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Periodical volume

Full text: Adlershof-Journal Issue 2014,5/6 Mai/Juni

Adlershof Journal

Mai/Juni	 2014

	 Schallmauer durchbrochen: 	 Über 1.000 Unternehmen im 	 Technologiepark 	 Einfach ins All: 	 Trainingsprogramme zum 	 Satellitenbau 	 Die Welt an der Fingerspitze: 	 Wettershows fürs Fernsehen

The sky is the limit:

Unser Luft- und Raumfahrt-Know-how hebt ab

Adlershof Journal

ESSAY

Mai/juni 2014

INHALT
01	ESSAY
	 	

AUS DER REDAKTION

Nur Meckern ist schöner: Wenn Fliegen kein Wunder mehr ist

Ready for take off
In dieser Ausgabe geht es um das Fliegen. Nicht auf die Nase, sondern per Flugzeug auf Geschäfts- oder Urlaubsreise, per Satellit ins All. Keine Panik, für Flugangstgeplagte haben wir Tipps , wie sie aus psychotherapeutischer Sicht ihre Phobie bezwingen können. Und auch alle anderen Hauptstädter, denen das inzwischen ärgerliche und pausenlos medienpräsente Thema des künftigen internationalen Flughafens Berlin Brandenburg (BER) dabei sofort in den Sinn kommt, kann ich beruhigen: Das ist nicht Gegenstand unserer Recherchen. Vielmehr stehen die luft- und raumfahrttechnischen Kompetenzen der Adlershofer Unternehmen und Institute im Fokus. Einige werden vertreten sein, wenn vom 20. bis 25. Mai die ILA 2014 auf dem Berlin ExpoCenter Airport stattfindet. Den großen Bogen für Adlershof von der einstigen Wiege der deutschen Motorluftfahrt bis zum heutigen Standort als Hotspot der Raumfahrttechnik spannt unser Autor Peter Trechow in unserer Titelstory. Vorstellen in diesem Heft wollen wir aber auch eine junge Firma, die eine von nur einer Handvoll deutscher Firmen ist, die Satelliten komplett selbst herstellen. Diese und die weiteren inzwischen über 1.000 Unternehmen des Standortes machen die Erfolgsgeschichte Adlershofs aus. Über 15.000 Beschäftigte, mehr als 9.000 Studenten – das Wachstum in der Wissenschaftsstadt geht ungebremst weiter, wie die Zahlen unserer aktuellen Jahresumfrage ergaben. Details dazu finden Sie im Adlershofer Jahresbericht 2013, erhältlich in der Kommunikationsabteilung der WISTA-MANAGEMENT GMBH. Oder noch besser, nutzen Sie die Gelegenheit und machen sich ihr eigenes Bild von Adlershof: Am 10. Mai können Sie den Standort zur „Langen Nacht der Wissenschaften“ besuchen. Ihre

Als Beweis gibt es ein Video von einem Auto, das tatsächlich zu einem Flughafen fährt, auf der Startbahn die Flügelchen spreizt und sich in die Lüfte schwingt! Gerade einmal 555 Menschen haben sich den Clip der Firma auf YouTube angesehen. Fliegende Autos scheinen ein alter Hut zu sein, ehe es sie so richtig gibt. Wir haben, man kann es nicht anders sagen, einen gewissen Ennui vom technischen Fortschritt. Videotelefone, per App bestellbare Autos, Angry Birds. Wir sind nicht gerade ehrfürchtig angesichts dieses Zauberwerks, wir bemerken es eigentlich nur, wenn mal etwas nicht funktioniert. Das Wunderbarste und Staunenerregendste an der Luftfahrt ist daher in Wahrheit, dass man sich fürchterlich darüber aufregen kann, wenn man von Berlin losgeflogen ist und mit fünf Minuten Verspätung nach neun Stunden in New York landet. Schon immer eigentlich hat der Mensch vom Fliegen geträumt, aber nie hatte er zu träumen gewagt, sich wütend zu beschweren, wenn Kleinigkeiten beim Erleben dieses Wunders nicht so funktionieren, wie er das erwartet hat. Man wäre begeistert gewesen, dass man überlebt. Geflogen und nicht abgestürzt? Ein Mirakel! Heute dagegen: Ich habe in zehn Kilometer Höhe kein WLAN? Bringen Sie mir den Kapitän! Mein Vater war ein sehr alter Vater, er wurde 1921 geboren und dann auch noch in einem winzigen Dorf in Estland. Sieben Jahre zuvor hatte der erste kommerzielle Flug in Florida zwischen St. Petersburg und Tampa stattgefunden. Drei Monate lang flog das Pilotenteam die Route hin und wieder zurück. 1.205 Passagiere sind in dieser Zeit geflogen – 2013 waren weltweit drei Milliarden Flugpassagiere unterwegs. Als mein Vater auf die Welt kam, war Fliegen noch etwas aus einer anderen Welt – überhaupt Welt: Die Welt war noch riesig, kein Dorf, sondern ein ganzer Kosmos! Fliegen war für meinen Vater etwas aus 1001 Nacht. 1929 dann die sogenannte Weltfahrt – die erste Weltumrundung mit einem Zeppelin. In New York gab es für Besatzung und Fahrtgäste eine Parade. Ich muss gestehen, dass das auch für mich etwas wäre. Es müsste ja nicht gleich die ganze Stadt New York auf den Beinen sein zum Anlass meiner Ankunft auf amerikanischem Boden, aber wenn nur die Zollbeamten und das Putzpersonal eine kleine Parade abhielten, wäre ich schon ganz zufrieden. Ein paar Luftballons, etwas Konfetti, nichts Ernstes, etwas Marschmusik vielleicht, und man hört so viel Gutes von den Cheerleadern. Im vergangenen Jahr ist mein Sohn geboren. Fliegen, selbst mit dem Auto, wird für ihn in etwa so aufregend sein wie für meine Generation Pril. Aber Raumfahrt, ein Mondbesuch, vielleicht mit einer Parade am Mondkrater Aristarchus, das könnte ihm behagen. Acht Jahre vor der Geburt meines Sohns zahlte die Iranerin Anousheh Ansari 16 Millionen Dollar für ihren Raumflug, sie war damit eine der ersten Privatreisenden im Weltraum. Es kann also noch eine Weile dauern, bis mein Sohn sich einen Mondflug leisten kann. Fest steht nur, dass meine Enkel sich beschweren werden, dass auf dem Mond das Riechkino so unterentwickelt ist. Malte Welding ist Autor, Kolumnist und Blogger

	 	 	

02	FORSCHUNG

Wer kann auf dem Mars überleben? Experimente mit ausgeklügelter 	 Simulationstechnik

	 	 	

03	MENSCHEN

Das Klartext-Talent: Luftfahrt-Experte Sven Kornetzky lehrt 	 auf den Punkt zu formulieren

04	TITELTHEMA
	 	 	

Das fliegende Adlershof: Von den ersten Flugversuchen bis zum 	 Hotspot der Raumfahrttechnik

06	EINBLICKE
	 	

Einfach ins All: Trainingsprogramme zum Satellitenbau

	 	 	

08	UNTERNEHMEN

999 Unternehmen plus eins: Das US-Start-up Simpirica Spine ist das 	 1.000ste Unternehmen im Technologiepark

09	Tischgespräch
	 	

mit Ralf Krause, Geschäftsleiter der 	 ADAPT APARTMENTS Berlin GmbH

Nur Meckern ist schöner
Für 2014 spätestens hatte man uns fliegende Autos versprochen. Eine nagende Enttäuschung, wenn ich den Blick von der Straße in den Himmel schweifen lasse: Alles schleppt sich, nichts fliegt. Aber Hoffnung naht! „Aeromobil“, so heißt es auf der Homepage der gleichnamigen slowakischen Firma, „ist ein Flugauto, das sich auf perfekte Weise bereits existierender Infrastruktur bedient, die für Automobile und Flugzeuge geschaffen wurde, und die Tür öffnet für echte Tür-zu-Tür-Reisen.“ Die Tür öffnen, um von Tür zu Tür zu reisen! Endlich!

	 	 	

10	MEDIEN

Vom Propeller zum Zelluloid: Wie aus der Luftfahrt- 	 die Filmindustrie wurde

12	NACHGEFRAGT
	 	

Die Welt an der Fingerspitze: Wettershows fürs Fernsehen

14	CAMPUS
	 	

Hurra, ich lebe noch!: Was tun bei Flugangst

	 	 	

15	GRÜNDER

Sonne auf die leichte Art: Neuartiges Trägersystem für 	 Photovoltaikmodule entwickelt

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KURZ NOTIERT
Sylvia Nitschke Leiterin Adlershof Print

Ausführliche Texte und Adlershofer Termine finden Sie unter:	 www.adlershof.de/journal

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Forschung

Menschen

Auch beim Bürointerieur zeigt sich Sven 	 Kornetzkys Affinität zur Luftfahrt: Passagiersessel aus einer Verkehrsmaschine

ker in Süddeutschland: „Ich bin in einer Luftfahrtfamilie groß geworden. In Schönefeld als Interflug-Kind.“ Da muss sich der Besucher dann nicht wundern, dass er in Kornetzkys Büro in einer Sitzecke aus vier ausrangierten Passagiersesseln einer Verkehrsmaschine Platz nehmen darf. Graues Lederpolster, Lufthansa-Logo auf den Nackenstützen. Wie alt? „Mehr als zehn Jahre“, mutmaßt der Besitzer. Fast antiquarisch. Auf dem Aktenschrank komplettieren fünf Flugzeugmodelle das aeronautische Dekor. Im Bücherregal stehen Werke über Flugtriebwerke, Fliegen ohne Motor, Konstruktion von Flugzeugen: „Ich würde Ihnen auch gerne noch unseren Flugsimulator zeigen, aber der steht zu Hause im Schlafzimmer.“ Solange das Zwei-MalDrei-Meter-Trumm dort den Raum füllt, nächtigt Kornetzky auf der Couch. Dass er sich mit seiner Firma „Spectaculair“ in Adlershof angesiedelt hat, dem einstigen Standort der Luftfahrtversuchsanstalt, wo sich einer der ersten Flugplätze Europas befand – „deutlich älter als Tegel, Tempelhof und Schönefeld“ – , passt bei alledem perfekt ins Bild. Wer als Privatpilot den Flugschein machen will, kann bei „Spectaculair“ lernen, sich im Kontakt mit dem Kontrollturm präzise und zeitsparend auszudrücken. Das war 2010 die ursprüngliche Geschäftsidee. Schnell und auf den Punkt formulieren – in der Luftfahrt eine unentbehrliche Fertigkeit: „Jede Sprechsekunde ist kostbar. Jeder Fehler potenziell tödlich.“ Mittlerweile hat Kornetzky den Kundenkreis erweitert. Nicht mehr nur Hobbypiloten – alle, die vor Publikum etwas mitzuteilen haben, dürfen sich angesprochen fühlen: „Wir wissen, wie man Menschen komplexe Dinge sehr gut beibringen kann.“ In Adlershof will Kornetzky demnächst ein zweitägiges Intensivtraining anbieten: „Effizient und sicher präsentieren und kommunizieren.“ Da gebe es hierzulande im Vergleich etwa zur angelsächsischen Welt noch Nachholbedarf. „Mehr Wert auf den Zuhörer zu legen als auf den Sprecher“ sei längst nicht überall selbstverständlich, wo es gilt, Wissen zu vermitteln: „Das wollen wir ändern.“ Das Klartext-Talent entwickelte der heute 34-Jährige als Student und Dozent der Luft- und Raumfahrt in Berlin. Einen Airbus zu fliegen, hat er damals auch gelernt – „theoretisch“ jedenfalls in 16 Stunden am Simulator. Im Übrigen war er begeisterter Segelflieger. Bis er Unternehmer wurde. wd

Wer kann auf dem Mars überleben?
In einer Simulationskammer nehmen Adlershofer Forscher Flechten und Bakterien unter die Lupe.
So sieht Marsgestein aus, gelb wie Vulkangestein aus Hawaii, rot-braun wie Hämatit oder perlmuttfarben wie Siderit. Mit dem irdischen Gestein lässt sich Marsboden simulieren. Proben davon liegen in runden Plastikschalen, etwas größer als eine Zwei-Euro-Münze. Acht nebeneinander befinden sich auf einer Drehscheibe, die derzeit aber stillsteht, denn die Marssimulationskammer im Adlershofer Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) wird neu eingerichtet. In monatelangen Versuchen wird hier untersucht, ob Lebewesen wie Flechten oder Bakterien die starke kosmische Strahlung und die extreme Kälte auf dem Wüstenplaneten aushalten können. Dazu werden die organischen Präparate Bedingungen wie auf dem Mars ausgesetzt. Neueste Ergebnisse eines 34-Tage-Experiments sind gerade publiziert worden. „Wir haben nachgewiesen, dass polare Flechten wie Pleopsidium chlorophanum auf dem Mars existieren könnten“, sagt der Astrobiologe Jean-Pierre de Vera. Auf der ungeschützten Marsoberfläche könnten die Flechten demnach wie in Schockstarre überleben, zu Aktivitäten wie Photosynthese wären sie jedoch nicht in der Lage. Sind die Organismen jedoch in Felsnischen vor dem Strahlenbombardement sowie extremer Kälte
Der Astrobiologe Jean-Pierre de Vera an 	 der DLR-Marssimulationskammer

etwas geschützt, funktioniert das. „Es war überraschend, dass die Flechten selbst bei zweistelligen Minusgraden aktiv sind“, sagt de Vera. Das zeige, dass Leben auf dem Mars existieren kann, in welcher Form auch immer. Die polare Flechte hat der aus Düsseldorf stammende Forscher selbst in der Antarktis eingesammelt. Der nächste Kandidat, die Flechte Circinaria gyrosa wird aus der spanischen Wüste geliefert. Danach sollen Cyanobakterien dem Mars-Test unterzogen werden, die Simulationskammer wird deshalb umgebaut. „Es kommen immer wieder neue Ideen von den Experimentatoren“, sagt Andreas Lorek. Der Physiker setzt die kreativen Einfälle technisch um. Mit von der Partie ist der Physiker David Wolter, der sensible Elektronik einbaut. „Wir haben jetzt noch eine Kamera installiert, die das Geschehen überträgt“, sagt der Physiker. Er hat auch das LED-System ausgetüftelt, das auf- und abdimmend den Verlauf eines Marstages simuliert. Die Gasmischanlage kann die Marsluft korrekt nachbilden, die fast 96 Prozent Kohlendioxid enthält. Auch Feuchte wird zugeführt, wie sie sich am Morgen und Abend eines Marstages niederschlägt. Vakuumpumpen sorgen dafür, dass ein Luftdruck von nur sechs Millibar herrscht. Ein Kühlschrank stellt Temperaturen von bis zu minus 50 Grad her. Mit so ausgeklügelter Simulationstechnik sind die DLR-Forscher weltweit an der Spitze. Entsprechend viel Resonanz bekommen sie, etwa Anfragen von der NASA, mit der die Adlershofer kooperieren. pj

Das KlartextTalent
Der Luftfahrtexperte Sven Kornetzky bringt Menschen bei, sich effizient und verständlich auszudrücken.
Zu behaupten, er hätte die Fliegerei mit der Muttermilch eingesogen, wäre fast eine Untertreibung. „Ich bin geflogen, da war ich noch nicht mal auf der Welt“, sagt Sven Kornetzky. Schon während der Schwangerschaft seiner Mutter also, einer passionierten Sportfliegerin und Fallschirmspringerin. Der Vater war zu DDR-Zeiten zunächst Navigator in Verkehrsmaschinen der Interflug. Später Pilot bei der „Berliner Spezialflug“, einer Firma, die mit Geländeaufnahmen aus der Luft ihr Geld verdiente. Kornetzkys Bruder arbeitet als Fluggerätemechani-

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Titelthema

Titelthema

Die Flugapparate waren 1909 eine echte Attraktion am frisch eingerichteten Motorflugplatz JohannisthalAdlershof. Es war der zweite seiner Art weltweit. Massen strömten hierher, um „Aviatiker“ bei ihren Flugversuchen zu bestaunen. Wo heute im Landschaftspark die Schafe grasen, kämpften Anfang letzten Jahrhunderts Pioniere um ihren Traum vom Fliegen. Ein Kampf auf Leben und Tod. Abstürze und Bruchlandungen waren an der Tagesordnung. Häme der Zuschauer gab es obendrein. Dennoch wurde aus den Versuchen bald Fliegerei. Flugschulen entstanden. Motoren hoben Flug-

stehen statt Extrembelastungstests für Propellerantriebe, Strömungsoptimierung von Tragflächen und Leitwerken oder der Erforschung des gefährlichen Trudelns heute Aufgaben wie das Navigieren in der Schwerlosigkeit, ultra- exakte Lageregelung für Kleinsatelliten oder das Konstruieren extremer Leichtbaustrukturen für Weltraummissionen auf der Agenda der Ingenieure. Adlershof zählt heute zu den ersten Adressen der europäischen Raumfahrt. Die Wurzeln reichen bis in die 1950erJahre zurück. Seit 1958 richten Forscher in Adlershof ihren Blick auf die Galaxis – mit einem Radioteleskop von 36 m

bewegliche künstliche Sonne, ihre jeweilige Position und Drehrate zu bestimmen. Nur so können bei Fluggeschwindigkeiten von 7000  m/s Kameras und andere Sensoren präzise auf ihr jeweiliges Ziel auf der Erde ausgerichtet werden. Neben solchen terrestrischen Prüfständen zählen hochpräzise, vibrationsarme Reaktionsräder zu den Spezialitäten von Astrofein – und den Forscherkollegen am DLR. Sie sind nötig, um Satelliten zu drehen. Auch im Bereich der optischen Systeme sind beide Partner stark. Und damit sind sie in Adlershof nicht allein. Mit der Berlin Space Technologies GmbH und deren eigens auf Kleinsatelliten zugeschnittenen multispektralen HDVideokamerasystemen, der Active Space Technologies und ihrem breit gefächerten Angebot optoelektronischer Systeme, mit eagleyard Photonics, deren Lasersysteme regelmäßig in Raummissionen zum Einsatz kommen, oder mit der IQ Wireless GmbH, die u. a. auf Breitbandfunkverbindungen zu Kleinsatelliten spezialisiert ist, haben weitere Adlershofer Unternehmen einen direkten Draht ins All. Optische Sensorik und Kommunikationssysteme sind ein kleiner Ausschnitt des Angebots am Standort. Unternehmen wie Astrofein oder die junge Space Structures GmbH entwickeln extrem belastbare und nicht minder leichte Strukturbauteile für Satelliten, die vor dem Start reihenweise knochenharte Belastungstests durchlaufen. Und teils – hier schließt sich der Kreis – findet das Know-how der Adlershofer auch heute noch Verwendung in der Luftfahrt. Sei es Leichtbau von Space Structures, seien es die Hightechmetalle der Forgital Germany GmbH oder die vielfältigen statischen und dynamischen Betriebs- und Strukturfestigkeitsuntersuchungen der GEVA Gesellschaft für Entwicklung und Versuch Adlershof mbH. Wie die DLR-Institute hat Letztere ihre Wurzeln in der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt. Ihre Prüfstände sind in einem alten DVL-Hangar untergebracht. Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Luft- und Raumfahrt wohnen in Adlershof Tür an Tür. pt

Nur an wenigen Orten wurde der Traum vom Fliegen so konsequent verfolgt wie in Adlershof. Einst wagten Pioniere hier erste Flugversuche. Später entstanden riesige Prüfstände zur Entwicklung und Optimierung von Flugzeugkomponenten. Und heute kreist jede Menge Technik aus Adlershof im Orbit. Der Standort ist ein Hotspot der Raumfahrttechnik.

zeuge in die Lüfte, die in aller Regel auch wieder sicher landeten. Adlershof entwickelte sich zu einem Zentrum der jungen Branche. Schon 1912 nahm die Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt (DVL) hier den Betrieb auf. Flugzeugwerke entstanden am Standort. Nach und nach rückte die militärische Bedeutung in den Fokus und ließ Gelder für Forschung und Entwicklung fließen. An riesigen, heute noch erhaltenen Motorprüfständen und Windkanälen trieben Ingenieure die technische Entwicklung voran. Die Prüfstände sind heute Industriedenkmäler. Doch der Traum vom Fliegen lebt am Standort. Allerdings

Durchmesser. Aus einem „Interkosmosprogramm“ mit der Sowjetunion ging später das Institut für Kosmosforschung (IKF) hervor, das unter anderem optische Hochleistungssysteme für Sojus-Missionen entwickelte. Im Prinzip setzte das IKF die Aktivitäten der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt fort, bis es nach der Wende im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) aufging. Die beiden DLR-Institute für Planetenforschung sowie für Optische Sensorsysteme sind heute die Leuchttürme am Luftund Raumfahrtstandort Adlershof – der abermals mit Hightechprüfständen von sich reden macht. Ein Beispiel ist der Lageregelungsteststand der Astro- und Feinwerktechnik Adlershof GmbH, die 1994 aus dem DLR hervorgegangen ist. Kleinsatelliten lernen darin, bei 360 °-Rotation im simulierten In-Orbit-Magnetfeld sowie bei Bestrahlung durch eine

Adlershof ist seit über 100 Jahren ein Luftund Raumfahrtstandort

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Einblicke
Tom Segert und Ranjoy Banerjee (v. r. n. l.) beim Mikrosatellitenbau

Einblicke

Einfach ins All
Die Berlin Space Technologies GmbH ist eine von nur einer Handvoll deutscher Firmen, die Satelliten komplett selbst herstellen, und die einzige, die ein kommerzielles Trainingsprogramm zum Satellitenbau anbietet.
Zwischen Lego und dem LEOS liegen Welten – doch eines eint sie: Der Kleinsatellit LEOS (Low Earth Orbit Satellite) wird einfach wie ein Bausatz zusammengefügt. Fast jedenfalls. Das kann man lernen: Die Kunden der Adlershofer Firma Berlin Space Technologies GmbH (BST), meist Raumfahrtagenturen oder Universitäten aus Schwellenländern, sind nach dem BeAnzeige

Schwung eines Jungwissenschaftlers, der schnellen Schrittes in legeren Jeans und Old School Sneakers durch das Zentrum für Mikrotechnik und Materialien (ZMM) federt, hat er sich bewahrt. Aktuell wird am ZMM, wo das Unternehmen insgesamt 625 Quadratmeter Büro- und Laborflächen angemietet hat, an „Kent Ridge 1“, einem 80 kg schweren Hochleistungsmikrosatelliten mit neuartigen Hyperspektralkameras, geschraubt. KR1, der in Kooperation mit der Nationalen Universität Singapur im Rahmen eines Trainingsprogramms entsteht, wird nach nur knapp zwei Jahren Entwicklungszeit Ende 2015 ins All gestartet, um von dort wissenschaftliche Daten an die Erde zu funken. Im Anschluss an KR1 sind weitere Trainingsmissionen geplant, berichtet Segert. „In fünf bis zehn Jahren sehen wir uns als eine der weltweit führenden Firmen in der internationalen Raumfahrtausbildung und etablierten Anbieter für Low-Cost-Satelliten“, wirft Segert einen Blick in die Zukunft und fühlt sich in Adlershof gut aufgehoben: „Das lokale Umfeld mit der hohen Dichte an Forschungseinrichtungen und innovativen klein- und mittelständischen Unternehmen gibt uns viele Kooperationsmöglichkeiten und ist ein hervorragender Ausgangspunkt für weiteres Wachstum.“ cl

such des BST Trainingsprogramms in der Lage, eigenständig Satelliten zu entwerfen und aufzubauen. Das klingt zunächst nach einem schlechten Geschäft, denn wer sich seine Satelliten selber baut, wird in Zukunft keinen mehr bestellen. „Im Kern jedoch bietet das Modell mehr Chancen als Risiken, da die Kunden über Lizenzvereinbarungen angehalten werden, die benötigten Subsysteme bei uns einzukaufen“, erklärt Tom Segert, Director of Business Development und Mitgründer von BST. „Und genau wie Legobausteine zum Experimentieren mit neuen Ideen inspirieren, erschließen wir in Drittländern mit den Trainingsprogrammen Märkte, die sonst für ausländische Firmen wie BST unzugänglich wären.“ Das technische Design der von BST entwickelten LEOS-Plattform ist flexibel und ermöglicht Satelliten mit 30 bis 100 kg Startmasse. Der Charme der Lösung: „Ein Großteil der elektronischen Komponenten, die wir für ihren Einsatz im Orbit optimieren, stammt nicht aus der Raumfahrt, sondern aus der normalen Industrie“, sagt Segert. Das und der Zusammenbau von Folgesatelliten in Eigenregie erspart dem Kunden enorme Kosten. Berlin Space Technologies wurde vor vier Jahren von Matthias Buhl, Björn Danziger und Tom Segert gegründet und ist bis heute auf 22 Mitarbeiter gewachsen. „Als einzige deutsche Raumfahrtfirma benötigen wir für unser Geschäft kein deutsches Steuergeld“, betont Segert nicht ohne Stolz. Und: „Wir sind erst die zweite deutsche Firma, die in Deutschland kommerzielle Satelliten ohne Beteiligung vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt oder der Europäischen Weltraumorganisation ESA baut.“ Erfolgsrezept von BST ist die Umsetzung des ursprünglich an der Technischen Universität Berlin entwickelten TUBSATAnsatzes, nach dem Kleinsatelliten konsequent einfach gebaut werden. „Wir zielen auf etwa 80 % der Leistung bei 30 % der Kosten traditioneller Raumfahrtsysteme“, erklärt Segert. Das Keepit-simple-Prinzip zahlt sich also aus. Der 34-Jährige, der selbst lange Jahre an der TU Berlin tätig war, spricht ganz wie ein Unternehmer, doch den

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Unternehmen
Michael Splitt sorgt für Stabilität in der Wirbelsäule

999 Unternehmen plus eins
Das US-Start-up Simpirica Spine hat Anfang 2014 seine Zelte im Adlershofer Zentrum für Biotechnologie und Umwelt aufgeschlagen. Von hier aus organisiert es den Vertrieb eines neuartigen Implantats zur Stabilisierung von alternden Wirbelsäulen. Simpirica Spine ist das 1.000ste Unternehmen im Technologiepark.
Frühlingssonne fällt in den Besprechungsraum im Adlershofer Zentrum für Biotechnologie und Umwelt (ZBU). Michael Splitt greift zu den Wirbelsäulenmodellen. „So wurde es bislang gemacht“, sagt der Deutschlandchef der Simpirica Spine Inc. und zeigt ein Modell der unteren Wirbelsäule. Vier Schrauben sind in die Wirbelkörper getrieben, verbunden durch beängstigend robuste Metallstäbe. Sie sollen den Druck von Bandscheibe und Wirbelgelenken nehmen. Das US-Start-up Simpirica Spine, das Anfang 2014 ins ZBU zog, hat eine elegante Alternative zu dieser Wirbelfixierung. Splitt führt sie am zweiten Modell vor. Statt der Verschraubung ist hier ein weißes Polyethylen-Band um die Wirbelkörper gelegt. Es verbindet zwei Titanfedern, die das Wirbelsegment stabilisieren. „Das Segment bleibt beweglich, doch die Federn wirken Bewegungsausschlägen entgegen, die bei Patienten nach Wirbelsäuleneingriffen schmerzhafte Symptome auslösen können“, erklärt er. Wer Wirbelsegmente fixiert, bürdet deren Funktion zwangsläufig den darunter- und darüberliegenden Segmenten auf. Doch die sind bei vielen Betroffenen nicht mehr in der Lage, die Zusatzaufgabe zu übernehmen. Schmerzen und Folgeoperationen sind die Folge. Die Idee, Bewegung zu limitieren, statt Gelenke zu versteifen, hat einen weiteren Vorteil: Beim Implantieren des „LimiFlexTM Paraspinous Tension“Bandes müssen keine Schrauben in den Knochen getrieben werden. Binnen 15 Minuten ist das Federband um die Wirbelkörper gelegt. Das 2006 gegründete Start-up ist eine Ausgründung der Stanford University. Das neuartige Implantat des Unternehmens nahm seinen Anfang als

Adlershofer Tischgespräch
Beitrag zu einem Ingenieur-Wettbewerb. Nach Prototypen, Probandentests und Zertifizierung treibt Simpirica Spine die Vermarktung nun in Deutschland und Europa voran; die Chirurgen seien Innovationen hier aufgeschlossener gegenüber als in den USA, sagt Splitt. „Schon in 60 deutschen Kliniken wird unser Implantat eingesetzt“, berichtet er. Das seien zehn Prozent der Kliniken, die hierzulande Wirbelsäulen operieren. In diesem Jahr würden voraussichtlich schon 1.200 Patienten mit LimiFlexTM versorgt. In Adlershof bereitet Splitt die Erschließung weiterer europäischer Märkte vor. Schon bald sollen sich die Räume im schmucken ZBU mit Leben füllen. „Wir sind auch nach Adlershof gekommen, weil hier die Perspektive für Wachstum stimmt“, sagt er. Seine US-Kollegen seien wie er selbst vom Campus angetan. „Der Adlershofer Spirit hat sich sofort auf uns übertragen“, berichtet Splitt. Er sei gespannt, welche Kontakte zu den 999 Nachbarn sich in der Zukunft noch ergeben. Mit seiner Unterschrift unter den Mietvertrag hat Splitt lautlos und ohne es selbst zu wissen eine Schallmauer durchbrochen. Simpirica Spine ist das 1.000ste Unternehmen im Technologiepark Adlershof. Im Jahr 2013 hat die WISTA 95 Firmenabgänge und 120 Zugänge verzeichnet. Der Saldo von 25 Unternehmen trieb die Gesamtzahl auf 996. Es war nur noch eine Frage der Zeit, bis die 1.000 voll sein würde. Insgesamt arbeiten nun über 15.500 Menschen in Adlershof, die einen Gesamtumsatz von über 1,8 Mrd. Euro erwirtschaften. Und es ist kein Ende des Aufwärtstrends in Sicht. Das Adlershofer Mosaik der Innovationen wird weiterwachsen – mit jeder Firma und jedem neuen Mitarbeiter. pt … mit Ralf Krause, Geschäftsleiter der ADAPT APARTMENTS Berlin GmbH. Er bietet Gästen aus der ganzen Welt ein heimisches Gefühl im Zuhause auf Zeit und wohnt auch selbst regelmäßig hier. Markenzeichen des junggebliebenen 50-Jährigen, der auch in Stresssituationen einen kühlen Kopf bewahrt, ist das offen sein und neugierig bleiben auf das Neue. Adlershof Journal: Was ist Ihr Lieblingsplatz in Adlershof? Ralf Krause: Das ist die Dachterrasse von den ADAPT APARTMENTS an der Erich-Thilo-Straße: 200 Quadratmeter mit Blick auf die Wissenschaftsstadt. Wie verbringen Sie Ihre Mittagspause? Eine Mittagspause gönne ich mir selten. Was war Ihre erste Begegnung mit Adlershof? Im Juli 2012 war ich das erste Mal in Adlershof und sehr überrascht. Natürlich hatte ich mich vorab im Internet informiert, aber meine Vorstellungen wurden weit übertroffen. Das Konzept – die Zusammenarbeit zwischen Universität, Firmen und Instituten – geht hier wirklich auf. Adlershof ist wie ein Kind: Es wächst und wächst, verharrt auch mal, aber es geht immer weiter. Das Kennenlernen hat für mich noch nicht aufgehört. Wie kommen Sie zur Arbeit? Mein Lebensmittelpunkt ist bei meiner Familie in Hildesheim bei Hannover. Von dort pendle ich mit dem Auto nach Adlershof: dienstags hin, freitags zurück. Zu Terminen im Berliner Stadtzentrum bin ich am liebsten mit dem Roller unterwegs. Das spart Zeit. Worüber haben Sie sich kürzlich am meisten gefreut? Das war letzten Dezember zu meinem 50. Geburtstag. Ich habe meine Familie ins benachbarte Adlershofer Kochatelier eingeladen. Zusammen haben wir ein Reh komplett verarbeitet: Carpaccio aus dem Rücken gemacht, die Knochen

Tischgespräch

zu einer Soße angesetzt und natürlich auch Rehkeule gebraten. Ein wahres Festmahl, bei dem wir viel gelernt, viel gelacht und gut gegessen haben. … und am meisten geärgert? Ärgern habe ich mir abgewöhnt, seitdem ich mit Ende 20 einen Infarkt hatte. Heute überlege ich mir stattdessen, wie ich am besten mit den Konsequenzen der Ärgernisse leben kann. Was ist Ihr nächstes Ziel? Ich möchte ADAPT in Adlershof noch mehr etablieren. Die bisherigen 43 Apartments haben wir im Juni verdoppelt. 2015, mit Fertigstellung des Projekts, wird die Zahl auf insgesamt 180 Apartments angewachsen sein. Um die angestrebte 60-prozentige Auslastung dafür zu erreichen, muss unser Angebot auch in jedem Institut und Unternehmen präsent sein. Denn unsere Gäste sind Gastwissenschaftler, Unternehmer, Medienspezialisten, also alle, die beruflich in Adlershof zu tun haben und eine Alternative zum Hotel suchen. Wie verbringen Sie Ihre Freizeit? Ich koche gern – am liebsten Fleischgerichte – und mag es, wenn sonntags die ganze Familie zum Brunch zusammenkommt. Meine Frau und ich verwöhnen dann unsere drei Kinder, die 17, 19 und 26 Jahre alt sind, und deren Freunde. Großgeworden bin ich auf dem Land. Reiten war eines meiner Hobbys. Der Umgang mit den Tieren ist fantastisch, das vermisse ich heute. sn

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Medien

Medien

Vom Propeller zum Zelluloid

nisthal die Albatros-Flugzeugwerke gegründet und dem ersten deutschen Motorflugplatz zu beträchtlichem Aufschwung verholfen. Nun scheint Huth vor dem Aus zu stehen. Der Vertrag von Versailles verbot zunächst die Entwicklung und den Bau von Flugzeugen. Was jedoch für Huth Anfang 1920 wie ein Desaster aussieht, erweist sich bald als In Johannisthal-Adlershof wurden nach nur zehn Jahren fulminanter Neustart. Am 20. Januar Fliegerei gut sieben Jahrzehnte deutsche Filmgeschichte gründet er die später als „Jofa“ Weltruhm erlangende Johannisthaler Filmanstalt geschrieben. GmbH. Er lässt die Hallen der Flugzeugwerft zum „größten Kunstlicht-Atelier in Europa“ umbauen und begibt sich damit schon vier Monate Das Jahr 1920 beginnt in Deutschland genauso stürmisch, wie sein Vorjahr verlaufen war. Nach der Niederlage im Ersten später auf einen Markt, der sich in den folgenden Jahren als Weltkrieg, der Abdankung des Kaisers und der Gründung der einer der dynamischsten und schillerndsten erweisen wird, naWeimarer Republik zieht keine Ruhe ein. Wie in einem Brenn- mentlich in Deutschland. glas bündeln sich alle politischen Turbulenzen in Berlin. Die Reichshauptstadt ist das Zentrum der Politik, in der es drunter In der Jofa fällt bald eine Klappe nach der anderen. Noch ist und drüber geht, hier schlug bis vor Kurzem das Herz der deut- Stummfilmzeit, die Bilder ohne Töne nähern sich ihrem künstleschen Wirtschaft, die nun am Boden liegt, in der Millionen- rischen und technischen Gipfelpunkt. Zahlreiche Stummfilme – metropole treten die sozialen Konflikte eines von Krieg und einige Quellen sprechen von mehr als 400 – werden in JohanNot ausgezehrten Volkes drastisch zutage. Vor den Toren der nisthal gedreht, darunter bis heute renommierte Klassiker wie Stadt, im Südosten ist es vergleichsweise ruhig. Noch gehört „Nosferatu“ von Friedrich Wilhelm Murnau. Ein Traumpaar des die riesige Fläche zwischen Johannisthal und Ad- deutschen Kinos, Lilian Harvey und Willy Fritsch, beginnt hier lershof nicht zu Groß-Berlin, das erst im April seine Karriere. 1920 entsteht. Ausgangs der „Goldenen Zwanziger“ geht es mit dem StummEnno Walther Huth ist 44 Jahre alt und ein film zu Ende. Doch in den Johannisthaler Ateliers ist man gerüserfolgreicher Industrieller. Er entstammt tet und bewältigt die einschneidenden technischen Verändeeiner Offiziersfamilie, hat ebenfalls zu- rungen in der Filmproduktion fast mühelos. In den Folgejahren nächst eine militärische Laufbahn geht, steht, sitzt, liegt, tanzt nahezu die gesamte Elite des deuteingeschlagen, um dann Naturwis- schen Kinos vor den Kameras in der Jofa: Asta Nielsen in ihrem senschaften zu studieren. Ziemlich einzigen Tonfilm, Hans Albers in seinem ersten, der große kleine genau zehn Jahre zuvor, am 29. Tenor Joseph Schmidt lässt von hier aus sein Lied um die Welt Dezember 1909, hat er hier in Johan- gehen. Paul Hörbiger, Theo Lingen, Leni Riefenstahl, Gustaf

Gründgens, Marianne Hoppe, Emil Jannings, Johannes Heesters, Heinz Rühmann arbeiten hier. Natürlich wird die Jofa dann auch Bestandteil der nationalsozialistischen Filmpolitik, vielfach mit seichter Unterhaltung zur Ablenkung und Zerstreuung. Auch kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs rotiert bei der Jofa wieder das Zelluloid. Auf Geheiß der sowjetischen Besatzungsmacht werden russische Filme für die deutschen Kinos synchronisiert. 1946 übernimmt die eben gegründete DEFA die Ateliers und dreht hier bis 1961. Das DEFA-Studio für Synchronisation bearbeitet alle ausländischen Spielfilme für die Kinos der DDR. Die Ateliers mit etlichen Neubauten werden von 1962 bis 1991 vom Deutschen Fernsehfunk (bzw. Fernsehen der DDR) für Produktionen vom Krimi bis zum Mehrteiler genutzt. hm
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Filmklassiker, die aus Johannisthal-Adlershof kommen

Eine ausführliche Darstellung der Filmgeschichte Johannisthal-Adlershofs ist in einer Ausstellung zur „Langen Nacht der Wissenschaften“ am 10. Mai 2014 im FORUM ADLERSHOF zu sehen.Der Johannisthaler Filmliebhaber Wolfgang May hat unzählige Zeugnisse gesammelt, in Vorträgen verarbeitet und für die Ausstellung aufbereitet. Gezeigt wird zusätzlich eine Ausstellung der Gesellschaft zur Bewahrung von Stätten deutscher Luftfahrtgeschichte e. V. zum Motorflugplatz Johannisthal. Außerdem kann der Große Windkanal mit Experten der Luftfahrtgeschichte besichtigt werden.

WIR WOLLEN IHREN ALTEN!
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Nachgefragt

Es ist noch nicht lange her, da stand ein älterer Mann mit Fliege und einem Zeigestock vor einer Karte mit aufgemalten Wolken und Zahlen. Er präsentierte in einem deutschen Fernsehsender das Wetter. Heute ist die Wetterpräsentation im Fernsehen Teil der Unterhaltung, alles bewegt sich, werden die Zuschauer über Facebook und Twitter aktiv einbezogen. Mit einem Fingerstreich bewegen Moderatoren Weltkugeln, Sturm- und Regenfronten über 3-D-Karten von Ozeanen, Kontinenten, Städten und Ländern. Meteorologische Daten, Software und Grafik für diese Wettershows für TV-Stationen in ganz Europa kommt nicht selten aus Adlershof.

Wetterpräsentation mit Graeme Garson von der MeteoGroup

Echtzeit. Das ermöglichen sogenannte Real-Time-Systeme. Der TV-Sender RTL war einer der ersten Kunden, der die Wettersysteme von MeteoGroup einsetzte. Heute gehören fast alle öffentlich-rechtlichen Sender und viele private TV-Stationen zum Kundenstamm des Unternehmens. Mit einer Niederlassung auf den Philippinen erobert es den ostasiatischen Markt. „Hier sind die Ansprüche ganz andere, vor allem, wenn es um Arbeitsabläufe – Workflows – geht oder auch um die Präsentation“, sagt Garson. „Die Wahrnehmung ist dort anders als in Europa.“ Das MeteoGroup-Wetter kann man heute sogar mitnehmen: Die meistverkaufte Wetter-App für Smartphones „WeatherPro“ stammt aus dem Unternehmen. „Doch trotz aller Daten“, ergänzt Tschammer, „Vorhersagen mit 100-prozentiger Garantie gibt es nicht. Dazu gibt es zu viele Faktoren, die das Wetter beeinflussen.“ Trotzdem findet sie, dass Meteorologie keine Wahrsagerei ist. „Es ist Wissenschaft gepaart mit Erfahrung. Kurzfristig kann man sehr präzise vorhersagen. Aber Anfang Dezember sicher zu sagen, ob es weiße Weihnachten gibt, das wäre unseriös.“ rb

Die Welt an der Fingerspitze
terhaltungsshow im Rahmen ihrer Nachrichtensendung gemacht haben. Auch der Verkauf von Lebensmitteln, wie zum Beispiel Eis, hängt vom Wetter ab. „Es gibt sogar günstiges Shopping-Wetter“, sagt Anne-Kerstin Tschammer, PR- und Marketing-Managerin bei MeteoGroup. Gutes Shoppingcenter-Wetter ist nicht zu warm, nicht zu kalt und nicht zu schön. Schlechtes Shoppingcenter-Wetter heißt Temperaturextreme, Unwetter und schöne Tage nach einer Schlechtwetterperiode. „Welches Wetter für ein einzelnes Shoppingcenter ideal ist, berechnen wir anhand der historischen Besucherzahlen und Absatzdaten, die wir mit einer  Vielzahl  von Wetterinformationen abgleichen.“ Die Wurzeln des international tätigen Unternehmens reichen zurück in das Jahr 1986. Harry Otten, ein bekannter niederländischer Wettermoderator, gründete damals einen der ersten privaten Wetterdienste Europas, die Meteo Consult. 1993 expandierte das Unternehmen nach Deutschland, dann weiter nach ganz Europa, unter anderem nach Frankreich, Skandinavien und Großbritannien sowie in die Beneluxländer. 2008 entsteht MeteoGroup. Der Wetterdienst konzentriert sich in den ersten Jahren auf meteorologische Anwendungen für Wirtschaftsunternehmen – eine Marktlücke. Stetig steigt auch das Interesse der Medien an hochwertigen Wetterdienstleistungen und so versorgt MeteoGroup heute zahlreiche TV-Sender und Radiostationen in
Die Wettervisualisierungssoftware MeteoEarth für die Realtime-Präsentation weltweiter Wetternachrichten

ganz Europa. 120 Menschen, Informatiker, Grafiker, vor allem Meteorologen arbeiten in Adlershof. Graeme Garson, für die TV-Kunden des Unternehmens zuständig, hat die Welt an seinen Fingerspitzen. Gerade zeigt er auf einem Monitor ein Sturmtief in der Karibik, größer als Westeuropa. Dann dreht er die Weltkugel und zoomt sich mit Zeigefinger und Daumen nach Australien. An der Fingerspitze erscheinen aktuelle Wetterdaten, die Temperatur,
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Ist der Winter kalt und klar, wird der Sommer wunderbar – auf Wetterregeln wie diese will sich heute keiner mehr verlassen. Nicht die Landwirtschaft, nicht die Energieunternehmen, ob konventionelle oder erneuerbare, nicht Winterund Straßendienste. Die maritime Schifffahrt optimiert ihre Routen nach den Vorhersagen von Wetterdiensten. Das Wetter – und das Wissen darum, wie es wird, spielt für viele Wirtschaftszweige eine herausragende Rolle im täglichen Geschäft. Für Privatpersonen ist es so wichtig, dass TV-Stationen aus ihren Vorhersagen eine meist mehrminütige Un-

die Niederschlagsmenge, die voraussichtlichen Sonnenstunden – je nach Interesse und Einstellung. Wie mit einer fliegenden Kamera überquert er dreidimensionale Städte, fliegt zwischen den Wolken, über Gebirge und Meere. Farben, Daten und Wetterlagen ändern sich dabei ständig unter seinem Finger. „Wetter“, sagt Graeme Garson, „ist heute ein wichtiger Teil der News.“ Unzählige Daten aus unzähligen Wettermodellen laufen bei MeteoGroup zusammen. TV-Präsentationen zeigen Wetter in

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Campus

Gründer
Karl-Friedrich Harter arbeitet an bezahlbarer Solartechnik

Hurra, ich lebe noch!
Viele Menschen leiden unter Flugangst. Benedikt Reuter, Psychologischer Psychotherapeut an der Humboldt-Universität zu Berlin, erklärt, was man dagegen tun kann.

wissenschaftlicher Mitarbeiter der Hochschulambulanz des Instituts für Psychologie der Humboldt-Universität. Sie kann aber auch als Teil einer Agoraphobie auftreten. Unter Agoraphobie verstehen die Fachleute eine starke Angst vor Orten und Situationen, in denen Flucht schwer möglich ist – beispielsweise Aufzug oder eben Flugzeug. In Internetforen und Zeitungsartikeln finden sich zahlreiche Tipps für von Flugangst geplagte Zeitgenossen. So wird etwa empfohlen, einen Gangplatz zu wählen, sich mit Hörbüchern abzulenken oder das Kabinenpersonal vorab über seine Angst zu informieren. Alle diese Maßnahmen können durchaus dazu beitragen, mit der Flugangst umzugehen, sagt Benedikt Reuter. Das eigentliche Problem lösen sie nach seinen Worten jedoch nicht. „Denn es handelt sich um Vermeidungsstrategien, die eingesetzt werden, um sich nicht mit seiner Angst zu konfrontieren.“ Hilft es denn, sich mit den Fakten rund ums Fliegen vertraut zu machen und beispielsweise zu erfahren, dass ein Flugzeug selbst in schweren Turbulenzen nicht abstürzt? „Die rationale Ebene ist eine wichtige Voraussetzung, um die Angst zu bewältigen“, sagt Reuter dazu. „Aber in der Regel reicht es nicht, sich mit den Fakten auseinanderzusetzen.“ Vielmehr müssen Betroffene einen entscheidenden Schritt weitergehen und das

Problem an der Wurzel packen: „Sie müssen die gefürchtete Situation aufsuchen und die Angst aushalten lernen“, erklärt Reuter. Dann nämlich stellt der Patient fest, dass das befürchtete Ereignis – also etwa der Flugzeugabsturz – gar nicht eintritt und die Angstsymptome auch ohne Vermeidungsstrategien abklingen. Als „Exposition in vivo“ bezeichnet die Verhaltenstherapie diesen Ansatz. Eine andere Möglichkeit ist die „Exposition in sensu“, bei der die gefürchtete Situation lediglich in Gedanken aufgesucht wird. „Das Training im Flugsimulator zeitigt durchaus Erfolge“, sagt Reuter. „Noch wirkungsvoller ist es aber, unter professioneller Anleitung real zu fliegen.“ Diese Möglichkeit bietet die Lufthansa mit Wochenendseminaren, auf deren Programm auch ein innerdeutscher Hin- und Rückflug steht. In Berlin bekommen Betroffene beispielsweise beim Zentrum für Psychotherapie der Humboldt-Universität verhaltenstherapeutische Hilfe. ch

Sonne auf die leichte Art
Mit einer neuartigen Solardynamik-Nachführung will ein Adlershofer Unternehmen eine höhere Energieeffizienz ermöglichen.
Karl-Friedrich Harter ist Gründer aus Überzeugung. Er will Innovationen schaffen, die den Menschen Nutzen und Vorteile bringen. Seine Ideen und Projekte füllen viele Ordner in dem weißen Regal, das seit dem Herbst 2013 in seinem Büro im Innovations- und Gründerzentrum in Adlershof steht. Hier ist sozusagen die Innovationsschmiede der Solardynamik GmbH, mit der Harter unter anderem ein neuartiges Trägersystem für Photovoltaikmodule auf den Markt bringen will. Es ist nicht sein erstes Unternehmen. Vor 15 Jahren kam er direkt nach seinem Studium der Volkswirtschaft aus Göttingen nach Berlin und baute mit einem Studienfreund eine Firma im IT-Bereich auf. Dann kam der Zusammenbruch einer ganzen Branche. Möglicherweise kam ihm seine Ausbildung als Rettungssanitäter zugute, um mit einer neuen Firma im Bildungsbereich für IT zu überleben. 2009 gründete Harter die Solardynamik. Damals überlegte er sich mit ein paar Ingenieuren, welche Entwicklung für den Solarbereich vielversprechend sein könnte,
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nen die Solarmodule ganz einfach auf nahezu alle Arten von Dächern gebaut werden.“ Die verwendeten Kunststoffe sollen durchsichtig sein, was auch optische Leichtigkeit verleiht. Und es ermöglicht, darunter noch Landwirtschaft zu betreiben. Getragen von Pfeilern aus Holz oder Bambus ließen sich großflächige Überbauungen von landwirtschaftlichen Nutzflächen realisieren, auf denen Tiere weiden oder Pflanzen beschattet wachsen. Auch Regenwasser könnte gezielt aufgefangen und zu einer gesteuerten Bewässerung genutzt werden. Dass seine Erfindung in ganz vielfältigen Bereichen genutzt und – etwa durch Integration von Werbeflächen – möglichst vielfältiger Gewinn daraus geschlagen werden kann, ist Harter ein wichtiges Anliegen. So hat er für Südafrika Carports entworfen, deren Solarstrom gleichzeitig zum Laden von Elektroautos genutzt werden könnte. „Solartechnik soll keine Nische bleiben, die sich nur leisten kann, wer Geld übrig hat“, sagt der Unternehmer. Doch noch muss das Trägersystem zu Ende entwickelt und dann auch produziert werden. Hierfür ist er vor einigen Monaten aus Charlottenburg an den Standort Adlershof gezogen. „Das Umfeld wurde mir dort zu IT-lastig“, sagt er. „Hier finde ich jetzt Kooperationspartner aus der Solarbranche oder aus der Chemie, mit denen ich schon Kontakt aufgenommen habe.“ Das Wichtigste fehlt ihm allerdings noch: ein Investor, damit aus dem Patent ein Produkt wird. Keine leichte Aufgabe in Zeiten, in denen die heimische Solarbranche kränkelt. Aber Harter glaubt fest an ihre Zukunft und an den Produktionsstandort Deutschland. Bis er selbst damit loslegen kann, bietet sein Unternehmen auch Beratung, Vermittlung, Vertrieb und Projektierung für weitere Effizienztechnologien an. ud

Der Sitz ist eingenommen, der Sicherheitsgurt angelegt. Doch die Hände umgreifen verkrampft die Armlehnen. Was hat dieses merkwürdige Rauschen zu bedeuten? Warum eilt die Stewardess mit besorgter Miene ins Cockpit? Und dann noch dieser Mittelsitz – da kommt man doch überhaupt nicht raus, wenn etwas passiert! Viele Menschen kennen solche Gedanken. Laut einer Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach leiden etwa 15 Prozent aller Menschen unter Flugangst. Manche reagieren darauf, indem sie einfach nie fliegen; andere hingegen, die beruflich mobil sein müssen, betreten regelmäßig mit weichen Knien, flauem Magen und feuchten Händen die Kabine. „Die Flugangst zählt zu den spezifischen Phobien“, erklärt Benedikt Reuter, Psychologischer Psychotherapeut und
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und tüftelte die neue Trägertechnologie aus. Seit Februar 2014 ist seine Patentschrift veröffentlicht. Wenn er den Clou dahinter erläutert, greift Harter gerne zu einer kleinen Wasserflasche aus Plastik. Wie diese wird sein System sehr leicht sein und durch den Einsatz von Druckluft gleichzeitig flexibel formbar und stabil. Die PV-Module, so seine Idee, werden auf einem Leichtbauträger aus Kunststoff fixiert, der sich – wie eine Hightechluftmatratze – durch Druckluft selbst stabilisiert. Zusätzlich kann das System mit einer aufblasbaren Luftkammer ausgestattet werden, die ähnlich funktioniert wie ein Hydraulikstempel. Eine ausgeklügelte Membrantechnologie sorgt dafür, dass die Solarzellen mit Druckluft beliebig angekippt werden können. So lassen sie sich dem Stand der Sonne zumindest in einer Dimension nachfahren und bei Unwettern oder großer Windlast auch einklappen.

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„Gegenüber herkömmlichen Trägerstrukturen aus Metall lassen sich bis zu 80 Prozent Gewicht einsparen und damit Kosten sowie CO2“, betont Harter. „Weil die ganze Konstruktion so leicht ist, kön-

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Kurz Notiert

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Klügste Nacht
Am Samstag, den 10. Mai 2014 findet die „14. Lange Nacht der Wissenschaften“ statt. Bei der Gemeinschaftsveranstaltung von Berliner und Potsdamer wissenschaftlichen Einrichtungen ist auch der Technologiepark Adlershof wieder dabei. Nutzen Sie zwischen 17 und 24 Uhr die Gelegenheit, hinter die Kulissen der Denkstuben, Labore und Operationssäle zu blicken und vor Ort zu erfahren, was in unserer Region geforscht wird. Kinder und Jugendliche können bei den zahlreichen Mitmachaktionen, Führungen und Experimenten unmittelbar erleben, wie spannend Wissenschaft und Forschung sind. Besondere Highlights sind zwei Science-Slams, einer davon speziell für Kinder. Freizeitköche erfahren, was Kochen mit Wissenschaft zu tun hat, und die deutschlandweit bekannten „Physikanten“ vermitteln mit ihrer Physikshow Spaß an und mit Wissenschaft für Groß und Klein. www.lndw.adlershof.de

Kochwerkstatt
Das Kochatelier Berlin-Adlershof und die WISTA-MANAGEMENT GMBH laden zum (Mit-)Kochen und Essen ein. Gezeigt wird, wie mit wenigen und preiswerten Zutaten jederzeit schnell etwas Schmackhaftes (und Gesundes) zubereitet werden kann. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Wann: Donnerstag, 05. Juni 2014, Wie lange: 12.00 und 13.00 Uhr (Dauer: jeweils 40 Minuten) Wo: Rudower Chaussee 14, 12489 Berlin Anmeldung: Tel. 030/6392-2247 oder E-Mail salmon@wista.de

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Impressum
Herausgeber: WISTA-MANAGEMENT GMBH Redaktion: Sylvia Nitschke (V. i. S. d. P.) Redaktionsadresse: WISTA-MANAGEMENT GMBH, Bereich Kommunikation Rudower Chaussee 17, 12489 Berlin Tel.: 0 30 / 63 92 - 22 38, Fax: 0 30 / 63 92 - 22 36 E-Mail: nitschke@wista.de; www.adlershof.de/journal Autoren: Rico Bigelmann (rb); Uta Deffke (ud); Dr. Winfried Dolderer (wd); Christian Hunziker (ch); Paul Janositz (pj); Chris Löwer (cl); Harry Mehner (hm); Sylvia Nitschke (sn); Peter Trechow (pt); Malte Welding Layout, Gesamtherstellung und Anzeigenverkauf: zielgruppe kreativ GmbH Tel.: 030 / 6 780 413 - 11, Fax: 030 / 6 780 413 - 16 E-Mail: info@zielgruppe-kreativ.com, anzeigen@zielgruppe-kreativ.com www.zielgruppe-kreativ.com Namentlich gekennzeichnete Beiträge stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar. Nachdruck von Beiträgen mit Quellenangabe gestattet. Belegexemplare erbeten. Das „Adlershof Journal“ erscheint sechs Mal pro Jahr in einer Auflage von 3.000 Exemplaren. Die nächste Ausgabe erscheint Anfang Juli 2014. Bildquellen: Sofern nicht anders gekennzeichnet: Tina Merkau; Titel: Jaqueline Urban; Inhaltsverzeichnis (oben): WISTAMANAGEMENT GmbH; Essay: Dorothee Mahnkopf; S. 2 unten: monropic – Fotolia; S. 4-5: BEST FRIEND Agentur für Kommunikation GmbH; S. 7 (unten): JohanSwanepoel – Fotolia; S. 8-9: theromb – Fotolia; S. 10-11: (Strichzeichnungen) canicula – Fotolia, (Plakate & Hintergrundbild) Wolfgang May; S. 12 (unten): MeteoGroup Deutschland GmbH; S. 14 (Grafiken):shockfactor.de – Fotolia, (Bildmontage) Gesellschaft für Marketing und Kommunikation mbH; S. 16 (oben): Lange Nacht der Wissenschaften e. V. (LNDW e. V.)

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21. Mai 2014 von 10.00 bis 15.00 Uhr Rudower Chaussee 17, 12489 Berlin, Foyer C, Zugang zur Kantine

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