in der Siedlung, leben hier vor allem Familien türkischer und arabischer Herkunft. Über 30 verschiedene Nationalitäten sind in der Siedlung vereint. Die Bevölkerungsstruktur hat sich in den letzten Jahren sehr verändert. Besonders "Besserverdienende" sind weggezogen. Arbeits- und Ausbildungsplätze sind in der Siedlung selbst kaum vorhanden. Besonders Kinder und Jugendliche haben überdurchschnittliche Schwierigkeiten, die vielfach in Sprach- und Kommunikationsdefiziten begründet sind. Auf Initiative der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und der STADT UND LAND Wohnbautengesellschaft mbH wurde 1998 in der High-Deck-Siedlung eines der ersten Quartiersmanagements eingerichtet.

Bundesregierung Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Europäischer Sozialfonds (ESF), Programm LOS - Lokales Kapital für soziale Zwecke
Beauftragung

ARGE Regiestelle LOS GbR (Arbeitsgemeinschaft der gsub mbH und der Stiftung SPI) Bundesweite Koordination der LOS-Programmumsetzung

Bezirksamt Neukölln von Berlin Verwaltung des Bezirksbürgermeisters Europabeauftragte

Die High-Deck-Siedlung in Zahlen Das Gebiet

(Stand 31.12.2002, Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Sozialstrukturatlas 2003, Bezirksamt Neukölln von Berlin)

Lokale Koordinierungsstelle LOS Koordination der Programmumsetzung vor Ort

Fläche: Art des Gebietes: Die Bewohner/innen Gesamt 5.315 Alter Frauen 52% bis 25 34%

31 ha Großsiedlung West Männer 48% 25 bis 55 40% deutsch 76% 55+ 26% nicht deutscher Herkunft 24% Arbeitslosigkeit ca. 22%

Beauftragung

Einrichtung und Kooperation

AWO Neukölln Marketing GmbH Administratives Finanzmanagement des LOS-Programms in Neukölln

Begleitausschuss LOS Neukölln Vergabe der LOSFördergelder / Projektbegleitung

Der Lokale Aktionsplan LOS
Besondere Zielgruppen 1. Jugendliche ohne Schulabschluss bzw. Ausbildungsplatz 2. Frauen, insbesondere Migrantinnen, mit unzureichenden Sprachkenntnissen bzw. Bildungsvoraussetzungen

Beratung und Kooperation

Beantragung von LOS durch Mikroprojektträger

3. Langzeitarbeitslose und Sozialhilfeempfänger Entwicklungsziele 1. Verbesserung der Sprachkompetenz und des Bildungsniveaus benachteiligter Jugendlicher 2. Verbesserung der Chancen am Arbeitsmarkt für die besonderen Zielgruppen durch Weiterbildung, Sprachförderung und Qualifizierung 3. Verstärkung Bewohner getragener Aktivitäten, Schaffung spezieller Angebote für verschiedene Gruppen

High-Deck-Siedlung Quartiersmanagement und Lokale Akteure

Reuterplatz Quartiersmanagement und Lokale Akteure

Rollbergviertel Quartiersmanagement und Lokale Akteure

Schillerpromenade Quartiersmanagement und Lokale Akteure

118 LOS-Mikroprojekte

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Teil 2: Beispiele der guten Praxis in Neukölln
Projekte in der High-Deck-Siedlung
Beispiel 1: Analphabeten erkunden Möglichkeiten für Arbeit und Beratung
Träger Zielgruppe Teilnehmer Inhalt Lesen und Schreiben e.V. Berlin Personen mit Lese- und Schreibschwierigkeiten, Analphabeten ab 16 Jahren 7 Männer Foto- und Interviewprojekt: Erkundung von Beratungsangeboten und Arbeitsmöglichkeiten in Neukölln, Grundbildung im Lesen, Schreiben und Rechnen, Praxisanleitung in den Bereichen Holz und Hauswirtschaft Verbesserung der Chancen am Arbeitsmarkt durch Sprachförderung und Qualifizierung 9.670,- EUR 01.09.2004 – 31.01.2005 Marie-Luise Oswald (info@lesen-schreiben.com)

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Träger Zielgruppe Teilnehmer Inhalt Förderziele Laufzeit Kontakt

Teil 2: Beispiele der guten Praxis in Neukölln

Projekte in der High-Deck-Siedlung
Beispiel 2: Fit am PC mit 40 Plus
Computertreff 40 Plus e.V. Bewohnerinnen und Bewohner der High-Deck-Siedlung um die 40 Jahre und älter 67 Frauen 29 Männer Angebot von 15 niedrig schwelligen Einführungskursen in gängige PC-Anwendungen für eine Basisqualifizierung im EDV-Bereich Verbesserung der Chancen am Arbeitsmarkt durch Qualifizierung, Stärkung bestehender Aktivitäten der Bewohner 7.809,- EUR 01.09.2004 – 30.06.2005 Erika Rendant, Hussein Kassab (computertreff40plus@web.de)

Förderziele Fördersumme Laufzeit Kontakt

Fördersumme

Aus dem Projekt berichtet

"Beim Telefonieren habe ich mich sehr schwer getan. Ich kriege kein Wort raus und es dauert dann immer, bis ich mich beruhigt habe." Michael beschreibt eine der Hürden, die für Viele eben nicht leicht zu überwinden sind. Ein unbekanntes Gegenüber am Telefon, zu dem man sprechen soll. Oder auch ein Brief, den man verstehen muss. Dinge, die selbstverständlich vorausgesetzt sind, im Alltag und erst recht im Berufsleben. Die einfach kein Problem sein dürfen. Mit umso größerem Stolz führt Michael durch die öffentliche Präsentation der LOS Projektergebnisse in den Räumen des Vereins Lesen und Schreiben.
Über 5 Monate hat sich die Gruppe der 16 bis 50 Jährigen mit Lese- und Schreibschwierigkeiten jeden Tag getroffen. Das Ziel des LOS Projektes war, Ängste zu nehmen. In vielen kleinen Schritten lernten die Teilnehmer telefonieren, den Stadtplan lesen oder den Auftritt vor größeren Gruppen. Neben dem Unterricht im Lesen, Schreiben und Rechnen sowie praktischer handwerklicher Arbeit, haben die Teilnehmer Kontakt mit möglichen Arbeitgebern aufgenommen, eine schriftliche Bewerbung vorbereitet und sich Fragen überlegt. Innerhalb der Projektarbeit besuchten sie Firmen und Beratungsstellen ihrer Wahl, so zum Beispiel das Hotel Estrel, die August-Heyn-Gartenarbeitsschule, das DRK, den Job-Point, das Denkmalschutzamt oder die Quartiersmanagementbüros. Dabei dokumentierten sie ihre Besuche und Interviews. Das Material wurde gesammelt und aufbereitet und schließlich sogar in der Ausstellung "Mein Fotomotiv in Neukölln – Analphabeten zeigen ihren Bezirk" im Saalbau Neukölln präsentiert. Die Teilnehmer verbesserten ihre Lese- und Schreibfähigkeiten und stärkten ihr Selbstvertrauen. Sie wurden motiviert, wieder einen Anschluss an den Arbeitsmarkt zu finden. "Leider kam auch dabei heraus, dass meine jetzige schulische Qualifizierung nicht ausreichend ist, aber dadurch werde ich das Ziel, meinen Abschluss zu schaffen, nicht aus den Augen verlieren.", fasst Bernd seine Erkenntnisse zusammen. Er hat sich entschlossen, den externen Hauptschulabschluss nachzuholen. Der persönliche Erfolg der Teilnehmer ist auch der Erfolg des LOS Projektes. "Sie haben gelernt, auf andere zuzugehen und sind freier geworden.", so die Leiterin des Vereins Marie-Luise Oswald.
Bild 1: Projektteilnehmer Tijan Barry Bild 2: Einführungsveranstaltung gemeinsam mit den Teilnehmern der LOS Projekte in den anderen Quartiersmanagementgebieten Bild 3: Die Abschlusspräsentation der Projektergebnisse im Verein Lesen und Schreiben e.V. Berlin

Aus dem Projekt berichtet Sieben Bewohnerinnen und Bewohner der High-Deck-Siedlung hatten es satt, immer nur Bahnhof zu verstehen, wenn es um RAM, Pixel und Datenautobahnen ging. Aber wo und wie sollte man beginnen? Sie taten sich zusammen und gründeten den Computertreff 40 Plus e.V., besorgten mit der Unterstützung des Quartiersmanagements einen Raum und bekamen von der Bürgerjury Geld für die Technik und die Ausstattung. Mit einem monatlichen Mitgliedsbeitrag von 2 Euro kann man von montags bis freitags von 14 bis 20 Uhr den Treff nutzen. Die Öffnung wird ehrenamtlich von Bewohnerinnen und Bewohnern organisiert. Mit den Mitteln aus der LOS-Förderung konnte der Computertreff in der High-DeckSiedlung mit einem besonderen Angebot aufwarten. Mit professionellen Dozentinnen und Dozenten der Neuköllner Volkshochschule konnten einzelne Themen in wöchentlichen Kursen vertieft werden. Die eingeladenen Profis erklärten Windows, Internet und Bildbearbeitung für Anfänger und Fortgeschrittene. Ziel des LOS-Projektes war es, einerseits arbeitslosen Bewohnerinnen und Bewohnern die Möglichkeit zu geben, sich am PC weiterzubilden und sich damit für den Arbeitsmarkt fit zu machen. Andererseits sollten ehrenamtliche Mitglieder im Verein befähigt werden, sich besser am PC auszukennen, um so in den Öffnungszeiten des Treffs Fragen qualifiziert beantworten zu können. Inzwischen kommen die Vereinsmitglieder auch immer öfter in der Freizeit zusammen und engagieren sich für ihren Kiez.

"Öffentliche Werbung für die Kurse war bisher kaum nötig, das Angebot sprach sich so schnell herum, dass die Kurse zu Beginn schon fast immer ausgebucht waren.", so beschreibt Erika Rendant, die Vereinsvorsitzende, die Resonanz auf das Projekt.
Mit der Unterstützung des LOS-Programms sind aus damals sieben Gründer/innen heute schon 60 Vereinsmitglieder geworden, die sich mit aktuellen Computerkenntnissen bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt verschaffen und den sozialen Zusammenhalt in der High-Deck-Siedlung stärken.
Bilder: Die Besucher des Computertreffs 40 Plus e.V. in den Anfängerkursen für Word und Windows (Fotos: Quartiersmanagement High-Deck-Siedlung)

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Teil 2: Beispiele der guten Praxis in Neukölln
Projekte in der High-Deck-Siedlung
Beispiel 3: The Corner Digital Artists
Träger Zielgruppe Teilnehmer Inhalt Amt für Jugendarbeit im Kirchenkreis Neukölln, Jugendtreff "The Corner" in der Köllnischen Heide Jugendliche 7 Mädchen 20 Jungen Jugendliche mit unterschiedlichem ethnischen Hintergrund, vor allem mit arabischer und türkischer Herkunft, zwischen 14 und 18 Jahren erwerben Kenntnisse und Fähigkeiten im Umgang mit digitalen Medien Qualifizierung, Sozial- und Sprach- und Medienkompetenz für Jugendliche 9.600,- EUR 01.09.2004 – 30.06.2005 Volker Maerzke (amt@ejnberlin.de) Heike Hirth (team@the-corner.de)

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Teil 2: Beispiele der guten Praxis in Neukölln

2. Der Reuterplatz im Profil
Der Reuterplatz kurz vorgestellt
Das Quartiersmanagementgebiet Reuterplatz ist ein typisches Berliner Altbaugebiet mit dichter Bebauung und wenig Grünflächen oder Spielplätzen. Hinterhoffabriken und Gewerbehöfe erinnern an das einstige Gewerbeviertel. Ein Großteil der Häuser ist schlecht saniert, das Straßenbild wird teilweise von herumliegenden Abfällen und Graffitis bestimmt.

In der öffentlichen Wahrnehmung wird das Reuterquartier bislang überwiegend mit negativen Aspekten in Verbindung gebracht: Arbeitslosigkeit, Armut und Verwahrlosungstendenzen im Wohnumfeld. Der Ausländeranteil liegt bei ca. 30 %. In den Schulen liegt der Anteil von Schülerinnen und Schülern nicht-deutscher Herkunft teils bei über 90%, was den Spracherwerb und die Integration erschwert.

Förderziele Fördersumme Laufzeit Kontakt

Die hier auftretenden wirtschaftlichen und sozialen Probleme haben zu einer verstärkten Abwanderung besser verdienender Familien geführt. Zu den positiven Seiten zählen die attraktive, citynahe Lage und die gute Verkehrsanbindung. Jüngere Menschen fühlen sich durch die relativ günstigen Mieten der überwiegend gut ausgestatteten Wohnungen angezogen. Ein weiteres Potenzial bildet die Vielfalt der Einzelhandelsangebote im Kiez. Derzeit stehen jedoch noch viele Läden leer.
Das Quartiersmanagement wurde im Jahr 2001 eingerichtet.

Aus dem Projekt berichtet

"Jeder Mensch ist fähig zu gestalten; wer gestaltet, gewinnt an Identität und Selbstvertrauen – die Grundlagen für Toleranz, Engagement und Teamfähigkeit.", so die Sozialpädagogin Heike Hirth, der Erzieher Stefan Engelmann und der freiberufliche Mediengestalter Sascha von Riesen des Jugendtreff "The Corner". Sie haben das LOS-Projekt geleitet und auf eine "Pädagogik der Stärke" gesetzt.
Im LOS-Projekt "The Corner Digital Artists" ging es um die Stärkung von Medienkompetenz, vor allem in den Bereichen Film und Musik am PC. Technische Kenntnisse wurden spielerisch im künstlerischen Prozess vermittelt. Damit wurde nicht nur der Umgang mit den digitalen Medien erlernt, sondern auch, einen individuellen künstlerischen Ausdruck zu finden, wie bei Theater, Malerei, Literatur oder Fotografie. Die Kunst sollte hier als Katalysator wirken, der zu Schlüsselerlebnissen führt, produktiv in andere Lebensbereiche hineinwirkt und persönliche Handlungsspielräume erweitert. Die entstandenen Bilder, Videoclips und Musikstücke sind zu Metaphern der Wahrnehmung der Jugendlichen geworden - und das mit großem Erfolg: Die Jugendlichen nahmen am "Deutschen Musikwettbewerb" teil, und Bilal, einer der „Digital Artists“, holte den zweiten Platz. Der erste öffentliche Auftritt im Berliner Club "Quasimodo" und die persönliche Ehrung durch den Senator für Bildung, Jugend und Sport, Klaus Böger, sowie durch bekannte Künstler der deutschen Musikszene, wie Smudo von Fanta Vier, waren sehr motivierend für die Jugendlichen. Inzwischen konnte Khaled Kaawar, ebenso Teilnehmer des LOS-Projektes, sein Musikstück bei der bekannten Rap-Crew „Boxengasse Berlin“ aufnehmen, was für sein Weiterkommen in der musikalischen Laufbahn sehr bedeutsam ist. Über den spielerischen Umgang mit der digitalen Technik hinaus, ist es gelungen, die Jugendlichen zu kenntnisreichen Nutzern vielfältiger Computerprogramme zu qualifizieren. Das Projekt hatte auch Auswirkungen auf die Ausbildungsmotivation und -vorbereitung der Jugendlichen. Einrichtungen von Berliner Medienproduktionsstätten wurden besucht, um Kontakte zu potentiellen Arbeitgebern zu knüpfen oder Praktikumsplätze zu finden. Mit dem LOS Programm wurde außerdem die Anschaffung zusätzlicher Software zur Filmund Bildbearbeitung finanziert.

Der Reuterplatz in Zahlen Das Gebiet Fläche: Art des Gebietes: Die Bewohner/innen Gesamt 18.459 Alter Frauen 49% bis 25 26% 65 ha

(Stand 31.12.2002, Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Sozialstrukturatlas 2003, Bezirksamt Neukölln von Berlin)

Innerstädtisches Altbaugebiet Männer 51% 25 bis 55 56% deutsch 70% 55+ 18% nicht deutscher Herkunft 30% Arbeitslosigkeit ca. 35%

Der Lokale Aktionsplan LOS
Besondere Zielgruppen 1. Personen nicht deutscher Herkunft ohne Erwerbsmöglichkeit 2. Frauen ohne Erwerbsmöglichkeit 3. Junge Erwachsene bis 25 Jahre ohne Erwerbsmöglichkeit Entwicklungsziele 1. Verbesserung der Chancen am Arbeitsmarkt für Migrantinnen und Migranten sowie Jugendliche durch Beratung und Weiterbildung 2. Verbesserung der sprachlichen und sozialen Kompetenzen von Migrantinnen und Migranten sowie Jugendlichen 3. Vernetzung und Professionalisierung von Initiativen und Selbsthilfeorganisationen zur Unterstützung von Existenzgründungen

Bilder: Ergebnisse der digitalen Bildbearbeitung der jugendlichen Projektteilnehmer

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Teil 2: Beispiele der guten Praxis in Neukölln
Projekte am Reuterplatz
Beispiel 1: Pallotti-Mobil "Bedürftige helfen Bedürftigen"
Träger Zielgruppe Teilnehmer Inhalt Förderziele Pallottinische Gemeinschaft in St. Christophorus Langzeitarbeitslose und am Arbeitsmarkt benachteiligte Bürgerinnen und Bürger im Reuterkiez 1 Frau 10 Männer Aufbau eines Koordinierungsbüros zur Vermittlung von Hilfe für Bedürftige durch Arbeitslose Verbesserung der Chancen am Arbeitsmarkt durch Beratung und Weiterbildung; Vernetzung und Professionalisierung von Initiativen und Selbsthilfeorganisationen 7.885,- EUR 01.11.2004 – 30.06.2005 Bruder Klaus Schneider (pallottimobil@christophorus-berlin.de)

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Träger Zielgruppe Teilnehmer Inhalt Förderziele Laufzeit Kontakt

Teil 2: Beispiele der guten Praxis in Neukölln

Projekte am Reuterplatz
Beispiel 2: Kreatives Netzwerk "Künstlertreff Reuterkiez"
 derzeit Büro-Galerie, Klaus Bortoluzzi und Denise S. Puri Künstlerinnen und Künstler aus dem Reuterkiez 22 Künstlerinnen 10 Künstler Etablierung eines Informations- und Unterstützungsnetzes freischaffender Künstler/innen; wöchentliche Gesprächsrunden; Organisation von Ausstellungsmöglichkeiten Vernetzung und Professionalisierung von Initiativen und Selbsthilfeorganisationen zur Unterstützung von Existenzgründungen bei Künstlern 9.905,- EUR 01.09.2004 – 30.06.2005 Denise S. Puri (dsp@parterre.de)

Fördersumme Laufzeit Kontakt

Fördersumme

Aus dem Projekt berichtet Bruder Klaus Schneider von der Pallottinischen Gemeinschaft in St. Christophorus und Detlef Reinke von der St. Christophorus Gemeinde hatten die Idee, ein Koordinierungsbüro für soziale Dienste aufzubauen, das Helfer vermittelt und begleitet und durch das langzeitarbeitslosen Menschen, die wegen Sucht, psychischer oder physischer Krankheiten auf dem ersten Arbeitsmarkt nur eine geringe Chance haben, die Möglichkeit einer sinnvollen Beschäftigung geboten wird. Die Arbeitslosen halfen Bedürftigen aus der Nachbarschaft, sozial benachteiligten Familien, älteren und kranken Menschen bei Reinigungsarbeiten, Reparaturen, Renovierungen oder Transporten. Pallotti-Mobil arbeitete auch mit Frauenprojekten zusammen. Dies geschah mit der Instandhaltung von Zufluchtswohnungen, bei Umzügen und Einrichtungen neuer Wohnungen für Frauen und ihre Kinder, die eine häusliche Gewaltsituation verlassen hatten. Die Arbeitslosen konnten sich selbst ausprobieren und ihre Begabungen und Fähigkeiten neu erfahren. Die Teilnehmer erlebten Bestätigung, die sich ausdrückt in Worten wie: "Ich werde gebraucht, ich kann etwas und ich helfe anderen mit meiner Tätigkeit." Für Menschen, die auf Grund langer Arbeitslosigkeit bereits mit sozialer Isolation, Sucht- oder Schuldenproblemen kämpfen, kann diese Erfahrung ein erster Schritt aus der Hoffnungslosigkeit sein und sie motivieren, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Eine geregelte Tagesstrukturierung verbunden mit der Erfahrung "Ich habe etwas geleistet." trug oft zur Stabilisierung bei. So war zu beobachten, dass ungelöste Probleme der Vergangenheit nach einer Phase geregelter Tätigkeit schließlich doch angepackt wurden. Neben den positiven Effekten für die einzelnen beteiligten Menschen wurde auch der soziale Zusammenhalt in der Nachbarschaft gestärkt. Die Tätigkeitsfelder des Koordinierungsbüros von Pallotti-Mobil werden im LOS Förderzeitraum 2005/2006 durch die Finanzierung einer Honorarkraft ausgebaut, die Vernetzung des Projektes mit Arbeitsagenturen, Beratungsstellen und Initiativen wird intensiviert.

Interview mit Michaele Brüll, Künstlerin und Teilnehmerin im LOS-Projekt:

F: Frau Brüll, Sie haben das letzte halbe Jahr an dem durch das LOS-Programm geförderten Projekt "Künstlertreff Reuterkiez“ teilgenommen. Worum ging es da?
A: Es ging darum, dass die Künstler aus dem Kiez sich kennen lernen, untereinander Informationen und Erfahrungen austauschen und zusammenarbeiten. So wurden mit Denise Puri und Klaus Bortoluzzi die Gemeinschaftsausstellungen der „galerie temporaire“ vorbereitet, um dann als Gruppe bei Neuköllner Events präsent zu sein. Durch die Ausstellungen und Treffen hat sich bereits ein gutes Netzwerk gebildet.

F: Wo sehen Sie den persönlichen Gewinn aus der Teilnahme am LOS Projekt?
A: Einerseits sind meine Präsenz und mein Bekanntheitsgrad in der Kulturszene durch die Teilnahme gestiegen, andererseits bin ich selbst neugieriger geworden auf die anderen Künstler und den Kiez.

F: Im Kern geht es bei den LOS-Projekten auch um die Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit. Wie schätzen Sie die Wirkung des Projekts "Künstlertreff Reuterkiez" daraufhin ein?
A: Das ist bei Künstlern schwer zu sagen, da wir ja im Allgemeinen nicht so viel Geld verdienen, aber die Ausstellungen waren sehr gut besucht. Ich war überrascht, wie viele Leute kamen. So entstanden natürlich auch Kontakte und Möglichkeiten neuer Ausstellungen. Ausstellen bedeutet, dass man die Chance hat, die eigene Kunst zu verkaufen. Denise und Klaus halfen auch bei Bewerbungen und beim Herstellen von Kontakten. Außerdem war die Begegnung mit den anderen Künstlern sehr motivierend und gab Bestätigung.

F: Wie ist ihre Einschätzung, handelt es sich bei solchen Projekten um ein kurzes Strohfeuer, oder lassen sich längerfristige Veränderungen bewirken?
A: Das weiß man natürlich nie, aber Denise und Klaus waren ja schon vor dem Projekt eine Anlaufstelle für Künstler und haben Ausstellungen organisiert und das werden sie sicherlich auch weiter tun. Zum Teil sind die Künstler mittlerweile befreundet und werden auch nach Ende des Projektes noch zusammenarbeiten. Und das, was wir gemeinsam machen, hat eine Wirkung auf den Kiez. Die Kunst als ein Belebungsgarant, könnte man sagen. Doch das wächst alles noch und braucht seine Zeit.
Bild 1: Die Künstlerinnen Michaele Brüll (rechts) und Susanne Roth in der Ausstellung „galerie temporaire: frühlingserwachen“ (Foto: Flowrian) Bild 2: Eröffnung der Ausstellung "galerie temporaire : frühlingserwachen"; links: Denise S. Puri und Klaus Bortoluzzi (Foto: Flowrian) Bild 3: Eröffnung der Ausstellung „galerie temporaire: ansichtssache“ (Foto: Klaus Bortoluzzi)

Bild 1: Die katholische Kirche St.Christophorus Bild 2: Koordinator Detlef Reinke (rechts) mit zwei Projektteilnehmern bei der Arbeit Bild 3: Bruder Klaus Schneider (rechts) erklärt die anstehenden Aufgaben des Projekts

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Teil 2: Beispiele der guten Praxis in Neukölln
Projekte am Reuterplatz
Beispiel 3: Neuköllner Schüler/innen gehen zur Arbeit...? Ein Videomagazin mit Berufsbildern
Träger Zielgruppe Teilnehmer Inhalt Frauke Schaefer (Einzelperson) Mitarbeiterinnen:Ingrid Macziey und Susette Wahren Schülerinnen und Schüler der Rütli-Oberschule (9. und 10.Klassen) 19 Schülerinnen 13 Schüler Produktion eines Videomagazins zu verschiedenen Berufsbildern in Kleingruppen; Vermittlung von Medienkompetenz, Anregung der Auseinandersetzung mit beruflichen Perspektiven Verbesserung der Chancen am Arbeitsmarkt durch Beratung und Weiterbildung für Migrant(inn)en und Jugendliche 9.785,- EUR 01.09.2004 – 30.06.2005 Frauke Schaefer (fra.schaefer@web.de)

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Teil 2: Beispiele der guten Praxis in Neukölln

3. Das Rollbergviertel im Profil
Das Rollbergviertel kurz vorgestellt
Das Rollbergviertel ist eines der Gebiete des großflächigen sozialen Wohnungsbaus in Berlin. Es ist im Rahmen der Flächensanierung mit 2.450 Wohnungen in den Jahren 1967 bis 1982 entstanden. Das Viertel liegt nicht weit von den Geschäften in der Karl-Marx-Straße und dem lokalen Zentrum rund um das Rathaus Neukölln und bietet daher gute Einkaufsmöglichkeiten und Verkehrsanbindungen.

Förderziele Fördersumme Laufzeit Kontakt

Rund 37 % der Bewohnerinnen und Bewohner sind Migrantinnen und Migranten. Insgesamt leben über 30 Nationalitäten im Rollbergviertel. Die größte Gruppe sind die türkischen und arabischen Bewohner/innen. Unter den Transferleistungsempfängern sind sehr viele ausländische Haushalte. In den letzten Jahren kam das Gebiet mit negativen Berichten in die Öffentlichkeit. Beklagt wurden vor allem Konflikte zwischen Jugendlichen und Ordnungshütern und Auseinandersetzungen zwischen kriminellen Jugendbanden. Jugendliche sind die Bewohnergruppe mit den größten sozialen Problemen in der Siedlung. Gerade in dieser Altersgruppe ist das Bildungsniveau gering und die Arbeitslosigkeit überdurchschnittlich hoch.
Das Quartiersmanagement wurde im Jahr 1999 eingerichtet.

Das Rollbergviertel in Zahlen Das Gebiet Fläche: Art des Gebietes: Aus dem Projekt berichtet Die Bewohner/innen Gesamt 5.609 Alter Frauen 48% bis 25 33% Männer 52% 25 bis 55 45% 29 ha

(Stand 31.12.2002, Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Sozialstrukturatlas 2003, Bezirksamt Neukölln von Berlin)

Großsiedlung West deutsch 63% 55+ 22% nicht deutscher Herkunft 37% Arbeitslosigkeit ca. 22%

"Drucker wollte ich immer werden, oder Konditor." Die Antwort hat etwas gedauert und kommt zögerlich, denn die Frage hat Klaus schon lange nicht mehr gestellt bekommen. Aber durch die direkte und offene Art des Reporters gibt er bereitwillig Auskunft. Nach seinem Traumberuf hatte ihn Aydin gefragt, der heute Mikrofon und Gesprächsführung übernommen hat. Mit seinem Team aus vier Mitschülern steht Aydin auf dem Hermannplatz vor dem Imbiss und Klaus macht gerade ein neues Bier auf. Nächste Woche beginnt sein 1-Euro-Job bei der Parkreinigung. An Stelle von Unterricht im Klassenzimmer setzen sich Aydin und die anderen heute mit der realen Arbeitswelt auseinander. Nach den Interviews mit Passanten am Hermannplatz fahren die fünf noch in den Wedding zu TD1, einem türkisch-deutschen Fernsehsender. Unter Anleitung der Dokumentarfilmerinnen Frauke Schaefer, Ingrid Macziey und Susette Wahren produzieren insgesamt 40 Schüler der Rütli-Oberschule in fünf Kleingruppen über mehrere Wochen ein Videomagazin zum Thema Beruf. Für die Schüler/innen bieten sich auf diese Weise ungewohnte Einblicke in die Arbeitswelt. Auf der einen Seite ist jeder aktiv an dem gesamten Ablauf professioneller Medienproduktion beteiligt: von der Aufnahmeplanung, vom Skript schreiben über Interview- und Kameraführung bis hin zur Sichtung des Materials und der Arbeit am Schnittplatz sind die Kleingruppen jeweils selbst gefordert. Auf der anderen Seite setzen sich die Schüler mit verschiedenen Berufsbildern auseinander, die in jeweils einem Beitrag portraitiert werden. So fahren die Schüler noch in eine Tierhandlung, fragen einen Detektiv nach seinem Arbeitsalltag, besuchen eine Schilderfabrik und treffen eine Tänzerin. Wenn die Videos schließlich in der Schule gezeigt werden, wissen Aydin und die anderen mehr über sich und die Arbeitswelt. Seinen Traumberuf will Aydin trotzdem nicht aufgeben. "Das Filmen hat schon Spaß gemacht, aber später will ich lieber was mit Autos machen."
Bilder: Schüler bei der Arbeit am Videomagazin (Fotos: Henning Füller) Filmstreifen: Videostills aus der DVD "Neuköllner Schüler/innen gehen zur Arbeit" (Fotos: Frauke Schaefer, Ingrid Macziey und Susette Wahren)

Der Lokale Aktionsplan LOS
Besondere Zielgruppen 1. Jugendliche, die am Arbeitsmarkt benachteiligt sind 2. Jugendliche nicht deutscher Herkunft ohne Erwerbsmöglichkeit 3. Frauen, insbesondere Migrantinnen, mit unzureichenden Sprachkenntnissen bzw. Bildungsvoraussetzungen Entwicklungsziele 1. Erhöhung des Bildungsniveaus von Jugendlichen 2. Verbesserung der sozialen Kompetenz und Integrationsfähigkeit der besonderen Zielgruppen 3. Erhöhung der Sprachkompetenz von Migrantinnen und Migranten

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Teil 2: Beispiele der guten Praxis in Neukölln
Projekte im Rollbergviertel
Beispiel 1: Coaching für junge Migrantinnen im Madonna Mädchentreff
Träger Zielgruppe Teilnehmer Inhalt MaDonna Mädchenkult.Ur e.V. Junge Migrantinnen 30 Mädchen und junge Frauen Niedrigschwellige Trainingsangebote: Lerntraining zum Erreichen des Schulabschlusses, Berufsorientierung, Bewerbungstraining, Selbstpräsentation Verbesserung der Chancen beim Übergang von der Schule zum Beruf 6.300,- EUR 01.04.2005 – 30.06.2005 Gabriele Heinemann, Lissy Czarnetzki (madonnamaedchenpower@web.de)

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Träger Zielgruppe Teilnehmer Inhalt Förderziele Laufzeit Kontakt

Teil 2: Beispiele der guten Praxis in Neukölln
Kielhorn-Schule

Projekte im Rollbergviertel
Beispiel 2: Was guckst du? - Emotionales Theater und soziales Lernen
Kielhorn-Schule (Schule mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt "Lernen")
realisiert in Kooperation mit dem Freundeskreis für Lebensenergie e.V.

Schülerinnen und Schüler aus zwei 7. Klassen 11 Schülerinnen 15 Schüler Proben für und Realisieren von Zirkusaufführungen mit dem Schwerpunkt sozial-emotionalen Lernens in der Gruppe Aufbau und Stärkung des Selbstwertgefühls und der sozialen Kompetenzen Kontakt- und Teamfähigkeit als Schlüsselqualifikationen 10.000,- EUR 01.09.2004 – 30.06.2005 Marion Seidel (Berlin.08S02@t-online.de)

Förderziele Fördersumme Laufzeit Kontakt

Fördersumme

Aus dem Projekt berichtet Jung, schlecht gebildet und orientierungslos – das sind die Ausgangsbedingungen mit denen die Mädchen und Frauen zwischen 14 und 30 Jahren, die den MaDonna Mädchentreff besuchen, auf dem Arbeitsmarkt starten. Jüngere Mädchen, die noch zur Schule gehen, sind häufig versetzungsgefährdet oder schwänzen die Schule und können froh sein, wenn sie den Hauptschulabschluss schaffen. Junge Arbeitslose haben meist verschiedene Maßnahmen abgebrochen oder suchen nach dem Mutterschaftsurlaub neue Perspektiven. Die meisten kommen aus eher traditionell islamisch geprägten Familien, in denen eine selbstbewusste und karriereorientierte Berufswegeplanung kaum vollzogen wird. Sie wissen oft nicht, was sie wollen und können, sind ziellos und unfähig sich zu organisieren, gerade wenn es um die eigenen beruflichen Vorstellungen geht. Außerdem mangelt es vielen an Ausdrucksvermögen in der deutschen Sprache. Das LOS-Projekt "Coaching für junge Migrantinnen" setzte am Übergang zwischen Schule und Beruf an und bot den jungen Migrantinnen die Möglichkeit, sich individuell coachen zu lassen. Dazu gehörten Lerntrainings zum Erreichen des Schulabschlusses, die Vorbereitung auf die Anforderungen außerhalb der Schule, Berufsorientierung, Bewerbungs- und Kommunikationstraining. "Es gilt, die Ressourcen auf Seiten der Jugendlichen, die Energie und Kreativität zu bündeln, ihnen Mut zu machen und mit ihnen Schritte zu Leistungsbewusstsein und in das Arbeitsleben einzuüben.", so Lissy Czarnetzki, die Projektleiterin. Höhepunkte des Projektes waren die Berufs- und Ausbildungsmessen, die besucht wurden, und bei denen sich die Teilnehmerinnen bei Ausbildungsträgern und Arbeitgebern beraten lassen konnten. Wie weit weg sie sich manchmal von der Realität bewegen, konnten sie selbst erfahren, denn die Ansprüche der Ausbilder sind hoch. Das LOS-Projekt hat bei den Mädchen und Frauen das Bewusstsein geschaffen, sich bemühen zu müssen, wenn sie etwas erreichen wollen. Die meisten von ihnen sind inzwischen in schulischen Maßnahmen untergekommen, ein Schritt weiter hin zu Unabhängigkeit und Selbständigkeit.
Bild 1: Die Projektgruppe beim Lern- und Bewerbungstraining Bild 2: Die Projektgruppe bei der Ausbildungsmesse Bild 3: Die Projektgruppe beim Girls Day 2005 im Berliner Abgeordnetenhaus (Fotos: Lissy Czarnetzki) Bild 1: Die Schülerinnen und Schüler beim Auftritt vor dem Rathaus Neukölln (Foto: Johanna Josifek) Bild 2+3: Die Schülerinnen und Schüler beim zirsensischen Training (Fotos: Marion Seidel)

Aus dem Projekt berichtet:

"Super, wir haben uns getraut!", rufen Yagmur und Fatih und verbeugen sich stolz mit all ihren Mitschülerinnen und Mitschülern vor dem Publikum. Auch vor der dritten und letzten Zirkusaufführung von „Was guckst du?“ war die Aufregung und Unsicherheit groß, und wieder belohnt der Applaus für die Trainingsarbeit des Schuljahres und den Mut, sich zu zeigen. "Natürlich sind die Jugendlichen motiviert, wenn sie in der Schule die Möglichkeit haben, auf Stelzen zu laufen, Jonglieren zu üben oder beispielsweise einen Schleiertanz zu proben.", erklären die projektbegleitenden Künstler/ innen und Pädagog(inn)en des Freundeskreises für Lebensenergie e.V., Antje und Pablo Ruiz Holtgrefe, Harald Rös und Carla Schmidt.
Das eigentliche Lernen und Wachsen findet allerdings im sozial-emotionalen Bereich statt und - wie der Titel "Was guckst du?" formuliert - geht es viel um Sehen, Gesehen werden und das Entwickeln von Selbstvertrauen in die eigene Kraft.

"Unsere Schülerinnen und Schüler haben eine Schullaufbahn hinter sich, in der sie durch anhaltende Misserfolge an Ich-Stärke viel eingebüßt haben", so die Schulleiterin Marion Seidel, "Um im Berufsleben eine Chance zu haben, müssen sie jedoch über ein realistisches Selbstwertgefühl verfügen, das ihnen erlaubt, ihre Stärken zu zeigen und ihre noch bestehenden Schwächen zu überwinden. Beim Projekt "Was guckst du?" haben sie viele Möglichkeiten erhalten, dafür einen wichtigen Grundstein zu legen."
(Text: Pablo Ruiz)

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Teil 2: Beispiele der guten Praxis in Neukölln
Projekte im Rollbergviertel
Beispiel 3: Gemeinnützige Wege aus der Arbeitslosigkeit im Gemeinschaftshaus Morusstraße 14
Träger Zielgruppe Teilnehmer Inhalt Förderverein Gemeinschaftshaus MORUS 14 e.V. Bewohnerinnen und Bewohner des Rollbergviertels 14 Frauen 4 Männer Etablierung und Förderung der gemeinnützigen Arbeit des Fördervereins Gemeinschaftshaus Morus 14 e.V.; Finanzierung einer Stelle zur Organisation von Veranstaltungen, Kursen und Beratungsangeboten Verbesserung der sozialen Kompetenz und Integrationsfähigkeit der Zielgruppe 10.000,- EUR 01.09.2004 – 30.06.2005 Ursula Bartel (u.bartel@morus14.de) info@morus14.de www.morus14.de

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Teil 2: Beispiele der guten Praxis in Neukölln

4. Die Schillerpromenade im Profil
Die Schillerpromenade kurz vorgestellt
Die traditionellen Wohngebiete der Schillerpromenade sind überwiegend Ende des 19. Jahrhunderts entstanden und haben nur einen geringen Anteil an Gewerbeflächen. Charakteristisch sind Häuser mit aufwändigen Fassaden und großzügigen Höfen. Den Krieg überstand das Gebiet nahezu unbeschadet.

Das Quartier ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen und bietet vielfältige Einkaufsmöglichkeiten. Durch den guten Erhaltungszustand, die attraktive Wohnlage nahe dem Körnerpark und die gute Verkehrsanbindung geriet die Schillerpromenade lange nicht in die Aufmerksamkeit der Stadtsanierung. Seit Mitte der 1990er Jahre lässt sich aber eine starke Zu- und Abwanderungsbewegung im Viertel beobachten. Einkommensstarke Haushalte sind weggezogen und wurden durch eher Einkommensschwache ersetzt. Ein Drittel der Bewohner/innen bildet den festen Kern von bereits lang ansässigen Mietern, zwei Drittel sind neu zugezogene, meist junge Familien mit unterschiedlichster sozialer und ethnischer Herkunft.

Förderziele Fördersumme Laufzeit Kontakt

Aus dem Projekt berichtet Das Gemeinschaftshaus in der Morusstraße 14 wurde bereits Mitte der 1970er Jahre als Teil des Rollbergviertels errichtet. Mieterinnen und Mieter haben sich im Jahr 2003 im Förderverein Gemeinschaftshaus MORUS 14 e.V. zusammengetan, um als Betreiber das Gemeinschaftshaus zum Begegnungszentrum und Mittelpunkt des kulturellen und sozialen Kiezlebens zu entwickeln. Dabei sollten einerseits die Angebote im Gemeinschaftshaus ausgebaut werden und andererseits Bewohnerinnen und Bewohner zu ehrenamtlichem Engagement aktiviert werden, um die Lebensverhältnisse im Kiez zu verbessern. Eine Vielzahl von Angeboten findet inzwischen in dem hellen, großen Raum mit Bar und Küche statt: multikulturelle Kiezfeste, Ausstellungen von Freizeit- und professionellen Künstlern oder verschiedene Kurse. Das Gemeinschaftshaus ist zu einem Bezugspunkt von Mieterinnen und Mietern geworden. Hier trifft sich die Kiez-AG und berät über anstehende Verbesserungen des Wohnumfeldes, die Schuldnerberatung hat eine Anlaufstelle, jeden Dienstag probt das Frauenblasorchester Berlin. Bei den interkulturellen Festen, wie dem türkisch-arabischen Opferfest oder dem tamilischen Abend, feiern die verschiedensten Bewohnergruppen zusammen. Jeden Mittwoch kochen Mieter für Mieter - gegen einen Spendenbeitrag von 3 Euro bekommt man einen Platz an der mit internationalen Spezialitäten gedeckten Tafel. Im Jahr 2004 wurden mehr als 15.000 Stunden gemeinnütziger Arbeit im Rollbergviertel geleistet. Das Gemeinschaftshaus Morus 14 ist Zentrum dieser Arbeit und bietet darüber hinaus Möglichkeiten der praktischen Arbeitserprobung außerhalb der Anforderungen "normaler" Beschäftigungsverhältnisse. Der Förderverein Gemeinschaftshaus MORUS 14 e.V. wurde im November 2004 für sein ehrenamtliches, soziales Engagement und insbesondere für die Aktion "Mieter kochen für Mieter" von der Neuköllner Bürgerstiftung e.V. mit dem 1. Neuköllner Bürgerpreis ausgezeichnet. Das LOS-Programm finanzierte die hauptamtliche Stelle der Leiterin des Gemeinschaftshauses, Dora Masur, die die ehrenamtliche Arbeit im Gemeinschaftshaus Morus 14 auch in der Förderperiode 2005 / 2006 mit der Unterstützung von LOS koordiniert.
Bild 1: Engagierte Helfer/innen mit der Leiterin Dora Masur Bild 2: Auch Prominente kochen mittwochs: Der Beauftragte für Integration und Migration des Landes Berlin Günter Piening (Mitte) mit Mahmoud Faoumi (ehrenamtlicher Helfer) und Dora Masur Bild 3: Zu Tisch bei "Mieter kochen für Mieter" (Fotos: Renate Muhlak, Quartiersmanagement Rollbergviertel)

Der Anteil der 18-35 Jährigen ist deutlich höher als im Berliner Durchschnitt. Gerade bei den jungen Bewohner(inne)n des Viertels ist die soziale Lage oft prekär. So ist die Jugendarbeitslosigkeit überdurchschnittlich hoch, bei Kindern und Jugendlichen mangelt es zunehmend an Deutschkenntnissen.
Das Quartiersmanagement wurde im Jahr 1999 eingerichtet.

Die Schillerpromenade in Zahlen Das Gebiet Fläche: Art des Gebietes: Die Bewohner/innen Gesamt 19.617 Alter Frauen 46% bis 25 28% Männer 54% 25 bis 55 54% 96 ha

(Stand 31.12.2002, Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Sozialstrukturatlas 2003, Bezirksamt Neukölln von Berlin)

Innerstädtisches Altbaugebiet deutsch 65% 55+ 18% nicht deutscher Herkunft 35% Arbeitslosigkeit ca. 21%

Der Lokale Aktionsplan LOS
Besondere Zielgruppen 1. Ältere Arbeitnehmer/innen 2. Jugendliche und junge Erwachsene mit mangelnden Deutschkenntnissen 3. Frauen ohne Erwerbsmöglichkeit Entwicklungsziele 1. Steigerung der Chancen am Arbeitsmarkt durch Beratung und Qualifikation, besonders für Frauen 2. Integration benachteiligter Jugendlicher und junger Migrantinnen und Migranten in den Arbeitsmarkt 3. Verbesserung von sozialen und kommunikativen Kompetenzen als Schlüssel zur Arbeitsfähigkeit

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Teil 2: Beispiele der guten Praxis in Neukölln
Projekte in der Schillerpromenade
Beispiel 1: Maßnahmen zur beruflichen Eingliederung für junge türkischsprachige Mütter
Träger Zielgruppe Teilnehmer Inhalt Diakonisches Werk Neukölln-Oberspree e. V. Junge Frauen türkischer Herkunft, Heiratsmigrantinnen 31 Frauen in der Beratung 16 Kursteilnehmerinnen Vermittlung von Basisqualifikationen für einen Berufseinstieg und von Kenntnissen über Rechte und Pflichten von Eltern; Förderung der elterlichen Kompetenz Steigerung der Chancen am Arbeitsmarkt durch Beratung und Qualifizierung, besonders für Frauen 9.667,- EUR 01.09.2004 – 30.06.2005 Maria Macher, Alix Rehlinger (A.Rehlinger.dwno@t-online.de)

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Träger Zielgruppe Teilnehmer Inhalt Förderziele Laufzeit Kontakt

Teil 2: Beispiele der guten Praxis in Neukölln

Projekte in der Schillerpromenade
Beispiel 2: Schuldistanziertenarbeit an der Kurt-Löwenstein-Oberschule
Förderverein der Kurt-Löwenstein-Oberschule e.V. Schuldistanzierte Schüler/innen und ihre Eltern 5 Schülerinnen 21 Schüler Aufsuchende Beratung von Familien und Vermittlung von Unterstützung bei Erziehungsproblemen, um schuldistanzierte Schüler/innen wieder in die Schule zurückzuführen und ihnen erfolgreiche Schulabschlüsse zu ermöglichen Verbesserung von Ausbildungschancen 10.000,- EUR 01.09.2004 – 28.02.2005 Detlef Pawollek, Heinz Haberland, Paul Alfred Kleinert (foerderloewenstein@yahoo.de)

Förderziele Fördersumme Laufzeit Kontakt

Fördersumme

Aus dem Projekt berichtet Die Frauen in Maria Machers Kurs verband vor allem eines: sie wurden in der Türkei geboren und sind durch Eheschließung nach Berlin gekommen. Sie sprachen nur wenig Deutsch, da sie wegen ihrer familiären Verpflichtungen kaum Möglichkeiten gehabt hatten, an Sprachkursen und beruflichen Eingliederungsmaßnahmen teilzunehmen. Maria Macher vom Diakonischen Werk Neukölln-Oberspree hat das LOSProjekt "Maßnahmen zur beruflichen Eingliederung für junge türkischsprachige Mütter" ins Leben gerufen, um den Frauen, die oft in der Türkei einen Schulabschluss, das Abitur oder sogar ein Studium gemacht haben, einen (Wieder-)Einstieg in das Berufsleben und die Verbesserung ihrer Deutschkenntnisse zu ermöglichen.

Aus dem Projekt berichtet: Über 60 teils unentschuldigte Fehltage in der Schule, ständiges Schwänzen oder Stören des Unterrichts, schlechte Noten, gar die Gefährdung der Versetzung oder des Schulabschlusses – das sind die typischen Anzeichen für das so genannte "schuldistanzierte Verhalten". Der Sozialtherapeut Paul Alfred Kleinert leitete im Auftrag der Schulleitung und des Fördervereins der Kurt-Löwenstein-Oberschule das LOS-Projekt "Schuldistanziertenarbeit". Im Gespräch mit den Eltern, zu Hause oder in der Schule, versuchte er, die Jugendlichen wieder in den Unterricht zurückzuholen. Gespräche mit Lehrern und Mitarbeitern des Jugendamtes fanden statt. Die Zusammenarbeit zwischen Schülerin oder Schüler, Kontaktperson, Schule, Elternhaus, kommunalen Einrichtungen und freien Trägern war hierbei besonders wichtig. Das Konzept funktionierte: im LOS-Projekt ist es gelungen, 68 % der schuldistanzierten Schüler/innen wieder regelmäßig in die Klassenzimmer zu holen oder ihnen anderweitige Schulabschlussmöglichkeiten zu eröffnen. Der 2. Vorsitzende des Fördervereins der Kurt-Löwenstein-Oberschule, Detlef Pawollek, beschreibt den Erfolg des LOS-Projektes wie folgt:

"Ansatz war die Wahrnehmung und Wertschätzung der Ressourcen der Frauen bei gleichzeitiger Förderung ihrer elterlichen Kompetenzen. Die Unabhängigkeit der Frauen sollte gestärkt werden, sie sollten eigenständige Ziele für Beruf und Lebensplanung entwickeln.", so Maria Macher.
Wichtig war dabei vor allem die Aufklärung darüber, wie Schul- und Berufsabschlüsse in Deutschland anerkannt oder nachgeholt werden können. Alle Frauen haben Kinder, wussten aber wenig über ihre Rechte und Pflichten als Mütter bzw. Frauen und auch über die hiesigen Kinderbetreuungsmöglichkeiten. Deshalb war ein Schwerpunkt der 18wöchigen Kurse die Schulung "elterlicher Kompetenz" – hier wurden Themen wie die zweisprachige Erziehung, Suchtvorbeugung, gesunde Ernährung, Förderung der Kinder von klein auf, Hilfen für Familien im Kiez etc. besprochen. Zwölf der 16 Kursteilnehmerinnen haben kontinuierlich und erfolgreich teilgenommen und ein Zertifikat erhalten. Sie haben auch den weiterführenden Kurs zur Ausbildung als "Stadtteilmutter" belegt und arbeiten inzwischen im seit Juni 2005 eingerichteten "Interkulturellen Elternzentrum" des Diakonischen Werks und des Kinderclubhauses Oderstraße, um sozial benachteiligten Familien in der Schillerpromenade zu helfen, ihre elterlichen Kompetenzen zu stärken.
Bild 1: Die Stadtteilmütter beim wöchentlichen offenen Elterntreff im Kinderclubhaus Oderstraße Hier werden Erziehungsfragen diskutiert, es wird gemeinsam gekocht und Sport getrieben. Bild 2: Die Arbeit im Projektkurs Bild 3: Die Kursteilnehmerinnen mit Maria Macher (Zweite von rechts)

"Erst durch die Unterstützung des LOS-Programms konnten wir unsere Zielvorstellungen in die Tat umsetzen und zeigen, wie wichtig und erfolgversprechend eine Schulsozialarbeit an einer Berliner Hauptschule ist. Die abschließende Bestätigung erhielten wir schließlich im August 2005, als Schulsenator Klaus Böger gemeinsam mit dem Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband unsere Schule besuchte und die geleistete Schulsozialarbeit würdigte. Letztendlich gelang es mit Hilfe des LOSProjektes, für den Förderverein der Kurt-Löwenstein-Oberschule e.V. die Anerkennung als Freier Träger der Jugendhilfe zu erlangen und so die Nachhaltigkeit der bisher geleisteten Arbeit zu sichern."
Denn die aufsuchende Elternarbeit ist eine zeitintensive Aufgabe, welche eine langfristige Verlässlichkeit über den Bildungsauftrag der Schule hinaus benötigt, um erfolgreich zu sein. LOS konnte hier einen Anstoß leisten.

Bild 1: Schülerhilfe in der Kurt-Löwenstein-Oberschule Bild 2: Schulsenator Klaus Böger beim Besuch der Kurt-Löwenstein-Oberschule Bild 3: Schulsenator Klaus Böger mit Heinz Haberland vom Förderverein der Schule am Buffet der Schülerfirma

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Teil 2: Beispiele der guten Praxis in Neukölln
Projekte in der Schillerpromenade
Beispiel 3: Mediennutzung und Infopool für beruflich benachteiligte behinderte Frauen und Lesben
Träger Zielgruppe Teilnehmer Inhalt RuT – Rad und Tat e.V. Offene Initiative lesbischer Frauen Frauen in der Schillerpromenade 2 Computerkurse: mit je 6 Frauen Existenzgründerinnenseminar: 30 Frauen Qualifizierung von Frauen über ein abgestimmtes Maßnahmenprogramm; Computerkurse und Existenzgründerinnenseminar; Aufbau einer Internet-Datenbank mit Bildungs- und Beratungsangeboten in Berlin mit einem besonderen Fokus auf Zugangsmöglichkeiten für behinderte Menschen http://www.rut-infopool.de Steigerung der Chancen von Frauen am Arbeitsmarkt durch Beratung und Qualifikation 9.890,- EUR 01.11.2004 – 30.06.2005 Ines Bauer (radundtatberlin@compuserve.de; radundtat@web.de)

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CREAFIT

Teil 3: Infoteil

1. Überblick der geförderten LOS - Mikroprojekte 2003 - 2006
Projekte im Quartiersmanagementgebiet High-Deck-Siedlung
Erste Förderperiode 01.11.2003 bis 30.06.2004
The Corner Digital Artists Medienprojekt zur Berufsorientierung High-Deck-Athletes Vermittlung sozialer Kompetenzen für das Berufsleben durch Selbstverteidigungstraining Deutschkurs zur Berufsorientierung für junge Frauen und Mütter Grundlagenorganisation zum Einstieg in die Arbeitswelt Hilfe für junge Frauen durch Strukturierung der Alltagsorganisation, Zeitmanagement und nachbarschaftliche Hilfsnetze Kreativitätsförderung und Bewegung zur Vermittlung sozialer Kompetenzen zum Berufseinstieg PC-Power 40 Plus Computertraining für Bewohner/innen über 40 Jahre Umgang mit dem Internet als Recherche- und Kommunikationsmedium mit dem Schwerpunktthema Gesundheit Junge Migrantinnen - Fit für den Beruf Bewerbungstraining und Hilfen beim Berufseinstieg für Migrantinnen Türkisch-Deutsches Zentrum e.V. Computertreff 40 Plus e.V. Gesundheit Berlin e.V. Internetschulung mit Gesundheitsinformationen für Migrantinnen AWO Arbeiterwohlfahrt Berlin Kreisverband Südost e.V. AWO Arbeiterwohlfahrt Berlin Kreisverband Südost e.V. Amt für Jugendarbeit im Kirchenkreis Neukölln – Jugendtreff The Corner Amt für Jugendarbeit im Kirchenkreis Neukölln – Jugendtreff The Corner

Förderziele Fördersumme Laufzeit Kontakt

Bequit GmbH

Aus dem Projekt berichtet

Raum für Frauen und Lesben mit und ohne Behinderung - mit diesem Ziel wurde 1989 die Offene Initiative lesbischer Frauen – RuT Rad und Tat e.V. in der Schillerpromenade gegründet. Sich Raum zu verschaffen fällt trotz positiver Veränderungen in den letzten Jahren gerade für lesbische Frauen oder für Frauen mit Behinderungen immer noch schwer. Gesellschaftlicher Diskriminierung entgegenzuwirken und damit neue Handlungsfelder zu öffnen, das steht hinter den vielfältigen Projekten der Initiative. "Stärken und Fähigkeiten sichtbar machen, weitergeben und weiterentwickeln", dieser Grundsatz des RuT e.V. bestimmt auch die durch LOS geförderten Aktivitäten.
In drei Seminaren wurde interessierten Frauen die Möglichkeit geboten, sich in Bezug auf die Arbeitssuche am Computer weiterzubilden. Zum einen durch die Auseinandersetzung mit den neuen Medien, zum anderen durch Informationen zur Existenzgründung. Und noch eine weitere Aktivität wurde durch LOS ermöglicht. Die Leiterin der Computerkurse, Ines Bauer, programmierte eine im Internet zugängliche Datenbank, in der Weiterbildungs- und Beratungsangebote zur Berufsförderung aus ganz Berlin zusammengetragen wurden. Dieses elektronische Informationsnetz grenzt sich zu bereits bestehenden Datenbanken durch die Spezifizierung auf behinderte Frauen und die Zugänglichkeit der Einrichtungen für sie ab. Folgerichtig hat Ines Bauer auch die Seite selbst nach den Kriterien der Barrierefreiheit gestaltet und findet so den Bogen zur Philosophie des RuT e.V. Blockaden abbauen und - diesmal virtuelle - Räume aufzeigen, denn die Computernutzung stellt für behinderte Frauen ein ideales Medium dar, um barrierefrei an Informationen zu gelangen.
Bild 1: Ines Bauer bei der Arbeit an www.rut-infopool.de Bild 2: Die Mitarbeiterinnen des "RuT e.V." ( v.l.n.r. Sammy Barl, Tanja Leschzensky, Jutta Brambach, Sabine Thomsen, Ines Bauer) Bild 3: Ines Bauer und Tanja Leschzensky bei der LOS-Projektmesse im Rathaus Neukölln Mai '05

Zweite Förderperiode 01.09.2004 bis 30.06.2005
14 bis 21 und weiblich Bewerbungs- und Computertraining, Stärkung von Selbstvertrauen und Kommunikationsfähigkeit The Corner Digital Artists II Jugendliche vertiefen die erlernten Fähigkeiten in Musik und Film am PC Perspektivwechsel durch Ashihara Vermittlung sozialer Kompetenzen für das Berufsleben durch Selbstverteidigungstraining Deutsch lernen im Unterricht und am PC für Frauen Kurse zur Vorbereitung auf Volkshochschulkurse AWO Arbeiterwohlfahrt Berlin Kreisverband Südost e.V.
Migranten Jugendliche Ältere Arbeitnehmer

Amt für Jugendarbeit im Kirchenkreis Neukölln – Jugendtreff The Corner Amt für Jugendarbeit im Kirchenkreis Neukölln – Jugendtreff The Corner Amt für Jugendarbeit im Kirchenkreis Neukölln – Jugendtreff The Corner

Besondere Zielgruppen:

Frauen

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Teil 3: Infoteil
1. Überblick der geförderten LOS - Mikroprojekte 2003 - 2006
Projekte im Quartiersmanagementgebiet High-Deck-Siedlung
Grundlagentraining zur Bewerbung für Mütter und junge Frauen Fit am PC mit 40 Plus Computerkurse für ältere Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger und Ehrenamtliche Mein Weg in die Zukunft Filmprojekt mit Schülerinnen und Schülern der KeplerOberschule; Erstellung von Filmbeiträgen zu Berufswünschen, berufsbildenden Maßnahmen und zum Berufsalltag in einem ausgewählten Betrieb YARDIMCI - Helferin für Beruf und Familie Information und Hilfestellung über Möglichkeiten der Beratung, der beruflichen und sprachlichen Weiterbildung Analphabeten erkunden Möglichkeiten für Arbeit und Beratung Foto- und Interviewprojekt: Erkundung von Beratungsangeboten und Arbeitsmöglichkeiten in Neukölln, Grundbildung im Lesen, Schreiben und Rechnen, Praxisanleitung in den Bereichen Holz und Hauswirtschaft Mit Spaß und Vollgas in die Zukunft Berufsorientierung für Jugendliche der 8. und 9. Klassen Türkisch-Deutsches Zentrum e.V. Lesen und Schreiben e.V. Berlin Internationaler Bund (IB) Freier Träger der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit e.V. Filmarche e.V. Computertreff 40 Plus e.V. AWO Arbeiterwohlfahrt Berlin Kreisverband Südost e.V.

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Teil 3: Infoteil

1. Überblick der geförderten LOS - Mikroprojekte 2003 - 2006
Projekte im Quartiersmanagementgebiet High-Deck-Siedlung
Orientierungstraining für Analphabeten Umweltprojekt: Sammeln von recyclebaren Druckerkartuschen von Firmen und öffentlichen Einrichtungen, Grundbildung im Lesen, Schreiben und Rechnen, Bewerbungstraining, Praxisanleitung in den Bereichen Gartenbau und Hauswirtschaft Greenmap High-Deck-Siedlung / Köllnische Heide Erstellung einer ökologischen Stadtteilkarte mit Schülerinnen und Schülern der Kepler-Oberschule Vereinigung der Freunde der 6. Oberschule (OH) in Berlin-Neukölln e.V. Lesen und Schreiben e.V. Berlin

Projekte im Quartiersmanagementgebiet Reuterplatz
Erste Förderperiode 01.11.2003 bis 30.06.2004
Galerie temporaire Nutzung von leer stehenden Läden für temporäre Kunstausstellungen Sprachförderung für Mädchen für Mädchen und junge Frauen mit Migrationshintergrund einschließlich Berufsorientierung und Bewerbungstraining Ehrenamtliche Beratung für Frauen türkischer Herkunft Coaching für junge Frauen mit Migrationshintergrund E-learning-Server Erstellung und Nutzbarmachung einer IT - Anwendung zum Selbstlernen am Computer für Kiez-Bewohner/innen Jalousien- und Fassadengestaltung durch Jugendliche Amt für Jugendarbeit im Kirchenkreis Neukölln – Jugendtreff The Corner AKI e.V. (Arabisches Kulturinstitut e.V.) AWO Arbeiterwohlfahrt Berlin Kreisverband Südost e.V. AWO Arbeiterwohlfahrt Berlin Kreisverband Südost e.V. Computertreff 40 Plus e.V. Künstlerische Gestaltung des öffentlichen Raums zur Berufsorientierung EDV- und Bewerbungstraining für Migrantinnen Abendkurs zur Basisqualifikation am Computer Beratung für (potentielle) Existenzgründer/innen Vorbereitung und begleitende Beratung zur Existenzgründung besonders für Frauen nichtdeutscher Herkunft Zukunft – Visions Kommunikationsschulung / Berufsorientierung zur Verhinderung von Schulabbruch und Schulversagen Vielfalt e.V. Türkisch-Deutsche Unternehmervereinigung Berlin-Brandenburg e.V. TIO e.V. (Treff- und Informationsort für türkische Frauen e.V.) Herr Frank Suplie (Einzelperson) Familie e.V. ISOM e.V. (Innovatives Sozialmanagement e.V.) Elele Nachbarschaftsverein Neukölln e.V.  derzeit Büro-Galerie Klaus Bortoluzzi und Denise S. Puri

Dritte Förderperiode 01.09.2005 bis 30.06.2006
14 bis 21 und weiblich II Bewerbungs- und Computertraining, Stärkung von Selbstvertrauen und Kommunikationsfähigkeit Schulung von künftigen Integrationsassistenten Ausbildung von Sprach- und Kulturvermittlern Deutsch- und PC-Kenntnisse für Migrantinnen Spracherwerb als Hilfe für den Berufseinstieg Kurse zur Eingliederung in die Arbeitswelt für Mütter und junge Frauen Reif für den PC mit 40 Plus Computertraining für Bewohner/innen über 40 Jahre Erste Schritte in der Arbeitswelt Training von Selbstbewusstsein und Vertrauen als Schlüsselressource für den Berufseinstieg YARDIMCI - Helferin für Beruf und Familie II Information und Hilfestellung über Möglichkeiten der Beratung, der beruflichen und sprachlichen Weiterbildung Internationaler Bund (IB) Freier Träger der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit e.V. Herr Tobias Herbst (Einzelperson)

Zweite Förderperiode 01.09.2004 bis 30.06.2005
Kreatives Netzwerk "Künstlertreff Reuterkiez" Wöchentliche Gesprächsrunden zur Vernetzung und zum Erfahrungsaustausch von Neuköllner Künsterinnen und Künstlern
Besondere Zielgruppen: Frauen Migranten

 derzeit Büro-Galerie Klaus Bortoluzzi und Denise S. Puri

Jugendliche

Ältere Arbeitnehmer

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Teil 3: Infoteil
1. Überblick der geförderten LOS - Mikroprojekte 2003 - 2006
Projekte im Quartiersmanagementgebiet Reuterplatz
Qualifizierung im EDV-Bereich und Sprachförderung für Migrantinnen Trainingskurse Integrationsfilm für Migrantinnen und Migranten im Reuterkiez Dokumentation der Arbeit und des Engagements lokaler Vereine und Akteure mit Migrationshintergrund Analphabeten erkunden Möglichkeiten für Arbeit und Beratung Foto- und Interviewprojekt: Erkundung von Beratungsangeboten und Arbeitsmöglichkeiten in Neukölln, Grundbildung im Lesen, Schreiben und Rechnen, Praxisanleitung in den Bereichen Holz und Hauswirtschaft Lebenslanges Lernen im MittenMang Kursangebot zur Multiplikatorenschulung und Qualifizierung in unterschiedlichen Bereichen Pallotti-Mobil - Bedürftige helfen Bedürftigen Hilfe für Bedürftige mit Reinigungsarbeiten, Reparaturen oder Renovierungen durch Arbeitslose Neuköllner Schüler/innen gehen zur Arbeit...? Erstellung eines Videomagazins zu Berufsbildern EDV-Kurs und Bewerbungstraining für Migrantinnen II Abendkurs zur Basisqualifikation am Computer Hilfe zur Selbsthilfe im Reuterkiez Kurs zum Erwerb der Basisqualifikation "Pflegehelfer/in" insbesondere für Frauen mit Migrationshintergrund Frau Astrid Vonhoff (Einzelperson) TIO e.V. (Treff- und Informationsort für türkische Frauen e.V.) Frau Frauke Schaefer (Einzelperson) Pallottinische Gemeinschaft in St. Christophorus MittenMang e.V. Lesen und Schreiben e.V. Berlin ISOM e.V. (Innovatives Sozialmanagement e.V.) Elele Nachbarschaftsverein e.V.

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Teil 3: Infoteil

1. Überblick der geförderten LOS - Mikroprojekte 2003 - 2006
Projekte im Quartiersmanagementgebiet Reuterplatz
Pallotti-Mobil - Bedürftige helfen Bedürftigen Vermittlungsbüro für die nachbarschaftliche Hilfe von Langzeitarbeitslosen für andere arbeitslose und bedürftige Menschen (Einkaufs- u. Haushaltshilfe, Besuchsdienste) Rütli TV – Fernsehmagazin beim Offenen Kanal Schülerinnen und Schüler der Rütli-Oberschule erstellen einen Magazinbeitrag Computer und Internet speziell für Migrantinnen Abendkurs zur Basisqualifikation am Computer, Schwerpunkt Nutzung des Internet TIO e.V. (Treff- und Informationsort für türkische Frauen e.V.) Frau Astrid Vonhoff (Einzelperson) Frau Frauke Schaefer (Einzelperson) Pallottinische Gemeinschaft in St. Christophorus

Hilfe zur Selbsthilfe im Reuterkiez II Kurs zum Erwerb der Basisqualifikation "Pflegehelfer/in" insbesondere für Frauen mit Migrationshintergrund

Projekte im Quartiersmanagementgebiet Rollbergviertel
Erste Förderperiode 01.11.2003 bis 30.06.2004
Starthilfe für den Förderverein Gemeinschaftshaus MORUS 14 i.G. Einrichtung von zwei Stellen zur Koordination der gemeinnützigen Arbeit des Gemeinschaftshauses Umgang mit dem Internet als Recherche- und Kommunikationsmedium mit dem Schwerpunktthema Gesundheit Zirkusprojekt Rollberg Zirzensisches Training von benachteiligten Jugendlichen zur Vermittlung von sozialen Kompetenzen zum Berufseinstieg Medienprojekt für Hauptschüler/innen Mediengestütztes Training von Konflikt-, Kommunikationsund Bewerbungssituationen zur Integration in den Arbeitsmarkt oder zur Ausbildungsaufnahme Sieben fantastische Insekten Kunstprojekt mit Schülerinnen und Schülern zur Berufsorientierung im handwerklich–technischen Bereich Computertraining für Mädchen und junge Frauen Qualifizierung von Mädchen und jungen Frauen im EDV-Bereich Zukunfts - Visions Kommunikationsschulung / Berufsorientierung zur Verhinderung von Schulabbruch und Schulversagen Kielhorn-Schule und Zuckmayer-Schule IBEF e.V. (Initiative für Berliner Einzelfallund Familienhilfe e.V.) Herr Pablo Ruiz Holtgrefe (Einzelperson) Förderverein Gemeinschaftshaus Morus14 i.G. Gesundheit Berlin e.V.

Internetschulung mit Gesundheitsinformationen für Migrantinnen

Dritte Förderperiode 01.09.2005 bis 30.06.2006
Nähatelier an der Adolf-Reichwein-Schule Qualifizierung von Schülerinnen und Schülern für das Berufsfeld der Schneiderei Selbsthilfegalerie R31 Organisation von Ausstellungsmöglichkeiten für Neuköllner Künstlerinnen und Künstler DRUCKREIF – Layout, Siebdruck und Internet-Vertrieb Qualifizierung junger Frauen für Gestaltungs- und Kreativberufe durch Layout und Vertrieb von T-Shirts Kulturspezifische Bildungsarbeit an Neuköllner Schulen Kurse zur Vermittlung von interkultureller Kompetenz, Demokratie und Toleranz Tanztrainerausbildung mit Zertifikat Ausbildung zum Tanztrainer für arbeitslose Jugendliche Amaro foro - Unsere Stadt mit anderen Augen Jugendliche Roma / Sinti produzieren einen Film über Selbstbestimmung und Partizipation und entwickeln Perspektiven für ihre schulische und berufliche Bildung MeDIA RrOMA e.V. Fusion Intercultural Projects Berlin e.V. Entegre e.V. Für Bildung und Erziehung Druckreif Initiative  derzeit Büro-Galerie Klaus Bortoluzzi und Denise S. Puri Frau Anette Bremer-Langen, Frau Antje Abel (Einzelpersonen)

MaDonna Mädchenkult.Ur e.V.

Vielfalt e.V.

Besondere Zielgruppen:

Frauen

Migranten

Jugendliche

Ältere Arbeitnehmer

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Teil 3: Infoteil
1. Überblick der geförderten LOS-Mikroprojekte 2003 - 2006
Projekte im Quartiersmanagementgebiet Rollbergviertel
Zweite Förderperiode 01.09.2004 bis 30.06.2005
Arbeitsnetz Neukölln Beratung und Unterstützung von Menschen arabischer Herkunft beim Berufseinstieg Schulung von künftigen Integrationsassistenten Ausbildung von Sprach- und Kulturvermittlern Etablierung der gemeinnützigen Arbeit des Fördervereins Gemeinschaftshaus Morus 14 e.V. , Berufsorientierung und Bewerbungshilfe für Bewohner/innen im Kiez Anschubfinanzierung für eine Köchin und eine Projektleiterin Qualifikation zur Schulküchenhilfe Lehrkurse zur Qualifizierung arbeitsloser Eltern und interessierter Kiezbewohner/innen zur Mitarbeit in einer Schulküche Umgang mit dem Internet als Recherche- und Kommunikationsmedium mit dem Schwerpunktthema Gesundheit Fachsprache Anatomie und Pflege, Strukturwissen über Institutionen, Bewerbungstraining "Was guckst du?" - Emotionales Theater und soziales Lernen Über die Methode des ‚emotionalen Theaters’ lernen Schülerinnen und Schüler Kommunikations- und Sozialkompetenz Kunstprojekt "Dialog" Gemeinsame Schulhofgestaltung zweier Schulen Orientierung auf handwerkliche Berufe Analphabeten erkunden Möglichkeiten für Arbeit und Beratung Foto- und Interviewprojekt: Erkundung von Beratungsangeboten und Arbeitsmöglichkeiten in Neukölln, Grundbildung im Lesen, Schreiben und Rechnen, Praxisanleitung in den Bereichen Holz und Hauswirtschaft Multi-Media-Film Projekt Erstellen eines Films vom Drehbuch bis zur Produktion und Vorführung Coaching für junge Migrantinnen im MaDonna Mädchentreff Lerntraining zumm Erreichen des Schulabschlusses Berufsorientierung, Bewerbungstraining, Selbstpräsentation Beratungsangebot zur Vermeidung von Schulversagen MaDonna Mädchenkult.Ur e.V. MaDonna Mädchenkult.Ur e.V. Lesen und Schreiben e.V. Berlin Kielhorn Schule, Zuckmayer Schule Kielhorn Schule in Kooperation mit dem Freundeskreis für Lebensenergie e.V. Förderverein der Regenbogen Grundschule e.V. AKI e.V. (Arabisches Kulturinstitut e.V.) Förderverein Gemeinschaftshaus Morus14 e.V. Gemeinnützige Wege aus der Arbeitslosigkeit im Gemeinschaftshaus Morusstraße 14 AKI e.V. (Arabisches Kulturinstitut e.V.)

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Teil 3: Infoteil

1. Überblick der geförderten LOS - Mikroprojekte 2003 - 2006
Projekte im Quartiersmanagementgebiet Rollbergviertel
"Grünprojekt" – Berufsbild Gärtner Schülerinnen und Schüler gestalten und bepflanzen eine Grünanlage, Orientierung auf Berufe im Freien Berufsbild Pferdewirt / Tierpfleger Projektwoche auf einem Pferdehof für Schülerinnen und Schüler, Orientierung auf Berufe auf dem Land Kreativworkshop Ausbildung und Beruf Methode der Stadtralley mit Schülerinnen und Schülern zur Heranführung an Berufsperspektiven Zuckmayer Schule Zentrum für Lebensenergie e.V. Zentrum für Lebensenergie e.V.

Existenzgründung durch Erhalt der Cafeteria in der Regenbogenschule Förderverein der Regenbogen Grundschule e.V.

Dritte Förderperiode 01.09.2005 bis 30.06.2006
Basaricam - Ich schaff‘ das! Aufzeigen von Möglichkeiten zum Berufseinstieg für junge Frauen mit Migrationshintergrund Berufsplanung jetzt! Jugendprojekt zur beruflichen Perspektiventwicklung Weiterführung der gemeinnützigen Arbeit des Fördervereins Gemeinschaftshaus Morus 14 e.V. , Koordination ehrenamtlicher Kräfte, Organisation von Veranstaltungen, Bewohnerarbeit, Anleitung zu umweltgerechtem Verhalten Fachsprache Anatomie und Pflege, Strukturwissen über Institutionen, Bewerbungstraining Black Box Über die Methode des ‚schwarzen Theaters’ lernen Schülerinnen und Schüler Kommunikations- und Sozialkompetenz Demokratie und Recht im Alltag Vermittlung von Rechtsbewusstsein, Toleranz und Demokratie an Jugendliche Beratungsangebot zur Vermeidung von Schulversagen "Grünprojekt" – Berufsbild Gärtner II Schülerinnen und Schüler gestalten und bepflanzen eine Grünanlage, Orientierung auf Berufe im Freien Sensibilisierungstraining Berufswahl Berufsorientierungskurs für Schülerinnen und Schüler an der Schwelle von der Schule zum Beruf Zuckmayer Schule Zentrum für Lebensenergie e.V. Landesverband der Jugendrechtshäuser Berlin i.G. Zentrum für Lebensenergie e.V. Kielhorn Schule Evangelische Kirchengemeinde Magdalenen und Bethlehem, Berlin-Neukölln Förderverein Gemeinschaftshaus Morus14 e.V. Frau Lissy Czarnetzki (Einzelperson)

Internetschulung mit Gesundheitsinformationen für Migrantinnen II Gesundheit Berlin e.V.

Gemeinnützige Wege aus der Arbeitslosigkeit im Gemeinschaftshaus Morusstraße 14 II

Sprachliche Vorqualifizierung für Frauen, die einen Pflegeberuf erlernen möchten Frau Dr. Susanna Kahlefeld (Einzelperson)

Sprachliche Vorqualifizierung für Frauen, die einen Pflegeberuf erlernen möchten II Frau Dr. Susanna Kahlefeld (Einzelperson)

"Brücken bauen" Verbindungen schaffen zwischen Schule – Eltern – Schülern II

"Brücken bauen" Verbindungen schaffen zwischen Schule – Eltern – Schülern Zentrum für Lebensenergie e.V.

Besondere Zielgruppen:

Frauen

Migranten

Jugendliche

Ältere Arbeitnehmer

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Teil 3: Infoteil
1. Überblick der geförderten LOS - Mikroprojekte 2003 - 2006
Projekte im Quartiersmanagementgebiet Schillerpromenade
Erste Förderperiode 01.11.2003 bis 30.06.2004
Qualifizierung türkischer Frauen zu Stadtteilmüttern Kurs zur Ausbildung von "Stadtteilmüttern" für die Begleitung von Familien mit besonderem Unterstützungsbedarf Beratung von Schülerinnen und Schülern zu Berufswahl und Ausbildungsmöglichkeiten Beratung, Hilfe und Schulung für Existenzgründer/innen Existenzgründerkurs und Bildung von Gründungsteams speziell für potenzielle Jungunternehmer/innen arabischer Herkunft Computerkurse in kleinen Gruppen Globe e.V. (Gesellschaft für internationale Kooperation e.V.) Diakonisches Werk Neukölln-Oberspree e.V. Förderverein der Kurt-Löwenstein-Oberschule e.V.

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Teil 3: Infoteil

1. Überblick der geförderten LOS - Mikroprojekte 2003 - 2006
Projekte im Quartiersmanagementgebiet Schillerpromenade
Coaching und individuelle Gründungsfahrpläne Schulungen für Existenzgründungen (junger) arabischer Migrantinnen und Migranten Forschungsvorhaben und Videoprojekt zu Selbstbildern und beruflichen Perspektiven junger Frauen Endspurt: Gezielte Förderung benachteiligter Mädchen Unterstützung von Mädchen aus sozial benachteiligten Familien bei der Erreichung eines guten Schulabschlusses Frau Irene Hummel (Einzelperson) in Kooperation mit dem Schilleria Mädchencafé Neukölln Frau Dr. Susanna Kahlefeld (Einzelperson) Lesen und Schreiben e.V. Berlin Globe e.V. (Gesellschaft für internationale Kooperation e.V.) Frau Irene Hummel (Einzelperson) in Kooperation mit dem Schilleria Mädchencafé Neukölln

Berufliche Perspektiven für Mädchen im Quartiersgebiet Schillerpromenade

Integration benachteiligter Jugendlicher in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt

Sprachliche Vorqualifizierung für Frauen, die einen Pflegeberuf erlernen möchten II Frau Irene Hummel (Einzelperson) in Kooperation mit dem Schilleria Mädchencafé Neukölln RuT - Rad und Tat e.V. Fachsprache Anatomie und Pflege, Strukturwissen über Institutionen, Bewerbungstraining Analphabeten erkunden Möglichkeiten für Arbeit und Beratung Foto- und Interviewprojekt: Erkundung von Beratungsangeboten und Arbeitsmöglichkeiten in Neukölln, Grundbildung im Lesen, Schreiben und Rechnen, Praxisanleitung in den Bereichen Holz und Hauswirtschaft Orientierungstraining für Analphabeten Schillerpalais e.V. Umweltprojekt: Sammeln von recyclebaren Druckerkartuschen von Firmen und öffentlichen Einrichtungen, Grundbildung im Lesen, Schreiben und Rechnen, Bewerbungstraining, Praxisanleitung in den Bereichen Gartenbau und Hauswirtschaft Computerkurse und Existenzgründerinnenseminar; Aufbau einer Internet-Datenbank mit Bildungs- und Beratungsangeboten für behinderte Menschen Künstlernetz Neukölln Bildungs- und Schulungszentrum e.V. Vermarktungsstrategien und Selbstmanagement Ausbau und Nutzung der Internet-Präsenz Künstlerbüro Neukölln: Beraten, Schulen, Präsentieren Einrichtung eines Büros für Künstlerinnen und Künstler als Beratungs- und Schulungsort Elterncoaches in Neukölln Qualifizierung von Frauen türkischer und arabischer Herkunft zur Beratung anderer Eltern Einzelgespräche und Gruppenarbeit zur Berufswahl Türkisch-Deutsches Zentrum e.V. Schillerpalais e.V. Schillerpalais e.V. Lesen und Schreiben e.V. Berlin

Computerqualifizierung und Berufserkundung für Mädchen und junge Frauen

Förderung beruflich benachteiligter behinderter Frauen und Lesben Beratung über Berufsmöglichkeiten und Aufbau eines Kontakt- und Informationsnetzwerks www.kuenstlernetz-neukoelln.de Aufbau einer Internet-Präsenz für Künstlerinnen und Künstler in der Schillerpromenade Beratung und Qualifizierung mit dem Ziel des (Wieder-) Einstiegs in das Berufsleben

Anlauf- und Qualifizierungsstelle für arabische Jugendliche und Frauen Wohltätigkeitsverein Al-Huleh e.V.

Mediennutzung und Infopool für beruflich benachteiligte behinderte Frauen und Lesben RUT - Rad und Tat e.V.

Zweite Förderperiode 01.09.2004 bis 30.06.2005
Schwerpunkt Computer – Weiterbildungsmaßnahme für Frauen Schulung von Frauen in Computeranwendung und Internetnutzung Individuelle Beratung und Kursangebot Mit der Schule abgestimmte aufsuchende Sozialarbeit zur Drogenprävention Schuldistanziertenarbeit an der Kurt-Löwenstein-Oberschule Aufsuchende Beratung von Familien und Vermittlung von Unterstützung bei Erziehungsproblemen, um schuldistanzierte Schüler/innen wieder in die Schule zurückzuführen Förderverein der Kurt-Löwenstein-Oberschule e.V.

Maßnahmen zur beruflichen Eingliederung für junge türkischsprachige Mütter Diakonisches Werk Neukölln-Oberspree e.V. Förderverein der Kurt-Löwenstein-Oberschule e.V. Förderung und Unterstützung der Kinder Sucht belasteter Familien

Unterstützung arabischer Jugendlicher für den Einstieg ins Berufsleben Wohltätigkeitsverein Al-Huleh e.V.

Besondere Zielgruppen:

Frauen

Migranten

Jugendliche

Ältere Arbeitnehmer

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Teil 3: Infoteil
1. Überblick der geförderten LOS - Mikroprojekte 2003 - 2006
Projekte im Quartiersmanagementgebiet Schillerpromenade
Dritte Förderperiode 01.09.2005 bis 30.06.2006
Existenzgründungswochen mit Schülerinnen und Schülern der Carl-Legien-Oberschule Kurs zur Berufswahl und den Voraussetzungen und Anforderungen einer Existenzgründung für Mädchen und junge Frauen mit Migrationshintergrund Hilfe zur Selbsthilfe Internetschulung für Frauen mit Deutschunterricht Kurs zur Ausbildung von Frauen zur begleitenden Beratung von Familien mit besonderem Unterstützungsbedarf PC-Kurs und Deutschförderung für Migrantinnen Vermittlung von Basiskenntnissen, Diskussionen auf Deutsch über berufliche Eingliederungsfragen und Alltagsthemen, Bewerbungstraining, individuelle Beratung "Löwen-Tower" Ein Angebot aus dem Kiez für den Kiez; Vernetzung und Kooperation der Kurt-Löwenstein-Schule mit der Jugendförderung, Organisation eines außerschulischen Angebots durch die Zusammenarbeit mit dem Kinderclubhaus "Am Tower", Aufbau einer Börse für gemeindenahe Dienstleistungen, Nachhilfe Das letzte Schuljahr Unterstützung auf dem Weg zum Beruf durch gezielte Nachhilfe und Sprachförderung Orientierungstraining für Analphabeten Umweltprojekt: Sammeln von recyclebaren Druckerkartuschen von Firmen und öffentlichen Einrichtungen, Grundbildung im Lesen, Schreiben und Rechnen, Bewerbungstraining, Praxisanleitung in den Bereichen Gartenbau und Hauswirtschaft "Ich mache mich selbständig!" Qualifizierung zur Seniorenbetreuerin Existenzgründungsberatung im Bereich der Altenpflege Elterncoaches in Neukölln II Qualifizierung von Frauen türkischer und arabischer Herkunft zur Beratung anderer Eltern Türkisch-Deutsches Zentrum e.V. RUT - Rad und Tat e.V. Lesen und Schreiben e.V. Berlin Frau Irene Hummel (Einzelperson) in Kooperation mit dem Schilleria Mädchencafé Neukölln Förderverein der Kurt-Löwenstein-Oberschule e.V. Diakonisches Werk Neukölln-Oberspree e.V. Bildungs- und Schulungszentrum e. V. Diakonisches Werk Neukölln-Oberspree e.V. Maßnahmen für erwerbslose Frauen zur Qualifizierung als "Stadtteilmütter" AJUS GmbH Dachgesellschaft für Arbeit, Jugend und Soziales mbH Bildungs- und Schulungszentrum e. V.

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Projektträger Gesundheit Berlin e.V.

Teil 3: Infoteil

2. Kontaktdaten der geförderten Akteure 2003 - 2006
High-Deck-Siedlung
Anschrift Rübelandstr. 9 12053 Berlin Erkstraße 1 12043 Berlin Falkstraße 23 12053 Berlin Ullsteinstr. 73 12109 Berlin Leo-Slezak-Str. 10 12057 Berlin Rungestr. 20 10179 Berlin Friedrichstraße 231 10969 Berlin Juliusstr. 10 12051 Berlin Herrnhuter Weg 16 12043 Berlin Simon-Dach-Str. 15 10245 Berlin Wissmannstr. 20 12049 Berlin Zwillingestraße 21 12057 Berlin Telefon 030 / 689 041 63 030 / 613 963 0 030 / 680 814 72 030 / 703 704 51 030 / 680 549 60 030 / 499 178 72 030 / 443 190 60 030 / 206 131 0 030 / 687 408 1 030 / 291 660 4 030 / 621 304 0 030 / 680 920 64 E-Mail amt@ejnberlin.de team@the-corner.de jens-ahrens@awo-suedost.de info@aki-ev.de bequit@t-online.de computertreff40plus@web.de evekraus@yahoo.de duman@gesundheitberlin.de andreas.hartmann@internationaler-bund.de info@lesen-schreiben.com tobiasherbst@web.de info@tdz-berlin.de info@kepler.cidsnet.de

Berufsvorbereitende Maßnahmen und sozialpädagogische Hilfestellungen

Amt für Jugendarbeit im Kirchenkreis Neukölln AWO Berlin Kreisverband Südost e.V. Arabisches Kulturinstitut AKI e.V. Bequit GmbH Computertreff 40 Plus e.V. Filmarche e.V.

Internationaler Bund (IB) Lesen und Schreiben e.V. Tobias Herbst (Einzelperson) Türkisch-Deutsches Zentrum e.V. Vereinigung der Freunde der 6. Oberschule in Berlin-Neukölln e.V.

Besondere Zielgruppen:

Frauen

Migranten

Jugendliche

Ältere Arbeitnehmer

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Teil 3: Infoteil
2. Kontaktdaten der geförderten Akteure 2003 - 2006
Reuterplatz
Projektträger Anette Bremer-Langen und Antje Abel (Einzelpersonen) derzeit Büro-Galerie Druckreif Initiative Elele Nachbarschaftsverein e.V. Entegre e.V. Familie e.V. FUSION Intercultural Projects Berlin e.V. Innovatives Sozialmanagement ISOM e.V. Lesen und Schreiben Berlin e.V. MeDIA Rroma beim RAA Berlin MittenMang e.V. Pallottinische Gemeinschaft St. Christophorus Frauke Schaefer (Einzelperson) Frank Suplie (Einzelperson) Treff- und Informationsort für türkische Frauen TIO e.V. Türkisch-Deutsche Unternehmervereinigung Berlin-Brandenburg e.V. Vielfalt e.V. Astrid Vonhoff (Einzelperson) Anschrift Sonnenallee 188 12059 Berlin Reuterstraße 31 12047 Berlin Friedelstr. 54 12047 Berlin Kottbusser Damm 79a 10967 Berlin Mariannenstraße 9-10 10999 Berlin Paul-Lincke-Ufer 34 10999 Berlin Rütlistraße 1-3 12045 Berlin Einsteinufer 57 10587 Berlin Herrnhuter Weg 16 12043 Berlin Chausseestraße 29 10115 Berlin Lenaustr. 22 12047 Berlin Nansenstr. 4 12047 Berlin Schinkestr. 8/9 12047 Berlin Muskauer Str. 20 A 10997 Berlin Reuterstr. 78 12053 Berlin Kurfürstendamm 175 10707 Berlin Flughafenstr. 62 12049 Berlin Hermannstr. 214-216 Kindl- Boulevard 12049 Berlin Telefon 030 / 680 924 27 030 / 695 982 31 0170 / 361 211 2 030 / 623 609 2 030 / 707 660 49 030 / 611 010 6 030 / 270 187 55 030 / 347 813 55 030 / 687 408 1 030 / 240 452 50 030 / 325 324 13 030 / 629 826 45 030 / 694 696 7 030 / 618 763 6 030 / 624 101 1 030 / 885 500 00 E-Mail mail@adolf-reichwein-Schule.com dsp@parterre.de druckreif05@gmx.de elele.berlin@freenet.de entegre@web.de info@familie-ev.de info@fusionstreet.com info@isom.de info@lesen-schreiben.com antje.hofert@raa-berlin.de mmcafe@web.de pallottimobil@christophorus-berlin.de

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Projektträger

Teil 3: Infoteil

2. Kontaktdaten der geförderten Akteure 2003 - 2006
Rollbergviertel
Anschrift Falkstr. 23 12053 Berlin Warschauer Str. 69 10243 Berlin Karl-Marx-Str. 197 12055 Berlin Morusstr. 32 12053 Berlin Morusstraße 14 12053 Berlin Friedrichstr. 231 10969 Berlin Allerstr. 15 12049 Berlin Stuttgarter Str. 59 12059 Berlin Kopfstr. 55 12053 Berlin Chausseestr. 29 10115 Berlin Herrnhuter Weg 16 12043 Berlin Falkstraße 26 12053 Berlin Köhlerstr. 41 12205 Berlin Flughafenstr. 62 12049 Berlin Weserstr. 175 12045 Berlin Kopfstr. 55 12053 Berlin Telefon 030 / 680 814 72 030 / 897 325 05 030 / 568 257 30 E-Mail info@aki-ev.de lissyc@web.de magdalenen99@yahoo.de

Arabisches Kulturinstitut AKI e.V. Lissy Czarnetzki (Einzelperson) Evangelische Kirchengemeinde Magdalenen und Bethlehem, Berlin-Neukölln Förderverein der Regenbogen Grundschule e.V. Förderverein Gemeinschaftshaus Morus 14 e.V. Gesundheit Berlin e.V. Initiative für Berliner Einzelfallund Familienhilfe IBEF e.V. Dr. Susanna Kahlefeld (Einzelperson) Kielhorn-Schule Landesverband der Jugendrechtshäuser Berlin i.G. Lesen und Schreiben e.V. Berlin MaDonna Mädchenkult.Ur e.V.

030 / 689 803 0 030 / 632 267 85 030 / 443 190 60 030 / 621 484 5 030 / 687 821 2 030 / 688 747 0 030 / 280 174 41 030 / 687 408 1 030 / 621 204 3 030 / 765 873 75 030 / 627 213 37 030 / 613 080 80 030 / 688 747 5

miri.berlin.mueller@web.de Regenbogen-G-Berlin.cids@t-online.de info@morus14.de u.bartel@morus14.de duman@gesundheitberlin.de ibefev@t-online.de kahlefeld@lycos.de berlin.08S02@t-online.de jasius@web.de info@lesen-schreiben.com madonnamaedchenpower@web.de pabloruiz@gmx.de vielfaltev@t-online.de berlin@lebensenergie.org berlin.08R02@t-online.de

fra.schaefer@web.de muskauer@aol.com tio-qualifizierungsprojekt@t-online.de Zentrum für Lebensenergie e.V. info@tdu-berlin.de Zuckmayer-Schule Pablo Ruiz Holtgrefe (Einzelperson) Vielfalt e.V.

030 / 627 213 37 030 / 547 156 75

vielfaltev@t-online.de astrid.vonhoff@gmx.de

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Teil 3: Infoteil
2. Kontaktdaten der geförderten Akteure 2003 - 2006
Schillerpromenade
Projektträger AJUS GmbH Dachgesellschaft für Arbeit, Jugend und Soziales mbH Bildungs- und Schulungszentrum e.V. Diakonisches Werk Neukölln-Oberspree e.V. Förderverein der KurtLöwenstein-Oberschule e.V. Globe – Gesellschaft für internationale Kooperation e.V. Irene Hummel (Einzelperson) Dr. Susanna Kahlefeld (Einzelperson) Lesen und Schreiben e.V. Berlin RuT- Rad und Tat e.V. Schillerpalais e.V. Türkisch-Deutsches Zentrum e.V. Wohltätigkeitsverein Al-Huleh e.V. Anschrift Kottbusser Damm 79 A 10967 Berlin Kienitzer Str. 104 12049 Berlin Rübelandstr. 9 12053 Berlin Karlsgartenstr. 6 12049 Berlin Mariannenplatz 2 10676 Berlin Schreinerstr. 9 10247 Berlin Stuttgarter Str. 59 12059 Berlin Herrnhuter Weg 16 12043 Berlin Schillerpromenade 1 12049 Berlin Schillerpromenade 4 12049 Berlin Wissmannstr. 20 12049 Berlin Weisestr. 23 12049 Berlin Telefon 030 / 695 970 0 E-Mail info@ajb-berlin.de

3
meltem_dershanesi@hotmail.com a.rehlinger.dwno@t-online.de foerderloewenstein@yahoo.de globe@globeline.de schilleria@web.de kahlefeld@lycos.de info@lesen-schreiben.com radundtatberlin@compuserve.de radundtat@web.de info@schillerpalais.de info@tdz-berlin.de al_huleh@hotmail.com

Teil 3: Infoteil

3. LOS per Mausklick
Das LOS-Portal der Regiestelle LOS
Informationen zur bundesweiten Umsetzung von LOS

Antragsstellung, Fördergebiete, Mikroprojekte, Lokale LOS-Seiten, Dokumente, Logos, Fragen und Antworten, Termine, Pressemitteilungen, Newsletter, Länderprogramme, weitere Programme http://www.los-online.de

Lokale Koordinierungsstelle LOS Neukölln
030 / 627 215 11 030 / 682 477 17 030 / 627 914 0 030 / 886 254 15 030 / 627 236 02 030 / 687 821 2 030 / 687 408 1 030 / 621 475 3 030 / 627 246 70 030 / 621 304 0 030 / 621 495 9 Informationen zur Umsetzung von LOS in Berlin-Neukölln Fördervolumen, Antragsfristen, geförderte Projekte, Ansprechpartner und Kontaktdaten http://www.berlin.de/ba-neukoelln/verwaltung/lokalekoordinierung.html

Europäische Kommission – Generaldirektion Beschäftigung, soziale Angelegenheiten und Chancengleichheit
Informationen zum Europäischen Sozialfonds 2000 – 2006 http://europa.eu.int/comm/employment_social/esf2000/index-de.htm

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Informationen zu den Politikbereichen des BMFSFJ Familie, Ältere Menschen, Gleichstellung, Kinder, Jugend, Zivildienst, Freiwilliges Engagement, Wohlfahrtspflege http://www.bmfsfj.de

Gesellschaft für soziale Unternehmensberatung gsub mbH
Informationen des Partners gsub mbH in der Regiestelle LOS Programme und Projekte zur Beschäftigungsförderung und Qualifizierung http://www.gsub.de

Stiftung SPI - Sozialpädagogisches Institut Berlin - Walter May
Informationen des Partners SPI in der Regiestelle LOS Programme und Projekte zur Arbeiterwohlfahrt und zur Entwicklung einer Gesellschaft, in der sich jeder Mensch in Verantwortung für sich und das Gemeinwesen frei entfalten kann http://www.stiftung-spi.de

Das Portal des Berliner Landesprogramms LSK - Lokales Soziales Kapital
Informationen zu den Zielen, Förderschwerpunkten und zum Bewerbungsverfahren des Programms LSK Ein Programm, durch das im Land Berlin auch außerhalb der Quartiersmanagementgebiete mit Geldern des Europäischen Sozialfonds Mikroprojekte zur Beschäftigungsförderung mit LOS ähnlichen Förderschwerpunkten finanziell unterstützt werden http://www.loskap-berlin.de

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Nachwort und Ausblick
Die Broschüre wird herausgegeben vom Bezirksamt Neukölln von Berlin

Impressum

Die Ergebnisse von LOS
Kurse für Analphabeten, Sprach- und Computerqualifizierungen für Migrantinnen, Medienprojekte für Jugendliche, Förderungen für ältere Arbeitnehmer/innen und Künstler/innen, Unterstützung für behinderte Frauen und Lesben – die Vielfalt und Kreativität des Engagements in den Neuköllner LOS-Projekten ist groß. Die Ergebnisse der Projekte zeigen, wie viel in kleinen Maßnahmen zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit und der Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen und zur Förderung von Toleranz und Demokratie bewirkt werden kann. Ein großer Teil der LOS-Mikroprojekte in Neukölln konzentriert sich auf die Vermittlung von Basisqualifikationen. Es werden soziale Kompetenzen, Teamfähigkeit und kommunikative Fähigkeiten geschult. Am Bedarf der Zielgruppen orientiert werden die Vorraussetzungen für die Erhöhung der Chancen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem Arbeitsmarkt geschaffen. Den Beteiligten ist klar, dass sich strukturelle Probleme wie mangelnde Ausbildungs- und Arbeitsplätze nicht einfach mit Mikroprojekten aus der Welt schaffen lassen. Der Erfolg des LOS-Programms besteht aber auch nicht in der direkt sichtbaren Erhöhung der Beschäftigungszahlen in Neukölln. Mit den einzelnen Projekten wird auf der Ebene der Stärkung von Selbstvertrauen, der Erweiterung von Handlungsspielräumen, der Schaffung und Entwicklung von Ressourcen und Wissen und der Erhöhung von Problemlösungskompetenzen und Selbsthilfepotentialen angesetzt.

Europabeauftragte, Lokale Koordinierungsstelle LOS Neukölln Karl-Marx-Straße 83 12040 Berlin Redaktion: Franziska Süllke Europabeauftragte des Bezirks Neukölln von Berlin Karl-Marx-Straße 83 12040 Berlin Telefon: 0049 30 6809 2592 Telefax: 0049 30 6809 3273 Email: franziska.suellke@ba-nkn.verwalt-berlin.de Internet: www.berlin.de/neukoelln

Die Wirkung von LOS
Für die Aktivierung des bürgerschaftlichen Engagements und die Stärkung des sozialen Zusammenhalts sowie für die Vernetzung und Kooperation der Ämter und lokalen Akteure konnte LOS einen entscheidenden Beitrag leisten. Die Mittel der LOS-Mikroprojektförderung setzen eine bemerkenswerte sich selbst verstärkende Dynamik in Gang und zeigen das große Potenzial der Zivilgesellschaft in den benachteiligten Gebieten. Aus den kleinen Initiativen und Maßnahmen können tatsächlich ein Umdenken für soziale Zwecke und eine nachhaltige Verbesserung der Lebensverhältnisse entstehen. Der lokale Ansatz von LOS bewirkt, dass der europäische Gedanke und die Inhalte der europäischen Beschäftigungsstrategie vor Ort sichtbar und erlebbar werden.

Zuarbeit Text und Bild:

Gabriele Vonnekold Administratives Finanzmanagement LOS Neukölln AWO Neukölln Marketing GmbH Erkstraße 1 12043 Berlin Telefon: 0049 30 6139 6328 Email: vonnekold@awo-suedost.de

Henning Füller Freier Journalist Kottbusser Damm 90 10967 Berlin Telefon: 0049 30 3107 6825 Email: henning.f@gmx.net

Die Zukunft von LOS
Der Bezirk Neukölln von Berlin wird sich im April 2006 für die Umsetzung einer vierten LOS-Förderperiode ab dem 01. Juli 2006 bis Mitte 2007 bewerben. Dann laufen die Strukturfondsförderperiode von 2000 – 2006 und damit auch die Programmplanung für die Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds aus. Für die neue Förderperiode der europäischen Strukturfondsförderung von 2007 bis 2013 wird sich im Laufe des Jahres entscheiden, ob das LOS-Modellvorhaben des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zu einer festen Fördermaßnahme verstetigt wird. Angesichts der positiven Evaluierungsergebnisse und der weiterhin schwierigen Problemlagen im Bezirk Neukölln von Berlin wäre die Fortführung des LOS-Programms nach 2007 zu begrüßen. Hier wären dann aus Neuköllner Sicht sowohl eine Erweiterung der Förderfähigkeit auf Teilnehmer/innen, die nicht aus einem Quartiersmanagementgebiet kommen, als auch die Erhöhung einzelner Projektfördersummen und die Verlängerung der Projektlaufzeiten als Weiterentwicklungen des bisherigen Programms wünschenswert. Das LOS-Programm setzt da an, wo konkret Hilfe benötigt wird: vor Ort bei den Menschen, die in der Gesellschaft benachteiligt sind, und in Stadtteilen, die Unterstützung bei der Entwicklung der sozialen Infrastruktur benötigen. Die besten Geschichten sind lokal. Kleine und große Erfolgsgeschichten sind durch das LOS-Programm in Neukölln möglich geworden.
Druck:

Grafik und Satz:

Martina Kupka Rialtoring 9 12589 Berlin Telefon: 0049 30 64 169 445 Telefax: 0049 30 64 169 446 Email: info@artattacke.com Internet: www.artattacke.com

LASERLINE Digitales Druckzentrum Berlin KG Gustav-Meyer-Allee 25, T.I.B. Gelände - Gebäude 26 B 13355 Berlin Telefon: 0049 30 46 70 96 - 0 Telefax: 0043 30 46 70 96 - 66 Email: info@laser-line.de Januar 2006 Internet: www.laser-line.de

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LOS steht für das Programm "Lokales Kapital für soziale Zwecke" – ein Modellvorhaben des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und des Europäischen Sozialfonds. Durch LOS soll deutschlandweit in 286 Gebieten mit besonderem Entwicklungsbedarf die Beschäftigungsfähigkeit von Menschen unterstützt und erhöht werden. LOS richtet sich an Bewohner/innen und Initiativen, die in Mikroprojekten gemeinsam an der Lösung sozialer Probleme arbeiten und damit den sozialen Zusammenhalt, die Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen sowie Toleranz und Demokratie stärken wollen. In den vier Quartiersmanagementgebieten High-Deck-Siedlung, Reuterplatz, Rollbergviertel und Schillerpromenade des Bezirks Neukölln von Berlin wurden und werden zwischen 2003 und 2006 insgesamt 118 Mikroprojekte mit einer Gesamtfördersumme in Höhe von 1.220.000 Euro gefördert. Diese Broschüre gibt einen Einblick in die LOS-Programmumsetzung auf der lokalen Ebene für die Menschen in Berlin-Neukölln.
        
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