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Full text: Adlershof-Journal Issue 2012,3/4 März/April

Adlershof Journal

März/April 2012

	 Berliner Zukunftsorte: 	 Adlershof-Management in Tegel 	 und Schöneweide aktiv 	 Sonnenfinsternis: 	 Was wir aus der Solarkrise lernen 	 Frischer Wind: 	 Generationswechsel bei Studio Berlin

Zusammen exzellent

HU kann es zur Eliteuni schaffen

www.adlershof.de

Adlershof Journal
März/April 2012

ESSAY

Elite
INHALT
01	 	 ESSAY Elite – Zur Renaissance einer alten Idee

Zur Renaissance einer alten Idee
Klugheit gehört nicht zuletzt die Einsicht, im Interesse des Machterhalts rechtzeitig für eine Auffrischung „von unten“ zu sorgen. Findet dieser Selbsterneuerungsprozess nicht statt, kommt es zu einem abrupten Wechsel der Eliten, was freilich für Mosca und Pareto grundsätzlich nichts daran ändert, dass Minderheiten über Mehrheiten herrschen. Für die funktionalistische und pluralistische Elitentheorie, wie sie sich vor dem Hintergrund des demokratisch etablierten Konsenses nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelt, waren die tendenziell antidemokratischen Überlegungen der modernen Klassiker nicht mehr anschlussfähig. Denn nun ging es um die Frage, wie demokratische Eliten möglich sind. Eine argumentative Brücke zwischen „Elite“ und „Demokratie“ bot Joseph Schumpeters normativ ausgedünntes Modell der wettbewerblichen Eliten-Demokratie. Die Demokratie wird hier nicht als „Volksherrschaft“ begriffen, sondern als ein Verfahren zur wettbewerblichen Auslese der Eliten. Eine auf diese Weise funktionierende Demokratie garantiert, dass immer die besten Leader ausgewählt werden und die beste Elite am besten regiert. Damit ist nicht nur die Verträglichkeit von Elite und Demokratie, sondern mehr noch die Wünschbarkeit und der Nutzen einer Elite für die Demokratie gegeben. Der wettbewerbliche Leistungsgedanke wurde zum Kern eines demokratischen Elitekonzeptes, das sich über den politischen Bereich hinaus auf Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur übertragen ließ und als entnormativierter Funktionselitenbegriff sozialwissenschaftlich Karriere gemacht hat. Der aktuelle, um die Jahrtausendwende anhebende öffentliche Elitendiskurs, der vornehmlich im Gewand der Kritik an der „alten“ bundesdeutschen „Führungskräftegesellschaft“ auf die „Produktion“ neuer, besserer Eliten abstellt, verweist jedoch darauf, dass das, was der formalisierte Funktionselitenansatz so erfolgreich suspendiert hatte, wiederkehrt: Auf die Bühne der öffentlichen Aufmerksamkeit tritt die alte Idee einer mit Führungs- und Sozialkompetenz ausgestatteten Leistungselite. gs

AUS DER REDAKTION

02	NACHWUCHS 	 Kleine Daniel Düsentriebs gekürt: 	 Eindrücke vom „Jugend forscht”	 Regionalwettbewerb Berlin Süd 03	 	 	 	 04	 	 	 	 06 	 	 	 	 MENSCHEN Der Zukunftsforscher: Tobias Kümmerle untersucht, wie die Welt ohne Raubbau „satt“ wird TITELTHEMA Starke Partner bei der Exzellenzbewerbung: Humboldt-Universität zu Berlin und Technologiepark Adlershof eng vernetzt FORSCHUNG Der Ultrakurzzeitexperte: Mit Lichtblitzen dem Wassergedächtnis auf der Spur

Es geht um die Besten
Exzellenz – davon ist ständig die Rede, seit die deutschen Hochschulen im Jahr 2005 in den Wettbewerb um Spitzenforschung getreten sind. Momentan läuft die dritte Förderrunde der Exzellenzinitiative. Warum wir vom Adlershof Journal uns dem fast schon inflationären Gebrauch des Wortes Exzellenz anschließen, fragen Sie sich vielleicht, liebe Leser? Nun, es ist wahr: Besser, schneller, höher, weiter – Superlative bestimmen unser Leben und gönnen uns nur wenige Verschnaufpausen. Auch die Hightechschmiede Adlershof will und muss weiter wachsen – das geht nicht ohne kluge Köpfe. Auch wir wollen die Besten. Einige Pionierforscher haben wir schon. Thomas Elsässer vom Max-Born-Institut für Nichtlineare Optik und Kurzzeitspektroskopie ist so einer. Vom Europäischen Forschungsrat (ERC) erhielt er einen der begehrten „Advanced Grants“. Seine Arbeit stellen wir in diesem Heft vor. Woher der Nachwuchs kommen soll? Am liebsten aus den Exzellenzunis. Ob auch die traditionsreiche Humboldt-Universität zu Berlin (HU), die mit ihrem Zukunftskonzept an ihre Wurzeln anknüpft, dazu gehört? Deren naturwissenschaftlicher Campus ist Teil der Wissenschaftsstadt Adlershof. Kein Wunder, dass – um im Bild unserer Titelillustration zu bleiben – die Adlershofer Forscher und Wissenschaftler des Technologieparks auch kräftig in die Pedale treten. Sie unterstützen die HU in den naturwissenschaftlichen Disziplinen bei ihrer Bewerbung um den Exzellenzstatus. Viele Verflechtungen universitärer mit außeruniversitären Einrichtungen sowie mit innovativen Unternehmen gibt es am Standort. IRIS, das Integrative Research Institute for the Sciences, ist ein Beispiel dafür. Wir schauen gespannt auf den 15. Juni dieses Jahres, den Tag der Förderentscheidung der Exzellenzinitiative, und halten die Daumen für eine erfolgreiche HU gedrückt. Ihre

Platon, der gewöhnlich als Vater elitären Denkens gilt, hat die Frage „Wer soll regieren?“ klar beantwortet: Die Besten sollen regieren, und die Besten sind die Weisen. Sein Votum für eine Herrschaft der Philosophen entsprang einem tiefen, an den Erfahrungen von Sokrates’ gewaltsamem Tod durch das Votum der Athener Bürgerschaft geschulten Affekt gegen die Demokratie. Dem Volk traut Platon, wie er in seinem berühmten Höhlengleichnis ausführt, kein kompetentes Urteil zu. Im Höhlengleichnis bietet Platon eine frühe Legitimation politischer Führung durch eine verantwortliche Leistungselite. Neben ihrem exzeptionellen Führungswissen darum, wie der Staat aufs Beste bestellt und geführt werden muss, prädestiniert die Philosophen ihre charakterlich vorbildliche, den Versuchungen der Macht widerstrebende und dem Gemeinwohl verpflichtete Lebensweise zur Lenkung des Staates. Im Unterschied zu dieser alten Idee einer Wissens- und Wertattribute verbindenden Leistungselite wollten die Begründer des sozialwissenschaftlichen Elitebegriffs Gaetano Mosca und Vilfredo Pareto jede Normativität vermeiden. In ihrem Affekt gegen die Demokratie stimmen sie jedoch mit Platon überein. Der von diesen modernen Klassikern um die Wende zum zwanzigsten Jahrhundert geprägte Elitebegriff ist der polemische Gegenbegriff zur demokratischen Massengesellschaft: Die Elite führt die Masse und diese lässt sich führen, weil sie zur viel beschworenen Selbstregierung gar nicht fähig ist. Mosca und Pareto teilen überdies Platons Einschätzung über die korrumpierenden Effekte politischer Macht. Sie setzen jedoch nicht auf eine charakterlich vorbildliche Führungselite, sondern im Anschluss an den Florentiner Politikberater Niccolò Machiavelli auf die Herrschaft einer machtbewussten Minderheit. Danach muss eine stabile Machtelite gewaltaffin sein wie ein Löwe, also bereit sein, ihre Machtposition mit Gewalt zu verteidigen, und sie muss zugleich listig und klug sein wie ein Fuchs. Zu dieser

08 	NACHGEFRAGT 	 Gemeinsam wachsen: 	 Adlershof-Management in Schöneweide 	 und Tegel aktiv 09	 	 	 Tischgespräch mit Ulrike Rettig: Leiterin der Kindertagesstätte „Spatzennest“

10 	UNTERNEHMEN 	 Sonnenfinsternis: 	 Was wir aus der Solarkrise lernen 12 	 	 	 	 14 	 	 	 	 15 	 	 	 	 16	 MEDIEN „First Exit Adlershof“: Ein Besuch bei den neuen Geschäftsführern von Studio Berlin CAMPUS Klimatische Wahrscheinlichkeiten: Mathematische Modelle für Temperaturübergänge in der Eiszeit GRÜNDER Blick nach Osteuropa: Deutsch-russische Schnellstraße für Labortechnik KURZ NOTIERT

Die Autorin Dr. Grit Straßenberger ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Ausführliche Texte und Adlershofer Termine finden Sie unter: www.adlershof.de/journal

Sylvia Nitschke, Leiterin Adlershof Print

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Nachwuchs

Menschen in Adlershof

Der Zukunftsforscher
Sie haben die Köpfe rauchen lassen, wurden von einer Fachjury befragt und konnten sich schließlich gegen starke wissenschaftliche Konkurrenz durchsetzen: Die 17 Preisträgerprojekte des 47. Jugend forscht Regionalwettbewerbs Berlin Süd. Sie wetteiferten erstmals im Technologiepark Berlin Adlershof und konnten unter anderem mit der Entwicklung einer elektronischen Funk-Wegfahrsperre für Fahrräder oder mit Untersuchungen der Auswirkungen des Fliegens auf den Menschen, sowie der Entwicklung einer Sonnencreme aus Zimt überzeugen. Wir drücken den Siegern für den Landes- und dann vielleicht auch Bundeswettbewerb die Daumen und sind gespannt, welche „Jufos” im nächsten Jahr wieder an den Start gehen werden. „Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben“, sagte einst Albert Einstein. Der Adlershofer Geograph Tobias Kümmerle forscht über zukünftige Landnutzung, Globalisierung und den Klimawandel – Themen, die die Existenz der Menschheit wesentlich bestimmen werden. Seit Januar dieses Jahres wird der Nachwuchswissenschaftler der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) von der Einstein Stiftung Berlin als erster „Junior Fellow“ gefördert.
Tobias Kümmerle hat die ganze Welt im Blick.

Links: Niklas Schmidt (13) und Tim Radeke (14) erklären ihr Projekt: „ Bau und Charakterisierung einer organischen LED (OLED)“. Sie gewannen in der Altersklasse ‚Schüler experimentieren‘ einen 2. Platz Mitte: Sabrina-Viola Langner (14) überzeugte die Jury mit ihren Forschungen zu „ Mein Mikroorganismencyno“ – gemeint ist die Vielfalt von Mikroorganismen – so sehr, dass sie von der Altersklasse ‚Schüler experimentieren‘ in die Altersklasse ‚Jugend forscht‘ hochgestuft wurde und hier sogar einen 2. Platz erreichte; sie erhielt außerdem den Sonderpreis ‚Nachwachsende Rohstoffe‘ und darf beim Landeswettbewerb teilnehmen Rechts: Yuna Reinhardt (15) forschte zusammen mit ihrer Schwester Nana Reinhardt und Arina Hochscheidt zum „Traum von blühenden Wüsten“

Der Landnutzungswandel und dessen Auswirkungen auf die Artenvielfalt beschäftigen den schon frühzeitig am Naturschutz interessierten Tobias Kümmerle seit seiner Dissertation. Nach dem Studium der Angewandten Umweltwissenschaften in Trier ging der heute 35-Jährige 2007 an die Berliner HU, war von 2008 bis 2010 Postdoc an der University Wisconsin-Madison (USA), forschte seit 2010 am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und aktuell am PIK und an der HU. Wichtig ist Kümmerle, bewusst zu machen, dass der rasant zunehmende   Nahrungsmittel- und Bioenergiebedarf einer stetig wachsenden Weltbevölkerung eine der größten Herausforderungen der Menschheit darstellen. Mit seiner Arbeit sucht er Lösungen zur umweltverträglichen Nahrungsmittelproduktion zu finden, welche Ressourcennutzung und den Schutz der Artenvielfalt in Einklang bringen würden. Tobias Kümmerle sagt: „Dies kann nur gelingen, wenn Mensch und

Umwelt als Einheit, quasi als gekoppelte Systeme verstanden werden.“ Besonders intensiv erforscht Kümmerle zudem die Auswirkungen sozialökonomischer Schocks, wie zum Beispiel in Osteuropa nach dem Zusammenbruch des Kommunismus. Hier fand eine der „größten Episoden von Landnutzungswandel in den letzten 100 Jahren“ statt, so der Geograph. Die Landwirtschaft sei nahezu zum Erliegen gekommen, die Böden regenerieren sich, es gebe eine zunehmende Bewaldung und Arten wie Braunbären würden sich wieder vermehren. Andere Untersuchungen führen Tobias Kümmerle in den Chaco, eine Region in Südamerika, wo der großflächige Sojaanbau für den europäischen und chinesischen Markt zu den weltweit höchsten Abholzungsraten führt. Kümmerle hält das Adlershofer Geographie-Institut in Bezug auf dessen Untersuchungen zum Landnutzungswandel

für eine der derzeit deutschlandweit führenden Forschungseinrichtungen. Es sei für die interdisziplinäre Arbeit idealerweise sowohl mit anderen universitären als auch mit außeruniversitären Instituten vernetzt. Mit der Graduiertenschule „FutureLand“, die globale ökologische Zusammenhänge zur nachhaltigen Landnutzung untersucht, ist die HU nun auch im aktuellen Exzellenzwettbewerb angetreten. 2013 wird das integrative Forschungsinstitut IRI THESys – Die großen Transformationen von Mensch-Umwelt-Systemen, den Nachhaltigkeitsschwerpunkt an der Humboldt-Universität weiter verstärken. Die herausragenden wissenschaftlichen Leistungen von Tobias Kümmerle wurden durch die Förderung der Einstein Stiftung bereits honoriert: Das Fellowship-Programm finanziert seine Forschungen und zusätzliche Personal- und Sachmittel für eine Laufzeit von drei Jahren. pm

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Titelthema

Titelthema

Partner bei de Starke r Exzellenzbewerbung
Um Großes zu erreichen, muss man sich oft mit kleinen Dingen beschäftigen. Das macht das Team um Stefan Hecht, Professor für organische Chemie an der HU. Die Chemiker bauen Moleküle, die nur wenige Nanometer (millionstel Millimeter) groß sind, gezielt zu komplexeren Nanostrukturen zusammen. Aus den molekularen Bausteinen formen die Adlershofer Wissenschaftler Ketten unterschiedlichen Typs, die dann nach dem Reißverschlussprinzip verknüpft werden. So entstehen Strukturen mit mehr als zehn Billionen Molekülen pro Quadratzentimeter. Hecht forscht auf dem Gebiet der „Molekularen Nanotechnologie“. Sie ist eingebettet in den Sonderforschungsbereich „Molekulare Schalter an Oberflächen“, an dem sich die Universitäten aus Berlin und Potsdam sowie einige außeruniversitäre Forschungsinstitute beteiligen. „Langfristiges Ziel ist es, eine molekulare Elektronik zu etablieren, bei der Sensoren oder Schaltkreise auf einzelne Moleküle reduziert werden“, erklärt der 38-jährige Chemiker. So könnten winzige Transistoren in elektronischen Bauelementen genutzt, ferngesteuerte Katalysatoren bei chemischen Reaktionen eingesetzt oder Licht direkt in Bewegung umgewandelt werden.

Technologien im Nanobereich sind starke Innovationsmotoren für die Wirtschaft. Sie gehören somit in die Kategorie von Forschung, mit der Universitäten beim Streben nach dem Exzellenzstatus punkten können. Im diesjährigen Wettbewerb steht die HU in der Endrunde. Das Zukunftskonzept, das die langfristige Entwicklung der Universität beschreibt, trägt die Überschrift „Bildung durch Wissenschaft: Persönlichkeit – Offenheit – Orientierung“. Für dieses Motto sei Adlershof ein sehr gutes Beispiel, sagt Professor Peter Frensch, Vizepräsident für Forschung. In der Wissenschaftsstadt erhalten „die unterschiedlichsten Zielgruppen Unterstützung: die Gründungswilligen beim Aufbau der Firma, Unternehmen bei der Ansiedlung, Baugruppen bei der Wahl des richtigen Grundstücks, Wissenschaftler und Unternehmer bei ihrer themenspezifischen Vernetzung“. Das gleiche Ziel verfolge auch das Zukunftskonzept der HU: „Wir wollen unsere Universitätsangehörigen – Studierende, Wissenschaftler und Verwaltungsmitarbeiter – optimal bei ihrer individuellen beruflichen Entwicklung unterstützen. Erfolgreiche Übergänge zwischen den Karrierestufen, beispielsweise vom Studium zur Doktorandenausbildung und vom Postdoc zur Professur, soll ein maßgeschneiderter Service sichern.“ In den vergangenen Monaten haben externe Gutachter die Qualität der HU-Forschung auf Herz und Nieren geprüft. Dabei haben sie auch viel Zeit im Südosten Berlins verbracht. „Alle Adlershofer Institute der HU sind – wenn auch in unterschiedlichem Umfang – in die insgesamt sechs Clusterinitiativen und acht Graduiertenschulen eingebunden, mit denen wir in diese Runde des Exzellenzwettbewerbs gegangen sind“, sagt Frensch. Besonders zu erwähnen ist dabei IRIS. Das Integrative Research Institute for the Sciences verzahnt universitäre mit außeruniversitären Einrichtungen und innovativen Unternehmen und spiegelt somit die Adlershofer Stärke der grenzübergreifenden Kooperation wider. Die IRIS-Partner

HU-Studentin im Physik-Institut

Ob für die Humbo ldt-Universität zu Berlin (HU) der St lenz leuchten wird ern der Ex zel, entscheidet sich im Juni 2012. Seine Strahlkraf t dürf te er nicht zule tzt auch von den vi tiven Initiativen be elen innovakommen, die von der Wissenschaf ts nologiestadt Adle - und Techrshof ausgehen.

Der typische Adlershofer Mix aus sanierten Altbauten und neuen Gebäuden prägt auch den HU-Campus

erforschen Hybridmaterialien, die – aus organischen und anorganischen Komponenten aufgebaut – oft überraschende elektronische, chemische oder optische Eigenschaften zeigen. Einen wichtigen Exzellenzbeitrag leisten auch die Graduiertenschulen: „FutureLand“, daran beteiligen sich die Adlershofer Geographen maßgeblich, sowie die „School of Analytical Sciences Adlershof“ (Salsa). Beteiligt sind Adlershofer Chemiker und Biologen auch am Exzellenzcluster „Unifying Concepts in Catalysis“ (UniCat). In dem Forschungsverbund unter Federführung der Technischen Universität Berlin arbeiten mehr als 250 Wissenschaftler aller Berliner Hochschulen, der Universität Potsdam und von zwei Max-Planck-Instituten an Erforschung und Entwicklung von Katalysatoren. pj

Linke Seite – oben: Foyer des Geographie-Insituts der HU Linke Seite – Bildleiste: Luftfahrthistorische Denkmale wie Trudelturm und Motorenprüfstand, der heute ein studentisches Café beherbergt, gehören zum HU-Campus

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Forschung

Forschung

Auch in scheinbar vertrauten Dingen Neues zu finden – nicht zuletzt das macht die Faszination der Naturwissenschaften aus. Wer hätte gedacht, dass es noch etwas über Wasser zu entdecken gibt? Thomas Elsässer, Direktor am Max-Born-Institut für Nichtlineare Optik und Kurzzeitphysik in Adlershof, ist das im Jahr 2005 gelungen: In einem aufsehenerregenden Artikel für die Fachzeitschrift Nature schrieb er zusammen mit Forscherkollegen über die Wechselwirkungen zwischen Wassermolekülen. H2O, zwei Wasserstoffatome, ein Sauerstoffatom, die wohl bekannteste Formel der Welt. Was bis dahin nur vermutet wurde: Diese kleinen Moleküle bilden untereinander ein Netzwerk aus, dessen Struktur sich rasend schnell ändert. Nur eine „Pikosekunde“ (Millionstel einer millionstel Sekunde) hält die Verbindung zwischen zwei Wassermolekülen. In dieser kurzen Zeit durchquert Licht gerade mal ein dickeres Blatt Papier, während es in einer Sekunde bereits von hier bis zum Mond kommt. „Mit ultrakurzen Lichtpulsen konnten wir erstmals Aufnahmen des aktuellen Geschehens machen“, sagt Thomas Elsässer. Dazu regten die Wissenschaftler mithilfe eines Laserblitzes eine bestimmte Eigenschwingung in einem Wassermolekül an. Wie sich diese angeregte Schwingung mit der Zeit verändert, maßen sie mit einem weiteren Lichtstrahl. Das zufällig ausgewählte und in Schwingung versetzte Molekül diente nun quasi als Sonde: Wie wird es von den anderen Wassermolekülen

Schwingung bereits innerhalb von 50 „Femtosekunden“ völlig verändert – das ist der 200ste Teil einer Pikosekunde. „Wasser hat also ein extrem schlechtes Gedächtnis“, fasst es Elsässer zusammen – und verweist damit die Theorien von Esoterikern und Homöopathen ins Reich der Phantasie, wonach der Kontakt mit anderen Substanzen Wasser eine Struktur aufprägen würde. „Tatsächlich hat unsere Forschung aber viel mit dem menschlichen Organismus zu tun“, erzählt er und bringt selber einen mythisch klingenden Ausdruck ins Spiel: das biologische Wasser. Befindet sich Elsässers Untersuchungsgegenstand nämlich in der Nähe von Proteinen oder unserer Erbsubstanz, der DNA, kommen die H2O-Moleküle deutlich zur Ruhe, sind zwei- bis dreimal langsamer. Die Wechselwirkung mit den Biomolekülen wird dadurch erhöht, gleichzeitig kann das immer noch hochbewegliche Wassernetzwerk schnell Energie abführen – und so die empfindliche DNA schützen, wenn sie zum Beispiel von UV-Strahlen getroffen wird. Damit Elsässer die zugrunde liegenden molekularen Mechanismen genauer untersuchen kann, fördert ihn der Europäische Forschungsrat ERC seit dem Jahr 2010 mit einem „Advanced Grant“ in Höhe von 2,49 Millionen Euro für fünf Jahre. Dass auch die exzellente Forschungsin-

Thomas Elsässer untersucht mithilfe ultrakurzer Lichtblitze eine eher lose chemische Bindungsart. Neben neuen Erkenntnissen über das Erinnerungsvermögen von Wasser brachte ihm das den höchstdotierten europäischen Forschungspreis ein.

Der Ultrakurzzeitexperte

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im Netzwerk beeinflusst? Das verblüffende Ergebnis: Nicht nur die chemische Bindung zwischen den Wassermolekülen, die sogenannte Wasserstoffbrückenbindung, ist mit einer Pikosekunde extrem kurzlebig. Durch Kippen und Rotieren der Moleküle im Netzwerk wurde die in der Sonde angeregte

frastruktur in Adlershof zum Erfolg beiträgt, zeigt der zweite Teil des ERC-Projektes, bei dem es um Wasserstoffbrückenbindungen in Kristallen geht. Hier kommt eine in Zusammenarbeit mit dem IFG – Institute for Scientific Instruments in Adlershof entwickelt PlasmaRöntgen-Quelle zum Einsatz. Sie nimmt ultrakurze Schnappschüsse von „ferroelektrischen“ Materialien auf, die als neue elektronische Bauelemente im Gespräch sind. wr

Wasserstoffbrückenbindungen, auch kurz Wasserstoffbrücken oder H-Brücken, sind Bindungen, die primär durch die elektrostatische Anziehung zwischen polaren Einheiten in Molekülen zustande kommen. Ihre Stärke liegt deutlich unter denen der kovalenten Atombindung und der ionischen Bindungen. Sie beruht im Wasser darauf, dass die Wasserstoffatome des Wassermoleküls eine positive und das Sauerstoffatom eine negative Partialladung tragen. Diese Ladungen benachbarter Moleküle ziehen sich gegenseitig an und so bildet sich ein ausgedehntes Netzwerk von Wassermolekülen, wobei jedes Wassermolekül von ungefähr vier Nachbarn umgeben ist. Innerhalb des Netzwerkes werden Wasserstoffbrücken auf der extrem kurzen Zeitskala von 1 ps gebrochen und neu geformt, wodurch die Struktur des Netzwerks stark fluktuiert.

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In Proteinen halten Wasserstoffbrücken die wichtigen dreidimensionalen Strukturen der Moleküle aufrecht. In der DNA schließlich verbinden Wasserstoffbrücken die beiden Einzelstränge zur charakteristischen Doppelhelix. Dieses Prinzip ist somit eine notwendige Voraussetzung für alle bekannten Lebewesen.

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Nachgefragt

Adlershofer Tischgespräch
Tischgespräch
Das einst pulsierende Industriegebiet Schöneweide, zu Zeiten der AEG Emil Rathenaus das Herz der Elektrotechnik Europas, konnte nie an seine große Vergangenheit anknüpfen. Stattdessen gilt der Stadtteil heute noch immer als Problembezirk. Doch mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW), engagierten Unternehmen und Bürgern soll es wieder aufwärts gehen. Zumal der Standort mit dem neuen Flughafen Schönefeld attraktiver wird, wenn dieser am 3. Juni öffnet. An diesem Tag gehen am Airport Tegel die Lichter aus. Dann beginnt auch hier die Aufbauarbeit für ein neues Wissenschafts- und Technologiezentrum. So unterschiedlich beide Standorte sind, sie eint, dass ihnen Köpfe der WISTA-MANAGEMENT GMBH neues Leben einhauchen werden. Wie das funktioniert, zeigte die Entwicklungsund Betreibergesellschaft bereits in Adlershof, weswegen sie nun gebeten wurde, die Erfolgsgeschichte gleich zweimal fortzuschreiben. Wird es in Berlin künftig ein „Adlershof 2 und 3“ geben? „Wenn damit gemeint ist, attraktive Orte für Investoren und Gründer rund um Wissenschaft zu schaffen, an denen neue Arbeitsplätze entstehen, schon“, sagt WISTAMG-Chef Hardy Schmitz. Eine Adlershof-Kopie wird es folglich nicht geben. Das schon allein nicht, weil die drei Standorte jeweils andere Schwerpunkte haben werden: In Tegel liegt der Fokus auf „Urban Technologies“, also auf Themen wie Elektromobilität, Transportsysteme, energiesparende Gebäudetechnik und intelligente Versorgungsnetze. Für Schöneweide wird zurzeit ein Konzept erarbeitet, das bei den dort vorhandenen Kompetenzen der HTW ansetzen wird. Besonders wachstumsstark und für die Industrie relevant ist der Bereich der „Renewable Energies“, der Bereich IT und Kultur und in diesem das Thema „Games“. Außerdem finden sich hier schon ingenieurgetriebene Optik- und Sensorikunternehmen, deren Wachstumspläne imponierend sind. Die Planungen der traditionsreichen Batterieproduktion werden neue Aktivitäten mit sich bringen. Adlershof hat sich mit einem Mix aus Forschungsinstituten und Unternehmen der Optik, Mikrosystemtechnik, IT und Analytik einen Namen gemacht. In scharfer Konkurrenz werden die Standorte wohl nicht stehen. Jedoch: „Sicher, Wettbewerb gibt es immer und Überschneidungen auch – am Ende entscheidet immer der Kunde“, sagt Schmitz. Doch Berührungspunkte sollen die Standorte gegenseitig befruchten, sodass ein Beziehungsnetzwerk entsteht. Ideal wäre beispielsweise, wenn junge Absolventen der HTW nicht ins Ausland, sondern nach Adlershof abwandern. Denkbar auch, dass einzelne Firmen von Adlershof nach Schöneweide gehen – wie das Beispiel First Sensor zeigt – und auch umgekehrt. Es gilt, die „magnetische Wirkung“ von Adlershof auch in Schöneweide und Tegel zu entfalten. Verliert dadurch Adlershof an Strahlkraft, weil die Kräfte des Standortmanagements bald woanders wirken? „Diese Befürchtung wird häufig geäußert“, sagt Schmitz. Dem steuert das Leitungsteam entgegen. Denn die WISTA-MG stemmt die neuen Aufgaben mit neuem Personal. So hat ein sechsköpfiges Team seit Anfang Januar ein Büro in Tegel bezogen. Und bis April wird Schmitz eine neue unternehmerische Geschäftsführung für die Tegel Projekt GmbH gefunden haben. „Dann ziehe ich mich aus der Aufbauarbeit dort zurück und übernehme, wenn nötig, Teilprojekte“, betont er. Denn für ihn und sein Team gibt es nach wie vor genug zu tun in Adlershof. Auch wenn der Standort schon heute fliegt, dürften noch durchaus zehn Jahre vergehen, bis hier die Kapazitäten erschöpft sind. Und die sich geradezu aufdrängenden Synergien zwischen allen drei Standorten wollen entwickelt werden, auf dass zwischen dem neuen und dem alten Flughafen eine kräftige Wissenschafts- und Wachstumsachse entsteht. „Es kommt darauf an, ein attraktives Umfeld zu schaffen, das Investoren, Unternehmer und Forscher nach Berlin lockt“, unterstreicht Schmitz. Nur: Kann sich eine chronisch klamme Stadt kostspielige Entwicklungsprojekte erlauben, zumal etliche andere Standorte gefördert werden wollen? „Es muss eine offene Diskussion darüber geben, welche Investitionen sich Berlin insgesamt leisten kann und möchte“, fordert Schmitz. „Was fehlt, ist ein stimmiger Masterplan der Zukunftsorte Berlins.“ Im Koalitionsvertrag der neuen Regierung ist dieser bereits verankert. Was, wo bis wann zu tun ist, wäre eine Diskussion, der sich Schmitz gern stellen möchte. Aus guten Gründen: „Ich bin überzeugt, dass unsere Standorte einer wirksamen Logik genügen und Berlin voranbringen werden.“ cl
Hardy Schmitz, Chef des Adlershofer Technologieparks, ist als Entwickler Berliner Zukunftsorte gefragt

... mit Ulrike Rettig, Leiterin der „Kindertagesstätte Am Studio”. Die sympathische Berlinerin, selbst zweifache Mutter, liebt klare Strukturen und hält nichts von Reizüberflutung für die Kleinsten. Dementsprechend trägt die Innengestaltung des neuen Kitagebäudes, das anstelle der Baracke Am Studio 5 gebaut wurde, ihre Handschrift. Ende Januar konnte der Nachwuchs, der während der Bauphase in einer Kita am Treptower Park untergebracht war, das neue Nest beziehen. Adlershof Journal: Was ist Ihr Lieblingsplatz in Adlershof? Ich mag das Birkenwäldchen in Adlershof. Das ist ein großer Ruhepol für mich. 	 Wie verbringen Sie Ihre Mittagspause? In der Kita. Erzieherinnen und Kinder essen gemeinsam, das ist Teil der Ernährungserziehung. Es sollen nicht nur Hunger und Durst gestillt und sich gesund ernährt werden, sondern auch die Sinne geschult, Fingerfertigkeiten trainiert, Tischmanieren gelernt oder der Tisch zusammen gedeckt werden. Was war Ihre erste Begegnung mit Adlershof? Ich bin 1999 in die Waldstraße in Adlershof gezogen, habe einige Jahre dort gewohnt und kenne den Altstadtkiez gut. In der „Kita Am Studio“ arbeite ich erst seit letztem Herbst, davor habe ich eine Kita in Pankow geleitet.

Wie kommen Sie zur Arbeit? Mit dem Auto, weil ich auf dem Arbeitsweg meine beiden Söhne in Kindergarten und Schule vorbeibringe. Ansonsten könnte ich auch das Fahrrad nehmen, ich wohne in Grünau. Worüber haben Sie sich kürzlich am meisten geärgert? Als am Tag unseres Kita-Umzugs mein Portemonnaie mit Ausweisen, Fahrerlaubnis, Kredit- und Krankenkassenkarten aus meinem neuen Büro in Adlershof gestohlen wurde. … und am meisten gefreut? Über die strahlenden Kinderaugen am 23. Januar, als die Kleinen ihre neue Kita entdeckt und sich zum Beispiel in der Bewegungsbaustelle ausprobiert haben. Was ist Ihr nächstes Ziel? Zurzeit betreuen wir 82 Kinder, bis zu 100 stocken wir sukzessive auf. Das heißt, wir haben viele Kinder in der Eingewöhnung. In der Pädagogik arbeiten wir offener. Das gibt den Kindern die Möglichkeit, sich ihre Spielgruppe und ihre Aktivitäten freier zu wählen. Und dann ist auch die große offizielle Kitaeröffnung vorzubereiten, die wahrscheinlich im Mai stattfinden wird. Wie verbringen Sie Ihre Freizeit? Wenn mich die Familie nicht in Beschlag nimmt, am liebsten mit sportlichen Aktivitäten. Ich spiele gern Volleyball und schwinge das Tanzbein bei einem Kurs. sn

Die WISTA-MANAGEMENT GMBH kümmert sich nun auch um die Zukunft der Technologiestandorte Schöneweide und Tegel. Wird Adlershof geklont? Wie will das Management diese Aufgaben stemmen, ohne Adlershof zu vernachlässigen? WISTA-Geschäftsführer Hardy Schmitz gibt Antworten.

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Unternehmen

Unternehmen

Verkehrte Welt im Photovoltaiksektor: Seit 2004 ist der Vergütungssatz für Solarstrom von über 57 Cent auf 24 Cent pro Kilowattstunde gesunken; weitere 30 Prozent Absenkung sollen folgen. Binnen fünf Jahren haben die Hersteller ihre Produktivität zuletzt derart gesteigert, dass die Anlagenkosten um die Hälfte sanken. Doch trotz ihrer ungeheuren Fortschritte sehen sich die Macher der Branche am Pranger. Zu teuer, zu ineffektiv, zu hoch gefördert sei die Photovoltaik. Bundeswirtschaftsminister Rösler droht gar, den Solarstromanteil von vier Prozent am deutschen Strommix durch Abwürgen der Förderung nur noch um ein Prozent weiter steigen zu lassen. „Das Bittere an der aktuellen Debatte ist, dass die Fortschritte der Branche negiert werden“, sagt Nikolaus Meyer, Geschäftsführer der Soltecture GmbH. Überdies trifft sie die deutschen Solarfirmen zur Unzeit. Denn die ächzen unter krassem Kostendruck. Die Lage ist Produkt der Förderpolitik – in China. Dort haben Modulhersteller Zugang zu staatlichen Milliardenkrediten. „Nicht geringe Arbeitskosten, nicht bessere Technik, sondern der Zugang zu zinsgünstigem Kapital und so erkaufte Skaleneffekte erlauben es chinesischen Herstellern, den Weltmarkt mit günstigen Modulen zu überschwemmen“, erklärt Meyer. Mit Solon hat diese Modulflut das erste deutsche Vorzeigeunternehmen erfasst. Weltweit 800 Mitarbeiter bangen im angelaufenen Insolvenzverfahren um ihre Jobs. Unklar, wie es im Adlershofer Headquarter weitergeht. Nur wenige Straßen weiter, in der Johann-Hittorf-Straße, entsteht gerade das neue Zentrum für Photovoltaik und
Nikolaus Meyer setzt auf integrierte Fassaden- und Dachsysteme

auch nicht? Die Verhandlungen mit Mietern laufen auf Hochtouren“, sagt er. Auch Meyer schmiedet Zukunftspläne in Adlershof. Soltecture werde von aktuell 35 MW jährlicher Produktionskapazität auf 75 MW wachsen. Allerdings nicht kurzfristig. „Die aktuelle Lage ist auch für uns schwierig“, räumt er ein. Doch der globale Umbau der Energiesysteme beginne erst. Photovoltaik werde gebraucht. In sonnigen Ländern sei Solarstrom schon jetzt günstiger als Offshore-Windstrom. Fraglich nur, welche Module ihn produzieren. Der Markt wird wohl vorerst in chinesischer Hand bleiben. Doch für Systemanbieter, die Klasse statt Masse liefern, werden sich Nischen ergeben. Soltecture setzt auf integrierte Fassaden- und Dachsysteme, die bei Architekten und Bauherren wegen ihres Designs auf große Resonanz stoßen. Ludwig sieht solche Systeme ebenso wie Kombinationen mit Speicherlösungen als lukrative Märkte für deutsche Anbieter. Hier werde auch das ZPV Schwerpunkte setzen. Von der Zukunftsbranche zum Nischenanbieter also? – Klingt ernüchternd. Doch so defensiv ist Meyer nicht. „Wir forschen seit zehn Jahre an unserer Dünnschichttechnologie“, sagt er. Jetzt, wo die Lernkurve bei waver-basierten Modulen ausgereizt sei und Kosten nur noch durch Skaleneffekte sinken, zahle sich die Vorarbeit aus. „Allein schon, weil wir 99 Prozent weniger Halbleitermaterial brauchen und noch große Optimierungspotenziale sehen, werden wir die aktuelle Technik schon bald unterbieten“, ist er überzeugt. pt

Eigentlich müsste die Energiewende die Photovoltaik beflügeln. Stattdessen steckt sie im Tief. Chinesische Subventionen verzerren den Wettbewerb. Zusätzlich nimmt der förderpolitische Zickzackkurs der Bundesregierung der Branche jede Planungssicherheit. Mit Solon ist das erste Vorzeigeunternehmen insolvent. Viele Adlershofer bangen um ihre Jobs. Doch die Unternehmen und Forschungseinrichtungen hier sind mit ihrem Latein noch lange nicht am Ende.

Sonnen
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Erneuerbare Energie (ZPV). Der Rohbau ist fertig. „Dabei wird es nicht bleiben“, versichert Projektleiter Bernd Ludwig, der auch für das Zentrum für Photonik und Optik verantwortlich ist. Selbstverständlich werde das ZPV wie geplant realisiert. „Warum

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Medien

Medien

First Exit Adlershof
Hier der Wissenschafts- und Technologiepark, dort die Medienstadt, die „bunte Glitzerwelt“ von Film und Fernsehen. Beide Seiten eint: Sie sind überzeugte Adlershofer. Auch nach dem Generationswechsel bei Studio Berlin. Ein Besuch bei den neuen Geschäftsführern. Die Zahlen sind eindrucksvoll: Vier große Fernsehübertragungswagen, alle im „High Definition“-Format, zehn Studios mit über 12.000 m², davon die beiden größten jeweils mit mehr als 2.400 m². „Modernere Studios finden Sie in Deutschland nicht“, sagt Goetz Hoefer, der gemeinsam mit Robin Houcken die Geschäfte der Studio Hamburg Berlin Brandenburg GmbH führt. Studio Hamburg, die Muttergesellschaft, hat seit 1993 über 100 Millionen Euro am Standort Adlershof investiert. Inzwischen ist, wie Hoefer betont, die Auslastung der Studios wieder gut dank des großen Engagements des Teams in Adlershof und Hamburg um Mike Krüger und Andreas Walter. Als 2008 die ProSiebenSat.1 Media AG ankündigte, den Sender Sat.1 von Berlin nach München zu verlegen, traf das die Branche hart.  Es dauerte, bis die Lücke, die der große Privatsender hinterlassen hatte, wieder ausgefüllt war. Geholfen hat dabei die moderne Infrastruktur. Anteil an diesem Erfolg haben auch die Sender Pro-Sieben und Sat.1: Für vier Monate – Beginn war im November 2011 – realisierte Studio Berlin die Gesangs-Castingshow „The Voice of Germany“, aufgezeichnet im Großraumstudio H in Adlershof. Die Show avancierte zum Megaliebling der Fernsehzuschauer. Aber auch andere Produktionen tragen zur Auslastung bei, wie zum Beispiel die Polit-Talkshow „Anne Will“ und die ZDF-Serie „Soko Wismar“, die ab März 2012 ein festes Set in Adlershof bekommt. Für die Ü-Wagen gibt es viel zu tun: Das Adlershofer Know-how kommt bei der Show „Gottschalk Live“ ebenso zum Einsatz wie beim sonntäglichen Polit-Talk von Günther Jauch aus dem Schöneberger Gasometer. Im Sportbereich realisieren die Ü-Wagen TV-Übertragungen der 1. und 2. Fußball-Bundesliga, des Handballs und auch der DTM. Events wie die Goldene Kamera oder die Berlinale werden von den Ü-Wagen ebenso übertragen wie die Bilder zur kommenden Fußball-Europameisterschaft aus den beiden Stadien in Danzig und Warschau. Also alles wieder im Lot? Robin Houcken lenkt den Blick auf Berlin und gibt zu bedenken, dass es in der Stadt keinen großen Sender gibt, der wie ein Magnet weitere Unternehmen der Branche anzieht. Dafür müsse ein Ausgleich gefunden werden. Wie? Houcken sieht eine „enorme Stärke“ Berlins im Kreativpotenzial rund um die neuen Medien. Hier könne Berlin mit gut ausgebildeten Arbeitskräften und günstigen Lebenshaltungskosten punkten.  Wo will sich Studio Berlin künftig besonders engagieren? Ein Beispiel sind die MCIWerkstätten. Goetz Hoefer: „Das Tochterunternehmen ist Spezialist im Dekorationsbau und baut weltweit Sets für Musicals.“ So wird die Bühne für den Eurovision Song Contest in Baku in den Werkstätten gefertigt wie auch
Oben: „Gottschalk Live” – Moderator Thomas Gottschalk Unten: Innenansicht des Studios von „20 Jahre Quatsch Comedy Club” am 01.02.2012 in der Berliner Max-Schmeling-Halle. (Hintergrund: Quatsch Comedy Club) Rechte Seite oben: Innenansicht des Studios von Günther Jauch im Gasometer in Berlin

viele Dekos für den Berliner FriedrichstadtPalast. „Auf diesem Feld werden wir unser Engagement verstärken – in Zusammenarbeit mit Unternehmen aus der Region“, so Hoefer.  Und wie sieht es beim Film aus? Immerhin war Adlershof Drehort bemerkenswerter Produktionen: Peter Bogdanovichs „The Cat’s Meow“ (2001), Wolfgang Beckers „Good Bye, Lenin!“ und „Otto's Eleven“ (2011) mit dem Komiker Otto Waalkes. 2010 hat sich Studio Berlin mit den Londoner Pinewood Studios  zusammengetan und die Pinewood Studio Berlin Film Services gegründet, um internationale Filmproduktionen nach Deutschland zu holen. Ein konkretes Projekt ist die internationale Koproduktion „Filth“, die in Schottland, Schweden, Deutschland und Belgien gedreht wird. Weitere Filmprojekte sind in Verhandlung. Was erwarten die beiden Geschäftsführer vom neuen internationalen Flughafen? „Adlershof wird damit auf dem Weg in die Stadt liegen. Diesen Vorteil müssen wir jetzt unseren Kunden näherbringen“, sagt Anzeige

Houcken. Künftig könne es mit Anspielung auf den Film „Last Exit to Brooklyn“ also „First Exit Adlershof“ heißen. Wäre das nicht ein guter Slogan für eine gemeinsame Vermarktung? So weit voneinander entfernt leben sie doch nicht – die „Glitzerwelt“ von Film und Fernsehen und die nüchterne Welt der Wissenschaft. pst

Goetz Hoe fer

oucken Dr. Robin H

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Campus

Gründer

Wahrscheinlichkeiten
Michael Högele ist Mathematiker, arbeitet als Postdoc am Lehrstuhl Wahrscheinlichkeitstheorie der Universität Potsdam und mag es persönlich nicht zu lange kalt und dunkel. Ganz anders für seine Dissertation. Da nahm der ehemalige Doktorand der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) Daten aus grönländischem Gletschereis unter die Lupe. So war es in der letzten Eiszeit vor 90 000 bis etwa 20 000 Jahren nicht immer relativ gleich kalt, sondern es gab auch abrupte Temperaturübergänge. Deren Muster untersuchte Högele mithilfe mathematischer Modelle. Neben der herausragenden wissenschaftlichen Leistung war es vor allem die allgemeinverständliche und überzeugende Präsentation des Themas, die den 31-jährigen, aus der Oberpfalz stammenden Högele zum Dissertationspreisgewinner machte. Denn zuvor musste er sich einem Wettstreit mit zwei weiteren nominierten Nachwuchswissenschaftlern – einem Psychologen und einem Physiker – stellen. Högele, der den sportlichen Charakter des Endausscheids ausgesprochen gut fand, überzeugte kommunikativ und konnte den mit 3.000 Euro dotierten, von der HU, der Initiativgemeinschaft Außeruniversitärer Forschungseinrichtungen in Adlershof e. V. (IGAFA) und der WISTAMANAGEMENT GMBH jährlich vergebenen Preis nach Hause tragen. Mit Klimamodellen befasst sich Michael Högele auch weiterhin und forscht am Graduiertenkolleg „Dynamische Phänomene in komplexen Netzwerken“, das am Institut für Physik der HU angesiedelt ist. Und auch außerhalb des wahrscheinlichkeitstheoretischen Blickwinkels fasziniert ihn das Klima, ganz besonders die Anpassungsfähigkeit der Menschen an verschiedene, teils extreme Klimata und Landschaften. „Ob die Inuit in Nordkanada, die andinen Kulturen Südamerikas oder die zentralasiatischen Pferdekulturen, immer gab es eine perfekt angepasste Kultur der Haustierdomestizierung und eine entsprechende Organisation der Gemeinschaft“, sagt er.

Klimatische

Blick nach Osteuropa
„Wer auf dem russischen Markt Geschäfte machen will, braucht Geduld, langen Atem und Partner vor Ort, die einem die richtigen Kontakte vermitteln", weiß Michael Augustin, Geschäftsführer der ANAU Berlin-lab GmbH aus langjähriger Erfahrung. Spezialisiert hat sich das Adlershofer Unternehmen auf den Import von Laborgeräten aus mittel- und osteuropäischen Ländern und den Export deutscher Labortechnik nach Russland. Dazu gehören z. B. Schüttler, Rotatoren und Zentrifugen, die vor allem in der Biotechnologie eingesetzt werden. Erfolgte der deutschlandweite Vertrieb bislang ausschließlich auf klassischem Weg über Großhändler und örtliche Händler, werden die Geräte seit Kurzem auch über den Online-Shop ProfiLab24 vertrieben, dem Unternehmen von Michael Augustins Sohn Armin. Augustin Senior ist 62 Jahre alt. Er wird den bislang betriebenen Handel mit Laborgeräten im April komplett an seinen Sohn übergeben. Nicht, um dann den wohlverdienten Ruhestand zu genießen, sondern weil der umtriebige Unternehmer neue Geschäftszweige aufbauen will. Die Entwicklung einer eigenen ProfiLab24Laborlinie gemeinsam mit russischen Kooperationspartnern gehört dazu. Konkret geht es um sogenannte Laminarboxen-Reinraumwerkbänke, die in der Biotechnologie zur DNA-Analyse eingesetzt werden. Intensive Kontakte bestehen auch zu russischen Wissenschaftlern, die Komponenten für Terahertzsysteme entwickeln. Die Terahertzstrahlung liegt im elektromagnetischen Spektrum zwischen der Infrarot- und der Mikrowellenstrahlung und kommt bislang vor allem in der Analytik, in der medizinischen Diagnostik sowie im Bereich der Sicherheitstechnik zum Einsatz. So basieren die viel diskutierten Körperscanner, mit denen Passagiere an Flughäfen nach verborgenen Sprengsätzen oder Waffen durchsucht werden, auf der Terahertzstrahlung. Und auch Lösungen zur Messung von Nanostrukturen wird Augustin in Kürze vertreiben. Wer in die Nanowelt vordringen will, braucht besondere Analysenmethoden. Klassische Messverfahren stoßen hier an ihre Grenzen. „Meine russischen Partner entwickeln leisMichael Augustin handelt mit Labortechnik

Die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und Russland haben 2011 einen neuen Rekord erreicht: 70 Milliarden Euro stehen in der Handelsbilanz. Im Rahmen einer Modernisierungsoffensive will Moskau die Entwicklung von Innovationen und weltmarktfähigen Produkten fördern und gleichzeitig mehr Hightech ins Land holen. Der angestrebte Modernisierungsschub eröffnet besonders für deutsche Unternehmen gute Geschäftschancen.

tungsstarke, hochwertige Messsysteme für die Grundlagenforschung, mit denen nicht nur die chemischen Elemente von Nanostrukturen, sondern auch deren Konzentration gemessen werden können", beschreibt Augustin die Pluspunkte der russischen Technik, die demnächst auch in deutschen Laboren für völlig neue Einsichten sorgen soll. Doch das Geschäftsmodell der ANAU Berlin-lab ist keine Einbahnstraße, sondern eine Schnellstraße, die auf beiden Seiten befahren wird. So beliefert Augustin seine russischen Partner mit Labortechnik, die auf dem russischen Markt nicht oder nur schwer zu haben ist. Würden sie sich die Laborgeräte selbst beschaffen, müssten sie in Vorkasse gehen, einen deutlich höheren Preis zahlen und erheblich länger auf die Lieferung warten. as

Nicht nur als Deutschland Anfang Februar unter den eisigen Temperaturen bibberte, stießen Interpretationen zu Klimazeitreihen auf großes Interesse. Am 24. Januar schaffte Michael Högele es damit, den Dissertationspreis Adlershof 2011 zu ergattern.

Findet die richtigen Worte: Michael Högele überzeugte nicht nur fachlich, sondern auch kommunikativ beim Battle um den Dissertationspreis 2011

Und was ist die atemberaubendste „Klimavariabilität”, der Högele selbst begegnet ist? „Das war letzten Sommer in der Sierra Nevada de Santa Marta. In dem kleinen Hochgebirge an der karibischen Nordküste Kolumbiens fallen die ewig schneebedeckten Gipfel mit mehr als 5.700 Metern Höhe über dem Meeresspiegel innerhalb von 25 Kilometern mit allen dazwischen liegenden Klimazonen ins karibische Meer. Landschaftlich ein echtes Spektakel“, schwärmt er. Bis nach Grönland ist der junge Mann bisher noch nicht gereist, aber neugierig wäre er schon mal. Na dann, bitte warm anziehen. sn

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Kurz Notiert

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Auf der Laser Optics Berlin vom 19. bis 21. März 2012 finden Wissenschaft und Wirtschaft in den Bereichen  der optischen Industrie und der Mikrosystemtechnik ideale Rahmenbedingungen zur intelligenten Vernetzung. Die Kombination von Kongress, Messe und Fachforen macht die Laser Optics Berlin zur Plattform für die Vorstellung zukunftsweisender Ideen, technischer Trends und Weltneuheiten. 2012 wird der Kongress zum ersten Mal von The Optical Society (OSA) ausgerichtet. Auch die microsys berlin findet erstmals in diesem Rahmen statt. www.laser-optics-berlin.de

Girls'Day
Am 26. April 2012 ist wieder Mädchen-Zukunftstag. Auch in Adlershof können Schülerinnen ab Klasse 5 die Arbeitswelt in Technik, Handwerk, Ingenieur- und Naturwissenschaften erleben. In mittlerweile über zehn Jahren Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag haben bei der deutschlandweiten Initiative mehr als eine Million Mädchen zukunftsorientierte Berufe erkunden können, in denen Frauen bisher noch unterrepräsentiert sind. www.girls-day.de

Musik verbindet
Der Berliner Projektentwickler immobilien-experten-ag, der in Adlershof den Campus für Gewerbe und Technologie Am Oktogon realisiert hat und betreut, zeigte sich spendabel gegenüber der  Kita "Melli-Beese-Haus", die  im Einfamilienhausgebiet am Rande des Landschaftsparks liegt. Eine 5.000-Euro- Spende dient der Finanzierung des Musikprojekts „Canto Elementar – Generationen verbindendes Singprogramm“, dessen Ziel es ist, die Generationen des Wohnstandortes Adlershof miteinander ins Gespräch zu bringen. www.immexa.de 

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Impressum
Herausgeber: WISTA-MANAGEMENT GMBH Redaktion: Sylvia Nitschke (V.i.S.d.P.) Redaktionsadresse: WISTA-MANAGEMENT GMBH	 Bereich Kommunikation	 Rudower Chaussee 17, 12489 Berlin	 Tel.: 030/6392-2238, Fax: 030/6392-2236 	 E-Mail: nitschke@wista.de 	 www.adlershof.de/journal Autoren: Paul Janositz (pj); Chris Löwer (cl); Peggy Mory (pm); Sylvia Nitschke (sn); Wolfgang Richter (wr); Ariane Steffen (as), Dr. Grit Straßenberger (gs); Peter Strunk (pst); Peter Trechow (pt) Layout, Gesamtherstellung und Anzeigenverkauf:	 zielgruppe kreativ GmbH Tel.: 030 / 6 780 413 - 11, Fax: 030 / 6 780 413 - 16	 E-Mail: info@zielgruppe-kreativ.com, anzeigen@zielgruppe-kreativ.com www.zielgruppe-kreativ.com Namentlich gekennzeichnete Beiträge stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar. Nachdruck von Beiträgen mit Quellenangabe gestattet. Belegexemplare erbeten. Das „Adlershof Journal“ erscheint sechs Mal pro Jahr in einer Auflage  von 3.000 Exemplaren. Die nächste Ausgabe erscheint Anfang Mai 2012. Bildquellen: 	 sofern nicht anders gekennzeichnet: Tina Merkau; Titel und S. 2: Mahnkopf; S. 1 – unten: Studio Hamburg GmbH; S. 4 – oben: Michael Danner; S. 12 – oben: ARD/Max Kohr; S. 12 – Dr. Houcken: Studio Hamburg GmbH; S. 12 – unten: Thomas Kierok; S. 13 – oben: i&u/Kugler; S. 13 – rechts: Studio Hamburg GmbH; S. 10: Simon Kraus – Fotolia.com

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Ausführliche Texte und Adlershofer Termine finden Sie unter: www.adlershof.de/journal

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