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Periodical volume

Full text: Adlershof-Journal Issue 2010, Jan./Feb.

Adlershof

JOURNAL

Jan. | Feb.

2010

Denkstube Berlin:
2010 feiern wir die Wissenschaften
Auf dem Weg zur Analytic City:
>> Hier wird alles unter die Lupe genommen

Unter die Dunstglocke geschaut:
>> RIESIGER ERDGAS-See auf dem Titan

Bauen gegen die Krise:
>> Science Base für visionäre Ideen

Mit Einleger Adlershof Special:
>> Rohstoff licht

www.adlershof.de

Inhalt

EDITORIAL

Adlershof

JOURNAL

Jan. | Feb.

2010

Unfähigkeit, Wissenschaft zu feiern
Schlechte Noten für die deutsche Bildungslandschaft vergibt der Wissenschaftshistoriker und Publizist Ernst Peter Fischer. Viel zu selten stehen Naturwissenschaftler im Rampenlicht, stattdessen feiern wir immer die Falschen, schreibt er.

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Editorial Ernst Peter Fischer: Unfähigkeit, Wissenschaft zu feiern

Herausgeber: WISTA-MANAGEMENT GMBH Verantwortlich: Dr. Peter Strunk Redaktion: Sylvia Nitschke (sn) Autoren: Rico Bigelmann (rb); Christian Hunziker (ch); Paul Janositz (pj); Ute Kehse (uk); Ralf Nestler (rn); Chris Löwer (cl); Peggy Mory (pm); Ariane Steffen (as) Layout und Gesamtherstellung: zielgruppe kreativ GmbH Tel.: 030/533 115-115, Fax: 030/533 115-116 E-Mail: info@die-zielgruppe.com www.die-zielgruppe.com Fotos/Quellen (sofern nicht anders gekennzeichnet): Tina Merkau; Titel: Getty Images; Inhalt oben: André Quednau (unter Verw. v.: James Thew, Toni Stary); S. 1: Ernst Peter Fischer priv.; S. 2 o.: TU Berlin/ Dahl; S. 2 u. (Bessy): WISTA-MANAGEMENT GMBH; S. 2 u. (Lupe): blackred; S. 3: André Quednau (unter Verw. v.: Tina Merkau, Andrew Robinson); S. 4-5: Siddhartha Tamang; S. 4-5 alle: Wikipedia, außer: S. 5 Mi. li. + li.: WISTA-MANAGEMENT GMBH; S. 6: Bundesanst. f. Materialforschung und -prüfung; S. 7-8: Manfred Konrad; S. 7 u.+ S. 8 Mi. o., Mi. u.: NASA; S. 8 o., Mi. re., u.: ESA; S. 10-11: Matthew Kunz; S. 10: Ivan Gusev; S. 12-13: Jon Patton; S. 12-13 oben: Achim Prill; S. 13 Mi.+u.: dreid medien service; S. 14: Karam Miri; S. 15: GreenCard Consult; S. 15 o.: Kareem Rizkhalla; S. 16 o.: GPM LiveMarketing GmbH Anzeigenverkauf: zielgruppe kreativ GmbH Tel.: 030/533 115-115, Fax: 030/533 115-116 E-Mail: anzeigen@die-zielgruppe.com Redaktionsadresse: WISTA-MANAGEMENT GMBH Bereich Kommunikation Rudower Chaussee 17, 12489 Berlin Tel.: 030/6392-2238, Fax: 030/6392-2236 E-Mail: nitschke@wista.de www.adlershof.de/journal Namentlich gekennzeichnete Beiträge stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar. Nachdruck von Beiträgen mit Quellenangabe gestattet. Belegexemplare erbeten. Das „Adlershof Journal“ erscheint sechsmal pro Jahr in einer Auflage von 3.000 Exemplaren. Die nächste Ausgabe erscheint Anfang März 2010.

02	 NETZWERKE 	 Das Riesenmikroskop: 	 3-D-Blick in rätselhafte Funde 03	 	 	 	 MENSCHEN IN ADLERSHOF Der Lichtgestalter: Bundesverdienstkreuz für Spektroskopiespezialisten Helmut Becker-Roß

04	TITELTHEMA 	 Denkstube Berlin: 	 Hauptstadt für die Wissenschaft 2010 06	 NACHGEFRAGT 	 Exzellente Forscher in „Analytic City“: 	 Untersuchungen vom Feuerwerkskörper bis zur Sprühsahne 08	 EINBLICKE 	 Ein Mond wird entzaubert: 	 Riesiger Erdgas-See auf dem Titan 10	 	 	 unternehmen Es geht voran: Mehr Baukräne als je zuvor in Adlershof

rinnern Sie sich an den einhundertsten Geburtstag von Max Delbrück im Jahr 2006? Der aus Berlin stammende Wegbereiter der Molekularbiologie, der 1969 den Nobelpreis für Medizin bekam, ist tatsächlich von der Wissenschaftsgemeinde groß gefeiert worden. Allerdings nicht in Deutschland, sondern in den USA und Spanien. Wir feiern stattdessen ununterbrochen die Falschen: Wie zum Beispiel Schauspieler, die Nebenrollen in unbedeutenden Fernsehspielen übernommen haben und in den Nachrichtensendungen des deutschen Fernsehens eine Aufmerksamkeit bekommen, als ob sie für die Entwicklung der Raumfahrt und des Lasers gleichzeitig gesorgt hätten. Dagegen erfahren wir kaum etwas, wenn große Evolutionsforscher wie Ernst Mayr sterben. Und warum ist den Gremien der Deutschen Forschungsgemeinschaft noch nicht aufgefallen, dass sie zwar seit Jahren einen sogenannten Communicator-Preis verleihen, dass es aber die Ausgezeichneten noch in keine Talkrunde des Fernsehens geschafft haben und deshalb dem breiten Publikum verborgen bleiben? Was könnte einfacher sein, als ebendiese Preisträger in ein Studio einzuladen und zu fragen, was das Vermitteln von Wissenschaft denn so schwierig macht und wie man das Problem lösen kann?

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Dabei gibt es so viele Wissenschaftler, deren Bekanntschaft sich lohnt. In diesem Jahr etwa stehen Charles Darwin und seine evolutionäre Botschaft im Zentrum. Doch Festlichkeit oder gar Glanz wollen sich in vielen Veranstaltungen dazu nicht einstellen. Immer fragt irgendein Skeptiker, ob Darwin den lieben Gott verunglimpft hat oder wie es sich mit dem intelligenten Design verhält. Kaum jemand will wirklich etwas über Darwin wissen, dass er nämlich Natur primär als Fest der Vielfalt begreift und diese Schönheit zelebriert. In diesem Jahr gäbe es viel zu feiern – vor allem in Berlin, wo die Charité dreihundert und die Humboldt-Universität zweihundert Jahre alt werden. Und wenn man nicht zu genau hinschaut, kann man die Max-Planck-Gesellschaft hinzunehmen, die am 11.1.1911 als Kaiser-WilhelmGesellschaft ins Leben gerufen wurde. Keine Frage – das Potenzial der Jubiläen macht Eindruck, und vielleicht verirrt sich auch einmal – neben den üblichen Vertretern aus Politik und Gesellschaft – ein Historiker in die Festgemeinde. Ich sehe da allerdings schwarz. Für einen gestandenen Geschichtsschreiber spielen die Naturwissenschaften keine Rolle, auch wenn er mit dem PC schreibt, das Flugzeug benutzt und sein Essen in der Mikrowelle aufwärmt. Zwar besteht die

Aufgabe seiner Zunft darin, herauszufinden, „wie es eigentlich gewesen“ sei, wie wir also das geworden sind, was wir sind. Doch ihre Vertreter lassen lieber tausendmal Napoleon aufmarschieren, als einmal auf die Dampfschiffe hinzuweisen, die damals aufkamen (und die Welt mehr veränderten als der Kaiser). Wir müssen Wissenschaft als Schaffung unserer Lebenskultur verstehen. Dazu gehören nicht nur Worte wie Radar, Resonanz oder Röntgen, die wir ihr verdanken und mit denen wir die Welt sichten. Dazu gehören auch Feste und Feierlichkeiten. Wir verschenken zurzeit selbst die besten Gelegenheiten. Als Anfang Dezember in Stockholm die Nobelpreise überreicht wurden, war das wichtiger als eine Bambi-Verleihung. Aber wir haben wieder nicht zugeschaut. Wir haben auch schon vergessen, wer da wofür ausgezeichnet wurde. Unsere naturwissenschaftliche Bildung bleibt eine kulturelle Blamage. Ihr

12	medien 	 Eine Kulisse für Bambi: 	 Wenn aus Blechhallen Galabühnen werden 14	 	 	 15	 	 	 	 CAMPUS Studieren ist keine Frage des Alters: Neugier hält jung Gründer Volltreffer bei der Personalauswahl: Psychologische Eignungstests minimieren Fehlentscheidungen

16 	 KURZ NOTIERT

Ernst Peter Fischer Wissenschaftshistoriker und Publizist

Ausführliche Texte und Adlershofer Termine finden Sie unter www.adlershof.de/journal

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netzwerke

Spektroskopiespezialist sowie Museumsfreund und -förderer Helmut Becker-Roß

Riesen
-Mikroskop
Seit elf Jahren kommen Wissenschaftler aus aller Welt nach Adlershof, um am Elektronenspeicherring „BESSY II“ des Helmholtz-Zentrums Berlin für Materialien und Energie (HZB) zu forschen. Auch im vergangenen Jahr waren es wieder mehr als 1.500. Wie mit einem Hochleistungsmikroskop erkunden die Forscher feinste Details von Werkstoffen – oder von archäologischen Schätzen wie den Qumranrollen.
ie haben Hunderte von Forschern beschäftigt und Stoff für allerlei Mythen geliefert. Die Schriftrollen von Qumran, die vor rund 60 Jahren nahe des Toten Meers im Westjordanland geborgen wurden, faszinieren Experten wie Laien bis heute: Woher stammen die zweieinhalbtausend Jahre alten Pergamentrollen, die als älteste Handschriften der Bibel gelten? Das interessiert auch Birgit Kanngießer, Professorin am Institut für Optik und Atomare Physik der TU Berlin. Sie hofft, anhand des Gehalts bestimmter chemischer Elemente die Herkunft der Rollen zu entschlüsseln. „Wir wissen, dass es in der Umgebung des Toten Meeres, und nur dort, im Wasser

Das

Einer der brilliantesten Adlershofer Wissenschaftler verabschiedet sich in den Ruhestand. Zum Glück aber hat Dr. Helmut Becker-Roß vom Institute for Analytical Sciences (ISAS) seinen Wissensdurst noch lange nicht gestillt.
enn Becker-Roß von seinen hoch komplizierten Entwicklungen in der Spektroskopie, der Suche nach dem wirklich Neuen, möglichen Anwendungen und Projekten, „wo etwas herauskommen kann und muss“, erzählt, dann detailreich und mit enormer Begeisterung. Er verkörpert das, was man sich im besten Sinne unter einem Wissenschaftler vorstellt: Jemand, der versucht, neue Erkenntnisse in einen praktischen Einsatz münden zu lassen. Dass dies mehrfach gelungen ist, beweisen seine zahlreichen Patente, Publikationen, erfolgreich entwickelte und vermarktete Geräte. Viele davon sind gemeinsam mit Adlershofer Unternehmen, wie der LTB Lasertechnik Berlin GmbH oder der LLA Instruments GmbH, entstanden, und sichern unter anderem deren Existenz.

Der Lichtgestalter

	Birgit Kanngießer, TU Berlin (links) und Ira Rabin von der Jüdischen National- und Universitätsbibliothek bei der dreidimensionalen Röntgenfluoreszenzanalyse mithilfe von Synchrotronstrahlung

Menschen in Adlershof

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promovierte hier 1971, überstand nach dem Mauerfall mit seiner Abteilung „Spektralanalyse“ und 34 Kollegen auch die Umstrukturierung der Adlershofer Forschungslandschaft, „ohne einen Mann zu verlieren“. Helmut Becker-Roß stellte sich den neuen Herausforderungen offensiv: „Probleme mussten wir auch schon vor der Wende lösen.“ Er gründete 1990 mit Kollegen des ZOS die „Gesellschaft zur Förderung angewandter Optik, Optoelektronik, Quantenelektronik und Spektroskopie e. V. (GOS)“, einen gemeinnützigen Verein, der sich um Forschungsförderung und Projektträgerschaft bemüht. Bis heute arbeitet Becker-Roß hier als dessen Vorstand ehrenamtlich daran, Forschungsergebnisse in Unternehmen zu überführen. In den Jahren bis 1997 ging es vorrangig darum, Wissenschaftler in Lohn und Brot zu bringen. Ein Anliegen, das ihn nie losgelassen hat: Vor einiger Zeit begab er sich in Altersteilzeit, um einem potenziellen neuen Kollegen seine halbe Stelle im Institut „frei zu machen“. Die Direktion entschied anders. Becker-Roß’ Bemühungen um den Erhalt des ISAS-Institutsteils in Berlin, sein selbstloses Ringen um Arbeitsplätze im eigenen Institut und bei den Adlershofer Unternehmen und nicht zuletzt die Qualität seiner wissenschaftlichen Arbeit wurden im Dezember 2009 mit dem Bundesverdienstkreuz gewürdigt. Gerechnet hätte der bescheidene Wissenschaftler damit nie. pm

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ein bestimmtes Verhältnis von Chlor zu Brom gibt“, erläutert die Wissenschaftlerin. Wenn sie dieses im Pergament findet, ließe sich der Herstellungsort eingrenzen. Allerdings haben sich auf den Rollen im Lauf der Jahrhunderte hauchdünne Ablagerungen gebildet, etwa durch Luftschadstoffe. Mit bisherigen Messmethoden konnte aber nur der Elementgehalt des gesamten Pergaments, einschließlich „Schmutzschicht“ gemessen werden. „Wir müssen also in die einzelnen Fragmente hineinschauen“, sagt die Physikerin. „Ohne sie dabei zu zerstören.“ Kanngießer und ihr Team nutzen dafür Röntgenstrahlung, die vom Beschleunigerring BESSY II erzeugt wird. Die TUForscherin hat ein Röntgenverfahren entwickelt, das einen dreidimensionalen Blick in die rätselhaften Funde erlaubt. Mithilfe von zwei Röntgenlinsen kann sie im Abstand von wenigen tausendstel Millimetern Schicht für Schicht den Elementgehalt messen. Und zwar so präzise, dass Mengenunterschiede bis in den Bereich von Millionsteln erfasst werden.

Mit dem präzisen und dennoch materialschonenden Verfahren öffnen sich neue Anwendungsfelder für die Archäologie. Miniaturen aus der indischen MoghulDynastie vor gut 300 Jahren hat Kanngießer ebenso mit dem „Röntgenmikroskop“ durchleuchtet wie Keramiken von der Akropolis, die zwischen 2.400 und 2.800 Jahre alt sein müssen. Die Wissenschaftler hoffen, dadurch mehr über die Herstellungstechniken zu erfahren. So einfach, wie es sich anhört, ist das aber keinesfalls. „Das beginnt schon damit, dass wir am BESSY eine klimatisierte Bestrahlungskammer brauchten“, erzählt Kanngießer. Denn die wertvollen Artefakte benötigen eine bestimmte Temperatur und Luftfeuchte, damit sie noch möglichst lange erhalten bleiben. Einen Fürsprecher für das vom Bundesforschungsministerium geförderte Projekt fand die TU-Forscherin in Wolfgang Eberhardt, wissenschaftlicher Geschäftsführer des Helmholtz-Zentrums Berlin und seit Kurzem auch Vorsitzender der IGAFA (Initiativgemeinschaft der außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Adlershof). „Er hat das Potenzial des neuen Verfahrens von Anfang an erkannt und uns tatkräftig unterstützt“, sagt Kanngießer. rn

„Ich bin ‚gerätebaumäßig unterwegs“‘ sagt der jung gebliebene Becker-Roß, „und kann so Ingenieurswissenschaften und Physik miteinander verbinden. Die erste größere Entwicklung, an der er beteiligt war, – Infrarotspektrometer für zwei sowjetische Wettersatelliten – wurde Mitte der 70er-Jahre ins All geschickt. Höchst spannend sei das gewesen. Der Wissenschaftler interessierte sich im Anschluss auch für die Ergebnisse der Mission, immerhin hatte die Entwicklung mehr als zehn Jahre Zeit in Anspruch genommen. Langer Atem und stetes Leben scheinen Becker-Roß’ Erfolgsrezept zu sein: Er zählt zu den Adlershofer „Urgesteinen“, startete seine berufliche Karriere 1966 im Zentralinstitut für Optik und Spektroskopie (ZOS) der Akademie der Wissenschaften der DDR,

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titelthema
	 1810 wird auf Anregung von Wilhelm von Humboldt die heute nach ihm und seinem Bruder benannte Humboldt-Universität zu Berlin gegründet

titelthema

Denkstube Berlin
	Robert Koch entdeckt den Tuberkuloseerreger 	 Ab 1965 wurde die Entwicklung der Antibabypille maßgeblich in der Akademie der Wissenschaften der DDR vorangetrieben

	Die 1710 als „Lazareth“ für Pestkranke errichtete Charité

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300 Jahre Charité, 300 Jahre Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften und 200 Jahre Humboldt-Universität: 2010 ist ein Jahr der Jubiläen bedeutender Wissenschaftsinstitutionen. Mit einem Themenjahr feiert Berlin die runden Geburtstage – und fragt gleichzeitig nach der Bedeutung der Wissenschaften in der heutigen Zeit.

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	Die Brüder Grimm arbeiten als Gelehrte in Berlin

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o lehrten die Sprachwissenschaftler und Märchensammler Jacob und Wilhelm Grimm? Wo erfand der Physiker Hermann von Helmholtz den Augenspiegel? Wo entdeckte der Mikrobiologe Robert Koch den Erreger der Tuberkulose? Und wo entwickelte Konrad Zuse den ersten Computer? Die Antwort auf diese Fragen lautet immer gleich: in Berlin. Dass Berlin sowohl für Geistes- als auch für Naturwissenschaftler so attraktiv war und ist, hängt mit dem dichten Netz herausragender Wissenschaftsinstitutionen zusammen, das über Jahrhunderte hinweg in der Stadt geknüpft wurde. Der Zufall will es, dass gleich fünf renommierte Einrichtungen in diesem oder im nächsten Jahr einen runden Geburtstag feiern. Das nimmt das Land Berlin zum Anlass, mit dem Themenjahr „Berlin – Hauptstadt für die Wissenschaft 2010“ auf die Geschichte dieser Institutionen zurückzublicken und ihre

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	Wissen schafft Wirtschaft im Technologiepark Adlershof (im Bild vorn: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.; dahinter: Gründerzentren IGZ und OWZ) 	 Konrad Zuse baut den ersten „Computer“, den Zuse Z1 (hier ein Nachbau im Deutschen Technikmuseum)

Bedeutung für Gegenwart und Zukunft zu beleuchten. Das vielleicht entscheidende Jahr für die Entwicklung dieser vielfältigen Wissenschaftslandschaft war 1710. Damals erließ König Friedrich I. das Statut der vom Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz initiierten Kurfürstlich-Brandenburgischen Sozietät der Wissenschaften, die heute unter dem Namen Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften wirkt. Ebenfalls 1710 ließ Friedrich I. vor den Toren der Stadt ein Pesthaus errichten, das sich in der Folge unter dem Namen Charité zu einer der größten Universitätskliniken Europas entwickelte. „Vor 300 Jahren“, sagt deshalb Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit, „begann ein rasanter Aufstieg, der Berlin zu einer der innovativsten Metropolen der Welt machte.“ Genau hundert Jahre später, nämlich 1810, wurde auf Anregung von Wilhelm

von Humboldt die Berliner Universität gegründet. Bald schon galt ein Ruf an die Friedrich-Wilhelms-Universität als Krönung einer jeden Professorenlaufbahn. Bis heute hat die jetzige Humboldt-Universität nicht weniger als 29 Nobelpreisträger hervorgebracht. Eng verbunden mit diesem Aufstieg war der Aufschwung der Staatsbibliothek, die 2011 ihren 350. Geburtstag feiert. Sie geht zurück auf die 1661 gegründete „Churfürstliche Bibliothek zu Cölln an der Spree“, die sich über die Jahrhunderte von einer kurfürstlichen Privatbücherei zu einer der führenden wissenschaftlichen Bibliotheken der Welt entwickelte. Ebenfalls 2011 begeht die Max-Planck-Gesellschaft ein Jubiläum: Ihre Vorläuferinstitution, die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, wurde 1911 ins Leben gerufen. An die Geschichte der fünf Einrichtungen erinnert das Wissenschaftsjahr mit einer Fülle an Vorträgen, Symposien

und Ausstellungen. Zentrale Veranstaltung ist die Ausstellung „WeltWissen“, die im September im Martin-GropiusBau eröffnet wird. „Anhand konkreter und höchst lebendiger Geschichten und Biografien von Objekten, Wissenschaftlern und Institutionen“, stellt Ausstellungsleiter Jochen Hennig in Aussicht, „wollen wir spannende Einblicke in den wissenschaftlichen Betrieb geben.“ In den Veranstaltungsreigen eingebunden ist auch Adlershof – zum einen durch die im Wissenschaftspark angesiedelten naturwissenschaftlichen Institute der Humboldt-Universität, zum anderen durch die „Lange Nacht der Wissenschaften“ am 5. Juni. Bei alledem wollen die Verantwortlichen nicht nur zurückblicken. „Wissenschaft

ist ein eigenständiger Wirtschaftsfaktor für die Region“, sagt Wissenschaftssenator Jürgen Zöllner. Nach Angaben der Marketinggesellschaft Berlin Partner GmbH lehren, forschen, studieren und arbeiten über 200.000 Menschen in der Berliner Wissenschaftsszene. Und dass sich aus der Wissenschaft auch zahlreiche innovative Unternehmen entwickeln, führt gerade der Standort Adlershof exemplarisch vor Augen. Wissenschaft trägt deshalb nach Überzeugung von Senator Zöllner entscheidend dazu bei, dass eine Vision Realität wird – nämlich die Vision, „dass diese großartige, brodelnde, unfertige Stadt Berlin Motor einer gesellschaftlichen, ökonomischen und geistigen Entwicklung in der Welt des 21. Jahrhunderts wird“. ch

Höhepunkte des Berliner Wissenschaftsjahrs

26.3.2010 bis 27.2.2011 Ausstellung „Geschichte der Charité“ (Medizinhistorisches Museum der Charité)		

16.4.2010 bis 15.8.2010 Ausstellung „200 Jahre Universität Unter den Linden“ (Jacob- und Wilhelm-Grimm-Zentrum)		

16.5.2010 bis 5.6.2010 Wissenschaftstage Südwest				

5.6.2010 Lange Nacht der Wissenschaften			

24.9.2010 bis 9.1.2011 Ausstellung „WeltWissen“ (Martin-Gropius-Bau)				 6.10.2010 bis 15.10.2010 Jubiläumswoche der fünf beteiligten Institutionen

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nachgefragt
dlershof Journal: Was würde sich in meinem Alltag ändern, wenn Analytische Chemiker Ihre Arbeit nicht tun würden? Ulrich Panne: Eine Menge! Die meisten Gegenstände des täglichen Lebens haben mit Qualität und Sicherheit zu tun. Denken Sie an Weichmacher in Kunststoffen, die die Gesundheit beeinträchtigen können, oder an Materialfehler, die die Sicherheit gefährden können. Was erforschen Sie? Wir wollen die Sicherheit in Technik und Chemie verbessern. Um anspruchsvolle analytische Fragestellungen lösen zu können, entwickeln wir Methoden, Referenzmaterialien und Geräte. Damit gehen wir in die Anwendung und Normung, was vor allem kleinen und mittleren Unternehmen zugute kommt. Die Analytische Chemie ist stark kundenbezogen. Die Ergebnisse haben große Bedeutung für die Wertschöpfung, sind aber auch relevant für gesellschaftspolitische Fragen wie Klimaschutz oder die Sicherheit von Lebensmitteln.
	oben: Messplatz am Strahlrohr bei BESSY am HelmholtzZentrum Berlin 	 unten: Zerspanen eines Referenzmaterials

nachgefragt

A

Welche Methoden werden hauptsächlich angewandt? Arbeiten Sie noch mit dem Reagenzglas? In den Materialwissenschaften oder der Umweltchemie geht es meist um sehr geringe Gehalte. Bei Prozessen, die zu Schäden in Materialien führen, müssen oft atomare und molekulare Vorgänge aufgeklärt werden. Die klassischen nass-chemischen Methoden spielen deshalb heute keine große Rolle mehr. Ein modernes AnalytikZentrum, wie wir es betreiben, stützt sich vorwiegend auf Massenspektrometrie und spektrochemische Methoden. Dafür braucht man gut ausgebildete Spezialisten. Unsere rund 200 Mitarbeiter starke Abteilung arbeitet bei Forschung und Ausbildung eng mit der HU zusammen. Die Analytische Chemie wird in Deutschland nur noch an wenigen Universitäten gelehrt. Die HU ist die einzige Universität, die dieses Fach in Berlin anbietet. Daher haben wir keine Probleme, ausreichend Bachelor-, Master- und Promotionsstudenten zu bekommen. Die Berufsaussichten sind für Chemiker generell gut, für Analytiker mit ihrer breiten Ausbildung gilt dies umso mehr. Unsere Absolventen bekommen sehr gute Angebote. Ist es typisch für Adlershof, dass sich Forschung und Anwendung gegenseitig anregen? Zweifellos. Wir haben hier nicht nur die naturwissenschaftlichen Universitätsinstitute, sondern auch viele Firmen, die instrumentellen Gerätebau betreiben. Zusammen mit der Firma LTB Lasertechnik Berlin GmbH bauen wir gerade ein gemeinsames

Applikationslabor auf, um die instrumentelle und applikative Entwicklung der Plasmaspektroskopie (LIBS) voranzutreiben. Wir sind dabei, mit den Unternehmen, der Universität und außeruniversitären Partnern einen Verbund zu schmieden, um den Standort etwa bei der nächsten Exzellenzinitiative noch deutlicher zu positionieren. Adlershof soll eine „Analytic City“ werden, ein Kompetenzzentrum für Analytische Chemie. Was reizt Sie an der Analytik? Der starke Bezug zur Anwendung, interdisziplinäres Arbeiten, spannende Fragestellungen. So müssen beispielsweise 1.800 Grad heiße Glasschmelzen in industriellen Prozessen ebenso untersucht werden, wie die atomare Zusammensetzung des Ackerbodens, um gezieltes Düngen zu ermöglichen. Mit der Juniorprofessorin Janina Kneipp untersuchen wir die Veränderungen an Pollen, die Allergien hervorrufen können. Die BAM baut auch neu? Wenn ich aus dem Fenster schaue, sehe ich eine große Baugrube. Wir investieren 40 Millionen Euro. In dem Neubau mit Hörsälen und Technikum sollen etwa 100 weitere Mitarbeiter der BAM untergebracht werden. Wie schaffen Sie es, an HU und BAM gleichzeitig aktiv zu sein? Ich fühle mich beiden Einrichtungen zugehörig. Ich habe eine reduzierte Lehrtätigkeit an der HU, doch ohne die Unterstützung vieler Kollegen der BAM wäre es sicherlich nicht zu schaffen. Für mich ist es wichtig, mich in der Ausbildung zu engagieren und mit der Universität zu kooperieren. pj

Exzellente Forscher in „Analytic City“
Er ist nicht nur ein hervorragender Analytiker, sondern auch ein ausgezeichneter Wissenschaftsstratege: Ulrich Panne (45) leitet seit 2004 die Abteilung für Analytische Chemie an der BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung. Und hat diese neu ausgerichtet. Er ist gleichzeitig auch Chemieprofessor an der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) und knüpft von Adlershof aus Netzwerke zwischen Industrie und Hochschule.

	 rechts: Zertifiziertes Referenzmaterial (Bleiakkulegierung) der BAM 	 großes Bild: Ulrich Panne hat das Tor für neue analytische Methoden in Adlershof aufgemacht

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einblicke

einblicke

Ein Mond wird entzaubert
Der Saturnmond Titan ist einer der geheimnisvollsten Himmelskörper des Sonnensystems. Planetenforscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt schauen mithilfe der Raumsonde Cassini unter seine dichte Dunstglocke. Zutage tritt ein riesiger chemischer Reaktor mit einem Erdgas-See und verzweigten Flusssystemen.

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lanetenforschung kann zuweilen eine frustrierende Angelegenheit sein. Ralf Jaumann, stellvertretender Leiter des Instituts für Planetenforschung am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), würde manchmal gerne einfach einen Hammer in die Hand nehmen und extraterrestrische Steine klopfen. „Nur eine Stunde auf dem Mars – und man würde mehr herausbekommen als ein Roboter in einem Jahr“, sagt er. Doch die Feldforschung bleibt dem gelernten Geologen verwehrt. Er muss sich auf Daten verlassen, die unbemannte Raumsonden oder Landefähren von fernen Welten zur Erde funken.

Besonders misslich sei die Lage beim Saturnmond Titan. Die Oberfläche des Trabanten ist unter einer dichten Dunstglocke aus Stickstoff, Methan und organischen Molekülen verborgen. Erst seit die von der Europäischen Weltraumorganisation Esa und der Nationalen Luft- und Raumfahrtbehörde Nasa gemeinsam betriebene Raumsonde Cassini im Juni 2004 im Saturnsystem angekommen ist, lüftet sich der Schleier langsam. Mit jedem Vorbeiflug – inzwischen waren es mehr als 60 – fügt die Sonde weitere Puzzlestückchen zum Gesamtbild hinzu. „Titan hört nicht auf, uns zu verzaubern“, schwärmt Jaumann, dessen Team am DLR die Daten der Kamera VIMS (Visible and Infrared Mapping Spectrometer) auswertet. Den Forschern kommt bei ihrer Arbeit eine Eigenschaft der Titan-Atmosphäre zugute, die erst

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trebuaztne driw dnoM niE
während der Mission zutage trat: Der Smog ist zwar für sichtbares Licht undurchdringlich, lässt aber einige infrarote Wellenlängen durch. „Wir können die Oberfläche also wirklich sehen, wenn auch nur sehr unscharf“, sagt Jaumann. Da das Spektrometer das Licht in mehr als 300 Einzelfarben trennt, liefern die Daten erste Hinweise darauf, woraus die Oberfläche besteht. Radarmessungen von Cassini enthüllen außerdem verschiedene Landschaftsformen. 2008 wiesen Jaumann und Kollegen aus dem Cassini-Team beispielsweise nach, dass es auf der Oberfläche des Titans einen riesigen See gibt – gefüllt mit flüssigem Erdgas. „Titan ist damit der einzige Himmelskörper des Sonnensystems außer der Erde, auf dem es Flüssigkeiten an der Oberfläche gibt“, so Jaumann. Bei Temperaturen um minus 180 Grad Celsius ist Wasser dort zwar eisförmig und hart wie Stein, aber die beiden einfachsten Kohlenwasserstoffe Methan (CH4) und Ethan (C2H6) sind flüssig. Der See, den die Forscher in der Nähe des Südpols entdeckten, ist mehr als 200 Kilometer lang und ähnelt dem amerikanischen Ontario-See. Vermutlich enthält er Methan, Ethan und andere organische Substanzen. Die VIMS-Daten zeigen, dass die See-Oberfläche alles Licht mit einer Wellenlänge von mehr als fünf Mikrometern verschluckt. Das sei ein klarer Beweis dafür, dass der Inhalt flüssig ist, berichtet Ralf Jaumann. Der Erdgas-See ist nicht das einzige Kuriosum auf Titan. Der ganze Mond ist ein riesiger chemischer Reaktor, eine Fabrik für organische Verbindungen. Gewaltige Sturzregen aus Methan, die alle paar Jahrhunderte auftreten, graben verzweigte Flusssysteme in den Boden. Um die teils mehrere Kilometer breiten Flusstäler auszuheben, müssen die Ströme so viel flüssiges Methan mit sich führen, wie Wasser mit dem Rhein in die Nordsee fließt, berechnete ein Team um Jaumann. Das abgetragene Material sammelt sich in Sedimentfächern und ausgedehnten Dünengürteln am Äquator. Woraus die Dünen genau bestehen, ist aber noch unklar. Die sandkorngroßen Partikel sind wahrscheinlich teerartige, schwarze, organische Bröckchen, die das Sonnenlicht aus den Atmosphärengasen Methan und Stickstoff zusammengebraut hat. Damit liegen auf Titan gewaltige Mengen an Energierohstoffen. „Wenn es nicht so weit wäre, könnte man fast auf den Gedanken kommen, die Vorräte auszubeuten“, schmunzelt Ralf Jaumann. Das ist freilich noch utopischer als eine geologische Exkursion zum Mars. uk
	 Der Saturnmond Titan, aufgenommen von Cassini-Huygens 	Der Saturn aufgenommen von der Raumsonde Cassini im Oktober 2004 	 oben li.: Start von Cassini-Huygens am 15. Oktober 1997 von Cape Canaveral, USA 	 oben re.: Radarbilder vom Cassini-Vorbeiflug am 22.Juli 2006 zeigten große Flüssigkeitsvorkommen auf dem Titan 	 Mitte: Cassini während des Eintritts in die Saturnumlaufbahn (Illustration) 	Luftbildaufnahme des Huygens-Landegebietes auf Titan, aufgenommen beim Landeanflug aus ca. 10 km Höhe

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unternehmen
as nennt man antizyklisches Denken. Während landauf, landab Unternehmen Neubau- und Expansionsvorhaben auf Eis legen, dreht Raphael Nagel auf. Er ist Geschäftsführer der spanischen Immobilienholding AD Areal Developers GmbH und baut auf eine erfolgreiche Zukunft in Adlershof. Der Projektentwickler wird ein altes Gebäude der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt (DVL) aus den 1930er-Jahren in einen Ort der Innovation verwandeln. Auf einer Gesamtfläche von 11.500 Quadratmetern der „Science Base“, wie das restrukturierte Gebäude heißen wird, soll genügend Raum für Wissenschaftler mit visionären Ideen entstehen. Vor allem für Vordenker der Elektrochemie sowie der Nano- und Biotechnologie. „Wir stehen bereits mit etlichen Interessenten in Kontakt“, berichtet Nagel. Besonders junge Unternehmen aus der Elektrochemie hält er für zukunftsträchtig, da sie mit innovativer BatterieTechnologie die Basis für künftige Elektromobilität legen.

unternehmen

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Die Umbauarbeiten an dem Klinkergebäude werden nach derzeitiger Planung im Mai beginnen. Insgesamt werden fünf Millionen Euro investiert. Dass die Krise Nagels Plan verhageln könnte, davon geht er nicht aus. Ungeachtet der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen: In Adlershof drehen sich zurzeit so viele Baukräne wie schon seit Jahren nicht mehr. Fast fertig ist der Neubau des Analytischen Zentrums Berlin-Adlershof, kurz: AZBA. Die Räume des Geschäftsführer- und nun auch Bauherren-Ehepaars Elena und Andrés Jirón waren den wachsenden Aufträgen rund um die Schadstoff-, Altlast- und Produktanalyse nicht mehr gewachsen. Der 3,2 Millionen Euro teure Neubau in Gestalt eines Moleküls mit 1.800 Quadratmetern Nutzfläche ist schon fast fertig und wird im Frühjahr bezogen werden. Das wird auch höchste Zeit. „In unseren Räumen ist es eng geworden, denn wir haben in den vergangenen beiden Jahren sieben Mitarbeiter zusätzlich eingestellt“, berichtet Andrés Jirón. Jetzt zählt AZBA 22, wobei in diesem Jahr nochmals neue Kollegen hinzukommen könnten.

Auch der dreigeschossige Neubau der Sentech Instruments GmbH wurde im letzten Jahr fertiggestellt. Und die Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik (GFaI) hat im letzten Sommer exakt 120 Tage nach der Grundsteinlegung Richtfest gefeiert. Im Frühjahr 2010 wird der Bau dann bezugsfertig sein. Der Standortbetreiber WISTA-MANAGEMENT selbst investiert rund 50 Millionen Euro in neue Gebäude, darunter das Zentrum für Mikrosysteme und Materialien (ZMM), eine Erweiterung des Zentrums für IT und Medien sowie das Zentrum für Photovoltaik (ZPV). „Wir bauen gegen die Krise an“, sagt Peer Ambreé, Bereichsleiter Technologiezentren. Jetzt sei die beste Zeit, um neue Kapazitäten zu schaffen, denn mit über 90 Prozent sind unsere Technologiezentren nahezu ausgebucht.“ Krise sieht anders aus. Ersten vorsichtigen Schätzungen zufolge rechnet zwar ein Drittel der Unternehmen mit starken, dafür ein Viertel mit keinen Krisenauswirkungen für 2010, weiß WISTA-Sprecher Peter Strunk zu berichten. „Krisenauswirkungen müssen aber keinesfalls mit Um	Anfang März wird Richtfest gefeiert beim Zentrum für Mikrosysteme und Materialien

satzeinbrüchen gleichbedeutend sein“, so Strunk, „denn kleine Technologieunternehmen sind flexibel genug und suchen sich neue Geschäftsfelder.“ Es gebe auch Unternehmen, die ungeachtet der wirtschaftlichen Situation wachsen, weil sie Lösungen für krisengeplagte Kunden liefern. Manch eine Hightech-Firma habe gar den Umsatz 2009 verdoppelt. Dennoch zeigt auch in Adlershof die Krise negative Auswirkungen: „Wir haben einige Gespräche aus dem vergangenen Jahr rund um Neubauvorhaben nicht fortgesetzt, was nicht heißt, dass das so bleiben wird“, ist Ambrée zuversichtlich. Wie stabil das Fundament des Standortes ist, zeigt sich auch darin, dass Ambrée keine signifikanten Mietausfälle verzeichnet. „Das Modell Adlershof erweist sich in Krisenzeiten erstaunlich solide“, resümiert Strunk. Die Unsicherheit, wie sie noch vor einem Jahr herrschte, ist gewichen. „Es wäre jedoch sehr kühn, jetzt eine langfristige Prognose zu wagen“, bemerkt er, „auch wir fahren wie die ganze Wirtschaft ‚auf Sicht’“. cl

Auch wenn sich die Anzeichen für eine Konjunkturerholung mehren – nach gut einem Jahr ist die Finanz- und Wirtschaftskrise noch nicht ausgestanden. Wie sind Lage und Stimmung im Wissenschafts- und Technologiepark Adlershof? Was wird das neue Jahr bringen?

Das Konzept der Areal Developers passt in die Zeit: „Wir werden keine Super-LuxusSanierung hinlegen, sondern bezahlbaren, flexibel nutzbaren Raum schaffen“, verspricht Nagel. Die Büro- und Produktionsflächen in der Größe zwischen 500 und 5.000 Quadratmetern sollen für moderate vier bis sieben Euro pro Quadratmeter zu haben sein. Nagel: „Damit bieten wir Raum für Start-ups mit guten Ideen.“ Umgekehrt sieht er in dem Projekt für seine Gesellschaft eine sichere Investition in unsicheren Zeiten: „Nach langen Recherchen kamen wir zu diesem Ergebnis. Wir halten Adlershof für den erfolgversprechendsten Gewerbeimmobilienstandort hierzulande.“

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	Der Klinkerbau aus den 1930er-Jahren soll eine „Science Base“ werden

	Der Umzug ins eigene AZBA-Firmengebäude steht bevor: Unternehmerehepaar Jirón

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Eine Kulisse für Bambi
Nach dem Startschuss zur neuen Daily Soap „Eine wie keine“ kämpft seit November, montags bis freitags die junge Heldin Manu Berlett um ihr Kind, ihre Liebe und ihren Platz im Leben. Am 26. November wurde bei der 61. BAMBI-Verleihung der traditionsreichste und wichtigste Medienpreis Deutschlands vergeben. Über 800 Gäste wurden Zeugen einer glanzvollen Verleihung in der Metropolis Halle in Potsdam-Babelsberg, die vom MDR Fernsehen in Das Erste (ARD) live ausgestrahlt wurde. Star beider Inszenierungen: Die Kulisse, gebaut vom Adlershofer Unternehmen drei d medien service.

Elf LKW-Ladungen, acht Kilometer Stoff, genauso viel Kilometer Holzlatten und mehr als 1.200 Arbeitsstunden waren nötig, um aus der „leeren Blechhalle“ in Potsdam eine Galabühne zu machen, eine würdige Kulisse für Deutschlands wichtigsten Medienpreis, den BAMBI. Für den Sender ProSieben haben Eitner und Engel einen Großraumcontainer in ein Fernsehstudio verwandelt. Das stand am Rande der Übertragungen der OscarVerleihung in Los Angeles. Ein Stück vom roten Teppich haben sie mitgebracht, sagt Eitner. Kulisse und Technik sind für das Fernsehstudio aus Deutschland angeliefert worden, und das „bei einem ziemlich mageren Budget“, fügt Engel hinzu. Nicht selten kommt ein sehr enger Zeitplan dazu. Denn mehr als vier Wochen liegen selten zwischen Anfrage und Umsetzung. Einen Bambi hat es für diesen Einsatz noch nicht gegeben. Die zwei, die es sich im Besprechungsraum des Unternehmens neben der Filmpreis-Lola gemütlich gemacht haben, sind zwar echt, verliehen wurden beide aber nicht. Bambi Nummer eins war ein Muster für eine dreieinhalb Meter hohe Kopie. Und auch Nummer zwei ist nicht verliehen, sondern „ersteigert“. Ein Lebenswerk-Preisträger hatte es für einen guten Zweck hergegeben. „Da mussten wir einfach zuschlagen“, sagt Engel. rb

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egonnen hat für Peter Eitner, Geschäftsführer des Unternehmens, alles mit den Puhdys. Der Tonmeister hat seinen Beruf beim DDR-Fernsehen gelernt und ist schon seit 1978 „in der freien Wirtschaft“. Bei der bekanntesten Rockband des Ostblocks war er für den guten Ton zuständig, tourte mit der Band. Erst Ende letzten Jahres traf man sich mal wieder beim Konzert von Ex-Beatle Paul McCartney. 1987 gründet Eitner seine erste Firma, die P.E.Sounds. Der Name steht auch heute noch mit an der Tür der Geschäftsräume. In der Gewerbeanmeldung steht Beschallung und Lichttechnik. Mit der Wende kam die „Neu-Orientierung“, die Kontakte zu den Fernsehleuten wurden aufgefrischt und die drei d medien

service GmbH gegründet. Heute arbeitet das Unternehmen für alle Fernsehsender und namhafte Produzenten wie Endemol oder Constantin, stattet deren Produktionen mit Licht-, Ton- oder Kameratechnik aus oder eben mit der richtigen Kulisse. Wolfgang Engel kam vor 15 Jahren in die Firma, ist seit sieben Jahren Eitners Partner. Engel ist gelernter Tischler, arbeitete für das DDR-Fernsehen und die Berliner Union-Film. 50 Prozent des Geschäfts macht der Dekorationsbau heute aus. In Rom jubelten die ChampionsleagueSieger von Manchester United auf ihrem Podest, der Deutsche Filmpreis – die Lola – oder der Musikpreis Echo schmücken sich mit Kulissen und Technik des Unternehmens.

	 Oben: Mit Lola und Bambi, Peter Eitner und Wolfgang Engel, Geschäftsführer der drei d medien service 	 Mitte: Elf LKW-Ladungen, acht Kilometer Stoff und 1.200 Arbeitsstunden für das begehrteste Reh des deutschen Fernsehens 	 Unten: Hier entstehen die Kulissen: in der 3.500 Quadratmeter großen Werkstatt in Wildau

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gründer

Studieren ist keine Frage des Alters

Sie ist ihr eigener Boss, hat seit 17 Jahren ein gut funktionierendes Grafikbüro, abwechslungsreiche Aufträge. Britta Frenzel könnte zufrieden sein. Doch wo andere sich „eingerichtet“ haben, sitzt sie, angesteckt durch das Studium ihrer beiden erwachsenen Kinder selbst wieder im Hörsaal. An der Humboldt-Universität (HU) studiert sie Biologie mit Nebenfach Chemie.
arum? „Es war schon immer mein Wunsch, Illustratorin für naturwissenschaftliche Projekte zu sein“, sagt die diplomierte Kommunikationsdesignerin. Das Interesse an Naturwissenschaften war auch einer der Gründe, sich hier im Adlershofer Technologiepark anzusiedeln, wo viele wissenschaftlich orientierte Unternehmen ihren Sitz haben. Um Unternehmen in Präsentationen und Veröffentlichungen visuell sichtbar zu machen, bedarf es einer intensiven Auseinandersetzung mit deren Themen und Inhalten. Das sei bei vielen Grafikagenturen ein Manko. Britta Frenzel will darum das im Studium erworbene Wissen über naturwissenschaftliche Vorgänge, Abläufe und deren Umsetzung mit ihren Kreativideen verknüpfen. 2008 hat sie einen von vier in diesem Studiengang für Zweitstudenten vorgehaltenen Platz bekommen und pendelt nun zwischen Job und Studium. Dank Teilzeitstudium habe sie statt sechs zwölf Semester Zeit bis zum Monobachelor, den sie in jedem Fall machen will. Nur etwa die Hälfte aller 80 pro Studienjahr für diesen Studiengang neu Immatrikulierten seien am Studienende noch dabei und schaffen den Abschluss. Beim Zweitstudium hingegen gebe es generell wenig Studienabbrecher, schätzt Dr. Steffan Baron, Abteilungsleiter der Studienabteilung der HU, ein. Die Motive fürs Zweitstudium sind vielfältig: Neben zwingenden, besonderen oder sonstigen beruflichen Gründen werde auch nach wissenschaftlichen und sonstigen Gründen unterschieden. Zweitstudiengebühren müssen nicht gezahlt werden.    Das Studium macht Britta Frenzel großen Spaß, als Doppelbelastung empfindet sie es nicht. Nötig sei vor allem ein gutes Zeitmanagement: Eineinhalb Tage in der Woche sind der Uni vorbehalten, die anderen dreieinhalb Tage arbeitet sie im Grafikbüro im Adlershofer Gründerzentrum (IGZ). Die Kunden haben sich darauf eingestellt. Anfängliche Bedenken, ihr Kundenstamm könnte während des Studiums wegbrechen, haben sich nicht bestätigt.  Außerdem hatte sie schon im Erststudium mit zwei kleinen Kindern Anfang der 1990er-Jahre gelernt, strukturiert zu arbeiten. Heute konzentriert sie sich auf einzelne Fächer. Bei einigen Themen wie anaerober und aerober Stoffwechsel bei Mikroorganismen hat sie durch Kundenprojekte wie zum Beispiel für Avantec – ein Unternehmen, das Biogasanlagen plant und realisiert – bereits einen praktischen Einblick erhalten. Andere Gebiete, wie die momentan anstehende Tierpsychologie und -morphologie, seien für sie neu. Auf die Unterstützung durch ihren Mann, sowie ihre Kinder kann sie zählen. Und trotz Beruf und Studium bleibt auch noch Zeit für gemeinsame Unternehmungen. Mit ihrem Mann hat sie letztes Jahr einen Tauchkurs gemacht. Mit den Kommilitoninnen haben sich neue Freundschaften entwickelt. sn

V lltreffer bei der PersonALauswahl
Wohl kaum ein Bereich beeinflusst den Erfolg eines Unternehmens so stark, wie die Personalauswahl. Laut einer Kienbaum-Studie stellt sich jedoch jede fünfte Stellenbesetzung als Fehlentscheidung heraus. Die sich daraus ergebenden Kosten können bei Führungskräften bis zu drei Jahresgehälter betragen. Doch wie lassen sich derartige Fehlentscheidungen vermeiden?

W

ei der Bewerberauswahl kommen zahlreiche Instrumente zum Einsatz. Die geringste Trefferquote erzielt das unstrukturierte Interview mit vier Prozent, die höchste der Eignungstest mit 36 Prozent. „Auch wenn Fehlentscheidungen bei der Personalauswahl mit keiner Methode zu 100 Prozent vermieden werden können, lassen sie sich durch den Einsatz psychologischer Eignungstests jedoch erheblich minimieren“, erklärt Jens Nachtwei, Geschäftsführer der in Adlershof ansässigen GreenCard Consult. Ziel des Unternehmens ist es, Personalverantwortliche mithilfe wissenschaftlicher Verfahren in die Lage zu versetzen, die am besten geeigneten Bewerber für neu zu besetzende Stellen zu finden. Am Anfang der Eignungsdiagnostik steht die Anforderungsanalyse. Gemeinsam
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mit dem Unternehmen werden die für die Stelle wichtigen Merkmale definiert, in ihrer Ausprägung gewichtet und mit den Experten von GreenCard Consult diskutiert. Das Ergebnis des Workshops bildet ein unternehmensspezifisches Anforderungsprofil. Dieses wird kombiniert mit einem von GreenCard Consult entwickelten Testverfahren, das sowohl die Intelligenz als auch Persönlichkeitsmerkmale der Bewerber beurteilt. Unternehmen können den Eignungstest komplett alleine durchführen. Beim Bewerbertest erhalten die Kandidaten einen USB-Stick, mit dem die Testfragen auf jedem handelsüblichen PC ohne Installation aufgerufen und beantwortet werden können. Da es sich um eine Client-ServerLösung handelt, ist die Installation einer zusätzlichen Software nicht nötig. Nach Abschluss des Tests liefert das System auf Knopfdruck die Ergebnisse. Der Markt für computergestützte Eignungstests ist ebenso unübersichtlich wie hart umkämpft. „Unseres Wissens gibt es

keine wissenschaftlich fundierte Lösung, die die unternehmensspezifischen Anforderungen mit Intelligenzkriterien und Persönlichkeitsmerkmalen koppelt“, erläutert Jens Nachtwei, der neben seiner unternehmerischen Tätigkeit am Institut für Psychologie der Humboldt-Universität promoviert. Ein weiterer Pluspunkt ist die Wirtschaftlichkeit der Lösung. Im Gegensatz zu anderen Testsystemen fallen keine teuren Lizenzgebühren an. Bezahlt wird ausschließlich die Beratungsleistung von GreenCard Consult sowie eine Gebühr pro Testdurchlauf. Eine Lösung, die sich somit auch kleine und mittelständische Unternehmen durchaus leisten können. Ein großer Vorteil dürfte auch die branchenübergreifende Einsetzbarkeit der Lösung sein. Bewährt hat sich die Lösung von GreenCard Consult bereits im IT-Bereich und im Consulting, bei Verbänden und in der Automobilindustrie. Weitere Branchen hat man bereits ins Visier genommen. as

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TransferBonus
Einen „Wissenschafts-Türöffner für Berliner Mittelständler“ nennt der Senat sein neues Kompassprogramm TransferBonus. Ist unter den 120 Unis, Hochschulen, Instituten und externen Forschungseinrichtungen im Großraum Berlin der kompetente Partner mit genau der gewünschten Forschungsdienstleistung gefunden, erhalten Berliner Unternehmen zunächst bis Ende 2010 eine zeitnahe und praxisorientierte Förderung für kleinere Kooperationsprojekte bis 10.000 Euro; davon werden maximal 7.000 Euro bezuschusst. Liegt das Auftragsvolumen in der sogenannten Startvariante unter 1.500 Euro, übernimmt das Land Berlin dafür sämtliche Kosten. Die Ergebnisse entsprechender Projekte können dann auch den Einstieg in größere Verbundprojekte und Netzwerke erleichtern. www.transferbonus.de

Gläsernes Biogas-Blockheizkraftwerk
Ein mit Biogas betriebenes Blockheizkraftwerk (BHKW) in Adlershof versorgt seit Dezember 2009 die Photovoltaikfabrik der Solon SE kohlendioxidneutral mit Strom und Wärme. Eine gläserne Hülle des Kraftwerks sorgt dafür, dass die Technik vom Ernst-Ruska-Ufer aus gut einsehbar ist. Die Anlage wurde gemeinsam von Solon und der BTB Blockheizkraftwerks-Träger- und Betreibergesellschaft mbH Berlin errichtet und wird von BTB betrieben. www.btb-berlin.de

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Nur diesen Sonntag:

Energiejahr
Die Sicherung der Energieversorgung ist eines der zentralen Themen unserer Gesellschaft. Findet auch das Bundesforschungsministerium, das das Wissenschaftsjahr 2010 unter das Motto „Jahr der Energie“ stellt. Adlershof, wo rund 20 Forschungsinstitute und Unternehmen im Bereich Erneuerbare Energien sowie Photovoltaik tätig sind, beteiligt sich mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktivitäten am Themenjahr. Hotspots sind unter anderem die 2. Thin Film Week im April; die „Lange Nacht der Wissenschaften“ am 5. Juni; ein Eliteforum Erneuerbare Energien sowie die Tage der Forschung im September. www.adlershof.de/pv

Neue Mitte
Das Forum, die Fläche zwischen Newton- und Erich-Thilo-Straße entlang der Rudower Chaussee, soll nicht nur ein schöner steinerner Platz sein, sondern auch zu Adlershofs zentraler Mitte werden. Dazu wurde ein Nutzungskonzept für die bestehenden Forumsgebäude erarbeitet: Neben Raum für Konferenzen und Veranstaltungen sind Gastronomie sowie eine Serviceeinrichtung für Studenten
	 Die ehemaligen Laborhäuschen am Forum werden umgebaut.

vorgesehen. Im Herbst letzten Jahres wurde mit dem Umbau an den Forumsgebäuden sowie dem Neubau eines Erweiterungsbaus begonnen. Der Neubau wird zweietagig ausgeführt und verbindet die beiden denkmalgeschützten Bestandsgebäude. Im Frühjahr 2010 ist die Übergabe an die Mieter geplant.

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