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Full text: DBU aktuell Issue 2008,9

DBU aktuell
Informationen aus der Fördertätigkeit
der Deutschen Bundesstiftung Umwelt

Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Nr. 9 | September 2008

DBU als qualifizierter KMU-Förderer
Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)
spielen seit jeher eine Schlüsselrolle in der
Fördertätigkeit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Sie sind mit rund
1,66 Millionen in Deutschland angesiedelten Betrieben Herzstück und Motor
der deutschen Wirtschaft. Mehr als 99 %
aller Unternehmen in Deutschland sind
KMU; sie erwirtschaften nahezu 46 % der
Bruttowertschöpfung aller Unternehmen
und stellen fast 60 % der Arbeitsplätze*.
Viele der DBU-Leuchtturm-Projekte
wurden und werden in kleinen oder
mittelständischen Betrieben entwickelt:
Das umweltfreundliche Reinigungssystem
der Firma Cleanlaser-Systeme GmbH oder
die biologischen Pflanzenschutzmittel der
Firma Prophyta – um nur zwei von vielen
Beispielen zu nennen. »Unsere Stärke ist
die qualifizierte Beratung der Antragsteller durch unsere Fachleute«, erläutert
DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde

und fügt hinzu: »Auch unsere Bearbeitungszeiten können sich sehen lassen: Sie
liegen je nach Antragsumfang zwischen
zwei und fünf Monaten«. Als weiteres
Plus für KMU kommt hinzu, dass sich der
formale Aufwand der Antragstellung bei
der DBU in Grenzen hält. Die eigentliche
Antragstellung erfolgt häufig in Zusammenarbeit mit den jeweiligen DBU-Experten. Nicht selten führt die Rückkoppelung
mit ihnen beziehungsweise mit externen
Gutachtern zu einer weiteren Optimierung
der innovativen Idee des Antrags. Über die
Anforderungen einer Projektskizze, die der
Antragstellung in aller Regel vorausgeht,
informiert unsere Internetseite
www.dbu.de/338.html
DBU aktuell berichtet in der vorliegenden Ausgabe über verschiedene
gelungene KMU-Projekte wie das
Energie­controlling für Mittelständler,
eine neue Konstruktion für spritsparende

KMU-Projekte der DBU finden und fanden auch das
Interesse der großen Politik: Anlässlich der Woche der
Umwelt 2007 besuchte Bundespräsident Horst Köhler
(links) den Stand der Firma Wodtke. Der Bundespräsident befand sich in Begleitung von (v. l.): Geschäftsführerin Christiane Wodtke, Bundesumweltminister
Sigmar Gabriel, Friedensnobelpreisträger Muhammad
Yunus und DBU-Kuratoriumsvorsitzendem Hubert
Weinzierl.

Motoren beziehungsweise den Einsatz
von Membran­technik in der kommunalen
Abwasserreinigung.

* Quelle: Statistisches Bundesamt – Zahlenbasis 2005

Umweltkooperationen zeigen positive Wirkung
Die Umweltallianz Sachsen »Umwelt &
Wirtschaft« basiert auf einer freiwilligen
Vereinbarung zwischen der Sächsischen
Staatsregierung und der sächsischen
Wirtschaft vom Juni 1998 und erfreut
sich zunehmender Beliebtheit. Zu den
mittlerweile 540 Teilnehmern (Stand:
28.07.2008) zählen vorwiegend kleine und
mittelständische Unternehmen (KMU) des
Freistaates (www.umwelt.sachsen.de/
umwelt/ua/ua_wirtschaft.asp). Unklar war
bislang allerdings, inwieweit die Teilnahme
zu einer Verstärkung von
Umwelt- und Innovationswirkungen bei der Produkt-,
Prozess- und Organisationsentwicklung der Unternehmen und Einrichtungen
beitragen kann. Eine vom
Internationalen Hochschul­
institut Zittau (IHI) unter
der Projekt­leitung von

Prof. Dr. Matthias Kramer durchgeführte
Befragung mittels qualifiziertem Fragebogen und als Vollerhebung unter damals
(IV. Quartal 2007) 434 Teilnehmern (124 aus
dem produzierenden Gewerbe, 83 Dienstleister und 227 Schornsteinfeger) förderte
– bei einer Rücklaufquote von 43 % – interessante Erkenntnisse zu Tage:
	 Die Befragten räumen der Umwelt­
allianz einen hohen Stellenwert ein.
	 Sie betonen die zunehmende Bedeutung von Umweltmanagementinstrumenten und -systemen in Unternehmen und Einrichtungen – bei allerdings
nur »gefühltem«, d. h. in Form von
Kosteneinsparungen schwer quantifizierbarem wirtschaftlichen Nutzen.
	 Sie bestätigen den durchgängigen
Umweltbezug von Innovationen
bei gleichzeitig günstigem Kosten-/
Nutzen-Verhältnis.

Damit konnte am Beispiel der Umwelt­allianz
Sachsen »Umwelt & Wirtschaft« belegt
werden, dass die Teilnahme an freiwilligen
Umweltkooperationen den aktuellen
Anforderungen umweltpolitischer Instrumentalisierung entspricht und sowohl zu
positiven Umwelt- und Innovationseffekten
(hard effects) als auch zu positiven Imagewirkungen (soft effects) für die Teilnehmer führt.
Die im Hinblick auf Synergieeffekte durch
Innovationen bestehenden Potenziale durch
eine Mitgliedschaft sind aber insbesondere
für KMU noch nachvollziehbarer zu kommunizieren.
Kontakt: Dr. Liane Möller (Projekt­bearbeitung)
E-Mail: moeller@netsci.de
	
	
	
	

Computersimulation von Landschaften
Neue Motortechnik
Abwasserreinigung mit Membranen
DBU-News, Termine, Publikationen

Energiecontrolling
für Mittelständler
Ständig steigende Preise für Strom, Rohöl
und Gas machen schnelles Handeln
nötig – gerade bei kleinen und mittleren
Unternehmen. Energieeffizienzmaßnahmen spielen bei der Sicherung der
Wettbewerbsfähigkeit eine zentrale
Rolle. Mit der ökonomischen Maßnahme
»Energie sparen« lassen sich zwei Fliegen
mit einer Klappe schlagen: Die Umwelt
wird entlastet und Ressourcen werden
geschont. Doch oft scheitert die Erschließung von Energieeinsparpotenzialen an
Zeitmangel, an fehlenden Finanzmitteln
oder mangelndem Know-how. Das Projekt
»Energiecontrolling in der mittelständischen Kunststoffindustrie« von Ökotec
Energiemanagement GmbH läuft seit
September 2007 (noch bis Februar 2009).
Unterstützt vom Verband Technische
Kunststoff-Produkte e. V. (TecPart) wurden
in der ersten Projektphase geeignete
Pilotunternehmen ausgewählt: In den
Firmen Schoeller Arca Systems GmbH
(Schwerin) und ZF Boge Elastmetall
GmbH (Damme) wird derzeit ein Energiecontrollingsystem etabliert. Dazu wurden
zunächst die wesentlichen Verbraucher
(z. B. Spritzgießmaschinen oder Kühlung)
identifiziert und die zu erfassenden
Messgrößen (z. B. Temperatur und Strom)
festgelegt. Danach folgt die Umsetzung,
abschließend die Datenauswertung und
Erstellung von Energiebilanzen. Mit der
Etablierung des Energiecontrollings wird
Transparenz für die Verbrauchssituation
im Betrieb geschaffen und somit eine
Möglichkeit zur dauerhaften Senkung
der Energiekosten. Wesentlicher Baustein
des Projekts ist die Erarbeitung von
Kennzahlen zur Beurteilung der Energie­
effizienz. Alle Ergebnisse werden in einem
Leitfaden festgehalten. Ziel ist es, ein
kontinuierliches Energiecontrolling im
täglichen Arbeitsablauf so selbstverständlich zu integrieren wie beispielsweise
die Kosten- und Leistungsrechnung im
Unternehmen.

Biokatalytische Herstellung wertvoller Zwischenprodukte
In diesem Forschungsprojekt mit
Katalysatoren für industriell bedeutsame
Ko­operationspartnern aus Hochschule
Ausgangssubstrate wird in diesem
und Industrie wird ein wesentlicher
Projekt auch ein sogenanntes in silico
Beitrag zur Entwicklung von Basistechnoscreening durchgeführt. Dazu wurde für
eine bestimmte als Modell­
logien für hochselektive Biooxidationen und Hydrierungen mit
enzym ausgewählte
isolierten OxidoreduktaseDehydrogenase eine
Datenbank mit homo­
Enzymen erarbeitet, die zur
Aktivierung niedermolelogen Proteinsequenzen
kularer Ausgangsstoffe
erstellt und aufbauend
für Pharmaka eingesetzt
darauf ein Modell der
werden können. Dabei
Bindungstasche und des
Katalysators ent­wickelt.
werden Lösungen für
die bisherigen Schlüssel­
Dieses dient der Vorhersage
probleme der Redoxinteressanter gerichteter
Biokatalyse entwickelt:
Mutationen zur Optimierung von
Substrat­spezifität und Prozess­
das Auffinden geeigneter
Modell eines ausgewählten
Biokatalysatoren auf
stabilität. Die Projektdurchführung
Bio-Katalysators
der einen Seite, von
liegt beim Fachbereich Bio- und
Chemie­ingenieurwesen der UniverAusgangsverbindungen
auf der anderen Seite, daneben die Entsität Dortmund. Projektpartner sind die
Jacobs University Bremen, die Universität
wicklung umweltfreundlicher Verfahren
Stutt­gart, die Brain AG ( Zwingenberg), die
zur Herstellung der Biokatalysatoren
und der Pharmagrundstoffe. Neben
EMC microcollections GmbH (Tübingen)
dem klassischen Screening nach neuen
sowie die BASF AG (Ludwigshafen).

Computersimulation von Landschaften und Vegetation
In Planungsverfahren des Naturschutzes
fehlten bisher konkrete, visuelle Darstellungen der Landschaft. Mit dem
interaktiven Lenné3D-Softwaresystem der
Firma Lenné3D GmbH (Berlin) lassen sich
Landschaften nunmehr dreidimensional
und in Echtzeit – photorealistisch oder
skizzenhaft – aus Spaziergängerperspektive oder Vogelperspektive darstellen.
Die Entwicklung der Software geht
auf ein Projekt des Leibniz-Zentrums
für Agrarlandschaftsforschung (ZALF/
Müncheberg) zurück. Dort hat man in
Zusammenarbeit mit Computergrafikern, Landschaftsplanern und Biologen
interaktive Visualisierungswerkzeuge für
dreidimensionale und virtuell erfahrbare
Landschaften erarbeitet. Mit diesem

Werkzeug lassen sich Bürgern und
Entscheidungsträgern Planungszustände
oder historische Zustände intuitiv
vermitteln. Aus herkömmlichen Geodaten
können inzwischen große Landschafts­
szenen mit Millionen von detailreichen
3D-Pflanzen automatisiert berechnet
und auf heutigen Computern dargestellt
werden. Die Lenné3D-Technologie der
Vegetationsmodellierung reduziert den
Herstellungsaufwand und Datenbedarf
von realitätsorientierten Vegetations- und
Landschaftsbilddarstellungen durch eine
automatische, ökologische Interpretation von deutschlandweit verfügbaren
Geodaten.
www.lenne3d.com

Visualisierung von Szenarien
der Energielandschaft Welzow (Lausitz)

Neue Motortechnik erfolgreich auf dem Prüfstand
Um den Kraftstoffverbrauch und die
CO2-Emissionen beim Ottomotor zu
senken, besitzt die Direkteinspritzung das
größte Einsparpotenzial. Allerdings liegt
bei diesem System zündfähiges Gemisch
nur in lokal begrenzten Bereichen des
Zylinders vor. Das ist einer der Gründe,
warum konventionelle Zündsysteme hinsichtlich der Spriteinsparmöglichkeiten an
Grenzen stoßen. Anders das sogenannte
BPI-Verfahren (Bowl Prechamber Ignition):
Es bedient sich einer Doppeleinspritz-

strategie mit einer Vorkammerzündung
und ist dadurch in der Lage, auch magere
Gemische vollständig zur Entflammung
zu bringen (Bild). Am Institut für Kolbenmaschinen der Universität Karlsruhe (TH)
wurden zunächst Versuche zur Abgasrückführung und zur Darstellung der
Volllast mit dem BPI-Verfahren erfolgreich
durchgeführt. Parallel dazu wurde ein
neues Versuchsaggregat mit reduziertem
Bohrungsdurchmesser entwickelt.
Die Entwicklung einer drallvariablen

Während der ersten Einspritzung in den Saughub wird ein homogenes, mageres Grundgemisch erzeugt (links).
Die zweite Einspritzung am Ende des Kompressionshubs sorgt dafür, dass eine minimale Kraftstoffmenge
in der Kolbenmulde vorgelagert wird (Mitte). Diese Kraftstoffmenge dringt in die Vorkammer der neuartigen
Zündkerze ein, wo jetzt ein fettes, zündfähiges Gemisch vorliegt. Nach der Zündung treten Fackelstrahlen
aus der Vorkammer aus und entflammen das magere Grundgemisch vollständig (rechts).

Einspritzdüse am Forschungsinstitut für
Fahrzeugtechnik (FIF) der Hochschule
für Technik und Wirtschaft Dresden (FH)
bis zur Prototypreife, die auch für andere
motorische Verbrennungsverfahren
von Interesse ist, stellt einen weiteren
Meilenstein des Vorhabens dar. Schließlich
wurden neue Erkenntnisse hinsichtlich
des Thermomanagements einer Vorkammerzündkerze gewonnen. Dieses
Know-how wird fortan von der Firma
Multitorch (Sinsheim) genutzt, die als
Kooperationspartner in das Vorhaben eingebunden war und weltweit als führender
Hersteller derartiger Zündkerzen gilt. Die
Ergebnisse der Untersuchungen, die mit
dem neuen Versuchsaggregat und der neu
entwickelten drallvariablen Einspritzdüse
durchgeführt wurden, zeigen, dass mit
dem BPI-Verfahren ein in naher Zukunft
umsetzbares Motorkonzept zur Verfügung
steht, das im Vergleich zu heutigen OttoMotoren signifikant niedrigere Stickoxidund Kohlenwasserstoff-Emissionen
aufweist. Gleichzeitig ist der Entwicklungsaufwand zum Erreichen anspruchsvoller Verbrauchs- und Emissionsziele bei
diesem Verfahren deutlich geringer als bei
herkömmlicher Motortechnik.
www.multitorch.de

Wertvolle Erkenntnisse für die Abwasserreinigung mit Membranen
In der kommunalen Abwasserreinigung
gewinnt die Membrantechnik stetig an
Bedeutung, da weitergehende Reinigungsleistungen – vor allem für ökologisch sensible Regionen – gefragt sind.
Dennoch führt die Membrantechnik bei
der Behandlung kommunaler Abwässer
in Deutschland noch ein Schattendasein.
Hier sind derzeit erst 17 kommunale
Membranbelebungsanlagen verschiedener Größen in Betrieb. Weltweit haben
Membranbelebungsanlagen in den
letzten zehn Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Mit 800 Anlagen hat sich
die Gesamtzahl seit dem Jahr 2000 mehr
als verdreifacht, die installierte Gesamt­
kapazität sogar mehr als verzwanzigfacht.
Durch die Entwicklungen der letzten
Jahre bieten Membranbelebungsanlagen
mittlerweile eine gleichwertige technische und wirtschaftliche Alternative
zu konventionellen Abwasserreinigungs­
verfahren.
Gegenstand des Projekts der A3
Water Solutions GmbH (Gelsenkirchen)
war die Entwicklung und Erprobung eines

neu­artigen plattenförmigen Membran­
moduls mit hoher Filtrationsleistung zur
Biomasseabtrennung beim Belebungs­
verfahren in Kläranlagen. Weitere
Anforderungen an die Entwicklung der
halbtechnischen Anlage waren:
	 lange Nutzungsdauer,
	 niedrige Betriebskosten sowie
	 kostengünstige Modulherstellung.
Durch die erfolgreiche Umsetzung dieser
Merkmale hebt sich das innovative
Membranbelebungsverfahren von
anderen konkurrierenden Systemen ab.
Die in dem Vorhaben erzielten Ergebnisse zeigen, dass die Kombination aus
praktischen Betriebsversuchen, Geschwindigkeitsmessungen und mathematischer
Modellierung einen vielseitigen Ansatz
für die Entwicklung von neuen Modulen
und deren Betriebskonzepten darstellt.
Allerdings ist nach wie vor deutlicher
Forschungs- und Optimierungsbedarf
vorhanden. Er bezieht sich unter anderem
auf die Reduzierung des Energiebedarfs

für die Deckschichtkontrolle, Substituenten
für Reinigungschemikalien sowie eine
gleichmäßigere Moduldurchströmung.
Sinnvoll und notwendig ist auch die
Evaluierung der Daten im Vergleich mit
großtechnischen Applikationen.
www.a3-gmbh.com
Hinweis: Gerade für membrantechnische Projekte
aus dem Bereich des produktionsintegrierten
Umweltschutzes für Abwässer unterschiedlicher
Produktionsbranchen bestehen auch künftig gute
Fördermöglichkeiten bei der DBU.

Containerkläranlage mit eingebautem Membranmodul

DBU aktuell Nr. 9 | September 2008

News

aus Kuratorium und Geschäftsstelle
Erste Sondierungsgespräche
in Montenegro
In zahlreichen Ländern Mittel- und
Osteuropas fördert die DBU bereits
Umweltprojekte. Auch in dem seit 2006
unabhängigen Staat Montenegro will die
DBU in Zukunft Vorhaben unterstützen.
Zu diesem Zweck führten Dr. Ulrich Witte
(links), Leiter
der DBUAbteilung
für Umweltkommunikation und
zugleich
verantwortlich für die
Koordination der internationalen DBUProjekte, sowie Wilhelm Kulke (rechts),
DBU-Sonderbeauftragter für Osteuropa,
Gespräche in Montenegro. Mit dem dortigen Umweltminister Predrag Nenezic´
(Mitte) kam es zu einem intensiven Austausch. Nenezic´ zeigte sich an Projekten
mit deutschen Partnern sehr interessiert.
Die Gesprächsteilnehmer vereinbarten
einen gegenseitigen Erfahrungsaustausch
zwischen dem Umweltministerium von
Montenegro und der DBU. +++
Vakuumröhrenkollektor ausgezeichnet
Die Firma Narva Speziallampen GmbH
(Plauen) erhielt
anlässlich des
18. Symposiums
Thermische
Solarenergie auf
Schloss Banz in
Bad Staffelstein
einen Innovationspreis. Die
Auszeichnung
erhielt das
Unternehmen
für die von der DBU geförderte Entwicklung seines Vakuumröhrenkollektors. +++
Impressum
Herausgeber: Deutsche Bundesstiftung Umwelt
DBU; An der Bornau 2, 49090 Osnabrück,
Tel. 0541|9633-0, Fax 0541|9633-190, www.dbu.de
Redaktion: Verena Menz, Stefan Rümmele, Zentrum für Umweltkommunikation der Deutschen
Bundesstiftung Umwelt gGmbH ZUK, An der
Bornau 2, 49090 Osnabrück, Tel. 0541|9633-962,
Fax 0541|9633-990, zuk-info@dbu.de Verantwortlich: Dr. Markus Große Ophoff (ZUK), Erscheinungsweise: monatlich (Doppelausgabe: Juli/August),
Adresse für Bestellungen und Adressänderungen
ist die Redaktionsanschrift, kostenlose Abgabe
Gestaltung: Birgit Stefan (ZUK), Satz: ZUK,
Druck: Steinbacher Druck GmbH, Osnabrück

Publikationen

Naturschutz: eine Frage der Liebe
Hubert Weinzierl bringt dem Leser
Umweltpolitik und Naturschutzarbeit in
seinem Buch »Zwischen Hühnerstall und
Reichstag« ganz nah. Der derzeitige
Präsident des Deutschen Naturschutzrings und Kuratoriumsvorsitzender der
DBU hat den Naturschutz in Deutschland
in verschiedensten
Funktionen begleitet:
Er war 15 Jahre lang
Vorsitzender des
Bund für Umwelt
und Naturschutz
(BUND) und 33 Jahre
Vorsitzender des
Bund Naturschutz
in Bayern (BN). Der
häufig als »Vater der deutschen Naturschutzbewegung« bezeichnete Autor hält
in spannender Form herausragende Ereignisse der Zeitgeschichte wie persönliche
Begegnungen mit Vertretern von Politik
und Gesellschaft fest. Sein Fazit: »Naturschutz ist letztlich eine Frage der Liebe«.
Zwischen Hühnerstall und Reichstag;
MZ-Buch­verlag (Regensburg); 296 Seiten;
29,90 Euro; ISBN: 978-3-934863-37-8
Film über einzigartige Naturlandschaften
Die biologische Artenvielfalt ist weltweit
gefährdet, auch in Deutschland: Laut
einer aktuellen Studie des World Wildlife
Fund (WWF) Deutschland droht zum
Beispiel die Hälfte aller Biotope langfristig
zu verschwinden. Hauptursache für den
Artenrückgang ist die Zerstörung der
Lebensräume – durch eine zu intensive
Landnutzung, den Flächenverlust und das
Zerschneiden von Lebensräumen durch
Siedlungen und Verkehr. Um so wichtiger
ist es, Naturlandschaften kennenzulernen,
um sie entsprechend
schützen zu können.
Diese Absicht verfolgt
der neue im Auftrag
der DBU produzierte
Film »Schätze der Natur
– Nationale Naturlandschaften in Deutschland«, der ein Panorama wichtiger deutscher National- und
Naturparke sowie Biosphärenreservate
darstellt. Der Film ist auf DVD in Kurz- und
Langfassung kostenlos bei der Geschäftsstelle (An der Bornau 2, 49090 Osnabrück)
erhältlich.
www.dbu.de/643publikation837.html

Marketing für Bauunternehmer
Unter dem Titel »Öko und noch etwas«
hat das Umwelt- und Transferzentrum der
Handwerkskammer Leipzig ein Marketing-Handbuch für kleine und mittlere
Bauunternehmen erstellt. Unternehmer
mit wenig Zeit zum Lesen finden in
diesem Handbuch Fragen und Antworten
zur Mechanik des Marketings von ökologischen Produkten und Dienstleistungen
und zum Beziehungsmarketing. Eingegangen wird auf viele Facetten nachhaltigen Marketings wie Markenpflege,
Erscheinungsbild, Zielgruppen, Umgang
mit Kunden, Verkaufsgesprächsführung
und anderes mehr. Das Handbuch bietet
reichhaltige Anregungen zur Gestaltung und zum Einsatz von Marketing­
instrumenten und Werbemitteln. Es ist
kostenfrei unter Telefon 034383|6120
zu bestellen.
Umweltschonende Landwirtschaft
Die Landwirtschaft kann wertvolle
Beiträge zum Naturschutz und zum Erhalt
der Artenvielfalt liefern. So die Ergebnisse
einer internationalen Fachtagung des
BUND-Naturschutzzentrums Möggingen,
des Instituts für Landschaftsökologie
und Naturschutz (ILN) Singen und der
Bodensee-Stiftung, die jetzt in gedruckter
Form vorliegen. Unter dem Titel »Naturschutzleistungen der Landwirtschaft«
dokumentiert der Tagungsband die
Beiträge von 40 Fachleuten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz und
zeigt die Vernetzung der Akteure aus
Landwirtschaft und Naturschutz auf.
Tagungsdokumentation erhältlich bei
der Bodensee-Stiftung, Radolfzell, E-Mail:
volker.kromrey@bodensee-stiftung.org
oder als Download unter
www.bodensee-stiftung.org

Terminvorschau

»Offener Sonntag« im ZUK
Am 21. September veranstaltet das
Zentrum für Umweltkommunikation
der DBU von 10 bis 17 Uhr einen »Tag
der offenen Tür«. Herzlich willkommen
sind große und kleine Besucher zur
DBU-Ausstellung »WasserWissen – die
wunderbare Welt des Wassers«. Daneben
gibt es viele weitere Attraktionen rund
um das Thema Wasser.
Infos unter: www.wasser-wissen.net

Gedruckt mit ÖkoPLUS-Druckfarben ohne Mineralöle auf einem Papier,
das zu 100 % aus Altpapier hergestellt wurde.

DBU aktuell Nr. 9 | September 2008
        
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