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Periodical volume

Full text: Adlershof-Journal Issue 2008,3

Adlershof
JOURNAL
03/2008

VeranstaltungsTeam in innovativer Umgebung:

Das Eventlabor
KAMERAORIENTIERUNG UND LICHTDESIGN
>> NEUER STUDIENGANG AB SEPTEMBER

UNTERSCHÄTZTE GEFAHR

MUSKELTRAINING

>> WEBSPIONAGE UND LAHMGELEGTE IT-INFRASTRUKTUREN

>> GROSSES SPORTANGEBOT IN NEUER BEZIRKSSPORTHALLE

MIT EINLEGER ADLERSHOF SPECIAL
>> PHOTOVOLTAIK

www.adlershof.de

INHALT

EDITORIAL

Sicher tagen
01 EDITORIAL
Sicher tagen

02 UNTERNEHMEN
Überbrückungshilfe bei Herzstottern: Schrittmacherhersteller Osypka Medical baut in Adlershof

03 MENSCHEN IN ADLERSHOF
Die Zahlenakrobatin: Deutsche Känguru-Koordinatorin vermittelt Spaß an Mathematik

Herausgeber: WISTA-MANAGEMENT GMBH Verantwortlich: Dr. Peter Strunk Redaktion: Sylvia Nitschke (sn) Autoren: Rico Bigelmann (rb); Stefan May (ste); Peggy Mory (pm); Simon Schaake (sis); Ariane Steffen (as); Renate Wekenborg (rw) Layout und Gesamtherstellung: zielgruppe kreativ GmbH www.die-zielgruppe.com Anzeigenverkauf: zielgruppe kreativ GmbH anzeigen@die-zielgruppe.com Fotos/Quellen (sofern nicht anders gekennzeichnet): Tina Merkau; Titel: Fotomontage, WISTA-MG.; S.1 Editorial: LAGetSi; S.2 unten: Entwurf petzihoss architektur; S.4 links: Stephanie Deubel, oben rechts: Dominic Ortelt, weitere Bilder: Entwurf asa-Student Tobias Schmitz; S.6 Fotolia, pmphoto; S.10 Fotolia, oben Hans-Joachim Roy, unten Amy Walters; S.11 BSI; S.12/13 Archiv Messe Berlin GmbH; S.14 Bild unten Fotolia, Alexander von Deursen, s.16 oben Fotolia: scatterly, (Atome) Fotolia: Sergey Tokarev Redaktionsadresse: WISTA-MANAGEMENT GMBH, Bereich Kommunikation, Rudower Chaussee 17, 12489 Berlin, Tel.: 030/6392-2238, Fax: 030/6392-2236, E-Mail: nitschke@wista.de; www.adlershof.de/journal Namentlich gekennzeichnete Beiträge stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar. Nachdruck von Beiträgen mit Quellenangabe gestattet. Belegexemplare erbeten. Das „Adlershof Journal“ erscheint sechsmal pro Jahr mit einer Auflage von 3.000 Exemplaren. Die nächste Ausgabe erscheint Anfang Juli.

Sie sind Profis in Sachen Sicherheit und Organisation. Beim jährlich stattfindenden Berliner Katastrophenschutzforum verlassen sich die Veranstalter aber gern auf die Adlershofer Event-Manager. Denn auch die sind auf alles vorbereitet.

04 MEDIEN
Bilder denken: Neuer Studiengang für Event, Set-Design und 3-D-Marketing

06 TITELTHEMA
Mehr als ein Tagungscenter

08 Wussten Sie schon?: Adlershofer-Touren 09 NACHGEFRAGT
Keine Fehlbesetzungen : GESAA Service mit Kompetenz bei der Ingenieursvermittlung

Lebensmittel, Energie, Verkehr, Datenzugänge – einfach da und immer verfügbar. Was aber, wenn sich ein kleines Vorkommnis zu einem Großschaden entwickelt und unsere Infrastruktur bedroht? Nur Vorsorge hilft. Richtig analysieren, umfassend planen und regelmäßig üben sind die Grundpfeiler effektiven Notfallmanagements, wie es in Adlershof im Fokus steht. Das Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit Berlin – LAGetSi – ist nicht nur die Berliner Behörde mit der längsten Amtsbezeichnung. Als Katastrophenschutzbehörde wissen wir: Notfallplanung verhindert, dass passiert, was nicht passieren soll. Und hilft, im Fall des Falles, die Folgen so gering wie möglich zu halten – damit Berlin auch bei Vorkommnissen katastrophenhaften Ausmaßes nicht aus dem Takt kommt. Katastrophenvorsorge betreiben muss jeder Betrieb, jede Einrichtung, jedes Institut für sich selbst. So steht es im Gesetz, und so ist es auch sinnvoll. Denn nur dort, wo Gefahren auftreten, können sie wirkungsvoll gebannt werden. Für betriebliche Sicherheitsexperten kann Notfallvorsorge aber zur Herausforderung werden. Oft ist es erst die Analyse

vergangener Schadensereignisse und das Gespräch mit Praktikern, das simple und effektive Lösungen produziert. Der vom LAGetSi veranstaltete Berliner Fachkongress für Führungskräfte und Sicherheitsmanager aus Wirtschaft und Verwaltung der Region ist der Ort, an dem Experten und Entscheider einmal im Jahr umfassend über Notfallmanagement diskutieren und Erfahrungen austauschen. Das Berliner Katastrophenschutzforum findet seit vielen Jahren im Adlershofer Tagungszentrum statt. Für uns war die Wahl von Adlershof gleichsam zwingend: Adlershof steht wie kein zweiter Stadtteil für technologischen Fortschritt. Und nirgendwo sonst in Berlin wird an der Symbiose von Forschung und Wirtschaft so explizit vorgeführt, wie erfolgreich es ist, wenn vor dem Handeln das Denken kommt, und wenn das Denken alsbald in Handeln umgesetzt wird. Das LAGetSi hat den Anspruch, Kongresse so perfekt wie ein finanzstarker Großveranstalter auszurichten. Dabei müssen wir fast ohne eigenes Budget wirtschaften. Mit public private partnership und durch die Bereitschaft der Berliner Wirtschaft, gelingt die Organisation einer Tagung auf hohem Niveau.

Adlershof con.vent. bietet uns dabei alles, was man für einen modernen Fachkongress braucht. Der Bunsensaal ist der stattliche Rahmen für das Fachprogramm, die kleineren Kabinette und das Outdoor-Gelände sind ideale Standorte für die Fachausstellung. Das Catering ist hervorragend. Und die zahlreichen Motorisierten unter den 400 Tagungsteilnehmern vergessen nie die gute Anbindung an die Autobahn zu erwähnen. Das LAGetSi freut sich, KAT 9, das nunmehr 9. Berliner Katastrophenschutzforum wieder in Adlershof präsentieren zu dürfen. Denn dort, in Adlershof, schlägt eines der bedeutendsten Herzen der Stadt. Damit Berlin auch im Notfall nicht aus dem Takt kommt.

10 EINBLICKE
Wie sicher ist der Informationsaustausch?

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NETZWERKE
Nachlese zur Laser Optics Berlin 2008

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CAMPUS
Fitness und Kondition trainieren: Hochschulsportangebote bevorzugt für Technologiepark-Mitarbeiter

Ihr Dr. Robert Rath Leiter Information und Kommunikation Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit Berlin, LAGetSi

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GRÜNDER
Kameras der S-Klasse

16 SHORT CUTS
Ausführliche Texte und Adlershofer Termine finden Sie unter www.adlershof.de/journal

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UNTERNEHMEN
Millionen Menschen können ohne ihn nicht mehr leben. Ihr Herz schlägt nicht regelmäßig. Seit 50 Jahren gibt es implantierbare Herzschrittmacher. Für die Notfallversorgung und die Behandlung postoperativer Herzrhythmusstörungen sind daneben temporäre Schrittmacher unentbehrlich. Ende 2008 kommen solche externen Lebensretter auch aus Adlershof, denn der Schrittmacherhersteller Osypka Medical baut momentan hier seinen neuen Firmensitz.
Lebensrettend: Externe Schrittmacher und nichtinvasive Kardiometriegeräte von Osypka Medical

MENSCHEN IN ADLERSHOF

nacheinander richtig beantworteten Fragen. Außerdem erhält jedes Kind eine Urkunde, eine Aufgabensammlung zum Weiterrechnen und ein mathematisches Knobelspiel. Monika Noack war fasziniert von der „Unbeschwertheit“ des Konzeptes und holte es 1995 nach Deutschland. Mit unglaublicher, jährlich wachsender Resonanz: Im April diesen Jahres ließen schon knapp 800.000 Schülerinnen und Schüler die Köpfe rauchen. Die Wissenschaftlerin gründete einen Verein, um Herrin der Lage zu bleiben, und fand Unterstützung durch ihre Institutsleitung, die dem „Känguru” ein Zuhause gab. Den organisatorischen Kraftakt, vom Auswählen der Aufgaben bis zur Durchführung des Wettbewerbs, der Auswertung und dem Verschicken der Preise, bewältigt die energische dreifache Mutter mit Begeisterung. 2007 wurde Monika Noack als „Bildungsvorbild“ mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Sie sagt, dass sie einfach Glück habe, ihre Freude an Mathematik mit so dankbaren Projekten vermitteln zu können. pm

Überbrückungshilfe bei Herzstottern
Blut bei einem Herzschlag vom Herzen ausgeworfen. Ein erniedrigtes Schlagvolumen findet sich bei Herzinfarkten, bei Herzmuskelerkrankungen und bei Herzklappenerkrankungen. Bisherige Methoden nichtinvasiver Messungen waren zu ungenau und z. B. für Kinder gar nicht zugelassen. Osypka Medical entwickelte eine neue Herangehensweise bei der Berechnung des Schlagvolumens. Aesculon heißt diese Neuentwicklung, die vorwiegend zu Forschungszwecken in Universitätskrankenhäusern zum Einsatz kommt. Die hohen Anschaffungskosten ließen Anästhesisten, Kinderärzte oder die Notaufnahme von Kreiskrankenhäusern beim Kauf bisher zögern, so dass vor vier Wochen der kleine Bruder von Aesculon auf den Markt gebracht wurde. „Icon“ ist ein kleines handliches Gerät mit den gleichen Funktionen, aber nur mit Anschaffungskosten im einstelligen Tausend-EuroBereich. Unternehmensphilosophie ist es, so viele fertige Komponenten wie möglich einzukaufen und nur die Endmontage und Endkontrolle selbst durchzuführen. „Unsere Stärken sind die Forschung und guter Service“, so Thümecke. Daher hat das Unternehmen auch eine Niederlassung in San Diego, Kalifornien, um beispielsweise auf Serviceanforderungen vom Großkunden SJM schnell reagieren zu können. sn

Die Zahlenakrobatin
Mathematik gehört leider nicht zu den beliebtesten Schulfächern. Dass dennoch immer mehr Schülerinnen und Schüler Geschmack an Zahlen, Maßen und Mengen finden, ist auch Dr. Monika Noack und einem australischen Beuteltier zu verdanken.
„ ch kann nichts anderes“, sagt die Wissenschaftlerin am Institut für Mathematik der Humboldt-Universität zu Berlin über ihr Leben mit der Zahlenlehre. Nach dem Mathematikstudium, der Arbeit an der Universität, Stationen als Buchsetzerin und Redakteurin einer mathematischen Zeitschrift, ist sie wieder an der Alma Mater beschäftigt. Und immer geht es Monika Noack darum, dem Nachwuchs einen unbeschwerten Zugang zur Wissenschaft zu ermöglichen, „ihn mathematisch zu locken“. Um besonders Begabte kümmerte sie sich bereits mit der Organisation der „Mathematikolympiade” und der „Mathematischen Schülergesellschaft”. Dann hörte sie von einem Wettbewerb australischen Ursprungs – „Das Känguru der Mathematik”: Kinder und Jugendliche beantworten freiwillig und leistungsunabhängig Multiple-Choice-Aufgaben. Prämiert werden die höchste Punktzahl und der weiteste Känguru-Sprung, d. h. die meisten
Rechnen macht Spaß: Immer mehr Teilnehmer beim „Känguru der Mathematik“

Thilo Thümecke auf der Baustelle von Osypka Medical in Adlershof er Rohbau an der Albert-Einstein-/ Ecke Volmerstraße wächst. „Wenn es keine Bauverzögerungen gibt, werden im November die ersten temporären Herzschrittmacher in Adlershof produziert“, sagt Thilo Thümecke, Fertigungsleiter der Osypka Medical GmbH. „Mit 1.200 m2 Nutzfläche in dem dreistöckigen Haus haben wir wesentlich mehr Platz als am bisherigen Standort in Tempelhof“, freut sich Thümecke und ergänzt, dass noch genügend Reservefläche für eine mögliche spätere Erweiterung um ein gleich großes Gebäude vorhanden ist. Das Unterneh-

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men prognostiziert Wachstum – nicht nur beim Umsatz, sondern auch bei der Beschäftigtenzahl von heute 17 Mitarbeitern, die deutlich steigen soll. Grund dafür ist nicht nur die große Nachfrage nach temporären Schrittmachern, die Osypka Medical für weltweit führende Schrittmacherhersteller, wie z. B. SJM St. Jude Medical (USA), herstellt und die unter deren Label vertrieben werden. Zweites Standbein sind nichtinvasive Kardiometriegeräte zur Berechnung des Schlagvolumens eines Herzschlages. Normalerweise werden 70 bis 100 Milliliter

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MEDIEN

Bilder denken
23 Künstler live, jeder mit eigenem Stil, Image und Show, dazu wenig Zeit zwischen den Auftritten: Der Eurovision Song Contest ist eine Herausforderung, nicht nur für die Künstler. Alles spielt sich auf nur einer Bühne ab, die im Fernsehen Set heißt und von einem Set-Designer entworfen wird, der all dies im Blick haben muss. Doch professionelle TV-Set-Designer sind rar. Im Herbst nun beginnt an der Adlershofer asa arts and stage academy ein einzigartiger Studiengang für Event, Set-Design und 3-DMarketing, der diese Lücke schließen soll.
Thoralf Buller (l.), Geschäftsführer der asa arts and stage academy, und Frank Schröder (r.), Rektor der zukünftigen Hochschule Entwürfe von Fernseh-und Sportstudios, asa-Student Tobias Schmitz ANZEIGE Bildunterschrift

„ V-Sets sind Marken, Set-Designer bauen Marken, transportieren Stil und Image mit ihren Kreationen“, sagt Frank Schröder, Rektor der zukünftigen Hochschule. Licht- und Set-Design ermöglichen Wiedererkennung von Sender und Sendung, ein Plus im Programmeinerlei. Doch auch für die Präsentation von Firmen gewinnt das Design von Messeständen an Bedeutung. Schröder ist selbst Architekt, lehrte und forschte an der Technischen Universität Berlin in der Wahrnehmungsgestaltung. Mit den neuen Medien entstanden neue Möglichkeiten, aber auch neue Anforderungen. Set-Designer müssen „Bilder denken“ und sie müssen vorausplanen können. Kameraorientierung nennt er

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das und dreidimensionales Gestalten. Denn in Sets fahren Kameras, gibt es Multimediaeinspielungen, bewegen sich Menschen in der Kulisse. Set-Designer entwickeln „das Mobiliar“ für ein ShowKonzept, ein Event oder eine Präsentation, das aus jedem Winkel und zu jeder Zeit perfekt aussehen muss. Mit Licht verhält es sich ähnlich. Wir alle nehmen es wahr. Doch Gestaltung, das Erzeugen von Stimmungen und Atmosphären, ist die Kunst des Lighting-Designers. Die Nachwuchssorgen der Branche zeichneten sich bereits seit einiger Zeit ab. Bereits 2006 diskutierten führende Kräfte der TV-Industrie über Inhalte eines Studiengangs für Design von TV-Sets, 3-D-Marketing und Event. Namhafte Fachleute, wie Manfred Olma, der als verantwortlicher Lichtdesigner mit den großen deutschen Sendern ARD, ZDF, RTL, SAT1 und Pro7 zusammenarbeitet und den „Eurovision Song Contest“ und das „Kanzlerduell“ betreute, werden die

theoretischen Inhalte vermitteln und eine praxisbegleitende Ausbildung bieten. Deutschlands derzeit wohl bedeutendster Designer, Jürgen Schmidt-André, gehört ebenso dazu wie Grimme-Preisträger Volker Weicker oder die Lichtikone Max Keller. Als künftiger Arbeitgeber sieht Peter Brüggemann, Geschäftsführender Gesellschafter der ideea Messeund Dekorationsbau GmbH und MitInitiator der asa, ideale Chancen für die Absolventen. „Wer dort seinen Job gelernt hat, um den reißt sich der gesamte Markt.“ Die Bewerbungsfrist für das erste Ausbildungsjahr läuft noch bis September. Dann startet im historischen Gebäude des ehemaligen Rundfunks der DDR das erste von sechs Semestern. Als Audimax dient ein ehemaliges Studio des Vormieters, der Telekom, mit einem echten Fernsehregieraum, in dem früher Naturgeräusche imitiert wurden. Hier finden dann die Vorlesungen statt. rb

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TITELTHEMA

TITELTHEMA

Mehr als ein Tagungscenter
Ihre Arbeit beginnt lange vor der Veranstaltung: Eventmanagerin Silvana Schneider bei der Auswahl von Mietmobilar, Kundenabsprachen, Einweisung des Tontechnikers

ie ist mit dem Standort „aufgewachsen”: Seit 15 Jahren arbeitet sie für die WISTA-MANAGEMENT GMBH, hat mehrere Abteilungen durchlaufen, bevor sie 2002 im Veranstaltungsmanagement landete und daneben das Studium zur Diplom-Eventmanagrin absolvierte. „Man kennt die Strukturen und Netzwerke am Standort“, sagt Silvana Schneider. Die Konferenz der Zeitschrift „Technology Review“ am 21. Mai unter dem Titel „Spinoff – Wie Forscher zu Unternehmern werden“ ist derzeit ein wichtiges Datum in ihrem Kalender. Mit Spin-offs schaffen Forscher den Transfer von Laborwissen in die Wirtschaft. Die Veranstaltung, mit Bundesbildungsministerin Annette Schavan als Referentin, will dazu beitragen, den Rückgang von Ausgründungen in Deutschland aufzuhalten. Mit diesem Termin ist wieder einmal die Wahl für den Ort einer großen Veranstaltung auf Adlershof gefallen. Das Organisationsteam rund um Silvana Schneider steckt mitten in den Vorbereitungen. „Alltag gibt es nicht“, sagt die Eventmanagerin. Wenn im Haus ein Termin ansteht, fängt ihr Tagesablauf mitunter um sieben Uhr mit dem Herrichten der Räumlichkeiten an, den Technikaufbauten, dem Catering, damit alles fertig ist, wenn der Kunde um neun oder zehn Uhr eintrifft.

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Zuvor galt es, den Kunden zu beraten: Etwa, welche Räumlichkeiten er anmieten könne – vom Kaminzimmer mit Clubatmosphäre über die einzelnen Kabinette, die sich mit flexiblen Wänden nach Bedarf vergrößern oder verkleinern lassen, bis hin zum Bunsensaal, der 400 Gäste fasst. Die sieben Räume sind zwischen 30 und 420 Quadratmeter groß, dazu kommt die 750 Quadratmeter große Terrasse. Betreuung wird bei con.vent. großgeschrieben. „Wir wollen, dass sich die Gäste wohl fühlen und wiederkommen“ , sagt Silvana Schneider, deshalb ist das con.vent.-Team oft rund um die Uhr im Einsatz. Um alles einfach erscheinen zu lassen, ist viel Vorbereitung nötig. Wichtig ist Silvana Schneider, dafür auch Anbieter am Standort ins Boot zu holen: Floristen, Caterer, Firmen für Bühnen-Setups. Was Adlershof für Veranstaltungen so attraktiv macht? „Sicherlich der interessante Mix von Firmen und Instituten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Medien und die sich daraus ergebenen Synergien“, sagt sie. Daneben hat con.vent. mit unterschiedlichen Standorttouren ein interessantes Rahmenprogramm im Angebot. Und so ganz nebenbei: „Man muss bei abendlichen Veranstaltungen nicht auf das Ruhebedürfnis von Anrainern Rücksicht nehmen“, ergänzt Silvana Schneider.

80 Prozent ihrer Kunden kommen von außerhalb, aus ganz Deutschland, und das schon mit großer Regelmäßigkeit. „Das ist klassisches Empfehlungsmanagement“, freut sich die Eventmanagerin. Manches wird ein Jahr im Voraus geplant, kleinere Meetings müssen innerhalb eines Tages organisiert werden. Wichtigstes Ereignis bisher war eine internationale Tagung der OECD, für eine andere Veranstaltung musste eine Live-Übertragung nach Fernost installiert werden. Derzeit bereitet Silvana Schneider die Sommerfeste diverser Firmen für bis zu 3.000 Teilnehmer vor. Das Sommerfest des Forum Adlershof e. V. am 29. August wird komplett von con.vent. organisiert: Das beginnt mit der Suche nach einem Motto (diesmal ist es „Asien“), dem Ansprechen von Sponsoren und geht über das Erstellen von Plakaten und Einladungen bis zum Buchen von Künstlern sowie der Entgegennahme von Bestellungen. „Von der Überlegung her beginnt die Vorbereitung des nächsten Sommerfestes, wenn die Lichter des diesjährigen ausgehen“, sagt Schneider. Die Veranstaltungsplanungen in ihrem Büro laufen bis ins Jahr 2010. ste

Von drinnen dringen Unterhaltung am Buffet und Live-Musik auf die von Fackeln erleuchtete Terrasse: Ein Fest in Adlershof. Für dessen reibungslosen Ablauf ist Silvana Schneider zuständig: Wenn die anderen feiern, hat sie zu tun, überwacht, ob die Zeit der Vorbereitung auch tatsächlich in einen geglückten Ablauf mündet. Silvana Schneider leitet „Adlershof con.vent.“ – eine Wortschöpfung aus „Conferences“ und „Event“ – den Veranstaltungsdienst der WISTA-MANAGEMENT GMBH.
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TITELTHEMA

Adlershofer-Touren:
Highlights aus Forschung und Innovation von der Teilchenbeschleunigung über Marskameras bis zur Kristallzüchtung. Historie des Standortes Versuchsanlagen der Luftfahrtforschung aus den 1930er Jahren: Trudelwindkanal, schallgedämpfter Motorenprüfstand, Hangars Städtebauliche Entwicklungen und preisgekrönte Architektur vom „Aerodynamischen Park“ und HU-Campus über das Versuchsfeld mit den „Solar Movern“ bis hin zum Photonikzentrum Landschaftspark das grüne Herz des Entwicklungsprojekts Adlershof mit Naturschutzgebiet, Naherholungsbereichen und Wohngebiet

NACHGEFRAGT

Wussten Sie schon?
Wussten Sie, dass die erste Pilotin Deutschlands, Melli Beese, schon 1911 hier gestartet ist? Oder dass Bundeskanzlerin Angela Merkel in Adlershof promoviert wurde? Dass die Antibabypille hier entwickelt wurde und die Kamera, die heute spektakuläre Bilder vom Mars macht? Adlershof ist geprägt vom Gestern, Heute und Morgen. Bei einer Adlershof-Tour lernen Besucher den Standort unter unterschiedlichsten Aspekten kennen.

Keine Fehlbesetzungen
Dass Facharbeiter Mangelware sind, ist schon seit Jahren ein Dauerthema. Allein 30.000 offene Ingenieurstellen gibt es derzeit monatlich in Deutschland, so der VDI. Tendenz steigend. Während viele Unternehmer vergeblich mit Stellenanzeigen und auf Rekrutierungsmessen Bewerber suchen, gelingt es einer kleinen Adlershofer Personalberatungsfirma geeignete Kandidaten zu vermitteln.
es auszuloten, ob die Ziele und Stärken des Bewerbers zu den Anforderungen und Zielen des Unternehmens passen. Personalberatung und Einfühlungsvermögen waren auch nötig, als sie vor kurzem Interviews mit 70 Mitarbeitern einer Auffanggesellschaft geführt hat. Ist erst mal klar definiert, was jeder kann und gern machen würde, ist auch eine Vermittlung viel einfacher. Neben der Personalvermittlung und -beratung gehören auch das Outsourcing sowie das Projektgeschäft zum Unternehmensportfolio des vierköpfigen Frauen-Teams. Das umfasst nicht nur die Mitarbeiterauswahl für Projekte oder ausgegliederte Unternehmensbereiche, sondern auch die Leitung und Betreuung dieser Projekte und Bereiche. sn

„ as Interesse an unseren Führungen ist groß“, weiß Josephin Kluge. Sie leitet den Besucherdienst beim Adlershof con.vent. „Mehr als 2.500 Besucher haben wir letztes Jahr begrüßt.“ Angefangen bei Schulklassen, über Seniorenvereine bis hin zu ausländischen Delegationen aus Politik und Wirtschaft, ist alles vertreten. „Daneben entdecken auch immer mehr Eventagenturen Adlershof für ihr Rahmenprogramm und für ihre Veranstaltungen“, ergänzt Kluge. Heute sind zehn Journalisten aus Chongqing, China, gekommen. Sie wurden von der Bundesregierung zu einer Informationsreise nach Deutschland eingeladen. Frank Lauterbach, einer der fünf „Adlershof-Guides“, erwartet die Gruppe im Haeckel Kabinett im Zentrum für Umwelt-, Bio- und Energietechnologie.

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Nach einer Einführung am Modell im Maßstab 1:500, das die Dimension von Adlershof verdeutlicht, geht Lauterbach im Dialog auf die Fragen der Gäste ein. „Jede Besuchergruppe hat einen anderen Fokus“, erzählt er. Mal sind es ehemalige Mitarbeiter des Geländes, die erfahren wollen, was sich verändert hat, mal eine Gruppe Architekturstudenten, die die Bauten besichtigen möchte, dann wieder eine koreanische Wirtschaftsdelegation, die wissen will, wie der Technologiepark funktioniert. Im Anschluss gibt es einen Rundgang durch den Technologiepark,

der zwischen 20 und 60 Minuten variieren kann. Gefragte Stationen sind die Technologiezentren, der Elektronenspeicherring Bessy sowie Universitätscampus und aerodynamischer Park. „Wir gehen bis in die Foyers, aber weiter gehende Besichtigungen mit einem Blick hinter die Kulissen von Forschung und Wissenschaft, sind nur nach vorheriger Absprache und Verfügbarkeit möglich“, sagt Lauterbach. Da noch viel auf dem Standort gebaut wird, entdeckt er auf den Touren auch immer wieder Neues. rw

Hat das richtige Gespür bei der Personalauswahl: Katharina Keddig

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atharina Keddig ist Personalmanagerin. Mit ihrem Unternehmen, der GESAA Service GmbH, löst sie seit acht Jahren Personalbeschaffungsprobleme. Der Schwerpunkt liege im Bereich Engineering, Elektrotechnik, Antriebstechnik und Automobilzulieferindustrie. „Aber generell sind wir branchenoffen“, sagt Keddig. Immer öfter greifen Arbeitgeber bei der Mitarbeitersuche auf das Know-how solcher Personalberater zurück. Das ist meist effektiver und Erfolg versprechender. Insbesondere dann, wenn es schnell gehen muss, denn das Sichten von Bewerbungen und die Vorgespräche sind zeitaufwendig. Der Anspruch von Katharina Keddig bei der Bewerbersuche für die Auftraggeber ist es, eine exzellente Vorauswahl zu treffen: Eine, maximal zwei Empfehlungen, präsentiert sie. Nicht nur von der fach-

K

lichen Qualifikation muss die oder der „Neue“ passen. Die Chemie mit dem neuen Team sollte ebenfalls stimmen. Doch woher nimmt sie die Kandidatinnen und Kandidaten bei dem allgemein beklagten Ingenieurmangel? Da ist zum einen eine umfangreiche Bewerberdatenbank mit 300 Einträgen, auf die sie zurückgreifen kann. Nicht nur Ingenieure, auch kaufmännische Fachkräfte, Facharbeiter und Hilfskräfte sind dort gelistet. Fast täglich sichtet sie neue Bewerbungen und führt Personalgespräche. „Noch wichtiger ist aber Marktkenntnis und ein funktionierendes Netzwerk“, so Keddig. Außerdem ist sie selbst Ingenieurin und weiß, „wie Ingenieure ticken“: Beispielsweise sind diese oft nicht so risikofreudig. Andere haben unrealistische Gehaltsvorstellungen. Mit Fingerspitzengefühl gilt

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EINBLICKE

EINBLICKE
Dr. Udo Helmbrecht, Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)

Wie sicher ist der Informationsaustausch?
Segen und Fluch moderner und mobiler Kommunikation liegen dicht beieinander. Schnell und überall Informationen austauschen zu können, bedeutet auch eine Gefahr für die Informationssicherheit. Auf einer Diskussionsveranstaltung zum Thema „Keine Chance für Lauscher: Mitteilungsbedürfnis und Informationssicherheit im Spannungsverhältnis“ am 7. Mai in Adlershof sollen das Bewusstsein für digitale Gefahren geschärft und Perspektiven aufgezeigt werden. „Adlershof Journal“ sprach dazu mit Dr. Udo Helmbrecht, Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI):

Ein USB-Stick oder eine einfache E-Mail reichen dafür schon aus. Wenn auf diesem Weg Produktionspläne oder ganze Vertriebsdatenbanken zur Konkurrenz gelangen, ist ein Mittelständler schnell in seiner Existenz bedroht. Wie hoch ist der 2007 durch Wirtschaftsspionage in Deutschland entstandene Schaden? Helmbrecht: Der wurde auf 20 Milliarden Euro geschätzt. Das Fatale an der Spionage mittels IT und Internet ist, dass der Ausgespähte nicht unbedingt sofort merkt, dass ihm Informationen entwendet wurden. Wissenschaft lebt vom Dialog. Ab wann sollten Wissenschaftler ihre Inhalte verschlüsseln? Helmbrecht: Sobald man sensitive Informationen austauscht, sollte man die Daten verschlüsseln, denn eine unverschlüsselte E-Mail ist genauso lesbar wie eine Postkarte.

IT-Sicherheit ist in Unternehmen noch keine Chefsache. Kann man Datensicherheit guten Gewissens delegieren? Helmbrecht: Die Verantwortung der Unternehmensleitung lässt sich weder delegieren noch auslagern, die Umsetzungsmaßnahmen der IT-Sicherheit schon. Die Unternehmen müssen abwägen, wie viel internes Know-how sie nach außen geben möchten. Kleine und mittlere Unternehmen sollten sich am besten mit lokalen Beratungshäusern zusammensetzen. Über 60 % der Privathaushalte verfügen über einen Internetanschluss. Welche Mindestsicherheitsvorkehrungen sollten sie treffen? Helmbrecht: Wer heute mit seinem PC ins Internet geht, sollte auf jeden Fall einen Virenscanner und eine Personal Firewall installieren. Zudem müssen regelmäßig die Sicherheitsupdates des Herstellers eingespielt werden.

Im Mobilfunk gibt es die gleichen Sicherheitslecks bei der Informationsübertragung, wie bei vernetzten Computern. Welche Schutzmöglichkeiten gibt es dafür? Helmbrecht: Auch bei der mobilen Technik sind Virenschutz und Verschlüsselung sensitiver Inhalte Pflicht. Beim Mobilfunk ist eine abgesicherte Verbindung wichtig, damit kein Zugriff auf die Daten erfolgen kann. Weiteres Gefahrenpotenzial ist der Diebstahl eines Laptops – ohne Verschlüsselung und Zugriffsschutz durch Passworte stehen Eindringlingen alle Daten offen.

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Wie schätzen Sie die Bewusstseinslage

zum Thema IT-Sicherheit bei den deutschen Unternehmen ein? Helmbrecht: In großen Unternehmen wird viel für die Informationssicherheit getan, z. B. sorgen IT-Sicherheitsverantwortliche für die Umsetzung technischer Schutzmaßnahmen. In kleinen und mittelständischen Unternehmen gibt es dazu vielfach Nachholbedarf. Hier scheitert es noch zu oft an fehlenden finanziellen Ressourcen und fachlichem Know-how. Wie hoch ist die Gefahr eines digitalen Angriffs auf Deutschland?

Helmbrecht: Der DDoS1-Angriff auf Estland im vergangenen Jahr zeigte, dass Angriffe auf die IT ganzer Regionen keine reinen Zukunftsszenarien mehr sind. Unternehmen und Verwaltungen sind hier ebenso im Fokus von Cyberkriminellen wie Privatanwender. Wird die Wirtschaftsspionage in der deutschen Industrie unterschätzt? Helmbrecht: Vielen Unternehmen und ihren Mitarbeitern ist nach wie vor nichtbewusst, wie leicht wichtige Firmeninformationen ausspioniert werden können.

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DDoS (Distributed Denial of Service) = Angriff auf einen Computer von vielen verteilten Rechnern aus, mit dem erklärten Ziel, dessen Verfügbarkeit außer Kraft zu setzen.

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NETZWERKE

NETZWERKE

Nachlese zur Laser Optics Berlin 2008
Rund 2.650 Besucher kamen zur Laser Optics Berlin 2008 – Internationale Fachmesse für optische Technologien und Lasertechnik – unter dem Berliner Funkturm. Das neue Veranstaltungsformat mit Ausstellung, Anwenderforum und wissenschaftlichem Kongress konnte überzeugen.

Einig war man sich hingegen in der Bewertung des wissenschaftlichen Programms, das allseits gelobt wurde. Die keynote speakers Ursula Keller, ETH Zürich, und Philip Russell, Max-Planck-Forschungsgruppe Erlangen, hätten beeindruckt. Prof. Thomas Elsässer vom Adlershofer Max-Born-Institut für Nichtlineare Optik und Kurzzeitspektroskopie, bei dem die konzeptionelle und inhaltliche Federführung lag, will den Kongress als wissenschaftlichen Expertentreffpunkt weiter ausbauen. sis

Berlin hat große Consumer-Messen un-

ter dem Funkturm, bei den Industrie- und Technologiemessen fehlt es allerdings. Nun hat die Laser Optics Berlin 2008, die vom 17. bis 19. März in den Messehallen stattfand, einen neuen Akzent gesetzt. War die LOB sieben Mal in Adlershof aus-

gerichtet worden, hatten die Veranstalter 2008 den Sprung auf das renommierte Messegelände gewagt. Dieser sei gelungen, schätzt Prof. Dr. Eberhard Stens vom Kooperationspartner Technologiestiftung Berlin und Mentor der Messe die drei Tage ein. Es sei „besser als erwartet“ gelaufen.
Impressionen von der Laser Optics Berlin – Trendmesse und Fachkongress für Anwender und Wissenschaftler der optischen Technologien

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Zusammen mit der Messe Berlin GmbH ist es geglückt, die Veranstaltung zu professionalisieren und internationaler zu gestalten. Die LOB ist aus Adlershof herausgewachsen und da man in einer „anderen Liga“ spielen wolle, war der Schritt auf ein anderes Parkett notwendig, so Stens. Mit rund 2.650 Besuchern und 130 Ausstellern gehört die LOB 2008 zwar nicht zu den großen Messen, aber „Masse war auch nicht gefragt“, kommentierte er seinen Anspruch, eine hochwertige Branchenplattform in Berlin aufzubauen. Das neue Konzept der drei Säulen – Ausstellung, Anwenderforum und internationaler wissenschaftlicher Kongress – sei aufgegangen und Grundlage für die Zukunft. Dass die drei Säulen die Laser Optics Berlin auch zukünftig attraktiv machen, auch

im Wettbewerb mit Messen wie der Laser Shanghai oder der Lasys Stuttgart, ist als vorsichtiger Optimismus zu werten. Es gelte jetzt, das neue Profil zu schärfen, meint dazu Dr. Bernd Weidner, Geschäftsführer des OpTec-Berlin-Brandenburg e. V. Für seine Organisation sehe er eine Stärkung in dem neuen Format. Aber noch scheinen die Säulen nicht gleich stark zu sein. So war von Ausstellern zu hören, drei Tage seien zu lang und die Kundenkontakte mittelmäßig. Es gab aber auch die Aussage, man sei wegen des neuen Standortes gekommen und wolle das nächste Mal wieder dabei sein. In Adlershof habe es „mehr Laufkundschaft“ gegeben, so ein Insider. Man müsse die LOB weiter in der Wirtschaft der Region verankern, sieht Bernd Weidner als Konsequenz.

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CAMPUS

GRÜNDER

Frühsport ist wieder „in”: Während im Gymnastikraum eine Gruppe ihre Problemzonen an Bauch, Beinen und Po bearbeitet, radeln im Ergoraum nebenan 15 Freizeitsportler, um Herz und Kreislauf fit zu halten. In der Judohalle steht mit Ju-Jutsu Kampfsport auf dem Programm. Bereits morgens ab acht Uhr trainieren jetzt vor Dienstbeginn im Büro oder Forschungslabor Adlershofer in der neuen Bezirkssporthalle.

Kameras der S-Klasse
Neben der direkten Bildgebung eröffneten spektroskopische Messverfahren völlig neue Möglichkeiten in der Qualitätskontrolle. Erfolgte die Analyse früher aufwendig und zeitintensiv im Labor, kann sie heute innerhalb weniger Sekunden bei laufendem Betrieb durchgeführt werden. Herzstück moderner Spektrometer sind hochleistungsfähige Digitalkameras. Mit einem flexiblen Ansatz punktet ein Gründerteam aus Adlershof.
„ igitalkameras, die in der Wissenschaft und Industrie eingesetzt werden, haben eine vielfach höhere Leistungsfähigkeit als Digitalkameras für den Consumerbereich. Das Verhältnis ist in etwa so, als würde man einen Trabi mit einer S-Klasse vergleichen. Beides sind Autos und doch liegen Welten dazwischen“, verdeutlicht Martin Regehly, Geschäftsführer der greateyes GmbH die Besonderheiten von CCD-Kameras. Mit seinem Partner Michael Menz entwickelt der Jungunternehmer hochleistungsfähige Digitalkameras für die Spektroskopie sowie bildgebende Anwendungen. „Herzstück unserer Kameras ist ein empfindlicher CCD-Sensor, der die oft sehr schwachen Lichtsignale mit hoher Empfindlichkeit misst. Das Gehirn sitzt in einem FPGA-Chip, ein programmierbarer Logikbaustein, der die gesamte Signalverarbeitung zwischen CCD-Sensor und PC steuert“, erläutert Michael Menz die Kernelemente der innovativen Kamerageneration. Vereinfacht dargestellt funktionieren CCD-Kameras in etwa so: In jedem Pixel des CCD- Sensors werden abhängig vom einfallenden Licht elektrische Ladungen generiert. Die analogen Signale werden von einem AD-Wandler in digitale Signale umgewandelt, an das Kameragehirn (FPGA) weitergeleitet, dort USB-kompatibel modifiziert und nach erfolgter Übertragung zum PC als charakteristisches Messprofil dargestellt. „Unser erstes Kamerasystem ist seit Kurzem am Fraunhofer Institut für Solare

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Mirko Fischer vom PSV Olympia und Ute Mattausch vom Hochschulsport-Team beim „Testen“ der neuen Halle

Studierenden und Beschäftigten der HU, sondern bevorzugt auch den Mitarbeitern aus den Forschungsinstituten und Unternehmen offen. Erst Anfang April öffnete die neue VierFelder-Halle an der Merlitz-Straße. Alles riecht noch neu. Die Trainingsbedingungen sind hervorragend. In der Mittagspause oder am frühen Nachmittag schmettern parallel die Badminton- und Tischtennis-Spieler die Bälle. Einige Spielsportarten wie Volley- und Basketball sind dagegen für das Sommersemester noch zu wenig nachgefragt“, ermuntert Rost zur Teilnahme. „Wir würden in Adlershof durchaus noch mehr Angebote machen, sind aber in den Hallenzeiten sehr beschränkt“, bedauert Rost. Die Abendzeiten in der neuen Sporthalle sind hauptsächlich den Volleyballfrauen vom KSV, die in der 1. Bundesliga spielen, vorbehalten. Auch außerhalb der Halle wird geübt. Momentan stehen ein Lauftraining im Landschaftspark, Yoga im IGAFA-Gästehaus oder Tennisstunden beim BTC WISTA zur Auswahl.

„ nsere Angebote in Richtung Gesundheitssport wurden sehr gut angenommen. Die Body Styling Workout-Kurse waren sofort ausgebucht“, freut sich Martina Rost einen Tag nach Kursanmeldestart. Die Leiterin Hochschulsport der Humboldt-Universität (HU) hat mit ihrem Team ein breites Sportangebot für die Wissenschaftsstadt erarbeitet. Das Besondere daran: Es steht nicht nur den

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Daneben haben Instituts- und Firmengruppen die Möglichkeit, innerhalb des HU-Hallenkontingents feste Trainingszeiten zu bekommen. Zu den ersten Nutzern gehören je eine Gruppe der Physikalisch Technischen Bundesanstalt, des Leibniz Instituts für Katalyse und vom Institut für Physik. Allerdings gebe es „gegenwärtig für Betriebssportgruppen schon mehr Bedarf als uns Zeiten zur Verfügung gestellt werden können“, warnt Tanja Henrich von der Initiativgemeinschaft Außeruniversitärer Forschungseirichtungen in Adlershof (IGAFA) vor zu großen Erwartungen. Martina Rost empfiehlt dennoch allen Interessierten, sich unter www.zeh.hu-berlin.de zu melden und ihren Bedarf anzumelden. sn

Michael Menz (l.) und Martin Regehly (r.) wissen, dass in Nischensegmenten interessante Marktchancen liegen

Energiesysteme im Einsatz“, so Menz. Die aus einer CCD-Kamera, einer Alu-Konstruktion und einem beweglichen Lineararm bestehende Lösung scannt große Solarmodule und untersucht sie auf Kontaktbrüche, Punktdefekte, Mikrorisse und Inhomogenitäten. Weitere mögliche Anwendungsfelder sind die Spektroskopie, die Mikroskopie sowie die medizinische Diagnostik. „Was unsere Kamera von denen unserer Mitbewerber unterscheidet, ist ihre Flexibilität“, bringt Martin Regehly den Vorzug des neuartigen Kamera-Designs auf den

Punkt. Dadurch ist es möglich, schnell auf neue Anforderungen zu reagieren, innovative Messmethoden zu implementieren und Spezial-Kameras auf den Markt zu bringen, die es so noch nicht gibt. Darüber hinaus ist das greateyes-Team in der Lage, Kameras mit anwendungsspezifischen Eigenschaften zu fertigen. Ein Nischensegment, das von großen Anbietern aus Rentabilitätsgründen nicht bedient wird und ambitionierten Jungunternehmern wie Martin Regehly und Michael Menz interessante Marktchancen bietet. as

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SHORT CUTS
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GeoTag
Am 20. Mai 2008 ab 13.00 Uhr lädt das Geographische Institut der Humboldt-Universität zu Berlin zum Tag der Geographie in den Bunsensaal, Rudower Chaussee 17 ein. Die von der Wirtschaftsgeographie ausgerichtete Veranstaltung steht unter dem Motto „Innovatives Milieu Adlershof“. Referenten aus Forschung und Praxis präsentieren ihre Erfahrungen und stellen sich abschließend einer Podiumsdiskussion zum Thema. Die Veranstaltung findet bei Freibier und Würstchen einen gemütlichen Ausklang auf dem Institutsfest. www.geographie.hu-berlin.de

Klügste Nacht A113 durchgängig
Adlershof rückt noch näher an den Flughafen Berlin-Brandenburg International in Schönefeld. Das letzte Teilstück der neuen Autobahn A113 zwischen Adlershof und dem Airport wird am 23. Mai für den Verkehr freigegeben. Entlang der A113 entwickeln sich dynamisch wachsende Wirtschaftsstandorte, angefangen vom BBI Business Park Berlin, über Adlershof, Oberschöneweide, Mediaspree bis zum Hauptbahnhof. Wenn der BBI in wenigen Jahren ausgebaut ist, wird der Südosten Berlins neues Entree sein. www.stadtentwicklung.berlin.de

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Gelegenheit, hinter die Kulissen von Wissenschaft und Forschung zu schauen, gibt es am 14. Juni 2008 zur inzwischen achten „Langen Nacht der Wissenschaften“. Dann sind auch Adlershofer Türen zu Laboren, Hörsälen und Unternehmensräumen wieder für Besucher geöffnet. Höhepunkt ist ein Bühnenprogramm mit wissenschaftlichen Experimenten sowie Wissens- und Ratespielen. Den Abschluss bildet eine Lasershow. Das Adlershofer Programm zur Klügsten Nacht erscheint am 26. Mai 2008. Tickets gibt es im Vorverkauf (ab dem 22. Mai 2008) günstiger als bisher (10 EUR/ erm. 6 EUR, Familienticket 20 EUR) in allen Fahrschein-Verkaufsstellen und Kundenzentren der S-Bahn Berlin GmbH sowie an den Fahrscheinautomaten der S-Bahn. Eine Online-Bestellung von Tickets ist vom 5. Mai bis zum 10. Juni 2008 möglich unter www.langenachtderwissenschaften.de

Wir lösen jeden Fall in nur 48 Stunden.
Dissertationspreis an HU-Chemiker
Der Chemiker Dr. Stefan Roggan ist Adlershofer Dissertationspreisträger 2008. Der 31-jährige Wissenschaftler wurde für seine Arbeit „Heterodinukleare Molybdän/Bismut-Organyle – Von Bananenbindungen zu Oberflächenmodellen“ geehrt, die am HU-Institut für Chemie entstand. Die Ergebnisse der Arbeit tragen als Grundlagenforschung zum besseren Verständnis katalytischer Prozesse zur großindustriellen Herstellung von Wertstoffen bei. Darüber hinaus bilden die von Roggan synthetisierten Komplexe eine mögliche Grundlage für die Herstellung neuer Materialien für elektrische Bauelemente. Zum sechsten Mal zeichneten die Initiativgemeinschaft Außeruniversitärer Forschungseinrichtungen in Adlershof e. V. (IGAFA), die Humboldt-Universität zu Berlin und die WISTA-MANAGEMENT GMBH mit dem Preis gemeinsam einen herausragenden Nachwuchswissenschaflter aus Adlershof aus. Im Rahmen des Tags der Chemie am 23. April in Adlershof wurde die mit 3.000 Euro dotierte Auszeichnung verliehen. www.igafa.de

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