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Full text: DBU aktuell Issue 2009,5

DBU aktuell

Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Informationen aus der Fördertätigkeit
der Deutschen Bundesstiftung Umwelt

Nr. 5 | Mai 2009

Zukunft Wasser im Fokus
der Sommerakademie

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Die Welt im Wandel
Zum Auftakt am Montag, 15. Juni
berichtet der sächsische Umweltminister
Frank Kupfer über Gewässerschutz und
Wasserwirtschaft im Gastgeberland
Sachsen. Anschließend wird Dr. Jürgen
Kropp vom Potsdam-Institut für Klima­
folgenforschung (PIK) in seinem Vortrag
»Zukunft Klima – Die Welt im Wandel«
über die neusten Erkenntnisse der Klimaforschung sprechen. Fritz Holzwarth
vom Bundesumweltministerium (BMU)
stellt das UN-Jahr »Transboundary Rivers
2009« vor. Der DBU-Umweltpreisträger
Hans Huber spricht über »innovative
Wassertechnik als Chance für Umwelt
und Wirtschaft«.
Am dritten Veranstaltungstag
nehmen die drei parallel stattfindenden
Workshops ihre Arbeit auf. Die Arbeitsgruppe »PIUS und Energieeffizienz« diskutiert unter anderem über Beispiele aus
der Textil-, Papier und Chemie­industrie

Zu k

Der Klimawandel, die wachsende Weltbevölkerung und die steigende Industrieproduktion erfordern gerade in Zeiten
des globalen Wandels massive Anstrengungen zum nachhaltigen Schutz und
zur Nutzung von Wasser und Gewässern.
Diesem Schlüsselthema der nachhaltigen
Entwicklung ist die 15. DBU-Sommerakademie in der Zeit vom 14. bis 19. Juni 2009
im Internationalen Begegnungszentrum
St. Marienthal/Ostritz gewidmet. Unter
dem Titel »Zukunft Wasser« bietet die
Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)
ein vielschichtiges und umfangreiches
Programm. Gemeinsam mit renommierten Experten, internationalen DBU-Stipen­
diaten sowie vielen Persönlichkeiten aus
dem DBU-Umfeld werden Strategien
und Handlungsempfehlungen für den
Umgang mit der Ressource Nummer Eins
identifiziert und diskutiert.

Unter Leitung von Prof. Dr. Bela H. Buck,
Alfred-Wegener-Institut (Bremerhaven),
werden die Themen Aquakultur, Energie­
effizienz in Abwasserbehandlungsanlagen
und Klärschlammverwertung diskutiert.
Ein weiterer Arbeitskreis befasst
sowie über zahlreiche
sich mit Bildungs- und
Anwendungen von
Kommunikationsfragen
Membrantechniken
im Sektor Wasser/
und die KreislaufAbwasser.
Aspekte
führung von Prozesswässern. Sie
wie Aus- und
Fortbildung in
steht unter der
Moderation von
der WasserwirtProf. Dr. Joachim
schaft sowie der
M. Marzinkowski,
Wissens- und
Technologie­
Uni Wuppertal,
transfer in
sowie von Prof.
Südost­europa
und
Dr. Peter Czernak,
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FH Gießen-Friedberg.
das
Thema
Wasser
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Eine zweite Arbeitsin der Bildung für
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gruppe hat Beispiele dezentnachhaltige Entwicklung
kommen hier zur Sprache. Rüdiger
raler Wasserwirtschaft zum Inhalt.
Hier kommen Projekte aus Rumänien
Heidebrecht, Deutsche Vereinigung für
Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall
beziehungsweise Projekte zur getrennten
(Hennef), sowie Dr. Nicole Freyer (DBU),
Erfassung von Niederschlagswasser zur
Sprache. Die Arbeitsgruppe steht unter
Martin Schulte und Verena Menz (beide
ZUK) moderieren diesen Workshop.
der Leitung von Prof. Dr. Jörg Londong,
Bauhaus-Universität Weimar, und von
Dr. Heiko Sieker, Ingenieurgesellschaft
Wasser und Klima
Prof. Dr. Sieker mbH (Dahlwitz-Hoppe­
Schließlich befasst sich eine sechste
Arbeitsgruppe mit der Fragestellung
garten). Die dritte Arbeitsgruppe befasst
sich mit dem Thema EU-WasserrahmenWasser und Klima. Hochwasser-Risikorichtlinie – Schwerpunkt Wasserstraßen
management oder die Auswirkungen
veränderter Niederschlagsmuster
und Ökologie. Die Revitalisierung des
auf die Siedlungs­entwässerung spielen
Rheins, die nachhaltige Bewirtschaftung
in diesem Arbeitsfeld eine Rolle. Modeder Elbe sowie die grenzüberschreitende
Renaturierung der Unteren Donau sind
riert wird dieser Arbeitskreis von Volker
hier unter anderem zentrale Themen.
Wachendörfer (DBU) und Ulf Jacob (ZUK).
Am letzten Akademietag stehen die
Diese Gruppe wird von Ulf Jacob (Zentrum
für Umweltkommunikation/ZUK) und
Auswertung der Arbeitsgruppen sowie
eine abschließende Podiumsdiskussion auf
Volker Wachendörfer (DBU) moderiert.
Am Mittwoch, 17. Juni finden
der Agenda. Das ausführliche Programm
tradi­tionell die Exkursionen der Sommer­
der Veranstaltung befindet sich unter:
www.dbu.de/135.html
akademie statt. Sie führen unter anderem
nach Hirschfelde, wo der Spül-, Reinigungs- und Waschmittelhersteller fit
besichtigt werden kann.
	 Verwertung von Mineralwolle
Am Donnerstag, 18. Juni nehmen die
	 Optimierte Wärmetauscher
Arbeitsgruppen ihre Tätigkeit wieder auf.
	 DBU-Stipendiaten an Weltrekord beteiligt
	 DBU-Neues, Termine, Publikationen

Stoffliche Verwertung von Mineralwolle
Im Rahmen von Gebäuderückbau und
Sanierung fallen in Deutschland jährlich
10 Mio. Kubikmeter Mineralwolleabfälle
an, die auf Sondermülldeponien verbracht
werden müssen. Mineralwolle, die vor
1996 verwendet worden ist, gilt als

Mineralwolleabfälle müssen normalerweise
auf Sondermüll­deponien verbracht werden.

krebserzeugend oder krebsverdächtig.
Der Umgang mit alten MineralwolleDämmstoffen ist heute nur noch im Zuge
von Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten zulässig. Analog zum
Gefahrstoff Asbest sind umfangreiche
Schutzmaßnahmen zu treffen. Bei neuen
Dämmstoffen aus Mineralwolle wurde
sowohl die Fasergeometrie als auch die
chemische Zusammensetzung soweit verändert, dass diese als nicht mehr krebserzeugend eingestuft werden. Bisher gibt
es hingegen noch kein sicheres Verfahren
zur Verwertung gebrauchter Mineralwolle
ähnlich der Asbestverwertung. Es ist nur
eine Verbringung des aufgemahlenen
Gefahrstoffes im Ziegelton bekannt.
Die MWT – Gesellschaft für industrielle
Mikrowellentechnik mbH (Elz) ent-

wickelte auf Basis des Asbestverwertungsverfahrens der Marco Reimann
Spezialentsorgung (Seebergen) gemeinsam mit dem Institut für Fertigteiltechnik
und Fertigbau (IFF) Weimar e. V. und der
Bauhaus Universität Weimar ein technisches Verfahren zum umweltgerechten
Behandeln und Verwerten kanzerogener
Mineralwolle. Der Gefahrstoff wird durch
sogenannte Multi-Mode-Mikrowellen
gezielt verschlackt. Die Schlacke kann
nachfolgend durch Exzenterschwing­
mühlen aufgemahlen werden. Das
faserfreie neue Produkt beziehungsweise
Feinmaterial kann aufgrund seiner
chemischen Zusammensetzung in der
Baustoffindustrie in vielerlei Weise
eingesetzt werden.

Energetische Nutzung von Deponiegas mit niedrigem Methangehalt
Die Nutzung von Deponiegas zur
Stromerzeugung leistet einen wichtigen
Beitrag zum Klimaschutz. Die im Zuge der
Stoffumsetzung auf den Deponien entstehenden Methangase werden dabei gezielt
abgesaugt und in Gasmotoren verbrannt.
Dadurch wird eine diffuse Emission des
Klimagases Methan verhindert, das ein
21-fach höheres Treibhauspotenzial als
Kohlendioxid aufweist. Problematisch
ist, dass sich die Methankonzentration
des abgesaugten Deponiegases im Zuge
des fortschreitenden Abbaus organischer
Deponieanteile über die Zeit reduziert.
Unterschreitet der Methangehalt einen
Schwellenwert von etwa 40 %, kann das

Deponiegas nicht mehr
sicher in Gasmotoren
verbrannt werden.
Üblicherweise findet
dann eine thermische
oder biologische Behandlung der Gase ohne
energetische Nutzung
statt. Als Alternative
hierzu wurde von der
Entsorgungsgesellschaft
Steinfurt auf der Deponie
Altenberge demonstriert,
dass methanarmes
Deponiegas mit Biogas
vermischt und sicher zur

Mathias Härtel, Mitarbeiter der
Entsorgungsgesellschaft Steinfurt
mbH, führt eine Gasanalyse durch.

Stromerzeugung in Gasmotoren genutzt werden
kann. Ein solches Verfahren
bietet sich auch deswegen
an, weil viele Deponien
über die Infrastruktur für
den parallelen Betrieb von
Biogasanlagen verfügen.
Das in Kooperation mit der
Fachhochschule Münster
durchgeführte Demonstrationsvorhaben hat sowohl
die ökologischen als auch
ökonomischen Vorteile
eines solchen Verfahrens
aufgezeigt.

Optimierter Wärmetauscher für KWK-Biogasanlagen
Die energetische Biomassenutzung kann
einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz
und zur Substitution fossiler Primärenergieträger leisten. Die Nutzung von Biogas
bietet sich dabei insbesondere für den
Einsatz in KraftWärme-Kopplungsanlagen
an. Aufgrund
entsprechender
Anreize aus
dem Erneuerbare-EnergieGesetz hat sich
Per Rechner ermittelte Visualisierung
der Spannungs­verteilung einer Rohrplatte
eines Abgaswärme­tauschers.

die Zahl der Biogas­anlagen seit dem Jahr
2000 fast vervierfacht, gleichzeitig stieg
die installierte Leistung von 50 MW auf
heute rund 1.300 MW. Dass die Nutzung
von Biogas durch die Optimierung von
Anlagenkomponenten vorangetrieben
werden kann, zeigt ein Forschungsvorhaben der Firma Aprovis Energy Systems aus
Weidenbach. In Biogasanlagen werden
in der Regel Rohrbündelwärmetauscher
eingesetzt. Empirische Erfahrungen aus
Schadensfällen haben gezeigt, dass die
Zusammenhänge zwischen den Betriebs­
parametern von Abgaswärmetauschern
und kritischen Betriebsbedingungen nicht
ausreichend geklärt sind. Im Rahmen des
Forschungsvorhabens wurden mittels

einer Parameterstudie systematisch
verschiedene Einflussparameter variiert,
um deren Einfluss auf das Bauteil zu
ermitteln. Im Ergebnis wurden spezielle
Auslegungsregeln entwickelt, die es
nunmehr ermöglichen, die Hauptabmessungen der Rohrbündelwärmetauscher
so zu wählen, dass Herstellungskosten
minimiert und die Beanspruchungen
insbesondere des hochbelasteten Bauteils
Rohrplatte reduziert werden können. Für
den Betreiber von Biogasanlagen ergibt
sich aus der erhöhten Betriebssicherheit
derartiger Apparate eine Reduzierung der
Anlagenstillstandszeiten.

DBU-Stipendiaten wirken an Weltrekord-Solarzelle mit
Ein Forscher-Team am FraunhoferInstitut für Solare Energiesysteme ISE
(Freiburg) hat für die Umwandlung von
Sonnenlicht in elektrischen Strom zum
ersten Mal einen Wirkungsgrad von
41,1 % und damit einen neuen Weltrekord
erzielt. Zum Vergleich: Konventionelle
Siliziumsolarzellen erreichen etwa 25 %
Wirkungsgrad. Hierzu wurde das Sonnenlicht 454-fach auf eine 5 mm2 kleine,
sogenannte Mehrfach­solarzelle aus den
III-V-Halbleitern Gallium-Indium-Phosphid/Gallium-Indium-Arsenid/Germanium (GaInP/GaInAs/Ge) konzentriert.
Der Erfolg ist das Ergebnis jahrelanger
Forschungsarbeit am Fraunhofer ISE.

Der Weltrekord wurde mit einer
sogenannten metamorphen Tripelsolarzelle
erzielt, einer speziellen Art der Solarzellen
aus III-V-Halbleiterkombinationen. Es
handelt sich dabei um Zellen aus GaInP
und GaInAs auf Germanium-Substraten.
Die DBU-Stipendiaten Elke Welser und
Wolfgang Guter befassen sich in ihrer
Dissertation mit der Herstellung solcher
Halbleiterschichtsysteme mittels metallorganischer Gasphasenepitaxie (MOVPE).
Während Elke Welser sich mit Fünf- und
Sechsfachsolarzellen beschäftigt, hatte
die Arbeit von Wolfgang Guter speziell
die Entwicklung verschiedener Arten von
Tripelsolarzellen zum Ziel.

Das Forscherteam des Fraunhofer ISE in Freiburg, das die Mehrfach­solarzelle entwickelt hat –
darunter vier DBU-Stipendiaten

In jüngster Zeit haben die vier DBUStipendiaten Wolfgang Guter, Simon
Philipps, Jan Schöne und Elke Welser
intensiv an der Weiterentwicklung der
hochkomplexen Struktur der Mehrfachsolarzelle gearbeitet und damit maßgeblich zur Erreichung des Welt­rekords
beigetragen.

Die für die Rekordzelle verwendete
Kombination von Halbleitermaterialien ist
optimal für die Umwandlung von Sonnenlicht in Strom geeignet. Diese Materialien
lassen sich aber nur mit Hilfe eines Tricks
– des sogenannten metamorphen Wachstums – miteinander kombinieren. Denn der
Abstand der Atome im Kristallgitter der

verschiedenen Halbleiter ist im Gegensatz
zu herkömmlichen Mehrfachsolarzellen
nicht identisch. Die unterschiedlichen
Gitterkonstanten erschweren das Wachstum von III-V-Halbleiterschichten mit
hoher Kristallqualität, da an den Übergängen zwischen den Materialien Spannungen
entstehen, die zur Ausbildung von Versetzungen und anderen Kristalldefekten führt.
Den Forschern am Fraunhofer ISE ist es
jetzt gelungen, eine Kontrolle von Kristalldefekten während des Wachstums von
Halbleitermaterialien zu erreichen, so dass
die elektrisch aktiven Bereiche weit­gehend
defektfrei gehalten werden können – eine
Voraussetzung für das Erreichen höchstmöglicher Wirkungsgrade.
Eine entscheidende Grundlage für
die Entwicklung dieser Methodik ist ein
umfassendes Verständnis der Bildung und
Kontrolle von Defekten in Solarzellen. DBUStipendiat Jan Schöne hat sich mit diesem
Thema intensiv beschäftigt und konnte
wesentlich zur Lokalisierung der Defekte
beitragen.
Aufgrund der Komplexität der Zellstrukturen und der vielfältigen Abhängigkeiten zwischen den verschieden Schichten
ist eine Unterstützung der experimentellen
Arbeiten durch numerische Modellierung
und Simulation sehr wichtig. Mit dieser
Thematik beschäftigt sich der DBU-Stipendiat Simon Philipps. So arbeiten die vier
von der DBU geförderten Doktoranden auf
verschiedenen Gebieten gemeinsam an
der Weiterentwicklung von Mehrfachsolarzellen.

Schadstoffreduktion bei der Stückholzfeuerung
Der Energieträger Holz hat in den
Stuttgart und weiteren Partnern aus der
zurückliegenden Jahren vor dem HinterSensorik-, Holzfeuerungs- und Abgasgrund der steigenden Gas- und Ölpreise
katalysatorbranche untersucht, wie der
insbesondere in privaten
Verbrennungsprozess von
Haushalten als Brennstoff
Stückholzfeuerungsanlagen
an Bedeutung gewonnen.
durch eine neuentwickelte,
Nach wie vor dominiert
kontinuierliche Regelung auf
dabei die Scheitholzverbrender Basis geeigneter Sensornung. Angesichts des sehr
signale optimiert werden
komplexen Scheitholz-Verkann. Untersucht wurde
brennungsprozesses geht
auch, welchen zusätzlichen
die Verbrennung allerdings
Beitrag der Einsatz eines
Testanlage zur Optimierung
des Verbrennungsprozesses
mit vergleichsweise sehr
Oxidationskatalysators
von Stückholzfeuerungsanlagen
großen Schadstoffemissizur Schadstoffminderung
onen einher. Im Rahmen
leisten kann. Im Ergebnis
eines Forschungsvorhabens wurde am
konnte bisher gezeigt werden, dass sich
Institut für Sensorik und Informationsder Primär- und Sekundärluftstrom der
systeme der Hochschule Karlsruhe (FH)
Feuerstätten mittels eines entsprechenden
in Kooperation mit der Firma Escube aus
Algorithmus so regeln lässt, dass eine

Absenkung der Schadgasemissionen
auf 15 % erreichbar ist. Als Basis der
Zuluftregelung dienen die sensorischen
Eingangsgrößen Verbrennungstemperatur, Restsauerstoffgehalt und CO/HCGehalt im Abgas. Durch den zusätzlichen
Einsatz eines Oxidationskatalysators zur
Nachverbrennung der Schadgase können
die entsprechenden Emissionen nochmals, im Idealfall auf unter 1 % reduziert
werden. Im nächsten Schritt erwartet das
Projektteam von einer ganzheitlichen
Betrachtung der Feuerungsprozessführung, die neben der Sensorik auch die
Optimierung der Brennraumgeometrie
mit einschließt, weitere bedeutende
Fortschritte zur Absenkung der Schadgas- und Feinstaubemissionen solcher
Kleinfeuerungsanlagen.
DBU aktuell Nr. 5 | Mai 2009

Neues

aus Kuratorium und Geschäftsstelle
DBU trauert um Martin Fellbaum
Martin Fellbaum (Gronau), Leiter der
DBU-Klimaschutzkampagne »Haus
sanieren – profitieren!«, ist Anfang April
nach schwerer Krankheit im Alter von nur
43 Jahren verstorben. Die DBU trauert
um den Diplomingenieur (Fachrichtung
Elektrotechnik), der
von Anfang an Entwickler und Motor des
Klimaschutz­projektes
war. DBU-Generalsekretär Dr. Fritz
Brickwedde: »Bis zum
Schluss war ihm das
Projekt ein zentrales,
persönliches Anliegen. Er war ein überaus warmherziger,
engagierter und optimistischer Kollege.
Er wollte dazu beitragen, die Welt für
seine Kinder lebenswert und im Gleichgewicht zu hinterlassen. Unser Mitgefühl
gilt seiner Frau und seinen fünf Kindern,
deren Zukunft und Wohlergehen immer
sein höchstes Anliegen waren.« +++
»Entdecke die Vielfalt!«:
Bundeskanzlerin informierte sich
Über den neu gestarteten DBU-Schülerund Jugendwettbewerb »Entdecke die
Vielfalt!« informierte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (Mitte) anlässlich einer
Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin bei DBU-Abteilungsleiter
Michael Dittrich (links) und ZUK-Projektleiterin Jutta Gruber-Mannigel (rechts).
Nach dem Erfolg im vergangenen Jahr
sucht die weltweit größte Umweltstiftung auch dieses Jahr wieder Engagierte
zwischen 10 und 16 Jahren, die sich für
den Erhalt biologischer Vielfalt und für
eine vielfältige und gerechte Welt einsetzen nach dem Motto: global denken – fair
und nachhaltig handeln! Bewerbungen
Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Postfach 1705 · 49007 Osnabrück
An der Bornau 2 · 49090 Osnabrück
Telefon 05 41 | 96 33-0
Telefax 05 41 | 96 33-1 90
www.dbu.de

Impressum
Herausgeber: Deutsche Bundesstiftung Umwelt
DBU; An der Bornau 2, 49090 Osnabrück,
Tel. 0541|9633-0, Fax 0541|9633-190, www.dbu.de
Redaktion: Stefan Rümmele, Zentrum für Umweltkommunikation der Deutschen Bundesstiftung
Umwelt gGmbH ZUK, An der Bornau 2, 49090
Osnabrück, Tel. 0541|9633-962, Fax 0541|9633-990,
zuk-info@dbu.de Verantwortlich: Dr. Markus Große
Ophoff (ZUK), Erscheinungsweise: monatlich (Doppelausgabe: Juli/August), Adresse für Bestellungen
und Adressänderungen ist die Redaktionsanschrift,
kostenlose Abgabe Gestaltung: Birgit Stefan (ZUK),
Bildnachweis: S. 4 ecogerma 2009 Deutsch-Brasilianische Industrie- und Handelskammer Satz: ZUK,
Druck: Steinbacher Druck GmbH, Osnabrück

sind in den Wettbewerbskategorien
Natur erforschen, Verantwortlich handeln
oder Kreativ kommunizieren möglich.
Weitere Informationen, Aktionsideen und
Hinweise zur Online-Bewerbung oder
Angaben, wie Vereine und Institutionen
Kooperationspartner des Wettbewerbs
werden können, finden sich unter
www.entdecke-die-vielfalt.de.
Bewerbungsschluss ist der
18. November 2009. +++

Projektpartner zeigt Messepräsenz
in Brasilien
Auf der ecogerma 2009, Fachmesse für
deutsche und brasilianische Umwelttechnologien, in São Paulo wurde vor kurzem
das von der DBU unterstützte Projekt
»Entwicklung wasserdurchlässiger und
verdunstungsfähiger Pflastersteinbeläge«
vorgestellt (siehe DBU aktuell 10/08).
Das Kooperationsvorhaben der Firma
Heinrich Klostermann GmbH & Co. KG
Betonwerke
Coesfeld und
der Universität Münster
stieß in
Brasilien
auf großes
Interesse. Der hohe Versiegelungsgrad
in São Paulo und das südamerikanische
Klima führen dort regelmäßig zu Hochwasserereignissen. +++

Publikationen

Terminvorschau

»Erfolgsprodukt Umweltschutz«
»Erfolgsprodukt Umweltschutz« lautet
der Titel einer soeben erschienenen,
neuen DBU-Broschüre. Sie stellt auf
40 Seiten besonders erfolgreiche Innovationen aus dem Mittelstand vor. Firmeninhaber und Geschäftsführer kleiner und
mittlerer Unternehmen (KMU) kommen
in der Broschüre selbst zu Wort und
schildern
ihre ganz
Erfolgsprodukt Umweltschutz
persönlichen
Innovationen aus dem
Mittelstand
Projekt­
erfahrungen.
Dabei
sind unter
anderem der
Umwelt­preis­
träger des
Jahres 2008
Dr. Holger Zinke, Geschäftsführer der
B-R-A-I-N – Biotechnology Research and
Information AG (Zwingenberg) und
Anja Busse, Geschäftsführerin der Busse
GmbH, die Kleinkläranlagen herstellt.
Die Broschüre ist kostenlos bei der
Geschäftsstelle erhältlich.
www.dbu.de/643publikation886.html
Wir fördern Innovationen.

Deutsche Bundesstiftung Umwelt

DBU informiert über Fördermöglichkeiten
Am 25. Mai lädt die Deutsche Bundes­
stiftung Umwelt (DBU) kleine und
mittlere Unternehmen, Lehrerinnen und
Lehrer sowie Bildungseinrichtungen aus
dem Kreis Steinfurt zu einer Informationsveranstaltung ins Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) ein. Von 15.30 bis
18.30 Uhr erläutern DBU-Fachreferenten
und Projektpartner die Fördermöglichkeiten der
Stiftung und
präsentieren
erfolgreiche
Beispiele aus
der Praxis.
Mitarbeiter
des ZUK stellen die aktuelle Ausstellung
»WasserWissen – Die wunderbare Welt
des Wassers« und den Schüler- und
Jugendwettbewerb »Entdecke die
Vielfalt« vor. DBU-Generalsekretär Dr. Fritz
Brickwedde und der Landrat des Kreises
Steinfurt Thomas Kubendorff begrüßen
die Teilnehmer der kostenlosen Informationsveranstaltung. Weitere Infos und
Anmeldung unter www.dbu.de/termine
oder telefonisch: 0541|9633-935.

Gedruckt mit ÖkoPLUS-Druckfarben ohne Mineralöle auf einem Papier,
das zu 100 % aus Altpapier hergestellt wurde.

DBU aktuell Nr. 5 | Mai 2009
        
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