Path:

Full text: Neue Alte Stadt - über Brandenburg a. d. Havel und Rathenow

Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin e.V. | seit 1824

SCHINKEL-WETTBEWERB
2009

Förderwettbewerb für
junge Architekten und Ingenieure
Bericht
Herausgeber und Wettbewerbsdurchführung:
Architekten- und Ingenieur-Verein zu
Berlin e.V.
Wilma Glücklich
Bleibtreustraße 33
10707 Berlin
Tel.:
030-8834598
Fax:
030-8854583
www.aiv-berlin.de
mail@aiv-berlin.de

2

SCHINKEL-WETTBEWERB 2009

AIV zu Berlin

154. Schinkelwettbewerb 2009
Neue Alte Stadt – über Brandenburg a. d. Havel und Rathenow

Anlass und Ziel
Verstehen, in dem man entwirft - das ist
der Impuls des Schinkel-Wettbewerbs
Jahr für Jahr. Der Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin schafft gemeinsam
mit Stiftern, vielen ehrenamtlichen Juroren und Hochschulen ein Netzwerk unterschiedlicher Disziplinen, in dem
Antworten auf planerische und gestalterische Fragen gegeben werden und gleichzeitig junge Architekten und Ingenieure in
ihrer fachlichen Entwicklung gefördert
werden. Mittel hierzu ist der Wettbewerbsbeitrag, der persönliche Entwurf.
Der Schinkel-Wettbewerb ermöglicht
das Verstehen von komplexen Zusammenhängen und kreative Lösungsansätze
in einem Prozess an einem abgegrenzten
Thema und Ort. Das macht den SchinkelWettbewerb so attraktiv: 133 Wettbewerbsarbeiten sind eingereicht worden.
Bereits zweimal hat der Architekten- und
Ingenieur-Verein Aufgaben für den Schinkel-Wettbewerb in der Metropolenregion
Berlin-Brandenburg gestellt: neben Cottbus im Jahr 2008 war Frankfurt / Oder
bereits 2006 Mittelpunkt des SchinkelWettbewerbs. Nach den beiden östlich
von Berlin gelegenen Oberzentren standen die Städte Brandenburg an der Havel
und Rathenow im Blickfeld und mit ihnen
die gesamte Havel-Region im Nord-Westen des Landes Brandenburg. HavellandFläming heißt die westlich der Metropole
Berlin gelegene Region. Hier bündeln sich
die wirtschaftlichen Impulse der deutschen Hauptstadt mit den innovativen
Kräften der Mark Brandenburg. Keiner
anderen Region Ostdeutschlands werden
bessere Zukunftsaussichten bescheinigt.
Metropolenregionen verbindet man in
der Regel mit (industriellem) Wachstum.
Realität ist jedoch noch die Schrumpfung
der Städte. Landschaft ist hier der Imagefaktor. Wachstum und Schrumpfung sind
Prozesse, bei denen kreative Köpfe gebraucht werden. Strukturplanung für die
Landschaft zwischen Rathenow und der
Stadt Brandenburg an der Havel war deshalb das Generalthema des Schinkel-

Wettbewerb 2009.
Die Region Havelland-Fläming ist seit
mehr als 1000 Jahren Sitz von Mächtigen.
Die Städte im Havelland lagen peripher,
sie hatten Bedeutung für Landnahme und
Kolonisation, also eine strategische Rolle.
Die Stadt Brandenburg an der Havel liegt
an einem Wegepass auf Talsandinseln zwischen Seen und Flussarmen der Havel. Sie
war einer der drei festen Burgsitze – die
anderen beiden waren Havelberg und Köpenick – in der Ära der Elbslawen. Brandenburg wird erstmalig 948 als Bischofssitz erwähnt. Brandenburg an der
Havel ist seit dem 8. Jhdt. Siedlungsort
und entwickelte sich bereits im 12. Jhdt.
zur Stadt. Die Altstadt am nördlichen Havelufer rund um die Gotthardkirche
wuchs allmählich aus einem regelmäßigen
Siedlungskern mit einem aufgefächerten
Dreistraßensystem nach Süden. Demgegenüber war die Neustadt eine planmäßige Gründung auf dem Südufer der
Havel. Ihren Stadtgrundriss bestimmt ein
Wegekreuz, in deren Gitter sich die übrigen Straßen eingeordnet haben. Dritter
und ältester Siedlungskern ist die Dominsel, der einstige Sitz der slawischen und
deutschen Burgherren. Der stattliche
Dom selbst ist aus dem 14. Jhdt.

längst keine Blumen- oder Gärtnerveranstaltungen mehr, obwohl ihre Besucher
Blumen und Beispiele für den Garten daheim sehen wollen. Selbstverständlich
bleibt das Kernthema der Gartenschauen
weiterhin Pflanze und Garten. Gartenschauen sind heute jedoch zu einem Instrumentarium für eine nachhaltige
ganzheitliche Entwicklung geworden. Nur
mit ihnen gelingt es häufig erst, öffentliche
Zuschüsse zu bündeln und Problemzonen
in Angriff zu nehmen. Die sommerlange
und darüber hinaus anhaltende mediale
Aufmerksamkeit und die Freude aller
Bürger an einem solchen Festival hinterlassen positive Spuren : die Städte werden
bekannt, Standorte werden damit erfolgreich „gemacht“, Einzelhandel und Gastronomie profitieren. Auch stadtintern
gerät einiges in Bewegung : kommunale
wie private Investitions-Projekte werden
in Gang gesetzt, man zieht an einem
Strang, neue projektbezogene Arbeitsweisen werden gefunden, die sich noch
lange nach Schluss der Gartenschau erhalten. Sogar wenn die Bewerbung um
eine Gartenschau nicht erfolgreich ist, hat
man an der einmal gefundenen Arbeitsweise Gefallen gefunden und verfolgt
Stadtentwicklungsprojekte weiter.

Auch in Rathenow ist eine Havelfurt Ausgang der Siedlungs- und Stadtentstehung,
im 13. Jhdt. erfolgte die eigentliche Stadtgründung. Das planmäßige gitterförmige
Straßennetz ist heute noch gut erkennbar.
Nach dem 30-jährigen Krieg und den
Schwedenkriegen erlebte die Stadt einen
Aufschwung, die Neustadt entstand als
Garnisonsstadt und Paradeplatz unter
Friedrich Wilhelm I., charakterisiert durch
zweigeschossige Typenhäuser und große
Plätze. Heute hat Rathenow seine in Jahrzehnten gewachsene Fachkompetenz weiter entwickelt : Optik, Biotechnologie und
life sciences sind Schwerpunkte.

Gerd Aufmkolk, namhafter Landschaftsarchitekt und an zahlreichen Gartenschauen beteiligt, sieht sogar einen
besonderen Vorteil für kleine Städte. Er
schreibt in Garten + Landschaft 6/2008 :

Die Städte im Havelland haben sich mutig
um die Ausrichtung der Bundesgartenschau 2015 beworben und arbeiten derzeit ihr Konzept aus. Gartenschauen sind

„ Gerade in kleineren Städte, in denen
das Fachressort Gartenbau nicht oder
nur marginal vertreten sein kann, gelingt
es über das Instrument Gartenschau,Vorhaben auf die Tagesordnung zu setzen, die
sonst aufgrund der Abwesenheit fachlicher Kompetenz nicht wahrgenommen
werden.“ Und er vertritt weiter die Auffassung, dass Gartenschauen aus einer
früheren „Exklusivität hineingewandert
(sind) in die Problemgebiete der Städte
und damit zu integrierten Projekten der
Stadtentwicklung geworden (sind).“
Heute würden landschaftsräumlich orienSCHINKEL-WETTBEWERB 2009

3

tierte Konzepte, künftig „Konversionsflächen auf ehemaligen Industrie- und Verkehrsanlagen oder die Revitalisierung von
Innenstädten oder innenstadtnahes
Wohnquartieren auf der Agenda“ stehen.
Und er schreibt weiter: „Dezentrale und
polyzentrische Ausstellungskonzepte sind
gleichberechtigt neben diejenigen getreten, welche die Herstellung eines großen
neuen und zentralen Parks vorsehen. Es
hat sich gezeigt, dass gerade die dezentralen Konzepte in der Lage sind, stadtstrukturelle Mängel zu beheben.“ Die
Besucher erlebten auf ihren Spaziergängen „Stadt in ihren Landschaftsbezügen
und Freiraumfacetten sowie in ihrer Geschichte und Kultur....Das Festival Gartenschau ist in der Lage, Bürger, Vereine
und Gruppierungen einer Stadt zum Mitmachen und zur Beteiligung zu mobilisieren. Offenbar scheint das umso erfolgreicher zu sein, je kleiner die Stadt ist.“ *)
Diese Erwartungen haben auch die Havelstädte, und das Land Brandenburg
wird diese Initiative als Aufbruch werten.
Die Havelregion ist eine wundervoll elegische Landschaft, geprägt vom Wasser
und der Landwirtschaft. Ihre alten Städte
mit der märkischen Backsteinarchitektur
und imposanten Kirchen wurden liebevoll
restauriert und erleben seit einigen Jahren eine Renaissance. Menschen aller Altersgruppen profitieren von den städtischen Strukturen und besonders Familien
mit Kindern sind wieder am Leben in der
Stadt interessiert. Nicht zuletzt haben die
Menschen ein stärkeres Bewusstsein für
hohe Mobilitätskosten entwickelt. Für die
Städte der Havelregion bietet es sich an,
Industriebrachen wie das Werftgelände in
Brandenburg, stillgelegte Bahngelände
oder zu verwaisen drohenden Plattensiedlungen umzuwandeln, denn hier lassen sich Wohnen, Arbeiten, Kinder und
Freizeitgestaltung miteinander verbinden.
Schrumpfen als Chance – wenn man sie
nutzt.
Der Schinkel-Wettbewerb 2009 kann und
will dem traditionellen großen Wettbewerb für Landschaftsarchitekten, der vor
jeder BUGA ausgeschrieben wird, nicht
vorgreifen. Aber er hat zwei Orte interdisziplinär unter die Lupe genommen und
gibt Anstöße.
*) Zitate aus : Gert Aufmkolk, „Und es lohnt sich

4

SCHINKEL-WETTBEWERB 2008
2009

Der Wettbewerb
Der 154. Schinkel-Wettbewerb wird in
den Fachbereichen Architektur, Städtebau,
Landschaftsentwicklung, Verkehrswesen,
Bauingenieurwesen ausgeschrieben. Fachübergreifend werden besonders hervorgehoben Kunst, Innovation und Kooperation. Insgesamt sind 133 Wettbewerbsarbeiten eingegangen.
Förderer und Stifter
Friedrich Wilhelm IV. hat 1855 den ersten
Schinkel-Preis ausgesetzt. In der Nachfolge der Preußischen Könige fördern den
Schinkel-Wettbewerb heute:
• der Bundesminister für Verkehr, Bau
und Stadtentwicklung
• die Senatorin für Stadtentwicklung
Berlin
• der Minister für Infrastruktur und
Raumordnung des Landes Branden
burg
• die Hans-Joachim Pysall-Stiftung mit
dem
„Schinkel-Italienreise-Stipendium“
• der Verband Beratender Ingenieure
VBI e.V., Förderverein
• der Deutsche Beton- und Bautechnik
Verein e.V.
• der Verband Deutscher Architektenund Ingenieurvereine DAI e.V.
• der Oldenburgische Architekten- und
Ingenieurverein e.V. mit einem Reisestipendium in die Region Oldenburg
• der Schwäbische Architekten- und
Ingenieurverein
Junge Architekten und Ingenieure müssen
sich heute neue Berufsfelder erschließen.
Die Fähigkeit zur interdisziplinären Kooperation ist dabei eine wichtige Voraussetzung - insbesondere für Ingenieure, in
deren Disziplinen das Erarbeiten von Inhalten nicht wie bei Architekten üblicherweise in Wettbewerben geschieht. Der
Verband Beratender Ingenieure,VBI Förderverein e.V., schreibt seit Jahren einen
Sonderpreis für die beste Kooperationsarbeit aus und stellt hierfür eine gesonderte Aufgabe.
Zum elften Mal hat der Architekt Dipl.Ing. Hans-Joachim Pysall einen Preis zur
Förderung der interdisziplinären Zusammenarbeit von Architekten und Ingenieuren gestiftet. Er knüpft damit an die
Überlieferung an, dass der Schinkelpreis

ursprünglich für eine Italienreise verwendet werden sollte, über die anschließend
im Verein Bericht zu erstatten war. Mit
diesem “ Schinkel - Italienreise – Stipendium” zeichnet der Schinkelausschuss die
beste Schinkelpreisträgerarbeit aus.
Zunehmend finden junge Architekten, Ingenieure und Künstler ihr Arbeitsfeld im
(historischen) Baubestand. Erstmals wird
daher insbesondere der sensible Umgang
mit denkmalgeschützter Bausubstanz prämiert: der Schwäbische Architekten- und
Ingenieurverein honoriert mit einem Sonderpreis (Reisestipendium) den gelungenen denkmalverträglichen Umgang mit
historischer Substanz.
Der Schinkel-Wettbewerb wird als Förderwettbewerb zur Förderung der fachlichen Entwicklung für junge Architekten
und Architektinnen und Ingenieure und
Ingenieurinnen sowie Studierende und
Absolventen der entsprechenden Fachrichtungen ausgeschrieben. Er wird daher
nicht nach den Regeln der GRW durchgeführt, orientiert sich jedoch an den Regeln der GRW.

Die Preisträger im SCHINKEL-WETTBEWERB 2009
Städtebau
Seite 6 - 9

Schinkelpreis in Höhe von 2.000 Eur
Reisestipendium der
Hans-Joachim-Pysall-Stiftung
in Höhe von 2.500 Eur
Susann Ahn
Andreas Rene Dittrich
Silvia Heissenhuber
Florian Rüger
Freising

Sonderpreis des Ministeriums für
Infrastruktur und Raumordnung
des Landes Brandenburg
in Höhe von 1.500 Eur
Lukas Bartke
Oriane Kraemer
Bastian Sevilgen
Weimar

Sonderpreis des Ministeriums für
Infrastruktur und Raumordnung
des Landes Brandenburg
in Höhe von 1.500 Eur
Isabel Maria Finkenberger
Niederstetten

Architektur

Seite 13 - 16

Schinkelpreis gestiftet vom
Beton- und Bautechnik Verein e.V.
in Höhe von 2.000 Eur
Wulf Böer
Simon Lindhuber
München

Anerkennungspreis
in Höhe von 500 Eur

Dong Kyu Kim
Jung Hoon Lee
München

Anerkennungspreis
in Höhe von 1.000 Eur
Maren Krätzschmar
Hannover

Landschaftsarchitektur
Seite 10 - 12

Konstruktiver Ingenieurbau
Seite 17 - 22

Schinkelpreis in Höhe von 2.000 Eur
Luka Gillic
Sophie Holz
Mania Lohrengel
Christian Roeder
Berlin

Reisestipendium nach Oldenburg
des Oldenburgischen Architekten- und
Ingenieurverein im Wert von 500 Eur

Sonderpreis gestiftet vom Verband
Beratender Ingenieure –
Förderverein e.V.
in Höhe von 2.000 Eur
Kristina Brusius
Mirko Buff
Nadine Urmann
Christina Ziegler
Hamburg

Sonderpreis gestiftet vom Betonund Bautechnikverein e. V.
in Höhe von 500 Eur
Stephan Kaack
Sonja Lüdemann
Olaf Vajen
Hamburg

Sonderpreis für die Kooperation von
Ingenieuren und Architekten gestiftet
vom Verband Beratender Ingenieure
– Förderverein e.V. –
in Höhe von 1.000 Eur

Matthias Keil
Lars Kowalke
Felix Schlott
Niklas Tirpitz
Oberkrämer

Straßenbau und
Verkehrswesen
Seite 23 - 24

Kieran Culleton
Maria Duignan
Simon Ronan
Irland

Reisestipendium nach Augsburg
des Schwäbischen Architektenund Ingenieurvereins
im Wert von 500 Eur

Volker Schultz
Berlin

Anerkennungspreis
in Höhe von 1.500 Eur
Kathrin Nowak
Berlin

SCHINKEL-WETTBEWERB 2008
2009

5

STÄDTEBAU – Neue alte Quartiere für Rathenow
Rathenows historischer Stadtkern wurde in den letzten Tagen des zweiten Weltkriegs stark zerstört.Aus der Zeit vor 1945 sind
heute nur wenige Stadträume und Bauten erhalten. Im Zuge des Wiederaufbaus erfuhr der Stadtgrundriss eine weitgehende Überformung. Rathenows Stadtkern ist heute geprägt durch eine Mischung aus unterschiedlichen städtebaulichen Versatzstücken
sowie einigen offenen, unbebauten Flächen. Als heterogenes patchwork bietet es vielfältige Interpretations- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Daran anknüpfend sollte für die Stadtinsel ein städtebauliches Gesamtkonzept erstellt werden, welches die Potentiale der Insel aufgreift, in Wert setzt und unkonventionelle Wege zum Weiterbau aufzeigt.
Außerdem war ein abwechslungsreiches und gleichzeitig robustes städtebauliches Gerüst zu entwickeln, das sich aus mehreren
Quartierseinheiten zusammensetzt. Dabei sollte jedes Quartier eine eigene Charakteristik aufweisen.
Als wichtigste Aussagen des städtebaulichen Konzeptes waren gefragt:
• die Definition und Ausbildung von prägnanten öffentlichen Räumen (Straßenräume, Plätze, Park- und Uferbereiche)
unter Einbeziehung des Bestandes,
• ein Differenzierung des Stadtgefüges nach Quartieren mit unterschiedlichen Merkmalen,
• die Weiterentwicklung der Uferbereiche mit besonderem Augenmerk auf die Uferausbildung,
• die Wiedergewinnung der Kommunikationsachse nach Fertigstellung der Ortsumgehung,
• die Stärkung von Sichtbeziehungen zu den umgebenden Quartieren,
• die Entwicklung einer Parzellierung in Verbindung mit dem Nachweis kleinteiliger Typologien (Mischung von Wohnen
und Gewerbe/Dienstleitung in Verbindung mit Eigentumsbildung),
• sowie der Nachweis einer stufenweisen Entwicklung.
Ergebnis : Es sind 26 Arbeiten abgegeben worden.

6

SCHINKEL-WETTBEWERB 2009

Aus der Niederschrift der Jury
Die Arbeit überzeugt durch ihren konzeptionellen Ansatz und ihr methodisches Vorgehen. Ausgehend von der Fragestellung nach dem zukünftigen Status der Insel, zwischen dem landschaftlich geprägten Raum der Havel im Westen und den
städtischeren Bereichen im Osten, entwickelt sie verschiedene Betrachtungsebenen
und Themen. Eine städtische Achse in Ost-West-Richtung greift die bestehende Verbindung auf, eine neue Nord-Süd-Achse sucht Synergien durch eine Vernetzung unterschiedlicher öffentlicher Einrichtungen. Die Carrés werden in Form von
programmatisch differenzierten Quartieren reaktualisiert.
In einem zweiten Schritt werden mögliche Realisierungsabschnitte dargestellt, besonders überzeugend ist dabei die gewählte Maßstäblichkeit der Quartiersebene.
Die vorgeschlagenen Belegungen sind zum Teil naheliegend (Jugendwerkstatt auf dem
Platz der Jugend) oder greifen aktuelle Tendenzen auf (Generationenquartier). Andere werden kontrovers diskutiert (Stadttürme auf einem Sockel). Die erste Phase
besetzt die bestehenden Brachen im Nordwesten und ergänzt die Fragmente. In weiteren Schritten wird der öffentliche Raum erneuert und die bestehenden Großstrukturen können sukzessive ersetzt werden. Der Umgang mit dem Bestand ist
respektvoll und erscheint der Situation angemessen.
Insgesamt nimmt die Arbeit eine interessante Perspektive im Umgang mit der perforierten Stadt ein und ist damit ein wertvoller Beitrag in der Diskussion um deren
Zukunft.

8

SCHINKEL-WETTBEWERB 2009

Sonderpreis
gestiftet vom Ministerium
für Infrastruktur und
Raumordnung Brandenburg
in Höhe von 1.500 €
Isabel Maria Finkenberger
Niederstetten

Aus der Niederschrift der Jury
Die Verfasser schlagen für die Rathenower Stadtinsel eine Strategie aus Rückbau und
Konzentration vor. Der Bereich südlich der Steinstrasse im Bereich des Kirchbergs
wird ergänzt und nachverdichtet. Dabei werden die bestehenden Siedlungsbauten
der 60er Jahre sehr selbstverständlich integriert und zu Blöcken weiterentwickelt.
Im Gegensatz dazu ist für den nördlich der Steinstrasse liegenden Teil ein großflächiger Rückbau vorgesehen. Hiervon ausgenommen sind historische Gebäude sowie
die bestehende Erschließungsstruktur. Für die BUGA 2015 werden die freigeräumten Felder durch unterschiedliche Gartenthemen und Baumsetzungen differenziert.
Ihre Erschließung erfolgt durch das bestehende Strassensystem. Zusätzlich schlagen
die Verfasser ein strahlenförmig angeordnetes Wegesystem vor. Nach dem BUGAJahr stehen alle Flächen für eine Neubesetzung zur Verfügung.
Die Rathenower Stadtinsel setzt sich bereits heute aus städtebaulichen Fragmenten
sowie ausgedehnten Brachflächen zusammen. Folgerichtig bildet der für die nächsten Jahre prognostizierte Bevölkerungsrückgang den konzeptionellen Ausgangspunkt der Arbeit. Mit der vorgeschlagenen Strategie gewinnt der Bereich um den
Kirchberg an Konturierung und stadträumlicher Qualität. Kontrastierend dazu entsteht eine großzügig dimensionierte, an eine offene 'Feldflur' erinnernde Fläche.
Hinter dem vielversprechenden städtebaulichen Ansatz bleibt die landschaftsarchitektonische Ausformulierung zurück. Der für die Felder vorgeschlagene Umgang ist
nachvollziehbar - eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Begriffen Landschaft,
Feldflur und Garten würde das Konzept zusätzlich bereichern. Im Rahmen des gewählten Konzepts scheint das nordöstlich der Stadtinsel vorgeschlagene Quartier
verzichtbar.

Sonderpreis
gestiftet vom Ministerium
für Infrastruktur und
Raumordnung Brandenburg
in Höhe von 1.500 Eur
Lukas Bartke
Oriane Kraemer
Bastian Sevilgen
Weimar

SCHINKEL-WETTBEWERB 2009

9

LANDSCHAFTSARCHITEKTUR

Gezielt wurde hier eine Kooperations-Aufgabe der Fachsparten Landschaftsarchitektur und Städtebau ausgeschrieben. Grundsatz für eine Vertiefung in der Landschaftsarchitektur war, eine
städtebauliche und landschaftsarchitektonische Konzeption für die künftige Entwicklung der Bebauung und der Freiräume zu erhalten. Daneben konnte ein vertiefender Entwurf für einen Teilbereich erarbeitet werden.
Für den gesamten historischen Kernbereich, also die Insel zwischen Havel und einem Havelaltarm, sollte eine Vision für eine künftige Entwicklung formuliert werden. Schwerpunkt war die Gliederung der Insel durch Identität stiftende, einprägsam gestaltete
öffentliche Freiräume, Straßen, Uferbereiche, Parks und Platzräume. Damit sollte ein Gefüge erkennbarer Orte und damit „Adressen“ für die verschiedenen Quartierseinheiten entstehen, die weitere Entwicklungen ermöglichen und initiieren.
Es wurden Lösungsansätze erwartet, die mit den heterogenen Bautypen und offen gelassenen Flächen, der Disproportionalität
und der Indifferenz der öffentlichen und privaten Freiräume umgehen.
Die Einbindung des historischen Gebäudebestands wie auch die besondere Wasserlage war zu beachten.
Vertiefend war auf Basis des Entwicklungskonzepts der nordöstliche Teil der Altstadtinsel auszuarbeiten, hier insbesondere der
Uferbereich am Stadtkanal.
Ergebnis : Es sind 33 Arbeiten abgegeben worden.

10

SCHINKEL-WETTBEWERB 2009

Aus der Niederschrift der Jury
Die Jury bewertete die klare freiräumliche und städtebauliche Gliederung der Insel
sowie die Möglichkeit einer schrittweisen und flexiblen Umsetzung des Konzeptes
als besonders positiv.
Durch die vorgeschlagenen Maßnahmen zur freiräumlichen Neuordnung der Insel
entsteht eine vielfältige Freiraumstruktur als Mischung aus privaten und öffentlichen
Flächen, die den Bestand aufwertet und unterschiedliche Entwicklungsszenarien zwischen Verdichtung und Schrumpfung mitdenkt. Dies geschieht mit im Vergleich zu
anderen Arbeiten zurückhaltenden Interventionen, die machbare Optionen für die
Entwicklung der Insel aufzeigen. Die Attraktivität der Insel wird durch die Schaffung
neuer räumlicher und funktionaler Qualitäten auf städtebaulicher und freiräumlicher Ebene gestärkt.
Als Initial soll der von heterogenem Baubestand und Brachflächen geprägte nördliche Teil der Insel freigeräumt und in „Stadtgärten“ umgewandelt werden. Die gesamte Fläche wird durch Hecken in ein festes räumliches Grundgerüst aus
„Freizeitgärten“ gegliedert, die den Anwohnern nahe gelegener Geschoßwohnungsbauten zur Verfügung stehen. Die Wiesen- und Rasenflächen zwischen den Gärten
sind als öffentlicher Raum ausgewiesen. Der Pflegeaufwand für die ganze Fläche wird
dadurch minimiert und dennoch entsteht ein räumlich spannender und durch seine
Mischung aus privatem und öffentlichem Grün attraktiver Freiraum. Bei steigender
Nachfrage können die Stadtgärten wieder sukzessive bebaut werden.
An die „Stadtgärten“ schließt sich der von den Haeslerbauten und dem Platz der Jugend geprägte „Gürtel“ an. Die Steinstrasse, der Platz der Jugend und der neue Festund Aktionsplatz am Schleusentor bilden hier den zentralen öffentlichen Raum der
Insel. Der Platz der Jugend wird durch die Verlagerung des am Haveltor gelegenen
Kinos in einen neuen Baukörper auf dem Platz verkleinert und dadurch sowohl
räumlich als auch funktional gestärkt. Die Schaffung von Mieter- und Gemeinschaftsgärten in den Höfen der Bestandsgebäude wertet die Wohnsituation in diesen Bereich auf.
Im Kirchquartier südlich der Steinstrasse wird die teilweise noch erhaltene historische Bebauung zum Ausgangspunkt einer neuen, in Maßstab und Proportion angepassten Bebauung. Hier soll langfristig durch den Bau von Einfamilien- und
Reihenhäusern sowie südexponierten Townhouses mit engem Bezug zum Wasser
ein attraktiver Wohnstandort entstehen.
Eingefasst werden die drei Quartiere von einem Rundweg mit unterschiedlichen
Freiräumen wie dem Platz am Schleusentor, einem naturnah gestalteten Uferbereich
mit Aufenthalts- und Bademöglichkeiten oder einer großen Liegewiese mit Bootsanleger. Durch eine enge Anlehnung an das vorhandene Potential der Orte am Ufer
bleiben die Interventionen insgesamt angenehm zurückhaltend.

Schinkelpreis
in Höhe von 2.000 Eur
Luka Gilic
Sophie Holz
Mania Lohrengel
Christian Roeder
Berlin

SCHINKEL-WETTBEWERB 2009

11

Aus der Niederschrift der Jury
Die Arbeit schafft einen klaren, räumlichen Charakter durch das Anlegen eines Forstes auf der ehemaligen Stadtkante. Im maximalen Rückbau wird der Altstadtteil mit
Kirche sowie die Haesler-Bauten erhalten. Das Konzept der Blockbebauung wird erhalten. Mit den bereits bestehenden Gebäuden und den ergänzenden Baumstrukturen lässt sich der spätere Aufbau ablesen. Durch die Baumstrukturen ergeben sich
die städtischen Räume. Die Baumstrukturen können nach Bedarf durch Bebauung
ersetzt werden und sind somit für einen phasenweisen Ausbau vorgesehen. Im Bereich der Baumstrukturen befinden sich Kleingärten. Und in den Höfen werden
Grünanlagen angelegt. Diese können bei der späteren Bebauung erhalten bleiben
während die Kleingärten zu Mietergärten werden.
Die Insel wird durch einen urbanen Forst eingefasst, welcher die ehemalige Stadtkante in Anlehnung an die Stadtmauer bildet. Der innerstädtische Platz bleibt erhalten und wird umgestaltet. Im östlichen Bereich wird die Uferzone durch eine
Terrassierung zum Wasser geöffnet. Der massive Eingriff in Form eines großen Parkplatzes reduziert die Qualität des Konzeptes.

12

SCHINKEL-WETTBEWERB 2009

Reisestipendium nach
Oldenburg gestiftet vom
Oldenburgischen Architektenund Ingenieurverein
im Werte von 500 Eur
Kieran Culleton
Maria Duignan
Simon Ronan
Dublin / Irland

FACHBEREICH ARCHITEKTUR
FACHBEREICH TECHNISCHE GEBÄUDEAUSRÜSTUNG

Neue Wohnformen am Wasser in Brandenburg/Havel – ein Quartiers- und Baukonzept
Die Entwicklung eines stadträumlichen Konzeptes für ein neues Gartenstadt-Quartier war die Aufgabe. Es sollte sich zum Flussufer hin öffnen, aber ebenso auf kurzen Gehwegen mit den wichtigsten Innenstadteinrichtungen verbunden sein.
Soziale Vielfalt sollte gebaut werden, für Ansprüche unterschiedlicher Bevölkerungsteile und Lebensstile. Wohngruppen, vom
Selbstbau bis zum hightech-Null-Energiehaus für Gruppen, Paare, Singles, Ältere und Jüngere, mit und ohne Kinder.Wohnen und
Arbeiten unter einem Dach sollte ebenso möglich sein.Weitere Anforderungen waren eine prägnante Gestalt bei geringem Flächenverbrauch, eine Ressourcen schonende Bauweise, vielfältige Freiräume - gemeinschaftlich zu nutzen. Kurz : ein Konzept für
vielfältiges Wohnen in horizontal verdichteten Einfamilienhäusern war gefragt. Bauspangen sollten in sich so flexibel sein, dass
Reihenhäuser, Streifen- und Riegelhäuser, Kettenhäuser, Gartenhofhäuser, usw. entstehen können, aber in gleicher Geometrie ggfs.
auch Doppel- und freistehende Einzelhäuser, um auf wechselnden Bedarf im Verlauf städtebaulicher Realisierung reagieren zu können.
Das Packhof-Gelände ist 4 bis 5 ha groß und liegt inmitten eines Havelbogens, an dessen erweiterter Ostseite und der Kaimauer
Platz für einen gewünschten Sportboot-Hafen wäre oder bei dessen anderer Lage mindestens Sportboot-Anlegemöglichkeiten
bestehen.
Ergebnis: Es sind 59 Arbeiten abgegeben worden.

SCHINKEL-WETTBEWERB 2009

13

Aus der Niederschrift der Jury
Der besondere Beitrag dieser Arbeit ist die Weiterentwicklung von Gartenhof-Häusern in dichter Gruppierung und programmatischer Vielfalt. Dazu entwickelt der Entwurf ein klar begrenztes Baufeld. Die fußläufige Erschließung erfolgt durch
eingeschnittene Gassen, für den motorisiertenVerkehr wird eine Tiefgarage unter dem
gesamten Baufeld angeordnet. In der 2-geschossigen Baugruppe versprechen Höfe, Patios, OG-Terrassen einen lebendigen „Außenwohnraum“. Jedoch ist die Baugruppe hart
und ohne Übergang in die weiche Uferlandschaft implementiert. Durch die räumliche
Konzentration des Baufeldes kann die landschaftlich hochwertige Havelhalbinsel in großen zusammenhängenden Flächen und mit einer durchgehend öffentlichen Uferzone
erhalten bleiben, wird jedoch von denVerfassern kaum gestaltet.Als Kontrapunkt zu den
öffentlichen Freiflächen werden innerhalb des Quartiers jeder Einheit private Freiflächen
in geschützten Wohnhöfen oder Terrassen zugeordnet. Die verdichteten Haustypen
werden durch differenzierte Raumfolgen und spannungsvolleVolumenbildung zu individuell nutzbarem Wohnraum gestaltet. Die Größe der Hofhäuser von bis zu 280 qm erlaubt vielfältige Durchmischungen von Wohnen und Arbeiten.
Eine fast mittelalterlich dicht anmutende Stadtstruktur mit engen Erschließungsgassen
wird mit einer skulptural gegliederten Dachlandschaft und mit überraschend innovativen Bauformen zu einer zeitgemäßen architektonischen Gestaltung weiterentwickelt.
Die Arbeit bezieht zugunsten vonVielfalt und Wohndichte eindeutig Position und bildet
mit konzeptioneller Klarheit und ihrer gestalterischen Qualität den mutigsten Beitrag
für die gestellte Aufgabe.

14

SCHINKEL-WETTBEWERB 2009

Schinkelpreis
gestiftet vom Deutscher Betonund Bautechnik Verein e. V.
in Höhe von 2.000 Eur
Wulf Böer
Simon Lindhuber
München

Aus der Niederschrift der Jury:
Die Besonderheit des Quartierkonzeptes ist darin begründet, dass es hier gelingt, mit
wenig Baulinien eine qualitätsvolle Stadträumlichkeit zu entwickeln mit Block schließender Kante an der Nordwestseite des Bestandes und mit einer neuen Hafenkante,
die die bestehende Kaimauer zu einer prägenden Großzügigkeit verlängert.
Schließlich ist eine Flutmulde zwischen den beiden Spangen durch Geländemodellierung vorgesehen, die die wechselnden Pegelstände der Havel in ein erlebbares
Freiraumkonzept einbinden will und gleichzeitig als eine örtliche Besonderheit die
Sichtbarkeit des Flussufers erlebnisreich steigern soll. Das geschieht mit einer Aufnahme vorhandener Elemente, eine alte Gewerbespange vor der Stadt wird konsequent verlängert und dabei eine ehemalige Gewerbebrache jetzt zu einem besonders
erlebnisreichen Wohnumfeld gesteigert. Als Besonderheit ist damit gleichzeitig ein
Sichtfeld auf den historischen Kern der Dominsel gerahmt. Erschließung und Zufahrten sind ganz selbstverständlich einbezogen.
Von guter Brauchbarkeit für ein individuelles Wohnen sind die Stadt-Bausteine am
neuen Hafen mit Wohnungen von 115 qm bis 180 qm Wohnfläche zwei- und dreigeschossig mit vorgelagertem Bootshafen konzipiert. Eine gläserne Erscheinung sowohl nach Ost als auch nach West mit einem sehr bewusst so gemeinten
Durchwohnen in 2 Richtungen erinnert an ein Schiffsdeck. Dagegen ist die Stadtfassade an der geschlossenen Blockseite der Stadt mit wechselnden Läden und in seinen Mauerteilen zieglig rot eine bewusste Anlehnung an brandenburgische
Bautraditionen.Viergeschossig mit zugeordneten Terrassen und vielen Durchblicken
hin zum Flussufer verspricht das Quartier und auch das Baukonzept eine zeitgemäße Wohnqualität. Die Belichtungssteuerung erfolgt hier mit beweglichen Läden, sodass auch die große Baulinie an der westlichen Blockkante eine wechselnde
Lebhaftigkeit in Abhängigkeit von der Tageszeit zeigen wird. Die wiederkehrenden
Wohngrundrisse verdeutlichen eine gute Bewohnbarkeit mit übereinander gelegten
Maisonetten jeweils über 2 Etagen im viergeschossigen Bauteil. Der Arbeit gelingt es,
mit wenigen baulichen Eingriffen ein auf die besondere Flusslandschaft hin ausgerichtetes Wohnumfeld auf der Grundlage eines Erhalts der öffentlichen Flussufer zu
sichern.

Anerkennungspreis
in Höhe von 1.000 Eur
Maren Krätzschmar
Hannover

SCHINKEL-WETTBEWERB 2009

15

Aus der Niederschrift der Jury
Kernidee ist hier zunächst eine Gartenstadt aus Wohnquartieren in einem gemeinsamen großen Garten, der ein "Gartenfeld" zwischen den Gebäuden ist. Dabei ist die
bestehende Baustruktur eines Neustadtviertels entsprechend konsequent mit einem
großen Bauriegel zu Ende geführt, sodass diese Gartenwohnstadt „vor der Stadt“
entstehen kann und hier ihre eigene räumliche Freiheit gewinnt.
Diese klare Stadtraumgliederung wird mit einfachen Stadtbausteinen erreicht, sodass bescheidene aber prägende Quader als dreigeschossige Häuser entstehen, die
überraschend freundliche Hofbaugruppen bilden. Mit entsprechendem Ziegelmaterial schließen sie gestalterisch an die bestehenden Bauten der alten Werft- und Modellhalle an. Ein besondere Beitrag dieser Arbeit ist eine Gartentypologie ausgehend
von einer naturbelassenen Uferzone bis zu einem hausnahen Wohngarten, der sich
über Wassergärten im Erdgeschoss und über Dachgärten und Dachterrassen zu
jeder einzelnen Wohnung in den Obergeschossenen zu einem höchst lebendig gegliederten „Außenwohnraum“ ergänzt, hier vielleicht Taut’sche Wohnideen fortsetzend. Die Gebäude um einen inneren Hofgarten sind teils Etagen-, teils Maisonettewohnungen.
Sorgfältig ist jede Wohnung durch einen eigenen Zugang mit Tür und teils Treppe
vom Außenraum des Erdgeschosses zugängig. Die Wohnungen mit Blick auf vorgelagerte Gärten sind insgesamt wünschenswert in wiederkehrende Wohnzellen flexibel
geteilt und auch die kleineren Wohnungen erhalten jeweils Loggien und Balkone.
Der Wohnanger mit Bäumen ergänzt den Außenwohnraum als grünes Zimmer; auch
mit einer Sammelparkierung in einer Spange unter Bäumen.
Ökologische Gesichtspunkte sind in Skizzen dargestellt und gut nachvollziehbar mit
Sonnenkollektoren auf dem Dach,Warmwassersammlern mit Pumpen im Untergeschoss, ebenso eine Regenwasserzisterne für Gartenwasser und die Wassergärten
in den Loggien des Erdgeschosses. Zusammengefasst ist hier ein einfacher, aber sehr
gut überlegter Beitrag zu einer neuen lebendigen Gartenwohnstadt mit vielen Gärten, aber auch in einer wohltuenden Bescheidenheit am märkisch ruhigem Flussufer
angelegt.

16

SCHINKEL-WETTBEWERB 2009

Anerkennungspreis
in Höhe von 500 Eur
Dong Kyu Kim
Jung Hoon Lee
München

FACHBEREICH BAUINGENIEURWESEN
Kooperation von Architektur und Bauingenieurwesen
Eine Kirche als Mehrzweckhalle
Die Kooperationsaufgabe versprach besonderen Reiz. Die auf Inseln gelegene Neu- und Altstadt sowie die Dominsel der Stadt
Brandenburg an der Havel selbst zeichnen sich durch eine Anzahl von noch nicht sanierten Bestandsbauten aus, deren Sicherung
und Wiedernutzung wünschenswert ist.
Zu diesen Gebäuden gehört auch eine Reihe von denkmalgeschützten Bauten, die zum kulturellen und architektonischen Gedächtnis der Stadt gehören und damit ein besonders hohes öffentliches Interesse an der Aneignung auf sich ziehen.
Die Bearbeitung eines dieser Bauten, nämlich die in der Altstadt direkt am Havelufer gelegene St. Johanniskirche stand im Mittelpunkt der Kooperationsaufgabe. Sie liegt zentral an der Jahrtausendbrücke, der einzigen Brückenverbindung zwischen der Altund der Neustadt. Die Stadt sucht nach Lösungen, die Ruine weiter baulich zu sichern und nach neuen adäquaten Nutzungen.
Es wurde ein möglichst innovativer und zugleich denkmalgerechter Entwurf für die Kirche gesucht, der die Identität von Ort und
Bauwerk in Planung, Konstruktion, Material unterstützt. Lösungen sollten aus den Gegebenheiten von Topographie und Landschaft,
Historie des Ortes und Genius Loci hergeleitet sein.
Im Rahmen der Kooperationsaufgabe sollte sich zeigen, wie sich das konzeptuelle Denken und Vorgehen des Architekten in der
Zusammenarbeit mit dem Ingenieur auf die Ausgestaltung der Aufgabe niederschlägt und sich die fachspartenspezifische Arbeitsweise zugunsten einer gemeinsamen Aufgabenlösung überwinden lässt.
Eine weitere Aufgabe im Fachbereich Bauingenieurwesen wurde ausschließlich für das Fach Konstruktiver Ingenieurbau ausgeschrieben : die Havel überbrücken und den Optikpark Rathenow erweitern war das Thema.
Zwischen Havel und Optikpark liegt in Rathenow ein Havelaltarm. Das Havelufer liegt hier hoch und wird begleitet von einer
tief liegenden Uferstraße und einem hoch liegenden Friedhofs- und Parkgelände, dem Weinbergpark. Dort befindet sich eine gut
100 Jahre alte monumentale Überwölbung eines nicht mehr vorhandenen Denkmals, des Bismarckturms.
Dieser hoch gelegene waldartige Park soll eine Erweiterung des vorhandenen Optikparkes werden. Das macht eine direkte Besucherverbindung erforderlich, da dieser Ortsteil sonst nur über einen Umweg über die Altstadtinsel erreichbar wäre.
Die Verbindung der beiden Havelufer sollte durch eine mindestens Fußgängerbrücke hergestellt werden, die an die östlichen Randweg des Optikparkes anschließt. Die Brücke sollte den Mühlenarm und die schmale Insel mit dem Mühlendamm verbinden,
ebenso die Havel und den rechtsseitigen Havelweg. Die Höhendifferenz zum hoch liegenden Weg des Weinbergparkes sollte
durch einen Turm bewältigt werden, der gleichzeitig die Basis für eine Aussichtsplattform bilden sollte.
Ergebnis : Es sind 9 Arbeiten abgegeben worden, davon 2 Kooperationsarbeiten.

SCHINKEL-WETTBEWERB 2009

17

Aus der Niederschrift der Jury
Die ingenieurmäßige Durcharbeitung dieses Entwurfes ist bemerkenswert stimmig.
Eine sauber konstruierte hölzerne Dachkonstruktion stützt sich auf die alten Strebepfeiler aus Mauerwerk ab und die hohe Glaswand als Westfrontabschluss ist durch
eine aussteifende Stahlkonstruktion gehalten. Das Dachtragwerk und die gläserne
Fassade überzeugen die Jury. Die gute konstruktive Durcharbeitung wird von einer
angemessenen und vollständigen statischen Berechnung nachgewiesen. Die verwendeten Materialien sind angemessen und gut dimensioniert.

Sonderpreis
für die Kooperation von
Ingenieuren und Architekten
gestiftet vom Verband
Beratender Ingenieure – VBI
Förderverein e.V.
in Höhe von 1.000 €
Matthias Keil
Lars Kowalke
Felix Schlott
Niklas Tirpitz
Oberkrämer / Brandenburg

18

SCHINKEL-WETTBEWERB 2009

Aus der Niederschrift der Jury
Diese Arbeit wird ausnahmsweise allein unter architektonische Gesichtspunkten beurteilt. Aus der für Architekten und Bauingenieure als Kooperationsarbeit ausgeschriebenen Aufgabe hat der Verfasser den Architekturanteil der Aufgabe
herausgelöst und bearbeitet. Die nähere Betrachtung hat ergeben, dass durchaus eigenständige Entwurfsansätze verfolgt werden, die das Gebäude in seiner Erlebnisfähigkeit und Brauchbarkeit auszeichnen und seinem besonderen Rang im Stadtraum
entsprechen.

Reisestipendium nach
Augsburg
gestiftet vom Schwäbischen
Architekten- und Ingenieurverein SAIV
im Werte von 500 Eur
Volker Schultz
Berlin

SCHINKEL-WETTBEWERB 2009

19

Aus der Niederschrift der Jury
Die Brücke schwingt im Grundriss in einer großen S-Form und mündet so tangential in die anbindenden Wege im Optikpark und auf der Weinberghöhe. Durch die SForm gewinnt die Konstruktion zusätzliche Länge, die eine Steigung kleiner als 6%
erlaubt, der dargestellte Knick im Aufriss ist nicht verständlich, da nicht systembedingt aber auch verbesserbar.
Die Grundrissbögen liegen über Wasser und werden durch schräg entgegen schwingende Bogentragwerke gehalten. Die restliche Stützung der Stahlhohlkastenkonstruktion erfolgt auf Y-Stützen. Für die Gründung wurden Bohrpfähle vorgeschlagen.
Ein hübscher Gedanke ist die Verbreiterung der ausschwingenden Brückenteile durch
integrierte Sitzstufen, die zum Ausblick auf die Wasserlandschaften einladen.
Ein harmonischer Entwurf, der auf Pylone verzichtet und auch keinen Turm benötigt.
Die Arbeit ist vollständig durchgearbeitet und anschaulich und gut dargestellt.

20

SCHINKEL-WETTBEWERB 2009

Sonderpreis
gestiftet vom
Verband Beratender
Ingenieure – VBI Förderverein
e.V.
in Höhe von 2.000 Eur
Kristina Brusius
Mirko Buff
Nadine Urmann
Christina Ziegler
Hamburg

SCHINKEL-WETTBEWERB 2009

21

Aus der Niederschrift der Jury
Zentrales Element des Entwurfs ist ein markanter Aussichtsturm, der als Abspannpylon für die Brückenkonstruktion und zur Erschließung der Havelinsel dient. Der
Brückenzug besteht aus zwei gradlinigen Verbindungen: Der Brückenzug vom rechtsseitigen Havelufer als Zweifeld-Schrägseilbrücke und der Brückenarm Richtung Optikpark. Beide Brückenteile treffen sich am Turm. Der Turm bildet den optischen
Hochpunkt und statischen Festpunkt der Brücke. Er wird als schiefwinkliger Dreibock ausgebildet. Durch die günstige Neigung des Turms können die Abspannkräfte
in relativ kleine Druckkräfte umgewandelt werden. Der Brückenträger ist als trapezförmiger Stahlhohlkasten ausgebildet. Der Entwurfsansatz wird als in sich stimmige und klare Lösung gewürdigt.
Die durch die intelligente Wahl der Geometrie geschaffenen, günstigen Voraussetzungen wurden allerdings nicht in eine konstruktiv optimale Lösung für den Turm
umgesetzt. Der Durchmesser der Pylone wurde recht groß gewählt, die Ausbildung
der Spitze ist wenig elegant und die Anordnung von gleich drei Aussichtsebenen
scheint übertrieben und führt zu einem massigen Erscheinungsbild.
Im weiteren Verlauf des Brückenzugs ist die Wahl einer grundsätzlich anderen Abspanngeometrie (harfenförmige Abspannung mit Anschluss in Trägermitte) bei den
beiden Einzelpylonen nicht ganz verständlich. Durch die mittige Abspannung, besonders durch die unnötige Anordnung des mittigen Geländers, entsteht auf großer
Länge eine besonders schmale Durchgangsbreite der Brückenlaufbahn.

22

SCHINKEL-WETTBEWERB 2009

Sonderpreis
gestiftet vom Deutschen
Beton- und Bautechnik Verein
e. V.
in Höhe von 500 Eur
Stephan Kaack
Sonja Lüdemann
Olaf Vajen
Hamburg

Fachbereich Verkehrswesen
Im Fachbereich Verkehrswesen wurden zwei Aufgaben gestellt, einmal für den Straßenverkehr, zum anderen für die Bahn. Im Bereich Eisenbahnbau wurde keine herausragenden Arbeiten abgegeben.

Straßenverkehr: neue Verkehrskonzepte zur Revitalisierung der Innenstadt von Rathenow
Die Stadt Rathenow wird derzeit von den Bundesstraßen B188 und B102 durchkreuzt. Die erheblichen Verkehrsbelastungen führen zu hohen Trennwirkungen, zu hohen Emissionsbelastungen und zu einer unattraktiven städtebaulichen Situation. Lösungen
zur weitgehenden Entlastung aller Ortsdurchfahrten in Rathenow sowie Ideen zur Umgestaltung der dann entlasteten Ortsdurchfahrten sind hier gefragt. Erwartet wurde ein Verkehrskonzept zur Entlastung der B102, ein Umgestaltungskonzept für die
B102 und für die B188 sowie ein Parkraumkonzept.
Ergebnis: Es ist eine Arbeit abgegeben worden.

Aus der Niederschrift der Jury
Die Arbeit setzt sich sehr differenziert mit der Aufgabenstellung auseinander und
präzisiert diese noch für die Fragen des Kfz.-Nord-Südverkehrs und des verkehrsberuhigten Geschäftsbereichs mit einem angepassten Shared-Space Konzept in der
Berliner Straße. Hierbei werden alle Verkehrsarten angemessen betrachtet. Das
Verkehrskonzept zur Entlastung der Ortsdurchfahrten vom Kfz.- Verkehr ist schlüssig. Es beinhaltet ein überzeugendes Konzept der Gestaltung der wichtigen Knoten mit angepassten Vorfahrtsregelungen sowie einer unterstützenden Wegweisung.
Das vorgeschlagene und angepasste Konzept für Shared-Space-Bereiche zur besseren Nutzung der Straßen- und Platzräume mit abgesenkten Fahrgeschwindigkeiten unterstreicht den integrativen Anspruch der Arbeit. Gestaltungs- und

Anerkennungspreis
in Höhe von 1.500 Eur
Kathrin Nowak
Berlin

SCHINKEL-WETTBEWERB 2009

23

Beleuchtungsvorschläge lassen sich weiterentwickeln. Lediglich die vorgeschlagene
Entwässerungsmulde im Mittelstreifen überfrachtet den Entwurf und behindert die
gewünschte flächenhafte Überquerbarkeit für Fußgänger im verkehrsberuhigten Geschäftsbereich der Berliner Straße. Das vorgeschlagene Umgestaltungskonzept für
den Knotenpunkt der B102 / B188 (alt) als kleiner Kreisverkehr ist eine angemessene und gute Lösung angesichts der Verkehrsbelastungen durch die verschiedenen
Verkehrsarten.
Das Konzept für den Märkischen Platz zeichnet sich durch klare nicht überfrachtete
Strukturen aus. Der Platz wird damit multifunktional nutzbar. Das vorgeschlagene
Parkraumkonzept unterstützt das Verkehrsberuhigungskonzept des Innenstadtbereichs, indem die Parkplätze ringförmig um diesen Bereich angeordnet werden.
Das Konzept für den ÖPNV stärkt den Kernbereich in der Berliner Straße und verbessert die Anbindung dieses Bereichs an den Bahnhof. Zur Verbesserung der Anbindung des Bahnhofs an die Innenstadt für den Fußgänger- und Radverkehr wird
vorgeschlagen, die Bahnhofsstraße als Einbahnstraße zum Bahnhof hin zu führen.
Durch den gewonnenen Straßenraum können so die Bedingungen für den Fußgänger- und Radverkehr deutlich verbessert werden. Dies wird auch durch das vorgeschlagene Wegeleitsystem für den Fußgänger- und Radverkehr unterstützt. Die
Verbesserung der Bahnhofsanbindung für den Kfz.-Verkehr aus Richtung Süden über
einen Tunnel wird kreativ als Vision dargestellt.

24

SCHINKEL-WETTBEWERB 2009

Ausblick

Mitte – ein Begriff, der ganz unterschiedliche Assoziationen ermöglicht :
Zentrum - Achse - Brennpunkt - Fokus - Herz - Kapitale - Kern - Metropole
Die Ortsangabe Mitte in Berlin sagt nichts über die gefühlte Mitte aus. Berlin ist aus
zahlreichen lange eigenständigen Dörfern und Gemeinden entstanden und zeichnet
sich bis heute durch eine polyzentrale Struktur aus. Man fühlt sich eher als Neuköllner, Pankower oder Zehlendorfer. Selbst die Großsiedlungen am Stadtrand vermitteln Heimatgefühle.
Nichts hat dennoch so viele Emotionen geweckt wie die Möglichkeit, in der Mitte der
Stadt das Stadtschloss wieder aufbauen zu können. Die Sehnsucht nach einem Zentrum, das man mit Leben füllen kann, ist offenbar groß. Darauf muss die Stadtentwicklung reagieren. „Werkstatt Mitte“ soll demnach das Motto für 2010 sein.

Zum Verein
Der Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin (AIV) wurde 1824 von jungen „Bauconducteuren“ um Eduard Knoblauch in Berlin gegründet. Das Wirken des AIV hat
wesentlich zur Entwicklung des Berufsstandes der Architekten und Ingenieure sowie
der Bau- und Kulturgeschichte Berlins, Preußens und Deutschlands beigetragen.
Heute gehören dem Verein rund 350 Mitglieder an. Als Berufsgruppen sind Architekten, Stadtplaner, Landschaftsarchitekten, Bauingenieure, Wissenschaftler und
Künstler vertreten. Das primäre Satzungsziel des AIV besteht seit je her in der Förderung der Baukultur. Der Verein würdigt in Veranstaltungen und Publikationen die
Leistungen der Vergangenheit und begleitet das aktuelle Baugeschehen konstruktiv
kritisch. Im Juni 2007 erhielt der AIV vom Land Berlin die Ferdinand-von-QuastMedaille in Anerkennung für besondere Verdienste um die Denkmalpflege.

SCHINKEL-WETTBEWERB 2009

25

Preisgericht und Vorprüfung
Jury im Sinne dieses Wettbewerbs ist laut Statut der Schinkel-Ausschuss. Neben den nach Statut gesetzten Mitgliedern werden die
Mitglieder des Schinkelausschusses für 3 Jahre gewählt. Zusätzlich können in jedem Jahr besondere Sachverständige zugewählt
werden. Dem Schinkel-Ausschuss 2009 gehören folgende Mitglieder an:
Mitglieder lt. Statut

Schinkelausschuss-Mitglieder

Dr.-Ing. Manfred Semmer
Architekten- und Ingenieur-Verein
zu Berlin
Dipl.-Ing. Christian Baumgart
Verband Deutscher Architektenund Ingenieurvereine
Dipl.-Ing. Joachim Darge
Architekten- und Ingenieur-Verein
zu Berlin
Dr.-Ing. Renate Kaula
Verband Beratender Ingenieure VBI,
Förderverein
Dr.-Ing. Frank Fingerloos
Deutscher Beton- und
Bautechnik-Verein e.V.
Dr. Marta Doehler-Behzadi
Bundesministerium für Verkehr,
Bau und Stadtentwicklung
Senatorin Ingeborg Junge-Reyer
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Minister Reinhold Dellmann
Ministerium für Infrastruktur und
Raumordnung, Brandenburg
Dipl.-Ing. Peter Neu
Präsident des Oberprüfungsamtes,
Frankfurt am Main
Dipl.-Ing. Hans-Joachim Pysall
Hans-Joachim-Pysall-Stiftung, Berlin
Dipl.-Ing. Hans Martin Schutte
Oldenburgischer Architektenund Ingenieurverein e.V.
Dipl.-Ing.Wolfgang Weise
Augsburger Architekten- und
Ingenieurverein e.V.

Prof. Dr.-Ing. Hans-Joachim Aminde
Dipl.-Ing. Hans-Joachim Arndt
Dipl.-Ing. Christian Baumgart
Dipl.-Ing. Holm Becher
Dipl.-Ing.Alexander Beljatzky
Dr.-Ing. Jens Böhlke
Dipl.-Ing. Ulrike Böhm
Dipl.-Ing. Peter Brenn
Dipl.-Ing.Wolfgang Colwin
Prof. Dipl.-Ing. Monika DaldropWeidmann
Dipl.-Ing. Joachim Darge
Prof. Dr. Ludwig Deiters
Dipl.-Ing. Dieter Desczyk
Dipl.-Ing.Thomas Dietrich
Dr.-Ing. Martha Doehler-Bezardi
Dipl.-Ing. Christian Drosch
Prof. Karen Eisenloffel MSc
Dr.-Ing. Frank Fingerloos
Dipl.-Ing.Arthur Franz
Dipl.-Ing. Hartmut Freystein
Dipl.-Ing. Edgar Gaffry
Dr.-Ing. Manfred Garben
Dipl.-Ing. Karsten Geißler
Dipl.-Ing.Wilma Glücklich
Dipl.-Ing. Hendrik Gottfriedsen
Dipl.-Ing. Katrin Günther
Dipl.-Ing. Heribert Guggenthaler
Dipl.-Ing.Thomas Hannibal
Dipl.-Ing. Rolf Hartleben
Dr. Dieter Hasse
Dipl.-Ing. Markus Hastenteufel
Dipl.-Ing.Tom Hobusch
Dipl.-Ing. Ralf Hoth
Dipl.-Ing. Elke Hube
Dipl.-Ing. Erhard Hübner-Kosney
Dipl.-Ing. Barbara Hutter
Dipl.-Ing. Gerhard Ihrig
Prof. Dr.-Ing. Dagmar Jäger
Dipl.-Ing. Michael Janssen-Müller
Senatorin Ingeborg Junge-Reyer
Dipl.-Ing. Stephanie Kaindl
Dipl.-Ing. Hannelore Kaul
Dipl.-Ing. Renate Kaula
Prof. Dipl.-Ing. Hermann Kendel
Prof. Dr. Jens Kickler
Dipl.-Ing.Thorsten Klooster

Schinkelausschuss-Vorsitzende:
Dipl.-Ing.Wilma Glücklich
Architekten- und Ingenieur-Verein
zu Berlin
Organisation:
Dr.-Ing. Melanie Semmer
Architekten- und Ingenieur-Verein
zu Berlin
Geschäftsstelle:
Renate Pfeiffer

26

SCHINKEL-WETTBEWERB 2009

Prof. Dr. Bernd Kochendörfer
Dipl.-Ing. Eva Krapf
Dipl.-Ing. Ludwig Krause
Prof. Dr. Bernd Kruse
Dipl.-Ing. Bernd Kühn
Prof. Dr.-Ing. Rüdiger Külpmann
Dr. phil. Peter Lemburg
Dipl.-Ing. Rüdiger Lemnitz
Prof. Dipl.-Ing. Erhard Mahler
Dipl.-Ing. Reinhard Marth
Prof.Angela Mensing-de Jong
Dipl.-Ing. Jens Metz
Dipl.-Ing. Cornelia Müller
Prof. Heinz Nagler
Ministerialrat Peter Neu
Dipl.-Ing. Peter Neugebauer
Dipl.-Ing. Konstanze Noack
Dr.-Ing. Rainer Ernst Norten
Dipl.-Ing. Peter Ostendorff
Dipl.-Ing. Manfred Pflitsch
Dipl.-Ing. Klaus Plaschka
Dipl.-Ing. Beate Profé
Dipl.-Ing. Hans-Joachim Pysall
Dipl.-Ing. Justus Pysall
Prof. Dr.Thomas Richter
Dr. Uwe Römmling
Dipl.-Ing.Traugott Rostalski
Dr.-Ing. Pascale Rouault
Dipl.-Ing. Martin Sauerzapfe
Dipl.-Ing. Michael Schädler
Prof. Dr.-Ing. Michael Schlaich
Prof. Dr.-Ing. Heinz Schmackpfeffer
Dr.-Ing. Olaf Schmidt
Dipl.-Ing. Robert Schumann
Prof. Dr. h.c.Wolfgang Schuster
Dipl.-Ing. Hans-Martin Schutte
Dipl.-Ing. Christiane Schwarz
Dipl.-Ing.Almut Seeger
Bildhauer Georg Seibert
Dr.-Ing. Manfred Semmer
Dipl.-Ing. Christoph Siegler
Dipl.-Ing. Reinhart Steinweg
Dipl.-Ing. Christian Stolte
Dipl.-Ing. Nils Svensson
Dipl.-Ing. Jürgen Weidinger
Dipl.-Ing.Wolfgang Weise
Dipl.-Ing. Cyrus Zahiri

Zugeladen für 2009

Vorprüfer

Stadt Brandenburg
Dr. Michael Brandt
Dipl.-Ing. Christina Frede

Architektur
Benjamin Schmidt
Margoux Dietrich
Juri Franck
Nadine Gröbner
Maren Hütteroth
Michaela Jordan
Martha Mykietyszyn
Marta Radon
Stephanie Schimmel
Daniela Valencia

Stadt Rathenow
Dr. Hans-Jürgen Lemle
Matthias Remus

Städtebau
Phillip Meier
Maren van der Meer
Martin Gebhardt
Julia Trapp
Janne Jakob Fleischer
Diana Martin
Ann-Kristin Haeger
Nils Jordan
Miriam Kuhlmann
Patrick Boris Kolanczyk

Landschaftsarchitektur
Alex Roland
Juliane Patzak
Constanze Röhl
Pia Custodis
Katrin Paczulla
Susanne Mühlbauer
Sophie Geisler
Annika Levels
Konstruktiver Ingenieurbau
Thomas Ziegler
Andreas Reimer

Betreuung Vorprüfung
Dipl.-Ing. Ulrike Böhm
Dipl.-Ing. Cyrus Zahiri
Prof. Dr.-Ing. Hans-Joachim Aminde

SCHINKEL-WETTBEWERB 2009

27

Der Schinkel-Wettbewerb 2008
wurde gefördert von:
Bundesministerium für Verkehr, Bauund Stadtentwicklung
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin
Ministerium für Infrastruktur und
Raumordnung Brandenburg
Deutscher Beton- und Bautechnik-Verein-E.V.
Hans-Jochim-Pysall-Stiftung
Verband Beratender Ingenieure
VBI – Förderverein
Verband Deutscher Architektenund Ingenieurvereine e,.V. - DAI
Oldenburgischer Architekten- und
Ingenieur-Verein
Schwäbischer Architekten- und
Ingenieurverein e.V.

AIV
GEGRÜNDET 1869

OLDENBURGISCHER ARCHITEKTEN- UND INGENIEURVEREIN e.V.

SAIV

SCHWÄBISCHER ARCHITEKTEN- UND INGENIEURVEREIN

Layout: christian ahlers grafik
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.