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Periodical volume

Full text: Mitteilungsblatt Issue 13.2014,2

MITTEILUNGSBLATT 2/201 4

1 3. JAHRGANG . AUSGABE 2 . Juni 201 4

BREMER HÖHE eG

Inhalt
Editorial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1
Mitgliederversammlung und Solidarfonds . . . . . . 2
Katzler 13 engagiert sich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
Hobrechtsfelde im Bau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
Rauch-Haus baut . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
Angebot vom Bundeswehrverband . . . . . . . . . . . . 5
Wie wohne ich richtig . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
Initiativenfonds . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
Tour des Châteaux des Coopérative . . . . . . . . . . . 7
Good Bye Tino & Welcome Robin . . . . . . . . . . . 8
FC Bremer Höhe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
Sommerkino . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
Leserbriefe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
Es summt in den Schönhauser Höfen . . . . . . . . . . 11
Termine, Verwaltung, Impressum . . . . . . . . . . . . . 12

Editorial
Zuzeiten tauchen Phrasen und Begriffe auf, die irgendwie gut klingen und positiv besetzt sind. Bei entsprechender gesellschaftlicher Akzeptanz wird die Neigung,
sie inflationär zu benutzen, allgemein. Mit dem Erscheinen der Piratenpartei geschah dies mit dem Wort
„Transparenz“. Damit wird eine Forderung formuliert,
nämlich jegliches politisches und wirtschaftliches Handeln, sämtliche gesellschaftliche Aktivität und ihre Motive auf den Tisch zu legen und für jeden Interessierten
nachvollziehbar zu machen. Es geht also um den Kern
demokratischer Interaktion: Entscheidungen können nur
zu einem akzeptablen und akzeptierten Ergebnis führen, wenn alle relevanten Informationen bekannt sind.
Unsere Genossenschaft ist einige Jahre älter als die Piratenpartei, hat aber nicht erst 2008 angefangen, transparent zu sein. Bereits mit unseren ersten Info-Blättern
1999/2000 haben wir nicht nur unsere Vorhaben, Termine, Pläne und Probleme jedem Mitglied zugänglich ge-

Das bundeseigene Mietshaus Großgörschen-/Ecke Katzlerstraße soll verkauft werden, die Mieter/innen wehren sich.

macht, sondern auch versucht, die Gründe für unser
Handeln ausreichend darzulegen. Dass es sich lohnt, ab
und an mal in unser Archiv hineinzuschauen, hat unser
neuer Mitarbeiter Robin Jahnke bestätigt (siehe Seite 8).
Dem Ziel, für den Erhalt günstigen Wohnraums auf dem
Berliner Markt zu kämpfen, widmet sich die Genossenschaft bis heute. Allerdings wird dies immer schwieriger
und statt auf Unterstützung durch die öffentliche Hand
zu hoffen, müssen Genossenschaftsinitiativen sich heute
gegen den Bund als Spekulationstreiber wehren, wie das
Projekt in der Großgörschen- und Katzlerstraße in
Schöneberg zeigt (siehe Seite 3).
Einige Themen der Mitteilungsblätter der vergangenen
Jahre, die uns zum Teil monatelang beschäftigt haben,
sind mittlerweile vergessen, aber scheinbar gelöste Probleme können auch wieder auftauchen, beispielsweise
die Sache mit dem Bundeswehrverband, ein Brand im
Rauchhaus und das Thema Fahrradklau. Zum Glück
wiederholen sich aber nicht nur Probleme, sondern auch
angenehme Ereignisse wie unsere Radtour (siehe Seite
7) und der Iron Devils United-Cup, den in diesem Jahr
der FC Bremer Höhe gewinnen möchte. Ach so, eine
Neuheit haben wir aber auch, zu bestaunen in den
Schönhauser Höfen (siehe Seite 11).
Ulf Heitmann
Seite 1

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Mitgliederversammlung und
Solidarfonds
Ordentliche Mitgliederversammlung
am 30.06.201 4 um 1 9 Uhr, Cantianstraße 9
Die Jahresversammlung ist DIE Option für alle Mitglieder, die Belange und Entwicklungen der Genossenschaft – und damit ihre eigene Wohn- und Lebenssituation – mitzubestimmen. Diese Möglichkeit hat bei der
letzten Versammlung im Januar dieses Jahres immerhin
fast ein Drittel aller Genossenschaftsmitglieder genutzt
und mit der Mehrheit der Stimmen einen („nur“) freiwilligen Solidarfonds ins Leben gerufen. Am Montag,
dem 30.06.2014, findet nun die „ordentliche“ Mitgliederversammlung dieses Jahres statt, bei der unter anderem der Lagebericht und das Ergebnis der jährlichen
Prüfung bekannt gegeben werden, aber auch die Vergaberegeln für diesen Solidarfonds festgelegt werden
sollen.
Mitmachen
Wie bei jeder ordentlichen Mitgliederversammlung gibt
es einige Entscheidungen zu treffen und vor allem Mandate für die verschiedenen Gremien der Genossenschaft
zu verteilen. Jedes Mitglied kann hierfür kandidieren
und so die Zukunft der Genossenschaft mitgestalten:
Unmittelbaren Einfluss auf das Geschehen in der
Genossenschaft hat, wer als Mitglied in den Aufsichtsrat
gewählt wird. Hierfür sind zwei Mandate neu zu besetzen. Gewählt werden können nur Mitglieder, die auf
der Versammlung anwesend sind.

Diesmal findet die Mitgliederversammlung in der ZOARGemeinde, Cantianstraße 9, statt.

Einfluss auf die Gestaltung des Lebensraums und des
nachbarschaftlichen Miteinanders nehmen die Mitglieder der Initiativenfondsjury, die zweimal im Jahr über
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gemeinschaftsfördernde Anträge aus den verschiedenen
Genossenschaftshäusern beschließen. In der maximal
15-köpfigen Jury werden acht Plätze frei, die auf der
Mitgliederversammlung wieder besetzt werden sollen.
Um einen dieser Posten kann man sich auch vorab per
E-Mail oder Brief bewerben.

Vergaberegeln für den Solidarfonds
Außerdem sind auf der Versammlung einige Beschlüsse
zu fassen. Neben den jährlich wiederkehrenden wie die
Feststellung des Jahresabschlusses und die Entlastung
der Genossenschaftsorgane schlägt der Aufsichtsrat in
diesem Jahr eine Anhebung seiner Aufwandsentschädigungen vor. Zudem sollen Vergaberegeln für die Mittel
des Solidarfonds eingeführt werden.
Nachdem die Mitglieder bei der Versammlung im
Januar die Einrichtung eines freiwilligen Solidarfonds
beschlossen, wurde eine Kommission ins Leben gerufen, die genaue Vergaberegeln für das im Solidarfonds
angesammelte Geld aufstellen sollte. Die Kommission,
die ebenfalls auf der Versammlung im Januar gewählt
wurde, setzt sich zusammen aus einem Mitglied aus
Lichtenberg, zwei aus Schöneberg, einem externen Mitglied und drei aus Prenzlauer Berg. Darunter sind ein
Aufsichtsrats- und ein Vorstandsmitglied.
In der Zwischenzeit erklärten sich die ersten Mitglieder
bereit, ihre monatliche Mietzahlung freiwillig zu erhöhen, um so den Solidarfonds zu speisen. Bis Ende Mai
erhöhten insgesamt 23 Mitglieder ihre Miete um zusammen 266 € monatlich. Das ergibt in einem Jahr gut
3.000 €. Zwar ist dies schon eine stattliche Summe,
allerdings reicht sie für den eigentlichen Zweck des
Solidarfonds, die Mieten einer Anzahl von Wohnungen
in neuen Vorhaben der Genossenschaft so weit zu senken, dass diese für Haushalte mit niedrigen Einkommen
verfügbar werden, erst, wenn das Geld ein paar Jahre
lang angespart wird.

Zwei Lösungen
Vor diesem Hintergrund schlägt die Kommission ein
zweistufiges Vergabeverfahren vor: einerseits gibt es
Bestimmungen, wie das angesparte Geld irgendwann
tatsächlich bedürftigen Haushalten in neuen Vorhaben
zugute kommen wird. Andererseits wird eine Möglichkeit geschaffen, die Mittel aus dem Solidarfonds „zwischenzunutzen“: Sie sollen temporär für die Linderung
akuter Notfälle eingesetzt werden, wenn zum Beispiel

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eine Wohnung behindertengerecht umgebaut werden
muss und die Krankenkasse nicht gleich zahlt, oder
wenn sich ein Widerspruchsverfahren hinzieht und das
Jobcenter in dieser Zeit die Miete (noch) nicht übernimmt. In solchen Fällen soll die Genossenschaft Mittel
aus dem Solidarfonds zinsfrei vorstrecken können. Das
Geld muss wieder in den Fonds zurückfließen, entweder, indem der jeweilige Sozialträger die Kosten ausgleicht, oder indem das Mitglied mit der Genossenschaft
Ratenzahlungen vereinbart.

Mittel effektiv nutzen
Mit dieser Zweiteilung der Vergabemöglichkeiten hofft
die Kommission, dass das von den Mitgliedern zu
Solidaritätszwecken gespendete Geld möglichst effektiv
eingesetzt werden kann. Der genaue Beschlussvorschlag
lässt sich im Anhang der Einladung zur Mitgliederversammlung nachlesen. Je mehr Mitglieder am 30. Juni
mitdiskutieren, auf desto breiterer Basis wird dieser
Versuch innergenossenschaftlicher Solidarität ruhen.
Barbara König

Mieter in der Katzler- und Großgörschenstraße engagieren sich

Mieter demonstrieren vor der CDU-Zentrale am Lützowplatz
in Berlin gegen den Verkauf ihrer Wohnungen durch den
Bund.

Neben unserer Katzlerstraße 13 in Schöneberg stehen
fünf Gebäude, die zurzeit noch der Bundesimmobilienagentur (BIMA) gehören, also staatliches Eigentum
sind. Seit Anfang des Jahres sollen sie verkauft werden,
und zwar zum Höchstgebot. Daraufhin haben sich die
Bewohner/innen zu einer Initiative, der ca. 35 der 48
Haushalte angehören, zusammen gesetzt, um über die
Folgen des Verkaufs und über Möglichkeiten des Eigen-

erwerbs zu diskutieren. Nach Abwägung und durch enge Kontakte zu unseren Mitgliedern in der Katzlerstraße
13 kamen sie überein, dass das Genossenschaftsmodell
für sie die beste Lösung wäre.
Bis vor wenigen Wochen hatte die BIMA noch vorrangig mit einer städtischen Gesellschaft verhandelt,
aber deren Kaufpreisangebot, das sich an den zurzeit
noch preiswerten Mieten orientiert, war ihr zu gering.
Als die Betroffenen aus den Häusern uns um Unterstützung baten und unsere Bereitschaft anfragten, uns
gemeinsam mit den Bewohner/innen um den Erwerb zu
bemühen, besichtigten wir die Gebäude, besuchten Versammlungen der Mieter, führten viele Gespräche und
erläuterten die Bedingungen, unter denen unser Engagement möglich sein kann. Klar ist: Solange die BIMA am
Höchstpreisverfahren festhält, wird es nichts mit der Erhaltung preiswerten Wohnraums. Genau das ist aber das
formulierte Ziel in unserer Stadt: Schutz und Erhalt des
Wohnraums, der noch preiswert in Berlin zu mieten ist.
Aber was die einen Landespolitiker sagen, schert den
Bundesminister für Finanzen nicht!
Die Mieter versuchen nun alles, um durch politischen
Druck den Verkauf entweder zu verhindern oder so zu
beeinflussen, dass die Häuser entweder an eine
Genossenschaft – vorzugsweise die WBG „Bremer Höhe“ eG - oder eine städtische Wohnungsbaugesellschaft
verkauft werden und nicht an den, der das meiste Geld
für Lebensraum von 48 Haushalten auf den Tisch legt.
Ein realistisches Kaufangebot durch die WBG „Bremer
Höhe“ eG zusammen mit den Bewohnern ist zurzeit in
Erarbeitung.
Ein guter Effekt des Diskussionsprozesses ist schon
jetzt eingetreten: Die Mieter kennen sich jetzt intensiv,
haben ihre solidarischen Nachbarn in der Katzlerstraße
13 kennengelernt und auf dem Hof und im dortigen
Gemeinschaftsraum die angenehmen Seiten genossenschaftlichen Lebens erfahren.
Ulf Heitmann

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Hobrechtsfelde im Bau

können die beiden ihre Diamantene Hochzeit im
nächsten Jahr in ihrem neuen alten Heim feiern.
Außerdem werden wir in diesem Jahr die letzten Maßnahmen zur Sanierung der Hobrechtsfelder Dorfstraße
39/40 realisieren. Die Fundamentabdichtung, Fassadensanierung und die Erneuerung der hinteren Anbauten
sollen von August bis Oktober dieses Jahres erledigt
werden.
Ulf Heitmann

Das Rauch-Haus baut
Sanierungsbedingter Umzug mit dem Trekker von Opa Andy
in der Dorfstraße 43/44.

Eine etwas längere Anlaufzeit hat die Baustelle
Hobrechtsfelder Dorfstraße 43/44 gebraucht. In den
letzten Jahren haben wir unser Bauprogramm immer
unmittelbar nach Ostern begonnen, in diesem Jahr ging
es erst nach Pfingsten richtig los.
Das Gebäude wurde 1907/08 für den Gutsverwalter und
Prokuristen errichtet. Er war nach dem Oberverwalter
der zweite Mann auf dem Gut. Seiner sozialen Stellung
entspricht nicht nur die Qualität des Hauses, sondern
auch die Größe des Gartens von einem halben (preußischen) Morgen. Die Gutsverwalterfamilie konnte sich
von den Produkten dieses kleinen Ackers zu guten
Teilen ernähren. Heute dient er den beiden Familien, die
in dem Haus leben, vor allem als Erholungs- und
Gartenfläche, aber in einem Fall auch als Basis für den
Reiterhof „Hobi-Müller-Ranch“, der unmittelbar hinter
dem Haus von Familie Müller im Nebenberuf betrieben
wird.
Beide Familien sind Mitglieder unserer Genossenschaft
und haben tatkräftig an der Vorbereitung der Maßnahmen mitgewirkt, haben Teile der Abrissarbeiten selbst
erledigt und sind für die Zeit der Bauarbeiten in Umsetzwohnungen im Ort gezogen. Ohne diese Bereitschaft hätten wir das Gebäude nicht sanieren können,
denn der bisherige Gebäudezustand, der Zuschnitt der
Wohnungen und die Leitungsführungen entsprachen
nicht den mindesten Anforderungen an den Brand- und
Schallschutz.
Das Ehepaar, das seit 1955 (!!!) in der Nr. 44 lebt, freut
sich schon sehr auf die rundum sanierte Wohnung. So
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Die eingerüstete Nordfassade des Georg-von-Rauch-Hauses.

Im Rauch-Haus hat das Bauen schon zu Beginn dieses
Jahres mit dem Umbau der Bäder angefangen, im Mai
begann nun die Sanierung der Außenhülle und die Hälfte
des obersten Geschosses ist zur Baustelle geworden:
Die zum Teil asbesthaltige Dachdeckung wurde aufgenommen und entsorgt, die Zimmerer nehmen die vorhandenen Gauben auseinander, die zum Glück wenigen
Schadstellen an den Hölzern werden entfernt und die
zum Teil kritische Belastbarkeit der Pfetten und Träger
verstärkt. Gleichzeitig wird ein Teil der Bäder rundum
saniert. Demnächst beginnen auch die Reparaturarbeiten
an der Fassade, die Fenster werden überarbeitet oder bei
Bedarf erneuert und nach und nach wird das Dach wieder mit Schiefer eingedeckt. All dies findet zunächst im
nördlichen Gebäudeteil statt. Erst wenn dieser fertig ist,
wandert die Baustelle in den südlichen Teil. Wieviel wir
noch in diesem Jahr abschließen können, werden die
nächsten Monate zeigen.

Wohnen auf der Baustelle
Für die Bewohner/innen bedeutet die Baustelle eine
enorme Belastung, denn das Haus ist zum größten Teil

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ähnlicher Vorfall hatte Ende 2011 zu großem Schrecken
und zu starken Zerstörungen im Keller und Erdgeschoss
des Hauses geführt. Die seitdem installierten Rauchmelder und Feuerlöscher sowie die erhöhte Wachsamkeit
der Bewohner/innen sorgten dieses Mal dafür, dass der
Brand schnell gelöscht werden konnte und keinen so
großen Schaden anrichtete. Dennoch sind die Leute im
Haus nun wieder sehr nervös und achten genau darauf,
wer ein und ausgeht – eine Aufgabe, die auf einer
Baustelle nicht ganz einfach ist.
Barbara König

Bundeswehrverband bietet uns das
Objekt Schönhauser Allee 59 an

Das Rauch-Haus wird mit Mitteln aus dem städtebaulichen
Denkmalschutz liebevoll und detailgetreut restauriert.

weiter genutzt und bewohnt. Nur der Teil des Dachgeschosses, der momentan Freiluftcharakter hat, ist temporär leer gezogen. Die Bewohner/innen sind im restlichen
Haus enger zusammen gerückt und teilen sich nun noch
weniger Bäder als sonst schon. Um Kosten zu sparen
und damit die Miete nach Sanierung etwas zu reduzieren, erbringen die Bewohner/innen zudem noch jede
Menge Eigenleistungen. Große Teile des Abrisses in den
Bädern, Entrümpelungsarbeiten und das Hin- und Herräumen ihrer Einrichtungen, Zuarbeiten für die Handwerker usw. werden durch die Bewohner/innen geleistet. Hinzu kommen die wöchentlichen Bausitzungen
und viele spontane Absprachetermine auf der Baustelle,
die auch von den Hausnutzern wahrgenommen werden.
Bisher läuft das alles sehr gut und trägt dazu bei, dass
der Bau weitgehend nach Plan verläuft und die geschätzten Kosten gehalten werden können. Es bleibt zu
hoffen, dass die Belastung durch die wahrscheinlich
eineinhalb Jahre dauernden Bauarbeiten für alle Bewohner/innen auch weiter auszuhalten ist.

Unserem Nachbarn in der Bremer Höhe, dem Bundeswehrverband, wird es in den Schönhauser Höfen zu eng.
In den nächsten Jahren sollen die noch in Bonn arbeitenden Mitarbeiter des Interessenverbandes der Soldaten und Offiziere der Bundeswehr nach Berlin umziehen. Deswegen soll der Standort in der Schönhauser
Allee 59 aufgegeben werden. Bevor der Verband versucht, das Grundstück mit dem Haupthaus und den
beiden Nebengebäuden auf dem Markt zu veräußern,
hat er es unserer Genossenschaft zum Kauf angeboten.
In unserem Rundschreiben haben wir vor einigen Tagen
auf dieses Problem aufmerksam gemacht.

Wieder Brandstiftung
Diese Belastbarkeit wurde Anfang Mai sehr unschön auf
die Probe gestellt, als ein/e unbekannte/r Täter/in im
Flur des Erdgeschosses frühmorgens Feuer legte. Ein

Jeder, der die räumliche Situation in den betreffenden
Höfen kennt, weiß, dass die Lebensqualität der hier
wohnenden Haushalte ganz wesentlich verbessert werden würde, wenn wir das Grundstück nutzen könnten.

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts gehört das Grundstück Schönhauser Allee 59 nicht mehr zur Bremer Höhe. Mit dem Verkaufserlös wurden damals die Neubauten in der Buchholzer
Straße finanziert.

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Das Problem aber ist, dass der Bundeswehrverband
seine umfangreichen Gesamtinvestitionen der letzten 12
Jahre mit dem Verkauf wieder hereinholen möchte,
nämlich mindestens 4 Mio. Euro. Das ist nach jetzigem
Stand der Dinge zu viel für unsere Genossenschaft. Wir
könnten uns den Erwerb nur dann leisten, wenn unsere
Mitglieder sich durch Zeichnung zusätzlicher Genossenschaftsanteile sowie nicht oder niedrig verzinster
Mitgliedsdarlehen an dem Kauf beteiligten.

Historisch und sozial betrachtet ist der Erwerb des Grundstücks sinnvoll, kaufmännisch eher problematisch.

Für alle, die noch nie dort waren, sollte der Lageplan
ausreichen, um zu erkennen, wie wichtig dieses Grundstück für unsere Genossenschaft ist. Zurzeit – so hat es
der ehemalige Schatzmeister des Verbandes vor ein paar
Jahren ausgedrückt – betreiben wir hier „Kinderintensivhaltung“.
Ein weiteres handfestes Argument für den Erwerb des
Grundstücks durch unsere Genossenschaft ist, dass nicht
abzusehen ist, was ein anderer Eigentümer mit Haus
und Hof anfangen wird. Immerhin gab es schon einmal
– viele werden sich an die Zeit unseres Protestes erinnern – eine Baugenehmigung für die Errichtung einer
Tiefgarage und eines Neubaus auf dem Hof.
Ein neuer Eigentümer kann also auf eine Rechtsgrundlage für Neubau und Flächenversiegelung zurückgreifen. Und welches „Sozialverhalten“ der oder die neuen
Eigentümer zeigen wird, ist ebenso unklar. Wird es dann
zum Problem, wenn ein Ball beim Fußballspielen auf
das Nachbargrundstück fliegt? Werden dort Veranstaltungen oder andere Nutzungen stattfinden, die die angenehme abendliche und nächtliche Ruhe auf unseren Höfen stören werden? Werden die baulichen Möglichkeiten
vom nächsten Eigentümer ausgenutzt und haben wir mit
längeren Beeinträchtigungen durch Baulärm und Staub
zu rechnen? Eine ungewisse Perspektive, der wir nur
dadurch begegnen können, wenn wir selbst das Grundstück erwerben.
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Also, liebe Mitglieder, ohne die Mithilfe und finanzielle
Unterstützung durch Euch können wir das so wichtige
Grundstück nicht erwerben. Unser Aufruf geht an alle
Mitglieder: Wer ist bereit und in der Lage, unserer Genossenschaft finanzielle Mittel für mindestens 10 Jahre
zur Verfügung zu stellen, damit wir uns den Kauf der
Schönhauser Allee 59 leisten können? Wir sprechen natürlich alle diejenigen an, die in den Schönhauser Höfen
leben, aber wer von denen, die in unseren anderen Beständen leben, weiß schon, ob er dort nicht auch irgendwann einmal hinziehen wird?
Ulf Heitmann

Wie wohne ich richtig?
Nachbarn achten aufeinander
Ein freundliches Wort im Treppenhaus, die gegenseitige
Annahme von Paketen oder das Mitbringen von Einkäufen für den Senior oder die hochschwangere Frau von
nebenan sind nicht überall selbstverständlich. In den letzten Wochen gab es in unserer Genossenschaft gleich
mehrere Situationen, die uns die Wichtigkeit gut funktionierender Nachbarschaften deutlich vor Augen führten.
Bei einem hochbetagten Herrn wurde samstags die Tür
aufgebrochen. Der Einbrecher bekam einen Schreck, als
er den anwesenden Mieter sah und flüchtete. Der alte
Herr aber war so geschockt, dass er erst am Dienstag
darauf um Hilfe bat. Bis dahin konnte er nicht die Wohnung verlassen und somit weder zum Arzt oder zur Polizei gehen oder Lebensmittel einkaufen, was er ansonsten täglich tat. Die anderen Bewohner des Hauses liefen
offenbar tagelang an der ganz offensichtlich aufgebrochenen Wohnungstür vorbei, ohne sich zu wundern.
Ein anderer Mieter, der sich seit Tagen nicht mehr hatte
bewegen können, konnte dank eines besorgten Nachbarn,

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der sogar einige Häuser weiter wohnt, buchstäblich in
letzter Minute durch die Feuerwehr aus seiner Wohnung
gerettet werden. Schon Stunden später wäre jede Hilfe
zu spät gekommen.
Egal, ob Jung oder Alt, jeder von uns kann in eine Situation geraten, in der er sich selbst nicht mehr helfen
kann. Wie dankbar ist man dann, wenn der Nachbar
einen Blick auf den seit Tagen ungeleerten Briefkasten
wirft, vielleicht nahe Verwandte kennt, bei denen man
sich nach dem Befinden erkundigen kann oder der einfach auch nur bei der Verwaltung oder der Feuerwehr
anruft. Denn: Ein aufmerksamer Nachbar ist nicht nur der
beste Einbruchschutz, sondern kann auch Leben retten!
Nicole Körner

Ergebnisse der
Initiativenfonds-Jury-Runde

Zuständigkeitsbereich des Vorstands und lehnte einen
Antrag (Sonnensegel Bornitzhof) ab. Zum Schluss waren nur noch 2,24 € im Fonds für 2014 enthalten. Die
Jury bat deshalb den Aufsichtsrat und Vorstand, das
Budget nachträglich aufzustocken. Dieser Bitte wurde
im Mai 2014 mit einer Aufstockung um 1.000 € entsprochen.
Nun stehen für die Herbstrunde 2014 genau 1.002,24 €
zur Verfügung. Anträge von Genossenschaftsmitgliedern können bis zum 15. September 2014 postalisch
über die Geschäftsstelle der WBG „Bremer Höhe“ eG
oder per E-Mail über initiativenfonds@bremer-hoehe.de
eingereicht werden. Bei der Antragsstellung ist es empfehlenswert, auf eine detaillierte Projektbeschreibung zu
achten, insbesondere einer Darstellung der geplanten
Kosten. Denn je genauer das Projekt beschrieben wird,
desto eher kann sich die Jury ein Bild davon machen
und das Projekt angemessen bewerten.
Tino Kotte

Fahrradtour zu
genossenschaftlichen Projekten

Mit Geldern des Initiativenfonds wurde unter anderem diese
Sitzgruppe am Schnitterhaus in Hobrechtsfelde finanziert.

Nachdem die Herbstrunde 2013 mangels Anträgen abgesagt wurde, erreichten die Jury für die Frühjahrsrunde
2014 insgesamt acht Anträge mit einem Antragsvolumen von 4.364,01 €, also mehr als das Doppelte des für
das gesamte Jahr 2014 zur Verfügung stehenden Budgets von 1.932,24 €. Die Jury bewilligte sechs Anträge
(Hofbank Buchholzer Straße 16, Tischtennisplatte Katzlerstraße, Ausstattung des Kickerraums im Pappelhof,
Material für die Gestaltung von Baumscheiben in der
Ruschestraße, die Anschaffung einer Sitzgruppe für das
Schnitterhaus in Hobrechtsfelde und die Materialkosten
für Hochbeete im Bornitzhof). Aber sie kürzte auch hier
und da die Antragssumme zusammen, überwies einen
Antrag (Hofbeet Buchholzer Straße 10 bis 11) in den

Über 40 Radfahrer/innen besuchten Genossenschaftsprojekte
der SelbstBau eG und der WBG „Bremer Höhe“ eG.

Am Samstag, den 17. Mai 2014 fand die 2. Radtour
„Tour des Châteaux des Coopératives“ zu genossenschaftlichen Projekten statt, die wir erneut mit der befreundeten Mietergenossenschaft SelbstBau eG durchführten. Bei 20 °C und ausreichend Rückenwind nahmen ca. 40 Mitglieder an dieser Tour teil, wobei Mitglieder unserer Genossenschaft leider in der Minderzahl
waren. Wir starteten mit einer Besichtigung und kleinen
Führung durch die Bremer Höhe. Danach fuhren wir zum
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ersten Neubau der „SelbstBau“ eG in die John-SchehrStraße. Die Route führte weiter über unsere Wagenburg
in der Rigaer Straße und an der Liebigstraße 15 vorbei
zu der zum Wohnhaus umgebauten ehemaligen KiTa der
SelbstBau eG in der Paul-Junius-Straße in Lichtenberg.
Auf dem Hof unserer Bornitz-/Ruschestraße hatten einige Mitglieder Kaffee und Kuchen aufgetischt. Gegen 17
Uhr erreichten wir unser Ziel in Karlshorst, eine ehemalige Schule in der Gundelfinger Straße, die von der
SelbstBau eG in ein Wohnhaus umgebaut wurde. Besonders beeindruckt waren wir von dem sehr gelungenen
Umbau der ehemaligen Turnhalle, in der nun mehrere
Familien ein sehr ungewöhnliches Zuhause gefunden
haben.

Good Bye, Tino – Welcome, Robin!
Tino Kotte verabschiedet sich
Der Vorstand bat mich, ein paar Zeilen zu meinem Abschied als Mitarbeiter unserer Genossenschaft zu schreiben, was ich gern tue. Seit 2002 arbeite ich in unserer
Genossenschaft, anfangs ehrenamtlich, später dann in
Teilzeit. Meine Aufgabenschwerpunkte lagen in der
Nachbarschafts- und Öffentlichkeitsarbeit.
Mit dem Umzug meiner Familie aus dem Kernbestand
Bremer Höhe nach Hobrechtsfelde stehen für mich weitere Veränderungen an. Ich werde mich neuen beruflichen Herausforderungen stellen, um nicht stehen zu
bleiben. Deshalb denke ich, dass es Zeit ist zu gehen.
Mit Dankbarkeit und Stolz blicke ich auf unsere noch
relativ junge WBG „Bremer Höhe“ eG. Wir haben gemeinsam viel erreicht, was unsere Genossenschaft unverwechselbar macht und wofür wir auch mehrfach ausgezeichnet wurden. Auch wenn ich meine berufliche
Tätigkeit für die Genossenschaft beende, bleibe ich ihr
als Mitglied, Nutzer und Mensch verbunden. Ich wünsche Robin Jahnke, der die meisten meiner Aufgabenbereiche übernehmen wird, gute neue Ideen, Ausdauer
und viel Freude bei der Arbeit.

Die alte Schulturnhalle in Karlshorst der SelbstBau eG war
vor einigen Jahren noch eine Ruine, heute befinden sich sechs
Wohnungen darin.

Robin Jahnke stellt sich vor

Die Tour war nicht nur sehr schön, weil 40 Mitglieder
aus zwei Genossenschaften sich kennenlernten, sondern
auch, weil die Vielfalt dessen gezeigt werden konnte,
was genossenschaftliches Wohnen und Bauen in Berlin
an hoher Lebensqualität hervorbringen kann. Zum einen
glänzen die Vorhaben durch architektonische Vielseitigkeit – vom Gründerzeithaus über die 20er Jahre, die
DDR-Platte bis zum Neubauprojekt sowie vom Einzelhaus über den Wohnblock bis zur Gebäudeumnutzung.
Zum anderen entwickeln wir ein großes Spektrum phantasievollster Projektfinanzierung.
Wir danken herzlich allen Organisatoren und Genossenschaftsmitgliedern, die die Tour zu einem Erfolg machten.
Ulf Heitmann

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Robin Jahnke (links) und Tino Kotte bei der Schlüsselübergabe.

Ein Blick auf die ersten „Mieterinformationen“ aus dem
Jahr 1999 lässt den langen und umkämpften Weg der
WBG „Bremer Höhe“ eG erahnen. Auf dem Hintergrund stadtpolitischer Diskussionen um Wohnkonzepte,
Mietpreispolitik und Gentrification ist dieser Weg zu
einer funktionierenden, nachbarschaftlich ausgerichteten

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Genossenschaft von besonderer Bedeutung. Ich selbst habe die Entwicklung der Genossenschaft erst ab 2008
verfolgt. Als einer der Bewohner der Christinenstraße
33 zog ich damals schweren Herzens in die Pappelallee,
die Enttäuschung über das Scheitern des Projekts war
bei uns allen sehr groß. Rückblickend stelle ich fest,
dass ich sehr froh darüber bin, in dieser Genossenschaft
zu wohnen. Ich empfinde das Zusammenleben in der
Bremer Höhe als außerordentlich angenehm. Wenn ich,
während ich gerade mit einem Nachbarn quatsche, meine beiden Kinder über den Hof flitzen sehe, gewinne ich
den luxuriösen Eindruck, inmitten einer Metropole ein
kleines Stück Dorf erwischt zu haben.
Zu den Aufgaben, die mich nun in der Genossenschaft
erwarten, zählen zum einen nachbarschaftliche Tätigkeiten, wie zum Beispiel die Betreuung der „Bremer
Höhle“ oder die Vorbereitung des Sommerfests. Zum
anderen werde ich im eher redaktionellen Sinn etwa den
Newsletter und das Mitteilungsblatt mitgestalten.
Beide Bereiche liegen mir nah. Seit vielen Jahren übernehme ich organisatorische Aufgaben, insbesondere für
die Neue Gesellschaft für bildende Kunst. Weiterhin bin
ich auf dem Hintergrund meines Studiums der Politikwissenschaften in immer wieder unterschiedlichen Zusammenhängen inhaltlich tätig, als Autor und Konzepter
sowie seit einem längeren Aufenthalt beim Zeichentrickfilm als Storyliner. Ich hoffe, dass ich meine bisherigen Erfahrungen in diesen Zusammenhängen in beide
Bereiche gut einbringen kann.
Da ich schon seit vielen Jahren in diversen Projekten und
Netzwerken unterwegs bin, weiß ich um die Bedeutung
des Engagements der aktiven Genoss/Innen. Mein Interesse an einer Tätigkeit für die WBG „Bremer Höhe“
eG ergibt sich auch aus der Ausrichtung eben dieser
Strukturen. Der Bestand der Genossenschaft ist eine Antwort auf die Wohnpolitik des Berliner Senats und eine
sozialpolitische Alternative, der sich die Mitglieder nicht
bewußt genug sein können. Dieses Selbstverständnis
möchte ich soweit wie möglich unterstützen. Daher freue
ich mich aufdie Aufgaben, die mich erwarten.
Ab sofort bin ich via E-Mail unter robin.jahnke@bremerhoehe.de sowie zu meiner festen Bürozeit immer mittwochs unter der Telefonnummer (030) 44 67 76 - 12 zu
erreichen.
Robin Jahnke

FC Bremer Höhe wird
nach dem IDU-CUP 201 4 greifen

Der FC Bremer Höhe trainiert seit April immer donnerstags
im Volkspark Friedrichshain.

Endlich wieder Fußball! Am 24. August 2014 ab 10 Uhr
wird nun schon zum 12. Mal der „Iron Devils UnitedSommercup“ unter dem Motto „Gemeinsam gegen Rassismus!“ auf dem Sportplatz Gustav-Adolf-/Ecke Amalienstraße in Berlin-Weißensee ausgetragen.
Mit dabei wird der FC Bremer Höhe sein, der wieder
nach der Fußball-WM immer donnerstags ab 18:30 Uhr
mit viel Freude und Spielwitz auf dem Bolzplatz im
Volkspark Friedrichshain (Höhe Straße Am Friedrichshain/Käthe-Niederkirchner-Straße) trainiert. Wer mitmachen will, kann sich gern noch melden. Gesucht
werden Frauen und Männer, die Lust auf gemeinsames
Kicken haben. Kontakt über fc@bremer-hoehe.de.
Tino Kotte

Sommerkino im Pappelhof
Auch in diesem Jahr wird am letzten Samstag vor und
dem letzten Samstag in den Sommerferien, also am 5.
Juli und am 23. August, im Pappelhof am Sandkasten
hinter dem Kindergarten das Sommerkino der Nachbarschaft Bremer Höhe stattfinden. Der Pappelhof ist über
die Hofeinfahrt Greifenhagener Straße 2 zu erreichen.
Sollte es regnen, wird das Sommerkino in der „Bremer
Höhle“, Buchholzer Straße 16, stattfinden. Das Programm für den 5. Juli 2014 sieht bisher so aus:
19:30 Uhr: Augsburger Puppenkiste
20.30 Uhr: Könige der Wellen (Trickfilmkomödie, 2007,
85 min, FSK 0)
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22.15 Uhr: Funny Bones (OmU, 128 min. FSK 12)
Für den 23. August 2014 wird das Programm über Aushänge an den schwarzen Brettern, dem Bremer-HöheNewsletter und der Website www.bremer-hoehe.de bekannt gegeben. Die Vorführung wird um 18.30 Uhr
beginnen und der Ablauf in etwa gleich sein.
Ich würde mich freuen, wenn ich noch Hilfe beim Aufbau bekommen könnte. Wir treffen uns eine Stunde vor
Beginn des Sommerkinos. Rückfragen oder Filmvorschläge für das Sommerkino am Ferienende können
gern an kino@bremer-hoehe.de gesendet werden. Danke!
Wolfgang Kruse

Leserbriefe
Gemeinsam gegen Fahrrad-Diebe, von Silvia Teich

lien aus den Gneisthöfen wurden die Räder vom Hof
weg gestohlen – oft gleich mehrere.
Auch meine Familie hat es mehrfach getroffen: Innerhalb von nur vier Monaten wurden unsere drei (!) an die
Fahrradständer im Hof angeschlossenen Fahrräder samt
Kindersitz geklaut. Da half kein Bügelschloss, und auch
die Versicherung will jetzt nicht mehr zahlen.
Es scheinen immer dieselben Täter zu sein, die auf unserem Hof alle paar Wochen wieder Beute machen. Ihr
Markenzeichen: Sie nehmen nicht nur das Fahrrad, sondern auch die aufgeknackten Schlösser mit, um keine
Spuren zu hinterlassen.
Da hier immer so viel von Solidarität die Rede ist: Wie
wäre es mal mit ein wenig Solidarität mit Nachbarn, die
auf ihr Fahrrad als Verkehrs- und Kindertransportmittel
angewiesen sind? Das kostet keine 10 Euro, sondern nur
einen kleinen Handgriff beim Betreten oder Verlassen
der Gneisthöfe: Bitte Haus- und Kellertüren zumachen –
und zwar jedes Mal! Denkt dran: Das nächste Mal könnte es euer Fahrrad sein, das weg ist.

Endlich Wasserhähne, von Nina Herfert

Ein Paradies für Fahrraddiebe sind unsere Gneisthöfe.
Die Bewohner von elf Miethäusern parken ihre Räder
dort. Viele haben keine andere Möglichkeit, weil in
kaum einen Keller der Bremer Höhe die Fahrräder einer
kompletten Familie passen. Für Diebe gibt es darum in
unserem Hof mehr Auswahl als bei Fahrrad-Stadler. Dazu eine leicht zu überkletternde Hofmauer und ein Hoftor, das mit wenig Geschick und Werkzeug aufgedrückt
werden kann. Und dann sind da noch die elf Hauseingänge, von denen immer mal wieder einer offen steht.
Fehlt eigentlich nur noch ein Roter Teppich für Langfinger. Kein Wunder, dass immer wieder Räder vom Hof
verschwinden.
In den vergangenen zwei Jahren haben die Fahrraddiebstähle bei uns massiv zugenommen. Schon vielen FamiSeite 1 0

Wir befinden uns im kleinen Ort Meru in Kenia, umgeben von vielen Tee-, Kaffee und Maisplantagen, direkt
am Äquator und mit ständigem Blick auf den Mount
Kenia, den zweithöchsten Berg Afrikas. In der „Meru
Primary School“, der staatlichen Grundschule, sind ungefähr 400 Schüler und Schülerinnen fleißig beim Lernen, bis sie bemerken, dass ein Haufen fremder Menschen, unter ihnen auch zwei Weiße, über den Schulhof
laufen. Viele kommen aufgeregt aus den Klassenräumen
gerannt und bestaunen, was dort passiert: Endlich richtige Wasserhähne. Der Wasseranschluss der Schule ist für

M I T T E I L U N G S B L AT T D E R W O H N U N G S B A U G E N O S S E N S C H A F T B R E M E R H Ö H E e G

viele Schüler die einzige Möglichkeit, täglich an sauberes Trinkwasser zu gelangen. Doch der Schule fehlt es
für Vieles an Geld – die versprochenen Hilfsgelder der
Regierung erreichen die kleinen Grundschulen meistens
nie.
Ich bin eine der Weißen, heiße Nina Herfert und bin die
Tochter des Hausmeisters der Bremer Höhe im Prenzlauer Berg, Martin Herfert. Mein Vater hat einigen Mietern vom Wasserprojekt an der „Meru Primary School“
und von der Hilfsaktion erzählt, worauf von einigen Bewohnerinnen und Bewohnern ein paar Euro gespendet
wurden. Insgesamt sind 142 Euro zusammen gekommen, von denen nicht nur neue und gute Wasserhähne,
sondern auch neue Glühbirnen für alle Klassenräume,
sowie eine große Putzaktion der sanitären Anlagen und
des gesamten Schulgeländes organisiert wurden. Zusätzlich wurden zwei große Säcke an Mais und Bohnen gekauft, da die Schule sich zusätzlich zur Bildung auch die
Sicherstellung von einer Mahlzeit am Tag für jedes
Kind als Ziel gesetzt hat.

schick und Reaktionsfähigkeit im Spiel messen möchten. Der sympathische Raum wurde von freiwilligen
Spendern eingerichtet und renoviert. Neben den Sportgeräten stehen ein rotes Sofa und Flüsterbälle für faire
und spannende Begegnungen bereit. Für Fragen und
Kommentare gibt es diese E-Mail-Adresse mit einer
Weiterleitung an Gregor, Wolfgang und Oliver:
kickern@bremer-hoehe.de

Es summt in den Schönhauser Höfen

Zusammen mit einem örtlichen Pastor, Esayas Solomon,
der schon seit mehreren Jahren treuhänderisch über verschiedene private Spendengelder waltet, waren wir also
von jungen Gesichtern umgeben, die auch schon gleich
die neuen Wasserhähne ausprobierten. An allen Stellen,
besonders beim Direktor der Schule, sahen wir dankende Gesichter. Wir möchten diese Dankbarkeit an dieser
Stelle an alle Spenderinnen und Spender weiterleiten.

Kickerraum eingerichtet, von Oliver Spatz

Sportlich-praktisch-gemeinschaftlich: Und wieder ist
unsere Genossenschaft um eine kleine Atraktion reicher.
In der Durchfahrt zur Pappelallee findet sich ein Kickerund Dartraum für die Bewohner und Gäste, die ihr Ge-

Seit Mai 2014 steht auf dem Hof der Schönhauser Allee
59, der noch dem Bundeswehrverband gehört (siehe
Seite 5) ein intakter Bienenstock, in dem ein Bienenvolk lebt und zurzeit fleißig Honig produziert. Eines unserer Mitglieder aus der Buchholzer Straße ist HobbyImkerin und fand es schade, dass die vielen blühenden
Pflanzen auf dem Hof und in seiner Umgebung nur den
ästhethischen Zweck erfüllen. Nun wird es in Kürze
Bremer-Höhe-Honig geben. Wer Interesse hat, eventuell
ein Glas davon zu erwerben, kann sich an unser Büro
wenden. Wir vermitteln dann den Kontakt zur Besitzerin des Bienenstocks.
Übrigens sind Bienen nicht aggressiv, es sei denn, sie
werden mit Wasserpistolen bespritzt oder – noch schlimmer – angegriffen.
Ulf Heitmann
Seite 11

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Termine

Sprechzeiten der Verwaltung

Konzert mit dem Ensemble Santenay
Freitag, 27. Juni 2014, 20 Uhr, Gemeinschaftsraum „Bremer Höhle“, Alte Musik (13. und 14. Jhd.), Eintritt frei.

Montag
Dienstag

Ordentliche Mitgliederversammlung
Montag, 30. Juni 2014, 19 Uhr, Saal der freikirchlichen
ZOAR-Gemeinde in der Cantianstraße 9, 10437 Berlin.
Sommerkino
Sonnabends, 5. Juli 2014, Beginn 19:30 Uhr und am 23.
August 2014, Beginn 18:30, aufdem Pappelhofam Sandkasten, Eingang über Greifenhagener Straße 2. Keine öffentliche, sondern eine nachbarschaftliche Veranstaltung!
FC Bremer Höhe beim Fußballturnier
Sonntag, 24. August 2014 um 10 Uhr, Sportplatz Amalienstraße/Gustav-Adolf-Straße in Berlin-Weißensee.
Sommerfest der Genossenschaft
Sonnabend, 30. August 2014, 16:00 Uhr, im Hof der
Liebigstraße 15, Berlin-Friedrichshain.
Redaktionsschluss Mitteilungsblatt 3/201 4
Montag, 1. September 2014, Redaktionsschluss für das
neue genossenschaftliche Mitteilungsblatt. Genossenschaftsrelevante Beiträge von Mitgliedern sind willkommen!
Antragsfrist Initiativenfonds
Montag, 15. September 2014, Antragsschluss zur Förderung nachbarschaftlicher Projekte.
Ständig aktualisierte Termine
finden sich auf www.bremer-hoehe.de.
Newsletter WBG „Bremer Höhe“ eG
Bitte E-Mail an newsletter@bremer-hoehe.de um Aufnahme in den Verteiler senden, erscheint monatlich mit
aktuellen Informationen und Angeboten, nur für Genossenschaftsmitglieder WBG „Bremer Höhe“ eG.

telefonisch
Sprechstunde in den
Geschäftsräumen
Mittwoch telefonisch
Donnerstag telefonisch

13.00 - 16.00 Uhr
9.00 - 12.00 Uhr
13.00 - 18.00 Uhr
14.00 - 16.00 Uhr
13.00 - 16.00 Uhr

Außerhalb der Sprechzeiten ist der Anrufbeantworter
geschaltet. Für Mängelanzeigen im Bestand Prenzlauer
Berg kann der Hausmeisterbriefkasten in der Greifenhagener Straße 65 bzw. für den Lichtenberger Bestand in
der Bornitzstraße 29 genutzt werden.
In dringenden Fällen bitte die auf den Aushängen oder
der Webseite aufgelisteten Notdienste kontaktieren.
Für Hobrechtsfelde gelten folgende Servicenummern:
Elektro: Elektroanlagen Zepernick, Tel: 0173 610 50 60
Gas/Wasser/Sanitär: Fa. Lamprecht, Tel: 030 893 63 90

Impressum

Mitteilungsblatt der Wohnungsbaugenossenschaft „Bremer Höhe“ eG, Schönhauser Allee 59 b, 10437 Berlin,
Telefon 44 67 76 - 0, Telefax 44 67 76 - 20
info@bremer-hoehe.de, www.bremer-hoehe.de

Redaktion
Barbara König (V.i.S.d.P.), Ulf Heitmann, Robin Jahnke, Tino Kotte
Bildnachweise
Cordula Mühr (1)
Tino Kotte (2, 4, 7, 9)
Barbara König (3, 4, 5, 8)
Robin Jahnke (4, 5, 10, 11)
Andreas Bachmann (6)
Ulf Heitmann (7, 8, 11)
Nina Herfert (10)
Satz: Tino Kotte

Druck: Copy Clara

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