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Full text: Beteiligungsbericht Issue 2018

Stadt Ingolstadt

Stadt Ingolstadt

Die städtischen Unternehmen
im Überblick

Beteiligungsbericht 2018
www.ingolstadt.de

Vorwort des Oberbürgermeisters

Ingolstadt, im Oktober 2018

Liebe Leserinnen und Leser,
auch im vergangenen Jahr 2017 haben die 56 Beteiligungsgesellschaften der Stadt Ingolstadt zahlreiche kommunale
Aufgaben übernommen und sich zum Wohle der Bürgerinnen
und Bürger mit wichtigen Fragen, wie dem Ausbau der
Infrastruktur, dem Neubau von bezahlbarem Wohnraum sowie
mit dem Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs beschäftigt.
Darüber hinaus hat das Thema Digitalisierung stark an
Bedeutung gewonnen und Ingolstadt ist führender Standort in
Sachen
digitaler
Mobilität.
Zusätzlich
umfasst
das
Aufgabenspektrum der kommunalen Unternehmen die Energieund Trinkwasserversorgung, die Abfall- und Abwasserentsorgung
sowie Krankenhaus- und Pflegeleistungen.
Mit unserem Beteiligungsbericht 2018 dürfen wir Ihnen umfassende Informationen und Daten
über die städtischen Beteiligungen und deren vielfältige Wirkungsbereiche an die Hand
geben.
Unter anderem zeigt der Beteiligungsbericht den erforderlichen Mitteleinsatz für das
Leistungsangebot der Beteiligungen auf und informiert über das gebundene Vermögen und
dessen Finanzierung. Zusätzlich wird auf die weitere Unternehmensentwicklung
eingegangen. Neben einem transparenten Einblick in das „Bürgervermögen“ unterstützt der
Beteiligungsbericht auch die Stadträte bei der Steuerung und Überwachung der
ausgegliederten Aufgabenbereiche.
Im Jahr 2017 waren in den ortsansässigen städtischen Unternehmen 5.322 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter beschäftigt. Die Beteiligungsgesellschaften bewirtschafteten ein Vermögen
von rund 1.726 Mio. EUR und leisteten mit Investitionsausgaben in die Infrastruktur von
122 Mio. EUR einen wertvollen Beitrag für die Entwicklung unserer Stadt.
Für die kontinuierliche Weiterentwicklung zu einem zukunftsfähigen Ingolstadt und die
nachhaltige Sicherung der hohen Lebensqualität werden sich die kommunalen Unternehmen
auch weiterhin konsequent zum Wohlergehen der Ingolstädter Bevölkerung einsetzen.
Mein herzlicher Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den
Geschäftsleitungen der Beteiligungsunternehmen für den engagierten Einsatz und die
erfolgreiche Arbeit für unsere Heimatstadt.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr

Dr. Christian Lösel
Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

1

INHALTSVERZEICHNIS
Die kommunalen Unternehmen im Überblick

5

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

6

Struktur des städtischen Unternehmensverbundes

15

Kenngrößen städtischer Beteiligungen

18

Veröffentlichung der Bezüge der geschäftsführenden Organe

20

Ver- und Entsorgung

21

Konzernabschluss Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR

22

Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR

31

BioIN GmbH

42

Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH

46

Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH

52

Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH

58

Bayerngas GmbH

64

MVV Trading GmbH

73

SWI Windpark Hain-Ost GmbH

76

Windpark Riegenroth GmbH & Co. KG

78

Windpark Oberwesel II GmbH & Co. KG

80

Windpark Oberwesel III GmbH & Co. KG

82

COM-IN Telekommunikations GmbH

84

Zweckverband Zentralkläranlage Ingolstadt

89

Zweckverband Müllverwertungsanlage Ingolstadt

93

UTW Planungs-, Bau- und Besitzgesellschaft für umwelttechn. Werke Ingolstadt mbH

99

Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung, Touristik

103

IFG Ingolstadt AöR

104

LGI Logistikzentrum im GVZ Ingolstadt Betreibergesellschaft mbH

113

GVZ Konsolidierungszentrum Betreibergesellschaft mbH

118

GVZ Logistik GmbH & Co. KG

121

IGEV Infrastruktur und Gewerbeimmobilien Entwicklungs-/Verwaltungs GmbH

124

ISG Infrastrukturelle Gewerbeimmobilien GmbH

125

IN-Campus GmbH

127

in-arbeit GmbH

130

Ingolstadt Tourismus und Kongress GmbH

133

Hotel-Kongress Ingolstadt GbR mit beschränkter Haftung

137

Existenzgründerzentrum Ingolstadt GmbH

138

brigk Digitales Gründerzentrum der Region Ingolstadt GmbH

142

Zweckverband Donauhalle Ingolstadt

146

Planungsverband Region Ingolstadt

149

2

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Bau- und Wohnungswesen

151

Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt GmbH

152

INKoBau Ingolstädter Kommunalbauten Verwaltungs GmbH

158

INKoBau Ingolstädter Kommunalbauten GmbH & Co. KG

159

Finanzdienstleistungen

163

Zweckverband Sparkasse Ingolstadt Eichstätt

164

Sparkasse Ingolstadt Eichstätt AöR

165

Gesundheit, Pflege, Rettungsdienst

175

Konzernabschluss Krankenhauszweckverband Ingolstadt

176

Krankenhauszweckverband Ingolstadt

181

Klinikum Ingolstadt GmbH

187

Medizinisches Versorgungszentrum Klinikum Ingolstadt GmbH

197

Beteiligungsgesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH

200

Dienstleistungs- und Gebäudemanagement Klinikum Ingolstadt GmbH

202

Betreibergesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH

205

Kardio-CT GmbH & Co. KG

208

CT 64 Verwaltungs-GmbH

209

Alten- und Pflegeheim Klinikum Ingolstadt GmbH

210

Klinikum Ingolstadt – Ambulante Pflege- und Nachsorge GmbH

214

Elisabeth Hospiz Ingolstadt GmbH

216

SAPV Region 10 GmbH

218

GPI Gesundheitspartner IngolStadtLandPlus GmbH

221

Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Region Ingolstadt

222

Öffentlicher Personennahverkehr

225

Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH

226

Stadtbus Ingolstadt GmbH

232

Zweckverband Verkehrsgemeinschaft Region Ingolstadt

237

beka GmbH

239

Freizeit, Kultur, Bildung

241

Stadtwerke Ingolstadt Freizeitanlagen GmbH

242

Landesgartenschau Ingolstadt 2020 GmbH

250

Gemeinnützige Ingolstädter Veranstaltungs GmbH

253

Georgisches Kammerorchester Ingolstadt Konzertgesellschaft mbH

257

Zweckverband Gymnasium Gaimersheim

260

Allgemeine Angaben

262

Abkürzungsverzeichnis

268

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

3

4

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Die kommunalen Unternehmen im Überblick
Die Stadt Ingolstadt erbringt eine Vielzahl ihrer öffentlichen Aufgaben mittlerweile durch ihre
56 kommunalen Unternehmen und Beteiligungen, die ein breit gefächertes Leistungsspektrum aufweisen.

Die wesentlichen Kenngrößen zeigen die Bedeutung der städtischen Unternehmen:

Beteiligungen
der Stadt Ingolstadt

2017

2016

2015

Investitionen

Mio. EUR

122

185

148

Gesamtvermögen

Mio. EUR

1.726

1.664

1.548

Mio. EUR

1.511

1.476

1.363

davon langfristiges Anlagevermögen
Eigenmittel

Mio. EUR

584

551

519

Anteil am Gesamtvermögen

%

34%

33%

33%

davon Eigenkapital der Stadt Ingolstadt

Mio. EUR

264

251

238

Kreditvolumen

Mio. EUR

970

937

863

davon bereit gestellt durch die Stadt Ingolstadt

Mio. EUR

251

169

150

davon nicht rentierliche Schulden

Mio. EUR

69

74

66

Umsatzerlöse

Mio. EUR

572

562

532

Mitarbeiter

Beschäftigte

* 5.322

5.061

5.043

* 2017: aus Fusion mit Sparkasse Eichstätt Zugang 218 Beschäftigte

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

5

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Um einen Gesamtüberblick über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu geben,
wurden für die städtischen Mehrheitsbeteiligungen nach den Grundsätzen für die Aufstellung
eines Konzernabschlusses die wichtigsten Kenngrößen erhoben. Die Sparkasse wird
aufgrund des nicht vergleichbaren Vermögens- und Kapitalaufbaus - wie auch bei anderen
Gesamtabschlüssen von Kommunen - nicht einbezogen.
In einem ersten Schritt werden die Einzelwerte der Gesellschaften aufsummiert.
Anschließend werden Verflechtungen der Gesellschaften untereinander eliminiert. Dies sind
Forderungen und Verbindlichkeiten, die zwischen den Gesellschaften bestehen
(Schuldenkonsolidierung). Ferner sind es Erlöse, die die Gesellschaften untereinander aus
dem Leistungsaustausch erzielen (Aufwands- und Ertragskonsolidierung). Auch beim
Eigenkapital sind Doppelerfassungen bei Mutter- und Tochtergesellschaft abzuziehen
(Kapitalkonsolidierung). Ziel dieser Maßnahmen ist es, eine Aufblähung der Vermögens- und
Kapitalstruktur und auch der Erträge zu vermeiden. Für die Minderheitsbeteiligungen wird
nach den Equity-Konsolidierungsgrundsätzen der Kapitaleinsatz berücksichtigt. Dies gilt
insbesondere für den Zweckverband Müllverwertungsanlage, der mit dem Eigenkapitalanteil
der Stadt Ingolstadt berücksichtigt wird.
Im Einzelnen verweisen wir hierzu auf die Seiten 18 und 19.

Die städtischen Gesellschaften als eine „Einheit“ weisen in 2017 die nachfolgende
Vermögens- und Kapitalstruktur im Vorjahresvergleich auf:

6

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Das Vermögen der kommunalen Unternehmen ist auf 1,726 Mrd. EUR angewachsen.
Nahezu unverändert sind 88 % langfristig im Anlagevermögen gebunden, welches im
Vergleich zum Vorjahr um 35 Mio. EUR auf 1,511 Mrd. EUR angestiegen ist, da die in 2017
getätigten Investitionen in Höhe von 122 Mio. EUR die Abschreibungen für den Werteverzehr
übersteigen.
Die weiterhin umfangreichen Investitionen sind ausgerichtet auf die städtischen Ziele:
 sichere und nachhaltige Energie- und Wasserversorgung
 Ausbau erneuerbarer Energien
 zuverlässige, wertstofforientierte Entsorgungswege
 flächendeckende Glasfasererschließung in Ingolstadt
 wirtschaftsfreundliche Infrastruktur zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen
 Förderung von Geschäfts- und Freizeittourismus
 ausreichende sozialverträgliche Wohnraumbereitstellung
 zügige Sanierung historischer städtischer Bauten
 qualitativ hochwertige klinische und pflegerische Versorgung vor Ort
 bedarfsgerechter Ausbau des ÖPNV
 attraktives Freizeitangebot

Im Bereich Ver- und Entsorgung werden in die Strom- und Gasnetze jährlich rund
9 Mio. EUR investiert. In den ökologisch wertvollen Ausbau der Versorgung mit Abwärme
sind in 2017 rund 6 Mio. EUR geflossen. Der mit einem Investitionsvolumen von rd.
30 Mio. EUR errichtete SWI Windpark Hain-Ost in Oberfranken nahm Ende 2016 seinen
Betrieb auf.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

7

Für die Abwasserbeseitigung, insbesondere für die Sanierung der Abwassersammelkanäle,
belaufen sich die Investitionen in 2017 auf rund 14 Mio. EUR. In den Ausbau des
Wasserversorgungsnetzes fließen jährlich rund 4 Mio. EUR.
Bis 2021 wird die Glasfaserinfrastruktur flächendeckend für alle Ingolstädter Privathaushalte
zur Verfügung stehen. Bis dahin werden jährlich rd. 10 Mio. EUR investiert.
Im Bereich Wirtschaftsförderung investierte die IFG in 2015 mit 21 Mio. EUR in die
Erweiterung des Güterverkehrszentrums. Bis 2016 wurden Containersiedlungen für
27 Mio. EUR errichtet, die zum Betrieb von Aufnahme- und Rückführungseinrichtungen für
Asylbewerber bis 2025/26 an die Regierung von Oberbayern vermietet sind. Im Jahr 2017
wurde der Bauantrag für das Kongresszentrum eingereicht und die entsprechende
Baugenehmigung erteilt. Nach Fertigstellung des Rohbaus der Kongressgarage soll im
Frühsommer 2019 mit dem Bau des Kongresszentrums begonnen werden. Die Fertigstellung
des Kongresszentrums ist für 2021 mit Projektkosten von 44 Mio. EUR vorgesehen.
Das Parkangebot wird durch den stetigen Baufortschritt der Tiefgarage auf dem
Gießereigelände kontinuierlich erweitert. Von den insgesamt rd. 750 Stellplätzen sind bereits
rd. 520 Stellplätze nutzbar und bis 2019 soll der Bau der Tiefgarage mit
Gesamtinvestitionskosten von 45 Mio. EUR abgeschlossen sein. Das neue Parkhaus
Hauptbahnhof Ost und der Fußgängertunnel zum Hauptbahnhof wurden in 2016/2017 für
16 Mio. EUR errichtet. Die Sanierung der Tiefgaragen Münster und Zeughaus erfolgte in
2016/17 mit 8 Mio. EUR. Für rd. 12 Mio. EUR werden ab 2018 die Tiefgarage am Schloss
sowie das Parkhaus Hauptbahnhof West saniert.
Die GWG leistet mit ihrer deutlich intensivierten Neubautätigkeit einen wesentlichen Beitrag
zur Verbesserung der Wohnraumsituation in Ingolstadt. Im Zeitraum 2015 bis 2017 wurden
Investitionen von 98,3 Mio. EUR getätigt und 410 Wohneinheiten dem Wohnungsmarkt zur
Verfügung gestellt. Die geplanten Investitionen für 2018 und 2019 belaufen sich auf rd.
100 Mio. EUR, wodurch 127 Wohneinheiten in 2019 bezugsfertig werden und die Grundlage
für 536 neue Wohnungen in 2020 geschaffen wird.
Über die Tochtergesellschaft INKoBau KG wird die Errichtung und Sanierung der
städtischen Bauten Kavalier Dalwigk mit Anbau und Georgianum abgewickelt. In 2017
wurden die Planungsaufträge vergeben. Die Investitionsmaßnahmen weisen nach ersten
Grobkostenschätzungen ein Volumen von rund 55 Mio. EUR auf. Baubeginn ist 2019, die
Fertigstellung soll bis 2020/21 erfolgen.
Im Bereich Gesundheit und Pflege wurde der erste Bauabschnitt der Generalsanierung mit
rund 58 Mio. EUR abgeschlossen; der neue OP-Bereich, die Geburtshilfe und die
Neonatologie sind Mitte 2017 in Betrieb gegangen. Ab 2018 werden die Intensivstationen
und der Untersuchungs- und Behandlungsbereich mit einem Kostenrahmen von
44 Mio. EUR saniert. In 2018 werden die Umbaumaßnahmen in der ehemaligen Reiserklinik
mit einem Volumen von 5 Mio. EUR für die Etablierung psychiatrischer und psychosomatischer Tageskliniken abgeschlossen. In medizinische Geräte werden kontinuierlich
durchschnittlich rund 5 Mio. EUR jährlich investiert.
Investitionsschwerpunkte beim ÖPNV sind die fortwährende Erneuerung und Modernisierung
der Busflotte sowie der Ausbau der Fahrscheinverkaufs- und Fahrgastinformationssysteme.

8

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Bei den Freizeitanlagen wurde in 2016 das für 22 Mio. EUR errichtete neue Sportbad
eröffnet und in 2017 die Sanierung des angrenzenden Batteriegebäudes mit 2,5 Mio. EUR
abgeschlossen. In 2018 und 2019 werden die Attraktivierungsmaßnahmen im Wonnemar mit
11 Mio. EUR (= 49 % der Kosten) bezuschusst. Die Kosten für den Abriss des Hallenbades
Mitte im Februar 2017 beliefen sich auf rd. 0,5 Mio. EUR. Darüber hinaus ist die Errichtung
von Blockheizkraftwerken für die Saturn Arena und das Erlebnisbad mit 2 Mio. EUR
vorgesehen.
Für die Gartenschau einschließlich der Verlagerung des Spielparks sind Investitionen von
25 Mio. EUR vorgesehen. Für diese wurden öffentliche Fördermittel in Höhe von
5,76 Mio. EUR bewilligt.

Das langfristig gebundene Vermögen der kommunalen Unternehmen setzt sich in 2017
bereichsbezogen im Vorjahresvergleich (Zahlen in Klammer) wie folgt zusammen:

Die Eigenmittel, über die dieses Vermögen in 2017 zu 34 % finanziert wird, haben sich im
Vorjahresvergleich um 33 Mio. EUR auf 584 Mio. EUR erhöht.
In den Eigenmitteln ist in Höhe von 336 Mio. EUR Eigenkapital enthalten, das den
Unternehmen von der Stadt Ingolstadt mit 264 Mio. EUR und von Fremdgesellschaftern mit
72 Mio. EUR überlassen ist. In 2017 ist das Eigenkapital um 14 Mio. EUR angewachsen.
Dies resultiert neben dem thesaurierten Jahresüberschuss der GWG (5,2 Mio. EUR)
insbesondere aus den eigenkapitalstärkenden Einlagen der Stadt Ingolstadt zur
Finanzierung von Projekten der IFG (5,4 Mio. EUR) sowie der Landesgartenschau
(1,2 Mio. EUR).

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

9

Auch die öffentlichen Zuschüsse im Gesundheitswesen sowie die Beiträge und Kapitalzuschüsse der Anschlussnehmer im Bereich Ver- und Entsorgung haben eigenkapitalähnlichen Charakter. Unter Berücksichtigung der planmäßigen Auflösungen sind diese in
2017 um 19 Mio. EUR auf 248 Mio. EUR angestiegen. Ein Teilbetrag von 10,0 Mio. EUR
resultiert aus Einlagen der Träger des Krankenhauszweckverbandes für die
Generalsanierung; auf die Stadt Ingolstadt entfallen 7,6 Mio. EUR.
Über Kredite finanzieren die kommunalen Unternehmen ihre Investitionen und ihr Anlagevermögen grundsätzlich nur dann, wenn kostendeckende Einnahmen aus den Maßnahmen
erzielt und damit Zins und Tilgung aus diesen Einnahmen gedeckt werden können
(= rentierliche Schulden). Sofern keine kostendeckenden Entgelte von den Nutzern
erhoben werden können, stellt die Stadt Ingolstadt aus dem städtischen Haushalt die
erforderlichen Finanzmittel bereit. Dies erfolgt z.B. für die umfangreichen Projekte der IFG,
wie dem Kongresszentrum und der Tunnelanbindung des Parkhauses auf der Ostseite des
Hauptbahnhofes.
Auch wurden für das Fahrgastinformationssystem und das rechnergestützte
Betriebsleitsystem beim ÖPNV sowie für das Sportbad von der Stadt Eigenmittel an INKB
übertragen. INKB leitet die Finanzmittel nicht an die Gesellschaften weiter, da sonst die
Abschreibungen und Zinsen nicht vollumfänglich steuermindernd geltend gemacht werden
können. Die INVG und die Stadtwerke Ingolstadt Freizeitanlagen finanzieren ihre Anlagen
daher über Kredite. Zins und Abschreibung (= Tilgung) werden ihnen über den jährlichen
Defizitausgleich von INKB zur Verfügung gestellt.
Die städtischen Gesellschaften verfügen – mit Ausnahme der Bereiche ÖPNV und
Freizeitanlagen – somit nur über rentierliche Schulden.

In 2017 ist die Kreditinanspruchnahme der kommunalen Unternehmen investitionsbedingt
um 33 Mio. EUR auf 970 Mio. EUR angewachsen. Die Kreditentwicklung stellt sich wie folgt
dar:

10

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Im Bereich der Wasserversorgung sowie der Abwasser- und Abfallentsorgung werden
kostendeckende Gebühren erhoben, mit denen die zur Finanzierung der Investitionen
aufgenommenen Kredite getilgt werden. Der Kreditbedarf erhöhte sich investitionsbedingt
um 10 Mio. EUR auf 112 Mio. EUR.
Bei der Versorgung ist der Ausbau der Strom- und Gasnetze, deren kostenorientierte
Nutzungsentgelte staatlich reguliert sind, kreditfinanziert. Im Bereich der Wärmeversorgung
hingegen müssen die kreditfinanzierten Investitionen - im Vergleich zu anderen
Energieträgern - über wettbewerbsfähige Preise am Markt verdient werden. Die Tilgungen
müssen über die Ausschüttungen finanziert werden. Ebenso kreditfinanziert sind die
Biomüllvergärungsanlage (5,6 EUR) und die erworbenen Anteile an den Windparks im
Hundsrück (7 Mio. EUR) erworben sowie der SWI Windpark Hain-Ost in Oberfranken
(31 Mio. EUR) errichtet. Die Kredite zur Finanzierung des Glasfaserausbaus haben sich in
2017 um 10 Mio. EUR auf 55 Mio. EUR erhöht. Stichtagsbezogen um rund 10 Mio. EUR
höhere Forderungen aus Energielieferungen bedingen im Vorjahresvergleich eine nur
vorübergehend höhere kurzfristige Kreditaufnahme.
Die Verschuldung der IFG betrifft mit rd. 21 Mio. EUR errichtete Asylunterkünfte, mit rd.
223 Mio. EUR das GVZ, mit rd. 46 Mio. EUR die Parkeinrichtungen und mit rd. 27 Mio. EUR
Vorratsgrundstücke.
Bei der GWG wird, infolge des Grunderwerbs und der umfangreichen Neubaumaßnahmen,
eine weiter wachsende Inanspruchnahme von Krediten erforderlich.
Die Kredite des Klinikums betreffen im Wesentlichen das vermietete Ärztehaus.
Zur Finanzierung der Busflotte sowie des rechnergestützten Betriebsleit- und
Fahrgastinformationssystems werden die Kredite im Bereich ÖPNV beansprucht. Diese
reduzierten sich in 2017 um 6 Mio. EUR auf 32 Mio. EUR aufgrund des unter den
Abschreibungen liegenden Investitionsvolumens und dem Eingang von Außenständen. Da
die INVG für ihre Fahrleistungen keine kostendeckenden Erlöse von den Fahrgästen
erheben kann, benötigt sie zur Tilgung dieser Kredite Ausgleichszahlungen aus dem
städtischen Haushalt. Daher stellen die Kredite im ÖPNV nicht rentierliche Schulden dar.
Zur Finanzierung der Freizeitanlagen Saturn-Arena mit Zweiter Eishalle, der Sanierung des
Freibades sowie für das in 2016 errichtete Sportbad und die in 2017 abgeschlossene
Sanierung des Batteriegebäudes, bestehen Kreditaufnahmen. Auch die ab 2017 anfallenden
Zuschusszahlungen für die Attraktivierungsmaßnahmen im Wonnemar werden
kreditfinanziert. Im Jahr 2017 erhöhte sich die Kreditmittelinanspruchnahme um 2 Mio. EUR
auf 37 Mio. EUR. Die Tilgung dieser Darlehen nimmt die Stadtwerke Ingolstadt
Freizeitanlagen nur über mittelbare Verlustausgleichszahlungen aus dem städtischen
Haushalt vor. Diese nicht rentierlichen Schulden sind daher ebenfalls der Verschuldung der
Stadt Ingolstadt vollumfänglich zuzurechnen.
Die von den kommunalen Unternehmen zum Stichtag 31.12.2017 beanspruchten Kredite
von 970 Mio. EUR betreffen in Höhe eines Teilbetrages von 251 Mio. EUR Ausleihungen von
der Stadt Ingolstadt, die damit einen Teilbetrag ihrer Liquiditätsüberschüsse anlegte. Weitere
112 Mio. EUR stammten aus Geldanlagen des Zweckverbandes Müllverwertungsanlage.
Für Bankkredite der kommunalen Unternehmen bestehen teilweise Bürgschaften sowie
Patronatserklärungen, mit denen die Stadt Ingolstadt den Kreditinstituten eine ausreichende
finanzielle Ausstattung der Unternehmen zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen zusichert.
Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

11

Bürgschaften/
Ausleihungen Patronatsder Stadt
erklärungen
der Stadt
TEUR
TEUR
Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR

42.240

0

1.200

0

Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH

14.100

0

Stadtwerke Ingolstadt Netze und Energie GmbH

20.000

0

Stadtwerke Ingolstadt Freizeitanlagen GmbH

11.000

25.272

8.100

0

60

0

BioIN GmbH

Klinikum Ingolstadt GmbH
Rettungszweckverband
COM-IN Telekommunikations GmbH

19.000

0

IFG Ingolstadt AöR

79.988

28.316

0

818

Existenzgründerzentrum Ingolstadt GmbH
Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt GmbH

54.845

1.265

per 31.12.2017

250.533

55.671

per 31.12.2016

169.383

72.613

In 2017 beläuft sich das bestehende übrige Fremdkapital auf 172 Mio. EUR und betrifft
insbesondere kurzfristige Verbindlichkeiten aus Leistungs- und Warenbezügen sowie
Rückstellungen. Diesen kurzfristig zu erfüllenden Verpflichtungen steht in ausreichendem
Umfang liquides kurzfristiges Vermögen von 215 Mio. EUR gegenüber, so dass hieraus
grundsätzlich keine weitere Kreditverschuldung erwächst.

Die Ertragslage der kommunalen Unternehmen ist von einer kostenbewussten, am
Gemeinwohl orientierten Aufgabenerledigung und nicht von Gewinnstreben geprägt.
Der Gewinn des Unternehmensverbunds Ingolstädter Kommunalbetriebe beläuft sich in
2017 auf TEUR 6.887. Nach Verrechnung der den Fremdgesellschaftern zustehenden
Ergebnisanteile aus den Bereichen Energieversorgung (48,4 %) und Telekommunikation
(25 %) sowie Biomüllvergärung (49 %) ergibt sich ein Verlust von TEUR 2.332. Nach Abzug
der städtischen Ergebnisanteile der COM-IN, BioIN und SWI Windpark Hain-Ost GmbH
sowie unter Einbeziehung des bei der SWI Beteiligungen GmbH im Vorjahr zu hoch zurück
gestellten Verlustanteils der INVG, ergab sich auf Ebene INKB ein Verlust von TEUR 1.432.
Aus der laufenden Geschäftstätigkeit der INKB ergibt sich ein Überschuss von TEUR 758.
Ferner wurde für das Vorjahr ein Kostenersatz in Höhe von TEUR 571 von der Stadt erst
zum Ende des Kalenderjahres 2016 bei INKB vereinnahmt. Der sich somit ergebende
Verlust von TEUR 2.761 betrifft den Anteil der nicht erlösgedeckten Kosten aus dem Betrieb
des öffentlichen Personennahverkehrs und der Freizeitanlagen, die die Ingolstädter
Kommunalbetriebe AöR aus ihren anteiligen Gewinnansprüchen aus dem Bereich
Energieversorgung (51,6 %) unter Nutzung des steuerlichen Querverbundes nicht decken
können. Zum Ausgleich löst INKB für einen Teilbetrag von TEUR 352 von der Stadt hierfür
erhaltene Einlagen auf und kann weitere TEUR 1.129 aus der Eigenkapitalverzinsung von
Wasserversorgung und Entwässerung sowie über Gewinne aus Auftragsarbeiten
heranziehen. Für den Restbetrag leistete die Stadt Ingolstadt in 2017 bzw. 2018 eine Einlage
an die Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR von TEUR 1.280 (Vorjahr TEUR 4.490). Die
Bereiche Wasserversorgung, Abfall- und Abwasserentsorgung sowie Straßenreinigung
erheben für ihre Leistungen kostendeckende Gebühren und Beiträge nach dem
Kommunalabgabengesetz (KAG).
12

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Die IFG Ingolstadt AöR verzeichnete in 2017 einen Jahresverlust in Höhe von TEUR 1.576.
Dies beruht auf dem Rückstellungsbedarf für zu erwartende Erschließungskostenerstattungen für verkaufte Grundstücke auf dem Gießereigelände in Höhe von
TEUR 2.160. Im Vermietungsbereich konnte aufgrund niedrigerer Instandhaltungs- und
Zinsaufwendungen ein verbesserter Deckungsbeitrag von TEUR 6.237 erzielt werden.
Infolge höherer Betriebs- und Instandhaltungsaufwendungen sowie Abschreibungen ergeben
sich höhere nicht gedeckte Kosten bei den Parkeinrichtungen von TEUR 1.746. Die
Aufwendungen für den Tourismus beliefen sich auf TEUR 1.139 und für das
Standortmarketing wurden TEUR 593 aufgewendet. Die Verwaltungskosten betragen
TEUR 2.539. Neben der Gewinnausschüttung der Tochter ISG (TEUR 175) stützen
Ertragsteuererstattungen von TEUR 278 das Ergebnis.
Mit ihrem Jahresüberschuss von TEUR 5.189 erzielte die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt GmbH eine Eigenkapitalverzinsung von nahezu 6 %. Zur Stärkung
der Eigenkapitalausstattung wird der Gewinn (Anteil Stadt TEUR 3.907) nicht ausgeschüttet,
sondern, wie in den Vorjahren, in der Gesellschaft belassen.
Für die Vorbereitung der Landesgartenschau 2020 fielen in 2017 Aufwendungen von
TEUR 237 und Investitionsausgaben von TEUR 1.335 an, die aus dem städtischen Haushalt
zu decken sind.
Bei der INKoBau Ingolstädter Kommunalbauten GmbH & Co. KG (einschl. Verwaltungs
GmbH) fielen in 2017 nicht aktivierungsfähige Verwaltungskosten von TEUR 400 an, die aus
künftigen Erträgen aus den Vermietungsobjekten gedeckt werden sollen. Zur
Zwischenfinanzierung leistete die Stadt Ingolstadt eine Einlage.
Der Unternehmensverbund Klinikum erzielte in 2017 einen Jahresgewinn von TEUR 2.133
(Vorjahr TEUR 3.900), der zu 76,6 % der Stadt Ingolstadt zusteht. Das Betriebsergebnis fällt
mit 0,9 Mio. EUR um 6,2 Mio. EUR schlechter aus als im Vorjahr. Eine dem
leistungsbedingten Erlösrückgang kongruente Begrenzung der Sach- und Personalkosten
konnte nicht erreicht werden. In 2017 werden begünstigende Sondereffekte von
1,2 Mio. EUR – insbesondere aus der Auflösung von Rückstellungen – wirksam, während im
Vorjahr belastende Effekte von 3,2 Mio. EUR zu verzeichnen waren.

Die kommunalen Unternehmen haben in 2017 zwar keine Gewinne ausgeschüttet, aber
dennoch nennenswerte Einnahmen im städtischen Haushalt bewirkt:
2017

2016

TEUR

Veränderung

TEUR

TEUR
-121

%
8,8

8.294

-47

0,6

7.452

363

4,9

17.127

195

1,1

Zinsen und Bürgschaftsentgelte

1.260

1.381

Konzessionsabgaben/Wegeentgelt

8.247

Gewerbesteuer

7.815
17.322

Einnahmen der Stadt Ingolstadt

Die Zinseinnahmen der Stadt haben sich zinssatzbedingt trotz höherer Inanspruchnahme
städtischer Gelder durch die Unternehmen verringert.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

13

Die Transferleistungen der Stadt an die kommunalen Unternehmen stellen sich im
Vorjahresvergleich wie folgt dar:
2017

2016

TEUR

Veränderung

TEUR

TEUR

IFG Ingolstadt AöR Infrastrukturmaßnahmen

5.400

4.270

1.130

%
26,5

INKB Verlustausgleich Bereich Freizeit/Verkehr

1.280

4.490

-3.210

71,5

1.105

1.518

-413

27,2

INKB Kostenersatz für übernommene Aufgabenerfüllung
Straßenentwässerung Betriebskosten
Straßenentwässerung Investitionen
Winterdienst

337

900

-563

62,6

1.014

1.420

-406

28,6

139

144

-5

3,5

10%iger Eigenanteil an gebührenfin. Straßenreinigung

1.092

915

177

19,3

Landesgartenschau 2020

nicht geführenfinanzierter Teil der Innenstadtreinigung

1.253

350

903

>100

IN-Veranstaltungs gGmbH (incl. Sacheinlage)

2.424

1.272

1.152

90,6

500

500

0

0,0

INKoBau GmbH & Co. KG

800

0

800

>100

Digitales Gründerzentrum der Region Ingolstadt GmbH

272

0

272

>100

Gymnasium Gaimersheim

127

174

-47

27,0

Georgisches Kammerorchester
Investitions-/Betriebskostenumlagen

Krankenhauszweckverband IN für Generalsanierung

7.606

5.021

2.585

51,5

Donauhalle Ingolstadt

344

329

15

4,6

ZV Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung

346

366

-20

5,5

andere Zweckverbände
Transferleistungen der Stadt Ingolstadt

33

57

-24

42,1

24.072

21.726

2.346

10,8

Ebenso wie im Vorjahr ist die Stadt Ingolstadt an 56 Unternehmen unmittelbar oder mittelbar
beteiligt. Bei 30 Unternehmen hält sie unverändert die Mehrheit der Anteile bzw.
Stimmrechte.

Beteiligung
Stadt

Zweckverband

AöR

GmbH

KG / GbR

gesamt

> 50 %

4

3

23

0

30

≤ 50 %

5

0

13

8

26

gesamt

9

3

36

8

56

unmittelbar

9

2

4

0

15

mittelbar

0

1

32

8

41

gesamt

9

3

36

8

56

Die folgenden Schaubilder zum städtischen Unternehmensverbund veranschaulichen die
Struktur der unmittelbaren und mittelbaren Beteiligungen unter Angabe des wirtschaftlichen
Anteils bzw. der Stimmrechte der Stadt Ingolstadt.

14

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Struktur des städtischen Unternehmensverbundes

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

15

16

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

17

Kenngrößen städtischer Beteiligungen
Kenngrößen der städtischen Beteiligungen
Mehrheitsbeteiligungen der Stadt Ingolstadt
(ohne Sparkasse und kameralrechnende Zweckverbände)

Anteil der Stadt IN am Kapital
unmittelbar

Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR

mittelbar

über

100,00%

Eigenkapital

Kapitalanteil

Unternehmen

Stadt IN

in TEUR

in TEUR

88.901

BioIN GmbH

51,00%

INKB

978

Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH

51,60%

INKB

91.994

Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH

51,60%

SWI-B

25.834

Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH

51,60%

SWI-B

1.548

SWI Windpark Hain-Ost GmbH

51,60%

SWI-E

8.365

Stadtwerke Ingolstadt Freizeitanlagen GmbH

100,00%

SWI-B

29.772

Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH

100,00%

SWI-B

6.297

Stadtbus Ingolstadt GmbH

100,00%

INVG

4.980

75,00%

SWI-B

27.267

COM-IN Telekommunikations GmbH
Konsolidierung

-163.747

Konzernabschluss Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR
ZV Müllverwertungsanlage Eigenkapitalanteil der Stadt Ingolstadt
IFG Ingolstadt AöR

16,67%
100,00%

Existenzgründerzentrum Ingolstadt GmbH

122.189

91.914

8.496

8.496

25.901
50,00%

IFG

IGEV Infrastruktur und Gewerbeimmobilien Entwicklungs/Verwaltung GmbH

100,00%

IFG

95

in-arbeit GmbH

100,00%

IFG

128

Ingolstadt Tourismus und Kongress GmbH

100,00%

IFG

Konsolidierung

282

100
-393

Unternehmensverbund IFG Ingolstadt AöR

26.113

26.113

Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt GmbH

75,30%

89.821

67.635

Landesgartenschau Ingolstadt 2020 GmbH

60,00%

1.891

1.881

756

756

36

29

Gemeinnützige Ingolstädter Veranstaltungs GmbH

100,00%

Georgisches Kammerorchester Ingolstadt Konzertgesellschaft mbH

81,92%

IN-VA

INKoBau Ingolstädter Kommunalbauten Verwaltungs GmbH

100,00%

22

22

INKoBau Ingolstädter Kommunalbauten GmbH & Co. KG

100,00%

624

624

199

199

Digitales Gründerzentrum für die Region Ingolstadt GmbH - EK Anteil
Krankenhauszweckverband Ingolstadt

34,00%
76,60%

76.095

Klinikum Ingolstadt GmbH

76,60%

KhZVI

61.825

Alten- und Pflegeheim Klinikum Ingolstadt GmbH

76,60%

Klinikum

1.299

Medizinisches Versorgungszentrum Klinikum Ingolstadt GmbH

76,60%

Klinikum

Konsolidierung

-653
-53.488

Konzernabschluss Krankenhauszweckverband

85.078

Klinikum Ingolstadt - Ambulante Pflege- und Nachsorge GmbH

76,60%

Klinikum

315

Kardio CT GmbH & Co. KG

76,60%

Klinikum

30

CT 64 Verwaltungs GmbH

76,60%

Kardio CT

37

Beteiligungsgesellschaft Klinikum Ingolstadt mbH

76,60%

Klinikum

642

Dienstleistungs- und Gebäudemanagement GmbH

76,60%

Beteiligungsges.

25

Betreibergesellschaft Klinikum Ingolstadt mbH

76,60%

Beteiligungsges.

Konsolidierung
Unternehmensverbund Klinikum Ingolstadt

Gesamt

25
-155
85.997

65.874

336.144

263.543

nachrichtlich: Sparkasse und kameralrechnende Zweckverbände

18

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Jahresergebnis

Ergebnisanteil

Anlage-

Unternehmen

Stadt IN

vermögen

Investitionen

Bilanzsumme

Kredite

Umsatzerlöse
einschl. BV*

in TEUR

in TEUR

in TEUR

in TEUR

in TEUR

in TEUR

in TEUR

Mitarbeiter
zum Geschäftsjahresende

-1.432

297.617

18.256

311.636

111.623

53.014

-175

6.615

53

7.020

5.625

2.330

7

9.206

83.881

599

136.679

23.500

11.198

84

11.398

112.829

14.565

129.806

46.770

97.758

165

12.464

27.744

1.641

62.298

30.394

139.266

43

274

28.666

6.097

29.827

20.742

2.415

0

-7.824

58.814

1.743

69.340

37.210

2.475

39

-9.631

14.603

627

27.382

19.195

4.405

29

1.003

19.529

1.337

21.537

12.911

22.224

212

27

82.832

13.081

85.474

55.548

9.178

38

-8.423

-163.284

78

-240.808

-23.205

-78.475

0

569.846

58.077

640.191

340.313

265.788

922

6.887

-2.332

8.496

305

117

-1.576

-1.576

335.190

14.459

376.179

42.997

68

-27

-27

99

20

1.458

642

7

8

8

0

0

97

0

0

-118

2

0

196

394

4

-1.139

480

1

1.735

205

15

1.257

326.461

-393

0

-1.650

0

0

-1.595

-1.595

335.378

14.480

378.015

326.461

44.238

94

5.189

3.907

378.048

25.840

387.217

286.587

44.707

176

-237

-237

2.118

1.335

2.687

0

0

5

122

122

586

302

1.275

0

1.199

13

20

16

0

0

189

0

742

20

-2

-2

0

0

33

0

0

1

-398

-398

290

306

895

0

0

2

199

0

0

4

31

85.560

149

95.525

942

8.774

85

1.529

188.720

21.563

269.864

16.490

206.142

2.781

60

91

31

2.365

0

3.861

54

213

71

10

879

1.150

2.819

44

0

-53.487

0

-62.785

-2.092

-8.251

0

1.833

220.955

21.753

305.848

16.490

213.345

2.964

58

26

8

350

0

397

7

-74

25

0

50

0

0

0

1

0

0

38

0

0

0

241

52

0

963

0

0

0

211

900

34

1.270

830

2.594

91

175

2.910

64

3.043

2.720

1.094

0

-312

-155

0

-4.283

-3.550

-2.510

0

2.133

1.634

224.713

21.859

307.279

16.490

214.920

3.062

12.119

1.115

1.510.979

122.199

1.726.476

969.851

571.594

4.416
906

* Bestandsveränderungen

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

19

Veröffentlichung der Bezüge der geschäftsführenden Organe
Nach Art. 94 Abs. 3 GO sind im Beteiligungsbericht die Bezüge des geschäftsführenden
Unternehmensorgans anzugeben, wenn der Kommune entweder die Mehrheit der Anteile
gehören, oder ihr mindestens der vierte Teil der Anteile und zusammen mit anderen
Gebietskörperschaften die Mehrheit der Anteile zusteht (Mehrheitsbeteiligungen, § 53 Abs. 1
Haushaltsgrundsätzegesetz - ohne Zweckverbände und deren Tochtergesellschaften).
Nach § 285 Nr. 9a HGB sind von den Beteiligungsunternehmen im Anhang zu ihren Jahresabschlüssen die jeweiligen Gesamtbezüge der Geschäftsführung anzugeben. Diese Angabe
unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB, wenn sich anhand dieser Angaben die Bezüge der
einzelnen Mitglieder der Geschäftsführung feststellen lassen.
Aus diesem Grund und in der Abwägung des Schutzes der persönlichen Daten der
Geschäftsführer mit dem Transparenz- und Informationsgebot der Gemeindeordnung wird
die Veröffentlichung der Bezüge in nachstehend aggregierter Form vorgenommen.
Bei den 20 Mehrheitsbeteiligungen, die o. g. Kriterien erfüllen, sind 12 haupt- und
2 nebenamtliche Geschäftsführer angestellt.
Die Bezüge teilen sich auf wie folgt:
bis 100.000 €:
über 100.000 € bis 125.000 €:
über 125.000 € bis 150.000 €:
über 150.000 € bis 211.000 €:

4 Geschäftsführer
2 Geschäftsführer
7 Geschäftsführer
1 Geschäftsführer

Entsprechend der Größenklassendefinition nach § 267 HGB ergibt sich folgende Einteilung
nach der Anzahl der Geschäftsführer und Bandbreite der Bezüge:
Größenklasse
kleine Kapitalgesellschaft
mittelgroße Kapitalgesellschaft
große Kapitalgesellschaft

Anzahl
8
2
4

Bezüge
9.000 bis 127.000 €
139.000 bis 141.000 €
140.000 bis 211.000 €

Bei der Bemessung der Vergütungen der Geschäftsführer wurden jeweils die Größe des
Unternehmens und die gestellten Anforderungen berücksichtigt und damit die
Angemessenheit der Vergütungen gewährleistet. Über die Konditionen der Anstellung
entscheidet bei Abschluss der Verträge der jeweilige Aufsichts- bzw. Verwaltungsrat. Die
Verträge können beim Beteiligungsmanagement der Stadt Ingolstadt von den Mitgliedern der
Aufsichtsgremien eingesehen werden.

20

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Ver- und Entsorgung

Bau eines Wärmespeichers an der Ringlerstraße

Luftaufnahme MVA / ZKA

Nachhaltige Trinkwasserversorgung

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

21

Konzernabschluss
Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR
Hindemithstraße 30, 85057 Ingolstadt
www.in-kb.de

In den Konzernabschluss der Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR als Konzernmutter
werden im Wege der Vollkonsolidierung folgende Unternehmen einbezogen:
-

Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR (Mutterunternehmen)
BioIN GmbH
Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH
Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH
Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH
Stadtwerke Ingolstadt Freizeitanlagen GmbH
Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH
Stadtbus Ingolstadt GmbH
COM-IN Telekommunikations GmbH
SWI Windpark Hain-Ost GmbH

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wurden die Bilanzpositionen, die Erträge und die
Aufwendungen aus der Gewinn- und Verlustrechnung der einbezogenen Gesellschaften
jeweils zusammengefasst.
Forderungen, die gegenüber konzernangehörigen Unternehmen bestehen, wurden mit den
entsprechenden Rückstellungen und Verbindlichkeiten aufgerechnet und somit eliminiert
(Schuldenkonsolidierung). Die Erträge der Unternehmen, die sie aus Leistungsbeziehungen
mit anderen konzernangehörigen Unternehmen erzielen, wurden mit den entsprechenden
Aufwendungen dieser Gesellschaften verrechnet und damit außen vor gelassen (Ertragsund Aufwandskonsolidierung). Gleiches gilt für die Gewinnabführungen und Verlustübernahmen. Bei der durchgeführten Kapitalkonsolidierung wurden die Beteiligungswertansätze mit dem anteiligen Eigenkapital verrechnet. Anschaffungsnebenkosten sowie
entgeltlich erworbene Firmenwerte wurden dabei mit den Rücklagen verrechnet.
Der Konzernabschluss zeigt somit in zusammengefasster Form das Vermögen sowie die
Verpflichtungen und Schulden der Konzernunternehmen gegenüber Dritten sowie die Erlöse
und Aufwendungen aus Leistungsbeziehungen mit Konzernaußenstehenden.
Die folgenden Tochterunternehmen, an denen die Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH
41 % hält,




Windpark Riegenroth GmbH & Co. KG
Windpark Oberwesel II GmbH & Co. KG
Windpark Oberwesel III GmbH & Co. KG

wurden im Wege der at-Equity-Methode mit den Anschaffungskosten, die um die jährliche
Abschreibung des Firmenwerts fortgeschrieben werden, berücksichtigt. Ferner flossen die
erhaltenen Ausschüttungen ein.

22

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Konzernabschluss Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR

Vermögens- und Finanzlage
Durch die hohe Investitionstätigkeit der anlagenintensiven Sparten sowie infolge eines
gestiegenen Forderungsbestands ergab sich ein Vermögenszuwachs von 4,0 %.

Strom-/Gas-/Wärmeversorgung

30.09.2017

30.09.2016

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

%

124.203

117.564

6.639

5,6

Windkraft

30.244

25.328

4.916

19,4

Wasserversorgung

41.637

39.808

1.829

4,6

174.583

167.700

6.883

4,1

Nahverkehr

25.912

28.062

-2.150

7,7

Freizeiteinrichtungen

58.801

61.634

-2.833

4,6

Telekommunikation

82.831

72.912

9.919

13,6

Abfallentsorgung/Straßenreinigung/Winterdienst

1.634

1.659

-25

1,5

BioIN/Vergärungsanlage

6.615

7.279

-664

9,1

sonstiger Fuhrpark und Hilfsbetriebe

4.587

5.436

-849

15,6

18.799

19.037

-238

1,3

11.499

11.499

0

0,0

6.873

7.006

-133

1,9

569.846

546.419

23.427

4,3

4.623

5.913

-1.290

21,8

57.728

41.718

16.010

38,4

Entwässerung

Finanzanlagen
davon Anteile Bayerngas 4,18 %
davon Anteile Windpark Riegenroth/Oberw esel

Langfristig gebundenes Vermögen
Vorräte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Sicherheitsleistungen für börslichen Energiebezug

45

2.168

-2.123

97,9

sonstige Forderungen und Abgrenzungen

4.562

7.212

-2.650

36,7

Liquide Mittel

3.387

11.915

-8.528

71,6

70.345

68.926

1.419

2,1

640.191

615.345

24.846

4,0

Kurzfristig gebundenes Vermögen
Gesamtvermögen

Das langfristig gebundene Vermögen, dessen Anteil mit rund 89 % das Gesamtvermögen
prägt, stieg investitionsbedingt im Einzelnen wie folgt um rund 23,4 Mio. EUR an:

Anlagevermögen

Investitionen Zuschüsse Abschreibung Abgänge Veränderung

TEUR
Strom-/Gas-/Wärmeversorgung

TEUR

TEUR

TEUR

TEUR

16.655

0

9.978

38

6.639

Windkraft

6.247

0

1.331

0

4.916

Wasserversorgung

3.927

0

2.098

0

1.829

13.813

0

6.930

0

6.883

1.963

320

3.566

227

-2.150

934

1.028

2.584

155

-2.833

13.080

0

3.144

17

9.919

304

0

328

1

-25

53

0

717

0

-664

290

0

1.139

0

-849

Windparkbeteiligungen

0

0

133

0

-133

AG-Darlehen u. sonstige Finanzanl.

2

0

0

107

-105

57.268

1.348

31.948

545

23.427

Entwässerung
Nahverkehr
Freizeiteinrichtungen
Telekommunikation
Abfallentsorgung/Straßenreinigung
BioIN
Fuhrpark und sonstige Hilfsbetriebe

Veränderung 2016/17

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

23

Konzernabschluss Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR

Das kurzfristig gebundene Vermögen stieg gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.419 an. Dies
resultiert im Wesentlichen aus stichtagsbedingt höheren Forderungen aus Energielieferungen im Rahmen der Jahresverbrauchsabrechnung. Im Gegensatz dazu verringerten
sich die Liquiditätsbestände.
Die Finanzierung des Gesamtvermögens stellt sich wie folgt dar:
30.09.2017

30.09.2016

Veränderung

TEUR

TEUR

TEUR

122.189

120.405

1.784

1.280

4.490

- 3.210

- 9.206

- 9.593

387

114.263

115.302

- 1.039

93.194

94.246

- 1.052

Ertragszuschüsse

104.125

103.684

441

Wirtschaftliche Eigenmittel

218.388 34% 218.986 36%

Eigenkapital
Geplante Einlage der Stadt Ingolstadt
Ausschüttungsvorschlag MVV Energie AG
Konzerneigenkapital
davon Anteil der Stadt Ingolstadt

Ertragszuschüsse
Pensionsrückstellungen/Sicherheitseinbehalte
Mittel- und langfristige Bankkredite
Mittelfristige Darlehen
Mittel- und langfristige Fremdmittel
Ertragszuschüsse
Kurzfristige Bankkredite
Kurzfristige Kredite Stadt und Töchter

- 598

10.218

9.338

880

6.441

6.368

73

120.134

106.587

13.547

36.350

31.650

4.700

173.143 27% 153.943 25%

19.200

1.283

1.074

209

15.270

43.145

- 27.875

168.559

135.790

32.769

Sonstige Rückstellungen

38.110

35.756

2.354

Geplante Einlage der Stadt Ingolstadt

- 1.280

- 4.490

3.210

Ausschüttungsvorschlag MVV Energie AG

9.206

9.593

- 387

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

5.342

10.774

- 5.432

Übriges kurzfristiges Fremdkapital und Abgrenzung

12.170
10.774
248.660 39% 242.416 39%

1.396

Kurzfristige Fremdmittel
Gesamtkapital

640.191 100% 615.345 100%

24.846

6.244

-2%

2%

0%

Das Eigenkapital erhöhte sich ergebnisbedingt und veränderte sich im Einzelnen wie folgt:
Gesamt
TEUR
Einlage der Stadt Ingolstadt für Verlust 2015/16

4.490

Ausschüttung an MVV Energie AG für 2015/16

- 9.593

Konzernjahresergebnis 2016/17

6.887

geplante Einlage Stadt IN für 2016/17
Veränderung Eigenkapital in 2016/17

davon Anteil
Stadt IN
TEUR

- 2.332
1.280

1.784

- 1.052

Das auf die Stadt Ingolstadt entfallende Konzerneigenkapital reduzierte sich um TEUR 1.052
auf TEUR 93.194. Dies resultiert aus dem anteiligen Konzernjahresverlust von TEUR 2.332,
den die Stadt Ingolstadt mittels Einlage in Höhe von TEUR 1.280 ausgleicht. Auf die fremden
Gesellschafter der BioIN entfällt ein Verlustanteil von TEUR 86 sowie bei der COM-IN ein
Gewinnanteil von TEUR 7 und bei der SWI Windpark Hain-Ost ein Gewinnanteil von
TEUR 92. Per Saldo verringerte sich damit das Konzerneigenkapital um TEUR 1.039 auf
TEUR 114.263.
24

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Konzernabschluss Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR

Die Ertragszuschüsse für Entwässerung werden vollständig in die Eigenmittel einbezogen.
Für Strom / Gas / Wärme, Wasser und Telekommunikation werden die Ertragszuschüsse mit
70 % dem wirtschaftlichen Eigenkapital zugerechnet. Der Ertragsteueranteil von 30 % ist den
Fremdmitteln zugeordnet.
Diese den Eigenmitteln zuzurechnenden Ertragszuschüsse haben sich um TEUR 441 auf
TEUR 104.125 erhöht. Die wirtschaftlichen Eigenmittel betragen somit TEUR 218.388 und
liegen um TEUR 598 unter dem Vorjahreswert. Der Eigenmittelanteil reduzierte sich
aufgrund des höheren Konzernvermögenszuwachses auf 34 % (Vorjahr 36 %).
Die Finanzierung des Gesamtvermögenzuwachses erfolgte im Wesentlichen über Neukreditaufnahmen in Höhe von TEUR 23.141. Die Kreditverbindlichkeiten belaufen sich nunmehr
auf insgesamt TEUR 340.313. Während die Bankdarlehen auf TEUR 135.404 (Vorjahr
TEUR 149.732) zurückgingen, erhöhten sich die Kredite bei der Stadt und deren städtischen
Gesellschaften (außerhalb des Konzernkreises INKB) auf TEUR 204.909 (Vorjahr
TEUR 167.440).
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gingen stichtagsbezogen zurück.

Wesentliche Leistungsdaten

2016/17

Vorjahr

Trinkwasserabgabe

in Tsd-cbm

9.138

8.996

Schmutzwasserentsorgung
Niederschlagswasserentsorgung
private Flächen

in Tsd-cbm

8.120

7.764

in Tsd-qm

7.314

7.314

39.084

39.421

Abfallentsorgung
Rest-und Biomüll sowie Papier

in t

Stromverkauf

GWh

482

502

Gasverkauf

GWh

1.232

1.111

Wärmeverkauf

GWh

219

249

Netzlast Strom

GWh

891

833

Netzlast Gas

GWh

2.219

1.973

Besucher
Bäder
Eislauf

Personen
Personen

363.865
54.271

303.927
54.653

Fahrgastaufkommen
(Mo-Fr/Tag)

Personen

55.329

54.077

Jahreskilometerleistung beim ÖPNV

Tsd-km

6.260

6.300

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

25

Konzernabschluss Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR

Im Einzelnen stellt sich die Entwicklung der Erträge und Aufwendungen in der Gewinn- und
Verlustrechnung im Vorjahresvergleich wie folgt dar:

Ertragslage
Geschäftsjahr 01.10. bis 30.09. des Folgejahres

Stromversorgung

2016/17

2015/16

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

%

110.034

101.779

8.255

8,1

Gasversorgung

50.348

47.028

3.320

7,1

Wärmeversorgung

17.988

16.609

1.379

8,3

326

327

-1

0,3

Wasserversorgung

12.734

12.580

154

1,2

Abwasserentsorgung

18.041

19.317

-1.276

6,6

Abfallentsorgung

13.583

13.852

-269

1,9

Straßenreinigung

1.462

1.458

4

0,3

20.660

18.123

2.537

14,0

8.716

7.509

1.207

16,1

Kälteversorgung

Öffentlicher Personennahverkehr
Telekommunikationsdienste
Bäder, Eis- und Multifunktionshallen
übrige Leistungen
Umsatzerlöse einschl. Bestandsveränderung
Aktivierte Eigenleistungen
Sonstige betriebliche Erträge

1.782

1.552

230

14,8

10.114

11.753

-1.639

13,9

265.788

251.887

13.901

5,5

3.282

2.834

448

15,8

8.227

7.894

333

4,2

277.297

262.615

14.682

5,6

Materialaufwand

-154.767

-147.056

-7.711

5,2

Personalaufwand

-50.536

-49.404

-1.132

2,3

Abschreibungen

-31.815

-29.600

-2.215

7,5

Sonstige betriebliche Aufwendungen

-25.108

-25.479

371

1,5

369

719

-350

48,7

362

706

-344

48,7

-133

-133

0

0,0

Zinsergebnis

-5.026

-5.030

4

0,1

Ergebnis vor Steuern

10.281

6.632

3.649

55,0

Steuern vom Einkommen und Ertrag

-3.181

-1.076

-2.105

>100

-213

-212

-1

0,5

6.887

5.344

1.543

28,9

auf andere Gesellschafter entfallender Gewinn

-9.219

-9.438

219

2,3

auf INKB entfallendes Ergebnis

-2.332

-4.094

1.762

43,0

Ergebnisvortrag

-4.069

-3.738

-331

8,9

4.490

3.729

761

20,4

464

34

430

>100

-1.447

-4.069

2.622

64,4

Betriebsleistung

Erträge aus Beteiligungen
davon Windpark

Abschreibung Firmenwert Windparks

Sonstige Steuern
Konzernjahresüberschuss

Ausgleich aus dem Haushalt der Stadt Ingolstadt
Entnahme aus den Rücklagen
Konzernbilanzergebnis

Die Umsatzerlöse (einschließlich der Veränderungen des Bestandes an unfertigen
Leistungen) stiegen im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 13.901 (5,5 %) auf TEUR 265.788.
Im Wesentlichen wurden preis- und mengenbedingte Mehrumsätze im Bereich Strom und
witterungsbedingte Mehrmengen im Bereich Gas realisiert. Im Bereich Wärme sind
mengenbedingte Zuwächse zu verzeichnen.
In der Abwasserentsorgung waren mehr Gebühreneinnahmen der Rückstellung für
Gebührenüberschüsse erlösmindernd zuzuführen.
26

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Konzernabschluss Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR

Bedeutende Mehrerlöse konnten im öffentlichen Personennahverkehr aus gestiegenen
Fahrscheinerlösen sowie im Bereich Telekommunikation durch weitere umsatzwirksame
Vertragsabschlüsse im Zuge der fortschreitenden vollständigen Glasfaserschließung
generiert werden. Bei den Freizeitanlagen führt vor allem die erstmals ganzjährige Nutzung
des neuen Sportbads mit über den Erwartungen liegenden Besucherzahlen zu einem
Umsatzanstieg.
Durch das im Vorjahresvergleich niedrigere Volumen für Auftragsarbeiten gingen die Erlöse
aus den übrigen Leistungen zurück.
Die aktivierten Eigenleistungen mit einem Zuwachs von TEUR 448 auf TEUR 3.282
berücksichtigen bei Baumaßnahmen neben Materialgemeinkosten insbesondere eigene
Planungs- und Baubetreuungsaufwendungen.
Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge um TEUR 333 auf TEUR 8.227 resultiert aus
dem erstmaligen Vollkostenersatz für die Innenstadtreinigung; in den Vorjahren leistet die
Stadt nur einen Teilkostenersatz.
Der Materialaufwand hat sich um 5,2 % auf TEUR 154.767 erhöht und ist, analog zu den
Umsatzerlösen, vor allem den Bereichen Strom- und Gasversorgung zuzuordnen.
Durch tarifliche Entgeltsteigerungen sind bei einer leicht rückläufigen Beschäftigtenzahl die
Personalaufwendungen um 2,3 % auf TEUR 50.536 angestiegen.
Die Abschreibungen sind investitionsbedingt um TEUR 2.215 (7,5 %) auf TEUR 31.815
angewachsen.
Die auf Vorjahresniveau liegenden sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 25.108
enthalten im Wesentlichen Zahlungen für Konzessionsabgaben und Wegeentgelte
(TEUR 8.430), den
Aufwand für das Erlebnisbad (TEUR 1.506), Mieten / Leasing
(TEUR 1.726) sowie Ausgaben für Werbung / Marketing und EDV- und Beratungskosten.
Die Ausschüttungen aus den Windparkgesellschaften fallen im Wesentlichen witterungsbedingt mit TEUR 362 nahezu um die Hälfte niedriger aus als im Vorjahr.
Die Zinslasten liegen bei einem erneut gesunkenen Zinsniveau mit TEUR 5.026 auf
Vorjahresniveau trotz des investitionsbedingt gestiegenen Finanzierungsbedarfes
insbesondere für den Glasfaserausbau.
Aufgrund des im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen steuerpflichtigen Einkommens ergibt
sich eine Ertragsteuerbelastung von TEUR 3.181 (Vorjahr TEUR 1.076). Weiter sind
sonstige Steuern in fast unveränderter Höhe von TEUR 213 angefallen.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

27

Konzernabschluss Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR

Zusammensetzung - Konzernjahresergebnis
SWI Beteiligungen

2016/17

2015/16

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

%

2.129

1.990

139

7,0

12.102

12.362

-260

2,1

Windparks Riegenroth/Oberwesel

362

706

-344

48,7

SWI Windpark Hain-Ost

274

-59

333

>100

SWI Energie

Abschreibung Firmenwert Windpark Hain-Ost

-83

-75

-8

10,7

Abschreibung Firmenwert Windpark RR + OW

-133

-133

0

0,0

11.398

10.291

1.107

10,8

-61

246

-307

>100

SWI Netze
Konsolidierungsergebnis Leistungen INKB
Ertragsteuern

-7.345

-6.476

-869

13,4

18.643

18.852

-209

1,1

149

154

-5

3,2

INVG (einschl. Stadtbus)

-9.631

-12.395

2.764

22,3

SWI Freizeitanlagen

-7.824

-7.460

-364

4,9

4.304

5.384

-1.080

20,1

27

-198

225

>100

INKB

758

1.015

-257

25,3

INKB periodenfremder Kostenersatz

571

0

571

>100

97

101

-4

4,0

-32

-26

-6

23,1

-175

-83

-92

>100

6.887

5.344

1.543

28,9

MVV Energie AG

-9.206

-9.593

387

4,0

Minderheitsgesellschafter COM-IN

-7

50

-56

>100

Minderheitsgesellschafter BioIN

86

41

45

>100

Minderheitsgesellschafter SWI Windpark Hain-Ost

-92

65

-157

>100

-2.332

-4.094

1.762

43,0

Abbau Verlustvortrag

-199

-439

240

54,7

Auflösung Rücklagen

351

465

-114

24,5

Abschreibung Firmenwert Windparks

133

133

0

0,0

Bereich Energieversorgung
SWI Beteiligungen Bereich Freizeit/Verkehr/Telekomm.

Ertragsteuerersparnis steuerlicher Querverbund
COM-IN

Verzinsung Einlagen
Aufwendungen Beteiligungsverwaltung
BioIN
Konzernjahresüberschuss

auf INKB entfallendes Ergebnis

Konsolidierungsergebnis Leistungen INKB

61

-246

307

>100

periodenversetzter Ergebnisausgleich INVG

736

-569

1.305

>100

nicht ausgeschüttete Ergebnisanteile

COM-IN

-20

149

-169

>100

BioIN

89

42

47

>100

SWI Windpark Hain-Ost

-99

69

-168

>100

-1.280

-4.490

3.210

71,5

erforderliche Einlage der Stadt bei INKB

Bei der SWI Energie sorgen im Stromvertrieb Mindermengen, überwiegend im
Privatkundenvertrieb, für einen geringeren Ergebnisbeitrag. Der Gasvertrieb kann durch
witterungsbedingte Mehrmengen die Kundenverluste kompensieren, während in der
Fernwärme der fehlende Absatz eines Großkunden das Ergebnis belastet.
Aufgrund schlechterer Windverhältnisse liegen die Ausschüttungen der Windparks in
Rheinland-Pfalz deutlich unter dem Vorjahreswert.

28

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Konzernabschluss Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR

Während das Vorjahr des Windparks Hain-Ost vom Bau der Windenergieanlagen geprägt
war, konnte mit Inbetriebnahme der Anlage Ende 2016 im ersten Betriebsjahr ein
Überschuss von rd. 0,3 Mio. EUR erzielt werden.
Bei der SWI Netze liegt der Ergebnisbeitrag der Sparte Strom auf Vorjahresniveau, während
in der Gasverteilung aufgrund witterungsbedingter Mehrmengen eine deutliche Gewinnsteigerung erwirtschaftet wurde. Im Bereich der Auftragsarbeiten verminderte sich der
Ergebnisbeitrag infolge eines geringeren Auftragsvolumens.
Der im Konzernjahresüberschuss berücksichtigte Konsolidierungsverlust von 0,06 Mio. EUR
(Vorjahr Gewinn 0,2 Mio. EUR) wird in der städtischen Ausgleichsverpflichtung noch nicht
wirksam, dies erfolgt erst bei Abrechnung der Leistungen der SWI Netze an INKB.
Im Vergleich zum Vorjahr fallen die nicht erlösgedeckten Kosten des ÖPNV um rd.
2,8 Mio. EUR niedriger aus. Während im Geschäftsjahr 2016/17 periodenfremde Sondereinflüsse mit Erträgen von 1,1 Mio. EUR wirken, waren im Vorjahr Belastungen von
0,2 Mio. EUR zu verzeichnen. Unter Eliminierung dieser Effekt verbleibt ein Rückgang der
nicht gedeckten Kosten um 1,4 Mio. EUR, der insbesondere aus höheren Erlösen resultiert.
Der Anstieg der auszugleichenden Kosten bei den Freizeitanlagen auf rd. 7,8 Mio. EUR ist
auf Belastungen aus dem Abbruch des alten Hallenbads Mitte sowie auf Nachberechnungen
von Abwassergebühren für Vorjahre zurückzuführen. Begünstigend wirken im Vergleich zum
Vorjahr geringere Energie- und Wasserverbrauchskosten für den Anlagenbetrieb sowie der
erstmals ganzjährige Besucherzuwachs im Sportbad.
In 2016/17 konnte die COM-IN wieder einen Jahresüberschuss von 0,02 Mio. EUR
erwirtschaften (Vorjahr Fehlbetrag 0,2 Mio. EUR). Dies ist auf höhere Umsatzerlöse im
FTTH- und Geschäftskundenbereich zurückzuführen, die die ebenfalls investitionsbedingt
gestiegenen Materialaufwendungen sowie Abschreibungs- und Zinslasten übersteigen.
Der sich aus der Geschäftstätigkeit der INKB ergebende Betriebsgewinn von 0,8 Mio. EUR
reduzierte sich im Vorjahresvergleich um 0,2 Mio. EUR; dies ist im Wesentlichen auf den
hohen Aufbau der Rückstellungen für Gebührenüberschüsse im Bereich Entwässerung
zurückzuführen. Ferner vereinnahmte INKB von der Stadt Ingolstadt periodenfremd einen
Kostenersatz für das Vorjahr in Höhe von 0,6 Mio. EUR für den Winterdienst.
Die BioIN musste im Geschäftsjahr 2016/17 kosten- und auslastungsbedingt einen
gestiegenen Jahresfehlbetrag verzeichnen.
Vom Konzernjahresüberschuss in Höhe von 6,9 Mio. EUR entfällt auf die Gesellschafterin
MVV Energie AG ein Anteil von 48,4 % des Ergebnisses aus der Energieversorgung, der in
Höhe von 9,2 Mio. EUR an sie ausgeschüttet wird. Hinzu kommt der Gewinnanteil aus der
SWI Windpark Hain-Ost GmbH von TEUR 92. Auf die fremden Mitgesellschafter der COM-IN
(Sparkasse, Donaukurier, Peters) entfallen 25 % des in 2016/17 erwirtschafteten Gewinns
(TEUR 7). Bei der BioIN entfällt auf den fremden Gesellschafter Brima Holding ein Verlust
von 49 % (TEUR 86). Nach Berücksichtigung dieser fremden Gesellschaftern zustehenden
Ergebnisanteile ergibt sich der auf INKB entfallende Verlust von 2,3 Mio. EUR.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

29

Konzernabschluss Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR

In Höhe des Abbaus der Gebührenunterdeckungen von TEUR 199 in der Wasserversorgung
und der Straßenreinigung war aus dem Ergebnis INKB (TEUR 758) der Verlustvortrag bei
INKB zu reduzieren.
Aus der von der Stadt Ingolstadt bei INKB zur Finanzierung von Investitionen in den ÖPNV
und für das Sportbad geleisteten Einlagen wird entsprechend den Abschreibungen auf die
Investitionen ein Teilbetrag von TEUR 351 zur Deckung des Verlustes aufgelöst.
Die bei der SWI Beteiligungen GmbH im Geschäftsjahr 2015/16 für den Verlustausgleich
gebildete Rückstellung konnte in 2016/17 in Höhe von TEUR 605 ertragswirksam aufgelöst
werden. Der im Berichtsjahr über den Rückstellungsansatz (TEUR 9.500) hinausgehende, zu
leistende Verlustausgleich von TEUR 131 wird im Geschäftsjahr 2017/18 belastend wirksam.
Nach Berücksichtigung des nicht ausgeglichenen Verlustanteils BioIN (TEUR 89) sowie der
nicht ausgeschütteten Gewinnanteile der COM-IN (TEUR 20) und des Windparks Hain-Ost
(TEUR 99) – diese Ergebnisanteile stehen der INKB zu – verbleibt ein Verlust von
1,28 Mio. EUR, für dessen Ausgleich die Stadt Ingolstadt eine Einlage leistet.

Kennzahlen langfristig
Konzernergebnis
davon fremde Gesellschafter
davon INKB
städtischer Verlustausgleich

Betriebsleistung

2016/17

2015/16

2014/15

2013/14

2012/13

TEUR

6.887

5.344

3.576

7.201

6.264

TEUR
TEUR
TEUR

9.219
-2.332
1.280

9.438
-4.094
4.490

9.006
-5.430
3.729

10.354
-3.153
3.411

9.926
-3.662
3.574

277.297

262.615

264.956

272.631

311.190

TEUR

Materialaufwandsquote

%

55,8

56,0

58,2

59,4

66,4

Personalaufwandsquote

%

18,2

18,8

18,2

16,8

13,8

Beschäftigte

871

879

873

853

827

Mitarbeiter
Cashflow

TEUR

32.230

29.640

24.171

26.723

24.196

Investitionen

TEUR

57.268

87.507

57.796

63.690

57.798

Bilanzsumme

TEUR

640.191

615.345

545.251

508.079

488.212

89,0

88,8

89,7

90,8

87,2

218.388

218.986

216.895

214.660

204.648

34,1

35,6

39,8

42,2

41,9

340.313

317.172

254.210

222.278

216.503

Anlagenintensität
Eigenmittel
Eigenmittelquote
Kredite

30

%
TEUR
%
TEUR

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR
Hindemithstraße 30, 85057 Ingolstadt
www.in-kb.de

33.000.000 €

Stammkapital:
Gewährsträger:

Stadt Ingolstadt

Unterbeteiligungen: Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH
BioIN GmbH
Bayerngas GmbH
Beschlussorgane:

Verwaltungsrat

Vorstand:

Dr. Thomas Schwaiger

Verwaltungsrat:

Bürgermeister Albert Wittmann

51,60%
51,00%
1,55%

Stadträte:
Robert Bechstädt
Karl Ettinger
Konrad Ettl
Brigitte Fuchs
Ulrike Hodek
Barbara Leininger
Sabine Leiß
Markus Reichhart
Karl Spindler
Simone Vosswinkel
Franz Wöhrl
Thomas Deiser (ab 22.02.2017)
Josef Rottenkolber (bis 21.02.2017)

Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft
Die Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR (INKB) sind ein selbstständiges Kommunalunternehmen der Stadt Ingolstadt in der Rechtsform einer Anstalt des öffentlichen Rechts.
Sie übernehmen die Aufgaben der:
-

-

-

Wasserversorgung für rund 167.900 Einwohner im Stadtgebiet Ingolstadt und
Randgemeinden über zehn Tief- und zwei Flachbrunnen in den vier Wasserwerken, ein
660 km langes Rohrleitungsnetz und einigen Betriebswasseranlagen mit 14 km Rohrleitungsnetz.
Abwasserbeseitigung für das Stadtgebiet Ingolstadt (136.360 Einwohner) mit 607 km
Kanalnetz und fünf unterirdischen Regenüberlaufbecken (Volumen 9.705 cbm). Die INKB
nehmen auch die Rechte und Pflichten aus der Mitgliedschaft der Stadt Ingolstadt am
Zweckverband Zentralkläranlage Ingolstadt wahr.
Abfallentsorgung (Hausmüllabfuhr) für das Stadtgebiet Ingolstadt im 3-Tonnen-System
(Restmüll-, Biomüll-, Papiertonne) mit 13 eigenen Müllfahrzeugen. Der Restmüll wird in
der örtlichen Müllverwertungsanlage des Zweckverbandes Müllverwertungsanlage
Ingolstadt, der Biomüll wird durch die Tochtergesellschaft BioIN GmbH verwertet.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

31

Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR

-

Straßenreinigung mit insgesamt 319 km Gesamtreinigungslänge in fünf Reinigungsklassen mit sechs Kehrmaschinen.
Sicherstellung des Winterdienstes auf 521 km Straßen und Radwegen sowie 549 Bushaltestellen und 1.361 Gefahrenstellen (Übergänge, Kreuzungen, Brücken).
Wasserversorgung in der Gemeinde Bergheim, Ortsteil Bergheim.

Die Geschäftsräume einschließlich Werkstatt und Lagerflächen in der Hindemithstraße
stehen im Eigentum der Stadt Ingolstadt und werden entgeltlich angemietet.
Im Bereich der Abrechnung und des Inkassos der Gebühren arbeitet INKB eng zusammen
mit ihrer Tochtergesellschaft Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH, die für die
Fakturierung und den Einzug der Energieforderungen verantwortlich zeichnet. Der EDVSupport und die Personalabrechnung und -verwaltung werden von der Stadt gegen
Kostenersatz erbracht, wobei die Personalangelegenheiten ab 1. Januar 2018 im Zuge der
Umstellung auf den Tarifvertrag TV-V ebenfalls auf die SWI Beteiligungen GmbH übertragen
wurden.

Vermögens- und Finanzlage
Immaterielle Vermögensgegenstände
Sachanlagen
Finanzanlagen
Langfristiges Vermögen
Vorräte

30.09.2017

30.09.2016

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

%

23.230

22.731

499

2,2

198.692

191.430

7.262

3,8

75.695

75.696

-1

0,0

297.617

289.857

7.760

2,7

163

349

-186

53,3

13.667

14.069

-402

2,9

189

816

-627

76,8

14.019

15.234

-1.215

8,0

311.636

305.091

6.545

2,1

Gezeichnetes Kapital

33.000

33.000

0

0,0

Rücklagen

60.050

60.515

-465

0,8

Verlustvortrag

-2.717

-3.155

438

13,9

sonstige Forderungen und Abgrenzungen
Liquide Mittel und Geldanlagen
Kurzfristiges Vermögen
Gesamtvermögen

Jahresergebnis

-1.432

-4.517

3.085

68,3

Eigenkapital

88.901

85.843

3.058

3,6

Empfangene Ertragszuschüsse

87.892

89.739

-1.847

2,1

Rückstellungen

17.523

14.400

3.123

21,7

Verbindlichkeiten und Abgrenzungen

117.320

115.109

2.211

1,9

Gesamtkapital

311.636

305.091

6.545

2,1

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Bilanzsumme um 2,1 % an; dies ist im Wesentlichen auf
den investitionsbedingten Zuwachs des Anlagevermögens zurückzuführen. Die Finanzierung
der Investitionen erfolgte neben dem Einsatz von liquiden Mitteln insbesondere über
Kreditverbindlichkeiten.

32

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR

Der Anteil des langfristig gebundenen Vermögens am Gesamtvermögen liegt mit rund 96 %
auf dem Niveau des Vorjahres und spiegelt die hohe Anlagenintensität der Sparten
Entwässerung und Wasserversorgung wider. Es gliedert sich entsprechend der Sparten wie
folgt:

Sparte

30.09.2017

30.09.2016

TEUR

TEUR

Wasserversorgung

Veränderung
TEUR

%

41.119

39.367

1.752

4,5

174.583

167.700

6.883

4,1

davon Vermögensanteil ZV Zentralkläranlage

19.979

21.243

-1.264

6,0

davon Straßenentw ässerung

28.437

28.082

355

1,3

Fuhrpark

3.574

4.212

-638

15,1

Abfallwirtschaft

1.129

1.080

49

4,5

505

579

-74

12,8

1.012

1.224

-212

17,3

69.108

69.108

0

0,0

505

505

0

0,0

6.079

6.079

0

0,0

3

3

0

0,0

297.617

289.857

7.760

2,7

Entwässerung

Straßenreinigung
Gemeinsame Anlagen
Anteile SWI Beteiligungen GmbH (51,6 %)
Anteile BioIN GmbH (51,0 %)
Anteile Bayerngas GmbH (1,55 %)
Arbeitgeberdarlehen
Langfristiges Vermögen

Den Investitionen von TEUR 18.256 stehen Abschreibungen von TEUR 10.495 sowie
Abgänge zu Restbuchwerten von TEUR 1 gegenüber:
Sparte

Investitionen Abschreibung Um buchung Abgänge Veränderung

TEUR
Wasserversorgung
Entwässerung
davon Vermögensanteil ZV Zentralkläranlage
davon Straßenentw ässerung

TEUR

TEUR

TEUR

TEUR

3.850

2.095

-3

0

1.752

13.813

6.932

2

0

6.883

443

1.707

0

0

-1.264

1.535

1.179

0

1

355

Fuhrpark

349

991

4

0

-638

Abfallwirtschaft

245

193

-3

0

49

Straßenreinigung
Gemeinsame Anlagen
Veränderung langfristiges Vermögen

59

132

0

1

-74

-60

152

0

0

-212

18.256

10.495

0

1

7.760

Im Bereich Wasserversorgung wurde hauptsächlich in das Wasserrohrnetz investiert
(TEUR 3.544). Die Investitionen der Sparte Entwässerung betreffen vor allem die
Erweiterung und Verbesserung der Kanalanlagen (TEUR 13.075). Ferner wurden weitere
Fahrzeuge (TEUR 312) sowie Müll- und Wertstoffbehälter (TEUR 183) angeschafft.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

33

Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR

Das Gesamtvermögen ist wie folgt finanziert:
30.09.2017

30.09.2016

Veränderung

TEUR

TEUR

88.901

85.843

3.058

1.280

4.490

-3.210

Wirtschaftliches Eigenkapital

90.181

90.333

-152

Ertragszuschüsse (Eigenkapitalanteil)

84.711

Bilanzielles Eigenkapital
Verlustausgleich durch die Stadt

Wirtschaftliche Eigenmittel

174.892

TEUR

86.634
56%

176.967

-1.923
58%

- 2.075

Ertragszuschüsse

2.946

2.856

90

Pensions-/Beihilferückstellungen für Beamte

3.542

3.451

91

Mittel- und langfristige Bankkredite

58.075

Mittel- und langfristige Fremdmittel

64.563

Ertragszuschüsse
Übrige Rückstellungen
davon für Gebührenüberschüsse

Kurzfristige Bankkredite

38.450
21%

44.757

19.625
15%

19.806

235

249

- 14

13.981

10.949

3.032

5.013

2.790

2.223

7.801

36.458

- 28.657

44.958

27.180

17.778

2.805

5.584

- 2.779

Verlustausgleich durch die Stadt

-1.280

-4.490

3.210

Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten u. Abgrenzung

3.681
72.181 23%

7.437
- 3.756
83.367 27% - 11.186

Kurzfristige Kredite Stadt Ingolstadt
Einlageverpflichtung bei SWI Beteiligungen GmbH

Kurzfristige Fremdmittel
Gesamtfinanzierung

311.636 100%

-2%

305.091 100%

6%

-4%

6.545

Das wirtschaftliche Eigenkapital liegt mit TEUR 90.181 leicht unter Vorjahresniveau. Der
Verlust des Geschäftsjahres 2016/17 von TEUR 1.432 wurde in Höhe von TEUR 1.280 von
der Stadt Ingolstadt ausgeglichen.
Die von den Anschlussnehmern vereinnahmten Beiträge, Zuwendungen und Kostenerstattungen für die Finanzierung der Entwässerungs- sowie Wasserversorgungsanlagen
werden als empfangene Ertragszuschüsse passiviert und entsprechend der Abschreibungsdauer der Anlagen ertragswirksam aufgelöst. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr um
TEUR 1.847 errechnet sich wie folgt:
Empfangene Ertragszuschüsse

Anfangsbestand

TEUR

vereinnahmte Auflösungen Endbestand
Beiträge

TEUR

TEUR

TEUR

Wasserversorgung

10.348

1.058

802

10.604

Entwässerung

79.391

1.236

3.339

77.288

24.633

337

1.102

23.868

89.739

2.294

4.141

87.892

davon Straßenentw ässerung

Gesamt

Die Ertragszuschüsse für Wasserhausanschlüsse sind zu 70 % dem wirtschaftlichen Eigenkapital zuzurechnen. Der Ertragsteueranteil von 30 % ist den Fremdmitteln zuzuordnen. Für
die Auflösung der Ertragszuschüsse für Hausanschlüsse im hoheitlichen Bereich der
Entwässerung fällt keine Ertragsteuer an; sie werden daher vollständig in die Eigenmittel
einbezogen.

34

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR

Die wirtschaftlichen Eigenmittel gingen im Vorjahresvergleich um TEUR 2.075 auf
TEUR 174.892 zurück und decken somit 56 % des Gesamtvermögens.
Die Fremdmittel sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 8.620 auf TEUR 136.744
angewachsen, im Wesentlichen begründet durch die Zunahme der Kreditverbindlichkeiten
um TEUR 9.375 auf TEUR 111.623. Die Bankkredite reduzierten sich insgesamt um
TEUR 9.031 auf TEUR 65.876, wohingegen die Kreditmittelinanspruchnahmen bei der Stadt
Ingolstadt um TEUR 17.778 auf TEUR 44.958 angestiegen sind. Die übrigen kurzfristigen
Verbindlichkeiten gingen um TEUR 3.756 zurück; dies resultiert insbesondere aus den um
TEUR 3.200 gesunkenen Umsatzsteuerverbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt. Des
Weiteren sind in dieser Position die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie
und Guthaben der Kunden aus der Verbrauchsabrechnung enthalten.

Die Leistungsdaten der INKB stellten sich wie folgt dar:

Leistungsdaten

2016/17

2015/16

Veränderung

Wasserversorgung
Trinkwasserabgabe

m³

9.138.416

8.996.053

142.363

1,6 %

Betriebswasserabgabe

m³

993.549

1.019.675

-26.126

-2,6 %

m³

8.119.688

7.763.808

355.880

4,6 %

öffentlich

m²

4.310.830

4.310.830

0

0,0 %

privat

m²

7.247.065

7.313.534

-66.469

-0,9 %

Liter

4.719.343

4.669.250

50.093

1,1 %

Abwasserbeseitigung
Schmutzwassermenge
Niederschlagswasserflächen

Abfallentsorgung
Restmüll-Behältervolumen
Entsorgte Müllmengen
Restmüll

Tonnen

17.139

16.884

255

1,5 %

Papiermüll

Tonnen

9.051

9.264

-213

-2,3 %

Biomüll

Tonnen

12.894

13.273

-379

-2,9 %

geleerte Behältnisse je Leerungsrhythmus
Restmülltonnen

Stück

29.934

29.629

305

1,0 %

Papiertonnen

Stück

31.694

31.326

368

1,2 %

Biotonnen

Stück

28.311

28.053

258

0,9 %

318.983

318.337

646

0,2 %

44

35

9

25,7 %

4.502

11.045

-6.543

-59,2 %

Straßenreinigung
gereinigte Frontmeter

m

Winterdienst
Einsatztage

Tage

Einsatzstunden

Stunden

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

35

Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR

Ertragslage
Geschäftsjahr 01.10. bis 30.09. des Folgejahres

2016/17

2015/16

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

53.127

53.150

-23

%
0,0

-113

161

-274

>100

694

525

169

32,2

5.464

4.394

1.070

24,4

Materialaufwand

-23.255

-22.490

-765

3,4

Personalaufwand

-15.143

-15.175

32

0,2

Abschreibungen

-10.495

-10.480

-15

0,1

Konzessionsabgabe Straßenbenutzungsentgelt

-2.404

-2.394

-10

0,4

Sonstige betriebliche Aufwendungen

-4.240

-4.094

-146

3,6

Zinsergebnis

-2.215

-2.479

264

10,6

1.420

1.118

302

27,0

-2.805

-5.584

2.779

49,8

-1

-6

5

83,3

Sonstige Steuern

-46

-45

-1

2,2

Jahresergebnis

-1.432

-4.517

3.085

68,3

Umsatzerlöse
Bestandsveränderung
Andere aktivierte Eigenleistungen
Sonstige betriebliche Erträge

Ergebnis vor Steuern
Aufwendungen aus Verlustübernahme
Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die im Vorjahresvergleich nahezu konstanten Umsatzerlöse einschl. Bestandsveränderung
setzen sich wie folgt zusammen:
2016/17

2015/16

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

%

Trinkw assergebühren

10.390

10.191

199

2,0

Betriebsw assererlöse

219

225

-6

2,7

Auflösung Ertragszuschüsse

801

829

-28

3,4

Auflösung/Dotierung (-) Gebührenüberschüsse

-12

0

-12

>100

Hilfs- und Nebengeschäfte

1.437

1.570

-133

8,5

12.835

12.815

20

0,2

Wasserversorgung
Schmutzw assergebühren

14.740

13.275

1.465

11,0

Niederschlagsw assergebühren private Flächen

4.352

4.393

-41

0,9

Auflösung Ertragszuschüsse

2.237

2.213

24

1,1

Auflösung/Dotierung (-) Gebührenüberschüsse

-2.948

-457

-2.491

>100

Hilfs- und Nebengeschäfte

125

16

109

>100

18.506

19.440

-934

4,8

11.099

10.771

328

3,0

Auflösung/Dotierung (-) Gebührenüberschüsse

793

1.404

-611

43,5

Erlöse Altpapier/Duales System

1.543

1.639

-96

5,9

13.435

13.814

-379

2,7

Straßenreinigungsgebühren

1.425

1.432

-7

0,5

übrige Erlöse

180

186

-6

3,2

Straßenreinigung

1.605

1.618

-13

0,8

Fuhrparkleistungen

2.437

2.447

-10

0,4

Auftragsarbeiten und sonstige Erlöse

4.196

3.177

1.019

32,1

53.014

53.311

-297

0,6

Abwasserbeseitigung
Abfallbeseitigungsgebühren

Abfallbeseitigung

Umsatzerlöse einschl. Bestandsveränderung

36

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR

Die um TEUR 169 auf TEUR 694 gestiegenen aktivierten Eigenleistungen betreffen inhouse
erbrachte Planungs-, Baukoordinations- und Bauüberwachungsleistungen für das Kanal- und
Wasserrohrnetz.
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
2016/17
TEUR

2015/16
TEUR

Veränderung
TEUR
%
1.074
>100

Auflösung Investzuschuss Straßenentwässerung

1.102

28

Betriebskostenumlage Straßenentwässerung

1.105

2.190

-1.085

49,5

139

144

-5

3,5

Kostenersatz Innenstadtreinigung

1.092

793

299

37,7

Kostenerstattung Winterdienst

1.035

978

57

5,8

Erstattung städtischer Anteil Straßenreinigung

periodenfremder Kostenersatz Winterdienst

571

0

571

>100

Auflösung Rückstellungen

242

83

159

>100

4

12

-8

66,7

174

166

8

4,8

5.464

4.394

1.070

24,4

Anlagenabgangsgewinne
übrige Erträge
sonstige betriebliche Erträge

Für die Innenstadtreinigung wird in 2016/17 im Gegensatz zu den Vorjahren nunmehr ein
Vollkostenersatz geleistet; es erfolgt keine Finanzierung mehr aus der Eigenkapitalverzinsung der Gebührensparten Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung.

Der Materialaufwand verteilt sich wie folgt auf die Sparten:
2016/17

2015/16

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

Betrieb / Instandhaltung Wasserversorgung

6.237

6.416

-179

%
2,8

Betrieb / Instandhaltung Kanalnetz

1.779

2.140

-361

16,9

Betriebskostenumlage ZV Zentralkläranlage

4.732

4.301

431

10,0

Abfallentsorgungskosten

5.478

5.599

-121

2,2

Straßenreinigung

312

383

-71

18,5

Winterdienst

484

578

-94

16,3

Fuhrpark/Werkstätten/Logistik

1.313

1.250

63

5,0

Auftragsarbeiten

2.561

1.566

995

63,5

359

257

102

39,7

23.255

22.490

765

3,4

Sonstiger Materialaufwand
Materialaufwand

Gegenüber dem Vorjahr ist der Materialaufwand um TEUR 765 auf TEUR 23.255
angestiegen. Dies resultiert neben der höheren Betriebskostenumlage der ZV
Zentralkläranlage aus den umfangreicheren Material- und Leistungsbezügen für vermehrte
Auftragsarbeiten.
Der Personalaufwand liegt mit TEUR 15.143 nahezu auf Vorjahresniveau. Die tarifliche
Entgeltsteigerung von 2 % wird kompensiert durch eine geringere Dotierung der Pensionsund Beihilferückstellungen. Im Geschäftsjahr 2016/17 waren durchschnittlich 269 Vollkräfte
bei INKB beschäftigt:

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

37

Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR

2016/17

2015/16

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

11.628

11.397

231

%
2,0

Soziale Abgaben

2.195

2.072

123

5,9

Beiträge zur Zusatzversorgungskasse / Versorgung

1.306

1.637

-331

20,2

14

69

-55

79,7

15.143

15.175

-32

0,2

269

271

-2

0,7

Löhne und Gehälter

Unterstützungen
Personalaufwand
im Jahresdurchschnitt beschäftigte Vollkräfte

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen insbesondere Verwaltungsdienstleistungen mit TEUR 1.045 (Vorjahr TEUR 1.055), Gebäudemieten und Grundstückspachten
TEUR 999 (Vorjahr TEUR 934), EDV-Kosten mit TEUR 791 (Vorjahr TEUR 734),
Sozialaufwendungen mit TEUR 306 (Vorjahr TEUR 267) sowie Versicherungsbeiträge mit
TEUR 228 (Vorjahr TEUR 237).
Die Zinsbelastung ging trotz gestiegener Finanzschulden aufgrund niedriger Zinssätze im
kurzfristigen Bereich um TEUR 264 auf TEUR 2.215 zurück. Für die Aufzinsung der
langfristigen Rückstellungen ist ein unveränderter Zinsaufwand von TEUR 136
berücksichtigt.
Spartenbezogen entwickelte sich das Ergebnis wie folgt:

Sparte

2016/17

2015/16

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

Wasserversorgung

264

131

133

%
>100

Abwasserbeseitigung

112

1.013

-901

88,9

Abfallbeseitigung
Straßenreinigung gebührenfinanziert
Winterdienst
Fuhrpark/Werkstätten/Kantine
Innenstadtreinigung nicht gebührenfinanziert

2

2

0

0,0

176

134

42

31,3

0

-442

442

100,0

131

234

-103

44,0

0

-148

148

100,0

73

91

-18

19,8

571

0

571

>100

1.329

1.015

314

30,9

-2.805

-5.584

2.779

49,8

-20

-23

3

13,0

97

101

-4

4,0

-33

-26

-7

26,9

Beteiligungsergebnis

-2.761

-5.532

2.771

50,1

Jahresfehlbetrag

-1.432

-4.517

3.085

68,3

1.280

4.490

-3.210

71,5

Auflösung Rücklagen

352

465

-113

24,3

Ergebnis INKB

200

438

-238

54,3

Verlustvortrag aus Vorjahr

-2.717

-3.155

438

13,9

Gesamt Verlustvortrag auf neue Rechnung

-2.517

-2.717

200

7,4

Auftragsarbeiten
periodenfremder Kostenersatz für Aufgabenerfüllung
Betriebsergebnis INKB
Einlageverpflichtung SWI Beteiligungen GmbH
Erträge Bayerngas (abzüglich Zinsaufw and u. Steuern)
Verzinsung Einlagen
Aufwendungen für Beteiligungsverwaltung

Verlustausgleich durch die Stadt Ingolstadt

38

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR

Die Gebührensparte Wasserversorgung erzielt einen Gewinn von TEUR 264. Der Anstieg
gegenüber dem Vorjahr um TEUR 133 beruht auf höheren Erlösen und niedrigeren
Aufwendungen. Die kumulative Gebührenunterdeckung zum 30.09.2017 wurde um TEUR 18
auf TEUR 2.372 abgebaut. Im Zuge der Gebührenneukalkulation zum 01.10.2018 errechnete
sich eine Gebührenerhöhung, wodurch die bestehende Unterdeckung in den nächsten vier
Jahren abgebaut werden kann.
In der Gebührensparte Abwasserbeseitigung wird als Eigenkapitalverzinsung in 2016/17 ein
Gewinn von TEUR 112 ausgewiesen. Im Vorjahr konnte mit einem Gewinnausweis von
TEUR 1.013 die Nachholung der Eigenkapitalverzinsung der Vorjahre mit dem Abbau der
Gebührenunterdeckung realisiert werden. Im Geschäftsjahr 2016/17 war erlösbedingt die
Rückstellung für Gebührenüberschüsse um TEUR 2.948 auf TEUR 3.414 aufzustocken.
Über die sich aus der Neubemessung der Gebühr zum 01.10.2018 ergebende Gebührensenkung wird diese Überdeckung dem Gebührenzahler vergütet.
Im Bereich der Abfallbeseitigung ergibt sich erneut ein Gebührenüberschuss von TEUR 2.
Die dazu notwendige Auflösung der Gebührenüberschüsse war in 2016/17 jedoch mit
TEUR 793 um TEUR 611 niedriger als im Vorjahr, da um 0,2 Mio. EUR höhere Erlöse und
um 0,4 Mio. EUR niedrigere Aufwendungen anfielen. Die kumulative Gebührenüberdeckung,
die damit zum 30.09.2017 bei TEUR 1.587 liegt, wird sich, ohne dass eine Gebührenanpassung erforderlich wird, im Kalkulationszeitraum ausgleichen.
Der gebührenfinanzierte Teil der Straßenreinigung erzielt einen im Vorjahresvergleich um
TEUR 42 höheren Überschuss von TEUR 176. Die Gebührenunterdeckung der Vorjahre
kann damit in Höhe von TEUR 170 abgebaut werden und beträgt zum 30.09.2017
TEUR 157. Auch hier zeigte die Gebührenneukalkulation, dass keine Gebührenanpassung
notwendig ist. Die Stadt Ingolstadt ist verpflichtet, einen Anteil von 10 % der Kosten der
gebührenpflichtigen Straßenreinigung zu tragen, dieser Anteil wird in der Gebührenbedarfsbemessung kostenmindernd berücksichtigt. Für das Geschäftsjahr 2016/17 erstattet
die Stadt Ingolstadt daher TEUR 139 (Vorjahr TEUR 144).
In dem nicht gebührenfinanzierten Teil der Innenstadtreinigung fielen im Geschäftsjahr nicht
gedeckte Kosten von TEUR 1.092 (Vorjahr TEUR 915) an, für die die Stadt Ingolstadt einen
Kostenersatz in gleicher Höhe leistet.
Beim Winterdienst entstanden nach Abzug von kostenmindernden Erträgen
witterungsbedingt niedrigere von der Stadt zu erstattende Kosten von TEUR 1.014 (Vorjahr
TEUR 1.420).
Die Hilfsbetriebe Fuhrpark/Werkstätten/Kantine/Meß- und Regelbetrieb schließen mit einem
Überschuss von TEUR 131 (Vorjahr TEUR 234). Die nachlaufende Preisindizierung beim
Treibstoffpreis begünstigte das Vorjahresergebnis.
Im Bereich der sonstigen Auftragsarbeiten, welche umfangreichere Auftragsarbeiten für
andere Kommunen umfassen, wurde ein Überschuss von TEUR 73 erzielt. Der
Vorjahreswert von TEUR 91 konnte aufgrund überproportional gestiegener Kosten nicht
gehalten werden.
Insgesamt ergibt sich aus der Geschäftstätigkeit der INKB in 2016/17 ein Gewinn von
TEUR 758. Darüber hinaus wurde für das Vorjahr ein Kostenersatz in Höhe von TEUR 571
von der Stadt erst zum Kalenderjahresende 2016 vereinnahmt.
Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

39

Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR

Zur Verminderung des Verlustvortrags des Vorjahres auf TEUR 2.517 werden TEUR 200
herangezogen. Damit stellt der in der Bilanz auf das Folgejahr vorgetragene Verlustvortrag
die kumulierten Gebührenunterdeckungen zum 30.09.2017 dar.
Daneben gehen in das Ergebnis der INKB die erheblich geringere Verlustübernahme der
SWI Beteiligungen GmbH von TEUR 2.805 und die Zinserträge aus den von der Stadt
geleisteten Einlagen für den ÖPNV und für das Sportbad von TEUR 97 ein.
Unter Berücksichtigung der Aufwendungen für die Beteiligungsverwaltung (TEUR 33) und
den Aufwendungen für die Beteiligung an der Bayerngas GmbH ergibt sich somit ein
negatives Beteiligungsergebnis von TEUR 2.761.
Zum Ausgleich werden die für die Investitionen in den ÖPNV und das Sportbad gebildeten
Rücklagen in Höhe von TEUR 352 aufgelöst und weitere TEUR 1.129 über die über die
Eigenkapitalverzinsung von Wasserversorgung und Entwässerung sowie über Gewinne aus
Auftragsarbeiten gedeckt. Der Restbetrag von TEUR 1.280 wird in voller Höhe von der Stadt
Ingolstadt ausgeglichen.

Prognose
2017/18 2016/17

Kennzahlen langfristig
Jahresergebnis

TEUR

2015/16

2014/15

2013/14

2012/13

-2.496

-1.432

-4.517

-5.012

-3.521

-4.034

davon Geschäftstätigkeit INKB

TEUR

876

1.329

1.015

-1.249

-77

-426

davon Beteiligungsergebnis

TEUR

-3.372

-2.761

-5.532

-3.763

-3.444

-3.608

59.166

59.172

58.230

55.568

54.538

52.574

Betriebsleistung

TEUR

Materialaufwandsquote

%

36,3

39,3

38,6

41,2

38,9

39,1

Personalaufwandsquote

%

27,3

25,6

26,1

26,5

26,0

25,1

VZÄ

271,0

269,0

271,0

268,0

269,0

258,0

Cashflow

TEUR

7.498

9.894

7.528

3.608

4.842

4.494

Investitionen

TEUR

21.900

18.256

23.136

15.617

24.098

16.841

Bilanzsumme

TEUR

323.810

311.636

305.091

293.194

285.057

278.472

95,5

95,5

95,0

94,5

95,3

92,8

171.878

174.892

176.967

176.722

175.866

169.454

53,1

56,1

58,0

60,3

61,7

60,9

123.973

111.623

102.248

92.997

86.200

89.260

Mitarbeiter

Anlagenintensität
Eigenmittel*
Eigenmittelquote
Kredite

%
TEUR
%
TEUR

* Eigenmittel = Wirtschaftliches Eigenkapital + Eigenkapitalanteil Ertragszuschüsse

40

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR

Ausblick – Chancen und Risiken
Infolge des Wachstums der Stadt Ingolstadt und der Region wird in den Sparten
Wasserversorgung und Entwässerung mit steigenden Trink- und Abwassermengen
gerechnet. Des Weiteren werden wachstumsbedingt auch die Abfallentsorgungsmengen
sowie die zu reinigenden Flächen der Straßenreinigung und im Winterdienst anwachsen.
Auch im Bereich der Wasserversorgung etablieren sich in den nächsten Jahren smarte
Technologien. Zusammen mit den Stadtwerken Ingolstadt und der COM-IN werden
intelligente Wasserzähler im Rahmen eines Pilotprojekts verbaut. Die neue Zählertechnik
ermöglicht einen besseren Bürgerservice, effizientere Abrechnungsprozesse und erhöhte
Betriebssicherheit. Das Trinkwasserlabor wird aufgrund des stark gestiegenen Probenaufkommens in den letzten Jahren, insbesondere in der Mikrobiologie und um die
Arbeitsschutzvorschriften weiterhin aufrecht erhalten zu können, im Geschäftsjahr 2018/19
umfassend saniert und ein Teilneubau realisiert.
Mit der Einführung eines Tonnen-Ident-Systems und einer neuen Branchen-Software wird
die Abfallwirtschaft technisch aufgerüstet und digitalisiert. Nach der Umrüstung der
Fahrzeuge Ende 2017 wurden nun bis Mitte 2018 alle Abfallgefäße mit RFID-Chips
ausgestattet. Im Zuge der Jahresverbrauchsabrechnung zum 30.09.2018 werden die
Datenbestände final abgeglichen und im Gebührenbescheid, entsprechend dem tatsächlich
vorhandenen Gefäßbestand, veranlagt. In einem Pilotprojekt mit der Gemeinnützigen
Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt werden in Großwohnanlagen Unterflursysteme für
Hausabfälle installiert, um so langfristig zu einem verbesserten Stadtbild und zu einem
höheren Erfassungs- und Qualitätsgrad beim Recycling der Abfälle beitragen zu können.
Für das Geschäftsjahr 2017/18 erwartet INKB einen Gewinn aus ihrer Geschäftstätigkeit von
0,9 Mio. EUR. Der Ergebnisrückgang im Vergleich zum Berichtsjahr resultiert neben höheren
Zinslasten insbesondere aus gestiegenen Personalaufwendungen infolge der Einführung des
neuen Tarifvertrags TV-V ab Januar 2018.
INKB erhält aus dem Ergebnis des Bereiches Energieversorgung der Stadtwerke Ingolstadt
Beteiligungen GmbH einen Gewinnanteil von 51,6 %. Soweit dieser nicht ausreicht, um den
voll zu tragenden Verlust der Bereiche Freizeitanlagen und ÖPNV zu decken, hat INKB zur
Verlustabdeckung eine Einlage an die Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH zu leisten.
Diesen zu leistenden Verlustausgleich erstattet die Stadt, soweit INKB diesen nicht aus
erhaltenen Rücklagen oder deren Verzinsung decken kann.
Für das Wirtschaftsjahr 2017/18 wird voraussichtlich eine Einlage aus dem städtischen
Haushalt 2019 von rund 2,7 Mio. EUR erforderlich. Auf der Grundlage der vorgelegten
Planungen für das Geschäftsjahr 2018/19 und die Folgejahre sind weiterhin mit jährlichen
Ausgleichszahlungen der Stadt von rund 5,3 Mio. EUR zu rechnen.

Finanzielle Verpflichtungen der Stadt Ingolstadt
Die Stadt Ingolstadt haftet uneingeschränkt für die Verbindlichkeiten der Ingolstädter
Kommunalbetriebe AöR.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

41

BioIN GmbH
Robert-Bosch-Str. 1 - 5, 85053 Ingolstadt
www.bioin-gmbh.de

1.000.000 €

Stammkapital:
gehalten durch
Gesellschafter:

Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR
BRIMA Holding GmbH

Beschlussorgane:

Gesellschafterversammlung
Aufsichtsrat

Geschäftsführer:

Peter Meißner (ab 01.12.2017)
Arthur Kraus (bis 30.11.2017)

Aufsichtsrat:

Vorsitzender: Bürgermeister Albert Wittmann

510.000 €
490.000 €

51,00%
49,00%

Stadträte:
Klaus Mittermaier
Franz Wöhrl
Thomas Deiser (ab 27.04.2017)
Josef Rottenkolber (bis 26.04.2017)
Iris Büchl
Dieter Friedrich
Reinhard Büchl jun.

Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft
Gegenstand der BioIN ist die am Umweltschutz orientierte Durchführung der Bio- und
Grüngutabfallentsorgung der Stadt Ingolstadt einschließlich der Errichtung und des Betriebs
der hierzu erforderlichen Anlagen und Einrichtungen. Die BioIN hat für die Ingolstädter
Kommunalbetriebe AöR (INKB) die Entsorgung der Bio- und Grüngutabfälle der Stadt
Ingolstadt übernommen. Der Entsorgungsvertrag hat eine Laufzeit bis 2025.
Die Gesellschaft wurde als PPP-Projekt mit einem privaten Gesellschafter gegründet,
dessen Aufgabe die Errichtung einer Bioabfallvergärungs- und Kompostierungsanlage und
die Einbringung der Anlage in die BioIN war. Dieser Verpflichtung kam die Büchl
Entsorgungswirtschaft GmbH, Tochtergesellschaft der Gesellschafterin BRIMA Holding
GmbH, nach erfolgreichem Abschluss der Inbetriebnahme und des Probebetriebs zum
01.09.2012 nach und veräußerte die funktionstüchtige Anlage inkl. aller Maschinen,
Einrichtungen und Grundstücke an die BiolN. Des Weiteren ging das Personal im Zuge eines
Teilbetriebsübergangs auf die BiolN über.
Damit ist die BiolN seit 01.09.2012 Eigentümerin und Betreiberin der neuen Anlage und
verwertet die Abfälle seit diesem Zeitpunkt in Eigenregie. Bis zur Einbringung der Anlage
wurde die Abfallverwertung über einen Subunternehmervertrag mit der Büchl Entsorgungswirtschaft GmbH sichergestellt.

42

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

BioIN GmbH

Vermögens- und Finanzlage
Langfristiges Vermögen

30.09.2017

30.09.2016

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

%

6.615

7.279

-664

9,1

54

34

20

58,8

351

334

17

5,1

0

24

-24

100,0

405

392

13

3,3

Gesamtvermögen

7.020

7.671

-651

8,5

Gezeichnetes Kapital

1.000

1.000

0

0,0

Ergebnisvortrag

153

236

-83

35,2

Jahresergebnis

Vorräte
sonstige Forderungen und Abgrenzungen
Liquide Mittel
Kurzfristiges Vermögen

-175

-83

-92

>100

Eigenkapital

978

1.153

-175

15,2

Rückstellungen

169

105

64

61,0

5.626

6.130

-504

8,2

Kredite
Verbindlichkeit aus Kauf Vergärungsanlage

25

25

0

0,0

222

258

-36

14,0

7.020

7.671

-651

8,5

Übrige Verbindlichkeiten
Gesamtkapital

Das langfristig gebundene Vermögen, welches einen Anteil von rund 94 % am Gesamtvermögen hat, besteht im Wesentlichen aus der Biogas- und Kompostierungsanlage und
reduzierte sich abschreibungsbedingt um TEUR 664 auf TEUR 6.615. Den Investitionen des
Geschäftsjahres von TEUR 53 stehen planmäßige Abschreibungen von TEUR 717
gegenüber. Die Investitionen betreffen vor allem die Prallwand unter der Abladerampe der
Anlage (TEUR 44).
Der Anstieg der Vorräte ist auf die Vorhaltung von wichtigen Ersatzteilen (TEUR 46) zurückzuführen. Die sonstigen Forderungen und Abgrenzungen beinhalten Forderungen für
Biomüll- und Grüngutentsorgung für den Monat September (TEUR 175), Körperschaftsteuerrückerstattungen (TEUR 20) sowie gestiegene sonstige Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen (TEUR 117). Zum Bilanzstichtag bestehen keine liquide Mittel.
30.09.2017
TEUR
Wirtschaftliche Eigenmittel / Eigenkapital

978 14%

30.09.2016
TEUR
1.153 15%

Mittel- und langfristige Kredite

4.347

5.043

Mittel- und langfristige Fremdmittel

4.347 62%

5.043 66%

Verbindlichkeit aus Kaufpreiszahlung

Veränderung
TEUR
- 175
-696
- 696

25

25

0

kurzfristige Bankkredite

696

737

- 41

kurzftristige Kreditaufnahmen bei Stadt Ingolstadt / INKB

583

350

233

Sonstige Rückstellungen

169

105

64

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

152

185

-33

70

73

-3

Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten

-1%

Kurzfristige Fremdmittel

1.695 24%

1.475 19%

220

Gesamtfinanzierung

7.020 100%

7.671 100%

- 651

-4%

5%

Infolge des Jahresfehlbetrags verminderte sich das Eigenkapital um TEUR 175 auf
TEUR 978.
Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

43

BioIN GmbH

In den Rückstellungen sind neben den Aufwendungen für Kompostierkosten (TEUR 79) auch
Zuführungen im Rahmen des Beweissicherungsverfahrens (TEUR 37) enthalten.
Die Bankkredite wurden im Geschäftsjahr über planmäßige Tilgungen in Höhe von
TEUR 737 auf TEUR 4.393 weiter zurückgeführt. Dem gegenüber stehen gestiegene
kurzfristige Kreditaufnahmen im Rahmen des Cash-Pools bei der Stadt Ingolstadt und der
Gesellschafterin INKB um TEUR 233 auf nunmehr TEUR 583, sodass sich der Gesamtkreditbestand auf TEUR 5.626 beläuft.
Die Verbindlichkeiten aus dem Kauf der Vergärungsanlage betragen unverändert TEUR 25.
Die übrigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Lieferungen und Leistungen.

Leistungsdaten

2016/17

2015/16

Veränderung

Entsorgung
Erlöse

TEUR

1.674

1.669

5

0,3 %

1.090

7,5 %

Biomüll

t

15.637

14.547

Grüngut

t

10.664

11.582

Friedhofsabfälle

t

352

340

12

3,5 %

2.925
468

2.877
460

48
8

1,7 %
1,7 %

Stromeinspeisung
Erlöse

MWh
TEUR

-918 -7,9 %

Die BioIN GmbH verzeichnete im Geschäftsjahr 2016/17 erneut ein negatives Ergebnis von
TEUR 175 und verschlechterte sich damit gegenüber dem Vorjahr um TEUR 92.

Ertragslage
Geschäftsjahr 01.10. bis 30.09. des Folgejahres

Umsatzerlöse

2016/17

2015/16

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

%

2.329

2.391

-62

2,6

1

0

1

>100

21

24

-3

12,5

Materialaufwand

-719

-695

-24

3,5

Personalaufwand

-301

-338

37

10,9

Abschreibungen

-717

-727

10

1,4

Sonstige betriebliche Aufwendungen

-582

-533

-49

9,2

Zinsergebnis

-206

-210

4

1,9

Ergebnis vor Steuern

-174

-88

-86

98,4

0

6

-6

100,0

Sonstige Steuern

-1

-1

0

23,1

Jahresergebnis

-175

-83

-92

>100

Bestandsveränderung
Sonstige betriebliche Erträge

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Umsatzerlöse liegen mit TEUR 2.329 nahezu auf Vorjahresniveau. Es konnten zwar
deutlich mehr Biomüllmengen entsorgt werden, allerdings wurden während der Wintermonate zur optimierten Auslastung und Stromgewinnung Mengen zu deutlich niedrigeren
Preisen angenommen. Die Erlöse aus der Stromeinspeisung konnten dadurch leicht
gesteigert werden. Die entsorgten Grüngutmengen sind im Vorjahrsvergleich rückläufig.
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen und
enthalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge in Form von Stromsteuererstattungsansprüchen (TEUR 11).
44

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

BioIN GmbH

Der Materialaufwand erhöhte sich insbesondere durch erhöhte Verwertungskosten für
Übermengen des Grünguts um TEUR 24 auf TEUR 719.
Infolge des Rückgangs der Personalstärke um eine VZÄ reduzierte sich der Personalaufwand um TEUR 37 auf TEUR 301.
Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 49 auf TEUR 582 beruht
im Wesentlichen auf der Zunahme der Rechts- und Beratungskosten im Zuge des
Verfahrens zur Sicherung von Gewährleistungsansprüchen aus den Anlagemängeln.
Prognose

Kennzahlen langfristig

2017/18

2016/17

2015/16

2014/15

2013/14

2012/13

Jahresergebnis

TEUR

-40

-175

-83

27

27

117

Betriebsleistung

TEUR

2.656

2.351

2.415

2.562

2.672

2.446

%

31,3

25,2

23,9

30,1

27,0

25,5

Cashflow

TEUR

689

542

644

755

756

841

Bilanzsumme

TEUR

6.351

7.020

7.671

8.374

9.207

9.756

Anlagenintensität

%

93,7

94,2

94,9

94,0

93,2

94,8

Eigenkapitalquote

%

14,2

13,9

15,0

14,8

13,1

12,1

TEUR

5.058

5.625

6.130

6.667

7.403

7.640

Materialaufwandsquote

Kredite

Ausblick – Chancen und Risiken
Neben den Biomüllmengen der Stadt Ingolstadt nimmt die BioIN GmbH seit dem 01.01.2018
als Unterauftragnehmer der Firma Büchl hochkalorische Biomüllmengen aus der Landkreissammlung Eichstätt an. Zudem werden zur betriebs- und energieoptimalen Anlagenauslastung Zusatzmengen aus Stuttgart und München akquiriert, um die Erlöse für den
angenommenen Bioabfall, als auch aus der Stromeinspeisung weiter zu steigern. Des
Weiteren wird eine Erhöhung der Durchsatzmengen angestrebt. Für das laufende
Geschäftsjahr 2017/18 muss noch von einem Jahresfehlbetrag ausgegangen werden, bis ab
2019 wieder Überschüsse erzielt werden können.
Chance und Risiko zugleich stellt das laufende Beweissicherungs- und Klageverfahren
gegenüber dem Anlagenlieferant dar, mit dem Ziel, vor Ablauf der Gewährleistungsfristen die
Anlagenmängel zu erfassen und geltend zu machen.
Die Zusammensetzung und somit die Qualität der Abfälle hat unmittelbaren Einfluss auf die
Leistung der Anlage. Hohe Störstoffanteile können einen Anlagenstillstand zur Folge haben,
die Outputqualität der Produkte belasten oder die Wartungs- und Instandhaltungsintervalle
verringern. Zur Risikominimierung wird über die gesamte Prozesskette die Qualitätskontrolle
geschärft und u.a. neben der bereits vorgeschalteten manuellen Aussortierung besonderer
Störstoffe direkt nach der Anlieferung technische Vorsortierungsmaßnahmen geprüft, um
den Anlagebetrieb zu stabilisieren und die eingesetzte Technik zu entlasten.
Das bei Gründung ausgerufene Ziel eines jährlichen ausschüttungsfähigen Gewinns von
mindestens 6,5 % des eingelegten Stammkapitals (TEUR 1.000) wurde bislang nicht
erreicht.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

45

Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH
Ringlerstraße 28, 85057 Ingolstadt
www.sw-i.de

22.055.050 €

Stammkapital:
gehalten durch
Gesellschafter:

Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR
MVV Energie AG

11.380.400 €
10.674.650 €

Unterbeteiligungen: Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH
Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH
Stadtwerke Ingolstadt Freizeitanlagen GmbH
Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH
COM-IN Telekommunikations GmbH
Bayerngas GmbH
Beschlussorgane:

Gesellschafterversammlung
Aufsichtsrat

Geschäftsführer:

Matthias Bolle

Aufsichtsrat:

Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel

51,60%
48,40%
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
75,00%
2,63%

Stellvertreter: Ralf Klöpfer, MVV Energie AG
Bürgermeister Albert Wittmann
Stadt Ingolstadt:
Franz Liepold
Klaus Mittermaier
Johann Stachel
Hans Süßbauer
MVV Energie AG:
Dr. Martin Auer
Volker Glätzer
Dr. Holger Krawinkel (ab 19.01.2017)
Dr. Ferdinand Höfer (ab 01.12.2017)
Dr. Christoph Meier (bis 30.11.2017)
Udo Bekker (bis 30.09.2016)
Betriebsratsvorsitzender Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH
Thomas Künzl
Verträge:

46

Konsortialvertrag zwischen Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR und
MVV Energie AG über die Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH
vom 19.12.2001
Ergebnisabführungsverträge der Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH mit
Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH vom 22.08.2000
Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH vom 27.09.2002
Stadtwerke Ingolstadt Freizeitanlagen GmbH vom 27.09.2002
Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH vom 22.08.2000

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH

Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft
Die Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH als Holding hält die Anteile an den
operativen Stadtwerke-Gesellschaften. Sie erbringt Dienstleistungen für die Konzerngesellschaften, insbesondere auf den Gebieten Datenverarbeitung, Finanz- und Rechnungswesen, Controlling, Personalverwaltung und -abrechnung, Betrieb und Entwicklung der
Informationssysteme, Rechtsberatung, Materialeinkauf, Marketing sowie Verbrauchsabrechnung, Mahnwesen und Inkasso. Sie bündelt den Geschäftserfolg der Tochtergesellschaften, gleicht im Rahmen des Cash-Managements Liquiditätsangebot und
-nachfrage der Konzernunternehmen mittels Cash-Pooling aus und tätigt die erforderlichen
kurzfristigen Geldaufnahmen und -anlagen. Zur Nutzung des steuerlichen Querverbundes
bestehen mit den 100 %igen Tochterunternehmen Ergebnisabführungsverträge.
Entsprechend konsortialvertraglicher Regelungen sind am Ergebnis des Bereiches „Energieversorgung“ die Gesellschafterin Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR mit 51,6 % und die
Gesellschafterin MVV Energie AG mit 48,4 % beteiligt. Das Ergebnis des Bereiches „Freizeit,
Verkehr, Telekommunikation“ ist ausschließlich von der Gesellschafterin Ingolstädter
Kommunalbetriebe AöR zu übernehmen.
Vermögens- und Finanzlage
Im Einzelnen entwickelte sich das Gesamtvermögen wie folgt:

Soft-/Hardware und sonst. Betriebsausstattung
Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH - 100 %
Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH - 100 %
Stadtwerke Ingolstadt Freizeitanlagen GmbH - 100 %
Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH - 100 %

30.09.2017

30.09.2016

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

%

1.161

1.133

28

2,5

25.855

25.855

0

0,0

1.548

1.548

0

0,0

29.773

29.773

0

0,0

2.670

2.670

0

0,0

17.421

17.421

0

0,0

5.420

5.420

0

0,0

3

3

0

0,0

30

34

-4

11,8

Finanzanlagen

82.720

82.724

-4

0,0

Langfristiges Vermögen

83.881

83.857

24

0,0

Gewinnausschüttungsansprüche gegenüber Töchtern

23.862

23.359

503

2,2

2.805

5.584

-2.779

49,8

23.356

22.171

1.185

5,3

COM-IN Telekommunikations GmbH - 75 %
Bayerngas GmbH - 2,63 %
Wertpapiere
Arbeitgeberdarlehen

Einlageverpflichtung INKB
Gewährte Ausleihungen aus dem Cash-Pool
sonstige Forderungen und Abgrenzungen
Liquide Mittel
Kurzfristiges Vermögen
Gesamtvermögen

671

601

70

11,6

2.104

1.621

483

29,8

52.798

53.336

-538

1,0

136.679

137.193

-514

0,4

Die Wertansätze der Beteiligungen spiegeln das von der Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen
GmbH in diese Gesellschaften eingelegte Sach- und Barvermögen oder den Kaufpreis für
den Erwerb der Anteile wider.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

47

Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH

Das langfristig gebundene Anlagevermögen erhöhte sich investitionsbedingt wie folgt:
Investitionen Abschreibung Abgänge Veränderung

TEUR
Software

TEUR

TEUR

459

0

65

75

113

0

-38

0

0

3

-3

599

572

3

24

Hardware und sonst. Betriebsausstattung
Finanzanlagen: Arbeitgeberdarlehen
Veränderung langfristiges Vermögen

TEUR

524

Das kurzfristige Vermögen reduzierte sich, trotz vermehrter Ausleihungen
Tochtergesellschaften im Rahmen des Cash-Poolings, aufgrund der gesunkenen
verpflichtung der INKB. Die Gewinnansprüche aus der Ergebnisabführung der
gesellschaften des Bereiches Energieversorgung, SWI Netze GmbH und SWI
GmbH, sind leicht gestiegen.

an die
EinlageTochterEnergie

Die Kapitalstruktur zur Finanzierung des Vermögens zeigt folgende Entwicklung:
30.09.2017

30.09.2016

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

%

Stammkapital

22.055

22.055

0

0,0

Rücklagen

60.733

60.733

0

0,0

Wirtschaftliches Eigenkapital/Eigenmittel

82.788

82.788

0

0,0

493

501

-8

1,6

17.324

20.460

-3.136

15,3

Langfristiges Fremdkapital/ Pensionsrückstellungen
Verlustausgleichsverpflichtungen gegenüber Töchtern
Ausschüttungsverpflichtung an MVV Energie AG

9.206

9.593

-387

4,0

Kreditaufnahmen im städtischen Konzernverbund

23.500

22.100

1.400

6,3

Steuerrückstellungen

1.601

24

1.577

>100

Verbindlichkeiten/Abgrenzung

1.767

1.727

40

2,3

Kurzfristiges Fremdkapital

53.398

53.904

-506

0,9

136.679

137.193

-514

0,4

Gesamtkapital

Das Eigenkapital und das langfristige Fremdkapital in Form der Pensionsrückstellungen
decken das langfristig gebundene Anlagevermögen zu fast 100 %.
Die Verlustausgleichsverpflichtung gegenüber der INVG und der SWI Freizeitanlagen GmbH
ist aufgrund deren verbesserten Ergebnissituation im Vergleich zum Vorjahr deutlich
zurückgegangen. Durch die gestiegenen Ausleihungen an die Tochtergesellschaften nahm
auch der zu Deckung erforderliche Kapitalbedarf zu, der über kurzfristige Kreditaufnahmen
bei der Stadt und den Konzerngesellschaften des Klinikums Ingolstadt finanziert wurde. Die
Steuerrückstellungen betreffen im Wesentlichen Ertragsteuerzahlungen für das letzte
Geschäftsjahr.

48

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH

Ertragslage
Geschäftsjahr 01.10. bis 30.09. des Folgejahres

2016/17

2015/16

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

11.198

10.752

446

%
4,1

87

241

-154

63,9

-4.954

-4.688

-266

5,7

-572

-598

26

4,3

-3.423

-3.502

79

2,3

-59

-61

2

3,3

2.277

2.144

133

6,2

2.129

1.990

139

7,0

149

154

-5

3,2

23.862

23.359

503

2,2

-16.719

-20.424

3.705

18,1

9.420

5.079

4.341

85,5

-3.019

-1.070

-1.949

>100

Jahresüberschuss

6.401

4.009

2.392

59,7

Entnahme Kapitalrücklage mit Wiedereinlagepflicht

2.805

5.584

-2.779

49,8

Bilanzgewinn

9.206

9.593

-387

4,0

Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Zinsergebnis
Ergebnis Geschäftstätigkeit SWI Beteiligungen
davon Energieversorgung
davon Freizeit, Verkehr, Telekommunikation

Erträge aus Gewinnabführungen
Aufwendungen aus Verlustübernahmen
Ergebnis vor Ertragsteuern
Steuern vom Einkommen und Ertrag

Das Ergebnis der Geschäftstätigkeit der SWI Beteiligungen GmbH konnte im
Vorjahresvergleich um rund 6 % gesteigert werden. Dies ist im Wesentlichen auf den
Anstieg der Umsatzerlöse durch vermehrt erbrachte Dienstleistungen für die Unternehmen
im INKB Konzern zurückzuführen. Gegenläufig wirkt vor allem ein durch tarifbedingte
Entgeltsteigerungen höherer Personalaufwand.
Maßgeblich geprägt wird der Jahresüberschuss jedoch durch die Gewinnabführungen der
Töchter SWI Netze GmbH und SWI Energie GmbH sowie durch die auszugleichenden
Verluste bei der SWI Freizeitanlagen GmbH und der INVG.

SWI Beteiligungen

2016/17

2015/16

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

2.129

1.990

Gewinnabführung SWI Energie

12.464

13.068

-604

4,6

Gewinnabführung SWI Netze

11.398

10.291

1.107

10,8

Bereich Energieversorgung

25.991

25.349

642

2,5

SWI Beteiligungen

139

%
7,0

149

154

-5

3,2

-9.500

-13.000

3.500

26,9

605

36

569

>100

-7.824

-7.460

-364

4,9

-16.570

-20.270

3.700

18,3

9.421

5.079

4.342

85,5

-3.020

-1.070

-1.950

>100

Jahresüberschuss

6.401

4.009

2.392

59,7

Einlageverpflichtung INKB

2.805

5.584

-2.779

49,8

Ausschüttungsanspruch MVV Energie AG

9.206

9.593

-387

4,0

Verlustübernahme INVG (einschl. SBI) lfd. Jahr
Verlustübernahme INVG Vorjahr Auflösung Rückstellung
Verlustübernahme SWI Freizeitanlagen
Bereich Freizeit, Verkehr, Telekommunikation
Ergebnis vor Ertragsteuern
Ertragsteuern

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

49

Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH

Das Ergebnis des Bereichs Energieversorgung liegt um 0,6 Mio. EUR über dem Vorjahreswert.
Im Stromvertrieb sorgen Mindermengen, überwiegend im Privatkundenvertrieb, für einen
geringeren Ergebnisbeitrag. Der Gasvertrieb kann durch witterungsbedingte Mehrmengen
die Kundenverluste kompensieren, während in der Fernwärme der fehlende Absatz eines
Großkunden das Ergebnis belastet. Aufgrund schlechterer Windverhältnisse liegen die
Ausschüttungen der Windparks deutlich unter dem Vorjahreswert, sodass der Ergebnisbetrag der SWI Energie letztendlich um rd. 0,6 Mio. EUR geringer ausfällt.
Im Netzbereich liegt der Ergebnisbeitrag der Sparte Strom auf Vorjahresniveau, während in
der Gasverteilung aufgrund witterungsbedingter Mehrmengen eine deutliche Gewinnsteigerung erwirtschaftet wurde. Die Wärmeabsatzmengen liegen zwar etwas unter dem
Vorjahreswert; dies hat jedoch nach Einführung des mengenunabhängigen Transportentgelts
gegenüber der Schwestergesellschaft SWI Energie GmbH keine Auswirkung auf das
Ergebnis. Im Bereich der Auftragsarbeiten verminderte sich der Ergebnisbeitrag infolge eines
geringeren Auftragsvolumens. Insgesamt liegt der Jahresgewinn der SWI Netze GmbH um
1,1 Mio. EUR über dem Vorjahreswert.
Für den bei der INVG auszugleichenden Verlust 2016/17 wurde eine Rückstellung von
TEUR 9.500 gebildet. Der tatsächliche Verlust der INVG beträgt TEUR 9.631; die Differenz
von TEUR 131 wird bei der SWI Beteiligungen GmbH im Folgejahr aufwandswirksam. Im
Geschäftsjahr 2016/17 werden periodenfremde Sondereinflüsse mit Erträgen von TEUR
1.096 wirksam; im Vorjahr waren Belastungen von TEUR 249 zu verzeichnen. Die
bereinigten nicht gedeckten Kosten fallen im Vorjahresvergleich um TEUR 1.419 (11,7 %)
niedriger aus. Dies resultiert vor allem aus deutlich höheren Fahrscheinerlösen.
Der Anstieg der auszugleichenden Kosten bei den Freizeitanlagen auf rd. 7,8 Mio. EUR ist
auf Belastungen aus dem Abbruch des alten Hallenbads Mitte sowie auf Nachberechnungen
von Abwassergebühren für Vorjahre zurückzuführen. Begünstigend wirken im Vergleich zum
Vorjahr geringere Energie- und Wasserverbrauchskosten für den Anlagenbetrieb sowie der
erstmals ganzjährige Besucherzuwachs im Sportbad.
Auf INKB entfällt aus dem Bereich Energieversorgung ein Gewinnanteil von 51,6 %. Da
dieser nicht ausreicht, um den voll zu tragenden Verlust des Geschäftsbereichs „Freizeit,
Verkehr, Telekommunikation“ nach Abzug der Ertragsteuerersparnis zu decken, muss INKB
gemäß der konsortialvertraglichen Regelungen eine Kapitaleinlage bei der Stadtwerke
Ingolstadt Beteiligungen GmbH leisten.

Gewinnanteil Energieversorgung - 51,6 %
Verlust Freizeit/Verkehr/Telekommunikation - 100 %
Vergütung Steuersparnis
Einlageverpflichtung INKB

50

2016/17

2015/16

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

13.411

13.080

331

%
2,5

-16.570

-20.270

3.700

18,3

354

1.606

-1.252

78,0

-2.805

-5.584

2.779

49,8

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH

Prognose
2017/18

Kennzahlen langfristig
Jahresergebnis

2016/17

2015/16

2014/15

2013/14

2012/13

TEUR

5.692

6.401

4.009

5.073

6.692

6.065

TEUR

25.828

25.991

25.349

23.748

27.551

26.000

Freizeit/Verkehr/Telek. TEUR

-17.249

-16.570

-20.270

-17.052

-18.853

-18.420

dafür Einlagepflicht TEUR

3.339

2.805

5.584

3.948

3.598

3.735

11.814

11.285

10.993

11.046

10.720

10.442

%

46,4

43,9

42,6

44,4

41,9

42,0

VZÄ

75,7

71,2

70,8

70,2

70,6

68,1

Abschreibungen

TEUR

496

572

598

644

572

457

Investitionen

TEUR

600

599

615

493

5.035

5.159

Bilanzsumme

TEUR

116.230

136.679

137.193

126.321

134.893

124.966

Beiträge der Bereiche
Energieversorgung

Betriebsleistung
Personalaufwandsquote
Mitarbeiter

TEUR

Anlagenintensität

%

72,3

61,4

61,1

66,4

62,3

63,6

Eigenmittelquote

%

71,2

60,6

60,3

65,5

61,4

62,6

Ausblick – Chancen und Risiken
Für den Bereich Energieversorgung wird mit einem Ergebnis von 25,8 Mio. EUR gerechnet,
welches auf dem hohen Niveau des Vorjahres liegt. Begünstigend wirken sich neben
Erträgen aus dem Zahlungseingang im Vorjahr aufgrund Insolvenz abgeschriebener
Forderungen vor allem erneut zu niedrige Erlösabgrenzungen im Geschäftsjahr 2016/17 aus.
Für 2019 werden wieder Gewinnausschüttungen der Bayerngas GmbH für die von SWI
unmittelbar gehaltenen Anteile (2,63 %) in Höhe von jährlich 0,3 Mio. EUR erwartet.
Im Geschäftsjahr 2017/18 wird im Bereich Verkehr ein erforderlicher Verlustausgleich in
Höhe von 12,5 Mio. EUR erwartet, welcher sich durch die aufwandswirksame Auflösung der
bei SWI gebildeten Rückstellung für die Verlustübernahme des Vorjahres (0,1 Mio. EUR)
periodenfremd erhöht. Zudem entfalten tarifliche Entgeltsteigerungen sowie Kostenzuwächse
für die Infrastruktur und Einführungskosten für den Gemeinschaftstarif ihre Wirkung, welche
nicht vollständig über die Fahrpreise weitergereicht werden können.
Bei den Freizeitanlagen wird in 2017/18 mit deutlich geringeren auszugleichenden Kosten
von rd. 5 Mio. EUR gerechnet. Dies resultiert neben über Plan liegenden Umsatzerlösen
durch weit über Plan liegende Besucherzahlen im Sport- und Freibad sowie beim Eislauf im
Wesentlichen aus dem Verkaufserlös für das Grundstück Hallenbad Mitte (2,5 Mio. EUR).
Damit wird sich in 2017/18 die Einlageverpflichtung für die Ingolstädter Kommunalbetriebe
AöR voraussichtlich auf 3,3 Mio. EUR belaufen. Mittelfristig begünstigend wirken sich die mit
Inbetriebnahme des BHKWs verrechenbaren Verluste aus der Saturn Arena und der zweiten
Eishalle im Rahmen des steuerlichen Querverbundes aus, wodurch sich die Steuerersparnis
entsprechend erhöht. Infolge der im Planungsverlauf steigenden auszugleichenden Kosten
für den ÖPNV, als auch für die Freizeitanlagen, aufgrund der ab Mitte 2017 sukzessiv fällig
werdenden Zuschüsse zur Attraktivierung des Wonnemars wird die Einlageverpflichtung
aber rd. 6,5 Mio. EUR pro Jahr betragen.
Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

51

Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH
Ringlerstraße 28, 85057 Ingolstadt
www.sw-i.de

20.451.000 €

Stammkapital:
gehalten durch
Gesellschafter:

Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH

Beschlussorgane:

Gesellschafterversammlung

Geschäftsführer:

Hubert Stockmeier

Verträge:

Ergebnisabführungsvertrag mit der Stadtwerke Ingolstadt
Beteiligungen GmbH vom 27.09.2002

Gegenstand und Aufgabe der Gesellschaft
Die Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH betreibt im Wesentlichen die Verteilungsnetze für
-

die Stromversorgung im Stadtgebiet Ingolstadt für 29.703 Hausanschlüsse über ein
Umspannwerk, 507 Netz- und Übergabestationen, sowie ein Transportnetz mit 1.892 km
Kabel- und 90 km Freileitungen.

-

die Gasversorgung im Stadtgebiet Ingolstadt und in 16 Umlandgemeinden für
26.791 Hausanschlüsse, sowie ein Transportnetz mit 297 km Hoch- und Mitteldruckleitungen sowie 580 km Niederdruckleitungen.

-

die Fernwärmeversorgung im Stadtgebiet Ingolstadt sowie für einen Teilbereich des
Marktes Gaimersheim für 778 Kundenanschlüsse und ein Transportnetz von 81 km. Seit
1983 wird auch die freiwerdende Verbrennungswärme der Müllverwertungsanlage
Ingolstadt genutzt. Durch eine Leitung von 4,8 km Länge ist die Abwärme der Raffinerie
Gunvor seit Mitte 2011 mit einer jährlichen Einspeisemenge von etwa 140 GWh nutzbar.

Die weiter im Eigentum der Gesellschaft stehenden Kraftwerke wurden ab Oktober 2010 an
die Schwestergesellschaft Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH verpachtet, die teilweise in
Form von Kraft-Wärme-Kopplung Strom und Wärme produziert. Die auftragsgemäße
Betriebsführung nimmt die Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH vor.
Für die Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR führt die Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH
auftragsbezogen die technische Betriebsführung für das Ingolstädter Wassernetz durch und
betreut für die Stadt Ingolstadt die Straßenbeleuchtung.
Das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende einschließlich dem neuen Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) ist im September 2016 in Kraft getreten. Die Stadtwerke Ingolstadt
Netze GmbH hat sich als grundzuständiger Messstellenbetreiber bei der Bundesnetzagentur
registriert, wodurch für die Gesellschaft diverse Einbaufristen verpflichtend werden. So sind
innerhalb der nächsten 3 Jahre 10 % und innerhalb der nächsten acht Jahre 95 % aller
betroffenen Strom-Messstellen mit intelligenten Messsystemen auszustatten. Gleichzeitig
müssen die restlichen Messstellen im Versorgungsgebiet bis 2032 mit modernen
Messeinrichtungen ausgestattet werden.

52

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH

Vermögens- und Finanzlage
Immaterielle Vermögensgegenstände

30.09.2017

30.09.2016

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

%

2.035

2.304

-269

11,7

110.687

104.323

6.364

6,1

107

134

-27

20,1

112.829

106.761

6.068

5,7

Baumaterialien

1.286

1.273

13

1,0

Unfertige Leistungen

4.997

8.180

-3.183

38,9

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

9.956

8.294

1.662

20,0

738

1.344

-606

45,1

16.977

19.091

-2.114

11,1

129.806

125.852

3.954

3,1

20.451

20.451

0

0,0

5.383

5.383

0

0,0

Eigenkapital

25.834

25.834

0

0,0

Empfangene Ertragszuschüsse

27.066

23.719

3.347

14,1

Rückstellungen

15.083

11.401

3.682

32,3

Verbindlichkeiten

61.823

64.898

-3.075

4,7

129.806

125.852

3.954

3,1

Sachanlagen
Finanzanlagen
Langfristiges Vermögen

sonstige Forderungen und Abgrenzungen
Kurzfristiges Vermögen
Gesamtvermögen
Gezeichnetes Kapital
Kapitalrücklage

Gesamtkapital

Das Vermögen der Gesellschaft ist zu rund 87 % langfristig im Anlagevermögen gebunden:

Sparte

30.09.2017

30.09.2016

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

%

Stromversorgungsanlagen

36.444

33.968

2.476

7,3

Kapitalzuschüsse Strom der Anschlussnehmer

-6.641

-7.107

466

6,6

Stromversorgung

29.803

26.861

2.942

11,0

Gasversorgungsanlagen

37.920

35.633

2.287

6,4

Kapitalzuschüsse Gas der Anschlussnehmer

-3.489

-3.675

186

5,1

Gasversorgung

34.431

31.958

2.473

7,7

Wärmeerzeugungs-/versorgungsanlagen

44.737

43.573

1.164

2,7

-700

-769

69

9,0

44.037

42.804

1.233

2,9

4.451

5.004

-553

11,1

107

134

-27

20,1

112.829

106.761

6.068

5,7

Kapitalzuschüsse Wärme der Anschlussnehmer
Wärmeversorgung
Übrige Anlagen
Arbeitgeberdarlehen
Langfristiges Vermögen

Die Anschlussnehmer leisten für das Verteilungsnetz Baukostenzuschüsse und erstatten die
Hausanschlusskosten. Ab Oktober 2003 bis September 2010 vereinnahmte Entgelte werden
als Kapitalzuschüsse vom Anlagevermögen abgesetzt und über die Nutzungsdauer der
bezuschussten Anlagen abschreibungsmindernd aufgelöst.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

53

Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH

Im Vorjahresvergleich stieg das Anlagevermögen investitionsbedingt um 5,7 %:

Sparte

Investitionen Abschreibung

TEUR

TEUR

Abgänge

Veränderung

TEUR

TEUR

Stromversorgungsanlagen

5.105

2.152

11

2.942

Gasversorgungsanlagen

4.617

2.143

1

2.473

Wärmeerzeugungs-/versorgungsanlagen

4.515

3.282

0

1.233

28

28

0

0

300

852

1

-553

0

0

27

-27

14.565

8.457

40

6.068

Grundzuständiger Messstellenbetreiber
übrige Anlagen
Arbeitgeberdarlehen
Veränderung langfristiges Vermögen

Das Gesamtvermögen ist wie folgt finanziert:
30.09.2017

30.09.2016

Veränderung

TEUR

TEUR

TEUR

Eigenkapital

25.834

25.834

0

Ertragszuschüsse (70 %)

18.946

16.603

2.343

Wirtschaftliche Eigenmittel

44.780 34%

42.437 34%

2.343

Ertragszuschüsse (Steueranteil 30 %)

8.120

7.116

1.004

Pensionsrückstellungen

1.830

1.686

144

Mittel- und langfristige Bankkredite

10.218

12.312

-2.094

Mittel- und langfristige Fremdmittel

20.168 16%

21.114 17%

-946

Kurzfristige Bankkredite

2.777

2.694

83

Kreditaufnahmen bei SWI Beteiligungen GmbH

2.775

7.008

-4.233

Kreditaufnahmen bei Stadt Ingolstadt

31.000

26.000

5.000

Rückstellung für ausstehende Rechnungen

11.042

7.766

3.276

2.211

1.949

262

11.398

10.291

1.107

Sonstige Rückstellungen
Gewinnabführungsverpflichtung
Netzentgeltüberschüsse

1.099

808

291

Anzahlungen für unfertige Leistungen

1.809

2.565

-756

747

3.220

-2.473

Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
Kurzfristige Fremdmittel

64.858 50%

Gesamtfinanzierung

62.301 49%

2.557

129.806 100% 125.852 100%

3.954

0%

-1%

1%

Die Eigenmittelquote beträgt 35 %. Das langfristig gebundene Anlagevermögen ist zu rund
58 % über Eigen- sowie lang- und mittelfristige Fremdmittel finanziert.
Aus den von den Anschlussnehmern bis September 2003 und ab Oktober 2010 entrichteten
Baukostenzuschüssen und erstatteten Hausanschlusskosten ist ein Anteil von 70 % (nach
Abzug von 30 % Ertragsteuerbelastung, die bei Auflösung anfällt) den Eigenmitteln
zugeordnet. Die Ertragszuschüssen entwickelten sich wie folgt:

Sparte
Stromversorgungsanlagen

30.09.2017

Zugang

Auflösung

30.09.2016

TEUR

TEUR

TEUR

TEUR

12.479

2.989

1.126

10.616

Gasversorgungsanlagen

7.660

1.174

588

7.074

Wärmeerzeugungs-/versorgungsanlagen

6.927

1.339

441

6.029

27.066

5.502

2.155

23.719

Empfangene Ertragszuschüsse
54

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH

Den vereinnahmten Ertragszuschüssen von TEUR 5.502 stehen ertragswirksame
Auflösungen von TEUR 2.155, die die abnutzungsbedingten Abschreibungen der Anlagen
ausgleichen, gegenüber.
Die Kreditmittelinanspruchnahme konnte um TEUR 1.244 auf TEUR 46.770 zurückgefahren
werden. Die mittel- und langfristigen Bankdarlehen wurden planmäßig um TEUR 2.094
getilgt, gegenläufig wirken zum Stichtag noch nicht abgerechnete Zinsen von TEUR 83,
sodass sich die Bankkredite zum 30.09.2017 auf TEUR 12.995 (Vorjahr TEUR 15.006)
belaufen. Die zinsgünstigen kurzfristigen Mittelinanspruchnahmen bei der Gesellschafterin
und der Stadt Ingolstadt hingegen wurden um TEUR 767 auf TEUR 33.775 aufgestockt.
Die Rückstellungen haben sich insgesamt um TEUR 3.682 auf TEUR 15.083 erhöht. Dies ist
vor allem auf den gestiegenen Rückstellungsbedarf für sonstige ausstehende Rechnungen
einschließlich der Netznutzungsentgelte an den Betreiber des vorgelagerten Netzes
zurückzuführen.
In den übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ist im Wesentlichen der Rückgang der
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen abgebildet.

Leistungsdaten

2016/17

2015/16

GWh

GWh

Veränderung
GWh

%

Netzlast (Transportmengen)
Strom

891

833

58

7,0

Stadtw erke Ingolstadt Energie GmbH

328

343

-15

4,4

fremde Händler

563

490

73

14,9

2.219

1.973

246

12,5

Gas
Stadtw erke Ingolstadt Energie GmbH

1.007

908

99

10,9

fremde Händler

1.212

1.065

147

13,8

247

249

-2

0,8

37

36

1

2,8

Wärme
Gesetzliche Stromaufnahme - Photovoltaikanlagen

Die Steigerung der Stromnetzlast um 58 GWh (7 %) ist im Wesentlichen dem Sondervertragskundensegement zuzuordnen. Seit Januar 2016 wird ein Größtkunde mit 280 GWh
direkt durch die SWI Netze GmbH abgerechnet, wodurch sich der Anteil fremder Händler auf
63 % erhöht hat. Ohne diesen Effekt liegt der fremde Anteil bei 46 % (Vorjahr 38 %).
Im Segment Gas erhöhte sich die Netzlast aufgrund der kalten Witterung um 246 GWh
(12,5 %). Der Mengenanteil fremder Händler hat sich auf 55 % (Vorjahr 54 %) erhöht.
Der Rückgang der Wärmeabsatzmengen im Vergleich zum Vorjahr ist auf Minderabnahmen
eines Größtkunden zurückzuführen, die durch Zuwächse im Bereich der sonstigen Kunden
nahezu kompensiert werden konnten.
Der Anschluss weiterer Photovoltaikanlagen ermöglichte einen weiteren, leichten Anstieg der
Leistungsmenge.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

55

Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH

Ertragslage
Geschäftsjahr 01.10. bis 30.09. des Folgejahres

Umsatzerlöse

2016/17

2015/16

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

%

100.941

89.581

11.360

12,7

-3.183

2.108

-5.291

>100

Aktivierte Eigenleistungen

1.341

1.175

166

14,1

Sonstige betriebliche Erträge

1.499

1.308

191

14,6

Materialaufwand

-53.781

-49.002

-4.779

9,8

Personalaufwand

-11.699

-11.181

-518

4,6

Abschreibungen

-8.457

-8.253

-204

2,5

Konzessionsabgaben

-6.026

-6.235

209

3,4

Übrige betriebliche Aufwendungen

-8.498

-8.380

-118

1,4

-648

-738

90

12,2

11.489

10.383

1.106

10,7

-91

-92

1

1,1

11.398

10.291

1.107

10,8

Veränderung d. Bestandes an unfertigen Leistungen

Zinsergebnis
Ergebnis vor Steuern
Sonstige Steuern
Gewinnabführung an SWI Beteiligungen GmbH

Der Gewinn der SWI Netze GmbH konnte gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.107 auf
TEUR 11.398 gesteigert werden. Die Umsatzerlöse einschließlich Bestandsveränderungen
haben sich um TEUR 6.069 auf TEUR 97.758 erhöht. Im Wesentlichen konnten preis- und
mengenbedingte Mehrumsätze im Bereich Strom sowie witterungsbedingte Mehrmengen im
Segment Gas realisiert werden. Analog hierzu haben sich auch die entsprechenden
Materialaufwendungen erhöht. Im Anstieg des Personalaufwands spiegeln sich neben Neuund Wiedereinstellungen vor allem die tariflichen Entgeltsteigerungen wider. Die Zinslast hat
sich bei einem erneut gesunkenen Zinsniveau sowie infolge des gesunkenen Gesamtkreditvolumens weiter verringert.
Spartenbezogen stellt sich die Entwicklung wie folgt dar:
2016/17

2015/16

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

%

Elektrizitätsverteilung

3.724

3.748

-24

0,6

Gasverteilung

6.553

5.316

1.237

23,3

Wärmeerzeugung und -verteilung

428

229

199

86,9

Auftragsarbeiten

693

998

-305

30,6

11.398

10.291

1.107

10,8

abzuführender Jahresgewinn

Das Ergebnis der Elektrizitätsverteilung liegt auf Vorjahresniveau. Die mengenbedingte
Umsatzsteigerung wird durch den mengen- und preisbedingten Anstieg der Kosten für das
vorgelagerte Netz geschmälert.
In der Gasverteilung kann durch witterungsbedingte Mengenzuwächse bei gleichbleibenden
Betriebsaufwendungen eine Gewinnsteigerung von etwa 23 % realisiert werden.
In der Wärmeerzeugung und -verteilung konnte das Ergebnis aufgrund des neuen mengenunabhängigen Preismodells deutlich um rd. 87 % gesteigert werden.
Das Ergebnis der Auftragsarbeiten ging aufgrund eines geringeren Auftragsvolumens der
Ingolstädter Kommunalbetriebe im Rahmen der Betriebsführung Wasserversorgung um ca.
31 % zurück.
56

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH

Prognose
2017/18 2016/17

Kennzahlen langfristig

2015/16

2014/15

2013/14

2012/13

Jahresergebnis (vor EAV)

TEUR

9.843

11.398

10.291

11.243

12.543

12.585

Betriebsleistung

TEUR

98.963

100.598

94.172

85.367

84.988

82.923

Materialaufwandsquote

%

54,5

53,5

52,0

47,0

47,0

46,1

Personalaufwandsquote

%

12,3

11,6

11,9

13,3

13,0

12,7

VZÄ

155,5

152,7

154,6

158,4

160,3

156,9

Cashflow

TEUR

16.446

17.701

16.422

16.814

18.164

17.598

Investitionen

TEUR

16.029

14.565

10.868

11.533

13.062

12.176

Bilanzsumme

TEUR

138.232

129.806

125.852

118.593

114.988

105.892

87,7

86,9

84,8

87,8

87,6

90,1

46.842

44.780

42.437

40.841

39.159

37.715

33,9

34,5

33,7

34,4

34,1

35,6

55.474

46.770

48.014

43.627

42.965

34.698

Mitarbeiter

Anlagenintensität
Eigenmittel*
Eigenmittelquote
Kredite

%
TEUR
%
TEUR

* Eigenmittel = Eigenkapital + 70% der empfangenen Ertragszuschüsse

Ausblick – Chancen und Risiken
Im Januar 2018 begann für die regulierte Sparte Gas die 3. Regulierungsperiode, während
das Segment Strom ein Jahr später im Januar 2019 in ebendiese eintritt. Gemäß Beschluss
der Bundesnetzagentur mussten alle Stromnetzbetreiber zur Ermittlung des generellen
sektoralen Produktivitätsfaktors (Xgen) für die dritte Regulierungsperiode bis Mitte 2018
umfangreiche Daten melden. Hinsichtlich der Beschwerde gegen die Beschlüsse der
Bundesnetzagentur, die Eigenkapitalzinssätze für Neuanlagen für die Dauer der dritten
Regulierungsperiode für Betreiber von Strom- und Gasversorgungsnetzen zu kürzen, wurde
seitens dem Oberlandesgericht Düsseldorf entschieden, dass diese Festlegung der Eigenkapitalzinssätze die Marktrisiken nicht hinreichend berücksichtigt und deshalb rechtsfehlerhaft zu niedrig bemessen ist. Die Bundesnetzagentur ist verpflichtet, die Eigenkapitalzinssätze für die dritte Regulierungsperiode neu festzulegen. Der Beschluss ist aber nicht
rechtskräftig und die Bundesnetzagentur hat nun ihrerseits Rechtsbeschwerde eingelegt.
Dem Risiko von Versorgungsunterbrechungen wird mit regelmäßiger Wartung und
Instandhaltung, der zielgerichteten Erneuerung älterer Komponenten, hohen Sicherheitsstandards und qualitätssichernden Maßnahmen erfolgreich begegnet. Das Beweissicherungsverfahren gegen den Hersteller der installierten Abwärmetauscher in der
Raffinerie Gunvor, zur Durchsetzung von Nachbesserungsverpflichtungen des Herstellers
zur Ausspeisung höherer Wärmemengen, ist weiterhin anhängig.
Die Prognose 2017/18 sieht mit 9,8 Mio. EUR bei einem durchschnittlichen Witterungsverlauf
ein unter dem Vorjahr liegendes Ergebnis vor. Die SWI Netze GmbH führt ihren Gewinn
aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages an die SWI Beteiligungen GmbH
ab. Über INKB als Gesellschafterin der SWI Beteiligungen GmbH ist die Stadt Ingolstadt
mittelbar mit 51,6 % am abgeführten Gewinn der SWI Netze GmbH beteiligt. Mit diesem
Gewinnanteil werden auf Ebene der SWI Beteiligungen GmbH im Rahmen des steuerlichen
Querverbundes die von der Stadt Ingolstadt vollständig zu tragenden Verluste des Bereiches
Freizeit und Verkehr verrechnet.
Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

57

Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH
Ringlerstraße 28, 85057 Ingolstadt
www.sw-i.de

1.036.300 €

Stammkapital:
gehalten durch
Gesellschafter:

Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH

Unterbeteiligungen: MVV Trading GmbH
Windpark Riegenroth GmbH & Co. KG
Windpark Oberwesel II GmbH & Co. KG
Windpark Oberwesel III GmbH & Co. KG
SWI Windpark Hain-Ost GmbH

2,50%
41,00%
41,00%
41,00%
100,00%

Beschlussorgane:

Gesellschafterversammlung

Geschäftsführer:

Matthias Bolle

Verträge:

Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag mit der Stadtwerke
Ingolstadt Beteiligungen GmbH vom 22.08.2000

Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft
Die Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH ist als Vertriebsgesellschaft in der Beschaffung
und dem Vertrieb von Strom, Gas und Wärme tätig. Ihre Marktposition im Netzgebiet ist wie
folgt gekennzeichnet:
per 30.09.2017
Marktanteil
Anzahl
im
Verträge
Netzgebiet

per 30.09.2016
Marktanteil
Anzahl
im
Verträge
Netzgebiet

Stromversorgung in Ingolstadt
Haushalts-/Kleinkunden
Sondervertragskunden

69.268
330

86%
50%

69.865
338

87%
52%

Gasversorgung in Ingolstadt und 16 Umlandgemeinden
Haushalts-/Kleinkunden
Sondervertragskunden

24.857
51

77%
42%

25.691
52

80%
42%

744

100%

723

100%

Wärmeversorgung in Ingolstadt

Darüber hinaus tritt sie als Energiedienstleister mit der Bereitstellung von ganzheitlichen
Contractinglösungen auf und betreibt in diesem Zusammenhang auch Nahwärmeversorgungs- und Kälteanlagen. Ferner erzeugt die Gesellschaft Strom und Wärme in
Kraftwerken, die sie von der Schwestergesellschaft Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH
gepachtet hat, teilweise in Form von Kraft-Wärme-Kopplung.
Zur Produktion von Strom und Wärme aus regenerativen Quellen betreibt die Gesellschaft
Photovoltaikanlagen insbesondere auf dem Stadiondach des Audi-Sportparks und eine
Biogasanlage in Unterstall. Zudem verfügt die Gesellschaft über vier Beteiligungen an
Onshore-Windkraftanlagen.

58

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH

Vermögens- und Finanzlage

30.09.2017

30.09.2016

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

Wärme- und Kälteversorgungsanlagen

6.409

5.553

856

%
15,4

Photovoltaikanlage

1.063

1.145

-82

7,2

Biogasanlage Unterstall

2.598

2.840

-242

8,5

250

267

-17

6,4

Anteile SWI Windpark Hain-Ost GmbH (100 %)

9.887

9.737

150

1,5

Anteile Windpark Riegenroth KG (41 %)

3.690

3.690

0

0,0

Anteile Windpark Oberwesel II KG (41 %)

1.795

1.795

0

0,0

Anteile Windpark Oberwesel III KG (41 %)

1.787

1.787

0

0,0

250

250

0

0,0

15

30

-15

50,0

27.744

27.094

650

2,4

476

379

97

25,6

Betriebs- und Geschäftsausstattung

Anteile MVV Trading GmbH (2,5 %)
Wertpapiere und Arbeitgeberdarlehen
Langfristiges Vermögen
Substrate für Biogasanlage
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

33.190

22.642

10.548

46,6

Anzahlungen für den börslichen Strombezug

45

2.168

-2.123

97,9

Steuererstattungsansprüche

10

154

-144

93,5

0

2.340

-2.340

100,0

739

743

-4

0,5

94

63

31

49,2

Kurzfristiges Vermögen

34.554

28.489

6.065

21,3

Gesamtvermögen

62.298

55.583

6.715

12,1

1.037

1.037

0

0,0

511

511

0

0,0

1.548

1.548

0

0,0

168

190

-22

11,6

5.271

4.183

1.088

26,0

12.464

13.068

-604

4,6

Ausleihung SWI Hain-Ost GmbH
sonstige Forderungen und Abgrenzungen
Liquide Mittel

Gezeichnetes Kapital
Kapitalrücklage
Eigenkapital
Empfangene Ertragszuschüsse
Rückstellungen
Gewinnabführungsverpflichtung
Kurz- und mittelfristige Bankkredite

1.360

1.662

-302

18,2

Kreditaufnahme bei SWI Beteiligungen GmbH

16.534

6.319

10.215

>100

Kreditaufnahme bei MVA

12.500

12.500

0

0,0

Lieferungen und Leistungen

1.668

2.401

-733

30,5

Steuerverbindlichkeiten

2.949

6.416

-3.467

54,0

Kundenguthaben

7.830

7.249

581

8,0

6

47

-41

87,2

Verbindlichkeiten

55.311

49.662

5.649

11,4

Gesamtkapital

62.298

55.583

6.715

12,1

übrige Verbindlichkeiten

Das langfristig gebundene Anlagevermögen, das einen Anteil am Gesamtvermögen von rund
45 % hat, erhöhte sich investitionsbedingt um TEUR 650 auf TEUR 27.744. Den
Investitionen von TEUR 1.641 stehen erwirtschaftete planmäßige Abschreibungen von
TEUR 950 und Abgänge zu Buchwerten von TEUR 41 gegenüber.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

59

Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH

Investitionen Abschreibung Abgänge Veränderung

TEUR
Wärme- und Kälteversorgungsanlagen

TEUR

1.476

Photovoltaikanlage
Biogasanlage Unterstall
übrige Betriebs- und Geschäftsausstattung

TEUR

594

26

856

0

82

0

-82

13

255

0

-242

2

19

0

-17

150

0

0

150

0

0

15

-15

1.641

950

41

650

Erwerb SWI Windpark Hain-Ost GmbH
Wertpapiere und Arbeitgeberdarlehen
Veränderung Anlagevermögen

TEUR

Die Investitionen betreffen im Wesentlichen Wärmeversorgungsprojekte sowie die vertragsgemäße Kaufpreiserhöhung für den Erwerb der Anteile der SWI Windpark Hain-Ost GmbH.
Das Bilanzbild des Energiehandelsunternehmens ist geprägt von den kurzfristigen
Forderungen und Verbindlichkeiten. Die Kundenaußenstände haben sich im Vergleich zum
Vorjahr erhöht, da die Septemberabschlagszahlungen erst nach dem Bilanzstichtag
eingezogen werden konnten. Dem gegenüber stehen Rückerstattungsansprüche für einige
Kunden hinsichtlich ihrer geleisteten Abschlagszahlungen, die sich im Anstieg der
passivierten Kundenguthaben widerspiegeln.
Die Anzahlungen für den börslichen Strombezug sind auf TEUR 45 gesunken. Eine im
Vorjahr ausgewiesene Ausleihung an die SWI Windpark Hain-Ost von TEUR 2.340 zur
Vorfinanzierung der Vorsteuer wurde zurückgezahlt.
Zur Finanzierung der Investitionen (TEUR 1.641) sowie aufgrund der stichtagsbezogen um
TEUR 10.548 höheren Kundenaußenstände sind die Kreditverbindlichkeiten um TEUR 9.913
auf TEUR 30.394 angestiegen.

Leistungsdaten

2016/17

2015/16

GWh

GWh

GWh

482

501

-19

3,8

202

209

-7

3,3

22

19

3

15,8

Sonderkunden

153

169

-16

9,5

Stromhandel

105

104

1

1,0

1.232

1.048

184

17,6

757

716

41

5,7

Stromverkauf
Haushalts-/Kleinkunden - Stadtgebiet
Haushalts-/Kleinkunden - fremde Netzgebiete

Gasverkauf
Haushalts-/Kleinkunden - Stadtgebiet
Haushalts-/Kleinkunden - fremde Netzgebiete
Sonderkunden

Fernwärmeverkauf
Nahwärmeabgabe (Contracting)
Kälteabgabe (Contracting)
Eigenerzeugung Strom und Wärme

60

Veränderung
%

37

24

13

54,2

438

308

130

42,2

219

224

-5

2,2

67

59

8

13,6

2

2

0

0,0

46

25

21

84,0

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH

Der leichte Rückgang der Stromabgabe an Haushalts- und Kleinkunden im Stadtgebiet
spiegelt neben Kundenverlusten auch das Energiesparverhalten und den zunehmenden
Eigenstromverbrauch der Kunden wider. Die zusätzlichen Mengen der Tarifkunden im
fremden Netzgebiet sind auf das neue Produkt RegioVolt zurückzuführen. Im Bereich der
Sonderkunden waren ebenfalls Kundenverluste zu verzeichnen. Die Stromhandelsmengen
liegen auf Vorjahresniveau.
Beim Gasverkauf zeigt sich über alle Kundengruppen hinweg ein witterungsbedingter
Mengenanstieg, wodurch die Kundenverluste, insbesondere bei den Haushalts- und
Kleinkunden, kompensiert werden können. Bei den Sonderkunden resultiert der Zuwachs
zudem aus dem erhöhten Mengenbedarf eines Großkunden.
Im Bereich der Fernwärme konnten Mengenverluste bei einem Großkunden nicht durch den
Mengenanstieg im Tarifkundensegment ausgeglichen werden.
Im Dienstleistungssegment (Contracting) ist der Mengenanstieg bei der Wärmeabgabe
neben der kälteren Witterung auch auf ein geändertes Abnahmeverhalten der
Bestandskunden zurückzuführen. Der Kälteabsatz liegt auf Vorjahresniveau.
Die Eigenerzeugungsanlagen dienen zur Absicherung der Spitzenlasten in den Wintermonaten und als Reserve bei Ausfällen anderer Wärmequellen. Im Vergleich zum Vorjahr
gab es mehrmonatige Ausfälle der Abwärmeeinspeiser, weshalb insbesondere die
Wärmeerzeugungsmengen erheblich gestiegen sind.

Ertragslage
Geschäftsjahr 01.10. bis 30.09. des Folgejahres

Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Ausschüttung MVV Trading GmbH
Ausschüttungen für Beteiligung an Windparks
Zinsergebnis
Sonstige Steuern
Gewinnabführung an SWI Beteiligungen GmbH

2016/17

2015/16

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

139.266

136.447

2.819

%
2,1

737

1.515

-778

51,4

-118.805

-116.669

-2.136

1,8

-2.712

-2.614

-98

3,7

-950

-944

-6

0,6

-5.195

-5.163

-32

0,6

5

11

-6

54,5

362

706

-344

48,7

-243

-220

-23

10,5

-1

-1

0

0,0

12.464

13.068

-604

4,6

Der Gewinn liegt mit TEUR 12.464 um TEUR 604 leicht unter dem Vorjahreswert. Nach
Verrechnung der periodenfremden Effekte, die das Ergebnis des Geschäftsjahres um
TEUR 290 begünstigen und das Vorjahresergebnis um TEUR 374 belasten, zeigt sich mit
TEUR 12.174 ein um TEUR 1.268 unter dem Vorjahreswert liegendes Ergebnis.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

61

Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH

2016/17

2015/16

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

Stromverkauf (ohne Stromsteuer)

76.592

76.286

306

%
0,4

Gasverkauf (ohne Erdgassteuer)

44.750

42.588

2.162

5,1

Fernwärmeverkauf

11.707

11.869

-162

1,4

5.394

4.905

489

10,0

Kälteerlöse

326

327

-1

0,3

übriges Contracting und Energiedienstleistungen

207

199

8

4,0

Mahn- und Inkassoentgelte

202

187

15

8,0

88

86

2

2,3

139.266

136.447

2.819

2,1

Nahwärmeerlöse

sonstige Erlöse
Umsatzerlöse

In der Sparte Strom konnten durch umlagebedingte Preissteigerungen die negativen
Auswirkungen der Kundenverluste im Umsatz kompensiert werden. Im Gasverkauf führen
witterungsbedingte Mehrmengen, welche die sinkenden Absatzpreise ausgleichen können,
zu einem Umsatzanstieg. Im Rückgang der Fernwärmeerlöse spiegeln sich die Mindermengen des Großkunden sowie das allgemein niedrige Absatzpreisniveau wider. Die Erlöse
für das Wärmecontracting stiegen mengenbedingt an, während die Kälteerlöse anlog zur
Absatzmenge auf Vorjahresniveau liegen.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen des Vorjahres sind Auflösungen von Rückstellungen
(TEUR 957) enthalten.
Die Materialaufwendungen haben sich vorrangig wegen der Mehrmengen im Gas und dem
höheren Transportentgelt in der Wärme erhöht. Ferner wirkt die gestiegene EEG-Umlage
und die Mehrbelastung aus den Wärmebezugskosten.
Die Gewinnausschüttungen aus den Windparkbeteiligungen sind infolge der schlechten
Windverhältnisse zurückgegangen.
Prognose
2017/18

Kennzahlen langfristig

2016/17

2015/16

2014/15

2013/14

2012/13

Jahresergebnis (vor EAV) TEUR

13.998

12.464

13.068

10.766

13.076

11.328

Betriebsleistung

TEUR

21.289

140.003

137.962

150.245

163.560

211.036

Materialaufwandsquote

%

568,6

84,9

84,6

87,0

86,5

90,2

Personalaufwandsquote

%

13,3

1,9

1,9

1,7

1,5

1,1

VZÄ

38,3

37,9

37,7

36,9

36,0

36,1

Mitarbeiter
Cashflow

TEUR

14.975

13.414

14.012

11.631

13.831

11.928

Investitionen

TEUR

4.637

1.641

10.470

1.011

5.794

5.830

Bilanzsumme

TEUR

63.518

62.298

55.583

44.558

39.571

51.868

Anlagenintensität

%

49,2

44,5

48,7

39,5

44,7

24,7

Eigenkapitalquote

%

2,4

2,5

2,8

3,5

3,9

3,0

30.666

30.394

20.481

12.717

7.449

24.796

Kredite

62

TEUR

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH

Ausblick – Chancen und Risiken
In den kommenden Geschäftsjahren setzt die SWI Energie GmbH auf die Erweiterung der
Produktpalette, um mit eigens entwickelten Angeboten den Kundenkreis ausbauen zu
können. Das neue Produkt, SWI SmartSolar, ist eine intelligente Kombination aus
Photovoltaikanlage, Stromspeicher und Energiemanager für Privatkunden. SWI Energie
übernimmt Planung, Installation, Wartung, Reststromversorgung sowie Garantie und mittels
dem Online- Energiemanagerportal behält der Kunde die Energieflüsse im Blick. Ferner wird
die E-Mobilität weiter ausgebaut, in dem neben der Bereitstellung von öffentlicher
Ladeinfrastruktur nun intelligente Lösungen für Unternehmen angeboten werden. Das
„Rundum-sorglos-Paket“ für Geschäftskunden namens SWI e-motion kann individuell auf die
Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten werden. Neben Planung, Installation und Wartung
der Ladesäule können auch Lastmanagement, Abrechnungen und Auswertungen über SWI
e-motion abgebildet werden. Auch für private Haushalte werden funktionale Wallboxen in
Kürze folgen. In Kooperation mit der COM-IN soll zudem ein Kombiprodukt angeboten
werden, in dem potenzielle Neukunden bei dem Tarifabschluss eines Stromvertrags
gleichzeitig eine Internet-Flatrate abschließen können.
Die Ergebnisentwicklung in den Geschäftsfeldern Gas- und Fernwärmevertrieb ist vor allem
von den Witterungsverhältnissen abhängig, sodass sich hier je nach Temperaturverlauf
Chancen und Risiken ergeben. Dem Risiko der volatilen Energiemärkte wird durch die
strukturierte Energiebeschaffung Rechnung getragen. Zur Begrenzung von Marktpreisrisiken
werden außerdem derivative Finanzinstrumente eingesetzt.
Zu Engpässen in der Wärmebereitstellung kann ein zeitlich begrenzter Ausfall einer oder
mehrerer externer Wärmebezugsquellen (Gunvor Raffinerie, Müllverwertungsanlage) oder
ungeplante Netzfahrweisen führen, welche durch eigene, teurere Anlagen (BKHW, Kessel)
ausgeglichen werden müssen. Mit dem Bau des Wärmespeichers an der Ringlerstraße, der
Anfang 2019 in Betrieb gehen soll, wird diesem Risiko entgegengewirkt. Dieser
Wärmespeicher kann die Mengen von Gunvor und MVA aufnehmen, die insbesondere in
den Nachtstunden die Nachfrage übersteigen, und zu den Zeiten wieder abgeben, zu denen
ansonsten Heizwerke ihren Betrieb hätten aufnehmen müssen.
Die Planung für das Geschäftsjahr 2017/18 sieht mit rd. 14 Mio. EUR ein über dem Vorjahr
liegendes Ergebnis vor, welches neben periodenfremden Erlösen aus der zeitversetzten,
höheren Ergebnisübernahme des Windparks Hain-Ost resultiert. Die SWI Energie GmbH
führt ihren Gewinn aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages an die SWI
Beteiligungen GmbH ab. Über INKB - als Gesellschafterin der SWI Beteiligungen GmbH - ist
die Stadt Ingolstadt mittelbar mit 51,6 % am abgeführten Gewinn der SWI Energie GmbH
beteiligt. Mit diesem Gewinnanteil werden auf Ebene der SWI Beteiligungen GmbH im
Rahmen des steuerlichen Querverbundes die von der Stadt Ingolstadt vollständig zu
tragenden Verluste des Bereiches Freizeit und Verkehr verrechnet.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

63

Bayerngas GmbH
Poccistraße 9, 80336 München
www.bayerngas.de

90.695.150 €

Stammkapital:
gehalten durch
Gesellschafter:

Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH
Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR
SWM Gasbeteiligungs GmbH
Stadtwerke Augsburg Energie GmbH
TIGAS - Erdgas Tirol GmbH
SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH
Stadtwerke Landshut

2.388.700 €
1.409.950 €
51.062.100 €
18.865.650 €
9.069.550 €
4.534.750 €
3.364.450 €

Unterbeteiligungen: Bayerngas Energy GmbH, München
bayernugs GmbH, München
bayernets GmbH, München
bayernservices GmbH, München
Bayerngas International GmbH & Co. KG i.L., München
SWM Bayer. E&P Beteiligungsgesellschaft mbH, München
(vormals Bayerngas Norge AS, Oslo, Norwegen)
darüber mittelbar gehalten:
Spirit Energy Limited, Windsor, United Kingdom
GasLINE Telekommunikationsnetzgesellschaft dt.
Gasversorgungsunternehmen mbH & Co. KG, Straelen
GasLINE Telekommunikationsnetzgesellschaft dt.
Gasversorgungsunternehmen mbH, Straelen

2,63%
1,55%
56,30%
20,80%
10,00%
5,00%
3,71%
100,00%
100,00%
59,09%
50,00%
31,50%
19,90%

6,20%
5,00%
5,00%

Beschlussorgane:

Gesellschafterversammlung
Aufsichtsrat

Geschäftsführer:

Günter Bauer

Aufsichtsrat:

Vorsitzender:
Dr. Thomas Meerpohl, Stadtwerke München GmbH (ab 16.05.2017)
Dr. Florian Bieberbach, Stadtwerke München GmbH (bis 15.05.2017)
stellv. Vorsitzender:
Alfred Müllner, Stadtwerke Augsburg Energie GmbH
Klaus Eder, SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH
Dr. Philipp Hiltpolt, TIGAS - Erdgas Tirol GmbH
Matthias Bolle, Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH (ab 23.01.2017)
Hans Podiuk, Stadtrat Landeshauptstadt München
Helmut Schmid, Stadtrat Landeshauptstadt München
Eva Weber, 2. Bürgermeisterin Stadt Augsburg
Armin Bardelle, Stadtwerke Landshut

Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft
Die Bayerngas GmbH ist die kommunale Gasbeschaffungsplattform ihrer Gesellschafterkunden sowie für Regionalversorger und große Industriekunden in ganz Deutschland und
Österreich.

64

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Bayerngas GmbH

Entwicklung der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften
Als Mutterunternehmen führt die Bayerngas GmbH primär Steuerungs-, Dienstleistungsund Querschnittsaufgaben aus und ist über Beteiligungsgesellschaften außerdem in das
Offshore-Explorationsgeschäft eingebunden. Im Wirtschaftsjahr 2017 konnte wieder ein
Jahresüberschuss von 9,6 Mio. EUR (Vorjahr Jahresfehlbetrag -120,1 Mio. EUR) erzielt
werden, der den Rücklagen zugeführt wird. Der Gewinnabführung aus dem Netzbereich von
rd. 26,4 Mio. EUR stehen Verluste aus den Bereichen Vertrieb (-5,6 Mio. EUR) sowie
Speicher von 11,6 Mio. EUR gegenüber. Das Vorjahresergebnis war belastet durch
außerplanmäßige Abschreibungen auf die Anteile an der Bayerngas Norge AS
(117,5 Mio. EUR) sowie auf die Aufsuchungslizenz Reudnitz (18,7 Mio. EUR).
Über die Bayerngas Energy GmbH werden Stadtwerken, Stadtwerke Verbünden,
regionalen Energieunternehmen und großen Industriekunden vielfältige, passgenaue
Energielösungen angeboten. Der in 2014 entwickelte Strategieplan mit mittel- und
langfristigen Maßnahmen zum kontinuierlichen Ausbau von Mengen und Margen wurde im
Berichtsjahr fortgesetzt. Schwerpunkte waren die Gewinnung neuer Kunden sowie
insbesondere das Wachstum ins benachbarte Ausland, die Entwicklung neuer Produkte und
die konsequente Intensivierung der Kundenbeziehung. Ergänzend wurde in 2017 die
kooperative Bearbeitung des Marktes zusammen mit Partnern verfolgt. Der Erfolg der
Maßnahmen spiegelt sich in den nur sehr geringen Kundenverlusten sowie in der Steigerung
der Absatzmenge um rd. 10 % gegenüber dem Vorjahr wider. Ferner konnten Umsatzsteigerungen durch ein jahresdurchgängig höheres durchschnittliches Preisniveau realisiert
werden. Dennoch war in 2017 ein Jahresfehltrag zu verzeichnen, da die gute operative
Performance des Vertriebs durch belastende Effekte im Bereich Speicher und Trading
überkompensiert wird. Bei der Speicherbewirtschaftung führen preisbedingte
Bestandserhöhungen der Vorräte im Vorjahr zu einer Verschlechterung des Speicherergebnisses 2017 und zu erhöhten Hedgekosten. Anhaltend niedrige Volatilitäten bedingten
eine Korrektur der Planansätze im Sales Trading nach unten. Das negative Jahresergebnis
(vor Gewinnabführung) beläuft sich auf 5,6 Mio. EUR (Vorjahr Überschuss von
8,3 Mio. EUR)
Die Speichergesellschaft bayernugs GmbH betreibt und vermarktet den Untergrundspeicher
(UGS) Wolfersberg südöstlich von München, welcher über eine Kapazität von 365 Mio. m³
verfügt und an das Transportnetz der bayernets GmbH angeschlossen ist. Die allgemeine
Marktsituation hat sich auch in 2017 nicht verbessert, da der vom Markt vergütete Beitrag für
die Rolle der Erdgasspeicher zur Optimierung des Betriebs der Erdgasnetze und zur
Sicherstellung der Systemstabilität (bei Spitzenlast als auch bei Lieferausfall) nach wie vor
nicht angemessen vergütet wird. Auch der Sommer-Winter-Spread als wesentliche Basis für
die Kalkulation des Speichernutzungsentgelts ist weiterhin gering. Ferner wird das Ergebnis
2017 mit zusätzlichen Kosten infolge der für jeden Gasumschlag anfallenden Konvertierungsumlage sowie durch eine erneute Zuführung einer Drohverlustrückstellung belastet.
Somit war ein erneuter Jahresfehlbetrag (vor Verlustausgleich) in Höhe von 11,6 Mio. EUR
(Vorjahr -9,3 Mio. EUR) zu verzeichnen. Über die „Initiative Erdgasspeicher e.V." (INES) sind
unter Mitwirkung der bayernugs GmbH wie in den vergangenen Jahren zahlreiche
Verordnungsentwürfe, Gutachten und Konzepte bearbeitet und kommentiert worden.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

65

Bayerngas GmbH

Die Beteiligungsstrukturen an der bayernets GmbH haben sich im März 2017 verändert, da
nun die Stadtwerke München mit 32,4 % und die Stadtwerke Augsburg mit 8,5 % unmittelbar
an der bayernets GmbH beteiligt sind. Die Bayerngas GmbH als bisherige Alleingesellschafterin hält nunmehr als Mehrheitsgesellschafterin 59,1 % der Anteile. Die Gesellschaft
betreibt und vermarktet ein 1.412 km langes Gashochdruck-Pipelinesystem in Bayern und
gehört mit einem Netzgebiet von 32.000 Quadratkilometern und einem durchschnittlichen
Leitungsdurchmesser von DN 500 zu den großen Ferngasnetzbetreibern in Deutschland. Als
Teil der Marktgebietskooperation NetConnect Germany (NCG) ist das Netzsystem über
Import- und Exportpunkte an das österreichische Gastransportsystem angebunden und
bietet somit Transportkunden ein Tor zum osteuropäischen Gasmarkt. Der Bau der
Erdgasfernleitung MONACO I (ca. 87 km von Burghausen nach Finsing bei München) wurde
in 2017 begonnen und soll Ende 2018 fertiggestellt werden. Insgesamt wird MONACO einen
zentralen Beitrag zur Deckung des steigenden Transportkapazitätsbedarfs an Erdgas in
Deutschland und Europa durch Verbindung nationaler und internationaler Transportleitungen
leisten. Der Jahresüberschuss in Höhe von 31,8 Mio. EUR (Vorjahr 21,9 Mio. EUR) wurde
zunächst an die Bayerngas GmbH ausgeschüttet. Nach Verrechnung der Ausgleichszahlung
an die Minderheitsgesellschafter (5,4 Mio. EUR p.a.) verbleiben 26,4 Mio. EUR bei der
Mehrheitsgesellschafterin.
Die Bayerngas Norge AS, Oslo, hat in 2017 aus sechs Feldern (Vega, Trym, Ivar Aasen,
Cygnus, Clipper South und Babbage) ein Produktionsvolumen von ca. 13,4 TWh (Vorjahr:
7,9 TWh) gefördert. Sämtliche Lizenzen und damit auch die Produktionen sind seit
Dezember 2017 im Vermögen der neugegründeten Spirit Energy Limited.
Ende 2017 haben die Bayerngas und die Stadtwerke München sowie das britische
Versorgungsunternehmen Centrica ihr Öl- und Gasexplorationsgeschäft in dem neuen
Gemeinschaftsunternehmen Spirit Energy Limited zusammengeführt. Dazu wurden die
Anteile an der Bayerngas Norge sowie die bestehenden Ausleihungen mit Wirkung zum
8. Dezember 2017 in die neu gegründete SWM Bayerische E&P Beteiligungsgesellschaft
mbH zu Buchtwerten eingebracht und anschließend an die Spirit Energy Limited verkauft.
Gleichzeitig erwarb die SWM Bayerische E&P Beteiligungsgesellschaft Anteile an der Spirit
Energy Limited in Höhe von 31 %. An der SWM Bayerische E&P Beteiligungsgesellschaft
mbH sind die Stadtwerke München, entsprechend der vormaligen Quote an der Bayerngas
Norge, mit 80,1 % und die Bayerngas mit 19,9 % beteiligt.
Für die Ausbeuterechte an einer Gaslagerstätte in Reudnitz, Brandenburg, war im Vorjahr
eine vollumfängliche außerplanmäßige Abschreibung auf die bisher bilanzierten Kosten für
Lizenzen, Seismik und die Nachweisbohrung in Höhe von 18,7 Mio. EUR vorzunehmen, da
die Ergebnisse der Nachweisbohrung keine wirtschaftlich sinnvolle Förderung des
vorhandenen Gases erkennen ließen.
Die bayernservices GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Bayerngas GmbH mit
der Schandl GmbH und erbringt als Servicegesellschaft (technische) Dienstleistungen bei
allen Leitungssystemen.

66

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Bayerngas GmbH

Bayerngas stellt einen Konzernabschluss auf, in den sie ihre Tochtergesellschaften
Bayerngas Energy GmbH, bayernets GmbH und bayernugs GmbH vollständig einbezieht.
Alle anderen unmittelbaren und mittelbaren Beteiligungen werden nur mit ihrem der
Beteiligung entsprechenden anteiligen Vermögenswert und Jahresergebnis (= EquityMethode) berücksichtigt.
Vermögens- und Finanzlage des Konzerns Bayerngas
Das Vermögen des Konzerns ist um 24,2 % angewachsen. Dies ist vor allem auf den
investitionsbedingt gestiegenen Anlagevermögen sowie auf höhere Kundenaußenstände
zurückzuführen.

Erdgasleitungen
übrige Rechte und Anlagen
Anteile und Ausleihungen Bayerngas Norge AS
Anteile und Ausleihungen SWM BE&P Beteiligungsges.
übrige Finanzanlagen
Anlagevermögen
Vorräte
Forderungen Lieferungen und Leistungen

31.12.2017

31.12.2016

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

%

173.531

45.730

127.801

>100

80.943

73.579

7.364

10,0

189.567 -189.567

100,0

0
178.360

0

178.360

>100

1.952

1.447

505

34,9

434.786

310.323

124.463

40,1

45.028

49.436

-4.408

8,9

371.560

310.625

60.935

19,6

übrige Forderungen und Abgrenzungen

46.263

12.839

33.424

>100

Liquide Mittel und sonstige Wertpapiere

49.772

79.372

-29.600

37,3

Umlaufvermögen

512.623

452.272

60.351

13,3

Konzernvermögen

947.409

762.595

184.814

24,2

Gezeichnetes Kapital

90.695

90.695

0

0,0

Kapitalrücklage

183.001

105.832

77.169

72,9

Gewinnrücklage

32.927

152.526 -119.599

78,4

Konzernbilanzergebnis

-9.079

-119.579

110.500

92,4

Nicht beherrschende Anteile (bayernets GmbH)

61.451

0

61.451

>100

358.995

229.474

129.521

56,4

1.252

1.352

-100

7,4

355.662

277.629

78.033

28,1

Kredite

95.331

165.842

-70.511

42,5

Verbindlichkeiten Lieferungen und Leistungen

68.398

53.571

14.827

27,7

152

2.738

-2.586

94,4

Steuerverbindlichkeiten

34.803

22.547

12.256

54,4

übrige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen

32.816

9.442

23.374

>100

Verbindlichkeiten

231.500

254.140

-22.640

8,9

Konzernkapital

947.409

762.595

184.814

24,2

Eigenmittel
Empfangene Ertragszuschüsse
Rückstellungen

Verbindlichkeiten an Beteiligungsunternehmen

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

67

Bayerngas GmbH

Das langfristig gebundene Anlagevermögen hat einen Anteil von rd. 40 % am
Gesamtvermögen und hat sich wie folgt verändert:
Investitionen Abschreibung Um buchung

Erdgasleitungen
übrige Rechte und Anlagen
Anteile und Ausleihungen Bayerngas Norge
Anteile und Ausleihungen SWM BE&P
übrige Beteiligungen und Ausleihungen
Veränderung Anlagevermögen

TEUR
130.675

TEUR
2.959

16.644

TEUR

Abgänge

Veränderung

85

TEUR
0

TEUR
127.801

9.087

-85

108

7.364

27.073

0

0

216.640

-189.567

178.360

0

0

0

178.360

598

0

0

93

505

353.350

12.046

0

216.841

124.463

Den Investitionen von 353,3 Mio. EUR stehen Abschreibungen von 12,0 Mio. EUR sowie
Abgänge zu Restbuchwerten von 216,8 Mio. EUR gegenüber. Die Investitionen betreffen die
laufenden Großprojekte der bayernets GmbH Erdgasleitung Monaco I (130,7 Mio. EUR)
sowie Verdichterstation Wertingen (7,7 Mio. EUR).
Vor der Einbringung der Anteile in die SWM Bayerische E&P Beteiligungsgesellschaft
wurden bei der Bayerngas Norge Gesellschafterdarlehen in Stammkapital umgewandelt,
wodurch sich der Beteiligungsansatz bei der Bayerngas anteilig um 27,1 Mio. EUR auf
120,4 Mio. EUR erhöhte. Einschließlich der zum Einbringungsstichtag noch ausgereichten
Gesellschafterdarlehen von 96,2 Mio. EUR gehen somit 216,6 Mio. EUR ab.
Die Investitionen in die neu gegründete SWM Bayerische E&P Beteiligungsgesellschaft
betreffen neben einer Bareinlage (0,2 Mio. EUR) die Einbringung der Anteile an der
Bayerngas Norge (120,4 Mio. EUR) sowie die an die Bayerngas Norge bzw. deren
Tochtergesellschaften ausgereichten Gesellschafterdarlehen (57,8 Mio. EUR). Die Differenz
der Darlehensstände resultiert neben der Umwandlung von Darlehen in Eigenkapital
(27,1 Mio. EUR) aus weiteren Darlehensrückzahlungen (6,1 Mio. EUR). Die SWM
Bayerische E&P Beteiligungsgesellschaft wiederum hat die eingebrachten Gesellschaftsanteile und Darlehen an die neu gegründete Upstream Gesellschaft Spirit Energy Ltd.
verkauft und im Gegenzug 31 % der Anteile an diesem Unternehmen erworben, das
mehrheitlich von der britischen Centrica plc. gehalten wird.
Den höheren Umsatzvolumen entsprechend sind auch die Kundenaußenstände gestiegen.
Der höhere Ausweis der sonstigen Forderungen resultiert aus gestiegenen Steuererstattungsansprüchen sowie höheren Forderungen aus Einschuss- bzw. Nachschusszahlungen (Margins).
Neben den getätigten Investitionen (ohne Finanzinvestition SWM BE&P) ergab sich für Zins
(4,7 Mio. EUR) und Tilgung (90,5 Mio. EUR) von Darlehen ein Finanzmittelbedarf von
267,9 Mio. EUR. Für die Netzinvestitionen der bayernets GmbH wurde Eigenkapital durch
die neuen Minderheitsgesellschafter in Höhe von 138,6 Mio. EUR eingelegt und
30,0 Mio. EUR an Fremdkapital abgerufen. Weitere Deckung erfolgt über den Mittelzufluss
aus laufender Geschäftstätigkeit (28,5 Mio. EUR), Einzahlung aus dem Abgang von Finanzanlagen (33,4 Mio. EUR), Zins- und Gewinngutschriften (7,8 Mio. EUR) sowie dem Abbau
des Finanzmittelbestands (29,6 Mio. EUR). Die verfügbaren liquiden Mittel reduzieren sich
zum Bilanzstichtag auf rund 50 Mio. EUR.

68

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Bayerngas GmbH

Das Vermögen ist zu 38 % (Vorjahr 30 %) über Eigenmittel finanziert. Durch den Eintritt der
Minderheitengesellschafter in die bayernets GmbH erhöhte sich aufgrund des entrichteten
Aufgelds für die Anteile die Kapitalrücklage um 77,2 Mio. EUR. Die Gewinnrücklage
vermindert sich um den Vorjahresverlust sowie der Abschmelzung der Gewinnrücklage der
bayernets GmbH durch die Aufnahme der Minderheitsgesellschafter um TEUR 20. Erstmalig
wird das auf Minderheitsgesellschafter entfallende Eigenkapital von 61,5 Mio. EUR ausgewiesen. Insgesamt erhöhten sich die Eigenmittel auf 359,0 Mio. EUR.
Neben höheren Drohverlustrückstellungen ist der Anstieg der Rückstellungen um
78,0 Mio. EUR auf 355,7 Mio. EUR im Wesentlichen auf deutlich höhere noch ausstehende
Gasbezugsrechnungen zurückzuführen.
Infolge der planmäßigen Tilgung der Bankdarlehen sowie des Schuldscheindarlehens um
70,5 Mio. EUR reduzierten sich die Kredite auf 95,3 Mio. EUR und der Bankkreditstand
beläuft sich zum 31.12.2017 auf 75,3 Mio. EUR. Daneben bestehen unveränderte
Darlehensverbindlichkeiten bei der GasLine GmbH & Co. KG mit 20 Mio. EUR.
Auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen mengen- und
preisbedingt um 14,8 Mio. EUR auf 68,4 Mio. EUR an. In den übrigen Verbindlichkeiten sind
höhere Optionsprämien und Sicherheitsleistungen enthalten.
An Counterparts Vertriebs- und Handelstochter Bayerngas Energy GmbH waren Ende 2017
fünf (Vorjahr sechs) unbegrenzte Patronatserklärungen ausgereicht. Das Haftungsvolumen
beläuft sich zum Stichtag auf rund 11,7 Mio. EUR (Vorjahr 5,5 Mio. EUR).
Die Muttergesellschaft hat mit unverändert zwei Abnehmern der Bayerngas Energy GmbH
physische Vertragserfüllungsgarantien abgeschlossen. Aufgrund der Marktpreisentwicklung
bestand bei einer Garantieerklärung ein negatives Mark-to-market von TEUR 226.
Im Rahmen der Nutzung von Transportkapazitäten und sonstiger Anlagen zur Aufbereitung
von Erdgas-Fördermengen für das Tochterunternehmen Bayerngas Norge AS hat die
Bayerngas GmbH unverändert zwei unbefristete und wertmäßig unbegrenzte Garantieerklärungen abgegeben. Mit der im Berichtsjahr vollzogenen Neuregelung der Eigentumsverhältnisse an der Bayerngas Norge AS wurden die Garantieerklärungen zurückgegeben
bzw. gegenüber der Bayerngas GmbH die Freistellung von der Garantie erklärt.
Risiken der Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen sind nach Angaben der
Geschäftsführung zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung nicht erkennbar.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

69

Bayerngas GmbH

Ertragslage des Konzerns Bayerngas

Gasverkauf
Stromverkauf
Energiedienstleistungen

2017

2016

Veränderung

TEUR

TEUR

TEUR

2.735.607

2.118.721

616.886

29,1

17.061

2.987

14.074

>100

%

556

429

127

29,6

Gastransport

86.143

78.637

7.506

9,5

Speicherung

1.440

1.080

360

33,3

übrige Leistungen

2.898

2.252

646

28,7

2.843.705

2.204.106

639.599

29,0

2.508

717

1.791

>100

18.180

6.760

11.420

>100

Gesamtleistung

2.864.393

2.211.583

652.810

29,5

Materialaufwand

-2.807.133

-2.135.307

-671.826

31,5

57.260

76.276

-19.016

24,9

Personalaufwand

-24.981

-27.170

2.189

8,1

Abschreibungen

-12.047

-30.832

18.785

60,9

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Umsatzerlöse
Andere aktivierte Eigenleistungen
Sonstige betriebliche Erträge

Rohergebnis

-19.568

-19.696

128

0,6

Erträge aus Beteiligungen

3.683

2.186

1.497

68,5

Erträge aus Ausleihungen

5.140

7.200

-2.060

28,6

0

-117.897

117.897

100,0

-6.095

-4.993

-1.102

22,1

3.392

-114.926

118.318

>100

Steuern

-7.071

-4.653

-2.418

52,0

Ausgleichszahlung Minderheitsgesell. bayernets

-5.400

0

-5.400

>100

Konzernbilanzergebnis

-9.079

-119.579

110.500

92,4

Anpassung Konzernbilanzierung

18.636

-560

19.196

>100

9.557

-120.139

129.696

>100

bayernets GmbH

26.408

Bayerngas Energy GmbH

-5.593

21.943
8.295

4.465
-13.888

20,3
>100

-11.560

-9.333

-2.227

23,9

Abschreibungen auf Finanzanlagen u. Wertpapiere
Zinsergebnis
Ergebnis vor Steuern

Jahresergebnis Bayerngas GmbH
davon Ergebnisübernahmen (nachrichtlich):

bayernugs GmH

Der Gasabsatz im Konzern erhöhte sich im Berichtsjahr um rd. 28 % auf 156,5 Mrd. kWh.
Dabei konnte im Vertriebs- und Salestradingkundengeschäft ein Mengenzuwachs auf rund
122,5 Mrd. kWh erzielt werden. Der Gasabsatz im sonstigen Handelsbereich erhöhte sich
auf 30,2 Mrd. kWh. Der Anstieg der Umsatzerlöse auf 2,8 Mrd. EUR ist bei deutlichen
Absatzzuwächsen in allen Kundensegmenten auf ein jahresdurchgängig höheres,
durchschnittliches Preisniveau zurückzuführen. Dabei sind die Erlöse aus dem Gasverkauf
auf 2,7 Mrd. EUR und aus dem Stromverkauf auf 17,1 Mio. EUR angewachsen.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen höhere Erträge aus der
Auflösung von Rückstellungen sowie aus realisierten Finanzgeschäften und periodenfremde
Erträge enthalten.

70

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Bayerngas GmbH

Auch beim Materialaufwand führten die Absatzsteigerungen bei einem über dem Vorjahr
liegenden Preisniveau zu einer Erhöhung auf 2,8 Mrd. EUR. Neben den Gas- und Strombezugskosten beinhaltet diese Position auch Aufwendungen für Fremdleistungen,
insbesondere für Speicherung, Transporte sowie Betrieb und Unterhalt des Speichers. Des
Weiteren ist die weitere Zuführung zu Rückstellungen für drohende Verluste aus
schwebenden Geschäften von 10,7 Mio. EUR (Vorjahr 12,5 Mio. EUR) enthalten.
Die Abschreibungen des Vorjahres beinhalten die außerplanmäßige Vollabschreibung der
Aufsuchungslizenzen Reudnitz einschließlich der aktivierten Nachweisbohrungen von
18,7 Mio. EUR.
Die Erträge aus Beteiligungen setzen sich vor allem aus den entnahmefähigen Gewinnen
der GasLine GmbH & Co. KG in Höhe von 3,6 Mio. EUR (Vorjahr: 2,1 Mio. EUR) zusammen.
Die Erträge aus Ausleihungen beinhalten die Verzinsung der ausgereichten Gesellschafterdarlehen an die Bayerngas Norge Gruppe, welche im Zuge des Unternehmenszusammenschlusses Ende 2017 in die neu gegründete SWM Bayerische E&P Beteiligungsgesellschaft
mbH eingebracht und anschließend an die Spirit Energy Limited verkauft wurden. Im
Berichtsjahr konnten Zinserträge in Höhe von 5,1 Mio. EUR (Vorjahr 7,2 Mio. EUR)
vereinnahmt werden.
In 2016 war infolge einer nachhaltigen Wertminderung eine außerplanmäßige Abschreibung
auf den Beteiligungsansatz der Bayerngas Norge von 117,9 Mio. EUR erforderlich.
Erneut konnte keine Gewinnausschüttung von der Bayerngas GmbH an ihre Gesellschafter
und somit keine Verzinsung des bei den Ingolstädter Kommunalbetrieben AöR und
SWI Beteiligungen GmbH gebundenen Kapitals von 11,5 Mio. EUR erfolgen.

Kennzahlen langfristig
Jahresergebnis
davon Ausschüttung

Betriebsleistung

2017

TEUR

2015

2014

2013

-9.079

-119.579

21.030

18.994

21.999

0

0

0

11.790

11.790

TEUR

TEUR

2016

2.864.393 2.211.583 2.161.086 2.026.181 2.461.434

Materialaufwandsquote

%

98,0

96,6

96,3

96,0

96,6

Personalaufwandsquote

%

0,9

1,2

1,3

1,3

1,0

Mitarbeiter

Anzahl

251

269

273

265

252

Cashflow

TEUR

28.435

34.960

46.904

43.728

-12.010

Investitionen

TEUR

353.350

23.835

86.238

75.394

106.801

206

103

68.009

53.776

69.300

947.409

762.595

777.633

795.243

838.560

45,9

40,7

56,0

46,5

53,2

358.995

229.474

349.053

328.023

317.663

37,9

30,1

44,9

41,2

37,9

95.331

165.842

187.741

204.643

263.239

davon Finanzanlagen

Bilanzsumme
Anlagenintensität
Eigenmittel *
Eigenmittelquote
Kredite

TEUR

TEUR
%
TEUR
%
TEUR

* Eigenkapital abzüglich Ausschüttungsvorschlag

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

71

Bayerngas GmbH

Ausblick – Chancen und Risiken
Das erwartete Jahresergebnis 2018 der Bayerngas GmbH wird durch einen einmaligen
Verkaufserlös deutlich positiv ausfallen. Mit einer Gewinnausschüttung an die Gesellschafter
in Höhe von 10 % auf das Stammkapital (TEUR 9.070) wird wieder ab 2019 gerechnet.
Die Bayerngas Energy GmbH sieht sich einem unverändert starken Wettbewerb in allen
Kundengruppen ausgesetzt. Die Chance, sich weiter zur Lösungsplattform für Energie zu
entwickeln, um so bestehende Marktpotenziale im klassischen Energievertrieb sowie bei
Energiedienstleistungen und der Ausweitung der Vertriebsaktivitäten im benachbarten
Ausland ausschöpfen zu können, wird in 2018 weiter fokussiert. Es wird mit einem
Jahresfehlbetrag im einstelligen Millionenbereich gerechnet. Insbesondere periodenübergreifende Hedginggeschäfte können zu erheblichen Ergebnisschwankungen führen.
Bei der bayernets GmbH wird durch die Preisregulierung des Netzgeschäfts grundsätzlich
von einer stabilen Geschäftsentwicklung ausgegangen. Die Erträge werden wesentlich
beeinflusst durch die Festlegung zur Eigenkapitalverzinsung sowie durch den allgemeinen
Produktivitätsfaktor Xgen. Für das Geschäftsjahr 2018 wird ein im Vorjahresvergleich
steigender Jahresüberschuss prognostiziert, sodass die positive Entwicklung der
vergangenen Jahre weitergeführt werden kann.
Die bayernugs GmbH rechnet für das Geschäftsjahr 2018 mit einem weiteren Fehlbetrag von
rd. 4,0 Mio. EUR, da keine Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
hinsichtlich der Vergütung der Speicherleistung sowie der Abhängigkeit der Einnahmen von
den niedrigen Sommer-Winter-Spreads zu erwarten ist.
Im Bereich E&P wird aus der neu gegründeten Spirit Energy Ltd. ein stabiler Rückfluss
erwartet, da durch die höhere Anzahl an produzierenden Feldern mögliche Produktionsprobleme bei einzelnen Feldern besser kompensiert werden können.

Finanzielle Verpflichtungen der Gesellschafter Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen
GmbH und Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR in Form von Bürgschaften und Nachschusspflichten gegenüber der Bayerngas GmbH bestehen nicht. Ihre Haftung ist damit auf
die geleisteten Einlagen von 11,5 Mio. EUR und 4,18 % der nicht ausgeschütteten Gewinne
(12,7 Mio. EUR) in Höhe von TEUR 531 beschränkt.

72

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

MVV Trading GmbH
Luisenring 49, 68159 Mannheim
www.mvv-trading.de

2.150.000 €

Stammkapital:
gehalten durch
Gesellschafter:

Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH
MVV Energie AG
Stadtwerke Kiel AG
Energieversorgung Offenbach AG

53.750 €
1.287.850 €
539.650 €
268.750 €

2,50%
59,90%
25,10%
12,50%

Beschlussorgane:

Gesellschafterversammlung
Aufsichtsrat

Geschäftsführer:

Dr. Thies Langmaack
Stefan Sewckow (ab 14.08.2017)
Matthias Wendel (bis 30.06.2017)

Aufsichtsrat:

Vorsitzender: Ralf Klöpfer, MVV Energie AG
stellv. Vorsitzender: Frank Meier, Stadtwerke Kiel AG
Dr. Georg Müller, MVV Energie AG
Daniela Kirchner, MVV Energie AG
Matthias Bolle, Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH
Dr. Christoph Meier, Energieversorgung Offenbach AG (ab 21.09.2017)
Heike Heim, Energieversorgung Offenbach AG (bis 30.06.2017)
Thoralf Lingnau, Betriebsrat MVV Energie AG
Heike Kamradt, Betriebsrätin MVV Energie AG
Jürgen Wiesner, Betriebsrat MVV Energie AG

Verträge:

Konsortialvereinbarung zwischen den Gesellschaftern vom 15.11.2006
Ergebnisabführungsvertrag mit der MVV Energie AG vom 09.02.2007

Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft
Die MVV Trading GmbH unterstützt ihre Gesellschafterkunden mit Hedgegeschäften und
Dienstleistungen in der Strom- und Gasbeschaffung sowie in der Vermarktung von
Erzeugungskapazitäten. Im Rahmen des Eigenhandels werden Spekulationsgeschäfte
insbesondere im Strom- und Gashandel getätigt. Hierfür wurden ein Risikomanagement und
Limitstrukturen implementiert sowie Risikokapital bereitgestellt.
Die Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH wickelt ihren gesamten Strombezug und seit 2012
zunehmend auch den Gasbezug über die MVV Trading GmbH ab.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

73

MVV Trading GmbH

Vermögens- und Finanzlage
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Umsatzsteuer

30.09.2017

30.09.2016

TEUR

TEUR

88.894

Veränderung
TEUR

111.476

%

-22.582

20,3

298

150

148

98,7

13.857

46.339

-32.482

70,1

480

882

-402

45,6

75.031

6.653

68.378

>100

178.560

165.500

13.060

7,9

Gezeichnetes Kapital

2.150

2.150

0

0,0

Kapitalrücklage

8.178

8.178

0

0,0

Gewinnrücklagen

18.807

15.230

3.577

23,5

Eigenkapital

29.135

25.558

3.577

14,0

2.501

2.545

-44

1,7

109.585

97.627

11.958

12,2

Kurzfristige Geldaufnahmen

19.862

36.075

-16.213

44,9

Übrige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen

17.477

3.695

13.782

>100

Verbindlichkeiten

146.924

137.397

9.527

6,9

Gesamtkapital

178.560

165.500

13.060

7,9

Sicherheitsleistungen für Energiebezug
Sonstige Vermögensgegenstände u. Abgrenzungen
Geldanlagen
Gesamtvermögen

Rückstellungen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Wesentlicher Bestandteil des Vermögens sind die Forderungen aus dem Strom- und Gashandel gegenüber Handelspartnern, die stichtagsbedingt unter dem Vorjahreswert liegen.
Auch die an den Börsen hinterlegten Sicherheiten (Margins) sind rückläufig. Im Anstieg der
Geldanlagen spiegeln sich erhöhte Cashpool-Forderungen gegenüber der MVV Energie AG
wider. Der Rückstellungsbedarf für Restrukturierungsmaßnahmen und Bewertungseinheiten
liegt auf Vorjahresniveau. Die Verbindlichkeiten für den Bezug der Handelsmengen sind
gestiegen, während sich die zur Finanzierung erforderlichen Geldaufnahmen verringert
haben.

Erfolgslage

2016/17

2015/16

Geschäftsjahr 01.10. bis 30.09. des Folgejahres

TEUR

TEUR

TEUR

Umsatzerlöse

1.411.243

1.305.187

106.056

8,1

2.018

776

1.242

>100

Sonstige betriebliche Erträge
Materialaufwand
Personalaufwand
Wertberichtigung für Emissionszertifikate
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Zinsergebnis
Ergebnis vor Steuern
Steuern vom Einkommen und Ertrag
Jahresergebnis
Gewinnabführung an die MVV Energie AG
davon Gew innanspruch SWI Energie GmbH

Einstellung in die Gewinnrücklagen

74

-1.380.004

Veränderung
%

-1.278.237 -101.767

8,0

-7.304

-5.978

-1.326

22,2

-2

-32

30

93,8

-20.885

-20.401

-484

2,4

-56

-100

44

44,0

5.010

1.215

3.795

>100

-1.218

-731

-487

66,6

3.792

484

3.308

>100

-215

-452

237

52,4

5

11

-6

52,4

3.577

32

3.545

>100

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

MVV Trading GmbH

Der Umsatzanstieg ist im Wesentlichen auf die gestiegenen Absatzmengen im Segment
Strom zurückzuführen, welcher allerdings durch den mengenbedingten Rückgang der Gasumsatzerlöse gedämpft wird. Analog hierzu stieg auch der Materialaufwand an. Die
sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Vergleich zum Vorjahr vor allem höhere
Auflösungen von Rückstellungen. Im Personalbereich führen insbesondere Einmaleffekte
aus dem Restrukturierungsprojekt (Abfindungen) zu Mehraufwendungen. Die Mitarbeiterzahl
ging auf durchschnittlich 52 Beschäftigte (Vorjahr 58) zurück. Die Aufwendungen für
überlassenes Personal, IT-Leistungen sowie aus Geschäftsbesorgungsdienstleistungen
liegen auf Vorjahresniveau.
Das Zinsergebnis ging infolge geringerer Zinsaufwendungen für Cashpool-Verbindlichkeiten
zurück. Nach Abzug der Ertragsteuerbelastung verbleibt ein Jahresüberschuss von
TEUR 3.792, der wieder deutlich über dem Vorjahreswert liegt. Ein Teilbetrag von TEUR 215
wird an die MVV Energie AG und die Minderheitsgesellschafter ausgeschüttet; der Gewinnanspruch der Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH beträgt davon TEUR 5. Der verbleibende
Betrag von TEUR 3.577 wird in die Gewinnrücklagen zur Risikovorsorge für die
Handelsaktivitäten eingestellt.
Ausblick – Chancen und Risiken
Die Veränderungen im Marktumfeld und die damit einhergehenden gewandelten Kundenbedürfnisse prägen nach wie vor die Geschäftsentwicklung der MVV Trading GmbH. Die
Reorganisation der Bereiche Vertrieb, Handel und Energiedienstleistungen wurde weiter
vorangetrieben und wird auch noch die Folgejahre prägen. Zentraler Gegenstand hierbei ist
die Zusammenführung der eigenen Handelsgeschäfte mit den großhandelsmarktnahen
Teilen des Vertriebs der MVV Energie AG. Für das Geschäftsjahr 2017/18 wird eine
rückläufige Umsatzentwicklung erwartet, die in erster Linie auf sinkende Vermarktungsmengen der Portfoliomanagementkunden zurückzuführen ist. Mit den Belastungen aus den
Umstrukturierungen wird mit einem Jahresfehlbetrag von rd. 0,3 Mio. EUR gerechnet. Ab
2019 wird von nachhaltig leicht positiven Ergebnisbeiträgen ausgegangen.
Das Unternehmen hat ein Risikomanagementsystem implementiert mit dem Ziel, die Risiken
aus den Handelsaktivitäten frühestmöglich zu identifizieren, zu bewerten und durch
geeignete Maßnahmen zu steuern und zu überwachen, um eine Bestandsgefährdung der
Gesellschaft zu vermeiden. Auch unternehmerische Chancen sollen dadurch erkannt
werden, um diese positiv für die Unternehmensentwicklung nutzen zu können.
Aufgrund der Geschäftstätigkeit als zentrale Handelsgesellschaft ist die MVV Trading GmbH
besonderen Risiken ausgesetzt. Marktpreisrisiken, aber auch Marktpreischancen, bestehen
durch die unsichere und volatile Preisentwicklung in Kombination mit offenen Positionen.
Forderungsausfall- und Wiedereindeckungsrisiken können eintreten, wenn ein Vertragspartner seine Zahlungs- und/oder Lieferverpflichtungen nicht einhält. Die Liquiditätsrisiken
werden über Liquiditätskennzahlen und Szenarioanalysen gesteuert. Über den Risikogehalt
der Geschäftstätigkeiten wird regelmäßig an das von den Gesellschaftern eingesetzte
Risikokomitee berichtet. Bestandsgefährdende Risiken wurden nicht festgestellt.
Finanzielle Verpflichtungen der Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH
Die Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH hat sich, wie alle anderen Gesellschafter der
MVV Trading GmbH, über konsortialvertragliche Regelungen verpflichtet, eintretende
Verluste unter Zugrundelegung des auf sie entfallenden Handelsvolumens und ihres Anteils
am Stammkapital anteilig zu übernehmen.
Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

75

SWI Windpark Hain-Ost GmbH
Ringlerstraße 28, 85057 Ingolstadt

25.000 €

Stammkapital:
gehalten durch
Gesellschafter:

Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH

Beschlussorgane:

Gesellschafterversammlung

Geschäftsführer:

Matthias Bolle

Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft
Gegenstand der SWI Windpark Hain-Ost GmbH ist die Errichtung und der Betrieb eines
Windparks im oberfränkischen Landkreis Kronach mit fünf Windrädern, die über eine
Gesamtleistung von 13,75 MW verfügen. Nach der technischen Abnahme konnten die
Windenergieanlagen im Dezember 2016 den Betrieb aufnehmen. Die Vergütung des in das
Stromnetz des örtlichen Netzbetreibers eingespeisten Stroms erfolgt nach dem ErneuerbareEnergien-Gesetz und ist über einen 20jährigen Zeitraum gesichert. Die Direktvermarktung
des Stroms erfolgt mit der MVV Energie AG.

Vermögens- und Finanzlage
Windenergieanlagen

30.09.2017

30.09.2016

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

%

28.666

23.816

4.850

20,4

sonstige Forderungen und Abgrenzungen

372

2.449

-2.077

84,8

Liquide Mittel

789

9.152

-8.363

91,4

29.827

35.417

-5.590

15,8

25

25

0

0,0

8.125

8.125

0

0,0

Gesamtvermögen
Gezeichnetes Kapital
Kapitalrücklage
Bilanzgewinn / -verlust
Eigenkapital
Rückstellungen
Bankkredite
Sonstige Verbindlichkeiten
Gesamtkapital

215

-59

274

>100

8.365

8.091

274

3,4

144

3.780

-3.636

96,2

20.742

21.200

-458

2,2

576

2.346

-1.770

75,4

29.827

35.417

-5.590

15,8

Das langfristig gebundene Vermögen in Form der Windenergieanlagen erhöht sich im
Vorjahresvergleich um TEUR 4.850 auf TEUR 28.666. Den abschließenden Investitionen zur
Inbetriebnahme der Anlage von TEUR 6.097 stehen Abschreibungen von TEUR 1.247
gegenüber. In den sonstigen Forderungen des Vorjahres waren Vorsteuererstattungsansprüche aus der umsatzsteuerlichen Organschaft (TEUR 2.441) enthalten. Der Rückgang
der liquiden Mittel ist auf die erfolgte restliche Bezahlung der Anlage zurückzuführen. Das
Eigenkapital ist im Vergleich zum Vorjahr um den erzielten Jahresüberschuss von TEUR 274
gestiegen. Nach Verrechnung des Verlustvortrags (TEUR 59) ergibt sich ein ausschüttungsfähiger Bilanzgewinn von TEUR 215. Die Rückstellungen des Vorjahres betrafen vor allem
ausstehende Rechnungen für Investitionsausgaben und wurden im Berichtsjahr verbraucht.

76

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

SWI Windpark Hain-Ost GmbH

Ertragslage

2016/17

2015/16

TEUR

TEUR

Stromeinspeisemengen in GWh

Stromeinspeiseerlöse

TEUR

%

27,8

0,2

27,6

>100

2.415

8

2.407

>100

-517

-6

-511

>100

-78

-60

-18

30,0

-1.247

0

-1.247

>100

-191

-1

-190

>100

382

-59

441

>100

-108

0

-108

>100

274

-59

333

>100

Pachten und Betriebsführung
übrige betriebliche Aufwendungen
Abschreibungen

Veränderung

Zinsergebnis
Ergebnis vor Steuern
Ertragsteuer
Jahresüberschuss

Im Berichtsjahr wurde eine Strommenge von 28 GWh eingespeist und somit Einspeiseerlöse
von TEUR 2.415 generiert. Die Aufwendungen betreffen vor allem Pachten und
Betriebsführung sowie die Abschreibungs- und Zinslasten. Insgesamt wurde im
Geschäftsjahr ein Jahresüberschuss von TEUR 274 erzielt, der nach Verrechnung des
Vorjahresverlusts (TEUR 59) in Höhe von TEUR 215 an die Gesellschafterin SWI Energie
GmbH ausgeschüttet werden kann.
Prognose
2017/18

Kennzahlen langfristig

2016/17

2015/16

2014/15

Jahresergebnis

TEUR

556

274

-59

-36

Betriebsleistung

TEUR

3.191

2.415

8

0

Stromproduktion

GWh

37,5

27,8

0,2

0,0

Cashflow

TEUR

2.052

1.521

-59

-36

Investitionen

TEUR

0

6.097

23.694

122

Bilanzsumme

TEUR

28.241

29.827

35.417

192

Anlagenintensität

%

96,2

96,1

67,2

63,5

Eigenkapitalquote *

%

28,9

27,3

23,0

14,1

19.238

20.742

21.200

0

Kredite

TEUR

* Eigenkapital abzüglich Ausschüttungs-/Verwendungsvorschlag

Ausblick – Chancen und Risiken
Chancen und Risiken ergeben sich insbesondere aus den Wind- bzw. Wetterverhältnissen.
Um dem allgemeinen Anlagenrisiko entgegen zu wirken, wurde ein langfristiger
Vollwartungsvertrag mit dem Anlagenhersteller abgeschlossen. Zudem besteht eine Ausfallversicherung für den gesamten Windpark.
Für das Geschäftsjahr 2017/18 wird bei einer voraussichtlichen Stromproduktion von
37,5 GWh mit einem Jahresergebnis von rd. 0,6 Mio. EUR gerechnet. Die Höhe der
Ausschüttung muss für die SWI Energie GmbH eine angemessene Verzinsung für den
aufgewendeten Kaufpreis (TEUR 1.650) und die Eigenkapitaleinlage (TEUR 8.237)
sicherstellen.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

77

Windpark Riegenroth GmbH & Co. KG
Lombardenstraße 12-22, 52070 Aachen
Kommanditkapital:
gehalten von den
Kommanditisten:

5.700.000 €
2.337.000 €
3.363.000 €

Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH
STAWAG Energie GmbH

Komplementär:

STAWAG Energie Komplementär GmbH

Beschlussorgane:

Gesellschafterversammlung

Geschäftsführung:

STAWAG Energie Komplementär GmbH
Geschäftsführer:
Frank Brösse
Dirk Gottschalk

41,00%
59,00%

ohne Einlage

Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft
Die Windpark Riegenroth GmbH & Co. KG betreibt in der Ortsgemeinde Riegenroth im
Hunsrück einen Windpark mit fünf Windrädern, die über eine elektrische Gesamtleistung von
16 MW verfügen. Die Vergütung des in das Stromnetz des örtlichen Netzbetreibers eingespeisten Stroms erfolgt nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz und ist bis 2033 gesichert.
Hinsichtlich der Änderungen gemäß der zum 1. Januar 2017 in Kraft getretenen Neufassung
des EEG genießen bestehende Anlagen Bestandsschutz.

Vermögens- und Finanzlage
Windenergieanlagen
Forderungen aus Stromeinspeisung

31.12.2017

31.12.2016

TEUR

TEUR

20.395

21.742

Veränderung
TEUR

%

-1.347

6,2

468

277

191

69,0

Infrastrukturkosten Umspannwerk Hunsrück

1.643

1.745

-102

5,8

übrige Forderungen und Abgrenzungen

1.104

1.105

-1

0,1

418

380

38

10,0

24.028

25.249

-1.221

4,8

5.700

5.700

0

0,0

586

393

193

49,1

Liquide Mittel
Vermögen
Kapitalanteile Kommanditisten
Kapitalkonten (zur Ausschüttung vorgesehen)
Rückstellungen
Bankkredite
übrige Verbindlichkeiten
Kapital

100

158

-58

36,7

17.349

18.633

-1.284

6,9

293

365

-72

19,7

24.028

25.249

-1.221

4,8

Die abnutzungsorientierte Abschreibung der betriebenen Windenergieanlagen beläuft sich im
Geschäftsjahr auf TEUR 1.351, ferner wurden Investitionen von TEUR 4 für einen Router
getätigt. Der Jahresüberschuss wird zunächst den Kapitalkonten der Gesellschafter
gutgeschrieben und nach Freigabe der projektfinanzierenden Bank ausgeschüttet. Die
Langfristdarlehen zur Finanzierung des Windparks wurden plangemäß um TEUR 1.284
getilgt. Die Bankkredite sind vollständig durch die Sicherungsübereignung der
Windenergieanlagen sowie durch weitere Eigentumsrechte besichert.

78

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Windpark Riegenroth GmbH & Co. KG

Ertragslage

2017

2016

TEUR
Stromeinspeisemengen in GWh

Stromeinspeiseerlöse

Veränderung

TEUR

TEUR

%

32,5

30,1

2,4

8,0

3.269

3.035

234

7,7

1

12

-11

91,7

-381

-376

-5

1,3

Sonstige betriebliche Erträge
Aufwendungen für bezogene Leistungen
Pachten, Infrastrukturnutzungskosten, Verwaltung

-460

-425

-35

8,2

-1.351

-1.351

0

0,0

-393

-423

30

7,1

Ergebnis vor Steuern

685

472

213

45,1

Gewerbeertragsteuer

-99

-79

-20

25,3

Jahresüberschuss

586

393

193

49,1

Abschreibungen
Zinsbelastung

Durch um rd. 8 % höhere Winderträge liegen die Stromeinspeiseerlöse über dem Vorjahreswert. Wie im Vorjahr konnten im Rahmen der Direktvermarktung des eingespeisten Stroms
über die erzielten Marktpreise und die zusätzlichen Prämien Mehrerträge gegenüber den
Vergütungen nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz vereinnahmt werden. Vom erzielten
Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 586 entfällt auf die SWI Energie GmbH unter
Berücksichtigung der Vorabgewinnzuweisung durch die ihr zuzurechnenden Gewerbesteuerminderungseffekte ein Anteil von TEUR 249.
Prognose
2018

Kennzahlen langfristig
Jahresergebnis
dav. Ausschüttung an SWI-E

2017

2016

2015

2014

TEUR

623

586

393

722

647

TEUR

264

249

169

305

270

Betriebsleistung

TEUR

3.302

3.270

3.047

3.533

3.279

Stromproduktion

GWh

32,5

32,5

30,1

35,1

31,5

Cashflow

TEUR

1.973

1.937

1.744

2.117

1.985

Investitionen

TEUR

0

4

0

3

0

Bilanzsumme

TEUR

22.678

24.028

25.249

26.911

28.261

Anlagenintensität

%

84,0

84,9

86,1

85,8

86,6

Eigenkapitalquote *

%

25,1

23,7

22,6

21,2

20,2

16.065

17.349

18.633

20.067

21.500

Kredite

TEUR

* Eigenkapital abzüglich Ausschüttungs-/Verwendungsvorschlag

Ausblick – Chancen und Risiken
Maßgeblich beeinflusst wird die Ertragslage durch das wechselhafte Windvorkommen.
Technische Risiken sind über einen Wartungsvertrag abgesichert. Chancen bieten
Zusatzerträge aus der Direktvermarktung. Die Höhe der Ausschüttung muss für die SWI
Energie GmbH eine angemessene Verzinsung für den aufgewendeten Kaufpreis
(TEUR 3.690) und die Tilgung der bezahlten stillen Reserven der SWI Energie (TEUR 1.353)
sicherstellen.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

79

Windpark Oberwesel II GmbH & Co. KG
Lombardenstraße 12-22, 52070 Aachen
Kommanditkapital:
gehalten von den
Kommanditisten:

3.055.335 €
Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH
STAWAG Energie GmbH
enwor - energie und wasser vor ort GmbH

1.252.687 €
1.497.114 €
305.533 €

Komplementär:

STAWAG Energie Komplementär GmbH

ohne Einlage

Beschlussorgane:

Gesellschafterversammlung

Geschäftsführung:

STAWAG Energie Komplementär GmbH
Geschäftsführer:
Frank Brösse
Dirk Gottschalk

41,00%
49,00%
10,00%

Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft
Der im Rhein-Hunsrück-Kreis gelegene Windpark Oberwesel besteht aus insgesamt sechs
Windenergieanlagen. Aus Finanzierungsgründen erfolgte die Aufteilung in zwei Gesellschaften. Die Windpark Oberwesel II GmbH & Co. KG betreibt drei der Windenergieanlagen, die
über eine elektrische Gesamtleistung von 10,2 MW verfügen. Die Vergütung des in das Netz
des örtlichen Netzbetreibers eingespeisten Stroms erfolgt nach dem Erneuerbare-EnergienGesetz und ist bis 2033 gesichert. Hinsichtlich der Änderungen gem. der zum 1. Januar 2017
in Kraft getretenen Neufassung des EEG genießen bestehende Anlagen Bestandsschutz.

Vermögens- und Finanzlage
Windenergieanlagen

31.12.2017

31.12.2016

TEUR

TEUR

TEUR

12.167

12.905

ausstehende Einspeisevergütungen

301

Infrastrukturkosten Umspannwerk Hunsrück

645

übrige Forderungen und Abgrenzungen
Liquide Mittel
Vermögen
Kapitalanteil der Kommanditisten
Jahresüberschuss zur Ausschüttung vorgesehen
Rückstellungen

Veränderung
%

-738

5,7

230

71

30,9

684

-39

5,7

1.262

1.289

-27

2,1

463

499

-36

7,2

14.838

15.607

-769

4,9

3.055

3.055

0

0,0

415

258

157

60,9

168

118

50

42,4

10.447

11.283

-836

7,4

übrige Verbindlichkeiten

582

798

-216

27,1

Passive latente Steuern

171

95

76

80,0

14.838

15.607

-769

4,9

Bankkredite

Kapital

Die abnutzungsorientierte Abschreibung der betriebenen Windenergieanlagen beläuft sich
auf TEUR 800, ferner wurden Investitionen von TEUR 62 für ein Eiserkennungssystem
getätigt. Der Jahresüberschuss wird zunächst den Kapitalkonten der Gesellschafter gutgeschrieben und nach Freigabe der projektfinanzierenden Bank ausgeschüttet. Die Langfristdarlehen zur Finanzierung des Windparks wurden plangemäß um TEUR 836 getilgt. Die
Bankkredite sind vollständig durch die Sicherungsübereignung der Windenergieanlagen
sowie durch weitere Eigentumsrechte besichert.
80

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Windpark Oberwesel II GmbH & Co. KG

Ertragslage

2017

2016

TEUR
Stromeinspeisemengen in GWh

Veränderung

TEUR

TEUR

%

21,2

19,4

1,8

9,3

2.130

1.948

182

9,3

11

9

2

22,2

Aufwendungen für bezogene Leistungen

-237

-233

-4

1,7

Pachten, Infrastrukturnutzungskosten, Verwaltung

-281

-266

-15

5,6

Abschreibungen

-800

-797

-3

0,4

Zinsaufwand

-331

-354

23

6,5

Ergebnis vor Steuern

492

307

185

60,3

Ertragsteuern (aus latenten Steuern)

-77

-49

-28

57,1

Jahresüberschuss

415

258

157

60,9

Stromeinspeiseerlöse
sonstige betriebliche Erträge

Durch um rd. 9 % höhere Winderträge liegen die Stromeinspeiseerlöse über dem Vorjahreswert. Wie im Vorjahr konnten im Rahmen der Direktvermarktung des eingespeisten Stroms
über die erzielten Marktpreise und die zusätzlichen Prämien Mehrerträge gegenüber den
Vergütungen nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz vereinnahmt werden. Gewerbeertragsteuer fiel wie im Vorjahr aufgrund von Sonderabschreibungen i.S.d. § 7 g Abs. 5 EStG
nicht an. Infolge des geringeren steuerlichen Buchwerts im Vergleich zum handelsrechtlichen
Ansatz waren allerdings passive latente Steuern zu bilden. Vom erzielten Jahresüberschuss
in Höhe von TEUR 415 entfällt auf die SWI Energie GmbH ein Anteil von TEUR 170.
Prognose
2018

Kennzahlen langfristig
Jahresergebnis
dav. Ausschüttung an SWI-E

2017

2016

2015

2014

TEUR

353

415

258

469

244

TEUR

145

170

106

192

100

Betriebsleistung

TEUR

2.054

2.141

1.957

2.192

1.916

Stromproduktion

GWh

20,3

21,2

19,4

21,7

18,8

Cashflow

TEUR

1.154

1.215

1.055

1.266

1.041

Investitionen

TEUR

0

62

0

3

0

Bilanzsumme

TEUR

14.037

14.838

15.607

16.681

17.128

Anlagenintensität

%

81,0

82,0

82,7

82,1

84,6

Eigenkapitalquote *

%

21,8

20,6

19,6

18,3

17,8

TEUR

9.611

10.447

11.283

12.118

12.954

Kredite

* Eigenkapital abzüglich Ausschüttungs-/Verwendungsvorschlag

Ausblick – Chancen und Risiken
Maßgeblich beeinflusst wird die Ertragslage durch das wechselhafte Windvorkommen.
Technische Risiken sind über einen Wartungsvertrag abgesichert. Chancen bieten Zusatzerträge aus der Direktvermarktung. Die Höhe der Ausschüttung muss für die SWI Energie
GmbH eine angemessene Verzinsung für den zu finanzierenden Kaufpreis (TEUR 1.795)
und die Tilgung der bezahlten stillen Reserven der SWI Energie (TEUR 542) sicherstellen.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

81

Windpark Oberwesel III GmbH & Co. KG
Lombardenstraße 12-22, 52070 Aachen
Kommanditkapital:
gehalten von den
Kommanditisten:

3.036.888 €
Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH
STAWAG Energie GmbH
enwor - energie und wasser vor ort GmbH

1.245.124 €
1.488.075 €
303.689 €

Komplementär:

STAWAG Energie Komplementär GmbH

ohne Einlage

Beschlussorgane:

Gesellschafterversammlung

Geschäftsführung:

STAWAG Energie Komplementär GmbH
Geschäftsführer:
Frank Brösse
Dirk Gottschalk

41,00%
49,00%
10,00%

Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft
Der im Rhein-Hunsrück-Kreis gelegene Windpark Oberwesel besteht aus insgesamt sechs
Windenergieanlagen. Aus Finanzierungsgründen erfolgte die Aufteilung in zwei Gesellschaften. Die Windpark Oberwesel III GmbH & Co. KG betreibt drei der Windenergieanlagen, die
über eine elektrische Gesamtleistung von 10,2 MW verfügen. Die Vergütung des in das Netz
des örtlichen Netzbetreibers eingespeisten Stroms erfolgt nach dem Erneuerbare-EnergienGesetz und ist bis 2033 gesichert. Hinsichtlich der Änderungen gem. der zum 1. Januar 2017
in Kraft getretenen Neufassung des EEG genießen bestehende Anlagen Bestandsschutz.

Vermögens- und Finanzlage
Windenergieanlagen

31.12.2017

31.12.2016

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

%

12.161

12.894

-733

5,7

ausstehende Einspeisevergütungen

338

225

113

50,2

Infrastrukturkosten Umspannwerk Hunsrück

650

690

-40

5,8

übrige Forderungen und Abgrenzungen

718

735

-17

2,3

Liquide Mittel

479

475

4

0,8

14.346

15.019

-673

4,5

3.037

3.037

0

0,0

Jahresüberschuss zur Ausschüttung vorgesehen

425

212

213

>100

Rückstellungen

185

110

75

68,2

Vermögen
Kapitalanteil der Kommanditisten

Bankkredite

10.447

11.283

-836

7,4

übrige Verbindlichkeiten

102

306

-204

66,7

Passive latente Steuern

150

71

79

>100

14.346

15.019

-673

4,5

Kapital

Die abnutzungsorientierte Abschreibung der betriebenen Windenergieanlagen beläuft sich
auf TEUR 796, ferner wurden Investitionen von TEUR 63 für ein Eiserkennungssystem
getätigt. Der Jahresüberschuss wird zunächst den Kapitalkonten der Gesellschafter gutgeschrieben und nach Freigabe der projektfinanzierenden Bank ausgeschüttet. Die Langfristdarlehen zur Finanzierung des Windparks wurden plangemäß um TEUR 836 getilgt. Die
Bankkredite sind vollständig die Sicherungsübereignung der Windenergieanlagen sowie
durch weitere Eigentumsrechte besichert.
82

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Windpark Oberwesel III GmbH & Co. KG

Ertragslage

2017

2016

TEUR
Stromeinspeisemengen in GWh

Veränderung

TEUR

TEUR

%

21,6

18,7

2,9

15,5

2.167

1.876

291

15,5

2

11

-9

81,8

Aufwendungen für bezogene Leistungen

-258

-221

-37

16,7

Pachten, Infrastrukturnutzungskosten, Verwaltung

-279

-266

-13

4,9

Abschreibungen

-796

-792

-4

0,5

Zinsaufwand

-331

-355

24

6,8

Ergebnis vor Steuern

505

253

252

99,6

Ertragsteuern (aus latenten Steuern)

-80

-41

-39

95,1

Jahresergebnis

425

212

213

>100

Stromeinspeiseerlöse
sonstige betriebliche Erträge

Durch um rd. 15 % höhere Winderträge liegen die Stromeinspeiseerlöse über dem
Vorjahreswert. Wie im Vorjahr konnten im Rahmen der Direktvermarktung des eingespeisten
Stroms über die erzielten Marktpreise und die zusätzlichen Prämien Mehrerträge gegenüber
den Vergütungen nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz vereinnahmt werden. Gewerbeertragsteuer fiel wie im Vorjahr aufgrund von Sonderabschreibungen i.S.d. § 7 g Abs. 5 EStG
nicht an. Infolge des geringeren steuerlichen Buchwerts im Vergleich zum handelsrechtlichen
Ansatz waren allerdings passive latente Steuern zu bilden. Vom erzielten Jahresüberschuss
in Höhe von TEUR 425 entfällt auf die SWI Energie GmbH ein Anteil von TEUR 174.
Prognose
2018

Kennzahlen langfristig
Jahresergebnis
dav. Ausschüttung an SWI-E

2017

2016

2015

2014

TEUR

365

425

212

468

219

TEUR

150

174

87

192

90

Betriebsleistung

TEUR

2.054

2.169

1.887

2.166

1.895

Stromproduktion

GWh

20,3

21,6

18,7

21,4

18,9

Cashflow

TEUR

1.165

1.221

1.004

1.260

1.011

Investitionen

TEUR

0

63

0

2

0

Bilanzsumme

TEUR

13.546

14.346

15.019

16.026

16.502

Anlagenintensität

%

83,9

84,8

85,9

85,4

87,7

Eigenkapitalquote *

%

22,4

21,2

20,2

19,0

18,4

TEUR

9.611

10.447

11.283

12.118

12.954

Kredite

* Eigenkapital abzüglich Ausschüttungs-/Verwendungsvorschlag

Ausblick – Chancen und Risiken
Maßgeblich beeinflusst wird die Ertragslage durch das wechselhafte Windvorkommen.
Technische Risiken sind über einen Wartungsvertrag abgesichert. Chancen bieten Zusatzerträge aus der Direktvermarktung. Die Höhe der Ausschüttung muss für die SWI Energie
GmbH eine angemessene Verzinsung für den zu finanzierenden Kaufpreis (TEUR 1.787)
und die Tilgung der bezahlten stillen Reserven der SWI Energie (TEUR 542) sicherstellen.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

83

COM-IN Telekommunikations GmbH
Ringlerstraße 28, 85057 Ingolstadt
www.comingolstadt.de

1.024.000 €

Stammkapital:
gehalten durch
Gesellschafter:

Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH
Sparkasse Ingolstadt Eichstätt
Reissmüller Familienstiftung GmbH & Co. KG
Gebrüder Peters Beteiligungs GmbH

Unterbeteiligung: Digitales Gründerzentrum
der Region Ingolstadt GmbH

768.000 €
102.400 €
76.800 €
76.800 €

75,00%
10,00%
7,50%
7,50%

1.000 €

1,00%

Beschlussorgane: Gesellschafterversammlung
Beirat
Geschäftsführer:

Siegfried Panzer

Beirat:

Vorsitzender: Bürgermeister Albert Wittmann
Stadträte:
Konrad Ettl
Christian Höbusch
Sabine Leiß
Robert Schidlmeier
Peter Springl
Reinhard Dirr, Sparkasse Ingolstadt Eichstätt (ab 12.05.2017)
Jürgen Wittmann, Sparkasse Ingolstadt Eichstätt (bis 11.05.2017)
Georg Schäff, Reissmüller Familienstiftung GmbH & Co. KG
Fritz Peters, Gebrüder Peters Beteiligungs GmbH

Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft
Der COM-IN Telekommunikations GmbH obliegen die Planung, die Herstellung, die
Unterhaltung und der Betrieb von Telekommunikationsanlagen und -netzen. Seit 2010
erweitert die COM-IN ihr Glasfaserangebot, das sich bis dahin nur an gewerbliche Kunden
richtete, durch den Fiber-To-The-Home (FTTH)-Anschluss von Privatkunden im Stadtgebiet
von Ingolstadt.

Leistungsdaten
Gewerbl. Kunden (Bestandsgeschäft)
gewerbliche Dienste

Prognose
30.09.2018

30.09.2017

30.09.2016

Anzahl

Anzahl

Anzahl

Veränderung
Anzahl

%

530

520

539

-19

-3,5

- Grundstücke

17.950

17.515

16.323

1.192

7,3

- Wohneinheiten

40.600

36.267

34.769

1.498

4,3

9.800

8.540

6.860

1.680

24,5

790

709

632

77

12,2

Privatkunden (FTTH)
nutzungsfähige Anschlüsse

Vertragsabschlüsse für Dienste
Glasfasernetzlänge in km
84

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

COM-IN Telekommunikations GmbH

noch zu bauen
im Bau
geplant / Teilausbau
gebaut
Ausbau durch Telekom

Vermögens- und Finanzlage
Geschäftkundensegment

30.09.2017

30.09.2016

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

%

8.278

7.526

752

10,0

74.553

65.386

9.167

14,0

1

0

1

>100

82.832

72.912

9.920

13,6

500

670

-170

25,4

Forderungen, Geldanlagen und Abgrenzungen

2.142

2.079

63

3,0

Kurzfristiges Vermögen

2.642

2.749

-107

3,9

85.474

75.661

9.813

13,0

1.024

1.024

0

0,0

22.205

22.205

0

0,0

4.011

4.209

-198

4,7

27

-198

225

>100

27.267

27.240

27

0,1

351

314

37

11,8

27.618

27.554

64

0,2

Empfangene Ertragszuschüsse (Steuer 30%)

150

134

16

11,8

Rückstellungen

615

740

-125

16,9

Bankkredite

27.548

28.864

-1.316

4,6

Kredite Stadt Ingolstadt

Privatkundensegment
Geschäftsanteile an:
Digitales Gründerzentrum Region IN GmbH (1%)
Langfristiges Anlagevermögen
Materialbestände für Glasfaserausbau

Gesamtvermögen
Gezeichnetes Kapital
Kapitalrücklage
Gewinnvortrag
Jahresergebnis
Eigenkapital
Empfangene Ertragszuschüsse (70%)
Wirtschaftliche Eigenmittel

20.000

8.500

11.500

>100

Kredite ZV Müllverwertungsanlage

8.000

8.000

0

0,0

Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten/Abgrenzungen

1.543

1.869

-326

17,4

Fremdkapital

57.856

48.107

9.749

20,3

Gesamtkapital

85.474

75.661

9.813

13,0

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

85

COM-IN Telekommunikations GmbH

Der Anstieg des Gesamtvermögens um rd. 13 % auf TEUR 85.474 spiegelt die
investitionsbedingte Zunahme des langfristig gebundenen Anlagevermögens, das einen
Anteil von 97 % am Gesamtvermögen hat, wider.
Den Investitionen von TEUR 13.081 stehen Abschreibungen von TEUR 3.144 sowie
Abgänge zu Restbuchwerten von TEUR 17 gegenüber. Die Investitionen betreffen hauptsächlich den flächendeckenden FTTH-Glasfaserausbau:
Investitionen Abschreibung

TEUR
Geschäftskundensegment
FTTH Privatkundensegment

TEUR

Abgänge

Veränderung

TEUR

TEUR

1.623

854

17

752

11.457

2.290

0

9.167

1

0

0

1

13.081

3.144

17

9.920

Geschäftsanteile an:
Digitales Gründerzentrum Region IN (1%)
Veränderung Anlagevermögen

Das kurzfristig gebundene Vermögen ist aufgrund geringerer Materialbestände zum Stichtag
gesunken. Gegenläufig entwickelten sich die umsatzbedingt gestiegenen Kundenaußenstände sowie die Geldanlagen aus nicht vollständig ausgeschöpften Krediten, die im
Rahmen des Cash-Pools bei der SWI Beteiligungen GmbH aufgenommen wurden.
Das Eigenkapital erhöhte sich um den erwirtschafteten Jahresüberschuss von TEUR 27 auf
TEUR 27.618. Unter Einbeziehung der eigenkapitalähnlichen Ertragszuschüsse finanzieren
die Eigenmittel rund 33 % des langfristigen Vermögens.
Die zur Finanzierung der Investitionen aufgenommenen langfristigen Bankdarlehen wurden
planmäßig um TEUR 1.316 auf TEUR 27.548 getilgt. Im Geschäftsjahr wurden die Kreditverbindlichkeiten im Rahmen des Cash-Pools um TEUR 11.500 auf TEUR 20.000
aufgestockt. Das Gesamtkreditvolumen beläuft sich zum Stichtag 30.09.2017 auf
TEUR 55.548.

Ertragslage
Geschäftsjahr 01.10. bis 30.09. des Folgejahres

2016/17

2015/16

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

9.178

7.851

1.327

%
16,9

227

234

-7

3,0

51

38

13

34,2

Materialaufwand

-2.139

-1.954

-185

9,5

Personalaufwand

-1.783

-1.687

-96

5,7

Abschreibungen

-3.144

-2.677

-467

17,4

Sonstige betriebliche Aufwendungen

-1.244

-1.158

-86

7,4

Zinsergebnis

-1.062

-835

-227

27,2

84

-188

272

>100

-57

-10

-47

>100

Jahresergebnis

27

-198

225

>100

86

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Umsatzerlöse
Aktivierte Eigenleistungen
Sonstige betriebliche Erträge

Ergebnis vor Steuern
Steuern

COM-IN Telekommunikations GmbH

Im Vergleich zum Vorjahr konnten die Umsatzerlöse um 17 % gesteigert werden. Im
Geschäftskundensegment führten im Wesentlichen Neuanschlüsse und Bandbreitenerhöhungen zu einem Anstieg der Erlöse um TEUR 385. Im Privatkundenbereich wurden
durch die fortschreitende Glasfasererschließung des Ausbaugebiets sowie aufgrund der
Ausweitung der vertrieblichen Tätigkeiten in den bereits erschlossenen FTTH-Stadtgebieten
Mehrerlöse von TEUR 942 erwirtschaftet.

Umsatzerlöse

2016/17

2015/16

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

%

Geschäftskundensegment
Erlöse aus Internet

1.459

1.239

Erlöse Anbindung automotives Umfeld

2.113

2.093

20

1,0

249

280

-31

11,1

1.426

1.274

152

11,9

24

3,5

TK-Anschlüsse / Volumen
Erlöse Layer 2 / Dark Fibre

220

17,8

sonstige Dienstleistungen und BKZ
Privatkundensegment
Telefon-/Internet/TV-Dienste (Eigenvermarktung)

710

686

3.221

2.279

942

41,3

Umsatzerlöse

9.178

7.851

1.327

16,9

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Auflösungen von Rückstellungen mit TEUR 40.
Im Anstieg des Materialaufwands um TEUR 185 spiegeln sich analog zu den FTTHMehrerlösen die höheren Vorleistungskosten wider.
Die Personalaufwendungen erhöhten sich um TEUR 96 infolge der Besetzung einer Stelle im
Bereich Technik (1,0 VZÄ) sowie durch tarifbedingte Entgeltsteigerungen. Der
Personalaufwand 2016/17 betrifft in Höhe von TEUR 126 die Vergütung des
Geschäftsführers.
Investitionsbedingt sind die Abschreibungen um TEUR 467 als auch die zur Finanzierung
des FTTH-Ausbaus erforderlichen Zinslasten um TEUR 227 angewachsen.
Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist unter anderem auf Forderungsabschreibungen (TEUR 28), Anlagenabgangsverlusten (TEUR 15) und höheren
Kommunikationskosten (TEUR 10) zurückzuführen.
Im Privatkundengeschäft können noch keine kostendeckenden Umsatzerlöse für den
voranschreitenden Glasfaserausbau erzielt werden. Dennoch wurde im Geschäftsjahr
2016/17, auch begünstigt durch das niedrige Zinsniveau, insgesamt ein Überschuss von
TEUR 27 erwirtschaftet, der zur Finanzierung des weiteren Glasfaserausbaus auf neue
Rechnung vorgetragen wird.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

87

COM-IN Telekommunikations GmbH

Prognose
2017/18 2016/17

Kennzahlen langfristig

2015/16

2014/15

2013/14

2012/13

Jahresergebnis

TEUR

-293

27

-198

-113

154

276

Betriebsleistung

TEUR

10.157

9.456

8.123

6.675

5.406

4.340

Materialaufwandsquote

%

22,3

22,6

24,1

24,7

22,7

25,5

Personalaufwandsquote

%

19,3

18,9

20,8

22,9

21,1

24,3

VZÄ

31,3

26,4

26,0

20,8

15,8

15,6

Cashflow

TEUR

3.132

2.880

2.256

1.776

1.580

1.232

Investitionen

TEUR

12.018

13.081

13.599

15.491

15.625

16.524

Bilanzsumme

TEUR

93.516

85.474

75.661

64.226

50.522

35.721

97,4

96,9

96,4

96,5

96,2

97,0

27.422

27.618

27.554

27.754

27.885

21.496

29,3

32,3

36,4

43,2

55,2

60,2

63.939

55.548

45.364

33.555

19.202

11.498

Mitarbeiter

Anlagenintensität
Eigenmittel
Eigenmittelquote
Kredite

%
TEUR
%
TEUR

Ausblick – Chancen und Risiken
Im laufenden Geschäftsjahr 2017/18 wurde mit der Erschließung in Etting sowie Irgertsheim,
Pettenhofen und Dünzlau begonnen. Im Planjahr 2019 ist zudem der Anschluss des
Westviertels vorgesehen, wodurch rund 41.500 nutzbare Anschlüsse verfügbar sein werden.
Bis 2021 wird im Ausbaugebiet der COM-IN flächendeckend die Glasfaserinfrastruktur für
alle Bürger zur Verfügung stehen. Zur Abgrenzung vom harten Wettbewerb im Privatkundensegement werden weitere Kooperationen mit etablierten, ortsansässigen
Unternehmen angestrebt, um die Kunden unter anderem über Mehrwerte aus gemeinsamen
Produkten gewinnen zu können. Wie in den Vorjahren können über Mitverlegungsmaßnahmen mit anderen Sparten Synergieeffekte genutzt werden. Neben der Erschließung
von Neubaugebieten wird dies vor allem bei den anstehenden Baumaßnahmen in der
Stadtmitte (Fußgängerzone) erfolgen. Weiterhin bietet der Bereich der Wohnungswirtschaft
Potenzial für die COM-IN, da im Stadtgebiet auch in den folgenden Jahren mit großen
Wohnungsbauprojekten gerechnet wird. Zudem wird bei kleinen und mittleren Unternehmen
von einer steigenden Nachfrage nach höheren und sicheren Bandbreiten ausgegangen.
Im Geschäftskundensegment will die COM-IN ihre Marktposition festigen und weiter
ausbauen. Bedarfsorientierte und vermehrt auch die strategische Anbindung von
Einzelunternehmen und Gewerbegebieten stehen im Fokus, wobei das Produktportfolio
ständig erweitert und vorausschauend an die Wünsche der Unternehmen angepasst wird.
Die Auslastung des Netzes stellt eine der wichtigsten Erfolgskomponenten dar. Durch den
Abschluss des Vertrags zur Vermarktung des Netzes im Rahmen der Open Access
Kooperation mit der 1&1 Telecom GmbH können zum Jahresende 2018 erste Umsatzerlöse
aus dieser Partnerschaft generiert werden.
Steigende Abschreibungs- und Zinslasten durch den Netzausbau können noch nicht durch
entsprechende Umsatzerlöse gedeckt werden, sodass im Geschäftsjahr 2017/18 mit einem
Jahresfehlbetrag von 0,3 Mio. EUR gerechnet wird. Mit weiter steigendem Bandbreitenbedarf, erfolgreicher Eigenakquise sowie weiterer Fremdvermarktung des Netzes werden
nach Abschluss des Glasfaserausbaus kostendeckende Umsätze angestrebt, um so eine
marktgerechte Verzinsung der Einlagen der Gesellschafter zu gewährleisten.
88

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Zweckverband Zentralkläranlage Ingolstadt
Am Mailinger Moos 145, 85055 Ingolstadt
www.zka-ingolstadt.de

Einleitungskontingente

Zweckverbandsmitglieder: Stadt Ingolstadt
Zweckverband Abwasserbeseitigungsgruppe IN-Nord
Einleiter:

Gemeinde Böhmfeld
Gemeinde Hitzhofen

Beschlussorgane:

Zweckverbandsversammlung
Zweckverbandsausschuss
Zweckverbandsvorsitzender

Geschäftsführer:

Wolfgang Scherer

Verbandsversammlung:

Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel
stellv. Vorsitzender: Bürgermeister Hans Meier
2. stellv. Vorsitzender: StRin Brigitte Mader

80,27%
17,83%
0,77%
1,13%

Verbandsräte Stadt Ingolstadt:
Erich Baumgärtl
Ulrike Hodek, Stadträtin
Petra Kleine, Stadträtin
Johann Koch
Christian Lange, Stadtrat
Klaus Mittermaier, Stadtrat
Manfred Müller
Michael Oblinger
Josef Rottenkolber, Stadtrat
Robert Schidlmeier, Stadtrat
Ralf Schreiber
Johann Stachel, Stadtrat (bis 26.10.2017)
Simone Vosswinkel, Stadträtin
Angela Weigl
Dr. Gerd Werding, Stadtrat (ab 27.10.2017)
Robert Zang
Verbandsräte ZV Abwasserbeseitigungsgruppe IN-Nord:
Bürgermeisterin Andrea Mickel
Bürgermeister Michael Stampfer
Klaus Beller, Geschäftsführer ZV Abw.beseitigungsgruppe IN-Nord

Gegenstand und Aufgaben des Zweckverbandes
Der Zweckverband hat den Betrieb einer Kläranlage und die Reinigung des Abwassers für
seine Mitglieder, die Stadt Ingolstadt und die Abwasserbeseitigungsgruppe Ingolstadt-Nord
sowie für seine Einleiter, die Gemeinden Böhmfeld (Zweckvereinbarung vom 21.11.2006)
und Hitzhofen (Zweckvereinbarung vom 09./14.02.2009) als Aufgabe.
Die Einleitungskontingente verteilen sich wie folgt:
Stadt Ingolstadt (Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR)
Abwasserbeseitigungsgruppe IN-Nord
Gemeinde Böhmfeld
Gemeinde Hitzhofen

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Mitglied
Mitglied
Einleiter
Einleiter

722,385 l/s
160,525 l/s
6,950 l/s
10,140 l/s
900,000 l/s

80,27 %
17,83 %
0,77 %
1,13 %
100,00 %
89

Zweckverband Zentralkläranlage Ingolstadt

Die Reinigung des Abwassers erfolgt in der vom Zweckverband betriebenen Kläranlage mit
einer mechanischen, einer zweifachen biologischen und einer chemischen Reinigungsstufe.
Außerdem wird über eine vorgeschaltete Denitrifikation Stickstoff aus dem Wasser entfernt.
Der dabei entstehende Klärschlamm wird sinnvoll genutzt, die Klärschlammfaulgase werden
über Gasmotoren im eigenen Blockheizkraftwerk zur Stromerzeugung eingesetzt. Übriger
entwässerter Klärschlamm wird dann mit Hilfe der Abwärme aus der benachbarten
Müllverwertungsanlage getrocknet und dort anschließend thermisch verwertet. Das
behandelte Abwasser kann nach der Reinigung gefahrlos in die Donau eingeleitet werden.

Vermögens- und Finanzlage

30.09.2017

30.09.2016

TEUR

TEUR

Software

Veränderung
TEUR

%

4

5

-1

20,0

Grundstücke

1.138

1.138

0

0,0

Bauten

6.233

6.626

-393

5,9

17.299

18.088

-789

4,4

Technische Anlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung

206

209

-3

1,4

Anlagen im Bau

0

388

-388

100,0

Arbeitgeberdarlehen

0

1

-1

100,0

24.880

26.455

-1.575

6,0

91

78

13

16,7

0

24

-24

100,0

zahlungswirksame Forderungen Eröffnungbilanz

119

132

-13

9,8

noch nicht fälliger Betriebskostenumlage

761

748

13

1,7

Geldanlage bei INKB

789

160

629

>100

62

34

28

82,4

1.822

1.176

646

54,9

26.702

27.631

-929

3,4

59

59

0

0,0

24.880

26.454

-1.574

5,9

804

791

13

1,6

Lieferungen und Leistungen

204

148

56

37,8

Erstattung Betriebskostenumlage

425

0

425

>100

Erstattung Investitionskostenumlage

305

162

143

88,3

25

17

8

47,1

26.702

27.631

-929

3,4

Langfristiges Vermögen
Vorräte
Forderungen gegen Träger/Einleiter aus
einzufordernden Umlagen aus Jahresergebnis

übrige Forderungen und Abgrenzungen
Kurzfristiges Vermögen
Gesamtvermögen
Eigenkapital/Rücklagen
Investitionzuschüsse
Rückstellungen
Verbindlichkeiten

übrige Verbindlichkeiten
Gesamtkapital

Nahezu 93 % des Vermögens sind langfristig im Anlagevermögen gebunden.
Investitionen Abschreibung Umbuchung Abgänge Veränderung

TEUR
Software
Bauten
Technische Anlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung
Anlagen im Bau
Arbeitgeberdarlehen
Veränderung Anlagevermögen
90

0
0
522
52
-2
0
572

TEUR

TEUR

1
393
1.676
55
0
0
2.125

0
0
386
0
-386
0
0

TEUR
0
0
21
0
0
1
22

TEUR
-1
-393
-789
-3
-388
-1
-1.575

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Zweckverband Zentralkläranlage Ingolstadt

Die Investitionen des Geschäftsjahres betreffen im Wesentlichen die Endmontage für den
Austausch der Gasmotoren für das BHWK (TEUR 495). Bezogen auf die Anschaffungskosten liegt die jährliche Abschreibungsquote bei 3,5 %.
Die Investitionszuschüsse umfassen neben öffentlichen Fördermitteln auch von den Trägern
vereinnahmte Investitionsumlagen. Sie haben Eigenkapitalcharakter und finanzieren alle
notwendigen Anlagen und Investitionen des Zweckverbandes, der daher schuldenfrei ist.

Leistungsdaten

2016/17

Veränderung

2015/16

Ausbaugröße

EW

275.000

275.000

0

0,0 %

Behandelte Abwassermenge

cbm

21.184.243

23.629.487

-2.445.244

10,3 %

Gasausbeute

cbm

3.162.942

2.765.514

397.428

14,4 %

Stromerzeugung

kWh

5.676.143

5.122.945

553.198

10,8 %

Stromverbrauch gesamt

kWh

9.475.861

9.481.306

-5.445

0,1 %

2016/17

2015/16

TEUR

TEUR

Ertragslage
Geschäftsjahr 01.10. bis 30.09. des Folgejahres

Veränderung
TEUR

%

Strombezug

-696

-734

38

5,2

Chemikalieneinsatz

-463

-483

20

4,1

Entsorgungsaufwand

-498

-474

-24

5,1

Instandhaltungsaufwand

-531

-615

84

13,7

übrige Materialaufwendungen, bezogene Leistungen

-368

-212

-156

73,6

Personalaufwand

-1.845

-1.887

42

2,2

Abschreibungen

-2.126

-2.098

-28

1,3

2.126

2.098

28

1,3

Abwasserabgabe

-558

-590

32

5,4

übrige betriebliche Aufwendungen

-324

-277

-47

17,0

-2

-2

0

0,0

-5.285

-5.274

-11

0,2

67

47

20

42,6

110

0

110

>100

47

80

-33

41,3

1

1

0

0,0

-5.060

-5.146

-24

1,7

5.485

5.040

445

8,8

425

-106

531

>100

Auflösung Investitionszuschüsse

Grund-/KfZ-Steuer
Betriebskosten
Erlöse aus Entsorgungsleistungen
Förderungen gemäß Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz
Sonstige betriebliche Erträge
Zinsertrag
nicht gedeckte Betriebskosten
geleistete Erstattungen der Träger und Einleiter
Rückerstattung bzw. zusätzl. Betriebskostenumlage an die Träger und Einleiter

Die Betriebskosten des Geschäftsjahres 2016/17 belaufen sich auf TEUR 5.285 und liegen
nahezu auf Vorjahresniveau. Nach Abzug der erwirtschafteten Erträge von TEUR 225, die
insbesondere durch die vereinnahmten KWK-Fördermittel über dem Vorjahreswert liegen,
verbleiben nicht gedeckte Betriebskosten von TEUR 5.060. Für 2016/17 wurde hierfür von
den Trägern und Einleitern die ursprünglich eingeplante Betriebskostenumlage in Höhe von
TEUR 5.485 vereinnahmt, sodass ein Überschuss von TEUR 425 erzielt wurde. Neben den
KWK-Zuschlägen resultiert dies aus geringeren Aufwendungen beim Energieverbrauch
(TEUR 88), Wartung und Instandhaltung (TEUR 69) sowie Einsparungen beim Austausch
des Biofiltermaterials (TEUR 67). Nach Verrechnung mit den aus der Eröffnungsbilanz noch
offenen zahlungswirksamen Forderungen (TEUR 119) wird die überschüssige Betriebskostenumlage in Höhe von TEUR 306 an die Träger und Einleiter ausbezahlt.
Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

91

Zweckverband Zentralkläranlage Ingolstadt

Prognose
2017/18

Kennzahlen langfristig
Betriebskosten

2016/17

2015/16

2014/15

2013/14

2012/13

TEUR

5.474

5.285

5.274

5.246

5.233

5.039

%

34,4

34,9

35,8

33,3

33,0

33,2

VZÄ

30,0

32,0

33,0

33,0

33,0

32,0

Abwasserabgabe

TEUR

590

558

590

656

634

590

Investitionen

TEUR

746

572

2.214

495

574

483

Anlagevermögen

TEUR

23.554

24.880

26.455

26.339

28.116

29.897

Personalaufwandsquote
Mitarbeiter

Ausblick – Chancen und Risiken
Beherrschendes Thema bleibt die Verbesserung der Denitrifikation, also das Entfernen von
Stickstoff aus dem Wasser, welcher durch Düngung u.ä. im Wasser gelöst ist. Bei
Nichteinhaltung der Grenzwerte drohen dem Zweckverband erhebliche finanzielle
Mehrbelastungen bei der Abwasserabgabe. In 2018 wurde daher bereits eine Pilotanlage zur
Optimierung der Stickstoffelimination installiert, um mit dieser neuartigen Technologie
praktische Betriebserfahrungen im Bereich des Stickstoffabbaus machen zu können.
Langfristig soll durch den Bau einer nachgeschalteten Denitrifikationsstufe sowie zweier
Vorklärbecken eine signifikante und nachhaltige Verbesserung beim Parameter Stickstoff
erzielt werden. Die Projektkosten belaufen sich auf rd. 3,9 Mio. EUR.
Der Einbau von neuen Zentrifugen ist mittelfristig für das Wirtschaftsjahr 2018/2019 geplant.
Diese besitzen eine signifikant höhere Leistungsfähigkeit und sind zudem energieeffizienter,
um mehr Klärschlamm zu entwässern und den Stromverbrauch langfristig zu senken.
Zwischenzeitlich wurde die Klärschlammverordnung vom Bundestag und Bundesrat
verabschiedet. Für die ZKA bedeutet dies, dass ab Anfang 2029 eine Pflicht zur
Phosphorrückgewinnung aus dem Abwasser- bzw. Schlamm besteht. Ein Bericht über die
geplante Vorgehensweise ist bis Ende 2023 bei den Behörden abzugeben.
Infolge des weiteren Wachstums der Stadt Ingolstadt wird auch mit steigenden
Abwassermengen aus Industrie und Privathaushalten gerechnet.
Finanzielle Verpflichtungen der Stadt Ingolstadt
Die Aufgabe der Abwasserbeseitigung ist seit dem 01.01.2005 von der Stadt Ingolstadt auf
die Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR übertragen, die ebenfalls die durch die
Mitgliedschaft im Zweckverband entstehenden Rechte und Pflichten wahrnehmen.
Die Zahlung von Betriebs- und Investitionsumlagen zur Deckung des Finanzbedarfs des
Zweckverbandes übernimmt damit die Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR, diese
refinanziert die Umlagen durch die Entwässerungsgebühren. Das anteilige Vermögen am
Zweckverband wird auch bei den Ingolstädter Kommunalbetrieben AöR bilanziert.
Im Zweckverband werden die Betriebskosten nach der errechneten eingeleiteten
Trockenwetterabwassermenge verteilt, die Investitionskosten nach den Einleitungskontingenten.

92

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Zweckverband Müllverwertungsanlage Ingolstadt
Am Mailinger Bach 141, 85055 Ingolstadt
www.mva-ingolstadt.de

17.895.216 €

Stammkapital:
gehalten durch
Zweckverbandsmitglieder:

Stadt Ingolstadt
Landkreis Eichstätt
Landkreis Kelheim
Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
Landkreis Pfaffenhofen/Ilm
Landkreis Roth

2.982.536 €
2.982.536 €
2.982.536 €
2.982.536 €
2.982.536 €
2.982.536 €

Unterbeteiligungen: UTW Planungs-, Bau- u. Besitzgesellschaft für
umwelttechnische Werke Ingolstadt mbH
Beschlussorgane:

Zweckverbandsversammlung
Zweckverbandsausschuss
Zweckverbandsvorsitzender

Geschäftsführer:

Dr. Irene Lindner (ab 01.09.2018)
Gerhard Meier (bis 31.08.2018)

Zweckverbandsversammlung:

16,67%
16,67%
16,67%
16,67%
16,67%
16,67%

100,00%

Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel
1. stellv. Vorsitzender: Landrat Martin Wolf, Pfaffenhofen
2. stellv. Vorsitzender: Landrat Martin Neumeyer, Kelheim
Landrat Roland Weigert, Neuburg-Schrobenhausen
Verbandsräte:
Christian Höbusch, Ingolstadt (ab 01.05.2017)
Petra Kleine, Ingolstadt (bis 30.04.2017)
Franz Liepold, Ingolstadt
Klaus Mittermaier, Ingolstadt
Josef Rottenkolber, Ingolstadt
Johann Süßbauer, Ingolstadt
Simone Vosswinkel, Ingolstadt (ab 10.05.2018)
Dorothea Soffner, Ingolstadt (ab 27.10.2017-09.05.2018)
Johann Stachel, Ingolstadt (bis 26.10.2017)
Anton Knapp, Landrat Eichstätt
Peter Schöpfel, Eichstätt
Horst Volkmer, Eichstätt
Werner Reichl, Kelheim
Rupert Treitinger, Kelheim
Benno Baur, Neuburg-Schrobenhausen
Peter Mosch, Neuburg-Schrobenhausen
Ernst Müller, Pfaffenhofen
Herbert Nerb, Pfaffenhofen
Hans Prechter, Pfaffenhofen
Herbert Eckstein, Landrat Roth
Markus Mahl, Roth
Helmut Neuweg, Roth

Verträge:

Pachtvertrag vom 25.07.1996 mit der UTW GmbH
Erbbaurechtsvertrag vom 13.02.1996 mit der UTW GmbH

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

93

Zweckverband Müllverwertungsanlage Ingolstadt

Gegenstand und Aufgaben des Zweckverbandes
Der Zweckverband Müllverwertungsanlage Ingolstadt (ZV MVA) ist satzungsgemäß mit der
Entsorgung von nicht wieder verwertbarem Restmüll im Zweckverbandsgebiet beauftragt.
Mit den Landkreisen Erding und Garmisch-Partenkirchen (bis 2019) bestehen Zweckvereinbarungen über die thermische Behandlung der Abfälle aus diesen Entsorgungsgebieten (kommunale Entsorgungsverträge).
Zur Entsorgung des Restmülls von rd. 1 Mio. Bürgern betreibt der Zweckverband in
Ingolstadt-Mailing ein Müllkraftwerk mit drei Verbrennungslinien. Die beiden baugleichen
1996 in Betrieb genommenen Linien 1 und 2 wurden von der Tochter UTW GmbH errichtet,
diese pachtet der Zweckverband an. Die im Eigentum des Zweckverbandes stehende, 1983
errichtete Linie 3 wurde 2002 in eine bivalente Verbrennungsanlage hochgerüstet.
Wahlweise kann Biomasse (vorzugsweise Holz) oder Abfall abwechselnd thermisch
behandelt werden. Derzeit wird auch die 3. Linie nur für die thermische Abfallbehandlung
genutzt.
Die bei der thermischen Behandlung des Restmülls entstehende Energie dient zunächst der
Eigenversorgung. Überschüssige Energie in Form von Strom und Fernwärme wird in das
Versorgungsnetz der Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH eingespeist.
Die zweckverbandseigenen und bereits verfüllten Deponien in Starkertshofen, Großmehring
und Eberstetten I wurden rekultiviert. Derzeit werden die nicht brennbaren Abfälle und Müllverbrennungsschlacke auf der Deponie Eberstetten II abgelagert. Diese Deponie verfügt
über ein Verfüllungsvolumen von 1.207.168 cbm, das Ende 2017 zu 72,3 % beansprucht ist.
Die auf der Deponie Eberstetten I errichtete Photovoltaikanlage speist seit Mitte 2014 EEGStrom ins Netz ein.

Leistungsdaten

2017

Veränderung

2016

Hausmüll

t

101.051

97.089

3.962

4,1 %

Sperrmüll

t

18.360

Hausmüllähnlicher Gewerbemüll

t

7.431

18.229

131

0,7 %

7.963

-532

6,7 %

t

126.842

123.281

3.561

2,9 %

t

22.137

22.303

-166

0,7 %

Kommunale Entsorgungsverträge

t

29.241

28.088

1.153

4,1 %

Kommunale Notaushilfe

t

3.949

5.075

-1.126

22,2 %

Energetisch verwertete Gewerbeabfälle

t

82.755

88.171

-5.416

6,1 %

ab 01.01.2017

ab 01.01.2016

95

110

-15

13,6 %

Müllaufkommen der Verbandsmitglieder
davon Stadt Ingolstadt

Verbrennungsentgelt für Verbandsmitgl.

EUR/t

Energieeinspeisung ins Versorgungsnetz

94

Strom

MWh

74.967

79.550

-4.583

5,8 %

Fernwärme
Strom aus Photovoltaikanlage

MWh
MWh

194.531
1.096

187.588
991

6.943
105

3,7 %
10,6 %

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Zweckverband Müllverwertungsanlage Ingolstadt

Vermögens- und Finanzlage
Das Vermögen entwickelte sich im Berichtsjahr wie folgt:
Vermögen
Grundstück Am Mailinger Bach

31.12.2017

31.12.2016

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

%

2.412

2.412

0

0,0

939

1.317

-378

28,7

1.096

1.216

-120

9,9

321

281

40

14,2

1.080

724

356

49,2

118

94

24

25,5

Sachvermögen

5.966

6.044

-78

1,3

Anteile UTW (100 %)

1.023

1.023

0

0,0

Mittelfristige Geldanlagen

55.838

35.235

20.603

58,5

Anlagevermögen

62.827

42.302

20.525

48,5

7.431

7.947

-516

6,5

70.258

50.249

20.009

39,8

Bauten
Verbrennungslinie III und technische Anlagen
Deponiegrundstücke mit Bauten
Betriebs- und Geschäftsausstattung
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

Vorräte
Langfristig gebundenes Vermögen
Forderungen und Abgrenzungen
Kurzfristige Geldanlagen und Kassenbestände
Gesamtvermögen

3.486

3.781

-295

7,8

58.733

73.340

-14.607

19,9

132.477

127.370

5.107

4,0

Vom Grundstück Am Mailinger Bach 141 (4,2458 ha) ist für eine Teilfläche von 10.676 qm
der UTW ein Erbbaurecht bis 31.12.2026 eingeräumt worden. Die UTW hat auf dieser
Fläche das Verwaltungsgebäude sowie die Verbrennungslinien 1 und 2 errichtet, die der
ZV MVA angepachtet hat.
Den Investitionen von TEUR 736 standen planmäßige Abschreibungen von TEUR 810 sowie
Abgänge zu Restbuchwerten von TEUR 4 gegenüber, sodass sich das Sachvermögen im
Vorjahresvergleich um TEUR 78 reduzierte. Im Wesentlichen wurde bei den technischen
Anlagen in einen Explosionsgenerator für die Verbrennungslinie III (TEUR 80) sowie in der
Betriebsausstattung in einen neuen Industriestapler (TEUR 205) sowie eine Kehrmaschine
(TEUR 91) investiert.
Investitionen Abschreibung Abgänge Umbuchungen Veränderung

TEUR
Bauten
Verbrennungslinie III u. technische Anlagen
Deponiegrundstücke mit Bauten
Betriebs- und Geschäftsausstattung
geleistete Anzahlungen u. Anlagen im Bau
Veränderung Sachvermögen

TEUR
0
85
51
533
67
736

TEUR
378
205
11
216
0
810

TEUR
0
0
0
4
0
4

0
0
0
43
-43
0

TEUR
-378
-120
40
356
24
-78

Aus den Finanzmitteln des Vorjahres von TEUR 73.340 wurde ein Teilbetrag von
TEUR 14.607 mittelfristig angelegt. Ferner kamen weitere langfristige Ausleihungen
(TEUR 5.996) hinzu. Die kurzfristig verfügbaren Liquiditätsbestände belaufen sich Ende
2017 auf TEUR 58.733; sie decken die kurzfristigen Verpflichtungen (TEUR 34.637)
vollständig und auch weite Teile der mittel- und langfristigen Rückstellungen (TEUR 55.591).

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

95

Zweckverband Müllverwertungsanlage Ingolstadt

Das Gesamtvermögen ist zu 33 % über wirtschaftliche Eigenmittel und zu 67 % über
Fremdmittel finanziert, die insbesondere Rückstellungen für Abbruchverpflichtungen der
Ofenlinien (TEUR 15.503) und die Rekultivierung und Nachsorge der Deponien
(TEUR 29.313) einschließlich der hierfür aufzulösenden zweckgebundenen Rücklage
(TEUR 8.718) betreffen. Weitere TEUR 29.595 stellen an die Verbandsmitglieder
auszukehrende Gebührenüberschüsse dar.
Kapital

31.12.2017

31.12.2016

Veränderung

TEUR

TEUR

TEUR

Eigenkapital

50.966

55.031

- 4.065

Umgliederung zweckgebundene Rücklage

- 8.718

- 9.063

345

Pensionsrückstellungen (Eigenkapitalanteil)

989
43.237 33%

966
46.934 37%

Wirtschaftliche Eigenmittel
Pensions-/Beihilferückstellungen für Beamte

23
- 3.697

1.069

1.040

29

Rückstellung für Rekultivierung und Nachsorge

29.313

25.730

3.583

Rückstellung für Abbruchkosten aller Ofenlinien

15.503

14.110

1.393

Zweckgebundene Rücklage für künftige Verluste

8.718

9.063

- 345

Mittel- und langfristige Fremdmittel

54.603 41%

49.943 39%

4.660

Rückstellung für Gebührenüberschüsse

29.595

27.106

2.489

Rückstellung für Verbrennung Müllbestand

200

419

- 219

Rückstellung für Zeitguthaben und Urlaub

856

787

69

Übrige Rückstellungen

345

272

73

Übrige Verbindlichkeiten
Kurzfristige Fremdmittel
Gesamtfinanzierung

3.641
34.637

1.909

9%

1.732
24%

4.144

14%

132.477 100% 127.370 100%

5.107

4%

26%

30.493

-8%

Das Eigenkapital reduziert sich in 2017 in Höhe des Jahresfehlbetrages um TEUR 4.065. Die
zweckgebundene Rücklage, welche den Unterschied der ansatzfähigen Rückstellungen im
Gebührenrecht im Vergleich zum Handelsrecht widerspiegelt, soll zur Abdeckung des
Verlustes in Höhe von TEUR 345 aufgelöst werden.
Die Rückstellung für Abbruchkosten geht von einer Nutzung der Ofenlinien 1 und 2 bis März
2026 und für die Linie 3 bis 2020 aus. Die Rückstellung für Rekultivierung und Nachsorge
betrifft einerseits die bereits verfüllten Deponien Eberstetten I (Altteil), Starkertshofen und
Großmehring und andererseits die nur teilverfüllte Deponie Eberstetten II (Neuteil). Für die
zukünftigen Kosten für die Rekultivierung und Nachsorge aller Deponien wurde der
Nachsorgezeitraum in 2015 für nicht organische Abfälle von 45 auf 50 Jahre und für die
Deponien mit organischen Abfällen auf 75 Jahre verlängert. Die Höhe der Rückstellung für
die Deponie Eberstetten II wurde im Verhältnis der bereits verfüllten Abfallmenge zum
gesamten Verfüllvolumen der Deponie (72,3 % zum Bilanzstichtag) ermittelt. Die Altdeponien
Starkertshofen und Eberstetten I befinden sich in der Nachsorgephase und die Deponie
Großmehring im Übergang zur Nachsorgephase.
In den übrigen Verbindlichkeiten sind vor allem Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen mit TEUR 3.521 enthalten, die sich im Vorjahresvergleich um TEUR 1.791
verringert haben.

96

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Zweckverband Müllverwertungsanlage Ingolstadt

Ertragslage

2017

2016

Veränderung

TEUR

TEUR

TEUR

%

Verbrennungsentgelte Verbandsmitglieder

10.969

12.193

-1.224

10,0

Aufbau (-) /Abbau Gebührenüberdeckung

-2.489

2.664

-5.153

>100

Kommunale Entsorgungsverträge

3.601

3.483

118

3,4

Energetische Verwertung von Gewerbemüll

9.371

8.356

1.015

12,1

sonstige Erlöse der Müllverwertung

1.744

1.846

-102

5,5

Stromverkauf

1.675

1.979

-304

15,4

Fernwärmeverkauf

1.764

1.720

44

2,6

Schrottverkauf

1.071

742

329

44,3

105

104

1

1,0

26

21

5

23,8

0

25

-25

100,0

222

5

217

>100

7

0

7

>100

Betriebliche Erträge

28.066

33.138

-5.072

15,3

Hilfs- und Betriebsstoffe

-1.285

-1.469

184

12,5

Ersatzteile und Werkzeuge

-4.494

-4.058

-436

10,7

Entsorgungskosten

-2.103

-2.124

21

1,0

Transportkosten

-1.149

-1.059

-90

8,5

Deponiekosten einschl. Nachsorge

-1.335

-1.069

-266

24,9

Rückbauverpflichtung Ofenlinien

-699

-699

0

0,0

Pachtaufwendungen UTW

-789

-813

24

3,0

Fremdleistungen für Betrieb und Instandhaltung

-7.362

-11.786

4.424

37,5

Materialaufwand (einschl. bezogene Leistungen)

-19.216

-23.077

3.861

16,7

-7.114

-6.914

-200

2,9

-810

-989

179

18,1

-1.867

-1.749

-118

6,7

0

3

-3

100,0

Nicht erfolgsabhängige Steuern

-56

-55

-1

1,8

Betriebliche Aufwendungen

-29.063

-32.781

3.718

11,3

-4.076

-4.240

164

3,9

912

847

65

7,7

96

178

-82

46,1

-4.065

-2.858

-1.207

42,2

Einspeisevergütung Photovoltaikanlage
Schadens- und Kostenersatz
Auflösung Sonderposten Fördermittel
Auflösung Rückstellung
übrige Erträge

Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Ertragsteuern

Aufzinsung Rückstellungen
übrige Zinserträge aus Geldanlagen
Gewinnausschüttung von UTW
Jahresergebnis

Im Berichtsjahr war erneut ein Jahresfehlbetrag von 4,1 Mio. EUR zu verzeichnen, der um
1,2 Mio. EUR über dem Vorjahresverlust von 2,9 Mio. EUR liegt.
Der Materialaufwand (einschl. bezogene Leistungen) liegt infolge geringerer Revisionsaufwendungen um rd. 3,9 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert, da der Revisionszeitraum um
6 auf 18 Monate verlängert wurde. Der Jahresfehlbetrag resultiert aus gebührenrechtlichen
Effekten, die handelsrechtlich zu einem Verlust führen. Neben Bestandsminderungen von
Vorräten (0,5 Mio. EUR) zählen auch die Abzinsungen der langfristigen Rückstellungen der
Deponien sowie für den Rückbau der Ofenlinien (4 Mio. EUR) dazu. Kompensiert wird dies
durch die in der Gebührenkalkulation höher angesetzten Kosten für Rekultivierung und
Nachsorge der Deponien sowie für den Abbruch der Ofenlinien (0,4 Mio. EUR).

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

97

Zweckverband Müllverwertungsanlage Ingolstadt

Kennzahlen langfristig

Plan
2018

2017

2016

2015

2014

2013

Jahresergebnis

TEUR

-4.080

-4.065

-2.858

1.962

-1.568

-358

Betriebsleistung

TEUR

34.304

28.066

33.138

35.351

37.850

26.341

Materialaufwandsquote

%

71,4

68,5

69,6

55,5

53,7

61,6

Personalaufwandsquote

%

22,4

25,3

20,9

19,6

17,3

23,6

VZÄ

108,5

110,0

104,0

103,0

103,0

107,3

Cashflow

TEUR

1.636

1.777

3.776

7.908

3.726

4.375

Sachanlageninvestitionen

TEUR

1.285

736

613

377

675

804

Bilanzsumme

TEUR

159.046

132.477

127.370

130.236

159.270

110.620

%

3,8

4,5

4,7

4,9

4,6

8,0

%

24,6

32,6

36,8

36,5

35,7

52,7

Mitarbeiter

Sachanlagenintensität
Eigenmittelquote
Rückstellungen
Gebührenüberschuss
Nachsorge Deponie
Rückbauverpflichtung

TEUR
TEUR
TEUR

16.830
30.051
16.403

29.595
29.313
15.503

27.106
25.730
14.110

29.770
22.037
12.522

34.773
19.515
10.896

19.456
17.852
9.580

Geldanlagen

TEUR

141.071

114.571

108.575

112.072

100.698

87.001

Ausblick – Chancen und Risiken
Durch die abgeschlossenen kommunalen Entsorgungsverträge mit den Landkreisen Erding
und Garmisch-Partenkirchen (bis 2019) ist die Auslastung der Verbrennungsanlagen als
weitgehend gesichert anzusehen.
Um die bestehenden Gebührenüberschüsse (30 Mio. EUR) an die Verbandsmitglieder
zeitnah weiterzureichen, wurde zum 01.01.2017 die Entsorgungsgebühr für Restmüll der
Verbandsmitglieder von 110 EUR/t auf 95 EUR/t abgesenkt. Sinkende Gebühreneinnahmen
werden durch eine entsprechende Auflösung der Rückstellung für Gebührenüberschüsse
kompensiert und belasten daher das Jahresergebnis nicht.
Durch die in den Energielieferverträgen vereinbarten, energieindexbestimmten Preise
(basierend auf Strom, Heizöl und Gas, sowie der Situation auf den Energiemärkten) ist die
Erlössituation preisbedingt mit dem Vorjahr vergleichbar. Der Wirtschaftsplan 2018 weist
erneut einen Jahresfehlbetrag von rund 4,1 Mio. EUR aus, da die handelsrechtlichen Lasten
aus der Aufzinsung der langfristigen Rückstellungen in dieser Größenordnung nicht
ansatzfähig sind, bei der Bemessung des Auflösungsbetrages der Rückstellung für
Gebührenüberschüsse. Die Deckung des Jahresfehlbetrages muss daher aus der
zweckgebundenen Rücklage und dem Gewinnvortrag erfolgen.
Finanzielle Verpflichtungen der Stadt Ingolstadt
Die finanzielle Verpflichtung der Stadt Ingolstadt besteht satzungsgemäß aus der Zahlung
von Umlagen für den nicht gedeckten laufenden Finanzbedarf. Aufgrund der positiven
wirtschaftlichen Situation und der Gebührenfinanzierung war und wird die Erhebung von
Umlagen nicht erforderlich.

98

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

UTW Planungs-, Bau- und Besitzgesellschaft
für umwelttechnische Werke Ingolstadt mbH
Am Mailinger Bach 141, 85055 Ingolstadt
www.mva-ingolstadt.de

Stammkapital:
gehalten durch
Gesellschafter:

1.023.000 €
Zweckverband Müllverwertungsanlage Ingolstadt

Beschlussorgane:

Gesellschafterversammlung
Beirat

Geschäftsführer:

Gerhard Meier

Beirat:

Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel
Landräte:
Herbert Eckstein, Roth
Anton Knapp, Eichstätt
Martin Neumeyer, Kelheim
Roland Weigert, Neuburg-Schrobenhausen
Martin Wolf, Pfaffenhofen
Stadträte:
Klaus Mittermaier
Josef Rottenkolber

Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft
Das Unternehmen ist für die Planung, den Bau und den Besitz einer Müllverbrennungsanlage sowie weiterer Müllverwertungs-, Müllbehandlungs- und Müllablagerungsanlagen im
Zweckverbandsgebiet des Zweckverbandes Müllverwertungsanlage Ingolstadt (ZV MVA)
zuständig.
Hierzu hat sie als Erbbauberechtigte die auf dem Grundstück Am Mailinger Bach 141
befindlichen Betriebsgebäude sowie eine Müllverbrennungsanlage mit zwei Ofenlinien
errichtet und an den Gesellschafter ZV MVA verpachtet.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

99

UTW Planungs-, Bau- und Besitzgesellschaft für umwelttechnische Werke Ingolstadt mbH

Vermögens- und Finanzlage
Anlagevermögen - Sachanlagen

31.12.2017

31.12.2016

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

%

1.737

2.327

-590

25,4

3

4

-1

25,0

Liquide Mittel

101

32

69

>100

Umlaufvermögen

104

36

68

>100

Gesamtvermögen

1.841

2.363

-522

22,1

Gezeichnetes Kapital

1.023

1.023

0

0,0

übrige Forderungen

Jahresüberschuss
Eigenkapital

89

96

-7

7,3

1.112

1.119

-7

0,6

17

20

-3

15,0

712

1.224

-512

41,8

711

1.223

-512

41,9

1.841

2.363

-522

22,1

Rückstellungen
Verbindlichkeiten
davon Ausleihungen/Umsatzverrechnung mit ZV MVA

Gesamtkapital

Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich das Gesamtvermögen um rund 22 %. Im
Geschäftsjahr 2017 wurden wie auch in den Vorjahren keine Investitionen getätigt. Das
Anlagevermögen, das die Ofenlinien I und II der Müllverbrennungsanlage in Ingolstadt
umfasst, verminderte sich in Höhe der planmäßigen Abschreibungen.
Die Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen gegenüber den Gesellschafter ZV MVA und
reduzierten sich insbesondere infolge der Tilgung der Ausleihungen um TEUR 512 auf
nunmehr TEUR 711. Die Ausleihungen belaufen sich zum Stichtag 31.12.2017 auf
TEUR 667.
Die Ausschüttung des Jahresüberschusses 2017 an den ZV MVA erfolgt in 2018.

Ertragslage
Pachteinnahmen vom ZV MVA
Sonstige betriebliche Erträge

2017

2016

Veränderung

TEUR

TEUR

TEUR

789

%

813

-24

3,0

1

2

-1

50,0

-7

-13

6

46,2

-590

-590

0

0,0

Sonstige betriebliche Aufwendungen

-45

-54

9

16,7

Ergebnis vor Steuern

148

158

-10

6,3

Steuern vom Einkommen und Ertrag

-33

-36

3

8,3

-14

-14

0

0,0

-26

-26

0

0,0

Jahresüberschuss

89

96

-7

7,3

100

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Personalaufwand
Abschreibungen

davon Gew erbesteuer

Sonstige Steuern

UTW Planungs-, Bau- und Besitzgesellschaft für umwelttechnische Werke Ingolstadt mbH

Entsprechend dem Pachtvertrag mit dem ZV MVA erhält die UTW ihren handelsrechtlichen
Aufwand zuzüglich einer Verzinsung von 8 % des gesamten Eigenkapitals als Pachtentgelt
vergütet. Die Umsatzerlöse aus Pacht belaufen sich in 2017 auf TEUR 789 (Vorjahr
TEUR 813).
Da Anlagenwartungen und -reparaturen gemäß Pachtvertrag vom Zweckverband MVA
durchgeführt werden, lag bei der UTW kein Materialaufwand vor.

Kennzahlen langfristig

Plan
2018

2017

2016

2015

2014

2013

Jahresergebnis

TEUR

89

89

96

89

89

89

Betriebsleistung

TEUR

783

790

815

12

1.541

895

Cashflow

TEUR

689

679

686

679

1.268

679

Investitionen

TEUR

60

0

0

0

0

0

Bilanzsumme

TEUR

1.301

1.841

2.363

10.594

41.460

5.813

Anlagenintensität

%

92,0

94,4

98,5

27,5

7,0

80,6

Eigenkapitalquote

%

85,5

60,4

47,4

2,9

2,7

19,1

0

0

0

0

523

1.657

Bankkredite

TEUR

Ausblick – Chancen und Risiken
Durch die bestehenden Verträge mit dem Zweckverband Müllverwertungsanlage ist die
Verpachtung der Anlagen der UTW und damit auch die ausreichende Pachtzahlung
gesichert. Der Pachtvertrag läuft bis zum 31.10.2018 und verlängert sich automatisch jeweils
um ein Jahr. Aufgrund des bestehenden Vertrags wird auch in den Folgejahren mit einem
stabilen Ergebnis der UTW in Höhe von rund TEUR 89 gerechnet.
In 2018 sind Investitionen in die Technischen Anlagen (TEUR 50) sowie in die Betriebs- und
Geschäftsausstattung (TEUR 10) vorgesehen.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

101

102

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Wirtschafts- und
Beschäftigungsförderung,
Touristik

Baufortschritt am Gießereigelände

Café im brigk

IN-Campus GmbH – Sanierung Raffineriegelände
Air-Sparging – Schadstoffentfernung aus Grundwasser und Boden

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

103

IFG Ingolstadt AöR
Wagnerwirtsgasse 2, 85049 Ingolstadt
www.ingolstadt.de/ifg

33.337.200 €

Stammkapital:

Gewährträger:

Stadt Ingolstadt

Unterbeteiligungen: Ingolstadt Tourismus und Kongress GmbH
in-arbeit GmbH
IGEV Infrastruktur und Gewerbeimmobilien
Entwicklungs-/Verwaltungs GmbH
Existenzgründerzentrum Ingolstadt GmbH
LGI Logistikzentrum im Güterverkehrszentrum
Ingolstadt Betreibergesellschaft mbH
Hotel-Kongress Ingolstadt GbR mbH
ISG Infrastrukturelle Gewerbeimmobilien GmbH
IN-Campus GmbH
Beschlussorgane:

Verwaltungsrat

Vorstand:

Norbert Forster

Verwaltungsrat:

Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel
1. stellv. Vorsitzender: Bürgermeister Albert Wittmann
2. stellv. Vorsitzende: Patricia Klein

100,00%
100,00%
100,00%
50,00%
50,00%
45,00%
25,00%
4,90%

Stadträte:
Johann Achhammer
Prof. Dr. Joachim Genosko
Franz Hofmeier
bis 27.10.2017
Dorothea Soffner
von 27.10.2017 bis 08.02.2018
Dr. Gerd Werding
ab 08.02.2018
Petra Kleine
Christian Lange
Simona Rottenkolber
Dr. Manfred Schuhmann
Peter Springl
Johann Süßbauer
Hans-Joachim Werner
Verträge:

104

Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag mit der in-arbeit GmbH
vom 15.10.1999
Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag mit der Ingolstadt
Tourismus und Kongress GmbH vom 24.01.2005

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

IFG Ingolstadt AöR

Gegenstand, Aufgabe und Entwicklung der Gesellschaft
Der Gegenstand der Gesellschaft erstreckt sich auf die Wirtschafts-, Tourismus- und
Beschäftigungsförderung zur nachhaltigen Stärkung des Standortes Ingolstadt. Im Mittelpunkt stehen dabei Erwerb, Entwicklung und Vermarktung von Gewerbeflächen sowie die
Errichtung und Vermietung von Gewerbeimmobilien sowohl zur Neuansiedlung von
Unternehmen als auch zur Gewerbebestandssicherung mit dem Ziel der Schaffung neuer
und dem Erhalt bestehender Arbeitsplätze. Abgerundet wird das Angebot durch die
Bereitstellung von Parkraum.
Die IFG erbringt im Wesentlichen folgende Leistungen:
-

Gewerbeflächenvermarktung im Güterverkehrszentrum im Norden Ingolstadts.
In unmittelbarer Nähe zur Audi AG besteht seit 1995 ein Logistikzentrum, das
nachfrageorientiert seit 2010 erweitert wird und sich nunmehr auf 122 Hektar erstreckt.
Die 15 Hallen für Logistik und Vormontage bilden das Herzstück, welches durch ein
Medienservice Center, ein 4-Sterne-Hotel und zwei Parkhäuser komplettiert wird. Die
Gesamtnutzfläche von rund 507.000 qm ist vollständig an 23 Unternehmen vermietet, die
rund 5.700 Mitarbeiter beschäftigen.
Sieben Hallen und das integrierte Hotel mit einer Mietfläche von 207.148 qm stehen im
Eigentum der IFG und werden von ihr betrieben und vermietet. Weitere sechs Hallen und
das Medienservice Center gehören der LGI GmbH, an der die IFG neben der Audi AG
mit 50 % beteiligt ist. Jeweils eine weitere Halle besitzt die GVZ Logistik GmbH & Co. KG
sowie die GVZ GmbH, an der die LGI GmbH mit 100 % bzw. mit 33,55 % beteiligt ist.
In der Gewerbeflächenvermarktung besteht seit Sommer 2011 eine weitere private
Kooperation mit der ISG Infrastrukturelle Gewerbeimmobilien GmbH, die ein Logistikzentrum für ContiTemic im Mai 2012 fertigstellte und seither an deren Dienstleister
vermietet. Die IFG ist an der Gesellschaft mit 25 % (TEUR 1.250) beteiligt. Für das
Geschäftsjahr 2017 erhielt die IFG im Juni 2018 eine Ausschüttung von 12 % auf ihre
Einlage.

-

Die IFG Ingolstadt AöR und die Audi Immobilien Verwaltung GmbH gründeten
gemeinsam
im
April
2015
die
IN-Campus
GmbH.
Aufgabe
des
Gemeinschaftsunternehmens ist der Erwerb, die Sanierung, die Entwicklung und die
Erschließung des ehemaligen Raffineriegeländes Bayernoil, mit dem Ziel darauf
Gebäude zur Vermietung an Dienstleistungsunternehmen zu errichten.

-

Vermietung des selbst errichteten Bürozentrums SE-Park im Gewerbepark Nord-Ost, das
als
Kompetenzzentrum
für
Ingenieure
gilt,
um
die
Forschungsund
Entwicklungskapazitäten von mehr als 70 Firmen aus dem Automotive-Bereich
konzentriert und vernetzt sicherzustellen.

-

Beratung und Unterstützung zur erfolgreichen Unternehmensgründung im Existenzgründerzentrum im Gewerbepark Nord-Ost, einem Kooperationsmodell an dem die IFG
zu 50 % beteiligt ist.

-

Gezielte Beschäftigungsförderung über die 100 %ige Tochtergesellschaft in-arbeit GmbH
und den eingetragenen Verein Pro Beschäftigung, den die IFG finanziell fördert und
verwaltet.

-

Vermarktung der Stadt Ingolstadt im In- und Ausland als Reiseziel und Kongressstandort
über die 100 %ige Tochtergesellschaft Ingolstadt Tourismus und Kongress GmbH.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

105

IFG Ingolstadt AöR

-

Die Errichtung des Ende 2014 fertiggestellten Seminargebäudes für die Audi AG auf dem
Gießereigelände oblag der von der IFG errichteten IGE Infrastruktur und
Gewerbeimmobilien Entwicklungs GmbH & Co. KG, deren alleinige Kommanditistin die
Audi Immobilien Verwaltungs GmbH ist. Die Komplementärstellung hat die IGEV
Infrastruktur und Gewerbeimmobilien Entwicklungs-/Verwaltungs GmbH inne, deren
Stammkapital (TEUR 250) die IFG übernommen hat und hierfür eine Haftungsvergütung
von 3,75 % erhält.

-

Zur gemeinsamen Errichtung des Hotel- und CongressCentrums auf dem
Gießereigelände schloss sich die IFG im Frühjahr 2015 mit einem Hotelinvestor, der
einen Grundstücksanteil für die Errichtung der Hotels erwarb, zu einer
Bauherrengemeinschaft (Hotel-Kongress Ingolstadt) zusammen. Im Februar 2017 wurde
der Bauantrag für das CongressCentrum eingereicht. Die Baugenehmigung wurde im
Juni 2017 erteilt.

-

Errichtung und Bewirtschaftung von Parkeinrichtungen.
In fünf Tiefgaragen und auf drei Parkplätzen hält die IFG mit 5.600 Stellplätzen bereits
seit Jahren ein umfangreiches innenstadtnahes Parkangebot vor.
In 2017 wurde die Tiefgarage Münster grundlegend saniert und mit einem neuen
Farbkonzept ausgestaltet. Die Garage konnte am 17. Juli 2017, nach mehrmonatiger
Vollsperrung, wieder für die Öffentlichkeit freigegeben werden.
Unter den Gebäuden auf dem Gießereigelände errichtet die IFG seit November 2012
eine 750 Stellplätze umfassende Tiefgarage. Seit Oktober 2016 sind 500 Stellplätze
nutzbar.
Am Hauptbahnhof unterhält die IFG ein Parkhaus auf der Westseite mit 812 Stellplätzen
und seit Ende 2014 auch ein Parkhaus auf der Ostseite des Hauptbahnhofes mit
236 Pkw-Stellplätzen und 50 Fahrradabstellplätzen. Über den Ende 2016 fertiggestellten
verlängerten Fußgängertunnel ist nun auch von Osten der direkte Zugang zu den Gleisen
ermöglicht.
Das Parkhaus am Nordbahnhof umfasst 253 Stellplätze. Im angrenzenden
Geschäftsgebäude am Nordbahnhof wurde ein attraktives Reisezentrum im Erdgeschoss
eingerichtet, das an die Bussteige angebunden ist. Darüber erstreckt sich ein
dreigeschossiger Büroriegel, den der Verwaltungsbereich des ÖPNVs nutzt.
Ein Parkplatz am Audi-Sportpark mit weiteren 834 Stellplätzen sowie eine angepachtete
Fläche mit zusätzlich 3.500 Stellplätzen runden das Parkflächenangebot der IFG ab.

-

106

Die IFG hat Asylunterkünfte in der Manchinger Str., der Marie-Curie Str. und der
Neuburger Str. errichtet, diese sind für 10 Jahre bis 2025/26 an die Immobilien Freistaat
Bayern vermietet.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

IFG Ingolstadt AöR

Vermögens- und Finanzlage

31.12.2017

31.12.2016

TEUR

TEUR

Sachanlagen und Software

Veränderung
TEUR

%

271.212

281.345

-10.133

3,6

Beteiligungen

33.240

32.466

774

2,4

langfristige Ausleihungen

30.738

29.995

743

2,5

335.190

343.806

-8.616

2,5

Vorratsgrundstücke

26.567

17.031

9.536

56,0

Forderungen einschl. Abgrenzungen

14.219

11.213

3.006

26,8

203

279

-76

27,2

40.989

28.523

12.466

43,7

376.179

372.329

3.850

1,0

Gezeichnetes Kapital

33.337

33.337

0

0,0

Kapitalrücklage

18.509

13.109

5.400

41,2

Verlustvortrag

-24.369

-28.662

4.293

15,0

Jahresergebnis

-1.576

4.293

-5.869

>100

Eigenkapital

25.901

22.077

3.824

17,3

Rückstellungen

11.009

14.296

-3.287

23,0

326.461

328.870

-2.409

0,7

12.808

7.086

5.722

80,8

376.179

372.329

3.850

1,0

langfristiges Anlagevermögen

Liquide Mittel und Geldanlagen
kurzfristiges Vermögen
Gesamtvermögen
Passiva

Kredite
übrige Verbindlichkeiten einschl. Abgrenzungen
Gesamtkapital

Das langfristig gebundene Anlagevermögen erhöhte sich wie folgt:

Sparte

Investitionen Zuschüsse Abschreibung Um buchung Abgänge Veränderung
ins Vorratsverm ögen

TEUR
Parkeinrichtungen

TEUR

TEUR

TEUR

TEUR

TEUR

9.118

335

3.548

0

0

5.235

20

0

4.886

-8.436

38

-13.340

Nord-/Hauptbahnhof Gewerberäume

0

0

215

0

0

-215

SE-Park und INNO-Park

0

0

336

0

0

-336

Viktualienmarkt

4

0

81

Ausstellungsgelände Esso-Ost

0

0

Existenzgründerzentrum

0

0

GVZ

Photovoltaikanlagen
Kongresszentrum
Asylunterkünfte
Ausstattung einschl. Lizenzen

0

0

-77

-1.532

206

-1.738

92

0

0

-92

499

0

487

0

0

12

2.325

0

0

0

0

2.325

547

0

2.438

0

0

-1.891

56

0

66

0

6

-16

Ausleihungen an
GVZ GmbH - Halle D

0

0

0

0

373

-373

1.116

0

0

0

0

1.116

774

0

0

0

0

774

14.459

335

12.149

-9.968

623

-8.616

LGI GmbH
Beteiligungen
IN-Campus GmbH
Veränderung Anlagevermögen

Den Investitionen des Geschäftsjahres von TEUR 14.459 stehen Umbuchungen in das
Vorratsvermögen von TEUR 9.968, Abschreibungen von TEUR 12.149 und Zuschüsse von
TEUR 335 sowie Anlagenabgänge zu Buchwerten von TEUR 623 gegenüber.
Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

107

IFG Ingolstadt AöR

Die Zugänge bei den Parkeinrichtungen betreffen im Wesentlichen die Fertigstellung des
Verbindungstunnels am Hauptbahnhof Ost (TEUR 3.169), für den staatliche Zuschüsse in
Höhe von TEUR 335 berücksichtigt wurden. Ferner fielen Baukosten für
Sanierungsaufwendungen für die Parkgaragen Münster (TEUR 2.498) und Congressgarage
(TEUR 2.670) an.
Das Anlagevermögen setzt sich im Vorjahresvergleich wie folgt zusammen:

Parkeinrichtungen

2017

2016

Veränderung

TEUR

TEUR

TEUR

%

66.807

61.572

5.235

8,5

153.808

167.148

-13.340

8,0

5.969

6.172

-203

3,3

949

1.112

-163

14,7

INNO-Park

4.954

5.127

-173

3,4

Viktualienmarkt

1.188

1.265

-77

6,1

0

1.738

-1.738

100,0

3.279

3.371

-92

2,7

Photovoltaikanlagen

6.774

6.762

12

0,2

Kongresszentrum

6.092

3.767

2.325

61,7

20.727

22.618

-1.891

8,4

438

450

-12

2,7

Vermietung
GVZ
Nord-/Hauptbahnhof Gewerberäume
SE-Park

Ausstellungsgelände Esso-Ost
Existenzgründerzentrum

Asylunterkünfte
sonstige Objekte und Betriebsvorrichtungen
Betriebs-/Geschäftsausstattung einschl. Lizenzen

227

243

-16

6,6

271.212

281.345

-10.133

3,6

74.079

83.254

-9.175

11,0

GVZ GmbH

1.119

1.492

-373

25,0

LGI GmbH

29.619

28.503

1.116

3,9

in-arbeit GmbH (100 %)

128

128

0

0,0

IN Tourismus u. Kongress GmbH (100 %)

100

100

0

0,0

63

63

0

0,0

davon Grund und Boden

Finanzanlagen
Ausleihungen an

Anteile an

IGEV GmbH (100 %)
Beteiligungen
IN-Campus GmbH (4,9 %)
LGI GmbH (50 %)
EGZ GmbH (50 %)
HKI GbR (45%)
ISG GmbH (25 %)
Anlagevermögen

1.596

822

774

94,2

30.000

30.000

0

0,0

102

102

0

0,0

1

1

0

0,0

1.250

1.250

0

0,0

335.190

343.806

-8.616

2,5

Die im GVZ I errichteten Hallen C, E, H, K, O und das Gebäude J sowie die Umschlaganlage
stehen im zivilrechtlichen Eigentum der IFG. Gleiches gilt für die im GVZ II in 2011 und 2012
fertiggestellten Hallen R und S mit dem zugehörigen Gleisanschluss.
Für die Halle D sowie die Hallen F, G und L hat die IFG als zivilrechtlicher Grundstückseigentümer und Errichter mit den Gesellschaften GVZ Konsolidierungszentrum Betreibergesellschaft mbH (GVZ GmbH) und der LGI Logistikzentrum im Güterverkehrszentrum
108

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

IFG Ingolstadt AöR

Ingolstadt Betreibergesellschaft mbH (LGI), an denen die IFG beteiligt ist, Mietkauf- bzw.
Finanzierungsverträge abgeschlossen. Die Beteiligungsgesellschaften leisten Mietzahlungen
in Höhe der Zins- und Tilgungsraten, die den Kapitaldienst der von der IFG bei Banken
aufgenommenen Darlehen decken. Da die Objekte nach Ablauf der Miet- bzw.
Finanzierungsdauer ins zivilrechtliche Eigentum der Beteiligungsgesellschaften übergehen,
sind diese Objekte bereits jetzt von den Beteiligungsgesellschaften als wirtschaftliche
Eigentümer im Anlagevermögen zu bilanzieren und erfolgswirksam abzuschreiben. Die IFG
weist ihre Zins- und Tilgungsansprüche gegenüber den Beteiligungsgesellschaften als
langfristige Ausleihungen unter den Finanzanlagen aus.
Die Vorratsgrundstücke sind um TEUR 9.536 auf TEUR 26.567 gestiegen. Dem Rückerwerb
eines Grundstücks von der LGI von TEUR 8.481 und den Umbuchungen aus dem
Anlagevermögen von TEUR 9.968 stehen Buchwertabgänge aufgrund von Verkäufen in
Höhe von TEUR 8.913 gegenüber.
Im Vorjahresvergleich stiegen die Forderungen und Abgrenzungen um TEUR 3.006 auf
TEUR 14.219.
Dies
ist
auf
noch
nicht
fällige
Kaufpreisforderungen
aus
Grundstücksverkäufen zurückzuführen.
Das Gesamtvermögen ist wie folgt finanziert:
31.12.2017
TEUR

31.12.2016

Veränderung

TEUR

TEUR

Eigenkapital

25.901

7%

22.077

6%

3.824

1%

Langfristige Bankkredite (Restlaufzeit > 5 Jahre)

63.012

18%

59.553

16%

3.459

2%

Mittelfristige Kredite (Restlaufzeit 1- 5 Jahre)

100.564 27%

149.932

40%

- 49.368

-13%

Kurzfristige Kredite

162.885

119.385

43.500

11.009

14.296

- 3.287

9.148

1.961

7.187

Rückstellungen
Verbindlichkeiten Lieferungen und Leistungen
erhaltene Kaufpreisanzahlungen

32

1.242

- 1.210

Nebenkostenvorausszahlungsüberhänge

493

651

- 158

Verlustausgleich Tourismus und in-arbeit

1.257

1.332

- 75

sonstige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen
Kurzfristiges Fremdkapital

1.878
186.702 50%

140.767

1.900
37%

45.935

- 22

Gesamtfinanzierung

376.179 100%

372.329

99%

3.850

13%

Trotz des Jahresfehlbetrages in Höhe von TEUR 1.576 erhöhte sich das Eigenkapital im
Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.824. Dies ist auf die kapitalstärkenden Einlagen der Stadt
Ingolstadt (TEUR 5.400) zur Finanzierung der umfangreichen Projekte zurückzuführen.
Die Kreditmittelinanspruchnahme konnte um TEUR 2.356 auf TEUR 326.461 reduziert
werden. Die Bankdarlehen wurden um TEUR 30.343 auf TEUR 236.678 getilgt. Es erfolgten
Umschuldungen, um die Liquiditätsbestände der Stadt Ingolstadt mit TEUR 80.055 (Vorjahr
TEUR 51.035) stärker zu nutzen. Der ZV Müllverwertungsanlage stellte im Rahmen seiner
Geldanlagen der IFG TEUR 8.564 (Vorjahr TEUR 9.290) zur Verfügung.
Der Rückstellungsbestand Ende 2017 von TEUR 11.009 betrifft vor allem für verkaufte
Grundstücke noch zu erbringende Erschließungsleistungen (TEUR 4.461) sowie
ausstehende Rechnungen (TEUR 2.826) und Personalverpflichtungen (TEUR 1.845). Aus
den Rückstellungen des Vorjahres wurden Kaufpreisnachzahlungsverpflichtungen von
TEUR 5.494 in die Verbindlichkeiten umgebucht. Dies begründet den Anstieg der
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

109

IFG Ingolstadt AöR

Leistungsdaten
Grundstücksverkaufserlöse

2017

2016

Veränderung

%

TEUR

10.598

15.873

-5.275

-33,2

aus dem Umlaufvermögen

qm

64.509

78.242

-13.733

-17,6

aus dem Anlagevermögen

qm

0

34.766

-34.766

-100,0

Verkaufte Grundstücksflächen

Erlöse der Parkeinrichtungen

TEUR

6.663

6.186

477

7,7

Ausfahrten

Anzahl

1.798.351

1.879.833

-81.482

-4,3

Dauerparkkarten

Anzahl

2.755

2.509

246

9,8

Mieten und Pachten

TEUR

19.578

19.403

175

0,9

qm

282.240

282.206

34

0,0

Vermietete Flächen per 31.12.
Solarstromerlöse

TEUR

757

687

70

10,2

Stromeinspeisung

MWh

2.999

2.915

84

2,9

Erfolgsrechnung

2017

2016

Veränderung

TEUR

TEUR

TEUR

%

Grundstückshandel

11.042

16.497

-5.455

33,1

Vermietung und Auftragsarbeiten

24.535

24.295

240

1,0

Parkeinrichtungen

6.663

6.186

477

7,7

Stromeinspeisung

757

687

70

10,2

42.997

47.665

-4.668

9,8

Veränderung des Bestandes an Auftragsarbeiten

20

-25

45

>100

Aktivierte Eigenleistungen

40

39

1

2,6

Auflösung Rückstellungen

0

607

-607

100,0

übrige betriebliche Erträge

613

811

-198

24,4

Umsatzerlöse

Aufwendungen für Verkaufsgrundstücke

-12.446

-10.643

-1.803

16,9

Betriebskosten/Instandhaltung Vermietungsflächen

-5.787

-6.007

220

3,7

Betriebskosten/Instandhaltung Parkeinrichtungen

-1.908

-1.542

-366

23,7

Personalaufwand

-4.242

-4.156

-86

2,1

Abschreibungen

-12.149

-11.379

-770

6,8

-1.033

-1.013

-20

2,0

-360

-335

-25

7,5

-53

-192

139

72,4

-1.438

-1.363

-75

5,5

-75

-43

-32

74,4

1.025

1.060

-35

3,3

-95

-409

314

76,8

Zinsbelastung

-5.881

-6.269

388

6,2

Verlustübernahme IN Tourismus u. Kongress GmbH

-1.139

-1.236

97

7,8

-118

-95

-23

24,2

175

175

0

0,0

-1.854

5.650

-7.504

>100

278

-1.357

1.635

>100

141

-792

933

>100

-1.576

4.293

-5.869

>100

Pachtaufwendungen und Erbbauzinsen
Werbung und Öffentlichkeitsarbeit
Forderungsausfälle
übrige betriebliche Aufwendungen
Grund- und KfZ-Steuer
Zinserträge aus Ausleihungen und Avalen
Zinsergebnis aus Auf-/Abzinsung Rückstellungen

Verlustübernahme in-arbeit GmbH
Gewinnausschüttung ISG
Ergebnis vor Ertragsteuern
Steuern von Einkommen und Ertrag
davon Gew erbesteuer

Jahresergebnis

110

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

IFG Ingolstadt AöR

Ergebnisse nach Geschäftsbereichen

2017

2016

Veränderung

TEUR

TEUR

TEUR

%

Parkeinrichtungen

-1.746

-1.288

-458

35,6

Grundstückshandel

-2.025

5.641

-7.666

>100

6.237

5.613

624

11,1

-593

-397

-196

49,4

-2.539

-2.627

88

3,3

Vermietung
Wirtschaftsförderung
Verwaltungskosten
Planung/Vorbereitung Bau Hotel-/Kongresszentrum

-106

-136

30

22,1

operatives Ergebnis

-772

6.806

-7.578

>100

-1.139

-1.236

97

7,8

-118

-95

-23

24,2

Ausgleich nicht gedeckte Kosten Tourismus
Ausgleich nicht gedeckte Kosten in-arbeit
Gewinnausschüttung ISG

175

175

0

0,0

Ertragsteuern

278

-1.357

1.635

>100

-1.576

4.293

-5.869

>100

Jahresergebnis

Ertragslage
Im Geschäftsjahr 2017 verzeichnet die IFG aus ihrer Geschäftstätigkeit einen Verlust von
TEUR 772, insbesondere aufgrund des Ergebnisrückgangs im Bereich Grundstückshandel
um TEUR 7.666. Hier konnten vorgesehene umfangreiche Grundstücksverkäufe in 2017
noch nicht realisiert werden. Ergebnisbelastend wirkt zudem der Rückstellungsbedarf für zu
erwartende Erschließungskostenerstattungen für verkaufte Grundstücke auf dem
Gießereigelände in Höhe von TEUR 2.160. Im Vermietungsbereich ist aufgrund niedrigerer
Instandhaltungs- und Zinsaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um
TEUR 624 auf TEUR 6.237 zu verzeichnen. Aufgrund höherer Betriebs- und
Instandhaltungskosten sowie Abschreibungen und fehlenden Parkeinnahmen, insbesondere
wegen der sanierungsbedingten Schließung der Münstertiefgarage, weist der Bereich
Parkeinrichtungen ein im Vorjahresvergleich um TEUR 458 höheres Defizit aus. In 2017
wurden im Bereich des Stadt- und Wirtschaftsmarketings TEUR 593 aufgewendet. Die
Verwaltungskosten konnten um TEUR 88 auf TEUR 2.539 vermindert werden. Für die
Errichtung des CongressCentrums fielen in 2017 weitere nicht aktivierungsfähige Planungsund Vorbereitungskosten von TEUR 106 (Vorjahr TEUR 136) an.
In 2017 glich die IFG nicht gedeckte Kosten bei der Tochtergesellschaft Ingolstadt Tourismus
und Kongress GmbH von TEUR 1.139 (Vorjahr TEUR 1.236) aus.
Auch bei der in-arbeit GmbH sind die nicht gedeckten Kosten in Höhe von TEUR 118
(Vorjahr TEUR 95) durch die IFG auszugleichen.
Die von der ISG GmbH vereinnahmte Ausschüttung in 2017 beläuft sich unverändert zum
Vorjahr auf TEUR 175.
Nach Abzug der Ertragsteuererstattung von TEUR 278 (Vorjahr Ertragsteueraufwand
TEUR 1.357) ergibt sich für das Geschäftsjahr 2017 ein Jahresfehlbetrag von TEUR 1.576.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

111

IFG Ingolstadt AöR

Prognose
2018

Kennzahlen langfristig

2017

2016

2015

2014

2013

Jahresergebnis

TEUR

14.413

-1.576

4.293

-5.342

-2.185

-4.680

Betriebsleistung

TEUR

46.041

43.670

49.097

55.159

49.032

46.142

%

10,2

9,7

8,5

7,0

7,3

6,9

VZÄ

63,2

59,3

57,5

57,3

53,9

51,1

Personalaufwandsquote
Mitarbeiter
Cashflow

TEUR

26.671

10.802

16.442

5.333

7.699

5.920

Investitionen

TEUR

21.239

14.459

17.999

40.803

35.380

26.109

Bilanzsumme

TEUR

372.859

376.179

372.329

379.143

76,4

89,1

92,3

90,6

88,6

86,5

57.401

25.901

22.077

13.513

16.855

17.040

15,4

6,9

5,9

3,6

4,7

4,7

309.000

326.461

328.870

337.157

326.658

322.032

Anlagenintensität
Eigenmittel
Eigenmittelquote
Kredite

%
TEUR
%
TEUR

365.252 * 361.571

* ohne künftige Einlageverpflichtungen bei der LGI GmbH

Ausblick – Chancen und Risiken
In 2018 wird mit der Realisierung von Grundstücksverkäufen, welche bereits in 2017 geplant
waren, wieder ein deutlicher Jahresüberschuss erwartet. Es wird davon ausgegangen, dass
der Verkauf des Grundstückes GVZ II Südteil in 2018 vollzogen werden kann.
Im Herbst 2018 ist die Vergabe der Bauleistung für das CongressCentrum an einen
Generalunternehmer vorgesehen. Die Eröffnung des CongressCentrums soll im Frühjahr
2021 stattfinden. Es sind Objektgesamtkosten von 55 Mio. EUR zu erwarten. Für die
Congressgarage werden Gesamtkosten von 45,3 Mio. EUR veranschlagt. Zins- und
Abschreibungen werden insgesamt nur für 23 Mio. EUR Investvolumen erwirtschaftet
werden können.
In der Tiefgarage am Schloss und im Parkhaus Hauptbahnhof West wurde mit der
Generalsanierung begonnen. Die Sanierung wird voraussichtlich Ausgaben von rund
12 Mio. EUR nach sich ziehen.
Die künftige Ergebnissituation ist in hohem Maße abhängig von den Möglichkeiten des
weiteren Abverkaufs von Gewerbeflächen und der stabilen Vermietung der Hallen im
Güterverkehrszentrum.
In Höhe der Abschreibungen sollen die Kredite kontinuierlich getilgt werden. Soweit für
Investitionen Zins und Abschreibung nicht erwirtschaftbar sind, wird eine Finanzierung über
Einlagen der Stadt Ingolstadt angestrebt, um nicht rentierliche Schulden zu vermeiden.
Finanzielle Verpflichtungen der Stadt Ingolstadt
Die satzungsrechtliche Verpflichtung der Stadt Ingolstadt, die IFG immer so auszustatten,
dass sie stets all ihren Verpflichtungen nachkommen kann, ging mit der Rechtsformänderung
der IFG in eine Anstalt öffentlichen Rechts in der Gewährträgerhaftung der Stadt Ingolstadt
gemäß Art. 89 Abs. 4 der Gemeindeordnung auf. Hiernach haftet die Stadt Ingolstadt
unbeschränkt für die Verbindlichkeiten der IFG Ingolstadt AöR, soweit nicht durch
Befriedigung aus ihrem Vermögen zu erlangen ist.
112

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

LGI Logistikzentrum im GVZ Ingolstadt
Betreibergesellschaft mbH
Wagnerwirtsgasse 2, 85049 Ingolstadt
60.000.000 €

Stammkapital:
gehalten durch
Gesellschafter:

Unterbeteiligung:

IFG Ingolstadt AöR
Audi AG

30.000.000 €
30.000.000 €

GVZ Logistik GmbH & Co. KG (seit September 2015)
GVZ Konsolidierungszentrum
Betreibergesellschaft mbH

Beschlussorgane:

Gesellschafterversammlung

Geschäftsführer:

Norbert Forster

50,00%
50,00%
100,00%
33,55%

Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft
Die LGI Logistikzentrum im Güterverkehrszentrum Ingolstadt Betreibergesellschaft mbH
(LGI GmbH) ist mit der Verwaltung und Vermietung der Hallen F, G, L, M, N und des
Medienservice Centers im Güterverkehrszentrum I sowie der Halle T im Güterverkehrszentrum II betraut. Die Mietflächen von 210.101 qm sind nahezu vollständig belegt. Ferner
wird seit Juni 2013 das automatisierte Lager für Kleinladungsträger (AKL) vermietet. Für die
Hallen F, G und L bestehen Finanzierungsverträge bis 2026, auf deren Grundlage die IFG
Ingolstadt AöR, ihres Zeichens auch Gesellschafterin der LGI GmbH, bis zur Tilgung der
Verbindlichkeiten zivilrechtliche Eigentümerin bleibt. Das wirtschaftliche Eigentum dieser
Hallen F, G, L ist jedoch bereits der LGI zuzurechnen. Die Ausweisung und Abschreibung
der Immobilien erfolgt daher bei der LGI GmbH.
Die in 2012/13 errichtete Halle T ist die erste zweigeschossige Halle und verfügt über eine
Nutzfläche von insgesamt 83.469 qm. Die Gesamtfertigstellung und damit auch die
Vollvermietung der Halle T erfolgte Anfang 2014.
Seit Juli 2013 entstand das neue Medienservicecenter mit einer Mietfläche von 6.778 qm auf
vier Etagen. Nach der Fertigstellung im August 2014 sind der Printservice, die Postdienste,
das Zentralarchiv und ein Teil der Audi Tradition dort eingezogen.
Im September 2015 wurde die 100 %ige Tochtergesellschaft GVZ Logistik GmbH & Co. KG
gegründet, die die zweistöckige Halle B mit einer Nutzfläche von 30.000 qm errichtete. In
den Vormontagecentern konnte Anfang 2017 der Betrieb aufgenommen werden, die
Versammlungsstätte auf dem Dach der Halle B mit einer Gesamtfläche von rd. 7.500 qm
wurde Mitte Juli 2017 fertiggestellt. Die Betriebsvorrichtungen in der Halle B werden von der
LGI GmbH finanziert und an die GVZ KG vermietet. Zur Schaffung von Ersatzparkplätzen
wurde das Parkhaus an der Rasmussenstraße um weitere fünf Geschosse aufgestockt. Mit
Fertigstellung Ende 2015 stehen nun auf sieben Etagen rund 1.600 Stellplätze zur
Verfügung.
Seit Mai 2013 hält die Gesellschaft 33,55 % der Anteile an der GVZ Konsolidierungszentrum
Betreibergesellschaft mbH, Ingolstadt.
Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

113

LGI Logistikzentrum im GVZ Ingolstadt Betreibergesellschaft mbH

Vermögens- und Finanzlage
Brückennutzungsrecht

31.12.2017

31.12.2016

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

%

990

1.027

-37

3,6

60.106

59.981

125

0,2

130.323

141.990

-11.667

8,2

Photovoltaikanlagen, Kleinteilelager

8.516

10.411

-1.895

18,2

Betriebsvorrichtungen Halle B

2.863

0

2.863

>100

371

371

0

0,0

25

25

0

0,0

7.500

7.500

0

0,0

210.694

221.305

-10.611

4,8

25.192

19.145

6.047

31,6

604

0

604

>100

75

924

-849

91,9

1.092

1.259

-167

13,3

2

2

0

0,0

Umlaufvermögen

26.965

21.330

5.635

26,4

Gesamtvermögen

237.659

242.635

-4.976

2,1

Geleistete Stammeinlagen

60.000

60.000

0

0,0

Gewinnvortrag

19.968

15.191

4.777

31,4

Jahresergebnis

6.177

4.777

1.400

29,3

86.145

79.968

6.177

7,7

2.413

1.039

1.374

>100

Bankkredite

90.673

103.324

-12.651

12,2

Mittelbereitstellung Audi Immobilien Verwaltung GmbH

25.000

25.000

0

0,0

Mittelbereitstellungen IFG Ingolstadt AöR

29.619

28.502

1.117

3,9

Grund und Boden
Bauten und Außenanlagen

Anteile an der GVZ GmbH (33,55 %)
Anteile an der GVZ Logistik Verwaltungs GmbH (100 %)
Anteile an der GVZ Logistik GmbH & Co. KG (100 %)
langfristiges Vermögen
Darlehen an GVZ Logistik KG
Gewinnanspruch gegenüber GVZ Logistik KG
Steuererstattungsansprüche
übrige Forderungen und Abgrenzungen
Liquide Mittel

Eigenkapital
Rückstellungen

Verbindlichkeiten gegenüber GVZ Logistik KG

129

2.380

-2.251

94,6

1.577

139

1.438

>100

703

540

163

30,2

1.400

1.743

-343

19,7

Verbindlichkeiten

149.101

161.628

-12.527

7,8

Gesamtkapital

237.659

242.635

-4.976

2,1

Steuerverbindlichkeiten
Zinsabgrenzungen
übrige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen

Das langfristige Vermögen hat sich im Vorjahresvergleich um TEUR 10.611 reduziert, da den
Investitionen von TEUR 1.949 planmäßige Abschreibungen von TEUR 7.711 sowie Abgänge
zu Buchwerten von TEUR 4.849 gegenüber stehen. Die Abgänge betreffen insbesondere
Planungsleistungen, welche an die GVZ Logistik GmbH & Co. KG weiterverrechnet wurden.
Der Anstieg des Umlaufvermögens beruht im Wesentlichen auf der Aufstockung des der
Tochtergesellschaft GVZ Logistik KG zur Verfügung gestellten Darlehens um TEUR 6.047
auf TEUR 25.192.

114

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

LGI Logistikzentrum im GVZ Ingolstadt Betreibergesellschaft mbH

Das langfristig gebundene Anlagevermögen veränderte sich wie folgt:
Investitionen Abschreibung

TEUR

TEUR

Abgänge

Veränderung

TEUR

TEUR

Software und Nutzungsrechte

0

37

0

-37

Hallen F, G, L, M, N

0

2.537

0

-2.537

40

0

0

40

6

2.536

0

-2.530

1.535

204

4.608

-3.277

Grund und Boden Betriebsrestaurant

85

0

0

85

Betriebsrestaurant Planungskosten

101

0

241

-140

0

0

0

0

11

402

0

-391

0

1.590

0

-1.590

171

101

0

70

0

304

0

-304

1.949

7.711

4.849

-10.611

Grund und Boden Halle T
Halle T
Halle B Betriebsvorrichtungen

Parkhaus Rasmussenstraße
Mediencenter
Automatisches Kleinteilelager Halle D
JIT-Straßen und Brücke
Photovoltaikanlagen
Veränderung Anlagevermögen

Rund 41 % des Anlagevermögens sind über das Eigenkapital finanziert, welches im
Vergleich zum Vorjahr um den erwirtschafteten Jahresüberschuss von TEUR 6.177 auf
TEUR 86.145 angewachsen ist.

Die Rückstellungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.374 auf
TEUR 2.413. Sie betreffen mit TEUR 946 (Vorjahr TEUR 772) Ertragsteuern. Die übrigen
Rückstellungen sind aufgrund höherer Verpflichtungen aus noch ausstehenden Rechnungen
um TEUR 1.201 auf TEUR 1.468 angestiegen.

Aufgrund von planmäßigen Tilgungen reduzierten sich die Bankdarlehen um TEUR 12.651
auf TEUR 90.673. Das von der Audi in 2016 ausgereichte Darlehen in Höhe von
TEUR 25.000 mit einer Laufzeit bis 2021 dient der Refinanzierung der an die
Tochtergesellschaft GVZ Logistik KG weitergereichten Finanzmittel. Gegenüber der IFG
wurden die langfristigen Verbindlichkeiten um TEUR 1.117 auf TEUR 26.619 erhöht.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

115

LGI Logistikzentrum im GVZ Ingolstadt Betreibergesellschaft mbH

Ertragslage
Umsatzerlöse

2017

2016

Veränderung

TEUR

TEUR

TEUR

%

25.622

24.493

1.129

4,6

7.429

2.400

5.029

>100

146

153

-7

4,6

Betriebskosten und Instandhaltung

-5.012

-5.650

638

11,3

Verauslagte Planungskosten

-7.429

-2.400

-5.029

>100

-25

-25

0

0,0

-7.711

-7.497

-214

2,9

Verlorene Planungskosten

-241

0

-241

>100

Sonstige betriebliche Aufwendungen

-142

-147

5

3,4

Zinserträge für Ausleihung GVZ KG

554

372

182

48,9

Gewinnanspruch GVZ Logistik KG

604

0

604

>100

-4.844

-4.890

46

0,9

8.951

6.809

2.142

31,5

-2.774

-2.032

-742

36,5

-1.210

-1.105

-105

9,5

6.177

4.777

1.400

29,3

Weiterverrechnung Planungskosten an GVZ KG
Sonstige betriebliche Erträge

Personalaufwand
Abschreibungen

Zinsaufwand für Darlehen
Ergebnis vor Ertragsteuern
Ertragsteuern
davon Gew erbesteuer

Jahresüberschuss

Der Anstieg der Umsatzerlöse um TEUR 1.129 betrifft die erstmaligen Mieterträge für die
Betriebsvorrichtungen und die Infrastruktur der Halle B, denen ein Anstieg der
Abschreibungen von TEUR 214 gegenüber steht.
Die Kosten für das Retrofit im Kleinteilelager beliefen sich in 2017 nur auf TEUR 230, im
Vorjahr betrugen diese TEUR 1.051.
Zusätzlich war erstmals ein Beteiligungsertrag der GVZ Logistik GmbH & Co. KG in Höhe
von TEUR 604 zu erfassen.
Dies führt zu einem Jahresüberschuss von TEUR 6.177 der auf neue Rechnung vorgetragen
wird und zur Tilgung der Kredite eingesetzt wird.

116

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

LGI Logistikzentrum im GVZ Ingolstadt Betreibergesellschaft mbH

Prognose
2018

Kennzahlen langfristig

2017

2016

2015

2014

2013

Jahresergebnis

TEUR

6.037

6.177

4.777

6.007

5.845

1.752

Betriebsleistung

TEUR

26.674

25.768

24.646

24.121

22.796

13.533

18,8

19,5

22,9

18,2

14,5

20,3

Nebenkosten, Instandhaltung

%

Cashflow

TEUR

14.151

14.294

12.488

13.260

12.589

5.919

Investitionen

TEUR

5.600

7.272

7.272

19.699

32.301

66.908

Bilanzsumme*

TEUR

235.145

237.659

242.635

224.524

210.311

204.009

93,0

88,7

91,2

98,7

99,4

89,9

92.182

86.145

79.968

75.191

69.184

43.339

39,2

36,2

33,0

33,5

32,9

21,2

146.962

145.292

156.826

144.858

136.064

158.190

Anlagenintensität
Eigenmittel*
Eigenmittelquote
Kredite

%
TEUR
%
TEUR

* ohne ausstehende Einlagen der Gesellschafter

Ausblick – Chancen und Risiken
Für 2018 sieht die Planung Mietanhebungen sowie höhere Aufwendungen für die
Instandhaltung des Kleinteilelagers, die sich weitgehend ausgleichen, vor. Von der
Tochtergesellschaft GVZ Logistik KG wird eine Ausschüttung von 0,8 Mio. EUR erwartet.
Ferner wird mit einem Anstieg der Mieterträge und damit mit einer weiteren Steigerung des
Jahresüberschusses gerechnet.
Die Sanierung der JIT-Brücke über die Ettinger Straße wird voraussichtlich erst in den
Jahren 2020 / 2021 vollzogen.
Die Gesellschaft plant in 2018 für 8,5 Mio. EUR ein Betriebsrestaurant zu errichten, das ab
2019 an die Audi AG vermietet werden soll.
Bei den Finanzierungen wurden langfristige Zinsbindungen vereinbart. Die Audi AG wird für
eine Vermietung der Flächen Sorge tragen.

Finanzielle Verpflichtungen der IFG Ingolstadt AöR und der Stadt Ingolstadt
Nach § 7 Abs. 1 Satz 1 des Gesellschaftsvertrages ist die IFG Ingolstadt AöR am Gewinn
nicht beteiligt. Am Verlust nimmt sie bis zur Höhe ihrer Stammeinlage (30 Mio. EUR) teil. Die
IFG erhält eine Garantieverzinsung, die mit Ausübung des Anteilsverkaufs frühestens 2022
mit der Einlagenrückgewähr fällig wird.
Darüber hat sich die IFG Ingolstadt AöR verpflichtet, der LGI GmbH Finanzierungsmittel bis
zur Höhe von 32 Mio. EUR in 2018 bereitzustellen. Die IFG Ingolstadt AöR und mittelbar die
Stadt Ingolstadt tragen hierfür das Ausfallrisiko.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

117

GVZ Konsolidierungszentrum
Betreibergesellschaft mbH
Wagnerwirtsgasse 2, 85049 Ingolstadt
310.000 €

Stammkapital:
Gesellschafter:

LGI Logistikzentrum im GVZ Ingolstadt
Betreibergesellschaft mbH
Frau Inge Scherm
M. Preymesser GmbH
Rudolph Spedition und Logistik GmbH
Audi AG

Beschlussorgane:

Gesellschafterversammlung

Geschäftsführer:

Norbert Forster

104.000 €
51.500 €
51.500 €
51.500 €
51.500 €

33,55%
16,61%
16,61%
16,61%
16,61%

Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft
Der GVZ Konsolidierungszentrum Betreibergesellschaft mbH (GVZ GmbH) obliegt die Verwaltung und Vermietung der Halle D im Güterverkehrszentrum Ingolstadt.

Vermögens- und Finanzlage
Brückenanbindung GVZ

31.12.2017

31.12.2016

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

%

176

182

-6

3,3

Grund und Boden Halle D

5.677

5.677

0

0,0

Bauten Halle D

6.803

7.192

-389

5,4

12.656

13.051

-395

3,0

26

34

-8

23,5

0

17

-17

100,0

26

51

-25

49,0

12.682

13.102

-420

3,2

Anlagevermögen
Forderungen und Abgrenzungen
Liquide Mittel
Kurzfristiges Vermögen
Gesamtvermögen
Gezeichnetes Kapital

310

310

0

0,0

7.198

6.347

851

13,4

937

851

86

10,1

8.445

7.508

937

12,5

44

76

-32

42,1

Bankkredite

3.023

3.937

-914

23,2

Mietkaufverbindlichkeiten an IFG Ingolstadt AöR

1.119

1.492

-373

25,0

51

89

-38

42,7

4.193

5.518

-1.325

24,0

12.682

13.102

-420

3,2

Gewinnvortrag
Jahresergebnis
Eigenkapital
Rückstellungen

übrige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten
Gesamtkapital

Die Halle D wurde 1995 von der IFG errichtet. Durch den 7.000 qm Hallenanbau im
Mai 2010 vergrößerte sich die vermietbare Fläche auf 22.285 qm. Nach dem bis 2020
laufendem Mietkaufvertrag hat die GVZ GmbH Mietzahlungen an die IFG zu leisten, die
deren Kapitaldienst decken. Zur Sicherung der Mittelbereitstellung der IFG an die
118

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

GVZ Konsolidierungszentrum Betreibergesellschaft mbH

GVZ GmbH verbleibt eine Teilfläche des Grundstücks bis 2020 im zivilrechtlichen Eigentum
der IFG.
Aufgrund planmäßiger Abschreibungen für die Halle D verminderte sich das langfristig
gebundene Anlagevermögen um TEUR 395 auf TEUR 12.656. Das kurzfristig gebundene
Vermögen verminderte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 25 auf TEUR 26.
Rund 67 % des Anlagevermögens werden über Eigenkapital finanziert, das in Folge des
Jahresüberschusses um TEUR 937 auf TEUR 8.445 angewachsen ist.
Die zur weiteren Finanzierung bestehenden langfristigen Bankkredite wurde in Höhe von
TEUR 914 auf TEUR 3.023 getilgt. Auch Mittelbereitinanspruchnahme bei der IFG wurde
plangemäß um TEUR 373 auf TEUR 1.119 zurückgeführt.

Ertragslage
Miete Halle D inkl. Nebenkosten
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebskosten

2017

2016

Veränderung

TEUR

TEUR

TEUR

%

2.137

2.114

23

1,1

7

13

-6

46,2

-412

-391

-21

5,4

Personalaufwand

-22

-22

0

0,0

Abschreibungen

-395

-395

0

0,0

-85

-156

71

45,5

Reparaturen und Instandhaltung
Verwaltungskosten

-13

-19

6

31,6

-104

-133

29

21,8

1.113

1.011

102

10,1

Körperschaftsteuer

-176

-160

-16

10,0

Jahresüberschuss

937

851

86

10,1

Zinsergebnis
Ergebnis vor Ertragsteuern

Die Erträge aus den weiterhin voll vermieteten Flächen stiegen im Vergleich zum Vorjahr
leicht infolge von höheren Betriebskosten, die an die Mieter weitergereicht wurden.
Geringere Instandhaltungsaufwendungen führen zu einem Anstieg des Jahresüberschusses.
Auch die Zinsbelastung reduzierte sich um TEUR 29 infolge der planmäßigen Tilgung der
Darlehen.
Der Jahresüberschuss ist im Vorjahresvergleich um TEUR 86 auf TEUR 937 gestiegen.
Dieser wird vollständig zur Tilgung der Darlehen eingesetzt und nicht ausgeschüttet.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

119

GVZ Konsolidierungszentrum Betreibergesellschaft mbH

Prognose

Kennzahlen langfristig

2018

2017

2016

2015

2014

2013

Jahresergebnis

TEUR

900

937

851

904

899

656

Betriebsleistung

TEUR

2.128

2.144

2.127

2.116

2.134

2.132

Materialaufwandsquote

%

19,0

19,2

18,4

18,5

18,7

18,4

Personalaufwandsquote

%

1,0

1,0

1,0

1,0

1,0

1,0

Cashflow

TEUR

1.295

1.332

1.246

1.299

1.287

1.093

Investitionen

TEUR

0

0

0

72

732

21

Bilanzsumme

TEUR

12.287

12.682

13.102

13.592

13.895

14.043

%

99,8

99,8

99,6

98,9

99,1

95,6

TEUR

9.345

8.445

7.508

6.657

5.753

4.854

%

76,1

66,6

57,3

49,0

41,4

34,6

Tilgungsleistungen an IFG

TEUR

746

1.119

1.492

1.865

2.238

2.611

Bankkredite

TEUR

2.797

3.023

3.937

4.733

5.329

6.259

Anlagenintensität
Eigenkapital
Eigenkapitalquote

Ausblick – Chancen und Risiken
Die Ertragslage des Unternehmens ist durch die mit Audi getroffenen Vereinbarungen zur
verpflichtenden Anmietung der Flächen durch ihre Dienstleister bis ins Jahr 2020 gesichert.
Die gesamte Hallenfläche von rund 22.000 qm wird derzeit von einem Automobilzulieferunternehmen angemietet.
In 2018 erfolgt die Heizungssanierung. Die grundlegende Sanierung der JIT-Brücke wird
voraussichtlich erst in den Jahren 2020/2021 möglich.
Die tilgungsbedingt rückläufigen Zinslasten ermöglichen weitere Ergebnissteigerungen.
Die Gewinne werden vollständig zur Tilgung von Krediten einbehalten.

Finanzielle Verpflichtungen der IFG Ingolstadt AöR und der Stadt Ingolstadt
Die IFG Ingolstadt AöR stellt der GVZ GmbH Finanzmittel derzeit von rund 1 Mio. EUR zur
Verfügung, für die sie und mittelbar über die Gewährträgerhaftung die Stadt Ingolstadt das
Kreditausfallrisiko trägt.

120

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

GVZ Logistik GmbH & Co. KG
Wagnerwirtsgasse 2, 85049 Ingolstadt

Komplementär:

GVZ Logistik Verwaltungs GmbH
Stammkapital
25.000 €
gehalten von der
LGI Logistikzentrum im Güterverkehrszentrum
Ingolstadt Betreibergesellschaft mbH

ohne Einlage

Kommanditistin:

LGI Logistikzentrum im Güterverkehrszentrum
Ingolstadt Betreibergesellschaft mbH

7.500.000 €

Beschlussorgane:

Gesellschafterversammlung

Geschäftsführung:

GVZ Logistik Verwaltungs GmbH
Geschäftsführer
Norbert Forster

100,00%

Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft
Die LGI Logistikzentrum im Güterverkehrszentrum Ingolstadt Betreibergesellschaft mbH hat
im Oktober 2015 die 100 %ige Tochtergesellschaft GVZ Logistik GmbH & Co. KG gegründet
sowie die dazu erforderliche Komplementär-GmbH (GVZ Logistik Verwaltungs GmbH)
errichtet.
Der Gesellschaftszweck der GVZ Logistik GmbH & Co. KG ist identisch mit dem der
LGI GmbH und erstreckt sich auf den Erwerb und die Errichtung sowie die Vermietung und
Verwaltung von Gewerbeimmobilien im Bereich der Logistik.
Die GVZ Logistik KG errichtete im Güterverkehrszentrum auf einem von der Audi AG im
Erbbaurecht überlassenen Grundstück die Halle B, welche im Januar 2017 fertiggestellt
wurde. Die neue Halle verfügt, wie schon die Halle T, über zwei Etagen mit einer Nutzfläche
von 30.000 qm und eine Anbindung ans Werk. Rund 500 Audi-Mitarbeiter sind in den
Vormontagecentern Hinterachsen- und Cockpitmodul-Fertigung und den zugehörigen
Logistikbereichen tätig. Auf dem Dach der Halle B wurde eine Versammlungsstätte mit einer
Gesamtfläche von rd. 7.500 qm für bis zu 2.000 Besucher errichtet und Mitte Juli 2017
eingeweiht. Die Projektkosten (incl. Betriebsvorrichtungen abgebildet bei der LGI GmbH)
belaufen sich auf rund 70 Mio. EUR. Die Halle ist vollumfänglich von der Audi AG
angemietet.
Zur Finanzierung hat die GVZ Logistik KG in 2016 ein Bankdarlehen über 39 Mio. EUR
abgeschlossen. Der darüberhinausgehende Bedarf wird über Gesellschafterdarlehen der LGI
GmbH gedeckt.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

121

GVZ Logistik GmbH & Co. KG

Vermögens- und Finanzlage
Halle B
Parkhaus Furtwänglerstraße
Grundstück Gaimersheimer Straße
Anlagevermögen
Forderungen gegenüber LGI

31.12.2017

31.12.2016

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

%

62.245

34.590

27.655

80,0

0

7.426

-7.426

100,0

7.869

0

7.869

>100

70.114

42.016

28.098

66,9

128

2.380

-2.252

94,6

2.132

472

1.660

>100

320

88

232

>100

13

10.727

-10.714

99,9

2.593

13.667

-11.074

81,0

72.707

55.683

17.024

30,6

7.500

7.500

0

0,0

-937

-14

-923

>100

1.541

-923

2.464

>100

-604

0

-604

>100

Wirtschaftliches Eigenkapital

7.500

6.563

937

14,3

Rückstellungen

2.007

6

2.001

>100

Bankkredite

36.562

29.250

7.312

25,0

Gesellschafterdarlehen LGI

Vorsteuererstattungsansprüche
übrige Forderungen und Abgrenzungen
Liquide Mittel
Kurzfristiges Vermögen
Gesamtvermögen
Kapital des Kommanditisten
Verlustvortragskonto
Jahresergebnis
Geplante Ausschüttung

25.192

19.145

6.047

31,6

Gewinnausschüttung

604

0

604

>100

übrige Verbindlichkeiten

842

719

123

17,1

Verbindlichkeiten

63.200

49.114

14.086

28,7

Gesamtkapital

72.707

55.683

17.024

30,6

Die Halle B wurde in 2017 mit weiteren Investitionen von TEUR 29.604 fertiggestellt und ab
Nutzungsbeginn planmäßig in Höhe von TEUR 1.949 abgeschrieben.
Der Bau eines weiteren Parkhauses auf dem Grundstück an der Furtwänglerstraße - südlich
der Halle T im Güterverkehrszentrum - wird nicht weiter verfolgt; das Grundstück wurde an
die IFG zurückgegeben und ein Alternativgrundstück an der Gaimersheimer Str. erworben.
Das Eigenkapital stieg aufgrund der Verrechnung eines Teils des Jahresüberschusses mit
dem Verlustvortragskonto um TEUR 937 auf TEUR 7.500. Der Rest des
Jahresüberschusses in Höhe von TEUR 604 wird an die Gesellschafterin LGI
Logistikzentrum im Güterverkehrszentrum Ingolstadt Betreibergesellschaft mbH
ausgeschüttet.
Die Rückstellungen betreffen mit TEUR 274 Ertragsteuern und mit TEUR 1.733 im
Wesentlichen ausstehende Rechnungen für noch nicht abgerechnete Bauleistungen für die
Errichtung der Halle B.
Zur Finanzierung der Investitionen wurden weitere Darlehensmittel bei der finanzierenden
Bank und der Gesellschafterin abgerufen. Die Bankdarlehen belaufen sich damit auf
TEUR 36.562 und die Gesellschafterdarlehen der LGI GmbH auf TEUR 25.192.

122

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

GVZ Logistik GmbH & Co. KG

Ertragslage
Mieterträge

2017

2016

TEUR

TEUR

5.628

0

117

2.000

90

0

454

0

Weiterverrechnung Betriebsvorrichtungen
übriger Kostenersatz
Erstattung Zinsaufwand für Grundstücksrückgabe
Betriebskosten

-862

-7

-1.949

-8

Verauslagte Kosten für Betriebsvorrichtungen

-116

-2.000

Erbbauzins

-370

-370

Abschreibungen

Verwaltungskosten
Zinsbelastung

-71

-54

-1.106

-484

-274

0

1.541

-923

Gewerbeertragsteuer
Jahresergebnis

Ab 2017 wurde die Halle B vermietet mit Erträgen von TEUR 5.628, denen planmäßige
Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.949 und der Erbbauzins für das Grundstück von
TEUR 370 sowie weitergereichte Betriebskosten von TEUR 862 gegenüber stehen. Die
Zinsbelastung betrifft mit TEUR 554 (Vorjahr TEUR 372) die Gesellschafterdarlehen der LGI
GmbH und mit TEUR 552 (Vorjahr TEUR 111) die Bankdarlehen. Aus der Rückgabe des
Grundstücks Furtwänglerstr. ergab sich aus der Erstattung der Finanzierungsaufwendungen
ein Ertrag von TEUR 454.
Mit dem Jahresüberschuss von TEUR 1.541 wird der Verlustvortrag von TEUR 937
abgetragen; der Restbetrag von TEUR 604 wird an die Gesellschafterin LGI GmbH
ausgeschüttet.
Plan

Kennzahlen langfristig

2018

2017

2016

Jahresergebnis

TEUR

869

1.541

-923

Betriebsleistung

TEUR

5.375

5.835

0

%

13,1

14,8

0,0

Cashflow

TEUR

2.785

3.490

-915

Investitionen

TEUR

4.423

37.473

31.757

Bilanzsumme

TEUR

67.551

72.707

55.683

%

99,6

96,4

75,5

TEUR

7.500

7.500

6.563

%

11,1

10,3

11,8

Nebenkosten, Instandhaltung

Anlagenintensität
Eigenkapital
Eigenkapitalquote
Tilgungsleistungen an LGI

TEUR

24.599

25.192

19.145

Bankkredite

TEUR

33.313

36.562

29.250

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

123

IGEV Infrastruktur und Gewerbeimmobilien Entwicklungs-/Verwaltungs GmbH
Wagnerwirtsgasse 2, 85049 Ingolstadt
250.000 €

Stammkapital:
gehalten durch
Gesellschafter:

250.000 €

IFG Ingolstadt AöR

100,00%

Komplementärin der IGE Infrastruktur und Gewerbeimmobilien
Entwicklungs GmbH & Co. KG
Beschlussorgane:

Gesellschafterversammlung

Geschäftsführer:

Norbert Forster

Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft
Die IFG Ingolstadt AöR hat im Dezember 2013 die IGEV Infrastruktur und
Gewerbeimmobilien Entwicklungs-/Verwaltungs GmbH errichtet. Diese übernahm die
Komplementärstellung bei der neu gegründeten IGE Infrastruktur und Gewerbeimmobilien
GmbH & Co. KG, die die Errichtung der Audi-Akademie von der IFG übernommen hat. Die
gesamte Finanzierung wird durch die alleinige Kommanditistin der IGE Infrastruktur und
Gewerbeimmobilien GmbH & Co. KG, die Audi Immobilien Verwaltung GmbH, getragen. Die
Komplementärin IGEV erhält für ihre auf TEUR 250 begrenzte Haftung eine Haftungsvergütung von 3,75 % p.a. sowie für die Übernahme der Geschäftsführung einen Auslagenersatz. Darüber hinaus ist die IGEV GmbH am Ergebnis der IGE KG nicht beteiligt.

Vermögens- und Finanzlage

31.12.2017
TEUR

31.12.2016 Veränderung
TEUR

TEUR

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

10

5

5

Liquide Mittel

87

85

2

Vermögen

97

90

7

250

250

0

-188

-188

0

Stammkapital - Haftungskapital
nicht eingeforderte ausstehende Einlage
Rücklagen
Gewinn-/Verlustvortrag
Jahresüberschuss
Eigenkapital
Rückstellungen
Kapital

4

4

0

21

12

9

8

9

-1

95

87

8

2

3

-1

97

90

7

Hinsichtlich des Haftkapitals hat die IFG ihre Mindesteinlage von TEUR 62 in bar erbracht.
Die IGE erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2017 einen Jahresüberschuss von TEUR 8 erzielt,
der im Wesentlichen aus der Haftungsvergütung der IGE resultiert.
Finanzielle Verpflichtungen der IFG Ingolstadt AöR und der Stadt Ingolstadt
Die Haftung der IFG Ingolstadt AöR und - mittelbar über die Gewährträgerschaft - der Stadt
Ingolstadt ist auf die übernommene Stammeinlage der IFG Ingolstadt AöR von TEUR 250
beschränkt.
124

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

ISG Infrastrukturelle Gewerbeimmobilien GmbH
Manchinger Straße 95, 85053 Ingolstadt
5.000.000 €

Stammkapital:
gehalten durch
Gesellschafter:

1.250.000 €
3.750.000 €

IFG Ingolstadt AöR
VIB Vermögen AG

Beschlussorgane:

Gesellschafterversammlung

Geschäftsführer:

Ludwig Schlosser

25,00%
75,00%

Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft
Die 2011 gegründete ISG Infrastrukturelle Gewerbeimmobilien GmbH fördert die Wirtschaft
im Raum Ingolstadt durch die Errichtung und Verwaltung von Infrastruktureinrichtungen für
die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Ingolstadt. Hierzu gehören insbesondere der
Erwerb, die Errichtung, die Verwaltung und Vermietung von gewerblichen Immobilien in
Ingolstadt. Die ISG hat ein fünfgeschossiges Logistikzentrum mit einer Nutzfläche von
21.300 qm errichtet, das seit Mai 2012 langfristig an einen Dienstleister der ContiTemic
vermietet wird.

Vermögens- und Finanzlage

31.12.2017
TEUR

Grundstück

31.12.2016 Veränderung
TEUR

TEUR

2.132

2.132

0

Gebäude und Außenanlagen

21.081

21.849

-768

Anlagevermögen

23.213

23.981

-768

0

2

-2

Mietforderungen
Sonstige Vermögensgegenstände

0

5

-5

Liquide Mittel

374

427

-53

Umlaufvermögen

374

434

-60

23.587

24.415

-828

Stammeinlage VIB Vermögen AG

3.750

3.750

0

Stammeinlage IFG AöR

1.250

1.250

0

Andere Gewinnrücklagen

700

700

0

Ergebnisvortrag

677

448

229

Jahresüberschuss

959

929

30

-600

-700

100

6.736

6.377

359

24

27

-3

16.197

17.281

-1.084

Ausschüttungsvorschlag

600

700

-100

übrige Verbindlichkeiten

30

30

0

Verbindlichkeiten

16.827

18.011

-1.184

Kapital

23.587

24.415

-828

Vermögen

Ausschüttungsvorschlag
Eigenmittel
Rückstellungen
Bankkredite

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

125

ISG Infrastrukturelle Gewerbeimmobilien GmbH

Das Anlagevermögen vermindert sich infolge planmäßiger Abschreibungen in Höhe von
TEUR 768.
Das Vermögen ist zu rund 29 % über die Eigenmittel der Gesellschafter finanziert. Darüber
hinaus bestehen langfristige, zinsgesicherte Bankkredite, die ausschließlich durch
eingetragene Grundschulden und die Abtretung von Mietforderungen abgesichert sind. Die
Darlehensverbindlichkeiten belaufen sich nach planmäßiger Tilgung (TEUR 1.084)
Ende 2017 auf TEUR 16.197.
Die Ausschüttung an die Gesellschafter in 2017 (TEUR 700) sowie die Kredittilgungen
(TEUR 1.084) wurden aus dem Mittelzufluss aus Jahresüberschuss (TEUR 959), den
Abschreibungen (TEUR 768) sowie aus dem Abbau der Liquiditätsbestände finanziert.

Ertragslage
Mieteinnahmen
Nebenkostenverrechnung
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebskosten
Personalaufwand

2017

2016

Veränderung

TEUR

TEUR

TEUR

2.399

2.399

0

167

165

2

0

0

0

-167

-165

-2

0

-16

16

-768

-768

0

-44

-44

0

Zinsergebnis

-448

-467

19

Körperschaftsteuer

-180

-175

-5

Jahresüberschuss

959

929

30

Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen

Ebenso wie im Vorjahr ergibt sich die Ergebnissteigerung im Wesentlichen aus der
tilgungsbedingt weiter rückläufigen Zinsbelastung.
Der Jahresüberschuss von TEUR 959 wird in Höhe von TEUR 600 Anfang Juli 2018 an die
Gesellschafter ausgeschüttet. Die IFG Ingolstadt AöR erhält bezogen auf ihre Einlagen von
TEUR 1.250 eine 12 %ige Gewinnausschüttung von TEUR 150.
In den Folgejahren ist aufgrund des langfristigen Mietvertrages von einer stabilen Ergebnisentwicklung und Gewinnausschüttung auszugehen.

Finanzielle Verpflichtungen der IFG Ingolstadt AöR und der Stadt Ingolstadt
Die Haftung der IFG Ingolstadt AöR und - mittelbar über die Gewährträgerschaft - der Stadt
Ingolstadt ist auf die Einlage der IFG Ingolstadt AöR von TEUR 1.250 beschränkt.

126

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

IN-Campus GmbH
Auto-Union-Straße 1, 85045 Ingolstadt
25.000 €

Stammkapital:
gehalten durch
Gesellschafter:

IFG Ingolstadt AöR
Audi Immobilien Verwaltung GmbH

1.225 €
23.775 €
25.000 €

Unterbeteiligung:

IN-Campus Technologie GmbH
(seit März 2018)

Beschlussorgane:

Gesellschafterversammlung

Geschäftsführer:

Norbert Forster (ab 01.01.2017)
Thomas Vogel (ab 18.07.2017)
Dr.-Ing. Christof Messner (bis 17.07.2017)

4,90%
95,10%
100,00%

Stimmrechte
50,00%
50,00%
50,00%

100,00%

Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft
Die IN-Campus GmbH wurde am 28.04.2015 gegründet und ist ein Gemeinschaftsunternehmen der IFG Ingolstadt AöR und der Audi Immobilien Verwaltung GmbH.
Aufgabe des Unternehmens ist der Erwerb, die Sanierung, die Entwicklung und die
Erschließung des ehemaligen Raffineriestandortes Bayernoil, mit dem Ziel darauf bauliche
Anlagen und infrastrukturelle Einrichtungen zu errichten und an verschiedene
Dienstleistungsunternehmen zu vermieten.
Die IN-Campus GmbH hat im November 2015 das 75 Hektar große Grundstück des früheren
Raffinerie-Geländes von Bayernoil erworben. Im Mai 2016 schloss die IN-Campus GmbH mit
der Stadt Ingolstadt einen öffentlich-rechtlichen Vertrag zur Sanierung des Geländes, womit
für das erste Baufeld im September 2016 begonnen wurde. Der Bebauungsplan zur
Errichtung eines „Innovationscampus“ wurde im Februar 2017 vom Stadtrat der Stadt
Ingolstadt genehmigt.
Für den Rückbau der Raffinerieanlagen sowie für die Sanierung und Entwicklung des
Grundstückes bis 2022 wird nach derzeitigen Erkenntnissen mit Gesamtkosten von
452 Mio. EUR gerechnet. Bis Anfang 2022 sind von den Gesellschaftern Einlagen von
119,4 Mio. EUR zu leisten. Auf die IFG Ingolstadt AöR entfällt entsprechend ihrem Anteil von
4,9 % ein Betrag von 5,9 Mio. EUR.
Der Fremdfinanzierungsbedarf für die Maßnahmen beträgt 324,5 Mio. EUR und wird über
Bankkreditaufnahmen gedeckt. Die Darlehen sind bis Mitte 2022 tilgungsfrei gestellt.
Befristet bis 01.01.2022 gewährt die IFG Ingolstadt AöR selbstschuldnerische Bürgschaften
bis zur Höhe von 16,26 Mio. EUR. Hierfür erhält sie von der IN-Campus GmbH eine
Avalprovision von 0,65 % p.a..
Im März 2018 errichtete die IN-Campus GmbH die 100 %ige Tochtergesellschaft IN-Campus
Technologie GmbH mit einem Stammkapital von TEUR 25. Die Tochtergesellschaft wird die
Errichtung und den späteren Betrieb der Betriebsvorrichtungen vornehmen.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

127

IN-Campus GmbH

Vermögens- und Finanzlage

31.12.2017
TEUR

Grundstücke

TEUR

TEUR

30.284

13.447

16.837

727

830

-103

Parkplatz Audi Sportpark
Anzahlungen / Anlagen im Bau

31.12.2016 Veränderung

5.527

4.675

852

36.538

18.952

17.586

332

1.696

-1.364

Liquide Mittel

3.882

2.617

1.265

kurzfristiges Vermögen

4.214

4.313

-99

40.752

23.265

17.487

25

25

0

IFG Ingolstadt AöR

1

1

0

Audi Immobilien Verw altung GmbH

24

24

0

langristiges Vermögen
Forderungen Umsatzsteuer

Gesamtvermögen
Gezeichnetes Kapital

Kapitalrücklage

32.557

16.757

15.800

IFG Ingolstadt AöR

1.595

821

774

Audi Immobilien Verw altung GmbH

30.962

15.936

15.026

Bilanzverlust

-1.930

-1.470

-460

IFG Ingolstadt AöR

-94

-72

-22

Audi Immobilien Verw altung GmbH

-1.836

-1.398

-438

30.652

15.312

15.340

Rückstellungen

8.882

4.313

4.569

Verbindlichkeiten

1.218

3.640

-2.422

40.752

23.265

17.487

Eigenkapital

Gesamtkapital

Das Anlagevermögen stieg investitionsbedingt um TEUR 17.586 auf TEUR 36.538.

Anlagevermögen

2017

2016

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

Anfangsbestand

18.952

3.619

15.333

Investitionen

17.689

15.436

2.253

Parkplatz Audi Sportpark

0

120

Sanierung Bayernoil Grundstück

16.401

11.258

Grundstücke Eriagstr. - Kreisel

0

1.167

Grundstück Nähe Kälberschüttstraße

435

0

Planungs- und Bauvorbereitungskosten EDL Gebäude

655

2.774

übrige Bauvorbereitungskosten

198

117

-103

-103

0

36.538

18.952

17.586

Abschreibungen
Endbestand

Die von der IN-Campus errichteten geschotterten Parkplätze für rund 1.900 Autos und
60 Busse werden für ein jährliches Entgelt von TEUR 200 auf 5 Jahre der IFG Ingolstadt
AöR überlassen, die diese bei Veranstaltungen und Fußballspielen im Audi Sportpark für die
Besucher bereitstellt.

128

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

IN-Campus GmbH

Der Finanzbedarf für die Investitionen von TEUR 17.689 wurde über Einlagen der
Gesellschafter in Höhe von TEUR 15.800 – davon TEUR 774 (4,9 %) von der IFG – sowie
über den Aufbau der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen gedeckt.
In 2017 erhöhte sich das Eigenkapital um TEUR 15.340 aufgrund der Einlagen der
Gesellschafter um TEUR 15.800, aus denen auch der Jahresverlust von TEUR 460 zu
decken ist. Das Eigenkapital von TEUR 30.652 Ende 2017 deckt 75 % des
Gesamtvermögens.

Ertragslage
Mieterlöse Parkplatz Audi Sportpark

2017

2016

Veränderung

TEUR

TEUR

TEUR

203

200

3

0

100

-100

121

684

-563

Gutachterverfahren, Strukturplanung, Studien, Konzepte

-344

-1.013

669

Abschreibung Parkplatz FC 04 Ingolstadt

-103

-103

0

-3

0

-3

-236

-269

33

-98

-97

-1

-460

-498

38

Erträge aus der Auflösung Rückstellungen
Erträge aus der Verwertung von Schrott

Reparaturen und Instandhaltung
Allgemeine Verwaltungskosten
Grundsteuer
Jahresfehlbetrag

Die von der IN-Campus errichteten geschotterten Parkplätze für rund 1.900 Autos und
60 Busse werden für ein jährliches Entgelt von TEUR 200 auf 5 Jahre der IFG Ingolstadt
AöR überlassen, die diese bei Veranstaltungen und Fußballspielen im Audi Sportpark für die
Besucher bereitstellt.

Finanzielle Verpflichtungen der IFG Ingolstadt AöR und der Stadt Ingolstadt
Die Haftung der IFG Ingolstadt AöR und - mittelbar über die Gewährträgerschaft - der Stadt
Ingolstadt ist auf die übernommene Stammeinlage der IFG Ingolstadt AöR von EUR 1.225
sowie die zugesagten Einlagen in die Kapitalrücklage bis zu TEUR 5.900 (4,9 % des
Gesamtfinanzbedarfes) begrenzt.
Das Risiko, aus den bis Anfang 2022 befristeten Bürgschaften von 16 Mio. EUR in Anspruch
genommen zu werden, beschränkt sich auf die für Bankkredite bis dahin insgesamt
anfallenden Zinsen; anteilig könnte die IFG dafür mit bis zu 0,4 Mio. EUR in Anspruch
genommen werden.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

129

in-arbeit GmbH
Johannesstr. 11 Kolpinghaus, 85049 Ingolstadt
www.in-arbeit-ingolstadt.de

127.830 €

Stammkapital:
gehalten durch
Gesellschafter:

IFG Ingolstadt AöR

Beschlussorgane:

Gesellschafterversammlung

Geschäftsführer:

Norbert Forster

Verträge:

Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag mit der
IFG Ingolstadt AöR vom 15.10.1999

Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft
Satzungsmäßige Ziele der in-arbeit GmbH sind:
- Vermittlung von Hilfesuchenden an Unternehmen, Organisationen und Privathaushalte
zur Arbeitsaufnahme
- Überlassung eigener Arbeitnehmer an Unternehmen, Organisationen und Privathaushalte gegen Entgelt
- Beschäftigung eigener Arbeitnehmer zur Durchführung von Projekten
- Ausführung und Organisation von Arbeitsgelegenheiten
- Beratung durch Aus- und Weiterbildung sowie durch Praktika
Die in-arbeit GmbH ist von der Stadt Ingolstadt bis Ende 2017 damit betraut Leistungen für
Asylbewerber zu erbringen, die sich auf die Unterstützung bei der Suche nach Arbeit,
Ausbildung oder Praktika, die Vertrautmachung mit dem deutschen Arbeitsmarkt, die
Förderung der beruflichen Qualifizierung und die Vermittlung in gemeinnützige Arbeit
erstrecken.
Außerdem konnte sich in-arbeit beim Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF)
erfolgreich registrieren. Durch diesen Fonds werden von der Europäischen Union sowie dem
Bundesamt für Migration und Flüchtlinge u.a. Projekte für Asylbewerber gefördert.
Der gewerbliche Arbeitnehmerverleih, das wesentliche Betätigungsfeld des Unternehmens,
wurde in reduziertem Umfang fortgeführt. Ziel der Arbeitnehmerüberlassung ist es,
ausschließlich langzeitarbeitslose Hilfeempfänger über zusätzliche Betreuung und
Begleitung unter regulären Arbeitsmarktbedingungen im jeweiligen Entleihbetrieb an Arbeit
heranzuführen.

Leistungsdaten

2017

2016

Veränderung
Anzahl

%

Gewerblicher Arbeitnehmerverleih

Beschäftigte

11

23

-12

52,2

Haushaltsnahe Dienstleistungen

Beschäftigte

6

2

4

>100

Arbeitsgelegenheiten für Flüchtlinge

Personen

71

72

-1

1,4

130

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

in-arbeit GmbH

Vermögens- und Finanzlage

31.12.2017

31.12.2016

TEUR

TEUR

langfristiges Vermögen/Geschäftsausstattung

Veränderung
TEUR

%

2

3

-1

33,3

15

52

-37

71,2

118

95

23

24,2

61

58

3

5,2

kurzfristiges Vermögen

194

205

-11

5,4

Gesamtvermögen

196

208

-12

5,8

Eigenkapital

128

128

0

0,0

Rückstellungen

39

41

-2

4,9

übrige Verbindlichkeiten

29

39

-10

25,6

196

208

-12

5,8

Geldanlagen bei der IFG
Anspruch auf Verlustausgleich durch die IFG
übrige Forderungen und Abgrenzungen

Gesamtkapital

Der Jahresverlust von TEUR 118 wurde aus dem Abbau der Geldanlagen bei der IFG
mitfinanziert.

Ertragslage
Gewerblicher Arbeitnehmerverleih

2017

2016

Veränderung

TEUR

TEUR

TEUR

%

272

516

-244

47,3

Arbeitsgelegenheiten für Flüchtlinge

71

41

30

73,2

Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen für Arbeitsagentur

38

2

36

>100

0

18

-18

100,0

10

10

0

0,0

3

2

1

50,0

394

589

-195

33,1

-422

-592

170

28,7

Sprachkurse für Flüchtlinge
Haushaltsnahe Dienstleistungen
übige Erträge

Betriebliche Erträge
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Zinsergebnis
zu leistender Verlustausgleich IFG Ingolstadt AöR

-1

-3

2

66,7

-89

-90

1

1,1

0

1

-1

100,0

-118

-95

-23

24,2

Im Vergleich zum Vorjahr sind die nicht gedeckten Kosten um TEUR 23 auf TEUR 118
angestiegen. Dies ist hauptsächlich auf den rückläufigen Umfang des Arbeitnehmerverleihs
sowie die geringe Inanspruchnahme der Flüchtlingsintegrationsmaßnahme zurückzuführen.
Für die Heranführung bzw. Vermittlung von Asylbewerbern an den allgemeinen Arbeitsmarkt
vergütete die Stadt Ingolstadt auf der Grundlage des Betrauungsaktes TEUR 50 (Vorjahr
TEUR 39).

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

131

in-arbeit GmbH

Plan
2018

Kennzahlen langfristig
Jahresergebnis (vor EAV) TEUR
Betriebsleistung
Personalaufwandsquote

TEUR
%

2017

2016

2015

2014

2013

-154

-118

-95

67

19

37

375

394

589

547

1.663

1.740

113,9

107,1

100,5

97,3

92,2

91,8

19

29

29

28

111

119

Mitarbeiter

Anzahl

Abschreibungen

TEUR

3

1

3

5

10

12

Investitionen

TEUR

5

0

0

0

4

0

Bilanzsumme

TEUR

198

196

208

292

516

469

Anlagenintensität

%

2,0

1,0

1,4

-1,0

2,1

3,6

Eigenkapitalquote

%

64,6

65,3

61,5

43,8

24,8

27,3

Ausblick – Chancen und Risiken
Aufgrund des zum 1. April 2017 reformierten Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes, das
insbesondere die Verleihdauer von Arbeitskräften in Verleihbetriebe begrenzt und die gleiche
Bezahlung wie die Stammbelegschaft nach 9 Monaten fordert, wird in 2018 mit weiter
sinkenden Umsätzen gerechnet.
Auch in 2018 liegt die Haupttätigkeit der in-arbeit GmbH in der Vermittlung von Flüchtlingen
in Arbeitsgelegenheiten. Um weitere Betätigungsfelder zu erschließen wird sich die in-arbeit
GmbH auch zukünftig an Ausschreibungen des Europäischen Sozialfonds für Deutschland,
der Agentur für Arbeit sowie des Jobcenters Ingolstadt beteiligen.
Finanzielle Verpflichtungen der IFG Ingolstadt AöR bzw. der Stadt Ingolstadt
Das Ergebnis der in-arbeit wirkt sich aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages unmittelbar auf das Ergebnis des Mutterunternehmens IFG Ingolstadt
AöR aus und hat über die bestehende Gewährträgerhaftung der Stadt gegenüber der IFG
Ingolstadt AöR damit auch mittelbare Wirkung auf den städtischen Haushalt.

132

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Ingolstadt Tourismus und Kongress GmbH
Moritzstraße 19, 85049 Ingolstadt
www.ingolstadt-tourismus.de

100.000 €

Stammkapital:
gehalten durch
Gesellschafter:

IFG Ingolstadt AöR

Beschlussorgane:

Gesellschafterversammlung

Geschäftsführer:

Norbert Forster

Verträge:

Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag
mit der IFG Ingolstadt AöR vom 24.01.2005

Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft
Gegenstand der Gesellschaft ist die Tourismusförderung und das Tourismusmarketing für
Ingolstadt. Ihre zentrale Aufgabe ist das touristische Destinationsmanagement Ingolstadts,
dazu zählt insbesondere


die Anzahl der Reisenden nach Ingolstadt zu erhöhen, die individuelle Aufenthaltsdauer
zu verlängern und die Tagesausgaben hierfür zu steigern



den Auslastungsgrad der Unterkunftsbetriebe zu erhöhen



die Koordination und Angebotsgestaltung für den Städtetourismus



die Akquise von Kongressen und Tagungen.

Die Umsetzung der Aufgaben erfolgt insbesondere über


den Betrieb der Tourist Information in der Moritzstraße und am Hauptbahnhof mit
eigenen Informationsbroschüren, Souvenirs, Ticketverkauf und Hotelzimmervermittlung



das Angebot von Stadtführungen



Imagewerbung mit Filmen, Anzeigen, Präsentationen und Messeauftritten



die Nutzung der neuen Medien über den Internetauftritt und der Ingolstadt-App.

Die Tourist Information in der Moritzstraße wird von Besuchern und Einheimischen sehr gut
angenommen und erfreut sich hoher Besucherzahlen. Sie ist für Gästegruppen ohne
Einschränkungen zugänglich (barrierefrei) und fungiert in ihrer modernen, designorientierten
Gestaltung als repräsentatives Aushängeschild Ingolstadts.
Ingolstadt konnte 2017 zum vierten Mal in Folge einen weiteren Rekord sowohl bei den
Gästeankünften als auch den Übernachtungen erzielen: Mit über 308.000 Ankünften
(+ 4,5 %) war das Segment des Übernachtungstourismus 2017 so stark wie nie zuvor. Mit
rund 514.000 Übernachtungen wurde wiederum die Schwelle der halben Million
überschritten.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

133

Ingolstadt Tourismus und Kongress GmbH

Leistungsdaten
Stadtführungen

2017

2016

Veränderung

Anzahl

Anzahl

Anzahl

%

1.310

1.275

35

2,7

Ankünfte

308.658

295.396

13.262

4,5

Übernachtungszahlen

513.741

513.444

297

0,1

2.093

2.825

-732

25,9

3.532

3.338

194

5,8

64

68

-4

5,9

16.084

18.703

-2.619

14,0

14

14

0

0,0

33
3.589

26
2.665

7
924

26,9
34,7

davon aus Vermittlung durch ITK
Anzahl der Hotelbetten
Organisation und Vermittlung von Tagungen
Internetzugriffe: Durchschnittliche Nutzer pro Monat
Messeauftritte
Präsentationen
Facebookfans

Vermögens- und Finanzlage

31.12.2017

31.12.2016

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

%

Busparkplatz am Theater

340

356

-16

4,5

Geschäftsausstattung

140

164

-24

14,6

langfristiges Vermögen/Geschäftsausstattung

480

520

-40

7,7

Broschüren, Kartenmaterial, Souvenirs

43

45

-2

4,4

Verlustausgleichsanspruch gegen IFG

1.139

1.236

-97

7,8

Forderungen und Abgrenzungen

36

42

-6

14,3

Liquide Mittel

37

40

-3

7,5

kurzfristiges Vermögen

1.255

1.363

-108

7,9

Gesamtvermögen

1.735

1.883

-148

7,9

Eigenkapital - Gezeichnetes Kapital

100

100

0

0,0

Rückstellungen

249

231

18

7,8

1.312

1.473

-161

10,9

74

79

-5

6,3

1.735

1.883

-148

7,9

Ausleihungen von der IFG
übrige Verbindlichkeiten
Gesamtkapital

Das Gesamtvermögen ging im Wesentlichen aufgrund des geringeren auszugleichenden
Jahresergebnisses um TEUR 148 auf TEUR 1.735 zurück. Anlagevermögen sank
abschreibungsbedingt um TEUR 40 auf TEUR 480.
Im Vergleich zum Vorjahr sind die Rückstellungen um TEUR 18 auf TEUR 249 gestiegen.
Dies resultiert insbesondere aus der Zuführung von Rückstellungen für Pensions- und
Beihilfeverpflichtungen der entliehenen Beamten (TEUR 14).
Zur Zwischenfinanzierung des von der Gesellschafterin IFG auszugleichenden Verlustes
(TEUR 1.139) stellte die Gesellschafterin kurzfristige Kreditmittel in Höhe von TEUR 1.312
zur Verfügung.

134

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Ingolstadt Tourismus und Kongress GmbH

Ertragslage

2017

2016

Veränderung

TEUR

TEUR

TEUR

%

Werbeerlöse

43

46

-3

6,5

Hotelzimmervermittlung

18

28

-10

35,7

Stadtführungen

56

53

3

5,7

Souvenirs, Geschenkartikel, Kartenmaterial, Tickets

38

53

-15

28,3

50

43

7

16,3

Betriebliche Erträge

übrige Erlöse

205

223

-18

8,1

Materialaufwand

-54

-68

14

20,6

Personalaufwand

-755

-687

-68

9,9

Abschreibungen
Werbung und Öffentlichkeitsarbeit
Miete Geschäftsräume
übrige betriebliche Aufwendungen
Zinsergebnis

-48

-49

1

2,0

-174

-190

16

8,4

-85

-90

5

5,6

-217

-202

-15

7,4

-3

-4

1

25,0

-1.131

-1.067

-64

6,0

10

0

10

>100

Dotierung Pensionsrückstellung

-14

-162

148

91,4

periodenfremde Aufwendungen

-4

-7

3

42,9

-1.139

-1.236

97

7,8

Betriebsergebnis
Erträge aus früheren Jahren

Verlust zu übernehm en von IFG Ingolstadt AöR

Die von der IFG auszugleichenden nicht erlösgedeckten Kosten konnten im Berichtsjahr um
TEUR 97 auf TEUR 1.139 reduziert werden. Das Vorjahresergebnis war mit TEUR 169
belastet, insbesondere durch Rückstellungsdotierungen für Pensionsumlagen. Eliminiert man
diesen Sondereffekt sind die nicht gedeckten Kosten um TEUR 64 auf TEUR 1.131
gestiegen.
Dies beruht auf geringeren Erlösen aus dem Verkauf von Souvenirs und Geschenkartikeln
(TEUR 15) sowie Mindereinnahmen im Bereich der Hotelzimmervermittlung (TEUR 10).
Auch die aufgrund der tariflichen Entgeltsteigerung um TEUR 68 gestiegenen
Personalkosten in Höhe von TEUR 755 belasten das Ergebnis.

Plan
2018

Kennzahlen langfristig

2017

2016

2015

2014

2013

Jahresergebnis (vor EAV)

TEUR

-1.155

-1.139

-1.236

-982

-1.013

-903

Betriebsleistung

TEUR

191

205

223

237

197

186

VZÄ

13,0

12,0

12,0

12,4

12,2

12,1

Mitarbeiter
Abschreibungen

TEUR

45

48

49

34

27

20

Investitionen

TEUR

35

8

374

163

23

29

Bilanzsumme

TEUR

1.873

1.735

1.883

1.363

1.191

1.093

5,3

5,8

5,3

7,3

8,4

9,1

1.145

1.312

1.473

1.079

939

857

Eigenkapitalquote
Kredite von der IFG

%
TEUR

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

135

Ingolstadt Tourismus und Kongress GmbH

Ausblick – Chancen und Risiken
Die Implementierung neuer Vermarktungswege und -formen soll auch im Geschäftsjahr 2018
weiter forciert und fortgeführt werden. Neben der weiteren Optimierung der Homepage im
Bereich Themenmarketing, wie beispielsweise Fahrradtourismus sollen auch die Aktivitäten
auf dem Gebiet MICE (Meetings Incentives Convetions Events) ausgeweitet werden. Diese
stehen insbesondere im Zusammenhang mit der geplanten Eröffnung des Congress
Centrums Ingolstadt 2021 und bieten damit die Möglichkeit der stärkeren Positionierung im
Bereich des MICE-Tourismus.
Um den positiven Trend im Übernachtungssegment aufrecht zu erhalten, werden die
Aktivitäten aus 2017 auch im kommenden Jahr weiter fortgesetzt und intensiviert. Hierzu
zählen unter anderem die Präsentation der Reisedestination Ingolstadt auf touristischen
Fach- und Publikumsmessen, Direktmarketingaktionen wie Mailings, Newsletter sowie
Verkaufsfahrten mit Partnern aus der Hotellerie, aber auch die Arbeit im Bereich Social
Media (Facebook, Twitter, etc.).
Es wird angestrebt, die nicht gedeckten Kosten weitgehend stabil bei rd. 1,1 Mio. EUR zu
halten.

Finanzielle Verpflichtungen der IFG Ingolstadt AöR bzw. der Stadt Ingolstadt
Das Ergebnis der Ingolstadt Tourismus und Kongress GmbH wirkt sich aufgrund des
bestehenden Ergebnisabführungsvertrages unmittelbar auf das Ergebnis des Mutterunternehmens IFG Ingolstadt AöR aus und hat über die bestehende Gewährträgerhaftung
der Stadt gegenüber der IFG Ingolstadt AöR damit auch mittelbare Wirkung auf den
städtischen Haushalt.

136

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Hotel-Kongress Ingolstadt GbR mit beschränkter Haftung
Tilly-Park 1, 86633 Neuburg/Donau
1.000 €

Stammkapital:
gehalten durch
Gesellschafter:

450 €
550 €

IFG Ingolstadt AöR
KHI Immobilien GmbH

Beschlussorgane:

Gesellschafterversammlung

Geschäftsführer:

Norbert Forster
Ludwig Schlosser

45,00%
55,00%

Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft
Die Hotel-Kongress Ingolstadt GbR mit beschränkter Haftung wurde im März 2015 von der
Bauherrengemeinschaft IFG Ingolstadt AöR und KHI Immobilien GmbH gegründet. Der
Zweck der Gesellschaft ist auf die Errichtung des Hotel- und Kongresszentrums auf dem
ehemaligen Gießereigelände ausgelegt und beschränkt sich hinsichtlich der Beteiligung der
IFG auf die Errichtung des Kongresszentrums. Das von der KHI zu errichtende Hotel wird
von der Maritim-Gruppe betrieben werden. Auch die Bewirtschaftung des von der IFG zu
errichtenden Kongresszentrums wurde nach einem Bieterverfahren mit Pachtvertrag vom
April 2016 der Maritim-Gruppe übertragen.

Ertragslage

2017

2016

Veränderung

TEUR

TEUR

TEUR

Rechts- und Beratungskosten

%

0

-5

5

100,0

-3

-2

-1

50,0

Kaufm. Verwaltung Merkur GmbH

-42

-42

0

0,0

Jahresfehlbetrag

-45

-49

4

8,2

Anteil IFG (45 %)

-20

-22

2

8,2

Anteil KHI (55 %)

-25

-27

2

8,2

Abschluss- und Prüfungskosten

Die Hotel-Kongress Ingolstadt GbR verfügt am Bilanzstichtag über liquide Mittel in Höhe von
TEUR 211. Das Eigenkapital in Höhe von TEUR 991 gliedert sich wie folgt:
Eigenkapital

Kapitaleinlagen
verausgabte Baukosten

IFG

KHI

31.12.2017

45%

55%

Gesamt

TEUR

TEUR

TEUR

TEUR

%

5.183

5.304

10.487

5.102

5.385

>100

-4.021

-7.969

-3.281

-4.688

>100

-58

-71

-129

-84

-45

52,9

-693

-705

-1.398

-594

-804

>100

484

507

991

1.143

-152

13,3

-389

-391

-780

0

-780

>100

95

116

211

1.143

-932

81,5

Eigenkapital
ausstehende Einlagen

TEUR

Veränderung

-3.948

Verlustanteil
Vorsteuer

31.12.2016

Liquiditätsbestände

Finanzielle Verpflichtungen der IFG Ingolstadt AöR und der Stadt Ingolstadt
Die Haftung der IFG Ingolstadt AöR und – mittelbar über die Gewährträgerschaft – der Stadt
Ingolstadt ist auf die übernommene Stammeinlage der IFG Ingolstadt AöR von EUR 450
sowie den zu leistenden Finanzierungsbeitrag für die das Kongresszentrum betreffenden
Baukosten beschränkt.
Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

137

Existenzgründerzentrum Ingolstadt GmbH
Marie-Curie-Straße 6, 85055 Ingolstadt
www.egz.de

204.800 €

Stammkapital:
gehalten durch
Gesellschafter:

IFG Ingolstadt AöR
Landkreis Eichstätt
Landkreis Neuburg / Schrobenhausen
Landkreis Pfaffenhofen
Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte eG
Sparkasse Ingolstadt Eichstätt
Vereinigte Sparkassen des Landkreises
Pfaffenhofen/Ilm
Industrie- u. Handelskammer für München und
Oberbayern
Handwerkskammer für München u. Oberbayern

102.400 €
15.360 €
15.360 €
7.680 €
30.720 €
20.480 €

50,00%
7,50%
7,50%
3,75%
15,00%
10,00%

7.680 €

3,75%

2.560 €
2.560 €

1,25%
1,25%

Beschlussorgane: Gesellschafterversammlung
Geschäftsführer:

Hannes Schleeh

Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft
Die Existenzgründerzentrum Ingolstadt GmbH bildet eine Standortgemeinschaft für
überwiegend neu gegründete Betriebe aus den Bereichen Handwerk, Industrie und Dienstleistungen in Ingolstadt. Ziel ist die Förderung der regionalen Wirtschaftsstruktur durch
Unterstützung von Unternehmensgründungen und Schaffung von Arbeitsplätzen.
Die Tätigkeit erstreckt sich schwerpunktmäßig auf die Vermietung kleinteiliger gewerblicher
Räume, insbesondere an Unternehmensgründer und junge Firmen sowie deren Beratung
und Betreuung. Geschäftskontakte werden vermittelt und ermöglicht. Ferner werden Serviceleistungen (Empfang, Sekretariat, Telefon- und Postdienst, Hausmeisterservice) mit
angeboten.

Leistungsdaten

2017

2016

Veränderung

58

59

-1

1,7

287

225

62

27,6

Anzahl
Mieter

Unternehmen

Beschäftigte der Mieter

Personen

Auszüge

Unternehmen

%

11

22

-11

50,0

Beschäftigte zum Auszugszeitpunkt Personen

37

45

-8

17,8

Domizilverträge

7

9

-2

22,2

Unternehmen

Im Geschäftsjahr 2017 betreute das Existenzgründerzentrum 65 Firmen. 11 Firmen haben
das Existenzgründerzentrum in 2017 verlassen. Der frei gewordene Raum konnte durch das
Wachstum interner Firmen und durch 10 Neueinzüge vollständig belegt werden.

138

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Existenzgründerzentrum Ingolstadt GmbH

Ferner war das Geschäftsjahr 2017 geprägt durch den weiteren Ausbau des China Zentrums
Bayern im Existenzgründerzentrum, der Ausrichtung des dritten Bayerischen China Tages im
Oktober sowie 17 chinesischen Delegationen. Derzeit befinden sich insgesamt 12
chinesische Firmen im Haus.
Die Mieterstruktur stellt sich Ende 2017 wie folgt dar:

Vermögens- und Finanzlage

Vermögen

31.12.2017

31.12.2016

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

%

Immaterielle Vermögensgegenstände

7

15

-8

53,3

Technische Anlagen und Maschinen

39

43

-4

9,3

Andere Anlagen und Geschäftsausstattung

53

46

7

15,2

Langfristig gebundenes Anlagevermögen

99

104

-5

4,8

Forderungen und Abgrenzungen

54

49

5

10,2

Geldanlage bei IFG Ingolstadt AöR

332

289

43

14,9

Liquide Mittel

141

139

2

1,4

Kurzfristiges Vermögen

527

477

50

10,5

Gesamtvermögen

626

581

45

7,7

Im Vergleich zum Vorjahr sank das Anlagevermögen abschreibungsbedingt um TEUR 5.
Den getätigten Investitionen in Höhe von TEUR 22 standen Abschreibungen in Höhe von
TEUR 27 gegenüber.

Finanzierung

31.12.2017
TEUR

31.12.2016

Veränderung

TEUR

TEUR

182

Bankkredite

832

1.182

- 350

- 832

- 1.182

350

Anspruch auf Ersatz Tilgung gegenüber IFG

309

%

Eigenkapital

29%

53%

Rückstellungen

234

37%

105 18%

Mieterkautionen

- 127

129

-41,1

>100

137

22%

134

23%

3

-2,2

Verbindlichkeiten gegenüber IFG Ingolstadt AöR

36

6%

0

0%

36

>100

Sonstige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen

37

6%

33

6%

4

-12,1

626

100%

581 100%

45

-7,7

Gesamtkapital

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

139

Existenzgründerzentrum Ingolstadt GmbH

Das Eigenkapital verminderte sich im Geschäftsjahr aufgrund des Jahresfehlbetrags um
TEUR 127. Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote sank dementsprechend auf rund 29 %.
Die Erhöhung der Rückstellungen um TEUR 129 auf TEUR 234 ist insbesondere auf Risiken
für Fördermittelrückzahlungen (TEUR 112) und daraus entstandene Zinsen (TEUR 100)
zurückzuführen.

Ertragslage

2017

2016

Veränderung

TEUR

TEUR

TEUR

Umsatzerlöse

%

642

707

-65

9,2

46

29

17

58,6

Materialaufwand

-180

-250

70

28,0

Personalaufwand

-322

-313

-9

2,9

Sonstige betriebliche Aufwendungen

-188

-163

-25

15,3

-2

10

-12

>100

Abschreibungen

-27

-32

5

15,6

Zinsergebnis

Sonstige betriebliche Erträge

Ergebnis vor Abschreibungen und Zinsen

-98

2

-100

>100

Sonstige Steuern

0

0

0

>100

Jahresergebnis

-127

-20

-107

>100

Der Rückgang der Umsatzerlöse um TEUR 65 ist im Wesentlichen auf geringere
weiterberechnete Kosten aus der Delegationsreise nach China, die sich auch im
Materielaufwand widerspiegeln, zurückzuführen. Das Ergebnis in 2017 ist durch unerwartete
Fördermittelrückforderungen wegen Fehlbelegungen der Vorjahre (TEUR 27) und
Zinsnachforderungen hierfür (TEUR 100), die von der Regierung von Oberbayern
angekündigt wurden und für die aus Gründen der Risikovorsorge Rückstellungen zu bilden
waren, außerordentlich belastet.
Ende August 2018 hat die Regierung von Oberbayern einen für die Jahre 2012-2017
rechtskräftigen Bescheid hinsichtlich der Fördermittelrückforderungen erlassen, sodass die
über den Rückforderungsbetrag hinausgehende Rückstellung in Höhe von insgesamt
TEUR 113 in 2018 ertragswirksam aufgelöst werden kann.
Prognose
2018

Kennzahlen langfristig

2017

2016

2015

2014

2013

Jahresergebnis

TEUR

148

-127

-20

44

49

1.177

Betriebsleistung

TEUR

636

688

736

759

607

577

Materialaufwandsquote

%

26,9

26,2

34,0

33,5

24,4

25,3

Personalaufwandsquote

%

50,5

46,8

42,5

35,3

39,2

41,2

VZÄ

3,8

4,0

4,0

4,1

4,0

4,4

Abschreibungen

TEUR

20

27

32

27

22

88

Investitionen

TEUR

10

20

20

27

25

10

Bilanzsumme

TEUR

541

1.458

1.764

1.868

1.926

2.153

Anlagenintensität

%

16,5

6,8

5,9

6,3

6,1

5,3

Eigenkapitalquote

%

61,0

12,5

17,5

17,6

14,7

10,9

0

832

1.182

1.290

1.397

1.503

Mitarbeiter

Kredite
140

TEUR

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Existenzgründerzentrum Ingolstadt GmbH

Ausblick – Chancen und Risiken
Die Ertragslage wird durch die Auslastung der vermietbaren Flächen bestimmt.
Auch in 2018 wird analog zu den Vorjahren mit einer weitgehenden Vollauslastung der Büround Produktionsflächen gerechnet. Ein dezenter Anstieg bei den Neugründungen hat wieder
zu einer besseren Nachfrage geführt. Ende 2018 werden zwei mittelgroße Firmen
ausziehen.
Die vom Wirtschaftsministerium vorgegebene maximale Mietdauer beträgt 8 Jahre. Eine
über diese Frist hinausgehende Vermietung kann aufgrund zeitlicher Fehlbelegung zu
Fördermittelrückforderungen seitens der Regierung von Oberbayern führen. Mit dem
Bescheid der Regierung von Oberbayern Ende August 2018 wurden die voraussichtlichen
Rückforderungen für die Jahre 2018 – 2022 berechnet und in den Aufwendungen der
Gesellschaft berücksichtigt. Um künftig Rückforderungen zu vermeiden, sollen die
betroffenen Unternehmen rechtzeitig auf den Auszug vorbereitet werden, auch um Platz für
neue Gründer zu schaffen.
Das EGZ wurde von der Stadt Ingolstadt mit der Umsetzung der China Strategie beauftragt
und hat das China Zentrum Bayern aus der Taufe gehoben. Seit 01.01.2016 wird das Team
des EGZ durch eine chinesisch sprachige Mitarbeiterin verstärkt, die dabei unterstützt, die
Kommunikation und Zusammenarbeit mit den chinesischen Unternehmen zu verbessern. Für
2018 hat das EGZ den vierten bayerischen China Tag organisiert.
Finanzielle Verpflichtungen der IFG Ingolstadt AöR bzw. der Stadt Ingolstadt
Gemäß § 11 der Satzung ist nur die IFG Ingolstadt AöR an den Gewinnen und Verlusten der
Gesellschaft beteiligt. Die anderen Gesellschafter sind weder an den Gewinnen noch an den
Verlusten der Gesellschaft beteiligt. Ausgenommen davon ist die Stammeinlage dieser
Gesellschafter. Diese kann zur Abdeckung von Verlusten verwendet werden. Sie wird
anteilig wieder aufgefüllt, sobald die Gesellschaft Gewinne erzielt.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

141

brigk
Digitales Gründerzentrum der Region
Ingolstadt GmbH
Am Stein 9, 85049 Ingolstadt
www.brigk.digital

100.000 €

Stammkapital:
gehalten durch
Gesellschafter:

Stadt Ingolstadt
Landkreis Eichstätt
Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
Landkreis Pfaffenhofen a.d. Ilm
AUDI AG
Spacelab Invest GmbH
Conti Temic microelectronic GmbH
HERE German Holdings B.V.
Sparkasse Ingolstadt Eichstätt
Donaukurier Verlags Gesellschaft mbH & Co. KG
Stadt Ingolstadt
BAUER Aktiengesellschaft
Beteiligungsgesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH
Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH
COM-IN Telekommunikations GmbH

Beschlussorgane:

Gesellschafterversammlung
Aufsichtsrat

Geschäftsführer:

Dr. Franz Glatz (ab 01.06.2017)
Philipp Hecht (bis 31.05.2017)

Aufsichtsrat:

Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel

32.000 €
4.000 €
4.000 €
4.000 €
25.000 €
6.000 €
5.000 €
5.000 €
5.000 €
2.000 €
2.000 €
2.000 €
2.000 €
1.000 €
1.000 €

Mitglieder:
Landrat Anton Knapp
Landrat Roland Weigert
Landrat Martin Wolf
Dr. Roland Villinger
Peter Kössler (ab 01.09.2017)
Wendelin Göbel (ab 01.09.2017)
Prof. Dr.-Ing. Hubert Waltl (bis 31.08.2017)
Prof. h.c. Thomas Sigi (bis 31.08.2017)
Dr. Hans-Otto Feldhütter
Bürgermeister Albert Wittmann
Michael Bültmann
Ralph Lauxmann
Martin Wild
Jürgen Wittmann
Prof. Dr. Gabriele Gien
Prof. Dr. Walter Schober

142

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

brigk - Digitales Gründerzentrum der Region Ingolstadt GmbH

Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft
Die Stadt Ingolstadt gründete am 23.09.2016 mit den drei Landkreisen Eichstätt, NeuburgSchrobenhausen und Pfaffenhofen sowie in enger Abstimmung mit der Technischen
Hochschule Ingolstadt und der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt die Gesellschaft
„Digitales Gründerzentrum der Region Ingolstadt GmbH“. An der Gesellschaft sind neben
den Kommunen der Region 10 auch verschiedene regionale Unternehmen beteiligt. Ziel der
Gesellschaft ist es, Start-Up Unternehmen aus dem digitalen Umfeld in der Region Ingolstadt
zu fördern, sie untereinander und mit anderen in der Region Ingolstadt beheimateten
Unternehmen zu vernetzen, um die Innovationskraft der regionalen Wirtschaft zu sichern und
zukunftsorientierte Arbeitsplätze zu schaffen.
Die Start-ups haben die Möglichkeit, folgendes Leistungspaket der brigk GmbH zu erhalten:
- Nutzung der möblierten Büroflächen sowie der Gemeinschafts- und Besprechungsräume
(„Coworking Space“) inklusive EDV-Infrastruktur
- Ausstellungsflächen für Prototypen („Living Lab“)
- Beratung und Schulungen für die Gründerphase sowie regelmäßige Veranstaltungen zu
Zukunfts- und Innovationsthemen („Netzwerkaktivitäten“)
- Unmittelbarer Kontakt zu Coaches, Investoren, Experten, Dienstleistern und
Kooperationspartnern
Die Gesellschaft koordiniert federführend für alle bayerischen digitalen Gründerzentren den
Dienstleister zur Durchführung von Einzelcoachings der Start-Ups.

Vermögens- und Finanzlage
Geschäftsausstattung

31.12.2017
TEUR
155

31.12.2016 Veränderung
TEUR

TEUR
0

155

Ausstehende Einlagen Klinikum

16

0

16

Vorsteuererstattungsansprüche

39

0

39

übrige Forderungen und Abgrenzungen

8

1

7

Liquide Mittel

781

98

683

Vermögen

999

99

900

Stammkapital

100

100

0

Zweckgebundene Rücklagen

800

0

800

Verlustvortragskonto

-14

0

-14

-302

-14

-288

Eigenkapital

584

86

498

Sonderposten für Investitionszuschüsse

120

0

120

26

3

23

197

0

197

72

10

62

999

99

900

Jahresfehlbetrag

Rückstellungen
Noch nicht verwendete Fördermittel
Verbindlichkeiten und Abgrenzungen
Kapital

In Geschäftsausstattung wurden in 2017 TEUR 194 investiert; die planmäßige Abschreibung
betrug TEUR 39. Für einen Teilbetrag der Investitionen von TEUR 168 wurden die
zugesagten Zuschüsse von TEUR 126 (75 %) vereinnahmt und entsprechend der
Zweckbindungsdauer zeitanteilig mit TEUR 6 ertragswirksam in 2017 aufgelöst (Abbildung
im Sonderposten für Investitionszuschüsse).

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

143

brigk Digitales Gründerzentrum der Region Ingolstadt GmbH

Die Geschäftsführung hat entsprechend Beschluss des Aufsichtsrates zum 01.03.2017
konsortialvertraglich vereinbarte Zuschüsse in Höhe von TEUR 800 von den Gesellschaftern
angefordert, die sich im Liquiditätsbestand und Eigenkapital widerspiegeln.
Sie dienen zur Finanzierung der nicht durch Fördermittel und Eigenerlöse der Gesellschaft
gedeckten Betriebsaufwendungen, die in 2017 zu einem Jahresfehlbetrag von TEUR 302
geführt haben.
Vereinnahmte Fördermittel für Ausstattung (TEUR 17), Netzwerkaktivitäten (TEUR 169) und
Coaching (TEUR 11) wurden in 2017 noch nicht zweckentsprechend verwendet.
Die Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Lieferungen und Leistungen.
Der Jahresverlust, der aus den Einlagen der Gesellschafter zu decken ist, setzt sich wie folgt
zusammen:

Ertragslage

2017

2016

TEUR
Vermietungserlöse

Veränderung

TEUR

TEUR

4

0

4

12

0

12

6

0

6

149

0

149

6

0

6

-14

0

-14

Personalaufwand

-178

-2

-176

Abschreibungen

-39

0

-39

Raumkosten

-92

0

-92

Werbekosten

-30

0

-30

übriger Sachaufwand

-126

-12

-114

Jahresergebnis

-302

-14

-288

Veranstaltungserlöse
Auflösung Sonderposten Investitionszuschüsse
öffentliche Fördermittel für Betriebsaufwand
übrige Erträge
bezogene Materialien und Leistungen

davon aus
Betrieb Gründerzentrum
Netzwerkaktivitäten
Coaching-Leistungen

-205
-95
-2

Ausblick – Chancen und Risiken
Im September 2017 konnte die Gesellschaft die Interimsräumlichkeiten Am Stein in der
Innenstadt beziehen und ihre Aktivitäten beginnen. Mittelfristig soll die brigk GmbH den
Standort Kavalier Dalwigk nutzen, der direkt neben der Hochschule liegt und derzeit eigens
für das Digitale Gründerzentrum renoviert wird. Der Einzug ist 2020/21 vorgesehen.
Die brigk GmbH koordiniert seit Januar 2018 federführend für alle bayerischen digitalen
Gründerzentren den Dienstleister für das Beratungs- und Schulungsprogramm zukünftiger
Gründer.
Seit August 2018 betreibt die Gesellschaft im Ingolstädter Norden einen insgesamt 550
Quadratmeter großen Makerspace. Dort werden sowohl modernste Verfahren und
Maschinen, als auch eine Basisausstattung an Werkzeug und Materialien für Bastler, Tüftler
und Kreative zugänglich gemacht. Unter anderem stehen den Nutzern 3D-Drucker, Fräsen,
Lasercutter, Schweißmaschinen und Sandstrahler zur Umsetzung ihrer Projekte zur

144

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

brigk - Digitales Gründerzentrum der Region Ingolstadt GmbH

Verfügung. Nach Fertigstellung der Räumlichkeiten im Kavalier Dalwigk ist der Umzug des
Makerspace dorthin geplant.
Das Digitale Gründerzentrum ist Initiator des ersten öffentlichen Ingolstädter Hackathons, der
im Oktober 2018 stattfinden wird. Hauptsächlich sollen neue Anwendungen für den
Sprachassistenten von Google programmiert werden. Partner des Projektes sind neben der
Stadt Ingolstadt die IFG Ingolstadt AöR, die Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH, Google
und MediaMarktSaturn.

Finanzielle Verpflichtungen der Beteiligungsunternehmen und der Stadt Ingolstadt
Im Rahmen einer Konsortialvereinbarung ist vorgesehen, dass die Gesellschafter
gemeinsam bis Ende 2021 der Gesellschaft insgesamt TEUR 8.400 als zweckgebundenen
Zuschuss zur Verfügung stellen, um den Betrieb des Gründerzentrums bis mindestens 2034
zu gewährleisten. Die Gesellschafter tragen an diesem Zuschuss jeweils einen ihrem
Gesellschaftsanteil entsprechenden Anteil. Darüber hinaus bestehen keine etwaigen
Nachschusspflichten.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

145

Zweckverband Donauhalle Ingolstadt
Rathausplatz 2, 85049 Ingolstadt

Zweckverbandsmitglieder: Stadt Ingolstadt
92,50%
5,00%
Landkreis Eichstätt
Landkreis Pfaffenhofen
2,50%
Zuchtverband für Fleckvieh in Oberbayern e.V., Pfaffenhofen
Verband oberbayerischer Schweinezüchter, München
Beschlussorgane:

Zweckverbandsversammlung
Zweckverbandsvorsitzender

Geschäftsführer:

Dirk Müller (ab 01.08.2017)
Helmut Chase (bis 31.07.2017)

Verbandsversammlung:

Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel
Verbandsräte:
Petra Kleine
Franz Liepold
bis 21.02.2017: Angela Mayr
ab 22.02.2017: Jakob Rößler
Simona Rottenkolber
Petra Volkwein
Franz Wöhrl
Johann Bauernfeind
Georg Kügel
Johann Lettmair
Alois Oblinger
Max Weichenrieder
Martin Schlagbauer

Gegenstand und Aufgaben des Zweckverbandes
Aufgabe des Zweckverbandes ist der Betrieb einer Zuchtviehhalle samt Nebenanlagen in
Ingolstadt, dazu wurde Mitte Juli 2004 die neue Donauhalle im Gewerbegebiet Weiherfeld
angemietet. Der Zweckverband organisiert dort Märkte für Zucht- und Nutzvieh, außerdem
kann die Halle für sonstige Absatzveranstaltungen und Ausstellungen angemietet werden.
Die dafür erhobenen Gebühren werden lediglich zur Finanzierung der laufenden Kosten für
den Betrieb der Halle erhoben.

146

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Zweckverband Donauhalle Ingolstadt

Leistungsdaten

2017

2016

Großviehmärkte
Anzahl der aufgetriebenen Tiere

12
1.798

12
1.459

Kälbermärkte
Anzahl der aufgetriebenen Tiere

24
4.435

24
3.982

Schweinemärkte
Anzahl der aufgetriebenen Tiere

-

11
269

Schaf-/Ziegenmärkte
Anzahl der aufgetriebenen Tiere

4
402

3
389

Pferdemärkte
Anzahl der aufgetriebenen Tiere

11
458

11
723

62

56

Vereinnahmte Zuchtviehmarktgebühren in TEUR

Bei den in 2017 aufgetriebenen Tieren entwickelten sich die Zahlen bei den Großvieh-,
Kälber- sowie den Schaf-/Ziegenmärkten positiv, während bei den Pferdemärkten ein
Rückgang des Interesses zu beobachten ist. Schweinemärkte wurden im vergangenen
Geschäftsjahr aufgrund anhaltend niedriger Auftriebszahlen nicht mehr durchgeführt.

Vermögenshaushalt

2017

2016

Veränderung

TEUR

TEUR

TEUR

%

Zuführung vom Verwaltungshaushalt

46

36

10

27,8

Entnahmen aus Rücklage

34

10

24

>100

Summe Einnahmen

80

46

34

73,9

Zuführung zu den Rücklagen

46

36

10

27,8

4

0

4

>100

Zuführung zum Verwaltungshaushalt

30

10

20

>100

Summe Ausgaben

80

46

34

73,9

Vermögenserwerb

Zusammensetzung Gesamtvermögen
Anfangsbestand

31.12.2017 31.12.2016
TEUR
TEUR
95
69

Veränderung
TEUR
%
26
37,7

Zuführung vom Verwaltungshaushalt

46

36

10

27,8

Investitionen

-4

0

-4

>100

Entnahme für Verwaltungshaushalt

-30

-10

-20

>100

Rücklagen

107

95

12

12,6

Mietereinbauten

3

3

0

0,0

Bewegliches Vermögen

35

34

1

2,9

Anlagevermögen

38

37

1

2,7

Gesamtvermögen

145

132

13

9,8

Der geplante Einbau von neuen Wasserleitungen für die Hochdruckreiniger konnte in 2017,
mit deutlich geringeren Kosten als veranschlagt, vollzogen werden. Nicht benötigte Mittel
wurden den Rücklagen zugeführt, die damit Ende 2017 TEUR 107 betrugen. Der
Zweckverband Donauhalle ist nicht verschuldet.
Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

147

Zweckverband Donauhalle Ingolstadt

Verwaltungshaushalt

2017

2016

Veränderung

TEUR

TEUR

TEUR

%

Gebühren u. ähnl. Entgelte, zweckgeb. Abgaben

85

72

13

18,1

Erlöse, Mieten, sonst. Verwalt.-/Betriebseinnahmen

69

68

1

1,5

349

333

16

4,8

344

329

15

4,6

Betriebskostenumlagen der Mitglieder
davon Stadt Ingolstadt

Sonderleistungen der Zuchtverbände
Entnahme aus dem Vermögenshaushalt/Rücklagen
Summe Einnahmen
Personalausgaben

7

6

1

16,7

30

0

30

0,0

540

479

61

12,7

5

5

0

0,0

264

254

10

3,9

Reinigungskosten

36

38

-2

5,3

Unterhalt Gebäude, Geräte, Einrichtungen

14

20

-6

30,0

Umsatzsteuer

64

64

0

0,0

Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag

49

0

49

>100

sonstige Verwaltungs- und Betriebsausgaben

25

23

2

8,7

Dienstleistungen der Stadt Ingolstadt

37

39

-2

5,1

Zuführung zum Vermögenshaushalt/Rücklagen

46

36

10

27,8

540

479

61

12,7

Mietkosten

Summe Ausgaben

Neben den Viehmärkten wurden in der Donauhalle im Jahr 2017 noch eine Lama- und
Alpakaausstellung,
eine
Hundeund
Dackelspezialausstellung
sowie
eine
Landessiegerausstellung veranstaltet.
Durch den Wegfall der Schweinemärkte und die geringeren Auftriebszahlen bei den
Pferdemärkten konnten die Reinigungskosten, trotz der insgesamt gestiegenen Zahl
aufgetriebener Tiere, gesenkt werden.
Aufgrund einer geänderten Rechtsauffassung des Finanzamtes fielen in 2017 erstmals
Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von TEUR 49 auf die
Ausgleichsleistungen der Trägerkörperschaften zum Veranschlagungsjahr 2014 an.

Finanzielle Verpflichtungen der Stadt Ingolstadt
Die Träger teilen den ungedeckten Finanzbedarf des Zweckverbandes untereinander auf,
wobei die Stadt Ingolstadt 92,5 % davon zu tragen hat. Weiterhin stellt die Stadt, wie in der
Zweckverbandssatzung festgelegt, dem Zweckverband die Zuchtviehhalle zur Verfügung
und trägt dafür die vollen Kosten für Miete, Bauunterhalt und Grundsteuer.

148

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Planungsverband Region Ingolstadt
Auf der Schanz 39, 85049 Ingolstadt
www.region-ingolstadt.bayern.de
Stimmanteile

Zweckverbandsmitglieder:

Stadt Ingolstadt
Landkreis Eichstätt
Landkreis Neuburg / Schrobenhausen
Landkreis Pfaffenhofen
weitere 67 gleichwertige Mitgliedsgemeinden
aus der Region 10

24,1%
11,8%
8,7%
11,2%
44,2%

Beschlussorgane:

Verbandsversammlung
Planungsausschuss
Verbandsvorsitzender

Geschäftsführer:

Franz Kratzer

Verbandsversammlung:

Vorsitzender: Landrat Anton Knapp, LK Eichstätt (ab 22.06.2018)
Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel (bis 21.06.2018)
71 Verbandsräte als Vertreter der Mitglieder

Gegenstand und Aufgaben des Zweckverbandes
Der Verband übernimmt für seine kommunalen Träger die Regionalplanung im
Verbandsgebiet. Er hat die Aufgaben:
- über den Regionalplan sowie bei Bedarf über dessen Fortschreibung zu beschließen und
dabei die Interessen der Verbandsmitglieder bei der Landesplanung abzustimmen,
- an der Ausarbeitung und Aufstellung von Zielen der Raumordnung durch Staatsbehörden
nach Maßgabe des Landesplanungsgesetzes mitzuwirken sowie
- Stellungnahmen zu kommunalen Bauleitplänen und raumbedeutsamen Planungen und
Maßnahmen im Rahmen von Raumordnungsverfahren und anderen landesplanerischen
Überprüfungen abzugeben.
Seit 2016 ist ein umfangreiches sog. Teilraumgutachten über Kiesabbauflächen in der
Region in Arbeit. Im Teilraumgutachten werden Potentiale für bestehende und neue
Kiesabbauflächen in der Region sowie mögliche Nachfolgelasten bzw. -nutzungen nach dem
Kiesabbau untersucht.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

149

Planungsverband Region Ingolstadt

Verwaltungshaushalt

2017

2016

Veränderung

TEUR

TEUR

TEUR

Zuweisungen des Landes

%

68

96

-28

29,2

0

72

-72

100,0

davon Stadt Ingolstadt

0

27

-27

100,0

Entnahme aus Rücklagen

15

0

15

>100

Summe Einnahmen

83

168

-85

50,6

Entschädigungen, Sitzungsgelder

9

9

0

0,0

Geschäftskosten

4

7

-3

42,9

Kosten für das regionale Einzelhandelskonzept

29

70

-41

58,6

Erstattungen an Landratsamt Eichstätt

41

39

2

5,1

0

43

-43

100,0

83

168

-85

50,6

Sonderzuweisung Konzept / Gutachten Kiesabbau

Zuführung zum Vermögenshaushalt/Rücklagen
Summe Ausgaben

Finanzielle Verpflichtungen der Stadt Ingolstadt
Der Zweckverband erhält zur Finanzierung Zuweisungen des Landes. Soweit diese zur
Deckung der Ausgaben nicht ausreichen, leisten die Mitglieder Umlagen.

150

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Bau- und
Wohnungswesen

Stadthäuser an der Donau

Sanierung Georgianum

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

151

Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft
Ingolstadt GmbH
Minucciweg 4, 85055 Ingolstadt
www.gemeinnuetzige.de

41.819.646 €

Stammkapital:
gehalten durch
Gesellschafter:

Stadt Ingolstadt
AUDI AG
Sparkasse Ingolstadt Eichstätt
4 weitere Gesellschafter
Anteile im eigenen Besitz

22.837.540 €
4.190.651 €
2.629.832 €
670.708 €
11.490.915 €

Kapitalanteile Stimmrechte
54,61%
75,30%
10,02%
13,82%
6,29%
8,67%
1,60%
2,21%
27,48%

Beschlussorgane:

Gesellschafterversammlung
Aufsichtsrat

Geschäftsführer:

Peter Karmann

Aufsichtsrat:

Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel
Stellvertreter: Bürgermeister Albert Wittmann
Stellvertreter: Johann Stachel
Stadträte:
Brigitte Fuchs
Christina Hofmann
Petra Kleine
Thomas Thöne
Franz Eisenmann, Steuerberater
Stephan Bock, AUDI AG (ab 01.03.2017)
Dietrich Braßler, AUDI AG (bis 28.02.2017)
Jürgen Wittmann, Sparkasse Ingolstadt Eichstätt (ab 01.03.2017)
Dieter Seehofer, Sparkasse Ingolstadt Eichstätt (bis 28.02.2017)

Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft
Die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt GmbH sorgt seit 1934 für eine
sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung breiter Schichten der Bevölkerung
(gemeinnütziger Zweck) im Raum Ingolstadt. Hierbei errichtet sie Bauten, die im Eigentum
oder Erbbaurecht der Gesellschaft, der Stadt Ingolstadt, deren Stiftungen und Betrieben
stehen, oder die im Zuge der Verfolgung sozialer Ziele durch die Stadt von der Gesellschaft
betreut werden sollen.

Bauleistung

Prognose
2018

2017

2016

2015

2014

Neubauvorhaben
fertiggestellte Wohneinheiten
im Bau befindl. Wohneinheiten

152

0

180

230

0

152

790

83

180

286

286

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt GmbH

Leistungsdaten

2017

Mietwohnungen

2016

Veränderung

7.172

7.016

156

3.933

3.810

123

Wohnplätze für Studenten

26

26

0

gewerbliche Einheiten

87

84

3

Garagen und Tiefgaragenplätze

3.190

3.125

65

oberirdische Stellplätze

1.986

2.017

-31

465.098

454.563

10.535

Durchschnittliche Wohnungsmiete EUR/qm/mtl.

5,45

5,11

0,34

Mietausfallquote %

2,29

1,93

0,36

1,00

0,85

0,15

4,35

5,14

-0,79

39.446

41.372

-1.926

72

68

4

verwaltete Eigentumswohnungen

32

32

0

Mietwohnungsverwaltung f. Dritte

39

35

4

Verwaltung v. Treuhandvermögen

1

1

0

davon öffentlich gefördert

Gesamtmietfläche in qm

Leerstandsquote %

(A bbruch,Sanierung)

Fluktuationsquote %
Vorratsgrundstücksflächen in qm
Betreuungstätigkeit - Verwaltungseinheiten

Der Wohnungsbestand der GWG hat sich im Vorjahresvergleich um weitere 156 Wohneinheiten auf insgesamt 7.172 Wohneinheiten erhöht. Im Berichtsjahr wurden planmäßig
180 Wohnungen bezugsfertig gestellt. Bestandsmindernd wirken Wohnungsverkäufe sowie
Entmietungen aufgrund von vorgesehenen Abrissen von Wohngebäuden für Neubauten.
Vermögens- und Finanzlage
Das Vermögen setzte sich wie folgt zusammen, wobei in dieser betriebswirtschaftlichen
Vermögensdarstellung die abgegrenzten Mietnebenkosten von TEUR 10.113 (Vorjahr
TEUR 9.784) – ausgewiesen unter den Vorräten – von den in den Verbindlichkeiten
enthaltenen vereinnahmten Abschlagszahlungen von TEUR 12.455 (Vorjahr TEUR 13.364)
abgesetzt wurden.

Vermögen

31.12.2017

31.12.2016

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

%

Grundstücksvorräte

13.237

14.760

-1.523

10,3

Bebaute Grundstücke

54.490

50.326

4.164

8,3

Wohn- und Geschäftsbauten

300.302

280.805

19.497

6,9

Anlagen im Bau und geleistete Anzahlungen

7.635

18.797

-11.162

59,4

Betriebs- und Geschäftsausstattung

2.190

2.041

149

7,3

194

170

24

14,1

Arbeitgeberdarlehen
Anlagevermögen

378.048

366.899

11.149

3,0

Verkaufsobjekte

1.839

1.839

0

0,0

Vorräte, Forderungen und Abgrenzungen

1.398

1.659

-261

15,7

Liquide Mittel

5.932

551

5.381

>100

387.217

370.948

16.269

4,4

Gesamtvermögen

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

153

Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt GmbH

Das langfristig gebundene Anlagevermögen prägt die Vermögensstruktur und spiegelt die
weiterhin hohe Investitionstätigkeit der Gesellschaft wider:
Investitionen

Grundstücksvorräte
Bebaute Grundstücke
Wohn- und Geschäftsbauten
Anlagen im Bau / geleist. Anzahlungen
Betriebs- und Geschäftsausstattung
Arbeitgeberdarlehen
Veränderung Anlagevermögen

TEUR
2.362
66
3.107
19.578
642
85
25.840

Zuschüsse

Abgänge

TEUR

TEUR

0
0
2.503
478
0
0
2.981

0
305
782
22
0
61
1.170

Um buchungen Abschreibung Veränderung

TEUR
-3.885
4.403
29.578
-30.096
0
0
0

TEUR
0
0
9.903
144
493
0
10.540

TEUR
-1.523
4.164
19.497
-11.162
149
24
11.149

Den Investitionen (abzüglich erhaltener Zuschüsse) von TEUR 22.859 stehen Abgänge (inkl.
Rückzahlungen von Arbeitgeberdarlehen) von TEUR 1.170 sowie Abschreibungen von
TEUR 10.540 gegenüber, sodass sich insgesamt ein Vermögenszuwachs beim langfristig
gebundenen Anlagevermögen von TEUR 11.149 ergibt.
Investitionsbedingt wurden Mitte Dezember 2017 Bankdarlehen abgerufen, die
vorübergehend bis zu ihrer Verwendung und Ablösung von Zwischenfinanzierungen im
Januar 2018 stichtagsbedingt zu höheren Liquiditätsbeständen von TEUR 5.932 führten.
Das Gesamtvermögen ist wie folgt finanziert:

Finanzierung

31.12.2017
TEUR

Eigenkapital
Langfristiges Fremdkapital (Restlaufzeit > 5 Jahre)

31.12.2016
TEUR

TEUR

89.821
84.632
214.183 55% 205.910 56%
23%

23%

6,1

8.273

4,0

3.097

16,4
11,2

22.033

Im Folgejahr fällige Tilgungsraten der Bankkredite

5.031

4.524

507

Kurzfristige Tilgungsanteile anderer Geldgeber

5%

%

5.189

Mittelfristiges Fremdkapital (Restlaufzeit 1-5 Jahre)

6%

18.936

Veränderung

45.382

44.336

1.046

2,4

Rückstellungen

3.356

3.824

- 468

12,2

Guthaben Mieter aus Nebenkosten

2.342

3.580

- 1.238

34,6

sonstige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen

5.069

Kurzfristiges Fremdkapital
Gesamtfinanzierung

-137

2,6

16%

- 290

0,5

387.217 100% 370.948 100%

16.269

4,4

61.180

5.206
16%

61.470

Durch den erwirtschafteten Jahresüberschuss von TEUR 5.189 erhöhte sich das Eigenkapital auf TEUR 89.821.
Zur Finanzierung der Investitionen wurde eine Nettoneukreditaufnahme von TEUR 12.924
erforderlich, sodass der Kreditbestand auf TEUR 286.587 anstieg. Die Bankverbindlichkeiten
erhöhten sich um TEUR 10.818 auf TEUR 223.212. Die Mittelbereitstellung der Stadt
Ingolstadt (einschließlich Stiftungen) wuchs um TEUR 10.407 auf TEUR 55.451 an und
betrifft neben langfristigen Wohnungsbaudarlehen von TEUR 10.611 (Vorjahr TEUR 10.744)
im Wesentlichen die Aufstockung der kurzfristigen Mittelgewährungen um TEUR 10.540 auf
TEUR 44.840. Die langfristigen Darlehen beim Zweckverband Müllverwertungsanlage
Ingolstadt wurden um TEUR 8.301 auf TEUR 7.924 zurückgeführt.
Die Rückstellungen betreffen vor allem noch ausstehende Rechnungen für bis Stichtag
empfangene Lieferungen und Leistungen (TEUR 2.059).
154

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt GmbH

Ertragslage

2017

2016

Veränderung

TEUR

TEUR

TEUR

%

Miete für geförderte Wohnungen

15.471

14.373

1.098

7,6

Miete für preisfreie Wohnungen

13.545

12.086

1.459

12,1

Miete für Garagen und Abstellplätze

1.450

1.343

107

8,0

Miete für gewerbliche Einheiten/Sonstige

1.588

1.479

109

7,4

Erlösschmälerungen (Leerstand w g. Modernisierung)

-771

-625

-146

23,4

12.448

12.109

339

2,8

Bestandsveränderung Betriebs- und Heizkosten

329

538

-209

38,8

Erlöse aus Betreuungstätigkeit

502

629

-127

20,2

Nebenkostenerstattungen

Sonstige Erlöse

145

203

-58

28,6

44.707

42.135

2.572

6,1

Aktivierte Eigenleistungen

1.990

1.945

45

2,3

Sonstige betriebliche Erträge

1.055

537

518

96,5

47.752

44.617

3.135

7,0

-12.969

-12.674

-295

2,3

-2.995

-3.219

224

7,0

Personalaufwand

-8.849

-8.429

-420

5,0

Abschreibungen

-10.540

-9.856

-684

6,9

Sonstige betriebliche Aufwendungen

-2.442

-1.998

-444

22,2

Zinsergebnis

-4.558

-4.793

235

4,9

5.399

3.648

1.751

48,0

-189

-41

-148

>100

-21

-24

3

12,5

5.189

3.583

1.606

44,8

-519

-358

-161

45,0

4.670

3.225

1.445

44,8

Umsatzerlöse inkl. Bestandsveränderung

Betriebsleistung
Aufwendungen für Hausbewirtschaftung
Instandhaltungskosten

Ergebnis vor Steuern
Steuern vom Einkommen und Ertrag
Sonstige Steuern
Jahresüberschuss
Einstellungen in satzungsmäßige Rücklagen
Bilanzgewinn/Einstellung in Gewinnrücklagen

Die Umsatzerlöse konnten im Vorjahresvergleich insbesondere durch zusätzliche
Mieterträge aus Neubezügen sowie infolge von Mietpreiserhöhungen bei Bestandswohnungen weiter gesteigert werden.
Die aktivierten Eigenleistungen liegen etwa auf Vorjahresniveau und spiegeln den hohen
Einsatz der eigenen Architekten bei den Neubauvorhaben wider.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Verkaufserlöse aus den Bestandsabgängen in
Höhe von TEUR 852 (Vorjahr TEUR 364) für zwei weitere Reihenhäuser in der Kurt-HuberStraße sowie für die Reihenhäuser Neugasse 2a+b und ein unbebautes Grundstück in der
Dörflerstraße enthalten. Hinzu kommen Kostenerstattungen für Sanierungsträgerleistungen
in den Gebieten „Soziale Stadt Augustinviertel und Konradviertel“ von TEUR 127 (Vorjahr
TEUR 108).
Die Instandhaltungskosten liegen aufgrund konsequenter Budgetüberwachung unter dem
Vorjahreswert.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

155

Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt GmbH

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Personalaufwand um TEUR 420 auf TEUR 8.849
angestiegen. Neben der tarifbedingten Entgeltsteigerung beruht dies auf dem Aufbau von
Personalkapazitäten im Berichtsjahr um 1,2 VZÄ sowie auf die Ganzjahresauswirkung der
Einstellungen des Vorjahres (7,1 VZÄ). Die Vergütung für den Geschäftsführer betrug in
2017 TEUR 141.
Infolge des Substanzzuwachses durch die intensive
Abschreibungen um TEUR 684 auf TEUR 10.540 an.

Neubautätigkeit

stiegen

die

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 444 auf TEUR 2.442 ist
vor allem auf im Vorjahresvergleich höhere Abschreibungen auf Forderungen (TEUR 127),
Abbruchkosten (TEUR 122), Raumkosten (TEUR 65) sowie Sachversicherungskosten
(TEUR 46) zurückzuführen.
Der Zinsaufwand konnte erneut trotz eines gestiegenen durchschnittlichen Kreditbestands
aufgrund des günstigen Zinsniveaus sowie durch günstigere Umschuldungen um TEUR 235
auf TEUR 4.558 geschmälert werden.
Der Jahresüberschuss 2017 liegt mit TEUR 5.189 um TEUR 1.606 über dem
Vorjahresergebnis. Als Sondereffekte wirkten sich in 2017 insbesondere Verkaufserlöse aus
Anlageverkäufen mit TEUR 852 (Vorjahr TEUR 364) aus; demgegenüber standen
Abbruchkosten in Höhe von TEUR 191 (Vorjahr TEUR 69) sowie außerplanmäßige
Abschreibungen wegen nicht realisierbarer Bauprojekte mit TEUR 145. Bereinigt um diese
Sondereffekte liegt das Ergebnis 2017 in Höhe von TEUR 4.672 weiterhin um TEUR 1.385
über dem bereinigten Vorjahresergebnis von TEUR 3.287.
Prognose
2018

Kennzahlen langfristig
Jahresergebnis

TEUR

2017

2016

2015

2014

2013

3.910

5.189

3.583

2.784

2.851

3.016

Eigenkapitalrendite

%

4,3

5,9

4,3

3,5

3,7

4,1

Rendite auf die
Betriebsleistung

%

7,9

10,9

8,0

6,5

7,2

7,8

Wohnungsbestand

WE

7.170

7.172

7.016

6.812

6.816

6.638

TEUR

49.559

47.752

44.617

42.551

39.529

38.527

Betriebsleistung
Materialaufwandsquote*

%

36,5

33,4

35,6

37,2

34,0

35,9

Personalaufwandsquote

%

18,9

18,5

18,9

18,3

18,6

17,7

VZÄ

148,0

147,1

145,9

138,8

136,3

132,6

Cashflow

TEUR

14.367

16.830

12.518

12.640

10.938

10.352

Investitionen

TEUR

40.452

25.840

46.054

26.386

25.848

25.328

Bilanzsumme

TEUR

404.944

387.217

370.948

338.145

322.016

303.818

%

100,6

97,6

98,9

95,5

95,4

95,7

TEUR

93.731

89.821

84.632

81.049

78.265

75.414

23,1

23,2

22,8

23,3

23,7

24,1

327.039

286.587

273.663

248.207

233.892

219.759

Mitarbeiter

Anlagenintensität
Eigenkapital
Eigenkapitalquote
Kredite

%
TEUR

* Aufwendungen für Hausbewirtschaftung (einschl. Instandhaltung)
156

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt GmbH

Ausblick – Chancen und Risiken
Für das Geschäftsjahr 2018 gilt bei der GWG die Zielvorgabe, in Umsetzung des „Sonderbauprogramms 1.0“ den Ausbau des Wohnraumangebots, insbesondere im preisgünstigen
Mietsegment, weiter voranzutreiben. Neben der Fertigstellung eines KiTa-Neubaus in Mailing
sowie eines Parkhauses an der Richard-Wagner-Straße ist für neun Baumaßnahmen der
Baubeginn mit zusammen rd. 790 neuen Mietwohnungen vorgesehen. Das voraussichtliche
Investitionsvolumen für 2018 beläuft sich insgesamt auf rd. 40,5 Mio. EUR.
Im weiteren Zeitverlauf 2019-2021 ist einschließlich des sog. „Sonderbauprogramms 2020“
die Errichtung von weiteren rd. 600 Wohneinheiten vorgesehen, wovon allerdings rd. 450
geförderte Mietwohnungen an der Stinnesstraße durch einen privaten Bauträger abgebildet
werden.
Die Nachfrage nach Mietwohnungen, insbesondere im preisgünstigen Segment, ist auf dem
Ingolstädter Wohnungsmarkt nach wie vor sehr groß. Hinzu kommt eine Anhebung der
Einkommensgrenzen für den geförderten Mietwohnungsbau durch den Freistaat Bayern ab
1. Mai 2018, wodurch sich die Zahl der Wohnungsberechtigten weiter deutlich erhöhen wird.
Daher wird die GWG auch nach Abschluss des aktuell geplanten Bauprogramms ab 2021 ff.
im Zuge des „Sonderbauprogramms 2.0“ ihre kontinuierliche, bedarfsorientierte Neubauleistung weiterführen. Die vorgesehene sukzessive Fertigstellung von weiteren rd. 1.600
Wohneinheiten bis 2026 stellt einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Wachstumsentwicklung der Region 10 dar.
Bei den Bauvorhaben bestehen infolge der weiter guten Auslastung der potentiellen
Auftragnehmer Kosten- und Terminrisiken, die einer intensiven Beobachtung unterzogen
werden. Zinsänderungsrisiken entfalten aufgrund des hohen Anteils der langfristigen
Zinsfestschreibungen mittelfristig kaum Wirkung. Chancen aus der derzeit bestehenden
Niedrigzinsphase können bei den erforderlichen Kreditaufnahmen für die Neubauten genutzt
werden.
Mit kontinuierlicher Fertigstellung der Neubaumaßnahmen erwartet die Gesellschaft bei
niedrigen Zinsen und einer weiterhin hohen Wohnungsnachfrage eine stetige Verbesserung
der Ertragslage. Es wird ein jährlicher Gewinn in Höhe von 4 % des Eigenkapitals
angestrebt, der zur Finanzierung der Bautätigkeit eingesetzt wird, um das Absinken der
Eigenkapitalquote infolge des hohen Kapitalbedarfs zu begrenzen.

Finanzielle Verpflichtungen der Stadt Ingolstadt
Die Stadt Ingolstadt hat der GWG über die geleisteten Kapitaleinlagen sowie anteilige nicht
ausgeschüttete Gewinne, insgesamt Eigenmittel von 67,6 Mio. EUR, überlassen. Darüber
hinaus gewährte die Stadt Ingolstadt der GWG Wohnungsbaudarlehen, die sich Ende 2017
auf TEUR 9.993 belaufen. Für Darlehen der GWG, die Ende 2017 noch mit TEUR 2.478
valutieren, hat die Stadt Ingolstadt Ausfallbürgschaften übernommen.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

157

INKoBau Ingolstädter Kommunalbauten Verwaltungs GmbH
Ludwigstr. 32, 85049 Ingolstadt

25.000 €

Stammkapital:
gehalten durch
Gesellschafter:

25.000 €

Stadt Ingolstadt

100,00%

Komplementärin der INKoBau Ingolstädter Kommunalbauten
GmbH & Co. KG
Beschlussorgane:

Gesellschafterversammlung

Geschäftsführer:

Nicolai Fall (ab 16.04.2017)
Andrea Steinherr (bis 15.04.2017)

Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft
Die INKoBau Ingolstädter Kommunalbauten Verwaltungs GmbH ist die persönlich haftende
und geschäftsführende Gesellschafterin der INKoBau Ingolstädter Kommunalbauten
GmbH & Co. KG. Sie erhält eine Haftungsvergütung in Höhe von 3 % p.a. ihres Stammkapitals und Auslagenersatz für die Geschäftsführung.

Vermögens- und Finanzlage

31.12.2017
TEUR

31.12.2016 Veränderung
TEUR

TEUR

Forderungen

3

1

2

Liquide Mittel

30

24

6

Gesamtvermögen

33

25

8

Stammkapital

25

25

0

Verlustvortrag

-1

0

-1

Jahresfehlbetrag

-2

-1

-1

Eigenkapital

22

24

-2

Rückstellungen

3

0

3

Verbindlichkeiten

8

1

7

33

25

8

Gesamtkapital

Der Jahresfehlbetrag im Geschäftsjahr 2017 in Höhe von TEUR 2 wird auf neue Rechnung
vorgetragen und betrifft Personalkosten für den Geschäftsführer, Versicherungsaufwendungen sowie Buchführungs- und Abschlusskosten.

Finanzielle Verpflichtungen der Stadt Ingolstadt
Das Haftungsrisiko für die Stadt Ingolstadt als Alleingesellschafterin der
INKoBau Ingolstädter Kommunalbauten Verwaltungs GmbH ist auf die Stammeinlage
(TEUR 25) beschränkt.

158

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

INKoBau Ingolstädter Kommunalbauten GmbH & Co. KG
Ludwigstr. 32, 85049 Ingolstadt

250.000 €

Kommanditkapital:
gehalten von der
Kommanditistin:

Stadt Ingolstadt

Komplementär:

INKoBau Ingolstädter Kommunalbauten Verwaltungs GmbH

Beschlussorgane:

Gesellschafterversammlung
Aufsichtsrat

Geschäftsführer:

INKoBau Ingolstädter Kommunalbauten Verwaltungs GmbH
Nicolai Fall (ab 16.04.2017)
Andrea Steinherr (bis 15.04.2017)

Aufsichtsrat:

Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel
Stellvertreter: Bürgermeister Albert Wittmann

250.000 €

100,00%

Stadträte:
Hans Achhammer
Christina Hofmann
Franz Hofmeier
Petra Kleine
Christian Lange
Sabine Leiß
Markus Reichhart
Simona Rottenkolber
Dr. Manfred Schuhmann
Johann Stachel
Karl Spindler

Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft
Die Stadt Ingolstadt gründete im August 2016 zur Errichtung und Sanierung sowie zur
baulichen Betreuung, Bewirtschaftung und Verwaltung städtischer Bauten die
INKoBau Ingolstädter Kommunalbauten GmbH & Co. KG. Von der Gesellschaft soll die
Sanierung des Kavalier Dalwigk zur Errichtung eines digitalen Gründerzentrums, der Neubau
der Kammerspiele mit zentralen Werkstätten, die Sanierung des Georgianums und die
Generalsanierung des denkmalgeschützten Stadttheaters umgesetzt werden.
Für diese Großprojekte soll ein „Vermieter - Mieter Modell“ zur Anwendung kommen, um die
Kostentransparenz, Kostenverantwortung, Dienstleistungsqualität und Kundenorientierung
zu verbessern. Als Vermieterin soll die INKoBau KG die von der Stadt übertragenen Bauten
sanieren sowie erweitern und den Nutzern zu Marktpreisen überlassen. Der Finanzbedarf
(nach Abzug von etwaiger Fördermitteln) ist von der INKoBau KG mit angemessenen
Eigenmitteln (mind. rund 25 %) oder alternativ über kommunale Sicherheiten zu decken. Im
Übrigen ist die Aufnahme von Bankdarlehen durch die INKoBau KG möglich, wenn Zins und
Tilgung aus der Miete erwirtschaftet werden.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

159

INKoBau Ingolstädter Kommunalbauten GmbH & Co. KG

Vermögens- und Finanzlage
Mietereinbauten Am Stein 9 für DGZ GmbH
Ausbau der angemieteten eigenen Geschäftsräume
Planungskosten Dalwigk

31.12.2017 31.12.2016 Veränderung
TEUR
TEUR
TEUR
146
0
146
61

0

61

112

0

112

Planungskosten Georgianum

20

0

20

Geschäftsausstattung

12

0

12

in Ausführung befindliche Bauaufträge

20

0

20

Forderung gegen Kommanditistin Stadt Ingolstadt

349

0

349

Vorsteuererstattungsansprüche

136

0

136

übrige Forderungen und Abgrenzungen

-13

2

-15

52

223

-171

895

225

670

1.050

250

800

-28

0

-28

-398

-28

-370

624

222

402

22

1

21

Verbindlichkeiten

249

2

247

Kapital

895

225

670

Liquide Mittel
Vermögen
Kommanditeinlage und Rücklagen der Stadt IN
Verlustvortragskonto
Jahresfehlbetrag
Eigenkapital
Rückstellungen

Den Investitionen in Höhe von TEUR 306 stehen Abschreibungen von TEUR 16 gegenüber.
Die Forderung gegen die Kommanditistin betrifft bei Abschlusserstellung abgerechnete
Auftragsarbeiten für die Stadt Ingolstadt im Zusammenhang mit der Sanierung der
Theatergastronomie, die erst im 2. Quartal 2018 fällig wurden.

Ertragslage
Erlöse für Bauleistungen
Mieterträge Am Stein 9

Umsatzerlöse inkl. Bestandsveränderungen
Aktivierte Eigenleistungen
sonstige betriebliche Erträge

31.12.2017
TEUR

31.12.2016 Veränderung
TEUR
TEUR

343

0

343

71

0

71

414

0

414

21

0

21

0

0

0

435

0

435

Materialaufwand

-406

0

-406

Personalaufwand

-111

0

-111

Betriebsleistung

Abschreibungen
Verwaltungsaufwendungen
Haftungsvergütung an INKoBau Verwaltungs GmbH
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Jahresfehlbetrag

-16

0

-16

-206

0

-206

-1

0

-1

-93

-28

-65

-398

-28

-370

Seit Oktober 2017 hat die INKoBau KG die Räumlichkeiten „Am Stein 9“ angemietet, die sie
bis zur Bezugsfertigstellung des Kavalier Dalwigk der DGZ GmbH zur Verfügung stellt.
Der Jahresfehlbetrag, der auf neue Rechnung vorgetragen wird, betrifft nicht
aktivierungsfähige Verwaltungskosten, die aus künftigen Erträgen aus den
Vermietungsobjekten gedeckt werden sollen. Zur Zwischenfinanzierung leistete die Stadt
Ingolstadt eine Einlage.
160

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

INKoBau Ingolstädter Kommunalbauten GmbH & Co. KG

Ausblick – Chancen und Risiken
Für die Sanierung und Erweiterung des Kavalier Dalwigk durch Anbauten hat sich der
Stadtrat der Stadt Ingolstadt im Mai 2018 für einen homogenen Baukörper mit Nord/Süd
Ausrichtung und moderatem Hochpunkt, der dem Wunsch der Bevölkerung nach einer
attraktiven Gastronomie nachkommt, ausgesprochen.
Mit dem Betreiber des digitalen Gründerzentrums, der brigk - Digitales Gründerzentrum der
Region Ingolstadt GmbH, wurde ein Mietvertrag für eine feste 15-jährige Nutzung ab 2021/22
ausgehandelt. Über diesen Mietvertrag kann ein Teil der Baukosten refinanziert werden.
Zusätzlich werden Fördermittel aus der Denkmalpflege und Städtebauförderung erwartet.
Der verbleibende Finanzbedarf von rund 10 Mio. EUR, wird über einen Zuschuss der Stadt
Ingolstadt gedeckt.
Auf der Grundlage des beschlossenen Nutzungskonzeptes, bestehend aus einer
universitären Nutzung, einem öffentlichen Veranstaltungsraum in der Kapelle und einer
Gastronomie in der Fasshalle, wurde die INKoBau KG ebenso mit der Sanierung des
Georgianums bis 2021 beauftragt. Die Gesamtkosten der Maßnahme von rund 15 Mio. EUR
sollen zu je einem Drittel durch Mieteinnahmen, Fördermittel und einem städtischen
Zuschuss finanziert werden. Analog zum Kavalier Dalwigk soll auch beim Georgianum die
Entwurfsphase bis Herbst 2018 abgeschlossen sein.
Bei beiden Projekten kann im Jahr 2019 mit dem Bau begonnen werden.

Finanzielle Verpflichtungen der Stadt Ingolstadt
Die Haftung der Stadt Ingolstadt ist auf ihre Einlagen begrenzt.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

161

162

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Finanzdienstleistungen

Einführung „Kontaktloses Bezahlen“

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

163

Zweckverband Sparkasse Ingolstadt Eichstätt
Rathausplatz 6, 85049 Ingolstadt

Zweckverbandsmitglieder: Stadt Ingolstadt
Landkreis Eichstätt
Stadt Eichstätt
Landkreis Pfaffenhofen

56,43%
26,81%
9,24%
7,52%

Beschlussorgane:

Zweckverbandsversammlung
Zweckverbandsvorsitzender

Verbandsversammlung:

Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel
Stellvertretende Vorsitzende:
Anton Knapp, Landrat Eichstätt
Andreas Steppberger, Oberbürgermeister Stadt Eichstätt
Bürgermeister Albert Wittmann
Martin Wolf, Landrat Pfaffenhofen
Stadt Ingolstadt:
Thomas Deiser
Konrad Ettl
Prof. Dr. Joachim Genosko
Ulrike Hodek
Patricia Klein
Dr. Christoph Lauer

Brigitte Mader
Markus Reichhart
Jörg Schlagbauer
Dorothea Soffner
Hans Süßbauer
Hans-Joachim Werner

Stadt Eichstätt:
Rudolf Engelhard
Dr. Claudia Grund
Maria Lechner
Adalbert Lina

Prof. Dr. Stefan Schieren
Tanja Schorer-Dremel
Wolfgang Wollny

Landkreis Eichstätt:
Bürgermeister Josef Lohr
Bürgermeister Christian Tauer
Reinhard Eichiner
Claudia Forster
Brigitta Frauenknecht
Michael Frey

Anton Haunsberger
Andreas Husterer jun.
Willibald Reinbold
Rainer Richter
Horst Volkmer

Landkreis Pfaffenhofen:
Bürgermeister Herbert Nerb
Bürgermeister Ludwig Wayand

Gegenstand und Aufgaben des Zweckverbandes
Der Zweckverband Sparkasse Ingolstadt Eichstätt erfüllt die Aufgabe der Gewährträgerschaft für die Sparkasse Ingolstadt Eichstätt.
Der Zweckverband ist Mitglied des Bayerischen Sparkassen- und Giroverbandes.
Mitglieder des Zweckverbandes sind die Stadt Ingolstadt, der Landkreis Eichstätt, die Stadt
Eichstätt und der Landkreis Pfaffenhofen.

164

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Sparkasse Ingolstadt Eichstätt AöR
Rathausplatz 6, 85049 Ingolstadt
www.spk-in-ei.de

Träger:

Zweckverband Sparkasse Ingolstadt Eichstätt

Beschlussorgane:

Verwaltungsrat

Vorstand:

Vorsitzender:

Verwaltungsrat:

Mitglieder:

Jürgen Wittmann (ab 01.03.2017)
Dieter Seehofer (bis 28.02.2017)
Reinhard Dirr
Karl-Heinz Schlamp
Emmeran Hollweck (bis 30.06.2018)

Vorsitzender:

Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel

Stellvertretende Vorsitzende:
Anton Knapp, Landrat Eichstätt
Andreas Steppberger, Oberbürgermeister Stadt Eichstätt
Bürgermeister Albert Wittmann
Martin Wolf, Landrat Pfaffenhofen (beratend)
Mitglieder:
Konrad Ettl, Stadtrat
Anton Haunsberger
Walter Hofmann
Prof. Dr. Joachim Genosko, Stadtrat
Dieter Kastl, Wirtschaftsprüfer
Josef Lohr
Willibald Reinbold
Jörg Schlagbauer, Stadtrat
Prof. Dr. Stefan Schieren
Karl Schneller
Eckhard Schock-Schmidtke jun.
Aufsichtsbehörden: Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
Bayerisches Staatsministerium des Innern

Gegenstand und Aufgaben der Sparkasse
Die Sparkasse Ingolstadt Eichstätt ist ein kommunales Wirtschaftsunternehmen mit der
Aufgabe, die örtliche Versorgung mit Finanzdienstleistungen nach Maßgabe der
Sparkassenordnung sicherzustellen. Die Träger der Sparkassen Ingolstadt und Eichstätt
haben am 09.05.2016 die Vereinigung beider Kreditinstitute mit Wirkung zum 01.01.2017
beschlossen, mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Das Geschäftsgebiet
umfasst somit das Gebiet des Altlandkreises Ingolstadt nach dem Gebietsstand zum
30.06.1972 und den räumlichen Wirkungsbereich des Landkreises Eichstätt ohne die
Gemeinden Altmannstein und Mindelstetten.
Zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben unterhält die Sparkasse neben den Hauptstellen in
Ingolstadt und Eichstätt und einem BeratungsCenter ein flächendeckendes Netz von
zusammen 45 stationären Geschäftsstellen in ihrem Geschäftsbezirk und unterstützt die
Mitglieder ihres Trägers als Hausbank in der Erfüllung ihrer kommunalen Aufgaben.
Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

165

Sparkasse Ingolstadt Eichstätt AöR

Die Sparkasse ist Mitglied des Sparkassenverbandes Bayern und über diesen dem
Deutschen Sparkassen- und Giroverband e.V. angeschlossen. Sie haftet mit den anderen
bayerischen Sparkassen gemäß § 8 Abs. 2 der Satzung des Sparkassenverbandes Bayern
für die Verbindlichkeiten des Sparkassenverbandes Bayern. Des Weiteren ist die Sparkasse
über den Sparkassenstützungsfonds des Sparkassenverbandes Bayern dem Sicherungssystem der Deutschen Sparkassenorganisation angeschlossen. Als institutssichernde
Einrichtung im Sinne des Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetzes schützt
dieses System den Bestand der angeschlossenen Institute.
Die nachfolgenden Erläuterungen zur Vermögens- und Finanzlage, als auch zur Ertragslage,
betreffen den Jahresabschluss 2017 der Sparkasse Ingolstadt Eichstätt AöR. Die
Vorjahreswerte werden zusammengefasst (Sparkasse Ingolstadt und Sparkasse Eichstätt
gemeinsam) dargestellt.

Vermögens- und Finanzlage

31.12.2017

31.12.2016

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

%

Barreserve

85.835

82.673

3.162

3,8

Forderungen an Kreditinstitute

28.784

114.209

-85.425

74,8

Forderungen an Kunden / Kreditgeschäft

3.527.968

3.340.528

187.440

5,6

Wertpapiergeschäft

1.446.551

1.543.805

-97.254

6,3

Beteiligungen

66.313

63.975

2.338

3,7

Anteile an verbundenen Unternehmen

22.367

6.039

16.328

>100

2.050

2.405

-355

14,8

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

36.026

36.586

-560

1,5

Sonstige Vermögensgegenstände

22.713

16.429

6.284

38,2

3.470

2.227

1.243

55,8

26.790

20.621

6.169

29,9

5.268.867

5.229.497

39.370

0,8

686.065

726.193

-40.128

5,5

3.774.609

3.750.654

23.955

0,6

69

2.071

-2.002

96,7

Treuhandverbindlichkeiten

2.050

2.405

-355

14,8

Sonstige Verbindlichkeiten

4.805

3.698

1.107

29,9

Rechnungsabgrenzungsposten

2.885

3.653

-768

21,0

53.675

49.243

4.432

9,0

Treuhandvermögen

Rechnungsabgrenzungsposten
Aktive latente Steuern
Gesamtvermögen
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Kundeneinlagen
Inhaberschuldverschreibungen

Rückstellungen
Nachrangige Verbindlichkeiten

745

2.783

-2.038

73,2

1.095

1.095

0

0,0

Fonds für allgemeine Bankrisiken

314.000

273.700

40.300

14,7

Eigenkapital

428.869

414.002

14.867

3,6

5.268.867

5.229.497

39.370

0,8

85.649

97.605

-11.956

12,2

394.698

344.718

49.980

14,5

Genussrechtskapital

Gesamtkapital
nachrichtlich:
Eventualverbindlichkeiten aus
Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen
Andere Verpflichtungen
Unwiderrufliche Kreditzusagen

166

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Sparkasse Ingolstadt Eichstätt AöR

Der Anstieg der Bilanzsumme resultiert auf der Passivseite insbesondere aus dem
Jahresüberschuss und den Zuführungen zu den Fonds für Bankrisiken sowie auf dem
Zuwachs der Kundeneinlagen. Auf der Aktivseite spiegelt sich dieser im
Kundenkreditgeschäft wider.
Das Kreditgeschäft erhöhte sich in 2017 im direkten Vorjahresvergleich um 187,4 Mio. EUR
(5,6 %) auf 3,528 Mrd. EUR, im Wesentlichen durch vermehrte Ausleihungen an Privatkunden. Der Anteil der Forderungen an Kunden an der Bilanzsumme ist auf 67 % (Vorjahr
64 %) gestiegen.
Die Eigenanlagen, bestehend aus Forderungen an Kreditinstitute, Schuldverschreibungen
und anderen festverzinslichen Wertpapieren sowie Aktien und anderen nicht
festverzinslichen Wertpapieren, haben sich im Vorjahresvergleich um 182,7 Mio. EUR auf
1,475 Mrd. EUR reduziert. Ursächlich für den Bestandsabbau ist die gute Entwicklung des
Kundenkreditgeschäftes.
Der unter den Beteiligungen ausgewiesene Anteilsbesitz der Sparkasse erhöhte sich um
2,3 Mio. EUR auf 66,3 Mio. EUR aufgrund der Zuschreibung im Zusammenhang mit der
Beteiligung der Sparkassen an den Stammkapitalien des Sparkassenverbandes Bayern.
Aufgrund von Eigenkaptalabrufen in der Stadtbau Ingolstadt Vermögen GmbH & Co. KG sind
die Anteile an verbunden Unternehmen um 16,3 Mio. EUR auf 22,4 Mio. EUR angewachsen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verminderten sich insbesondere durch die
Reduzierung der täglich fälligen Verbindlichkeiten um 40,1 Mio. EUR auf 686,1 Mio. EUR.
Darin enthalten sind auch langfristige Weiterleitungsdarlehen in Höhe von 482,5 Mio. EUR
(Vorjahr 463,4 Mio. EUR), die zur Refinanzierung günstiger Förderkredite an Kunden dienen.
Die Kundeneinlagen inklusive Inhaberschuldverschreibungen und nachrangiger Verbindlichkeiten haben sich leicht um 19,9 Mio. EUR auf 3,775 Mrd. EUR erhöht und betragen
zusammen unverändert rd. 72 % der Bilanzsumme
Das ausgewiesene Genussrechtskapital von nominal insgesamt rd. 1,1 Mio. EUR verbrieft
den Gläubigern das Recht auf eine vom Gewinn der Sparkasse abhängige Ausschüttung von
bis zu 6 % auf den Nennbetrag.
Durch den erwirtschafteten Jahresüberschuss stieg das Eigenkapital im Vorjahresvergleich
um 14,9 Mio. EUR auf 428,9 Mio. EUR an. Außerdem wurde der für allgemeine Bankrisiken
gemäß § 340 g HGB zu bildende Sonderposten mit Eigenmittelcharakter um weitere
40,3 Mio. EUR auf 314,0 Mio. EUR aufgestockt. Die Eigenmittel der Sparkasse stiegen damit
um 55,2 Mio. EUR auf nunmehr 742,9 Mio. EUR und haben einen Anteil von 14,1 % an der
Bilanzsumme. Darüber hinaus bestehen unversteuerte stille Reserven in Höhe von
60,6 Mio. EUR im Rahmen der getroffenen Vorsorgereserve gemäß § 340 f HGB, die von
den Kundenforderungen abgesetzt sind.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

167

Sparkasse Ingolstadt Eichstätt AöR

Ertragslage

2017

2016

Veränderung

TEUR

TEUR

TEUR

%

Zinserträge

107.122

116.162

-9.040

7,8

Zinsaufwendungen

-11.820

-14.158

2.338

16,5

8.938

7.286

1.652

22,7

104.240

109.290

-5.050

4,6

35.943

29.490

6.453

21,9

3.592

5.029

-1.437

28,6

Betriebsleistung

143.775

143.809

-34

0,0

Personalaufwand

-49.723

-49.624

-99

0,2

Andere Verwaltungsaufwendungen

Laufende Erträge aus Finanzanlagen
Zinsspanne
Provisionsüberschuss
Sonstige betriebliche Erträge

-20.242

-20.243

1

0,0

Abschreibungen auf Sachanlagen, immaterielle VG

-2.760

-2.809

49

1,7

Sonstige betriebliche Aufwendungen

-4.461

-3.850

-611

15,9

988

-1.338

2.326

>100

Zuschreibungen/Abschreibungen auf Forderungen
Zuschreibungen/Abschreibungen auf Beteiligungen
Zuführungen zum Fonds für allgem. Bankrisiken
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit
Außerordentliches Ergebnis
Steuern vom Einkommen und Ertrag
Sonstige Steuern
Jahresüberschuss
Ausschüttung für gemeinnützige Zwecke
Einstellung in die Sicherheitsrücklage

288

-2.039

2.327

>100

-40.300

-27.400

-12.900

47,1

27.565

36.507

-8.942

24,5

-613

-2.469

1.856

75,2

-11.479

-17.564

6.085

34,6

-107

-100

-7

7,0

15.366

16.374

-1.008

6,2

-500

-500

0

0,0

14.866

15.874

-1.008

6,4

Aufgrund des anhaltend niedrigen Zinsniveaus zeigt sich der Zinsüberschuss im Vergleich
zum Vorjahr erwartungsgemäß mit 104,2 Mio. EUR um 5,1 Mio. EUR (4,6 %) rückläufig.
Nach wie vor stellt der Zinsüberschuss die bedeutendste Ertragsquelle dar.
Durch das gute Verbundgeschäft der Sparkasse konnte der Provisionsüberschuss um rd.
22 % auf 35,9 Mio. EUR gesteigert werden.
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind in 2017 um 1,4 Mio. EUR auf 3,6 Mio. EUR
zurückgegangen. Im Vorjahr waren unter anderem Veräußerungsgewinne aus Grundstücken
und Gebäuden des Anlagevermögens (0,7 Mio. EUR) enthalten.
Der Personalaufwand liegt mit 49,7 Mio. EUR bei einem um rd. 4,6 % geringeren
durchschnittlichen Beschäftigtenstand auf dem Kostenniveau des Vorjahres. Die enthaltenen
Gesamtbezüge des Vorstandes betrugen TEUR 1.519.
Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist auf deutlich höhere Aufzinsungen
der Rückstellungen zurückzuführen. Der Vorjahreswert beinhaltete höhere Aufwendungen
für Altersteilzeit und Abfindungen.
Bei der Forderungsbewertung ergibt sich ein positives Ergebnis in Höhe von rund
1,0 Mio. EUR (Vorjahr Ergebnisbelastung 1,3 Mio. EUR).

168

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Sparkasse Ingolstadt Eichstätt AöR

Die Zuschreibungen auf Beteiligungen stehen im Zusammenhang mit der Beteiligung der
Sparkassen an den Stammkapitalien I und II des Sparkassenverbandes Bayern. Im Vorjahr
war Abschreibungsbedarf gegeben.
Den Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340 g HGB zur Absicherung gegen die
besonderen Risiken des Bankgeschäfts wurden Mittel von 40,3 Mio. EUR zugeführt, dies
sind um 12,9 Mio. EUR mehr als im Vorjahr.
Die hohen außerordentlichen Aufwendungen des Vorjahres sind unmittelbar in der Fusion
zur Sparkasse Ingolstadt Eichstätt begründet.
Der im Berichtsjahr geringere Steueraufwand ist auf die erstmalige Einbeziehung der
latenten Steuerabgrenzung zu den Bilanzsachverhalten der ehemaligen Sparkasse Eichstätt
zurückzuführen.
Der erzielte Jahresüberschuss 2017 der Sparkasse Ingolstadt Eichstätt beträgt
15,4 Mio. EUR und liegt damit leicht um 1,0 Mio. EUR unter dem Vorjahresergebnis. Nach
Abzug der Ausschüttung für gemeinnützige Zwecke der Träger (0,5 Mio. EUR) können
14,9 Mio. EUR in die Sicherheitsrücklage zur weiteren Stärkung der Eigenkapitalbasis
eingestellt werden.

Kennzahlen langfristig
2017

2016

2015*

2014*

2013*

Jahresüberschuss

TEUR

15.366

16.374

15.684

15.681

15.748

Betriebsleistung

TEUR

143.775

143.809

111.681

107.549

113.582

Anteil Zinsspanne

%

72,5

76,0

76,6

78,8

79,8

Sachaufwandsquote

%

19,1

18,7

18,4

20,0

17,3

Personalaufwandsquote

%

34,6

34,5

34,6

34,7

30,7

VZÄ

717,6

756,6

585,6

589,2

594,7

-39.024

-30.777

-21.784

-18.900

-28.831

Mitarbeiter
Bewertungsergebnis sowie
Zuführung Bankrisikenfonds

TEUR

Bilanzsumme

TEUR

5.268.867 5.229.497 3.968.569 3.791.733 3.754.183

Kreditvergaben

%

67,0

63,9

61,4

60,8

58,4

Eigenanlagen

%

28,0

31,7

34,8

34,8

37,1

Kundeneinlagen

%

71,6

71,8

76,4

76,7

74,7

Eigenmittel

%

14,1

13,2

12,8

12,6

11,9

Kreditverbindlichkeiten

%

13,0

13,9

9,7

9,5

12,2

Bürgschaften/Gew ährleistungen

TEUR

85.649

97.605

68.503

73.977

77.826

unw iderrufliche Kreditzusagen

TEUR

394.698

344.718

205.154

163.385

208.326

* bis 2015 Kennzahlen der Sparkasse Ingolstadt

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

169

Sparkasse Ingolstadt Eichstätt AöR

Ausblick – Chancen und Risiken
Im Vordergrund steht bei der Sparkasse die Versorgung aller Bevölkerungskreise, der
Wirtschaft und der öffentlichen Hand mit geld- und kreditwirtschaftlichen Leistungen.
Chancen ergeben sich aus der in 2017 vollzogenen Fusion, durch welche bereits
Synergieeffekte auf der Kosten- und Ertragsseite gehoben werden konnten und somit zur
Zukunftssicherheit der Sparkasse beitragen. Weitere Chancen ergeben sich durch die starke
Verankerung in der Bevölkerung und den überdurchschnittlich hohen Marktanteilen. Um
diese Chancen zu optimieren, setzt die Sparkasse stark auf Mensch-Mensch-Beziehungen,
eine flächendeckende bedarfsorientierte Beratung und hohe Investitionen in die Weiterentwicklung der Mitarbeiter.
Auch die externen Chancen stützen dies, da die Region aktuell und auch perspektivisch
nach vorne durch ein wirtschaftlich intaktes Umfeld gekennzeichnet ist. Eine weitere Chance
für den Ausbau der Marktanteile bietet die gezielte Ausweitung der Produkt- und
Dienstleistungspalette im internetbasierten Banking. Dadurch soll die Kundenzufriedenheit
gesteigert und somit die Kundenbindung verstetigt werden. Der bedarfsgerechten Beratung
und zielgerichteten Ansprache der Kunden wird einerseits durch die durchgängige
Integration medialer Vertriebskanäle und andererseits durch den stationären Vertrieb in der
Filiale Rechnung getragen. Künftig ergänzt wird dies durch die Einführung eines
KundenServiceCenters, wodurch dem Kunden im Rahmen der Multikanalausrichtung ein
weiterer qualitativ hochwertiger, zusätzlicher und bequemer Zugangsweg angeboten wird.
Die Sparkasse verfügt über ein breit diversifiziertes und im Kern konservatives
Wertpapierportfolio. Mit dem geplanten Ausbau einzelner Assetklassen besteht die Chance,
auch in Phasen länger anhaltender Niedrigzinsen die Performance zu optimieren. Eine
strategische Vorteilsposition gegenüber Wettbewerbern stellt die hohe Produktivität, das
bereits langjährig erfolgreiche und verantwortungsvolle Kosten- und Risikomanagement
sowie die überdurchschnittliche Eigenkapitalausstattung dar.
Die Sparkasse verfügt über ein angemessenes System zur Steuerung, Überwachung und
Kontrolle der vorhandenen Risiken. Durch das Risikomanagement und -controlling können
die Risiken frühzeitig identifiziert, Informationen über die Risiken an die zuständigen
Entscheidungsträger weitergeleitet und diese gesteuert werden.
Das Adressenausfallrisiko im Kundenkreditgeschäft ist von besonderer Bedeutung. Hier
steht die Vermeidung von Risikokonzentrationen im Vordergrund. Der Vorstand praktiziert
eine vorsichtige Risiko- und Bewertungspolitik. Durch die sorgfältige individuelle Bonitätsbeurteilung, die Hereinnahme und Überwachung von Sicherheiten und sowie durch Kreditlimits werden die Risiken begrenzt. 96,7 % des risikoklassifizierten genehmigten
Gesamtkreditvolumens im Kundenkreditgeschäft weisen eine Risikoeinstufung in der
Risikogruppe I auf; 3,0 % weisen erhöhte Risiken auf; 0,3 % weisen akute Ausfallrisiken auf.
Die Steuerung der Adressenausfallrisiken des Kreditgeschäfts erfolgt unter Berücksichtigung
der Größenklassenstruktur, der Bonitäten, der Branchen, der gestellten Sicherheiten und des
Risikos der Engagements. Das genehmigte Kundenkreditgeschäft entfällt mit 44,0 % auf das
Privatkundenkreditgeschäft, mit 55,0 % auf das Kreditgeschäft mit Unternehmen,
Selbständigen und Sonstigen und mit 1,0 % auf das Kommunalkreditgeschäft. Die regionale
Wirtschaftsstruktur spiegelt sich im Kreditgeschäft wider, 17,0 % der Ausleihungen betreffen
das Grundstücks- und Wohnungswesen (ohne Bauträger). Die Größenklassenstruktur weist
eine breite Streuung aus, 97,5 % sind unterhalb der Großkreditgrenze. Aus den bestehenden
Strukturen sieht die Sparkasse keine besonderen Risiken.
170

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Sparkasse Ingolstadt Eichstätt AöR

Länderrisiken spielen im Kundenkreditgeschäft wegen der geringen Volumina eine vernachlässigbare Rolle. Das an Kreditnehmer mit Sitz im Ausland ausgelegte Kreditvolumen
(einschließlich Wertpapierkredite) beträgt Ende 2017 5,8 % der genehmigten Kredite.
Soweit Kreditengagements festgelegte Kriterien aufweisen, die auf erhöhte Risiken
hindeuten, werden diese Kreditengagements von spezialisierten Mitarbeitern auf der Grundlage eines Sanierungs- bzw. Abwicklungskonzeptes betreut. Risikovorsorgemaßnahmen
sind für alle Engagements vorgesehen, bei denen es voraussichtlich nicht mehr möglich sein
wird, alle fälligen Zins- und Tilgungszahlungen im vertraglich vereinbarten Rahmen zu
vereinnahmen. Bei der Bemessung werden die voraussichtlichen Realisationswerte der
gestellten Sicherheiten berücksichtigt. Die Ende 2017 ermittelte durchschnittliche Ausfallquote beträgt 0,03 % (Vorjahr 0,04 %) des durchschnittlichen risikobehafteten Kreditvolumens, jeweils im Durchschnitt der letzten 5 Jahre.
Unter Berücksichtigung der Handelsaktivitäten sowie der Ertrags- und Substanzkraft der
Sparkasse werden bei den Eigengeschäften (Kreditvergaben im A-Depot) durch die
Geschäftsleitung Risikolimits und Parameter zur Risikomessung festgelegt. Diese wurden
bei den Anlagen im institutionellen Bereich durch eine sorgfältige Auswahl der Handelspartner unter Einbeziehung externer Ratings und erweitert durch eigene Analysen begrenzt.
Zum 31.12.2017 weisen 91,5 % der Handelsgeschäfte ein Rating aus dem Investmentgradebereich auf, 8,5 % haben eine Ratingnote von BBB+ und schlechter bzw. sind ungeratet. Die
Sparkasse begrenzt die Risiken bei ausländischen Staatsanleihen und supranationalen
Schuldnern mittels Volumenslimitierung auf Geschäftspartnerebene sowie Durchführung
einer Ausfalllimitierung auf Gesamtbank- und Portfolioebene. Dabei wird differenziert nach
Erfüllungs-, Emittenten- und Wiedereindeckungsrisiken vorgegangen. Wertkorrekturen aus
Auslandsanlagen in Zusammenhang mit der Staatsschuldenkrise waren nicht erforderlich.
Für Marktpreisrisiken bei Handelsgeschäften werden in Abstimmung mit der Geschäftsleitung je Risikoart Risikolimits und Parameter zur Risikomessung festgelegt. Diese dienen
dem Ziel, Ertragschancen wahrzunehmen, ohne die finanziellen Ressourcen unangemessen
zu belasten. Die Bewertung, Analyse und Steuerung von Zinsänderungsrisiken auf
Gesamtbankebene erfolgt nach der Ertragswertperspektive. Zum Stichtag 31.12.2017 wurde
die barwertige Auswirkung einer Ad-hoc-Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurve um
+ bzw. - 200 Basispunkte errechnet. Die Verminderung des Barwertes betrug gemessen an
den regulatorischen Eigenmitteln 21,5 % und lag damit über der aufsichtlichen Schwelle von
20 %, aber noch unterhalb der internen Festlegung von 25,3 %. Währungsrisiken sind bei
der Sparkasse nur von untergeordneter Bedeutung. Devisentermingeschäfte werden durch
gegenläufige, besonders gedeckte Geschäfte abgesichert. Die Limite für die Marktpreisrisiken wurden im abgelaufenen Jahr jederzeit eingehalten.
Das Liquiditätsrisiko, verstanden als Risiko, Zahlungsverpflichtungen im Zeitpunkt der
Fälligkeit nicht nachkommen zu können (Liquiditätsrisiko im engeren Sinne), erforderliche
Refinanzierungsmittel nur zu erhöhten Marktzinsen beschaffen zu können (Refinanzierungsrisiko) oder vorhandene Vermögenswerte nur mit Preisabschlägen verwerten zu können
(Marktliquiditätsrisiko), steht in engem Zusammenhang mit den aufsichtsrechtlichen
Vorgaben. Die Zahlungsfähigkeit der Sparkasse war in 2017 jederzeit gegeben. Die
eingeräumten Kreditlinien bei der Bayerischen Landesbank und Instituten des Haftungsverbundes der Sparkassenorganisation wurden dispositionsbedingt in Anspruch genommen.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

171

Sparkasse Ingolstadt Eichstätt AöR

Zur Erfüllung der Mindestreservevorschriften wurden entsprechende Guthaben bei der
Deutschen Bundesbank unterhalten. Die Kennziffern des Grundsatzes zur Beurteilung der
Liquiditätslage nach § 11 KWG und die Liquiditätsdeckungsanforderung (Liquidity Coverage
Ratio - LCR) gemäß den Vorgaben der delegierten Verordnung (EU) 2015/61 sind
eingehalten. Die Liquiditätskennzahl errechnet sich bei der Sparkasse zum Jahresende mit
2,46 und lag durchgängig über dem aufsichtsrechtlichen Mindestwert von 1,0. Auch die
Beobachtungskennzahlen über die zu erwartenden Liquiditätsströme bis zu zwölf Monaten
zeigen keine Liquiditätsengpässe. Die Liquiditätsdeckungskennzahl, welche ab dem
01.01.2018 mit einer Mindestquote von 100 % zu erfüllen ist, beträgt zum Stichtag 145,7 %.
Die stabile Refinanzierungskennziffer (Net Stable Funding Ratio = NSFR) befindet sich noch
im Beobachtungsstatus und kann nach heutigem Kenntnisstand eingehalten werden. Das
Liquiditätsrisiko wird weiterhin durch eine angemessene Liquiditätsvorsorge mittels interner
Liquiditätsplanungen und eine verantwortungsvolle Strukturierung der Aktiva und Passiva
gesteuert.
Die Liquiditätsbeschaffung erfolgt überwiegend über Kundeneinlagen. Darüber hinaus wird
als weiteres Steuerungselement der gesicherte und ausreichende Zugang zu
Zentralbankgeld genutzt. Kurzfristige Liquidität wird primär über den Geldmarkt
sichergestellt. Mit der Strukturierung der Eigenanlagen legt die Sparkasse einen
wesentlichen Grundstein für die künftige Zahlungsfähigkeit. Da diese überwiegend aus
börsengängigen und bei der Deutschen Bundesbank beleihbaren Wertpapieren bestehen,
kann auf diese Liquiditätsreserven jederzeit zurückgegriffen werden.
Zahlungsanforderungen, die die Zahlungsbereitschaft beeinträchtigen könnten, sind auf
Basis der Finanzplanung der Sparkasse nicht erkennbar. Bei den Szenariobetrachtungen
wird deutlich, dass der unterstellte Abfluss von Sichteinlagen die Sparkasse am stärksten
belasten würde. Selbst in Stressszenarien unter Einbeziehung der Automotive-Abhängigkeit
lassen sich im Hinblick auf die Liquiditätssituation keine Probleme erkennen.

Neben dem weiterhin hohen Wettbewerbsdruck verschärft sich auch der Ertrags- und
Kostendruck im Bankensektor. Die Herausforderungen der Zukunft liegen darin, trotz
niedriger Zinsen nachhaltig stabile Erträge erwirtschaften zu können. Auch der wachsende
Wunsch der Kunden nach Digitalisierung hat Auswirkungen auf das Geschäftsmodell der
Banken und Sparkassen und ermöglicht zugleich Kostenvorteile. Die sich verschärfenden
regulatorischen Anforderungen, insbesondere die Kapitalunterlegung, werden von der
Sparkasse weiterhin deutlich erfüllt. Im Ergebnis ist mittel- bis langfristig mit gravierenden
Veränderungen im Bankenbereich zu rechnen.

172

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Sparkasse Ingolstadt Eichstätt AöR

Die folgende Entwicklung wird für die Sparkasse Ingolstadt Eichstätt für 2018, unter
Einbeziehung von wesentlichen Synergieeffekten aus der Fusion, erwartet:
-

weiterhin moderater Zuwachs von 2 % im Kundenkredit- und Einlagengeschäft und
analog dazu steigende Bilanzsumme
Ertragssteigerungen im Dienstleistungsgeschäft mit den verbundenen Partnern
Bestände im Bereich der Eigenanlagen und Beteiligungen auf Vorjahresniveau
Leitzins der EZB auf Jahresabschlussniveau 2017 und somit weiter rückläufige
durchschnittliche Verzinsungen im Kreditgeschäft und Eigenanlagen
weiterhin steigender Zins- und Preiswettbewerb sowie umkämpfte Marktanteile
tendenziell abnehmende Kundenloyalität, welcher mit hoher Beratungsqualität und
Fachkompetenz entgegengewirkt wird zum Aufbau langfristiger Kundenbeziehungen
der Marktanteil im Firmen- und Privatkundenmarkt soll gehalten werden
konsequentes Kostenmanagement als strategische Vorteilsposition, um den Anstieg der
Verwaltungsaufwendungen weiter eingrenzen zu können
negatives Bewertungsergebnis bei Wertpapieren aus den über-pari-Papieren im Depot
A-Bestand
keine Belastung durch Risiken aus den Verbundbeteiligungen
ansteigendes Jahresergebnis

Mit der dargestellten prognostizierten Entwicklung ist eine angemessene Eigenkapitalzuführung gesichert. Durch die gute betriebswirtschaftliche Ausgangssituation in Verbindung
mit den erwarteten Synergieeffekten aus der Fusion werden die Perspektiven für 2018
insgesamt als zufriedenstellend angesehen.

Finanzielle Verpflichtungen der Stadt Ingolstadt
Es bestehen derzeit keine unmittelbaren finanziellen Verpflichtungen gegenüber der
Sparkasse Ingolstadt Eichstätt.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

173

174

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Gesundheit, Pflege,
Rettungsdienst

OP Räume Klinikum Ingolstadt

Therapieraum in neu eröffneter Tagesklinik

Neue Rettungsfahrzeuge

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

175

Konzernabschluss
Krankenhauszweckverband Ingolstadt
Krumenauerstraße 25, 85049 Ingolstadt
www.klinikum-ingolstadt.de

In den 2017 aufgestellten Konzernabschluss des Krankenhauszweckverbands Ingolstadt
werden im Wege der Vollkonsolidierung folgende Unternehmen einbezogen:
-

Krankenhauszweckverband Ingolstadt (Mutterunternehmen)
Klinikum Ingolstadt GmbH
Alten- und Pflegeheim Klinikum Ingolstadt GmbH
Medizinisches Versorgungszentrum Klinikum Ingolstadt GmbH

Folgende Unternehmen werden wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermittlung eines
den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage nicht in den Konzernabschluss einbezogen:
-

Klinikum Ingolstadt - Ambulante Pflege- und Nachsorge GmbH
Elisabeth Hospiz Ingolstadt GmbH
SAPV Region 10 GmbH
GPI Gesundheitspartner IngolStadtLandPlus GmbH
Kardio-CT GmbH & Co. KG
CT 64 Verwaltungs-GmbH
Beteiligungsgesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH
Dienstleistungs- und Gebäudemanagement Klinikum Ingolstadt GmbH
Betreibergesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH
Digitales Gründerzentrum der Region Ingolstadt GmbH

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wurden die Bilanzpositionen, die Erträge und die
Aufwendungen aus der Gewinn- und Verlustrechnung der einbezogenen Gesellschaften
jeweils zusammengefasst.
Forderungen, die gegenüber konzernangehörigen Unternehmen bestehen, wurden mit den
entsprechenden Rückstellungen und Verbindlichkeiten aufgerechnet und somit eliminiert
(Schuldenkonsolidierung).
Die Erträge der Unternehmen, die sie aus Leistungsbeziehungen mit anderen konzernangehörigen Unternehmen erzielen, wurden mit den entsprechenden Aufwendungen dieser
Gesellschaften verrechnet und damit außen vor gelassen (Ertrags- und Aufwandskonsolidierung).
Bei der durchgeführten Kapitalkonsolidierung wurden die Beteiligungswertansätze mit dem
anteiligen Eigenkapital verrechnet. Anschaffungsnebenkosten sowie entgeltlich erworbene
Firmenwerte wurden dabei mit den Rücklagen verrechnet.
Der Konzernabschluss zeigt somit, in zusammengefasster Form, das Vermögen sowie die
Verpflichtungen und Schulden der Konzernunternehmen gegenüber Dritten sowie die Erlöse
und Aufwendungen aus Leistungsbeziehungen mit Konzernaußenstehenden.

176

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Konzernabschluss Krankenhauszweckverband Ingolstadt

Vermögens- und Finanzlage - Konzern
Immaterielle Vermögensgegenstände

31.12.2017

31.12.2016

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

%

1.698

1.469

229

15,6

219.151

211.413

7.738

3,7

105

105

0

0,0

220.954

212.987

7.967

3,7

389

459

-70

15,3

Vorräte

2.316

2.439

-123

5,0

Noch abzurechnende Leistungen

5.016

4.542

474

10,4

Ausstehende Fördermittel Generalsanierung

3.760

73

3.687

>100

Forderungen und Abgrenzungen

52.823

33.288

19.535

58,7

Liquide Mittel

20.590

30.595

-10.005

32,7

kurzfristiges Vermögen

84.505

70.937

13.568

19,1

305.848

284.383

21.465

7,5

Sachanlagen
Finanzanlagen
Anlagevermögen
Wertguthaben Langzeitarbeitskonten

Gesamtvermögen
Gezeichnetes Kapital

2.000

2.000

0

0,0

Kapitalrücklagen

70.610

70.610

0

0,0

Gewinnvortrag

10.634

6.865

3.769

54,9

1.833

3.769

-1.936

51,4

85.077

83.244

1.833

2,2

Sonderposten aus Zuwendungen zur
Finanzierung des Sachanlagevermögens

143.817

125.343

18.474

14,7

Eigenmittel

228.894

208.587

20.307

9,7

Pensions- und Beihilfeverpflichtungen

13.668

12.050

1.618

13,4

übrige Personalverpflichtungen

Jahresüberschuss
Eigenkapital

13.183

11.881

1.302

11,0

Rückstellungen für Erlösberichtigungen

5.771

6.195

-424

6,8

sonstige Rückstellungen

6.059

5.835

224

3,8

Kreditverbindlichkeiten

16.490

17.458

-968

5,5

angesparte Fördermittel

5.730

8.147

-2.417

29,7

Anzahlungen für erbrachte Leistungen

4.724

3.185

1.539

48,3

übrige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen

11.329

11.045

284

2,6

Fremdkapital

76.954

75.796

1.158

1,5

Gesamtkapital

305.848

284.383

21.465

7,5

Das Vermögen ist im Geschäftsjahr um 21,5 Mio. EUR (7,5 %) auf 305,8 Mio. EUR
gestiegen.
Das langfristig gebundene Anlagevermögen mit einem Anteil von rund 72,2 % an der
Bilanzsumme erhöhte sich dabei um 8,0 Mio. EUR auf 221,0 Mio. EUR. Den Investitionen
von 21,8 Mio. EUR stehen Abschreibungen von 13,8 Mio. EUR gegenüber. Die Investitionen
betreffen insbesondere Generalsanierung des Klinikums Ingolstadt (12,6 Mio. EUR), die
Errichtung von Tageskliniken in der ehemaligen Privat-Klinik Dr. Reiser (2,3 Mio. EUR) und
Ausstattung sowie medizinische Geräte (6,5 Mio. EUR).

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

177

Konzernabschluss Krankenhauszweckverband Ingolstadt

Das kurzfristige Vermögen ist um 13,6 Mio. EUR auf 84,5 Mio. EUR gestiegen. Dies beruht
neben ausstehenden Fördermitteln auf den deutlich höheren Forderungsbestand zum
Bilanzstichtag infolge von Verzögerungen bei der Abrechnung von Leistungen. Die
Finanzierung erfolgte über den Abbau der liquiden Mittel.
Das bilanzielle Eigenkapital ist infolge des Konzernjahresüberschusses insgesamt um
1,8 Mio. EUR auf 85,1 Mio. EUR gestiegen.
Auch der Sonderposten für Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens, der
Eigenkapitalcharakter hat, stieg um 18,5 Mio. EUR auf 143,8 Mio. EUR an. Den
Zuwendungen der Träger (10,4 Mio. EUR) und den öffentlichen Fördermitteln (16,8 Mio.
EUR) steht die ertragswirksame, die Abschreibungen der geförderten Anlagen
kompensierende, Auflösung der Zuwendungen (8,7 Mio. EUR) gegenüber.
Die Eigenmittel belaufen sich unter Einbeziehung des Sonderpostens auf nunmehr
228,9 Mio. EUR und finanzieren damit 74,8 % des Gesamtvermögens.
Der Anstieg der Pensions- und Beihilferückstellungen um 1,6 Mio. EUR auf 13,7 Mio. EUR
beruht auf der Aufzinsung der Verpflichtungen. Die Rückstellungen für übrige
Personalverpflichtungen (13,2 Mio. EUR) betreffen neben Urlaubs- und Zeitguthaben sowie
erfolgsabhängigen Vergütungen, insbesondere die Umsetzung der neuen Entgeltordnung
(0,6 Mio. EUR) sowie um 0,8 Mio. EUR auf 2,0 Mio. EUR gestiegene
Altersteilzeitverpflichtungen.
Die Kreditmittelinanspruchnahme sank um 1,0 Mio. EUR auf 16,5 Mio. EUR. Die Bankkredite
wurden durch Sondertilgungen um 16,1 Mio. EUR auf 1,4 Mio. EUR zurückgeführt. Es
erfolgte eine Umschuldung in Ausleihungen von der Stadt Ingolstadt (8,1 Mio. EUR) und vom
Zweckverband Müllverwertungsanlage Ingolstadt (7,0 Mio. EUR). Die Kreditmittel stehen mit
einem Teilbetrag von 10,2 Mio. EUR mittelfristig (> 1 bis 5 Jahre) und mit einem Teilbetrag
von 5,3 Mio. EUR langfristig (> 5 Jahre) zur Verfügung.
Der Betrag, der für die Generalsanierung angesparten Fördermittel reduzierte sich in 2017
um 2,4 Mio. EUR auf nunmehr 5,7 Mio. EUR; die Mittel wurden ihrer Zweckbindung
entsprechend für die Generalsanierung eingesetzt.
Die Anzahlungen betreffen vereinnahmte Zahlungen der Kostenträger für noch
abzurechnende Leistungen von 2,8 Mio. EUR (Vorjahr 2,5 Mio. EUR) sowie für noch zu
erstattende Investitionskosten für die Errichtung der psychiatrischen Tagesklinik von
1,9 Mio. EUR (Vorjahr 0,6 Mio. EUR) in der Reiser-Klinik.
Die übrigen Verbindlichkeiten betreffen mit 5,4 Mio. EUR (Vorjahr 5,6 Mio. EUR) Lieferungen
und Leistungen und mit 2,3 Mio. EUR (Vorjahr 2,0 Mio. EUR) noch abzuführende Steuern.
Der Finanzbedarf für die laufende Geschäftstätigkeit (8,4 Mio. EUR) - bedingt durch den
Forderungsaufbau - sowie für die Investitionstätigkeit (21,7 Mio. EUR) und die
Kreditmittelrückführung (1,0 Mio. EUR), wurde gedeckt durch die Fördermittelvereinnahmung
(11,1 Mio. EUR), die Einlagen der Träger für die Generalsanierung (10,0 Mio. EUR) und den
Abbau der liquiden Mittel (10,0 Mio. EUR).

178

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Konzernabschluss Krankenhauszweckverband Ingolstadt

Ertragslage - Konzern
Erlöse aus Krankenhausleistungen mit Bestandsänderung
Erträge aus allgemeinen Pflegeleistungen
Sonstige Umsatzerlöse
Umsatzerlöse
Aktivierte Eigenleistungen

2017

2016

Veränderung

TEUR

TEUR

TEUR

%

191.811

194.641

-2.830

1,5

3.654

3.577

77

2,2

15.935

15.574

361

2,3

211.400

213.792

-2.392

1,1

135

136

-1

0,7

Zuweisungen und Zuschüsse der öffentl. Hand

2.063

1.973

90

4,6

übrige Erträge

6.911

5.384

1.527

28,4

Betriebsleistung

220.509

221.285

-776

0,4

Materialaufwand und bezogene Leistungen

-43.958

-44.202

244

0,6

-74

-98

24

24,5

Personalaufwand

-148.786

-145.448

-3.338

2,3

Abschreibungen

-13.718

-12.094

-1.624

13,4

Kostenübernahme Computertomograph

Auflösung Sonderposten Investitionsförderung
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Zinsergebnis
Ergebnis vor Steuern
davon Sondereinflüsse

8.743

6.773

1.970

29,1

-18.969

-21.317

2.348

11,0

-1.800

-1.173

-627

53,5

1.947

3.726

-1.779

47,7

1.249

-3.358

4.607

>100

Auflösung Rückstellungen

3.911

2.049

1.862

Auf-/Abzinsung Rückstellungen

-1.268

-438

-830

Neubew ertung Personalrückstellungen

0

-1.918

1.918

Rückstellungen für Altersteilzeit und Abfindungen

-612

-1.003

391

Aufw endungen aus Rechtsstreitigkeiten, -verstöße

-1.057

-2.364

1.307

periodenfremder Ertrag

275

316

-41

davon betriebliches Ergebnis

698

7.084

-6.386

90,1

-1

206

-207

>100

Sonstige Steuern

-113

-163

50

30,7

Jahresergebnis

1.833

3.769

-1.936

51,4

31
1.529
60
213

120
3.364
-4
289

-89
-1.835
64
-76

Steuern vom Einkommen und Ertrag

davon
Krankenhauszw eckverband Ingolstadt
Klinikum Ingolstadt
Alten- und Pflegeheim
Medizinisches Versorgungszentrum

Die Umsatzerlöse (einschließlich der Bestandveränderung) sind in vergleichbarer
Zusammensetzung gegenüber dem Vorjahr um 2,4 Mio. EUR (-1,1 %) auf 211,4 Mio. EUR
leistungsbedingt zurückgegangen.
Die übrigen betrieblichen Erträge fallen mit 6,9 Mio. EUR um 1,5 Mio. EUR höher aus als im
Vorjahr. Dies resultiert aus höheren Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen von
3,9 Mio. EUR (Vorjahr 2,0 Mio. EUR).
Der Materialaufwand und die bezogenen Leistungen sind um 0,2 Mio. € auf 44,0 Mio. EUR
zurückgegangen. Dies beruht auf Kosteneinsparungen im Wirtschaftsbedarf. Von der nicht
konsolidierten Tochtergesellschaft Dienstleistungs- und Gebäudemanagement GmbH
wurden im Rahmen des Gemeinschaftsbetriebs 45,4 Vollkräfte gestellt; die Vergütung betrug
1,3 Mio. EUR (Vorjahr 0,1 Mio. EUR). Im Gegenzug zum Vorjahr erfolgte keine
Inanspruchnahme von Fremdpersonal (0,9 Mio. EUR) mehr.
Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

179

Konzernabschluss Krankenhauszweckverband Ingolstadt

Seit der Einrichtung des Gemeinschaftsbetriebs im Oktober 2016 zwischen der Klinikum
Ingolstadt GmbH und der Dienstleistungs- und Gebäudemanagement GmbH wird bei
Fluktuation Personal in den Bereichen Reinigung, Essensversorgung, Lager und Logistik,
Ver- und Entsorgung, Zentralsterilisation, Patientenbegleitung und –service bei der
Dienstleistungs- und Gebäudemanagement GmbH angestellt und der Klinikum Ingolstadt
GmbH gestellt.
Der Personaleinsatz sank daher bei den im Konzernabschluss
Unternehmen um 4,7 Vollkräfte auf 2.140,2 Vollkräfte.

berücksichtigten

Personalentwicklung

Veränderung

2017

2016

Vollkräfte

Vollkräfte

Vollkräfte

%

Krankenhauszw eckverband Ingolstadt

60,7

58,7

2,0

3,41

Klinikum Ingolstadt

2.010,9

2.017,8

-6,9

0,34

Alten- und Pflegeheim

43,5

42,5

1,0

2,35

Medizinisches Versorgungszentrum

25,1

25,9

-0,8

3,09

2.140,2

2.144,9

-4,7

0,2

durchschnittlicher Personalstand

Der Personalaufwand ist unter Eliminierung des Sonderaufwands aus der Neubewertung von
Personalrückstellungen im Vorjahr (1,4 Mio. EUR) um 4,7 Mio. EUR angestiegen. Dieser
Anstieg - trotz des rückläufigen Beschäftigtenstands - spiegelt die Auswirkungen der neuen
Entgeltordnung (0,6 Mio. EUR) und die tariflichen Entgelterhöhungen wider.
Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen sind im Vorjahresvergleich um 1,6 Mio. EUR
auf 13,7 Mio. EUR angestiegen. Die Abschreibung für geförderte Investitionen stieg um
1,9 Mio. EUR durch die Inbetriebnahme des im Rahmen der Generalsanierung neu
errichteten OP-Trakts Mitte 2017. Die ertragswirksame - die Abschreibung kompensierende Auflösung der Zuwendungen stieg daher in 2017 ebenfalls um 2,0 Mio. EUR auf
8,7 Mio. EUR. Die für eigenfinanzierte Investitionen anfallenden Abschreibungen gingen um
0,3 Mio. EUR zurück.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vorjahresvergleich um 2,3 Mio. EUR auf
19,0 Mio. EUR zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein um 0,9 Mio. EUR
geringerer Rückstellungsbedarf für Personalverpflichtungen zu verzeichnen. Darüber hinaus
fallen die Aufwendungen im Vorjahresvergleich um 1,3 Mio. EUR niedriger aus, da keine
erneute Risikovorsorge für Rechtsstreitigkeiten zu bilden war und auch niedrigere
Aufwendungen für die Aufklärung von Rechtsverstößen zu erfassen waren.
Die Zinsbelastung nach Abzug der Zinserträge ist um 0,6 Mio. EUR auf 1,8 Mio. EUR
gestiegen. Dem Anstieg aus der Aufzinsung der Rückstellungen von 0,8 Mio. EUR steht ein
Rückgang der Darlehenszinsen von 0,2 Mio. EUR, infolge der zinsgünstigen Umschuldung,
gegenüber.
Der Konzernjahresüberschuss des Geschäftsjahres 2017 ist mit 1,8 Mio. EUR um
1,9 Mio. EUR niedriger als im Vorjahr. Das Betriebsergebnis fällt mit 0,6 Mio. EUR um
6,3 Mio. EUR schlechter aus, als im Vorjahr. Eine dem leistungsbedingten Erlösrückgang
kongruente Begrenzung der Sach- und Personalkosten konnte nicht erreicht werden. In 2017
werden begünstigende Sondereffekte von 1,2 Mio. EUR - insbesondere aus der Auflösung
von Rückstellungen – wirksam, während im Vorjahr belastende Effekte von 3,2 Mio. EUR zu
verzeichnen waren.
180

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Krankenhauszweckverband Ingolstadt
Krumenauerstraße 25, 85049 Ingolstadt
www.klinikum-ingolstadt.de

2.000.000 €

Stammkapital:

1.532.000 €
468.000 €

gehalten durch
Gesellschafter:

Stadt Ingolstadt
Bezirk Oberbayern

Unterbeteiligungen:

Klinikum Ingolstadt GmbH

Beschlussorgane:

Zweckverbandsversammlung
Zweckverbandsausschuss
Zweckverbandsvorsitzender

Geschäftsleiter:

Alexander Zugsbradl
Dr. Andreas Tiete
Monika Röther

76,60%
23,40%
100,00%

bis 11.10.2017
11.10.2017 bis 31.12.2017
ab 01.01.2018

Verbandsversammlung: Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel
stellv. Vorsitzender: Bezirkstagspräsident Josef Mederer
Verbandsräte Stadt Ingolstadt:
Dr. Anton Böhm
Brigitte Fuchs
Prof. Dr. Joachim Genosko
Josef Rottenkolber
Dr. Manfred Schuhmann
Johann Süßbauer
Jürgen Siebicke
Dorothea Soffner
Petra Volkwein
Dr. Gerhard Werding
Bürgermeister Albert Wittmann
Thomas Deiser
Karl Ettinger
Brigitte Mader
Sepp Mißlbeck
Karl Spindler
Patricia Klein
ab 08.02.2018
bis 08.02.2018
Hans Stachel
Henry Okorafor
ab 08.02.2018
bis 08.02.2018
Barbara Leininger
Robert Bechstädt
ab 27.04.2017
bis 26.04.2017
Dr. Christoph Lauer
Christian Höbusch
Verbandsräte Bezirk Oberbayern:
Reinhard Eichiner
Dr. Günther Rödig
Robert Knöferl
Barbara Breher
Sepp Hofer
Irmgard Hofmann
Joachim Siebler
Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

181

Krankenhauszweckverband Ingolstadt

Gegenstand und Aufgaben des Zweckverbandes
Der Krankenhauszweckverband Ingolstadt, gegründet im November 1981, stellt für die
Verbandsmitglieder Stadt Ingolstadt und den Bezirk Oberbayern die stationäre und
ambulante Krankenhausversorgung für die Region Ingolstadt sowie das Einzugsgebiet der
Stadt Ingolstadt sicher. Zum 01. Januar 2005 wurde der Klinikbetrieb, die
Entwöhungseinrichtung und die Seniorenwohnanlage „Betreutes Wohnen“ mit den Bauten
auf die neu gegründete Klinikum Ingolstadt GmbH ausgegliedert. Der ebenfalls in die
Klinikum Ingolstadt GmbH ausgegliederte Betrieb eines Pflegeheims wurde zum 01.01.2007
auf deren neu gegründete Tochtergesellschaft, die Alten- und Pflegeheim GmbH,
übertragen. Der Grundbesitz verblieb beim Krankenhauszweckverband und wird seither
unentgeltlich überlassen. Dies gilt auch für die im Jahr 2010 erworbene Reiser-Klinik im
Süden Ingolstadts, die die Klinikum Ingolstadt GmbH nutzt.
Der Krankenhauszweckverband betreibt darüber hinaus das Medizinische Schulzentrum mit
acht staatlich genehmigten Berufsfachschulen und bietet zusätzlich die Ausbildung zum
operationstechnischen Assistenten an.
Leistungsdaten
Ausbildung

Plätze

2017

2016

Veränderung

besetzt

besetzt

Operationstechnische Assistenten

39

42

28

14

50,0%

Hebammen

48

51

45

6

13,3%

240

171

119

52

43,7%

Krankenpflegehilfe

20

18

20

-2 -10,0%

Laborassistenten

72

10

58

-48 -82,8%

Radiologieassistenten

60

50

48

2

4,2%

Physiotherapie

90

81

80

1

1,3%

Ergotherapie

60

55

51

4

7,8%

Krankenpflege

Logopädie

45

41

40

1

2,5%

674

519

489

30

6,1%

Der Betrieb der Berufsfachschule für medizinisch technische Laborassistenten läuft aus und
wird zum Ende des Schuljahres 2017/18 vollständig eingestellt.
Das auf dem Gelände des Klinikums in 2005 errichtete Reha- und Geriatriegebäude mit
68 Betten ist langfristig an das Geriatriezentrum Neuburg und an das Rehazentrum
Ingolstadt vermietet.
Gemeinsam mit der Heilig-Geist-Spital-Stiftung errichtete der Krankenhauszweckverband am
Klinikum ein neues Pflegeheim mit 180 Plätzen, das im Herbst 2013 in Betrieb ging. Im
Teileigentum des Krankenhauszweckverbandes stehen 100 Plätze. Zins- und
abschreibungsdeckend sind 80 Plätze an die Alten- und Pflegeheim GmbH zum Betrieb des
psychiatrischen Langzeitbereichs und der psychiatrischen Eingliederungshilfe vermietet.
Weitere 20 Plätze werden der Klinikum Ingolstadt GmbH für den Betrieb der
Entwöhnungseinrichtung vermietet.

182

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Krankenhauszweckverband Ingolstadt

Vermögens- und Finanzlage
Der Vermögensanstieg gegenüber dem Vorjahr stellt sich wie folgt dar:
31.12.2017
31.12.2016
Vermögen
TEUR
Software

11

Grund und Boden (einschl. Erbbaurecht)

Veränderung

TEUR
18

%

0%

-7

38,9

13.481 14%

0%

13.474 14%

TEUR
-7

0,1

Medizinisches Schulungszentrum

4.455

5%

4.720

5%

- 265

5,6

Geriatrie- und Rehabilitationszentrum

4.142

4%

4.369

5%

- 227

5,2

51

0%

56

0%

-5

8,9

Wohnbauten
Pflegeheim - psychiatrischer Teil

11.244 12%

11.535 12%

Anteile an der Klinikum Ingolstadt GmbH

52.183

52.183

Anlagevermögen

85.560 90%

Forderungen für Pensionsumlagen

55%

6.317

Lebensarbeitszeitkonten
Mittel- und langfristiges Vermögen

- 291

2,5

56%

0

0,0

86.362 92%

-802

0,9

6%

763

13,7

- 14

17,3

7%

5.554

67

0%

81

0%

91.944

96%

91.997

98%

-53

0,1

Eingeforderte Investitionsumlage Generalsanierung

425

0%

0

0%

425

>100

Investitionskostenerstattung Anna-Ponschab Haus

359

0%

359

0%

0

0,0

Forderungen und Abgrenzungen

818

1%

700

1%

118

16,9

69

0%

75

0%

-6

8,0

Festgeldanlagen und liquide Mittel

2.269

2%

943

1%

1.326

>100

Kurzfristiges Vermögen

3.581

4%

1.718

2%

1.863

>100

93.715 100%

1.810

1,9

Ausleihungen an Tochterunternehmen

Gesamtvermögen

95.525 100%

Das mittel- und langfristig gebundene Vermögen ging um TEUR 53 auf TEUR 91.944 zurück.
Das Anlagevermögen sank dabei, bei Investitionen von TEUR 149, aufgrund der
planmäßigen Abschreibungen von TEUR 951, um TEUR 802 auf TEUR 85.560.

Anlagevermögen
Anfangsbestand
Investitionen

31.12.2017

31.12.2016

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

%

86.362

87.102

-740

0,8

-62

29,4

149

211

Neubau Pflegeheim

119

167

Erbbaurechte

0

0

Einrichtung/Ausstattung Medizinisches Schulzentrum

27

34

übrige

3

10

-951

-950

-1

0,1

0

-1

1

100,0

85.560

86.362

-802

0,9

Abschreibungen
Abgänge
Endbestand

Infolge der Berücksichtigung der aktuellen Gehaltstrends und der Aufzinsung sind die
Pensionsverpflichtungen,
die
im
Rahmen
der
Personalgestellung
von
den
Tochterunternehmen zu erstatten sind, erneut um TEUR 763 auf TEUR 6.317 angewachsen.
Von den Trägern wird für die 2017 angefallenen Investitionen für die Generalsanierung des
Klinikums in 2018 noch eine Investitionsumlage von TEUR 425 nachgefordert.
Die liquiden Mittel sind cashflowbedingt um weitere TEUR 1.326 auf TEUR 2.269
angewachsen.
Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

183

Krankenhauszweckverband Ingolstadt

Das zur Finanzierung des Gesamtvermögens eingesetzte Kapital gliedert sich wie folgt:

Kapital

31.12.2017
TEUR

Gezeichnetes Kapital
Kapitalrücklagen
Gewinnvortrag
Jahresergebnis
Eigenkapital
Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens

TEUR

2.000
70.611 74%

2%

3.453

31.12.2016

Veränderung
TEUR

2.000
70.611 75%

%

0

0,0

0

0,0

4%

120

3,6

2%

4%

3.333

31

0%

120

0%

- 89

>100

76.095

80%

76.064

81%

31

0,0

5.109

5%

5.392

6%

- 283

5,2

Eigenmittel

81.204 85%

81.456 87%

- 252

0,3

Pensions-/Beihilfe-/Jubiläums-/Archivierungsrückstellungen

11.027 12%

9.591 10%

Altersteilzeitrückstellung
Mittel- und langfristige Bankkredite (Restlaufzeit >1 Jahr)
Rechnungsabgrenzung Erbbauzins
Mittel- und langfristiges Fremdkapital
Kurzfristige Kredite

144

0%

63

0%

662

1%

11.896 12%

1.436

15,0

12

0%

132

>100

136

0%

- 73

53,7

685

1%

- 23

3,4

10.424 11%

1.472

14,1

6

0%

25

0%

- 19

76,0

Kredite von Klinikum Ingolstadt GmbH

473

1%

683

1%

- 210

30,7

Kredite von Alten- und Pflegeheim GmbH

400

0%

600

1%

- 200

33,3

Rückstellungen für Personalverpflichtungen

584

1%

153

0%

431

>100

übrige Rückstellungen

162

0%

49

0%

113

>100

Weiterzugebende Investitionsumlage Generalsanierung

425

1%

0

0%

425

>100

Übrige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen

375

0%

325

0%

50

15,4

2.425

3%

1.835

2%

590

32,2

93.715 100%

1.810

1,9

Kurzfristiges Fremdkapital
Gesamtkapital

95.525 100%

Der Anstieg des Eigenkapitals um TEUR 31 auf TEUR 76.095 resultiert aus dem
Jahresüberschuss 2017. Der Sonderposten für die erhaltenen Zuwendungen zum
Anlagevermögen, der Eigenmittelcharakter hat, ging infolge der planmäßigen Auflösungen
(TEUR 311) und von Zugängen (TEUR 28) um TEUR 283 auf TEUR 5.109 zurück. Die
Eigenmittel finanzieren das Anlagevermögen zu 95 % (Vorjahr 94 %).
Das mittel- und langfristige Fremdkapital ist um TEUR 1.472 auf TEUR 11.896 angestiegen.
Dies beruht insbesondere auf dem im Vorjahresvergleich um TEUR 1.468 höheren
Rückstellungsbedarf für Pensions- und Beihilfeverpflichtungen von TEUR 11.009. Diesem
stehen um TEUR 763 gestiegene Forderungen an die Tochterunternehmen von TEUR 6.317
gegenüber, die im mittel- und langfristigen Vermögen ausgewiesen sind.
Das kurzfristige Fremdkapital ist um TEUR 590 auf TEUR 2.425 ebenfalls gestiegen. Die
kurzfristig fälligen Kreditverbindlichkeiten sanken infolge von Tilgungen um TEUR 429 auf
TEUR 879. Der Anstieg der Rückstellungen für Personalverpflichtungen betrifft Abfindungen
für ausscheidendes Lehrpersonal der Laborschule (TEUR 278) und die für 2017 noch
ausstehende Umsetzung der neuen Entgeltordnung (TEUR 127).
Über die in der Bilanz ausgewiesenen Verpflichtungen hinaus haftet der Krankenhauszweckverband über eine selbstschuldnerische Bürgschaft für Verbindlichkeiten der Klinikum
Ingolstadt GmbH aus deren freiwilliger Mitgliedschaft im Bayerischen Versorgungsverband.
Ferner hat der Krankenhauszweckverband für Wertguthaben der Altersteilzeitarbeitnehmer

184

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Krankenhauszweckverband Ingolstadt

der Klinikum Ingolstadt GmbH sowie sämtlicher 100 %- Tochtergesellschaften eine Ausfallbürgschaft bis zu einem Höchstbetrag von 1,1 Mio. EUR übernommen.
Zur Absicherung des von der Klinikum Ingolstadt GmbH beim ZV Müllverwertungsanlage
aufgenommenen Kredites von 7,0 Mio. EUR hat der Krankenhauszweckverband auf seinen
Grundbesitz eine Grundschuld bestellt.
Die Bürgschaft für die Klinikum Ingolstadt GmbH, zur Absicherung der
zweckbindungskonformen Verwendung der Fördermittel, ist zum 31.12.2017 mit
43,7 Mio. EUR valutiert. Für die Fördermittel der Reiser-Klinik, mit einem Restwert
von 3,2 Mio. EUR, besteht eine Grundschuld zugunsten des Freistaates Bayern.

Ertragslage
Beiträge Schulfinanzierung der Klinikum Ingolstadt GmbH

2017

2016

Veränderung

TEUR

TEUR

TEUR

%

3.555

3.007

548

18,2

411

437

-26

5,9

1.533

1.438

95

6,6

56

63

-7

11,1

Erlöse Schul- und Bildungsbetrieb

5.555

4.945

610

12,3

Vermietungserlöse

1.549

1.533

16

1,0

Kostenersatz Personal und sonst.Leistungen

1.454

1.174

280

23,9

55

74

-19

25,7

Gastschulbeiträge
Zuweisungen für Lehrpersonal
Materialkostenbeiträge

übrige Erträge
Betriebsleistung

8.613

7.726

887

11,5

Energie- und Wasserbezug

-249

-265

16

6,0

Bezogene Leistungen

-228

-225

-3

1,3

-5.405

-4.704

-701

14,9

-951

-950

-1

0,1

311

316

-5

1,6

Aufwendungen für Lehrbetrieb

-321

-347

26

7,5

Instandhaltung und Wartung

-111

-84

-27

32,1

Hausgeld Pflegeheim

-236

-231

-5

2,2

Beratungs- und Prüfungskosten

-117

-120

3

2,5

übrige betriebliche Aufwendungen

-250

-210

-40

19,0

-7.557

-6.820

-737

10,8

-9

-8

-1

12,5

1.047

898

149

16,6

Personalaufwand
Abschreibungen
Auflösung des Sonderposten aus Zuwendungen zur
Finanzierung des Sachanlagevermögens

Betriebsaufwand
Zinsergebnis
Betriebsergebnis
Rückstellungsdotierungen gemäß BilMoG

-18

-18

0

0,0

Dotierung Pensionsrückstellungen

-224

-613

389

63,5

Auf-/Abzinsung Rückstellungen

-443

-115

-328

>100

Abfindungen/Aufstockungsleistung Altersteilzeit

-428

-38

-390

>100

Kosten der Aufklärung von Unregelmäßigkeiten

-153

0

-153

>100

250

6

244

>100

31

120

-89

74,2

Periodenfremde Erträge/Aufwendungen
Jahresüberschuss

Das Betriebsergebnis, das in 2017 mit TEUR 1.047 um TEUR 149 höher ausfällt, als im
Vorjahr, wird bis auf TEUR 31 (Vorjahr TEUR 120) durch erforderliche
Rückstellungsaufstockungen für Pensionen und Altersteilzeit sowie durch Abfindungen für
ausscheidendes Lehrpersonal der Laborschule und Kosten für die Aufklärung von
Unregelmäßigkeiten aufgezehrt.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

185

Krankenhauszweckverband Ingolstadt

Plan
2018

Kennzahlen langfristig

2017

2016

2015

2014

2013

Ergebnis vor Verlustausgleich

TEUR

264

31

120

2

326

2.720

Betriebsleistung

TEUR

8.736

8.613

7.726

7.476

7.546

6.636

Materialaufwandsquote

%

6,1

2,6

2,9

6,4

6,4

7,4

Personalaufwandsquote

%

68,0

62,8

60,9

66,1

62,3

67,7

VZÄ

65,3

60,7

58,7

59,2

59,4

59,5

Cashflow

TEUR

1.002

715

799

681

1.005

3.168

Investitionen

TEUR

827

149

211

161

888

4.218

Bilanzsumme

TEUR

95.382

95.525

93.715

96.821

97.090

106.943

89,6

89,6

92,2

90,0

90,5

82,4

81.720

81.204

81.456

85.229

85.548

85.464

%

85,7

85,0

86,9

88,0

88,1

79,9

TEUR

1.032

942

1.444

1.948

2.488

10.626

Mitarbeiter

Anlagenintensität
Eigenmittel
Eigenmittelquote
Kredite

%
TEUR

Ausblick – Chancen und Risiken
Die Ertragssituation wird durch die Schülerzahlen und durch die mit den Kostenträgern zu
vereinbarenden Ausbildungsbudgets bestimmt. Die Anmeldungen für die Ausbildung in den
Gesundheits- und Pflegeberufen bleiben aufgrund der guten Situation am Arbeitsmarkt
weiterhin niedrig.
Das Ausbildungsangebot wird bedarfsorientiert angepasst. Mittelfristig ist die Hinzunahme
bzw. der Ausbau von weiteren Ausbildungsgängen geplant, die für das Klinikum Ingolstadt
von großer Wichtigkeit sind. Die bisher im Altenpflegegesetz und im Krankenpflegegesetz
getrennt geregelten Pflegeausbildungen werden in einem neuen Pflegeberufegesetz
zusammengeführt. Die neuen Pflegeausbildungen werden im Jahr 2020 beginnen.
Die Berufsfachschule für medizinisch-technische Laboratoriumsassistenten wird zum Ende
des Schuljahres 2017/18 ihren Betrieb einstellen. Der Schulversuch mit einer Klasse für
Asylbewerber und Flüchtlinge an der Berufsfachschule für Krankenpflegehilfe war erfolgreich
und wird fortgeführt.
Das in 2005 errichtete Rehabilitations- und Geriatriegebäude ist langfristig kostendeckend an
Kooperationspartner verpachtet.
Das neue Pflegeheim ist an die Alten- und Pflegeheim GmbH, zum Betrieb der
Gerontopsychiatrie und Wiedereingliederung, und an die Klinikum Ingolstadt GmbH, für den
Betrieb der Entwöhnungseinrichtung, kostendeckend mit einer Eigenkapitalverzinsung
vermietet.
Finanzielle Verpflichtungen der Mitglieder des Zweckverbandes
Die Zweckverbandssatzung sieht vor, dass die Träger eine Betriebs- und Investitionskostenumlage leisten, die jährlich mit dem Haushaltsplan festgelegt wird.

186

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Klinikum Ingolstadt GmbH
Krumenauerstraße 25, 85049 Ingolstadt
www.klinikum-ingolstadt.de

6.000.000 €

Stammkapital:
gehalten durch
Gesellschafter:

Krankenhauszweckverband Ingolstadt

Unterbeteiligungen: Klinikum Ingolstadt Ambulante Pflege- und
Nachsorge GmbH
Beteiligungsgesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH
Alten- und Pflegeheim Klinikum Ingolstadt GmbH
Medizinisches Versorgungszentrum Klinikum
Ingolstadt GmbH
Kardio-CT GmbH & Co. KG
Elisabeth Hospiz Ingolstadt GmbH
SAPV Region 10 GmbH
GPI Gesundheitspartner IngolStadtLandPlus GmbH
Beschlussorgane:

Gesellschafterversammlung
Aufsichtsrat

Geschäftsführer:

Alexander Zugsbradl
Dr. Andreas Tiete
Monika Röther

Aufsichtsrat:

Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel
stellv. Vorsitzender: Bezirkstagspräsident Josef Mederer

100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
26,00%
26,00%
20,00%

seit 14.10.2016 bis 11.10.2017
seit 01.03.2017
seit 01.01.2018

Stadträte:
Bürgermeister Albert Wittmann
Dorothea Soffner
Dr. Gerd Werding
Dr. Anton Böhm
ab 10.03.2017
Patricia Klein
ab 15.03.2018
bis 08.02.2018
Hans Süßbauer
Henry Okorafor
Bezirksräte:
Michael Asam
Reinhard Eichiner
Dr. Günther Rödig
Raimund Mayr, Betriebsrat Klinikum Ingolstadt GmbH

Gegenstand und Aufgabe der Gesellschaft
Die Klinikum Ingolstadt GmbH betreibt neben dem Klinikum Ingolstadt, mit den zuzuordnenden Ausbildungsstätten, Nebeneinrichtungen und -betrieben, die Entwöhnungseinrichtung,
die Gesundheitsakademie und das Betreute Wohnen in der Beckerstraße.
Das Klinikum ist als Krankenhaus der II. Versorgungsstufe, mit integrierter Psychiatrischer
Klinik, in den Krankenhausplan des Freistaats Bayern aufgenommen.
Beteiligungsbericht 2018 des Krankenhauszweckverbandes Ingolstadt

187

Klinikum Ingolstadt GmbH

Das Klinikum Ingolstadt ist mit 1.166 Betten und Plätzen in folgenden Fachrichtungen tätig:
Kliniken vollstationär
Psychiatriezentrum incl.
Psychosomatik

Betten
275

Institute vollstationär

Betten

Anästhesie u. Intensivmedizin

24

Allgemeine Chirurgie

55

Nuklearmedizin (derzeit nicht betrieben)

Unfallchirurgie

63

Physikalische u. rehabilitative Medizin

Gefäßchirurgie

30

Strahlentherapie u. radiologische Onkologie

9

Diagnostische u. interventionelle Radiologie
Laboratoriumsmedizin

Kinderchirurgie
Frauenklinik

77

Kardiologie und Elektrophysiologie

118

Gastroenterologie

106

Nephrologie

12

Neurochirurgie

44

Neurologie

46

Orthopädie

90

Urologie

59

Akutgeriatrie

34

Notfallklinik

5
21
5

55
Belegeinrichtungen vollstationär
Augen

5

Hals, Nasen, Ohren

8

Mund, Kiefer, Gesicht

2
15

Teilstationäre Versorgung
Psychiatrische und psychosomatische
Tagesklinik

Plätze
20

Neurologische Tagesklinik

Palliativstation

10

Schlaflabor

Stroke Unit

14

Teilstationäre Dialysen

1.042

6
6
16

Onkologische Tagesklinik

6
54

Leistungsdaten

2017

2016

Veränderung

Bettenkapazität
vollstationär

Betten

1.112

1.112

0

teilstationär

Plätze

54

54

0

Patienten
vollstationär Somatik

Fälle

31.764

32.020

-256

vollstationär Psychiatrie

Fälle

4.182

4.160

22

teilstationär

Fälle

2.511

2.453

58

ambulant Somatik

Fälle

59.587

58.283

1.304

ambulant Psychiatrie

Fälle

5.418

5.229

189

37.834

39.114

-1.280

1,124

1,157

-0,033

Case-Mix

Punkte

Case-Mix Index
Auslastung
vollstationär

%

79,4

79,1

0,3

teilstationär

%

76,0

79,3

-3,3

Verweildauer vollstationär
Somatik

Tage

6,8

6,7

0,1

Psychiatrie

Tage

25,7

25,8

-0,1

Somatik

Tage

214.644

214.476

168

Psychiatrie

Tage

107.581

107.435

146

stationär

Fälle

13.285

13.822

-537

ambulant

Fälle

5.528

5.191

337

Kinder

2.682

2.588

94

Pflegetage vollstationär

Operationen

Neugeborene
188

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Klinikum Ingolstadt GmbH

Vermögens- und Finanzlage
Vermögen
Software

31.12.2017

31.12.2016

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

%

1.646

1.373

273

19,9

149.541

103.141

46.400

45,0

3.428

3.631

- 203

5,6

24.353

18.986

5.367

28,3

8.342

51.309

- 42.967

83,7

davon Generalsanierung Klinikum

4.865

49.581

- 44.716

90,2

davon Umbau Reiser für Tageskliniken

3.477

1.133

2.344

>100

1.280

1.280

0

0,0

Beteiligungsgesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH

25

25

0

0,0

Klinikum Ingolstadt Ambulante Pflege und Nachsorge GmbH

25

25

0

0,0

Medizinisches Versorgungszentrum Klinikum Ingolstadt GmbH

25

25

0

0,0

31

31

0

0,0

6

6

0

0,0

13

13

0

0,0

5

5

0

0,0

188.720

179.850

8.870

4,9

Betriebsbauten
Wohnbauten
Technische Anlagen/Einrichtungen/Ausstattung
Geleistete Anzahlungen / Anlagen im Bau

Anteile (100 %)
Alten- und Pflegeheim Klinikum Ingolstadt GmbH

Beteiligungen
Kardio-CT GmbH & Co. KG (2016: 100%; 2015: 50 %)
Elisabeth Hospiz Ingolstadt GmbH (26 %)
SAPV Region 10 GmbH (26 %)
GPI Gesundheitspartner IngolStadtLandPlus GmbH (20 %)

Anlagevermögen
Wertguthabenüberhang für Lebensarbeitszeitkonten

1.800

1.643

157

9,6

-1.488

-1.278

- 210

16,4

189.032

180.215

8.817

4,9

Lagerbestände an Betriebsmitteln

2.316

2.438

- 122

5,0

Noch abzurechende Leistungen

5.016

4.542

474

10,4

Ausstehende Fördermittel Generalsanierung

3.335

73

3.262

>100

Rückstellung für Lebensarbeitszeitkonten
Langfristiges Vermögen

Forderung Budgetausgleich
übrige Forderungen und Abgrenzungen

1.186

0

1.186

>100

50.786

32.171

18.615

57,9

Ausleihungen an
Krankenhauszw eckverband Ingolstadt
Medizinisches Versorgungszentrum Klinikum Ingolstadt GmbH
Dienstleistungs- und Gebäudemanagement GmbH

473

683

- 210

30,7

1.150

1.500

- 350

23,3

830

890

- 60

6,7

1.920

2.740

- 820

29,9

Geldanlagen und weitere liquide Mittel

13.820

24.590

- 10.770

43,8

Kurzfristiges Vermögen

80.832

69.627

11.205

16,1

269.864

249.842

20.022

8,0

Betreibergesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH

Gesamtvermögen

Das Gesamtvermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um 20,0 Mio. EUR (8 %) auf
269,9 Mio. EUR angewachsen. Dies beruht auf dem investitionsbedingten Anstieg des
langfristig gebundenen Vermögens um 8,8 Mio. EUR auf 189,0 Mio. EUR.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

189

Klinikum Ingolstadt GmbH

Im Rahmen des Anstiegs des Anlagevermögens stehen den Investitionen von 21,6 Mio. EUR
planmäßig vorgenommene Abschreibungen von 12,6 Mio. EUR und Abgänge von
0,1 Mio. EUR gegenüber.

Anlagevermögen
Anfangsbestand

sonstige Abgänge
Endbestand

2016

Veränderung

TEUR

TEUR

TEUR

%

179.850

159.593

20.257

12,7

21.563

31.258

-9.695

31,0

Generalsanierung Klinkum

12.608

24.156

Komfort Plus Stationen

2

628

Tageskliniken Reiser-Areal

2.344

921

Medizinischer Bedarf

5.163

3.177

Pflegebedarf

252

136

Wirtschaftsbedarf

138

460

Technischer Bedarf

38

27

Verw altungsbedarf

484

1.057

Gebrauchsgüter

326

281

Rechenzentrum

76

179

sonstige Investitionen

132

236

-12.625

-10.957

-1.668

15,2

-68

-44

-24

54,5

188.720

179.850

8.870

4,9

Investitionen

Abschreibungen

2017

Das kurzfristige Vermögen erhöhte sich um 11,2 Mio. EUR auf 80,8 Mio. EUR. Ende 2017
stehen noch Fördermittel von 3,3 Mio. EUR aus. Forderungen, Abgrenzungen und
Betriebsmittelbestände sind mit 59,3 Mio. EUR insgesamt um 20,2 Mio. EUR höher als im
Vorjahr. Infolge von Verzögerungen bei der Abrechnung von Leistungen bestehen zum
Bilanzstichtag höhere Außenstände. Zur Finanzierung erfolgte ein Abbau der liquiden Mittel
und Geldanlagen um 12,2 Mio. EUR auf 18,2 Mio. EUR.
Die Gesamtvermögenserhöhung um 20,0 Mio. EUR auf 269,9 Mio. EUR wurde über einen
Eigenmittelzuwachs um 20,3 Mio. EUR auf 200,5 Mio. EUR finanziert. Die Eigenmittel
decken 74,3 % des Gesamtvermögens. Der Eigenmittelzuwachs resultiert neben dem
Jahresüberschuss von 1,5 Mio. EUR aus den Zuwendungen der Träger für die
Generalsanierung (10,0 Mio. EUR) und den Fördermitteln des Landes (8,8 Mio. EUR).
Die Fremdmittel sind um 0,3 Mio. EUR auf 69,4 Mio. EUR gesunken. Die
Kreditmittelinanspruchnahme wurde um 0,9 Mio. EUR auf 16,5 Mio. EUR zurückgeführt.
Auch die Verbindlichkeiten und Abgrenzungen sind um 0,7 Mio. EUR auf 20,9 Mio. EUR
gesunken. Der Rückstellungsbedarf hingegen ist um 1,3 Mio. EUR auf 32,0 Mio. EUR
angewachsen und betrifft insbesondere Personalverpflichtungen.

190

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Klinikum Ingolstadt GmbH

31.12.2017

Kapital

TEUR

Gezeichnetes Kapital

6.000

Kapitalrücklagen

31.12.2016
TEUR
2%

50.770 19%

Veränderung
TEUR

%

2%

0

0,0

50.770 20%

6.000

0

0,0

162

0%

3.364

>100

3.364

1%

- 1.835

-54,5

60.296 24%

1.529

2,5

20.200 7% 10.167 4%
118.503 44% 109.775 44%

10.033

98,7

Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens

8.728

8,0

Eigenmittel

200.528 74% 180.238 72%

20.290

11,3

Ergebnisvortrag

3.526

1%

Jahresergebnis

1.529

1%

Eigenkapital
Zuwendungen der Träger zur Finanzierung Generalsanierung

61.825 23%

Pensions-/Beihilfe-/Jubiläums-/Archivierungsrückstellungen

9.029

3%

8.384

3%

645

7,7

Altersteilzeitrückstellung

1.669

1%

1.027

0%

642

62,5

Bankkredite (Restlaufzeit >1 Jahr)

1.227

0%

16.666

7% - 15.439

-92,6

Ausleihungen von der Stadt IN und MVA

14.150

5%

Mittel- und langfristiges Fremdkapital

26.075 10%

0 0%
26.077 10%

Rückstellung für sonst. Personalverpflichtungen

11.862

4%

10.722

Rückstellung für drohende Erlöskürzungen

5.771

2%

übrige Rückstellungen

3.658

1%

94

Kredite vom KhZVI (Restlaufzeit bis 1 Jahr)
Ausleihungen von der Stadt IN und MVA
Noch nicht verwendete Fördermittel

14.150

>100

-2

0,0

4%

1.140

10,6

6.194

2%

- 423

-6,8

4.358

2%

- 700

-16,1

0%

631

0%

- 537

-85,1

69

0%

75

0%

-6

-8,0

950

0%

0

0%

950

>100

5.692

2%

8.126

3%

- 2.434

-30,0

Erh. Anzahlungen für noch abzurechnende Leistungen

2.795

1%

2.542

1%

253

10,0

Erh. Anzahlungen für Bau Heckscher Klinik

1.929

1%

643

0%

1.286

>100

Pflegesatzausgleiche

1.811

1%

1.811

1%

0

0,0

Steuern

2.261

1%

1.927

1%

334

17,3

6.498
43.527 17%

- 129

-2,0

- 266

-0,6

269.864 100% 249.842 100%

20.022

8,0

Kurzfristige Bankkredite (Restlaufzeit bis 1 Jahr)

Übrige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen
Kurzfristiges Fremdkapital
Gesamtkapital

6.369
43.261 16%
2%

3%

Der Anstieg beim Sonderposten auf 138,7 Mio. EUR der Eigenmittelcharakter hat, ergibt sich
aus den Fördermittelzugängen des Staates (16,8 Mio. EUR) und den Zuwendungen der
Träger des Krankenhauszweckverbandes (10,4 Mio. EUR), denen die planmäßige Auflösung
von 8,4 Mio. EUR gegenüber steht. Die Eigenmittelquote erhöhte sich in 2017 um 2,2 % auf
74 %. Die Eigenmittel decken das langfristig gebundene Vermögen, wie im Vorjahr,
vollständig.
Die Bankkredite wurden in Höhe von 16,0 Mio. EUR getilgt und in Höhe von 15,1 Mio. EUR
in zinsgünstigere Kreditaufnahmen bei der Stadt Ingolstadt (8,1 Mio. EUR) und beim
Zweckverband Müllverwertungsanlage Ingolstadt (7,0 Mio. EUR) umgeschuldet. Diese
Kredite dienen zur Finanzierung des Ärztehauses.
Der Betrag, der für die Generalsanierung angesparten Fördermittel, reduzierte sich in 2017
um 2,4 Mio. EUR auf nunmehr 5,7 Mio. EUR; die Mittel wurden ihrer Zweckbindung
entsprechend für die Generalsanierung eingesetzt.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

191

Klinikum Ingolstadt GmbH

Ertragslage
Krankenhausleistungen incl. Bestandsveränderung

2017

2016

Veränderung

TEUR

TEUR

TEUR

%

180.015

182.354

-2.339

1,3

Wahlleistungen

5.185

5.733

-548

9,6

Ambulante Leistungen

5.599

5.538

61

1,1

Nutzungsentgelte der Ärzte

1.014

1.016

-2

0,2

Vermietungserlöse

2.313

2.493

-180

7,2

Apothekenleistungen

3.272

3.486

-214

6,1

Verpflegungsleistungen

2.453

2.485

-32

1,3

919

967

-48

5,0

Dienstleistungen/Erstattung verbund. Unternehmen

1.255

1.297

-42

3,2

Personalgestellung an Kooperationspartner

1.426

1.250

176

14,1

Bereitstellung Ärzte für Rettungsdienst

666

554

112

20,2

Entwöhnungseinrichtung

792

770

22

2,9

Erstattung Mutterschutz

738

793

-55

6,9

Öffentliche Zuweisungen

118

98

20

20,4

aktiverte Eigenleistungen

135

136

-1

0,7

2.754

2.510

244

9,7

208.654

211.480

-2.826

1,3

Kooperationsleistungen für andere Krankenhäuser

übrige betriebliche Erträge
Betriebsleistung

Die Erlöse aus Krankenhausleistungen (incl. Bestandsveränderung) liegen im Geschäftsjahr
2017 mit 180,0 Mio. EUR um 2,3 Mio. EUR (1,3 %) unter dem Vorjahreswert.
Die Zahl der behandelten vollstationären Patienten ist gegenüber dem Vorjahr um 0,6 % auf
35.946 Patienten zurückgegangen. Im teilstationären Bereich ist die Fallzahl um 2,4 % auf
2.511 Fälle gestiegen. Die Zunahme resultiert ausschließlich aus der neurologischen
Tagesklinik. Im Zentrum für Psychische Gesundheit wurden vollstationär auf Vorjahresniveau
4.182 Patienten, bei 107.581 Pflegetagen, behandelt.
Die schweregradabhängigen Case-Mix Punkte im somatischen Bereich, die maßgeblich für
die Erlöshöhe sind, sanken um 3,3 % auf 37.834 Punkte. Diese Verminderung beruht auf der
Restrukturierung der orthopädischen Versorgung, der Auflösung von Honorararztverträgen
und auch auf dem Rückgang von besonders hochwertig vergüteten Fällen. Folge
insbesondere des Rückgangs der hochkomplexen Fälle war ein Rückgang des Case-MixIndex (Schweregrad) auf 1,124 (Vorjahr 1,157). Strukturelle Voraussetzungen zur Kodierung
und Abrechnung von hochwertigen Komplexpauschalen konnten erst zum Jahresende
wieder erfüllt werden.
Auch bei den tagesgleichen Entgelten war ein Rückgang um 0,4 Mio. EUR auf 4,5 Mio. EUR
zu verzeichnen. Für drohende Erlöskürzungen wurden 0,3 Mio. EUR mehr als im Vorjahr
zurückgestellt. Für neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden hingegen konnte ein
um 0,9 Mio. EUR auf 1,6 Mio. EUR angewachsener Erlösbeitrag erzielt werden.
Im Zentrum für Psychische Gesundheit sind die Erlöse mit 30,3 Mio. EUR strukturbedingt um
0,3 Mio. EUR niedriger als im Vorjahr.
Die Erträge aus Wahlleistungen liegen mit 5,2 Mio. EUR, insbesondere wegen einer
Umstellung des Abrechnungszeitraums und wegen Fallrückgängen (9,6 %), unter dem
Vorjahreswert.
Die Erlöse aus ambulanten Leistungen liegen trotz des um 2,3 % höheren Fallaufkommens
(65.005 Patienten) mit 5,6 Mio. EUR nur um 1,1 % über dem Vorjahreswert.

192

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Klinikum Ingolstadt GmbH

Ertragslage

2017

2016

Veränderung

TEUR

TEUR

TEUR

%

Betriebsleistung

208.654

211.480

-2.826

1,3

Medizinischer Sachbedarf

-28.737

-28.641

-96

0,3

Bezogene medizinische Leistungen

-4.635

-5.001

366

7,3

Energie- und Wasserbezug

-4.429

-4.511

82

1,8

Lebensmittelbezug

-2.501

-2.521

20

0,8

Bezogene Leistungen Wäscherei

-972

-1.002

30

3,0

Bezogene Leistungen verbundene Unternehmen

-949

-952

3

0,3

-1.246

-1.439

193

13,4

-15

-855

840

98,2

-1.302

-133

-1.169

>100

Personalaufwand

-138.853

-134.539

-4.314

3,2

Abschreibungen

-12.625

-10.957

-1.668

15,2

8.428

6.453

1.975

30,6

Instandhaltung

-3.423

-3.428

5

0,1

Wartung medizinische Geräte

-4.551

-4.432

-119

2,7

Schulfinanzierung

-3.555

-3.007

-548

18,2

Mieten und Nebenkosten

-2.223

-2.459

236

9,6

Personalgestellung durch KHZV

-1.663

-1.543

-120

7,8

EDV Dienstleistungen und Wartung

-1.939

-1.934

-5

0,3

Versicherungsbeiträge

-1.625

-1.404

-221

15,7

Sonstige betriebliche Aufwendungen

-1.548

-1.990

442

22,2

-527

-729

202

27,7

übriger Wirtschaftsbedarf
Fremdpersonal
Personalgestellung durch DLGM

Auflösung des Sonderposten aus Zuwendungen zur
Finanzierung des Sachanlagevermögens

Zinsergebnis
Kostenerstattung an Kardio-CT GmbH & Co. KG

-74

-97

23

23,7

-108

-106

-2

1,9

Betriebsaufwand

-209.072

-205.227

-3.845

1,9

Betriebsergebnis

-418

6.253

-6.671

>100

Zinsen aus langfr. Rückstellungen

-775

-289

-486

>100

3.720

2.049

1.671

81,6

872

1.034

-162

15,7

periodenfremde/außerordentliche Aufwendungen

-782

-2.454

1.672

68,1

Aufklärung von Rechtsverstößen und Abfindungen

-904

-2.364

1.460

61,8

Aufstockungsleistungen für Altersteilzeit

-184

-865

681

78,7

1.529

3.364

-1.835

54,5

Steuern laufendes Jahr

Auflösung Rückstellungen
periodenfremde Erträge

Jahresergebnis

Die bezogenen medizinischen Leistungen hingegen sanken im Vergleich zum Vorjahr um
0,4 Mio. EUR auf 4,6 Mio. EUR. Während für Untersuchungen in fremden Instituten um
0,2 Mio. EUR - insbesondere im Bereich Labor und Strahlentherapie - mehr verausgabt
wurden, sanken die Aufwendungen für bezogene Konsiliararztleistungen um 0,6 Mio. EUR.
Dies resultiert mit 0,4 Mio. EUR aus der Kündigung von Honorararztverträgen zur Mitte des
Jahres und mit 0,2 Mio. EUR aus der Anpassung des Kooperationsvertrages mit der Tochter
MVZ GmbH.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

193

Klinikum Ingolstadt GmbH

Die bezogenen Leistungen von Tochterunternehmen, insbesondere für Leistungen der
Betriebsmedizin, die Nutzung von Kommunikationsportalen, Hausverwaltungsleistungen und
Unterstützungsleistungen
der
Altenund
Pflegeheim
GmbH
bezüglich
der
Entwöhnungseinrichtung und des Betreuten Wohnens, liegen auf Vorjahresniveau.
Die Aufwendungen für den übrigen Wirtschaftsbedarf konnten gegenüber dem Vorjahr um
0,2 Mio. auf 1,2 Mio. EUR gesenkt werden.
Von der Tochtergesellschaft Dienstleistungs- und Gebäudemanagement GmbH wurden im
Rahmen des im Oktober 2016 gegründeten Gemeinschaftsbetriebes im Bereich Reinigung,
Essensversorgung, Lager und Logistik, Ver- und Entsorgung, Zentralsterilisation,
Patientenbegleitung und –service zunehmend Leistungen von 1,3 Mio. EUR in 2017 (Vorjahr
0,1 Mio. EUR) bezogen. Im Gegenzug entfielen im Vorjahresvergleich Aufwendungen für
Fremdpersonal von 0,9 Mio. EUR.
Die Personalaufwendungen sind unter Eliminierung des Sonderaufwands im Vorjahr
(1,4 Mio. EUR) um 4,3 Mio. EUR (3,2 %) auf 138,9 Mio. € gestiegen.
Personalentwicklung

2017

2016

Veränderung

Vollkräfte

Vollkräfte

Vollkräfte

%

Ärzte

340,9

340,1

0,80

0,24

Pflegedienst

766,2

763,4

2,80

0,37

Medizinisch-technische Assistenten

229,6

226,9

2,70

1,19

Funktionsdienst

251,3

249,1

2,20

0,88

Klinisches Hauspersonal
Wirtschafts- und Versorgungsdienst
Technischer Dienst (Haustechnik)
Technischer Dienst (Medizintechnik)
Verwaltungsdienste
Sonderdienste
durchschnittlicher Personalstand

69,6

76,8

-7,20

9,38

144,0

148,6

-4,60

3,10

53,9

56,5

-2,60

4,60

5,3

6,9

-1,60

23,19

138,1

137,4

0,70

0,51

11,9

12,1

-0,20

1,65

2.010,8

2.017,8

-7,0

0,3

Der Personaleinsatz wurde um 7,0 Vollkräfte auf 2.010,8 reduziert, da weitere Kräfte von der
Dienstleistungs- und Gebäudemanagement GmbH im Rahmen des Gemeinschaftsbetriebs
(45,4 VK) eingesetzt wurden. Die neue Entgeltordnung wird mit 0,5 Mio. EUR
aufwandswirksam.
Die Abschreibungen liegen mit 12,6 Mio. EUR um 1,7 Mio. EUR über dem Vorjahreswert.
Auf geförderte Investitionen entfallen Abschreibungen von 8,4 Mio. EUR, die im
Vorjahresvergleich um 2,0 Mio. EUR gestiegen sind. Die korrespondierende
Fördermittelauflösung stieg ebenfalls auf 8,4 Mio. EUR.
Die auf eigenfinanzierte Investitionen entfallenden Abschreibungen gingen dagegen um
0,3 Mio. EUR auf 4,2 Mio. EUR zurück.
Die um 0,5 Mio. EUR auf 3,6 Mio. EUR gestiegenen Kosten für die Schulfinanzierung
resultieren aus den höheren Kosten für die theoretische Ausbildung im
Berufsbildungszentrum des Krankenhauszweckverbandes.
Die Kosten für allgemeinen Verwaltungsbedarf konnten um 0,4 Mio. EUR abgesenkt werden.
194

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Klinikum Ingolstadt GmbH

Die Zinsbelastung ist aufgrund der Umschuldung der Bankdarlehen in zinsgünstigere
Ausleihungen bei der Stadt Ingolstadt und dem ZV Müllverwertungsanlage um 0,2 Mio. EUR
auf 0,5 Mio. EUR gesunken.
Der fallbedingte Erlösrückgang gegenüber dem Vorjahr um 2,8 Mio. EUR führte bei einem
gleichzeitigen Anstieg des Betriebsaufwandes um 3,8 Mio. EUR zu einem Rückgang des
Betriebsergebnisses um 6,6 Mio. EUR. Es ist damit in 2017 ein negatives Betriebsergebnis
von 0,4 Mio. EUR zu verzeichnen.
Per Saldo positive Sondereffekte von 1,9 Mio. EUR stützten das Ergebnis und ermöglichen
damit den Ausweis eines Jahresüberschusses von 1,5 Mio. EUR. Periodenfremden Erträgen
von 4,6 Mio. EUR, insbesondere aus der Auflösung von Rückstellungen (3,7 Mio. EUR),
stehen belastende Ergebniseinflüsse von 2,7 Mio. EUR aus Aufwendungen für die
Aufklärung von Rechtsverstößen (0,9 Mio. EUR), Zinslasten für langfristige Rückstellungen
(0,8 Mio. EUR), periodenfremde Aufwendungen (0,8 Mio. EUR) und Aufstockungsleistungen
für die Gewährung von Altersteilzeit (0,2 Mio. EUR) gegenüber.
Der um 1,8 Mio. EUR höhere Vorjahresüberschuss war hingegen durch negative
Sondereffekte per Saldo mit 2,9 Mio. EUR belastet.

Plan
2018

Kennzahlen langfristig

2017

2016

2015

2014

2013

Jahresergebnis

TEUR

0

1.529

3.364

2.612

1.974

-303

Betriebsleistung

TEUR

218.831

208.654

211.480

204.189

201.960

190.301

Materialaufwandsquote

%

22,1

21,5

21,3

22,1

22,2

22,1

Personalaufwandsquote

%

65,5

66,5

63,6

63,9

62,6

64,3

VZÄ

2.031,2

2.010,8

2.017,8

2.014,9

1.974,4

1.974,2

Cashflow

TEUR

24.629

-11.319

11.531

27.407

17.122

8.269

Investitionen

TEUR

30.000

21.563

31.258

21.830

12.277

6.467

Bilanzsumme

TEUR

284.762

269.864

249.842

232.048

214.350

203.081

69,0

69,9

72,0

68,8

69,2

73,9

213.339

200.528

180.238

159.405

141.712

136.531

74,9

74,3

72,1

68,7

66,1

67,2

31.000

16.490

17.372

25.940

27.089

27.939

Mitarbeiter

Anlagenintensität
Eigenmittel
Eigenmittelquote
Kredite

%
TEUR
%
TEUR

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

195

Klinikum Ingolstadt GmbH

Ausblick – Chancen und Risiken
Das Klinikum möchte seine Position als Schwerpunktversorger der Region 10 wieder
sichtbarer gestalten und das Leistungsportfolio bedarfsgerecht mit dem Aufbau neuer
medizinischer Kompetenzen weiter entwickeln.
Wesentlicher Erfolgsfaktor ist die Generalsanierung des Hauses. Die Baumaßnahmen des
ersten Bauabschnitts der Sanierung sind abgeschlossen, der neue OP-Bereich, die
Geburtshilfe und die Neonatologie sind Mitte 2017 in Betrieb gegangen. Ab 2018 werden nun
die Intensivstationen und der Untersuchungs- und Behandlungsbereich mit einem
Kostenrahmen von 44 Mio. EUR saniert. Diese Maßnahmen sollen im Westteil 2021 und im
Ostteil 2024 fertiggestellt werden. Mit dem Bereich der Urologie, Radiologie sowie der
Apotheke kann erst nach Fertigstellung eines Gebäudes für den Umzug des Labors,
voraussichtlich in 2021, begonnen werden. Hierfür ist ein Kostenrahmen von 40 Mio. EUR
(ohne Labor) vorgesehen. Für die nicht förderfähigen Kosten dieser weiteren Maßnahmen
von rund 20 Mio. EUR sollen die Träger Einlagen erbringen.
Für den Laborneubau sollen die Planungen mit Kostenberechnung in 2018 abgeschlossen
werden und die Förderungsmöglichkeiten geklärt werden. In diesem Gebäude soll auch
Wohnraum für Mitarbeiter und Auszubildende geschaffen werden.
Für den Neubau des Gebäudes für die Psychiatrie und Psychosomatik ist die
Bedarfsfeststellung erfolgt; bis Ende 2018 soll der Antrag Fördermittelgewährung eingereicht
werden. Das Projektvolumen wird auf rund 80 Mio. EUR geschätzt.
Die Substitution von stationären Behandlungen durch ambulante Leistungen erfordert eine
stetige Anpassung der Versorgungsstrukturen. Fallmanagement, Aufnahme- und
Entlassmanagement sind auszubauen; die Notfallversorgung gilt es zu verbessern, um
stationäre Fehlbelegungen zu vermeiden. Die exakte und vollständige Dokumentation aller
erbrachten Leistungen ist von hoher Bedeutung, um Erlöskürzungen zu vermeiden.
Die Gewinnung von qualifiziertem Fachpersonal im ärztlichen und vor allem im pflegerischen
Bereich stellt eine große Herausforderung dar.
Bestimmend für die Ertragslage des Klinikums ist neben dem Fallaufkommen die
Refinanzierung der tariflichen Entgeltsteigerungen durch die Kostenträger.

Finanzielle Verpflichtungen des Krankenhauszweckverbandes Ingolstadt
Gemäß § 17 des Gesellschaftsvertrages sorgt der Krankenhauszweckverband Ingolstadt für
die Sicherung der erforderlichen Liquidität. Betriebsverluste der Gesellschaft werden vom
Krankenhauszweckverband Ingolstadt grundsätzlich innerhalb von 5 Jahren ausgeglichen,
soweit diese nicht durch Überschüsse in den Folgejahren oder durch Rücklagenentnahmen,
unter Erhalt einer angemessenen Eigenkapitalausstattung, abgedeckt werden können.

196

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Medizinisches Versorgungszentrum Klinikum
Ingolstadt GmbH
Krumenauerstraße 25, 85049 Ingolstadt
www.klinikum-ingolstadt.de

25.000 €

Stammkapital:
gehalten durch
Gesellschafter:

Klinikum Ingolstadt GmbH

Beschlussorgane:

Gesellschafterversammlung

Geschäftsführer:

Alexander Zugsbradl
Dr. Andreas Tiete

seit 14.10.2016 bis 11.10.2017
seit 01.03.2017

Gegenstand und Aufgabe der Gesellschaft
Die Gesellschaft betreibt ein Medizinisches Versorgungszentrum im Sinne des § 95 SGB V
zur Erbringung vertragsärztlicher und privatärztlicher Leistungen unter ärztlicher Anleitung.
Folgende erworbenen Praxen wurden in 2017 betrieben:
- Chirurgische Praxis
- Gynäkologische Praxis
- Praxis für Neurochirurgie
- Praxis für Neurologie
- Praxis für Psychiatrie und Psychotherapie
- Praxis für Orthopädie mit Schwerpunkt Kinderorthopädie und Chirotherapie
- Praxen für Anästhesie
Aufgabe der MVZ GmbH ist es vor allem, das Klinikum in der ambulanten prä- und poststationären Behandlung der Patienten zu unterstützen.
Im MVZ wurden in 2017 24.441 (Vorjahr 25.387) Patienten behandelt.
Seit April 2013 werden betriebsmedizinische Leistungen für den Unternehmensverbund
Klinikum und seit 2014 auch für Dritte erbracht.
Vermögens- und Finanzlage
Das Vermögen verminderte sich in 2017 um TEUR 46 (5,0 %) auf TEUR 879.
Das langfristig gebundene Anlagevermögen sank dabei um TEUR 69 auf TEUR 71 und hat
einen Anteil von 8 % am Gesamtvermögen. Den Investitionen in Geschäftsausstattung von
TEUR 10 stehen planmäßige Abschreibungen von TEUR 79, insbesondere hinsichtlich der
Praxiswerte (TEUR 51), gegenüber.
Das kurzfristige Vermögen stieg um TEUR 23 auf TEUR 808. Die Außenstände sanken um
TEUR 17 auf TEUR 720, der Liquiditätsbestand hingegen stieg um TEUR 40 auf TEUR 88.
Mit dem erzielten Jahresüberschuss von TEUR 213 konnte der nicht durch Eigenkapital
gedeckte Fehlbetrag auf TEUR 653 reduziert werden. Eine materielle Überschuldung im
insolvenzrechtlichen Sinne liegt nicht vor, da eine positive Fortführungsprognose vorliegt und
die Liquidität gesichert ist.
Der erwirtschaftete Mittelzufluss – aus Jahresüberschuss und Abschreibungen - wurde zur
Tilgung der von der Klinikum Ingolstadt GmbH beanspruchten Kredite um TEUR 350 auf
TEUR 1.150 verwandt.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

197

Medizinisches Versorgungszentrum Klinikum Ingolstadt GmbH

Vermögens- und Finanzlage

31.12.2017

31.12.2016

TEUR

TEUR

Software

Veränderung
TEUR

%

6

9

-3

33,3

Praxiswerte

12

63

-51

81,0

Sachanlagen

53

68

-15

22,1

Langfristiges Vermögen

71

140

-69

49,3

720

737

-17

2,3

88

48

40

83,3

Kurzfristiges Vermögen

808

785

23

2,9

Gesamtvermögen

879

925

-46

5,0

25

25

0

0,0

-891

-1.180

289

24,5

Forderungen und Abgrenzungen
Liquide Mittel

Gezeichnetes Kapital
Verlustvortrag
Jahresergebnis
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

213

289

-76

26,3

-653

-866

213

0,0

186

164

22

13,4

1.346

1.627

-281

17,3

1.150

1.500

-350

23,3

879

925

-46

5,0

Rückstellungen
Verbindlichkeiten
davon Kredite der Klinikum Ingolstadt GmbH

Gesamtkapital

Ertragslage
Praxiseinnahmen

2017

2016

Veränderung

TEUR

TEUR

TEUR

%

1.819

1.852

-33

1,8

332

535

-203

37,9

23

0

23

>100

644

696

-52

7,5

2.818

3.083

-265

8,6

-124

-131

7

5,3

-1.882

-1.951

69

3,5

-79

-127

48

37,8

Aufwand für Praxisräume und -ausstattung

-237

-240

3

1,3

Leistungsbezug von verbundenen Unternehmen

-207

-215

8

3,7

-89

-85

-4

4,7

0

1

-1

100,0

13

-46

59

>100

213

289

-76

26,3

Konsiliararztleistungen für Klinikum Ingolstadt
Anästhesie für Ästhetik
Betriebsmedizinische Leistungen
Betriebliche Erträge
Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen

übrige betriebliche Aufwendungen
Zinsergebnis
periodenfremdes Ergebnis
Jahresüberschuss

Nach einer Angemessenheitsprüfung der Kooperationsverträge mit der Klinikum Ingolstadt
GmbH erfolgte für den Zeitraum ab 1. Juli 2017 eine Vergleichsvereinbarung mit einer
Absenkung der Vergütung für die Leistungserbringung. Die betrieblichen Erträge sind daher
im Vorjahresvergleich um TEUR 265 auf TEUR 2.818 abgesunken. Durch rückläufige
Abschreibungen und einen um 0,8 Vollkräfte niedrigeren Beschäftigtenstand konnte der
Rückgang des Jahresüberschusses um TEUR 76 auf TEUR 213 begrenzt werden.

198

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Medizinisches Versorgungszentrum Klinikum Ingolstadt GmbH

Plan
2018

Kennzahlen langfristig

2017

2016

2015

2014

2013

Jahresergebnis

TEUR

60

213

289

405

358

181

Betriebsleistung

TEUR

2.621

2.818

3.083

2.936

3.082

2.681

%

74,6

66,8

61,0

68,0

59,9

63,2

25,9

25,1

25,9

25,5

24,0

22,5

Personalaufwandsquote
Mitarbeiter

VZÄ

Cashflow

TEUR

100

292

416

541

494

325

Investitionen

TEUR

0

10

17

30

40

17

Bilanzsumme*

TEUR

779

879

925

1.130

1.203

1.260

Anlagenintensität

%

4,0

8,1

15,1

22,1

29,7

36,0

Eigenmittel

TEUR

-593

-653

-866

-1.155

-1.561

-1.919

Kredite

TEUR

1.050

1.150

1.500

1.950

2.450

2.900

* abzüglich nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

Ausblick
Nach Anpassung des Kooperationsvertrages mit der Klinikum Ingolstadt GmbH ist ab 2018
nur noch ein jährlicher Cash-Flow von rund TEUR 100 zu erwarten, der zum Abtrag der von
der Klinikum Ingolstadt GmbH gewährten Mittel in den nächsten 10 Jahren eingesetzt
werden wird.
Finanzielle Verpflichtungen des Krankenhauszweckverbandes Ingolstadt
Für den Krankenhauszweckverband Ingolstadt, der sich satzungsgemäß zur Sicherung der
Liquidität der Klinikum Ingolstadt GmbH verpflichtet hat, können sich aus der
Kreditgewährung der Klinikum Ingolstadt GmbH an die MVZ GmbH bei nicht planmäßiger
Tilgung der Kredite der MVZ GmbH mittelbar finanzielle Verlustausgleichsverpflichtungen
ergeben. Die Klinikum Ingolstadt GmbH hat einen Rangrücktritt hinsichtlich ihrer
Darlehensforderungen gegenüber der MVZ GmbH erklärt.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

199

Beteiligungsgesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH
Krumenauerstraße 25, 85049 Ingolstadt
www.klinikum-ingolstadt.de

25.000 €

Stammkapital:
gehalten durch
Gesellschafter:

Klinikum Ingolstadt GmbH

Unterbeteiligungen: Betreibergesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH
Dienstleistungs- und Gebäudemanagement
Klinikum Ingolstadt GmbH
Digitales Gründerzentrum
für die Region Ingolstadt GmbH
Beschlussorgane:

Gesellschafterversammlung
Aufsichtsrat

Geschäftsführer:

Alexander Zugsbradl
Dr. Andreas Tiete
Monika Röther

Aufsichtsrat:

Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel
stellv. Vorsitzender: Bezirkstagspräsident Josef Mederer

100,00%
100,00%
2,00%

bis 11.10.2017
11.10.2017 bis 31.12.2017
ab 01.01.2018

Stadträte:
Bürgermeister Albert Wittmann
Dorothea Soffner
Dr. Gerd Werding
Dr. Anton Böhm
ab 10.03.2017
Patricia Klein
ab 15.03.2018
bis 08.02.2018
Hans Süßbauer
Henry Okorafor
Bezirksräte:
Michael Asam
Reinhard Eichiner
Dr. Günther Rödig
Raimund Mayr, Betriebsrat Klinikum Ingolstadt GmbH
Verträge:

Ergebnisabführungsvertrag mit der Dienstleistungs- und
Gebäudemanagement Klinikum Ingolstadt GmbH vom 29.12.2008
Ergebnisabführungsvertrag mit der Betreibergesellschaft
Klinikum Ingolstadt GmbH vom 15.03.2006

Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft
Die Beteiligungsgesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH bündelt als gewerbliche
Managementholding die Ergebnisse der Tochtergesellschaften. Zusätzlich erbringt sie
Unterstützungs- und Beratungsleistungen an die Töchter.
200

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Beteiligungsgesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH

Die Ertragslage der Gesellschaft ist geprägt durch die Ergebnisabführungen der Tochtergesellschaften und die anfallende Ertragssteuerbelastung.
2017
2016
Veränderung
Ertragslage
TEUR

TEUR

Ertrag aus Auflösung Rückstellung

TEUR

%

1

0

1

>100

-27

-28

1

3,6

Dienstleistungs-/Gebäudemanagement Klinikum Ingolstadt GmbH

211

49

162

>100

Betreibergesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH

175

101

74

73,3

-16

0

-16

>100

0

12

-12

100,0

-1

0

-1

>100

-102

-37

-65

>100

241

97

144

>100

Verwaltungsaufwand
Gewinnabführung

Betriebskostenzuschuss Digitales Gründerzentrum
Anteilsverkauf APG GmbH
Zinsaufwand
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Jahresergebnis

Die Gewinnabführungen der Tochtergesellschaften werden im Folgejahr unter Abzug der
Ertragsteuern liquiditätswirksam.

Vermögens- und Finanzlage

31.12.2017

31.12.2016

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

%

Finanzanlagen
Betreibergesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH

25

25

0

0,0

Dienstleistungs-/Gebäudemanagement Klinikum Ingolstadt GmbH

25

25

0

0,0

2

2

0

0,0

52

52

0

0,0

Dienstleistungs-/Gebäudemanagement Klinikum Ingolstadt GmbH

211

49

162

>100

Betreibergesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH

175

101

74

73,3

0

11

-11

100,0

Liquide Mittel

525

393

132

33,6

Kurzfristiges Vermögen

911

554

357

64,4

Gesamtvermögen

963

606

357

58,9

25

25

0

0,0

Gewinnvortrag

376

279

97

34,8

Jahresüberschuss

241

97

144

>100

Eigenkapital

642

401

241

60,1

Rückstellungen für latente Steuern

232

195

37

19,0

Rückstellungen für Ertragsteuern

65

0

65

>100

übrige Rückstellungen

24

7

17

>100

0

3

-3

100,0

963

606

357

58,9

Digitales Gründerzentrum für die Region Ingolstadt GmbH

Langfristiges Vermögen
Gewinnabführungsansprüche

Übrige Forderungen und Abgrenzungen

Gezeichnetes Kapital

Verbindlichkeiten
Gesamtkapital

Finanzielle Verpflichtungen
Die Beteiligungsgesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH hat sich verpflichtet, als
Gesellschafterin der Digitales Gründerzentrum der Region Ingolstadt GmbH, konsortialvertraglich bis Ende 2021 weitere Betriebskostenzuschüsse von TEUR 152 zu leisten.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

201

Dienstleistungs- und Gebäudemanagement
Klinikum Ingolstadt GmbH
Krumenauerstraße 25, 85049 Ingolstadt
www.klinikum-ingolstadt.de

Stammkapital:
gehalten durch
Gesellschafter:

25.000 €
Beteiligungsgesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH

Beschlussorgane:

Gesellschafterversammlung
Aufsichtsrat

Geschäftsführer:

Jürgen Kätzlmeier

Aufsichtsrat:

Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel
stellv. Vorsitzender: Bezirkstagspräsident Josef Mederer
Stadträte:
Bürgermeister Albert Wittmann
Dorothea Soffner
Dr. Gerd Werding
Dr. Anton Böhm
ab 10.03.2017
Patricia Klein
ab 15.03.2018
bis 08.02.2018
Hans Süßbauer
Henry Okorafor
Bezirksräte:
Michael Asam
Reinhard Eichiner
Dr. Günther Rödig
Raimund Mayr, Betriebsrat Klinikum Ingolstadt GmbH

Verträge:

Ergebnisabführungsvertrag mit der Beteiligungsgesellschaft
Klinikum Ingolstadt GmbH vom 29.12.2008

Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft
Die Ende 2006 gegründete Gesellschaft unterstützt mit Dienstleistungen und
Verwaltungstätigkeiten die Klinikum Ingolstadt GmbH sowie deren medizinischen
Kooperationspartner.
Sie betreibt insbesondere die Parkplätze, das Parkhaus am Klinikum und die
Tiefgaragenplätze im Anna-Ponschab-Pflegeheim. Das Aufgabenspektrum erstreckt sich
darüber hinaus auf die Haus- und Wohnungsverwaltung sowie die Gebäudebewirtschaftung
im Unternehmensverbund des Klinikums.

202

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Dienstleistungs- und Gebäudemanagement Klinikum Ingolstadt GmbH

Mit Wirkung zum 01. Oktober 2016 wurde begonnen, mit der Klinikum Ingolstadt GmbH die
Servicebereiche Reinigung, Essensversorgung, Lager und Logistik, Ver- und Entsorgung,
Zentralsterilisation und Patientenbegleitung und –service zu einem Gemeinschaftsbetrieb
zusammenzuschließen. Neue Mitarbeiter in diesen Bereichen werden seither bei der
Dienstleistungs- und Gebäudemanagement Klinikum Ingolstadt GmbH eingestellt und nach
dem Servicetarifvertrag der bayerischen kommunalen Krankenhäuser entlohnt. Der Klinikum
Ingolstadt GmbH wird die Personalgestellung kostendeckend verrechnet.
Ziel des Tarifwechsels zur Einsparung von Kosten im Vergleich zum Tarifvertrag des
öffentlichen Dienstes war es, ein sonst wirtschaftliches Outsourcing von Leistungen zu
vermeiden und damit nachhaltig die Arbeitsplätze weiter zu sichern.

Vermögens- und Finanzlage
Parkplatz P6

31.12.2017

31.12.2016

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

%

854

919

-65

7,1

46

21

25

>100

Langfristiges Vermögen

900

940

-40

4,3

Forderungen und Abgrenzungen

235

37

198

>100

Liquide Mittel

135

216

-81

37,5

kurzfristiges Vermögen

370

253

117

46,2

1.270

1.193

77

6,5

Eigenkapital

25

25

0

0,0

Rückstellungen

63

34

29

85,3

Kredite bei Klinikum Ingolstadt GmbH

830

890

-60

6,7

Gewinnabführungsverpflichtung an Gesellschafterin

211

49

162

>100

übrige Verbindlichkeiten

141

195

-54

27,7

Verbindlichkeiten

1.182

1.134

48

4,2

Kapital

1.270

1.193

77

6,5

übrige Anlagen und Geschäftsausstattung

Vermögen

Das langfristig gebundene Anlagevermögen sank bei Investitionen von TEUR 34 infolge der
planmäßigen Abschreibungen von TEUR 74 um TEUR 40 auf TEUR 900. Der Zunahme der
Forderungen um TEUR 198 auf TEUR 235, die im Wesentlichen aus der Ausweitung der
Personalgestellung im Rahmen des Gemeinschaftsbetriebs resultiert, steht ein Rückgang
der liquiden Mittel um TEUR 81 auf TEUR 135 gegenüber.
Die Rückstellungen sind infolge des mit der höheren Beschäftigtenzahl korrespondierenden
umfangreicheren Rückstellungsbedarfs für Personalverpflichtungen um TEUR 29 auf
TEUR 63 angestiegen. Die über die Parkeinnahmen vereinnahmten Abschreibungen wurden
zur Tilgung der beanspruchten Kredite um TEUR 60 auf TEUR 830 verwandt.
Die Gewinnabführungsverpflichtung von TEUR 211 übertrifft den Vorjahreswert um
TEUR 162. Die übrigen Verbindlichkeiten, die insbesondere Leistungsbezüge betreffen, sind
mit TEUR 141 stichtagsbezogen um TEUR 54 niedriger als im Vorjahr.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

203

Dienstleistungs- und Gebäudemanagement Klinikum Ingolstadt GmbH

Ertragslage

2017

2016

Veränderung

TEUR

TEUR

TEUR

%

Erlöse Parkraumbewirtschaftung

888

864

24

2,8

Erlöse Hausverwaltung

161

162

-1

0,6

Erlöse Reinigung und Hausmeisterleistungen

243

281

-38

13,5

1.302

133

1.169

>100

Erlöse Personalgestellung Gemeinschaftsbetrieb
sonstige betriebliche Erträge
Personalaufwand
Abschreibungen
Pacht für Parkflächen
Reparaturen/Instandhaltung/Wartung

3

5

-2

40,0

-1.566

-526

-1.040

>100

-74

-71

-3

4,2

-400

-400

0

0,0

-52

-73

21

28,8

bezogene Leistungen von verbundenen Unternehmen

-186

-210

24

11,4

übrige bezogene Leistungen und Sachaufwendungen

-106

-111

5

4,5

-2

-5

3

60,0

Beteiligungsgesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH

211

49

162

>100

davon aus Parkraumbewirtschaftung
davon aus Liegenschaftsbetreuung
davon aus Personalgestellung Gemeinschaftsbetrieb

116
56

Zinsergebnis
Gewinnabführung

39

Im Geschäftsjahr waren 53,2 (Vorjahr 15,4) Vollkräfte beschäftigt. Davon entfallen
45,4 (Vorjahr 5,1) Vollkräfte auf den Gemeinschaftsbetrieb.
Prognose
2018

Kennzahlen langfristig

2017

2016

2015

2014

2013

Ergebnis vor Ausgleich

TEUR

200

211

49

59

38

95

Betriebsleistung

TEUR

3.723

2.597

1.445

1.330

1.312

1.216

%

72,6

60,3

36,4

28,0

28,4

28,5

89,0

53,2

15,4

9,8

10,0

10,2

Personalaufwandsquote
Mitarbeiter

VZÄ

Cashflow

TEUR

278

285

120

132

117

172

Investitionen

TEUR

25

34

2

4

33

4

Bilanzsumme

TEUR

1.217

1.270

1.193

1.209

1.233

1.475

%

70,0

70,9

78,8

83,5

87,4

76,2

TEUR

25

25

25

25

25

25

%

2,1

2,0

2,1

2,1

2,0

1,7

TEUR

770

830

890

950

1.010

1.070

Anlagenintensität
Eigenmittel
Eigenmittelquote
Kredite

Ausblick – Chancen und Risiken
Aufgrund bestehender Verträge und der etablierten Geschäftstätigkeit sind grundsätzlich
stabile Gewinne zu erwarten. Für 2018 sieht die Planung einen weiteren Anstieg der
Gesamterträge auf rund 3,7 Mio. EUR aufgrund der Ausweitung der Personalgestellung im
Rahmen des Gemeinschaftsbetriebs auf 81 Vollkräfte vor.

204

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Betreibergesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH
Krumenauerstraße 25, 85049 Ingolstadt
www.klinikum-ingolstadt.de

25.000 €

Stammkapital:
gehalten durch
Gesellschafter:

Beteiligungsgesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH

Beschlussorgane:

Gesellschafterversammlung

Geschäftsführer:

Jürgen Kätzlmeier

Verträge:

Ergebnisabführungsvertrag mit der Beteiligungsgesellschaft
Klinikum Ingolstadt GmbH vom 15.03.2006

Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft
Gegenstand des im Februar 2006 gegründeten Unternehmens ist die Anschaffung, die Anund Vermietung und der Betrieb von medizinischen Geräten.

Vermögens- und Finanzlage
Software
Bürocontainer
Medizinische Geräte
übrige Betriebs- und Geschäftsausstattung
Langfristiges Vermögen
Forderungen und Abgrenzungen
Liquide Mittel

31.12.2017

31.12.2016

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

%

47

97

-50

51,5

732

844

-112

13,3

1.902

2.393

-491

20,5

229

357

-128

35,9

2.910

3.691

-781

21,2

76

173

-97

56,1

57

16

41

>100

133

189

-56

29,6

3.043

3.880

-837

21,6

Eigenkapital

25

25

0

0,0

Rückstellungen

11

11

0

0,0

1.920

2.740

-820

29,9

800

1.000

-200

20,0

kurzfristiges Vermögen
Vermögen

Kredit bei Klinikum Ingolstadt GmbH
Kredit bei Alten-u.Pflegeheim Klinikum Ingolstadt GmbH
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

55

3

52

>100

175

101

74

73,3

57

0

57

>100

Verbindlichkeiten

3.007

3.844

-837

21,8

Kapital

3.043

3.880

-837

21,6

Gewinnabführungsverpflichtung
übrige Verbindlichkeiten

Die Gesellschaft betreibt für das Klinikum Ingolstadt und deren Kooperationspartnern in der
GPI ein Software-Portal für den Datenaustausch mit den niedergelassenen Ärzten und das
Portal für das Schlaganfallnetzwerk NEVAS.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

205

Betreibergesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH

Die medizinischen Geräte beinhalten insbesondere ein Ultraschallgerät, Geräte für
neurologische Diagnostik, eine Röntgenanlage mit Herzkathetermessplatz und das Ende
2016 erworbene roboterassistierte Gerät zur fokalen Therapie des Prostatakarzinoms (Focal
One), das zusammen mit weiteren fünf Kliniken (München, Augsburg, Nürnberg, Bamberg
und Reutlingen) abwechselnd genutzt werden wird. Mit einem Bürocontainer wurden
Ausweichflächen für die Generalsanierung im Klinikum geschaffen.
Bei Investitionsausgaben von TEUR 64, denen planmäßige Abschreibungen von TEUR 730
und Abgänge mit Restbuchwerten von TEUR 115 gegenüberstehen, ergab sich ein Abbau
des langfristigen Vermögens um TEUR 781.
Die Gesellschaft finanziert ihr Vermögen im Wesentlichen über Mittelbereitstellungen der
Klinikum Ingolstadt GmbH in Höhe von TEUR 1.920 und der Alten- und Pflegeheim Klinikum
Ingolstadt GmbH von TEUR 800. Aus dem höheren Jahresüberschuss, den verdienten
Abschreibungen, den Anlagenabgängen und dem Forderungsabbau wurden im
Geschäftsjahr Tilgungen in Höhe von TEUR 1.020 geleistet.

Ertragslage
Mietertrag für Operationsroboter "Da Vinci"

2017

2016

Veränderung

TEUR

TEUR

TEUR

%

0

100

-100

100,0

293

0

293

>100

0

21

-21

100,0

Nutzungsentgelt Ärzteportal, NEVAS

182

181

1

0,6

Nutzungsentgelte medizinische Geräte

345

348

-3

0,9

Mieterträge Bürocontainer

140

140

0

0,0

Betriebs-/ Geschäftsausstattung und übrige Mieterlöse

134

110

24

21,8

1.094

900

194

21,6

Abschreibungen

-730

-654

-76

11,6

Sonstige betriebliche Aufwendungen

-161

-127

-34

26,8

periodenfremdes Ergebnis und Anlagenabgangsverluste

-19

-13

-6

46,0

Zinsergebnis

-10

-5

-5

>100

174

101

73

72,3

Mietertrag "Focal One"
Raummietertrag für Computertomograph

Umsatzerlöse

Gewinnabführung
an Beteiligungsgesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH

Die Zunahme des abzuführenden Gewinns im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus der
Inbetriebnahme des roboterassistierten Geräts zur fokalen Therapie des Prostatakarzinoms
„Fokal one“. Dieser wird in Kooperation mit 5 weiteren Kliniken genutzt.

206

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Betreibergesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH

Prognose
2018

Kennzahlen langfristig

2017

2016

2015

2014

2013

Ergebnis vor Ausgleich

TEUR

30

174

101

150

73

43

Betriebsleistung

TEUR

1.040

1.094

900

1.004

809

597

Cashflow

TEUR

778

831

804

822

642

472

Investitionen

TEUR

150

64

1.048

88

3.119

273

Bilanzsumme

TEUR

2.445

3.043

3.880

3.433

4.231

1.918

%

90,4

95,6

95,1

97,9

97,8

91,1

TEUR

25

25

25

25

25

25

%

1,0

0,8

0,6

0,7

0,6

1,3

2.890

2.720

3.740

3.170

4.060

1.600

Anlagenintensität
Eigenmittel
Eigenmittelquote
Kredite

TEUR

Ausblick – Chancen und Risiken
Über die bestehenden Mietverträge, insbesondere mit der Klinikum Ingolstadt GmbH und der
Medizinische Versorgungszentrum Klinikum Ingolstadt GmbH, sind stabile, leicht unter dem
Vorjahresniveau liegende Erträge gegeben. Für das Jahr 2018 ist die Neuanschaffung von
weiteren medizinischen Geräten geplant. Ergebnisbelastend werden sich in 2018 die deutlich
steigenden Wartungskosten auswirken. Der Gewinn wird beeinflusst durch die
Zinssatzentwicklung, da das Vermögen weitgehend über Kredite finanziert ist, für die keine
Zinsbindung besteht.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

207

Kardio-CT GmbH & Co. KG
Krumenauerstraße 25, 85049 Ingolstadt
www.klinikum-ingolstadt.de

30.000 €

Kommanditkapital:
gehalten von der
Kommanditistin:

Klinikum Ingolstadt GmbH

Komplementär:

CT 64 Verwaltungs-GmbH

Unterbeteiligung:

CT 64 Verwaltungs-GmbH

Beschlussorgane:

Gesellschafterversammlung

Geschäftsführung:

CT 64 Verwaltungs-GmbH

100,00%
ohne Einlage
100,00%

Gegenstand und Aufgabe der Gesellschaft
Die gewerbliche Tätigkeit der Ende 2006 gegründeten Gesellschaft erstreckt sich seit März
2008 auf den Betrieb eines Computertomographen. Mit der Veräußerung des CT 64
Systems hat die Gesellschaft am 16. Februar 2018 ihren Geschäftsbetrieb eingestellt.
31.12.2017 31.12.2016
Veränderung
Vermögens- und Finanzlage
TEUR
Finanzanlagen Anteile CT 64 Verw altungs GmbH 100 %

TEUR

TEUR

%

25

25

0

0,0

4

2

2

89,7

Liquide Mittel

21

15

6

38,2

Vermögen

50

42

8

17,9

Haftkapital/Eigenkapital

30

30

0

0,0

5

4

1

24,3

Verbindlichkeiten Komplementärin CT 64 GmbH

15

8

7

81,8

Kapital

50

42

8

17,9

Forderungen und Abgrenzungen

Rückstellungen

Der Computertomograph wurde planmäßig Ende Februar 2016 vollständig abgeschrieben.
Die
Kommanditisten
Diagnosticum
Bayern
Mitte
und
die
kardiologische
Gemeinschaftspraxis, die das Gerät zur Hälfte mitnutzten, schieden zu diesem Zeitpunkt aus
der Gesellschaft aus. Ihre Kommanditanteile übernahm die Klinikum Ingolstadt GmbH, die
den Computertomographen bis zu seinem Verkauf im Februar 2018 weiter nutzte.

Gewinn- und Verlustrechnung
Abschreibungen

2017

2016

Veränderung

TEUR

TEUR

TEUR

%

0

-24

24

100,0

Raumkosten

-33

-49

16

32,7

Wartungskosten

-19

-33

14

42,4

Haftungsvergütung/Auslagenersatz Komplementärin

-15

-8

-7

87,5

-7

-12

5

41,7

0

-1

1

60,0

-74

-127

53

41,4

Klinikum Ingolstadt GmbH

74

97

-23

23,7

übrige Kommanditisten bis 29.02.2016

0

30

-30

100,0

übrige Verwaltungskosten
Zinsbelastung
erforderliche Kostenübernahme

208

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

CT 64 Verwaltungs-GmbH
Krumenauerstraße 25, 85049 Ingolstadt
www.klinikum-ingolstadt.de

25.000 €

Stammkapital:
gehalten durch
Gesellschafter:

Kardio-CT GmbH & Co. KG

Beschlussorgane:

Gesellschafterversammlung

Geschäftsführer:

Jürgen Kätzlmeier

Gegenstand und Aufgabe des Unternehmens
Der Ende 2006 gegründeten CT 64 Verwaltungs-GmbH obliegt als Komplementärin die
persönliche Haftung und die Geschäftsführung der Kardio-CT GmbH & Co. KG. Hierfür erhält
die CT 64 Verwaltungs-GmbH eine Haftungsvergütung und einen Aufwendungsersatz.

Vermögens- und Finanzlage

31.12.2017

31.12.2016

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

%

Forderung gegen Kardio-CT GmbH & Co. KG

15

6

9

>100

Liquide Mittel

23

32

-9

28,1

Vermögen

38

38

0

0,0

Gezeichnetes Kapital

25

25

0

0,0

Gewinnvortrag

11

9

2

22,2

1

2

-1

50,0

37

36

1

2,8

1

2

-1

50,0

38

38

0

0,0

Jahresüberschuss
Eigenkapital
Rückstellungen
Kapital

Gewinn- und Verlustrechnung
Haftungsvergütung

2017

2016

Veränderung

TEUR

TEUR

TEUR

%

2

2

0

0,0

Auslagenersatz

13

6

7

>100

Personalkosten

-11

-4

-7

>100

-3

-2

-1

50,0

1

2

-1

50,0

übrige Verwaltungskosten
Jahresüberschuss

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

209

Alten- und Pflegeheim Klinikum Ingolstadt GmbH
Krumenauerstraße 25, 85049 Ingolstadt
www.klinikum-ingolstadt.de

25.000 €

Stammkapital:
gehalten durch
Gesellschafter:

Klinikum Ingolstadt GmbH

Beschlussorgane:

Gesellschafterversammlung
Aufsichtsrat

Geschäftsführer:

Alexander Zugsbradl
Dr. Andreas Tiete
Monika Röther

Aufsichtsrat:

Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel
stellv. Vorsitzender: Bezirkstagspräsident Josef Mederer

14.10.2016 bis 11.10.2017
12.10.2017 bis 31.12.2017
ab 01.01.2018

Stadträte:
Bürgermeister Albert Wittmann
Dorothea Soffner
Dr. Gerd Werding
Dr. Anton Böhm
ab 10.03.2017
Patricia Klein
ab 15.03.2018
bis 08.02.2018
Hans Süßbauer
Henry Okorafor
Bezirksräte:
Michael Asam
Reinhard Eichiner
Dr. Günther Rödig
Raimund Mayr, Betriebsrat Klinikum Ingolstadt GmbH

Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft
Mit ihrer Aufgabenstellung, der Versorgung, Betreuung und Unterstützung älterer, erwerbsunfähiger und hilfsbedürftiger Personen sowie von Menschen mit psychiatrischen, geistigen
und sozialen Problemen, die in Folge ihres körperlichen Zustands auf die Hilfe anderer
angewiesen sind oder deren Bezüge nicht höher als das 4-fache des Regelsatzes der
Sozialhilfe im Sinn des § 28 des zwölften Buches Sozialgesetzbuch sind, ist die Gesellschaft
gemeinnützig tätig.
Die Klinikum Ingolstadt GmbH hatte mit Wirkung zum 01.01.2007 den Betrieb des Pflegeheims auf die von ihr neu gegründete 100 %ige Tochtergesellschaft Alten- und Pflegeheim
Klinikum Ingolstadt GmbH übertragen.
Ende September 2013 wurde der Betrieb in der Innenstadt aufgegeben und der Neubau in
der Krumenauerstrasse neben dem Klinikum bezogen. In den vom Krankenhauszweckverband angemieteten Räumen betreibt die Alten- und Pflegeheim GmbH seither
psychiatrische Langzeitpflege und Eingliederungshilfe für seelisch kranke Erwachsene nach
dem SGB XII mit je 40 Plätzen.
210

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Alten- und Pflegeheim Klinikum Ingolstadt GmbH

Vermögens- und Finanzlage

31.12.2017
TEUR

31.12.2016
TEUR

Veränderung
TEUR

%

Software, Einrichtung und Ausstattung

91

4%

122

5%

Wertguthabenüberhang Lebensarbeitszeitkonten

10

0%

13

1%

- 3 23,1

Langfristiges Vermögen

101

4%

135

6%

- 34 25,2

Forderungen und Abgrenzungen

202

9%

132

6%

70 53,0

Ausleihung an Betreibergesellschaft KI GmbH

800

34%

1.000

44%

- 200 >100

Ausleihung an Krankenhauszweckverband

400

17%

600 27%

- 200 33,3

Bankguthaben

862

36%

384 17%

478 >100

Kurzfristiges Vermögen

2.264

96%

2.116 94%

148

7,0

Gesamtvermögen

2.365

100%

2.251 100%

114

5,1

Gezeichnetes Kapital
Kapitalrücklagen
Verlustvortrag
Jahresergebnis
Eigenkapital
Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens

- 31 25,4

25

1%

25

1%

0

0,0

1.361

58%

1.361

60%

0

0,0

-147

-6%

-143

-6%

-4

2,8

60

3%

-4

0%

1.299

56%

1.239 55%

60

64 >100
4,8

5

0%
56%

8
1.247 55%

- 3 37,5

1.304

Langfristiges Fremdkapital

502

21%

569 25%

-67 11,8

Rückstellung für Altersteilzeit

56

2%

54

2%

Rückstellungen für Urlaub und Zeitguthaben

189

8%

125

6%

64 51,2

Übrige Rückstellungen

158

6%

113

6%

45 39,8

Übrige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen

156

7%

143

6%

13

Kurz- und mittelfristiges Fremdkapital

559

23%

435 20%

2.365

100%

2.251 100%

Eigenmittel

0%

57

4,6

Pensions-/Beihilfe-/Jubiläums-/Archivierungsrückstellungen

Gesamtkapital

2

3,7

9,1

124 28,5
114

5,1

Das Gesamtvermögen ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 114 auf TEUR 2.365
angestiegen. Dabei verminderte sich das langfristig gebundene Anlagevermögen um
TEUR 31 auf TEUR 91. Den Investitionen von TEUR 31 stehen Abschreibungen von
TEUR 62 gegenüber. Das kurzfristige Vermögen stieg dagegen um TEUR 148 auf
TEUR 2.264 an. Die Forderungen und Abgrenzungen sind stichtagsbezogen mit TEUR 202
um TEUR 70 höher als im Vorjahr. Cashflowbedingt sind die Liquiditätsbestände in Form von
Bankguthaben und Geldanlagen um TEUR 78 auf TEUR 2.062 angewachsen.
Die Eigenmittel stiegen gegenüber dem Vorjahr aufgrund des Jahresüberschusses um
TEUR 57 auf TEUR 1.304 an. Die im Vergleich zum langfristig gebundenen Vermögen
(TEUR 101) hohen Eigenmittel spiegeln sich in den hohen Liquiditätsüberschüssen wider.
Das langfristige Fremdkapital von TEUR 502 reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um
TEUR 67, aufgrund niedrigerer Rückstellungen für Beihilfen und Jubiläumsaufwendungen.
Das kurz- und mittelfristige Fremdkapital hingegen stieg um TEUR 124 auf TEUR 559 an.
Neben dem höheren Rückstellungsbedarf für Urlaub und Zeitguthaben (TEUR 64) waren
auch TEUR 38 für die noch vorzunehmende Umsetzung der Entgeltordnung für 2017 zurück
zu stellen.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

211

Alten- und Pflegeheim Klinikum Ingolstadt GmbH

Leistungsdaten
Plätze

2017

2016

Veränderung

Psychiatrische Langzeitpflege
Pflegetage
offen

40

14.522

14.483

39

0,3%

20

7.260

7.210

50

0,7%

99,5

98,5

1,0

20

7.262

7.273

-11

99,5

99,4

0,1

40

14.590

14.621

-31

-0,2%

18

6.568

6.588

-20

-0,3%

109,9

100,0

9,9

8.022

8.033

-11

99,9

99,8

0,1

Auslastung in %
beschützend
Auslastung in %

-0,2%

Eingliederungshilfe
für seelisch kranke Erwachsene
Pflegetage
offen
Auslastung in %
geschlossen

22

Auslastung in %

Ertragslage
Psychiatrische Langzeitpflege

-0,1%

2017

2016

Veränderung

TEUR

TEUR

TEUR

%

923

849

74

8,7

1.608

1.618

-10

0,6

Unterkunft und Verpflegung

334

325

9

2,8

Zusatzleistungen

217

209

8

3,8

Eingliederung seelisch kranker Erwachsener

Weiterberechnete Investitionskostenanteile
Erlöse aus dem Betrieb der Einrichtung
Betrieb Entwöhnungseinrichtung für KI GmbH
Übrige betriebliche Erträge
Betriebsleistung

545

546

-1

0,2

3.627

3.547

80

2,3

206

225

-19

8,4

19

19

0

0,0

3.852

3.791

61

1,6

Bezogene Leistungen KI GmbH

-522

-520

-2

0,4

übriger Material-/Wirtschafts- u. Verwaltungsbedarf

-120

-147

27

18,4

-2.422

-2.286

-136

5,9

-62

-61

-1

1,6

4

4

0

0,0

-11

-2

-9

>100

-706

-697

-9

1,3

Personalaufwand
Abschreibungen auf Anlagevermögen
Erträge aus Auflösung Sonderposten für Zuschüsse
Aufwendungen für Instandhaltung u.Instandsetzung
Miete Anna Ponschab Haus
übrige betriebliche Aufwendungen

-12

-13

1

7,7

Zinsergebnis

1

2

-1

50,0

Betriebsergebnis

2

71

-69

97,2

Rückstellungen für Pensionen/Beihilfe/Altersteilzeit

-78

-205

127

62,0

periodenfremde Erträge/Aufwendungen

136

130

6

4,6

60

-4

64

>100

Jahresergebnis

Trotz der Auslastungssteigerung und der Pflegesatzerhöhung zum 01.10.2017 hat sich das
operative Betriebsergebnis gegenüber dem Vorjahr um TEUR 69 auf TEUR 2 vermindert.
Ursächlich dafür sind die im Wesentlichen aufgrund der neuen Entgeltordnung um
TEUR 136 gestiegenen Personalkosten. Deutlich ergebnisverbessernd wirkt sich die
Auflösung von Rückstellungen für Beihilfen und Jubiläen in Höhe von TEUR 136 aus. Dem
gegenüber stehen zusätzliche Kosten für die Aufzinsung von Rückstellungen, die Erhöhung
der Pensionsumlagen und periodenfremde Aufwendungen von insgesamt TEUR 78.
212

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Alten- und Pflegeheim Klinikum Ingolstadt GmbH

Plan
2018

Kennzahlen langfristig

2017

2016

2015

2014

2013

Jahresergebnis

TEUR

0

60

-4

-7

-73

801

Betriebsleistung

TEUR

4.292

3.852

3.791

3.746

3.669

5.779

Materialaufwandsquote

%

16,2

16,7

17,6

17,7

15,8

33,4

Personalaufwandsquote

%

69,4

62,9

60,3

60,8

63,9

64,4

VZÄ

52,5

43,5

42,5

44,1

44,6

73,5

Mitarbeiter
Cashflow im engeren Sinn

TEUR

61

118

54

53

-11

1.034

Investitionen

TEUR

62

31

9

2

13

248

Bilanzsumme

TEUR

2.366

2.365

2.251

2.194

2.138

2.429

3,9

3,8

5,4

7,9

11,1

11,5

TEUR

1.304

1.304

1.247

1.256

1.266

1.343

%

55,1

55,1

55,4

57,2

59,2

55,3

Anlagenintensität
Eigenmittel*
Eigenmittelquote

%

* Eigenmittel = Eigenkapital zzgl. Sonderposten für Zuwendungen

Ausblick – Chancen und Risiken
Mit der modern ausgestalteten neuen Immobilie am Klinikum hat das bedarfsorientiert
geordnete Leistungsangebot einen hohen Qualitätszuwachs erfahren. Aufgrund des
ansprechenden Arbeitsumfelds wird davon ausgegangen, dass der Erhalt von qualifiziertem
Pflegepersonal gesichert ist.
Verbesserte
Prozessabläufe
und
der
Einsatz
von
EDV-gestützten
Dokumentationsmöglichkeiten in einem Strukturierten Informationssystem (SIS) werden
sukzessive kostenmindernde Wirkung und zudem zusätzliche Zeit der Pflegekräfte für die
Bewohner schaffen. Mit der hohen Qualität der Einrichtung hat sich die Belegung auf dem
erforderlichen Niveau stabilisieren lassen. Die Finanzierung muss allerdings weiterhin Jahr
für Jahr über kostendeckende Pflegesätze, die mit den Kostenträgern zu vereinbaren sind,
sichergestellt werden.
Mit einer Pflegesatzanhebung in 2018 soll ein deutlich höherer Personaleinsatz
kostendeckend refinanziert werden. Mit der Fortführung der hohen Belegung sowie dem
erlösorientierten Personaleinsatz und Sachkostenmanagement wird ein ausgeglichenes
Jahresergebnis angestrebt.
Finanzielle Verpflichtungen des Krankenhauszweckverbandes Ingolstadt
Die Klinikum Ingolstadt GmbH sorgt als Gesellschafter für die Sicherung der erforderlichen
Liquidität der Alten- und Pflegeheim GmbH. Es bestehen somit mittelbare finanzielle
Verpflichtungen für den Krankenhauszweckverband Ingolstadt als Alleingesellschafter der
Klinikum Ingolstadt GmbH.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

213

Klinikum Ingolstadt – Ambulante Pflege- und
Nachsorge GmbH
Krumenauerstraße 25, 85049 Ingolstadt
www.klinikum-ingolstadt.de

25.000 €

Stammkapital:
gehalten durch
Gesellschafter:

Klinikum Ingolstadt GmbH

Beschlussorgane:

Gesellschafterversammlung

Geschäftsführer:

Erich Göllner

Gegenstand und Aufgabe der Gesellschaft
Die im September 2005 gegründete, gemeinnützig tätige Gesellschaft unterstützt, betreut
und fördert Menschen mit psychischen, psychiatrischen, geistigen und sozialen Problemen.
Sie bietet ambulante Dienste in Form der Nachsorge für Kranke im somatischen und
psychiatrischen Bereich, betreutes Einzelwohnen sowie mobile soziale Dienste und
therapeutische Wohngemeinschaften. Mit dem Bezirk Oberbayern bestehen seit 2007
Leistungsvereinbarungen für das „Ambulante Betreute Wohnen“ (36 Plätze) und die
„Therapeutische Wohngruppe“ (18 Plätze).

Vermögens- und Finanzlage

31.12.2017

31.12.2016

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

%

Langfristiges Vermögen - Ausstattung u. Fahrzeug

26

26

0

0,0

Forderungen und Abgrenzungen

64

65

-1

1,5

Liquide Mittel

260

199

61

30,7

Kurzfristiges Vermögen

324

264

60

22,7

Gesamtvermögen

350

290

60

20,7

25

25

0

0,0

232

170

62

36,5

Gezeichnetes Kapital
Zweckgebundene Rücklage für Immobilienerwerb
Jahresüberschuss
Eigenkapital
Sonderposten aus Zuschüssen und Zuweisungen
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Gesamtkapital

58

62

-4

6,5

315

257

58

22,6

9

10

-1

10,0

18

8

10

>100

8

15

-7

46,7

350

290

60

20,7

Das langfristig gebundene Anlagevermögen entspricht mit TEUR 26 dem Vorjahr,
Investitionen und Abschreibungen betragen jeweils TEUR 8. Infolge des
Jahresüberschusses wuchs das Bankguthaben um TEUR 61 auf TEUR 260, das
Eigenkapital erhöhte sich um TEUR 58 auf TEUR 315.

214

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Klinikum Ingolstadt – Ambulante Pflege- und Nachsorge GmbH

Leistungsdaten

2017

2016

Veränderung

17,5

16,3

1,2

16,1

12,6

3,5

Therapeutische Wohngemeinschaft - 18 Plätze
im Jahresdurchschnitt belegte Plätze
Betreutes Einzelwohnen - 36 Plätze
im Jahresdurchschnitt belegte Plätze

Die Erträge sind sowohl im Bereich der therapeutischen Wohngemeinschaft, als auch beim
betreuten Einzelwohnen im Vorjahresvergleich, aufgrund der höheren Belegung, gestiegen.

Ertragslage

2017

2016

Veränderung

TEUR

TEUR

TEUR

%

Therapeutische Wohngemeinschaft
Pflegeerlöse

208

194

14

7,2

Mieterträge

50

48

2

4,2

119

113

6

5,3

21

4

17

>100

Betreutes Wohnen - Pflegeerlöse
Erstattungen für Mutterschutz, Krankheit
Betriebsleistung

398

359

39

10,9

Personalaufwand

-193

-147

-46

31,3

Wirtschafts-/Verwaltungsbedarf

-80

-80

0

0,0

Wohnungsanmietung incl. Strom u. Instandhaltung

-51

-52

1

1,9

-8

-7

-1

14,3

2

2

0

0,0

Forderungsabschreibungen

-3

-8

5

62,5

Übrige betriebliche Aufwendungen

-7

-5

-2

40,0

Jahresüberschuss

58

62

-4

6,5

Abschreibungen Ausstattung
Auflösung Sonderposten für Zuschüsse

Mit der belegungsbedingten Ertragssteigerung konnten die tarifliche Entgelterhöhung und
auch die um 0,5 Vollkräfte höhere Beschäftigtenzahl von 3,5 Vollkräften nicht ganz
abgedeckt werden. Daher trat ein Rückgang des Jahresüberschusses um TEUR 4 auf
TEUR 58 ein.
Plan
2018

Kennzahlen langfristig

2017

2016

2015

2014

2013

Jahresergebnis

TEUR

30

58

62

20

5

43

Betriebsleistung

TEUR

385

398

359

332

300

315

%

58,9

48,5

40,9

40,2

40,3

39,0

4,0

3,5

3,0

2,6

2,2

2,2

TEUR

361

350

290

259

210

209

%

5,3

7,4

9,0

11,6

16,7

11,5

TEUR

345

315

257

195

175

170

%

95,6

90,0

88,6

75,3

83,3

81,3

Personalaufwandsquote
Mitarbeiter
Bilanzsumme
Anlagenintensität
Eigenkapital
Eigenkapitalquote

VZÄ

Ausblick
Tarifsteigerungen beim Personal werden bei konstanter Belegung einen leicht niedrigeren
Jahresüberschuss bedingen. Die erwirtschafteten Überschüsse von mittlerweile TEUR 290
sollen mittelfristig für den Erwerb der bislang angemieteten Wohnungen verwendet werden.
Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

215

Elisabeth Hospiz Ingolstadt GmbH
Unterer Graben 26, 85049 Ingolstadt
www.hospiz-ingolstadt.de

25.000 €

Stammkapital:
gehalten durch
Gesellschafter:

6.500 €
18.500 €

Klinikum Ingolstadt GmbH
Hospizverein Ingolstadt e.V.

Beschlussorgane:

Gesellschafterversammlung

Geschäftsführer:

Franz Hartinger
Hans Pütz
Gerhard Koch

26,00%
74,00%

bis 30. April 2017
von 01. Mai 2017 bis 30. September 2018
ab 01. Oktober 2018

Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft
Die gemeinnützige Gesellschaft begleitet Menschen mit einer unheilbaren Krankheit
während der Vollendung ihres Lebens und unterstützt Angehörige und andere nahe
stehende Personen. Seit Mai 2009 stehen für die stationäre Versorgung im Elisabeth Hospiz
13 möblierte Einzelappartements und ein Zimmer für Angehörige zur Verfügung.

Vermögens- und Finanzlage

Anlagevermögen

31.12.2017

31.12.2016

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

%

29

30

-1

3,3

Forderungen und Abgrenzungen

120

124

-4

3,2

Liquide Mittel

450

288

162

56,3

Umlaufvermögen

570

412

158

38,3

Gesamtvermögen

599

442

157

35,5

Gezeichnetes Kapital

25

25

0

0,0

426

426

0

0,0

375

375

0

0,0

Verlustvortrag

-152

-299

147

49,2

Jahresergebnis

144

147

-3

2,0

Eigenkapital

443

299

144

48,2

Noch nicht verbrauchte Spendenmittel

70

67

3

4,5

Rückstellungen

51

31

20

64,5

Verbindlichkeiten

35

45

-10

22,2

599

442

157

35,5

Rücklagen
davon Klinikum Ingolstadt GmbH

Gesamtkapital

Bei Investitionen von TEUR 27 und Abschreibungen von TEUR 28 sank das langfristig
gebundene Anlagevermögen auf TEUR 29. Das kurzfristig gebundene Vermögen stieg um
TEUR 158 auf TEUR 570, infolge des ergebnisbedingten Liquiditätszuwachses.
Das Eigenkapital ist in Höhe des Jahresüberschusses um TEUR 144 auf TEUR 443
angewachsen. Die Anlaufverluste von 2007 bis 2011 von TEUR 426 wurden von den

216

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Elisabeth Hospiz GmbH

Gesellschaftern über Einzahlungen in die Rücklagen vollständig ausgeglichen. Die Klinikum
Ingolstadt GmbH hat 88 % der angefallenen Verluste (TEUR 375) getragen.
Die die Ertragslage bestimmende Belegung hat sich wie folgt entwickelt:
2017
Hospizgäste aufgenommen

2016

Veränderung

171

178

-7

Pflegetage

3.916

3.628

288

Auslastung

82,5%

76,3%

21,4

19,3

durchschnittliche Verweildauer in Tagen

Ertragslage

6,2% Punkte
2,1

2017

2016

Veränderung

TEUR

TEUR

TEUR

Pflegeentgelte und Kostenerstattungen
Spenden und Zuwendungen
Personalaufwand
bezogene Therapie- und Pflegeleistungen
Abschreibungen

1.236

1.114

122

%
11,0

113

123

-10

8,1

-823

-713

-110

15,4

-54

-33

-21

63,6

-14

-20

6

30,0

-144

-148

4

2,7

Küche und Wäschekosten

-66

-62

-4

6,5

bezogene Geschäftsbesorgungsleistungen

-16

-49

33

67,3

übrige Sachkosten

-88

-65

-23

35,4

Jahresüberschuss

144

147

-3

2,0

Raumkosten

Der Anstieg der Personalkosten spiegelt den Personalaufbau und die Anhebung der
Vergütung wider. Der Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Klinikum Ingolstadt GmbH lief
Ende April 2017 mit dem Geschäftsführer aus. Der neue Geschäftsführer war von April bis
Oktober unentgeltlich tätig; ab November 2017 erhielt er einen Anstellungsvertrag mit einer
Vergütung für seine Tätigkeit. Die belegungsbedingte Ertragssteigerung reichte nahezu zur
Deckung der Kostensteigerungen, so dass erneut ein Jahresüberschuss von TEUR 144
erzielt werden konnte.
Plan
2018

Kennzahlen langfristig

2017

2016

2015

2014

2013

Jahresergebnis

TEUR

125

144

147

105

9

9

Pflegeentgelte

TEUR

1.400

1.236

1.114

918

887

785

%

66,4

66,6

64,0

65,4

68,9

72,0

TEUR

639

599

442

307

268

265

%

13,9

4,8

6,8

13,7

19,0

22,6

Eigenmittel

TEUR

568

443

299

152

48

39

Kredite

TEUR

0

0

0

0

0

50

Personalaufwandsquote
Bilanzsumme
Anlagenintensität

Ausblick – Chancen und Risiken
Die Ertragslage wird von der Belegung bestimmt. Sie ist abhängig von der Nachfrage und
von der Verfügbarkeit von speziell für die Palliativpflege qualifiziertem Personal.
Die Entgelte sehen einen 5 %igen Eigenanteil, der über Spenden aufzubringen ist, vor.
2018 werden weitere Personalkostensteigerungen eintreten, die über eine
Pflegesatzerhöhung voraussichtlich nicht vollständig refinanzierbar sind und damit einen
Gewinnrückgang bedingen.
Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

217

SAPV Region 10 GmbH
Beckerstraße 7, 85049 Ingolstadt
www.hospiz-ingolstadt.de

25.000 €

Stammkapital:
gehalten durch
Gesellschafter:

Klinikum Ingolstadt GmbH

6.500 €

26,00%

Hospizverein Ingolstadt e.V.

6.500 €

26,00%

Förderverein Palliative Versorgung Ingolstadt e.V.

2.000 €

8,00%

Caritas-Sozialstation
für das Dekanat Gaimersheim e.V.

2.000 €

8,00%

Caritas-Sozialstation Kösching e.V.
für das Dekanat Pförring und Raum Altmannstein

2.000 €

8,00%

Diakonisches Werk des
Evang. Luth. Dekanatsbezirks Ingolstadt e.V.

2.000 €

8,00%

Arbeiterwohlfahrt Kreisverband
Ingolstadt Eichstätt e.V.

2.000 €

8,00%

GO IN Integrationsmanagement- und
Beteiligungs-GmbH im Gesundheitswesen

2.000 €

8,00%

Beschlussorgane:

Gesellschafterversammlung

Geschäftsführer:

Franz Hartinger

Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft
Die SAPV Region 10 GmbH wurde Mitte April 2010 zum Zweck der spezialisierten
ambulanten Palliativversorgung gegründet. Im Gegensatz zur stationären Versorgung - wie
im Elisabeth Hospiz - werden hier schwerstkranke Menschen bis zum Tod in ihrer vertrauten
häuslichen Umgebung ambulant betreut und unterstützt. Die Erhaltung der Lebensqualität
und der Selbstbestimmung sowie individuelle Bedürfnisse bestimmen die Versorgung.
Spezialisierte Pflegekräfte und Fachärzte, die eine mehrjährige Erfahrung in der Begleitung
von schwerstkranken und sterbenden Menschen vorweisen können, erbringen seit Mai 2012
durch den Haus-, Fach- und Krankenhausarzt verordnete Leistungen.
Das Leistungsspektrum mit unterschiedlichen Fallpauschalen erstreckt sich von Beratungen
ohne weitergehende Leistungen über die Koordination der Versorgung bis hin zur
unterstützenden Teil- oder Vollversorgung.
Veränderung

Fallaufkommen
Beratungen
Koordinationen

2017

2016

100

25%

74

21%

26

%
35,1

28

8%

-7

25,0

258

72%

17

6,6

360 100%

36

10,0

21

5%

Teil/Vollversorgung

275

69%

Abgerechnete Fälle

396 100%

218

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

SAPV Region 10 GmbH

Vermögens- und Finanzlage

31.12.2017

31.12.2016

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

%

langfristiges Anlagevermögen

29

40

-11

27,5

Forderungen und Abgrenzungen

234

86

148

Liquide Mittel

1.460

1.138

322

>100
28,3

kurzfristiges Vermögen

1.694

1.224

470

38,4

Gesamtvermögen

1.723

1.264

459

36,3

Gezeichnetes Kapital

25

25

0

0,0

Kapitalrücklage

60

60

0

0,0

Gewinnvortrag

673

443

230

Jahresergebnis

421

230

191

51,9
83,0

1.179

758

421

55,5

39

39

0

0,0

Rückstellungen

355

438

-83

Verbindlichkeiten und Abgrenzungen

150

29

121

18,9
>100

1.723

1.264

459

36,3

Eigenkapital
Noch nicht verbrauchte Spendenmittel

Gesamtkapital

Das Anlagevermögen sank um TEUR 11 auf TEUR 29. Den Investitionen von TEUR 1
stehen planmäßige Abschreibungen von TEUR 12 gegenüber. Infolge von
Nachberechnungen aufgrund der Pflegesatzerhöhung sind im Vorjahresvergleich um
TEUR 148 höhere Außenstände und damit Forderungen und Abgrenzungen von TEUR 234
zu verzeichnen.
Der Liquiditätszuwachs um TEUR 322 auf TEUR 1.460 resultiert aus dem erzielten
Jahresüberschuss.
Das Eigenkapital stieg infolge des Jahresüberschusses um TEUR 421 auf TEUR 1.179 an.
Die Eigenkapitalquote beläuft sich nun auf 68 %.
Die Rückstellungen sind durch Verbräuche um TEUR 83 auf TEUR 355 zurückgegangen.
Die Risikovorsorge für Erlöskürzungen wurde auf TEUR 310 (Vorjahr TEUR 263)
aufgestockt. Stichtagsbezogen sind im Vorjahresvergleich um TEUR 121 höhere
Verbindlichkeiten von TEUR 150 zu verzeichnen.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

219

SAPV Region 10 GmbH

Ertragslage

2017

2016

Veränderung

TEUR

TEUR

TEUR

Pflegeentgelte

931

833

98

%
11,8

Risikovorsorge für Erlöskürzungen

-93

-83

-10

12,0

Erträge Auflösung Rückstellungen

98

0

98

>100

Spenden

73

54

19

35,2

übrige Erträge

10

12

-2

16,7

Pflegerischer Bedarf

-8

-7

-1

14,3

-452

-438

-14

3,2

Abschreibungen

-12

-13

1

7,7

Fahrzeugkosten

-18

-14

-4

28,6

bezogene Geschäftsbesorgungsleistungen

-55

-67

12

17,9

übrige Sachkosten

-53

-47

-6

12,8

Jahresüberschuss

421

230

191

83,0

Personalaufwand und Honorarleistungen

Der Anstieg des Jahresüberschusses um TEUR 191 auf TEUR 421 ist in Höhe von TEUR 98
auf die Auflösung von Rückstellungen zurückzuführen. Mehrerträge gegenüber dem Vorjahr
ergeben sich darüber hinaus aus dem erneut gestiegenen Fallaufkommen und der
Pflegesatzerhöhung (TEUR 8) sowie höheren Spendenvereinnahmungen (TEUR 19).
Plan
2018

Kennzahlen langfristig

2017

2016

2015

2014

2013

Jahresergebnis

TEUR

131

421

230

371

33

45

Pflegeentgelte

TEUR

998

931

833

845

503

416

%

55,1

48,5

52,6

45,6

70,4

76,7

TEUR

1.775

1.723

1.264

912

483

354

0,8

1,7

3,2

5,6

3,9

8,5

TEUR

1.310

1.179

758

528

157

124

%

73,8

68,4

60,0

57,9

32,5

35,0

Personalaufwandsquote
Bilanzsumme
Anlagenintensität
Eigenmittel
Eigenmittelquote

%

Ausblick – Chancen und Risiken
Das Fallaufkommen und die Struktur des Versorgungsbedarfs bestimmt die Ertragslage.
Ausreichend speziell qualifiziertes Personal für die Palliativversorgung ist von großer
Bedeutung. Die Entgelte sehen vor, dass ein Anteil von 5 % der Kosten über Spenden zu
finanzieren ist.
Für 2018 ist bei einem konstanten strukturgleichen Fallaufkommen aufgrund der
Pflegesatzerhöhung mit Mehrerträgen zu rechnen. Diese sollen für eine deutliche personelle
Verstärkung im pflegerischen und ärztlichen Dienst verwendet werden. Daher wird mit einem
Rückgang des Jahresüberschusses gerechnet.

220

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

GPI Gesundheitspartner IngolStadtLandPlus GmbH
Oberer Grasweg 50, 85053 Ingolstadt

25.000 €

Stammkapital:
gehalten durch
Gesellschafter:

Klinikum Ingolstadt GmbH
Vereinigte Ordenskrankenhäuser GmbH, Neuburg
Kreiskrankenhaus Schrobenhausen GmbH
Geriatriezentrum Neuburg GmbH
GO IN Integrationsmanagement- und
Beteiligungs-GmbH im Gesundheitswesen

Beschlussorgane:

Gesellschafterversammlung

Geschäftsführer:

Alexander Zugsbradl
Dr. Andreas Tiete
Dietmar Eine
Dr. Siegfried Jedamzik
Günter Strobl
Ulrike Kömpe

5.000 €
5.000 €
5.000 €
5.000 €

20,00%
20,00%
20,00%
20,00%

5.000 €

20,00%

02.01. bis 11.10.2017
ab 11.10.2017
bis 10.07.2018
bis 31.03.2018
ab 01.04.2018

Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft
Die GPI Gesundheitspartner IngolStadtLandPlus GmbH, gegründet am 28.07.2011, soll in
der Region 10 die Praxisnetzverbünde, Krankenhäuser oder vergleichbare Einrichtungen im
Gesundheitswesen und der Pflege bei der Erfüllung ihrer jeweiligen Aufgaben unterstützen.
Ziel ist die Erhaltung und Verbesserung der Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit dieser
Institutionen für eine zukunftsfähige Versorgung der Bürger in der Region 10. Durch eine
abgestimmte und organisierte Vernetzung soll ein Verbund geschaffen werden, der die
medizinischen, pflegerischen, technischen, organisatorischen, wirtschaftlichen und
rechtlichen Rahmenbedingungen für die Einrichtungen der Gesellschafter optimiert, fachliche
Kompetenz konzentriert und Synergien erkennt und wertschöpfend gestaltet.

Bilanz

31.12.2017

31.12.2016

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

%

Aktiva
Bankguthaben

18

19

-1

5,3

Bilanzsumme

18

19

-1

5,3

Gezeichnetes Kapital

25

25

0

0,0

Jahresfehlbetrag

-7

-6

-1

16,7

Eigenkapital

18

19

-1

5,3

Bilanzsumme

18

19

-1

5,3

Passiva

Der Jahresfehlbetrag von TEUR 7, der von den Gesellschaftern ausgeglichen wird, betrifft
Verwaltungskosten.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

221

Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung
Region Ingolstadt
Rathausplatz 2, 85049 Ingolstadt
www.ils-ingolstadt.de

Zweckverbandsmitglieder:

Stadt Ingolstadt
Landkreis Eichstätt
Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
Landkreis Pfaffenhofen

Beschlussorgane:

Zweckverbandsversammlung
Zweckverbandsvorsitzender

Geschäftsführer:

Günther Griesche

Verbandsversammlung:

Vorsitzender: Landrat Martin Wolf
stellv. Vorsitzender: Landrat Roland Weigert

27,61%
26,91%
19,82%
25,66%

Verbandsräte:
bis 27.07.2017: Dr. Christian Lösel, Oberbürgermeister Ingolstadt
ab 28.07.2017: Albert Wittman, Bürgermeister Ingolstadt
Dorothea Soffner, Ingolstadt
Peter Springl, Ingolstadt
Thomas Thöne, Ingolstadt
Franz Wöhrl, Ingolstadt
Rudi Engelhard, Pfaffenhofen
Thomas Röder, Pfaffenhofen
Paul Weber, Pfaffenhofen
Klaus Angermeier, Neuburg-Schrobenhausen
Klaus Brems, Neuburg-Schrobenhausen
Peter Mießl, Neuburg-Schrobenhausen
Beate Ferstl, Eichstätt
Anton Haunsberger, Eichstätt
Alexander Heimisch, Eichstätt
Anton Knapp, Landrat Eichstätt
Bernhard Sammiller, Eichstätt

Gegenstand und Aufgaben des Zweckverbandes
Der Zweckverband stellt die Notfallrettung und den Krankentransport in der Region 10
flächendeckend sicher. Dies geschieht entsprechend den Bestimmungen des bayerischen
Rettungsdienstgesetzes (BayRDG) und den zu seiner Ausführung erlassenen Vorschriften,
in Verbindung mit dem Gesetz zur Errichtung der integrierten Leitstelle. Da der
Krankentransport mit Hubschraubern und die Notfallrettung ausschließlich öffentliche
Aufgaben sind, schafft der Zweckverband hierfür die Voraussetzungen.

222

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Region Ingolstadt

Vermögenshaushalt

2017

2016

Veränderung

TEUR

TEUR

TEUR

Zuschüsse des Freistaates Bayern

%

0

257

-257

100,0

98

199

-101

50,8

27

55

-28

50,9

0
0

380
1

-380

100,0

-1

100,0

54

97

-43

44,3

152

934

-782

83,7

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens

50

89

-39

43,8

Baumaßnahmen Integrierte Leitstelle (Hochbau)

Investitionsumlagen der Verbandsmitglieder
davon Stadt Ingolstadt

Vorgetragene Investitionsumlagen aus dem Vorjahr
Sonstiges
Zuführung vom Verwaltungshaushalt
Summe Einnahmen

-10

31

-41

>100

Digitalfunk

0

60

-60

100,0

Hardwareaustausch

0

320

-320

100,0

noch anstehende Ausgaben Hochbau

0

50

-50

100,0

Zuführung Rücklagen

112

384

-272

70,8

Summe Ausgaben

152

934

-782

83,7

Aufgrund der Verschiebung von den Projekten „Digitalfunk“ und „ecall“ konnten in 2017 keine
Zuschüsse des Freistaates Bayern vereinnahmt werden. Auch die Investitionskostenumlage
der Verbandsmitglieder reduzierte sich entsprechend um TEUR 101 auf TEUR 98.
Das negative Ergebnis im Bereich Baumaßnahmen Integrierte Leitstelle resultiert aus einem
Haushaltsrest aus dem Jahr 2016, der im Geschäftsjahr 2017 in Abgang gestellt wurde.
Die übrigen nicht benötigten Mittel in Höhe von TEUR 112 wurden den Rücklagen zugeführt.
Die Rücklagen entwickelten sich damit 2017 wie folgt:

Rücklagen

31.12.2017

31.12.2016

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

%

Anfangsbestand

614

230

384

>100

Zuführung

112

384

-272

71

Auflösung

0

0

0

>100

726

614

112

18,2

Endbestand

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

223

Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Region Ingolstadt

Verwaltungshaushalt

2017

2016

Veränderung

TEUR

TEUR

TEUR

%

Einnahmen aus Konzessionen Brandmeldeanlagen

35

35

0

0,0

Mieteeinnahmen Rettungswache Süd

45

43

2

4,7

Kostenerstattungen und Zuschüsse Land

1.913

1.872

41

2,2

Verbandsumlage

1.157

1.125

32

2,8

319

311

8

2,6

Kostenerstattung Sozialversicherungsträger (ÄLRD)

45

63

-18

28,6

sonstige Kostenerstattungen

46

40

6

15,0

3

1

2

>100

Summe Einnahmen

3.244

3.179

65

2,0

Personalausgaben

2.115

1.974

141

7,1

Sachaufwand

1.075

1.108

-33

3,0

Betriebsaufwand

3.190

3.082

108

3,5

2.958

2.808

150

5,3

232

274

-42

15,3

0

0

0

>100

54

97

-43

44,3

3.244

3.179

65

2,0

davon Stadt Ingolstadt

Zinseinnahmen

davon Rettungsleitstelle
davon Rettungsdienst

Zinsausgaben
Zuführung an den Vermögenshaushalt (Gewinn)
Summe Ausgaben

Auf der Einnahmenseite wurden Rückgänge bei den Kostenerstattungen durch
Sozialversicherungsträger von insgesamt TEUR 18 durch höhere Kostenerstattungen und
Zuschüsse des Landes von TEUR 41 sowie einer um TEUR 32 höheren Verbandsumlage
der Träger mehr als kompensiert.
In 2017 stieg der Betriebsaufwand um TEUR 108 auf TEUR 3.190. Dies ist im Wesentlichen
auf gestiegene Personalausgaben zurück zu führen, die im Wesentlichen Kosten für
Schichtführer der Berufsfeuerwehr, die erst im Haushaltsjahr 2018 gezahlt wurden, betreffen.
Ebenso wie in den Vorjahren wurden nicht benötigten Mittel aus erhobenen Umlagen und
Kostenerstattungen in Höhe von TEUR 54 dem Vermögenshaushalt zugeführt.
Ausblick
Im Verwaltungshaushalt sind für das Jahr 2018 insgesamt Ausgaben von TEUR 3.432, im
Vermögenshaushalt von TEUR 670, geplant. Zur Finanzierung leisten die
Verbandsmitglieder Umlagen in Höhe von TEUR 1.329, davon die Stadt Ingolstadt
TEUR 364. Damit steigen die Ausgaben des Verwaltungshaushaltes um TEUR 188 im
Vergleich zum Jahr 2017.
Wesentliche Projekte für 2018/2019 sind die Planung eines neuen Stellplatzes / einer neuen
Rettungswache am Klinikum Ingolstadt und der Vollaustausch der Hardware.
Finanzielle Verpflichtungen der Stadt Ingolstadt
Soweit der Finanzbedarf des Zweckverbandes nicht durch sonstige Einnahmen gedeckt ist,
wird von den Verbandsmitgliedern eine Umlage erhoben. Die Aufteilung der Umlage auf die
einzelnen Verbandsmitglieder richtet sich nach dem Verhältnis der Einwohnerzahlen.

224

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Öffentlicher
Personennahverkehr

Einführung Gemeinschaftstarif

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

225

Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH

Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH
Am Nordbahnhof 3, 85049 Ingolstadt
www.invg.de

2.200.000 €

Stammkapital:
gehalten durch
Gesellschafter:

Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH

Unterbeteiligungen: Stadtbus Ingolstadt GmbH
Digitales Gründerzentrum
der Region Ingolstadt GmbH
Einkaufs- und Wirtschaftsgesellschaft für
Verkehrsunternehmen GmbH (BEKA)
Beschlussorgane:

Gesellschafterversammlung
Aufsichtsrat

Geschäftsführer:

Dr. Robert Frank

Aufsichtsrat:

Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel

100,00%
1,00%
0,78%

Stadträte:
Dr. Joachim Genosko
Franz Hofmaier
Robert Schidlmeier
Petra Volkwein
Dr. Christoph Lauer
Robert Bechstädt
Brigitte Mader
Markus Reichhart
Jürgen Siebicke
Franz Liepold (ab 22.09.2017)
Brigitte Fuchs (ab 22.02.2017)
Simona Rottenkolber (ab 22.02.2017)
Markus Meyer (bis 21.09.2017)
Patricia Klein (bis 21.02.2017)
Christina Hoffmann (bis 21.02.2017)
Verträge:

226

Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag mit der Stadtwerke
Ingolstadt Beteiligungen GmbH vom 14.04.2014
Ergebnisabführungsvertrag mit der Stadtbus Ingolstadt GmbH
vom 04.08.2004

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH

Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft
Die Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH hat von der Stadt Ingolstadt die Aufgaben des
öffentlichen Personennahverkehrs in Ingolstadt übertragen bekommen. Weiterhin leistet die
Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH teilweise entsprechende Dienstleistungen auf
Vereinbarungsbasis für Gebietskörperschaften im Umkreis. Das INVG-Verbundgebiet
umfasst das Stadtgebiet Ingolstadt mit allen Ortsteilen sowie 15 kreisangehörige
Gemeinden.
Zu den Aufgaben der Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH gehören:
-

die Verkehrsforschung und konzeptionelle Verkehrsplanung auf dem Gebiet des
öffentlichen Nahverkehrs, insbesondere bei der Erstellung des Nahverkehrsplanes

-

die Abstimmung der Qualität, die den Fahrgästen geboten werden soll und die
Gestaltung der Fahrpläne

-

die Abstimmung und Festlegung von Linienführung, Betriebsleitung, Fahr- und Umlaufplanungen sowie Beförderungsbedingungen im Verkehrsgebiet

-

die Umsetzung des Verbundtarifes in der Region 10 und die Bereitstellung der
vertraglichen Grundlagen für die Anerkennung von Verbundfahrscheinen im
Eisenbahnverkehr
die Gestaltung und Fortschreibung des Tarif- und Abfertigungssystems

-

Betreuung und Überwachung des rechnergestützten Verkehrsleitsystems im Raum
Ingolstadt

-

die Öffentlichkeitsarbeit einschließlich der Werbung, speziell auch für den Verbundtarif

-

der Bau und die Unterhaltung von Haltestelleninseln, Haltebuchten, Wendeschleifen,
Wartehallen, Bussonderspuren und sonstigen Verkehrseinrichtungen für den öffentlichen
Personennahverkehr und die Ausstattung der Haltestellen mit Fahrgastinformationssystemen und Haltestelleneinrichtungen.

Für die Durchführung der Beförderungsleistungen bedient sich die Ingolstädter
Verkehrsgesellschaft mbH hauptsächlich ihrer Tochtergesellschaft, der Stadtbus Ingolstadt
GmbH, sowie weiterer regionaler privater Verkehrsunternehmen.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

227

Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH

Vermögens- und Finanzlage
30.09.2017

30.09.2016

TEUR

TEUR

Fahrgastinformations- und Betriebsleitsystem

Veränderung
TEUR

%

2.462

2.841

-379

13,3

Lichtsignalanlagensteuerung

471

625

-154

24,6

Fahrscheinautomaten und Abfertigungssystem

574

704

-130

18,5

Buswartehäuschen und Haltestellenausstattung

493

553

-60

10,8

Buswendeanlagen

1.329

1.196

133

11,1

Mietereinbauten

147

178

-31

17,4

Kamerabasiertes Sicherheitssystem

241

68

173

>100

Betriebs- und Geschäftsausstattung

666

724

-58

8,0

8.214

8.214

0

0,0

Busverkehr Schwaben GbR (2,74%)

0

59

-59

100,0

Digitales Gründerzentrum der Region IN GmbH (1%)
Einkaufs- und Wirtschaftsgesellschaft für
Verkehrsunternehmer mbH (0,78%)

1

0

1

>100

5

5

0

0,0

14.603

15.167

-564

3,7

Geschäftsanteile an:
Stadtbus Ingolstadt GmbH (100%)

Langfristig gebundenes Anlagevermögen
Vorräte

50

38

12

31,6

Verlustausgleichsanspruch gegen SWI Beteiligungen GmbH

9.631

12.395

-2.764

22,3

Gewinnanspruch gegen Stadtbus Ingolstadt GmbH

1.003

647

356

55,0

ausstehender ÖPNV-Zuschuss

488

484

4

0,8

ausstehende Fördermittel RBL

0

712

-712

100,0

Anzahlungen für Ausgleichszahlungen Bahnen

0

1.628

-1.628

100,0

1.588

2.028

-440

21,7

19

60

-41

68,3

Kurzfristiges Vermögen

12.779

17.992

-5.213

29,0

Gesamtvermögen

27.382

33.159

-5.777

17,4

übrige Forderungen und Abgrenzung
Liquide Mittel

Das langfristig gebundene Anlagevermögen sank im Geschäftsjahr 2016/17 insbesondere
abschreibungsbedingt um TEUR 564 auf TEUR 14.603; es hat Anteil von 53 % am
Gesamtvermögen. Im Geschäftsjahr 2016/17 stehen den Anschaffungen von TEUR 627,
planmäßige Abschreibungen von TEUR 1.097 und ein Buchwertabgang von TEUR 59 aus
dem Anteilsverkauf sowie noch vereinnahmte Fördermittel von TEUR 35 gegenüber.

Fahrgastinformations- und
Betriebsleitsystem (RBL)
Lichtsignalanlagensteuerung

Investitionen

Zuschüsse

Abschreibung

Abgänge

Veränderung

TEUR

TEUR

TEUR

TEUR

TEUR

0

35

344

0

-379

4

0

158

0

-154

Fahrscheinautomaten/Abfertigungssystem

0

0

130

0

-130

Buswartehäuschen/Haltestellenausstattung

33

0

93

0

-60

206

0

73

0

133

0

Buswendeanlagen
Mietereinbauten

0

0

31

Kamerabasiertes Sicherheitssystem

174

0

1

-31

Betriebs- und Geschäftsausstattung

209

0

267

0

-58

Busverkehr Schwaben GbR (2,74%)

0

0

0

59

-59

Digitales Gründerzentrum Region IN (1%)

1

0

0

0

1

627

35

1.097

59

-564

173

Geschäftsanteile an:

Veränderung Anlagevermögen

228

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH

Mit dem Eigenkapital von TEUR 6.297 werden 43 % des langfristig gebundenen
Anlagevermögens finanziert.
Im Einzelnen stellte sich die Finanzierung des Gesamtvermögens wie folgt dar:
30.09.2017

30.09.2016

TEUR
Eigenkapital

6.297

Rückstellungen

Veränderung

TEUR
23%

6.297

TEUR
0

19%

965

3.071

-2.106

davon für Förderung gem. § 45a PBefG

200

1.160

-960

davon für Gemeinden

140

302

-162

davon Personalverpflichtungen

480

428

52

0

1.039

-1.039

davon Ausgleichsleistungen Bahnen

Kurz- und mittelfristige Kredite

19.195

22.622

-3.427

davon Stadtw erke Ingolstadt Beteiligungen GmbH

2.695

4.122

-1.427

davon Stadt Ingolstadt

4.500

6.500

-2.000

davon Zw eckverband Müllverw ertungsanlage

9.500

9.500

0

davon Klinikum Ingolstadt GmbH

2.500

2.500

0

925

1.169

-244

Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten und Abgrenzung
Fremdkapital

21.085

Gesamtfinanzierung

27.382 100%

77%

26.862

81%

- 5.777

33.159 100%

- 5.777

4%

-4%

Das Fremdkapital sank wie auch das kurzfristige Vermögen deutlich. Die
Ausgleichsleistungen an die Bahnen wurden endabgerechnet, die Rückstellungen wurden
verbraucht und die geleisteten Anzahlungen verrechnet. Die Rückstellung für strittige
Fördermittel für den Schülerverkehr gemäß § 45a PBefG konnte weitgehend ertragswirksam
aufgelöst werden. Der Finanzbedarf ist entsprechend des niedrigeren nicht erlösgedeckten
Kostenanteils zurückgegangen und ermöglichte die Rückführung von Krediten.

Leistungsdaten

2016/17

2015/16

Veränderung

Buslinienangebot (inkl. S- u. Nachtlinien) Stück

58

57

1

1,8%

Gemeinden im Verbund

Stück

16

16

0

0,0%

Liniennetzlänge

km

880

875

5

0,6%

Haltestellen

Stück

490

493

-3

-0,6%

Jahreskilometerleistung vergütet an
Stadtbus Ingolstadt GmbH

km

4.179.934

4.213.122

-33.188

-0,8%

sonstige Verkehrsunternehmer

km

2.079.715

2.086.529

-6.814

-0,3%

km

6.259.649

6.299.651

-40.002

-0,6%

(davon) Kilometerleistung für Gemeinden km

1.239.740

1.248.720

-8.980

-0,7%

5

5

0

0,0%

55.329

54.077

1.252

2,3%

Betreiberverträge
durchschnittliches Fahrgastaufkommen
(Mo-Fr./Tag )

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Stück
Personen

229

Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH

Fahrkartenstatistik

2016/17

2015/16

Veränderung

Kurz- u. Einzelfahrkarten

Stück

1.335.610

1.335.536

74

0,0%

Tageskarten

Stück

331.370

272.420

58.950

21,6%

6er-Fahrtenkarte

Stück

55.151

55.905

-754

-1,3%

Monats-/Wochenkarten

Stück

33.449

31.749

1.700

5,4%

Schülerkarten Monats-/Wochenkarten

Stück

140.520

136.631

3.889

2,8%

Jobtickets

Stück

6.574

8.255

-1.681

-20,4%

Sonstige Fahrkarten

Stück

164.084

238.043

-73.959

-31,1%

Gesamt

Stück

2.066.758

2.078.539

-11.781

-0,6%

2016/17

2015/16

TEUR

TEUR

Ertragslage
Geschäftsjahr 01.10. bis 30.09. des Folgejahres

Fahrscheinerlöse
Förderung nach § 45 a PBefG
Förderung nach § 151 SGB IX
Gemeindeanteil an Fahrscheinerlösen
Gemeindeanteil an Förderungen
Kostenersatz der Gemeinden für Fahrleistung
ÖPNV Zuweisung
übrige Erträge
Erlöse

Veränderung
TEUR

14.492

14.090

402

%
2,9

2.477

3.002

-525

17,5

362

408

-46

11,3

17.331

17.500

-169

1,0

-2.814

-3.149

335

10,6

-575

-768

193

25,1

5.561

5.358

203

3,8

649

649

0

0,0

1.394

847

547

64,6

21.546

20.437

1.109

5,4

-18.488

-18.571

83

0,4

-7.832

-7.926

94

1,2

Vergütung für beauftragte Fahrleistung
an Tochtergesellschaft Stadtbus Ingolstadt GmbH
an fremde Verkehrsunternehmen

-669

-726

57

7,9

Personalaufwand

an Bahnen

-1.723

-1.698

-25

1,5

Abschreibungen

-1.097

-1.123

26

2,3

Sonstige betriebliche Aufwendungen

-3.423

-3.090

-333

10,8

Erträge aus Beteiligungen

28

-2

30

>100

1.003

647

356

55,0

-70

-93

23

24,7

-2

-1

-1

100,0

-32.273

-32.583

310

1,0

Sondereinflüsse aus Fördermittelvereinnahmungen

990

-678

1.668

>100

Sondereinflüsse Abgrenzung Zahlungen an Bahnen

106

429

-323

75,3

-9.631

-12.395

2.764

22,3

Gewinnabführung Stadtbus Ingolstadt GmbH
Zinsergebnis
Grund-/Kraftfahrzeugsteuer
Aufwendungen

Verlustausgleich durch SWI Beteiligungen GmbH

Die nicht erlösgedeckten Kosten unterschreiten in 2016/17 mit TEUR 9.631 den
Vorjahreswert um TEUR 2.764. Während im Berichtsjahr periodenfremde Sondereinflüsse
mit Erträgen von TEUR 1.096 wirken, waren im Vorjahr Belastungen von TEUR 249 zu
verzeichnen. Unter Eliminierung dieses Effektes verbleibt ein Rückgang der nicht gedeckten
Kosten von TEUR 1.419, der insbesondere aus höheren das Stadtgebiet Ingolstadt
betreffenden Erlösen resultiert. Auch die Gewinnabführung der Tochtergesellschaft Stadtbus
Ingolstadt GmbH fällt um TEUR 356 höher aus; im Vorjahr waren Versicherungsprämien
periodenfremd nach zu erfassen. Der Jahresverlust wird entsprechend dem Ergebnisabführungsvertrag von der SWI Beteiligungen GmbH ausgeglichen. Dies führt im Rahmen
des bestehenden steuerlichen Querverbundes zu einer Ertragssteuerentlastung in Höhe von
230

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH

30 % des übernommenen Verlustes bei der SWI Beteiligungen GmbH, die entsprechend der
konsortialvertraglichen Regelungen voll INKB zu Gute kommt und insoweit deren
Verlustausgleichsverpflichtung bei der SWI Beteiligungen GmbH mindert.
Prognose
2017/18 2016/17

Kennzahlen langfristig

2015/16

2014/15

2013/14

2012/13

Jahresergebnis

TEUR

-12.284

-9.631

-12.530

-11.414

-12.350

-10.188

Betriebsleistung

TEUR

23.029

21.546

20.437

18.570

18.108

17.271

Verkehrsleistungsquote

%

124,3

125,3

133,2

138,7

135,9

136,8

Personalaufwandsquote

%

8,1

8,0

8,3

8,8

8,8

8,7

VZÄ

25,6

23,2

23,2

22,5

21,9

21,7

Abschreibungen
abzgl.Zuschreibungen

TEUR

1.127

1.097

1.123

1.059

695

663

Investitionen

TEUR

2.148

627

367

885

4.087

2.424

Bilanzsumme

TEUR

30.961

27.382

33.159

31.218

31.648

27.377

Mitarbeiter

Anlagenintensität

%

50,5

53,3

45,7

51,0

53,0

49,1

Eigenkapitalquote

%

20,3

23,0

19,0

20,2

19,9

23,0

21.082

19.195

22.622

20.960

20.762

18.471

Kredite

TEUR

Ausblick – Chancen und Risiken
Anfang September 2018 erfolgte die Umsetzung des flächendeckenden Gemeinschaftstarifes in der Region. In Ingolstadt und den Landkreisen Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen
und Pfaffenhofen ist nun die Nutzung von Bus und Bahn mit einer einzigen Fahrkarte
möglich.
Im Geschäftsjahr 2017/18 wird mit einem Verlust von 12,2 Mio. EUR gerechnet. Unter
Eliminierung der begünstigenden Sondereffekte in 2016/17 ist ein Anstieg von rund
1,6 Mio. EUR zu verzeichnen, der sich neben den tariflichen Entgeltsteigerungen aus den
Kostenzuwächsen für die Infrastruktur und den Einführungskosten für den Gemeinschaftstarif ergibt; dieser kann nicht vollständig über die Fahrpreise weitergereicht werden.
Im ÖPNV hängen die Einnahmen maßgeblich von den Fahrgastströmen ab, die auch
witterungsabhängig sind. Dauernutzer, wie Schüler oder Besitzer von Jobtickets, schaffen
ein vorhersehbares Grundgerüst von Fahrgästen. Weiterhin tragen staatlich gewährte
Fördermittel sowie die ÖPNV-Zuweisungen erheblich zu den Einnahmen der INVG bei, diese
Größen können jedoch nicht direkt beeinflusst werden.
Die Kostenseite ist geprägt von der Entwicklung der Treibstoffpreise und Tarifabschlüssen
beim Fahrpersonal. Das Zinsänderungsrisiko wird derzeit als gering angesehen.
Damit der Kostendeckungsgrad gesichert werden kann, erfolgen regelmäßig
kostenorientierte Fahrpreisanhebungen.
Finanzielle Verpflichtungen der Stadt Ingolstadt
Der Jahresverlust der INVG ist entsprechend dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag
von der Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH auszugleichen. Sofern dieser Verlust aus
Gewinnansprüchen aus dem Bereich Energieversorgung nicht vollständig gedeckt werden
kann, besteht für die Stadt insoweit eine mittelbare Einlageverpflichtung über die Ingolstädter
Kommunalbetriebe AöR.
Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

231

Stadtbus Ingolstadt GmbH
Hindenburgstraße 1, 85057 Ingolstadt
www.stadtbus-ingolstadt.de

1.000.000 €

Stammkapital:
gehalten durch
Gesellschafter:

Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH

Beschlussorgane:

Gesellschafterversammlung
Aufsichtsrat

Geschäftsführer:

Dr. Robert Frank

Aufsichtsrat:

Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel
Stadträte:
Dr. Christoph Lauer
Markus Reichhart
Robert Schidlmeier
Petra Volkwein
Simona Rottenkolber (ab 22.02.2017)
Christina Hofmann (bis 21.02.2017)

Verträge:

Ergebnisabführungsvertrag mit der Ingolstädter
Verkehrsgesellschaft mbH vom 04.08.2004

Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft
Die Stadtbus Ingolstadt GmbH ist im Geschäftsjahr 2012/13 aus der Verschmelzung der
Verkehrsunternehmen KVB Ingolstadt GmbH und IN-BUS GmbH hervorgegangen.
Die Stadtbus Ingolstadt GmbH erbringt Personenbeförderungsdienstleistungen,
insbesondere im öffentlichen Personennahverkehr, im Gebiet der Stadt Ingolstadt. Die
Beauftragung erfolgt weitestgehend durch die Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH.
Ab 2019 wird die Stadtbus Ingolstadt GmbH ihrer Aufgabe in einem geänderten rechtlichen
Rahmen nachkommen, als sogenannter interner Betreiber der Stadt Ingolstadt, der Aufträge
zur Verkehrsbedienung im Rahmen von Direktvergaben von Öffentlichen Dienstleistungsaufträgen erhalten kann.
Mit dem Ingolstädter Airport-Express erbringt die Gesellschaft eigenwirtschaftlich die
Verkehrsleistung für die Verbindung im 60-Minuten-Takt zwischen Ingolstadt und dem FranzJosef-Strauß-Flughafen in München und bietet damit einen wichtigen Verbindungsknoten
zwischen öffentlichem Personennahverkehr in Ingolstadt und dem Flughafen München. Dies
stellt ein Zusatzangebot dar, um es Reisenden zum oder vom Flughafen München zu
ermöglichen, ihr Ziel vollständig über den öffentlichen Nahverkehr zu erreichen.

232

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Stadtbus Ingolstadt GmbH

Vermögens- und Finanzlage
Das Vermögen setzt sich im Einzelnen wie folgt zusammen:
30.09.2017

30.09.2016

TEUR

TEUR

Entgeltlich erworbener Firmenwert und Konzessionen

Veränderung
TEUR

%

106

192

-86

44,8

Grundstück Betriebshof Hindenburgstraße

1.939

1.939

0

0,0

Bauten Betriebshöfe

4.361

4.560

-199

4,4

11.345

12.523

-1.178

9,4

Omnibusse
sonstige Betriebsausstattung
Langfristig gebundenes Vermögen

1.778

1.959

-181

9,2

19.529

21.173

-1.644

7,8

75

100

-25

25,0

523

534

-11

2,1

1.105

1.486

-381

25,6

104

106

-2

1,9

58

32

26

81,3

143

140

3

2,1

2.008

2.398

-390

16,3

21.537

23.571

-2.034

8,6

Vorräte
Forderungen Lieferungen und Leistungen
Ansprüche nach Schw erbehinderten-/Personenbeförd.gesetz
Steuererstattungsansprüche
übrige Forderungen und Abgrenzungen
Liquide Mittel
Kurzfristig gebundenes Vermögen
Gesamtvermögen

Das Gesamtvermögen ist im Vorjahresvergleich um TEUR 2.034 gesunken. Dies resultiert
neben
niedrigeren
Fördermittelaußenständen
insbesondere
aus
dem
abschreibungsbedingten Rückgang des Anlagevermögens, das einen Anteil von 91 % am
Gesamtvermögen hat.
Investitionen

Zuschüsse

Abschreibung

Abgänge

Veränderung

TEUR

TEUR

TEUR

TEUR

TEUR

Firmenwert und Konzessionen

5

0

91

0

-86

Bauten Betriebshof

0

0

199

0

-199

1.304

285

1.980

217

-1.178

28

0

198

11

-181

1.337

285

2.468

228

-1.644

Omnibusse
sonstige Betriebsausstattung
Veränderung Anlagevermögen

In 2016/17 wurden ein Reisebus für den Airport-Express und drei Gelenkbusse für den
Linienverkehr angeschafft. .
Die Busflotte konnte im Vergleich zum Vorjahr um zwei Fahrzeuge reduziert werden; die
Altersstruktur entwickelte sich wie folgt:
2016/17

2015/16

Stück

102

104

bis 5 Jahre

Stück

49

48%

48 46%

6 - 9 Jahre

Stück

46

45%

46 44%

> 9 Jahre

Stück

7

7%

10 10%

Fahrzeugbestand

-2

Alter der Fahrzeuge

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

233

Stadtbus Ingolstadt GmbH

Das langfristig gebundene Anlagevermögen von TEUR 19.529 ist zu rund einem Viertel über
Eigenkapital finanziert. Im Übrigen wird der Kapitalbedarf derzeit im Wesentlichen durch
kurzfristige Mittelbereitstellungen des Zweckverbandes Müllverwertungsanlage gedeckt.
Im Einzelnen ist das Gesamtvermögen wie folgt finanziert:
30.09.2017

30.09.2016

TEUR

Veränderung

TEUR

4.980

Rückstellungen

1.356

1.290

66

davon für Pensionen

183

194

- 11

davon für Personalverpflichtungen

604

542

62

davon für Versicherungen

483

464

19

12.911

15.640

- 2.729

1.500

0

1.500

411

1.140

- 729

Kurz- und mittelfristige Kredite
davon Stadt Ingolstadt
davon Stadtw erke Ingolstadt Beteiligungen GmbH
davon Zw eckverband Müllverw ertungsanlage

23%

4.980

TEUR

Eigenkapital

0

21%

11.000

11.000

0

davon Klinikum Ingolstadt GmbH

0

3.500

- 3.500

Ergebnisabführung an INVG

1.003

647

356

Verbindlichkeiten Lieferungen und Leistungen

1.193

939

254

Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten

94

Fremdkapital

16.557

Gesamtfinanzierung

21.537 100%

77%

75
18.591

2%

19
79%

- 2.034

-2%

23.571 100%

- 2.034

0%

Stichtagsbezogen liegt die Kreditinanspruchnahme zum 30.09.2017 mit TEUR 12.911 um
TEUR 2.729 unter dem Vorjahreswert. Da die Investitionen unter den Abschreibungen liegen
konnten Darlehensrückführungen aus den verdienten Abschreibungen in Höhe von 1,4 Mio.
EUR vorgenommen werden. Im Übrigen sind höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen sowie der Gewinnabführung zu verzeichnen, die bei Fälligkeit
Kreditmittelinanspruchnahmen erfordern werden.

Ertragslage
Leistungsdaten
selbst erbrachte Verkehrsleistung

km

2016/17

2015/16

Veränderung

5.616.143

5.563.772

52.371

0,9%
1,5%

Linienverkehr nach § 42 PBefG

km

4.342.250

4.279.815

62.435

Schülerverkehr

km

85.737

84.743

994

1,2%

Reise- und Gelegenheitsverkehr nach § 49 PBefG

km

15.494

22.676

-7.182

-31,7%

Airport Express

km

1.117.149

1.120.481

-3.332

-0,3%

Sonstige

km

55.513

56.057

-544

-1,0%

von Subunternehmern bezogene Verkehrsleistung

km

749.966

863.868

-113.902

-13,2%

Airport Express

Fahrgäste

137.687

124.779

12.908

10,3%

234

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Stadtbus Ingolstadt GmbH

Ertragslage
Geschäftsjahr 01.10. bis 30.09. des Folgejahres

Erlöse für Auftragsverkehre INVG

2016/17

2015/16

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

%

18.485

18.571

-86

0,5

übrige Erlöse für Auftragsverkehre

732

790

-58

7,3

Fahrscheinerlöse Airport Express

1.618

1.472

146

9,9

Werbeerlöse

275

232

43

18,5

Erlöse Treibstoffverkauf

350

372

-22

5,9

Auftragsarbeiten für INVG

413

385

28

7,3

Mieterträge

129

130

-1

0,8

31

109

-78

71,6

Versicherungsentschädigungen

174

127

47

37,0

übrige Erlöse

132

65

67

>100

Betriebserlöse

22.339

22.253

86

0,4

Treibstoffkosten

-2.119

-1.984

-135

6,8

Aufwendungen Wartung, Reinigung und Reperatur

-1.756

-1.750

-6

0,3

von Subunternehmern bezogene Verkehrsleistungen

-2.587

-2.982

395

13,2

-379

-351

-28

8,0

Personalaufwand

-10.580

-10.458

-122

1,2

Abschreibungen

-2.468

-2.432

-36

1,5

Versicherungsaufwendungen u. Eigenschäden

-380

-574

194

33,8

Mietaufwand für Betriebshöfe

-401

-396

-5

1,3

-67

-81

14

17,3

-494

-464

-30

6,5

-96

-125

29

23,2

-9

-9

0

0,0

-21.336

-21.606

270

1,2

1.003

647

356

55,0

Gewinne aus Busverkäufen

übrige bezogene Leistungen

Fort-/Weiterbildung, Reisekosten
Verwaltungsaufwand
Zinsbelastung
Kfz- und Grundsteuern
Betriebsaufwendungen
Gewinnabführung an INVG

Der erwirtschaftete Gewinn ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 356 auf TEUR 1.003
gestiegen. Dies beruht auf dem fahrgastbedingten Erlöszuwachs beim Airport-Express sowie
niedrigeren Versicherungsaufwendungen, die im Vorjahr periodenfremde Nachforderungen
enthielten. Darüber hinaus wurden fremdvergebene Fahrleistungen teilweise zurückgeholt
und kostengünstig in die eigene Leistungserbringung integriert.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

235

Stadtbus Ingolstadt GmbH

Prognose
2017/18

Kennzahlen langfristig
Jahresergebnis (vor EAV) TEUR
Betriebsleistung

TEUR

2016/17

2015/16

2014/15

2013/14

884

1.003

647

1.011

349

23.092

22.339

22.253

21.451

20.209

Materialaufwandsquote

%

30,0

30,6

31,8

31,8

32,5

Personalaufwandsquote

%

47,5

46,8

47,0

46,1

45,6

VZÄ

201,1

197,6

196,1

196,5

196,5

Abschreibungen

TEUR

2.516

2.468

2.432

2.285

2.107

Investitionen
abzüglich Zuschüsse

TEUR

1.330

1.052

1.349

2.308

1.640

Bilanzsumme

TEUR

20.759

21.537

23.571

25.508

25.286

Mitarbeiter

Anlagenintensität

%

88,4

90,7

89,8

87,8

88,5

Eigenkapitalquote

%

24,0

23,1

21,1

19,5

19,7

12.406

12.911

15.640

17.903

18.300

Kredite

TEUR

Ausblick – Chancen und Risiken
Der Großteil der Fahrleistung wird in Abhängigkeit der Beauftragung durch die INVG
erbracht. Einschränkungen im Auftragsvolumen sind nicht zu erwarten. Die Vergütung erfolgt
kostenorientiert über einen gutachterlich festgestellten Kilometersatz. Im Dezember 2019 ist
die Erbringung von ÖPNV-Leistungen bzw. deren Vergabe durch die öffentliche Hand
zwingend gemäß der Verordnung (EG) 1370/2007 zu regeln. Zu diesem Zeitpunkt enden alle
bisher laufenden Betrauungen und auch Liniengenehmigungen der Stadtbus Ingolstadt
GmbH. Für den gemeinwirtschaftlichen Verkehr im Stadtgebiet wurde im September 2017
die erforderliche Vorabbekanntmachung, für die Beauftragung der Stadtbus Ingolstadt GmbH
durch die Stadt Ingolstadt für die weitere Erbringung der Verkehrsleistungen im Stadtgebiet
Ingolstadt ab Dezember 2019, vorgenommen. Mit einem eigenwirtschaftlichen Antrag eines
anderen privaten Unternehmens wird nicht gerechnet.
Die Stadtbus Ingolstadt GmbH ist in ihrer Entwicklung von einigen externen Faktoren, wie
Treibstoffkosten, tarifbedingten Lohnkostensteigerungen, Zinsniveau und Fördermitteln für
Busbeschaffungen abhängig, die sich auf das Unternehmensergebnis auswirken. Diese
Entwicklungen werden über Anpassungen der mit der INVG verrechneten Kilometersätze
weitergegeben, um eine angemessene Verzinsung für das eingesetzte Kapital bei möglichst
effizienter Durchführung der Fahrleistungen zu erwirtschaften.
Die aktuelle Arbeitsmarktlage in der Region Ingolstadt erschwert die Gewinnung von
qualifiziertem Fahrpersonal.
Infolge höherer Zins- und Abschreibungslasten wird dennoch mit einem rückläufigen Gewinn
gerechnet.

236

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Zweckverband Verkehrsgemeinschaft Region Ingolstadt
Geschäftsstelle INVG, Am Nordbahnhof 3, 85049 Ingolstadt
Stimmrechte

Zweckverbandsmitglieder: Stadt Ingolstadt
Landkreis Eichstätt
Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
Landkreis Pfaffenhofen

25,00%
25,00%
25,00%
25,00%

Beschlussorgane:

Zweckverbandsversammlung
Zweckverbandsvorsitzender

Geschäftsführer:

Dr. Robert Frank

Verbandsversammlung:

Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel
stellv. Verbandsvorsitzender: Landrat Roland Weigert
Verbandsräte:
Landrat Anton Knapp, Eichstätt
Landrat Martin Wolf, Pfaffenhofen
Bürgermeister Ludwig Wayand
Prof. Dr. Joachim Genosko
Dr. Achim Janssen
Theo Walter

Gegenstand und Aufgaben des Zweckverbandes
Aufgabe des Zweckverbandes ist es, die Einführung und Weiterentwicklung des regionalen
Verbundtarifes in der Region 10.
Die vier Kommunen der Region 10 sind Mitglieder des Zweckverbandes, im Zweckverband
koordinieren diese gemeinsam:
-

den Fahrplan und die Tarifstruktur des Verbundtarifes,

-

einheitliche Standards
Erscheinungsbild,

-

eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit,

-

die Einbindung der privaten Partner im ÖPNV und SPNV,

-

einheitliche Standards im Hinblick auf Fahrzeuge, Sicherheit und Umwelt,

-

die Abstimmung der bestehenden Nahverkehrspläne bzw. langfristig die Erstellung eines
gemeinsamen regionalen Nahverkehrsplans.

für

Fahrgastinformationssysteme,

Haltestelleneinrichtungen

Als erster Schritt zur Einführung des Verbundtarifes wurde Ende 2014 ein
Assoziierungsvertrag zwischen der INVG und den Bahnen abgeschlossen, der die
Anerkennung von Verbundtickets in den Bahnen regelt. 2016 wurde auch Pfaffenhofen
Mitglied im Zweckverband der Region 10. Nach intensiven Vorbereitungen wurde Anfang Juli
2018 die allgemeine Vorschrift und die Einnahmeaufteilungsrichtlinie beschlossen. Mit den
Busunternehmen der Region 10 wurde flankierend ein Kooperationsvertrag über die
Anwendung des regionalen Gemeinschaftstarifs unterzeichnet. Zum 1. September 2018
konnte damit der VGI-Tarif eingeführt werden. Mit einem Fahrschein können nun alle
Nahverkehrszüge der agilis, DB, Bayerischen Regiobahn und alle in der Region
bestehenden Buslinien genutzt werden.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

237

Zweckverband Verkehrsgemeinschaft Region Ingolstadt

Vermögens- und Finanzlage

Verwaltungshaushalt
Betriebskostenumlage der Mitglieder

2017

2016

Veränderung

TEUR

TEUR

TEUR

%

133

119

14

11,8

33

30

3

10,0

32

0

32

>100

165

119

46

38,7

Personalausgaben

0

2

-2

100,0

Mietkosten

3

4

-1

25,0

Leistungsverrechnung INVG

0

49

-49

100,0

Leistungsverrechnung Stadt IN

6

6

0

0,0

140

19

121

>100

2

3

-1

33,3

151

83

68

81,9

0

4

-4

100,0

14

32

-18

56,3

4

8

-5

56

davon Stadt Ingolstadt

Anrechung Überschuss Vorjahr
Summe Einnahmen

Beratungsaufwendungen
sonstige Verwaltungs- und Betriebsausgaben
Summe Ausgaben
Zuführung Rücklage
Betriebskostenüberschuss, anzurechnen auf
Betriebskostenumlage Folgejahr
davon Stadt Ingolstadt

Der Zweckverband hat kein eigenes Personal, stattdessen nutzt er erfahrenes Personal der
INVG. Die Leistungsverrechnung für 2017 erfolgte in 2018 nach erfolgreicher Einführung des
Gemeinschaftstarifs. Die Vorbereitung der Einführung des Gemeinschaftstarifs wurde
intensiv durch Berater begleitet.

Ausblick – Chancen und Risiken
Mit moderierender fachlicher Unterstützung gelang es in 2018 mit den Busunternehmen, die
Anerkennung des regionalen Gemeinschaftstarifes im September 2018 zu vereinbaren.
Damit findet der regionale Gemeinschaftstarif in der Region 10 seit 1.9.2018 flächendeckend
bei Bus und Bahn Anwendung. Die Einführungs- und Umsetzungskosten belaufen sich in
2018 und 2019 auf jeweils rund 1 Mio. EUR, die von den Zweckverbandsmitgliedern anteilig
zu tragen sind.

238

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

beka GmbH
Bismarckstraße 11-13, 50672 Köln
383.520 €

Stammkapital:
Anteil gehalten
durch:

3.000 €

Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH

0,78%

Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft
Bei der beka GmbH handelt es sich um ein Dienstleistungsunternehmen, welches in enger
Zusammenarbeit mit dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e.V. (VDV) im Bereich
des öffentlichen Nahverkehrs tätig ist. Die Kernbereiche des Geschäfts sind
„Einkaufsdienstleistungen“, „eProcurement“, „Verlage“ und „Seminare und Tagungen“.
Neben der Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH sind an der beka GmbH 82 weitere
Verkehrsunternehmen beteiligt, ebenfalls vornehmlich aus dem öffentlichen Verkehrssektor.

Vermögens- und Finanzlage

31.12.2017

31.12.2016

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

%

Anlagevermögen

530

624

-94

15,1

Umlaufvermögen

1.875

1.900

-25

1,3

10

14

-4

28,6

2.415

2.538

-123

4,8

Gezeichnetes Kapital

335

335

0

0,0

Kapitalrücklage

219

219

0

0,0

Gewinnrücklagen

552

429

123

28,7

31

140

-109

77,9

Eigenkapital

1.137

1.123

14

1,2

Rückstellungen

1.093

1.128

-35

3,1

150

211

-61

28,9

35

76

-41

53,9

2.415

2.538

-123

4,8

Rechnungsabgrenzungsposten
Gesamtvermögen

Jahresergebnis

Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzungsposten
Gesamtkapital

Gewinn- und Verlustrechnung

2017

2016

Veränderung

TEUR

TEUR

TEUR

%

Gesamtleistung

4.280

6.237

-1.957

31,4

Materialaufwand

-3.179

-4.972

1.793

36,1

Personalaufwand

-718

-715

-3

0,4

Abschreibungen

-22

-25

3

12,0

-282

-287

5

1,7

-25

-25

0

0,0

54

213

-159

74,6

-23

-73

50

68,5

31

140

-109

77,9

Gewinnausschüttung

17

17

0

0,0

Einstellung in die Gewinnrücklage

14

123

-109

88,6

Sonstige betriebliche Aufwendungen
Zinsergebnis
Ergebnis vor Steuern
Steuern vom Einkommen und Ertrag
Jahresergebnis
Nachrichtlich Ergebnisverwendung

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

239

240

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Freizeit,
Kultur, Bildung

Luftbild der geplanten Landesgartenschau 2020

Wasserspiele im Freibad

Georgisches Kammerorchester

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

241

Stadtwerke Ingolstadt Freizeitanlagen GmbH
Ringlerstraße 28, 85057 Ingolstadt
www.stadtwerke-ingolstadt.de

536.300 €

Stammkapital:
gehalten durch
Gesellschafter:

Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH

Beschlussorgane:

Gesellschafterversammlung
Aufsichtsrat

Geschäftsführer:

Thomas Hehl

Aufsichtsrat:

Vorsitzender: Bürgermeister Albert Wittmann
Stadträte:
Karl Ettinger
Brigitte Fuchs
Christian Höbusch
Sabine Leiß
Franz Liepold
Markus Meyer
Klaus Mittermaier
Georg Niedermeier
Robert Schidlmeier
Karl Spindler
Johann Stachel
Franz Wöhrl

Verträge:

Ergebnisabführungsvertrag mit der Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen
GmbH vom 27.09.2002
Erbbaurechtsvertrag mit der Oberbayerischen Bäder- und Freizeitanlagen

Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft
Errichtung, Erwerb und Betrieb der Freizeit- und Sportanlagen:
-

Hallenbad Südwest

-

Freibad

-

Sportbad an der Jahnstraße mit Sauna (Eröffnung 25. April 2016)

-

Erlebnisbad Donautherme Wonnemar – verpachtet

-

Saturn-Arena (Multifunktionshalle mit Eisfläche)

-

Zweite Eishalle bei der Saturn-Arena

242

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Stadtwerke Ingolstadt Freizeitanlagen GmbH

Vermögen

30.09.2017 30.09.2016
TEUR
TEUR
89
89
107
106
994
998
6.947
6.947
8.531
8.531

Hallenbad Mitte
Freibad
Sportbad
Saturn-Arena inkl. zweite Eishalle
Erlebnisbad Wonnemar (verpachtet)

Veränderung
TEUR
0
1
-4
0
0

%
0,0
0,9
0,4
0,0
0,0

Grund und Boden

16.668

16.671

-3

0,0

Hallenbad Südwest
Freibad
Thermalwasserbrunnen Erlebnisbad Wonnemar
Sportbad
Saturn-Arena
Zweite Eishalle

795
5.830
28
19.828
11.596
4.056

901
6.348
80
21.003
12.340
4.291

-106
-518
-52
-1.175
-744
-235

11,8
8,2
65,0
5,6
6,0
5,5

Bauten und Betriebseinrichtungen

42.133

44.963

-2.830

6,3

Arbeitgeberdarlehen

13

14

-1

7,1

Finanzanlagen

13

14

-1

7,1

58.814

61.648

-2.834

4,6

Verlustausgleichsanspruch

7.824

7.460

364

4,9

ausstehender städtische Zuschuss Ganztagsschule

1.028

0

1.028

>100

Forderungen und Abgrenzungen

425

474

-49

10,3

Baukostenzuschuss Erlebnisbad

392

417

-25

6,0

Baukostenzuschuss Erweiterung Erlebnisbad

809

0

809

>100

48

36

12

33,3

69.340

70.035

-695

1,0

Anlagevermögen

Liquide Mittel
Gesamtvermögen

Das Gesamtvermögen konnte mit TEUR 69.340 auf Vorjahresniveau gehalten werden.
Abschreibungsbedingt verringert sich das Anlagevermögen um TEUR 2.834 auf
TEUR 58.814.
Das Anlagevermögen reduzierte sich im Geschäftsjahr 2016/17 investitionsbedingt wie folgt:
Sparte

Investitionen

Zuschüsse

Abschreibung

Um buchung

Abgänge

Veränderung

TEUR

TEUR

TEUR

TEUR

TEUR

TEUR

Hallenbad Mitte
Hallenbad Südwest
Freibad
Thermalwasserbrunnen Erlebnisbad Wonnemar
Sportbad
Saturn-Arena
Zweite Eishalle
spartenübergreifende Investitionen
Finanzanlagen
Veränderung Anlagevermögen 2016/17

0
2
14
0
739
132
47
0
0
934

0
0
0
0
1.028
0
0
0
0
1.028

0
113
528
52
734
875
282
0
0
2.584

0
5
0
0
-5
0
0
0
0
0

0
0
3
0
151
1
0
0
1
156

0
-106
-517
-52
-1.179
-744
-235
0
-1
-2.834

Den Investitionen von TEUR 934, die hauptsächlich den Bau des Sportbades betreffen,
stehen planmäßig für die Abnutzung vorgenommene Abschreibungen von TEUR 2.584
sowie Abgänge zu Restbuchwerten von TEUR 156 gegenüber.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

243

Stadtwerke Ingolstadt Freizeitanlagen GmbH

Das langfristig gebundene Anlagevermögen der Gesellschaft ist zu rund 51 % über Eigenkapital finanziert.
Die Gesamtfinanzierung stellt sich im Einzelnen wie folgt dar:
30.09.2017
TEUR
Eigenkapital
Rückstellungen
Kredite
Bankdarlehen
Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH

29.772

30.09.2016
TEUR

43%

29.772

Veränderung
TEUR

43%

0

1.450

3.764

- 2.314

37.210

35.456

1.754

2.269

2.874

- 605

941

3.582

- 2.641

Stadt Ingolstadt

17.500

15.000

2.500

Zweckverband Müllverwertungsanlage

10.000

10.000

0

6.500

4.000

2.500

346

285

61

53

107

- 54

509

651

- 142

Klinikum

Geldwertkartenguthaben
Namensrecht Saturn Arena
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten u. Abgrenzung
Fremdkapital

39.568

Gesamtfinanzierung

69.340 100%

57%

40.263

57%

- 695

70.035 100%

- 695

0%

0%

Die Rückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.314 auf TEUR 1.450
reduziert, insbesondere aufgrund von geringerem Rückstellungsbedarf für ausstehende
Rechnungen.
Die Kreditverbindlichkeiten zur Finanzierung der Investitionen wurden um TEUR 1.754 auf
TEUR 37.210 aufgestockt. Die Bankdarlehen wurden weiter planmäßig um TEUR 605 auf
TEUR 2.269 getilgt. Die darüber hinaus bestehenden kurzfristigen Mittelaufnahmen wurden
um TEUR 2.359 auf TEUR 34.941 erhöht.
Die Bedienung der Kredite ist durch den bestehenden Ergebnisabführungsvertrag mit der
Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH gewährleistet. Über den Verlustausgleich fließen
der Gesellschaft Zinsen und Abschreibungen liquiditätswirksam zu und stehen damit für den
Zins- und Kapitaldienst zur Verfügung.

244

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Stadtwerke Ingolstadt Freizeitanlagen GmbH

Leistungsdaten
Hallenbad Mitte mit Sauna

2016/17

2015/16

Veränderung

Besucher

0

58.691

-58.691

-100%

Öffnungszeiten

Stunden

0

2.746

-2.746

-100%

Sportbad mit Sauna

Besucher

171.930

43.369

128.561

>100%

Öffnungszeiten

Stunden

4.497

3.648

849

>100%

Stromerzeugung

MWh

1.568

692

876

>100%

Wärmeerzeugung

MWh

2.273

1.023

1.250

>100%
-20%

Hallenbad Südwest

Besucher

51.658

64.229

-12.571

Öffnungszeiten

Stunden

2.826

2.960

-134

-5%

Stromerzeugung

MWh

660

814

-154

-19%

Wärmeerzeugung

MWh

1.588

1.465

123

8%

140.277

137.638

2.639

2%

1.760

2.016

-256

-13%

4.990

0

0%

Erlebnisbad Wonnemar

m
Besucher

4.990
311.645

328.720

-17.075

-5%

Saturn-Arena u. Zweite Eishalle

Besucher

54.271

54.653

-382

-1%

Freibad
Öffnungszeiten
Wasserfläche Bäder gesamt

Besucher
Stunden
2

öffentliche Eisläufe

Anzahl

238

252

-14

-6%

Eisstockabende

Anzahl

21

22

-1

-5%

3.600

3.600

0

0%

2

Eisfläche gesamt

m

Hallenbelegtage Saturn-Arena

Anzahl

249

262

-13

-5%

davon Veranstaltungen

Anzahl

88

82

6

7%

Mit TEUR 474 sind die Abbruchkosten für das Anfang April 2016 geschlossene Hallenbad
Mitte unter dem erwarteten Wert von TEUR 900 geblieben.
Weit über den Erwartungen lag die Besucherzahl von 171.930 Gästen des neuen
Sportbades mit Sauna, das im April 2016 in Betrieb ging. Die Strom- und Wärmeerzeugung
wurde durch das erdgasbetriebene Blockheizkraftwerk gesichert.
Aufgrund der Schließung des Hallenbades Südwest in den Sommermonaten, reduzierte sich
die Besucherzahl um rund 20 % auf 51.658 Gäste. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die
Wärmeversorgung um rund 8 %.
Aufgrund der milden Witterungsverhältnisse konnte die Zahl der Besucher im Freibad im
vergangenen Geschäftsjahr um 2 % auf 140.277 Badegäste gesteigert werden.
Die Donautherme Wonnemar verzeichnete einen 5 %igen Besucherrückgang.
Die Besucherzahl in der Saturn Arena und der zweiten Eishalle konnte mit 54.271 Eisläufern
auf Vorjahresniveau gehalten werden. Die Gästezahl der wöchentlichen Eisdisco konnte um
33 % gesteigert werden. Dies entspricht 3.159 zusätzlichen Schlittschuhläufern. Infolge der
temporären Eisfläche am Paradeplatz sank die Besucherzahl bei den übrigen öffentlichen
Eisläufen um rund 6 %.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

245

Stadtwerke Ingolstadt Freizeitanlagen GmbH

Ertragslage
Geschäftsjahr 01.10. bis 30.09. des Folgejahres

2016/17

2015/16

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

Hallenbäder und Sauna

951

653

298

%
45,6

Freibad

384

343

41

12,0

4

6

-2

33,3

882

894

-12

1,3

Erlebnisbad Thermalwasser
Saturn-Arena (Multifunktionshalle)
Zweite Eishalle

254

250

4

1,6

Umsatzerlöse

2.475

2.146

329

15,3

69

117

-48

41,0

Energie- und Wasserbezug

-1.354

-1.383

29

2,1

Anlagenbetrieb und -unterhalt

-1.939

-1.619

-320

19,8

Personalaufwand

-1.640

-1.563

-77

4,9

Abschreibungen

-2.584

-2.290

-294

12,8

Zuschuss Erlebnisbad Wonnemar

-1.726

-1.724

-2

0,1

Sonstige betriebliche Aufwendungen

-829

-814

-15

1,8

Zinsergebnis

-235

-269

34

12,6

-61

-61

0

0,0

-7.824

-7.460

-364

4,9

Sonstige betriebliche Erträge

Sonstige Steuern
Verlustausgleich durch SWI Beteiligungen GmbH

Die Umsatzerlöse stiegen im Geschäftsjahr um rund 15 % auf TEUR 2.475. Gründe hierfür
waren im Wesentlichen die erstmals ganzjährige Nutzung des Sportbads sowie die
witterungsbedingt höheren Besucherzahlen im Freibad.
Durch tarifliche Entgeltsteigerungen sowie eine Personalverstärkung um 1,8
30,5 Vollzeitäquivalente haben sich die Personalaufwendungen um TEUR 77
TEUR 1.640 erhöht.

auf
auf

Die Abschreibungen haben sich im Wesentlichen durch die erstmalig ganzjährige
Abschreibung des Sportbades um TEUR 294 auf TEUR 2.584 erhöht.
Die Kosten für den Energie- und Wasserbezug sind im Vergleich zum Vorjahr leicht
gesunken.
Insbesondere durch den erstmals ganzjährigen Betrieb des Sportbades stiegen die
Aufwendungen im Anlagenbetrieb und -unterhalt.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen Öffentlichkeitsarbeit sowie
Verwaltungskosten. Für die mobile Eisfläche am Paradeplatz sind Sponsoringleistungen in
Höhe von TEUR 60, unverändert zum Vorjahr, enthalten.
Trotz des investitionsbedingt gestiegenen Finanzierungsbedarfs fällt die Zinsbelastung
aufgrund des erneut gesunkenen durchschnittlichen Zinsniveaus um TEUR 34 geringer aus
als im Vorjahr.
Insgesamt ergibt sich somit im Vergleich zum Vorjahr ein um TEUR 364 höherer Verlust.

246

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Stadtwerke Ingolstadt Freizeitanlagen GmbH

Der Jahresverlust entwickelte sich spartenbezogen wie folgt:

Sparte

2016/17

2015/16

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

%

Bäder

-2.558

-2.381

-177

7,4

Erlebnisbad Wonnemar

-1.726

-1.711

-15

0,9

-1.482

-1.482

0

0,0

-196

-218

22

10,1

15

43

-28

65,1

-660

-748

88

11,8

Betriebsergebnis

-4.944

-4.840

-104

2,1

Abschreibungen

-2.584

-2.290

-294

12,8

-235

-269

34

12,6

-61

-61

0

0,0

-7.824

-7.460

-364

4,9

davon Erstattung Zins und Tilgung
davon Erstattung Energiekosten
davon erhaltener Erbbauzins

Saturn-Arena mit 2. Eishalle und Stadion Jahnstr.

Zinsen
Grund- und Kraftfahrzeugsteuer
Jahresverlust

Die Stadtwerke Ingolstadt Freizeitanlagen GmbH ist verpflichtet, bis Ende 2033 jährlich Zins
und Tilgung in Höhe von insgesamt TEUR 1.482 an die Bank, die den Bau des Erlebnisbades für den Betreiber finanzierte, zu entrichten. Ferner wurden dem Erlebnisbadbetreiber
entsprechend dem Erbbaurechtsvertrag finanzielle Nachteile infolge der Fernwärmeversorgung gegenüber der Eigenerzeugung über ein Blockheizkraftwerk mit TEUR 196
(Vorjahr TEUR 218) vergütet.
Für jeden Besucher über der Grenze von 300.000 zahlt der Erlebnisbadbetreiber einen
Betrag von zwei Euro. Im Geschäftsjahr 2016/17 konnte ein Erbbauzins von TEUR 15
(Vorjahr TEUR 43) vereinnahmt werden.
Der Jahresverlust wurde entsprechend dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag von
der Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH ausgeglichen. Im Rahmen des bestehenden
steuerlichen Querverbundes führte dies zu einer Ertragsteuerentlastung von TEUR 1.830 bei
der Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH, die in voller Höhe die Verlustausgleichsverpflichtung von INKB minderte.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

247

Stadtwerke Ingolstadt Freizeitanlagen GmbH

Prognose
2017/18 2016/17

Kennzahlen langfristig
Jahresergebnis (vor EAV) TEUR

2015/16

2014/15

2013/14

2012/13

-4.958

-7.824

-7.460

-6.248

-6.716

-8.675

TEUR

2.541

2.544

2.264

2.947

2.487

3.156

Materialaufwandsquote

%

115,6

129,4

132,6

96,6

121,4

168,3

Personalaufwandsquote

%

74,6

64,5

69,0

49,4

54,3

41,3

VZÄ

31,4

30,5

28,7

27,3

26,0

26,8

Abschreibungen

TEUR

2.511

2.584

2.290

1.942

1.886

2.274

Investitionen

TEUR

6.267

934

10.977

9.479

2.817

1.598

Bilanzsumme

TEUR

73.096

69.340

70.035

60.609

53.347

54.858

Betriebsleistung

Mitarbeiter

Anlagenintensität

%

85,6

84,8

88,0

87,5

85,4

82,4

Eigenkapitalquote

%

40,7

42,9

42,5

49,1

55,8

54,3

41.050

37.210

35.456

27.167

21.400

21.246

Kredite

TEUR

Ausblick – Chancen und Risiken
Das Mitte April 2016 eröffnete neue Sportbad mit 50m-Becken und Sauna konnte im
vergangenen Geschäftsjahr erstmals ganzjährig genutzt werden und hat die erwarteten
Besucherzahlen deutlich übertroffen. Die Kosten für den Abriss des Hallenbades Mitte im
Februar 2017 beliefen sich auf TEUR 474.
Die für das vergangene Geschäftsjahr geplante Errichtung eines Blockheizkraftwerkes an
der Saturn-Arena konnte nicht durchgeführt werden und ist nun für 2017/2018 vorgesehen.
Darüber hinaus soll auch für das Erlebnisbad Wonnemar ein eigenes Blockheizkraftwerk
erbaut werden, um von einer effizienteren Energienutzung und Energieeinsparung zu
profitieren. Für die Baumaßnahmen sind Gesamtkosten von rund 2 Mio. EUR veranschlagt.
Der Betrieb des Erlebnisbades Donautherme Wonnemar ist verpachtet. Dem Betreiber des
Erlebnisbades werden neben jährlich konstanten Zuschusszahlungen Grund und Boden
überlassen, wofür die SWI Freizeitanlagen einen bislang besucherabhängigen Erbbauzins
erhält. Für umfangreiche Attraktivierungsmaßnahmen des Wonnemars, die einen Zuwachs
von rund 70.000 Besuchern pro Jahr generieren sollen, genehmigte der Stadtrat am
28.07.2016 und 28.06.2018 eine 49 %ige Kostenbeteiligung durch die SWI Freizeitanlagen
mit Mitteln in Höhe von bis zu 11,0 Mio. EUR. Die Maßnahmen betreffen den Ausbau des
Thermalbades sowie unter anderem den Spa- und Saunabereich. Anfang September 2018
haben die Bauarbeiten begonnen, deren Abschluss und die Neueröffnung ist für Ende 2019
geplant. Nach Beendigung der Attraktivierungsmaßnahmen erhält die Gesellschaft einen
jährlich festen Erbbauzins.
Der Vertrag mit dem Namen der Saturn-Arena läuft im September 2018 aus. Die
Neuverhandlung der Namensrechte führte zu einer erfolgreichen Vertragsverlängerung auf
15 Jahre. Zudem wird aktuell geprüft, ob sich der Parkplatz der Saturn-Arena als Grundstück
für die Bebauung mit einem Büro- bzw. Wohnungskomplex eignet.

248

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Stadtwerke Ingolstadt Freizeitanlagen GmbH

Insbesondere aufgrund der Rückübertragung des ehemaligen Grundstücks Hallenbad Mitte
an die Stadt und dem dadurch entstehenden Buchgewinn von 2,5 Mio. EUR, wird für das
Geschäftsjahr 2017/18 mit einem Verlust von nur rund 5 Mio. EUR gerechnet. Die gute
Auslastung im Sportbad und im Eislaufbetrieb wirkt sich ebenfalls positiv auf das
Jahresergebnis aus.
Kosten- und Terminrisiken, die bei den Bauvorhaben infolge der guten Auslastung der
Auftragnehmer bestehen, werden einer intensiven Beobachtung unterzogen. Die
Betriebskosten werden in hohem Maße durch die Energiepreisentwicklung beeinflusst. Mit
dem Bau eines weiteren Blockheizkraftwerks für die Saturn-Arena soll die Eigenversorgung
erhöht werden.
Da die Zinsänderungsrisiken derzeit als gering eingeschätzt werden, greift die Gesellschaft
weitgehend auf kurzfristige zinsgünstige Mittelinanspruchnahmen bei der Stadt und deren
Beteiligungsunternehmen zurück.
Für Personenabgeschlossen.

und

Sachschäden

wurde

soweit

möglich

Versicherungsschutz

Finanzielle Verpflichtungen der Stadt Ingolstadt
Die Stadt Ingolstadt hat am 13.12.2001 gegenüber der Stadtwerke Ingolstadt Freizeitanlagen
GmbH eine Patronatserklärung abgegeben, worin sie sich verpflichtet, die Stadtwerke
Ingolstadt Freizeitanlagen GmbH so auszustatten, dass diese ihren finanziellen
Verpflichtungen aus dem Erbbaurechtsvertrag - insbesondere hinsichtlich Zuschusses für
Zins und Tilgung an die finanzierende Bank des Betreibers - für das Erlebnisbad
nachkommen kann.
Für den aufgenommenen Bankkredit hat die Stadt Ingolstadt der finanzierenden Bank
gegenüber eine 80 %ige Ausfallbürgschaft gegeben. Die Stadtwerke Ingolstadt Freizeitanlagen GmbH entrichtet hierfür eine Avalprovision an die Stadt Ingolstadt.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

249

Landesgartenschau Ingolstadt 2020 GmbH
Spretistraße 11, 85057 Ingolstadt
www.ingolstadt2020.de

25.000 €

Stammkapital:
gehalten durch
Gesellschafter:

Stadt Ingolstadt
Gesellschaft zur Förderung der bayerischen
Landesgartenschauen mbH

Beschlussorgane:

Gesellschafterversammlung
Aufsichtsrat

Geschäftsführer:

Thomas Hehl, Stadt Ingolstadt
Eva Linder, Gesellschaft zur Förderung der
bayerischen Landesgartenschauen mbH

Aufsichtsrat:

Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel

15.000 €

60,00%

10.000 €

40,00%

Stadträte:
Johann Achhammer
Barbara Leininger
Dr. Manfred Schuhmann
Franz Wöhrl
Simona Rottenkolber (ab 05.12.2017)
Johann Stachel (bis 26.10.2017)
Gesellschaft zur Förderung der bayerischen Landesgartenschauen mbH:
Roland Albert
Hermann Berchtenbreiter
Willy Enßlin
Günter Knüppel
Ulrich Schäfer
Verträge:

Grundstücksüberlassungsvertrag mit Stadt Ingolstadt vom 19.09./10.10.2017
Durchführungsvertrag mit der Gesellschaft zur Förderunge der bayerischen
Landesgartenschauen mbH vom 10.12.2014

Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft
Die Stadt Ingolstadt hat im März 2012 den Zuschlag für die Durchführung der
Landesgartenschau 2020 erhalten. Mit der Gesellschaft zur Förderung der bayerischen
Landesgartenschauen mbH wurde in 2013 die Landesgartenschau Ingolstadt 2020 GmbH
gegründet. Aufgabe der gemeinnützig tätigen Gesellschaft ist die Vorbereitung, Planung,
Durchführung und Abwicklung der Landesgartenschau 2020. Dadurch werden der
Naturschutz, die Landschaftspflege, die Kunst und die Volksbildung in Ingolstadt gefördert.
Im Norden Ingolstadts entsteht, eingespannt zwischen dem Güterverkehrszentrum und
WestPark-Einkaufszentrum, eine neue 30 ha große Parkanlage. Der Park setzt neue
Akzente im Zusammenspiel zwischen ökologischem Ausgleich, Landwirtschaft und aktiver
Freizeitgestaltung im direkten Wohn- und Arbeitsumfeld. Das Ausstellungskonzept der
Landesgartenschau 2020 wird unter das Grundthema „Nachhaltigkeit“ gestellt.
250

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Landesgartenschau Ingolstadt 2020 GmbH

Der notwendige Grunderwerb bzw. die langfristige Anpachtung der Grundstücke erfolgte
durch die Stadt Ingolstadt, die diese als Gesellschafterbeitrag der LGS GmbH unentgeltlich
überlässt.

Vermögens- und Finanzlage

31.12.2017
TEUR

Planungs-/Baubetreuungskosten Gartenschaugelände

TEUR

789

1.300

29

29

118

0
6

112

9

3

6

441

144

297

2.686

942

1.744

25

25

0

Steuererstattungsansprüche
Forderungen und Abgrenzungen
Liquide Mittel

Gezeichnetes Kapital
Rücklagen

TEUR

2.089

Büroausstattung

Gesamtvermögen

31.12.2016 Veränderung

2.345

1.092

1.253

Verlustvortrag

-242

-145

-97

Jahresfehlbetrag

-237

-97

-140

1.891

875

1.016

Rückstellungen

409

34

375

Verbindlichkeiten

386

33

353

2.686

942

1.744

Eigenkapital

Gesamtkapital

Der Vermögenszuwachs aus der Investitionstätigkeit von TEUR 1.335 wurde in Höhe von
TEUR 1.253 über Einlagen der Stadt Ingolstadt finanziert. Die stichtagsbezogenen
Bankguthaben von TEUR 441 waren zur Finanzierung Anfang 2018 fälliger Rechnungen von
der Stadt Ingolstadt bereits zum Jahresende überwiesen worden.

Ertragslage

2017

2016

TEUR

Veränderung

TEUR

TEUR

Personalaufwand

-69

-34

-35

Abschreibungen

-6

0

-6

Miete und Nebenkosten Geschäftsräume

-31

0

-31

Unterstützungsleistungen Mitgesellschafter

-53

-29

-24

Verwaltungskosten

-78

-34

-44

Jahresfehlbetrag

-237

-97

-140

Im Personalaufwand schlägt sich die Anstellung des technischen Leiters ab Juli 2017 nieder.
Im Herbst bezog die Verwaltung angemietete Geschäftsräume in der Spretistraße. Für
Personal, das die Gesellschaft zur Förderung der bayerischen Landesgartenschauen GmbH
gestellt hat, wurden in 2017 TEUR 53 verausgabt. Die Verwaltungskosten enthalten
hauptsächlich Aufwendungen für Buchführung, Abschlusserstellung und -prüfung sowie
Bürokosten und Sitzungsgelder der Aufsichtsratsmitglieder.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

251

Landesgartenschau Ingolstadt 2020 GmbH

Plan
2018

Kennzahlen langfristig

2017

2016

2015

2014

2013

Jahresergebnis

TEUR

-1.818

-237

-97

-85

-53

-7

Investitionen

TEUR

7.997

1.335

122

420

249

0

Bilanzsumme

TEUR

10.183

2.686

942

719

327

24

36,8

70,4

92,9

86,5

0,0

75,0

Eigenkapitalquote

%

Ausblick – Chancen und Risiken
Insgesamt sind für die Landesgartenschau Mittel aus dem städtischen Haushalt von
17,6 Mio. EUR für Investitionen und von 3 Mio. EUR für die Durchführung vorgesehen.
Darüber hinaus wurden in 2018 Fördermittel des bayerischen Umweltministeriums sowie der
EU von insgesamt 5,76 Mio. EUR bewilligt. Für die Verlagerung des Spielparks östlich der
Halle T im GVZ werden Mittel von der IFG Ingolstadt AöR von 1,9 Mio. EUR bereitgestellt.
In 2018 ist der Ausbau der Stadtterrasse, des Sees, des Wasserspielplatzes und der
Wassergärten sowie des nördlichen Parkbereiches bis zur Landmark vorgesehen.
Im Herbst 2018 wird mit dem Bau der Stegverbindung über die Hans-Stuck-Straße auf das
Landesgartenschaugelände begonnen, die es den Besuchern ermöglichen wird, das
Gelände problemlos zu Fuß zu erreichen.
Im Bereich der Durchführung werden schwerpunktmäßig die Konkretisierung der
Ausstellungsplanung und die Ausstellungsbeiträge mit ersten Grundausbauten erarbeitet.
Ferner werden Marketing und Öffentlichkeitsarbeit weiterentwickelt sowie erste Planungen
zum Veranstaltungsprogramm vorgenommen.
Für die Zeit nach der Landesgartenschau ab 2021 besteht ein Folgenutzungskonzept für das
Landesgartenschaugelände. Die geschaffenen Flächen gehen auf die Stadt Ingolstadt über
und werden von dieser langfristig für die Bevölkerung zur Naherholung erhalten, ähnlich wie
bei der Landesgartenschau 1992 das Gelände des Klenzeparks.

Finanzielle Verpflichtungen der Stadt Ingolstadt
Die Stadt Ingolstadt hat sich bereit erklärt, die erforderlichen Finanzmittel für die
Landesgartenschau 2020 bereitzustellen.

252

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Gemeinnützige Ingolstädter
Veranstaltungs GmbH
Ziegelbräustraße 7, 85049 Ingolstadt
25.000 €

Stammkapital:
gehalten durch
Gesellschafter:

Stadt Ingolstadt

Unterbeteiligungen: Georgisches Kammerorchester Ingolstadt
Konzertgesellschaft mbH
Beschlussorgane:

Gesellschafterversammlung
Aufsichtsrat

Geschäftsführer:

Tobias Klein (ab 01.07.2016)

Aufsichtsrat:

Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel
Stellvertreter: Bürgermeister Albert Wittmann

25.000 €

100,00%

81,92%

Stadträte:
Eva-Maria Atzerodt
Dr. Dorothea Deneke-Stoll
Konrad Ettl
Prof. Dr. Joachim Genosko
Barbara Leininger
Klaus Mittermaier
Georg Niedermeier
Peter Springl
Petra Volkwein
Simone Vosswinkel
Dr. Gerd Werding

Gegenstand und Aufgabe der Gesellschaft
Aufgabe der Anfang 2016 eingerichteten IN-Veranstaltungs gGmbH ist die Vorbereitung,
Organisation und Durchführung von Veranstaltungen mit künstlerischem, kulturellem oder
historischem Hintergrund. Diese Aufgaben waren vorher beim Kulturamt der Stadt Ingolstadt
angesiedelt. Ab 2016 wurde der Gesellschaft die Organisation und die Durchführung der
Jazz- und Literaturtage sowie der Betrieb des Kulturzentrums neun übertragen. Ab 2017
obliegt ihr auch die Durchführung der Feste und Märkte und einer Vielzahl von
Einzelveranstaltungen und Veranstaltungsreihen.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

253

Gemeinnützige Ingolstädter Veranstaltungs GmbH

Leistungsdaten

2017

2016

Kulturzentrum neun
Vermietungen Belegungstage
Besucher
Eigenveranstaltungen Belegungstage
Besucher

67

90

12.835

8.039

31

44

4.612

4.309

Feste und Märkte
Veranstaltungstage
Besucher

64
608.000

Pfingstvolksfest

170.000

Herbstvolksfest

200.000

Bürgerfest

120.000

Christkindlmarkt

70.000

Open Flair

20.000

1516-Fest zum reinen Bier

15.000

Fest der Kulturen

8.000

Afrikafest

5.000

Einzelveranstaltungen, Festivals

15.939

3.932

Jazztage

Besucher

4.818

3.070

Literaturtage

967

862

Künstlerinnentage

1.005

Mittwochsklassik/Orgelmatinee

7.022

Ertragslage
Standgebühr und Bierpfennig
Ticketverkauf eigene Produktionen und Veranstaltungen
Sponsoring

2017
TEUR
616
242

2016
TEUR
0
179

187

140

Raum- und Betriebsvorrichtungsvermietung

86

95

Verkauf Merchandising

26

0

Kostenerstattung Geschäftsbesorgung

44

24

übrige Erlöse

49

29

1.250

467

Miet- und Betriebskosten Kulturzentrum neun

-171

-243

Honorare und Nebenkosten für engagierte Künstler

-788

-564

Personalaufwendungen

-771

-175

Veranstaltungsorganisation und Durchführung

-559

0

Sicherheit und Technik

-457

0

-83

-30

0

-144

Werbung und Öffentlichkeitsarbeit

-319

-114

Verwaltungskosten

-158

-131

Kosten der Leistungserbringung

-3.306

-1.401

nicht gedeckte Kosten

-2.056

-934

2.179

805

123

-129

Erträge für Leistungserbringung

Abschreibungen
Leistungsbezug von der Stadt Ingolstadt

geleisteter Zuschuss der Stadt für Aufgabenerfüllung
Jahresergebnis

254

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Gemeinnützige Ingolstädter Veranstaltungs GmbH

Für die nicht gedeckten Kosten aus der Aufgabenerfüllung von TEUR 2.056 hatte die Stadt
Ingolstadt in 2017 Ausgleichszahlungen von TEUR 2.050 geleistet. Eine weitere
Ausgleichszahlung von TEUR 129 erfolgte in 2017 als Nachzahlung für 2016.

Vermögens- und Finanzlage
Betriebs- und Geschäftsausstattung

31.12.2017
TEUR

31.12.2016
TEUR

Veränderung
TEUR
%

584

368

216

58,7

2

2

0

0,0

Langfristiges Vermögen

586

370

216

58,4

Forderungen und Abrenzungen

205

140

65

46,4

Steuererstattungsansprüche

111

35

76

>100

Liquide Mittel

374

319

55

17,2

Kurzfristiges Vermögen

690

494

196

39,7

1.276

864

412

47,7

Anteile GKO

Gesamtvermögen
Gezeichnetes Kapital

25

25

0

0,0

Kapitalrücklagen

712

467

245

52,5

Ergebnisvortrag

-104

25

-129

>100

Jahresergebnis

123

-129

252

>100

Eigenkapital

756

388

368

94,8

Rückstellungen

142

45

97

>100

Verbindlichkeiten

378

431

-53

12,3

1.276

864

412

47,7

Gesamtkapital

Im Vergleich zum Vorjahr stieg das Gesamtvermögen um TEUR 412 auf TEUR 1.276 an.
Auf das langfristige Vermögen entfällt ein Zuwachs von TEUR 216. Neben dem Übergang
des Inventars vom Kulturamt der Stadt Ingolstadt in Höhe von TEUR 245 wurden
Investitionen von TEUR 56 getätigt. Diesen Zugängen von insgesamt TEUR 302 stehen
Abschreibungen in Höhe von TEUR 83 und Abgänge zu Buchwerten von TEUR 3
gegenüber.
Das kurzfristige Vermögen liegt stichtagsbezogen mit TEUR 690 um TEUR 196 über dem
Vorjahreswert.
Das Eigenkapital ist infolge der Sacheinlagen (TEUR 245) und des Jahresüberschusses
2017 (TEUR 123) auf TEUR 756 angewachsen.
Die Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Urlaubs- und Zeitguthaben der Beschäftigten.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

255

Gemeinnützige Ingolstädter Veranstaltungs GmbH

Prognose
2018

Kennzahlen langfristig

2017

2016

Jahresergebnis

TEUR

0

123

-129

Erträge der Leistungserbringung

TEUR

1.252

1.250

467

Kosten der Leistungserbringung

TEUR

3.602

3.306

1.401

Personalaufwandsquote

%

34,3

23,3

12,5

2.350

2.179

805

VZÄ

20,0

11,8

3,3

TEUR

1.277

1.276

864

%

59,2

59,2

44,9

städtischer Zuschuss
Mitarbeiter
Bilanzsumme
Eigenkapitalquote

Ausblick – Chancen und Risiken
In 2017 war die IN-Veranstaltungs gGmbH zum ersten Mal für das volle Portfolio der
städtischen kulturellen Veranstaltungen verantwortlich. Nach einem erfolgreichen ersten
Veranstaltungsdurchlauf werden Impulse zur Weiterentwicklung des kulturellen Lebens in
der Stadt Ingolstadt entwickelt. Außerdem vermarktet die Gesellschaft auch das
Kulturzentrum neun ansprechend.
Insgesamt ist es Ziel, die Organisation solcher Veranstaltungen in der Gesellschaft zu
bündeln, diese einheitlich zu organisieren und die Kosten transparent darzustellen.
Die IN-Veranstaltungs gGmbH ist jedoch von kulturellen Trends oder
veranstaltungen teilweise vom Wetter abhängig. Hinzu kommt das
Sicherheitslage, denn die Anforderungen an die Sicherheitsstandards
veranstaltungen sind innerhalb kurzer Zeit enorm gewachsen. Dies wird sich
nächsten Jahren bei der Planung von Veranstaltungen widerspiegeln.

bei FreiluftThema der
bei Großauch in den

Finanzielle Verpflichtungen der Stadt Ingolstadt
Die Stadt Ingolstadt beschließt zusammen mit dem jeweiligen Wirtschaftsplan der
IN-Veranstaltungs gGmbH einen Betrauungsakt, der festlegt, in welchem Umfang und
welche Art von gemeinwohlorientierten Aufgaben die Gesellschaft erbringt. Gleichzeitig wird
festgelegt, welchen Ausgleich die Gesellschaft dafür als Zuschuss von der Stadt für die nicht
erlösgedeckten Kosten erhält. Damit wird die Finanzierung der Gesellschaft sichergestellt.

256

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Georgisches Kammerorchester Ingolstadt
Konzertgesellschaft mbH
Hohe-Schul-Straße 4, 85049 Ingolstadt
www.georgisches-kammerorchester.de

46.000 €

Stammkapital:
gehalten durch
Gesellschafter:

37.680 €
4.160 €
4.160 €

Gemeinnützige Ingolstädter Veranstaltungs GmbH
Freunde des Georgischen Kammerorchesters e.V.
16 Orchestermusiker (je 260 € = 0,57%)

Beschlussorgane:

Gesellschafterversammlung

Geschäftsführer:

Tobias Klein

81,92%
9,04%
9,04%

Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft
Die gemeinnützige Georgisches Kammerorchester Ingolstadt Konzertgesellschaft mbH
(GKO) ist ein Orchester mit georgischen Wurzel, welches öffentliche Konzerte und
Konzertreihen sowie die Organisation und Veranstaltung von Gastspielen anderer Künstler
und Orchester im Raum Ingolstadt durchführt. Neben einer Abo-Reihe spielt das Orchester
beispielsweise bei den Audi-Sommerkonzerten. Zusätzlich wird mit den Jugend- und
Kinderkonzerten umfangreiche Jugendarbeit betrieben. Über die Konzerte im Raum
Ingolstadt hinaus tritt das Orchester auch im In- und Ausland für Gastspiele auf.

Leistungsdaten

2017

Abonnenten

Anzahl

12 Abonnentenkonzerte

Besucher

andere Konzerte in Ingolstadt

Anzahl
Besucher

Gastspiele an anderen Orten

Anzahl
Besucher

2016
466

504

6.793

7.988

33

35

21.962

12.738

13

19

3.950

8.300

Im Gegensatz zum Vorjahr trat das Orchester im Geschäftsjahr 2017 wieder auf dem AudiOpen-Air auf. Daraus ergibt sich die deutlich gestiegene Besucherzahl bei Konzerten in
Ingolstadt gegenüber 2016. Dafür wurden weniger Gastspiele gegeben, die sich in der
geringeren Besucherzahl gegenüber 2016 wiederspiegelt.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

257

Georgisches Kammerorchester Ingolstädter Konzertgesellschaft mbH

Vermögens- und Finanzlage

31.12.2017

31.12.2016

TEUR

TEUR

Veränderung
TEUR

%

Vorräte

38

34

4

11,8

Forderungen und Abgrenzungen

80

63

17

27,0

Liquide Mittel

71

57

14

24,6

189

154

35

22,7

46

46

0

0,0

Verlustvortrag

-30

-43

13

30,2

Jahresergebnis

20

13

7

53,8

Eigenkapital

36

16

20

>100

Rückstellungen

31

33

-2

6,1

Verbindlichkeiten und Abgrenzungen

122

105

17

16,2

Gesamtkapital

189

154

35

22,7

Gesamtvermögen
Gezeichnetes Kapital

Der Vermögensanstieg betrifft neben stichtagsbezogen höheren Außenständen die durch
den erzielten Jahresüberschuss angewachsenen Liquiditätsbestände. Das Eigenkapital
erhöhte sich infolge des Jahresüberschusses um TEUR 20 auf TEUR 36 und finanziert rund
20 % des Vermögens.

Ertragslage

2017

2016

Veränderung

TEUR

TEUR

TEUR

%

Konzerteinnahmen

400

422

-22

5,2

Sponsorbeiträge und Marketingeinnahmen

338

373

-35

9,4

Zuschüsse gesamt

711

722

-11

1,5

davon Zuschüsse Stadt Ingolstadt

500

500

0

0,0

davon Zuschüsse Land

197

200

-3

1,5

60

60

0

0,0

4

-15

19

>100

5
1.518

1

4

>100

1.563

-45

2,9

Personalaufwand für Musiker und Verwaltung

-766

-731

-35

4,8

Aufwendungen für Gastmusiker und Dirigenten

-318

-427

109

25,5

-97

-91

-6

6,6

Erhaltene Spenden
Veränderung des Bestands an fertigen Erzeugnissen
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

Miete und übrige Veranstaltungs- sowie CD-Kosten
Noten, Reisen, Gema, Instrumentenversicherung

-54

-89

35

39,3

-106

-99

-7

7,1

Miete Konzertbüro

-42

-42

0

0,0

Verwaltungskosten

-111

-66

-45

68,2

Ertragsteuern

-4

-5

1

20,0

Jahresüberschuss

20

13

7

53,8

Werbung und Öffentlichkeitsarbeit, Spenden

Da der Rückgang der Erträge um TEUR 45 durch eine Reduzierung der Aufwendungen um
TEUR 52 mehr als kompensiert werden konnte, fällt der Jahresüberschuss mit TEUR 20 um
TEUR 7 höher aus. In 2017 wurde konsequent auf die Größe der Besetzungen bei den
Konzerten geachtet und weniger Gastkonzerte gespielt und auch keine Auslandsreise
durchgeführt. Auch der Bedarf an Gastmusikern war geringer. Somit konnten die
Aufwendungen für Gastmusiker deutlich niedriger gehalten werden.
258

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Georgisches Kammerorchester Ingolstädter Konzertgesellschaft mbH

Plan
2018

Kennzahlen langfristig
Jahresergebnis

2016

2015

2014

2013

4

20

13

-21

-31

44

nach Zuschuss der Stadt

TEUR

500

500

500

500

425

300

nach Landeszuschuss

TEUR

215

213

200

180

180

180

Erträge der Leistungen

TEUR

844

805

863

919

914

758

Kosten der Leistungen

TEUR

1.555

1.498

1.550

1.620

1.550

1.194

%

52,3

51,1

47,2

48,7

51,2

70,5

VZÄ

19,4

19,6

19,6

18,0

19,6

20,3

Personalaufwandsquote
Mitarbeiter
Bilanzsumme
Eigenkapitalquote

TEUR

2017

TEUR

158

189

154

137

85

109

%

25,3

19,0

10,4

2,2

28,2

50,5

Ausblick – Chancen und Risiken
Das GKO plant für 2018 die Zahl seiner Konzerte gegenüber dem Vorjahr leicht zu erhöhen.
Der Fokus liegt auf dem Ausbau der bereits jetzt hohen künstlerischen Qualität, die auch den
Schlüssel für die Wirtschaftlichkeit darstellt. Mit einer veränderten Programmgestaltung und
anderen Konzertformaten sollen auch neue, vor allem jüngere Zielgruppen angesprochen
werden.
Der Chefdirigent Herr Ruben Gazarian, der bislang auch Dirigent des Württembergischen
Kammerorchesters ist, wird sich ab August 2018 ausschließlich dem GKO widmen.
Hierdurch wird eine Weiterentwicklung des Klangkörpers erwartet. Die positive Entwicklung
des Orchesters zeigte sich im Gastspiel in der Elbphilharmonie in Hamburg im März 2018,
mit dem die Reputation des Orchesters eine deutliche Aufwertung erfahren hat.
Zur Finanzierung der Aufwendungen kommt neben den Konzerterlösen der Einwerbung von
Sponsorengeldern und Spenden hohe Bedeutung zu. Der Staatszuschuss ist jährlich neu zu
beantragen und ist damit auch nicht langfristig gesichert.

Finanzielle Verpflichtungen der Stadt Ingolstadt
Die Stadt Ingolstadt beschließt zusammen mit dem jeweiligen Wirtschaftsplan für das GKO
einen Betrauungsakt, der festlegt, in welchem Umfang und welche Art von
gemeinwohlorientierten Aufgaben die Gesellschaft erbringt. Gleichzeitig wird festgelegt,
welchen Ausgleich die Gesellschaft dafür als Zuschuss von der Stadt für die nicht
erlösgedeckten Kosten erhält. Damit wird die Finanzierung der Gesellschaft sichergestellt.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

259

Zweckverband Gymnasium Gaimersheim
Residenzplatz 1, 85072 Eichstätt

Zweckverbandsmitglieder:

Stadt Ingolstadt
Landkreis Eichstätt

Beschlussorgane:

Zweckverbandsversammlung
Zweckverbandsvorsitzender

Verbandsversammlung:

Verbandsvorsitzender: Anton Knapp, Landrat
stellv. Verbandsvorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel
Verbandsräte:
Gabriel Engert, Ingolstadt
Brigitta Frauenknecht, Eichstätt
Alexander Heimisch, Eichstätt
Andrea Mickel, Eichstätt

Gegenstand und Aufgaben des Zweckverbandes
Der Zweckverband wurde 2008 gegründet, um auf einem Grundstück im Markt Gaimersheim
eine Schulanlage für das staatliche Gymnasium Gaimersheim zu schaffen. Die Fertigstellung
der Schulanlage erfolgte zum Schuljahr 2010/2011, seitdem kümmert sich der
Zweckverband um den Betrieb der Schule und den daraus entstehenden Aufwand, der dann
von den Trägern ausgeglichen wird.
Das Gymnasium bietet einen naturwissenschaftlich-technologischen Zweig und einen
sprachlichen Zweig an. Insgesamt verfügt das Schulgebäude über 42 Klassenzimmer,
20 Fachräume und eine eigene Mensa, außerdem gibt es noch eine Dreifachturnhalle sowie
Freisportanlagen. Seit Gründung steigen die Schülerzahlen konstant an, wobei der Großteil
der Schüler aus dem Landkreis Eichstätt stammt.

Leistungsdaten

2012

2013

2014

2015

2016

2017

(Stichtag 01.10)

Gesamtschülerzahl

507

583

666

702

757

774

davon Schüler Stadt Ingolstadt

120

138

152

165

178

192

davon Schüler Landkreis Eichstätt

387

445

514

537

579

582

260

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Zweckverband Gymnasium Gaimersheim

Vermögenshaushalt

2017

2016

Veränderung

TEUR

TEUR

TEUR

Investitionskostenumlage

0

155

-155

100,0

0

37

-37

100,0

175

141

34

24,1

0

5

-5

100,0

175

301

-126

41,9

0

23

-23

100,0

64

79

-15

19,0

davon Stadt Ingolstadt

Haushaltsausgabenrest aus dem Vorjahr
Sonstige Einnahmen
Summe Einnahmen

%

Zuführung zu den Rücklagen
Ausstattungsgegenstände
Baumaßnahmen

0

24

-24

100,0

Haushaltsausgabenrest für das Folgejahr

111

175

-64

36,6

Summe Ausgaben

175

301

-126

41,9

In 2017 entwickelten sich die Rücklagen wie folgt:

Rücklagen

31.12.2017

31.12.2016

TEUR

TEUR

Anfangsbestand

Verwaltungshaushalt

TEUR

%

123

100

23

23,0

0

23

-23

100,0

123

123

0

0,0

Zuführung vom Vermögenshaushalt
Rücklagen

Veränderung

2017

2016

Veränderung

TEUR

TEUR

TEUR

%

Einnahmen aus Werklieferungsverträgen

14

14

0

0,0

Erlöse, Mieten, sonst. Verwalt.-/Betriebseinnahmen

29

79

-50

63,3

Zuweisungen vom Land

20

18

2

11,1

545

581

-36

6,2

127

137

-10

7,3

92

53

39

73,6

0

16

-16

100,0

700

761

-61

8,0

Personalausgaben

74

70

4

5,7

Bauunterhaltskosten

72

77

-5

6,5

Mietkosten

11

9

2

22,2

Energie-, Reinigungs und Gebäudekosten

267

237

30

12,7

sonstige Verwaltungs- und Betriebsausgaben

129

156

-27

17,3

Aufwand der Geschäftsstelle

15

44

-29

65,9

Erstattungen an Gemeinden

65

63

2

3,2

Haushaltsausgabenrest für das Folgejahr

55

92

-37

40,2

Zinsen und sonstige Ausgaben

12

13

-1

7,7

700

761

-61

8,0

Betriebskostenumlagen der Mitglieder
davon Stadt Ingolstadt

Haushaltsausgabenrest aus dem Vorjahr
Zinsen und sonstige Einnahmen
Summe Einnahmen

Summe Ausgaben

Finanzielle Verpflichtungen der Stadt Ingolstadt
Der Finanzbedarf des Zweckverbandes wird von der Stadt Ingolstadt und dem Landkreis
Eichstätt getragen. Dabei hat jeder der Träger den Anteil an den dazu erhobenen Betriebsund Investitionskostenumlagen zu tragen, der seinem Anteil an der Gesamtschülerzahl
entspricht.
Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

261

Allgemeine Angaben
Datenquellen
Dem Beteiligungsbericht liegen folgende Datenquellen zugrunde:






Lageberichte und Jahresabschlüsse der Gesellschaften
Jahresrechnungen/Rechenschaftsberichte der Zweckverbände
Berichte der Abschlussprüfer
verabschiedete Wirtschaftspläne
unterjährige Berichte zur Geschäftsentwicklung (Prognosen).

Die Daten der Unternehmen und der Zweckverbände zeigen grundsätzlich den Stand zum
31.12.2017 oder bei einem abweichenden Wirtschaftsjahr, wie bei den Ingolstädter
Kommunalbetrieben und bei den Unternehmen des Konzerns Stadtwerke Ingolstadt, den
Stand zum 30.09.2017.
Aussagen zur Geschäftsentwicklung ab 2018 basieren auf dem Kenntnisstand Ende
September 2018.

Erläuterung einiger Fachbegriffe
Abschreibungen
Über Abschreibungen werden die im Zeitablauf eintretenden Wertminderungen bei
Vermögensgegenständen erfasst. Gebäude, technische Anlagen, Maschinen, Fahrzeuge,
Werkzeuge, Büroeinrichtungen erleben beispielsweise durch Abnutzung, Verschleiß und
technischen Fortschritt eine Entwertung. Von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der
Gegenstände des Anlagevermögens werden daher grundsätzlich jährlich gleich bleibende
(lineare) Abschreibungsbeträge -bemessen nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauerabgesetzt. Diese Abschreibungen werden darüber hinaus in der Gewinn- und
Verlustrechnung als Aufwand erfasst.

Anlagevermögen
Vermögensgegenstände, die dazu bestimmt sind, dauerhaft und längerfristig dem
Geschäftsbetrieb zu dienen, z. B. Immobilien, technische Anlagen und Maschinen,
Konzessionen oder Beteiligungen werden in der Bilanz unter dem Anlagevermögen
ausgewiesen.

Betriebsleistung
Die Betriebsleistung eines Unternehmens ergibt sich aus der Summe der Umsatzerlöse, der
aktivierten Eigenleistungen und der sonstigen betrieblichen Erträge. Weiterhin werden
Erhöhungen des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen addiert,
Verminderungen hingegen subtrahiert.

262

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Bilanz
In der Bilanz als gesetzlicher Bestandteil des Jahresabschlusses werden jeweils zum
Geschäftsjahresende das Vermögen, die Rückstellungen und Verbindlichkeiten und das
vorhandene Eigenkapital dargestellt.

Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist weiterer gesetzlicher Bestandteil des
Jahresabschlusses, in dem die Aufwendungen den Erträgen gegenüber gestellt werden. Sie
gibt Auskunft über den Erfolg eines Unternehmens im vergangenen Geschäftsjahr.

Jahresergebnis
Das Jahresergebnis ergibt sich als Differenzbetrag zwischen den Erträgen und
Aufwendungen des Geschäftsjahres und stellt entweder einen Jahresüberschuss oder
Jahresfehlbetrag
dar.
Wenn
der
Jahresabschluss
unter
Einbeziehung
der
Ergebnisverwendung aufgestellt wird, werden in der GuV unterhalb des Jahresergebnisses
noch zusätzlich Ausschüttungen, Entnahmen oder Einstellungen aus offenen bzw. in offene
Rücklagen sowie der Gewinn- bzw. Verlustvortrag eingerechnet, um so den Bilanzgewinn zu
ermitteln.

Rechnungsabgrenzungsposten
Die Rechnungsabgrenzungsposten dienen der zeitlichen Zuordnung der Erträge und
Aufwendungen und somit der periodengerechten Erfolgsermittlung. Sie enthalten Ausgaben
bzw. Einnahmen, die Aufwand bzw. Erträge für künftige Zeiträume darstellen. Es wird
unterschieden zwischen aktivem Rechnungsabgrenzungsposten (auf künftige Jahre
zuzurechnender Aufwand) und passivem Rechnungsabgrenzungsposten (auf künftige Jahre
zuzurechnende Erträge).

Rücklagen
Rücklagen sind Eigenkapital. Sie entstehen entweder durch Einlagen der Gesellschafter
oder durch die Nichtausschüttung von erwirtschafteten Gewinnen. Von den Rücklagen zu
unterscheiden sind Rückstellungen, die Außenverpflichtungen darstellen und deswegen
Fremdkapitalcharakter besitzen.

Rückstellungen
Rückstellungen dienen der periodengerechten, antizipativen Erfassung von ungewissen
Verbindlichkeiten und drohenden Verlusten oder dem Ausweis von noch nicht getätigten
Aufwendungen, die dem Berichtsjahr oder vorangegangenen Jahren zuzuordnen sind, deren
Eintreten wahrscheinlich oder sicher, deren Höhe oder Zeitpunkt des Eintritts jedoch
ungewiss ist. Durch die Bildung von Rückstellungen sollen die später entstehenden
Verpflichtungen zum Zeitpunkt ihres bekannt Werdens berücksichtigt werden.
Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

263

Umlaufvermögen
Vermögensgegenstände, die nicht dazu bestimmt sind, dauerhaft dem Geschäftsbetrieb zu
dienen. Es enthält die Vermögensgegenstände, die relativ kurzfristig verbraucht bzw.
umgesetzt werden, z.B. Vorräte, Forderungen, Bankguthaben, Schecks (Gegensatz:
Anlagevermögen).

Kameralistik
In der Kameralistik werden kassenwirksame Einnahmen (Einzahlungen) und Ausgaben
(Auszahlungen) betrachtet. Der Verwaltungshaushalt und der Vermögenshaushalt sind in der
Kameralistik ein Teil des kommunalen oder staatlichen Haushaltsplanes.

Verwaltungshaushalt
Der Verwaltungshaushalt wird auch als Kernhaushalt bezeichnet und umfasst alle
Einnahmen und Ausgaben, die das Vermögen nicht erhöhen oder vermindern. Dazu gehören
die jährlich wiederkehrenden Einnahmen (Steuern, nicht der Finanzierung von Investitionen
dienende Zuweisungen anderer öffentlicher Stellen, Gebühren) und die fortdauernden
Ausgaben (Personal- und Sachkosten, Energiekosten, Versicherungsbeiträge, Umlagen,
Kreditzinsen aus Vermögens- und Verwaltungshaushalt, Ausgaben für Sozialhilfe).
Mit den laufenden, jährlichen Einnahmen einer Gemeinde werden zunächst die
fortdauernden Ausgaben finanziert. Ein darüber hinaus übrig bleibender Betrag steht als
Finanzierungsanteil für Investitionen im Vermögenshaushalt zur Verfügung. Dieser Betrag,
um den die laufenden Einnahmen höher sind als die fortdauernden Ausgaben, wird als
Zuführungsrate an den Vermögenshaushalt übergeben und wirkt als Ausgabe im
Verwaltungshaushalt. Der Zuführungsbetrag muss mindestens so hoch sein, dass damit die
Kreditbeschaffungskosten und die ordentliche Tilgung von Krediten gedeckt werden können.

Vermögenshaushalt
Der Vermögenshaushalt enthält alle investiven Einnahmen oder Ausgaben der Gemeinde,
d.h. alle Finanzvorfälle, die das städtische Vermögen erhöhen oder vermindern. Der
Vermögenshaushalt umfasst z.B. die Ausgaben für den Straßenbau, den Erwerb von
Grundstücken oder Einnahmen aus dem Verkauf von städtischen Grundstücken.

264

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Finanzkennzahlen
Die dargestellten Finanzkennzahlen geben einen Überblick über die Struktur der Bilanz und
der Gewinn- und Verlustrechnung. Dabei ist eine Vergleichbarkeit der Unternehmen auf
Grund branchenbezogener Unterschiede oft eingeschränkt.

Anlagenintensität
Die Anlagenintensität gibt Auskunft über den Anteil des Vermögens, das langfristig
gebunden ist. Je höher die Anlagenintensität, desto höher sind in der Regel die fixen Kosten
in Form von Abschreibungen und Zinsbelastungen.

Cashflow
Der Cashflow gibt die Differenz zwischen Mittelzufluss (Einzahlungen) und dem Mittelabfluss
(Auszahlungen) während eines Geschäftsjahres an. Ein erwirtschafteter positiver Cashflow
(Einzahlungsüberschuss) kann für Investitionen, Kredittilgungen oder für Ausschüttungen an
die Gesellschafter verwendet werden.
Im Rahmen der indirekten Berechnung sind dem erwirtschafteten Jahresergebnis die nicht
auszahlungswirksamen Aufwendungen hinzuzurechnen und die nicht einnahmewirksamen
Erträge abzuziehen.
Der in den Kennzahlentabellen des Beteiligungsberichts angegebene Cashflow im engeren
Sinne wurde vereinfacht wie folgt ermittelt:

+
+

Jahresergebnis
Abschreibungen
Erträge aus der Auflösung von Sonderposten
Erträge aus der Auflösung empfangener Ertragszuschüsse
Aufwendungen aus der Zuführung zu Sonderposten

=

Cashflow

Eigenkapitalquote (Eigenmittelquote)
Die Eigenkapitalquote (Eigenmittelquote) sagt in erster Linie aus, zu welchem Anteil sich das
Unternehmen aus eigenen Mitteln finanziert.
Im Allgemeinen kann festgestellt werden, dass die finanzielle Stabilität umso größer ist, je
höher die Eigenkapitalquote (Eigenmittelquote) ausfällt. Dabei gilt es zu beachten, dass ein
optimales Verhältnis aus Eigenkapital (Eigenmitteln) und Fremdkapital auch unter den
Gesichtspunkten der Rentabilität und des Risikos zu sehen ist.
Als Berechnungsgrundlage zur Ermittlung der Eigenkapitalquote (Eigenmittelquote) wird das
wirtschaftliche Eigenkapital (die wirtschaftlichen Eigenmittel) herangezogen. Unter dem so
genannten wirtschaftlichen Eigenkapital versteht man dasjenige Kapital, das einem
Unternehmen tatsächlich als Eigenmittel zur Verfügung steht.

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

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Materialaufwandsquote
Die Materialaufwandsquote zeigt, welchen Anteil die Materialaufwendungen an der Gesamtleistung haben. Damit wird erkennbar, welche Rolle der Materialaufwand im Hinblick auf das
Ergebnis des Unternehmens spielt.

Personalaufwandsquote
Die Personalaufwandsquote zeigt, welchen Anteil die Personalaufwendungen an der
Gesamtleistung haben. Damit wird erkennbar, welche Rolle der Personalaufwand im Hinblick
auf das Ergebnis des Unternehmens spielt.
Die Personalaufwandsquote lässt Rückschlüsse auf die Arbeitsintensität zu. Es können sich
Verschiebungen zwischen Personal- und Materialaufwand ergeben, wenn Leistungen
verstärkt zugekauft werden. Je höher der Automatisierungsgrad ist, desto niedriger ist die
Personalaufwandsquote. Unternehmen im Dienstleistungsbereich dagegen, weisen
tendenziell eine höhere Personalaufwandsquote auf.

Vollzeitäquivalent (VZÄ)
Das Vollzeitäquivalent drückt den Zeitwert aus, den eine Vollzeit-Arbeitskraft (100 %)
innerhalb eines vergleichbaren Zeitraums erbringt (z. B. pro Tag). Ein Team von Arbeitskräften setzt sich oft aus personellen Ressourcen mit unterschiedlichem Beschäftigungsgrad
zusammen. Um die zeitliche Arbeitsleistung auszudrücken, kommt das Vollzeitäquivalent zur
Anwendung. Zwei Ressourcen mit 50 % Beschäftigungsgrad ergeben die Arbeitsleistung von
einer Vollzeitkraft. Das Vollzeitäquivalent bildet somit eine etablierte und standardisierte
Vergleichsgröße für das Benchmarking.

266

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Rechtsformen städtischer Unternehmen

Eigenbetrieb
Der Eigenbetrieb ist eine Rechtsform des Kommunalrechts, die - obwohl Teil der Gemeindeverwaltung - über eine vom Gemeindehaushalt getrennte, weitgehend nach den Grundsätzen des Handelsrechts ausgestaltete eigene Wirtschaftsplanung, Buchführung und
Rechnungslegung verfügt. Finanzwirtschaftlich gilt der Eigenbetrieb als Sondervermögen der
Kommune. An der Spitze des Eigenbetriebes steht eine Werkleitung. Dienstvorgesetzter aller
Beschäftigten des Eigenbetriebes ist der Oberbürgermeister. An wichtigen Entscheidungen
ist neben der kommunalen Verwaltungsspitze zumeist der Werkausschuss zu beteiligen, ein
Ausschuss des Stadtrates. Rechtliche Grundlage ist die Eigenbetriebsverordnung.

Kommunalunternehmen - Anstalt des öffentlichen Rechts
Dem Kommunalunternehmen können hoheitliche Aufgaben und Befugnisse übertragen
werden. Das Kommunalunternehmen ist organisatorisch und rechtlich völlig selbstständig,
verfügt über eine vom kommunalen Haushalt getrennte eigene Rechnungslegung, ist selbstständiges Steuersubjekt, hat mit dem Verwaltungsrat und dem Vorstand eine überschaubare
Organstruktur und verfügt über eigenes Personal, wobei das Personalvertretungsrecht
anwendbar ist. Rechtliche Grundlage ist die Verordnung über Kommunalunternehmen
(KUV).

Kapitalgesellschaft
Eine Stadt kann Aufgaben einer eigenen Gesellschaft übertragen oder sich an einem
Unternehmen in privatrechtlicher Form beteiligen. Unzulässig ist jedoch die Beteiligung an
Gesellschaften, bei denen die Haftung der Kommune betragsmäßig nicht beschränkt werden
kann. Privatrechtliche Unternehmen einer Gemeinde sind daher in der Regel Gesellschaften
mit beschränkter Haftung (GmbH) oder Aktiengesellschaften (AG). Die gebräuchlichste Form
ist die GmbH, da diese Rechtsform der Stadt bessere Möglichkeiten bietet, ihren Einfluss auf
die Unternehmenspolitik zu sichern: durch Regelungen im Gesellschaftsvertrag, durch die
Besetzung des Aufsichtsrates und vor allem durch das Weisungsrecht der Gesellschafterversammlung gegenüber der Geschäftsführung.

Zweckverband
Zweckverband ist eine Organisationsstruktur, um kommunale Zusammenarbeit zu organisieren, etwa im Sektorenbereich (z.B. bei der Abfallbeseitigung, Abwasserbeseitigung) oder
langfristige Regelungen (etwa in der Regionalplanung) umzusetzen. Auch wirtschaftliche
Unternehmen können nach dem bayerischen Gesetz über die kommunale Zusammenarbeit
als Zweckverbände geführt werden. Ebenso wie Eigenbetriebe gehören sie zu den öffentlichrechtlichen Unternehmensformen. Anders als beim Eigenbetrieb ist die Stadt jedoch nicht
der Träger, sondern Mitglied. Die Organe des Zweckverbandes sind die Verbandsversammlung und der Verbandsvorsitzende, zumeist auch ein Verbandsausschuss.
Zweckverbände besitzen somit eine eigene Rechtspersönlichkeit, im Gegensatz zum
Eigenbetrieb.
Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

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Abkürzungsverzeichnis
Allgemein
AöR
GbR
HGB
GVZ
gGmbH
GmbH
KG
ÖPNV
VZÄ
ZV

Anstalt des öffentlichen Rechts
Gesellschaft des bürgerlichen Rechts
Handelsgesetzbuch
Güterverkehrszentrum
gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Kommanditgesellschaft
Öffentlicher Personennahverkehr
Vollzeitäquivalent
Zweckverband

Unternehmen
COM-IN
DGZ
DLGM
EGZ
GKO
GVZ
GWG
GPI
IFG
INKB
INKoBau
INVA
INVG
IGEV
ISG
LGI
MVZ
PRI
SBI
SWI
UTW

COM-IN Telekommunikations GmbH
brigk Digitales Gründerzentrum der Region Ingolstadt GmbH
Dienstleisungs- und Gebäudemanagement Klinikum Ingolstadt GmbH
Existenzgründerzentrum Ingolstadt GmbH
Georgisches Kammerorchester Ingolstadt Konzertgesellschaft mbH
GVZ Konsolidierungszentrum Betreibergesellschaft mbH
Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt GmbH
Gesundheitspartner IngolStadtLandPlus GmbH
IFG Ingolstadt AöR
Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR
Ingolstädter Kommunalbauten GmbH & Co. KG
Gemeinnützige Ingolstädter Veranstaltungs GmbH
Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH
Infrastruktur und Gewerbeimmobilien Entwicklungs-/Verwaltungs GmbH
Infrastrukturelle Gewerbeimmobilien GmbH
LGI Logistikzentrum im Güterverkehrszentrum Ingolstadt Betreibergesellschaft mbH
Medizinisches Versorgungszentrum Klinikum Ingolstadt GmbH
Planungsverband Region Ingolstadt
Stadtbus Ingolstadt GmbH
Stadtwerke Ingolstadt
UTW Planungs-, Bau- und Besitzgesellschaft f. umwelttechn. Werke Ingolstadt mbH

Zweckverbände
DH
KhZVI
MVA
PRI
VGI
ZKA
ZRF

268

Zweckverband Donauhalle Ingolstadt
Krankenhauszweckverband Ingolstadt
Zweckverband Müllverwertungsanlage Ingolstadt
Planungsverband Region Ingolstadt
Zweckverband Verkehrsgemeinschaft Region Ingolstadt
Zweckverband Zentralkläranlage Ingolstadt
Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Region Ingolstadt

Beteiligungsbericht 2018 der Stadt Ingolstadt

Impressum:
Herausgegeben von der Stadt Ingolstadt
Rathausplatz 2, 85049 Ingolstadt
Redaktion: Beteiligungsmanagement
© Oktober 2018
Elektronisch verfügbar unter: www.ingolstadt.de
Kontakt: beteiligungsmanagement@ingolstadt.de
Druckerei: Printservice Ingolstadt, Tillystr. 19, 85051 Ingolstadt
Titelbild: Deutsches Medizinhistorisches Museum © Stadt Ingolstadt / Thomas Michel
Bildnachweis bei den jeweiligen Unternehmen
Bild IN-Campus GmbH, Seite 103: © AUDI AG
Bild Stadthäuser an der Donau, Seite 151: © Horst Schalles
Bild Sanierung Georgianum, Seite 151: © Lightcatchers
Bild Kontaktloses Bezahlen, Seite 163: © DSV Deutscher Sparkassen Verlag
Bild Sparschwein, Seite 163: © Stadt Ingolstadt / Wolfgang Friedl
Bild Geldfächer, Seite 163: © Stadt Ingolstadt / Wolfgang Friedl
Bild OP-Räume Klinikum Ingolstadt, Seite 175: © Bertram Solcher
Bild Rettungsfahrzeuge, Seite 175: © Christiane Körner, BRK Ingolstadt
Bild Landesgartenschaugelände, Seite 241: © Horst Schalles
Bild Georgisches Kammerorchester, Seite 241: © Schrägformat

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