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Periodical volume

Full text: Adlershof-Journal Issue 2008,2

Adlershof
JOURNAL
02/2008

Querverbindungen der Informatiker:

Digitale Kooperationen
DREHORT TECHNOLOGIEPARK
>> VON DER KRIMISERIE BIS ZUM HOLLYWOODFILM

HEUSCHNUPFENZEIT

>> BESSERER POLLENNACHWEIS DURCH LICHT

PRÄSENT AUF DER CeBIT
>> IM VIRTUELLEN TRAININGSLAGER

MIT EINLEGER ADLERSHOF SPECIAL
>> IM ZEITALTER DES LICHTS

www.adlershof.de

INHALT

EDITORIAL

Qualität für die Informatikausbildung sichern
01 EDITORIAL
Qualität für die Informatikausbildung sichern

IN EIGENER SACHE
Liebe Leserinnen, liebe Leser, die Premiere vom „Adlershof Journal“ ist geglückt. Nun heißt es nicht nur, das Niveau zu halten. Wie konzeptionell bereits angekündigt, erweitern wir unser Informationsangebot. Wenn Ihnen das zweite Heft im Umfang ungewohnt dick vorkommt, liegt das an unserer Beilage. Anlässlich der „Laser Optics Berlin“, die vom 17.- 19. März auf dem Messegelände Berlin stattfindet, haben wir das zweisprachige Supplement entwickelt. Und zur Erinnerung sei an dieser Stelle noch einmal erwähnt, dass Sie unseren aktuellen monatlichen Veranstaltungskalender unter www.adlershof.de/journaltermine zum Ausdruck vorfinden. Momentan arbeiten wir an einer Neukonzeption des News-Bereichs auf den Adlershof-Seiten im Internet. Hintergrundberichte und Links zu den Artikeln in der Printausgabe des „Adlershof Journals“ stehen Ihnen aber bereits unter www.adlershof.de/journal zur Verfügung. Viel Lesevergnügen mit unserer zweiten Ausgabe wünscht Ihre Sylvia Nitschke Chefredakteurin

02 UNTERNEHMEN
Nokia in Adlershof

03 MENSCHEN IN ADLERSHOF
Der Tonabnehmer

“A new Driving Force“ titelte das Magazin Newsweek 1984 über die Software. Als „Driving Force“ für Adlershof kann man auch die Informatik bezeichnen. Sie ist eine entscheidende Grundlage für die tägliche Arbeit in den Forschungseinrichtungen und Unternehmen sowie für die vielen technischen Innovationen, die am Standort entwickelt werden. Von der Satellitenentwicklung über die Medikamentenerforschung bis hin zum interaktiven Stadtführer, alles funktioniert „dank Informatik“. Wie an kaum einem anderen Ort wird in Adlershof deutlich, wie eng die Informatik mit ihren Anwendungsdisziplinen verzahnt ist.
Hier haben sich anwendungsorientierte Einrichtungen wie die Gesellschaft für Angewandte Informatik GFaI, das Fraunhofer-Institut für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik FIRST sowie weitere Fraunhofer-Institute mit ihren Außenstellen angesiedelt. 79 IT-Unternehmen zählt der Technologiepark Adlershof gegenwärtig, unter ihnen Start-ups wie die cruso AG und netCCM GmbH. Sie erwirtschafteten im Jahr 2007 einen Umsatz von 88,4 Millionen Euro zuzüglich 300.000 Euro Fördermittel. Das sind fünf Prozent Umsatzwachstum im Vergleich zum Jahr 2006. Die Tendenz für 2008 ist weiter steigend. Verstärkt wird diese positive Bilanz noch durch die Informatikunternehmen aus der benachbarten MediaCity. Bei diesem hohen Entwicklungstempo ist es besonders wichtig, frühzeitig in die Qualität der Informatikausbildung zu investieren. Zwar ist die Nachwuchsausbildung durch das Institut für Informatik der Humboldt-Universität zu Berlin prinzipiell gesichert, doch der Wettbewerb um die besten Köpfe läuft auf Hochtouren. Inhaltlich müssen wir noch deutlichere Akzente setzen und uns auf Themen konzentrieren, bei denen wir an der Weltspitze mitspielen können. Wir müssen uns um Studienangebote kümmern, die international konkurrenzund anschlussfähig sind. Es gilt, die talentiertesten Studentinnen und Studenten aus der ganzen Welt anzulocken und ihnen eine qualitativ so hochwertige Ausbildung anzubieten, dass sie sich damit im internationalen Wettbewerb durchsetzen. Ein gutes Beispiel ist das interdisziplinäre Graduiertenkolleg „Metrik“, in dem Informationssysteme für den Katastrophenschutz entwickelt werden. Es wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit rund 1,5 Millionen Euro gefördert und zieht Doktoranden aus der ganzen Welt an. Geleitet wird das Graduiertenkolleg von der HU; eine Vielzahl von Lehrstühlen und Forschungseinrichtungen wie Fraunhofer FIRST sind beteiligt. Neben einer exzellenten wissenschaftlichen Ausrichtung ist aber auch ein höherer Praxisbezug der Informatikausbildung wünschenswert, z. B. durch eine engere Verzahnung mit den Unternehmen am Standort. So lernen die Studierenden schon früh die Bedürfnisse der Industrie kennen und können ihre Studienschwerpunkte daran ausrichten. Insbesondere an dieser Stelle engagiert sich Fraunhofer FIRST: Studierende der Berliner Universitäten bekommen hier frühzeitig Gelegenheit, in innovativen Projekten mit der Industrie Erfahrungen zu sammeln und sich für die Praxis zu qualifizieren. Will die Informatik auch künftig „Driving Force“ bleiben, braucht sie diesen starken Anwendungsbezug. Sie muss in erster Linie den Menschen nützen und sie in ihrem täglichen Leben unterstützen. Wenn die Informatik hier Mehrwert schafft und hilft, die richtigen Trends zu setzen, wird sie einen wichtigen Beitrag zur Lösung unserer großen Probleme, z. B. in den Bereichen Energie, Mobilität oder demografischer Wandel, leisten. Adlershof mit seiner engen Verzahnung von Forschern und Anwendern und seiner Vielfalt an Disziplinen kann hier mit gutem Beispiel vorangehen. Ihr Prof. Stefan Jähnichen Institutsleiter Fraunhofer-Institut für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik, FIRST

04 MEDIEN
Drehort Adlershof

06 NETZWERKE
Im virtuellen Trainingslager auf der CeBit joggen

07 NACHGEFRAGT
Zimmer mit Ausblick

08 TITELTHEMA
Digitale Synergien

10 EINBLICKE
Besserer Pollennachweis durch Licht

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RÄUME FÜR IDEEN
Investoren mit Wissenschaft begeistern

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Neuer TLG-Gewerbepark

CAMPUS
BESTes für den Nachwuchs

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GRÜNDER
Natürlich gepumpte Mikrodosierung

16 SHORT CUTS
Neues aus Adlershof

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UNTERNEHMEN

MENSCHEN IN ADLERSHOF

Nokia in Adlershof
Ein erfolgreicher Deal, kein Ausverkauf: Stolz schwingt in der Stimme, wenn Matthias Ettrich, Berliner Chef der Trolltech GmbH, über den gerade ausgehandelten Übernahmevertrag des Unternehmens berichtet. Der finnische Mobiltelefonhersteller Nokia Corp. will den norwegischen Software-Entwickler Trolltech für umgerechnet rund 105 Mio. Euro kaufen.

Trolltech-Team: Die Tüftelei am Computer unterbrechen die Softwarentwickler gern mit einem Fußball-Match

tisch anschwellende Musik. Man glaubt, in einem Wald zwischen die Fronten geraten zu sein und ist kurz davor, die Beine in die Hand zu nehmen. Doch die Gefahr ist nur scheinbar real. Sie entstammt einer Szene des Hörbuchs „Das Forsthaus im Christianental“ - einer Geschichte über den Dreißigjährigen Krieg. Ralf Ehrlich, an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ ausgebildeter Tonmeister, lässt mit seinem Werkzeug, dem Mischpult, Hörspiele und -bücher, Theatermusiken und TV-Trailer entstehen – Eigenproduktionen, aber auch Auftragsarbeiten für ZDF, SAT 1 oder n-tv. Manchmal ist da zunächst eine Melodie. Oder ein Rhythmus. Ehrlich setzt zusammen, schreibt fort, komponiert, arrangiert, gibt menschliche Sprache dazu oder auch Naturinstrumente. Gern würde er häufiger mit einem großen Orchester aufnehmen, aber das sei nahezu unerschwinglich. Qualität, „Handgemachtes“, alte Werte – alles Dinge, an denen Ehrlichs Herz hängt. Er will Ruhe, aber auch Spannung erzeugen, hofft, dass die Zuhörer „inhaltlich hören“ und das Wesentliche herausfiltern. Im Hier und Heute angekommen, trägt er neben der Arbeit im eigenen Label mit Engagements als Pianist für politisches Kabarett, Dozent an der Medienakademie und freier Mitarbeiter des rbb, zum Unterhalt seiner vierköpfigen Familie bei. Geboren 1963 in Wernigerode, verschlug es Ehrlich zum Studium nach Berlin. Seit sieben Jahren ist er nun in Adlershof, „ein Exot mit seinem Studio“, wie er selbst sagt. Berührungspunkte mit den Nachbarn gab es leider noch nicht so viele. Geplant sind allerdings Projekte mit dem Sinfonieorchester der Humboldt-Universität zu Berlin, deren Konzert „Technik in der Musik“ zur „Langen Nacht der Wissenschaften“ Ehrlich im Anschluss auf CD gebannt hat. Reizvoll könne er sich auch eine Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt vorstellen. Der größte Traum des Tonabnehmers jedoch ist, einmal die Filmmusik zu einer großen Kinoproduktion zu schreiben. pm

Pferdegetrappel, Schüsse und drama-

„Die Idee entsteht immer zuerst im Kopf“, sagt Ralf Ehrlich, bedient später in seinem winzigen Studio unzählige Tasten, Knöpfe und Regler und zaubert so mit Geräuschen, Sprache und Musik Filme für die Ohren. Er nennt sie Klanglandschaften.

as Trolltech-Management hat der Transaktion bereits zugestimmt, ebenso wie die Mehrheit der Trolltech-Aktionäre. Etwa im Sommer, so schätzt Ettrich, wenn alles planmäßig läuft, ist Trolltech dann ein Unternehmen der Nokia-Gruppe. Für Ettrich, der in Tübingen Informatik studierte und anschließend als Chef der Entwicklungsabteilung Trolltech mit aufgebaut hat, ist es „ein großes Kompliment, dass Nokia unsere Technologie einsetzen möchte“. Die 1994 gegründete Firma bietet cross-platform Frameworks für die Software-Entwicklung sowie Applikations-Plattformen.

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Vereinfacht ausgedrückt: „Wir machen Software-Programmierer produktiver. Mit unseren Werkzeugen und Bibliotheken ist es möglich, Quellcodes oder Anwendungen zu schreiben, die danach plattformunabhängig sind“, erklärt er. Die entwickelte Software läuft nicht nur auf Desktopbetriebssystemen wie Microsoft Windows, Mac und Linux, sondern auch auf Mobiltelefonen, MP3Playern oder sogar Kaffeemaschinen. Bekannter als der Firmenname seien bei den fast 6.000 Kunden Qt und Qtopia, die beiden Unternehmensprodukte. Google Earth ist z. B. eine Anwendung von Qt. Seit 2006 gibt es eine Trolltech-Dependance im Technologiepark Adlershof.

„Wir sind der verlängerte Entwicklungsarm der Osloer Zentrale“, so Ettrich. Begonnen mit sechs Mitarbeitern, gehören heute 17 Informatikexperten zum Team. Probleme, neue Fachkräfte zu akquirieren, hat Ettrich bei der erstklassigen Ausbildungslandschaft Berlins nicht. Die jetzigen Büroflächen reichen nun aber nicht mehr aus: Am 1. April steht daher der Umzug ins Adlershofer Europa-Center bevor. Mehr Platz steht dann auch für den sozialen Punkt des Unternehmens zur Verfügung: Ein Kickertisch im sogenannten Freizeitraum von Trolltech sorgt nicht nur für Spaß und Abwechslung bei der „Kopfarbeit“, sondern schweißt das reine Männer-ITTeam auch enger zusammen. sn

Der Tonabnehmer

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Sorgt für das „Hör-Erlebnis“: Tonabnehmer Ralf Ehrlich

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MEDIEN

MEDIEN
sich vor einer Menge Laufarbeit nicht scheuen. Gerhardt sucht für einen Historienfilm, der vor etwa 500 Jahren in Transsylvanien spielt, gerade eine Wiese und ist dafür viel im Berliner Umland unterwegs. Wiese ist nicht gleich Wiese, und „Motiv“ ist nicht gleich „Location“. „Das Motiv“, sagt Gerhardt, „ist der fiktive Ort aus dem Drehbuch, also die transsylvanische Wiese um das Jahr 1510.“ Die Location ist der reale Drehort – die Wiese im Umland. So kann auch das Polizeipräsidium von Schwerin im Südosten von Berlin stehen. rb

Hat Adlershof als Kulisse für Film und Fernsehen gespeichert: Locationscout Roland Gerhardt

Ein sicheres Pflaster kann Adlershof

nicht sein. Zumindest wenn man die Dichte an Polizeikommissaren zum Maßstab nimmt, die im Frühjahr 2008 hier ermitteln. Die Berliner Kommissare Till Ritter und Felix Stark untersuchen seit kurzem einen Mordfall. Katja Manteuffel, Chefärztin der Uni-Augenklinik, wird ermordet. Die Ermittlungen führen zur Cornea AG, einer Firma, die im Rahmen des streng geheimen Projektes „Phydra“ einen revolutionären Netzhaut-Chip entwickelt hat. Dieser Chip wurde kurz nach Manteuffels Ermordung einer blinden Patientin implantiert. Für den neuen Tatort „Blinder Glaube“, der am 31. August in der ARD ausgestrahlt wird, begannen die Dreharbeiten Mitte Februar, unter anderem in Adlershof.

Für die Kommissare Jens Hinrichs und Markus Tellheim, alias Uwe Steimle und Felix Eitner wurde das UTZ in der Volmerstraße gleich zum Polizeipräsidium Schwerin gemacht, die eigenen Büros, das der Polizeipräsidentin und die Verhörzellen in dem Gebäude untergebracht. Bereits zum dritten Mal ermitteln die Schweriner Kommissare ab Mitte Februar aus ihrer Zentrale in Adlershof. Das Adlershofer Gelände ist schon lange zum Filmstar avanciert. Die außergewöhnliche Architektur macht unter anderem das Photonikzentrum – die Amöbe – in der Schwarzschildstraße oder das Informatikzentrum in der Albert-Einstein-Straße mit seinen „schwebenden” Gesprächsinseln, die an

UFOs erinnern, zu einem begehrten Motiv für Werbefilmer, Fernseh- und Kinoproduktionen. Nicht nur Tatort und Polizeiruf sind regelmäßig zu Gast, auch große Automarken wie BMW, Lexus und Porsche nutzen Image und Architektur des Technologieparks als Kulisse. Auch Teile des TV-Hits „Verliebt in Berlin“ oder der RTL-Serie „Arme Millionäre“ entstanden hier. Roland Gerhardt hat Adlershof schon lange in seiner Location-Datenbank. Insgesamt 5.000 potenzielle Drehorte sind hier gespeichert. Manche, etwa Wohnungen oder Häuser werden von Mietern und Besitzern selbst angeboten. Das sind aber gerade ein Prozent im Fotoarchiv. Alle anderen haben die

Locationscouts von Location Networx selbst gefunden. „Location-Scouting“ nennt sich der neue Berufszweig, den es so erst seit etwa Mitte der 1990er Jahre gibt. Seit 2000 betreiben Gerhardt und seine Mitstreiter ihre Agentur. Gerhardt hat Politologie studiert, ein Praktikum beim Film gemacht, im Fahrradladen gejobbt, fotografiert.

Ein durchaus üblicher Werdegang. Scouts sind Individualisten, viele kommen vom Film, manche sind Architekten, andere Fotografen oder Szenenbildner. Ein Gefühl für Räume, Vorstellungskraft, Neugier und ein Interesse an Geschichte sind ebenso von Vorteil, wie eine breite Allgemeinbildung, wenn man Orte für Dreharbeiten sucht. Auch sollte man

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NCC errichtet 79 Reihenhäuser in Altglienicke
Größter Bauträger der Region setzt auf Anziehungskraft des künftigen Großflughafens und Nähe zum Technologiepark Adlershof Obwohl der Großflughafen Berlin Brandenburg International (BBI) noch lange nicht fertig ist, entfaltet er schon jetzt seine Sogwirkung, auch auf den Eigenheimbau: Gut zehn Autominuten vom Schönefelder Flughafen entfernt, beginnt die NCC Deutschland GmbH, Tochter des schwedischen Bau- und Immobilienunternehmens NCC AB, auf dem seit längerer Zeit brach liegenden Grundstück an der Kasperstraße in Altglienicke mit dem Bau einer neuen Reihenhaussiedlung, einem aufgelockerten Wohnensemble aus vier verschiedenen, zweieinhalb- bis dreigeschossigen Haustypen. Im ersten Bauabschnitt wird NCC zunächst 27 Eigenheime

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Hollywood-Stars, Kameras, hektische Filmcrews – im Berliner Straßenbild ist das nichts Ungewöhnliches. Im Jahr 2007 wurden hier einige Hollywood-Großprojekte abgedreht, das bekannteste zweifellos der Stauffenberg-Film „Valkyrie“ mit Tom Cruise in der Hauptrolle. Seit 1990 hat sich Berlin zu einem der attraktivsten Drehorte in Deutschland entwickelt. Bis zu 40 Filmteams täglich drehen für Werbung, Kino oder Fernsehen. Immer öfter dient auch die spektakuläre Architektur des Wissenschafts- und Technologieparks Adlershof als Kulisse.

errichten, 52 weitere werden folgen. Wie NCC-Projektleiter Wolfram Geißler erläutert, setzt der größte Bauträger der Region BerlinBrandenburg mit seinem Projekt „Altglienicker Höhe“ bewusst auf die zu erwartende Anziehungskraft des künftigen Großflughafens: „Der neue Airport wird tausende neuer Jobs schaffen.Viele Angestellte werden nicht weit von ihrem Arbeitsplatz wohnen wollen. Aber natürlich nur dort, wo ihre Lebensqualität nicht durch etwaigen Fluglärm gestört wird.“ Und diese Voraussetzung erfülle das 31.000 m2 große ehemalige Gutshof-Gelände an der Kasperstraße definitiv. Denn, so Geißler: „Selbstverständlich haben wir bei der Suche nach Bauland kategorisch darauf geachtet, dass das Areal nicht in der Einflugschneise liegt.“ Nicht nur die schnelle Erreichbarkeit des Flughafens macht den Standort Kasperstraße für das derzeit größte NCC-Bauvorhaben in der Region attraktiv. Hinzu kommt die Nähe zum Wissenschafts- und Technologiepark Adlershof (WISTA). Außerdem bietet das neu entstehende Naherholungsgebiet, unter dem die verlängerte A 113 nach Schöne-

feld in zwei Tunneln hindurchführen wird, mit über 60 Hektar Wiesenlandschaft ein grünes, familienfreundliches Wohnumfeld. Die massiv gebauten Eigenheime, die mit modernster Haustechnik ausgestattet werden, sind schon ab 151.900 Euro zu haben – inklusive Grundstück, eigenem PKW-Stellplatz und Baunebenkosten. Alle Häuser werden schlüsselfertig übergeben. Die getrennt regelbare Fußbodenheizung ist daher in der Leistung ebenso inbegriffen wie die Rollläden im EG, die Außenanlagen mit Ost- oder WestTerrasse und die Maler- und

Bodenbelagsarbeiten. Die Häuser selbst verfügen über Wohn- und Nutzflächen von 126 bis 134 m2. Die dazugehörigen Grundstücksgrößen variieren je nach Lage und Haustyp zwischen 166 und 517 m2. Nähere Informationen zum Bauvorhaben „Altglienicker Höhe“ erhalten Sie im Info-Center in der Kasperstraße Mi. von 16 bis 18 Uhr, Sa./So. zwischen 14 und 17 Uhr. Selbstverständlich können Beratungstermine auch außerhalb dieser Zeiten vereinbart werden. www.nccd.de

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NETZWERKE

NACHGEFRAGT

Im virtuellen Trainingslager auf der CeBIT joggen
Wer fit sein möchte, aber keine Lust hat, im Fitness-Studio zu trainieren, keine Zeit hat, um zum Höhentraining in die Berge zu fahren, oder für den Spaziergang bei ungemütlichen Wetter nicht das Haus verlassen möchte, dem könnte mit Fitness@home, dem ersten virtuellen Trainingslager in den eigenen vier Wänden geholfen werden. Den Prototypen dafür stellen das Fraunhofer-Institut für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik und die pro4senses GmbH auf der diesjährigen CeBIT aus.

Hotelchef Thomas Kersten kümmert sich um die Gäste der Wissenschaftsstadt

Zimmer mit Ausblick
Wenn am 1. März das neue Airport-Hotel Berlin Adlershof seine Türen öffnet, wird ein weiteres 3-Sterne-Haus in der Wissenschaftsstadt Kost und Logis für Geschäftsreisende, Gastwissenschaftler und Besucher sichern. Hoteldirektor Thomas Kersten will mit dem Hotelnamen nicht vordergründig Flughafennähe demonstrieren, sondern vielmehr an die Tradition des Standorts als ersten Motorflugplatz anknüpfen.
anch einen Gast erwartet ein vertrautes Haus, denn das neue Hotel in der Rudower Chaussee 14 hat bereits eine Geschichte als „Hotel Am Campus“: Erst 2004 war das Objekt als Ausbildungshotel des Internationalen Bundes erbaut worden. Knapp drei Jahre später, im Dezember 2006, schloss es wieder. Neuer Betreiber ist die DKB Tourismus GmbH. 110 Zimmer mit insgesamt 272 Betten gehören zum Haus. Äußerlich hat sich kaum etwas verändert. Das Mobiliar wurde übernommen, die Treppenhäuser bekamen einen frischen Anstrich, der Empfangsbereich wird demnächst noch umgebaut. Der Veranstaltungsund Konferenzbereich wird um fünf Gruppenräume erweitert. Selbst bei der Hotelcrew gibt es bekannte Gesichter: Viele der zuvor hier beschäftigten Mitarbeiter wollten beim Neustart wieder dabei sein. Neues zeigt sich bei der Leitung des Hauses: Viel Wert legt der Hotelchef auf Zeitersparnis für die Gäste. Künftig gilt: „Check in ist gleich Check out“. Bezahlt werden muss nicht mehr am Empfang, sondern dies ist dann auch über Kreditkarte, Telefon oder TV möglich.

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Wirkt täuschend echt: Schneebedeckte Berge dank innovativer Multimediatechnologien jetzt auch in den eigenen vier Wänden erlebbar

raunhofer FIRST stellt auf der Computerund Telekommunikations-Leistungsschau vom 4. bis 9. März auch eine Steuergerätesoftware für ein Herzunterstützungssystem sowie das Projekt ReMIND – eine Technologie, um Rechnersysteme effizient vor Übergriffen zu schützen – vor. Unter den Ausstellern in Hannover sind daneben weitere Adlershofer Unternehmen und Einrichtungen. Dazu gehören die Auconet GmbH, Spezialist für Highlevel Security Management Software und System-Integrator in der Automatisierungs-, Kommunikations- und NetzwerkTechnik, die IQ wireless GmbH, netCCM, eine Ausgründung aus der HumboldtUniversität, und die Rohde & Schwarz SIT GmbH, die Breitbandverschlüsselungsund Hochsicherheitslösungen und mobile Sprachverschlüsselung präsentiert.

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Die Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik (GFaI) will auf der Leitmesse vor allem mit drei innovativen Praxislösungen punkten. So wird RecType, ein System zur besseren Erkennung von Schreibmaschinendokumenten vorgestellt, das in Bibliotheken, Archiven, Museen, Gedenkstätten oder öffentlichen Auskunftsstellen zum Einsatz kommt. Ältere Dokumente, wie z. B. auf Durchschlagpapier geschriebene Aktennotizen oder vergilbte Karteikarten, bei denen herkömmliche Schrifterkennungssysteme bisher versagen, werden durch speziell entwickelte Image-Analyse- und Filteralgorithmen wieder les- und speicherbar. Außerdem wird ein System zur automatischen Fernüberwachung von Kleinkläranlagen sowie die Facility Management Software InfoCABLE gezeigt.

Und auch das Adlershofer Standortmanagement ist wieder auf der Computermesse dabei. Obwohl Susann Niemeyer, Center Managerin für das Technologiefeld Informations- und Medientechnologie in der WISTA-MANAGEMENT GMBH versichert, dass die Häuser des IT-Zentrums im Technologiepark voll vermietet sind, will sie von der CeBit in Hannover mit neuen Ansiedlungsinteressenten zurückkommen. „Wir haben bereits einen Neubau mit 6.000 m2 geplant, in dem sehr kleinteilige Büroflächen für ca. 30 Firmen der Informations- und Medientechnologie eingerichtet werden sollen.“ Dafür wird das ehemalige Ärztehaus Am Studio 2 für 8 Millionen Euro saniert und aufgestockt. Das dann dritte Gebäude des Zentrums für Informations- und Medientechnologie steht an der Schnittstelle zwischen Technologiepark und Mediengelände. sn

Eine gute Nachricht für die Beschäftigten in der Adlershofer Wissenschaftsstadt ist außerdem, dass „auch die Kantine im Gebäude am 1. März wieder öffnet“, versichert Thomas Kersten. Wer der neue Betreiber dafür ist und mit welchem gastronomischen Konzept er antritt, war zu Redaktionsschluss noch nicht bekannt, da die Verhandlungen darüber noch nicht abgeschlossen waren. Mit dem erweiterten gastronomischen Angebot sollten sich jedoch die langen Warteschlangen zur Mittagszeit im Adlershofer Betriebsrestaurant wieder verkürzen.

Das ehemalige Restaurant „Alexander“ dagegen wird es in bisheriger Form nicht mehr geben. Daraus will der Hotelchef einen Lounge-Bereich machen, der nur in den Abendstunden geöffnet ist. Allerdings ist das auch der neue Frühstücksbereich für die Hotelgäste. So liege die große Herausforderung darin, den durch große Glasfronten Licht durchfluteten Frühstücksraum zum Tagesausklang in einen gemütlichen Bereich mit eher gedämpftem Licht umzuwandeln. Noch tüftelt Kersten dafür an einem Konzept. sn

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TITELTHEMA

Gut ausgebildeter wissenschaftlicher Nachwuchs am DLR

Traffic Tower – virtuelle Verkehrsmanagementzentrale des DLR

Digitale Synergien
Grundlagenforscher und Unternehmer suchen in Adlershof gemeinsam nach neuen, anwendungsorientierten Lösungen. Im IT-Sektor gibt es zahlreiche Vernetzungen, wie das Projekt DELIOS zeigt. Das Adlershofer Management unterstützt speziell solche Projekte, in denen verschiedene Unternehmen ihre Kompetenzen bündeln.

Messbrücke am Ernst-Ruska-Ufer

Entwickeln Lösungen gegen den Verkehrsstau: Ralf Reulke (r) und Daniel Hein

genauere und breiter angelegte Daten zur Verfügung stellen könnten. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Induktionsschleifen könnten auch Fußgänger und Radfahrer erfasst und in die Berechnungen einbezogen werden. Die Bildverarbeitung erlaube eine flächenhafte Perspektive und könne die komplexe und dynamische Situation einer verkehrsreichen Kreuzung besser darstellen. Der Blick auf das Ernst-Ruska-Ufer bestätigt dies. Nicht alleine Kameras, optische Sensoren und die erforderliche Hardware sind auf zwei Brücken über der Messstrecke installiert. Was die Messtechnik an Informationen liefert, muss weitergeleitet und über intelligente Algorithmen verarbeitet werden. Denn ob der zuständige Verkehrsrechner aus den eingehenden Informationen eine Grünzeitverlängerung macht oder, wie Reulke es formuliert, „den gemeldeten Bus noch durchlässt“, ist nicht mehr seine Aufgabe. Um ein solches System bis zur Marktreife zu bringen, braucht es mehrere Partner, und die sind in Adlershof vorhanden. Da ist zum einen das Team um Prof. Reulke, das sich mit den wissenschaftlichen Grundlagen beschäftigt. Die Einbindung von Studenten und Doktoranden aus den unterschiedlichsten Arbeitsgebieten des Fachbereichs garantiere den Nachschub qualifizierter Wissenschaftler. So konnte, wie Sascha Sauer, wissenschaftlicher Mitarbeiter, erzählt, kurzfristig beim Auftauchen eines Datenbankproblems eine personelle Lösung in Form eines Diplomanden gefunden werden.

Raum mit Kontrollpult und Monitoren, die eine Kreuzung aus verschiedensten Perspektiven zeigen, erinnert an eine Verkehrsleitstelle der Berliner Polizei. Doch es ist ein wissenschaftliches Labor des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Adlershof. Von hier aus, im fünften Stock des DLR-Gebäudes, im Institut für Verkehrssystemtechnik wird seit vergangenem Jahr eine neue Technologie zur Verkehrsdatenerfassung am Ernst-Ruska-Ufer getestet. Die Messstrecke liegt gleich in Sichtweite.

Der

Hinter dem Projekt DELIOS verbirgt sich, wie Prof. Ralf Reulke erläutert, ein dezentrales System von Lichtsignalanlagen auf Basis optischer Verkehrsdatenerfassung. Reulke ist Informatikprofessor an der Humboldt-Universität und Gruppenleiter beim DLR. Er beschäftigt sich seit Jahren mit Bildverarbeitung und Photogrammetrie. Seit 2005 ist er an DELIOS beteiligt. Für die Zukunft erhofft er sich nicht nur Fortschritte durch „valide Verkehrsinformationen“, da optische Systeme

Aber das allein sei es nicht, was die Arbeit im Technologiepark „hochgradig angenehm“ mache, wie Reulke sagt. Es sind die Querverbindungen zu anderen Akteuren aus der Wissenschaftsstadt, die wertvoll seien. Denn auch dafür steht DELIOS. Im von der Technologiestiftung Berlin geförderten Projekt waren weitere Partner aus Adlershof und Berlin eingebunden. Deren Marktkenntnisse seien erforderlich, wie Jens Hertlein von der „asis Soft und Hardware GmbH“, ebenfalls an DELIOS beteiligt, weiß. Neben dem Unternehmen, das in direkter Nachbarschaft zum DLR liegt, waren noch die Firmen Signalbau Huber, SSP Consult Beratende Ingenieure und Hella Aglaia involviert. Dass die gute Zusammenarbeit bei DELIOS nicht alleine von den Förderbedingungen „geschmiedet“ wurde, ist für Jens Hertlein ein Teil des Feelings in Adlershof. „Für uns ist wichtig, dass die Uni hier ist“, betont er. Bei Problemen „findet man mit Sicherheit Hilfe“. Als Beispiel führt er den Musterbau eines Kameragehäuses an. Die Kooperationsbereitschaft unter den rund 80 Firmen aus dem IT-Bereich sei groß. So gesehen ist DELIOS ein echtes Adlershofer Projekt und was die Kooperation betrifft auch kein Einzelfall. sis

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EINBLICKE

EINBLICKE

Besserer Pollennachweis durch Licht
Janina Kneipp forscht im Grenzbereich zwischen Chemie, Biologie, Physik Doktorandin Franziska Schulte analysiert Kirschpollen am Raman-Spektroskop

Schon morgens auf dem Weg ins Labor

Laborarbeit: Janina Kneipp identifiziert Pollen und will herausfinden, warum diese allergen sind

Pollenalarm bereits Anfang Februar: Milde, fast frühlingshafte Temperaturen haben für einen blühenden Jahresanfang gesorgt und damit die Erholungspause für Blütenpollenallergiker wieder verkürzt. Um die Betroffenen rechtzeitig zu warnen, geht eine junge Biowissenschaftlerin den Pollen jetzt mittels eines spektroskopischen Verfahrens auf den Grund und entwickelt eine OnlineMethode, die die Pollenvorhersage revolutionieren könnte.

hält Janina Kneipp nach blühenden Zweigen Ausschau. Die Bioanalytikerin und ihre Kollegen sammeln diese z. B. in den Park- und Grünanlagen und nehmen sie als Proben mit in die Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung in Adlershof. Gemeinsam wollen sie dort herausfinden, wie man besonders schnell ermittelt, welche Pollen wo und wann fliegen. Genaue Kenntnisse darüber sind bei der wachsenden Zahl an Allergikern dringend notwendig: Allein in Deutschland leiden rund 15 Millionen Menschen unter Heuschnupfen, so schätzen Experten. Auslöser von 85 Prozent aller Atemwegsallergien sind Blütenpollen. Bisher gibt das Meteorologische Institut der Freien Universität Berlin den täglichen Pollenreport für die Hauptstadt heraus, der anhand zweier Pollenfallen ermittelt wird. Diese Vorhersage fußt auf recht wenigen Daten und ist aufwendig im Untersuchungsverfahren. Außerdem können manche Arten zum Teil nur schwer unterschieden werden. Janina Kneipp und ihr Kollege Ulrich Panne kamen daher auf die Idee, mithilfe der sogenannten Raman-Spektroskopie den molekularen Fingerabdruck der Pollen zu messen. Dazu wird der Blütenstaub mit einem Laser bestrahlt und ein winziger Teil des gestreuten Lichts anschließend untersucht. Diese gemessenen Spektren dienen nicht nur der eindeutigen Identifizierung der Pollen, sie spiegeln auch deren systematische Verwandtschaft wider. Bereits 40 Baumarten hat diese Forschungsgruppe in der vergangenen Saison analysiert. „Wir stehen erst am Anfang der

Datensammlung: 40 Arten sind nichts im Vergleich zu den mehreren Hundert Arten, die es gibt“, erklärt Janina Kneipp, deren Projekt für drei Jahre von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert wird. Neben dem Erfassen weiterer Arten testen die Forscher jetzt vor allem, wie robust die Methode ist. Zukünftig könnte der Pollenreport dann über viele kleine portable und feldtaugliche Spektrometer erstellt werden. „Die neue Methode ist eine schnellere, einfachere und exaktere Alternative für die Pollenvorhersage”, ist die Forscherin überzeugt. Die Identifikation der Pollen sei nur ein Aspekt ihrer Arbeit. „Wir wollen den Fingerabdruck auch verstehen“, sagt die Biospezialistin. Da durch die Spektroskopie die Biomoleküle nicht zerstört, sondern in ihrem natürlichen Kontext analysiert werden, wollen die Wissenschaftler z. B. auch herausfinden, welcher Bestandteil der Pollen allergen wirksam ist. Daneben interessieren Fragen zum Material. So ist die Pollenhülle aus einem Material, dessen Aufbau man noch nicht so genau kennt. Sie ist sehr stabil: „Wir haben die Hülle beispielsweise in Säure gekocht, ohne dass sie kaputt ging“, sagt Janina Kneipp, die am 1. April eine Juniorprofessur im analytischen Bereich des Instituts für Chemie der Humboldt-Universität antritt. Sie findet es interessant, sich zwischen den Wissenschaften zu bewegen. „Wir arbeiten im Grenzbereich zwischen Chemie, Biologie und Physik, um den molekularen Bausteinen von Biomaterial auf die Spur zu kommen“, so die Grundlagenforscherin. sn

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Investoren mit Wissenschaft begeistern

Bereits zum zweiten Mal fand Mitte Fe-

bruar der „Adlershofer Immobilien Talk“ statt. Rund 200 Projektentwickler, Bauträger und Immobilieninvestoren folgten der gemeinsamen Einladung von Adlershof Projekt GmbH, TLG Immobilien GmbH, des Immobilien-Netzwerkes IMMOEBS sowie des BFW Landesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen Berlin/Brandenburg, um sich über neue Grundstücke in Adlershof zu informieren. Im Nordbereich des Entwicklungsgebietes, entlang dem Groß-Berliner Damm entwickelt sich derzeit ein neues Gewerbegebiet mit einer Fläche von rund 500.000 Quadratmetern.

Erst kürzlich erwarb Adlershof Projekt die Hälfte davon im Auftrag des Landes Berlin. Nun gilt es, das Gebiet für die Ansiedlung von technologieorientiertem Gewerbe neu zu ordnen. Zweistellige Wachstumszahlen, zahlreiche positive Berichte in den überregionalen Zeitungen und eine erfolgreiche Vermarktungsarbeit konnten das Interesse der Immobilienbranche für neue Investitionen in Adlershof wecken: So hat die TLG Immobilien entschieden, am Standort in Eigenregie einen Gewerbepark zu entwickeln. hw

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steht vom 11. bis 14. März 2008 unter dem Motto „Berlin - Stadt der Wissenschaft und Kreativität“. Als Teil des vielfältigen Programms steht Adlershof als das Berliner Erfolgsmodell für die Wissenschaft im Rampenlicht. Am zweiten Messetag informieren international agierende Immobilieninvestoren, die in Adlershof Gebäude und Grundstücke erworben haben, darunter die britisch-indische Investorengruppe SITAC Ltd., die Navigo Capital Real Estate GmbH und die CLS Holdings PLC., bei einer Podiumsdiskussion über die Hintergründe für ihr Engagement. An der Diskussion, die vom Leiter Research der DEGI Dr. Thomas Beyerle moderiert wird, nimmt auch Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer teil. Zusätzlich präsentiert die Cruso AG, ein innovatives Adlershofer Unternehmen, auf dem Gemeinschaftsstand ihr Navigationsgerät für Fußgänger. Der sprechende Reiseführer basiert auf GPS und wird von einem integrierten Kompass unterstützt. In hervorragender Audioqualität wird der Tourist mit Musik untermalten Erlebnisinhalten zu Sehenswürdigkeiten der Umgebung, aber auch zu Restaurants und anderen Einrichtungen in eine ganz eigene Welt entführt. Cruso wurde in Adlershof entwickelt und getestet und wird in Berlin produziert. hw

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CAMPUS

GRÜNDER

BESTes für den Nachwuchs
Diplomand Hendrik Vita ist begeistert. Der Physikstudent ist einer der ersten, der ab April die Beamline for Education and Scientific Training (BEST) beim Teilchenbeschleuniger Bessy nutzen wird. „Für meine Diplomarbeit zum Thema ,Photoemission für Hochtemperatursupraleiter‘ werde ich Untersuchungen mit Synchrotronstrahlung durchführen“, erklärt er. Synchrotronstrahlung entsteht, wenn sich leichte geladene Teilchen, wie z. B. Elektronen, mit nahezu Lichtgeschwindigkeit bewegen und von einem Magneten abgelenkt werden.

Natürlich gepumpte Mikrodosierung
Während Forscher und Entwickler an manchem Problem vergeblich tüfteln, bietet die Natur oft sehr einfache und überzeugende Lösungen: Sei es der Lotoseffekt, der Wassertropfen abperlen lässt, das Klettprinzip, das uns die Schnürsenkel erspart, oder die Osmose, mit der Pflanzen Flüssigkeiten pumpen.
Präzise und pulsfrei im Nanoliterbereich: Mikropumpen made by Acuros

Nachwuchsphysiker Hendrik Vita am Photoelektronen-Spektrometer von BEST

Neugierig gemacht auf die Forschung

mit Synchrotronstrahlung haben ihn Prof. Recardo Manzke und Dr. Christoph Janowitz. Die beiden halten nicht nur Vorlesungen darüber. Manzkes Arbeitsgruppe am Institut für Physik der Humboldt-Universität (HU) hatte in Zusammenarbeit mit der Bessy GmbH im letzten Herbst BEST – bestehend aus einem Monochromator, einem 35 Meter langen Strahlrohr und zwei Photoemissions-Experimentierstationen – aufgebaut. Nachwuchswissenschaftler und Studierende der Physik, Chemie und Biologie sollen so in das Experimentieren mit

Synchrotronstrahlung eingeführt und weiterqualifiziert werden. Die Messzeiten bei Bessy sind stark nachgefragt. „Gute Forschergruppen auf internationalem Niveau bekommen nur zwei Wochen Strahlzeit im Jahr“, weiß Manzke. Eine derart limitierte Messzeit verlangt absolut professionelles Arbeiten, Nachwuchskräfte bleiben dabei zunehmend auf der Strecke. Die BEST-Beamline dagegen steht während der Vorlesungszeit ausschließlich für die Ausbildung der Studierenden zur Verfügung, während der vorlesungsfreien Zeit zu 50 Prozent.

Für die nötigen Messungen braucht es Zeit und Ausdauer. Vita machte sich mit der Synchrotronstrahlungsquelle Bessy bereits 2007 vertraut, als er ein mehrwöchiges Praktikum dort absolvierte. „Am Anfang ist man natürlich vorsichtig, aber durch die Vorlesungen von Prof. Manzke war ich gut vorbereitet“, erinnert er sich. Vitas Wunsch für die Diplomphase ist: „Eine gute Messung hinzubekommen und lange genug messen zu können, damit die statistischen Abweichungen gering sind.“ sn

„ ie Natur zeigt eindrucksvoll, dass der Transport von Flüssigkeiten ohne mechanische Unterstützung möglich ist”, erklärt Helge Adleff, Geschäftsführer der Acuros GmbH. Spezialdisziplin seines jungen Unternehmens, das aus dem Institut für Zellbiologie der Humboldt-Universität hervorgegangen ist, sind präzise osmotische Mikropumpen. Diese erlauben erstmals, Flüssigkeiten im Nanoliterbereich exakt zu dosieren, entsprechend der jeweiligen Anwendung zu regulieren und einen pulsfreien Durchfluss kleinster Flüssigkeitsmengen auch über längere Zeiträume aufrechtzuerhalten. Absolut pulsfreie und regelbare Flüsse bei gleichzeitig hoher Förderkapazität ist eine Kombination, die mit konventionellen Mikropumpen nicht möglich ist. Vereinfacht dargestellt, funktioniert das so: Eine Wasser gefüllte Hohlmembran ist von einer hochkonzentrierten Salzlösung (dem sogenannten Osmotikum) umschlossen. Das Wasser in der Hohlfaser diffundiert durch die Membran und verdünnt sukzessive die Salzlösung. Innerhalb der Salzlösung befindet sich das zu pumpende Medium in einem Plastikbeutel. Durch die Volumenzunahme der Salzlösung wird der Beutel zusammengedrückt und die in ihm befindliche Flüssigkeit nach oben gepumpt. Reguliert wird die Durchflussrate durch die
Hervorragende Marktchancen lassen das Acuros-Team zuversichtlich nach vorne blicken

D

Konzentration des Osmotikums, dem Durchlässigkeitsgrad der Membran sowie dem Durchmesser der Hohlfaser. Pro Sekunde lassen sich auf diese Weise Flüssigkeitsmengen zwischen 10 und 1.000 Nanolitern dosieren. „Da der Trend im Liquid Handling zu immer kleineren, leichteren und einfach zu bedienenden Einweglösungen geht, rechnen wir uns sehr gute Marktchancen aus“, so Helge Adleff. Die Einsatzmöglichkeiten reichen von der Mikrofluidik, Mikroanalytik und Mikroreaktionstechnik

Speicherringhalle von Bessy

über die Medizintechnik bis zur Entwicklung neuer Medikamente und Therapieverfahren. Dazu gehören beispielsweise völlig neue Möglichkeiten in der Schmerztherapie: Im Gegensatz zu Tabletten und Spritzen, deren Wirkstoff anfangs hochkonzentriert ist, sich jedoch sehr schnell abbaut und dann zu einer Unterversorgung führt, versorgen Acuros Mikropumpen Tumorpatienten kontinuierlich mit dem dringend benötigten Wirkstoff und ermöglichen ihnen damit ein schmerzfreies und weitestgehend normales Leben. as

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SHORT CUTS
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Bankenzuwachs in der Rudower Chaussee
Am 15. April 2008 eröffnet die neue Commerzbank-Filiale Berlin Adlershof im Erdgeschoss des Europa-Centers in der Rudower Chaussee 13. Neben qualifizierter Beratung, wie beispielsweise zum kostenlosen Girokonto, gibt es einen 24-Stunden-Service im Bargeldcenter. Anlässlich der Filialeröffnung lädt die Commerzbank zu Tagen der offenen Tür vom 15. bis 18. April ein. Dafür hat die Bank ein Gewinnspiel und ein äußerst zinsattraktives Anlageprodukt angekündigt. www.commerzbank.de

Tageskarten zur Hannovermesse
Die BESSY GmbH, das Fraunhofer Institut IPK (beide Halle 6), die gfai tech (Halle 2), Heliocentris (Halle 13), die WISTA-MANAGEMENT GmbH und X-Visual Technologies (beide Halle 9) sind die Adlershofer Aussteller auf der diesjährigen HANNOVER MESSE vom 21. bis zum 25. April 2008. Mit 10 internationalen Leitmessen und 1.000 themenspezifischen Sonderveranstaltungen und Foren ist die Hannover Messe wichtigste Plattform für technische Innovationen. Bei Bedarf sind kostenlose Tageskarten bei der WISTA-MG zu bekommen. E-Mail: israel@wista.de

Berichtigung der Ausgabe 01/2008
Im Gründerporträt der 1. Ausgabe des „Adlershof Journals“ kam es versehentlich zu einer falschen Firmenbezeichnung. Das Unternehmen, das den Multimedialen Mentaltrainer entwickelte, heißt Neurotronics GmbH. www.neurotronics.eu

Humboldt-Sport offen für alle

Transfercafé eröffnet
Herausgeber: WISTA-MANAGEMENT GMBH Verantwortlich: Dr. Peter Strunk Redaktion: Sylvia Nitschke (sn) Autoren: Rico Bigelmann (rb); Peggy Mory (pm); Simon Schaake (sis); Ariane Steffen (as); Heidrun Wuttke (hw) Layout und Gesamtherstellung: zielgruppe kreativ GmbH www.die-zielgruppe.com

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Am 1. April wird die neue Bezirkssporthalle am Groß-Berliner Damm in Betrieb genommen. Der ehemalige Flugzeughangar ist in den vergangenen drei Jahren zur Vierfeld-Sporthalle mit separatem Fitness- und Gymnastikraum sowie 199 Tribünenplätzen umgebaut worden. Die Zentraleinrichtung Hochschulsport der Humboldt-Universität wird hier in den Vor- und Nachmittagsstunden eine breite Palette von Sportkursen – von A wie Aerobic bis Y wie Yoga – anbieten. Diese werden nicht nur den Studierenden und Beschäftigten der Universität, sondern auch den Mitarbeitern aus den Forschungsinstituten und Unternehmen der Adlershofer Wissenschaftsstadt ab Mitte März offenstehen. Um das Sportangebot auch auf die Abendstunden zu erweitern, sucht die Zentraleinrichtung Hochschulsport auf dem Campus Räume zwischen 40100 m2 für verschiedene Kurse, wie z. B. Tanz oder Gesundheitssport. www.zeh.hu-berlin.de

Im neuen Informationsportal www. transfercafe.de können sich Experten aus Wissenschaftseinrichtungen und Vertreter aus KMU auch virtuell begegnen und austauschen: In der Atmosphäre eines virtuellen Cafés haben Unternehmer Gelegenheit, an vier Thementischen mit Professoren zu ausgewählten Schwerpunkten zu diskutieren. Zum Auftakt stehen 20 Professoren zur Beantwortung von Technologieanfragen bereit, die bei Bedarf auch Forschungs- und Entwicklungsprojekte fachlich unterstützen oder weiterführende Kooperationsprojekte zwischen Wirtschaft und Wissenschaft anregen können. In der Anfangsphase gibt es Thementische zu Maschinenbau, Umwelt/Energie, Materialtechnik sowie Elektronik/E-Technik. Alternativ ermöglicht das Transfercafé, Anfragen an die TSB Innovationsagentur Berlin zu stellen oder diese in einem Forum mit einem breiten Nutzerkreis zu diskutieren. www.transfercafe.de

Anzeigenverkauf: zielgruppe kreativ GmbH anzeigen@die-zielgruppe.com Titelbild/Fotos (sofern nicht anders gekennzeichnet): Tina Merkau; Titel Getty Images, S. 1 Editorial, Fraunhofer FIRST; S. 4/5 Dirk Plamböck/ NDR; S. 6 Cebit, Fraunhofer FIRST, beide Fotos; S. 12 Michael Nittel; S. 13 Adlershof Archiv Redaktionsadresse: WISTA-MANAGEMENT GMBH, Bereich Kommunikation, Rudower Chaussee 17, 12489 Berlin, Tel.: 030/6392-2238, Fax: 030/6392-2236, E-Mail: nitschke@wista.de; www.adlershof.de/journal Namentlich gekennzeichnete Beiträge stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar. Nachdruck von Beiträgen mit Quellenangabe gestattet. Belegexemplare erbeten. Das „Adlershof Journal“ erscheint sechsmal pro Jahr mit einer Auflage von 3.000 Exemplaren. Die nächste Ausgabe erscheint Anfang Mai. www.adlershof.de/journal

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