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Periodical volume

Full text: Adlershof-Journal Issue 2011, Mai/Juni

Adlershof
JOURNAL

Mai | Juni

2011

Motiviert bei der Arbeit?
Wie es gelingt und wie nicht.

HEIMISCH IM BÜRO? >>
SO SIEHT ES AUF ADLERSHOFER SCHREIBTISCHEN AUS

UNTER EINEM DACH: >>
FORSCHUNG & INDUSTRIE FÜR DÜNNE SCHICHTEN

MODERNER STRESSMANAGER: >>
EINE SPEZIALBRILLE ZUM ENTSPANNEN

MIT EINLEGER ADLERSHOF SPECIAL:
>> SCHNELL, MOBIL, GENAU – DIE NEUE ANALYTIK

www.adlershof.de

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ESSAY

AdlershofL JOURNA
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Mai | Juni

2011

AUS DER REDAKTION
Nicht nur ein Rädchen im Getriebe

Was uns zur Arbeit motiviert
rankenschwester, Erzieher, Kindergärtnerin, Friseur – alle diese Berufe sind relativ schlecht bezahlt. Und: „Alle diese Tätigkeiten haben gemeinsam, dass sie als unmittelbar sinnvoll erfahren werden“, stellt der Hamburger Soziologe und Unternehmensberater Bernd Vonhoff fest, der vor Kurzem ein Ratgeberbuch mit dem Titel „Erfolgsfaktor Sinn“ geschrieben hat. „Auf der anderen Seite“, sagt er, „gibt es Tätigkeiten, die so unattraktiv sind, dass sie nur über ein hohes ‚Schmerzensgeld‘ aufgewertet werden. Börsen-Broker etwa.“ Über das konkrete Beispiel mag man streiten. Nicht jedoch darüber, dass Entlohnung nur ein Aspekt unter vielen ist, die zu Arbeitsmotivation und -zufriedenheit beitragen. Das legt auch der DeutscheGewerkschaftsbund-Index „Gute Arbeit“ nahe: eine kontinuierlich angelegte wissenschaftliche Studie zur Arbeitszufriedenheit. Basierend auf Kriterien, die selbst das Resultat von Umfragen sind, wird hier abgefragt, in welchen Aspekten des beruflichen Lebens die Ansprüche der Arbeitnehmer besonders gut oder schlecht erfüllt werden. Neben dem Einkommen geht es unter anderem um Kollegialität, Möglichkeiten für Kreativität, die Betriebskultur und den Sinngehalt der Arbeit. Ein Befund der Studie: Metall- und Chemieindustrie stehen ganz oben in der Arbeitszufriedenheitsskala. Ganz unten: öffentliche Verwaltung sowie Erziehung und Unterricht. Im oberen Drittel sind die Finanzdienstleister angesiedelt. Ganz so arg, dass nur ein enormes Schmerzensgeld Bankern und Fondsmanagern ihren Job erträglich macht, ist es also nicht. Vieles spricht dafür, dass es sich eher andersherum verhält: Die hohen Gehälter selbst sind der Grund dafür, dass manchen Branchen gewissermaßen die Lust am Arbeiten

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ESSAY Was uns zur Arbeit motiviert: Die monetäre Komponente wird überschätzt EINBLICKE Blitzlichtgewitter im Extruder: Farbechte Prozessüberwachung MENSCHEN IN ADLERSHOF Der Wellnessforscher: Markus Klose entwickelt tonangebende Mentalsysteme FORSCHUNG Sonnige Aussichten für dünne Schichten: Brückenschlag zwischen Forschung und Industrie TITELTHEMA Lust auf Leistung: Was gehört zum Wohlfühlklima, das anspornt? Adlershofer Schreibtische: Kreatives Chaos oder penible Ordnung NACHGEFRAGT Der gemeinschaftliche Erfolg: Kollektive Problemlösungskultur Tischgespräch mit Lydia Dessau, Mutter vieler Unternehmen im internationalen Gründerzentrum MEDIEN Die den Tanz schreibt: Man kann nicht aufhören, sich zu bewegen CAMPUS Renaissance der Analytik: SALSA-Graduiertenkolleg will analytischen Werkzeugkasten von Studenten und Forschern vergrößern GRÜNDER Stromstörfälle ausgebremst: Zuverlässige Messsysteme aus Brasilien KURZ NOTIERT

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igentlich ist er seit fast zehn Jahren im Ruhestand. Auch der Minijobnebenverdienst ist nicht der Hauptgrund, warum einer unserer ältesten Mitarbeiter die Arbeit in Adlershof nicht sein lassen kann. Götz Schaele (74), zu Zeiten der Akademie der Wissenschaften der DDR Leiter der Freiwilligen Betriebsfeuerwehr und Tontechniker in Adlershof, sorgt heute für den Versand des Adlershof Journals. Was ihn antreibt? Er will teilhaben an der Entwicklung des Technologieparks, ist stolz, hier mitzuwirken. Fast 22.000 Menschen kommen wochentags in die Wissenschaftsstadt, die – wie der Berliner sagt – jotwede (janz weit draußen) des Hauptstadtzentrums liegt. Sie lassen sich nicht durch ausfallende oder überfüllte S-Bahnzüge bremsen. In dieser Ausgabe wollten wir daher wissen, wie die Adlershofer Mitarbeiter motiviert werden, damit die Arbeit Lust und nicht Frust ist. Nebenbei haben wir den Adlershofern auch auf die Schreibtische geschaut. Manch eine oder einer fühlt sich recht heimisch im Büro, wie unsere kleine Bildstrecke dazu zeigt. PS: Ein paar der Adlershof-Hefte nimmt Götz Schaele stets mit nach Hause, verteilt sie an seine Bekannten, auch ehemalige Wissenschaftler und Mitarbeiter vom Gelände. Auch in seiner Freizeit bleibt Schaele ein echter Wahl-Adlershofer. Ist unser Technologiepark nicht deshalb so erfolgreich, weil es so viele Menschen von seiner Sorte gibt?

vergangen ist. Dazu eine Anekdote. Vor ungefähr zehn Jahren führte die Gemeinde Wolfenschiessen in der Nähe von Luzern eine Volksabstimmung zur Lagerung von Atommüll durch. Wirtschaftsforscher begleiteten die Abstimmung mit einer Umfrage. Es stellte sich heraus: Mehr als die Hälfte aller Wolfenschiessener willigten in die Müll-Lagerung ein. Aber als man den Bürgern Geld als Entschädigung bot, waren es nur noch ein Viertel. „Crowding-out-Effekt“ nennen die Wirtschaftsforscher dieses Phänomen: Eine ursprünglich vorhandene innere Motivation wird zunichte gemacht, indem man Menschen extra belohnt – was dazu führt, dass sie ihr Interesse verlieren. Dieser Prozess ist irreversibel.

Geld spielt schon eine Rolle – nur eine andere, als man gemeinhin denkt.
Der Crowding-out-Effekt kann leistungsorientierter Bezahlung, wie sie mittlerweile in vielen Unternehmen üblich ist, einen Strich durch die Rechnung machen. Dies gilt umso mehr, als hier kaum tatsächlich nach Leistung bezahlt wird. Bekanntermaßen ist der Beitrag des Einzelnen für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens nur schwer zu messen und zu kontrollieren. Deutliche Unterschiede zwischen den Gehältern dienen deshalb vor allem auch dem Zweck, einen Wettbewerb zu entfachen und so den Einzelnen zu Höchstleistungen zu motivieren. So die Theorie. In der Praxis verhält es sich oft anders. Der Ökonom Bruno Frey hat vor Kurzem die Daten für 1.040 Spieler der deutschen Fußball-Bundesliga über acht Spielzeiten hinweg ausgewertet. Zusätzlich wurden Daten der amerikanischen Basketball-Profiliga NBA analysiert. Dem

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Marktwert der einzelnen Spieler wurden individuelle Leistungsdaten gegenübergestellt wie die Zahl von Toren und Torvorlagen, Ballkontakten und Zweikämpfen. Das Ergebnis: Jene Spieler, die ein geringeres Einkommen hatten als der Durchschnitt ihrer Mannschaft, erbrachten deutlich weniger Leistung als solche, die mit der gleichen Gehaltssumme in anderen Mannschaftskonstellationen spielten. Darüber hinaus ließ sich beobachten, dass selbst die Leistung von Stars mit überdurchschnittlichem Einkommen durch hohe Differenzen im Team gemindert wurde – vermutlich durch die schlechten Vorlagen der demotivierten Kollegen. Untersuchungen, die sich mit dem Zusammenhang von Teamleistung und Managervergütung in Unternehmen befassen, bestätigen den Befund: Unter Umständen führt eine steilere Gehaltsleiter zu schlechterer Kooperation. Das deutet darauf hin, dass es auch in Zeiten der Netzwerkökonomie überhaupt noch Unternehmen mit Angestellten braucht und nicht nur lose miteinander verbundene Selbstständige: Unternehmen können ihren Mitarbeitern andere Anreize bieten als das blanke Gehalt. Und indem sie den Druck des Wettbewerbs, der auf dem freien Markt herrscht, nach innen abschwächen, machen sie Kooperation im Team möglich – für viele Produktionsprozesse eine unabdingbare Voraussetzung. Da sage noch einer, Geld würde keine Rolle spielen. rg
Ralf Grötker ist Journalist und Wissenschaftsautor für Sozialwissenschaften, Wirtschaft und Kultur.

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Ausführliche Texte und Adlershofer Termine finden Sie unter www.adlershof.de/journal

Ihre Sylvia Nitschke, Leiterin Adlershof Print dl h f

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EINBLICKE

MENSCHEN IN ADLERSHOF

Ein britischer Norweger und ein türkischer Pfälzer sind die Köpfe der ColVisTec AG. Sie haben ihr Startup in Adlershof gegründet, um hier ihre Technologie zur spektralphotometrischen Prozessüberwachung zu optimieren. Optische Messsonden messen die Homogenität fast aller flüssigen, geschmolzenen und pulverigen Medien bis 400 °C. Auch die fortwährende Kontrolle chemischer Reaktionen ist möglich.

Markus Klose, ein Berliner Entwickler moderner Mentalsysteme, setzt auf das rechte Maß zwischen Entspannung und Anspannung. Das macht die Nutzer nicht nur geistig fit, sondern kann Krankheiten wie Burn-Out oder Herzinfarkt vorbeugen.

Himmelsbeobachtungen können auch entspannen: In seiner Kindheit hatte Markus Klose sogar ein eigenes Teleskop, heute bleibt für sein Astronomiehobby wenig Zeit. Unser Foto entstand in der Archenhold-Sternwarte in Berlin-Treptow.

Farbmessungen in Echtzeit: Jan Johnsen und Fuat Eker, Gründer der ColVisTec AG

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an Johnsen hatte freie Wahl. Der weitgereiste Norweger suchte einen Standort in Europa, um ein optisches Messverfahren zu vermarkten und weiterzuentwickeln, dessen Rechte er von dem US-Unternehmen Equitech Int‘l Corp. erworben hatte. Seine Wahl fiel auf Adlershof. „We want to do the German stuff“, sagt er. Zu 80 Prozent hätten die Amerikaner das Verfahren ausgereizt. Er will 100 Prozent – und ist sich bewusst, dass nun der schwierigste Teil der Entwicklung beginnt. Dafür hat der Gründer ein Team aus fünf hoch spezialisierten Ingenieuren und Physikern um sich geschart. Auch das Umfeld stimmt, denn im Technologiepark finden sich Zulieferer und Fachkräfte für seine ColVisTec AG gleich um die Ecke. „Wir suchen seit vorgestern per Aushang studentische Mitarbeiter. Heute haben wir die geeigneten Bewerber“, berichtet Fuat Eker, Mitbegründer und zuständig für Sales & Marketing. ColVisTec entwickelt optische Messsonden, die Prozesse direkt in Extrudern oder Reaktoren überwachen. Dafür wird der Messkopf mit einer etwa erbsengroßen Saphirlinse in vorhandene Normgewinde eingeschraubt. Durch die robuste Linse senden sechs ringförmig angeordnete Glasfaserleiter Xenon-Blitze in flüssige oder

pulverförmige Medien. Eine sechste zentrische Glasfaser leitet das reflektierte Licht an ein ebenfalls von ColVisTec entwickeltes Spektralphotometer. Eine eigene Software analysiert schließlich die Farbwerte. „Wir können Prozesse nicht nur online, sondern inline überwachen“, erklärt Eker. Und das in verschiedensten Branchen. Mal geht es um Farbtreue von Lacken in der Autoindustrie, mal um homogene Wirkstoffverteilung in Arzneien oder um gleichbleibende Qualität von Nudelteig oder geschmolzenem Kunststoff in Extrudern. Neben exakten Farbwerten lassen sich aus den Spektren des reflektierten Lichts die Homogenität und damit die Prozessstabilität ablesen. Die ColVisTec-Gründer sind überzeugt, dass ihr Messverfahren auch fortlaufende chemische Reaktionen ermöglichen wird. „Noch laufen Reaktionen meist zeitlich begrenzt. Erst wenn das Ergebnis im Labor überprüft wurde, wird der Reaktorinhalt weiter verarbeitet“, erklärt Eker. Erste Versuche mit einem Hersteller von Farben und Lacken zeigen, dass sich Status und Erfolg chemischer Reaktionen auch im Blitzlichtgewitter der Spektralphotometrie überwachen lassen – ohne sie zu stoppen. „Das funktioniert auch in durchsichtigen Medien, wo wir die Transmission messen und dann das Spektrum analysieren“, erläutert Johnsen. Ihre neue Technologie wollen Jan Johnsen und Fuat Eker in Westund Osteuropa sowie im mittleren Osten vermarkten. „In zehn Jahren werden wir europaweit gut 100 Mitarbeiter beschäftigen“, ist Eker überzeugt. Zentrum der Expansion solle Adlershof bleiben: „Hier stimmen die Bedingungen, um unsere Technologie weiterzuentwickeln“, sagt er. pt

DER WELLNESSFORSCHER
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n Markus Kloses Büro im sechsten Stock des Adlershofer Informatikzentrums sieht es so gar nicht wie in einem Wellnesstempel aus. Und doch schwebt der Chef der Neurotronics GmbH dort regelmäßig auf Wolke Sieben. Dazu nimmt der schlanke junge Mann in seinem Massagesessel Platz, setzt die Kopfhörer und eine Spezialbrille auf und lässt seine Sinne durch eine Kombination aus Musik und Farben verzaubern. Laxman heißt Kloses mobiler Stressmanager. Das ist ein audiovisuelles Mentalsystem, das – wie in klinischen Studien nachgewiesen – sehr effizient die Reizverarbeitung des Anwenders über Frequenzen stimuliert und so bestimmte Gemütszustände beeinflusst. Nach der 20-minutigen Sitzung sind Kloses Batterien wieder aufgeladen, die Muskeln entspannt. Er testet den „Schrittmacher für die grauen Zellen“ nicht nur, sondern ist überzeugt von seiner Erfindung, von der er in den letzten drei Jahren einige Tausend Stück verkauft hat. Größtenteils ins Ausland. Nach der krisenbedingten Flaute im letzten Jahr sind momentan die USA, Tschechien und Großbritannien interessante Märkte, sagt Klose, dessen Geburtsort Buffalo, New York ist. Markus Klose studierte zwei Jahre an der FU Berlin Psychologie. Anschließend trat er einer psychologischen Interessengemeinschaft bei und beschäftigte sich jahrelang mit Meditation und Entspannungstechniken. Parallel dazu baute er einen Internetvertrieb und später Händlernetze für audiovisuelle Mentalsysteme und Biofeedback-Produkte auf. Mit der guten Marktkenntnis begann er in dieser Nische eigene Systeme zu entwickeln und gründete 2005 die Neurotronics GmbH, die heute sechs Mitarbeiter hat. Unternehmer wollte Markus Klose schon nach dem Abitur werden. Vorbild war der Vater einer Kindergartenfreundin, der in der Textilbranche tätig war. Für das angestrebte Wirtschaftsingenieurstudium schien ihm eine technische Ausbildung bei Mercedes Benz eine gute Voraussetzung zu sein. Die absolvierte er auch. Doch nach diesem Ausflug ins Praktikerdasein schwenkte er zu den Naturwissenschaften zurück. Die Affinität dafür wurde ihm praktisch schon in die Wiege gelegt. Klose kommt aus einer Ärztefamilie: Der Vater war Professor für Humangenetik an der Berliner Charité, die Mutter Zahnärztin und in der weiteren Verwandtschaft gibt es ebenfalls Ärzte und Psychologen. Experimentierend und bastelnd verbrachte Klose die Kindheit. So tüftelt er heute noch gern, derzeit am kleinsten Biofeedbackgerät der Welt. Ob für mentales Training, die Behandlung hyperaktiver Kids oder beispielsweise in Verbindung mit Superlernen einsetzbar – Klose strebt ein preiswertes Produkt für den Massenmarkt an. Ob ihm dann auch wieder für frühere Hobbys, wie Poolbillard zu spielen, Zeit bleibt, ist fraglich. 2003 hat er als Berliner Landeskapitän im Poolbillard bewiesen, dass er auch in angespannten Situationen die Nerven behält. sn

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FORSCHUNG

FORSCHUNG
kenntnisse aus dem Labor lassen sich so auf die industrielle Produktion großer Module übertragen. Umgekehrt gelangen Fragestellungen, die die industrielle Produktion aufwirft, zurück in die Forschung. Beim Brückenschlagen zwischen Grundlagenforschung und Industrie kommen Schlatmann die zehn Jahre Erfahrung zugute, die er als Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung einer Solarzellenfirma sammeln konnte. Die Aussichten für die Branche sieht der Physiker aus den Niederlanden sehr positiv. Nicht nur weil die Photovoltaik in Deutschland mittlerweile zwei Prozent zur Stromerzeugung beiträgt und der Anteil erneuerbarer Energien bereits bei 16 Prozent liegt. Die Katastrophe im japanischen Fukushima wird den Ausbau sicherlich weiter beschleunigen. Das kommt nicht nur dem Klima zugute; Schlatmann sieht für Deutschland auch große Exportchancen. Dabei stehe auch Berlin gut da, das gemeinsam mit dem Land Brandenburg und vielen Firmen und Forschungseinrichtungen groß in die erneuerbare Energieversorgung von städtischen Regionen einsteigen will. Auch Adlershof ist mit Projekten beteiligt. Für das PhotovoltaikKompetenzzentrum gibt es viel zu tun. pj
Links: Am 30. März war der erste Spatenstich für das neue Zentrum für Photovoltaik Mitte: Rutger Schlatmann will die Brücke zwischen Grundlagenforschung und industrienaher Entwicklung schließen Rechts: Matthias Zelt, erste Schicht bei PVcomB

Das Kompetenzzentrum PVcomB in Adlershof fördert Know-howTransfer und Ausbildung in der Dünnschicht-Photovoltaik.
ls Brückenbauer versteht sich Rutger Schlatmann. „Wir schließen die Lücke zwischen Grundlagenforschung und industrienaher Entwicklung“, sagt der Leiter des Kompetenzzentrums Dünnschicht- und Nanotechnologie für Photovoltaik Berlin (PVcomB). Seit 2008 arbeitet der 44-jährige Physiker am Aufbau der Einrichtung, die die Stromerzeugung aus Sonnenlicht mittels dünner Solarzellen vorantreiben soll. Mitarbeiter wurden eingestellt, Labore sowie Finanzierung gesucht und gefunden, die Kooperation vor allem mit dem Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) und der Technischen Universität Berlin (TUB) ausgebaut. Ende März 2011 war es so weit. Prominenz aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft war dabei, als das Zentrum an der Schwarzschildstraße feierlich eröffnet wurde. Gleichzeitig fiel der Startschuss für den Baubeginn des Zentrums für Photovoltaik (ZPV), das unweit vom Standort des PVcomB entstehen wird. Dort sollen einmal kleine Hightechunternehmen einziehen. Einige dieser Existenzgründungen werden sicherlich aus dem Bereich der Dünnschicht-Photovoltaik kommen. Experten für diese aufstrebende Sparte auszubilden, gehört ebenfalls zu den Aufgaben des PVcomB.

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Das bedeutet nicht nur Mitarbeit bei der Photovoltaik-Spezialisierung in Bachelor- und Masterkursen der TUB. „Wir bieten auch maßgeschneiderte Kurse für Fachkräfte aus der Industrie an“, sagt Schlatmann. Dort wird über den Stand der Technik in der Dünnschicht-Photovoltaik informiert. Ein besonderes Highlight war die Mitte April zum dritten Mal ausgetragene „Thin Film Week“, das, so Schlatmann, „weltweit größte Event in diesem Sektor“. Etwa 400 Experten aus Industrie und Wissenschaft diskutierten über Marktchancen und technologische Entwicklungen, etwa den Wirkungsgrad der Solarzellen zu steigern oder neue Materialien einzusetzen. Wichtig ist für Schlatmann auch der Austausch zwischen der Glas- und Solarbranche. Denn Glas ist das Material, auf dem die dünnen Absorberschichten am häufigsten aufgebracht werden. So auch bei dem ersten Prototyp, der vor Kurzem im PVcomB hergestellt wurde. Es handelt sich um ein Glasmodul, 30 Zentimeter im Quadrat. Es stellt eine Verbindung zwischen den manchmal nur wenige Millimeter kleinen Laborzellen und den oft mehrere Quadratmeter messenden Industriemodulen her. Beschichtet wurde mit amorphem und mikrokristallinem Silizium. Die Er-

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TITELTHEMA
Solarmodulhersteller Solon SE hält nichts von nüchterner Büroatmosphäre

TITELTHEMA

Dachland-Mitarbeiter Tino Spieth fährt in seiner Freizeit Motorradrennen. Sein Arbeitgeber sponsert das.

LUST AUF LEISTUNG
Probleme, die die JPT Peptide Technologies GmbH nicht kennt. Die Devise des Geschäftsführers Holger Wenschuh lautet: „Nur motivierte Mitarbeiter sind gute Mitarbeiter.“ Fluktuation findet praktisch nicht statt, berichtet Alexandra Fritschi, die unter anderem das Personalwesen leitet. „Allein schon Verantwortung zu delegieren motiviert“, sagt sie. Und klare Leistungsziele, die mit jedem Mitarbeiter zu Jahresbeginn schriftlich vereinbart werden. Am Ziel locken Boni und die Beteiligung am Geschäftserfolg. Dem guten Klima zuträglich ist, dass sich vom Praktikant bis zum Chef alle duzen. Es sind eben oft die kleinen Dinge, die motivieren. So kommt es nicht von ungefähr, dass es am Ferdinand-Braun-Institut sogar ein Kinderzimmer gibt. Hier haben ungewöhnlich viele Mitarbeiter Nachwuchs, was zeigt, dass die, neudeutsch gesprochen, „Work-Life-Balance“ stimmt. „Wir bemühen uns um ein familienfreundliches Arbeitsumfeld, wozu auch individuelle Arbeitszeitvereinbarungen gehören“, berichtet Direktor Prof. Günther Tränkle.
Gutes Arbeitsklima bei der Dachland GmbH.

Der Technologiepark Adlershof floriert. Ein Erfolg, der ohne kreative und hochmotivierte Mitarbeiter nicht denkbar wäre. Doch wie genau schaffen Adlershofer Unternehmen und Wissenschaftsinstitute ein Wohlfühlklima, das anspornt? Wir haben uns umgehört.

inter der modernen Fassade der Dachland GmbH herrscht geradezu wohlige Wohnzimmeratmosphäre. Ein Teil der insgesamt 50 Mitarbeiter huscht auf Strümpfen durch das Büro, das Arbeitsklima ist geschäftig, aber entspannt. Selbst Geschäftsführer Michael Eyberg genießt den Massageeffekt für seine Füße. Dachland ist eine Fachfirma für innovative Solardächer, Dachabdichtung und -begrünung, auf deren Referenzliste unter anderem das Bundeskanzleramt, das KaDeWe und das Ferdinand-Braun-Institut, LeibnizInstitut für Höchstfrequenztechnik (FBH) in Adlershof stehen. Im 42. Jahr der Unternehmensgeschichte stand zu Beginn des Jahres der Umzug aus dem Brandenburgischen nach Adlershof an. Alle Mitarbeiter sind mitgekommen, was als Beleg dafür gelten kann, dass hier das Arbeitsklima stimmt. Für die Firma scheint Fluktuation fast ein Fremdwort zu sein. Einer der langjährigen Mitarbeiter ist Tino Spieth. Sein Hobby sind Motorradrennen, das Dachland seit einigen Jahren sponsert, wie auch den Fußballverein Rangsdorf, in dem viele Kinder von Mitarbeitern kicken. „So etwas fördert das Zusammengehörigkeitsgefühl“, bemerkt Eyberg. Die Mischung aus vermeintlichen weichen Faktoren der Mitarbeitermotivation und harter Arbeit ist für Eyberg der Schlüssel zum Erfolg: „Das Wohlfühlklima sorgt für die hohe Qualität unserer Dienstleistung, die es wiederum ermöglicht, dieses Wohlfühlklima zu bewahren und zu fördern.“ Doch das ist unter deutschen Firmendächern längst nicht die Regel. Aus der Gallup-Studie 2010, einer Befragung unter rund 2.000 deutschen Beschäftigten, geht hervor, dass zwei Drittel Dienst nach Vorschrift tun und ein Fünftel innerlich gekündigt hat. Nur jeder Achte scheint in seiner Aufgabe aufzugehen und bringt volle Leistung. Ursachen dieses niederschmetternden Ergebnisses sind ein schlechtes Betriebsklima und mangelnde Führungsqualitäten. Die Forscher errechneten einen Schaden durch Fehltage, Fluktuation und mangelnde Produktivität von rund 100 Milliarden Euro im Jahr.

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Das Spielzimmer mit Computer für Mama oder Papa ist für Notfälle da, wenn sich keine Betreuungsmöglichkeit bietet. Außerdem können die Kleinen rund um die Uhr im benachbarten Kinderhotel „Kinderzeit“ betreut werden, mit dem das FBH kooperiert. So verwundert es kaum, dass ausgerechnet ein Wissenschaftsinstitut mehrmals als familienfreundlichster Betrieb in Treptow-Köpenick ausgezeichnet worden ist. Tränkle selber gibt sich bescheiden und spricht lieber davon, dass seine 220 Mitarbeiter allein schon durch die spannenden Themen rund um die Mikrowellentechnik und Optoelektronik motiviert sind. „Unsere Ingenieure und Wissenschaftler können recht autonom arbeiten und es gibt genügend Spielraum für eigene Ideen“, sagt Tränkle. Was darüber hinaus anspornt sind Prämien für gute Geistesblitze: bis zu 10.000 Euro können Teams für tolle technische Lösungen einheimsen. Doch bei allem, sagt Tränkle, gibt es letztlich nur einen wahren Motivationstreiber: „Die Tätigkeit muss herausfordern und Spaß machen – auch dann noch, wenn die Anfangseuphorie im Job verflogen ist.“ cl

Der Mitarbeiternachwuchs fühlt sich wohl im Spielzimmer des Ferdinand-Braun-Instituts.

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Ihre Meinung ist gefragt: Nutzen Sie unsere Kommentarfunktion unter www.adlershof.de/journal

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TITELTHEMA

TITELTHEMA

Links: Aufgeräumt ist es nicht nur in der HU-Ausbildungswerkstatt Industriemechaniker, sondern auch auf dem Schreibtisch von Werkstattleiter Detlef Senger. Weil sein Büro auf einer Brücke der Ausbildungshalle ist, hat er seine Auszubildenden auch vom Schreibtisch aus immer im Blick. Die gefertigten Exponate seiner Azubis können sich sehen lassen und haben einen Ehrenplatz in seinem Büro. Rechts: Kreatives Chaos: Bei Jörg Israel von der WISTA-MANAGE. MENT GMBH geht nichts verloren. Demnächst muss er dennoch aufräumen. Der Leiter des Zentrums für Mikrosysteme und Materialien zieht in sein neues Büro in der Max-Planck-Straße 3.

Birgit Fiedler vom Speziallabor für angewandte Mikrobiologie mag es gemütlich: Auf dem Schreibtisch steht auch ein Foto des fünfjährigen „Laborenkels“ Mirko (Enkel einer Kollegin), an der Wand hängen Urlaubserinnerungen. Die Mikrobiologin sammelt Plüschbakterien: Holzwurm (gelb), Blaualge (grün), Penicilium (blau) und Pfeiffersches Drüsenfieber (lila) gehören dazu.

Ehendici debit, quos que volupta porepta tiorecto

n Links: Es grünt so grün, wenn ...: Eine Sonja kleinen Dschungel im Büro haben hungsThiede und Karin Mothes vom Forsc sich die verbund Berlin e.V. Seit 1995 teilen n das beiden Buchhaltungsmitarbeiterinne Zimmer und die Pflanzenpracht. Mitte: Mitarbeiterzuwachs sorgt beim rshof für‘s Helmholtz-Zentrum Berlin in Adle nrücken: Im neuen GroßraumZusamme Besprebüro mit zwölf Arbeitsplätzen und ch hat sich Physiker Prof. Schiwietz chungstis erichtet, (links im Bild) vorübergehend eing wie Kristjan Kunnus, PhD-Student genauso aus Estland os AG ist Rechts: Torsten Müller von der Herm rradfreak. Seine schwarze Honda ein Moto nur eine „Gold Wing“, Baujahr 1977, fuhr er m n, danach stand sie jahrelang in seine Saiso m Jahr hat das gute Wohnzimmer. Seit diese Stück einen Platz in seinem Büro im Photonikzentrum.

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NACHGEFRAGT

Links: Die ASCA-Gründer Christine Wedler und Hans Schick (l) setzen auf Teamarbeit. Prämiert wurden sie dieses Jahr mit dem Gütesiegel „5-Sterne-Arbeitgeber“. Rechts: Informeller Informationsaustausch: Stefan Florek (r) und Kollegen vom ISAS

NACHGEFRAGT
… mit Lydia Dessau, Leiterin Internationale Wirtschaftskooperation der InnovationsZentrum Berlin Management GmbH. Die gebürtige Moskauerin kam nach dem Physikstudium der Liebe wegen nach Deutschland, promovierte hier am Zentralinstitut für physikalische Chemie der Akademie der Wissenschaften der DDR und sattelte nach der Wende auf Betriebswirtschaft und Europarecht um. Heute ist sie Mutter für viele Firmen im Internationalen Gründerzentrum Adlershof.
Adlershof Journal: Was ist Ihr Lieblingsplatz in Adlershof? Lydia Dessau: Die Gründerzentren, in denen ich arbeite. Die Gespräche mit den Unternehmern, oft auch zufällig auf den Fluren, sind mir sehr wichtig. Die Firmen sind nicht nur Mieter für mich, sie sollen sich hier zu Hause fühlen. Wie verbringen Sie Ihre Mittagspause? Ich tanke frische Luft, gehe eine Runde durchs Gelände und schaue, an welcher Ecke etwas Neues entsteht. Am liebsten laufe ich durch den Landschaftspark. Was war Ihre erste Begegnung mit Adlershof? Das war Anfang 1974. Ich hatte ein Vorstellungsgespräch beim Zentralinstitut für physikalische Chemie. Die Forschung in Adlershof hatte einen guten Ruf, ich war neugierig auf die wissenschaftliche Arbeit hier und bin geblieben. Wie kommen Sie zur Arbeit? Seit ein paar Jahren wohne ich in Lichtenrade und nehme das Auto. Zuvor bin ich immer mit der S-Bahn gefahren. Da ich zwar einen Führerschein, aber keine Fahrpraxis hatte, musste ich das Autofahren neu lernen – das war eine meiner größten Herausforderungen. Worüber haben Sie sich kürzlich am meisten geärgert? Über die Bürokratie. Dem Geschäftsführer einer innovativen Unternehmensgründung aus einem nicht EU-Land wurde fast die Aufenthaltsgenehmigung verweigert. Und das, obwohl die in Optik und Lasertechnik tätige Firma eine gute Auftragslage hat. Der verwaltungsmäßige und finanzielle Aufwand zur Erlangung einer Aufenthaltserlaubnis ist enorm. Zwischen zehn bis zwölf behördliche Stellen müssen durchlaufen werden. Nachdem mein Team und ich uns eingeschaltet hatten, wurde die Genehmigung in Aussicht gestellt. … und am meisten gefreut? Ich finde es toll, dass in Adlershof neben Wissenschaft und Wirtschaft nun auch langsam die Kulturkomponente ins Blickfeld rückt. Der Mensch lebt eben nicht nur von Brot allein. Meine Tochter, die an der Universität Mozarteum Salzburg studierte, hat mich ans Theater rangeführt und mir neue Welten erschlossen. Kunst gehört auch als ein Bestandteil nach Adlershof. Was ist Ihr nächstes Ziel? Nachwuchsförderung würde ich das nennen. Ich arbeite viel mit jungen Menschen zusammen – Praktikanten, Studenten, junge Manager aus verschiedenen Ländern. Ihnen möchte ich Grundeinstellungen für die alltägliche Arbeit und Werte wie Engagement, Zusammenarbeit und Spaß an der Arbeit vermitteln. Bleibt Ihnen noch Zeit für Freizeitaktivitäten? Sport spielt für mich als ehemalige Leistungssportturnerin eine große Rolle: So beginnt jeder Tag mit 15 Minuten Frühsport. Ansonsten mache ich Quigong, jogge und radle. sn

In Betrieben der ehemaligen DDR arbeiteten Chefs und Belegschaft oft auf „Augenhöhe“ zusammen. Spuren dieser Tradition finden sich noch heute im Technologiestandort Adlershof.

as Kollektiv ist tot, es lebe das Kollektiv. Für Peter Strunk, WISTA-Kommunikationschef, steht fest, dass der Geist der Kollektivität, der in den Betrieben der DDR vorherrschte, immer noch existiert – wenn auch unter den Bedingungen der Marktwirtschaft. Wie die „Bundesstiftung Aufarbeitung“ darlegt, war das Kollektiv in der DDR nicht nur Instrument der sozialen und ideologischen Kontrolle sowie Mittel, um den Willen der Partei durchzusetzen. Es war auch eine Gemeinschaft zur Bewältigung der Alltagsprobleme. Für Strunk hat der Begriff daher einen positiven Beiklang. In Adlershof, am ehemaligen Standort der Akademie der Wissenschaften der DDR (AdW), hat der „Wessi“ aus Frankfurt am Main Anzeichen für den Fortbestand dieser „Problemlösungskultur“ gefunden. „Ich kann oft schon an der Einrichtung des Büros sehen, ob der jeweilige Chef bereits in der DDR eine leitende Funktion hatte“, sagt Strunk.
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Charakteristisch sei, dass sich vor dem Chefschreibtisch gleich hohe Besprechungstische befänden. Der Vorgesetzte konnte sich mit den Mitarbeitern „auf Augenhöhe“ beraten. Für den studierten Historiker Strunk spiegelt sich in derartiger Besprechungskultur die damalige Betriebswirklichkeit. „Es gab in der DDR ein erstaunliches Maß an innerbetrieblicher Demokratie“, erklärt Strunk. In den Betrieben, wo angesichts von Mangelwirtschaft Improvisationstalent gefragt war, habe es den „offenen Besprechungstisch“ gegeben. Die Tradition, kooperativ Lösungen zu erarbeiten, sieht Strunk jetzt auch in Adlershof fortgesetzt. Wenig von der „These vom egalitären Tisch“ hält Christine Wedler, Geschäftsführerin bei der Firma ASCA GmbH. Der Grad der innerbetrieblichen Demokratie sei stark von den verantwortlichen Personen abhängig gewesen. Und Großbetriebe waren eher hierarchisch als Unternehmen mittlerer Größe oder Institutionen der öffentlichen Forschung. Viele der derzeit 31 ASCA-Mitarbeiter forschten zu DDR-Zeiten im ehemaligen AdW-Zentralinstitut für Organische Chemie, das nach der Wende aufgelöst wurde. Als spätestens im Jahr 2000 die Arbeitslosigkeit drohte, gründete Wedler zusammen mit Professor Hans Schick die Firma,

die sich erfolgreich entwickelte. Für die Gründer stehen auch heute noch soziale Aspekte vor Gewinnmaximierung. „Wir haben das ja nicht gemacht, um reich zu werden, sondern um unsere Arbeitsplätze und die der Kollegen zu retten“, sagt Wedler. Arbeitsplätze zu sichern, das ist für Strunk ein zentrales Motiv der Existenzgründer aus der Ex-DDR. Darüber hinaus formuliert er die These, dass die alten Betriebskollektive „virtuell“ auch heute noch zusammenhielten. „Der eine ist vielleicht Forscher geblieben, der andere Unternehmer geworden, der dritte schon pensioniert.“ Dennoch würden über solche Netzwerke „heute noch Innovationen laufen“. Da könne was dran sein, meint Stefan Florek, Physiker am Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften – ISAS – e.V. Nach der Wende habe er eine „lange Liste im Kopf gehabt, mit wem er kooperieren könne“. Viele Mitarbeiter habe er an verschiedenen Einrichtungen oder Neugründungen in Adlershof wiedergefunden. Diese „gut vernetzte“ Gruppe sei aber, betont Florek, schon zu DDR-Zeiten „außerhalb der Parteilinie gewesen“. Man habe zusammengehalten und dabei offen und ehrlich miteinander verkehrt. Dass das damalige Zentralinstitut für Optik und Spektroskopie, an dem er arbeitete, Spitzenforschung betrieb, kam den Beschäftigten zugute. Die gesamte Gruppe wurde übernommen. Gemessen am Netzwerk von Kontakten, das hier geknüpft werden konnte, sei Adlershof tatsächlich etwas Besonderes. Da stimmt der Physiker dem „Wossi“, dem im Osten integrierten Westler, wie Strunk sich bezeichnet, zu. pj

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ADLERSHOFER TISCHGESPRÄCH

DER GEMEINSCHAFTLICHE ERFOLG

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MEDIEN
Selbst wenn mit Mitte Dreißig das „Tanzrentenalter“ erreicht ist: „Man kann nicht aufhören, sich zu bewegen“, sagt Kathrin Schülein. Sie selbst tanzt heute nicht mehr, bewegt aber viele andere. Zum einen die Tänzer ihrer Compagnie Art Changé, zum anderen die Zuschauer ihrer Choreografien. Die nächste, „Der König der Löwen“, ein ganz besonderes Projekt im Auftrag des Kinderhilfswerkes, bei dem 400 Schüler mitwirken, hat am 24. Juni Premiere im Berliner Admiralspalast.

Die den Tanz schreibt
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lack Swan“ – das war nicht so ihre Sache. Für den Film, der Natalie Portman den Oscar brachte, kann sich Kathrin Schülein nicht recht begeistern. „Pina“, ein Wim-Wenders-Film über die Choreografin und Tänzerin Pina Bausch, sei da etwas ganz anderes; „ehrlich“ und „tiefgründig“, so wie Tanz sein sollte. Gelernt hat Schülein bei einer anderen Großen des zeitgenössischen Tanzes, bei Gret Palucca in Dresden. Schon mit drei Jahren, sagt sie, war ihr klar, dass sie Balletttänzerin werden wollte. Bei der musikverrückten Oma auf Usedom, wo Schülein aufwächst, laufen ständig Schallplatten mit klassischen Opern und Operetten, spielt ein Onkel zur Hausmusik auf seinem Kontrabass, laufen im Fernsehen Ballettaufführungen, „in Schwarz-Weiß“. Mit sechs Jahren beginnt sie mit dem Unterricht, mit zehn wird sie an der Dresdner Palucca-Schule aufgenommen und in Ballett und Tanz ausgebildet. Harte Jahre, denn auch wenn „viele eine sehr romantische Vorstellung vom Ballett“ haben, geht es zunächst vor allem um die Technik. Wer eine Ballettausbildung hat, kann alles tanzen, sagt Schülein, Jazz-, Street- oder Slowdance. Heute gibt Kathrin Schülein ihr Wissen als Tanzpädagogin und Choreografin an die Schüler ihrer Tanzschule weiter. In einem Gebäude voller Geschichte und – wie sie hofft – auch mit viel Zukunft. Das 1952 errichtete zweigeschossige Haus in der Moritz-Seeler-Straße ist das heute einzige noch erhaltene Fernsehstudio der

„Aktuellen Kamera“, dem Nachrichtenflaggschiff des DDR-Fernsehens. Und nicht nur das: Hinter der fast 20 Meter langen Spiegelwand im Probenraum befindet sich ein vollständiges Theater. Während hier vor dem Spiegel an der „Barre“ – einer in Hüfthöhe angebrachten horizontale Stange – die Schüler ihre Pliés, Demi-Pliés oder Arabesquen üben, träumt Schülein von einer Kombination aus Tanz-, Maskenbildnerund Kostümbildnerschule, die im restaurierten Theater eigene Produktionen aufführen. „Ein Konzept“, sagt sie, „haben wir fertig in der Tasche.“ Seit der Wende steht das Gebäude zum Verkauf. „Was fehlt“, fügt sie lächelnd hinzu, „ist ein kulturbesessener Investor, der ein paar Millionen über hat.“ Wenigstens hat das Land festgelegt, dass das Gebäude als Kulturstätte erhalten werden soll.
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Die Kostümen harren bis zum nächsten Auftritt auf der Kleiderstange

Tanzpädagogin und Choreografin Kathrin Schülein

Auch das gehört zur Bewegung, mit der man nicht aufhören kann: Neues entdecken, Pläne schmieden, Fühler ausstrecken. Als Schülein nach Jahren in Dessau und am Metropoltheater mit dem Tanzen Schluss machte, absolvierte sie eine Ausbildung zur Pilates-Lehrerin und belegte Kurse in Dramaturgie und Regie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. Mit der Schauspielerei liebäugelte sie und betrieb ein Kino namens „Casablanca“ in Adlershof. Doch „einmal Theater, immer Theater“, kehrte sie als Pädagogin und Choreografin dorthin zurück.

Die Kunst des Choreografen ist es, Dinge, die er im Geiste erfand, durch Gesten und Bewegung des Körpers auszudrücken, sagte der britische Tänzer und Tanzhistoriker John Weaver. Jeder Tanz soll eine Geschichte erzählen. Schülein will mit ihren Choreografien weg vom heutigen Ausstattungstheater. Ehrlich und gerade sagt sie, müssen Choreografien sein, dann berühren sie auch das Publikum. rb

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CAMPUS
SALSA-Sprecher Ulrich Panne

GRÜNDER
Wenn es die Graduiertenschule für Analytical Sciences Adlershof (SALSA) bereits gäbe, würden sich die Doktoranden des Programms jetzt wohl Gedanken über den Unglücksreaktor in Fukushima machen. Schließlich geht es in den Nachrichten aus Japan vor allem um die gemessenen Werte von Cäsium, Plutonium und anderen radioaktiven Elementen. Und Analytik, das bedeutet vor allem: messen. Die Konzentration an radioaktiven Elementen im Grundwasser, die Reinheit einer Chemikalie oder die Struktur eines Nanopartikels.

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Renaissance der Analytik
SALSA-Sprecherin Janina Kneipp

ie analytische Chemie ist keine Orchideenwissenschaft, sie wird heute überall gebraucht“, sagt Ulrich Panne. Der Professor für Analytische Chemie an der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) arbeitet außerdem bei der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) und ist einer der Sprecher von SALSA. In einem Industriestaat bewege sich der Umsatz in der Analytik in Milliardenhöhe, sagt Panne. Das Problem: Die Wissenschaft ist zersplittert. Mediziner versuchen einzelne Eiweißmoleküle in einem Tropfen Blut nachzuweisen, Lebensmittelwissenschaftler messen Cadmium im Salat und Materialwissenschaftler versuchen auf atomarer und molekularer Ebene zu verstehen, warum eine ICE-Achse bricht. Sie alle nutzen ähnliche Prinzipien, aber die Fortschritte, die in einzelnen Bereichen gemacht werden, kommen häufig erst Jahre später anderen Feldern zugute.

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Viele Studierende kennen ohnehin nur die Methoden, die in ihrem Labor angewendet werden. Ziel von SALSA ist es, den analytischen Werkzeugkasten von Studenten und Forschern zu vergrößern, indem Studenten mit vielen Methoden in Berührung kommen, aber auch indem sie lernen, Probleme der Analytik auf ganz verschiedenen Ebenen anzugreifen und so Messmethoden zu verbessern und neue zu entwickeln. „Es geht uns um eine Renaissance der analytischen Wissenschaften“, sagt Janina Kneipp, Juniorprofessorin an der HU und der andere Kopf hinter SALSA. Insgesamt 25 Forscher von der HU, der Universität Potsdam, der Technischen Universität Berlin und der ETH Zürich haben sich zusammengeschlossen und gemeinsam die Graduiertenschule SALSA entwickelt. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft wählte den Antrag von SALSA in die zweite Runde der Exzellenzinitiative. Die designierten Sprecher Kneipp und Panne wissen: „Man kann nicht eine Vorlesung halten und sagen: ‚Die analytische Chemie

besteht aus folgenden 20 Geräten.’“ Viel mehr gehe es darum, eine Strategie zum Problemlösen zu lernen. Dabei sollen Fallstudien helfen, wie sie etwa im Medizinstudium benutzt werden. Probleme wie jetzt in Fukushima. „Da gibt es eine Reihe interessanter Fragen“, sagt Panne. „ Wie muss ich eine Probe nehmen? Wie komme ich überhaupt an die Proben? Wie muss ich das messen?“ Und das Beispiel zeigt noch einen Bereich, in dem SALSA die Ausbildung verbessern will: Kommunikation. „Das reine Bestimmen reicht nicht, Sie müssen auch in der Lage sein, das in einen Kontext zu setzen und zu kommunizieren“, sagt Kneipp. Das haben die Diskussionen um Weichmacher im Spielzeug, Dioxine im Essen oder Radioaktivität im Wasser gezeigt. Noch ist nicht klar, ob SALSA am Ende den Zuschlag erhält. Aber eines ist sicher: Wenn im November 2012 die ersten Kurse beginnen sollten, wird es den Dozenten wohl nicht an aktuellen Beispielen mangeln. kk

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ür Energiewirtschaft ist eine verlässliche Erfassung und Bewertung der Stromqualität unverzichtbar. Nur so können Probleme erkannt und kann mit entsprechenden Maßnahmen frühzeitig gegensteuert werden“, sagt Felipe Stark, Geschäftsführer der Adlershofer RT Measurement. Das Tochterunternehmen der brasilianischen Reason Tecnologia vertreibt leistungsfähige Messsysteme zur Fehler- und Störungsanalyse sowie zur zeitlichen Synchronisation von Stromversorgungseinheiten. Die Systeme der RT Measurement werden in 80 Länder vertrieben. Zum Kundenkreis der Messtechnikspezialisten zählen so renommierte Konzerne, wie ABB, AREVA, Arteche, Efacec, Siemens und Telvent. „Unsere Monitoringsysteme ermöglichen eine zuverlässige Überwachung der Stromqualität vom Energieerzeuger bis zum Verbraucher“, so Stark. Alle Produktionseinheiten werden mit Messgeräten ausgestattet, die über optische Links miteinander verbunden sind. Ausgehend von Signalen werden unterschiedliche Parameter gemessen, in eine Comtrade-Datei umgewandelt und in einem Zentralrechner mit festgelegten Grenzwerten verglichen. Darüber hinaus können die Systeme Versorgungsunterbrechungen und Störfälle mithilfe eines sogenannten Traveling-Waves-Moduls bis auf 300 Meter lokalisieren. „Im Vergleich zu den Lösungen anderer Anbieter sind unsere Geräte wesentlich präziser und durch ihre mit zwei Kilometern höhere Reichweite auch deutlich preiswerter“, beschreibt Felipe Stark die Vorteile der RT Systeme. Um bei auftretenden Problemen in Umspannwerken oder Kraftwerken ganz gezielt die fehlerhaften Bereiche ausschalten zu können, ist eine vorherige Synchronisation aller Versorgungseinheiten unerlässlich. Nur so kann gewährleistet werden, dass das Gesamtsystem auch bei Abschaltung einzelner Bereiche weiterfunktioniert und der Schaden so gering wie möglich ist. Die fehlerhaften Bereiche werden über GPS lokalisiert, die intakten Bereiche anschließend elektronisch, optisch oder automatisch über das Netz synchronisiert. „Der aktuelle Trend in der Energiewirtschaft geht dahin, dass es in Zukunft keine Kabel mehr in Schutzbereichen geben wird und die gesamte Signalübertragung übers Netz erfolgt. Eine Entwicklung, auf die unsere Geräte längst ausgerichtet sind und von der unser Unternehmen profitieren wird“, freut sich Felipe Stark. as
Energie im Fokus: der Brasilianer Felipe Stark

Stromstörfälle ausgebremst
Nicht jede zusammengebrochene Stromversorgung löst Katastrophen wie in Japan aus. Aber teuer wird es allemal: Kommt es aufgrund von Spannungsschwankungen, Unsymmetrien oder Frequenzabweichungen zu einer Unterbrechung der Stromversorgung, summieren sich Produktionsausfälle schnell in Millionenhöhe. Schäden, für die in der Regel der Energieversorger haftet. Die im Gründerzentrum Adlershof ansässige RT Measurements Technologies GmbH bietet intelligente Messsysteme, die die Stromversorgung zuverlässig überwachen und etwaige Störungen im Stromnetz frühzeitig erkennen.

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KURZ NOTIERT

Job gesucht?
Am 7. Juni 2011 findet in Adlershof die T5 JobMesse statt. Unternehmen aus Pharmazie, Medizintechnik, Biotechnologie, Lebenswissenschaften, Chemie und Umwelttechnologie warten mit aktuellen Jobangeboten auf Berufserfahrene, Doktoranden und Absolventen, vornehmlich mit naturwissenschaftlicher und technischer Qualifikation. Die T5 JobMesse ist eine Initiative von Healthcare-Unternehmen in Zusammenarbeit mit T5 Interface. Seit 2003 findet die T5 JobMesse in Stuttgart, München und dieses Jahr neu auch in Berlin statt. www.t5-futures.de

Adlershofer Geburtstagsparty
Fröhlich, bunt und laut wird es am 20. Mai auf dem Stadtplatz an der Rudower Chaussee 24. Adlershof feiert: Den 20. Geburtstag des Technologieparks Adlershof und mehrere Firmenjubiläen. Die Sulfurcell Solartechnik GmbH und weitere Highttechunternehmen blicken auf zehn Jahre zurück, die Brucker Nano GmbH, ehemals Röntec, behauptet sich bereits 20 Jahre am Markt. Alle Standortmitarbeiter, -partner und Kunden, aber auch die Einwohner der angrenzenden Ortsteile sind ab 16.00 Uhr eingeladen. Ein Bühnenprogramm mit Musik und Showacts sorgt für Stimmung. Wer möchte, kann bis in die Nacht das Tanzbein schwingen. Auch an die Kinder ist gedacht: Wissenschaftsexperimente, eine Hüpfburg sowie ein Feuerwerk zum Abschluss versprechen eine vergnügliche Zeit. www.adlershof.de/wann

Erste Adlershofer Kochwerkstatt
Kochen kann ganz einfach sein, es kann ganz schnell gehen und lecker schmecken. Und es muss nicht teuer sein. Wie das geht, erfahren Sie am 6. Mai 2011 in der „Ersten Adlershofer Kochwerkstatt“ im Forum Adlershof, Rudower Chaussee 24. Das Team der Optimahl Catering GmbH wird Ihnen zeigen, wie mit wenigen und vor allem preiswerten Zutaten aus dem Supermarkt jederzeit schnell etwas Schmackhaftes (und Gesundes) zubereitet werden kann. Mitmachen, probieren und nachkochen erwünscht. Die Rezepte gibt es gratis, der Eintritt ist frei, aber Anmelden ist Pflicht. Es gibt zwei Durchgänge 12:00 Uhr oder 13:00 Uhr. www.adlershof.de/wann

Klügste Nacht
Nicht nur Nachtschwärmer erwarten ungeduldig die elfte „Lange Nacht der Wissenschaften“ am 28. Mai. Adlershofer Forschungseinrichtungen und Unternehmen haben wieder ein spannendes Programm zu bieten. Schwerpunkte in diesem Jahr sind die Photovoltaik, Gesundheit und Chemie. Neben Führungen, Vorträgen und Mitmachexperimenten kann man zum Beispiel zuschauen, wie auf dem Dach eines Technologiezentrums eine Solaranlage aufgebaut wird. Und auf der AdlershofBühne werden die ZDF-Spielshow „1, 2 oder 3“ und Deutschlands bekannteste Wissenschaftskabarettisten – die Physikanten – zu Gast sein. www.lndw.adlershof.de

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Herausgeber: WISTA-MANAGEMENT GMBH Redaktion: Sylvia Nitschke (V.i.S.d.P.) Redaktionsadresse: WISTA-MANAGEMENT GMBH Bereich Kommunikation Rudower Chaussee 17, 12489 Berlin Tel.: 030/6392-2238, Fax: 030/6392-2236 E-Mail: nitschke@wista.de www.adlershof.de/journal Autoren: Rico Bigelmann (rb); Ralf Grötker (rg); Paul Janositz (pj);Kai Kupferschmidt (kk), Chris Löwer (cl);Sylvia Nitschke (sn); Ariane Steffen (as); Peter Trechow (pt) Layout, Gesamtherstellung und Anzeigenverkauf: zielgruppe kreativ GmbH Tel.: 030/533 115-115, Fax: 030/533 115-116 E-Mail: info@zielgruppe-kreativ.com, anzeigen@zielgruppe-kreativ.com www.zielgruppe-kreativ.com Namentlich gekennzeichnete Beiträge stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar. Nachdruck von Beiträgen mit Quellenangabe gestattet. Belegexemplare erbeten. Das „Adlershof Journal“ erscheint sechs Mal pro Jahr in einer Auflage von 3.000 Exemplaren. Die nächste Ausgabe erscheint Anfang Juli 2011.

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Bildquellen: sofern nicht anders gekennzeichnet: Tina Merkau; Titel: Avenue Images/Palladium; Inhalt o.: Darren Baker/Shutterstock; S 1: Dorothee Mahnkopf; S. 2 Hintergrund: Noel Powell/iStockphoto; S. 4 li., 16 o.: WISTA-MANAGEMENT GMBH; S. 4 re.: Fona Forum; S. 5: PVcomB/Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH;; S. 6 o.: SOLON SE; S. 6 Mi.: Dachland GmbH; S. 7: FBH; S. 8-9 Hintergrund: Sunnybeach/iStockphoto; S. 10 Hintergrund: Clerkenwell_Images/iStockphoto; S. 12: Oscar Brunet/ Fotolia; S. 14 o. + Mi.: BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung; S. 16 Mi.: gerenme/ iStockphoto; S. 16 u.: Franziska Kuffer/zielgruppe kreativ (unter Verw. v.: Lom/Fotolia)

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