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Full text: Kindertagesstättenbericht ... Issue 2014/15

04 | 2015

Informationen zur
Stadtentwicklung
Statistik, Berichte, Analysen, Konzepte

Kindertagesstättenbericht 2014/15
Quantitative Aspekte der
Tagesbetreuung von Kindern

Kindertagesstättenbericht 2014/15
Quantitative Aspekte der Tagesbetreuung von Kindern

STADT LUDWIGSHAFEN AM RHEIN
Bereich Stadtentwicklung
Postfach 21 12 25
67012 Ludwigshafen
Tel. 06 21/504-3012 und Fax -3453
E-Mail: andreas.pfaff@ludwigshafen.de
http://www.ludwigshafen.de
Dieser Bericht ist im Internet im pdf-Format downloadbar unter:
http://www.ludwigshafen.de/nachhaltig/stadtentwicklung/veroeffentlichungen/
Im folgenden Text wird aus stilistischen Gründen nur die männliche Geschlechtsform
verwandt, die Männer und Frauen einschließt.

INHALT
Seite
1.

Zusammenfassung

1

2.

Rahmenbedingungen
2.1 Rechtliche Grundlagen
2.2 Demografische Entwicklung

7
7
8

3.

Tagesbetreuung von Kindern im Kindergartenalter

11

3.1

Betreuung in Kindertagesstätten

11

3.2

Kindertagespflege

23

4.

5.

6.

Tagesbetreuung von Kleinkindern

24

4.1

Betreuung in Kindertagesstätten

24

4.2

Kindertagespflege

30

Tagesbetreuung von Schulkindern

31

5.1

Betreuung in Kindertagesstätten und Schultagesstätten

31

5.2

Kindertagespflege

34

5.3

Schulische Angebote

35

Ausblick

39
ANHANG

•

Übersicht 23: Kindertagesstätten am 1.3.2015: Kapazität und Belegung
nach Öffnungszeit

•

Übersicht 24: Kindertagesstätten am 1.3.2015: Belegung nach Alter

•

Übersicht 25: Kindertagesstätten am 1.3.2015: Belegung mit Kindern
mit Migrationshintergrund

•

47
51

Übersicht 26: Kindertagesstätten am 1.3.2015: Öffnungszeiten
der Einrichtungen

•

43

53

Übersicht 27: Kinder nach Altersklassen und Regionen, Stadtteilen sowie
Grundschulbezirken am 31.12.2015

55

•

Kindertagesstättengesetz des Landes Rheinland-Pfalz

56

•

Landesverordnung zur Ausführung des Kindertagesstättengesetzes

62

•

SGB VIII (KJHG), §§ 22 – 26 (Auszug)

65

•

Veröffentlichungsverzeichnis

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
1.

Zusammenfassung

Die Stadt Ludwigshafen am Rhein stellt im Kindertagesstättenbericht 2014/15 die wichtigsten
Fakten und Geschehnisse des Kindergartenjahres 2014/15 zusammen. Stichtag für die
Erhebung der Daten war in Anlehnung an die Bundesstatistik der 1. März 2015 - sieben Monate
nach Beginn und fünf Monate vor Ende des Kindergartenjahres. Im Rahmen der
Jugendhilfeplanung bildet der Bericht zudem die Grundlage für die jährlich als Pflichtaufgabe
fortzuschreibende Bedarfsplanung.
Rahmenbedingungen
Die rechtlichen Regelungen für die Planung und den Betrieb von Kindertagesstätten finden sich
im Sozialgesetzbuch VIII (Kinder- und Jugendhilfe) als Bundesrecht und im
Kindertagesstättengesetz und der dazugehörigen Landesverordnung zur Ausführung des
Kindertagesstättengesetzes als Landesrecht. Die letzten Neuerungen hierzu gab es zum
1.8.2013, so dass es für das Berichtsjahr zu keinen weiteren Veränderungen kam. Danach
beginnt der bedingungslose individuelle Rechtsanspruch auf Tagesbetreuung für Kinder mit
Vollendung des ersten Lebensjahres und endet mit der Einschulung. Für die weitergehenden
Angebote wie Ganzzeitplätze, Krippe- und Tagespflegeplätze für unter Einjährige und
Hortplätze für Schulkinder gilt hingegen ein objektiv-rechtlicher Anspruch, verbunden mit einem
pflichtgemäßen Ermessensspielraum des Planungsträgers.
Der in Rheinland-Pfalz bereits ab dem zweiten Lebensjahr geltende Rechtsanspruch auf die
Aufnahme in den Kindergarten bewirkt zusammen mit der gleichzeitigen Elternbeitragsfreiheit,
dass bereits ab diesem Alter der Kindergartenbesuch die Regel ist. Daher ist für den
Einrichtungstyp „Kindergarten“ zu Kindergartenjahresbeginn zunächst mit einer Zielgruppe in
Größe von knapp vier Jahrgängen an Kindern zu rechnen, die dann - da der Platzanspruch
individuell geburtstagsbezogen ist - im laufenden Kindergartenjahr bis zum Ende nach und nach
auf knapp fünf Jahrgänge anwächst. Da die tatsächliche Nachfrage aber geringer ausfällt - nicht
jedes Kind besucht unmittelbar nach seinem zweiten Geburtstag einen Kindergarten - wird
planerisch von einer kleinräumigen Regelversorgung für 4,5 Jahrgänge an Kindern
ausgegangen, wobei im Falle abweichender Nachfrage das tatsächliche Angebot anzupassen
ist. Dabei muss zwischen zwei Arten von Kindergartenplätzen unterschieden werden, den
Plätzen für die dreijährigen und älteren Kinder und den Plätzen für Zweijährige in geöffneten
Gruppen, mit einem höheren Raum- und Personalbedarf (max. sechs Zweijährige je Gruppe).
Für die jüngeren Kinder wird das Betreuungsangebot im Einrichtungstyp „Krippe“
elternbeitragspflichtig vorgehalten. Zwar steht die Krippe prinzipiell allen Kleinkindern unter drei
Jahren offen, die wesentliche Nachfrage der Zweijährigen konzentriert sich jedoch, wie bereits
erwähnt, auf den Kindergarten. Das zweite Standbein bei der Tagesbetreuung dieser
Altersklasse bildet darüber hinaus die Kindertagespflege. Als Richtgröße wird hier ein
elternbeitragspflichtiges Platzangebot für 32% der Einjährigen in Krippe und Kindertagespflege
angestrebt, ergänzt von Plätzen für 5% der unter Einjährigen. Für Schulkinder sollen
bedarfsgerecht Plätze im Rahmen der Jugendhilfe angeboten werden (Einrichtungstyp „Hort“),
aber nur soweit es von schulischer Seite kein entsprechendes Angebot gibt. Da es hier eine
große Abhängigkeit von den quantitativ umfangreicheren schulischen Offerten gibt, ist eine
allgemein anzustrebende Richtgröße wenig sinnvoll. Die bedarfsgerechte Versorgung muss
daher auf die jeweilige Situation vor Ort abgestimmt sein.
Neben diesen Rechtsgrundlagen und ihrer planerischen Operationalisierung bestimmten noch
weitere lokale Merkmale die Situation der Kindertagesstätten in Ludwigshafen, von denen
besonders zu nennen sind:
• Hohe Geburtenzahlen in den Jahren 2010 bis 2014, die nicht nur zu 7.256 Kindern im
Kindergartenalter geführt (+161 im Vgl. z. Vorjahr), sondern auch erstmals seit 1970 wieder
einen Geburtenüberschuss beschert haben
Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

Seite 1

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
• Eine anhaltend hohe Zuwanderung auch von Kindern aus dem Ausland, was viele
Kindertagesstätten vor hohe Herausforderungen bei der Integrationsleistung, insbesondere
beim Spracherwerb stellt
• Eine ungleichmäßige Verteilung der Kinder zwischen den Stadtteilen, d.h. es existieren
sowohl (viele) expandierende Gebiete neben (wenigen) schrumpfenden als auch Bereiche,
in denen sich Schrumpfung, Stagnation und Wachstum von Jahr zu Jahr abwechseln können
• Ein leergefegter Arbeitsmarkt bei Erziehern, was die Besetzung von offenen Stellen für
Fachkräfte nicht in allen Fällen ermöglicht
• Anhaltend wirtschaftlich angespannte Verhältnisse vieler Familien, mit entsprechend hohem
Nachfragedruck auf öffentliche Angebote. Seit Jahren bezieht unverändert etwa jedes vierte
Kind unter 15 Jahren in Ludwigshafen Sozialgeld (2014: 6.192 von 23.729 Kindern ≙ 26%).
• Gesellschaftliche, familienstrukturelle und arbeitsmarktpolitische Rahmenbedingungen und
Anforderungen an Familien, die der Tagesbetreuung von Kindern einen immer höheren
Stellenwert zukommen lassen, verbunden mit einer wachsenden Nachfrage nach mehr
Ganzzeitangeboten einerseits und individuell flexiblen Angeboten andererseits
• Ein unverändert äußerst geringer finanzieller Handlungsspielraum der Kommune, diese
Anforderungen zu erfüllen
Grafik 1:

Tagesbetreuung von Kindern im Kindergartenalter (Stand 1.3.2015)
Auch im Berichtsjahr tauchte wieder das Problem auf, dass genehmigte und zur Verfügung
stehende Plätze wegen Personalmangels oder laufender Baumaßnahmen in größerem Umfang
nicht belegt werden konnten. Dies traf für insgesamt 182 Kindergartenplätze zu. Somit muss
unverändert - um das Bild nicht zu verfälschen - zwischen nomineller Platzzahl (z.B. in
Friesenheim 561) und real belegbaren Plätzen (z.B. Friesenheim 518) unterschieden werden.
Stadtweit gab es ein nominelles Angebot von 6.334 Kindergartenplätzen, von denen real 6.152
zur Verfügung standen. Belegt waren davon 5.939 Plätze, was einer Auslastung von nominell
93% und real 97% entsprach. Orientiert man sich an den 7.256 Kindern, die 4,5 Jahrgängen
entsprachen, so standen 100 Kindern 87 Plätze gegenüber.
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Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15

In diesem Angebot von nominell 6.334 und real 6.152 Plätzen waren nominell 1.155 und real
1.093 Plätze für Zweijährige in speziell für Zweijährige geöffneten Kindergartengruppen
(maximal sechs Zweijährige in einer Kindergartengruppe bei zusätzlichem Personal) enthalten.
Die Belegung mit 5.939 Kindern beinhaltete 672 zweijährige Kinder, davon 658 in geöffneten
Gruppen und 14 in Regelgruppen. Teilweise waren die Plätze für Zweijährige mit älteren
Kindern belegt, was die Diskrepanz zwischen Angebot und Belegung bei den Zweijährigen
erklärt.
Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Anzahl der Kindergartenplätze nominell um 251 erhöht.
Real gab es sogar 269 Plätze mehr, da sich die Zahl der nicht belegbaren Plätze um 18 von
200 auf 182 reduzierte. Das ist ein beachtlicher Fortschritt bei der notwendigen Erweiterung der
Kindergartenkapazitäten und lag in erster Linie an der Fertigstellung einer Reihe von Aus- und
Umbaumaßnahmen aus dem 2. Ausbaupaket (freie Träger). Gleichzeitig ist die Zahl der Plätze
für Zweijährige in geöffneten Kindergartengruppen nominell um 278 und real um 249
angewachsen. Da diese Plätze für Zweijährige nicht nur beim Neubau, sondern auch durch
Umwandlung im Bestand entstanden sind, reduzierte sich dementsprechend das nominelle
Angebot für die dreijährigen und älteren Kinder um 27 Plätze. Real ist jedoch auch die Platzzahl
für die älteren Kinder um 20 angestiegen, da im Vergleich zum Vorjahr wesentlich weniger
Plätze für diese Altersklasse leer bleiben mussten. Die Belegung lag um 172 Kinder über der
Vorjahreszahl, bei den Zweijährigen um 121 und bei den älteren Kindern ab drei Jahren um 51.
Weiter nachfragegerecht ausgebaut wurde ebenfalls das Ganzzeit-Angebot, um weitere 319 auf
2.731 Plätze.
Obwohl am Stichtag stadtweit noch nominell 395 und real 213 Plätze frei waren (die bis zum
Kindergartenjahresende am 31.Juli reichen sollten), weisen diese Zahlen unverändert auf einen
Engpass bei der Kindergartenversorgung hin, besonders wenn man die Zahl der wohnhaften
Kinder zu Grunde legt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass bei einer Vielzahl der fertiggestellten
Baumaßnahmen die Einrichtungen noch bei der schrittweisen Inbetriebnahme der neuen
Kapazitäten waren und einige der freien Plätze zwecks Erreichen einer funktionierenden
Altersmischung zeitverzögert erst nach dem Erhebungsstichtag an vorgemerkte Kinder
erstvergeben wurden. Kleinräumig ergaben sich hierbei zwischen den 14 Stadtteilen
unterschiedliche Versorgungslagen, wobei sich die folgende Bewertung an den real belegbaren
Plätzen orientiert:
Auf eine gute Situation traf man am Stichtag in den beiden Stadtteilen Maudach und Ruchheim:
Die Zahl der angebotenen Plätze war stadtteilbezogen nachfrage- und bedarfsgerecht und nur
im Ausnahmefall führten einzelne Einrichtungen kurze Wartelisten.
In den drei Stadtteilen Gartenstadt, Edigheim und Pfingstweide konnten zumindest 4,0
Jahrgänge an Kindern versorgt werden, so dass sich die Nachfrageüberhänge in Grenzen
hielten, bzw. in einzelnen Einrichtungen noch Restplätze vorhanden waren. In allen drei
Stadtteilen sind weitere, allerdings vergleichsweise recht geringfügige Maßnahmen zur
Verbesserung des Angebots notwendig.
Auf spürbare Nachfrageüberhänge traf man in den Stadtteilen Mitte, Süd, Mundenheim,
Rheingönheim, Oppau, Oggersheim, Nord-Hemshof, West und Friesenheim. In Rheingönheim
ist die Lage in Zusammenhang mit bereits sinkenden Kinderzahlen im Neubaugebiet und einer
noch laufenden Umbaumaßnahme zu sehen und in Nord-Hemshof sowie Friesenheim spielte
der Mangel an qualifizierten Erziehern in Verbindung mit daher nicht belegbaren Plätzen eine
beachtliche Rolle. Zu einer grundlegend verbesserten Versorgungssituation in den Stadtteilen
Mitte, Süd, Mundenheim, Oppau und Oggersheim werden größere Erweiterungsmaßnahmen
des „3. Ausbaupakets“ beitragen.
Neben der institutionellen Betreuung in den Kindertagesstätten bietet das „Büro flexible
Kinderbetreuung“ des Deutschen Kinderschutzbundes e.V. Tagesbetreuung in Form von
Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

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KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
Kindertagespflege an. Am 1. März 2015 wurden 53 Kinder im Alter von drei bis unter sechs
Jahren betreut (Vorjahr: 61). In dieser Altersklasse ermöglicht die Tagespflege besondere
Betreuungsformen, die nicht von den Öffnungszeiten der Kindergärten abgedeckt werden.
Übersicht 1:

Jahr 1)

Das Ludwigshafener Kindertagesstättenangebot im Überblick

angebotene Betreuungsplätze für...
Kleinkinder
KindergartenSchulkinder
kinder
[einschl.
[ohne
2-Jährige
im Kinder2-Jährige 3)]
garten 3)]

Einwohner nach Alter 2)
KleinKinderHort
kinder
garten
6- u12 J.
2 Jg.
4,5 Jg.
6 Jg.
[3 Jg.]

[3,5 Jg.]

angebotene Betreuungsplätze je 100...
Kleinkinder 4) KindergartenSchulkinder
kinder
[einschl.
4,5 Jg.
6 Jg.
2-Jährige
im Kinder[ohne
garten 3)]
2-Jährige 3)]

2010/11

247
[870]

5.695
[5.072]

935

3.030 6.892
[4.611] [5.368]

9.023

7
[18]

83
[94]

10

2011/12

277
[1.039]

6.055
[5.293]

925

3.160 6.848
[4.685] [5.349]

8.893

7
[21]

88
[99]

10

2012/13

279
[1.098]

6.145
[5.326]

935

3.206 7.032
[4.703] [5.383]

8.855

7
[22]

87
[99]

11

2013/14

367
[1.264]

6.083
[5.186]

970

3.217 7.095
[4.873] [5.536]

9.004

8
[24]

86
[94]

11

2014/15

547
[1.716]

6.334
[5.165]

980

3.427 7.256
[5.002] [5.631]

9.209

12
[32]

87
[92]

11

1)
2)
3)
4)

Einwohner Stand 31.12., Plätze und Belegung 01.03.
Um Missverständnisse zu vermeiden, bezieht sich die Altersklassifizierung jeweils auf den 31.08. (Einschulungsstichtag). Am
31.12. sind diese Altersklassen dann jeweils um vier Monate nach oben verschoben.
Plätze für Zweijährige in geöffneten Kindergartengruppen (einschließlich 15 Plätze für Zweijährige in der Spiel- und Lernstube
Bayreuther Straße sowie jeweils 6 Plätze für Zweijährige in der Spiel- und Lernstube Ebernburgstraße und in der Integrativen
KTS Rheinhorststraße) und 2-Jährige in normalen Kindergartengruppen (als fiktives Angebot)
Bei der BASF-Betriebskrippe werden nur 110 Plätze von 250 Plätzen insgesamt als Platzkontingent für Ludwigshafener
Kinder berücksichtigt (44%).

Tagesbetreuung von Kleinkindern (Stand: 1.3.2015)
Mit 547 Betreuungsplätzen für Kleinkinder unter drei Jahren in Krippen und einer
altersgemischten Gruppe wurde das nominelle Angebot binnen Jahresfrist um beachtliche 180
Plätze (= 18 Gruppen!) erweitert. Diese Zahlen enthalten auch 250 Plätze der BASFBetriebskrippe (im Vgl. z. Vorjahr: +80), die exklusiv den Kindern von Werksangehörigen
offenstehen. Von diesen 250 Plätzen wurden 110 (für Ludwigshafener Kinder) in die
Ludwigshafener Bedarfsplanung aufgenommen, wenngleich die Platzvergabe ausschließlich in
Händen von BASF liegt. Die nominelle Angebotsverbesserung um 100 Plätze in den
wohnquartierorientierten Einrichtungen geht ebenfalls in erster Linie auf die Fertigstellung einer
Reihe von Aus- und Umbaumaßnahmen aus dem 2. Ausbaupaket (freie Träger) zurück. Da im
Berichtsjahr bei der Kleinkinderbetreuung aufgrund Personalmangels 19 genehmigte Plätze
nicht besetzt werden konnten, belief sich die real verfügbare Platzzahl auf 528.
Nachgefragt wurden diese Plätze von 430 Kindern, davon 199 auf den 250 Plätzen der BASFEinrichtung und 231 auf den 297 Plätzen der übrigen Krippen. 285 der 430 Kinder stammten
aus Ludwigshafen (66%) und 145 von außerhalb (34%), wobei die Auswärtigen (fast)
ausschließlich die BASF-Krippe besuchten. Die dieses Mal vergleichsweise hohe Zahl an freien
Plätzen am Erhebungsstichtag war der - bereits erwähnten - schrittweisen Belegung der
zahlreichen neuen Gruppen geschuldet und keinesfalls das Ergebnis von Überkapazitäten.
Bringt man 110 Plätze der BASF-Betriebskrippe in Ansatz, so standen für Ludwigshafener
Kinder nominell 407 und real 388 Krippeplätze zur Verfügung. Bezogen auf die 3.427 unter
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Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
Zweijährigen (2 Jg.) wurden so nominell 12% und real 11% dieser Kinder erreicht (Vorjahr: 8%).
Ein Bezug auf drei Jahrgänge macht an dieser Stelle - ohne den Kindergarten - keinen Sinn.
Kleinräumig ergab sich wegen der Neueröffnung von zehn wohnquartierorientierten und acht
zielgruppenorientierten Gruppen im Berichtsjahr innerhalb des Stadtgebiets eine völlig neue
Nachfrage- und Belegungssituation, da sich auch räumliche Einzugsbereiche verschoben. Weil
der Krippeausbau noch nicht in allen Stadtteilen abgeschlossen ist (es gibt noch ausstehende
Maßnahmen des 2. und 3. Ausbaupakets), besteht zudem der bekannte „Tourismus“ zwischen
den Stadtteilen teilweise fort, d.h. die in Einrichtungen ankommende Nachfrage entspricht nicht
immer dem Bedarf des räumlichen Umfelds. Bei allen Unsicherheiten, die vor diesem
Hintergrund bestehen, zeichnete sich zumindest für das Berichtsjahr eine ausreichende
Versorgung für die Kinder aus Mitte, Mundenheim, Gartenstadt, Oggersheim und Ruchheim ab.
Will man die gesamte Tagesbetreuung von Kleinkindern unter drei Jahren in Kindertagesstätten
abbilden, so müssen zusätzlich die Zweijährigen im Kindergarten berücksichtigt werden (die
dort bereits mitgezählt wurden). Werden Krippe- und Kindergartenangebot für Zweijährige
zusammengenommen, gab es 1.716 Plätze in Ludwigshafener Einrichtungen (Vorjahr: 1.264),
von denen 1.576 für Ludwigshafener Kinder offenstanden (Vorjahr: 1.169). Mit diesen 1.576
Plätzen konnten rechnerisch knapp 32 von 100 Ludwigshafener Kindern im Alter von unter drei
Jahren (3 Jg.) erreicht werden, im Vorjahr waren es noch lediglich 24. Tatsächlich eine
Kindertagesstätte besuchten 1.102 Kleinkinder, wobei schon angemerkt wurde, dass etliche
Plätze für Zweijährige im Kindergarten von älteren Kindern belegt waren.
Im Rahmen der Kindertagespflege als zweites Standbein der Kleinkinderbetreuung wurden 137
Kleinkinder betreut (Vorjahr: 149). Kindertagesstätten und Kindertagespflege erreichten
demnach zusammen 34% der Kinder unter drei Jahren in Ludwigshafen (Vorjahr: 27%).
Tagesbetreuung von Schulkindern (Stand: 1.3.2015)
In Ludwigshafen wurden nominell 980 Betreuungsplätze für Schulkinder in Kinder- oder
Schultagesstätten angeboten, zehn mehr als vor Jahresfrist. Real belegbar waren 958 Plätze,
ebenso viele wie im Jahr zuvor. Nachgefragt wurden diese Plätze von 888 Kindern. Die
Kapazitätsauslastung lag nominell bei 89%, real bei 91%. Unverändert konnten somit nominell
11% der Sechs- bis unter Zwölfjährigen (6 Jg.) erreicht werden, real 10%.
Generell kann für das Berichtsjahr in der Gesamtstadt und in den einzelnen Stadtteilen von
einer guten bzw. zufriedenstellenden (Mundenheim) Hortversorgung gesprochen werden.
Darüber hinaus nutzten 51 Schulkinder die Kindertagespflege, zehn mehr als im letzten
Kindergartenjahr.
Zur Beurteilung der Gesamtsituation müssen neben den Angeboten der Jugendhilfe die
vorrangigen schulischen Aktivitäten zur Schülerbetreuung berücksichtigt werden: Hier
besuchten 1.432 Grundschüler die Betreuende Grundschule, die an allen 23 öffentlichen
Grundschulen angeboten wird. Damit wurde erneut ein Besucherrekord aufgestellt, die
Vorjahreszahl wurde um 72 Teilnehmer übertroffen. Die „Basisvariante“, die eine Betreuung von
etwa 7.00 - 14.00 Uhr sicherstellt, nutzten 1.074 Kinder, die verlängerte Variante bis 16.00 Uhr,
die an acht Schulen angeboten wurde, 358 junge Menschen. Darüber hinaus besuchten 3.109
Kinder und Jugendliche ganztags eine Schule in Ludwigshafen, 52 mehr als im Schuljahr zuvor.
Beschränkt man sich auf die Klassenstufen eins bis sechs und dabei auf die in Ludwigshafen
wohnhaften Schüler, so machten 1.132 Kinder von dem Ganztagsschulangebot Gebrauch.
Mit den hier genannten Leistungen der Schulkinderbetreuung seitens der Jugendhilfe oder
schulischerseits bis zur sechsten Klassenstufe konnten 40% der Ludwigshafener Kinder im
Alter von sechs bis unter zwölf Jahren erreicht werden (Vorjahr: 39%).
Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

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KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
Ausblick
Nachdem der notwendige Ausbau von Krippe- und Kindergartenplätzen im Berichtsjahr einen
großen Schritt vorangekommen ist, bleibt als kurzfristiges Ziel zunächst noch, die ausstehenden
Maßnahmen der ersten beiden Ausbaupakete, die 2009 vom Stadtrat beschlossen wurden,
abzuschließen. Dabei besteht die Schwierigkeit, für diese und weitere Aktivitäten ausreichend
gutes Fachpersonal zu gewinnen, unverändert fort.
In Folge der seit 2010 erfreulicherweise ansteigenden Geburtenzahlen wurde bereits das „3.
Maßnahmenpaket zum Ausbau der Kindertagesstättenkapazitäten in Ludwigshafen“ am
25.6.2015 vom Jugendhilfeausschuss und am 6.7.2015 vom Stadtrat beschlossen. Dieses
Paket beinhaltet den Neubau von weiteren 30 Kindergarten- und acht Krippegruppen, woraus
sich nach heutigem Stand weitere knapp 25 Mio. Euro allein an Investitionskosten ergeben.
Darüber
hinaus
gilt
es,
das
im
vergangenen
Jahr
deutlich
angezogene
Zuwanderungsgeschehen im Auge zu behalten. Hier machen sich mittlerweile nennenswerte
Wanderungsgewinne bei den Kindern im Vorschulalter bemerkbar, die ebenfalls aufgefangen
werden müssen. Allerdings bestehen große Unsicherheiten hinsichtlich Höhe und Dauer der
weiteren Zuwanderung, die bei längerfristigen Planungen dementsprechende Risiken
implizieren. Erinnert sei in diesem Zusammenhang an die letzte große Zuwanderungswelle vor
etwa 25 Jahren, die nach sechs Jahren Dauer 1993 wieder in sich zusammenfiel.
Thema bleibt auch das vom Bundesverfassungsgericht gestoppte Betreuungsgeld: Ist das Aus
endgültig oder entwickeln sich auf Länderebene entsprechende Aktivitäten? Gegebenenfalls
müsste dann das Leistungsangebot an öffentlicher Kleinkinderbetreuung nachjustiert werden.

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Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
2.

Rahmenbedingungen

2.1

Rechtliche Grundlagen

Ein Jahr nach der bundesweiten Einführung des individuellen Rechtsanspruchs auf
Tagesbetreuung für einjährige und zweijährige Kinder, gab es bis zum Beginn des
Kindergartenjahres 2014/15 keine weiteren Novellen von SGB VIII, Kindertagesstättengesetz
oder Landesverordnung zur Ausführung des Kindertagesstättengesetzes zu Planung und
Betrieb von Kindertagesstätten.1
Für Kinder besteht danach unverändert ab Vollendung des ersten Lebensjahres bis zum
Schuleintritt ein individueller und einklagbarer Anspruch auf einen Platz im Rahmen der
Kindertagesbetreuung. Ebenfalls unverändert geblieben ist dabei die unterschiedliche
Systematik von Bundes- und Landesrecht: Während das SGB VIII als Bundesrecht bei den
Kleinkindern (unter 3-Jährige) Tageseinrichtung und Kindertagespflege als gleichrangig ansieht
und erst ab einem Alter von drei Jahren die Tageseinrichtung vorsieht, bezieht sich der
individuelle Rechtsanspruch nach Landesrecht für zweijährige Kinder bis zur Einschulung auf
einen Kindergartenplatz - dafür aber elternbeitragsfrei. Insofern kann die Betreuung der
Zweijährigen in Rheinland-Pfalz elternbeitragsfrei im Kindergarten oder (wie auch bei den
Einjährigen und unter Einjährigen) gegen Elternbeitrag in der Krippe oder gegen
Kostenbeteiligung in Kindertagespflege erfolgen. Allerdings ist die Kostenbeteiligung in Krippe
und Kindertagespflege für Zweijährige nur möglich, wenn alternativ ein Kindergartenplatz
angeboten werden kann.
Der Rechtsanspruch erstreckt sich auf einen Kindergartenteilzeitplatz. Bei den übrigen
Angeboten, insbesondere Ganzzeitplätze, Krippe- und Tagespflegeplätze für unter einjährige
Kinder und Hortplätze für Schulkinder hat der Träger der öffentlichen Jugendhilfe für ein
bedarfsgerechtes Angebot zu sorgen. Hier besteht jedoch lediglich ein objektiv-rechtlicher
Anspruch verbunden mit einem pflichtgemäßen Ermessensspielraum des Planungsträgers und
somit kein individueller Platzanspruch. Bei der Tagesbetreuung von Schulkindern gilt darüber
hinaus eine Nachrangigkeit der Jugendhilfe gegenüber den schulischen Angeboten.
Da durch die Elternbeitragsfreiheit die Versorgung der Zweijährigen faktisch größtenteils im
Kindergarten erfolgt, ist hier zu Kindergartenjahresbeginn zunächst mit einer Zielgruppe in
Größe von knapp vier Jahrgängen an Kindern zu rechnen, die dann im laufenden
Kindergartenjahr bis zum Ende nach und nach auf knapp fünf Jahrgänge anwächst, bevor im
darauf folgenden Kindergartenjahr zu Beginn erneut wieder lediglich knapp vier Jahrgänge
einen Kindergartenplatz benötigen (da der älteste Jahrgang zwischenzeitlich eingeschult
wurde). Weil jedoch nicht jedes Kind sofort ab seinem zweiten Geburtstag einen Kindergarten
besucht, liegt die tatsächliche Nachfrage unter der theoretisch möglichen. Als Richtgröße wird
daher im Kindergarten von einem Bedarf an Plätzen für 4,5 Jahrgänge an Kindern
ausgegangen, wobei bei abweichender Nachfrage dieser Wert natürlich anzupassen ist. Bislang
wird die Situation im Kindergarten dadurch verkompliziert, dass eine Unterscheidung in
Regelplätze für Kinder ab drei Jahren bis zum Schuleintritt einerseits und Plätze für Zweijährige
in „geöffneten Kindergartengruppen“ (max. sechs Zweijährige je 22er/25er-Gruppe), mit
erweitertem Personal- und Ausstattungsstandard andererseits vorzunehmen ist. Allerdings wird
diese Differenzierung derzeit zumindest teilweise obsolet, da beispielsweise beim Ausbau von
Kindergartenkapazitäten landesseitig nur noch geöffnete Kindergartengruppen bezuschusst
werden.
Für die einjährigen Kinder wird gegenwärtig als Richtgröße ein Platzangebot für 32% der Kinder
in Krippe und Kindertagespflege angestrebt, ergänzt von Plätzen für 5% der unter Einjährigen,
was rechnerisch als Summe 37% eines Jahrgangs entspricht. Bei dieser recht vorsichtig
gesetzten Annahme spiegelt sich auch die Unsicherheit hinsichtlich der nachfragehemmenden
Wirkung des Betreuungsgeldes wider. Nach dessen Einführung zum 1.8.2013 liegen nun
1

Die genauen Gesetzestexte finden sich im Anhang des Berichts

Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

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KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
erstmals belastbare Zahlen zur Inanspruchnahme vor: Danach bezogen am 31.12.2014 die
Eltern von 743 Einjährigen und 401 Zweijährigen Betreuungsgeld in Ludwigshafen, das vom 15.
bis längstens zum 36. Lebensmonat gewährt wird. Bei 1.430 Kindern im Alter von 15 bis
einschließlich 24 Monaten bedeutet dies knapp eineinhalb Jahre nach Einführung bei den
Einjährigen eine Bezugsquote von 52%. Dies ist ein Wert, der zunächst die an dieser Stelle
etwas zurückhaltende Ludwigshafener Krippeplanung bestätigt. Für die zweijährigen Kinder
macht das Ausweisen der Bezugsquote zu diesem Zeitpunkt noch keinen Sinn, da erst für die
nach dem 1.8.2012 Geborenen ein Anspruch auf Betreuungsgeld besteht, und somit noch kein
kompletter Jahrgang bezugsberechtigt war. Nachdem das Bundesverfassungsgericht das
Betreuungsgeld als Bundesleistung am 21.7.2015 gestoppt hat, bleibt hier zunächst die weitere
Entwicklung und die Meinungsbildung auf Länderebene abzuwarten.
Was die Tagesbetreuung der Schulkinder angeht, so ist eine feste rechnerische
Versorgungsquote als Richtgröße wenig nützlich, weil die Angebote der Jugendhilfe in hohem
Maß von den zahlenmäßig stärkeren schulischen Angeboten abhängig sind. Da diese jedoch
kleinräumig differieren, muss hier für eine bedarfsgerechte Versorgung die jeweilige Situation
vor Ort individuell analysiert werden.
2.2

Demografische Entwicklung

Die spürbare Bevölkerungsdynamik in der Stadt hat auch 2014 angehalten: Mit 167.611
Einwohnern ist deren Zahl gegenüber dem Vorjahr außerordentlich stark um 2.249 Personen
angestiegen (+1,4%). Neben hohen Wanderungsgewinnen trugen auch beachtlich gestiegene
Geburtenzahlen zu diesem Wachstum bei: Mit 1.724 Geburten im Laufe des Jahres 2014 wurde
nicht nur das schon überdurchschnittliche Vorjahresergebnis nochmals um 81 Kinder
übertroffen, sondern es gab bei gleichzeitig 1.629 Sterbefällen zum ersten Mal seit 1970
wieder einen Geburtenüberschuss in der Stadt in Höhe von 95 Kindern. Unverändert waren
knapp neun von zehn Neugeborenen Deutsche (1.528 bzw. 89%), davon wiederum fünf
Doppelstaatler (838 bzw. 49%) und vier Kinder mit ausschließlich deutschen Wurzeln (690 bzw.
40%). Etwa jedes zehnte Baby war Ausländer (196 bzw. 11%). Strukturell erfreulich: Wie bereits
2013 verteilte sich auch 2014 das Mehr an Geburten auf alle Bevölkerungsgruppen (s.
Grafik 2).
In der Altersklasse der Vorschulkinder (unter sechs Jahren), erhöhte sich 2014 der
Wanderungsgewinn durch Zuzug in die Stadt gegenüber dem Vorjahr ebenfalls um 130 auf 179
Kinder.
All diese Entwicklungen führten im Berichtsjahr zu einem kräftigen Anwachsen der jungen
Bevölkerung in Ludwigshafen, wobei auch diesmal nicht alle Stadtteile gleichmäßig davon
betroffen waren.
Bezieht man sich im Kindergarten zunächst auf einen Bedarf für 4,0 Jahrgänge zu
Kindergartenjahresbeginn, so waren 6.412 junge Menschen zu versorgen, genau 100 mehr als
im letzten Jahr. Bei 4,5 Jahrgängen ergab sich ein Bedarf für 7.256 Kinder, 161 mehr als im
Vorjahr. Kleinräumig sind im Vorjahresvergleich die Zahlen in Mitte, Mundenheim, Maudach,
Oppau, Pfingstweide, Oggersheim und West (weiter) angewachsen. Stabil entwickelten sich
Süd, Gartenstadt, Edigheim und Ruchheim. In den Stadtteilen Rheingönheim, Nord-Hemshof
und Friesenheim wurden die Vorjahreswerte nicht mehr ganz erreicht (Näheres hierzu in Kap.
3.1). Insgesamt gesehen dürfte der Aufwärtstrend in den beiden nächsten Jahren hier anhalten
bis hin zu einer Größenordnung von 6.700 (4,0 Jg.) bzw. 7.550 (4,5 Jg.) Personen.
Im Kleinkindalter lebten 3.427 unter Zweijährige (2 Jg.) bzw. 5.002 unter Dreijährige (3 Jg.) in
der Stadt. Damit sind diese Zahlen gegenüber dem Vorjahr ebenfalls weiter um 210 (2 Jg.) bzw.
129 Kinder (3 Jg.) angestiegen. Bei dem gegenwärtigen Geburtenniveau dürften sich diese
Kinderzahlen kurzfristig noch bis etwa 3.450 (2 Jg.) bzw. 5.150 Kinder (3 Jg.) weiter nach oben
entwickeln.
Seite 8

Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15

Nachdem die Zahl der älteren Kinder im Hortalter bis vor zwei Jahren noch anhaltend rückläufig
war, hatte sich hier bereits im Vorjahr ebenfalls eine Umkehr eingestellt. Mit 9.209 Sechs- bis
unter Zwölfjährigen (6 Jg.) im Kindergartenjahr 2014/15 ist deren Zahl im Vorjahresvergleich um
weitere 205 Schulkinder angewachsen. Die Tendenz für die nächsten beiden Jahre zeigt unter
den gegebenen Umständen ebenfalls noch leicht nach oben, in die Richtung von 9.300 Kindern.
Übersicht 2:

Entwicklung der Kinderzahlen1) in Ludwigshafen nach Altersgruppen2)

Kindergartenjahr

unter 2-Jährige
(2 Jg. Krippe)

alternativ:
unter 3-Jährige
(3 Jg. Krippe)

2000/01

3.094

1,5/2,0 bis unter 6-Jährige
(Kindergarten)

6- bis unter 12Jährige
(6 Jg. Hort)

4,0 Jg.

4,5 Jg.

4.699

6.321

7.160

10.284

3.079

4.553

6.040

6.841

9.510

3.030
3.160
3.206
3.217
3.427
3.450
3.450

4.611
4.685
4.703
4.873
5.002
5.150
5.150

6.130
6.125
6.159
6.312
6.412
6.550
6.700

6.892
6.848
7.032
7.095
7.256
7.400
7.550

9.023
8.893
8.855
9.004
9.209
9.300
9.300

:

2005/06
:

2010/11
2011/12
2012/13
2013/14
2014/15
2015/16
2016/17
1)
2)

Stand jeweils 31.12.
Um Missverständnisse zu vermeiden, bezieht sich die Altersklassifizierung jeweils auf den 31.08. (Einschulungsstichtag). Am
31.12. sind diese Altersklassen dann jeweils um vier Monate nach oben verschoben.

Zur weiteren Information sind die kleinräumigen aktuellen Kinderzahlen in Übersicht 27 im Anhang nachgewiesen.

Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

Seite 9

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
Grafik 2:

Geburtenentwicklung in Ludwigshafen seit 2000
Anzahl
2.000

1.800
1.724
690

1.626

1.599

1.600
1)

1.497

681

685

1.502
659

633

606

1.588 1.572
671

1.506

1.472

1.643
651

635

1.432
580

1.400

1.200

838

1.000

812
810

766
707

800

755

726

798

790

730

600

400

200

0

2000
Deutsche

136

140

148

9,1

9,5

2005

2006

147

180

196

118

122

135

9,3

7,8

8,5

8,3

7,5

9,4

11,0

11,4

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

2014

mit doppelter
Staatsangehörigkeit

Ausländer

119

7,0

Ausländeranteil in %

Jahr

1) Seit Einführung des neuen Staatsangehörigkeitsrechts im Jahr 2000 wurde im alten EWOIS-Verfahren bis 2003
die Zahl der ausländischen Geburten zu hoch angegeben und erst anschließend im Einwohnerbestand korrigiert.
Daher wird für das Jahr 2000 auf die Unterscheidung nach Staatsangehörigkeit verzichtet.
Stadtentwicklung 2015
Stadtverwaltung Ludwigshafen
GEBURT_neu.PRZ

Seite 10

Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
3.

Tagesbetreuung von Kindern im Kindergartenalter

3.1

Betreuung in Kindertagesstätten

Wohnquartierorientierte Einrichtungen insgesamt
Am Stichtag 1.3.2015 wurden in den wohnquartierorientierten Kindergärten, die kleinräumig den
Bedarf vor Ort abdecken, insgesamt 6.194 Betreuungsplätze angeboten. Das waren 252 Plätze
mehr als vor Jahresfrist (5.942). Somit ist im Berichtsjahr der notwendige Ausbau der Kindertagesstätten-Kapazitäten ein gutes Stück vorangekommen.
Dieses nominelle Platzangebot entspricht der Summe aller laut Betriebsgenehmigung der jeweiligen Einrichtung genehmigten Plätze. Allerdings zeigt sich schon seit einigen Jahren der
Sachverhalt, dass auf Grund des Mangels an Erzieher/-innen und/oder auf Grund räumlicher
Einschränkungen während eines laufenden Um- bzw. Ausbaus nicht alle genehmigten Plätze
auch faktisch belegt werden können. Am 1.3.2015 galt dies für 182 der 6.194 genannten Kindergartenplätze, so dass real 6.012 Plätze belegbar waren. Im Jahr davor waren von den 5.942
nominellen Plätzen 200 nicht belegbar und real verblieben 5.742 Betreuungsmöglichkeiten.
Somit hat sich die Zahl der real verfügbaren Plätze ebenfalls erhöht, im Jahresvergleich um
270. Darüber hinaus waren in zwei Einrichtungen in Nord-Hemshof bereits vier Gruppen mit 100
Plätzen baulich fertiggestellt, für die es auf Grund fehlenden Fachpersonals noch keine Betriebserlaubnis gab. Diese 100 Plätze sind daher in diesem Bericht nicht weiter aufgeführt. Die
notwendige Unterscheidung in nominelle und real belegbare Kindergartenplätze verkompliziert
das Lesen dieses Berichts. Allerdings würde der ausschließliche Bezug auf die nominellen
Zahlen ein falsches Bild hinsichtlich real verfügbarer Kapazitäten liefern und der ausschließliche
Bezug auf die real belegbaren Plätze würde so manche bereits erfolgte Ausbaumaßnahme
„verschwinden“ lassen. Deswegen bezieht sich dieser Bericht - ebenso wie die letzten drei zunächst auf die nominellen Platzkapazitäten. Wo es erforderlich ist, werden aber ebenfalls die
real verfügbaren Platzzahlen genannt.
Platzangebot und Belegung im Kindergarten *)

Übersicht 3:
Platzangebot

Belegung
nach Alter

darunter:

Jahr

1)

2010/11
2011/12
2012/13
2013/14
2014/15

insgesamt

5.560
5.915
6.003
5.942
6.194

Kinder mit
Kinder mit
Kinder von
zwei
ins- 3 Jahre
Migrationsallein
2) berufstätigen
Plätze für gebis
2hintergrund
Erziehenden
Elternteilen
2-Jährige samt Schul- Jährige
eintritt
Anz.
%
Anz.
%
Anz.
%
551
703
793
871
1.149

5.339
5.429
5.554
5.626
5.799

4.881
4.961
5.020
5.082
5.133

458
468
534
544
666

2.326
2.549
2.606
2.687
2.776

44
47
47
48
48

2.181
2.382
2.375
2.360
2.619

41
44
43
42
45

692
707
772
756
711

13
13
14
13
12

darunter:
von berufstätigen allein
Erziehenden
Anz.
433
456
478
475
477

%

3)

63
64
62
63
67

Belegung
Jahr

1)

2010/11
2011/12
2012/13
2013/14
2014/15
*)
1)
2)
3)
4)
5)

Teilzeit
4)
über Mittag

Teilzeit

3x TZ über Mittag + 2x TZ über Mittag +
2x Ganzzeit
3x Ganzzeit

Ganzzeit

5)

Anz.

%

Anz.

%

Anz.

%

Anz.

%

Anz.

%

1.554
1.425
1.456
1.491
1.521

29
26
26
27
26

2.021
2.007
1.994
1.927
1.828

38
37
36
34
32

13
54
13
20
8

0,2
1,0
0,2
0,4
0,1

14
7
13
17
9

0,3
0,1
0,2
0,3
0,2

1.737
1.936
2.078
2.171
2.433

33
36
37
39
42

nur wohnquartierorientierte Einrichtungen
Stand: 1.3.
Kinder mit doppelter und ausschließlich ausländischer Staatsangehörigkeit
% von allein Erziehenden
über 13.00 Uhr hinaus (max. 7 Stunden)
über 7 Stunden

Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

Seite 11

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
1.149 der nominell 6.194 Plätze waren in geöffneten Kindergartengruppen für Zweijährige
ausgewiesen (einschließlich der max. 21 Plätze für Zweijährige in Spiel- und Lernstuben sowie
sechs wohnquartierorientierte Plätze in einer integrativen Kindertagesstätte) und 5.045 für
dreijährige und ältere Kinder. Die nominelle Platzzahl für Zweijährige erhöhte sich gegenüber
dem Vorjahr um 278, die für die älteren Kinder fiel um 26, da auch im Bestand Plätze für
Zweijährige geöffnet wurden. Real verfügbar waren 1.087 der 6.012 Plätze für Zweijährige und
4.925 für die dreijährigen und älteren Kinder. Bei den Zweijährigen bedeutet das ein reales Plus
von 249 Plätzen gegenüber 2013/14 und für die älteren Kinder vergrößerte sich das reale
Angebot um 21 Plätze, da im Vergleich zum Vorjahr wesentlich weniger Plätze für diese
Altersklasse unbelegt bleiben mussten.
Übersicht 4:

Stadtteil

Mitte

Am 1.3.2015 wegen Personalmangels oder Baumaßnahmen
nicht belegbare Plätze

Einrichtung

Träger

1)

Zahl der nicht belegbaren Plätze in…
Kindergärten
Krippen
davon für:
Horten
insg.
2-J.
3+

Maxstr. 36
Westendstr. 6-8
Bahnhofstr. 52

P
S
S

Silcherstr. 11
Von-Weber-Str. 17
G.-Herwegh-Str. 9
G.-Herwegh-Str. 43

P
S
S
K

24
8
5
3

24

2

8
5
1

Weißdornhag 3
Schlesierstr. 36a

S
S

25

6

19

Edigheim

Uhlandstr. 97

S

Oggersheim

Comeniusstr. 14

P

Nord-Hemshof

Hartmannstr. 29-31
Rohrlachstr. 74

Süd

Gartenstadt

ÖFG
P

West

Waltraudenstr. 36

S

Friesenheim

Leuschnerstr. 56
Erzbergerstr. 109-111
Hagellochstr. 33

P
S
K

Insgesamt

10

4
13

3

1
13
4

7
4
7

1

1

50

6

2
6

44
6

3
4

11
29
3

9
11

2
18
3

19

182

62

120

22

1) Träger: S = Stadt; K = Kath. Kirche; P = Prot. Kirche; ÖFG = Ökumenische Fördergemeinschaft

Belegt waren die Plätze mit 5.799 Kindern, davon 666 Zweijährige (654 in geöffneten Gruppen
und zwölf in Regelgruppen) und 5.133 dreijährige und ältere Kinder. Im Vergleich zum Vorjahr
(5.626) ist damit die Belegung um 173 Kinder angestiegen, 122 Zweijährige und 51 dreijährige
und ältere Kinder.
Werden die nominellen Kapazitäten zu Grunde gelegt, so waren am 1.3.2015 noch 395
Kindergartenplätze frei, unter realen Bedingungen hingegen noch 213. Insofern hat sich die
Situation gegenüber dem Vorjahr (316 bzw. 116 freie Plätze) leicht entspannt. Dabei gilt es zu
berücksichtigen, dass ein guter Teil der neuen Plätze (nominell: +252; real belegbar: +270)
allein dafür notwendig wurde, das Anwachsen der Zielgruppe um 161 Kinder aufzufangen.
Weiterhin ist bei den diesjährigen Belegungszahlen zu beachten, dass nach der Fertigstellung
einer beachtlichen Anzahl von Maßnahmen aus dem „2. Ausbaupaket“ (s. Übersicht 6) einige
Seite 12

Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
Einrichtungen noch bei der schrittweisen Inbetriebnahme der neuen Kapazitäten waren und
einige der freien Plätze zwecks Erreichen einer funktionierenden Altersmischung zeitverzögert
erst nach dem Erhebungsstichtag an vorgemerkte Kinder erstvergeben wurden.
Das nominelle Platzangebot im Kindergarten reichte rechnerisch für 3,86 Jahrgänge (Vorjahr
3,76), real für 3,74 Jg. (Vorjahr: 3,63). Die Belegung entsprach einer Nachfrage von 3,61 Jahrgängen (Vorjahr 3,56). Die Auslastung der Einrichtungen lag im Durchschnitt nominell bei
93,6% (Vorjahr 94,7%) real bei 96,5% (Vorjahr 98,0%).
Trotz der umfangreichen Kapazitätserweiterungen im Berichtsjahr weisen diese Zahlen
unverändert auf bestehende Nachfrageüberhänge hin, auch vor dem Hintergrund des noch am
Stichtag fünf Monate andauernden Kindergartenjahres mit weiter steigender Nachfrage.
Kindergartensituation am 1.3.2015 nach Trägern *)

Übersicht 5:
Platzangebot

Belegung

darunter:

nach Alter

insgeinsge- 3 Jahre
bis
2samt Plätze für samt
2-Jährige
Schul- Jährige
eintritt

Träger

Kinder mit
Migrations2)
hintergrund

Kinder mit
zwei
berufstätigen
Elternteilen

Kinder von
allein
Erziehenden

Anz.

%

Anz.

Anz.

%

%

Stadt

2.965

506

2.770

2.453

317

1.414

51

1.165

42

374

14

Prot. Kirche

1.513

276

1.341

1.199

142

572

43

659

49

140

Kath. Kirche

1.445

310

1.417

1.256

161

676

48

645

46

145

darunter:
von berufstätigen allein
Erziehenden
Anz.

%

3)

237

63

10

95

68

10

106

73

1)

271

57

271

225

46

114

42

150

55

52

19

39

75

Insgesamt

6.194

1.149

5.799

5.133

666

2.776

48

2.619

45

711

12

477

67

Sonstige

Belegung
Träger

Teilzeit über
4)
Mittag

Teilzeit

3x TZ über Mittag + 2x TZ über Mittag +
2x Ganzzeit
3x Ganzzeit

Ganzzeit

5)

Anz.

%

Anz.

%

Anz.

%

Anz.

%

Anz.

Stadt

518

19

914

33

3

0,1

3

0,1

1.332

48

Prot. Kirche

654

49

200

15

2

0,1

3

0,2

482

36

Kath. Kirche

3

0,2

3

0,2

434

31

185

68

2.433

42

293

21

684

48

1)

56

21

30

11

Insgesamt

1.521

26

1.828

32

Sonstige
*)
1)
2)
3)
4)
5)

8

0,1

9

0,2

%

nur wohnquartierorientierte Einrichtungen
Kindergartenverein Ruchheim, Ökumenische Fördergemeinschaft, Lebenshilfe
Kinder mit doppelter und ausschließlich ausländischer Staatsangehörigkeit
% von allein Erziehenden
über 13.00 Uhr hinaus (max. 7 Stunden)
über 7 Stunden

2.965 der 6.194 nominellen Plätze (47,9%) befanden sich in städtischer, 1.513 Plätze (24,4%)
in protestantischer und 1.445 Plätze (23,3%) in katholischer Trägerschaft. Weitere 271 Plätze
(4,4%)
wurden
vom
Kindergartenverein
Ruchheim
(100),
der
Ökumenischen
Fördergemeinschaft (141) und von der Lebenshilfe (30) angeboten. Während somit die
Platzzahl von Kindergartenverein Ruchheim, Ökumenischer Fördergemeinschaft und
Lebenshilfe gegenüber dem Vorjahr unverändert blieb, vergrößerte sich das städtische Angebot
um 25, das der katholischen Kirche um 50 und das der protestantischen Kirche gar um 177
Plätze.
Nach Angaben der Einrichtungen besuchten 2.776 Kinder mit Migrationshintergrund (d.h. mit
doppelter oder ausschließlich fremder Staatsangehörigkeit) einen Kindergarten, was fast jedem
Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

Seite 13

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
zweiten Kind entsprach (48%). Allerdings ist hier von einer gewissen systematischen
Untererfassung auszugehen, da eine zweite Staatsangehörigkeit den Einrichtungen nicht immer
bekannt ist.
Von 100 Kindergartenkindern hatten 45 zwei berufstätige Elternteile. Zwölf von 100 Kindern
wohnten bei einem allein erziehenden Elternteil, von denen wiederum zwei Drittel (67%) einer
Berufstätigkeit nachgingen.
Grafik 3:

Platzangebot in wohnquartierorientierten Kindergärten nach
Öffnungszeit
Teilzeit / Teilzeit über Mittag

Ganzzeit

7.000
6.000

Plätze

5.000

5.265

5.298

5.413

5.568

5.514

5.560

1.199

1.260

1.357

1.523

1.636

1.797

4.066

4.038

4.056

4.045

3.878

3.763

6.194

5.915

6.003

5.942

2.064

2.176

2.271

2.591

3.851

3.827

3.671

3.603

4.000
3.000
2.000
1.000
0

Jahr

Stadtentwicklung 2015

Mit 2.433 Kindern (42%) erfuhr das Ganzzeitangebot die höchste Nachfrage, gefolgt von der
Teilzeit über Mittag-Variante, die für 1.828 Kinder (32%) gewählt wurde. In normaler Teilzeit
besuchten 1.521 Kinder (26%) eine Einrichtung. Die flexiblen Angebotsformen 3 x Teilzeit über
Mittag + 2 x Ganzzeit bzw. 2 x TZüM + 3 x GZ, die nach Möglichkeit bei entsprechender
Nachfrage angeboten werden, nutzten 17 Kinder (0,3%). Der steigende Zuspruch der
Ganzzeitbetreuung hat somit auch im Berichtsjahr angehalten (+262 Kinder). Einher damit ging
der weitere bedarfsgerechte Ausbau der GZ-Kapazitäten (+320 Plätze).
Der Um- und Ausbau der Ludwigshafener Kindertagesstätten hat im Kindergartenjahr 2014/15 wie bereits angesprochen - unverändert angehalten. Diesmal wurden schwerpunktmäßig die
Maßnahmen des „2. Ausbaupakets“ (freie Träger) fertig, wovon außer dem
Kindergartenangebot besonders die Krippen profitierten: In neun der 14 Stadtteile wurden in
sieben protestantischen und fünf katholischen Kindertagesstätten, in einer Einrichtung der
Ökumenischen Fördergemeinschaft sowie in drei städtischen Institutionen neue Plätze in
Kindergarten und Krippe geschaffen sowie bestehende Kindergartenkapazitäten für Zweijährige
geöffnet. Daneben eröffnete in der städtischen KTS Brückweg eine neue Hortgruppe.

Seite 14

Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15

Übersicht 6:

Stadtteil

Kapazitätsveränderungen in Kindertagesstätten zwischen dem 1.3.2014
und dem 1.3.2015 (genehmigte Plätze, nur Maßnahmen mit einer
Veränderung um mindestens 10 Plätze)
Einrichtung

Träger

1)

Veränderung

Veränderung der
Kapazität
(Plätze)

Süd

Silcherstr. 11
G.-Herwegh-Str.43

P
K

2 zusätzliche Gruppen
1 zusätzliche Gruppe

+50 Kiga
+15 Kiga
+10 Krippe

Mundenheim

Wasgaustr. 22

K

2 zusätzliche Gruppen

+25 Kiga
+10 Krippe

Rheingönheim

Limesstraße 4

P

+25 Kiga

Brückweg 41

S

1 zusätzliche Gruppe im
Provisorium
1 zusätzliche Gruppe

+10 Hort

Gartenstadt

Niederfeldstr. 20
Nachtigalstr. 39

K
P

1 zusätzliche Gruppe
1 zusätzliche Gruppe

+10 Krippe
+10 Krippe

Oppau

Oberlinstr. 5

P

1 zusätzliche Gruppe

+10 Krippe

Oggersheim

Josef-Huber-Str. 45

K

2 zusätzliche Gruppen

Altrheinstr. 29
Rheinhorststr. 40

P
S

Karl-Dillinger-Str. 7

S

1 zusätzliche Gruppe
1 Gruppe wg. Umbau
geschlossen
2 zusätzliche Gruppen

+25 Kiga
+10 Krippe
+25 Kiga
-10 Krippe

Nord-Hemshof

Kanalstr. 75-77
Rohrlachstr.74

S
P

1 zusätzliche Gruppe
3 zusätzliche Gruppen

+25 Kiga
+50 Kiga
+10 Krippe

West

Bayreuther Str. 47

ÖFG

1 zusätzliche Gruppe

+10 Krippe

Friesenheim

Leuschnerstr.56

P

2 zusätzliche Gruppen

Leuschnerstr. 151

K

1 Gruppe wg. Umbau
geschlossen

+25 Kiga
+10 Krippe
-17 Kiga

+20 Krippe

1) Träger: P = Prot. Kirche; K = Kath. Kirche; S = Stadt; ÖFG = Ökumenische Fördergemeinschaft

Von der weiteren Öffnung von Kindergartengruppen für Zweijährige waren nicht nur die
aktuellen Um- und Ausbauten betroffen, sondern auch Einrichtungen im Bestand. So wurden im
Berichtsjahr in den neun Stadtteilen in insgesamt 19 Kindertagesstätten 46
Kindergartengruppen für 278 Zweijährige geöffnet, was das Angebot hier ebenfalls einen
großen Schritt weiterbrachte.

Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

Seite 15

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15

Übersicht 7:

Zwischen dem 1.3.2014 und dem 1.3.2015 für Zweijährige geöffnete
Kindergartengruppen

Stadtteil

Einrichtung

Träger

1)

Anzahl der
geöffneten
Gruppen

Plätze für
Zweijährige in
geöffneten
Gruppen

Süd

Silcherstr. 11
Georg-Herwegh-Str. 43
Ludwig-Börne-Str. 2

P
K
P

4
2
2

24
12
12

Mundenheim

Wasgaustr. 22

K

2

12

Rheingönheim

Brückweg 41

S

3

20

Gartenstadt

Niederfeldstr. 20
Nachtigalstr. 39

K
P

2
2

12
12

Oppau

Gg.-Ludwig-Krebs-Str.32
Oberlinstr. 5

K
P

2
3

12
18

Oggersheim

Josef-Huber-Str. 45
Altrheinstr. 29
Karl-Dillinger-Str. 7

K
P
S

2
2
2

12
12
12

Nord-Hemshof

Kanalstr. 75-77
Hemshofstr. 42
Rohrlachstr. 74
Rohrlachstr. 89

S
K
P
S

2
3
3
3

12
18
18
18

West

Burgundenstr. 2

K

2

12

Friesenheim

Leuschnerstr. 56
Leuschnerstr. 151

P
K

2
3

12
18

46

278

Insgesamt
1) Träger: P = Prot. Kirche; K = Kath. Kirche; S = Stadt

Kleinräumige Versorgung
Eine bedarfsorientierte Kindergartenversorgung kann sich nicht nur allein auf die Gesamtstadt
beziehen, sie muss auch eine ausreichende Platzzahl in allen 14 Stadtteilen zum Ziel haben.
Die fußläufige Erreichbarkeit des Kindergartens für Eltern und Kind ist hier das Maß der Dinge.
Für eine Bewertung der kleinräumigen Versorgungslage sollten nach Möglichkeit mehrere
Faktoren berücksichtigt werden, auch wenn diese nicht immer ein identisches Bild der
jeweiligen Situation liefern und somit gewisse Interpretationsspielräume lassen. Zuerst ist es
sinnvoll, die belegten Plätze mit den vorhandenen zu vergleichen und Aussagen zur Auslastung
zu treffen. Weiterhin sollten die Platz- und Belegungszahlen mit der Zahl der wohnhaften Kinder
verglichen werden (s. Übersicht 27), um so das Angebot und die Nachfrage in ihrer Wertigkeit
einordnen zu können. Auch die Auswertung eventuell vorhandener Wartelisten kann nützlich
sein. Im Zweifelsfall ist weiterhin der Einblick in die Stadtteilabgleiche vorteilhaft, die ebenfalls
jedes Jahr im Januar für das kommende Kindergartenjahr erhoben werden.
Unverändert traf man am Stichtag auf eine gute Situation in den beiden Stadtteilen Maudach
und Ruchheim: Die Zahl der angebotenen Plätze war stadtteilbezogen nachfrage- und
bedarfsgerecht und nur im Ausnahmefall führten einzelne Einrichtungen kurze Wartelisten.
In den drei Stadtteilen Gartenstadt, Edigheim und Pfingstweide konnten zumindest 4,0
Jahrgänge an Kindern (real) versorgt werden, so dass sich die Nachfrageüberhänge in Grenzen
hielten, bzw. in einzelnen Einrichtungen noch Restplätze vorhanden waren. In allen drei
Seite 16

Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
Stadtteilen sind weitere, allerdings vergleichsweise recht geringfügige Maßnahmen zur
Verbesserung des Angebots notwendig.
Auf spürbare Nachfrageüberhänge traf man in den Stadtteilen Mitte, Süd, Mundenheim,
Rheingönheim, Oppau, Oggersheim, Nord-Hemshof, West und Friesenheim. In Rheingönheim
ist die Lage in Zusammenhang mit bereits sinkenden Kinderzahlen im Neubaugebiet und einer
noch laufenden Umbaumaßnahme zu sehen und in Nord-Hemshof sowie Friesenheim spielte
der Mangel an qualifizierten Erzieher/-innen in Verbindung mit daher nicht belegbaren Plätzen
eine beachtliche Rolle. Zu einer grundlegend verbesserten Versorgungssituation in den
Stadtteilen Mitte, Süd, Mundenheim, Oppau und Oggersheim werden größere
Erweiterungsmaßnahmen des „3. Ausbaupakets“ beitragen.
Erneut zeigte sich für das Berichtsjahr in den meisten Stadtteilen eine bisher noch nie da
gewesene Nachfrage, die in Zusammenhang sowohl mit der angewachsenen Kinderzahl als
auch mit den bereits angesprochenen gesellschaftlichen, familienstrukturellen und
arbeitsmarktpolitischen Rahmenbedingungen steht.
Im Einzelnen:
Region 1
Mitte
Mit nominell 475 Kindergartenplätzen gab es hier gegenüber dem Vorjahr keine Veränderung.
Von diesen Plätzen waren real 458 belegbar, elf mehr als im Jahr zuvor. Mit 446 Kindern blieb
die Belegung unverändert. Die real noch zwölf freien Restplätze waren bereits vorgemerkt, alle
vier Einrichtungen führten Wartelisten. Das GZ-Angebot wurde um weitere zehn auf 190 Plätze
ausgebaut, war aber immer noch unterdurchschnittlich (im Vergleich zum gesamtstädtischen
Durchschnitt, s. Übersicht 8). Die Zahl der jungen Menschen im Kindergartenalter erhöhte sich
im Vorjahresvergleich weiter um 27 bzw. 38 [!] Kinder auf 556 bzw. 631 (4,0/4,5 Jg.), womit
sich die Lage nochmals zugespitzt hat.
Süd
Im Berichtsjahr konnten 65 zusätzliche Plätze angeboten werden, so dass nominell 775
Betreuungsangebote zur Verfügung standen. Real gab es 735 Plätze (+69 gegenüber dem
Vorjahr), die von 698 Kindern besucht wurden, 30 mehr als vor Jahresfrist. Die rechnerisch
vorhandenen 37 freien Restplätze beinhalten jedoch 24 Plätze, die nach einem
Einrichtungsumbau zwar schon genehmigt waren, aber zum Stichtag noch nicht für Zweijährige,
weswegen diese zunächst größtenteils unbelegt blieben. Vor diesem Hintergrund waren
praktisch unverändert alle Kapazitäten in Süd nachgefragt, auch wenn sich bei 861/961 Kindern
(4,0/4,5 Jg.), elf bzw. zwei mehr als im letzten Kindergartenjahr, die Angebots-NachfrageRelation leicht entspannt hat. Alle acht Einrichtungen führten Wartelisten. Die Zahl der GZPlätze erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 36 auf 319, lag damit aber immer noch leicht
unter dem städtischen Durchschnitt (s. Übersicht 8).
Region 2
Mundenheim
Die 420 Kindergartenplätze - nominell 25 und real 34 mehr als im letzten Kindergartenjahr waren von 406 Kindern (+33) nachgefragt, womit praktisch auch in Mundenheim Vollauslastung
erreicht war. Parallel hierzu entwickelte sich die Kinderzahl nach oben: Mit 476 bzw. 536
Kindern (4,0/4,5 Jg.) stieg deren Zahl um 25 bzw. 23 Personen an. Vier von fünf Kindergärten
führten eine Warteliste. Mit 164 GZ-Plätzen, zehn mehr als im Vorjahr, war dieses Angebot
unverändert unterdurchschnittlich entwickelt (im Vergleich zum gesamtstädtischen Durchschnitt,
s. Übersicht 8), aber auch nicht vollständig nachgefragt.
Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

Seite 17

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
Rheingönheim
Etwas entspannt hat sich die Situation in Rheingönheim, was im Wesentlichen zwei Gründe
hatte: Zum einen gab es mit 300 Plätzen nominell 25 und real 50 mehr als im Jahr zuvor. Diese
waren von 286 Kindern nachgefragt (+39). Zum anderen fiel die Kinderzahl leicht auf 315 bzw.
349 Kinder (4,0/4,5 Jg.), acht bzw. zehn weniger als im letzten Kindergartenjahr. Da die
protestantische Einrichtung in ihrem viergruppigen Umbauprovisorium unverändert keine
Zweijährigen aufnehmen konnte, zeigten sich besonders bei dieser Altersgruppe
Nachfrageüberhänge. Zwei der drei Einrichtungen führten Wartelisten. Mit 87 GZ-Plätzen, die
fast alle belegt waren, war in Rheingönheim das GZ-Angebot stadtweit noch am schwächsten
ausgebaut (im Vergleich zum gesamtstädtischen Durchschnitt, s. Übersicht 8).
Übersicht 8:

Angebot und Belegung der Kindergartenplätze in Ludwigshafen
am 1.3.2015 nach Regionen, Stadtteilen und Grundschulbezirken
(ohne Hort- und Krippekinder in altersgemischten Gruppen)
Platzangebot

Belegung
darunter:

Region
Stadtteil
Grundschulbezirk

TZ

Region 1
Mitte
Süd (m. Herderviertel)
Wittelsbachschule
Brüder-Grimm-Schule
Albert-Schweitzer-Schule

741
285
456
113
207
136

Region 2
Mundenheim (o. Herderviertel)
Rheingönheim

TZ
über
Mittag

3 x TZ
über
Mittag +
2x
GZ

2 x TZ
über
Mittag +
3x
GZ

insgesamt

für 2Jährige

509
190
319
87
143
89

1.250
475
775
200
350
225

216
90
126
24
60
42

489
235
254
68
119
67

177
27
150
19
73
58

469
256
213

251
164
87

720
420
300

102
66
36

214
137
77

246
125
121

2

2

2

2

Region 3
Gartenstadt
Niederfeldschule
Hochfeldschule
Ernst-Reuter-Schule
Maudach

494
331
78
97
156
163

337
250
47
69
134
87

831
581
125
166
290
250

170
116
30
30
56
54

153
126
33
51
42
27

296
174
47
41
86
122

3

4

3

4

Region 4
Oppau
Edigheim
Pfingstweide

428
163
154
111

261
87
73
101

689
250
227
212

150
60
48
42

130
60
64
6

278
101
72
105

1

1

1

1

Region 5
Oggersheim
Schillerschule
Langgewannschule
Karl-Kreuter-Schule
Ruchheim

574
470
92
267
111
104

457
361
58
189
114
96

1.031
831
150
456
225
200

186
138
30
78
30
48

229
203
40
130
33
26

307
248
48
130
70
59

1
1

1
1

1

1

Region 6
Nord/Hemshof
Gräfenauschule
Goetheschule
West
Friesenheim
Rupprechtschule
Luitpoldschule
GRS+ Lu-Friesenheim

897
470
259
211
113
314
171
104
39

776
392
223
169
137
247
145
66
36

1.673
862
482
380
250
561
316
170
75

325
156
96
60
63
106
54
34
18

306
92
77
15
31
183
76
69
38

524
339
168
171
79
106
77
29

1

1

1
1

1
1

3.603

2.591

6.194

1.149

1.521

1.828

8

9

140

140

6

2.731

6.334

1.155

wohnquartierorientierte
Einrichtungen
zielgruppenorientierte
Einrichtungen
Stadt insgesamt

Seite 18

3.603

GZ

TZ

1.521

1.828

8

9

darunter:
davon in:
geöffRegelneten
grupGruppen
pen

insgesamt

2Jährige

478
184
294
69
139
86

1.144
446
698
156
331
211

106
41
65
1
39
25

105
41
64

228
144
84

692
406
286

62
34
28

56
34
22

6

315
233
45
69
119
82

771
533
125
161
247
238

107
62
11
15
36
45

106
62
11
15
36
44

1

254
86
71
97

664
247
209
208

73
27
24
22

73
27
24
22

444
348
56
182
110
96

982
801
144
442
215
181

114
83
13
54
16
31

110
79
13
50
16
31

714
360
220
140
134
220
121
63
36

1.546
791
465
326
244
511
276
161
74

204
98
61
37
44
62
29
21
12

204
98
61
37
44
62
29
21
12

2.433

5.799

666

654

12

140

140

6

4

2

2.573

5.939

672

658

14

GZ

1
1
1

39
25

Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

6

1

4
4
4

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
noch Übersicht 8:

Angebot und Belegung der Kindergartenplätze in Ludwigshafen
am 1.3.2015 nach Regionen, Stadtteilen und Grundschulbezirken
(ohne Hort- und Krippekinder in altersgemischten Gruppen)

Region
Stadtteil
Grundschulbezirk

Belegungsquote 1)
TZ
GZ 4)
TZ über
insgesamt
Mittag 4)

Angebotsquote 4,0 Jg. 2)
TZ
GZ
TZ über
insgesamt
Mittag

Angebotsquote 4,5 Jg. 3)
TZ
GZ
TZ über
insgesamt
Mittag

90
92
89
77
93
92

94
97
92
79
97
97

92
94
90
78
95
94

52
51
53
31
91
50

36
34
37
24
63
32

88
85
90
56
154
82

47
45
47
28
83
45

32
30
33
21
57
29

79
75
81
49
140
74

Region 2
Mundenheim (o. Herderviertel)
Rheingönheim

99
102
94

92
88
99

96
97
95

59
54
68

32
34
28

91
88
95

53
48
61

28
31
25

81
78
86

Region 3
Gartenstadt
Niederfeldschule
Hochfeldschule
Ernst-Reuter-Schule
Maudach

92
91
103
95
82
94

95
93
96
100
89
98

93
92
100
97
85
95

65
60
39
76
70
75

44
46
24
54
60
40

109
106
63
131
131
115

57
53
35
69
60
65

39
40
21
49
51
35

95
93
56
118
111
100

Region 4
Oppau
Edigheim
Pfingstweide

96
99
89
100

98
99
99
96

96
99
92
98

60
56
70
53

36
30
33
49

96
86
104
102

52
50
62
45

32
27
29
41

84
77
92
86

Region 5
Oggersheim
Schillerschule
Langgewannschule
Karl-Kreuter-Schule
Ruchheim

94
96
96
97
94
82

97
97
97
96
97
100

95
96
96
97
96
91

54
52
34
77
39
69

43
40
21
54
40
64

98
92
55
131
79
132

48
46
31
68
35
60

39
36
19
48
36
55

87
82
50
115
71
116

Region 6
Nord/Hemshof
Gräfenauschule
Goetheschule
West
Friesenheim
Rupprechtschule
Luitpoldschule
GRS+ Lu-Friesenheim

93
92
95
88
97
92
90
94
97

92
92
99
83
98
89
84
95
100

92
92
96
86
98
91
87
95
99

54
54
64
45
44
59
67
59
38

47
45
55
36
53
46
56
38
35

101
99
120
81
97
105
123
97
72

47
47
56
39
39
51
59
52
33

41
39
48
32
47
40
50
33
30

88
86
104
71
85
92
109
85
63

wohnquartierorientierte
Einrichtungen

93

94

94

56

40

97

50

36

85

100

100

0

2

2

2

95

94

43

99

38

87

Region 1
Mitte
Süd (m. Herderviertel)
Wittelsbachschule
Brüder-Grimm-Schule
Albert-Schweitzer-Schule

zielgruppenorientierte
Einrichtungen
Stadt insgesamt
1)
2)
3)
4)

93

56

50

belegte Plätze je 100 angebotenen Plätzen
angebotene Plätze je 100 2-u6-Jährige
angebotene Plätze je 100 1,5-u6-Jährige
die flexible 3/2 bzw. 2/3 x TZüM/GZ-Belegung wurde im Verhältnis 1:1 zwischen TZ über Mittag und GZ aufgeteilt

Region 3
Gartenstadt
Abgesehen von Fortschritten des GZ-Angebots, entwickelten sich die Verhältnisse in der
Gartenstadt gegenüber dem Vorjahr recht stabil. Mit nominell 581 und real 556 Plätzen (jeweils
+2) gab es praktisch keine Veränderungen, was ebenfalls für den Besuch der 533 Kinder galt
Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

Seite 19

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
(+/-0). Mit 548 bzw. 625 jungen Menschen (4,0/4,5 Jg.), acht weniger bzw. sechs mehr als im
Jahr zuvor, war auch unter demografischen Aspekten eher Flaute angesagt. Kleinräumig war in
den Bereichen Niederfeld- und Hochfeldschule das Fassungsvermögen (nahezu) erschöpft,
während es in der Ernst-Reuter-Siedlung noch real 18 Restplätze gab. Vier der acht
Kindergärten führten nennenswerte Wartelisten. Mit 47 neuen GZ-Plätzen wurde dieses
Angebot auf 250 Plätze aufgestockt, womit sich die GZ-Möglichkeiten auf
überdurchschnittlichem Niveau bewegten (im Vergleich zum gesamtstädtischen Durchschnitt, s.
Übersicht 8). Auch bei den GZ-Plätzen gab es noch freie Restkapazitäten.
Maudach
Durch die anwachsende Zahl an Kindern in Höhe von 217 (+16) bzw. 249 (+13) für 4,0 bzw.
4,5 Jg. geriet die bislang gute Versorgungslage im Stadtteil an die Kapazitätsgrenzen. Zwar
konnten unverändert mit den 250 Plätzen (+2) 4,5 Jahrgänge versorgt werden, bei einer
Belegung mit 238 Kindern (+7), 12 Restplätzen sowie ersten Wartelisten bis zum
Kindergartenjahresende zeichnete sich jedoch das Ende der Fahnenstange ab. Die 87 Plätze
des in etwa durchschnittlichen GZ-Angebots (im Vergleich zum gesamtstädtischen
Durchschnitt, s. Übersicht 8) waren sehr gut besucht.
Region 4
Oppau
In Oppau wurden 250 Kindergartenplätze angeboten, nominell genauso viele wie im Jahr zuvor,
real 14 Plätze mehr. 247 Kinder (+18) fragten diese Plätze nach, was eine faktische
Vollbelegung bedeutete. Das Ganze ist vor dem Hintergrund von 292 bzw. 323 wohnhaften
Kindern (4,0/4,5 Jg.) zu sehen, 13 bzw. 15 mehr als im Kindergartenjahr 2013/14. Die
angespannte Lage verdeutlichen auch die Wartelisten aller vier Einrichtungen. Das GZ-Angebot
mit seinen 87 Plätzen wurde gegenüber dem Vorjahr nominell um weitere 15, real um 21 Plätze
ausgebaut, war allerdings immer noch schwach entwickelt (im Vergleich zum
gesamtstädtischen Durchschnitt, s. Übersicht 8).
Edigheim
Der unveränderten Kapazität von 227 Plätzen stand eine Belegung mit 209 Kindern (-17)
gegenüber. Bei 219/248 Kindern (4,0/4,5 Jg.), jeweils vier mehr als im Vorjahr, ist dieser
Belegungsknick mit der stufenweisen Belegung einer Einrichtung nach erfolgtem Umbau
erklärbar. Berücksichtigt man dies, herrschte in Edigheim praktisch Vollauslastung aller
Einrichtungen. Zwei der vier Einrichtungen führten eine längere Warteliste. Das
unterdurchschnittliche GZ-Angebot (im Vergleich zum gesamtstädtischen Durchschnitt, s.
Übersicht 8) war mit seinen 87 Plätzen so gut wie ausgelastet.
Pfingstweide
208 Kinder besuchten einen der 212 Kindergartenplätze, womit praktisch Vollauslastung gegeben war. Im Vergleich zum Vorjahr blieben die Kapazitäten unverändert und die Auslastung
nahm um zwei Kinder zu. Allerdings erhöhte sich die Kinderzahl um elf bzw. 22 junge Menschen auf 208 bzw. 246 (4,0/4,5 Jg.), was die Situation anspannte. Zwei der vier Kindertagesstätten führten nennenswerte Wartelisten. Mit 101 GZ-Plätzen ist dieses Angebot überdurchschnittlich ausgebaut (im Vergleich zum gesamtstädtischen Durchschnitt, s. Übersicht 8).
Region 5
Oggersheim
Durch den Ausbau zweier Einrichtungen erhöhte sich die Zahl der nominellen Plätze um 50 auf
831. Real belegbar waren 830 Plätze, 68 mehr als im Jahr zuvor. Die Belegung belief sich auf
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Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
801 Personen, 45 mehr als vor Jahresfrist. Die rechnerisch real 29 freien Plätze standen
ebenfalls meist noch in Zusammenhang mit dem „Hochfahren“ der Einrichtungen. Besonders
angespannt war die Versorgungslage im Ortskern und in der Melm, wo sich der wieder
angezogene Wohnungsneubau bemerkbar gemacht hat, während in Oggersheim-West noch
letzte Restplätze verfügbar waren. Sieben der insgesamt elf Kindergärten führten längere
Wartelisten. Das ganze Geschehen ist im Kontext der 906 bzw. 1.014 Kinder (4,0/4,5 Jg.) zu
sehen, womit Oggersheim Nord-Hemshof als kinderreichsten Stadtteil abgelöst hat. Im
Vorjahresvergleich ist die Zahl der Kinder weiter um 49 bzw. 45 angestiegen, im
Zweijahresvergleich um 99 bzw. 109 [!] (4,0/4,5 Jg.). Größere Fortschritte gab es ebenfalls beim
GZ-Angebot, das um 73 auf 361 Plätze erweitert wurde und somit dem gesamtstädtischen
Durchschnitt entsprach (s. Übersicht 8).
Ruchheim
Demgegenüber gab es im westlichsten Stadtteil Ludwigshafens wenig Veränderung bei der
guten Kindergartenversorgung: Den unverändert 200 Plätzen, davon 96 in Ganzzeit, stand die
Belegung mit 181 Kindern (-2) gegenüber, was noch 19 freie Betreuungsmöglichkeiten
bedeutete. Mit 151 bzw. 173 Kindern (4,0/4,5 Jg.) blieben auch diese Zahlen gegenüber dem
Vorjahr weitgehend gleich (+3 bzw. -1). Das stadtweit beste GZ-Angebot (s. Übersicht 8) war
vollständig nachgefragt.
Region 6
Nord-Hemshof
In Anbetracht der kurzfristigen demografischen Veränderungen in der Gesamtstadt verlief die
Entwicklung in Nord-Hemshof an dieser Stelle recht unerwartet: Mit 870/998 Kindern (4,0/4,5
Jg.) fiel deren Zahl binnen Jahresfrist um 40 bzw. 22 Menschen, was nachfrageseitig für ein
wenig Entlastung sorgte. Nominell standen diesen Kindern 862 Plätze gegenüber, 76 mehr als
im Vorjahr. Real belegt werden konnten 812 Plätze (+45), womit sich die Angebotsseite
ebenfalls ein Stück weit verbesserte. Diese soziale Infrastruktur wurde von 791 Kindern (+30),
die einen der Kindergärten besuchten, sehr gut ausgelastet. Die nahezu erschöpften
Betreuungsmöglichkeiten spiegelten sich auch in den Wartelisten von sieben der neun
Einrichtungen wider. Die Zahl der GZ-Plätze konnte deutlich gesteigert werden, nominell um 76
auf 392, real um 53 auf 369. Dieses mittlerweile überdurchschnittlich ausgebaute GZ-Segment
(im Vergleich zum gesamtstädtischen Durchschnitt, s. Übersicht 8) wurde von 360 Kindern
ebenfalls fast vollständig nachgefragt. Erinnert werden muss in diesem Zusammenhang
nochmals an die bereits erwähnten vier baulich fertig gestellten Gruppen im Stadtteil, für die
bislang jedoch noch kein Fachpersonal akquiriert werden konnte. Nach Inbetriebnahme werden
diese Plätze die Kindergartensituation weiter spürbar verbessern.
West
Von den nach wie vor 250 nominellen Kindergartenplätzen konnten real 244 angeboten werden,
vier mehr als vor Jahresfrist. 244 Kinder (+5) belegten alle diese Plätze. Relativ gesehen ist die
Kinderzahl in Ludwigshafens kleinstem Stadtteil sehr stark angestiegen: Mit 257 bzw. 293
jungen Menschen (4,0/4,5 Jg.) lag deren Anzahl um 14 bzw. 33 über der des Vorjahres. Alle
drei Einrichtungen führten Wartelisten. Das bereits deutlich überdurchschnittliche GZ-Angebot
(im Vergleich zum gesamtstädtischen Durchschnitt, s. Übersicht 8) wurde nachfragegerecht um
weitere 15 auf 137 Plätze erweitert.
Friesenheim
Nominell gab es in Friesenheim mit 561 Plätzen acht mehr als im letzten Jahr. Real belegbar
waren hingegen lediglich 518 von ihnen, 29 weniger als im Jahr zuvor. Mit 511 nachfragenden
Kindern (-27) waren die Kapazitäten faktisch erschöpft. Sechs der sieben Einrichtungen führten
Wartelisten. Die Kinderzahl belief sich auf 536/610 (4,0/4,5 Jg.), was 17 bzw. sieben Kinder
Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

Seite 21

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
weniger als im Vorjahr entsprach. Das nominell um 38 auf 247 Plätze (real um 24 auf 233
Plätze) erweiterte GZ-Angebot war überdurchschnittlich (im Vergleich zum gesamtstädtischen
Durchschnitt, s. Übersicht 8) ausgebaut.
Zielgruppenorientierte Einrichtungen
Neben den wohnquartierorientierten Kindergärten gibt es in Ludwigshafen noch vier
zielgruppenorientierte Einrichtungen. Zielgruppenorientiert bedeutet, dass in erster Linie nicht
das Wohnumfeld angesprochen wird (weswegen sie auch keinem Stadtteil zugeordnet werden),
sondern entsprechend des jeweiligen Konzepts ganz bestimmte Teilgruppen der Bevölkerung
im Blickpunkt stehen. Zu nennen sind hier der Betriebskindergarten des Klinikums, der
Förderkindergarten des Zweckverbands Kinderzentrum und die beiden integrativen
Kindertagesstätten des Kinderzentrums bzw. der Lebenshilfe (wobei an dieser Stelle nur die
Plätze für behinderte Kinder und deren Belegung aufgeführt sind, während die Regelplätze und
deren Belegung bei den wohnquartierorientierten Einrichtungen nachgewiesen sind).
Übersicht 9:

Einrichtung

Betriebskindergarten
Klinikum

Zielgruppenorientierte Kindergärten am 1.3.2015

Platzangebot

insgesamt

Belegung
darunter: Kinder mit Migrations1)
hintergrund
2-Jährige
Anz.
%

33

33

4

Förderkindergarten des
Zweckverbands
Kinderzentrum

32

32

2

Integrative KTS des
Zweckverbands
Kinderzentrum und der
Stadt Ludwigshafen

20

Integrative KTS der
Lebenshilfe e.V.
Insgesamt

Kinder aus Lu
Anz.

%

25

76

6

19

19

59

20

4

20

20

100

55

55

6

11

41

75

140

140

16

11

105

75

6

1) Kinder mit doppelter und ausschließlich ausländischer Staatsangehörigkeit

Insgesamt boten die vier zielgruppenorientierten Kindergärten 140 Ganzzeit-Plätze an, die alle
belegt waren. 16 der Kinder (11%) wiesen einen Migrationshintergrund auf
(wohnquartierorientierte Einrichtungen: 48%). 105 der 140 Kindergartenbesucher (75%)
wohnten in Ludwigshafen, 35 stammten von außerhalb.

Seite 22

Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
3.2

Kindertagespflege

Tagespflegestellen für alle Altersgruppen werden in Ludwigshafen vom „Büro Flexible
Kinderbetreuung“ des Deutschen Kinderschutzbundes e.V. angeboten.
Am 1.3.2015 wurden stadtweit 53 Kinder im Alter von drei bis unter sechs Jahren in
Kindertagespflege betreut, acht weniger als im Vorjahr (zweijährige Kinder in Kindertagespflege
sind bei den Kleinkindern nachgewiesen). Damit wird deutlich, dass die Betreuung von Kindern
im Kindergartenalter größtenteils unverändert institutionell in den Einrichtungen geleistet wurde.
Qualitativ spielt die Kindertagespflege jedoch bei der Randzeitenbetreuung und bei individuellen
Betreuungsarrangements ihre Rolle.
Übersicht 10:

Kinder im Alter von 3 bis unter 6 Jahren am 1.3.2015 in Kindertagespflege nach Regionen, Stadtteilen und Grundschulbezirken
Region
Stadtteil
Grundschulbezirk
Region 1
Mitte
Süd (m. Herderviertel)
Wittelsbachschule
Brüder-Grimm-Schule
Albert-Schweitzer-Schule

Kinder
13
5
8
5
2
1

Region 2
Mundenheim (o. Herderviertel)
Rheingönheim

7
2
5

Region 3
Gartenstadt
Niederfeldschule
Hochfeldschule
Ernst-Reuter-Schule
Maudach

5
4
3
1

Region 4
Oppau
Edigheim
Pfingstweide
Region 5
Oggersheim
Schillerschule
Langgewannschule
Karl-Kreuter-Schule
Ruchheim

1
12
5
7

2
2
2

Region 6
Nord/Hemshof
Gräfenauschule
Goetheschule
West
Friesenheim
Rupprechtschule
Luitpoldschule
GRS+ Lu-Friesenheim

14
5
1
4
2
7
4

Stadt insgesamt

53

Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

3

Seite 23

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
4.

Tagesbetreuung von Kleinkindern

4.1

Betreuung in Kindertagesstätten

Thema dieses Kapitels ist die Tagesbetreuung der unter dreijährigen Kinder. Dabei nehmen in
Rheinland-Pfalz die Zweijährigen eine gewisse Sonderrolle ein, da sie sowohl elternbeitragsfrei
den Kindergarten als auch elternbeitragspflichtig die Kinderkrippe (zz. 296 € für einen GZ-Platz
bei einem Kind im Haushalt) besuchen können. Berichtstechnisch sind daher die Zweijährigen
teilweise beim Kindergarten nachzuweisen (Kap. 3) und - soweit sie die Krippe besuchen - in
diesem Kapitel. Diese Zweiteilung macht so manchen Sachverhalt, der für die Altersklasse der
unter Dreijährigen insgesamt gilt, nur schwer nachvollziehbar. Um dennoch ein Mindestmaß an
Übersichtlichkeit zu gewährleisten, sind in diesem Kapitel in Übersicht 13 die Zweijährigen im
Kindergarten nachrichtlich mitgeführt. Zudem erfolgen Aussagen zur Gesamtversorgung der
Kleinkinder unter drei Jahren [in eckigen Klammern].
Wohnquartierorientierte Einrichtungen insgesamt
In Ludwigshafen wurden am 1.3.2015 insgesamt 290 Plätze für Kleinkinder unter drei Jahren in
Krippegruppen der wohnquartierorientierten Einrichtungen angeboten. Dies waren 100 Plätze oder 53% [!] - mehr als vor Jahresfrist. Die zehn neuen Krippegruppen entstanden in den
Stadtteilen Süd, Mundenheim, Gartenstadt, Oppau, Oggersheim, Nord-Hemshof, West und
Friesenheim (s. Übersicht 6). Unverändert enthalten in diesen Zahlen sind zwei „Notgruppen“ in
der KTS Edinburger Weg (Pfingstweide) und der KTS Ruchheim, in denen prioritätsgemäß nur
Zweijährige, jedoch aus allen Stadtteilen aufgenommen wurden.
Platzangebot und Belegung in der Krippe *)

Übersicht 11:

Jahr

1)

Platzangebot
insgesamt

Belegung
2 Tage
3 Tage
wöchentlich

170
200
202
190
290

2010/11
2011/12
2012/13
2013/14
2014/15

3
1

1
4

GZ

Insgesamt

165
179
174
169
219

165
179
174
173
224

Belegung
Jahr

1)

2010/11
2011/12
2012/13
2013/14
2014/15
*)
1)
2)
3)

Kinder mit
Migrationshinter2)
grund

Kinder mit zwei
berufstätigen
Elternteilen

Kinder von allein
Erziehenden

Anz.

%

Anz.

%

Anz.

%

28
29
21
28
43

17
16
12
16
19

120
137
146
153
180

73
77
84
88
80

35
27
26
19
32

21
15
15
11
14

darunter:
Kinder von
berufstätigen allein
Erziehenden
3)
Anz.
%
30
25
21
16
22

86
93
81
84
69

nur wohnquartierorientierte Einrichtungen; ohne Kindergartengruppen
Stand: 1.3.
Kinder mit doppelter und ausschließlich ausländischer Staatsangehörigkeit
% von allein Erziehenden

Seite 24

Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
Im Bereich der Krippe konnten auf Grund Personalmangels oder wegen laufender
Baumaßnahmen am Erhebungsstichtag 19 genehmigte Plätze nicht vergeben werden (s.
Übersicht 4), womit real 271 Betreuungsmöglichkeiten zur Verfügung standen. Im Vergleich
zum Vorjahr gab es somit real ein Plus von 81 Plätzen, da im letzten Jahr noch alle Plätze
belegt werden konnten. [Zusammen mit den 1.149 für Zweijährige geöffneten Plätzen im
Kindergarten ergab sich somit in den wohnquartierorientierten Einrichtungen ein nominelles
Platzangebot für 1.439 Kleinkinder, das waren 378 Plätze mehr als im Vorjahr. Beschränkt man
sich auf die real belegbaren Plätze, so kamen zu den 271 Krippeplätzen noch 1.078
Kindergartenplätze für Zweijährige hinzu, was eine Gesamtzahl von 1.349 Plätzen bedeutete,
321 mehr als im Jahr zuvor.]
Die 290 bzw. 271 Krippeplätze wurden von 224 Kindern besucht. Von diesen wählten die Eltern
219-mal die Ganzzeitvariante und bei fünf Kindern kam die Zwei- bzw. Dreitageslösung zum
Tragen. Damit ist die Belegung gegenüber dem Vorjahr um 51 Kinder angestiegen. Die dieses
Mal vergleichsweise hohe Zahl an freien Plätzen am Erhebungsstichtag (nominell: 67; real: 47)
war der - bereits erwähnten - schrittweisen Belegung der zahlreichen neuen Gruppen
geschuldet und keinesfalls das Ergebnis von Überkapazitäten! Auf Grund dieser etwas
unübersichtlichen Lage am Erhebungsstichtag sind weitergehende Bedarfsaussagen auch nur
eingeschränkt leistbar. [Zusammen mit den 666 Zweijährigen im Kindergarten (davon 654 in
geöffneten Gruppen und 12 in Regelgruppen) wurden insgesamt 890 Kleinkinder betreut, 173
mehr als im Vorjahr.]
43 der 224 betreuten Kinder (19%) wiesen einen Migrationshintergrund auf (Kiga: 48%). 180
Krippebesucher (80%) hatten zwei berufstätige Elternteile (Kiga: 45%). 32 Kinder (14%)
wohnten bei nur einem Elternteil (Kiga: 12%), der in etwa sieben von zehn Fällen erwerbstätig
war.
Krippesituation am 1.3.2015 nach Trägern *)

Übersicht 12:

Träger

Platzangebot
insgesamt

Stadt
Prot. Kirche
Kath. Kirche
1)
Sonstige
Insgesamt

160
50
50
30
290

Belegung
2 Tage
3 Tage
wöchentlich
3

1
1

1
4

GZ

Insgesamt

117
42
35
25
219

120
42
35
27
224

Belegung
Träger

Stadt
Prot. Kirche
Kath. Kirche
1)
Sonstige
Insgesamt
*)
1)
2)
3)

Kinder mit
Migrationshinter2)
grund

Kinder mit zwei
berufstätigen
Elternteilen

Kinder von allein
Erziehenden

Anz.

%

Anz.

%

Anz.

%

23
10
6
4
43

19
24
17
15
19

99
35
29
17
180

83
83
83
63
80

16
7
4
5
32

13
17
11
19
14

darunter:
Kinder von
berufstätigen allein
Erziehenden
3)
Anz.
%
11
6
3
2
22

69
86
75
40
69

nur wohnquartierorientierte Einrichtungen
Kindergartenverein Ruchheim, Ökumenische Fördergemeinschaft
Kinder mit doppelter und ausschließlich ausländischer Staatsangehörigkeit
% von allein Erziehenden

Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

Seite 25

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
160 der nominell 290 Plätze befanden sich in städtischen Kindertagesstätten, zehn mehr als im
Jahr zuvor. Jeweils 50 weitere Plätze steuerten die protestantischen und die katholischen
Einrichtungen bei, womit beide ihr Angebot um je 40 Plätze aufstockten. 20 Krippeplätze
entfielen auf die Ökumenische Fördergemeinschaft, die Ihre Platzzahl verdoppelte. Der
Kindergartenverein Ruchheim bot unverändert zehn Krippeplätze an.
Übersicht 13:

Angebot und Belegung der Betreuungsplätze für Kleinkinder
am 1.3.2015 nach
Regionen, Stadtteilen und Grundschulbezirken
Platzangebot

Region
Stadtteil
Grundschulbezirk

Region 1
Mitte
Süd (mit Herderviertel)
Wittelsbachschule
Brüder-Grimm-Schule
Albert-Schweitzer-Sch.

Krippen

80
70
10

Belegung

nachrichtlich:
Krippe +
für 2für 2Jährige in
Jährige in
geöffneten
geöffKinderneten Kingartendergartengruppen
gruppen

10

216
90
126
24
60
42

296
160
136
24
60
52

Region 2
Mundenheim (ohne
Herderviertel)
Rheingönheim

40
30
10

102
66
36

Region 3
Gartenstadt
Niederfeldschule
Hochfeldschule
Ernst-Reuter-Schule
Maudach

30
30
20

Region 4
Oppau
Edigheim
Pfingstweide
Region 5
Oggersheim
Schillerschule
Langgewannschule
Karl-Kreuter-Schule
Ruchheim

nachrichtlich:
TZ
(nur
BASFLuKidsKrippe)

insgesamt

GZ

2Jährige
im
Kindergarten 1)

Krippe +
2Jährige
im
Kindergarten 1)
170
96
74
1
39
34

62
53
9

64
55
9

9

9

106
41
65
1
39
25

142
96
46

31
21
10

31
21
10

62
34
28

93
55
38

170
116
30
30
56
54

200
146
50
30
66
54

24
24
15

24
24
15

9

9

107
62
11
15
36
45

131
86
26
15
45
45

30
10
10
10

150
60
48
42

180
70
58
52

21
8
7
6

22
8
8
6

73
27
24
22

95
35
32
28

60
40

186
138
30
78
30
48

246
178
30
98
50
68

43
26

45
26

18
8
17

18
8
19

114
83
13
54
16
31

159
109
13
72
24
50

38
17
8
9
8
13
13

38
17
8
9
8
13
13

204
98
61
37
44
62
29
21
12

242
115
69
46
52
75
42
21
12

219

224

666

890

145

206

6

212

364

430

672

1.102

10

20
20
20

2
2

1
1

1

1

Region 6
Nord/Hemshof
Gräfenauschule
Goetheschule
West
Friesenheim
Rupprechtschule
Luitpoldschule
GRS+ Lu-Friesenheim

50
20
10
10
10
20
20

325
156
96
60
63
106
54
34
18

375
176
106
70
73
126
74
34
18

wohnquartierorientierte

290

1.149

1.439

zielgruppenorientierte
Einrichtungen

257

6

263

61

Stadt insgesamt

547

1.155

1.702

61

Einrichtungen

3 Tage
wöchentlich

2 Tage
wöchentlich

1

1

1

1

4

4

1) 2-Jährige in geöffneten und normalen Kindergartengruppen

Seite 26

Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
noch Übersicht 13:

Angebot und Belegung der Betreuungsplätze für Kleinkinder
am 1.3.2015 nach
Regionen, Stadtteilen und Grundschulbezirken

Region
Stadtteil
Grundschulbezirk
Region 1
Mitte
Süd (m. Herderviertel)
Wittelsbachschule
Brüder-Grimm-Schule
Albert-Schweitzer-Schule

nachrichtlich:
Belegungsquote

1)

Angebotsquote

2)

mit 2-Jährigen im
Kindergarten 3)

79
77
90

7
16
2

90

5

27
36
21
9
34
27

78
70
100

7
9
5

26
27
25

80
80
75

5
8
15

90

6

35
37
38
31
39
30

Region 4
Oppau
Edigheim
Pfingstweide

72
80
76
60

5
5
6
6

33
32
36
30

Region 5
Oggersheim
Schillerschule
Langgewannschule
Karl-Kreuter-Schule
Ruchheim

73
65

7
6

90
40
90

7
9
15

30
26
15
37
22
50

76
85
80
90
80
65
65

4
3
3
3
5
4
9

28
26
33
19
37
27
32
22
20

wohnquartierorientierte
Einrichtungen

76

6

29

zielgruppenorientierte
Einrichtungen

80

2

2

Stadt insgesamt

78

8

32

Region 2
Mundenheim (o. Herderviertel)
Rheingönheim
Region 3
Gartenstadt
Niederfeldschule
Hochfeldschule
Ernst-Reuter-Schule
Maudach

Region 6
Nord/Hemshof
Gräfenauschule
Goetheschule
West
Friesenheim
Rupprechtschule
Luitpoldschule
GRS+ Lu-Friesenheim

1) belegte Plätze je 100 angebotene Plätze, wobei die 2-Tagesvariante mit 0,4 und die
3-Tagesvariante mit 0,6 gewichtet ist (ohne Kindergartenplätze/-kinder)
2) angebotene Plätze je 100 unter 3-Jährige (3,0 Jg.); nur Platzkontingent für Ludwigshafener
Kinder, d.h. die BASF-Betriebskrippe ist bei den zielgruppenorientierten Einrichtungen mit 110
von 250 Plätzen berücksichtigt.
3) bezogen auf:
- Plätze in reinen Krippegruppen +
- Plätze für unter 3-Jährige in altersgemischter Gruppe +
- Plätze für 2-Jährige in geöffneten Kindergartengruppen +
- 2-Jährige in normalen Kindergartengruppen (tatsächliche Belegung als fiktives Angebot)

Rechnet man die vorhandenen wohnquartierorientierten Krippe- und Kindergartenplätze
zusammen, konnten nominell 29% aller Kleinkinder (Vorjahr: 22%) unter drei Jahren betreut
werden, real 27% (Vorjahr: 21%).
Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

Seite 27

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
Kleinräumige Versorgung
Nachdem in Süd, Oppau und West erstmals Krippeplätze angeboten werden konnten, gab es in
13 der 14 Stadtteile ein entsprechendes Angebot, wobei sich dies in der Pfingstweide noch auf
die Notgruppe beschränkte. Weißer Fleck auf der Karte blieb Maudach. Wegen der
Neueröffnung von zehn Gruppen im Berichtsjahr ergab sich innerhalb des Stadtgebiets eine
völlig neue Nachfrage- und Belegungssituation, da sich auch räumliche Einzugsbereiche
verschoben. Weil der Krippeausbau noch nicht in allen Stadtteilen abgeschlossen ist (es gibt
noch ausstehende Maßnahmen des 2. und 3. Ausbaupakets), besteht zudem der bekannte
„Tourismus“ zwischen den Stadtteilen teilweise fort, d.h. die in Einrichtungen ankommende
Nachfrage entspricht nicht immer dem Bedarf des räumlichen Umfelds. Bei allen
Unsicherheiten, die vor diesem Hintergrund bestehen, zeichnete sich zumindest für das
Berichtsjahr eine ausreichende Versorgung für die Kinder aus Mitte, Mundenheim, Gartenstadt,
Oggersheim und Ruchheim ab.
Zielgruppenorientierte Einrichtungen
Neben den wohnquartierorientierten Einrichtungen für Kleinkinder gibt es in Ludwigshafen zwei
betriebliche Einrichtungen zur Tagesbetreuung für Kinder dieser Altersklasse: den
Betriebskindergarten des Klinikums mit sieben Krippeplätzen und die von educcare betriebene
BASF-Betriebskrippe mit 250 Plätzen, beide im Stadtteil Nord-Hemshof gelegen und beide
exklusiv für Kinder von Betriebsangehörigen.
Übersicht 14:

Zielgruppenorientierte Einrichtungen für Kleinkinder am 1.3.2015
Belegung

Einrichtung

Platzangebot

insgesamt

Kinder mit Migrations1)
hintergrund
Anz.

Betriebskindergarten Klinikum
LuKids (BASF Betriebskrippe)
insgesamt
davon:
Geibelstr. 1 „Haus Wiesengrund“
Geibelstr.1a „Haus Farbturm“
Geibelstr.1b „Haus Luftschloss“
Geibelstr.1c „Haus Tierreich“
Insgesamt
1)

%

Kinder aus Lu
Anz.

%

4

57

7

7

250

199

41

21

57

29

50
80
60
60

39
68
47
45

7
12
14
8

18
18
30
18

9
14
20
14

23
21
43
31

257

206

41

20

61

30

Kinder mit doppelter und ausschließlich ausländischer Staatsangehörigkeit

Am 1.3.2015 waren alle sieben Krippeplätze in einer altersgemischten Gruppe des
Betriebskindergartens des Klinikums belegt. Vier Kinder stammten aus Ludwigshafen, drei
wohnten außerhalb. Die BASF-Einrichtung befand sich dagegen noch im Aufbau: Mit 250
Plätzen (Vorjahr: 170) wurde zwar die angestrebte Endkapazität erreicht, die zwischenzeitliche
Belegung mit 199 Kindern, davon 57 aus Ludwigshafen, lässt aber zukünftig noch höhere
Kinderzahlen erwarten.
Zusammengefasst wurden demnach von betrieblicher Seite in Ludwigshafen 257
Betreuungsplätze für Kleinkinder angeboten, von denen 206 vergeben waren. 41 der Kinder
wiesen einen Migrationshintergrund auf (20%), 61 wohnten in Ludwigshafen (30%), 145
stammten von außerhalb (70%).
Addiert man die Platzangebote für die unter Dreijährigen in wohnquartier- und
zielgruppenorientierten Krippen und Kindergärten, so konnten nominell 32 von 100
Ludwigshafener Kleinkindern eine Einrichtung besuchen (Vorjahr: 24), real 30 (Vorjahr: 23).
Seite 28

Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
Dabei wurden bei dieser Rechnung lediglich 110 der 250 BASF-Plätze in Ansatz gebracht, was
der Zahl der in die Ludwigshafener Bedarfsplanung aufgenommenen Plätze entspricht.
Altersschichtung
Größte Nachfrager bei der institutionellen Kleinkinderbetreuung waren erwartungsgemäß die
Zweijährigen. Mit 772 Personen stellten sie 70,1% des Publikums. Dabei verteilte sich deren
Besuch in 672 Fällen auf den Kindergarten und in 100 Fällen auf die Krippe. Innerhalb der
Krippe stellten die 291 Einjährigen die größte Besuchergruppe (67,7%), gefolgt von den schon
benannten 100 Zweijährigen (23,3%) und den 39 unter Einjährigen (9,1%).
Übersicht 15: Kleinkinderbetreuung in wohnquartier- und zielgruppenorientierten
Kindertagesstätten am 1.3.2015 nach Alter

Alter

unter 1 J.
1 – unter 2 J.
2 – unter 3 J.
Insgesamt

Kinder in Krippegruppen und
altersgemischter Gruppe

Kinder in Krippegruppen und
altersgemischte Gruppe
+
Zweijährige im Kindergarten

Anz.

%

Anz.

%

39
291
100
430

9,1
67,7
23,3
100,0

39
291
772
1.102

3,5
26,4
70,1
100,0

Grafik 4:

Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

Seite 29

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
4.2

Kindertagespflege

Das zweite wichtige Standbein der Kleinkinderbetreuung bildet die Kindertagespflege. Am
1.3.2015 wurden so weitere 137 Kleinkinder von Tagespflegepersonen betreut, zwölf weniger
als im Vorjahr.
Übersicht 16:

Kinder im Alter von unter 3 Jahren am 1.3.2015 in Kindertagespflege nach Regionen, Stadtteilen und Grundschulbezirken
Region
Stadtteil
Grundschulbezirk

Kinder

Region 1
Mitte
Süd (m. Herderviertel)
Wittelsbachschule
Brüder-Grimm-Schule
Albert-Schweitzer-Schule

28
7
21
14
4
3

Region 2
Mundenheim (o. Herderviertel)
Rheingönheim

22
9
13

Region 3
Gartenstadt
Niederfeldschule
Hochfeldschule
Ernst-Reuter-Schule
Maudach

13
9
2
4
3
4

Region 4
Oppau
Edigheim
Pfingstweide

27
10
11
6

Region 5
Oggersheim
Schillerschule
Langgewannschule
Karl-Kreuter-Schule
Ruchheim

22
18
2
4
12
4

Region 6
Nord/Hemshof
Gräfenauschule
Goetheschule
West
Friesenheim
Rupprechtschule
Luitpoldschule
GRS+ Lu-Friesenheim

25
5
1
4
5
15
5
4
6

Stadt insgesamt

137

Fasst man das institutionelle Angebot (wohnquartier- und zielgruppenorientiert) und die
Tagespflege zusammen, so konnten nominell 34% und real 32% der unter Dreijährigen versorgt
werden (Vorjahr: 27% bzw. 26%), wobei auch hierbei lediglich die 110 in die Ludwigshafener
Bedarfsplanung aufgenommenen Plätze der BASF-Krippe in Ansatz gestellt wurden.

Seite 30

Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
5.

Tagesbetreuung von Schulkindern

5.1

Betreuung in Kindertagesstätten und Schultagesstätten

Versorgungslage insgesamt
Für Schulkinder gab es in Ludwigshafen am 1.3.2015 in Horten, Schultagesstätten und Spielund Lernstuben nominell insgesamt 980 Betreuungsplätze, von denen auf Grund des
Fachkräftemangels 22 nicht vergeben werden konnten (s. Übersicht 4). Von den real
verfügbaren 958 Plätzen waren 888 belegt und 70 noch verfügbar. 846 junge Menschen
besuchten eine Einrichtung in Ganzzeit, 42 zwei oder drei Tage in der Woche. Das Angebot
reichte nominell für knapp 11% der sechs- bis unter zwölfjährigen Einwohner Ludwigshafens (6
Jg.), real für gut 10%. Die Kapazitäten waren nominell zu 89% ausgelastet, real zu 91%. Im
Vergleich zum Vorjahr wurde das Hortangebot in Rheingönheim um zehn Plätze erweitert (s.
Übersicht 6).
Übersicht 17:

Platzangebot und Belegung in Einrichtungen für Schulkinder
Belegung

Jahr

1)

2010/11
2011/12
2012/13
2013/14
2014/15

Platzangebot

2 Tage
3 Tage
wöchentlich

935
925
935
970
980

10
22
8
12
8

17
27
7
16
34

GZ

Insgesamt

873
844
862
857
846

900
893
877
885
888

Belegung
Jahr

1)

2010/11
2011/12
2012/13
2013/14
2014/15

Kinder mit
Migrations2)
hintergrund

Kinder mit zwei
berufstätigen
Elternteilen

Kinder von allein
Erziehenden

Anz.

%

Anz.

%

Anz.

%

268
348
292
306
325

30
39
33
35
37

388
400
407
439
473

43
45
46
50
53

303
284
279
231
256

34
32
32
26
29

darunter:
Kinder von
berufstätigen allein
Erziehenden
3)
Anz.
%
200
231
211
183
176

66
81
76
79
69

1) Stand: 1.3.
2) Kinder mit doppelter und ausschließlich ausländischer Staatsangehörigkeit
3) % von allein Erziehenden

Von den 980 Hortplätzen bot die Stadt 705 an (72%). Auf zusammen 180 Plätze kamen die
Trägervereine der drei Schultagesstätten (18%). Als weitere Träger betrieben die Ökumenische
Fördergemeinschaft in West eine Spiel- und Lernstube für Schulkinder mit 80 Plätzen (8%) und
ebenfalls in West die Caritas einen Hort für Schulkinder mit Migrationshintergrund mit 15
Plätzen (2%).
Die doppelte oder eine ausschließlich fremde Staatsangehörigkeit besaßen nach Angaben der
Einrichtungen 325 (37%) der 888 Kinder (Kiga: 48%). Bei 473 Kindern (53%) gingen jeweils
beide Elternteile arbeiten (Kiga: 45%). 256 Hortbesucher (29%) waren Kinder von allein
Erziehenden (Kiga: 12%), die zu 69% einer Berufstätigkeit nachgingen (Kiga: 67%).

Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

Seite 31

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
Übersicht 18:

Schulkinderbetreuung am 1.3.2015 nach Trägern
Belegung

Träger

Platzangebot

Stadt
Trägervereine/
Schultagesstätten
Prot. Kirche
1)
Kath. Kirche
Ökum. Fördergem.
Insgesamt

2 Tage
wöchentlich

3 Tage
wöchentlich

GZ

Insgesamt

705

2

4

610

616

180

6

30

147

183

34

15
74
846

15
74
888

15
80
980

8

Belegung
Träger

Stadt
Trägervereine/
Schultagesstätten
Prot. Kirche
1)
Kath. Kirche
Ökum. Fördergem.
Insgesamt
1)
2)
3)

Kinder mit
Migrations2)
hintergrund

Kinder mit zwei
berufstätigen
Elternteilen

Kinder von allein
Erziehenden

darunter:
Kinder von
berufstätigen allein
Erziehenden
3)
Anz.
%

Anz.

%

Anz.

%

Anz.

%

255

41

328

53

194

31

135

70

24

13

131

72

45

25

40

89

15
31
325

100
42
37

5
9
473

33
12
53

2
15
256

13
20
29

1

50

176

69

einschl. Caritas
Kinder mit doppelter und ausschließlich ausländischer Staatsangehörigkeit
% von allein Erziehenden

Kleinräumige Versorgung
Insgesamt zieht der Bedarf an Schulkinderbetreuung seit Jahren an. Das ist nicht weiter
verwunderlich, weil die ebenfalls seit Jahren steigende GZ-Nachfrage im Kindergarten sich nicht
mit dem Übertritt in die Grundschule von selbst erledigt. Allerdings wird hier die größte
Nachfrage durch schulische Angebote befriedigt, so dass trotz des in den letzten Jahren
vergleichsweise sehr moderaten Ausbaus des Hortangebots die Versorgungslage generell als
gut bezeichnet werden kann. Dies gilt uneingeschränkt für die Stadtteile Süd, Rheingönheim,
Gartenstadt, Maudach, Oppau, Edigheim, Pfingstweide, Oggersheim, Ruchheim, Nord-Hemshof
und West. In diesen Stadtteilen waren am Stichtag entweder noch freie Plätze vorhanden oder
es standen stadtteilweit ein oder zwei Kinder auf den Wartelisten (wobei im Gegensatz zu
Krippe und Kindergarten im Hort kein Jahrgang im laufenden Jahr „nachwächst“). Und auch in
Mitte und Friesenheim, wo stadtteilweit diesmal sechs bzw. sieben Kinder auf den Wartelisten
standen, lag die ungedeckte Nachfrage weit unter einer Gruppenstärke. Diese Größenordnung
erreichte die Warteliste des Horts in der Madenburgstraße (Mundenheim), gleichzeitig verfügte
jedoch die Einrichtung in der Ebernburgstraße noch über freie Plätze.

Seite 32

Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
Übersicht 19:

Angebot und Belegung der Hortplätze in Ludwigshafen, einschließlich
Plätze in altersgemischten Gruppen am 1.3.2015 nach
Regionen, Stadtteilen und Grundschulbezirken

Region
Stadtteil
Grundschulbezirk

Belegung
Platzangebot

3 Tage

GZ

wöchentlich

Region 1
Mitte
Süd (m. Herderviertel)
Wittelsbachschule
Brüder-Grimm-Schule
Albert-Schweitzer-Schule

260
60
200
80
80
40

Region 2
Mundenheim (o. Herderviertel)
Rheingönheim
Region 3
Gartenstadt
Niederfeldschule
Hochfeldschule
Ernst-Reuter-Schule
Maudach
Region 4
Oppau
Edigheim
Pfingstweide

2 Tage

6

30

6
6

30
6
24

Belegungsquote 1)

Angebotsquote 2)

217
56
161
67
61
33

253
56
197
79
85
33

91
93
91
91
94
83

15
10
18
18
26
11

130
80
50

122
73
49

122
73
49

94
91
98

11
13
9

125
85

110
73

110
73

88
86

10
10

45
40
40

41
32
37

41
32
37

91
80
93

19
11
12

72
14
31
27

76
15
34
27

82
73
82
90

9
5
12
9

94
64

96
64

79
80

7
6

44
20
30

44
20
32

73
100
78

11
5
16

231
105
55
50
89
37
37

231
105
55
50
89
37
37

91
88
92
83
94
93
93

10
9
10
9
28
5
10

846

888

89

11

90
20
40
30

1
1

3
1
2

Region 5
Oggersheim
Schillerschule
Langgewannschule
Karl-Kreuter-Schule
Ruchheim

120
80

1

1

Region 6
Nord/Hemshof
Gräfenauschule
Goetheschule
West
Friesenheim
Rupprechtschule
Luitpoldschule
GRS+ Lu-Friesenheim

255
120
60
60
95
40
40

Stadt insgesamt

980

1)
2)

insgesamt

60
20
40

1

8

1

34

belegte Plätze je 100 angebotenen Plätzen, wobei die 2-Tagesvariante mit 0,4 und die 3-Tagesvariante mit 0,6 gewichtet ist
angebotene Plätze je 100 Sechs- bis unter Zwölfjährige

Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

Seite 33

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
5.2

Kindertagespflege

Bei den Schulkindern ist die Kindertagespflege, ähnlich wie im Kindergarten, nicht besonders
stark verbreitet. Am 1.3.2015 wurden 51 Kinder im Alter ab sechs Jahren im Rahmen der
Kindertagespflege versorgt, zehn mehr als im Jahr zuvor.
Übersicht 20:

Kinder im Alter ab 6 Jahren am 1.3.2015 in Kindertagespflege
nach Regionen, Stadtteilen und Grundschulbezirken
Region
Stadtteil
Grundschulbezirk

Seite 34

Kinder

Region 1
Mitte
Süd (m. Herderviertel)
Wittelsbachschule
Brüder-Grimm-Schule
Albert-Schweitzer-Schule

7
7
3
3
1

Region 2
Mundenheim (o. Herderviertel)
Rheingönheim

9
4
5

Region 3
Gartenstadt
Niederfeldschule
Hochfeldschule
Ernst-Reuter-Schule
Maudach

7
7
1

Region 4
Oppau
Edigheim
Pfingstweide

2
2

Region 5
Oggersheim
Schillerschule
Langgewannschule
Karl-Kreuter-Schule
Ruchheim

6
6
2
3
1

6

Region 6
Nord/Hemshof
Gräfenauschule
Goetheschule
West
Friesenheim
Rupprechtschule
Luitpoldschule
GRS+ Lu-Friesenheim

20
4
3
1
5
11
9
1
1

Stadt insgesamt

51

Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
5.3

Schulische Angebote

„Soweit eine durchgehende Betreuung von Schulkindern bis zum vollendeten 14. Lebensjahr
nicht im Rahmen der Schule erfolgt, soll das Jugendamt eine bedarfsgerechte Bereitstellung
von Plätzen in Horten, in anderen für diese Altersgruppe geeigneten Kindertagesstätten oder in
Kindertagespflege gewährleisten.“ Mit dieser Negativ-Formulierung räumt § 6 des
Kindertagesstättengesetzes den schulischen Betreuungsangeboten Vorrang gegenüber der
Kindertagesbetreuung der Jugendhilfe ein.
Als erstes schulisches Angebot ist die „Volle Halbtagsschule“ im Rahmen der Grundschule zu
nennen, mit Unterrichtszeiten von mindestens vier (Klassenstufen eins und zwei) bzw. fünf
Zeitstunden (Klassenstufen drei und vier). Damit ist ein Mindestmaß an regelmäßiger Betreuung
gewährleistet. Hiervon waren alle 5.787 Schüler der 23 öffentlichen Grundschulen betroffen.
Betreuende Grundschule
Weiterreichend ist die Betreuende Grundschule, die eine über die Unterrichtszeit
hinausreichende Teilzeitbetreuung gewährleistet. An 22 der 23 öffentlichen Grundschulen
geschah dies in Trägerschaft der Stadt (Schulträger), an der Wittelsbachschule kümmerte sich
der Träger der Schultagesstätte, der Förder- und Freundeskreis der Grundschule
Wittelsbachschule e.V., um ein entsprechendes Angebot.
Je nach Nachfrage und Organisation beginnt die Betreuung ab 7.00 Uhr morgens und endet ca.
um 14.00 Uhr. Mittagessen und Betrieb in den Schulferien werden nicht angeboten. Darüber
hinaus gab es an acht Standorten eine verlängerte Variante bis 16:00 Uhr, die ein Mittagessen
miteinschloss.
Von den 5.787 Schülern der öffentlichen Grundschulen, 44 mehr als im Vorjahr, nahmen 1.432
Mädchen und Jungen das Angebot der Betreuenden Grundschule wahr. Das bedeutete erneut
Besucherrekord, da die Vorjahreszahl um 72 Personen übertroffen wurde. Interessant dabei ist
die unterschiedliche Präferenz der beiden Angebote: Während im Vorjahresvergleich der
Zuspruch der 14.00 Uhr-Variante um 31 auf 1.074 Kinder fiel, besuchten 358 Schüler die 16.00
Uhr-Variante, was ein Plus von 103 jungen Menschen bedeutete.
Die Betreuende Grundschule wurde von 25% der Grundschulkinder (4 Jg.) genutzt. Zählt man
die Hortversorgung, die Kindertagespflege und die Betreuende Grundschule zusammen und
bezieht dieses Angebot auf die Altersgruppe der 6- bis unter 12-Jährigen (6 Jg.), so konnten
knapp 27% der Kinder dieser Altersklasse ein Angebot nutzen.

Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

Seite 35

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15

Übersicht 21:

Betreuende Grundschule an Ludwigshafener Grundschulen 2014/15 *)

Grundschule

1)

Albert-Schweitzer-Schule
Alfred-Delp-Schule
Astrid-Lindgren-Schule
bis 14 Uhr
bis 16 Uhr
Bliesschule
2)
Brüder-Grimm-Schule
Erich Kästner-Schule
Ernst-Reuter-Schule
Goetheschule Nord
Goethe-Mozart-Schule
2)
Gräfenauschule
GRS plus Lu-Friesenheim
bis 14 Uhr
bis 16 Uhr
Hochfeldschule
Karl-Kreuter-Schule
bis 14 Uhr
bis 16 Uhr
Langgewannschule
Lessingschule
Luitpoldschule
bis 14 Uhr
bis 16 Uhr
Mozartschule
bis 14 Uhr
bis 16 Uhr
Niederfeldschule
bis 14 Uhr
bis 16 Uhr
GS Pfingstweide
Rupprechtschule
bis 14 Uhr
bis 16 Uhr
Schillerschule Mundenheim
Schillerschule Oggersheim
bis 14 Uhr
bis 16 Uhr
2)
Wittelsbachschule
Insgesamt
bis 14 Uhr
bis 16 Uhr

Gruppen

2
3
4
1
2
3
2
3
4
2
3
3
5
4
4
5
7
6
3
5
3
7
2
83

Schüler

39
58
65
49
16
10
36
38
14
48
68
36
51
14
37
51
92
52
40
79
75
94
42
52
124
64
60
105
65
40
48
95
33
62
51
131
80
51
24
1.432
1.074
358

Schüler pro
Gruppe

19,5
19,3
16,3
10,0
18,0
12,7
7,0
16,0
17,0
18,0
17,0
17,0
18,4
19,8
18,8
18,8
17,7
21,0
16,0
19,0
17,0
18,7
12,0
17,3

*) ohne Gruppen/Schüler in Schultagesstätten; Stand Schuljahresbeginn
1) alle Grundschulen bieten grundsätzlich eine Betreuung bis 14.00 Uhr an
2) zusätzlich zur Betreuenden Grundschule gibt es noch eine Schultagesstätte

Seite 36

Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
Ganztagsschule
Unverändert gab es in Ludwigshafen im Schuljahr 2014/15 elf Ganztagsschulen. Sieben
Schulen boten den Ganztagsunterricht in Angebotsform an (die Teilnahme am Ganztagsbetrieb
ist freiwillig, nach Anmeldung jedoch dann für das gesamte Schuljahr verbindlich), drei in
verpflichtender Form. Das Ganztagsangebot des achtjährigen Heinrich-Böll-Gymnasiums
besteht aus einer Mischform: Klassenstufen fünf und sechs in Angebotsform, Klassenstufen
sieben bis neun in verpflichtender Form und in den Klassenstufen zehn bis zwölf
Nachmittagsunterricht im Kurssystem. Nach Schulart differenziert, boten vier Förder-, zwei
Grundschulen, eine Realschule plus, zwei Gymnasien, eine Integrierte Gesamtschule und eine
Integrierte Gesamt- und Realschule plus den Ganztagsunterricht an.
Der Betreuungsumfang der Ganztagsschule erstreckt sich auf vier Nachmittage in der Woche
bis 16.00 Uhr, wobei eine Ausdehnung auf den fünften Tag und bis 18.00 Uhr möglich ist. Die
Schulferien bleiben aber auch hier ausgeklammert.
Eine Ganztagsschule in Ludwigshafen besuchten im Schuljahr 2014/15 insgesamt 5.369
Schüler, 81 weniger als im Jahr zuvor. Durch die Freiwilligkeit bei der Angebotsform nahmen
jedoch lediglich 3.109 junge Menschen auch tatsachlich am Ganztagsunterricht teil, was 52
Personen mehr waren als im Vorjahr. 2.562 dieser Kinder und Jugendlichen stammten aus
Ludwigshafen (82%), 547 wohnten im Umland (18%). 276 Ganztagsschüler gehörten der
Primarstufe an (Klassenstufen eins bis vier) und 917 den noch betreuungsintensiven
Klassenstufen fünf und sechs. In den höheren Klassenstufen traf man auf 1.545 Jugendliche.
Für die 371 Schüler der Georgens-Schule und der Mosaikschule ist an dieser Stelle eine
weitere Untergliederung weder sinnvoll noch möglich.
Übersicht 22:

Ganztagsschulen und Ganztagsschüler in Ludwigshafen
im Schuljahr 2014/15 *)

Ganztagsschule
Bliesschule (GS)
Ernst-Reuter-Schule (GS)
SFL Schule an der Blies
SFL Schloss-Schule
Ernst-Reuter-Realschule plus
Carl-Bosch-Gymnasium
Heinrich-Böll-Gymnasium
IGS Ernst Bloch
IGS RS+ Ludwigshafen-Edigheim

Art

1)

A
A
A
A
A
A
G8GTS
V
A

Zwischensumme

Schüler/
-innen
insg.

darunter: Ganztagsschüler/-innen
nach Klassenstufen
insg.
1–4
5+6
7 – 9 10 – 13

221
220
249
227
337
1.266
636
1.212
630

104
80
236
217
183
181
240
1.212
285

104
80
40
52

4.998

2.738

276

Georgens-Schule (Schule mit dem
Förderschwerpunkt ganzheitliche
Entwicklung)

V

184

184

Mosaikschule
(Schule m. d. Förderschwerpunkt
motorische Entwicklung)

V

187

187

5.369

3.109

insgesamt
*)
1)

50
62
83
110
133
334
145

103
103
87
71
107
490
140

917

1.101

43
13

388
444

vorläufige Zahlen
A = Angebotsform; V = verpflichtende Form; G8GTS = Klassenstufen 5+6 in Angebotsform, Klassenstufen 7-9 in
verpflichtender Form, Klassenstufen 10-12 Nachmittagsunterricht im Kurssystem

Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

Seite 37

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
Bezieht man sich lediglich auf die 1.132 aus Ludwigshafen stammenden Kinder, die die Schule
in den Klassenstufen eins bis sechs ganztags nutzten, so profitierten gut 12% der Sechs- bis
unter Zwölfjährigen von diesem Angebot.
Fasst man alle hier genannten Betreuungsangebote der Jugendhilfe und der Schule bzw. deren
Belegung bis einschließlich der sechsten Klassenstufe zusammen, so wurden 3.656 der 9.209
in Ludwigshafen wohnhaften Kinder dieser Altersgruppe (6 Jg.) erreicht, was einem Anteil von
40% entsprach (Vorjahr 39%), wenn man mögliche Doppelbelegungen einmal außer Acht lässt.
Grafik 5:

Seite 38

Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
6.

Ausblick

Wie der Bericht darlegt, ist der bedarfs- und nachfragegerechte Ausbau der Krippe- und
Kindergartenkapazitäten im Berichtsjahr ein großes Stück weitergekommen. Kurzfristiges Ziel
hierbei bleibt, zunächst noch die ausstehenden Maßnahmen der ersten beiden Ausbaupakete,
die 2009 vom Stadtrat beschlossen wurden, zu Ende zu bringen. Hierzu gehört seitens der
freien Träger die Beendigung der Bauarbeiten in der protestantischen KTS Regenbogenland in
der Limesstraße in Rheingönheim. Auf städtischer Seite ist als Zwischenlösung für die südliche
Innenstadt das viergruppige Provisorium in der Ludwig-Bertram-Straße (Mitte) zu realisieren
und längerfristig der Neubau in der Gneisenaustraße (Süd). Zudem sind die begonnenen
Ausbaumaßnahmen in der KTS Madenburgstraße in Mundenheim sowie in der KTS
Löwenzahn im Weißdornhag in der Gartenstadt abzuschließen und die bevorstehende
Erweiterung der KTS Ebertpark in Friesenheim umzusetzen. Darüber hinaus ist noch die
weitere Öffnung der Kindergärten für Zweijährige im Bestand in den Einrichtungen in der
Rheinhorst- und Mörikestraße (Oggersheim), Hemshofstraße (Nord-Hemshof) und Von-WeberStraße (Süd) zu leisten.
Daueraufgabe für die nächsten Jahre bleibt zudem, für alle Aktivitäten und bestehenden
Vakanzen gutes und qualifiziertes Fachpersonal zu gewinnen, um so die real verfügbaren
Kapazitäten wieder den nominellen anzugleichen.
Mit größter Aufmerksamkeit wird unverändert die Entwicklung der Kinderzahlen verfolgt. Die seit
2010 erfreulicherweise ansteigenden Geburtenzahlen und die daraus zu ziehenden
Konsequenzen wurden bereits mehrfach dargestellt und haben zum „3. Maßnahmenpaket zum
Ausbau der Kindertagesstättenkapazitäten in Ludwigshafen“ geführt, das am 25.6.2015 vom
Jugendhilfeausschuss und am 6.7.2015 vom Stadtrat beschlossen wurde. Dieses Paket
beinhaltet den Neubau von weiteren 30 Kindergarten- und acht Krippegruppen, woraus sich
nach heutigem Stand weitere knapp 25 Mio. Euro allein an Investitionskosten ergeben. Ein
weiterer planungsrelevanter Aspekt bildet sich in der anhaltend hohen Zuwanderung nach
Ludwigshafen ab: Nachdem 2014 die Netto-Zuwanderung auf über 2.000 Personen
angewachsen ist, deuten hier die neuesten Zahlen kurzfristig keine spürbare Trendumkehr an.
Entsprechend entwickeln sich auch die Wanderungsbilanzen bei den Kindern im Vorschul- und
Grundschulalter - Kinder mit gleichem Rechtsanspruch auf Besuch einer Kindertagesstätte und
später mit Schulpflicht. Ein Blick in die Vergangenheit lehrt aber auch, dass solche
Zuwanderungsströme in die Stadt in Folge von wirtschaftlichen Hochphasen, politischen
Umbrüchen und Krisen in der Nachbarschaft Europas bislang nicht von zeitlicher Dauer waren.
Insofern bleibt hier eine große Unsicherheit, in welchen Dimensionen schon mittelfristig die
Einwohnerentwicklung Ludwigshafens verlaufen wird, was langfristige Planungsoptionen
ungemein erschwert.
Thema bleibt auch das vom Bundesverfassungsgericht gestoppte Betreuungsgeld: Ist das Aus
endgültig oder entwickeln sich auf Länderebene entsprechende Aktivitäten? Gegebenenfalls
müsste dann das Leistungsangebot an öffentlicher Kleinkinderbetreuung nachjustiert werden.

Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

Seite 39

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15

Anhang

Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

Seite 41

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
Kindertagesstätten am 1.3.2015: Kapazität und Belegung nach Öffnungszeit

Übersicht 23:

Region
Stadtteil
Grundschulbezirk
Einrichtung

Kapazität

Anzahl der
Einrichtungen
Träger 1)

Gruppen

Plätze

Belegte Plätze in…
reinen Kindergartengruppen mit Kindern ab 2 Jahren
und altersgemischten Gruppen mit Kindern ab 3
Jahren bis Schuleintritt
nach Öffnungszeit/Belegungsart
3xTZ
2xTZ
TZ über
über
über
TZ
GZ
Mittag
Mittag
Mittag
+2xGZ
+3xGZ

reinen Krippegruppen und altersgemischten Gruppen mit Kindern unter 3
Jahren
TZ
(nur
BASFLuKids)

2 Tage
wöchentlich

3 Tage
wöchentlich

GZ

Region 1
Mitte
1. Wredestr. 24
2. Maxstr. 36
3. Westendstr. 6-8
4. Benckiser Str. 50a
5. Bahnhofstr. 52

15
5
K
P
S
S
S

71
29
3
4
12
7
3

1.590
605
75
100
225
145
60

2
2

62
53

2

34
19

Süd
a) Wittelsbachschule
1. Silcherstr. 11
2. Von-Weber-Str. 17
3. Wittelsbachstr. 73
b) Brüder-Grimm-Schule
1. Rottstr. 19
2. Orffstr. 1
3. Karl-Krämer-Str. 4a
4. Hornstr.1
c) Albert-Schweitzer-Schule
1. Georg-Herwegh-Str. 43
2. Ludwig-Börne-Str. 2
3. Georg-Herwegh-Str. 9

10
3
P
S
FV
4
K
S
S
FV
3
K
P
S

42
12
5
3
4
18
3
5
6
4
12
4
2
6

985
280
125
75
80
430
75
125
150
80
275
85
50
140

9

Region 2
Mundenheim
1. Pfarrer-Krebs-Str. 26
2. Wasgaustr. 22
3. Weißenburger-Str. 36
4. Madenburgstr. 30
5. Ebernburgstr. 11

8
5
K
K
P
S
S

40
24
5
5
5
5
4

890
530
110
110
110
115
85

31
21
10
2
9

Rheingönheim
1. St-Josefs-Gasse 13
2. Limesstr. 4
3. Brückweg 41

3
K
P
S

16
2
4
10

360
50
100
210

10

Region 3
Gartenstadt
a) Niederfeldschule
1. Niederfeldstr. 20
2. Nachtigalstr. 39
b) Hochfeldschule
1. Deidesheimer Straße 8
2. Herxheimer Str. 51
3. Weißdornhag 3

11
8
2
K
P
3
K
P
S

43
31
7
4
3
9
2
2
5

986
696
145
85
60
211
50
50
111

24
24
15
6
9

489
235
50
63
89
33

177
27

478
184
25
33
70
56

27

reinen Hortgruppen und
altersgemischten Gruppen mit
Hortkindern
2 Tage
wöchentlich
6

3 Tage
wöchentlich
30

insgesamt
GZ

217
56

56

9
9

254
68
42
26

150
19
4
15

294
69
43
26

119

73
59

56
63

14

139
16
51
72

67
39
19
9

58
10
4
44

86
24
22
40

214
137

246
125
76

2

2

67
70
40
9

10

Auslastung
der Platzkapazität in
%

6
6

30
6

161
67

6

6
24

67
61

24

61
33
33

228
144
24
33
19
32
36

122
73

38
35

77
13
61
3

121
22
28
71

2
1

2
1

84
13

49

1

1

71

49

153
126
33
10
23
51
25
26

296
174
47
42
5
41
10
4
27

3

4

315
233
45
23
22
69
15
15
39

110
73
0
41
41

1.461
557
75
96
195
135
56

92
92
100
96
87
93
93

904
235
89
67
79
416
75
107
149
85
253
82
45
126

92
84
71
89
99
97
100
86
99
100
92
96
90
90

845
500
110
102
98
110
80

95
94
100
93
89
96
94

345
50
89
206

96
100
89
98

905
630
140
81
59
202
50
45
107

92
91
97
95
98
96
100
90
96

1) Träger: S = Stadt; K = Kath. Kirche; P = Prot. Kirche; FV = Förderverein

Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

Seite 43

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
noch Übersicht 23:

Region
Stadtteil
Grundschulbezirk
Einrichtung

Kapazität

Anzahl der
Einrichtungen
Träger 1)

Gruppen

Plätze

Belegte Plätze in…
reinen Kindergartengruppen mit Kindern ab 2 Jahren
und altersgemischten Gruppen mit Kindern ab 3
Jahren bis Schuleintritt
nach Öffnungszeit/Belegungsart
3xTZ
2xTZ
TZ über
über
über
TZ
GZ
Mittag
Mittag
Mittag
+2xGZ
+3xGZ

reinen Krippegruppen und altersgemischten Gruppen mit Kindern unter 3
Jahren
TZ
(nur
BASFLuKids)

2 Tage
wöchentlich

3 Tage
wöchentlich

GZ

c) Ernst-Reuter-Schule
1. Von-Kieffer-Str. 100
2. Kärntner Str. 25
3. Schlesier Str. 36 a

3
K
P
S

15
3
3
9

340
75
75
190

9

42

9

30
12

Maudach
1. Silgestr. 15
2. Mittelstr. 2
3. Grünstadter Str. 5

3
K
P
S

12
4
2
6

290
100
50
140

Region 4
Oppau
1. Kirchenstr. 10
2. Gg.-Ludwig-Krebs-Str. 32
3. Oberlinstr. 5
4. August-Bebel-Str. 77

12
4
K
K
P
S

35
12
2
2
4
4

809
280
50
50
85
95

1

Edigheim
1. Oppauer Str. 75
2. Kranichstr. 15
3. Bruderweg 4
4. Uhlandstr. 97

4
K
P
S
S

12
2
3
2
5

277
50
75
50
102

1

7

64
25
33

1

7

6

Pfingstweide
1. Londoner Ring 52
2. Brüsseler Ring 57
3. Londoner Ring 8
4. Edinburger Weg 5

4
K
P
S
S

11
3
2
3
3

252
75
47
70
60

6

6

Region 5
Oggersheim
a) Schillerschule
1. Schlossgasse 2
2. Orangeriestr. 7-9
b) Langgewannschule
1. Josef-Huber-Str. 45
2. Comeniusstr. 14
3. Comeniusstr. 32
4. Friedrich-Naumann-Str. 13
5. Mörikestr. 28

13
11
2
K
P
5
K
P
S
S
S

58
46
6
2
4
26
5
4
4
6
7

1.211
951
150
50
100
536
110
91
40
145
150

27
13
14
21
8

130
60

8

41
19

6
6
1

1

43
26

18
8

10

229
203
40
40
130
31
24
8
41
26

86
45
3
38
3
2
1

278
101
50
35

1

4
2
2
1

3 Tage
wöchentlich

37
37
1

1

1

1

1

105
50
18
10
27

71
17
14
40

3
1

72
14

1

14

1

2

31

1

1
1

9
22

97
25
28
21
23
1
1

1
1

444
348
56
18
38
182
43
35
24
36
44

27
27
1

1

Auslastung
der Platzkapazität in
%

GZ

32

82
22
13
47
254
86

insgesamt

32

15
35
36

16

307
248
48
28
20
130
24
31
8
44
23

2 Tage
wöchentlich

119
28
36
55

122
69
18
35

72
8
25
25
14

reinen Hortgruppen und
altersgemischten Gruppen mit
Hortkindern

94
64

44

20
24

288
73
69
146

85
97
92
77

275
95
47
133

95
95
94
95

762
270
50
50
84
86

94
96
100
100
99
91

251
50
58
49
94

91
100
77
98
92

241
75
46
64
56

96
100
98
91
93

1.123
891
144
46
98
504
106
90
40
141
127

93
94
96
92
98
94
96
99
100
97
85

1) Träger: S = Stadt; K = Kath. Kirche; P = Prot. Kirche

Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

Seite 44

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
noch Übersicht 23:

Region
Stadtteil
Grundschulbezirk
Einrichtung

Anzahl der
Einrichtungen

Gruppen

Plätze

4

14

265

P
S
S
Lebenshilfe

3
4
4
3

75
90
70
30

Ruchheim
1. Pfalzgartenstr. 12-16
2. Oggersheimer Str. 22-24

2
KgV
S

12
5
7

260
110
150

Region 6
Nord/Hemshof
a) Gräfenauschule
1. Hartmannstr. 29-31
2. Seilerstr. 14
3. Kanalstr. 75-77
4. Marienstr. 5-7
5. Blücherstr. 5-7
6. Gräfenaustr. 32
b) Goetheschule
1. Hemshofstr. 42
2. Rohrlachstr. 74
3. Hemshofstr. 39
4. Rohrlachstr. 89

22
10
6
FG
S
S
S
S
FV
4
K
P
S
S

88
44
24
5
6
3
6
3
1
20
3
5
8
4

West
1. Burgundenstr. 2
2. Bayreuther Str. 47
3. Bayreuther Str. 49
4. Waltraudenstr. 36
5. Sieglindenstr. 32

5
K
FG
FG
S
Caritas

Friesenheim
a) Rupprechtschule
1. Leuschnerstr. 151
2. Leuschnerstr. 56
3. Erzbergerstr. 109 - 111
b) Luitpoldschule
1. Hagellochstr. 33
2. Spatenstr. 17
3. Luitpoldstr. 45 a
c) GRS+ Lu-Friesenheim
1. Brebacher Str. 3
wohnquartierorientierte
Einrichtungen

c) Karl-Kreuter-Schule
(Melm/Notwende)
1. Altrheinstr. 29
2. Rheinhorststr. 40
3. Karl-Dillinger-Str.7
4. Rheinhorststr. 38

Träger 1)

Belegte Plätze in…
reinen Kindergartengruppen mit Kindern ab 2 Jahren
und altersgemischten Gruppen mit Kindern ab 3
Jahren bis Schuleintritt
nach Öffnungszeit/Belegungsart
3xTZ
2xTZ
TZ über
über
über
TZ
GZ
Mittag
Mittag
Mittag
+2xGZ
+3xGZ

reinen Krippegruppen und altersgemischten Gruppen mit Kindern unter 3
Jahren

Kapazität

TZ
(nur
BASFLuKids)

2 Tage
wöchentlich

3 Tage
wöchentlich

GZ

8

33

70

1

1

32
1

9
31
30

1

1

17
9
8

26
22
4

59
30
29

1.978
1.002
552
101
150
75
140
66
20
450
75
110
165
100

38
17
8
8

306
92
77
34

524
339
168

17
2
4
4
6
1

355
50
60
80
150
15

8

7
3
K
P
S
3
K
K
P
1
P

27
17
3
5
9
7
2
2
3
3
3

621
376
75
110
191
170
45
50
75
75
75

13
13

183
76

7
6

48
28
69
27
2
40
38
38

81

335

7.464

8
1
1

1
1

86
10
60
12
171
47
15
57
52

140
20
24
48
48

31

79
38

134
12
50

31

41

72

24
9

15
4
11

9

8

3 Tage
wöchentlich

insgesamt

20

1

1

30

1

1

30
231
105
55

36
19
50
50
89
74
15

1

4

219

1.521

106
77
50
8
19
29

1
1

1
1

1

1

21
8

1.828

8

9

220
121
25
31
65
63
15
21
27
36
36
2.433

37
37
37

8

34

Auslastung
der Platzkapazität in
%

GZ

20

25
35
20
30

714
360
220
57
60
33
40
30

19

1

2 Tage
wöchentlich

110

96
48
48
1

reinen Hortgruppen und
altersgemischten Gruppen mit
Hortkindern

846

243

92

66
89
58
30

88
99
83
100

232
111
121

89
101
81

1.815
913
528
99
146
62
136
66
19
385
71
59
155
100

92
91
96
98
97
83
97
100
95
86
95
54
94
100

341
50
58
74
144
15

96
100
97
93
96
100

561
326
75
96
155
161
42
44
75
74
74

90
87
100
87
81
95
93
88
100
99
99

6.911

93

1) Träger: S = Stadt; K = Kath. Kirche; P = Prot. Kirche; KgV = Kindergartenverein; FG = Fördergemeinschaft; FV = Förderverein

Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

Seite 45

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
noch Übersicht 23:

Region
Stadtteil
Grundschulbezirk
Einrichtung

Anzahl der
Einrichtungen
Träger 1)

Gruppen

Plätze

Klinikum

2

40

Zweckverband Kinderzentrum

4

3. Integrative KTS
der Lebenshilfe
Rheinhorststr. 38

Lebenshilfe

4. Integrative Kindertagesstätte
Comeniusstr. 32

S + Zweckverband Kinderzentrum

1. Bremserstraße 79
2. Förderkindergarten des
Kinderzentrums
Karl-Lochner-Str. 8

5. LUKids
Geibelstr. 1
„Haus Wiesengrund“
Geibelstr. 1a
„Haus Farbturm“
Geibelstr. 1b
„Haus Luftschloss“
Geibelstr. 1c
„Haus Tierreich“

Belegte Plätze in…
reinen Kindergartengruppen mit Kindern ab 2 Jahren
und altersgemischten Gruppen mit Kindern ab 3
Jahren bis Schuleintritt
nach Öffnungszeit/Belegungsart
3xTZ
2xTZ
TZ über
über
über
TZ
GZ
Mittag
Mittag
Mittag
+2xGZ
+3xGZ

reinen Krippegruppen und altersgemischten Gruppen mit Kindern unter 3
Jahren

Kapazität

TZ
(nur
BASFLuKids)

2 Tage
wöchentlich

3 Tage
wöchentlich

GZ

7

reinen Hortgruppen und
altersgemischten Gruppen mit
Hortkindern
2 Tage
wöchentlich

3 Tage
wöchentlich

insgesamt

Auslastung
der Platzkapazität in
%

GZ

33

40

100

32

32

32

100

8

55

55

55

100

4

20

20

20

100

5

50

12

27

39

78

8

80

21

47

68

85

6

60

13

34

47

78

6

60

15

30

45

75

145

346

87

7.257

92

Educcare

zielgruppenorientierte
Einrichtungen

5

43

397

61

Stadt insgesamt

86

378

7.861

61

Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

1

4

364

140
1.521

1.828

8

9

2.573

8

34

846

Seite 46

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
Übersicht 24:

Kindertagesstätten am 1.3.2015: Belegung nach Alter

Region
Stadtteil
Grundschulbezirk
Einrichtung

2- unter 3
(Kindergarten)

3- unter 4

4- unter 5

5- unter 6

6 und älter
(Kindergarten)

106
41
2
6
17
16

277
90
6
18
39
27

327
151
34
37
41
39

289
104
22
24
36
22

145
60
11
11
26
12

Region 1
Mitte
1. Wredestr. 24
2. Maxstr. 36
3. Westendstr. 6-8
4. Benckiser Str. 50a
5. Bahnhofstr.52

Alter der Kinder in Jahren
insgesamt
1.461
557
75
96
195
135
56

unter 1

1- unter 2

2- unter 3
(Krippe)

4
4

49
40

11
11

4

27
13

5
6

Süd
a) Wittelsbachschule
1. Silcherstr. 11
2. Von-Weber-Str. 17
3. Wittelsbachstr. 73
b) Brüder-Grimm-Schule
1. Rottstr. 19
2. Orffstr. 1
3. Karl-Krämer-Str. 4a
4. Hornstr.1
c) Albert-Schweitzer-Schule
1. Georg-Herwegh-Str. 43
2. Ludwig-Börne-Str. 2
3. Georg-Herwegh-Str. 9

904
235
89
67
79
416
75
107
149
85
253
82
45
126

9

Region 2
Mundenheim
1. Pfarrer-Krebs-Str. 26
2. Wasgaustr. 22
3. Weißenburger-Str. 36
4. Madenburgstr. 30
5. Ebernburgstr. 11

845
500
110
102
98
110
80

5
3

Rheingönheim
1. St-Josefs-Gasse 13
2. Limesstr. 4
3. Brückweg 41

345
50
89
206

2

8

2

8

Region 3
Gartenstadt
a) Niederfeldschule
1. Niederfeldstr. 20
2. Nachtigalstr. 39
b) Hochfeldschule
1. Deidesheimer Straße 8
2. Herxheimer Str. 51
3. Weißdornhag 3

905
630
140
81
59
202
50
45
107

3
3
2

20
20
12
6
6

65
1

9
9

3

2

Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

24
16
8
2
6

2
2
2

1
1
1
1

6- unter 7
(Schulkinder)

7- unter 8

8- unter 9

9- unter 10

37
5

86
20

56
5

54
19

16
5

4
2

5

20

5

19

5

2

32
19

66
23

51
17

35
13

11
7

2

19
12

23
29

17
25

13
18

7
1

12
1

29
14

25
9

18
4

1
3

2

1

14

9

4

3

2

10- unter 11 11- unter 12 12- unter 13 13- unter 14 14 und älter

1

187
39
21
18

176
51
24
27

185
47
28
19

85
18
16
2

39
6
12
21

81
24
22
35

82
20
22
40

86
19
28
39

43
6
23
14

25
10
5
10

67
28
8
31

43
13
12
18

52
16
14
22

24
6
6
12

62
34
10
6
13

192
112
29
22
25
25
11

159
93
22
19
19
23
10

105
60
14
14
10
10
12

14
5

33
22

30
20

27
11

12
10

5
4

1
1

2
3

7
15

10
10

8
3

6
4

4

1

5

174
107
25
39
22
14
7

28
7
6
15

67
8
22
37

80
14
18
48

66
13
27
26

45
8
16
21

9

11

10

16

2

1

9

11

10

16

2

1

107
62
11
9
2
15
5
4
6

194
118
17
8
9
43
11
15
17

207
152
39
25
14
45
14
13
18

168
120
26
19
7
40
13
12
15

95
81
32
14
18
18
7
1
10

11
9

27
24

24
14

28
14

18
12

2

5

13

7

10

6

5

13

7

10

6

Seite 47

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
noch Übersicht 24:
Region
Stadtteil
Grundschulbezirk
Einrichtung

Alter der Kinder in Jahren
insgesamt

unter 1

1- unter 2

1

8

1

8

c) Ernst-Reuter-Schule
1. Von-Kieffer-Str. 100
2. Kärntner Str. 25
3. Schlesier Str. 36 a

288
73
69
146

Maudach
1. Silgestr. 15
2. Mittelstr. 2
3. Grünstadter Str.5

275
95
47
133

Region 4
Oppau
1. Kirchenstr. 10
2. Gg.-Ludwig-Krebs-Str. 32
3. Oberlinstr. 5
4. August-Bebel-Str. 77

762
270
50
50
84
86

16
8

Edigheim
1. Oppauer Str. 75
2. Kranichstr. 15
3. Bruderweg 4
4. Uhlandstr. 97

251
50
58
49
94

8

Pfingstweide
1. Londoner Ring 52
2. Brüsseler Ring 57
3. Londoner Ring 8
4. Edinburger Weg 5

241
75
46
64
56

Region 5
Oggersheim
a) Schillerschule
1. Schlossgasse 2
2. Orangeriestr. 7-9
b) Langgewannschule
1. Josef-Huber-Str. 45
2. Comeniusstr. 14
3. Comeniusstr. 32
4. Friedrich-Naumann-Str. 13
5. Mörikestr. 28
c) Karl-Kreuter-Schule
(Melm/Notwende)
1. Altrheinstr. 29
2. Rheinhorststr. 40
3. Karl-Dillinger-Str.7
4. Rheinhorststr. 38

1.123
891
144
46
98
504
106
90
40
141
127
243
66
89
58
30

2- unter 3
(Krippe)

6

8

8
6

6
3
2

31
21

11
3

15
8

3

7
6

3

2

2

Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

6

2- unter 3
(Kindergarten)

3- unter 4

4- unter 5

5- unter 6

6 und älter
6- unter 7
(Kinder(Schulkinder)
garten)

7- unter 8

8- unter 9

9- unter 10

10- unter 11 11- unter 12 12- unter 13 13- unter 14 14 und älter

36
13
6
17

58
14
19
25

68
23
19
26

54
16
16
22

31
7
9
15

4

11

7

4

6

4

11

7

4

6

45
16
10
19

76
34
17
25

55
18
9
28

48
20
10
18

14
7
1
6

2

3

10

14

6

2

2

3

10

14

6

2

73
27
4
2
7
14

165
57
9
10
18
20

185
71
21
11
22
17

172
75
14
19
29
13

69
17
2
8

17

21
6

11
3

20
4

7
2

6

3

4

2

24
9
1
3
11

52
18
13
8
13

61
10
22
14
15

51
8
15
10
18

21
5
7
4
5

8

10

3

10

3

1
7

6
4

1
2

2
8

3

22
6
5
3
8

56
14
11
12
19

53
24
13
7
9

46
16
14
8
8

31
15
3
7
6

9

5

5

6

2

9

5

5

6

2

114
83
13
3
10
54
16
16
4
13
5
16

245
201
38
10
28
100
19
22
7
29
23
63

250
206
25
6
19
118
30
16
9
36
27
63

255
208
43
18
25
120
27
23
14
31
25
45

118
103
25
9
16
50
6
13
6
12
13
28

8
4

33
24

19
14

19
10

11
6

5
5

1
1

2

18

10

4

4

5

1

2
2

12
6
6

5
5
4

1
3
6

2
2
2

5

1

11

27
23
3
10

14
25
19
5

6
14
18
7

8
7
6
7

2

6

4

6

2

4
1

7

Seite 48

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
noch Übersicht 24:
Region
Stadtteil
Grundschulbezirk
Einrichtung
Ruchheim
1. Pfalzgartenstr. 12-16
2. Oggersheimer Str. 22-24
Region 6
Nord/Hemshof
a) Gräfenauschule
1. Hartmannstr. 29-31
2. Seilerstr. 14
3. Kanalstr. 75-77
4. Marienstr. 5-7
5. Blücherstr. 5-7
6. Gräfenaustr. 32
b) Goetheschule
1. Hemshofstr. 42
2. Rohrlachstr. 74
3. Hemshofstr. 39
4. Rohrlachstr. 89

insgesamt

unter 1

232
111
121

1
1

1.815
913
528
99
146
62
136
66
19
385
71
59
155
100

4
4
2
2

1- unter 2
10
10

2- unter 3
(Krippe)
8
8

33
12
5
5

2

7

2

7

West
1. Burgundenstr. 2
2. Bayreuther Str. 47
3. Bayreuther Str. 49
4. Waltraudenstr. 36
5. Sieglindenstr. 32

341
50
58
74
144
15

8

Friesenheim
a) Rupprechtschule
1. Leuschnerstr. 151
2. Leuschnerstr. 56
3. Erzbergerstr. 109 - 111
b) Luitpoldschule
1. Hagellochstr. 33
2. Spatenstr. 17
3. Luitpoldstr. 45 a
c) GRS+ Lu-Friesenheim
1. Brebacher Str. 3

561
326
75
96
155
161
42
44
75
74
74

13
13

wohnquartierorientierte
Einrichtungen
Einrichtungen insgesamt

6.911

1
1
1
1

8

7
6

19

Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

173

32

2- unter 3
(Kindergarten)

3- unter 4

4- unter 5

5- unter 6

Alter der Kinder in Jahren
6 und älter
6- unter 7
(Kinder(Schulkinder)
garten)

7- unter 8

8- unter 9

9- unter 10

10- unter 11 11- unter 12 12- unter 13

31
20
11

44
21
23

44
21
23

47
32
15

15
6
9

4

9

5

9

5

4

9

5

9

5

204
98
61
12
24
5
15
5

345
161
92
19
28
15
18
12

411
216
126
23
38
15
32
18

388
225
128
33
32
25
18
20

198
91
58
4
24
2
17
11

21
14
9

48
29
15

55
30
15

53
21
11

28
9
5

8

12

6

8

2

37
11
6

90
13
17
36
24

97
21
14
32
30

33
10
6
12
5

1
5

3
14

9
15

3
10

3
4

2

5

14

15

10

4

2

20

69
16
7
25
21

44
5
13

52
12
9

55
13
13

58
11
10

35
9
5

3

10

15

24

14

3

5

14

19

26

31

29

37

21
5

1

11
2

13- unter 14 14 und älter

5

5

5

8

5

5

5

11

7

5

5

5

5

3

1

7

5

5

62
29
11
11
7
21
3
7
11
12
12

132
72
20
27
25
38
11
11
16
22
22

140
79
24
23
32
40
10
10
20
21
21

105
57
14
15
28
40
10
10
20
8
8

72
39
6
13
20
22
8
6
8
11
11

4
4

9
9

10
10

8
8

5
5

1
1

4

9

10

8

5

1

666

1.400

1.572

1.431

730

108

248

195

201

92

27

Seite 49

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
noch Übersicht 24:
Region
Stadtteil
Grundschulbezirk
Einrichtung
1. Bremserstraße 79
2. Förderkindergarten des
Kinderzentrums
Karl-Lochner-Str. 8
3. Integrative KTS
der Lebenshilfe
Rheinhorststr. 38
4. Integrative
Kindertagesstätte
Comeniusstr. 32
5 LuKids
Geibelstr .1
„Haus Wiesengrund"
Geibelstr. 1a
„Haus Farbturm"
Geibelstr. 1b
„Haus Luftschloss"
Geibelstr. 1c
„Haus Tierreich"
zielgruppenorientierte
Einrichtungen
Stadt insgesamt

insgesamt

unter 1

1- unter 2

40
32

2

2- unter 3
(Krippe)
5

2- unter 3
(Kindergarten)
4
2

3- unter 4

4- unter 5

5- unter 6

Alter der Kinder in Jahren
6 und älter
6- unter 7
(Kinder(Schulkinder)
garten)

7
8

10
5

11
13

1
4

55

4

24

16

11

20

3

7

6

4

7- unter 8

8- unter 9

9- unter 10

10- unter 11 11- unter 12 12- unter 13 13- unter 14 14 und älter

39

4

25

10

68

6

37

25

47

4

23

20

45

6

31

8

346

20

118

68

6

22

46

46

20

0

0

0

0

0

0

0

0

0

7.257

39

291

100

672

1.422

1.618

1.477

750

108

248

195

201

92

27

7

5

5

Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

Seite 50

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
Übersicht 25:

Kindertagesstätten am 1.3.2015: Belegung mit Kindern mit Migrationshintergrund

Region
Stadtteil
Grundschulbezirk
Einrichtung

Kinder mit doppelter oder ausschließlich nicht deutscher Staatsangehörigkeit in…
reinen Kindergartengruppen für
reinen Krippegruppen und
reinen Hortgruppen und
Kinder ab 2 Jahren und
altersgemischten Gruppen für Kinder
altersgemischten Gruppen für
altersgemischten Gruppen für
unter 3 Jahren
Hortkinder
Kinder ab 3 Jahren bis Schuleintritt

Region 1
Mitte
1. Wredestr. 24
2. Maxstr. 36
3. Westendstr. 6-8
4. Benckiser Str. 50a
5. Bahnhofstr.52
Süd
a) Wittelsbachschule
1. Silcherstr. 11
2. Von-Weber-Str. 17
3. Wittelsbachstr. 73
b) Brüder-Grimm-Schule
1. Rottstr. 19
2. Orffstr. 1
3. Karl-Krämer-Str. 4a
4. Hornstr.1
c) Albert-Schweitzer-Schule
1. Georg-Herwegh-Str. 43
2. Ludwig-Börne-Str. 2
3. Georg-Herwegh-Str. 9

20
15

2
13

5
5

Rheingönheim
1. St-Josefs-Gasse 13
2. Limesstr. 4
3. Brückweg 41

2

1

2
2
2
2
2

Maudach
1. Silgestr. 15
2. Mittelstr. 2
3. Grünstadter Str. 5

Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

156
61
13
82

4
2

2

2

2

49
13

13
8

8
28

28

285
211
58
62
39
42
10

32
27

74
19
24
31

5

20
7

5

186
143
18
5
13
34
16
4
14

24
21

91
38
39
14

6

43
11
14
18

Edigheim
1. Oppauer Str. 75
2. Kranichstr. 15
3. Bruderweg 4
4. Uhlandstr. 97
Pfingstweide
1. Londoner Ring 52
2. Brüsseler Ring 57
3. Londoner Ring 8
4. Edinburger Weg 5

459
96
79
17
207
53
57
97

3
1

Region 4
Oppau
1. Kirchenstr. 10
2. Gg.-Ludwig-Krebs-Str. 32
3. Oberlinstr. 5
4. August-Bebel-Str. 77

97
48

48
5

Region 2
Mundenheim
1. Pfarrer-Krebs-Str. 26
2. Wasgaustr. 22
3. Weißenburger-Str. 36
4. Madenburgstr. 30
5. Ebernburgstr. 11

Region 3
Gartenstadt
a) Niederfeldschule
1. Niederfeldstr. 20
2. Nachtigalstr. 39
b) Hochfeldschule
1. Deidesheimer Straße 8
2. Herxheimer Str. 51
3. Weißdornhag 3
c) Ernst-Reuter-Schule
1. Von-Kieffer-Str. 100
2. Kärntner Str. 25
3. Schlesier Str. 36 a

767
308
71
87
58
92

15

15

6
3

3

193
43
5
8
15
15

20

49
22
19
3
5

2

101
39
33
23
6

2
18

18

Seite 51

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
noch Übersicht 25:
Region
Stadtteil
Grundschulbezirk
Einrichtung
Region 5
Oggersheim
a) Schillerschule
1. Schlossgasse 2
2. Orangeriestr. 7-9
b) Langgewannschule
1. Josef-Huber-Str. 45
2. Comeniusstr. 14
3. Comeniusstr. 32
4. Friedrich-Naumann-Str. 13
5. Mörikestr. 28
c) Karl-Kreuter-Schule
(Melm/Notwende)
1. Altrheinstr. 29
2. Rheinhorststr. 40
3. Karl-Dillinger-Str.7
4. Rheinhorststr. 38

Kinder mit doppelter oder ausschließlich nicht deutscher Staatsangehörigkeit in…
reinen Kindergartengruppen für
reinen Krippegruppen und
reinen Hortgruppen und
Kinder ab 2 Jahren und
altersgemischten Gruppen für Kinder
altersgemischten Gruppen für
altersgemischten Gruppen für
unter 3 Jahren
Hortkinder
Kinder ab 3 Jahren bis Schuleintritt
3
3

3
1

2

8
10
9
4

Ruchheim
1. Pfalzgartenstr. 12-16
2. Oggersheimer Str. 22-24
Region 6
Nord/Hemshof
a) Gräfenauschule
1. Hartmannstr. 29-31
2. Seilerstr. 14
3. Kanalstr. 75-77
4. Marienstr. 5
5. Blücherstr. 5-7
6. Gräfenaustr. 32
b) Goetheschule
1. Hemshofstr. 42
2. Rohrlachstr. 74
3. Hemshofstr. 39
4. Rohrlachstr. 89

57
35
22
11
7
4
4

3
3

West
1. Burgundenstr. 2
2. Bayreuther Str. 47
3. Bayreuther Str. 49
4. Waltraudenstr. 36
5. Sieglindenstr. 32
Friesenheim
a) Rupprechtschule
1. Leuschnerstr. 151
2. Leuschnerstr. 56
3. Erzbergerstr. 109 - 111
b) Luitpoldschule
1. Hagellochstr. 33
2. Spatenstr. 17
3. Luitpoldstr. 45 a
c) GRS+ Lu-Friesenheim
1. Brebacher Str. 3
wohnquartierorientierte
Einrichtungen insgesamt
1. Bremserstraße 79
2. Förderkindergarten des
Kinderzentrums
Karl-Lochner-Str. 8
3. Integrative KTS
der Lebenshilfe
Rheinhorststr. 38
4. Integrative Kindertagesstätte
Comeniusstr. 32
6. LuKids
Geibelstr. 1
„Haus Wiesengrund"
Geibelstr. 1a
„Haus Farbturm"
Geibelstr. 1b
„Haus Luftschloss"
Geibelstr. 1c
„Haus Tierreich"

309
252
63
5
58
158
24
44
8
63
19
31

1.036
620
390
66
138
42
87
57
230
23
16
97
94
148
28
9

6

5
1
2

2

2
2
142
79
35

32
3
44

44
46

31
111
15
4
4
2
2

43

268
153
61
19
73
76
25
42
9
39
39
2.776

17
17

17

325

6

6

4

7
12
14
8

zielgruppenorientierte
Einrichtungen

41

16

Stadt insgesamt

84

2.792

Seite 52

10
8

325

Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
Übersicht 26:
Region
Stadtteil
Grundschulbezirk
Einrichtung
wohnquartierorientierte
Einrichtungen
Region 1
Mitte
1. Wredestr. 24
2. Maxstr. 36
3. Westendstr. 6-8
4. Benckiser Str. 50a
5. Bahnhofstr. 52
Süd
a) Wittelsbachschule
1. Silcherstr. 11
2. Von-Weber-Str. 17
3. Wittelsbachstr. 73
b) Brüder-Grimm-Schule
1. Rottstr. 19
2. Orffstr. 1
3. Karl-Krämer-Str. 4a
4. Hornstr. 1

Kindertagesstätten am 1.3.2015: Öffnungszeiten der Einrichtungen
Träger 1)

Teilzeit
von.....bis.....Uhr 2)

K
P
S
S
S

7.00-13.00 u. 14.00-16.30
7.00-12.30 u. 14.00-16.30
7.00-12.00 u. 14.00-16.00
7.30-12.30 u. 14.00-16.00

P
S
FV

7.30-12.30 u. 14.00-17.00
7.00-12.00 u. 14.30-16.30

Teilzeit über Mittag
von.....bis.....Uhr 2)

7.00-14.00

Ganzzeit
von.....bis.....Uhr 2)

7.00-17.00
7.00-16.30
7.00-17.00
7.00-17.00
8.30-17.00

7.30-14.00

7.30-17.00
7.00-17.00
7.00-17.30

7.15-14.00

7.15-16.15
7.00-17.00
6.45-17.00
7.00-17.30

K
S
S
FV

7.00-12.00 u. 14.30-16.30
7.00-12.00 u. 14.30-16.30

7.00-14.00

c) Albert-Schweitzer-Schule
1. Georg-Herwegh-Str. 43
2. Ludwig-Börne-Str. 2
3. Georg-Herwegh-Str. 9

K
P
S

7.30-12.00 u. 13.30-16.00
7.00-12.00 u. 14.00-17.00
8.00-12.00 u. 14.00-16.00

7.15-14.00
7.00-14.00
7.00-14.00

7.15-16.00
7.00-17.00
7.00-17.00

Region 2
Mundenheim
1. Pfarrer-Krebs-Str. 26
2. Wasgaustr. 22
3. Weißenburger-Str. 36
4. Madenburgstr. 30
5. Ebernburgstr. 11

K
K
P
S
S

7.00-14.00
7.00-12.00 u. 14.00-16.00
7.30-12.30 u. 14.30-16.30
7.30-12.30 u. 14.00-16.00

7.00-16.30
6.45-16.30
7.00-17.00
6.45-17.00
7.30-17.00

Rheingönheim
1. St-Josefs-Gasse 13
2. Limesstr. 4
3. Brückweg 41

K
P
S

7.00-13.00 u. 14.00-16.00
7.00-13.30 u. 14.00-16.00
7.30-12.00 u. 14.00-16.30

7.00-14.00
7.00-14.00
6.45-14.00

7.00-16.30

K
P

7.00-12.00 u. 14.00-16.00
7.15-12.30 u. 13.30-16.45

7.00-14.00
7.15-14.00

7.00-16.30
7.15-16.45

K
P
S

7.30-12.00 u. 14.00-16.00
7.15-13.00 u. 14.00-16.15

7.30-14.00
7.15-14.00
7.00-14.00

7.30-16.30
7.15-17.00
6.45-17.00

Region 3
Gartenstadt
a) Niederfeldschule
1. Niederfeldstr. 20
2. Nachtigalstr. 39
b) Hochfeldschule
1. Deidesheimer Straße 8
2. Herxheimer Str. 51
3. Weißdornhag 3
c) Ernst-Reuter-Schule
1. Von-Kieffer-Str. 100
2. Kärntner Str. 25
3. Schlesier Str. 36 a

7.00-14.00
9.30-16.30

6.45-17.00

K
P
S

7.00-12.30 u. 13.30-16.00
7.30-12.00 u. 14.00-16.00

7.00-14.00
7.00-14.00
7.00-14.00

7.00-17.00
7.00-16.30
7.00-17.00

Maudach
1. Silgestr. 15
2. Mittelstr. 2
3. Grünstadter Str. 5

K
P
S

7.15-12.00 u. 14.00-16.00
7.15-12.30 u. 13.15-16.45
7.00-12.00 u. 14.00-16.00

7.15-14.00
7.15-14.00
7.00-14.00

7.15-16.30
7:15-16.45
7.00-17.00

Region 4
Oppau
1. Kirchenstr. 10
2. Gg.-Ludwig-Krebs-Str. 32
3. Oberlinstr. 5
4. August-Bebel-Str. 77

K
K
P
S

Edigheim
1. Oppauer Str. 75
2. Kranichstr. 15
3. Bruderweg 4
4. Uhlandstr. 97

K
P
S
S

Pfingstweide
1. Londoner Ring 52
2. Brüsseler Ring 57
3. Londoner Ring 8
4. Edinburger Weg 5

K
P
S
S

7.00-14.00
7.00-14.00
8.00-13.00 u. 14.00-16.30
7.45-12.30 u. 14.00-16.30
7.00-13.00 u. 14.00-16.00
7.00-12.00 u. 13.00-16.00
7.30-12.30 u. 14.00-16.30

7.00-12.00 u. 14.00-17.00

7.00-14.00

7.00-16.15
7.00-17.00
7.00-17.00

7.00-14.00
7.00-14.00
7.00-14.00
7.00-14.00

7.00-17.00

7.15-14.00
7.00-14.00
7.00-14.00
7.00-14.00

7.15-17.00
7.00-16.30
7.00-17.00
7.00-17.00

7:00-17.00
7.00-17.00

1) Träger: S = Stadt; K = Kath. Kirche; P = Prot. Kirche; FV = Förderverein
2) jeweils maximale Öffnungszeit

Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

Seite 53

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
noch Übersicht 26:
Region
Stadtteil
Grundschulbezirk
Einrichtung

Teilzeit
von.....bis.....Uhr 2)

Teilzeit über Mittag
von.....bis.....Uhr 2)

Ganzzeit
von.....bis.....Uhr 2)

7.30-12.30 u. 13.30-16.30

7.00-14.00
7.00-14.00

7.00-16.30
7.00-17.00

K
P
S + Zweckverb.
Kinderzentrum
S
S

7.00-12.30 u. 14.00-16.00
7.00-12.30 u. 14.00-16.30
7.30-12.00 u. 13.00-15.30

7.00-14.00
7.00-14.00
7.00-14.00

7.00-17.00
7.00-16.30
7.00-16.00, bei Bedarf bis 16.30

8.00-12.00 u. 14.00-16.00
8.00-12.00 u. 14.00-16.00

7.00-14.00
7.00-14.00

6.45-17.00
7.00-17.00

P
S
S
Lebenshilfe

7.00-13.00 u. 14.00-16.00
7.30-12.30 u. 14.00-16.00

7.00-14.00
7.00-14.00
7.00-14.00

7.00-16.30
7.00-17.00
7.00-17.00
Regelkinder 7.00-17.00
freitags 7.00-16.00

Ruchheim
1. Pfalzgartenstr. 12-16
2. Oggersheimer Str. 22-24

KgV
S

7.00-12.30 u. 14.00-17.00
8.00-12.00 u. 14.00-16.00

7.00-14.00
7.00-14.00

7.00-17.00
7.00-17.00

Region 6
Nord/Hemshof
a) Gräfenauschule
1. Hartmannstr. 29-31
2. Seilerstr. 14
3. Kanalstr. 75-77
4. Marienstr. 5
5. Blücherstr. 5-7
6. Gräfenaustr. 32

FG
S
S
S
S
FV

8.00-12.00 u. 14.00-16.00
7.00-14.00
7.00-14.00
7.00-14.00
7.00-14.00

6.30-16.30
7.00-17.00
7.00-17.00
7.00-17.00
7.00-17.00
8.30-17.00

b) Goetheschule
1. Hemshofstr. 42
2. Rohrlachstr. 74
3. Hemshofstr. 39
4. Rohrlachstr. 89

K
P
S
S

7.00-12.00 u. 14.00-16.00
7.30-12.00 u. 13.30-17.00

7.00-14.00
7.30-14.00
7.00-14.00
7.00-14.00

7.00-16.30
7.30-17.00
7.00-17.00
7.00-17.00

7.00-14.00

7.00-14.30
7.00-16.30
8.30-16.45
7.00-17.00
9.00-17.00

Region 5
Oggersheim
a) Schillerschule
1. Schlossgasse 2
2. Orangeriestr. 7-9
b) Langgewannschule
1. Josef-Huber-Str. 45
2. Comeniusstr. 14
3. Comeniusstr. 32
4. Friedrich-Naumann-Str. 13
5. Mörikestr. 28

c) Karl-Kreuter-Schule
(Melm/Notwende)
1. Altrheinstr. 29
2. Rheinhorststr. 40
3. Karl-Dillinger-Str.7
4. Rheinhorststr. 38

West
1. Burgundenstr. 2
2. Bayreuther Str. 47
3. Bayreuther Str. 49
4. Waltraudenstr. 36
5. Sieglindenstr. 32

Träger 1)

K
P

K
FG
FG
S
Caritas

7.00-12.00 u. 14.00-16.00
7.00-12.00 u. 14.00-16.00

7.00-12.00 u. 14.00-16.00

7.00-14.00

Friesenheim
a) Rupprechtschule
1. Leuschnerstr. 151
2. Leuschnerstr. 56
3. Erzbergerstr. 109 - 111

K
P
S

7.30-12.30 u. 13.30-16.30
8.00-12.00 u. 14.00-16.00

7.00-14.00
7.00-14.00
7.00-14.00

7.00-17.00
7.00-16.30
7.00-17.00

b) Luitpoldschule
1. Hagellochstr. 33
2. Spatenstr. 17
3. Luitpoldstr. 45 a

K
K
P

7.30-12.30 u. 14.00-16.00
8.00-12.00 u. 14.00-16.00
7.30-13.00 u. 14.30-16.30

7.15-14.00
7.00-14.00

7.30-16.00
7.15-16.00
7.00-16.30

c) GRS+ Lu-Friesenheim
1. Brebacher Str. 3

P

7.00-13.30 u. 14.00-16.00

7.00-17.00

zielgruppenorientierte
Einrichtungen
1. Bremserstraße
2. Förderkindergarten des
Kinderzentrums
Karl-Lochner-Str. 8
3. Integrative KTS
der Lebenshilfe
Rheinhorststr. 38
4. Integrative KTS
Comeniusstr. 32
5. LuKids
Geibelstr. 1
Geibelstr. 1a
Geibelstr. 1b
Geibelstr. 1c
1)
2)
3)

Klinikum
Zweckverband Kinderzentrum

5.45-20.00
Mo.-Do. 8.15-15.15
Fr. 8.15-13.00

Lebenshilfe

Förderkinder Mo.- Do. 8.15-15.15
Fr. 8.15-14.30

S + Zweckverb.
Kinderzentrum
Educcare

Förderkinder Mo.-Do. 8.00-15.00
Fr. 7.45-13.00
7.00-18.00
7.00-18.00
7.00-18.00
7.00-18.00

Träger: S = Stadt; K = Kath. Kirche; P = Prot. Kirche; KgV = Kindergartenverein; FV = Förderverein; FG = Fördergemeinschaft
jeweils maximale Öffnungszeit
falls über 13.00 hinaus

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Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
Übersicht 27: Kinder nach Altersklassen 1) und Regionen, Stadtteilen sowie Grundschulbezirken am 31.12.2014 (für das Kindergartenjahr 2014/15)
Region
Stadtteil
Grundschulbezirk

unter 2Jährige
(2,0 Jg.)

unter 3Jährige
(3,0 Jg.)

2,5- bis
unter
6-Jährige
(3,5 Jg.)

2- bis
unter
6-Jährige
(4,0 Jg.)

1,5- bis
unter
6-Jährige
(4,5 Jg.)

6- bis
unter
12-Jährige
(6 Jg.)

Region 1
Mitte
Süd (mit Herderviertel)
Wittelsbachschule
Brüder-Grimm-Schule
Albert-Schweitzer-Schule

736
307
429
190
108
131

1.113
448
665
292
179
194

1.215
481
734
310
183
241

1.417
556
861
360
227
274

1.592
631
961
408
250
303

1.740
629
1.111
438
302
371

Region 2
Mundenheim (o. Herderviertel)
Rheingönheim

383
239
144

562
352
210

715
425
290

791
476
315

885
536
349

1.140
610
530

Region 3
Gartenstadt
Niederfeldschule
Hochfeldschule
Ernst-Reuter-Schule
Maudach

403
281
92
69
120
122

582
398
131
98
169
184

677
489
181
113
195
188

765
548
199
127
222
217

874
625
222
141
262
249

1.203
876
294
231
351
327

Region 4
Oppau
Edigheim
Pfingstweide

370
146
103
121

551
216
159
176

630
255
195
180

719
292
219
208

817
323
248
246

1.050
400
325
325

Region 5
Oggersheim
Schillerschule
Langgewannschule
Karl-Kreuter-Schule
Ruchheim

563
469
128
187
154
94

837
700
195
273
232
137

926
794
247
299
248
132

1.057
906
274
347
285
151

1.187
1.014
301
395
318
173

1.612
1.365
425
535
405
247

Region 6
Nord/Hemshof
Gräfenauschule
Goetheschule
West
Friesenheim
Rupprechtschule
Luitpoldschule
GRS+ Lu-Friesenheim

972
497
236
261
143
332
158
108
66

1.357
687
319
368
197
473
230
152
91

1.468
782
367
415
224
462
222
149
91

1.663
870
403
467
257
536
257
175
104

1.901
998
463
535
293
610
291
200
119

2.464
1.266
592
674
334
864
392
289
183

3.427

5.002

5.631

6.412

7.256

9.209

Stadt insgesamt

1) Um Missverständnisse zu vermeiden, bezieht sich die Altersklassifizierung jeweils auf den 31.08. (Einschulungsstichtag).
Am 31.12. sind diese Altersklassen dann jeweils um vier Monate nach oben verschoben.

Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

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KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
Kindertagesstättengesetz des Landes Rheinland-Pfalz
Vom 15. März 1991 (GVBl. S. 79),
zuletzt geändert am 18. Juni 2013 (GVBl. S. 256)
Inhaltsübersicht
Erster Abschnitt
Allgemeine Bestimmungen
§1
§2
§ 2a
§3
§4

Förderung der Erziehung in Kindertagesstätten und in Kindertagespflege
Grundsätze der Erziehung, Bildung und Betreuung in Kindertagesstätten
Übergang zur Grundschule
Mitwirkung der Eltern
Öffnungszeiten

Zweiter Abschnitt
Angebote der Tagesbetreuung
§5
§6
§7
§8

Angebote im Kindergarten
Tagesbetreuung von Schulkindern
Tagesbetreuung von Kleinkindern
Modelleinrichtungen

Dritter Abschnitt
Planung und Sicherstellung
§9
§ 9a
§ 10
§ 11

Bedarfsplanung
Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung
Trägerschaft
Beförderung

Vierter Abschnitt
Aufbringung der Kosten
§ 12
§ 12a
§ 13
§ 14
§ 15

Personalkosten
Betreuungsbonus
Elternbeiträge
Sachkosten
Neu- und Umbau von Kindertagesstätten

Fünfter Abschnitt
Schlussbestimmungen
§ 16
§ 17

Ermächtigungen
Inkrafttreten
Erster Abschnitt
Allgemeine Bestimmungen
§ 1 Förderung der Erziehung in Kindertagesstätten und in Kindertagespflege

(1) Es ist Aufgabe der Kinder- und Jugendhilfe, in Ergänzung und Unterstützung der Erziehung in der Familie durch
Angebote in Kindergärten, Horten, Krippen und anderen Tageseinrichtungen für Kinder (Kindertagesstätten) sowie in
Kindertagespflege die Entwicklung von Kindern zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Menschen zu
fördern. Der Förderauftrag umfasst Erziehung, Bildung und Betreuung des Kindes. Die örtlichen Träger der
öffentlichen Jugendhilfe gewährleisten die Erfüllung dieser Aufgabe als Pflichtaufgabe der Selbstverwaltung nach
Maßgabe der folgenden Bestimmungen.
(2) Kindergärten sind allgemeine Erziehungs- und Bildungseinrichtungen vorwiegend für Kinder vom vollendeten
dritten Lebensjahr bis zum Schuleintritt. Sie sollen bei Bedarf die Voraussetzungen dafür schaffen, dass auch Kinder
anderer Altersgruppen aufgenommen werden können (altersgemischte Gruppen); dies gilt insbesondere für Kinder
ab dem vollendeten zweiten Lebensjahr.
(3) Horte sind Tageseinrichtungen für Schulkinder.
(4) Krippen sind Einrichtungen zur Betreuung und Förderung von Kindern bis zum vollendeten dritten Lebensjahr.

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Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
(5) Kindertagespflege wird von einer geeigneten Tagespflegeperson in ihrem Haushalt oder im Haushalt der oder des
Personensorgeberechtigten oder in anderen geeigneten Räumen außer in Kindertagesstätten geleistet. Soweit die
sonstigen Voraussetzungen vorliegen, können von einer Tagespflegeperson bis zu fünf Kinder in Kindertagespflege
betreut werden.
(6) Über die notwendige Tagesbetreuung in Kindergärten, Horten, Krippen oder Kindertagespflege hinaus, können
andere geeignete Tageseinrichtungen zur Verfügung stehen.
§ 2 Grundsätze der Erziehung, Bildung und Betreuung in Kindertagesstätten
(1) Kindertagesstätten sollen die Gesamtentwicklung des Kindes fördern und durch allgemeine und gezielte
erzieherische Hilfen und Bildungsangebote sowie durch differenzierte Erziehungsarbeit die körperliche, geistige und
seelische Entwicklung des Kindes anregen, seine Gemeinschaftsfähigkeit fördern und soziale Benachteiligungen
möglichst ausgleichen. Hierzu ist die Beobachtung und Dokumentation der kindlichen Entwicklungsprozesse unter
Beachtung der trägerspezifischen Konzeption und des Datenschutzes erforderlich. Diese sind zugleich Grundlage für
Entwicklungsgespräche mit den Eltern.
(2) Die Tagesbetreuung von Kindern soll sich an den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Familien orientieren.
Kindertagesstätten sollen mit den Eltern oder sonstigen Erziehungsberechtigten bei der Erziehung des Kindes
zusammenarbeiten und mit ihnen erzieherische Probleme und Bedürfnisse des Kindes erörtern. Sie sollen auf
Inanspruchnahme notwendiger Hilfen auch in Fällen von Vernachlässigung, Misshandlung oder sexuellem
Missbrauch von Kindern hinwirken und dabei mit den Jugendämtern und sonstigen geeigneten Stellen vertrauensvoll
zusammenarbeiten.
(3) Kindertagesstätten haben auch die Aufgabe, bei der Früherkennung von Entwicklungsrückständen und
Behinderungen mitzuwirken. Für die gemeinsame Erziehung behinderter und nicht behinderter Kinder soll eine
ausreichende Anzahl geeigneter Plätze in Kindertagesstätten vorhanden sein; die Plätze sollen auch entsprechend
den allgemein anerkannten Regeln der Technik so weit wie möglich barrierefrei im Sinne des § 2 Abs. 3 des
Landesgesetzes zur Gleichstellung behinderter Menschen gestaltet sein.
§ 2a Übergang zur Grundschule
(1) Der Kindergarten soll in dem Jahr, welches der Schulpflicht unmittelbar vorausgeht, möglichst von allen Kindern
besucht werden. Hierauf wirken die Träger der öffentlichen Jugendhilfe hin.
(2) In diesem Kindergartenjahr wird nach Maßgabe der jeweiligen Konzeption insbesondere der Übergang zur
Grundschule vorbereitet und über die allgemeine Förderung nach § 2 hinaus die Sprachentwicklung der Kinder
beobachtet und durch gezielte Bildungsangebote gefördert.
(3) Die Kindergärten arbeiten mit den Grundschulen zur Information und Abstimmung ihrer jeweiligen
Bildungskonzepte zusammen. Hierzu werden geeignete Kooperationsformen, wie Arbeitsgemeinschaften,
gegenseitige Hospitationen und gemeinsame Fortbildungen, zwischen Kindergärten und Grundschulen vereinbart.
§ 3 Mitwirkung der Eltern
(1) Die Eltern und sonstigen Erziehungsberechtigten der die Kindertagesstätte besuchenden Kinder wirken durch die
Elternversammlung und den Elternausschuss an der Erziehungs- und Bildungsarbeit der Kindertagesstätte mit.
(2) Die Elternversammlung besteht aus den Eltern und sonstigen Erziehungsberechtigten der die Kindertagesstätte
besuchenden Kinder. Sie erörtert grundsätzliche, die Kindertagesstätte betreffende Fragen und wählt den
Elternausschuss.
(3) Der Elternausschuss hat die Aufgabe, den Träger und die Leitung der Kindertagesstätte zu beraten; er gibt
Anregungen für die Gestaltung und Organisation der Arbeit der Kindertagesstätte. Er ist vor wesentlichen
Entscheidungen zu hören.
(4) Elternausschüsse sollen sich örtlich und überörtlich sowie landesweit zusammenschließen, sie werden hierbei
von den örtlichen und überörtlichen Trägern der Jugendhilfe unterstützt.
§ 4 Öffnungszeiten
Die Öffnungszeiten der Kindertagesstätten sind vom Träger unter Berücksichtigung des Wohls der Kinder
festzulegen. Den Bedürfnissen insbesondere erwerbstätiger Eltern ist nach Möglichkeit Rechnung zu tragen.

Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

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KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
Zweiter Abschnitt
Angebote der Tagesbetreuung
§ 5 Angebote im Kindergarten
(1) Kinder haben vom vollendeten zweiten Lebensjahr bis zum Schuleintritt Anspruch auf Erziehung im Kindergarten.
Das Jugendamt hat zu gewährleisten, dass für jedes Kind rechtzeitig ein Kindergartenplatz in zumutbarer Entfernung
zur Verfügung steht.
(2) Die Verpflichtung nach Absatz 1 erstreckt sich auf ein Angebot vor- und nachmittags. Den Wünschen der Eltern
nach Angeboten, die auch die Betreuung über Mittag mit Mittagessen einschließen, soll Rechnung getragen werden.
§ 6 Tagesbetreuung von Schulkindern
Soweit eine durchgehende Betreuung von Schulkindern bis zum vollendeten 14. Lebensjahr nicht im Rahmen der
Schule erfolgt, soll das Jugendamt eine bedarfsgerechte Bereitstellung von Plätzen in Horten, in anderen für diese
Altersgruppe geeigneten Kindertagesstätten oder in Kindertagespflege gewährleisten.
§ 7 Tagesbetreuung von Kleinkindern
Für eine Betreuung von Kindern, die noch keinen Anspruch auf Aufnahme in einen Kindergarten haben, soll das
Jugendamt die bedarfsgerechte Bereitstellung von Plätzen in für diese Altersgruppe geeigneten Kindertagesstätten
oder in Kindertagespflege gewährleisten.
§ 8 Modelleinrichtungen
Das fachlich zuständige Ministerium kann mit dem Träger einer Kindertagesstätte Vereinbarungen über die
Erprobung pädagogischer und anderer Modelle treffen. Für Modelleinrichtungen kann das Land die Personalkosten
bis zur vollen Höhe übernehmen.
Dritter Abschnitt
Planung und Sicherstellung
§ 9 Bedarfsplanung
(1) Das Jugendamt gewährleistet, dass in seinem Bezirk die nach den Bestimmungen der §§ 5 bis 7 erforderlichen
Kindertagesstätten zur Verfügung stehen. Es legt im Benehmen mit der Schulbehörde in einem Bedarfsplan fest, in
welchen Gemeinden und in welcher Art, Anzahl und Größe Kindertagesstätten unter Berücksichtigung
voraussehbarer Entwicklungen vorhanden sein müssen; im Bedarfsplan soll auch bestimmt werden, an welchen
Standorten neue Plätze einzurichten sind und wie dem Bedarf an für eine gemeinsame Erziehung behinderter und
nicht behinderter Kinder geeigneten Plätzen Rechnung zu tragen ist. Auf die Standorte der Schulen ist Rücksicht zu
nehmen. Der Bedarfsplan ist jährlich fortzuschreiben.
(2) Durch Anzahl und Standort der Kindergärten muss sichergestellt sein, dass für jedes Kind zur Erfüllung des
Anspruchs nach § 5 ein Platz in einem Kindergarten zur Verfügung steht, der ohne lange Wege oder Anfahrten
besucht werden kann. In allen Gemeinden sollen deshalb Kindergärten vorgesehen werden, soweit dies nach der
Anzahl der Kinder möglich ist.
(3) Im Bedarfsplan sind Plätze in Kindergärten getrennt nach Teilzeitplätzen, die vor- und nachmittags angeboten
werden, und nach Ganztagsplätzen mit Mittagessen auszuweisen. Der Bedarf an Ganztagsplätzen ist entsprechend
den Bedürfnissen der Familien unter besonderer Berücksichtigung der Anliegen erwerbstätiger und in Ausbildung
stehender Eltern zu ermitteln.
(4) Die Bedarfsplanung zur Erfüllung der Verpflichtungen nach den §§ 6 und 7 erfolgt unter vorrangiger
Berücksichtigung von Angeboten schulischer Ganztagsbetreuung und der in Kindergärten für diese Altersgruppen
zur Verfügung stehenden Plätze. Den Bedürfnissen der Familien, insbesondere den Anliegen erwerbstätiger und in
Ausbildung stehender Eltern, soll Rechnung getragen werden.
(5) Unbeschadet der weitergehenden Rechte des Jugendhilfeausschusses nach § 71 Abs. 3 Satz 2 des Achten
Buches Sozialgesetzbuch legt das Jugendamt mit seinen Vorschlägen zum Haushaltsplan eine Aufstellung der nach
Absatz 1 vorgesehenen Baumaßnahmen vor. Die bereitgestellten Mittel werden nach einem Durchführungsplan
verteilt.
§ 9a Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung
Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe sollen die Qualität der Förderung in Einrichtungen, die in den Bedarfsplan
aufgenommen
wurden,
durch
geeignete
Maßnahmen
sicherstellen
und
weiterentwickeln.
Diese
Sicherstellungsverpflichtung gilt insbesondere für Förderangebote nach § 2a Abs. 2.

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Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
§ 10 Trägerschaft
(1) Das Jugendamt wirkt darauf hin, dass die im Bedarfsplan ausgewiesenen Kindertagesstätten durch anerkannte
Träger der freien Jugendhilfe errichtet und betrieben werden. Elterninitiativen können im Bedarfsplan ausgewiesene
Kindertagesstätten errichten und betreiben, wenn sie als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt sind. Auf eine
bedarfsgerechte Vielfalt von Trägern ist hinzuwirken. Der Träger muss bereit und in der Lage sein, eine
bedarfsgerechte und geeignete Einrichtung zu schaffen und die erforderliche Eigenleistung zu erbringen.
(2) Findet sich kein Träger der freien Jugendhilfe für einen im Bedarfsplan vorgesehenen Kindergarten, ist die
Übernahme der Trägerschaft Aufgabe der Gemeinde als Pflichtaufgabe der Selbstverwaltung. Bei anderen im
Bedarfsplan vorgesehenen Kindertagesstätten soll in Landkreisen das Jugendamt die Gemeinde anregen, die
Trägerschaft als freiwillige öffentliche Aufgabe zu übernehmen. Im Bedarfsfall kann die Trägerschaft von der
Verbandsgemeinde oder einem Zweckverband übernommen werden.
(3) Betriebe und öffentliche Einrichtungen, die für den Bedarf ihrer Angehörigen und Mitarbeiter ein besonderes
Interesse an einer standortgebundenen Kindertagesstätte haben, ohne anerkannte Träger der freien Jugendhilfe zu
sein, können für deren Errichtung und Betrieb auf Grund besonderer Vereinbarung mit dem Träger des Jugendamts
Förderung wie für eine im Bedarfsplan ausgewiesene Kindertagesstätte erhalten, soweit dieser dadurch an anderer
Stelle von im Bedarfsplan vorgesehenen Maßnahmen entlastet wird.
(4) Betriebe und öffentliche Einrichtungen können für den Bedarf ihrer Angehörigen und Mitarbeiter mit dem
Jugendamt die Belegung von Plätzen in Kindertagesstätten des Bedarfsplanes vereinbaren. Eine Vereinbarung mit
Trägern von Kindertagesstätten bedarf der Genehmigung des Jugendamtes. Bestandteil der Vereinbarung ist die
angemessene Beteiligung des Betriebes oder der öffentlichen Einrichtung an den Kosten des Trägers. Werden diese
Belegplätze an Kinder mit einem Wohnsitz in Rheinland-Pfalz außerhalb des Jugendamtsbezirks vergeben, so kann
das Jugendamt beim Land Zuweisungen zur Erstattung der von ihm anteilig getragenen Personalkosten beantragen.
Dies gilt auch für Belegplätze in Einrichtungen nach Absatz 3.
§ 11 Beförderung
Landkreise sowie Städte mit eigenem Jugendamt haben als Pflichtaufgabe der Selbstverwaltung die Beförderung
von Kindern vom vollendeten dritten Lebensjahr bis zum Schuleintritt, für die kein Platz in einem wohnungsnahen
Kindergarten zur Verfügung steht und die deshalb einen Kindergarten in einer anderen Gemeinde oder in einem
anderen Gemeindeteil besuchen, zu gewährleisten und die hieraus entstehenden Kosten zu tragen. Für Kinder vom
vollendeten zweiten bis zum vollendeten dritten Lebensjahr können die Landkreise und Städte nach Satz 1 die
Beförderung im Rahmen der vorhandenen Kapazitäten übernehmen, wenn die Erziehungsberechtigten die Aufsicht
sicherstellen.
Vierter Abschnitt
Aufbringung der Kosten
§ 12 Personalkosten
(1) Personalkosten der Kindertagesstätte im Sinne dieses Gesetzes sind die angemessenen Aufwendungen des
Trägers der Einrichtung für
1. Vergütungen,
Unterhaltsbeihilfen
und
Sonderleistungen
auf
der
Grundlage
des
Bundesangestelltentarifvertrages (BAT) und den diesen ergänzenden, ändernden oder ersetzenden
Tarifverträgen oder auf der Grundlage von vergleichbaren Vergütungsregelungen sowie das
Gestellungsgeld nach Einzelverträgen,
2. Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung nach den gesetzlichen Bestimmungen,
3. Arbeitgeberanteile zur zusätzlichen Altersversorgung und
4. die Fortbildung und Fachberatung
des Personals im Erziehungs- und Wirtschaftsdienst. Bei Mitgliedern einer religiösen Gemeinschaft werden die ihrer
Ausbildung und Tätigkeit entsprechenden Regelungen des BAT und den diesen ergänzenden, ändernden oder
ersetzenden Tarifverträgen zugrunde gelegt.
(2) Die Personalkosten der im Bedarfsplan ausgewiesenen Kindertagesstätten werden durch Elternbeiträge,
Eigenleistungen des Trägers, Zuweisungen des Landes und Zuwendungen des Trägers des Jugendamtes und der
Gemeinden aufgebracht.
(3) Die Eigenleistung des Trägers soll
1. für Kindergärten nach § 1 Abs. 2 in kommunaler Trägerschaft in der Regel 15 v. H.,
2. für Kindergärten nach § 1 Abs. 2 in freier oder anderer Trägerschaft in der Regel 12,5 v. H.,
3. für Kindergärten mit einem Angebot nach § 1 Abs. 2 in Verbindung mit § 9 Abs. 3 Satz 2 (Ganztagsplätze
mit Mittagessen) in kommunaler Trägerschaft, wenn mindestens 15 Ganztagsplätze vorgehalten werden, in
der Regel 12,5 v. H.,
4. für Kindergärten mit einem Angebot nach § 1 Abs. 2 in Verbindung mit § 9 Abs. 3 Satz 2 (Ganztagsplätze
mit Mittagessen) in freier oder anderer Trägerschaft, wenn mindestens 15 Ganztagsplätze vorgehalten
werden, in der Regel 10 v. H.,
5. für Kindertagesstätten nach § 1 Abs. 3 und 6 in kommunaler, freier oder anderer Trägerschaft in der Regel
10 v. H.,

Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

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KINDERTAGESSTÄTTENBERICHT 2014/15
6. für Kindertagesstätten nach § 1 Abs. 4 in kommunaler, freier oder anderer Trägerschaft in der Regel 5 v. H.
der Personalkosten decken.
Träger von Kindergärten nach § 1 Abs. 2 mit einem altersgemischten Angebot, die Gruppen für Kinder unter drei
Jahren mit mindestens acht Plätzen oder Hortgruppen mit mindestens 15 Plätzen bilden könnten, werden zur
Berechnung der Eigenleistung so gestellt, als hätten sie diese Gruppen gebildet. Satz 1 gilt entsprechend.
Werden in altersgemischten Gruppen Plätze für mindestens drei und höchstens sechs Kinder zwischen dem
vollendeten zweiten und dritten Lebensjahr geschaffen, entfällt die Eigenleistung des Trägers für das dafür zusätzlich
erforderliche Personal.
(4) Das Land gewährt für Kindertagesstätten Zuweisungen an die Träger der Jugendämter, wenn die erforderlichen
personellen und sachlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Sie betragen
1. 27,5 v. H. der Personalkosten für Kindergärten nach Absatz 3 Satz 1 Nr. 1,
2. 30 v. H. der Personalkosten für Kindergärten nach Absatz 3 Satz 1 Nr. 2,
3. 30 v. H. der Personalkosten für Kindergärten nach Absatz 3 Satz 1 Nr. 3,
4. 32,5 v. H. der Personalkosten für Kindergärten nach Absatz 3 Satz 1 Nr. 4,
5. 35 v. H. der Personalkosten für Kindertagesstätten nach Absatz 3 Satz 1 Nr. 5 und
6. 45 v. H. der Personalkosten für Kindertagesstätten nach Absatz 3 Satz 1 Nr. 6.
Das Land erstattet in den Fällen des Absatzes 3 Satz 4 den Trägeranteil.
Das fachlich zuständige Ministerium kann zur Erprobung neuer Finanzierungsmodelle und im Rahmen von
Sonderprogrammen Abweichungen von Satz 2 mit den örtlichen Trägern der öffentlichen Jugendhilfe vereinbaren.
(5) Das Land gewährt Zuweisungen an die Träger der Jugendämter zum Ausgleich der Beitragsfreiheit im
Kindergarten. Der Berechnung der Zuweisung werden die Zahlen der ganztags und Teilzeit betreuten Kinder des
Jugendamtsbezirks zugrunde gelegt. Diese Zahlen werden jeweils mit den vom Jugendamt für Ganztagsplätze und
Teilzeitplätze in Kindergärten im Jahr 2006 erhobenen Elternbeiträgen multipliziert und die durchschnittlichen
Beitragsübernahmen oder Beitragserlasse des Jugendamtes nach § 90 Abs. 3 des Achten Buches Sozialgesetzbuch
im Jahr 2006 abgezogen. Bei den Jugendämtern, die nach dem 1. Januar 2006 keine Anhebung der Elternbeiträge
im Kindergarten vorgenommen haben, werden die Erstattungsleistungen um 1,5 v. H. aufgestockt. Es erfolgt eine
jährliche Anpassung an die Tarifentwicklung. Die Erstattungsleistungen werden am 1. September 2008 um 1 v. H.
aufgestockt.
(6) Die durch Elternbeiträge, Eigenleistungen des Trägers und Zuweisungen des Landes nicht gedeckten
Personalkosten werden durch Zuwendungen des Trägers des Jugendamts ausgeglichen. Die im Einzugsbereich der
Kindertagesstätte liegenden Gemeinden sollen sich im Rahmen ihrer Finanzkraft beteiligen; die Zuwendung des
Trägers des Jugendamts vermindert sich entsprechend.
§ 12a Betreuungsbonus
(1) Werden in einer Verbandsgemeinde, einer verbandsfreien Gemeinde, einer großen kreisangehörigen oder einer
kreisfreien Stadt am 31. Dezember eines Jahres mehr als 10 v. H. der zweijährigen Kinder in Kindertagesstätten
nach § 1 Abs. 2, 4 oder 6 betreut, zahlt das Land einen Betreuungsbonus.
(2) Der Betreuungsbonus für jedes betreute zweijährige Kind beträgt 1 000,00 EUR. Von dieser Summe werden 70 v.
H. an das Jugendamt, in dessen Bezirk die Gebietskörperschaft nach Absatz 1 liegt, gezahlt. Das Jugendamt leitet
von dem Betreuungsbonus 45 v. H. an die Träger seines Bezirks nach der Zahl der durch die Einrichtungen des
Trägers betreuten zweijährigen Kinder weiter. 30 v. H. werden zur Finanzierung der Landeszuweisungen nach § 12
Abs. 4 im Haushalt des Landes bereitgestellt.
(3) Werden in einer Gebietskörperschaft nach Absatz 1 am 31. Dezember eines Jahres mehr als 40 v. H. der
zweijährigen Kinder in Kindertagesstätten nach § 1 Abs. 2, 4 oder 6 betreut, erhöht sich der Betreuungsbonus für
jedes betreute zweijährige Kind über diesem Vomhundertsatz auf 2 050,00 EUR. Die Aufteilung der Summe erfolgt
nach Absatz 2 Satz 2 bis 4.
(4) Werden in einem Jugendamtsbezirk am 31. Dezember eines Jahres insgesamt mehr als 10 v. H. der zweijährigen
Kinder in Kindertagesstätten nach § 1 Abs. 2, 4 oder 6 betreut, so erhält das Jugendamt eine Bonuszahlung in Höhe
von 700,00 EUR für zweijährige Kinder, die in Kindertagespflege betreut werden und für die das Jugendamt eine
Geldleistung im Sinne des § 23 Abs. 2 des Achten Buches Sozialgesetzbuch gewährt. Die Zahl der in
Kindertagespflege betreuten zweijährigen Kinder wird ermittelt durch Division der Summe der vom Jugendamt
insgesamt gezahlten Geldleistungen nach § 23 Abs. 2 des Achten Buches Sozialgesetzbuch durch 45 000,00 EUR.
(5) Die Betreuungsboni nach den Absätzen 1 bis 4 bleiben bei der Aufbringung der Personalkosten nach §12
unberücksichtigt.
§ 13 Elternbeiträge
(1) Die Träger der im Bedarfsplan ausgewiesenen Kindertagesstätten erheben Elternbeiträge zur anteiligen Deckung
der Personalkosten. Für Mittagessen wird ein gesonderter Beitrag erhoben.

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(2) Das Jugendamt setzt nach Anhörung der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege für alle Kindergärten
seines Bezirks die Elternbeiträge fest. Sie sind so zu bemessen, dass sie bis zu 17,5 v. H. der Personalkosten der
Kindergärten im Bezirk des Jugendamts decken. Der Elternbeitrag ist für Familien mit zwei und drei Kindern nach der
Zahl der Kinder zu ermäßigen, für Familien mit vier und mehr Kindern ist in der Regel kein Elternbeitrag zu erheben;
maßgebend ist die Zahl der Kinder, für die die Familie Kindergeld oder vergleichbare Leistungen erhält. Bei der
Festsetzung des Elternbeitrages sowie der Ermäßigung für Mehrkindfamilien kann das Einkommen berücksichtigt
werden. Bei Familien mit geringem Einkommen kann in besonderen Ausnahmefällen der Elternbeitrag auch über die
in § 90 Abs. 3 und 4 des Achten Buches Sozialgesetzbuch getroffene Regelung hinaus ermäßigt werden.
(3) Vom 1. September 2007 bis 31. August 2008 ist der Besuch des Kindergartens für Kinder beitragsfrei, die vor
dem 1. September 2002 geboren wurden. Für Kinder, die zum Schuljahr 2008/2009 vorzeitig in die Schule
aufgenommen werden, wird der Beitrag für den in Satz 1 genannten Zeitraum erstattet. Vom 1. September 2008 bis
31. August 2009 ist der Besuch des Kindergartens für Kinder beitragsfrei, die vor dem 1. September 2004 geboren
wurden. Vom 1. September 2009 bis 31. Juli 2010 ist der Besuch des Kindergartens für Kinder beitragsfrei, die vor
dem 1. September 2006 geboren wurden. Ab dem 1. August 2010 ist der Besuch des Kindergartens für Kinder vom
vollendeten zweiten Lebensjahr an beitragsfrei.
(4) Für andere Kindertagesstätten werden die Elternbeiträge vom Jugendamt nach Anhörung der Spitzenverbände
der freien Wohlfahrtspflege festgesetzt. Die Beiträge sind unter Berücksichtigung von Einkommen und Kinderzahl zu
staffeln. Für Kinder vor Vollendung des zweiten Lebensjahres und für Schulkinder, die einen Kindergarten besuchen,
setzt das Jugendamt die Elternbeiträge entsprechend fest. Absatz 2 Satz 5 gilt entsprechend.
§ 14 Sachkosten
Die laufenden Sachkosten der Kindertagesstätte sind vom Träger der Kindertagesstätte aufzubringen. Laufende
Sachkosten im Sinne dieses Gesetzes sind alle Aufwendungen, die nicht Personalkosten nach § 12 Abs. 1 sind.
§ 15 Neu- und Umbau von Kindertagesstätten
(1) Das Jugendamt hat den Träger bei der Bau- und Finanzierungsplanung zu beraten und zu unterstützen. Es hat
die für den Schutz von Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen nach den §§ 45 bis 48 des Achten Buches
Sozialgesetzbuch in Kindertagesstätten zuständige Behörde und den zuständigen Unfallversicherungsträger
rechtzeitig zu beteiligen.
(2) Der Träger ist für die Aufbringung der Bau- und Ausstattungskosten einer Kindertagesstätte verantwortlich. Der
Träger des Jugendamtes hat sich entsprechend seiner Verantwortung für die Sicherstellung ausreichender und
bedarfsgerechter Kindertagesstätten an den notwendigen Kosten angemessen zu beteiligen. Bei Kindertagesstätten
freier Träger sollen die im Einzugsbereich liegenden Gemeinden entsprechend ihrer Finanzkraft zur Deckung der
Kosten beitragen.
Fünfter Abschnitt
Schlussbestimmungen
§ 16 Ermächtigungen
(1) Das fachlich zuständige Ministerium wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung
1.

nähere Regelungen über die Wahl, Zusammensetzung, Größe und Aufgaben des Elternausschusses
nach § 3, die Bedarfsplanung nach § 9, die personellen und sachlichen Voraussetzungen nach § 12 Abs. 4,
insbesondere über die personelle Besetzung, die Gruppengröße und pauschalierte Erstattung der Trägeranteile
sowie die Erstattung nach § 12 Abs. 5 und § 12a zu treffen und

2.

die für die Gewährung von Zuweisungen nach § 12 Abs. 4 und 5 und § 12a zuständige Behörde zu bestimmen.

(2) Die zur Durchführung dieses Gesetzes und der auf Grund dieses Gesetzes erlassenen Rechtsverordnungen
erforderlichen Verwaltungsvorschriften erlässt das fachlich zuständige Ministerium.
§ 17 Inkrafttreten
(1) Dieses Gesetz tritt mit Ausnahme der §§ 5 und 16 am 1. August 1991 in Kraft. § 5 tritt am 1. August 1993 in Kraft,
§ 16 tritt am Tage nach der Verkündung in Kraft.
(2) Gleichzeitig tritt das Kindergartengesetz vom 15. Juli 1970 (GVBl. S. 237), zuletzt geändert durch Gesetz vom 8.
Juni 1990 (GVBl. S. 122), BS 216-10, außer Kraft.

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Landesverordnung zur Ausführung des Kindertagesstättengesetzes
vom 31. März 1998 (GVBl. S. 124),
zuletzt geändert durch die Erste Landesverordnung zur Änderung der Landesverordnung zur Ausführung des
Kindertagesstättengesetzes vom 27. Dezember 2005 (GVBl. S. 574), BS 216-10-2. Aufgrund des § 16 Abs. 1 des
Kindertagesstättengesetzes vom 15. März 1991 (GVBl. S. 79), zuletzt geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom
27. Dezember 2005 (GVBl. S. 574), wird verordnet:
Teil 1
Planung, Gruppengröße und Personalbesetzung
§ 1 Planungsgrundsätze
Der Bedarfsplan nach § 9 des Kindertagesstättengesetzes wird vom Jugendamt einheitlich für alle
Kindertagesstätten nach Anhörung der anerkannten Träger der freien Jugendhilfe und der Gemeinden erstellt. Bei
der Bedarfsplanung sind die örtlichen Lebensbedingungen, insbesondere die Sozialstruktur sowie die voraussehbare
Entwicklung des Einzugsbereiches zu berücksichtigen.
§ 2 Kindergärten
(1) Die Bedarfsplanung muss den Erfordernissen zur Erfüllung des Rechtsanspruchs auf einen Kindergartenplatz in
zumutbarer Entfernung entsprechen. Im Bedarfsplan sollen wahlweise neben Teilzeitplätzen mit Vor- und
Nachmittagsangebot gemäß § 5 Abs. 2 Satz 1 des Kindertagesstättengesetzes auch Plätze mit einem verlängerten
Vormittagsangebot und einer Betreuung über Mittag mit Mittagessen vorgesehen werden. Zudem ist eine
ausreichende Zahl von Plätzen zur ganztägigen Betreuung mit Mittagessen (Ganztagsplätze) auszuweisen.
(2) Bei der Bedarfsplanung soll von einer Gruppengröße von 25 Kindern, bei Gruppen mit einem überwiegenden
Anteil an Ganztagsplätzen von 22 Kindern ausgegangen werden. Die Gruppengröße kann bei einer Aufnahme
behinderter Kinder reduziert werden. Gruppen mit weniger als 15 Kindern sollen nur in Ausnahmefällen vorgesehen
werden.
(3) Bei altersgemischten Gruppen sollen
1.
2.
3.

bei Aufnahme ab drei Kindern anderer Altersgruppen eine angemessene Reduzierung der Gruppengröße
vorgenommen werden, bei einer zusätzlichen Aufnahme von Kleinkindern gilt als Richtwert 15 Kinder, oder
bei Aufnahme von drei oder vier Kindern zwischen dem vollendeten zweiten und dritten Lebensjahr zusätzlich
eine viertel Mitarbeiterstelle und
bei Aufnahme von fünf oder sechs Kindern zwischen dem vollendeten zweiten und dritten Lebensjahr zusätzlich
eine halbe Mitarbeiterstelle

je Gruppe vorgesehen werden.
4) Die personelle Regelbesetzung im Kindergarten beträgt 1,75 Erziehungskräfte je Gruppe. Hiernach sind für den
Erziehungsdienst je Gruppe eine Stelle für die Gruppenleitung und eine dreiviertel Mitarbeiterstelle vorzusehen. Bei
Kindergärten mit nur einer Gruppe ist neben der Stelle für die Gruppenleitung eine ganze Mitarbeiterstelle
vorzusehen. In Kindergärten mit Ganztagsplätzen ist zusätzlich eine viertel Mitarbeiterstelle für mindestens fünf sowie
für je weitere zehn Ganztagsplätze vorzusehen. Die Stellen können auf mehrere Erziehungskräfte aufgeteilt werden.
(5) Mit Zustimmung des Jugendamtes kann zusätzliches Erziehungspersonal eingesetzt werden, insbesondere wenn:
1.
2.
3.
4.
5.
6.

die Öffnungszeit unter anderem zur ganztägigen Betreuung von Kindern (Ganztagsplätze) mehr als sieben
Stunden täglich beträgt, sofern dem zusätzlichen Personalbedarf nicht bereits nach Absatz 4 Satz 4 Rechnung
getragen ist,
Kinder aufgenommen werden, für die ein höherer Betreuungsaufwand besteht (z. B. behinderte Kinder, Kinder
aus sozialen Brennpunkten, altersgemischte Gruppen),
die Kindergartenleitung teilweise oder ganz für die Leitungsarbeit freigestellt werden soll,
bei einem hohen Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund eine geeignete Fachkraft mit interkultureller
Kompetenz eingesetzt werden soll,
zur besonderen Förderung von Aussiedlerkindern, die nicht oder nur unzureichend deutsch sprechen und sich in
die für sie fremde Umgebung eingewöhnen müssen, eine zusätzliche Stelle für mindestens zwölf, eine halbe
Stelle für mindestens sechs Aussiedlerkinder eingerichtet werden soll,
zur Vermittlung der französischen Sprache im Kindergarten eine französische Erziehungskraft eingesetzt werden
soll; der Kindergarten soll im Einzugsbereich einer Grundschule liegen, die die französische Spracharbeit
fortführt.

Liegen bei einem Kindergarten gleichzeitig mehrere Voraussetzungen für eine Erhöhung der personellen Besetzung
vor, wird vom Jugendamt mit dem Träger ein auf die Einrichtung bezogener besonderer Personalschlüssel
vereinbart.
6) Bei schwachem Nachmittagsbesuch soll der Träger unter Berücksichtigung eines ausreichenden Angebotes an
Betreuung über Mittag mit Mittagessen sowie der Notwendigkeit einer besonderen pädagogischen Förderung und
der angemessenen Verfügungszeit im Einvernehmen mit dem Jugendamt und dem Landesamt für Soziales, Jugend
und Versorgung in der Regel eine Personalanpassung vornehmen.

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§ 3 Tagesbetreuung von Schulkindern
(1) Die Bedarfsplanung für die Tagesbetreuung von Schulkindern hat insbesondere die Zahl der Kinder von
Alleinerziehenden und von Eltern, die beide erwerbstätig sind oder in Ausbildung stehen, zu berücksichtigen. Das
Angebot soll mindestens der im Bedarfsplan für Kindergärten ausgewiesenen Zahl der Plätze mit Betreuung über
Mittag entsprechen. Die Bedarfsplanung ist mit den Angeboten schulischer Betreuung abzustimmen.
(2) Im Bedarfsplan ist festzulegen, inwieweit die notwendigen Plätze in Horten, in Kindergärten, in anderen
geeigneten Kindertagesstätten oder in Kindertagespflege bereitgestellt werden sollen.
(3) Die Gruppengröße im Hort beträgt in der Regel 15 bis 20 Kinder.
(4) Für den Erziehungsdienst im Hort sind je Gruppe grundsätzlich eine Stelle für die Gruppenleitung und eine halbe
Mitarbeiterstelle vorzusehen. Beträgt die tägliche Öffnungszeit weniger als sieben Stunden, soll die personelle
Besetzung im Benehmen mit dem Jugendamt angemessen verringert werden.
(5) § 2 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 bis 5 und Satz 2 sowie § 7 Abs. 3 gelten entsprechend.
§ 4 Tagesbetreuung von Kleinkindern
(1) Die Bedarfsplanung für die Tagesbetreuung von Kleinkindern hat insbesondere die Zahl der Kinder von
Alleinerziehenden und von Eltern, die beide erwerbstätig sind oder in Ausbildung stehen, zu berücksichtigen.
(2) Im Bedarfsplan ist festzulegen, inwieweit die notwendigen Plätze in Kindergärten, Krippen oder in anderen
geeigneten Kindertagesstätten oder in Kindertagespflege bereitgestellt werden sollen.
(3) Die Gruppengröße in Krippen beträgt in der Regel acht bis zehn Kinder.
(4) Für den Erziehungsdienst sind je Gruppe grundsätzlich zwei Stellen vorzusehen, von denen eine mit einer zur
Gruppenleitung befähigten Erziehungskraft besetzt sein muss
(5) § 2 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 bis 3 und Satz 2 gelten entsprechend.
§ 5 Spiel- und Lernstuben
(1) Spiel- und Lernstuben sind Kindertagesstätten in sozialen Brennpunkten, die Kinder aller Altersgruppen unter
Berücksichtigung ihrer besonderen Lebensbedingungen und des sozialen Umfelds fördern. Spiel- und Lernstuben
sollen in der Regel ganztägig geöffnet sein. Darüber hinaus ist es erforderlich, dass die notwendige
Gemeinwesenarbeit fachlich sichergestellt wird und dass die Spiel- und Lernstuben mit den Grundschulen
zusammenarbeiten.
(2) Für den Erziehungsdienst ist in der Regel für jeweils zehn Kinder, die die Spiel- und Lernstube regelmäßig
besuchen, eine Stelle vorzusehen. Ab 30 Kindern soll mit Zustimmung des Jugendamtes eine zusätzliche Stelle für
den Erziehungsdienst und die Leitungsaufgaben vorgesehen werden. Die Stellen müssen mit Erziehungskräften
besetzt sein, deren berufliche Qualifikation mindestens der einer staatlich anerkannten Erzieherin oder eines staatlich
anerkannten Erziehers mit Berufserfahrung entspricht.
Teil 2
Zuweisungen des Landes
§ 6 Voraussetzungen
(1) Die Träger der Jugendämter erhalten Zuweisungen des Landes als Betreuungsbonus, zur Beitragserstattung und
zu den Personalkosten der Kindertagesstätten, wenn die Organisation und personelle Ausstattung der einzelnen
Kindertagesstätten den Bestimmungen dieser Verordnung und die fachlichen Voraussetzungen des Personals der
jeweils geltenden Vereinbarung mit den Spitzenverbänden der freien Wohlfahrtspflege und den kommunalen
Spitzenverbänden entsprechen. Das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung kann Ausnahmen von den in §
2 Abs. 2 genannten Obergrenzen zulassen. Die Träger der Jugendämter erhalten Zuweisungen des Landes für
Sprachfördermaßnahmen nach § 2 a Abs. 2 Kindertagesstättengesetz; das Nähere regelt das fachlich zuständige
Ministerium durch Verwaltungsvorschrift.
(2) Über die personelle Besetzung nach den §§ 2 bis 5 hinaus werden je Kindertagesstätte die Personalkosten für in
der Regel je eine Erziehungskraft im Berufspraktikum und eine Vorpraktikantin oder einen Vorpraktikanten
berücksichtigt. Das Gleiche gilt auch für die angemessenen Kosten für eine Person, die ein freiwilliges soziales Jahr
nach dem Gesetz zur Förderung eines freiwilligen sozialen Jahres vom 15. Juli 2002 (BGBl. I S. 2596) in der jeweils
geltenden Fassung leistet.
(3) Als Kräfte im Wirtschaftsdienst gelten ausschließlich Reinigungs- und Küchenpersonal.
(4) Die nachgewiesenen Kosten der Fortbildung und Fachberatung werden bis zur Höhe von 0,8 v. H., bei
Kindertagesstätten mit nur einer Gruppe bis zur Höhe von 1 v. H. der übrigen zuwendungsfähigen Personalkosten
berücksichtigt.

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(5) Die für die jeweilige Kindertagesstätte vorgesehene personelle Besetzung ist grundsätzlich während des ganzen
Jahres durch geeignete Erziehungskräfte sicherzustellen. Bei eingruppigen Kindertagesstätten hat der Träger
sicherzustellen, dass während der Betreuungszeit zwei Erziehungskräfte gleichzeitig anwesend sind. Eine
Unterschreitung der personellen Besetzung infolge von Erziehungsurlaub, längerer Krankheit oder Ausscheiden von
Erziehungskräften muss umgehend, spätestens nach sechs Monaten, ausgeglichen werden. Die Vertretung kann
auch durch eine Kraft erfolgen, die nicht die fachlichen Voraussetzungen nach Absatz 1 erfüllt. Zusätzliche
Personalkosten für notwendige Vertretungen von Erziehungs- oder Wirtschaftskräften werden bei der Zuweisung
berücksichtigt.
(6) Die Kosten für zusätzliches Personal nach § 2 Abs. 5 werden frühestens ab dem Monat der Antragstellung beim
Jugendamt berücksichtigt.
§ 7 Höhe der Zuweisungen des Landes
(1) Die Höhe der Zuweisungen des Landes zu den Personalkosten für Kindergärten, einschließlich der
Personalkosten für altersgemischte Gruppen, sowie für Horte und Krippen ergibt sich aus den jeweiligen
Bestimmungen des Kindertagesstättengesetzes.
(2) Für Spiel- und Lernstuben beträgt die Zuweisung des Landes 40 v. H. der Personalkosten.
(3) In den Fällen des § 2 Abs. 5 Satz 1 Nr. 4 bis 6 kann die Zuweisung des Landes zur Entlastung des Trägers und
der Eltern mit Zustimmung des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung im Rahmen verfügbarer
Haushaltsmittel bis zu 60 v. H. der Personalkosten betragen.
(4) Die Erstattung der Trägeranteile an den Personalkosten für Personalaufstockungen in altersgemischten Gruppen
nach § 2 Abs. 3 Nr. 2 und 3 orientiert sich an den durchschnittlichen Arbeitgeberkosten für eine Erziehungskraft.
Diese werden auf 39 000,00 EUR pro Jahr festgelegt und alle drei Jahre durch die oberste Landesjugendbehörde
nach Anhörung der Trägerorganisationen an die jeweilige Tarifentwicklung angepasst.
§ 8 Zuständigkeit
(1) Zuständige Behörde für die Gewährung der Zuweisungen des Landes nach dieser Verordnung ist das Landesamt
für Soziales, Jugend und Versorgung.
(2) Das Jugendamt prüft bei jedem Antrag auf Zuwendungen zu den Personalkosten und zur Beitragserstattung die
Einhaltung des Kindertagesstättengesetzes und dieser Verordnung; es hat bei eigenen Einrichtungen die Einhaltung
zu gewährleisten. Das Jugendamt erteilt über den Zuschuss einen vorläufigen Bewilligungsbescheid, zahlt die
bewilligten Mittel aus und prüft den Verwendungsnachweis. Bei eigenen Einrichtungen des Trägers des
Jugendamtes erfolgt die Prüfung des Verwendungsnachweises durch das Landesamt für Soziales, Jugend und
Versorgung.
(3) Das Jugendamt übersendet dem Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung bis spätestens 30. Juni eines
jeden Kalenderjahres einen Gesamtverwendungsnachweis nach vorgegebenem Formblatt über die im abgelaufenen
Jahr für die einzelnen Kindertagesstätten aufgewandten Landesmittel. Diese sind getrennt nach Kindergärten,
einschließlich altersgemischter Gruppen, sowie nach Krippen, Horten und anderen Kindertagesstätten auszuweisen.
Die Erstattung der Elternbeiträge ist gesondert auszuweisen.
(4) Die vorläufige Jahreszuweisung an das Jugendamt wird in der Regel in drei Abschlagszahlungen Anfang Februar,
Juni und Oktober gezahlt. Die Höhe bestimmt sich nach der letzten Abschlagszahlung des Vorjahres. Auf Antrag des
Jugendamtes können die Abschlagszahlungen erhöht werden, wenn der Mittelbedarf, insbesondere wegen
Tarifsteigerungen oder infolge der Neueröffnung oder der Erweiterung von Einrichtungen, wesentlich höher ist.
(5) Das Jugendamt beantragt beim Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung bis zum 15. März den
Betreuungsbonus für das Vorjahr. Hierfür weisen die Träger der Einrichtungen dem Jugendamt bis zum 31. Januar
die durch sie zum 31. Dezember des Vorjahres betreuten zweijährigen Kinder nach; Absatz 2 Satz 1 und 3 gilt
entsprechend. Die Träger der Einrichtungen weisen dem Jugendamt erstmals bis zum 31. Januar 2007 die durch sie
am 31. Dezember 2006 betreuten Kinder nach.
(6) Soweit durch diese Verordnung nichts anderes geregelt ist, gelten die Bestimmungen zu § 44 Abs. 1 der
Verwaltungsvorschrift zum Vollzug der Landeshaushaltsordnung vom 20. Dezember 2002 (MinBl. 2003 S. 22, 324) in
der jeweils geltenden Fassung.
Teil 3
Schlussbestimmung
§ 9 In-Kraft-Treten
Diese Verordnung tritt am 2. Januar 2006 in Kraft.

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Sozialgesetzbuch (SGB) - Achtes Buch (VIII)
- Kinder- und Jugendhilfe - (Artikel 1 des
Gesetzes v. 26. Juni 1990, BGBl. I S. 1163)
- Auszug -

Das Achte Buch Sozialgesetzbuch – Kinder und Jugendhilfe – in der Fassung der Bekanntmachung vom 11.
September 2012 (BGBl. I S. 2022), das zuletzt durch Artikel 2 Absatz 8 des Gesetzes vom 21. Januar 2015 (BGBl. I
S. 10) geändert worden ist
Zweites Kapitel
Leistungen der Jugendhilfe
Dritter Abschnitt
Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege
§ 22 Grundsätze der Förderung
§ 22a Förderung in Tageseinrichtungen
§ 23 Förderung in Kindertagespflege
§ 24 Anspruch auf Förderung in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege
§ 25 Unterstützung selbstorganisierter Förderung von Kindern
§ 26 Landesrechtsvorbehalt
§ 22 Grundsätze der Förderung
(1) Tageseinrichtungen sind Einrichtungen, in denen sich Kinder für einen Teil des Tages oder ganztägig aufhalten
und in Gruppen gefördert werden. Kindertagespflege wird von einer geeigneten Tagespflegeperson in ihrem
Haushalt oder im Haushalt des Personensorgeberechtigten geleistet. Das Nähere über die Abgrenzung von
Tageseinrichtungen und Kindertagespflege regelt das Landesrecht. Es kann auch regeln, dass Kindertagespflege in
anderen geeigneten Räumen geleistet wird.
(2) Tageseinrichtungen für Kinder und Kindertagespflege sollen
1. die Entwicklung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit fördern,
2. die Erziehung und Bildung in der Familie unterstützen und ergänzen,
3. den Eltern dabei helfen, Erwerbstätigkeit und Kindererziehung besser miteinander vereinbaren zu können.
(3) Der Förderungsauftrag umfasst Erziehung, Bildung und Betreuung des Kindes und bezieht sich auf die soziale,
emotionale, körperliche und geistige Entwicklung des Kindes. Er schließt die Vermittlung orientierender Werte und
Regeln ein. Die Förderung soll sich am Alter und Entwicklungsstand, den sprachlichen und sonstigen Fähigkeiten,
der Lebenssituation sowie den Interessen und Bedürfnissen des einzelnen Kindes orientieren und seine ethnische
Herkunft berücksichtigen.
§ 22a Förderung in Tageseinrichtungen
(1) Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe sollen die Qualität der Förderung in ihren Einrichtungen durch geeignete
Maßnahmen sicherstellen und weiterentwickeln. Dazu gehören die Entwicklung und der Einsatz einer pädagogischen
Konzeption als Grundlage für die Erfüllung des Förderungsauftrags sowie der Einsatz von Instrumenten und
Verfahren zur Evaluation der Arbeit in den Einrichtungen.
(2) Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe sollen sicherstellen, dass die Fachkräfte in ihren Einrichtungen
zusammenarbeiten
1. mit den Erziehungsberechtigten und Tagespflegepersonen zum Wohl der Kinder und zur Sicherung der Kontinuität
des Erziehungsprozesses,
2. mit anderen kinder- und familienbezogenen Institutionen und Initiativen im Gemeinwesen, insbesondere solchen
der Familienbildung und -beratung,
3. mit den Schulen, um den Kindern einen guten Übergang in die Schule zu sichern und um die Arbeit mit
Schulkindern in Horten und altersgemischten Gruppen zu unterstützen.
Die Erziehungsberechtigten sind an den Entscheidungen in wesentlichen Angelegenheiten der Erziehung, Bildung
und Betreuung zu beteiligen.
(3) Das Angebot soll sich pädagogisch und organisatorisch an den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Familien
orientieren. Werden Einrichtungen in den Ferienzeiten geschlossen, so hat der Träger der öffentlichen Jugendhilfe
für die Kinder, die nicht von den Erziehungsberechtigten betreut werden können, eine anderweitige
Betreuungsmöglichkeit sicherzustellen.

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(4) Kinder mit und ohne Behinderung sollen, sofern der Hilfebedarf dies zulässt, in Gruppen gemeinsam gefördert
werden. Zu diesem Zweck sollen die Träger der öffentlichen Jugendhilfe mit den Trägern der Sozialhilfe bei der
Planung, konzeptionellen Ausgestaltung und Finanzierung des Angebots zusammenarbeiten.
(5) Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe sollen die Realisierung des Förderungsauftrags nach Maßgabe der
Absätze 1 bis 4 in den Einrichtungen anderer Träger durch geeignete Maßnahmen sicherstellen.
§ 23 Förderung in Kindertagespflege
(1) Die Förderung in Kindertagespflege nach Maßgabe von § 24 umfasst die Vermittlung des Kindes zu einer
geeigneten Tagespflegeperson, soweit diese nicht von der erziehungsberechtigten Person nachgewiesen wird, deren
fachliche Beratung, Begleitung und weitere Qualifizierung sowie die Gewährung einer laufenden Geldleistung an die
Tagespflegeperson.
(2) Die laufende Geldleistung nach Absatz 1 umfasst
1. die Erstattung angemessener Kosten, die der Tagespflegeperson für den Sachaufwand entstehen,
2. einen Betrag zur Anerkennung ihrer Förderungsleistung nach Maßgabe von Absatz 2a,
3. die Erstattung nachgewiesener Aufwendungen für Beiträge zu einer Unfallversicherung sowie die hälftige
Erstattung nachgewiesener Aufwendungen zu einer angemessenen Alterssicherung der Tagespflegeperson und
4. die hälftige Erstattung nachgewiesener Aufwendungen zu einer angemessenen Krankenversicherung und
Pflegeversicherung.
(2a) Die Höhe der laufenden Geldleistung wird von den Trägern der öffentlichen Jugendhilfe festgelegt, soweit
Landesrecht nicht etwas anderes bestimmt. Der Betrag zur Anerkennung der Förderungsleistung der
Tagespflegeperson ist leistungsgerecht auszugestalten. Dabei sind der zeitliche Umfang der Leistung und die Anzahl
sowie der Förderbedarf der betreuten Kinder zu berücksichtigen.
(3) Geeignet im Sinne von Absatz 1 sind Personen, die sich durch ihre Persönlichkeit, Sachkompetenz und
Kooperationsbereitschaft mit Erziehungsberechtigten und anderen Tagespflegepersonen auszeichnen und über
kindgerechte Räumlichkeiten verfügen. Sie sollen über vertiefte Kenntnisse hinsichtlich der Anforderungen der
Kindertagespflege verfügen, die sie in qualifizierten Lehrgängen erworben oder in anderer Weise nachgewiesen
haben.
(4) Erziehungsberechtigte und Tagespflegepersonen haben Anspruch auf Beratung in allen Fragen der
Kindertagespflege. Für Ausfallzeiten einer Tagespflegeperson ist rechtzeitig eine andere Betreuungsmöglichkeit für
das Kind sicherzustellen. Zusammenschlüsse von Tagespflegepersonen sollen beraten, unterstützt und gefördert
werden.
§ 24 Anspruch auf Förderung in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege
(1) Ein Kind, das das erste Lebensjahr noch nicht vollendet hat, ist in einer Einrichtung oder in Kindertagespflege zu
fördern, wenn
1. diese Leistung für seine Entwicklung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit
geboten ist oder
2. die Erziehungsberechtigten
a) einer Erwerbstätigkeit nachgehen, eine Erwerbstätigkeit aufnehmen oder Arbeit suchend sind,
b) sich in einer beruflichen Bildungsmaßnahme, in der Schulausbildung oder Hochschulausbildung befinden oder
c) Leistungen zur Eingliederung in Arbeit im Sinne des Zweiten Buches erhalten.
Lebt das Kind nur mit einem Erziehungsberechtigten zusammen, so tritt diese Person an die Stelle der Erziehungsberechtigten. Der Umfang der täglichen Förderung richtet sich nach dem individuellen Bedarf.
(2) Ein Kind, das das erste Lebensjahr vollendet hat, hat bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres Anspruch auf
frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung oder in Kindertagespflege. Absatz 1 Satz 3 gilt entsprechend.
(3) Ein Kind, das das dritte Lebensjahr vollendet hat, hat bis zum Schuleintritt Anspruch auf Förderung in einer
Tageseinrichtung. Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe haben darauf hinzuwirken, dass für diese Altersgruppe ein
bedarfsgerechtes Angebot an Ganztagsplätzen zur Verfügung steht. Das Kind kann bei besonderem Bedarf oder
ergänzend auch in Kindertagespflege gefördert werden.

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(4) Für Kinder im schulpflichtigen Alter ist ein bedarfsgerechtes Angebot in Tageseinrichtungen vorzuhalten. Absatz 1
Satz 3 und Absatz 3 Satz 3 gelten entsprechend.
(5) Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe oder die von ihnen beauftragten Stellen sind verpflichtet, Eltern oder
Elternteile, die Leistungen nach den Absätzen 1 bis 4 in Anspruch nehmen wollen, über das Platzangebot im
örtlichen Einzugsbereich und die pädagogische Konzeption der Einrichtungen zu informieren und sie bei der Auswahl
zu beraten. Landesrecht kann bestimmen, dass die erziehungsberechtigten Personen den zuständigen
Träger der öffentlichen Jugendhilfe oder die beauftragte Stelle innerhalb einer bestimmten Frist vor der
beabsichtigten Inanspruchnahme der Leistung in Kenntnis setzen.
(6) Weitergehendes Landesrecht bleibt unberührt.
§ 25 Unterstützung selbst organisierter Förderung von Kindern
Mütter, Väter und andere Erziehungsberechtigte, die die Förderung von Kindern selbst organisieren wollen, sollen
beraten und unterstützt werden.
§ 26 Landesrechtsvorbehalt
Das Nähere über Inhalt und Umfang der in diesem Abschnitt geregelten Aufgaben und Leistungen regelt das
Landesrecht. Am 31. Dezember 1990 geltende landesrechtliche Regelungen, die das Kindergartenwesen dem
Bildungsbereich zuweisen, bleiben unberührt.

Stadtentwicklung 2015, Heft 4/2015

Seite 67

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des Bereiches Stadtentwicklung
- Vergriffene Exemplare können eingesehen werden bei der Stadtbibliothek Ludwigshafen
oder beim Stadtarchiv Ludwigshafen -

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ohne Nr. 2004
Nr. K1/2004
Nr. B1/2004
Nr. B2/2004
Nr. B3/2004
Nr. B4/2004

Nr.

B5/2004

Nr.

B1/2005

Nr.

B2/2005

Nr.
Nr.

B3/2005
B4/2005

Nr.
Nr.

K1/2006
K2/2006

Nr.

B1/2006

Nr.
Nr.

B2/2006
B3/2006

Nr.
Nr.

B4/2006
B5/2006

Nr.

B6/2006

Nr.

B1/2007

Nr.
Nr.

B2/2007
B3/2007

Nr.

B4/2007

Nr.

B5/2007

Schulbezirke in Ludwigshafen am Rhein 2003
Dokumentation Zukunftsforum Ludwigshafen 2020
Bürgerumfrage 2003
Die Kommunalwahlen und die Europawahl am 13.06.2004
Kindertagesstättenbericht 2003/04
Statistischer Jahresbericht 2003
Entwicklung von Bevölkerung, Bautätigkeit, Beschäftigung,
Arbeitslosigkeit und Sozialhilfebezug im Jahr 2003
Mietspiegel der Stadt Ludwigshafen - Fortschreibung 2004

5,00 €
kostenlos
10,00 €
kostenlos
5,00 €
5,00 €

4,00 €

Hilfe zum Lebensunterhalt in Ludwigshafen - Leistungsbezieherinnen
und -bezieher 2000 - 2003
7,50 €
Kindertagesstättenbericht 2004/2005
5,00 €
Grundlagendaten zur Ausbauplanung
Tagesbetreuungsausbaugesetz sowie Landesprogramm
„Zukunftschance Kinder - Bildung von Anfang an“
Bundestagswahlen am 18. September 2005
kostenlos
Statistischer Jahresbericht 2004
5,00 €
Entwicklung von Bevölkerung, Bautätigkeit, Beschäftigung,
Arbeitslosigkeit und Sozialhilfebezug im Jahr 2004
Schulentwicklungsplanung 2006
Entwicklungskonzept Innenstadt Ludwigshafen am Rhein
- nur als CD erhältlich Zukunftsforum Ludwigshafen 2020
- Dokumentation 1. Bilanztreffen November 2005
Die Landtagswahl am 26. März 2006
Statistischer Jahresbericht 2005
Entwicklung von Bevölkerung, Wohnungsbautätigkeit,
Beschäftigung und Arbeitslosigkeit im Jahr 2005
Kindertagesstättenbericht 2005/06
Zukunftsforum 2020
- Dokumentation 2. Bilanztreffen September 2006 Mietspiegel der Stadt Ludwigshafen 2006

Arbeitslose und Leistungsberechtigte mit Anspruch auf
Grundsicherung für Arbeitssuchende (SGB II) im Jahr 2005
Schulentwicklungsbericht 2006/07
Statistischer Jahresbericht 2006
Entwicklung von Bevölkerung, Wohnungsbautätigkeit,
Beschäftigung und Arbeitslosigkeit im Jahr 2006/07
Kindertagesstättenbericht 2006/07
- Quantitative Aspekte der Tagesbetreuung von Kindern Einwohnerprognose Ludwigshafen am Rhein 2020

5,00 €
10,00 €
kostenlos
kostenlos
5,00 €

5,00 €
kostenlos
5,00 €

7,50 €
5,00 €
5,00 €

5,00 €
5,00 €

Veröffentlichungsverzeichnis
des Bereiches Stadtentwicklung
- Vergriffene Exemplare können eingesehen werden bei der Stadtbibliothek Ludwigshafen
oder beim Stadtarchiv Ludwigshafen -

Veröffentlichungen ab 2001 stehen kostenlos zum Download bereit unter
http://www.ludwigshafen.de/nachhaltig/stadtentwicklung/veroeffentlichungen/

Nr.
Nr.
Nr.

B1/2008
B2/2008
B3/2008

Nr.

B4/2008

Nr.
Nr.

B5/2008
B6/2008

ohne Nr. 2008

Schulentwicklungsbericht 2007/2008
Passantenzählung 2007 in der Ludwigshafener City
Statistischer Jahresbericht 2007
Entwicklung von Bevölkerung, Wohnungsbautätigkeit,
Beschäftigung und Arbeitslosigkeit im Jahr 2007
Kindertagesstättenbericht 2007/08
- Quantitative Aspekte der Tagesbetreuung von Kindern Mietspiegel der Stadt Ludwigshafen - Fortschreibung 2008
Zukunftsforum Ludwigshafen 2020
- Dokumentation 3. Bilanztreffen September 2008
Schulbezirke in Ludwigshafen am Rhein - Fortschreibung 2008

5,00 €
5,00 €
5,00 €

5,00 €
5,00 €
5,00 €
5,00 €

Informationen zur Stadtentwicklung
Nr.

1/2009

Nr.

2/2009

Nr.
Nr.
Nr.

3/2009
4/2009
5/2009

Nr.
Nr.
Nr.

6/2009
7/2009
8/2009

Nr.

1/2010

Nr.
Nr.
Nr.

2/2010
3/2010
4/2010

Nr.
Nr.

5/2010
6/2010

Nr.

7/2010

Nr.

8/2010

Schulentwicklungsplan 2009
5,00 €
- Gesamtkonzept Realschule Plus, IGS, GTS Stadtumbau Ludwigshafen - Statusbericht 2007
5,00 €
Laufende Beobachtung des Stadtumbauprozesses der
Ludwigshafener Innenstadt
Die Kommunalwahlen und die Europawahl am 07.Juni 2009
kostenlos
Struktur und Entwicklung der Wirtschaft in Ludwigshafen 2000-2007 7,50 €
Kindertagesstättenbericht 2008/09 - Quantitative Aspekte der
Tagesbetreuung von Kindern 5,00 €
Schulentwicklungsbericht 2008/09
5,00 €
Die Bundestagswahl am 27.Sept. 2009
kostenlos
Statistischer Jahresbericht 2008
5,00 €
Entwicklung von Bevölkerung, Wohnungsbautätigkeit,
Beschäftigung und Arbeitslosigkeit im Jahr 2008
Stadtumbau Ludwigshafen - Statusbericht 2008 Laufende Beobachtung des Stadtumbauprozesses
der Ludwigshafener Innenstadt
Passantenzählung 2009 - Passanten in der Ludwigshafener City Schulentwicklungsbericht 2009/10
Kindertagesstättenbericht 2009/10 - Quantitative Aspekte der
Tagesbetreuung von Kindern
Mietspiegel der Stadt Ludwigshafen 2010
Statistischer Jahresbericht 2009
Entwicklung von Bevölkerung, Wohnungsbautätigkeit,
Beschäftigung und Arbeitslosigkeit im Jahr 2009
Stadtumbau Ludwigshafen Statusbericht 2009
Laufende Beobachtung des Stadtumbauprozesses der
Ludwigshafener Innenstadt
Einwohnerprognose Ludwigshafen am Rhein 2025

5,00 €

5,00 €
5,00 €
5,00 €
5,00 €
5,00 €

5,00 €

5,00 €

Veröffentlichungsverzeichnis
des Bereiches Stadtentwicklung
- Vergriffene Exemplare können eingesehen werden bei der Stadtbibliothek Ludwigshafen
oder beim Stadtarchiv Ludwigshafen -

Veröffentlichungen ab 2001 stehen kostenlos zum Download bereit unter
http://www.ludwigshafen.de/nachhaltig/stadtentwicklung/veroeffentlichungen/

Nr.

1/2011

Nr.
Nr.
Nr.

2/2011
3/2011
4/2011

Nr.

5/2011

Nr.

6/2011

Nr.

7/2011

Nr.

1/2012

Nr.

1/2012

Nr.
Nr.
Nr.

2/2012
3/2012
4/2012

Nr.

5/2012

Nr.

6/2012

Nr.
Nr.

7/2012
8/2012

Nr.
Nr.

9/2012
10/2012

Ludwigshafen und seine Stadtteile
Förderprogramme, Städtebauliche Erneuerung,
Quartiersentwicklung und Quartiersprojekte
- Eine Bestandsaufnahme Schulentwicklungsbericht 2010/11
Die Landtagswahl am 27. März 2011
Kindertagesstättenbericht 2010/11 - Quantitative Aspekte der
Tagesbetreuung von Kindern
Bewältigung des Strukturwandels - Ludwigshafen im Vergleich
mit sieben industriell geprägten Großstädten
Stadtumbau Ludwigshafen Statusbericht 2010
Laufende Beobachtungen des Stadtumbauprozesses der
Ludwigshafener Innenstadt
Statistischer Jahresbericht 2010
Entwicklung von Bevölkerung, Wohnungsbautätigkeit,
Beschäftigung und Arbeitslosigkeit im Jahr 2010
Bürgerumfrage 2011
„Leben in Ludwigshafen“ -TextteilBürgerumfrage 2011
„Leben in Ludwigshafen“ -TabellenteilEinzelhandels- und Zentrenkonzept Ludwigshafen 2011
Schulentwicklungsbericht 2011/12
Stadtumbau Ludwigshafen Statusbericht 2011
Laufende Beobachtungen des Stadtumbauprozesses der
Ludwigshafener Innenstadt
Kindertagesstättenbericht 2011/12 - Quantitative Aspekte der
Tagesbetreuung von Kindern
Statistischer Jahresbericht 2011
Entwicklung von Bevölkerung, Wohnungsbautätigkeit,
Beschäftigung und Arbeitslosigkeit im Jahr 2011
Passantenaufkommen in der Ludwigshafener City 2011
Räumliche Gliederungen in Ludwigshafen am Rhein
Aufbau und Erläuterungen
Mietspiegel der Stadt Ludwigshafen 2012 -FortschreibungNahversorgung im Wandel
Lebensmittelangebot und Drogerien in Ludwigshafen 2001 - 2011/12

5,00 €

5,00 €
kostenlos
5,00 €
5,00 €
5,00 €

5,00 €

5,00 €
5,00 €
5,00 €
5,00 €
5,00 €
5,00 €
5,00 €

5,00 €
5,00 €
5,00 €
5,00 €

Veröffentlichungsverzeichnis
des Bereiches Stadtentwicklung
- Vergriffene Exemplare können eingesehen werden bei der Stadtbibliothek Ludwigshafen
oder beim Stadtarchiv Ludwigshafen -

Veröffentlichungen ab 2001 stehen kostenlos zum Download bereit unter
http://www.ludwigshafen.de/nachhaltig/stadtentwicklung/veroeffentlichungen/

Nr.
Nr.
Nr.

1/2013
2/2013
3/2013

Nr.

4/2013

Nr.
Nr.
Nr.
Nr.

5/2013
6/2013
7/2013
8/2013

Nr.
Nr.
Nr.
Nr.
Nr.
Nr.
Nr.

1/2014
2/2014
3/2014
4/2014
5/2014
6/2014
7/2014

Nr.

8/2014

Nr.

9/2014

Nr.
Nr.
Nr.

1/2015
2/2015
3/2015

Abschlussbericht Urban II
Straßenverzeichnis der Stadt Ludwigshafen am Rhein
Stadtumbau Ludwigshafen Statusbericht 2012
Laufende Beobachtungen des Stadtumbauprozesses der
Ludwigshafener Innenstadt
Kindertagesstättenbericht 2012/13 - Quantitative Aspekte der
Tagesbetreuung von Kindern
Schulentwicklungsbericht 2012/13
Kulturbericht 2012
Die Bundestagswahl am 22. September 2013
Statistischer Jahresbericht 2012
Entwicklung von Bevölkerung, Wohnungsbautätigkeit,
Beschäftigung und Arbeitslosigkeit im Jahr 2012
Der PKW-Bestand in Ludwigshafen zwischen 1990 und 2012
Straßenverzeichnis der Stadt Ludwigshafen am Rhein
100 Jahre Städtestatistik in Ludwigshafen am Rhein
Bürgerumfrage 2013
Kommunalwahlen 2014
Statistisches Jahrbuch 2014
Kindertagesstättenbericht 2013/14
Quantitative Aspekte der Tagesbetreuung von Kindern
Stadtumbau Ludwigshafen Statusbericht 2013
Laufende Beobachtung des Stadtumbauprozesses der
Ludwigshafener Innenstadt
Statistischer Jahresbericht 2013
Entwicklung von Bevölkerung, Wohnungsbautätigkeit,
Beschäftigung, Wirtschaft und Arbeitslosigkeit im Jahr 2013
Mietspiegel der Stadt Ludwigshafen 2015
Die Passantenfrequenz 2012 bis 2014 in Ludwigshafen
Stadtumbau Ludwigshafen Statusbericht 2014
Laufende Beobachtung des Stadtumbauprozesses der
Ludwigshafener Innenstadt

5,00 €
5,00 €
5,00 €
5,00 €
5,00 €
5,00 €
kostenlos
5,00 €

5,00 €
5,00 €
7,00 €
5,00 €
kostenlos
10,00 €
5,00 €
5,00 €
5,00 €

5,00 €
5,00 €
5,00 €
        
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