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Periodical volume

Full text: Jahresbericht Issue 2015

Landesjugendring Berlin
Jahresbericht

Herausgeber:
Landesjugendring Berlin e.V.
Obentrautstr. 57
10963 Berlin
Tel.:	(030) 818 861-00
Fax:	(030) 211 668-7
info@ljrberlin.de
www.ljrberlin.de
landesjugendring.berlin
Verantwortlich (i.S.d.P.):	 Tilmann Weickmann, Geschäftsführer
Redaktion: 	
David Spitzl
Layout und Satz:	
racken GmbH, Berlin
ZeitDruck GmbH, Berlin
Druck:	
Auflage:	250 Exemplare
© 2016 Landesjugendring Berlin e.V.
Bildnachweis:
© LJR Berlin: Seiten 10, 11, 13 u., 17, 18, 20, 22
© Marion Hunger: Seite 13
© Berit Bentert: Seite 15
© Berliner Jugendrotkreuz: Seite 24 r.
© Maximilian Knoblauch: Seite 26 l.
© Charlotte Dase: Seite 26 r.
© CVJM-Ostwerk e.V. Landesverband Berlin-Brandenburg: Seite 27 l.
© JuHu Berlin: Seite 31 r.
© Ludwig Schuster: Seite 32 l.
© Jan-Vincent Barentin: Seite 34 r.
© Die Falken Berlin: Seite 35 l.
© Joachim Schwemmer: Seite 36
© Businessfotografie Inga Haar: Seite 38, Sandra Scheeres
© Frank Söllner: Seite 38, Leonard Kehnscherper
Urheberrechte der Bilder liegen soweit hier nicht
anders gekennzeichnet bei den Jugendverbänden.

Der LJR Berlin

Projekte

Mitgliedsverbände

Inhalt

	4	 Wer wir sind
	5	 Vorwort des Vorsitzenden
	6	 Zeitstrahl: Der Landesjugendring 2015
	8	 Mitmachen mit Struktur
	10	 Jung – Geflüchtet – Selbstbestimmt
	12	 Juleica – Die Jugendleiter_innen Card
	14	 Freiwilliges Soziales Jahr
	16	 Partizipation – Bildung – Integration
	18	 Der Landesjugendring als Zentralstelle
		

für Jugendverbands- und

		Jugendbildungsstättenförderung
	19	 Außenvertretungen
	20	 Wohin im Jahr 2016?
	22	 Berichte der Jugendverbände 	
	37	 Übersicht aller Mitgliedsverbände
	38	 Das sagen andere über den
		

Landesjugendring Berlin

3

Wer wir sind

Der Landesjugendring Berlin ist der Zusammenschluss der Jugendverbände im Land Berlin. Er setzt sich ein für die Verwirklichung des
Rechts Jugend­licher auf gesellschaftliche Teilhabe in der demokratischen
Gesellschaft. Gesellschaft­liche Teilhabe beruht auf Mitbestimmung,
Selbst­organisation und ehrenamtlichem Engagement. Die Arbeit des
Landesjugendrings orientiert sich an diesen Prinzipien.

Mitbestimmung steht für das Recht von Kindern
und Jugendlichen, in allen sie betreffenden und
sie interessierenden Fragen mitzugestalten.
Mitbestimmung ist Ausdruck des Bürger_innenstatus von Kindern und Jugendlichen. Sie nimmt
Kinder und Jugendliche als gleichberechtigte
Mitglieder der Gesellschaft ernst und reduziert
sie nicht auf „unfertige Objekte”, die in die
­Gesellschaft „integriert” werden müssen.
Selbstorganisation ist das zentrale Strukturmerkmal der Jugendverbandsarbeit. Kinder und
Jugendliche schließen sich in Jugendverbänden
zusammen und gestalten diese. In Jugendverbänden und -ringen bringen sie Anliegen junger
Menschen zum Ausdruck und vertreten ihre
Interessen.
Die Mitbestimmung und Selbstorganisation
von Kindern und Jugendlichen mündet vielfach
in der Übernahme von Verantwortung beziehungsweise in ehrenamtlichem Engagement. 
In Jugendverbänden verbinden junge Menschen
ehrenamtliches Engagement mit der Vertre­tung
ihrer Interessen. Engagement und Interessen­vertretung sind konstitutiv für unsere Gesellschaft, sie begründen Zusammenhalt und
­gestalten Gesellschaft.

4

34
50.741
841
Jugendverbände

sind Mitglied im Landesjugendring Berlin

Ehrenamtliche

engagieren sich in den Jugendverbänden*

Seminare, Kurse,
internationale Begegnungen
gab es in den Jugendverbänden*

*Zahlen der Maßnahmenstatistik 2014

Der LJR Berlin

Projekte

Mitgliedsverbände

„Für Freiräume kämpfen”

Vorwort des Vorsitzenden des Landesjugendring Berlin
Der Landesjugendring Berlin versteht sich als Fachstelle für die Beteiligung
von Kindern und Jugendlichen. In den letzten Monaten sind viele Menschen
aus den unterschiedlichsten Gründen nach Berlin gezogen. Die Stadt wächst
in einem rasanten Tempo. Gerade vor der anstehenden Wahl zum Berliner
Abgeordnetenhaus ist es wichtig, die daraus resultierenden Fragen für Politik,
Verwaltung und die gesamte Stadtgesellschaft offen anzusprechen und ehrlich zu diskutieren. Kinder und Jugendliche möchten mitreden, mitentscheiden
und die Zukunft ihrer alten oder neuen Heimat mitgestalten. Das gilt für alle
jungen Menschen, egal ob sie in Berlin aufgewachsen sind, mit ihren Familien
zugezogen sind oder auf der Flucht in Deutschland Schutz suchen.
Wie engagiert sich Jugendliche aktuellen Herausforderungen in Berlin stellen,
zeigen die vielfältigen Projekte und Aktionen, die wir mit unserem Förder­
programm „Jung – Geflüchtet – Selbstbestimmt” fachlich und finanziell unterstützen konnten. Junge Menschen mit und ohne Fluchterfahrung begegnen
sich auf Augenhöhe und gestalten ihre Freizeit gemeinsam. Den Freiraum, den
ihnen ihre Jugendverbände dafür bieten, füllen sie ohne ausufernde theoretische Debatten aus, übernehmen Verantwortung und bringen sich mit ihren
Erfahrungen und Fähigkeiten so ein, wie sie es kennen: selbstorganisiert und
selbstbewusst. Dieses Engagement nötigt mir größten Respekt ab. Wir werden
als Landesjugendring auch in Zukunft dafür kämpfen, dass alle Kinder und
Jugendlichen in Berlin Zugang zu diesen Freiräumen erhalten.
Der Landesjugendring ist kein normaler Arbeitgeber, er lebt in besonderem
Maße, wie die Jugendverbände selbst, von der Einsatzbereitschaft, Kreativität
und Flexibilität seiner Mitarbeiter_innen. Es ist mir an dieser Stelle ein beson­
deres Anliegen, dem Team unserer Geschäftsstelle meinen Dank auszusprechen.
Ihr seid spitze!
Ich danke allen, die die Arbeit der Berliner Jugendverbände und des Landes­
jugendrings mit Wohlwollen begleiten und direkt oder indirekt unterstützen.
Allen Leser_innen wünsche ich eine aufschlussreiche Lektüre und freue mich
auf eine gewinnbringende Zusammenarbeit im Jahr 2016.
Marcel Hoyer

5

14.03.

Mitgliederversammlung
2015
Zentral ist das Thema Partizi­
pation. Die 34 Jugendverbände
legen in einem World-Café die
Schwerpunkte Stadtentwicklung, Medien, Schule und Politik
fest. Diese bringt der Landes­
jugendring in die Diskussion
um das Berliner Partizipations­
konzept ein.

6

Diversität in
Jugendverbänden
Von Februar bis Juni veranstaltet der Landesjugendring
drei Workshops zum Thema
Diversität. Darunter: Inklusion,
interkulturelle Öffnung sowie
Organisationsentwicklung in
der Jugendverbandsarbeit.

März

April

Mai

Jung – Geflüchtet –
Selbstbestimmt

Juni

21.09.

Februar

01.06.

Januar

Landesjugendring
Zentralstelle für Jugendverbandsförderung
Fördergelder für Jugend­
verbände und Jugendbildungsstätten des Landes Berlin
vergibt der Landesjugendring
im Auftrag des Landes Berlin
ab jetzt direkt an seine
34 Mitglieder.
› Seite 18

Von Juni bis Dezember fördert
der Landesjugendring mit Unterstützung der Stiftung Demo­
kratische Jugend 27 Projekte
mit jungen Geflüchteten aus der
Jugendhilfe.
› Seite 10
01.07.

21.02. • 18.04. • 06.06.

01.07.

Der Landesjugendring Berlin 2015

Konferenz der
Landesjugendringe
In Berlin kommen Vertreter_innen von Landesjugendringen
aller Bundesländer zusammen.
Zentrales Thema ist die Inte­
gration von jungen Geflüchteten
in die Jugendverbandsarbeit.

Sommerferienkalender
2015
Unter dem Motto „Gönn dir...
Berlin” stellt der Landesjugend­
ring zusammen mit vier weiteren Berliner Einrichtungen 
die Sommerferienangebote der
Jugendverbände für Berliner
Kinder und Jugendliche vor.

August

05.12.

September

Beginn der zweiten Förderrunde: Der Landesjugendring
unterstützt zusammen mit der
Kreuzberger Kinderstiftung
neue Projekte von Jugendverbänden, Jugendbildungsstätten und Migrant_innen­
jugendselbstorganisationen
mit jungen Geflüchteten.
› Seite 10

Fachtag: „Wie politische
Bildung wirkt”
Die Berliner Jugendbildungsstätten diskutieren mit Politik,
Verwaltung, Wissenschaft und
Bildung, was politische Bildung
leistet, welche Perspektiven es
gibt und welche Rahmenbedingungen nötig sind.

Jugend und neue Medien,
grafisches Moderieren und
Erste-Hilfe-Kurs: Drei Weiterbildungen veranstaltet der
Landesjugendring im zweiten
Halbjahr 2015.

Oktober

21.11.

Neue Förderung
Jung – Geflüchtet –
Selbstbestimmt

Weiterbildungsangebote

Tag des Ehrenamts
Riesenrad, Eislaufbahn, Kino­
besuch: Für alle ehrenamtlich
engagierten Jugendlichen, die
eine Jugendleiter_innen-Card
(Juleica) besitzen, hat der
Landes­jugendring Rabatte in
ganz Berlin organisiert.
› Seite 12

November

Dezember

HauptausschussKlausurtagung
Kernthema sind Freiräume,
Bildung und Integration junger
Geflüchteter in der Jugendverbandsarbeit. Vertreter_innen
aus den 34 Jugendverbänden
nehmen am Klausurtag teil.
2016

Ins Freiwillige Soziale Jahr in
Jugendverbänden, Jugendbildungsstätten und anderen
Trägern der Jugendarbeit
starten 39 Berliner_innen über
den Landesjugendring.
› Seite 14

17.11.

01.09.
10.10.

Politischer Abend:
Jung – Geflüchtet –
Selbstbestimmt
Beispiele aus der Praxis
und Diskussionsrunde: Der
Landes­jugendring bringt
junge Geflüchtete, Vertreter_innen aus Politik und
Verwaltung sowie Akteure
der Jugendverbandsund der Flüchtlingsarbeit
zusammen.
› Seite 10

Start ins FSJ

Juli

Mitgliedsverbände

30.10. • 13.11. • 26.11.

Projekte

07.10.

Der LJR Berlin

Wohin im Jahr 2016?
Was für den Landesjugendring
im kommenden Jahr wichtig
wird, steht auf › Seite 20

7

Mitmachen mit Struktur

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Kommunikation
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Der LJR Berlin

Projekte

Mitgliedsverbände

Der Landesjugendring Berlin und
seine Mitglieder stehen ein für:

eine nachhaltige
Kinder- und Jugendpolitik

Mitbestimmung und Partizipation
von jungen Menschen in allen gesellschaftlichen,
politischen und sozialen Bereichen

selbstbestimmte und selbstorganisierte
Jugendarbeit innerhalb demokratischer
Strukturen

die Förderung und Anerkennung
ehrenamt­lichen Engagements

Parteilichkeit
und Werteorientierung

Ansprechpartner beim LJR Berlin:
Tilmann Weickmann
Geschäftsführer
weickmann@ljrberlin.de
(030) 818 861-03

9

Jung – Geflüchtet – Selbstbestimmt

Junge Geflüchtete haben wie alle jungen Menschen ein Recht auf selbstbestimmte Freizeit­
gestaltung und Förderung ihrer Entwicklung.
Seit Juni 2015 unterstützt der Landesjugendring
Berlin Akteure der Jugend- und Jugendverbandsarbeit in ihren Aktivitäten mit jungen
Geflüchteten. Aus Mitteln der Stiftung Demokratische Jugend und der Kreuzberger Kinderstiftung konnten bislang 38 Projekte mit jungen
Geflüchteten gefördert werden. Von Kunst­
projekten über gemeinsames Urban Gardening
und Sportwochen bis hin zu Zirkustagen sind
vielfältige Angebote entstanden.

Jugend(verbands)arbeit
als Brücke in den Sozialraum
Vor allem Jugendverbände als Interessenvertretungen und Selbstorganisationen junger
Menschen als auch Jugendbildungsstätten als
zentrale Einrichtungen der außerschulischen
Bildung spielen eine besondere Rolle bei der
­Arbeit mit jungen Geflüchteten: Jugendarbeit,
die dort geleistet wird, stellt eine wichtige
Brücke in den Sozialraum dar. Die jungen Menschen können hier ihr Recht auf persönliche
Entfaltung ausleben und finden einen Zugang
zum Alltag und zu den Lebenswelten Gleichaltriger.

Blog und Publikation
zum Förderprojekt
Auf dem projektbegleitenden Blog und in einer
Publikation informiert der Landesjugendring Berlin
über die geförderten Projekte und stellt Aktivitäten
von Jugendverbänden vor, die bereits seit längerem Projekte mit jungen Geflüchteten umsetzen:
www.jung-gefluechtet-selbstbestimmt.de

10

Jung – Geflüchtet – Selbstbestimmt wird gefördert von der
Kreuzberger Kinderstiftung und der Stiftung Demokratische Jugend.

Der LJR Berlin

Projekte

Mitgliedsverbände

Wie geht es weiter? Ausblick auf 2016

Politischer Abend 2015
Wie wichtig Angebote aus der Jugend(verbands)arbeit für junge Geflüchtete sind, wurde beim
politischen Abend des Landesjugendring Berlin
am 7. Oktober 2015 im Impact Hub Berlin deutlich: Die rund 120 Besucher_innen konnten an
Hand von Beispielen aus der Praxis sehen, wie
das Engagement von Jugendverbänden, Jugendbildungsstätten und anderen Trägern der freien
Jugendhilfe jungen Geflüchteten selbstbestimmte
Räume eröffnet. Die anschließende Diskussion
zeigte aber auch, dass die Politik bessere Rahmenbedingungen für Geflüchtete und zivilgesellschaftliches Engagement schaffen muss.

››

Einen Bericht zum Politischen Abend gibt es
unter www.jung-gefluechtet-selbstbestimmt.
de/blog/bericht-politischer-abend-2015

Durch das Förderprojekt Jung – Geflüchtet –
Selbstbestimmt konnte der Landesjugendring
Impulse in der Arbeit mit jungen Geflüchteten
setzen. Doch es ist notwendig, das zivilgesellschaftliche Engagement in diesem Bereich
weiter­hin zu stärken. Auch 2016 fördert der
Landesjugendring Berlin daher Angebote von
Berliner Jugendverbänden, Jugendbildungsstätten und Migrant_innenjugendselbstorgani­
sationen in Kooperation mit der Kreuzberger
Kinderstiftung und dem Land Berlin.

Ansprechpartnerin beim LJR Berlin:
Jaqueline Kauka
Projektreferentin Partizipation – Bildung – Integration
Projektreferentin Jugendmigrationsbeirat
kauka@ljrberlin.de
(030) 818 861-02

11

Juleica –
Die Jugendleiter_innen-Card

Was ist die Juleica?
Die Jugendleiter_innen-Card Juleica ist ein
bundes­weit einheitlicher Ausweis für ehrenamt­
liche Mitarbeiter_innen in der Jugendarbeit.
Alle ausgebildeten Jugendleiter_innen erhalten sie als Legitimation und als Nachweis ihrer
Qualifikation. Eine Juleica bekommt nur, wer
ehrenamtlich engagiert ist, den Nachweis über
eine erfolgreich absolvierte Schulung vorweisen
kann und einen Kurs in Erster Hilfe belegt hat.
Getragen wird die Juleica vom Land Berlin; der
Landesjugendring agiert als Juleica-Zentralstelle.
Der Landesjugendring als
Juleica-Zentralstelle
Die Juleica besser machen: Als Zentralstelle
übernimmt der Landesjugendring vor allem Aufgaben der Qualitätsentwicklung und -sicherung
rund um das Thema Juleica. Dazu gehört es,
Konzepte zu erstellen und umzusetzen, um die
Juleica nachhaltig attraktiver für junge Menschen zu machen. Der Landesjugendring ist
aber auch Ansprechpartner für Jugendliche und
Träger, die Fragen rund um das Thema Juleica
haben. Neben der Öffentlichkeitsarbeit bringt der
Landes­jugendring außerdem alle Akteur_innen
aus dem Netzwerk zusammen, die zum Themen­
feld Juleica arbeiten und entwickelt die Juleica-­
Schulungsunterlagen regelmäßig weiter. Zu den
Aufgaben der Juleica-Zentralstelle gehört auch
die Anerkennung von Trägern, die für bei ihnen
ehrenamtlich engagierte Jugendliche die Juleica
beantragen können. Zudem ist sie für das Online-­
Antragsverfahren und alle damit ver­bundenen
Fragen verantwortlich.

12

2.284

Berliner Jugendliche haben eine Juleica

Der LJR Berlin

Projekte

Mitgliedsverbände

Die Kommission Juleica
Die Kommission Juleica ist ein Gremium im
Landesjugendring, das den Vorstand und
Hauptausschuss zu allen Belangen der Juleica
berät. Die Kommission ist insbesondere offen
für Interessierte aus den Mitgliedsverbänden
des Landesjugendring, die sich mit pädago­
gischen und organisatorischen Fragen rund um
die Juleica befassen. Sie hat die Aufgabe, die
Mitgliedsverbände bei allen Fragen rund um
die Juleica-Ausbildung zu unterstützen und
zu beraten. Auch setzt sie sich dafür ein, dass
das Ehrenamt in Jugendverbänden sowohl im
politischen, wie auch im wirtschaftlichen Raum
wahrgenommen wird.
Unsere Mission: Anerkennung fürs Ehrenamt!
Der Landesjugendring Berlin setzt sich besonders für die gesellschaftliche Anerkennung des
ehrenamtlichen Engagements junger Menschen
ein. Juleica-Inhaber_innen erhalten zum Beispiel
gegen Vorlage des Ausweises bei zahlreichen
Partner_innen und Unterstützer_innen Rabatte
und Vergünstigungen.
Der Landesjugendring will in Zukunft verstärkt
Kooperationen mit Berliner Hochschulen herstellen, die die Juleica-Ausbildung und das
ehrenamtliche Engagement als Studienleistung
anerkennen. An den Hochschulen gibt es bisher
weder eine Regelung, die nachgewiesene Qualifikation für Wartesemester noch für Credit Points
anrechnen zu können.
Zweimal jährlich erscheint die gemeinsame
Weiter­bildungsbroschüre der Landesjugend­ringe
Berlin und Brandenburg. Darin finden Hauptund Ehrenamtliche sowie Juleica-Inhaber_innen
attraktive Fort- und Weiterbildungsangebote.
Juleica 2016: Wo geht es hin?

››

››

Auch 2016 wird sich der Landesjugendring
für eine bessere Anerkennungskultur von
ehren­amtlichem Engagement junger Menschen einsetzen.
Die Landesjugendringe Berlin und Brandenburg stellen gemeinsam ein Portal online,
auf dem Referent_innen zu verschiedenen
Themen der Jugendverbandsarbeit recherchiert werden können.

››

››

Das Modul „Rechtliche Grundlagen” im
Juleica-­Handbuch und die Broschüre „Rechtsratgeber für Jugendleiter_innen” werden
überarbeitet.
Die Landesjugendringe Berlin und Branden­
burg arbeiten gemeinsam an einer zerti­
fizierten Trainer_innenausbildung mit dem
Schwerpunkt „außerschulische Jugendarbeit”.

Freie Fahrt für’s Ehrenamt
Eislaufen, Riesenrad fahren oder Gruseln gehen:
Am internationalen Tag des Ehrenamts, dem
5. Dezember 2015, bekamen junge Ehrenamtliche
bei vielen Berliner Institutionen freien Eintritt.
Mit der Aktion bedankte sich der Landesjugend­
ring bei den Jugendleiter_innen in Berlin für ihr
Engagement.
Auf dem Rummel am Alexa konnten die Jugend­
lichen kostenlos die Fahrgeschäfte nutzen, auf
dem Potsdamer Platz eislaufen oder die Wachsfiguren bei Madame Tussauds besuchen, sich im
Berlin Dungeon gruseln, in den Yorck-Kinos Filme
schauen und bei Curry 36 gratis eine Currywurst
essen. Auch in Zukunft wird sich der Landes­
jugendring am Tag des Ehrenamts eine Aktion für
die rund 2.300 Juleicainhaber_innen in der Stadt
ausdenken.

Ansprechpartnerin beim LJR Berlin:
Laura Reiser
Referentin für Jugendverbandsarbeit
reiser@ljrberlin.de
(030) 818 861-04

13

Freiwilliges Soziales Jahr

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Viele ehemalige FSJler_innen bleiben ihrer
Einsatzstelle auch nach dem Jahr verbunden.
Sie engagieren sich weiterhin in der Arbeit mit
Kindern und Jugendlichen oder auch im Vorstand des Verbands. Ein Großteil der ehemaligen
FSJler_innen beginnt im Anschluss an das FSJ
eine Ausbildung oder ein Studium im pädagogischen Bereich.

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Und was kommt nach dem FSJ?

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Die Arbeitsfelder sind so vielseitig wie die
Einsatzstellen: In Jugendverbänden planen die
­FSJler_innen Gruppenstunden, Arbeitsgemein­
schaften oder Projekttage und führen diese
durch, bauen Schüler_innencafés auf oder unter­stützen Sozialarbeiter_innen bei ihrer täglichen
pädagogischen Arbeit. Sie organisieren Ferien­
reisen und Wochenendseminare zu unterschiedlichen Themen oder helfen dabei, die Mitbestimmungskultur junger Menschen an Schulen zu
stärken.

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Die Freiwilligen unterstützen mit ihrem Dienst
die Jugend(verbands)arbeit, orientieren sich
beruflich im pädagogischen und sozialen Bereich
und können sich persönlich weiterentwickeln.
Die derzeit 32 Einsatzstellen sind über ganz
Berlin verstreut – von Kladow bis Buch und von
Konradshöhe bis Marzahn.
Was machen die Jugendlichen in ihrem FSJ?

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Seit 2010 agiert der Landesjugendring Berlin als
Träger des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) und
vermittelt jährlich junge Berliner_innen bis 24
Jahre in Jugendverbände und Jugendbildungsstätten.

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Das FSJ-Projekt wird gefördert aus Mitteln der Europäischen Union (Europäischer
Sozialfonds) sowie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

14

Der LJR Berlin

Projekte

Mitgliedsverbände

„Ich hätte nicht gedacht,
dass ich in meinem FSJ
so viel bewegen kann”
Erfahrungen aus dem FSJ über
den Landes­jugendring Berlin 2015

Unterschiedliche Menschen
und Raum für eigene Ideen

Für Berit Bentert sind die großen Pausen an der
Hufeland-Schule in Berlin-Buch mehr als nur eine
Verschnaufpause: In einem Klassenraum bietet
sie einen Gesprächskreis zum Thema Migration an.
Regelmäßig klärt sie unterschiedliche Schüler_innengruppen über die europäische Asylpolitik auf
und wie schwer die Situation für Geflüchtete ist. In
der Nachbarschaft wurde vor kurzem eine Flüchtlingsunterkunft eröffnet, seitdem kursieren Gerüchte
auf dem Schulhof. „Ich möchte die Schüler_innen
zum Nachdenken bringen”, sagt Berit.

Ein Jahr lang hilft Berit den Schulsozialpädagog_innen bei der alltäglichen Arbeit, unterstützt
die Lehrerin der Willkommensklasse für junge
Geflüchtete im Unterricht und hat ein offenes Ohr
für die Fragen und Probleme der Schüler_­innen.
Sie ist froh, sich nach der Schule für das FSJ
entschieden zu haben: „Ich kann hier viele Teile
der Jugendverbandsarbeit kennenlernen und
habe ganz viel mit unterschiedlichen Menschen
und Charakteren zu tun.”

Seit einigen Monaten unterstützt die 20-Jährige
im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres die
Schulsozialarbeit an der Integrierten Sekundarschule im Norden Berlins. Die Hufeland-Schule
arbeitet seit 2006 mit dem Jugendbund djoDeutscher Regenbogen zusammen. Der Berliner
Landesverband gehört zum Landesjugendring
­Berlin, der Jugendlichen das Freiwillige ­Soziale Jahr
bei seinen Mitgliedern und Partnern ver­mittelt.

Den Gesprächskreis hat die FSJlerin selbst angestoßen und umgesetzt. Inzwischen habe sich das
Klima gegenüber Geflüchteten an der Hufeland-­
Schule stark verändert. Nach den Gesprächsrunden
hätten die Schüler_innen sogar auf eigene Faust
begonnen, den Neuankömmlingen die Umge­bung
zu zeigen und zu helfen, wo es geht. „Ich hätte
nicht damit gerechnet, dass ich mit meiner Idee so
etwas bewegen kann und die Leute von sich aus
so aktiv werden”, freut sich Berit.

Das FSJ-Programm 2015
In diesem Jahr wurde das FSJ-Programm des
Landesjugendring auf 40 Plätze erweitert und
gegenüber weiteren Einsatzstellen ­geöffnet.
Seit September 2015 können nun auch Träger
der Kinder- und Jugendarbeit Einsatz­stelle
werden, die nicht Mitgliedsverband des Landes­
jugendring sind. Waren bis August 2015 noch
21 Freiwillige im Einsatz, so hat sich die Teilnehmendenzahl mit Start des Jahrgangs 2015/16
auf 39 Freiwillige erhöht. Ab Januar 2016 werden sich 40 Jugendliche und junge Erwachsene
über das FSJ-Programm des LJR engagieren.

Ansprechpartnerinnen beim LJR Berlin:
Katrin Brünjes
Referentin Freiwilliges Soziales Jahr
bruenjes@ljrberlin.de
(030) 818 861-07
Britta Höke
Referentin Freiwilliges Soziales Jahr
hoeke@ljrberlin.de
(030) 818 861-06
Eva Billen
Sachbearbeiterin Freiwilliges Soziales Jahr
billen@ljrberlin.de
(030) 818 861-08

15

Partizipation – Bildung – Integration

Gleichzeitig stärkt er die Partizipation von MJSO
in seinen eigenen Strukturen. Ein wichtiges
Anliegen ist es auch, die interkulturelle Öffnung
von Jugend­verbänden zu unterstützen und zu
begleiten.
Wie werden die Ziele umgesetzt?

Berlin und Hamburg sind als bunte, vielfältige
und dynamische Großstädte bekannt, in denen
viele junge Menschen mit (familiärer) Zuwanderungsgeschichte leben. Diese Vielfalt muss sich
auch in Jugendverbänden und -ringen widerspiegeln.
Der Landesjugendring Berlin und der Landes­
jugendring Hamburg arbeiten seit 2013 gemeinsam daran, durch das Projekt „Partizipation –
­Bildung – Integration” die interkulturelle Öffnung
der Jugendverbandsarbeit auszubauen und die
Übertragung der Erkenntnisse und Erfahrungen
auf andere Ballungsräume zu ermöglichen.
Welche Ziele hat das Projekt?
Der Landesjugendring unterstützt Migrant_innen­
jugendselbstorganisationen (MJSO) dabei, stabile Strukturen aufzubauen und zu entwickeln.

Der Landesjugendring unterstützt die Verbände
bedarfsorientiert durch Workshops, Coachings
und Beratungen zu Themen der Organisationsentwicklung und der interkulturellen Öffnung.
Gemeinsam werden Fachtagungen veranstaltet
und Publikationen veröffentlicht. Wichtig ist
außer­dem die Vernetzung aller beteiligten
Jugendverbände und die Vermittlung und Initiierung von Kooperationen untereinander.
Interkultureller Austausch in
Jugendverbänden
Seit 2015 lädt der Landesjugendring Berlin zu
einer Gesprächsrunde über interkulturelle Öffnung und diversitätsbewusste Jugend(verbands)arbeit ein. Jugendverbände verständigen sich
hier darüber, wie diese Themen in den jeweili­
gen Verbänden verhandelt werden. Ebenfalls
2015 schlossen sich Vertreter_innen der Evange­
lischen Jugend mit dem Bund der Deutschen
Katholischen Jugend in Berlin und der Muslimischen Jugend zu einem interreligiösen Netzwerk
zusammen.

Das Projekt wird in Kooperation mit dem LJR Hamburg durchgeführt und durch das
Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und die Länder Berlin und Hamburg gefördert.

16

Der LJR Berlin

Projekte

Mitgliedsverbände

Was sind Migrant_innenjugend­
selbstorganisationen (MJSO)?
Migrant_innenjugendselbstorganisationen sind
Jugendverbände, die insbesondere die Interessen
junger Menschen mit (familiärer) Zuwanderungsgeschichte vertreten und sich für deren soziale,
politische und gesellschaftliche Gleichstellung
einsetzen. Ihr Ziel ist es, Partizipationsmöglichkeiten in allen gesellschaftlichen Bereichen zu fördern. MJSO sind mit ihren vielfältigen Angeboten
offen für alle Jugendlichen.

Der Jugendmigrationsbeirat Berlin
Neun Berliner MJSO haben sich 2015 zum
Jugend­migrationsbeirat zusammengeschlossen.
Im Jugendmigrationsbeirat werden die Interessen von jungen Menschen mit (familiärer)
Zuwanderungsgeschichte gebündelt, sichtbar
gemacht und vertreten. Gleichzeitig bildet
sich mit dem Beirat ein Expert_innenkreis für
jugend- und integrationspolitische Themen, der
Politik und Verwaltung sowie andere zivilgesell­
schaftliche Akteure in ihrer Arbeit begleiten
kann. Der Landes­jugendring Berlin unterstützt
den Jugend­migrationsbeirat Berlin in der Einrichtung und dem Aufbau einer Geschäftsstelle
ab Januar 2016.

Gründungsmitglieder des
Jugendmigrationsbeirats Berlin

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Ausblick 2016: Wie geht es weiter?

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Der neu gegründete Jugendmigrations­
beirat wird in Kooperation mit dem Landes­
jugendring Berlin seine Geschäftsstelle
einrichten und die Organisation aufbauen.
Geplant sind bereits eine Gründungsveranstaltung, Diskussions­runden und ein Jugendkongress im Herbst.
Mit dem Titel „Gemeinsam wachsen. Jugendverbände gestalten Vielfalt” findet am 13. Juni
2016 die Abschlusstagung von „Partizipation – Bildung – Integration” statt. Hier werden
sich verschie­dene Akteure der Jugend(verbands)arbeit mit dem Themenfeld „Diversitäts­bewusstsein” ausein­an­dersetzen.
Bis dahin wird der Landesjugendring die laufen­den Angebote fortführen. Zu den Themen
„Diversitätsbewusstsein” und „interkulturelle
Öffnung” werden weiterhin Coachings, Beratungen und Workshops für Jugendverbände
angeboten.

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	 maro Foro e.V.
A
www.amaroforo.de
Assyrische Jugend Berlin
www.facebook.com/AJBe.V
	Bund der Alevitischen Jugend in der
Alevitischen Gemeinde zu Berlin e.V.
www.alevi.org
	DIDF-Jugend Berlin
www.didf-jugend.de
	Jugendbund djo-Deutscher Regenbogen,
Landesverband Berlin e.V.
www.djo-bb.de
	Jugend- und Kulturgemeinschaft Berlin e.V.
www.juk-berlin.de
	KOMCIWAN – Kurdischer Kinder- und
Jugendverein Berlin e.V.
www.komciwanberlin.de
	Muslimische Jugend in Deutschland
www.mjd-net.de
	Young Voice TGD e.V.
www.youngvoicetgd.de

Ansprechpartnerin beim LJR Berlin:
Jaqueline Kauka
Projektreferentin Partizipation – Bildung – Integration
Projektreferentin Jugendmigrationsbeirat
kauka@ljrberlin.de
(030) 818 861-02

17

Der Landesjugendring als
Zentralstelle für Jugendverbands- und
­Jugendbildungsstättenförderung

Die öffentlichen Fördergelder für Jugendverbände und Jugendbildungsstätten des Landes Berlin
vergibt der Landesjugendring seit Juli 2015
als beliehenes Unternehmen des Landes. Was
das bedeutet, erklären Silke Rühmann und Ingo
Harloff, die Sachbearbeiter_innen für Förderung
beim Landesjugendring.
Was bedeutet es, dass jetzt der Landes­jugend­ring die Fördergelder vergibt und
nicht mehr die Senatsverwaltung?
Wie schon in der Vergangenheit beraten und
begleiten wir unsere Mitgliedsverbände, wenn
es Fragen zur Förderung gibt. Neu ist, dass die
Anträge jetzt auch von uns geprüft werden und
wir die Zuwendungsbescheide im Auftrag des
Landes ausstellen. Dabei arbeiten wir eng mit
der Senatsverwaltung zusammen. Auch die
Auszahlung der Mittel sowie die Prüfung der
Verwendungsnachweise erfolgt nun durch uns.
Welche Vorteile hat das für die Jugend­
verbände und den Landesjugendring?
Wir unterstützen in erster Linie die Arbeit unserer
Mitgliedsverbände. Mit den Landesmitteln soll
ja die konkrete Jugendverbands- und -bildungs­
arbeit gefördert werden. Wir sehen uns da in
einer Dienstleistungsrolle für die Zuwendungsempfänger und können diese durch die Übernahme der Aufgaben effektiver unterstützen. Das
stärkt natürlich auch die Selbstverwaltung und
die eigenverantwortliche Tätigkeit der Jugendverbände und ihrer Jugendgruppen und des
Landesjugendrings – so wie es das Kinder- und
Jugendhilfegesetz auch vorsieht.

18

Ist es jetzt einfacher für die Mitglieder,
Anträge zu stellen?
Die Förderrichtlinien und die anderen Regularien
gelten selbstverständlich weiterhin. Wir bemühen uns aber, das Antragsverfahren zu verschlanken und bei der Gestaltung von Formularen vor
allem die Perspektive der Antragsteller einzunehmen. Es darf kein Hindernis sein, an Förder­
gelder zu gelangen, daher ist es wichtig, den
Prozess für alle Beteiligten möglichst einfach und
verständlich zu gestalten.

Ansprechpartner_innen beim LJR:
Silke Rühmann
Sachbearbeiterin Förderung
ruehmann@ljrberlin.de
(030) 818 861-14
Ingo Harloff
Sachbearbeiter Förderung
harloff@ljrberlin.de
(030) 818 861-15

Der LJR Berlin

Projekte

Mitgliedsverbände

Aussenvertretungen:
Wo sich der Landesjugendring noch für
die Interessen Jugendlicher einsetzt

Der Landesjugendring Berlin setzt sich in zahlreichen Netzwerken, Ausschüssen und Arbeitsgruppen
für die Interessen von Kindern und Jugendlichen ein und vertritt hier ihre Anliegen. Diese Auswahl soll
einen Überblick über die wichtigsten Außenvertretungen im Jahr 2015 geben.

Arbeitsgemeinschaft
für Kinder- und
Jugendhilfe

aktiv in Berlin –
Landesnetzwerk
Bürgerengagement

Arbeitsgruppe
Anerkennungskultur
für ehrenamtliches
Engagement

Beratungsnetzwerk
gegen Rechtsextremismus der Berliner
Landes­stelle für
Gleichbehandlung –
gegen Diskriminierung

Berliner Netzwerk
gegen sexuelle Gewalt

Bildungsverbund für
die internationale
Jugendbegegnungsstätte Sachsenhausen  e.V.

Deutscher
Bundesjugendring

Landesarbeits­
gemeinschaft nach
§78 SGB VIII: Mitbestimmung von Kindern
und Jugendlichen

Landesausschuss für
Jugendarbeitsschutz

Landesjugendhilfe­
ausschuss des Landes
Berlin

Landeskoordinierungskreis „Kinder- und
Jugendpartizipation in
Berlin”

Musikschulbeirat

Rundfunkrat des rbb

Steuerungsgruppe
Jugend-Demokratiefonds

Vorstand und
­Kura­torium Stiftung
Demokratische Jugend

Stiftungsrat Jugendund Familien­stiftung

19

Wohin im
Jahr 2016?
Junge Geflüchtete
Das Engagement für junge Geflüchtete in Jugendverbänden und Jugendbildungsstätten ist sehr hoch. Dazu konnte der Landesjugend­ring durch
das Förderprojekt „Jung – Geflüchtet – Selbstbestimmt” (siehe Seite 10)
bereits 38 Projekte der Jugend- und Jugendverbandsarbeit mit jungen
Geflüchteten unterstützen. Nach der ersten Förderrunde wurde deutlich:
Die Rahmenbedingungen für das zivilgesellschaftliche Engagement der
Jugendverbände und anderer Akteure müssen verbessert werden. Daher
fördert der Landesjugendring auch 2016 Angebote von Berliner Jugendverbänden, Jugendbildungsstätten und Migrant_innenjugendselbst­
orga­nisationen in Kooperation mit dem Land Berlin und der Kreuzberger
Kinderstiftung. Darüber hinaus wird der Landesjugendring ein öffent­
liches Forum aufbauen, das auf die Interessen, Rechte und Bedürfnisse
von jungen Geflüchteten in Berlin aufmerksam macht und ihnen so eine
Möglichkeit bietet, der eigenen Stimme Gehör zu verschaffen.

Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin 2016
Jugend wählt Berlin – unter diesem Motto startet der Landesjugendring 2016 eine Kampagne im Vorfeld der Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin am 18. September. Denn Berlin wächst: Es gibt
immer mehr Kinder und Jugendliche, mehr Kinder und Jugendliche
mit Migrationshintergrund und mehr junge Geflüchtete in der Stadt.
Doch die Bedürfnisse dieser Gruppen nach Wohnraum, Freiräumen,
Lebensqualität oder Mitbestimmung spielen in der politischen
Debatte und der öffentlichen Diskussion zumeist nur eine untergeordnete Rolle. Mit der Forderung des Monats und einem „Jungen
Wahlprogramm für Berlin” möchte der Landesjugendring die Berliner
Politik auffordern, sich entschiedener für die Interessen und Belange
von Kindern und Jugendlichen in Berlin einzusetzen.

20

Der LJR Berlin

Projekte

Mitgliedsverbände

Jugendmigrationsbeirat
Ab 2016 unterstützt der Landesjugendring den neu gegründeten Jugendmigrationsbeirat (siehe Seite 17) bei der Einrichtung und dem Aufbau
einer unabhängigen Organisation und Geschäftsstelle. In Zukunft soll der
Jugendmigrationsbeirat als Expert_innenkreis für jugend- und integrationspolitische Fragen Politik und Verwaltung sowie andere zivilgesellschaftliche Akteure in ihrer Arbeit begleiten.
Neben einer Gründungsveranstaltung sind in diesem Jahr zwei Diskus­
sionsrunden und ein Jugendkongress geplant.

Juleica und Ehrenamt
Mehr Anerkennung für die Jugendleiter_innen-Card „Juleica”: Auch 2016
wird sich der Landesjugendring für eine bessere Anerkennungskultur von
ehrenamtlichem Engagement junger Menschen einsetzen. Dafür möchte
er Kooperationen mit Hochschulen herstellen, die die Jugenleiter_innen-­
Ausbildung mit Credit Points im Rahmen ihrer Studiengänge anerkennen.
Eine Datenbank für Referent_innen unterschiedlicher jugendrelevanter
Themenbereiche werden die Landesjugendringe in Berlin und Branden­
burg in diesem Jahr gemeinsam aufbauen. Durch das Online-Portal
können Jugendverbände, Jugendbildungsstätten und andere Träger der
Jugendhilfe schnell einen Überblick bekommen, welche Expert_innen
sich am besten für ihre Veranstaltungen, Weiterbildungen oder Seminare
eignen.
Darüber hinaus bietet der Landesjugendring Berlin wie in jedem Jahr
Workshops und Weiterbildungen für Haupt- und Ehrenamtliche an und
entwickelt die Juleica-Schulungsmaterialien weiter.

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Berichte der ­Jugendverbände
im Landes­jugendring Berlin 2015

*Zahlen der Maßnahmenstatistik 2014

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Der LJR Berlin

Projekte

Mitgliedsverbände

621.119
Kinder und Jugendliche

erreichen die Jugendverbände in Berlin*

78

Internationale Begegnungen
organisierten die Jugendverbände*

155
Ferienangebote

machten Jugendverbände Kindern
und Jugendlichen in Berlin*

608
Kurse

boten die Jugendverbände an*

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Berliner
JUGEND
FEUERWEHR

Berliner Jugendfeuerwehr

Berliner Jugendrotkreuz

Das Jahr 2015 war für die Berliner Jugendfeuerwehr eine
aufregende und abwechslungsreiche Zeit. Es war, so könnte
man fast sagen, das Jahr der Jubiläen. Nicht nur Berlin
feierte 25 Jahre Wiedervereinigung – auch die Berliner
Feuerwehr wurde durch den Wegfall der Mauer wieder zu
einer Feuerwehr vereint. Viele Feuerwehren in Berlin gründeten damals eine Jugendfeuerwehr. Daher konnten auch
viele unserer 46 Jugendgruppen letztes Jahr ihr 25-jähriges
Bestehen feiern.

Das Berliner Jugendrotkreuz (JRK) ist der Jugendverband
des Deutschen Roten Kreuzes für alle Kinder und Jugend­
l­ichen von sechs bis 27 Jahren. Jede_r kann mitmachen –
freiwillig und kostenlos. Im Zeichen der Menschlichkeit
übernehmen in Berlin aktuell 800 Kinder, Jugendliche und
junge Erwachsene selbstbestimmt Verantwortung, leben
Demokratie und setzen sich für andere ein.

Ein besonderes Jubiläum stand aber auch für die Berliner
Jugendfeuerwehr ins Haus. 2005 trafen sich im Jugenddorf
Müggelsee zum ersten Mal Jugendfeuerwehren aus allen
Direktionen zum gemeinsamen Lernen. So wurde also im
letzten Jahr das zehnte Schulungslager der Berliner Jugend­
feuerwehr mit über 200 Teilnehmer_innen veranstaltet und
gefeiert. Dieser Erfolg zeigt uns, dass es möglich ist, auch
in einer großen Stadt wie Berlin mit ihren ganz unterschied­
lichen Schwerpunkten Gemeinsamkeiten zu finden und
diese zusammen zu fördern. Ein tolles Zeichen dafür, dass
wir eine Jugendfeuerwehr sind und gemeinsam unsere
Arbeit gestalten können. Dieses Feeling durften wir auch
bei vielen anderen Veranstaltungen in der gesamten Stadt
erleben.
Weitere Schwerpunkte 2015
YOU 2015 – Europas größte Jugendmesse
Versorgungspunkt BMW-Marathon 2015
Fußballturnier aller Jugendfeuerwehren

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In fast allen Berliner Bezirken gibt es Kinder- und Jugendgruppen, die sich wöchentlich treffen und sich mit Erster
Hilfe, Zivilcourage und mit den Inhalten der Rotkreuzbewegung beschäftigen. Es gibt immer auch Raum für gemeinsames Spielen, Kochen und Austausch. Daneben bieten 40
Schulen eine Schulsanitätsdienst-AG an, in denen wir den
Jugendlichen zeigen, wie sie ihre eigene Schule sicherer
machen und im Notfall schnell helfen können. Das gelernte
Wissen wurde auch 2015 an öffentlichen Veranstaltungen
eingesetzt: Auf dem Weltkindertagsfest am Potsdamer
Platz stellte das Berliner JRK den Sanitätsdienst, auf einem
Aktionstag für junge Geflüchtete zeigten Ehrenamt­liche
den Kindern aus einer Gemeinschaftsunterkunft ihr Können
und haben das an sie weitergegeben. Auch haben sich
dieses Jahr über 20 Jugendliche zu Sanitäter_innen ausbilden lassen und es konnte wieder eine Juleica-Schulung
durchgeführt werden.
Weitere Schwerpunkte 2015
	„Aktionstag Erste Hilfe” mit gut 20 Kindern aus einer
Flüchtlingsunterkunft in Reinickendorf
›› 	Schulungswochenende mit nächtlichem Postenlauf
für alle Schulsanitätsdienstler_innen in der Jugend­
bildungsstätte Blossin
›› 	Mimenschulung mit einem Profi in Notfalldarstellung
und einer Theaterpädagogin: Jugendliche ­beschäftigen
sich damit, wie man Krankheitsbilder realistisch
­darstellt und an welchen körperlichen Merkmalen man
zum Beispiel einen Schlaganfall erkennt.

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Der LJR Berlin

Projekte

Mitgliedsverbände

Bund der Alevitischen Jugendlichen –
Landesverband Berlin

Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ)
Diözesanverband Berlin

Der diesjährige Schwerpunkt lag bei dem BDAJ Berlin auf
dem Menschen. Der Mensch ist allgegenwärtig und steht
im Mittelpunkt. In der alevitischen Glaubenslehre steht der
Mensch in seiner Eigenverantwortung vor Gott und sein
Verhältnis zum Mitmenschen, da in jedem Menschen und
dem Kosmos die göttliche Wahrheit verborgen liegt. Um
die Grundpfeiler der alevitischen Glaubenslehre zu befolgen, hat der BDAJ stets mit dessen Jugendlichen verschiedene Projekte ausgeführt. Andere Glaubensrichtungen
haben den BDAJ tatkräftig unterstützt.

Der BDKJ ist der Dachverband der katholischen Jugendverbände. Unsere Mitgliedsverbände sind eigenständige
Verbände mit eigenen Zielsetzungen und Strukturen.
Gemeinsam stehen sie ein für Freiwilligkeit, christliche
Ziel- und Werteorientierung, Selbstbestimmung innerhalb
demokratischer Strukturen, Selbstorganisation, qualifizierte Ehrenamtlichkeit und die Interessenvertretung von
Kindern und Jugendlichen. Im Land Berlin vertritt der BDKJ
die Interessen von über 65.000 Kindern und Jugendlichen
im Alter von sechs bis 27 Jahren.

Es fanden Projekte in allen Bereichen statt, wie zum Beispiel
in der Freizeit, im gesellschaftlichen oder im sozialen Bereich. Es werden vermehrt kulturelle Projekte mit Geistlichen durchgeführt. Eine Freizeitaktivität, die wir gerne mit
den Jugendlichen machen, ist Bowling spielen oder ins Kino
gehen. Bei Kinobesuchen schauen wir uns passende Filme
zu den verschiedensten Themen an. Diskussionsabende mit
sorgfältig ausgewählten Themen wurden ebenfalls meh­
rere Male besprochen. Im Jahr 2015 haben wir außerdem
Benefizkonzerte für verschiedene Hilfs­organisationen
organisiert und durchgeführt. Weitere Projekte für 2016
sind in Planung.

Ein Schwerpunkt für den BDKJ als Dachverband war
die Stärkung unserer Aktivitäten in der internationalen
Jugendarbeit. Mit der Teilnahme am deutsch-israelischen Jugendkongress und der Vorbereitung einer neuen
Jugend­begegnung wollen wir junge Menschen aus beiden
Ländern zusammenbringen und ihnen Freiräume für den
persönlichen Austausch und gesellschaftspolitische Diskussionen geben. Dabei setzten wir auf kreative Methoden
und jugendgerechte Veranstaltungsformate, welche von
den Jugendlichen von an Anfang mitgestaltet werden.

Weitere Schwerpunkte 2015
Kinderfest für Flüchtlingskinder und Eltern
Nationaler Austausch
Kulturelle Exkursionen und Veranstaltungen

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Weitere Schwerpunkte 2015
Heilige im Ostseestrand: Unser Bistumsjugendtag unter
dem Motto „SaintVenture” mit hunderten Jugendlichen
in Zinnowitz
›› Auszeichnung im Schloss: Bundespräsident Gauck ehrte
unsere Diözesanvorsitzende Kristin Platek mit dem
Bundesverdienstkreuz
›› Politik im Blick: Unser U28-Projekt zum Themenbereich
Flucht und Asyl im Bezirk Steglitz-Zehlendorf

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Bund Deutscher PfadfinderInnen (BDP) Berlin

BUNDjugend Berlin

Passend zum Europäischen Jahr für Entwicklung organisierte der BDP Seminare und Aktionen rund um das Thema
Nachhaltigkeit und Globalisierung, u.a. die Kleidertauschbörse „Klamöttchen Wechsel Dich” und ein Seminar zu
­globaler Landwirtschaft. „Wie können wir möglichst konkret
durch unser Einkaufsverhalten die Wirtschaft beeinflussen?”, war unsere zentrale Leitfrage. Tauschen statt neu
kaufen? Wie alte Klamotten wieder aufpeppen? Wie viele
Klamotten braucht der Mensch eigentlich? Lebensmittel
retten – aber wie? Fleisch essen: ja – nein – vielleicht – wie
oft? Regional, lokal, saisonal? Diese und andere Fragen
bewegten uns. Standpunkte erörtern und Alternativen kennen lernen, Theorie und Praxis waren zentral. Wichtig war
uns eine stärkere Einbindung von Expert_innen, weshalb
wir die Kooperation mit der NRO INKOTA verstärkten, die
zum Beispiel die Kampagne für saubere Kleidung koordi­
niert und über Fachreferent_innen zu globalen Themen
verfügt. „Denn”, so das Fazit des Jahres, „der Weltmarkt ist
zu komplex, um immer alle Vor- und Nachteile beim Kauf
zu durchblicken, egal ob es um Klamotten, Lebensmittel
oder anderes geht. Wissenstransfer und ein Bewusstsein
für Alternativen sind das A und O, denn WIR wollen eine
gerechtere Welt!

2015 zog sich bei der BUNDjugend Berlin – mehr noch als
in den Jahren zuvor – das Thema interkulturelle Zu­sam­
menarbeit als roter Faden durch die Aktivitäten. Zur Tradition
gehören dabei bereits die internationalen Begeg­nungen,
die die BUNDjugend Berlin organisiert: 2015 mit so spannenden Austauschländern wie Belarus und Ägypten. In
den Austauschen mit jungen Umwelt- und Klimaschützer_innen ging es dieses Jahr unter anderem um die Themen konventionelle Energieproduktion, Landwirtschaft und Urban
Gardening. In Minsk, Kairo und Berlin boten die Austausche
so eine Plattform, um neue Perspek­tiven kennenzulernen,
Lösungen für gemeinsame Probleme zu erarbeiten und den
Horizont der Teilnehmenden zu erweitern. 2016 freuen wir
uns, die neu­gewonnenen Kontakte nach China mit einem
Austausch auszubauen.

Weitere Schwerpunkte 2015
›› Ferienfreizeiten im Sommer für Kinder aus
­Flüchtlingsunterkünften
›› Per Rad durch Südfrankreich ans Mittelmeer
›› Inklusionswochenende

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Das Thema Urban Gardening nutzt auch der im Frühjahr
neugegründete Arbeitskreis Refugees, der gemeinsam mit
jungen Geflüchteten Flüchtlingsunterkünfte begrünt und
so nicht nur einen positiven Beitrag zur Lebensqualität
­leistet, ­sondern auch eine spannende Austauschmöglichkeit zwischen jungen Menschen bietet. Besonders schön:
Auch 2016 wird diese Aktivität fortgesetzt und auf weitere
Gruppen ausgedehnt.
Weitere Schwerpunkte 2015
„Fairer Welthandel statt TTIP und CETA!” war 2015 eine
Kernforderung der BUNDjugend auf Demos und bei
eigenen Aktionen.
›› Mit vielfältigen Workshops waren unsere BildungsAgent_innen wieder an vielen Berliner Schulen unterwegs.
›› Berlins Klimaschutzpolitik verfolgen wir seit 2015 wieder mit unserem neugegründeten Klimateam kritisch.

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Der LJR Berlin

Projekte

Mitgliedsverbände

-OSTWERK

Landesverband
Berlin-Brandenburg

CVJM-Ostwerk e.V., Landesverband Berlin-Brandenburg

Deutsche Schreberjugend Landesverband Berlin e.V.

Bollerwagen – der CVJM fährt das
traditionsreiche Spielmobil in Reinickendorf

Ein Schwerpunkt unserer Arbeit in 2015 bestand in der
Etablierung und dem Ausbau des erfolgreichen Patenförsterprojektes Schule im Wald®. Das einzigartige Kooperationsprojekt bietet seit 2008 Neuköllner oder Weddinger
Vor- und Grundschulkindern kontinuierlich die Möglichkeit,
den Wald als Lern-, Spiel- und Rückzugsraum zu erobern.
Die Kinder entdecken, erforschen und erfahren gemeinsam
mit zwei Waldpädagog_innen den Forst Grünau oder Blankenfelde. Für die meisten Kinder sind dies erste Begegnungen mit einem Wald und seinen Bewohnern. Hier können
sie sich frei bewegen, durchatmen und zur Ruhe kommen,
was sich positiv auf ihre seelische Gesundheit auswirkt.

Im Auftrag des Bezirksamtes Reinickendorf ist der CVJM
seit 2015 mit dem traditionsreichen Spielmobil „Bollerwagen” an verschiedenen Plätzen unterwegs. Oft brandet
Jubel auf, wenn die Kinder das rote Auto sehen. Für viele
hat die Langeweile ein Ende: Jetzt beginnt die Zeit zum
Spielen. Besonders bei den beiden Asylbewerber_innenheimen, zu denen wir fahren, ist das zu beobachten. Die
Kinder freuen sich, dass wir etwas Abwechslung in ihren
Alltag bringen, der zu oft nur aus Warten besteht. Viele der
Kinder haben Schlimmes erlebt.
Wunsch nach Abenteuern
Die Kistenrutsche ist mit Abstand das beliebteste Spielzeug.
Die Kinder lieben die rasante Fahrt auf der Rollenbahn. Wir
Mitarbeitende spüren dahinter den Wunsch nach Leben,
die Sehnsucht nach Abenteuer aber auch nach Zuwendung.
Über spielen, toben und erzählen baut sich Vertrauen auf.
Dabei werden wir immer wieder überrascht, wie schnell
die Kinder ihr Herz öffnen. Wir blicken dankbar auf diese
Erfahrungen zurück und sind begeistert darüber, welche
vielfältigen Möglichkeiten der Bollerwagen bietet, um
Zugang zu den Kindern und manchmal auch zu den Eltern
zu bekommen.
Weitere Schwerpunkte 2015
WandelBAR – Jugendfreizeitstätte in Kaulsdorf: lebendige offene Jugendarbeit mit spezieller Kochgruppe  –
lecker!
›› Menschen, die auf Schirme starren – YouTube-Künstler_innen live auf der Bühne erleben und kuriose Clips
sehen – hautnah!
›› Juleica-Schulung – 51 Jugendliche machen sich fit fürs
Ehrenamt – klasse!

››

Das Projekt genießt ein hohes Ansehen bei allen Beteiligten
sowie der Öffentlichkeit. Ende 2015 sammelte die Campus
Bildung im Quadrat gGmbH mit Hilfe einer Crowdfunding-­
Kampagne eine Fördersumme von 5.065 Euro für das Projekt im Neuköllner Reuterkiez. Schule im Wald® erreichte
damit Platz 1 der Kampagne. Weitere Schulen und Kitas
sowie neue Kooperationspartner wie die Deutsche Wildtier­
stiftung konnten gewonnen werden. Mit dem Ende der
Förderperiode 2013 – 2015 wurde somit ein Grundstein für
die Weiterfinanzierung und den Ausbau des erfolgreichen
Projektes gelegt.
Weitere Schwerpunkte 2015
Förderung mit dem Programm „Bündnisse für Bildung.
Kultur macht stark”. An zwei Standorten konnten im
Rahmen dieser Förderung Projekte umgesetzt werden.
›› Ferienreisen an die schleswig-holsteinische Ostsee
sowie den Bayerischen Wald, internationale Jugendbegegnungen mit Partnerorganisationen aus dem
Baskenland, Finnland, Griechenland und Nordirland,
Juleica-Ausbildungen und weitere Seminare.
›› Weiterführung der etablierten Einrichtungen
­„InSideOut”, dem „Familiencafé im Quartier Mosse”,
dem „Sonnenhaus” und „Grenzräume in SO36”.

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27

DGB-Gewerkschaftsjugend
Wir sind die Jugend des Deutschen Gewerkschafts­bundes
(DGB), in der sich die jugendlichen Mitglieder (bis 27
Jahre) der unterschiedlichen Gewerkschaften zusammengeschlossen haben. Im Jahr 2015 setzten wir fast 500
Projekttage mit über 120 ehrenamtlich Teamenden in
Schulen in Berlin und Brandenburg um. Die beiden großen
Bereiche sind Bildungsarbeit gegen menschenverachtende
Einstellungen und die Berufsschularbeit.
Die Projekttage und Bildungsbausteine der TAGE ABCS
regen die Teilnehmenden zur Auseinandersetzung mit
Vorurteilen, Rassismus und Diskriminierung an. Mit Hilfe
geeigneter Methoden und Fragestellungen begegnen sie
dabei ihren eigenen Vorurteilen sowie diskriminierenden
Verhaltensweisen. Im Anschluss geben unsere Teamenden
ihren Eindruck der Vorurteile und des rassistischen/
diskriminierenden Verhaltens der Teilnehmenden wieder.
Der Projekttag „Demokratie und Mitbestimmung” wendet
sich an Auszubildende, um sich mit Themen ihrer Aus­
bildungswelt und der Gesellschaft auseinanderzusetzen.
Demokratie, Mitbestimmung, Partizipation und Solidarität
sind die Leitgedanken dieses Tagesseminars. Hier informieren sich die Auszubildenden, haken nach, diskutieren und
werden motiviert, sich aktiv an der Gestaltung ihrer Umwelt, ihrer Arbeitswelt und der Gesellschaft zu beteiligen.
Weitere Schwerpunkte 2015
„Dass Auschwitz nie wieder sei!”: Ein breites Bündnis
aus Jugendverbänden und -organisationen fuhr im Juni
zu einer Gedenkstättenfahrt nach Polen. 1.000 junge
Menschen setzten sich mit der Geschichte des national­
sozialistischen Völkermords auseinander.
›› Sommerakademie: Jugendliche und junge Erwachsene
diskutierten in unserer Bildungsstätte Flecken-Zechlin
über den Nahost-Konflikt und antimuslimischen Rassismus, dazu gab es einen Kanufahr-Workshop.

››

28

Evangelische Jugend Berlin-Brandenburgschlesische Oberlausitz (EJBO)
Zukunft 2.0 – Zukunftsprozess der
Evangelischen Jugend hat begonnen
Mehr als 50 Jugendliche aus 15 Kirchenkreisen, 64 großformatige Bögen mit Ideen und Impulsen, jede Menge
Spaß und gute Gespräche: Das ist die Bilanz vom Open
Space bei der Landesjugendversammlung im März 2015 in
der Ev. Jugendbildungs- und Begegnungsstätte Hirschluch.
Ernst genommen werden! Nachwuchs in die Jugendarbeit
„ziehen”. Landeskirchliche Politik und Vernetzung, um
die Stimme der Jugend lauter zu machen. Eigenständigkeit wiedergewinnen. Alternative Lebensmodelle. Die 24
Themen waren schnell gefunden, dann starteten wir in
Gesprächsgruppen. Fünf Stunden später standen die drei
Oberziele für den Zukunftsprozess fest: Eigenständigkeit
auf Augenhöhe für den Jugendverband, Freiräume für
alternative Lebensformen und Jugendliche fit machen für
Aktivitäten auch nach der Jugendarbeit.
Mit dem Zukunftsprozess läuft die Evangelische Jugend
sich warm für das Reformationsjahr 2017 und den Kirchentag in Berlin. Wir schauen nicht zurück, sondern in die Zukunft. Kreativ-Tage, eine Konferenz der Hauptamtlichen und
eine weitere Landesjugendversammlung sind Zwischen­
stationen. Mit dem LandesJugendCamp 2016 in Eberswalde
wird Zukunft 2.0 einen ersten Höhepunkt erreichen.
Weitere Schwerpunkte 2015
Unterwegs zu dir. Landesjugendpilgercamp Juli 2015:
Gehen | Paddeln | Radeln
›› Der SchöpfT (Beirat für Bewahrung der Schöpfung und
Theologie) hat ein Partizipationsspiel herausgebracht:
„Bist Du dabei?”: Wie gut kannst Du dich beteiligen,
wenn Du in Berlin-Mitte, Berlin-Marzahn oder in einem
kleinen Dorf hinter Cottbus lebst?
›› Neue Gesichter: Jasper Althaus ist Vorsitzender, die
Jugendkammer und die Beiräte sind neu gewählt.

››

Der LJR Berlin

Projekte

Mitgliedsverbände

Jugendbund djo-Deutscher Regenbogen,
Landesverband Berlin e.V.
meinungsmacher.in – Wir verändern Meinungen
und laden zum (Nach)Denken ein!
Junge Migrant_innen in Deutschland bemängeln, dass die
mediale Darstellung ihrer Lebenswelt nach wie vor sehr
eindimensional und stereotyp ist. Dem setzt der djo-Regen­
bogen Berlin das Projekt meinungsmacher.in entgegen.
Wir bieten Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren
eine Plattform, um das öffentliche Bild junger Migrant_innen
in Berlin nachhaltig zu verbessern. In Mediencamps erlernen sie multimediale Techniken und Methoden, um so ihre
ganz persönliche Sichtweise auf ihnen wichtige Themen
darzustellen. Die Camps dienen der Vernetzung ­zwischen
den verschiedenen kulturellen Gruppen und werden von
Vorbildern mit Migrationshintergrund begleitet.
In jährlichen meinungsmacher.in-Akademien geht es darum,
die entstandenen Arbeiten in die Öffentlichkeit zu tragen.
Hier lernen die Jugendlichen Grundlagen der Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit kennen und planen gemeinsam öffentlichkeitswirksame Aktionen. Die jungen meinungsmacher.
innen setzen sich auf vielfältige Art und Weise mit Themen
wie Heimat oder Deutsch-Sein auseinander. Sie suchen
frische Antworten auf alte Fragen.
Informationen unter: www.meinungsmacher.in
Weitere Schwerpunkte 2015
›› KulTourMobil – Wir machen Vielfalt sichtbar!
Informationen unter www.kultourmobil.de
›› Deutsch-Russische Fortbildung Herkunft, Identität
und Sprache: Auf den Spuren der Wolgadeutschen
›› Stark in die Schule: Fortbildung zur Stärkung der
­Erziehungskompetenz von jungen Migrant_innen

Jugendnetzwerk Lambda Berlin-Brandenburg e.V.
2015 war für das Jugendnetzwerk Lambda Berlin-Brandenburg e.V. ein sehr ereignisreiches Jahr:
Nicht nur unser Bundesverband, sondern auch wir haben
in diesem Jahr unser 25-jähriges Bestehen gefeiert. 1990
als kleiner Interessenverband für Lesben und Schwule
in der DDR gegründet, hat sich Lambda BB inzwischen
zu einem queeren Jugendhaus mit rund 800 Mitgliedern
entwickelt. Gefeiert haben wir mit einem Sektempfang,
der Vorstellung eines Dokufilms über 25 Jahre Lambda,
einer Party und einem Brunch. Nicht nur unsere Mitglieder­
zahlen, sondern auch unsere Zielgruppe und unsere
Angebotspalette haben sich seit 1990 immens vergrößert.
Seit Dezember gibt es eine Chatberatung für queere Jugend­
liche durch das zum Bundesverband gehörende, aber bei
uns in den Räumen beheimatete Beratungsprojekt In&Out.
Um dieses Angebot zu ermöglichen wird In&Out seit dem
Sommer durch eine zweite, festangestellte Person unterstützt.
Generell war 2015 bei Lambda BB das Jahr der neuen
Gesichter: Durch zwei Elternzeiten, den Weggang eines
Kollegen und das reguläre Ende unseres Bundesfreiwilligendienstlers hat sich unser Team im letzten Jahr mehrmals mit engagierten Menschen neu zusammengefunden.
Weitere Schwerpunkte 2015
Unsere ag*I fördert Debatten und Veränderungen rund
ums Thema Intersektionalität.
›› Die erste wissenschaftliche (qalitative) Evaluation
der In&Out Beratung ist abgeschlossen und wird im
­Frühjahr 2016 veröffentlicht.
›› Wir wurden vom Berliner CSD e.V. mit dem Soul of
Stonewall Award für unser Engegement in der queeren
Jugendarbeit ausgezeichnet.

››

29

JungdemokratInnen/Junge Linke (JD/JL) Berlin

Junge Briefmarkenfreunde Berlin e.V.

Im letzten Jahr haben wir wieder ein abwechslungsreiches
Seminarprogramm auf die Beine gestellt: Anhand ­aktueller
politischer Entwicklungen und Auseinandersetzungen
­haben wir uns u.a. mit der Euro-Krise, Griechenland und
dem Rechtsruck in Deutschland beschäftigt. Das Jahr
begann mit einem Seminar über Asylrecht in D
­ eutschland.
Denn die rechtliche Perspektive kann uns helfen, zu
beleuchten, wo wir in der Jugendverbandsarbeit ansetzen
können, um Geflüchtete zu unterstützen. Ende des Jahres
gab es ein Seminar zur Frage nach der Kontinuität rassistischer Gewalt in Deutschland. Konkret ging es dabei um
solidarische Praxen, Möglichkeiten zur Intervention und
zum Protest gegen rassistische Mobilisierung. Denn hier
sind auch wir und unser Einsatz als politischer Jugend­
verband gefragt. Zwei Wochenendseminare haben sich um
die Euro-Krise und Griechenland gedreht. Dabei haben
wir uns mit Europäischer Sparpolitik und ihren lokalen
Auswirkungen auf verschiedene soziale Gruppen beschäftigt. Darüber hinaus stand bei uns die Weiterentwicklung
unseres Methodenspektrums im Zentrum, um in unseren
Seminaren einen sensiblen und bewussten Umgang mit
Diskriminierungs- und Herrschaftsstrukturen zu pflegen.

Spielen, sammeln, tauschen – so lautet das Motto der
Jungen Briefmarkenfreunde Berlin e.V. In den Gruppentreffen werden Briefmarken getauscht, abgeweicht und
natürlich auch das philatelistische Wissen erweitert, es gibt
Hilfe bei der Sammlungsgestaltung bis hin zur Gestaltung
eines Ausstellungsexponates. Auch Spielenachmittage
und die alljährliche Weihnachtsfeier sind bei den Kindern
und Jugendlichen sehr beliebt.

Weitere Schwerpunkte 2015
Internationale Begegnung in Italien auf den Spuren der
Partisan_innen
›› Sommercamp 2015: Das linke Camp zur rechten Zeit
mit vielen tollen Workshops, Spielen und Zeit, sich eine
Woche lang auszutauschen
›› Ein Info-Workshop rund um Möglichkeiten politischer
Partizipation für Jugendliche und junge Erwachsene in
Berlin

››

30

In diesem Jahr veranstaltete die Jugendgruppe ein großes
Fest anlässlich des Jubiläums „25 Jahre Wiedervereinigung”. Die Veranstaltung fand unter reger Teilnahme auf
dem ehemaligen Mauergrundstück der St. Franziskus-­
Kirche in Berlin-Staaken statt. Aus einer riesigen Muschel
mit mehr als 50.000 Briefmarken konnten sich die kleinen
Besucher_innen Briefmarken aussuchen. Auch für die
­„großen” Besucher_innen bot unser Stand viel Wissenswertes rund um das Thema „Briefmarke”, sowie eine Foto-­
Ausstellung über die Geschichte der St. Franziskus-Kirche
und der damaligen Wiedervereinigung vor 25 Jahren.
Insgesamt war es dem Anlass eine sehr würdige und mit
ca. 500 Besucher_innen eine sehr gut besuchte Veranstaltung, bei der wir auch Kinder für unsere Jugendgruppe
gewinnen konnten.
Weitere Schwerpunkte 2015
Ausstellungen mit Sammlungen der Gruppenmitglieder
und Stiftungswettbewerb mit dem Thema „Essen und
Trinken”
›› Vorweihnachtliche Gruppenstunde, bei der Gläser,
Büchen und Behälter mit Briefmarken beklebt wurden
und Wachskerzen dekoriert wurden
›› Weihnachtsfeier, bei der viele briefmarkenbegeisterte
Kinder und Jugendliche bei einer Briefmarkenauktion
tolle Preise ersteigern

››

Der LJR Berlin

Projekte

Mitgliedsverbände

Junge Europäische Bewegung Berlin-Brandenburg (JEB)

Junge Humanist_innen Berlin (JuHu)

Die SIMEP ist das größte und erfolgreichste Projekt der JEB.
An zwei Terminen am Ende des Jahres findet die zwei­
tägige „Simulation des Europäischen Parlaments” (EP) mit
ca. 200 Schüler_innen aus Deutschland statt. Im August
bzw. im September übernehmen hauptamtliche Koordinator_innen die Arbeit, 2015 erstmalig unterstützt durch
einen FSJler. Bei den SIMEPs selbst sind außerdem ca. 80
ehrenamtlichen Helfer_innen dabei.

Die „Jungen Humanist_innen” (JuHu) sind der Jugendverband des Humanistischen Verbands Deutschlands, Landesverband Berlin-Brandenburg e.V. Wir sind ein freiwilliger
Zusammenschluss junger und überwiegend konfessions­
loser Menschen, die humanistische Werte und Ideen wie
Akzeptanz, Selbstbestimmung sowie die Ablehnung von
Dogmen, Aberglauben und Mythen diskutieren und in
ihrem Leben umsetzen. Gewalt lehnen wir als Mittel zur
Konfliktlösung grundlegend ab.

Neben der Begleitung der Teilnehmenden in die verschiedenen Ländergruppen, Fraktionen, Ausschüsse und ins
Plenum, werden die Jungjournalist_innen betreut, die jedes
Jahr die SIMEP-Zeitung „Move” herausgeben. Auch erfah­
rene Politiker_innen finden den Weg in den Bundestag und
ins Abgeordnetenhaus von Berlin, um von ihrer Tätigkeit zu
berichten. Im Jahr 2015 hatten wir die Ehre, Martin Schulz,
Dr. Wolfgang Schäuble und Michael Roth bei unseren
­SIMEPs zu begrüßen.
Generell behandelt die SIMEP tagesaktuelle politische
Themen, die tatsächlich zurzeit im EP behandelt werden.
Im Jahr 2015 waren es Entwicklungspolitik, TTIP und
­Klima- und Energiepolitik. Ziel ist es, Schüler_innen für den
politischen Diskurs zu begeistern und weitere überzeugte
Europäer_innen für unsere Vereinsarbeit zu gewinnen.
Weitere Schwerpunkte 2015
Inhaltliche Auseinandersetzung mit europa­politischen
Themen in Arbeitsgruppen und während der
­sogenannten Aktiventreffen
›› deutsch-polnischer Workshop zur Asylpolitik in
­Frankfurt (Oder) am Europatag
›› Austausch mit der Pariser Sektion zum Thema S­ chengen

››

Wir bieten für Kinder und Jugendliche von sieben bis
17 Jahren Ferien­reisen, Inklusionsfahrten, internatio­
nale Jugendbegegnungen, Gedenkstättenfahrten sowie
regelmäßige Kurse, Wochenendfahrten und Projekte an.
Einmal jährlich bieten wir auch die Juleica-Ausbildung ab
16 Jahren an.
Im Herbst haben wir unser erstes Camp für Kinder aus
geflüchteten Familien und Berliner Kindern im Tegeler Forst
organisiert. Spielerisch wurden Teamaufgaben und das
Verständigen mit Hand und Fuß gemeistert, so dass eine
tolle Gruppenatmosphäre entstehen konnte. Auch die
Zuberei­tung der Mahlzeiten war Bestandteil des Camp­
alltags und wurde von den Kindern mit Begeisterung
umgesetzt.
Weitere Schwerpunkte 2015
Beim regelmäßigen JuHu-Treff treffen sich JuHus, um
zusammen Spaß zu haben, zu kochen oder sich mit
gesellschaftspolitischen Themen auseinandersetzen.
›› Die Trekkingtour in Schweden führte knapp vierzig
Teilnehmer_innen wandernd durch die schöne Natur.
Eine Selbsterfahrung der besonderen Art!
›› Beim Bundes-JuHu-Treffen kamen fünfzig JuHus aus
sieben Bundesländern für ein spannendes Wochen­
ende mit Diskussionen, Workshops und einer Stadtrallye
zusammen.

››

31

Junge Presse Berlin e.V.

KINDERRING Berlin e.V.

Zwei große Themen, zwei starke Zeitungen: Die Arbeit an
zwei Ausgaben des Jugendmagazins politikorange hat
unser Jahr 2015 maßgeblich geprägt. Das Ergebnis sind
vielfältige, kritisch-analysierende jugendliche Standpunkte
zu den Themenfeldern Flucht und Stadtentwicklung.

Wer keinen Mut zum Träumen hat, hat keine Kraft zum
Kämpfen: Das ist seit 25 Jahren unser Motto. Insbesondere
jetzt, mit der uns im täglichen Ablauf begegnenden enormen Zahl an Neuberliner_innen.

In der politikorange mit dem Titel „Angekommen” setzen
sich Berliner Jugendliche mit Geflüchteten in ihrer Stadt
auseinander. Die jungen Medienschaffenden besuchten
Erstaufnahmeeinrichtungen und Initiativen, trafen Ehrenamtliche und Aktivist_innen. Sie gingen auch dorthin, wo
Angst und Krawall gemacht wird: auf eine Neonazi-Demo
in Buch. In intensiven Recherchen und Diskussionen reflektierten die Teilnehmenden Fluchtursachen, Rechtslagen
und nicht zuletzt auch medienkritische Positionen.
Die politikorange namens „Zuhause” entstand auf dem
7. Jugendforum Stadtentwicklung zum Thema „Wohnen”.
Auch hier berichteten die Jugendlichen über Konzepte
einer lebenswerten Stadt und sprachen dafür mit
Politiker_innen, Bürger_innen und Stadtplaner_innen.
Weitere Schwerpunkte 2015
„Berlinale”-Workshop (Kooperation mit ALEX TV)
Berliner Schülerzeitungswettbewerb (Die „OHnE” des
Heinz-Berggruen-Gymnasiums gewann 2015 ebenfalls
den 1. Bundespreis)
›› Jugendmediencamp (Kooperation mit den Jugend­
presse-Verbänden von Brandenburg und MecklenburgVorpommern)

››
››

Bunte und kreative Projekte
in verschiedenen Berliner Bezirken
Viel Freude mit den geflüchteten Kindern und Jugend­
lichen haben uns die vielfältigen Projekte bereitet. Durch
eher nonverbale Aktivitäten, wie Fußball, Pantomime,
Musik, etc. ließen sie sich für unsere Arbeit begeistern.
Minderjährige unbegleitete Geflüchtete ­
im Jugendzentrum Betonia
Über mehr als drei Monate beherbergte unsere Jugendeinrichtung in Marzahn 14 unbegleitete minderjährige
Geflüchtete in der damaligen äußerst prekären politischen
Situation in den Klubräumen. Das war wirklich herausfordernd. Für alle Beteiligten brachte dies viele neue
Erfahrungen und Erlebnisse mit sich. Um die Klubarbeit
zu gewährleisten, basteln wir gerade zusammen mit der
DeGeWo an neuen Unterbringungsformen.
Bufdis mit Flüchtlingsbezug im Rahmen
des Sonderprogramms des BMFSFJ
Die Leo-Lionni-Grundschule wird von uns mit den „Sonder-­
Bufdis” u. a. in Willkommensklassen unterstützt. Manuela
Schwesig hat die Arbeit dort mal unter die Lupe genommen.
Weitere Schwerpunkte 2015
gigantisches Kinderfest im Mauerpark anlässlich
­unseres 25 jährigen Jubiläums
›› 13 politische/historische Bildungsfahrten nach Krakau
›› Eurocamp mit über 80 Teilnehmenden aus der Ukraine,
Russland, Ungarn und Deutschland

››

32

Der LJR Berlin

Projekte

Mitgliedsverbände

Landesjugendwerk der AWO Berlin

Landesschüler_innenvertretung

Der zentrale Schwerpunkt des Landesjugendwerks der
AWO Berlin war die Arbeit mit und für junge Geflüchtete.
2015 haben wir unsere Aktivitäten dahingehend ausgeweitet: Neben der seit 2012 etablierten Initiative „Kinder
helfen Kindern!” haben wir in diesem Jahr unsere Initiative
„Fluchthelfer_in” gestartet: Der Gedanke dahinter ist
Hilfe für Menschen vor, während oder nach ihrer Flucht
durch Menschen, die dadurch zu Fluchthelfer_innen werden. Sie müssen also nicht zwingend an den Geschehnissen
der direkten Flucht beteiligt sein, sondern können auch
im Rahmen von Unterstützungsaktionen vor (z.B. Refugee
Support Tour) oder nach der Flucht (z.B. Mitmach­angebote
in Erstaufnahmeeinrichtungen und Gemeinschafts­unter­
künften) helfen. Im Rahmen der Initiative verkaufen wir
­zudem trendige Stoffbeutel (siehe Bild), um unsere Projekte
für Geflüchtete zu finanzieren. Um weitere konkrete Soli-­
Aktionen zu initiieren, haben wir den Arbeitskreis Grenzen­
los gegründet, in dem sich junge Ehrenamtliche zusam­men­finden, um gemeinsam Aktionen mit und für junge
Geflüchtete zu planen und durchzuführen. Und 2016 werden wir unsere Projekte und Angebote für junge Menschen
dahingehend ausweiten!

Unser Schwerpunkt im Jahr 2015 war der alltägliche Rassis­
mus. In Workshops und Diskussionsrunden von und für
Jugendliche haben wir uns mit Rassismus auseinandergesetzt, z.B. beim Thema Sexualität. Während viele Menschen
sich solidarisch für Flüchtige engagieren ist auch eine
Verrohung des gesellschaftlichen Klimas zu erkennen.
Wir thematisierten den Anstieg rassistischer Übergriffe im
Vergleich zu 2012 auf mehr als das Zwanzigfache genauso
wie die Verantwortung der Politik, welche durch eine neokoloniale Außenpolitik, durch Ausbeutung der Ressourcen
und militärischer Abschottung die Lebensgrundlagen- und
-perspektiven von Millionen Menschen zerstört. Als ein
Ergebnis haben wir in 2015 mit anderen Aktivist_innen zu
drei großen Kundgebungen aufgerufen. Viele Schüler_innen
zusammen mit Auszubildenden und Unterstützer_innen
machten ihrem Unmut über die derzeitige Situation lautstark Luft. Wir gestalteten Transparente und Plakate, die
auch auf andere Formen von Rassismus hinwiesen.

Weitere Schwerpunkte 2015
Durchführung von Kursen, Workshops und Fahrten
Vorbereitung trinationaler Jugendbegegnungen mit
Frankreich und Griechenland

››
››

Weil uns diese Situation bewusst ist haben wir auch
mit unterschiedlichen Gruppen von Flüchtigen Projekte
begonnen, um ihnen Gehör zu verschaffen und ihnen Perspektiven für ein menschenwürdiges Dasein zu zeigen.
Weitere Schwerpunkte 2015
Seminare/Workshops/Diskussionsrunden zu
›› Inklusion und eine Schule für Alle
›› Stärkung der Rechte von Schüler_innen
›› Eine andere Schule ist möglich

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Landesverband Berlin

Naturfreundejugend Berlin

Ring Deutscher Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbände
(RDP) Arbeitsgemeinschaft Berlin-Brandenburg e.V.

Demokratisch. Herrschaftskritisch. Selbstbestimmt.
Die Naturfreundejugend Berlin ist ein unabhängiger,
herrschaftskritischer Jugendverband, in dem Jugendliche
selbst­organisiert Politik machen und Seminare, Veranstaltungen sowie öffentliche Aktionen und Reisen organisieren.
Außerdem betreiben wir diverse Stadtteilprojekte – unter
anderem einen Abenteuerspielplatz mit Hort in Reinickendorf, ein Familienzentrum mit Kita in Neukölln und eine
ökologische Bildungseinrichtung in der Wuhlheide.
Auch 2015 organisierten wir viele Seminare. Inhaltlich
ging es dabei zum Beispiel um Computersicherheit, eine
Einführung in Geschichte und Kritik der Verschwörungstheorien, feministische Auseinandersetzungen mit Reproduktionspolitiken, Proteste von Menschen mit Behinderung in Europa oder eine Einführung in die digitale Flyer-,
Stencil – und Plakatgestaltung.
Die inhaltliche Arbeit ging wie üblich vor allem von unseren
Arbeitskreisen aus. Diese trafen sich regelmäßig in unserer
Geschäftsstelle, um Aktionen zu planen wie zum Beispiel
den Protest gegen rechte Gewalt oder die Publikation
eines Buches und aktuelle Themen zu diskutieren wie die
Flüchtlingsdebatte.
Weitere Schwerpunkte 2015
das herrschaftskritische Sommercamp
Kampagne zu rassistischen Mobilisierungen
Fahrt nach Belgrad

››
››
››

34

Neben wöchentlichen Gruppenstunden stand 2015 im
Zeichen internationaler Austausche und Begegnungen.
Viele Pfadfindergruppen aus unseren Mitgliedsverbänden
nahmen an Veranstaltungen der Welt- und Europaverbände teil und kamen mit tollen Eindrücken wieder. Andere
Gruppen haben ihre Kontakte genutzt, um Jugendbegegnungen z.B. nach Italien und Israel zu begehen.
Wichtig für Pfadfinder_innen waren die vielen selbst­organi­sierten Fahrten und Lager, die 2015 stattfanden. U
­ nsere
traditionellen Veranstaltungen wie Singetreffen und
Singewettstreite spielten eine wichtige Rolle über die
Mitgliedsverbände hinaus.
Wie in jedem Jahr haben wir an der Friedenslichtaktion 2015
„Hoffnung schenken – Frieden finden” teil­genommen und
damit ein Zeichen für Gastfreundschaft und für ­Menschen
auf der Flucht gesetzt. Jedes Jahr entzündet ein Kind das
Friedenslicht an der Flamme der Geburts­grotte Christi in
Betlehem. Seit 22 Jahren verteilen die vier Ringverbände
(BdP, DPSG, PSG und VCP) gemeinsam mit dem Verband
Deutscher Altpfadfindergilden (VDAPG) das Friedenslicht
in Deutschland ab dem dritten Advent. Im Rahmen einer
Licht­stafette wird das Licht in Deutschland an über 500
Orten an „alle Menschen guten Willens” weiter­gegeben.
Weitere Schwerpunkte 2015
Teilnahme am 23rd World Scout Jamboree in Japan
Teilnahme am Europäischen Jamboree You’re up 2015
in Frankreich
›› Teilnahme am 12th Haarlem Jamborette in den Niederlanden
›› Gemeinsame Programmjurte zum Weltkindertag auf
dem Potsdamer Platz

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››

Der LJR Berlin

Projekte

Mitgliedsverbände

Sozialistische Jugend Deutschlands, SJD – Die Falken

Sportjugend Berlin

Wir sind ein linker, emanzipatorischer Kinder- und Jugendverband und organisieren jedes Jahr zahlreiche Bildungsund Freizeitveranstaltungen. Unsere größte Reise führt uns
alljährlich mit 100 Kindern und Jugendlichen ins Zeltlager.

Die Sportjugend Berlin ist die Jugendorganisation des
Landessportbundes Berlin und somit Interessenvertretung
für über 250.000 Kinder, Jugendliche und junge Menschen
in über 2.000 Berliner Sportvereinen.

Im August 2015 waren wir auf Bolmsö. Die Insel ist pure
Idylle, unser Campplatz war riesig, verwinkelt, umschloss
ein kleines Waldstück und eine große Badebucht.

Ein wichtiger Schwerpunkt in 2015 war die Förderung von
freiwilligem Engagement. Erstmals fand die Ausbildung
zum_zur Juniorprojektmanager_in statt. An vier Wochenenden hatten interessierte Teilnehmende die Möglichkeit,
abwechslungsreiche Themen rund um die Vereins­arbeit
kennen zu lernen. Viele praxisorientierte Aufgaben und
Anwendungsprojekte wurden abwechselnd in der Bildungsstätte der Sportjugend Berlin und dem Jugendbildungszentrum Blossin e.V. ausprobiert. Die Themen „Basics Vereinsmanagement“, „Marketing im Sportverein”, „Projektmanagement” und „Kommunikation im Sportverein” trafen
dabei genau das Interesse der jungen Ehrenamtlichen.

Mit einem engagierten Team gestalteten wir ein abwechs­
lungsreiches und harmonisches Camp, eine Zeit der
Gemeinschaft und der kritischen Auseinandersetzung
mit Themen unserer Gesellschaft.
Der Campalltag war ein Mix aus Kreativität, Badeausflügen,
Workshops, Partys und regelmäßigen Treffen zum Demo­
cracy-Day (unser Zeltlagerrat Konzept). Das Mädchenzelt
wurde eingeweiht und – parallel zur regelmäßigen Jungenzeit – schon bald zum Ort für bedarfsorientierte Angebote.
Unsere Camp-Highlights: die Sternschnuppen-Nacht, der
Planspiel-Tag zum Thema Herrschaftsformen, die abenteuer­
liche Sumpf-Wanderung und natürlich das Kulturfest. Wir
schmausten königlich, präsentierten uns gegenseitig die
Ergebnisse der Neigungsgruppen (Tanz, Rap, Theater…) und
ließen den Abend mit einer wunderbaren Party ausklingen.
Weitere Schwerpunkte 2015
Gedenkstättenfahrt nach Krakau und Auschwitz mit
insg. 550 Jugendlichen aus der ganzen BRD
›› Pfingstcamp in Heiligensee, Action, Lagerfeuer &
Sternen­himmel
›› Erlebnisfahrten für Kinder und Jugendliche ins Berliner
Umland

››

Alle Veranstaltungen waren ein voller Erfolg – neue soziale
Kontakte konnten geknüpft, Erfahrungen ausgetauscht
und eigene Probleme von Außenstehenden betrachtet und
mögliche Lösungen vorgestellt werden.
Weitere Schwerpunkte 2015
Zu Beginn des Jahres haben mehr als 30 Junior-Olympiabotschafter_innen mit großem Engagement dazu beigetragen, die Idee Olympischer Spiele in Berlin einer breiten
Öffentlichkeit zu vermitteln. Leider ohne Erfolg. Einige
dieser jungen Leute haben nun ein neues Betätigungsfeld
in unserem Juniorteam gefunden und unterstützen uns
bei Veranstaltungen und bei Aktivitäten im Bereich der
Inklusion.

35

Übersicht Mitgliedsverbände
A Arbeiter-Samariter-Jugend Berlin
Rudolfstr. 9, 10245 Berlin
Tel.: (030) 213 070
Fax: (030) 213 071 19
asj@asb-berlin.de
www.asj-berlin.de
B Berliner Jugendfeuerwehr
Voltairestr. 2, 10179 Berlin
Tel.: (030) 387 109 23
Fax: (030) 387 998 366
info@berliner-jugendfeuerwehr.de
www.berliner-jugendfeuerwehr.org

THW-Jugend Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt e.V.
Unser verbandlicher Höhepunkt 2015 war das Landes­
jugendlager in Potsdam. Vom 23. bis 29. Juli trafen sich
280 Junghelfer_innen und ihre Betreuer_innen aus Berlin,
Brandenburg und Sachsen-Anhalt, um gemeinsam in Zelten
zu übernachten, an zahlreichen Workshops und Programmpunkten teilzunehmen und zusammen Ausflüge
zu unternehmen.
Es gab technische und handwerkliche Freizeitangebote wie
Löten, Amateurfunk, Bau von Holzbänken und Wikingerschach, sowie die Inbetriebnahme von Starklichtlampen.
Aber auch Angebote zur Ersten-Hilfe, einen Medien- und
Radioworkshop, eine Zukunftswerkstatt und der Besuch
einer Experimentalvorlesung.
Ein besonderer Höhepunkt war der Landesjugendwettkampf, in dem mehrere Jugendgruppen gegeneinander
antraten, um ihr Können unter Beweis zu stellen und sich
für den Bundesjugendwettkampf 2016 zu qualifizieren.
Dabei waren sowohl ein gutes Allgemein- und Fachwissen,
als auch technische und kreative Fähigkeiten und Fertigkeiten gefragt.
Am Ende standen folgende Jugendgruppen als Siegermannschaften für ihr Bundesland fest: Berlin: Jugendgruppe
Berlin-Spandau, Brandenburg: Jugendgruppe Frankfurt
(Oder), Sachsen-Anhalt: Jugendgruppe Quedlinburg.
Weitere Schwerpunkte 2015
Abnahme des Leistungsabzeichen in den Stufen Gold,
Silber und Bronze
›› Tagesseminare für Jugendbetreuende zu unterschied­
lichen Themen
›› Einsatz von verbandsinternen Berater_innen zur
Stärkung der Jugendgruppe

››

36

Berliner Jugendrotkreuz
Bachestr. 11, 12161 Berlin
Tel.: (030) 600 300 11 70
Fax: (030) 600 300 911 70
jrk@drk-berlin.de
www.jrk-berlin.de
Bezirksjugendring Mitte
c/o Robert Rostoski
Schulstr. 38
13347 Berlin
robert.rostoski@yahoo.de
Bezirksjugendring Steglitz-Zehlendorf
c/o Uwe von Pokrzywnicki
Postfach 460407, 12214 Berlin
Tel.: (030) 212 103 25 45
bezirksjugendring@gmx.de
www.bezirksjugendring.org
Bund der Alevitischen Jugendlichen –
Landesverband Berlin
Waldemarstr. 20, 10999 Berlin
Tel.: (030) 616 587 00
Fax: (030) 616 583 95
cemevi@alevi.org
www.alevi.org
Bund der Katholischen Jugend (BDKJ)
Waldemarstr. 8a, 10999 Berlin
Tel.: (030) 756 90 30
Fax: (030) 756 903 70
info@bdkj-berlin.de
www.bdkj-berlin.de
Bund Deutscher PfadfinderInnen (BDP)
Kaubstr. 10, 10713 Berlin
Tel.: (030) 861 14 18
Fax: (030) 861 40 26
lv.berlin@bdp.org
www.bdp-berlin.org
BUNDjugend Berlin
Erich-Weinert-Str. 82, 10439 Berlin
Tel.: (030) 392 82 80
Fax: (030) 809 414 77
info@bundjugend-berlin.de
www.berlin.bundjugend.de

Der LJR Berlin

Projekte

Mitgliedsverbände

C CVJM-Ostwerk e.V.,
Landesverband Berlin-Brandenburg
Sophienstr. 19, 10178 Berlin
Tel.: (030) 284 97 70
Fax: (030) 284 977 17
info@cvjm-ostwerk.de
www.cvjm-ostwerk.de

Jugendwerk der
Evangelischen Freikirchen
Möllendorffstr. 53, 10367 Berlin
Tel.: (030) 787 025 14
Fax: (030) 787 055 57
info@gjw-bb.de
www.gjw-bb.de

D Deutsche Jugend aus Russland Berlin e.V.
Britzer Str. 60e
12109 Berlin

JungdemokratINNen/Junge Linke (JD/JL)
Berlin
Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin
Tel.: (030) 247 297 47
info@jungdemokraten.de
www.jungdemokraten.de

Deutsche Schreberjugend Berlin
Kirschenallee 25, 14050 Berlin
Tel.: (030) 300 991 52
Fax: (030) 300 991 54
info@schreberjugend.berlin
www.schreberjugend.berlin.de
DGB-Gewerkschaftsjugend
Keithstr. 1+3, 10787 Berlin
Tel.: (030) 212 403 10
Fax: (030) 212 403 15
jugend-bbr@dgb.de
www.bb-jugend.dgb.de
E Esperanto Jugend Berlin
Katzbachstr. 25, 10965 Berlin
Tel.: (030) 510 629 35
Fax: (030) 419 354 13
infozentrum@esperanto.de
www.esperanto.de
Evangelische Jugend
Goethestr. 26–30, 10625 Berlin
Tel.: (030) 319 11 61
Fax: (030) 419 354 13
amt@ejbo.de
www.ejbo.de
J jubel³ mit Gebärdensprache e.V
Postfach 610426, 10927 Berlin
info@jubel3.de
www.jubel3.de
Jugendbund djo-Deutscher Regen­bogen,
Landesverband Berlin e.V.
Elberfelder Str. 18, 10555 Berlin
Tel.: (030) 288 867 770
Fax: (030) 288 867 777
info@djo-bb.de
www.djo-bb.de
Jugendnetzwerk Lambda
Berlin-Brandenburg e.V.
Sonnenburger Str. 69, 10437 Berlin
Tel.: (030) 282 79 90
Fax: (030) 671 226 72
info@lambda-bb.de
www.lambda-bb.de

Junge Briefmarkenfreunde Berlin e.V.
c/o Manfred Baltuttis
Fahrlander Weg 65, 13591 Berlin
Tel.: (030) 364 82 70
m.baltuttis@dphj-berlin-brandenburg.de
www.dphj-berlin-brandenburg.de
Junge Europäische Bewegung
Berlin-Brandenburg
Sophienstr. 28/29, 10178 Berlin
Tel.: (030) 970 054 92
Fax: (030) 288 774 87
info@jeb-bb.de
www.jeb-bb.de
Junge Humanist_innen Berlin
Danziger Str. 50, 10435 Berlin
Tel.: (030) 442 72 16
Fax: (030) 442 34 93
info@juhu-berlin.de
www.juhu-berlin.de
Junge Presse Berlin e.V.
c/o Jugendbüro Mitte
Scharnhorststraße 28/29, 10115 Berlin
Tel.: (030) 308 784 555
Fax: (030) 308 784 559
jpb@jpb.de
www.jpb.de
K KINDERRING Berlin e.V.
Schwedter Straße 232–234, 10435 Berlin
Tel.: (030) 440 62 14
Fax: (030) 440 62 54
info@kinderring-berlin.de
www.kinderring-berlin.de

N Naturfreundejugend Berlin
Weichselstr. 13/14, 12045 Berlin
Tel.: (030) 325 327 70
Fax: (030) 325 327 71
info@naturfreundejugend-berlin.de
www.naturfreundejugend-berlin.de
Naturschutzjugend Berlin (NAJU)
Wollankstr. 4, 13187 Berlin
Tel.: (030) 98608370
mail@naju-berlin.de
www.naju-berlin.de
P Pfadfinderbund Weltenbummler
Eichhörnchensteig 3, 14193 Berlin
Tel.: (030) 922 124 39
info@stamm-schwarzer-adler.de
www.stamm-schwarzeradler.de
R Ring Deutscher Pfadfinderinnen- und
Pfadfinderverbände (RDP) Arbeits­
gemeinschaft Berlin-Brandenburg e.V.
Waldemarstr. 8–10, 10999 Berlin
Tel.: (030) 756 903 54
Fax: (030) 756 903 57
kontakt@rdp-bbb.de
www.rdp-bbb.de
S Sozialistische Jugend Deutschlands,
SJD – Die Falken
Schlossstr. 19, 14059 Berlin
Tel.: (030) 280 51 27
Fax: (030) 282 64 98
info@falken-berlin.de
www.falken-berlin.de
Sportjugend Berlin
Jesse-Owens-Allee 2, 14053 Berlin
Tel.: (030) 300 020
Fax: (030) 300 021 07
info@sportjugend-berlin.de
www.sportjugend-berlin.de
T THW Länderjugend Berlin
Soorstr. 84
14050 Berlin
Tel.: (030) 233 204 710
Fax: (030) 233 204 718
buero@thw-jugend-bebbst.de
www.thw-jugend-bebbst.de

L Landesjugendwerk der AWO Berlin
Otto-Marquardt-Str. 6–8, 10369 Berlin
Tel.: (030) 720 066 97
Fax: (030) 720 138 96
info@ljw-berlin.de
www.ljw-berlin.de
Landesschüler*innenvertretung
Lissabonallee 6 Haus 3, 14129 Berlin
Tel.: 0151 455 914 74
briefkasten@lsv-berlin.de
www.lsv-berlin.de

37

Das sagen andere über
den Landesjugendring
Berlin
„Für mich steht der Landesjugendring ­Berlin für
jugendpolitisches Engagement, Mit­bestimmung
und die Selbstorganisation von Kindern und
Jugendlichen. Die im Landes­jugendring zusammengeschlossenen Verbände eröffnen jungen
Menschen Türen zu gesellschaftlicher Teilhabe
und zu einer aktiven Staatsbürgerschaft.”
Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft
des Landes Berlin

„Mit dem LJR verbinde ich ein festes Netzwerk. Hier halten wir Kontakt zu i­ nteressanten
Verbänden und können unsere Kompetenzen
einbringen. Dafür bedanken wir uns bei einem
hilfsbereiten Vorstand und engagierten
Mitarbeiter_innen!”
Leonard Kehnscherper, Junge Presse Berlin e.V.

„Für mich ist der LJR über viele Jahre hinweg
ein Partner, mit dem Ideen entwickelt und
erfolgreich umgesetzt werden können, die
Zusammenarbeit von Vertrauen und Verlässlichkeit getragen wird und das ­Einverständnis
besteht,  gemeinsam für das Wohl junger
Menschen zu arbeiten. Vielen Dank dafür
und weiter so!”
Marcus Lehmann, Jugendhilfeplanung Bezirksamt Mitte von Berlin

38

Der LJR Berlin

Projekte

Mitgliedsverbände

„Der Landesjugendring Berlin hat bei dem
Bund der Alevitischen Jugendlichen zu
Berlin einen hohen Wert. Wir schätzen die
Arbeit und bedanken uns bei allen. Der
Landesjugendring Berlin rockt!”
Ceyda Akpinar, Bund der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland –
Landesverband Berlin (BDAJ Berlin)

„Der LJR Berlin ist für die Drehscheibe Kinderund Jugendpolitik Berlin ein verlässlicher
und starker Partner bei der Förderung von
Beteiligung von jungen Menschen und der
Vertretung der Interessen von Kindern und
Jugendlichen im Land Berlin. Engagement,
Ehren­amt und Interessenvertretung – dafür
steht für mich der LJR.”
Karin Bremer, Projektleiterin Drehscheibe Kinder- und Jugendpolitik Berlin,
Stiftung SPI

„Das FSJ über den Landesjugendring bietet mir
genau die praktische Berufsorientierung, die ich
mir vorgestellt habe.”
Nele Mattkay, FSJ beim Jugendbund djo-Deutscher Regenbogen,
Landesverband Berlin e.V.

39

Landesjugendring Berlin e.V.
Obentrautstr. 57
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