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Periodical volume

Full text: Adlershof-Journal Issue 2011,9/10 Sept./Okt.

Adlershof

JOURNAL

Sept. | Okt.

2011

Damit wir nicht zurückbleiben:
Die Bahn fährt bei uns jetzt noch weiter
REGIONALBAHNHALT: >>
WUNSCHDENKEN ODER NOTWENDIGKEIT

VERÄNDERTE MOBILITÄT: >>

VERKEHRSSZENARIEN FÜR DAS JAHR 2030

FREESTYLE MOTOCROSS: >>
“NIGHT OF THE JUMPS”

EASY CUT: >>

MATERIALBEARBEITUNG MIT LASERN

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INTRO

Erreichbar sein
ESSAY
September | Oktober

AdlershofL JOURNA
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2011

AUS DER REDAKTION
Nächster Halt: Adlershof
ie kommen Sie zur Arbeit? Diese Frage haben wir nicht nur dem Leiter des Berliner Standorts des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, Peter Georgino, im Adlershofer Tischgespräch gestellt. Das wollen wir auch von Ihnen, liebe Leser, wissen: Gehören Sie zu den Adlershofer Beschäftigten, die in unmittelbarer Technologieparknähe wohnen? Oder brauchen Sie den Abstand vom Job und haben sich bewusst für eine Trennung von Wohn- und Arbeitsort entschieden? Für Letztgenannte, aber auch für die Studierenden der Humboldt-Universität, die ständig zwischen den Angeboten in Adlershof und Mitte pendeln, sowie natürlich für Kunden, Kooperationspartner, Gäste und Besucher Adlershofs ist die Erreichbarkeit des Standorts ein essenzieller Faktor. Grund genug für uns, das Thema Verkehr – auch vor dem aktuellen Hintergrund der Einweihung der neuen Tram-Strecke durch die Wissenschaftsstadt sowie der angekündigten Brückenöffnung an der Rudower Chaussee Ende Oktober – zum Schwerpunkt dieser Ausgabe zu machen. Welche Veränderungen dürfen Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs auf dem Weg nach Adlershof in den nächsten Jahren erwarten, wie wandelt sich laut Einschätzung der Verkehrsexperten generell unser Mobilitätsverhalten? Vielleicht verkürzen Sie sich mit der Lektüre dieses Heftes Ihre S-Bahnfahrt nach Adlershof? un sind wir an das Straßenbahnnetz angeschlossen. Nur drei Stationen trennen die Mitte des Technologieparks von der des historischen Ortskerns von Adlershof. Fahrzeit: drei Minuten. Ein völlig neues Fahrgefühl – und hoffentlich auch der Beginn einer echten Nachbarschaft zwischen „Kiez“ und „Raumschiff“. Mit der Straßenbahn hält ein weiteres Stück Urbanität im Technologiepark Adlershof Einzug. Sie wird in erster Linie die Funktion eines Zubringers zur S-Bahnstation erfüllen. Am Hochtechnologiestandort Adlershof arbeiten derzeit über 14.000 Menschen. Hinzu kommen 7.800 Studierende der HumboldtUniversität zu Berlin. Wir wissen aus internen Erhebungen, dass 44 Prozent der hier Beschäftigten täglich mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, in erster Linie mit der S-Bahn. Seit über zwei Jahren fährt die S-Bahn mit einem Notfahrplan. Die Folgen: volle Züge, genervte Fahrgäste.

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ESSAY Erreichbar sein: Regionalbahnhalt statt Notfahrpläne EINBLICKE Ferien mit den Kleinen Teilchen: Kontrastprogramm zu Faulenzen und Fernsehen für Grundschulkinder MENSCHEN IN ADLERSHOF Die Straßenbahnerin: Ramona Stöhr bringt die Adlershofer zur Arbeit und zum Studium MEDIEN Tollkühne Männer auf fliegenden Kisten: Night of the Jumps FORSCHUNG Gut unterwegs: Verkehrsszenarien für das Jahr 2030 TITELTHEMA Mit der Straßenbahn ins Labor: Wie man den Technologiepark erreicht NACHGEFRAGT Vom Home-Office ins Innovationszentrum: IT-Beratung aus dem ZIM 3 Tischgespräch mit dem Luft- und Raumfahrtexperten Peter Georgino UNTERNEHMEN Solares Networking: PV-Lösungen aus einer Hand NETZWERKE Energieeffizienz für Hochtechnologie: Minus 30 Prozent Primärenergie bis 2020 in der Wissenschaftsstadt CAMPUS Die Photonenjäger: Auch kleinste Lichtmengen bleiben für sie nicht im Dunklen GRÜNDER Laserspezialist mit Gründerinstinkt: Warum die Start-up-Bedingungen in Adlershof besser als in Silicon Valley sind KURZ NOTIERT

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müssen wir uns intensiv mit der Entwicklung der weichen Standortfaktoren befassen – und dazu gehört auch der öffentliche Personennahverkehr. Wir werden auf Initiative unseres Beirates noch in diesem Jahr mit den zuständigen Stellen bei Deutscher Bahn bzw. S-Bahn Berlin GmbH in einen intensiven Dialog treten. Wir wollen wissen: Wie kann die Anbindung Adlershofs nicht nur sichergestellt, sondern wie kann sie langfristig verbessert werden? Dabei gehen wir davon aus, dass die SBahn in absehbarer Zeit wieder nach Regelfahrplan fährt – und fahren muss.

gehen in unseren Prognosen davon aus, dass sich die Zahl der Beschäftigten im Entwicklungsgebiet Adlershofs bis 2020 auf 28.000 verdoppeln wird. Hinzu kommen 26.000 Einwohner des Ortsteils Adlershof. Ist es nicht angebracht, angesichts eines so großen Einzugsbereichs, sich Gedanken über die (Wieder-)Einrichtung eines Haltepunktes für Regionalbahnzüge zu machen? Der internationale Flughafen wäre dann für uns in wenigen Minuten erreichbar. Eine Verlängerung der Straßenbahn von Adlershof nach Schöneweide ist geplant. Welche Straßenbahnverbindungen sind darüber hinaus denkbar? Ist es zum Beispiel sinnvoll, eine Verlängerung der Straßenbahn nach Rudow zu fordern? Immerhin bestünde dort eine Anbindung an die U-Bahnlinie 7. Adlershof verfügte damit über eine leistungsfähige zusätzliche Schienenanbindung. Spätestens mit Inbetriebnahme des neuen internationalen Flughafens wird sich der Blick auf Berlin radikal verändern. Adlershof wird dann im wahrsten Sinne des Wortes zur „ersten Adresse“ Berlins. Damit wir diesem Anspruch auch tatsächlich gerecht werden, müssen wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein – schnell und zuverlässig. Es kann uns nicht schaden, wenn es in Zukunft auch schneller und zuverlässiger als heute geht. pst Peter Strunk ist Leiter Kommunikation in der WISTA-MANAGEMENT GMBH.

Wir wollen wissen: Wie kann die Anbindung Adlershofs nicht nur sichergestellt, sondern wie kann sie langfristig verbessert werden?
Spätestens 2016 wird die grundlegende Sanierung der Schienenverbindung von Grünau über Adlershof zum neu gestalteten Ostkreuz abgeschlossen sein. Wir werden dann wieder eine direkte Verbindung zur Stadtbahn haben – eine Linie, alle 20 Minuten, dieselben Fahrzeiten wie vor der Sanierung. Muss es bei einer Linie bleiben? Welche Maßnahmen können überdies getroffen werden, um die S-Bahn-Verbindungen nach Adlershof zu beschleunigen? Ist es sinnvoll, über neue Linienführungen nachzudenken? Welche technischen Möglichkeiten bestehen, um Fern- und S-Bahnverkehr zu verknüpfen, wie das z. B. in Hamburg oder Karlsruhe der Fall ist? Ist so etwas auch in Berlin realisierbar? Adlershof verfügt seit den 1950er-Jahren über keinen Regionalbahnhof mehr. Wir

Als erfahrener S-Bahnfahrer möchte ich Sie, liebe Leser, jetzt nicht mit weiteren Erfahrungsberichten aus meinem Pendleralltag unterhalten, sondern über die Zukunft der Anbindung Adlershofs an die öffentlichen Verkehrsmittel grundsätzlich nachdenken. Gemeinsam mit unseren Standortpartnern erarbeiten wir derzeit in der WISTA-MANAGEMENT GMBH die Strategie „Adlershof 2020“. Sie soll uns klare Perspektiven zeigen: „Wo kann Adlershof in neun Jahren stehen?“ Um unsere Erfolgsgeschichte fortschreiben zu können,

Ihre Sylvia Nitschke, Leiterin Adlershof Print

Ausführliche Texte und Adlershofer Termine finden Sie unter www.adlershof.de/journal

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EINBLICKE

Den ersten Zug im Regelbetrieb auf der neu eröffneten Straßenbahnstrecke durch die Wissenschaftsstadt steuert eine Frau. Ramona Stöhr ist eine der wenigen Fahrerinnen bei Berlin Transport, einer Tochtergesellschaft der BVG. Die Adlershofer werden sie jetzt öfter zu Gesicht bekommen.

MENSCHEN IN ADLERSHOF

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Gerade sind sie vorbei, die großen Ferien. Doch schon stehen die Herbstferien an. Eltern schulpflichtiger Kinder leben im Ferienrhythmus. Wohin mit dem Nachwuchs, der viel mehr freie Tage hat, als die Eltern Urlaub? Der Verein Kleine Teilchen bietet nicht nur ein Kontrastprogramm zu Faulenzen und Fernsehen, sondern vor allem auch eine Alternative am Arbeitsplatz.

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n den Sommerferien hat sich der Seminarraum im Internationalen Begegnungszentrum Adlershof in eine gemütliche Spiel- und Bastelwerkstatt verwandelt. Und die breiten, bodentiefen Fenster dort lassen nicht nur viel Licht herein, sondern ermöglichen auch den direkten Zugang zum Garten mit Basketballkorb und Rasenfläche zum Austoben. Kinder im Grundschulalter zwischen fünf und zwölf Jahren haben hier Ferienspaß, während deren Eltern im nur wenige Meter entfernten Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (HZB) arbeiten. In der dritten Ferienwoche sind die Kleinen Teilchen vier Jungen und Mädchen. Mit den zwei Erzieherinnen Grete Melzer und Roxana Gerlach backen sie Pizza, spielen Verstecken oder sind kreativ. Ihre Schätze, wie aus Naturmaterialien selbst gebaute Segelschiffchen, lustige runde Wollfiguren mit Wackelaugen, bunt bemalte Papierkreisel oder Kegel aus kleinen Joghurtfläschchen, dürfen sie natürlich mit nach Hause nehmen. Bei schönem Wetter geht es ins Freibad Grünau. Daneben gibt es Ausflüge, zum Beispiel ins Ethnologische Museum, wo die Ferienkinder „Das Geheimnis der Kokosnuss“ lüften konnten. Und etwas Naturwissenschaft lernen die jungen Daniel Düsentriebs nebenbei, wenn ein Besuch im Schülerlabor des HZB
Oben: Hier kommt keine Langeweile auf: Erzieherin Roxana Gerlach mit „Kleine Teilchen“-Ferienkindern Rechts: Die Betreuungsalternative: Ferienkurse in Adlershof

auf dem Programm steht. Dort fand in den Winterferien übrigens der erste Ferienkurs in Adlershof statt. Ganz so ruhig wie in Adlershof geht es am HZB am Wannsee nicht zu. Mit 16 Kindern ist die Ferienbetreuung dort ausgebucht, weil seit vielen Jahren etabliert, erzählt Esther Dudzik. Sie ist Gleichstellungsbeauftragte am HZB. Vor zehn Jahren wurde der Verein Kleine Teilchen am Hahn-Meitner-Institut, das mit dem Elektronenspeicherring BESSY 2008 zum HZB fusionierte, gegründet. Viele Kinder nutzen das Ferienangebot am Wannsee seit Jahren. Auch in Adlershof wird es sich rumsprechen, ist Dudzik überzeugt. Die Kleinen

Teilchen sind nicht auf HZB-Mitarbeiterkinder beschränkt. Es gelte die „ADAC-Regel“, sagt Esther Dudzik. Jeder, der für eine Jahresgebühr von 20 Euro Vereinsmitglied wird, könne davon profitieren. Die Betreuungskosten variieren von 9 Euro pro Tag inklusive Mittagessen bis zu 45 Euro für eine Woche. Das ist nicht kostendeckend, aber eine der familienfreundlichen Maßnahmen, mit denen am HZB die Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstützt wird. Die Betreuerinnen für die Herbstferien sind bereits engagiert, ein spannendes Programm wird gerade ausgetüftelt. Wer seinen Junior in den nächsten Ferien in Arbeitsplatznähe haben möchte, sollte sich rechtzeitig anmelden. sn

amona Stöhr ist eine von den Netten, eine Berlinerin mit Herz. Sie wartet, wenn sie im Seitenspiegel sieht, dass noch jemand zur Haltestelle hastet, der die Bahn nicht verpassen will. Und sie bleibt geduldig, wenn mancher Fahrgast sich mit dem Aufrücken schwertut und die Türen blockiert. Der Servicegedanke in ihr ist nach 21 Jahren im Lebensmittelhandel fest verankert. Denn eigentlich ist sie gelernte Verkäuferin. Vor drei Jahren fiel ihr Job Umstrukturierungen zum Opfer. Der Vater ihrer Kinder, Busfahrer bei Berlin Transport, warb sie für das Unternehmen als Straßenbahnfahrerin. Sie schulte um und ist immer noch begeistert. Neben diesem unbeschreiblichen Gefühl, in der Fahrerkabine zu sitzen und die Bahn zu lenken, werde es nie langweilig, sagt sie. „Es passiert immer etwas anderes auf der Straße, heute ein Wasserrohrbruch, morgen eine Baustelle oder wie in Adlershof jetzt eine Streckenerweiterung.“ Stöhr, ausgestattet mit Poloshirt, Weste, Jeans sowie Fleecejacke in den Farben grau und lila als Dienstbekleidung, bringt Menschen aller Couleur, Jung und Alt, pickfein zurechtgemacht oder in Jogginghose ans Ziel, rätselt, ob diese zur Arbeit, zum Einkaufen oder ins Theater wollen.

Für Touristen,

die nach dem Weg und Anschlussverbindungen fragen oder die nicht wissen, wie man den Fahrkartenautomat bedient, hat sie ein offenes Ohr. Natürlich ist sie nicht immer auf der gleichen Linie unterwegs, sondern alterniert mit ihren 187 Kollegen auf durchschnittlich zwölf Linien quer durch die Stadt. Auch lasse die Arbeit im wöchentlich wechselnden Schichtbetrieb wenig Routine aufkommen. Gegen 4 Uhr beginnt die Frühschicht, es gibt eine Wechselschicht von 11 bis 20 Uhr, die Spätschicht geht von ca. 17 Uhr bis Betriebsbahnende gegen 0.30 Uhr und in der ZBV-Woche (zur besonderen Verfügung) wird man dort eingesetzt, wo es eine Lücke gibt. Klingt nicht wirklich familienfreundlich. Doch Stöhrs

Kinder seien mit 14 und 17 Jahren groß und hätten mit der Schichtarbeit kein Problem. In der Freizeit zieht es die Sonnenanbeterin zum Baden an den Bötzsee und Weihnachten verbringt sie dieses Jahr in Thailand. Ansonsten seien da noch zwei Katzen zu Hause, das sei Hobby genug. Negative Erfahrungen mit pöbelnden Halbstarken hat sie bisher keine gemacht. Nur einmal musste sie die Notbremse ziehen. Das war noch während ihrer dreimonatigen Umschulung. Ein Schüler wurde vor die Bahn geschubst. Doch Stöhr bewies Nervenstärke und reagierte prompt, sodass der Unfall glimpflich endete. Seitdem beobachtet sie die Fahrgäste genau und klingelt lieber einmal mehr. sn

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MEDIEN

MEDIEN

Sie heißen Cliffhanger, Tsunami oder Suicide Backflip. Was sich martialisch anhört, sieht auch genauso aus. Fast 30 Meter weit und 15 Meter hoch fliegen Athleten mit ihren Motorrädern. Manchmal sieht es so aus, als würden beide nicht gemeinsam landen, denn während des Sprunges absolvieren die – für jeden Anhänger der Straßenverkehrsordnung – „Verrückten“ halsbrecherische Tricks. Beim „Nothing“ trennt sich der Fahrer kurzzeitig komplett von der Maschine und fängt sie wieder ein. Genau deswegen wächst die Fangemeinde ständig und trifft sich zur „Night of the Jumps“ in Berlin, in Johannesburg oder am 21. Oktober in Riga. Organisiert und vermarktet wird das Spektakel von Marko Manthey und seinen Kollegen von der Firma Sport plus in Adlershof.

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FORSCHUNG

FORSCHUNG

Mit dem E-Auto unterwegs: Verkehrsforscherin Barbara Lenz

Wir denken über unser tägliches Verkehrsverhalten nicht nach. Barbara Lenz und ihr Team vom Institut für Verkehrsforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Adlershof schon. Sie analysieren, wie Verkehrsströme fließen, und versuchen diese nachhaltiger zu gestalten. Die Forscher haben sogar eine Vorstellung davon, wie wir uns in 20 Jahren fortbewegen werden.

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öffnete Straßenbahnstrecke für den Wissenschaftsstandort Adlershof ins Bild. Gut stände dem Gelände auch zu Gesicht, meint Lenz, wenn es am S-Bahnhof Leihfahrräder gäbe. Die gebürtige Stuttgarterin hat nämlich – obwohl sie Kind einer stolzen Autostadt ist – ein Faible für Fahrräder. Was nicht heißt, dass sie das Auto verteufelt: „Jedes Verkehrsmittel hat seine Berechtigung. Es muss nur intelligent eingesetzt werden.“ cl

tillstand ist ihre Sache nicht. Allenfalls aus wissenschaftlicher Sicht interessiert sich Barbara Lenz als Leiterin des DLR-Instituts für Verkehrsforschung dafür, was geschieht, wenn nichts mehr geht. Ansonsten ist ihr Tag eng durchgetaktet, ihr Terminkalender kennt keine Staus. Schnellen Schrittes marschiert die 56-Jährige durch die labyrinthischen Flure des DLR, eilt rüber zur HumboldtUniversität zu Berlin, wo sie als Professorin lehrt. Lenz ist ein durch und durch mobiler Mensch. Umso mehr wundert sie sich, wenn sie – selten genug – aus Charlottenburg mit dem Auto zur Arbeit fährt und sich brav in den täglichen Stau auf der Stadtautobahn einreiht. „Warum tun sich das so viele Pendler an?“, fragt sie sich dann und wird daraus vielleicht später eine Frage für die Forschung formulieren. Denn die 30 Wissenschaftler an ihrem Institut analysieren Verkehrsverhalten und entwickeln Ideen, wie sich der Verkehr nachhaltiger gestalten lässt. Für ihren täglichen Weg zur Arbeit hat Lenz diese Frage längst beantwortet: Sie nimmt meist das Rad und die S-Bahn. Immer mit dabei ist ihr kleines Büchlein, in das sie Beobachtungen von unterwegs einträgt, die die Verkehrsforscher noch beschäftigen könnten. Etwa wenn auf dem Radweg ein E-Bike an ihr vorbeirauscht. Ist die Infrastruktur überhaupt dafür geeignet? Bei allem bleibt die promovierte Geografin ganz Wissenschaftlerin: „Ich mag zwar analytisch unterwegs sein, aber es wäre fatal, aus persönlichem Erleben wissenschaftliche Schlüsse zu ziehen“, stellt sie klar. Auch wenn sie mit dem strombetriebenen VW Golf Variant durch die Stadt fährt und sich der Wagen „gut und komfortabel“ anfühlt, genügt Lenz diese Erkenntnis nicht.

Daher laufen am DLR einige Projekte rund um das Thema Elektromobilität. Erforscht wird, wie sich das Fahr- und Verbrauchsverhalten ändern könnte. „Eine Batterie, die nach 50 Kilometern leer ist, macht Energieverbrauch bewusster erlebbar als ein 50-LiterBenzin-Tank, der vielleicht nach knapp 1.000 Kilometern wieder gefüllt werden muss“, sagt Lenz. Für sie ist jedenfalls klar: „Elektromobilität kommt.“ Gut wäre es für Planer zu wissen, wie der Verkehr in 20 Jahren rollen wird. Auch das versuchen die Forscher mit den „DLR-Verkehrsszenarien 2030“ zu ergründen. Das Projekt läuft noch, doch grundlegende Trends sind bereits klar: „Die Nachfragekurve wird abflachen“, sagt Lenz. Sprich: Mehr als heute werden die Menschen nicht auf Achse sein. Das liegt auch daran, dass jüngere Leute nicht mobiler werden, sie statt auf ein eigenes Auto lieber auf moderne Kommunikationsmittel wie Smartphones Wert legen. Und sie sind bei der Wahl der Verkehrsmittel flexibler als frühere Generationen, die sich entweder in reine Autofahrer oder Bahnfahrer oder Radfahrer unterteilten. „Die Fixierung auf nur ein Verkehrsmittel nimmt deutlich ab und die Bedeutung von Sharing-Modellen nimmt zu“, erläutert Lenz. Entsprechend sollte der Verkehr 2030 vernetzt sein, Car- und BikeSharing-Angebote sowie einen attraktiven Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bieten. Berlin sei in dieser Hinsicht schon auf dem richtigen Pfad, meint die Expertin. Auch was den ÖPNV anbelangt. Da passt die neu er-

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TITELTHEMA

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erzeit leiden die Beschäftigen und Studenten in Adlershof allerdings immer noch unter der Krise der S-Bahn, die seit mehr als zwei Jahren nur einen eingeschränkten Betrieb anbieten kann. Aber voraussichtlich von Herbst an können auch wieder mehr Züge auf der Strecke zwischen Adlershof und dem Ostkreuz fahren. Dann soll die seit Sommer 2009 eingestellte S 85 (Grünau–Waidmannslust) wieder aufleben – allerdings zunächst mit kürzeren Zügen als üblich. Und die ebenfalls seit Sommer 2009 eingestellte S 45 (Flughafen Schönefeld–Hermannstraße) soll dann auch wieder den Betrieb aufnehmen, was Richtung Schönefeld zu einem attraktiven Zehn-Minuten-Verkehr führen wird. Bei der Fahrt ins Stadtzentrum müssen die Fahrgäste derzeit zwar noch auf der Großbaustelle Ostkreuz umsteigen, doch auch dort wird es nach Abschluss der Bauarbeiten übersichtlicher. Müssen die Fahrgäste derzeit noch raten, von welchem der beiden Bahnsteige der nächste Zug Richtung Innenstadt fahren wird, werden sie es von 2014 genau wissen. Dann wird es sogenannte Richtungsbahnsteige geben. Von einem fahren die Züge aller Linien Richtung Innenstadt, vom anderen geht es nur stadtauswärts. Außerdem gibt es dann wieder eine Direktverbindung von Adlershof ins Zentrum, weil dann auch die neue Verbindungskurve von der Ringbahn zur Ost-West-Strecke der S-Bahn fertig sein wird. Alle 20 Minuten fahren hier dann die Züge der S 9 (Flughafen Schönefeld-Spandau).

Auch diese Station soll man eines Tages aus Adlershof mit der Straßenbahn erreichen können. Die Planungen für die Verlängerung der Strecke vom vorläufigen Endpunkt an der Karl-Ziegler-Straße zum Bahnhof Schöneweide seien bereits weit fortgeschritten, sagt Kunst; einen Termin für den Bau der Strecke, die über den GroßBerliner Damm führen soll, kann er aber noch nicht nennen. Dagegen ist der Bau von Straßenbahngleisen von Adlershof zum U-Bahnhof Rudow der U 7 aufgegeben worden. Anfang der 90er-Jahre hatte es solche Pläne der damaligen Verkehrsverwaltung gegeben. Heute sagt Kunst, diese Verbindung sei nicht straßenbahnwürdig; da die Zahl der zu erwartenden Fahrgäste zu gering sei. Doch auch dies kann sich noch ändern. Jetzt fährt jedenfalls die Straßenbahn mit den Linien 60 und 61 von der Karl-ZieglerStraße Richtung S-Bahnhof Adlershof – tagsüber alle zehn Minuten; auch am Wochenende. Zunächst können nur die betagten Tatra-Bahnen mit den Stufen beim Einstieg eingesetzt werden, weil in Köpenick noch nicht alle Gleisanlagen für die niederflurigen neuen Bahnen umgebaut sind. Doch schon im Herbst 2012 sollen die Niederflurbahnen mit dem fast stufenlosen Einstieg auch auf der neuen Strecke fahren können. Solange gibt es nach Angaben der BVG auch keine Einschränkungen im Busverkehr, weil hier niederflurige Fahrzeuge vorhanden sind. Auf Busse setzt auch die Humboldt-Universität. Sie prüft, ob sich ein Shuttle-Verkehr zwischen den Instituten in Adlershof und dem Campus in der Innenstadt einrichten lässt. Denkbar wäre auch eine Förderung für Elektrofahrräder zwischen beiden Standorten, meint Verkehrsplaner Friedemann Kunst. kur

Beim Standort Adlershof wirbt der Senat mit der idealen Verkehrsanbindung – zum jetzigen und künftigen Flughafen in Schönefeld. Und verweist dann auf die Autobahn A 113, über die man in der Tat in wenigen Minuten am Ziel sein kann. Jetzt kommt ein weiteres Argument hinzu: Die neue Straßenbahn-Strecke, die am 4. September offiziell eröffnet und einen Tag später den Regelbetrieb aufnimmt. Damit gibt es erstmals eine Schienenverbindung von der Wissenschaftsstadt ins Stadtzentrum, selbst wenn man am S-Bahnhof Adlershof umsteigen muss. Die Wege zwischen Straßenbahn und S-Bahn sind dort aber kurz, die Haltestelle der Tram liegt direkt unter den Gleisen der S-Bahn.

Noch schneller geht es – bei passendem Anschluss – in die Innenstadt, wenn 2015/16 auch der neue Bahnsteig an der Ost-WestStrecke für die Regionalbahnen fertig ist. Regionalbahnen, die schneller als die SBahn sind, wird es auch in Adlershof geben, doch die Züge der RB 24 aus Eberswalde, die nach Abschluss der Umbauarbeiten am Ostkreuz stündlich über Lichtenberg und Ostkreuz zum neuen Flughafen BerlinBrandenburg „Willy Brandt“ in Schönefeld fahren sollen, rauschen am Bahnhof Adlershof ohne Stopp vorbei. Der Bau eines Regionalbahnhofs sei dort nicht vorgesehen, sagt Verkehrsplaner Friedemann Kunst von der Stadtentwicklungsverwaltung. Hier reiche der Bahnhof Schöneweide.

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NACHGEFRAGT

Treffpunkt Küche: das Ernst & Lackner Consulting-Team am neuen Firmensitz

NACHGEFRAGT
... mit Peter Georgino, Leiter Technische Dienste im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR) und Leitung des Berliner DLR-Standortes. Dass er in Jugendjahren im Radleistungssport Ausdauer gelernt hat, beweist der gelernte Elektroniker, der seit über 35 Jahren in Adlershof arbeitet, immer wieder, wenn er nicht lockerlässt, Probleme anzusprechen und anzupacken, die den Standort attraktiver machen.

Mieterin der ersten Stunde im neuen Zentrum für IT und Medien (ZIM 3) in der Straße Am Studio 2 ist die Ernst & Lackner Consulting GmbH. Das junge IT-Beratungsunternehmen ließ sich bei seiner Standortwahl nicht nur von der Qualität der neuen Büroflächen überzeugen, sondern auch von der Infrastruktur Adlershofs.

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ein, mit dem Grün haben sie nicht gerechnet. Ausgerechnet die Küche entpuppte sich als grün gestrichen – gemäß dem Konzept des Architekturbüros Numrich Albrecht Klumpp, die an der Fassade sichtbaren Farben im Inneren des Gebäudes aufzunehmen. Dabei ist die große helle Küche doch das Herzstück des neuen Firmensitzes von Ernst & Lackner Consulting. Hier treffen sich die Mitarbeiter, um sich bei einem Kaffee auszutauschen und auch mal gemeinsam zu kochen. Ein Teil der Wand über der Küchenzeile

leuchtet jetzt in der Firmenfarbe Orange und die anfängliche Aufregung ist vergessen. Was alles andere betrifft, sind die Geschäftsführer Martin Ernst und Michael Lackner mit ihrem neuen Firmensitz ohnehin sehr zufrieden. Dazu gehört, dass die Flächen speziell auf die Bedürfnisse von ITUnternehmen ausgerichtet sind. So sind im Serverraum eine Lüftungsanlage und ein spezieller Serverschrank vorhanden. Für das ZIM sprachen außerdem die günstige Miete und die Möglichkeit, eine relativ kleine Fläche anzumieten.

Für die 2004 gegründete Ernst & Lackner Consulting GmbH bedeutet der Umzug ins ZIM 3 einen wichtigen Schritt. „Bisher haben wir von unserem Zuhause in Treptow aus agiert. Das ging, weil unsere Mitarbeiter oft vor Ort bei den Kunden tätig sind“, sagt Martin Ernst. Trotzdem sei der Wunsch immer größer geworden, sich auch spontan zusammenzusetzen und Projekte nicht nur via E-Mail oder Telefon zu besprechen oder sich erst verabreden zu müssen. Auf den Wohlfühlfaktor wurde dann auch im neuen

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Die Berliner Bank: Ihre persönliche Bank. In Adlershof, in Schöneweide und ganz Berlin. In Adlershof ist die Berliner Bank seit 2009 mit einem Beratungsbüro im „Adlershofer Tor“ vertreten. In Partnerschaft mit dem nahen Investment & FinanzCenter Schöneweide steht sie ihren Privat- und Firmenkunden hier, wie auch an weiteren 59 Standorten in ganz Berlin, mit dem kompletten Angebot der Finanz-, Vermögensund Vorsorgeberatung zur Verfügung. Verlängerte Öffnungszeiten „Die Berliner Bank ist fester Bestandteil des Technologieparks und stellt sich den Herausforderungen dieses Wachstumsmarkts wie auch den Bedürfnissen der hier Arbeitenden – z. B. mit verlängerten Öffnungszeiten“, sagt Dennis Klose. „Besonders stolz sind wir auf unsere BB MAGIC Konten, die unseren Kunden viele Vorteile beim Einkauf, bei kulturellen Veranstaltungen oder in Berliner Restaurants bieten.“ BB MAGIC – echter Mehrwert BB MAGIC wurde 2001 als serviceorientierte Alternative zum reinen Girokonto eingeführt und entspricht der Vielfalt der

Dennis Klose Leiter Beratungsbüro Adlershof und IFC Schöneweide E-Mail: dennis.klose@ berliner-bank.de, Telefon: (030) 31 07 12 10

einen kostenfreien Bargeldservice bietet: an über 9.000 Geldautomaten der Cash Group in Deutschland sowie an den über 28.000 Geldautomaten der Deutsche Bank Gruppe – zu der auch die Berliner Bank zählt – und ihrer weltweiten Partner. Am 4. September mit dabei „Mit der neuen Tramverbindung zwischen Wohngebiet und Technologiepark wächst Adlershof weiter zusammen. Mein Team und ich sind bei der Einweihung am 4. September dabei. Besuchen Sie uns doch an unserem Stand. Wir würden uns freuen, Sie kennen zu lernen“, lädt Dennis Klose ein. Die Bank der Berliner. Immer in Ihrer Nähe – mit 61 Filialen in Berlin und Potsdam. Berliner Bank, Beratungsbüro Adlershof Rudower Chaussee 12, 12489 Berlin Telefon: (030) 31 07 61 21 Neue Öffnungszeiten: Mo., Mi., Fr.: 10.30 bis 16 Uhr Di., Do.: 12.30 bis 18 Uhr

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Firmendomizil viel Wert gelegt, wie neben der Wohnküche auch die Einrichtung der Büros mit gemütlichen Sitzecken verrät. Und womit verdienen die IT-Spezialisten ihr Geld? Mit IT-Projektsteuerung. Daneben gestalten sie Intranetauftritte. Und sie helfen Unternehmen dabei, ihre Kommunikationsmittel in eine einheitliche Umgebung einzubauen und so den Austausch beispielsweise über Audio- und Videokonferenzen möglichst einfach zu machen. Zu den Kunden zählen z. B. die Polizei und die Justiz von Baden-Württemberg und die TSystems GmbH. „Wir sind recht erfolgreich“, sagt Martin Ernst. Deshalb wollen er und sein Partner Michael Lackner die Zahl der Mitarbeiter – derzeit sind es fünf Festangestellte und etwa gleich viele freie Mitarbeiter – erhöhen. Dafür bietet das ZIM 3 die nötige Flexibilität: Die Betreibergesellschaft WISTA-MANAGEMENT räumt im Mietvertrag eine Option auf einen zusätzlichen Raum auf derselben Ebene ein. Auf den insgesamt 6.000 Quadratmetern im ZIM 3 können sich etwa 25 Firmen ansiedeln. Vier sind schon da, eröffnet wird das Haus offiziell erst im September. Dass das Unternehmen überhaupt auf Adlershof kam, ist vor allem der Familie von Martin Ernst zu verdanken. Seine Kinder besuchen in Adlershof die Musikschule, seine Frau treibt auf dem Campus Sport. „Ich finde die Atmosphäre in Adlershof toll“, sagt Marina Ernst. „Die Architektur gefällt mir, die Infrastruktur stimmt und man ist schnell im Landschaftspark.“ Außerdem, ergänzt ihr Mann, „ist Leben auf der Straße und es sind viele junge Leute unterwegs“. Da wird das Unternehmen sicher auch bei der Mitarbeiterakquisition auf dem benachbarten Universitätscampus fündig werden. ch

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ADLERSHOFER TISCHGESPRÄCH

Adlershof Journal: Was ist Ihr Lieblingsplatz in Adlershof? Peter Georgino: Der Weg am Teltowkanal. Der war zu DDR-Zeiten nicht zugänglich. Das ist ein ruhiges Plätzchen, wenn ich einfach mal abschalten will. Wie verbringen Sie Ihre Mittagspause? Meistens bringe ich mir etwas zu essen von zu Hause mit. Wenn ich in Adlershof bin, sitze ich dann gern mit den Kolleginnen und Kollegen zusammen, denn die Zeit für einen Austausch, bei dem es mal nicht nur um aktuelle Projekte geht, ist rar. Was war Ihre erste Begegnung mit Adlershof? Das war 1974. Ich habe hier am Institut für Elektronik an der Akademie der Wissenschaften als Elektroniker gearbeitet. Die dort betriebene Kosmosforschung hat mich gleich so fasziniert, dass ich mich für ein Studium der Nachrichtentechnik in Berlin entschied. Nach der Wende habe ich nahtlos zum DLR gewechselt. Wie kommen Sie zur Arbeit? Ich wohne in Grünau. Nach Adlershof könnte ich mit dem Fahrrad kommen. Früher habe ich das auch oft getan, aber inzwischen nutze ich meistens das Auto. Das DLR hat 15 Standorte, allein in Berlin sind es drei, zwischen denen ich oft pendeln muss. Worüber haben Sie sich kürzlich am meisten geärgert? Nicht erst seit Kurzem, sondern schon etliche Jahre ärgert mich das fehlende Wegeleitsystem für den Standort. Die Begrüßungssituation an den Eingangstoren des Geländes finde ich unbefriedigend und ein zentraler Informationspunkt, der von Weitem auch schon zu erkennen ist, wäre wünschenswert. Das würde die Orientierung für unsere Besucher sehr vereinfachen. … und am meisten gefreut? Neben der tollen Entwicklung, die der Standort genommen hat, habe ich mich ganz aktuell über die Einladung zur Straßenbahneinweihung am 4. September gefreut. Als Straßenbahnfan werde ich die neue Verbindung bestimmt gelegentlich nutzen. Bezogen auf das DLR freue ich mich besonders über die positive Mitarbeiterentwicklung. Für die Standorte Adlershof, Charlottenburg und Neustrelitz lag die Steigerung in den letzten sechs Jahren bei rund 28 Prozent. So kommen wir derzeit auf insgesamt 592 Mitarbeiter. Was ist Ihr nächstes Ziel? Wir wollen unser Standbein in Charlottenburg, das ist die Abteilung Turbulenzforschung, die an der Technischen Universität Berlin angesiedelt ist, ausbauen. Konkret planen wir einen Neubau, für den jetzt die städtebaulichen Voraussetzungen und Ressourcen zu schaffen sind. In Zusammenarbeit mit den Institutsleitern steht die Stärkung unserer Kooperationsbeziehungen zu den Universitäten und die Ausweitung auf die Fachhochschulen auf meiner Aufgabenliste ganz oben. Wie verbringen Sie Ihre Freizeit? Ich bin ein großer Tierliebhaber. Zu Hause wartet ein Schäferhund, den ich, wie auch alle vorherigen Hunde, aus dem Tierheim geholt habe. Der braucht viel Auslauf. Ab und zu bin ich mit dem Trekkingrad unterwegs. Und ich genieße auch ganz gern mal Haus und Garten. Fernreisen mag ich nicht so sehr, aber Kurzurlaube in der Sächsischen Schweiz und an der sn Ostsee müssen sein.

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UNTERNEHMEN

Teamarbeit: Karsten Paul (links im Bild) und Ronald Skuddies

Der von der Bundesregierung beschlossene Ausstieg aus der Kernenergie könnte der ohnehin boomenden Solarindustrie einen zusätzlichen Nachfrageschub bescheren. Mit 15.000 Unternehmen, 150.000 Beschäftigten und einer Wertschöpfung von zehn Mrd. Euro ist die Solarbranche ein wichtiger Wirtschaftszweig. Auch Adlershofer Solarunternehmen wie die eleven solar GmbH rechnen in Zukunft mit einer weiterhin starken Nachfrage.

NETZWERKE

Beate Mekiffer will Adlershof energetisch fit machen

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ie Auftragsbücher der eleven solar GmbH, die auf maßgeschneiderte Photovoltaiklösungen aus einer Hand spezialisiert ist, sind gut gefüllt. Und Gründer Karsten Paul wappnet sich auch für die Zukunft: „Durch den weiteren Ausbau unseres Firmennetzwerkes werden wir künftig nahezu die gesamte Prozesskette abdecken“, sagt er. Das Leistungsspektrum reicht von Beratung, Projektierung und technischer Entwicklung über die Montage und Wartung bis zur Finanzierung und Überwachung von Solarkraftwerken. Zum Firmennetzwerk gehören neben eleven solar als Projektentwickler und Generalunternehmer die polnische MK Solar-Energy S.A., die kristalline Hochleistungs-Photovoltaik-Module entwickelt und produziert, die Ponte Solar GmbH, die die Module weltweit vertreibt, sowie die eleven solar montage GmbH, die die Anlagen installiert und wartet. Die Konkurrenzsituation zu seinen Mitbewerbern sieht Paul daher sportlich. Einen sportlichen Hintergrund hat übrigens auch der Firmenname: Als begeisterter FußANZEIGE

ballspieler und -fan hat der Firmengründer die Zahl Elf vor das solar gesetzt, was die Spielstärke und den Teamgeist des Unternehmens symbolisieren soll. Dass eine Photovoltaikanlage eine äußerst profitable Investition dank der gesetzlich geregelten und über 20 Jahre garantierten Einspeisevergütung ist, rechnet Controller Thies Scherbinske vor. Zudem sind die Kosten für schlüsselfertige PV-Anlagen in den letzten Jahren deutlich gesunken: Wurde eine Photovoltaikanlage im Jahr 2004 noch für ca. 6.500 Euro pro Kilowatt verkauft, sind heute schon Preise von unter 2.000 Euro möglich. Noch recht neu im Firmenverbund ist die im letzten Jahr gegründete eleven solar montage GmbH. Das Unternehmen verwendet sowohl bewährte Montagesysteme namhafter Hersteller als auch eigenentwickelte Sonderkonstruktionen. Geschäftsführer Ronald Skuddies betont, dass für die Installation einer PV-Anlage neben den statischen Voraussetzungen auch die Beschaffenheit und der Zustand

der Dachfläche eine wesentliche Rolle spielen. Ist aufgrund des Dachalters oder schlechten Zustands eine Anlagenmontage nicht möglich, bietet sein Unternehmen zusätzlich eine Erneuerung der Dachhaut an. „Dies ist z. B. bei Astbestdächern häufig der Fall“, sagt Skuddies. Ein Angebot, das sich auch bei der Erschließung neuer Standorte auszahlt. Das eleven-solar-Netzwerk realisiert PVProjekte im In- und Ausland. „Aktuell bauen wir eine Freilandanlage in Norditalien. Weitere Projekte in dieser Region sind in Vorbereitung“, verrät Karsten Paul. Während in Deutschland vor allem Dünnschichtmodule verbaut werden, da diese unter anderem auch bei Schwachlicht eine sehr gute Performance bieten, wird man im sonnenverwöhnten Italien hauptsächlich die kristallinen Module des polnischen Kooperationspartners einsetzen, die vor allem bei hoher Sonneneinstrahlung beste Ergebnisse zeigen. Im solaren Networking der eleven solar GmbH scheint der Teamgeist also perfekt zu funktionieren. as

inus 30 Prozent – das ist keine Kleinigkeit, denn Adlershof expandiert. Nicht nur die Interessen und Bedürfnisse von zurzeit 884 Unternehmen und Forschungseinrichtungen sind zu koordinieren, sondern auch zukünftige Wohnbebauung und gewerblich genutzte Flächen in ein Energiekonzept einzubeziehen. „Als Standortbetreiber müssen wir sowohl die Energieversorgung sicherstellen als auch den gesetzlichen Vorgaben zu Energieeinsparung und erneuerbaren Energien gerecht werden“, sagt Beate Mekiffer von der WISTA-MANAGEMENT GMBH. Sie leitet das Verbundprojekt, dessen Partner die Technische Universität Berlin (TUB), die BTB Blockheizkraftwerks-Trägerund Betreibergesellschaft Berlin und die WISTA-MANAGEMENT GMBH sind. Der Berliner Senat unterstützt über seinen treuhänderischen Entwicklungsträger – Adlershof Projekt GmbH (AP) – das Vorhaben. Beate Mekiffer – ihres Zeichens Geologin – kennt sich in Adlershof bestens aus: Sie begann hier an einem chemischen Institut ihre Berufstätigkeit. Später arbeitete sie an der TUB, unterstützte auf freiberuflicher Basis mittelständische Unternehmen in der Projektplanung und war Mitbegründerin einer Aktiengesellschaft in Adlershof. Thematisch war sie vor allem in den letzten Jahren mit Vorhaben aus dem Bereich Energie befasst. Eine Herausforderung ist das neue Verbundvorhaben in vieler Hinsicht, sagt sie: „Die Ziele sind ehrgeizig, das Spektrum der zu bearbeitenden Themen reicht von technischen über rechtliche bis zu planerischen Aspekten von Energieeffizienz und allein seitens der TUB sind zehn unterschiedliche Fachgebiete in das Projekt eingebunden“. Das ist nur durch ein eingespieltes Managementteam umsetzbar, zu dem neben Mekiffer auch Frank Wittwer und Beate Glumpf von der AP und Dominique Sandten vom Stadtentwicklungssenat gehören.

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Sparlampen, gut gedämmte Wände, Fernwärme – energiesparendes Bauen ist nicht nur für private Häuslebauer in. Von solchen Maßnahmen sollen auch die Büros und Labore im Technologiepark Adlershof profitieren. Minus 30 Prozent Primärenergie bis 2020 lautet das ehrgeizige Ziel des Projektes „High Tech – Low Ex: Energieeffizienz Berlin Adlershof 2020“, das am ersten Juli gestartet ist und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert wird.
In der jetzigen ersten Projektphase, die sich über 18 Monate erstreckt, geht es um die Konzeption der Energieeffizienz für den Standort in drei thematischen Schwerpunkten: Dazu gehören das Wärmenetz und die Abwärmenutzung. Beispielsweise hat BESSY drei Kühltürme, deren Wärme vielleicht an anderer Stelle gute Dienste leisten könnte. Ziel ist es auch, das Wärmenetz im Bereich des Technologieparks für dezentrale Einspeisungen zu öffnen, wie es analog im Stromnetz schon möglich ist. Im Schwerpunkt Energieeffizienz und Betriebsoptimierung sollen Gebäude effizient gestaltet, intelligente Stromnetze konzipiert und zusätzlich ausgelotet werden, inwiefern Geothermie, Windkraftanlagen und Mini-Blockheizkraftwerke am Standort nutzbar sind. Anspruchsvoll ist auch der dritte Arbeitskomplex – Planung, Partizipation und Umsetzungsszenarien: „Es gilt, alle Beteiligten mitzunehmen und auch die Bereiche des Geländes einzubeziehen, für die die Nutzerstruktur noch gar nicht feststeht”, erläutert Mekiffer. Instrumente für diese „Planung unter unklaren Rahmenbedingungen“ zu schaffen, ist ein wesentliches Projektziel. ud

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Lichtexpertin Beate Röder

CAMPUS

GRÜNDER

Die Adlershofer Arbeitsgruppe Photobiophysik der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) erforscht den Nachweis kleinster Lichtmengen. Die entwickelten Techniken lassen sich vielseitig einsetzen, etwa in Medizin oder Photovoltaik.
macht man sich in der Photodynamischen Therapie zu nutze“, sagt Röder. Sie nennt die Behandlung von Krebs, von Hauterkrankungen wie der Schuppenflechte oder von Augenleiden wie der Makula-Degeneration. Unter Lichtzufuhr entstehen die energiereichen Sauerstoffmoleküle, die für die Behandlung notwendig sind. Für die Absorption des Lichts sorgt ein spezieller Farbstoff, ein Photosensibilisator, der die Energie an molekularen Sauerstoff weitergibt. Der gebildete Singulett-Sauerstoff führt dann – so Röder – „direkt oder indirekt den Tod etwa von Tumorzellen herbei“. Zur Kontrolle und Optimierung der Therapie ist es notwendig, den entstandenen Sauerstoff nachzuweisen und seinen Werdegang direkt in den Zellen zu verfolgen. Dazu wird seine Lumineszenz gemessen. Diese Aufgabe ist sehr anspruchsvoll, denn die Lichtausbeute ist minimal. „Bei Einstrahlung von einer Million Photonen bekommt man etwa eines bis zehn Lichtquanten zurück“, sagt Röder. Zudem beträgt die Lebensdauer in Zellen nur etwas mehr als eine millionstel Sekunde. Die Adlershofer Forscher sind mit ihren Messungen „in vitro“, also in der Retorte, Weltspitze. Zufrieden sind sie dennoch nicht: „Wir arbeiten daran, die Empfindlichkeit weiter zu verbessern.“ Die apparative Ausstattung der Arbeitsgruppe ist entsprechend aufwendig. Zur Arbeitsgruppe gehören derzeit drei promovierte Wissenschaftler, fünf Doktoranden und 15 Studierende. Der Andrang erstaunt nicht, sind doch die Berufsaussichten sehr gut. Erfolgreiche Anwendungen des photodynamischen Effektes gibt es nicht nur in der Krebstherapie. So kann er genutzt werden, um verschiedene Mikroorganismen zu bekämpfen, etwa Bakterien, die gegen Antibiotika resistent sind. Und auch in der Photovoltaikbranche ist das messtechnische Know-how zum Nachweis kleinster Lichtmengen weltweit gefragt. Die Forscher aus Adlershof können Solarzellen mit optischen Methoden berührungsfrei diagnostizieren. Wenn die Polymere, die die verschiedenen Schichten voneinander trennen, altern und deshalb spröde werden, kann die Funktion der Solarzelle beeinträchtigt werden. Bei der Alterung entstehen Produkte, die nach Anregung per Laser mit UV-Licht fluoreszieren. Das erhaltene Spektrum lässt auf den Zustand der Polymere schließen. So sind Aussagen zur restlichen Lebensdauer und Leistungsfähigkeit der Solarzelle möglich. pj

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itte Juli ist von der Firma DirectPhotonics Industries noch nicht viel zu sehen: Ein leeres Büro mit zwei Telefonen im Zentrum für Mikrosysteme und Materialien (ZMM). Erst wenige Tage zuvor hat Wolfgang Gries mit zwei Gesellschaftern in den USA seine Firma gegründet, die Hochleistungs-Diodenlaser (HLDL) für die Materialbearbeitung fertigen wird.

Bis es so weit ist, wird nicht viel Zeit vergehen: Vier Mitarbeiter hat Gries schon eingestellt, doppelt so viele sollen es bis Ende des Jahres werden, Investoren stehen bereit. In den kommenden Monaten wird

zu einem einzigen Strahl hoher Leistung von mehreren Kilowatt zusammen. Neu ist jedoch, dass dabei komplexe optische Komponenten eingespart werden. Das macht die Laser kompakter, günstiger und weniger störanfällig als herkömmliche Gas- oder Festkörperlaser für die Materialbearbeitung. Gries peilt als Kunden vor allem Maschinenbauer an, die auf das Schneiden und Schweißen von Blechen und Metallen spezialisiert sind. Der Unternehmer brennt für seine Aufgabe, hat dafür seinen gut dotierten Job als Entwicklungsleiter beim US-Telekom-

Bauen und basteln war als Kind seine Welt – und dabei blieb es. Er studierte Physik, spezialisierte sich auf Lasertechnik und gründete nach dem Studium an der Technischen Universität Berlin mit Kommilitonen die erste Firma, die LAR GmbH für Messsysteme in der Umwelttechnik. Ein zweites Unternehmen, die LAS GmbH in Stahnsdorf, folgte. Gries verkaufte diese später an die US-Firma Newport/Spectra-Physics. Gries selber genoss seine Zeit in den USA, findet in Deutschland die Voraussetzungen für Start-ups jedoch besser.

icht steht im Zentrum von Beate Röders Forschung. Speziell die Frage, wie es auf lebende Systeme wirkt. Die Antwort ist für die HU-Physikprofessorin nicht nur von akademischem Interesse. So wichtig sie die Grundlagenforschung einschätzt, am Ende möchte Röder die gewonnenen Erkenntnisse auch angewandt wissen. Dass dies möglich ist, zeigt ein Besuch bei der AG Photobiophysik im Adlershofer Physikgebäude. In den Labors sind Messstände zu sehen, mit denen minimale Mengen von Singulett-Sauerstoff nachgewiesen werden können. Dieser wirkt auf biologische Systeme besonders aggressiv. „Das
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Physiker Wolfgang Gries hat seinen gut dotierten Job im Silicon Valley sausen lassen, um sich in Adlershof mit seiner Firma DirectPhotonics Industries selbstständig zu machen. Die Bedingungen, auf die er hier trifft, sind deutlich besser als für Start-ups in den USA, sagt Gries und will den Markt für Hochleistungs-Diodenlaser aufmischen.

09. bis 17. 09.11 ++ ++ + 05. 09. bis 17. 09.11 ++ + 05.

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Gries die exklusiv lizensierte Technologie von zwei Fraunhofer-Instituten serienreif machen, sodass im ersten Quartal nächsten Jahres die Maschinen auf den Markt kommen sollen. Sein straffes Ziel: „In naher Zukunft wollen wir weltweit führend für Hochleistungs-Diodenlaser in der Metallbearbeitung sein.“ Dieser Optimismus speist sich aus einer Besonderheit der Technologie: Wie alle HLDL fasst sie viele einzelne Diodenlaser

munikationsausrüster JDSU im Silicon Valley aufgegeben. „Ich habe zu viele Ideen und einen zu starken Unternehmergeist, als dass ich mich allzu lange in die trägen Strukturen eines Konzerns einpassen könnte“, sagt der 56-Jährige. Er selber kommt aus einer Unternehmerfamilie. Sein Vater hat im niedersächsischen Gifhorn eine Tiefbaufirma samt Werkstatt für die Baumaschinen betrieben. „Ich bin mit Schmieröl an den Händen groß geworden“, lacht Gries.

„Die Bedingungen für Start-ups sind ideal. In den USA hätte ich in einer leeren Werkshalle angefangen, hier kann ich sogar einen Reinraum nutzen“, sagt er. Gleichwohl pendelt er zwischen Berlin, seinem Haus im Wald bei Neustrelitz und dem Silicon Valley. Bleibt dann noch Zeit, greift Gries in die Saiten: Er entspannt sich als Hobby-Jazzgitarrist. cl

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KURZ NOTIERT

Jobangebote richtig platziert
In Zusammenarbeit mit dem Servicepartner maXXu GmbH bietet die WISTAMANAGEMENT GMBH ab sofort allen Arbeitgebern am Standort die Möglichkeit, ihre Stellenanzeigen in bis zu 21 Stellenbörsen gleichzeitig zu veröffentlichen. Zu diesem Zweck wurde ein Servicepaket zu Sonderkonditionen zusammengestellt. Die Mitarbeitergesuche werden mehrmals täglich aktualisiert. Zur reichweiten-

starken Schaltung in mehreren etablierten Stellenbörsen gehören die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit sowie die Angebote von meinestadt.de, REKRUTER, jobturbo, DasÖrtliche, Jobomat, adlershof.de und weiterer spezialisierter Anbieter. Die Stelle wird über die gesamte Zeit der Schaltung durch die Mitarbeiter der maXXu GmbH betreut. www.adlershof.de/maxxu

Tag des offenen Denkmals
Gelegenheit, einen Blick in die luftfahrttechnischen Denkmale Adlershofs zu werfen, bietet sich am 11. September 2011. Der Förderverein Landschaftspark Johannisthal/Adlershof bietet um 10.00, 11.30, 13.00, 14.30 und 16.00 Uhr Führungen im Großen Windkanal, Trudelwindkanal, Motorenprüfstand und Landschaftspark. www.foerderverein-landschaftspark.de

„Entdeckt, was ihr wollt“
Bereits zum achtzehnten Mal finden am 22. und 23. September 2011 die „Tage der Forschung“ in Adlershof statt. Jedes Jahr sind nahezu 1.000 Schülerinnen und Schüler aus Berlin und Brandenburg in Adlershofer Instituten, Laboren und Hörsälen zu Gast. Die Forschungseinrichtungen bieten ein vielfältiges Programm aus rund 50 Einzelveranstaltungen wie Experimenten, Vorträgen und Führungen. Veranstalter sind das Netzwerk der Außeruniversitären

Elly-Beinhorn-Lauf
Ambitionierte Sportler und Freizeitläufer gehen am 23. Oktober beim ersten Elly-Beinhorn-Lauf an den Start. Die geschichtsträchtige 10-km-Distanz reicht vom modernsten deutschen Metropolenflughafen in Schönefeld bis zur Wiege des Motorflugs in Deutschland in Johannisthal. Veranstalter ist das Bürgerforum Johannisthal. www.johannisthal.net

Forschungseinrichtungen in Adlershof – IGAFA e.V., die Humboldt-Universität zu Berlin und die WISTA-MANAGEMENT GMBH. www.igafa.de

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12489 Berlin Volmerstr.7 Tel. 030/ 63 92 32 00 www.zyma-steuerberatung.de

IMPRESSUM
Herausgeber: WISTA-MANAGEMENT GMBH Redaktion: Sylvia Nitschke (V.i.S.d.P.) Redaktionsadresse: WISTA-MANAGEMENT GMBH Bereich Kommunikation Rudower Chaussee 17, 12489 Berlin Tel.: 030/6392-2238, Fax: 030/6392-2236 E-Mail: nitschke@wista.de www.adlershof.de/journal Autoren: Rico Bigelmann (rb); Uta Deffke (ud); Christian Hunziker (ch); Klaus Kurpjuweit (kur); Paul Janositz (pj); Chris Löwer (cl); Sylvia Nitschke (sn); Ariane Steffen (as), Peter Strunk (pst) Layout, Gesamtherstellung und Anzeigenverkauf: zielgruppe kreativ GmbH Tel.: 030/533 115-115, Fax: 030/533 115-116 E-Mail: info@zielgruppe-kreativ.com, anzeigen@zielgruppe-kreativ.com www.zielgruppe-kreativ.com Namentlich gekennzeichnete Beiträge stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar. Nachdruck von Beiträgen mit Quellenangabe gestattet. Belegexemplare erbeten. Das „Adlershof Journal“ erscheint sechs Mal pro Jahr in einer Auflage von 3.000 Exemplaren. Die nächste Ausgabe erscheint Anfang November 2011.

Adlershof
JOURNAL

September | Oktober

2011

Bildquellen: sofern nicht anders gekennzeichnet: Tina Merkau; Titel: Ullstein Bild; Inhalt o.: Aintschie/Fotolia; S 1: Dorothee Mahnkopf; S. 2 (Schilder): Palladium/ Avenue Images; S. 4-5: Night of the Jumps; S. 6 (Notizbuch): Andrey Nekrasov/Fotolia; S.9 o.mi.: Andre Hamann/Fotolia; S.9 re.: Reza Estakhrian/ Getty Images; S. 10 li.: Sushi King/Fotolia; S.10 (Tasse): Stockfood Lbrf/Avenue Images; S. 13 (Räder): Vlastimil esták/Fotolia; S. 16 re.: Wolfgang Bittner/ Landesdenkmalamt Berlin; S. 16 li.: Igafa e. V.

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Ausführliche Texte und Adlershofer Termine finden Sie unter www.adlershof.de/journal

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