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Periodical volume

Full text: DBU aktuell Issue 2009,10

DBU aktuell
Informationen aus der Fördertätigkeit
der Deutschen Bundesstiftung Umwelt

Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Nr. 10 | Oktober 2009

Umweltpreisträger kommen aus Wirtschaft,
Forschung und Naturschutz
Der Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt
(DBU) – mit 500.000 Euro
höchstdotierte Umwelt­
auszeichnung Europas – geht
in diesem Jahr an die Unternehmer Petra Bültmann-Steffin
und Dr. Carsten Bührer, den
Wissenschaftler Prof. Dr. Bo
Barker Jørgensen und die
Ehrenvorsitzende des Bundes
für Umwelt- und Naturschutz
Deutschland (BUND),
Dr. Angelika Zahrnt.
Sie erhalten 2009 den Deutschen Umweltpreis: (v. l.) Dr. Angelika Zahrnt, Prof. Dr. Bo Barker Jørgensen,
Bültmann-Steffin/Bührer
Petra Bültmann-Steffin und Dr. Carsten Bührer.
werden für eine durch ihre
Firmen weltweit erstmalig
in der Industrie umgesetzte
Rolle der Weltmeere im globalen KlimaDuo, Jørgensen und Zahrnt gedrittelt wird,
Technikentwicklung geehrt, die es erlaubt,
erhalten die Preisträger am 25. Oktober in
geschehen entschlüsselt werden. Zahrnt
massiv Energie zu sparen. Jørgensen
wird ausgezeichnet, weil sie sich über
Augsburg aus den Händen von Bundespräerhält den Preis für seine Arbeiten zum
Jahrzehnte ehrenamtlich für den Schutz
sident Horst Köhler. Weitere Einzelheiten:
Verständnis mikrobieller Vorgänge im
der Umwelt eingesetzt hat. Den Umweltwww.dbu.de
Meer. Dank seiner Forschung konnte die
preis, der zwischen dem Unternehmer-

Brückenfiguren erhalten »Schutzmantel«
Anthropogene
Umweltschäden an
Denkmälern stellen
ein großes Problem
dar, dem häufig nur
mit aufwändiger
Methodik und
modernster Technik
beizukommen ist.
In den vergangenen
Jahrzehnten wurde
eine große Anzahl an
Kulturdenkmälern
durch Luftschadstoffe
stark geschädigt.
Auch die 1822-1823 von
Karl Friedrich Schinkel

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Die Brückenfiguren aus Carrara-Marmor
auf der Berliner Schlossbrücke sind
starken Umwelteinflüssen ausgesetzt.

errichtete Schlossbrücke in
Berlin ist davon betroffen.
Gerade die acht Brücken­
figuren aus Carrara-Marmor
sind gefährdet. Sie sind
wertvolle Originalskulpturen und wurden im
Gegensatz zur üblichen
Praxis nicht durch Kopien
ersetzt. Die Brückenfiguren
sind tagtäglich anthropogenen Umwelteinflüssen
ausgesetzt: Die Verkehrsachse Unter den Linden
wird im Schnitt pro Tag
von rund 32.000 Fahrzeugen (Jahr 2004) genutzt.

Das relativ hohe Fahrzeugaufkommen
ist Ursache der intensiven Konzentration von Luftschadstoffen, die auf den
empfindlichen Carrara-Marmor einwirken.
Stickoxide, aber auch Feinstaub und Ruß
sowie verschiedene andere Emissionen,
sind nachweisbar. Die Verbindung einer
intensiven anthropogenen Schadstoff­
belastung, die in wässriger Lösung auf die
Fortsetzung auf Seite 2

	
	
	
	

Lösungsmitteldämpfe einkesseln
Wasserstoff aus dem Mikroreaktor
Fingerabdruck der Bäume
DBU-Neues, Termine, Publikationen

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Fortsetzung von Seite 1

empfindliche Oberfläche des CarraraMarmors einwirkt, mit den jahreszeitlichen Temperaturschwankungen und
den winterlichen Frost-Tau-Wechseln
führt zu einer besonderen Gefährdung
des Marmors. Im Rahmen des Projekts des
Landesdenkmalamts Berlin werden die
Konservierungsmethoden der Brücken­
figuren und das 2003 erstellte Pflege- und
Wartungskonzept »Unter den Linden«
weiterentwickelt. In Zusammenarbeit mit
der Technischen Universität Dresden, der
Bundesanstalt für Materialprüfung Berlin,
dem Geowissenschaftlichen Zentrum der
Universität Göttingen und der Berliner
Universität der Künste entsteht dabei
eine Einhausung für die Brückenfiguren,
die technische Innovation mit einer funktionalen und zeitgemäßen Gestaltung
modellhaft verbinden soll. Die Einhausung von Denkmälern mit Holz in der
kalten Jahreszeit hat eine lange Tradition,
wenngleich die positive Wirkung dieser
Maßnahmen und die genaue Wirkungsweise bisher jedoch nicht bekannt sind.

Lösungsmitteldämpfe mit Luftschleiern einkesseln
Bei der Herstellung von lösungsmittelanspringt, wenn auch wirklich Lösungshaltigen Farben und Lacken entstehen
mittel »die Arbeitsatmosphäre vergiften«,
Dämpfe, die sowohl die Umwelt als auch
kontrolliert ein Gasmonitor kontinuierlich
die Gesundheit der Mitarbeiter belasten
die Luftzusammensetzung. Die Lüftungskönnen. Bisherige Be-und Entlüftungsleistung und die Strömungsintensität
lösungen wirken raumübergreifend, das
werden dann bedarfsgerecht gesteuert.
heißt die Schadstoffe werden zunächst
Unterm Strich hat die neue Konzeption
intensiv vermischt und über die gesamte
die abgeleiteten Emissionen auf ein
Werkhalle verteilt, bevor sie als eigentlich
Drittel der Ursprungswerte minimiert.
unnötig großes Luftvolumen abgeführt
Gleichzeitig haben sich die Arbeitsplatzund gereinigt werden. Wesentlich
grenzwerte stark verbessert.
effizienter arbeitet die von der
Lackfabrik Warnecke & Böhm
(Schliersee) neu entwickelte
Lüftungstechnik. Sie bündelt die
Emissionen unmittelbar am Ort
des Entstehens mit strömungstechnisch erzeugten Luftschleiern, die von unten nach oben
ausgerichtet sind. Die hierfür
erforderliche Luftleistung
beträgt nur etwa ein Viertel
einer herkömmlichen Be- und
Entlüftungsanlage – das spart
Blick in die Werkhalle eines Farben- und Lackherstellers
Investitions- und Betriebs­
mit entsprechenden Absaugeinrichtungen
kosten. Ein weiterer Effekt des
»sanfteren« Abtransports der
Emissionen: Nicht nur die zu reinigende
Nach Einschätzung der Entwickler
Luftmenge sinkt, auch ihre Schadstoffvon Warnecke & Böhm gibt es für das
fracht ist geringer. Dies vermindert den
Verfahren weitere AnwendungsmöglichAufwand bei der nachgeschalteten
keiten zum Beispiel in der Lackiertechnik.
Abluftreinigung. Damit das System nur
www.wb-lacke.de

Wasserstoff aus dem Mikroreaktor
In der Bildmitte ist die Einhausung einer Figur mit
einer ersten Testeinhausung aus neuartigen Materia­
lien zu sehen, die gegenwärtig erprobt wird.

Der Aufbau der Holzeinhausungen ist
zudem umständlich, und die Lagerung
über die warme Jahreszeit erfordert viel
Platz, außerdem ist die Sichtbarkeit des
Denkmals in den Wintermonaten so nicht
gegeben. In dem geförderten Projekt
werden deshalb neuartige Einhausungen
mit unterschiedlichen Materialen
untersucht und in Bezug auf die mikroklimatischen Bedingungen getestet. In
umfangreichen Messreihen sollen ferner
die Auswirkungen der Verwendung
einer neuartigen Einhausung mit der
einer traditionellen Holzeinhausung
bzw. der freien Bewitterung verglichen
werden. Das Projekt besitzt im Bereich der
Konservierungs­methoden an umweltgeschädigten Standbildern internationalen
und nationalen Modellcharakter.

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erzeugt wird. Der Alkohol wird dabei ausBrennstoffzellen gelten derzeit als »die
saubere« Energieerzeugungsquelle der
schließlich aus Biomasse (nachwachsende
Kohlenstoff­träger) oder den biologisch
Zukunft. Gebräuchliche Brennstoffzellen
arbeiten mit Wasserstoff als Brennstoff
abbaubaren Anteilen von Abfällen herund wandeln die Energie
gestellt. Es handelt sich
des Wasser­stoffes um.
somit um Bio­ethanol. Er
Besonders intensiv
hat gegenüber fossilen
erforscht ist dabei die
Brennstoffen den Vorteil,
Wasser-SauerstoffCO2-neutral zu sein.
Brennstoffzelle. Da
Weitere Vorteile des
jedoch Wasserstoff in
flüssigen Brennstoffes
der Natur nur gebunden
liegen in der wesentlich
vorkommt, muss er erst
höheren Energiedichte
erzeugt werden bzw.
und der sicheren Lagerung und Hand­habung.
durch Reformierung
Prototyp des Bioethanolreformers
fossiler oder regeneraMikrostrukturierte
tiver Stoffe gewonnen
Reaktoren weisen zudem
gegen­über herkömmlichen Reaktoren
werden. Im Rahmen eines Projekts des
Leibniz-Instituts für Katalyse an der
durch ihren kleinen Maßstab verbesserte
Ober­flächen-Volumen-Verhältnisse auf.
Universität Rostock wurde zusammen mit
dem Institut für Mikrotechnik in Mainz ein
Sie können daher auch portabel gestaltet
Mikroreaktor entwickelt, der Wasserstoff
werden und in vielfältigen Bereichen
aus Alkohol reformiert, wobei eine elekAnwendung finden.
trische Leistung im Bereich von 500 Watt
www.catalysis.de

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Der Fingerabdruck der Bäume
Mit einer speziell adaptierten IsotopenHerkunft bei Holz aus den gemäßigten
analyse lässt sich die Herkunft von
und winterkalten Zonen einfacher ist als
Hölzern ermitteln. Wichtig ist dies, um
bei tropischen Regionen. Grund hierfür
dem immensen illegalen Holzeinschlag
ist der globale Wasserkreislauf, der beim
in den schützenswerten Urwäldern der
Äquator startet und das Wasser – einfach
Erde einen Riegel vorschieben zu können.
gesprochen – zu den Polen wandern lässt.
Motor des Projekts ist die Umweltstiftung
Durch die Nutzung mehrerer Isotope
WWF-Deutschland, Frankfurt am Main.
gleichzeitig konnte mit dem aktuellen
Das Know-how im Bereich IsotopenProjekt gezeigt werden, dass auch in der
analytik steuerte die Firma Agroisolab/
schwierigeren Äquatorregion Länder und
TÜV aus Jülich bei.
Regionen unterschieden werden können.
Das Verfahren nutzt die Tatsache,
Neben den Kontrollbehörden sieht
dass die stabilen Isotope Sauerstoff,
der WWF vor allem die HandelsunterWasserstoff, Kohlenstoff, Stickstoff und
nehmen selbst als potenzielle Anwender
Schwefel weltweit regional und lokal
der neuen Analysemethode. Das Wissen
unterschiedlich verteilt sind.
Pflanzen und Tiere spiegeln die
Isotopenverhältnisse in ihrem
Gewebewasser und ihren Kohlenhydraten messbar wieder. Beim
ersten von der DBU geförderten
Projekt wurden mehr als 2.000
Holzproben aus Schweden,
Russland, Finnland, den baltischen
Staaten, Polen, Weißrussland,
Indonesien und Malaysia gesammelt und ausgewertet. Das aktuelle Projekt konzentriert sich auf
Das Team von Agroisolab zeigt, welche Lebensmittel neben
tropische Holzarten, um auch dort Bäumen Gegenstand der Isotopen-Untersuchung sein können.
die Praxistauglichkeit der Methode
zur Überprüfung der Herkunftsdeklaration zu belegen. Darüber hinaus
um die Herkunft des Holzes ist nicht
werden in diesem Projekt in Zusammenausreichend – aber immer Mindestarbeit mit der Universität Hamburg
voraussetzung, um Legalität sicherstellen
genetische Methoden erprobt, um sicher
zu können. Nach Meinung der Umweltdie Holzart bestimmen zu können. Die
organisation sollten die Unternehmen
Analyse der ersten Proben aus Brasilien,
selbst ein Interesse daran haben, den
Panama, Costa Rica, Honduras, Indonesien
Nachweis für die Legalität ihrer Ware
und dem Kongo haben ergeben, dass die
erbringen zu können – und gleichzeitig
Methoden auch bei tropischen Holzarten
billiges, illegales Holz von Konkurrenten
anwendbar sind und brauchbare Ergebaus dem Markt zu drängen.
nisse liefern. Es hat sich auch gezeigt,
www.wwf.de
dass die Überprüfung der deklarierten
www.agroisolab.de

Beste Osnabrücker Firmengärten ausgezeichnet
Erstmals hat die Deutsche Bundesstiftung
Umwelt (DBU) vor kurzem gemeinsam

mit der Stadt Osnabrück und weiteren
Partnern den Wettbewerb »Firmengärten« durchgeführt, an dem sich rund
40 Unternehmen beteiligt haben. Zum
Gesamtsieger ist das »lutz Therapiezentrum« am Osnabrücker Jahnplatz
gekürt worden. DBU-Generalsekretär
Dr. Fritz Brickwedde (links) und Stadtbaurat Wolfgang Griesert (rechts) zeichneten die siegreichen Firmeninhaber
Michael Weinmann und Ute Hildebrand
mit einer Bronzeskulptur aus.

Auf den

PUNKT

gebracht

»Gut aufgehoben«
Das Steuerpult des ICE, das Führerhaus
eines »Pistenbullies« in Tirol und der
Kotflügel des John Deere-Traktors haben
eines gemeinsam – sie alle sind Produkte
aus dem Hause Lätzsch. Der mittelständische Kunststoffverarbeiter aus
Thierbach bei Leipzig hat mit DBUFörderung eine innovative Sprühtechnik
für Polyurethan-Kunststoffe (PUR) entwickelt. Das neue Multitec®-Verfahren
kommt ohne Styrol und Lösungsmittel
aus. Über einen Sprühkopf wird schnell
härtendes, mehrkomponentiges PUR in
eine offene Form gesprüht. Aufwändiges
Entlüften und weitere Nacharbeiten sind
nicht nötig. Weniger Arbeitsschritte, eine
schnelle und einfache Verarbeitung und
die flexible Nutzung je nach Anwendungsfall sind weitere Pluspunkte des
Verfahrens. Geschäftsführer KarlHeinrich Lätzsch im Rückblick:
»Die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der DBU war sehr angenehm. Wir
fühlten uns gut aufgehoben und bestens
betreut. Die Förderung ist flexibel und
unternehmensbezogen.«

Karl-Heinrich Lätzsch, Geschäftsführer
der Lätzsch GmbH

Weitere Statements von KMU-Geschäftsführern zur DBU-Förderung finden
sich in der Broschüre »Erfolgsprodukt
Umweltschutz – Innovationen aus dem
Mittelstand«, die kostenlos bei der
Geschäftsstelle erhältlich ist.

DBU aktuell Nr. 10 | Oktober 2009
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Neues

aus Kuratorium und Geschäftsstelle
Umweltministerin Gönner besuchte DBU
Die Umweltministerin des Landes BadenWürttemberg, Tanja Gönner (Mitte),
besuchte Anfang September die Deutsche
Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Osna­
brück. Gemeinsam mit Georg Schirmbeck
(rechts), Bundestagsabgeordneter und
DBU-Kuratoriumsmitglied, wurde sie von
DBU-General­sekretär Dr. Fritz Brickwedde
über die Stiftung und aktuelle Projekte

informiert. Anlässlich ihres Besuchs fand
die Umweltministerin lobende Worte
für die Arbeit der Stiftung: »Effektiven
Umweltschutz zu praktizieren, heißt drohende Gefährdungen und Belastungen
durch wirksame Vorsorge zu vermeiden.
Die DBU hat dazu in der Vergangenheit in
zahlreichen Initiativen wichtige Anstöße
gegeben und setzt außerdem Maßstäbe
für eine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete
Entwicklung.« +++
DBU trauert um Georg Salvamoser
Der Umweltpreisträger des Jahres 1998
Georg Salvamoser (Bild) ist Mitte September im Alter von 59 Jahren in Freiburg
verstorben.
Salvamoser war
nicht nur Gründer, Vorstandsvorsitzender
und Hauptaktionär der
Solar-Fabrik AG,
sondern einer
der Pioniere der Photovoltaikbranche
in Deutschland. DBU-Generalsekretär
Impressum
Herausgeber: Deutsche Bundesstiftung Umwelt
DBU; An der Bornau 2, 49090 Osnabrück,
Tel. 0541|9633-0, Fax 0541|9633-190, www.dbu.de
Redaktion: Stefan Rümmele, Zentrum für Umweltkommunikation der Deutschen Bundesstiftung
Umwelt gGmbH ZUK, An der Bornau 2, 49090
Osnabrück, Tel. 0541|9633-962, Fax 0541|9633-990,
zuk-info@dbu.de Verantwortlich: Dr. Markus Große
Ophoff (ZUK), Erscheinungsweise: monatlich (Doppelausgabe: Juli/August), Adresse für Bestellungen
und Adressänderungen ist die Redaktionsanschrift,
kostenlose Abgabe Gestaltung: Birgit Stefan
(ZUK), Satz: ZUK, Druck: Steinbacher Druck GmbH,
Osnabrück

DBU-Projektpartner erhielt Auszeichnung
Für den im Rahmen eines DBU-Projekts
weiterentwickelten sogenannten
Kabelpflug erhielt die Firma Föckersperger
GmbH (Aurachtal) Mitte Juli den von
der IHK Nürnberg Mittelfranken ausgelobten Innovationspreis in der Kategorie
»Markterfolg und Qualität« in Höhe
von 30.000 Euro. Mit dem Pflug lassen
sich Telefonleitungen, Stromkabel sowie
Wasser-, Abwasser- und Gasleitungen
grabenlos verlegen. Den Preis überreichte
die Bundesministerin für Bildung und
Forschung, Prof. Dr. Annette Schavan. +++

Internationales Symposium in Monaco
Mitte April 2009 fand in Monaco ein
Symposium auf Einladung der Prince
Albert II of Monaco Foundation statt.
Vertreter von rund 40 Umweltstiftungen
nahmen daran teil. Im Mittelpunkt stand
die internationale
Kooperation von
Stiftungen
in den
Bereichen
Erneuerbare Energien, Biodiversität, Wasser und
Desertifikation in der Mittelmeerregion
und darüber hinaus. Die Deutsche
Bundesstiftung Umwelt (DBU) war durch
Dr. Ulrich Witte (links) vertreten, der die
Gelegenheit hatte, mit Prince Albert II
(rechts) eine mögliche Kooperation der
DBU mit der im Jahr 2006 gegründeten
monegassischen Umweltstiftung zu
besprechen. DBU und Prince Albert II of
Monaco Foundation zählen weltweit zu
den größten Umweltstiftungen. +++

Terminvorschau

Publikationen

Dr. Fritz Brickwedde würdigte die
Leistungen des Preisträgers mit den
Worten: »Sein Tod ist ein Verlust für
den kreativ-innovativen Mittelstand
in Deutschland und für die Deutsche
Bundesstiftung Umwelt, der er als
Umweltpreisträger stets verbunden war.«
Wenn Deutschland heute als wichtigster
Markt für Photovoltaik gelte, dann sei
das nicht unerheblich das Verdienst von
Georg Salvamoser, so Brickwedde. +++

DBU informiert in Münster
über Fördermöglichkeiten
Am 27. Oktober 2009 lädt die Deutsche
Bundesstiftung Umwelt (DBU) kleine
und mittlere Unternehmen, Forschungseinrichtungen (siehe Bild) und weitere
Interessierte aus Münster und dem Kreis
Warendorf zu einer kostenfreien Informationsveranstaltung ins Bildungszentrum der
Handwerkskammer Münster (Echelmeyerstraße 1-2) ein. Von 15.30 bis 18.00 Uhr
erläutern DBU-Fachreferent Dr. Michael
Schwake, stellvertretender Leiter der Abteilung Umwelttechnik, und ausgewählte
Projektpartner aus Münster die fachlichen
und organisatorischen Rahmenbedingungen
der Antragstellung
und stellen
erfolgreiche
Beispiele aus
der Praxis
vor. Münsters Oberbürger­meister Markus
Lewe (amtierend ab 21. Oktober) und
DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde
begrüßen die Teilnehmer. Kontakt für
weitere Informationen und Anmeldung:
Kathrin Wiener, Telefon 0541|9633-935
k.wiener@dbu.de

Aktionsplan Wildkatze
Mit einem internationalen WildkatzenSymposium 2008 auf Schloss Wiesenfelden haben die »Beate und Hubert
Weinzierl Stiftung«, die Zoologische
Gesellschaft Frankfurt und die DBU
zusammen mit zahlreichen Experten den
derzeitigen Wissensstand zur Wildkatze
zusammengetragen. Auf dieser Basis
entstand ein Aktionsplan zum Schutz
der Wildkatze in Deutschland. Der
vorliegende Band enthält beides und
liefert somit das
nötige »Handwerkszeug«, um
wirksame Schutzmaßnahmen
lokal, regional und
national umzusetzen.
Zukunft der
Wildkatze in
Deutschland;
Fremuth, Jedicke,
Kaphegyi, Wachendörfer, Weinzierl (Hrsg.);
Reihe »Initiativen zum Umweltschutz,
Band 75«; Erich Schmidt Verlag;
236 Seiten; 49,- Euro; ISBN 9 783503 116591

Gedruckt mit ÖkoPLUS-Druckfarben ohne Mineralöle auf einem Papier,
das zu 100 % aus Altpapier hergestellt wurde.

DBU aktuell Nr. 10 | Oktober 2009
DBU-NL_09-10.indd 4

05.10.2009 10:44:28
        
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