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Full text: Mitteilungsblatt Issue 13.2014,1

MITTEILUNGSBLATT 1 /201 4

1 3. JAHRGANG . AUSGABE 1 . März 201 4

BREMER HÖHE eG

Inhalt
Mitgliederversammlung zum Solidarfonds . . . . . . . . 2
Mitglieder zur Solidarfonds-Diskussion . . . . . . . . . . 4
Vier Jahre Photovoltaik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
Baumaßnahmen in Hobrechtsfelde . . . . . . . . . . . . . . 7
Sanierungsbeginn Georg-von-Rauch-Haus . . . . . . . . 7
Frühjahrsputz am 5. April . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
Ein neuer Mitgliedertreff? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
Saisonbeginn beim FC Bremer Höhe . . . . . . . . . . . 8
Schrottfahrräder werden entfernt! . . . . . . . . . . . . . . 9
5 Jahre „Bremer Höhle“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
Wer hilft beim Sommerkino? . . . . . . . . . . . . . . . . 10
Umbau Buchholzer Straße/Pappelallee . . . . . . . . . . 11
Leserbriefe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
Termine, Verwaltung, Impressum . . . . . . . . . . . . . . 12

Sportliche Horizonterweiterung
In den letzten Jahren haben sich einige Traditionen des
genossenschaftlichen Lebens entwickelt, die von vielen
Mitgliedern – selbstverständlich freiwillig – gepflegt und
wahrgenommen werden. Das Sommerkino auf dem
Pappelhof, der Frühjahrsputz auf den Höfen und unser
Sommerfest gehören dazu. Die Termine für die diesjährigen Veranstaltungen stehen wie immer auf der
letzten Seite dieses Mitteilungsblatts. In die Rubrik „einigermaßen regelmäßige Veranstaltungen“ gehört seit
2009 auch der gemeinsame Fahrradausflug. Im Jahr
2009 haben ungefähr 70 Erwachsene und Kinder auf
diese Weise das Stadtgut Hobrechtsfelde kennengelernt,
das 2010 Bestandteil unserer Genossenschaft wurde. Im
Spätsommer 2012 haben wir gemeinsam mit der
befreundeten Mietergenossenschaft SelbstBau eG eine
längere Fahrt vom Prenzlauer Berg über Hobrechtsfelde
bis zum Stadtgut Blankenfelde unternommen, das Teil der

2009 fand die erste gemeinsame genossenschaftliche Fahrradtour nach Hobrechtsfelde statt.

SelbstBau eG ist. Und im letzten Jahr radelten wir zum
Sommerfest erneut gemeinsam nach Hobrechtsfelde.
In diesem Jahr haben wir neue Ziele gewählt. Am 17.
Mai 2014 werden wir verschiedene innerstädtische gemeinschaftliche Projekte unserer Genossenschaft und
der SelbstBau eG ansteuern. Treffpunkt ist um 11:30 Uhr
an der Schönhauser Allee 59 b. Wir starten mit einer Besichtigung und kleinen
Innenliegend auf Seite 3 das Führung durch die Bre„Formular zur freiwilligen mer Höhe. Danach fahMieterhöhung“ zum
ren wir zum ersten NeuHeraustrennen!
bau der SelbstBau eG
in die John-Schehr-Straße. Die Route führt weiter über unsere Liebigstraße 15,
die zum Wohnhaus umgebaute KiTa der SelbstBau eG
in Lichtenberg und zu unseren Häusern in der Bornitzund Ruschestraße. Gegen 15 Uhr wollen wir unser Ziel
in Karlshorst (ehemalige Schule in der Gundelfinger Straße, von der Selbstbau eG in ein Wohnhaus verwandelt)
erreichen. Auch für Verpflegung unterwegs wird gesorgt. Die hoffentlich vielen Teilnehmer der Tour können

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so die zum Teil sehr ungewöhnlichen gemeinschaftlichen Projekte und die Bewohnerinnen und Bewohner
der beiden Genossenschaften kennenlernen. Die Fahrt
kann eine herrliche Gelegenheit sein, sportliche Tätigkeit mit Erkenntnissen über die Vielfalt des gelebten
Miteinanders in Genossenschaften zu verbinden.

Solidarität in der Genossenschaft und der Gedanke, den
Solidarfonds durch möglichst viele Mitglieder finanzieren zu lassen, hervorgerufen hat.

Ulf Heitmann

Mitgliederversammlung
entscheidet über die Beschlussvorlagen der AG Solidarität
Stefan Reuyß, Vertreter der AG Solidarität, stellte die Idee der
Mitgliederinitiative zur innergenossenschaftlichen Solidarität
vor.

Groß genug: Die Plätze im Saal der Zoar-Gemeinde in der
Cantianstraße reichten für die vielen Mitglieder, die zur Versammlung gekommen waren, aus.

Am 21. Januar 2014 fand die verschobene außerordentliche Mitgliederversammlung zum Thema „Einrichtung eines Solidarfonds“ statt, bei der die Mitglieder
über zwei vorgeschlagene Alternativen für einen Solidarfonds entscheiden oder diesen ganz ablehnen konnten. Auch beim zweiten Versuch war der Andrang groß,
aber in den Saal der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde in der Cantianstraße passten die 140 Mitglieder,
die erschienen, gut hinein. Außerdem ließen sich noch
71 Mitglieder durch Vollmacht vertreten, so dass 211
Stimmen auf der Versammlung vertreten waren. Das
waren ca. 32% aller Mitglieder unserer Genossenschaft.
Zu Beginn der Versammlung stellte Stefan Reuyß als
Sprecher der AG Solidarität kurz deren Arbeitsergebnisse vor, die zu den Beschlussvorschlägen geführt hatten.
Dann konnten die Mitglieder eine gute Stunde lang
Fragen stellen, ihre Meinung kundtun oder Kommentare
zu den Ergebnissen abgeben. Dabei zeigte sich die große Bandbreite an Ansichten, welche die Diskussion über
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Kontroverse Diskussion
Die Meinungen reichten von starker Empörung über das
schiere Ansinnen bis zu großer Erwartung daran, was in
der Genossenschaft solidarisch geleistet werden könnte.
Aber es gab auch sehr viele ausgewogene Beiträge, die
zum Beispiel erläuterten, dass auch geringe Mehrbelastungen für manche Haushalte nur schwer zu tragen wären, oder sich dagegen verwehrten, dass ein Solidarbeitrag über die Miete erhoben werde, weil die Miete nun
einmal etwas anderes sei. Die Argumente, dass doch
jeder freiwillig entscheiden wolle, wofür oder womit er
solidarisch sei, wurden jenen entgegen gestellt, dass auf
freiwilliger Basis vermutlich nur sehr geringe Beträge
zusammen kämen und sich voraussichtlich wieder die
gleichen Mitglieder engagierten, die das bei vielen
anderen Gelegenheiten auch tun.
Pflicht nein, freiwillig ja!
Nach diesem Austausch fand die Abstimmung über die
zwei alternativen Solidarmodelle in geheimer Abstimmung statt. Zunächst wurde über die „radikalere“ Variante abgestimmt, dass der Solidarfonds über eine allgemeine Mieterhöhung gespeist werden solle. Diese Idee
lehnte die Versammlung mit einer deutlichen Mehrheit
der Stimmen ab (56 Ja- zu 155 Nein-Stimmen). Die
zweite Variante, den Solidarfonds auf freiwilliger Basis
einzurichten, fand hingegen eine mehrheitliche, wenn
auch knappe Zustimmung (111 Ja- zu 96 Nein-Stimmen, Enthaltungen werden nicht gezählt).

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Somit können von sofort an Mitglieder ihre Miete um
mindestens 10 € monatlich erhöhen, um mit diesem
Geld einen Solidarfonds zu speisen. Das genaue Vergabeprozedere wird die auf der Mitgliederversammlung
gewählte Kommission bis zur ordentlichen Mitgliederversammlung am 30. Juni 2014 erarbeiten. Das Protokoll der Mitgliederversammlung kann in den Geschäftsräumen oder unter www.bremer-hoehe.de => Veröffentlichungen => Protokolle eingesehen werden.
Wie funktioniert das nun, wenn jemand seine Miete
freiwillig um einen geringen Betrag erhöhen möchte?
Ganz einfach: Das Mitglied teilt der Verwaltung
schriftlich mit, dass es seine Mietzahlung um einen
gewissen Betrag erhöhen wird und stellt seine Zahlung
entsprechend um. Diese Erklärung kann jederzeit wie-

der zurückgenommen werden. Bei zukünftigen Mieterhöhungen wird der freiwillige Anteil der Mietzahlung
nicht berücksichtigt.
Ein Formular für die Erklärung haben wir auf dieser
Seite zum Heraustrennen beigefügt. Es befindet sich
auch auf der Web-Seite der WBG „Bremer Höhe“ eG
unter www.bremer-hoehe.de => Service => Formulare.
Dieses kann man ausdrucken und ausgefüllt im Büro
vorbeibringen oder in den Briefkasten der Verwaltung
stecken. Jeweils bei der ordentlichen Mitgliederversammlung wird der Vorstand über die Beträge, die auf
diesem freiwilligen Wege zusammen gekommen sind,
und über deren Verwendung berichten.
Barbara König

Formular zur „Freiwillige Mieterhöhung“ der WBG „Bremer Höhe“ eG
Name:

......................................................................

Straße: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Ort:

......................................................................

An die
Wohnungsbaugenossenschaft „Bremer Höhe“ eG
Schönhauser Allee 59b
1 0437 Berlin

Freiwillige Mieterhöhung
Hiermit bestätige ich, dass ich vom Ersten des . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . (Monat und Jahr) an bis
auf Widerruf freiwillig meine monatliche Mietzahlung um . . . . . . . . . . Euro (mindestens 1 0 Euro) erhöhe.
Im Falle einer der Genossenschaft erteilten Einzugsermächtigung kann dieser Betrag zusammen mit der
Miete eingezogen werden.
Datum: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
.......................
Unterschrift Mitglied
Seite 3

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Mitglieder zur
Diskussion um den Solidarfonds
Nachdenken über Solidarität von Ingeborg Bannier
Mit dem Ergebnis der Versammlung vom 21.01.2014
bin ich persönlich nicht zufrieden. Dort habe ich einiges
beobachtet, was mir zu denken gibt.
Warum wohnen wir in der Genossenschaft „Bremer Höhe“? Weil die Mieten bezahlbarer sind als anderswo auf
dem freien Wohnungsmarkt? Weil eine Gemeinschaft
dahinter steht, eine Satzung die trägt? Weil man gerne in
einer Art Gemeinschaft leben, sich einbringen und mitgestalten möchte? Weil das Wohnen in einer Genossenschaft weniger willkürlich ist, also sicherer und stabiler
und damit perspektivisch kalkulierbar?
Damit das mit der Perspektive und dem Kalkulieren so
bleibt, brauchen wir mehr Verantwortung mit-, für- und
untereinander. Oder ist es den meisten Bewohnern der
Genossenschaft egal, wie und wo sie wohnen, Hauptsache billig, gut und günstig, ganz gleich auf wessen
Kosten? Wer diese Mentalität verinnerlicht hat, um nur
eigene Vorteile aus dem Leben in der Gemeinschaft
einer Genossenschaft zu ziehen, ist meiner Meinung
nach in der WBG „Bremer Höhe“ eG fehl am Platz. Mit
einer einseitigen Anspruchshaltung kommen wir nicht
weit, nicht der Einzelne, nicht die Genossenschaft, nicht
die derzeitigen und künftigen Bewohner unserer Wohnungen. Wir brauchen ein Nachdenken über Solidarität.
Dass wir eine Diskussion über das „Ob überhaupt Solidarität“ benötigen, finde ich bedenklich, denn noch
immer sehe ich Solidarität miteinander und mit anderen
als etwas Selbstverständliches an. Die Arbeit der AG
Solidarität ist offenbar zeitgemäß und heutzutage erforderlich. Es ist gut, dass es sie gibt. Dass die in der
AG erarbeiteten Beschlussfassungen eine derart kontroverse Diskussion auslösten, die den Solidaritätsbegriff
zuweilen auf den Kopf stellte, empfand ich ziemlich befremdlich. Gerade weil wir in einer zunehmend entsolidarisierten Gesellschaft leben, ist es deshalb umso wichtiger über den eigenen Tellerrand hinaus zu gucken und
den Solidaritätsgedanken wieder aufzunehmen und zu
stärken. Die Genossenschaft „Bremer Höhe“ eG bietet
uns das Forum für die Diskussion an, gibt uns allen die
Möglichkeit, über Solidarität allgemein und im Einzelnen nachzudenken. Jedes Mitglied kann sich daran beteiligen und mitgestalten. Wir leben freiwillig in der
Genossenschaft „Bremer Höhe“, keiner zwingt uns, und
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ebenso freiwillig haben wir uns für das Leben in einer
Gemeinschaft und den damit verbundenen Pflichten,
und auch für Solidarität, entschieden. Wir können Entscheidungen im Sinne der Genossenschaft mitentwickeln und bei Beschlussfassungen freiwillig dazu beitragen, dass die Genossenschaft ihren Grundsätzen nach
kalkulierbar arbeiten kann. Wie schwierig das sein
kann, hat die Diskussion am 21.01.2014 gezeigt.

Wie solidarisch sollte eigentlich unsere Genossenschaft sein?

Unsere Genossenschaft „Bremer Höhe“ bemüht sich,
der Entwicklung auf dem freien Wohnungsmarkt, insbesondere in Prenzlauer Berg mit seiner stetigen Premium-Sanierung, den daraus folgenden Mietsteigerungen,
sowie der Umwandlung von normal zugänglichen
Wohnraum in Eigentumswohnungen oder in gewinnbringende, aber Wohnstruktur zerstörende Ferienquartiere, etwas entgegenzusetzen. Misstrauen oder gar Missgunst gegen künftige, solidarisch unterstützte Mitbewohner oder durch Solidarität geförderte Projekte
innerhalb der Genossenschaft ist zumeist getragen von
der Befürchtung, etwas abgeben zu sollen, oder sich gar
vom Solidaritätsgedanken benachteiligt zu fühlen, und
wirkt letztendlich dem Genossenschaftsgedanken entgegen. Solidarität beinhaltet ein Für- und Miteinander, und
nicht Gegeneinander. Die Bereitschaft unter den Genossenschaftlern etwas abzugeben, regelmäßig, und damit
kalkulierbar, von „nur“ 10 Cent pro Quadratmeter, ist
nicht sehr groß gewesen. Zwar weiß ich, dass auch 10
Cent pro m² für jemanden, der von einer kleinen Rente,
Hartz IV oder vom Job im Niedriglohnsektor auskommen muss, sehr viel Geld sein kann. Dennoch fände ich
es gerechter verteilt, wenn JEDER seinen Soli-Beitrag
leisten würde. Denn jeder möchte ja auch Solidarität für
sich Anspruch nehmen, wenn er sie braucht.
Ich werde deshalb meine Miete um einen Solidaritätsbei-

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trag erhöhen, auch wenn ich eher, wie es im Amtsdeutsch so schön heißt, zu dem Personenkreis mit geringem Einkommen zähle. Niemand in der Genossenschaft, schon gar nicht der Vorstand, will einem etwas
wegnehmen. Doch immerzu wollen Alle etwas haben.
So funktioniert Solidarität nicht. Gemeinschaft lebt von
Gegenseitigkeit, vom Geben und Nehmen.

Eine alte Bekannte - von Reza Rahmani
Ich habe eine alte Bekannte, deren Gesellschaft mir sehr
unangenehm ist. Aber ich werde sie nicht los. So lange
ich denken kann, gehört sie schon zu meinem Leben.
Immer wieder taucht sie plötzlich auf, mal bleibt sie länger, mal geht sie schon bald wieder. Mal kann ich mich
ihrer erwehren, mal wirbelt sie meine Tage durcheinander. Am liebsten würde ich sie ans andere Ende der Welt
verfrachten. Aber ich kriege sie nicht los. Immer wieder
ist sie da.
Wer meine alte Bekannte ist? – Sie kennen sie ganz bestimmt auch. Auch bei Ihnen geht sie ein und aus. Auch
Sie würden sie am liebsten wegzaubern. Und auch Sie
wissen längst, dass das nicht geht. Unsere gemeinsame
Bekannte ist die Angst. Immer wieder greift sie nach
uns. Manchmal haben wir Angst vor einer bestimmten
Herausforderung.
An den Veranstaltungen der WBG „Bremer Höhe“ eG
nehme ich gerne teil, wenn es mir zeitlich passt. Am 21.
Januar 2014 war ich auch bei der Außerordentlichen
Mitgliederversammlung im ZOAR-Gemeindesaal. Für
diese Veranstaltung bedanke ich mich beim Vorstand
und allen, die dabei ihre Kraft eingebracht haben … und
ich wünsche mir in Zukunft viele Nachbarn mit entsprechend weitem Blickwinkel.
1 0 Euro und die Summe(n) der Gemeinschaft von Bianca Bodau
Als ich um 2001 in die Bremer Höhe zog und Genossenschaftsmitglied wurde, war ich sehr angetan von dem
Gedanken, mitbestimmen zu können, wie und in welcher Art ich das Zusammenleben mit meinen Nachbarn
und Freunden gestalten kann. Interessen würden sich
anders durchsetzen lassen als noch zuvor bei meinem
Privatvermieter, Projekte entstehen etc. Und trotzdem –
aktiv habe ich mich nie eingebracht.
Ich genoss bisher das eine oder andere Sommerfest,
konnte, von der Genossenschaft genehmigt, einen Durchbruch zu meiner Nachbarin machen, der uns zwei alleinerziehenden Frauen mit je einem Kind den Alltag erleichterte und fröhlicher werden ließ. Ich finde die

Tauschbörse und die Carsharing-Idee toll, obwohl ich
da nicht mitmache, genauso wie ich den Blick auf die
Höfe liebe, obwohl ich sie nicht mitgestaltet habe. Kurz:
Ich profitiere von der Gemeinschaft.
Als ich von den Vorschlägen, die Miete freiwillig zu erhöhen, las, um so zum Beispiel einen Fahrstuhl zu
finanzieren oder benachteiligte Familien zu unterstützen, fand ich die Idee wunderbar. Und diesmal machte
ich mit. Ich erhöhte die Miete um den Mindestbetrag.
Wenn sich nur jeder zweite oder dritte Haushalt beteiligt, kommt eine Menge Geld zusammen, dachte ich.
Kaum ein Einzelner wird so schnell Geld mobilisieren
können, wenn er mal ein Problem hat, und wenn doch,
hat er ewig mit den Belastungen zu kämpfen. Bei vielen
ist es leichter machbar. Das gefällt mir. Das ist echt
Schwungmasse. Wir erweitern unsere Handlungsspielräume. „Unsere“, weil langfristig alle was von der
Solidarität vieler haben.
Ich arbeite in Teilzeit und den Rest freiberuflich. Ich
unterstütze meinen studierenden Sohn. Da merkt man
10 Euro schon. Und trotzdem, 10 Euro sind drin. Weil
viele mehr schaffen als der Einzelne.

Vier Jahre Photovoltaik auf den
Dächern der WBG „Bremer Höhe“ eG

War kurze Zeit die größte Photovoltaikanlage auf einem
Berliner Wohnhaus: Bornitzstraße 23 bis 37.

Im Dezember 2009 wurde die erste Photovoltaik-(PV)Anlage auf einem Dach der Genossenschaft an das
Stromnetz angeschlossen. Diese Anlage war mit einer
Nennleistung von 120 kW für ein Jahr die größte auf
einem Wohngebäude in Berlin. Ein gutes Jahr später,
im Oktober 2011 gingen die drei PV-Anlagen auf den
Flachdächern der Bremer Höhe ans Netz. Ihr Planungsprozess zog sich einige Monate hin, da es ein abstimSeite 5

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mungsintensives Modellvorhaben war: Erstmals wurde
auf einer denkmalgeschützten Wohnanlage in Berlin eine solche Anlage errichtet. Es kam zu der Auflage, dass
man die 232 Module weder vom öffentlichen Straßenland noch von den Höfen und auch nicht aus der vorbeifahrenden U2 (!) sehen dürfe. Das hatte zur Folge,
dass die Flächen einen Anstellwinkel von nur 15° haben
und somit nicht optimal die Sonnenenergie auffangen
und umwandeln können. Gerade bei tiefstehender Sonne
in den Wintermonaten führt das zu Ertragsminderungen
gegenüber der möglichen Nennleistung von 47,6 kW.
Die Wirtschaftlichkeit dieser Technologie wurde und
wird vor allem durch die garantierte Abnahme des produzierten Stroms durch den Netzbetreiber (in Berlin –
noch – Vattenfall) und den festgelegten Abnahmepreis
gesichert. Der beträgt in der Laufzeit von 20 Jahren für
die Anlagen auf der Bremer Höhe 39,03 ct/kWh. Für
die Anlage in der Bornitzstraße ist der Einspeisepreis
noch höher. Dort liegt er bei 41,33 ct/kWh. Kritik an
diesen hohen Beträgen wurde bundesweit schon vor einigen Jahren laut. Deswegen wird die Einspeisevergütung Schritt für Schritt reduziert, damit die solare
Energiegewinnung den Durchschnittspreis des Stroms in
Deutschland nicht mehr in die Höhe treibt. Für Dachflächenanlagen, die im März 2014 ans Netz gehen, beträgt die Vergütung nur noch 11,35 ct/kWh. Ein
schwieriges wirtschaftliches und nahezu unübersichtliches rechtliches Problemfeld, das aber hier nicht weiter vertieft werden kann. Generell ist aber unstrittig,
dass die Verbrennung von Kohle und Öl zur Energiegewinnung volkswirtschaftliche Verschwendung von Ressourcen ist, über die wir in Mitteleuropa nicht in ausreichendem Maße verfügen.

Welche Vorteile bringen uns die Anlagen?
Zum einen haben wir über die Dachflächenvermietung
eine Beteiligung an den Erträgen. In den ersten drei
Jahren nahmen wir mit den Anlagen auf der Bremer
Höhe ca. 2.550 € ein. Die größere Anlage in der Bornitzstraße erwirtschaftet diesen Betrag in jedem Jahr.
Der Gesamtertrag aller Anlagen seit 2010 bis
einschließlich 2013 beträgt ca. 12.800 €. In den 20 Jahren vereinbarter Laufzeit der Dachmietverträge werden
voraussichtlich 65.000 bis 70.000 € für unsere Genossenschaft zusammen kommen.
Aber nicht nur das Geld ist von Vorteil, sondern auch
die Umweltbilanz. Der Solarstrom wird emissionsfrei
erzeugt und der CO2-Verbrauch bei Herstellung, MontaSeite 6

ge und Entsorgung der Anlagen ist im Verhältnis zum
Dauerausstoß bei der Verbrennung von Braunkohle (360
g/kWh), Steinkohle (340 g/kWh), Erdöl (280 g/kWh)
und Erdgas (200 g/kWh) zu vernachlässigen. Im Vergleich mit dem durchschnittlichen deutschen Energieträgermix haben die Anlagen auf der Bremer Höhe schon
87 t CO2 eingespart, die Bornitzstraßenanlage ca. 340 t
in vier Jahren. Auf 20 Jahre gesehen werden die vier
Anlagen ca. 2.200 t CO2 einsparen.

Ein paar Vergleiche

Über dem Hauseingang der Bornitzstraße 31 kann jeweils die
aktuell produzierte Menge Elektroenergie der dortigen Anlage
abgelesen werden.

Die Unterschiede bei der Tagesstromproduktion sind
gewaltig. Die Vermutung, dass die Sonne auch durch
den Schnee scheine, stimmt nicht. Schon eine dünne
Schneedecke führt dazu, dass nicht mal ein ganz klein
bisschen Strom erzeugt wird. An einem verhangenen
schneelosen Wintertag kommen auf der Bremer Höhe
ca. 4 kWh zusammen. An einem Junitag mit 13 Stunden
Sonnenschein sind es bis zu 360 kWh, also das 90fache. Auf der Bremer Höhe wird Strom für ca. 50
Zwei-Personenhaushalte erzeugt. Man könnte mit dem
bislang hier erzeugten Strom 10.212.630 Tassen Kaffee
kochen und 23.343.160 l Bier kühlen und man hätte
über 35 Millionen Eier damit kochen können. Ein
Großteil der Weltjahresproduktion an Zitronen könnten
allein durch den Strom der PV-Anlagen auf der Bremer
Höhe ausgepresst werden, nämlich ca. 23,5 Mio. Stück
pro Jahr. Die Anlage auf der Bornitzstraße erzeugt
Strom für ca. 125 Zwei- und ca. 55 Vier-Personenhaushalte. Die Eier-, Kaffeetassen- und Zitronenzahl kann
sich, wer will, selber hochrechnen.
Ulf Heitmann

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Baumaßnahmen in Hobrechtsfelde

chen und die Bauformen macht deutlich, dass hier nicht
einfach „gebrettert“ werden kann. Nahezu jedes Bauteil
hat eine eigene Formensprache und zeichnet sich durch
differenzierte Materialwahl aus. Nicht ohne Grund wurden uns ca. 2 Millionen Euro Fördermittel aus dem Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ gewährt, die
nun Bauteil um Bauteil sorgfältig verbaut werden.

Mittlerweile sind alle neun Wohnungen des neuen Schnitterhauses bezogen.

Am Ende des Jahres 2013 waren 9 von 21 Wohngebäuden in Hobrechtsfelde umfassend saniert und anstelle der 2010 abgebrannten Schnitterbaracke ein neues
Wohnhaus errichtet. Ab April dieses Jahres sollen drei
weitere Häuser umfassend instandgesetzt und modernisiert werden: Die Hobrechtsfelder Dorfstraße 5, 39/40
und 43/44. Den betreffenden sechs Bewohnerhaushalten
haben wir Anfang dieses Jahres unsere Pläne vorgestellt,
ihre Wünsche und Anregungen weitgehend berücksichtigt und hoffen, uns in den nächsten Tagen auch schriftlich miteinander zu vereinbaren. Zum Glück haben sich
bis auf eine Ausnahme die Bewohnerinnen und Bewohner der Wohnungen, die auch innen umfassend saniert
werden (Nr. 5 und 43/44) bereit erklärt, in Zwischenumsetzwohnungen im Ort zu ziehen. Unter bewohnten
Bedingungen dauerten die Maßnahmen länger und wären komplizierter zu koordinieren. Die Baukosten schätzen wir auf insgesamt rund 810.000 Euro für alle drei
Gebäude.
Ulf Heitmann

Beginn der Sanierung des Georgvon-Rauch-Hauses in Kreuzberg
Im März 2014 beginnt die denkmalgerechten Sanierung
der Hülle (Dach, Fenster, Fassade) des „Rauch-Hauses“
am Mariannenplatz. Aufgrund der Größe des Gebäudes
mit seinen vier Etagen (einschließlich Keller) und des
erhöhten Aufwands, der aus seiner Baugeschichte und
seinem bauhistorischen Wert herrührt, ist nicht sicher,
ob die gesamte Maßnahme bis zum nächsten Winter
abgeschlossen werden kann oder sich in das Jahr 2015
strecken wird. Ein Blick auf die Fassade, die Dachflä-

Das „Georg-von-Rauch-Haus“ im Panorama.

Ein Bestandteil des Besonderen an dem Projekt ist, dass
ein Teil der Maßnahmen in Eigenleistung erbracht wird.
In den letzten Wochen wurde schon viel geleistet. Die
Bewohnerinnen und Bewohner haben drei Container
mit Abbruchmaterial gefüllt, baustellenvorbereitende
Maßnahmen wie Abriss, Abdeckungen, Bauteilsicherungen durchgeführt und sind enger zusammengerückt,
denn ein großer Teil des Hauses ist während der Baumaßnahmen nicht nutzbar.
Die Sanierung zieht in
diesem Vorhaben also
ein noch größeres Maß
an Kommunikation, Mitwirkung und Koordinationsaufwand nach sich,
als es bei „normalen“
Projekten der Fall ist.
Die erste bauliche Veränderung am Haus löste
schon Anfang Februar 2014 Freude bei den Bewohnerinnen und Bewohnern aus. Die neue Eingangstür
sieht nicht nur schöner aus als das bisherige Provisorium, sondern führt auch zu höherer Sicherheit vor
Einbruch und Brandstiftung.
Ulf Heitmann

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Frühjahrsputz
auf den Höfen am 5. April 201 4

Auf zum gemeinsamen Frühjahrsputz in der Bremer Höhe!

Die Bewohner der Bornitz-/Ruschestraße haben bereits
eifrig gerecht, gehackt und gegraben. Der Bornitzhof ist
so gut gewappnet für den Ansturm des frischen Grüns.
Vielen Dank an alle, die geholfen haben!
Am Sonnabend, dem 5. April 2014, sollen auch die
Hofgärten der Bremer Höhe wieder auf Vordermann
gebracht werden. Ab 10 Uhr stellt der Hausmeister
hierfür Geräte, Materialien und Pflanzen im Durchgang
der Greifenhagener Straße 2 zur Verfügung.
Wer möchte, kann wie jedes Jahr mithelfen, übrig gebliebenes Laub in die Beete einzuarbeiten, Frühlingsblüher zu pflanzen, Rasen nachzusäen und allgemein
aufzuräumen. Wir freuen uns auf reges Engagement.
Barbara König

Ein neuer Mitgliedertreff?
Gemütlich beisammen sitzen, sich zurück lehnen und
Kaffee trinken, Pläne schmieden, neueste Bücher austauschen, zusammen kochen, erzählen, Karten spielen,
Fotos zeigen, von Erlebtem berichten, Filme gucken
und und und …
Welche Mitglieder können sich vorstellen, mit Unterstützung durch die Genossenschaftsverwaltung im Gemeinschaftsraum „Bremer Höhle“ ein regelmäßiges
Mitgliedertreffen zu organisieren und durchzuführen?
Gesucht werden ein paar Engagierte, die bei einem Organisationstreffen am 23.04.2014 um 19:00 Uhr im GeSeite 8

So sah das Vergnügungskomitee des Berliner Spar- und Bauverein um 1900 aus. Vielleicht nimmt unsere Genossenschaft
diese alte Genossenschaftsidee auf?

meinschaftsraum „Bremer Höhle“ zusammen mit dem
Vorstand überlegen, wie ein solches regelmäßiges Treffen gestaltet werden kann.
Barbara König

Saisonbeginn beim FC Bremer Höhe
Der FC Bremer Höhe sucht wieder Spielerinnen und
Spieler, die sich auf das Fußballturnier „IDU-Cup
2014 – Gegen Rassismus“ auf dem Sportplatz des OSZ
Bautechnik II, Gustav-Adolf-Straße 66 in BerlinWeißensee im Sommer 2014 (der genaue Termin wird
noch bekannt gegeben) vorbereiten wollen. Wer also
Lust und Zeit hat, ein bisschen zu kicken, ist herzlich
eingeladen, mitzumachen. Dabei ist das Alter, das Geschlecht und das spielerische Können unwichtig. Es
geht um den Spaß beim gemeinsamen Kicken. Das
Team organisiert sich mit Unterstützung der Genossenschaft selbst, das hat bisher immer ganz gut geklappt.
Bitte bei Interesse bis zum Ostermontag, den 21. April
2014 im Büro der WBG „Bremer Höhe“ eG Bescheid
geben oder per E-Mail an fc@bremer-hoehe.de anmelden. Dabei bitte nicht den Namen, die Adresse und
wenn möglich Telefonnummer vergessen. Wir melden
uns dann zurück und vereinbaren ein erstes „Training“
auf dem Stadiongelände an der Cantianstraße in Prenzlauer Berg.
Tino Kotte

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Ankündigung:
Schrottfahrräder werden entfernt!
Während Waschmaschinen die unangenehme Eigenschaft haben, Socken auf unerklärliche Weise in Nichts
aufzulösen, haben Fahrradständer einen genau entgegengesetzten – wenn auch nicht weniger verstörenden –
Charakterzug: sie ziehen magisch verlassene, kaputte
oder verrottende Fahrräder an sich, die sich mittels
Schlössern unlösbar an sie binden. Während einem bei
der Waschmaschine angesichts des Nichts nur das Wundern bleibt, erzeugt diese schlechte Angewohnheit der
Fahrradständer Handlungsbedarf: das stetige Zuwuchern
der Ständer durch untote Fahrradteile entzieht ihnen
nach und nach die Kraft, ihrer eigentlichen Aufgabe
nachzukommen: jenen Fahrrädern, die ihre Besitzer täglich eifrig zur Schule, zur Arbeit oder zur Freizeitbeschäftigung tragen, in den wohlverdienten Ruhepausen
Halt zu geben.
Um hier notwendige Abhilfe zu schaffen, werden nach
einer 14-tägigen Frist jene Fahrräder entfernt, die bis
dahin nicht von ihren Eigentümern in den Fahrradabstellraum oder im eigenen Keller abgestellt – oder
gleich zum Recyclinghof gebracht wurden. Ab sofort
werden die Hausmeister in der Bremer Höhe und in der
Bornitz- und Ruschestraße die fraglichen Fahrräder mit
der Aufforderung, sie zu entfernen, versehen. Wenn die
gesetzte zweiwöchige Frist vergangen ist, werden die
bis dahin übrig gebliebenen „Schrottfahrräder“ entfernt,
damit wieder ausreichend Fahrradständer für jene vorhanden sind, die ihre Räder täglich nutzen.

Schrottfahrräder blockieren leider immer wieder die Radständer.

Ganz ernsthaft möchte ich in Hinblick auf die breit
diskutierte Solidarität in der Genossenschaft bemerken,
dass liegen gelassene kaputte Fahrräder, alte Matratzen

oder jeglicher andere Sperrmüll kostenpflichtig entsorgt
werden – was letztlich von uns allen bezahlt werden
muss. Das ist aus meiner Sicht von den Verursachern,
die sich auf die unfreiwillige Solidarität ihrer Nachbarn
verlassen, ziemlich egoistisch.
Barbara König

5 Jahre Gemeinschaftsraum
„Bremer Höhle“ - eine Auswertung

Erfreut sich immer größerer Beliebtheit: Die „Bremer Höhle“.

Seit Frühjahr 2009 bietet unsere Genossenschaft Mitgliedern, Organisationen und interessierten Kiezbewohnern die Möglichkeit, die „Bremer Höhle“ für Feiern,
Spiel, Sport, Basteln, Kochen und anderes zu nutzen.
Auch gewerbliche Veranstaltungen wie Sprachunterricht, Tanz oder Teamsitzungen von Unternehmen und
Vereinen finden hier statt. Der Raum befindet sich im
Haus Buchholzer Straße 16 Ecke Greifenhagener Straße
in Prenzlauer Berg und hat einen ca. 36 m² großen
Hauptraum, eine mit einer Küchenzeile ausgestattete
Empore mit ca. 12 m² und eine Toilette. Zur Verfügung
stehen 35 Klappstühle, 7 Klapptische, Geschirr, Geschirrspüler und Elektroherd. Nach außen hin soll der Raum
durch beiseite geschobene Gardinen und durch eine
spärliche Ausstattung eine offene Atmosphäre ausstrahlen.
Die „Bremer Höhle“ wird für etwa 20 bis 30 verschiedene genossenschaftliche Veranstaltungen jährlich kostenfrei genutzt. Voraussetzung für kostenfreie Nutzungen sind der nachbarschaftsfördernde Charakter der Veranstaltung und die Offenheit für alle Genossenschaftler.
So fanden dort Treffen der Tauschbörse oder des Filmclubs, aber auch unsere Mitgliederversammlungen statt.
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Ungefähr 45% aller Buchungen sind von Genossenschaftsmitgliedern, die den Raum für private Veranstaltungen nutzen wollen und somit ein um die Hälfte
ermäßigtes Nutzungsentgelt zahlen. Ca. 25% aller Buchungen sind private Veranstaltungen von Nichtmitgliedern, der Anteil gewerblicher Nutzungen beträgt ca.
30%. Im Jahr 2013 betrugen die Einnahmen durch
Vermietung 7.217 Euro (2012: 5.647 Euro, 2011: 6.611
Euro und 2010: 5.326 Euro), mit Stand vom 1. März
2014 haben wir für dieses Jahr schon 4.200 € eingenommen. Die hohe Nachfrage zeigt, dass sich unser
preisgünstiges Angebot in der Nachbarschaft herumgesprochen hat. Die Kehrseite der stundenweisen Nutzung
und der vielen Nutzerwechsel sind der hohe Verwaltungsaufwand und der schnelle Verschleiß der Ausstattung. Leider gehen nicht alle Nutzerinnen und Nutzer
mit dem Raum und dessen Ausstattung sorgsam um.
Auch fallen regelmäßige Kosten für Reinigung und Reparatur an. Sorge bereitet uns die steigende Stornierungsquote, trotz Stornogebühr in Höhe von 20% des
Nutzungsentgeltes. So wurden von den 106 Reservierungen im vergangenen Jahr 17% kurzfristig storniert
(2012: 10,3%, 2011: 7,6% und 2010: 11,5%).
Insgesamt können wir aber mit dem Konzept unseres
Gemeinschaftsraumes zufrieden sein, weniger, was die
finanziellen Einnahmen angeht, mehr aber vom kulturellen und sozialen Nutzen her. Immerhin bieten wir
hier einen Raum, der stundenweise gemietet werden
kann, für den ganzen Kiez und darüber hinaus an. So
haben beispielweise neugegründete Gewerbe die Möglichkeit, eine Geschäftsidee auszuprobieren, ohne teure
Gewerberäume im Kiez anzumieten. Die „Bremer Höhle“ ist mittlerweile in Berlin gut bekannt und nicht
wenige Menschen lernen unsere Genossenschaft und
deren Engagement überhaupt erst durch dieses Angebot
kennen. Es geht eben auch anders als teuer im
aufgewerteten Prenzlauer Berg.
Tino Kotte

Wer hilft mit beim Sommerkino?
Seit einigen Jahren veranstalten einige Nachbarn aus
dem Pappelhof der Bremer Höhe ein Sommerkino. Da
nun aber die Kinder dieser Nachbarn Teenager geworden sind, steht ein Generationenwechsel an. Daher die
Frage: Wer hat Lust, die Durchführung des Sommerkinos 2014 zu organisieren bzw. mitzuhelfen? Als Termine
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haben sich der letzte Samstag vor den Sommerferien (5.
Juli 2014) und der letzte Samstag (23. August 2014) in
den Sommerferien bewährt. Die Teilnehmerzahlen zeigten das. Wir haben im Folgenden aufgeschrieben, was
bei der Organisation beachtet werden sollte. Das sieht
viel aus, ist aber eigentlich recht überschaubar. Wenn
sich mehrere Nachbarn die Aufgaben untereinander aufteilen, ist die „Arbeit“ schnell geschafft.

Was wird gebraucht?
Im Prinzip ist alles für den Sommerkino-Abend in der
Genossenschaft vorhanden (Leinwand und Befestigungsmaterial, Kabeltrommel, Regal für Laptop, Beamer, Audioanlage und der Schlüssel für die „Bremer
Höhle“). Allerdings muss mindestens eine Woche vor
dem Kinoabend die Übergabe der genannten Dinge mit
der Geschäftsstelle vereinbart werden. Mitgebracht werden sollte ein Notebook mit DVD-Laufwerk – wobei
darauf zu achten ist, dass bei iBooks ein Adapterkabel
für den Beamer notwendig ist – und natürlich die entsprechenden Filme auf DVD.
Rechtzeitig die Nachbarschaft informieren
Damit möglichst viele Menschen kommen, sollte einen
Monat vor der Veranstaltung eine Ankündigung mit
Filmtiteln an newsletter@bremer-hoehe.de gesendet werden. Vor allem aber sollte das Sommerkino auf selbst
gemalten oder auch gedruckten Plakaten an den schwarzen Brettern verkündet werden. Die Plakate sollten etwa
3 Wochen vorher in den Höfen und an den Schwarzen
Brettern aushängen. Die Geschäftsstelle hilft bei der
Vervielfältigung und beim Aushang.
Dokumentation
Die Redaktion des Mitteilungsblattes unserer Genossenschaft freut sich auch über einen kleinen Bericht und
Fotos. Bitte bei Rückfragen oder Interesse folgende EMail-Adresse verwenden: kinderkino@bremer-hoehe.de.

M I T T E I L U N G S B L AT T D E R W O H N U N G S B A U G E N O S S E N S C H A F T B R E M E R H Ö H E e G

Umbau der Einmümdung
Pappelallee/Buchholzer Straße
Wer sich das Ergebnis des Umbaus der Einmündung
Buchholzer Straße Ecke Pappelallee angeschaut hat,
wird sich fragen, ob das nun alles war. Nein, lautet die
Antwort, die Einmündung wurde nur teilweise fertiggestellt. Erst im Verlauf des Umbaus der gesamten Pappelallee 2014/2015 wird die Baustelle abgeschlossen
werden.
Der Umbau der Pappelallee soll im Sommer 2014
beginnen und in zwei Bauabschnitten bis Ende 2015
fertiggestellt sein. Der 1. Bauabschnitt geht von der Wichertstraße bis zur Stargarder Straße, der 2. von der
Stargarder Straße bis zur Danziger Straße. Der Umbau
soll in ca. zwei- bis dreihundert Meter langen Abschnitten erfolgen und jeweils ca. 3 Monate dauern.
Der neu entstandene „Buchholzer Platz“ vor der Buchholzer Straße 22 a Ecke Pappelallee wird im Zuge des
Umbaus der Pappelallee als Lagerplatz für die Baustelle
genutzt. Erst später werden die jetzt noch fehlenden Poller eingebaut, Sperrflächen und Parkbuchten markiert
und dann entsprechend der Ausführungsplanung beschildert. Last but not least wird auf dem Platz eine
Kastanie gepflanzt und die von den Anwohnern gewünschten und von unserer Genossenschaft finanzierten
Sitzbänke aufgestellt, die die Aufenthaltsqualität spürbar
erhöhen sollen.
Tino Kotte

Leserbriefe
Meine Sommerwünsche
Ich bin ein Frühbucher. Schon im Januar, Februar plane
ich meinen Sommerurlaub: Wohin soll es gehen, wie
lange und was darf es kosten? So ist es auch in diesem
Jahr. Ich weiß schon seit mehreren Wochen, wo ich in
den Ferien sein werde – und mit wem, das weiß ich
auch.
Wenn ich an die heiße Jahreszeit denke, stellt sich bei
mir trotzdem keine ungetrübte Freude ein. Ich denke oft
– und mit einem größeren Unbehagen – an den letzten
Sommer, der heiß und phasenweise extrem trocken war.
Ich erinnere mich an die vielen Straßenbäume, die
schon früh ihr Laub abwarfen, weil sie keine Wider-

standskraft mehr hatten. Ich erinnere an die sommerlich warmen Nachmittage im Hof, an die vielen planschenden und rumtobenden Kinder und daran, dass ich
häufig das Gefühl hatte, hier wird unangemessen viel
Trinkwasser verschwendet.
Ich möchte wirklich kein Spielverderber sein, (auch ich
habe zwei Töchter, die als Kleinkinder gerne mit Wasser
gespielt haben), aber ist es richtig und vor allem notwendig, dass kleine Kinder unbeaufsichtigt und über
längere Zeiträume mit dem Wasserschlauch über den
Hof flitzen, sich gegenseitig nass spritzen und dabei
tausende Liter hochwertiges Trinkwasser verloren gehen? Ist es sinnvoll und angesichts der sich verändernden klimatischen Bedingungen vernünftig und vertretbar, den Rasensprenger unkontrolliert anzustellen, nur
damit einige wenige Grashalme zusätzlich das Licht der
Welt erblicken?
Auch ich verwende Leitungswasser, um die Pflanzen im
Innenhof zu versorgen. Ich habe es mir allerdings angewöhnt, jeden benötigten Liter mit den Gießkannen zu
transportieren und nicht mehr mit dem Schlauch zu
wässern. Diese Variante ist zugegebenermaßen etwas
mühselig, aber auch enorm wassersparend. Ich finde,
vieles ist eine Frage der Verhältnismäßigkeit. Es geht
für meine Begriffe in allererster Linie um einen bewussteren Umgang mit unserer Natur, die so freundlich
ist, uns ihre Ressourcen Tag für Tag zuverlässig zur
Verfügung zu stellen. Mein Wunsch ist es, dass sich
auch die nächsten und übernächsten Generationen –
wenn wir uns das Gras bereits von unten anschauen – in
Berlin und Umgebung wohl fühlen und die Wasserreserven der Stadt bis dahin nicht kleiner geworden
sind.
Ich möchte noch einmal auf die Straßenbäume zurückkommen: Während wir uns in den Schatten setzen,
wenn es uns zu heiß wird, sind sie der sengenden Hitze
schutzlos ausgeliefert. Mein Vorschlag ist deshalb folgender: Wenn das Wasser, was wir im Hof durch mehr
Sorgfalt und Aufmerksamkeit einsparen, zum Teil auf
der anderen Seite der Wohnhäuser bei den Bäumen
landet, hätten wir auch im heißesten Sommer frischeres
Grün vor unserer Haustür.
Heino Giermann, Lichtenberg

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Termine

Sprechzeiten der Verwaltung

Frühjahrsputz auf den Höfen
Sonnabend, 5. April 2014, 10 Uhr, Frühjahrsputz auf
den Höfen der Bremer Höhe, Treffpunkt Hofdurchfahrt
Greifenhagener Straße 2.

Montag
Dienstag

Mitgliedertreff organisieren
Mittwoch, 23. April 2014, 19:00 Uhr, Gründung des
Bremer-Höhe-Vergnügungskomitees, im Gemeinschaftsraum „Bremer Höhle“.
Radtour zu genossenschaftlichen Projekten
Samstag, 17. Mai 2014, 11:30 Uhr, Treff vor dem Büro
an der Schönhauser Allee 59 b in 10437 Berlin, Radtour
zu diversen genossenschaftlichen Projekten, gemeinsam
mit der befreundeten SelbstBau-Mietergenossenschaft.
Redaktionsschluss Mitteilungsblatt 2/201 3
Montag, 2. Juni 2014, Redaktionsschluss für das neue
genossenschaftliche Mitteilungsblatt. Genossenschaftsrelevante Beiträge von Mitgliedern sind willkommen.
Mitgliederversammlung
Montag, 30. Juni 2014, 19 Uhr, Saal der ev.-freikirchlichen ZOAR-Gemeinde, Cantianstraße 9, 10437 Berlin
(alle Mitglieder erhalten im Vorfeld fristgemäß eine
schriftliche Einladung mit Tagesordnung).
Ständig aktualisierte Termine
finden sich auf www.bremer-hoehe.de.
Newsletter WBG „Bremer Höhe“ eG
Bitte E-Mail an newsletter@bremer-hoehe.de um Aufnahme in den Verteiler senden, erscheint monatlich mit
aktuellen Informationen und Angeboten, nur für Genossenschaftsmitglieder WBG „Bremer Höhe“ eG.

telefonisch
Sprechstunde in den
Geschäftsräumen
Mittwoch telefonisch
Donnerstag telefonisch

13.00 - 16.00 Uhr
9.00 - 12.00 Uhr
13.00 - 18.00 Uhr
14.00 - 16.00 Uhr
13.00 - 16.00 Uhr

Außerhalb der Sprechzeiten ist der Anrufbeantworter
geschaltet. Für Mängelanzeigen im Bestand Prenzlauer
Berg kann der Hausmeisterbriefkasten in der Greifenhagener Straße 65 bzw. für den Lichtenberger Bestand in
der Bornitzstraße 29 genutzt werden.
In dringenden Fällen bitte die auf den Aushängen oder
der Webseite aufgelisteten Notdienste kontaktieren.
Für Hobrechtsfelde gelten folgende Servicenummern:
Elektro: Elektroanlagen Zepernick, Tel: 0173 610 50 60
Gas/Wasser/Sanitär: Fa. Lamprecht, Tel: 030 893 63 90

Impressum

Mitteilungsblatt der Wohnungsbaugenossenschaft „Bremer Höhe“ eG, Schönhauser Allee 59 b, 10437 Berlin,
Telefon 44 67 76 - 0, Telefax 44 67 76 - 20
info@bremer-hoehe.de, www.bremer-hoehe.de

Redaktion
Barbara König (V.i.S.d.P.), Ulf Heitmann, Tino Kotte
Bildnachweise
Tino Kotte (1, 7, 9, 10)
Christian von Steffelin (2)
S. Hofschlaeger/pixelio.de (3)
Barbara König (5)
Ulf Heitmann (6, 7)
Uwe Schmoll (8)
Archiv Genossenschaftsforum (8)
Satz: Tino Kotte

Druck: Copy Clara

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