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Periodical volume

Full text: Sternenzeit Issue 5.2016,2

Jahrgang 05 / Ausgabe 02 / Sommer 2016

Zeitung aus treptow-KöpenicK für freiwilliges engagement

Schwerpunktthema

Musikalisches Engagement
Seite 1-3

Nachgefragt

Angekündigt

Henning Scherf vom
Deutschen Chorverband
Seite 5

Veranstaltungshinweise
rund ums Engagement
Seite 7

Musik im Park

Immer mittwochs
im Schlosspark Köpenick

Liebe Leserinnen
und Leser,

Foto © Reginald Gramatté

der Sommer steht vor der
Tür. Vögel zwitschern in den
Bäumen, Straßenmusiker/
innen stimmen wieder ihre
Lieder an und aus offenen
Fenstern tanzen Klänge in die
Straßen hinein. Musik liegt in
der Luft.

Musik im Park am 20.08.2014 – Wagenbreth & Uhlmann

Ab 1. Juni um 18 Uhr ist es wieder soweit. Musik
im Park, nämlich im Schlosspark Köpenick, geht in
die sechste Runde. Für Ihr Picknick auf der grünen
Wiese sorgen Sie, für die Musik sorgen die, die
sich darauf verstehen. In diesem Jahr 14 Bands,
Solisten, Duos. Stilrichtung? Lassen Sie sich
überraschen, z.B. von „irgendwo im Nirgendwo“
(Langschlenderer, 03.08.), Indie Folk (Dorothy
Bird, 13.07.), Russischem Soul (Pavel Gayodenko, 15.06.) oder der Band mit der Harfe (Jeanine
Vahldieck, 01.06.). Auch die kanadische Band Jay
Ottaway ist am 27.07. wieder dabei.
Musik im Park wurde 2011 von Matthias Schlesinger ins Leben gerufen, der sich mit seinem Unternehmen Schlesinger-Events auch hauptberuflich
der Organisation von Veranstaltungen und dem
Event-Marketing verschrieben hat. Hier im Park
war und ist er aber mit der Auswahl der Musiker,

der gesamten Organisation, der Öffentlichkeitsarbeit rein ehrenamtlich unterwegs. Im letzten Jahr
hat er für diese Aufgabe den Verein KuKuK Berlin
gegründet und den Vorsitz übernommen. Bei den
unvermeidlichen GEMA-Gebühren springt der
Tourismusverein Treptow-Köpenick ein, weitere
Sponsoren und Spenden sind hochwillkommen.
Als Matthias Schlesinger vor fast 10 Jahren aus
Nordrhein-Westfalen nach Köpenick zog, war er
von der Schlossinsel fasziniert und entwickelte
die Idee, diese den Köpenickern auf ganz neue
Weise nahe zu bringen. Falls noch nicht geschehen,
sollten Sie sich überzeugen, wie gut ihm das
gelungen ist – ab Juni jeden Mittwoch, 18 Uhr.
Kontakt
www.kukuk-berlin.de

Wie wichtig Musik für
viele
Menschen
ist,
zeigt diese Ausgabe der
STERNENZEIT. Auf den
folgenden Seiten widmen
sich die ehrenamtlichen
Redakteurinnen
und
Redakteure dem vielfältigen
musikalischen Engagement
von
Menschen
in
Treptow-Köpenick
und
Berlin. Diese singen und
musizieren,
organisieren
Musikveranstaltungen und
tragen so alle dazu bei, dass
unser Leben ein bisschen
beschwingter wird.
Eine genussvolle
wünscht nun

Lektüre

Ihre STERNENZEITRedaktion
Stephan Schulte

Hingeschaut

Viva la Musica
Im Kunger-Kiez trifft sich der Berliner Flüchtlingschor

Foto © Sandra Holtermann

führend. Denn das
Angebot in der KungerKiezInitiative richtet sich nicht nur an
Geflüchtete, sondern
an alle, die gerne
gemeinsam
singen
wollen. Und so setzt
sich der Chor aus
rund 20 Bewohner/
innen aus Alt-Treptow
und den umliegenden
Kiezen sowie derzeit
sechs geflüchteten
Männern zusammen.
Gemeinsam geht alles besser! Auch das Aufwärmen für die Chorprobe

Für Tenor Nabil aus der Flüchtlingsunterkunft in Baumschulenweg und Sopransängerin Indre aus Kreuzberg steht
der Berliner Flüchtlingschor vor allem für
Spaß und die Begegnung mit Freunden
und gegenseitige Unterstützung. Dabei
ist der Name des Chors erst einmal irre-

Nach geflüchteten Frauen hält man bisher hingegen vergebens Ausschau. Eine
Situation, die sich ändern soll, so Chorleiterin Karoline Rieder. Doch sie weiß,
dass Chorgesang für viele Menschen aus
anderen Kulturen fremd ist und viele geflüchtete Frauen sich in dem für sie noch

fremden Berlin oft nur sehr zurückhaltend
bewegen. Doch auch wenn es noch ein
wenig dauern sollte - die Türen des Chors
stehen für interessierte Neu-Berliner/
innen weit offen.
Karoline Rieder hat den Flüchtlingschor
im Sommer 2015 gegründet. Seitdem
beweisen die Sängerinnen und Sänger jeden Montag, dass Musik alle Sprachgrenzen überwinden kann. Sie stimmen arabische, deutsche, hebräische und spanische
Lieder an - auch wenn sie der Sprache
eigentlich nicht mächtig sind. Beim
Singen wird dann auch deutlich, dass
hier klassische Chorarbeit geleistet wird:
Stimmen werden einzeln eingeübt und zusammengeführt, exakte Einsätze gefordert.
Da auch dabei das herzliche Miteinander
im Mittelpunkt steht, ist der Chor sowohl
für Nabil als auch für Indre so besonders.
Kontakt
berlinerfluechtlingschor@yahoo.de
Sandra Holtermann

Eine "Neu-Berlinerin" im Konzerthaus
Johanna Zündorf über ihr Engagement für Musik und Bildung

2

während der konzertfreien Zeit Einblicke
in das Haus erhalten. Wichtig bei meinem
Engagement sind mir dabei immer zahlreiche zufriedene und gut beratene Gäste.
Außerdem bereichern mich die zwischenmenschlichen Kontakte und der rege
Austausch über Themen aus Kultur und
Geschichte. Mir ist auch die Förderung von
Kindern sehr wichtig. Ich engagiere mich
im Großelterndienst und im VBKI als Lesepatin für Grundschüler. Für mein Engagement investiere ich Zeit und bringe meine
Lebenserfahrung ein. Dafür bin ich selber
immer am laufenden Geschehen beteiligt
und erhalte viel Freude und Dankbarkeit
zurück.“

Foto © Manja Harm

Johanna Zündorf, geboren 1939 in Berlin, lebte fast 60 Jahre im Rheinland. Nach
ihrem Eintritt in den Ruhestand zog es sie
zurück nach Berlin mit seinem vielfältigen
Angebot an Kunst und Kultur. „Aufgrund
meines Kulturinteresses habe ich im Jahr
2003 auf eine Zeitungsanzeige reagiert,
in der der Aufbau des Besucherdienstes
im Konzerthaus Berlin beschrieben und
erste Freiwillige gesucht wurden. Ich startete dann mit vier anderen Freiwilligen als
erste Gruppe des Besucherdienstes im
Konzerthaus. Heute sind wir schon fast 70
Ehrenamtliche, die für die Besucher am roten Schal zu erkennen sind. Zwei bis drei
Mal im Monat bin ich seither im Konzerthaus tätig. Hierbei betreue ich die Gäste
vor und nach der Veranstaltung sowie in
den Konzertpausen und führe Gespräche
über das Haus. Außerdem stehe ich als
Ansprechpartnerin für die Aktion „EinBlick

Johanna Zündorf - Ehrenamtliche der ersten Stunde
beim Besucherdienst im Konzerthaus

frei“ zur Verfügung. Dabei können Interessierte durch ein großes Fenster auch

Kontakt
www.konzerthaus.de/service/
news/ehrenamt
Cordelia Krech
SternenZeit

Hingeschaut

Musik gegen Armut und politischen Extremismus
Wie ein Treptower Verein Kinder in Bangladesch unterstützt
begann, ist inzwischen zu einem Projekt für
über 200 Kinder mit Näh- und Computerkursen und einer kleinen Musikschule geworden.
Insbesondere der Musikunterricht spricht
gezielt junge Schülerinnen an. Sie sollen
den Gebrauch von traditionellen Instrumenten wie Tabla, Harmonium oder Flöte
sowie klassischen Gesang und Tanz erlernen. Die Idee: Wenn Mädchen mit Auftritten Geld verdienen und so ein wenig zum

Foto © Schools in ambikapur e.V.

Für viele Menschen ist Musik ein Hobby, ein
erholsamer Ausgleich zum Arbeitsalltag.
Doch Musik hat darüber hinaus natürlich
auch eine soziale und politische Dimension.
Genau da setzt die Arbeit des Treptower
Vereins Schools in Ambikapur e.V. an. Seit
2011 ist er in Bangladesch an der Grundund Mittelschule des Dorfes Ambikapur
aktiv. Was mit Nachhilfeunterricht für 15
Kinder und einer Grundausstattung für 40
Kinder aus extremen Armutsverhältnissen

Familieneinkommen beitragen, werden sie
nicht schon mit 14 Jahren von der Schule
genommen und verheiratet. Und je länger
sie ausgebildet werden, umso größer sind
ihre Aussichten auf ein etwas besseres Leben. Hinzu kommt: Bis heute erzählen sich
die Menschen in Bangladesch mit Musik
und Gesang, was in ihrem Land passiert.
Ein Dorn im Auge radikaler Islamisten, die
diese Art der Musik am liebsten als unislamisch verbieten würden. Wenn also junge
Menschen das musikalische Erzählen erlernen, besteht die Chance, diese bedrohte
Tradition zu bewahren.
Finanziert wird das Schulprojekt derzeit
vor allem durch gut 50 Patenschaften. Im
letzten Jahr konnte die Musikschule zudem
durch Förderung des Bezirks TreptowKöpenick mit neuen Musikintrumenten
ausgestattet werden.
Kontakt
www.schoolsin-bd.com
kontakt@schoolsin-bd.com
Sandra Holtermann

Musiklehrerin Tripty Roy führt Schülerinnen in das Harmonium-Spiel ein

Für die Jazz'n'Oldies nicht nur ein Satz auf der Homepage

Jede Chorprobe ist eine Sauna für die Seele
Sänger/innen angewachsen. Jeden Montagabend wird geprobt.
Los geht´s mit Stretching, Boxen, Atmen zum Lockerwerden.
Dann wird gesungen: ein Lied
aus dem Repertoire, dazu zwei
neue Titel. Jazz-Klassiker und
Rock und Pop der letzten 50 Jahre. Die Arrangements schreibt
Susanne Faatz, oft gemeinsam
mit ihrem Mann, der den Chor am Klavier
begleitet. Es gibt also Notenblätter, doch
die nimmt die Chorleiterin den Sänger/innen oft aus der Hand. Sie sollen nicht vom
Blatt singen, sondern Kontakt zum Publikum halten und Spaß vermitteln. Den
haben die Oldies bei ihren Proben. Oft
kommen sie nach einem langen Arbeitstag
als Lehrer, Krankenschwester, Finanzbe-

Zeitung Für FreiwilligeS engageMent auS treptow-KöpenicK

Foto © reginald grammaté

Die Waschhalle im Straßenbahndepot
ist bis auf den letzten Platz besetzt. Viele
Besucher/innen müssen stehen, doch so
singt es sich besser. Gerade haben die
Jazz´n´Oldies den Titel „African call“ angestimmt und Chorleiterin Susanne Faatz hat
alle zum Mitsingen oder Mitklatschen aufgefordert. Die Jazz´n´Oldies sehen sich als
Gute-Laune-Chor und die wollen sie auch
hier beim Schöneicher Musikfest verbreiten.
Perfektion ist da zweitrangig, ihnen geht es
um den Spaß am Singen. Der war der Grund,
dass 2003 einige sangesfreudige Eltern auf
die Idee kamen, einen Chor zu gründen. Sie
hatten bei ihren Kindern – alle Mitglieder
der Jazz Vocals - erlebt, wie viel Freude gemeinsames Singen macht. So kam es zu den
Jazz´n´Oldies und Susanne Faatz zu ihrem
zweiten Chor. Der ist mittlerweile auf gut 30

Susanne Faatz lädt das Publikum zum Mitsingen ein

rater oder Handwerker mit hängenden
Mundwinkeln zur Chorprobe, so hat es Susanne Faatz beobachtet. Nach Hause gehen
sie dann mit einem Lächeln auf den Lippen.
Kontakt
www.jazznoldies.de
Claudia Berlin

3

Nachrichten

Informationen unter
www.silbernetz.org
www.tante-inge.org
Andrea Paproth

4

Selten hat Ihr Lottoeinsatz
einen stimmungsvolleren
Verwendungszweck gefunden. Auch in diesem
Jahr übernimmt die LOTTO-Stiftung Berlin wieder
den Löwenanteil der Kosten für die Fête de la Musique. Importiert hat Berlin
das „Fest der Musik“ aus
Paris. Wie dort wird es hier
und in mehr als 500 weiteren Städten weltweit zum Sommeranfang am 21. Juni gefeiert.
Um 16 Uhr startet das Nachmittagsprogramm,
meist draußen. Ab 22 Uhr geht’s drinnen weiter.
Alle musikalischen Stilrichtungen sind vertreten
und jeder, der mag, darf mitmachen, vom renommierten Orchester bis zum Laien. Gespielt
wird an über 100 Standorten und wer Lust hat,
macht Musik von 16 bis 22 Uhr berlinweit auf
der Straße.
Wenn Sie am 21. Juni nicht so weit reisen

Den Sommer mit Musik begrüßen

möchten, bleiben Sie im Bezirk. In TreptowKöpenick finden sich sieben Standorte: in
Alt-Treptow (ELSE und White Trash), in
Adlershof in der Dörpfeldstraße (vor den Geschäften Backs und Wunderbar), in Baumschulenweg (Gartentanz und Rumba) und in
Niederschöneweide im Novilla.
www.fetedelamusique.de/programmsuche
Stephan Schulte

Jugendpräventionskampagne
der Deutschen Tinnitus-Stiftung
Kein Arbeitnehmer darf einem Schallpegel ausgesetzt werden, den Jugendliche auf Musikveranstaltungen oder beim Musikhören mit Kopfhörern regelmäßig hinnehmen. 85 Dezibel sieht
der Arbeitsschutz als Grenzwert vor. 90 bis 110
Dezibel ergeben Lärmmessungen in Diskos und
auf Konzerten. Zur Anschauung: Ein Schallpegel
von 100 Dezibel entspricht dem Lärm einer Kettensäge. Was droht, sind Schwerhörigkeit und
Tinnitus.
Von Tinnitus sind in Deutschland Millionen Menschen betroffen, Tendenz steigend,
besonders bei jungen Menschen.
Viele müssen lernen, über Jahre mit
dem Pfeifen, Klingeln, Piepsen im
Ohr zu leben. Wirklich heilen kann
man Tinnitus noch nicht.
„Ich höre was, was du nicht hörst“.
Nein, das ist kein makabres Spiel
zum Thema. Das ist der Slogan
der Aufklärungskampagne der
Deutschen Tinnitus-Stiftung Charité. Sie bildet junge Freiwillige
aus, die auch in diesem Jahr auf

großen Musikfestivals Besucher ansprechen,
über Tinnitus und Gehörschutz aufklären und
kostenlose Ohrstöpsel verteilen. Ohren lieben
Musik – aber keine 100 Dezibel.
Kontakt
www.deutsche-tinnitus-stiftung-charite.de
www.facebook.com/
deutschetinnitusstiftungchariteberlin
Stephan Schulte

Foto © Deutsche tinnitus-Stiftung charité

Viele Menschen sind im Alter von 70, 80 oder 90 Jahren
alleinstehend und ohne soziale
Kontakte. Fernsehen, Radio und
seltener das Internet sind oft der
einzige Draht zur Außenwelt.
Einsamkeit bestimmt ihren Alltag. Ab Ende 2016 können bei
Silbernetz ältere, vereinsamte
Menschen kostenlos, anonym
und vertraulich rund um die
Uhr anrufen. Unter der Rufnummer 0800/4708090 werden
deutschlandweit Angebote in
direkter Nachbarschaft, Informationen oder professionelle
Hilfen vermittelt. Ebenso finden
ältere Menschen hier eine/n
Silbernetzfreund/in,
der/die
sich einmal pro Woche für eine
Stunde die Zeit für ein nettes
Gespräch am Telefon nimmt.
Auch die Initiatoren des
Projekts Tante Inge haben sich
gefragt, welche Wünsche und
Bedürfnisse Ältere haben. Die
Idee kam so: Großtante Inge
wünschte sich vor zwei Jahren einen Kinobesuch mit ihrer
Großnichte. Dies war der Start
für das Tandem-Projekt, das
Jung und Alt zusammenbringt.
Tante Inge steht hier mit Rat
und Tat zur Seite. Inzwischen
sind auch weitere Projekte
entstanden, die man mit
Konzept, Ablaufplan und Checkliste leicht nachmachen kann.
So ist Tante Inge beim Kaffeeklatsch, Zocken, Cocktails mixen,
Stricken oder im Advent unterwegs.

Umsonst und (meist) draußen
Foto © cc BY-nc-Sa 2.0 Dominik Butzmann

Tante Inge und
das Silbernetz

Volunteers der Deutschen Tinnitus-Stiftung bei Lollapalooza 2015

SternenZeit

Nachgefragt
Noch kein Volk von Sängern,
aber auf einem guten Weg
Seit
2005
leitet
der
ehemalige Bürgermeister von
Bremen ehrenamtlich den
Deutschen Chorverband

 Herr Dr. Scherf, was bedeutet Ihnen Musik?
Ich bin ein begeisterter Sänger. Als Knabe habe ich im
Liebfrauenchor gesungen. Der
ist in Bremen das, was die Thomaner in Leipzig sind. Wir hatten die großen Partituren der
Barockmusik im Repertoire.
Mit dem Stimmbruch war dort
Schluss für mich. Später hatte
ich zu wenig Zeit für Chorgesang, aber seit meiner Pensionierung singe ich im Bremer
Ratschor. Wir sind ein sehr
ehrgeiziger Chor mit rund 120
Sängern und Sängerinnen und
einem wunderbaren Chorleiter. Vor kurzem waren wir auf
Konzertreise in Odessa und
haben mit der dortigen Philharmonie Haydns „Schöpfung“
aufgeführt.

 Bitte

beschreiben Sie
kurz den Deutschen Chorverband.
Den Deutschen Chorverband
gibt es erst seit 2005; ich bin
also der erste Präsident. Chorsingen hat aber in Deutschland
eine lange Tradition. 1862 wurde der Deutsche Sängerbund
gegründet als eine demokratische Bewegung, die sich gegen das Fürstentum und für
Gedankenfreiheit engagierte.
Kurze Zeit später entstand die
Arbeitersängerbewegung. Es
hat also sehr lange gedauert
bis zur Vereinigung der Chorsänger. Jetzt sind wir mit über
1,4 Millionen Mitgliedern und
rund 21.000 Chören die mit-

gliederstärkste Organisation
der Amateurmusik weltweit.

 Welche Aufgaben haben
Sie als Präsident des Deutschen Chorverbandes?
Momentan stehen zwei große
Vorhaben an: zum einen das
Deutsche Chorfest, ein großes
Chortreffen, das alle vier Jahre
stattfindet. Ende Mai werden
sich Chöre aus aller Welt in
Stuttgart treffen und auf 700
Veranstaltungen vier Tage lang
singen. Zum anderen ist Anfang des Jahres der Aufbau
des Chorzentrums in Berlin
beschlossen worden. Die Bundesregierung fördert es mit 2,1
Millionen Euro. Der Chorverband wird also künftig in Neukölln seinen Sitz haben, gleich
neben dem Heimathafen. Da
ist übrigens auch eine Zusammenarbeit geplant. Denn das
Zentrum soll auch Veranstaltungsort und Akademie sein.
Daneben sehe ich es als meine
ständige Aufgabe, den Chorgesang zu fördern, ihn populär zu machen, die Menschen
von Musikkonsumenten zu
Akteuren zu machen. Gemeinsam zu singen macht nicht nur
Spaß, es fördert die Konzentrationsfähigkeit, aktiviert das
Gedächtnis, bringt Menschen
aller sozialer Schichten, aller
Altersgruppen zusammen und
ist ein Mittel gegen Einsamkeit
im Alter. Noch sind wir kein
Volk von Sängern wie zum Beispiel die Balten oder die Polen,
aber wir sind auf einem guten
Weg. Den weiter zu ebnen, dafür bin ich angetreten.

 Welche

Bedeutung hat
ehrenamtliches Engagement

Zeitung Für FreiwilligeS engageMent auS treptow-KöpenicK

für die Chöre Ihres Verbandes?
Ohne ehrenamtliches Engagement gäbe es die meisten
Chöre nicht. Da sind vor allem
die Chorleiter zu nennen, die
mit viel persönlichem Einsatz
und Zeitaufwand die Chöre
zusammenhalten. Die meisten
von ihnen sind Musiklehrer,
sie sind die Stütze der Chöre.
Dann haben wir die Kirchenmusiker, die oft neben ihrem
Kirchenchor noch einen anderen Chor leiten. Und zunehmend engagieren sich Migranten in den Chören. Vor allem
aus Russland, dem Baltikum
und Polen sind viele begabte
Musiker zu uns gekommen.
Ich war kürzlich zum Jubiläum
eines Männerchores eingeladen, der von einer jungen Frau
aus Georgien geleitet wird.
Dieses Miteinander zu erleben
war einfach toll. Musik ist auch
ein guter Weg, um Migranten
und geflüchtete Menschen zu
integrieren.

 Wie

sehen Sie die Zukunft der Chöre in Deutschland?
Es gibt eine lebendige Chorszene, längst nicht alle Chöre
sind organisiert. Hauptsache,
es wird gemeinsam gesungen.
Wir setzen da ganz früh an. Für
Kindergärten haben wir das
„Caruso“-Projekt ins Leben
gerufen. Das ist eine bundesweite Initiative, die die musikalische Entwicklung der Einbis Sechsjährigen fördern soll
und zwar nach festgelegten
Kriterien. Dazu gehört, dass
täglich gemeinsam gesungen
wird, altersgerechte Lieder in
einer kindgemäßen Tonhöhe.

Foto © Henning Scherf/Bremer Senatskanzlei

Dr. Henning Scherf vom Deutschen Chorverband im Gespräch mit STERNENZEIT-Redakteurin Claudia Berlin

Musik ist für
Henning Scherf ein Lebenselexier

Wir unterstützen die Kindergärtnerinnen dabei mit einer
Weiterbildung gemeinsam mit
den Musikhochschulen. Mittlerweile gibt es rund 5.000
„Caruso“-Kindergärten. Künftig wollen wir mit dem Projekt
auch in die Grundschulen gehen.

 Welcher

Chorsatz liegt
Ihnen besonders am Herzen?
Ich bin ein großer Bach-Fan
und liebe seine h-Moll-Messe. Ich mag aber auch seine
Motetten sehr und bin sicher,
dass sie mich bis an mein Lebensende begleiten werden.

5

Vorgestellt

Kontakt
Alexandra Papadopulus
030/53071364
a.papadopulus@fez-berlin.de
www.fez-berlin.de
Annika Duft

Eine gute Seele im Frauensport
Kürzlich 80 Jahre alt geworden,
ist Rosemarie Dahlke noch immer sportlich unterwegs. Sie
ist seit über 60 Jahren aktives
Mitglied der Gymnastikgruppe
der VSG Rahnsdorf e.V. und
seit 1988 auch deren ehrenamtliche Buchhalterin und
Kassiererin. Ganz alte Schule,
bewahrt sie die handschriftlich
geführten Karteikarten, Mitgliederlisten, Buchführung und

Fotos in einem alten Aktenkoffer auf und kann jederzeit über
ihre Sportgruppe Auskunft
geben. Sie organisiert seit Jahren gemeinsame Feiern und
Ausflüge und versteht sich als
erfahrene Ansprechpartnerin
in allen Lebenslagen.
Kontakt
www.vsg-rahnsdorf-49.de
Annette Kunsch

Claudia Johann (36)

Soziale Ungleichheit beginnt im Kopf
Claudia Johann will mit
Worten die Welt verändern.
Gemeinsam mit Kommilitoninnen hat die 36-jährige
aus dem Wedding 2010 den
bildungspolitischen
Verein
„machtWorte!“
gegründet.
Der
Grund:
Diskriminierung, egal ob aus sozialen,
rassistischen oder sexistischen
Motiven, äußert sich oft in
verletzender, herabsetzender
Sprache. Claudia Johann setzt
sich – auch mit Workshops –

dafür ein, dass Menschen die
Macht der Sprache erkennen,
den eigenen Sprachgebrauch
überdenken und kreativ mit
Worten umgehen. So will sie
dazu beitragen, dass unsere
Gesellschaft friedvoller, zugewandter und gleichberechtigt
wird.
Kontakt
www.machtworte.org
machtworte@gmx.de
0172/9871001

Foto © cc BY-Sa-3.0 Jorge royan

Claudia Berlin

STERNEN-Lotsen/innen
in Schöneweide gesucht
Das STERNENFISCHER Freiwilligenzentrum will sich vergrößern und sucht für
eine weitere Anlaufstelle in Berlin Schöneweide freiwillige Berater/innen. Diese
sollten Freude daran haben, das freiwillige
Engagement vor Ort zu fördern, Freiwillige
zu begleiten und Interessierte zu einer lebendigen Engagementkultur zu vernetzen.
Zu den Aufgaben gehören außerdem die
Beratung und Vermittlung Freiwilliger an
gemeinnützige Einrichtungen und soziale
Projekte im Stadtteil sowie die Erschließung
neuer ehrenamtlicher Tätigkeitsfelder vor Ort.

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Foto © Sandra Maiwald

Sie haben Spaß am Werkeln,
Tüfteln, Kommunizieren, Lehren
und Lernen und Interesse am
Aufbau einer Fahrradwerkstatt?
Dann freut sich das Team der
Kjfz-gGmbh mit Sitz im FEZ über
Ihre Unterstützung. Die Werkstatt soll möglichst zweimal in
der Woche (mittwochs und freitags) von 14-17 Uhr betrieben
werden. In dieser Zeit sollen
bereits vorhandene Fahrräder
wieder fit gemacht und Jugendliche dabei angeleitet werden,
ihr Fahrrad selbst zu reparieren.
Langfristig soll die Werkstatt
auch am Wochenende geöffnet
werden. Gesucht werden dafür
ein/e Koordinator/in und ein/e
Mitarbeiter/in mit Kenntnissen
im Reparieren von Fahrrädern
und in der Bestandsaufnahme,
Strukturierung und Sortierung
vorhandener Werkzeuge.

Rosemarie Dahlke (80)

Foto © reginald gramatté

Fahrrad
reparieren leicht
gemacht

Ortskunde in Schöneweide wäre daher von
Vorteil.
Kontaktfreudige, eigenständige und an
einem langfristigen Engagement Interessierte melden sich bitte bei Manja Harm
Tel.: 030/24358576
manja.harm@sternenfischer.org
Weitere Infos
www.sternenfischer.org
Annika Duft

SternenZeit

Angekündigt

Aha ...

Veranstaltungshinweise für
Treptow-Köpenick
04.06.2016, 11.00-16.00 Uhr
aktivoli treptow-köpenick,
die regionale Freiwilligenbörse
richtet sich an alle, die Interesse am bürgerschaftlichen Engagement in Treptow-Köpenick haben. Einen Tag lang präsentieren sich
Vereine und soziale Einrichtungen und bieten
einen bunten Überblick über ihre Angebote
für Freiwillige. Unverbindlich kann man sich
über die vielfältigen Engagementmöglichkeiten
informieren.
Wo: KIEZKLUB KES, Plönzeile 7
12459 Berlin-Schöneweide
Nähere Informationen: www.aktivoli-tk.de
07.06.2016, 17.00-19.00 Uhr
Veranstaltung
„Aktiv in Treptow-Köpenick “
Willkommen zu einer Informationsveranstaltung
mit folgenden Themen: Möglichkeiten eines
Engagements in Treptow-Köpenick, Freizeitmöglichkeiten in den kommunalen KIEZKLUBS,
bürgerschaftliches Engagement, Wohnmöglichkeiten im Alter (Amt für Soziales) und die
Leistungen des Pflegestützpunktes TreptowKöpenick.
Zielgruppe 63+ (offen für alle)
Wo: Rathaus Treptow
Nähere Information/Anmeldung:
sandra.maiwald@sternenfischer.org
Telefon: 030/2435 8575
14.06.2016, 17.00-19.00 Uhr
Veranstaltung
„Aktiv in Treptow-Köpenick “
Willkommen zu einer Informationsveranstaltung
mit folgenden Themen: Möglichkeiten eines Engagements in Treptow-Köpenick, Freizeitmöglichkeiten in den kommunalen KIEZKLUBS,
bürgerschaftliches Engagement, Wohnmöglichkeiten im Alter (Amt für Soziales) und die
Leistungen des Pflegestützpunktes TreptowKöpenick.
Zielgruppe 63+ (offen für alle)
Wo: Rathaus Köpenick
Nähere Information/Anmeldung:
sandra.maiwald@sternenfischer.org
Telefon: 030/2435 8575

Zeitung Für FreiwilligeS engageMent auS treptow-KöpenicK

09.07.2016, 14.00-18.00 Uhr
Selbsthilfe-Festival Berlin 2016 –
begegnen und begeistern
Keine Erfahrung toppt die Selbst-Erfahrung.
Aktionen einzelner Gruppen lassen staunen,
machen neugierig und schlau. Workshops
laden ein, kulturelle Ausdrucksformen kennenzulernen und sich in ihnen auszuprobieren.
Zur Gestaltung des Festivals werden Freiwillige
gesucht, die sich kreativ einbringen möchten.
WO: Auf dem Gelände des Tempelhofer Parks
Nähere Information:
www.selbsthilfe-festival-berlin.de
09.07.2016
Fest Kiezklub Bohnsdorf
Informations- und Verkaufsstände säumen
die Straße und laden zum Verweilen ein.
Neben einem bunten Bühnenprogramm gibt
es ein Glücksrad, Kinderschminken und eine
Hüpfburg, so dass die ganze Familie den Tag
zusammen genießen kann.
Wo: Dahmestraße 33, 12526 Berlin
09.07.2016, 14.00-22.00 Uhr
Allende-Fest
Kinder- und Anwohnerfest im AllendeViertel, große Bühne, buntes Programm: ein Fest
für alle, ob jung oder alt, ob alteingesessene
Anwohner/innen oder neu ins Viertel gezogene
Bewohner/innen.
Infos unter: www.allende2hilft.de
13.07.2016, 18.00 – 20.00 Uhr
STERNEN-Treff Spezial:
Picknick im Park
Begegnungsangebot für freiwillig Aktive.
Mit Livemusik und mitgebrachten Picknickleckereien. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Sie erkennen das Team der STERNENFISCHER
an seinen gelben T-Shirts.
Wo: Park auf der Schlossinsel Köpenick,
12557 Berlin

Foto © reginald gramatté

Sommer 2016

Für viele Menschen ist es
heutzutage normal, alles Mögliche online zu kaufen. Wenn
man weiß, was man will, ist
gerade nach Feierabend der
Weg in den Online-Shop oft
bequemer und schneller als
der Weg ins echte Geschäft.
Aussuchen, bezahlen und
nach 1-2 Tagen wird die Ware
geliefert. Check. Und wenn's
nicht gefällt, geht's einfach zurück.
Insbesondere wenn der Online-Einkauf ziemlich schwer
und die eigene Wohnung im
5. Stock eines Berliner Altbaus
liegt, ist es komfortabel, dass
ein Paketbote die Last zur
Wohnungstür bringt und man
sich nicht selber abschleppen
muss. Als vor kurzem wieder
einmal ein Paketbote vor meiner Tür stand, kamen wir ins
Gespräch. Rund 400 Pakete
am Tag verteilt er in meinem
Kiez, ein Treppenhaus nach
dem anderen rennt er auf und
ab. Für einen wirklich miesen
Lohn. Die Paketempfänger/
innen sind meist kurz angebunden, oft sogar unfreundlich und meckerig. Dabei
würde ihm ein freundliches
"Danke schön" oder ein nettes Lächeln schon reichen.
Das habe ich mir zu Herzen
genommen - denn schließlich
habe ich nicht zuletzt durch
den Boten ein sehr bequemes
und leichtes Einkaufserlebnis.

Ihre
Sandra Holtermann
7

Mein Tipp

Foto © reginald gramatté

Kürzlich kam ich in Rahnsdorf an einem
riesigen aufgeschlagenen Buch vorbei.
Erst dachte ich, es sei eine Skulptur. Aber
nein! Es ist eine kleine Bibliothek. Jeder
Passant kann darin herumstöbern und sich
nicht nur Bücher, sondern – wenn gerade
vorhanden – CDs, Kassetten oder Stadtpläne kostenlos mit nach Hause nehmen.

Eine Passantin stöbert in der Mini-Bibliothek

Wer Bücher weitergeben möchte, ist hier
richtig. Entweder man stellt seine Bücher
gleich selbst ein oder man informiert bei
größeren Beständen z.B. aus dem eigenen
übervollen Bücherregal oder aus Nachlässen die Initiatoren Anke und Karsten
Heidt. Die kümmern sich seit 2012 um die
Abholung und Verteilung der Bücher auf

Foto © re
ginald gr
amatté

Ein Buch aus dem Buch

die mittlerweile acht Standorte in Köpenick und im Umland. Ihr Rahnsdorfer Buch
haben sie immer im Blick und wissen so,
dass das Angebot sehr gut genutzt wird.
Es gibt sogar „Buchpaten“, die bei der
Unterhaltung und Pflege helfen.
Auch ich wurde schon fündig!
Kontakt
Anke u. Karsten Heidt
Tel. 030/6484 9993
heidt.immobilien-service@t-online.de
Annette Kunsch

STERNEN - Rätsel - ZEIT
Aus den unten angegebenen Silben sind Wörter mit folgenden Bedeutungen zu bilden:
Das Rätsel ist gelöst, wenn alle Silben richtig verwendet worden sind.
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.

Welches Instrument erlernen Kinder an der Musikschule in Ambikapur?
Musikalisches Großereignis, das alle vier Jahre stattfindet?
Auftrittsort beim Schöneicher Musikfest?
Was empfinden Menschen oft bei einem Mangel an sozialen Kontakten?
Wo finden in Köpenick im Sommer kostenlose Konzerte statt?
Was droht bei häufigerem Hören von lauter Musik?
Ein anderer Name für eine Buchausleihe:
Eine sportliche Betätigung ist:
Wo beginnt schon soziale Ungleichheit?
An welchem markanten Tag findet alljährlich die Fète de la Musique statt?

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An - bahn – bi – blio - chor - de – deut – ein – fang – fest - gym – har – im - in – keit - kopf - mer – mo – nas – ni – ni – pot
– sam - sches - schloss – sel – som – ßen - stra – thek – ti - tik - tus - um
Lösungen der letzten Ausgabe: Talentförderung, Ruderkasten, Mellowpark, Yuppie, Landessportbund, Gastfamilien,
Erinnerungsarchiv, Obdachlose, Sternenfischer, aktivoli

Impressum Herausgeber: STERNENFISCHER Freiwilligenzentrum Treptow-Köpenick, Oberspreestr. 182, 12557 Berlin, Tel. 030-24 35 85 75, Fax 030-68 07 41 61, www.sternenfischer.org, www.facebook.com/STERNENFISCHER. Freiwilligenzentrum STERNENFISCHER ist ein Projekt der Stiftung Unionhilfswerk Berlin, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung Unionhilfswerk Berlin: Norbert Prochnow, V. i. S. d. P.: Peter Wagenknecht, Leitung
STERNENFISCHER, Chefredaktion: Sandra Holtermann (sh) Redaktion: Andrea Paproth (ap), Annika Duft (ad), Franziska Pfeil (fp), Annette Kunsch (ak), Stephan Schulte (ssch), Claudia Berlin (cb), Tel. 030-24 35 85 75,
redaktion@sternenfischer.org, Fotograf: Reginald Gramatté, Herstellung: Union Sozialer Einrichtungen gemeinnützige GmbH (USE gGmbH). Gedruckt auf 100 Prozent chlorfrei gebleichtem Papier. Erscheinungsweise:
quartalsweise Auflage: 1.000 Stück Redaktionsschluss der aktuellen Ausgabe: 11.05.2016, Hinweise: Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Spendenkonto:
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