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Periodical volume

Full text: Sternenzeit Issue 7.2018,4

ZEIT

ZEITUNG AUS TREPTOW-KÖPENICK FÜR FREIWILLIGES ENGAGEMENT

Kultur für alle
Davood Mohamadi
vermittelt kostenlose
Veranstaltungstickets
Seite 2

Lernen und lachen
Im Pflegeheim Plänterwald
treffen sich Bewohner und
Migranten
Seite 4

Fußball und
Sozialamt
Sharfan Mohammad
engagiert sich vielfältig
Seite 5

Herbst/Winter 2018/19

Die Weltberliner
Alt-und Neuberliner
singen zusammen
im Chor
Seite 5

Fokus

Illustration: Karoline Kohle

Geflüch
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Begegnungen machen superreich
Sharfan Mohammad trainiert Fußballmannschaften. Davood Mohamadi vermittelt kostenlose Karten für Kulturveranstaltungen,
und im Chor »Die Weltberliner« singen Alt- und Neuberliner
zusammen. Sie alle – und noch viel mehr – stellen wir in dieser
Ausgabe mit dem Schwerpunkt ehrenamtliches Engagement von
Geflüchteten vor. Austausch auf Augenhöhe, Begegnungen, die

bereichern, und neue Perspektiven für alle sind der Gewinn. Sawsan Chebli, Berliner Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement, sagt es so: »Geflüchtete, die sich ehrenamtlich engagieren,
lernen Menschen, Sprache und Berufsleben in Deutschland kennen
– und geben der Gesellschaft auch noch etwas zurück.«

Davood Mohamadi und die Chancen des Ehrenamts
ents

t freiwillige Engagem

ik vermittel
Der Verein Sozialfabr
»Kulturleben Berlin. Davood Mohamadi hier.« Mit diesen Worten meldet sich
Davood, wenn er „Kulturleben«-Gäste
anruft, um ihnen kostenlose Karten für
kulturelle Veranstaltungen zu vermitteln.
Seit Juni arbeitet der 29-Jährige als Bundesfreiwilliger (Bufdi) im Friedrichshagener Büro des Vereins. »Kulturleben« hilft
Menschen, die sich Opern-, Theater-,
Konzert- oder Museumsbesuche sonst
finanziell nicht leisten könnten. Davood
Mohamadi stammt aus Afghanistan, aus

der Provinz Parwan, nördlich von Kabul.
Weil die Taliban ihm mit dem Tod drohten, musste er fliehen. Im Februar 2016
kam er nach Deutschland, schließlich in
ein Flüchtlingsheim in Köpenick. Davood
Mohamadi gehört zu den Flüchtlingen,
die schnell Fuß fassen wollen in der neuen Heimat. Mit Eifer lernte er Deutsch,
bestand alle Sprachprüfungen. »Aber ich
habe mich oft allein gefühlt und war
traurig. Und ich hatte kaum Kontakt zu
Deutschen.«

Das änderte sich, als ihm im Heim ein
Flyer der Sozialfabrik in die Hände fiel.
Guillermo Ruiz, der Chef des Vereins,
und seine Mitstreiter wollen die Geflüchteten aus der Isolation holen, ihnen die
Integration erleichtern – mit einem Ehrenamt. »Es war ein schwieriger Anfang,
wir sind auf viel Ablehnung und Skepsis
bei den Verwaltungen gestoßen. TreptowKöpenick hatte als einziger Bezirk Interesse an dem Projekt.« Ruiz lobt besonders
die Unterstützung durch den Integrationsbeauftragten des Bezirks und die enge
Zusammenarbeit mit den STERNENFISCHERN, die Kontakte zu Vereinen und
sozialen Einrichtungen vermittelt haben.
Doch auch die Geflüchteten selbst waren
skeptisch. Viele verstanden nicht, was ein
Ehrenamt ist, weil es das in ihren Ländern
nicht gibt. »Wir arbeiten eng mit Sprachmittlern zusammen, die Arabisch und
Farsi sprechen, alles erklären und auch bei
den Einzelgesprächen dabei sind. Dort
fragen wir die Menschen nach ihren Interessen und Bedürfnissen.« Guillermo Ruiz
ist stolz, dass sie trotz der Schwierigkeiten
im ersten Jahr 23 Geflüchtete in Ehrenämter vermittelt haben.
Einer der ersten war Davood Mohamadi.
Ein halbes Jahr arbeitete er ehrenamtlich
bei »Kulturleben« Berlin, dann bekam
er die Bufdi-Stelle. »Ich freue mich, dass
ich anderen Menschen helfen kann und
Kontakte zu Deutschen habe. Und mein
Deutsch ist auch besser geworden.« Gerade hat er die Sprachprüfung B2 bestanden; sie ist Voraussetzung für eine Ausbildung. Mit dem Ehrenamt sind Davoods
berufliche Chancen gestiegen. Er will sie
nutzen.

Claudia Berlin

Foto: Reginald Gramatté
Foto: Reginald Gramatté

www.sozialfabrik.org
Telefon 030 / 525 41 59

2

Davood Mohamadi

erreich

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Begeg

Foto: Felix Grimm

Eine ältere Dame in Gelb und ein junger Mann in Blau trinken zusammen Tee
(oder Kaffee?) und tauschen sich aus. Das
ist eines der neuen Postkartenmotive, die
Karoline Kohle, Grafikdesignerin und
Fotografin aus Köpenick, für STERNENFISCHER gestaltet hat. Der Aufdruck
»Begegnungen machen superreich» auf
der Karte trifft auch auf Karos eigenes ehrenamtliches Engagement zu. Die 28-Jährige wollte mit geflüchteten Menschen ins
Gespräch kommen und sich ein eigenes
Bild machen. So kam sie zum Projekt
Wohngebiets-Patenschaften, das STERNENFISCHER zusammen mit der Wohnungsbaugesellschaft degewo ins Leben
gerufen hat, um geflüchteten Menschen
einen Ansprechpartner in ihrem Kiez zu
vermitteln. Bereits über 25 dieser Patenschaften sind entstanden. In Workshops
können sich interessierte Kiezbewohner
über eine Patenschaft informieren und
Neu-Berliner kennenlernen.

ersten Treffen zwischen den dreien
ging es zunächst darum, einander
besser kennenzulernen. Was mag
man? Wo gibt es Gemeinsamkeiten?
Wo braucht er Unterstützung? Die
Sprache zu lernen, war für Ali besonders wichtig. Da er bereits einen
Deutschkurs absolviert hatte, konnten sie sich gut verständigen. »Die
Flucht war nie ein Hauptthema zwischen uns«, sagt Karo. »Nur wenn
Ali selbst über seine Flucht sprechen
wollte, redeten wir darüber.« Da er
sehr gut und gerne kocht, treffen
sie sich häufig zum Essen, gucken
zusammen Fußball oder gehen auf
Ausstellungen. »Auf dem Weihnachtsmarkt hat er das erste Mal
Kartoffelpuffer mit Apfelmus gegesKaroline Kohle
sen« berichtet Karo. Am Anfang war
Karo unsicher, ob sie genug Zeit für
eine Patenschaft aufbringen könne.
Inzwischen ist eine Freundschaft zwischen allen entstanden, und Karo
gewinnt durch ihr Engagement viel
Energie, Inspiration und neue Kontakte. Seit etwa zwei Jahren arbeitet
Karo an einem Herzensprojekt, selbst
gestalteten Produkten aus Papier, die
inzwischen auch in ihrem Onlineshop
»Karacho Paper» erhältlich sind. Der
Clou: Von jedem verkauften Artikel
geht eine Spende für Bildungsmaterial
an bedürftige Kinder in Südafrika. So
verbindet Karo ihre Leidenschaft für
Gestaltung und Design mit sozialem
Engagement.
Foto: Felix Grimm

Karoline Kohle

arten gestaltet

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TE R N E N FISCH E
hat die neuen S

Andrea Paproth

www.karolinekohle.de

Karo und Ali

So kamen auch Karo und ihr Freund zu
ihrer Patenschaft mit Ali, einem 30-jährigen Syrer. Er floh vor dem Krieg in Syrien und lebt seit 2015 in Berlin. Als er
in eine Wohnung der degewo zog, kannte
er niemanden in seiner Umgebung. Beim

Die neuen STERNENFISCHER-Karten

Infos zum Projekt Wohngebiets Patenschaften:
STERNENFISCHER Freiwilligenzentrum
Telefon 030 / 33 85 60 35
www.sternenfischer.org/freiwillige/wohngebiets-patenschaften
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: »So läuft's!«

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Im Pflegeheim Plänterwald treffe

Foto: Reginald Gramatté

n sich Bewohner und Migranten

Die Gesprächsrunde im Pflegeheim Plänterwald

Ein Septembernachmittag. Ein kleines
Gartencafé. Bäume spenden wohltuenden
Schatten. Und hier soll ich ein Interview
führen? So mit trockenen Fragen und
Antworten? Ganz ungezwungen bildet
sich eine fröhliche Runde: Bewohner des
Pflegeheims »Am Plänterwald« und ehrenamtlich tätige Migranten. Im Notizbuch kann ich nur noch ein paar Fakten
festhalten. Das Gespräch ist viel zu spannend! Die freundlichen Pflegedienstmitarbeiterinnen haben uns kühles Wasser
gebracht.
Wir sitzen zusammen und reden. Wie an
fast jedem ersten Sonntag im Monat treffen sich die aus Aserbaidschan stammenden Maarif Chingizoglu und Yahya Mirzayev sowie Nawid Arafat aus Afghanistan
mit Bewohnern des Heims. Die Idee zu
dieser Gesprächsrunde stammt vom Leadership Berlin – Netzwerk Verantwortung
e. V., das ist ein Netzwerk von Führungs-

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kräften aus Wirtschaft, öffentlichem
und Non-Profit-Bereich. „Besuchen und
Deutsch sprechen» heißt das Projekt. Seit
Herbst 2017 sind Maarif Chingizoglu,
Yahya Mirzayev und Nawid Arafat gern
gesehene Gäste im Haus. Kann einmal
kein Treffen stattfinden, werden sie schon
von Ingrid Noske, Martin Reichelt und
Lothar Dockwitz vermisst.
An so einem Nachmittag werden die
unterschiedlichsten Dinge besprochen.
Einmal ging es nur um die Unwägbarkeiten bei den bestimmten Artikeln der
deutschen Sprache. Warum heißt es: der
Baum und die Blätter, aber das Laub?
Schwer verständlich, wenn man die deutsche Sprache so gern erlernen will wie
Maarif und die Anderen. Oftmals geht es
um die reichen Lebenserinnerungen der
Heimbewohner. Wie zum Beispiel, wenn
Martin Reichelt von seinen Stationen der
Kriegsgefangenschaft berichtet. Zwischen

1945 und 1950 war er in Aserbaidschan in
Gegenden, die seinen Gesprächs-partnern
gut bekannt sind. Mit Hilfe aller Beteiligten wird ein deutsches Wort für die sich
anbahnende Gemeinsamkeit gesucht und
der schöne Begriff des »Landsmanns« gefunden. Wie gut kann man dabei miteinander lachen!
Ingrid Noske und Yahya Mirzayev stellen
fest, dass sie fast Kollegen sind. Sie war
früher Finanzbuchhalterin, er absolviert
gerade ein Praktikum bei der Deutschen
Bahn im Finanzbereich. Aufgeschlossen
und locker ist die Runde. Und ist ein
Wort mal nicht parat, bei den Muttersprachlern oder bei den Lernenden, wird
es durch ein herzliches Lachen ersetzt. »So
läuft´s!« Mit diesen Worten bringt Yahya
Mirzayev die Umsetzung des Projektes auf
Greta Eisner
den Punkt.
www.leadership-berlin.de
Kontakt: Telefon 030 / 224 88 588

» Ich bin ein Unioner «

Sharfan Mohammad ist in Köpe

nick angekommen – und engagie

rt sich vielfältig

rliner

Die Weltbe

für Sharfan Mohammad einfach
selbstverständlich, er kennt es von
zu Hause nicht anders. Zuhause, das war Syrien. Keine sichere
Heimat für den jungen Kurden.
Als 17-Jähriger kam er allein nach
Deutschland, lernte im Eiltempo die deutsche Sprache, suchte
Kontakt zu Deutschen. Er redet
gern, sagt er von sich. Und er mag
Fußball. Zweimal in der Woche
trainiert er die Fußballmannschaften im Flüchtlingsheim, das
Projekt »Willkommen im Fußball« wird vom 1. FC Union unterstützt. »Ich bin ein Unioner«,
sagt Sharfan lachend. Er ist längst
angekommen in Deutschland, in
Berlin, in Köpenick.  Claudia Berlin
Foto: Reginald Gramatté

Foto: Reginald Gramatté

Im Flüchtlingsheim in der Köpenicker Alfred-Randt-Straße nennen
ihn alle nur Schero. Warum, weiß
Sharfan Mohammad auch nicht.
Nur, dass er unter diesem Namen
bekannt ist wie der sprichwörtliche
bunte Hund. Obwohl er schon seit
einem Jahr in einer eigenen Wohnung lebt, ist er noch fast täglich im
Heim. Sharfan Mohammad weiß:
Er wird gebraucht. Er begleitet andere Flüchtlinge zum Sozialamt,
dem Jobcenter oder der Ausländerbehörde, geht mit ihnen einkaufen,
übersetzt Briefe oder schlichtet
auch mal einen Streit. Der Begriff
»ehrenamtliches
Engagement« Anderen zu helfen ist für »Schero« (3. v. l.) selbstverständlich.
scheint ihm fast zu groß für das,
was er tut. Anderen zu helfen ist

ammen im Chor

Alt- und Neuberliner singen zus
freundliches »Willst Du bei uns mitmachen?« entgegen. Ich bin von der Professionalität des fast 30 Köpfe umfassenden
Ensembles überrascht. Das Repertoire
reicht von syrisch-iranischen, über japanische und ungarische bis hin zu plattdeutschen Liedern. Fasziniert blicke ich auf
die einzelnen Schritte, von der Sprechzur Singstimme zu kommen. Nach dem
Singen geht es in eine Kiezkneipe, um
sich auszutauschen und kennenzulernen.
Gern nehme ich das Angebot an, zu einem Konzert vorbeizuschauen. Während

des Publikumsapplauses frage ich eine
Sängerin, wie sie gerade zu dieser Runde
gestoßen sei. »Ich habe lange auf Sizilien
in Messina gelebt und die einzige kulturelle Abwechslung dort war der örtliche
Chor. Nach der Rückkehr wollte ich dies
in Berlin weiterführen. Und so bin ich
glücklicherweise hier gelandet.«
www.die-weltberliner.de
Proben jeden Montag: 19.45 – 21.45 Uhr
in der Karl-Kunger-Str. 30
Walter Franzke

Foto Walter Franzke

Fast jeder Berliner kennt das von Barenboim und Said gegründete West-Eastern
Divan Orchestra, in dem israelische und
arabische Musiker gemeinsam spielen.
Maestro Barenboim selbst sagte dazu:
»Wir müssen die Welt durch die Musik
verstehen lernen.« Einen ganz ähnlichen
Ansatz verfolgt der Chor »Die Weltberliner«, der Geflüchtete, Alt- und Neuberliner/innen zusammenbringen will.
Ich schaue zur montäglichen Probe im
KIEZKLUB Gérard Philipe in Alt-Treptow vorbei. Beim Eintreten schlägt mir ein

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Die Welt durch Musik verstehen: der Chor »Die Weltberliner«

Horst Posingies

Foto: Heine

Foto: Reginald

Jessica Behne

»Ich bin seit fünf Jahren bei den
Berlin Greetern aktiv. Greeter
heißt wörtlich übersetzt Begrüßer,
weniger wörtlich ehrenamtlicher
Fremdenführer. Wir bieten Stadtführungen an, bei denen die Gäste
die Stadt mit den Augen von Einheimischen sehen können. Inzwischen habe ich rund achtzigmal
Besucher aus dem In- und Ausland
durch Berlin geführt, meist zwei
bis drei Stunden lang. Manchmal
entstehen daraus Freundschaften.
Momentan können wir nur 30 bis
40 Prozent der Anfragen beantworten, wir suchen also noch MitstreiterInnen. Es macht Spaß, ein
Botschafter dieser Stadt zu sein.«

»Auf ArbeiterKind.de bin ich zufällig gestoßen, dort ehrenamtlich
mitzuarbeiten war eine sehr bewusste Entscheidung. Ich stamme
selbst aus einer Arbeiterfamilie,
bin die erste, die studiert hat. Für
meine Kommilitonen aus Akademikerhaushalten war vieles selbstverständlich, was ich mir erst erarbeiten musste. Drei von vier
Akademikerkindern studieren, aus
den anderen Familien nicht mal
jedes vierte Kind. Das zu ändern
gebe ich meine Erfahrungen bei
ArbeiterKind.de weiter. Für mich
ist es immer ein Erfolgserlebnis,
wenn ich an meinem Beispiel zeigen kann, was alles geht.«

»Seit 2016 engagieren sich meine
Frau und ich für Geflüchtete. Im
Internet sind wir auf die STERNENFISCHER und das Projekt
Hausaufgabenhilfe gestoßen. Gegenwärtig kümmern wir uns um
rund zehn Kinder zwischen sechs
und zwölf Jahren. Was die Integration der Geflüchteten behindert,
ist die Wohnsituation. Deshalb
helfe ich seit einiger Zeit kinderreichen kurdischstämmigen Familien
aus Syrien bei der Wohnungssuche.
Auch wenn nicht alle Bemühungen erfolgreich sind, ist es eine
sinnvolle ehrenamtliche Arbeit, die
wir da leisten.«
Protokolle: Claudia Berlin

die Freiwilligentage
amFreiwilligentage
7.und 8. September
2018 8.
hatSepSTERNENFISCHER
kennenlernen:
Für die
am 7.und
40
Mitmachaktionen
in
Treptow-Köpenick
koordiniert.
tember 2018 hat STERNENFISCHER 40 Mitmachaktionen50
gemeinnützige
Einrichtungen,
Initiativen
und Vereine Einwaren
in
Treptow-Köpenick
koordiniert.
50 gemeinnützige
dabei.
Die
Bildergalerie
zeigt
die
Vielfalt
der
Engagementrichtungen, Initiativen und Vereine waren dabei. Die BilderMöglichkeiten.
galerie
zeigt die Vielfalt der Engagement-Möglichkeiten.

Foto: Reginald Gramatté

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Anpacken bei der Geschichtsinitiative
»Königsheider Eichhörnchen«

Gisela und Rolf
Zimmermann

penick
ö
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Freiwilli
» Eine
Anpacken, mitmachen
kennenlernen: Für
Anpacken,
mitmachen und
undehrenamtliches
ehrenamtlichesEngagement
Engagement

Foto: Reginald Gramatté

Schokocrossies im Seniorenzentrum BETHEL

amatté
Foto: Reginald Gr

Gramatté
Foto: Reginald

Gramatté

STERNE des Monats

Blumengrüße von der Sozialstiftung Köpenick

Aus Alt wird Neu im
Weltladen Köpenick

Engagierte Newcomer

r Gesellschaft
chtete geben de

Geflü

Miteinander reden, Missverständnisse
beseitigen
Mit dem Programm »Engagierte Newcomer« unterstützt GoVolunteer seit Juni 2018 verstärkt Flüchtlinge, die sich in einem
Ehrenamt engagieren wollen. Mit der Berliner Staatssekretärin
für Bürgerschaftliches Engagement Sawsan Chebli, deren Familie
1970 selbst Asyl in Deutschland gefunden hatte, konnte man eine
Schirmherrin gewinnen, die weiß wovon sie spricht: »Geflüchtete,

die sich ehrenamtlich engagieren, lernen Menschen, Sprache und
Berufsleben in Deutschland kennen - und geben der Gesellschaft
auch noch etwas zurück.«

Foto: GoVolunteer

Als Khaled Abdalla vor drei Jahren aus Syrien flüchtete und nach
Berlin kam, wollte er nicht nur Hilfe in Anspruch nehmen, sondern selber helfen. Mit seinen Englisch-Kenntnissen konnte er
anderen Geflüchteten seiner Unterkunft in Marzahn bei Behördengängen als Dolmetscher zur Seite stehen.
Auch Majdi Laktinah wollte andere unterstützen. Er bot seine
Hilfe der Berliner Stadtmission an, die sich als Betreiber um seine Unterkunft kümmerte. Aus dem Ehrenamt wurde zunächst ein
Teilzeit- später dann ein Vollzeit-Job.
Beide finden Unterstützung durch den Verein GoVolunteer.
Dieser hat ein Internetportal aufgebaut, das soziale Initiativen
und Ehrenamtliche zusammenbringt und dabei auch gezielt
Geflüchtete und Migranten anspricht.
»Viele Menschen, die neu nach Deutschland gekommen sind,
wollen sich sozial engagieren«, berichtet Malte Bedürftig, einer
der beiden Gründer von GoVolunteer. »Bei den Projekteen auf
GoVolunteer schätzen wir den Anteil der freiwilligen Helfer mit
Flucht- oder Migrationshintergrund auf etwa 30 Prozent.« 2015
ging GoVolunteer an den Start, hat bis heute in über 3000 Projekten in 100 Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Ehrenamtliche vermittelt und steht dabei in Kontakt mit über
120.000 Nutzern.

etwas zurück

Viele Geflüchtete wollen sich sozial engagieren.

Khaled Abdalla kann das nur bestätigen. Heute studiert er Informatik in Berlin, arbeitet als studentische Hilfskraft an seiner Fakultät und zählt zu den «Engagierten Newcomern». Seit einigen
Monaten hilft er mit seinen Fachkenntnissen als werdender Informatiker einen Verein aufzubauen, der sich zum Ziel gesetzt hat,
Waisenkindern in Syrien zu einer Ausbildung zu verhelfen. Seine
Hoffnung: dass man genügend Mittel akquirieren kann, um eine
Schule zu bauen. Khaled Abdalla: »Wenn wir direkt miteinander
reden, beseitigen wir Missverständnisse und lernen uns kennen.
Wie und warum macht ihr das und machen wir das, so geht das
bei euch, so geht das bei uns.« Integration funktioniert am besten,
wenn man sich auf Augenhöhe begegnet. 
Stephan Schulte
www.engagierte-newcomer.de | www.govolunteer.com

2018
hsten! «

Familiensportfest in der GU Quittenweg

Foto: Schielei

Foto: Iwona Meier

Foto: Reginald Gramatté

gute Tat führt zur näc

Neuer Glanz für den KIEZKLUB Bohnsdorf

7

10 Jahre STER N EN FISCHE R

Die Jubiläumssause
feierten fröhlich und bei strahlendem Wetter das Engagement
im schönsten Berliner Bezirk. Neben Worten aus der Politik und
Verwaltung, aus dem Vorstand und der Geschäftsführung des
Trägers und natürlich vom STERNENFISCHER-Team selbst
gab es Kulturbeiträge vom Duo Friedrich & Wiesenhütter, dem
Berliner Begegnungschor und einem DJ.

Fotos: Jule Halsinger

Ein ganzes Jahr Geburtstag feiern: Mit zehn Veranstaltungen hat
STERNENFISCHER 2018 seinen 10. Geburtstag gefeiert. Darunter waren das Sofakonzert am 8. März, die Radtour STARS
on Bike zu Orten des Engagements oder ein internationales Barbecue im August. Der Höhepunkt aber war die große Jubiläumsparty am 19. September in der Freiheit 15 in Köpenick. 220 Gäste, Freiwillige, Wegbegleiter*in und Kooperationspartner*innen

Die STERNENFISCHER-Party
am 19. September 2018

Für jede/n das passende Engagement: Das STERNENFISCHER Freiwilligenzentrum Treptow-Köpenick berät Menschen und Einrichtungen, die sich
ehrenamtlich engagieren oder mit Freiwilligen zusammenarbeiten möchten.

Oberspreestr. 182, 12557 Berlin
www.sternenfischer.org

Impressum: Jahrgang 7, Ausgabe 4/2018 | Herausgeber: STERNENFISCHER Freiwilligenzentrum Treptow-Köpenick, Oberspreestr. 182, 12557 Berlin, Tel. 030/24 35 85 75, Fax 030/68 07 41 61,
www.sternenfischer.org, www.facebook.com/STERNENFISCHER.Freiwilligenzentrum | STERNENFISCHER ist ein Projekt der Stiftung Unionhilfswerk Berlin. | V. i. S. d. P.: Manja Harm | Projektleitung:
Elisabeth Schwiontek, STERNENFISCHER | Redaktion: Claudia Berlin, Greta Eisner, Walter Franzke, Reginald Gramatté, Annette Kunsch, Andrea Paproth, Stephan Schulte | E-Mail: redaktion@sternenfischer.org | Layout: USE-Mediengestaltung (Ines  Kersting, Paul  Jahnke) | Druck: Union Sozialer Einrichtungen gemeinnützige GmbH (USE gGmbH). Gedruckt auf 100% chlorfrei gebleichtem
Papier. | Erscheinungsweise: quartalsweise | Auflage: 1.000 Stück | Redaktionsschluss der aktuellen Ausgabe: 28. September 2018, Hinweis: Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung
der Redaktion wieder. | Spendenkonto: Stiftung Unionhilfswerk Berlin, IBAN: DE17 1002 0500 0001 4080 00, BIC: BFSWDE33BER, Verwendungszweck: »Spende STERNENFISCHER« | Spendenbescheinigung auf Wunsch
        
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