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Full text: Frankfurt (Oder) und Słubice - die transnationale Stadt / Glücklich, Wilma

SCHINKEL-WETTBEWERB
2006
"Fluss, Ufer, Fahrt, alles hat den norddeutschen Charakter."
Schreibt Theodor Fontane im September 1861 über seine Schifffahrt von Frankfurt über die Oder nach Schwedt.
Über Frankfurt selbst setzt er hinzu "...die alte Stadt Frankfurt, hohe Häuser und Kirchen zur Seite."
Frankfurt an der Oder ist heute Grenzort mit den wichtigsten Straßen-und Eisenbahnverbindungen nach Polen. Im Mittelalter war
es durch seine Lage an großen Handelswegen zu Lande und zu Wasser, von West nach Ost und von Nord nach Süd wohl die bedeutendste Stadt der Mark Brandenburg. Zwischen den Hochflächen beiderseits der Oder, zwischen Lebuser Platte im Westen und Sternberger Land im Osten, vom Rand des Berlin-Warschauer Urstromtales im Süden bei Lossow bis zum Beginn des Oderbruchs im
Norden bei Reitwein verengt sich die Niederung des Odertals merklich und erleichterte den Übergang. Bereits aus der Zeit um 1300
v. Chr. sind Siedlungsfunde nachgewiesen.
Das spätere Stadtgebiet wird erstmals im 13. Jhdt. n. Chr. erwähnt: auf der Talsandinsel am Fuße des Hochufers. Die von den Markgrafen Brandenburgs verliehenen Stadtrechte umfassten schon damals die Erlaubnis zum Brückenbau und zur Errichtung einer
Schwesterstadt am östlichen Ufer: Sliwitz, das heutige Slubice. Ein Stich aus dem 17. Jhdt. zeigt die Befestigungsanlagen der Stadt
auf beiden Seiten der Oder. Frankfurt entwickelte sich zum führenden Fernhandelsplatz im nordostdeutschen Binnenland und verlor diese machtvolle Stellung erst in nachmittelalterlicher Zeit an das zur Residenz heranwachsende Berlin.
Den Grundriss der Stadt bildet ein Rechteck parallel zur Oder, Haupt-und Nebenstrassen kreuzen sich rechtwinklig. Aus diesem Gitternetz waren im Süden Markt-und Kirchplatz ausgespart. Die Mauer, die dieses Rechteck umgab, wurde erst ab 1815 beseitigt und
von Peter Joseph Lenné in Parkanlagen umgestaltet. 1506 wurde die brandenburgische Landesuniversität gegründet, die 1811 mit
der Breslauer Universität zusammengelegt wurde, heute aber als Europa-Universität "Viadrina" wieder großes Renomée genießt.

Die ehemals östliche Vorstadt von Frankfurt (Oder), die Dammvorstadt Sliwice ( Sliwitz ) im historischen Lebuser Land, wurde zu
Slubice. Slubice ist heute eine lebhafte und junge Stadt an der deutsch-polnischen Grenze, im westlichen Teil der Wojwodschaft
Lebus. Es umfasst eine Fläche von 19 km2 und zählt rund 17.000 Einwohner. In der Territorial- und Verwaltungsstruktur Polens hat
Slubice sowohl die Funktion der Gemeinde, als auch der Kreisstadt. An die polnisch-deutsche Vergangenheit erinnert heute noch
das Wappen von Slubice. Es zeigt den polnischen Adler, der die Wurzeln der Piasten symbolisiert, und den Frankfurter Hahn. Durch
Slubice verlaufen wichtige Verkehrslinien: Hamburg-Wroclaw (Breslau)-Prag und Berlin-Poznan (Posen)-Warschau. 1993 trat Slubice den Gemeinden der Euroregion Pro Europa Viadrina bei, 1994 dem Bund der Hansestädte. 1997 wurde die Wirtschaftssonderzone Kostrzyn-Slubice errichtet.
Slubice ist auch Universitätsstadt: am 10. Juni 1998 ist das Hauptgebäude des Collegium Polonicum eröffnet worden, einer Einrichtung, die aus der Kooperation zwischen der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) und der Adam-Mickiewicz-Universität in
Poznan (Posen) entstanden ist.
Der Schinkelwettbewerb 2006 hat zum Ziel, durch einen integrativen Lösungsansatz Impulse für die Stadtentwicklung als Ganzes
zu geben. Dabei geht es einerseits um eine nachhaltige Weiterentwicklung im Bestand, andererseits auch um die Öffnung der Stadt
zur Oder und zum jeweils gegenüberliegenden Ufer. Die Stadt Frankfurt ist Brücke über die Oder und Tür für den Verkehr zwischen
Deutschland und Polen, für den Transfer von Personen, Gütern, Ideen und Träumen. Diesem Brückenkopf ein neues Antlitz zu
geben, das die Spuren nicht verwischt und der gemeinsamen Verantwortung für die Zukunft gerecht wird, dient der Wettbewerb
2006.
Wilma Glücklich

Frankfurt (Oder) und 6ãXELFH – die transnationale Stadt

Förderer und Stifter des Schinkel-Wettbewerbs
Friedrich Wilhelm IV. hat 1855 den ersten Schinkel-Preis ausgesetzt.
In der Nachfolge der Preußischen Könige fördern den Schinkel-Wettbewerb heute:
der Bundesminister für Verkehr, Bauwesen und Stadtentwicklung
die Senatorin für Stadtentwicklung Berlin
der Minister für Infrastruktur und Raumordnung des Landes Brandenburg
die Höpfner-Stiftung
die Hans-Joachim Pysall-Stiftung
der Verband Beratender Ingenieure VBI – Förderverein - e.V.
der Verband Deutscher Architekten- und Ingenieurvereine, DAI, e.V.
der Oldenburgische Architekten- und Ingenieurverein e.V.
der Deutsche Beton- und Bautechnik Verein e.V.
die Urban System Consult Aktiengesellschaft

Die Mitglieder des Schinkelausschusses
Mitglieder lt. Statut:
Dr.-Ing. Manfred Semmer - Architekten- und
Ingenieur-Verein zu Berlin,
Dipl.-Ing. Joachim Darge - Architekten- und
Ingenieur-Verein zu Berlin,
Dipl.-Ing. Christian Baumgart
Verband Deutscher Architekten- und
Ingenieurvereine,
Dr.-Ing. Manfred Flohrer
Verband Beratender Ingenieure VBI,
Förderverein,
Dr.-Ing. Frank Fingerloos - Deutscher
Beton- und Bautechnik-Verein e.V.

Dipl.-Ing. Günter Wankerl - Bundesministerium für Verkehr, Bauwesen und Stadtentwicklung, Berlin, ständig vertreten durch
Dipl.-Ing. Vera Moosmayer,
Senatorin Ingeborg Junge-Reyer
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung,
Minister Frank Szymanski
Ministerium für Infrastruktur und
Raumordnung, Brandenburg,,
Dipl.-Ing. Uwe Scholz - Präsident des
Oberprüfungsamtes, Frankfurt am Main,
ständig vertreten durch

Dipl.-Ing. Gerhard Ihrig,
Prof. Dr. Stefan Polónyi Höpfner-Stiftung,
Köln,
Dipl.-Ing. Hans-Joachim Pysall Hans-Joachim-Pysall-Stiftung, Berlin,
Dipl.-Ing. Jens Krause Urban System Consult AG
Dipl.-Ing. Hans-Martin Schutte
Oldenburgischer Architekten- und
Ingenieurverein e.V
Dipl.-Ing. Lothar Juckel † - AIV.

Schinkelausschuss (mit zugewählten

Landschaftsarchitektur

Dipl.-Ing. Traugott Rostalski
Prof. Dr.-Ing. Michael Schlaich
Dipl.-Ing. Jörg Wiese
Zugewählt: Tadeusz Hryniewicz

Jurymitgliedern)
Vorsitzende:
Dipl.-Ing. Wilma Glücklich
Städtebau
Dipl.-Ing. Peter Brenn
Dr.-Ing. Renate Fritz-Haendeler
Dipl.-Ing. Klaus Hinzpeter
Prof. Dipl.-Ing. Hermann Kendel
Dipl.-Ing. Ludwig Krause
Dipl.-Ing. Bernd Kühn
Prof. Angela Mensing-de Jong
Dipl.-Ing. Peter Ostendorff
Dipl.-Arch. Hannelore Vetter
Dipl.-Ing. Cyrus Zahiri
zugewählt:
Sabine Thierbach, Stadt Frankfurt (Oder),
Planungsamt
Prof. Dr. Christof Asendorf, Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder)

Dipl.-Ing. Holm Becher
Dipl.-Ing. Ulrike Böhm
Dipl.-Ing. Thomas Dietrich
Dipl.-Ing. Hendrik Gottfriedsen
Dipl.-Ing. Michael Heurich
Dipl.-Ing. Elke Hube
Prof. Dipl.-Ing. Erhard Mahler
Dipl.-Ing. Cornelia Müller
Dipl.-Ing. Beate Profé
Dipl.-Ing. Jürgen Weidinger

Dipl.-Ing. Wilfried Brill
Dipl.-Ing. Bernd Frischgesell
Dr. Ing. Manfred Garben
Dipl.-Ing. Bernd Misch
Zugewählt: Robert Schumann Landesbetrieb
f. Straßenwesen Brandenburg

Kunst und Bauen
Dipl.-Ing. Hans-Joachim Arndt
Prof. Dr. Ludwig Deiters
Dipl.-Ing. Thomas Hannibal
Dr. Dieter Hasse
Prof. Dr. Bernd Kochendörfer
Dr. Peter Lemburg
Dipl.-Ing. Klaus Plaschka
Bildhauer Emanuel Scharfenberg
Dipl.-Ing. Olaf Schmidt
Bildhauer Georg Seibert

Architektur
Dipl.-Ing. Alexander Beljatzky
Dipl.-Ing. Horst Grünberg †
Dipl.-Ing. Rolf Hartleben
Dipl.-Ing. Markus Hastenteufel
Dipl.-Ing. Manfred Pflitsch
Prof. Dr.-Ing. J.-P. Schmidt-Thomsen †
Dipl.-Ing. Britta Schulz-Hahn †
Ministerialrat Christoph Siegler
Dipl.-Ing. Reinhart Steinweg

Straßenbau und Verkehrswesen

Konstruktiver Ingenieurbau
Dipl.-Ing. Edgar Böttcher
Prof. Dr.-Ing. Erich Cziesielski
Dipl.-Ing. Dieter Desczyk
Dipl.-Ing. Arthur Franz
Prof. Dr. Jens Kickler
Prof. Dr.-Ing. Lindner
Dr.-Ing. Michael Mündecke

–2–

Technische Gebäudeausrüstung
Prof. Dr.-Ing. Rüdiger Külpmann TFH Berlin
Dipl.-Ing. Christian Stolte
Dr. Uwe Römmling Energiebeauftragter der
Bundesregierung
Eisenbahnbau
Dr.-Ing. Jens Böhlke, Seantsverwaltung für
Wirtschaft, Hamburg
Peter Debuschewitz, Deutsche Bahn AG
Dipl.-Ing. Erhard Hübner-Kosney
Prof. Dr. Bernd Kruse TU Berlin
Dipl.-Ing. Rüdiger Lemnitz
Wasserbau
Dipl.-Ing. Wolfgang Colwin
Dipl.-Ing. Peter Neugebauer

Die Preisträger im Schinkel-Wettbewerb 2006
Städtebau

Landschaftsarchitektur

Konstruktiver Ingenieurbau

Schinkelpreis und
Sonderpreis des Ministeriums für
Infrastruktur und Raumordnung des
Landes Brandenburg
in Höhe von 3.000 €
Pysall-Stipendium in Höhe von 2.500 €
Bastian Kraß
Ingmar Pohlmann
Weimar

Anerkennungspreis in Höhe von 2.000 €
Fine Aufmkolk
Marek Langner
Berlin

Anerkennungspreis in Höhe von 1.500 €
Thorsten Margenburg
Marko Nothdurft
Benjamin Schultze
Hannover

Kunst und Bauen

Schinkelpreis in Höhe von 3.000
Sonderpreis für die Kooperation von
Ingenieuren und Architekten
gestiftet vom
Verband Beratender Ingenieure –
Förderverein
Ron Behnke
Christian Hartz
Send Jørgensen
Johannes Staudt
Berlin

Anerkennungspreis in Höhe von 1.500 €
Andreas Herrmans
Niederkrüchten

Schinkelpreis gestiftet von der
Höpfner-Stiftung in Höhe von 3.000 €
Markus Johannes Nikolaus Trapp
Kassel

Architektur
Anerkennungspreis in Höhe von 2.000 €
Höpfner-Stiftung
Christof Sommer
Berlin

Sonderpreis des Deutschen Betonund Bautechnikvereins e.V.
in Höhe von 2.000 €
Inka Fischer
Friso Friese
Dirk Krutke
Doreen Zauft
Berlin

Eisenbahnbau

Johanna-Blank-Preis
in Höhe von 1.500 €
Sven Kühnhold
Henrico Romany
Müchelen / Geiseltal

Anerkennungspreis in Höhe von 1.000 €
Wolfgang Dichans
Martin Schlünß
Köln

Anerkennungspreis in Höhe von 1.000 €
Jan Bovelet
Wladimir Hötling
Miodrag Nerandic
Berlin

Wasserbau

Reisestipendium nach Oldenburg
des Architekten- und Ingenieurverein
Oldenburg in Höhe von 500 €
Brit Aschman
Hamburg

Außerordentlicher
Anerkennungspreis in Höhe von 500 €
Matthieu Götz
Gergana Stavreva
Kassel

Anerkennungspreis in Höhe von 2.000 €
Mariko Winkler
Jörg Franke
Annette Lächler
Christian Seng
Stuttgart

86 Arbeiten wurden abgegeben, davon waren 21 Arbeiten in Kooperation verschiedener Fachsparten erarbeitet worden.
Trotz intensiver Bemühungen ist keine Arbeit aus dem Nachbarland Polen eingereicht worden.
In den Fachsparten Straßenbau und Verkehrswesen und Technische Gebäudeausstattung konnten in diesem Jahr
keine Preise vergeben werden.
Ebenfalls konnte der Preis für eine internationale Kooperation der USC AG nicht vergeben werden.

–3–

Fachsparte Städtebau
Wunden heilen und Räume eröffnen
Die alte Hanse-und Universitätsstadt hat nach dem Krieg die Lasten der Teilung Deutschlands und Europas besonders hart tragen
müssen. Sie wurde zur Bezirkshauptstadt gemacht, Industrie und Verwaltung wurden an die Oder geholt. Nach der Wiedererlangung
der deutschen Einheit haben viele dieser Impulse nicht Stand gehalten. Abwanderung und Überalterung, Wegbrechen von Arbeitsplätzen und Wohnungsleerstand sind die Folgen, denen man nur durch sehr sorgfältige Strategien begegnen kann. Durch einen integrativen Lösungsansatz sollten Impulse für die Stadtentwicklung als Ganzes gegeben werden. Dabei geht es einerseits um eine nachhaltige Weiterentwicklung im Bestand, andererseits auch um die Öffnung der Stadt zur Oder und zum jeweils gegenüberliegenden
Ufer. Wettbewerbsgebiet war die Innenstadt (ehemals historische Altstadt) von Frankfurt (Oder).
Ergebnis:
11 Arbeiten wurden abgegeben,
davon 2 Kooperationsarbeiten.

Schinkelpreis
und
Sonderpreis des Ministeriums für
Infrastruktur und Raumordnung des
Landes Brandenburg
und
Hans-Joachim Pysall Reisestipendium
Bastian Kraß
Ingmar Pohlmann
Weimar

Aus der Niederschrift der Jury :
Die Arbeit gründet auf einer treffenden Analyse der Stadtstruktur, die entwurfsleitend
zu einer funktional und gestalterisch bemerkenswerten Neuausrichtung der Stadt führt.
Die Entwurfsverfasser stellen fest, dass die wichtigsten Stadträume in Frankfurt (Oder)
parallel zum Fluss verlaufen. Dazu gehören der Lennépark, die Karl-Marx Straße als
denkmalgeschützte Magistrale, die Große Scharrnstraße als Einkaufsstraße sowie die
Oderpromenade. Sie sind als gestaltete Raumfolgen im Stadtgefüge erkennbar. Dagegen fehlt es den Querungen zwischen diesen Elementen an räumlicher Prägnanz und
Aufenthaltsqualität.
Um den räumlichen Bezug zur Oder zu stärken und eine stärkere Verbindung der parallel verlaufenden Stadträume untereinander zu erreichen, schlagen die Verfasser eine
Stärkung dieser Querverbindungen vor. Die Verfasser identifizieren im Stadtgefüge
vier wichtige Querungen, denen sie jeweils unterschiedliche Nutzungsschwerpunkte
zuordnen. Diese Nutzungsvorschläge greifen die vorhandenen Aktivitäten im unmittelbaren Kontext der Querungen auf.
Der als ‚Entwicklungsstreifen’ bezeichnete Bereich um jede Querung soll in Phasen
entwickelt werden. Vorgesehen ist zunächst eine Betonung der Querungen durch landschaftsarchitektonische Endpunkte im Uferbereich. Flankiert werden sie durch bauliche Hochpunkte, deren Lage und Form die Querungen im Stadtbild sichtbar machen
und die die Orientierung zur Oder hin erleichtern. Die mit ihrer Schmalseite zum Ufer
hin ausgerichteten Gebäude ergänzen die Ufersilhouette. Gleichzeitig berücksichtigt
ihre Lage immer auch kleinräumliche Zusammenhänge im bestehenden Stadtgrundriss.
Den Verfassern gelingt es, ein übergeordnetes stadträumliches Konzept zu entwickeln
und durch rücksichtsvolle bauliche und landschaftsarchitektonische Ergänzungen zu
präzisieren. Es ist vorstellbar, die zur Oder orientierten „Entwicklungsstreifen“ künftig
weiter auszuformulieren. Die für die Teilbereiche vorgesehenen Nutzungen sind nachvollziehbar und vermeiden eine Entmischung.
Mit außerordentlich überzeugender baulich-räumlicher Vorstellungskraft regt der Entwurf die Betrachter diesseits und jenseits der Oder zu einem Blickwechsel an. Das
neue Stadtpanorama ist nicht auf sich selbst bezogen sondern setzt auf das Gespräch
mit der Partnerstadt gegenüber.
Wegen der außerordentlichen Qualität dieses Beitrags und da die Arbeit der Themenstellung des Schinkelwettbewerbs 2006, Franfurt und 6ãXELFH - transnationale Stadt’
über die Maßen gerecht wird, votiert die Jury Städtebau dieser Arbeit sowohl den
Schinkelpreis Städtebau als auch den Brandenburgischen Sonderpreis Städtebau zu
verleihen.

–4–

–5–

Anerkennungspreis
Thorsten Margenburg
Marko Nothdurft
Benjamin Schultze
Hannover

Aus der Niederschrift der Jury:
Die Verfasser versuchen, die beiden Teile der Stadt an drei strategischen Punkten mit
drei ganz unterschiedlichen Brücken zu verbinden.
Von einem teilweise neugestalteten Universitäts-Campus führt eine lange und große
Fußgängerbrücke über Ziegenwerder zu einer neuen Bibliothek „Grenz-Wissen“ weiter übers Wasser zum Collegium Polonikum.
Die Stadtbrücke erhält auf der Frankfurter Seite eine neue Landmarke, ein Kongresszentrum. Das anschließende Gebiet südlich der Slubicer Straße wird neu gestaltet. Dabei wird leider die Verbindung zwischen Ober- und Untermarkt unterbrochen.
Außerdem wird bemängelt, dass das Haus entlang der Karl-Marx-Straße, das unter
Denkmalschutz steht, nicht mehr erscheint.
Das Gebiet nördlich des Gasometers wird zur „normfreien“ Zone für Studenten erklärt.
Von dort führt eine interessante „Faltbrücke“ mit Schwimmbecken zu einem StrandCafe auf der polnischen Seite der Oder.
Der Versuch, diesen drei strategischen Punkten eine eigene Identität zu geben wird
vom Preisgericht gewürdigt, auch der Ringweg entlang der Ufer auf beiden Seiten und
über die Brücken erscheint attraktiv. Das Preisgericht vermerkt allerdings auch, dass
die vorgeschlagene Neubebauung relativ konventionell erscheint und dass außerdem
die mit einem Rückbau der Fahrspuren auf der Karl-Marx-Straße verbundene neue
Baumbestand so dicht und ununterbrochen die unter Denkmalschutz stehenden Teile
„zudeckt“.

–6–

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