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Full text: Science City - die unbedingte Universität

Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin e.V. | seit 1824

SCHINKEL-WETTBEWERB
2011

AIV - SCHINKEL - WETTBEWERB 2011

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Förderer und Stifter des
156. Schinkel-Wettbewerbs:
Bundesministerium für Verkehr,
Bau und Stadtentwicklung

Architekten- und Ingenieurverein
zu Berlin e.V. | seit 1824

Senatsverwaltung für
Stadtentwicklung Berlin

Ideen- und
Förderwettbewerb

Deutscher Beton- und
Bautechnik-Verein e.V.

für junge Architekten
und Ingenieure

Förderverein des Verbandes
Beratender Ingenieure VBI

Bericht
März 2011

Hans-Joachim-Pysall-Stiftung

Verband Deutscher Architektenund Ingenieurvereine e. V. (DAI)

Verband Restaurator
im Handwerk e.V.

Baukammer Berlin
Lenné-Akademie für Gartenbau
und Gartenkultur e.V.
Schwäbischer Architekten- und
Ingenieurverein Augsburg e.V.

Dank freundlicher Unterstützung des
Regionalmanagements City West
können die Wettbewerbsbeiträge
vom 13. - 27. März 2011
(13.00 - 18.00 Uhr)
im Amerika Haus besichtigt werden.

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AIV - SCHINKEL - WETTBEWERB 2011

156. Schinkel-Wettbewerb 2011 – AIV zu Berlin
Science City – Die unbedingte Universität
Einführung
Verstehen, indem man entwirft – das
ist der Impuls des AIV-Schinkel-Wettbewerbs Jahr für Jahr. Der Architekten- und Ingenieur- Verein zu Berlin
schafft gemeinsam mit Förderern,
Stiftern, ehrenamtlichen Juroren und
Hochschulen ein Netzwerk unterschiedlicher Disziplinen, in dem Antworten auf planerische und gestalterische Fragen gegeben und gleichzeitig
junge Architekten und Ingenieure in
ihrer fachlichen Entwicklung gefördert werden. Mittel hierzu ist der
Wettbewerbsbeitrag, der persönliche
Entwurf.
Der AIV-Schinkel-Wettbewerb ersucht das Verstehen von komplexen
Zusammenhängen und kreative Lösungsansätze in einem Prozess an einem abgegrenzten Thema und Ort. In
diesem Jahr sind 172 Wettbewerbsarbeiten eingereicht worden.

Es ging vielmehr darum, die hinter
den räumlichen Strukturen verborgenen institutionellen Ordnungen – und
Unordnungen – zu erkennen und in
Frage zu stellen. Entsprechen die traditionellen Organisationsmodelle unserer Universitäten den Bedingungen
einer immer komplexeren Lern- und
Forschungslandschaft? Wie müssen
sich die unterschiedlichen universitären Funktionsbereiche zueinander
verhalten, um Synergie-Effekte zu ermöglichen? Wie können innerhalb von
streng durchstrukturierten Curriculae, wie sie heute innerhalb der neuen
Systematik von Bachelor- und Masterstudiengängen immer selbstverständlicher werden, Eigenverantwortlichkeit und Kreativität der Studierenden
gefördert werden? Und wie können
Universitäten davon im Rahmen von
„Exzellenzinitiativen“ und im akademischen Wettbewerb profitieren?

Mit dem Wettbewerb 2011 widmete
sich der AIV zu Berlin seiner City West
und deren Universitätslandschaft. Damit sollte vorrangig die interne und
externe Anbindung der Universitäten
hinterfragt und das Gebiet zum akademischen Leben erweckt werden.
Mit dem Untertitel: Die unbedingte Universität wird der Titel eines Vortrags
des französischen Philosophen Jaques
Derrida zitiert, den er 1998 im Rahmen der Presidential Lectures an der
Stanford University gehalten hat. Darin
heißt es: „Eine Universität müsste also
auch ein Ort sein, an dem nichts außer
Frage steht.“ Dieses Statement sollte
zu einer grundsätzlichen Auseinandersetzung über die künftige Entwicklung
universitärer Strukturen aufrufen. Es
standen also keinesfalls nur die räumlichen Bedingungen zur Diskussion:

Mit der diesjährigen Aufgabe des AIVSchinkel-Wettbewerbs Science City
wird die These in den Raum gestellt,
dass fakultätsübergreifende, zentrale
Einrichtungen eine zunehmende Bedeutung innerhalb der universitären
Landschaft einnehmen werden. Es
müssen Orte entstehen, die eine universitäre Öffentlichkeit – und deren
Vernetzung mit der Stadt – stärken,
Orte, die für einen offenen, interdisziplinären Diskurs zur Verfügung
stehen, die nicht das Antworten, sondern das Fragen fördern, und an denen eben nichts außer Frage steht.
Solche Orte würden – in Derridas
Sinne – einerseits die Bedingungen
des universitären Selbstverständnisses zur Grundlage eines öffentlichen
Diskurses machen, andererseits die
Un-Bedingtheit, also gleichermaßen die

AIV - SCHINKEL - WETTBEWERB 2011

Unabhängigkeit wissenschaftlichen Arbeitens und seinen außerordentlich
hohen Stellenwert für die Gesellschaft
thematisieren. Diese Orte – und ihre
baulichen Strukturen – mußten durch
die Teilnehmerinnen und Teilnehmer
erfunden werden, sie waren selbst mit
un-bedingten und tradierten Typologien gegenüber kritisch eingestellten
Entwurfshaltungen zu entwickeln.
Es wurde erwartet, dass sich die Teilnehmenden mit dieser Thematik auf
unterschiedlichen Ebenen auseinandersetzen, um Ideen und Visionen für
die Universität der Zukunft zu entwickeln und diese Ideen im konkreten
Kontext des Hier und Jetzt zu verankern.
Ziel war es, innovative Konzepte für
die städtebauliche und architektonische Entwicklung und Gestaltung des
Areals der TU- und der UdK in Berlin
zu erarbeiten, die auch im Zusammenhang mit der Entwicklung der City
West zu thematisieren sind. Mit kreativen und mutigen Gestaltungsvorschlägen soll die bereits angelaufene
Kontroverse befördert und junge Lösungsansätze, Anregungen und lebhafte Reaktionen geschaffen werden.

Fachgebiete
Traditionell wurde auch der 156.
Wettbewerb interdisziplinär ausgeschrieben für die Fachgebiete Städtebau, Landschaftsplanung, Architektur,
Bauingenieurwesen
(Konstruktiver
Ingenieurbau) sowie Verkehrs- und
Bahnwesen. Daneben wurden Auszeichnungen für die fachübergreifenden Querschnittsthemen Kunst und
Bauen, Denkmalpflege, Technische Innovation (Gebäudeausstattung) sowie
Kooperation in Aussicht gestellt.

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156. Schinkel-Wettbewerb 2011 – AIV zu Berlin
Science City – Die unbedingte Universität
Pressemitteilung

Beim diesjährigen 156. Schinkel-Wettbewerb des Berliner Architekten- und
Ingenieur-Vereins (AIV) sind 172 Arbeiten aus Deutschland, Österreich,
Irland, Polen und Spanien eingegangen. Dahinter stehen 375 Teilnehmer
insgesamt. Neben 42 jungen Berufskollegen zeichnen Studierende von
31 unterschiedlichen Universitäten
für die Entwürfe verantwortlich. Über
55 ehrenamtliche Juroren haben Ende
Februar die Sieger für die sieben
Fachbereiche ermittelt. Rund 16.000
Euro an Preisgeldern standen zur Ver-

fügung. Im Ergebnis wurden diese auf
9 Preise und insgesamt 22 Preisträger
aufgeteilt.
Die Jury-Vorsitzenden, Dr. Melanie
Semmer und Dr. Rainer Norten, sagten: „Die große Teilnehmerzahl zeigt,
dass die Schinkel-Preise für junge Planer und Ingenieure eine der begehrtesten Anerkennungen in der Nachwuchsförderung sind. Die Beiträge
beschäftigen sich mit viel Gespür mit
dem komplexen Campus der Universität der Künste und der Technischen
Universität. Von der Auseinandersetzung über die Entwürfe versprechen
wir uns neue Anregungen für die Wiederentdeckung und Weiterentwicklung einer zentralen Lage in Berlin
und ihrer urbanen Potentiale für die
Stadt.“

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AIV - SCHINKEL - WETTBEWERB 2011

März 2011: Nach der Neuen Alten
Mitte Berlins faszinierte nun die
Science City in Charlottenburg...

Der AIV-Schinkel-Wettbewerb steht
im Zeichen der Förderung der Planungs- und Baukultur. Die Teilnehmer sind Studierende und junge Absolventen, die höchstens 35 Jahre alt
sein dürfen. Ihre Entwürfe werden im
Amerika-Haus in Berlin ausgestellt.
Die Ausstellungseröffnung und die
Preisverleihung auf dem Schinkelfest
finden traditionell zu Ehren von KarlFriedrich Schinkel am 13. März 2011
statt, dieses Mal dem 230. Geburtstag
des Baumeisters.
Die Ausstellung im Amerika Haus ist
vom 13. - 27. März täglich von 13.00 18.00 Uhr geöffnet. Eintritt frei.
Jörg Brause, AIV zu Berlin
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

156. Schinkel-Wettbewerb 2011 – AIV zu Berlin
Science City – Die unbedingte Universität
Historie
Während der Verein noch in Schinkels
Aufnahmejahr 1829 das „Stegreif-Konkurrieren“ einführte und „Monatswettbewerbe“ austrug, um sie gemeinsam
an Samstagnachmittagen zu erörtern
und die Gewinner mit „Andenken“,
zumeist Buchpreisen, zu honorieren,
wurde der heutige Schinkel-Wettbewerb erst 30 Jahre später erfunden:
Anlass war die Ehrung Schinkels, der
sich durch seinen beruflichen Werdegang und seine beispiellosen Bauwerke bereits zu Lebzeiten auch im
Architektenverein einer besonderen
Verehrung erfreute. Seine Geburtstage
am 13. März, zunächst Anlass für Huldigungen, wurden nach seinem frühen
Tod 1841 für Gedächtniszeremonien
genutzt. 1844 wurde das erste der bis
heute durchgeführten Schinkel-Feste
begangen, dessen Höhepunkt bereits
damals eine Festrede bildete. Neben
den vereinsinternen Vorträgen, Exkursionen und Gesängen (!) stellten
zu dieser Zeit Monatswettbewerbe
als „Übungen zum Entwerfen“ einen
wesentlichen Faktor der wöchentlichen Versammlungen statt. Umso
mehr überraschte es, als nur wenige
Jahre später, 1851, der junge Architekturstudent und spätere Vereins-Bibliothekar Friedrich Adler vorschlug, für
den Baumeisternachwuchs jährlich
eine größere Wettbewerbskonkurrenz unter den Vereinsmitgliedern zu
Ehren Schinkels durchzuführen. Der
Schinkel-Wettbewerb war geboren.
1852 wurde er zwar zum ersten Mal
vereinsintern ausgelobt, die Zeitrechnung aber soll erst mit der ersten
staatlichen Förderung im Jahr 1855
beginnen: Die Siegerpreise für Architektur und Ingenieurbau wurden
auf Weisung des preußischen Königs

Friedrich Wilhelm IV. gestiftet, womit
der Wettbewerb mit Gestalt eines
hoch dotierten Staatspreises eine bedeutende Aufwertung erfuhr.
Mit der Ausschreibung der Staatspreise konnten nun auch Studenten und
Absolventen des ersten (Bauführer-)
Examens auf dem gesamten preußischen Staatsgebiet um den Schinkelpreis konkurrieren. Neu war auch
deren Splittung in eine Aufgabe aus
dem Bereich des Land- oder Hochbaus bzw. des Ingenieurwesens, zu
dem Wasser-, Eisenbahn- und Maschinenbau gehörten. Das Preisgeld von
1700 Goldmark (12.000 Euro) war an
eine mehrmonatige Studienreise zu
den klassischen Stätten des Altertums
gebunden, über die nach Rückkehr
Rechenschaft in Form von Vorträgen
oder Bauaufnahmen abzulegen war,
einer der wissenschaftlichen Ansprüche des Vereins. Mit Erteilung des
Staatspreises konnten die prämierten
Arbeiten von der Bauakademie, der
späteren Technischen Hochschule
in Charlottenburg für Examina oder
Diplome anerkannt werden. Für den
Architektenverein gestaltete sich der
Schinkel-Wettbewerb rasch zu einem
vitalen Ereignis. Auf den Schinkel-Festen im eigenen Vereinshaus in der Wilhelmstraße wurden die Preisträger
gekürt und ihre Arbeiten präsentiert.

In der Nachfolge der preußischen Könige fördern den AIV-Schinkel-Wettbewerb heute:
- Bundesministerium für Verkehr,
Bau und Stadtentwicklung
- Senatsverwaltung für
Stadtentwicklung Berlin
- Deutscher Beton- und
Bautechnik-Verein e.V.

- Förderverein des Verbandes
Beratender Ingenieure VBI
- Hans-Joachim-Pysall-Stiftung
- DAI Verband Deutscher Architekten- und Ingenieurvereine e.V.
- Baukammer Berlin
- Lenné-Akademie für Gartenbau
und Gartenkultur e.V.
- Schwäbischer Architekten- und
Ingenieurverein Augsburg e.V.
- Verband Restaurator
im Handwerk e.V.
Bei den Förderungen gibt es inhaltlich
gebundene wie auch für alle fünf Fachgebiete verfügbare und damit aufteilbare Preisgelder: Der Förderverein
des Verbandes Beratender Ingenieure
VBI schreibt seit vielen Jahren einen
Sonderpreis für die beste Kooperationsarbeit von Ingenieuren und Architekten aus. Die Hans-Joachim-PysallStiftung zeichnet seit zwölf Jahren die
beste Schinkelpreisträgerarbeit mit
einem zusätzlichen “Schinkel-Italienreise-Stipendium” aus und knüpft damit an den Zweck der ursprünglichen
Preisgelder an. Der Schwäbische AIV
Augsburg honoriert mit einem Reisestipendium den denkmalverträglichen
Umgang mit historischer Substanz.
Gleiches Ziel verfolgt der Verband
Restaurator im Handwerk e.V. Ein zusätzlicher Sonderpreis kann in diesem
Jahr erstmals von der Lenné-Akademie für Gartenbau und Gartenkultur
e.V. vergeben werden. Die Auszeichnung geht an einen landschaftsarchitektonischen, herausragenden Beitrag
und wird durch die Vergabe der Lenné-Medaille unterstrichen.
Der Wettbewerb wird zur Förderung
der fachlichen Entwicklung junger Planer – Studierende wie auch Absolventen – ausgeschrieben. Er orientiert
sich an den Regeln der GRW.

AIV - SCHINKEL - WETTBEWERB 2011

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Förderung

156. Schinkel-Wettbewerb 2011 – AIV zu Berlin
Auszüge Aufgabenstellung
Einführung

Die Technische Universität Berlin entstand 1879 durch den Zusammenschluss verschiedener Vorläufereinrichtungen wie der Bauakademie, der
Bergakademie und dem Königlichen
Gewerbeinstitut. Als Standort für die
entsprechenden
Hochschulbauten
wurde das Gelände südlich der heutigen Straße des 17. Juni gewählt. Als
„Stadtrandcampus“ um einen kleinen
Park herum entstanden drei schloss-

ähnlich repräsentative Hochschulbauten: das Haupt- und das Chemiegebäude der damaligen Technischen
Hochschule sowie westlich angrenzend die Hochschule der Bildenden
Künste. Zu den Bauten aus der Übergangszeit zwischen 19. und 20. Jahrhundert gehören auch der Erweiterungsbau am Hauptgebäude sowie die
Maschinenbaulaboratorien und das
Heizhaus entlang der Fasanenstrasse.
Neben dem Hauptgebäude sind im
„Kerngelände“ der TU die wichtigsten
Gebäude ihrer Natur- und Ingenieurwissenschaften versammelt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde
der Hochschul-Standort um die nördlich der Strasse des 17. Juni liegenden
Flächen ergänzt. Das „TU-Nordgelände“ entstand als offenes Stadtfeld in
Anlehnung an die Städtebaukonzeption der Moderne. Innerhalb eines
vorwiegend orthogonal organisierten
Gefüges aus Solitärbauten und Freiflächen blieben einigeVorkriegsbauten als
Fragmente erhalten. Der südwestliche
Abschluß der Bebauung bildet das von
Bernhard Hermkes errichtete Architekturgebäude am Ernst-Reuter-Platz.
Zusammen mit den Gebäuden für die
Fachrichtungen Bergbau- und Hüttenwesen, Technische Chemie (beide
Willy Kreuer) und die Versuchsanstalt
für Wasser- und Schiffsbau (Ludwig
Leo) gehört es zu den herausragenden Bauten der Nachkriegsmoderne.
Die Mitte beider Campusbereiche
wurde in den 1950er Jahren durch die
Landschaftsarchitektin Herta Hammerbacher als offene Freiflächen gestaltet. Durch eine schrittweise Nachverdichtung ab den 1970er Jahren ist
eine Vielzahl von Ergänzungsbauten
entstanden, die die ursprüngliche
städtebauliche Konzeption überla-

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AIV - SCHINKEL - WETTBEWERB 2011

Der 156. Schinkel-Wettbewerb thematisierte Entwicklungsperspektiven
universitärer Strukturen. Dabei ging
es einerseits um Modelle des wissenschaftlichen Arbeitens, andererseits
um die Frage der Restrukturierung
räumlicher Organisationsformen des
universitären Alltags. Zu fragen war,
wie sich die fakultätsorientierten
Räume zu offenen und vernetzten
Strukturen transformieren lassen. Für
den innerstädtischen Campus der TU/
UdK in der Berliner City-West sollten zukunftsfähige bauliche Visionen
entworfen werden, die die Potentiale
der innerstädtischen Lage aufgreifen
und entwickeln – auch mit dem Ziel,
die Universitäten stärker mit dem
städtischen Alltag zu verknüpfen.

Wettbewerbsgebiet
Das Wettbewerbsgebiet wurde wie
folgt begrenzt:
- Osten: Zoologischer Garten,
Bahnhof Zoo
- Süden: Hardenbergstasse
- Westen: Ernst-Reuter-Platz,
Marchstrasse
- Norden: Landwehrkanal
einschließlich Schleuseninsel.

Städtebauliche Entwicklung
und aktueller Zustand

gern. Inzwischen ist eine Vielzahl der
Hochschulbauten vor allem im Nordgelände von Grund auf zu modernisieren. Für das Hauptgebäude und das
Chemiegebäude im Stammgelände
ist die Modernisierung nahezu abgeschlossen.
Heute präsentieren sich das Nordund Hauptgelände als ein introvertiertes Patchwork aus Gebäuden und
Freiflächen. Nach außen werden die
beiden Flächen durch lange und wenig
durchlässige Stadtkanten eingefasst.
Beiden Campusbereichen fehlt eine
erlebbare Mitte als Freiraum für Treff,
Aufenthalt und Austausch. Im Inneren setzen sie sich aus einer Vielzahl
von Teilräumen zusammen – Gebäude, Repräsentations-, Erholungs-, Anlieferungs- und Lagerflächen liegen
beziehungslos nebeneinander. Der
labyrinthische Charakter der Flächen
wird verstärkt durch schwer auffindbare Ein- und Durchgänge zwischen
Stadt- und Campusgelände sowie
Verschwenkungen und Engstellen in
den Hauptwegen. Dementsprechend
schwer fällt Passanten und Studienanfängern die Orientierung.
Zu den jüngsten Neubauten gehört
die 2004 fertiggestellte Volkswagen
Universitätsbibliothek, die von der
TU und der UdK gemeinsam genutzt
wird. Östlich der Fasanenstrasse gelegen bilden die Neubauten den Auftakt
zu den sich südöstlich anschließenden
Hochschul-Erweiterungsflächen.
Seit 2009 liegt für das Areal ein Masterplan des Berliner Senats vor, mit
dem die zentralen Handlungsoptionen
und Aufgaben für das Land Berlin, die
beteiligten Bezirke, die Universitäten
und die Akteure der Wirtschaft, festgehalten werden. Seine Vorgaben galt
es heranzuziehen und abzuwägen.

156. Schinkel-Wettbewerb 2011 – AIV zu Berlin
Auszüge Aufgabenstellung
Die Bauten auf der
Schleuseninsel
Auf der Schleuseninsel, wo der Landwehrkanal das Ostgelände der TU
am Rande durchfließt, liegt eine rätselhaftes und doch den Blick fesselndes Bauwerk, sichtbar von den umgebenden Straßen, und doch kann
man sich ihm nicht nähern. Es handelt
sich um den markanten Umlaufkanal des denkmalgeschützen Erweiterungsbaus der Versuchsanstalt für
Wasser- und Schiffsbau (Architekt:
Ludwig Leo, Bauzeit 1975-76). Der
weltweit größte, vertikal angeordnete
Umlauftank (auch UT2 genannt) mit
seiner 8m-Röhre hat ein Fassungsvermögen von 3.300 t Wasser, darauf
aufgeständert ist das fünfgeschossige Institut mit Galerien, die die 11m
lange Messtrecke im oberen Teil der
Röhre umgeben. In den älteren, umliegenden Hallen befinden sich ebenfalls
Forschungseinrichtungen des Wasserbaus, u.a. zwei lange Seegangsbecken,
Nachfolgebauten des bereits im Jahr
1903 errichteten Versuchskanals für
Strömungsversuche für den Schiffsbau. Die 250m lange Tiefwasserrinne
mit dem Schnellschleppwagen und
der Seegangseinrichtung stellte ebenfalls ein bedeutendes Versuchsfeld dar.
Insgesamt dokumentieren die vorhandenen Bauten und Einrichtungen 100
Jahre Wasserbauforschung auf der
Schleuseninsel. Ihr derzeit vernachlässigter Zustand weckt zugleich aber
auch Neugier auf die Ingenieurwissenschaften.
Der Landwehrkanal selbst wurde Mitte des 19. Jahrhunderts von Peter Josef Lenné als Entlastungskanal für die
Spree erbaut. Heute bildet der Kanal
mitten im urbanen, dicht besiedelten
Stadtraum ein grünes Band, das eines

der wertvollsten Naherholungsgebiete Berlins darstellt. Der 11 km lange
Landwehrkanal ist eine Wasserstraße
der Klasse I; er dient heute vornehmlich der Tourismusschifffahrt und
dem Sportbootverkehr. Im südlichen
Arm des Landwehrkanals entlang der
Ostseite der Schleuseninsel liegt die
„Unterschleuse“ des Landwehrkanals,
unweit davon, zwischen S-Bahnüberführung und Zoologischer Garten,
befindet sich der „Schleusenkrug“, ein
beliebtes Gartenlokal.
Im Zuge der Revision und Restrukturierung des TU/UdK-Geländes als
zeitgemäßer und mit den städtischen
Orten und Funktionen zu verknüpfender Hochschulort, die insbesondere
im Ostgelände mit einer Erweiterung
mit Neubauten wissenschaftsaffiner Ergänzungen von Forschung und
Lehre einhergehen, soll auch das Gebäudeensemble auf der Schleuseninsel einer Transformation unterzogen
werden.
Der diesjährige AIV-Schinkel-Wettbewerb sollte dazu anregen, zukunftsfähige bauliche Visionen für diesen Ort
zu finden, die für die Universität neue
Nutzungen aufnehmen und dabei auch
dem Charakter der Bestandsgebäude
gerecht werden. Ein wesentliches Ziel
des Wettbewerbs war die Forderung,
die Sichtbarkeit der Universität und
die Vernetzung mit der Stadt zu verbessern. Es galt, die derzeit unzulängliche Erschließung der Schleuseninsel
wie auch ihrer Bauten zu optimieren
und das verwunschene Areal entsprechend der Vorgaben des aktuellen
Masterplans für den Uni Campus City
West zu einer „Top-Adresse“ für die
Universitäten und die Kreativwirtschaft umzuwandeln: „Leo – Insel für
Kunst mit Technik“.

AIV - SCHINKEL - WETTBEWERB 2011

Aufgabenbereiche
Für den Idenwettbewerb wurde mit
sämtlichen Teilaufgaben zu einer kreativen und mutigen Gestaltung aufgerufen. Ausdrücklich erwünscht waren
unterschiedliche Haltungen und Herangehensweisen sowie der interdisziplinäre Dialog innerhalb der verschiedenen Fachsparten.

Teilaufgabe Städtebau
Stadtoffener Campus in der CityWest: Ein Masterplan zur Neuordnung und Erweiterung
Für die TU Berlin und die angrenzende UdK Berlin war ein Masterplan zu
entwickeln, der Wissenschaftsimpulsen entsprechenden Raum für Umbau
und Erweiterungen gibt. Dabei sollte
das bestehende Gefüge aus Bauten
und Freiflächen einer kritischen Revision unterzogen werden. Gesucht
wurden Ideen und Konzepte für einen zeitgemäßen Hochschul-Standort.
Gleichzeitig sollten Hochschule und
Stadt stärker miteinander verknüpft
werden. Die Zugänglichkeit und
Durchlässigkeit der Campusbereiche
sollten verbessert sowie ihre Aufenthaltsqualität erhöht werden.
Unterschiedlich zu hinterfragen waren
die drei Campusbereiche Nord, Mitte
und Ost. Ihre Verbindung untereinander wie auch konkrete Umplanungen
waren die formulierten Zielstellungen.
An den verschiedenen Standortorten
galt es, das Programm zu erweitern,
strukturieren und mit neuen inhaltlichen Schwerpunkten zu besetzen.
Innerhalb einer robusten Grundstruktur waren prägnante und attraktive
Nutzungen zu etablieren, die sich gleichermaßen an die Stadt- wie auch an
die Hochschul-Öffentlichkeit richten.

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156. Schinkel-Wettbewerb 2011 – AIV zu Berlin
Auszüge Aufgabenstellung
Teilaufgabe
Landschaftsarchitektur

Teilaufgabe Verkehrswesen:
Straßenbau

Ein Freiraum-Entwurf für den Campus
der TU und der UdK Berlin

Integriertes Verkehrskonzept zur
städtebaulichen Aufwertung des zentralen Campus-Geländes der TU
Berlin an der Straße des 17. Juni

Zu entwickeln war ein Konzept, das
die Anforderungen an einen zeitgemäßen Hochschul-Campus berücksichtigt und gleichzeitig die Verknüpfung/
Öffnung zu den angrenzenden Stadtquartieren thematisiert.
So war eine zeitgemäße landschaftsarchitektonische Gestaltung des
Campus mit differenzierten Aufenthaltsqualitäten und Nutzungsangeboten gefragt, die dessen innerstädtische
Lage als besondere Qualität nutzt.
Dazu war eine Bewertung des teilweise denkmalgeschützten Freiraumbestandes zu prüfen sowie zu untersuchen, in wieweit öffentliche bzw.
universitätsöffentliche Nutzungen wie
Cafés, Kneipen, Freizeitanlagen etc. zu
einer stärkeren urbanen Belebung des
Campus führen könnten.
Aus
landschaftsarchitektonischer
Sicht war im Rahmen des Konzeptes
insbesondere das Potential von drei
Freiraumachsen zu untersuchen: Die
Gestaltung des Landwehrkanals als
verbindendes Freiraumelement, die
Hertzallee als querende Achse und
die Fasanenstraße als verknüpfendes,
möglicherweise verkehrsberuhigtes
Element.
Vertiefend zu bearbeiten war der
Nordcampus im Bereich des Einsteinufers und der Müller-BreslauStraße, d.h. der Bereich entlang des
Landwehr-Kanals mit Überquerung
der Straße des 17. Juni. Hierfür waren die Anschlüsse, Übergänge und
Öffnungen zum Wasser zu entwickeln
sowie eine Haltung zum Umgang mit
der inneren Grünfläche auzuzeigen.

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Für das Gebiet zwischen der Hardenbergstraße, Marchstraße, Einsteinufer,
Müller-Breslau-Straße und der südöstlich angrenzenden S-Bahn war ein
Gesamtverkehrskonzept zu entwickeln, das die Nutzerstrukturen und
die geplanten Erweiterungen der TU
berücksichtigt. Gesucht wurden eine
gute Erreichbarkeit und Erschließung,
eine Minimierung der Trennwirkung
durch die Straße des 17. Juni, die Erschließung durch den öffentlichen
Personennahverkehr, die Einbindung
eines Fuß- und Radverkehrsnetzes in
übergeordnete Verbindungen entlang
des Landwehrkanals und zur CityWest, eine Neuordnung des ruhenden Verkehrs sowie ein Vorschlag für
ein Bewirtschaftungskonzept.

Teilaufgabe Verkehrswesen:
Eisenbahnwesen
Mit U- und Straßenbahn
zum Hauptbahnhof (Lehrter Bahnhof)
– und weiter?!
Hinterfragt wurde eine mögliche
Streckenverlängerung von U- und/
oder Straßenbahn vom Hauptbahnhof
(Lehrter Bahnhof) in westlicher Richtung, um die Erschließung der nordwestlichen Innenstadt zwischen Stadtund nördlicher Ringbahn sowie deren
Anbindung an das aufstrebende neue
Bahnhofsviertel zu verbessern. Dabei
sollten mögliche Verkehrssysteme,
Streckenführungen, Endpunkte und
grobe Kosten empfohlen werden.

AIV - SCHINKEL - WETTBEWERB 2011

Teilaufgabe Architektur
Universitäre Öffentlichkeit als Herausforderung
Auch architektonisch wurde für den
Campus der TU und UdK Berlin eine
Zukunftsperspektive gesucht, die das
Potential der innerstädtischen Lage
ausschöpft. Räume für zentrale Einrichtungen, Orte für interfakultative
Kommunikation sollten konzipiert
werden und den Dialog mit der Stadt
initiieren. Zu konzipieren war eine
räumliche Konfiguration, die mindestens drei der vorgegebenen, jedoch
frei interpretierbaren Programmbausteine beinhaltet: Learning Center, Innovationszentrum, Cafeteria / Mensa
sowie Bereiche für Seminare, Ausstellungen, Vorträge und Kongresse.
Damit gesucht wurden innovative architektonische Konzepte für das Studieren und wissenschaftliche Arbeiten
einer zeitgemäßen Universität. Neben
konkreten infrastrukturellen Angeboten für die Studierenden ging es
darum, eine inspirierende Lern- und
Arbeitslandschaft zu kreieren, die ein
neues Selbstverständnis des universitären Alltags schafft. Hier sollte eine
Vision entwickelt werden, die nicht
nur den Veränderungsprozessen innerhalb des wissenschaftlichen Arbeitens, sondern auch seiner Vernetzung
mit der außeruniversitären Öffentlichkeit Rechnung trägt.
Die Lage der baulichen Intervention
auf dem Campusgelände war grundsätzlich freigestellt, jedoch mit einer
übergeordneten städtebaulichen und
freiräumlichen Konzeption zu begründen. Als mögliche Szenarien wurden
empfohlen: Campus Ost zwischen Bibliothek und Bahnhof Zoo, Straße des
17. Juni sowie TU-Mensa.

156. Schinkel-Wettbewerb 2011 – AIV zu Berlin
Auszüge Aufgabenstellung
Teilaufgabe Konstruktiver
Ingenieurbau
Neue Erschließung der Schleuseninsel
und des Leo-Baus
Für die Schleuseninsel war als Verbindung vom S-Bahnhof Tiergarten zum
Ost-Campus ein Brückenzug für Fußgänger und Radfahrer zu entwickeln,
mit dem beide Arme des Landwehrkanals sowie das Beckendach überquert
werden. Material, Form und Tragsystem der mindestens 4m breiten Brücke waren frei wählbar, die Kanalarme
jedoch waren stützenfrei zu überbrücken. Im Kontext mit der Brücke
war zudem ein Erschließungsturm
mit Fluchttreppe für den Leo-Bau zu
entwickeln und konstruieren. Die Anwendung von innovativen Baustoffen,
Bauweisen und nachhaltigen Energiequellen für Beleuchtung und gegebenenfalls bewegliche Bauteile sollte
im Kontext zur TU stehen, um die
Arbeitsthemen und Errungenschaften
der Ingenieurwissenschaften der Öffentlichkeit näher zu bringen.

Kooperationsaufgabe
Architektur –
Konstruktiver Ingenieurbau
Umnutzung und Erschließung des
Umlaufkanals von Ludwig Leo
Hierbei wurden für die denkmalgeschützten Bauten des Umlaufkanals
und der Seebeckenhallen innovative
Entwürfe gesucht. Es galt, den Wert
des Gesamtdenkmals zu erhalten, zu
pflegen und durch adäquate Nutzungen zu neuem Leben zu erwecken.
Dabei sollte die Identität von Ort und
Bauwerk in Planung, Konstruktion und
Material unterstützt werden.
Konkret gefragt waren bauliche Er-

gänzungen und Anbindungen sowie
eine neue öffentliche Nutzung für
das Gebäude-Ensemble, mit der die
Schleuseninsel zu einer Erlebniswelt
und Top-Adresse für die Kreativwirtschaft wird. Hierfür denkbar waren
ein Universitätsklub, Graduierten-/
Alumnikolleg, Forum, Ausstellungsund Veranstaltungsort oder Kunstforum - ebenso wie die multifunktionale Verfügbarkeit der Räumlichkeiten.
Eine besondere Beachtung aber sollte
vor allem der kreativen Nutzung des
Umlaufrohres des Leo-Baus zukommen. Zusätzlich galt es, explizit den
Ensembleeingang zu formulieren wie
auch eine in Höhe und Länge frei
formulierbare Fussgänger- und Fahrradbrücke zu entwerfen und konstruieren, die als neue Erschließung
des Gebäudes vom Ostgelände der
TU über die Schleusenbrücke bis auf
die Nordseite des Landwehrkanals
führt und Einblicke in die Bauten der
Schleuseninsel schafft.

Teilaufgabe Kunst und Bauen
– Denkmalpflege
Eine alte Allee und verfallende Relikte
mit neuer Bestimmung

Identisch mit der zuvor aufgeführten
Kooperationsaufgabe waren auch hier
eine neue öffentlichkeitswirksame
Nutzung für den Leo-Bau sowie die
Anbindung an die Umgebung vorzuschlagen.
Zudem galt es aber, ein Energiekonzept und ein Konzept für die gebäudetechnische Ausstattung unter dem
Aspekt der Nachhaltigkeit und dem
Einsatz regenerativer Energien zu entwickeln.

Die einst von Linden gesäumte Kurfürsten- und heutige Hertzallee sollte zu einem wichtigen funktionalen
Verbindungsweg zum TU-Campus
aufgewertet werden. Hochschulangehörige, Bibliotheksbesucher und
City-West-Flaneure sollten durch
künstlerische Gestaltungen angeregt
werden. Gefragt war ein Leitsystem
mittels künstlerischer Gestaltungen
wie skulpturale Objekte, Farb-, Klang-,
Lichtinstallationen, das das Campusgelände repräsentativ angemessen an
die West-City anbindet und die Allee
in ursprünglicher Länge vom Zoo bis
zum Ernst-Reuter-Platz neu erlebbar
werden lässt.
Als zusätzliche Kooperationsaufgabe
mit denkmalpflegerischem Schwerpunkt sollten die verfallenden Relikte
der einst berühmten Borsigkolonnade thematisiert werden. Auf dem
Hofgelände des Campus befinden
sich Spolien um 1880 abgetragener
bedeutender Bauten Berlins, die als
Anschauungs- und Studienmaterial
der damaligen Architekturstudenten
dienten – so auch Überreste der alten
Borsigfabrik aus der Chausseestraße,
einem einst hochmodernen Backstein-Terrakottabau mit zahlreichen
Reliefs. Der traurige Zustand macht
heute ein rasches Handeln notwendig.
Die Wettbewerbsaufgabe suchte Konzepte, die das Architekturfragment
dauerhaft sichern und den Verfall der
kunstvollen Terrakotten mit geeigneten denkmalpflegerisch-restauratorischen Mitteln stoppen, um es für die
Nachwelt zu erhalten.

AIV - SCHINKEL - WETTBEWERB 2011

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Kooperationsaufgabe
Architektur –
Techn. Gebäudeausrüstung
Umnutzung, Sanierung und Umbau
des Institutsgebäudes mit Umlaufkanals von Ludwig Leo

156. Schinkel-Wettbewerb 2011 – AIV zu Berlin
Ergebnisse
Insgesamt wurden 172 Arbeiten eingereicht.
Vom 14.-19. Februar 2011 wurden
diese von Vorprüfern, den Mitgliedern des Schinkel-Ausschusses und
Gastpreisrichtern geprüft und diskutiert.
Nach eingehender Erörterung der
von den Fachjuroren zur Auszeichnung vorgeschlagenen Arbeiten fasst
der Ausschuss am 19.02.2011 mehrheitlich folgende Beschlüsse:

Fachbereich Städtebau
Es wurden 42 Arbeiten eingereicht,
davon zwei Kooperationsarbeiten mit
dem Fachbereich Architektur und
eine Kooperation mit dem Fachbereich Landschaftsarchitektur. Es werden drei Anerkennungspreise in Höhe
von jeweils 1.000 Euro zugesprochen.

Fachbereich
Landschaftsarchitektur
Es wurden 44 Arbeiten eingereicht,
davon eine Kooperation mit dem
Fachbereich Städtebau.
Einer Arbeit wird der von der LennéAkademie vergebene Sonderpreis in
Höhe von 1.000 Euro zugeteilt, einer
anderen Arbeit ein Anerkennungspreis in Höhe von 1.000 Euro sowie
das vom SAIV über 500 Euro vergebene Reisestipendium nach Augsburg.

Fachbereich Verkehrswesen
Im Teilbereich Straßenbau/Verkehrswesen wurde eine Arbeit eingereicht,
im Bereich Bahnwesen gingen zwei
Beiträge ein. Es wurden keine Preise
zugeteilt.

Fachbereich Architektur
71 Arbeiten wurden eingereicht, davon zwei Kooperationensarbeiten mit
dem Fachbereich Städtebau und zehn
Kooperationsarbeiten mit dem Fachbereich Konstruktiver Ingenieurbau.
Eine Wettbewerbsarbeit wird mit
dem Schinkelpreis in Höhe von 2.000
Euro sowie einem Sonderpreis des
Deutschen Beton- und BautechnikVereins in Höhe von 1.000 Euro ausgezeichnet. Eine weitere Arbeit erhält
den Sonderpreis des Verbandes der
Restauratoren im Handwerk in Höhe
von 1.500 Euro sowie einen Anerkennungspreis in Höhe von 1.000 Euro.

10

AIV - SCHINKEL - WETTBEWERB 2011

Fachbereich Konstruktiver
Ingenieurbau / Kooperation
Es sind 25 Wettbewerbsarbeiten zur
Beurteilung eingegangen, davon zehn
Kooperationsarbeiten mit dem Fachbereich Architektur.
Einer Arbeit im Fachbereich Konstruktiver Ingenieurbau wird ein Sonderpreis in Höhe von 1.500 Euro,
gestiftet vom Deutschen Beton- und
Bautechnik-Verein, zugesprochen.
Eine andere, als Kooperationsbeitrag eingereichte Arbeit erhält einen
Schinkelpreis als Sonderpreis des
Verbandes Beratender Ingenieure Förderverein in Höhe von 2.000 Euro.
Gleichzeitig zeichnet der Schinkelausschuss diese Arbeit als beste Schinkelpreisträgerarbeit mit dem „PysallItalien-Reisestipendium“ in Höhe von
2.500 Euro aus.

Querschnittsthemen
Kunst und Bauen,
Denkmalpflege,
Technische Gebäudeausstattung
Zu den Querschnittsthemen lagen
keine Arbeiten zur Bewertung vor.

156. Schinkel-Wettbewerb 2011 – AIV zu Berlin
Preisträger
Städtebau

Anerkennungspreis

Anerkennungspreis

Seite 12-14

in Höhe von 1.000 Euro
Silvia Kobel, Agnieszka Szewczyk
Weimar

in Höhe von 1.000 Euro
Martin Gebhardt, Johannes Hipp,
Peter Mackensen, Larissa Rensing
Berlin

Anerkennungspreis
in Höhe von 1.000 Euro
Sabrina Güßregen, Steffen Maier
Konstanz

Landschaftsarchitektur

Anerkennungspreis

Seite 15-16

in Höhe von 1.000 Euro

Reisestipendium nach
Augsburg gestiftet vom
SAIV Augsburg
in Höhe von 500 Euro
Kai Helfenbein, Krzysztof Nowak
Kassel

Sonderpreis gestiftet von
der Lenné-Akademie
für Gartenbau und
Gartenkultur e.V.
in Höhe von 1.000 Euro
Stefan Wälder, Christian Zwick
Karlsruhe

Architektur

Schinkelpreis

Anerkennungspreis

Seite 17-19

in Höhe von 2.000 Euro

in Höhe von 1.000 Euro

Sonderpreis gestiftet vom
Deutschen Beton- und
Bautechnik-Verein

Sonderpreis gestiftet vom
Verband Restaurator
im Handwerk e.V.

in Höhe von 1.000 Euro
Sebastian Awick, Christian Seidel
Berlin

in Höhe von 1.500 Euro
Fabian Seeberger, Philipp Walenta
Berlin

Kooperation

Schinkelpreis

Architektur / Konstr. Ingenieurbau

in Höhe von 2.000 Euro

Seite 20-21

Reisestipendium nach Italien
gestiftet von der
Hans-Joachim-Pysall-Stiftung
in Höhe von 2.500 Euro
Gregor Korpas, Albert Pérez,
Mark Karl Schulz, Emanuela Smiglak
Berlin

Konstruktiver Ingenieurbau
Seite 22

Sonderpreis gestiftet vom
Deutschen Beton- und
Bautechnik-Verein
in Höhe von 1.500 Euro
Tom Kohr, Dana Kummerlöw
Cottbus
AIV - SCHINKEL - WETTBEWERB 2011

11

Städtebau – Science City

Anerkennungspreis

Aus der Niederschrift der Jury

in Höhe von 1.000 Euro

Silvia Kobel
Agnieszka Szewczyk
Weimar, Bauhaus Universität

Die Verfasser unterscheiden klar zwischen öffentlichen und privaten Campus-Bereichen sowie dem Uferband
am Landwehrkanal. Die Bereiche
Nord, Süd und Ost erhalten jeweils
einen zentralen, öffentlichen Platz.
Die steinernen Platzräume sind von
Gebäude-Solitären bzw. Nutzungseinheiten umgeben und durch Wegebeziehungen verknüpft. Die einzelnen
Fach- bzw. Nutzungseinheiten umfassen in Anlehnung an den UdK-Campus
dagegen gartengeprägte, introvertierte Hofräume. Abgeleitet aus diesem
Prinzip der Neuordnung werden die
Bestandsbauten zu Blockeinheiten
zusammengefasst. Am Landwehrkanal soll eine landschaftlich geprägte

12

AIV - SCHINKEL - WETTBEWERB 2011

Uferzone entstehen. Die angestrebte
Beziehung zwischen Gebäuden und
Freiräumen entspricht prägnant der
Philosophie der Campus-Universität.
Der Entwurf betont den Campus (lat.
‚das Feld’) als strukturierenden Freiraum, der wie eine Visitenkarte die
Universitäten präsentiert. Mit Hilfe
der Freiraumtypologien Platz und Garten gelingt es, aus den diffusen Folgen
der Campusbereiche unterscheidbare
Raumeinheiten zu bilden und die Orientierung zu verbessern. Die vorgeschlagenen Öffnungen intensivieren
die räumlichen Beziehungen zwischen
dem Campus und den anschließenden
Stadtquartieren. Besonders überzeugen die Öffnung des Ost-Campus zur
Schleuseninsel und die städtebauliche
Einbeziehung des Leo-Baus.

Städtebau – Science City

Aus der Niederschrift der Jury
Die Verfasser der Arbeit „Akkupunktur“ schlagen zur Weiterentwicklung
der Campusareale eine dreiteilige
Strategie vor. Bestehende Wegeverbindungen sollen akzentuiert, und an
wichtigen Schnittstellen modulare
Raumeinheiten in Form von Pavillons
platziert werden, deren Bauweise Veränderungen und Anpassungen erlaubt.
Ergänzend sind zurückhaltende Eingriffe vorgesehen, die Nord- und SüdGelände stärker zur Stadt hin öffnen.
Statt eines Rückbaus von Gebäuden
sollen die Transparenz und die Durchlässigkeit der Erdgeschosszonen verbessert werden. Für den Ostcampus
entwickeln die Autoren ein städtebauliches Gerüst, das eine diagonale

Verbindung zwischen Zoologischem
Garten und Landwehrkanal vorsieht.
Dieses wird zusätzlich durch kleinere
Platzräume gegliedert. Zur Entwicklung des Ostcampus wird ein Stufenkonzept vorgestellt, das auch Teile der
denkmalgeschützten Bebauung entlang des Ufers zu erhalten sucht.
Die vorgeschlagenen Interventionen
sind gut nachvollziehbar und tragen
erkennbar zu einer Qualifizierung
und Vernetzung des Campusgeländes
bei. Die für die Pavillons formulierten
Nutzungen entsprechen dem Bedarf
und tragen sicher zu einer Belebung
des Campus bei.
Insbesondere begrüßt die Jury den behutsamen Umgang mit dem Bestand.
Die Arbeit respektiert das Gesamtgefüge als gewachsene Struktur.

Anerkennungspreis

AIV - SCHINKEL - WETTBEWERB 2011

13

in Höhe von 1.000 Euro

Martin Gebhardt
Johannes Hipp
Peter Mackensen
Larissa Rensing
Berlin,TU

Städtebau – Science City

Anerkennungspreis

Aus der Niederschrift der Jury

in Höhe von 1.000 Euro

Sabrina Güßregen
Steffen Maier
Konstanz, HTWG

Die Arbeit zeichnet sich durch einen
prägnanten Bebauungsvorschlag in
allen drei Teilgebieten der Universitäten aus: Für das TU Nord-Gelände
werden Neubauspangen angeboten,
die den Campusbinnenraum besser
konturieren wie auch bei teilweisem
Abriss einiger Bestandsbauten Erweiterungen zulassen. Die Straße des
17. Juni soll vor dem Mathematikinstitut mittels eines Neubaus verengt
werden. Das Kerngelände soll zum
Steinplatz geöffnet werden, indem
der Mensabau durchbrochen und neu
lokalisiert wird. Im TU-Ostgelände
werden kräftig formatierte Bauspangen, Winkel und Hofbauten gruppiert.
Gleichwohl sind sie in ein überzeu-

14

AIV - SCHINKEL - WETTBEWERB 2011

gend einfaches Wegenetz eingebunden, dessen Hauptweg mit neuen
Taschenplätzen von der Hardenbergstraße bis zum Leo-Bau führt und
ihn überraschend in einer Sichtachse
mit anschließenden Wasserplatz und
Treppe zum Landwehrkanal kennzeichnet. Die Hertzallee soll als neue,
alte innere Hauptachse vom Bahnhof Zoo kommend bis zum Erweiterungsbau über die Straße des 17. Juni
in das Nordgelände führen. Und die
UdK erhält östlich der Fasanenstraße
interessante Neubauvorschläge. Trotz
fragwürdigem Umfang aller Eingriffe
und Abrisse (z.B. des Gebäudes Berliner Bank) verspricht die Arbeit vor
allem durch den Vorschlag ihrer PlatzFolgen langfristig einen stadträumlichen Gewinn.

Landschaftsarchitektur – Science City

Aus der Niederschrift der Jury
Das Konzept „Aura für die Science
City“ unterlegt dem gesamten Campus einen Teppich: Hell gefärbte
Asphaltflächen und farblich abgesetzte Betonplatten ergeben einen
großzügigen, die kleinteiligen Räume
vereinheitlichenden Belag. Die Zahl
der Betonplatten wird rund um die
Fakultätsgebäude verdichtet, um deren „Aura“ zu stärken, Aufenthaltsbereiche zu markieren und Orte
für spezifische Freiraumelemente zu
schaffen. Zur Vernetzung werden unter Abriss der zur Disposition gestellten Gebäude neue Freiraumachsen
entwickelt. Die Schleuseninsel wird
als Orientierungs- und Identifikationspunkt gestärkt: Der Leo-Bau wird

zum Mensastandort erklärt und in ein
übergeordnetes Wegenetz einschließlich Achse zum Zoo eingebunden.
Eine neue Brücke soll die Schleuseninsel mit Ostcampus und Tiergarten
verbinden. Die innere Campusöffentlichkeit soll in den Bereich der Insel
verlagert werden. Eine „Campuspromenade“ entlang des Landwehrkanals
erschließt das Gelände. Das Muster
des Teppichs wird hier durch „Kuben“,
dreidimensionale Freiraumelemente,
modifiziert. Trotz der umstrittenen
Reduzierung des Baumbestandes und
extrem steinernen Ausformulierung
des „Campusteppichs“ besticht das
identitätsstiftende Konzept, mit einer
vereinheitlichenden Geste den Campus neu ordnen, überschaulicher gestalten und öffnen zu können.

Anerkennungspreis

AIV - SCHINKEL - WETTBEWERB 2011

15

in Höhe von 1.000 Euro

Reisestipendium
nach Augsburg
gestiftet vom
SAIV Augsburg
in Höhe von 500 Euro

Kai Helfenbein
Krzysztof Nowak
Kassel, Universität

Landschaftsarchitektur – Science City

Sonderpreis gestiftet von
der Lenné-Akademie
für Gartenbau und
Gartenkultur e.V.

Aus der Niederschrift der Jury

Stefan Wälder
Christian Zwick
Karlsruhe, KIT

Die Verfasser formulieren die Randlagen der drei Campusteile mit steinernen Rahmen und die Übergänge
durch Entrées mit einheitlich gepflasterten Stichwegen, welche in die
„grünen Lungen“ als zentrale Orte
führen. Dieses signalisiert einerseits
eine Vernetzung zur Stadt und eine
bessere Auffindbarkeit des Campus.
Andererseits wird das Potential zentraler grüner Mitten beim Nord- und
Süd-Campus aktiviert: Durch Baumpflanzungen als identitätsstiftende
Raumkanten und durch Ausweisungen
von einem großen Anteil unversiegelter Flächen für Vegetation werden die
grünen Innenräume des Campusgeländes als besondere, die städtische

16

AIV - SCHINKEL - WETTBEWERB 2011

in Höhe von 1.000 Euro

Umgebung kontrastierende Räume
inszeniert. Gelobt wird der sensible
und beobachtende Ansatz, die Wegeführung aus den bestehenden Laufrichtungen der Nutzer zu entwickeln
und mit „laissez-faire“ konzeptionell
zu integrieren. Es entstehen fließende
Übergänge, die zu einer gewünschten
Symbiose von Platz-,Wege und Vegetationsflächen wird. Die Vorschläge zum
Ufer Landwehrkanal sowie Hertzallee,
Straße des 17. Juni und Fasanenstraße sind als öffentliche Achsen plausibel. Trotz der umstrittenen Idee der
roten Lichtinstallationen (TU-Logo),
der Verwendung von rotem Klinker
für die Übergänge sowie der Plangrafik überzeugt die Arbeit durch ihren
Gesamt- und Vegetationsansatzes für
die Entwicklung der Campuses.

Architektur – Science City

Aus der Niederschrift der Jury
Zur Stärkung der Hertzallee als zentrale Bezugsachse im südlichen Campus werden mit der Arbeit „Science
City – Impuls für die Hertzallee“ zwei
Neubauten an der Kreuzung zur Fasanenstrasse vorgeschlagen. Ein 40 m
hoher Kubus mit Fernwirkung auf dem
südlichen Kreuzungsquadrat korrespondiert mit einem langen schmalen
Riegel vor den Institutsgebäuden auf
der Nordseite der Hertzallee. Durch
die sensible Positionierung von nur
zwei Baukörpern wird eine überzeugende Torsituation erreicht, die funktional als neues Herzstück des Campus
wahrnehmbar ist. Die denkmalgeschützte Hertzallee wird als Achse
neu betont. Wenngleich die Fasanen-

strasse als derzeitige Barriere zwischen Campus und Bibliothek nicht
weiter thematisiert wird, überzeugt
die Arbeit durch ihre Ausarbeitung
im Detail. Die im weißen Punktraster
bedruckten Glasfassaden erscheinen
bewusst homogen und minimalistisch
gegenüber dem heterogenen Stadtraum. Einzig der Eingang zum Hörsaalgebäude wird hervorgehoben. Die differenzierten Grundrisse sprechen für
eine ereignisreiche „Lernlandschaft“.
Das Raumprogramm wird auf die zwei
Baukörper aufgeteilt: Dem HörsaalKubus mit eindrucksvollen Atrien steht
der Riegel gegenüber, der räumlich und
funktional (Werkstätten, Kommunikationsräume) eine Schnittstelle zwischen
den Universitäten und der Öffentlichkeit herzustellen verspricht.

AIV - SCHINKEL - WETTBEWERB 2011

Anerkennungspreis
in Höhe von 1.000 Euro

Sonderpreis
gestiftet vom
Verband Restaurator
im Handwerk e.V.
in Höhe von 1.500 Euro

Fabian Seeberger
Philipp Walenta
Hannover, LU

17

Architektur – Science City

Schinkelpreis

Aus der Niederschrift der Jury

in Höhe von 2.000 Euro

Sebastian Awick
Christian Seidel
Berlin,TU

Der Verfasser der Arbeit „Daidalos“
schlagen vor, die Straße des 17. Juni
über ein langgezogenes, brückenartiges Bauwerk zu führen. Der durch das
Aufständern der Fahrbahn generierte
Raum soll als Learningcenter, Seminarbereich, Café- und Mensabereich
genutzt werden. Im Untergeschoss
wird eine Tiefgarage vorgesehen, um
die PKW-Stellflächen von der Straße
des 17. Juni verlegen zu können.
Die Arbeit besticht durch eine klare
städtebauliche Intervention auf der
Straße des 17. Juni, mit dem Ziel, den
kaum zu überwindenden Verkehrsraum zu einem „urbanen Platz“ zu
transformieren, der sich als zentraler Ort der Kommunikation und des

18

AIV - SCHINKEL - WETTBEWERB 2011

Sonderpreis gestiftet vom
Deutschen Beton- und
Bautechnik-Verein
in Höhe von 1.000 Euro

Austauschs entwickeln soll. Das Programm wird zweigeschossig unter der
aufgeständerten Fahrbahn organisiert.
Auf der Platzebene sind kreisförmige, transparente Räume eingestellt,
zwischen denen das Durchqueren
des Gebäudes ermöglicht wird. Diese erdgeschossigen Räume können
flexibel bespielt werden, beispielsweise mit Vortrags- und Seminarräumen,
Mensa und Café. Das Learningcenter
ist in der Obergeschossebene organisiert und wird über massive Treppenelemente erschlossen, die gleichzeitig
das Tragwerk bilden. Die Räume sind
durch eine geschlossene Wand nach
außen hin abgeschottet und orientieren sich auf begrünte Innenhöfe, die
als Fuge zwischen den beiden Fahrbahnen ausgebildet sind.

Architektur – Science City

Der Grundriss ist als ein Zweibundsystem mit flexibel nutzbaren Raumeinheiten vorgesehen. Mit diesem
Organisationsprinzip werden unterschiedliche Raumsituationen für
die verschiedenen Programmpunkte geschaffen: Im öffentlichen Raum
werden transparente Kommunikationsräume angeboten, die eine neue
Zentrierung der universitären Öffentlichkeit schaffen und gleichzeitig eine
Schnittstelle zur städtischen Öffentlichkeit anbieten.
Die Arbeit überzeugt mit einer stringenten Haltung zu einer zentralen
städtebaulichen Problemstellung der
Campusanlage der TU Berlin.
Mit einer konsequenten Maßnahme
wird ein überzeugender Vorschlag für
die Verkehrsführung vorgelegt, der

gleichzeitig die Räume für das Learningcenter erzeugt. Die klare Trennung zwischen den vitrinenartigen
Veranstaltungsn im Erdgeschoss und
den introvertierten Lern- und Arbeitsräumen im Obergeschoss schafft
eine überzeugende Weiterführung
der städtebaulichen Konzeption in die
Gebäudekonfiguration.

AIV - SCHINKEL - WETTBEWERB 2011

19

Kooperation Architektur | Konstruktiver Ingenieurbau – Science City

Schinkelpreis
gestiftet vom
Verband Beratender
Ingenieure - Förderverein

Aus der Niederschrift der Jury

Gregor Korpas
Albert Pérez
Mark Karl Schulz
Emanuela Smiglak
Berlin,TU

Diese Arbeit beeindruckt durch eine
Grundhaltung, die in konsequenter
Weise alle aufgabenrelevanten Nutzungsbereiche inhaltlich, funktional,
gestalterisch und konstruktiv mit
exzellenter Bearbeitungstiefe durchdringt und damit sehr gute, völlig
selbstverständliche Lösungen sowohl
insgesamt wie in den diversen Einzelaspekten findet, zudem gut lesbar und
ästhetisch ansprechend dargestellt ist.
Konzeptionelle Angebote sind u.a.:
- Die denkmalgeschützten Teile der
Hallenbauten bleiben erhalten.
- Drei neue Funktionsbauten (Pavillons) bilden in richtiger Positionierung,
angelagert an eine Wasserbeckenachse, in Erinnerung an die ehemali-

20

AIV - SCHINKEL - WETTBEWERB 2011

in Höhe von 2.000 Euro

Reisestipendium der
Hans-Joachim-Pysall-Stiftung
in Höhe von 2.500 Euro

gen Nutzungsschwerpunkte ein neues
Ensemble mit der Altbausubstanz.
- Eine nahe liegende, ungekünstelte Brückentrasse, über die MüllerBreslau-Straße führend, verbindet das
Ost-Gelände mit den Wegen an der
Straße des 17. Juni, schafft eine kurze Wegeverbindung vom und zum
S-Bahnhof Tiergarten und verknüpft
mit dem Eingangsgebäude (Nr. 1), in
dem die hier erforderliche Vertikalkommunikation stattfindet.
- Unterschiedliche universitäre bzw.
universitätsnahe Arbeits- und Lernbereiche, die auf die Altbausubstanz
einschließlich des Leo-Baus je nach
spezifischer Nutzbarkeit verteilt sind
in teils distanzierter, teils loser Verbindung zu öffentlich zugänglichen Ausstellungsbereichen, die unterschied-

Kooperation Architektur | Konstruktiver Ingenieurbau – Science City

lich bespielt werden können. Der nahe
liegende Vorschlag, den Umlaufkanal
insgesamt als Ausstellungsbereich zu
nutzen, wird mit der bemerkenswerten Offerte verbunden, hier in einer
Dauerausstellung die Schleuseninsel
zu thematisieren.
- Abgeleitet von der Ästhetik des
Umlaufkanals wird das „Rohr“ als
abstraktes Prinzip die Grundlage für
die Gestalt-Konstruktionsfindung der
Brücke sowie der neuen Ergänzungsbauten; das Gitterwerk stellt eine einfache wie auch anmutige Konstruktion dar.

AIV - SCHINKEL - WETTBEWERB 2011

21

Konstruktiver Ingenieurbau – Science City

Sonderpreis
gestiftet vom
Deutschen Beton- und
Bautechnik-Verein

Aus dem Erläuterungsbericht

Tom Kohr
Dana Kummerlöw
Cottbus, BTU

Der durchquerende 60 m lange Brückenzug ist durch seine Höhe von 5m
knapp über dem Seegangsbecken von
Weitem zu erkennen. Die 90°-Drehung der gesamten Brückenkonstruktion bildet damit eine dynamische
Form. In Kontrast zu dieser aufgelösten, leichten Konstruktion spannt sich
eine geschlossene Fläche aus Brüstung
und Lauffläche über den Landwehrkanal. Die Drehung der Brücke wird
durch den diagonalliegenden Unterzug des Dreigurtbinders ermöglicht.
Das Fachwerk, bestehend aus einer
schlanken Stahlkonstruktion, hat dadurch seine größte Tragwerkshöhe in
der Mitte der Brücke. Es besteht aus
31 rechtwinkligen HEA-300-Trägern,

22

AIV - SCHINKEL - WETTBEWERB 2011

in Höhe von 1.500 Euro

welche an dem Untergurt befestigt
sind und somit die Drehung vollführen. Im Gegensatz dazu gibt es eine
durchgehende, gleichmäßig gebogene
Lauffläche aus Lochstahlblech, auf den
Obergurten liegend.

Aus der Niederschrift der Jury
Die Arbeit „Turning Torso“ besticht
durch eine gute Durcharbeitung und
ein interessantes Tragsystem.
Durch das im Grundriss schief anmutende Untergurtrohr ergeben sich
schraubenförmig auffächernde Verbindungen zu den Obergurtrohren. Die
skulpturale Wirkung des Brückenzugs
setzt einen beschwingten Akzent zum
großformatigen Leo-Bau setzt.

Alle Fachsparten – Weitere Arbeiten in der engeren Wahl

Landschaftsarchitektur
Nicolai Petersen
Maria Möser
Caroline Framont
Johannes Hille
Berlin,TU

Landschaftsarchitektur
Martin Behrens
Jenna Klupsch
Berlin, UdK

Architektur
Philipp Lanvers
Daniel Neumann
Münster, FH

Konstruktiver
Ingenieurbau
Alexei Ananiev
Hannover, LUH
AIV - SCHINKEL - WETTBEWERB 2011

23

Preisgericht und Vorprüfung

Jury im Sinne dieses Wettbewerbs ist
laut Statut der AIV-Schinkel-Ausschuss.
Neben den laut Statut gesetzten Mitgliedern werden die Mitglieder des
Schinkelausschusses gewählt. Zusätzlich können in jedem Jahr besondere
Sachverständige zugewählt werden.
Erneut wurden zusätzlich Gastpreisrichter für die abschließende Ausschuss-Sitzung eingeladen.
Ihnen und allen Vorprüfern sowie den
Mitgliedern des Schinkel-Ausschusses
gilt ein großer Dank für ihr ehrenamtliches Engagement in diesem Wettbewerb. Ohne sie wäre eine derart umfangreiche Prüfung, Diskussion und
Jurierung der Wettbewerbsbeiträge
nicht möglich!

Geschäftsstelle
Pfeiffer, Renate
AIV zu Berlin

Vorsitz Schinkelausschuss
Norten, Rainer Dr.-Ing.
AIV zu Berlin
Semmer, Melanie Dr.-Ing.
AIV zu Berlin

Mitglieder It. Statut

Gastpreisrichter 2011

Semmer, Manfred Dr.-Ing.
AIV zu Berlin
Baumgart, Christian Dipl.-Ing. *
Verband Deutscher Architektenund Ingenieur-Vereine
Darge, Joachim Dipl.-Ing.
AIV zu Berlin
Kaula, Renate Dipl.-Ing.
Verband Beratender Ingenieure
VBI, Förderverein e.V.
Fingerloos, Frank Dr.-Ing.
Deutscher Beton- und
Bautechnik-Verein e.V.
Doehler-Behzadi, Marta Dr.-Ing *
Bundesministerium für Verkehr,
Bau und Stadtentwicklung
Ihrig, Gerhard Prof. h.c. Dipl.-Ing.
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, i.V. für OPA/ BMVBS
Lüscher, Regula
Senatsbaudirektorin*
Senatsverwaltung für
Stadtentwicklung Berlin
Neu, Peter Dipl.-Ing. Ministerialrat *
Oberprüfungsamt/ BMVBS, Bonn
Pluta, Hans-Jürgen
Lenné-Akademie für Gartenbau
und Gartenkultur e.V.
Pysall, Hans-Joachim Dipl.-Ing.
Hans-Joachim-Pysall-Stiftung
Nielsen, Karl-Peter Dr.-Ing.
Baukammer Berlin
Rothe, Annemarie Dipl.-Ing.
Verband Restauratoren
im Handwerk e.V.
Weise, Wolfgang Dipl.-Ing. *
Schwäbischer Architekten- und
Ingenieurverein Augsburg e.V.

Braum, Michael Prof. Dipl.-Ing.
Bundesstiftung Baukultur
Gengnagel, Christoph Prof. Dr.-Ing.
Universität der Künste Berlin
Grüntuch, Armand Dipl.-Ing.
Grüntuch Ernst Architekten
Müller, Marianne Dipl.-Ing.
Architectural Association London
Rost, Sebastian
Verband Restauratoren
im Handwerk e.V.
Schuster, Wolfgang Prof. Dr. h.c.
Kuratorium des AIV zu Berlin
Schwacke, Martin Dipl.-Ing.
Technische Universität Berlin
Wolf, Joachim Dipl.-Ing.
Regionalmanagement City West
Zillich, Klaus Prof. Dipl.-Ing.
Technische Universität Berlin

(* keine Jury-Teilnahme
° Betreuung Vorprüfung)

24

AIV - SCHINKEL - WETTBEWERB 2011

Preisgericht und Vorprüfung

Schinkelausschuss Mitglieder

Vorprüfer

Städtebau

Architektur

Aminde, Hans-Joachim Prof. Dr.-Ing. °
Brenn, Peter Dipl.-Ing.
Heitele, Bernhard Dipl.-Ing. *
Hobusch, Tom Dipl.-Ing.
Kaul, Hannelore Dipl.-Ing.
Kendel, Hermann Prof. Dipl.-Ing.
Krause, Ludwig Dipl.-Ing. *
Kühn, Bernd Dipl.-Ing.
Mensing-de Jong, Angela Dipl.-Ing. *
Metz, Jens Dipl.-Ing.
Ostendorff, Peter Dipl.-Ing.
Zahiri, Cyrus Dipl.-Ing. °

Eisenloffel, Karen Prof. MA
Engelbrecht, Philip Dipl.-Ing.
Fleckenstein, Ralf Dipl.-Ing.
Hartleben, Rolf Dipl.-Ing. *
Hastenteufel, Markus Dipl.-Ing. *
Hebert, Saskia Dipl.-Ing.
Hicsasmaz, Ayse Zeynep Dipl.-Ing. *
Jäger, Dagmar Prof. Dr.-Ing.
Kaindl, Stephanie Dipl.-Ing. °
Krapf, Eva Dipl.-Ing.
Nöfer, Tobias Dipl.-Ing.
Pflitsch, Manfred Dipl.-Ing. *
Pysall, Justus Dipl.-Ing.
Sauerzapfe, Martin Dipl.-Ing. *
Schädler, Michael Dipl.-Ing.
Seeger, Almut Dipl.-Ing. *
Steinweg, Reinhart Dipl.-Ing.

Landschaftsarchitektur
Angulo Garcia, Daniel Dipl.-Ing.
Becher, Holm Dipl.-Ing.
Böhm, Ulrike Dipl.-Ing. °
Dietrich, Thomas Dipl.-Ing.
Gottfriedsen, Hendrik Dipl.-Ing.
Hube, Elke Dipl.-Ing. *
Hutter, Barbara Dipl.-Ing.
Klapka, Axel Dipl.-Ing. *
Mahler, Erhard Dipl.-Ing. *
Müller, Cornelia Dipl.-Ing.
Profé, Beate Dipl.-Ing.
Schwarz, Christiane Dipl.-Ing. *
Weidinger, Jürgen Dipl.-Ing.

Verkehrswesen u. Straßenbau
Garben, Manfred Dipl.-Ing.
Guggenthaler, Heribert Dipl.-Ing.
Richter, Thomas Dipl.-Ing.
Schumann, Robert Dipl.-Ing.

Verkehrswesen u. Bahnwesen
Freystein, Hartmut Dipl.-Ing.*
Hübner-Kosney, Erhard Dipl.-Ing.
Kruse, Bernd Dipl.-Ing.*
Lemnitz, Rüdiger Dipl.-Ing.*
Walf, Fabian Dr.-Ing.

Städtebau /
Landschaftsarchitektur
Bäucker, Angelika
Bögemann, Anne

Fecke, Johanna
Gustavsson, Anna-Kajsa
Haase, Michael
Kniesche, Sebastian
Merten, Stephanie
Nielsen, Lars
Pohl, Helene
Riechert, Carlhans
Schaefer, Kristina
Schmidt, Janika
Springer, Frederik
Theidel, David
Venneman, Daniel

Architektur
Konstruktiver Ingenieurbau
Desczyk, Dieter Dipl.-Ing.
Franz, Stefan Dr.-Ing.
Geißler, Karsten Dipl.-Ing. *
Kickler, Jens Prof. Dr.-Ing. *
Ripke, Henry Dipl.-Ing. °
Schlaich, Michael Prof. Dr.-Ing. *
Schmackpfeffer, Heinz Dipl.-Ing. *

Technische
Gebäudeausrüstung
Hanisch, Jens Dipl.-Ing. *
Kretschmer, Thomas Prof. Dr.-Ing.

Afflerbach, Florian
Amani, Djamila
Hanfeld,Yuki
Kirsten, Anna
Koschorreck, Richard
Lange, Mathias
Mykietyszyn, Marta
Patz, Robert
Szépal, Boris
Valencia-Zang, Daniela
Wagner, Helena
Zeiler, Sven

Konstruktiver Ingenieurbau
Kunst und Bauen
Günther, Katrin Dipl.-Ing.
Hannibal, Thomas Dipl.-Ing.*
Hasse, Dieter Dr. *
Lemburg, Peter Dr. phil. *
Schmidt, Olaf Dr.-Ing. *
Thünker, Lotte Dipl.-Ing.

AIV - SCHINKEL - WETTBEWERB 2011

Donohoe, Gavin
Hauser, Michael

25

Rückblick und Ausblick

Zum Verein

Zum Wettbewerb

157. Schinkel - Wettbewerb

Der Architekten- und Ingenieur-Verein
(AIV) wurde 1824 von jungen „Bauconducteuren“ um Eduard Knoblauch
in Berlin gegründet. Das Wirken des
AIV hat wesentlich zur Entwicklung
des Berufsstandes der Architekten
und Ingenieure sowie der Bau- und
Kulturgeschichte Berlins, Preußens
und Deutschlands beigetragen.
Heute gehören dem AIV zu Berlin
rund 350 Mitglieder an. Als Berufsgruppen sind Architekten, Stadtplaner,
Landschaftsarchitekten,
Bauingenieure, Wissenschaftler und Künstler
vertreten. Neben dem Vorstand, der
einmal monatlich tagt, sorgen neben
den aktiven Vereinsmitgliedern auch
namhafte Kuratoriumsmitglieder für
das Renommé des Vereins. Als bekannte Persönlichkeiten sollen sie die
Arbeit des AIV ideell unterstützen
und für seine Ziele in der Gesellschaft
werben. Fördermitglieder – Firmen,
Gesellschaften, verschiedenste Institutionen und Einzelpersonen – unterstützen die Vereinsarbeit mit Zuwendungen.
Das primäre Satzungsziel des AIV
besteht seit je her in der Förderung
der Baukultur. Der Verein würdigt in
Veranstaltungen und Publikationen
die Leistungen der Vergangenheit und
begleitet das aktuelle Baugeschehen
konstruktiv kritisch. 2007 erhielt der
AIV Berlin von der Senatsverwaltung
für Stadtentwicklung die Ferdinandvon-Quast-Medaille, einen Berliner
Denkmalpflegepreis, in Anerkennung
für seine besonderen Verdienste um
diesen Bereich.

Der vom AIV zu Berlin alljährlich ausgeschriebene Schinkel-Wettbewerb
verzeichnet heute eine 156-jährige
Tradition. Seit seiner ersten Ausschreibung im Jahr 1854 werden in
diesem Förderwettbewerb jungen
Planern in mehreren Fachgebieten
Aufgaben gestellt - mit dem Ziel,
deren Kreativität und Phantasie für
die Lösung zukunftsorientierter Planungsaufgaben herauszufordern. Der
grundsätzlich als Ideenwettbewerb
ausgelobte AIV-Schinkel-Wettbewerb
dient der Förderung des technischwissenschaftlichen
Nachwuchses,
wirkt aber auch für Berlin und seine
benachbarte Region auf der Suche
nach einer künftigen Gestalt. Die Vielfalt der Ideen soll die Planungskultur
und sie bereichern.
Der Schinkelpreis wird dem Statut
entsprechend in jeder Fachsparte
für hervorragende technisch-wissenschaftliche Leistungen im Bauwesen
ausgelobt, die entweder das erfolgreiche Zusammenwirken technischer
Disziplinen untereinander oder auch
mit anderen wissenschaftlichen Disziplinen dokumentieren oder als Einzelleistungen sich durch das vorbildliche
Abwägen von fachspezifischen und
übergeordneten Belangen besonders
auszeichnen. Der Preis dient der Förderung des Nachwuchses (Studierende / Absolventen). Preisträger dürfen
daher nicht älter als 35 Jahre sein.
Der 13. März, Schinkels Geburtstag,
wird traditionell für das Schinkelfest
mit Preisverleihung und einen baukulturellen Dialog genutzt.

Die neue Wettbewerbsaufgabe für
2012 wird sich auf die Potsdamer Mitte beziehen: Für den Bereich zwischen
dem Wohngebiet „Altstadt Ost“, dem
Kulturstandort Schiffbauergasse und
dem Hauptbahnhof sollen Entwicklungsideen erarbeitet werden. Die Teilbereiche sind durch ihre heterogenen
städtebaulichen Strukturen geprägt.Zu
thematisieren sind sowohl die städtebaulichen Entwicklungspotentiale beiderseits der Alten und Neuen Fahrt,
als auch die räumlich-funktionalen
Verknüpfungserfordernisse zwischen
den Nutzungskonzentrationen Schiffbauergasse, historisches Zentrum mit
dem zukünftigen Landtag sowie dem
Hauptbahnhof. Ein Museum für Moderne Kunst könnte den Bereich städtebaulich wie auch architektonisch
aufwerten und die Zentrumsfunktion
stärken. Die Freiraumgestaltung wird
sich auf die Nähe zur Alten und Neuen Fahrt und der Freundschaftsinsel
beziehen können. In diesem Zusammenhang werden auch Ideen gesucht,
die die Stadträume nördlich und südlich der Alten und Neuen Fahrt noch
besser verbinden. Des Weiteren wird
zu untersuchen sein, ob zusätzlicheBrücken zur Freundschaftsinsel diese
Ziele unterstützen können, und ob
und wie der bereits heute geplante
Skulpturenpfad zwischen dem Alten Markt und der Schiffbauergasse
umgesetzt werden sollte. So wird es
auch 2012 um zeitgemäße Ideen für
ein zentrales Stadtgebiet mit akutem
Planungsbedarf gehen.

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AIV - SCHINKEL - WETTBEWERB 2011

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Ideen- und Förderwettbewerb für
junge Architekten und Ingenieure

Architekten- und Ingenieurverein
zu Berlin e.V. | seit 1824

Herausgeber und
Wettbewerbsdurchführung
Architekten- und Ingenieur-Verein
zu Berlin e.V.
Vorstand mit Schinkel-Ausschuss
Dr. Rainer Norten
Dr. Melanie Semmer
Bleibtreustraße 33
10707 Berlin
Tel.: 030 8834598
Fax.: 030 8854583
www.aiv-berlin.de
mail@aiv-berlin.de

Satz und Layout
Semmer Hicsasmaz, Berlin

Gesamtherstellung
Druckerei Lippert, Berlin

Bildnachweise
Vorderseite: Schinkel- und Sonderpreis 2011, Sebastian Awick,
Christian Seidel, Berlin
(Fotomontage unter Einbeziehung
des Panoramablicks über den ErnstReuter-Platz, TU Berlin/ Weiß, 2010)
Luftbild Seite 4:
Ortholuftbild, SenStadt, Abt. III, 2010
Rückseite: Schinkelpreis Kooperation
2011, Gregor Korpas, Albert Pérez,
Mark Karl Schulz, Emanuela Smiglak,
Berlin
Die übrigen Abbildungen sind den daneben benannten Entwurfsverfassern
zuzuordnen.

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