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Periodical volume

Full text: Mitteilungsblatt Issue 12.2013,1

MITTEILUNGSBLATT 1 /201 3

1 2. JAHRGANG . AUSGABE 1 . März 201 3

BREMER HÖHE eG

Inhalt
Breites Spektrum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1
Bau um, bau auf und Häusle kauf . . . . . . . . . . . . 2
Georg-von-Rauch-Haus gesichert . . . . . . . . . . . . . 3
Unterstützung für Panketaler Einwohnerantrag . . . 4
Neues von der AG Solidarität . . . . . . . . . . . . . . . . 5
Mitgliedsdarlehen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
Wie wohne ich richtig? Orange Tonne . . . . . . . . . 6
Gästewohnung: Nutzungsordnung geändert . . . . . 7
Frühjahrsputz auf den Höfen . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
Tour des Châteaux des Coopératives 2013 . . . . . . 8
Hier und Wir: Die erste Bremoulade . . . . . . . . . . . 8
Gewerbe vorgestellt – hidden Notes . . . . . . . . . . . 9
Neues von der AG Verkehr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
Lesegruppe sucht Zuwachs . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
Termine, Verwaltung, Impressum . . . . . . . . . . . . . 12

Breites Spektrum
In der öffentlichen Debatte um den Wandel in Berlin,
um soziale Ausdifferenzierung einerseits und Homogenisierung der Bevölkerung innerhalb einzelner Stadtteile
andererseits wird der Prenzlauer Berg gern mit Wortgebilden bedacht wie „Bionade-Biedermeier“ und „Schwabylonien“ und pauschal stigmatisiert mit Büchern wie
„Die Mütter vom Prenzlauer Berg“. Lichtenberg ist
auch 23 Jahre nach der Maueröffnung sein Stasi-Image
nicht los. Friedrichshain-Kreuzberg gilt nach wie vor als
Kreativ- und Alternativ-Areal – allerdings bezahlbar nur
noch für reiche Zugezogene. Und in Schöneberg ist
natürlich die Queer-Szene zu Hause. Die Wilmersdorfer
Witwen sind bereits seit 30 Jahren 80 Jahre alt und sterben vermutlich nie. Und Buchautor Kristjan Knall ist

Dieses Geschenk machte uns der Rauch-Haus-Verein bei der
Unterzeichnung des Erbpachtvertrages.

der Meinung, dass Berlin sowieso Scheiße sei. Alles ist
so einfach! Denn Vorurteile helfen, eine Orientierung in
dieser großen Stadt zu finden. Mich beunruhigt das, denn
es zeugt von einer beschränkten Wahrnehmungsfähigkeit und mangelnder Bereitschaft, mit Menschen umzugehen, die einen anderen Habitus haben als man selbst.
Es ist Unsinn, aus Unterschieden zwischen Stadtteilen
interkulturelle und soziale Abgründe zu konstruieren
oder sogenannte „No-Go-Areas“ zu konstatieren.
Unsere Genossenschaft geht einen anderen Weg. Wir
sind ein Spiegelbild der Berliner Vielfalt und soweit ich
beobachten kann, (leider) ziemlich einmalig. Welche
Genossenschaft hat Verantwortung für den Erhalt preiswerter innerstädtischer Wohnungen, für eine Wagenburg, für Hausprojekte, für eine einst vergessene Stadtrandsiedlung und nun auch für ein sozio-kulturelles
Zentrum? Die Vielfalt hat sich mit unserem neuen
Projekt am Mariannenplatz (siehe Seite 3) noch ein
wenig mehr aufgefächert. Wir haben gute Gründe, uns
allein dadurch sozial reich zu fühlen.
Ulf Heitmann

Seite 1

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Bau um, bau auf und Häusle kauf!
Erstaunlich: Das Rechtschreibprogramm zeigt mir den
in der Überschrift gewählten urschwäbischen Ausdruck
nicht als Fehler an. Ich kann meine Phrasenkombination
aus ostdeutsch-sozialistischem Liedgut und südwestdeutsch-kapitalistischem Wertekanon also für gelungen
halten. Beide Redewendungen passen inhaltlich gut zueinander, dienen sie doch dazu, den Fleiß breiter Bevölkerungsteile zu erWECKEN. (Das war ein zugegebener
Maßen etwas misslungener Beitrag zum allerdings vollkommen misslungenen Schrippen-Disput des Monats
Januar.) Nun zur Sache selbst:

nun endlich die Fassaden der beiden Gebäude Dorfstraße 39/40 und 41/42 instand zu setzen und die restlichen Altfenster gegen moderne Isolierglasfenster auszutauschen.

Das Gebäude Hobrechtsfelder Dorfstraße 7-9 soll zwischen
April und Juli dieses Jahres umfassend instandgesetzt und
modernisiert werden.

Bauanlaufberatung vor der Ruine der Schnitterbaracke in
Hobrechtsfelde im Februar 2013.

Die Wintermonate haben wir genutzt, uns mit den Mietern der Hobrechtsfelder Dorfstraße 7-9 und 10-13 über
die Sanierung beider Gebäude zu verständigen. Wir
konnten mit allen sieben Parteien Modernisierungsvereinbarungen abschließen und uns darin über alle baulichen Maßnahmen, die Miete nach Sanierung und den
Bauablauf verständigen. Besonders freut uns, dass mehrere Mieter Mitglieder unserer Genossenschaft geworden sind, insgesamt sind es nun schon 43 in Hobrechtsfelde.
Die beiden Altbauten gehören zum gleichen Typ, wie es
2010 unser erstes Sanierungsobjekt im Ort war: Das
typische Hobrechtsfelder Landarbeiterhaus, geviertelt in
Eckwohnungen mit jeweils eigenem Eingang, Garten,
Stall und Stellplatz. Die vereinbarten Mieten liegen ca.
0,20 €/m² höher als in den letzten Jahren, also bei etwa
6,00 €/m², was auf die gestiegenen Baupreise zurückzuführen ist. Aber auch in diesem Jahr werden wir alle von
den Bewohnerinnen und Bewohnern geäußerten Sonderwünsche erfüllen können. Außerdem beabsichtigen wir,
Seite 2

Ob wir die ebenfalls für dieses Jahr geplante Sanierung
der Dorfstraße 5 realisieren können, ist noch nicht sicher, da die Zustimmungserklärungen der beiden dort
wohnenden Haushalte noch fehlen.
Neuland betreten wir mit der Wiedererrichtung des
Schnitterhauses (Dorfstraße 26), denn dort wollen wir
einen Neubau errichten (siehe Mitteilungsblatt 4/2012,
Seite 4). Eigentlich wollten wir am 18. März 2013 mit
dem Bau beginnen, aber da das Wetter etwa so, wie am
Tage der sogenannte Bauanlaufberatung war (siehe
Foto), wird sich die Sache um ein bis zwei Wochen
verzögern. Bis Weihnachten dieses Jahres soll das Haus
fertig sein. Drei der neun Wohnungen sind bereits
verbindlich reserviert.
Anders als in den letzten drei Jahren wird sich unser
Bauprogramm 2013 nicht auf Hobrechtsfelde begrenzen. Am neuesten Objekt im Bestand der Genossenschaft, am „Georg von Rauch-Haus“ (siehe Seite 3)
wollen wir mit der umfassenden denkmalgerechten
Hüllensanierung in diesem Jahr anfangen.
Ulf Heitmann

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„Georg von Rauch-Haus“ in Kreuzberg für Nutzer/innen gesichert
Im Mitteilungsblatt 3/2012 berichteten wir über unser
neues Projekt, zusammen mit dem Verein „Georg von
Rauch-Haus Jugend- und Kulturzentrum Kreuzberg
e.V.“ das so genannte „Rauch-Haus“ am Mariannenplatz
in Berlin-Kreuzberg vom Bezirk zu pachten und dem
Verein zu vermieten.
Das Rauch-Haus wurde im Jahre 1971 nach mehr als
10-jährigem Verfall und Leerstand von mehreren
Jugendinitiativen und Künstlern besetzt. Mittlerweile
wird hier in der dritten Generation eine von öffentlicher
Förderung unabhängige vielseitige Arbeit in Sozial-, Jugend- und Kulturprojekten geleistet. Bezirksamt, Genossenschaft und Verein wurden sich im Sommer 2012
einig, dass mit der Verpachtung an unsere Genossenschaft und die Weitervermietung an den Verein die
besten rechtlichen Rahmenbedingungen für den weiteren eigenverantwortlichen Betrieb des Projekts geschaffen würden.

Schon 1972 besang dieses Haus Rio Reiser und „Ton Steine
Scherben“ auf dem Album „Keine Macht für Niemand“ mit
dem Slogan: „Das ist unser Haus!“

Seither sind viele Wochen langer Verhandlungen mit
allen Beteiligten vergangen, ein Architekturbüro hat
eine umfangreiche Bestandsaufnahme und Auflistung
der notwendigen Sanierungsmaßnahmen erstellt, und
Fördermittel aus dem Landesprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ wurden reserviert. Auf dieser
Grundlage unterzeichnete der Vorstand am 20. Februar
2013 einen Erbbaurechtsvertrag mit einer Laufzeit von
40 Jahren über das „Rauch-Haus“ mit dem Bezirk Friedrichshain/Kreuzberg und im gleichen Schriftzug einen
langfristigen Mietvertrag mit dem Verein der Nutzer.

Damit haben wir zusammen mit den Bewohner/innen
und Nutzer/innen die Bewahrung und Weiterführung
des Rauch-Hauses als alternatives und günstiges Jugend- und Kulturprojekt in Kreuzberg gesichert. Der
Nutzerverein hat mit dem Mietvertrag die Selbstverwaltung für das Haus, aber damit auch sehr große Pflichten
übernommen. Fortan ist der Verein selbst Vermieter der
Räume im Haus, ob diese als Werkstatt, Proberaum, als
Fotolabor oder aber als Wohnraum genutzt sind. Die
Vergabe der Räume ist genauso Sache des Vereins wie
ihre Instandhaltung und Pflege. Jeder Cent Miete soll
im Haus verwendet werden, zugleich hat sich der
Nutzerverein auch verpflichtet, alle im Haus entstehenden Kosten zu tragen.
Zum Glück dürfte die Miete aber nicht allzu sehr steigen, denn die Hülle des denkmalgeschützten Hauses,
das als ehemaliges Schwesternwohnheim Teil des Gesamtensembles Bethanien ist, wird mit Mitteln aus dem
Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ saniert.
Die größte gemeinsame Aufgabe haben die Genossenschaft und der Verein des „Georg von Rauch-Hauses“
also erst noch vor sich: In diesem Jahr soll die umfangreiche Sanierung des Hauses beginnen. Dach und
Fassade, deren Schadstellen über viele Jahrzehnte hinweg nur notdürftig ausgebessert wurden, müssen dringend repariert werden. Die Wasser- und Abwasserleitungen sind marode und die Kellermauern feucht. Insgesamt soll in den nächsten Jahren im Haus ein Bauprogramm im Wert von ca. 2 Mio. Euro umgesetzt werden, wovon ein großer Teil aus öffentlichen Mitteln
kommen wird. Aber auch die Bewohner/innen und
Nutzer/innen werden durch Eigenleistungen einen erheblichen Beitrag zur Bewahrung des Hauses leisten.
Außerdem kommt auf sie eine besondere Last zu, denn
die Sanierung soll bei gleichzeitiger Nutzung des Hauses stattfinden. Das erfordert von den Beteiligten viel
Abstimmungsarbeit und große Geduld – und den ungebrochenen Willen, gemeinsam ans Ziel zu kommen: Ein
renoviertes Rauch-Haus, das seine Identität als alternatives Jugend- und Kulturprojekt bewahren kann.
Zunächst einmal will der Verein „Georg von RauchHaus Jugend- und Kulturzentrum Kreuzberg e.V.“ gebührend feiern und plant ein Fest im Mai, zu dem auch
alle Genossenschaftsmitglieder eingeladen sind. Den
genauen Termin geben wir noch bekannt.
Barbara König
Seite 3

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Unterstützung für Panketaler
Bürgerantrag „Sozialverträgliche
Kostenbeteiligung Trinkwasser“
Bis zum 21. März 2013 lief in der Gemeinde Panketal
ein Bürgerbegehren. Hintergrund war, dass die Gemeindevertretung im Oktober und Dezember 2012 beschlossen hat, zur Finanzierung der Trinkwasserversorgungsanlage die Eigentümer über relativ hohe Beitragszahlungen zur Kasse zu bitten, wobei sich die Kosten nicht
auf der Basis des Wasserverbrauchs errechnen, sondern
nach den zufälligen Grundstücksgrößen. Das halten wir
für ungerecht, unangemessen und weniger sozialverträglich, als es ein ausschließlich nach dem Verbrauch
bemessenes Gebührenmodell ist.
Unsere Genossenschaft trifft diese Entscheidung von
allen Panketaler Eigentümern vermutlich am härtesten.
Wir müssen mit Beiträgen von ca. 63.000,00 € rechnen,
denn die 25 Gebäude in Hobrechtsfelde stehen auf
großen Grundstücken. Die Befürworter des Beitragsmodells argumentieren, dass die einmalige Erhebung
der Beiträge nicht teurer sei, als die Umlage der Kosten
auf den Wasserpreis (Gebührenmodell) und die Gemeinde durch die Beitragszahlungen Kredite umgehend
tilgen kann bzw. gar nicht aufnehmen muss. In erster
Linie geht’s also um den Haushalt der Gemeinde und
nicht um die Folgen für die Panketaler.

wird das Beitragsmodell zur kaum planbaren Zeitbombe, da immer wieder hohe finanzielle Belastungen auf
die Panketaler Grundstückseigentümer zukommen können.
Ein besonders wichtiger Aspekt, aus unserer Sicht der
entscheidende, wird mit dem Beitragsmodell außer Acht
gelassen: Jeder weiß, dass Wasser ein aufwendig
hergestelltes Wirtschaftsgut ist, an dessen Qualität hohe
Anforderungen gestellt werden. Die ohne Einsatz von
schädlichen Chemikalien zu gewährleistende Keimfreiheit und die Abwasserwiederaufbereitung kosten Energie und Geld. Deswegen wird nicht nur moralisch, sondern auch durch Rechtsinstrumente darauf hingewirkt,
dass die Preisbildung die Nutzer zum Wassersparen anhalten soll. Die Panketaler Gemeindevertreter freuen sich,
dass sie künftig einen Wasserpreis von ca. 1,00 €/m³ anbieten können, also einen, der wohl bundesweit unschlagbar günstig ist. Die Berliner zahlen zurzeit etwa
2,70 €/m³. Man müsste mal durchrechnen, ob es sich
lohnt, Wasserwagen in Hobrechtsfelde zu füllen und
Wasser nach Berlin zu verkaufen. Der Panketaler Abwasserpreis ist aber so hoch wie der Berliner. Also, liebe Panketaler, verbraucht ruhig das billige Frischwasser,
über die Abwassergebühren gleicht der Eigenbetrieb das
wieder aus.

Panketal ist eine der reichsten Gemeinden der neuen Bundesländer, weil seit der Wende viele relativ gutverdienende Häuslebauer für eine Verdoppelung der Einwohnerzahl und eine erhebliche Erhöhung der Steuereinnahmen gesorgt haben. Diese leben aber überwiegend auf
typischen kleinen Nachwendeparzellen von ca. 450 m².
Viele Alt-Eigentümer mit relativ geringen Einkommen
oder Renten nutzen große Grundstücke, die zum Teil
aus denkrechtlichen Gründen nicht geteilt werden können. Diese müssen besonders hohe Beiträge zahlen. Da
kommen schon Zweifel an der Gerechtigkeit dieser
Entscheidung auf.

Die Berechnung der Wasserkosten nach Grundstücksgrößen
und nicht nach Verbrauch ist weder sozial- noch umweltverträglich.

Die Bedenken im Hinblick auf Ausgewogenheit und
Gerechtigkeit der Entscheidung werden gestärkt, wenn
man sich klar macht, dass künftig aufgrund ihres Zustandes oder gesetzlicher Anforderungen oder aus anderen Gründen weitere Investitionen in die Trinkwasseranlagen erforderlich sein können. Dann werden wiederum Beiträge fällig, deren Höhe unabsehbar ist. Somit

Außerdem wird nach unserer Auffassung seitens der
Gemeinde mit falschen Zahlen argumentiert: Wenn man
die Kosten der Trinkwasseranlage zurzeit über Kommunalkredite finanziert, ist das eine sehr günstige Angelegenheit, da die Kredite nahezu und zum Teil sogar vollkommen zinsfrei sind. Das angedrohte Szenario, dass der
Wasserpreis um bis zu 0,60 €/m³ steigen könnte, wenn

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man das Gebührenmodell wählen würde, ist übertrieben.
Die Bürgerinitiative hat ausgerechnet, dass maximal
0,20 €/m³ Preiserhöhung erforderlich wären, das Wasser
also noch immer sehr günstig bliebe.
Mit dem Beitragsmodell und der zu erwartenden Zahlung von ca. 63.000 €, mit der unsere Genossenschaft zu
keinem Zeitpunkt rechnen konnte, schränken sich unsere Spielräume einer sozialverträglichen Sanierung in
Hobrechtsfelde erheblich ein. Bisher ist es der WBG
„Bremer Höhe“ eG gelungen, dass kein Hobrechtsfelder seinen angestammten Wohnort verlassen musste.
Die vereinbarten Mieten ermöglichten durch verringerte
Mieten bei Härtefällen (Empfänger von ALG II oder
geringer Rente) jedem Haushalt einen Verbleib nach
Sanierung. Auch Sonderwünsche der Bewohnerinnen
und Bewohner konnten umfangreich erfüllt werden,
seien es zusätzliche TV-Satellitenanschlüsse, Extrasteckdosen, die Herstellung der Schwellenfreiheit oder
die Farb- und Materialwahl bei Fußboden- und Wandgestaltung. Ob wir das künftig noch leisten können, ist
in Anbetracht der Entscheidung der Gemeindevertreter
sehr fraglich. Deswegen unterstützen wir das Anliegen
der Bürgerinitiative und freuen uns, dass über 3.000
Unterschriften gesammelt wurden.
Ulf Heitmann

Neues von der AG Solidarität
Im Ergebnis der letzten Mitgliederversammlung bildete
sich eine AG „Solidarität“, deren Zweck und Ziel es ist,
Möglichkeiten auszuloten, die Sanierung bestehenden
und die Errichtung neuen Wohnraums sozialverträglich
zu gestalten. Anlass war unsere Mitgliederumfrage zu
Beginn des Jahres 2012, aus der sich ergab, dass mindestens 20 Familien kurz- oder mittelfristig Bedarf nach
mehr Wohnraum haben, der jedoch nicht innerhalb unseres jetzigen Bestandes zu befriedigen sein wird.
Also kann diesem Dilemma letztlich nur mittels neuer
Häuser abgeholfen werden; innerstädtische Neubauten
sind aber mit Mietkosten von mindestens 8,50 €/m²
nettokalt verbunden. Da unter den aktuellen politischen
Bedingungen keine Fördermöglichkeiten zur Verfügung
stehen, lautet die zentrale Frage: Wie können Mietkosten möglichst gering gehalten werden?

Solidarität zwischen Mitgliedern? Ja, darin ist sich die AG
Solidarität einig. Doch über das "Wie" und "Für wen" gibt es
unterschiedliche Vorstellungen.

Dass eine solche Solidarität innerhalb der Genossenschaft sinnvoll ist, darin sind sich alle Mitglieder der
AG einig. Großen Diskussionsbedarf gibt es bei der
konkreten Umsetzung. Viele Ideen wurden mit Engagement und Leidenschaft erörtert und wieder verworfen. Schnell war klar, dass Solidarität von außen nicht
erwartet werden kann. Den großzügigen Schenker und
Spender, der uns Grundstücke und/oder Geld vermacht,
gibt es nicht. Auch die bauliche Nachbarschaftshilfe hat
enge Grenzen. Selber zu bauen spart am Ende wenig
Geld, dauert aber viel länger als Arbeit von Fachleuten.
Schließlich kristallisierten sich zwei zentrale Punkte
heraus: Zum einen die Frage, wie ein solcher Solidarbeitrag erhoben werden soll: Als von der Mitgliederversammlung beschlossener fester Betrag in der Form einer
Mieterhöhung, beispielsweise 5,00 € pro Haushalt und
Monat, oder als freiwilliger Beitrag, dessen monatliche
Höhe die Mitglieder selber verbindlich festlegen? Zum
anderen geht es um die Frage, mit wem Solidarität geübt werden soll. Auch hier stehen sich zwei Positionen
gegenüber: Die einen wollen die Einnahmen gezielt für
betroffene Familien mit einem entsprechend niedrigen
Einkommen einsetzen, die anderen zielen auf eine insgesamt niedrigere Miete in den neuen Häusern ab.
Die Mitglieder der AG wollen das Für und Wider der
Diskussion auf der nächsten Mitgliederversammlung
am 18. Juni 2013 vorstellen und dann bis zur außerordentlichen Mitgliederversamlung im Herbst mit möglichst vielen Genossinnen und Genossen diskutieren,
bevor daraus eine Beschlussvorlage entstehen kann.
Stefan Reuyß
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Erste Mitgliedsdarlehen
ausgelaufen – und gleich erneuert!
Vor gut drei Jahren führte die Wohnungsbaugenossenschaft „Bremer Höhe“ eG eine Geldanlagemöglichkeit
für ihre Mitglieder, das Mitgliedsdarlehen, ein. Seitdem
können Mitglieder der Genossenschaft für einen befristeten Zeitraum (Laufzeiten zwischen 3 und 10 Jahren) Geld „leihen“. Die Genossenschaft zahlt im Gegenzug auf das Darlehen jährlich Zinsen. Durch die
Darlehen der Mitglieder kann die Genossenschaft für
neue Bau- oder Sanierungsvorhaben weniger Bankenkapital einsetzen.

gen. Wir schicken diese bei Interesse zu; sie sind auch
auf unserer Webseite www.bremer-hoehe.de > Die Genossenschaft > Mitgliedsdarlehen zu finden. Interessenten unter unseren Mitgliedern können sich in der Geschäftsstelle melden.
Barbara König

Wie wohne ich richtig?
Orange ist GELB! Müll mal wieder anders

Seit Anfang 2010 haben uns auf diesem Wege 28
Mitglieder zusammen 363.000 € geliehen. Die ersten
dreijährigen Darlehen liefen Anfang dieses Jahres aus –
und wurden von den jeweiligen „Geldgeber/innen“
gleich wieder angelegt. Dieses Vertrauen in das wirtschaftliche Handeln der Genossenschaft freut uns sehr.

Zinssätze bleiben unverändert
Durch das allgemein niedrige Zinsniveau auf dem Kapitalmarkt sind die Darlehenszinsen kaum noch niedriger als übliche Bankzinsen. Der Effekt, dass die Genossenschaft mit der Verwendung der Darlehensmittel ihrer
Mitglieder Geld spart, weil sie weniger teurere Bankdarlehen aufnehmen muss, ist deshalb fast verschwunden.
Vor diesem Hintergrund diskutierte der Aufsichtsrat im
März, ob die Zinssätze für die Mitgliedsdarlehen entsprechend der Entwicklung des Kapitalmarktes nach unten angepasst werden sollten. Im Ergebnis entschieden
sich der Vorstand und Aufsichtsrat jedoch gegen eine
Veränderung der Zinssätze, weil sie vor allem die Mitgliederbindung durch die Darlehen schätzen und deswegen das Angebot für die Mitglieder beibehalten wollen.
Somit bleiben die Zinssätze auch für neu oder wieder
abgeschlossene Mitgliedsdarlehen wie gehabt: Bei einer
Laufzeit von drei Jahren beträgt der Darlehenszins 2,8 %,
bei einer Laufzeit von fünf Jahren 3,0 % und bei einer
Laufzeit von zehn Jahren 3,2 % jährlich. Die Zinssätze
stehen für die vereinbarte Laufzeit fest.

Interesse?
Mitgliedsdarlehen können zu jedem Monatsersten neu
abgeschlossen werden – das Geld muss vorher auf dem
Konto der Genossenschaft sein. Für den Abschluss eines
Mitgliedsdarlehens gelten eigene GeschäftsbedingunSeite 6

Der Testlauf der Orange-Box ist beendet, Gelbe Tonne
und Gelbe Tonne Plus gelten auch nicht mehr wie früher
und wieder ist alles neu. Aber alles soll einfacher sein.
Die Entscheidung des Landes Berlin fiel auf eine einheitliche Wertstofftonne, die seit 1. Januar 2013 die
orangen und ehemaligen Grüne-Punkt-Tonnen ersetzt.
Allerdings werden die Behälter nicht wirklich ersetzt,
sondern nur umgedeutet: Es gibt nun gelbe und „dunkelgelbe“ (orange) Tonnen, welche gleichermaßen der
kostenlosen Wertstoffsammlung dienen. Hierin sammeln wir nun:
Kunststoffe,

auch Nichtverpackungen – z.B. Waschmittelflaschen, Plastikspielzeug, Folien, Styropor usw.
– z.B. Konservendosen, Flaschenverschlüsse,
Töpfe, Werkzeug, Alufolie usw.
Metall

Verbundstoffe – Tetrapacks, Verpackungen usw.

Dabei ist ganz wichtig:

Sperrmüll, Holzteile, Altklei­
der und Elektrogeräte dürfen nun wieder nicht mehr
am heimischen Müllplatz entsorgt werden. Altkleider

können in den Sammelbehältern der Wohlfahrtsorganisa-

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sationen in der Umgebung entsorgt weden, Sperrmüll
und Elektrogeräte müssen leider wieder zum Recyclinghof gebracht werden. Falsch befüllte Tonnen werden
nicht geleert. Die Abholung muss als geSONDERte
MÜLLentsorgung teuer beauftragt werden. Die Kosten
werden auf alle Bewohner umgelegt.

nur die eine und sehen auch in absehbarer Zeit keine
Möglichkeit, eine weitere einzurichten (gegen eine Umwandlung von Wohnraum spricht nicht nur die öffentliche Förderung und Belegungsbindung, sondern vor
allem auch unser oberstes Satzungsziel, dauerhaften
Wohnraum für unsere Mitglieder zu schaffen).

Zur Erinnerung:
Biotonne = brauner Deckel – Küchen- und Gartenabfälle, in Papier gewickelt (NICHT in Plastiktüten)
Glas = grüner Deckel – Getränkeflaschen,

gläser, etc., (NICHT Spiegel, Glühlampen)

Marmeladen-

Papier =

blauer Deckel – Kartons (zerkleinert), Schreibpapier, Zeitschriften, etc.
= schwarz-grauer Deckel – alles, was übrig
bleibt, z.B. Tapeten, Tierstreu, Windeln, Staubsaugerbeutel, Geschirr usw. Enthaltene Wertstoffe/Rohstoffe
werden hier unwiederbringlich verbrannt. ABER: Auch
Hausmüll

hierhinein gehören kein Sperrmüll, kein Holz, keine
Batterien und keine Elektrogeräte!

Die Frage nach dem „Warum die einen Dinge ja, die
anderen nicht?“ können wir leider auch nicht beantworten – genauso wenig wie die danach, „Wie lange
denn nun diese Regelung wieder gilt?“. Wir können nur
um Verständnis und – wenn auch kopfschüttelndes –
Einsehen bitten.
Uta Mademann

Nutzungsordnung
der Gästewohnung angepasst
Die Gästewohnung der Bremer Höhe ist eine Erfolgsgeschichte. Sie wurde im Jahr 2008 in einem kaum genutzten Gemeinschaftsraum im Haus Buchholzer Straße
22a eingerichtet, um unseren, häufig beengt wohnenden,
Genossenschaftsmitgliedern die Möglichkeit zu bieten,
Besuch für einen begrenzten Zeitraum ortsnah und
preiswert unterzubringen. Das Angebot wurde sehr gut
angenommen - die Gästewohnung war in den vergangenen Jahren an mehr als zwei Dritteln der 365 Tage
eines Jahres belegt, 2011 sogar an vier von fünf Tagen.
An manchen Wochenenden könnten wir drei oder mehr
solcher Gästewohnungen vermieten. Leider haben wir

Die Gästewohnung steht nur dem Besuch von Genossenschaftsmitglieder zur Verfügung.

Die Spitze erreichte die Belegung der Gästewohnung
bisher im Jahr 2011, in welchem sie an 302 Nächten belegt war. 2010 waren es 266 Nächte, im vergangenen
Jahr „nur“ 232 Nächte. In diesen beiden Jahren wurden
mehrere Reservierungen kurzfristig storniert. Es zeigt
sich, dass manche Nutzer aus Angst, wegen der hohen
Nachfrage sonst nicht zum Zuge zu kommen, die Gästewohnung schon ganz lange im Voraus reservieren. Der
eine oder andere Termin kann dann aber, wenn es
endlich so weit ist, nicht gehalten werden. Das ist
schade für alle anderen Interessenten.
Auch wirkt sich die hohe Auslastung der Gästewohnung
auf die Abnutzung ihrer Einrichtung aus. Zwar attestiert
der „Betreuer“ der Wohnung, Martin Cartolano-Löffler,
der auch die Übergaben durchführt, den meisten Nutzern einen pfleglichen Umgang mit der Gästewohnung.
Allerdings gibt es auch immer wieder „schwarze Schafe“, die die Wohnung stärker verschmutzt oder etwas
ramponiert hinterlassen. Auch die Betriebskosten zeigen, dass nicht jede/r Nutzerin genauso sparsam mit
Heizung und Wasser umgeht, wie er/sie es vielleicht
zuhause tun würde.
Um die höheren Kosten bei der Pflege und Instandhaltung abzudecken, haben Vorstand und Aufsichtsrat im
Februar eine leichte Erhöhung der Nutzungsgebühren
für die Gästewohnung beschlossen. Die Nutzungsgebühren werden ab 1. April 2013 wie folgt angepasst:
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Dauer

Eine Übernachtung
Zwei Übernachtungen
Drei Übernachtungen
Für jede weitere Nacht

Nutzungsgebühr NEU

50 €
85 €
120 €
+ 30 €

Mitglieder, die bereits für 2013 Reservierungen gemacht
haben, bekommen individuelle Informationen über die
Preiserhöhungen und die Möglichkeit, kostenfrei von
ihrer Buchung zurück zu treten. Außerdem gilt fortan,
dass die Gästewohnung frühestens ein halbes Jahr im
Voraus gebucht werden kann.
Barbara König

Frühjahrsputz
auf den Höfen am 20. April 201 3
Am Sonnabend, den 20.04.2013 sollen die Hofgärten
unserer größeren Bestände wieder auf Vordermann gebracht werden. Ab 11 Uhr stellen die Hausmeister hierfür Geräte, Materialien und Pflanzen zur Verfügung: In
der Bremer Höhe im Durchgang der Greifenhagener
Straße 2 und in der Bornitz- und Ruschestraße vor dem
Hofeingang der Bornitzstraße 29.
Wer möchte, kann wie jedes Jahr mithelfen, übrig gebliebenes Laub in die Beete einzuarbeiten, Unkraut zu
jäten, Frühlingsblüher zu pflanzen und allgemein aufzuräumen. Auch die Rasenfläche im Pappelhof soll nachgesät werden. Wir freuen uns auf reges Engagement.
Barbara König

Tour des Châteaux
des Coopératives 201 3
Haben Sie Lust auf einen Blick über den eigenen
Tellerrand? Gemeinsam mit der befreundeten Mietergenossenschaft SelbstBau eG laden wir alle interessierten
Mitglieder zu einer Radtour ein, die über Friedrichshain
und Lichtenberg nach Karlshorst führt. Auf dieser 14
km langen Strecke werden wir uns sieben Objekte der
Genossenschaften ansehen, vom sanierten Altbau bis
zum Neubauvorhaben, von der umgebauten Schule bis
zur Wagenburg. Die «Tour des Châteaux des Coopératives» wird im August oder September, also nach den
Seite 8

Die erste Tour des Châteaux des coopératives 2012 führte
nach Hobrechtsfelde und Blankenfelde.

Sommerferien stattfinden, der genaue Termin wird
noch im Mitteilungsblatt 2/2013, im Newsletter und an
den „Schwarzen Brettern“ bekannt gegeben. Start ist
um 11 Uhr vor dem Büro der WBG “Bremer Höhe“ eG,
dann geht es über die John-Schehr-, Rigaer, Liebig-,
Alfred-Jung-, Bornitz-, und Kaskelstraße in die Gundelfinger Straße nach Karlshorst. Dort erwartet uns ein
Imbiss in der Alten Schule. Gegen 17 Uhr fahren wir
wieder. Wem 14 km zurück zu lang sind, kann auch mit
der S-Bahn vom Bahnhof Karlshorst zurückfahren.
Somit wird die Tour auch mit Kindern zu einem tollen
Erlebnis.
Tino Kotte

Hier und Wir: Die erste
Bremoulade lief vom Stapel!
Das erste Filmfestival, von dem wir wissen, dass es
zeitgleich zur Berlinale stattfand, war eine große Sause!
Nicht nur weil wir spannende Filme gesehen haben,
sondern weil wir auch spannende Besucher/innen hatten. Dank der zehn neuen, tollen Stühle, die uns der Initiativenfonds beschert hat, konnten die Filme in angemessen bequemer Haltung genossen werden. Es kamen
bis zu 25 Zuschauer/innen zu den einzelnen Filmvorführungen. Und sogar während der Late-Night schauten
vier hartgesottene Cineasten vier blendend schönen
Männern in Derek Jarmans „Edward II“ bei shakespeareskem Kräftemessen zu.
Der Workshop für die Kinder der Bremer Höhe war voller flirrender Bilder und glücklicher Kinder: ein FestivalGlanzstück! Dafür noch einmal herzlichen Dank an Sabine Büchner! Der Spielfilm „Barbara“ und die bei den Do-

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kumentarfilme der Filmmacher/innen der Bremer Höhe
berührten und lösten viele gute Gespräche aus, die erkennen ließen, dass der Schwerpunkt DDR-Verarbeitung gut gewählt war.

ich an der Traurigkeit als es vorbei war, eine Abschiedsstimmung wie nach einem guten Ferienlager, und dass
ich wieder so ein Filmfestival haben will!“ (Mann, 56,
Schönhauser Höfe)

Für die Zukunft möchten wir die Idee mit einem KinderTrickfilmworkshop zum Sommerfilmfest und den Dokumentarfilmschwerpunkt „Wir und Hier“ weiterverfolgen. Interessierte und inspirierte Helfer_Innen sind herzlich aufgerufen mit zu tun! E-Mail: kinderkino@bremerhoehe.de

„Ich war erstaunt, wie wenige Anwohner das Angebot
nutzten. Die Problematik von „Barbara“ interessiert
mich sehr. Mich haben die Darsteller beeindruckt. Die
Unterdrückung von freien menschlichen Entscheidungen und dem gegenüber das eigene humane Verhalten
wurde auf leise unspektakuläre Weise von Nina Hoss
und dem Arzt übermittelt.“ (Frau, 72, Gneisthöfe)

Äußerungen zur 1 . Bremoulade im Wortlaut:

„So viel geschichtliche Aufarbeitung. Wo waren eigentlich die Leutchen von der Geschichtswerkstatt?“ (Frau,
44, Pappelhöfe)
„Ich fand die Bremoulade schön, weil man viele Filme
gucken konnte.“ (Junge, 9, Pappelhöfe)
Sarah Wildeisen, Oliver Spatz

„Das Besondere an der Bremoulade war ein Workshop
für Kinder. Außerdem gab es Filme für Kinder und Erwachsene. Es durften auch andere Leute kommen. Danach wurden wir mit Suppe versorgt.“ (Mädchen, 11,
Pappelhöfe)

Gewerbe vorgestellt
hidden Notes

„Mir wurde zum Ende der Bremoulade ein DDR-Abzeichen von einem Nachbarn übergeben. Das waren die
spannendsten Momente an dem Wochenende, als wir
über den ,Vaterlandsverräter‘ diskutierten.“ (Mann, 37,
Pappelhöfe)
„Die Bremoulade war schön. Da hat man viel erlebt. Ich
fand den ,Monsieur irgendwas‘ gut und das hat Spaß gemacht.“ (Junge, 7, Pappelhöfe)
„Nachbarschaftlich, das war super, die Leute wohnen
bei uns und machen solche tollen Filme. Die Lasagne
war fantastisch.“ (Frau, 33, Pappelhöfe)
„Vor der Haustür mit Hausschuhen erreichbar! Drei Filme sind so zu mir gekommen: Barbara, Für den
Schwung sind sie zuständig, Vaterlandsverräter. Alle drei
berührten mich so, dass ich davon im Arbeits- und
Freundeskreis erzählte, wie früher: Haste den Film gesehen? Musste unbedingt sehen. Dass es gut war, merkte

Dominique Braun | Schönhauser Allee 58 | 10437 Berlin
Telefon: (030) 983 318 36 | www.hiddennotes.de

Monatelang waren die Schaufenster des Ladengeschäfts
in der Schönhauser Allee 58 mit Zeitungen abgeklebt.
Nun endlich ist der Blick in den Laden wieder freigegeben, „hidden Notes“, versteckte Noten, prangt in bunten
Leuchtbuchstaben an der Wand, zu beiden Seiten flankieren E-Gitarren die gespachtelten Wände. Und darum
geht es auch: E-Gitarren. Nicht Fließbandware, sondern
ausgesuchte Instrumente und Zubehör.
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In der Mitte des Raumes steht ein großer brauner Tisch.
Ich setze mich mit Ladeninhaber Dominique Braun und
wir kommen ins Gespräch. „Ja, ich biete nicht nur EGitarren an, auch das gesamte Equipment drum herum,
vor allem fachkundigen Service. Ich repariere E-Gitarren und stelle nach Kundenwünschen die Instrumente
ein.“ Erfahrungen hat der studierte Musiker jahrelang
gesammelt; er spielte in verschiedenen Bands, unterrichtete Schüler und beschäftigte sich ausführlich mit
technischen Details von E-Gitarren. Diese will er nun an
interessierte Kunden weitergeben. Das Leben als Berufsmusiker hat der gebürtige Hamburger aufgegeben,
die projektbezogene Arbeit sei nicht vereinbar mit dem
Familienleben, das er nun schon seit ein paar Jahren
führe. Bei ihm erhalten Kunden „versteckte Hinweise“
auf dem mittlerweile nahezu unübersichtlichen E-Gitarren-Markt.

die E-Gitarren, Verstärker und Zubehör getestet werden,
ohne die Nachbarn zu stören.
Dominique Braun freut sich auf interessierte Kunden,
auch aus der Genossenschaft. Zum Einstand bietet er
Mitgliedern der Bremer Höhe 10 % Preisnachlass auf
ausgesuchte Artikel in den ersten 3 Monaten an. Und
bei jedem „Standard-Setup“ (also ohne größere Komplikationen) ein Satz Saiten umsonst. Außerdem lädt er
alle Nachbarn zur „offiziellen Eröffnung“ am Samstag,
den 20. April 2013 von 16 bis 19 Uhr herzlich ein.
Tino Kotte

Neues von der AG Verkehr
Car-Sharing mit E-Smart in Zepernick
Seit Kurzem steht ein Elektro-Smart des Car-SharingAnbieters flinkster.de am Rathaus Zepernick zur Nutzung bereit. Die Kosten belaufen sich je nach Tageszeit zwischen 1,50 € bis 2,30 € pro Stunde plus 0,18 €
pro gefahrenen Kilometer. Achtung Sonderangebot:
Die einmalige Anmeldegebühr in Höhe von 50 € entfällt bei Anmeldung im Rathaus Zepernick, zusätzlich
gibt es einen Gutschein für ein Fahrtguthaben im Wert
von 20 €.

Dominique Braun in seinem Laden für E-Gitarren in der
Schönhauser Allee 58.

Wie er zur Bremer Höhe gekommen sei und warum es
so lange gedauert habe bis zur Eröffnung, will ich wissen. „Ich suchte schon lange einen geeigneten Laden,
schließlich gab mir ein Freund aus der Schönhauser Allee den Tipp, dass der Laden zu mieten sei. Von der Genossenschaft Bremer Höhe hatte ich bis dahin noch nie
was gehört. Ich stellte dem Vorstand mein Konzept vor,
der zeigte sich begeistert und ich unterzeichnete den
Mietvertrag. Doch dass es dann solange mit der Eröffnung dauern würde, hatte ich mir anders vorgestellt“,
sagt der 35-jährige. „Es gab ein ewiges Hin und Her mit
den Banken, auch mussten noch einige versicherungstechnische Fragen geklärt werden, dann musste der
Laden gegen Einbruch gesichert und diverse Umbauten
vorgenommen werden. Nicht nur die kleine Werkstatt,
auch eine Schallschutzkabine habe ich in den hinteren
Räumen eingebaut. Das hat alles gedauert. Dort können
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Umbau der Pappelallee
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat ausreichend Mittel aus den Sanierungsausgleichsbeiträgen für
den Umbau der Pappelallee und Stahlheimer Straße (bis
zur Erich-Weinert-Straße, dort endet das Fördergebiet)
zur Verfügung gestellt. Am 7. März gab es bereits eine
Auftaktveranstaltung für ein bürgerbeteiligtes Verfahren
im Oberstufenzentrum Pappelallee 31/32, bei der auch

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Mitglieder der AG Verkehr und Bewohner der Bremer
Höhe vertreten waren. Es sollen wie in der Kastanienallee Parktaschen und ein ausreichend breiter Radschutzstreifen gebaut werden. Dieser soll zwischen den Straßenbahnschienen und den Parktaschen markiert werden.
Die Haltestellenkaps der Straßenbahnlinie 12 der Pappelallee am U-Bahnhof Eberswalder Straße sollen auf
Höhe Schönhauser Allee so umgestaltet werden, dass
die Radwege nicht weiter hinter die Haltestellenhäuschen geführt werden. Die nächste Anwohnerversammlung zum Umbau findet am 29. April 2013 um 19 Uhr
im Oberstufenzentrum, Pappelallee 31/32 statt. Bis dahin können Vorschläge zum Umbau an Frau Truttmann
per E-Mail truttmann@stern-berlin.de gesendet werden.

Umbau Pappelallee/Buchholzer Straße
Wegen des Umbaus der Pappelallee wurde der Baubeginn der Einmündung Bucholzer/Pappelallee (siehe Mitteilungsblatt 4/2012, Seite 10) auf das 2. Quartal 2013
verschoben. Auch soll der Einmündungsbereich später
als Zwischenlager für den Umbau der Pappelallee genutzt werden. Die AG Verkehr hat die Verantwortlichen
gebeten, die Zugänglichkeit für die Bewohner/innen
zum alten- und behindertengerechten Wohnen in der
Buchholzer Straße 22 a jederzeit zu gewährleisten.
Gehwegsanierung Buchholzer Straße
Für die Sanierung der maroden Gehwege in der Buchholzer Straße stehen 108.000 €, die ebenfalls aus den
Ausgleichsbeträgen kommen, zur Verfügung. Die Sanierung soll 2014 umgesetzt werden. Damit würde sich eine weitere Forderung der AG Verkehr aus dem Jahr
2005 erfüllen.
Leises.Berlin.de: Lärm in der Gneiststraße
Vorschläge zur Reduzierung des Straßenlärms in der
Gneiststraße gingen bei der Kampagne „Berlin wird
leiser: aktiv gegen Verkehrslärm“ der Senatsverwaltung
für Stadtentwicklung und Umwelt ein. Vorgeschlagen
wurden u.a. Fahrbahnkissen, um die Durchfahrtsgeschwindigkeit, die oft mehr als die vorgeschriebenen 30
km/h übersteigt, zu reduzieren. Damit würde auch eine
Lärmreduzierung einhergehen. Im Online-Dialog von
leises.berlin.de wurden 3.000 Vorschläge zur Lärmminderung in Berlin gemacht. Als Hauptverursacher wurde
der Straßenverkehrslärm genannt - etwa 70 % der Beiträge beziehen sich auf diese Lärmursache. Besonders
die lauten Abrollgeräusche auf Kopfsteinpflaster wurden immer wieder thematisiert. Vielleicht ändert sich da-

Lärm in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit durch Reifenabrollgeräusche in der Gneiststraße.

durch auch bald was in der Gneiststraße? Der Verkehrsausschuss der BVV Pankow wird sich voraussichtlich
am 21. Mai mit einem Antrag zu Verkehrsberuhigung in
der Gneiststraße beschäftigen. Über die Ergebnisse werden wir berichten.

Fahrradhäuschen Bremer Höhe
Auf das Angebot im Mitteilungsblatt 4/2012, ein Fahrradhäuschen vor der Gneiststraße 2/3 aufzustellen haben
sich 4 Interessierte aus den Schönhauser Höfen gemeldet. Ziel ist es, wegen der erschwerten Zugänglichkeit
zu den Schönhauser Höfen ein Fahrradhäuschen, das
einen ausreichenden Diebstahl- und Witterungsschutz für
Räder und/oder Anhänger aufzustellen. Die geschätzten
Kosten belaufen sich auf ca. 60 € pro Jahr und Stellplatz. Interessenten melden sich bitte bis zum 21. April
2013 per E-Mail an agverkehr@bremer-hoehe.de.
Weltspieltag an der Gethsemanekirche
Am Dienstag, dem 28. Mai 2013 findet wieder der
Weltspieltag an der Gethsemanekirche statt. Unter anderem wird auch wieder ein Spielmobil spielerische Angebote für Kinder zum Thema Mobilität machen. Wer Lust
hat mitzumachen, ist willkommen. Mehr Informationen
unter www.gethsemaneplatz.de.
Tino Kotte

Kleine Lesegruppe
freut sich auf weiteren Zuwachs!
Drei Frauen treffen sich innerhalb Berlins etwa alle 4
Wochen zu einem vergnügten Abend, um sich über ein
Buch zu unterhalten. Neugierige sind herzlich willkommen! Näheres unter Tel. 4660 9698 oder 0163 189 40
95 (Christine).
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Termine

Sprechzeiten der Verwaltung

AG Verkehr
Dienstag, 9. April 2013 um 20:00 Uhr, Café Butter,
Pappelallee 73

Montag
Dienstag

Frühjahrsputz auf den Höfen
Sonnabend, 20. April 2013 ab 11:00 Uhr, Geräteausgabe vor Greifenhagener Str. 2 bzw. Bornitzstr. 29
Redaktionsschluss Mitteilungsblatt 2/201 3
Montag, 3. Juni 2013, Beiträge von Genossenschaftsmitgliedern, die die WBG „Bremer Höhe“ eG betreffen,
sind willkommen! Namentlich gekennzeichnete Einsendungen bitte an redaktion@bremer-hoehe.de oder das
Büro senden.

telefonisch
Sprechstunde in den
Geschäftsräumen
Mittwoch telefonisch
Donnerstag telefonisch

13.00 - 16.00 Uhr
9.00 - 12.00 Uhr
13.00 - 18.00 Uhr
14.00 - 16.00 Uhr
13.00 - 16.00 Uhr

Außerhalb der Sprechzeiten ist der Anrufbeantworter
geschaltet. Für Mängelanzeigen im Bestand Prenzlauer
Berg kann der Hausmeisterbriefkasten in der Greifenhagener Straße 65 bzw. für den Lichtenberger Bestand in
der Bornitzstraße 29 genutzt werden.
In dringenden Fällen bitte die auf den Aushängen oder
der Webseite aufgelisteten Notdienste kontaktieren.

Tauschbörsen-Treff
Montag, 11. Juni 2013 um 20:00 Uhr im Gemeinschaftsraum „Bremer Höhle“, Buchholzer Straße 16.

Für Hobrechtsfelde gelten folgende Servicenummern:
Elektro: Elektroanlagen Zepernick, Tel: 0173 610 50 60
Gas/Wasser/Sanitär: Fa. Lamprecht, Tel: 030 893 63 90

Mitgliederversammlung
Dienstag, 18. Juni 2013 um 19:00 Uhr im Gemeinschaftsraum „Bremer Höhle“, Buchholzer Straße 16.

Impressum

Ständig aktualisierte Termine
finden sich auf www.bremer-hoehe.de.
Newsletter WBG „Bremer Höhe“ eG
Bitte E-Mail an newsletter@bremer-hoehe.de um Aufnahme in den Verteiler senden, erscheint monatlich mit
aktuellen Informationen und Angeboten, nur für Genossenschaftsmitglieder WBG „Bremer Höhe“ eG.

Mitteilungsblatt der Wohnungsbaugenossenschaft „Bremer Höhe“ eG, Schönhauser Allee 59 b, 10437 Berlin,
Telefon 44 67 76 - 0, Telefax 44 67 76 - 20
info@bremer-hoehe.de, www.bremer-hoehe.de

Redaktion
Barbara König (V.i.S.d.P.), Ulf Heitmann, Tino Kotte
Bildnachweise
Ulf Heitmann (1, 2)
SKP (2)
Tino Kotte (3-11)
Sabine Büchner (9)
Rainer Fornell (10)
Satz: Tino Kotte

Druck: Copy Clara

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