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Full text: Geschäftsbericht Issue 2014

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Geschäftsbericht 2014

UNTERNEHMENSPROFIL
DIE G ASAG IST SEIT BEINAHE 170 JAHREN EIN FÜHRENDER UND ­ ZUVERLÄSSIGER ENERGIEDIENSTLEISTER IN DER METROPOLREGION BERLIN - BRANDENBURG. SEINEN KUNDEN BIETET DAS UNTERNEHMEN GAS -, WÄRME- UND STROMDIENSTLEISTUNGEN AN UND ENTWICKELT INNOVATIVE ENERGIEKONZEPTE. DIE G ASAG IST PARTNER BEI DER ­ ENERGIEWENDE UND ENGAGIERT SICH GESELLSCHAFTLICH IN SOZIALEN, KULTURELLEN UND SPORTLICHEN PROJEKTEN. Die ­ ASAG besitzt eine eng mit der Region verbundene Historie als G Energiepartner und Gasnetzbetreiber. Zu den traditionellen Geschäftsfel­ dern Netz, Speicher und Vertrieb kamen in den vergangen Jahrzenten eine Vielzahl neuer und innovativer Angebote. Contracting, erneuerbare Energien, Stromvertrieb und Energiemanagement spiegeln den zukunfts­ orientierten, umfassenden Ansatz der Unternehmensstrategie wider. Die G ­ ASAG entwickelt sich zu einem ganzheitlichen Energiedienstleister für die Region. Die Kompetenz der GASAG im Energiesektor wird vervollständigt durch die ­ Expertise der Unternehmen innerhalb der ­­ GASAG-Gruppe: BAS Abrech­ nungsservice GmbH & Co. KG, Berliner Erdgasspeicher GmbH & Co. KG, DSE Direkt-Service-Energie GmbH, EMB Energie Mark Brandenburg GmbH, G ­ ASAG Bio-Erdgas Schwedt GmbH, ­ ASAG Contracting GmbH, NBB G Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg mbH & Co. KG, SpreeGas Gesellschaft für Gasversorgung und Energiedienstleistung mbH, Stadtwerke Forst GmbH und umetriq Metering Services GmbH. Als Berliner Energiedienstleister mit Tradition und eines der größten Wirtschaftsunternehmen der Hauptstadt fühlt sich die ­ ASAG ihrer Stadt G verpflichtet. Durch die Unterstützung zahlreicher kultureller und sportli­ cher Initiativen insbesondere zur Nachwuchsförderung wird sie dieser Verpflichtung gerecht. Die GASAG ist ein verlässlicher Partner für die ­ Stadt auch beim Gelingen der Energiewende. Mit der Klimaschutzverein­ barung verpflichtet sich die ­ ASAG zwei Millionen Tonnen CO2 bis 2020 G gegenüber 1998 einzusparen.

RGIE­ ENE GER M A NRAD I E FÜ OPOL­ METR ION REG
DIE GASAG IST EIN BEKANNTER ENERGIEDIENSTLEISTER IN BERLIN UND BRANDENBURG. ABER WUSSTEN SIE AUCH, DASS UNSER UNTERNEHMEN DARAN ARBEITET, DIE WEGE FÜR EINE FORTSCHRITTLICHE, URBANE ENERGIEVERSORGUNG ZU EBNEN? Haben Sie schon einmal von einem „Smart Grid“ gehört? Von intelligenten Netzen oder Strom, der direkt aus der eigenen Wohnanlage kommt? Oder davon, wie man aus nachwachsenden Rohstoffen Bio-Erdgas produziert oder Quartier-Strom zum Kunden gelangt? Nein? Dann würden wir Sie gern mitnehmen auf eine Reise. Sie führt zu den aktuellen Energie-Leuchtturm-Projekten der GASAG. Wir haben uns in diesem Jahr entschieden, zusätzlich zu unserem Geschäftsbericht, ein Magazin herauszubringen, in dem wir Ihnen von den Energie-Projekten erzählen, die unser Unternehmen im Jahr 2014 besonders bewegt haben. Dabei geht es um innovative Technologien und erneuerbare Energien ebenso wie um kluge Kooperationen, die es für das Gelingen der Energiewende braucht. So nehmen wir Sie etwa mit ins Berliner Ullsteinhaus, einem denkmal­ geschützten Gebäude, das heute mit einer hochmodernen, klimafreund­ lichen Heizungsanlage ausgestattet ist, wir zeigen Ihnen den fortschritt­ lichen EUREF-Campus in Berlin-Schöneberg, der die Klimaschutzziele der Bundesregierung für 2050 bereits heute erfüllt. Wir erklären Ihnen unsere neue Biogasanlage in Schwedt und zeigen Ihnen, was alles möglich ist, wenn die Mieter und Eigentümer in einzelnen Stadtquartieren gemeinsam an einem Strang ziehen. Folgen Sie uns also und sehen Sie selbst, wie spannend Berlin aus der Perspektive der Energiemanager der GASAG ist.

DER

KENNZAHLEN DES GASAG - KONZERNS NACH DEN RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTEN DER IFRS FÜR DIE GESCHÄFTSJAHRE 2012 BIS 2014

EINHEIT

2012

2013

2014

Umsatzerlöse davon Gas Gasabsatz Materialaufwand Technische Zahlen für Gas Rohrnetzlänge Hochdruck Versorgungsnetz 1 Hausanschlussleitungen Installierte Gaszähler (ohne TMU/ZMU) Personalstatistik Mitarbeiter/innen Jahresdurchschnitt Mitarbeiter/innen am 31.12. Auszubildende am 31.12. Grundkapital Jahresüberschuss Bilanzsumme Anlagevermögen Eigenkapital Eigenkapitalquote Ergebnis je Aktie Anlagewerte Investitionen davon Finanzanlagevermögen Abschreibungen Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit
1) Das Versorgungsnetz besteht aus Mittel- und Niederdruckleitungen

Mio. Euro Mio. Euro GWh Mio. Euro km km km Stück Stück Anzahl Anzahl Anzahl Mio. Euro Mio. Euro Mio. Euro Mio. Euro Mio. Euro % Euro Mio. Euro Mio. Euro Mio. Euro Mio. Euro

1.346 1.238 26.163 943 13.786 2.857 10.929 319.310 806.795 1.890 1.890 66 413 −46 2.230 1.839 733 33 −5,26 104 8 231 80

1.300 1.168 25.163 891 13.786 2.907 10.879 322.569 802.067 1.860 1.831 66 413 61 2.303 1.782 777 34 6,70 76 4 86 160

1.099 875 20.370 777 13.781 2.910 10.871 327.028 797.492 1.566 1.545 59 413 32 2.205 1.796 704 32 2,89 104 7 80 194

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Sie finden das Magazin nicht oder haben es verschenkt? Dann können Sie dieses online abrufen unter www.gasag.de/geschaeftsbericht.

­ H A LT S I S IN N RZEICH VE

VORWORT DES VORSTANDS 	 BERICHT DES AUFSICHTSRATS 	 LAGEBERICHT DES GASAG - KONZERNS 	
1	 GRUNDLAGEN DES KONZERNS	 2.	WIRTSCHAFTSBERICHT	 3.	ERTRAGS -, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE	 4	NACHTRAGSBERICHT	 5	CHANCENBERICHT	 6	RISIKOBERICHT	 7	PROGNOSEBERICHT	

4 8 12
14 21 27 34 34 35 42

JAHRESABSCHLUSS DES GASAG - KONZERNS 	

BILANZ DES GASAG - KONZERNS 	 46 GESAMTERGEBNISRECHNUNG DES GASAG - KONZERNS	48 KAPITALFLUSSRECHNUNG DES GASAG - KONZERNS	49 EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG DES GASAG - KONZERNS	50

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1	 DARSTELLUNG DES GASAG - KONZERNABSCHLUSSES	52 2	 ANWENDUNG DER INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING STANDARDS (IFRS) 	 53 3	KONSOLIDIERUNGSKREIS	 56 4	KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE	 58 5	BILANZIERUNGS - UND BEWERTUNGSMETHODEN	 60 6	 ERLÄUTERUNG ZUR GESAMTERGEBNISRECHNUNG	 73 7	 ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ	 80 8	 SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN	 103

ANHANG DES GASAG - KONZERNS 	52

BESTÄTIGUNGSVERMERK	121 IMPRESSUM	122

GESCHÄFTSBERICHT 2014

VORWORT DES VORSTANDS

VERA GÄDE- BUTZLAFF
Vorstandsvorsitzende

KATJA GIESEKING
Vorstand Vertrieb und Handel

DR. JÜRGEN SCHMIDBERGER
Vorstand Kaufmännisches und Netze

SEHR GEEHRTE DAMEN UND HERREN, LIEBE GESCHÄFTSFREUNDE UND MARKTPARTNER,

Berlin und die Hauptstadtregion wachsen dynamisch und befinden sich zugleich in einer Phase tiefgreifenden energetischen Wandels. Die GASAG-Gruppe setzt sich deshalb dezidiert mit der Frage auseinander, durch welche energiewirtschaftlichen Maßnahmen die Ziele der Energiewende in diesem Ballungsraum erreicht werden können. Als erfolg­ eiches regionales Energieunternehmen haben wir es uns als Ziel gestellt, das r Engagement für die Energiewende mit unserer exzellenten Kenntnis der regionalen Märkte in Berlin und Brandenburg zu verbinden. So stand das Jahr 2014 für unser Unternehmen vor allem im Zeichen der konkreten Umsetzung unseres Strategieprojektes Zukunft GASAG 2023 (ZuG 2023). Dabei entstanden einige energiewirtschaftliche Leuchttürme: So hat die GASAG-Gruppe beispielsweise auf dem EUREF-Campus in Berlin-Schöneberg eine fortschrittliche Energieversorgung installiert, die beweist, dass die Energiewende tatsächlich machbar ist. Auf dem 5,5 Hektar großen Gelände ist die Vision eines intelligenten Stadtquartiers,
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VORWORT / BERICHT DES AUFSICHTSRATS / LAGEBERICHT / ANHANG IFRS / BESTÄTIGUNGSVERMERK

das die Klimaschutzziele der Bundesregierung für 2050 bereits erfüllt, in die Tat umgesetzt worden. Zudem haben wir unsere Biogasanlage in Schwedt / Oder weiter ausgebaut und produzieren dort neben Bio-Erdgas nun auch Öko-Strom. Unser Unter­ ehmen hat sich n intensiv mit den Themen der dezentralen Energieversorgung, mit flexiblen Versorgungslösungen sowie Kooperationen auseinandergesetzt, die gemein­ chaftlich etwas bewegen s können. Unsere Partner hierbei sind private Investoren, Wohnungsbaugesellschaften und öffentliche Akteure, zum Beispiel Bezirke. Die GASAG-Gruppe geht ihren Weg von Kompetenz, Regionalität und Partnerschaftlichkeit konsequent weiter. Schritt für Schritt holen wir so die Energiewende in die Stadt und bauen heute schon die Energielandschaft von Übermorgen mit auf. Mehr zu unseren aktuellen Leuchtturmprojekten finden Sie übrigens in unserem Magazin „GASAG Reiseführer Energie“ – beiliegend zu unserem Geschäftsbericht. Es ist eine Art Reiseführer zu unseren Zukunftsprojekten in der Stadt, auf die wir besonders stolz sind und in denen wir viel Potenzial sehen. Unser Unternehmen ist im Begriff, sich von einem reinen Gasversorger zu dem Energiedienstleister und Energiemanager für die gesamte Region Berlin und Brandenburg zu entwickeln. Bei allen diesen Vorhaben unterstützt uns seit Ende 2013 der neu gegründete Unternehmensbereich „Ganzheitliche innovative Kundenlösungen“. Schließlich ist es heute wichtiger denn je, das große Ganze im Blick zu behalten, während die Energieversorgung dezentraler und kleinteiliger wird. Früher haben große Kraftwerke das ganze Land versorgt. Die Zukunft ist smarter, kleinteiliger und dezentraler. Für uns geht es dabei natürlich auch um die Frage: Wie können wir das, was die Gesellschaft will und unsere Kunden sich wünschen, so umsetzen, dass es ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll ist? Es ist ein spannender Prozess, in dem wir uns gerade befinden, mit vielen Herausforderungen, aber auch großen Chancen. So haben wir im Jahr 2014 zahlreiche Prozesse initiiert, von denen wir uns bereits im Jahr 2015 die ersten Erfolge erwarten.

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GESCHÄFTSBERICHT 2014

Doch das Jahr 2014 wurde auch von einer unerwarteten Entwicklung begleitet: Im Juni hat die Vergabestelle des Berliner Senats beschlossen, die Gasnetzkonzession nicht an unser Unternehmen zu vergeben. Hiergegen sind wir juristisch vorgegangen. Das Urteil des Landgerichts vom Dezember 2014 hat die Auffassung der GASAG in wesentlichen Punkten bestätigt und dem Land Berlin untersagt, die Konzession an den Wettbewerber zu vergeben. Welche Konsequenz der Berliner Senat daraus zieht, bleibt abzuwarten. Unabhängig davon werden wir aber auch künftig deutlich machen, dass wir nicht nur ein leistungsstarker Betreiber für das Gasnetz, sondern auch ein starker Partner für die kommunalen energiepolitischen Ziele Berlins sind. Ungewöhnlich mild verliefen der Winter 2013 / 2014 und der Winter 2014 / 2015, wodurch das Geschäftsergebnis stark beeinflusst wurde. Dennoch konnte der negative Tem­ peratureffekt abgefedert werden, da die GASAG-Gruppe den Umsatzrückgang in diesem Bereich durch andere positive Effekte teilweise kompensieren konnte. Eine erfreuliche Erfolgsmeldung hat unser Unternehmen etwa im Strom-Bereich zu verzeichnen: Obwohl wir erst Ende 2013 mit der Vermarktung von GASAG-Öko-Strom begonnen haben, konnten wir bis Ende 2014 bereits rund 25.000 Stromkunden gewinnen. Wir führen dies auf die Qualität und Preiswürdigkeit unserer Angebote für die verschiedenen Kundensegmente zurück. Zudem hat sich bestätigt, dass GASAG in Berlin eine Marke ist, die hohes Vertrauen genießt. Mit dem Eintritt in den Strommarkt hat die GASAG den entscheidenden Schritt vom Gasversorger hin zum Energieversorger getan. 2014 war ein Jahr des Wandels und der Herausforderungen. Trotz eines turbulenten energiepolitischen Umfelds und dadurch entstehender Unsicherheiten, etwa in der Frage der Zukunft der Gasnetzkonzession, hat die GASAG sich weiterentwickelt. Dem Berliner Energiemarkt haben wir zugleich neue, starke Impulse für mehr Wettbewerb und mehr Energiewende gegeben. Dies war nur möglich, weil unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diese Entwicklung engagiert begleitet und mitgestaltet haben, wofür wir uns als Vorstand ausdrücklich bedanken möchten. Das Unternehmen ist stolz auf die hohe Loyalität seiner Mitarbeiter und wird alles dafür tun, diese starke Verbindung auch in Zukunft aufrecht zu erhalten und mit Leben zu füllen.

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VORWORT / BERICHT DES AUFSICHTSRATS / LAGEBERICHT / ANHANG IFRS / BESTÄTIGUNGSVERMERK

Dieser Dank ist auch mit einer Bitte verbunden: Die Veränderungen, die es im Markt und in den Anforderungen an die Energieversorgung der Zukunft gibt, werden permanent sein. Sowohl unsere Märkte als auch unser Geschäft haben sich verändert: Wir sind kein reiner Gasversorger mehr. Das Geschäft ist komplexer geworden – unter anderem durch gestiegenen Wettbewerb, dezentrale Versorgungslösungen, moderne Dienstleistungen und ökologische Anforderungen. Aber dafür sind unsere Aufgaben auch spannender und vielfältiger geworden. Und wir merken, dass diese Entwicklung auch unseren Mitarbeitern attraktive Möglichkeiten bietet, sich in neue Themenfelder einzuarbeiten und neue Projekte anzugehen. Wir werden also auch im Jahr 2015 unsere Strategie ZuG 2023 weiter vorantreiben. Zum Schluss möchten wir uns noch bei unseren Kunden und Geschäftspartnern bedanken, dass sie uns gerade im Jahr 2014 die Treue gehalten haben. Die Verbundenheit, die wir in diesem nicht einfachen Jahr seitens der Berliner mit der GASAG spürten, war bemerkenswert und tat gut. Sie zeigt, dass unser Unternehmen untrennbar zur Hauptstadtregion gehört. Wir arbeiten weiter daran, der Stadt, der Region und ihren Menschen wie seit fast 170 Jahren gute Ideen, Engagement und Partnerschaft zurückzugeben.

Vera Gäde-Butzlaff

Katja Gieseking

Dr. Jürgen Schmidberger

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GESCHÄFTSBERICHT 2014

BERICHT DES AUFSICHTSRATS DER GASAG BERLINER GASWERKE AKTIENGESELLSCHAFT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2014

Der Aufsichtsrat hat die Führung der Geschäfte durch den Vorstand in Erfüllung seiner ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Beratungs- und Kontrollaufgaben im Berichtszeitraum intensiv begleitet. Grundlage hierfür waren die ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte des Vorstands.

ANGEMESSENE ÜBERWACHUNG DER GESCHÄFTSFÜHRUNG UND GUTE ZUSAMMENARBEIT MIT DEM VORSTAND
Der Aufsichtsrat hat den Vorstand regelmäßig bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft kontinuierlich überwacht. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen eingebunden, die für die GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft und den Konzern von grundlegender Bedeutung waren. Der Aufsichtsrat informierte sich unter anderem anhand der Berichte des Vorstands, welche nach Maßgabe des § 90 Abs. 1 und 2 AktG regelmäßig, zeitnah und umfassend sowohl schriftlich als auch mündlich erteilt wurden, über die beabsichtigte Geschäftspolitik, die Unternehmensplanung einschließlich Finanz-, Investitions- und Personalplanung, die Rentabilität der Gesellschaft und die strategische Weiterentwicklung. Der Aufsichtsrat befasste sich mit der Berichterstattung des Vorstands über die Lage der Gesellschaft, der Tochter- und Beteiligungsgesellschaften und des Konzerns sowie deren jeweilige Geschäfts, Umsatz- und Ertragsentwicklung, der Vermögens- und Finanzlage einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements. Zu Beanstandungen sah der Aufsichtsrat keinen Anlass. Der Aufsichtsrat informierte sich über Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Planungen und Zielen, welche vom Vorstand jeweils detailliert erläutert und begründet wurden. Sämtliche für das Unternehmen bedeutende Geschäftsvorgänge erörterte der Aufsichtsrat anhand der schriftlichen und mündlichen Berichte des Vorstands ausführlich. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in ständigem Kontakt mit dem Vorstand, um sich über aktuelle Geschäftsvorfälle zu informieren. Wenn für Entscheidungen oder Maßnahmen aufgrund der Gesetze, Satzung oder Geschäftsordnung eine Zustimmung erforderlich war, prüften die Mitglieder des Aufsichtsrats, unter anderem vorbereitet durch die Ausschüsse, die Beschlussvorlagen in den Sitzungen oder verabschiedeten sie aufgrund von schriftlichen Informationen. In Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat eingebunden. Die in den Berichten geschilderte wirtschaftliche Lage der GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft, deren Tochter- und Beteiligungsgesellschaften und des Konzerns waren Gegenstand sorgfältiger Erörterung.

AUFSICHTSRAT UND DESSEN AUSSCHÜSSE
Im Geschäftsjahr 2014 trat der Aufsichtsrat zu sechs Sitzungen zusammen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats nahmen grundsätzlich regelmäßig an den Sitzungen des Aufsichtsrats teil. Ein Mitglied des Aufsichtsrats nahm an der Hälfte der Sitzungen teil.

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VORWORT / BERICHT DES AUFSICHTSRATS / LAGEBERICHT / ANHANG IFRS / BESTÄTIGUNGSVERMERK

Der Aufsichtsrat hat vier Ausschüsse: den Bilanzausschuss, der auch die Aufgaben des Prüfungsausschusses wahrnimmt, den Personalausschuss, das Präsidium und den Mitbestimmungsausschuss. Die Ausschüsse haben die Aufgabe, Themen und Beschlüsse der Aufsichtsratssitzungen vorzubereiten. Zum Teil nehmen sie auch Entscheidungsbefugnisse wahr, die ihnen vom Aufsichtsrat übertragen wurden. Die Ausschüsse tagten im Geschäftsjahr 2014 insgesamt in vierzehn Sitzungen. Der Aufsichtsrat wurde über die Arbeit der Ausschüsse und die gefassten Beschlüsse durch deren Vorsitzende ausführlich informiert. Der Mitbestimmungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2014 viermal. Das Präsidium und der mit dem Präsidium personenidentische Personalausschuss traten im Geschäftsjahr 2014 insgesamt zu vier Sitzungen zusammen. Im Geschäftsjahr 2014 hat sich das Präsidium / der Personalausschuss mit Vorstandsangelegenheiten und der Zustimmung zur Erteilung einer Prokura beschäftigt. Der Bilanzausschuss ist zugleich Prüfungsausschuss im Sinne des § 107 Abs. 3 Satz 2 AktG. Der Bilanz- / Prüfungsausschuss informierte sich bei dem Leiter der Konzernrevision über seine Prüfungshandlungen. Der Bilanzausschuss trat im Geschäftsjahr 2014 zu vier ordentlichen Sitzungen und zwei außerordentlichen Sitzungen zusammen. Der Bilanz- / Prüfungsausschuss hat sich mit der Vorprüfung der Vorlagen von Themen auf finanziellem Gebiet beschäftigt. Der Bilanz- / Prüfungsausschuss beriet unter anderem über den Jahresabschluss 2013 der GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft und des Konzerns sowie über die Unternehmensplanungen der GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft und des Konzerns für 2015.

BERATUNGSSCHWERPUNKTE UND BESCHLUSSFASSUNGEN IN DEN AUFSICHTSRATSSITZUNGEN
Neben den sich aus dem laufenden Geschäft ergebenden wesentlichen Beratungsthemen war die Arbeit des Aufsichtsrates in 2014 vom laufenden Konzessionsvertragsverfahren Gas des Landes Berlin geprägt. Der Aufsichtsrat hat der Abgabe von verbindlichen Angeboten (reine Konzession und Kooperation) im Rahmen des Gasnetzkonzessionsverfahrens des Landes Berlin zugestimmt. Entsprechende Beschlüsse hat auch die außerordentliche Hauptversammlung im März 2014 gefasst. Der Aufsichtsrat stimmte dem Abschluss einer Interimsvereinbarung zum Gasnetzkonzessionsvertrag mit dem Land Berlin für 2015 zu. Auch stimmte der Aufsichtsrat der Umsetzung des Projekts „NBB 2.0“, das im Zusammenhang mit dem Konzessionsvertragsverfahren Gas des Landes Berlin steht, zu. Gegenstand der Erörterung im Aufsichtsrat war auch das Klageverfahren von GASAG und NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg mbH & Co. KG gegen das Land Berlin, vertreten durch die Senatsverwaltung für Finanzen. Mit Urteil vom 9. Dezember 2014 hat das Landgericht Berlin dem Land Berlin untersagt mit dem landeseigenen Betrieb „Berlin Energie“ einen Konzessionsvertrag abzuschließen. Weiter wurden die Weiterentwicklung der Vorstandsstruktur, die konzernweite Effizienzsteigerung (Projekt FOKUS), die strategische Weiterentwicklung sowie schließlich die Überprüfung und Weiterentwicklung der Unternehmensstruktur diskutiert. Gegenstand der Erörterungen im Aufsichtsrat waren unter anderem die wirtschaft­ liche Lage und die Perspektiven des Konzerns und der GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft, der Jahresabschluss 2013 und die Wirtschafts-, Investitions-, Finanz- und Personalplanung für den Zeitraum 2015 bis 2019. Im Geschäftsjahr 2014 hat sich der Aufsichtsrat intensiv mit Wachstums- und Investitionsprojekten sowie mit den Maßnahmen und Strategien der GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft im Hinblick auf die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens befasst.

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GESCHÄFTSBERICHT 2014

In 2014 beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der Optimierung der Energiebeschaffung in der GASAG-Gruppe, der Anpassung der allgemeinen Gas- und Strompreise für die Grund- und Ersatzversorgung der GASAG-Gruppe für das Jahr 2015 sowie mit der Anpassung der Zustimmungserfordernisse bei Energiebezugsverträgen. Weiter hat sich der Aufsichtsrat mit der Beteiligungsstruktur des Konzerns befasst. Er hat dem Verkauf von Geschäftsanteilen in Höhe von 23,9 % an der Gasversorgung Zehdenick GmbH durch die EMB Energie Mark Brandenburg GmbH zugestimmt. Auch stimmte der Aufsichtsrat der Abgabe eines Angebots im Rahmen des Gasnetzkonzessionsverfahrens der Stadt Oranienburg durch die EMB Energie Mark Brandenburg GmbH zu. Aufgrund der Veränderung in der Besetzung des Vorstands hat sich der Aufsichtsrat mit der Änderung der Geschäftsordnung für den Vorstand befasst. Im Geschäftsjahr 2014 hat der Aufsichtsrat der digitalen Bereitstellung von Sitzungsunterlagen zugestimmt.

JAHRES - UND KONZERNABSCHLUSS 2014, ABSCHLUSSPRÜFUNG
Der Jahresabschluss und der Lagebericht der GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft wurden nach den Regeln des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt, der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS) unter Berücksichtigung von § 315a HGB. Der Jahresabschluss der GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft und der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 sowie die Lageberichte des Vorstands für die GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft und den Konzern sind von der als Abschlussprüfer gewählten Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen worden. Mit der Prüfung des Jahresabschlusses der GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft und des Konzernabschlusses haben die Abschlussprüfer zugleich das im Unternehmen bestehende Risikofrüherkennungssystem und dessen Funktionsfähigkeit geprüft. Die Prüfung hat ergeben, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen insbesondere zur Einrichtung eines Überwachungssystems in geeigneter Weise getroffen hat, und dass das Überwachungssystem geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen. An den Sitzungen des Aufsichtsrats sowie seines Bilanz- / Prüfungsausschusses, in denen über den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss 2014 der GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft und den Konzernabschluss 2014, die Lageberichte der GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft und des Konzerns und den Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns der GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft beraten wurde, haben die Abschlussprüfer teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung berichtet. Der Aufsichtsrat hat sich umfassend mit den Jahresabschlussarbeiten beschäftigt und von den Prüfungsergebnissen Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat selbst vorgenommenen Prüfung des Jahresabschlusses der GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft und des Konzernabschlusses, der Lageberichte des Vorstands für die GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft und des Konzerns und des Vorschlags über die Verwendung des Bilanzgewinns der GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft sind Einwendungen nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft und den Konzernabschluss; der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

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VORWORT / BERICHT DES AUFSICHTSRATS / LAGEBERICHT / ANHANG IFRS / BESTÄTIGUNGSVERMERK

GESELLSCHAFTERKREIS UND VORSTAND
Der Gesellschafterkreis der GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2014 nicht verändert. In der Besetzung des Vorstands der GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft gab es in 2014 eine Veränderung. Herr Olaf Czernomoriez hat seine Vorstandsfunktion zum 30. Juni 2014 niedergelegt. Als seinen Nachfolger hat der Aufsichtsrat im März 2014 Herrn Dr. Jürgen Schmidberger mit Wirkung zum 1. Juni 2014 zum Mitglied des Vorstands bestellt. Herr Stefan Grützmacher hat seine Vorstandsfunktion mit Wirkung zum Ablauf des 28. Februar 2015 niedergelegt. Als seine Nachfolgerin hat der Aufsichtsrat im Januar 2015 Frau Vera Gäde-Butzlaff mit Wirkung zum 1. März 2015 zum Mitglied des Vorstands und zur Vorsitzenden des Vorstands bestellt.

BESETZUNG IM AUFSICHTSRAT
Herr Dr. Jürgen Schmidberger hat sein Mandat als Aufsichtsratsmitglied der GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft mit Wirkung zum Ablauf des 1. Mai 2014 niedergelegt. Für ihn ist Herr Lutz Wegner am 25. Juni 2014 in den Aufsichtsrat der GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft gewählt worden. Frau Monika Nagel hat ihr Mandat als Aufsichtsratsmitglied der GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft zum 10. Juni 2014 niedergelegt. Mit ihrem Ausscheiden ist Herr Peter Kamin als Ersatzmitglied gemäß § 9 Absatz 4 der Satzung der GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft in den Aufsichtsrat nachgerückt. Mitglieder des Aufsichtsrats: Herr Gerhard Jochum (Aufsichtsratsvorsitzender), Herr Andreas Otte (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender), Herr Uwe Borck, Herr Ingo Breite, Herr Ulrich Danco, Herr Stefan Dohler, Herr Thomas Foulon, Herr Marian Goetz, Herr Gert von der Groeben, Herr Dirk Hahn, Herr Peter Kamin (seit 10. Juni 2014 Mitglied des Aufsichtsrats), Herr Michael Kamsteeg, Herr Dr. Karl Kauermann, Herr Dr. Thomas König, Herr Thomas Kokegei, Frau Annette Krafscheck, Frau Anke Langner, Herr Dr. Frank May, Frau Monika Nagel (bis 9. Juni 2014 Mitglied des Aufsichtsrats), Herr Thorsten Neumann, Herr Dr. Schmidberger (bis zum Ablauf des 1. Mai 2014 Mitglied des Aufsichtsrats), Herr Erik von Scholz und Herr Lutz Wegner (seit 25. Juni 2014 Mitglied des Aufsichtsrats). Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand, dem Betriebsrat und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der G ­ ASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft und des Konzerns für die im Geschäftsjahr 2014 geleistete Arbeit Dank und Anerkennung aus. Berlin, im April 2015 Der Aufsichtsrat Gerhard Jochum, Vorsitzender

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GESCHÄFTSBERICHT 2014

1.	 GRUNDLAGEN DES KONZERNS 	

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1.1	GESCHÄFTSMODELL	 14 1.2	 ZIELE, STRATEGIEN UND MASSNAHMEN	17 1.3	 UMWELT UND TECHNOLOGIE	 20

2.	 WIRTSCHAFTSBERICHT 	
2.1	 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGEN	 2.2	 ENERGIEPOLITISCHE, RECHTLICHE UND WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN	 2.3	GESCHÄFTSVERLAUF	 2.4	BETEILIGUNGSSTRUKTUR	 2.5	 RECHTLICHE SACHVERHALTE	

21
21 22 25 26 26

3.	ERTRAGS -, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE 	
3.1	ERTRAGSLAGE	 3.2	FINANZLAGE	 3.3	VERMÖGENSLAGE	 3.4	 FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN	 3.5	 NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN	

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27 28 30 32 32

4.	 NACHTRAGSBERICHT 	 5.	 CHANCENBERICHT 	 6.	 RISIKOBERICHT 	 7.	 PROGNOSEBERICHT 	

34 34 35 42

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T BERICH LAGE ASAG DES G RNS KONZE

GESCHÄFTSBERICHT 2014

LAGEBERICHT DES KONZERNS DER GASAG BERLINER GASWERKE AKTIENGESELLSCHAFT, BERLIN FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2014

Der Konzernabschluss der GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft, Berlin, nachfolgend GASAG-Konzern oder GASAG-Gruppe genannt, wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), gültig für die Europäische Union, erstellt. Als nicht börsennotiertes Unternehmen wurden dabei ebenfalls die ergänzenden Vorschriften des § 315a Abs. 3 HGB beachtet.

1.	 GRUNDLAGEN DES KONZERNS
1.1	GESCHÄFTSMODELL
Die GASAG-Gruppe ist ein führender Energiedienstleister in der Metropolregion Berlin-Brandenburg. Als Unternehmen mit einer 170-jährigen Tradition stehen wir insbesondere für eine verlässliche, günstige und klima­ schonende Energielieferung, für dezentrale Energieversorgung und innovative Energiedienstleistungen sowie für die Erzeugung und Verteilung erneuerbarer Energien. Die Geschäftstätigkeit des GASAG-Konzerns umfasst den Transport, die Verteilung und den Vertrieb von Erdgas, Wärme, Strom und Wasser, den Betrieb von Speicheranlagen, die Erzeugung von Biogas, Bio-Erdgas und Strom, den Betrieb von Anlagen zur dezentralen Energieversorgung sowie das Erbringen von Energiedienstleistungen. Weitere Tätigkeitsfelder sind die Verbrauchsabrechnung, Ablesedienstleistungen, das Messgerätemanagement sowie die Errichtung, Unterhaltung und Instandsetzung energietechnischer Anlagen. Die Schwerpunkte unserer Geschäftstätigkeit liegen im Transport sowie in der Verteilung und dem Vertrieb von Energie und Wärme und in zunehmendem Maße in Energiedienstleistungen. Zu unserem Kundenkreis zählen private Haushalte, Gewerbe- und Industrieunternehmen, Krankenhäuser und kommunale Einrichtungen, Weiterverteiler und Nutzer von Gastransportdienstleistungen. Das Zentrum unserer Geschäftstätigkeit liegt unverändert in der Metropolregion Berlin-Brandenburg. Unser unternehmerisches Handeln insgesamt und unsere Geschäftstätigkeiten im Einzelnen sind derzeit stark von externen Faktoren beeinflusst, mit Auswirkungen auf unsere Ertragslage. Hierzu zählen vor allem regulatorische Vorgaben, die Rahmenbedingungen für die Vergabe von Konzessionen und deren Nutzung sowie die im Zusammenhang mit der Energiewende stehenden gesetzlichen Anforderungen. Ein weiterer die Ertragslage einzelner Unternehmen der GASAG-Gruppe beeinflussender Faktor ist der Temperaturverlauf. Die GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft, Berlin, nachfolgend GASAG genannt, übernimmt in der Funktion der Konzernleitung die Steuerung der Unternehmen der GASAG-Gruppe. Hierzu gehören die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung, das Finanzmanagement, die Optimierung des Beschaffungsportfolios und das Risikomanagement. Die der Konzernleitung zugeordneten Governanceeinheiten sind mit Richtlinienkom­ petenz ausgestattet. Darüber hinaus erbringen Serviceeinheiten der GASAG im Rahmen von Shared-Service-­ Funktionen kaufmännische und administrative Leistungen für alle Konzernunternehmen. Zur Steuerung des GASAG-Konzerns werden die Unternehmen und Unternehmensbereiche den Geschäftsfeldern Vertrieb, Netze, Speicher, Erzeugung und Energiedienstleistungen zugeordnet. Service- und Governanceeinheiten unterstützen die Geschäftsfelder. In 2014 wurde das Steuerungsmodell modifiziert. Soweit sich Änderungen hieraus gegenüber 2013 ergeben, wird darauf hingewiesen. Die rechtlich selbstständigen Einheiten sind den Geschäftsfeldern und dem Servicebereich wie folgt zugeordnet:

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VORWORT / BERICHT DES AUFSICHTSRATS / LAGEBERICHT / ANHANG IFRS / BESTÄTIGUNGSVERMERK

GESCHÄFTSFELD VERTRIEB
GASAG BERLINER GASWERKE AG Zur Geschäftstätigkeit der GASAG zählen im Wesentlichen der Vertrieb von Erdgas, Strom und Wärme sowie der Handel mit Energien, insbesondere im Land Berlin, aber auch bundesweit. EMB ENERGIE MARK BRANDENBURG GMBH Die Geschäftstätigkeit der EMB Energie Mark Brandenburg GmbH, Potsdam, nachfolgend EMB genannt, umfasst im Wesentlichen den Vertrieb von Gas und Strom. Die EMB ist vorwiegend im westlichen Teil des Landes Branden­burg tätig. SPREEGAS GESELLSCHAFT FÜR GASVERSORGUNG UND ENERGIEDIENSTLEISTUNG MBH Die Geschäftstätigkeit von SpreeGas Gesellschaft für Gasversorgung und Energiedienstleistung mbH, Cottbus, nachfolgend SpreeGas genannt, umfasst im Wesentlichen den Vertrieb von Gas. Die Gesellschaft ist überwiegend im südlichen Teil des Landes Brandenburg sowie in Teilen Sachsens und Sachsen-Anhalts tätig. STADTWERKE FORST GMBH Die Geschäftstätigkeit der Stadtwerke Forst GmbH, Forst (Lausitz), nachfolgend Stadtwerke Forst genannt, umfasst die Versorgung mit Strom, Gas, Wasser und Fernwärme. Die Gesellschaft ist in der Stadt Forst (Lausitz) und der umliegenden Region tätig. DSE DIREKT-SERVICE ENERGIE GMBH Die Geschäftstätigkeit der DSE Direkt Service Energie GmbH, Berlin, nachfolgend DSE genannt, besteht überwiegend im Verkauf von Produkten und Dienstleistungen aus dem Bereich der Energiewirtschaft im Namen und Auftrag von Unternehmen der GASAG-Gruppe. Die Gesellschaft ist in Berlin tätig. Die Geschäftstätigkeit wurde in 2014 dem Geschäftsfeld Vertrieb zugeordnet.

GESCHÄFTSFELD NETZE
Die im Zusammenhang mit der Asset-Owner-Funktion wahrzunehmenden Tätigkeiten der Eigentümer der Energie­ ersorgungsnetze sind dem Geschäftsfeld Netze zugeordnet. v NBB NETZGESELLSCHAFT BERLIN - BRANDENBURG MBH & CO.  KG Die NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg mbH & Co. KG, nachfolgend NBB genannt, betreibt die Energie­ versorgungsnetze der GASAG, EMB und SpreeGas. Die NBB vermarktet die Netzkapazitäten und bietet ihre Dienstleistungen als Netzbetreiber an. Zu den Kernaufgaben zählen die Durchführung des sicheren, störungs­ freien und effizienten Netzbetriebes, die Instandhaltung und der Ausbau der Leitungsnetzinfrastruktur sowie die Sicherstellung und Abwicklung des Netzzugangs und der Netzdurchleitung für eine Vielzahl von Netznutzern. Darüber hinaus ist die NBB Betriebsführer von Strom-, Wasser und Fernwärmenetzen im Land Brandenburg. Als einer der größten örtlichen Verteilnetzbetreiber ist die Gesellschaft in Berlin, großen Teilen Brandenburgs sowie in Teilen von Sachsen und Sachsen-Anhalt tätig. NETZGESELLSCHAFT FORST ( LAUSITZ ) MBH & CO.  KG Die Geschäftstätigkeit der Netzgesellschaft Forst (Lausitz) mbH & Co. KG, Forst (Lausitz), nachfolgend NFL genannt, umfasst die Unterhaltung, die Verwaltung und den Betrieb von technischen Anlagen, insbesondere von Leitungsnetzen zur Versorgung mit Strom und Gas in der Stadt Forst (Lausitz). Mit der NBB bestehen Netz­ betriebs­ ührungsverträge. Die Gesellschaft ist in der Stadt Forst (Lausitz) und der umliegenden Region tätig. f KKI - KOMPETENZZENTRUM KRITISCHE INFRASTRUKTUREN GMBH Die Geschäftstätigkeit der KKI-Kompetenzzentrum Kritische Infrastrukturen GmbH, Berlin, nachfolgend KKI genannt, umfasst die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich Störungs-, Notfall- und Krisenmanagement für leitungsgebundene Infrastrukturbetreiber. Die Gesellschaft ist überwiegend in Berlin und Brandenburg tätig.

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GESCHÄFTSBERICHT 2014

INFREST – INFRASTRUKTUR ESTRASSE GMBH Die Geschäftstätigkeit der infrest – Infrastruktur eStrasse GmbH, Berlin, nachfolgend infrest genannt, umfasst Dienstleistungen für Planungs-, Bau- und Instandhaltungsvorhaben aus den Bereichen der Ver- und Entsorgungsinfrastruktur. Die Gesellschaft ist überwiegend in Berlin und Brandenburg tätig.

GESCHÄFTSFELD SPEICHER
Die im Zusammenhang mit der Asset-Owner-Funktion wahrzunehmenden Tätigkeiten des Eigentümers des Berliner Erdgasspeichers sind dem Geschäftsfeld Speicher zugeordnet. BERLINER ERDGASSPEICHER GMBH & CO.  KG Die Berliner Erdgasspeicher GmbH & Co. KG, Berlin, nachfolgend BES genannt, betreibt den Berliner Erdgas­ speicher der GASAG und bietet Speicherdienstleistungen an.

GESCHÄFTSFELD ERZEUGUNG
Die GASAG ist mit Aktivitäten im Bereich erneuerbare Energien befasst. Dazu gehören insbesondere die Organisation aller Projektplanungen, die Errichtung und der Betrieb von Biogasanlagen sowie der Betrieb der Photo­ voltaik-Anlage in Mariendorf. Darüber hinaus werden Innovationen im Bereich erneuerbarer Energien bearbeitet. Die in diesem Zusammenhang wahrzunehmenden Tätigkeiten sind dem Geschäftsfeld Erzeugung zugeordnet. GASAG BIO - ERDGAS SCHWEDT GMBH Die Geschäftstätigkeit der GASAG Bio-Erdgas Schwedt GmbH, Schwedt/Oder, nachfolgend Bio-Erdgas Schwedt genannt, umfasst die Errichtung und den Betrieb von Anlagen zur Erzeugung von Biogas, zur Erzeugung von Wärme und zur dezentralen Erzeugung von Strom sowie von Anlagen zur Aufbereitung des Biogases zu Bio-Erdgas (Biomethan). Hinzu kommt der Vertrieb von Bio-Erdgas, Wärme und Strom aus Eigenerzeugung sowie der Handel mit Neben- und Abfallprodukten dieser Anlagen. BIO - ERDGAS NEUDORF GMBH Die Geschäftstätigkeit der Bio-Erdgas Neudorf GmbH, Groß-Pankow, nachfolgend Bio-Erdgas Neudorf genannt, umfasst die Errichtung und den Betrieb von Anlagen zur Erzeugung von Biogas, zur Erzeugung von Wärme und zur dezentralen Erzeugung von Strom, von Anlagen zur Aufbereitung des Biogases zu Bio-Erdgas (Biomethan). Hinzu kommt der Handel mit Bio-Erdgas, Wärme und Strom aus Eigenerzeugung sowie der Handel mit Nebenund Abfallprodukten dieser Anlagen.

GESCHÄFTSFELD ENERGIEDIENSTLEISTUNGEN
Die GASAG und EMB sind im Bereich der dezentralen Energieversorgung und- erzeugung sowie mit Aktivitäten in der Wärmewirtschaft einschließlich der damit verbundenen Infrastruktur- und Energiedienstleistungen tätig. Um sich als der Energiemanager und Dienstleister für Berlin und Brandenburg zu etablieren, unterstützt der Bereich Ganzheitliche innovative Kundenlösungen der GASAG das Geschäftsfeld Energiedienstleistungen mit neuen Projekten und Projektideen. Die in diesem Zusammenhang wahrzunehmenden Tätigkeiten sind dem Geschäftsfeld Energiedienstleistungen zugeordnet. GASAG CONTRACTING GMBH Die Geschäftstätigkeit der GASAG Contracting GmbH, Berlin, nachfolgend GASAG Contracting genannt, umfasst die Erbringung von Energiedienstleistungen im Bereich der Konzeption, Planung, Errichtung und Modernisierung sowie der technischen Betriebsführung von energietechnischen Anlagen im Rahmen des Energiecontractings. Die Gesellschaft ist bundesweit tätig.

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VORWORT / BERICHT DES AUFSICHTSRATS / LAGEBERICHT / ANHANG IFRS / BESTÄTIGUNGSVERMERK

SERVICES
Serviceeinheiten der GASAG erbringen im Rahmen von Shared-Service-Funktionen kaufmännische und adminis­ trative Leistungen für alle Konzernunternehmen. Hierzu gehören insbesondere die Funktionen Rechnungswesen und Steuern, Cash Management, Energiehandel, Einkauf von sonstigen Waren und Dienstleistungen, Personal-, Rechts- und Immobilienmanagement und Marketing. Die in diesem Zusammenhang wahrzunehmenden Tätig­ keiten sind dem Bereich Services zugeordnet. BAS  ABRECHNUNGSSERVICE  GMBH & CO.  KG Die BAS Abrechnungsservice GmbH & Co. KG, Berlin, nachfolgend BAS genannt, übernimmt für Unternehmen der GASAG-Gruppe Verbrauchsabrechnungs- und Ablesedienstleistungen sowie die Kundenservice-Funktionen. Darüber hinaus erbringt die BAS Leistungen für Dritte. Die Gesellschaft ist bundesweit tätig. UMETRIQ METERING SERVICES GMBH Die Geschäftstätigkeit der umetriq Metering Services GmbH, Berlin, nachfolgend umetriq genannt, umfasst die Erbringung von Messdienstleistungen für die Bereiche Gas, Strom, Wärme und Wasser sowie das Messgeräte­ management und den Betrieb intelligenter Messsysteme. Die Gesellschaft ist bundesweit tätig.

1.2	 ZIELE, STRATEGIEN UND MASSNAHMEN
STRATEGIE „ZUKUNFT GASAG 2023“
Basis für unseren Weg zu dem Energiemanager für Berlin und Brandenburg ist unser Bestandsgeschäft, das überwiegend aus den Geschäftsfeldern Vertrieb und Netze und den dazugehörigen Services besteht. Die Ergebnisse aus Vertrieb und Netzbetrieb werden auch in Zukunft den wesentlichen Beitrag zu unserem Geschäftserfolg leisten und mit den vorhandenen und hieraus resultierenden Ressourcen die Basis für die Umsetzung der Strategie bilden. Das Wachstumsgeschäft sehen wir in den Geschäftsfeldern Erzeugung und Energiedienstleistungen sowie bei den erneuerbaren Energien. Im Geschäftsfeld Vertrieb ist unsere Strategie auf die Stärkung unserer Wettbewerbsfähigkeit in unserem Heimatmarkt Berlin-Brandenburg sowie auf gezieltes Wachstum in ausgewählten Kundensegmenten im Fremdmarkt ausgerichtet. Ein wesentlicher Bestandteil der Vertriebsstrategie ist die Umsetzung einer differenzierten Preis- und Produktpolitik. Die Schwerpunkte unserer Maßnahmen lagen in 2014 auf der Neuausrichtung der Vertriebsorganisation der GASAG und der Optimierung der Energiebeschaffungsprozesse. Kern der Neuausrichtung der Vertriebsorganisation ist die Strukturierung nach Vertriebskanälen, die auf eine optimale Marktbearbeitung für unser Commodity-­ Geschäft – Erdgas und Strom – abzielt. Während der Direkt­vertrieb das Segment der Standardkunden mit dem Ziel der Akquisition von Neukunden und der Rückgewinnung von Kunden aktiv bearbeitet, ist der Sondervertrieb für die Akquisition und Betreuung von Individualkunden zuständig. Unter Verbundene Vertriebskanäle haben wir das Bestandskundenmanagement für die Standardkunden sowie die aktive Marktbearbeitung durch die Vertriebskanäle Internetvertrieb, Direktmarketing, Telesales und Kooperationen angesiedelt. Je nach Vertriebskanal sind die Strategien zur Marktbearbeitung und Akquise von Kundengruppen unterschiedlich ausgeprägt. Im Zuge der Restrukturierung wurden die im Vorjahr definierten Schnittstellen zwischen den Vertriebs- und Contracting-Einheiten durch die Bündelung aller Contracting-Kompetenzen in der GASAG Contracting optimiert. Ende 2013 ist die GASAG erfolgreich in den Strommarkt in Berlin eingetreten und hat in 2014 weitere Strom­ produkte für Privat- und Gewerbekunden in Berlin und deutschlandweit platziert. Der Vertrieb der Stromprodukte ist in die vorgenannte neue Vertriebsorganisation integriert.

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GESCHÄFTSBERICHT 2014

Im Rahmen der Optimierung der Energiebeschaffungsprozesse wurden die aktuellen Anforderungen des Marktes und aus der Regulierung umgesetzt, um auch zukünftig die Energiebeschaffung in der GASAG-Gruppe effizient, marktgerecht und regulierungskonform sicherzustellen. Das Geschäftsfeld Netze beinhaltet die Netzbetriebe für das regulierte Gas- und Stromgeschäft. Der Erhalt und Ausbau des Netzgeschäfts ist Bestandteil unserer Strategie. Die Rekommunalisierung stellt weiterhin eine we­ sentliche Komponente im Konzessionswettbewerb dar. Die kommunale Partizipation ist daher ein wesentlicher Aspekt unserer Strategie. Netzerweiterungen und Verdichtungsmaßnahmen stärken die Marktposition des Energieträgers Gas. Das Jahr 2014 war von der erwarteten Entscheidung der Konzessionsvergabe für das Berliner Gasnetz beeinflusst. Zu weiteren Ausführungen verweisen wir auf das Kapitel Rechtliche Sachverhalte. Mit der NGK Netzgesellschaft Kyritz GmbH, Kyritz, und der Netzgesellschaft Hohen Neuendorf Gas GmbH & Co. KG, Hohen Neuendorf, ist die EMB nun an insgesamt drei Netzgesellschaften in Kommunen beteiligt, in denen sie zuvor alleiniger Konzessionsnehmer war. Die EMB kann damit ihre Rolle als lokaler Partner der Kommunen behaupten. Der Netzbetrieb wird auch hier durch die NBB fortgeführt. Im Geschäftsfeld Erzeugung sind unsere strategischen Ziele auf die Optimierung der Biogaserzeugung in den Bestandsanlagen gerichtet. In 2014 wurde wie geplant die Erweiterung der Biogas-Anlage Schwedt zur Erzeugung von Biogas inklusive EEG-Verstromung in zwei Blockheizkraftwerken mit einer mittleren elektrischen Leistung von 2,1 Megawatt in Betrieb genommen. Eine Erweiterung der Erzeugungskapazitäten ist nicht Bestand­ eil unserer t mittelfristigen Ziele. Dagegen werden wir uns in 2015 im Segment Windkraft engagieren. Im Bereich der Erzeugung von Strom aus Windenergieanlagen wurden die Aktivitäten der GASAG und der gemeinsam mit der GDF SUEZ Energie Deutschland AG und der WSW Energie & Wasser AG, Wuppertal, gegründeten Projektentwicklungsgesellschaft Tevaro GmbH intensiviert. In 2014 konnten bundesweit mehrere Projekte angebahnt werden. Darüber hinaus stehen nach hinreichender Sicherung von Projektrechten die Budget- und Entwicklungsentscheidungen mit dem Ziel der Genehmigung zur Errichtung und dem Betrieb von Windenergieanlagen an. Im Geschäftsfeld Energiedienstleistungen ist unsere Strategie vor allem auf die Vermarktung ganzheitlicher Energielösungen in Berlin und Brandenburg ausgerichtet. Den potenziellen Markt für ganzheitliche Lösungen erkennen wir im Energiemanagement für öffentliche Gebäude, im Zusammenhang mit der Erschließung von neuen Wohn- und Gewerbegebieten, der Bestandssanierung großer Wohnimmobilien und Stadtquartiere sowie bei der partnerschaftlichen Umsetzung kommunaler Energiekonzepte. In 2014 haben wir einen Schwerpunkt beim Auf- und Ausbau der konzernweiten organisatorischen und prozessualen Voraussetzungen zur Erfüllung unseres strategischen Anspruchs, der Energiemanager für Berlin und Branden­burg zu werden und die Energiewende in dieser Region voranzutreiben, gesetzt. Der Bereich Ganzheit­ liche innovative Kundenlösungen der GASAG übernimmt die Rolle des Koordinators für Kunden mit komplexen Anforderungen an Energielösungen. Das Produkt- und Leistungsspektrum der GASAG-Gruppe wird kunden­ spezifisch kombiniert und durch Spezialisten der GASAG-Gruppe, Dienstleister und Kooperationspartner erbracht. Der Fokus auf Energiedienstleistungen als ganzheitliche Lösung soll unser Bestandsgeschäft, den Vertrieb von Gas und Strom sowie den Netzbetrieb nachhaltig unterstützen. Eine weitere wichtige Säule und Wachstumsmotor des Geschäftsfeldes Energiedienstleistungen stellt unser Tochter­ unternehmen GASAG Contracting dar, welches deutschlandweit innovative, maßgeschneiderte Contracting­ lösungen anbietet.

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VORWORT / BERICHT DES AUFSICHTSRATS / LAGEBERICHT / ANHANG IFRS / BESTÄTIGUNGSVERMERK

Die Aktivitäten aus dem Bereich Ganzheitliche innovative Kundenlösungen verteilen sich auf drei Handlungsfelder. Das erste Handlungsfeld hat zum Ziel, Liegenschaftsportfolios mit Energie und energienahen Dienstleistungen zu versorgen. Wir streben partnerschaftliche Kooperationen oder gemeinsame Gesellschaften mit Kunden und Partnern an. Die Entwicklung und der Vertrieb von Energieeffizienzprodukten für Gewerbekunden bildet das zweite Handlungsfeld. Wir bieten ein Energiemanagementsystem für das laufende Monitoring der Energieströme an und beraten zu möglichen Energieeffizienzmaßnahmen. Im dritten Handlungsfeld streben wir eine Bündelung und intelligente Steuerung von Stromerzeugungskapazitäten an. Die notwendigen Voraussetzungen zur Steuerung der Anlagen werden aktuell geschaffen. Dies betrifft sowohl die Ausrüstung der Infrastruktur als auch die Einführung einer Steuerungssoftware. Im Bereich Services führt die unsichere Marktsituation im Geschäft des regulierten Messwesens auf Grund des fehlenden rechtlichen Ordnungsrahmens auf der Grundlage einer Entscheidung des Managements zu einer strategischen Neuausrichtung der umetriq in 2015. Ziel ist es, mit dem klassischen Messwesen ein effizientes, wettbewerbs- und drittmarktfähiges stabiles Geschäft zu realisieren. Die Neuausrichtung der Unternehmens­ strategie berücksichtigt ebenfalls den stark wachsenden Bedarf an innovativen Mess- und Steuerungstechnik­ lösungen für Energiemanagement-Services und EEG-Anlagenmanagement. Regulierte Smart-Metering-Dienstleistungen im Massengeschäft entsprechend dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) werden danach nicht weiter verfolgt. Wir sehen die Herausforderung der Energiebranche als Chance und haben mit unserer Strategie und den ersten eingeleiteten Maßnahmen die Weichen für ein nachhaltiges Wachstum des GASAG-Konzerns gestellt.

GESCHÄFTSFELDSTEUERUNGSMODELL
Mit dem Ziel, das Steuerungsmodell des GASAG-Konzerns an den Wertschöpfungsstufen auszurichten, haben wir im Herbst 2014 das Projekt Geschäftsfeldsteuerung initiiert. Im modifizierten Steuerungsmodell werden wir unsere Wertschöpfungsstufen konsequent in den fünf Geschäftsfeldern – Vertrieb, Netze, Speicher, Erzeugung und Energiedienstleistungen – abbilden. Das Steuerungsmodell nach Geschäftsfeldern berücksichtigt eine konsequente Markt- und Ergebnisorientierung, unternehmensübergreifend abgestimmte und verbindliche Zielvorgaben mit Ausrichtung am Konzernoptimum und klare Verantwortlichkeiten für Ergebnisse und Prozesse. Service- und Governanceeinheiten werden unter Heranziehung von Kostenpfaden aus regelmäßig durchzuführenden Bench­ marks über Budgetvorgaben gesteuert. Die Services erbringen ihre unternehmensübergreifenden Leistungen über Verträge zu marktorientierten Verrechnungspreisen. Die Implementierung des Projekts soll Ende des ersten Halbjahres 2015 abgeschlossen werden.

EFFIZIENZSTEIGERUNGSPROGRAMM FOKUS
Unsere strategischen Aktivitäten in Zukunft GASAG 2023 sind eng mit unserem – seit 2012 laufenden – Effizienzsteigerungsprogramm Fokus verbunden. Wir wollen als Gruppe nicht nur erfolgreich neue Märkte erschließen, sondern unsere Kerngeschäftsaktivitäten Vertrieb und Netzbetrieb stabilisieren und ausbauen. Damit schaffen wir die wirtschaftliche und finanzielle Grundlage für ein gesundes und nachhaltiges Wachstum. Wir streben nach einer kontinuierlichen Steigerung unserer Effektivität. Wir orientieren uns am Markt, den Anforderungen unserer Kunden und Partner und setzen diese Bedürfnisse kontinuierlich um. Der Vergleich mit unseren Wettbewerbern gibt uns Impulse, welche Prozesse und Strukturen optimiert werden sollen. Im dritten Jahr des Effizienzsteigerungsprogramms Fokus haben wir die gegenüber 2013 deutlich höheren Ziele übertroffen. Zur konsequenten Verankerung des Effizienzsteigerungsprogramms Fokus in unserer Organisation wird in 2015 ein zentral gesteuerter kontinuierlicher Verbesserungsprozess etabliert. Basis für die Weiterentwicklung und Ausgestaltung des Effizienzsteigerungsprogramms Fokus (Fokus 2.0) ist das modifizierte Geschäftsfeldsteuerungsmodell. Hierzu soll auch der im ersten Quartal 2015 durchgeführte Benchmark beitragen.

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GESCHÄFTSBERICHT 2014

KULTURENTWICKLUNG
Im Herbst haben wir den Kulturentwicklungsprozess Teamgeist in der GASAG-Gruppe ins Leben gerufen. Teamgeist verfolgt das Ziel, uns für unser heutiges und zukünftiges Geschäft erfolgreich aufzustellen, indem wir unsere Potenziale besser nutzen. Der Kulturentwicklungsprozess begleitet die Strategie Zukunft GASAG 2023 und inte­ griert die Themen aus dem Effizienzsteigerungsprogramm Fokus. Um das Ziel zu erreichen, der Energiemanager für Berlin und Brandenburg zu werden, wurde die bestehende Kultur der GASAG-Gruppe an den heutigen und zukünftig erwarteten Markterfordernissen gespiegelt und auf Wirksamkeit überprüft. Ergebnis ist die Notwendigkeit einer stärkeren Ausrichtung an gemeinsamen Zielen, die Verbesserung der internen Zusammenarbeit, das Herstellen von größerer struktureller Klarheit im Zusammenspiel der Einheiten und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. Das modifizierte Steuerungsmodell nach Geschäftsfeldern entlang der Wertschöpfungsstufen gibt die gemeinsam zu erreichenden Ziele vor. Um die Umsetzung der gemeinsamen Ziele zu gewährleisten, überarbeiten wir die Zielvereinbarungssystematik und verbessern die interne Zusammenarbeit der Einheiten des Konzerns. Dazu aktualisieren wir unser Leitbild und leiten Maßnahmen zur Implementierung ab. Zudem überarbeiten wir die Gestaltung unserer internen Leistungsbeziehungen, um die Zusammenarbeit reibungslos zu gestalten. Die aus den Arbeitsschwerpunkten resultierenden Maßnahmen werden sukzessive umgesetzt und in Bezug auf ihren Erfolg evaluiert.

1.3	 UMWELT UND TECHNOLOGIE
Wie in den Vorjahren konnte die GASAG auf Basis des Energieträgers Erdgas und mit den erneuerbaren Energiequellen Biogas und Sonneneinstrahlung sowie verschiedener Effizienztechnologien ihren Beitrag zum Erreichen der Klimaschutzziele des Landes Berlin leisten. Durch die in den Klimaschutzvereinbarungen mit dem Land Berlin festgelegten GASAG-Maßnahmen konnte seit 1998 bis Ende des Geschäftsjahres bereits eine Gesamteinsparung von ca. 1,25 Millionen Tonnen CO2 realisiert werden.

BIO - ERDGAS
In 2014 haben zahlreiche Kunden 243,1 Millionen Kilowattstunden Bio-Erdgas von der GASAG bezogen, zum Beispiel Kommunen, Privatkunden und Kunden mit Blockheizkraftwerken. Die Biogasanlage der Bio-Erdgas Schwedt speiste in 2014 63,2 Millionen Kilowattstunden (Vj. 63,5 Millionen Kilowattstunden) in das Erdgasnetz ein. Für 2015 ist eine Einspeisung in das Erdgasnetz von 62,8 Millionen Kilowattstunden vorgesehen. Die Anlage der Bio-Erdgas Neudorf speiste in 2014 61,5 Millionen Kilowattstunden (Vj. 54,8 Millionen Kilowattstunden) ein. Für 2015 ist eine Einspeisung von 59,4 Millionen Kilowattstunden in das Erdgasnetz vorgesehen. In 2014 wurde die Biogasanlage Schwedt/Oder vergrößert und um Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen erweitert. Zwei Blockheizkraftwerke mit einer mittleren elektrischen Leistung von 2,1 Megawatt ermöglichen eine flexible Stromproduktion, die sich am Strompreis orientiert. Eine jährliche Stromerzeugung von 17,4 Millionen Kilowattstunden ist vorgesehen. Die dabei erzeugte Wärme wird als Hoch- und Niedertemperaturwärme in der bestehenden Biogas-Anlage genutzt.

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VORWORT / BERICHT DES AUFSICHTSRATS / LAGEBERICHT / ANHANG IFRS / BESTÄTIGUNGSVERMERK

PHOTOVOLTAIK
Aufgrund ausgezeichneter Sonneneinstrahlung und stabiler Funktionalität konnte die von der GASAG in Berlin-­ Mariendorf betriebene Photovoltaik-Freiflächenanlage in 2014 1,9 Millionen Kilowattstunden (Vj. 1,8 Millionen Kilowattstunden) Strom erzeugen und in das Berliner Stromnetz einspeisen. Auf der Basis der Annahme mittlerer Sonneneinstrahlung rechnen wir in 2015 mit einer Stromerzeugung von 1,8 Millionen Kilowattstunden.

ERDGAS - MOBILITÄT UND FUHRPARKMANAGEMENT
Mit insgesamt 22 öffentlichen (Bio-)Erdgastankstellen verfügt Berlin 2014 über ein umfangreiches Be­ ankungst Angebot für die umweltschonenden Kraftstoffe Erdgas und Bio-Erdgas. Elf dieser Standorte werden von der GASAG in Kooperation mit Mineralölunternehmen betrieben und brachten in 2014 insgesamt 35,5 Millionen Kilowattstunden Erdgas und Bio-Erdgas in den Verkehr. Die GASAG hat im Rahmen ihres Ökologischen Fuhrparkmanagements die Nutzung von Dienstfahrzeugen und Geschäftswagen in die Klimaschutzaktivitäten der GASAG-Gruppe integriert. Seit 2014 sollen neue Fahrzeuge nicht mehr als 130 Gramm CO2 je Kilometer emittieren. Mit dieser Regelung möchte die GASAG ihre CO2-Bilanz weiter verbessern und rund 10 % Kraftstoffkosten einsparen.

ERDGASPLUS -TECHNOLOGIEN UND GASAG - UMWELTPRÄMIE
Unverändert gute Rahmenbedingungen auf den Energie- und Kreditmärkten haben die Umstellung auf Erdgas-Heizungsanlagen und deren Modernisierung begünstigt. Primär entschieden sich die Kunden dabei für die Brennwerttechnologie mit und ohne solare Zusatzheizung. Ebenso fanden die Kraft-Wärme-Kopplung und die Gaswärmepumpe im Markt Interesse. Die GASAG unterstützt diesen positiven Trend im Rahmen des Förder­ programms Umweltprämie.

GASAG ECOPOOL ( VIRTUELLES KRAFTWERK )
Mit dem Produkt GASAG EcoPool wird die GASAG einen wichtigen Baustein zur ganzheitlichen Energieversorgung seiner Kunden anbieten. Derzeit vernetzen wir die hierfür geeigneten Blockheizkraftwerke der GASAG zu einem virtuellen Kraftwerk. Die Bündelung dieser dezentralen Minikraftwerke eröffnet ganz neue Perspektiven der Wertschöpfung und Optimierung – für unsere Kunden und für die beteiligten Unternehmen der GASAG-Gruppe.

2.	WIRTSCHAFTSBERICHT
2.1	GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN
Nachdem der wachstumsstarke Start ins Jahr 2014 sich zur Jahresmitte hin abschwächte, hat sich die konjunk­ turelle Lage in Deutschland zum Jahresende stabilisiert. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist laut Statistischem Bundesamt in 2014 um 1,5 % gewachsen. Die deutsche Wirtschaft konnte sich in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld behaupten und von den positiven Konjunkturimpulsen vorrangig aus der Binnenwirtschaft profitieren. Nach Einschätzung des Instituts für Weltwirtschaft Kiel (IfW) werden Investitionen in Anlagen im kommenden Jahr für weitere Dynamik sorgen und die Wirtschaftsleistung in Deutschland um 1,7 % ansteigen lassen. Insgesamt geht die Schätzung der Investitionsbank Berlin (IBB) von einem Konjunkturwachstum von 1,8 % im Jahr 2014 für Berlin aus. Wie in den vergangenen Jahren liegt Berlin mit seinem hohen Dienstleistungsanteil an der Wirtschaft und dem stark wachsenden Bauhauptgewerbe über dem Bundesdurchschnitt. Für das Jahr 2015 wird

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GESCHÄFTSBERICHT 2014

von einer optimistischen Entwicklung der Berliner Konjunktur ausgegangen und eine Steigerung des Bruttoinlands­ produktes von 1,7 % erwartet, das vor allem durch Impulse aus dem Dienstleistungsbereich und dem Tourismus angeregt wird. Die wirtschaftliche Entwicklung 2014 in Brandenburg wird allgemein als positiv eingeschätzt. Brandenburg war auch in 2014 ein attraktiver Standort für Investoren aus dem In- und Ausland in allen Regionen des Landes. Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe entwickelte sich positiv und die Umsätze stiegen in 2014 um ca. 7 % im Vergleich zum Vorjahr. Das Investitionsvolumen in die Regionalförderung, in die gewerbliche Wirtschaft und in die Infrastruktur erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um annähernd 3 %. Das macht sich auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar, die Arbeitslosenquote in Brandenburg sank in 2014 auf 8,9 % gegenüber 9,6 % in 2013. Für das Jahr 2015 ist aufgrund der gut aufgestellten Brandenburger Wirtschaft von einem weiteren Wachstum der Beschäftigungsquote und einem kontinuierlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit auszugehen. Die Bedeutung von Erdgas in Deutschland nimmt zugunsten der erneuerbaren Energien ab. Der wichtigste Energieträger für die GASAG-Gruppe verzeichnet nach Mitteilung des Bundesverbandes für Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in 2014 einen Rückgang im Primärenergieverbrauch um 14 % oder 14,8 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten gegenüber 2013. Sein Anteil sinkt auf rund 20,4 % am Primärenergieverbrauch in Deutschland. Insgesamt ist der Primärenergieverbrauch in Deutschland gegenüber dem Vorjahr um 4,8 % gesunken. Haupt­ verantwortlich war die milde Witterung in den Wintermonaten. Der Wärmemarkt hat eine große Bedeutung für die GASAG-Gruppe. Nach Veröffentlichung der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e. V. (AGEB) stieg auch in 2014 der Anteil von Erdgasheizungen im Neubau deutschlandweit an. In den ersten drei Quartalen lag der Anteil bei durchschnittlich 49,6 % im Gegensatz zu einem Anteil von 48,3 % im Jahr 2013. Der Gasverbrauch im Jahr 2014 sank nach vorläufigen Angaben des BDEW um über 12 %. Der Grund für diese Entwicklung liegt vor allem in der überdurchschnittlich warmen Witterung über das gesamte Jahr. Die deutschen Importpreise sanken nach Aussage des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) im Laufe des Jahres von 27,67 Euro/Megawattstunde im Januar 2014 auf 23,50 Euro/Megawattstunde im November 2014. Die GASPOOL-Tagesreferenzpreise sind ebenfalls von durchschnittlich 26,70 Euro/Megawattstunde im Januar 2014 auf 22,90 Euro/Megawattstunde im Dezember gesunken.

2.2	 ENERGIEPOLITISCHE, RECHTLICHE UND WIRTSCHAFTLICHE 	RAHMENBEDINGUNGEN
Das Jahr 2014 war geprägt durch die Umsetzung erster Maßnahmen aus der Koalitionsvereinbarung. Besonders hervorzuheben ist dabei die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, nachfolgend EEG genannt. Die aktuellen politischen Aktivitäten sind stark geprägt durch die Herausforderungen im Stromsektor. So bestimmen beispielsweise die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der konventionellen fossilen Erzeugung die politische Diskussion um die Entwicklung von Kapazitätsmärkten oder die Novellierung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes, nachfolgend KWKG genannt. Ende des Jahres rückte das Thema der CO2-Reduktion verstärkt in das Blickfeld der Politik. Für die Erreichung der ambitionierten CO2-Ziele hat die Bundesregierung mit dem Aktionsprogramm Klimaschutz 2020 und dem Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) zukünftige Handlungsfelder und Maßnahmen vorgestellt. Perspektivisch könnten damit zusätzliche Impulse zur Erschließung der Effizienzpotenziale im Wärmemarkt ent­ stehen und eine Neubewertung des Energieträgers Erdgas erfolgen.

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EUROPÄISCHE GESETZGEBUNG
EU ENERGIE- UND KLIMAZIELE 2030 Der Europäische Rat hat sich im Oktober auf die Leitlinien für die zukünftigen Energie- und Klimaziele bis 2030 geeinigt. Danach sollen die Treibhausgase verpflichtend für alle Mitgliedsstaaten um 40 % (gegenüber 1990) gesenkt werden. Zugleich wurden Maßnahmen zur Stabilisierung des Emissionshandels beschlossen, indem die Obergrenzen der Emissionen ab 2012 um jährlich 2,2 % reduziert werden und zudem eine Markt­ tabilitätsreserve einges führt wird. Außerdem soll der Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch auf 27 % gesteigert werden. Die Bundesregierung hat bei der Umsetzung einen weiten Handlungsspielraum, der von einem Energieeffizienzverpflichtungs- bis zu einem -anreizsystem reicht. Bereits im Dezember 2013 formulierte die Bundesregierung im Koalitionsvertrag, auf ein mögliches Energieeffizienzverpflichtungssystem zu verzichten.

DEUTSCHE GESETZGEBUNG
ERNEUERBARE- ENERGIEN - GESETZ ( EEG) Mit der EEG-Novellierung Mitte des Jahres haben sich einschneidende Veränderungen für die Entwicklung der GASAG-Geschäftsfelder Bio-Erdgas, dezentrale KWK und Contracting ergeben. Durch die drastische Kürzung der Fördersätze für die Einsatzstoffe und den Wegfall des Biogasaufbereitungsbonus ist die Wirtschaftlichkeit von sogenannten Green-KWK-Anlagen nicht mehr gegeben. Zwar ist die Vermarktung der bestehenden Bio-Erdgas-Produktion gewährleistet, der Aufbau weiterer Produktionskapazitäten unter diesen Rahmenbedingungen allerdings nicht mehr wirtschaftlich. Für die GASAG-Gruppe geht damit auch eine wichtige Technologie zur Umsetzung der Unternehmensstrategie, aber auch zur Erfüllung politischer Forderungen, beispielsweise im Rahmen der Klimaschutzvereinbarung mit dem Land Berlin, verloren. Anders sieht die Situation nach der EEG-Novelle für den Bereich Onshore-Wind aus. Trotz Kürzung der Fördersätze bestehen hier kurzfristig bis Ende 2016 gute Voraussetzungen, wirtschaftliche Windkraftprojekte zu entwickeln. Mit dem ab 2017 geltenden Ausschreibungsprozess für Windkraftanlagen besteht für die GASAG perspektivisch die Herausforderung, Angebote in einem vermutlich sehr wettbewerbsintensiven Umfeld zu entwickeln. KRAFT-WÄRME- KOPPLUNGS - GESETZ ( KWKG) Die Diskussion um die anstehende KWKG-Novellierung ist maßgeblich durch die wirtschaftliche Situation der zentralen Anlagen der öffentlichen Versorgung geprägt. Diese sind weiterhin massiv von den niedrigen Strom­ preisen am Großhandelsmarkt betroffen. Daher prägt die Debatte momentan sehr stark die Erhöhung des Fördervolumens für Bestandsanlagen. Der Evaluierungsbericht zum KWKG empfiehlt insbesondere Anpassungen für gasgefeuerte Bestandsanlagen. Dies würde allerdings zu einer Überschreitung des bisherigen Förderdeckels von 750 Millionen Euro führen. Zwar wird an dem Ziel festgehalten, dass im Jahr 2020 25 % des erzeugten Stroms durch KWK-Anlagen produziert werden, allerdings ist fraglich, ob nach der Diskussion bezüglich der Kostenentwicklung des EEG eine ähnliche Entwicklung bei der KWK von der Politik durch Umsetzung der empfohlenen Anpassungen unterstützt wird. Damit ist ungewiss, welche Förderungen dezentrale KWK-Anlagen zukünftig erhalten werden. Zudem ist noch unklar, welche Auswirkungen die zukünftige Beteiligung der Eigenstromerzeugung von KWK-Anlagen bei der EEG-Umlage für den Ausbau kleiner dezentraler Anlagen haben wird. Der Referentenentwurf für das KWKG wird in der ersten Jahreshälfte 2015 erwartet, das Inkrafttreten des Gesetzes dann frühestens in der zweiten Jahreshälfte. Die GASAG-Gruppe wird sich aufgrund der zentralen Bedeutung dieser Thematik für die Umsetzung der Strategie Zukunft GASAG 2023 in den Novellierungsprozess aktiv einbringen; einerseits über den Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und den Verband kommunaler Unternehmen (VKU), andererseits mit entsprechenden Stellungnahmen und Vorschlägen auf der landespolitischen Ebene. Zielrichtung der GASAG-­ Aktivitäten ist dabei, auf die besondere Bedeutung der dezentralen KWK für die Umsetzung kommunaler Klimaschutzkonzepte wie zum Beispiel in Berlin hinzuweisen und gleichzeitig Vorschläge für wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen in den Diskussionsprozess einzubringen.

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AKTIONSPROGRAMM KLIMASCHUTZ  2020  UND NATIONALER AKTIONSPLAN ENERGIEEFFIZIENZ Die voraussichtliche CO2-Zielverfehlung bis 2020 hat das Thema Klimaschutz wieder verstärkt in die politische Debatte gerückt. Anfang Dezember wurden deshalb mit dem Aktionsprogramm Klimaschutz 2020 und dem NAPE zwei Maßnahmenpläne von der Bundesregierung entwickelt, die insbesondere kurzfristige Wirkung zeigen sollen. Speziell der NAPE greift Maßnahmen auf, die schon seit geraumer Zeit von der Energiewirtschaft zur Aktivierung der Potenziale des Instrumentes Energieeffizienz und des Wärmemarktes gefordert werden. So sollen unter anderem die Fördermittel im Bereich des KfW-Gebäudesanierungsprogrammes um 200 Millionen Euro auf jährlich 2 Milliarden Euro aufgestockt und die steuerliche Abschreibung von energetischen Sanierungen für mindestens 5 Jahre mit einem Volumen von jährlich 1 Milliarde Euro unterstützt werden. Von diesen Maßnahmen könnten deutliche Impulse für die Modernisierung des Heizungsanlagenbestandes ausgehen. Für den GASAG-Konzern ergeben sich nach erster Einschätzung Ansatzpunkte, sowohl für die Belebung des Kern­ eschäftes, als auch für Entwicklung neuer Leistungen und Produkte im Bereich Energieeffizienz und g Energiedienstleistungen. EVALUIERUNG ANREIZREGULIERUNG FÜR GAS -VERTEILNETZBETREIBER Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat den gemäß § 33 Anreizregulierungsverordnung (ARegV) bis zum 31. Dez­ ember 2014 gegenüber dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie zu erstattenden Evaluierungs­ ericht b im Laufe des Jahres 2014 erarbeitet. Ziel des Berichts ist es, den Einfluss der ARegV auf das Investitionsverhalten der Netzbetreiber zu bewerten und gegebenenfalls bestehende Hemmnisse zu beseitigen, die energiewenderelevante Netzinvestitionen behindern. Begleitet wurde die Berichterstellung durch eine Auswahl von Strom- und Gasnetzbetreibern, die in vier Workshops ihre Erfahrungen mit der ARegV und Anforderungen bezüglich des Anpassungsbedarfs aus der Netzbetreibersicht präsentierten. Im Ergebnis sind durch die BNetzA vier mögliche Anpassungsmodelle der ARegV sowie modellunabhängige Modifikationsvorschläge erarbeitet und den Netzbetreibern vorgestellt worden.

ENTWICKLUNGEN IN BERLIN
ERARBEITUNG DES BERLINER ENERGIE- UND KLIMASCHUTZPROGRAMMS ( BEK ) Die energie- und klimaschutzpolitischen Aktivitäten in Berlin werden derzeit insbesondere durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt bestimmt. Das Sonderreferat Klimaschutz und Energie stellte Anfang des Jahres die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie Klimaneutrales Berlin 2050 vor. Mit dieser Studie wurde die technologische Machbarkeit des politischen Ziels der Klimaneutralität Berlins dargelegt. Die konkrete Entwicklung von Maßnahmen in unterschiedlichen Handlungsfeldern erfolgt im Rahmen der Erarbeitung des Berliner Energie- und Klimaschutzprogramms (BEK). Die Umsetzung ist in einem mehrstufigen Verfahren geplant und soll Ende 2015 beendet werden. Besonders ist dabei die Partizipationsmöglichkeit der Berliner Bürger hervorzuheben. In diesen Entwicklungs- und Diskussionsprozess ist die GASAG sowohl mit ihrer Expertise in den Workshops als auch über die Mitgliedschaft im Klimaschutzrat einbezogen. KLIMASCHUTZVEREINBARUNG Wesentliches Instrument der Berliner Klimaschutzpolitik und des Energiewendegesetzes Berlin sind die Klimaschutzvereinbarungen mit großen Unternehmen der Berliner Wirtschaft. Mit der 4. Klimaschutzvereinbarung für den Zeitraum 2011–2020 unterstützt die GASAG die Energie- und Klimapolitik des Berliner Senats aktiv. Ziel der Klimaschutzvereinbarung zwischen der GASAG und dem Land Berlin ist die Reduktion von 2 Millionen Tonnen CO2 bis 2020 (Basis 1998). In der 4. Klimaschutzvereinbarung wurde neben der Erweiterung der Handlungsfelder auch eine jährliche Berichterstattung zu den Einsparerfolgen vereinbart. Mittlerweile liegen die Ergebnisse des zweiten Monitorings für das Jahr 2012 vor. Die Ergebnisse wurden vom TÜV Nord überprüft und begutachtet. Danach konnte mit den

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umgesetzten Maßnahmen eine CO2-Reduktion von ca. 82.000 Tonnen jährlich erzielt werden. Dies ist eine deutliche Steigerung des Einsparwertes gegenüber dem Vorjahr. Einer der wesentlichen Treiber für diese Entwicklung ist der vermehrte Einsatz von Bio-Erdgas gewesen.

2.3	GESCHÄFTSVERLAUF
GESCHÄFTSFELD VERTRIEB
GASABSATZ Der Temperaturverlauf in den Absatz- und Transportgebieten Berlin und Brandenburg lag im Geschäftsjahr 2014 deutlich über dem Niveau des Normaljahres. Gegenüber dem Vorjahreswert von 9,4 Grad Celsius war die Jahresmitteltemperatur 2014 mit 11,0 Grad Celsius für Berlin um 1,6 Grad Celsius höher. Damit einhergehend verringerten sich die Heizgradwerte im Vergleich zum Vorjahr um 14,9 %. Für Brandenburg lag die Temperaturentwicklung auf einem ähnlichen Niveau. Der Gasabsatz des Konzerns lag mit 20.370,1 Millionen Kilowattstunden um 19,0 % unter dem Absatz des Vorjahres. Die Verringerung ist im Wesentlichen auf den witterungsbedingten Rückgang im Endkundensegment zurückzuführen. STROMABSATZ Im Geschäftsjahr 2014 erhöhte sich der Stromabsatz gegenüber dem Vorjahr von 231,6 Millionen Kilowatt­ stunden auf 269,5 Millionen Kilowattstunden. Der Anstieg ist unter anderem auf den Markteintritt der GASAG Ende 2013 zurückzuführen.

GESCHÄFTSFELD NETZE
GASTRANSPORT Die Transportmengen im Gasnetz haben sich gegenüber dem Vorjahr vor allem witterungsbedingt um 14,2 % auf 34.907,8 Millionen Kilowattstunden verringert. STROMTRANSPORT Die Transportmengen im Stromnetz haben sich gegenüber dem Vorjahr um 4,6 % auf 49,7 Millionen Kilowattstunden verringert.

GESCHÄFTSFELD ERZEUGUNG
BIO - ERDGAS - ERZEUGUNG Die im Geschäftsjahr erzeugte Menge Bio-Erdgas erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von 118,1 Millionen Kilowattstunden auf 129,9 Millionen Kilowattstunden. Bei der Bio-Erdgas Schwedt erhöhte sich die produzierte Menge gegenüber dem Vorjahr von 63,3 Millionen Kilowattstunden auf 68,4 Millionen Kilowattstunden. Die Bio-Erdgas Neudorf erzeugte 61,6 Millionen Kilowattstunden (Vj. 54,8 Millionen Kilowattstunden) Bio-Erdgas.

GESCHÄFTSFELD ENERGIEDIENSTLEISTUNGEN
WÄRMEABSATZ Der für den GASAG-Konzern erzielte Wärmeabsatz verringerte sich vor allem witterungsbedingt in 2014 um 97,2 Millionen Kilowattstunden auf 397,1 Millionen Kilowattstunden.

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STROM - PRODUKTION AUS CONTRACTING -ANLAGEN Die im Konzern erzeugte Strommenge aus Contracting-Anlagen erhöhte sich von 62,5 Millionen Kiloattstunden im Vorjahr auf 63,4 Millionen Kilowattstunden.

2.4	BETEILIGUNGSSTRUKTUR
Die Auswirkungen aus dem Verlust der Konzessionsverträge mit den Kommunen Hohen Neuendorf und Kyritz hat die EMB mit der Beteiligung an der neu gegründeten Netzgesellschaft Hohen Neuendorf Gas GmbH & Co. KG und der neu gegründeten NGK Netzgesellschaft Kyritz GmbH jeweils in Höhe von 49 % begrenzt. Der Netz­ etrieb b erfolgt in beiden Fällen durch die NBB. Die EMB kann damit ihre Rolle als lokaler Partner der Kommunen behaupten.

2.5	 RECHTLICHE SACHVERHALTE
KONZESSIONSVERFAHREN BERLIN
Der Konzessionsvertrag für das Gasversorgungsnetz der allgemeinen Versorgung auf dem Gebiet des Landes Berlin (Gaskonzession) endete vertragsgemäß am 31. Dezember 2013. Aufgrund einer europaweiten Ausschreibung des Landes für die Neuvergabe der Gaskonzession gaben die GASAG und die NBB Angebote für die Bewerbung um die Konzession und für eine Kooperation mit dem Land Berlin ab. Nach Auswertung der eingegangenen Angebote teilte die Senatsverwaltung für Finanzen als verfahrensleitende Stelle des Landes mit einer Pressemitteilung Anfang Juni als Ergebnis der Bewertung der eingegangenen Angebote mit, dass der Landesbetrieb Berlin Energie das beste Angebot abgegeben habe. Die Landesregierung hat dieses Ergebnis der Senatsverwaltung im Juni zur Kenntnis genommen und als Entscheidung des Landes an das Berliner Abgeordnetenhaus zur Zustimmung weitergeleitet. Das Berliner Abgeordnetenhaus hat die Entscheidung der Landesregierung zur Beratung in die Ausschüsse verwiesen. Derzeit ist nicht erkennbar, wann mit einer Entscheidung des Abgeordnetenhauses zu rechnen ist. Die GASAG und die NBB haben zur Überprüfung der Entscheidung des Landes Klage beim Landgericht Berlin erhoben. Am 9. Dezember 2014 fand vor dem Landgericht die mündliche Verhandlung der Klage der GASAG und der NBB statt. Das Gericht hat deutliche begründete Zweifel an der Bieterfähigkeit von Berlin Energie geäußert. Außerdem hat das Gericht auf Verfahrens- und Auswertungsfehler im Konzessionsverfahren der Senats­ verwaltung für Finanzen hingewiesen. Wegen der noch ausstehenden Zustimmung des Abgeordnetenhauses hat das Gericht dem Klageantrag auf Abschluss eines Konzessionsvertrags mit GASAG / NBB (Hauptantrag) nicht stattgegeben, ist jedoch dem weiteren Antrag der GASAG und der NBB (Nebenantrag) gefolgt und hat dem Land Berlin den Abschluss eines Konzessionsvertrags mit der Berlin Energie untersagt. Nach Vorliegen der schriftlichen Urteilsbegründung wird die GASAG die Erfolgsaussichten, in einem Berufungsverfahren den Antrag auf Abschluss eines Konzessionsvertrags mit der GASAG/NBB weiter zu verfolgen, prüfen. Unabhängig von dem laufenden Klageverfahren hat das Bundeskartellamt von Amts wegen auf die Beschwerde der GASAG und der NBB hin ein förmliches Überprüfungsverfahren eingeleitet, in dem die GASAG und die NBB beigeladen sind. Über die Dauer des Verfahrens und die Entscheidung des Bundeskartellamts ist derzeit noch keine sichere Aussage möglich. Da bisher noch keine endgültige Entscheidung zur Vergabe der Gaskonzession getroffen wurde, hat die GASAG mit dem Land Berlin eine Interimsvereinbarung zur Wegenutzung zu den Bedingungen des zum Ende des Jahres 2013 abgelaufenen Konzessionsvertrags abgeschlossen. Diese Vereinbarung gilt zunächst bis zum 31. Dezember 2015. Zugleich haben die GASAG und die NBB gegenüber dem Land Berlin erklärt, dass sie ihre Angebote im Bieterverfahren unverändert aufrecht erhalten und haben die Bindefrist ihrer Angebote bis zum 30. September 2015 verlängert.

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3.	ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE
3.1	ERTRAGSLAGE
Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um 201,2 Millionen Euro auf 1.098,8 Millionen Euro (−15,5 %) gesunken. Auf Erdgas-, Strom- und Wärmelieferungen entfällt dabei mit 964,5 Millionen Euro (Vj. 1.168,8 Millionen Euro) ein Anteil von 87,8 % (Vj. 89,9 %). Die Verringerung ist im Wesentlichen auf den witterungsbedingten Rückgang der Erlöse im Endkundensegment zurückzuführen. Die Umsatzerlöse aus Netznutzungsentgelten erhöhten sich im Gastransport im Wesentlichen aufgrund gestiegener Mengen gegenüber Transportkunden um 3,1 Millionen Euro auf 113,3 Millionen Euro (2,8 %). Die sonstigen betrieblichen Erträge einschließlich der Bestandsveränderungen haben sich insgesamt um 24,6 Millionen Euro auf 55,6 Millionen Euro (79,4 %) im Vergleich zum Vorjahr erhöht. In Höhe von 11,5 Millionen Euro (Vj. 2,0 Millionen Euro) sind in dieser Position Auflösungen von Rückstellungen sowie Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von 3,7 Millionen Euro (Vj. 0 Millionen Euro) enthalten. Der Materialaufwand verringerte sich um 114,5 Millionen Euro auf 777,0 Millionen Euro (−12,8 %). Der Rückgang im Materialaufwand resultiert im Wesentlichen aus geringeren Bezugsmengen und den spezifisch niedrigeren Gasbezugspreisen. Gegenläufig wirken saldierte Aufwendungen und Erträge aus Energiehandelsgeschäften sowie weiteren Commodity-Derivaten ohne Hedge-Beziehung. Die Relation des Materialaufwandes zu den Umsatz­ erlösen stieg auf 70,7 % (Vj. 68,5 %). Der Personalaufwand sank um 12,2 Millionen Euro auf 98,8 Millionen Euro (−11,0 %) gegenüber dem Aufwand des Vorjahres. Die Verringerung resultiert im Wesent­ichen aus der Endkonsolidierung der BEGA.tec zum l 31. Dezember 2013. Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl (ohne Mitarbeiter in der passiven Phase der Altersteilzeit) hat sich um 263 Mitarbeiter korrespondierend zum Personalaufwand auf 1.478 (−15 %) verringert. Die Abschreibungen verringerten sich um 6,2 Millionen Euro auf 80,1 Millionen Euro (−7,2 %). Im Vorjahr waren in dieser Position außerplanmäßige Abschreibungen auf den Berliner Erdgas­ peicher in Höhe von 7,4 Millios nen Euro enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um 17,8 Millionen Euro auf 103,3 Millionen Euro (−14,7 %). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die reduzierten IT-Aufwendungen durch den Wechsel des IT-Dienstleisters zurückzuführen. In der Übergangsphase in 2013 wurden die Dienstleister zum Teil parallel beauftragt; zudem ergab sich ein höherer Steuerungsbedarf. Die Senkung der Beratungskosten ist im Wesent­ lichen auf das in Vorjahren initiierte Effizienzsteigerungsprogramm Fokus zurückzuführen. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) liegt im Wesentlichen aufgrund des gesunkenen Gasabsatzes, bedingt durch die außergewöhnlich warme Witterung, mit 95,2 Millionen Euro um 25,9 Millionen Euro unter dem des Vorjahres (121,1 Millionen Euro).

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GESCHÄFTSBERICHT 2014

Der Saldo aus Finanzierungsaufwendungen und Sonstigem Finanzergebnis erhöht sich um 13,0 Millionen Euro auf 44,6 Millionen Euro (41,1 %) gegenüber den Finanzierungsaufwendungen des Vorjahres. Die Veränderung zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der gestiegenen Aufzinsung von Rückstellungen. Das Beteiligungsergebnis liegt im Geschäftsjahr 2014 mit 1,6 Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag verringern sich gegenüber dem Vorjahr um 9,9 Millionen Euro auf 19,9 Millionen Euro. Der wesentliche Effekt ist auf die Verringerung des EBIT gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen. Gegen­äufig wirken periodenfremde Steuern aus der Betriebsprüfung 2007–2010. l Damit ergibt sich ein gesunkener Jahresüberschuss von 32,3 Millionen Euro gegenüber einem Jahresüberschuss von 61,4 Millionen Euro in 2013. Der Rückgang ist im Wesentlichen durch die außergewöhnlich milde Witterung und höheren Finanzierungsaufwand bedingt. Im Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) ist ein neutrales Ergebnis in Höhe von −11,0 Millionen Euro (Vj. 30,6 Millionen Euro) enthalten. Wesentliche Posten sind die Auflösungen von Rückstellungen.

3.2	FINANZLAGE
KAPITALSTRUKTUR
Der Finanzierungsbedarf des GASAG-Konzerns wird aus dem operativen Cashflow, durch Inanspruchnahme kurz- und langfristiger Bankkredite sowie Schuldscheindarlehen und Leasingverträge gedeckt. Dabei orientieren sich Art und Umfang der Finanzierung an den geplanten Investitionen und am operativen Geschäft des Konzerns. Die Kreditlinien unseres Konzerns werden von insgesamt sieben Banken, teilweise ohne Laufzeitbegrenzung, bereitgestellt. Die in den kurz- und langfristigen finanziellen Schulden enthaltenen Finanzierungen des Konzerns sind auf 56 Banken und sonstige Finanzpartner diversifiziert. Die Finanzierung des Berliner Netzes ist bis zur bestandskräftigen Vergabe der Berliner Gasnetzkonzession unter anderem über eine Brückenfinanzierung gesichert. Die Finanzierung geht bei Erhalt der Konzession automatisch in eine langfristige Endfinanzierung zu gesicherten Konditionen über. Sofern in 2015 keine bestandskräftige Konzessionsvergabe erfolgt, endet die Brückenfinanzierung am 30. Dezember 2015. Bereits jetzt befindet sich die GASAG mit den finanzierenden Banken in Gesprächen, um bei Auslaufen der Brückenfinanzierung bei noch nicht bestandskräftiger Konzessionsvergabe eine Verlängerung zu erreichen. Alle Bankpartner haben ihre Zustimmung angekündigt und teilweise bereits Angebote übermittelt.

LIQUIDITÄT
Zur Ermittlung unseres Liquiditätsbedarfs nutzt der GASAG-Konzern rollierende 12-Monats-Liquiditätsplanungen. Hierbei wird für die Liquiditätsplanung ein konzernweit einheitliches System eingesetzt, das die Durchführung des Liquiditätsmanagements unterstützt und das Monitoring der Liquiditätsentwicklung im Konzern sicherstellt. Die Konzerngesellschaften waren jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

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KAPITALFLUSSRECHNUNG
IN MIO. € 2014 2013

Periodenergebnis vor Ertragsteuern Gezahlte Ertragsteuern Veränderung Working Capital Veränderung Übrige Posten Cashflow aus Geschäftstätigkeit Cashflow aus Investitionstätigkeit Cashflow aus Finanzierungstätigkeit Finanzmittelfonds am Ende der Periode

52,2 −20,3 82,3 79,7 193,9 −56,7 −143,2 170,2

91,1 −43,1 24,1 87,6 159,6 −38,0 30,3 176,2

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit des GASAG-Konzerns erhöhte sich auf 193,9 Millionen Euro (Vj. 159,6 Millionen Euro). Das Periodenergebnis vor Ertragsteuern beträgt 52,2 Millionen Euro (Vj. 91,1 Millionen Euro). Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus dem Betriebsergebnis aufgrund gesunkener Umsatzerlöse. Geringere Gezahlte Ertragsteuern und der Abbau von Forderungen wirken positiv auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Im Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von −56,7 Millionen Euro (Vj. −38,0 Millionen Euro) sind maßgeblich Auszahlungen für Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen in Gasverteilungsanlagen enthalten. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von −143,2 Millionen Euro (Vj. 30,3 Millionen Euro) zeigt im Wesentlichen die Auszahlungen für die Ausschüttung der GASAG AG in Höhe von 57,4 Millionen Euro sowie für Darlehenstilgungen in Höhe von 74,7 Millionen Euro. Der Finanzmittelfonds setzt sich zusammen aus Guthaben bei Kreditinstituten, Kassenbeständen und Forderungen aus Geldanlagen. Im Geschäftsjahr 2014 verminderte sich der Finanzmittelfonds um 6,0 Millionen Euro auf 170,2 Millionen Euro (Vj. 176,2 Millionen Euro).

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GESCHÄFTSBERICHT 2014

NETTOFINANZPOSITION
Die Nettofinanzposition ergibt sich aus dem Bestand an flüssigen Mitteln vermindert um die finanziellen Schulden.
IN MIO. € 2014 2013

Liquide Mittel Zwischensumme Kurzfristige Finanzmittel Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr davon mit einer Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre davon mit einer Restlaufzeit größer 5 Jahre Sonstige finanzielle Schulden davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr davon mit einer Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre davon mit einer Restlaufzeit größer 5 Jahre Derivate davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr davon mit einer Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Nettofinanzposition
1) davon Brückenfinanzierung 216,4 Mio. €

168,7 168,7 −651,1 −279,0 ¹ −168,7 −203,4 −44,8 −8,4 −8,1 −28,3 −96,4 −36,8 −59,6 −623,6

176,2 176,2 −723,8 −47,2 −250,5 −426,1 −48,4 −3,9 −15,0 −29,5 −39,5 −12,8 −26,7 −635,5

Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr ist auf den Ausweis der Brückenfinanzierung des Berliner Gasnetzes als kurzfristige Verbindlichkeit aufgrund der strengen formellen Anforderungen zurückzuführen. Die Finanzierung geht bei Erhalt der Konzession automatisch in eine langfristige Endfinanzierung zu gesicherten Konditionen über. Sofern in 2015 keine bestandskräftige Konzessionsvergabe erfolgt, endet die Brückenfinanzierung am 30. Dezember 2015. Bereits jetzt befindet sich die GASAG mit den finanzierenden Banken in Gesprächen, um bei Auslaufen der Brückenfinanzierung bei noch nicht bestandskräftiger Konzessionsvergabe eine Verlängerung zu erreichen. Alle Bankpartner haben ihre Zustimmung angekündigt und teilweise bereits Angebote übermittelt. 89,4 % (Vj. 89,6 %) der Schulden gegenüber Kreditinstituten und 1,01 % (Vj. 0,98 %) der sonstigen finanziellen Schulden sind variabel verzinslich. Die variabel verzinslichen Darlehen sind im Wesentlichen mit Derivaten gegen Zinsschwankungen gesichert.

3.3	VERMÖGENSLAGE
Die langfristigen Vermögenswerte (ohne latente Steuern) verringerten sich um 1,7 Millionen Euro (−0,1 %) auf 1.703,3 Millionen Euro. Die immateriellen Vermögenswerte verringerten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2013 um 11,0 Millionen Euro (−5,1 %) auf 203,4 Millionen Euro. Hierin enthalten sind Geschäfts- oder Firmenwerte unverändert zum Vorjahr in Höhe von 154,3 Millionen Euro.

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VORWORT / BERICHT DES AUFSICHTSRATS / LAGEBERICHT / ANHANG IFRS / BESTÄTIGUNGSVERMERK

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen des GASAG-Konzerns erhöhten sich um 24,2 Millionen Euro auf 93,1 Millionen Euro (35,1 %). Die Investitionen entfallen im Wesentlichen mit einem Betrag von 73,2 Millionen Euro auf investive Maßnahmen in die Gasnetzverteilungsanlagen einschließlich Einspeise- und Rückspeise­ anlagen für Bio-Erdgas sowie auf die Erweiterung der Biogasanlage in Schwedt. Die Vorräte verringerten sich um insgesamt 5,6 Millionen Euro auf 56,3 Millionen Euro (−9,0 %). Der Bestand betrifft im Wesentlichen das in den Erdgasspeichern befindliche Arbeitsgas. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen sind um 79,5 Millionen Euro auf 167,8 Millionen Euro (−32,1 %) gesunken. Die Forderungen aus Gaslieferungen liegen mit 100,0 Millionen Euro um −94,6 Millionen Euro (−48,6 %) unter denen des Vorjahres. Das Eigenkapital sank um 73,6 Millionen Euro auf 704,0 Millionen Euro (−9,5 %). Die Eigenkapitalquote des GASAG-Konzerns verringerte sich auf 31,7 % (Vj. 33,8 %). Im Oktober 2014 erhielten die Aktionäre der GASAG eine Dividende in Höhe von 57,4 Millionen Euro. Die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen sind mit 42,0 % (Vj. 46,2 %) durch Eigenkapital gedeckt. Die Reduzierung der langfristigen Schulden (ohne latente Steuern) um 270,4 Millionen Euro auf 826,1 Millionen Euro (−24,7 %) beruht im Wesentlichen auf Umgliederung der langfristigen Darlehen in kurzfristige Schulden. Die kurzfristigen Schulden liegen mit 608,2 Millionen Euro um 260,9 Millionen Euro (75,1 %) über dem Vor­ jahresniveau. Im Wesentlichen ist die Steigerung auf den Ausweis der Brückenfinanzierung des Berliner Gasnetzes als kurzfristige Verbindlichkeiten aufgrund der strengen formellen Anforderungen zurückzuführen.

GESAMTAUSSAGE ZUM GESCHÄFTSVERLAUF UND ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE
Der Gasabsatz des GASAG-Konzerns sowie die Transportmengen im Gasnetz liegen im Wesentlichen temperaturbedingt deutlich unter den Erwartungen der operativen Planung für 2014. Unsere Erwartung in Bezug auf den Gasabsatz und die Transportmengen im Gasnetz ging von einem normalen Temperaturverlauf aus. Dagegen entwickelte sich das Geschäftsjahr zum wärmsten Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Der Stromabsatz liegt wie erwartet aufgrund des Markteintritts der GASAG in 2013 über dem des Vorjahres. Die Umsatzerlöse liegen temperaturbedingt deutlich unter der bereits gegenüber 2013 abgesenkten Erwartung. Das EBIT-Ziel wurde infolgedessen für das Geschäftsjahr 2014 nicht erreicht. Der Jahresüberschuss liegt gegenüber der Planung durch Zinseffekte im Finanzergebnis und einem nicht geplanten Effekt bei den Ertragsteuern sowie der anhaltend milden Witterung deutlich unter dem Erwartungswert. Neben den Temperatureinflüssen haben sich der Wettbewerb und das Energieeinsparverhalten im Bereich der Endkunden mengenmäßig und damit auf die Umsatzerlöse reduzierend ausgewirkt. Das Effizienzsteigerungsprogramm Fokus wirkt neben den Ressourcenanpassungen im Personalbereich insbesondere im sonstigen betrieb­ lichen Aufwand. Die fälligen finanziellen Verpflichtungen des Geschäftsjahres 2014 waren durch die zur Verfügung stehende Liquidität, die Finanzanlagen und die bestehenden Kreditlinien gedeckt.

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GESCHÄFTSBERICHT 2014

3.4	 FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
STEUERUNGSKENNZAHLEN
Die wesentlichen Steuerungskennzahlen für die Unternehmen der GASAG-Gruppe und des Konzerns sind der Return on Capital Employed (ROCE), das Betriebsergebnis (EBIT) und der Jahresüberschuss. Der ROCE reflektiert die Ertragskraft auf das investierte Kapital und spiegelt das Verhältnis des Ergebnisses der betrieblichen Tätigkeit zum durchschnittlichen betrieblichen Vermögen (Capital Employed) wider. Das betriebliche Ergebnis beinhaltet das EBIT zuzüglich der Beteiligungserträge. Das Capital Employed setzt sich aus den Ver­ ögenswerten des operam tiven Geschäfts (Anlage- und Umlaufvermögen) abzüglich der nicht verzinslichen Verbindlichkeiten und kurzfristigen Rückstellungen zusammen. Im Geschäftsjahr 2014 beträgt der ROCE 6,6 % (Vj. 7,9 %). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist auf das witterungsbedingt gesunkene betriebliche Ergebnis zurückzuführen. Regelmäßig werden die Entwicklungen der Kennzahlen des Konzerns, der Geschäftsfelder und der Einzelgesellschaften analysiert und im Hinblick auf das Jahresende prognostiziert. Die Entwicklung von geschäftsfeld­ spezifischen Kennzahlen bildet die Grundlage für die Managementquartalsmeetings mit den operativ Verantwortlichen und dem Vorstand. Der Vorstand wird damit in die Lage versetzt, Abweichungen von den Zielvorgaben unterjährig zu erkennen, Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage zu bewerten und entsprechende steuernde Maßnahmen zu ergreifen. Darüber hinaus werden quartärlich Chancen und Risiken bewertet, die noch nicht in den Prognosen verarbeitet sind. Im Rahmen des aktuell laufenden Projektes zur Geschäftsfeldsteuerung werden die Steuerungskennzahlen für den Konzern und für die Geschäftsfelder überarbeitet. Das Projekt soll bis zum Ende des ersten Halbjahres 2015 abgeschlossen werden.

3.5	 NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
Die GASAG-Gruppe ist bundesweit aktiv und steht für zuverlässige, moderne und zukunftsweisende Energiedienstleistungen. Aufgrund der hohen Dynamik der Entwicklungen des Energiemarktes passen wir unsere Produkte und Dienstleistungen stetig den Bedürfnissen unserer Kunden an und positionieren unsere Unternehmen so erfolgreich im Wettbewerb.

MITARBEITER
Im ersten Halbjahr 2014 wurde die konzernweite Mitarbeiterzufriedenheitsbefragung durchgeführt. In der GASAG-Gruppe bewerteten die Beschäftigten unterschiedliche Kriterien, die zur Zufriedenheit und Mitarbeiterbindung beitragen. Im Nachgang dazu wurden übergreifend sowie in den einzelnen Unternehmen und Bereichen Maßnahmen abgeleitet, die die Ergebnisse dieser Befragung aufgreifen und der Verbesserung der Mitarbeiter­ zufriedenheit dienen. Die GASAG-Gruppe (Standorte Berlin) wurde in der Kategorie Großunternehmen mit dem Berliner Inklusionspreis 2014 ausgezeichnet. Die Beschäftigungsquote von schwerbehinderten und gleichgestellten Mitarbeitern liegt seit Jahren über den gesetzlichen Vorgaben und beträgt aktuell 6,4 %. Das konzernweite Nachwuchsförderprogramm, das der Förderung von Mitarbeitern mit Potenzial dient, wurde erfolgreich weitergeführt. Dieses Programm ist ein Baustein unseres konzernweiten internen Nachfolgemanagements, das die Förderung der Teilnehmer zum Ziel hat, die sich im Rahmen ihrer fachlichen Ausrichtung oder in Richtung einer Führungsposition weiterentwickeln möchten. Die Teilnehmer des nächsten Programms wurden bereits identifiziert, das zu Beginn des nächsten Jahres startet.

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VORWORT / BERICHT DES AUFSICHTSRATS / LAGEBERICHT / ANHANG IFRS / BESTÄTIGUNGSVERMERK

In unserem konzernweiten Trainee-Programm durchlaufen Hochschulabsolventen je nach fachlicher Ausrichtung unterschiedliche Stationen und Seminare in der GASAG-Gruppe, um so für die Übernahme von Aufgaben nach dem Programm gut gerüstet zu sein. Das Trainee-Programm hat seinen Schwerpunkt im Bereich Technik.

KUNDENSERVICEMANAGEMENT
Guter Kundenservice stand auch 2014 im Zentrum unseres Handelns. Ein zentraler Baustein dafür ist die regelmäßige Überprüfung, ob die Erwartungen unserer Kunden an einen modernen Kundenservice erfüllt werden. Auch in diesem Jahr wurde im Rahmen des jährlichen GASAG Service Check die Qualität der telefonischen, schriftlichen und persönlichen Kommunikation unserer Kundenkontaktstellen überprüft. So konnten Verbesserungspotenziale identifiziert und konkrete Maßnahmen zur Weiterentwicklung des Kundenservices abgeleitet werden. Die Rechnung ist einer der wichtigsten Kontaktpunkte von Energieversorgern mit ihren Kunden: Sie sollte daher kundenfreundlich und verständlich gestaltet sein. Deswegen haben wir Anfang des Jahres die Rechnungsgestaltung modernisiert: Dass die neue Rechnungsgestaltung gelungen ist, zeigen nicht nur die positiven Reaktionen unserer Kunden, sondern auch die Bewertung durch das Deutsche Institut für Energietransparenz (DIFET). Das unabhängige Institut vergibt die Auszeichnung „Kundenfreundlichste Strom- und Gasrechnung 2014“ und kürt damit herausragende Verständlichkeit und Kundenfreundlichkeit von Energierechnungen in Deutschland. Die GASAG erreicht dabei den zweiten Platz und die Note „gut“ (1,6). Die Durchschnittsnote aller überprüften Energierechnungen liegt bei „befriedigend“ (3,2). Auch das Internet-Kundenportal „MEINE GASAG“ wurde weiterentwickelt, um unseren Kunden einen schnellen und bequemen Weg zu ihrem persönlichen GASAG-Konto zu ermöglichen. Zum siebten Mal in Folge ist es der GASAG darüber hinaus 2014 gelungen, das vom TÜV SÜD vergebene Prüf­ iegel für Servicequalität zu erhalten. Es bescheinigt uns eine optimal auf Kundenbedürfnisse ausgerichtete s Orga­ isationsstruktur, serviceorientierte Prozesse und ein professionelles Beschwerdemanagement. n Zudem ist die GASAG auch im Jahr 2014 wieder TOP-Lokalversorger Gas & Strom geworden. Das TOP-Lokal­ versorger-Siegel wird vom Energieverbraucherportal.de verliehen. Bei der Bewertung werden neben dem regionalen Engagement besonders Umwelt- und Verbraucherschutz sowie Servicequalität berücksichtigt.

KUNDENZENTRUM
In unserem Kundenzentrum am Hackeschen Markt beraten wir Kunden persönlich zu allen energierelevanten Themen sowie zu den Produkten und Dienstleistungen des Konzerns. Durch die Integration des Marktpartnermanagements der GASAG konnten wir zahlreiche Synergieeffekte erzielen. So führten wir in 2014 im Kundenzentrum eine Reihe erfolgreicher Veranstaltungen mit den Marktpartnern der GASAG aus den Bereichen Handwerk, Innung und Industrie durch.

KONZERNBESCHWERDEMANAGEMENT
Ende 2014 konnte ein konzernweites Projekt zur Optimierung des Beschwerdemanagements erfolgreich zum Abschluss gebracht werden. Danach werden einheitliche und klar definierte Rahmenbedingungen für das Beschwerdemanagement in der GASAG-Gruppe gesetzt. Diese dienen dazu, Rechtssicherheit, Transparenz, Effektivität und Effizienz im Umgang mit Beschwerden sicherzustellen. Weiter haben wir mit diesem Projekt die technischen Voraussetzungen geschaffen, um Beschwerdeinformationen aktiv in einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess nutzen zu können. Auf diese Weise sollen künftig Beschwerdeursachen systematisch beseitigt und damit Kundenbindung durch Kundenzufriedenheit unterstützt werden.

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GESCHÄFTSBERICHT 2014

4.	NACHTRAGSBERICHT
Der bisherige Vorstandsvorsitzende Herr Stefan Grützmacher hat sein Amt zum 28. Februar 2015 niedergelegt. Der Aufsichtsrat der GASAG AG bestellte in der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am 30. Januar 2015 Frau Vera Gäde-Butzlaff zur Vorstandsvorsitzenden mit Wirkung zum 1. März 2015.

5.	CHANCENBERICHT
Die GASAG-Gruppe ist als Energiedienstleister und Energieversorger zahlreichen Veränderungen und Unsicherheiten ausgesetzt. Um in einem von Wettbewerb und Gesetzgebung geprägten Markt nachhaltig erfolgreich sein zu können, müssen wir mögliche Entwicklungen frühzeitig erkennen und daraus resultierende Chancen und Risiken systematisch erfassen, bewerten und steuern. Die Verantwortung für die Steuerung und die Verarbeitung der Chancen liegt an zentraler Stelle im Konzern-Controlling und Risikomanagement. Regelmäßig werden die Entwicklungen in den branchenbezogenen Rahmenbedingungen ausgewertet und daraus die wesentlichen Trends beziehungsweise möglichen Entwicklungen abgeleitet. Die drei analysierten Dimensionen Gesellschaft, Gesetzgebung und Technologie spiegeln eine zentrale Aussage wider: Das Interesse des Kunden an umweltfreundlichen und dezentralen Energielösungen sowie dem Einsatz von erneuerbaren Energien steigt. Durch den Fortschritt in Effizienz-, Speicher- und Erzeugungstechnologien werden smarte und ganzheitliche Energielösungen, die dezentral und autark Erzeuger und Verbraucher vernetzen, marktfähig. In unserer Strategie und unseren Zielen haben wir diese Erkenntnisse einfließen lassen. Wir sehen in unserer Region Berlin und Brandenburg standortspezifische Vorteile, die wir als ganzheitlicher Energiedienstleister nutzen werden. Berlin mit seinem Bestand an Gebäuden und Energieerzeugungsanlagen und dem aktiven Neubau bietet ein hohes Marktpotenzial und eine ideale Ausgangslage für die Platzierung unserer Angebote für Energieerzeugung, -versorgung und energetische Sanierung. Wir werden Energiekonzepte für Quartiere und Konversionsflächen entwickeln, kostengünstige Angebote für die energetische Sanierung öffent­ licher und privater Gebäude anbieten und uns als Energiepartner für alle Kundengruppen von Privathaushalten über große Wohnungsbaugesellschaften bis hin zur öffentlichen Verwaltung anbieten. Eine Chance sehen wir konkret in der Einführung eines Energiemanagementsystems zur Effizienzsteigerung im Energieverbrauch. Berlin als unser Heimatmarkt und als Bundeshauptstadt ist ein attraktiver Standort mit steigenden Einwohnerzahlen und einer ständigen Schaffung neuen Wohnraums. Damit eng verbunden ist die Nachfrage nach effizienten Versorgungskonzepten, für die der Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplung zur dezentralen Erzeugung von Wärme und Strom eine wichtige Rolle spielt. Wir verfolgen die Schaffung eines virtuellen Kraftwerkes. In einem ersten Schritt werden die GASAG-eigenen Blockheizkraftwerke zusammengeführt. Die Bündelung dieser dezentralen Minikraftwerke eröffnet ganz neue Perspektiven der Wertschöpfung und Optimierung. Ziel ist es, auch den Strom der bisher vorrangig auf die Wärmeproduktion ausgerichteten Blockheizkraftwerke gezielt zu nutzen und zu vermarkten. Durch die stärkere Verlagerung der Stromproduktion in die Hochpreiszeiten – also etwa in die Morgen- und die Abendstunden – können die Einnahmen weiter gesteigert werden. Bisher erfolgt die Stromproduktion und Einspeisung ins Netz unabhängig vom Geschehen am Strommarkt und den Strompreisschwankungen neben der Wärmeproduktion. Neben Blockheizkraftwerken sollen die Photovoltaikanlage der GASAG sowie zukünftig auch Windenergie­ anlagen in das virtuelle Kraftwerk integriert werden, um dessen Stromvermarktung zu optimieren.

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Durch den Zusammenschluss der einzelnen Blockheizkraftwerke wird die erforderliche Mindestgröße für die Ausschreibungen am Regelleistungsmarkt erreicht und damit die Voraussetzung geschaffen, dort erfolgreich agieren und Mehrerträge erzielen zu können. Ein neuer Dienstleistungsansatz liegt im Bereich der technischen Anlagenoptimierung. Hiermit sollen gezielt Flexibilitäten für die Vermarktung an den Strommärkten geschaffen werden, womit sich die Erträge der einzelnen Blockheizkraftwerke erhöhen und die Kosten senken lassen. Das virtuelle Kraftwerk ist die ideale Plattform, die Energieversorgung des Kunden insgesamt zu optimieren und beispielsweise die günstige Eigenstromproduktion zu erhöhen oder den Strombedarf anhand der Strompreise zu steuern. Mit geeigneten Marketing- und Vertriebsinstrumenten sollen GASAG-Kunden für das virtuelle Kraftwerk begeistert werden. Weitere Chancen sehen wir in der kontinuierlichen Effizienzsteigerung in unseren Prozessen. Wir verankern die kontinuierliche Verbesserung unseres Handelns in unserer Unternehmenskultur und können so flexibel auf geänderte Marktbedingungen reagieren. Die Ausrichtung hin zu einem Energiemanager mit unterschiedlichsten Produkten und Dienstleistungen erfordert die enge Zusammenarbeit der verschiedenen Einheiten der GASAG-­ Gruppe und führt zu einer effektiveren Nutzung der vorhandenen Ressourcen.

6.	RISIKOBERICHT
Unser konzernweites Risikomanagement orientiert sich insbesondere an den ISO-Normen 31000 und 31010. Die ständig wiederkehrende Identifikation, Bewertung und Dokumentation von Risiken gehört ebenso zu den Aufgaben unserer Führungskräfte und Mitarbeiter, wie die operative Steuerung mit Hilfe geeigneter Maßnahmen. Die Prozessverantwortung liegt beim zentralen Risikomanagement, welches direkt an den Vorstand berichtet. Unsere Risikoeinschätzung beruht im Wesentlichen auf einem Unternehmens­ ert­ erlust­ nsatz, wobei wir neben w v a der Einstufung als Ergebnis-, Eigenkapital- oder Liquiditätsrisiko zusätzlich alle Risiken mit Hilfe der Parameter Eintrittswahrscheinlichkeit sowie Zahlungs- und Imagewirkung klassifizieren und mögliche Gegenmaßnahmen ableiten. Die Angabe der Eintrittswahrscheinlichkeiten lässt sich der Höhe nach wie folgt unterteilen:

Beschreibung
Sehr geringe Eintrittswahrscheinlichkeit Geringe Eintrittswahrscheinlichkeit Mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit Hohe Eintrittswahrscheinlichkeit Sehr hohe Eintrittswahrscheinlichkeit

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GESCHÄFTSBERICHT 2014

Die Auswirkung auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der GASAG drücken wir mit einer Einstufung des Schadenspotenzials wie folgt aus:

Einstufung Schadenspotenzial
Geringes Spürbares Schwer wiegendes Latent gefährdendes Akut gefährdendes

Beschreibung der Wertgrenzen
Nicht messbare Beeinträchtigung Moderate Auswirkung auf die Ertragslage Beträchtliche negative Auswirkung auf die Ertragslage Hohe und potenziell dauerhafte Beeinträchtigung Wesentliche und voraussichtlich dauerhafte Beeinträchtigung

Unsere Risiken unterscheiden wir weiterhin in einen kurz- und langfristigen Wirkungshorizont, wobei die kurzfristige Betrachtung das nächste Geschäftsjahr betrifft und die langfristige Betrachtung den gesamten Planungszeitraum abdeckt. Die besonderen Risiken im Energie- und Finanzbereich begrenzen wir durch einen systematischen Risiko­ managementprozess. Wesentliche Bestandteile sind dabei ein konzernweit einheitlicher Handels-, Abwicklungsund Überwachungsprozess sowie eine einheitliche Risikoberichterstattung. Dazu setzen wir ergänzende Risiko­ managementsysteme ein. Unsere Konzernrevision prüft die Risikomanagementsysteme der Einzelgesellschaften und des Konzerns turnusmäßig auf ihre Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit. Für den GASAG-Konzern bestehen im Wesentlichen folgende Risiken:

RECHTLICH - POLITISCHES UMFELD
Der Energiemarkt in Deutschland wird weiterhin von den Vorgaben aus Europa bestimmt. Die europäische Energiepolitik lässt jedoch für die Zukunft eine eindeutige Zielrichtung mit ausgeprägten Schwerpunkten vermissen. Eine weitere regulatorische Verschärfung für den Wettbewerb der leitungsgebundenen Energien ist Gegenstand der Diskussion über Notwendigkeit und Ausgestaltung eines vierten Binnenmarktpaketes. Es besteht daraus für die Energieversorgung und insbesondere auch für die Gasversorgung eine Reihe typischer Vertragsrisiken. Sowohl bei den Rückforderungsansprüchen von Haushaltskunden wegen Preisanpassungen in der Vergangenheit, als auch bei der Verwendung von Preisanpassungsklauseln unter Hinweis auf Allgemeine Geschäftsbedingungen ist die Rechtslage nicht abschließend geklärt. Soweit unter Berücksichtigung höchstrichter­ licher Rechtsprechung geltend gemachte Ansprüche nicht als unbegründet zurückgewiesen wurden, sind für diese Themen zur Risikovorsorge Rückstellungen gebildet worden. Über die Rückstellungen hinaus ergibt sich in Bezug auf das Schadenspotenzial ein langfristig spürbares Risiko bei einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit. Weiterhin besteht für die GASAG das Risiko der nachträglichen Zahlung einer erhöhten Konzessionsabgabe, sofern die ursprünglich getroffene Vereinbarung mit dem Land Berlin nicht rechtsgültig sein sollte. Der Hintergrund dieses Risikos ist die Rechtsprechung des BGH, wonach ein Grundversorger nur für diejenigen von ihm belieferten Kunden die erhöhte Konzessionsabgabe entrichten darf, die auch im rechtlichen Sinne Grundversorgungskunden sind. Andere Vereinbarungen wären unwirksam. Dies stellt bezogen auf das Schadenspotenzial im kurzfristigen Betrachtungszeitraum ein latent gefährdendes Risiko dar. Die GASAG geht davon aus, dass die mit dem Land getroffenen Vereinbarungen nicht von der genannten Rechtsprechung betroffen sind. Darüber hinaus bestehen weiteren Risiken aus dem rechtlich-politischen Umfeld. Daraus ergibt sich in Bezug auf das aggregierte Schadenspotenzial langfristig ein spürbares Risiko bei einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit.

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KONZESSIONSRISIKO
Zur allgemeinen Beschreibung des Verfahrens zur Vergabe der Berliner Konzession verweisen wir auf unseren Berichtsteil „Rechtliche Sachverhalte“. Auch aufgrund der dort beschriebenen offensichtlichen Verfahrens- und Auswertungsfehler in dem bisherigen Verfahren gehen wir mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon aus, dass wir den Zuschlag für die Konzession erhalten. Dies beruht auf unserer Einschätzung, dass unser Angebot jederzeit einen zuverlässigen, sicheren und effizienten Netzbetrieb gewährleistet und dass unsere umfangreichen Aktivitäten im Bereich des Klima- und Umweltschutzes und unsere Position als verlässlicher Kooperationspartner des Landes Berlin mit der entsprechenden Kompetenz zur Umsetzung energiepolitischer Projekte und der Klimaschutzziele sich letztlich durchsetzen werden. Dies gilt auch für mögliche Kooperationsmodelle. Dabei berücksichtigen wir die Anforderungen des Landes Berlin und stellen uns der Diskussion über die energiepolitischen Ziele des Landes Berlin und mögliche Beteiligungsmodelle an Energieinfrastrukturen. Trotz der gerichtlichen Auseinandersetzung mit dem Land Berlin zur Wahrung unserer berechtigten Interessen sind wir im Rahmen des rechtlich Zulässigen gesprächsbereit und streben damit eine schnelle Lösung der offenen Konzessionsfrage an. Wenn die GASAG-Gruppe die Konzession verlöre, würde das substanziell wichtige Netzgeschäft in Berlin wegfallen. Nach unserer Einschätzung würde dies nicht vor März 2019 eintreten. GASAG müsste nach Einigung auf einen Kaufpreis das Berliner Gasnetz verkaufen. Daraus würde die GASAG Liquiditätszuflüsse realisieren, welche die vollständige Tilgung der Netzfinanzierungen sicherstellen. Aus dem Verlust des Berliner Netzgeschäfts würden erhebliche Effizienzverluste in Bereichen, in denen heute Ressourcen überwiegend für das Berliner Netz eingesetzt werden, resultieren. Unverändert gebundenen Ressourcen, die bisher ausschließlich dem Betrieb des Berliner Netzes dienten, stünden keine entsprechenden Einnahmen gegenüber. Ohne entsprechende kompensatorische Gegen­ maßnahmen wäre die Ertragslage der GASAG-Gruppe vorübergehend stark belastet. Damit stellt der Verlust der Berliner Konzession in Bezug auf das Schadenspotenzial langfristig ein akut gefährdendes Risiko dar. Es wäre von einer wesentlichen Beeinträchtigung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der GASAG-Gruppe auszugehen.

MARKTRISIKEN
Das Marktgeschehen in den für den GASAG-Konzern relevanten Märkten ist sowohl Konjunktur- und Wettbewerbs­ entwicklungen als auch witterungsbedingten Einflüssen unterworfen. Insbesondere unser Gasgeschäft ist zu­ nehmenden Preis- und Absatzrisiken ausgesetzt. Zwischen den Anbietern, die in die Berliner und Brandenburger Gasmärkte drängen, findet ein harter Wettbewerb um die Kunden statt, der zu weiterem Preisdruck oder zu Kun­ en­ d verlusten führen und unsere Handelsmarge schmälern kann. Dies stellt in Bezug auf das Schadenspotenzial kurz­ fristig ein spürbares Risiko mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit dar. Über die transportierten Gasmengen der Kunden anderer Anbieter in den Netzen des Konzerns erwirtschaften wir regulierte Netznutzungsentgelte. Der Markt für Erdgasspeicher, bezogen auf die Buchung von Speicherkapazitäten durch Dritte, ist von einer unverändert niedrigen, aber zunehmenden Handelsaktivität bei weiterhin sehr heterogenen Preisen gekennzeichnet. Es besteht bei weiter sinkenden Marktpreisen und auch bei einem Anstieg des Marktzinsniveaus das Risiko von außerplanmäßigen Abschreibungen, was in Bezug auf das Schadenspotenzial langfristig zu einem spürbaren Risiko bei einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit führen kann. Es ist mit einer erhöhten Bewertungsvolatilität zu rechnen.

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GESCHÄFTSBERICHT 2014

Konjunktur- und standortabhängige Absatzverluste sowie sparsameres Verbrauchsverhalten der Kunden wirken sich sowohl auf das Vertriebs- als auch auf das Transportgeschäft aus. Darüber hinaus ist unsere Geschäftsentwicklung jedes Jahr witterungsbedingten Absatzschwankungen unterworfen. Das witterungsbedingte Mengen­ risiko im Gasgeschäft gehört zu den unternehmerischen Risiken, die der GASAG-Konzern selbst trägt. Dabei unterziehen wir die Möglichkeiten der Absicherung durch den Einsatz von Energie- und Wetterderivaten einer regelmäßigen Überprüfung. Aus einer für die GASAG negativen Witterung kann sich in Bezug auf das Schadens­ potenzial ein spürbares Risiko im kurzfristigen Betrachtungszeitraum mit einer geringen Eintrittswahrschein­ lichkeit ergeben. Mit unserem systematischen Kundenmanagement, unseren intensiven Akquisitionsaktivitäten und unserer Bestandskundenpflege kombiniert mit einem attraktiven Preissystem sowie einer erweiterten Produktpalette begrenzen wir die Ertragsrisiken nicht nur im Gas-zu-Gas-Wettbewerb und im Wettbewerb mit anderen Energieträgern, sondern nutzen gleichzeitig neue Chancen.

STRATEGISCHE RISIKEN
Unsere Konzernstrategie verfolgt auf der Basis eines stabilen Bestandsgeschäfts sowohl den Weg der Kundenakquisition als auch den Auf- und Ausbau neuer Geschäftsfelder. Dabei entstehen Risiken aus der Unternehmens- und Geschäftsfeldbewertung, der Integration in bestehendes Geschäft, der Umsetzung anvisierter Synergien sowie der Realisierung von geplanten Ergebnisbeiträgen unter Antizipation zukünftiger Marktentwicklungen. Diese Risiken begrenzen wir mit organisatorischen Maßnahmen wie internen Richtlinien, Geneh­ migungs- und Kontrollprozessen.

ENERGIEPREIS - UND BESCHAFFUNGSRISIKEN
Den Risiken zur Versorgungssicherheit begegnen wir mit einer diversifizierten Vorlieferanten- und Vertragsstruktur sowie einem professionellen Portfoliomanagement. Darüber hinaus nutzen wir die Möglichkeit von Börsengeschäften. Zur Optimierung der Belieferung unserer Kunden in den Wintermonaten sowie zur Vorbeugung bei ungeplanten, temporären Einschränkungen im Gasbezug setzen wir unter anderem Speicher ein. Das in Bezug auf das Schadenspotenzial des gesamten Beschaffungsportfolios der GASAG als gering einzuschätzende Risiko hat auch langfristig eine sehr geringe Eintrittswahrscheinlichkeit. Bei unserer operativen Geschäftstätigkeit sind wir im Energiegeschäft Marktpreisänderungsrisiken ausgesetzt. Diese minimieren wir über einen optimierten Einsatz von physischen und finanziellen Termingeschäften beziehungsweise durch die Preisgestaltung im Endkundengeschäft. Für das Portfolio- und Risikomanagement von Energiegeschäften und den dazugehörigen Sicherungsinstrumenten verwenden wir integrierte Softwarelösungen, die der Erfassung, Verwaltung, Analyse und Bewertung von Energiegeschäften dienen. Durch den Einsatz dieser Software stellen wir unter anderem die strikte Trennung der beteiligten Bereiche sicher und minimieren auch mögliche Prozessrisiken zwischen Front-, Middleund Back-Office. Die Bewertung von physisch und finanziell erfüllbaren Handelsgeschäften erfolgt durch Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes auf Basis der Mark-to-market-Methode anhand veröffentlichter Marktpreise, wobei die vorliegenden Marktpreise, sofern erforderlich, durch Modellpreise ergänzt werden. Die Bewertung optionaler Bestandteile in bestehenden Bezugsverträgen erfolgt mit Hilfe von statistischen Bewertungsmodellen. Die so ermittelten zukünftigen Zahlungsströme werden anhand der marktüblichen Zinsen über die Restlaufzeit der Geschäfte diskontiert. Die Analyse von Preisänderungsrisiken für in geringem Umfang eingegangene und noch nicht abgesicherte Gas- und Strompreispositionen erfolgt auf Basis von statistischen Simulationsmodellen.

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VORWORT / BERICHT DES AUFSICHTSRATS / LAGEBERICHT / ANHANG IFRS / BESTÄTIGUNGSVERMERK

Aufgrund der Bilanzierungsvorschriften des IFRS können sich bezugsseitig aus ölpreisgebundenen Geschäften sowie aus in geringem Umfang nicht dem Hedge Accounting zugeordneten Sicherungsderivaten Ergebnis­ schwankungen aufgrund von unrealisierten Bewertungsgewinnen und -verlusten ergeben. Dies gilt ebenfalls für physische Termingeschäfte, bei denen nicht von der Eigenverbrauchsausnahme (own use exemption) Gebrauch gemacht wird.

FINANZMARKTRISIKEN
Die Finanzierung der GASAG-Gruppe erfolgt im Wesentlichen über die GASAG durch die Aufnahme von kurzund langfristigen Krediten bei Kreditinstituten und Schuldscheindarlehen. Diese beinhalten teilweise marktübliche Kennzahlen, deren Einhaltung wir mit einem konzerneinheitlichen Kapitalstrukturmanagement steuern. Eine Nichteinhaltung dieser Kennzahlen würde zu einem Anstieg der Refinanzierungskosten führen. Dies stellt in Bezug auf das Schadenspotenzial ein langfristig geringes Risiko mit einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit dar. Die Finanzierung des Berliner Netzes geht bei Erhalt der Konzession automatisch in eine langfristige Endfinanzierung zu gesicherten Konditionen über. Sofern in 2015 keine bestandskräftige Konzessionsvergabe erfolgt, endet die Brückenfinanzierung am 30. Dezember 2015. Bereits jetzt befindet sich die GASAG mit den finanzierenden Banken in Gesprächen, um bei Auslaufen der Brückenfinanzierung bei noch nicht bestandskräftiger Konzessionsvergabe eine Verlängerung zu erreichen. Alle Bankpartner haben ihre Zustimmung angekündigt und teilweise bereits Angebote übermittelt. Die derivativen Geschäfte zur Sicherung der Konditionen der Netzfinanzierungen gegen Zinsschwankungen stellen wirtschaftliche Sicherungen dar, die bilanzielle Darstellung erfolgt zum Stichtag aber nicht über das Hedge Accounting. Es besteht somit das Risiko von zukünftigen ergebniswirksamen Marktpreisschwankungen aus der Bilanzierung der betroffenen derivativen Geschäfte. Dies stellt in Bezug auf das Schadenspotenzial ein kurzfristig geringes Risiko mit einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit dar. Bei rechtskräftigem Nichterhalt der Berliner Konzession würden aus der Veräußerung des Netzes Liquiditätszuflüsse realisiert, aus denen aufgrund der Werthaltigkeit des Netzes die Rückzahlung der Darlehen einschließlich gegebenenfalls anfallender Vorfälligkeitsentschädigungen sichergestellt werden kann. Derivative Finanzinstrumente setzen wir zur Minimierung von Risiken der Grundgeschäfte beziehungsweise geplanter Grundgeschäfte ein. Die Analyse von Preisänderungsrisiken für derivative Finanzinstrumente erfolgt durch Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes eines abgeschlossenen Finanzinstruments auf Basis der Mark-­ o-markett Methode. Sie beschreibt die börsentägliche Bewertung von zukünftigen Zahlungsströmen der Finanzinstrumente durch Diskontierung. Die Diskontierung erfolgt anhand der marktüblichen Zinsen über die Restlaufzeit der Instrumente. Wesentliche Parameter der Mark-to-market-Bewertung bilden die Geschäftsdaten des Finanzinstruments und die Zinsstruktur in der Geschäftswährung. Die Analyse von Preisänderungsrisiken für noch nicht abgesicherte Zinspositionen erfolgt auf Basis von statistischen Simulationsmodellen.

ADRESSENAUSFALLRISIKEN
Adressenausfallrisiken bestehen bei der Belieferung von Kunden, beim Abschluss von physischen Geschäften mit Energiehandelspartnern, bei Geldanlagen bei Banken, bei der Durchführung von finanziellen derivativen Geschäften sowohl mit Banken als auch mit Energiehandelspartnern sowie bei Forderungen aus der Durchleitung durch konzernfremde Transportkunden. Dem Forderungsausfallrisiko bei unseren Kunden begegnen wir durch den Einsatz eines bonitätsorientierten Forderungsmanagements. Bezogen auf Klumpenrisiken ergänzen wir dieses bei großen Kunden um eine fort­ laufende detaillierte Überwachung der Bonität unter Berücksichtigung von externen Bonitätseinschätzungen. Ein besonderes Ausfallrisiko über den normalen Geschäftsverkehr hinaus besteht derzeit nicht.

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GESCHÄFTSBERICHT 2014

Dem Forderungsausfallrisiko bei unseren größten Transportkunden begegnen wir durch die fortlaufende Über­ wachung anhand von externen Bonitätseinschätzungen. Unter Berücksichtigung der Regelungen des Leitfadens für Sicherheitsleistungen und Vorauszahlungen im deutschen Gasmarkt im Rahmen der Kooperationsvereinbarung Gas ergreifen wir entsprechende Maßnahmen zur Risikoreduzierung. Für diesen Bereich haben wir darüber hinaus eine Forderungsausfallversicherung abgeschlossen. Der Ausfall von Forderungen stellt in Bezug auf das aggregierte Schadenspotenzial ein insgesamt spürbares Risiko im langfristigen Betrachtungszeitraum mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit dar. Die Steuerung zur Begrenzung von Ausfallrisiken bei Banken und Energiehandelspartnern (Kontrahenten) erfolgt über ein konzerneinheitliches spezifisches Limitsystem. Die Bonität der Kontrahenten wird laufend überwacht, unter anderem anhand der Bewertung international anerkannter Rating-Agenturen, die zusammen mit weiteren externen Bonitätseinschätzungen und Finanzkennzahlen in ein Bewertungsmodell einfließen. Zur Risikominimierung diversifizieren wir gemäß unseren internen Richtlinien Geschäfte auf mehrere Kontrahenten mit sehr guter Bonität. Für physische Energiegeschäfte vereinbaren wir zur Risikobegrenzung im Fall einer Bonitätsverschlechterung Vorauskasse bzw. die Stellung von Sicherheiten und außerordentliche Kündigungsrechte. Ergänzend zu der Betrachtung des Ausfallrisikos innerhalb der Limitsystematik erfolgt eine regelmäßige Ermittlung des potenziellen Ausfallrisikos auf der Basis von statistischen Simulationsmodellen. Das Ausfallrisiko derivativer Geschäfte ergibt sich aus der Summe der positiven Marktwerte derjenigen Instru­ mente, aus denen Ansprüche gegen Kontrahenten bestehen, soweit diese nicht eine Aufrechnung auf Basis des Deutschen Rahmenvertrages (DRV) oder des Rahmenvertrages der European Federation Energy Traders (EFET-­ Vertrag) ermöglichen. Das Ausfallrisiko betrifft mögliche Vermögensverluste, die bei Nichterfüllung von Vertragsverpflichtungen seitens der Kontrahenten eintreten könnten. Der Abschluss von derivativen Geschäften erfolgt grundsätzlich auf Basis des DRV für Finanztermingeschäfte oder des EFET-Vertrages. Im Rahmen gesetzlicher Anforderungen an die Insolvenzsicherung von Altersteilzeitguthaben wurden Finanzmittel zur treuhänderischen Verwaltung an den GASAG Treuhand e.V. übertragen. Auf Basis der Satzung des GASAG Treuhand e.V. werden die Gelder mündelsicher angelegt.

OPERATIVE RISIKEN
Im Rahmen der operativen Tätigkeit in den diversen Geschäftsfeldern des Konzerns ergeben sich Risiken, die unsere Vermögens- und Ertragslage beeinträchtigen können. Die möglichen Ereignisse, die innerhalb der verschiedensten Prozesse auftreten können, zeichnen sich in der Regel dadurch aus, dass sie unabhängig voneinander existieren und bei hohen, möglichen Schadenspotenzialen ebenso unwahrscheinlich sind. Neben den organisatorischen, vorbeugenden Maßnahmen, die wir innerhalb dieser Prozesse etablieren, versichern wir diese Risiken in wirtschaftlich sinnvollem Umfang. Die GASAG zahlt im Rahmen ihrer Pflichtversicherung zur zusätzlichen Altersvorsorge von Arbeitnehmern an die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder ein Sanierungsgeld. Dabei kommt für die GASAG aktuell die so­ enannte Härtefallregelung zum Tragen. Sofern die Härtefallregelung zukünftig keine Anwendung finden g sollte, müsste die GASAG für Zahlungsverpflichtungen einen Betrag über dem derzeit gebildeten Rückstellungsvolumen zahlen. Daraus ergibt sich in Bezug auf das Schadenspotenzial ein langfristig schwerwiegendes Risiko mit einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit. In unserem Eigentum befinden sich noch Grundstücke, die aufgrund ihrer historischen Nutzung als Gaswerksstandorte mit Schadstoffen im Boden und im Grundwasser belastet sind oder eine solche Belastung vermuten lassen. Neben der Durchführung von verschiedenen Sanierungsmaßnahmen in den vergangenen Jahren wurden deshalb für die ehemaligen Gaswerksstandorte, die sich im Eigentum der GASAG befinden, Rückstellungen gebildet um weitere Maßnahmen zur Sanierung der belasteten Areale zu finanzieren und Nachnutzungen für die

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VORWORT / BERICHT DES AUFSICHTSRATS / LAGEBERICHT / ANHANG IFRS / BESTÄTIGUNGSVERMERK

Flächen zu ermöglichen. Aus den Altlasten der GASAG ergibt sich in Bezug auf das Schadenspotenzial ein ge­ ringes Risiko mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit. In unseren technologisch komplexen Netz- und Speicheranlagen sowie Stromerzeugungsanlagen (Photovoltaik, Windenergie) sind nicht auszuschließende Betriebsstörungen möglich, beispielsweise in Form von Ausfällen oder Einschränkungen der Leistungsfähigkeit, die unsere Ertragslage beeinträchtigen können. Daraus resultiert ein Risiko mit einem geringen Schadenspotenzial bei einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit. Weiterhin gibt es insbesondere im Netzgeschäft eine Reihe regulatorischer Anforderungen, deren Erfüllung integrale Bestandteile eines effizienten Netzbetriebs darstellen. Regulatorische Netzrisiken werden mit einem insgesamt spürbaren Schadenspotenzial bei einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit eingeschätzt. Eine hohe Versorgungssicherheit und die stetige Verfügbarkeit der Anlagen erfordern die Einhaltung hoher Sicherheitsstandards, regelmäßige Prüf-, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten, systematische Schulungs- und Qualifikationsprogramme für die Mitarbeiter sowie einen geeigneten Versicherungsschutz, der auch Terrorrisiken umfasst. Die Qualitätssicherung ist im Netz- und Speicherbetrieb in Qualitätsmanagementsysteme eingebunden, die nach DIN EN ISO 9001:2008 dargelegt und zertifiziert sind. Unser operatives Geschäft wird maßgeblich durch den Einsatz einer komplexen Informationstechnologie unterstützt. Mit der Verfügbarkeit über qualifiziertes Fachwissen sowie durch verschiedene technologische Sicherungsmaßnahmen gewährleisten wir die Betriebsfähigkeit und Optimierung der IT-Systeme. Dem in Bezug auf das Schadenspotenzial als gering einzuschätzenden Risiko aus unberechtigtem Datenzugriff, -missbrauch oder -verlust beugen wir mit diversen technischen und organisatorischen Gegenmaßnahmen vor.

GOVERNANCE UND COMPLIANCE
Beeinflusst durch die Fortschreibung des deutschen Corporate Governance Kodex und die aktuelle Recht­ prechung s hat die ursprünglich in den USA den Finanzsektor betreffende Compliance sich mittlerweile auch in Deutschland als branchenübergreifender, integraler Bestandteil großer und mittelständischer Unternehmen und auch staatlicher Einrichtungen etabliert. Die GASAG hat in 2014 ihre Regelwerke angepasst, um die Anforderungen der Compliance für sich neu zu definieren. Wir haben spezielle Verpflichtungen zur Vermeidung von Repu­ ations­ chäden konzern-­ t s intern veröffentlicht. Wir verfolgen den Ansatz einer Schadensprävention, indem wir auf die nachhaltige Schulung aller Konzernmitarbeiter setzen und eine Organisation geschaffen haben, die Compliance-Risiken für den Konzern rechtzeitig erkennen und deren Verwirklichung verhindern soll. Den Schwerpunkt der Schadensprävention bildet unsere über die Konzernschulung angeregte Einzelfallberatung, die sich auch mit den strafrechtlichen Risiken befasst, denen sich unsere Mitarbeiter im Falle eines Korruptionsverdachts ausgesetzt sehen können.

GESAMTAUSSAGE
Zum Jahresende 2014 liegen auf Basis unserer Unternehmensplanung bewertete Risikoinventare für den mittel­ fristigen Planungshorizont vor. Sie umfassen Schadenspotenziale und Eintrittswahrscheinlichkeiten sowie die Einschätzung der Liquiditäts- und Imagewirkung. Von den dargestellten Risiken kann insbesondere aus dem Konzessionsvergabeverfahren eine potenziell wesent­ liche Beeinträchtigung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der GASAG ausgehen. Wir gehen jedoch davon aus, dem Eintritt dieses Risikos mit zielgerichteten Maßnahmen entgegen wirken zu können. Basierend auf der Gesamtrisikolage unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeiten und ergriffenen Maßnahmen, sehen wir für den GASAG-Konzern gegenwärtig keine Fortbestandsgefährdung.

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GESCHÄFTSBERICHT 2014

7.	PROGNOSEBERICHT
Eine wichtige Basis für die erfolgreiche Umsetzung unserer strategischen Neuausrichtung ist die Wiedererlangung der Berliner Konzession sowie die Realisierung der Ziele unseres Effizienzsteigerungsprogramms Fokus. Diese Themen genießen neben der praktischen Umsetzung der Strategie Zukunft GASAG 2023 sowie der Implementierung des Kulturentwicklungsprozesses Teamgeist zur Erreichung unserer Ziele in 2015 und darüber hinaus die volle Aufmerksamkeit des Managements.

STRATEGIE
Mit unserer Strategie Zukunft GASAG 2023 greifen wir die Herausforderungen, die der Umbruch in der Energie­ branche mit sich bringt, auf. Mit unserem Ziel, uns als ganzheitlicher Energiemanager in der Metropolregion Berlin-Brandenburg zu etablieren, ist eine Neuausrichtung zur Generierung neuer Ergebnispotenziale verbunden. Die in 2014 geschaffenen Strukturen sowie erste entwickelte Produkte und Dienstleistungsangebote ermöglichen es uns, am wachsenden Energiedienstleistungsmarkt teilzunehmen. Dafür haben wir in 2014 Kapazitäten auf­ gebaut und unsere Präsenz im Markt gesteigert. Unser Bestandsgeschäft ist weiterhin von einem intensiven Gas-zu-Gas-Wettbewerb geprägt und wird zunehmend durch regulatorische Rahmenbedingungen beeinflusst. Der Gesetzgeber räumt der Energieeffizienz, dem Schutz unserer Umwelt und dem Einsatz von erneuerbaren Energien einen hohen Stellenwert ein. Auf gesellschaftlicher Ebene prägt sich das ökologische Bewusstsein weiter aus und entsprechende Produkte werden nachgefragt. Wir begreifen diese Entwicklung als Chance und begleiten den Wandel, indem wir uns neu ausrichten. Mit der Vermarktung von kundenindividuellen und medienübergreifenden Energielösungen werden wir an diesem wachsenden Markt partizipieren.

PERSONAL
Das Effizienzsteigerungsprogramm Fokus wird ab 2015 durch einen zentral gesteuerten kontinuierlichen Verbesserungsprozess konsequent in der Organisation verankert. Effizienzsteigernde Maßnahmen werden ab 2016 zu einem kontinuierlichen Absenken des Personalbestandes führen. In 2015 wird der durchschnittliche Mitarbeiterbestand (ohne Mitarbeiter in der passiven Phase der Altersteilzeit) dagegen auf dem Niveau von 2014 erwartet. Der Personalaufwand wird in 2015 leicht über dem Personalaufwand 2014 erwartet. Der höhere Aufwand resultiert im Wesentlichen aus dem weiteren Ausbau im Geschäftsfeld Energiedienstleistungen sowie Tarifsteigerungen und tariflichen Strukturanpassungen.

INVESTITIONEN
Im kommenden Geschäftsjahr führen wir die Investitionen in das Gasnetz in Berlin und Brandenburg verstärkt fort. Die Investitionen für den Ausbau und die Instandhaltung der Netze werden leicht über den Investitionen 2014 erwartet. Investitionen im Geschäftsfeld Energiedienstleistungen werden in 2015 für Contractingprojekte und medien­ übergreifende Energielösungen leicht über dem Niveau von 2014 liegen. Investitionen in einen Windpark in Brandenburg führen in 2015 zu einem deutlichen Anstieg der Investitionen im Geschäftsfeld Erzeugung. Im Rahmen einer langfristigen Finanzierungsstrategie sind die zukünftigen Investitionen gedeckt.

GESCHÄFTSFELD VERTRIEB
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GASABSATZ Durch eine günstigere Klimabilanz im Vergleich zu Kohle oder Erdöl bleibt Erdgas in Deutschland ein bedeutender Energieträger im Energiemix und kann auf dem Weg zur verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien eine wichtige

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Brückenfunktion einnehmen. Im Rahmen der Neubautätigkeiten ist Erdgas in Berlin und Brandenburg eine der bevorzugten Energieformen. Dies trägt auch in Zukunft zu einer Stabilisierung des Gasabsatzes bei. Unter der Annahme langjähriger durchschnittlicher Temperaturverläufe gehen wir im Geschäftsjahr 2015 von einem stabilen Absatzniveau für den Energieträger Erdgas gegenüber dem temperaturbereinigten Gasabsatz des Jahres 2014 aus. Der Gasabsatz gegenüber Weiterverteilern wird deutlich über dem Gasabsatz 2014 erwartet. Gegenüber Endkunden erwarten wir vor dem Hintergrund des witterungsbedingten Rückgangs des Gasabsatzes in 2014 ein ebenfalls deutlich erhöhtes Absatzniveau in 2015. Die Vertriebsaktivitäten im Heimatmarkt sowie unsere bundesweiten Akquisitionen werden auf hohem Niveau fortgeführt. STROMABSATZ Im Commodity-Geschäft Strom rechnen wir mit einem weiter steigenden Stromabsatz. Erwartet wird diese Entwicklung vor dem Hintergrund des erfolgreichen Markteintritts der GASAG in das Standardkundengeschäft in 2013, der für Privat- und Gewerbekunden in Berlin und deutschlandweit in 2014 platzierten Stromprodukte sowie der Intensivierung der Vertriebsaktivitäten. GASAG positioniert sich ab 2015 bundesweit im Rahmen der Gas­ akquise auch als Stromanbieter. Dafür werden standardisierte Produkte entwickelt und Marktgebiete sukzessive erschlossen. Der Stromabsatz wird deutlich über dem Stromabsatz 2014 erwartet.

GESCHÄFTSFELD NETZE
GASTRANSPORT Unter der Annahme langjähriger durchschnittlicher Temperaturverläufe gehen wir im Geschäftsjahr 2015 gegenüber den witterungsbedingt niedrigeren Transportmengen im Geschäftsjahr 2014 wieder von deutlich höheren Transportmengen aus.

GESCHÄFTSFELD ENERGIEDIENSTLEISTUNGEN
WÄRMEABSATZ Unsere Strategie, der Energiemanager für Berlin und Brandenburg zu werden und die Energiewende in der Region voranzutreiben, wird insbesondere im Geschäftsfeld Energiedienstleistungen zu höheren Investitionen und Wärmeabsätzen führen. Für 2015 rechnen wir temperaturbereinigt mit einem über 2014 liegenden Wärmeabsatz. UMSATZ- UND ERGEBNISENTWICKLUNG Für 2015 erwarten wir bei normalem Temperaturverlauf gegenüber 2014 deutlich steigende Umsatzerlöse. Der Anstieg ist im Wesentlichen durch die erwartete höhere Gasabsatzmenge gegenüber Endkunden bedingt. Die Prognose für 2015 sowie die mittelfristige Planung berücksichtigen den Erhalt der Gasnetzkonzession Berlin. Das EBIT wird in 2015 bei unterstelltem normalem Temperaturverlauf deutlich über dem EBIT 2014 erwartet. Der Jahresüberschuss 2015 folgt der Entwicklung des EBIT und wird danach deutlich über dem Jahresüberschuss 2014 liegen. Für den ROCE wird durch das gegenüber 2014 deutlich höhere betriebliche Ergebnis bei annähernd stabilem betrieblichem Vermögen Ende 2015 ein Wert zwischen 7,0 % und 8,0 % erwartet. Berlin, den 12. Februar 2015 GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft Der Vorstand

43
Stefan Grützmacher	 Katja Gieseking	 Dr. Jürgen Schmidberger

JAHRESABSCHLUSS DES GASAG-KONZERNS 	

BILANZ DES GASAG - KONZERNS	46 GESAMTERGEBNISRECHNUNG DES GASAG - KONZERNS	48 KAPITALFLUSSRECHNUNG DES GASAG - KONZERNS	49 EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG DES GASAG - KONZERNS	50

44

1	 DARSTELLUNG DES GASAG - KONZERNABSCHLUSSES	52 2	 ANWENDUNG DER INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING STANDARDS (IFRS) 	 53 3	KONSOLIDIERUNGSKREIS	 56 4	KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE	 58 5	BILANZIERUNGS - UND BEWERTUNGSMETHODEN	 60 6	 ERLÄUTERUNG ZUR GESAMTERGEBNISRECHNUNG	 73 	 (1) Umsatzerlöse	 73 	 (2) Sonstige betriebliche Erträge	 74 	 (3) Materialaufwand	 74 	 (4) Personalaufwand	 74 	 (5) Abschreibungen	 75 	 (6) Sonstige betriebliche Aufwendungen	 76 	 (7) Beteiligungsergebnis	 77 	 (8) Finanzierungsaufwendungen	 77 	 (9) Sonstiges Finanzergebnis	 77 	 (10) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag	 78 	 (11) Ergebnisneutrale Bestandteile der Gesamtergebnisrechnung	 79 	 (12) Ergebnis je Aktie	 79

ANHANG DES GASAG-KONZERNS 	

52

44

S CHLUS G ABS ANHAN UND ASAG DES G RNS KONZE

7	 	 	 	 	 	 	 	 	 	 	 	 	 	 	 	 	 8	 	 	 	 	 	 	 	

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ	 (13) Immaterielle Vermögenswerte	 (14) Sachanlagen	 (15) Anteile an assoziierten Unternehmen	 (16) Finanzielle Vermögenswerte	 (17) Latente Steuern (aktivisch und passivisch) 	 (18) Vorräte	 (19) Ertragsteuerforderungen	 (20) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen	 (21) Liquide Mittel	 (22) Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden	 (23) Eigenkapital	 (24) Passivischer Abgrenzungsposten	 (25) Rückstellungen (26) Finanzielle Schulden	 (27) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten	 (28) Ertragsteuerverbindlichkeiten	 SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN	 (29) Berichterstattung zu Finanzinstrumenten	 (30) Energie- und Finanz-Risikomanagement	 (31) Eventualschulden und sonstige finanzielle Verpflichtungen	 (32) Angaben zur Kapitalflussrechnung	 (33) Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen	 (34) Angaben zu Konzessionen	 (35) Sonstige Angaben 	

80 80 82 84 84 86 88 88 88 90 90 91 92 93 100 103 103 103 103 104 112 114 114 118 119

45

GESCHÄFTSBERICHT 2014

B  ILANZ DES GASAG-KONZERNS NACH IFRS ZUM 31.12.2014

AKTIVA   IN T € A. Langfristige Vermögenswerte 1. Immaterielle Vermögenswerte 2. Sachanlagen 3. Anteile an assoziierten Unternehmen 4. Finanzielle Vermögenswerte ¹ 5. Latente Steuern

ANHANG NR.

31.12.2014

31.12.2013

(13) (14) (15) (16) (17)

203.358 1.470.134 9.153 20.692 92.621 1.795.958

214.418 1.467.123 5.952 17.552 75.798 1.780.843

B. Kurzfristige Vermögenswerte 1. Vorräte 2. Finanzielle Vermögenswerte ¹ 3. Ertragsteuerforderungen 4.  orderungen aus Lieferungen und Leistungen F und sonstige Forderungen 5. Liquide Mittel 6. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte (18) (16) (19) (20) (21) (22) 56.346 2.812 7.455 167.810 168.745 6.015 409.183 2.205.141
1) Vorjahreszahl angepasst (Saldierung IAS 32)

61.933 7.046 14.407 247.298 176.162 13.885 520.731 2.301.574

46

VORWORT / BERICHT DES AUFSICHTSRATS / LAGEBERICHT / ANHANG IFRS / BESTÄTIGUNGSVERMERK

PASSIVA    IN T € A. Eigenkapital 1. Gezeichnetes Kapital 2. Kapitalrücklage 3. Rücklage für unrealisierte Gewinne oder Verluste 4. Angesammelte Ergebnisse 5. Anteile ohne beherrschenden Einfluss

ANHANG NR.

31.12.2014

31.12.2013

(23) 413.100 42.461 −68.301 250.797 65.895 703.952 413.100 42.461 −29.411 284.843 66.598 777.591

B. Langfristige Schulden 1. Passivischer Abgrenzungsposten 2. Rückstellungen 3. Finanzielle Schulden ¹ 4. Sonstige Verbindlichkeiten 5. Latente Steuern (24) (25) (26) (27) (17) 238.080 117.311 468.004 2.750 66.865 893.010 238.783 107.619 747.696 2.451 80.133 1.176.682

C. Kurzfristige Schulden 1. Passivischer Abgrenzungsposten 2. Rückstellungen 3. Finanzielle Schulden ¹ 4. Ertragsteuerverbindlichkeiten 5.  erbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und V sonstige Verbindlichkeiten 6. Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung  gehaltenen Vermögenswerten (24) (25) (26) (28) (27) (22) 9.601 63.959 324.201 16.838 193.580 0 608.179 2.205.141
1) Vorjahreszahl angepasst (Saldierung IAS 32)

8.864 47.429 63.899 13.794 209.408 3.907 347.301 2.301.574

47

GESCHÄFTSBERICHT 2014

GESAMTERGEBNISRECHNUNG DES GASAG-KONZERNS NACH IFRS FÜR DEN ZEITRAUM VOM 01.01.–31.12.2014
Gewinn-und Verlustrechnung   IN T € 1.	Umsatzerlöse 2.	Bestandsveränderungen 3.	 Sonstige betriebliche Erträge 4.	Materialaufwand 5.	Personalaufwand 6.	Abschreibungen 7.	 Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.	 Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 9.	 Ergebnisanteil an assoziierten Unternehmen 10.	Ergebnis aus anderen Beteiligungen 11.	Finanzierungsaufwendungen 12.	Sonstiges Finanzergebnis 13.	 Ergebnis vor Steuern 14.	 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 15.	 Jahresüberschuss /-fehlbetrag 16.	Jahresüberschuss auf Anteile ohne beherrschenden Einfluss 17.	 Jahresüberschuss /-fehlbetrag auf Anteile 	 mit beherrschenden Einfluss 18.	 Ergebnis je Aktie (in €) (12) (10) (7) (7) (8) (9) (2) (3) (4) (5) (6)
ANHANG NR. 01.01.–31.12.2014 01.01.–31.12.2013

(1)

1.098.806 68 55.573 776.974 98.768 80.128 103.347 95.230 828 741 46.235 1.652 52.216 19.897 32.319 8.936 23.383 2,89

1.299.951 −968 31.973 891.488 110.954 86.319 121.067 121.128 1.991 −421 34.522 2.940 91.116 29.762 61.354 7.052 54.302 6,70

Gesamtergebnisrechnung   IN T €	 1.	 Jahresüberschuss /-fehlbetrag 2.	 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 3.	Ertragsteuereffekte 4.	 Cash-flow Hedges 5.	Ertragsteuereffekte 6.	 rgebnis mit zukünftiger ergebniswirksamer Umgliederung E 7.	 Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten	 	Versorgungsplänen 8.	Ertragsteuereffekte 9.	 rgebnis ohne zukünftige ergebniswirksame Umgliederung E 10.	Ergebnisneutrale Bestandteile des Gesamtergebnisses 11.	Gesamtergebnis 12.	Gesamtergebnis auf Anteile ohne beherrschenden Einfluss 13.	Gesamtergebnis auf Anteile mit beherrschenden Einfluss

ANHANG NR.

01.01.–31.12.2014

01.01.–31.12.2013

32.319 0 0 0 −47.087 14.118 −32.969 −32.969 −9.337 2.796 −6.541 −39.510 −7.191 8.316 −15.507

61.354 1.373 −430 943 26.402 −7.968 18.434 19.377 −19 6 −13 19.364 80.718 7.447 73.271

(11)

48

VORWORT / BERICHT DES AUFSICHTSRATS / LAGEBERICHT / ANHANG IFRS / BESTÄTIGUNGSVERMERK

KAPITALFLUSSRECHNUNG DES GASAG-KONZERNS NACH IFRS ZUM 31.12.2014
IN T €

2014

2013

Periodenergebnis vor Ertragsteuern − 	 Gezahlte Ertragsteuern +/− 	 Abschreibungen / Zuschreibungen auf langfristige Vermögenswerte +/− 	 Zunahme / Abnahme der Rückstellungen +/− 	 Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge + 	 Erhaltene Dividenden aus Assoziierten Unternehmen −/+ 	 Gewinn / Verlust aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten −/+	 Zunahme / Abnahme der Vorräte −/+ 	 Zunahme / Abnahme der Forderungen +/− 	 Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten = 	 Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit + 	 Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten − 	 Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte + 	 Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens + 	 Erhaltene Anzahlungen für verkaufte Sachanlagen, deren Übertragung 	 auf den Erwerber im Folgejahr erfolgen wird − 	 Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen + 	 Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens − 	 + 	 	 − 	 	 Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten

52.216 −20.253 80.128 10.122 −9.809 260 −1.035 5.471 80.981 −4.133 193.948 738 −3.577 28.842 0 −89.422 723 −3.218 0 0 0 9.253 −56.661 0 −57.429 −9.019 579 −74.671 −2.769 125 −54 −143.238 −5.951 176.196 170.245

91.116 -43.113 86.319 9.104 −8.587 757 −8 8.217 28.256 −12.414 159.647 61 −3.516 3.812 3.451 −69.227 20.160 −1.717 −1.337 −50 0 10.401 −37.962 65 −31.104 −8.608 148.460 −77.650 −1.213 528 −185 30.293 151.978 24.218 176.196

+/− 	 Zahlungsunwirksame Zunahme / Abnahme des Anlagevermögens + 	 Einzahlungen aus Investitionszuschüssen Fremder = 	 Cash Flow aus der Investitionstätigkeit − 	 Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen − 	 Auszahlungen an Unternehmenseigner − 	 Auszahlungen an Gesellschafter ohne beherrschenden Einfluss + 	 Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten − 	 Auszahlungen für die Tilgung von Krediten − 	 + 	 	 − 	 	 Tilgung von Schulden aus Finanzierungsleasing Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen von Gesellschaftern ohne beherrschenden Einfluss Auszahlungen für die Tilgung von von Darlehen von Gesellschaftern ohne beherrschenden Einfluss

= 	 Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit = 	 Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds + 	 Finanzmittelfonds am Anfang der Periode = 	 Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund der Anwendung des IAS 8 angepasst.

49

GESCHÄFTSBERICHT 2014

EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG DES GASAG-KONZERNS NACH IFRS ZUM 31.12.2014
s. Anhang (23)

IN T €

GEZEICHNETES KAPITAL

KAPITALRÜCKLAGE

RÜCKLAGE FÜR UNREALISIERTE GEWINNE ODER VERLUSTE

Stand: 01.01.2013 Gesamtergebnis davon Jahresüberschuss /-fehlbetrag davon ergebnisneutrale Veränderungen gemäß IAS 39 davon ergebnisneutrale Veränderungen gemäß IAS 19 Dividendenausschüttungen an die Anteilseigner Erwerb / Veräußerung von Minderheitsanteilen Stand: 31.12.2013 Gesamtergebnis davon Jahresüberschuss /-fehlbetrag davon ergebnisneutrale Veränderungen gemäß IAS 39 davon ergebnisneutrale Veränderungen gemäß IAS 19 Dividendenausschüttungen an die Anteilseigner Erwerb / Veräußerung von Minderheitsanteilen Stand: 31.12.2014

413.100

42.461

−48.380 18.969 18.992 −23

413.100

42.461

−29.411 −38.890 −32.516 −6.374

413.100

42.461

-68.301

50

VORWORT / BERICHT DES AUFSICHTSRATS / LAGEBERICHT / ANHANG IFRS / BESTÄTIGUNGSVERMERK

ANGESAMMELTE ERGEBNISSE GEWINNRÜCKLAGE ERSTMALIGE ANWENDUNG IFRS ANDERE ANGESAMMELTE ERGEBNISSE ANGESAMMELTE ERGEBNISSE GESAMT ANTEILE OHNE BEHERRSCHENDEN EINFLUSS

ANTEILE DES KONZERNS

GESAMT

90.843

170.825 54.302 54.302

261.668 54.302 54.302

668.849 73.271 54.302 18.992 −23

67.721 7.447 7.052 385 10 −8.608 38 66.598 8.316 8.936 −453 −167 −9.019 65.895

736.570 80.718 61.354 19.377 −13 −39.712 15 777.591 −7.191 32.319 −32.969 −6.541 −66.448 703.952

−31.104 −23 90.843 194.000 23.383 23.383

−31.104 −23 284.843 23.383 23.383

−31.104 −23 710.993 −15.507 23.383 −32.516 −6.374

−57.429 90.843 159.954

−57.429 250.797

−57.429 638.057

51

GESCHÄFTSBERICHT 2014

ANHANG DES GASAG-KONZERNS

1	DARSTELLUNG DES GASAG-KONZERNABSCHLUSSES
Mutterunternehmen des Konzerns ist die GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft, Berlin, nachfolgend GASAG genannt. Sie hat ihren Geschäftssitz am Henriette-Herz-Platz 4 in 10178 Berlin, Deutschland, und ist im Handelsregister von Berlin-Charlottenburg unter HRB 44343 eingetragen. Der Vorstand hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 und den Bericht über die Lage des GASAG-Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 aufgestellt und am 12. Februar 2015 zur Vorlage an den Aufsichtsrat freigegeben. Die Geschäftstätigkeit des GASAG-Konzerns umfasst den Transport, die Verteilung und den Vertrieb von Erdgas einschließlich Bio-Erdgas, Wärme, Strom und Wasser, den Betrieb von Speicheranlagen, die Erzeugung von Biogas, Bio-Erdgas und Strom, den Betrieb von Anlagen zur dezentralen Energieversorgung sowie das Erbringen von Energiedienstleistungen. Weitere Tätigkeitsfelder sind Verbrauchsabrechnungs- und Ablesedienstleistungen, das Messgerätemanagement sowie die Errichtung, Wartung, Unterhaltung und Instandsetzung energietechnischer Anlagen. Die Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit liegen im Transport, der Verteilung und dem Vertrieb von Energie und Wärme sowie in zunehmendem Maße bei Energiedienstleistungen. Zu unserem Kundenkreis zählen private Haushalte, Gewerbe- und Industrieunternehmen, Krankenhäuser und kommunale Einrichtungen sowie Gasversorgungsunternehmen, Weiterverteiler und Nutzer von Gastransportdienstleistungen. Das Zentrum unserer Geschäftstätigkeit liegt unverändert in der Metropolregion Berlin-Brandenburg. Der Konzernabschluss wurde auf Grundlage des § 315a Absatz 3 HGB in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Darüber hinausgehende gesetzlich erforderliche Angaben nach HGB wurden berücksichtigt. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind die derivativen Finanzinstrumente und zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden – soweit nicht anders dargestellt – in Tausend Euro (T €) angegeben. Zur übersichtlicheren Darstellung sind in der Gesamtergebnisrechnung sowie in der Bilanz Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert aufgeführt und erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Geschäftsjahre aller im Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen entsprechen dem Kalenderjahr.

52

VORWORT / BERICHT DES AUFSICHTSRATS / LAGEBERICHT / ANHANG IFRS / BESTÄTIGUNGSVERMERK

2	 ANWENDUNG DER INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING STANDARDS (IFRS)
Im Konzernabschluss der GASAG werden die am Bilanzstichtag bereits verpflichtend in Kraft getretenen International Financial Reporting Standards / International Accounting Standards (IFRS / IAS) angewendet. Zusätzlich werden die gültigen Interpretationen des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee / Standing Interpretations Committee (IFRS IC / SIC) beachtet. Der Konzernabschluss der GASAG entspricht in allen Punkten den IFRS / IAS sowie den IFRS IC / SIC.

Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Der Konzern hat darüber hinaus im Geschäftsjahr 2014 die neuen oder überarbeiteten IAS-Standards und IFRS-Interpretationen angewandt, welche durch die Europäische Union bereits verabschiedet wurden und für am 1. Januar 2014 beginnende Geschäftsjahre verbindlich anzuwenden sind: •	 ÄNDERUNGEN AN IFRS 10, IFRS 12 UND IAS 27 ZU „INVESTMENTGESELLSCHAFTEN“: Die Änderungen wurden am 20. November 2013 von der EU verabschiedet. Die Änderungen unterscheiden „Investmentgesellschaften“ aufgrund ihres speziellen Geschäftszwecks von anderen Unternehmen und nehmen diese von den Konsolidierungsvorschriften in IFRS 10 „Konzernabschlüsse“ aus. Die Änderungen sind anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Die Änderungen hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. •	 ÄNDERUNGEN AN IAS 32 „FINANZINSTRUMENTE: DARSTELLUNG“: Die Änderungen des Standards wurden am 13. Dezember 2012 von der EU verabschiedet. Durch die Änderungen werden Details in Bezug auf die Saldierung von Finanzaktiva und -passiva klargestellt und Inkonsistenzen in der Auslegung der bestehenden Vorschriften zur Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten beseitigt. In Folge der Anwendung der Vorschriften des IAS 32 ergab sich am Ende des Geschäftsjahres eine Bilanzkürzung in Höhe von rd. 366,7 Tausend Euro (Vj. 2.053,1 Tausend Euro). Die Änderungen wurden rückwirkend vorgenommen und führten zur Anpassung der Finanzinformationen des Vorjahres. Die detaillierten Angaben sind der Textziffer „(29) Berichterstattung zu Finanzinstrumenten“ zu entnehmen. •	 ÄNDERUNGEN AN IAS 36 „WERTMINDERUNGEN VON VERMÖGENSWERTEN“: Die Änderungen wurden am 20. Dezember 2013 von der EU verabschiedet. Die Änderungen an IFRS 13 führen zu einer Folgeänderung an IAS 36. Demnach ist der erzielbare Betrag bei zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (auch ohne Vorliegen einer Wertminderung in der laufenden Periode) anzugeben, wenn der Buchwert des Goodwill bzw. der immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer an dieser Einheit im Vergleich zum Gesamtbuchwert der Vermögensgegenstände mit unbestimmter Nutzungsdauer wesentlich ist. Mit der Änderung des IAS 36 wird diese Vorschrift nur auf die Fälle beschränkt, bei denen tatsächlich eine Wert­ inderung in der laufenden Periode vorliegt. Die Änderungen sind anzuwenden für m Geschäftsjahre, die am oder ab dem 1. Januar 2014 beginnen. Die Änderungen hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

53

GESCHÄFTSBERICHT 2014

•	 ÄNDERUNGEN AN IAS 39 ZU „FINANZINSTRUMENTE: ANSATZ UND BEWERTUNG“: Die Änderungen an den Standards wurden am 19. Dezember 2013 von der EU verabschiedet. Der IASB hatte eine begrenzte Änderung an IAS 39 mit dem Titel „Novation von Derivaten und Fortsetzung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften“ veröffentlicht. Durch die Änderung führt eine Novation eines Sicherungsinstruments auf eine zentrale Gegenpartei aufgrund von gesetzlichen Anforderungen unter bestimmten Voraus­ etzungen nicht zu einer Auflösung einer Sicherungsbeziehung. Die Sicherungsbeziehung kann auch s bei Novationen infolge der Einführung von Gesetzen aufrechterhalten werden. Die Änderungen hatten keine Aus­ irkungen auf den Konzernabschluss. w •	 IFRS 10 (2011) „KONZERNABSCHLÜSSE“: Der Standard wurde am 11. Dezember 2012 von der EU verabschiedet. Er schafft eine einheitliche Definition für den Begriff der Beherrschung und damit eine einheitliche Grundlage für das Vorliegen einer Mutter-Tochter-Beziehung und die hiermit verbundene Abgrenzung des Konsolidierungskreises. IFRS 10 (2011) ersetzt die bisherigen Regelungen des IAS 27 und des SIC 12 zur Konsolidierung. Der Standard ist anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Die Änderungen hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. •	 IFRS 11 (2011) „GEMEINSAME VEREINBARUNGEN“: Der Standard wurde am 11. Dezember 2012 von der EU verabschiedet. Er regelt die Bilanzierung von Sachverhalten, in denen ein Unternehmen gemeinschaftliche Führung über ein Gemeinschaftsunternehmen oder eine gemeinschaftliche Tätigkeit ausübt. IFRS 11 (2011) ersetzt die bisherigen Regelungen des IAS 31 und des SIC 13 zur Bilanzierung von Gemeinschaftsunternehmen. Die wesentliche Änderung des IFRS 11 gegenüber IAS 31 ist die Abschaffung der Möglichkeit der Quotenkonsolidierung von Gemeinschaftsunternehmen. Diese sind zukünftig unter der Anwendung der Vorschriften des IAS 28 zwingend gemäß der Equity-Methode zu bilanzieren. Der Standard ist anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Die Änderungen hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. •	 IFRS 12 (2011) „ANGABEN ZU BETEILIGUNGEN AN ANDEREN UNTERNEHMEN“: Der Standard wurde am 11. Dezember 2012 von der EU verabschiedet. Er umfasst die aus der Anwendung der Standards IFRS 10, IFRS 11 und IAS 28 resultierenden Angabepflichten. Der Standard ist anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Die Änderungen hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. •	 ÄNDERUNGEN AN IFRS 10, IFRS 11 UND IFRS 12 ZU „ÜBERGANGSLEITLINIEN“: Die Änderungen an den Standards wurden am 4. April 2013 von der EU verabschiedet. Die Änderungen beinhalten Übergangsleitlinien zu den Konsolidierungsstandards IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12. Die Änderungen treten analog zu IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Die Änderungen hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Noch nicht verpflichtend in Kraft getretene IFRS-Standards und IFRS-Interpretationen, die teilweise noch nicht durch die Europäische Union verabschiedet wurden beziehungsweise für am 1. Januar 2014 beginnende Geschäftsjahre noch nicht anzuwenden sind, werden nicht berücksichtigt. Es handelt sich dabei um folgende Vorschriften:

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•	 IFRS 9 (2010) „FINANZINSTRUMENTE“: Am 24. Juli 2014 wurde die finale Version des neuen Standards veröffentlicht und das in 2008 begonnene Projekt abgeschlossen. Der neue Standard beinhaltet überarbeitete Vorgaben zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten, einschließlich Impairment-Regelungen und ergänzt die im Jahr 2013 veröffentlichten Regelungen zum Hedge Accounting. Der Erstanwendungszeitpunkt wurde nunmehr auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, festgelegt. Die Auswirkungen auf den Konzernabschluss werden derzeit geprüft. •	 IFRS 14 „REGULATORISCHE ABGRENZUNGSPOSTEN“: Der Standard wurde vom IASB am 30. Januar 2014 veröffentlicht. Im Rahmen eines umfassenden Gesamtprojektes des IASB stellt dieser Standard eine Zwischenlösung dar für IFRS-Erstanwender von preisregulierten Unternehmen. Der Standard ist anzuwenden für erste IFRS-Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. •	 IFRS 15 „UMSATZERLÖSE AUS KUNDENVERTRÄGEN“: Der IASB und das Financial Accounting Standards Boards (FASB) haben am 28. Mai 2014 diesen gemeinsamen Standard veröffentlicht. Die Verabschiedung durch die EU steht noch aus. Zielsetzung des neuen Standards zur Umsatzrealisierung ist es, die Vielzahl der bisher in diversen Standards und Interpretationen enthaltenen Regelungen zusammenzuführen. Ein Fokus liegt dabei auf der Bilanzierung von Mehrkomponentenverträgen, die im bisherigen IAS 18 – „Umsatzerlöse“ nicht geregelt sind. Der Standard ist anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen. Die Auswirkungen auf den Konzernabschluss werden derzeit geprüft. •	 IFRIC 21 „ABGABEN“: Die Interpretation wurde am 13. Juni 2014 von der EU verabschiedet. Sie gibt Beispiele für Abgaben, die durch eine Regierungsinstanz erhoben werden und wie diese zu passivieren sind. Die Änderungen sind anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 17. Juni 2014 beginnen. Die Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. •	 ÄNDERUNGEN AN IAS 19 „LEISTUNGEN AN ARBEITNEHMER“: Die Änderungen wurden vom IASB am 21. November 2013 veröffentlicht. Mit den Änderungen werden Vorschriften klargestellt, wie Unternehmen Beiträge zu leistungsorientierten Plänen zu erfassen haben, die Mitarbeiter oder Dritte entrichten. Unter bestimmten Bedingungen hat das Unternehmen die Möglichkeit, die Beiträge als Minderung des Dienstzeitaufwands in der Periode zu erfassen, in der die Arbeitsleistung erbracht wird. Die Änderungen sind anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen. Die Auswirkungen auf den Konzernabschluss werden derzeit geprüft. •	 ÄNDERUNGEN AN IFRS 11 „GEMEINSAME VEREINBARUNGEN“: Die Änderungen wurden vom IASB am 6. Mai 2014 veröffentlicht. Sie regeln die Bilanzierung des Erwerbs von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit, die einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 – „Unternehmenszusammenschlüsse“ darstellt. Die Änderungen sind anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Auswirkungen auf den Konzernabschluss werden derzeit geprüft. •	 ÄNDERUNGEN AN IAS 16 „SACHANLAGEN“ UND IAS 38 „IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE“: Die Änderungen wurden vom IASB am 12. Mai 2014 veröffentlicht. Sie beinhalten Leitlinien zur Festlegung von akzeptablen Abschreibungsmethoden. Die Änderungen sind anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Auswirkungen auf den Konzernabschluss werden derzeit geprüft.

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•	 ÄNDERUNGEN AN IAS 16 „SACHANLAGEN“ UND IAS 41 „LANDWIRTSCHAFT“: Die Änderungen wurden vom IASB am 30. Juni 2014 veröffentlicht. Sie beinhalten Zuordnungsregeln zur Bilanzierung fruchtragender Gewächse nach IAS 16 und deren Früchte nach IAS 41. Die Änderungen sind anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. •	 ÄNDERUNGEN AN IAS 27 „EINZELABSCHLÜSSE“: Die Änderungen wurden vom IASB am 12. August 2014 veröffentlicht. Die Änderung betrifft im Wesentlichen die Wiederzulassung der Equity-Methode als Bilanzierungsoption. Die Änderungen sind anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Auswirkungen auf den Konzernabschluss werden derzeit geprüft. •	 SAMMELSTANDARD „VERBESSERUNGEN AN DEN IFRS 2010–2012“: Der Sammelstandard wurde am 17. Dezember 2014 von der EU verabschiedet. Die Änderungen betreffen im Einzelnen die Standards IFRS 2, IFRS 3, IFRS 8, IFRS 13, IAS 16, IAS 24 und IAS 38. Die Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Weitere Standards und Interpretationen wurden im Geschäftsjahr 2014 nicht veröffentlicht.

3	KONSOLIDIERUNGSKREIS
Im Konzernabschluss werden neben der GASAG 19 inländische Tochterunternehmen vollkonsolidiert und 9 assoziierte Unternehmen sowie 2 Unternehmen unter gemeinschaftlicher Führung nach der Equity-Methode bilanziert.

ÄNDERUNGEN DES KONSOLIDIERUNGSKREISES
Der Konsolidierungskreis hat sich im Geschäftsjahr wie folgt verändert: Zum 1. Januar 2014 erfolgte die Gründung der NGK Netzgesellschaft Kyritz mbH, Kyritz, unter Beteiligung der EMB Energie Mark Brandenburg GmbH, Potsdam, (nachfolgend EMB genannt) in Höhe von 49 % und der PVU Prignitzer Energie- und Wasserversorgungsunternehmen GmbH, Perleberg, in Höhe von 51 %. Am 14. April 2014 wurde die Netzgesellschaft Hohen Neuendorf Gas GmbH & Co. KG, Hohen Neuendorf, (nachfolgend NHN KG genannt) unter Beteiligung der EMB in Höhe von 49 % und der Stadt Hohen Neuendorf in Höhe von 51 % gegründet. In der nachfolgenden Abbildung sind alle vollkonsolidierten Unternehmen, nach der Equity-Methode bilanzierte Unternehmen sowie sonstige Anteile, die von Konzernunternehmen am 31. Dezember 2014 gehalten werden, aufgeführt:

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BETEILIGUNGSÜBERSICHT

DIREKTE ANTEILE

vollkonsolidierte Unternehmen 1.	 BAS Abrechnungsservice Beteiligungs-GmbH, Berlin ¹ 2.	 BAS Abrechnungsservice GmbH & Co. KG, Berlin ¹ 3.	 Berliner Erdgasspeicher GmbH & Co. KG, Berlin ¹ 4.	 Berliner Erdgasspeicher Verwaltungs-GmbH, Berlin ¹ 5.	 Bio-Erdgas Neudorf GmbH, Groß Pankow ¹ ⁴
,

100 % 100 % 100 % 100 % 74,9 % 100 %

6.	 DSE Direkt-Service Energie GmbH, Berlin ¹ 7.	 EMB Beteiligungsgesellschaft mbH, Potsdam ¹ ⁴
,

100 % 73,30987 % 100 % 100 % 67,36 % 74,9 % 100 % 100 % 100 % 66,338 % 74,9 % 100 % 100 % 50 %

8.	 EMB Energie Mark Brandenburg GmbH, Potsdam ¹ 9.	 GASAG Bio-Erdgas Schwedt GmbH, Schwedt / Oder ¹ 10.	 GASAG Contracting GmbH, Berlin ¹ 11.	 infrest – Infrastruktur eStrasse GmbH, Berlin ¹ ⁸
,

12.	 KKI-Kompetenzzentrum Kritische Infrastrukturen GmbH, Berlin ¹, ⁸ 13.	 NBB Netz-Beteiligungs-GmbH, Berlin ¹ 14.	 NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg mbH & Co. KG, Berlin ¹, ⁵ 15.	 Netzgesellschaft Forst (Lausitz) mbH & Co. KG, Forst (Lausitz) ¹, ⁶ 16.	 SpreeGas Gesellschaft für Gasversorgung und Energiedienstleistung mbH, Cottbus ¹ 17.	 Stadtwerke Forst GmbH, Forst (Lausitz) ¹ 18.	 umetriq Metering Services GmbH, Berlin ¹ 19.	 VR-Leasing SOLIDUS Siebte GmbH & Co. Immobilien KG, Eschborn ¹ at equity bilanzierte Unternehmen 20.	 ARGE Großräschen, Cottbus ⁷, ¹⁰ 21.	 ARGE Wärmelieferung, Cottbus ⁷ ¹⁰
,

50 % 25 %
,

22.	 Berliner Energieagentur GmbH, Berlin ² 23.	 Gas-Versorgungsbetriebe Cottbus GmbH, Cottbus ² ⁷ 24.	 Gasversorgung Zehdenick GmbH, Zehdenick ², ⁴ 25.	 GreenGas Produktionsanlage Rathenow GmbH & Co. KG, Rathenow ², ⁴ 26.	 GreenGas Rathenow Verwaltungs GmbH, Rathenow ² ⁴
,

37 % 49 % 49 % 49 % 35 % 33,33 % 49 %
,

27.	 Rathenower Netz GmbH, Rathenow ², ⁴ 28.	 Tevaro GmbH, Berlin ² 29.	 NGK Netzgesellschaft Kyritz GmbH, Kyritz ², ⁴ 30.	 Netzgesellschaft Hohen Neuendorf Gas GmbH & Co. KG, Hohen Neuendorf ² ⁴ andere Anteile 31.	 BEGA.tec GmbH, Berlin ³, ¹¹ 32.	 local energy GmbH, Potsdam ³, ⁴ 33.	 Partner für Berlin – Gesellschaft für Hauptstadt-Marketing mbH, Berlin ³ 34.	 Stadtwerke Brandenburg an der Havel GmbH, Brandenburg an der Havel ³, ⁹ 35.	 Stadtwerke Premnitz GmbH, Premnitz ³, ⁴

49 % 19 % 19,8 % < 1 % 12,25 % 10 %

1 	einbezogen wegen eines beherrschenden Einflusses 2 	maßgeblicher Einfluss liegt vor 3 	nicht einbezogen, da weder beherrschender noch maßgeblicher Einfluss der 	 GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft, Berlin, gegeben ist 4 	 mittelbare Beteiligung über die EMB Energie Mark Brandenburg GmbH, Potsdam 5 	 avon 80,5 % unmittelbar und 16,5 % mittelbar über die EMB Energie Mark d Brandenburg GmbH und 3 % mittelbar über die SpreeGas GmbH 6 	mittelbare Beteiligung über die Stadtwerke Forst GmbH, Forst (Lausitz)

7 	mittelbare Beteiligung über die SpreeGas Gesellschaft für Gasversorgung 	 und Energiedienstleistung mbH, Cottbus 8 	mittelbare Beteiligung über die NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg 	 mbH & Co. KG, Berlin 9 	mittelbare Beteiligung über die EMB-Beteiligungsgesellschaft mbH, Potsdam 10 	gemeinschaftliche Führung 11 	bis 31.12.2013 vollkonsolidiert

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4	KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE
KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE AB DEM 1. JANUAR 2010
Der Konzernabschluss umfasst die GASAG und die von ihr beherrschten Tochtergesellschaften. Tochterunternehmen werden ab dem Erwerbszeitpunkt, das heißt ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern die Beherrschung erlangt, vollkonsolidiert. Der Erwerb von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss wird nach der so genannten Entity-Concept-Methode bilanziert. Die Konsolidierung endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht. Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Rechnungslegungsmethoden für die gleiche Berichtsperiode aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens. Alle konzerninternen Salden, Geschäftsvorfälle, unrealisierte Gewinne und Verluste aus konzerninternen Transaktionen und Dividenden werden in voller Höhe eliminiert. Verluste eines Tochterunternehmens werden den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss auch dann zugeordnet, wenn dies zu einem negativen Saldo führt. Eine Veränderung der Beteiligungshöhe an einem Tochterunternehmen ohne Verlust der Beherrschung wird als Eigenkapitaltransaktion bilanziert. Verliert das Mutterunternehmen die Beherrschung über ein Tochterunternehmen, so werden die Buchungsschritte nach IFRS 10.25 durchgeführt. Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungs­ kosten eines Unternehmenserwerbs bemessen sich als Summe der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt, und der Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen. Bei jedem Unternehmenszusammenschluss bewertet der Erwerber die Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des iden­ i­ zierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens. Im Rahmen des Unternehmenszut fi sammenschlusses angefallene Kosten werden als Aufwand erfasst und als Verwaltungskosten ausgewiesen. Erwirbt der Konzern ein Unternehmen, beurteilt er die geeignete Klassifizierung und Designation der finanziellen Vermögenswerte und übernommenen Schulden in Übereinstimmung mit den Vertragsbedingungen, wirtschaftlichen Gegebenheiten und am Erwerbszeitpunkt vorherrschenden Bedingungen. Dies beinhaltet auch eine Trennung der in Basisverträgen eingebetteten Derivate. Bei sukzessiven Unternehmenszusammenschlüssen wird der vom Erwerber zuvor an dem erworbenen Unternehmen gehaltene Eigenkapitalanteil zum beizulegenden Zeitwert am Erwerbszeitpunkt neu bestimmt und der daraus resultierende Gewinn oder Verlust erfolgswirksam erfasst. Die vereinbarte bedingte Gegenleistung wird zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Nachträgliche Änderungen des beizulegenden Zeitwerts einer bedingten Gegenleistung, die einen Vermögenswert oder eine Schuld darstellt, werden in Übereinstimmung mit IAS 39 entweder in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im sonstigen Ergebnis erfasst. Eine bedingte Gegenleistung, die als Eigenkapital eingestuft ist, wird nicht neu bewertet und ihre spätere Abgeltung wird im Eigenkapital bilanziert.

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KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE VOR DEM  1. JANUAR 2010
Einzelne oben genannte Anforderungen wurden prospektiv angewandt. Nachfolgend aufgelistete Sachverhalte wurden auf Basis der bisherigen Konsolidierungsgrundsätze fortgeführt: •	 Der Erwerb von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss vor dem 1. Januar 2010 wurde nach der so genannten Parent-Entity-Extension-Methode bilanziert. Dabei wurde die Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem Buchwert des anteiligen erworbenen Reinvermögens als Geschäfts- oder Firmenwert erfasst. •	 Verluste waren den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss so lange zuzuordnen, bis deren Saldo Null war. Die übersteigenden Verluste waren dem Mutterunternehmen zuzuordnen, außer in Fällen, in denen die Anteile ohne beherrschenden Einfluss die Verpflichtung übernommen hatten, die Verluste auszugleichen. Die Zuordnung des vor dem 1. Januar 2010 entstandenen Verlustes zwischen den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss und den Eigentümern des Mutterunternehmens wurde nicht revidiert. •	 Bei einem Beherrschungsverlust bilanzierte der Konzern die verbleibende Beteiligung in Höhe des entsprechenden Anteils am Reinvermögen zum Zeitpunkt des Beherrschungsverlusts. Der Buchwert dieser Beteiligungen zum 1. Januar 2010 wurde nicht angepasst. Nach der bisher angewandten Methode für die Bilanzierung von Unternehmenserwerben galten im Vergleich folgende abweichende Grundsätze: •	 Unternehmenszusammenschlüsse wurden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Direkt dem Unternehmenserwerb zuordenbare Transaktionskosten stellten einen Teil der Anschaffungskosten dar. Der Anteil ohne beherrschenden Einfluss (vormals als Minderheitsanteil bezeichnet) wurde zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens bewertet. •	 Bei sukzessiven Unternehmenszusammenschlüssen erfolgte eine gesonderte Erfassung einzelner Erwerbsvorgänge. Ein zusätzlich erworbener Anteil wirkte sich nicht auf den Geschäfts- oder Firmenwert aus dem vorangegangenen Erwerbsvorgang aus. •	 Wenn der Konzern ein Unternehmen erwarb, erfolgte eine Neubeurteilung der durch das erworbene Unternehmen vom Basisvertrag getrennt zu bilanzierten eingebetteten Derivate zum Erwerbszeitpunkt nur dann, wenn der Unternehmenszusammenschluss zu einer Änderung der Vertragsbedingungen führte, durch die es zu einer erheblichen Änderung der Zahlungsströme kam, die sich ansonsten aus dem Vertrag ergeben hätten. •	 Eine bedingte Gegenleistung wurde nur dann erfasst, wenn der Konzern eine gegenwärtige Verpflichtung hatte, wenn mehr für einen Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen als dagegen sprach und eine verlässliche Schätzung möglich war. Nachträgliche Anpassungen der bedingten Gegenleistung wurden als Teil des Geschäfts- oder Firmenwerts ausgewiesen.

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5	BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGS	METHODEN
ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN BEI DER ANWENDUNG DER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
Finanzielle Vermögenswerte sind einzuordnen in die Kategorien „Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente“, „Ausgereichte Kredite und Forderungen“, „Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ und „Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen“. Bei der Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen bestehen unterschiedliche Möglichkeiten zur Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste. Zur Deckung des zusätzlichen Mittelbedarfs zur Finanzierung der vor dem 1. Januar 2002 begründeten Ansprüche auf Alters- und Hinterbliebenenversorgung über die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder, Karlsruhe, nachfolgend VBL genannt, wurde eine Rückstellung für Sanierungsgelder gemäß IAS 19.37 gebildet.

Annahmen und Schätzungen
Bei der Aufstellung des GASAG-Konzernabschlusses wurden Annahmen und Schätzungen verwendet, die sich auf Ausweis und Höhe der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden, Erträge, Aufwendungen sowie der Eventualschulden ausgewirkt haben. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden im Anhang bei den betroffenen Sachverhalten dargestellt. Annahmen und Schätzungen werden u. a. bei der Beurteilung von Finanzinstrumenten, der Bildung von Rückstellungen insbesondere im Personalbereich (VBL Rückstellung) und bei der Bewertung des Erdgas­ peichers getroffen. s Die Auswirkungen der Schätzannahme auf die Bilanz sind in der jeweiligen Erläuterung der betreffenden Bilanzposition dargestellt.

Ertrags- und Aufwandsrealisierung
Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt grundsätzlich zum Zeitpunkt der Lieferung an den Kunden bzw. mit Erbringung der Leistung. Die Leistungen gelten als erbracht und die Waren oder Erzeugnisse als geliefert, wenn die mit dem Eigentum verbundenen Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Erdgas, Wärme, Strom und Wasser an Endverbraucher und Weiterverteiler sowie aus den Netznutzungsentgelten werden erfasst, wenn sie vom Kunden aufgrund einer vertraglichen Vereinbarung abgenommen worden sind. Die Umsatzerlöse entsprechen dem Wert der gelieferten und abgerechneten Mengen, einschließlich der geschätzten Werte für gelieferte Mengen zwischen der letzten Abrechnung und dem Bilanzstichtag. Zinserträge werden periodengerecht unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung angesetzt. Gewinnausschüttungen werden mit der Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung vereinnahmt. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung als Aufwand erfasst.

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Zinsaufwendungen werden periodengerecht in den Finanzierungsaufwendungen erfasst. Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten von qualifizierten Vermögenswerten aktiviert. Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind.

IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung wurden für Akquisitionen vor dem 1. Januar 2010 in Übereinstimmung mit IFRS 3 in Verbindung mit IAS 36 aktiviert. Bei der erstmaligen Aktivierung erfolgte die Bewertung zu Anschaffungskosten, das heißt zu dem Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbes und dem Anteil des Erwerbers an den beizulegenden Zeitwerten der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden. Ab dem 1. Januar 2010 wird bei erstmaligem Ansatz der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der übertragenen Gesamtgegenleistung und des Betrags des Anteils ohne beherrschenden Einfluss über die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden des Konzerns bemessen. Liegt diese Gegenleistung unter dem beizulegenden Zeitwert des Reinvermögens des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet, die vom Unternehmenszusammenschluss erwartungsgemäß profitieren werden. Dies gilt unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des erworbenen Unternehmens diesen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet werden. Einmal jährlich sowie beim Vorliegen von Anhaltspunkten, die auf eine Wertminderung schließen lassen, unterliegen Geschäfts- oder Firmenwerte einem Impairment Test (Wertminderungstest). Dies erfordert eine Schätzung der Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Zur Schätzung des Nutzungswertes muss die Unternehmensleitung die voraussichtlichen Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheit schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Die Wertminderung wird durch die Bewertung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, auf die sich der Geschäfts- oder Firmenwert bezieht, bestimmt. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten und dem Nutzungswert. Ist der erzielbare Betrag einer bestimmten zahlungsmittelgenerierenden Einheit geringer als der Buchwert, so wird eine Wertberichtigung vorgenommen. Eine Wertaufholung bei den Geschäfts- oder Firmenwerten ist nach den Regelungen des IAS 36 nicht zulässig. Grundlage für die Ermittlung der Nutzungswerte für die zahlungsmittelgenerierenden rechtlichen Einheiten sind die aktuellen mittelfristigen Planungen, welche durch die Gremien der GASAG-Konzerngesellschaften vorgelegt worden sind und für interne Berichtszwecke zugrunde gelegt werden. Die mittelfristige Planungsrechnung umfasst einen Zeitraum von fünf Jahren. Die Bewertung der Wetterdaten basiert auf dem 30-jährigen Temperaturmittel (1982–2011 fest). Die Umsatz- und Bezugskostenplanungen werden beeinflusst durch die Entwicklung der Preispfade für Handels- und ölgebundene Mengen im Planungszeitraum und orientieren sich am Marktniveau (TTF und Forwards). Es erfolgt wie schon in der Vorjahresplanung die vollständige Beschaffung zu Marktpreisen. Dem verschärften Gas-zu-Gas-Wettbewerb wird mit weiterer Produktdiversifizierung begegnet, um sowohl Gasabsatzmengen in den Heimatmärkten zu halten als auch den Ausbau des Geschäfts in fremden Märkten zu stützen. Für im Wettbewerb verlorene Gasabsatzmengen bleiben Transportmengen und Netznutzungsentgelte in der Netzgesellschaft erhalten.

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GESCHÄFTSBERICHT 2014

Die Diskontierungssätze werden nach dem Modell Weighted Average Costs of Capital (WACC) ermittelt. Dabei wird der Eigenkapitalzins mit Hilfe des Capital Asset Pricing Model (CAPM) bestimmt und beträgt unter Verwendung eines Beta-Faktors in Höhe von 0,75 (Vj. 0,60) derzeit 6,25 % (Vj. 6,03 %). Die Fremdkapitalzinsen leiten sich aus Zinssätzen für langfristige Neukredite und anderen marktüblichen Fremdkapitalsätzen ab und liegen bei 2,33 % (Vj. 3,03 %) nach Steuern. Der Diskontierungszins ist darüber hinaus abhängig vom Verhältnis des eingesetzten Eigen- und Fremdkapitals. Der resultierende WACC liegt bei 6,97 % (Vj. 7,57 %) vor Steuern. Dabei ist der Abzinsungssatz zur Bewertung des Nutzungswertes eines Vermögenswertes grundsätzlich einheitlich auf den Konzern und die Bewertungszeiträume anzuwenden. Er kann angepasst werden, wenn ein Nutzungswert sensitiv auf die unterschiedlichen Risiken in den verschiedenen Perioden, auf die Laufzeitstruktur der Zinssätze sowie auf die Kapitalstruktur reagiert. Separat erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu ihren Anschaffungskosten aktiviert. Bei den im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen immateriellen Vermögenswerten entsprechen die Anschaffungskosten dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Nach dem erstmaligen Ansatz wird das Anschaffungskostenmodell angewendet. Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 nur dann angesetzt, wenn folgende Kriterien vollständig erfüllt sind: •	 die technische Realisierbarkeit und Absicht der Fertigstellung, •	 die Fähigkeit, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen, •	 die Erzielung eines voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzens in Form eines Marktes oder in Bezug auf die interne Nutzung, •	 die Verfügbarkeit hinreichender technischer, finanzieller und anderer Ressourcen, um die Entwicklung des immateriellen Vermögenswertes abzuschließen und •	 die eindeutige Abgrenzung des entsprechenden Vermögenswertes, das heißt die der Entwicklung zurechen­ baren Kosten können verlässlich ermittelt werden. Nach der erstmaligen Aktivierung werden selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte nach dem Herstellungskostenmodell zu ihren fortgeführten Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen dabei alle Kosten, die der Schaffung, Herstellung und Vorbereitung des Vermögenswertes direkt zugerechnet werden können. Ausgaben für Forschung werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Im Falle der Modifikation bestehender Software werden die damit im Zusammenhang stehenden Kosten als Periodenaufwand erfasst, wenn lediglich der bisherige Systemzustand gewahrt bleibt. Mit Ausnahme der bilanzierten Geschäfts- und Firmenwerte weisen alle anderen erworbenen und selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerte eine begrenzte wirtschaftliche Nutzungsdauer auf und werden planmäßig linear abgeschrieben. An jedem Bilanzstichtag wird bei immateriellen Vermögenswerten eingeschätzt, ob ein Anhaltspunkt dafür vorliegt, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Wenn ein solcher Anhaltspunkt vorliegt, wird ein Impairment Test durchgeführt. Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer wird mindestens einmal jährlich für den einzelnen Vermögenswert oder auf der Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ein Impairment Test durchgeführt. Diese immateriellen Vermögenswerte werden nicht planmäßig abgeschrieben.

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Die konzerneinheitlichen Nutzungsdauern stellen sich wie folgt dar:

IMMATERIELLER VERMÖGENSWERT

NUTZUNGSDAUER

Geschäfts- oder Firmenwerte Erworbene immaterielle Vermögenswerte Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte

keine 5–20 Jahre 5 Jahre

Die Überprüfung der Nutzungsdauern findet zum Ende eines jeden Geschäftsjahres bzw. bei einem aufgetretenen Ereignis statt; erforderliche Anpassungen werden prospektiv vorgenommen.

SACHANLAGEN
Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen bilanziert. Die Herstellungskosten von selbst erstellten Anlagen enthalten neben den Einzelkosten einen angemessenen Teil der direkt zurechenbaren Gemeinkosten. Erhaltene Baukostenzuschüsse sowie Investitionszuschüsse und -zulagen mindern die Anschaffungsoder Herstellungskosten nicht direkt, sondern werden als passivischer Abgrenzungsposten ausgewiesen. Bei dem im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Sachanlagevermögen entsprechen die Anschaffungskosten dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Nach dem erstmaligen Ansatz wird das Anschaffungskostenmodell angewendet. Rückbauverpflichtungen werden in Höhe des Barwertes beim Eingehen der Verpflichtung als Bestandteil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und ratierlich über die wirtschaftliche Nutzungsdauer des zugehörigen Vermögenswertes abgeschrieben. Wartungs- und Reparaturkosten werden als Aufwand erfasst. Erneuerungs- und Erhaltungsaufwendungen, welche die Nutzungsdauer eines Vermögenswertes verlängern, werden aktiviert. Mit Ausnahme der Grundstücke und Grunddienstbarkeiten (einschließlich der Grunddienstbarkeiten gemäß § 9 GBBerG), denen eine unbegrenzte Nutzungsdauer zugrunde liegt, werden alle Sachanlagen linear abgeschrieben. Den planmäßigen Abschreibungen der Sachanlagen mit begrenzter Nutzungsdauer liegen konzerneinheitlich folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zugrunde:

SACHANLAGEN

NUTZUNGSDAUER

Bezugs-, Erzeugungs- und Verteilungsanlagen Gebäude Sonstiges Sachanlagevermögen

5–50 Jahre 30 Jahre 2–13 Jahre

Zu jedem Bilanzstichtag werden die Buchwerte der Sachanlagen auf Werthaltigkeit überprüft. Bei Hinweisen auf eine mögliche Wertminderung wird ein Impairment Test durchgeführt. Beim Wegfall der Gründe für außerplanmäßige Wertminderungen werden entsprechende Zuschreibungen bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen.

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GESCHÄFTSBERICHT 2014

Ein Gegenstand des Sachanlagevermögens wird bei seinem Abgang oder, wenn aus einer fortgeführten Nutzung des Vermögenswertes kein künftiger wirtschaftlicher Nutzen zu erwarten ist, ausgebucht. Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung eines Vermögenswertes (ermittelt als Differenz zwischen Nettoveräußerungserlös und Buchwert) werden im Geschäftsjahr der Ausbuchung des betreffenden Vermögenswertes erfolgswirksam erfasst. Die Überprüfung der Nutzungsdauern findet zum Ende eines jeden Geschäftsjahres bzw. bei einem aufgetretenen Ereignis statt; erforderliche Anpassungen werden prospektiv vorgenommen.

LEASING / STRUKTURIERTE TRANSAKTIONEN
Die Feststellung, ob eine Vereinbarung einen Leasing-Vorgang enthält, basiert auf der ökonomischen Substanz der Vereinbarung und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der Vereinbarung von der Nutzung eines spezifischen Vermögenswertes abhängig ist und ob die Vereinbarung das Recht auf die Nutzung des Vermögenswertes überträgt. Leasing-Transaktionen werden entsprechend den vertraglichen Regelungen und den daraus resultierenden Chancen und Risiken gemäß IAS 17 klassifiziert. Das wirtschaftliche Eigentum an Leasinggegenständen wird demjenigen Vertragspartner in einem Leasingverhältnis zugerechnet, der die wesentlichen Chancen und Risiken trägt, die mit dem Leasinggegenstand verbunden sind. Sofern dem GASAG-Konzern als Leasingnehmer das wirtschaftliche Eigentum zuzurechnen ist, wird das Leasing­ objekt als „Finance Lease“ in Höhe des beizulegenden Zeitwertes bzw. des niedrigeren Barwertes der Mindestleasingzahlungen aktiviert und linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer beziehungsweise, wenn zu Beginn des Leasingverhältnisses der Eigentumsübergang auf den GASAG-Konzern nicht hinreichend sicher ist, über kürzere Vertragslaufzeiten abgeschrieben. Die Pachtzahlungen stellen die ratierlichen Tilgungen der passivierten Leasingverbindlichkeiten und den Finanzierungsaufwand dar. Wenn das wirtschaftliche Eigentum am Leasinggegenstand nicht dem GASAG-Konzern als Leasingnehmer zuzurechnen ist, wird das Leasingverhältnis als „Operate Lease“ klassifiziert; die Leasingraten werden in den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Tritt der GASAG-Konzern als Leasinggeber auf und wird das Leasingverhältnis als „Finance Lease“ eingestuft, wird eine Forderung in Höhe des Nettoinvestitionswertes aus dem Leasingverhältnis angesetzt. Vereinnahmte Leasingraten werden in Tilgungen der Leasingforderung und erfolgswirksame Finanzerträge aufgeteilt. Die For­ derung aus dem Leasingverhältnis wird nach der Effektivzinsmethode getilgt und fortgeschrieben. Bei den strukturierten Transaktionen in der rechtlichen Form von Leasingverhältnissen handelt es sich um die Bereitstellung von Finanzierungsmitteln, mit den Vermögenswerten als Sicherheit. Demzufolge liegt gemäß IFRS kein Veräußerungsvorgang vor. Die rechtlichen Verkäufe an die finanzierenden Vertragspartner erfolgten zu Buchwerten, so dass die erhaltenen Entgelte zu keinen Erträgen führten.

ANTEILE AN ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN UND GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN
Gemeinschaftsunternehmen im Sinne des IFRS 11 liegen gemeinsame Vereinbarungen, bei denen die Parteien, welche die gemeinschaftliche Führung ausüben, Rechte am Nettovermögen der Vereinbarung besitzen, zugrunde. Der Bilanzansatz der Anteile an Gemeinschaftsunternehmen erfolgt nach IFRS 11.24 unter Verwendung der Equity-Methode gemäß IAS 28. Der Bilanzansatz der Anteile an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen, die nach IAS 28 gemäß der Equity-Methode bewertet werden, erfolgt zu Anschaffungskosten. Der Buchwert der Anteile erhöht

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VORWORT / BERICHT DES AUFSICHTSRATS / LAGEBERICHT / ANHANG IFRS / BESTÄTIGUNGSVERMERK

bzw. verringert sich entsprechend dem anteiligen Gewinn oder Verlust des Beteiligungsunternehmens. Der mit einem assoziierten Unternehmen oder einem Gemeinschaftsunternehmen verbundene Geschäfts- oder Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten.

WERTMINDERUNG VON VERMÖGENSWERTEN
Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Wertminderung erforderlich, wird der erzielbare Betrag geschätzt. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert als wertgemindert betrachtet und auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffektes und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. An jedem Berichtsstichtag wird geprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Wertminderungsaufwand, der in früheren Berichtsperioden erfasst worden ist, nicht länger besteht oder sich vermindert haben könnte. Liegt ein solcher Anhaltspunkt vor, wird der erzielbare Betrag geschätzt. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand wird dann aufgehoben, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung in den Schätzungen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Wenn dies der Fall ist, wird der Buchwert des Vermögenswerts auf seinen erzielbaren Betrag erhöht. Zuschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sind nicht zulässig.

FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden entweder als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als ausgereichte Kredite und Forderungen, als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte oder als bis zur Endfälligkeit gehaltene Investitionen kategorisiert. Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest. Bei dem erstmaligen Ansatz von finanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von anderen finanziellen Vermögenswerten als solchen, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, werden darüber hinaus Transaktionskosten berücksichtigt, die direkt dem Erwerb des Vermögenswerts zuzurechnen sind. Die Folgebewertung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt je nach Kategorisierung zum beizulegenden Zeitwert oder zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Bei marktüblichen Käufen und Verkäufen von originären finanziellen Vermögenswerten erfolgt die Bilanzierung zum Erfüllungstag und damit zu dem Tag, an dem der Vermögenswert geliefert und die Schuld beglichen wird. Der GASAG-Konzern hielt in den Geschäftsjahren 2013 und 2014 keine Finanzinstrumente, die als bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen klassifiziert wurden. Der Kategorie als erfolgswirksam zum bei­ zulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte wurden ausschließlich derivative Finanzinstrumente zugeordnet. Sonstige Ausleihungen, die der Kategorie ausgereichte Kredite und Forderungen zugeordnet sind, werden in Folgeperioden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Entstehende Gewinne oder Verluste werden nur im Periodenergebnis erfasst, wenn der finanzielle Vermögenswert ausgebucht, wertgemindert oder amortisiert wird.

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GESCHÄFTSBERICHT 2014

Gibt es einen objektiven Hinweis, dass eine Wertminderung bei mit fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten ausgereichten Krediten und Forderungen eingetreten ist, ergibt sich die Höhe der Verluste als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows (mit Ausnahme künftiger, noch nicht eingetretener Kreditausfälle), abgezinst mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswerts (das heißt dem bei erstmaligem Ansatz ermittelten Zinssatz). Der Buchwert des Vermögenswerts ist entweder direkt oder unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos zu reduzieren. Der Verlustbetrag ist ergebniswirksam zu erfassen. Die langfristigen Finanzinvestitionen in nicht notierte Eigenkapitalinstrumente sind der Kategorie „zur Veräußerung verfügbar“ zugeordnet. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Gewinne oder Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes werden direkt im Eigenkapital bilanziert. Zum Zeitpunkt des Verkaufes und bei dauerhaften Wertminderungen werden die im Eigenkapital aufgelaufenen Gewinne oder Verluste erfolgswirksam im Periodenergebnis erfasst. Ist ein zur Veräußerung verfügbarer Vermögenswert in seinem Wert signifikant und anhaltend gemindert, wird ein im Eigenkapital erfasster Betrag in Höhe der Differenz zwischen den Anschaffungskosten (abzüglich etwaiger Tilgungen und Amortisationen) und dem aktuellen beizulegenden Zeitwert, abzüglich etwaiger, bereits früher ergebniswirksam erfasster Wertberichtigungen dieses finanziellen Vermögenswerts in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn: •	 die vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert erloschen sind; oder •	 der Konzern seine vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus dem finanziellen Vermögenswert an Dritte übertragen hat und dabei entweder (a) im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, übertragen hat oder (b) zwar im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, weder übertragen noch zurückbehalten hat, jedoch die Verfügungsmacht an dem Vermögenswert übertragen hat.

DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE UND SICHERUNGSBEZIEHUNGEN
Derivative Finanzinstrumente werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, es sei denn, es handelt sich hierbei um Derivate, die als Sicherungsinstrument designiert wurden und als solche effektiv sind. Gewinne oder Verluste aus finanziellen Vermögenswerten oder finanziellen Schulden, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst. Der erstmalige Ansatz erfolgt zum Handelstag. Derivate mit positiven beizulegenden Zeitwerten werden auf der Aktivseite und mit negativen beizulegenden Zeitwerten auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen. Die Folgebewertung der Derivate wird erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert durchgeführt. Zum Zwecke der Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten, welche die Kriterien für eine Bilanzierung von Sicherungsgeschäften erfüllen, werden folgende Arten der Sicherungsbeziehungen unterschieden: •	 Absicherung des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value Hedge), •	 Absicherung von Cashflows (Cashflow Hedge). Der GASAG-Konzern hat in den Geschäftsjahren 2013 und 2014 ausschließlich Cashflow Hedges eingesetzt.

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VORWORT / BERICHT DES AUFSICHTSRATS / LAGEBERICHT / ANHANG IFRS / BESTÄTIGUNGSVERMERK

Beim Cashflow Hedge werden Änderungen zukünftiger Zahlungsströme finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Schulden sowie vorhergesehener Transaktionen gesichert. Das Sicherungsgeschäft wird zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Sich daraus ergebende Änderungen des beizulegenden Zeitwertes des ineffektiven Teils werden in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Die Änderungen des effektiv gesicherten Teils werden dagegen erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die ursprünglich im Eigenkapital ausgewiesenen Gewinne oder Verluste des Hedges werden erst im Periodenergebnis erfolgswirksam erfasst, wenn die Gewinne oder Verluste des effektiv gesicherten Grundgeschäfts erfolgswirksam werden. Wird mit dem Eintritt der vorhergesehenen Transaktion nicht länger gerechnet, werden die zuvor im Eigenkapital erfassten Beträge im Periodenergebnis erfasst. Wenn das Sicherungsinstrument ausläuft oder veräußert, beendet oder ohne Ersatz oder ein Überrollen eines Sicherungsinstruments in ein anderes Sicherungsinstrument ausgeübt wird oder wenn der Konzern die Designation eines Sicherungsinstruments zurückzieht, verbleiben die zuvor ausgewiesenen Beträge solange als gesonderter Posten im Eigenkapital, bis die vorhergesehene Transaktion eingetreten ist. Beendet ist eine Hedge-Beziehung, wenn die Anforderungen für das Hedge Accounting nicht mehr erfüllt werden oder wenn Sicherungs- oder Grundgeschäft auslaufen, veräußert oder ausgeübt werden.

EINGEBETTETE DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE
Der Konzern hält Bezugsverträge für Gaslieferungen mit unterschiedlichen Vorlieferanten und Laufzeiten. Die Verträge, die zum Zweck des Empfangs oder der Lieferung von nicht finanziellen Posten gemäß des erwarteten Einkaufs-, Verkaufs- oder Nutzungsbedarfs abgeschlossen wurden und weiterhin diesem Zweck dienen (Own Use), werden nicht als Derivate nach IAS 39, sondern als schwebende Geschäfte gemäß IAS 37 bilanziert. Die in diesen Verträgen enthaltenen Volumenflexibilitäten fallen unter die Own Use Exemption und werden nicht abgetrennt. Die dem Handelsbestand zugeordneten Bezugsverträge sowie die darin enthaltenen Volumenflexibilitäten werden als Derivate nach IAS 39 behandelt. Die Erdgaslieferungsverträge enthalten zum Teil ölbasierte Preisindexierungen. Diese Preisformeln werden getrennt als Derivate nach IAS 39 bilanziert. Die Untersuchung gemäß IFRIC 9 auf das Vorliegen eingebetteter Derivate erfolgt bei Vertragsabschluss und wesentlichen Veränderungen der Bezugsverträge.

VORRÄTE
Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten sind Kosten, die angefallen sind, um das Produkt an seinen derzeitigen Ort zu verbringen oder in seinen derzeitigen Zustand zu versetzen. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Die Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Erdgasvorräte werden auf Basis gewogener Durchschnittspreise ermittelt. Die Herstellungskosten der unfertigen Leistungen enthalten Material- und Lohneinzelkosten sowie angemessene Teile der Fertigungsgemeinkosten basierend auf der normalen Kapazität ohne Berücksichtigung von Fremdkapitalkosten.

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GESCHÄFTSBERICHT 2014

FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE FORDERUNGEN
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen werden mit dem ursprünglichen Rechnungsbetrag abzüglich Wertberichtigungen bewertet. Die Wertberichtigungen tragen den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung, konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Im Rahmen von Wertberichtigungen werden finanzielle Vermögenswerte, für welche ein potenzieller Abwertungsbedarf besteht, anhand gleichartiger Ausfallrisikoeigenschaften gruppiert und gemeinsam auf Wertminderungen untersucht sowie ggf. wertberichtigt. Bei der dazu notwendigen Ermittlung der erwarteten zukünftigen Cashflows der Portfolien werden neben den vertraglich vorgesehenen Zahlungsströmen auch historische Ausfallerfahrungen berücksichtigt. Wertberichtigungen werden unter Verwendung von Wertberichtigungskonten vorgenommen. Die bilanzielle Abgrenzung auf zum Stichtag noch nicht berechnete Erdgas-, Wärme-, Strom- und Wasserverbräuche der Tarif- und Sondervertragskunden bzw. Standardlastprofil- und Registrierende-Leistungsmessung-Kunden ist auf der Basis einer DV-gestützten Individualhochrechnung durchgeführt worden.

LIQUIDE MITTEL
Die liquiden Mittel enthalten Schecks, Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und kurzfristige Geldanlagen mit ursprünglichen Laufzeiten von höchstens drei Monaten. Für Zwecke der Konzernkapitalflussrechnung umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente die zuvor definierten liquiden Mittel.

ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE VERMÖGENSWERTE
Als zur Veräußerung gehalten klassifizierte Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen sind mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten zu bewerten. Langfristige Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Dies ist dann der Fall, wenn die Veräußerung höchstwahrscheinlich und der Vermögenswert oder die Veräußerungsgruppe im gegenwärtigen Zustand sofort veräußerbar ist und der Verkauf innerhalb eines Jahres ab dem Zeitpunkt der Zuordnung abgeschlossen sein wird. Da der Buchwert der abnutzbaren Vermögenswerte durch den Verkauf und nicht durch die Nutzung realisiert wird, endet die planmäßige Abschreibung zum Zeitpunkt der Umklassifizierung. Korrespondierende Schulden oder Abgrenzungsposten werden als „Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten“ ausgewiesen.

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STEUERN
Tatsächliche Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden
Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode und für frühere Perioden sind mit dem Betrag zu bewerten, in dessen Höhe eine Erstattung von den Steuerbehörden bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörden erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die am Bilanzstichtag gelten.

Latente Steuern
Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode auf alle zum Bilanzstichtag bestehenden temporären Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz. Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst. Hierzu gibt es folgende Ausnahmen: •	 Die latente Steuerschuld aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts oder eines Vermögenswerts oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst, darf nicht angesetzt werden. •	 Die latente Steuerschuld aus zu versteuernden temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen stehen, darf nicht angesetzt werden, wenn der zeitliche Verlauf der Umkehrung der temporären Differenzen gesteuert werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit nicht umkehren werden. Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede, noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge, Zinsvorträge und nicht genutzten Steuergutschriften in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können. Hierzu gibt es folgende Ausnahmen: •	 Latente Steueransprüche aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall entstehen, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst, dürfen nicht angesetzt werden. •	 Latente Steueransprüche aus zu versteuernden temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen im Zusammenhang stehen, dürfen nur in dem Umfang erfasst werden, in dem es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit umkehren werden und ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die temporären Differenzen verwendet werden können. Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruches ermöglicht.

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GESCHÄFTSBERICHT 2014

Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet wird. Dabei werden die Steuersätze (und Steuervorschriften) zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gültig oder angekündigt sind. Ertragsteuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden im Eigenkapital und nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch auf Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjektes beziehen, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden.

Umsatzsteuer
Umsatzerlöse, Aufwendungen und Vermögenswerte werden nach Abzug von Umsatzsteuern erfasst. Hierzu gibt es folgende Ausnahmen: •	 wenn beim Kauf von Gütern oder Dienstleistungen angefallene Umsatzsteuer nicht von den Steuerbehörden eingefordert werden kann, wird die Umsatzsteuer als Teil der Herstellungskosten des Vermögenswerts bzw. als Teil der Aufwendungen erfasst; und •	 Forderungen und Schulden werden mitsamt dem darin enthaltenen Umsatzsteuerbetrag angesetzt. Der Umsatzsteuerbetrag, der von der Steuerbehörde erstattet wird oder an diese abgeführt wird, wird unter den Forderungen oder Schulden in der Bilanz erfasst.

Passivischer Abgrenzungsposten
Die Darstellung der Zuwendungen für Vermögenswerte im GASAG-Konzern erfolgt als passivischer Abgrenzungsposten. In diesem Posten sind neben den Investitionszulagen der öffentlichen Hand auch die aus der NDAV (Verordnung über Allgemeine Bedingungen für den Netzanschluss und dessen Nutzung für die Gasversorgung in Niederdruck) und den Konzessionsverträgen resultierenden Baukosten- und Investitionszuschüsse Dritter enthalten. Die Zuwendungen der öffentlichen Hand werden gemäß den Regelungen des IAS 20 und die Zuwendungen Dritter gemäß IFRIC 18 bilanziert. Die passivierten Abgrenzungsposten werden entsprechend den folgenden, sich aus den dazugehörigen Vermögenswerten abgeleiteten Nutzungsdauern ergebniswirksam unter den sonstigen betrieblichen Erträgen aufgelöst:

ART DER ZUWENDUNG

WIRTSCHAFTLICHE NUTZUNGSDAUER / AUFLÖSUNGSZEITRAUM DER ZUWENDUNG

Zuwendungen der öffentlichen Hand Investitionszulagen Zuwendungen Dritter Baukosten-/Investitionszuschüsse (lt. NDAV und Konzessionsverträge) Sonstige Investitionszuschüsse je nach Anlagegut

45 Jahre je nach Anlagegut

Die für das Rohrnetz und die Hausanschlüsse anfallenden Baukosten- und Investitionszuschüsse werden über die Dauer von 45 Jahren aufgelöst, da diese im überwiegenden Teil den Mittel- und Niederdruckbereich betreffen.

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VORWORT / BERICHT DES AUFSICHTSRATS / LAGEBERICHT / ANHANG IFRS / BESTÄTIGUNGSVERMERK

Rückstellungen
Rückstellungen werden für eine gegenwärtige Verpflichtung der Gesellschaft (rechtlich oder faktisch) infolge eines in der Vergangenheit liegenden Ereignisses angesetzt oder wenn es wahrscheinlich ist, dass sich aus der Erfüllung einer gegenwärtigen Verpflichtung ein Abfluss von Ressourcen ergibt, die einen wirtschaftlichen Nutzen enthalten und der Erfüllungsbetrag verlässlich ermittelt werden kann. Ist eine teilweise oder vollständige Erstattung einer Rückstellung so gut wie sicher, beispielsweise im Rahmen eines Versicherungsvertrages, so wird die Erstattung als separater Vermögenswert angesetzt. In den Rückstellungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird die Nettoverpflichtung im Hinblick auf leistungsorientierte Versorgungspläne für jeden Plan separat berechnet. Die Höhe der aus dem leistungsorientierten Plan resultierenden Verpflichtung wird unter Anwendung der Methode der laufenden Einmalprämien (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Die Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen werden sofort in der Bilanz erfasst und in der Periode, in der sie anfallen, über das sonstige Ergebnis in die Gewinnrücklagen eingestellt. Eine Umgliederung der Neubewertungen in die Gewinn- und Verlustrechnung in den Folgejahren ist ausgeschlossen. Die Neubewertungen umfassen die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, den Ertrag aus Planvermögen und die Auswirkung der etwaigen Vermögensobergrenze, soweit diese nicht bereits in den Nettozinsen enthalten sind. Die Nettozinsen werden durch Anwendung des Abzinsungssatzes auf die Nettoschuld aus den leistungsorientierten Versorgungsplänen ermittelt. Die Grundlage bildet der Abzinsungssatz, der zu Beginn der jährlichen Berichtsperiode verwendet wird. Die Nettozinsen der leistungsorientierten Verpflichtungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Finanzierungsaufwendungen ausgewiesen. Werden die Leistungen eines Plans verändert oder wird ein Plan gekürzt, werden die entstehende Veränderung der die nachzuverrechnende Dienstzeit betreffenden Leistung oder der Gewinn oder Verlust bei der Kürzung unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position Personalaufwand erfasst. Die betriebliche Altersversorgung der Mitarbeiter über die VBL ist aufgrund der Subsidiärverpflichtung nach IAS 19 als ein leistungsorientierter gemeinschaftlicher Versorgungsplan mehrerer Arbeitgeber zu werten. Aufgrund von fehlenden Informationen für die Bilanzierung der betrieblichen Altersversorgung der VBL als einen leistungsorientierten Plan wird dieser als ein beitragsorientierter Versorgungsplan behandelt. Die Beiträge an die VBL werden jährlich in Höhe der Umlagen im Aufwand erfasst. Für die an die VBL zu zahlenden Sanierungsgelder wird eine Rückstellung nach IAS 19.37 bilanziert. Die Rückstellungen für andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer beinhalten im Wesentlichen die Verpflichtungen aus Altersteilzeit. Es handelt sich dabei um Leistungen zur Förderung des freiwilligen vorzeitigen Ausscheidens der Arbeitnehmer. Die Rückstellungen werden auf Grundlage der Betriebsvereinbarungen für alle Mitarbeiter gebildet, die einen Altersteilzeitvertrag abgeschlossen haben. Bei der Bilanzierung der Rückstellungen werden Erfüllungsrückstände, Aufstockungsbeträge, Abfindungen für geminderte Rentenansprüche sowie Härtefallfonds berücksichtigt. Diese Aufwendungen werden ratierlich angesammelt. Die voraussichtlich zu leistenden Beträge werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt und mit ihrem Barwert angesetzt. Die Neubewertungen werden gemäß IAS 19.154 sofort im Gewinn oder Verlust erfasst. Der auf die Erfüllungsrückstände entfallende Teil der Altersteilzeitrückstellungen wird mit dem Planvermögen saldiert ausgewiesen. Überschreitet das Planvermögen die entsprechende Verpflichtung, wird der überschießende Betrag als finanzieller Vermögenswert ausgewiesen.

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GESCHÄFTSBERICHT 2014

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag erkennbaren rechtlichen oder faktischen Verpflichtungen gegenüber einer anderen Partei aufgrund von Ereignissen der Vergangenheit, die der Höhe nach und / oder im Hinblick auf den Eintrittszeitpunkt unsicher sind. Die Rückstellungen werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Bewertung erfolgt mit dem Erwartungswert beziehungsweise mit dem Betrag, der über die höchste Eintrittswahrscheinlichkeit verfügt. Die langfristigen Rückstellungen werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bilanziert. Die Abzinsungssätze spiegeln jeweils die aktuellen Markterwartungen im Hinblick auf den Zinseffekt sowie gegebenenfalls die für die Rückstellung spezifischen Risiken wider. Die Aufzinsungsbeträge werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Folgende Sätze vor Steuern wurden der Barwertermittlung zugrunde gelegt:

BERICHTSJAHR / LAUFZEIT

BIS ZU 5 JAHREN

5 BIS 10 JAHRE

ÜBER 10 JAHRE

2014 2013

2,15 % 3,00 %

2,65 % 4,00 %

3,20 % 4,50 %

Davon ausgenommen sind die Rückstellungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses und für andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer, für die gemäß IAS 19.83 besondere Regelungen angewandt werden. Gemäß IFRIC 1 (Interpretation über die Bilanzierung von bestehenden Stilllegungs-, Wiederherstellungs- und ähnlichen Verpflichtungen) werden geänderte Schätzungen, die auf eine Anpassung im Hinblick auf den zeitlichen Mittelabfluss, die Höhe des Mittelabflusses oder die Höhe des für die Barwertermittlung heranzuziehenden Zinssatzes zurückzuführen sind, sowohl bei den Rückstellungen selbst als auch in gleicher Höhe bei den betreffenden, unter Sachanlagen bilanzierten Vermögenswerten berücksichtigt. Hat die Anpassung eine Verminderung des Buchwertes zur Folge und liegt der Anpassungsbetrag über dem des Restbuchwertes des Vermögenswertes, so ist der übersteigende Betrag direkt erfolgswirksam als Aufwand zu erfassen.

Finanzielle Schulden
Bei der erstmaligen Erfassung finanzieller Schulden werden diese mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung zuzüglich der mit der Kreditaufnahme verbundenen Transaktionskosten bewertet. Nach der erstmaligen Erfassung werden die finanziellen Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Gewinne und Verluste werden nur im Periodenergebnis erfasst, wenn die Schulden ausgebucht werden. Schulden aus den strukturierten Transaktionen werden bei erstmaliger Erfassung in der Höhe der erhaltenen finanziellen Mittel bilanziert. Schulden aus den Finanzierungsleasingverträgen werden in Höhe des Barwerts der künftigen Mindestleasingzahlungen zum Zeitpunkt der Aktivierung des Vertragsgegenstandes bilanziert. Die Folgebewertung erfolgt in der Weise, dass die künftigen Pacht- und Leasingzahlungen so in ihre Bestandteile der Finanzierungsaufwendungen und der Tilgung der Schuld aufgeteilt werden, dass der verbleibende Restbuchwert der Schuld mit einem konstanten Zinssatz verzinst wird. Die Finanzierungsaufwendungen werden sofort aufwandswirksam erfasst. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben in der Regel eine Fälligkeit von bis zu 30 Tagen. Die Zugangsbewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Folgebewertung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Eine finanzielle Schuld wird ausgebucht, wenn die dieser Schuld zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist. Wird eine bestehende finanzielle Schuld durch eine andere finanzielle Schuld desselben Kreditgebers mit substanziell verschiedenen Vertragsbedingungen ausgetauscht oder werden die Bedingungen einer bestehenden Schuld wesentlich geändert, wird ein solcher Austausch oder eine solche Änderung als

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VORWORT / BERICHT DES AUFSICHTSRATS / LAGEBERICHT / ANHANG IFRS / BESTÄTIGUNGSVERMERK

Ausbuchung der ursprünglichen Schuld und Ansatz einer neuen Schuld behandelt. Die Differenz zwischen den jeweiligen Buchwerten wird im Periodenergebnis erfasst.

Eventualschulden, sonstige finanzielle Verpflichtungen und Eventualforderungen
Eventualschulden sind mögliche oder bestehende Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und bei denen ein Ressourcenabfluss nicht wahrscheinlich ist. Sofern sie nicht durch einen Unternehmenszusammenschluss erworben wurden, werden sie nicht in der Bilanz erfasst, sondern im Anhang gezeigt. Die angegebenen Verpflichtungsvolumen bei den Eventualschulden entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang. Unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind künftige (garantierte) Zahlungsansprüche Dritter gegenüber den Konzerngesellschaften zu verstehen. Es handelt sich um solche Verpflichtungen, die weder (zurzeit) bilanziell passivierungsfähig sind noch Eventualschulden darstellen. Eventualforderungen sind mögliche Vermögenswerte, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren und deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten unsicherer künftiger Ereignisse bedingt ist.

Fremdwährungsumrechnung
Die funktionale Währung und Berichtswährung der Gesellschaft ist Euro (€). Transaktionen in Fremdwährungen werden zum Wechselkurs am Tag der Transaktion ausgewiesen. Monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden zum Wechselkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Unterschiedsbeträge aus Währungsumrechnung werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

6	ERLÄUTERUNG ZUR GESAMTERGEBNISRECHNUNG
(1)	UMSATZERLÖSE
IN T €

2014

2013

Erdgaslieferung Netznutzungsentgelte Stromlieferung Wärmelieferung Übrige

874.512 113.289 52.326 37.686 20.993 1.098.806

1.078.969 110.151 45.788 44.016 21.027 1.299.951

Die Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus Erdgaslieferungen. Davon entfallen auf das Stadtgebiet Berlin 437.838 Tausend Euro (Vj. 554.595 Tausend Euro), auf andere Bundesländer 388.589 Tausend Euro (Vj. 445.177 Tausend Euro) und auf Weiterverteiler 48.085 Tausend Euro (Vj. 79.197 Tausend Euro). In den Umsatzerlösen sind EEG-Vergütungen und weitere ähnliche Vergütungen in Höhe von 3.302 Tausend Euro (Vj. 2.263 Tausend Euro) enthalten, denen in gleicher Höhe Materialaufwendungen gegenüberstehen.

73

GESCHÄFTSBERICHT 2014

(2)	 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
IN T €

2014

2013

Auflösung von Rückstellungen Auflösung passivischer Abgrenzungsposten Ausbuchung von abgegrenzten Verbindlichkeiten Auflösung von Wertberichtigungen Aktivierte Eigenleistungen Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen Erstattung für Mahn- und Gerichtskosten Vermietung und Verpachtung Marketingzuschüsse Übrige

11.539 9.220 5.559 5.343 4.209 3.726 3.243 884 134 11.716 55.573

2.005 9.760 3.766 1.429 3.517 19 3.025 485 106 7.861 31.973

Der Anstieg der Auflösungen von Rückstellungen resultiert größtenteils aus den Rückstellungen für Streitfälle. Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten in 2014 Erträge aus dem realisierten Verkauf der zum Bilanzstichtag am 31.12.2013 als zur Veräußerung gehalten ausgewiesenen langfristigen Vermögensgegenstände und Schulden in Höhe von 3.557 Tausend Euro (Vj. 845 Tausend Euro).

(3)	MATERIALAUFWAND
IN T €

2014

2013

Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren Aufwendungen für bezogene Leistungen

630.324 146.650 776.974

753.293 138.195 891.488

Im Materialaufwand sind Aufwendungen für das an die Endverbraucher direkt verteilte, an Weiterverteiler weitergeleitete sowie das durch den Konzern selbst verbrauchte Erdgas enthalten. Ferner sind Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltung sowie für andere Bau- und Fremdleistungen angefallen. Des Weiteren sind im Materialaufwand saldierte Aufwendungen und Erträge aus Energiehandelsgeschäften sowie weiteren Commodity-Derivaten ohne Hedge-Beziehung enthalten, die nach IAS 39 zu bilanzieren sind. Der Ausweis erfolgt auf Nettobasis und beträgt 18.418 Tausend Euro (Vj. 2.164 Tausend Euro). Wäre die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt worden, hätten sich Umsatzkosten im Sinne von IAS 2.39 in Höhe von 738.462 Tausend Euro (Vj. 877.467 Tausend Euro) ergeben.

(4)	PERSONALAUFWAND
IN T €

2014

2013

Löhne und Gehälter Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung

81.771 16.997 98.768

91.082 19.872 110.954

74

VORWORT / BERICHT DES AUFSICHTSRATS / LAGEBERICHT / ANHANG IFRS / BESTÄTIGUNGSVERMERK

Der Personalaufwand ist im Geschäftsjahr 2014 um rund 11 % gesunken. Dieser Sachverhalt resultiert im Wesentlichen aus der Endkonsolidierung der BEGA.tec zum 31.12.2013. Unter Bereinigung dieses Effekts bewegt sich der Personalaufwand trotz leicht gesunkener Mitarbeiterzahlen (−1,5 %) in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Dies begründet sich unter anderem durch den weiteren Ausbau des Geschäftsfeldes Energiedienstleistungen sowie Tarifsteigerungen und tarifliche Strukturanpassungen. In den Sozialabgaben sind Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von 6.339 Tausend Euro (Vj. 7.141 Tausend Euro) enthalten. Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen im Berichtsjahr 4.042 Tausend Euro (Vj. 5.241 Tausend Euro). Im Jahresdurchschnitt waren im Konzern beschäftigt:
ANZAHL DER MITARBEITER*

2014

2013

Frauen Männer davon passive Phase Altersteilzeit
* ohne Auszubildende und Vorstand

695 871 1.566 88

743 1.117 1.860 119

Im Personalbestand 2013 war die BEGA.tec mit durchschnittlich 270 Mitarbeitern enthalten (davon 14 Beschäftigte in der passiven Phase der Altersteilzeit).

(5)	ABSCHREIBUNGEN
Die Position Abschreibungen setzt sich für die Berichtsjahre 2013 und 2014 wie folgt zusammen:

IN T €

2014

2013

Immaterielle Vermögenswerte Planmäßige Abschreibungen Außerplanmäßige Abschreibungen Sachanlagen Planmäßige Abschreibungen Außerplanmäßige Abschreibungen

14.009 13.636 373 66.119 65.311 808 80.128

11.822 11.362 460 74.497 66.306 8.191 86.319

Von den planmäßigen Abschreibungen auf die immateriellen Vermögenswerte betreffen im laufenden Geschäftsjahr 5.918 Tausend Euro (Vj. 6.931 Tausend Euro) Kundenbeziehungen sowie 7.192 Tausend Euro Softwarelizenzen (Vj. 3.732 Tausend Euro). Auf gewährte Umstellbeihilfen bzw. Förderungszuschüsse entfallen 501 Tausend Euro (Vj. 676 Tausend Euro). Innerhalb der Position Immaterielle Vermögenswerte getätigte außerplanmäßige Abschreibungen entfallen mit 373 Tausend Euro (Vj. 459 Tausend Euro) auf Kundenstämme sowie mit 0 Tausend Euro (Vj. 1 Tausend Euro) auf Wertminderungen für Softwareapplikationen.

75

GESCHÄFTSBERICHT 2014

Resultierend aus dem durchgeführten Impairment-Test ergaben sich im Vorjahr in der Position Sachanlagen Wertminderungen bei Erdgastankstellen und dazugehörige Anlagen in Höhe von 733 Tausend Euro. Auf Erzeugungs-, Bezugs- und Verteilungsanlagen wurden im Berichtsjahr außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 808 Tausend Euro (Vj. 7.458 Tausend Euro) vorgenommen. Letztere beinhalten Wertminderungen für eine Biogaseinspeiseanlage, die aufgrund einer Insolvenz des Biogasanlagenbetreibers nicht mehr in den Netzbetrieb eingebunden wird. Der Vorjahreswert beinhaltet im Wesentlichen eine Wertminderung des Berliner Erdgasspeichers und wurde im Hinblick auf die Situation am Speichermarkt mit fallenden Speicherentgelten und einer veränderten Gasbezugssituation vorgenommen. Im Geschäftsjahr erhielt die Berliner Erdgasspeicher GmbH & Co. KG, Berlin, die Zulassung der zuständigen Bergbaubehörde für die erste Stufe der geplanten Druckerhöhung in den Folgejahren und der damit verbundenen Drittvermarktung weiterer Speicherkapazitäten. Die Speicherentgelte verblieben auf einem konstanten Niveau. Anhaltspunkte für eine Wertminderung liegen nicht vor.

(6)	 SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

IN T €

2014

2013

IT-Dienstleistungen Werbung, Repräsentation und Verkaufsförderung Rechts- und sonstige Beratung einschl. Prüfungsaufwendungen Leasingzahlungen aus Operate-Leasingverhältnissen Konzessionsabgaben Ausbuchungen und Wertberichtigung auf Forderungen Andere Dienst- und Fremdleistungen Versicherungen Abgangsverluste des Anlagevermögens Post- und Frachtaufwand Bewirtungs- und Reisekosten Sonstige Steuern Übrige

18.890 14.030 13.210 12.982 11.063 8.926 7.589 3.503 2.692 2.100 1.075 462 6.825 103.347

25.610 12.310 16.767 13.033 12.456 10.883 6.385 3.816 646 2.066 1.351 762 14.982 121.067

Der Rückgang der IT-Aufwendungen ist auf den Wechsel des IT-Dienstleisters zurückzuführen. In der Übergangsphase in 2013 wurden die Dienstleister zum Teil parallel beauftragt; zudem ergab sich ein höherer Steuerungsbedarf. Die Senkung der Beratungskosten ist im Wesentlichen auf das in Vorjahren initiierte Effizienzsteigerungsprogramm Fokus zurückzuführen.

76

VORWORT / BERICHT DES AUFSICHTSRATS / LAGEBERICHT / ANHANG IFRS / BESTÄTIGUNGSVERMERK

(7)	BETEILIGUNGSERGEBNIS

IN T €

2014

2013

davon aus at equity bilanzierten Unternehmen davon aus anderen Beteiligungen

828 741 1.569

1.991 −421 1.570

Das Beteiligungsergebnis enthält die Ergebnisbeiträge der betrieblich veranlassten Beteiligungen. Die Geschäfts­ tätigkeit dieser Beteiligungen ist eng mit der Betriebstätigkeit des Konzerns verbunden. Sämtliche Erträge und Aufwendungen, die im Zusammenhang mit diesen nicht notierten Eigenkapitalinstrumenten stehen, sind im Beteiligungsergebnis enthalten. Alle zum 31.12.2014 gehaltenen Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen und anderen Beteiligungen sind in der Beteiligungsübersicht unter dem Kapitel „3 Konsolidierungskreis“ aufgeführt. Des Weiteren wurden laufende Ergebnisbeiträge und Ergebnisbeiträge aus der Veräußerung von Unternehmen berücksichtigt, die im Geschäftsjahr 2014 liquidiert oder deren Anteile im Geschäftsjahr 2014 veräußert wurden. Das Beteiligungsergebnis der anderen Beteiligungen enthält im Geschäftsjahr 2014 laufende Ergebnisbeiträge der gasmotive Deutsche Erdgastankstellen GmbH & Co.KG, Berlin, in Höhe von 0,9 Tausend Euro und der WV energy AG, Frankfurt am Main, in Höhe von 5,6 Tausend Euro.

(8)	FINANZIERUNGSAUFWENDUNGEN
IN T €

2014

2013

Zinsen aus Kontokorrentkrediten und Darlehen gegenüber Kreditinstituten Zinsen aus sonstigen finanziellen Schulden Aufzinsung Rückstellungen Zinsen aus Finanzierungsleasingverhältnissen davon auf Basis historischer Anschaffungskosten

30.664 4.298 10.580 693 46.235 46.572

30.983 978 1.721 840 34.522 34.439

Der Anstieg der Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen resultiert im Wesentlichen aus den Effekten der Zinssatzänderungen, die im Vergleich zum Vorjahr gegenläufig sind.

(9)	 SONSTIGES FINANZERGEBNIS
IN T €

2014

2013

Zinserträge und zinsähnliche Erträge Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen Aufwendungen aus Finanzanlagen und Wertpapieren davon auf Basis historischer Anschaffungskosten

1.641 11 0 1.652 1.652

4.246 27 1.333 2.940 4.195

Die Zinserträge umfassen im Wesentlichen Zinsen aus Bankguthaben sowie sonstige Zinserträge.

77

GESCHÄFTSBERICHT 2014

(10)	 STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG
IN T €

2014

2013

Körperschaftsteuer Gewerbesteuer Laufende Ertragsteuern Latente Steuern davon auf temporäre Differenzen davon auf steuerliche Verlustvorträge Ertragsteuern

16.694 16.379 33.073 −13.176 −12.098 −1.078 19.897

12.382 10.916 23.298 6.464 5.898 566 29.762

Die latenten Steuern wurden mit einem Konzernsteuersatz von 30,18 % ermittelt. Dabei wurden neben der Körperschaftsteuer von 15,00 %, der Solidaritätszuschlag von 5,50 % auf die Körperschaftsteuer und der durchschnittliche Gewerbesteuersatz in Höhe von 14,35 % berücksichtigt. Die Überleitung vom theoretischen Ertragsteueraufwand zum effektiven tatsächlichen Steueraufwand ist nach­ folgend dargestellt:
IN T €

2014

2013

Ergebnis vor Ertragsteuern Konzernsteuersatz Theoretischer Ertragsteueraufwand/-ertrag Steuereffekte auf Unterschiede Steuersätze und Steuersatzänderungen Steuerfreie Erträge Nicht abziehbare Betriebsausgaben Auswirkung von im Geschäftsjahr erfassten Steuern aus Vorjahren Hinzurechnungen / Kürzungen Gewerbesteuer Sonstiges Effektiver Ertragsteueraufwand /-ertrag Effektiver Steuersatz

52.216 30,18 % 15.759 −875 −123 2.107 2.391 1.523 −885 19.897 38,1 %

91.116 30,18 % 27.499 −971 −1.897 3.711 0 1.697 −277 29.762 32,7 %

Die Reduzierung der nicht abziehbaren Betriebsausgaben ist im Wesentlichen auf eine Verringerung des nicht abzugsfähigen Zinsaufwandes gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen. Die Steuern aus Vorjahren resultieren im Wesentlichen aus den Erkenntnissen der laufenden Betriebsprüfung. Im Jahr 2014 hat sich das Eigenkapital um die auf die ergebnisneutralen Bestandteile entfallenden latenten Steuern in Höhe von 16.914 Tausend Euro verändert (Vj. −8.392 Tausend Euro).

78

VORWORT / BERICHT DES AUFSICHTSRATS / LAGEBERICHT / ANHANG IFRS / BESTÄTIGUNGSVERMERK

(11)	ERGEBNISNEUTRALE BESTANDTEILE DER GESAMTERGEBNISRECHNUNG
Angabe der im Eigenkapital derzeit erfassten ergebnisneutralen Bestandteile

IN T €

2014

2013

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte: Abzüglich ergebniswirksamer Umbuchungen in die Gewinn- und Verlustrechnung Cashflow Hegdes: In der laufenden Periode entstandene Gewinne (Verluste) Abzüglich ergebniswirksamer Umbuchungen in die Gewinn-und Verlustrechnung Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen Ergebnisneutrale Bestandteile des Gesamtergebnisses vor Steuern Auf die ergebnisneutralen Bestandteile entfallende Ertragsteuern Ergebnisneutrale Bestandteile des Gesamtergebnisses Ergebnisneutrale Bestandteile des Gesamtergebnisses auf Anteile ohne beherrschenden Einfluss Ergebnisneutrale Bestandteile des Gesamtergebnisses auf Anteile mit beherrschenden Einfluss

0 0 −47.587 500 −47.087 −9.337 −56.424 16.914 −39.510 620 −38.890

1.373 1.373 26.099 303 26.402 −19 27.756 −8.392 19.364 −395 18.969

(12)	 ERGEBNIS JE AKTIE
Das Ergebnis je Aktie aus der Gewinn- und Verlustrechnung ergibt sich, indem der Jahresüberschuss auf Anteile mit beherrschendem Einfluss durch die durchschnittliche Zahl der Aktien dividiert wird. Die GASAG hat ausschließlich Stammaktien ausgegeben. Eine Verwässerung dieser Kennzahl könnte durch so genannte potenzielle Aktien auftreten (vor allem durch Aktienoptionen und Wandelanleihen). Potenzielle Aktien in Form von Aktienoptionen oder Wandelanleihen bestehen nicht.
2014 2013

Jahresüberschuss auf Anteile mit beherrschendem Einfluss Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien (gewichteter Durchschnitt) Ergebnis je Aktie (GASAG-Konzern) Dividendenzahlungen an die Anteilseigner	 Dividende je Aktie der GASAG 	
1)	vorgeschlagen 2)	in 2014 ausgezahlt

T € Tsd. Stück € T € €

23.383 8.100 2,89 30.942 ¹ 3,82 ¹

54.302 8.100 6,70 57.429 ² 7,09 ²

79

GESCHÄFTSBERICHT 2014

7	 ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
(13)	 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Die immateriellen Vermögenswerte haben sich in den Berichtsjahren 2013 und 2014 wie folgt entwickelt:

IN T €

GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE

ERWORBENE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

SELBST GESCHAFFENE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

GESAMT

Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand 01.01.2013 Änderung Konsolidierungskreis Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2013 Abschreibungen Stand 01.01.2013 Änderung Konsolidierungskreis Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2013 Restbuchwerte am 31.12.2013 Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand 01.01.2014 Änderung Konsolidierungskreis Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2014 Abschreibungen Stand 01.01.2014 Änderung Konsolidierungskreis Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2014 Restbuchwerte am 31.12.2014 1.500 0 0 0 0 1.500 154.348 47.603 0 13.985 2.450 77 59.215 48.973 7.640 0 24 0 0 7.664 37 56.743 0 14.009 2.450 77 68.379 203.358 155.848 0 0 0 0 155.848 107.612 0 3.576 3.188 188 108.188 7.701 0 0 0 0 7.701 271.161 0 3.576 3.188 188 271.737 7.278 −5.778 0 0 0 1.500 154.348 39.054 −2.262 11.799 988 0 47.603 60.009 7.617 0 23 0 0 7.640 61 53.949 −8.040 11.822 988 0 56.743 214.418 161.626 −5.778 0 0 0 155.848 107.408 −2.280 3.514 1.030 0 107.612 7.699 0 2 0 0 7.701 276.733 −8.058 3.516 1.030 0 271.161

80

VORWORT / BERICHT DES AUFSICHTSRATS / LAGEBERICHT / ANHANG IFRS / BESTÄTIGUNGSVERMERK

Zur Durchführung des Werthaltigkeitstests von Geschäfts- oder Firmenwerten wurden diese den Zahlungsmittel generierenden Einheiten zugeordnet. Die Zuordnung ist nachfolgend dargestellt:

IN T €

2014

2013

EMB Energie Mark Brandenburg SpreeGas GASAG Contracting Sonstige

120.180 28.808 4.901 459 154.348

120.180 28.808 4.901 459 154.348

Im Rahmen des Werthaltigkeitstests wurde kein Wertminderungsbedarf auf die Geschäfts- oder Firmenwerte festgestellt. In den Erworbenen immateriellen Vermögenswerten sind hauptsächlich Kundenstämme mit 32.509 Tausend Euro (Vj. 38.799 Tausend Euro) enthalten. Einen weiteren Bestandteil dieser Position bilden die den Sondervertragskunden gewährten Umstellungsbeihilfen bzw. Förderungszuschüsse in Höhe von 763 Tausend Euro (Vj. 1.209 Tausend Euro) und Software im Wert von 11.899 Tausend Euro (Vj. 18.611 Tausend Euro). Die Zugänge entfallen vorwiegend auf Software, Grunddienstbarkeiten sowie gewährte Umstellungsbeihilfen bzw. Förderungszuschüsse. Letztere werden nach Ablauf ihrer Laufzeit ausgebucht und bilden den weitaus größten Anteil an den Abgängen. Ferner erfolgte ein Abgang des nicht in Betrieb genommen Softwaresystems für Energiedatenmanagement (EDM) hinsichtlich der vertrieblichen Komponente mit einem Buchwert von 728 Tausend Euro. Der Einsatz des Softwaresystems wird aus wirtschaftlichen Gründen nicht weiter verfolgt und die Altanwendung weiterhin genutzt. Software im Wert von 2.395 Tausend Euro (Vj. 5.035 Tausend Euro) ist noch nicht betriebsbereit. Die Selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerte umfassen nachträgliche Anschaffungsnebenkosten für SAP-Software, welche aus der Einführung und dem Customizing neuer SAP-Komponenten sowie aus der Entwicklung eines eigenen Produktes zur Risikoanalyse für Infrastrukturbetreiber resultieren. Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen in Form von Grundpfandrechten oder Sicherungsübereignungen bestehen in einem nur sehr geringen Umfang.

81

GESCHÄFTSBERICHT 2014

(14)	SACHANLAGEN
Die Sachanlagen haben sich in 2013 und 2014 wie folgt entwickelt:

IN T €

BEZUGS-, ERZEUGUNGS- UND VERTEILUNGS­ ANLAGEN

GRUNDSTÜCKE UND GEBÄUDE

SONSTIGES SACHANLAGE­ VERMÖGEN

GESAMT

Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand 01.01.2013 Änderung Konsolidierungskreis Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2013 Abschreibungen Stand 01.01.2013 Änderung Konsolidierungskreis Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2013 Restbuchwerte am 31.12.2013 Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand 01.01.2014 Änderung Konsolidierungskreis Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2014 Abschreibungen Stand 01.01.2014 Änderung Konsolidierungskreis Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2014 Restbuchwerte am 31.12.2014
1) Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 2)  avon Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte −11.320 T € (AHK) und −5.162 T € (WB), d davon Umgliederung aus den unfertigen Leistungen +116 T € (AHK)

2.738.255 −15 65.586 13.162 −19.411 2.771.253 1.294.134 −15 69.864 10.656 −5.672 1.347.655 1.423.598

62.950 −67 2.207 121 −43 64.926 25.996 −35 1.771 3 −4 27.725 37.201

27.361 −6.180 1.140 318 −141 21.862 18.083 −5.128 2.862 245 −34 15.538 6.324

2.828.566 −6.262 68.933 13.601 −19.595 ¹ 2.858.041 1.338.213 −5.178 74.497 10.904 −5.710 ¹ 1.390.918 1.467.123

2.771.253 0 85.309 27.892 7 2.828.677 1.347.655 0 62.311 10.892 −56 1.399.018 1.429.659

64.926 0 6.650 2.038 −10.162 59.376 27.725 0 1.757 1.067 −4.427 23.988 35.388

21.862 0 1.173 181 −1.237 21.617 15.538 0 2.051 160 −899 16.530 5.087

2.858.041 0 93.132 30.111 −11.392 ² 2.909.670 1.390.918 0 66.119 12.119 −5.382 ² 1.439.536 1.470.134

Die Bezugs-, Erzeugungs- und Verteilungsanlagen beinhalten mit den Grunddienstbarkeiten (einschl. der Grunddienstbarkeiten gemäß § 9 GBBerG) eine immaterielle Komponente, die den entsprechenden Vertei­ungs­ l anlagen zugeordnet ist. Der Buchwert der Grunddienstbarkeiten beträgt 10.243 Tausend Euro (Vj. 12.628 Tausend Euro).

82

VORWORT / BERICHT DES AUFSICHTSRATS / LAGEBERICHT / ANHANG IFRS / BESTÄTIGUNGSVERMERK

Die Verpflichtungen des Konzerns aus Finanzierungsleasingverhältnissen sind durch Eigentumsrechte der Leasinggeber auf die geleasten Vermögenswerte besichert. Die geleasten Vermögenswerte dieser Gruppe haben einen Buchwert von 3.551 Tausend Euro (Vj. 4.216 Tausend Euro). Für den Berliner Erdgasspeicher sind Rückbauverpflichtungen mit einem Buchwert von 7.467 Tausend Euro (Vj. 1.419 Tausend Euro) enthalten. Die Änderung des Buchwertes ergibt sich überwiegend aus der Anpassung des Rückstellungsbetrages gemäß IFRIC 1. Der weitaus größte Anteil der Zugänge entfällt auf den Ausbau der Netzverteilungsanlagen, welcher Ersatz- und Neuinvestitionen umfasst. Die Abgänge entstanden überwiegend bei Rohr- und Hausanschlussleitungen, Ortsdruckregelanlagen, Messeinrichtungen und Wärmeerzeugungsanlagen. Davon entfallen Abgänge mit einem Buchwert von 10.680 Tausend Euro auf die Veräußerung von Gasversorgungsnetzen der EMB für die Ortsteile Bergfelde, Borgsdorf, Hohen Neuendorf und Stolpe an die NHN Netzgesellschaft Hohen Neuendorf Gas GmbH & Co. KG. Weitere 1.533 Tausend Euro betreffen Abgänge von Wärmeerzeugungsanlagen, die im Rahmen von Leasinggeschäften, bei denen die GASAG Contracting GmbH (nachfolgend GC genannt) als Leasinggeber auftritt, verpachtet wurden. Informationen zu Leasinggeschäften sind dem Kapitel „(16) Finanzielle Vermögenswerte“ zu entnehmen. Ferner reduziert sich der Buchwert um 2.624 Tausend Euro resultierend aus der Neubewertung von Rückstellungen für Entschädigungszahlungen gemäß § 9 Grundbuchbereinigungsgesetz (GBBerG), die in den Verteilungsanlagen ausgewiesen werden. Bei den Grundstücken und Gebäuden entfallen 11.345 Tausend Euro (Vj. 11.341 Tausend Euro) auf Grund­ stücke, welche im Wesentlichen mit ihren historischen Bilanzwerten berücksichtigt sind. Für kontaminierte Grundstücke ehemaliger Gaserzeugungsstandorte sind in Vorjahren Rückstellungen gebildet worden, die im Berichtsjahr 2014 nur geringfügig zu korrigieren waren (IFRIC 1). Die Abgänge stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit den Vermögenswerten des Grundstückes Torgauer Straße Südfläche, welche im Berichtsjahr nicht mehr im Sachanlagevermögen (Vj. 6.701 Tausend Euro) bilanziert sind. Eine Teilfläche nebst baulichen Anlagen mit einem Buchwert in Höhe von 800 Tausend Euro ist bereits per 31.12.2014 veräußert und in den Abgang gestellt worden. Für die restlichen Vermögenswerte erfolgte eine Klassifizierung gemäß IFRS 5 als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte. Das Grundstück nebst baulichen Anlagen wird nicht mehr im Anlagevermögen bilanziert, da die Vermögenswerte im Berichtsjahr gemäß IFRS 5 als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte klassifiziert wurden. Buchwerte in Höhe von 516 Tausend Euro (Vj. 645 Tausend Euro) sind darüber hinaus einem Finanzierungs­ leasing zuzuordnen. Im Sonstigen Sachanlagevermögen ist hauptsächlich Betriebs- und Geschäftsausstattung enthalten. EDV-Hardware in Höhe von 396 Tausend Euro (Vj. 896 Tausend Euro) resultiert dabei aus einem Finanzierungs­ leasingverhältnis und ist durch einen Eigentumsvorbehalt des Leasinggebers besichert. Neben den Finanzierungsleasingverhältnissen bestehen Miet- bzw. Leasingverhältnisse, die nach ihrem wirtschaftlichen Gehalt als Operate Leasingverhältnisse zu qualifizieren sind. Insgesamt sind im Sachanlagevermögen Anlagen im Bau in Höhe von 50.682 Tausend Euro (Vj. 35.744 Tausend Euro) enthalten. Diese umfassen im Wesentlichen investive Maßnahmen in die Gasnetzverteilungsanlagen einschließlich Einspeise- und Rückspeiseanlagen für Bioerdgas sowie im Bau befindliche Wärmeerzeugungsanlagen.

83

GESCHÄFTSBERICHT 2014

(15)	 ANTEILE AN ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN
Der Geschäfts- oder Firmenwert, der auf assoziierte Unternehmen entfällt, ist gemäß IAS 28.42 nicht unter den immateriellen Vermögenswerten, sondern als Bestandteil des Buchwertes der Anteile an assoziierten Unternehmen auszuweisen. Im Berichtsjahr wurden, wie bereits im Vorjahr, keine Geschäfts- oder Firmenwerte von assoziierten Unternehmen bilanziert. In der nachfolgenden Tabelle sind die zusammengefassten Finanzinformationen über die assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen dargestellt (gerechnet auf 100 % der Anteile):

Assoziierte Unternehmen IN T € Langfristige Vermögenswerte Kurzfristige Vermögenswerte Langfristige Schulden Kurzfristige Schulden Bilanzsumme Umsatzerlöse Jahresüberschuss

31.12.2014

31.12.2013

51.785 22.752 32.094 20.946 74.537 41.638 775

44.262 22.408 27.151 21.856 66.670 53.522 1.546

Gemeinschaftsunternehmen IN T € Langfristige Vermögenswerte Kurzfristige Vermögenswerte Langfristige Schulden Kurzfristige Schulden Bilanzsumme Umsatzerlöse Jahresüberschuss

31.12.2014

31.12.2013

296 120 17 92 416 282 21

231 387 0 94 618 754 75

(16)	 Finanzielle Vermögenswerte
Langfristige finanzielle Vermögenswerte:
IN T €

31.12.2014

31.12.2013

Sonstige Ausleihungen Finanzinvestitionen in nicht notierte EK-Instrumente Forderungen Finanzierungsleasing Derivate ¹ davon als zu Handelszwecken gehalten
1)	Vorjahr angepasst (Saldierung IAS 32)

3.569 11.198 2.903 3.022 20.692 3.022

3.561 11.218 747 2.026 17.552 1.689

84

VORWORT / BERICHT DES AUFSICHTSRATS / LAGEBERICHT / ANHANG IFRS / BESTÄTIGUNGSVERMERK

Die sonstigen Ausleihungen sind im Wesentlichen durch den Konzern begebene langfristige Darlehen, deren Fälligkeit im Jahr 2019 liegt. Die durchschnittliche Verzinsung beträgt wie im Vorjahr 3,75 %. Ein Teil der Darlehensforderungen ist durch eine Grundschuld in Höhe von 3.300 Tausend Euro (Vj. 3.300 Tausend Euro) besichert. Die Finanzinvestitionen in nicht notierte Eigenkapitalinstrumente betreffen Gesellschaften, welche in der Beteiligungsübersicht in der Gruppe „andere Beteiligungen“ enthalten sind. Es handelt sich um zur Veräußerung verfügbare Beteiligungen an nicht börsennotierten Unternehmen. Wegen der Bewertung wird auf Textziffer „(29) Berichterstattung zu Finanzinstrumenten“ verwiesen. Im Zuge der Veräußerung der Geschäftsanteile an der BEGA.tec GmbH wurden Rechte vereinbart, die sowohl die GASAG als auch die Käuferin zum einen berechtigen, den Rückkauf und die Rückabtretung der veräußerten Geschäftsanteile von 81 % im Fall des Konzessionsverlustes sowie zum anderen den Verkauf der bei der GASAG verbliebenen Geschäftsanteile von 19 % an die Käuferin, jedoch frühestens zum 30. Juni 2019, zu verlangen. Der Ausübungspreis entspricht dem bilanzierten Buchwert der vereinbarten Optionen. Langfristige finanzielle Vermögenswerte beinhalten auch den langfristigen Anteil der Leasingforderungen aus Leasingverhältnissen, die als „Finance Lease“ klassifiziert wurden. Die GASAG Contracting GmbH tritt bei den Contracting-Projekten als Leasinggeber auf. Sofern wesentliche Chancen und Risiken im Rahmen von abgeschlossenen Verträgen auf den Leasingnehmer übergehen, wird der Leasinggegenstand ausgebucht und eine Forderung in Höhe des Nettoinvestitionswertes ausgewiesen. Nachfolgend sind die Mindestleasingzahlungen sowie die Überleitung zu den Bruttoinvestitionen in die Leasingverhältnisse dargestellt:

31.12.2014 BARWERT MINDESTLEASINGRATE

31.12.2014 NOCH NICHT REALISIERTER FINANZERTRAG

31.12.2014

IN T €

BRUTTOINVESTITION

Mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr Mit einer Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Mit einer Restlaufzeit größer 5 Jahre

264 1.337 1.566 3.167

353 1.001 608 1.962

617 2.338 2.174 5.129

Zum Vergleich die Zahlen vom Vorjahr:

31.12.2013 BARWERT MINDESTLEASINGRATE

31.12.2013 NOCH NICHT REALISIERTER FINANZERTRAG

31.12.2013

IN T €

BRUTTOINVESTITION

Mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr Mit einer Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Mit einer Restlaufzeit größer 5 Jahre

108 660 87 855

128 282 9 419

236 942 96 1.274

Informationen zu den Derivaten sind gesondert unter dem Kapitel „(29) Berichterstattung zu Finanz­nstru­ i menten“ dargestellt.

85

GESCHÄFTSBERICHT 2014

Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

IN T €

31.12.2014

31.12.2013

Sonstige Ausleihungen Forderungen Finanzierungsleasing Derivate ¹ davon als zu Handelszwecken gehalten
1)	Vorjahr angepasst (Saldierung IAS 32)

0 264 2.548 2.812 2.548

2.250 108 4.688 7.046 3.936

(17)	 LATENTE STEUERN (AKTIVISCH UND PASSIVISCH)
Die aktiven und passiven latenten Steuern aus temporären Unterschieden betreffen im Wesentlichen Bewertungsunterschiede zu den Steuerbilanzen:

31.12.2014

31.12.2013

IN T €

AKTIVE LATENTE STEUERN

PASSIVE LATENTE STEUERN

AKTIVE LATENTE STEUERN

PASSIVE LATENTE STEUERN

Immaterielle Vermögenswerte Sachanlagen Finanzielle Vermögenswerte Vorräte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen Passivischer Abgrenzungsposten Rückstellungen Finanzielle Schulden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten Steuerliche Verlustvorträge

(1) (2) (3) (4) (5) (6) (7)

68 13.273 520 123 2.673 2.901 37.038 30.610

9.755 43.054 2.652 5.140 28 2.759 2.345 490

204 13.991 350 122 160 2.295 36.477 14.436

11.491 42.322 3.492 6.419 661 1.713 7.145 586

1.776 88.982 (8) 3.639 92.621

642 66.865 66.865

5.202 73.237 2.561 75.798

6.304 80.133 80.133

86

VORWORT / BERICHT DES AUFSICHTSRATS / LAGEBERICHT / ANHANG IFRS / BESTÄTIGUNGSVERMERK

Die Abweichungen zwischen Steuerbilanz und IFRS-Bilanz ergeben sich wie nachfolgend aufgeführt: (1)		 ie Umstellungsbeihilfen / Förderungszuschüsse und die Eigenleistungen bei der Einführung und Erweiterung 	 D von SAP-Komponenten sowie im Rahmen der Unternehmenserwerbe identifizierten Vermögenswerte werden entsprechend IAS 38 aktiviert. Darüber hinaus ergeben sich die Bewertungsunterschiede aus den zugrunde gelegten Nutzungsdauern, die in der Regel nach IFRS einen längeren Zeitraum umfassen. (2)	  ach IFRS werden die dinglichen Grundstücksrechte gemäß § 9 GBBerG korrespondierend zu der in 1993 ge	N bildeten Rückstellung für die Entschädigungsverpflichtungen entsprechend IAS 37 mit dem Barwert bilanziert. Soweit sich bei den finanziellen Schulden aus strukturierten Transaktionen Abweichungen zwischen Buchwert und zugehörigem Steuerwert ergeben, werden diese Abweichungen mit den Differenzen aus dem betroffenen Sachanlagevermögen saldiert. (3)	  ach IFRS werden Derivate entsprechend IAS 39 mit ihren Marktwerten bilanziert. 	N (4)	  er in den Erdgasspeichern der GASAG befindliche Bestand an Arbeitsgas wird unter der Anwendung der 	D Durchschnittsmethode bewertet; in der Steuerbilanz dagegen wird die LIFO-Methode angewendet. (5)		 er Anstieg der aktiven latenten Steuer resultiert aus der Nichtanerkennung der pauschalierten WertberichtiD gung in der Betriebsprüfung. (6)	 ie Unterschiede bei den Rückstellungen ergeben sich im Wesentlichen aus der abweichenden Bilanzierung D bzw. Bewertung der Pensionsrückstellungen, der Rückstellungen für die Altersteilzeitregelungen und VBL-Sanierungsgeld. Die mittelbaren Pensionsverpflichtungen (im Wesentlichen Vereinbarungen über die Versorgung der Angestellten und Arbeiter des Landes Berlin sowie VBL-Sanierungsgeld) werden nach IFRS bilanziert. Des Weiteren werden abweichende versicherungsmathematische Parameter zugrunde gelegt. Die sonstigen langfristigen Rückstellungen (Laufzeit über zwölf Monate) werden nach IFRS abweichend von steuerlichen Regelungen abgezinst. Die Reduzierung der passiven latenten Steuer resultiert im Wesentlichen aus einer starken Verminderung der Rückstellungen für das Regulierungskonto, welches erstmalig in 2013 steuerlich zum Ansatz gekommen ist. (7)	 Der Anstieg in den Finanziellen Schulden resultiert aus dem negativen Marktwert für Derivate. (8)	 Entsprechend IAS 12 werden latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge gebildet. 	 Im Berichtsjahr sind −29.777 Tausend Euro (Vj. −12.863 Tausend Euro) latente Steuern aus der erfolgsneutralen Bewertung mit dem Eigenkapital verrechnet. Im Gesamtbetrag der aktiven latenten Steuern sind Steuerminderungsansprüche enthalten, die sich aus der erwarteten Nutzung folgender bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergeben:

IN T €

31.12.2014

31.12.2013

Körperschaftsteuer (einschl. Solidaritätszuschlag) Gewerbesteuer

11.413 13.120

7.858 9.544

Die latenten Steuern aus Vorträgen noch nicht genutzter steuerlicher Verluste sind aktiviert, soweit ihre Realisierung mit ausreichender Sicherheit gewährleistet ist.

87

GESCHÄFTSBERICHT 2014

(18)	VORRÄTE
IN T €

31.12.2014

31.12.2013

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe Waren Unfertige Leistungen Geleistete Anzahlungen

2.408 52.873 668 397 56.346

1.414 58.346 1.262 911 61.933

Die unter den Waren ausgewiesenen Vorräte betreffen insbesondere das in den Speichern bevorratete Arbeitsgas in Höhe von 52.873 Tausend Euro (Vj. 58.111 Tausend Euro). Die Vorräte unterliegen keiner Verfügungsbeschränkung; andere Belastungen liegen ebenfalls nicht vor.

(19)	ERTRAGSTEUERFORDERUNGEN
Unter Steuerforderungen werden die Erstattungsansprüche für Ertragsteuern wie die Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer sowie Kapitalertragsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag ausgewiesen.

(20)	FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE FORDERUNGEN
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Forderungen stellen unverzinsliche Forderungen dar.
IN T €

31.12.2014

31.12.2013

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen: aus Gaslieferungen aus Wärme- und Stromlieferungen aus Netznutzungsentgelten aus sonstigen Lieferungen und Leistungen Sonstige Forderungen

125.591 99.960 10.456 11.708 3.467 42.219 167.810

225.038 191.641 10.956 16.332 3.109 22.260 247.298

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind neben den an die Kunden in Rechnung gestellten Lieferungen und Leistungen die noch nicht abgerechneten Forderungen aus Gas-, Wärme- und Stromlieferungen sowie Netznutzungsentgelten in Höhe von 553.898 Tausend Euro (Vj. 640.820 Tausend Euro) enthalten, die mit den noch nicht abgerechneten Abschlagszahlungen in Höhe von 480.412 Tausend Euro (Vj. 476.216 Tausend Euro) saldiert wurden. Von den sonstigen Forderungen entfallen auf die Steuererstattungsansprüche aus Umsatzsteuer 6.067 Tausend Euro (Vj. 586 Tausend Euro) und aus sonstigen Steuern 10.849 Tausend Euro (Vj. 1.871 Tausend Euro).

88

VORWORT / BERICHT DES AUFSICHTSRATS / LAGEBERICHT / ANHANG IFRS / BESTÄTIGUNGSVERMERK

Die Analyse der überfälligen, nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:
NICHT FÄLLIG SEIT 1–30 TAGEN FÄLLIG SEIT 30–60 TAGEN FÄLLIG SEIT 60–120 TAGEN FÄLLIG SEIT 120–360 TAGEN FÄLLIG SEIT ÜBER 360 TAGEN FÄLLIG

IN T €

BUCHWERT

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31.12.2014 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31.12.2013

125.591

90.755

16.591

3.556

1.711

6.096

6.882

225.038

181.333

19.965

5.559

2.418

8.911

6.852

Die abgerechneten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in der Regel innerhalb von 16 Tagen fällig. Hinsichtlich der überfälligen, nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:

IN T €

2014

2013

Wertberichtigungen Stand 01.01. Zuführungen(Aufwendungen für Wertberichtigungen) Verbrauch Auflösung Abgang Konsolidierungskreis Stand 31.12. 22.361 1.234 47 5.338 0 18.210 17.650 6.328 242 1.343 32 22.361

Der Gesamtbetrag der Zuführungen von 1.234 Tausend Euro (Vj. 6.328 Tausend Euro) setzt sich zusammen aus Zuführungen aufgrund von Einzelwertberichtigungen in Höhe von 914 Tausend Euro (Vj. 4.165 Tausend Euro) und pauschalierten Einzelwertberichtigungen in Höhe von 320 Tausend Euro (Vj. 2.163 Tausend Euro). Im Rahmen der Auflösungen wurden Rückgängigmachungen von Einzelwertberichtigungen in Höhe von 1.093 Tausend Euro (Vj. 803 Tausend Euro) und Rückgängigmachungen von pauschalierten Einzelwertberichtigungen in Höhe von 4.245 Tausend Euro (Vj. 540 Tausend Euro) berücksichtigt. Alle Aufwendungen und Erträge aus Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter Sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. Sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. In der folgenden Tabelle sind die Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen sowie Erträge aus dem Zahlungseingang auf im Vorjahr ausgebuchte Forderungen dargestellt:

IN T €

2014

2013

Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen Erträge aus dem Zahlungseingang auf im Vorjahr ausgebuchte Forderungen

7.760 629

4.552 639

89

GESCHÄFTSBERICHT 2014

Das Verhältnis der Aufwendungen für die Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu den Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultiert aus der besonderen Buchungssystematik der pauschalierten Einzelwertberichtigung im GASAG-Konzern. Dabei werden die unterjährigen Entnahmen nicht gegen die pauschalierte Einzelwertberichtigung gebucht, sondern direkt im Aufwand erfasst. Zahlungseingänge auf bereits wertberichtigte Forderungen werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Die Wertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zum Stichtag als Saldo aus vorhandener Wertberichtigung und kalkuliertem Wertberichtigungsbedarf ermittelt und der entsprechende Betrag zugeführt oder aufgelöst. Aus dieser Buchungssystematik ergibt sich kein Ergebniseffekt. Im Geschäftsjahr 2014 wurden Zinserträge auf ausgebuchte bzw. wertgeminderte Forderungen in Höhe von 579 Tausend Euro (Vj. 508 Tausend Euro) vereinnahmt.

(21)	 LIQUIDE MITTEL
IN T €

31.12.2014

31.12.2013

Kassenbestand / Schecks Guthaben bei Kreditinstituten Kurzfristige Geldanlagen

128 16.617 152.000 168.745

95 76.867 99.200 176.162

(22)	ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE VERMÖGENSWERTE UND SCHULDEN
Die VR-LEASING SOLIDUS Siebte GmbH & Co. Immobilien KG (nachfolgend VR-LEASING SOLIDUS KG genannt) hat mit der DENKMALplus Dritte KG einen Grundstückkaufvertrag über die verbleibende Restfläche am Standort in der Torgauer Str. in Berlin-Schöneberg nebst der darauf befindlichen Gebäude und Außenanlagen abgeschlossen. Die Vermögenswerte befinden sich zum 31. Dezember 2014 noch im Eigentum der vollkonsolidierten VR-LEASING SOLIDUS KG, der Übergang von Nutzen und Lasten erfolgt zum 30.06.2015. Zwischen der EMB und der Gasversorgung Zehdenick GmbH, Zehdenick, ist auf Grundlage eines Memorandum of Understanding beabsichtigt, die Gasleitung und dazugehörige Gasdruckregelstation für den Ortsteil Zehdenick Nord zu veräußern. Die Vermögenswerte befinden sich zum 31. Dezember 2014 noch im Eigentum der EMB, ein Verkauf gilt im Folgejahr als hoch wahrscheinlich. Im Berichtjahr wurde durch die Gasversorgung Zehdenick GmbH bereits eine Anzahlung geleistet. Ferner beabsichtigt die GASAG, eine Teilfläche des Grundstücks am Standort Schützenstr. in Berlin-Spandau durch Grundstücksneuordnung im Zusammenhang mit Festlegung des Bebauungsplans an das Land Berlin zu veräußern. Das Grundstück befindet sich zum 31. Dezember 2014 noch im Eigentum der GASAG, ein Verkauf gilt im Folgejahr als hoch wahrscheinlich. Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte der VR-LEASING SOLIDUS KG, EMB und GASAG werden zum 31. Dezember 2014 als zur Veräußerung gehalten klassifiziert. Sämtliche als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Schulden zum Stichtag 31. Dezember 2013 wurden im Laufe des Geschäftsjahres 2014 veräußert.

90

VORWORT / BERICHT DES AUFSICHTSRATS / LAGEBERICHT / ANHANG IFRS / BESTÄTIGUNGSVERMERK

Die Zusammensetzung der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Schulden stellt sich wie folgt dar:

IN T €

31.12.2014

31.12.2013

Grundstücke und Gebäude Verteilungsanlagen Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte Sonderposten aus Investzuschüssen zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten

5.914 101 6.015 0

20 13.865 13.885 3.907

(23)	EIGENKAPITAL
Die Aufgliederung und die Entwicklung des Eigenkapitals und der Anteile ohne beherrschenden Einfluss sind in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital ist in 8.100.000 nennwertlose Inhaberstückaktien zum rechnerischen Wert von 51,00 Euro eingeteilt. Alle Aktien sind ausgegeben und voll eingezahlt. Das gezeichnete Kapital hat sich gegenüber dem Stand am 31. Dezember 2013 nicht verändert und beträgt 413.100 Tausend Euro.

Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage enthält ausschließlich Agien gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB. Gemäß § 150 Abs. 2 AktG dürfen aus der gesetzlichen Rücklage mit eingeschränkter Verwendungsmöglichkeit 10 % am Grundkapital der GASAG nicht ausgeschüttet werden. Für den restlichen Betrag in Höhe von 1.151 Tausend Euro bestehen nur die in § 150 Abs. 4 AktG beschriebenen Verwendungsmöglichkeiten.

Rücklage für unrealisierte Gewinne oder Verluste
In diesen Rücklagen werden unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Bewertung von Sicherungsgeschäften zu beizulegenden Zeitwerten sowie Neubewertungen aus leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen erfasst.

Angesammelte Ergebnisse
Die angesammelten Ergebnisse enthalten den nach Einstellung in andere Gewinnrücklagen verbleibenden Jahresüberschuss, andere Gewinnrücklagen sowie die Rücklage aus der erstmaligen Anwendung der IFRS und die noch nicht ausgeschütteten Gewinne der Vorjahre. Die Rücklagen aus der erstmaligen Anwendung IFRS betragen 90.843 Tausend Euro.

Anteile ohne beherrschenden Einfluss
Die Anteile ohne beherrschenden Einfluss zeigen den Anteilsbesitz Dritter an den Konzerngesellschaften. Diese betragen zum 31. Dezember 2014 65.895 Tausend Euro (Vj. 66.598 Tausend Euro) und betreffen Anteile von Gesellschaftern ohne beherrschenden Einfluss der Bio-Erdgas Neudorf GmbH, der EMB, der KKI – Kompetenz­ zentrum Kritische Infrastrukturen GmbH, der Stadtwerke Forst GmbH, der SpreeGas und der infrest – Infrastruktur eStrasse GmbH.

91

GESCHÄFTSBERICHT 2014

In der nachfolgenden Tabelle sind die Finanzinformationen für die Tochtergesellschaften mit wesentlichen nicht beherrschenden Gesellschafter vor Eliminierung konzerninterner Geschäfte aufgeführt.

SPREEGAS GESELLSCHAFT EMB ENERGIE MARK BRANDENBURG GMBH, POTSDAM FÜR GASVERSORGUNG UND ENERGIE­ DIENSTLEISTUNG MBH, COTTBUS

2014 IN %

2013 IN %

2014 IN %

2013 IN %

Anteile ohne beherrschenden Einfluss

26,69013
IN T €

26,69013
IN T €

33,662
IN T €

33,662
IN T €

Den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss sind zuzurechnen: Anteiliges Eigenkapital Anteiliger Jahresüberschuss / -fehlbetrag	 38.046 7.412 36.817 6.181 22.792 1.127 25.094 211

Finanzpositionen der Tochterunternehmen: Im Geschäftsjahr gezahlte Ausschüttung	 Vermögenswerte Schulden Umsatzerlöse Jahresüberschuss / -fehlbetrag	 Ergebnisneutrale Bestandteile des Gesamtergebnisses		 Gesamtergebnis 21.307 417.679 275.131 318.887 27.769 −1.855 25.914 25.279 429.385 291.444 342.455 23.157 1.424 24.581 9.900 131.368 63.661 70.385 3.349 −290 3.059 5.530 145.616 71.068 80.073 628 22 650

(24)	 PASSIVISCHER ABGRENZUNGSPOSTEN
Der passivische Abgrenzungsposten hat sich in den Berichtsjahren 2013 und 2014 wie folgt entwickelt:

IN T €

01.01.2013

ZU­ FÜHRUNGEN

AUF­ LÖSUNGEN

UMBUCHUNGEN

RÜCK­ ZAHLUNGEN

31.12.2013

Zuwendungen der öffentlichen Hand Investitionszulagen davon kurzfristig (< 1 Jahr) Zuwendungen Dritter Baukosten-/Investitionszuschüsse (lt. NDAV und Konzessionsverträge) davon kurzfristig (< 1 Jahr) Sonstige Investitionszuschüsse davon kurzfristig (< 1 Jahr) Gesamt davon kurzfristig (< 1 Jahr) davon langfristig (> 1 Jahr)

2.700 2.700 248.214 243.746 4.468 250.914

0 0 10.403 9.248 1.155 10.403

106 106 9.655 8.249 1.406 9.761

0 0 −3.907 −3.907 0 −3.907 ¹

0 0 2 1 1 2

2.594 2.594 105 245.053 240.837 8.016 4.216 743 247.647 8.864 238.783

1)	 Umgliederung in die zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

92

VORWORT / BERICHT DES AUFSICHTSRATS / LAGEBERICHT / ANHANG IFRS / BESTÄTIGUNGSVERMERK

IN T €

01.01.2014

ZU­ FÜHRUNGEN

AUF­ LÖSUNGEN

UM­B UCHUNGEN

RÜCK­ ZAHLUNGEN

31.12.2014

Zuwendungen der öffentlichen Hand Investitionszulagen davon kurzfristig (< 1 Jahr) Zuwendungen Dritter Baukosten- / Investitionszuschüsse (lt. NDAV und Konzessionsverträge) davon kurzfristig (< 1 Jahr) Sonstige Investitionszuschüsse davon kurzfristig (< 1 Jahr) Gesamt davon kurzfristig (< 1 Jahr) davon langfristig (> 1 Jahr)

2.594 2.594 245.053 240.837 4.216 247.647

0 0 13.444 12.190 1.254 13.444

105 105 9.115 8.251 864 9.220

0 0 0 0 0 0

0 0 4.190 4.182 8 4.190 ²

2.489 2.489 105 245.192 240.594 9.060 4.598 436 247.681 9.601 238.080

2)	davon entfallen 4.182 T € auf Auszahlungen im Zusammenhang mit dem Abgang von Anlagevermögen

Im Berichtsjahr und im Vorjahr konnten aufgrund der aktuellen Gesetzeslage keine Investitionszulagen im Rahmen des Investitionszulagengesetzes seitens der Gesellschaften des GASAG-Konzerns beantragt werden. Die noch vorhandenen Investitionszulagen resultieren aus Vorjahren. Die Baukosten- und Investitionszuschüsse werden hauptsächlich für Investitionen in die Verteilungsanlagen gezahlt.

(25)	RÜCKSTELLUNGEN
IN T €

31.12.2014

31.12.2013

Langfristige Rückstellungen Rückstellungen für leistungsorientierte Versorgungspläne Sonstige Rückstellungen Kurzfristige Rückstellungen Rückstellungen für leistungsorientierte Versorgungspläne Sonstige Rückstellungen 2.410 61.549 63.959 181.270 2.185 45.244 47.429 155.048 39.545 77.766 117.311 31.453 76.166 107.619

Rückstellungen für leistungs- und beitragsorientierte Versorgungspläne
Im GASAG-Konzern werden sowohl leistungs- als auch beitragsorientierte Altersversorgungszusagen gewährt. Die Zusagen bemessen sich vor allem nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit sowie der Vergütung der Mitarbeiter. Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen geht das Unternehmen über die Entrichtung von Beitragszahlungen an die Versorgungseinrichtungen hinaus keine weiteren Verpflichtungen ein. Die Aufwendungen werden im Personalaufwand ausgewiesen. Im Berichtsjahr sind insgesamt Leistungen von 3.511 Tausend Euro (Vj. 3.470 Tausend Euro) erfolgt beziehungsweise für die Berichtsperiode abgegrenzt worden.

93

GESCHÄFTSBERICHT 2014

Die betriebliche Altersversorgung über die VBL ist nach IAS 19 als ein leistungsorientierter gemeinschaftlicher Versorgungsplan mehrerer Arbeitgeber zu werten, da die Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch auf die satzungs­­ mäßigen Leistungen haben, und zwar unabhängig von den tatsächlich geleisteten Beiträgen. Grundsätzlich ist daher der Anspruch der Arbeitnehmer gegen die VBL und nicht gegen das Unternehmen gerichtet, es besteht jedoch eine Subsidiärhaftung für das Unternehmen. Eine daraus erwachsende Rückstellungsbildung ist dann angezeigt, wenn das Vermögen der VBL nicht zur Deckung der Verpflichtungen ausreicht. Zur Bewertung und Berechnung ist das auf die dem Unternehmen zuzurechnenden Versorgungsberechtigten zu ermittelnde Kassenvermögen heranzuziehen. Die Angaben darüber waren von der VBL nicht zu erhalten. Da keine aus­ reichenden Informationen zur Verfügung stehen, um die VBL als einen leistungsorientierten Plan zu bilanzieren, werden diese Versorgungsleistungen als ein beitragsorientierter Versorgungsplan behandelt. Für die an die VBL zu zahlenden Sanierungsgelder wird eine Rückstellung bilanziert (siehe Abschnitt „Sonstige Rückstellungen für Personal“). Für leistungsorientierte Versorgungspläne werden Rückstellungen entsprechend den bestehenden Versorgungszusagen für Anwartschaften auf zukünftig zu zahlende Pensionen und laufende Leistungen an die berechtigten aktiven und ehemaligen Mitarbeiter sowie die Hinterbliebenen gebildet. Es bestehen sowohl unmittelbare (aus Direktzusagen) als auch mittelbare Altersversorgungsverpflichtungen (über externe Versorgungsträger). Diese sind im Wesentlichen rückstellungsfinanziert, so dass die Verpflichtungen aus laufenden Pensionen sowie Anwartschaften für künftig zu zahlende Pensionen durch die in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen abgedeckt sind. Die zukünftigen Verpflichtungen werden unter Anwendung versicherungsmathematischer Verfahren bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen bewertet. Den versicherungsmathematischen Berechnungen der Versorgungsverpflichtungen und des Periodenergebnisses wurden folgende durchschnittliche Parameter zugrunde gelegt:
2014 2013

Rechnungszinssatz Durchschnittliche künftige Gehaltssteigerung Durchschnittliche künftige Rentensteigerung Durchschnittlich zu erwartende Fluktuation

1,6 % 2,0 % 1,0 % 0,0 %

3,7 % 2,0 % 1,0 % 0,0 %

Die Annahmen über die Sterbewahrscheinlichkeit und der daraus resultierenden Lebenserwartung basieren auf den Richttafeln 2005, herausgegeben von Klaus Heubeck. Die nachstehende Tabelle zeigt eine Zusammenfassung der leistungsorientierten Versorgungspläne mit und ohne Planvermögen.

IN T €

31.12.2014

31.12.2013

Leistungsorientierte Versorgungspläne ohne Planvermögen Leistungsorientierte Versorgungspläne mit Planvermögen Leistungsorientierte Versorgungspläne gesamt (saldiert) beizulegender Zeitwert des Planvermögens

32.814 9.141 41.955 7.826

28.174 5.464 33.638 8.660

94

Bei dem Planvermögen handelt es sich um die zur Rückdeckung der Versorgungsleistungen eingesetzten Ver­ sicherungen. Das tatsächliche Ergebnis aus dem Planvermögen beträgt in 2014 −572 Tausend Euro (Vj. 339 Tausend Euro). Das Planvermögen (ausschließlich deutsche Kapitallebensversicherungen) besteht zu 11 % (Vj. 9 %) aus Kassenvermögen von konzernexternen Unterstützungskassen und zu 89 % aus Rückdeckungsversicherungen (Vj. 91 %). In 2015 sollen erwartungsgemäß 74 Tausend Euro in das Planvermögen eingezahlt werden.

VORWORT / BERICHT DES AUFSICHTSRATS / LAGEBERICHT / ANHANG IFRS / BESTÄTIGUNGSVERMERK

Die nachstehende Tabelle zeigt die Entwicklung der leistungsorientierten Verpflichtung und des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens.

IN T €

BARWERT DER LEISTUNGS­ ORIENTIERTEN VERPFLICHTUNG

BEIZULEGENDER ZEITWERT DES PLANVERMÖGENS

SCHULD AUS LEISTUNGSORIENTIERTER VERPFLICHTUNG

01.01.2013 Erfolgswirksam erfasste Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen Laufender Dienstzeitaufwand Zinsaufwand/Zinsertrag Im Periodenergebnis erfasste Zwischensumme Gezahlte Versorgungsleistungen Direkt im Eigenkapital erfasste Gewinne/Verluste aus der Neubewertung Erträge aus dem Planvermögen (unter Ausschluss der Bet ­ räge, die in den oben aufgeführten Zinsen enthalten sind) Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Änderungen demografischer Annahmen Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Änderungen finanzieller Annahmen Erfahrungsbedingte Anpassungen Im sonstigen Ergebnis erfasste Zwischensumme Arbeitgeberbeiträge Änderungen Konsolidierungskreis 31.12.2013 01.01.2014 Erfolgswirksam erfasste Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen Laufender Dienstzeitaufwand Zinsaufwand/Zinsertrag Im Periodenergebnis erfasste Zwischensumme Gezahlte Versorgungsleistungen Direkt im Eigenkapital erfasste Gewinne/Verluste aus der Neubewertung Erträge aus dem Planvermögen (unter Ausschluss der Beträge, die in den oben aufgeführten Zinsen enthalten sind) Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Änderungen demografischer Annahmen Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Änderungen finanzieller Annahmen Erfahrungsbedingte Anpassungen Im sonstigen Ergebnis erfasste Zwischensumme Arbeitgeberbeiträge 31.12.2014

47.867

12.290

35.577

1.707 1.710 3.417 −3.028 442 442 −190

1.707 1.268 2.975 −2.838

−104 0 -887 803 −84 −5.874 42.298 42.298 0 0 0 −104 1.540 −5.318 8.660 8.660

104 0 -887 803 20 −1.540 −556 33.638 33.638

434 1.516 1.950 −2.952 280 280 −340

434 1.236 1.670 −2.612

−852 0 8.744 −259 8.485 49.781 0 0 0 −852 78 7.826

852 0 8.744 −259 9.337 −78 41.955

95

GESCHÄFTSBERICHT 2014

Sämtliche als Änderung des Konsolidierungskreises in 2013 ausgewiesene Beträge beziehen sich auf den Verkauf der Geschäftsanteile an der BEGA.tec, die zum 31. Dezember 2013 endkonsolidiert wurde. Nachfolgend wird eine quantitative Sensitivitätsanalyse der wichtigsten Annahmen zum 31. Dezember 2014 dargestellt:

VERÄNDERUNGEN LEISTUNGSORIENTIERTE VERPFLICHTUNGEN

31.12.2014 VER­ ÄNDERUNG BEI ERHÖHUNG DER ANNAHMEN BEI VERRINGERUNG DER ANNAHMEN

31.12.2013 BEI ERHÖHUNG DER ANNAHMEN BEI VERRINGERUNG DER ANNAHMEN

ANNAHMEN

IN T €

Rechnungszinssatz Künftige Gehaltssteigerungen Künftige Rentensteigerungen

1,0 % 1,0 % 1,0 %

−5.449 554 5.319

6.691 −493 −4.523

−4.013 326 4.006

4.848 −303 −3.446

Die vorstehenden Sensitivitätsanalysen wurden mittels eines Verfahrens durchgeführt, das die Auswirkung realistischer Änderungen der wichtigsten Annahmen zum Ende des Berichtszeitraums auf die leistungsorientierte Verpflichtung extrapoliert. Die durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung beträgt zum Ende des laufenden Berichts­ jahres 10,3 Jahre (Vj. 11,9 Jahre). Innerhalb der nächsten 12 Monate werden Auszahlungen im Rahmen der leistungsorientierten Verpflichtungen in Höhe von 2.410 Tausend Euro (Vj. 2.185 Tausend Euro) erwartet.

SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN Rückstellungen – Laufzeiten

31.12.2014
IN T€

DAVON RESTLAUFZEIT ≤ 1 JAHR > 1 JAHR

31.12.2013 GESAMT

DAVON RESTLAUFZEIT ≤ 1 JAHR > 1 JAHR

GESAMT

Sonstige Rückstellungen für Personal Rückstellungen für Bodensanierung Rückstellungen für Rückbau und Denkmalschutz Rückstellungen für Entschädigung von Grunddienstbarkeiten nach § 9 GBBerG Übrige Rückstellungen Gesamt

54.600 7.528 25.210 4.596 47.381 139.315

6.120 7.254 2.480 4.519 41.176 61.549

48.480 274 22.730 77 6.205 77.766

52.589 7.675 18.418 7.623 35.105 121.410

8.405 5.471 1.208 3.276 26.884 45.244

44.184 2.204 17.210 4.347 8.221 76.166

96

VORWORT / BERICHT DES AUFSICHTSRATS / LAGEBERICHT / ANHANG IFRS / BESTÄTIGUNGSVERMERK

Rückstellungsspiegel
AUFZINSUNG ZINSSATZÄNDERUNG ¹

IN T€

01.01.2014

ENTNAHME

AUFLÖSUNG

ZU­FÜHRUNG

31.12.2014

Sonstige Rückstellungen für Personal Rückstellungen für Bodensanierung Rückstellungen für Rückbau und Denkmalschutz Rückstellungen für Entschädigung von Grunddienstbarkeiten nach § 9 GBBerG Übrige Rückstellungen Gesamt

52.589 7.675 18.418

−8.811 −315 −295

−1.444 −72 −237

4.721 101 113

7.545 139 7.211

54.600 7.528 25.210

7.623 35.105 121.410

−652 −3.601 −13.674

−2.624 −10.643 −15.020

0 26.091 31.026

249 429 15.573

4.596 47.381 139.315

1)	 Aufzinsung der Rückstellungen; Zinseffekte aufgrund der Zinssatz- und Laufzeitänderungen einschließlich der Effekte, die gemäß IFRIC 1 erfolgsneutral erfasst werden

Sonstige Rückstellungen für Personal
Rückstellungen für Personal in Höhe von 54.600 Tausend Euro (Vj. 52.589 Tausend Euro) betreffen im Wesent­ lichen die Verpflichtungen gegenüber der VBL zur Zahlung eines Sanierungsgeldes. Dieses dient zur Deckung eines zusätzlichen Mittelbedarfes, der über die Einnahmen bei dem allgemeinen Umlagesatz hinausgeht und zur Finanzierung der vor dem 1. Januar 2002 begründeten Ansprüche auf zusätzliche Alters- und Hinterbliebenenversorgung dient. Bei der Ermittlung des Sanierungsgeldes ist das Verhältnis der Aufwendungen eines Beteiligten für die Zusatzversorgung zu den ihm zuzurechnenden Rentenlasten von maßgeblicher Bedeutung. Bei der Rückstellungsbewertung wurde eine Anerkennung als Härtefall nach den Ausführungsbestimmungen zu § 65 Abs. 5a VBL-Satzung unterstellt. Für die Vorjahre hat die VBL einer Härtefallregelung zugestimmt. Für das Abrechnungsjahr 2013 haben sowohl die GASAG als auch die NBB einen Antrag auf Anwendung der Härtefallregelung gestellt. Eine positive Entscheidung der VBL wird im Jahr 2015 erwartet. Die Härtefallanträge für die folgenden Geschäftsjahre sind jährlich zu stellen. Die Verpflichtung zur Zahlung des Sanierungsgeldes der VBL wird mit ihrem Barwert bilanziert. Der Rückstellungsbewertung wurde ein Zinssatz von 1,60 % (Vj. 3,30 %) und eine Laufzeit von 17 Jahren (Vj. 18 Jahre) zugrunde gelegt. Der Aufwand kann aufgrund unzureichender oder ungenauer Informationen unter- beziehungsweise überschätzt werden, was zu Anpassungen der Personalrück­ stellungen in signifikanter Höhe führen kann.

97

GESCHÄFTSBERICHT 2014

Des Weiteren bestehen die Verpflichtungen aus Altersteilzeitregelungen, die auf Basis von versicherungs­ mathematischen Gutachten bewertet werden. Die hierfür herangezogenen Bewertungsparameter sind nachfolgend abgebildet:

2014

2013

Rechnungszinssatz Durchschnittliche künftige Gehaltssteigerung Durchschnittliche künftige Rentensteigerung Durchschnittlich zu erwartende Fluktuation

1,3 % 2,0 % 1,0 % 0,0 %

3,0 % 2,0 % 1,0 % 0,0 %

Die Aufwendungen aus den Altersteilzeitverpflichtungen sind im operativen Ergebnis und die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellungen in den Finanzierungsaufwendungen enthalten. Die Rückstellungen für die Altersteilzeitregelungen weisen im Wesentlichen Laufzeiten von bis zu 5 Jahren aus. Im Geschäftsjahr 2007 wurde zur Insolvenzsicherung von Ansprüchen aus Altersteilzeitvereinbarungen nach § 8a des Altersteilzeitgesetzes der GASAG Treuhand e. V. gegründet. Die auf den Treuhänder in Höhe von 5.505 Tausend Euro (Vj. 5.258 Tausend Euro) übertragenen finanziellen Mittel sind von ihm unter dem Gesichtspunkt der Substanzerhaltung zu verwalten und dürfen darüber hinaus in Zukunft ausschließlich und unwiderruflich zur Erfüllung der entsprechenden Verpflichtungen verwendet werden. Das Treuhandvermögen, das auf die Erfüllungsrückstände der Altersteilzeitverpflichtungen entfällt, stellt das Planvermögen dar. Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens in Höhe von 5.505 Tausend Euro (Vj. 5.258 Tausend Euro) wird mit den Verpflichtungen saldiert ausgewiesen.

Rückstellungen für Bodensanierung
Den Rückstellungen für die Sanierung der kontaminierten Grundstücke in Höhe von 7.528 Tausend Euro (Vj. 7.675 Tausend Euro) liegen überwiegend umweltschutzgesetzliche Verpflichtungen zugrunde. Die Höhe des Verpflichtungsumfangs ist vom Umfang der Kontaminationen abhängig. Die zu erwartenden Kosten werden auf Basis externer Fachgutachten beziehungsweise interner Schätzungen ermittelt. Der Aufwand kann aber aufgrund unzureichender oder ungenauer Informationen unter- beziehungsweise überschätzt werden, was zu Anpassungen der Rückstellungen für Bodensanierung in signifikanter Höhe führen kann. Bislang sind keine signifikanten Abweichungen zwischen den Schätzungen des Verpflichtungsumfangs und tatsächlichem Aufwand aufgetreten. Die Laufzeiten der Verpflichtungen betragen im Wesentlichen nach dem aktuellen Stand der Erkenntnisse bis zu 3 Jahre (Vj. 5 Jahre). Die Zinssatz- und Laufzeitänderungen der Verpflichtungen führten saldiert zu einer barwertigen Anpassung der Rückstellungen für Bodensanierung um −76 Tausend Euro (Vj. −190 Tausend Euro). Gemäß IFRIC 1 wurden −51 Tausend Euro (Vj. −116 Tausend Euro) erfolgsneutral erfasst.

98

VORWORT / BERICHT DES AUFSICHTSRATS / LAGEBERICHT / ANHANG IFRS / BESTÄTIGUNGSVERMERK

Rückstellungen für Rückbau und Denkmalschutz
Die Rückstellungen für den Rückbau von Anlagen beziehungsweise den Denkmalschutz in Höhe von 25.210 Tausend Euro (Vj. 18.418 Tausend Euro) sind im Wesentlichen aufgrund öffentlich-rechtlicher Verpflichtungen gebildet worden. Es besteht eine Verpflichtung zum Rückbau des Berliner Erdgasspeichers. Im Geschäftsjahr 2012 wurden die Rückbaukosten des Berliner Erdgasspeichers im Rahmen eines externen Gutachtens bewertet. Der Höhe der Verpflichtung liegen die zu erwartenden Vollkosten unter Berücksichtigung von Erfahrungswerten zugrunde. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer des Vermögenswertes ist die Grundlage für die Laufzeit der Verpflichtung. Veränderungen zu diesen Annahmen waren nicht erforderlich. Die Zinssatz- und Laufzeitänderungen der Verpflichtungen führten saldiert zu einer barwertigen Anpassung der Rückstellungen für den Rückbau und den Denkmalschutz um 6.549 Tausend Euro (Vj. −2.655 Tausend Euro). Gemäß IFRIC 1 wurden 6.262 Tausend Euro (Vj. −1.552 Tausend Euro) erfolgsneutral erfasst. Hinsichtlich des Verpflichtungsumfangs und der Laufzeit der Rückstellungen für den Rückbau von Anlagen beziehungsweise den Denkmalschutz bestehen Unsicherheiten, die eine signifikante Rückstellungsanpassung notwendig werden lassen können.

Rückstellungen für Entschädigung von Grunddienstbarkeiten nach § 9 GBBerG
Die Verpflichtungen zu Entschädigungszahlungen an die Eigentümer für die Eintragung der beschränkten persönlichen Dienstbarkeiten an Grundstücken in Höhe von 4.596 Tausend Euro (Vj. 7.623 Tausend Euro) bestehen auf Grundlage des § 9 GBBerG. Im Geschäftsjahr 2014 erfolgte eine Auflösung der Rückstellung in Höhe von 2.624 Tausend Euro ergebnisneutral (IFRIC 1). Die Grundlage der Auflösung bildet die im Geschäftsjahr 2014 weiter fortgeführte Detailanalyse und die aktualisierte Kalkulation der Entschädigungszahlungen. Die Entschädigungen sind nach dem aktuellen Erkenntnisstand überwiegend innerhalb der nächsten 2 Jahre (Vj. 3 Jahre) zu zahlen. Die Zinssatz- und Laufzeitänderungen der Verpflichtungen führten saldiert zu einer barwertigen Anpassung der Rückstellungen für Entschädigung von Grunddienstbarkeiten nach § 9 GBBerG um 63 Tausend Euro (Vj. −118 Tausend Euro). Gemäß IFRIC 1 wurden 49 Tausend Euro (Vj. −121 Tausend Euro) erfolgsneutral erfasst.

Übrige Rückstellungen
Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen sonstige am Bilanzstichtag bestehende rechtliche oder faktische Verpflichtungen sowie Verpflichtungen aus belastenden Verträgen. Im Geschäftsjahr 2014 erfolgte eine Zuführung zu den übrigen Rückstellungen für noch nicht abgerechnete Bauleistungen, die in den Vorjahren in den abgegrenzten Verbindlichkeiten ausgewiesen wurden. Für die Energieversorgung und insbesondere auch für die Gasversorgung bestehen eine Reihe typischer Vertragsrisiken. Sowohl bei den Rückforderungsansprüchen von Haushaltskunden wegen Preisanpassungen in der Vergangenheit, als auch bei der Verwendung von Preisanpassungsklauseln unter Hinweis auf Allgemeine Geschäftsbedingungen ist die Rechtslage nicht abschließend geklärt. Soweit unter Berücksichtigung höchstrichterlicher Rechtsprechung geltend gemachte Ansprüche nicht als unbegründet zurückgewiesen wurden, sind für diese Themen zur Risikovorsorge Rückstellungen gebildet worden.

99

GESCHÄFTSBERICHT 2014

(26)	 FINANZIELLE SCHULDEN
IN T€

31.12.2014

31.12.2013

Schulden gegenüber Kreditinstituten und Schuldscheindarlehen davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr davon mit einer Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre davon mit einer Restlaufzeit von 1 bis 2 Jahre davon mit einer Restlaufzeit von 2 bis 3 Jahre davon mit einer Restlaufzeit von 3 bis 4 Jahre davon mit einer Restlaufzeit von 4 bis 5 Jahre davon mit einer Restlaufzeit größer 5 Jahre davon mit einer Restlaufzeit von 5 bis 6 Jahre davon mit einer Restlaufzeit von 6 bis 7 Jahre davon mit einer Restlaufzeit größer 7 Jahre Sonstige finanzielle Schulden davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr davon mit einer Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre davon mit einer Restlaufzeit von 1 bis 2 Jahre davon mit einer Restlaufzeit von 2 bis 3 Jahre davon mit einer Restlaufzeit von 3 bis 4 Jahre davon mit einer Restlaufzeit von 4 bis 5 Jahre davon mit einer Restlaufzeit größer 5 Jahre davon mit einer Restlaufzeit von 5 bis 6 Jahre davon mit einer Restlaufzeit von 6 bis 7 Jahre davon mit einer Restlaufzeit größer 7 Jahre Derivate ² davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr ² davon mit einer Restlaufzeit größer 1 Jahr ² davon kurzfristig davon langfristig
1)	 davon Brückenfinanzierung 216.390 T € 2)	Vorjahr angepasst (Saldierung IAS 32)

651.045 278.980 ¹ 168.667 45.618 41.045 41.049 40.955 203.398 108.886 30.972 63.540 44.750 8.382 8.066 3.016 2.224 1.667 1.159 28.302 1.913 949 25.440 96.410 36.839 59.571 792.205 324.201 468.004

723.722 47.200 250.459 62.083 65.860 61.279 61.237 426.063 61.143 129.062 235.858 48.349 3.884 14.990 3.773 3.244 3.106 4.867 29.475 1.156 1.930 26.389 39.524 12.815 26.709 811.595 63.899 747.696

Die finanziellen Schulden umfassen überwiegend Schulden gegenüber Kreditinstituten und Schulden aus Kapitalmarkttransaktionen. Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr ist auf den Ausweis der Brückenfinanzierung des Berliner Gasnetzes als kurzfristige Verbindlichkeit aufgrund der strengen formellen Anforderungen zurückzuführen. Die Finanzierung geht bei Erhalt der Konzession automatisch in eine langfristige Endfinanzierung zu gesicherten Konditionen über. Sofern in 2015 keine bestandskräftige Konzessionsvergabe erfolgt, endet die Brückenfinanzierung am 30. Dezember 2015. Bereits jetzt befindet sich die GASAG mit den finanzierenden Banken in Gesprächen, um bei Auslaufen der Brückenfinanzierung bei noch nicht bestandskräftiger Konzessionsvergabe eine Verlängerung zu erreichen. Alle Bankpartner haben ihre Zustimmung angekündigt und teilweise bereits Angebote übermittelt.

100

VORWORT / BERICHT DES AUFSICHTSRATS / LAGEBERICHT / ANHANG IFRS / BESTÄTIGUNGSVERMERK

Die sonstigen finanziellen Schulden enthalten des Weiteren Verpflichtungen aus Finanzierungsleasingverträgen. Die Bandbreite der Zinssätze für fest verzinsliche finanzielle Schulden liegt wie im Vorjahr zwischen 2,00 und 5,92 %. 89,4 % (Vj. 89,6 %) der Schulden gegenüber Kreditinstituten und 1,01 % (Vj. 0,98 %) der sonstigen finanziellen Schulden sind variabel verzinslich. Die variabel verzinslichen Darlehen sind im Wesentlichen mit Derivaten gesichert. In der folgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Cashflows der originären finanziellen Verbindlichkeiten und derivativen Finanzinstrumente dargestellt. Es wurden sämtliche Instrumente, die zum 31. Dezember 2014 im Bestand waren und deren Zahlungen vertraglich vereinbart waren, berücksichtigt. Die variablen Zinszahlungen aus Finanzinstrumenten wurden auf Basis der zuletzt vor dem 31. Dezember 2014 fixierten Zinssätze ermittelt.
IN T€

BUCHWERT 31.12.2014

CASHFLOWS SUMME 2015

DAVON IN DEN ZEITRÄUMEN

2016–2019

2020 FF.

Finanzielle Schulden gegenüber Kreditinstituten und Schuldscheindarlehen Sonstige finanzielle Schulden Derivative finanzielle Schulden Derivative finanzielle Vermögenswerte

−651.045 −44.750 −96.410 5.570

−714.525 −60.180 −136.741 −8.677

−313.071 −10.239 −69.406 −6.104

−190.769 −13.261 −57.780 −2.573

−210.685 −36.680 −9.555 0

Zum Vergleich die Zahlen vom Vorjahr:
IN T€

BUCHWERT 31.12.2013

CASHFLOWS SUMME 2014

DAVON IN DEN ZEITRÄUMEN

2015–2018

2019 FF.

Finanzielle Schulden gegenüber Kreditinstituten und Schuldscheindarlehen Sonstige finanzielle Schulden Derivative finanzielle Schulden ¹ Derivative finanzielle Vermögenswerte ¹
1)	 Vorjahr angepasst (Saldierung IAS 32)

−723.722 −48.349 −39.524 6.714

−803.635 −65.990 −46.678 −62.316

−58.182 −5.878 −17.644 −61.916

−294.969 −21.236 −30.023 −2.934

−450.484 −38.876 989 2.534

VERPFLICHTUNGEN AUS STRUKTURIERTEN TRANSAKTIONEN IN DER RECHTLICHEN FORM EINES LEASINGVERHÄLTNISSES
Die GASAG hat im Jahr 2005 eine Teilfläche des Grundstücks in Berlin-Schöneberg im Wege einer strukturierten Transaktion durch den Abschluss eines Leasingvertrags verkauft und für die weitere Nutzung zurück gemietet. Im Geschäftsjahr 2014 wurde eine vorzeitige Aufhebung des Leasingvertrages für eine Teilfläche zum 30. November 2014 und für die Restfläche zum 30. Juni 2015 vereinbart.

101

GESCHÄFTSBERICHT 2014

Verpflichtungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen
Die sonstigen finanziellen Schulden beinhalten auch Schulden aus Finanzierungsleasingverträgen. Die Mindest­ leasingzahlungen und Barwerte aus derartigen Verträgen stellen sich wie folgt dar:

IN T€

MINDESTLEASING RATE 2014

MINDESTLEASINGRATE 2013

BARWERTE 31.12.2014

BARWERTE 31.12.2013

Mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr Mit einer Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Mit einer Restlaufzeit größer 5 Jahre

2.153 3.524 990 6.667

1.783 5.298 1.270 8.351

2.022 3.458 969 6.449

1.726 5.201 1.148 8.075

Die GC hat im Jahr 2001 in einem Sale-and-lease-back-Vertrag den überwiegenden Teil ihrer Wärmeanlagen verkauft und für die weitere Nutzung zurück gemietet. Seitdem wurde bis zum 31. Dezember 2010 der überwiegende Teil der entsprechenden Investitionen in Form von Nachträgen zu dem ursprünglichen Sale-and-lease-backVertrag abgewickelt. Seit 2011 wurden die Wärmeerzeugungsanlagen nicht mehr ins Leasing gegeben, sondern verbleiben im Eigentum der Gesellschaft. Die Mindestlaufzeiten der einzelnen Transaktionen betragen in der Regel zehn Jahre. Der Zinssatz wird bei Vertragsabschluss fest vereinbart. Nach Ablauf der Grundmietzeit hat die GC ein Ankaufsrecht. Die Verpflichtungen der GC sind durch das rechtliche Eigentum des Leasinggebers auf die geleasten Vermögenswerte besichert. Die EMB erwarb 1995 ein Grundstück und veräußerte dieses vor Eigentumsumschreibung. In diesem Zusammenhang schloss die EMB einen Vertrag über die Errichtung von Anlagen und Gebäuden ab. Dazu gewährte sie ein Darlehen und erhielt ein Vorkaufs- sowie ein Ankaufsrecht. Die EMB vereinbarte als Mieterin die langfristige entgeltliche Nutzung der Immobilie. Die Gesamtlaufzeit des Vertragswerkes umfasst 24 Jahre. Die Verpflichtungen der EMB sind durch einen Eigentumsvorbehalt des Leasinggebers auf die geleasten Vermögenswerte besichert. Die GASAG hat im Jahr 2003 einen Vertrag auf unbestimmte Zeit über die Finanzierung der Beschaffung und der Entsorgung von Hard- und Software geschlossen. Es besteht eine Zinsgleitklausel sowie ein Ankaufsrecht. Die Verpflichtungen der GASAG sind durch einen Eigentumsvorbehalt des Leasinggebers auf die geleasten Vermögensgegenstände besichert. Informationen zu den Derivaten sind gesondert unter der Textziffer „(29) Berichterstattung zu Finanzinstrumenten“ dargestellt.

102

VORWORT / BERICHT DES AUFSICHTSRATS / LAGEBERICHT / ANHANG IFRS / BESTÄTIGUNGSVERMERK

(27)	VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

DAVON RESTLAUFZEIT
IN T€

DAVON RESTLAUFZEIT 31.12.2013 ≤ 1 JAHR ÜBER 1 JAHR

31.12.2014

≤ 1 JAHR

ÜBER 1 JAHR

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten aus dem Bezug von Erdgas Übrige Verbindlichkeiten Sonstige Verbindlichkeiten

122.612 78.503 44.109 73.718 196.330

122.612 78.503 44.109 70.968 193.580

0 0 0 2.750 2.750

142.070 86.799 55.271 69.789 211.859

142.070 86.799 55.271 67.338 209.408

0 0 0 2.451 2.451

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen die Verpflichtungen aus den in 2014 fälligen Leistungen gegenüber dem Personal in Höhe von 8.032 Tausend Euro (Vj. 10.034 Tausend Euro), Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 11.427 Tausend Euro (Vj. 19.315 Tausend Euro), erhaltene Anzahlungen in Höhe von 1.597 Tausend Euro (Vj. 1.227 Tausend Euro), transitorische Abgrenzungsposten in Höhe von 3.149 Tausend Euro (Vj. 3.527 Tausend Euro) und kreditorische Debitoren in Höhe von 18.528 Tausend Euro (Vj. 19.460 Tausend Euro).

(28)	ERTRAGSTEUERVERBINDLICHKEITEN
Die Ertragsteuerverbindlichkeiten enthalten Verpflichtungen aus Ertragsteuern wie die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer.

8	 SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN
(29)	 BERICHTERSTATTUNG ZU FINANZINSTRUMENTEN
Buchwerte und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien
Zu den Finanzinstrumenten zählen originäre und derivative Finanzinstrumente. Die originären Finanzinstrumente umfassen auf der Aktivseite im Wesentlichen die Forderungen und liquiden Mittel. Auf der Passivseite umfassen die originären Finanzinstrumente im Wesentlichen die Darlehen gegenüber Kreditinstituten und Schuldscheindarlehensgebern sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Derivative Finanzinstrumente mit positiven Marktwerten werden auf der Aktivseite unter der Position finanzielle Vermögenswerte als Derivate, während derivative Finanzinstrumente mit negativen Marktwerten auf der Passivseite der Bilanz unter der Position finanzielle Schulden als Schulden aus Derivaten ausgewiesen werden. Die Bilanzierung aller Derivate erfolgt zum Handelstag.

103

GESCHÄFTSBERICHT 2014

Die nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte, beizulegende Zeitwerte und die Bewertungskategorie sämtlicher im Konzernabschluss erfasster Finanzinstrumente.

IN T €

BEWER­TUNGS­-­ ­K ATEGORIE GEM. IAS 39

BEWERTET ZU*

BUCHWERT 31.12.2014

FAIR VALUE 31.12.2014

BUCHWERT 31.12.2013

FAIR VALUE 31.12.2013

Aktiva Finanzielle Vermögenswerte sonstige Ausleihungen Finanzinvestitionen in nicht notierte EK-Instrumente Forderungen Finanzierungsleasing Derivate ohne Sicherungsbeziehung ¹ Derivate mit Sicherungsbeziehung ¹ Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte Liquide Mittel Passiva Finanzielle Schulden Finanzielle Schulden gegen Kreditinstitute und Schuldscheindarlehen Sonstige finanzielle Schulden Derivate ohne Sicherungsbeziehung ¹ Derivate mit Sicherungsbeziehung ¹ Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten davon aggregiert nach den Bewertungskategorien des IAS 39 Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere [afs] Kredite und Forderungen [lar] Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle finanzielle Vermögenswerte [fahft] ¹ Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten [flhft] ¹ Finanzielle Verbindlichkeiten [ofl]
*	  ewertet zu: b AK fortgeführten Anschaffungskosten FVn Fair Value erfolgsneutral FVw Fair Value erfolgswirksam 1)	 Vorjahr angepasst (Saldierung IAS 32)

23.504 lar afs – fahft – lar – lar AK FVn – FVw FVn AK – AK 3.569 11.198 3.167 5.570 0 140.559 27.250 168.746

23.594 3.659 11.198 3.167 5.570 0 140.559 27.250 168.746

24.598 5.811 11.218 855 5.625 1.089 235.980 11.318 176.162

24.664 5.877 11.218 855 5.625 1.089 235.980 11.318 176.162

792.205 ofl ofl flhft – ofl – AK AK FVw FVn AK – 651.045 44.750 59.094 37.316 179.659 16.671

841.721 689.488 55.823 59.094 37.316 179.659 16.671

811.595 723.722 48.349 123 39.401 187.422 24.437

853.947 758.885 55.538 123 39.401 187.422 24.437

11.198 312.874

11.198 312.964

11.218 417.953

11.218 418.019

5.570 59.094 875.454

5.570 59.094 924.970

5.625 123 959.493

5.625 123 1.001.845

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte, liquide Mittel sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten haben vorwiegend kurze Rest­aufzeiten. Damit l entsprechen die Buchwerte dieser Instrumente zum Bilanzstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.

104

VORWORT / BERICHT DES AUFSICHTSRATS / LAGEBERICHT / ANHANG IFRS / BESTÄTIGUNGSVERMERK

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Schulden gegen Kreditinstitute und Schuldscheindarlehensgebern sowie der sonstigen finanziellen Schulden erfolgt durch Diskontierung über die Restlaufzeit der Instrumente unter Anwendung marktüblicher Zinssätze. Gemäß IFRS 13 werden die nachfolgenden Hierarchiestufen verwendet, um den beizulegenden Zeitwert von Finanzinstrumenten zu bestimmen und auszuweisen: Stufe 1: beizulegende Zeitwerte, die mit Hilfe von auf aktiven Märkten notierten Preisen bestimmt werden, Stufe 2: beizulegende Zeitwerte, die mit Hilfe von Bewertungsmethoden bestimmt werden, bei denen die Inputfaktoren, die für den beizulegenden Zeitwert bedeutend sind, auf beobachtbaren Marktdaten basieren, Stufe 3: beizulegende Zeitwerte, die mit Hilfe von Bewertungsmethoden bestimmt werden, bei denen die Inputfaktoren, die für den beizulegenden Zeitwert bedeutend sind, nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren. Die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Schulden sowie deren Zuordnung zu den Hierarchiestufen gemäß IFRS 13 sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:

IN T €

BEWERTUNGS­K ATEGORIE GEM. IAS 39

BEWERTET ZU*

BUCHWERT 31.12.2014

STUFE 1

STUFE 2

STUFE 3

Aktiva Finanzielle Vermögenswerte Finanzinvestitionen in nicht notierte EK-Instrumente Derivate ohne Sicherungsbeziehung Passiva Finanzielle Schulden Derivate ohne Sicherungsbeziehung Derivate mit Sicherungsbeziehung flhft –
BEWERTUNGS­K ATEGORIE GEM. IAS 39

afs fahft

FVn FVw

11.198 5.570

0 0

0 5.570

11.198 0

FVw FVn

59.094 37.316

0 0

59.094 37.316

0 0

IN T €

BEWERTET ZU*

BUCHWERT 31.12.2013

STUFE 1

STUFE 2

STUFE 3

Aktiva Finanzielle Vermögenswerte Finanzinvestitionen in nicht notierte EK-Instrumente Derivate ohne Sicherungsbeziehung ¹ Derivate mit Sicherungsbeziehung ¹ Passiva Finanzielle Schulden Derivate ohne Sicherungsbeziehung ¹ Derivate mit Sicherungsbeziehung ¹
*	  ewertet zu: b FVn Fair Value erfolgsneutral FVw Fair Value erfolgswirksam 1)	 orjahr angepasst (Saldierung IAS 32) V

afs fahft –

FVn FVw FVn

11.218 5.625 1.089

0 0 0

0 5.625 1.089

11.218 0 0

flhft –

FVw FVn

123 39.401

0 0

123 39.401

0 0

105

GESCHÄFTSBERICHT 2014

Im Geschäftsjahr 2014 gab es keine Umbuchungen zwischen Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 1 und Stufe 2 und keine Umbuchungen in oder aus Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 3. Bei den als Finanzinvestitionen in nicht notierte Eigenkapitalinstrumente ausgewiesenen anderen Beteiligungen stehen wegen eines fehlenden aktiven Marktes keine beizulegenden Zeitwerte unmittelbar zur Verfügung. Daher wird der beizulegende Zeitwert unter Anwendung von Bewertungsverfahren geschätzt. Als Bewertungsverfahren wird das Ertragswertverfahren angewendet. Folgende Tabelle stellt die wesentlichen beobachtbaren Inputparameter des Ertragswertverfahrens sowie deren Auswirkungen auf die Bewertung der Finanzinvestitionen in nicht notierte Eigenkapitalinstrumente dar:

WESENTLICHE NICHT BEOBACHTBARE INPUTPARAMETER

BANDBREITE

AUSWIRKUNG VON ÄNDERUNGEN DER INPUTPARAMETER AUF DEN BEIZULEGENDEN ZEITWERT (SENSITIVITÄTSANALYSE)

Wachstumsfaktor für ewige Rente

0,5 %–1,0 %

Umsatzrendite (in Relation zum Jahresüberschuss)

5,0 %

Kapitalisierungszinssatz

5,0 %–7,0 %

Ein Rückgang der Wachstumsrate um 0,5 %-Punkte würde zu einem Rückgang von rd. EUR 0,8 Mio. des beizulegenden Zeitwerts führen. Eine Erhöhung des Wachstumsfaktors ist unrealistisch. Eine Erhöhung (ein Rückgang) des Jahresüberschusses um 10 %-Punkte würde zu einer Erhöhung um rd. EUR 1,0 Mio. (einem Rückgang von rd. EUR 1,0 Mio.) des beizulegenden Zeitwerts führen. Eine Erhöhung (ein Rückgang) des Kapitalisierungszinssatzes um 1 %-Punkt würde zu einem Rückgang von rd. EUR 2,0 Mio. (einer Erhöhung um rd. EUR 3,0 Mio.) des beizulegenden Zeitwerts führen.

Die nachstehende Tabelle zeigt die Veränderungen der als Finanzinvestitionen in nicht notierte Eigenkapital­ instrumente ausgewiesenen anderen Beteiligungen:
IN T€

2014

2013

01.01. Zugänge Abgänge 31.12.

11.218 0 20 11.198

17.315 66 6.163 11.218

Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien

IN T€

2014

2013

Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere [afs] Kredite und Forderungen [lar] Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente [hft / fahft / flhft] Finanzielle Verbindlichkeiten [ofl]

0 1.102 −13.144 −35.698

−1.282 4.176 −2.164 −32.744

106

VORWORT / BERICHT DES AUFSICHTSRATS / LAGEBERICHT / ANHANG IFRS / BESTÄTIGUNGSVERMERK

Die Nettogewinne beziehungsweise Nettoverluste beinhalten Zinserträge, Zinsaufwendungen, realisierte Kurs­ verluste sowie Bewertungseffekte aus Energiehandelsgeschäften, Commodity Swaps sowie weiteren Commodity Derivaten ohne Hedge-Beziehung.

Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsbeziehungen
Folgende Derivatgeschäfte lagen zum Bilanzstichtag vor:

IN T €

POSITIVER MARKTWERT

NEGATIVER MARKTWERT

NOMINALVOLUMEN

NOMINALVOLUMEN NACH FÄLLIGKEIT BIS 1 JAHR 1 BIS 5 JAHRE ÜBER 5 JAHRE

Zinsswaps in Sicherungsbeziehung Zinsswaps ohne Sicherungsbeziehung Commodity Swaps in Sicherungsbeziehung Commodity Derivate ohne Sicherungsbeziehung

0 0 0 5.570 5.570

−15.865 −48.083 −21.451 −11.011 −96.410

149.500 432.468 140.104 146.920 868.992

13.750 40.521 74.761 77.356 206.388

62.400 172.484 65.343 69.564 369.791

73.350 219.463 0 0 292.813

Zum Vergleich die Zahlen vom Vorjahr:
NOMINALVOLUMEN NACH FÄLLIGKEIT BIS 1 JAHR 1 BIS 5 JAHRE ÜBER 5 JAHRE

IN T €

POSITIVER MARKTWERT

NEGATIVER MARKTWERT

NOMINALVOLUMEN

Zinsswaps in Sicherungsbeziehung ¹ Commodity Swaps in Sicherungsbeziehung ¹ Commodity Derivate ohne Sicherungsbeziehung ¹

154 935 5.625 6.714

−38.784 −617 −123 −39.524

698.356 181.059 180.321 1.059.736

88.190 162.343 143.254 393.787

247.110 18.716 37.067 302.893

363.056 0 0 363.056

1)	 Vorjahr angepasst (Saldierung IAS 32)

Die dargestellten Zinsswaps in Sicherungsbeziehung wurden zur Absicherung von Cashflows bereits bestehender variabel verzinslicher Grundgeschäfte eingesetzt. Es handelt sich hierbei um vollständig effektive Cashflow Hedges. Die Bewertung erfolgt zu beizulegenden Zeitwerten auf Basis der Mark-to-market-Methode. Sie beschreibt die börsentägliche Bewertung von zukünftigen Zahlungsströmen der Finanzinstrumente durch Diskontierung. Die Diskontierung erfolgt anhand der marktüblichen Zinsen über die Restlaufzeit der Instrumente. Wesentliche Parameter der Mark-to-market-Bewertung bilden die Geschäftsdaten des Finanzinstrumentes und die Zinsstruktur in der Geschäftswährung. Zinsswaps ohne Sicherungsbeziehung beinhalten Sicherungsgeschäfte, die zum Bilanzstichtag die Anforderungen an das Hedge Accounting nicht mehr erfüllen. Die bislang im Eigenkapital angesammelten Wertänderungen der Sicherungsgeschäfte verbleiben im Eigenkapital und werden mit der Realisierung der gesicherten Cashflows erfolgswirksam ausgebucht. Die künftigen Wertänderungen der Zinsswaps ohne Sicherungsbeziehung werden erfolgswirksam erfasst.

107

GESCHÄFTSBERICHT 2014

Für die Absicherung von Preisrisiken aus Gasbezugsgeschäften werden Commodity Swaps eingesetzt. Die Analyse von Preisänderungsrisiken für bestehende finanzielle Absicherungsgeschäfte und Commodity Derivate ohne Hedge-Beziehung erfolgt nach der Mark-to-market-Methode anhand von vorliegenden Forward-Preisen, gegebenenfalls ergänzt um extrapolierte Preise. Die so ermittelten zukünftigen Zahlungsströme werden anhand der marktüblichen Zinsen über die Restlaufzeit der Geschäfte diskontiert. Die Bewertung optionaler Bestandteile in bestehenden Bezugsverträgen erfolgt mit Hilfe von statistischen Bewertungsmodellen. Im Rahmen der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten wird auch das Adressenausfallrisiko berücksichtigt. Das Ausfallrisiko des Vertragspartners wird bei finanziellen Vermögenswerten mittels eines Credit Value Adjustments, das eigene Ausfallrisiko bei den finanziellen Verbindlichkeiten mittels eines Debit Value Adjustments erfasst. Die Sicherungsbeziehungen erfüllen die Anforderungen für Hedge Accounting gemäß IAS 39 ff. und werden dementsprechend bilanziert. Zusätzlich werden die Sicherungsgeschäfte als hoch wirksam eingestuft. Der GASAG-Konzern hat in den Geschäftsjahren 2014 und 2013 ausschließlich Cashflow-Hedges eingesetzt. Wert­ änderungen aus Derivaten, die zur Absicherung von Cashflows abgeschlossen wurden, werden direkt im Eigenkapital ausgewiesen. Commodity Derivate ohne Sicherungsbeziehung beinhalten Bezugsverträge aus dem Handelsbestand, die gegebenenfalls darin enthaltenen Volumenflexibilitäten, finanzielle Absicherungsgeschäfte sowie ölbasierte Beschaffungsgeschäfte. Wertänderungen aus Commodity-Derivaten ohne Sicherungsbeziehung werden erfolgswirksam erfasst. Das Nominalvolumen der derivativen Finanzinstrumente wird durch die Summe aller zugrunde liegenden Kaufund Verkaufswerte unsaldiert dargestellt. Die beizulegenden Zeitwerte mit einer Laufzeit größer fünf Jahre beziehen sich im Wesentlichen auf die Jahre 2020 bis 2024. Die derivativen Finanzinstrumente sind Gegenstand marktüblicher Aufrechnungsvereinbarungen. Sie werden grundsätzlich auf Basis des Rahmenvertrages für Finanztermingeschäfte und der EFET-Vereinbarungen (European Federation of Energy Traders) gehandelt. Die folgende Übersicht zeigt diejenigen finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten, die gemäß IAS 32 saldiert werden oder einklagbaren Globalverrechnungsvereinbarungen unterliegen:
ZUGEHÖRIGER NICHT SALDIERTER BETRAG

31.12.2014

IN T €

BRUTTOBETRAG

SALDIERUNG

SICHERHEITEN

BILANZWERT

NETTOBETRAG

Derivate (aktiv) Derivate (passiv)

5.681 −96.777

−20 20

−91 347

5.570 −96.410

2.016 −94.876

3.554 −1.534

Zum Vergleich die Zahlen vom Vorjahr:
ZUGEHÖRIGER NICHT SALDIERTER BETRAG

31.12.2013

IN T €

BRUTTOBETRAG

SALDIERUNG

SICHERHEITEN

BILANZWERT

NETTOBETRAG

Derivate (aktiv) Derivate (passiv)

8.767 −41.577

−2.053 2.053

0 0

6.714 −39.524

1.995 −39.524

4.719 0

108

VORWORT / BERICHT DES AUFSICHTSRATS / LAGEBERICHT / ANHANG IFRS / BESTÄTIGUNGSVERMERK

(30)	 ENERGIE- UND FINANZ-RISIKOMANAGEMENT
Zielsetzungen und Methoden
Die GASAG ist im Rahmen ihrer unternehmerischen Geschäftstätigkeit einer Reihe von Risiken aus Energie- und Finanzgeschäften ausgesetzt. Die GASAG begrenzt diese Risiken durch systematische Risikomanagement- und Controllingprozesse, welche integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse Energiehandel und Finanzen sind. Die internen Richtlinien regeln die konzernweit einheitlichen Handels-, Abwicklungs- und Überwachungsprozesse sowie eine einheitliche Risikoberichterstattung. Diese Risikomanagementprozesse zielen darauf ab, die GASAG in die Lage zu versetzen, frühzeitig Risiken zu erkennen, in der Gesamtheit zu analysieren und daraus resultierende risikopolitische Maßnahmen für die Gestaltung der Geschäftspolitik abzuleiten.

Management von Energiepreis- und Mengenrisiken
Innerhalb des GASAG-Konzerns wird zwischen Mengen- und Preisrisiken unterschieden. Unter dem Mengenrisiko wird der potenzielle Verlust verstanden, der entsteht, wenn Abnahme- oder Lieferverpflichtungen nicht nachgekommen werden kann. Das Marktpreisänderungsrisiko ist als das Risiko potenzieller Verluste aus offenen Positionen bei Veränderungen der den Energiehandelsgeschäften zugrunde liegenden Marktpreise definiert. Mengenund Marktpreisänderungsrisiken können kombiniert auftreten. Zur Reduzierung der Preisänderungsrisiken aus Absatz- und Beschaffungsgeschäften sowie der Absicherung innovativer Preisangebote werden physische und finanzielle Termingeschäfte eingesetzt. Risikopositionen zwischen festen und variablen Zahlungsströmen aus Absatz- und Beschaffungsgeschäften werden grundsätzlich bei Erreichen eines Maximalvolumens zur Absicherung gebracht, so dass ungesicherte Positionen nur in geringem Umfang bestehen. Das Risiko aus Wertschwankungen der ungesicherten Positionen aus diesen Geschäften wird nach der Value-at-risk-Methode mit einem Konfidenzintervall von 95 % und einer Haltedauer von 30 Tagen gemessen. Auf Basis historischer Wertschwankungen beträgt der Value-at-risk zum Stichtag 225 Tausend Euro (Vj. 150 Tausend Euro) für Positionen im Gasgeschäft sowie 181 Tausend Euro (Vj. 279 Tausend Euro) für Positionen im Stromgeschäft. Marktpreisänderungsrisiken in Bezug auf in Sicherungsbeziehungen befindlichen finanziellen Rohstoffderivaten ergeben sich insofern, als die ergebnisneutral im Eigenkapital verbuchten Bewertungsänderungen der Derivate durch Marktpreisschwankungen variieren. Auf der Basis historischer Marktpreisschwankungen der Referenzmarktpreise wird eine Neubewertung der Rohstoffderivate mit veränderten Marktpreisen durchgeführt. Die dabei verwendeten Marktpreise werden durch einen Parallelshift um 27,0 % (Vj. 25,9 %) für Erdgas verändert. Das so ermittelte Risikopotenzial einer Eigenkapitalverminderung beträgt 22.820 Tausend Euro (Vj. 22.743 Tausend Euro). Für finanzielle Rohstoffderivate, die zu Sicherungszwecken abgeschlossen, aber nicht dem Hedge Accounting zugeordnet sind, ergibt sich aus geänderten Marktpreisen ein Ergebnisrisiko. Unter Verwendung der vorab genannten Szenarioanalyse ergibt sich so ein Risikopotenzial von −6.842 Tausend Euro (Vj. 612 Tausend Euro). Für physische Termingeschäfte, bei denen nicht von der Eigenverbrauchsausnahme (Own Use Exemption) Gebrauch gemacht wird, können Änderungen der Marktpreise zu einem Ergebnisrisiko führen. Auf der Basis histo­ rischer Marktpreisschwankungen der Referenzmarktpreise wird eine Neubewertung der Rohstoffderivate mit veränderten Marktpreisen durchgeführt. Die dabei verwendeten Marktpreise werden durch einen Parallelshift wie bei den finanziellen Rohstoffderivaten verändert. Das so ermittelte Risikopotenzial einer Ergebnisverschlechterung beträgt 3.961 Tausend Euro (Vj. 10.693 Tausend Euro).

109

GESCHÄFTSBERICHT 2014

Bei den bilanzierten Mengenflexibilitäten der Bezugsverträge, bei denen die GASAG Optionsinhaber ist, besteht weiterhin das Risiko, dass bei einer Änderung der Marktpreise die Optionen für die GASAG an Wert verlieren. Die Bewertung der Optionen erfolgt dabei auf Basis der Volatilität von Marktpreisen sowie den in den Verträgen vereinbarten Preisindizes. Das Risikopotenzial einer Ergebnisverschlechterung beträgt bei Anwendung des für Rohstoffpreisschwankungen vorab beschriebenen Szenarios 1.539 Tausend Euro (Vj. 2.206 Tausend Euro). Bei Handelsgeschäften mit Ölpreisbindung besteht das Risiko sich divergent entwickelnder Öl- und Gaspreise. Auf der Basis der Standardabweichungen historischer Marktpreisschwankungen der Referenzmarktpreise wird eine Neubewertung der eingebetteten Derivate vorgenommen. Die für die GASAG schlechteste Kombination besteht aus steigenden Öl- bei gleichzeitig sinkenden Gaspreisen, die Höhe der dabei verwendeten Shifts der jeweiligen Terminmarktsätze liegt bei Ölpreisen zwischen 11 % und 18 % und bei Gaspreisen zwischen 9 % und 15 %. Daraus ergibt sich ein Ergebnisrisiko in Höhe von 1.085 Tausend Euro.

Management von Finanzrisiken
Unter Finanzrisiken werden innerhalb der GASAG die Risiken aus Zins-, Währungs-, und sonstigen Marktpreisänderungsrisiken verstanden. Diese resultieren aus bestehenden und geplanten Finanzgeschäften, welche Marktpreisschwankungen ausgesetzt sind. Darüber hinaus werden Liquiditätsrisiken als Bestandteil des Finanzrisikomanagements verstanden. In der GASAG und ihren verbundenen Unternehmen kommt eine einheitliche Methodik der Risikomessung zum Zwecke der Vergleichbarkeit verschiedener Risikopositionen zum Einsatz. Zur Reduzierung von Marktpreisrisikopositionen werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt.

Zinsänderungsrisiken
Zinsänderungsrisiken bestehen bei Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, aus emittierten Schuldscheindarlehen, aus sonstigen finanziellen Schulden, aus Zinsswaps und aus Forderungen gegen Kreditinstitute. Die Änderung relevanter Marktzinssätze kann bei verzinslichen Finanzinstrumenten eine Veränderung des beizulegenden Zeitwerts bewirken oder zu Schwankungen der aus dem Finanzinstrument resultierenden zukünftigen Cashflows führen. Diese Auswirkungen sind abhängig von der Art der Verzinsung. Bei festverzinslichen Finanzinstrumenten verursachen Marktzinsschwankungen eine unmittelbare Änderung des beizulegenden Zeitwerts des Finanzinstruments, nicht jedoch der Cashflows. Bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten werden die zukünftigen Cashflows durch Marktzinsschwankungen verändert. Das Risiko einer Schwankung zukünftiger Cashflows bei verzinslichen Verbindlichkeiten wird innerhalb der GASAG durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente eliminiert. Bei originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich Marktzinsschwankungen nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Somit unterliegen alle nach IAS 39 zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanz­nstrumente mit fester Verzinsung keinem Zinsänderungsrii siko im Sinne des IFRS 7. Das Zinsänderungsrisiko für offene Zinspositionen wird mit der Value-at-risk-Methode gemessen. Auf der Basis historischer Wertschwankungen wird bei einem Konfidenzintervall von 95 % und einer Haltedauer von zehn Tagen das maximale Verlustrisiko berechnet. Zum 31. Dezember 2014 sind wie im Vorjahr im Wesentlichen keine nicht abgesicherten variabel verzinslichen Schulden im Bestand. Zinsänderungsrisiken in Bezug auf sich in wirtschaftlichen, aber zum Stichtag nicht in bilanziellen Sicherungsbeziehungen befindliche Zinsderivate ergeben sich insofern, als die ergebniswirksam verbuchten Bewertungsänderungen der Derivate durch Marktzinsschwankungen variieren. Die Bewertungsänderungen der sich im Hedge

110

VORWORT / BERICHT DES AUFSICHTSRATS / LAGEBERICHT / ANHANG IFRS / BESTÄTIGUNGSVERMERK

Accounting befindlichen Sicherungsderivate werden dagegen ergebnisneutral im Eigenkapital verbucht. Auf der Basis historischer Wertschwankungen der Referenzzinssätze wird eine Neubewertung der Zinsderivate mit veränderten Zinssätzen durchgeführt. Die dabei verwendeten Zinssätze werden durch einen Parallelshift um 46 Basispunkte verändert. Unter Berücksichtigung der zukünftigen Nominalbestände beträgt das so ermittelte Risiko­ potenzial einer Ergebnisverschlechterung 7.689 Tausend Euro, das einer Eigenkapitalverminderung beträgt 2.886 Tausend Euro (Vj. 15.864 Tausend Euro auf Basis der Stichtagsbestände).

Währungsrisiken
Die Finanztransaktionen erfolgen nahezu ausschließlich im eigenen Währungsraum der Konzerngesellschaften, so dass kein wesentliches Währungsrisiko besteht. Zum Bilanzstichtag sind keine Devisentermingeschäfte zur Absicherung zukünftiger Transaktionen im Bestand. Daraus resultiert, dass zum 31. Dezember 2014 wie im Vorjahr kein Verlustrisiko besteht, da keine nennenswerten Forderungen beziehungsweise Verbindlichkeiten in Fremdwährung bilanziert werden.

Liquiditätsrisiken
Ziel des Liquiditätsmanagements ist die Sicherstellung der jederzeitigen Liquidität des Konzerns und der jeweiligen Einzelunternehmen des GASAG-Konzernverbunds. Die Identifikation, Messung und Steuerung der Liqui­ itäts­ d positionen obliegt der GASAG in Zusammenarbeit mit den Tochterunternehmen mit dem Ziel, die finanzielle Leistungsfähigkeit zu gewährleisten. Dazu werden insbesondere rollierende Zwölf-Monats-Liquiditätsplanungen eingesetzt.

Adressenausfallrisiken
Das Adressenausfallrisiko betrifft mögliche Vermögensverluste, die aus der Nichterfüllung von Vertragsverpflichtungen seitens der Handelspartner eintreten könnten. Das maximale theoretische Ausfallrisiko derivativer Geschäfte ergibt sich aus der Summe der positiven Marktwerte derjenigen Instrumente, aus denen Ansprüche gegen Handelspartner bestehen. Dieses Risiko wird bei den Handels­ partnern reduziert, bei denen Aufrechnungsmöglichkeiten bestehen. Die Steuerung von Adressenausfallrisiken von Handelspartnern im Energie- und Finanzbereich erfolgt über ein konzerneinheitliches Limitsystem. Die Ermittlung des Limits eines Handelspartners erfolgt insbesondere anhand von externen Bonitätseinschätzungen, die durch weitere Kennzahlen ergänzt werden. Die Veränderungen der genannten Parameter werden im Rahmen standardisierter Risikomanagementprozesse fortlaufend überwacht. Weiterhin erfolgt eine Ermittlung von potenziellen Adressenausfallrisiken anhand einer Monte-Carlo-Simulation unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeiten von Kontrahenten und entsprechender Risikopositionen. Zum 31. Dezember 2014 ergeben sich auf Basis dieser Ermittlung wie im Vorjahr keine relevanten Adressenausfallrisiken.

Kapitalstrukturmanagement
Das Ziel des Kapitalstrukturmanagements in der GASAG-Gruppe ist die Aufrechterhaltung der Kapitalmarkt­ ähigkeit f des Konzerns und damit die Sicherstellung jederzeitiger finanzieller Handlungsfähigkeit der Konzernunternehmen. In der GASAG-Gruppe werden Finanzkennzahlen zu Kapitalstruktur, Finanzkraft und Rentabilität basierend auf dem Jahresabschluss, langfristigen Unternehmensplanungen und Prognosen ermittelt. Das strategische Kapitalstrukturmanagement hat die Optimierung dieser Finanzkennzahlen zum Ziel. Das taktische Kapitalstrukturmanagement dient der Einhaltung dieser Finanzkennzahlen. Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur und nimmt unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Anpassungen vor. Zur Optimierung der Kapitalstruktur kann unter anderem eine Anpassung der Dividendenzahlungen an die Anteilseigner vorgenommen werden.

111

GESCHÄFTSBERICHT 2014

Zum 31. Dezember 2014 beziehungsweise zum 31. Dezember 2013 wurden keine Änderungen der Ziele, Richt­ linien und Verfahren der Kapitalstruktursteuerung vorgenommen. Nachfolgend ist die Nettofinanzposition des Konzerns dargestellt. Diese ergibt sich aus dem Bestand an flüssigen Mitteln vermindert um die finanziellen Schulden.

IN MIO. €

2014

2013

Liquide Mittel Zwischensumme Kurzfristige Finanzmittel Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Sonstige finanzielle Schulden Derivate ¹ Nettofinanzposition
1)	 Vorjahr angepasst (Saldierung IAS 32)

168,7 168,7 −651,0 −44,7 −96,4 −623,4

176,2 176,2 −723,7 −48,3 −39,5 −635,3

(31)	EVENTUALSCHULDEN UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
Eventualschulden und sonstige finanzielle Verpflichtungen zum Bilanzstichtag:

IN T€

31.12.2014

31.12.2013

Begebung aus Bürgschaften Rechtsstreitigkeiten und sonstige Risiken Eventualschulden Bezugsverpflichtungen (Bio-)Erdgas Vorgelagerte Netzkosten Lieferverträge Rohbiogas und Substrate Bestellobligo Miet- und Leasingverpflichtungen Netzpacht Bezugsverpflichtungen Strom Sonstiges Sonstige finanzielle Verpflichtungen

38.457 5.942 44.399 1.527.685 96.437 60.507 59.369 51.056 14.743 13.046 8.783 1.831.626

30.859 11.440 42.299 1.770.732 55.493 59.468 39.353 61.285 2.615 13.687 11.518 2.014.151

Die Eventualschulden für Rechtsstreitigkeiten und sonstige Risiken betreffen überwiegend die Rückforderungsansprüche von Gaskunden sowie Risiken aus der Bodensanierung Torgauer Straße. Bei den Bürgschaften handelt es sich im Wesentlichen um Bürgschaften gegenüber der VBL sowie um Kontraktund Vertragserfüllungsbürgschaften.

112

VORWORT / BERICHT DES AUFSICHTSRATS / LAGEBERICHT / ANHANG IFRS / BESTÄTIGUNGSVERMERK

Es bestehen Bezugsverpflichtungen aus langfristigen (Bio-)Erdgaslieferungsverträgen mit Take-or-pay-Klauseln mit diversen Lieferanten. In regelmäßigen Abständen (in der Regel alle drei Jahre) haben die Vertragsparteien die Möglichkeit, Preisrevisionsbegehren zu stellen. Unter Berücksichtigung der individuellen Laufzeiten ergeben sich hieraus bis zum Jahr 2032 finanzielle Verpflichtungen in Höhe von nominal 1,609 Milliarden Euro. Bei der Angabe zu den Bezugsverpflichtungen zum 31. Dezember 2014 in oben stehender Tabelle handelt es sich um den diskontierten Betrag. Die zukünftigen Leasingzahlungen aufgrund von unkündbaren Operating-Leasing-Verhältnissen betreffen im Wesentlichen die Verwaltungsgebäude sowie IT-Ausstattung, Telekommunikationsanlagen und Fahrzeuge und teilen sich wie folgt auf:
NOMINALWERT 31.12.2014 NOMINALWERT 31.12.2013

IN T€

< 1 Jahr 1–5 Jahren > 5 Jahre

14.313 29.727 7.016 51.056

19.221 33.105 8.959 61.285

Es bestehen keine wesentlichen Untermietverhältnisse. Die Verpflichtungen aus Lieferverträgen für Rohbiogas und Substrate stehen im Zusammenhang mit den Anlagen zur Erzeugung von Bio-Erdgas der Unternehmen Bio-Erdgas Schwedt und Bio-Erdgas Neudorf. Der Betrag von 96.437 Tausend Euro (Vj. 55.493 Tausend Euro) für vorgelagerte Netzkosten resultiert aus den kurzfristigen Verträgen im Zusammenhang mit der Bestellung der Netzkapazitäten in vorgelagerten Netzen. Die Aufteilung der Bestellobligos ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:

ANTEIL IN %

31.12.2014

31.12.2013

Bestellobligo Sachanlagen Bestellobligo Aufwandsbestellungen Bestellobligo langfr. Dienstleistungsverträge Nachwachsende Rohstoffe

54,4 39,5 5,7 0,4 100

51,8 36,4 10,7 1,1 100

Bezüglich möglicher finanzieller Verpflichtungen aus Deckungslücken bei der VBL verweisen wir auf die Ausführungen zu den Rückstellungen.

113

GESCHÄFTSBERICHT 2014

(32)	 ANGABEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG
1. Immaterielle Vermögenswerte
Der Konzern hat bei immateriellen Vermögenswerten Zugänge in Höhe von 3.577 Tausend Euro zu verzeichnen (Vj. 3.516 Tausend Euro). Die Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte belaufen sich ebenfalls auf 3.577 Tausend Euro (Vj. 3.516 Tausend Euro).

2. Sachanlagen
Der Konzern hat Sachanlagen für 89.481 Tausend Euro erworben (Vj. 69.606 Tausend Euro), davon 59 Tausend Euro durch Finanzierungsleasing (Vj. 379 Tausend Euro). Auszahlungen zum Kauf von Sachanlagen wurden in Höhe von 89.422 Tausend Euro getätigt (Vj. 69.227 Tausend Euro).

3. Finanzanlagen
Die in der Kapitalflussrechnung genannten Finanzanlagen betreffen Anteile an assoziierten Unternehmen sowie langfristige finanzielle Vermögenswerte.

4. Finanzmittelfonds
Zum Zwecke der Kapitalflussrechnung setzt sich der Finanzmittelfonds wie folgt zusammen:

IN T €

31.12.2014

31.12.2013

Liquide Mittel Forderungen aus Kontenclearing Finanzmittelfonds am Ende der Berichtsperiode

168.745 1.500 170.245

176.162 34 176.196

5. Gezahlte / Erhaltene Zinsen und Dividenden
Im Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit sind erhaltene Zinsen in Höhe von 1.641 Tausend Euro (Vj. 4.246 Tausend Euro), gezahlte Zinsen in Höhe von 35.765 Tausend Euro (Vj. 31.654 Tausend Euro) sowie erhaltene Dividenden in Höhe von 1.828 Tausend Euro (Vj. 2.327 Tausend Euro) enthalten. Im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit sind gezahlte Dividenden in Höhe von 66.448 Tausend Euro (Vj. 39.712 Tausend Euro) enthalten.

(33)	B EZIEHUNGEN ZU NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN
Vom Grundkapital der GASAG hielten zum 31. Dezember 2014 die Vattenfall GmbH, Berlin, nachfolgend Vattenfall genannt, und die GDF SUEZ Beteiligungs GmbH, Berlin, nachfolgend GdF genannt, jeweils einen Anteil von 31,575 %. Des Weiteren war E.ON Energy Sales GmbH, Essen, mit 36,85 % an der GASAG beteiligt. Die Muttergesellschafterin der Vattenfall ist die Vattenfall AB, Stockholm, Schweden, der E.ON Energy Sales GmbH die E.ON SE, Düsseldorf, der GdF die GDF SUEZ Energie Deutschland AG, Berlin. Über den Anteilsbesitz üben die Anteilseigner auf die GASAG-Gruppe einen maßgeblichen Einfluss aus.

114

VORWORT / BERICHT DES AUFSICHTSRATS / LAGEBERICHT / ANHANG IFRS / BESTÄTIGUNGSVERMERK

Zu den nahe stehenden Unternehmen des GASAG-Konzerns, mit denen der Konzern im Geschäftsjahr 2014 Geschäfte getätigt hat, gehören neben den Anteilseignern der GASAG die verbundenen Unternehmen der Vattenfall AB, Stockholm, Schweden, der GDF SUEZ S.A., Paris, Frankreich, sowie der E.ON SE, Düsseldorf. Mit nahe stehenden Unternehmen wurden Geschäfte getätigt, die zu folgenden Abschlussposten führten:

ERLÖSE IN T € 31.12. 2014 31.12. 2013

AUFWENDUNGEN 31.12. 2014 31.12. 2013

VERMÖGENSWERTE 31.12. 2014 31.12. 2013

SCHULDEN 31.12. 2014 31.12. 2013

Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss E.ON-Gruppe Vattenfall-Gruppe GDF SUEZ-Gruppe Assoziierte Unternehmen GASAG-Gruppe

68.245 7.383 49.371 11.491 10.305

45.675 3.559 41.145 971 16.895

336.778 247.875 58.481 30.422 6.416

392.718 286.700 77.893 28.125 6.526

11.786 2.452 4.452 4.882 913

7.926 3.308 4.257 361 1.996

39.165 15.241 11.021 12.903 472

29.598 17.693 10.520 1.385 2.695

Die Geschäftsvorfälle mit den Unternehmen der E.ON-Gruppe betreffen im Wesentlichen die empfangenen Erdgaslieferungen. Die Aufwendungen stellen überwiegend Materialaufwendungen aus den Gasbezugsverträgen dar. Die Beziehungen zwischen den Unternehmen der GASAG-Gruppe und der Vattenfall-Gruppe bestehen im Wesentlichen im Bereich der Gaslieferungen. Die Erlöse stellen überwiegend die auf der Grundlage von Erdgaslieferverträgen erzielten Erträge dar. Die Aufwendungen beinhalten überwiegend Materialaufwendungen aus den Gasbezugsverträgen und die Dienstleistungen auf dem Gebiet der Hard- und Software. Die Geschäftsvorfälle mit den Unternehmen der GDF SUEZ-Gruppe betreffen im Wesentlichen die empfangenen Erdgaslieferungen. Die Aufwendungen stellen überwiegend Materialaufwendungen aus den Gasbezugsverträgen dar. Vermögenswerte und Schulden stellen die offenen Salden in Bezug auf die genannten Geschäftsbeziehungen zwischen der GASAG-Gruppe und nahe stehenden Unternehmen dar. Von den Vermögenswerten entfallen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.786 Tausend Euro (Vj. 7.926 Tausend Euro) gegen Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss und 913 Tausend Euro (Vj. 1.996 Tausend Euro) gegenüber assoziierten Unternehmen. Von den Schulden entfallen auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 39.165 Tausend Euro (Vj. 29.598 Tausend Euro) gegenüber den Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss und 472 Tausend Euro (Vj. 2.695 Tausend Euro) gegenüber assoziierten Unternehmen. Die assoziierten Unternehmen sind in der Beteiligungsübersicht (Kapitel „(3) Konsolidierungskreis“) dargestellt. Die Erlöse mit assoziierten Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus den Gaslieferungen. Die Aufwendungen betreffen überwiegend Dienstleistungen im Rahmen von Markt- und Absatzentwicklungen im Zusammenhang mit dem Produkt Erdgas. Die Forderungen und die Verbindlichkeiten resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

115

GESCHÄFTSBERICHT 2014

DEM AUFSICHTSRAT GEHÖRTEN IM GESCHÄFTSJAHR 2014 FOLGENDE PERSONEN AN:
Gerhard Jochum
(Vorsitzender des Aufsichtsrats) Unternehmensberater, Berlin

Michael Kamsteeg
Chief Financial Officer der E.ON Climate & Renewables GmbH, Essen, und der E.ON Generation GmbH, Hannover

Andreas Otte
(Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats) Angestellter (Betriebsratsvorsitzender) der GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft, Berlin

Dr. Karl Kauermann
Vorstandsvorsitzender der K.M.T. Immobilien AG, Berlin

Dr. Thomas König Uwe Borck
Landesbezirksfachbereichsleiter Ver- und Entsorgung, ver.di, Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Landesbezirk Berlin-Brandenburg Mitglied der Geschäftsführung der E.ON Deutschland / E.ON SE, Essen

Thomas Kokegei
Bereichsleiter der GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft, Berlin

Ingo Breite
Angestellter der BAS Abrechnungsservice GmbH & Co. KG

Annette Krafscheck
Angestellte der GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft, Berlin

Ulrich Danco
Geschäftsführer der E.ON Energie Deutschland GmbH, München

Anke Langner
Mitglied des Vorstands der GDF SUEZ Energie Deutschland AG, Berlin

Stefan Dohler
Senior Vice President and Head of BD Asset Optimisation and Trading der Vattenfall AB, Vorsitzender der Geschäftsführung der Vattenfall Energy Trading GmbH, Hamburg

Dr. Frank May
Mitglied des Vorstands der Vattenfall Europe Wärme Aktiengesellschaft, Berlin

Thomas Foulon
Angestellter der GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft, Berlin

Monika Nagel
bis 09.06.2014 Angestellte der NBB Netzgesellschaft Berlin-­ Brandenburg mbH & Co. KG, Berlin

Marian Goetz
Deputy Director, Origination & Sales Support Energy Management Trading GDF SUEZ, Brüssel

Thorsten Neumann
Angestellter der NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg mbH & Co. KG, Berlin

Gert von der Groeben
Berater, Berlin

Dr. Jürgen Schmidberger
bis 01.05.2014 Head of Finance, BU Heat, Region Continental / UK Vattenfall Vorstand Finanzen der Vattenfall Europe Wärme AG, Berlin

Dirk Hahn
Angestellter der BEGA.tec GmbH, Berlin

Peter Kamin
ab dem 10.06.2014 Angestellter der NBB Netzgesellschaft Berlin-­ Brandenburg mbH&Co.KG, Berlin

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VORWORT / BERICHT DES AUFSICHTSRATS / LAGEBERICHT / ANHANG IFRS / BESTÄTIGUNGSVERMERK

Erik von Scholz
Vorstandsvorsitzender der GDF SUEZ Energie Deutschland AG, Berlin

Lutz Wegner
ab dem 25.06.2014 Leiter Legal Distribution, Sales & Heat der Vattenfall GmbH, Berlin

VORSTAND
Dem Vorstand gehörten im Geschäftsjahr 2014 folgende Personen an und die Geschäftsbereiche wurden im Geschäftsjahr 2014 wie folgt neu verteilt. Geschäftsbereich I (Vorsitzender):

Stefan Grützmacher
Unternehmensentwicklung, Recht (einschl. Gremienmanagement), Kommunikation (inkl. Marketingkommunikation), Personal, Immobilienmanagement, Arbeitssicherheit, Compliance, Ganzheitliche Kundenlösungen und IT Geschäftsbereich II (Vertrieb und Handel):

Katja Gieseking
Energieeinkauf/-handel, Vertrieb, Contracting, Erneuerbare Energien, Kundenbetreuung und Energieabrechnung Geschäftsbereich III (Kaufmännisches und Netze):

Olaf Czernomoriez
(bis 30.06.2014) Rechnungswesen, Controlling, Finanzen, Einkauf, Risikomanagement, Revision, Datenschutz, Metering, Erdgasspeicher und Netze

Dr. Jürgen Schmidberger
(ab dem 01.06.2014) Der Aufsichtsrat der GASAG AG bestellte in der Aufsichtsratssitzung am 26.03.2014 Herrn Dr. Jürgen Schmidberger zum neuen Mitglied des Vorstandes mit Wirkung zum 01.06.2014. Der bisherige Vorstandsvorsitzende Herr Stefan Grützmacher hat sein Amt zum 28.02.2015 niedergelegt. Der Aufsichtsrat der GASAG AG bestellte in der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am 30.01.2015 Frau Vera Gäde-Butzlaff zur Vorstandsvorsitzenden mit Wirkung zum 01.03.2015. Die Vergütungen der Vorstandsmitglieder der GASAG wurden vom Aufsichtsrat festgelegt. Das gegenwärtige Vergütungssystem sieht eine in gleichen Monatsraten zahlbare fixe Jahresgrundvergütung sowie eine jährliche, variable Tantieme vor, die der Aufsichtsrat jeweils nach Ablauf des Geschäftsjahres festsetzt. Mit der Tantieme umfasst die Vorstandsvergütung damit auch eine variable, jährlich wiederkehrende Komponente, die an den geschäftlichen und persönlichen Erfolg gebunden ist. Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Risiko­ charakter wie etwa Aktienoptionsprogramme bestehen nicht.

117

GESCHÄFTSBERICHT 2014

Die Mitglieder des Vorstandes erhalten insgesamt folgende Leistungen:

IN T €

FIXE VERGÜTUNG

VARIABLE VERGÜTUNG

GESAMT

2014 2013

942 897

448 341

1.390 1.238

Sowohl fixe als auch variable Vergütung stellen kurzfristig fällige Leistungen dar. Im Geschäftsjahr 2014 wurden Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern keine Kredite oder Vorschüsse gewährt noch solche zurückgezahlt. Haftungsverhältnisse zugunsten der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder bestehen nicht. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber gegenwärtigen Mitgliedern des Vorstandes wurden zum 31. Dezember 2014 Rückstellungen in Höhe von 0 Tausend Euro (Vj. 1.496 Tausend Euro) vor Saldierung mit dem Planvermögen bilanziert. Dieser Rückstellung wurden im Berichtsjahr 0 Tausend Euro (Vj. 210 Tausend Euro) zugeführt. Frühere Mitglieder des Vorstandes und ihre Hinterbliebenen erhielten im Berichtszeitraum 2014 Leistungen in Höhe von 643 Tausend Euro (Vj. 598 Tausend Euro). Für Verpflichtungen gegenüber den früheren Vorstandsmitgliedern und ihren Hinterbliebenen wurden zum Bilanzstichtag Rückstellungen in Höhe 15.874 Tausend Euro (Vj. 11.459 Tausend Euro) bilanziert. Im Berichtsjahr 2014 erfolgte eine Erhöhung von 3.562 Tausend Euro (Vj. 1.541 Tausend Euro). Die Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 6.995 Tausend Euro (Vj. 6.809 Tausend Euro) wurden mit den Verpflichtungen gegenüber den gegenwärtigen und früheren Mitgliedern des Vorstandes beziehungsweise deren Hinterbliebenen saldiert ausgewiesen. Die Aufwandsentschädigung für den Aufsichtsrat betrug 153 Tausend Euro (Vj. 153 Tausend Euro). Den angestellten Arbeitnehmervertretern im Aufsichtsrat steht weiterhin ein reguläres Gehalt im Rahmen ihres Arbeitsvertrags zu. Dieses orientiert sich an den Vorschriften des Betriebsverfassungsgesetzes und entspricht einer angemessenen Vergütung für die entsprechende Funktion beziehungsweise Tätigkeit im Unternehmen. Dies gilt entsprechend für den Vertreter der leitenden Angestellten im Aufsichtsrat. Der Konzern hat mit nahe stehenden Personen keine wesentlichen Geschäfte getätigt.

(34)	 ANGABEN ZU KONZESSIONEN	
Die Konzessionsverträge im Gasbereich bestehen zwischen der GASAG und dem Land Berlin und zwischen der EMB und zahlreichen Gemeinden und Kommunen im Land Brandenburg. Die SpreeGas hat Konzessionsverträge mit Gemeinden und Kommunen in den Bundesländern Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und die Stadt­ werke Forst mit der Stadt Forst (Lausitz). Der Konzessionsvertrag für das Gasversorgungsnetz der allgemeinen Versorgung auf dem Gebiet des Landes Berlin (Gaskonzession) endete vertragsgemäß am 31. Dezember 2013. Aufgrund einer europaweiten Ausschreibung des Landes für die Neuvergabe der Gaskonzession gaben die GASAG und die NBB Angebote für die Bewerbung um die Konzession und für eine Kooperation mit dem Land Berlin ab. Nach Auswertung der eingegangenen Angebote teilte die Senatsverwaltung für Finanzen als verfahrensleitende Stelle des Landes mit einer Pressemitteilung Anfang Juni als Ergebnis der Bewertung der eingegangenen Angebote mit, dass der Landesbetrieb Berlin Energie das beste Angebot abgegeben habe. Die Landesregierung hat dieses Ergebnis der Senatsverwaltung im Juni zur Kenntnis genommen und als Entscheidung des Landes an das Berliner Abgeordnetenhaus zur Zustimmung weitergeleitet. Das Berliner Abgeordnetenhaus hat die Entscheidung der Landesregierung zur Beratung in die Ausschüsse verwiesen. Derzeit ist nicht erkennbar, wann mit einer Entscheidung des Abgeordnetenhauses zu rechnen ist. Die GASAG und die NBB haben zur Überprüfung der Entscheidung des Landes Klage beim Landgericht Berlin erhoben. Am 9. Dezember 2014 fand vor dem Landgericht die mündliche Verhandlung der Klage der GASAG und der NBB statt. Das Gericht hat deutliche begründete Zweifel an der Bieter­ fähigkeit von Berlin Energie geäußert. Außerdem hat das Gericht auf Verfahrens- und Auswertungsfehler im Konzessionsverfahren der Senatsverwaltung für Finanzen hingewiesen. Wegen der noch ausstehenden Zustimmung des

118

VORWORT / BERICHT DES AUFSICHTSRATS / LAGEBERICHT / ANHANG IFRS / BESTÄTIGUNGSVERMERK

Abgeordnetenhauses hat das Gericht dem Klageantrag auf Abschluss eines Konzessionsvertrags mit GASAG / NBB (Hauptantrag) nicht stattgegeben, ist jedoch dem weiteren Antrag der GASAG und der NBB (Nebenantrag) gefolgt und hat dem Land Berlin den Abschluss eines Konzessionsvertrags mit der Berlin Energie untersagt. Nach Vorliegen der schriftlichen Urteilsbegründung wird die GASAG die Erfolgsaussichten, in einem Berufungsverfahren den Antrag auf Abschluss eines Konzessionsvertrags mit der GASAG / NBB weiter zu verfolgen, prüfen. Unabhängig von dem laufenden Klageverfahren hat das Bundeskartellamt von Amts wegen auf die Beschwerde der GASAG und der NBB hin ein förmliches Überprüfungsverfahren eingeleitet, in dem die GASAG und die NBB beigeladen sind. Über die Dauer des Verfahrens und die Entscheidung des Bundeskartellamts ist derzeit noch keine sichere Aussage möglich. Da bisher noch keine endgültige Entscheidung zur Vergabe der Gaskonzession getroffen wurde, hat die GASAG mit dem Land Berlin eine Interimsvereinbarung zur Wegenutzung zu den Bedingungen des zum Ende des Jahres 2013 abgelaufenen Konzessionsvertrags abgeschlossen. Diese Vereinbarung gilt zunächst bis zum 31. Dezember 2015. Zugleich haben die GASAG und die NBB gegenüber dem Land Berlin erklärt, dass sie ihre Angebote im Bieterverfahren unverändert aufrecht erhalten und haben die Bindefrist ihrer Angebote bis zum 30. September 2015 verlängert. Sollte nach Konzessionsvertragsende beziehungsweise nach endgültiger Entscheidung zur Vergabe der Gasnetzkonzession im Land Berlin kein neuer Konzessionsvertrag geschlossen werden, besteht für den Netzeigentümer nach dem geltenden Energiewirtschaftsgesetz eine Pflicht zur Überlassung der für die allgemeine Versorgung erforderlichen Verteilungsanlagen an den neuen Konzessionsinhaber gegen Zahlung einer angemessenen Vergütung.

(35)	 SONSTIGE ANGABEN	
Honorare des Abschlussprüfers
Die im Aufwand erfassten Honorare des Abschlussprüfers setzen sich wie folgt zusammen:

IN T €

2014

2013

Abschlussprüfung Sonstige Bestätigungsleistungen Steuerberatungsleistungen Sonstige Leistungen Gesamt

935 139 70 254 1.398

917 45 32 393 1.387

119

GESCHÄFTSBERICHT 2014

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Zwischen dem Bilanzstichtag und dem Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses ergaben sich keine Ereignisse, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, über die hier zu berichten wäre und die Aussagen im Konzernabschluss verändern würden.

Zukunftsgerichtete Aussagen
Dieser Bericht enthält einzelne in die Zukunft gerichtete Aussagen, die den weiteren Geschäftsverlauf betreffen, unter anderem Prognosen zur wirtschaftlichen und politischen Entwicklung sowie zur Geschäftsentwicklung des GASAG-Konzerns. Diese Aussagen beruhen auf vom Vorstand der GASAG sorgfältig getroffenen Annahmen. Jedoch kann der Vorstand wegen verbleibender Risiken und Unsicherheiten keine Gewähr dafür übernehmen, dass diese sich insgesamt bzw. im Einzelnen als richtig erweisen werden.

Berlin, den 12. Februar 2015

GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft Der Vorstand Stefan Grützmacher	 Katja Gieseking	 Dr. Jürgen Schmidberger

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VORWORT / BERICHT DES AUFSICHTSRATS / LAGEBERICHT / ANHANG IFRS / BESTÄTIGUNGSVERMERK

BESTÄTIGUNGSVERMERK
Wir haben den von der GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft, Berlin, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durch­ geführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzern­ lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht im Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Berlin, 20. Februar 2015

Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Diederichs 	 Ottenhus Wirtschaftsprüfer	Wirtschaftsprüfer

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GESCHÄFTSBERICHT 2014

IMPRESSUM
GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft // Henriette-Herz-Platz 4, 10178 Berlin Rainer Knauber, Bereichsleiter Konzernkommunikation und Marketing Telefon: 030 7872-3050 // Telefax: 030 7872-3044 // E-Mail: RKnauber@gasag.de Erscheinungsdatum: April 2015 ISSN 1439-6114 Umsetzung: IR-One AG & Co., Hamburg, www.ir-1.com Produktion: EBERL Print GmbH, Immenstadt, www.eberl.de Illustration: Sara Contini-Frank, Berlin, www.contini-frank.de

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