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Full text: DBU aktuell Issue 2008,11

DBU aktuell
Informationen aus der Fördertätigkeit
der Deutschen Bundesstiftung Umwelt

Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Nr. 11 | November 2008

Bundespräsident über Umweltpreisträger:
Der einzig wahre Realist ist der Visionär
Bundespräsident Horst Köhler hat den
Deutschen Umweltpreis der DBU Ende
Oktober in Rostock überreicht und ein
klares Bekenntnis zur Idee der Nachhaltigkeit abgelegt. Den mit 500.000 Euro
höchstdotierten Umweltpreis Europas
teilen sich in diesem Jahr Prof. Dr. Ernst
Ulrich von Weizsäcker, Dekan der Donald
Bren School für Umweltwissenschaft und
-management in Kalifornien/USA, sowie
Dr. Holger Zinke, Gründer und Vorstandsvorsitzender des mittelständischen
Biotech-Unternehmens BRAIN AG
(Zwingenberg).
Prof. Dr. Klaus Töpfer – Mitglied der
Jury, selbst Umweltpreisträger und ehemaliger Direktor des Umweltprogramms
der Vereinten Nationen – betonte in
seiner Laudatio, von Weizsäcker habe
wohl als Erster darauf aufmerksam
gemacht, wie sehr wir unseren Wohlstand subventionierten, indem wir die
Natur verbrauchten und ausbeuteten. Er
habe sich nicht gescheut, politische Verantwortung zu übernehmen und an den
wichtigsten Stellen in der Welt für einen
wirkungsvolleren Umgang mit unseren
natürlichen Rohstoffen zu kämpfen.
Dr. Wolfgang Plischke – Mitglied der
Jury und Vorstand der Bayer AG – sagte
in seiner Laudatio über Preisträger
Dr. Holger Zinke, er habe wesentliche
Impulse für die Weiße Biotechnologie
am Standort Deutschland gegeben.

Mithilfe des »Werkzeugkastens der
Natur« konnte er völlig neue biologische
Wirkstoffe identifi­
zieren, mit denen
sich herkömmliche
chemische Industrieprozesse durch
umweltfreundlichere
biologische Verfahren ersetzen lassen.
Das spare Energie
und Materialien,
schone fossile Ressourcen und mache
uns unabhängiger
von Rohstoffen, die
nur begrenzt zur
Verfügung stünden. Bundespräsident Horst Köhler (v. r. n. l.) übergab die Preise an die beiden
Umweltpreisträger Dr. Holger Zinke und Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker.
Zinke und seinem
DBU-Kuratoriumsvorsitzender Hubert Weinzierl beobachtet die Szene.
Team sei es gelungen, ein deutsches
mittelständisches
Unternehmen zum Schrittmacher für die
Utopie bleiben müsse. Köhler: »Der einzig
Entwicklung einer gesamten Branche zu
wahre Realist ist der Visionär.«
machen.
Zuvor hatte der Bundespräsident in
Bundespräsident Köhler unterstrich
seiner Rede für die Notwendigkeit einer
in seiner Ansprache, die beiden Umweltneuen industriellen Revolution in der
preisträger von Weizsäcker und Zinke
Energie- und Ressourcenproduktivität
geworben – weg von fossilen Brenn­
gäben in Theorie und Praxis Antworten
auf die Frage, wie man angesichts einer
stoffen, hin zu erneuerbaren Energien.
wachsenden Weltbevölkerung komKöhler wörtlich: »Kleine Kurskorrekturen
menden Generationen ihre natürlichen,
reichen nicht mehr. Wir brauchen eine
wirtschaftlichen
umfassende Strategie für die Verwirkund sozialen
lichung der wunderbaren, guten Idee
Lebensgrundder Nachhaltigkeit.« Die Industrieländer
lagen sichern
müssten ohne weiteren Zeitverlust
helfe. Sie
ihren ökologischen Fußabdruck in der
zeigten, dass die
Vision, Energieverbrauch und
	 Keramikabwasser besser beherrschen
Ressourcennut	 Nachhaltigkeit in der berufl. Bildung
zung deutlich zu
	 Alubeschichtung aus Ion. Flüssigkeiten
verringern, keine
	 DBU-Neues, Termine, Publikationen

Welt drastisch verkleinern. Gleichzeitig brauchten die Entwicklungs- und
Schwellenländer Technologien und
Verfahren, die es ihnen erlaubten, besonders umweltschädliche Kapitel unseres
eigenen Industrialisierungsprozesses zu
vermeiden. Köhler: »Von einem solchen
zukunftsfähigen Modell ist die Welt und
sind vor allem auch die westlichen Industriestaaten und auch wir in Deutschland
noch weit entfernt.«
Nachhaltigkeit sei aber vor allem
eine Frage der persönlichen Haltung und
des Lebensstils. Wir alle müssten unsere
Einstellungen überprüfen und auf eine
neue Balance hinwirken »zwischen den
Wünschen des Einzelnen und dem, was
die Erde aushält«. Dabei gehe es nicht
um Askese, sondern um das Finden von
Maß und Mitte für diese unsere Welt.

Keramikabwasser besser beherrschbar
Abwasser aus der Keramikindustrie wird
erprobt und die Online-Tauglichkeit des
häufig mit Flockungsmitteln behandelt.
Messgerätes, die bisher vorwiegend in
Letztere bewirken eine Zusammenballung
Prozesswässern der Papierherstellung
der Schmutzpartikel, was wiederum deren
erwiesen war, auch für keramische ProzessAbsetzbarkeit erhöht und damit
wässer bestätigt. Die Informationen,
eine Reinigung des Abwasdie über Ladungsmessungen
sers ermöglicht.
erhältlich sind, sowie die
Die Steuerung
automatisierte Steuerung
der Flockungsder Flockungsmittelmittel erfolgt
dosierung machen den
in der Regel
Flockungsprozess jetzt
mittels Trübungsdeutlich besser beherrschLadungsmessung mit dem Labormessgerät PCD 03: bar. Nach Optimierung
oder Dichte­
Der Flockungsprozess zur Reinigung von Keramikmessgeräten.
der Steuerungsparameter
abwässern ist durch diese Art der Messung deutlich
Diese Messgeräte besser beherrschbar.
können 50 bis 70 Prozent
arbeiten insofern
der Flockungsmittel
unbefriedigend, als sie die Einhaltung der
eingespart werden. Insgesamt führt der
gesetzlichen Grenzwerte für das Einleiten
neue Messvorgang zu konstant besserer
des gereinigten Wassers zwar gewährleisWasserqualität, sodass hiermit auch höhere
ten, Überdosierungen im Prozesswasser
Recyclingquoten erzielbar sind. Einsparungen sind überdies bei den Personal­
aber nicht verhindern können. Überdosiekosten möglich, weil die höhere Prozess­
rungen sind unter Kostengesichtspunkten
nicht nur unwirtschaftlich, sondern beeinstabilität geringeren Personaleinsatz
trächtigen auch die Wiederverwendung
erlaubt. Die Kosten für das Online-Gerät
des Prozesswassers. Eine Alternative zur
werden derzeit für die mittelständisch
Trübungs- oder Dichtemessung stellt die
geprägte Keramikbranche in Deutschland
Messung der Oberflächenladung der Partinoch als zu hoch angesehen; ein seitens der
kel im Prozesswasser dar. Das ForschungsMütek GmbH zu entwickelndes Gerät, das
institut für anorganische Werkstoffe
auf das Wesentliche reduziert ist, soll auch
(Höhr-Grenzhausen) hat dieses Messverdas Kostenproblem lösen.
fahren auf der Grundlage bestehender
www.fgk-keramik.de
Mess-Systeme der BTG Mütek GmbH

Nachhaltigkeit in der beruflichen Bildung verankern

DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde (rechts)
stellte die Kampagne »Haus sanieren – profitieren!«
vor. Links: Moderator Stefan Schulze-Hausmann.

Bewusster und bejahter Verzicht könne
einen Gewinn an Lebensqualität bedeuten. Menschen, die nur nach materiellem
Reichtum strebten, so Köhler, hätten
weniger Aussicht auf Lebenszufriedenheit
als jene, die sich persönliche Ziele jenseits
des bloßen Konsums steckten und soziale
Beziehungen pflegten. Wörtlich sagte der
Bundespräsident: »Erst wenn man auch
imstande ist, weniger zu wollen, kann
man Herr über die eigenen Bedürfnisse
bleiben.«

»Zukunftsperspektiven für das Handwerk
sichern und ‚Nachhaltigkeit’ konsequent
in der beruflichen Aus-, Fort- und Weiter­
bildung verankern« – so lautet das
Hauptergebnis des zweiten bundesweiten
Fachkongresses zum Thema »Nachhaltig­
keit in der beruflichen Bildung am
Beispiel Energieeffizienz und erneuerbare
Energien«. Die Veranstaltung fand Anfang
September in der Radko-Stöckl-Schule in
Melsungen statt. Sie wurde als Kooperationsveranstaltung vom Hessischen
Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und
Landesentwicklung (HMWVL), dem Hessischen Kultusministerium (HKM), dem
Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB),
dem Institut für Umweltschutz in der
Berufsbildung (IUB), der Lehrerbildung,
berufsbildenden Schulen und der DBU
ausgerichtet.
Vor dem Hintergrund der CO2-Problematik und steigender Energiekosten
wurden Perspektiven der beruflichen
Aus- und Weiterbildung und der notwendigen Modernisierung der Qualifizierung

im Handwerk im Blick auf eine nachhaltige
Entwicklung mit Vertretern aus Handwerk,
Herstellerindustrie, Wissenschaft sowie
Vertretern der Berufsbildung diskutiert.
Die Veranstaltung vor rund 80 Teilnehmern lieferte einen fundierten Einblick
in bereits bestehende und erfolgreiche
Ausbildungskonzepte für eine nachhaltige
Energienutzung im Ausbildungsberuf zum
Elektroniker/-in für Energie- und Gebäude­
technik sowie zum Anlagen­mechaniker/-in
für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik.
Auch die Notwendigkeit der interdisziplinär organisierten Ausbildung sowie der
Zusammenarbeit mit anderen regionalen
Akteuren wurden thematisiert. Beispielhaft genannt wurde die Kooperation des
Schwalm-Eder-Kreises mit regionalen
Partnern insbesondere Schulen im Projekt
Bioregion Holz. Dipl.-Ing. Martin Dahlmann
von der ISOVER Akademie machte den
Teilnehmern anschaulich deutlich, welche
Kompetenzprofile ausgebildete Hand­
werker im Bereich der modernen Haustechnik besitzen müssen.

Aluminiumbeschichtung aus Ionischen Flüssigkeiten
Die galvanische Abscheidung von Aluminium auf Stahl aus protonenfreien
Lösungsmitteln wird im produktionstechnischen Maßstab in Deutschland nahezu
ausschließlich nach dem sogenannten Aluminal-Prozess durchgeführt. Nachteil dieses
Verfahrens ist die Brennbarkeit einiger
dort eingesetzter Stoffe. Als Alternative
dazu bietet sich der Einsatz von »Ionischen
Flüssigkeiten« an, die als besonders sicher
und umweltfreundlich gelten. Ionische
Flüssigkeiten sind Salze, die bei niedrigen
Temperaturen (unter 100 °C) flüssig sind.
Das Projekt der CG Galvano Consult
GmbH (Wickede) untersuchte Grund­lagen
zur großtechnischen Nutzung der Anwendung von Ionischen Flüssigkeiten in der
Aluminiumbeschichtung. Es konnte gezeigt

werden, dass eine Massenbeschichtung
mittels Trommel möglich ist, wobei auf
Nickel als Haftvermittler verzichtet werden
konnte. Dabei entstanden gut haftende
Schichten, die geschlossen sind und keine
Poren aufweisen. Die Lösungen waren in
den verwendeten Zeiträumen (ca. 25 Ah/l)
stabil und zeigten keine Einbrüche. Zerstört
wurden die Bäder aber durch Feuchtigkeit
und Substanzen, die mit Aluminium
Komplexe bilden. Andererseits erhielt man
ohne Feuchtigkeit keine haftfesten Schichten. Die technische Anwendung sollte
daher aus zwei Bädern bestehen. Im ersten
Bad werden die Teile durch Zusatz von
Wasser stromlos gebeizt, im zweiten Bad
dann beschichtet. Die bisherigen Versuche
zeigen, dass es kostengünstig möglich

erscheint, Aluminium galvanisch
auf Massenteile
mittels Ionischer
Flüssigkeiten
abzuscheiden.
Trotz dieser
Erfolge ist es
laut Darstellung
der Galvano
Consult noch ein
Mit Aluminium beschichweiter Weg bis
tete Schrauben
zur technischen
Anwendung. Als
nächsten Schritt schlagen die Fachberater
vor, eine Technikumsanlage zu entwickeln
und damit weitere Tests zu fahren.
www.galvano-consult.com

Energieverbrauch bei UV-Härtung von Lacken deutlich reduziert
Moderne lösemittelfreie Lacke und
Farben für industrielle Anwendungen wie
Druckfarbenprodukte,
Klebstoffe
oder Folienbeschichtungen werden
mittels ultravio­
lettem Licht
(UV) gehärtet.
Diese Härtung
Die IST METZ GmbH entwickelt
ist mit rund 126
auf der Basis bestehender
MWh
pro Jahr
UV-Härtungsanlagen neue
und Anlage
Niedrig­energie-HochleistungsUV-Aggregate.
ein energie­

intensiver Vorgang. Die IST METZ GmbH
(Nürtingen) hat nun ein Niedrigenergie-Hochleistungs-UV-Aggregat zur
Produktreife entwickelt, das im Vergleich
zu aktuell am Markt befindlichen Anlagen
rund 40 Prozent weniger Energie verbraucht. Erreicht wurde dies unter anderem durch die Entwicklung eines neuen,
hocheffizienten Reflektors, der den reflektierten UV-Strahlungs­anteil von 60-70
auf 93 Prozent steigert. Maßgeblichen
Anteil an der Energiereduzierung hat
auch die Entwicklung und Anwendung
eines rein luft­basierten Kühlkonzepts, das
bei höheren Strah­lungsleistungen der
UV-Lampe bis max. 200 W/cm eingesetzt

werden kann. Darüber hinaus gelang
es, die Einsatzdauer der verwendeten
UV-Strahler um den Faktor 10 und damit
auf mehrere 1.000 Stunden zu erhöhen.
Zur Steigerung der Energieeffizienz des
Aggregats trägt schließlich auch ein in den
Reflektor integrierbares UV-Sensorsystem
bei, das die Echtzeit-Inline-Messung des
laufenden Härtungsprozesses ermöglicht.
Bis zum nächsten Jahr will die Firma eine
UV-Aggregatbaureihe für Strahlerlängen
≤ 500 mm anbieten und international
vermarkten. Darauf aufbauend ist die
Erweiterung der UV-Aggregatbaureihe für
Lampenlängen bis 2.000 mm vorgesehen.
www.ist-uv.com

Rahmenbedingungen für kommunales Nachhaltigkeitsmanagement
Ascha, Berlin-Lichtenberg, Donaueschingen,
Ludwigsburg, Neu-Ulm, Nordhausen,
Paderborn, Tübingen, Wiesbaden und
Würzburg haben über europäische Grenzen
hinweg an einem Modell für integriertes,
kommunales Nachhaltigkeitsmanagement
mitgearbeitet, das in der kommunalen
Praxis getestet wurde. Im Rahmen eines
von der DBU zusammen mit ICLEI (Local
Governments for Sustainability) und
der Bodensee-Stiftung Mitte September
organisierten Fachgesprächs tauschten
Experten aus Bund, Ländern, Gemeinden
und Wissenschaft ihre Erfahrungen aus.
Die Einschätzung der rund 20 Fachleute:
Die bestehenden Rahmenbedingungen
sind zu unübersichtlich. Stellvertretend für
die zehn beteiligten Städte, Gemeinden

und Kreise erläuterte Martin Kurt von
der Stadt Ludwigsburg Umsetzung und
Nutzen des integrierten Managements
am Beispiel eines von der DBU geförderten
Projekts. Das Nachhaltigkeitsmanagement
ermöglichte der Stadt Ludwigsburg, die
Realisierung ihres mit breiter Beteiligung
der Bevölkerung erarbeiteten Stadtentwicklungskonzeptes durch eine effiziente,
zyklische Steuerung zu verstetigen.
Ludwigsburg wurde mittlerweile für ihren
integrierten Stadtentwicklungsprozess und
das Nachhaltigkeitsmanagement mit dem
Deutschen Lokalen Nachhaltigkeitspreis
ZeitzeicheN 2008 in der Kategorie
»Kommunen« ausgezeichnet.
Die Experten des Fachgesprächs waren
sich einig, dass fehlende verbindliche

Regelungen, eine projektorientierte Förder­
landschaft sowie geringes Bewusstsein
der Entscheidungsträger der Nachahmung
des Ludwigsburger Beispiels in anderen
Städten und Gemeinden entgegenstehen. Auch wenn die rechtsverbindliche
Einführung eines integrierten Managementsystems vorerst nicht zu erwarten
ist, sollte Städten und Gemeinden eine
Anpassung der Rahmenbedingungen (z. B.
gezielte Förder­anreize) nahegelegt werden.
Standardindikatoren und Berichtspflichten
im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategien
von EU, Bund und Ländern wurden von den
Gesprächsteilnehmern als ebenso förderlich
angesehen wie Schulungsangebote für
Bürgermeister und Entscheidungsträger.
www.mue25.net/ListFullArtGrp.aspx?m=38

aus Kuratorium und Geschäftsstelle
Gabriel besuchte DBU-Infostand
Mit einem Infostand beteiligte sich die
DBU Ende September an der Transatlantik
Klima-Konferenz im Auswärtigen Amt in
Berlin. Umweltminister Sigmar Gabriel
(links), zusammen mit Außenminister
Frank-Walter Steinmeier Gastgeber
der Veranstaltung, informierte sich bei
Projektleiter Ulf
Jacob (rechts) über
Förderbeispiele
aus dem Bereich
erneuerbare
Energien und
Energie­effizienz. Ziel der Tagung war es,
die transatlantische Zusammenarbeit auf
dem Gebiet der Klima- und Energiepolitik
speziell mit den USA voranzubringen. +++
Sonderbeauftragter erhielt Auszeichnung
Wilhelm Kulke (rechts), Sonderbeauftragter
der DBU für Osteuropa, nahm vor kurzem
aus den Händen von Ludmila Piltichina,
stellvertretende Ministerin für Kommunalwirtschaft und Umweltschutz (links) der
Region Kaliningrad, eine Auszeichnung in
Form eines Dankschreibens des Kaliningrader Gouverneurs,
Georgi Boos,
entgegen.
Darin werden Kulkes
Verdienste
zur Entwicklung verschiedener DBU-Projekte in der Region Kaliningrad gewürdigt.
Bildmitte: Dolmetscherin +++
Ex-DBU-Mitarbeiter zum Professor ernannt
Dr.-Ing. Joachim Fischer ist zum Professor
für Bioenergiesysteme an der Fachhochschule Nordhausen ernannt worden.
Fischer war von 1994 bis 1999 Mitarbeiter
der Deutschen Bundesstiftung Umwelt
(DBU). Er tritt seine Tätigkeit zum Wintersemester 2008/09 an. +++
Impressum
Herausgeber: Deutsche Bundesstiftung Umwelt
DBU; An der Bornau 2, 49090 Osnabrück,
Tel. 0541|9633-0, Fax 0541|9633-190, www.dbu.de
Redaktion: Verena Menz, Stefan Rümmele, Zentrum für Umweltkommunikation der Deutschen
Bundesstiftung Umwelt gGmbH ZUK, An der
Bornau 2, 49090 Osnabrück, Tel. 0541|9633-962,
Fax 0541|9633-990, zuk-info@dbu.de Verantwortlich: Dr. Markus Große Ophoff (ZUK), Erscheinungsweise: monatlich (Doppelausgabe: Juli/August),
Adresse für Bestellungen und Adressänderungen
ist die Redaktionsanschrift, kostenlose Abgabe
Gestaltung: Birgit Stefan (ZUK), Satz: ZUK,
Druck: Steinbacher Druck GmbH, Osnabrück

Terminvorschau

Fachtagung: Geldquellen
für Umweltbildung
»Mehr Geld für gute Bildungsarbeit zum
Schutz der Erde« so lautet der Titel einer
DBU geförderten Fachtagung, die vom
28. bis 30. November 2008 im bayerischen
Stadtsteinach (Lindenhof Salem) stattfindet. Unter Beteiligung von Praktikern,
Geldgebern, Trägern und ideellen Unterstützern soll am Beispiel des mehrfach
prämiierten »Erdschützerprojekts« ein
Modell für einen erfolgreichen Projekttransfer entwickelt werden.
Nähere Infos unter:
www.schuetzer-der-erde.de/fachtagung
Ausstellung über deutsch-russische
Umweltkooperationen
Anlässlich der nunmehr zehnjährigen
DBU-Förderarbeit im Gebiet von Kaliningrad (Russische Föderation) hat die DBU
in Zusammenarbeit mit dem Ostpreußischen Landesmuseum in Lüneburg
sowie der BTE Tourismusmanagement
und Regionalentwicklung (Berlin) eine
Wanderausstellung konzipiert. Sie trägt
den Titel »Natur- und Umweltschutz
verbinden – Deutsch-Russische Umweltkooperationsprojekte im Kaliningrader
Gebiet«. Die Ausstellung wurde erstmals
Ende Oktober im Zuge der 6. DeutschRussischen Umwelttage in Kaliningrad
gezeigt. In Deutschland wird die Ausstellung ab 14. Dezember 2008 im Zentrum
für Umweltkommunikation (Osnabrück)
zu sehen sein, wo sie von DBU-General­
sekretär Dr. Fritz Brickwedde eröffnet
wird.

Publikationen

Broschüre »Energie effizient«
neu aufgelegt
Ab sofort liegt eine überarbeitete Neu­
auflage der DBU-Broschüre »Energie
effizient« vor. Sie beschreibt, wie Unternehmen erfolgreich
Energie effizient
Energie sparen,
dabei innovative
Technik einsetzen und
gleichzeitig etwas
für den Klimaschutz
tun können. Die
Publika­tion »Energie
effizient – Klima­schutz in Industrie und
Gewerbe« enthält 26 Erfolgsbeispiele
für Klima- und Umweltschutzprojekte

Klimaschutz
in Industrie und Gewerbe

Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Postfach 1705 · 49007 Osnabrück
An der Bornau 2 · 49090 Osnabrück
Telefon 0541|9633-0
Telefax 0541| 9633-190
www.dbu.de

Energie effizient – Klimaschutz in Industrie und Gewerbe

Neues

Wir fördern Innovationen.

Deutsche Bundesstiftung Umwelt

in Unternehmensprozessen, bei der
Produktgestaltung sowie beim Energie­
einsatz. Sie ist kostenlos erhältlich und kann
unter www.dbu.de/publikationen bestellt
werden.
Textilindustrie: Prozesse optimieren –
Effizienz steigern
Das Buch »Effizienz­steigerung in der
Textil­industrie« richtet sich an den verantwortungsbewussten Unternehmer und
seine Beauftragten, um das Verständnis für
die Prozessoptimierung in
der Textilindustrie weiter­
zuentwickeln. Gerade
in Zeiten steigender
Energiepreise avanciert
Effizienz­steigerung zu
einem der Schlüssel­
elemente für kosten­
bewusstes Wirtschaften.
Voraussetzung dafür wiederum ist das
Verständnis der angewendeten Prozesse.
Das Buch enthält praxisbewährte Maßnahmen und einfache Beispiele zur Berechnung
des Rohstoffeinsatzes und der Emissionen
in der Textil­industrie. Eine beiliegende
CD-ROM ergänzt das Angebot um sieben
Berechnungs­module zur Prozessverfolgung.
Effizienzsteigerung in der Textilindustrie,
Kohle, Marzinkowski, Schafmeister, Schwake;
Reihe »Initiativen zum Umweltschutz,
Band 71«; Erich Schmidt Verlag; 198 Seiten;
36,80 Euro; ISBN 9-783503-112142
»OptiLight« senkt Stromkosten
in Museen um bis zu 80 Prozent
Das DBU-Projekt »Lichtmanagement –
Umweltkommunikation und Energie­
effizienz in Museen (OptiLight)« wurde mit
einer Fachtagung im September im Landesmuseum Natur und Mensch in Oldenburg
erfolgreich zum Abschluss gebracht. In den
am Projekt beteiligten vier oldenburgischen
Museen konnten durch die energetische
Optimierung und Modernisierung der
Beleuchtung in Ausstellungsräumen
Einsparpotenziale von bis zu 80 Prozent
realisiert werden. Die Energieeffizienzmaßnahmen und die monetären Einsparpotenziale sind anschaulich und praxisbezogen
in einem rund 15-minütigen Filmbeitrag
dokumentiert. Informationen hierzu
können unter www.projekt-optilight.de
abgerufen werden. Die Filmdokumentation
ist (in limitierter Stückzahl kostenlos)
erhältlich bei der Daum Unternehmens­
beratung (Oldenburg). Kontakt:
info@daum-unternehmensberatung.de

Gedruckt mit ÖkoPLUS-Druckfarben ohne Mineralöle auf einem Papier,
das zu 100 % aus Altpapier hergestellt wurde.

DBU aktuell Nr. 11 | November 2008
        
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