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Full text: Bildungsstadt Recklinghausen ... (Rights reserved) Ausgabe 2012 (Rights reserved)

Bildungsstadt Recklinghausen 2012 Ein kommunaler Bericht mit Analysen und Perspektiven der (Recklinghäuser) Bildungslandschaft in der Altersgruppe unter 10 Jahren 1 Impressum Herausgeber: Stadt Recklinghausen Der Bürgermeister 45655 Recklinghausen Autorinnen und Autoren Petra Breiholtz Thomas Deutscher Klaus Herrmann Rainer Hoeseler Josef Sibila Ulrich Braun Joachim Glenneschuster Susanne Nowack Elke Roesing Eva Handtke Anke Sarrazin Fachbereich Schule und Sport Fachbereich Schule und Sport Fachbereich Schule und Sport Fachbereich Schule und Sport Fachbereich Schule und Sport Fachbereich Kinder, Jugend und Familie Fachbereich Kinder, Jugend und Familie Fachbereich Kinder, Jugend und Familie Fachbereich Kinder, Jugend und Familie Fachbereich Ingenieurwesen Projektbetreuerin ‚Bildungspakt Sprache‘ im Projekt ‚Lernen vor Ort‘ im Kreis Recklinghausen Bereichskoordinatorin Bildungsberatung im Projekt ‚Lernen vor Ort‘ im Kreis Recklinghausen Dezernent für Kinder, Familie und Jugend, Schule und Sport und Soziales Leonie Grage Georg Möllers Auflage Auflage: 250 Exemplare / Oktober 2012 Fa. Schützdruck Recklinghausen Kontakt: Stadt Recklinghausen / Kommunales Bildungsbüro Klaus Herrmann (verantwortlich) Mail: klaus.herrmann@recklinghausen.de Tel. 02361-501840 2 INHALTSVERZEICHNIS 5 6 9 12 Vorwort Einführung Einladung zur Reise in die Bildungsstadt Recklinghausen Bildung: Was ist das eigentlich ? Versuch einer Annäherung an den Bildungsbegriff Bildung im Spannungsfeld sich verändernder Rahmenbedingungen Demografische Entwicklung in Deutschland und im Ruhrgebiet Bevölkerungsprognose für die Stadt Recklinghausen Einwohner mit Migrationshintergrund und nicht-deutsche Bevölkerung Wirtschaftliche Entwicklung und Strukturwandel Einflüsse der ökonomischen Situation auf die Familiengründung Wandel der Sozialstrukturen, Familien- und Lebensformen Daten zum Arbeitsmarkt und zum Bezug von Sozialleistungen in Recklinghausen Bildungsausgaben Bildungsstand der Bevölkerung 14 14 16 19 25 27 28 34 37 43 46 Die Bildungsstadt Recklinghausen Bildungsmöglichkeiten in der Stadt Recklinghausen Vorschulische Bildung, Betreuung und Erziehung Vertraglich vereinbarte Betreuungszeit in Kindertageseinrichtungen Kinder in Tagesbetreuung in Recklinghausen (2009 – 2011) Entwicklung der Kindertagespflegeangebote in Recklinghausen Kinder in integrativer Erziehung und heilpädagogischen Gruppen in den Recklinghäuser Kindertageseinrichtungen Elternbeiträge und Einkommensverhältnisse der Eltern in den Recklinghäuser Kindertageseinrichtungen Umfang und Intensität der Delfin 4 – Sprachförderung in den Recklinghäuser Kindertageseinrichtungen 49 55 55 56 57 58 59 61 61 62 64 68 69 71 72 Schulische Bildung, Betreuung und Erziehung in Grund- und Förderschulen in Recklinghausen Der Bildungsauftrag der Schule Geteilte Bildungsverantwortung: Schulträger und Schulaufsicht Übergänge im Schulwesen Die Grundschule Angemeldete Kinder im Offenen Ganztag an den Recklinghäuser Grundschulen Elternbeiträge und Einkommensverhältnisse der Eltern im Offenen Ganztag der Grundschulen in Recklinghausen Bildungsübergänge von der Grundschule zu den Schulen der Sekundarstufe in Recklinghausen 3 73 Kommunales Bildungsbüro: Partner für Kommunikation und Innovation in der Bildungsstadt Recklinghausen Bildungsherausforderungen an Jugendhilfe und Schule in Recklinghausen Demografische Entwicklung im Schulbereich Qualitative Weiterentwicklung des Ganztagsbetriebs an den Recklinghäuser Schulen 77 79 84 86 87 88 90 91 91 92 92 93 93 93 94 94 94 94 95 96 96 97 97 97 100 101 106 107 111 113 114 116 122 Bildungspotenziale jenseits formaler Bildung in Recklinghausen Familienbildung außerhalb von Kita und Schule Bildungspotenziale des Vereinssports in Recklinghausen Lebenswelt Internet Tabellen und Übersichtskarten Grundschulen Hauptschulen Realschulen Förderschulen Gesamtschulen Gymnasien Berufskollegs Westfälische Hochschule Zentrum für schulpraktische Ausbildung Recklinghausen Familienbildung Musikschule Öffentliche Bibliotheken Theater Kino Kultureinrichtungen und Museen Kinderspielplätze Jugendzentren und Jugendtreffs Kindertageseinrichtungen / Familienzentren Beratungsstellen für Familien mit Kindern Kirchen und religiöse Gemeinschaften Migrantenselbstorganisationen Sportplätze Sporthallen, Sportstätten und Hallen- und Freibäder Sportvereine Verwendete Quellen und Literatur GENDER-Hinweis Zugunsten der Lesbarkeit wurde auf eine männlich/weiblich Formulierung verzichtet. Sämtliche Ausdrücke, die männlich oder weiblich formuliert sind, gelten sinngemäß und selbstverständlich auch für das jeweils andere Geschlecht. 4 Vorwort Der vorliegende Recklinghäuser Bildungsbericht nimmt als Auftakt zu einer kontinuierlichen Bildungsberichterstattung Bildungsangebote für Familien und Kinder im frühkindlichen Bereich und Grundschulbereich in Recklinghausen in den Blick. Er stellt dazu datenbasierte Informationen für zukünftige Entwicklungsfelder der Bildungsstadt Recklinghausen zur Verfügung. Investitionen in Bildung sind Investitionen in die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt. Bildung ist ökonomisch ertragreich und wirkt präventiv gegen Armut und soziale Ausgrenzung. In der Stadtpolitik der Bildungsstadt Recklinghausen ist Bildung auch weiterhin ein zentraler Aufgabenschwerpunkt. Insbesondere mit dem Ausbau der Betreuungsmöglichkeiten für Kinder im vorschulischen Bereich und im Offenen Ganztag, dem Bildungspakt Sprache im Übergang Kita / Grundschule sowie der Einrichtung eines Kommunalen Bildungsbüros hat die Stadt Recklinghausen die Bildungsziele von Kindertageseinrichtungen und Grundschulen vielfältig unterstützt. Wir werden diesen aktiven und aktivierenden Weg in der Bildungsstadt Recklinghausen mit eigenen Bildungsimpulsen weiter beschreiten. Bildung ist eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben unserer Gesellschaft. Dieser Bericht soll dazu beitragen, die Notwendigkeit einer vernetzten, innovativen und nachhaltig wirkenden Bildungspolitik in der Öffentlichkeit bewusst zu machen und die Unterstützung aller Bildungspartner für die Weiterentwicklung der Bildungsstadt Recklinghausen zu gewinnen. Es bleibt zu wünschen, dass der vorliegende Bildungsbericht zu konstruktiven Diskussionen in der gesamten Stadt zu Fragen des Bildungserfolges, der Bildungsteilhabe und der Bildungsgerechtigkeit beiträgt. Wir laden alle Bildungspartner ein, ein hohes Augenmerk auf die hohe Bedeutung von guter Bildung in unserer Stadt zu lenken und Impulse und Ideen für die notwendigen Weiterentwicklungen zu liefern. Diskutieren Sie den Bildungsbericht in Ihrem Stadtteil, in ihrer Schule oder Ihrer Kindertageseinrichtung, in Ihrem Verein oder in Ihrer Familie. Das Kommunale Bildungsbüro ist gerne bereit, in Ihrer Schulkonferenz oder Ihrem Elternabend den Bildungsbericht vor- und zur Diskussion zu stellen. Auch wenn der Bericht bei weitem noch nicht die gesamte Bildungslandschaft abbilden kann, so werden mit dem vorliegenden Wissen fundierte Aussagen zu zentralen Aspekten der Bildungsbiografie möglich: zu Angeboten frühkindlicher und schulischer Bildung, Betreuung und Erziehung sowie zu den demografischen, wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen. Die Inhalte des Bildungsberichts sollen fortgeschrieben und um weitere wichtige Aspekte erweitert werden, wie z.B. zum Thema Inklusion sowie zum Übergang Schule / Beruf. Dabei werden im Rahmen der Fortschreibung auch Handlungsempfehlungen und Diskussionsergebnisse aus den einzelnen Stadtteilen bzw. Institutionen dargestellt werden. Wir laden Sie herzlich zur aktiven Beteiligung an der gemeinsamen Zukunftsaufgabe zum Wohle unserer Kinder ein. Wolfgang Pantförder Bürgermeister Georg Möllers Kinder-, Jugend und Schuldezernent 5 Einführung Bildungsberichterstattung wird in Deutschland zu einem zunehmend bedeutenderem Thema auf allen Ebenen der Bildungsadministration und Bildungspolitik. Deutschland verfügt seit dem Jahr 2006 über einen nationalen Bildungsbericht, der alle zwei Jahre erscheint und anhand eines standardisierten Indikatorenkatalogs alle Bildungsbereiche von der frühkindlichen Bildung bis zur Weiterbildung Erwachsener behandelt. Der Deutsche Städtetag forderte 2007 in seiner ‚Aachener Erklärung‘ die Kommunen dazu auf, die Entwicklung des Bildungswesens vor Ort regelmäßig zu beobachten und zu analysieren. So führt der Städtetag in seiner ‚Aachener Erklärung‘ aus: ‚Ausgangspunkt für Bildungsprozesse in den verschiedenen Lebensphasen ist die kommunale Ebene. Hier entscheidet sich Erfolg oder Misserfolg von Bildung, werden die Grundlagen für berufliche Perspektiven, gesellschaftliche Teilhabe und gleichzeitig die Zukunftsfähigkeit einer Region gelegt. Die Städte prägen mit ihren vielfältigen Einrichtungen die Bildungslandschaft Deutschlands: Kindertagesstätten, Familienzentren, Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit, Schulen, Volkshochschulen und zahlreiche Kultureinrichtungen sind Eckpfeiler der öffentlichen Infrastruktur in der Bildung. Die Verantwortung der Städte in der Bildung muss deshalb gestärkt werden. Die Städte sollten Bildung als zentrales Feld der Daseinsvorsorge noch stärker erkennen und ihre Gestaltungsmöglichkeiten nutzen. Sie sind von Fehlentwicklungen in der Bildung ebenso betroffen, wie sie von den Erfolgen profitieren. Leitbild des Engagements der Städte ist die kommunale Bildungslandschaft im Sinne eines vernetzten Systems von Erziehung, Bildung und Betreuung. Hauptmerkmale der kommunalen Bildungslandschaft sind: • • • • • Individuelle Potentiale des Individuums und deren Förderung in der Lebensperspektive sind Ausgangspunkt für die Organisation von Bildungs- und Lernprozessen. Kein Kind, kein Jugendlicher darf verloren gehen. Die für Bildung zuständigen Akteure arbeiten auf der Basis verbindlicher Strukturen zusammen: Familie, Kinder- und Jugendhilfe, Schule, Kultur, Sport, Wirtschaft etc. Eltern bzw. Familien werden als zentrale Bildungspartner einbezogen. Übergänge werden nach dem Prinzip „Anschlüsse statt Ausschlüsse“ ermöglicht und gestaltet. Die kulturelle Bildung wird als wichtiger Teil ganzheitlicher Bildung einbezogen. Den Städten kommt in der kommunalen Bildungslandschaft eine zentrale Rolle bei der Steuerung und Moderation der zielorientierten Zusammenarbeit zu. Als Grundlage für regionale Steuerung und Qualitätssicherung sollte ein umfassendes Bildungsmonitoring als integriertes Berichtswesen von Bildungsverläufen vor Ort gemeinsam von Kommunen und Ländern entwickelt werden.‘ (Deutscher Städtetag, 2007) Ziel einer regelmäßigen und aussagefähigen kommunalen Bildungsberichterstattung ist die Dauerbeobachtung eines kommunalen Bildungssystems auf der Grundlage zuverlässiger Daten, die es gestatten, aktuelle Zustände aus der Systemperspektive zu beurteilen sowie Entwicklungen im Zeitverlauf aufzuzeigen und empirisch zu beschreiben. Bildungsberichterstattung soll ganz allgemein das Bildungsgeschehen transparent machen und damit Grundlage für öffentliche Diskussionen um Bildungsziele und für bildungspolitischen Entscheidungen sein. Sie ist ein Instrument zur kontinuierlichen datengestützten Information über Voraussetzungen, Verlaufsmerkmale, Ergebnisse und Erträge von Bildungsprozessen. Im Zentrum einer Bildungsberichterstattung steht die Arbeit der Institutionen des Bildungswesens, aber nicht ausschließlich. Wichtige Lern- und 6 Bildungsprozesse finden ebenso außerhalb der Bildungsinstitutionen wie Schulen oder Kindertageseinrichtungen statt. Indikatorengestützte kommunale Bildungsberichterstattung Eine kommunale Bildungsberichterstattung sollte indikatorengestützt über alle relevanten Bildungsbereiche hinweg erfolgen. Unter Indikatoren werden Messgrößen verstanden, die einen verständlichen Statusbericht über die Quantität und / oder Qualität eines Zustandes liefern. Folgende Indikatoren und Kennziffern wurden im Rahmen des vorliegenden Bildungsberichts statistisch aus verschiedenen Datenquellen für den vorschulischen und Grundschulbereich ermittelt und zusammengestellt: Demographische Entwicklung • Bevölkerungszahl • Altersstruktur der Bevölkerung • Anteil der nichtdeutschen Bevölkerung • Bevölkerungsvorausrechnung Wirtschaftsstruktur und Arbeitsmarkt • Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte • Arbeitslosigkeit Soziale Lage • SGB II Quote nach Altersgruppen Bildungsausgaben • Bildungsfinanzierung durch Bund, Länder und Kommunen • Anteil der kommunalen Bildungsausgaben nach Bildungsbereichen an den kommunalen Gesamtausgaben Bildungsstand der Bevölkerung Bildungsmöglichkeiten in der Stadt Recklinghausen Vorschulische Bildung, Betreuung und Erziehung • • • • • • • Möglichkeiten der Kindertagesbetreuung in der Stadt Recklinghausen Kinder in Kindertagesbetreuungsangeboten Entwicklung der Kindertagespflegeangebote Kinder in integrativer Erziehung und heilpädagogischen Gruppen Elternbeiträge und Einkommensverhältnissen der Eltern in Kindertageseinrichtungen Vertraglich vereinbarte Betreuungszeiten Umfang und Intensität der Sprachförderung Schulische Bildung, Betreuung und Erziehung (Grundschulen und Förderschulen) • • • • • Grundschulen und Förderschulen in Recklinghausen Schüler in Grund- und Förderschulen Angemeldete Kinder im Offenen Ganztag Elternbeiträge und Einkommensverhältnisse der Eltern im Offenen Ganztag Bildungsübergänge von der Grundschule zu den Schulen der Sekundarstufe 7 Bildungspotenziale jenseits formaler Bildung in Recklinghausen Die Erhebung der Daten erfolgt - soweit wie möglich - jeweils standortbezogen (z.B. Teilnehmerzahlen, Anzahl von Gruppen oder Klassen, etc), wird aber stadtteilbezogen ausgewertet und dargestellt. Zahlreiche statistische Informationen werden in Recklinghausen in sog. statistischen Bezirken erhoben. Sie werden im Bildungsbericht an verschiedenen Stellen entsprechend dargestellt. Übersicht: Stadtkarte mit statistischen Bezirken (Nummerierung und Bezeichnung) 8 Einladung zur Reise in die Bildungsstadt Recklinghausen ‚Nichts ist dem Interesse so zuwider, als Einförmigkeit, und nichts ist ihm so günstig, als Wechsel und Neuheit. Daher macht das Reisen so vieles Vergnügen, weil mit den immer wechselnden Standorten auch die Ansichten der Natur immer wechseln, und daher hat überhaupt das Leben ein so hohes Interesse, weil es gleichsam eine große Reise ist und weil jeder Augenblick etwas Neues herbeiführt, eine neue Ansicht zeigt oder eine neue Aussicht eröffnet.‘ (Heinrich von Kleist / 1777 - 1811) Im Rahmen der vorliegenden Bildungsberichterstattung werden bundesweite, regionale und kommunale Situationsbeschreibungen und Entwicklungs-perspektiven zusammengetragen, um zu verdeutlichen, dass die Bildungsstadt Recklinghausen von gesamtgesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängig ist, die sie zu großen Teilen nicht beeinflussen kann. Wenn auch die Stadt Recklinghausen ‚den Wind nicht verändern kann‘, so bemüht sie sich als Bildungsstadt, ‚die richtigen Segel zu setzen‘. Kommunales Bildungsziel der Stadt Recklinghausen ist der Ausbau der Recklinghäuser Bildungslandschaft zu einem attraktiven, qualitativ hochwertigen und umfassenden örtlichen Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsangebot, das sich an dem jeweiligen Bedarf der Kinder und Jugendlichen sowie ihrer Familien orientiert. Die individuelle ganzheitliche Bildung von Kindern und Jugendlichen, die Entwicklung ihrer Persönlichkeit, der Selbst- und Sozialkompetenzen, ihrer Fähigkeiten, Talente, Fertigkeiten und ihr Wissenserwerb stehen im Mittelpunkt der Bildungsanstrengungen. In der Stadt Recklinghausen können alle Schulabschlüsse bis zum Erreichen eines Hochschulabschlusses an der Westfälischen Hochschule erworben werden. Zahlreiche Ausbildungsberufe sowie Studiengänge im Dualen Studium stehen Kindern und Jugendlichen in Recklinghausen zur Auswahl. Im Bildungsbericht wird der Blick auch in die Recklinghäuser Stadtteile gelenkt. Globalisierung als Bedingung der heutigen gesellschaftlichen Realität erstreckt sich in verschiedenem Ausmaß nicht nur auf wirtschaftliche, sondern ebenso auf kulturelle und soziale Bereiche. Sie ist in Recklinghausen ebenso wegzudenken wie an anderen Orten der Welt. Migrationsbewegungen sind ein Beispiel für menschliche Bewegungen, Bilder und Texte im Internet für die Verbreitung von Ideen. Das Lokale verschwindet unter dem Einfluss zunehmender Vernetzung jedoch nicht, sondern erhält eine gleichberechtigte Position im Hinblick auf kulturelle Bedeutungen. Und was dem Lokalen trotz globaler Virtualisierung immer noch eine besondere Stellung einräumt, ist unter anderem seine Rolle als Alltagsraum und Ort konkreter Sinnes- und Bildungserfahrung. Unter dem Aspekt kultureller Identität haben beide Räume, der lokale und globale, gleichermaßen eine Bedeutung (vgl. Anna Kathrin Warner, Die Contraden von Siena, Frankfurt 2004, S. 276 f). Ein eindrucksvolles Beispiel für die quartiersbezogene Verknüpfung von lokalen Traditionen und dem globalen Wandel ist die italienische Stadt Siena in der Toskana. Vielen Reisenden ist Siena als sommerliches Reiseziel bekannt. Weniger bekannt sein dürfte, dass das Zentrum der italienischen Stadt Siena in 17 Stadtteilgemeinschaften, die so genannten Contraden eingeteilt ist. 9 Übersicht: Aufteilung der Stadt Siena in 17 Contraden / Foto: Kommunales Bildungsbüro 2012 Siena: das sind die Contraden – die sienische Kultur wird innerhalb der Stadtmauern gepflegt. Außerhalb ist eine Welt, die mit ihren globalen Einflüssen durch den kulturellen lokalen Fundus Sienas reguliert wird. Dabei geht es den Contradenmitgliedern nicht darum, sich mittels Traditionen gesellschaftlichem Wandel und den Veränderungsprozessen in den Contraden zu widersetzen. Vielmehr stellt sich für die Sieneser die Frage, „wie“ mit diesen Einflüssen umgegangen werden soll und wird. Dieses „Wie“ spiegelt die Verhandlungen wider, deren Diskurse zwischen den Contraden selbst und deren Beziehungen nach „außen“ vermitteln. Die territoriale Verortung, die räumlichen Bezüge, die symbolischen Grenzen der Contraden und die persönlichen face-to-face Beziehungen machen deutlich, dass dem Ort als Lokalität von sozialem Leben auch im 21. Jahrhundert trotz medialer Vernetzung und transnationaler Beziehungsnetzwerke eine immense Bedeutung für die 10 Stabilisierung sozialer Strukturen zukommt. (vgl. Annemarie Gronover: Rezension zu: Warner, Anna-Kathrin: Die Contraden von Siena. Lokale Traditionen und globaler Wandel. Frankfurt am Main 2004, in: H-Soz-u-Kult, 27.09.2005, ) In Recklinghausen existieren in den einzelnen Stadtteilen lokal unterschiedliche vielfältige heterogene Kultur- und Bildungsangebote sowie Lernwelten für Kinder Jugendliche. Der vorliegende Bildungsbericht informiert in Tabellen Kartendarstellungen über die Bildungspotenziale und -risiken in den Quartieren Bildungsstadt Recklinghausen. und und und der Die Leserinnen und Leser sind eingeladen, den vorliegenden Bildungsbericht als Reise(ver)führer und Landkarte zu nutzen, um ihre Reiseroute in die Bildungsstadt Recklinghausen zu planen und sich auf den Stationen der Reise von Zeit zu Zeit über ihr Reiseziel, die Reiseroute und die erforderlichen Zwischenstopps zu vergewissern. Er bietet sowohl denen, die schon lange unterwegs sind, als auch jenen, die sich noch auf die Reise machen wollen, Wegweisung und Orientierungshilfen. Aber er nimmt niemandem die Entscheidung über den konkreten Weg oder gar die Reise selbst ab. 11 Bildung: Was ist das eigentlich? Versuch einer Annäherung an den Bildungsbegriff Lebenslanges Lernen, Bildungsgesellschaft, Lebensbildung. Dies sind nur einige Begriffe, die in (Bildungs-)Politik und Gesellschaft verstärkt auftauchen. Besonders im lebenslangen oder auch lebensbegleitenden Lernen liegen viele Herausforderungen und Chancen für das Individuum. Bereits Wilhelm von Humboldt (1769 – 1835) betont in seinen Überlegungen zur Bildung des Menschen die Wichtigkeit des lebenslangen Lern- und Bildungsprozesses. Humboldt setzt sich mit der Bildungswelt seiner Zeit auseinander und entwickelt ein neues Verständnis von Bildung – eine neue, am Menschen orientierte Idee von Bildung. Bei der Entwicklung des Individuums und der Gesellschaft spielt für ihn Bildung eine entscheidende Rolle. Humboldt, der selbst keine öffentliche Schule besucht hat, versteht den Bildungsprozess als reflektierte Auseinandersetzung des Individuums mit der Welt. Humboldts Bildungsverständnis rückt den Menschen, das Individuum in den Mittelpunkt, nicht seinen gesellschaftlichen Stand. Das Ziel der Bildung ist die Ausbildung aller Fähigkeiten jedes einzelnen Menschen, ein individueller Selbstentfaltungsprozess. Bildung bedeutet für Humboldt Menschenbildung. Humboldt forderte eine strikte Trennung von allgemeiner Bildung und fachlicher Berufsbildung. Vorrang hat die allgemeine Menschenbildung. Humboldts Verständnis, wonach der Bildungsprozess eines Menschen nie abgeschlossen ist, sondern das ganze Leben dauert, weist bereits auf aktuelle bildungspolitische Diskussionen und Überlegungen über das lebensbegleitende Lernen und die Lebensbildung hin. Die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, die umfassenden gesellschaftlichen Entwicklungen, verändern auch das Bildungsverständnis, die Bildungsziele und die Erwartungen an Bildung. Der UNESCO-Bericht zur Bildung für das 21. Jahrhundert sieht als Aufgabe der Bildung die Entwicklung von Individuen und Gemeinschaften. Bildung ist gleichzeitig Navigationskarte für eine komplexe Welt und gleichzeitig Kompass für die Menschen, um den individuellen (Bildungs-)Weg zu finden. Ziel muss sein, den verborgenen Reichtum, das kreative Potential in jedem einzelnen Menschen zu entdecken, hervorzubringen und zu stärken. Wie bei Humboldt liegt auch im UNESCO-Bericht der Fokus auf der Entwicklung der ganzen Persönlichkeit des Menschen. Die Wichtigkeit der Allgemeinbildung wird betont – vor einer rein nutzenorientierten Bildung. Das lebensbegleitende Lernen rückt in den Blickpunkt: Durch Bildung muss jeder Mensch befähigt werden, Wissen auszuweiten, Fähigkeiten und Qualifikationen zu erwerben und sich einer komplexen und verändernden Welt anpassen zu können – ein Leben lang. Das komplexe Bildungsverständnis, die ineinandergreifenden Teile des Lernens werden in den vier Säulen der Bildung formuliert: 1. Lernen, Wissen zu erwerben Diese Art des Lernens schafft die Grundlage der Allgemeinbildung: das Erlernen von Lernfähigkeit und das Verstehen können. Die Allgemeinbildung ist der Schlüssel und die Grundlage für einen lebenslangen Lern- und Bildungsprozess. Die sich ständig verändernden Lebensbedingungen, der wissenschaftliche Fortschritt, neue Formen des ökonomischen und sozialen Verhaltens machen es notwendig, das erworbene Allgemeinwissen, das Fundament, zu aktualisieren, anzupassen und zu erweitern sowie vertiefende Kenntnisse zu erwerben. 12 2. Lernen, zu handeln Innerhalb der unterschiedlichen Erfahrungen im sozialen und beruflichen Kontext findet das Erlernte, die Allgemeinbildung praktische Anwendung und Umsetzung. Aufbauend auf der Allgemeinbildung spielen die Berufsausbildung und berufliche Qualifikation bei dieser Art des Lernens eine entscheidende Rolle. 3. Lernen, zusammenzuleben – Lernen, mit anderen zu leben Bei dieser Art des Lernens geht es um die Entwicklung von Verständnis für seine Mitmenschen, für ihre Geschichte, Biografie, Tradition und Werte. Ziel ist es, an Aktivitäten teilzunehmen und mit anderen Menschen zusammenzuarbeiten. 4. Lernen für das Leben Bildung muss zu einer umfassenden Entwicklung des Individuums beitragen. Die gesellschaftlichen Veränderungen machen es notwendig, dass die Menschen lernen, mit zunehmender Autonomie, größerem Urteilsvermögen und wachsendem Verantwortungsbewusstsein handeln zu können. Jeder Mensch muss in der Lage sein, eigenständiges Denken zu entwickeln, dass mit stärkerer persönlicher Verantwortung einher geht, um innerhalb der individuellen Lebensumstände und bei Lebensentscheidungen kompetent zu entscheiden und zu handeln. Diese vier Säulen stehen nicht vereinzelt. Nur zusammen betrachtet kann Bildung als lebensbegleitender Prozess verstanden werden: Das Lernen und die Anwendung des Gelernten sowie das Individuum und dessen Platz in der Gesellschaft. Die Entfaltung des Menschen, als Individuum, Familien- und Gesellschaftsmitglied, als arbeitender Mensch mit seinen Talenten, Fähigkeiten und Kompetenzen, ist das Entwicklungsziel eines lebenslangen Bildungs- und Entwicklungsprozesses. 13 Bildung im Spannungsfeld sich verändernder Rahmenbedingungen Das Bildungswesen ist sowohl national, regional als auch kommunal von gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beeinflusst und wirkt auf diese zurück. Zu den bestimmenden Einflussgrößen gehören die Entwicklung der Bevölkerungsstruktur und der Lebensformen der Menschen sowie die gesamtwirtschaftliche Lage und die Finanzsituation der öffentlichen (Bildungs)-Haushalte. Betrachtet werden insbesondere die langfristige Bevölkerungsentwicklung sowie die Veränderungen innerhalb der Altersstruktur der Bevölkerung. Demografische Entwicklung in Deutschland und im Ruhrgebiet Die deutsche Bevölkerung schrumpft und altert. Diese Entwicklungen schlagen sich sowohl in einer Abnahme der absoluten Bevölkerungszahl nieder als auch in einem Wandel der Altersstruktur. Die demografische Entwicklung hat Auswirkungen auf Entwicklungsperspektiven des Bildungswesens. Dabei ist im nationalen Blick festzustellen, dass sich die Gesamtzahl der Bildungsteilnehmer bis 2025 nach Ländergruppen und Bildungsbereichen sehr unterschiedlich entwickeln wird. In Westdeutschland dürfte sie um 17 % und in Ostdeutschland um 14 % zurückgehen. Für die Stadtstaaten ergibt sich eine leichte Zunahme um 3 %. Mit etwa 20 % ist der Rückgang in den für den Sekundarbereich II und für den Hochschulbereich relevanten Altersgruppen besonders groß. Neue Bedarfe entstehen in der Weiterbildung mit der Zunahme der Bevölkerung über 65 Jahre. Übersicht: Bevölkerungsentwicklung 2009 – 2030, in: Bertelsmann Stiftung, www.wegweiser-kommune.de, Bildungsbericht Recklinghausen, S. 19, September 2012 Bei der Bevölkerungsentwicklung in NRW ist ein eindeutiger Trend zu erkennen. Nahezu alle 14 Großstädte haben einen Bevölkerungsrückgang zu verzeichnen. Insbesondere die Ruhrgebietsstädte sind davon betroffen. Lediglich die Landeshauptstadt Düsseldorf, die Stadt Münster sowie die Städte Köln, Bonn und Aachen verzeichnen einen erwähnenswerten Bevölkerungszuwachs. Eher ländlich gelegene Gebiete wie Haltern am See, Bocholt und mehrere kleinere Gemeinden im Gebiet des Niederrheins und des Münsterlandes verzeichnen ebenso einen Bevölkerungszuwachs. Die Bevölkerungszahl des Ruhrgebiets wird in den nächsten Jahrzehnten deutlich abnehmen; es wird bis zum Jahr 2025 im Vergleich zum Referenzjahr 2006 ein Bevölkerungsverlust von 6 % prognostiziert. Die Bevölkerungszahl des Ruhrgebiets soll sich deutlich schlechter entwickeln als der Landesdurchschnitt (-2,4 %). Bedingt durch das veränderte generative Verhalten und die steigende Lebenserwartung verändert sich der Altersaufbau der Bevölkerung. Hauptverantwortlich für den veränderten Altersaufbau unserer Gesellschaft ist besonders im Ruhrgebiet und damit in Recklinghausen der rapide Rückgang der Geburten. Die anteilige Abnahme von Kindern und Jugendlichen ist deutlich stärker ausgeprägt als die Zunahme älterer Menschen. Durch diese Entwicklung sinkt auch der Anteil von Familien und Haushalten mit Kindern unter 18 Jahren. Mittlerweile hat nicht einmal mehr jeder fünfte Haushalt ein Kind unter 18 Jahren. Weiter hat sich die Lebenserwartung in NRW in den letzten Jahren kontinuierlich gesteigert. Männer, die im Jahr 2007 geboren wurden, werden voraussichtlich 76, Frauen dieses Geburtsjahrgangs 82 Jahre alt. Damit liegt die Lebenserwartung für Männer fast fünf Jahre höher als noch vor 20 Jahren. Bei den Frauen steigerte sich die Lebenserwartung um mehr als drei Jahre. 15 Bevölkerungsprognose für die Stadt Recklinghausen In Recklinghausen lebten Ende 2011 insgesamt 119.374 Bewohnerinnen und Bewohner in den einzelnen Stadtteilen 0-5 Innenstadt Nordviertel Speckhorn/ Bockholt Ostviertel Westviertel Hochlar Paulusviertel Stuckenbusch Hillerheide Hillen Berghause n Grullbad Süd KönigLudwig Röllinghausen Hochlarmark Suderwich Essel 6-9 29 274 61 392 212 148 253 84 212 341 12 172 446 403 179 333 440 13 4.004 10 - 17 83 586 126 891 565 399 507 235 486 648 24 409 1.114 1.009 409 867 978 41 9.377 18 - 24 157 646 73 967 527 401 643 253 484 685 33 521 1.062 1.015 314 854 850 39 9.524 25 - 49 693 3.143 464 3.687 2.489 1.692 2.642 745 2.269 2.986 150 2.001 4.205 3.842 1.474 3.310 3.846 138 39.776 50 - 64 328 1.944 341 2.379 1.569 1.387 1.525 739 1.361 2.308 110 1.432 2.648 2.606 804 2.349 2.494 120 26.444 65 + 310 2.104 305 2.624 1.507 965 1.529 312 1.327 2.124 57 1.343 2.782 2.337 709 2.052 2.427 65 24.879 1.648 9.069 1.432 11.522 7.184 5.192 7.442 2.477 6.450 9.556 406 6.132 12.818 11.779 4.077 10.209 11.544 437 119.374 48 372 62 582 315 200 343 109 311 464 20 254 561 567 188 444 509 21 5.370 Tabelle: Bevölkerung in Recklinghausen in statistischen Bezirken / Stichtag 31.12.2011 / Kommunales Bildungsbüro auf der Grundlage von GKD-RADAR / Kennzahlen der Kommune 16 Die folgende Tabelle zeigt auf, wie hoch aktuell der stadtteilbezogene Anteil der Kinder unter 10 Jahren an der Gesamtzahl der Kinder im gesamten Stadtgebiet ist. Bezirk Statistischer Bezirk Kinder unter 10 Jahren im statistischen Bezirk Kinder unter 10 Jahren (Anteil an gesamtstädtischer Kinderzahl) 0,8% 6,9% 1,3% 10,4% 5,6% 3,7% 6,4% 2,1% 5,6% 8,6% 0,3% 4,5% 10,7% 10,3% 3,9% 8,3% 10,1% 0,4% 100,0% 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 212 213 214 215 316 417 418 Innenstadt Nordviertel Speckhorn / Bockholt Ostviertel Westviertel Hochlar Paulusviertel Stuckenbusch Hillerheide Hillen Berghausen Grullbad Süd König-Ludwig Röllinghausen Hochlarmark Suderwich Essel 77 646 123 974 527 348 596 193 523 805 32 426 1.007 970 367 777 949 34 9.374 Tabelle: Bevölkerung (0 – unter 10 Jahren) in Recklinghausen in statistischen Bezirken / Stichtag 31.12.2011 / Kommunales Bildungsbüro auf der Grundlage von GKD-RADAR 17 Übersicht: Anteil der Bevölkerung in statistischen Bezirken (0 – unter 10 Jahren) in Recklinghausen an Gesamtkinderzahl in Recklinghausen / Stichtag 31.12.2011 Datengrundlage: GKD-RADAR / Kennzahlen der Kommune, Kartenerstellung: Stadt Recklinghausen, Fachbereich Ingenieurwesen, Sachgebiet Geoinformationssysteme, Frau Handtke, September 2012 Verschiedene Prognosen gehen davon aus, dass die Bevölkerungszahlen im Zuge des demografischen Wandels landesweit sinken werden. Der Landesbetrieb für Information und Technik NRW (IT.NRW) stellt Bevölkerungsprognosen für die kommunale Ebene zur Verfügung. Neben Unsicherheiten, mit denen Prognosen immer behaftet sind, gilt dies insbesondere bei Bevölkerungsprognosen für Kommunen. Hier können z.B. neue Wohngebiete entstehen oder alte abgerissen werden. Ökonomische Veränderungen können ebenso Einfluss nehmen wie die Aufnahme von Flüchtlingen und Asylsuchenden. Für die Stadt Recklinghausen wird von IT.NRW ein Rückgang der Bevölkerung um 11 % bis ins Jahr 2030 vorhergesagt. Besonders betroffen sind von diesem Rückgang die jüngeren Altersjahrgänge, insbesondere von 18 bis 24 Jahren, wie die folgende Tabelle zeigt: 18 2008 0 bis 5 6 bis 17 18 bis 24 25 bis 64 65 und älter Gesamt 5.810 14.600 9.690 64.260 26.230 120.590 2030 4.800 10.650 6.530 54.460 30.840 10.7280 Verlust von 2008 bis 2030 in % - 17,4 - 27,1 - 32,6 - 15,3 +17,6 - 11,0 Tabelle: Bevölkerungsprognose für die Stadt Recklinghausen Landesbetrieb für Information und Technik NRW (IT.NRW), August 2012, Kommunales Bildungsmonitoring Einwohner mit Migrationshintergrund und nicht-deutsche Bevölkerung Im Vergleich zu NRW, liegt der Ausländeranteil im Ruhrgebiet geringfügig höher. Während der Anteil der ausländischen Bevölkerung in NRW 2007 10,6 % betrug, so lag dieser Wert für das Ruhrgebiet bei 11,75 %. Er ist aber regional unterschiedlich verteilt und reicht von ca. 16 % für die Stadt Dortmund bis ca. 5 % für die Stadt Dorsten. In Recklinghausen ergibt sich folgendes Bild. deutsch Recklinghausen 107.774 Nichtdeutsch 11.603 insgesamt 119.377 Anteil nichtdeutsch 9,7 % Tabelle: Bevölkerung in Recklinghausen nach Staatsbürgerschaft Statistikstelle der Stadt Recklinghausen, Stichtag 31.12.2011) Anzahl Personen Türkei Polen Bosnien und Herzegowina Jugoslawien Ukraine Griechenland Italien Rumänien Kroatien Russische Föderation Ungeklärt Niederlande Österreich Sonstige (113 Nationalitäten) Gesamt: 5.775 701 505 441 368 299 259 200 188 181 172 126 111 2.277 11.603 Anteil in % 49,8 % 6% 4,4 % 3,8 % 3,2 % 2,6 % 2,2 % 1,7 % 1,6 % 1,6 % 1,5 % 1,1 % 1% 25 % 100 % Tabelle: Ausländer nach Staatsangehörigkeit Quelle: GKD-RADAR Stichtag 31.12.2011, Zusammenstellung: Kommunales Bildungsbüro Bereits im ersten Bildungsbericht des Kreises Recklinghausen der 2011 erschienen ist, 19 wurde darauf hingewiesen, dass vor allem im Bereich der frühkindlichen und der Schulbildung Ausländerdaten zunehmend aussagelos werden. Die Staatsangehörigkeit lässt sich seit dem neuen Staatsbürgerschaftsrecht aus dem Jahre 2001, wonach die Kinder langjährig hier lebender Eltern bzw. Elternteile die doppelte Staatsbürgerschaft erhalten, auch nur noch begrenzt als Indikator verwenden. Nach dieser Regelung erwerben z.B. fast alle hier geborenen Kinder die deutsche Staatsbürgerschaft und werden in den amtlichen Statistiken als Deutsche geführt. Der Indikator der Staatsangehörigkeit hilft deshalb bei der Beurteilung von Interventionsbedarfen z.B. in Bezug auf sprachliche Entwicklung, kulturelle Hintergründe und entsprechende Integrationsleistungen nicht weiter. Es ist allerdings – worauf auch der Regionalverband Ruhr hinweist - von einem weitaus höheren Anteil von Personen auszugehen, die über einen sogenannten Migrationshintergrund verfügen. Aus den jährlich stattfindenden Abfragen in Tageseinrichtungen von Kindern und Grundschulen ergibt sich, dass in Recklinghausen ca. 35% aller Kinder eine andere Muttersprache als die deutsche Sprache angeben. Die Ausprägung ist aber innerhalb des Stadtgebietes extrem unterschiedlich und hat deutliche Auswirkungen auf die Sozialisationsbedingungen und die institutionelle Förderung von Kindern (z. B. höherer Anteil in Ost, Paulusviertel, Grullbad, Hochlarmark und Süd). Ausländische Kinder gibt es in Deutschland nur noch wenige. Kinder, die in Deutschland geboren werden, haben seit der Reform des Staatsangehörigkeitsrechts in der Regel einen deutschen Pass und werden in der Einwohnerstatistik folglich als Deutsche geführt. Damit sind aber nicht automatisch ihre Bildungsprobleme beseitigt. Im Rahmen der landesweiten Mikrozensuserhebung soll zukünftig in folgender Weise der Migrationshintergrund erfasst werden: Ein Migrationshintergrund liegt vor, wenn 1. die Person nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt oder 2. der Geburtsort der Person außerhalb der heutigen Grenzen der Bundesrepublik Deutschland liegt und eine Zuwanderung in das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland nach 1949 erfolgte oder 3. der Geburtsort mindestens eines Elternteiles der Person außerhalb der heutigen Grenzen der Bundesrepublik Deutschland liegt sowie eine Zuwanderung dieses Elternteiles in das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland nach 1949 erfolgte. (vgl: Migrationshintergrunderhebungsverordnung desBundesjustizministeriums, § 4) 20 Eine aktuelle statistische Auswertung der Bevölkerungsdaten ergibt dabei folgendes differenziertes Bild: Zum 30.06.2012 haben in Recklinghausen 119.202 Menschen gelebt. Rund 17,9 % davon (21.388 Menschen) haben einen Migrationshintergrund nach der o.g. Definition. Statistischer Bezirk 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 212 213 214 215 316 417 418 Innenstadt Nordviertel Speckhorn/Bockholt Ostviertel Westviertel Hochlar Paulusviertel Stuckenbusch Hillerheide Hillen Berghausen Grullbad Süd König-Ludwig Röllinghausen Hochlarmark Suderwich Essel Einwohner mit Migrationshintergrund 411 1.039 34 2.739 843 331 1.827 164 1.082 1.782 27 1.360 3.080 2.214 456 2.316 1.625 8 Einwohner ohne Migrationshintergrund 1.680 9.048 1.410 11.444 7.116 5.143 7.524 2.457 6.624 9.504 423 6.112 12.755 11.757 4.102 10.149 11.521 433 24,46% 11,48% 2,41% 23,93% 11,85% 6,44% 24,28% 6,67% 16,33% 18,75% 6,38% 22,25% 24,15% 18,83% 11,12% 22,82% 14,10% 1,85% 21.338 119.202 17,90% Tabelle: Einwohner mit und ohne Migrationshintergrund in Recklinghausen in statistischen Bezirken / Stichtag 30.06.2012 / Kommunales Bildungsbüro auf der Grundlage von GKD-RADAR / Kennzahlen der Kommune 21 Übersicht: Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund in statistischen Bezirken in Recklinghausen / Stichtag 30.06.2012 Datengrundlage: GKD-RADAR / Kennzahlen der Kommune, Kartenerstellung: Stadt Recklinghausen, Fachbereich Ingenieurwesen, Sachgebiet Geoinformationssysteme, Frau Handtke, September 2012 22 Schaut man sich die Altersgruppe der 0 – 9-Jährigen im Vergleich an, so verändert sich die Zusammensetzung der Bevölkerung erheblich. Statistischer Bezirk 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 212 213 214 215 316 417 418 Innenstadt Nordviertel Speckhorn/Bockholt Ostviertel Westviertel Hochlar Paulusviertel Stuckenbusch Hillerheide Hillen Berghausen Grullbad Süd König-Ludwig Röllinghausen Hochlarmark Suderwich Essel 0–9 (mit Migrationshintergrund) 33 148 8 482 148 59 289 24 205 328 4 205 528 378 81 371 247 3 0–9 (alle Kinder) 77 646 123 974 527 348 596 193 523 805 32 426 1.007 970 367 777 949 34 42,9% 22,9% 6,5% 49,5% 28,1% 17,0% 48,5% 12,4% 39,2% 40,7% 12,5% 48,1% 52,4% 39,0% 22,1% 47,7% 26,0% 8,8% 3.541 9.374 37,8% Tabelle: Einwohner mit und ohne Migrationshintergrund in Recklinghausen in statistischen Bezirken / Stichtag 31.12.2011 / Erstellung: Kommunales Bildungsbüro auf der Grundlage von GKD-RADAR / Kennzahlen der Kommune 23 Übersicht: Anteil der Bevölkerung (unter 10 Jahren) mit Migrationshintergrund in statistischen Bezirken in Recklinghausen an gleichaltrige Altersgruppe im statistischen Bezirk / Stichtag 31.12.2011 Datengrundlage: GKD-RADAR / Kennzahlen der Kommune, Kartenerstellung: Stadt Recklinghausen, Fachbereich Ingenieurwesen, Sachgebiet Geoinformationssysteme, Frau Handtke, September 2012 Es bleibt festzustellen, dass in einigen Recklinghäuser Stadtteilen statistisch nahezu jedes zweite Kind im Alter unter 10 Jahren, das eine Kindertageseinrichtung oder Grundschule besucht, über einen Migrationshintergrund in der Familie verfügt. In einzelnen Kindertageseinrichtungen beträgt der Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund weit über 50 %. 24 Wirtschaftliche Entwicklung und Strukturwandel Bildungsprozesse, so wie sie in der Bildungsberichterstattung thematisiert werden, sind nicht nur von den Institutionen (Kindertageseinrichtungen, Schulen, etc.) abhängig, in denen sie stattfinden, sondern in erheblichem Maße auch von den sozio-ökonomischen Rahmenbedingungen sowie den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Im Folgenden werden der eigentlich Betrachtung der Bildungsdaten auch Basisdaten zu wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt Recklinghausen beschrieben. Die Stadt Recklinghausen bildet den wirtschaftlichen und kulturellen Mittelpunkt an der Schwelle des nördlichen Ruhrgebietes zum südlichen Münsterland und gilt als zentrale Einkaufsstadt im Kreis mit einem Einzugsgebiet von mehr als 650.000 Menschen. 1864–1869 siedelte sich an der Emscher die erste Zeche im Stadtgebiet an. Mit dem Bergwerk „Clerget“ (später „Recklinghausen I“, bereits 1931 stillgelegt) begann das Montanzeitalter; das alte Ackerbürgerstädtchen machte sich rasch auf den Weg ins Industriezeitalter. 1873 nahm auch das Bergwerk „General Blumenthal“ die Kohleförderung auf, 1882 folgten „Clerget II“ (später „Recklinghausen II“) in Hochlarmark und 1872–1889 das Bergwerk „König Ludwig“. Mechanisierte und rationalisierte Kohlegewinnung führten ab 1900 zum Aufschwung mittelständischer Bergbauzulieferindustrie; bedeutende Unternehmen für maschinellen Grubenbau und Kohleveredelung ließen sich in Recklinghausen nieder. Kreis- und Stadtsparkasse gestalteten ab 1855 bzw. ab 1871 das Geld- und Kreditwesen der expandierenden Industriestadt. Ein weiterer Entwicklungssprung des Wirtschaftsstandortes Recklinghausen war nach 1871 die Eröffnung der Bahnstrecke Wanne–Münster. 1905 schloss sich die Ost-West-Strecke Hamm–Osterfeld an. Die Verkehrsrevolution des Eisenbahnzeitalters bescherte den Anschluss an das werdende Ruhrgebiet und die Kohleexporthäfen an der Nordsee, ebenso an die künstlichen Wasserstraßen im Revier. Ein Netz von Zechenbahnen sorgte für eine zusätzliche Binnenerschließung des Stadtgebietes. Die Hafenanlage am Rhein-Herne-Kanal besteht seit 1914. Moderner Personennahverkehr – sehr wichtig für einen Wirtschaftsstandort – entwickelte sich ab 1898 durch Straßenbahnen in Richtung Herne bzw. Wanne-Eickel. 1895 begannen flächendeckende Kanalisierung und Gasversorgung, gefolgt von der Elektrifizierung privater Haushalte ab 1905. Der bereits 1937 begonnene, dann ab 1966 fortgesetzte Autobahnbau verbesserte die wirtschaftsgeographische Qualität Recklinghausens erheblich. In Folge des Bergbaus verzehnfachte sich von 1850 bis 1910 die Einwohnerzahl von ca. 5.000 auf über 50.000, die ca. zu 30 % aus polnisch-stämmigen Arbeitsmigranten bestand. Ein neuer Siedlungsschwerpunkt entstand ab 1880 mit dem Stadtteil Bruch/Süd. 1901 folgte die Einrichtung eines eigenen Stadtkreises Recklinghausen, der bis zur kommunalen Gebietsreform von 1975 bestand. 1926 wurden diverse Nachbarsiedlungen (Hochlarmark, Suderwich, Röllinghausen) eingemeindet. Der statistische Großstadtwert von 100.000 Einwohnern wurde 1949/50 überschritten, u. a. durch den Zustrom Heimatvertriebener, später auch durch südeuropäische Arbeitskräfte. Seine höchste Bevölkerungszahl erreichte die Stadt um 1960 mit 132.000 Einwohnern. Städtebauliches Symbol für die Urbanisierung Recklinghausens wurde der ab 1900 entlang der mittelalterlichen Stadtbefestigung errichtete Wallring, als repräsentativer Boulevard eingebettet in die Innenstadterweiterung nach Plänen des berühmten Städteplaners Hermann Joseph Stübben. Verbesserte Verkehrsanbindungen ließen schon vor dem Ersten Weltkrieg die alte merkantile Tradition wieder aufleben: Es entstanden moderner Einzelhandel sowie Kauf- und Warenhäuser, welche bis heute die Grundlage für die „Einkaufsstadt Recklinghausen“ mit starkem tertiärem Wirtschaftssektor bilden. Die Schließung der Bergwerke „König Ludwig“ (1965) und „Recklinghausen II“ (1974) brachte 25 die Krise der montanindustriellen Wirtschaft im Ruhrgebiet und verursachte tiefgreifende Umbrüche auf dem Arbeitsmarkt im primären Sektor: Der sozialökonomische Strukturwandel setzte im späten 20. Jh. auch in Recklinghausen ein. Die zügige Konvertierung des ehemaligen Zechengeländes von „Blumenthal/Haard“ nach 2001 versinnbildlicht das Ende des „Kohlezeitalters“ und den Übergang in die Wirtschaftsgeschichte des 21. Jahrhunderts nicht nur in Recklinghausen, sondern auch innerhalb des Ruhrgebiets. (vgl. Kordes, Matthias, Schlaglichter der Wirtschaftsgeschichte Recklinghausens, Recklinghausen, S. 94 ff, Recklinghausen 2006) in: Wirtschaftsstandort Den gravierenden Strukturwandel der einst größten Montanregion Europas verdeutlichen die Daten zu den Berufshauptsektoren: 1980 waren noch 85.000 Bergleute im Ruhrgebiet tätig, damit konnten 4,8 % der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten diesem spezifischen Berufszweig zugeordnet werden. Der entsprechende Anteil liegt aktuell bei minimalen 0,7 %. Mittlerweile ist die Wirtschaftsstruktur des Ruhrgebiets durch den Dienstleistungssektor geprägt. 2010 sind 66,3 % der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in diesem Bereich tätig (in NRW ohne Metropole Ruhr ist der Anteil mit 64,9 % etwas geringer). Dieser Sektor ist in den letzten 30 Jahren um etwa 20 % gewachsen. Den zweitgrößten Sektor bilden die Fertigungsberufe, die vor allem im produzierenden Gewerbe tätig sind. Im Ruhrgebiet sind hier 23,5 % beschäftigt (in NRW ohne Metropole Ruhr sind es 25,8 %). Dennoch hat sich die Zahl der Beschäftigten im Bereich der Fertigungsberufe seit 1980 beinahe halbiert. In Recklinghausen sind aktuell z.Zt. ca. 2/3 aller Beschäftigten in Handel und Dienstleistungssektor beschäftigt. Weitere Arbeitsplätze stehen in der Metallindustrie, Elektrotechnik, Textil und Kunststoffe, Groß- und Einzelhandel, Banken, Sparkassen, Versicherungen, Bildungs- und Wissenschaftseinrichtungen, Bundes- und Landesbehörden zur Verfügung. Wirtschaftszweig Land- und Forstwirtschaft Fischerei Produzierendes Gewerbe Handel, Gastgewerbe Verkehr und Lagerei Sonstige Dienstleistungen Beschäftigte (insgesamt) 56 (0,2 %) Beschäftigte (männlich) Beschäftigte (weiblich) 24 32 6.894 (20,3 %) 5.655 1.239 7.299 (21,5 %) 3.708 3.591 19.681 (58 %) 7.307 12.374 Gesamt 33.930 (100 %) 16.694 17.236 Tabelle: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Stadt Recklinghausen (IT-NRW, Kommunalprofil 30.06.2011) Ruhrgebietsweit weist der Dienstleistungssektor 26 seit 2000 einen Anstieg der Erwerbstätigenzahlen um 2,8 % auf. Umgerechnet in sog. Vollzeitäquivalenten ist dieser Anstieg jedoch um 2,8 % abgeschwächt, sodass an dieser Stelle die zunehmende Arbeitszeitflexibilisierung durch Teilzeit- und/ oder geringfügige Beschäftigung berücksichtigt werden muss. Für Recklinghausen ist daher damit zu rechnen, dass in kommenden Jahren mit weniger Einwohnern, aber mehr Beschäftigten zu rechnen ist. Dabei wird das Arbeitsvolumen für die Erwerbstätigen voraussichtlich weiter abnehmen. Hintergrund ist die prognostizierte Abnahme von Vollzeittätigkeiten und die Zunahme von Teilzeittätigkeiten im Dienstleistungssektor in ausgeweiteten Zeitkorridoren (Ausweitung der Tagesarbeitszeit in den frühen Morgen und späten Abend, Ausweitung der Arbeitszeiten auf das Wochenende). (vgl. Dr. Olivia Martone, Struktur und Entwicklung des Arbeitsmarktes, IT-NRW, Mai 2011) Rund 20 % der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in NRW waren zum 30.06.2011 teilzeitbeschäftigt. Damit hat sich die De-Standardisierung der Erwerbsarbeit weiter ausgeweitet: Seit 2011 stieg der Anteil der Teilzeit-Beschäftigten um 5 %. Damit verfügen derzeit nur noch rund 80 % der Beschäftigten in NRW über ein sog. Normalarbeitsverhältnis, d. h. über einen unbefristeten Vollzeitarbeitsvertrag. Im Jahr 2001 waren es noch 85 %. (vgl. dazu IT-NRW.de : Statistik >> Erwerbstätigkeit, Pendler >> Daten >> Eckdaten >> Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Hier sind jeweils aktualisierte Daten und Hintergrundinformationen zum Thema abrufbar). Einflüsse der ökonomischen Situation auf die Familiengründung Im Rahmen der Diskussion um den demografischen Wandel und die zunehmende Alterung der Gesellschaft wird auch immer wieder nach den Gründen für die niedrige Zahl an Geburten in Deutschland gefragt. Die aktuelle Diskussion zu den Einflüssen der ökonomischen Situation auf die Familiengründung wird von zwei wesentlichen Überlegungen bestimmt. Zum einen wird angenommen, dass eine finanzielle Absicherung die Entscheidung für ein Kind begünstigt. Zum anderen wird vermutet, dass gerade bei Vorhandensein unsicherer ökonomischer Verhältnisse eine Mutterschaft eher gewählt wird, da diese die Umorientierung auf eine gesellschaftlich akzeptierte Alternativrolle jenseits einer Erwerbskarriere ermöglicht. Die bisherigen Studien zu dem Thema kommen zu widersprüchlichen Ergebnissen und lassen keinen eindeutigen Trend zugunsten einer der dargelegten Hypothesen erkennen. Eine aktuelle Auswertung des Mikrozensus-Panels durch IT-NRW lässt keine eindeutigen Schlussfolgerungen im Sinne der oben beschriebenen Hypothesen zu. (vgl. dazu: Schmidtke, Kerstin, Einflüsse der ökonomischen Situation auf die Familiengründung, Ergebnisse für NRW auf Basis des Mikrozensus-Panels, IT-NRW, 2010). Stattdessen wird deutlich, dass sich die Entscheidung für ein Kind immer noch in einem traditionellen Rollenverständnis bewegt, das auch die finanzielle Absicherung überlagert. So ist die nicht vorhandene Erwerbstätigkeit der Frau kein hemmender, sondern ein fördernder Faktor für die Gründung einer Familie. Dies deutet darauf hin, dass die langfristige finanzielle Absicherung – zumindest von Seiten der Frau – nicht als Voraussetzung für die Geburt eines ersten Kindes angesehen wird. Stattdessen erscheint gerade für nicht erwerbstätige und erwerbslose Frauen die Umorientierung auf die Alternativrolle „Mutter“ attraktiv. Gleichzeitig zeigen die Daten, dass die Nichterwerbstätigkeit bzw. Erwerbslosigkeit des Partners einen durchgreifend negativen Einfluss auf die Entscheidung für ein erstes Kind aufweist. Die ökonomische Sicherheit, die jedoch durch die Erwerbstätigkeit des Partners gewährleistet wird, scheint demnach doch eine wichtige Rolle bei der Entscheidung für ein Kind zu spielen. 27 Bei der Frage nach den Ursachen für die niedrigen Geburtenraten bieten die Ergebnisse wichtige Einblicke : Wenn die Familiengründung in Konstellationen begünstigt wird, in denen die Frau teilzeiterwerbstätig oder gar nicht erwerbstätig ist und ihr Partner Vollzeit arbeitet, dann wird deutlich, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Frauen nicht hinreichend gewährleistet ist. Hierfür angemessene Rahmenbedingungen zu schaffen, erscheint gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels wichtig. Mit einer verbesserten Betreuungsstruktur wären Frauen nicht gezwungen, sich zwischen Erwerbstätigkeit und Familiengründung zu entscheiden. Stattdessen könnten diese Rahmenbedingungen mit dazu beitragen, die niedrigen Geburtenraten zu stabilisieren. Wandel der Sozialstrukturen, Familien- und Lebensformen Das soziale und familiäre Umfeld, in dem Kinder aufwachsen, hat entscheidenden Einfluss auf einen erfolgreichen Erwerb von Bildung. Kinder und Jugendliche können durch wirtschaftliche und soziale Veränderungen in Risikolagen geraten, die ihre erfolgreiche Teilnahme am Bildungssystem negativ beeinflussen. Die bundesweite Veränderung der Familien- und Lebensformen sowie die verschiedenen Formen der Erwerbsbeteiligung haben Einfluss auf Bildungsbedarfe. Neue Bildungs- und Betreuungsangebote verändern ihrerseits das Zusammenwirken von Familien und Bildungseinrichtungen. Die immer noch bei weitem überwiegende Lebensform bundesweit und in Recklinghausen ist die Ehe. Gleichzeitig nimmt der Anteil von Personen, die ohne Kinder leben, in allen Lebensformen zu. In der Bevölkerung mit Migrationshintergrund ist der Anteil der Lebensformen mit Kindern deutlich größer als bei der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund. Bundesweit erhöht hat sich der Anteil der Erwerbstätigkeit von Frauen im Alter von 15 – 65 1996 um 6 %. Frauen mit Kindern sind zu 58 % erwerbstätig, ohne Kinder zu 62 %. 25 % der erwerbstätigen Frauen mit Kindern sind vollzeitbeschäftigt. (Vgl. Bildungsbericht BRD 2010, Bundesministerium für Bildung und Forschung, S. 24 ff) Zwischen 2000 und 2010 hat sich der langfristige Trend zum „Wandel der Lebensformen“ auch in NRW weiter fortgesetzt. Hauptmerkmal dieses Wandels ist ein Bedeutungsgewinn von Formen des partnerschaftlichen und familialen Zusammenlebens außerhalb der Ehe. Zudem ist die Zahl der Alleinstehenden zwischen 2000 und 2010 deutlich um 426.000 auf 3,66 Millionen angestiegen (+ 13,2 %). Die Zahl der Familien mit minderjährigen Kindern ist seit 2000 um 162.000 auf 1,83 Millionen im Jahr 2010 gesunken. Dies ist allein auf den Rückgang der Zahl der Ehepaare mit minderjährigen Kindern zurückzuführen (- 256.000 auf 1,38 Millionen im Jahr 2010). Die Zahl der Alleinerziehenden mit minderjährigen Kindern liegt dagegen 2010 mit 334.000 höher als zur Jahrtausendwende (+ 53.000 gegenüber 2000). (vgl. Sozialbericht NRW 2012. Armuts- und Reichtumsbericht. Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales NRW 2012). In Recklinghausen lebten zum Stichtag 31.08.2012 • • • 119.902 Menschen in 64.717 Haushalten davon 38.787 Menschen in 10.891 Familien-Haushalten (mindestens 1 Person ab 18 Jahren und mindestens 1 Person unter 18 Jahre) davon 8.271 Menschen in 3.451 Alleinerziehenden-Haushalten (mindestens 1 unverheiratete Person ab 18 Jahren und mindestens 1 Person unter 18 Jahre 28 Die durchschnittliche gesamtstädtische Haushaltsgröße eines Familien-Haushalts beträgt 3,6 Personen pro Haushalt, eines Alleinerziehenden-Haushalts 2,4 Personen pro Haushalt. Hier ein kleinräumiger gesamtstädtischer Überblick: Anteil AlleinerziehendenHaushalte an Familienhaushalten 46,0% 32,5% 27,7% 30,2% 32,3% 22,1% 36,0% 28,0% 28,7% 30,4% 27,0% 31,2% 36,0% 34,4% 28,1% 32,0% 31,3% 17,8% 31,7% Statistischer Bezirk Stadtteil Personen in AlleinerziehendenHaushalten 92 556 99 763 503 227 560 162 453 594 22 381 990 955 305 728 862 19 8.271 Alleinerziehende Haushalte (Anzahl) 40 236 39 319 218 96 237 75 178 260 10 154 406 382 124 303 366 8 3.451 FamilienHaushalte (Anzahl) 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 212 213 214 215 316 417 418 Innenstadt Nordviertel Speckhorn Bockholt Ostviertel Westviertel Hochlar Paulus-viertel Stuckenbusch Hillerheide Hillen Berg -hausen Grullbad Süd König-Ludwig Röllinghausen Hochlarmark Suderwich Essel 87 726 141 1.055 675 434 659 268 621 855 37 493 1.129 1.109 441 948 1.168 45 10.891 Tabelle: Alleinerziehende Haushalte und Personen in Recklinghausen, Eigenerhebung Bildungsbüro mit GKD-RADAR / Kennzahlen der Kommune RADAR, 31.08.2012 In Recklinghausen lebten zum Stichtag 31.08.2012 4.820 Kinder und Jugendliche von insgesamt 18.663 Kindern in Recklinghausen unter 18 Jahren in AlleinerziehendenHaushalten. Dies entspricht einem Anteil von 25,8 %. Das bedeutet: jedes vierte Kind in Recklinghausen wächst in einem Alleinerziehenden-Haushalt auf. 29 Bezirk Stadtteil Haushalte (Anzahl) Alleinerziehende Haushalte (Anzahl) 40 236 39 319 218 96 237 75 178 260 10 154 406 382 124 303 366 8 Anteil AlleinerziehendenHaushalte an Haushalten 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 212 213 214 215 316 417 418 Innenstadt Nordviertel Speckhorn/Bockholt Ostviertel Westviertel Hochlar Paulusviertel Stuckenbusch Hillerheide Hillen Berghausen Grullbad Süd König-Ludwig Röllinghausen Hochlarmark Suderwich Essel 1.241 5.680 703 6171 4.199 2.698 4.381 1.163 3.613 5.095 215 3.307 7.175 5.885 1.992 5.076 5.915 207 3,2% 4,2% 5,5% 5,2% 5,2% 3,6% 5,4% 6,4% 4,9% 5,1% 4,7% 4,7% 5,7% 6,5% 6,2% 6,0% 6,2% 3,9% 64.716 3.451 5,3% Tabelle: Alleinerziehende Haushalte im Verhältnis zu Gesamthaushalten in Recklinghausen, Eigenerhebung Bildungsbüro mit GKD-RADAR / Kennzahlen der Kommune RADAR, 31.08.2012 Für das Land NRW werden im aktuellen ‚Sozialbericht NRW des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales NRW‘folgende Entwicklungen und Situationsbeschreibungen aufgezeigt (vgl. Sozialbericht NRW 2012. Armuts- und Reichtumsbericht, MAIS NRW, 2012): Einkommensentwicklung und –verwendung in NRW • • • Der Anteil der sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten, die einen Niedriglohn von weniger als 1.890 € im Monat erhalten, lag Ende 2010 bei 20,4 %. Im Dezember 2000 war die Niedriglohnquote mit 16,3 % noch deutlich niedriger. Das mittlere Bruttomonatsentgelt der Niedriglohnempfänger/-innen lag Ende 2010 bei 1.399 €. Ein Drittel der sozialversicherungspflichtig vollzeitbeschäftigten Frauen (33,3 %) beziehen einen Niedriglohn Während jedoch bei den 20 % der Haushalte mit den niedrigsten Einkommen von 2003 bis 2008 nominale Einkommensverluste zu verzeichnen waren, zeigen sich bei den 20 % der Haushalte mit dem höchsten Einkommen überdurchschnittliche Steigerungen beim ausgabefähigen monatlichen Einkommen. Insgesamt ist somit die Schere zwischen Haushalten mit höherem und niedrigem Einkommen weiter auseinandergegangen. Zur Befriedigung der lebensnotwendigen Bedürfnisse, wie Miete, Nahrungsmittel oder Kleidung wurden 2008 durchschnittlich etwas mehr als die Hälfte (51,6 %) der 30 • • • • • • • • • gesamten Ausgaben aufgewendet. Bei den Haushalten, die zu den unteren 10 % der Einkommensverteilung gehören, entfielen 75,3 % der Ausgaben auf den Lebensunterhalt. Am unteren Rand der Einkommensverteilung besteht so gut wie kein Spielraum zur Vermögensbildung. Im obersten Dezil wurden dagegen im Mittel 1.564 € im Monat für die Vermögensbildung aufgewendet. Die Zahl der überschuldeten Personen in NRW lag 2011 bei 1,59 Millionen und damit um rund 38.000 Personen höher als im Jahr 2004. Im Jahr 2010 galt in NRW als einkommensarm, wer über ein gewichtetes Pro-Kopf-Einkommen von monatlich weniger als 815 € (= 60 % des mittleren Einkommens in NRW) verfügte. Mehr als jede siebte Person in NRW war im Jahr 2010 von relativer Einkommensarmut betroffen (14,7 %). Kinder und junge Erwachsene tragen ein überdurchschnittliches Armutsrisiko. Fast jedes fünfte Kind im Alter von unter 18 Jahren (19,9 %) und 22,5 % der 18- bis unter 25-Jährigen leben in einem einkommensarmen Haushalt. Alleinerziehende und ihre Kinder sowie Personen in kinderreichen Paarhaushalten (mit drei oder mehr Kindern) unterliegen einem stark überdurchschnittlichen Armutsrisiko (37,6 % bzw. 27,3 %). Mehr als die Hälfte der Erwerbslosen (51,7 %) ist von relativer Einkommensarmut betroffen. Mehr als jede vierte Person mit Migrationshintergrund ist von relativer Einkommensarmut betroffen (28,6 %), bei Personen ohne Migrationshintergrund gilt dies nur für jede zehnte Person (10,4 %). Im Dezember 2010 lag die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger von Mindestsicherungsleistungen bei 1,89 Millionen. Damit hat mehr als jede zehnte Person in NRW (10,6 %) Mindestsicherungsleistungen empfangen. Die große Mehrheit der Mindestsicherungsempfänger/-innen beziehen SGB-IILeistungen (86,0 %). Im Dezember 2010 lag die Zahl der Personen mit SGB-II-Bezug bei rund 1,6 Millionen. Bildung in NRW • • • • • Im Jahr 2010 verfügte mehr als ein Drittel der Bevölkerung im Alter von 20 bis unter 65 Jahren über die (Fach-)Hochschulreife (35,3 %). Zur Jahrtausendwende traf dies erst auf ein Viertel (25,5 %) zu. Ohne Schulabschluss waren 2010 5,1 % der Bevölkerung im Alter von 20 bis unter 65 Jahren. Im Jahr 2000 waren es 3,7 %. Auch bei den beruflichen Abschlüssen ist der Trend zu einer stärkeren Verbreitung höherer Abschlüsse ungebrochen: Im Jahr 2010 verfügten 16,5 % der Bevölkerung im Alter von 25 bis unter 65 Jahren über einen (Fach-)Hochschulabschluss. Im Jahr 2000 lag der entsprechende Anteil mit 12,8 % noch deutlich niedriger. Der Anteil der 25- bis unter 65-Jährigen, die keinen beruflichen Abschluss erzielt haben, blieb mit gut einem Fünftel (21,5 %) unverändert hoch. Die Bildungschancen hängen nach wie vor stark von der sozialen Herkunft ab. Dies zeigt sich sehr deutlich bei der Wahl der weiterführenden Schule. Von den Kindern aus einkommensarmen Haushalten, deren Eltern gering qualifiziert sind, geht nur jedes zwölfte (8,1 %) auf ein Gymnasium. Bei Kindern mit einem hoch qualifizierten Elternteil, die nicht von Einkommensarmut betroffen sind, ist es mehr als jedes zweite (59,2 %). Der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund unterscheidet sich sehr deutlich zwischen Hauptschule und Gymnasium. Mehr als die Hälfte der Hauptschüler weisen einen Migrationshintergrund auf (50,4 %). Bei den Gymnasiasten der Sekundarstufe I trifft dies nur auf weniger als ein Viertel (23,7 %) zu. 31 Erwerbsbeteiligung in NRW • • • • • In der vergangenen Dekade hat sich das Problem der Erwerbslosigkeit bei den 15bis unter 30-Jährigen verschärft. In dieser Altersgruppe lagen im Jahr 2010 sowohl die Erwerbslosenquoten als auch die Langzeiterwerbslosenquoten über dem Niveau des Jahres 2000. Die vergangene Dekade ist durch eine zunehmende Flexibilisierung der Erwerbsformen gekennzeichnet. So ist von 2000 bis 2010 der Anteil der Erwerbstätigen mit einem unbefristeten Vollzeitarbeitsverhältnis (Normalarbeitsverhältnis) gesunken. Gestiegen ist dagegen der Anteil der atypisch Beschäftigten (Teilzeitbeschäftigte sowie geringfügig und befristet Beschäftigte). Die Zahl derer, die sowohl ein Einkommen aus Erwerbstätigkeit als auch Arbeitslosengeld (ALG) II beziehen, ist von Dezember 2007 bis Dezember 2010 um 13,7 % auf 298.546 gestiegen. Damit war Ende 2010 insgesamt gut ein Viertel der erwerbsfähigen Leistungsbezieherinnen und -bezieher erwerbstätig (25,8 %). Erwerbstätige ALG-II-Bezieherinnen und -Bezieher üben zu 16,5 % eine sozialversicherungspflichtige Vollzeittätigkeit aus. Die Armutsrisikoquoten von atypisch Beschäftigten liegen deutlich höher. Am höchsten ist die Armutsrisikoquote der geringfügig Beschäftigten, die zudem seit 2005 (17,0 %) kontinuierlich gestiegen ist. 2010 war gut ein Fünftel (20,8 %) der geringfügig Beschäftigten von relativer Einkommensarmut betroffen. Wohnen in NRW • • Die Wohnungskaltmieten haben sich im Zeitraum 2000 bis 2010 um 10,8 % verteuert, stärker haben die Wohnungsnebenkosten zugelegt (+ 18,7 %). Eine noch größere Preissteigerung hat sich in diesem Zeitraum bei den Haushaltsenergien (Strom, Gas und andere Brennstoffe) vollzogen (+ 63,8 %). Das Angebot an preis- und belegungsgebundenen Wohnungen ist in NRW seit 2000 deutlich von 1,19 Millionen Wohnungen auf 744.500 Wohnungen im Jahr 2009 zurückgegangen. Zukünftig ist mit einem weiteren Rückgang zu rechnen. Die Nachfrage nach öffentlich gefördertem Wohnraum ist dagegen in den vergangenen Jahren nahezu konstant geblieben. Partizipation in NRW • • • Bundesweite Studien zeigen, dass das politische Interesse, die Wahlbeteiligung und die Wahrnehmung verbindlicherer Formen politischer Aktivität (z. B. die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft oder politischen Partei) in starkem Maße durch Bildung und Einkommen beeinflusst werden. Die Wahlbeteiligung bei den Kommunalwahlen in NRW 2009 weist eine große Spannbreite zwischen den Kommunen auf und reicht von 44,6 % in Düsseldorf bis zu 61,7 % in Coesfeld (Landesdurchschnitt: 52,4 %). Auf kleinräumiger Ebene werden Zusammenhänge zwischen der Wahlbeteiligung und der sozialen Zusammensetzung beispielsweise eines Stadtteils deutlich. Die Stadtteile mit niedriger Wahlbeteiligung sind durch eine überdurchschnittliche Arbeitslosenquote und eine hohe SGB-II-Quote gekennzeichnet. Lebenslagen von Kindern und Jugendlichen in NRW • • In NRW lebten 2010 rund drei Millionen Kinder und Jugendliche im Alter von unter 18 Jahren. Davon haben mit 36,9 % mehr als ein Drittel einen Migrationshintergrund. Die Mehrzahl der Kinder und Jugendlichen wächst in einer Familie mit einem 32 • • • • • • verheirateten (Eltern-)Paar auf. Dieser Anteil ist jedoch rückläufig und lag 2010 bei 78,7 % (2000: 83,7 %). Immer mehr Minderjährige leben bei einem alleinerziehenden Elternteil. Kinder mit Migrationshintergrund und Kinder von Eltern mit niedrigem Bildungsstand besuchen die Kindertageseinrichtung seltener bzw. kürzer als Kinder ohne Migrationshintergrund und Kinder von Eltern mit hohem Bildungsstand. Jede fünfte minderjährige Person lebt in einem einkommensarmen Haushalt. Damit sind Kinder und Jugendliche überdurchschnittlich häufig von relativer Einkommensarmut betroffen. In besonderem Maße von relativer Einkommensarmut betroffen sind Kinder und Jugendliche: o deren Eltern nicht erwerbstätig sind, o deren Eltern gering qualifiziert sind, o die aus kinderreichen Familien stammen, o die bei einem alleinerziehenden Elternteil aufwachsen, o die einen Migrationshintergrund aufweisen. Mehr als jede sechste Person im Alter von unter 18 Jahren lebte im Juni 2011 in einer Bedarfsgemeinschaft, die SGB-II-Leistungen erhält (Monat/Jahr: 16,9 %). Die SGB-IIQuote der Minderjährigen liegt damit deutlich über der SGB-II-Quote insgesamt (11,4 %). Am stärksten betroffen sind mit einer SGB-II-Quote von 21,1 % Kleinkinder im Alter von unter 3 Jahren. Bereits die Startchancen der Schüler variieren nach ihrer sozialen Herkunft. So zeigen die Befunde der Schuleingangsuntersuchung zu Entwicklungsbereichen, die zu den schulrelevanten basalen Fähigkeiten gehören, deutliche Unterschiede nach dem Bildungsniveau der Eltern. Je länger ein Kind eine Kindertageseinrichtung besucht hat, desto seltener sind Entwicklungsauffälligkeiten. Kinder aus Elternhäusern mit niedrigem Bildungsniveau scheinen im Hinblick auf ihre kognitive Entwicklung in besonderem Maße von einer möglichst früh ansetzenden frühkindlichen Förderung in einer Kindertageseinrichtung zu profitieren. Allerdings bleiben auch bei längerer Dauer des Besuchs einer Kindertageseinrichtung deutliche Unterschiede nach dem Bildungsniveau der Eltern bestehen. Lebenslagen von Menschen mit Migrationshintergrund in NRW • • • Im Jahr 2010 lebten in NRW 4,16 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund, dies waren 23,3 % der Bevölkerung. Über mittlere und höhere Bildungsabschlüsse verfügen Personen mit Migrationshintergrund seltener. Mit einem Anteil von 14,6 % bleiben sie deutlich häufiger ohne allgemeinbildenden Abschluss als die Bevölkerung ohne Migrationshintergrund (2,1 %). Auch berufliche Bildungsabschlüsse werden von der Bevölkerung mit Migrationshintergrund seltener erreicht. 44,7 % der Personen mit im Vergleich zu 13,0 % der Personen ohne Migrationshintergrund bleiben ohne beruflichen Bildungsabschluss. Die Erwerbstätigenquote der Bevölkerung mit Migrationshintergrund ist unterdurchschnittlich. Dies gilt insbesondere für Frauen. Die Erwerbstätigenquote ist jedoch auch bei der Bevölkerung mit Migrationshintergrund zwischen 2005 und 2010 angestiegen. Personen mit Migrationshintergrund sind deutlich überdurchschnittlich häufig von Erwerbslosigkeit betroffen. Das Armutsrisiko der Bevölkerung mit Migrationshintergrund liegt mit 28,6 % deutlich über dem der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund mit 10,4 %. Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren mit Migrationshintergrund liegt die Armutsrisikoquotebei 33,2 %. 33 Daten zum Arbeitsmarkt und zum Bezug von Sozialleistungen in Recklinghausen In der Bildungsberichterstattung stellt die Darstellung sozialer Problemlagen einen zentralen Bestandteil dar. Wichtige Kennzahlen liefern dazu die Arbeitslosenzahlen. Diese werden zumeist in der Arbeitslosenquote dargestellt, die monatlich von der Bundesagentur für Arbeit für die Agenturbezirke veröffentlicht wird. Aufgrund fehlender Daten zu Beamtinnen und e Beamten, Selbständigen und mithelfenden Familienangehörigen kann man die Arbeitslosenquote aber nicht auf Stadtteilebene berechnen. In Recklinghausen waren am 30.06.2012 7.542 Recklinghäuserinnen und Recklinghäuser Recklinghäuserinnen arbeitslos. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 12,5 %. Damit liegt die Arbeitslosenquote seit einigen Jahren auf einem gleichbleibendem Niveau. Übersicht: Stadt Recklinghausen, Statistischer Vierteljahresbericht, Juni 2012 : In bildungspolitischen Debatten wird regelmäßig auf den Zusammenhang von Bildung und Armut verwiesen. Einer der Indikatoren für Armut und eventuelle Arbeitslosigkeitskarrieren ist der Bezug von Arbeitslosengeld II (umgangssprachlich Hartz IV). In der Arbeitsmarkstatistik wird zwischen Arbeitslosen nach Rechtskreis SGB II und SGB III unterschieden. Im ersten Jahr der Arbeitslosigkeit wird nach vorausgegangener sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung das so genannte Arbeitslosengeld I nach dem Sozialgesetzbuch III (SGB III) Sozialgesetzbuch ausgezahlt. Bei Arbeitslosigkeit, die länger als ein Jahr andauert, erlischt der Anspruch auf Arbeitslosengeld I, die Betroffenen erhalten eine Grundsicherung, umgangssprachlich Hartz IV. Ein Indikator für soziale Segregation ist die räumliche Konzentration von SGB II Leistungsbezieher. Für NRW lassen sich anhand von sogenannten „SGB „SGB-II-Dichten“ deutliche Unterschiede sowohl zwischen den Ballungsgebieten und dem ländlichen Raum als auch innerhalb der Städte nachweisen. Quartiere mit einem hohen Anteil einkommensschwacher Haushalte zeichnen sich nicht selten durch dichte Bebauung mit sanierungsbedürftiger Bausubstanz, hohe Verkehrsbelastung, mangelnde Infrastruktur und wenig Grünflächen aus (vgl. Farwick 2007: S. 44). Der Wohnort kann so selbst zu einer vgl. Quelle weiterer Benachteiligungen werden und somit die Teilhabe und Verwirklichungschancen der Menschen negativ beeinflussen. 34 Zum Jahresende 2011 waren in NRW rund 1,84 Millionen Menschen und damit gut jede zehnte Person auf Mindestsicherungsleistungen angewiesen. Zu den Mindestsicherungsleistungen Sozialberichterstattung • • • zählen in der nordrhein-westfälischen SGB-II-Leistungen: Arbeitslosengeld II/Sozialgeld nach dem Sozialgesetzbuch Zweites Buch (SGB II) „Grundsicherung für Arbeitsuchende“, Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem Sozialgesetzbuch Zwölftes Buch (SGB XII) „Sozialhilfe“, Hilfe zum Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen nach dem SGB XII und Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Regional variieren die Mindestsicherungsquoten in NRW nach wie vor sehr deutlich. Die Spanne reichte zum Jahresende 2011 von 4,7 % im Kreis Coesfeld bis 19,0 % in Gelsenkirchen. Übersicht : Mindestsicherungsquoten in NRW in 2011, in: Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales NRW, Sozialbericht NRW 2012, S. 91, Düsseldorf 2012 35 Kinderreiche Familien und Alleinerziehende weisen deutlich überdurchschnittliche SGB-IIQuoten aus, da auch bei Erwerbstätigkeit das erzielte Einkommen für den Bedarf von Kindern und Partner(inne)n häufig nicht ausreicht. Auch in Recklinghausen nimmt die Anzahl der Personen zu, die von SGB II Leistungen leben müssen. Während es in 2008 noch 5.537 Personen waren (= 4,6 % der Bevölkerung), stieg ihre Zahl auf 5.804 Personen (= 4,9 %) im Jahr 2010. Im Stadtgebiet sind die Leistungsempfängerinnen und Leistungsempfänger ungleichmäßig verteilt: gesamt Innenstadt Nordviertel Speckhorn Bockholt Ostviertel Westviertel Hochlar Paulusviertel Stuckenbusch Hillerheide Hillen Berghausen Grullbad Süd König-Ludwig Röllinghausen Hochlarmark Suderwich Essel keine Zuordnung möglich Keine Angabe 124 354 15 644 178 74 413 25 318 411 14 330 1044 644 153 540 501 4 5 13 5804 männlich 85 200 12 356 91 42 244 12 189 212 8 183 579 351 86 306 256 3 4 5 3224 weiblich 39 154 3 288 87 32 169 13 129 199 6 147 465 293 67 234 245 1 1 8 2580 deutsch 102 296 14 477 136 66 287 21 273 306 12 248 790 491 130 385 403 4 5 9 4455 ausländisch 22 58 1 165 42 8 125 4 45 104 2 81 250 152 23 155 98 0 0 4 1339 Tabelle: Anzahl der Personen mit SGB II Bezug im Jahr 2010 / Datengrundlage: Statistikstelle der Stadt Recklinghausen, 31.12.2011 36 Bildungsausgaben Die Bildungsausgaben sind ein Indikator für die dem Bildungssystem zur Verfügung stehenden finanziellen Ressourcen. An ihrer Höhe lässt sich der Stellenwert ablesen, welcher der Bildung in einer Gesellschaft beigemessen wird. Die finanzielle Ausstattung des Bildungswesens und deren Finanzierung durch Bund, Länder und Kommunen und den nichtstaatlichen sowie privaten Bereich ist daher ein wichtiger Aspekt in der bildungspolitischen Betrachtung der Bildungslandschaft. Von den Investitionen in Bildung werden zum einen volkswirtschaftliche Effekte erwartet, die auf die Deckung des Arbeitskräftebedarfs, die Unterstützung des technologischen Fortschritts und auf volkswirtschaftliche Prosperität zielen. Zum anderen entfaltet Bildung auch soziale Wirkungen. So verweisen entsprechende Analysen darauf, dass Bildung einen positiven Einfluss auf den sozialen Zusammenhalt und die Stabilität einer Gesellschaft hat. Mit dem Bildungsniveau steigen politisches Interesse und gesellschaftliches Engagement, ebenso sind Zusammenhänge zwischen Bildung und gesundheitsbewusstem Verhalten zu beobachten (vgl. dazu: Bildung in Deutschland 2012, Seite 199 ff.) Berechnungen des Forschungsinstituts für Bildungs- und Sozialökonomie im Jahr 2011 verdeutlichen zudem, dass Präventionsansätze im Bildungssystem mit beachtlichen Renditen für die öffentlichen Haushalte verbunden sind: ‚Die Prävention von Schulabbrüchen führt in einer mittleren Erfolgsvariante zu Nettorenditen von 7 % für die öffentlichen Haushalte und 12 % für die Sozialversicherungen. Den Maßnahmekosten von 9 Mrd €. stehen Bruttoerträge von 87 Mrd €. gegenüber, darunter 33 Mrd €. an Steuermehreinnahmen und 4 Mrd €. durch Einsparungen im Übergangssystem, das die Geförderten nicht mehr in Anspruch nehmen müssen. Die Erträge kumulieren sich über einen Zeitraum von 46 Jahren, der durchschnittlichen Anzahl an Erwerbsjahren. Die hohe Rendite resultiert zum einen aus relativ geringen Maßnahmekosten von € 9 Mrd. Zum anderen ist der erfolgreiche Schulabschluss mit einem deutlich geringeren Arbeitslosigkeitsrisiko verbunden, wodurch sich nicht nur die zu zahlenden Sozialleistungen verringern, sondern auch die Steuer und Sozialversicherungseinnahmen überproportional erhöhen. Die verbesserte Berufsorientierung an Hauptschulen ist mit einer Nettorendite von 11 % für die öffentlichen Haushalte verbunden und weiteren 13 % für die Sozialversicherungen. Diese Maßnahme ist aus staatlicher Sicht besonders lohnend. Den Investitionen von 6 Mrd €. stehen Einsparungen und langfristige Bruttoerträge von insgesamt 72 Mrd €. gegenüber. Die Rendite des Ausbaus zu gebundenen Ganztagsschulen ist mit 1 % Nettorendite für die öffentlichen Haushalte und 4 % für die Sozialversicherungen auf den ersten Blick relativ gering. Dies liegt einerseits an den – im Vergleich – hohen Investitionskosten von 26 Mrd. €, andererseits aber vor allem daran, dass diese Kosten vollständig auf die betrachteten zehn Alterskohorten verteilt werden, obwohl auch nachfolgende Schülerjahrgänge vom Ausbau der Ganztagsschulen profitieren. Verlängert man den Betrachtungshorizont um zehn weitere Jahrgänge, dann verdoppeln sich die Nettorenditen in etwa. Der Ausbau der Kindertagesstätten um zusätzliche 200.000 Plätze für unter Dreijährige weist eine Nettorendite von 8 % für die öffentlichen Haushalte auf; zusätzlich entfallen 9 % auf die Sozialversicherungen. Da vom Krippenausbau deutlich mehr Personen pro Jahr profitieren als von den anderen Bildungsreformen, sind die Ausbaukosten und die Ausgaben für nachfolgende Bildungsphasen mit 35 Mrd. € relativ hoch. Die Bruttoerträge summieren sich auf 311 Mrd. €, wovon 161 Mrd. € durch zusätzliche Steuereinnahmen generiert werden.‘ 37 (Dieter Dohmen, Justus Henke, Fiskalische Rendite präventiver Bildungsreformen, Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie, Berlin 2011, S. 30) In Deutschland wurden im Jahr 2009 164,6 Milliarden € für Bildung ausgegeben. Bildungsausgaben auf Bundesebene umfassen Personalausgaben (einschließlich Beihilfen und Sozialversicherungsbeiträge), Sachaufwand, Investitionsausgaben und unterstellte Sozialbeiträge für die Altersversorgung der im Bildungsbereich aktiven Beamten nach dem Konzept der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen. Nicht enthalten sind Abschreibungen, Finanzierungskosten, Ausbildungsvergütungen, Personalausfallkosten der Weiterbildungsteilnehmerinnen und -teilnehmer im Rahmen der betrieblichen Weiterbildung und die Versorgungszahlungen für im Ruhestand befindliche ehemalige Beschäftigte des Bildungsbereichs. Bei den Bildungsausgaben dominiert mit großem Abstand der Schulbereich. Im Jahr 2009 wurden allein für allgemeinbildende Bildungsgänge 57,5 Milliarden € aufgewendet, für den Elementarbereich 15 Milliarden €. Das deutsche Bildungswesen ist im Schulbereich geprägt durch ein öffentlich finanziertes Bildungsangebot. Im Elementarbereich und in der Weiterbildung sind private Haushalte sowie Organisationen ohne Erwerbszweck stärker an der Finanzierung beteiligt. Rund 80% der gesamten Bildungsausgaben wurden 2009 von Bund, Ländern und Kommunen aufgebracht. Vor allem im Elementarbereich spielt die Finanzierung durch die Gemeinden eine große Rolle. Übersicht: Bildung in Deutschland 2012, S. 37 Die jährlichen Ausgaben je Bildungsteilnehmer unterscheiden sich zwischen den Bildungseinrichtungen erheblich. Während 2009 für einen Gymnasiasten im Bundesdurchschnitt rund 6.200 € aufgewendet wurden, entfielen auf einen Grundschüler 4.800 €. Aufgrund der demografischen Entwicklung sowie bildungs- und finanzpolitischer Entscheidungen auf allen Ebenen stiegen die Ausgaben je Schüler an öffentlichen Schulen in jeweiligen Preisen von 4.300 € im Jahr 1995 auf 5.500 € im Jahr 2009. 38 Schulkosten in NRW Schulkosten sind die Personal- und Sachkosten. Kosten für die individuelle Betreuung und Begleitung einer Schülerin oder eines Schülers, durch die die Teilnahme am Unterricht in der allgemeinen Schule, der Förderschule oder der Schule für Kranke erst ermöglicht wird, gehören nicht zu den Schulkosten. Die Personalausgaben für das schulfachliche Personal des staatlichen Schulamts sowie Personalkosten für Lehrerinnen und Lehrer und das pädagogische und sozialpädagogische Personal an öffentlichen Schulen, deren Träger das Land oder eine Kommune ist, trägt das Land. Alle übrigen Personalkosten (z.B. für Schulhausmeister und Schulsekretariate) sowie Sachkosten (z.B. für Gebäudeunterhaltung und –ausstattung) trägt der Schulträger. 39 Bildungsausgaben in der Bildungsstadt Recklinghausen Im Produkthaushalt der Stadt Recklinghausen finden sich zahlreiche bildungsrelevante Produkte in verschiedenen Produktbereichen, die Bildungsangebote für Kinder in der Altersgruppe 0 – 9 Jahre finanziell unterstützen. Der folgende Überblick fasst die jährlichen Aufwendungen in den Bildungsprodukten zusammen: Produktbereich Schulträger aufgaben Produktnummer 003.211 003.212 003.215 003.217 003.218 003.221 003.241 003.242 003.243 Kultur und Wissenschaft 004.253 004.261 004.263 004.272 004.281 Kinder-, Jugendund Familienhilfe Produktbezeichnung Grundschulen Hauptschulen Realschulen Gymnasien Gesamtschulen Förderschulen Schülerbeförderung Gestaltung kommunaler Bildungs landschaften Sonstige schulische Aufgaben Museen Theater Musikschulen Medien und Information (Bücherei) Heimat- und sonstige Kulturpflege (Altstadtschmiede) Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen und in Tagespflege Jugendarbeit Tageseinrichtungen für Kinder Einrichtungen der Jugendarbeit Förderung des Sports Sportstätten und Bäder BgA Restauration Produktkosten 2011 (in €) 1.280.238 269.909 387.207 1.114.329 730.940 292.154 1.210.512 51.296 4.516.405 1.648.586 595.256 1.229.153 977.395 148.625 Produktkosten 2012 (in €) 1.042.023 306.451 406.220 1.010.453 593.953 279.866 1.222.947 91.671 4.700.597 1.772.427 615.981 1.280.452 980.242 117.973 006.361 006.362 006.365 006.366 1.986.521 1.427.034 25.213.165 1.655.808 517.138 7.677.099 1.665.484 1.558.590 1.363.616 27.117.714 1.644.687 398.341 8.873.851 1.801.507 Sportförderung 008.421 008.424 Wirtschaft und Tourismus 015.574 43.078.725 44.461.176 Tabelle: Bildungsausgaben im Produkthaushalt 2012 der Stadt Recklinghausen, Zusammenstellung: Kommunales Bildungsbüro September 2012 In 2012 beträgt der Anteil der Bildungsausgaben in den o.g. Produktbereichen 12,7 % des 40 gesamten städtischen Haushalts. Umgerechnet auf jeden Einwohner der Stadt werden 373 € pro Einwohner für die Bildungsanstrengungen in unterschiedlichen Bildungsbereichen der Stadt Recklinghausen verausgabt. Im Jahr 2011 waren es noch 359 €. Weitere Vergleichsdaten aus den Vorjahren liegen nicht vor. Die Tendenz ist seit Jahren ansteigend. In den letzten Jahren hat die Stadt Recklinghausen erhebliche Bildungsinvestitionen in den Recklinghäuser Schulen getätigt. Im Zeitraum von 1999 bis 2011 wurden rund 54,5 Mio € für verschiedene Bau- und Ausstattungsaktivitäten sowie rund 17,2 Mio € in den Bauunterhaltungsaufwand investiert. Die folgende Tabelle informiert über die wichtigsten Maßnahmen seit 1999: Jahr 1999 Baumaßnahmen 635.535 € Beispiele Renovierung Marie-CurieGymnasium 1997-2004 (2,7 Mio €) Erweiterung Bernard Overberg Realschule (3,2 Mio €), Fenstersanierungsprogramm 2000-2003 (1,5 Mio €) Ausstattung aller Schulen mit Neuen Medien, Funknetzen, Netzwerken und Medienecken 20012004 (1,0 Mio €) Sonderprogramm Gestaltung und Öffnung von Schulen (2,5 Mio €), Erweiterung Hauptschule Wasserbank (200.000 €) Erweiterung und Zusammenlegung der Astrid-LindgrenGrundschule 2003-2004: (1,9 Mio €) Erweiterung Gesamtschule Suderwich 2004-2007 (2,8 Mio €),Einrichtung von Offenen Ganztagsgrundschulen (2,9 Mio €), Dachsanierung Gymnasium Petrinum (800.000 €) Bauunterhaltung 766.053 € 2000 3.144.956 € 937.507 € 2001 2.384.665 € 859.513 € 2002 1.437.000 € 977.073 € 2003 2.363.000 € 1.634.506 € 2004 6.634.601 € 1.350.000 € 41 2005 6.520.400 € Einrichtung von Offenen Ganztagsschulen im Primarbereich (2,5 Mio €), PCB-Sanierung DietrichBonhoeffer-Realschule(1,4 Mio €), Brandschutzmaßnahmen (2,4 Mio €) Einrichtung von Offenen Ganztagsgrundschulen (1,5 Mio €), Neue Medien (390.000 €) Einrichtung Offener Ganztagsgrundschulen (620.000 €), Einrichtung einer Offenen GanztagsHauptschule (1,6 Mio €; Ausbau zweier Förderschulen (600.000 €), PCB-Sanierung GGS Im Kohlkamp (800.000 €) energetische Maßnahmen, Brandschutz, Umbau Naturwissenschaften Ausbau Ganztag Sekundarstufe I (1,1 Mio. €), Konjunkturpaket II (4,1 Mio €), Sporthalle Hittorf-Gymnasium (2 Mio €) energetische Sanierung Marienschule (480.000 €) Ausbau Ganztag Sekundarstufe I (1,1 Mio €) Umbau Sporthalle Markomannenstr. (1 Mio €) Konjunkturpaket II (4,2 Mio. €), Dietrich-BonhoefferRealschule (Küche und Aulafenster) (350.000 €) Umbau Friedrich-vonForellschule (130.000 €), Beleuchtungsmaßnahmen (100.000 €), Heizung und MSR-Technik FriedrichLudwig-Jahnschule (100.000 €) 1.540.807 € 2006 3.516.000 € 1.548.500 € 2007 5.590.000 € 1.551.000 € 2008 6.066.000 € 1.500.000 € 2009 8.200.000 € 1.500.000 € 2010 7.512.000 € 1.500.000 € 2011 510.000 € 1.500.000 € Summe 54.514.157 € 17.164.959 € 42 Bildungsstand der Bevölkerung Der Bildungsstand der Bevölkerung wird anhand von erreichten Bildungsabschlüssen betrachtet, welche die Zugangsmöglichkeiten zu weiterführenden Ausbildungsgängen sowie die Erwerbschancen und beruflichen Entwicklungswege maßgeblich bestimmen. Ein hoher Bildungsstand verbessert die Chancen auf eine individuelle Lebensführung und aktive Teilhabe am Leben. Bundesweit zeigt ein Vergleich der beruflichen Abschlüsse der Bevölkerung zwischen den 30 bis unter 35-Jährigen und den 60- bis unter 65-Jährigen einen Anstieg der Personen mit Hochschulabschluss um 6 %. Dies ist insbesondere auf das veränderte Bildungsverhalten von Frauen zurückzuführen (vgl. dazu Bildung in Deutschland, Bundesministerium für Bildung und Forschung 2010, S. 37 ff). Desweiteren ist festzustellen, dass bundesweit Personen ohne Migrationshintergrund im Durchschnitt einen höheren Bildungsstand aufweisen als Personen mit Migrationshintergrund. Beim beruflichen Bildungsabschluss ist der Anteil mit Personen mit Migrationshintergrund, die keinen beruflichen Abschluss haben, mit 39 % gut 27 % höher als bei Personen ohne Migrationshintergrund. Bei den 20 bis 30-jährigen verfügten 2008 17 % bundesweit weder über einen beruflichen Abschluss, noch nahmen sie an Bildungsmaßnahmen teil. Unter den Personen mit Migrationshintergrund sind es sogar 31 %. Dieser hohe Anteil ist vor allem auf die Herkunftsregionen Türkei und sonstige ehemalige Anwerbestaaten zurückzuführen, und hier insbesondere auf Frauen. Tabelle: Bildung in Deutschland 2010, Bundesministerium für Bildung und Forschung 2010, S. 38 Betrachtet man bundesweit den Bildungsstand der Elterngenerationen im Zeitvergleich, so liegt dieser im Jahr 2008 deutlich höher als 1996. 2008 leben über ein Drittel der schulpflichtigen Kinder in Familien, in denen ein Elternteil die Hochschulreife besitzt, während ein Viertel in Familien lebt, in denen kein Elternteil einen höheren Bildungsabschluss als den Hauptschulabschluss besitzt. Dies bedeutet eine Umkehr der Verhältnisse von 1996, Ursächlich ist der anhaltende Anstieg des Bildungsstandes der Bevölkerung. 43 Grafik: Bildung in Deutschland 2010, Bundesministerium für Bildung und Forschung 2010, S. 39 Auffallend ist allerdings, dass im gleichen Zeitraum der Anteil der Kinder in Familien ohne allgemeinen Schulabschluss von 2,7 auf 4 % gestiegen ist. Dieser Anstieg ist vor allem in den Ballungsräumen zu beobachten. Während 1996 in den Ballungsräumen 5,7 % der Kinder in Familien lebten, in denen kein Elternanteil einen Schulabschluss erworben hatte, waren dies 2008 schon 8,3 %. In NRW waren im Jahr 2010 5,1 % der 18 – 65 jährigen Bevölkerung ohne allgemeinbildenden Abschluss. Von Menschen mit Migrationshintergrund waren 14.2 % der Männer und 16 % der Frauen ohne allgemeinbildenden Schulabschluss (vgl. www.integrationsmonitoring.nrw.de / Indikator D) Wie der Gesundheitsbericht 2010 ‚Vielfalt der Lebenswelten‘ des Kreises aus dem Jahr im Rahmen der Auswertung der Schuleingangsuntersuchungen in den Jahren 2006 – 2009 kreisweit aufzeigt, wuchsen in Recklinghausen rund 32 % der Kinder im o.g. Zeitraum in einer Familie auf, in der Deutsch nicht die Alltagssprache ist. (vgl. dazu: Gesundheitsberichterstattung ‚Vielfalt der Lebenswelten‘, Lebenssituation, Entwicklung und Gesundheit der Einschulungskinder, Kreis Recklinghausen 2010, S. 18 ff). Wie im Gesundheitsbericht weiter aufgezeigt wird, ist in Recklinghausen eine hohe regionale Disparität der Bildungsstände von Eltern im Stadtgebiet festzustellen: Lebt in den südlichen Stadtteilen und in der Innenstadt ca. 30 % der Kinder in Familien mit niedrigem Bildungsstand, so wächst in den nördlichen und westlichen Stadtteilen nahezu jedes 2. Kind in Familien mit hohem Bildungsstand auf. 44 Darstellung: Gesundheitsberichterstattung ‚Vielfalt der Lebenswelten‘, Lebenssituation, Entwicklung und Gesundheit der Einschulungskinder, Kreis Recklinghausen 2010, S. 22 ff 45 Die Bildungsstadt Recklinghausen Bildungsmöglichkeiten in der Stadt Recklinghausen Zeichnung: Bildungswege in der Stadt Recklinghausen, Kommunales Bildungsbüro 2012 Der Prozess der Bildung, Betreuung und Erziehung von Kindern beginnt in der Familie. Diese nimmt eine zentrale Stellung im kindlichen Lebenslauf ein und spielt als primäre Sozialisationsinstanz und als Ort der Bildung eine wesentliche Rolle für den Verlauf der Bildungsbiografie. Dies trifft in besonderer Weise auf die frühe Kindheit zu, gilt aber für das gesamte Kinder- und Jugendalter. Der Bildungsbericht Ruhr führt dazu aus: ‚Dass wichtige Lern- und Bildungsprozesse außerhalb des formalen Bildungssystems stattfinden, etwa in Familien oder der außerschulischen Bildungsarbeit, ist heute unbestritten. Auch wenn Bildung und Lernen von Politik und Öffentlichkeit immer noch vorrangig der Schule, Hochschule und Berufsausbildung zugeordnet werden, lasst sich zunehmend beobachten, dass außerschulische, haufig als „informell“ bezeichnete Lernprozesse, -möglichkeiten und -orte als „die andere Seite der Bildung“ in den Blick von Wissenschaft , Öffentlichkeit und Politik geraten und ihre Potenziale als bedeutende gesellschaftliche Ressource erkannt werden. Bereits 1972 stellt die UNESCO fest, dass etwa 70 % dessen, was Menschen wissen und können, informell gelernt wird. Die formale Bildung stellt somit – um es bildlich auszudrücken – nur den sichtbaren Gipfel des gesamten Eisbergs Bildung dar.‘ (vgl. Bildungsbericht Ruhr, Herausgegeben vom Regionalverband Ruhr, Münster 2012, S. 187 ff). 46 In der Bildungsberichterstattung sowie in der Betrachtung von Bildungslandschaften hat sich eine Ausdifferenzierung von formalen, non-formalen und informellen Bildungsmöglichkeiten und -erfahrungen begrifflich durchgesetzt. Formale Bildung: Unter formaler Bildung wird das planmäßig organisierte, gesellschaftlich legitimierte und überprüfte Lernen in besonderen, ganz auf Lehren und Lernen bzw. Curricula und mit klarer Zielsetzung gefasst. Hierzu gehört das hierarchisch strukturierte und zeitlich aufeinander aufbauende Schul, -Ausbildungs- und Hochschulsystem mit weitgehend verpflichtendem Charakter und Leistungszertifikaten. Nonformale Bildung Unter nonformaler Bildung wird jede Form organisierten und geplanten Lernens außerhalb formaler schulischer Institutionen verstanden, die generell freiwilliger Natur ist und Angebotscharakter hat wie etwa Kindertageseinrichtungen, Familienbildungsstätten, Volkshochschulen, alle Arten von Vereinen und Initiativen sowie religiöse Bildungseinrichtungen. Non-formale Bildungsorte sind dementsprechend strukturierte und rechtlich geregelte Institutionen außerhalb des formalen Bildungssystems. Dabei ist festzustellen, dass Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege einen eigenständigen Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag haben. Das Gesetz zur frühen Bildung und Förderung von Kindern (Kinderbildungsgesetz KiBiz) stellt in § 13 heraus, dass Tageseinrichtungen die Bildung, Erziehung und Betreuung nach einem eigenen träger- oder einrichtungsspezifischen pädagogischen Konzept durchführen. Der Kindergarten ist eine sozialpädagogische Einrichtung und hat neben der Betreuungsaufgabe einen eigenständigen Erziehungs- und Bildungsauftrag als Elementarbereich des Bildungssystems. Die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung des Kindes sowie die Beratung und die Information der Erziehungsberechtigten sind von wesentlicher Bedeutung. Der Kindergarten ergänzt und unterstützt dadurch die Erziehung des Kindes in der Familie. Informelle Bildung Der Begriff beschreibt das, was vor, neben und nach Schule, Hochschule und Berufsausbildung an Lernen und Bildung geschieht. Informelle Bildung meint ungeplante – und teilweise auch unbewusste – Bildungsprozesse, die überall im Alltag, im Familienkreis und in der Freizeit, aber auch in Bildungsinstitutionen stattfinden können. Informelle Bildungsorte können Spiel- oder Sportplätze, Bibliotheken, das Kino, Museen oder auch das Radio oder das Internet sein. Zu den Wechselwirkungen führt der Bildungsbericht Ruhr aus: ‚Informelle Bildung ist einerseits Voraussetzung und andererseits Fortsetzung formaler Bildungsprozesse. Die Bildungsprozesse in den Institutionen des formalen Bildungssystems bauen in ganz zentraler Weise auf vorrangigen und begleitenden informellen und nonformalen Lern- und Bildungsprozessen auf und sind, um erfolgreich zu sein, auf diese angewiesen. Formale Bildung (in Schule, Hochschule und Berufsausbildung), nonformale Bildung (etwa in der Jugendarbeit oder der Erwachsenenbildung), informelle Bildung (etwa in der Familie oder der Gleichaltrigengruppe) stehen in einem komplexen Wechselwirkungsverhältnis zueinander und machen erst in ihrer Summe das aus, was die Einzelnen brauchen, um sozial, kulturell, politisch und ökonomisch teilhabefähig zu sein. Allerdings findet zunehmend eine Entgrenzung der Bildungsorte und -modalitäten statt. Die Grenzen zwischen einzelnen Lebensbereichen und Bildungsorten verwischen. 47 Informelle Bildung findet auch an Orten des formalen Bildungssystems und formales Lernen findet auch im informellen Bereich statt, etwa beim Computer-Lernen in Freizeit und Schule oder beim häuslichen Vokabellernen für die Schule. Längst ist Schule nicht mehr nur ein Ort der Wissensvermittlung, sondern auch ein Ort, an dem Kinder und Jugendliche einen großen Teil ihrer Freizeit verbringen und gestalten. Die Ausweitung der Ganztagsschule in Kooperation mit außerschulischen Trägern eröffnet neue Möglichkeiten der Gestaltung von Lernprozessen und führt informelle und nonformale Bildung an formale Bildung heran.‘ (Zitat: Bildungsbericht Ruhr, Herausgegeben vom Regionalverband Ruhr, Münster 2012, S. 188). Die Bildungsstadt Recklinghausen hält zahlreiche formale, non-formale und informelle Bildungsmöglichkeiten vor. Neben Kindertageseinrichtungen und zahlreichen nonformalen und informellen Angeboten zur Familienbildung im frühkindlichen Bereich, den allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen existieren die Westfälische Hochschule sowie eine Volkshochschule als bedeutendster Weiterbildungseinrichtung im Sprachenerwerb. Zahlreiche Bildungsträger unterbreiten Angebote zur beruflichen Weiterbildung. Informelle Lernwelten auf Sport- und Spielplätzen oder in musischkulturellen Einrichtungen sind im gesamten Stadtgebiet vorhanden: Anzahl Frühkindliche Bildung und Kindertagesbetreuung Kindertagesstätten … davon als Familienzentren geführt Allgemeinbildende Schulen Grundschulen Hauptschulen Realschulen … davon in freier Trägerschaft Gymnasien Gesamtschulen Förderschulen Schule für Menschen mit Behinderung in Trägerschaft der Caritas Berufskollegs Hochschule Nonformale-Bildung Volkshochschule Musikschule Öffentliche Bibliotheken Theater Kino Museen Lernwelten für Kinder und Jugendliche Kinderspielplätze Sportplätze, Sporthallen, Frei- und Hallenbäder Jugendzentren und Jugendtreffs Familienbildung Familienbildungsstätten Sportvereine Tabelle: Bildungsmöglichkeiten in der Stadt Recklinghausen Zusammenstellung: Kommunales Bildungsbüro, September 2012 55 46 17 2 4 1 5 3 3 1 5 1 1 1 9 1 1 6 83 72 14 2 110 48 Vorschulische Bildung, Betreuung und Erziehung Bildung beginnt mit der Geburt. Noch bis Ende der 60er Jahre ging selbst die wissenschaftliche Forschung davon aus, dass bei Säuglingen und Kleinkindern noch keine Bildungsfähigkeit gegeben sei. Heute ist allgemeiner Kenntnisstand, dass Bildung in früher Kindheit von größter Bedeutung für das weitere Bildungsgeschehen in Kindheit und Jugend ist. Bildung beginnt bereits mit der Geburt und spätere Bildungsprozesse sind in hohem Maße von den Voraussetzungen abhängig, die bereits dort geschaffen worden sind. Wichtige Impulse hat dieser Erkenntnisprozess durch die Ergebnisse der Säuglings- und Hirnforschung erfahren. Ein wichtiges Ergebnis war, dass frühe Erfahrungen und Lernprozesse neuronale Strukturen „prägen“, die die hirnbiologische Grundlage für alle weiteren Lernprozesse bis hin zum Erwachsenenalter bilden. Demzufolge würde ein Mangel oder Fehlen an frühen anregenden Umwelteinflüssen zur Unterentwicklung, Fehlentwicklung oder auch Abbau neuronaler Verschaltungen führen. Und umgekehrt, dass es insbesondere die ganz frühen Erfahrungen sind, also die ersten Wochen und Monate nach der Geburt, die vermutlich das Gehirn am nachhaltigsten formen. Ebenso ist ein wichtiges Merkmal früher kindlicher Gehirnentwicklung, dass es „sensible Phasen“ gibt, also mehr oder weniger scharf begrenzte Zeitfenster, in denen sich bestimmte Verhaltensweisen und Hirnleistungen entwickeln. Sie dürfen also nicht ungenutzt verstreichen, sondern müssen für die entsprechenden Fähigkeiten (z.B. Spracherwerb usw.) ausgeschöpft werden. Eng gekoppelt an diesen Erkenntnissen ist die Frage, ob Eltern und Erzieher die funktionelle Reifung des Gehirns optimal fördern können. Weil aber das Lernen in dieser frühen Phase ganz wesentlich von der Beziehung und dem Dialog zwischen Eltern/Erzieher und Kind ist, ist es notwendig die Quantität und Qualität dieser Beziehung in den Blick zu nehmen. Beobachtungen und Befunde an Heimkindern zeigen hier ganz klar, dass z.B. ein Mangel an emotionaler Zuwendung verheerende Wirkung auf die Entwicklung kognitiver und emotionaler Fähigkeiten hat. Durch frühe Interaktionen zwischen Eltern/Erzieher und Kind wird die Beziehung „erfahrbar“ gemacht, Bildungsanlässe geschaffen, Inhalte dieser Welt vorgestellt und dem Kind die Möglichkeit gegeben, diese sich zu eigen zu machen. Bildung bei Säuglingen und Kleinkindern ist nicht die Bildung im klassischen traditionellen Verständnis, sondern diesen Erkenntnissen liegt ein ganz neu definierter Begriff von Bildung zugrunde, die ein Umdenken erfordern. Bildung im ersten Lebensjahr Die Einführung des „Elterngeldes“ zum 01.01.2007 führte zu einer größeren Wahlfreiheit für berufstätige Eltern mit Kindern im ersten Lebensjahr. Das Elterngeld ersetzt anteilig das Einkommen Berufstätiger in den ersten 12 Lebensmonaten des Kindes und gibt ihnen so eine Wahlfreiheit zwischen Beruf und persönlicher Kinderbetreuung. Dies hat dazu geführt, dass der Anteil von Kindern unter einem Jahr in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege bei 1% - 2% liegt. Nur in besonderen Notlagen oder Ausbildungssituationen kommt es zu einer Betreuung von Kindern unter einem Jahr in Kindertageseinrichtungen oder Kindertagespflege. Kindertageseinrichtungen sind hierfür 49 auch nicht ausreichend mit Personal ausgestattet, weil das Kinderbildungsgesetz in der Finanzierung keine Unterscheidung zwischen Kleinstkindern in den ersten Lebensmonaten oder Kinder mit fast drei Jahren vornimmt. Bildung für Kinder im ersten Lebensjahr ist somit Bildung in der Familie. Erste Begegnungen mit Institutionen außerhalb der Familie finden in Angeboten der Familienbildung statt. Manche Eltern besuchen „Babyschwimmen“, andere Eltern-KindKurse. Besonders bekannt ist das sogenannte „Prager-Eltern-Kind-Programm“, bekannter als „PEKiP-Kurs. Hier treffen sich Eltern mit Kindern im ersten Lebensjahr unter fachlicher Anleitung durch eine ausgebildete pädagogische Fachkraft. In einer Krabbelgruppe mit in der Regel acht Kindern werden Eltern unterstützt, ihr Kind besser kennenzulernen und zu fördern. Besonders wertgeschätzt wird von Eltern der gemeinsame Erfahrungsaustausch in einer Lebenslage, die für die meisten eine ganz neue und unbekannte ist. Bildungsprozesse im ersten Lebensjahr werden angeregt durch Spiel-, Bewegungs- und Sinneserfahrungen. Kinder erschließen sich mit jeder neuen Anregung und Erfahrung ein Stück mehr die Welt, beginnen sich zu drehen, zu robben, sich aufzusetzen und schließlich zu stehen. Sie berühren, fühlen mit allen Sinnen, den Händen, dem Mund. Sie schmecken und hören, beginnen Laute zu formen und nehmen Kontakt zu anderen Menschen auf. Alles dies sind Bildungsprozesse, die durch eine Fachkraft unterstützt werden kann, weil junge Eltern vieles nicht wissen und sich in ihrer Elternrolle erst erproben und Erfahrung sammeln müssen. In dieser Elternbegleitung liegt die große Bedeutung der Familienbildung. In Recklinghausen werden fast alle Familien mit neugeborenen Kindern besucht. Eltern werden auf die Programme der Familienbildungsstätten aufmerksam gemacht. Dort wo das Geld nicht reicht, bekommen Familien einen Gutschein für die Teilnahme an einem PEKiP-Kurs. Inzwischen gibt es in allen Stadtteilen in jedem dritten Familienzentrum PEKiP-Kurse (18 Familienzentren). Bis auf wenige Ausnahmen ist jede Kindertageseinrichtung inzwischen ein Familienzentrum mit vielfältigen Angeboten für die Familien ihrer Kindertageseinrichtung und im Stadtteil. Ein großer Schwerpunkt sind dabei im ersten Lebensjahr „PEKiP-Kurse“, um bereits so früh wie möglich Familien in der Begleitung Schwerpunkt der Angebote für Mütter und Väter mit Kindern im ersten Lebensjahr. Einige Eltern besuchen mit ihren Kindern im ersten Lebensjahr noch einen Kurs „Babyschwimmen“ oder „Babymassage“. Diese frühe Bildungsarbeit der Familienbildungsstätten Familienzentren ist eine wachsende Bildungserfolgsgeschichte. zusammen mit den Mit den Neugeborenenbesuchen konnten gezielt Familien informiert und zur Teilnahme motiviert werden. Ein neues niederschwelliges Konzept von PEKiP, das an die Bedürfnisse der Familien angepasst wurde, sprach viele Familien sehr an. Parallel dazu erhielten die Familien Informationen über Ernährung, Vorsorge und weitere Angebote in den Familienzentren. Damit wurden bereits 2010 allein in den Familienzentren 193 Kinder mit ihren Familien erreicht, fast ein Viertel aller neugeborenen Kinder. Die Bedarfe der Familien konnten letztlich mit den vorhandenen Angeboten nicht ausreichend abgedeckt werden, so dass ein weiterer Ausbau von PEKiP Angeboten angestrebt wurde. Ab dem Sommer 2011 wurden erneut Erzieherinnen zu PEKiP Gruppenleitungen qualifiziert. 50 Angestrebt wird, dass möglichst alle Eltern ihren PEKiP-Kurs „um die Ecke“ besuchen können ohne ihr Kleinkind mit Auto oder Bus zum anderen Ende der Stadt transportieren zu müssen. Wenn dann auch der Kita-Platz in diesem Familienzentrum zur Verfügung steht, dann wird das Bildungs-Leben als Familie unterstützt und erleichtert – und dafür sind Familienbildung und Familienzentren gemeinsam da! Bildung im zweiten und dritten Lebensjahr Zum 01.08.2013 hat der Bundesgesetzgeber jedem Kind ab dem vollendeten ersten Lebensjahr einen Betreuungsplatz in einer Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflege zugesagt, so die Eltern dies wünschen. Es besteht ein Rechtsanspruch, dass dieser Platz von den Kommunen zur Verfügung gestellt wird. Zukünftig wird somit voraussichtlich mehr als die Hälfte der Ein- und Zweijährigen eine Kindertageseinrichtung oder ein Kindertagespflegeangebot besuchen. Bei den Zweijährigen werden es nach Schätzungen mehr als 70% sein. Die Aufnahme in einer Tagespflegestelle oder in einer Kindertageseinrichtung bedeutet für die meisten dieser Kinder eine wesentliche - und oftmals auch erste - Erweiterung ihres sozialen Umfeldes. Nachdem der Alltag bislang eng von Mutter und/oder Vater begleitet war, treten nun Tagesmutter, Erzieherinnen und viele andere Kinder in das engere Umfeld. Die Zwei- und Dreijährigen sind gefordert, sich in neuer Umgebung zu orientieren, Räume und Material zu erobern. Aktiv und forschend entdecken Kinder in diesen Jahren ihre Umwelt. In der Kindertagesbetreuung machen sie vielfältige Erfahrungen mit Menschen, Dingen und Wörtern und gelangen darüber zu neuen Möglichkeiten des Handelns, Fühlens und Denkens in der sozialen und materiellen Welt. Durch das Erlernen selbständigen Essens und Trinkens u.a. kultureller Praktiken entwickeln sie zunehmend Autonomie. Zu den besonderen Entwicklungsaufgaben im zweiten und dritten Lebensjahr gehört es, das eigene Wollen und Handeln aufeinander abzustimmen und sich dabei an die gegebenen Bedingungen der Umwelt anzupassen, an sozialen Prozessen teilzuhaben und sie zu beeinflussen. Es ist ein Weg zur Entwicklung von Selbstbewusstsein, Eigenständigkeit und Identität und damit werden die Grundlagen eines jeden Bildungsprozesses geschaffen. Tagespflegestellen und Tageseinrichtungen als Bildungsorte unterstützen die unter dreijährigen Kinder durch die Möglichkeit stabiler emotionaler Beziehungen und schaffen für sie die Voraussetzungen, sich die Umwelt aktiv und entdeckend zu erschließen. Durch entsprechende Raum- und Tagesgestaltung in der Einrichtung finden die Kinder sowohl Kontinuität und haltgebende Rituale wie auch herausfordernde Spiel- und Gestaltungsanregungen, Interaktions-, und Bewegungsmöglichkeiten. Die betreuten Kinder können ihre Entwicklungs- und Selbstbildungspotenziale vielseitig erproben und ausschöpfen und vielfältige Erfahrungen machen. Bildung ab dem dritten Lebensjahr bis zum Schulbeginn Der Eintritt in die Kindertagesstätte erfolgt immer früher. So ist jetzt schon ein Teil der Kinder bereits in einer Kindertageseinrichtung, wenn sie drei Jahre alt werden. Dieser Anteil wird künftig weiter ansteigen. Mit drei Jahren stehen die Kinder vor einem „Bildungsübergang“. Wer erstmals in die Kindertageseinrichtung kommt, steht vor dem großen Schritt von der Familie in eine neue, 51 fremde Institution. Daran muss man sich erst gewöhnen. Hierzu gibt es sehr professionelle Eingewöhnungskonzepte in allen Kindertageseinrichtungen. Kinder, die eine Krippengruppe in der Kindertageseinrichtung besucht haben, stehen vor einem Wechsel in eine Kindergartengruppe. Auch dies ist eine große Herausforderung. Die neue Gruppe ist mehr als doppelt so groß und alle Kinder sind älter, erfahrener und meist auch größer. Da muss man sich erst einmal zurechtfinden. Viele neue Eindrücke müssen verarbeitet werden und sich in das Weltbild des Kindes integrieren. Neben den Eltern spielen nun die Erzieherinnen eine wichtige Rolle. Sie begleiten das Kind auf den neuen Wegen, sind Tröster und bauen Brücken zu anderen Kindern. Sie erschließen mit den Kindern neue Räume und begleiten seinen individuellen Entwicklungsweg bis zum Eintritt in die Schule. Kinder entwickeln dabei ihre ganz eigene Lern- und Bildungsgeschichte in einer Umgebung, die vielfältige Erfahrungen und Entwicklungen möglich macht. Lern- und Lebensbegleiter sind nun neben den Eltern auch die Fachkräfte der Einrichtung. Kinder erfahren damit eine neue Form von Beziehung und Bindung, die sie nach und nach auch auf andere Kinder ausweiten können. So entstehen Freundschaften, Spielpartnerschaften, Interessengemeinschaften und ein Übungsfeld für emotionales, soziales Miteinander. Bildung umfasst den ganzen Menschen und meint im besten Sinne Basiskompetenzen, die jeder Mensch von Beginn an schrittweise erlernt, um am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Um sich zu verstehen ist eine gemeinsame Sprache wesentlich. Die Spracharbeit bildet deshalb einen wesentlichen Schwerpunkt in Kindertageseinrichtungen im Besonderen dort, wo Kinder eine andere Muttersprache mitbringen. Kinder sind begeisterte Entdecker, sie entfalten auf unterschiedliche Weise ihre Neugier. Sie toben, turnen, hüpfen, spielen, singen, trommeln, malen, schneiden, verkleiden sich, ordnen an, sortieren, gestalten, erzählen, forschen, streiten, schlichten, reden, kämpfen, fühlen um sich die Welt zu erschließen. All diese Formen sind Zugänge zum eigenen Lernen, kleine Bildungsgeschichten die vielfältige Bildungsbereiche abbilden: Bewegung, Körper, Gesundheit, Sprache/Kommunikation, soziale emotionale Intelligenz, Musik, Mathematik, Umwelt, Medien. Das pädagogische Konzept der Kita ist auf diese vielfältigen Bildungsbereiche abgestimmt und fördert somit das Kind in seiner gesamten Entwicklung. Eltern und Fachkräfte der Einrichtung haben einen gemeinsamen Auftrag zum Wohle des Kindes und bilden im besten Falle eine Erziehungspartnerschaft. Die Aufgabe der pädagogischen Fachkräfte umfasst dabei auch die professionelle Einschätzung des Entwicklungsstandes eines Kindes. Auf der Grundlage eines systematischen Beobachtungsmanagements werden Entwicklungen der Kinder erfasst und im Elterngespräch thematisiert. Dieses Handlungsinstrument ist wichtig, um die individuelle Förderung und Begleitung von Kindern zu gewährleisten und jedem Kind einen guten Start in die Schule bieten zu können. Der Bildungsübergang – Von der Kindertageseinrichtung in die Schule Der Wechsel vom Kindergarten in die Schule ist ein bedeutsamer Schritt für die zukünftigen Erstklässler, deren Gefühle oftmals zwischen Freude und kleineren oder auch größeren Ängsten wechseln. Aber auch Eltern müssen sich ungewohnten Herausforderungen und einer neuen Rolle stellen. Viel Verantwortung liegt in dieser Zeit bei den Expertinnen in Kindertageseinrichtungen und Schulen. In einer kommunalen Verantwortungsgemeinschaft müssen alle Akteure „rund um das Kind und seiner Familie“ in einem wechselseitigen Aushandlungs- und Zielfindungsprozess treten, um die richtigen Angebote für die Kinder und ihre Eltern konkret im Sozialraum entwickeln zu können. 52 Die Stadt Recklinghausen hat aus diesem Grund sieben Bildungsregionen - bestehend aus Kindergärten und Schulen im Primarbereich - gegründet. Damit gibt es nun eine Struktur, um die Prozesse für eine Verbesserung der frühkindlichen Bildungs- und Erziehungschancen im Übergang von der Kindertageseinrichtung zur Schule zu unterstützen. Die Erfahrungen aus den Bildungsregionen werden in einer Lenkungsgruppe zusammengeführt und dort gesamtstädtisch gebündelt, mit dem Ziel, den Übergang in die Schule so erfolgreich wie nur möglich auszugestalten. Die Stadt Recklinghausen verfügte derzeit über 55 Kindertageseinrichtungen. 50 Kindertageseinrichtungen im Stadtgebiet halten derzeit Betreuungsangebote für Kinder unter 3 Jahren vor. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über deren Struktur. Anzahl 55 14 22 7 4 2 4 2 Kindertageseinrichtungen davon … … Stadt Recklinghausen … Katholische Kirche / Caritas … Evangelische Kirche / Diakonisches Werk … Arbeiterwohlfahrt / AWO … Verein für Jugendheime … Elterninitiativen … Privatgewerbliche Kindertageseinrichtungen Tabelle: Möglichkeiten der Kindertagesbetreuung in der Stadt Recklinghausen, Kommunales Bildungsbüro 2012 53 54 Vertraglich vereinbarte Betreuungszeit in Kindertageseinrichtungen 2008/2009 Anzahl der Plätze … davon 25 Stunden … davon 35 Stunden … davon 45 Stunden 3.328 298 1.887 1.143 2009/2010 3.263 228 1.819 1.216 2010/2011 3.280 234 1.684 1.362 2011/2012 3.234 204 1.590 1.440 Tabelle: Vertraglich vereinbarte Betreuungszeit in Kindertageseinrichtungen (Kindergartenjahre 2008/2009 – 2011/2012) , Datenauswertung der Daten aus kibiz.NRW Kinder in Kindertagesbetreuung in Recklinghausen (2009 – 2011) 2009 Kinder … davon mit nichtdeutscher Muttersprache … davon Plätze für unter 3jährige Kinder 3016 1046 100 % 34,7 % 2010 3298 1149 100 % 34,8 % 2011 3288 1148 100 % 34,9 % 457 13,9 % 529 16,1 % … davon mit nichtdeutscher Muttersprache 98 21,4 % 139 26,3 % … davon Plätze für über 3-jährige Kinder 2841 86,1 % 2759 83,9 % … davon mit nichtdeutscher Muttersprache 1051 36,9 % 1009 36,6 % Tabelle: Kinder in Kindertagesbetreuung in Recklinghausen (2009 – 2011) Datenerhebung: jährliche Eigenerhebung in den Kindertageseinrichtungen im Fachbereich Kinder, Jugend und Familie; mit der detaillierten Befragung wurde erst 2010 begonnen. 55 Entwicklung der Kindertagespflegeangebote in Recklinghausen 2006 Kinder im gesamten Stadtgebiet 0 -14 Jahre davon Kinder im Alter GS Kinder im gesamten Stadtgebiet 0 Jahre bis Grundschule Unter Dreijährige davon nur Betreuung in Kindertagespflege Randzeitenbetreuung unter Dreijährige tätige Tagespflegepersonen 98 10 2007 133 12 2008 215 17 2009 196 12 2010 226 20 2011 255 20 88 121 198 184 206 235 38 35 42 39 65 58 64 60 77 70 101 99 3 64 3 78 7 86 4 97 7 101 2 105 Tabelle: Entwicklung der Kindertagespflegeangebote in der Stadt Recklinghausen Stadt Recklinghausen, Kommunales Bildungsbüro und Fachbereich Kinder, Jugend und Familie 56 Kinder in integrativer Erziehung und heilpädagogischen Gruppen in den Recklinghäuser Kindertageseinrichtungen Kinder mit Behinderungen und von Behinderung bedrohte Kinder im Vorschulalter werden in Recklinghausen in einem Kindergarten mit heilpädagogischen Gruppen, einem Sprachheilkindergarten in der Nachbarstadt Herten und integrativ in Regeleinrichtungen (Familienzentren/Kindertageseinrichtungen unter 6 Jahren) betreut. Integrative Erziehung wird finanziell seitens des Landschaftsverbandes Westfalen Lippe (LWL) als überörtlichem Träger der Sozialhilfe sowie gemäß KiBiz (Kinderbildungsgesetz NRW) unterstützt. Der LWL übernimmt anteilig behinderungsbedingte Mehrkosten für bis zu vier Kinder in einer Einrichtung und gibt der integrativen Förderung von Kindern mit Behinderung in Kindertageseinrichtungen grundsätzlich Vorrang vor der Förderung in heilpädagogischen Einrichtungen. Gemäß KiBiz erhält der Träger einer Einrichtung eine erhöhte Kindpauschale für jedes Kind mit einer Behinderung oder drohenden Behinderung, vorausgesetzt der LWL hat die wesentliche Behinderung im Sinne des §53 SGB XII festgestellt. Insgesamt stellte sich der Anteil der drei- sechsjährigen Kinder in integrativer oder heilpädagogischer Tagesbetreuung zu Beginn des Kindergartenjahres 2012/2013 (Stichtag 01.09.2012) in Recklinghausen wie folgt dar: 2010 Kinder in integrativer Erziehung Kinder im Sprachheilkindergarten Kinder im heilpädagogischen Kindergarten gesamt prozentual zur Gesamtzahl 126 10 25 161 5,7 % 2011 126 9 25 160 5,9 % 2012 121 8 24 153 5,7 % Tabelle: Kinder in integrativer Erziehung und heilpädagogischen Gruppen in den Recklinghäuser Kindertageseinrichtungen / Datenerhebung: Stadt Recklinghausen, Kommunales Bildungsbüro und Fachbereich Kinder, Jugend und Familie, September 2012 57 Elternbeiträge und Einkommensverhältnisse der Eltern in den Recklinghäuser Kindertageseinrichtungen 2010/2011 Anzahl der Kinder Einkommensgruppe bis 17.500 € Einkommensgruppe bis 30.000 € Einkommensgruppe bis 45.000 € Einkommensgruppe bis 70.000 € Einkommensgruppe über 70.000 € 2.846 1.238 424 494 407 283 100 % 43,5 % 14,9 % 17,4 % 14,3 % 9,9 % Tabelle: Elternbeiträge und Einkommensverhältnisse der Eltern in Kindertageseinrichtungen Datenerhebung: Stadt Recklinghausen, Kommunales Bildungsbüro und Fachbereich Kinder, Jugend und Familie Die Gesamtanzahl der Kinder ist im Vergleich zu den vorherigen Tabellen hier niedriger, weil bei Auswertung die beitragsbefreiten Geschwisterkinder nicht mit erfasst werden. Innerhalb der Stadt Recklinghausen ist eine breite Streuung der Elternbeitragsstruktur vorzufinden. Die niedrigsten Jahresdurchschnittsbeträge pro Kind und Kita sind in Recklinghausen Süd (Niedrigster Jahresbeitrag: 262 €) und im Paulusviertel (Niedrigster Jahresbeitrag: 273 €) zu verzeichnen. Die höchsten Jahresdurchschnittsbeträge pro Kind und Kita (Höchster Jahresbeitrag: 2.112 €) werden im Nord- und Westviertel von Eltern gezahlt. Im Kindergartenjahr 2011/2012 lag der durchschnittlich zu zahlende Elternbeitrag bei 868 € im Stadtgebiet. In den Süder Stadtteilen lag der Durchschnittsbetrag bei 481 €. 58 Umfang und Intensität der Delfin 4 - Sprachförderung in den Recklinghäuser Kindertageseinrichtungen Gesamt 2008 2009 2010 2011 902 968 941 842 Förderung 230 270 284 206 25,5 % 27,9 % 30,2 % 24,5 % Tabelle: Umfang und Intensität der Delfin 4 - Sprachförderung in Kindertageseinrichtungen Stichtag 30.09. des jeweiligen Jahres, Eigenerhebung des Kommunalen Bildungsbüros auf der Grundlage der Daten des Schulamts für den Kreis Recklinghausen Delfin 4 ist als Instrument entwickelt worden und in NRW erstmals 2007 flächendeckend eingesetzt worden, um feststellen zu können welche Kinder zwei Jahre vor der Einschulung noch Sprachförderbedarf haben. Das sind • • Kinder mit Deutsch als Erstsprache, die nicht altersgerecht entwickelte Fähigkeiten in Deutsch aufweisen und Kinder mit nichtdeutscher Erstsprache, die nur über unzureichende Deutschkenntnisse verfügen. Kinder, die im Rahmen dieses Delfin 4 - Verfahrens positiv getestet wurden, erhalten in einer Tageseinrichtung für Kinder eine spezielle Sprachförderung, mit der die Sprachentwicklung positiv beeinflusst werden soll. Die abgebildete Tabelle stellt die Vierjährigen des jeweiligen Jahrgangs dar, die im Rahmen der gesetzlichen Delfin 4 - Testungen untersucht und als positiv getestet wurden. Diese Kinder erhalten in einer Tageseinrichtung für Kinder eine spezielle und individuelle Sprachförderung, die sie auf einen guten Übergang in die Grundschule vorbereiten soll. Unabhängig von der Delfin 4 - Testung und der daraus resultierenden Sprachförderung hat die Stadt Recklinghausen die Bildungsvereinbarung Sprache entwickelt. Die Stadt Recklinghausen treibt seit zehn Jahren intensiv verschiedene Initiativen zur Sprachförderung voran. Dies aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven und unter Federführung verschiedener Fachbereiche bei zunehmender Abstimmung und Vernetzung. Die Recklinghäuser Bildungsvereinbarung Sprache bündelt die Erfahrungen, die in der Zusammenarbeit zwischen Schulen im Primarbereich, Kindertageseinrichtungen, Stadt und Schulaufsicht in den vergangenen Jahren gemacht worden sind. Die Stadt Recklinghausen strebt die Unterstützung der Bildungsbiographien von Kindern unabhängig von sozialer Herkunft und Nationalität an. Voraussetzung dafür ist die Entwicklung eines guten Sprachverständnisses, das den Kindern ermöglicht, dem Unterricht in der ersten Klasse zu folgen. 59 Zu diesem Zweck hat die Stadt sieben Bildungsregionen eingerichtet, in denen die Kindertageseinrichtungen und Schulen im Primarbereich eng über gemeinsame Veranstaltungen, fachlichen Austausch, gemeinsame Fortbildungen und einen regionalen Kooperationskalender zusammenarbeiten. Mit allen Leitungen der Kindertageseinrichtungen, Grundschulleitungen, Trägern und der Stadt wurde nach der Etablierung der Regionen die Bildungsvereinbarung Sprache erarbeitet, strukturiert, diskutiert und unterzeichnet. Die Recklinghäuser Bildungsvereinbarung Sprache hat zum Ziel, dass jedes Kind sprachlich in der Lage ist, dem Grundschulunterricht folgen zu können. In diesem Zusammenhang werden die Eltern verstärkt in die Bildungsarbeit integriert und erhalten im gemeinsamen Lernprozess einen individuellen Überblick über den Lernstand ihrer Kinder sowie konkrete Hinweise zur Lernunterstützung durch die Familie. Die Bildungsvereinbarung Sprache deckt folgende Kompetenzfelder ab: • • • Personale/soziale Kompetenzen im Bildungsbereich Sprache (z.B. sich begrüßen, verabschieden, bedanken, entschuldigen können) Sprechfähigkeit/Sprachfähigkeit (wie z.B. in ganzen Sätzen sprechen) Phonologische Bewusstheit (wie z.B. Wörter in Silben gliedern können) Sie ist dabei zielorientiert und operationalisierbar, d.h. praxisnah formuliert. Die Recklinghäuser Bildungsvereinbarung Sprache (siehe Anlage) ist in Kooperation der Fachbereiche Kinder, Jugend und Familie und Schule und Sport und des Kreises Recklinghausen im Rahmen des Projektes „ Lernen vor Ort“ entstanden. „Lernen vor Ort“ ist ein zentraler Bestandteil der Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung, die unter dem Motto „Aufstieg durch Bildung“ mehr und bessere Bildung und Weiterbildung in allen Lebensbereichen für die Bürger ermöglichen will. Ziel der Förderinitiative ist es, in Kreisen und kreisfreien Städten ein kohärentes Bildungsmanagement vor Ort zu entwickeln und zu verstetigen, so dass Bildungsstationen entlang der individuellen Lebensläufe systematisch aufeinander bezogen werden können. „Lernen vor Ort“ ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung mit deutschen Stiftungen. Weitere Informationen zur Zusammenarbeit des Projekts ‚Lernen vor Ort‘ und der Stadt Recklinghausen sind im Internet unter folgender Adresse erhältlich: http://www.kreis-re.de/default.asp?asp=showschlagw&zae=2334 60 Schulische Bildung, Betreuung und Erziehung in Grund- und Förderschulen in Recklinghausen Der Bildungsauftrag der Schule Das Schulgesetz NRW (vgl. Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW, Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen / Schulgesetz NRW – SchulG) formuliert das Recht auf Bildung, Erziehung und individuelle Förderung sowie den Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule: ‚Jeder junge Mensch hat ohne Rücksicht auf seine wirtschaftliche Lage und Herkunft und sein Geschlecht ein Recht auf schulische Bildung, Erziehung und individuelle Förderung. Die Fähigkeiten und Neigungen des jungen Menschen bestimmen seinen Bildungsweg. Der Zugang zur schulischen Bildung steht jeder Schülerin und jedem Schüler nach Lernbereitschaft und Leistungsfähigkeit offen’ (§ 1 Schulgesetz NRW). Die Schule vermittelt die zur Erfüllung ihres Bildungs- und Erziehungsauftrags erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten, Fertigkeiten und Werthaltungen und berücksichtigt dabei die individuellen Voraussetzungen der Schüler. Sie fördert die Entfaltung der Person, die Selbstständigkeit ihrer Entscheidungen und Handlungen und das Verantwortungsbewusstsein für das Gemeinwohl, die Natur und die Umwelt. Schüler werden befähigt, verantwortlich am sozialen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, beruflichen, kulturellen und politischen Leben teilzunehmen und ihr eigenes Leben zu gestalten. Schüler werden in der Regel gemeinsam unterrichtet und erzogen. (§ 2 Schulgesetz NRW) Die Schüler sollen insbesondere lernen • • • • • • • • • selbstständig und eigenverantwortlich zu handeln; für sich und gemeinsam mit anderen zu lernen und Leistungen zu erbringen; die eigene Meinung zu vertreten und die Meinung anderer zu achten; in religiösen und weltanschaulichen Fragen persönliche Entscheidungen zu treffen und Verständnis und Toleranz gegenüber den Entscheidungen anderer zu entwickeln; die grundlegenden Normen des Grundgesetzes und der Landesverfassung zu verstehen und für die Demokratie einzutreten; die eigene Wahrnehmungs-, Empfindungs- und Ausdrucksfähigkeit sowie musisch-künstlerische Fähigkeiten zu entfalten; Freude an der Bewegung und am gemeinsamen Sport zu entwickeln, sich gesund zu ernähren und gesund zu leben; mit Medien verantwortungsbewusst und sicher umzugehen. Die Schule gestaltet den Unterricht, die Erziehung und das Schulleben im Rahmen der Rechts- und Verwaltungsvorschriften in eigener Verantwortung. Sie verwaltet und organisiert ihre inneren Angelegenheiten selbstständig. Die Schulaufsichtsbehörden sind verpflichtet, die Schulen in ihrer Selbstständigkeit und Eigenverantwortung zu beraten und zu unterstützen. Die Schule legt auf der Grundlage ihres Bildungs- und Erziehungsauftrags die besonderen Ziele, Schwerpunkte und Organisationsformen ihrer pädagogischen Arbeit in einem Schulprogramm fest und schreibt es regelmäßig fort. Auf der Grundlage des Schulprogramms überprüft die Schule in regelmäßigen Abständen den Erfolg ihrer Arbeit, plant, falls erforderlich, konkrete Verbesserungsmaßnahmen und führt diese nach einer festgelegten Reihenfolge durch. 61 Die Schule wirkt mit Personen und Einrichtungen ihres Umfeldes zur Erfüllung des schulischen Bildungs- und Erziehungsauftrages und bei der Gestaltung des Übergangs von den Kindertageseinrichtungen in die Grundschule zusammen. (vgl. § 5 Schulgesetz NRW) Schulen sollen in gemeinsamer Verantwortung mit den Trägern der öffentlichen und der freien Jugendhilfe, mit Religionsgemeinschaften und mit anderen Partnern zusammenarbeiten, die Verantwortung für die Belange von Kindern, Jugendlichen und jungen Volljährigen tragen und Hilfen zur beruflichen Orientierung geben. Kinder und Jugendliche sind gesetzlich verpflichtet eine Schule zu besuchen. Schulpflichtig ist, wer in NRW seinen Wohnsitz oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt oder seine Ausbildungs- oder Arbeitsstätte hat. Die Schulpflicht umfasst in der Primarstufe und in der Sekundarstufe I die Pflicht zum Besuch einer Vollzeitschule (Vollzeitschulpflicht) und in der Sekundarstufe II die Pflicht zum Besuch der Berufsschule oder eines anderen Bildungsgangs des Berufskollegs oder einer anderen Schule der Sekundarstufe II. Sie wird durch den Besuch einer öffentlichen Schule oder einer Ersatzschule erfüllt. Geteilte Bildungsverantwortung: Schulträger und Schulaufsicht Die Schulträger Die Schulträger sichern die äußeren Rahmenbedingungen für die Durchführung eines geordneten Schulbetriebs. Die enge Kooperation jeder Schule mit dem Schulträger sowie weiteren außerschulischen Bildungspartnern wie der Jugendhilfe trägt dazu bei, die Rahmenbedingungen so auszugestalten, dass sie sich anregend und unterstützend auf die Unterrichts- und Erziehungsarbeit auswirken. Die Schulträger sind verpflichtet, die für einen ordnungsgemäßen Unterricht erforderlichen Schulanlagen, Gebäude, Einrichtungen und Lehrmittel bereitzustellen und zu unterhalten sowie das für die Schulverwaltung notwendige Personal und eine am allgemeinen Stand der Technik und Informationstechnologie orientierte Sachausstattung zur Verfügung zu stellen. Die Kommunen sind Träger der öffentlichen Schulen, daneben existieren im Kreis Recklinghausen auch Schulen in privater Trägerschaft wie z.B. die Maristen Realschule in Recklinghausen. Der Kreis Recklinghausen ist Träger der staatlichen Berufskollegs. Die genannten Träger sind gemeinsam mit dem Land für eine zukunftsgerichtete Weiterentwicklung der Schulen verantwortlich. Sie sind verpflichtet, Schulen oder Bildungsgänge des Berufskollegs zu errichten und fortzuführen, wenn in ihrem Gebiet ein Bedürfnis dafür besteht und die Mindestgröße gewährleistet ist. Schulen und Schulträger wirken bei der Entwicklung des Schulwesens auf örtlicher Ebene zusammen. Die Schule ist vom Schulträger in den für sie bedeutsamen Angelegenheiten rechtzeitig zu beteiligen. Hierzu gehören insbesondere • • • • • • Teilung, Zusammenlegung, Änderung und Auflösung der Schule; Aufstellung und Änderung von Schulentwicklungsplänen; Festlegung von Schuleinzugsbereichen; räumliche Unterbringung und Ausstattung der Schule sowie Baumaßnahmen; Schulwegsicherung und Schülerbeförderung; Zusammenarbeit von Schulen und anderen Bildungseinrichtungen; 62 schulische • • • Umstellung auf die Ganztagsschule; Einrichtung des Gemeinsamen Unterrichts; Teilnahme an Schulversuchen. Die schulische Bildung wird durch öffentliche Schulen und Schulen in freier Trägerschaft wahrgenommen. Schulen in freier Trägerschaft ergänzen und bereichern im Rahmen des Artikels 7 Abs. 4 und 5 des Grundgesetzes und des Artikels 8 Abs. 4 der Landesverfassung das öffentliche Schulwesen. Schulen in freier Trägerschaft sind Ersatzschulen, wenn sie in ihren Bildungs- und Erziehungszielen im Wesentlichen Bildungsgängen und Abschlüssen entsprechen, die nach diesem Gesetz oder auf Grund dieses Gesetzes vorhanden oder vorgesehen sind. Das gesamte Schulwesen steht unter der Aufsicht des Landes. Die Schulaufsicht umfasst die Gesamtheit der Befugnisse zur zentralen Ordnung, Organisation, Planung, Leitung und Beaufsichtigung des Schulwesens mit dem Ziel, ein Schulsystem zu gewährleisten, das allen jungen Menschen ihren Fähigkeiten entsprechende Bildungsmöglichkeiten eröffnet. Die Schulaufsicht Die Schulaufsicht umfasst insbesondere: • • • die Fachaufsicht über Schulen und die Studienseminare; die Dienstaufsicht über Schulen und die Studienseminare; die Aufsicht über die Schulen in freier Trägerschaft. Sie hat die Aufgabe, die Schulträger zur Erfüllung ihrer Pflichten anzuhalten und das Interesse der kommunalen Selbstverwaltung an der Schule zu fördern. Die Schulaufsicht wird von den Schulaufsichtsbehörden wahrgenommen. Sie gewährleisten die Entwicklung und Sicherung der Qualität schulischer Arbeit, die Vergleichbarkeit der Abschlüsse und Berechtigungen. Sie unterstützen dazu die Schulentwicklung und Seminarentwicklung insbesondere durch Verfahren der Systemberatung und der Förderung von Evaluationsmaßnahmen der Schulen und Studienseminare sowie durch eigene Evaluation. Sie fördern die Personalentwicklung und führen Maßnahmen der Lehreraus- und fortbildung durch. Dabei sollen sie die Eigenverantwortung der einzelnen Schule und des Studienseminars und die Führungsverantwortung der Schulleitungen und Seminarleitungen beachten. Die Schulaufsicht wird durch hauptamtlich tätige, schulfachlich und verwaltungsfachlich vorgebildete Beamtinnen und Beamte ausgeübt. Oberste Schulaufsichtsbehörde ist das Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW. Es nimmt für das Land die Schulaufsicht über das gesamte Schulwesen wahr und entscheidet über Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung. Es sichert die landeseinheitlichen Grundlagen für die pädagogische und organisatorische Arbeit der Schulen und für ein leistungsfähiges Schulwesen. Obere Schulaufsichtsbehörde für die Stadt Recklinghausen ist die Bezirksregierung Münster. Sie nimmt in ihrem Gebiet die Schulaufsicht über die Schulen, die besonderen Einrichtungen sowie die Studienseminare nach dem Lehrerausbildungsgesetz wahr. Untere Schulaufsichtsbehörde ist das staatliche Schulamt. Es ist der kreisfreien Stadt oder dem Kreis zugeordnet. Es nimmt in seinem Gebiet die Schulaufsicht über die Grundschulen wahr und die Fachaufsicht über die Hauptschulen und die Förderschulen mit einem der 63 Förderschwerpunkte Lernen, Sprache, emotionale und soziale Entwicklung, geistige Entwicklung sowie körperliche und motorische Entwicklung wahr. Die Schulaufsichtsbehörden und die Schulträger arbeiten eng zusammen und informieren sich dabei insbesondere gegenseitig und rechtzeitig über Maßnahmen mit Auswirkungen auf den jeweils anderen Bereich. Die schulfachlichen Aufsichtsbeamtinnen und Aufsichtsbeamten stehen im Dienst des Landes. Übergänge im Schulwesen Das allgemeinbildende Schulwesen in Deutschland zeichnet sich durch vielfältige Differenzierungen seiner Schularten bzw. Bildungsgänge aus. Von der Einschulung bis zum Eintritt in den allgemein- oder berufsbildenden Teil des Sekundarbereichs II stehen damit die Kinder und ihre Eltern vor einer Reihe von Übergangsentscheidungen, die den weiteren Lebensweg maßgeblich prägen. Das deutsche Schulsystem ist auf den ersten Blick ein sehr komplexes und unübersichtliches System. Diese Unübersichtlichkeit und Komplexität entsteht durch die Durchlässigkeit dieses Systems. Das bedeutet, dass nahezu jeder Schüler oder jede Schülerin, egal welche Schulform er bzw. sie zu Beginn ihrer Schulkarriere besucht hat, das Abitur und somit die Berechtigung zum Besuch einer Universität erlangen kann. In Deutschland gibt es vier verschiedene Abschlüsse, die alle verschiedene Berechtigungen mit sich bringen. Die möglichen Abschlüsse sind einmal der Hauptschulabschluss, die Fachoberschulreife, die Fachoberschulreife mit Qualifikation und das Abitur. Alle diese Abschlüsse (mit Ausnahme des Abiturs) werden nach erfolgreichen Abschluss der zehnten Klasse erlangt. Der Hauptschulabschluss kann nach Abschluss der zehnten Klasse in jeder Schulform erlangt werden, auch die Fachoberschulreife und die Fachoberschulreife mit Qualifikation können in jeder Schulform erreicht werden. Diese Abschlüsse unterscheiden sich durch unterschiedliche Leistungen, die für das Erlangen eines dieser Abschlüsse wichtig sind. Außerdem ist mit jedem Abschluss eine andere Berechtigung verbunden. Nur das Abitur kann auf dem Gymnasium oder der Gesamtschule erworben werden, um aber in die gymnasiale Oberstufe zu gelangen, benötigt man die Fachoberschulreife mit Qualifikation. Verlässt der Schüler die Oberstufe nach der zwölften Klasse (Gesamtschule) oder nach der elften Klasse (Gymnasium), so hat der Schüler die Fachhochschulreife erreicht und kann damit auf direktem Weg eine Fachhochschule besuchen. Nach dem Abitur hat der Schüler oder die Schülerin die Möglichkeit eine Universität, eine Fachhochschule, eine Berufsfachschule oder eine Berufsschule zu besuchen. Erlangt der Schüler oder die Schülerin die Fachoberschulreife mit Qualifikation kann entweder die gymnasiale Oberstufe eines Gymnasiums, einer Gesamtschule oder eines beruflichen Gymnasiums, eine Berufsfachschule, eine Fachoberschule oder eine Berufsschule besucht werden. Diesen Schülern und Schülerinnen stehen damit alle Bildungsgänge offen. Mit der Fachoberschulreife hat der Schüler oder die Schülerin eigentlich die gleichen Voraussetzungen erreicht, mit der Ausnahme, dass die gymnasiale Oberstufe nicht besucht werden kann. Schließt der Schüler oder die Schülerin mit dem Hauptschulabschluss die zehnte Klasse ab, dann bietet sich ihm oder ihr die Möglichkeit eine duale Ausbildung zu beginnen. Nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung bieten sich den Absolventen und Absolventinnen weitere Möglichkeiten, denn mit der abgeschlossenen Berufsausbildung 64 kann zusätzlich noch eine Fachhochschule besucht werden. Somit bietet sich auch hier wieder die Möglichkeit einen höheren Abschluss zu erreichen. Übersicht: Bildung in Deutschland, Seite X, Berlin 2010 65 Die Bildungsstadt Recklinghausen hält zahlreiche Bildungsmöglichkeiten vor, die die Erreichung der schulischen Ziele unterstützen und ermöglichen. In den in der Bildungsstadt Recklinghausen vorhandenen Schulen und Schulformen werden zahlreiche schulische Bildungsgänge angeboten, die auf vielfältige Weise bis zur Erlangung der Hochschulreife führen. Anzahl 17 20 3 1 2 4 1 5 3 Grundschulen … an Grundschulstandorten Förderschulen Schule für Menschen mit Behinderung in Trägerschaft der Caritas Hauptschulen Realschulen … davon in privater Trägerschaft Gymnasien Gesamtschulen Tabelle: Allgemeinbildende Schulen in Recklinghausen, Kommunales Bildungsbüro 2012 66 67 Die Grundschule Das Schulwesen ist nach Schulstufen aufgebaut und in Schulformen gegliedert. Schulstufen sind die Primarstufe, die Sekundarstufe I und die Sekundarstufe II. Die Bildungsgänge sind so aufeinander abzustimmen, dass für die Schüler der Wechsel auf eine begabungsgerechte Schulform möglich ist (Durchlässigkeit). Die Primarstufe besteht aus der Grundschule. Die Sekundarstufe I umfasst die Hauptschule, die Realschule und die Gesamtschule bis Klasse 10, das Gymnasium bis Klasse 9, in der Aufbauform bis Klasse 10. Die Sekundarstufe II umfasst das Berufskolleg, das Berufskolleg als Förderschule und die gymnasiale Oberstufe des Gymnasiums und der Gesamtschule. Das Gymnasium und die Gesamtschule werden in der Regel als Schulen der Sekundarstufen I und II geführt. Die Grundschule ist für alle Kinder gemeinsame Grundstufe des Bildungswesens. Auf der Grundlage des in der Landesverfassung und den Schulgesetzen vorgegebenen Bildungsund Erziehungsauftrags hat sie die Aufgabe, alle Schüler unter Berücksichtigung ihrer individuellen Voraussetzungen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung, in den sozialen Verhaltensweisen sowie in ihren musischen und praktischen Fähigkeiten gleichermaßen umfassend zu fördern, grundlegende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten in Inhalt und Form so zu vermitteln, dass sie den individuellen Lernmöglichkeiten und Erfahrungen der Schüler angepasst sind, durch fördernde und ermutigende Hilfe zu den systematischeren Formen des Lernens allmählich hinzuführen und damit die Grundlagen für die weitere Schullaufbahn zu schaffen, die Lernerfolge der Schüler zu erhalten und weiter zu fördern. Der Bildungsgang in der Grundschule dauert in der Regel vier Jahre. Im vorliegenden Bildungsbericht wird das Augenmerk zunächst auf den Bereich der Grundschulen gelenkt. In Recklinghausen befinden sich 20 Grundschulstandorte. Zusätzlich hierzu gibt es im Primarbereich das Angebot von vier Förderschulen. Die Entwicklung der Schülerzahlen in den Grundschulen ist in Recklinghausen rückläufig. 2007/2008 Recklinghausen Grundschulen davon ausländisch 4.900 4.676 871 18,6 % Förderschulen davon ausländisch 224 50 22,3 % 2008/2009 4.733 4.500 763 16,9 % 233 59 25,3 % 2009/2010 4.644 4.368 688 15,8 % 276 69 24,9 % 2010/2011 4.469 4.214 636 15,1 % 255 47 18,4 % 2011/2012 4.316 4.112 406 9,9 % 204 29 14,2 % Tabelle: Entwicklung der Schülerzahlen an Grund und Förderschulen im Primarbereich Eigenerhebung Stadt Recklinghausen, Fachbereich Schule und Sport, 2012 68 Der Anteil der ausländischen Kinder sinkt seit Jahren, da Kinder, die in Deutschland geboren werden, seit der Reform des Staatsangehörigkeitsrechts in der Regel einen deutschen Pass besitzen und in der Einwohnerstatistik als Deutsche geführt werden. In den Recklinghäuser Grundschulen waren im Schuljahr 2010 / 2011 insgesamt 215 Lehrerinnen und 20 Lehrer beschäftigt. Von den 235 Lehrerinnen und Lehrern waren 140 in Vollzeit und 95 in Teilzeit an den Grundschulen tätig. Angemeldete Kinder im Offenen Ganztag im Primarbereich In einer offenen Ganztagsschule (vgl. § 9 Absatz 3 SchulG) nimmt ein Teil der Schüler der Schule an den außerunterrichtlichen Angeboten teil. Die Anmeldung bindet für die Dauer eines Schuljahres und verpflichtet in der Regel zur regelmäßigen und täglichen Teilnahme an diesen Angeboten. In Recklinghausen gibt es im Primarbereich eine gebundene Ganztagsschule im Förderschulbereich: die Albert-Schweitzer-Schule. Alle Grundschulen werden als offene Ganztagsschulen geführt. Eine zentrale Grundlage ist die Zusammenarbeit von Schule, Kinder- und Jugendhilfe, gemeinwohlorientierten Institutionen und Organisationen aus Kultur und Sport, Wirtschaft und Handwerk sowie weiteren außerschulischen Partnern. Sie soll fortgeführt und weiter intensiviert werden. Die Beteiligung von gewinnorientierten Trägern und kommerziellen Nachhilfeinstituten ist unzulässig (vgl. § 55 SchulG). Zu den Bildungsmerkmalen sowohl einer gebundenen als auch Ganztagsschule (vgl. § 9 Absatz 1 und Absatz 3 SchulG) gehören z.B. • • • • • • einer offenen • • • Angebote für unterschiedlich große und heterogene Gruppen, die auch besondere soziale Problemlagen berücksichtigen, ein verlässliches Zeitraster und eine sinnvoll rhythmisierte Verteilung von Lernzeiten auf den Vormittag und den Nachmittag, auch unter Entwicklung neuer Formen der Stundentaktung, die Öffnung von Schule zum Sozialraum und die Zusammenarbeit mit den dort tätigen Akteuren „auf Augenhöhe“, Förderkonzepte und -angebote für Schüler mit besonderen Bedarfen (z.B. Sprachförderung, Deutsch als Zweitsprache, Mathematik und Naturwissenschaften, Fremdsprachen, Bewegungsförderung), die Förderung der Interessen der Schüler durch zusätzliche themen- und fachbezogene Angebote, die sowohl fächerübergreifend als auch klassen- und jahrgangsstufenübergreifend sein können, zusätzliche Zugänge zum Lernen durch Arbeitsgemeinschaften (z.B. Kunst, Theater, Musik, Werken, Geschichtswerkstätten, naturwissenschaftliche Experimente, Sport) sowie sozialpädagogische Angebote, insbesondere im Rahmen von Projekten der Kinder- und Jugendhilfe (z.B. interkulturelle, geschlechtspezifische, ökologische, partizipative, freizeitorientierte und offene Angebote), Anregungen und Unterstützung beim Lösen von Aufgaben aus dem Unterricht und Eröffnung von Möglichkeiten zur Vertiefung und Erprobung des Gelernten sowie zur Entwicklung der Fähigkeit zum selbstständigen Lernen und Gestalten, Möglichkeiten und Freiräume zum sozialen Lernen, für Selbstbildungsprozesse und für selbstbestimmte Aktivitäten, ein angemessenes Gleichgewicht von Anspannung und Entspannung mit entsprechenden Ruhe- und Erholungsphasen und von Kindern frei gestaltbaren Zeiten, 69 • • • • Angebote zur gesunden Lebensgestaltung, u.a. zu einer gesunden Ernährung, vielfältige Bewegungsanreize und -angebote, die Einbindung der Eltern sowie der Schüler an Konzeption und Durchführung der Angebote, Unterstützungsangebote für Eltern, z.B. zu Erziehungsfragen, zu Beratung und Mitwirkung. Offene Ganztagsschulen in Recklinghausen setzen diese Bildungsmerkmale im Rahmen ihrer Ressourcen und Möglichkeiten um. 2007/2008 Verbund Anton WiggermannSchule / Standort Hochlar Verbund Anton WiggermannSchule / Standort Stuckenbusch Astrid Lindgren-Schule GGS Auguststraße GGS Bochumer Straße Verbund Gebrüder-GrimmSchule / Standort: Nordseestr. Verbund Gebrüder-GrimmSchule / Standort: Esseler Str. Gudrun Pausewang Schule Anne Frank Schule GGS Hillerheide GGS Hohenzollernstraße GGS Im Hinsberg GGS Im Romberg GGS Kohlkamp Liebfrauenschule Marienschule Ortlohschule Galileoschule Evgl. GS Im Reitwinkel Kath. GS Im Reitwinkel Don-Bosco-Schule Friedrich-Ludwig-Jahn-Schule Anzahl aller angemeldeten Kinder Anzahl aller Schüler im Primarbereich 50 1.353 4.900 41 1.462 4.733 60 51 52 40 103 104 26 70 43 61 100 52 104 105 60 60 60 50 51 51 2008/2009 70 50 52 54 102 108 30 65 51 60 108 54 103 135 60 55 80 74 55 55 2009/2010 65 48 47 48 110 105 25 65 45 65 112 50 123 129 80 75 100 50 55 55 35 43 1.530 4.644 2010/2011 70 49 50 28 68 110 30 79 50 57 120 50 120 130 95 95 113 120 112 39 32 1.552 4.469 2011/2012 67 40 32 35 87 125 27 76 52 57 121 34 127 124 96 105 138 53 125 42 22 1.585 4.316 28 % 31 % 33 % 35 % 37 % Tabelle: Entwicklung der Anmeldezahlen im Offenen Ganztag an Grund- und Förderschulen in Recklinghausen / Stadt Recklinghausen, Fachbereich Schule und Sport, 2012 Mit Runderlass des Ministeriums für Schule, Jugend und Kinder vom 12.02.2003 hat das Land NRW die „Offene Ganztagsschule im Primarbereich“ auf den Weg gebracht, um gemeinsam mit Kommunen, Kirchen, Trägern der freien Kinder- und Jugendhilfe und anderen gesellschaftlichen Organisationen die bisher vorhandene Angebotsstruktur der Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter qualitativ und quantitativ auszubauen. Die „Offene Ganztagsschule im Primarbereich“ wurde in Recklinghausen mit den ersten Schulen 70 zum Schuljahr 2004/2005 umgesetzt. Das Land verfolgte die Absicht, bis zum Schuljahr 2007/2008 für ein Viertel aller Grundschulkinder ein entsprechendes Angebot vorzuhalten. Im ersten Realisierungsschritt zum Schuljahresbeginn 2004/2005 wurde für ca. 200 Grundschüler der Besuch einer „Offenen Ganztagsgrundschule“ an sechs Grundschulstandorten vorgesehen. Damals befanden sich stadtweit ca. 750 Schulkinder in den verschiedenen Betreuungsangeboten von Kindertageseinrichtungen und Grundschulen, davon ca. 60 % in ganztägigen Angeboten bis mind. 16:00 Uhr. Im Jahr 2009 wurden mit der Einrichtung des „Offenen Ganztages“ an der Don Bosco Schule alle Schulstandorte entsprechend ausgebaut. Die Teilnehmerzahlen sind in den vergangenen Schuljahren kontinuierlich gestiegen. Sie liegen mit aktuell rund 40 % deutlich über der vom Land NRW geforderten Quote von 25 %. Elternbeiträge und Einkommensverhältnisse der Eltern im Offenen Ganztag der Grundschulen in Recklinghausen Der Elternbeitrag für den Grundschulbereich bemisst sich, ebenso wie bei Kindertageseinrichtungen, nach dem Jahreseinkommen der Eltern. In der folgenden Tabelle ist die Einkommensverteilung der Eltern von Grundschulkindern abgebildet: 2010 / 2011 Anzahl der Kinder 1585 957 100 % 60,5 % Beitragsbefreit … … da Geschwisterkind in der Kita angemeldet ist … da Einkommensgruppe bis 15.000 € 500 52,5 % 453 47,5 % Einkommensgruppe bis 24.542 € 154 9,6 % Einkommensgruppe bis 36.813 € 121 7,7 % Einkommensgruppe bis 49.084 € 98 5,9 % Einkommensgruppe bis 73.626 € 137 8,7 % Einkommensgruppe bis 85.897 € 38 2,4 % Einkommensgruppe bis 98.168 € 25 1,6 % Einkommensgruppe bis 110.439 € 12 0,8 % Einkommensgruppe über 110.439 € 44 2,8 % 71 Tabelle: Elternbeitragsstruktur im Offenen Ganztag im Schuljahr 2011/2012 Stadt Recklinghausen, Fachbereich Schule und Sport, 2012 Im Schuljahr 2011/2012 waren 1.585 Kinder im Offenen Ganztag stadtweit angemeldet. Aufgrund zahlreicher Beitragsbefreiungen im Offenen Ganztag (Beitragsbefreiung für Kinder, deren Geschwister in einer Kita oder im Ganztag angemeldet sind sowie für Kinder, die einem Haushalt mit einem jährlichen Haushaltseinkommen unter 15.000 € aufwachsen), wurde für 953 Kinder kein Elternbeitrag erhoben. Dies entsprach stadtweit einem Anteil von 60 % beitragsbefreiter Kinder. In Recklinghausen Süd lag der Anteil bei 76 %. Der durchschnittliche monatliche Elternbeitrag lag stadtweit bei 31,50 €, im Stadtteil Recklinghausen Süd bei 15,60 €. Auffällig bei der Einkommensverteilung der Elternbeiträge nach Einkommensklassen ist der hohe Anteil von Eltern, die Sozialleistungen beziehen, in Recklinghausen-Süd. Während dieser Wert für Recklinghausen bei 28, 8 % liegt, ist er in Recklinghausen-Süd um 14,1 % höher und liegt bei 42,9 %. Bildungsübergänge von der Grundschule zu den Schulen der Sekundarstufe in Recklinghausen In den abgebildeten Tabellen sind die Übergänge von auf die weiterführenden Schulen in Recklinghausen abgebildet. 2011 / 2012 (Anzahl der Schüler in absoluten Zahlen) Gesamtschülerzahl … (davon aus auswärtigen Grundschulen) … an Hauptschulen 1267 (183) der Grundschule 2011 / 2012 (Verteilung auf Schulformen in %) 100 % 14,4 % 67 5,2 % … an Realschulen 338 26,3 % … an Gesamtschulen 362 28,4 % … an Gymnasien 500 39,4 % Tabelle: Bildungsübergänge Aufteilung der Schüler der Klasse 5 nach Schulformen im Schuljahr 2011/2012 / Stadt Recklinghausen, Stichtag 15.10.2011 72 Bildungsübergang zu … GGS Anne Frank-Schule GGS Schulverbund Anton Wiggermann-Schule Astrid Lindgren Schule GGS Auguststraße GGS Bochumer Straße Don Bosco-Schule Galileo-Schule Schulverbund Gebrüder Grimm-Schule Gudrun-Pausewang-Schule GS Hillerheide GS Im Hinsberg GGS Hohenzollernstr. GGS Kohlkamp Liebfrauenschule Marienschule Ortlohschule GS Reitwinkel GS Im Romberg Forellschule Hauptschule <3 0 0 6 8 0 <3 <3 <3 <3 3 6 0 <3 4 4 5 5 5 Realschule 17 12 19 8 7 10 16 21 26 15 17 15 16 24 14 30 20 9 14 Gesamtschule 24 7 19 14 17 <3 11 21 7 9 9 16 6 14 20 10 26 14 8 Gymnasium 20 44 10 13 13 13 10 40 11 13 3 25 50 32 11 27 30 38 6 Tabelle: Bildungsübergänge von Grundschulen zu Schulformen der Sekundarstufe: der Stadt Recklinghausen, Fachbereich Schule und Sport, Stichtag 15.10.2011 Kommunales Bildungsbüro: Partner für Kommunikation und Innovation in der Bildungsstadt Recklinghausen Die Stadt Recklinghausen hat im Jahr 2009 ein kommunales Bildungsbüro im Fachbereich Schule und Sport eingerichtet. Seitdem diskutiert das Bildungsbüro mit Schulen und außerschulischen Bildungspartnern intensiv darüber, was Kinder und Jugendliche und deren Eltern in Recklinghausen an ganzheitlicher gemeinsamer Bildung, Förderung und Begleitung benötigen, um ihr Leben erfolgreich planen und gestalten zu können. Im Hinblick auf die zentrale Aufgabe von Schule, junge Menschen zur eigenverantwortlichen und erfolgreichen Lebensgestaltung zu befähigen, werden dabei neben der Vermittlung von fachlichen Kenntnissen auch fachübergreifende Schlüsselqualifikationen wie z.B. Sozialkompetenz und Verantwortungsbereitschaft bedeutungsvoll. Das Bildungsbüro entwickelt, kommuniziert und initiiert Angebote und Maßnahmen der Bildungsstadt Recklinghausen in verschiedenen Bildungsbereichen für Kinder im schulpflichtigen Alter. Die Zusammenarbeit mit Schulen und außerschulischen Bildungspartnern soll dabei eine hohe gegenseitige Wertschätzung fördern. Bildungschancen verbessern ... ‚Es braucht ein Dorf, um ein Kind zu erziehen’ - Das Kommunale Bildungsbüro bemüht sich darum, das Denken und Handeln in (kommunalen) Verantwortlichkeiten statt in 73 Zuständigkeiten zu initiieren und fördern. Bestmögliche Bildungschancen und damit bestmögliche Lebenschancen für Kinder und Jugendliche in Recklinghausen - das ist das übergeordnete Ziel der Bildungsstadt Recklinghausen. Für dieses Ziel arbeitet das Kommunale Bildungsbüro. Bildungspartner vermitteln ... Was brauchen Kinder und Jugendliche und deren Eltern an ganzheitlicher gemeinsamer Bildung, Förderung und Begleitung, um ihr Leben erfolgreich planen und gestalten zu können ? Im Hinblick auf die zentrale Aufgabe von Schule, junge Menschen zur eigenverantwortlichen und erfolgreichen Lebensgestaltung zu befähigen, werden neben der Vermittlung von fachlichen Kenntnissen zunehmend auch fachübergreifende Schlüsselqualifikationen, wie z.B. Sozialkompetenz, Verantwortungsbereitschaft, Kritikfähigkeit oder Medienkompetenz bedeutungsvoll. Das Bildungsbüro bringt kompetente außerschulische Partner für die Vermittlung dieser Inhalte mit den Schulen zusammen. Am Beispiel einer zukünftigen gelingenden Bildungsbiografie eines Neugeborenen in den nächsten 20 Jahren wird deutlich, dass allein die schulisch organisierte Bildung keine ausreichende Garantie für eine selbstständige und eigenverantwortliche Lebensführung der zukünftigen Generationen gewährleisten kann. Grafik: Bildungswege in der Stadt Recklinghausen, Kommunales Bildungsbüro 2012 Aus den vielfältigen Herausforderungen zur Zukunftssicherung ist in der Kommunalpolitik die Erkenntnis gewachsen, dass Bildung und Ausbildung eine Schlüsselrolle einnehmen. Damit rückt neben den kommunalen Pflichtaufgaben der Bereitstellung von Schulräumen auch die 74 Qualitätssicherung und -entwicklung der inner- und außerschulischen Bildungsangebote stärker in den Fokus der kommunalen Betrachtung. Das Kommunale Bildungsbüro stellt jährlich Mittel in Höhe von 20.000 € zur Einrichtung eines Innovationsfonds zur Förderung innovativer schulischer Maßnahmen zur Verbesserung der Bildungschancen für Schüler in Recklinghausen zur Verfügung. Mit den Mitteln des Innovationsfonds werden seit 2011 Kooperationsprojekte zwischen Schulen und außerschulischen Bildungspartnern gefördert werden, die folgende Zielsetzungen und Handlungsschwerpunkte der Bildungsstadt Recklinghausen bearbeiten: Entwicklung von innovativen Modellen der Umweltbildung Modelle zur Stärkung der Sozialkompetenz von Schülern Integration von Eltern in die Bildungsarbeit der Schulen Projekte zur Erhöhung von Bildungschancen von Jugendlichen im Übergang Schule / Beruf Integration außerschulischer Bildungspartner zur Unterstützung unterrichtlicher und lehrplanbezogener Aktivitäten Der Innovationsfonds versteht sich ausdrücklich als Anschubfinanzierung für innovative Projekte. Deshalb ist die finanzielle Förderung der Projekte auf ein Schuljahr begrenzt. Voraussetzungen für eine Förderung sind ein ganzheitlicher Projektansatz mit einer Anbindung an das Schulprogramm und einer angestrebten Impulsgewinnung für die Weiterentwicklung der Schule. Im Sinne einer schul- sowie schulformübergreifenden Kooperation wurden in den 2011 und 2012 u.a. folgende Projekte mit mindestens einer Schule und einem außerschulischem Partner gefördert: Anne-Frank-Schule: Book-Buddy-Projekt zur Förderung der Lesekompetenz und zur Gestaltung des Übergangs Kita/Grundschule Anne-Frank-Schule: Selbstsicherheit und Selbstbehauptung für Kinder Bernard-Overberg-Realschule: Erzählen verbindet : Menschen und Kulturen Dietrich-Bonhoeffer-Schule: Vertiefte Berufsorientierung für Schüler mit Zuwanderungsgeschichte Freiherr vom Stein Gymnasium: Hinschauen und Helfen – Entwicklung eines AntiMobbing-Konzepts zur Förderung der Leistungsbereitschaft im Klassenverband Friedrich-Ludwig-Jahn-Schule: Unterstützung beim Aufbau einer Schülerfirma ‚Catering und Frühstück’ Gesamtschule Suderwich: Lernwerkstatt ‚Erziehen und Helfen’ Grundschule Bochumer Str.: Ergotherapeutisches Sozialkompetenztraining zur Förderung der sozial-emotionalen Kompetenzen Grundschule Im Reitwinkel: Projekte zur ‚Gesunden Schule‘ Grundschule Hohenzollernstr.: Familien in Bewegung Grundschule Im Romberg: Ausbildung zum Elterncoach Gymnasium Petrinum : Mitfinanzierung von Moderatoren im Rahmen des Sozialpraktikums für Schüler der Klasse 10 am Gymnasium Petrinum Gymnasium Petrinum: Durchführung eines Kniggekurses 75 Marie-Curie-Gymnasium u.a.: Ausbildung von Medienscouts Marie Curie Gymnasium: Verknüpfung von Methoden des ‚Lernen lernens’ und des Sozialkompetenztrainings Ortlohschule: Gewaltfrei Lernen / Durchführung einer Fortbildung für Eltern Ortlohschule: Onilo.de – Lesen neu erleben Ortlohschule: Gemeinsames Erziehungskonzept in Elternhaus und Schule Ortlohschule: Entwicklung eines Internetführerscheins Theodor-Heuss-Gymnasium: Einführung des Buddy-Programms am THG Der Innovationsfonds wird auch weiterhin zukunftsweisende pädagogische Ideen aus Schulen zur Weiterentwicklung der Bildungsstadt Recklinghausen fördern. 76 Bildungsherausforderungen an Jugendhilfe und Schule in Recklinghausen Der vorliegende Bildungsbericht liefert eine breite Analyse der Recklinghäuser Bildungslandschaft der Kinder unter 10 Jahren. Dabei wird deutlich, dass in den einzelnen Recklinghäuser Stadtteilen die Lebens- und Bildungssituation von Kindern unter 10 Jahren von Heterogenität geprägt ist. Die Berichterstattung versteht sich ausdrücklich nicht als Aktions- oder Maßnahmenplan und gibt keine konkreten Handlungsempfehlungen. Die dargestellten Befunde sollen Grundlage und Anstoße für die politische und fachliche Diskussion sein und stellen somit den Ausgangspunkt und die Basis des weiteren gemeinsamen zukünftigen Handelns in der Bildungsstadt Recklinghausen dar. Der Bildungsbericht zeigt auf, dass eine erfolgreiche Bildungsteilhabe von Kindern auch in Recklinghausen stark von der sozialen Herkunft beeinflusst wird. Die Betrachtung der Recklinghäuser Stadtteile nach Indikatoren, die die Bildungs- und Lebenssituation beschreiben, offenbart eine deutliche Aufteilung des Stadtgebietes in Stadtteile mit bildungsbegünstigenden Lebensund Aufwachsensbedingungen sowie bildungsbenachteiligenden Faktoren. So ist z.B. der Bezug von Transferleistungen nach SGB II sowie das Aufwachsen in Familien mit hohen Bildungsabschlüssen der Eltern sehr unterschiedlich in den Stadtteilen ausgeprägt. Insgesamt steht in Recklinghausen ein Bevölkerungsrückgang bevor, verbunden mit einem Rückgang der Kinderzahlen. Bei einem Blick auf die Stadteile zeigt sich, dass auch die absolute Zahl der Kinder mit Migrationshintergrund und Bezug von staatlichen Transferleistungen in einigen Stadtteilen auch zukünftig deutlich höher liegen wird als in bildungsbegünstigenden. Das heißt: Auch wenn Recklinghausen in Zukunft weniger Kinder haben wird, benötigen weiterhin zahlreiche Kinder in einzelnen Stadtquartieren eine Unterstützung für eine eigenverantwortliche Lebensgestaltung. Die Bildungsstadt Recklinghausen räumt als soziale Großstadt und dynamischer Wirtschaftsstandort der Bildungsgerechtigkeit einen hohen Stellenwert ein. Sie hat im Zeitraum von 1999 bis 2011 mehr als 70 Mio. € in die Modernisierung des Schulstandorts Recklinghausen investiert. Diese Investitionen sind in allen Stadtteilen bedarfsgerecht in allen Schulformen getätigt worden. Zukünftig ist bei knapper werdenden finanziellen Ressourcen zu überlegen, ob verfügbare Haushaltsmittel dort konzentriert werden, wo die größten Bildungsbedarfe bestehen. Um der Ungleichheit von Bildungschancen entgegen zu wirken, sollte Ungleiches auch gezielt ungleich behandelt werden. Dies gilt z.B. für die Sprachförderung: Da Kinder, die sozial benachteiligt aufwachsen, häufiger zusätzlichen Sprachförderbedarf haben, sollten Sprachfördermaßnahmen in den entsprechenden Stadtteilen schwerpunktmäßig umgesetzt werden (z.B. durch die gezielte quantitative und qualitative Weiterentwicklung der Familienzentren). Die Stadt Recklinghausen wird sich zukünftig verstärkt um die Entwicklung von bildungsfördernden Kooperationen aller Bildungsakteure in den Recklinghäuser Stadtteilen, insbesondere den frühkindlichen Bildungseinrichtungen, Schulen und den non-formalen Bildungseinrichtungen bemühen. Mit der Entwicklung eines ‚Hauses der Bildung‘ in Recklinghausen-Süd soll exemplarisch für das Stadtgebiet eine bildungsbezogene Verantwortungsgemeinschaft aufgebaut werden. Die Zahl der Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund mit hoher SGB II-Quote ist in einigen Stadtteilen überdurchschnittlich hoch. Das stellt die Bildungsstadt 77 Recklinghausen vor bildungspolitische Herausforderungen in Bezug auf gerechte Bildungschancen in allen Recklinghäuser Stadtteilen. Die in den vergangenen Jahren in den Familienzentren begonnenen Aktivitäten einer frühzeitigen Elternansprache und Elterninformation über gelingende Bildungsverläufe sind daher zukünftig weiter zu verfolgen. Die Jugendhilfe ist zur Schaffung positiver Lebensbedingungen für junge Menschen und ihrer Familien sowie einer kinder- und familienfreundlichen Umwelt gesetzlich auf der Grundlage der Kinder- und Jugendhilfegesetzes (KJhG) verpflichtet. Der demographische Wandel wird dabei nachhaltigen Einfluss auf die Entwicklung der Jugendhilfe haben. Er bietet aber auch die Chance für Veränderungen, da er dazu zwingt, die staatlichen Aufgaben und Funktionen grundlegend zu überdenken und neue Formen der Solidarität und Subsidiarität zu entwickeln. Die Auswirkungen demographischer Prozesse werden zunächst bei der Planung des Angebots an Betreuungsplätzen in Kindertageseinrichtungen sichtbar. Aktuell steht dabei der Ausbau der Betreuungsplätze zur Erfüllung des Rechtsanspruchs U 3 bis 2013 im Vordergrund. Dabei ist in Recklinghausen festzustellen, dass sich stadtweit die Versorgungsquote mit Plätzen in Kindertageseinrichtungen für Kinder unter 3 Jahren in allen Stadtteilen deutlich verbessert hat. Damit muss im frühkindlichen Bereich zukünftig deutlich mehr auf Bildung fokussiert werden, wenn es gelingen soll, zukünftigen Generationen positive Lebensperspektiven zu ermöglichen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen in den kommenden Jahren Rahmenbedingungen für diese Aufgabe verändert werden, dies mit der Folge einer deutlich erhöhten Kostenintensität spätestens ab Geburt der Kinder. Es ist damit zu rechnen, dass die Förderung benachteiligter Kinder in einzelnen Stadtteilen an Aufwand zunehmen wird, da im Zuge einer weiteren Deregulierung des Arbeitsmarktes und der steigenden Flexibilitätsanforderungen an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine Unterstützung der Erziehungsaufgaben der Eltern vermehrt durch öffentliche Einrichtungen erfolgt. Dies wird durch die Entwicklung der Inanspruchnahme der langen Betreuungszeiten in den Kindertageseinrichtungen eindrucksvoll dokumentiert. Eine familienfreundliche Organisation von Arbeitsprozessen scheint bisher gesellschaftlich weniger durchsetzbar als eine arbeitsplatzunterstützende Selbstorganisation der Familie mit staatlicher Unterstützung. In diesem Zusammenhang wird in den kommenden Jahren auch die Stärkung und Intensivierung der individuellen Förderung von Kindern im Offenen Ganztag bei gleichzeitiger Sicherung der kommunalen finanziellen Handlungsspielräume ein wesentlicher Bestandteil der kommunalen Bildungspolitik sein. Die stadtteilorientierte Weiterentwicklung der begonnenen systematischen Sprachförderung in den Kindertageseinrichtungen in enger Abstimmung mit den Recklinghäuser Grundschulen stellt einen weiteren Baustein der zukünftigen Bildungsanstrengungen der Bildungsstadt Recklinghausen dar. Die gut gelingende stadtweite Bildungspartnerschaft zwischen Kindertageseinrichtungen und Grundschulen wird daher weiter ausgebaut werden. Angesichts der sehr unterschiedlich ausgeprägten Bildungsübergänge von den Grundschulen zu den weiterführenden Schulen ist über eine intensivere Elternbegleitung im Grundschulbereich nachzudenken. Bildungsziel der Stadt Recklinghausen ist es, dass in den kommenden Jahren zunehmend mehr Kinder aus bildungsfernen Familien einen Bildungsweg beschreiten, der sie erfolgreich zu höherwertigen Schulabschlüssen begleitet. 78 Dabei kann die von der Stadt Recklinghausen begonnene Weiterentwicklung und Systematisierung der Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfeplanung und Schulentwicklungsplanung zu einer integrierten Bildungsplanung helfen, die Bildungsherausforderungen an Jugendhilfe und Schule in den kommenden Jahren anzunehmen und damit zu verbesserten Bildungschancen für alle Kinder in der Stadt Recklinghausen beizutragen. Die Absenkung der Schülerzahlen im Grundschulbereich in den kommenden Jahren aus demografischen Gründen einerseits und die zusätzlichen Anforderungen unter dem Anspruch einer ‚inklusiven Bildung‘ für möglichst alle Kinder im Regelschulbereich andererseits, stellt die Grundschulangebote vor neue Herausforderungen. Im Sinne der Entwicklung einer ‚Kultur des Behaltens‘ in der Schule sind in enger Abstimmung mit der Schulaufsicht und den Schulen geeignete Schulstandorte und Schulformen mit bedarfsgerechten Fördermöglichkeiten für alle Kinder der Stadt Recklinghausen zu entwickeln. Die Herausforderung liegt darin, in den einzelnen Stadtteilen eine wohnortnahe und qualitätsvolle schulische Versorgung sicher zu stellen. Das kommende Kapitel beschäftigt sich daher mit den Auswirkungen des demografischen Wandels und der inklusiven Bildung auf die Recklinghäuser Schullandschaft. Demografische Entwicklung und inklusive Bildung im Schulbereich Bereits seit einigen Jahren ist der demografische Wandel bei den Schülerzahlen an den Schulen der Stadt Recklinghausen festzustellen. Bei der Betrachtung der vergangenen 20 Jahre war im Jahr 1999 ein Höchststand von insgesamt 15.700 Schülern festzustellen. Seitdem hat diese Zahl kontinuierlich bis zum Jahr 2009 um insgesamt 9,2 % auf 14.257 Schüler abgenommen. Tabelle: Entwicklung der Schülerzahlen an Recklinghäuser Schulen von 1991 - 2009, Fachbereich Schule und Sport, 2011 79 Begründet werden kann dieser Rückgang der Schülerzahlen durch die in den vergangenen Jahren stark gesunkene Zahl der schulpflichtig gewordenen Kinder. Vom Jahr 1999 (1.356 Kinder) ist diese Anzahl der Kinder bis zum Jahr 2008 um 24,4 % (1.025 Kinder) gesunken. Auf der Grundlage der Auswertung der bestehenden Einwohnerdatei kann ein weiterer Rückgang in den jeweiligen Jahrgängen prognostiziert werden. Es ergibt sich damit im Jahr 2015 gegenüber dem Jahr 2008 ein weiterer Rückgang der einzuschulenden Kinder um 14,2 %. Bezogen auf das Jahr 1999 ergibt sich insgesamt ein Rückgang um 35,2 %. Einschulungskinder 1400 1300 1200 1100 1000 900 800 700 600 500 400 300 200 100 0 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 Tabelle: Prognose der Einschulungskinder an Recklinghäuser Schulen von 1999 - 2015, Fachbereich Schule und Sport, 2012 Entsprechend dem Rückgang der Anzahl der einzuschulenden Kinder entwickelte sich in den vergangenen Jahren auch die Gesamtzahl der Schüler an den Grundschulen. Von 5.609 Kindern im Jahr 1999 sank diese Zahl um 22,1 % auf 4.368 Kinder im Jahr 2009. Bis zum Jahr 2018 ist mit einem weiteren Rückgang der Schülerzahlen um ca. 13 % zu rechnen. Die Zahl der Schüler an den Grundschulen wird sich ab diesem Jahr dann längerfristig bei ca. 3.550 stabilisieren. An den weiterführenden Schulen verzögern sich sowohl die Höchstwerte als auch der an den Grundschulen festzustellende Trend um ca. 3 - 5 Jahre. Nach dem Anstieg bis zum Jahr 2001 und gleich bleibend hohen Zahlen bis 2005 mit rd. 9.700 bis 9.800 Schülern an diesen Schulen ist bereits jetzt bis zum Jahr 2009 ein Rückgang um 4,5 % auf 9.334 Schüler festzustellen. 80 Schüler an weiterführenden Schulen 11000 10000 9000 8000 7000 6000 5000 4000 3000 2000 1000 0 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 Tabelle: Entwicklung der Schülerzahlen an Recklinghäuser weiterführenden Schulen von 1991 - 2009, Fachbereich Schule und Sport, 2011 Der an den Grundschulen festgestellte Trend fällt an den weiterführenden Schulen zunächst deutlich schwächer aus. Er wird abgemildert durch die in den letzten Jahren wachsende Zahl von Schülern aus den Nachbarstädten an den Recklinghäuser Schulen. Bei Beginn der Auswertung im Jahr 2004 besuchten 1.184 auswärtige Schüler die Schulen der Stadt Recklinghausen; diese Zahl stieg bis zum Jahr 2009 auf 1.526. Einen durchschnittlichen Anteil von 15 % auswärtiger Schüler an den Schulen der Stadt Recklinghausen kann man auch für die Folgejahre annehmen. Dennoch muss für einen Zeitraum bis zum Jahr 2018 mit einem Rückgang der Schülerzahlen auch an diesen Schulen gerechnet werden. So wird die Schülerzahl vom Jahr 2009 (9334 Schüler) bis zum Jahr 2018 voraussichtlich um 22,2 % auf insgesamt ca. 7.450 Schüler sinken. Der deutliche Rückgang der Schülerzahlen vom Jahr 2012 zum Jahr 2013 lässt sich darauf zurückführen, dass in diesem Jahr 2 Jahrgänge gemeinsam die Gymnasien verlassen werden. Insgesamt ist aber mit einem Verlust von ca. 2.000 Schülern zu rechnen. Die oben dargestellten Zahlen und Übersichten lassen zu folgenden Annahmen und Folgerungen führen: • • • Bedingt durch den demografischen Wandel werden in Recklinghausen weniger Kinder als in den Vorjahren geboren. Dadurch werden weniger Kinder eingeschult und die Schülerzahlen sinken in der Zukunft beständig weiter. Für diese geringere Zahl von Schülern werden weniger Unterrichtsräume und somit auch weniger Schulen benötigt. Sie führten im Gemeindeprüfungsbericht zu der Auffassung, dass ab spätestens 2015 freie Kapazitäten in Schulen entstehen. Eine Aufgabe der Standorte wäre die Folge und somit könnte voraussichtlich eine Ersparnis von ca. 1,4 Mio. € bei den Gebäudebewirtschaftungskosten ab dem Etat 2015 erzielt werden. Gerade gegen diese technokratische Annahme stehen aber die seit dem Jahr 2003 fortlaufend durch das zuständige Ministerium eingeführten Programme, Initiativen und Vorgaben für die Schulen, wie z. B.: 81 • • • • • Offene Ganztagsschulen im Primarbereich Gebundene Ganztagshauptschulen Ganztagsoffensive in der Sekundarstufe I Qualitätsoffensive Realschulen Qualitätsanforderungen an interne Schulentwicklung Schule hat in den letzten Jahrzehnten einen sehr großen und wichtigen Wandel vollzogen. Neben der reinen Wissensvermittlung muss Schule auf die sich stetig verändernden Rahmenbedingungen reagieren und neben dem Bildungsauftrag zunehmend auch den Bedürfnissen an Erziehung und Betreuung Rechnung tragen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf führt zu einer längeren Aufenthaltsdauer der Kinder an den Schulen sowie zu Veränderungen der Pädagogik der Wissensvermittlung. Gleichzeitig gilt es, den sozialpolitischen Ansatz auf Chancengleichheit sowie gleichberechtigter Teilhabe an Bildung zu stärken. Auch der demographische Wandel erfordert die Stärkung der Potentiale aller Kinder und Jugendlichen. Jedes einzelne Kind braucht die bestmögliche Förderung, um seine Bildungschancen zu erhöhen, aber auch um zu einer Persönlichkeit zu reifen, die es ihm erlaubt, später ein eigenverantwortliches, selbstständiges Leben zu führen. Diese ganzheitliche Förderung zu erreichen ist – neben der Familie – insbesondere eine gemeinsame Aufgabe der Schulen und der Einrichtungen und Dienste der Kinder- und Jugendhilfe. (vgl. Ministerium für Schule und Weiterbildung, Vereinbarung zwischen MGFFI und MSW, Düsseldorf 2006) Darüber hinaus wird die Öffnung und Verankerung von Schulen in den jeweiligen Sozialraum (vgl. § 5 SchulG NRW) als Qualitätsmerkmal von Schulen gefordert. Um dieser Palette neuer Anforderungen genügen zu können, brauchen Schulen Zeit und Raum. Schule als Lern- und Lebensort braucht ein gestalterisches Umfeld, in dem Schüler, aber auch Lehrerinnen und Lehrer sich gerne aufhalten und abwechslungsreiche Möglichkeiten haben, den Bildungsauftrag zu erfüllen. Um dem erweiterten Bildungsbegriff gerecht zu werden, wurden die Qualitätsanforderungen an die interne Schulentwicklung für folgende Bereiche deutlich erhöht und ausgeweitet: • • • • Sprachförderung höhere Ausdifferenzierung von Lerngruppen individuelle Förderung Einbindung außerschulischer Partner Immer mehr Schüler halten sich ganztags in der Schule auf. Als Folge für den Schulträger besteht dadurch die Notwendigkeit, einen zusätzlichen Raumbedarf für folgende Zwecke abzudecken: • • • • • Mittagsverpflegung individuelles Lernen Förderangebote Differenzierung Aufenthalt, Ruhe und Freizeit Daneben hat die UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen u.a. auch Auswirkungen auf den Schulbereich. Durch Artikel 24 der Konvention erkennen die Vertragsstaaten das Recht von Menschen mit Behinderungen auf Bildung an. Um dieses 82 Recht ohne Diskriminierung und auf der Grundlage der Chancengleichheit zu verwirklichen, gewährleisten die Vertragsstaaten ein „inklusives“ Bildungssystem auf allen Ebenen. Seitens der Vertragsstaaten ist dabei sicherzustellen, dass Menschen nicht aufgrund von Behinderung vom allgemeinen Bildungssystem ausgeschlossen werden. Kinder mit einer Behinderung dürfen nicht vom Besuch einer Grundschule oder einer weiterführenden Schule aufgrund ihrer Behinderung ausgeschlossen werden. Ihnen soll gleichberechtigt mit anderen der Zugang zu einem einbeziehenden, hochwertigen Unterricht ermöglicht werden. Innerhalb des allgemeinen Bildungssystems sind daher angemessene Vorkehrungen zu treffen, damit den Eltern eine echte Wahlfreiheit und der Zugang zu dem bestmöglichen Bildungs- und Förderort für ihre Kinder eröffnet wird. Durch eine Änderung des Schulgesetzes NRW, die z. Zt. als Referentenentwurf vorliegt und sich in der parlamentarischen Beratung befindet, wird das Gemeinsame Lernen von Schülern mit und ohne Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung zum gesetzlichen Regelfall. Die Eltern müssen nicht mehr die Teilnahme eines Kindes mit festgestelltem sonderpädagogischen Förderbedarf an einer allgemeinen Schule eigens beantragen. Die Schulaufsicht benennt in Abstimmung mit dem Schulträger allgemeine Schulen, die dafür personell und sächlich ausgestattet sind. Der Referentenentwurf überantwortet den kommunalen Schulträgern einen großen Entscheidungsspielraum bei der Ausgestaltung der schulischen Inklusion vor Ort. Das Land selber enthält sich vieler Entscheidungen zu der Frage, wie die Inklusion im Einzelnen umgesetzt werden soll. So individuell sich Erfahrungshintergrund, Voraussetzungen und Kenntnisse der Kinder bereits beim Schuleintritt unterscheiden, so vielfältig gilt es insbesondere für behinderte Kinder einzelfallbezogene unterstützende Fördermaßnahmen bereit zu halten. Um dabei den wechselnden Bedürfnissen der jeweils beschulten Kinder entsprechen zu können, sollten Raumflächen für den Primar- und den Sekundarbereich I vorgehalten werden, die eine multifunktionale Nutzung ermöglichen. Dieser zusätzliche Raumbedarf war bisher in den „Grundsätzen für die Aufstellung von Raumprogrammen für allgemeinbildende Schulen und Förderschulen“ nicht enthalten Das Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes hatte im Jahr 2010 mitgeteilt, diese Grundsätze überarbeiten und durch eine neue Arbeitshilfe ersetzen zu wollen. Im Frühjahr 2012 ist diese Arbeitshilfe in der Broschüre „Ganztag in NRW - Beiträge zur Qualitätsentwicklung“ Heft Nr. 23 aus dem Jahr 2012 der SERVICEAGENTUR ganztägig lernen Nordrhein Westfalen erschienen. Diese Broschüre soll nun im Ganzen als grundsätzliche Arbeitshilfe dienen. Sie enthält keine Standards, verbindliche Regelungen oder Empfehlungen, es werden keine einheitlichen Planungs- und Gestaltungsvorgaben gemacht. Angesichts der unterschiedlichen Bedarfe und Rahmenbedingungen sind kreative und individuelle Lösungen vor Ort erforderlich. Die vorliegende Broschüre soll der kommunalen Schulbauplanung hierzu Orientierungshilfen, Informationen, Hinweise und Beispiele für eine konkrete Umsetzung bieten. Die Stadt Recklinghausen wird deshalb ein an diesen Arbeitshilfen orientiertes, eigenes Schulraumprogramm für die individuellen Bedürfnisse der einzelnen Schulstandorte ausarbeiten. 83 Qualitative Weiterentwicklung des Ganztagsbetriebs an den Recklinghäuser Schulen Seit der Einführung der ersten Offenen Ganztagsschulen im Primarbereich im Schuljahr 2004 / 2005 ist der Offene Ganztag zum festen Bestandteil aller Recklinghäuser Grundschulen geworden. Mehr als 1/3 aller Recklinghäuser Grundschüler nehmen täglich an einem Betreuungs- und Bildungsangebot an einer der 20 Offenen Ganztagsschulen im Primarbereich teil. Angestrebtes Ziel war es von Anfang an, Erziehungs- und Bildungselemente inhaltlich so zu verknüpfen, dass unterrichtliche Bildungsanteile ebenso wie außerunterrichtliche Aktivitäten z.B. im sportlichen, kulturellen oder musischen Bereich zum täglichen Angebot für die Kinder im Offenen Ganztag werden. Kommunales Bildungsziel der Stadt Recklinghausen und ihrer Bildungspartner ist der Ausbau der Recklinghäuser Ganztagsschulen zu einem attraktiven, qualitativ hochwertigen und umfassenden örtlichen Bildungs-, Erziehungsund Betreuungsangebot, das sich an dem jeweiligen Bedarf der Kinder und Jugendlichen sowie der Eltern orientiert. Die individuelle ganzheitliche Bildung von Kindern und Jugendlichen, die Entwicklung ihrer Persönlichkeit, der Selbst- und Sozialkompetenzen, ihrer Fähigkeiten, Talente, Fertigkeiten und ihr Wissenserwerb sollen systematisch gestärkt werden. Dies soll durch eine flexible und bedarfsgerechte Mischung von verpflichtenden und freiwilligen Angeboten sichergestellt werden. Im Rahmen der Entwicklung eines Recklinghäuser Bildungsprogramms für die offenen Ganztagsschulen im Primarbereich sollte der allgemeine Bildungsauftrag des Schulgesetzes zukünftig stärker mit pädagogischen Handlungsansätzen im außerunterrichtlichen Bereich verknüpft werden. Mit der aufgezeigten Entwicklungsperspektive kann der Offene Ganztag in Recklinghausen für Schüler, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und außerschulische Partner zu einem Lebens- und Lernort werden, der mit dem ‚Mehr an Zeit’ perspektivisch ein ‚Mehr an Bildung’ ermöglicht. Bildungsziel ist die ganztägige und ganzheitliche Förderung von Kindern in formalen, non-formalen und informellen Bildungssituationen. Außerschulische Grundbildung sollte ein funktionierendes formales Bildungssystem ergänzen. So lernen Schüler nicht nur lesen und schreiben, sondern erwerben z.B. auch Wissen über Gesundheit, Ernährung sowie alltagspraktische Kompetenzen. In diesem Verständnis erscheint die Schule als ein zentraler Ort für die Bildung von Kindern und Jugendlichen, jedoch ohne Anspruch auf ein Bildungsmonopol. In der bildungsbiographischen Sichtweise kommen andere Orte und Gelegenheiten ebenso in den Blick und müssen auf ihre Bedeutung für die Bildung von Kindern und Jugendlichen befragt werden: • Formale Bildung bezieht sich auf das staatliche Bildungssystem von der Grundschule bis zur Universität. Formale Bildung wird häufig auch als schulische Bildung bezeichnet. Non-formale Bildung bezieht sich auf jedes außerhalb des formalen Bildungssystems geplante Programm zur persönlichen und sozialen Bildung für junge Menschen, das der Verbesserung bestimmter Fähigkeiten und Kompetenzen dient. Im deutschsprachigen Raum hat sich auch der Begriff 84 • außerschulische Bildung etabliert. • Informelle Bildung bezieht sich auf lebenslange Lernprozesse, in denen Menschen Haltungen, Werte, Fähigkeiten und Wissen durch Einflüsse und Quellen der eigenen Umgebung erwerben und aus der täglichen Erfahrung (Familie, Nachbarn, Marktplatz, Bibliothek, Massenmedien, Arbeit, Spiel etc.) übernehmen. Formale, non-formale und informelle Bildung ergänzen einander und verstärken wechselseitig den biografiebegleitenden Lernprozess. Die Offenen Ganztagsschulen streben eine intensive Kooperation mit außerschulischen Bildungspartnern an. Das Kommunale Bildungsbüro wird zukünftig verstärkt kompetente außerschulische Partner für die Vermittlung dieser Inhalte mit den Schulen zusammenbringen und diese in ihrer bereits aktiven schulischen Arbeit unterstützen. Dabei wird eine Realisierung angesichts knapper werdender kommunaler finanzieller Spielräume zukünftig wesentlich davon abhängen, ob es den Kommunen gelingt, beim Land NRW eine Verbesserung der finanziellen Rahmenbedingungen für den Offenen Ganztag durchzusetzen. 85 Bildungspotenziale jenseits formaler Bildung in Recklinghausen Mit den öffentlichen Debatten im Anschluss an Studien wie Pisa ist Bildung zu einem breit diskutierten Thema geworden. Dabei reduzieren sich Bildungsfragen nicht auf einen Kern allgemeinbildender Fächer, in denen Schulleistungen durch (internationale) Kompetenzmessverfahren wie z.B. Vergleichsarbeiten gemessen werden können. Eine verstärkte Aufmerksamkeit wird zunehmend auch den persönlichkeitsbildenden Anteilen von Bildung im Kanon der Allgemeinbildung zu teil (vgl. dazu auch die Empfehlung der Kultusministerkonferenz zur kulturellen Kinder- und Jugendbildung vom 01.02.2007). In einer Welt, deren soziale, politische und ökonomische Prozesse von einer Fülle ästhetischer Medien geprägt werden, wird insbesondere die non-formale und informelle Bildung zu einer wichtigen Voraussetzung zur selbstbewussten und verantwortungsvollen Persönlichkeitsentfaltung. Wie alle Bildung, so muss auch die persönlichkeitsformende Bildung angeeignet werden und wie bei aller Bildung ist der Aneignungsprozess prinzipiell unabgeschlossen: er vollzieht sich über die gesamte Lebensspanne. Die Aneignungsmöglichkeiten bedürfen dabei entsprechender Gelegenheitsstrukturen, wobei sich der Bildungsertrag nicht in messbaren Kategorien resümieren lässt. Schon in der frühen Kindheit regen z.B. nahezu alle Eltern über gemeinsame Aktivitäten mit unterschiedlicher Intensität und Schwerpunktsetzung die kulturelle/musischästhetische Bildung ihrer Kinder an. Im jungen Schulalter sind nahezu 90% der Kinder und Jugendlichen musisch-ästhetisch aktiv. Dieses Interesse an künstlerischen Betätigungen lässt im höheren Schul- und im jungen Erwachsenenalter nur wenig nach. Erst im höheren Erwachsenenalter nehmen die kulturellen Aktivitäten ab und sie verlagern sich von der Eigenaktivität – die aber für 30 % der Befragten bis in die Nacherwerbsphase hinein von Bedeutung ist – auf die Beteiligung am kulturellen Leben, was für etwa die Hälfte der Bevölkerung zutrifft (vgl. dazu Bildung in Deutschland, Bildungsbericht BRD 2012, S. 160 ff) Aber nicht nur musisch-ästhetische Bildungserfahrungen tragen zur Persönlichkeitsbildung von Kindern bei. Verschiedene Lernwelten innerhalb der Stadt Recklinghausen bieten Bildungsgelegenheiten neben den formalen Bildungsinstitutionen. Der vorliegende Bildungsbericht will daher ein Augenmerk auf die Bildungspotentiale der nonformalen und informellen Lernwelten in der Bildungsstadt Recklinghausen richten und zum Kennenlernen einladen. In einem tabellarischem Überblick sowie in kleinräumigen Kartendarstellungen finden sich – ohne Anspruch auf Vollständigkeit - am Ende des Bildungsberichts Übersichten u.a. zu den folgenden nonformalen und informellen Lernwelten in der Stadt Recklinghausen: • • • • • • • • • • • Kulturinstitute und Museen Öffentliche Bibliotheken Kino Kinder- und Jugendeinrichtungen Kinderspielplätze Sportplätze und Sporthallen Sportvereine Hallen- und Freibäder Religiöse und ethnische Gruppen Migrantenselbstorganisationen Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstellen 86 Drei Lebenswelten werden in den folgenden Ausführungen näher betrachtet: Familienbildung außerhalb von Kita und Schule Die Familie ist vorrangiger Bildungsort in den ersten Lebensjahren. Dabei üben Eltern häufig bildungsnahe Aktivitäten mit ihren Kindern aus. In Recklinghausen sind als bedeutende nonformale Bildungsträger seit vielen Jahren im Bildungsbereich präsent: • • • • die Familienbildungsstätte Recklinghausen (FBS) des Katholischen Bildungsforums Recklinghausen der Initiativkreis für Familien- und Erwachsenenbildung e.V. die Volkshochschule Recklinghausen die Familienzentren in den einzelnen Stadtteilen Fragen rund um die Erziehung von Kindern und die damit verbundenen Themen und Probleme in den unterschiedlichsten Erscheinungsformen gehören zu den Angeboten zur persönlichen und beruflichen Weiterbildung und -qualifizierung. Neben traditionellen und modernen Angeboten der Eltern-Kind-Gruppen (z.B. PEKiP), in denen Eltern in ihrer Erziehungskompetenz unterstützt werden, finden auch familienbegleitende Seminare und erfahrungsorientierte Kurse mit fachlich qualifizierten Kursleitungen statt. Im Jahr 2011 konnte die FBS Recklinghausen 488 Veranstaltungen mit 9375 Unterrichtsstunden durchführen. Die Unterrichtsstunden wurden von den 3 hauptamtlich pädagogischen Mitarbeiterinnen sowie 138 Honorarmitarbeit/innen durchgeführt. An den Veranstaltungen nahmen 5238 Erwachsene und 1382 Kinder teil. Der Bildungsbereich „Mit Kindern leben“ war im Jahr 2011 ein bedeutender Arbeitsschwerpunkt. In Kooperation mit den Familienzentren, dem Netzwerkbüro für Familienzentren, dem Initiativkreis für Familien- und Erwachsenenbildung (einer weiteren anerkannten Einrichtung der Erwachsenenbildung) in Recklinghausen und der Stadt Recklinghausen wurde ein Kursangebot für Eltern in jedem Stadtteil von Recklinghausen entwickelt. Damit wurde das Konzept der frühen und wirksamen Unterstützung aller Eltern mit Kindern im ersten Lebensjahr in Recklinghausen fortgesetzt. Insbesondere bildungsbenachteiligte Familien, bzw. Familien mit Migrationshintergrund wurden durch diese angepassten niederschwelligen Familienbildungsangebote erreicht. Insgesamt ist festzustellen, dass viele Frauen nach der Geburt ihres Kindes schnell wieder in den Beruf zurückkehren, in der Regel nach dem ersten Lebensjahr. Somit wird in das erste Jahr möglichst viel gepackt. Babymassage, Babyschwimmen, PEKiP ,Spielgruppe etc. haben im Angebot der Familienbildungsstätte sich zu einem „Muss“ bei diesen Eltern entwickelt. Im Jahr 2011 fanden in der FBS Recklinghausen statt: • • • • • • 22 Elternseminare mit 237 Erwachsenen und 14 Kindern 16 Kurse zur Baby-Wassergewöhnung mit 123 Kindern 43 Pekip-Kurse mit 372 Kindern 29 Bewegungsgruppen mit 362 Kindern 46 Spielgruppen mit 412 Kindern 12 Eltern-Kind-Aktionen mit 101 Kindern Im Bereich ‚Fortbildung und Qualifizierung‘ für Kursleiter/innen in der Erwachsenenbildung, Erzieher/innen und Ehrenamtliche konnte die FBS Recklinghausen 87 wieder eine Vielzahl unterschiedlicher Veranstaltungen anbieten. So wurden u.a. 19 Erzieherinnen zur PEKiP – Gruppenleitung ausgebildet. In Recklinghausen werden PEKiP Kursleiterinnen stark nachgefragt, da allen Eltern mit Kindern im ersten Lebensjahr die Teilnahme an einem PEKiP Kurs ermöglicht werden soll. Eine Fachfortbildung zum Thema „Babyzeichensprache“ konnte erstmals in der FBS stattfinden. Pädagogische Fachkräfte konnten sich so einem neuen Thema nähern. Gerade für die kleinen Kita-Kinder ( unter 2 Jahren) ist die Babyzeichensprache eine geeignete Brücke zur besseren Verständigung mit unvertrauten Menschen. Babyzeichen tragen durch einen ganzheitlichen Ansatz zu mehr Interaktivität, zu Integration und zur aktiven spielerischen Sprachförderung aller Kinder bei. Beim Initiativkreis für Familien- und Erwachsenenbildung e.V. fanden im Jahr 2011 82 Kurse 1.637 Unterrichtsstunden statt. Insgesamt nahmen an den Kursen 730 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit 713 Kindern statt. Im Jahr 2011 haben somit rund 6.000 Erwachsene und 2.100 Kinder Bildungsangebote der beiden o.g. Familienbildungsstätten in Ansprach genommen. Bezogen auf die Altersgruppe der unter 6-jährigen Kinder (sie machen ca. 90 % der kindlichen Kursteilnehmer aus) bedeutet dies, dass ca. ein Drittel aller Recklinghäuser Kinder im Alter unter 6 Jahren im Jahr 2011 ein Bildungsangebot der Familienbildungsstätten genutzt haben. Die VHS hat Kurse für Kinder und Jugendliche über 10 Jahren im Programm (Computerkurse, Tastschreiben, Bildbearbeitung, Rhetorik, Sprachkurse, etc.). Für die Zielgruppe "Kinder von 8-10 Jahren" werden einzelne Kurse im Bereich Sprachen und EDV angeboten, z.B. Spanisch für Kinder und Jugendliche ab 8 Jahren oder ein Tastaturtraining am PC für Schüler/innen der Klassen 3 - 4. Desweiteren finden immer wieder Elternvorträge zu Erziehungs- und Schulthemen statt. Familienbildungsstätte Kemnastraße 23, 45657 Recklinghausen Tel. 02361-4064020 / E-Mail: fbs-recklinghausen@bistum-muenster.de/ Initiativkreis für Familien- und Erwachsenenbildung e.V. Langeoogstraße 15, 45665 Recklinghausen Tel. 02361-47701 / E-Mail: ini-ev@t-online.de Volkshochschule der Stadt Recklinghausen Herzogswall 17, Willy-Brandt-Haus, 45657 Recklinghausen Tel. 02361-502000 / E-Mail: vhs@recklinghausen.de/ Bildungspotenziale des Vereinssports in Recklinghausen Über 28.300 Mitglieder, also etwa jeder vierte Bürger, sind aktuell in den über 100 Recklinghäuser Sportvereinen organisiert. Der Sport ist ein fester Bestandteil des täglichen Lebens, der nicht mehr wegzudenken ist. Seine sozial- und gesundheitspolitische Bedeutung ist unbestritten. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass es gerade im Kinder- und Jugendbereich Bewegungsdefizite gibt. So bewegt sich ein Grundschüler während seiner täglichen Wachphase nur zu etwa 18 % (etwa 6 % sportlich), die restliche Zeit verbringt er sitzend, liegend oder ruhend. Jedes fünfte Kind in Deutschland ist zu dick, jeder dritte Jugendliche übergewichtig. Bewegung 88 im Schulsport ist alleine nicht ausreichend, im Verein oder auch mit Gleichgesinnten außerhalb eines Vereins ist sie vielfältig möglich. Besondere Entwicklungen, wie z.B. das zentral vom StadtSportVerband Recklinghausen gut organisierte Sportangebot im „Offenen Ganztag“, haben in den letzten Jahren für eine Erhöhung der Mitgliederzahlen der 7- bis14-Jährigen gesorgt. Ca. 25 % der bis 6-Jahre alten Einwohner sind Mitglied in einem Sportverein – fast jedes 3. Kind im Vorschulalter ist demnach Vereinsmitglied. Bei den 6 bis 14-Jährigen sind 60,31 % der Einwohner in einem Sportverein aktiv – und damit fast doppelt soviel wie bei den Kindern im Vorschulalter. Von den 15- bis 18Jährigen liegt der Organisationsgrad bei 68 % - demnach sind nur etwa 30 % der Heranwachsenden kein Mitglied in einem Sportverein. Insgesamt sind 10.029 der 18.972 minderjährigen Einwohner Mitglied in Sportvereinen – mit 52,86 % ein Wert, der den hohen Stellenwert des Sports bei den Kindern und Jugendlichen deutlich dokumentiert (vgl. Stadt Recklinghausen, Sportstadt 2020, Sport(stätten)entwicklung in der Ruhrfestspielstadt Recklinghausen, Recklinghausen 2012, S. 11 ff) Sportvereine bieten ein vielfältiges Spektrum in den Bereichen des Leistungs-, Breiten-, Freizeit und Gesundheitssports. Die Angebote sind vor allem auf sportliche Aktivitäten, Bewegung, Training, Spiel und Wettkampf sowie Gesundheitsförderung ausgerichtet, umfassen aber auch bürgerschaftliches Engagement im Umfeld des Sports. Zudem gehören auch jugendarbeitsspezifische Aktivitäten auf lokaler und überregionaler Ebene zu den Angeboten der Sportvereine wie etwa Freizeiten, Ferienfahrten und Projekte. In letzter Zeit werden auch die Potenziale des Sports zunehmend auch im Kontext der Bildungsdebatte diskutiert (vgl. dazu Bildungsbericht Ruhr, Herausgegeben vom Regionalverband Ruhr, Münster 2012, S. 214 ff). Ein umfassendes Bildungsverständnis, das sich nicht auf kognitives Wissen beschränkt, schließt die körperliche Dimension mit den Potenzialen von Bewegung, Spiel und Sport ein: ‚Dem Sport junger Menschen werden vielfaltige Entwicklungs- und Bildungspotenziale zugeschrieben, die neben körperlich-motorischen (Bewegung, Kondition, Koordination, Technik) auch psychosoziale Kompetenzen beinhalten wie etwa Selbstbewusstsein, Leistungsmotivation, Teamkompetenz oder etwa Kooperationsfähigkeit. So wird dem 12. Kinder- und Jugendbericht zufolge dem Sport „eine maßgebliche Bildungswirksamkeit zugesprochen, die zunächst die unmittelbar körperbezogenen Kompetenzen (Körpererfahrung, -ästhetik, -ausdruck), aber auch nicht unmittelbar sportbezogene Kompetenzen im sozialen, politischen und kognitiven Bereich einschließt (Teamfähigkeit, Selbstvertrauen, Selbstorganisation, Damit umfasst das Bildungspotenzial des Sports Verantwortungsfähigkeit) … Bewegungskompetenzen ebenso wie personale und soziale Ressourcen. Über den eigenen Körper und über Bewegung wird für Heranwachsende ein wichtiger Zugang zur Welt möglich. In der Aneignung einer Sportart wie Schwimmen, Tennis, Fußball o.a. können junge Menschen lernen, mit sich selbst und ihrem Körper umzugehen und sich körperlich auszudrücken. (Bildungsbericht Ruhr, Herausgegeben vom Regionalverband Ruhr, Münster 2012, S. 215 ) 89 Lebenswelt Internet Folgt man den zentralen Ergebnissen der aktuellen ARD/ZDF-Online-Studie 2012 zur Internetentwicklung- und -nutzung in Deutschland (www.ard-zdf-onlinestudie.de), so sind in 2012 75,9 % der Deutschen online. Dies sind 53,4 Mio. Internetnutzer. Damit hat sich die Zahl der Internetnutzer in den letzten 12 Jahren nahezu verdreifacht. Das Internet ist zum etablierten Medium für nahezu alle Altersgruppen geworden. Die mobile Internetnutzung hat sich in den letzten drei Jahren mehr als verdoppelt. Dabei ersetzen mobile Endgeräte wie Tablets und Smartphones nicht den stationären Zugang, sondern sie schaffen neue Nutzungssituationen. Bereits 13 % der Fernsehzuschauer nutzen gelegentlich neben dem Fernsehen den ‚second screen‘ des Smartphones, des Tablet oder des Laptops. Die im Internet verbrachte Zeit stagniert bei rund 2 Stunden und 15 Minuten (2010: 136 Minuten). Bei den 14 – 29-jährigen hat der Internetkonsum um 11 Minuten auf 168 Minuten zugenommen. 2012 liegt die durchschnittliche Verweildauer von Männern bei 147 Minuten täglich und von Frauen bei 118 Minuten. Im Medienverhalten der Jüngeren (14 – 29 Jahre) dominiert eine passiv konsumierende Haltung, was auch den Umgang mit dem Internet einschließt. Über das Netz pflegen Jugendliche ihre privaten Kontakte und lassen sich unterhalten. Es ist davon auszugehen, dass auch Kinder im Grundschulalter das Internet als Lernwelt für informelles Lernen aktiv nutzen. Die Internetnutzung trägt wesentlich zu den Lernerfahrungen von Kindern und Jugendlichen bei. So ist anzunehmen, dass Kinder und Jugendliche Rezeptionsmodi und Wahrnehmungsweisen entwickeln, die Erwachsenen nicht zugänglich sind. Das Kommunale Bildungsbüro unterstützt Schulen in Recklinghausen bei pädagogischen Initiativen in der Internetnutzung. So finanziert die Stadt Recklinghausen schon seit mehreren Jahren die Nutzung von Lernplattformen wie Antolin (www.antolin.de) oder dem Zahlenzorro (www.zahlenzorro) : Ein Beispiel: Antolin ... • ist ein innovatives Online-Portal zur Leseförderung von Klasse 1 bis 10. • bietet Quizfragen zu Kinder- und Jugendbüchern, die die Schüler/-innen online beantworten können. • fördert die Schüler/-innen auf ihrem Weg zum eigenständigen Lesen und in der Entwicklung der eigenen Leseidentität. • eignet sich zur sinnvollen Differenzierung. • verbindet das Lernen in der Schule mit dem Lesen am Nachmittag. • bietet Lehrkräften aussagekräftige Informationen zum Textverständnis und zur Leseleistung ihrer Schüler/-innen. Im informellen Bildungsbereich ‚Internet‘ sind alle Bildungsakteure aufgerufen, Kinder und Jugendliche in ihren Bildungserfahrungen aufmerksam zu begleiten und Ihnen den selbständigen und verantwortungsvollen Umgang zu ermöglichen. Die Stadt Recklinghausen ist offen für bildungsbegleitende Kooperationsprojekte im Handlungsfeld ‚Internet‘. 90 Tabellen: Grundschulen Schulverbund Anton-Wiggermann-Schule Standort Hochlar Standort Wiggermannstraße 5, 45659 Recklinghausen Tel: 02361-106273-0 Schulverbund Anton-Wiggermann-Schule Standort Stuckenbusch Stuckenbuschstraße 154 / 45659 Recklinghausen Tel. 02361-90862011 Astrid-Lindgren-Schule Schulstraße 74, 45665 Recklinghausen Tel. 02361-937267-0 Grundschule Auguststraße Auguststraße 18, 45661 Recklinghausen Tel. 02361-372183 Grundschule Bochumer Straße Bochumer Str. 22, 45661 Recklinghausen Tel. 02361-7988 Gebrüder-Grimm-Schule Standort Quellberg Nordseestraße 98, 45665 Recklinghausen Tel. 02361-904350 Gebrüder-Grimm-Schule Standort Essel Esseler Straße 195, 45665 Recklinghausen Tel. 02361-81352 Gudrun-Pausewang-Schule Heinrichstraße 52, 45663 Recklinghausen Tel. 02361/3033780 Anne-Frank-Schule Henrichenburger Straße 186 / 45665 Recklinghausen Tel. 02361/58289612 Grundschule Hillerheide Herner Straße 167, 45659 Recklinghausen Tel. 02361-45659 Recklinghausen Grundschule Hohenzollernstraße Hohenzollernstraße 3 / 45659 Recklinghausen Tel. 02361-5828950 Grundschule im Hinsberg Canisiusstraße 9, 45665 Recklinghausen Tel. 02361-5820490 Galileo-Schule Westfalenstraße 195 / 45661 Recklinghausen Tel. 02361-65806411 Grundschule Kohlkamp Kohlkamp 13, 45657 Recklinghausen Tel. 02361-9382070 Grundschule Liebfrauenschule Liebfrauenstraße 6 / 45665 Recklinghausen Tel. 02361-499219 Schulverbund GS Im Romberg / Don-Bosco-Schule Standort Im Romberg Im Romberg 9, 45657 Recklinghausen Tel.: 02361-58289311 91 Grundschule Marienschule Marienstraße 32/34 / 45663 Recklinghausen Tel. 02361-6580690 Grundschule Ortlohschule Ortlohstraße 54-58 / 45663 Recklinghausen Tel. 02361-904430 Konfessionelle Grundschulen Gemeinschaftsgrundschule mit kath. Teilstandort im Reitwinkel Feldstraße 13 a, 45661 Recklinghausen Tel. 02361-64088 Schulverbund GS Im Romberg / Don-Bosco-Schule Standort Don-Bosco-Schule Kühlstraße 54, 45659 Recklinghausen Tel. 02361-904360 Hauptschulen Hauptschule Paulus-Canisius Canisiusstraße 6, 45665 Recklinghausen Tel. 02361-904390 Hauptschule Wasserbank Wasserbank 20, 45663 Recklinghausen Tel. 02361-904370 Realschulen Otto-Burrmeister Realschule Maybachstraße 70, 45659 Recklinghausen Tel. 02361-938970 Dietrich-Bonhoeffer-Schule Hunsrückstraße 15, 45665 Recklinghausen Tel. 02361-400240 Bernard-Overberg-Realschule Overbergstraße 99, 45663 Recklinghausen Tel. 02361-6580810 Maristenschule / Bischöfliche Realschule Maristenschule Bischöfliche Realschule Hertener Straße 60, 45657 Recklinghausen Tel.: 02361-15440 92 Förderschulen Friedrich-Ludwig-Jahn-Schule Förderschwerpunkt Lernen und emotionale und soziale Entwicklung Jahnstraße 32, 45665 Recklinghausen Tel. 02361-106351-0 Albert-Schweitzer-Schule Förderschwerpunkt Lernen und emotionale und soziale Entwicklung Weißenburgstraße 48, 45663 Recklinghausen Tel. 02361-9372640 Fährmannschule Förderschwerpunkt Sprache Forellstr.11, 45663 Recklinghausen Tel. 02361-904490 Förderschule in Trägerschaft des Caritasverbandes Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V. Raphael-Schule Förderschwerpunkt: geistige Entwicklung Börster Weg 13, 45657 Recklinghausen Tel. 0231-93440 Gesamtschulen Käthe-Kollwitz-Schule Gneisenaustraße 49, 45661 Recklinghausen Tel. 02361-302430 Nebengebäude Sekundarstufe II: Theodor-Körner-Straße 27, 45661 Recklinghausen Tel. 02361-6580630 Wolfgang-Borchert-Gesamtschule Beisinger Weg 80, 45657 Recklinghausen Tel. 02361-10696-0 Nebengebäude: Händelstraße 2, 45657 Recklinghausen Tel. 02361-58289411 Gesamtschule Suderwich Markomannenstraße 16, 45665 Recklinghausen Tel. 02361-998940 Gymnasien Gymnasium Petrinum Herzogswall 29, 45657 Recklinghausen Tel. 02361-904470 Hittorf-Gymnasium Kemnastraße 38, 45657 Recklinghausen Tel. 02361-9086210 Marie-Curie-Gymnasium Görresstraße 5, 45657 Recklinghausen Tel. 02361-936560 93 Theodor-Heuss-Gymnasium Theodor-Körner-Str. 25, 45661 Recklinghausen Tel. 02361-37594-0 Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Westerholter Weg 113, 45657 Recklinghausen Tel. 02361-95300 Berufskollegs Alexandrine-Hegemann-Berufskolleg Werkstättenstraße 16-18, 45659 Recklinghausen Tel. 02361-93726-0 TÜV NORD College GmbH Berufskolleg Mitte Kölner Straße 18, 45661 Recklinghausen Tel. 02361-6095-0 Herwig-Blankertz-Berufskolleg Campus Blumenthal 1, 45665 Recklingausen Tel. 02361-93949-0 Kuniberg Berufskolleg Im Kuniberg 79, 45665 Recklinghausen Tel. 02361-9483-0 Max-Born-Berufskolleg Campus Vest 3, 45665 Recklinghausen Tel. 02361-30675-0 Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Recklinghausen Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Recklinghausen Herzogswall 38 a, 45657 Recklinghausen Tel. 02361-24106 www.zfsl-recklinghausen.nrw.de Westfälische Hochschule Westfälische Hochschule / Standort Recklinghausen August-Schmidt-Ring 10, 45665 Recklinghausen Tel. 02361-915-422 www.fh-gelsenkirchen.eu Familienbildung Volkshochschule der Stadt Recklinghausen Herzogswall 17, Willy-Brandt-Haus, 45657 Recklinghausen Tel. 02361-502000 Familienbildungsstätte Kemnastraße 23, 45657 Recklinghausen Tel. 02361-4064020 Initiativkreis für Familien- und Erwachsenenbildung e.V. Langeoogstraße 15, 45665 Recklinghausen Tel. 02361-47701 / 94 Musikschule Stadt Recklinghausen Musikschule Willy-Brandt-Park 1, 45657 Recklinghausen Tel. 02361-50-91951 Öffentliche Bibliotheken Erwachsenen- und Kinder/Jugendbücherei Willy-Brandt-Haus / Raum 111, Herzogswall 17, 45657 Recklinghausen Tel. 02361-501919 Erwachsenen- und Kinder/Jugendbücherei Zweigstelle Recklinghausen-Süd Sauerbruchstraße 4, 45661 Recklinghausen Tel. 02361-501896 Bücherei in der Arche Katholische öffentliche Bücherei der Pfarrgemeinde Liebfrauen Recklinghausen-Ost Nordseestraße 104, 45665 Recklinghausen Tel. 02361-4860296 Katholische öffentliche Bücherei Herz-Jesu Niederstraße 29, 45663 Recklinghausen St. Elisabeth Lisbeths Bücherinsel Im Romberg 28, 45657 Recklinghausen Tel. 02361/28457 Katholische öffentliche Bücherei St. Gertrudis Heidestraße 17, 45659 Recklinghausen Landesanstalt für Ökologie, Bodenordnung und Forsten NRW-Bibliothek Leibnizstraße 10, 45659 Recklinghausen Tel. 02361-305291 www.loebf.nrw.de/ Patientenbücherei im Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen (Untergeschoß) Dorstener Str. 151, 45657 Recklinghausen Tel. 02361-561220 Westfälische Hochschule Zentrum für Informationstechnik und Medien (ZIM) Hochschulbibliothek August-Schmidt-Ring 10, 45665 Recklinghausen Tel. 02361-915-422 www.hb.fh-gelsenkirchen.de/ Die astronomische Bibliothek der Westfalen Volkssternwarte Westfälische Volkssternwarte und Planetarium Recklinghausen Stadtgarten 6, 45657 Recklinghausen Telefon + Fax: 02361-23134 95 Theater Ruhrfestspielhaus VCC Recklinghausen GmbH Otto-Burrmeister-Allee 1, 45657 Recklinghausen: : Tel. 02361 - 918 418 / Fax: 02361 - 918 413 www.vccre.de Kino Cineworld Kemnastraße 3, 45657 Recklinghausen Tel. 02361-931320 www.cineworld-re.de Kultureinrichtungen und Museen Institut für Kulturarbeit Willy-Brandt-Haus Raum 211 Herzogswall 17, 45657 Recklinghausen Tel. 02361-501956 Institut für Stadtgeschichte / Archiv und ehem. Vestisches Museum Trägerschaft: Stadt Recklinghausen Kontakt: Leiter Dr. Matthias Kordes Hohenzollernstraße 12, 45659 Recklinghausen Telefon: 02361 501901 o. 501990 o. 501946 Internet: www.kunst-re.de Westfälische Volkssternwarte und Planetarium Stadtgarten 6, 45657 Recklinghausen Tel: 02361/23134 Kunsthalle Recklinghausen Trägerschaft: Stadt Recklinghausen Kontakt: Prof. Dr. Ferdinand Ullrich Große-Perdekamp-Straße 25 – 27, 45657 Recklinghausen Tel 02361 501931 o. 501935 Internet: www.kunsthalle-recklinghausen.de Ikonenmuseum Trägerschaft: Stadt Recklinghausen Kirchplatz 2 a,45657 Recklinghausen Telefon: 02361/50-1941 / Fax: 02361/50-1942 Email: haustein@kunst-re.de Umspannwerk Recklinghausen - Museum Strom und Leben Trägerschaft: RWE Net AG Uferstraße 2 – 4, 45663 Recklinghausen Telefon: 02361 382208 / Fax: 02361 382215 Internet: www.umspannwerk-recklinghausen.de Museum für Bergbau- und Industriegeschichte Trägerschaft: Verein für Bergbau- und Industriegeschichte Recklinghausen e.V. Karlstraße 75, 45661 Recklinghausen Tel. 02361-6580562 Postmuseum Trägerschaft: Förderverein Postgeschichtliches Museum Recklinghausen e.V. Martinistraße 19, 45657 Recklinghausen www.postgeschichtliches-museum-re.de 96 Kinderspielplätze 97 Spielplatz Agnesstraße Spielplatz Am Neumarkt Spielplatz An der Landmarke Spielplatz An der Sandkuhle Spielplatz Arndtstraße Spielplatz Auf dem Berge Spielplatz Bismarckplatz Spielplatz Bochumer Strasse (Eintrachtstadion) Spielplatz Borkumstraße Spielplatz Börster Weg Spielplatz Brehlohstraße / St. Barbara-Straße Spielplatz Breuskesbachstraße Spielplatz Bürgerhaus Süd Spielplatz Charlottenburger Park Spielplatz Dechant-Wessing-Strasse Spielplatz Doriderweg Spielplatz Dr.-Isbruch-Straße Spielplatz Drissenplatz Spielplatz Düppelstraße Spielplatz Emilstraße/Hüserstraße Spielplatz Erlbruchpark (Rathaus) Spielplatz Euingsfeld Spielplatz Ewaldstraße Spielplatz Freizeitanlage Suderwich Spielplatz Gerberstraße Spielplatz Grazer Straße Spielplatz Grullbadstraße Spielplatz Händelstrasse/Gluckstrasse Spielplatz Hansering/Stuckenbuschstraße Spielplatz Harkorthof Spielplatz Harpener Straße Spielplatz Heidekämpchen Spielplatz Heinrich-Heine-Straße Spielplatz Heinrich-Imig-Straße Spielplatz Hillerfeldmark (Lechtappenweg) Spielplatz Hinnebecke Spielplatz Hinsberg (Freizeitanlage Buddestr.) Spielplatz Hochstr./Theodor-Körner-Straße Spielplatz Hohenhorster Weg/Hernerstraße Spielplatz Hohenzollernstraße Spielplatz In den Heuwiesen Spielplatz In der Eggeried Spielplatz Johannes-Werners-Straße Spielplatz Julius-Buchröder-Straße Spielplatz Karlsbaderstraße 98 Spielplatz Klarastraße Spielplatz Königstraße Spielplatz Leineweberstraße Spielplatz Ludwig-Rosenberg-Straße Spielplatz Lutherhaus Spielplatz Marfeldstraße Spielplatz Maringerstraße Spielplatz Maybachwäldchen Spielplatz Mittlere Mühle Spielplatz Mont-Cenis-Straße Spielplatz Mulvanyring Spielplatz Münsterlandstraße Spielplatz Norderneystraße Spielplatz Onkensruh Spielplatz Pappelallee (mit Jugendecke) Spielplatz Prof.-Knipping-Straße Spielplatz Prof.-Schulte-Straße Spielplatz Schleusenstraße Spielplatz Senheimerstraße Spielplatz Siegerlandstraße/Rheinlandstraße Spielplatz Sonnenschein/ Bergknappenstraße (mit Jugendecke) Spielplatz Spanenkamp / Am Rutenbusch Spielplatz Spiekeroogstraße Spielplatz Stadtgarten Spielplatz Stegerwaldstraße Spielplatz Steigerstraße Spielplatz Stresemannplatz Spielplatz Stuckenbusch Marktplatz Spielplatz Südpark - Hallenbad Spielplatz Südpark - König-Ludwig-Straße Spielplatz Thomasstraße Spielplatz Töpferplatz Spielplatz Uhlandstraße Spielplatz Walkmühlenweg Spielplatz Walter-Wenthe-Straße Spielplatz Westfalenstraße/ Gustavstraße Spielplatz Wiesenstraße Spielplatz Wiesenstraße (Wilde Wiese) 99 Jugendzentren und Jugendtreffs Stadt Recklinghausen Kinder- und Jugendtreff Auguststr. Auguststraße 18, 45661 Recklinghausen Tel. 02361-61210 Stadt Recklinghausen Jugendzentrum Südpol Marienstraße 2, 45663 Recklinghausen Tel. 02361-64341 Stadt Recklinghausen Jugendzentrum Extra 3 Karlstraße 21, 45661 Recklinghausen Tel. 0231-34706 Stadt Recklinghausen Mädchenzentrum Laguna Karlstraße 21 im Pavillon, 45661 Recklinghausen Tel. 0231-3024931 Jugendzentrum Altstadtschmiede Kellerstraße 10, 45657 Recklinghausen 02361-21212 www.altstadtschmiede.de Jugendtreff „Öko“ Nordseestraße 104, 45665 Recklinghausen Tel. 0231-491543 Bauspielfarm Suderwich Lülfstraße 69, 45665 Recklinghausen Tel. 0231-83848 TOT Limperstraße Pfarrer Bodo Laux Limperstraße 34, 45657 Recklinghausen Tel. 02361-491454 Bauspielfarm Suderwich Lülfstraße 69, 45665 Recklinghausen Tel. 0231-83848 Heinrich Pardon Haus Wichernstraße 2, 45665 Recklinghausen Tel. 02361-44666 Kinder- und Jugendtreff Hillerheide Heidestr. 25, 45659 Recklinghausen Tel. 02361-72575 Jugendcafe „Time Out Neumarkt 27, 45663 Recklinghausen Tel. 02361-950618 Jugendzentrum „ZAKK“ Henrichenburger Str. 66-68, 45665 Recklinghausen Tel. 02361-5822901 Jugenräume Pestalozzistrasse Pestalozzistraße 12, 45663 Recklinghausen 100 Kindertageseinrichtungen / Familienzentren 101 Region Nordviertel / Bockholt / Speckhorn Elterninitiative Fantasien Beethovenstr. 35, 45657 Recklinghausen Tel. 02361-21775 Katholische Kirchengemeinde Familienzentrum Heilige Familie Flutstr. 145, 45657 Recklinghausen Tel.02361-109164 Katholische Kirchengemeinde Familienzentrum St. Elisabeth Im Romberg 33, 45657 Recklinghausen Tel. 02361-3324456 Stadt Recklinghausen Familienzentrum Sternschnuppe Josef-Wulff-Str. 70, 45657 Recklinghausen Tel. 02361-185815 Elterninitiative Waldorf Kindergarten Cäcilienhöhe 19, 45657 Recklinghausen Tel. 02361-905673 Region Recklinghausen Ost Katholische Kirchengemeinde Familienzentrum Triangel / St. Petrus Canisius Drissenplatz 10, 45657 Recklinghausen Tel. 02361-45678 Evangelische Kirchengemeinde Familienzentrum Zauberland Oberlinstr. 2, 45665 Recklinghausen Tel. 02361-43888 Stadt Recklinghausen Familienzentrum Ziegelgrund Julius-Buchröder-Str. 12, 45665 Recklinghausen Tel. 02361- 41085 Stadt Recklinghausen Familienzentrum Lange Wanne Lange Wanne 36, 45665 Recklinghausen Tel: 02361-46590 Elterninitiative Thea-Winter-Kindergarten Dortmunder Str. 60, 45665 Recklinghausen Tel. 02361-60 41874 Region West / Paulusviertel Elterninitiative Rappelkiste Knappschaftskrankenhaus e.V. Virchowstr. 1, 45657 Recklinghausen Tel. 02361- 109401 Evangelische Kirchengemeinde Familienzentrum Kinderplanet Dorstener Str. 45, 45657 Recklinghausen Tel. 02361- 59613 102 Katholische Kirchengemeinde Familienzentrum St. Markus St.-Markus-Platz 2, 45657 Recklinghausen Tel. 02361-483601 Katholische Kirchengemeinde St. Paulus An der Pauluskirche 13, 45657 Recklinghausen Tel. 02361- 933344 Katholische Kirchengemeinde St. Peter Im Rom 3, 45657 Recklinghausen Tel. 02361-23375 Region Hochlar Stadt Recklinghausen Familienzentrum Villa Kunterbunt Gartenstr. 10, 45659 Recklinghausen Tel. 02361-184301 Evangelische Kirchengemeinde Familienzentrum Sonnenstrahl Hohenzollernstr. 72a, 45659 Recklinghausen Tel. 02361-21235 AWO Familienzentrum Blumenthalallee Blumenthalallee 3, 45659 Recklinghausen Tel. 02361-13173 Katholische Kirchengemeinde Familienzentrum St. Suitbert St.-Suitbert-Platz 7, 45659 Recklinghausen Tel. 02361-29116 Kinderbetreuung Mäuseburg Christoph-Kirschner-Str. 1, 45659 Recklinghausen Tel. 02361-542397 Region Hillen/Berghausen Stadt Recklinghausen Familienzentrum Wilde Wiese Hillen 52, 45665 Recklinghausen Tel. 02361- 493091 Katholische Kirchengemeinde Familienzentrum Triangel Liebfrauen Liebfrauenstr. 3, 45665 Recklinghausen Tel. 02361-41908 Katholische Kirchengemeinde Familienzentrum Triangel St. Raphael Fliederbusch 18, 45665 Recklinghausen Tel. 02361-45574 Evangelische Kirchengemeinde Kindergarten Traumland Wangeroogestr. 6, 45665 Recklinghausen Tel. 02361- 44391 Verein für Jugendheime e.V. Familienzentrum Heuwiesen Nordseestraße 11, 45665 Recklinghausen Tel. 02361-493576 103 Kinderhaus „Rasselbande“ Amelandstr. 9, Recklinghausen Tel. 02361-9433040 Region Suderwich / Röllinghausen Stadt Recklinghausen Familienzentrum Einstein Agnesstr. 79, 45663 Recklinghausen Tel. 02361-892150 Stadt Recklinghausen Familienzentrum Johannes-Werners-Straße 60 Johannes-Werners-Straße 60, 45665 Recklinghausen Tel. 02361-9062743 AWO „Im Paßkamp“ Im Passkamp 43, 45665 Recklinghausen Tel. 02361-82502 Evangelische Kirchengemeinde Familienzentrum Regenbogenland Henrichenburger Str. 58, 45665 Recklinghauen Tel. 02361-83527 Katholische Kirchengemeinde Familienzentrum St. Barbara Eulenstr. 18, 45665 Recklinghausen Tel. 02361-81442 Katholische Kirchengemeinde Familienzentrum St. Johannes Lülfstr. 17a, 45665 Recklinghausen Tel. 02361-82815 Katholische Kirchengemeinde Familienzentrum Herz Jesu Niederstr. 29, 45663 Recklinghausen Tel. 02361-81228 Region Stuckenbusch/Hochlarmark Stadt Recklinghausen Familienzentrum Haus für Klein & Groß Ebbinghäuser Str. 41, 45659 Recklinghausen Tel. 02361-184276 Stadt Recklinghausen Familienzentrum Kleine Leute Haus Charlottenburger Str. 61, 45661 Recklinghausen Tel. 02361-7314 Caritasverband Recklinghausen Familienzentrum St. Franziskus Tageseinrichtung für behinderte und nicht behinderte Kinder Friedrich-Ebert-Str. 233, 45659 Recklinghausen Tel. 02361-27011 Evangelische Kirchengemeinde Familienzentrum Pestalozzi Pestalozzistr. 8, 45661 Recklinghausen Tel. 02361-71529 104 Katholische Kirchengemeinde Familienzentrum St. Michael Michaelstr. 3, 45661 Recklinghausen Tel. 02361-6581846 Katholische Kirchengemeinde Familienzentrum St. Pius, Herbertstr. 4, 45661 Recklinghausen Tel. 02361-33886 Region Grullbad/Hillerheide Caritasverband Recklinghausen e.V. Familienzentrum St. Christophorus Christophorusweg 3, 45659 Recklinghausen Tel. 02361-21219 AWO Kindergarten Zauberwald Kärntener Str. 10 a, 45659 Recklinghausen Tel. 02361-996995 Katholische Kirchengemeinde Familienzentrum St. Joseph Grullbadstr. 94b, 45661 Recklinghausen Tel. 02361-36005 Katholische Kirchengemeinde Kath. Kindergarten St. Gertrudis Heidestr. 31, 45659 Recklinghausen Tel. 02361-33351 Stadt Recklinghausen Städt. Familienzentrum Dschungelburg Bochumer Str. 26, 45661 Recklinghausen Tel. 02361-375389 Region Recklinghausen-Süd Stadt Recklinghausen Familienzentrum Alle unter einem Dach Hochlarmarkstr. 35, 45661 Recklinghausen Tel. 02361-372774 Stadt Recklinghausen Familienzentrum Koboldhöhle Ruhrstr. 46, 45663 Recklinghausen Tel. 02361-33906 / Katholische Kirchengemeinde Familienzentrum Heilig Kreuz Behringstr. 3, 45661 Recklinghausen Tel: 02361-63154 Katholische Kirchengemeinde Familienzentrum St. Marien Sedanstr. 21a, 45663 Recklinghausen Tel. 02361-651611 Evangelische Kirchengemeinde Familienzentrum Lutherkindergarten Magdalenenstr. 7, 45663 Recklinghausen Tel. 02361-63602 105 AWO Kindertagestätte Uferfrösche Uferstr. 28, 45663 Recklinghausen Tel. 0231-64387 Region König-Ludwig/Süd Stadt Recklinghausen Familienzentrum „Leuchtturm“ Am Bärenbach 38a, 45663 Recklinghausen Tel. 02361-657066 Katholische Kirchengemeinde St. Antonius Schimmelsheider Weg 61, 45663 Recklinghausen Tel. 02361-35250 Katholische Kirchengemeinde St. Martin Finefrau 5, 45663 Recklinghausen Tel. 02361-32606 Evangelische Kirchengemeinde Philipp-Nicolai Philipp-Nicolai-Platz 7, 45663 Recklinghausen Tel. 02361-71333 Verein für Jugendheime e.V., Familienzentrum Pappelallee, Bernhard-Eichholz-Str. 14-16, 45663 Recklinghausen Tel: 02361-371537 Kleinkindgruppen (feste kontinuierliche Gruppe) Region Hillen/Berghausen Elterninitiative „Knirpskiste“ im Famlienzentrum St. Liebfrauen Liebfrauenstraße 3, 45661 Recklinghausen Tel. 0176-50331132 Beratungsstellen für Familien mit Kindern Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle Recklinghausen Kemnastraße 8, 45657 Recklinghausen Tel. 02361-59929 Erziehungsberatung Vest Recklinghausen Paulusstraße 47, 45657 Recklinghausen Tel. 02361-92610 / Fax: 02361-926110 Ansprechpartnerin: Frau Lübbermann-Landscheid Ansprechpartner: Herr Gündüz (für türkischsprachige Ratsuchende) www.kreis-re.de/ Donum Vitae Staatlich anerkannte Schwangerschaftskonfliktberatung gem. § 218 StGB Reitzensteinstraße 8, 45657 Recklinghausen Tel. 02361-939290 / Fax: 02361-9044472 106 Pro Familia Schwangerschaftskonfliktberatung nach § 218 StGB und § 219 StGB, mit Ausstellung der Beratungsbescheinigung Springstraße 12, 45657 Recklinghausen Tel. 02361-26701 / Fax: 456308 Online-Beratung: www.sextra.de/ Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V. Mühlenstraße 27, 45657 Recklinghausen Tel. 02361-589059 / Fax: 02361-589089 Erholungswerk für Kinder-, Familien- und Seniorenfreizeit Limpertstraße 15-17, 45657 Recklinghausen Tel. 02361-2060 Sozialdienst Katholischer Frauen e.V. Kemnastraße 17, 45657 Recklinghausen Tel. 02361-485980 Internet: www.skf-recklinghausen.de/ Diakonisches Werk im Kirchenkreis Recklinghausen e.V. Limperstr. 15, 45657 Recklinghausen Telefon 02361-206-0 www.diakonie-kreis-re.de/ Diakonisches Werk in Recklinghausen e.V. Hohenzollernstraße 72, 45659 Recklinghausen Telefon 02361/1020-0 www.diakonie-recklinghausen.de Familienbüro der Stadt Recklinghausen Rathausplatz 3 / Stadthaus C, 45657 Recklinghausen Tel. 02361-502323 www.recklinghausen.de Kommunales Bildungsbüro Friedrich-Ebert-Str. 40 / 45659 Recklinghausen Tel. 02361-501840 www.recklinghausen.de Kirchen/religiöse Gemeinschaften Katholische Kirche Kreisdekanat der katholischen Kirchen Erich-Klausener-Haus Kemnastraße 7, 45657 Recklinghausen Tel. 02361-92080 Gastkirche/Gasthaus Heilig-Geist-Straße 7, 45657 Recklinghausen, Tel. 02361-23273 107 Katholische Pfarreien/Gemeinden Pfarrgemeinde St. Antonius Gemeinde St. Antonius Antoniusstraße 10, 45663 Recklinghausen Tel. 02361-35213 Gemeinde Herz Jesu Niederstraße 33, 45663 Recklinghausen Tel. 02361-81201 Gemeinde St. Gertrudis Heidestraße 21, 45659 Recklinghausen Tel. 02361-32227 Pfarrgemeinde St. Marien Gemeinde St. Marien Pfarrzentrum Sedanstraße 21, 45663 Recklinghausen Tel. 02361-61218 Gemeinde St. Joseph Pfarrbüro Grullbadstraße 94a, 45661 Recklinghausen Tel. 02361-71745 Pfarrei St. Michael Gemeinde St. Michael Michaelstraße 1, 45661 Recklinghausen Tel. 02361-71783 Gemeinde St. Pius Brunostraße 6, 45661 Recklinghausen Tel: 02361-372844 Pfarrgemeinde Liebfrauen Gemeinde Liebfrauen Pfarrbüro Liebfrauenstraße 1, 45665 Recklinghausen Tel. 02361-94940 Gemeinde St. Petrus Canisius Canisiusstraße 2, 45665 Recklinghausen Tel. 02361-44523 Pfarrei St. Johannes Gemeinde St. Johannes Kirchstraße 13, 45665 Recklinghausen Tel. 02361-81138 Gemeinde Hl. Geist Pfarrbüro Esseler Straße 216, 45665 Recklinghausen Tel. 02361-81014 108 Pfarrgemeinde St. Katharina von Siena Gemeinde St. Paulus An der Pauluskirche 11, 45657 Recklinghausen Tel: 02361-93330 Gemeinde St. Franziskas Friedrich-Ebert-Straße 231, 45659 Recklinghausen Tel. 02361-23008 Gemeinde Suitbert Sankt-Suitbert-Platz 11, 45659 Recklinghausen Tel. 02361-25573 Propstei St. Peter Gemeinde St. Peter Propstei Kirchplatz 4, 45657 Recklinghausen Tel: 02361-10560 Gemeinde St. Markus Sankt-Markus-Platz 2, 45657 Recklinghausen Tel. 02361-22042 Gemeinde St. Elisabeth Pfarramt Brucknerstraße 4, 45657 Recklinghausen Tel. 02361-23623 Gemeinde Heilige Familie Flutstraße 147, 45659 Recklinghausen Tel. 02361-23273 Evangelische Kirche Evangelischer Kirchenkreis Recklinghausen Zentrale/Verwaltung Limpertstraße 15, 45657 Recklinghausen Evangelischer Gemeindeverband Zentrale/Verwaltung Herner Straße 144, 45659 Recklinghausen Tel. 02361-3034633 Kirchengemeinde Altstadt (Christuskirche) Gemeindebüro Limpertstraße 15, 45657 Recklinghausen Tel. 02361-206203 Kirchengemeinde Altstadt (Matthäus-Haus) Holthoffstraße 22, 45659 Recklinghausen Kirchengemeinde Altstadt (Gustav-Adolf-Kirche) Herner Str. 6, 45657 Recklinghausen 109 Kirchengemeinde Ost Bezirk Hillerheide Gemeindezentrum Arche Nordseestraße 104, 45665 Recklinghausen Tel. 02361-42545 Bezirk Hillerheide Gemeindebüro und Gemeindezentrum Herner Straße 141, 45659 Recklinghausen Tel. 02361-34145 Bezirk Johannes Gemeindebüro Hinsbergstraße 14, 45665 Recklinghausen Tel. 02361-43003 Bezirk Suderwich Gemeindezentrum Emmaus Henrichenburger Straße 66, 45665 Recklinghausen Tel. 02361-86223 Kirchengemeinde Süd Bezirk Bruch Gemeindebüro Bochumer Straße 165, 45661 Recklinghausen Tel. 02361-651703 Bezirk Hochlarmark Gemeindezentrum Pestalozzistraße 12, 45661 Recklinghausen Tel. 02361-907075 Bezirk Philipp-Nicolai Gemeindebüro Philipp-Nicolai-Platz 7, 45663 Recklinghausen Tel. 02361-3029342 Freikirchliche Gemeinden Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Friedenskirche Münsterlandstraße 24, 45665 Recklinghausen Tel. 02361-43131 Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Wupperstraße 21, 45663 Recklinghausen Tel. 02361-33436 Ev. Methodistische Gemeinde Recklinghausen Limpertstraße 34, 45657 Recklinghausen Tel. 02361-482898 Mennonitengemeinde Recklinghausen e.V. Hirtenstraße 37, 45665 Recklinghausen 110 Migrantenselbstorganisationen in Recklinghausen Türkisch orientierte, türkisch-religiös orientierte und islamische Vereine Alevitische Gemeinde Recklinghausen e.V. Herner Str. 72 45659 Recklinghausen Tel.: 01 57 – 77 59 97 22 web: www.akm-re.de DITIB-Türkisch-Islamische Kulturgemeinde RE e.V. König-Ludwig-Str. 7 45663 Recklinghausen Tel.: 0 23 61 - 7 18 99 www.camimiz.com Islamischer Kulturverein RE e.V. Hochstr. 62 45661 Recklinghausen Tel.: 0 23 61 - 37 26 Islamische Brüder e.V. Bochumer Str. 190 45663 Recklinghausen Tel.: 0 23 61 - 37 17 83 Islamische Kulturunion e.V. IKB Bochumer Str. 98 a 45663 Recklinghausen Tel.: 0 23 61 - 3 41 86 www.iku-re.com Sozial und Kulturverein türkischer Elternbund für den Kreis RE e.V. und Türkischer Elternverein e.V. Herner Str. 7 d 45657 Recklinghausen Tel.: 0 23 61 - 18 63 95 Verein zur Förderung der Integration und Bildung in RE e.V. (VIKZ) Dortmunder Str. 170 45665 Recklinghausen Tel.: 0 23 61 - 4 60 58 Verein der Förderung der Integration und Bildung in RE e.V. (VIKZ) Karlstr. 3 45661 Recklinghausen Verein für Förderung der Integration und Bildung in RE-Süd e.V. (VIKZ) Bochumer Str. 51 45661 Recklinghausen Tel.: 0 23 61 - 6 72 95 Verein für Wissenschaftsförderung, Jugend und Ethik e.V. Bochumer Straße 116 45663 Recklinghausen Verein zur Förderung der Ideen Atatürks Salentinstraße 262 45661 Recklinghausen Tel.: 02 34 - 29 35 03 Ahmadiyya Muslim Jamaat e.V. Gartenstr. 13 45739 Oer-Erkenschwick 111 Andere herkunftsorientierte Gruppen: Bund der Polen „ Zgoda“ Marienstr. 50 45663 Recklinghausen Tel.: 0 23 05 - 8 03 06 Griechischer Kulturverein Neo Ellas Schützenstr. 71 links 45699 Herten Tel: 0 23 66 - 18 36 22 0 23 61 - 18 46 54 www.neo-ellas.de Gruppe der Kosovo Albaner Rheinstraße 41 45663 Recklinghausen Tel.: 0 23 61 - 37 51 16 Gruppe der Nepalesen Am Quellberg 42 45665 Recklinghausen Tel.: 0 23 61- 6 88 99 06 Gruppe der Spanier Von Bruchhausen Str. 24 45657 Recklinghausen Tel.: 0 23 61 - 18 45 27 Togo-Westafrika-Gruppe Lechtappenweg 32 45659 Recklinghausen Tel.: 0 23 61 - 1 27 17 Bi-kulturelle Gruppen und Vereine: Deutsch-französische Gesellschaft Emma Lobeck Weg 37 45659 Recklinghausen Tel.: 0 23 61 - 3 07 51 23 Deutsch-finnische Gesellschaft Hauerstraße 18 45659 Recklinghausen Tel.: 0 23 61 - 1 37 64 Deutsch-französische Gesellschaft Emma Lobeck Weg 37 45659 Recklinghausen Tel.: 0 23 61 - 3 07 51 23 Deutsch-niederländischer Verein Börster Weg 106 45657 Recklinghausen Tel.: 0 23 61 - 2 40 89 Deutsch-russischer Literaturclub Hohenzollernstr. 64 45659 Recklinghausen Tel.: 0 23 61 - 48 23 74 112 Andere Religions- und religiös orientierte Gemeinschaften: Jüdische Kultusgemeinde Am Polizeipräsidium 3 45657 Recklinghausen Tel.: 0 23 61 -1 51 31 Städtische Sportplätze (Eine Nutzung ist mit Genehmigung der Sportvereine oder der Stadt Recklinghausen möglich) Hibernia-Kampfbahn Canisiusstraße 1, 45665 Recklinghausen Sportanlage Lülfstraße, Lülfstraße, 45665 Recklinghausen Sportanlage Am Freibad Am Freibad 20, 45665 Recklinghausen Sportanlage Schimmelsheider Park König-Ludwig-Straße 99a, 45663 Recklinghausen Bezirkssportanlage Hillen Nordseestraße 11, 45663 Recklinghausen Bezirkssportanlage Lange Wanne Lange Wanne 59, 45659 Recklinghausen Sportanlage Wasserbank Wasserbank, 45663 Recklinghausen Sportanlage Cäcilienhöhe Auf dem kleinen Garten 3, 45657 Recklinghausen Sportanlage Leusberg Strünkedestraße 40, 45663 Recklinghausen Sportanlage Bruchweg Bruchweg 97, 45659 Recklinghausen Sportanlage Sauerbruchstraße Sauerbruchstraße 12, 45661 Recklinghausen Sportanlage Hochstraße Hochstraße 117, 45661 Recklinghausen Sportanlage Senghorst Senhorst 30, 45661 Recklinghausen Sportanlage Richardstraße Richardstraße 61, 45661 Recklinghausen Sportanlage Hochlar Averdunkstraße 15, 45659 Recklinghausen Sportanlage Am Leiterchen Am Leiterchen 31, 45659 Recklinghausen Sportanlage Schimmelsheider Weg Schimmelsheider Weg 7, 45663 Recklinghausen Eintracht-Stadion Bochumer Straße 60, 45661 Recklinghausen Sportzentrum Hohenhorst Am Stadion 1, 45659 Recklinghausen Bezirkssportanlage Maybacher Heide Lucia-Grewe-Straße 11-13, 45659 Recklinghausen Bezirkssportanlage Röllinghausen Klarastraße 22, 45663 Recklinghausen 113 Städtische Sporthallen (Eine Nutzung ist mit Genehmigung der Stadt Recklinghausen möglich) Sporthalle Süd Sauerbruch 10, 45661 Recklinghausen Helmut-Pardon-Sporthalle Lülfstraße 71, 45665 Recklinghausen Heinrich-Auge-Sporthalle Theodor-Körner-Str. 35, 45661 Recklinghausen Sporthalle Overbergstraße Overbergstraße 99, 45663 Recklinghausen Sporthalle Gymnasium Petrinum (neu) Herzogswall 29, 45657 Recklinghausen Sporthalle Gymnasium Petrinum (alt) Herzogswall 29, 45657 Recklinghausen Sporthalle Hittorf-Gymnasium (Halle 1) Kemnastraße 38, 45657 Recklinghausen Sporthalle Hittorf-Gymnasium (Halle 2) Kemnastraße 38, 45657 Recklinghausen Sporthalle Hittorf-Gymnasium (Halle 3) Kemnastraße 38, 45657 Recklinghausen Freiherr-vom-Stein Gymnasium (neu) Westerholter Weg 111, 45657 Recklinghausen Freiherr-vom-Stein Gymnasium (alt) Westerholter Weg 111, 45657 Recklinghausen Marie-Curie-Gymnasium (neu) Görresstraße 5, 45657 Recklinghausen Marie-Curie-Gymnasium (alt) Görresstraße 5, 45657 Recklinghausen Sporthalle Nordseestraße Nordseestraße 98, 45665 Recklinghausen Sporthalle Grullbadstraße Grullbadstraße 78, 45661 Recklinghausen Sporthalle Weißenburgstraße Weißenburgstraße 48, 45663 Recklinghausen Sporthalle Im Romberg Im Romberg 9, 45657 Recklinghausen Sporthalle Heinrichstraße Heinrichstraße 52, 45663 Recklinghausen Sporthalle Herner Straße Herner Straße 167, 45659 Recklinghausen Sporthalle Ortlohstraße Ortlohstraße 54, 45663 Recklinghausen Sporthalle Canisiusstraße Canisiusstraße 6, 45659 Recklinghausen Sporthalle Im Hinsberg Canisiusstraße 9, 45659 Recklinghausen Sporthalle Hohenzollernstraße Hohenzollernstraße 3, 45659 Recklinghausen Sporthalle Kohlkamp Kohlkamp 5, 45657 Recklinghausen Sporthalle Schulstraße Schulstraße 74, 45665 Recklinghausen Sporthalle Feldstraße Feldstraße 13a, 45661 Recklinghausen 114 Sporthalle Maybachstraße Maybachstraße 68, 45659 Recklinghausen Sporthalle Leonhardstraße Leonhardstraße 14 a, 45661 Recklinghausen Sporthalle Westfalenstraße Westfalenstraße 189, 45661 Recklinghausen Sporthalle Paulusstraße Kemnastraße 24, 45657 Recklinghausen Sporthalle Händelstraße Händelstraße 2, 45657 Recklinghausen Sporthalle Jahnstraße Jahnstraße 32, 45665 Recklinghausen Sporthalle Dietrich-Bonhoeffer-Realschule Hunsrückstraße 17, Recklinghausen Theodor-Heuss-Gymnasium Theodor-Körner-Straße 25, 45661 Recklinghausen Sporthalle Nord Halterner Str. 125, 45657 Recklinghausen Sporthalle Wasserbank Wasserbank 20, 45661 Recklinghausen Sporthalle Kurfürstenwall Kurfürstenwall 7/9, 45657 Recklinghausen Sporthalle Düppelstraße Weißenburgstraße 20, 45663 Recklinghausen Sporthalle Wiggermannstraße Wiggermannstraße 3, 45659 Recklinghausen Walter-Lohmar-Sporthalle Blitzkuhlenstraße 81, 45659 Recklinghausen Günter-Hörster-Sporthalle Markomannenstraße 16, 45665 Recklinghausen Städtische Hallen- und Freibäder Hallenbad Herner Straße Herner Straße 160, Recklinghausen Südbad (kombiniertes Frei- und Hallenbad) Pappelallee 50, Recklinghausen Freibad Mollbeck Nesselrodestraße 8, Recklinghausen Naturfreibad Suderwich Am Freibad 20, 45665 Recklinghausen Sonstige städtische Sportstätten Bogensportanlage Am Stadion 1, 45659 Recklinghausen Spielwiese Hinsberg Im Hinsberg, 45665 Recklinghausen Ehem. Schulgebäude Hochstraße (Boxen, Billard) Hochstraße 117, 45661 Recklinghausen Boule-Anlage (Außenfläche an der Helmut-Pardon-Sporthalle) Lülfstraße 71, 45665 Recklinghausen 115 Sportvereine Alte Bürgerschützengilde Recklinghausen 1387 www.absg.de Sportarten: Luftgewehr-, Kleinkaliberschießen 1. American Football Club Recklingh. Chargers www.recklinghausen-chargers.de Sportarten: American Football, Cheerleading Sportarten: Luftgewehr-, Kleinkaliberschießen Angelsportverein Recklinghausen Sportarten: Angelsport Angelsportverein Recklinghausen Sportarten: Angelsport ASV "Früh-auf 80" Recklinghausen www.fruehauf80-recklinghausen.de Sportarten: Angelsport 1. Badminton-Club Recklinghausen 1980 www.badminton-recklinghausen.de Sportarten: Badminton Bewegung - Sport - Gesundheit - Recklinghausen www.bsg-recklinghausen.de Sportarten: Schwimmen, Wassergymnastik (REHA), Diabetiker-, Wasser- u. Wirbelsäulengymnastik, Sitzball, Tischtennis, Fußballtennis, Tai Chi/Chi Gong BC Elfenbein Recklinghausen-Süd Sportarten: Billard (französich) 1. Bogen-Sport Club Recklinghausen www.bogensport-re.de Sportarten: Bogensport Boule-Initiative Recklinghausen-Suderwich 04 www.boule-initiative.de Sportarten: Boule Bowling Sportgemeinschaft Vest Recklinghausen www.bsg-vest-recklinghausen.de Sportarten: Bowling Boxring 28 Recklinghausen-Süd www.boxring28.de Sportarten: Boxen, Damengymnastik, Kraftsport Budo Club Tyan Shan www.kyokushin-tyanshan.de Sportarten: Karate (Kyokushin-Kai) Bürgerschützengilde Bruch 1864 RE-Süd www.bsg-bruch.de Sportarten: Luftgewehr, Luftpistole, Kleinkaliber Bürgerschützengilde u. Heimatverein Hillerheide 1931 www.bsg-hillerheide.de Sportarten: Schießsport (Luftgewehr, Luftpistole) Bürgerschützengilde und Heimatverein Essel www.bsg-essel.de Sportarten: Luftgewehrschießen Bürgerschützengilde Hochlarmark 1927 www.bsg-hochlarmark.de Sportarten: Luftgewehr 10 m, Jugend-, Frauen-, Männerschießen, Armbrustschießen Bürgerschützengilde Hochlar 1860 und Heimatverein www.bsg-hochlar.de Sportarten: Schießen Luftgewehr 116 Bürgerschützengilde König- Ludwig www.bsg-koenig-ludwig.de.tl Sportarten: Schießen mit Druckluftwaffen Bürgerschützengilde Röllinghausen-Berghausen 1864 www.bsg-roe.de Sportarten: Schießsport (Luftgewehr, Kleinkaliber) Bürgerschützengilde Stuckenbusch-Hochlarmark II www.schuetzengilde-stuckenbusch.de Sportarten: Schießsport (Gewehr, Pistole, Armbrust) Bürgerschützengilde Suderwich 1860 www.bsg-suderwich.de Sportarten: Schießsport Citybasket Recklinghausen www.citybasket.de Sportarten: Basketball CVJM Oberlin Recklinghausen Sportarten: Volleyball Dart-Team Recklinghausen 02 www.dtr02.de Sportarten: Dart DC Dream Team Recklinghausen 1998 www.dcdreamteam.de Sportarten: Dart, Tischtennis Deutscher Alpenverein - Sektion Recklinghausen www.alpenverein-recklinghausen.de Sportarten: Klettern, Wandern DLRG Ortsgruppe Recklinghausen www.dlrg-re.de Sportarten: Rettungsschwimmen, Wassergymnastik, Schnorcheln, Anfängerschwimmen, Aquajogging ETG Recklinghausen 12/32 www.etg-re.de Sportarten: Aerobic, Badminton, Behindertensport, Handball, Fußball (Hobby), Gymnastik, Tischtennis, Turnen, Leichtathletik (Sportabzeichen, s. Seite 8), Ski-Gmnastik, Taekwondo FC Leusberg 62 Sportarten: Fußball, Taekwon-do FC 96 Recklinghausen www.FC96.de Sportarten: Fußball 1. FC Preußen Hochlarmark 1911/83 www.1fc-preussen.de Sportarten: Fußball Fechtgemeinschaft Recklinghausen ´95 www.fgrecklinghausen.de Sportarten: Fechten Fischerei-Verein Kreis Recklinghausen www.fischereiverein-kreis-recklinghausen-ev.de.tl/ Sportarten: Fischen FitAb 50 Recklinghausen www.fitab50-recklinghausen.de Sportarten: Badminton, Boule, Bodyfitness, Chi Ball, Bewegung 70 plus, Folklore, Square Dance, Muskelaufbau an Geräten, Nordic-Walking, Radwandern, Schwimmen, TaiChi, Volleyball, Tennis, Wassergymnastik, Wirbelsäulengymnastik, Yoga, Sportabzeichen, Wandern, Seniorenkino, Gedächtnistraining, Ski– u. Funktionsgymnastik 1. Flag Football Club Recklinghausen Juggers Sportarten: Flag Football 117 Flugangelsport- und Gewässerschutzverein RE Sportarten: Angelfischerei 1. FFC Recklinghausen 2003 www.1ffc-re.de Sportarten: Frauen- und Mädchenfußball Genclikspor RE 1994 www.genclik-spor.de Sportarten: Fußball Gehörlosensportverein RE 1952 www.glz-recklinghausen.de Sportarten: Breitensport, Fußball, Tennis, Dart, Radsport Gesundheitssportverein am Elisabeth-Krankenhaus * Sportarten: Rehabilitation, Prävention Handball-Sportverein 73 Recklinghausen-Süd www.hsv73.de Sportarten: Handball, Jugendhandball, Aerobic, Kinderturnen, Gesundheitssport, Sport für Männer ab 32 Herzsportgruppe Recklinghausen www.herzsportgruppe-recklinghausen.de Sportarten: Koronarsport Hobbyfußballgemeinschaft Recklinghausen www.hfg-re.de Sportarten: Fußball Hobby-Tennis-Club 1994 Recklinghausen Sportarten: Tennis HSC Eintracht Recklinghausen www.hsc-eintracht-recklinghausen.de Sportarten: Handball, Freizeit- und Breitensport, Kinderturnen HTV 95/28 Recklinghausen Sportarten: Handball, Volleyball, Turnen (Mutter und Kind, Kinder, Senioren) Ilyo-Do Recklinghausen Sportarten: Taekwondo, Leichtathletik Kampfsportverein Recklinghausen www.kampfsport-re.de Sportarten: Taekwondo, Hapkido, XMA-Tricking, F.I.S.T (Freies individuelles Selbstverteidigungstaining) Kanu-Club Recklinghausen II www.kanuclub-re2.de Sportarten: Paddeln Kendoverein LeChevalier Recklinghausen www.le-chevalier.de Sportarten: Kendo KUD Izvor Recklinghausen www.kudizvor.de Sportarten: serbische Tänze Ländl. Reit- und Fahrverein Recklinghausen www.reitverein-recklinghausen.de Sportarten: Reitsport, Pferdesport Lauftreff Recklinghausen 1974 www.lauftreff-re.de Sportarten Laufen, Walking, Nordic-Walking, Sportabzeichen Luftsportclub Recklinghausen www.luftsportclub .de Sportarten: Segelflug, Ultraleichtflug, Motorflug Modell-Luftsport-Club Recklinghausen* www.modellflug-re.de Sportarten: Modellflug 118 Nord Sport Sportarten: Damengymnastik, Seniorensport, Volleyball Pistolen-Sport-Club Recklinghausen Sportarten: sportliches Pistolenschießen Polizeisportvereinigung Recklinghausen www.psv-recklinghausen.org Sportarten: Handball, Fußball, Tischtennis, Judo, Karate, Taekwon-Do, Segeln, Angeln, Turn- u. Rhönrad, Schießsport, Jazztanz, Badminton, Sport der Älteren, Aerobic, Gesundheitssport, Gymnastik- u. Turnangebote Damen-Herren-Kinder REHAaktiv, Verein für rehabilitative Gymnastik www.rehaaktiv-re.de Sportarten: Behinderten-/Rehabilitationssport Recki Twirlers Recklinghausen www.recki-twirlers.de Sportarten: Square Dance (Amerikanischer Volkstanz) Recklinghäuser Leichtathletik-Club www.rlc1952.de Sportarten: Leichtathletik, Aerobic/Gymanstik, Eltern-Kind-Sport, Sport für Ältere, Radfahren, Wirbelsäulengymnastik., Jogging, Walking, Nordic-Walking, Reha-Sport Recklinghäuser Schachgemeinschaft Läufer-Ost 1983/30 www.re-ost.de Sportarten: Schach Recklinghäuser Tennisgesellschaft www.re-tennis.de Sportarten: Tennis Reit- und Fahrverein Recklinghausen-Stuckenbusch www.reiterverein-stuckenbusch.de Sportarten: Pferdesport 1. RC Recklinghausen www.1rc-recklinghausen.de Sportarten: Rollkunstlauf RHC Recklinghausen www.rhc-recklinghausen.de Sportarten: Rollhockey Schachklub Altstadt 06 Recklinghausen www.altstadt06.de Sportarten: Schach Schachverein Recklinghausen-Süd www.schachinrecklinghausen.de Sportarten: Schach Schwarz-Weiß-Röllinghausen 1923 www.swroellinghausen.de Sportarten: Fußball, Damen-Gymnastik Schwimmverein Blau-Weiß Recklinghausen www.sv-blau-weiss-recklinghausen.de Sportarten: Schwimmen, Triathlon, Gymnastik, Indiaca, Wassergymnastik, Aerobic SC Preußen Hochlarmark 1911/83 www.scphturnen.de Sportarten: Group-Fitness, Nordic-Walking, Geräteturnen, Kinderturnen, Wirbelsäulengym., REHAsport (Diab.) SG DJK Rot Weiß Hillen 1921/49 www.sg-hillen.de Sportarten: Fußball, Damen-/Kinderturnen, Jiu-Jitsu SG Badminton Recklinghausen ´82 www.sgb-re.de Sportarten: Badminton 119 SG Belladance Recklinghausen Sportarten: Orientalischer Bauchtanz SG Suderwich www.sgsuderwich.de Sportarten: Boxen, Fußball, Handball, Leichtathletik, Radsport, Ringtennis, Schach, Taekwon-Do, Kung-Fu, Tischtennis, Tennis, Turnen, Volleyball SG Schimmelsheide 78 Recklinghausen Sportarten: Fußball, Kegeln Spvgg. Blau Weiß Post Recklinghausen www.blau-weiss-post-recklinghausen.de Sportarten: Fußball, Indiaka, Kung-Fu, Volleyball, Trampolin, Badminton, Kinder- und Seniorengymnastik Sportfischereiverein 64 Recklinghausen Sportarten: Angeln Sportfreunde Stuckenbusch-Nonnenbusch www.sf-stuckenbusch.de Sportarten: Fußball Spvgg. Recklinghausen 95/08 www.spvgg-re-9508.de Sportarten: Fußball SU Wacker Süd 81 Sportarten: Fußball SV Herta 1923 www.svherta1923.de.vu Sportarten: Fußball SV Hochlar 28 www.hochlar28.de Sportarten: Fußball, Damen-,Herren u. Kinder-Gymn., Mutter und Kind-Turnen, Badminton, Step-Aerobic, Kindergruppe m. motorischen Störungen SV Neptun 28 Recklinghausen www.sv-neptun-recklinghausen.de Sportarten: Schwimmen (Breiten- und Leistungssport) Schwimmausbildung, Mutter/Kind-Schwimmen Tae Kwon Do Sportverein Recklinghausen www.tkd-4u.de Sportarten: Tae Kwon Do Tanzsportclub Recklinghausen www.tsc-recklinghausen.de Sportarten: Tanzsport Tauch-Club Sepia Recklinghausen www.tc-sepia-re.de Sportarten: Tauchen Tauchsportclub Recklinghausen www.tauchsportclub-recklinghausen.de Sportarten: Tauchsport, Triathlon TC Hohenhorst Recklinghausen www.tc-hohenhorst.de Sportarten: Tennis TC Blau-Weiß Recklinghausen Sportarten: Tennis TCR-Quellberg 1987 www.tcr-quellberg.de Sportarten: Tennis Tennisportverein-Recklinghausen-Süd 1949 www.tvs1949ev.de Sportarten: Tennis 120 To-San Recklinghausen www.tosan-re.de Sportarten: Taekwondo, Hapkido TTC Wacker Recklinghausen-Süd www.ttc-wacker-re.de Sportarten: Tischtennis, Damengymnastik TTV Suderwich 1977 www.ttvsuderwich.de Sportarten: Tischtennis Turnverein Recklinghausen 1863 Sportarten: Aerobic, Kinderturnen, Gerätturnen, Trampolin, Volleyball, Badminton, Hobby-Hallenfußball, Koronarsport, Sen.-Gymn., Turnen u. Faustball, Rhythmische Sportgymnastik Turn- u. Sportverein Makkabi Sportarten: Volleyball TuS Hochlarmark 1891/67 Sportarten: Gymnastik, Tischtennis TuW Recklinghausen-Süd 1886 www.tuw-recklinghausen.de Sportarten: Aerobic, Badminton, Basketball, Geräteturnen, Damen-Gymnastik, ElternKind-Turnen, Herrenfitness, Kanurenn- und Kanuwandersport, Kinderturnen, Leichtathletik, Schwimmen, Sport f. Ältere, Volleyball, Wasserball, Wassergymnastik., Wirbelsäulengymnastik, Walking, Jogging, Cheerleading Verein für Selbstverteidigung Taekwondo RE www.vst-re.de Sportarten: Breitensportgruppe, Taekwondo, Selbstverteidigung Vestischer Golfclub Recklinghausen www.gc-recklinghausen.de Sportarten: Golf Vestischer Kneipp-Verein Recklinghausen vest.kneippvereinre@freenet.de Sportarten: Gesundheitsorientiert Bewegungs- und Entspannungskurse Vestischer Ski-Club Recklinghausen www.vestischer-skiclub.de Sportarten: Schneesport, Skigymnastik, Lauftreffs und Nordic-Walking Vestischer Verein zur Förderung der Medizin Sportarten: Koronar- und andere Gesundheitssportarten Volleyball-Club Leonhard Recklinghausen Sportarten: Volleyball Volleyballclub Recklinghausen 79 www.vcr79.de Sportarten: Volleyball, Geräteturnen VTG Grün-Gold Recklinghausen www.vtg-recklinghausen.de Sportarten: Tanzsport BSG Gerro-Kaiser 1975 Sportarten: Fußball, Laufen, Gymnastik BSG EVONIK Steag GmbH HKW Herne Sportarten: Fußball, Tischtennis, Badminton, Kegeln, Tennis, KK-Schießen, LG-Schießen, Nordic-Walking 121 Verwendete Quellen und Literatur Anna Kathrin Warner, Die Contraden von Siena, Frankfurt 2004, S. 276 f) Annemarie Gronover: Rezension zu: Warner, Anna-Kathrin: Die Contraden von Siena. Lokale Traditionen und globaler Wandel. Frankfurt am Main 2004, in: H-Soz-u-Kult, 27.09.2005, Benner, Dietrich: Wilhelm von Humboldts Bildungstheorie. Eine problemgeschichtliche Studie 3 zum Begründungszusammenhang neuzeitlicher Bildungsreform, Weinheim und München 2003 Bertelsmann Stiftung, www.wegweiser-kommune.de, Bildungsbericht Recklinghausen, 2012 Bildung in Freiburg 2008, Erster Bildungsbericht der Stadt Freiburg im Breisgau, Freiburg 2008 Bildung in Freiburg 2010, Zweiter Bildungsbericht der Stadt Freiburg im Breisgau, Freiburg 2010 Bildung in Deutschland, Bildungsberichte BRD 2010 und 2012, Bundesministerium für Bildung und Forschung, Berlin 2010 bzw. 2012 Bildungsbericht Ruhr, Herausgegeben vom Regionalverband Ruhr, Münster 2012 Blankertz, Herwig: Die Geschichte der Pädagogik. Von der Aufklärung bis zur Gegenwart, Wetzlar 1982, S. 101 ff. Delors, Jacques u.a.: Lernfähigkeit: Unser verborgener Reichtum. UNESCO-Bericht zur Bildung für das 21. Jahrhundert, Berlin 1999 Dohmen, Dieter und Henke, Justus, Fiskalische Rendite präventiver Bildungsreformen, Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie, Berlin 2011, S. 30 Farwick, Andreas (2007): Die räumliche Polarisierung von Armut in der Stadt. Ausprägungen und soziale Folgen. In: Heydruck, Elke (Hrsg.): Armut in Bremen. Bericht Ursachen, 2007. Bremen, S. 39 – 53 IT NRW, verschiedene Publikationen Kordes, Matthias, Schlaglichter der Wirtschaftsgeschichte Recklinghausens, in: Wirtschaftsstandort Recklinghausen, S. 94 ff, Recklinghausen 2006 Kreis Recklinghausen, Gesundheitsberichterstattung ‚Vielfalt der Lebenswelten‘, Lebenssituation, Entwicklung und Gesundheit der Einschulungskinder, 2010 Kreis Recklinghausen, Bildungsbericht Kreis Recklinghausen 2011, Keiner geht verloren Beste Bildung für alle, Landesregierung NRW, Aktionsplan der Landesregierung: Umsetzung der UNBehindertenrechtskonvention ‚Eine Gesellschaft für alle – NRW inklusiv‘, dort insbesondere ab S. 198: Eckpunkte zur Inklusion von Schule, Düsseldorf 2012 Martone, Olivia, Struktur und Entwicklung des Arbeitsmarktes, IT-NRW, Mai 2011 Ministerium für Arbeit und Integration NRW, Sozialbericht NRW 2012. Armuts- und Reichtumsbericht. MAIS NRW 2012 Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW, Schulgesetz für das Land NordrheinWestfalen (Schulgesetz NRW – SchulG) Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW, Schule in NRW, Bildungsbericht 2009, Düsseldorf 2009 Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW, Vereinbarung über die Zusammenarbeit zwischen dem Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration (MGFFI) und dem Ministerium für Schule und Weiterbildung (MSW) in gemeinsamen Angelegenheiten von Jugendhilfe und Schule, Düsseldorf 2006 Serviceagentur ganztägig lernen Nordrhein Westfalen, Broschüre „Ganztag in NRW Beiträge zur Qualitätsentwicklung“, Heft Nr. 23 ,2012 Schmidtke, Kerstin, Einflüsse der ökonomischen Situation auf die Familiengründung, Ergebnisse für NRW auf Basis des Mikrozensus-Panels, IT-NRW, 2010, Statistik kompakt Stadt Recklinghausen, Sportstadt 2020, Sport(stätten)entwicklung in der Ruhrfestspielstadt Recklinghausen, Recklinghausen 2012 Stadt Recklinghausen, Statistischer Vierteljahresbericht, Juni 2012 www.ard-zdf-onlinestudie.de – Studie zur Nutzung des Internets, Mainz 2012 www.integrationsmonitoring.nrw.de 122
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