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Full text: Beteiligungsbericht (Rights reserved) Ausgabe 2013 (Rights reserved)

Vorwort Die Stadt Ingolstadt erfüllt eine Vielzahl ihrer öffentlichen Aufgaben über 47 eigenständige, wirtschaftliche Unternehmen, an denen sie unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist. Ein Blick auf das breite Aufgabenspektrum verdeutlicht die tagtäglich erlebbare hohe Bedeutung der kommunalen Unternehmen für unsere Stadt. Sie sind zuverlässige Dienstleister in der Energie- und Trinkwasserversorgung, der Abfall- und Abwasserentsorgung, bei Krankenhaus- und Pflegeleistungen, im öffentlichen Personennahverkehr, fördern Wirtschaft und Beschäftigung und stellen bezahlbaren Wohnraum und attraktive Freizeitanlagen zur Verfügung. Der Beteiligungsbericht legt das Leistungsangebot der Unternehmen im Einzelnen dar und zeigt den hierfür erforderlichen Mitteleinsatz auf. Darüber hinaus geht er auf das gebundene Vermögen und dessen Finanzierung ein und beschreibt die künftige weitere Unternehmensentwicklung. Der jährliche Beteiligungsbericht unterstützt mit seinen Informationen die kommunalen Mandatsträger bei der Steuerung und Überwachung der ausgegliederten Aufgabenbereiche. Interessierten Bürgerinnen und Bürgern gibt er einen umfassenden Einblick in ihr „Bürgervermögen“. In 2012 beschäftigten die ortsansässigen städtischen Unternehmen 5.061 Arbeitnehmer und boten 381 Auszubildenden eine interessante Perspektive in unterschiedlichsten Berufen. Die kommunalen Unternehmen investierten in ihre Anlagen 139 Mio. EUR, vereinnahmten für ihre Leistungen 686 Mio. EUR und bewirtschafteten ihr Vermögen von 1,42 Mrd. EUR aufgabenorientiert. Als Arbeitgeber, Dienstleister, Auftraggeber für die Privatwirtschaft und auch Steuerzahler leisten sie einen wertvollen Beitrag für die Entwicklung unserer Stadt. Die nachhaltige Sicherung der hochwertigen Lebensbedingungen zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger Ingolstadts werden die Unternehmen weiter konsequent verfolgen. Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den Geschäftsleitungen gilt mein herzlicher Dank für ihre erfolgreiche Arbeit und ihren lohnenden Einsatz für unsere Stadt. Ingolstadt, im Oktober 2013 Dr. Alfred Lehmann Oberbürgermeister Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 1 INHALTSVERZEICHNIS Gemeinsam zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger Die kommunalen Unternehmen im Überblick Beitrag der Tochterunternehmen für eine hohe Lebensqualität Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Konzernstruktur Kenngrößen städtischer Beteiligungen Veröffentlichung der Bezüge der geschäftsführenden Organe 5 6 8 13 20 22 24 Ver- und Entsorgung Konzernabschluss Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR BioIN GmbH Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH reginova GmbH Bayerngas GmbH MVV Trading GmbH Windpark Riegenroth GmbH &. Co. KG COM-IN Telekommunikations GmbH Zweckverband Zentralkläranlage Ingolstadt Zweckverband Müllverwertungsanlage Ingolstadt UTW Planungs-, Bau- und Besitzgesellschaft für umwelttechn. Werke Ingolstadt mbH 25 26 33 43 47 53 60 65 68 76 79 80 85 89 95 Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung, Touristik IFG Ingolstadt AöR LGI Logistikzentrum im GVZ Ingolstadt Betreibergesellschaft mbH GVZ Konsolidierungszentrum Betreibergesellschaft mbH ISG Infrastrukturelle Gewerbeimmobilien GmbH Existenzgründerzentrum Ingolstadt GmbH in-arbeit GmbH Ingolstadt Tourismus und Kongress GmbH Zweckverband Donauhalle Ingolstadt Planungsverband Region Ingolstadt 99 100 110 114 117 119 123 127 130 132 Wohnungsbau Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt GmbH 2 133 134 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Finanzdienstleistungen Zweckverband Sparkasse Ingolstadt Sparkasse Ingolstadt AöR 139 140 141 Gesundheit, Pflege, Rettungsdienst Konzernabschluss Krankenhauszweckverband Ingolstadt Krankenhauszweckverband Ingolstadt Klinikum Ingolstadt GmbH Medizinisches Versorgungszentrum Klinikum Ingolstadt GmbH Beteiligungsgesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH Dienstleistungs- und Gebäudemanagement Klinikum Ingolstadt GmbH Betreibergesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH Kardio-CT GmbH & Co. KG CT 64 Verwaltungs-GmbH Alten- und Pflegeheim Klinikum Ingolstadt GmbH APG – Alten- und Pflegeheim Geschäftsführungsgesellschaft mbH Klinikum Ingolstadt – Ambulante Pflege- und Nachsorge GmbH Elisabeth Hospiz Ingolstadt GmbH SAPV Region 10 GmbH GPI Gesundheitspartner IngolStadtLandPlus GmbH Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Region Ingolstadt 147 148 151 157 165 168 170 172 174 176 177 181 182 184 186 188 189 Öffentlicher Personennahverkehr Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH KVB Ingolstadt GmbH IN-BUS GmbH Zweckverband Verkehrsgemeinschaft Region Ingolstadt Busverkehr Schwaben GbR beka GmbH 193 194 199 203 206 208 209 Freizeit, Kultur, Bildung Stadtwerke Ingolstadt Freizeitanlagen GmbH Georgisches Kammerorchester Ingolstadt Konzertgesellschaft mbH Zweckverband Gymnasium Gaimersheim Allgemeine Angaben Abkürzungsverzeichnis Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 211 212 218 220 222 228 3 4 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Gemeinsam zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger Die Stadt Ingolstadt erbringt vielfältige Leistungen für ihre Bürgerinnen und Bürger in unterschiedlichen Organisationsformen innerhalb und außerhalb des städtischen Haushalts. Zahlreiche ihrer öffentlichen Aufgaben hat die Stadt auf Zweckverbände, Anstalten des öffentlichen Rechts und Gesellschaften des privaten Rechts übertragen, um diese gemeinsam mit anderen Gebietskörperschaften, aber auch zusammen mit privaten Gesellschaften erbringen zu können. Hierbei handelt es sich in erster Linie um Leistungen, für die kostendeckende Entgelte erhoben werden können. Dies sind insbesondere die Energie- und Wasserversorgung, die Abwasser- und Abfallentsorgung, die Wirtschaftsförderung und Wohnraumbereitstellung sowie Gesundheit und Pflege. Die Stadt ist an 47 Unternehmen unmittelbar oder mittelbar - davon an 27 mehrheitlich - beteiligt. Der Haushalt der Stadt Ingolstadt umfasst neben der Verwaltung im Wesentlichen die Leistungserbringung, die über das Steueraufkommen finanziert werden muss wie z.B. Erziehung, Schule, Straßenbau und Kultur. Eckdaten 2012 der Stadt Ingolstadt Investitionen Gesamtvermögen Eigenmittel Einnahmen Mitarbeiter Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR Beschäftigte davon Auszubildende Mehrheitsbeteiligungen 139 1.421 441 686 5.061 381 262 500 2.125 85 83 Haushalt Die Beschäftigten der Stadt und ihrer Unternehmen sorgen mit ihren vielfältigen Leistungen gemeinsam für eine hohe Lebensqualität in Ingolstadt und der Region. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 5 Die kommunalen Unternehmen im Überblick Die kommunalen Unternehmen tätigen umfangreiche Investitionen ausgerichtet auf folgende Ziele der Stadt Ingolstadt: • • • • • • • • • • Sichere und nachhaltige Energie- und Wasserversorgung Ausbau erneuerbarer Energien Zuverlässige, wertstofforientierte Entsorgungswege Flächendeckende Glasfasererschließung in Ingolstadt Wirtschaftsfreundliche Infrastruktur zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen Förderung von Geschäfts- und Freizeit-Tourismus Sozialverträgliche Wohnraumbereitstellung Qualitativ hochwertige klinische und pflegerische Versorgung vor Ort Bedarfsgerechter Ausbau des ÖPNV Attraktives Freizeitangebot Für die ökologisch wertvolle Nutzung der Abwärme der Raffinerie Gunvor wurden in den Jahren 2009 bis 2011 Anlagen im Gesamtwert von rund 23 Mio. EUR errichtet. BioIN übernahm im September 2012 zu Gesamtkosten von 10 Mio. EUR eine Biomüllvergärungsanlage. In Unterstall errichteten die Stadtwerke ein Biomassekraftwerk für 3 Mio. EUR. Für die Beteiligung an Windparks im Hunsrück sind 2013/14 8 Mio. EUR vorgesehen. Für den Ausbau des Strom- und Gasnetzes sowie insbesondere auch der Wärme- und Kälteversorgungsanlagen werden jährlich rund 11 Mio. EUR ausgegeben. 6 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Bei der Abwasserbeseitigung steht die verstärkte Sanierung der Abwassersammelkanäle mit jährlichen Ausgaben von rund 9 Mio. EUR im Vordergrund. In den Ausbau des Wassernetzes werden jährlich rund 4 Mio. EUR investiert werden. Die COM-IN erschließt seit 2009 auch Privathaushalte mit Glasfaser. 9.000 Gebäude wurden seither mit Investitionskosten von 34 Mio. EUR angeschlossen. Die Fortsetzung des flächendeckenden Ausbaus sieht den Anschluss weiterer 16.000 Gebäude bis Ende 2019 mit jährlichen Investitionsausgaben von rund 13 Mio. EUR vor. Im Bereich Wirtschaftsförderung investiert die IFG seit 2008 in die Erweiterung des Güterverkehrszentrums. In Grunderwerb, den Hallenbau sowie die notwendige Verkehrsinfrastruktur flossen bis 2012 rund 167 Mio. EUR. Mit der Planung des Kongresszentrums auf dem Gießereigelände, für das der Stadtrat Mittel von 38 Mio. EUR bewilligt hat, wurde begonnen. Es soll 2016 in Betrieb gehen. Von 2010 bis 2012 wurden für die Sanierung der Theatertiefgarage 6 Mio. EUR verausgabt. Der Nordbahnhof wurde für 13 Mio. EUR mit einem Bürogebäude und einem Parkhaus, das mit 250 Stellplätzen im Frühjahr 2012 in Betrieb ging, zu einer modernen Verkehrsdrehscheibe ausgestaltet. Mit dem Bau einer weiteren Tiefgarage auf dem Gießereigelände (800 Stellplätze) wurde in 2012 begonnen, die mit Gesamtinvestitionskosten von 38 Mio. EUR bis 2014 fertiggestellt werden wird. Auf der Ostseite des Hauptbahnhofes ist auch eine Ergänzung des Parkangebots mit einem Parkhaus (200 Stellplätze) vorgesehen. Im Mai 2010 wurde der für 7 Mio. EUR neu errichtete Busbetriebshof am Nordbahnhof bezogen. Darüber hinaus wurden beim ÖPNV in den Jahren 2010 bis 2013 57 neue Busse angeschafft. Für 2014 ist die Neubeschaffung weiterer 11 Busse geplant. Seit 2012 wird in den Aufbau eines rechnergestützten Betriebsleitsystem investiert, das zusammen mit den elektronischen Echtzeit-Fahrgastinformationstafeln im Herbst 2013 sukzessiv in Betrieb gehen wird. Nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen in den letzten Jahren beabsichtigt die GWG nunmehr jährlich zusätzlich 100 neue Wohnungen zur Verbesserung der Wohnraumsituation in Ingolstadt auf den Markt zu bringen. Im Bereich Gesundheit wurde 2010 die Neugestaltung des Notfallzentrums abgeschlossen und die Reiserklinik erworben. In 2011 wurde mit dem Neubau eines Pflegeheims mit 180 Plätzen auf dem Areal des Klinikums begonnen, der im Herbst 2013 fertig gestellt wird. Die kommenden Jahre sind geprägt von der Generalsanierung des Klinikums. Für den ersten Bauabschnitt bis 2017 sind 100 Mio. EUR veranschlagt. Bei den Freizeitanlagen wurde in 2011/12 ein Blockheizkraftwerk am Hallenbad Südwest errichtet. In 2014 werden weitere Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen an der Saturn-Arena und am Wonnemar entstehen. Mit dem Bau des Sportbades auf dem Gelände des ehemaligen Eisstadions an der Jahnstraße wird 2014 begonnen. Die Fertigstellung wird bis Ende 2015 zu Gesamtkosten von 21 Mio. EUR angestrebt. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 7 Beitrag der Tochterunternehmen für eine hohe Lebensqualität Ver- und Entsorgung  Trinkwasser in bester Qualität aus 12 Brunnen und vier Wasserwerken in Ingolstadt zu niedrigem Preis  Zuverlässige Abwasserentsorgung garantiert hohe Qualität des Grundwassers  Wöchentliche Reinigung von 310 km Wege/Straßen  Salzarmer Winterdienst auf 630 km Straßen und Radwegen sowie an 550 Bushaltestellen und 1.300 Gefahrenstellen  Wertstofforientierte Entsorgung von 40.000 t Hausmüll/Jahr im „Drei-Tonnen-System“ mit 13 Müllfahrzeugen  Restmüllverwertung in der Müllverbrennungsanlage, die Strom für 17.000 und Wärme für 43.000 Einfamilienhäuser erzeugt  Stromerzeugung aus regenerativen Energien in der Biomüllgasanlage Unterstall, der Biomüllvergärungsanlage in Stammham und in Windparks im Hunsrück, an denen sich die Stadtwerke beteiligt haben  Ausbau Wärmeversorgung unter Nutzung der Abwärme der Raffinierie Gunvor und der Müllverwertungsanlage spart 70.000 Tonnen CO2  Sichere Strom- und Gasversorgung mit Service vor Ort wird geschätzt; Kundencenter jetzt auch in der Innenstadt  90 % der angeschlossenen Haushalts- und Kleinkunden beziehen Strom und Gas von den Stadtwerken  Kostenfreier Glasfaseranschluss bis 2019 flächendeckend in Ingolstadt; bereits jetzt nutzen 1.000 Kunden die Glasfaserdienste Internet, Telefonie und TV zum attraktiven Preis der COM-IN 8 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Wirtschafts- und Tourismusförderung  Vermietung des Güterverkehrszentrums, das 4.500 Arbeitsplätze bietet  Umfangreiches Parkangebot mit 9.000 Stellplätzen 4 Tiefgaragen und 3 Parkplätze in der Innenstadt je ein Parkhaus am Haupt- und Nordbahnhof 3 Parkplätze am Audi-Sportpark  Erschließung/Abverkauf Pionierkasernengelände zur Schaffung von Wohnraum für 1.500 Bewohner  Beschäftigungsförderung durch Modellprojekt „Bürgerarbeit“ – 26 Maßnahmen mit 108 Plätzen  Neuerschließung Gießereigelände mit Hotel- und Kongresszentrum, Audi-Akademie und Tiefgarage  1.040 Stadtführungen/Jahr mit rd. 19.000 Teilnehmern Wohnungsbau  6.588 Wohnungen in den letzten 10 Jahren fast vollständig modernisiert und energetisch saniert  11 % Marktanteil in Ingolstadt  54 % der Wohnungen öffentlich gefördert  Sozialverträgliche bezahlbare Durchschnittsmiete von 4,50 EUR/qm, die weit unter dem Bundesdurchschnitt von 6,50 EUR/qm liegt  Verbesserung der Wohn- und Lebensbedingungen im Konrad- und Augustinviertel im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Soziale Stadt“  Neubau von 600 zusätzlichen Wohnungen bis 2017 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 9 Finanzdienstleistungen  Sparkasse Ingolstadt „Beste Bank Ingolstadts“ ausgezeichnet vom Fachmagazin Focus Money im September 2013  Große Zufriedenheit und hohes Vertrauen der Kunden in ihre Sparkasse Ingolstadt  Kundeneinlagen 2,6 Mrd. EUR  Umfangreiche Unterstützung von Projekten in den Bereichen Bildung, Kultur, Umwelt, Soziales, Sport Gesundheit, Pflege, Rettungsdienst  Im Klinikum Ingolstadt – in guten Händen  unter den Top 100 der „Focus“-Bestenliste  Somatik und Psychiatrie mit 1.118 Betten; hohe Expertise in allen Kerndisziplinen  Behandlungen im Klinikum: o 40.000 stationäre Patienten o 72.500 ambulante Patienten  22.200 Operationen und 2.100 Geburten  Nach 30 Jahren Betrieb steht nun ab 2014 - 17 die Generalsanierung mit dem 1. Bauabschnitt an  Medizinisches Schulzentrum, 600 Ausbildungsplätze  Medizinisches Versorgungszentrum mit 7 Praxen versorgt rund 23.000 Patienten  Neues Pflegeheim angebunden an das Klinikum geht mit 180 Plätzen im Oktober 2013 in Betrieb  Sterbebegleitung stationär im Hospiz oder ambulant in häuslicher Umgebung  Integrierte Leitstelle koordiniert 56.000 Einsätze/Jahr Zweckverband Rettungsdienst 10 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Öffentlicher Personennahverkehr  54 Buslinien auf einer Länge von 790 km mit 871 Haltestellen  Werktäglich mehr als 50.000 Fahrgäste  100 moderne umweltfreundliche Busse, Durchschnittsalter 4,5 Jahre, und seit Sept. 2013 auch 3 Hybridbusse erbringen 2/3 der Fahrleistung von 5,8 Mio. km /Jahr  Nahverkehrsdrehscheibe nun auch am Nordbahnhof mit angrenzendem neuen Betriebshof  Seit 2013 Zusatzlinien für bessere Audi-Anbindung  Seit Aug 2013 im Stundenakt zum Flughafen München  Ab Herbst 2013 Echtzeit-Fahrgastinformationstafeln  Einführung Gemeinschaftstarif in Vorbereitung Freizeit, Kultur, Bildung  Nach umfangreicher Sanierung attraktives, familienfreundliches Freibad lockt bei gutem Wetter mittlerweile 150.000 Badegäste/Saison  Multifunktional nutzbare Saturn-Arena mit Zweiter Eishalle, Heimat des ERCI Ingolstadt, 96 Veranstaltungen/Jahr aus Sport/Unterhaltung/Messe, mehr als 60.000 begeisterte Eisläufer/Saison  Hallenbad Südwest wird derzeit umfangreich saniert  Neues Sportbad an der Jahnstraße ab 2016  57 Konzerte des Kammerorchesters/Jahr  120 Ingolstädter Schüler besuchen das Gymnasium in Gaimersheim Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 11 Die Stadt Ingolstadt ist an 47 (Vorjahr 50) Unternehmen unmittelbar oder mittelbar beteiligt. Beteiligung Stadt > 50 % ≤ 50 % Gesamt unmittelbar mittelbar Insgesamt Zweckverband 4 5 9 9 0 9 AöR 3 0 3 2 1 3 GmbH 20 12 32 2 30 32 KG / GbR 0 3 3 0 3 3 gesamt 27 20 47 13 34 47 Die beiden Schaubilder auf den Seiten 20 und 21 veranschaulichen die Struktur der unmittelbaren und mittelbaren Beteiligungen unter Angabe des wirtschaftlichen Anteils bzw. der Stimmrechte der Stadt Ingolstadt. Um die Vertriebsaktivitäten zu bündeln und mit Energiedienstleistungen nach außen einheitlich aufzutreten wurde die reginova GmbH mit Wirkung zum 01.10.2012 mit ihrem Vermögen und ihrer Geschäftstätigkeit, die fortgeführt wird, in die Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH eingegliedert. Um in der Erbringung der Fahrleistungen und in der Nutzung des ab Herbst 2013 zum Einsatz kommenden rechnergestützten Betriebsleitsystems effektiver zusammenarbeiten zu können, wurde mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.10.2012 die Geschäftstätigkeit der IN-BUS GmbH und der KVB Ingolstadt GmbH in einem Unternehmen zusammengefasst, das unter Stadtbus Ingolstadt GmbH firmiert. Die von der KVB Ingolstadt GmbH und IN-BUS GmbH gehaltenen Anteile am VRI Verkehrsverbund Region Ingolstadt GmbH von jeweils 5,39 % wurden Ende 2012 aufgegeben. Dies war erforderlich, um eine erfolgreiche Einführung des Gemeinschaftstarifes in der Region 10 mit allen Konzessionären und auch unter Einbeziehung der Eisenbahnverkehrsunternehmen auf vertraglicher Basis zu ermöglichen. 12 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Um einen Gesamtüberblick über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu geben, wurden für die 27 städtischen Mehrheitsbeteiligungen nach den Grundsätzen für die Aufstellung eines Konzernabschlusses die wichtigsten Kenngrößen erhoben. Die Sparkasse wird aufgrund des nicht vergleichbaren Vermögens- und Kapitalaufbaus - wie auch bei anderen Gesamtabschlüssen von Kommunen - nicht einbezogen. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage In einem ersten Schritt werden die Einzelwerte der Gesellschaften aufsummiert. Anschließend werden dann Verflechtungen der Gesellschaften untereinander eliminiert. Dies sind Forderungen und Verbindlichkeiten, die zwischen den Gesellschaften bestehen (Schuldenkonsolidierung). Ferner sind es Erlöse, die die Gesellschaften untereinander aus dem Leistungsaustausch erzielen (Aufwands- und Ertragskonsolidierung). Auch beim Eigenkapital sind Doppelerfassungen bei Mutter- und Tochtergesellschaft abzuziehen (Kapitalkonsolidierung). Ziel dieser Maßnahmen ist es, eine Aufblähung der Vermögens- und Kapitalstruktur und auch der Erträge zu vermeiden. Für die Minderheitsbeteiligungen wird nach den EquityKonsolidierungsgrundsätzen der Kapitaleinsatz berücksichtigt. Dies gilt insbesondere für den Zweckverband Müllverwertungsanlage, der mit dem Eigenkapitalanteil der Stadt Ingolstadt berücksichtigt wird. Zur Ableitung der zusammengefassten Kenngrößen aus der sich daran anschließenden Detaildarstellung der Unternehmen verweisen wir im Einzelnen auf die Seiten 22 und 23. Die wesentlichen Kenngrößen zeigen die Bedeutung der städtischen Unternehmen: Beteiligungen der Stadt Ingolstadt Investitionen Gesamtvermögen davon langfristiges Anlagevermögen Eigenmittel Anteil am Gesamtvermögen 2012 Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR % 2011 139 165 1.439 1.217 425 30% 2010 185 1.364 1.124 435 32% 1.421 1.196 441 31% davon Eigenkapital der Stadt Ingolstadt Kreditvolumen davon bereit gestellt durch die Stadt Ingolstadt davon nicht rentierliche Schulden Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR 206 807 148 54 186 863 161 54 192 786 133 53 Umsatzerlöse Mitarbeiter Mio. EUR Beschäftigte 686 5.061 633 5.131 603 4.966 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 13 Die städtischen Gesellschaften als eine „Einheit“ weisen die nachfolgende Vermögens- und Kapitalstruktur im Vorjahresvergleich auf: Das Vermögen der kommunalen Unternehmen ist in 2012 mit 1,421 Mrd. EUR nach Jahren des investitionsbedingten Wachstums nicht weiter gestiegen. Das langfristig gebundene Anlagevermögen hat einen Anteil von 84 % am Gesamtvermögen. Es ging trotz der in 2012 getätigten Investitionen von 139 Mio. EUR im Vorjahresvergleich um 21 Mio. EUR auf 1,196 Mrd. EUR zurück, da, neben den Abschreibungen für den Werteverzehr, im Güterverkehrszentrum Gewerbegrundstücke verkauft und Hallenmitfinanzierungen abgelöst wurden. Das langfristig gebundene Vermögen von 1.196 Mio. EUR setzte sich wie folgt zusammen: 14 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Die kommunalen Unternehmen finanzierten ihr Vermögen zu 31 % über Eigenmittel, die im Vorjahresvergleich um 16 Mio. EUR auf 441 Mio. EUR angestiegen sind. Die Eigenmittel enthalten mit 268 Mio. EUR Eigenkapital, das den Unternehmen von der Stadt Ingolstadt mit 205 Mio. EUR und von Fremdgesellschaftern mit 63 Mio. EUR überlassen ist. Das Eigenkapital ist in 2012 um 20 Mio. EUR gestiegen. Dies beruht neben den erwirtschafteten Gewinnen der IFG und der GWG, die nicht ausgeschüttet werden, auf den Kapitaleinlagen der Gesellschafter. Die Stadt Ingolstadt leistete in 2012 an INKB für den Bereich Freizeit und Verkehr Betriebskostenzuschüsse von 3,8 Mio. EUR und Investitionskostenzuschüsse von 2,1 Mio. EUR. Weitere eigenkapitalstärkende Einlagen gingen an die IFG (2,4 Mio. EUR) und an den Krankenhauszweckverband (2,8 Mio. EUR). Eigenkapitalähnlichen Charakter haben auch die öffentlichen Zuschüsse im Gesundheitswesen sowie die Beiträge und Kapitalzuschüsse der Anschlussnehmer im Bereich Ver- und Entsorgung. Diese sind infolge von Auflösungen in 2012 um 4 Mio. auf 173 Mio. EUR zurückgegangen. Über Kredite finanzieren die kommunalen Unternehmen ihre Investitionen und ihr Anlagevermögen grundsätzlich nur dann, wenn kostendeckende Einnahmen aus den Maßnahmen erzielt und damit Zins und Tilgung aus diesen Einnahmen gedeckt werden können (= rentierliche Schulden). Sofern keine kostendeckenden Entgelte von den Nutzern erhoben werden können, stellt die Stadt Ingolstadt aus dem städtischen Haushalt die erforderlichen Finanzmittel bereit. Dies wird für das geplante Kongresszentrum der Fall sein. Auch für das Fahrgastinformationssystem und das rechnergestützte Betriebleitsystem beim ÖPNV sowie für das Sportbad wird die Stadt Eigenmittel an INKB übertragen. INKB wird die Finanzmittel nicht an die Gesellschaften weiterleiten, da sonst die Abschreibungen und Zinsen nicht vollumfänglich steuermindernd geltend gemacht werden können. Die INVG und die Stadtwerke Ingolstadt Freizeitanlagen finanzieren ihre Anlagen daher über Kredite. Zins und Abschreibung (= Tilgung) werden ihnen über den jährlichen Defizitausgleich von INKB zur Verfügung gestellt. Die städtischen Gesellschaften verfügen – mit Ausnahme der Bereiche ÖPNV und Freizeitanlagen – somit nur über rentierliche Schulden. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 15 Die kommunalen Unternehmen haben in 2012 ihre Kreditinanspruchnahme um 56 Mio. EUR auf 807 Mio. EUR zurückgeführt. Die Kreditentwicklung stellt sich wie folgt dar: Im Bereich Ver- und Entsorgung werden für die Wasserversorgung, die Abwasser- und Abfallentsorgung kostendeckende Gebühren erhoben, mit denen die zur Finanzierung der Investitionen aufgenommenen Kredite getilgt werden. Darüber hinaus kreditfinanziert ist der Ausbau der Strom- und Gasnetze, deren kostenorientierte Nutzungsentgelte staatlich reguliert sind. Im Bereich der Wärmeversorgung hingegen müssen die kreditfinanzierten Investitionen von 23 Mio. EUR zur Abwärmevermarktung über - im Vergleich zu anderen Energieträgern - wettbewerbsfähige Preise am Markt verdient werden. Bis Ende 2012 stieg die Kreditaufnahme für den Glasfaserausbau auf rund 10 Mio. EUR. Die IFG hat in 2012 ihre Verschuldung um 90 Mio. EUR auf 347 Mio. EUR reduziert. Dies resultiert insbesondere aus dem Verkauf von Gewerbegrundstücken und der Auflösung von Mitfinanzierungen im Güterverkehrszentrum bei der LGI GmbH. Ende 2012 beläuft sich der zur Finanzierung des Güterverkehrszentrums noch bestehende Kreditbestand auf rund 255 Mio. EUR. Ein weiterer Teilbetrag von rund 30 Mio. EUR wird zur Finanzierung noch ausstehender Kaufpreiszahlungen aus abverkauften Grundstücke beansprucht. Im Übrigen dienen die Kredite im Wesentlichen der Finanzierung der Parkeinrichtungen und der Vorratsgrund-stücke. Die nach 10 Jahren in 2012 weitgehend abgeschlossene Sanierung des nahezu kompletten Wohnungsbestandes sowie der Grunderwerb und die verstärkten Neubaumaßnahmen erforderten bei der GWG eine wachsende Inanspruchnahme von Krediten. Die Kredite des Klinikums betreffen neben dem vermieteten Ärztehaus und dem Geriatriezentrum insbesondere das neu errichtete Pflegeheim. 16 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Im Bereich ÖPNV wurden die Kredite insbesondere zur Finanzierung der Busflotte und des Busbetriebshofes beansprucht. Da die INVG für ihre Fahrleistungen keine kostendeckenden Erlöse von den Fahrgästen erheben kann, benötigt sie zur Tilgung dieser Kredite Ausgleichszahlungen aus dem städtischen Haushalt. Daher stellen die Kredite im ÖPNV nicht rentierliche Schulden dar. Zur Finanzierung der Freizeitanlagen Saturn-Arena mit Zweiter Eishalle, der Sanierung des Freibades und des an den Betreiber des Wonnemars verpachteten Grund und Bodens bestehen Kreditaufnahmen von 22 Mio. EUR. Die Tilgung dieser Darlehen nimmt die Stadtwerke Ingolstadt Freizeitanlagen nur über mittelbare Verlustausgleichszahlungen aus dem städtischen Haushalt vor. Diese nicht rentierlichen Schulden sind daher ebenfalls der Verschuldung der Stadt Ingolstadt vollumfänglich zuzurechnen. Die kommunalen Unternehmen beanspruchten Ende 2012 ihre Kredite von 807 Mio. EUR in Höhe eines Teilbetrages von 148 Mio. EUR bei der Stadt Ingolstadt, die damit einen Teilbetrag ihrer gesamten Liquiditätsüberschüsse von 310 Mio. EUR anlegte. Weitere 61 Mio. EUR stammten aus Geldanlagen des Zweckverbandes Müllverwertungsanlage. Für Bankkredite der kommunalen Unternehmen bestehen teilweise Bürgschaften sowie Patronatserklärungen, mit denen die Stadt Ingolstadt den Kreditinstituten eine ausreichende finanzielle Ausstattung der Unternehmen zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen zusichert. Bürgschaften/ Ausleihungen Patronatsder Stadt erklärungen der Stadt TEUR TEUR Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR BioIN GmbH Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH Stadtwerke Ingolstadt Netze und Energie sowie reginova GmbH Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH, KVB Ingolstadt GmbH, IN-BUS GmbH Stadtwerke Ingolstadt Freizeitanlagen GmbH COM-IN Telekommunikations GmbH IFG Ingolstadt AöR Existenzgründerzentrum Ingolstadt GmbH Klinikum Ingolstadt GmbH und Töchter Zweckverband für Rettungsdienst u. Feuerwehralarmierung Region IN Gemeinützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt mbH per 31.12.2012 per 31.12.2011 17.675 1.685 11.500 30.000 8.000 1.500 2.500 44.654 0 6.930 485 23.215 148.144 160.950 6.717 0 0 0 0 33.720 0 87.961 2.560 0 0 6.808 137.766 158.696 Das bestehende übrige Fremdkapital von 173 Mio. EUR betrifft insbesondere kurzfristige Verbindlichkeiten aus Leistungs- und Warenbezügen sowie Rückstellungen. Diesen kurzfristig zu erfüllenden Verpflichtungen steht in ausreichendem Umfang liquides kurzfristiges Vermögen von TEUR 225 gegenüber, so dass hieraus grundsätzlich keine weitere Kreditverschuldung erwächst. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 17 Die Ertragslage der kommunalen Unternehmen ist von einer kostenbewussten, am Gemeinwohl orientierten Aufgabenerledigung und nicht von Gewinnstreben geprägt. Der Unternehmensverbund Ingolstädter Kommunalbetriebe weist in 2012 einen Gewinn von TEUR 9.311 auf. Nach Abzug der den Fremdgesellschaftern zustehenden Gewinnanteilen aus den Bereichen Energieversorgung (48,4 %) und Telekommunikation (25 %) sowie Biomüllvergärung (49 %) verbleibt ein auf die Stadt Ingolstadt entfallender Überschuss von TEUR 55. Die Bereiche Wasserversorgung, Abfall- und Abwasserentsorgung sowie Straßenreinigung erheben für ihre Leistungen kostendeckende Gebühren und Beiträge nach dem Kommunalabgabengesetz (KAG). Aus den Gebührensparten resultiert ein Überschuss von TEUR 1.855, der aus der zum 01.10.2011 wirksam gewordenen Erhöhung der Abwassergebühr stammt, um die in Vorjahren angefallene Kostenunterdeckung auszugleichen. COM-IN und BioIN haben ihre Gewinne von TEUR 594 und von TEUR 29 aus Finanzierungsgründen einbehalten und nicht an INKB ausgeschüttet. Die Verluste aus dem Betrieb des öffentlichen Personennahverkehrs und der Freizeitanlagen decken die Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR aus ihren anteiligen Gewinnansprüchen aus dem Bereich Energieversorgung (51,6 %) unter Nutzung des steuerlichen Querverbundes. Soweit die Verluste die Gewinnansprüche einschließlich Steuerersparnis übersteigen, ist die Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR zum Verlustausgleich verpflichtet, für den ihr die Stadt die Mittel zur Verfügung stellt. Für den Verlustausgleich 2012 leistete die Stadt Ingolstadt daher in 2013 eine Einlage in die Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR von TEUR 2.310 (Vorjahr TEUR 3.788). Für 2014 ist ein Einlagebedarf von rund TEUR 3.849 zu erwarten. Der Anstieg beruht insbesondere auf den Sanierungsaufwendungen für das Hallenbad Südwest und den Abbruchkosten für das Eisstadion an der Jahnstraße. Die IFG Ingolstadt AöR ist schwerpunktmäßig in der Vermarktung von Gewerbegrundstücken und der gewerblichen Vermietung von Büro- und Hallenflächen tätig und leistet damit einen wertvollen Beitrag zur Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung. Investitionen werden grundsätzlich nur dann getätigt, wenn mit den zu erwartenden Einnahmen Zins und Tilgung sowie die Betriebskosten erwirtschaftet und über die Gewinnzuschläge das übernommene Risiko und die Vorfinanzierung abgedeckt werden können. Mit diesen Gewinnen ist die IFG bestrebt, die Aufwendungen für die Beschäftigungsförderung und für den Tourismus zu decken. Die Belastung für die IFG hieraus betrug in 2012 TEUR 1.229. Im Kerngeschäft erzielte die IFG in 2012 insbesondere durch den erfolgreichen Abverkauf von Grundstücken auf dem Gelände der Pionierkaserne sowie im Güterverkehrszentrum einen Überschuss von TEUR 10.157. Auch die Mieterträge aus der im März 2012 fertiggestellten Halle S trugen dazu bei. Zusammen mit den Verlusten aus den Fremdwährungskrediten von TEUR 324 und den Ertragsteuern von TEUR 1.816 ergibt sich somit für den IFGUnternehmensverbund ein Jahresgewinn von TEUR 6.788, der mit den bestehenden Verlustvorträgen verrechnet wird. Am Ergebnis der LGI GmbH und GVZ GmbH ist die IFG nicht beteiligt. Die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt mbH erzielte mit ihrem Jahresüberschuss von TEUR 3.258 eine Eigenkapitalverzinsung von rund 4 %. Der Gewinnanteil der Stadt von TEUR 2.453 wird wie in den Vorjahren zur Stärkung der Eigenkapitalausstattung in der Gesellschaft belassen und daher nicht ausgeschüttet. 18 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Der Unternehmensverbund Klinikum weist erneut einen Jahresverlust von TEUR 1.055 (Vorjahr TEUR 2.663) auf. Das Fallwachstum sowie ein höherer Schweregrad trugen insbesondere zur Ergebnisverbesserung bei. Die über den landesweiten Basisfallwert zuerkannte Budgetsteigerung reichte nicht aus, um den Anstieg der tariflichen Vergütungen für das Personal zu decken und erforderte kompensatorische Maßnahmen im Personaleinsatz. Drohende Erlösrückforderungen aufgrund von Fallprüfungen des medizinischen Dienstes der Krankenkassen bedingen den Jahresverlust. Die kommunalen Unternehmen haben in 2012 zwar keine Gewinne ausgeschüttet, aber dennoch nennenswerte Einnahmen im städtischen Haushalt bewirkt: 2012 TEUR Zinsen und Bürgschaftsentgelte Konzessionsabgaben/Wegeentgelt Gewerbesteuer Einnahmen der Stadt Ingolstadt 2.460 8.335 10.613 21.408 2011 TEUR 2.555 8.434 6.861 17.850 Veränderung TEUR -95 -99 3.752 3.558 % 3,7 1,2 54,7 19,9 Die Transferleistungen der Stadt an die kommunalen Unternehmen stellen sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar: 2012 TEUR IFG Ingolstadt AöR Wirtschaftsförderung IFG Ingolstadt AöR Infrastrukturmaßnahmen INKB Verlustausgleich Bereich Freizeit/Verkehr INKB Investitionskosten ÖPNV Zuwendungen Georgisches Kammerorchester Investitions-/Betriebskostenumlagen Gymnasium Gaimersheim Krankenhauszweckverband Ingolstadt davon zur Finanzierung Generalsanierung 2011 TEUR 0 400 0 3.788 0 331 439 774 0 Veränderung TEUR -400 2.400 -1.478 2.142 -12 -301 2.485 2.767 % 100,0 >100 39,0 >100 3,6 68,6 >100 >100 2.400 2.310 2.142 319 138 3.259 2.767 Donauhalle Ingolstadt andere Zweckverbände Transferleistungen der Stadt Ingolstadt 292 439 11.299 321 283 6.336 -29 156 4.963 9,0 55,1 78,3 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 19 20 Konzernstruktur Gesellschaften 100,00 % Stadt Ingolstadt 100,00 % 81,92 % 75,30 % 100,00 % IFG Ingolstadt AöR Ingolstadt Tourismus und Kongress GmbH 100,00 % 1,55 % Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR Georgisches Kammerorchester Ingolstadt Konzert GmbH Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt GmbH 51,60 % 100,00 % in-arbeit GmbH 50,00 % Existenzgründerzentrum Ingolstadt GmbH 50,00 % Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Bayerngas GmbH 2,63% 100,00 % Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH Geschäftsbereich Geschäftsbereich Freizeit, Verkehr, Energieversorgung Telekommunikation 75,00 % 100,00 % 51,60 % 51,60 % 51,00 % BioIN GmbH LGI GmbH 16,78 % Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH 100,00 % COM-IN Telekommunikations GmbH 2,74 % Stadtwerke Ingolstadt Freizeitanlagen GmbH 0,78 % 51,60 % Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH 1,29 % Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH 21,16 % reginova GmbH (bis 30.09.2012) Stadtbus Ingolstadt GmbH (vormals: KVB Ingolstadt GmbH) GVZ GmbH 25,00 % Busverkehr Schwaben GbR BEKA GmbH MVV Trading GmbH Windpark Riegenroth GmbH & Co. KG (ab 01.01.2013) Infrastrukturelle Gewerbeimmobilien GmbH (ISG) Alle Anteile bezogen auf die Stadt Ingolstadt 100,00 % 5,39 % 5,39 % (bis 31.12.2012) Stand: 30.09.2013 (bis 30.09.2012) IN-BUS GmbH VRI GmbH Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 21 Zweckverbände Stadt Ingolstadt 76,60 % 71,43 % 80,27 % 16,67 % 27,20 % Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Region Ingolstadt 33,33 % 92,50 % Zweckverband Donauhalle Krankenhauszweckverband Ingolstadt 76,60 % Zweckverband Sparkasse Ingolstadt 71,43 % Zweckverband Zentralkläranlage Ingolstadt Zweckverband Müllverwertungsanlage Ingolstadt 16,67 % Klinikum Ingolstadt GmbH Sparkasse Ingolstadt AöR UTW GmbH Zweckverband Gymnasium Gaimersheim 33,33 % Beteiligungsgesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH Betreibergesellschaft Klinikum Ingolstadt mbH 76,60 % 76,60 % Klinikum Ingolstadt Ambulante Pflegeund Nachsorge GmbH 76,60 % Alten- und Pflegeheim Klinikum Ingolstadt GmbH 76,60 % Medizinisches Versorgungszentrum Klinikum Ingolstadt GmbH 76,60 % 38,30 % 19,92 % Kardio-CT GmbH & Co. KG Elisabeth Hospiz GmbH Zweckverband Verkehrsgemeinschaft Region Ingolstadt 76,60 % Dienstleistungsund Gebäudemanagement GmbH 38,30 % APG – Alten- und Pflegeheim Geschäftsführungsgesellschaft mbH 38,30 % 19,92 % CT 64 VerwaltungsGmbH (Spezialisierte ambulante Palliativversorgung) SAPV Region 10 GmbH Planungsverband Region Ingolstadt Alle Anteile bezogen auf die Stadt Ingolstadt 15,32 % GPI Gesundheitspartner IngolStadtLandPlus GmbH Stand: 30.09.2013 Kenngrößen städtischer Beteiligungen Mehrheitsbeteiligungen der Stadt Ingolstadt (ohne Sparkasse und kameralrechnende Zweckverbände) Eigenkapital Anteil der Stadt IN am Kapital unmittelbar mittelbar über Unternehmen in TEUR 61.687 51,00% 51,60% 51,60% 51,60% 51,60% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 75,00% INKB INKB SWI-B SWI-B SWI-B SWI-B SWI-B INVG KVB SWI-B 1.065 82.888 25.834 1.048 500 29.772 6.297 8.000 400 15.121 -140.616 91.996 16,67% 100,00% 50,00% 100,00% 100,00% IFG IFG IFG 9.659 20.969 8 128 100 -1.329 19.876 75,30% 81,92% 76,60% 76,60% 76,60% 76,60% KhZVI Klinikum Klinikum 72.398 11 76.507 57.159 5.322 -2.100 -62.798 74.090 76,60% 76,60% 76,60% 76,60% Klinikum Klinikum Beteiligungsges. Beteiligungsges. 127 18 25 25 -100 74.185 Kapitalanteil Stadt IN in TEUR Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR BioIN GmbH Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH reginova GmbH Stadtwerke Ingolstadt Freizeitanlagen GmbH Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH KVB Ingolstadt GmbH IN-BUS GmbH COM-IN Telekommunikationsgesellschaft mbH Konsolidierung Konzernabschluss Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR ZV Müllverwertungsanlage Eigenkapitalanteil der Stadt Ingolstadt IFG Ingolstadt AöR Existenzgründerzentrum Ingolstadt GmbH in-arbeit GmbH Ingolstadt Tourismus und Kongress GmbH Konsolidierung Unternehmensverbund IFG Ingolstadt AöR Gemeinnützige Wohnungsbau-Gesellschaft Ingolstadt mbH Georgisches Kammerorchester Ingolstadt Konzertgesellschaft mbH Krankenhauszweckverband Ingolstadt Klinikum Ingolstadt GmbH Alten- und Pflegeheim Klinikum Ingolstadt GmbH Medizinisches Versorgungszentrum Klinikum Ingolstadt GmbH Konsolidierung Konzernabschluss Krankenhauszweckverband Klinikum Ingolstadt - Ambulante Pflege- und Nachsorge GmbH Beteiligungsgesellschaft Klinikum Ingolstadt mbH Dienstleistungs- und Gebäudemanagement GmbH Betreibergesellschaft Klinikum Ingolstadt mbH Konsolidierung Unternehmensverbund Klinikum Ingolstadt 100,00% 64.855 9.659 19.774 54.516 9 56.825 Gesamt nachrichtlich: Sparkasse und kameralrechnende Zweckverbände 268.125 205.638 22 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Jahresergebnis Ergebnisanteil Unternehmen in TEUR -467 29 6.772 12.547 8.533 282 -6.380 -9.669 1.498 1.247 594 -5.675 9.311 446 61 55 Stadt IN in TEUR -467 15 Anlagevermögen in TEUR 251.044 9.811 74.853 90.452 301 7.282 45.877 13.537 18.806 4.744 19.186 -140.219 395.674 Investitionen Bilanzsumme in TEUR 24.340 9.871 7.974 10.690 7 2.183 505 2.038 354 2.179 11.306 -18.331 53.116 in TEUR 264.375 10.448 108.472 106.348 52.060 8.984 53.170 27.180 21.687 5.852 20.399 -202.824 476.151 9.659 Kredite in TEUR 113.240 1.685 6.450 35.393 8.591 7.336 22.137 19.044 9.854 3.297 2.351 -8.760 220.618 Umsatzerlöse Mitarbeiter einschl. BV* zum Geschäftsin TEUR 50.797 1.612 10.321 80.581 313.532 7.379 1.987 1.620 16.574 9.671 3.419 -86.657 410.836 jahresende 262 8 77 165 34 2 33 26 106 92 25 0 830 108 6.788 -197 -203 -1.026 1.229 6.591 3.258 -5 69 -1.234 152 -195 -1.208 91 62 124 15 -139 -1.055 6.788 -197 319.582 2.470 29 62 -1.329 47.414 50 10 30 0 47.504 24.709 0 5.876 7.350 5 5 0 13.236 1 0 586 17 0 13.840 395.455 2.735 450 1.211 -3.828 396.023 295.348 58 98.285 209.093 8.768 3.388 -78.408 241.126 167 208 1.406 2.144 -1.139 243.912 344.149 2.560 8 978 -978 346.717 206.350 0 9.401 27.847 157 3.300 -9.513 31.192 0 130 1.130 2.090 -900 33.642 57.888 525 1.467 197 0 60.077 35.743 713 0 168.899 6.690 2.363 -237 177.715 340 0 1.154 569 -1.246 178.532 60 5 113 14 0 192 166 21 78 2.745 120 32 0 2.975 4 0 15 0 0 2.994 6.591 2.453 -4 320.814 282.695 1 89.755 159.383 6.796 586 -62.798 193.722 27 63 1.200 2.049 -100 -808 196.961 18.100 8.287 1.196.145 139.169 1.421.151 807.327 685.901 4.311 750 * Bestandsveränderungen Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 23 Veröffentlichung der Bezüge der geschäftsführenden Organe Nach Art. 94 Abs. 3 GO sind im Beteiligungsbericht die Bezüge des geschäftsführenden Unternehmensorgans anzugeben, wenn der Kommune entweder die Mehrheit der Anteile gehören, oder ihr mindestens der vierte Teil der Anteile und zusammen mit anderen Gebietskörperschaften die Mehrheit der Anteile zusteht (Mehrheitsbeteiligungen, § 53 Abs. 1 Haushaltsgrundsätzegesetz - ohne Zweckverbände und deren Tochtergesellschaften). Nach § 285 Nr. 9a HGB sind von den Beteiligungsunternehmen im Anhang zu ihren Jahresabschlüssen die jeweiligen Gesamtbezüge der Geschäftsführung anzugeben. Diese Angabe unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB, wenn sich anhand dieser Angaben die Bezüge der einzelnen Mitglieder der Geschäftsführung feststellen lassen. Aus diesem Grund und in der Abwägung des Schutzes der persönlichen Daten der Geschäftsführer mit dem Transparenz- und Informationsgebot der Gemeindeordnung wird die Veröffentlichung der Bezüge in nachstehend aggregierter Form vorgenommen. Bei den 17 Mehrheitsbeteiligungen, die o. g. Kriterien erfüllen, sind 12 haupt- und 1 nebenamtlicher Geschäftsführer angestellt. Die Bezüge teilen sich auf wie folgt: bis 75.000 €: über 75.000 € bis 100.000 €: über 100.000 € bis 125.000 €: über 125.000 € bis 177.000 €: 2 Geschäftsführer 4 Geschäftsführer 4 Geschäftsführer 3 Geschäftsführer Entsprechend der Größenklassendefinition nach § 267 HGB ergibt sich folgende Einteilung nach der Anzahl der Geschäftsführer und Bandbreite der Bezüge: Größenklasse kleine Kapitalgesellschaft mittelgroße Kapitalgesellschaft große Kapitalgesellschaft Anzahl 6 2 5 Bezüge 5.000 bis 104.000 € 97.000 bis 107.000 € 114.000 bis 177.000 € Bei der Bemessung der Vergütungen der Geschäftsführer wurden jeweils die Größe des Unternehmens und die gestellten Anforderungen berücksichtigt und damit die Angemessenheit der Vergütungen gewährleistet. In den Sitzungen vom 10.03.2005 und 19.07.2005 hat sich der Ältestenrat mit der Thematik der Offenlegung der Geschäftsführergehälter beschäftigt. Der Ältestenrat verständigte sich dabei einstimmig darauf, dass der Oberbürgermeister jeweils ein Mitglied der in dem Aufsichtsgremium vertretenen Fraktionen über die Vertragsmodalitäten der Geschäftsführer informiert. Soweit darüber hinaus Informationsbedarf besteht, wird der Oberbürgermeister jeweils einem Mitglied der im Stadtrat vertretenen Fraktionen und Gruppierungen Auskunft über die Bezüge der Geschäftsführer erteilen. 24 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Ver- und Entsorgung Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 25 Konzernabschluss Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR Hindemithstraße 30, 85057 Ingolstadt www.in-kb.de In den Konzernabschluss der Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR als Konzernmutter werden im Wege der Vollkonsolidierung folgende Unternehmen einbezogen: Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR (Mutterunternehmen) BioIN GmbH Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH reginova GmbH Stadtwerke Ingolstadt Freizeitanlagen GmbH Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH KVB Ingolstadt GmbH IN-Bus GmbH COM-IN Telekommunikations GmbH Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wurden die Bilanzpositionen, die Erträge und die Aufwendungen aus der Gewinn- und Verlustrechnung der einbezogenen Gesellschaften jeweils zusammengefasst. Forderungen, die gegenüber konzernangehörigen Unternehmen bestehen, wurden mit den entsprechenden Rückstellungen und Verbindlichkeiten aufgerechnet und somit eliminiert (Schuldenkonsolidierung). Die Erträge der Unternehmen, die sie aus Leistungsbeziehungen mit anderen konzernangehörigen Unternehmen erzielen, wurden mit den entsprechenden Aufwendungen dieser Gesellschaften verrechnet und damit außen vor gelassen (Ertrags- und Aufwandskonsolidierung). Gleiches gilt für die Gewinnabführungen und Verlustübernahmen. Bei der durchgeführten Kapitalkonsolidierung wurden die Beteiligungswertansätze mit dem anteiligen Eigenkapital verrechnet. Anschaffungsnebenkosten sowie entgeltlich erworbene Firmenwerte wurden dabei mit den Rücklagen verrechnet. Der Konzernabschluss zeigt somit in zusammengefasster Form das Vermögen sowie die Verpflichtungen und Schulden der Konzernunternehmen gegenüber Dritten sowie die Erlöse und Aufwendungen aus Leistungsbeziehungen mit Konzernaußenstehenden. 26 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Konzernabschluss Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR Vermögens- und Finanzlage Der 9 %ige Vermögenszuwachs im Geschäftsjahr 2011/12 beruht auf der anhaltend hohen Investitionstätigkeit in den anlagenintensiven Sparten. 30.09.2012 TEUR Strom-/Gas-/Wärmeversorgung Wasserversorgung Entwässerung Nahverkehr Freizeiteinrichtungen Telekommunikation Abfallentsorgung/Straßenreinigung/Winterdienst BioIN/Vergärungsanlage Sonstiger Fuhrpark und Hilfsbetriebe Finanzanlagen davon Anteile Bayerngas 4,18 % 30.09.2011 TEUR 93.574 27.632 146.388 24.059 47.462 8.551 1.671 0 4.174 12.292 11.499 Veränderung TEUR 5.309 1.718 2.865 1.328 -1.624 10.636 -52 9.811 -21 -99 0 % 5,7 6,2 2,0 5,5 3,4 >100 3,1 >100 0,5 0,8 0,0 98.883 29.350 149.253 25.387 45.838 19.187 1.619 9.811 4.153 12.193 11.499 Langfristig gebundenes Vermögen Vorräte Forderungen Lieferungen und Leistungen Sicherheitsleistungen für börslichen Energiebezug übrige Forderungen Liquide Mittel Kurzfristig gebundenes Vermögen Gesamtvermögen 395.674 4.546 59.290 5.326 9.449 1.866 80.477 476.151 365.803 3.130 52.300 4.412 9.948 1.197 70.987 436.790 29.871 1.416 6.990 914 -499 669 9.490 39.361 8,2 45,2 13,4 20,7 5,0 55,9 13,4 9,0 Das langfristig gebundene Anlagevermögen, das mit einem Anteil von rund 83 % das Gesamtvermögen prägt, stieg investitionsbedingt im Einzelnen wie folgt um 30 Mio. EUR: Anlagevermögen Investitionen Zuschüsse Abschreibung Umgliederung Abgänge Veränderung TEUR Strom-/Gas-/Wärmeversorgung Wasserversorgung Entwässerung Nahverkehr Freizeiteinrichtungen Telekommunikation Abfallentsorgung/Straßenreinigung BioIN/Vergärungsanlage Fuhrpark und sonstige Hilfsbetriebe Beteiligungen Arbeitgeberdarlehen Veränderung 2011/12 13.342 3.490 9.383 4.120 505 11.306 344 9.871 743 0 12 53.116 TEUR 0 0 0 424 0 0 0 0 0 0 0 424 TEUR 8.035 1.772 6.408 2.247 2.051 670 355 60 777 0 0 22.375 TEUR 0 0 0 0 0 0 -25 0 25 0 0 0 TEUR -2 0 110 121 78 0 16 0 12 77 34 446 TEUR 5.309 1.718 2.865 1.328 -1.624 10.636 -52 9.811 -21 -77 -22 29.871 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 27 Konzernabschluss Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR Der Anstieg des kurzfristig gebundenen Vermögens resultiert insbesondere aus preisbedingt umfangreicheren Nachzahlungsverpflichtungen von Kunden mit Jahresverbrauchsabrechnung. Ferner ist der unter den Vorräten ausgewiesene Bestand an fertigen noch abzurechnenden Leistungen höher als im Vorjahr. Finanziert wurde das Gesamtvermögen wie folgt: 30.09.2012 TEUR Eigenkapital Einlage durch die Stadt Ingolstadt Ausschüttungsvorschlag MVV Energie AG Konzerneigenkapital davon Anteil der Stadt Ingolstadt 30.09.2011 TEUR 82.447 3.788 - 8.670 77.565 62.658 Veränderung TEUR 9.549 - 1.478 - 423 7.648 4.507 91.996 2.310 - 9.093 85.213 67.165 6b-Rücklage/Ertragszuschüsse Wirtschaftliche Eigenmittel 6b-Rücklage/Ertragszuschüsse Pensionsrückstellungen/Sicherheitseinbehalte Mittel- und langfristige Bankkredite Mittelfristige Darlehen ZV MVA Mittel- und langfristige Fremdmittel Kurzfristige Bankkredite Kurzfristige Kredite der Stadt und Töchter Sonstige Rückstellungen Ausgleich der Stadt Ingolstadt Ausschüttungsvorschlag MVV Energie AG Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Übriges kurzfristiges Fremdkapital und Abgrenzung Kurzfristige Fremdmittel Gesamtkapital 76.337 161.550 6.251 3.928 108.536 74.241 34% 151.806 35% 2.096 9.744 - 400 430 1.461 - 9.000 - 7.509 - 15.768 42.090 - 2.229 1.478 423 10.331 801 37.126 39.361 5% 0% -4% -1% 6.651 3.498 107.075 0 9.000 118.715 25% 126.224 29% 17.646 94.436 29.438 - 2.310 9.093 40.148 33.414 52.346 31.667 - 3.788 8.670 29.817 7.435 6.634 195.886 41% 158.760 36% 476.151 100% 436.790 100% Der Anstieg des auf die Stadt Ingolstadt entfallenden Konzerneigenkapitals um TEUR 4.507 auf TEUR 67.165 resultiert neben der Einlage der Stadt von TEUR 2.142 insbesondere aus dem Jahresgewinn der INKB von TEUR 1.855 sowie den bei COM-IN und BioIN einbehaltenen auf die Stadt Ingolstadt entfallenden Jahresgewinnen von insgesamt TEUR 460. Fremde Gesellschafter leisteten bei der COM-IN und der BioIN Einlagen von insgesamt TEUR 2.978 und verfügen über Ansprüche aus dem nicht ausgeschütteten Gewinn von TEUR 163. Insgesamt ergibt sich damit ein Anstieg des Konzerneigenkapitals um TEUR 7.648 auf TEUR 85.213. Unter Einbeziehung der von den Anschlussnehmern vereinnahmten Ertragszuschüsse, die entsprechend der Nutzungsdauer des Netzes und der Hausanschlüsse ratierlich ertragswirksam aufgelöst werden, liegen wirtschaftliche Eigenmittel von TEUR 161.550 vor, die im Vorjahresvergleich um 6 % angewachsen sind. Über die Eigenmittel wird 34 % des Konzernvermögens finanziert. 28 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Konzernabschluss Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR Im Rahmen der Finanzierung der Investitionen war ein 10 %iger Anstieg der Fremdmittel um TEUR 29.617 auf TEUR 314.601 zu verzeichnen. Mit der Neukreditaufnahme von TEUR 18.783 stiegen die Kreditverbindlichkeiten des Konzerns auf insgesamt TEUR 220.618. Bei Banken bestehen Darlehen von TEUR 126.182, die im Vorjahresvergleich um TEUR 14.307 zurückgeführt wurden. Um die Liquiditätsbestände der Stadt bestmöglich zu nutzen, wurde die Inanspruchnahme von Mitteln bei der Stadt um TEUR 38.850 auf TEUR 72.996 erhöht. Weitere TEUR 21.440 (Vorjahr TEUR 27.200) stellt insbesondere der ZV Müllverwertungsanlage zur Verfügung. Der Zuwachs bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultiert im Wesentlichen aus dem Kaufpreis für die Biogas- und Kompostierungsanlage, der zu Beginn des neuen Geschäftsjahres durch die Aufnahme entsprechender Bankdarlehen ausgeglichen wurde. Ertragslage Gewinn- und Verlustrechnung Geschäftsjahr 01.10. bis 30.09. des Folgejahres 2011/12 TEUR 409.865 971 2.629 2.082 415.547 -313.338 -40.072 -22.375 -22.865 733 684 2010/11 TEUR 348.545 302 1.896 2.801 353.544 -265.366 -38.037 -20.191 -21.204 638 606 Veränderung TEUR 61.320 669 733 -719 62.003 -47.972 -2.035 -2.184 -1.661 95 78 % 17,6 >100 38,7 25,7 17,5 18,1 5,4 10,8 7,8 14,9 12,9 Umsatzerlöse Bestandsveränderung unfertige Leistungen Aktivierte Eigenleistungen Sonstige betriebliche Erträge Betriebsleistung Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Erträge aus Beteiligungen davon Bayerngas GmbH Verlustübernahme SECURA Energie GmbH Zinsergebnis Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und Ertrag Sonstige Steuern Außerordentliche Aufwendungen BilMoG Konzernjahresüberschuss 0 -6.639 10.991 -1.421 -227 -32 9.311 -188 -5.955 3.241 -327 -191 -485 2.238 188 -684 7.750 -1.094 -36 453 7.073 100,0 11,5 >100 >100 18,8 93,4 >100 Der deutliche Anstieg der Umsatzerlöse beruht insbesondere auf zusätzlichen Umsätzen im Gasgeschäft von TEUR 38.593 aus Handelsgeschäften im Zusammenhang mit der eingeführten strukturierten Beschaffung sowie mengen- und preisbedingt höheren Stromerlösen von TEUR 15.405. Damit einher geht ein höherer Materialaufwand. Bezogene Gasmengen wurden zur Verbesserung der Struktur abverkauft und neu beschafft. Tarifliche Entgeltsteigerungen und die um 32 MitarbeiterInnen gestiegene Beschäftigtenzahl schlagen sich im Personalkostenzuwachs nieder. Die höheren Abschreibungen und Zinslasten resultieren aus der weiter umfangreichen Investitionstätigkeit. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 29 Konzernabschluss Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrifft insbesondere insolvenzbedingte Forderungswertberichtigungen. Die Ertragsteuerbelastung ist infolge des höheren steuerpflichtigen Einkommens im Bereich Energieversorgung sowie dem Rückgang der im Rahmen des steuerlichen Querverbunds verrechenbaren Verluste der Freizeitanlagen angestiegen. Der Konzernjahresüberschuss ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 7.073 gestiegen. Insbesondere durch die Erhöhung der Abwassergebühren zum 1. Oktober 2011 konnte eine Ergebnissteigerung im Gebührenbereich um rund 5,3 Mio. EUR erzielt werden, die zum Abtrag des Verlustvortrages eingesetzt werden muss. Darüber hinaus ist der Ergebnisbeitrag aus dem Energiebereich um rund 1,3 Mio. EUR gestiegen und die Verluste aus dem Bereich Verkehr und Freizeitanlagen um rund 1,5 Mio. EUR zurückgegangen. Damit einher ging jedoch eine Erhöhung der Ertragsteuerbelastung um rund 1 Mio. EUR. Zusammensetzung - Konzernjahresergebnis SWI Beteiligungen SWI Energie (einschl. SECURA Energie GmbH) SWI Netze reginova Ertragsteuern Bereich Energieversorgung SWI Beteiligungen Bereich Freizeit/Verkehr/Telekomm. INVG (einschl. KVB/IN-Bus) SWI Freizeitanlagen Ertragsteuerersparnis steuerlicher Querverbund Bayerngas COM-IN INKB BioIN Konzernjahresüberschuss MVV Energie AG Minderheitsgesellschafter COM-IN Minderheitsgesellschafter BioIN auf INKB entfallendes Ergebnis Verlustvortrag auf neue Rechnung Abbau Verlustvortrag Auflösung Rücklagen periodenversetzter Ergebnisausgleich INVG nicht ausgeschüttete Ergebnisanteile COM-IN BioIN erforderliche Einlage der Stadt bei INKB 2011/12 TEUR 1.982 8.533 12.547 282 -5.568 17.776 80 -9.668 -6.380 4.596 431 594 1.853 29 9.311 -9.093 -149 -14 55 0 -1.855 11 -61 -445 -15 -2.310 2010/11 TEUR 1.987 7.768 11.895 351 -5.161 16.840 69 -9.324 -8.472 5.179 606 745 -3.431 26 2.238 -8.670 -186 -13 -6.631 3.258 0 0 157 -559 -13 -3.788 Veränderung TEUR -5 765 652 -69 -407 936 11 -344 2.092 -583 -175 -151 5.284 3 7.073 -423 37 -1 6.686 -3.258 -1.855 11 -218 114 -2 1.478 % 0,3 9,8 5,5 19,7 7,9 5,6 15,9 3,7 24,7 11,3 28,9 20,3 >100 11,5 >100 4,9 19,9 7,7 >100 100,0 >100 >100 >100 20,4 15,4 39,0 30 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Konzernabschluss Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR Die Ergebnissteigerung im Energievertrieb bei der SWI Energie GmbH wurde aufgrund günstigerer Gasbezugskonditionen infolge der strukturierten Beschaffung möglich. Auch die Ergebnisrückgänge im Bereich Strom und Wärme konnten damit mehr als kompensiert werden. Bei der SWI Netze GmbH konnte der entgeltbedingte Ergebnisrückgang im Bereich Gasverteilung durch Ergebnisverbesserungen bei der Elektrizitätsverteilung wegen geringerer Instandhaltungskosten und durch erstmals ganzjährige Erträge aus der Nutzung der neuen Fernwärmeleitung zur Vermarktung der Abwärme aus der Raffinerie Gunvor mehr als ausgeglichen werden. Im Personennahverkehr resultiert der weitere Verlustanstieg aus preisbedingt höheren Kosten für die zu erbringenden Fahrleistungen sowie zunehmend ergebniswirksam werdenden Aufwendungen für die Einführung des rechnergestützten Betriebsleit- und Fahrgastinformationssystems. Bei der Stadtwerke Ingolstadt Freizeitanlagen GmbH belasteten im Vorjahr Sanierungsarbeiten an Dach, Lüftung und Fassade im Hallenbad Südwest das Ergebnis. Das positive Ergebnis bei INKB stammt maßgeblich aus dem Überschuss in der Entwässerung aufgrund der zum 01.10.2011 vorgenommenen Gebührenanhebung und ist zum Abtrag des Vorjahresverlustes zu verwenden. Vom Konzernjahresüberschuss von TEUR 9.311 stehen der Gesellschafterin MVV Energie AG 48,4 % der Gewinne aus der Energieversorgung zu, die in Höhe von TEUR 9.093 an sie ausgeschüttet werden. Den fremden Mitgesellschaftern der COM-IN stehen 25 % des Gewinns der COM-IN (TEUR 149) zu. Bei der BioIN entfällt auf den fremden Gesellschafter ein Gewinnanteil von 49 % (TEUR 14). Nach Abzug dieser fremden Gesellschaftern zustehenden Gewinnanteile ergibt sich der auf INKB entfallende Gewinn von TEUR 55. Das Ergebnis der INKB aus den Gebührensparten von TEUR 1.855 ist zum Abbau des bestehenden Verlustvortrags zu verwenden. Aus der von der Stadt Ingolstadt bei INKB zur Finanzierung von Investitionen in den ÖPNV geleisteten Einlage wird entsprechend den Abschreibungen auf die Investitionen ein Teilbetrag von TEUR 11 aufgelöst. Ein Teilbetrag von TEUR 61 betrifft den erst zeitversetzt vorzunehmenden Verlustausgleich bei der Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH für den noch nicht zurückgestellten Verlustanteil INVG. Nach Abzug der von COM-IN und BioIN zu Finanzierungszwecken einbehaltenen Gewinnanteile, die INKB zustehen und insgesamt TEUR 460 betragen, verbleibt ein auszugleichender Verlust von TEUR 2.310. Die Stadt Ingolstadt hat zur Deckung aus dem Haushalt 2013 eine entsprechende Einlage bei INKB geleistet. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 31 Konzernabschluss Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR Kennzahlen langfristig Konzernergebnis davon fremde Gesellschafter davon Stadt IN städtischer Verlustausgleich 2011/12 TEUR TEUR TEUR TEUR 2010/11 2.238 8.869 -6.631 3.788 2009/10 9.211 9.502 -291 1.101 2008/09 8.583 8.797 -214 128 9.311 9.256 55 2.310 Betriebsleistung Materialaufwandsquote Personalaufwandsquote Mitarbeiter Cashflow Investitionen Bilanzsumme Anlagenintensität Eigenmittel Eigenmittelquote Kredite TEUR % % Beschäftigte TEUR TEUR TEUR % TEUR % TEUR 415.547 75,4 9,6 791 26.270 53.116 476.151 83,1 161.550 33,9 220.618 353.544 75,1 10,8 759 17.060 50.870 436.790 83,7 151.806 34,8 201.835 337.051 72,0 10,9 743 22.822 47.318 417.721 80,5 153.777 36,8 185.719 270.079 66,5 13,2 757 20.709 28.690 363.634 85,9 153.377 42,2 154.571 32 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR Hindemithstraße 30, 85057 Ingolstadt www.in-kb.de Stammkapital: Gewährsträger: Stadt Ingolstadt 33.000.000 € Unterbeteiligungen: Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH BioIN GmbH Bayerngas GmbH Beschlussorgane: Vorstand: Verwaltungsrat: Verwaltungsrat Dr. Thomas Schwaiger Vorsitzender in Vertretung des Oberbürgermeisters: Bürgermeister Albert Wittmann Stadträte: Johann Achhammer Klaus Böttcher Konrad Ettl Rudolf Geiger Franz Hofmaier Sabine Leiß Paul Lindemann Klaus Mittermaier Karl Spindler Johann Stachel Angelika Wegner-Hüssen Franz Wöhrl 51,60% 51,00% 1,55% Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft Die Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR (INKB) sind ein selbstständiges Kommunalunternehmen der Stadt Ingolstadt in der Rechtsform einer Anstalt des öffentlichen Rechts. Sie übernehmen die Aufgaben der: Wasserversorgung für 156.300 Einwohner im Stadtgebiet Ingolstadt und Randgemeinden über zehn Tief- und zwei Flachbrunnen in den vier Wasserwerken, ein 632 km langes Rohrleitungsnetz und einigen Betriebswasseranlagen mit 14 km Rohrleitungsnetz. Abwasserbeseitigung für das Stadtgebiet Ingolstadt (128.000 Einwohner) mit 590 km Kanalnetz und fünf unterirdischen Regenüberlaufbecken (Volumen 9.700 cbm). Die INKB nehmen auch die Rechte und Pflichten aus der Mitgliedschaft der Stadt Ingolstadt am Zweckverband Zentralkläranlage Ingolstadt wahr. Abfallentsorgung (Hausmüllabfuhr) für das Stadtgebiet Ingolstadt im 3-Tonnen-System (Restmüll-, Biomüll-, Papiertonne) mit 13 eigenen Müllfahrzeugen. Der Restmüll wird in der örtlichen Müllverwertungsanlage des Zweckverbandes Müllverwertungsanlage Ingolstadt, der Biomüll wird durch die Tochtergesellschaft BioIN GmbH verwertet. - - Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 33 Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR - Straßenreinigung mit insgesamt 314 km Gesamtreinigungslänge in drei (ab 01.01.2013 in fünf) Reinigungsklassen mit sechs Kehrmaschinen. Sicherstellung des Winterdienstes auf 633 km Straßen und Radwegen sowie 541 Bushaltestellen und 1.284 Gefahrenstellen (Übergänge, Kreuzungen, Brücken). Wasserversorgung in der Gemeinde Bergheim, Ortsteil Bergheim. Die Geschäftsräume einschließlich Werkstatt und Lagerflächen in der Hindemithstraße stehen im Eigentum der Stadt Ingolstadt und werden entgeltlich angemietet. Der EDVSupport und die Personalabrechnung und -verwaltung werden von der Stadt gegen Kostenersatz erbracht. Im Bereich der Abrechnung und des Inkassos der Gebühren arbeitet INKB eng zusammen mit ihrer Tochtergesellschaft Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH, die für die Fakturierung und den Einzug der Energieforderungen verantwortlich zeichnet. Bilanz Aktiva Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Anlagevermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Liquide Mittel und Geldanlagen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Passiva Gezeichnetes Kapital Rücklagen Verlustvortrag Jahresergebnis Eigenkapital Empfangene Ertragszuschüsse Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme 30.09.2012 TEUR 26.947 157.385 66.712 251.044 843 11.388 767 12.998 333 264.375 33.000 32.412 -3.258 -467 61.687 67.577 14.785 120.287 39 264.375 30.09.2011 TEUR 27.669 152.196 56.291 236.156 478 11.150 298 11.926 375 248.457 33.000 30.270 0 -7.046 56.224 66.335 13.018 112.840 40 248.457 Veränderung TEUR -722 5.189 10.421 14.888 365 238 469 1.072 -42 15.918 0 2.142 -3.258 6.579 5.463 1.242 1.767 7.447 -1 15.918 % 2,6 3,4 18,5 6,3 76,4 2,1 >100 9,0 11,2 6,4 0,0 7,1 >100 93,4 9,7 1,9 13,6 6,6 2,5 6,4 Der Anstieg der Bilanzsumme in 2011/12 resultiert im Wesentlichen aus dem investitionsbedingten Zuwachs des Anlagevermögens sowie den Kapitaleinlagen bei den Tochtergesellschaften Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH und BioIN GmbH. Finanziert wurde dies vor allem durch den Anstieg der Kreditverbindlichkeiten um TEUR 8.285 sowie eine Einlage der Stadt Ingolstadt in die Rücklagen von TEUR 2.142 und den teilweisen Ausgleich des Vorjahresverlustes von TEUR 3.788 durch die Stadt Ingolstadt. 34 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR Vermögens- und Finanzlage Das Anlagevermögen hat unverändert einen Anteil von 95 % an der Bilanzsumme und spiegelt die hohe Anlagenintensität der Sparten Entwässerung und Wasserversorgung wider. Es gliedert sich entsprechend der Sparten wie folgt: Sparte Wasserversorgung Entwässerung davon Vermögensanteil ZV Zentralkläranlage davon Straßenentw ässerung 30.09.2012 TEUR 29.308 149.253 25.694 26.072 30.09.2011 TEUR 27.632 146.388 27.211 25.346 Veränderung TEUR 1.676 2.865 -1.517 726 % 6,1 2,0 5,6 2,9 Fuhrpark Abfallwirtschaft Straßenreinigung Gemeinsame Anlagen Anteile SWI Beteiligungen GmbH (51,6 %) Anteile BioIN GmbH (51,0 %) Anteile Bayerngas GmbH (1,55 %) Arbeitgeberdarlehen Anlagevermögen 3.324 960 659 829 60.115 505 6.079 12 251.044 3.377 1.071 599 798 50.190 8 6.079 14 236.156 -53 -111 60 31 9.925 497 0 -2 14.888 1,6 10,4 10,0 3,9 19,8 >100 0,0 14,3 6,3 Aufgrund der weiterhin hohen Investitionstätigkeit, die wie in den Vorjahren über den Abschreibungen liegt, ist das Anlagevermögen weiter angewachsen: Sparte Wasserversorgung Entwässerung davon Vermögensanteil ZV Zentralkläranlage davon Straßenentw ässerung Investitionen Abschreibung Um buchung Abgänge Veränderung TEUR 3.448 9.383 445 1.805 TEUR 1.772 6.408 1.962 967 TEUR 0 0 0 -70 TEUR 0 110 0 42 TEUR 1.676 2.865 -1.517 726 Fuhrpark Abfallwirtschaft Straßenreinigung Gemeinsame Anlagen Anteile SWI Beteiligungen GmbH Anteile BioIN GmbH Arbeitgeberdarlehen Gesamt 647 170 174 96 9.925 497 0 24.340 700 258 97 77 0 0 0 9.312 0 3 -15 12 0 0 0 0 0 26 2 0 0 0 2 140 -53 -111 60 31 9.925 497 -2 14.888 INKB leistete Einlagen von TEUR 9.925 bei der SWI Beteiligungen GmbH, die diese in Höhe eines Teilbetrages von TEUR 7.500 an die COM-IN zur Finanzierung des Glasfaserausbaus weiterreichte und in Höhe eines Teilbetrages von TEUR 2.425 zur Rückführung eines Kredites, der zur Finanzierung der Einlagen bei der Bayerngas GmbH vorübergehend aufgenommen worden war, verwendete. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 35 Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR Die von den Anschlussnehmern vereinnahmten Beiträge, Zuwendungen und Kostenerstattungen für die Entwässerungs- sowie Wasserversorgungsanlagen werden als empfangene Ertragszuschüsse passiviert und entsprechend der Abschreibungsdauer der Anlagen ertragswirksam aufgelöst. Sie entwickelten sich wie folgt: Empfangene Ertragszuschüsse 2011/12 Anfangsbestand vereinnahmte Auflösungen Endbestand Beiträge TEUR Wasserversorgung Entwässerung davon Straßenentw ässerung TEUR 1.433 2.979 1.500 TEUR 1.020 2.150 117 TEUR 8.027 59.550 4.800 7.614 58.721 3.417 Gesamt 66.335 4.412 3.170 67.577 Das Gesamtvermögen ist wie folgt finanziert: 30.09.2012 TEUR Bilanzielles Eigenkapital Einlage der Stadt Ingolstadt Ertragszuschüsse (Eigenkapitalanteil) Wirtschaftliche Eigenmittel Ertragszuschüsse Pensions-/Beihilferückstellungen für Beamte Mittel- und langfristige Bankkredite Mittel- und langfristige Fremdmittel Übrige Rückstellungen davon für Gebührenüberschüsse 30.09.2011 TEUR 56.224 3.788 Veränderung TEUR 5.463 -1.478 1.118 5.103 124 419 1.480 2.023 1.348 417 -2% -1% 61.687 2.310 65.169 64.051 129.166 49% 124.063 50% 2.110 1.595 84.173 87.878 33% 13.190 5.473 1.986 1.176 82.693 85.855 35% 11.842 5.056 Kurzfristige Bankkredite Kurzfristige Kredite aus Konzernverbund Stadt Einlageverpflichtung bei SWI Beteiligungen GmbH Einlage der Stadt Ingolstadt Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten u. Abgrenzung Kurzfristige Fremdmittel Gesamtfinanzierung 14.306 14.761 2.321 -2.310 5.063 47.331 18% 13.566 8.696 3.840 -3.788 4.383 38.539 15% 740 6.065 - 1.519 1.478 680 8.792 15.918 3% 264.375 100% 248.457 100% Die wirtschaftlichen Eigenmittel, die 49 % des Gesamtvermögens decken, sind im Vorjahresvergleich um TEUR 5.103 auf TEUR 129.166 gestiegen. Dem Rückgang infolge des Jahresfehlbetrages von TEUR 467 steht die Einlage der Stadt Ingolstadt von TEUR 2.310 gegenüber, mit der die Stadt Ingolstadt INKB den an die SWI Beteiligungen GmbH zu leistenden Verlustausgleich (TEUR 2.321) nach Abzug der Rücklagenauflösung (TEUR 11) erstattet. Darüber hinaus leistete die Stadt Ingolstadt für die mittelfristige Finanzierung der Investitionen in den ÖPNV eine Einlage von TEUR 2.142. Des Weiteren wächst der Eigenkapitalanteil der Ertragszuschüsse, da der Umfang der vereinnahmten Zuschüsse den Auflösungsbetrag übersteigt. Die Fremdmittel stiegen im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 10.815 auf TEUR 135.209. Zur Finanzierung der Investitionen erfolgten Neukreditaufnahmen von TEUR 8.285. Der Kreditbestand beläuft sich damit auf TEUR 113.240. 36 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR Ein gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.220 gestiegener Teilbetrag von TEUR 98.479 ist bei Banken aufgenommen. Weitere TEUR 14.761 (Vorjahr TEUR 7.796) stellt die Stadt Ingolstadt im Rahmen ihrer Geldanlagen zur Verfügung. Die Investitionen von TEUR 24.340 und der Ausgleich des Vorjahresverlustes bei der Tochtergesellschaft Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH von TEUR 3.840 führten in 2011/12 zu einem Finanzbedarf von TEUR 28.180. Dieser erforderte Neukreditaufnahmen von TEUR 8.285. Darüber hinaus erfolgte die Deckung über den Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit (TEUR 9.838), die vereinnahmten Beiträge und Zuschüsse für die Versorgungsanlagen (TEUR 4.412), die Einzahlungen aus Anlagenabgängen (TEUR 184) sowie die Einlagen der Stadt für den ÖPNV (TEUR 2.142) und den teilweisen Ausgleich des Vorjahresverlustes (TEUR 3.788). Die Liquiditätsbestände erhöhten sich um TEUR 469. Leistungsdaten Wasserversorgung Trinkwasserabgabe Betriebswasserabgabe Abwasserbeseitigung Schmutzwassermenge Niederschlagswasserflächen öffentlich privat Abfallentsorgung Restmüll-Behältervolumen Entsorgte Müllmengen Restmüll Papiermüll Biomüll Restmülltonnen Papiertonnen Biotonnen Straßenreinigung gereinigte Frontmeter Winterdienst Einsatztage Einsatzstunden Tage Stunden m Tonnen Tonnen Tonnen Stück Stück Stück Liter m² m² m³ m³ m³ 2011/12 8.532.853 997.261 8.004.673 4.306.437 7.930.033 4.286.370 15.861 9.979 13.431 28.338 29.710 26.826 313.610 41 7.695 2010/11 8.286.080 970.941 7.726.432 4.306.437 7.655.157 4.249.830 16.220 10.055 13.402 28.115 29.378 26.570 311.272 49 11.048 Veränderung 246.773 26.320 278.241 0 274.876 36.540 3,0 % 2,7 % 3,6 % 0,0 % 3,6 % 0,9 % -359 -2,2 % -76 -0,8 % 29 223 332 256 2.338 0,2 % 0,8 % 1,1 % 1,0 % 0,8 % geleerte Behältnisse je Leerungsrhythmus -8 -16,3 % -3.353 -30,3 % Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 37 Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR Gewinn- und Verlustrechnung Geschäftsjahr 01.10. bis 30.09. des Folgejahres 2011/12 TEUR 50.491 306 554 718 -18.827 -12.280 -9.312 -5.707 254 -4.086 2.111 -32 -2.321 -185 -40 -467 2010/11 TEUR 43.867 142 563 600 -18.885 -11.691 -8.992 -5.380 225 -3.556 -3.107 -40 -3.840 -20 -39 -7.046 Veränderung TEUR 6.624 164 -9 118 58 -589 -320 -327 29 -530 5.218 8 1.519 -165 -1 6.579 % 15,1 >100 1,6 19,7 0,3 5,0 3,6 6,1 12,9 14,9 >100 20,0 39,6 >100 2,6 93,4 Umsatzerlöse Bestandsveränderung Andere aktivierte Eigenleistungen Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Erträge aus Beteiligungen Zinsergebnis Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Außerordentliche Aufwendungen Aufwendungen aus Verlustübernahme Steuern vom Einkommen und Ertrag Sonstige Steuern Jahresergebnis Die Umsatzerlöse entwickelten sich wie folgt: 2011/12 TEUR Trinkw assergebühren Betriebsw assererlöse Auflösung Ertragszuschüsse Auflösung Gebührenüberschüsse Hilfs- und Nebengeschäfte 8.702 220 1.020 303 1.436 2010/11 TEUR 8.431 206 1.012 -765 1.365 Veränderung TEUR 271 14 8 1.068 71 % 3,2 6,8 0,8 >100 5,2 Wasserversorgung Schmutzw assergebühren Niederschlagsw assergebühren private Flächen Auflösung Ertragszuschüsse städtischer Straßenentw ässerungskostenersatz Hilfs- und Nebengeschäfte 11.681 13.145 3.484 2.149 2.380 357 10.249 7.809 4.107 2.071 2.416 331 1.432 5.336 -623 78 -36 26 14,0 68,3 15,2 3,8 1,5 7,9 Abwasserbeseitigung Abfallbeseitigungsgebühren Dotierung Gebührenüberschüsse Erlöse Altpapier/Duales System 21.515 10.694 -538 1.635 16.734 11.801 -1.730 1.499 4.781 -1.107 1.192 136 28,6 9,4 68,9 9,1 Abfallbeseitigung Straßenreinigungsgebühren Auflösung Gebührenüberschüsse städtischer Kostenersatz für Reinigung/Winterdienst 11.791 855 15 2.090 11.659 834 36 2.083 132 21 -21 7 1,1 2,5 58,3 0,3 Straßenreinigung/Winterdienst Fuhrparkleistungen Sonstige Erlöse Umsatzerlöse 2.960 2.152 392 50.491 2.953 1.910 362 43.867 7 242 30 6.624 0,2 12,7 8,3 15,1 38 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR Der deutliche Anstieg der Umsatzerlöse resultiert zu einem wesentlichen Teil aus der zum 01.10.2011 erfolgten Anhebung der Schmutzwassergebühren. Daneben waren im Vorjahr periodenfremde Gebührenrückforderungen, denen Nacherhebungen bei den Niederschlagswassergebühren gegenüberstanden, zu verzeichnen. Die zum 01.10.2011 erfolgte Senkung der Abfallgebühren bedingte niedrigere Gebühreneinnahmen und infolge dessen auch niedrigere Rückstellungsdotierungen für Gebührenüberschüsse. Bei der Wasserversorgung waren neben mengenbedingt höheren Trinkwassergebühren aufgrund der Kostenentwicklung die im Vorjahr dotierten Gebührenrückstellungen teilweise aufzulösen. Die höheren Fuhrparkerlöse resultieren u.a. aus erfolgten Preisanpassungen. Die Erlöse aus Bestandsveränderungen betreffen im Wesentlichen erbrachte und noch nicht abgerechnete Leistungen hinsichtlich Erdzwischenlagerungen auf der Deponie Fort Hartmann sowie Leistungen im Bereich der Entwässerung. Die aktivierten Eigenleistungen betreffen inhouse erbrachte Planungs- und Baukoordinations- und -überwachungsleistungen für das Kanalnetz und die Wasserversorgung. Die gestiegenen sonstigen betrieblichen Erträge enthalten in 2011/12 im Wesentlichen Eingliederungszuschüsse von TEUR 344, Rückstellungsauflösungen mit TEUR 153 sowie Anlagenabgangserträge von TEUR 69. Der Materialaufwand verteilt sich wie folgt auf die Sparten: 2011/12 TEUR Betrieb/Instandhaltung Wasserversorgung Betrieb/Instandhaltung Kanalnetz Betriebskostenumlage ZV Zentralkläranlage Abfallentsorgungskosten Straßenreinigung/Winterdienst Fuhrpark/Werkstätten übrige Materialaufwendungen Materialaufwand 5.129 1.592 4.137 5.175 842 1.305 647 18.827 2010/11 TEUR 4.960 1.479 4.076 5.554 999 1.301 516 18.885 Veränderung TEUR 169 113 61 -379 -157 4 131 -58 % 3,4 7,6 1,5 6,8 15,7 0,3 25,4 0,3 Die Entsorgungskosten sind sowohl preis- als auch mengenbedingt beim Restmüll weiter rückläufig. Witterungsbedingt fielen auch im Bereich Straßenreinigung und Winterdienst niedrigere Materialkosten an. Für die Wasserversorgung und das Kanalnetz waren dagegen höhere Instandhaltungsaufwendungen erforderlich. Die Personalkosten entwickelten sich im Vorjahresvergleich wie folgt: 2011/12 TEUR Löhne und Gehälter Soziale Abgaben Beiträge zur Zusatzversorgungskasse / Versorgung Unterstützungen Personalaufwand im Jahresdurchschnitt beschäftigte Vollkräfte 9.048 1.732 1.280 220 12.280 244 2010/11 TEUR 8.552 1.604 1.327 208 11.691 237 Veränderung TEUR 496 128 -47 12 589 7 % 5,8 8,0 3,5 5,8 5,0 3,0 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 39 Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR Die Zinsbelastung ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 530 auf TEUR 4.086 gestiegen. Rund die Hälfte der höheren Zinsbelastung ist auf die gestiegene Verschuldung und den höheren Fremdkapitalzins zurückzuführen. Des Weiteren wurde erstmalig die Verzinsung der Gebührenüberschüsse von TEUR 197 unter den Zinsaufwendungen berücksichtigt. In den Vorjahren wurde die Verzinsung bei der Dotierung der Rückstellungen berücksichtigt und von den Umsatzerlösen abgesetzt. Spartenbezogen entwickelte sich das Ergebnis wie folgt: Sparte Wasserversorgung Abwasserbeseitigung Abfallwirtschaft Straßenreinigung Allgemeine Reinigung Winterdienst Fuhrpark/Werkstätten/Kantine Auftragsarbeiten Betriebsergebnis INKB Einlageverpflichtung SWI Beteiligungen GmbH Erträge Bayerngas (abzüglich Zinsaufw and u. Steuern) Verzinsung der Einlagen Aufwendungen für Beteiligungsverwaltung Beteiligungsergebnis Jahresfehlbetrag Verlustvortrag aus dem Vorjahr Bilanzverlust Auflösung Rücklagen Verlustausgleich durch die Stadt Ingolstadt Vortrag Verlust auf neue Rechnung 2011/12 TEUR 333 2.039 -13 -31 -703 18 -1 213 1.855 -2.321 1 17 -19 -2.322 -467 -3.258 -3.725 12 2.310 -1.403 2010/11 TEUR 208 -2.438 3 0 -585 -501 -3 58 -3.258 -3.840 71 0 -19 -3.788 -7.046 0 -7.046 0 3.788 -3.258 Veränderung TEUR 125 4.477 -16 -31 -118 519 2 155 5.113 1.519 -70 17 0 1.466 6.579 -3.258 3.321 12 -1.478 1.855 % 60,1 >100 >100 >100 20,2 >100 66,7 >100 >100 39,6 98,6 >100 0,0 38,7 93,4 >100 47,1 >100 39,0 56,9 Die Sparte Wasserversorgung erzielte ein positives Ergebnis von TEUR 333 nach Steuern, das die Eigenkapitalverzinsung darstellt. Zur Kostendeckung waren Gebührenüberschüsse von TEUR 303 aufzulösen. In der Gebührensparte Abwasser konnte insbesondere durch die zum 01.10.2011 vorgenommene Gebührenanhebung ein Überschuss von TEUR 2.039 erzielt werden, der zum Abtrag des Vorjahresverlustes (TEUR 2.438) zu verwenden ist. Die Abfallwirtschaft hat nach der zum 01.10.2011 erfolgten Senkung der Abfallgebühren aufgrund weiter gesunkener Entsorgungskosten und -mengen beim Restmüll weitere Gebührenüberschüsse von TEUR 538 angesammelt, die als Verpflichtung zur Weitergabe an den Gebührenzahler ergebnismindernd zweckgebunden zurückgestellt wurden. Die Kosten des Gebührenhaushalts Straßenreinigung konnten über die Gebühren nicht vollständig gedeckt werden und führten nach Auflösung der vorhandenen Gebührenüberschüsse von TEUR 15 zu einem Verlust von TEUR 31. 40 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR Die allgemeine Innenstadtreinigung weist eine Unterdeckung von TEUR 703 aus, da die Stadt hierfür nur einen Teilkostenersatz leistet. Der nicht gedeckte Kostenblock ist über die Eigenkapitalverzinsung der Gebührensparten Wasser und Abwasser zu decken. Bedingt durch den milden Winter und die Anhebung der pauschalen jährlichen Kostenerstattung von TEUR 1.000 auf TEUR 1.150 schließt der Winterdienst mit einem Überschuss von TEUR 18. Bei den Auftragsarbeiten wurde durch vermehrte Leistungen ein verbessertes Betriebsergebnis von TEUR 213 erzielt. Insgesamt ergibt sich somit ein positives Betriebsergebnis INKB von TEUR 1.855. Es resultiert im Wesentlichen aus dem gegenüber dem Vorjahr verbesserten Ergebnis der Entwässerung. Durch die Verrechnung mit dem Verlustvortrag des Vorjahres von TEUR 3.258, der durch die aufgelaufene Gebührenunterdeckung bei der Entwässerung entstanden ist, wird dieser auf TEUR 1.403 abgebaut. Das negative Beteiligungsergebnis von TEUR 2.322 wird über die Auflösung von Rücklagen in Höhe von TEUR 12 sowie über eine Einlage der Stadt Ingolstadt von TEUR 2.310 aus dem Haushalt 2013 ausgeglichen. Kennzahlen langfristig Jahresergebnis davon SWI Beteiligungen Prognose 2012/13 -4.091 -3.925 2011/12 -467 -2.321 2010/11 -7.046 -3.840 2009/10 -1.101 -679 2008/09 -129 -208 TEUR TEUR Betriebsleistung Materialaufwandsquote Personalaufwandsquote Mitarbeiter Cashflow Investitionen Bilanzsumme Anlagenintensität Eigenmittel* Eigenmittelquote Kredite TEUR % % VZÄ TEUR TEUR TEUR % TEUR % TEUR 52.809 38,4 25,3 257,0 4.388 24.765 279.669 95,2 169.126 60,5 87.831 52.069 36,2 23,6 244,4 8.216 24.340 264.375 95,0 129.166 48,9 113.240 45.172 41,8 25,9 237,0 5.162 13.761 248.457 95,0 124.063 49,9 104.955 46.891 38,3 24,4 228,8 6.023 11.094 242.940 95,3 126.794 52,3 101.423 47.494 39,4 22,8 224,6 4.035 14.309 250.054 92,2 125.843 50,3 101.654 * Eigenmittel = Eigenkapital + Eigenkapitalanteil Ertragszuschüsse Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 41 Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR Ausblick – Chancen und Risiken In 2013 wurde dem allgemeinen Bürgerwunsch und den politischen Anträgen folgend, eine intensivierte Innenstadtreinigung eingeführt. Mit Hilfe eines Integrationsprojekts für SGB-IIunterstützte Arbeitnehmer kann die Gebührenbelastung für die Anwohner auf einem niedrigen Niveau gehalten werden. Nach dem ersten Modellprojekt im Ortsteil Unsernherrn kann nun die Untersuchung der privaten Grundstücksentwässerungsanlagen sowie die Sanierungsberatung schrittweise auf das gesamte Stadtgebiet ausgedehnt werden. Mit dem Bau des Entlastungskanals in der Jahnstraße wird systematisch die Sanierung der Altstadtentwässerung eingeleitet werden. Aufgrund der bestehenden Gebührenüberdeckungen in der Abfallbeseitigung wird im Oktober 2014 eine Gebührensenkung beabsichtigt. In der Abwasserentsorgung und der Wasserversorgung stehen umfangreiche Instandhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen an, die ergebnisbelastende Gebührenunterdeckungen zur Folge haben und nach Ablauf des Kalkulationszeitraums in 2015/16 voraussichtlich eine Gebührenanhebung erfordern. Die Stadt Ingolstadt hat in 2013 an INKB zur Ablösung der Fremdfinanzierung der Straßenentwässerung Einlagen TEUR 21.272 geleistet. Mit weiteren Einlagen der Stadt von TEUR 14.550 löste INKB in 2013 die bestehende Fremdfinanzierung der Anteile an der Bayerngas und der COM-IN ab. Damit kann die Verschuldung der INKB in 2013 trotz erneut hoher Investitionen von 24,8 Mio. EUR um 25,4 Mio. EUR auf 87,8 Mio. EUR vermindert werden. Das Jahresergebnis der Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR wird maßgeblich von der erforderlichen Ergebnisübernahme der Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH geprägt. Soweit der 51,6 %ige Gewinnanspruch aus der Energieversorgung nicht ausreicht, um die Verluste des Bereichs Freizeitanlagen und ÖPNV zu decken, ergibt sich eine Ausgleichsverpflichtung für INKB. Für das Geschäftsjahr 2012/13 wird eine Einlageverpflichtung von TEUR 3.925 erwartet, deren Anstieg gegenüber dem Vorjahr auf den Sanierungsaufwendungen im Hallenbad Südwest und den Abbruchkosten für das Eisstadion an der Jahnstraße beruht. Infolge rückläufiger Gewinne im Bereich Energieversorgung und weiter steigenden Kosten beim ÖPNV und den Freizeitanlagen steigen die Einlageverpflichtungen mittelfristig auf mehr als 5 Mio. EUR/Jahr. Zur Finanzierung der Einlagen der Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR bei der Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH sind weiterhin Ausgleichszahlungen aus dem Haushalt der Stadt Ingolstadt an INKB erforderlich. Diese beläuft sich für das Geschäftsjahr 2012/13 voraussichtlich auf TEUR 3.849. Mittelfristig sollen die Ausgleichszahlungen unter Berücksichtigung der Einlagen der Stadt bei INKB für das Sportbad (11,6 Mio. EUR in den Jahren 2014 - 2016) auf rund 4,6 Mio. EUR/Jahr begrenzt werden. Finanzielle Verpflichtungen der Stadt Ingolstadt Die Stadt Ingolstadt haftet uneingeschränkt für die Verbindlichkeiten der Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR. 42 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt BioIN GmbH Robert-Bosch-Str. 1 - 5, 85053 Ingolstadt www.bioin-gmbh.de Stammkapital: gehalten durch Gesellschafter: 1.000.000 € Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR BRIMA Holding GmbH Gesellschafterversammlung Aufsichtsrat Reinhard Büchl jun. Dr. Thomas Schwaiger ab 07.09.2012 bis 06.09.2012 510.000 € 490.000 € 51,00% 49,00% Beschlussorgane: Geschäftsführer: Aufsichtsrat: Vorsitzender in Vertretung des Oberbürgermeisters: Bürgermeister Albert Wittmann Stadträte: Klaus Böttcher Klaus Mittermaier Franz Wöhrl Reinhard Büchl sen. Iris Büchl Dieter Friedrich Dr. Stefan Bleckwehl Reinhard Büchl jun. ab 27.09.2012 ab 05.09.2012 bis 26.09.2012 bis 04.09.2012 Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft Gegenstand der BioIN ist die am Umweltschutz orientierte Durchführung der Bio- und Grüngutabfallentsorgung der Stadt Ingolstadt einschließlich der Errichtung und des Betriebs der hierzu erforderlichen Anlagen und Einrichtungen. Die BioIN hat für die Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR (INKB) die Entsorgung der Bio- und Grüngutabfälle der Stadt Ingolstadt übernommen. Der Entsorgungsvertrag hat eine Laufzeit von 15 Jahren. Die Gesellschaft wurde als PPP-Projekt mit einem privaten Gesellschafter gegründet, dessen Aufgabe die Errichtung einer Bioabfallvergärungs- und Kompostierungsanlage und die Einbringung der Anlage in die BioIN war. Dieser Verpflichtung kam die Büchl Entsorgungswirtschaft GmbH, Tochtergesellschaft der Gesellschafterin BRIMA Holding GmbH, nach erfolgreichem Abschluss der Inbetriebnahme und des Probebetriebs zum 01.09.2012 nach und veräußerte die funktionstüchtige Anlage inkl. aller Maschinen, Einrichtungen und Grundstücke an die BiolN. Desweiteren ging das Personal im Zuge eines Teilbetriebsübergangs auf die BiolN über. Damit ist die BiolN seit 01.09.2012 Eigentümerin und Betreiberin der neuen Anlage und verwertet die Abfälle seit diesem Zeitpunkt in Eigenregie. Bis zur Einbringung der Anlage wurde die Abfallverwertung über einen Subunternehmervertrag mit der Büchl Entsorgungswirtschaft GmbH sichergestellt. Die Geschäftsführung liegt nun bei der Büchl Verwaltungs GmbH. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 43 BioIN GmbH Bilanz Aktiva Anlagevermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Liquide Mittel Umlaufvermögen Bilanzsumme Passiva Gezeichnetes Kapital Ergebnisvortrag Jahresüberschuss Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Bilanzsumme 30.09.2012 TEUR 9.811 8 485 144 637 10.448 1.000 36 29 1.065 79 9.304 10.448 30.09.2011 TEUR 0 0 392 71 463 463 25 10 26 61 25 377 463 Veränderung TEUR 9.811 8 93 73 174 9.985 975 26 3 1.004 54 8.927 9.985 % >100 >100 23,7 >100 37,6 >100 >100 >100 11,5 >100 >100 >100 >100 Der Anstieg der Bilanzsumme resultiert aus dem Kauf der Biomüllvergärungs- und Kompostierungsanlage. Im Zuge der Anlageneinbringung erfolgte eine Stammkapitalerhöhung um TEUR 975 auf TEUR 1.000. Bei den Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um den anteiligen Kaufpreis für die Anlage, welcher unmittelbar zu Beginn des neuen Geschäftsjahres durch Aufnahme entsprechender Bankdarlehen ausgeglichen wurde. Das Anlagevermögen veränderte sich durch den Anlagenkauf wie folgt: Investitionen Abschreibung Veränderung TEUR Grundstücke einschl. Bauten Technische Anlagen und Maschinen Betriebs- und Geschäftsausstattung Veränderung Anlagevermögen 1.035 8.800 36 9.871 TEUR 3 56 1 60 TEUR 1.032 8.744 35 9.811 44 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt BioIN GmbH Die Kapitalstruktur zur Finanzierung des Vermögens weist nach dem Anlagenkauf und der Stammkapitalerhöhung wie geplant eine Eigenkapitalquote von 10 % aus: 30.09.2012 TEUR Eigenkapital Wirtschaftliche Eigenmittel / Eigenkapital Verbindlichkeit aus Kaufpreiszahlung Kreditaufnahmen bei Stadt Ingolstadt Steuerrückstellungen Sonstige Rückstellungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten Kurzfristige Fremdmittel Gesamtfinanzierung 1.065 1.065 10% 7.120 1.685 14 65 412 87 9.383 90% 10.448 100% 30.09.2011 TEUR 61 61 13% 0 0 21 4 377 0 402 87% 463 100% Veränderung TEUR 1.004 1.004 7.120 1.685 -7 61 35 87 8.981 9.985 3% -3% Zur Bezahlung des Kaufpreises wurden unmittelbar zu Beginn des neuen Geschäftsjahres mittel- und langfristige Bankdarlehen aufgenommen. Gewinn- und Verlustrechnung Geschäftsjahr 01.10. bis 30.09. des Folgejahres 2011/12 TEUR 1.608 4 2 -1.382 -33 -60 -103 -5 31 -2 29 2010/11 TEUR 1.468 0 0 -1.388 0 0 -41 0 39 -13 26 Veränderung TEUR 140 4 2 6 -33 -60 -62 -5 -8 11 3 % 9,5 >100 >100 0,4 >100 >100 >100 >100 20,5 84,6 11,5 Umsatzerlöse Bestandsveränderung Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsergebnis Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Jahresergebnis Die Umsätze des Geschäftsjahres 2011/12 umfassen die Entsorgung von 14.100 t Bioabfall, 8.036 t Grüngut und 1.561 t Holz sowie ab dem 01.09.2012 die Erlöse aus der Energieerzeugung von TEUR 47. Der Materialaufwand umfasst für die ersten elf Monate des Geschäftsjahres mit TEUR 1.382 die Aufwendungen für die über den Subunternehmervertrag geregelte Entsorgung des Bioabfalls und des Grüngutes. Ab 01.09.2012 beinhaltet die Gewinn- und Verlustrechnung die Abschreibungen für die Anlage sowie die Personalkosten für das ab Teilbetriebsübergang beschäftigte Personal. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 45 BioIN GmbH Kennzahlen langfristig Jahresergebnis Betriebsleistung Materialaufwandsquote Cashflow Bilanzsumme Eigenkapitalquote TEUR TEUR % TEUR TEUR % Prognose 2012/13 105 2.439 33,8 824 9.689 12,0 2011/12 29 1.614 85,6 89 10.448 10,2 2010/11 26 1.468 94,6 26 463 13,2 2010 19 818 95,0 19 212 16,5 Ausblick – Chancen und Risiken Mit Übernahme der Anlage zum 01.09.2012 verwertet die BiolN die Bio- und Grünabfälle in Eigenregie. Als Änderung zum bisherigen Geschäftsverlauf werden künftig die fixierten Subunternehmerkosten durch die bei der Verwertung der Abfälle entstehenden Betriebskosten ersetzt. Damit erhält die BiolN unmittelbaren Einfluss auf die Betriebskosten und kann somit Optimierungen in den Abläufen ergebniswirksam nutzen. Andererseits entstehen künftig auch Risiken, die im Ausfall von betriebsnotwendigen Anlagenkomponenten sowie im Ausfall des zur Energieerzeugung notwendigen BHKW's liegen können. Zur Absicherung daraus resultierender Kosten- bzw. Erlösrisiken wurden entsprechende Versicherungen abgeschlossen. Auf der Input- und damit Erlösseite besteht soweit Sicherheit, als dass die Bio- und Grünabfälle der Ingolstädter Bürger aufgrund der weiterhin wachsenden Einwohnerzahl jährlich eine Steigerung erfahren. Dieser Trend ist auch in den kommenden Jahren zu erwarten. Die Finanzierung der Biogas- und Kompostierungsanlage ist mit 10 % einbezahltem Eigenkapital und zinsgesicherten Darlehen mit einer Laufzeit von 5 bis 15 Jahren gewährleistet. Die Bedienung des Kapitaldienstes ist durch die über 15 Jahre vertraglich vereinbarten Entsorgungsentgelte sichergestellt. 46 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH Ringlerstraße 28, 85057 Ingolstadt www.sw-i.de Stammkapital: gehalten durch Gesellschafter: 22.055.050 € Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR MVV Energie AG 11.380.400 € 10.674.650 € 51,60% 48,40% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 75,00% 2,63% Unterbeteiligungen: Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH Stadtwerke Ingolstadt Freizeitanlagen GmbH reginova GmbH (bis 30.09.2012) Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH COM-IN Telekommunikations GmbH Bayerngas GmbH Beschlussorgane: Gesellschafterversammlung Aufsichtsrat Matthias Bolle Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Alfred Lehmann Stellvertreter: Dr. Werner Dub (MVV Energie AG) Bürgermeister Albert Wittmann Stadträte: Klaus Mittermaier Johann Stachel Leopold Stiefel Dr. Christian Lösel, berufsmäßiger Stadtrat MVV Energie AG: Dr. Martin Auer Dr. Werner Dub Udo Bekker Dr. Christoph Meier Volker Glätzer Matthias Brückmann Hans-Jürgen Farrenkopf Heike Heim Geschäftsführer: Aufsichtsrat: ab 01.05.2013 ab 01.05.2013 ab 01.05.2013 bis 11.04.2013 bis 31.12.2012 bis 31.01.2013 Betriebsratsvorsitzender Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH Hans Fischer (bis 31.05.2013) Thomas Kreutzer-Künzl (ab 01.08.2013) Verträge: Konsortialvertrag zwischen Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR und MVV Energie AG über die Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH vom 19.12.2001 Ergebnisabführungsverträge der Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH mit Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH vom 22.08.2000 Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH vom 27.09.2002 Stadtwerke Ingolstadt Freizeitanlagen GmbH vom 27.09.2002 Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH vom 22.08.2000 reginova GmbH vom 27.10.2008 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 47 Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft Die Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH fungiert als Finanzholding und hält die Anteile an den operativen Stadtwerke-Gesellschaften. Sie erbringt Dienstleistungen für die Konzerngesellschaften, insbesondere auf den Gebieten Datenverarbeitung, Finanz- und Rechnungswesen, Controlling, Personalverwaltung und -abrechnung, Betrieb und Entwicklung der Informationssysteme, Rechtsberatung, Materialeinkauf, Marketing sowie Verbrauchsabrechnung, Mahnwesen und Inkasso. Sie bündelt den Geschäftserfolg der Tochtergesellschaften, gleicht im Rahmen des Cash-Managements Liquiditätsangebot und -nachfrage der Konzernunternehmen mittels Cash-Pooling aus und tätigt die erforderlichen kurzfristigen Geldaufnahmen und -anlagen. Zur Nutzung des steuerlichen Querverbundes bestehen mit den 100 %igen Tochterunternehmen Ergebnisabführungsverträge. Entsprechend konsortialvertraglicher Regelungen sind am Ergebnis des Bereiches „Energieversorgung“ die Gesellschafterin Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR mit 51,6 % und die Gesellschafterin MVV Energie AG mit 48,4 % beteiligt. Das Ergebnis des Bereiches „Freizeit, Verkehr, Telekommunikation“ ist ausschließlich von der Gesellschafterin Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR zu übernehmen. Vermögens- und Finanzlage Im Einzelnen entwickelte sich das Gesamtvermögen wie folgt: 30.09.2012 TEUR Soft-/Hardware und sonst. Betriebsausstattung Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH - 100 % Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH - 100 % reginova GmbH - 100 % Stadtwerke Ingolstadt Freizeitanlagen GmbH - 100 % Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH - 100 % COM-IN Telekommunikations GmbH - 75 % Bayerngas GmbH - 2,63 % GWZ, Gas-u.Wasserwirtschaftszentrum GmbH & Co.KG Wertpapiere Arbeitgeberdarlehen Finanzanlagen Langfristiges Vermögen Gewinnausschüttungsansprüche gegenüber Töchtern Einlageverpflichtung INKB Gewährte Ausleihungen aus dem Cash-Pool Sonstige Forderungen und Rechnungsabgrenzung Liquide Mittel Kurzfristiges Vermögen Gesamtvermögen 1.118 25.855 1.048 500 29.773 2.670 8.421 5.420 0 3 45 73.735 74.853 21.362 2.321 8.761 458 717 33.619 108.472 30.09.2011 TEUR 1.125 25.855 1.048 500 29.773 2.670 921 5.420 26 3 50 66.266 67.391 20.014 3.840 17.395 1.803 629 43.681 111.072 Veränderung TEUR -7 0 0 0 0 0 7.500 0 -26 0 -5 7.469 7.462 1.348 -1.519 -8.634 -1.345 88 -10.062 -2.600 % 0,6 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 >100 0,0 100,0 0,0 10,0 11,3 11,1 6,7 39,6 49,6 74,6 14,0 23,0 2,3 Die Wertansätze der Beteiligungen spiegeln das von der Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH in diese Gesellschaften eingelegte Sach- und Barvermögen oder den Kaufpreis für den Erwerb der Anteile wider. 48 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH Das langfristig gebundene Anlagevermögen veränderte sich wie folgt: Investitionen Abschreibung Abgänge Umbuchungen Veränderung TEUR Software Hardware und sonst. Betriebsausstattung Finanzanlagen: COM-IN GmbH: Kapitaleinlage GWZ GmbH & Co. KG: Anteilsverkauf Arbeitgeberdarlehen Veränderung Anlagevermögen 7.500 0 0 7.974 318 156 TEUR 358 123 0 0 0 481 TEUR 0 0 0 26 5 31 TEUR -8 8 0 0 0 TEUR -48 41 7.500 -26 -5 7.462 Zur Finanzierung des flächendeckenden Glasfaserausbaus im Stadtgebiet leistete die Gesellschaft wie die übrigen Gesellschafter entsprechend ihrer Beteiligungsquote (75 %) eine Kapitaleinlage in die COM-IN Telekommunikations GmbH. Das Gesamtvermögen ist trotz des Anstiegs des langfristigen Vermögens infolge des hohen Rückgangs des kurzfristigen Vermögens gesunken. Die kurzfristigen Ausleihungen aus dem Cash-Pool an die Tochtergesellschaften gingen zurück, da die Tochtergesellschaften ihren Kreditbedarf vermehrt über unmittelbare kurzfristige Kreditaufnahmen bei der Stadt Ingolstadt gedeckt haben. Der Rückgang bei den Forderungen betrifft geringere Steuererstattungsansprüche. Die Kapitalstruktur zur Finanzierung des Vermögens zeigt folgende Entwicklung: 30.09.2012 TEUR Stammkapital Rücklagen Wirtschaftliches Eigenkapital/Eigenmittel Langfristiges Fremdkapital/ Pensionsrückstellungen Verlustausgleichsverpflichtungen gegenüber Töchtern Ausschüttungsverpflichtung an MVV Energie AG Geldanlagen der Unternehmen im Cash-Pool Bankkredite Kreditaufnahmen im städtischen Konzernverbund übrige Rückstellungen,Verbindlichkeiten/Abgrenzung Kurzfristiges Fremdkapital Gesamtkapital 22.055 51.740 73.795 922 16.110 9.093 0 0 6.450 2.102 33.755 108.472 30.09.2011 TEUR 22.055 41.815 63.870 930 17.639 8.670 592 6.300 10.400 2.671 46.272 111.072 Veränderung TEUR 0 9.925 9.925 -8 -1.529 423 -592 -6.300 -3.950 -569 -12.517 -2.600 % 0,0 23,7 15,5 0,9 8,7 4,9 100,0 100,0 38,0 21,3 27,1 2,3 Die Eigenmittel und das langfristige Fremdkapital in Form der Pensionsrückstellungen decken das langfristig gebundene Anlagevermögen nahezu vollständig. Zur Finanzierung der Kapitaleinlage bei der COM-IN leistete die Gesellschafterin Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR eine Einlage von TEUR 7.500. Darüber hinaus erbrachte sie zur Ablösung der Fremdfinanzierung der in den Vorjahren geleisteten Einlagen bei der Bayerngas GmbH eine weitere Einzahlung von TEUR 2.425 in die Kapitalrücklage. Aufgrund der niedrigeren Ausleihungen an Tochtergesellschaften sank der Kapitalbedarf. Die im städtischen Konzernverbund und bei Banken aufgenommenen kurzfristigen Kredite wurden daher zurückgeführt. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 49 Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH Ertragslage Geschäftsjahr 01.10. bis 30.09. des Folgejahres 2011/12 TEUR 10.321 12 -4.211 -481 -3.490 -89 0 2.062 1.982 80 2010/11 TEUR 10.000 38 -4.193 -457 -3.127 -63 -142 2.056 1.987 69 Veränderung TEUR 321 -26 -18 -24 -363 -26 142 6 -5 11 Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsergebnis Außerordentliches Ergebnis Ergebnis Geschäftstätigkeit SWI Beteiligungen davon Energieversorgung davon Freizeit, Verkehr, Telekommunikation % 3,2 68,4 0,4 5,3 11,6 41,3 100,0 0,3 0,3 15,9 Erträge aus Gewinnabführungen Erträge aus Beteiligungen Aufwendungen aus Verlustübernahmen Ergebnis vor Ertragsteuern Steuern vom Einkommen und Ertrag Jahresüberschuss 21.362 430 -16.110 7.744 -972 6.772 20.014 381 -17.639 4.812 18 4.830 1.348 49 1.529 2.932 -990 1.942 6,7 12,9 8,7 60,9 >100 40,2 Höheren Umsatzerlösen aus der Erbringung von Dienstleistungen an Tochtergesellschaften und Unternehmen, an denen die Stadt Ingolstadt beteiligt ist, steht ein überproportionaler Anstieg des Betriebsaufwandes gegenüber und führt zu einem Ergebnisrückgang gegenüber dem Vorjahr. Dieser wird durch Wegfall der außerordentlichen einmaligen Aufwendungen des Vorjahres aus der Erstanwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes kompensiert. Geprägt wird der Jahresüberschuss jedoch durch die Gewinnabführungen und die Verlustausgleiche von und bei den Tochtergesellschaften. 2011/12 TEUR SWI Beteiligungen Gewinnabführung SWI Energie Gewinnabführung SWI Netze Gewinnabführung reginova Bereich Energieversorgung SWI Beteiligungen Gewinnausschüttung Bayerngas Verlustübernahme INVG (einschl. KVB/IN-BUS) davon das Vorjahr betreffend 2010/11 TEUR 1.987 7.768 11.895 351 22.001 69 381 -9.167 0 Veränderung TEUR -5 765 652 -69 1.343 11 49 -563 -156 1.982 8.533 12.547 282 23.344 80 430 -9.730 -156 % 0,3 9,8 5,5 19,7 6,1 15,9 12,9 6,1 >100 Verlustübernahme SWI Freizeitanlagen Bereich Freizeit, Verkehr, Telekommunikation Ergebnis vor Ertragsteuern Ertragsteuern Jahresüberschuss Einlageverpflichtung INKB Ausschüttungsanspruch MVV Energie AG -6.380 -15.600 7.744 -972 6.772 2.321 9.093 -8.472 -17.189 4.812 18 4.830 3.840 8.670 2.092 1.589 2.932 -990 1.942 -1.519 423 24,7 9,2 60,9 >100 40,2 39,6 4,9 50 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH Die Ergebnissteigerung im Energievertrieb bei der SWI Energie GmbH wurde aufgrund günstigerer Gasbezugskonditionen infolge der strukturierten Beschaffung möglich. Kompensiert werden konnte die niedrigere Vertriebsmarge beim Strom aufgrund der verzögert weitergegebenen höheren EEG-Umlage und Netzentgelte. Auch der Ergebnisbeitrag der Wärmeversorgung war infolge des notwendigen Rückgriffs auf die kostenintensive Eigenerzeugung niedriger als im Vorjahr. Bei der SWI Netze GmbH führten höhere Netznutzungsentgelte und niedrigere Instandhaltungsmaßnahmen zu steigenden Deckungsbeiträgen, die jedoch durch den Rückgang beim Gasnetz aufgrund abgesenkter Netzentgelte und niedrigerer Transportmengen aufgezehrt wurden. Aus der Nutzung der neuen Fernwärmeleitung zur Vermarktung der Abwärme der Raffinerie Gunvor konnten erstmals ganzjährig Deckungsbeiträge erzielt werden. Preisbedingt höhere Kosten für die zu erbringenden Fahrleistungen sowie zunehmend ergebniswirksam werdende Aufwendungen für die Einführung des rechnergestützten Betriebsleit- und Fahrgastinformationssystems bedingen einen weiteren Anstieg des auszugleichenden Verlustes. Für den bei der INVG auszugleichenden Verlust 2011/12 wurde eine Rückstellung TEUR 9.574 gebildet. Der tatsächliche Verlust der INVG beträgt TEUR 9.669; die Differenz von TEUR 95 wird bei der Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH im Folgejahr ergebniswirksam. Bei der SWI Freizeitlagen GmbH belasteten im Vorjahr Sanierungsarbeiten an Dach, Lüftung und Fassade im Hallenbad Südwest das auszugleichende Ergebnis. Auf INKB entfällt aus dem Bereich Energieversorgung ein Gewinnanteil 51,6 %. Da dieser nicht ausreicht, um den voll zu tragenden Verlust des Geschäftsbereichs „Freizeit, Verkehr, Telekommunikation“ nach Abzug der Ertragsteuerersparnis zu decken, muss INKB gemäß der konsortialvertraglichen Regelungen eine Kapitaleinlage bei der Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH leisten. 2011/12 TEUR Gewinnanteil Energieversorgung - 51,6 % Verlust Freizeit/Verkehr/Telekommunikation - 100 % Vergütung Steuersparnis Einlageverpflichtung INKB 12.046 -15.600 1.233 -2.321 2010/11 TEUR 11.353 -17.189 1.996 -3.840 Veränderung TEUR 693 1.589 -763 1.519 % 6,1 9,2 38,2 39,6 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 51 Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH Kennzahlen langfristig Jahresergebnis Beiträge der Bereiche Energieversorgung TEUR TEUR Prognose 2012/13 5.877 2011/12 6.772 2010/11 4.830 2009/10 8.591 2008/09 8.374 2007/08 6.998 25.975 -19.060 3.925 10.421 42,5 68,3 480 5.115 117.581 67,6 66,6 23.344 -15.600 2.321 10.333 40,8 69,4 481 7.974 108.472 69,0 68,0 22.001 -17.189 3.840 10.038 41,8 69,3 457 2.237 111.072 60,7 57,5 24.984 -13.757 679 9.475 42,7 66,5 363 601 117.165 56,0 54,5 22.253 -11.912 208 8.991 46,4 64,6 256 1.291 107.984 60,6 59,1 20.193 -12.262 1.115 8.747 42,2 64,3 343 329 114.176 56,7 55,9 Freizeit/Verkehr/Telek. TEUR dafür Einlagepflicht TEUR Betriebsleistung Personalaufwandsquote Mitarbeiter Abschreibungen Investitionen Bilanzsumme Anlagenintensität Eigenmittelquote TEUR % VZÄ TEUR TEUR TEUR % % Ausblick – Chancen und Risiken Chancen, die Ergebnisse weiter auszubauen, bieten sich in den nicht regulierten Geschäftsfeldern wie der Fernwärmeversorgung, den energienahen Dienstleistungen und Investitionen in erneuerbare Energien gerade vor dem Hintergrund politischer Themen wie etwa dem Atomausstieg und der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt Ingolstadt bzw. der Region 10. Die ab dem Geschäftsjahr 2012/13 ganzjährige Nutzung von Abwärme zur Versorgung neuer und bestehender Fernwärmekunden - zunehmend auch mit Kälte - sowie das steigende Geschäftsvolumen im Bereich Contracting sollen netzregulierungsbedingte Margenverluste in den Sparten Strom und Gas abfedern. Das Ergebnis des Jahres 2012/13 ist durch Sondereffekte begünstigt. Mittelfristig wird ein Ergebnisrückgang im Bereich Energieversorgung auf 23 Mio. EUR erwartet. Die Planungen im Bereich Freizeit und Verkehr sehen einen Anstieg der auszugleichenden Verluste auf mittelfristig 20 Mio. EUR vor. Beim Öffentlichen Personennahverkehr bedingen inflationsbedingte Kostensteigerungen, die erweiterte Audi-Anbindung, die stetige Modernisierung der Busflotte und die Einführung eines Fahrgastinformationssystems weiter wachsende Verluste. Bei den Freizeitanlagen fielen in 2012/13 Aufwendungen für die Sanierung des Daches und der Umkleiden im Hallenbad Südwest von rund 2 Mio. EUR an. Für das Sportbad werden ab 2014 Zinsaufwendungen und ab der Fertigstellung 2016 ferner die Abschreibungen ergebniswirksam. Insgesamt entstehen für die Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR dauerhafte Einlageverpflichtungen, die mittelfristig ab 2015 auf mehr als 5 Mio. EUR anwachsen werden. 52 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH Ringlerstraße 28, 85057 Ingolstadt www.sw-i.de Stammkapital: gehalten durch Gesellschafter: Beschlussorgane: Geschäftsführer: Verträge: 20.451.000 € Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH Gesellschafterversammlung Hubert Stockmeier Ergebnisabführungsvertrag mit der Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH vom 27.09.2002 Gegenstand und Aufgabe der Gesellschaft Die Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH betreibt im Wesentlichen die Verteilungsnetze für die Stromversorgung im Stadtgebiet Ingolstadt für 28.020 Hausanschlüsse über ein Umspannwerk, 505 Netz- und Übergabestationen, sowie ein Transportnetz mit 1.798 km Kabel- und 103 km Freileitungen. die Gasversorgung im Stadtgebiet Ingolstadt und in 15 Umlandgemeinden für 24.139 Hausanschlüsse, sowie ein Transportnetz mit 257 km Hoch- und Mitteldruckleitungen sowie 555 km Niederdruckleitungen. die Fernwärmeversorgung im Stadtgebiet Ingolstadt für 605 Kundenanschlüsse und ein Transportnetz von 66 km. Seit 1983 wird auch die freiwerdende Verbrennungswärme der Müllverwertungsanlage Ingolstadt genutzt. Durch eine Leitung von 4,8 km Länge ist die Abwärme der Raffinerie Gunvor seit Mitte 2011 mit einer jährlichen Einspeisemenge von 130 GWh nutzbar. - - Die weiter im Eigentum der Gesellschaft stehenden Kraftwerke wurden ab Oktober 2010 an die Schwestergesellschaft Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH verpachtet, die teilweise in Form von Kraft-Wärme-Kopplung Strom und Wärme produziert. Die auftragsgemäße Betriebsführung nimmt die Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH vor. Für die Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR führt die Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH auftragsbezogen die Betriebsführung für das Ingolstädter Wassernetz durch. Für die Stadt Ingolstadt betreut die Gesellschaft ferner die Straßenbeleuchtung. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 53 Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH Bilanz Aktiva Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Anlagevermögen Baumaterialien Unfertige Leistungen Forderungen Lieferungen und Leistungen übrige Forderungen Geldanlagen im Cash-Pool und Bankguthaben Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Passiva Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Eigenkapital Empfangene Ertragszuschüsse Rückstellungen Verbindlichkeiten Bilanzsumme 30.09.2012 TEUR 2.718 87.497 237 90.452 1.118 5.046 9.058 652 3 15.877 19 106.348 20.451 5.383 25.834 15.803 11.726 52.985 106.348 30.09.2011 TEUR 3.037 83.522 248 86.807 1.072 2.650 4.651 370 591 9.334 18 96.159 20.451 5.383 25.834 14.434 11.744 44.147 96.159 Veränderung TEUR -319 3.975 -11 3.645 46 2.396 4.407 282 -588 6.543 1 10.189 0 0 0 1.369 -18 8.838 10.189 % 10,5 4,8 4,4 4,2 4,3 90,4 94,8 76,2 99,5 70,1 5,6 10,6 0,0 0,0 0,0 9,5 0,2 20,0 10,6 Vermögens- und Finanzlage Das Vermögen der Gesellschaft ist zu rund 85 % langfristig im Anlagevermögen gebunden: Sparte Stromversorgungsanlagen Kapitalzuschüsse Strom der Anschlussnehmer Stromversorgung Gasversorgungsanlagen Kapitalzuschüsse Gas der Anschlussnehmer Gasversorgung Wärmeerzeugungs-/versorgungsanlagen Kapitalzuschüsse Wärme der Anschlussnehmer Wärmeversorgung Übrige Anlagen Arbeitgeberdarlehen/ Anteile Netze Verwalt.GmbH Anlagevermögen 30.09.2012 TEUR 29.663 -8.972 20.691 29.090 -4.420 24.670 40.375 -1.048 39.327 5.527 237 90.452 30.09.2011 TEUR 29.665 -9.439 20.226 28.129 -4.606 23.523 37.922 -1.125 36.797 6.013 248 86.807 Veränderung TEUR -2 467 465 961 186 1.147 2.453 77 2.530 -486 -11 3.645 % 0,0 4,9 2,3 3,4 4,0 4,9 6,5 6,8 6,9 8,1 4,4 4,2 Die Anschlussnehmer leisten für das Verteilungsnetz Baukostenzuschüsse und erstatten die Hausanschlusskosten. Ab Oktober 2003 bis September 2010 vereinnahmte Entgelte werden als Kapitalzuschüsse vom Anlagevermögen abgesetzt und über die Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagen abschreibungsmindernd aufgelöst. 54 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH Im Vorjahresvergleich stieg das Anlagevermögen investitionsbedingt um 4 %: Sparte Stromversorgungsanlagen Gasversorgungsanlagen Wärmeerzeugungs-/versorgungsanlagen übrige Anlagen Arbeitgeberdarlehen Veränderung Anlagevermögen 2011/12 Investitionen Zuschreibung Abschreibung Abgänge Veränderung TEUR 2.557 2.849 4.957 315 12 10.690 TEUR 0 0 8 0 0 8 TEUR 2.091 1.701 2.435 798 0 7.025 TEUR 1 1 0 3 23 28 TEUR 465 1.147 2.530 -486 -11 3.645 Darüber hinaus ist das kurzfristige Vermögen temporär um TEUR 6.544 auf TEUR 15.896 angestiegen. Zum Stichtag war der Bestand der unfertigen und noch abzurechnenden Auftragsarbeiten mit TEUR 5.046 um TEUR 2.396 höher als im Vorjahr. Die vereinnahmten Abschlagszahlungen – ausgewiesen unter den Verbindlichkeiten – betrugen TEUR 1.625 (Vorjahr TEUR 430). Ferner bestanden im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 4.407 höhere Forderungen, die insbesondere vom Betreiber des vorgelagerten Stromnetzes noch zu leistende Vergütungen betrafen. Das Gesamtvermögen ist wie folgt finanziert: 30.09.2012 TEUR Eigenkapital Ertragszuschüsse (70 %) Wirtschaftliche Eigenmittel Ertragszuschüsse (Steueranteil 30 %) Pensionsrückstellungen Mittel- und langfristige Bankkredite Mittel- und langfristige Fremdmittel Kurzfristige Bankkredite Kreditaufnahmen bei SWI Beteiligungen GmbH Kreditaufnahmen bei Stadt Ingolstadt Rückstellung für ausstehende Rechnungen Sonstige Rückstellungen Gewinnabführungsverpflichtung Netzentgeltüberschüsse Anzahlungen für unfertige Leistungen Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten u.Abgrenzung Kurzfristige Fremdmittel Gesamtfinanzierung 25.834 11.062 36.896 35% 4.741 992 16.838 22.571 21% 2.184 2.071 14.300 8.205 2.529 12.547 1.458 1.625 1.962 46.881 44% 106.348 100% 30.09.2011 TEUR 25.834 10.104 35.938 37% 4.330 894 18.532 23.756 25% 8.694 0 0 8.235 2.615 11.895 3.132 430 1.464 36.465 38% 96.159 100% Veränderung TEUR 0 958 958 411 98 -1.694 -1.185 -6.510 2.071 14.300 -30 -86 652 -1.674 1.195 498 10.416 10.189 6% -4% -2% Die von den Anschlussnehmern bis September 2003 und ab Oktober 2010 entrichteten Baukostenzuschüsse und erstatteten Hausanschlusskosten sind als Ertragszuschüsse passiviert. Den Zugängen in 2011/12 von TEUR 3.547 stehen ertragswirksam die Abschreibungen kompensierende Auflösungen und Abgänge von insgesamt TEUR 2.178 gegenüber. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 55 Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH Spartenbezogen stellt sich die Entwicklung wie folgt dar: Sparte Stromversorgungsanlagen Gasversorgungsanlagen Wärmeerzeugungs-/versorgungsanlagen Empfangene Ertragszuschüsse 30.09.2012 TEUR 8.605 4.554 2.644 15.803 Zugang TEUR 1.194 847 1.506 3.547 Auflösung TEUR 1.371 606 196 2.173 Abgang TEUR 0 0 5 5 30.09.2011 TEUR 8.782 4.313 1.339 14.434 Bei ihrer Auflösung fallen Ertragsteuern von 30 % (Fremdmittelanteil) an. Der verbleibende Anteil von 70 % hat Eigenmittelcharakter. Aus den Ertragszuschüssen resultiert in 2011/12 ein Finanzierungsbeitrag von TEUR 1.369. Darüber hinaus erforderte der Vermögenszuwachs eine Neukreditaufnahme von TEUR 8.167. Die bestehenden Kredite von TEUR 35.393 werden in Höhe von TEUR 19.022 im Wesentlichen mittel- und langfristig bei Banken beansprucht. TEUR 16.371 wurden kurzfristig bei der Gesellschafterin und der Stadt Ingolstadt aufgenommen. Das langfristig gebundene Anlagevermögen ist zu zwei Dritteln über Eigen- sowie lang- und mittelfristige Fremdmittel finanziert. Leistungsdaten Netzlast (Transportmengen) Strom Stadtw erke Ingolstadt Energie GmbH fremde Händler 2011/12 GWh 542 378 164 2010/11 GWh 537 382 155 Veränderung GWh 5 -4 9 % 0,9 1,0 5,8 Gas Stadtw erke Ingolstadt Energie GmbH fremde Händler 2.029 1.101 928 2.152 1.292 860 -123 -191 68 5,7 14,8 7,9 Wärme Gesetzliche Stromaufnahme - Photovoltaikanlagen 233 28 182 21 51 7 28,0 33,3 Die Stromnetzlast ist infolge des beständigen Wachstums der Stadt Ingolstadt weiter gewachsen. Der Anteil fremder Händler ist leicht gestiegen auf 30 %. Im Gas lag die Netzlast aufgrund der milden Witterung unter der des Vorjahres. Der Mengenanteil fremder Händler ist nunmehr auf 45% angewachsen. In der Wärme wurde erstmals ganzjährig die Abwärme der Raffinerie Gunvor über die neu errichtete Transportleitung genutzt. Durch den Anschluss weiterer Photovoltaikanlagen stieg die Gesamtleistung der installierten Anlagen in 2011/12 um 10 MW auf 33 MW. 56 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH Gewinn- und Verlustrechnung Geschäftsjahr 01.10. bis 30.09. des Folgejahres 2011/12 TEUR 78.185 2.396 1.311 660 -38.713 -10.232 -7.025 -6.354 -6.627 -942 -92 -34 2010/11 TEUR 71.984 -501 1.009 1.513 -32.736 -9.785 -5.433 -6.466 -6.485 -929 -98 -167 Veränderung TEUR 6.201 2.897 302 -853 -5.977 -447 -1.592 112 -142 -13 6 133 % 8,6 >100 29,9 56,4 18,3 4,6 29,3 1,7 2,2 1,4 6,1 79,6 Umsatzerlöse Veränderung d. Bestandes an unfertigen Leistungen Andere aktivierte Eigenleistungen Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Konzessionsabgaben übrige betriebliche Aufwendungen Zinsergebnis davon Zinsanteil Rückstellungsdotierungen davon Verzinsung Netzentgeltüberschüsse Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Rückstellungsdotierung gemäß BilMoG Sonstige Steuern Gewinnabführung an SWI Beteiligungen GmbH 12.659 0 -112 12.547 12.171 -200 -76 11.895 488 200 -36 652 4,0 100,0 47,4 5,5 Die Umsatzentwicklung stellt sich spartenbezogen wie folgt dar: 2011/12 TEUR Elektrizitätsverteilung Gasverteilung Wärmeerzeugung und -verteilung Betriebsführung/ Auftragsbauten f. Wasserversorgung Sonstige Umsätze Umsatzerlöse einschl. Bestandsveränderung 46.867 16.281 6.590 6.889 3.954 80.581 2010/11 TEUR 40.786 16.843 3.683 6.010 4.161 71.483 Veränderung TEUR 6.081 -562 2.907 879 -207 9.098 % 14,9 3,3 78,9 14,6 5,0 12,7 Die Aufnahme von Strom aus Photovoltaikanlagen, der an den vorgelagerten Netzbetreiber weiterzureichen ist, stieg in 2011/12 nochmals deutlich an und prägt den Anstieg von Umsatz und Materialaufwand in der Elektrizitätsverteilung. Die witterungsbedingt niedrigeren Transportmengen bedingen gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang der Umsätze in der Gasverteilung. Infolge der erstmals ganzjährigen Nutzung der neu errichteten Transportleitung zur Vermarktung der Abwärme der Raffinerie Gunvor spiegelt sich im Umsatzzuwachs der Wärmeverteilung wieder. Der Anstieg der Personalaufwendungen ergibt sich aus der Aufstockung des Personals um durchschnittlich 3 Vollkräfte und den Tarifsteigerungen. Die höheren Abschreibungen ergeben sich aus dem erstmals ganzjährigen Betrieb der Anlagen für die Verteilung der Abwärme der Raffinerie Gunvor. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 57 Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH Die Konzessionsabgaben, die für die Leitungsverlegung im öffentlichen Grund an die Stadt und die Gemeinden zu entrichten sind - bei Strom und Gas mengenabhängig, bei Wärme umsatzabhängig - entwickelten sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt: 2011/12 TEUR Strom Gas Wärme Konzessionsabgaben 4.946 1.226 182 6.354 2010/11 TEUR 4.922 1.220 324 6.466 Veränderung TEUR 24 6 -142 -112 % 0,5 0,5 43,8 1,7 Die Zinsbelastung stieg infolge des höheren Kreditbedarfes. Gegenläufig wirken niedrigere Aufwendungen für die Verzinsung der gesunkenen Netzentgeltüberschüsse. Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2011/12 von TEUR 12.547 ist durch Sondererträge in Höhe von TEUR 148 begünstigt. Im Vorjahresergebnis von TEUR 11.895 waren ergebnissteigernde Sondereffekte von TEUR 962 enthalten. Ohne diese Sondereinflüsse ist eine Ergebnissteigerung gegenüber dem Vorjahr von TEUR 1.466 zu verzeichnen. Spartenbezogen stellt sich Ertragslage im Vorjahresvergleich wie folgt dar: 2011/12 TEUR Elektrizitätsverteilung Gasverteilung Wärmeerzeugung und -verteilung Auftragsarbeiten abzuführender Jahresgewinn 5.814 5.610 1.023 100 12.547 2010/11 TEUR 5.318 6.313 -64 328 11.895 Veränderung TEUR 496 -703 1.087 -228 652 % 9,3 11,1 >100 69,5 5,5 Die Ergebnissteigerung bei der Elektrizitätsverteilung resultiert im Wesentlichen aus geringeren Instandhaltungsaufwendungen. Die Anfang 2012 abgesenkten Netznutzungsentgelte sowie witterungsbedingt niedrigere Transportmengen führten im Vergleich zum Vorjahr zu einem Ergebnisrückgang in der Gasverteilung. Die Netzentgelte für die erstmals ganzjährige Nutzung der errichteten Fernwärmeleitung tragen maßgeblich zur Ergebnisverbesserung bei. 58 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH Kennzahlen langfristig Jahresergebnis (vor EAV) TEUR Betriebsleistung Materialaufwandsquote Personalaufwandsquote Mitarbeiter Cashflow Investitionen Bilanzsumme Anlagenintensität Eigenmittel* Eigenmittelquote Kredite TEUR % % VZÄ TEUR TEUR TEUR % TEUR % TEUR Prognose 2012/13 12.187 80.498 44,8 13,0 157,6 17.443 12.813 106.892 88,6 36.986 34,6 37.922 2011/12 12.547 82.552 46,9 12,4 157,1 17.399 10.690 106.348 85,1 36.896 34,7 35.393 2010/11 11.895 74.005 44,2 13,2 154,2 15.116 24.050 96.159 90,3 35.938 37,4 27.226 2009/10 11.060 75.060 47,9 12,4 152,0 13.835 16.159 79.733 85,6 35.768 44,9 12.971 2008/09 11.012 72.514 46,9 12,7 154,2 13.589 5.625 70.684 84,2 37.390 52,9 4.265 2007/08 10.527 65.825 42,9 13,5 155,9 13.090 5.178 71.941 84,1 39.109 54,4 4.559 * Eigenmittel = Eigenkapital + 70% der empfangenen Ertragszuschüsse Ausblick – Chancen und Risiken Die Ergebnisbeiträge aus dem nicht regulierten Fernwärmebereich stützen das Ergebnis. Mittelfristig wird mit einer nochmaligen Abschmelzung der Netzentgelte Strom und Gas gerechnet, die zu einem Ergebnisrückgang führen werden. Investitionsbedingt steigende Abschreibungen und höhere Zinslasten sowie Personalkostensteigerungen tragen ebenso dazu bei. Zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit werden in den kommenden Jahren weiterhin jährlich Mittel in Höhe von rund 5,5 Mio. EUR für Wartung und Instandhaltung bereitgestellt. Es ist geplant, in die Erweiterung und Verbesserung der Netzanlagen, insbesondere in den Ausbau der Fernwärmeversorgung und auch den Aufbau eines Kälteverteilnetzes, weiterhin jährlich durchschnittlich 10 Mio. EUR zu investieren. Die Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH führt ihren Gewinn aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages an die Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH ab. Über INKB als Gesellschafterin der Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH ist die Stadt Ingolstadt mittelbar mit 51,6 % am abgeführten Gewinn der Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH beteiligt. Mit diesem Gewinnanteil werden auf Ebene der Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH im Rahmen des steuerlichen Querverbundes die von der Stadt Ingolstadt vollständig zu tragenden Verluste des Bereiches Freizeit und Verkehr verrechnet. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 59 Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH Ringlerstraße 28, 85057 Ingolstadt www.sw-i.de Stammkapital: gehalten durch Gesellschafter: 536.300 € Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH 2,50% 41,00% Unterbeteiligungen: MVV Trading GmbH Windpark Riegenroth GmbH & Co. KG (ab 01.01.2013) Beschlussorgane: Geschäftsführer: Verträge: Gesellschafterversammlung Matthias Bolle Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag mit der Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH vom 22.08.2000 Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft Die Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH ist als Vertriebsgesellschaft auf dem Gebiet Beschaffung und Vertrieb von Strom, Gas und Wärme tätig. Ihre Marktposition im Netzgebiet ist wie folgt gekennzeichnet: Anzahl Verträge Stromversorgung in Ingolstadt Haushalts-/Kleinkunden Sondervertragskunden Gasversorgung in Ingolstadt und 15 Umlandgemeinden Haushalts-/Kleinkunden Sondervertragskunden Wärmeversorgung in Ingolstadt 27.489 164 488 89% 73% 100% 67.522 350 91% 60% Marktanteil im Netzgebiet Darüber hinaus erzeugt die Gesellschaft Strom und Wärme in Kraftwerken, die sie von der Schwestergesellschaft Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH gepachtet hat, teilweise in Form von Kraft-Wärme-Kopplung. Mit Wirkung zum 01.10.2012 wurde die Schwestergesellschaft reginova GmbH mit der Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH verschmolzen. Energiedienstleistungen bzw. Contracting werden nun vom Geschäftskundenvertrieb angeboten und damit ein gebündelter vertrieblicher Außenauftritt der Stadtwerke gewährleistet. Auch das im Bereich regenerative Energien und Energieerzeugung aufgebaute Know-how wird in einem dafür eingerichteten eigenen Geschäftsbereich weiter genutzt. 60 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH Bilanz Aktiva Sachanlagen Finanzanlagen Anlagevermögen Forderungen Lieferungen und Leistungen Anzahlungen für den börslichen Strombezug Steuererstattungsansprüche sonstige Forderungen Liquide Mittel Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Passiva Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Eigenkapital Rückstellungen Gewinnabführungsverpflichtung Kurzfristige Bankkredite Kreditaufnahme bei Stadt Ingolstadt Kreditaufnahme bei SWI Beteiligungen GmbH Lieferungen und Leistungen Steuerverbindlichkeiten Kundenguthaben übrige Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten Bilanzsumme 30.09.2012 TEUR 10 291 301 40.300 5.326 6.041 31 34 51.732 27 52.060 537 511 1.048 4.916 8.533 0 4.000 4.591 25.101 2.069 1.766 36 46.096 52.060 30.09.2011 TEUR 4 346 350 37.108 4.412 5.500 17 11 47.048 51 47.449 537 511 1.048 3.588 7.768 4.000 0 3.553 23.400 2.438 1.451 203 42.813 47.449 Veränderung TEUR 6 -55 -49 3.192 914 541 14 23 4.684 -24 4.611 0 0 0 1.328 765 -4.000 4.000 1.038 1.701 -369 315 -167 3.283 4.611 % >100 15,9 14,0 8,6 20,7 9,8 82,4 >100 10,0 47,1 9,7 0,0 0,0 0,0 37,0 9,8 100,0 >100 29,2 7,3 15,1 21,7 82,3 7,7 9,7 Vermögens- und Finanzlage Bei den Finanzanlagen ist die Beteiligung an der MVV Trading GmbH in Höhe von TEUR 250 (2,5 % des Stammkapitals), die die Gesellschaft bei der Energiebeschaffung unterstützt, bilanziert. Ferner bestand bis 30.09.2011 mit TEUR 50 eine 5 %ige Beteiligung an der bundesweit tätigen Vertriebsgesellschaft SECURA Energie GmbH. Als Energiehandelsunternehmen prägen die kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten das Bilanzbild. Bei den Kunden mit Jahresverbrauchsabrechnung liegen gegenüber dem Vorjahr preisbedingt höhere Nachzahlungsverpflichtungen vor. Daneben erhöhten sich auch die zu hinterlegenden Sicherheitsleistungen für den börslichen Strombezug künftiger Jahre sowie die Steuererstattungsansprüche aus Energiesteuervorauszahlungen und aus noch nicht abzugsfähiger Umsatzsteuer. Den im Vorjahresvergleich gestiegenen Kundenaußenständen stehen auch höhere Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und Verbindlichkeiten bei der Energiebeschaffung gegenüber. Daher konnte die kurzfristige Neukreditaufnahme, die bei der Gesellschafterin erfolgte, auf TEUR 1.038 begrenzt werden. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 61 Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH Gewinn- und Verlustrechnung Geschäftsjahr 01.10. bis 30.09. des Folgejahres 2011/12 TEUR 313.532 267 -297.233 -1.754 -2 -5.973 28 0 -332 8.533 0 8.533 2010/11 TEUR 264.771 222 -249.882 -1.647 -2 -5.098 10 -188 -381 7.805 -37 7.768 Veränderung TEUR 48.761 45 -47.351 -107 0 -875 18 188 49 728 37 765 % 18,4 20,3 18,9 6,5 0,0 17,2 >100 100,0 12,9 9,3 100,0 9,8 Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Erträge aus Beteiligungen Verlustübernahme SECURA Energie GmbH Zinsergebnis Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Außerordentliches Ergebnis Gewinnabführung an SWI Beteiligungen GmbH Leistungsdaten Stromverkauf Haushalts-/Kleinkunden Großkunden übrige Sondervertragskunden Stromhandel 2011/12 GWh 1.773 227 1.100 222 224 2010/11 GWh 1.729 231 1.093 217 188 Veränderung GWh 44 -4 7 5 36 % 2,5 1,7 0,6 2,3 19,1 Gasverkauf Haushalts-/Kleinkunden Großkunden Sondervertragskunden Gashandel 2.887 798 397 247 1.445 1.500 805 294 401 0 1.387 -7 103 -154 1.445 92,5 0,9 35,0 38,4 - Wärmeverkauf Eigenerzeugung Strom Wärme 240 7 38 181 18 58 59 -11 -20 32,6 61,1 34,5 Die Umsatzerlöse setzten sich wie folgt zusammen: 2011/12 TEUR Stromverkauf (ohne Stromsteuer) Gasverkauf (ohne Erdgassteuer) Wärmeverkauf Periodenfremde Erlöse Kälteerlöse Sonstige Umsätze Umsatzerlöse 204.218 96.508 12.047 145 68 546 313.532 2010/11 TEUR 195.542 60.264 9.008 -438 0 395 264.771 Veränderung TEUR 8.676 36.244 3.039 583 68 151 48.761 % 4,4 60,1 33,7 >100 >100 38,2 18,4 Neben den abgabenbedingten Preissteigerungen ist die Umsatzanstieg im Strom mit TEUR 2.757 auf den mengenmäßig höheren Stromhandel zurückzuführen. Bei den Gasverkaufsumsätzen entfallen in 2011/12 TEUR 37.292 auf den Weiterverkauf von 62 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH Gasmengen, die zur Optimierung des Beschaffungsportfolios neueingedeckt wurden. Der Umsatzanstieg in der Wärme spiegelt insbesondere die Absatzsteigerung wieder. Der Materialaufwand ist mengenbedingt entsprechend angewachsen. Wertberichtigungen auf Forderungen von TEUR 1.128 infolge der Insolvenz eines Gaskunden prägen den Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Ertragslage Da gestiegene Abgaben und Umlagen erst zeitverzögert an die Kunden weitergegeben wurden, verschlechterte sich die Ergebnissituation in der Stromsparte im Vorjahresvergleich leicht. Optimierte Beschaffungskonditionen und niedrigere Netzentgelte ermöglichten eine deutliche Verbesserung des Ergebnisbeitrages im Gas. Da die Raffinerie Petroplus infolge der Insolvenz vorübergehend als Wärmelieferant ausfiel, mussten die fehlenden Wärmemengen in den eigenen Blockheizkraftwerken zu höheren Kosten erzeugt werden. Dies belastete die Ergebnissituation in der Wärme in 2011/12. Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2011/12 von TEUR 8.533 ist durch ergebnisbelastende Sondereffekte, insbesondere Forderungswertberichtigungen für Gaslieferungen, in Höhe von TEUR 1.830 (Vorjahr TEUR 1.933) beeinflusst. Kennzahlen langfristig Jahresergebnis (vor EAV) TEUR Betriebsleistung Materialaufwandsquote Personalaufwandsquote Mitarbeiter Investitionen Bilanzsumme Anlagenintensität Eigenkapitalquote Kredite TEUR % % VZÄ TEUR TEUR % % TEUR Prognose 2012/13 11.831 192.148 89,4 1,2 35,2 6.030 45.185 30,0 3,4 19.302 2011/12 8.533 313.799 94,7 0,6 27,9 7 52.060 0,6 2,0 8.591 2010/11 7.768 264.993 94,3 0,6 26,2 4 47.449 0,7 2,2 7.553 2009/10 11.300 256.846 92,8 0,7 28,0 12 60.758 0,6 1,7 17.986 2008/09 9.665 195.972 92,0 0,7 24,1 0 33.743 1,0 3,1 10.600 2007/08 7.801 179.607 92,3 0,8 24,2 61 32.878 1,1 3,2 10.410 Zum 01.10.2012 ging der Geschäftsbetrieb der reginova GmbH und das Vermögen in Höhe von TEUR 8.984, kreditfinanziert mit TEUR 4.561, auf die Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH über. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 63 Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH Die zu erwartende Gewinnsteigerung in 2012/13 beruht auf dem Wegfall der ergebnisbelastenden Sondereffekte aus 2011/12 und der Sondererträge von rund TEUR 900 insbesondere aus der nachträglichen Erstattung von Stromsteuern für den in Vorjahren in den Blockheizkraftwerken erzeugten Strom. Die Betriebsleistung sinkt in 2012/13 deutlich, da die seit 2008 erfolgte Belieferung eines Stromgroßkunden Ende 2012 auslief. Die Investitionen in 2012/13 betreffen mit TEUR 3.690 die erworbene Beteiligung am Windpark Riegenroth. Ferner werden neben der Erweiterung der Biogasanlage in Unterstall (TEUR 800) weitere Contracting-Projekte zur Wärme- und vermehrt auch zur Kälteversorgung umgesetzt. Ausblick – Chancen und Risiken Der erfolgte Ausbau der Fernwärmeversorgung ist ein wichtiger Beitrag zur Energiewende. Durch die Nutzung der Abwärme aus der Raffinerie Gunvor und der Müllverwertungsanlage in Mailing wird der Verbrauch von Gas und Strom substituiert. Mit der gezielten Fernwärmeund insbesondere auch Kältevermarktung wird eine weitere leichte Verbesserung der Ertragslage angestrebt. Nach Photovoltaik und Biomasse folgte nun mit der Windkraft ein dritter wichtiger Pfeiler für die Energieproduktion aus erneuerbaren Quellen. Die Gesellschaft hat sich Anfang 2013 mit 41 % an der Windpark Riegenroth GmbH & Co. KG beteiligt, die fünf Windräder im Hunsrück betreibt. Zur Stärkung des Images als Versorger vor Ort wurde Ende März 2013 ein zusätzliches Kundencenter in der Stadtmitte eröffnet. Darüber hinaus werden mittelfristig ökologische bzw. CO2-neutrale Produkte genauso an Relevanz gewinnen wie zusätzliche Servicedienstleistungen. Daher gilt es, sowohl beim Strom als auch beim Gas neue Vertriebsprodukte zu entwickeln, die dem Kunden einen spürbaren Mehrwert vermitteln. Im Strommarkt wird eine weitere Konsolidierung der „Discounter“ und damit eine Verbesserung der Wettbewerbsposition erwartet. Im Gasmarkt nimmt die Wettbewerbsintensität weiter zu, so dass mit weiteren Kundenverlusten im eigenen Netzgebiet zu rechnen ist. Dies soll durch die Ausweitung der Vertriebsaktivitäten in den Umlandgemeinden kompensiert werden. Das Risiko der volatilen Energiemärkte wird durch die strukturierte Energiebeschaffung gesenkt. Zur Begrenzung von Marktpreisrisiken werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Die Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH führt ihren Gewinn aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages an die Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH ab. Über INKB - als Gesellschafterin der Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH - ist die Stadt Ingolstadt mittelbar mit 51,6 % am abgeführten Gewinn der Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH beteiligt. Mit diesem Gewinnanteil werden auf Ebene der Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH im Rahmen des steuerlichen Querverbundes die von der Stadt Ingolstadt vollständig zu tragenden Verluste des Bereiches Freizeit und Verkehr verrechnet. 64 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt reginova GmbH Ringlerstraße 28, 85057 Ingolstadt www.sw-i.de Stammkapital: gehalten durch Gesellschafter: Beschlussorgane: Geschäftsführer: Verträge: 500.000 € Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH Gesellschafterversammlung Matthias Bolle Ergebnisabführungsvertrag mit der Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH vom 27.10.2008 Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft Die reginova GmbH als Dienstleistungsunternehmen der Stadtwerke Ingolstadt erbrachte Energiedienstleistungen, insbesondere im Bereich Einspar- und Anlagencontracting. Die Tätigkeit der reginova GmbH erstreckte sich auf den Betrieb von Nahwärmeversorgungsanlagen sowie die Bereitstellung von Wärme und Kälte für das Güterverkehrszentrum, das Klinikum Ingolstadt und den Audi-Sportpark, auf dessen Stadiondach sie ferner eine Photovoltaikanlage betrieb. Zum Jahreswechsel 2011/12 ging die Biogasanlage in Unterstall bei Neuburg in Betrieb. Die Anlage hat eine Leistung von 250 kW und erzeugt durch die Vergärung von Mais, Gras und Gülle unter Anwendung von Kraft-Wärme-Technik Strom und Wärme. Der erzeugte Strom wird in das örtliche Stromnetz eingespeist, die erzeugte Wärme zur Heizung der Grundschule in Unterstall genutzt. Die derzeit erfolgende Erweiterung der Anlage auf 600 kW soll im Herbst 2013 abgeschlossen werden. In 2012 wurde ferner die Wärmeübergabestation am Klinikum Ingolstadt in Betrieb genommen. Die Contractingprojekte, für die mit der Novellierung des Energiesteuergesetzes die Stromund Erdgassteuervergünstigung weggefallen ist, wurden in 2011/12 nicht fortgeführt. Um die Vertriebsaktivitäten zu bündeln und mit Energiedienstleistungen nach außen einheitlich als Stadtwerke Ingolstadt aufzutreten, wurde die reginova GmbH mit Wirkung zum 01.10.2012 mit ihrem Vermögen und ihrer Geschäftstätigkeit, die fortgeführt wird, in die Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH eingegliedert. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 65 reginova GmbH Vermögens- und Finanzlage Bilanz Aktiva Anlagevermögen Vorräte Forderungen Lieferungen und Leistungen Steuererstattungsansprüche Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Passiva Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Lieferungen und Leistungen Bankkredite Kreditaufnahmen bei SWI Beteiligungen GmbH Kreditaufnahmen bei Stadt Ingolstadt Gewinnabführung an SWI Beteiligungen GmbH übrige Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten Bilanzsumme 30.09.2012 TEUR 7.282 49 1.540 106 1.695 7 8.984 500 226 92 2.775 561 4.000 282 548 8.258 8.984 30.09.2011 TEUR 5.626 0 1.073 145 1.218 0 6.844 500 380 218 0 5.245 0 351 150 5.964 6.844 Veränderung TEUR 1.656 49 467 -39 477 7 2.140 0 -154 -126 2.775 -4.684 4.000 -69 398 2.294 2.140 % 29,4 >100 43,5 26,9 39,2 >100 31,3 0,0 40,5 57,8 >100 89,3 >100 19,7 >100 38,5 31,3 Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen investitionsbedingt und aufgrund höherer Kundenforderungen um 31 % angewachsen. Das langfristig gebundene Anlagevermögen mit einem Anteil von 81 % am Gesamtvermögen umfasst neben den Nahwärmeversorgungsanlagen insbesondere die Biogasanlage in Unterstall und die Energiezentrale am Audi-Sportpark zur Wärme- und Kälteversorgung sowie die auf dem Dach installierte Photovoltaikanlage. Die Investitionen des Geschäftsjahres 2011/12 von TEUR 2.183 betreffen im Wesentlichen die Biogasanlage in Unterstall mit TEUR 1.437 sowie die Wärmeübergabestation am Klinikum mit TEUR 364. Unter Berücksichtigung der planmäßigen Abschreibungen von TEUR 527 stieg das Anlagevermögen um TEUR 1.656 auf TEUR 7.282. Unter den Vorräten sind mit TEUR 49 Substrate für den Betrieb der Biogasanlage ausgewiesen. Zur Finanzierung der Investitionen sowie der höheren Kundenforderungen wurde eine Neukreditaufnahme von TEUR 2.091 notwendig. Zur langfristigen Finanzierung wurde in Höhe von TEUR 3.000 ein Bankdarlehen neu aufgenommen, das im laufenden Geschäftsjahr mit TEUR 225 planmäßig getilgt wurde. Die kurzfristigen Kreditaufnahmen wurden im Vorjahresvergleich um TEUR 684 auf TEUR 4.561 zurückgeführt. Die übrigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen mit TEUR 422 Kundenguthaben. 66 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt reginova GmbH Gewinn- und Verlustrechnung Geschäftsjahr 01.10. bis 30.09. des Folgejahres 2011/12 TEUR 5.768 463 661 -236 723 7.379 67 -5.785 -305 -527 -431 -116 282 2010/11 TEUR 6.781 1.505 277 28 825 9.416 93 -7.896 -273 -423 -503 -63 351 Veränderung TEUR -1.013 -1.042 384 -264 -102 -2.037 -26 2.111 -32 -104 72 -53 -69 % 14,9 69,2 >100 >100 12,4 21,6 28,0 26,7 11,7 24,6 14,3 84,1 19,7 Wärmeerlöse Kälteerlöse Stromerlöse periodenfremde Erlöse / Erlösschmälerungen sonstige Umsätze Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsergebnis Gewinnabführung an SWI Beteiligungen GmbH Für den deutlichen Rückgang der Umsatzerlöse ist vor allem der Wegfall einiger Steuercontractingkunden aufgrund der Neuregelung des Energiesteuergesetzes zum 01.01.2011 mit dem Wegfall der vergünstigten Strom- und Erdgassteuersätze maßgeblich. Die davon betroffenen Großkunden werden künftig von der SWI Energie GmbH versorgt. Die höheren Stromerlöse betreffen die Einspeisemengen der Biogasanlage Unterstall. Der Materialaufwand ist dem zur Folge analog zum Umsatz mengenbedingt gesunken. Aufgrund der laufenden Investitionstätigkeit stiegen die Abschreibungen und Zinsen weiter an. Das Jahresergebnis ist durch Sondereffekte in Höhe von TEUR 73 (Vorjahr TEUR 37) belastet. Kennzahlen langfristig Jahresergebnis (vor EAV) Betriebsleistung Materialaufwandsquote Personalaufwandsquote Mitarbeiter Cashflow Investitionen Bilanzsumme Anlagenintensität Eigenkapitalquote Kredite TEUR TEUR % % VZÄ TEUR TEUR TEUR % % TEUR 2011/12 282 7.446 77,7 4,1 3,6 809 2.183 8.984 81,1 5,6 7.336 2010/11 351 9.509 83,0 2,9 4,0 774 1.259 6.844 82,2 7,3 5.245 2009/10 443 7.905 83,4 3,1 3,8 661 3.575 6.419 74,6 7,8 3.871 2008/09 3 6.912 87,5 3,6 4,0 195 136 2.780 51,5 18,0 1.809 2007/08 -301 5.702 86,9 3,8 4,0 -90 188 2.844 52,4 17,6 1.780 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 67 Bayerngas GmbH Poccistraße 9, 80336 München www.bayerngas.de Stammkapital: gehalten durch Gesellschafter: Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR Stadtwerke München Services GmbH Stadtwerke Augsburg Energie GmbH TIGAS - Erdgas Tirol GmbH SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH Stadtwerke Landshut 90.695.150 € 2.388.700 € 1.409.950 € 51.062.100 € 18.865.650 € 9.069.550 € 4.534.750 € 3.364.450 € 2,63% 1,55% 56,30% 20,80% 10,00% 5,00% 3,71% 100,00% 100,00% 50,00% 70,00% 31,50% 31,50% 12,00% 5,00% 5,00% Unterbeteiligungen: bayernets GmbH München Bayerngas Energy Trading GmbH, München bayernSERVICES GmbH, München novogate GmbH, München Bayerngas Norge AS, Oslo, Norwegen Bayerngas International GmbH & Co. KG store-x Storage Capacity Exchange GmbH, Leipzig GasLINE Telekommunikationsnetzgesellschaft dt. Gasversorgungsunternehmen mbH & Co. KG, Straelen GasLINE Telekommunikationsnetzgesellschaft dt. Gasversorgungsunternehmen mbH, Straelen Beschlussorgane: Gesellschafterversammlung Aufsichtsrat Günter Bauer ab 26.10.2012 Dr. Thomas Rupprich von 01.07.2012 bis 25.10.2012 Marc Hall bis 30.06.2012 Geschäftsführer: Aufsichtsrat: Vorsitzender: Dr. Florian Bieberbach, Stadtwerke München GmbH ab 1.1.2013 Dr. Kurt Mühlhäuser, Stadtwerke München GmbH bis 31.12.2012 stellv.Vorsitzender: Dr.Claus Gebhardt, Stadtwerke Augsburg Energie GmbH Oliver Belik, Stadtrat Landeshauptstadt München Matthias Berz, SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH Dr. Kurt Gribl, Oberbürgermeister Stadt Augsburg Dr. Philipp Hiltpolt, TIGAS - Erdgas Tirol GmbH Dr. Alfred Lehmann, Oberbürgermeister Stadt Ingolstadt Hans Podiuk, Stadtrat Landeshauptstadt München Hans Rampf, Oberbürgermeister Stadt Landshut Die REWAG Regensburger Energie- und Wasserversorgung AG & Co. KG hat ihren gesamten 7,65%igen Anteilsbesitz an der Bayerngas GmbH in 2012 an die Stadtwerke München Services GmbH verkauft. 68 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Bayerngas GmbH Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft Die Bayerngas GmbH ist die kommunale Gasbeschaffungsplattform ihrer Gesellschafterkunden sowie für Regionalversorger und große Industriekunden in ganz Deutschland und Österreich. Entwicklung der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften Die Bayerngas übertrug mit Wirkung zum 01.01.2012 ihren Teilbetrieb „Gasnetz“ mit allen Vermögenswerten, Schulden und Organisationseinheiten auf ihre Tochter bayernets, die das bis dahin von der Bayerngas GmbH angepachtete Gasnetz schon betreibt. Die nachlassende Konjunktur, der Lieferengpass im Februar 2012 und der zunehmende Wettbewerb bewirkten gegenüber dem Vorjahr einen 9%igen Absatzrückgang. Er betrifft insbesondere das Stammgeschäft, da bei den Gesellschafter- und den regionalen Weiterverteilerkunden eine weitere Lieferantendiversifikation erfolgt. Die Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH bezog für 2012 und 2013 rund 70 % ihres Gasbedarfes über die Bayerngas. Bei den Industriekunden hingegen konnte die Bayerngas durch den Aufbau neuer Geschäftsbeziehungen ihren Absatz steigern. Die Belieferung von Stadtwerken außerhalb des Gesellschafterkreises erfolgt über die Tochter novogate GmbH. Durch maßgeschneiderte Angebote konnte der Absatz im deutschlandweiten Stadtwerkegeschäft um 35 % gesteigert werden. Sie erzielte in 2012 einen Jahresüberschuss von TEUR 439 (Vorjahr TEUR 425). Bei den Industriekunden hingegen konnte trotz ungünstigerer Rahmenbedingungen eine Absatzsteigerung durch den Aufbau neuer Geschäftsbeziehungen erzielt werden. Das Gasbeschaffungsgeschäft wird kleinteiliger und die Anzahl der Geschäftsabschlüsse nimmt zu. Bayerngas hat deshalb in 2012 die Beschaffungsprozesse weiterentwickelt und stärker mit denen der Tochter Bayerngas Energy Trading GmbH verzahnt. Obwohl das Gasgeschäft kurzfristiger geworden ist, hat Bayerngas 2012 die Chance zum Abschluss eines langfristigen Beschaffungsvertrages mit Gas-Index genutzt. Generell hat das Unternehmen das ölgebundene Geschäft stark minimiert. Die Bayerngas GmbH konnte in 2012 ihre Gasvertriebsrohmarge deutlich erhöhen. Der Großhandelsmarkt im physischen Gasgeschäft wird immer wichtiger und die Bayerngas Energy Trading GmbH verzeichnete hier in 2012 einen weiteren Volumenzuwachs und konnte ihren an die Bayerngas abgeführten Gewinn auf TEUR 2.090 (Vorjahr TEUR 1.140) steigern. Das Dienstleistungsgeschäft für den Gesellschafter Bayerngas steht im Vordergrund. Neue Produkte wurden entwickelt und neue Märkte erschlossen. Der Markteintritt in England am National Balancing Point erfolgte mit ersten Geschäften im November 2012. Als Market Maker ist sie ferner an der EEX tätig. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 69 Bayerngas GmbH Die wirtschaftliche Lage für Speicherbetreiber ist aufgrund der hohen Verfügbarkeit des Produkts Erdgas auf den Handelsmärkten nach wie vor angespannt. Aufgrund der hohen Betriebskosten im Untertagespeicher Wolfersberg scheint eine rentable Vermarktung der Speicherkapazitäten derzeit nicht möglich zu sein. Daher erfolgten außerplanmäßige Abschreibungen auf die Speicheranlagen von TEUR 20.149, die den Anstieg des Verlustes im Bereich Gasspeicherung auf TEUR 29.393 (Vorjahr TEUR 8.241) prägen. Beim technischen Betriebsführer drängt Bayerngas auf eine Anpassung bestimmter Kostenelemente an die neuen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und hat aus diesem Grund ein Schiedsverfahren angestrengt. Ende 2012 hat sich die Bayerngas GmbH mit 12 % an der store-x Storage Capacity Exchange GmbH, einer Handelsplattform für Speicherkapazitäten, beteiligt. Die Vermarktung und der Betrieb des 1.300 km langen Gashochdrucknetzes auf 36.000 Quadratkilometern im südbayerischen Raum, über das das deutsche Gastransportnetz im Südosten an das österreichische Pipelinesystem angebunden ist, nimmt die Tochter bayernets GmbH vor, die das von der Bayerngas GmbH angepachtete Netz mit Wirkung zum 01.01.2012 eigentumsrechtlich übernahm. bayernets agiert somit als unabhängiger Transportnetzbetreiber gemäß den Anforderungen des § 10 Energiewirtschaftsgesetz und wurde als solcher zum 09.11.2012 von der Bundesnetzagentur zertifiziert. Neben einmaligen Aufwendungen in 2012 sind damit auch dauerhafte Mehrkosten im Personalbereich durch die gesetzlich vorgeschriebene Doppelung von Funktionen insbesondere im kaufmännischen Bereich verbunden. Mit der erfolgreichen Vermarktung der Netzkapazitäten erzielte bayernets in 2012 einen Gewinn von TEUR 22.711, den sie an die Bayerngas GmbH abführte. Die Bayerngas GmbH konnte im Bereich Gasfernleitung damit in 2012 ihr Ergebnis im Bereich Gasverteilung um TEUR 3.286 verbessern. Zum 01.01.2013 hat bayernets von der GASCADE GmbH, Kassel, die Anlagen der ehemaligen SÜDAL am deutsch-österreichischen Grenzübergangspunkt bei Burghausen übernommen. Mit Übernahme der Anlagen in Burghausen erhöht bayernets die feste Importkapazität im Versorgungsgebiet von 1,5 Mio. kWh/h auf 2,7 Mio. kWh/h. An Deutschlands größtem Erdgas-Marktgebiet ist bayernets als zweitgrößter Anteilseigner der NetConnect Germany (NCG) mit 18 % beteiligt. Durch die zentrale Lage und die enge Vernetzung des Marktgebietes NCG mit den angrenzenden europäischen Märkten wird das Handelsvolumen am virtuellen Handelspunkt NCG weiter steigen. Über die europäische PRISMA European Capacity Plattform GmbH vermarktet bayernets seit April 2013 zusammen mit weiteren europäischen Fernleitungsnetzbetreibern aus Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden und Österreich als Mitgesellschafter (1,53 %) Primärkapazitäten an europäischen Netzpunkten. Über ihre Beteiligung an Bayerngas Norge AS, Oslo, ist die Bayerngas GmbH im norwegischen, dänischen und britischen Explorations- & Fördergeschäft aktiv. Der Konzernabschluss der Bayerngas Norge AS weist in 2012 einen Jahresverlust auf, der das Konzernergebnis der Bayerngas GmbH entsprechend dem Anteil von 31,5 % mit 7,0 Mio. EUR (Vorjahr 19,1 Mio. EUR) belastet. 70 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Bayerngas GmbH Die Bayerngas Norge AS ist mit ihren 100%-Töchtern Bayerngas Danmark Aps, Kopenhagen, Bayerngas Petroleum Danmark AS, Oslo, Bayerngas Produksjon Norge AS,Oslo, und Bayerngas UK Ltd., Westerham, an 61 (Vorjahr 54) Lizenzen auf dem norwegischen (43), dänischen (6) und britischen (12) Kontinentalschelf beteiligt. Für eine Lizenz wurde Bayerngas Norge vom norwegischen Staat die Betriebsführerschaft zugeteilt. Im Januar 2013 hatte die Bayerngas Norge weitere sieben Explorationslizenzen in Norwegen im Rahmen eines Zuteilungsverfahrens erhalten. Die Förderung aus den fünf produzierenden Feldern Volve, Trym, Vega, Oselvar (alle Norwegen) und Clipper South (Großbritannien) belief sich in 2012 auf 10 Mrd. kWh. Darüber hinaus bestehen Beteiligungen an drei weiteren Feldern, die sich in der Entwicklungsphase befinden. Explorationserfolge wurden in 2012 mit der Bohrung Skarfjell erzielt. Ergänzend zu den Explorations- und Förderaktivitäten in Norwegen hat sich Bayerngas im August 2012 mit dem Erwerb von 75 % der Lizenzanteile Ausbeuterechte an einer Gaslagerstätte in Reudnitz in Brandenburg gesichert. In einem Joint-Venture mit der RAG Rohöl-Aufsuchungs Aktiengesellschaft, Wien, betreibt die Bayerngas im Raum Salzach/Chiemgau Erdgas-Explorations- und Produktionsanlagen. Im Januar 2012 wurde die Förderung an der Lagerstätte Assing in Betrieb genommen. Wegen eines unerwarteten Wassereinbruchs musste die Förderung jedoch wieder eingestellt werden. Bayerngas bietet über die bayernSERVICES GmbH, ein Gemeinschaftsunternehmen der Bayerngas GmbH mit der Schandl GmbH, technische Services an. Trotz des verschärften Wettbewerbs hat die Gesellschaft ihre Position behauptet und die Anzahl von Betriebsführungsverträgen für Biogasanlagen in 2012 weiter ausgebaut. Der Jahresüberschuss sank in 2012 auf TEUR 89 (Vorjahr TEUR 104). Bayerngas stellt einen Konzernabschluss auf, in den sie ihre Tochtergesellschaften Bayerngas Energy Trading GmbH und die bayernets GmbH vollständig einbezieht. Alle anderen unmittelbaren und mittelbaren Beteiligungen insbesondere die Bayerngas Norge werden nur mit ihrem der Beteiligung entsprechenden anteiligen Vermögenswert und Jahresergebnis (= Equity-Konsolidierung) berücksichtigt. Vermögens- und Finanzlage des Konzerns Bayerngas Das Vermögen des Konzerns ist um 6 % angewachsen. Dies beruht insbesondere auf ergebnisbedingt höheren liquiden Mitteln, aber auch höheren Forderungen und Gasvorräten. Mit dem Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit in 2012 konnten die Ausschüttung, die Kredittilgungen und die Investitionen vollumfänglich finanziert werden und der Liquiditätsbestand zum Geschäftsjahresende aufgebaut werden. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 71 Bayerngas GmbH Im Einzelnen entwickelte sich das Vermögen und Kapital des Konzerns in 2012 wie folgt: 31.12.2012 TEUR Rechte und Anlagen der Gasspeicherung Erdgasleitungen übrige Rechte und Anlagen Finanzanlagen davon Ausleihungen an Bayerngas Norge AS 31.12.2011 TEUR 26.302 30.526 50.202 302.670 252.384 Veränderung TEUR -21.654 329 755 23.159 7.805 % 82,3 1,1 1,5 7,7 3,1 4.648 30.855 50.957 325.829 260.189 Anlagevermögen Vorräte Forderungen Lieferungen und Leistungen übrige Forderungen und Abgrenzungen Sonstige Wertpapiere Liquide Mittel Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten Konzernvermögen Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage Konzernbilanzergebnis Ausschüttungsvorschlag Eigenmittel Empfangene Ertragszuschüsse Rückstellungen Kredite Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen Verbindlichkeiten Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten an Beteiligungsunternehmen Steuerverbindlichkeiten Ausschüttungsvorschlag übrige Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Konzernkapital 412.289 42.373 274.688 26.921 3.786 164.995 512.763 1.993 927.045 90.695 105.832 159.640 25.754 -16.325 365.596 1.531 114.421 214.352 8.795 131.462 1.036 55.574 16.325 15.811 443.355 2.142 927.045 409.700 32.891 256.999 36.235 5.150 131.461 462.736 1.164 873.600 90.695 105.832 169.186 -8.056 -16.325 341.332 410 85.955 235.195 0 148.363 4.142 18.666 16.325 19.436 442.127 3.776 873.600 2.589 9.482 17.689 -9.314 -1.364 33.534 50.027 829 53.445 0 0 -9.546 33.810 0 24.264 1.121 28.466 -20.843 8.795 -16.901 -3.106 36.908 0 -3.625 1.228 -1.634 53.445 0,6 28,8 6,9 25,7 26,5 25,5 10,8 71,2 6,1 0,0 0,0 5,6 >100 0,0 7,1 >100 33,1 8,9 >100 11,4 75,0 >100 0,0 18,7 0,3 43,3 6,1 Das langfristig gebundene Anlagevermögen hat nahezu unverändert einen Anteil von 44 % am Gesamtvermögen. Es erhöhte sich um TEUR 2.589. Den Investitionen von TEUR 26.938 und der konsolidierungsbedingten Aufwertung der Anteile an der Bayerngas Norge von TEUR 14.835 stehen Abschreibungen von TEUR 30.655 und Abgänge von TEUR 8.529 gegenüber. Die Investitionen betreffen mit TEUR 15.272 die Erhöhung der Ausleihungen an die Bayerngas Norge, die in Höhe eines Teilbetrages von TEUR 7.467 im Rahmen einer Kapitalerhöhung bei der Bayerngas Norge in eine Stammeinlage umgewandelt wurde. 72 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Bayerngas GmbH Der auf die Bayerngas entfallende anteilige (31,5 %) Jahresverlust der Bayerngas Norge ist mit TEUR 7.044 unter den Abgängen erfasst. Die Investitionen umfassen ferner mit 3,4 Mio. EUR das Erdgasleitungsnetz sowie mit 4,8 Mio. EUR den technischen Ausbau der Mess- und Regelstationen. Die Abschreibungen enthalten außerplanmäßige Abschreibungen auf die Obertageanlagen und das Kissengas des Untertagespeichers Wolfersberg mit TEUR 20.149, die im Hinblick auf das nicht auskömmliche Marktpreisniveau für Speicherkapazitäten notwendig wurden. Wegen der geologisch bedingten Einstellung der Erdgasförderung in Assing mussten ferner die ortsgebundenen Förderanlagen in Höhe von TEUR 279 abgewertet werden. Investitionen Abschreibung Aufw ertung Abgänge Veränderung TEUR Gasspeicherung Erdgasleitungen übrige Anlagen Anteile Bayerngas Norge übrige Beteiligungen Ausleihungen Bayerngas Norge sonstige Ausleihungen Veränderung Anlagevermögen 343 3.364 7.574 7.467 385 7.805 0 26.938 TEUR 21.997 2.794 5.864 0 0 0 0 30.655 TEUR TEUR 0 241 955 TEUR -21.654 329 755 15.258 188 7.805 92 -92 2.589 14.835 7.044 197 14.835 8.529 Die Vorräte betreffen den bewerteten Gasvorrat, der mengen- und preisbedingt gestiegen ist. Das Vermögen ist zu 39 % über Eigenmittel finanziert. Der Anstieg der Eigenmittel um TEUR 24.264 umfasst mit TEUR 14.835 die Aufwertung der Anteile an der Bayerngas Norge und den Konzernjahresüberschuss von TEUR 25.754, der in Höhe eines Teilbetrages von TEUR 16.325 an die Gesellschafter ausgeschüttet wird. Infolge höherer Verpflichtungen aus ausstehenden Gasbezugsrechnungen (71 Mio. EUR) ist der Rückstellungsbedarf gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Kredite bei Banken wurden planmäßig um TEUR 5.843 auf TEUR 199.352 getilgt. Bei Nichtbanken erfolgte eine planmäßige Tilgung von TEUR 30.000 und eine mittelfristige Neukreditaufnahme über TEUR 15.000. Die Bayerngas GmbH hat für das Tochterunternehmen Bayerngas Norge AS eine Garantieerklärung zugunsten des norwegischen Staates sowie zwei Garantieerklärungen im Rahmen der Nutzung von Transportkapazitäten abgegeben. Im Zusammenhang mit der Übernahme eines weiteren Unternehmens durch das Tochterunternehmen Bayerngas Norge AS wurde zudem eine Garantieerklärung zugunsten des dänischen Staates zur Sicherung möglicher staatlicher Ansprüche abgegeben. An Counterparts der Handelstochter Bayerngas Energy Trading GmbH waren Ende 2012 sechs Patronatserklärungen und zwei Vertragserfüllungsgarantien im Gesamtumfang von 6 Mio. EUR (Vorjahr 10 Mio. EUR) ausgereicht. Die Auslastung der Patronatserklärung beläuft sich Ende 2012 gegenüber dem Vorjahr unverändert auf rund 9 Mio. EUR. Risiken der Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen sind nach Angaben der Geschäftsführung zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung nicht erkennbar. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 73 Bayerngas GmbH Finanzielle Verpflichtungen der Gesellschafter Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH und Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR in Form von Bürgschaften und Nachschusspflichten gegenüber der Bayerngas GmbH bestehen nicht. Ihre Haftung ist damit auf die geleisteten Einlagen (11,5 Mio. EUR) und die nicht ausgeschütteten Gewinne beschränkt. Ertragslage des Konzerns Bayerngas 2012 TEUR Umsatzerlöse Andere aktivierte Eigenleistungen Sonstige betriebliche Erträge Gesamtleistung Materialaufwand Rohergebnis Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Erträge aus Beteiligungen Erträge aus Ausleihungen Abschreibungen Wertpapiere Verlustanteil Beteiligungsunternehmen davon Bayerngas Norge 2011 TEUR 1.948.520 128 18.254 1.966.902 79.016 -22.697 -11.667 -16.989 5.643 9.984 -279 -19.179 -19.148 Veränderung TEUR 235.213 -30 -6.460 228.723 33.124 -288 -18.988 -2.319 -2.428 -570 276 12.111 12.104 % 12,1 23,4 35,4 11,6 10,4 41,9 1,3 >100 13,7 43,0 5,7 98,9 63,1 63,2 2.183.733 98 11.794 2.195.625 -2.083.485 112.140 -22.985 -30.655 -19.308 3.215 9.414 -3 -7.068 -7.044 -1.887.886 -195.599 Zinserträge Zinsaufwand Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und Ertrag Sonstige Steuern Konzernjahresüberschuss 1.883 -8.701 37.932 -12.262 84 25.754 4.196 -12.336 15.692 -12.496 -89 3.107 -2.313 3.635 22.240 234 173 22.647 55,1 29,5 >100 1,9 >100 >100 Das weitere Umsatzwachstum beruht neben dem im Jahresdurchschnitt höheren Marktpreisniveau auf der 4%igen Steigerung des Konzernabsatzes auf 80 Mrd. kWh in 2012. Infolge des unterproportionalen Anstiegs des Materialaufwands verbesserte sich das Rohergebnis deutlich. In 2012 wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf den Speicher Wolfersberg (20,1 Mio. EUR) und die Förderanlagen in Assing (0,3 Mio. EUR) vorgenommen. Der im Vorjahresvergleich geringere anteilige Verlust (31,5 %) der Bayerngas Norge trägt ebenfalls maßgeblich zur Verbesserung des Konzernjahresüberschusses bei. Aus dem Konzernjahresüberschuss von TEUR 25.754 wurden im Juli 2013 wie im Vorjahr TEUR 16.325 = 18 % auf das gezeichnete Kapital von TEUR 90.695 an die Gesellschafter ausgeschüttet. Die Tochterunternehmen der Stadt Ingolstadt vereinnahmen damit in 2013 folgende Gewinnausschüttungen von der Bayerngas GmbH: Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR TEUR 254 Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH TEUR 430 74 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Bayerngas GmbH Kennzahlen langfristig Jahresergebnis davon Ausschüttung 2012 25.754 16.325 2011 3.107 16.325 2010 55.868 14.459 2009 24.556 18.476 2008 19.826 14.459 TEUR TEUR Betriebsleistung Materialaufwandsquote Personalaufwandsquote Mitarbeiter CashEarnings Investitionen davon Finanzanlagen TEUR % % Anzahl TEUR TEUR TEUR 2.195.625 1.966.902 1.794.831 2.062.677 2.095.873 94,9 1,0 232 56.305 41.773 15.657 96,0 1,2 215 -1.198 30.877 22.041 92,7 1,1 222 33.503 186.572 173.866 89,0 1,3 235 154.434 366.489 157 95,9 0,8 185 42.413 117.435 1.027 Bilanzsumme Anlagenintensität Eigenmittel* Eigenmittelquote Kredite TEUR % TEUR % TEUR 927.045 44,5 365.596 39,4 214.352 873.600 46,9 341.332 39,1 235.195 964.701 1.390.669 42,5 294.404 30,5 224.757 43,6 228.536 16,4 435.171 941.538 30,4 168.846 17,9 212.234 * Eigenkapital abzüglich Ausschüttungsvorschlag Ausblick – Chancen und Risiken Der Wettbewerb in allen Kundensegmenten wird auf absehbare Zeit intensiv bleiben. Die hohe Verfügbarkeit von Erdgas bleibt nach heutiger Einschätzung erhalten und wird den Wettbewerb treiben. Abzuwarten bleibt, wie sich die Förderung von unkonventionellen Gasvorkommen in Nordamerika weiter auf den Markt und damit die LNG-Transporte nach Europa auswirkt. Positiv kann sich das Zusammenrücken der Gasmarktgebiete in Europa auf Verfügbarkeit und Wettbewerb auswirken. Die rechtliche Gründung einer gemeinsamen Auktionsplattform für grenzüberschreitende Kapazitäten von Ferngasnetzbetreibern Ende 2012 ist ein erster Schritt. Die Konjunkturschwäche in Europa dämpft die Industriekundennachfrage. Bei den Haushalten wird sich langfristig die verstärkte Wärmedämmung auf die Nachfrage auswirken. Erdgasheizungen haben jedoch nicht an Attraktivität verloren. Bayerngas ist vertriebsseitig bestrebt die Anzahl der Geschäftspartnerbeziehungen weiter zu erhöhen. Qualitatives Wachstum durch die Vertiefung der Kundenbeziehungen und eine neue Produktpalette eröffnen neue Chancen. Die Gasbeschaffung kann von der Marktliquidität profitieren. Da die Komplexität im Markt zunehmen wird, ist der Bedarf an professionellem Gas-Know-how, wie es die Bayerngas vorhält, absehbar. Ab 2013 erwartet die Bayerngas GmbH einen rückläufigen Jahresüberschuss und plant eine Ausschüttung von 13 % statt von bisher 18 % auf das Stammkapital. Von hoher Bedeutung ist dabei der positive Ausgang des Schiedsverfahrens mit dem technischen Betriebsführer zur Anpassung des Entgelts für den Speicher Wolfersberg. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 75 MVV Trading GmbH Luisenring 49, 68159 Mannheim www.mvv-trading.de Stammkapital: gehalten durch Gesellschafter: 2.150.000 € Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH MVV Energie AG Stadtwerke Kiel AG Energieversorgung Offenbach AG Gesellschafterversammlung Aufsichtsrat Dr. Michael Redanz 53.750 € 1.287.850 € 539.650 € 268.750 € 2,50% 59,90% 25,10% 12,50% Beschlussorgane: Geschäftsführer: Aufsichtsrat: Vorsitzender: Dr. Georg Müller, MVV Energie AG (ab 13.04.2013) Matthias Brückmann, MVV Energie AG (bis 12.04.2013) stellv. Vorsitzender: Frank Meier, Stadtwerke Kiel AG (ab 19.03.2013) Dr. Jörg Teupen, Stadtwerke Kiel AG (ab 29.11.2012 bis Februar 2013) Stefan Grützmacher, Stadtwerke Kiel AG (bis 25.9.2012) Dr. Werner Dub, MVV Energie AG Daniela Kirchner, MVV Energie AG Heike Heim, Energieversorgung Offenbach AG Matthias Bolle, Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH Thoralf Lingnau, Betriebsrat MVV Energie AG Heike Kamradt, Betriebsrätin MVV Energie AG Jürgen Wiesner, Betriebsrat MVV Energie AG Konsortialvereinbarung zwischen den Gesellschaftern vom 15.11.2006 Ergebnisabführungsvertrag mit der MVV Energie AG vom 09.02.2007 Verträge: Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft Die MVV Trading GmbH unterstützt ihre Gesellschafterkunden mit Hedgegeschäften und Dienstleistungen in der Strom- und Gasbeschaffung sowie in der Vermarktung von Erzeugungskapazitäten. Im Rahmen des Eigenhandels werden Spekulationsgeschäfte insbesondere im Strom- und Gashandel getätigt. Hierfür wurde ein Risikomanagement implementiert und Risikokapital bereitgestellt. Die Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH wickelt ihren gesamten Strombezug und ab 2012 zunehmend auch den Gasbezug über die MVV Trading GmbH ab. Vermögens- und Finanzlage Als Handelsgesellschaft sind die Aktiva geprägt durch Forderungen gegenüber Handelspartnern sowie gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Ausweitung des Energiehandels geht einher mit einer deutlichen Erhöhung der Bilanzsumme aufgrund gestiegener Forderungen sowie Verbindlichkeiten. Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der zu hinterlegenden Sicherheitsleistungen wurde im Wesentlichen finanziert über höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie höheren Ausleihungen aus dem Cash-Pool der MVV Energie AG. 76 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt MVV Trading GmbH Bilanz Aktiva Forderungen Lieferungen und Leistungen Vorsteuererstattungsansprüche Sicherheitsleistungen für Energiebezug Cash-Pool Forderungen bei MVV Energie AG übrige Forderungen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Passiva Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Eigenkapital Rückstellungen Bankkredite Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Marginzahlungen der Gesellschafter Cash-Pool Verbindlichkeiten bei MVV Energie AG übrige Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme 30.09.2012 TEUR 103.423 25.492 72.194 36.441 0 237.550 56 237.606 2.150 8.178 7.421 17.749 1.803 0 156.873 8.525 51.469 1.005 217.872 182 237.606 30.09.2011 TEUR 79.638 18.882 39.131 0 425 138.076 20 138.096 2.150 8.178 5.417 15.745 2.045 4.888 92.854 6.893 7.966 6.910 119.511 795 138.096 Veränderung TEUR 23.785 6.610 33.063 36.441 -425 99.474 36 99.510 0 0 2.004 2.004 -242 -4.888 64.019 1.632 43.503 -5.905 98.361 -613 99.510 % 29,9 35,0 84,5 >100 100,0 72,0 >100 72,1 0,0 0,0 37,0 12,7 11,8 100,0 68,9 23,7 >100 85,5 82,3 77,1 72,1 Ertragslage Gewinn- und Verlustrechnung Geschäftsjahr 01.10. bis 30.09. des Folgejahres 2011/12 TEUR 2.131.396 1.003 -2.120.171 -3.673 -4.114 -125 4.316 -1.312 3.004 -1.000 28 2010/11 TEUR 1.920.185 94 -3.141 -4.116 -12 4.426 -1.368 3.058 -97 5 Veränderung TEUR 211.211 909 -532 2 -113 -110 56 -54 -903 23 % 11,0 >100 11,1 16,9 0,0 >100 2,5 4,1 1,8 >100 >100 Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsergebnis Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und Ertrag Jahresergebnis Gewinnabführung an die MVV Energie AG davon Dividendenanspruch SWI Energie GmbH -1.908.584 -211.587 Einstellung in die Gewinnrücklagen 2.004 2.961 -957 32,3 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 77 MVV Trading GmbH Die Ausweitung der Handelsaktivitäten spiegelt sich in einem Anstieg der Umsatzerlöse und des Materialaufwands wider, während der Gewinn leicht rückläufig war. Der größte Anteil am Umsatz entfällt auf den Stromhandel. Wie bereits im Vorjahr wurden auch im Berichtsjahr die Gashandelsaktivitäten ausgeweitet. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Gegensatz zum Vorjahr Dienstleistungsentgelte der MVV Energie AG für das Erzeugungsportfoliomanagement sowie Sondererträge von 0,6 Mio. EUR aus der Auflösung von Rückstellungen sowie aus periodenfremden Nachverrechnungen bzw. Gutschriften. Nach Abzug der Gewinnabführung von TEUR 1.000 an die MVV Energie AG, die daraus fixe und variable Ausgleichszahlungen an die Minderheitsgesellschafter von TEUR 401 leistet, wurde der verbleibende Jahresüberschuss von TEUR 2.004 zur Risikovorsorge in die Gewinnrücklagen eingestellt. Ausblick – Chancen und Risiken Beim Umbau der Energieversorgung hin zu erneuerbaren Energien wird sich die MVV Trading GmbH auf tiefgreifende Veränderungen, instabile Rahmenbedingungen und weiterhin volatile Energiemärkte einstellen müssen. Trotzdem erwartet die Gesellschaft in den nächsten Jahren eine stabile Ergebnisentwicklung. Aufgrund der Geschäftstätigkeit als zentrale Handelsgesellschaft ist sie besonderen Risiken ausgesetzt. Marktpreisrisiken aber auch Marktpreischancen bestehen durch die unsichere und volatile Preisentwicklung in Kombination mit offenen Positionen. Forderungsausfall- und Wiedereindeckungsrisiken können eintreten, wenn ein Vertragspartner seine Zahlungsund/oder Lieferverpflichtungen nicht einhält. Die Liquidität bedarf aufgrund unterschiedlicher Zahlungszeitpunkte und auch im Hinblick auf die erforderlichen preisabhängigen Sicherheitsleistungen einer kontinuierlichen Überwachung. Ziel des implementierten Risikomanagements ist es die Risiken aus den Handelsaktivitäten frühest möglich zu identifizieren, zu bewerten und durch geeignete Maßnahmen zu steuern und zu überwachen, um eine Bestandsgefährdung der Gesellschaft zu vermeiden. Um Marktpreisrisiken aber auch Marktpreischancen aktiv zu steuern werden Marktpreisrisiken durch ein mehrstufiges Limitsystem überwacht, das sowohl volumen- wie auch umsatzorientierte Risikokennzahlen berücksichtigt. Adressenausfallrisiken wird durch Kreditwürdigkeitsprüfungen und das Einfordern von Sicherheiten Rechnung getragen. Die Liquiditätsrisiken werden über Liquiditätskennzahlen und Szenarioanalysen gesteuert. Über den Risikogehalt der Geschäftstätigkeiten wird regelmäßig an das von den Gesellschaftern eingesetzte Risikokomitee berichtet. Bestandsgefährdende Risiken wurden nicht festgestellt. Finanzielle Verpflichtungen der Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH Die Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH hat sich wie alle anderen Gesellschafter der MVV Trading GmbH über konsortialvertragliche Regelungen verpflichtet, eintretende Verluste unter Zugrundelegung des auf sie entfallenden Handelsvolumens und ihres Anteils am Stammkapital anteilig zu übernehmen. 78 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Windpark Riegenroth GmbH &. Co. KG Lombardenstraße 12-22, 52070 Aachen Kommanditkapital: gehalten von den Kommanditisten: 5.700.000 € Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH STAWAG Energie GmbH STAWAG Energie Komplementär GmbH Gesellschafterversammlung STAWAG Energie Komplementär GmbH 2.337.000 € 3.363.000 € ohne Einlage 41,00% 59,00% Komplementär: Beschlussorgane: Geschäftsführung: Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft Die Windpark Riegenroth GmbH & Co. KG betreibt in der Ortsgemeinde Riegenroth im Hunsrück einen Windpark mit fünf Windrädern, die über eine elektrische Gesamtleistung von 16 MW verfügen und eine jährliche Stromerzeugung von 35 GWh erwarten lassen. Eine Anlage ging im Dezember 2012, die übrigen vier im Februar und März 2013 in Betrieb. Die Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH hat mit wirtschaftlicher Wirkung zum 31.12.2012 41 % der Kommanditanteile der Gesellschaft erworben. Der Kaufpreis von TEUR 3.690 wurde für die Übernahme des anteiligen Kapitalkontos von TEUR 2.338 und stille Reserven von TEUR 1.352 entrichtet. Mittelfristig erwartet die Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH eine jährliche Ausschüttung von rund TEUR 200. Vermögens- und Finanzlage Bislang angefallene Herstellungskosten für Windräder Sonstige Vermögensgegenstände Rechnungsabgrenzungsposten Vermögen Kapitalanteile der Kommanditisten Jahresfehlbetrag Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Lieferungen und Leistungen Bankkredite übrige Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten Kapital 31.12.2012 TEUR 16.170 1.345 2.307 19.822 5.702 -428 5.274 6 1.372 13.159 11 14.542 19.822 Der Jahresfehlbetrag in 2012 betrifft im Wesentlichen Zinsaufwendungen und ist allein von der STAWAG Energie GmbH zu tragen. In 2013 fielen noch Investitionsausgaben von 10 Mio. EUR an, die über weitere Bankkreditaufnahmen finanziert wurden. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 79 COM-IN Telekommunikations GmbH Ringlerstraße 28, 85057 Ingolstadt www.comingolstadt.de Stammkapital: gehalten durch Gesellschafter: 1.024.000 € Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH Sparkasse Ingolstadt DK Holding GmbH & Co. KG Gebrüder Peters Gebäudetechnik GmbH Gesellschafterversammlung Beirat Siegfried Panzer 768.000 € 102.400 € 76.800 € 76.800 € 75,00% 10,00% 7,50% 7,50% Beschlussorgane: Geschäftsführer: Beirat: Vorsitzender in Vertretung des Oberbürgermeisters: Bürgermeister Albert Wittmann Stadträte: Konrad Ettl Sabine Leiß Martin Schlagbauer Dr. Andreas Schleef Robert Schidlmeier Jürgen Wittmann, Sparkasse Ingolstadt Georg Schäff, DK Holding GmbH & Co. KG Fritz Peters, Gebrüder Peters Gebäudetechnik GmbH Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft Der COM-IN Telekommunikations GmbH als lokale Netzbetreiberin obliegen die Planung, die Herstellung, die Unterhaltung und der Betrieb von Telekommunikationsanlagen und -netzen sowie Dienstleistungen im Telekommunikationsmarkt. Seit 2010 erweitert die COM-IN ihr Glasfaserangebot, das sich bis dahin nur an gewerbliche Kunden richtete, durch den Fiber-To-The-Home (FTTH)-Anschluss von Privatkunden im Stadtgebiet von Ingolstadt. COM-IN bietet den angeschlossenen Privatkunden seit Mitte 2012 wettbewerbsfähige Dienste im Bereich Telefonie, Internet und TV an. Leistungsdaten Gewerbl. Kunden (Bestandsgeschäft) gewerbliche Dienste Privatkunden (FTTH) nutzungsfähige Anschlüsse - Gebäude - Wohneinheiten Vertragsabschlüsse für Dienste umsatzwirksame Dienste Glasfasernetzlänge in km 80 Prognose 30.09.2013 Anzahl 520 30.09.2012 Anzahl 463 30.09.2011 Anzahl 439 9.135 20.346 1.350 837 311 3.866 6.100 753 86 240 561 1.067 _ _ 144 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt COM-IN Telekommunikations GmbH Vermögens- und Finanzlage Geschäftkundensegment Privatkundensegment Anlagevermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten Vermögen Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Bilanzgewinn Eigenkapital Empfangene Ertragszuschüsse (70%) Wirtschaftliche Eigenmittel Empfangene Ertragszuschüsse (Steuer 30%) Rückstellungen Kredite SWI Beteiligungen GmbH Kredite Stadt Ingolstadt Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten Fremdkapital Kapital 30.09.2012 TEUR 3.658 15.528 19.186 473 697 1.170 43 20.399 1.024 10.205 3.892 15.121 105 15.226 45 271 101 2.250 2.506 5.173 20.399 30.09.2011 TEUR 3.640 4.911 8.551 172 446 618 34 9.203 1.024 205 3.298 4.527 85 4.612 37 289 441 3.000 824 4.591 9.203 Veränderung TEUR 18 10.617 10.635 301 251 552 9 11.196 0 10.000 594 10.594 20 10.614 8 -18 -340 -750 1.682 582 11.196 % 0,5 >100 >100 >100 56,3 89,3 26,5 >100 0,0 >100 18,0 >100 23,0 23,0 23,0 6,2 77,1 25,0 >100 131,3 >100 Der hohe Vermögenszuwachs beruht auf dem investitionsbedingten Anstieg des langfristig gebundenen Anlagevermögens, das einen Anteil von 94 % am Gesamtvermögen hat. Anlagevermögen Anfangsbestand Investitionen Geschäftskundensegment Investitionen FTTH Privatkundensegment Abschreibungen Abgänge (Restbuchwert) Endbestand 30.09.2012 TEUR 8.551 553 10.753 -670 -1 19.186 30.09.2011 TEUR 4.613 641 3.929 -616 -16 8.551 Veränderung TEUR 3.938 -88 6.824 -54 15 10.635 % 85,4 13,7 >100 8,8 93,8 >100 Die Investitionen im Geschäftskundensegment erfolgen auftragsbezogen. Im Privatkundensegment wurde der flächendeckende Glasfaserausbau Ingolstadts plangemäß in den Gebieten Josephsviertel, Friedrichshofen, Klinikum, St. Monika, Am Pulverl und Haunwöhrer Straße fortgesetzt. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 81 COM-IN Telekommunikations GmbH Zur Finanzierung des Glasfaserausbaus leisteten die Gesellschafter Ende September 2012 eine Einlage von TEUR 10.000 in die Kapitalrücklage. Zusammen mit dem Jahresüberschuss von TEUR 594 stieg damit das Eigenkapital auf TEUR 15.121. Unter Einbeziehung der eigenkapitalähnlichen Ertragszuschüsse finanzieren die Eigenmittel 75 % des Vermögens. Darüber hinaus bestanden zur Deckung des Finanzbedarfes kurzfristige Kreditaufnahmen bei der Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH und der Stadt Ingolstadt mit insgesamt TEUR 2.351. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zu deren Begleichung in 2012/13 weitere Kreditaufnahmen erfolgten. Gewinn- und Verlustrechnung Geschäftsjahr 01.10. bis 30.09. des Folgejahres 2011/12 TEUR 3.419 109 11 -792 -744 -670 -388 -88 857 -263 594 3.298 3.892 2010/11 TEUR 3.255 54 24 -807 -530 -616 -299 -23 1.058 -313 745 2.553 3.298 Veränderung TEUR 164 55 -13 15 -214 -54 -89 -65 -201 50 -151 745 594 % 5,0 >100 54,2 1,9 40,4 8,8 29,8 >100 19,0 16,0 20,3 29,2 18,0 Umsatzerlöse Aktivierte Eigenleistungen Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsergebnis Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern Jahresergebnis Gewinnvortrag Bilanzgewinn - Vortrag auf neue Rechnung Ertragslage Die betrieblichen Erträge stiegen im Vorjahresvergleich um TEUR 205 auf TEUR 3.539. Der Umsatzzuwachs stellt sich wie folgt dar: Umsatzerlöse Geschäftskundensegment Bandbreite und Internet LAN-Services und Dark Fibre sonstige Dienstleistungen Erträge aus der Auflösung von Ertragszuschüssen Privatkundensegment Telefon-/Internet/TV-Dienste Umsatzerlöse 2011/12 TEUR 1.230 1.521 580 75 13 3.419 2010/11 TEUR 1.208 1.418 556 73 0 3.255 Veränderung TEUR 22 103 24 2 13 164 % 1,8 7,3 4,3 2,7 >100 5,0 82 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt COM-IN Telekommunikations GmbH Im Geschäftskundensegment konnten durch Mengenzuwächse die rückläufigen Preise mehr als kompensiert werden. Bei den von COM-IN angebotenen Diensten im Privatkundengeschäft werden seit Oktober 2012 Vertragsabschlüsse umsatzwirksam. Die aktivierten Eigenleistungen betreffen inhouse erbrachte Planungs- und Bauüberwachungsleistungen, die entsprechend dem Investitionsvolumen steigen. Durch die unterjährige Personalaufstockung vor allem im Bereich Vertrieb und Marketing sind die Personalaufwendungen planmäßig um TEUR 215 auf TEUR 744 gestiegen. Die Abschreibungen und Zinsen sind infolge des FTTH-Ausbaus um insgesamt TEUR 119 angewachsen. Verstärkte Öffentlichkeitsarbeit und der mit dem Wachstum verbundene Anstieg des Verwaltungsaufwandes spiegeln sich in den um TEUR 89 höheren sonstigen betrieblichen Aufwendungen wieder. Da im Privatkundengeschäft noch keine kostendeckenden Umsätze für den voranschreitenden FTTH-Ausbau erzielt werden können, sank der Jahresüberschuss gegenüber dem Vorjahr unter Berücksichtigung der niedrigeren Ertragsteuerbelastung um TEUR 151 auf TEUR 594. Kennzahlen langfristig Jahresergebnis Betriebsleistung Materialaufwandsquote Personalaufwandsquote Mitarbeiter Cashflow Investitionen Bilanzsumme Anlagenintensität Eigenmittel* Eigenmittelquote Kredite TEUR TEUR % % VZÄ TEUR TEUR TEUR % TEUR % TEUR Prognose 2012/13 2011/12 2010/11 2009/10 2008/09 2007/08 230 4.150 25,2 25,3 15,7 1.124 17.925 37.449 96,5 21.594 57,7 11.477 594 3.539 22,4 21,0 10,0 1.189 11.306 20.399 94,1 15.226 74,6 2.351 745 3.333 24,2 15,9 7,3 1.288 4.570 9.203 92,9 4.612 50,1 3.441 892 3.182 21,9 15,8 7,4 1.267 1.879 5.090 90,6 3.891 76,4 282 861 2.970 23,2 13,7 6,8 1.195 573 3.585 89,0 2.980 83,1 214 753 2.748 23,4 15,6 7,4 1.093 323 3.456 87,6 2.148 62,1 81 * Eigenmittel = Eigenkapital + 70% der empf. Ertragszuschüsse Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 83 COM-IN Telekommunikations GmbH Ausblick – Chancen und Risiken Bis Ende 2013 hat die COM-IN voraussichtlich 9.135 Gebäude mit Investitionsausgaben von rund 34 Mio. EUR mit Glasfaser erschlossen. Der Wettbewerber Deutsche Telekom AG hat in einem begrenzten Projekt im Norden Ingolstadts in 2012 ferner rund 4.800 Gebäude angeschlossen. Mit dem Ausbau weiterer 15.400 Gebäude bis 2019 will COM-IN den flächendeckenden Glasfaserausbau im Stadtgebiet Ingolstadts abschließen. Zur Finanzierung erbrachten die Gesellschafter in 2012 und 2013 bereits Einlagen von 16 Mio. EUR und werden in 2013 nochmals abschließend 6 Mio. EUR einlegen. Der verbleibende Kreditbedarf wird über sukzessive Kreditaufnahmen gedeckt. Bis ab 2016 in der Branche die Voraussetzungen geschaffen sein werden, um das Netz an mehrere Diensteanbieter im Rahmen des Open-Access-Zugriffs zu vermarkten, bietet COM-IN den angeschlossenen Kunden eigene wettbewerbsfähige Dienste für Telefonie, Internet und TV an. Erste Gespräche mit möglichen Open-Access-Partnern haben ergeben, dass diese eine hohe Ausbauquote erwarten. Insoweit ist es wichtig, mit einem zügigen Ausbau ein möglichst hohes Netzkundenpotential anbieten zu können. Die mit dem Ausbau steigenden Abschreibungen und Zinsen führen zu einem weiteren vorübergehenden Ergebnisrückgang. Erst über die Fremdvermarktung des Netzes ab 2016 lassen sich voraussichtlich die notwendigen Umsätze zur Erzielung eines stetig wachsenden Jahresgewinnes realisieren, der dann nach Abschluss des Glasfaserausbaus eine marktgerechte Verzinsung der Einlagen der Gesellschafter ermöglichen wird. . 84 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Zweckverband Zentralkläranlage Ingolstadt Am Mailinger Moos 145, 85055 Ingolstadt www.zka-ingolstadt.de Zweckverbandsmitglieder: Stadt Ingolstadt Zweckverband Abwasserbeseitigungsgruppe IN-Nord Einleiter: Gemeinde Böhmfeld Gemeinde Hitzhofen Zweckverbandsversammlung Zweckverbandsausschuss Zweckverbandsvorsitzender Wolfgang Scherer Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Alfred Lehmann stellv. Vorsitzender: Bürgermeister Hans Meier 2. stellv. Vorsitzender: StR Josef Rottenkolber Verbandsräte Stadt Ingolstadt: Erich Baumgärtl Michael Fröhlich Rudolf Geiger, Stadtrat Ulrike Hodek, Stadträtin Johann Koch Angela Mayr Klaus Mittermaier, Stadtrat Manfred Müller Michael Oblinger Robert Schidlmeier, Stadtrat Martin Schlagbauer, Stadtrat Johann Stachel, Stadtrat Simone Vosswinkel, Stadträtin Angelika Wegener-Hüssen, Stadträtin Robert Zang 80,27% 17,83% 0,77% 1,13% Beschlussorgane: Geschäftsführer: Verbandsversammlung: Verbandsräte ZV Abwasserbeseitigungsgruppe IN-Nord: Bürgermeisterin Andrea Mickel Bürgermeister Michael Stampfer Klaus Beller, Geschäftsführer ZV Abw.beseitigungsgruppe IN-Nord Gegenstand und Aufgaben des Zweckverbandes Der Zweckverband übernimmt die Reinigung des Abwassers seiner Mitglieder, der Stadt Ingolstadt und der Abwasserbeseitigungsgruppe Ingolstadt-Nord sowie seiner Einleiter, der Gemeinde Böhmfeld (Zweckvereinbarung vom 21.11.2006) und der Gemeinde Hitzhofen (Zweckvereinbarung vom 09./14.02.2009). Die Zentralkläranlage reinigt mit hohem technischen Aufwand jährlich etwa 22 Mio. Kubikmeter Abwasser, das anschießend gefahrlos in die Donau geleitet werden kann. Sie betreibt dazu ein Klärwerk mit einer mechanischen, einer zweifachen biologischen sowie einer chemischen Reinigungsstufe mit vorgeschalteter Denitrifikation. Die Schlammbehandlung erfolgt über einen Überschussschlammeindicker, drei Faulbehälter, drei Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 85 Zweckverband Zentralkläranlage Ingolstadt Dekanterzentrifugen sowie eine Trocknungsanlage inkl. Abluftbehandlung mit zwei Linien. Das entstehende Gas wird über vier Gasmotoren zur Stromerzeugung eingesetzt. Der entwässerte Klärschlamm wird unter Nutzung von Abwärme aus der benachbarten Müllverwertungsanlage getrocknet und anschließend der thermischen Verwertung zugeführt. Die Einleitungskontingente von 900 l/s verteilen sich wie folgt: Stadt Ingolstadt (Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR) Abwasserbeseitigungsgruppe IN-Nord Gemeinde Böhmfeld Gemeinde Hitzhofen Mitglied Mitglied Einleiter Einleiter 722,385 l/s 160,525 l/s 6,950 l/s 10,140 l/s 900,000 l/s 80,27 % 17,83 % 0,77 % 1,13 % 100,00 % Der Zweckverband hat sein Rechnungswesen von der Kameralistik auf die Doppik umgestellt und daher zum 1.10.2011 eine Eröffnungsbilanz erstellt. Gleichzeitig wurde das Wirtschaftsjahr, zur Harmonisierung mit der Rechnungslegung des größten Mitglieds Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR, auf den Zeitraum vom 01.10. bis zum 30.09. des Folgejahres umgestellt, so dass sich für den Zeitraum 01.01. bis 30.09.2011 ein Rumpfhaushaltsjahr ergab. Bilanz Aktiva Software Grundstücke Bauten Technische Anlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Arbeitgeberdarlehen Anlagevermögen Vorräte Forderungen gegen Träger aus Betriebskostenumlage Investitionskostenumlage übrige Forderungen Liquide Mittel Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Passiva Eigenkapital/Rücklagen Investitionzuschüsse Rückstellungen Verbindlichkeiten davon Träger aus Investitionskostenumlage 30.09.2012 TEUR 19 1.939 6.699 22.879 245 41 2 31.824 36 871 21 29 236 1.193 26 33.043 59 31.823 926 235 0 01.10.2011 TEUR 9 1.939 5.951 18.899 230 6.763 2 33.793 28 890 0 106 248 1.272 15 35.080 59 33.792 1.015 214 210 Veränderung TEUR 10 0 748 3.980 15 -6.722 0 -1.969 8 -19 21 -77 -12 -79 11 -2.037 0 -1.969 -89 21 -210 % >100 0,0 12,6 21,1 6,5 99,4 0,0 5,8 28,6 2,1 >100 72,6 4,8 6,2 73,3 5,8 0,0 5,8 8,8 9,8 100,0 Bilanzsumme 33.043 35.080 -2.037 5,8 86 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Zweckverband Zentralkläranlage Ingolstadt Das Anlagevermögen des schuldenfreien Zweckverbandes, das durch die Erhebung von Investitionsumlagen voll durch die Träger und Einleiter eigenfinanziert ist, entwickelte sich wie folgt: Investitionen Abschreibung Umbuchung Veränderung TEUR Software Grundstücke Bauten Technische Anlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Arbeitgeberdarlehen Gesamt 3 0 177 242 63 38 0 523 TEUR 11 0 369 2.052 60 0 0 2.492 TEUR 18 0 940 5.790 12 -6.760 0 0 TEUR 10 0 748 3.980 15 -6.722 0 -1.969 Die Anlagenzugänge betreffen hauptsächlich den Umbau der Deammonifikation im Aufstaubetrieb sowie die Anlage des Außenbereichs der Abluftbehandlung. Fertiggestellte Anlagen im Bau wurden in die abschreibungsfähigen Anlagen umgebucht. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen. Bezogen auf die Anschaffungskosten liegt die jährliche Abschreibungsquote bei 4,3 %. Die Investitionszuschüsse umfassen neben öffentlichen Fördermitteln die von den Trägern vereinnahmten Investitionsumlagen. Sie haben Eigenkapitalcharakter. Ihre Veränderung entspricht der des Anlagevermögens. Die Forderungen an die Träger für noch zu leistende Betriebskostenumlagen wurden in die Eröffnungsbilanz für die gebildeten Rückstellungen – saldiert um den Bestand der Vorräte und der aktiven Rechnungsabgrenzung – eingestellt. Die Forderungen werden erst zur Zahlung fällig, wenn die zurückgestellten Verpflichtungen auszahlungswirksam werden. Gewinn- und Verlustrechnung Betriebserstattungen der Träger und Einleiter Erlöse aus Entsorgungsleistungen Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand davon Strombezug davon Chemikalieneinsatz davon Entsorgungsaufw and davon Instandhaltungsaufw and Okt 2011 Sept 2012 TEUR 4.930 48 48 -2.360 -592 -411 -531 -658 Jan-Sept 2011 TEUR 3.752 34 21 -1.848 -506 -427 -480 -444 Veränderung TEUR 1.178 14 27 -512 -86 16 -51 -214 % 31,4 41,2 >100 27,7 17,0 3,7 10,6 48,2 Personalaufwand Abschreibungen Auflösung Investitionszuschüsse Abwasserabgabe übrige betriebliche Aufwendungen Grund-/KfZ-Steuer Zinsergebnis Rückerstattung an die Träger und Einleiter davon Stadt Ingolstadt - Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR -1.697 -2.492 2.492 -590 -290 -2 4 91 73 -1.184 -1.606 1.606 -445 -257 0 -1 72 61 -513 -886 886 -145 -33 -2 5 19 12 43,3 55,2 55,2 32,6 12,8 >100 >100 26,4 19,7 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 87 Zweckverband Zentralkläranlage Ingolstadt Leistungsdaten Ausbaugröße Behandelte Abwassermenge Gasausbeute Stromerzeugung Stromverbrauch gesamt EW cbm cbm MWh MWh 2011/12 275.000 22.748.981 2.577.680 4.904 8.750 Im Wirtschaftsjahr 2011/12 fielen Betriebskosten von TEUR 4.939 an, die nach Abzug der Erträge von TEUR 100 in Höhe von TEUR 4.839 von den Träger und Einleitern zu erstatten sind. Da von den Trägern und Einleitern bereits Betriebskostenumlagen von TEUR 4.930 vereinnahmt wurden, verbleibt ein Überschuss von TEUR 91, der an die Träger und Einleiter zurück zu erstatten ist. Kennzahlen langfristig Betriebskosten Personalaufwandsquote Mitarbeiter Abwasserabgabe** Investitionen Anlagevermögen * Januar bis Sept. ** - = Erstattung Prognose 2012/13 TEUR % VZÄ TEUR TEUR TEUR 5.273 33,3 31,0 590 1.134 30.449 2011/12 4.939 34,4 33,0 590 523 31.824 2011* 3.289 36,0 32,0 445 1.816 33.886 2010 4.380 39,4 33,0 -256 3.497 33.677 2009 4.285 36,9 32,0 -136 3.115 32.330 2008 4.143 36,1 32,0 0 3.676 31.131 Ausblick Die Betriebskosten werden sich in den nächsten Jahren voraussichtlich auf konstantem Niveau entwickeln. Investitionen sind in den kommenden Jahren von rund 1,1 Mio. EUR pro Jahr geplant. Finanzielle Verpflichtungen der Stadt Ingolstadt Die finanzielle Verpflichtung der Stadt Ingolstadt besteht satzungsgemäß in der Zahlung von Betriebs- und Investitionskostenumlagen zur Deckung des Finanzbedarfes. Für die Verteilung der Betriebskosten auf die Verbandsmitglieder wird die errechnete eingeleitete Trockenwetterabwassermenge herangezogen. Die Aufteilung der Investitionskosten erfolgt auf der Grundlage der Einleitungskontingente. Mit der Übertragung der Aufgabe der Abwasserbeseitigung von der Stadt Ingolstadt auf die Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR zum 01.01.2005 werden die Rechte und Pflichten aus der Mitgliedschaft am Zweckverband von den Ingolstädter Kommunalbetrieben wahrgenommen und damit auch die Umlagen von diesen geleistet. Die Umlagen werden über die Entwässerungsgebühren refinanziert. Das anteilige Vermögen wird bei den Ingolstädter Kommunalbetrieben bilanziert. 88 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Zweckverband Müllverwertungsanlage Ingolstadt Am Mailinger Bach 141, 85055 Ingolstadt www.mva-ingolstadt.de Stammkapital: gehalten durch Zweckverbandsmitglieder: Stadt Ingolstadt Landkreis Eichstätt Landkreis Kehlheim Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis Pfaffenhofen/Ilm Landkreis Roth 17.895.216 € 2.982.536 € 2.982.536 € 2.982.536 € 2.982.536 € 2.982.536 € 2.982.536 € 16,67% 16,67% 16,67% 16,67% 16,67% 16,67% Unterbeteiligungen: UTW Planungs-, Bau- u. Besitzgesellschaft für umwelttechnische Werke Ingolstadt mbH Beschlussorgane: Zweckverbandsversammlung Zweckverbandsausschuss Zweckverbandsvorsitzender Gerhard Meier 100,00% Geschäftsführer: Zweckverbandsversammlung: Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Alfred Lehmann 1. stellv. Vorsitzender: Landrat Martin Wolf, Pfaffenhofen 2. stellv. Vorsitzender: Landrat Anton Knapp, Eichstätt Verbandsräte: Franz Liepold, Ingolstadt Klaus Mittermaier, Ingolstadt Josef Rottenkolber, Ingolstadt Dr. Andreas Schleef, Ingolstadt Johann Stachel, Ingolstadt Johann Süßbauer, Ingolstadt Peter Schöpfel, Eichstätt Horst Volkmer, Eichstätt Dr. Hubert Faltermeier, Landrat Kelheim Raimund Fries, Kelheim Martin Huber, Kelheim Roland Weigert, Landrat Neuburg-Schrobenhausen Benno Baur, Neuburg-Schrobenhausen Karl Mosch, Neuburg-Schrobenhausen Helmut Auer, Pfaffenhofen Thilo Bals, Pfaffenhofen Albert Huch, Pfaffenhofen Herbert Eckstein, Landrat Roth Markus Mahl, Roth Helmut Neuweg, Roth Verträge: Pachtvertrag vom 25.07.1996 mit der UTW GmbH Erbbaurechtsvertrag vom 13.02.1996 mit der UTW GmbH 89 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Zweckverband Müllverwertungsanlage Ingolstadt Gegenstand und Aufgaben des Zweckverbandes Der Zweckverband Müllverwertungsanlage Ingolstadt ist satzungsgemäß mit der Entsorgung von nicht wieder verwertbarem Restmüll im Zweckverbandsgebiet, das Mitte 2012 702.657 Einwohner umfasste, beauftragt. Mit den Landkreisen Erding, Ebersberg und Garmisch-Partenkirchen bestehen Zweckvereinbarungen über die thermische Behandlung der Abfälle aus diesen Entsorgungsgebieten mit einer Laufzeit bis 2015 bzw. 2019 (kommunale Entsorgungsverträge). Der Zweckverband betreibt hierzu in Ingolstadt-Mailing ein Müllheizkraftwerk mit drei Verbrennungslinien. Die beiden baugleichen 1996 in Betrieb genommenen Linien 1 und 2 wurden von der Tochter UTW GmbH errichtet. Der Zweckverband pachtet diese Anlagen an. Die im Eigentum des Zweckverbandes stehende, 1983 errichtete Linie 3 wurde 2002 in eine bivalente Verbrennungsanlage hochgerüstet. Wahlweise kann Biomasse (vorwiegend Holz) oder Abfall abwechselnd thermisch behandelt werden. Die bei der thermischen Behandlung des Restmülls entstehende Energie dient zunächst der Eigenversorgung. Überschüssige Energie in Form von Strom und Fernwärme wird in das Versorgungsnetz der Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH eingespeist. Die zweckverbandseigenen und bereits verfüllten Deponien in Starkertshofen, Großmehring und Eberstetten I wurden rekultiviert. Derzeit werden die nicht brennbaren Abfälle und Müllverbrennungsschlacke auf der Deponie Eberstetten II abgelagert. Diese Deponie verfügt über ein genehmigtes Gesamtvolumen von 1.207.168 cbm; das verfügbare Restvolumen betrug Ende 2012 noch knapp unter 400.000 cbm. Leistungsdaten Hausmüll Sperrmüll Hausmüllähnlicher Gewerbemüll Müllaufkommen der Verbandsmitglieder davon Stadt Ingolstadt 2012 t t t t t t t t EUR/t 92.600 7.296 5.164 105.060 22.989 2011 90.616 7.833 5.767 104.216 20.937 Veränderung 1.984 -537 844 2.052 2,2 % 6,9 % 0,8 % 9,8 % -603 10,5 % Kommunale Entsorgungsverträge Nachbarschaftshilfen Energetisch verwertete Gewerbeabfälle Verbrennungsentgelt für Verbandsmitgl. Energieeinspeisung ins Versorgungsnetz Strom Fernwärme 45.803 4.091 75.335 140 46.100 4.770 83.445 160 -297 -8.110 0,6 % 9,7 % -679 14,2 % -20 12,5 % MWh MWh 77.959 146.213 73.944 116.711 4.015 5,4 % 29.502 25,3 % 90 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Zweckverband Müllverwertungsanlage Ingolstadt Vermögens- und Finanzlage Vermögen Software Grundstück Am Mailinger Bach Bauten Verbrennungslinie III und technische Anlagen Deponiegrundstücke mit Bauten Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Anteile UTW (100 %) Arbeitgeberdarlehen Anlagevermögen Vorräte Ausleihungen an UTW Liquide Mittel und Geldanlagen Forderungen und Abgrenzungen Gesamtvermögen 31.12.2012 TEUR 37 2.412 4.071 2.463 605 540 2 1.023 5 11.158 6.627 2.726 77.663 4.629 102.803 31.12.2011 TEUR 55 2.412 4.809 2.716 815 619 203 1.023 11 12.663 6.081 6.509 75.762 4.823 105.838 Veränderung TEUR -18 0 -738 -253 -210 -79 -201 0 -6 -1.505 546 -3.783 1.901 -194 -3.035 % 32,7 0,0 15,3 9,3 25,8 12,8 99,0 0,0 54,5 11,9 9,0 58,1 2,5 4,0 2,9 Vom Grundstück am Mailinger Bach 141 (4,2458 ha) ist für eine Teilfläche von 10.676 qm der UTW ein Erbbaurecht bis 31.12.2026 eingeräumt worden. Die UTW hat auf dieser Fläche das Verwaltungsgebäude sowie die Verbrennungslinien 1 und 2 errichtet, die der ZV MVA angepachtet hat. Da die Abschreibungen auch im abgelaufenen Geschäftsjahr die Investitionen überstiegen, ist das Anlagevermögen weiter gesunken: Anlagevermögen Anfangsbestand Investitionen Abschreibungen Abgänge Endbestand 2012 TEUR 12.663 600 -2.099 -6 11.158 2011 TEUR 14.570 988 -2.892 -3 12.663 Veränderung TEUR -1.907 -388 793 -3 -1.505 % 13,1 39,3 27,4 100,0 11,9 Die Investitionen betreffen im Wesentlichen nachträgliche Anschaffungskosten der Flugaschewaschanlage (TEUR 167), restliche Anlagenteile für den Nichteisenmetallabscheider (TEUR 265) sowie EDV-Hardware und ein Kragarmregal. Der höhere Ausweis bei den Vorräten resultiert zum Teil aus der Bewertungsänderung für Ersatzteile. Der Liquiditätszufluss aus den Tilgungen, die die UTW hinsichtlich ihrer Ausleihungen an die MVA leistete, wurde zur Deckung des Liquiditätsbedarfes im Zusammenhang mit dem Verbrauch der Rückstellungen und für Investitionen eingesetzt. Darüber hinaus konnten die Geldanlagen um weitere 1,9 Mio. EUR aufgestockt werden. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 91 Zweckverband Müllverwertungsanlage Ingolstadt Das Gesamtvermögen ist wie folgt finanziert: 31.12.2012 TEUR Eigenkapital Fördermittel und Zuschüsse von Dritten Pensionsrückstellungen (Eigenkapitalanteil) Wirtschaftliche Eigenmittel Pensions-/Beihilferückstellungen für Beamte Rückstellung für Rekultivierung und Nachsorge Rückstellung für Abbruchkosten aller Ofenlinien Mittel- und langfristige Fremdmittel Rückstellung für Instandhaltung Rückstellung für Verbrennung Müllbestand Rückstellung für Gebührenüberschüsse Übrige Rückstellungen Noch zu leistende Pachtzahlungen an UTW Übrige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen Kurzfristige Fremdmittel Gesamtfinanzierung 57.852 99 305 58.256 713 16.775 8.515 26.003 25% 0 410 12.553 1.470 1.083 3.028 18.544 18% 57% 31.12.2011 TEUR 57.809 195 372 58.376 744 15.870 7.592 24.206 23% 2.050 437 14.905 1.293 1.876 2.695 23.256 22% 55% Veränderung TEUR 43 - 96 - 67 - 120 - 31 905 923 1.797 - 2.050 - 27 - 2.352 177 - 793 333 - 4.712 - 3.035 0% 0% 2% 2% 102.803 100% 105.838 100% Die Rückstellung für Rekultivierung und Nachsorge betrifft einerseits die bereits verfüllten Deponien Eberstetten I (Altteil), Starkertshofen und Großmehring und andererseits die nur teilverfüllte Deponie Eberstetten II (Neuteil). Der Nachsorgezeitraum beträgt 45 Jahre. Bei der Rückstellung für Abbruchkosten wurde für die Linie III eine Nutzung bis 2020 und für die Linien I und II bis 2026 unterstellt. Die Verbrennungsgebühr wurde zum 01.01.2012 um weitere 20 €/t auf 140 €/t gesenkt. Entsprechend dem damit verbundenen Abbau der Gebührenüberschüsse um TEUR 2.352 wurde die Rückstellung verbraucht. Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand davon Pachtaufw endungen UTW davon für Rückbauverpflichtung Ofenlinien davon für Deponie einschl. Nachsorge 2012 TEUR 35.536 1.601 -27.747 -8.396 -699 -886 2011 TEUR 36.476 1.177 -28.310 -9.949 -699 -1.344 Veränderung TEUR -940 424 563 1.553 0 458 % 2,6 36,0 2,0 15,6 0,0 34,1 Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Nicht erfolgsabhängige Steuern Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit Aufzinsung/Abzinsung Rückstellungen Zinserträge UTW übrige Zinserträge aus Geldanlagen Gewinnausschüttung von UTW Jahresgewinn -6.113 -2.099 -2.255 -50 -1.127 -875 90 1.866 89 43 -5.946 -2.892 -1.961 -45 -1.501 -300 680 1.552 89 520 -167 793 -294 -5 374 -575 -590 314 0 -477 2,8 27,4 15,0 11,1 24,9 >100 86,8 20,2 0,0 91,7 92 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Zweckverband Müllverwertungsanlage Ingolstadt Die Umsatzerlöse entwickelten sich wie folgt: 2012 TEUR 13.848 2.408 Verbrennungsentgelte Verbandsmitglieder davon Stadt Ingolstadt (INKB) 2011 TEUR 15.617 2.814 Veränderung TEUR % -1.769 11,3 -406 14,4 Auflösung Rückstellung für Gebührenüberdeckung Kommunale Entsorgungsverträge Energetische Verwertung von Gewerbemüll sonstige Erlöse der Müllverwertung Stromverkauf Fernwärmeverkauf Umsatzerlöse 2.352 5.920 5.940 1.177 4.290 2.009 35.536 2.288 6.313 6.391 1.645 3.136 1.086 36.476 64 -393 -451 -468 1.154 923 -940 2,8 6,2 7,1 28,4 36,8 85,0 2,6 Der Rückgang der Erlöse aus Verbrennungsentgelten der Verbandsmitglieder bei nahezu konstanten Müllmengen ist auf die Senkung der Entsorgungsgebühr zu Beginn des Wirtschaftsjahres zurückzuführen. Die Rückstellung für Gebührenüberdeckungen der Vorjahre wurde zum Ausgleich der insgesamt leicht gesunkenen Kosten in Höhe des Vorjahres zur Kostendeckung aufgelöst. Die Einnahmen aus den kommunalen Entsorgungsverträgen reduzierten sich leicht bei rückläufigen Anliefermengen und abgesenkten Gebühren. Rund 10 % geringere Anliefermengen führten zu niedrigeren Erlösen aus der energetischen Verwertung von Gewerbemüll. Die Stromverkaufserlöse konnten durch höhere Einspeisemengen und gestiegene Preise um rd. 37 % gesteigert werden. Gleiches gilt für die Erlöse aus dem Fernwärmeverkauf, auch hier führten eine um 25 % höhere Abgabemenge und höhere Preise zu einer Erlössteigerung von 85 %. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im Vorjahr aufgrund eines Turbinenschadens aber auch durch die milde Witterung weniger Fernwärme eingespeist werden konnte. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Wesentlichen durch höhere Erlöse beim Schrottverkauf sowie Erträge aus Schadenersatz für entgangenen Umsatz aus Stromverkauf beeinflusst. Der Materialaufwand ist infolge niedrigerer Pachtzahlungen an die UTW gesunken. Ursächlich hierfür waren im Vergleich zum Vorjahr deutlich niedrigere Abschreibungen und niedrigere Zinsaufwendungen der UTW, die über die Pachtaufwendungen von der MVA zu ersetzen sind. Auch für die Deponienachsorge lag ein geringerer Rückstellungsbedarf vor. Der Rückgang dieser Aufwendungen wurde teilweise kompensiert durch höhere Kosten für Revisionsarbeiten. Da die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellungen in die Abfallgebührenbemessung in dieser Höhe nicht kostenwirksam einfließen, belasten sie das Jahresergebnis. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 93 Zweckverband Müllverwertungsanlage Ingolstadt Kennzahlen langfristig Jahresergebnis Betriebsleistung Materialaufwandsquote Personalaufwandsquote Mitarbeiter Cashflow Investitionen Bilanzsumme Anlagenintensität Eigenmittelquote Bankkredite TEUR TEUR % % VZÄ TEUR TEUR TEUR % % TEUR Plan 2013 53 30.106 65,3 20,9 101,0 2.226 2.680 103.310 11,3 56,4 0 2012 43 37.137 74,7 16,5 100,8 4.003 600 102.803 10,9 56,7 0 2011 520 37.653 75,2 15,8 99,0 5.212 988 103.962 12,2 56,2 0 2010 4.394 43.192 68,1 13,9 99,1 8.113 1.314 101.878 14,3 56,8 0 2009 1.303 39.690 73,0 15,5 100,0 4.469 2.367 98.726 17,2 42,6 1.161 2008 255 34.583 73,2 16,0 100,0 3.402 260 90.959 19,6 45,3 2.400 Ausblick – Chancen und Risiken Die Auslastung der Verbrennungsanlagen ist durch die abgeschlossenen kommunalen Entsorgungsverträge mit verschiedenen südbayerischen Landkreisen bis 2015 bzw. 2019 gesichert. Begünstigt wird daneben die Ergebnissituation insbesondere auch durch die künftigen Kostenentlastungen aufgrund rückläufiger Abschreibungen, so dass sich insgesamt die weitere wirtschaftliche Situation positiv darstellt. Wichtiger Ergebnisbestandteil sind auch die Einspeiseerlöse aus der Strom- und Fernwärmeerzeugung. Der weitere Ausbau der Fernwärmeversorgung durch die Stadtwerke Ingolstadt im Stadtgebiet Ingolstadt sichert auch künftig die Absatzchancen für die CO2neutrale Fernwärme. Der Zweckverband leistet hiermit einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz durch CO2-Einsparung. Aufgrund der guten Auslastungs- und Ergebnissituation sind die Aussichten positiv, den Trend der sinkenden Entsorgungsgebühren für die Zweckverbandsmitglieder zum Abbau der bestehenden Gebührenüberdeckung auch weiterhin fortsetzen zu können. Der Zweckverband hat auf der Deponie Eberstetten II für die Zukunft ausreichendes, genehmigtes Ablagerungsvolumen. Finanzielle Verpflichtungen der Stadt Ingolstadt Die finanzielle Verpflichtung der Stadt Ingolstadt besteht satzungsgemäß aus der Zahlung von Umlagen für den nicht gedeckten laufenden Finanzbedarf. Aufgrund der positiven wirtschaftlichen Situation und der Gebührenfinanzierung war und wird die Erhebung von Umlagen nicht erforderlich. 94 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt UTW Planungs-, Bau- und Besitzgesellschaft für umwelttechnische Werke Ingolstadt mbH Am Mailinger Bach 141, 85055 Ingolstadt www.mva-ingolstadt.de Stammkapital: gehalten durch Gesellschafter: Beschlussorgane: 1.023.000 € Zweckverband Müllverwertungsanlage Ingolstadt Gesellschafterversammlung Beirat Gerhard Meier Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Alfred Lehmann Landräte: Herbert Eckstein Dr. Hubert Faltermeier Anton Knapp Roland Weigert Martin Wolf Stadträte: Josef Rottenkolber Johann Stachel Geschäftsführer: Beirat Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft Das Unternehmen ist für die Planung, den Bau und den Besitz einer Müllverbrennungsanlage sowie weiterer Müllverwertungs-, Müllbehandlungs- und Müllablagerungsanlagen im Zweckverbandsgebiet des Zweckverbandes Müllverwertungsanlage Ingolstadt (ZV MVA) zuständig. Hierzu hat sie als Erbbauberechtigte die auf dem Grundstück Am Mailinger Bach 141 befindlichen Betriebsgebäude sowie eine Müllverbrennungsanlage mit zwei Ofenlinien errichtet und an den Gesellschafter Zweckverband Müllverwertungslage Ingolstadt (ZV MVA) verpachtet. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 95 UTW Planungs-, Bau- und Besitzgesellschaft für umwelttechnische Werke Ingolstadt mbH Vermögens- und Finanzlage 31.12.2012 31.12.2011 TEUR TEUR 5.276 12.424 1.083 20 1.709 2.812 8.088 1.023 89 1.112 44 6.932 3.876 3.000 Anlagevermögen - Sachanlagen Pachtforderungen gegen ZV MVA Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Liquide Mittel Umlaufvermögen Gesamtvermögen Gezeichnetes Kapital Jahresüberschuss Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten davon Bankdarlehen davon Leihverträge mit ZV MVA Veränderung TEUR % -7.148 57,5 -814 -2 1.431 615 -6.533 0 0 0 0 -6.533 -2.459 -4.000 1.897 22 278 2.197 14.621 1.023 89 1.112 44 13.465 6.335 7.000 42,9 9,1 >100 28,0 44,7 0,0 0,0 0,0 0,0 48,5 38,8 57,1 Gesamtkapital 8.088 14.621 -6.533 44,7 Das Anlagevermögen hat sich durch die planmäßige Abschreibung weiter reduziert, Investitionen wurden nicht getätigt. Es umfasst im Wesentlichen die Ofenlinien I und II der Müllverbrennungsanlage in Ingolstadt. Die über die Pachteinnahmen liquiditätswirksam zugeflossenen Abschreibungen wurden u.a. zur planmäßigen Tilgung der Bankdarlehen und zur Rückführung der im Rahmen der Leihverträge vom ZV MVA zur Verfügung gestellten Mittel verwandt. Die Forderungen enthalten mit TEUR 1.083 noch offene Pachtforderungen des Gesellschafters. Der Liquiditätszufluss konnte nicht vollständig zur Tilgung der Bankkredite und Ausleihungen eingesetzt werden. Der Jahresüberschuss wird an den ZV MVA ausgeschüttet. Die Bankdarlehen sind durch eine Ausfallbürgschaft des ZV MVA besichert. Die vom ZV MVA bereitgestellten Darlehen sind unverzinslich. Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsergebnis Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und Ertrag davon Gew erbesteuer 2012 TEUR 7.544 -13 -7.148 -47 -182 154 -39 -19 2011 TEUR 8.970 -15 -8.463 -47 -286 159 -44 -23 Veränderung TEUR -1.426 2 1.315 0 104 -5 5 4 % 15,9 13,3 15,5 0,0 36,4 3,1 11,4 17,4 Sonstige Steuern Jahresüberschuss -26 89 -26 89 0 0 0,0 0,0 96 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt UTW Planungs-, Bau- und Besitzgesellschaft für umwelttechnische Werke Ingolstadt mbH Ertragslage Die UTW erhält entsprechend dem Pachtvertrag mit dem ZV MVA den handelsrechtlichen Aufwand zuzüglich einer Verzinsung von 8 % des gesamten Eigenkapitals als Pachtentgelt vergütet. Durch die fortschreitende Tilgung der verzinslichen Bankdarlehen verringerten sich die Zinsaufwendungen und damit die kostenorientierten Pachteinnahmen. Anfallende Instandhaltungsaufwendungen für die Ofenlinien I und II sind von der Pächterin zu tragen. Aufgrund der von der Finanzverwaltung bisher nicht anerkannten umsatzsteuerlichen Organschaft mit dem ZV MVA sind die Pachteinnahmen in Höhe von 88,335 % umsatzsteuerpflichtig. Der umsatzsteuerfreie Teil in Höhe von 11,665 % ist auf die Verpachtung von Grundstücken und Gebäuden zurückzuführen. Kennzahlen langfristig Jahresergebnis Betriebsleistung Cashflow Investitionen Bilanzsumme Anlagenintensität Eigenkapitalquote Bankkredite TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR % % TEUR Plan 2013 89 980 689 60 7.548 62,7 14,7 2.108 2012 89 7.544 7.237 0 8.088 65,2 13,7 3.876 2011 89 8.970 8.552 0 12.724 97,6 8,7 6.335 2010 89 9.129 8.553 5 21.489 97,2 5,2 9.325 2009 92 9.474 8.558 62 30.674 95,7 3,6 12.153 2008 122 9.954 8.586 47 38.655 97,7 3,0 22.106 Ausblick – Chancen und Risiken Der bestehende Pachtvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31.10.2013 und verlängert sich jeweils um ein Jahr, wenn er nicht gekündigt wird. Eine Kündigung ist nicht beabsichtigt. Die Eigenkapitalausstattung ist auf Grund des Pachtvertrags für die Gesellschaft ausreichend. Aufgrund des gewählten Geschäftsmodells sind auskömmliche Pachteinnahmen und eine angemessene Verzinsung des Eigenkapitals gesichert. Wesentliche Investitionen sind in den Folgejahren nicht beabsichtigt. Da die Anlagen weitgehend abgeschrieben sind, sinken die Pachteinnahmen ab 2013 deutlich. Die umsatzsteuerliche Organschaft zum Zweckverband Müllverwertungsanlage wurde seitens der Finanzbehörden nicht anerkannt. Die dagegen erhobene Klage für das Wirtschaftsjahr 1997 wurde am 17.06.2009 negativ beschieden. Im Revisionsverfahren wurde am 28.10.2010 das Urteil aufgehoben und zur Neuverhandlung an das Finanzgericht zurückverwiesen. Entsprechende Rückstellungen für Verfahrensgebühren wurden unter Berücksichtigung des bilanziellen Vorsichtsprinzips gebildet. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 97 98 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung, Touristik Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 99 IFG Ingolstadt AöR Wagnerwirtsgasse 2, 85049 Ingolstadt www.ingolstadt.de/ifg Stammkapital: 33.337.200 € Gewährträger: Stadt Ingolstadt 100,00% 100,00% 50,00% 50,00% 33,55% 25,00% Unterbeteiligungen: Ingolstadt Tourismus und Kongress GmbH in-arbeit GmbH Existenzgründerzentrum Ingolstadt GmbH LGI Logistikzentrum im Güterverkehrszentrum Ingolstadt Betreibergesellschaft mbH GVZ Konsolidierungszentrum Betreibergesellschaft mbH (bis 31.05.2013) ISG Infrastrukturelle Gewerbeimmobilien GmbH Beschlussorgane: Vorstand: Verwaltungsrat Herbert Lorenz bis 31.12.2012 Norbert Forster ab 01.10.2012 Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Alfred Lehmann stellv. Vorsitzender: Bürgermeister Albert Wittmann Stadträte: Johann Achhammer Christel Ernst Prof. Dr. Joachim Genosko Peter Gietl Dr. Dr. Franz Götz Petra Kleine Paul Lindemann Josef Rottenkolber Dr. Manfred Schuhmann Johann Süßbauer Hans Joachim Werner Verträge: Verwaltungsrat: Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag mit der in-arbeit GmbH vom 15.10.1999 Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag mit der Ingolstadt Tourismus und Kongress GmbH vom 24.01.2005 100 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt IFG Ingolstadt AöR Gegenstand, Aufgabe und Entwicklung der Gesellschaft Der Gegenstand der Gesellschaft erstreckt sich auf die Wirtschafts-, Tourismus- und Beschäftigungsförderung zur nachhaltigen Stärkung des Standortes Ingolstadt. Im Mittelpunkt stehen dabei Erwerb, Entwicklung und Vermarktung von Gewerbeflächen sowie die Errichtung und Vermietung von Gewerbeimmobilien sowohl zur Neuansiedlung von Unternehmen als auch zur Gewerbebestandssicherung mit dem Ziel der Schaffung neuer und dem Erhalt bestehender Arbeitsplätze. Abgerundet wird das Angebot durch die Bereitstellung von Parkraum. Die IFG erbringt im Wesentlichen folgende Leistungen: Gewerbeflächenvermarktung im Güterverkehrszentrum im Norden Ingolstadts auch in Kooperation mit den Beteiligungsgesellschaften GVZ GmbH und LGI GmbH. Das in unmittelbarer Nähe zur Audi AG seit 1995 bestehende, 83 ha umfassende Güterverkehrszentrum (GVZ I) wird aufgrund der hohen Flächennachfrage seit 2011 auf dem angrenzenden Areal um 35 ha (GVZ II) erweitert. Mittlerweile bestehen 14 Hallen und ein integriertes 4-Sterne-Hotel mit einer Gesamtnutzfläche von rund 360.000 qm, die vollständig an Betriebe aus dem Logistik- und Montagebereich sowie an Dienstleister der Automobilindustrie vermietet ist, die rund 4.500 Arbeitsplätze geschaffen haben. 8 Hallen und das Hotel mit einer Mietfläche von 220.806 qm werden von der IFG betrieben. Weitere 6 Hallen werden von der Beteiligungsgesellschaft LGI GmbH bewirtschaftet. Zur Errichtung einer weiteren, erstmals zweigeschossigen Halle T mit einem Investitionsvolumen von rund 100 Mio. EUR verkaufte die IFG aus dem Areal des GVZ II im November 2012 ein 66.000 qm großes Grundstück an die LGI GmbH. Mit dem Bau wurde im Dezember 2012 begonnen. Die Fertigstellung und Nutzung des Erdgeschosses ist ab Herbst 2013, die des Obergeschosses ab Anfang 2014 vorgesehen. Im GVZ I verkaufte die IFG ebenfalls im November 2012 ein 4.700 qm großes Grundstück an die LGI GmbH, die darauf bis 2014 ein Mediencenter für die Audi AG errichten wird. Die Vermietung der Halle D obliegt der GVZ GmbH, an der IFG mit 33,55 % beteiligt war. Ende Mai 2013 übertrug die IFG ihre Anteile zusammen mit ihrem automatischen Kleinteilelager, das sie in der Halle D der GVZ GmbH eingerichtet hat, auf die LGI GmbH. In der Gewerbeflächenvermarktung besteht seit Sommer 2011 eine weitere private Kooperation mit der ISG Infrastrukturelle Gewerbeimmobilien GmbH, die ein Logistikzentrum für Conti Temic microelectronic GmbH im Mai 2012 fertigstellte und seither an deren Dienstleister vermietet. Erschließung und Vermarktung des Pionierkasernengeländes zur Schaffung hochwertigen Wohnraums für bis zu 1.500 Bewohner. Fünf Kasernenbauten wurden bereits 2011 an private Investoren verkauft, die rund 300 Studentenwohnungen schufen. Die nördliche Baufläche sieht Stadthäuser, Maisonette- und Geschosswohnungen vor. Im Baufeld an der südlichen Ringstraße ist eine Mischnutzung mit großflächigem Einzelhandel, Ausstellungsfläche, Fitnessräumen, Büronutzung sowie Wohnungen in den oberen Etagen vorgesehen. 27.000 qm Gewerbeflächen wurden in 2011, 38.000 qm Wohnbauflächen wurden in 2012 abverkauft. Eine Gemeinbedarfsfläche von 2.500 qm wurde in 2013 veräußert. Weitere 5 Grundstücke für Einzelhausbebauung stehen noch zum Verkauf. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 101 IFG Ingolstadt AöR Nach dem Erlass des Bebauungsplans im Oktober 2012 begann die IFG mit den von ihr durchzuführenden Erschließungsmaßnahmen. Vermietung des selbst errichteten Bürozentrums SE-Park im Gewerbepark Nord-Ost, das als Kompetenzzentrum für Ingenieure gilt, um die Forschungs- und Entwicklungskapazitäten von mehr als 70 Firmen aus dem Automotive-Bereich konzentriert und vernetzt sicherzustellen. Beratung und Unterstützung zur erfolgreichen Unternehmensgründung im Existenzgründerzentrum im Gewerbepark Nord-Ost, einem Kooperationsmodell an dem die IFG zu 50 % beteiligt ist. Gezielte Beschäftigungsförderung über die 100 %ige Tochtergesellschaft in-arbeit GmbH und den eingetragenen Verein Pro Beschäftigung, den die IFG finanziell fördert und verwaltet. Zielorientierte Vermarktung der Stadt Ingolstadt im In- und Ausland über die 100 %ige Tochter Ingolstadt Tourismus und Kongress GmbH als Reiseziel und Kongressstandort. Auf dem Gießereigelände beabsichtigt die IFG zusammen mit einem privaten Investor ein Hotel- und Kongresszentrum zu errichten. Von der Audi AG ist die IFG beauftragt, nebenan auf dem Gießereigelände ein Seminargebäude zu errichten, das Ende 2014 fertiggestellt werden soll. Errichtung und Bewirtschaftung von Parkeinrichtungen. In vier Tiefgaragen und auf drei Parkplätzen hält die IFG mit 5.100 Stellplätzen bereits seit Jahren ein umfangreiches innenstadtnahes Parkangebot vor. Am Hauptbahnhof betreibt die IFG ein weiteres Parkhaus mit 812 Stellplätzen. Am Nordbahnhof stellte die IFG im Frühjahr 2012 ihr neues Parkhaus mit 252 Stellplätzen auf fünf Ebenen fertig. Für Radfahrer wurden 300 überdachte Fahrradstellplätze geschaffen. Im angrenzenden Geschäftsgebäude wurde ein attraktives Reisezentrum im Erdgeschoss eingerichtet, das an die Bussteige angebunden ist. Darüber erstreckt sich auf der Westseite ein dreigeschossiger Büroriegel, den die Ingolstädter Nahverkehrsgesellschaft angemietet hat. Weitere 3 Parkplätze am Audi-Sportpark mit 2.645 Stellplätzen runden das Parkflächenangebot ab. Im November 2012 hat die IFG mit der Errichtung einer 800 Stellplätze umfassenden Tiefgarage auf dem Gießereigelände begonnen, die 2014 bereits teilweise nutzbar sein wird. - - - - Leistungsdaten Grundstücksverkaufserlöse Verkaufte Grundstücksflächen Erlöse der Parkeinrichtungen Ausfahrten Dauerparkkarten Vermietungserträge incl. Nebenkosten Vermietete Gewerbeflächen Solarstromerlöse Stromeinspeisung Auftragsarbeiten und Dienstleistungen TEUR qm TEUR Anzahl Anzahl TEUR qm TEUR MWh TEUR 2012 27.988 97.062 5.457 1.929.699 2.230 21.905 289.787 1.222 4.784 342 2011 33.418 134.526 5.274 2.074.381 2.266 18.422 216.074 477 1.174 8.227 Veränderung -5.430 -37.464 183 -144.682 -36 3.483 73.713 745 3.610 -7.885 % -16,2 -27,8 3,5 -7,0 -1,6 18,9 34,1 156,2 307,5 -95,8 102 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt IFG Ingolstadt AöR Vermögens- und Finanzlage Sachanlagen und Software Beteiligungen Langfristige Ausleihungen Langfristiges Anlagevermögen Vorräte Forderungen einschl. Abgrenzungen Liquide Mittel und Geldanlagen Kurzfristiges Vermögen Gesamtvermögen Passiva Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Verlustvortrag Jahresergebnis Eigenkapital Rückstellungen Kredite Übrige Verbindlichkeiten einschl. Abgrenzungen Gesamtkapital 31.12.2012 TEUR 271.769 32.949 14.864 319.582 37.279 36.762 1.832 75.873 395.455 33.337 4.089 -23.245 6.788 20.969 16.462 344.149 13.875 395.455 31.12.2011 TEUR 276.447 3.077 75.480 355.004 46.420 32.377 7.269 86.066 441.070 33.337 1.941 -23.245 -252 11.781 8.988 409.892 10.409 441.070 Veränderung TEUR -4.678 29.872 -60.616 -35.422 -9.141 4.385 -5.437 -10.193 -45.615 0 2.148 0 7.040 9.188 7.474 -65.743 3.466 -45.615 % 1,7 >100 80,3 10,0 19,7 13,5 74,8 11,8 10,3 0,0 >100 0,0 >100 78,0 83,2 16,0 33,3 10,3 Nach vielen Jahren des Wachstums sinkt das Vermögen der IFG nun erstmals. Dies beruht insbesondere auf dem Abverkauf von Grundstücken und niedrigeren Ausleihungen an die Beteiligungsgesellschaften. Der damit verbundene Geldzufluss ermöglichte einen deutlichen Schuldenabbau. Das Anlagevermögen verminderte sich im Vorjahresvergleich wie folgt: Investitionen Zuschüsse Abschreibung Um buchung aus Vorratsverm ögen Abgänge Veränderung Sparte Parkeinrichtungen Nord-/Hauptbahnhof Gewerberäume GVZ SE-Park INNO-Park Viktualienmarkt Ausstellungsgelände Esso-Ost Photovoltaikanlagen Kongresszentrum Jugendkulturhalle Turnhalle Pioniergelände sonst. Anlagen und Ausstattung Arbeitgeberdarlehen Ausleihungen an GVZ GmbH - Halle D LGI GmbH - Hallen F, G, L, M, N Anteile LGI GmbH Veränderung Anlagevermögen in 2012 TEUR 9.436 2.310 19.066 0 0 0 0 856 691 133 0 50 0 0 0 14.872 47.414 TEUR 831 529 820 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 2.180 TEUR 2.785 146 6.386 163 173 81 150 754 0 0 320 182 0 0 0 0 11.140 TEUR 1.086 0 389 0 0 0 0 0 101 43 0 0 0 0 0 0 1.619 TEUR 168 0 21.482 0 0 0 0 3.869 0 0 0 0 1 1.168 44.447 0 71.135 TEUR 6.738 1.635 -9.233 -163 -173 -81 -150 -3.767 792 176 -320 -132 -1 -1.168 -44.447 14.872 -35.422 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 103 IFG Ingolstadt AöR In 2012 stehen den getätigten Investitionen von TEUR 47.414 und Umbuchungen aus dem Vorratsvermögen von TEUR 1.619 nach Abzug der vereinnahmten Zuschüsse von TEUR 2.180 Abschreibungen von TEUR 11.140 sowie Abgänge mit Buchwerten von TEUR 71.135 gegenüber, die schließlich einen Rückgang des Anlagevermögens um TEUR 35.422 bewirken. Die Investitionen 2012 bei den Parkeinrichtungen betreffen mit 2,1 Mio. EUR die Fertigstellung des Parkhauses einschl. der Bussteige und der Fahrradabstellanlage am Nordbahnhof. Insgesamt sind nach Abzug der Zuschüsse damit Gesamtkosten von rund 3,6 Mio. EUR angefallen. Für die im Bau befindliche Tiefgarage auf dem Gießereigelände wurden in 2012 6,9 Mio. EUR verausgabt. Aus dem Vorratsvermögen wurde die Grundstücksfläche an der südlichen Ringstraße (1,1 Mio. EUR) ins Anlagevermögen übernommen, die für die Parkplatznutzung für 0,2 Mio. EUR asphaltiert wurde. Die Gesamtinvestitionskosten für das im März 2012 fertigstellte Büro- und Geschäftsgebäude am Nordbahnhof belaufen sich auf 5,7 Mio. EUR, von denen 2,3 Mio. EUR in 2012 anfielen. Von der INVG wurde ein Baukostenzuschuss über 0,5 Mio. EUR vereinnahmt. Für den weiteren Ausbau der Infrastruktur im GVZ wurden in 2012 9,7 Mio. EUR ausgegeben. Im Zuge der Fertigstellung fielen für die Hallen R und S in 2012 noch Kosten von 8,5 Mio. EUR an. Für Nachrüstungen beim automatischen Kleinteilelager wurden 0,8 Mio. EUR gezahlt. Im November 2012 wurden Grundstücke im GVZ mit einem Wert von 21,4 Mio. EUR an die LGI GmbH verkauft, die darüber hinaus die Photovoltaikanlagen an und auf ihren Hallen zum Buchwert von 3,9 Mio. EUR von der IFG übernommen hat. Die im GVZ I errichteten Hallen C, E, H, K, O und das Gebäude J sowie die Umschlaganlage stehen im zivilrechtlichen Eigentum der IFG. Gleiches gilt für die im GVZ II in 2011 und 2012 fertiggestellten Hallen R und S mit dem zugehörigen Gleisanschluss. Für die Halle D sowie die Hallen F, G, L, M und für Grund und Boden der Halle N hat die IFG als zivilrechtlicher Grundstückseigentümer und Errichter mit den Gesellschaften GVZ Konsoldierungszentrum Betreibergesellschaft mbH (GVZ GmbH) und der LGI Logistikzentrum im Güterverkehrszentrum Ingolstadt Betreibergesellschaft mbH (LGI), an denen sie beteiligt ist, Mietkauf- bzw. Finanzierungsverträge abgeschlossen. Die Beteiligungsgesellschaften leisten Mietzahlungen in Höhe der Zins- und Tilgungsraten, die den Kapitaldienst der von der IFG bei Banken aufgenommenen Darlehen decken. Da die Objekte nach Ablauf der Miet- bzw. Finanzierungsdauer ins zivilrechtliche Eigentum der Beteiligungsgesellschaften übergehen, sind diese Objekte bereits jetzt von den Beteiligungsgesellschaften als wirtschaftliche Eigentümer im Anlagevermögen zu bilanzieren und erfolgswirksam abzuschreiben. Die IFG weist ihre Zins- und Tilgungsansprüche gegenüber den Beteiligungsgesellschaften als langfristige Ausleihungen unter den Finanzanlagen aus. Die GVZ GmbH tilgte ihre Ausleihungen bei der IFG in 2012 planmäßig mit TEUR 1.168 auf TEUR 9.345. Die LGI GmbH leistete Sondertilgungen und führte damit ihre Ausleihungen zum Jahresende 2012 um TEUR 44.447 auf TEUR 20.517 zurück. 104 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt IFG Ingolstadt AöR Die IFG hat in gleichem Umfang wie die Audi AG im Rahmen der Kapitalerhöhung bei der LGI GmbH Einlageverpflichtungen von TEUR 29.872 übernommen. Einen Teilbetrag von TEUR 14.872 leistete die IFG im November 2012 an die LGI GmbH. Weitere 5 Mio. EUR wurden im Juli 2013 geleistet. Der Restbetrag von 10 Mio. EUR wird im Februar 2014 zur Zahlung fällig. 2012 TEUR Parkeinrichtungen Vermietung GVZ Nord-/Hauptbahnhof Gewerberäume SE-Park INNO-Park Viktualienmarkt Ausstellungsgelände Esso-Ost Photovoltaikanlagen Kongresszentrum Jugendkulturhalle Turnhalle Pioniergelände sonstige Objekte Betriebs-Geschäftsausstattung einschl. Lizenzen davon Grund und Boden 2011 TEUR 32.683 209.902 4.464 1.927 5.741 1.669 5.552 13.333 0 0 350 116 710 276.447 106.589 Veränderung TEUR 6.738 -9.233 1.635 -163 -173 -81 -150 -3.767 792 176 -320 0 -132 -4.678 -13.637 % 20,6 4,4 36,6 8,5 3,0 4,9 2,7 28,3 >100 >100 91,4 0,0 18,6 1,7 12,8 39.421 200.669 6.099 1.764 5.568 1.588 5.402 9.566 792 176 30 116 578 271.769 92.952 Finanzanlagen Ausleihungen an GVZ GmbH - Halle D LGI GmbH - Hallen F, G, L, M, N Anteile in-arbeit GmbH (100 %) Anteile IN Tourismus u. Kongress GmbH (100 %) Beteiligung GVZ GmbH (33,55 %) Beteiligung LGI GmbH (50 %) Beteiligung EGZ GmbH (50 %) Beteiligung ISG GmbH (25 %) Arbeitgeberdarlehen Anlagevermögen 9.345 20.517 128 100 370 15.000 1.101 1.250 2 319.582 10.513 64.964 128 100 370 128 1.101 1.250 3 355.004 -1.168 -44.447 0 0 0 14.872 0 0 -1 -35.422 11,1 68,4 0,0 0,0 0,0 >100 0,0 0,0 33,3 10,0 Die Vorratsgrundstücke verminderten sich infolge der Abverkäufe und der Umbuchung ins Anlagevermögen um TEUR 9.583 auf TEUR 36.265. Die bis Ende 2012 angefallenen Kosten für den Auftragsbau Audi Akademie belaufen sich auf TEUR 1.014 und sind unter den Vorräten ausgewiesen. Die Forderungen und Abgrenzungen sind insbesondere aufgrund noch nicht fälliger Kaufpreise für einen Teil der Grundstücksverkäufe um TEUR 4.385 auf TEUR 36.762 angestiegen. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 105 IFG Ingolstadt AöR Die bilanzstichtagsbezogenen Liquiditätsbestände und kurzfristigen Geldanlagen des Vorjahres wurden zur Tilgung von Leistungsverbindlichkeiten verwendet und sanken daher um TEUR 5.437 auf TEUR 1.832. Das Gesamtvermögen ist wie folgt finanziert: 31.12.2012 TEUR Eigenkapital Langfristige Bankkredite (Restlaufzeit > 5 Jahre) Mittelfristige Kredite (Restlaufzeit 1- 5 Jahre) Kurzfristige Kredite Rückstellungen Sonstige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen Kurzfristiges Fremdkapital Gesamtfinanzierung 20.969 129.511 99.303 16.462 5% 31.12.2011 TEUR 11.781 3% Veränderung TEUR 9.188 - 2.646 - 33.068 - 30.029 7.474 3.466 - 19.089 - 45.615 0% 2% 2% -4% 115.335 29% 117.981 27% 33% 162.579 37% 129.332 8.988 10.409 13.875 129.640 33% 148.729 33% 395.455 100% 441.070 100% Das Eigenkapital erhöhte sich infolge des erzielten Jahresüberschusses um TEUR 6.788. Darüber hinaus leistete die Stadt Ingolstadt zur Finanzierung der umfangreichen Projekte kapitalstärkende Einlagen in die Rücklagen von TEUR 2.400. Die Kreditmittelinanspruchnahme konnte um TEUR 65.743 auf TEUR 344.149 vermindert werden. Mehr als 70 % des gesamten Kreditvolumens sind mittel- und langfristig zinsgesichert. Die kurzfristigen Ausleihungen bei der Stadt Ingolstadt wurden um TEUR 46.868 auf TEUR 44.497 zurückgeführt. Auch die Mittelinanspruchnahme beim ZV MVA wurde um TEUR 6.973 auf TEUR 27.477 reduziert. Die bestehenden Bankkredite sind insbesondere durch die Rückführung eines Fremdwährungsdarlehens um TEUR 12.002 auf TEUR 272.075 gesunken. Nach der Auflösung eines Drittels der Fremdwährungsdarlehen bestehen noch Schweizer Franken Kredite in Höhe von 27,3 Mio. EUR. Gleichzeitig werden für Zins- und Tilgungsverpflichtungen Bankguthaben (TEUR 971) in Schweizer Franken unterhalten. Der gestiegene Rückstellungsbedarf betrifft insbesondere höhere Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen (TEUR 9.264) sowie Ertragsteuernachzahlungen für 2012 (TEUR 1.413) sowie weiterhin noch zu erbringende Erschließungsleistungen für verkaufte Grundstücke (TEUR 4.471) und Personalverpflichtungen (TEUR 990). Die übrigen Verbindlichkeiten sind um TEUR 3.466 auf TEUR 13.875 angewachsen. Sie betreffen insbesondere Bauleistungsbezüge sowie in 2012 auch Umsatzsteuerverbindlichkeiten von TEUR 2.917. 106 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt IFG Ingolstadt AöR Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Veränderung des Bestandes an Auftragsarbeiten Aktivierte Eigenleistungen Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsergebnis Verlustübernahme IN Tourismus u. Kongress GmbH Verlustübernahme EGZ GmbH Ergebnisübernahme in-arbeit GmbH Korrektur Ergebnisübernahme in-arbeit GmbH 2010 Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern von Einkommen und Ertrag davon Gew erbesteuer 2012 TEUR 56.914 974 130 3.137 -25.329 -3.953 -11.140 -3.743 -7.051 -1.026 0 -203 0 8.710 -1.816 1.201 2011 TEUR 65.818 -7.416 225 832 -34.455 -3.109 -9.553 -5.417 -5.916 -929 -208 -291 260 -159 -40 22 Veränderung TEUR -8.904 8.390 -95 2.305 9.126 -844 -1.587 1.674 -1.135 -97 208 88 -260 8.869 -1.776 1.179 -53 7.040 % 13,5 >100 42,2 >100 26,5 27,1 16,6 30,9 19,2 10,4 100,0 30,2 100,0 >100 >100 >100 100,0 >100 Sonstige Steuern Jahresergebnis -106 6.788 -53 -252 Die Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr ist geprägt vom erfolgreichen Abverkauf von Grundstücken auf dem Gelände der Pionierkaserne sowie im Güterverkehrszentrum. Darüber hinaus können seit März 2012 nun auch aus der fertiggestellten Halle S im GVZ II kostendeckende Mieterträge vereinnahmt werden. Die umfangreichen Investitionen der vergangenen Jahre in die Erweiterung des Güterverkehrszentrums sowie die Erschließung des Geländes der Pionierkaserne werfen nunmehr entsprechende Erträge ab. Ertragslage Ergebnisse nach Geschäftsbereichen Parkeinrichtungen Grundstückshandel Vermietung Wirtschaftsförderung Verwaltungskosten Rentierliche Bereiche Existenzgründerzentrum Tourismus in-arbeit Stichtagsbewertung Fremdwährungsdarlehen Ertragsteuern Jahresergebnis 2012 TEUR -1.102 10.067 4.536 -543 -2.801 10.157 0 -1.026 -203 -324 -1.816 6.788 2011 TEUR -1.416 2.733 2.367 -518 -1.307 1.859 -208 -929 -31 -903 -40 -252 Veränderung TEUR 314 7.334 2.169 -25 -1.494 8.298 208 -97 -172 579 -1.776 7.040 % 22,2 >100 91,6 4,8 >100 >100 100,0 10,4 >100 64,1 >100 >100 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 107 IFG Ingolstadt AöR Bei den Parkeinrichtungen konnte im Vergleich zum Vorjahr infolge der ganzjährig wirkenden Tarifanhebung eine leichte Verminderung des Fehlbetrages auf 1,1 Mio. EUR herbeigeführt werden. Der Anstieg der Verwaltungskosten (einschl. Marketing und Öffentlichkeitsarbeit) resultiert aus Entgeltfortzahlungsansprüchen sowie der erstmaligen Dotierung von Rückstellungen für Pensionsumlagen und Beihilfeansprüche der bei der IFG beschäftigten Beamten. Der Verlust der EGZ GmbH wird beschlussgemäß erstmals nicht von der IFG ausgeglichen. Aus dem geplanten Verkauf des EGZ-Gebäudes im Laufe des Jahres 2013 an die IFG kann die EGZ GmbH den Verlust 2012 decken. Für die Tourismusförderung gleicht die IFG die bei der Tochtergesellschaft Ingolstadt Tourismus und Kongress GmbH angefallenen Kosten von TEUR 1.026 aus. Aufgrund von Gesetzesänderungen lag der Schwerpunkt der Tätigkeit der in-arbeit in 2012 auf dem Modellprojekt „Bürgerarbeit“, das Ende 2011 gestartet wurde. Die 108 Bürgerarbeitsplätze wurden sukzessive besetzt. Der geplante Stellenabbau in der Verwaltung konnte erst verzögert im vierten Quartal 2012 abgeschlossen werden und die vom Jobcenter geleisteten Verwaltungskostenpauschalen für die Bürgerarbeit erwiesen sich als nicht kostendeckend. Ein Drittel der Fremdwährungskredite wurde in 2012 aufgelöst, um die Kursrisiken zu vermindern. Hieraus und aus der Aufwertung der verbleibenden Kredite (TEUR 27.797) ist eine Ergebnisbelastung von TEUR 324 in 2012 zu verzeichnen. Kennzahlen langfristig Jahresergebnis Betriebsleistung Personalaufwandsquote Mitarbeiter Cashflow Investitionen Bilanzsumme * Anlagenintensität Eigenmittel Eigenmittelquote Kredite TEUR TEUR % VZÄ TEUR TEUR TEUR % TEUR % TEUR Plan 2013 1.797 60.000 5,2 53,1 11.600 26.624 350.955 87,8 21.071 6,0 319.384 2012 6.788 61.155 6,5 51,5 17.928 47.414 395.455 80,8 20.969 5,3 344.149 2011 -252 59.459 5,2 51,7 10.204 79.875 441.070 80,5 11.781 2,7 409.892 2010 -11.693 42.884 6,9 53,0 1.916 85.108 383.512 77,3 11.633 3,0 359.789 2009 -4.347 36.456 7,2 47,0 946 21.581 347.069 65,6 21.385 6,2 314.334 2008 101 40.109 5,5 43,1 7.982 13.606 305.587 70,8 25.332 8,3 268.811 * ohne künftige Einlageverpflichtungen bei der LGI GmbH 108 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt IFG Ingolstadt AöR Ausblick – Chancen und Risiken Der Bau der Tiefgarage auf dem Gießereigelände mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 37,5 Mio. EUR schreitet plangemäß voran. Mit dem aufstehenden Seminargebäude, das nach Fertigstellung Ende 2014 schlüsselfertig an die Audi AG verkauft wird, konnte ebenfalls wie geplant begonnen werden. Der Stadtrat hat im Februar 2013 der Errichtung eines Kongresszentrums auf dem Gießereigelände zugestimmt und dafür Mittel zur Finanzierung von 37,8 Mio. EUR bewilligt. Die Vergabe des Generalunternehmerauftrags konnte infolge der Insolvenz des Bieters im Sommer 2013 nicht vorgenommen werden. Um die Arbeiten an der darunterliegenden Tiefgarage, die als Fundament für das Hotel- und Kongresszentrum dient, fortführen zu können, wurden die notwendigen Planungsleistungen beauftragt. Am Hauptbahnhof wurde mit den Planungen für die Errichtung eines weiteren Parkhauses im Osten und der Anbindung über einen Fußgängertunnel begonnen. Das Parkhaus „Hauptbahnhof Ost“ mit voraussichtlichen Kosten von 3,5 Mio. EUR wird rund 250 Pkw-Stellplätze und 200 Fahrradabstellplätze umfassen. Im Herbst 2013 soll noch mit dem Bau begonnen werden, der Fußgängertunnel vom Bahnhof soll ab Mitte 2014 baulich fortgeführt werden. Darüber hinaus werden seit Anfang 2013 zwei alte Güterhallen am Hauptbahnhof zu einem Jugendkulturzentrum mit Trendsporthalle, Proberäumen und Ateliers umgebaut. Der Umbau für 3 Mio. EUR erfolgt für die Stadt Ingolstadt, die anschließend den Betrieb zusammen mit dem Stadtjugendring übernehmen wird. Auf dem Pionierkasernengelände werden die Erschließungsmaßnahmen in 2013 weitergeführt und eine Lärmschutzwand an der Manchinger Straße errichtet. Die künftige Ergebnissituation der IFG wird in hohem Maße geprägt von einer weiteren erfolgreichen Vermarktung der erschlossenen Gewerbeflächen und einer stabilen Vermietung der Hallen im Güterverkehrszentrum. Finanzielle Verpflichtungen der Stadt Ingolstadt Die satzungsrechtliche Verpflichtung der Stadt Ingolstadt, die IFG immer so auszustatten, dass sie stets all ihren Verpflichtungen nachkommen kann, ging mit der Rechtsformänderung der IFG in eine Anstalt öffentlichen Rechts in der Gewährträgerhaftung der Stadt Ingolstadt gemäß Art. 89 Abs. 4 der Gemeindeordnung auf. Hiernach haftet die Stadt Ingolstadt unbeschränkt für die Verbindlichkeiten der IFG Ingolstadt AöR, soweit nicht Befriedigung aus ihrem Vermögen zu erlangen ist. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 109 LGI Logistikzentrum im GVZ Ingolstadt Betreibergesellschaft mbH Wagnerwirtsgasse 2, 85049 Ingolstadt Stammkapital: gehalten durch Gesellschafter: 60.000.000 € IFG Ingolstadt AöR Audi AG Gesellschafterversammlung Norbert Forster ab 01.04.2013 Herbert Lorenz ab 18.04.2012 bis 31.03.2013 Dr. Werner Richler bis 26.03.2012 30.000.000 € 30.000.000 € 50,00% 50,00% Beschlussorgane: Geschäftsführer: Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft Der LGI Logistikzentrum im Güterverkehrszentrum Ingolstadt Betreibergesellschaft mbH (LGI GmbH) obliegt die Verwaltung und Vermietung der Hallen F, G, L, M und N im Güterverkehrszentrum Ingolstadt. Die Mietflächen von rund 124.000 qm sind vollständig belegt. Für die Hallen F, G, L bestehen mit der IFG Finanzierungsverträge bis 2026, auf deren Grundlage die IFG bis zur Tilgung der Verbindlichkeiten zivilrechtliche Eigentümerin bleibt. Auch die Halle N, die bis Ende 2014 über ein von der IFG besichertes Bankdarlehen finanziert wird, das Ende 2012 mit 23,32 Mio. EUR valutiert, steht zivilrechtlich noch im Eigentum der IFG. Das wirtschaftliche Eigentum dieser Hallen F, G, L, N ist jedoch bereits der LGI zuzurechnen. Die Ausweisung und Abschreibung der Immobilien erfolgt somit bei der LGI. Für die Halle M wurde im November 2012 mit der Aufnahme eines grundschuldbesicherten Bankdarlehens über 23,75 Mio. EUR die bisherige Finanzierung bei der IFG abgelöst. Die LGI erwarb im November 2012 ein 6,6 ha großes Grundstück im Güterverkehrszentrum von der IFG für die Errichtung einer neuen, erstmals zweigeschossigen multifunktionalen Logistikhalle (Halle T) mit einer Nutzfläche von 72.000 qm, in der ab Herbst 2013 für die Audi AG angelieferte Fahrzeugteile umgeschlagen und für den Produktionsprozess bedarfsgerecht zusammengestellt werden. Bis zu 900 Mitarbeiter werden im Dreischichtbetrieb in dieser Halle arbeiten. Das Gesamtinvestitionsvolumen für das Projekt beläuft sich auf rund 100 Mio. EUR. Für die geplante Errichtung eines Mediencenter, in dem die Audi AG Print- und Medienservices, Postdienste und das Archiv bündeln will, kaufte die LGI ein weiteres rund 5.000 qm großes Grundstück von der IFG. 120 Mitarbeiter sollen ab Ende 2014 im Einschichtbetrieb tätig werden. Für das Vorhaben sind Investitionsmittel von 15 Mio. EUR vorgesehen. Für die Bereitstellung der erforderlichen Fremdmittel schloss die LGI im November 2012 langfristige Bankkreditverträge bis 2025/26 über 87,95 Mio. EUR mit einer 10jährigen Zinsbindung ab. Ein Teilbetrag von 22 Mio. EUR wurde im November 2012 zur Finanzierung des Grunderwerbs abgerufen. 110 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt LGI Logistikzentrum im GVZ Ingolstadt Betreibergesellschaft mbH Zur Finanzierung haben die Gesellschafter ebenfalls im November 2012 eine Erhöhung des Stammkapitals um TEUR 59.744 auf TEUR 60.000 beschlossen. Auf die übernommenen Stammeinlagen leisteten die Gesellschafter im November 2012 Bareinlagen von TEUR 29.744. Im Juli 2013 flossen 10 Mio. EUR an die LGI. Weitere 20 Mio. EUR werden im Juli 2014 zur Zahlung fällig. Bilanz Aktiva Software Grund und Boden Bauten und Außenanlagen Anlagevermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Liquide Mittel Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Passiva Gezeichnetes Kapital Ausstehende Einlagen Geleistete Stammeinlagen Gewinnvortrag Jahresergebnis Eigenkapital Rückstellungen Bankkredite Mittelbereitstellungen der IFG Ingolstadt AöR Steuerverbindlichkeiten Übrige Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme 31.12.2012 TEUR 1.181 57.553 61.920 120.654 1.724 8 1.732 404 122.790 60.000 -30.000 30.000 725 862 31.587 103 68.980 20.700 742 613 91.035 65 122.790 31.12.2011 TEUR 16 35.525 57.890 93.431 1.165 27 1.192 0 94.623 256 0 256 -204 929 981 531 24.360 68.125 211 350 93.046 65 94.623 Veränderung TEUR 1.165 22.028 4.030 27.223 559 -19 540 404 28.167 59.744 -30.000 29.744 929 -67 30.606 -428 44.620 -47.425 531 263 -2.011 0 28.167 % >100 62,0 7,0 29,1 48,0 70,4 45,3 >100 29,8 >100 >100 >100 >100 7,2 >100 80,6 >100 69,6 >100 75,1 2,2 0,0 29,8 Das Gesamtvermögen der LGI GmbH ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 28.167 angewachsen. Dies beruht auf dem Anstieg des langfristig gebundenen Anlagevermögens. Den Investitionen von TEUR 29.872 stehen planmäßig vorgenommene Abschreibungen von TEUR 2.649 gegenüber. Die Investitionen betreffen mit TEUR 23.348 Grunderwerb, mit TEUR 3.949 von der IFG übernommene Photovoltaikanlagen, mit TEUR 1.206 einen Baukostenzuschuss für die erweiterte Brückenanbindung, mit TEUR 822 erste Planungsund Baukosten für die Halle T und mit TEUR 326 die Schleuseneinhausung bei der Halle F sowie mit TEUR 221 Nachtragskosten für die Hallen M und N. Der Anstieg des kurzfristig gebundenen Umlaufvermögens um TEUR 768 beruht auf den im Vorjahresvergleich um TEUR 786 höheren Steuererstattungsansprüchen. Die Miet- und Nebenkostenforderungen hingegen sind um TEUR 209 niedriger als im Vorjahr. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 111 LGI Logistikzentrum im GVZ Ingolstadt Betreibergesellschaft mbH Für die im Rahmen der Kreditzusagen an die Banken entrichteten Abwicklungs- und Bearbeitungsgebühren wurde ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten gebildet, der über die Kreditlaufzeit bzw. Zinsbindungsdauer aufwandswirksam aufgelöst wird. Der Anstieg des Eigenkapitals resultiert neben dem erzielten Jahresüberschuss von TEUR 862 auf den von den Gesellschaftern geleisteten Bareinlagen von TEUR 29.744. Die Bankkredite erhöhten sich in 2012 um TEUR 44.620. Im November 2012 erfolgten langfristige Neukreditaufnahmen in Höhe von TEUR 45.750 für Grunderwerb (TEUR 22.000) und für die Ablösung von Verbindlichkeiten bei der IFG hinsichtlich der Halle M (TEUR 23.750). Das Bankdarlehen für die Halle N sank infolge der planmäßigen Tilgungen um TEUR 1.130 auf TEUR 23.230. Mit den Neukreditaufnahmen bei Banken von TEUR 45.750, den Bareinlagen der Gesellschafter von TEUR 29.744, dem Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit von TEUR 3.312 und dem Abbau der Bankguthaben um TEUR 19 konnte der Mittelbedarf für Investitionen (TEUR 29.872) sowie Kredittilgungen (TEUR 1.130) und Kreditabwicklungsund Bearbeitungsgebühren (TEUR 398) gedeckt werden. Darüber hinaus konnte die Mittelinanspruchnahme bei der IFG um TEUR 47.425 auf TEUR 20.700 reduziert werden. Ertragslage 2012 TEUR Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Betriebskosten und Instandhaltung Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsergebnis Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Ertragsteuern davon Gew erbesteuer 2011 TEUR 11.470 37 -3.326 -34 -2.581 -40 -4.119 1.407 -478 -294 Veränderung TEUR -31 4 -139 4 -68 -22 411 159 -226 -79 % 0,3 10,8 4,2 11,8 2,6 55,0 10,0 11,3 47,3 26,9 11.439 41 -3.465 -30 -2.649 -62 -3.708 1.566 -704 -373 Jahresüberschuss 862 929 -67 7,2 Der Jahresüberschuss 2012 ist in Höhe von TEUR 11 – im Vorjahr hingegen in Höhe von TEUR 536 – durch Sondereffekte begünstigt. Ohne diese Sondereinflüsse ist eine Ergebnisverbesserung um TEUR 458 auf TEUR 851 zu verzeichnen. Im Rahmen des Betriebsergebnisses (ohne Sondereinflüsse) ist ein Umsatzzuwachs im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 213 zu verzeichnen, der insbesondere aus der ganzjährigen Nutzung der im Vorjahr unterjährig fertiggestellten Erweiterungsmietflächen in den Hallen F und N resultiert. Nach Abzug der Betriebs- und Instandhaltungskosten ergibt sich ein Rohertragszuwachs von TEUR 75. Der investitionsbedingte Anstieg der Abschreibungen um TEUR 68 konnte gedeckt werden. Die Zinsbelastung in 2012 sank um TEUR 340. Die periodengerechte Ertragsteuerbelastung ist in 2012 um TEUR 105 geringer als im Vorjahr. 112 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt LGI Logistikzentrum im GVZ Ingolstadt Betreibergesellschaft mbH Kennzahlen langfristig Jahresergebnis Betriebsleistung Neben-/Umbaukostenanteil Cashflow Investitionen Bilanzsumme* Anlagenintensität Eigenmittel* Eigenmittelquote Kredite TEUR TEUR % TEUR TEUR TEUR % TEUR % TEUR Prognose 2013 1.623 14.010 18,7 6.157 88.759 206.988 99,0 43.210 20,9 163.263 2012 862 11.480 30,2 3.511 29.872 122.790 98,3 31.587 25,7 89.680 2011 929 11.507 28,9 3.510 2.676 94.623 98,7 981 1,0 92.485 2010 -475 9.873 27,5 1.856 5.587 96.004 97,2 53 0,1 91.203 2009 -1.217 7.697 22,0 268 14.464 99.313 91,1 528 0,5 95.675 2008 -676 6.022 22,0 1.425 34.324 77.913 99,5 1.745 2,2 74.903 * ohne ausstehende Einlagen der Gesellschafter Ausblick – Chancen und Risiken Die Finanzierung des Investitionsvolumens ist durch Kreditzusagen der Banken und weitere Einlagen der Gesellschafter gesichert. Ab 2014 werden erhebliche Gewinnsteigerungen mit der Vermietung der neu errichteten Halle T und des Mediencenters realisiert werden. Die Auslastung der Mietflächen prägt die Ertragslage. Die Gesellschafterin Audi AG wird weiterhin für eine gute Auslastung der Mietflächen Sorge tragen und über die abgegebene harte Patronatserklärung die Erfüllung der Zins- und Tilgungsverpflichtungen gegenüber den Banken gewährleisten. Für die Kreditmittelinanspruchnahmen bei Banken und der IFG wurden langfristige Zinsbindungen abgeschlossen. Das Zinsänderungsrisiko ist daher nunmehr gering. Größerer Instandhaltungsbedarf bei den Hallen F, G, L, M und N ist derzeit nicht erkennbar. Finanzielle Verpflichtungen der IFG Ingolstadt AöR und der Stadt Ingolstadt Nach § 7 Abs. 1 Satz 1 des Gesellschaftsvertrages ist die IFG Ingolstadt AöR am Gewinn nicht beteiligt. Am Verlust nimmt sie bis zur Höhe ihrer Stammeinlage teil. Die IFG erhält eine Garantieverzinsung, die mit Ausübung des Anteilsverkaufs frühestens 2016 mit der Einlagenrückgewähr fällig wird. Unabhängig davon stellt die IFG Ingolstadt AöR der LGI GmbH die erforderlichen Finanzierungsmittel bis zur Höhe von 34 Mio. EUR bereit. Die IFG Ingolstadt AöR und mittelbar die Stadt Ingolstadt tragen hierfür das Kreditausfallrisiko. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 113 GVZ Konsolidierungszentrum Betreibergesellschaft mbH Wagnerwirtsgasse 2, 85049 Ingolstadt Stammkapital: gehalten durch Gesellschafter: 310.000 € IFG Ingolstadt AöR (bis 31.05.2013) LGI Logistikzentrum im GVZ Ingolstadt Betreibergesellschaft mbH (ab 01.06.2013) Frau Inge Scherm M. Preymesser GmbH Rudolph Spedition und Logistik GmbH Audi AG Gesellschafterversammlung Norbert Forster ab 01.04.2013 Herbert Lorenz ab 18.04.2012 bis 31.03.2013 Dr. Werner Richler bis 26.03.2012 104.000 € 51.500 € 51.500 € 51.500 € 51.500 € 33,55% 16,61% 16,61% 16,61% 16,61% Beschlussorgane: Geschäftsführer: Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft Der GVZ Konsolidierungszentrum Betreibergesellschaft mbH (GVZ GmbH) obliegt die Verwaltung und Vermietung der Halle D im Güterverkehrszentrum Ingolstadt. Bilanz Aktiva Software Grund und Boden Halle D Bauten Halle D Anlagevermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Liquide Mittel Umlaufvermögen Bilanzsumme Passiva Gezeichnetes Kapital Gewinnvortrag Jahresergebnis Eigenkapital Rückstellungen Mietkaufverbindlichkeiten an IFG Ingolstadt AöR Übrige Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten Bilanzsumme 31.12.2012 TEUR 2 5.677 8.162 13.841 128 121 249 14.090 310 3.210 678 4.198 213 9.345 334 9.679 14.090 31.12.2011 TEUR 3 5.673 8.378 14.054 171 976 1.147 15.201 310 2.534 676 3.520 246 10.513 922 11.435 15.201 Veränderung TEUR -1 4 -216 -213 -43 -855 -898 -1.111 0 676 2 678 -33 -1.168 -588 -1.756 -1.111 % 33,3 0,1 2,6 1,5 25,1 87,6 78,3 7,3 0,0 26,7 0,3 19,3 13,4 11,1 63,8 15,4 7,3 114 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt GVZ Konsolidierungszentrum Betreibergesellschaft mbH Die Halle D wurde 1995 von der IFG errichtet. Mit dem im Mai 2010 fertiggestellten Hallenanbau vergrößerte sich die vermietbare Fläche um rund 7.000 qm auf 22.000 qm. Nach dem bis 2020 laufenden Mietkaufvertrag erhält die IFG von der GVZ GmbH Mietzahlungen, die den von der IFG zu leistenden Kapitaldienst decken. Gleichzeitig ist die IFG im Rahmen dieses Vertrags verpflichtet, die Immobilie bis zur Beendigung des Mietverhältnisses ohne weitere Gegenleistung auf die GVZ GmbH zu übertragen. Damit kann das wirtschaftliche Eigentum bereits der GVZ GmbH zugeschrieben werden. Im Anlagevermögen bilanziert und über die Nutzungsdauer aufwandswirksam abgeschrieben wird die Halle D daher bei der GVZ GmbH. Sämtliche noch bis zum Ablauf des Vertrags Ende 2020 zu leistenden Tilgungsanteile der Mietzahlungsverpflichtungen werden unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die jährlichen Zinsanteile der Mietzahlungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Zinsaufwendungen erfasst. Das Anlagevermögen verminderte sich im Geschäftsjahr 2012 um TEUR 213. Den Investitionen von TEUR 223, die insbesondere einen geleisteten Baukostenzuschuss für das Nutzungsrecht der erweiterten Brückenanbindung betreffen, stehen planmäßig vorgenommene Abschreibungen von TEUR 436 gegenüber. Neben dem Abbau der Forderungen sanken auch die Ende 2011 ausgewiesenen Bankguthaben um TEUR 855, da sie zur Begleichung von Verbindlichkeiten eingesetzt wurden. Rund 30 % des Vermögens werden über Eigenkapital, das infolge des Jahresüberschusses um TEUR 678 angewachsen ist, finanziert. Die Rückstellungen betreffen insbesondere Grunderwerbsteuerverpflichtungen. Die Mietkaufverbindlichkeiten gegenüber der IFG wurden planmäßig in Höhe von TEUR 1.168 getilgt. Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsergebnis Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Körperschaftsteuer Jahresüberschuss 2012 TEUR 2.072 4 -349 -22 -436 -43 -421 805 -127 678 2011 TEUR 2.065 16 -356 -22 -430 -32 -438 803 -127 676 Veränderung TEUR 7 -12 7 0 -6 -11 17 2 0 2 % 0,3 75,0 2,0 0,0 1,4 34,4 3,9 0,2 0,0 0,3 Die Hallenflächen von 22.000 qm waren in 2012 weiter voll vermietet. Leicht höhere Verwaltungs- und Unterhaltskosten konnten durch den tilgungsbedingten Rückgang der Zinsbelastung kompensiert werden. Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen. Eine Ausschüttung an die Gesellschafter erfolgt nicht, da die Mittel für die Tilgung der Mietkaufverbindlichkeiten benötigt werden. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 115 GVZ Konsolidierungszentrum Betreibergesellschaft mbH Kennzahlen langfristig Jahresergebnis Betriebsleistung Materialaufwandsquote Personalaufwandsquote Mitarbeiter Cashflow Investitionen Bilanzsumme Anlagenintensität Eigenkapital Eigenkapitalquote Tilgungsleistungen an IFG Bankkredite TEUR TEUR % % VZÄ TEUR TEUR TEUR % TEUR % TEUR TEUR Prognose 2013 771 2.073 16,9 1,1 0,1 1.207 1.000 14.545 99,0 4.968 34,2 2.610 6.912 2012 678 2.076 16,8 1,1 0,1 1.114 223 14.090 98,2 4.198 29,8 9.345 0 2011 676 2.081 17,1 1,1 0,1 1.106 9 15.201 92,5 3.520 23,2 10.513 0 2010 565 1.721 17,0 1,3 0,1 935 6.169 14.762 98,7 2.844 19,3 5.384 15 2009 195 1.129 17,4 1,9 0,1 317 1.417 8.898 98,6 2.279 25,6 5.699 492 2008 302 1.019 19,9 2,2 0,1 542 18 7.578 98,6 2.084 27,5 4.678 669 Ausblick – Chancen und Risiken Die mit Audi getroffenen Vereinbarungen zur verpflichtenden Anmietung der Flächen durch ihre Dienstleister bis ins Jahr 2020 sichern die Mieteinnahmen. Die gesamte Hallenfläche von rund 22.000 m² wird derzeit von einem Automobilzulieferunternehmen angemietet. In 2013 hat die GVZ GmbH eine Sondertilgung hinsichtlich der Mietkaufverbindlichkeit bei der IFG vorgenommen, die über die Aufnahme eines zinsgünstigeren Bankdarlehens finanziert wurde. Aufgrund von Auflagen des Gewerbeaufsichtsamtes sind in der Halle D zusätzliche Sozialräume einzurichten. Hierfür sind Investitionsmittel von TEUR 1.000 in 2013 vorgesehen. Infolge der zinsgünstigeren Finanzierung wird mit stetig wachsenden Gewinnen gerechnet, die vollumfänglich zur Kredittilgung eingesetzt werden sollen. Größerer Instandhaltungsbedarf ist derzeit nicht erkennbar. Ende Mai 2013 übertrug die IFG Ingolstadt AöR ihre Anteile zusammen mit ihrem automatischen Kleinteilelager, das sie in der Halle D der GVZ GmbH eingerichtet hat, auf die LGI GmbH. Finanzielle Verpflichtungen der IFG Ingolstadt AöR und der Stadt Ingolstadt Nach dem zum Ende Mai 2013 erfolgten Verkauf der Anteile an der GVZ GmbH an die LGI GmbH stellt die IFG Ingolstadt AöR der GVZ GmbH nur noch Finanzmittel von rund 2,6 Mio. EUR zur Verfügung, für die sie und mittelbar über die Gewährträgerhaftung die Stadt Ingolstadt das Kreditausfallrisiko tragen. 116 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt ISG Infrastrukturelle Gewerbeimmobilien GmbH Manchinger Straße 95, 85053 Ingolstadt Stammkapital: gehalten durch Gesellschafter: 5.000.000 € IFG Ingolstadt AöR VIB Vermögen AG Gesellschafterversammlung Herbert Lorenz Ludwig Schlosser 1.250.000 € 3.750.000 € 25,00% 75,00% Beschlussorgane: Geschäftsführer: Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft Die ISG Infrastrukturelle Gewerbeimmobilien GmbH wurde am 29.07.2011 gegründet. Sie fördert die Wirtschaft im Raum Ingolstadt durch die Errichtung und Verwaltung von Infrastruktureinrichtungen für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Ingolstadt. Hierzu gehören insbesondere der Erwerb, die Errichtung, die Verwaltung und Vermietung von gewerblichen Immobilien in Ingolstadt. Bilanz Aktiva Grundstück Gebäude und Außenanlagen Anlagevermögen Mietforderungen Steuererstattungsansprüche Liquide Mittel Umlaufvermögen Bilanzsumme Passiva Stammeinlage VIB Vermögen AG Stammeinlage IFG AöR Verlustvortrag Jahresergebnis Eigenkapital Rückstellungen Bankkredite kurzfristiges Darlehen VIB Vermögen AG Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen übrige Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten Bilanzsumme 31.12.2012 TEUR 2.118 25.028 27.146 478 0 360 838 27.984 3.750 1.250 -23 507 5.484 796 21.161 450 19 74 21.704 27.984 31.12.2011 Veränderung TEUR 2.108 9.858 11.966 0 277 86 363 12.329 3.750 1.250 -1 -22 4.977 3 7.151 0 197 1 7.349 12.329 TEUR 10 15.170 15.180 478 -277 274 475 15.655 0 0 -22 529 507 793 14.010 450 -178 73 14.355 15.655 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 117 ISG Infrastrukturelle Gewerbeimmobilien GmbH Von August 2011 bis Mai 2012 errichtete die ISG ein fünfgeschossiges Gebäude mit einer Nutzfläche von rund 21.300 qm, die langfristig kostendeckend an einen Dienstleister von Conti Temic vermietet ist. Das Vermögen ist zu 20 % über Eigenkapital der Gesellschafter finanziert. Darüber hinaus wurden langfristige, zinsgesicherte Bankdarlehen aufgenommen. Diese sind ausschließlich durch eingetragene Grundschulden in entsprechender Höhe sowie durch die Abtretung von Mietforderungen abgesichert. Die Gesellschafterin VIB Vermögen AG hat darüber hinaus einen kurzfristigen Zwischenfinanzierungskredit bis 2014 zur Verfügung gestellt. Die Rückstellungen betreffen mit TEUR 700 noch ausstehende Rechnungen für die Gebäudeherstellung. Gewinn- und Verlustrechnung 2012 TEUR Mieteinnahmen Nebenkostenverrechnung Sonstige betriebliche Erträge Betriebskosten Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsergebnis Körperschaftsteuer Jahresergebnis 1.583 119 5 -124 -16 -471 -69 -429 -91 507 Juli - Dez. 2011 TEUR 0 0 1 0 -7 0 -30 14 0 -22 Veränderung TEUR 1.583 119 4 -124 -9 -471 -39 -443 -91 529 Aus der langfristigen Vermietung der Immobilie werden seit Mai 2012 kostendeckende Erträge erzielt, die auch eine angemessene Verzinsung der Einlagen der Gesellschafter sicherstellen. Der Jahresüberschuss 2012 von TEUR 507 wurde nach Verrechnung mit dem Verlustvortrag von TEUR 23 in Höhe von TEUR 484 auf neue Rechnung vorgetragen. Finanzielle Verpflichtungen der IFG Ingolstadt AöR und der Stadt Ingolstadt Die Haftung der IFG Ingolstadt AöR und - mittelbar über die Gewährträgerschaft - der Stadt Ingolstadt ist auf die Einlage der IFG Ingolstadt AöR von TEUR 1.250 beschränkt. 118 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Existenzgründerzentrum Ingolstadt GmbH Marie-Curie-Straße 6, 85055 Ingolstadt www.egz.de Stammkapital: gehalten durch Gesellschafter: 204.800 € IFG Ingolstadt AöR Landkreis Eichstätt Landkreis Neuburg / Schrobenhausen Landkreis Pfaffenhofen Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte eG Sparkasse Ingolstadt Vereinigte Sparkassen des Landkreises Pfaffenhofen/Ilm Industrie- u. Handelskammer für München und Oberbayern Handwerkskammer für München u. Oberbayern 102.400 € 15.360 € 15.360 € 7.680 € 30.720 € 20.480 € 7.680 € 2.560 € 2.560 € 50,00% 7,50% 7,50% 3,75% 15,00% 10,00% 3,75% 1,25% 1,25% Beschlussorgane: Gesellschafterversammlung Geschäftsführer: Manuela Leinfelder ab 01.01.2013 Norbert Forster bis 31.12.2012 Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft Die Existenzgründerzentrum Ingolstadt GmbH bildet eine Standortgemeinschaft für überwiegend neu gegründete Betriebe aus den Bereichen Handwerk, Industrie und Dienstleistungen in Ingolstadt. Ziel ist die Förderung der regionalen Wirtschaftsstruktur durch Unterstützung von Unternehmensgründungen und Schaffung von Arbeitsplätzen. Die Tätigkeit der Existenzgründerzentrum Ingolstadt GmbH beinhaltet schwerpunktmäßig die Vermietung kleinteiliger gewerblicher Räume insbesondere an Unternehmensgründer und junge Firmen sowie deren ganzheitliche Beratung und Betreuung. Wertvolle Geschäftskontakte werden vermittelt und ermöglicht. Ferner werden Serviceleistungen (Empfang, Sekretariat, Telefon-, Postdienst, Hausmeisterservice, usw.) mit angeboten. Das Existenzgründerzentrum dient nicht nur den im Haus ansässigen Unternehmen als Startplattform, sondern ist auch generell Anlaufstelle für Unternehmensgründer der Region 10. Leistungsdaten Mieter Beschäftigte der Mieter Auszüge Unternehmen Personen Unternehmen 2012 67 280 11 45 2011 76 300 14 70 Veränderung Anzahl -9 -20 -3 -25 % 11,8 6,7 21,4 35,7 Beschäftigte zum Auszugszeitpunkt Personen Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 119 Existenzgründerzentrum Ingolstadt GmbH Mit seinem Leistungsspektrum bietet das EGZ das optimale Umfeld für Unternehmensgründungen und deren Fortbestand am Markt. So konnten auch 2012 wieder 11 Unternehmensauszüge mit insgesamt 45 Beschäftigten gemeistert werden. Damit setzt das EGZ auch weiterhin positive Signale für die Wirtschaft in der Region. Dies belegt das nachhaltige Wachstum der seit längerem ausgezogenen Unternehmen. Die durchschnittliche Erfolgsquote gemäß KfW-Gründungsmonitor von 66 % nach drei Jahren wird durch die Existenzgründerzentrum Ingolstadt GmbH mit einer Erfolgsquote von 95 % deutlich übertroffen. Vermögens- und Finanzlage Vermögen Grund und Boden Geschäftsgebäude Betriebs- und Geschäftsausstattung Langfristig gebundenes Anlagevermögen Verlustübernahmeanspruch gegenüber IFG Wertpapiere Liquide Mittel und Geldanlagen bei der IFG Sonstige Forderungen und Abgrenzungen Kurzfristiges Vermögen Gesamtvermögen 31.12.2012 TEUR 1.002 1.396 72 2.470 0 106 145 14 265 2.735 31.12.2011 TEUR 1.002 1.521 56 2.579 208 104 197 10 519 3.098 Veränderung TEUR 0 -125 16 -109 -208 2 -52 4 -254 -363 % 0,0 8,2 28,6 4,2 100,0 1,9 26,4 40,0 48,9 11,7 Das langfristig gebundene Anlagevermögen, das im Wesentlichen die Immobilie des Existenzgründerzentrums umfasst, hat einen Anteil von 90 % am Gesamtvermögen. Es sank um TEUR 109, da den Investitionen von TEUR 49 planmäßige Abschreibungen von TEUR 158 gegenüber stehen. Finanzierung Eigenkapital Bankkredite Rückstellungen Sonstige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen Gesamtfinanzierung 31.12.2012 TEUR 8 2.560 26 141 2.735 0% 94% 1% 5% 100% 31.12.2011 TEUR 205 25 154 7% Veränderung TEUR - 197 - 154 1 - 13 -363 -6% 6% 0% 0% 2.714 88% 1% 5% 3.098 100% Das Eigenkapital ging in Höhe des Jahresverlustes 2012 zurück. In Anbetracht des zu erwartenden Gewinns in 2013 erfolgt kein Verlustausgleich. Das Vermögen wird im Wesentlichen über die bestehenden Bankverbindlichkeiten finanziert. Sie wurden in 2012 planmäßig in Höhe von TEUR 154 getilgt. Die Bankkredite sind durch Bürgschaften der Stadt Ingolstadt besichert. 120 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Existenzgründerzentrum Ingolstadt GmbH Ertragslage Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsergebnis Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Sonstige Steuern Jahresfehlbetrag 2012 TEUR 525 15 -109 -224 -158 -122 -111 -184 -13 -197 2011 TEUR 536 18 -107 -248 -155 -122 -117 -195 -13 -208 Veränderung TEUR -11 -3 -2 24 -3 0 6 11 0 11 % 2 16,7 1,9 9,7 1,9 0,0 5,1 5,6 0,0 5,3 Die Umsatzerlöse waren in 2012 leicht rückläufig, was vor allem auf geringere Erlöse aus der Verwaltung eines externen Objekts zurückzuführen ist. Das Existenzgründerzentrum war im Jahr 2012 wie auch im vergangenen Jahr bis auf die Effekte durch die gewollten Auszüge voll belegt. Der Personalaufwand fällt im Vorjahresvergleich niedriger aus, da die Geschäftsführung im 4. Quartal 2012 kommissarisch und unentgeltlich vom Vorstand der IFG Ingolstadt AöR ausgeübt wurde. Die Zinsbelastung ging tilgungsbedingt zurück. Im Hinblick auf den zu erwartenden Gewinn in 2013 durch den Verkauf der Immobilie EGZ an die IFG Ingolstadt AöR wird der Verlust auf neue Rechnung vorgetragen und nicht durch die IFG ausgeglichen. Plan 2013 Kennzahlen langfristig Jahresergebnis Betriebsleistung Materialaufwandsquote Personalaufwandsquote Mitarbeiter Abschreibungen Investitionen Bilanzsumme Anlagenintensität Eigenkapitalquote Kredite TEUR TEUR % % VZÄ TEUR TEUR TEUR % % TEUR 2012 2011 2010 2009 2008 193 819 14,0 29,3 3,8 90 28 353 21,5 58,9 0 -197 540 20,2 41,5 4,5 158 49 2.735 90,3 0,3 2.560 -208 554 19,3 44,8 4,7 155 41 3.098 83,2 6,6 2.714 -249 530 20,8 47,4 4,1 149 23 3.268 82,4 6,3 2.871 -257 498 20,1 47,0 3,8 146 26 3.410 82,7 6,0 3.009 -279 489 22,5 45,4 3,7 153 47 3.553 82,6 5,8 3.164 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 121 Existenzgründerzentrum Ingolstadt GmbH Ausblick – Chancen und Risiken Mit seinen Leistungen ist das EGZ in der Region gut positioniert und genießt einen hohen Bekanntheitsgrad sowie ein positives Image. Insgesamt ist die Ertragslage maßgeblich davon abhängig, dass erfolgreiche Auszüge von groß gewordenen Unternehmen durch zahlreiche Neueinzüge kleinerer, im Gründungsstadium befindlicher Unternehmen kompensiert werden. Durch die vereinbarten Mietpreisstaffelungen kann dies auch zu Umsatzeinbußen führen. Darüber hinaus zeichnet sich vor allem für die Nachfrage nach Produktionsflächen eine rückläufige Tendenz ab. Um das Existenzgründerzentrum auch zukünftig attraktiv für Existenzgründer zu halten, sind für das Jahr 2014 Investitionen geplant, um das Gebäude an das Glasfasernetz anzubinden. Der Anschluss des Glasfasernetzes erfordert darüber hinaus auch eine Modernisierung der internen LAN-Verkabelung. Das EGZ überträgt seine Immobilie und die damit in Zusammenhang stehenden Bankkredite Mitte 2013 an die Gesellschafterin IFG Ingolstadt AöR, die im Rahmen der Wirtschaftsförderung das Gebäude dem Existenzgründerzentrum künftig unentgeltlich zur Nutzung überlassen wird. Aufgrund der wegfallenden Zins- und Abschreibungslasten werden damit künftig bei der Gesellschaft keine Verluste mehr anfallen. Die Betriebskosten können über die Nutzungsentgelte der Mieter vollumfänglich gedeckt werden. Unter Berücksichtigung einer weiterhin guten Auslastung wird in den Folgejahren daher mit Jahresüberschüssen gerechnet. Finanzielle Verpflichtungen der IFG Ingolstadt AöR bzw. der Stadt Ingolstadt Gemäß § 11 der Satzung ist nur die IFG Ingolstadt AöR an den Gewinnen und Verlusten der Gesellschaft beteiligt. Die anderen Gesellschafter sind weder an den Gewinnen noch an den Verlusten der Gesellschaft beteiligt. Ausgenommen davon ist die Stammeinlage dieser Gesellschafter. Diese kann zur Abdeckung von Verlusten verwendet werden. Sie wird anteilig wieder aufgefüllt, sobald die Gesellschaft Gewinne erzielt. Für eine Kontokorrentkreditlinie, die derzeit jedoch nicht beansprucht wird, hat die IFG Ingolstadt AöR eine Einzelbürgschaft in Höhe von TEUR 256 gegeben. 122 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt in-arbeit GmbH Adolf-Kolping-Straße 10, 85049 Ingolstadt www.in-arbeit-ingolstadt.de Stammkapital: gehalten durch Gesellschafter: Beschlussorgane: 127.830 € IFG Ingolstadt AöR Gesellschafterversammlung Beirat Norbert Forster ab 01.01.2013 Herbert Lorenz bis 31.12.2012 Wolfgang Scheuer bis 31.12.2012 Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Alfred Lehmann Stadträte: Bürgermeister Albert Wittmann Johann Achhammer Christel Ernst Peter Gietl Dr. Dr. Franz Götz Paul Lindemann Dr. Manfred Schuhmann Johann Süßbauer Geschäftsführer: Beirat: Verträge: Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag mit der IFG Ingolstadt AöR vom 15.10.1999 Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft Die in-arbeit GmbH integriert Hilfeempfänger, Jugendliche, Langzeitarbeitslose und Benachteiligte in den Arbeitsmarkt. Infolge der zum 1. April 2012 in Kraft getretenen Gesetzesänderungen des Sozialgesetzbuches II hat die in-arbeit GmbH das Geschäftsfeld „Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwand" zum 31. März 2012 aufgegeben. Die Gesellschaft konzentriert sich nun auf das bis Dezember 2014 befristete, durch den Bund, den Europäischen Sozialfonds und die Stadt Ingolstadt finanzierte Modellprojekt „Bürgerarbeit". In 26 verschiedenen Projekten wurden 108 Bürgerarbeitsplätze eingerichtet, die sukzessiv und im Juli 2012 erstmals vollständig besetzt wurden. Die dem Gemeinwohl dienenden Projekte erstrecken sich auf Leistungen im öffentlichen Interesse. Beispielweise unterstützen die Bürgerarbeiter/-innen vor allem einkommensschwache Ingolstädter Haushalte mit einer kostenlosen Energieberatung. In insgesamt fünf Ingolstädter Seniorenheimen ergänzen sie die Angebote der Einrichtungen, lesen vor, begleiten bei Spazier-, Arzt- und Behördengängen oder führen gemeinsame Aktivitäten durch. Der gewerbliche Arbeitnehmerverleih, das zweite wesentliche Betätigungsfeld des Unternehmens, wurde fortgeführt. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 123 in-arbeit GmbH Bilanz Aktiva Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Anlagevermögen Verlustausgleichsanspruch gegen IFG Übrige Forderungen Liquide Mittel und Geldanlagen bei der IFG Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Passiva Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Verlustvortrag Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten davon Ausleihungen von der IFG Ingolstadt AöR 31.12.2012 TEUR 9 20 29 203 50 167 420 1 450 128 1 -1 128 221 101 0 0 450 31.12.2011 TEUR 9 32 41 291 37 125 453 1 495 128 1 -1 128 206 159 49 Veränderung TEUR 0 -12 -12 -88 13 42 -33 0 -45 0 0 0 0 15 -58 -49 % 0,0 37,5 29,3 30,2 35,1 33,6 7,3 0,0 9,1 0,0 0,0 0,0 0,0 7,3 36,5 100,0 Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme 2 495 -2 -45 100,0 9,1 Das Anlagevermögen umfasst im Wesentlichen die Internetseite und Büroarbeitsplätze. Den Investitionen in Software und Geschäftsausstattung von TEUR 10 stehen Abschreibungen von TEUR 18 und Abgänge mit Restbuchwerten von TEUR 4 gegenüber. Die Rückstellungen betreffen Personalverpflichtungen für Altersteilzeit und Risiken aufgrund eines Urteils des Bundesarbeitsgerichts zu Tariflöhnen (TEUR 140). Die kurzfristigen Verbindlichkeiten umfassen insbesondere ausstehende Entgeltzahlungen. Leistungsdaten Bürgerarbeit Gewerblicher Arbeitnehmerverleih Arbeitsgelegenheiten bis 31.03.2012 mit Mehraufwandsentschädigung Weiterbildung Sprachkurse Personen Arbeitsstunden Teilnehmer Teilnehmer Beschäftigte Beschäftigte 2012 2011 Veränderung Anzahl % >100 13,6 74 25 28 22 46 3 138 11.280 93 0 786 46.125 472 80 -648 -34.845 -379 -80 82,4 75,5 80,3 100,0 124 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt in-arbeit GmbH Gewinn- und Verlustrechnung Gewerblicher Arbeitnehmerverleih Bürgerarbeit Beschäftigungsförderung § 16 e SGB II Arbeitsvermittlung Arbeitsgelegenheiten m. Mehraufwandsentschädigung Sprachkurse Psychosoziale Betreuung (AMPEL) Bildungsprämie und sonstige Erlöse 2012 TEUR 283 1.118 1 0 36 0 26 3 2011 TEUR 430 114 3 6 442 17 101 5 Veränderung TEUR -147 1.004 -2 -6 -406 -17 -75 -2 % 34,2 >100 66,7 100,0 91,9 100,0 74,3 40,0 Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsergebnis Verlustübernahme durch IFG Ingolstadt AöR 1.467 11 -1.484 -18 -175 -4 -203 1.118 7 -939 -20 -459 2 -291 349 4 -545 2 284 -6 88 31,2 57,1 58,0 10,0 61,9 >100 30,2 Im Rahmen der Bürgerarbeit waren in 2012 im Jahresdurchschnitt 74 Personen beschäftigt, für die öffentliche Förderungen und Kofinanzierungen vereinnahmt wurden. Weggefallen sind die Erlöse aus den nicht mehr angebotenen Arbeitsgelegenheiten. Nachfragebedingt sanken auch die Erlöse aus der gewerblichen Arbeitnehmerüberlassung. Auf die Bürgerarbeit entfallen Personalaufwendungen von TEUR 1.007, die in voller Höhe über Fördermittel gedeckt sind. Im Bereich Verwaltung verringerten sich die Personalaufwendungen durch den planmäßig vorgenommenen Personalabbau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen um TEUR 284 auf TEUR 175 zurück, da durch den Wegfall der Arbeitsgelegenheiten verursachte Aufwendungen nicht mehr anfielen. Insgesamt konnte durch die Reduzierung der Verwaltungskosten ein Rückgang des von der IFG auszugleichenden Verlustes im Vergleich zum Vorjahr erreicht werden. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 125 in-arbeit GmbH Kennzahlen langfristig Jahresergebnis (vor EAV) TEUR Betriebsleistung Personalaufwandsquote Mitarbeiter Abschreibungen Investitionen Bilanzsumme Anlagenintensität Eigenkapitalquote Kredite TEUR % Anzahl TEUR TEUR TEUR % % TEUR Plan 2013 2012 11 -203 1.478 100,4 107 18 10 450 6,4 28,4 8 2011 -291 1.047 82,2 40 20 15 495 8,3 25,9 61 2010 -335 1.565 78,3 63 24 9 601 9,3 21,3 145 2009 -208 1.779 65,7 80 28 12 543 13,1 23,6 137 2008 -303 1.671 77,7 82 37 21 707 12,3 18,1 240 809 75,3 117 19 0 420 2,4 30,5 0 Ausblick – Chancen und Risiken In den beiden nächsten Geschäftsjahren wird sich die in-arbeit GmbH auf das durch den Bund, den Europäischen Sozialfonds, die Europäische Union und die Stadt Ingolstadt finanzierte und bis Ende 2014 befristete Modellprojekt „Bürgerarbeit“ sowie auf den gewerblichen Arbeitnehmerverleih konzentrieren. In 2013 sollen erstmals ganzjährig alle 108 Bürgerarbeitsplätze besetzt werden. Mit der angepassten, schlankeren Verwaltungsstruktur und durch die Kofinanzierung der Stadt Ingolstadt wird eine Kostendeckung angestrebt. Im Bereich des gewerblichen Arbeitnehmerverleihs rechnet die Geschäftsführung aufgrund der Arbeitsmarktsituation nur mit einem eingeschränkten Wachstum. Finanzielle Verpflichtungen der IFG Ingolstadt AöR bzw. der Stadt Ingolstadt Das Ergebnis der in-arbeit wirkt sich aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages unmittelbar auf das Ergebnis des Mutterunternehmens IFG Ingolstadt AöR aus und hat über die bestehende Gewährträgerhaftung der Stadt gegenüber der IFG Ingolstadt AöR damit auch mittelbare Wirkung auf den städtischen Haushalt. 126 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Ingolstadt Tourismus und Kongress GmbH Wagnerwirtsgasse 2, 85049 Ingolstadt www.ingolstadt-tourismus.de Stammkapital: gehalten durch Gesellschafter: Beschlussorgane: Geschäftsführer: 100.000 € IFG Ingolstadt AöR Gesellschafterversammlung Norbert Forster ab 01.07.2013 Martina Benkel bis 30.06.2013 Herbert Lorenz bis 31.03.2013 Verträge: Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag mit der IFG Ingolstadt AöR vom 24.01.2005 Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft Gegenstand der Gesellschaft ist die Tourismusförderung und das Tourismusmarketing für Ingolstadt. Zu ihren Aufgaben zählt insbesondere − − − − − − die Anzahl der Reisenden nach Ingolstadt zu erhöhen, die individuelle Aufenthaltsdauer zu verlängern und die Tagesausgaben hierfür zu steigern den Auslastungsgrad der Unterkunftsbetriebe zu erhöhen die Schaffung eines unverwechselbaren Images der Stadt Ingolstadt als Tourismus- und Tagungsort die Koordination und Angebotsgestaltung für den Städtetourismus die Intensivierung von Werbung, PR und Welcomeservice die verstärkte Akquise von Kongressen und Tagungen. Die Ingolstadt Tourismus und Kongress GmbH fördert diesen Wirtschaftszweig durch − − − − − − − Betrieb der Tourist-Information im Alten Rathaus und am Hauptbahnhof mit eigenen Informationsbroschüren, Souvenirs, Ticketverkauf und Hotelzimmervermittlung Angebot von Stadtführungen Angebot von Gruppen- und Pauschalreisen Imagewerbung mit Filmen, Anzeigen, Präsentationen und Messeauftritten „full-service“ Angebot im Tagungs- und Kongressbereich Nutzung der neuen Medien durch Internetauftritt, facebook, Twitter und einer eigenen Ingolstadt-App Kooperationen und Betreuung von Reisefachleuten und Journalisten. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 127 Ingolstadt Tourismus und Kongress GmbH Vermögens- und Finanzlage Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Anlagevermögen Vorräte Verlustausgleichsanspruch gegen IFG Übrige Forderungen Liquide Mittel Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten Gesamtvermögen Eigenkapital - Gezeichnetes Kapital Rückstellungen Ausleihungen von der IFG übrige Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Gesamtkapital 31.12.2012 TEUR 26 36 62 50 1.026 32 14 1.122 27 1.211 100 38 978 80 15 1.211 31.12.2011 TEUR 12 39 51 43 929 31 25 1.028 28 1.107 100 43 891 66 7 1.107 Veränderung TEUR 14 -3 11 7 97 1 -11 94 -1 104 0 -5 87 14 8 104 % >100 7,7 21,6 16,3 10,4 3,2 44,0 9,1 3,6 9,4 0,0 11,6 9,8 21,2 >100 9,4 Ertragslage Werbeerlöse Hotelzimmervermittlung Stadtführungen Souvenirs, Geschenkartikel, Kartenmaterial, Tickets übrige Erlöse 2012 TEUR 51 24 26 53 43 2011 TEUR 67 35 23 48 39 Veränderung TEUR -16 -11 3 5 4 % 23,9 31,4 13,0 10,4 10,3 Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Werbung und Öffentlichkeitsarbeit Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsergebnis Verlust zu übernehm en von IFG Ingolstadt AöR 197 8 -25 -722 -20 -251 -210 -3 -1.026 212 4 -29 -662 -15 -234 -205 0 -929 -15 4 4 -60 -5 -17 -5 -3 -97 7,1 100,0 13,8 9,1 33,3 7,3 2,4 >100 10,4 128 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Ingolstadt Tourismus und Kongress GmbH Leistungsdaten Stadtführungen Übernachtungszahlen davon aus Vermittlung durch ITK 2012 Anzahl 1.100 464.790 3.194 2011 Anzahl 1.080 411.698 4.091 Veränderung Anzahl 20 53.092 -897 % 1,9 12,9 21,9 Internetzugriffe 1.401.290 775.931 625.359 80,6 Erfreulich gestaltet sich die Entwicklung der Übernachtungszahlen für Ingolstadt in 2012. Auch die Zahl der Gästeführungen und Gruppenbuchungen ist höher als je zuvor. Die Bedeutung der neuen Medien spiegelt sich in den Internetzugriffen wider. Plan 2013 TEUR TEUR VZÄ TEUR TEUR TEUR % TEUR -955 198 12,5 26 22 1.136 8,8 903 Kennzahlen langfristig Jahresergebnis (vor EAV) Betriebsleistung Mitarbeiter Abschreibungen Investitionen Bilanzsumme Eigenkapitalquote Kredite von der IFG 2012 -1.026 205 14,1 20 30 1.211 8,3 978 2011 -929 216 14,8 15 20 1.107 9,0 891 2010 -912 155 14,0 22 7 1.059 9,4 842 2009 -896 154 13,9 21 6 1.061 9,4 852 2008 -921 151 14,4 20 20 1.110 9,0 896 Ausblick – Chancen und Risiken Die Erlöse der Gesellschaft werden insbesondere von der Entwicklung des Städtetourismus geprägt. Bekanntheitsgrad und Attraktivität der Stadt sowie auch konjunkturelle Entwicklungen im In- und Ausland spielen dabei zunehmend eine wichtige Rolle. Mit der verstärkten Präsenz in den neuen Medien über den Internetauftritt, facebook und Twitter sowie einer Ingolstadt-App wird die virtuelle Bekanntheit Ingolstadts gesteigert. Tagungs- und Geschäftsreisende stellen ein bedeutendes Wachstumspotential dar, das mit der Errichtung eines Kongresszentrums ab 2016 verstärkt genutzt werden soll. Bis dahin wird mit einer stabilen Ergebnissituation gerechnet. Finanzielle Verpflichtungen der IFG Ingolstadt AöR bzw. der Stadt Ingolstadt Das Ergebnis der Ingolstadt Tourismus und Kongress GmbH wirkt sich aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages unmittelbar auf das Ergebnis des Mutterunternehmens IFG Ingolstadt AöR aus und hat über die bestehende Gewährträgerhaftung der Stadt gegenüber der IFG Ingolstadt AöR damit auch mittelbare Wirkung auf den städtischen Haushalt. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 129 Zweckverband Donauhalle Ingolstadt Rathausplatz 2, 85049 Ingolstadt Zweckverbandsmitglieder: Stadt Ingolstadt 92,50% Landkreis Eichstätt 5,00% Landkreis Pfaffenhofen 2,50% Zuchtverband für Fleckvieh in Oberbayern e.V., Pfaffenhofen Verband oberbayerischer Schweinezüchter, München Zweckverbandsversammlung Zweckverbandsvorsitzender Helmut Chase Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Alfred Lehmann Verbandsräte: Johann Bauernfeind Klaus Böttcher Georg Kügel Johann Lettmair Franz Liepold Angela Mayr Michael Rehm Martin Schlagbauer Petra Volkwein Max Weichenrieder Franz Wöhrl Beschlussorgane: Geschäftsführer: Verbandsversammlung: Gegenstand und Aufgaben des Zweckverbandes Der Zweckverband betreibt in Ingolstadt eine Zuchtviehhalle samt Nebenanlagen. Dort hält er Markt- und sonstige Absatzveranstaltungen für Zucht- und Nutzvieh ab. Durch den Betrieb strebt der Zweckverband keinen Gewinn an. Seit Mitte Juli 2004 hat der Zweckverband die neue Donauhalle im Gewerbegebiet Weiherfeld angemietet. Instandsetzung und Instandhaltung sind gemäß vertraglicher Vereinbarung vom Mieter zu übernehmen. Leistungsdaten Großviehmärkte Anzahl der aufgetriebenen Tiere Kälbermärkte Anzahl der aufgetriebenen Tiere Schweinemärkte Anzahl der aufgetriebenen Tiere Schafmarkt Anzahl der aufgetriebenen Tiere Vereinnahmte Zuchtviehmarktgebühren in TEUR 2012 12 1.376 24 3.507 12 519 2 242 40 2011 12 1.803 20 1.902 12 534 1 176 32 130 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Zweckverband Donauhalle Ingolstadt Vermögenshaushalt Zuführung vom Verwaltungshaushalt Entnahmen aus Rücklage Summe Einnahmen Zuführung an Rücklagen Vermögenserwerb Summe Ausgaben 2012 TEUR 6 0 6 6 0 6 2011 TEUR 5 1 6 5 1 6 Veränderung TEUR 1 -1 0 1 -1 0 % 20,0 100,0 0,0 20,0 100,0 0,0 Das Gesamtvermögen setzte sich wie folgt zusammen: 31.12.2012 31.12.2011 TEUR TEUR 67 63 6 0 73 5 8 13 86 5 -1 67 5 10 15 82 Veränderung TEUR % 4 6,3 1 1 6 0 -2 -2 4 20,0 100,0 9,0 0,0 20,0 13,3 4,9 Anfangsbestand Zuführung vom Verwaltungshaushalt Entnahme für Vermögenserwerb Rücklagen Mietereinbauten Bewegliches Vermögen Anlagevermögen Gesamtvermögen Der Zweckverband Donauhalle ist nicht verschuldet. Verwaltungshaushalt Gebühren u. ähnl. Entgelte, zweckgeb. Abgaben Erlöse, Mieten, sonst. Verwalt.-/Betriebseinnahmen Betriebskostenumlagen der Mitglieder davon Stadt Ingolstadt 2012 TEUR 54 61 294 292 2011 TEUR 42 58 325 321 Veränderung TEUR 12 3 -31 -29 1 0 -15 1 -1 2 -1 -17 1 -15 % 28,6 5,2 9,5 9,0 20,0 0,0 3,5 25,0 0,4 8,3 1,1 35,4 20,0 3,5 Sonderleistungen der Zuchtverbände Zinseinnahmen Summe Einnahmen Personalausgaben Mietkosten Reinigungskosten sonstige Verwaltungs- und Betriebsausgaben Dienstleistungen der Stadt Ingolstadt Zuführung an Vermögenshaushalt Summe Ausgaben 6 1 416 5 256 26 92 31 6 416 5 1 431 4 257 24 93 48 5 431 Finanzielle Verpflichtungen der Stadt Ingolstadt Die Stadt Ingolstadt trägt entsprechend der Satzungsbestimmungen den ungedeckten Finanzbedarf zu 92,5 % sowie in voller Höhe die Kosten für die Miete, den Bauunterhalt und die Grundsteuer. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 131 Planungsverband Region Ingolstadt Auf der Schanz 39, 85049 Ingolstadt www.region-ingolstadt.bayern.de Zweckverbandsmitglieder: Stadt Ingolstadt Landkreis Eichstätt Landkreis Neuburg / Schrobenhausen Landkreis Pfaffenhofen weitere 67 gleichwertige Mitgliedsgemeinden aus der Region 10 Verbandsversammlung Planungsausschuss Verbandsvorsitzender Franz Kratzer Vorsitzender: Martin Wolf Landrat ab 01.01.2012 71 Verbandsräte als Vertreter der Mitglieder 1,41% 1,41% 1,41% 1,41% 94,36% Beschlussorgane: Geschäftsführer: Verbandsversammlung: Gegenstand und Aufgaben des Zweckverbandes Der Verband ist Träger der Regionalplanung in seinem Verbandsgebiet. Er hat insbesondere die Aufgabe - über den Regionalplan sowie bei Bedarf über dessen Fortschreibung zu beschließen und dabei die Interessen der Verbandsmitglieder bei der Landesplanung abzustimmen, - an der Ausarbeitung und Aufstellung von Zielen der Raumordnung durch Staatsbehörden nach Maßgabe des Landesplanungsgesetzes mitzuwirken sowie - Stellungnahmen zu kommunalen Bauleitplänen und raumbedeutsamen Planungen und Maßnahmen im Rahmen von Raumordnungsverfahren und anderen landesplanerischen Überprüfungen abzugeben. Verwaltungshaushalt Zuweisung des Landes Zinsen aus Rücklagen Entnahme aus Rücklagen Summe Einnahmen Entschädigungen, Sitzungsgelder Geschäftskosten Erstattungen an Landratsamt Eichstätt Zuführung zum Vermögenshaushalt/Rücklagen Summe Ausgaben 2012 TEUR 61 1 0 62 9 3 36 14 62 2011 TEUR 31 0 18 49 9 5 35 0 49 Veränderung TEUR 30 1 -18 13 0 -2 1 14 13 % 96,8 >100 100,0 26,5 0,0 40,0 2,9 >100 26,5 Finanzielle Verpflichtungen der Stadt Ingolstadt Soweit der Finanzbedarf des Verbandes durch staatliche Zuweisungen nicht gedeckt ist, erhebt der Verband von den ihm angehörenden Landkreisen und kreisfreien Städten eine Umlage. Die Erhebung von Umlagen von den Verbandsmitgliedern war nicht erforderlich, da der Finanzbedarf über die Zuweisungen des Landes gedeckt werden konnte. Den Rücklagen wurden 2012 TEUR 14 zugeführt. Der aktuelle Bestand beträgt TEUR 42. 132 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Wohnungsbau Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 133 Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt GmbH Minucciweg 4, 85055 Ingolstadt www.gemeinnuetzige.de Stammkapital: gehalten durch Gesellschafter: 36.683.900 € Stadt Ingolstadt AUDI AG Sparkasse Ingolstadt 5 weitere Gesellschafter Anteile im eigenen Besitz Gesellschafterversammlung Aufsichtsrat Peter Karmann 20.032.930 € 3.676.010 € 2.306.870 € 588.340 € 10.079.750 € 54,61% 10,02% 6,29% 1,60% 27,48% (75,30%) (13,82%) (8,67%) (2,21%) - * Beschlussorgane: Geschäftsführer: Aufsichtsrat: Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Alfred Lehmann Stellvertreter: Bürgermeister Albert Wittmann Stellvertreter: Johann Stachel Stadträte: Brigitte Fuchs Rudolf Geiger Peter Gietl Thomas Thöne Dietrich Braßler, AUDI AG bis 31.01.2012 Werner Neuhold, AUDI AG ab 01.02.2012 Franz Eisenmann, Steuerberater Dieter Seehofer, Sparkasse Ingolstadt * Anteile am Stammkapital unter Berücksichtigung der eigenen Anteile der Gesellschaft Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft Die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt GmbH sorgt seit 1934 für eine sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung breiter Schichten der Bevölkerung (gemeinnütziger Zweck) im Raum Ingolstadt. Hierbei errichtet sie Bauten, die im Eigentum oder Erbbaurecht der Gesellschaft, der Stadt Ingolstadt, deren Stiftungen und Betriebe stehen, oder die im Zuge der Verfolgung sozialer Ziele durch die Stadt von der Gesellschaft betreut werden sollen. Die Aufgabenfelder des Unternehmens umfassen derzeit die Kernbereiche − − − − Bewirtschaftung des eigenen Hausbesitzes Neubau- und Modernisierungstätigkeit sowie Durchführung von Wertverbesserungen Verwaltungsbetreuung nach Wohnungseigentumsgesetz und für Dritte Baubetreuung. 134 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt GmbH Vermögens- und Finanzlage Das Vermögen setzte sich wie folgt zusammen, wobei in dieser betriebswirtschaftlichen Vermögensdarstellung die abgegrenzten Mietnebenkosten von TEUR 8.453 (Vorjahr TEUR 8.401) – ausgewiesen unter den Vorräten – von den in den Verbindlichkeiten enthaltenen vereinnahmten Abschlagszahlungen von TEUR 10.521 (Vorjahr TEUR 10.323) abgesetzt wurden. Vermögen Grundstücksvorräte Bebaute Grundstücke Wohn- und Geschäftsbauten Anlagen im Bau und geleistete Anzahlungen Bauvorbereitungskosten Betriebs- und Geschäftsausstattung Arbeitgeberdarlehen Anlagevermögen Verkaufsobjekte Kurzfristiges Vermögen Gesamtvermögen 31.12.2012 TEUR 13.219 36.725 215.651 15.527 475 802 296 282.695 1.839 2.361 286.895 31.12.2011 TEUR 7.247 35.371 212.284 9.402 861 753 323 266.241 1.839 1.611 269.691 Veränderung TEUR 5.972 1.354 3.367 6.125 -386 49 -27 16.454 0 750 17.204 % 82,4 3,8 1,6 65,1 44,8 6,5 8,4 6,2 0,0 46,6 6,4 Die Vermögensstruktur wird durch das langfristig gebundene Anlagevermögen geprägt, das infolge der hohen Investitionstätigkeit um 6,2 % angewachsen ist. Anlagevermögen Anfangsbestand Investitionen davon Grunderw erb 2012 TEUR 266.241 24.709 7.175 2011 TEUR 252.334 21.910 3.150 Veränderung TEUR 13.907 2.799 4.025 % 5,5 12,8 >100 Erhaltene Zuschüsse Abschreibungen Abgänge mit Restbuchwerten Rückzahlungen von Arbeitgeberdarlehen Endbestand -595 -7.275 -308 -77 282.695 -976 -6.935 -24 -68 266.241 381 -340 -284 -9 16.454 39,0 4,9 >100 13,2 6,2 Bauleistung Neubauvorhaben fertiggestellte Wohneinheiten im Bau befindl. Wohneinheiten Modernisierungs- u. Wertverbesserungsmaßnahmen fertiggestellte Wohneinheiten im Bau befindl. Wohneinheiten wegen Abgänge, Leerstand Abbruch Wohnungseinheiten Leerstand Wohnungseinheiten wg. Sanierung 2012 37 162 53 37 32 0 2011 59 72 8 0 66 15 Veränderung -22 90 45 37 -34 -15 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 135 Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt GmbH Das Gesamtvermögen ist wie folgt finanziert: Finanzierung Stammkapital Nennbetrag eigener Anteile Ausgegebenes Kapital Gewinnrücklagen Bilanzgewinn Eigenkapital Langfristiges Fremdkapital (Restlaufzeit > 5 Jahre) Mittelfristiges Fremdkapital (Restlaufzeit 1-5 Jahre) Im Folgejahr fällige Tilgungsraten der Bankkredite Kurzfristige Tilgungsanteile anderer Geldgeber Sonstige Rückstellungen Sonstige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen Kurzfristiges Fremdkapital Gesamtfinanzierung 31.12.2012 TEUR 36.684 -10.080 26.604 42.862 2.932 72.398 25% 16.827 5.465 15.657 1.435 6.589 29.146 10% 6% 31.12.2011 TEUR 36.684 -10.080 26.604 41.328 1.208 69.140 27% 16.789 11.154 3.173 1.355 6.995 22.677 8% 6% Veränderung TEUR 0 0 0 1.534 1.724 3.258 7.439 38 - 5.689 12.484 80 -406 6.469 28,5% 17.204 6,4% 4,7% 4,6% 0,2% 168.524 59% 161.085 60% 286.895 100% 269.691 100% Das Eigenkapital stieg infolge des erwirtschafteten Jahresüberschusses um TEUR 3.258 an. Zur Finanzierung der Investitionen wurde in 2012 eine Neukreditaufnahme von TEUR 14.207 erforderlich. Der Kreditbestand stieg damit auf TEUR 206.350. Bei Banken werden TEUR 180.135 beansprucht. Die bei der Stadt Ingolstadt aufgenommenen Wohnungsbaudarlehen belaufen sich auf TEUR 10.715. Daneben haben die Stadt Ingolstadt und der Zweckverband Müllverwertungsanlage kurzfristige Zwischenfinanzierungskredite in Höhe von TEUR 12.500 und TEUR 3.000 zur Verfügung gestellt. Leistungsdaten Mietwohnungen davon öffentlich gefördert 2012 6.588 3.571 2011 6.570 3.525 Veränderung 18 46 Wohnplätze für Studenten Gewerbliche Einheiten Garagen und Tiefgaragenplätze Oberirdische Stellplätze Gesamtnutzfläche in qm Wohnungsmiete EUR/qm/mtl. Mietausfallquote % Leerstandsquote % (Abbruch,Sanierung) 26 55 2.723 1.988 465.374 4,43 1,03 0,00 4,92 31.278 173 26 47 2.504 1.953 464.210 4,31 1,52 0,50 6,45 29.298 173 0 8 219 35 1.164 0,12 -0,49 -0,50 -1,53 1.980 0 Fluktuationsquote (%) Vorratsgrundstücksflächen qm Betreuungstätigkeit - Verwaltungseinheiten Der Wohnungsbestand hat sich mit 6.588 Wohneinheiten im Vergleich zum Vorjahr um 18 Wohnungen leicht erhöht. Durch Neubau und Zuerwerb wurden 50 Wohnungen hinzugewonnen. Dem gegenüber steht der Abbruch von 32 Wohneinheiten. 136 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt GmbH Gewinn- und Verlustrechnung Miete für Wohnungen Miete für Garagen und Abstellplätze Miete für gewerbliche Einheiten/Sonstige Erlösschmälerungen (Leerstand w g. Modernisierung) Nebenkostenerstattungen Erlöse aus Betreuungstätigkeit Sonstige Erlöse Bestandsveränderungen Betriebs- und Heizkosten 2012 TEUR 21.853 1.141 592 -221 11.377 667 282 52 2011 TEUR 21.064 1.111 445 -398 11.059 607 296 131 Veränderung TEUR 789 30 147 177 318 60 -14 -79 % 3,7 2,7 33,0 44,5 2,9 9,9 4,7 60,3 Umsatzerlöse inkl. Bestandsveränderung Aktivierte Eigenleistungen Sonstige betriebliche Erträge Betriebsleistung Aufwendungen für Hausbewirtschaftung Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsergebnis Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Sonstige Steuern Jahresüberschuss Einstellungen in satzungsmäßige Rücklagen Bilanzgewinn/Einstellung in Gewinnrücklagen 35.743 1.183 702 37.628 -13.001 -6.487 -7.275 -1.870 -4.821 4.174 -916 3.258 -326 2.932 34.315 1.213 611 36.139 -14.057 -6.444 -6.935 -1.773 -4.697 2.233 -891 1.342 -134 1.208 1.428 -30 91 1.489 1.056 -43 -340 -97 -124 1.941 -25 1.916 -192 1.724 4,2 2,5 14,9 4,1 7,5 0,7 4,9 5,5 2,6 86,9 2,8 >100 >100 >100 Der Anstieg der Umsatzerlöse resultiert im Wesentlichen aus höheren Mieterlösen durch Mietpreisanpassungen. Daneben tragen auch die Neubezüge fertiggestellter Wohnungen zur Erhöhung der Mieterlöse bei. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Buchgewinne in Höhe von TEUR 499 aus dem Verkauf des Grundstückes an der Liegnitzer Straße enthalten. Im Vorjahr waren letztmalig Erträge aus der Auflösung der Rückstellung für Bauinstandhaltung von TEUR 423 enthalten. In den gesunkenen Aufwendungen der Hausbewirtschaftung spiegelt sich wider, dass nach Abschluss des Sanierungs- und Modernisierungsprogramms die Kosten für bezogene Leistungen der Instandhaltung im Vorjahresvergleich um TEUR 1.204 auf TEUR 2.644 zurückgegangen sind. Die Personalkosten sind gegenüber dem Vorjahr aufgrund der höheren Zahl der Beschäftigten und den Tarifsteigerungen angewachsen. Periodenfremde erstmalige Rückstellungsdotierungen für Überstunden und Jubiläen im Vorjahr dämpfen den Anstieg. Die verstärkte Investitionstätigkeit bedingt höhere Zins- und Abschreibungslasten. Für die Erstellung von Energieausweisen fielen zusätzliche Kosten von TEUR 206 an, die wesentlich zum Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen beitragen. Körperschaft- und Gewerbesteuer fallen aufgrund bestehender steuerlicher Verlustvorträge nicht an. Die sonstigen Steuern betreffen im Wesentlichen umlagefähige Grundsteuer. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 137 Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt GmbH Insgesamt konnte das Jahresergebnis 2012 vor allem bedingt durch die gestiegenen Umsatzerlöse und die niedrigeren Instandhaltungsaufwendungen, die die gestiegenen Aufwendungen für Abschreibungen und Zinsen überkompensieren, gesteigert werden. Prognose 2013 Kennzahlen langfristig Jahresergebnis Betriebsleistung Materialaufwandsquote* Personalaufwandsquote Mitarbeiter Cashflow Investitionen Bilanzsumme Anlagenintensität Eigenkapital Eigenkapitalquote Kredite TEUR TEUR % % VZÄ TEUR TEUR TEUR % TEUR % TEUR 2012 3.258 37.628 34,6 17,2 129,4 10.533 24.709 295.348 95,7 72.398 24,5 206.350 2011 1.342 36.139 38,9 17,8 128,3 7.854 21.910 278.092 95,7 69.140 24,9 192.143 2010 1.512 35.153 40,8 17,7 127,2 6.898 20.351 264.475 95,4 67.799 25,6 179.805 2009 1.519 35.198 40,9 16,8 124,7 7.085 20.149 254.954 93,8 62.284 24,4 166.465 2008 1.500 34.388 43,2 16,5 117,8 6.716 14.522 243.401 93,7 60.765 25,0 157.657 3.052 37.809 35,3 17,5 129,0 10.501 28.000 311.399 96,3 75.450 24,2 218.480 * Aufwendungen für Hausbewirtschaftung Ausblick – Chancen und Risiken Zukünftig wird die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt ihren Schwerpunkt von der Modernisierung des Wohnungsbestandes hin zum Neubau von Wohnungen verlagern. Insgesamt plant das Unternehmen neben den 162 im Bau befindlichen Wohnungen weitere 426 Neubauwohnungen bis 2017 zu errichten, sowohl im öffentlich geförderten als auch im freifinanzierten Bereich. So wird 2013 im Rahmen eines Sofortprogramms mit dem Bau von 180 Sozialwohnungen auf einem neuerworbenen Grundstück an der Peisserstraße begonnen. Der Mietpreisvorteil, der bei etwa 90 % aller Mietwohnungen der Gesellschaft monatlich 2 EUR/qm gegenüber dem allgemeinen Ingolstädter Mietpreisniveau beträgt, wird unter Berücksichtigung der jeweiligen Marktveränderung beibehalten. Nach dem Abschluss der umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen erwartet die Gesellschaft bei niedrigen Zinsen und einer weiterhin hohen Wohnungsnachfrage eine kontinuierliche Verbesserung der Ertragslage. Die Überschüsse werden zur Finanzierung der umfangreichen Neubautätigkeit eingesetzt. Die Gesellschaft strebt bei steigender Bilanzsumme den Erhalt eine Eigenkapitalquote von 25 % an. Finanzielle Verpflichtungen der Stadt Ingolstadt Die Stadt Ingolstadt hat der GWG über die geleisteten Kapitaleinlagen sowie anteilige nicht ausgeschüttete Gewinne insgesamt Eigenmittel von 55 Mio. EUR überlassen. Darüber gewährte die Stadt Ingolstadt der GWG Wohnungsbaudarlehen, die sich Ende 2012 noch auf TEUR 10.715 belaufen. Für Darlehen der GWG, die Ende 2012 noch mit TEUR 6.808 valutieren, hat die Stadt Ingolstadt Ausfallbürgschaften übernommen. 138 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Finanzdienstleistungen Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 139 Zweckverband Sparkasse Ingolstadt Rathausplatz 6, 85049 Ingolstadt Zweckverbandsmitglieder: Stadt Ingolstadt Landkreis Eichstätt Landkreis Pfaffenhofen Beschlussorgane: Zweckverbandsversammlung Zweckverbandsvorsitzender Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Alfred Lehmann Bürgermeister Albert Wittmann Stadträte: Klaus Böttcher Konrad Ettl Prof. Dr. Joachim Genosko Peter Gietl Franz Hofmaier Petra Kleine Dr. Harald Renninger Dr. Andreas Schleef Leopold Stiefel Johann Süßbauer Thomas Thöne Hans Joachim Werner 71,43% 19,05% 9,52% Verbandsversammlung: Gegenstand und Aufgaben des Zweckverbandes Der Zweckverband Sparkasse Ingolstadt erfüllt die Aufgabe der Gewährträgerschaft für die Sparkasse Ingolstadt. Der Zweckverband ist Mitglied des Bayerischen Sparkassen- und Giroverbandes. Mitglieder des Zweckverbandes sind die Stadt Ingolstadt, der Landkreis Eichstätt und der Landkreis Pfaffenhofen. 140 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Sparkasse Ingolstadt AöR Rathausplatz 6, 85049 Ingolstadt www.sparkasse-ingolstadt.de Träger: Zweckverband Sparkasse Ingolstadt davon Stadt Ingolstadt Sonstige Verwaltungsrat Dieter Seehofer (Vorstandsvorsitzender) Anton Hirschberger (Vorstandsmitglied) Jürgen Wittmann (Vorstandsmitglied) Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Alfred Lehmann Stellvertretende Vorsitzende: Anton Knapp, Landrat Eichstätt Martin Wolf, Landrat Pfaffenhofen Mitglieder: Bürgermeister Albert Wittmann Prof. Dr. h. c. Andreas Schleef, Stadtrat Leopold Stiefel, Stadtrat Walter Hofmann Richard Lacher Fritz Peters Dieter Seehofer 71,43% 28,57% Beschlussorgane: Vorstand: Verwaltungsrat: Aufsichtsbehörden: Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen Bayerisches Staatsministerium des Inneren Gegenstand und Aufgaben der Sparkasse Die Sparkasse Ingolstadt ist ein kommunales Wirtschaftsunternehmen mit der Aufgabe, die örtliche Versorgung mit Finanzdienstleistungen nach Maßgabe der Sparkassenordnung (SpkO) sicherzustellen. Die Sparkasse unterhält zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben die erforderlichen Geschäftsstellen in ihrem Geschäftsbezirk und unterstützt die Mitglieder ihres Trägers als Hausbank in der Erfüllung ihrer kommunalen Aufgaben. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme erhöhte sich in 2012 um 3,6 %. Der Vermögenszuwachs um 123 Mio. EUR beruht auf dem stärkeren Wertpapiergeschäft. Er wurde über zusätzliche Kreditaufnahmen finanziert. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 141 Sparkasse Ingolstadt AöR Bilanz Aktiva Barreserve Forderungen an Kreditinstitute Forderungen an Kunden / Kreditgeschäft Wertpapiergeschäft Beteiligungen Anteile an verbundenen Unternehmen Treuhandvermögen Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen Sonstige Vermögensgegenstände Rechnungsabgrenzungsposten Aktive latente Steuern Bilanzsumme Passiva Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Kundeneinlagen Inhaberschuldverschreibungen Treuhandverbindlichkeiten Sonstige Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Rückstellungen Fonds für allgemeine Bankrisiken Eigenkapital davon Sicherheitsrücklage davon Bilanzgew inn 31.12.2012 TEUR 47.645 60.493 2.137.142 1.209.114 51.742 5.640 233 28.881 14.390 2.749 21.465 3.579.494 512.456 2.572.373 32.425 233 4.642 6.643 40.886 107.300 302.536 290.693 11.843 31.12.2011 TEUR 100.838 77.967 2.084.835 1.079.577 39.084 5.640 280 29.988 13.579 3.152 21.765 3.456.705 404.293 2.547.355 77.039 280 5.319 7.183 44.543 83.400 287.293 275.464 11.829 Veränderung TEUR -53.193 -17.474 52.307 129.537 12.658 0 -47 -1.107 811 -403 -300 122.789 108.163 25.018 -44.614 -47 -677 -540 -3.657 23.900 15.243 15.229 14 % 52,8 22,4 2,5 12,0 32,4 0,0 16,8 3,7 6,0 12,8 1,4 3,6 26,8 1,0 57,9 16,8 12,7 7,5 8,2 28,7 5,3 5,5 0,1 Bilanzsumme nachrichtlich: Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen Andere Verpflichtungen Unwiderrufliche Kreditzusagen 3.579.494 3.456.705 122.789 3,6 92.865 244.066 107.656 113.354 -14.791 130.712 13,7 >100 Im Kreditgeschäft konnte eine Steigerung um 52 Mio. EUR auf 2,137 Mrd. EUR erreicht werden. Der Zuwachs war vor allem durch die Finanzierung von Wohneigentum getragen. Die Forderungen an Kunden haben somit weiterhin einen Anteil von 60% an der Bilanzsumme. Im Rahmen der Eigenanlagen wurde insbesondere in festverzinsliche Anleihen und Schuldverschreibungen mit Laufzeiten bis zu 5 Jahren investiert. Der Wertpapierbestand nahm um 130 Mio. EUR zu. Mit 1,209 Mrd. EUR erhöhte sich sein Anteil an der Bilanzsumme um 3 %-Punkte auf 34 %. Die aus Liquiditätsgesichtspunkten bei Kreditinstituten unterhaltenen Guthaben sind kurzfristig verfügbar. Die Beteiligungen der Sparkasse Ingolstadt an anderen Unternehmen stiegen in 2012 um rund 13 Mio. EUR. Grund hierfür ist zum einen die Stammkapitalerhöhung des 142 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Sparkasse Ingolstadt AöR Sparkassenverbandes Bayern in Zusammenhang mit dem Erwerb der LBS Bayerische Landesbausparkasse, bei welcher der Sparkassenverband Bayern mit Wirkung zum 31.12.2012 die Trägerschaft und die Anteile am Grundkapital erworben hat. Außerdem wurden bei der Beteiligungsgesellschaft COM-IN Telekommunikations GmbH 1 Mio. EUR in die Rücklagen eingelegt. Im Zusammenhang mit den mittelbaren Beteiligungen an der Landesbank Berlin Holding und der BayernLB waren hingegen erneut Abschreibungen von 1,9 Mio. EUR zu verzeichnen. Zur Finanzierung nahm die Sparkasse zusätzliche Kredite von 108 Mio. EUR auf. Der Kreditbestand stieg damit auf 512 Mio. EUR und hat damit einen leicht höheren Anteil von 14 % an der Bilanzsumme. Die Restlaufzeiten betragen überwiegend bis zu 5 Jahre. Das Volumen der Kundeneinlagen stieg um weitere 25 Mio. EUR. Mit 2,572 Mrd. EUR sank ihr Finanzierungsanteil jedoch leicht auf 72 % der Bilanzsumme. Die Anleger bevorzugten weiterhin kurzfristige Einlagen. Bei den begebenen Schuldverschreibungen hingegen war ein weiterer Rückgang um 45 Mio. EUR auf 32 Mio. EUR zu verzeichnen. Die Eigenmittel der Sparkasse mit einem unveränderten Anteil Bilanzsumme stiegen um weitere 39 Mio. EUR auf 410 Mio. EUR. Jahresüberschuss erhöhte sich das Eigenkapital um 15 Mio. EUR Darüber hinaus wurde der für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340 Sonderposten um 24 Mio. EUR auf 107 Mio. EUR aufgestockt. von 11 % an der Durch den erzielten auf 303 Mio. EUR. g HGB zu bildende Auch die neuen aufsichtsrechtlichen Vorschriften, die ab 2019 zwingend zu erfüllen sind, erfüllt die Sparkasse Ingolstadt bereits heute vollumfänglich. Das Verhältnis der anrechenbaren Eigenmittel, bezogen auf die Summe der Anrechnungsbeträge für Adressrisiken, operationelle Risiken und Marktrisikopositionen per 31.12.2012 überschreitet deutlich die nach der Solvabilitätsverordnung geforderte Gesamtkennziffer von mindestens 8,4. Die ausreichende Kapitaldecke ermöglicht eine weitere Geschäftsausweitung. Zur Erfüllung der Mindestreservevorschriften wurden entsprechende Guthaben bei der Deutschen Bundesbank unterhalten. Die Kennziffer des Grundsatzes zur Beurteilung der Liquiditätslage nach § 11 KWG sind eingehalten. Die Liquiditätskennzahl errechnet sich bei der Sparkasse zum Jahresende mit 3,5 (Mindestwert 1,0). Ertragslage Die fortwährende positive wirtschaftliche Entwicklung prägt auch weiterhin die gute Geschäftsentwicklung der Sparkasse im Jahr 2012. Der Zuspruch der Kunden zur Sparkasse Ingolstadt ist ungebrochen. Die Kredite an den Mittelstand konnten erneut gesteigert werden. Vor allem auch, da bei den Wettbewerbern bei gewerblichen Finanzierungen Zurückhaltung zu beobachten war. Im Bankentest beim „Focus Money CityContest 2012“ konnte sich die Sparkasse Ingolstadt mit einem Ergebnis von 1,9 nach Schulnotensystem mit deutlichem Abstand vor vier weiteren örtlichen Kreditinstituten als Sieger behaupten. Im Bauspargeschäft war vor allem infolge der starken Kreditnachfrage im privaten Wohnungsbau und dem vielfachem Abschluss von „Vorsorgebausparern“ eine Ergebnisverbesserung zu verzeichnen. Im Vermittlungsgeschäft konnte an das Ergebnis des Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 143 Sparkasse Ingolstadt AöR Vorjahres angeknüpft werden. Das Thema „Altersvorsorge“ mit den Produkten „Riester“ und „betriebliche Altersvorsorge“ ist und bleibt aktuell. Das ImmobilienCenter der Sparkasse, das einen Fullservice im Bereich Immobilienvermittlung, Vermietung und Baufinanzierung bietet, steigerte sein erfolgreiches Ergebnis nochmals. Auch das Vermittlungsgeschäft mit Derivaten und das Auslandsgeschäft waren erneut positiv. Der Nettoabsatz des Vorjahres im Wertpapiergeschäft mit Kunden hingegen konnte nicht mehr erreicht werden. Mit einem Jahresüberschuss von rund 16 Mio. EUR konnte die Sparkasse ihr gutes Ergebnis aus 2011 wiederholen. Gewinn- und Verlustrechnung Zinserträge Zinsaufwendungen Laufende Erträge aus Finanzanlagen Zinsspanne Provisionsüberschuss Sonstige betriebliche Erträge Betriebsleistung Personalaufwand Andere Verwaltungsaufwendungen Abschreibungen auf Sachanlagen, immaterielle VG Sonstige betriebliche Aufwendungen Zuschreibungen/Abschreibungen auf Forderungen Zuführungen zum Fonds für allgem. Bankrisiken Abschreibungen auf Beteiligungen Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit Außerordentliche Aufwendungen Steuern vom Einkommen und Ertrag Sonstige Steuern Jahresüberschuss Einstellungen in die Sicherheitsrücklage Bilanzgewinn Ergebnisverwendung: Ausschüttung für gemeinnützige Zwecke Einstellung in die Sicherheitsrücklage 2012 TEUR 128.407 -39.170 3.479 92.716 19.884 3.365 115.965 -34.472 -14.035 -2.345 -2.259 136 -23.900 -1.861 37.229 -3.794 -17.618 -74 15.743 -3.900 11.843 500 11.343 2011 TEUR 131.065 -43.494 5.063 92.634 18.593 2.067 113.294 -32.866 -14.050 -2.090 -3.326 49.080 -56.100 -6.618 47.324 0 -31.518 -77 15.729 -3.900 11.829 500 11.329 Veränderung TEUR -2.658 4.324 -1.584 82 1.291 1.298 2.671 -1.606 15 -255 1.067 -48.944 32.200 4.757 -10.095 -3.794 13.900 3 14 0 14 0 14 % 2,0 9,9 31,3 0,1 6,9 62,8 2,4 4,9 0,1 12,2 32,1 99,7 57,4 71,9 21,3 >100 44,1 3,9 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 Der Zinsüberschuss blieb mit 92,7 Mio. EUR auf annähernd gleichem Niveau wie im Vorjahr. Er ist die bedeutendste Ertragsquelle der Sparkasse. Die Entwicklung der Marktzinsen brachte eine weiterhin günstige Zinsaufwandsquote aufgrund der niedrigen Marktzinsen im kurzfristigen Laufzeitbereich mit sich. Der Provisionsüberschuss konnte um 1,3 Mio. EUR gesteigert werden. Grund hierfür waren das erneut gute Bauspar- und Versicherungsgeschäft sowie Zuwächse in der Immobilienvermittlung. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Gegensatz zum Vorjahr Zuschreibungen auf stille Einlagen bei der Bayerischen Landesbank. 144 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Sparkasse Ingolstadt AöR Der Personalaufwand erhöhte sich aufgrund der tariflichen Entgeltsteigerungen um 4,9 %. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Vorjahres enthielten im Gegensatz zu 2012 Abschreibungen auf stille Einlagen bei der Bayerischen Landesbank. Der Saldo aus Zuschreibungen und Abschreibungen auf Forderungen betraf in 2011 die einmalig vollzogene Teilumwandlung von vorhandenen (stillen) Vorsorgereserven nach § 340 f HGB in den offen ausgewiesenen Fonds für allgemeine Bankrisiken. Die Abschreibungen auf die mittelbaren Beteiligungen an der Landesbank Berlin und der Bayerischen Landesbank fielen im Vergleich zum Vorjahr mit 1,9 Mio. EUR deutlich geringer aus. Die Außerordentlichen Aufwendungen stellen Rückstellungen in Höhe von 3,8 Mio. EUR dar, die die Sparkasse gebildet hat, um eine eventuelle Kapitalerhöhung bei der Bayern LB Holding AG unter Hinnahme der Begrenzung der Beteiligungsquote zu leisten. Der Steueraufwand verringerte sich um 13,9 Mio. EUR. Dies ist überwiegend auf die im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringere Veränderung der aktiven latenten Steuerabgrenzung zurückzuführen. Neben der Gewinnausschüttung, die die kommunalen Träger für gemeinnützige Zwecke verwenden, hat die Sparkasse darüber hinaus mit 1,5 Mio. EUR über Spenden- und Sponsoringaktivitäten, Projekte und Maßnahmen in den Bereichen Bildung, Kultur, Umwelt, Soziales und Sport unterstützt. Kennzahlen langfristig 2012 Jahresüberschuss Betriebsleistung Anteil Zinsspanne Sachaufwandsquote Personalaufwandsquote Mitarbeiter Bewertungsergebnis Bilanzsumme Kreditvergaben Eigenanlagen Kundeneinlagen Eigenmittel Kreditverbindlichkeiten Bürgschaften/Gew ährleistungen unw iderrufliche Kreditzusagen 2011 15.729 113.294 81,8 17,2 29,0 602,4 -13.638 2010 15.721 110.600 79,4 16,3 29,0 587,8 -27.975 2009 12.089 104.729 78,4 20,2 30,3 577,5 -26.695 2008 8.326 88.832 77,5 22,6 36,1 583,3 -19.654 TEUR TEUR % % % VZÄ TEUR TEUR % % % % % TEUR TEUR 15.743 115.965 80,0 16,1 29,7 592,6 -25.625 3.579.494 3.456.705 3.225.014 3.064.357 2.993.067 59,7 35,5 72,8 11,4 14,3 92.865 244.066 60,3 33,5 75,9 10,7 11,7 107.656 113.354 58,3 36,4 77,5 9,3 11,7 95.663 146.704 58,2 36,2 78,7 7,3 12,4 88.719 98.425 59,5 34,5 79,1 6,9 12,3 81.797 80.406 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 145 Sparkasse Ingolstadt AöR Ausblick – Chancen und Risiken Für 2013 geht die Sparkasse von einem entspannten Wirtschaftsumfeld aus und rechnet mit einer Fortsetzung der robusten regionalen Wirtschaftsentwicklung. Die kulturelle Stärke, das positive Umfeld des Geschäftsgebietes, die Ertragsstärke und die solide Eigenkapitalbasis sowie die engagierten und qualifizierten Mitarbeiter sind die wichtigste Voraussetzung, den künftigen Herausforderungen zu begegnen. Diese liegen im Bereich der massiven Wettbewerbsintensivierung durch Direktbanken, Strukturvertriebe und Spezialanbieter, des veränderten Kommunikationsverhaltens der Kunden insbesondere durch soziale Netzwerke und der stetig steigenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen und der Verschärfung rechtlicher Rahmenbedingungen. Die Auswirkungen des digitalen Zeitalters auf die Vertriebswege und die Innovationskraft der Non- und Nearbanks wird die Sparkasse weiterhin aufmerksam verfolgen und geschäftspolitisch neu bewerten. Die Geschäftsleitung erwartet für 2013 folgende Entwicklung: Moderate Erhöhung der Bilanzsumme Gute Entwicklung im Wohnbaufinanzierungsbereich aufgrund der Boomphase des regionalen Immobilienmarktes Konsolidierung im Kreditbereich wegen hoher Tilgungsvolumina Leicht überdurchschnittliche Einlagenentwicklung Sinkender nominaler Zinsüberschuss Konstanter Provisionsüberschuss Anstieg des Verwaltungsaufwandes trotz konsequentem Kostenmanagement Rückläufiges Jahresergebnis unter der Annahme seitwärts laufender Zinsen. Ein Risikomanagement bzw. Risikocontrolling ist eingerichtet, damit Risiken frühzeitig identifiziert und gesteuert werden können. Die Gegenüberstellung der Risikopotenziale der einzelnen Belastungsszenarien aller Risikobereiche und der genehmigten Deckungsmassen in Form der Ertragskraft und Reserven zeigte eine ausreichende Deckung. Die Risikolage wird insbesondere durch die stark steigenden aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen geprägt. Unter der Berücksichtigung der erwarteten Ausgestaltung der neuen Eigenmittelanforderungen ist die Risikotragfähigkeit in 2013/14 angesichts der laufenden Ertragskraft und Vermögens-/Substanzsituation der Sparkasse gegeben. Risiken, die wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, sind derzeit nicht erkennbar. Die Sparkasse setzt ihre bisherige konservative Geschäftspolitik zur Sicherung der günstigen Risiko- und Ertragslage fort. Finanzielle Verpflichtungen der Stadt Ingolstadt Es bestehen derzeit keine unmittelbaren finanziellen Verpflichtungen gegenüber der Sparkasse Ingolstadt. 146 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Gesundheit, Pflege, Rettungsdienst Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 147 Konzernabschluss Krankenhauszweckverband Ingolstadt Krumenauerstraße 25, 85049 Ingolstadt www.klinikum-ingolstadt.de In den 2012 aufgestellten Konzernabschluss des Krankenhauszweckverbands Ingolstadt werden im Wege der Vollkonsolidierung folgende Unternehmen einbezogen: Krankenhauszweckverband Ingolstadt (Mutterunternehmen) Klinikum Ingolstadt GmbH Alten- und Pflegeheim Klinikum Ingolstadt GmbH Medizinisches Versorgungszentrum Klinikum Ingolstadt GmbH Folgende Unternehmen werden wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht in den Konzernabschluss einbezogen: APG – Alten- und Pflegeheim Geschäftsführungsgesellschaft mbH Klinikum Ingolstadt - Ambulante Pflege- und Nachsorge GmbH Elisabeth Hospiz GmbH SAPV Region 10 GmbH GPI Gesundheitspartner IngolStadtLandPlus GmbH Kardio-CT GmbH & Co. KG CT 64 Verwaltungs-GmbH Beteiligungsgesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH Dienstleistungs- und Gebäudemanagement Klinikum Ingolstadt GmbH Betreibergesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wurden die Bilanzpositionen, die Erträge und die Aufwendungen aus der Gewinn- und Verlustrechnung der einbezogenen Gesellschaften jeweils zusammengefasst. Forderungen, die gegenüber konzernangehörigen Unternehmen bestehen, wurden mit den entsprechenden Rückstellungen und Verbindlichkeiten aufgerechnet und somit eliminiert (Schuldenkonsolidierung). Die Erträge der Unternehmen, die sie aus Leistungsbeziehungen mit anderen konzernangehörigen Unternehmen erzielen, wurden mit den entsprechenden Aufwendungen dieser Gesellschaften verrechnet und damit außen vor gelassen (Ertrags- und Aufwandskonsolidierung). Bei der durchgeführten Kapitalkonsolidierung wurden die Beteiligungswertansätze mit dem anteiligen Eigenkapital verrechnet. Anschaffungsnebenkosten sowie entgeltlich erworbene Firmenwerte wurden dabei mit den Rücklagen verrechnet. Der Konzernabschluss zeigt somit in zusammengefasster Form das Vermögen sowie die Verpflichtungen und Schulden der Konzernunternehmen gegenüber Dritten sowie die Erlöse und Aufwendungen aus Leistungsbeziehungen mit Konzernaußenstehenden. 148 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Konzernabschluss Krankenhauszweckverband Ingolstadt Konzern-Bilanz Aktiva Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Anlagevermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Liquide Mittel Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverr. Bilanzsumme Passiva Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklagen Verlust- / Gewinnvortrag Jahresergebnis Eigenkapital Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme 31.12.2012 TEUR 1.964 191.670 89 193.723 4.314 31.142 11.199 46.655 432 316 241.126 2.000 74.223 -925 -1.208 74.090 96.748 24.512 45.102 674 241.126 31.12.2011 TEUR 2.656 191.017 83 193.756 4.117 30.983 9.249 44.349 603 204 238.912 2.000 70.611 1.522 -2.447 71.686 103.063 21.867 41.601 695 238.912 Veränderung TEUR -692 653 6 -33 197 159 1.950 2.306 -171 112 2.214 0 3.612 -2.447 1.239 2.404 -6.315 2.645 3.501 -21 2.214 % 26,1 0,3 7,2 0,0 4,8 0,5 21,1 5,2 28,4 54,9 0,9 0,0 5,1 >100 50,6 3,4 6,1 12,1 8,4 3,0 0,9 Im Geschäftsjahr 2012 wurden TEUR 13.237 insbesondere in den Bau des neuen Pflegeheims (TEUR 5.775), in die Generalsanierung des Klinikums (TEUR 2.948) und in mobile Einrichtungsgegenstände der Klinikum Ingolstadt GmbH (TEUR 3.221) investiert. Diesen Investitionen standen Abschreibungen in Höhe von TEUR 12.857 und Anlagenabgänge zu Restbuchwerten von TEUR 414 gegenüber. Das Anlagevermögen hatte einen Anteil von 80 % am Gesamtvermögen. Der Anstieg des Umlaufvermögens ist insbesondere auf höhere Festgeldanlagen und liquide Mittel zurückzuführen. Das Eigenkapital ist wegen Kapitaleinlagen der Träger (TEUR 3.612) zur Finanzierung der Generalsanierung unter Berücksichtigung des Jahresverlustes (TEUR 1.208) um TEUR 2.404 auf TEUR 74.090 angestiegen. Zusammen mit dem abschreibungsbedingt rückläufigen Sonderposten bildet es die Eigenmittel, die mit TEUR 170.838 das Gesamtvermögen zu 71 % finanzieren. Der Anstieg der Rückstellungen betrifft Zeitguthaben und drohende Erlöskürzungen durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen. Zur Finanzierung bestehen stichtagsbezogen Ende 2012 Kredite von TEUR 31.192 (Vorjahr TEUR 28.720). Die Bankkredite wurden in 2012 um TEUR 1.343 auf TEUR 21.722 zurückgeführt. Bei der Stadt Ingolstadt und dem Zweckverband Müllverwertungsanlage Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 149 Konzernabschluss Krankenhauszweckverband Ingolstadt bestehen zur Zwischenfinanzierung insbesondere des Neubaus des Pflegeheims kurzfristige Kreditaufnahmen von TEUR 9.470, die sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.815 erhöhten. Der im Hinblick auf die Generalsanierung angesparte, noch zu verwendende Fördermittelbestand erhöhte sich um TEUR 3.196 auf TEUR 5.247. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen mit TEUR 5.254 auf Vorjahresniveau. Die übrigen Verbindlichkeiten, die insbesondere Honoraransprüche der Chefärzte betreffen, sanken um TEUR 2.109 auf TEUR 3.409. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erlöse aus Krankenhausleistungen Erträge aus allgemeinen Pflegeleistungen Sonstige Umsatzerlöse Umsatzerlöse Bestandsveränderungen Aktivierte Eigenleistungen Zuweisungen und Zuschüsse der öffentl. Hand Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Erträge aus Investitionskostenförderung Aufwendungen aus Investitionskostenförderung Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsergebnis Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und Ertrag Sonstige Steuern Aufwendungen aus Verlustübernahme Jahresergebnis davon Krankenhauszw eckverband Ingolstadt Klinikum Ingolstadt Alten- und Pflegeheim Medizinisches Versorgungszentrum 2012 TEUR 168.870 6.690 1.890 177.450 265 14 2.119 20.837 -42.587 -134.181 -12.857 10.333 -3.698 -16.974 -1.153 -432 -72 -456 -248 -1.208 69 -1.234 152 -195 2011 TEUR 165.087 6.860 1.810 173.757 -39 6 2.040 21.555 -43.078 -131.940 -12.802 10.405 -3.366 -17.512 -1.048 -2.022 -21 -109 -295 -2.447 88 -2.514 182 -203 Veränderung TEUR 3.783 -170 80 3.693 304 8 79 -718 491 -2.241 -55 -72 -332 538 -105 1.590 -51 -347 47 1.239 -19 1.280 -30 8 % 2,3 2,5 4,4 2,1 >100 >100 3,9 3,3 1,1 1,7 0,4 0,7 9,9 3,1 10,0 78,6 >100 >100 15,9 50,6 Das Fallwachstum um 7 % sowie ein höherer Schweregrad trugen insbesondere zur Ergebnisverbesserung bei. Die über den landesweiten Basisfallwert zuerkannte Budgetsteigerung reichte nicht aus, um den Anstieg der tariflichen Vergütungen für das Personal zu decken und erforderte kompensatorische Maßnahmen im Personaleinsatz. Die Zahl der im Jahresdurchschnitt Beschäftigten sank um 56 Vollkräfte auf 2.215 Vollkräfte. Drohende Erlösrückforderungen aufgrund der Fallprüfungen des medizinischen Dienstes der Krankenkassen bedingen den Jahresverlust. 150 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Krankenhauszweckverband Ingolstadt Krumenauerstraße 25, 85049 Ingolstadt www.klinikum-ingolstadt.de Stammkapital: gehalten durch Gesellschafter: Unterbeteiligungen: Beschlussorgane: Stadt Ingolstadt Bezirk Oberbayern Klinikum Ingolstadt GmbH Zweckverbandsversammlung Zweckverbandsausschuss Zweckverbandsvorsitzender Heribert Fastenmeier 2.000.000 € 1.532.000 € 468.000 € 76,60% 23,40% 100,00% Geschäftsführer: Verbandsversammlung: Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Alfred Lehmann stellv. Vorsitzender: Bezirkstagspräsident Josef Mederer Verbandsräte Stadt Ingolstadt: Dr. Anton Böhm Klaus Böttcher Brigitte Fuchs Prof. Dr. Joachim Genosko Dr. Johannes Hörner Barbara Leininger Markus Reichhart Dr. Harald Renninger Josef Rottenkolber Martin Schlagbauer Dr. Manfred Schuhmann Johann Süßbauer Jürgen Siebicke Otto Sixl Dorothea Soffner Hans Stachel Thomas Thöne Petra Volkwein Simone Vosswinkel Dr. Gerhard Werding Bürgermeister Albert Wittmann Verbandsräte Bezirk Oberbayern: Andreas Ammer Klaus Brems Reinhard Eichiner Rudolf Geiger Franz Jungwirth Dr. Günther Rödig Dr. Claus Wunderlich Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 151 Krankenhauszweckverband Ingolstadt Gegenstand und Aufgaben des Zweckverbandes Der Krankenhauszweckverband Ingolstadt, gegründet im November 1981, stellt für die Verbandsmitglieder Stadt Ingolstadt und den Bezirk Oberbayern die stationäre und ambulante Krankenhausversorgung für die Region Ingolstadt sowie das Einzugsgebiet der Stadt Ingolstadt sicher. Im Rahmen der Aufgabenerfüllung wurden zum 01.01.2005 der Klinikbetrieb und die Entwöhnungseinrichtung auf die neu gegründete Klinikum Ingolstadt GmbH gegen Gewährung sämtlicher Gesellschaftsrechte ausgegliedert. Das Pflegeheim Sebastianstraße wurde nach seiner Ausgliederung in die Klinikum Ingolstadt GmbH zum 01.01.2007 auf deren neu gegründete Tochtergesellschaft die Alten- und Pflegeheim GmbH übertragen. Der Grundbesitz verblieb beim Krankenhauszweckverband und wird seither unentgeltlich überlassen. Dies gilt auch für die im Jahr 2010 erworbene Reiser-Klinik im Süden Ingolstadts, die die Klinikum Ingolstadt GmbH nutzt. Der Krankenhauszweckverband betreibt darüber hinaus das Medizinische Schulzentrum mit acht staatlich genehmigten Berufsfachschulen sowie einer Berufsschule für operationstechnische Assistenten und bietet insgesamt 588 Ausbildungsplätze an. In 2012 nutzten 507 (Vorjahr 510) Auszubildende das Ausbildungsangebot. Die Krankenpflegeschule wurde um 20 Ausbildungsplätze erweitert. Mit dem Wintersemester 2012/13 startete der mit der Katholischen Universität Ingolstadt-Eichstätt ins Leben gerufene duale Studiengang „Pflegewissenschaft in Teilzeit“. Das auf dem Gelände des Klinikums in 2005 errichtete Reha- und Geriatriegebäude mit 68 Betten ist langfristig an das Geriatriezentrum Neuburg und an das Rehazentrum Ingolstadt der Passauer Wolf Gruppe vermietet. Vermögens- und Finanzlage Das Vermögen gliederte sich wie folgt: Vermögen Software Grund und Boden (einschl. Erbbaurecht) Medizinisches Schulungszentrum Geriatrie- und Rehabilitationszentrum Wohnbauten Pflegeheim - psychiatrischer Teil Anteile an der Klinikum Ingolstadt GmbH Anlagevermögen Forderungen für Pensionsumlagen Lebensarbeitszeitkonten Mittel- und langfristiges Vermögen Forderungen und Abgrenzungen davon an Träger 31.12.2012 TEUR 4 13.811 5.792 5.299 485 0% 14% 6% 5% 0% 8% 31.12.2011 TEUR 3 13.755 6.065 5.540 498 0% 15% 7% 6% 1% 2% Veränderung TEUR 1 56 - 273 - 241 - 13 5.766 0 5.296 438 23 5.757 - 80 57 % 33,3 0,4 4,5 4,4 2,6 >100 0,0 6,3 15,4 >100 6,6 10,2 61,3 >100 81,8 67,1 8,7 7.671 56.693 58% 3.274 31 707 150 1.905 56.693 63% 2.836 8 787 93 89.755 91% 3% 0% 84.459 93% 3% 0% 93.060 95% 1% 0% 4% 0% 5% 87.303 97% 1% 0% 1% 1% 3% Ausleihungen an Tochterunternehmen Festgeldanlagen und liquide Mittel Kurzfristiges Vermögen Gesamtvermögen 4.302 216 5.225 1.156 1.184 3.127 3.146 - 968 2.098 7.855 98.285 100% 90.430 100% Das Anlagevermögen ist im Vorjahresvergleich um TEUR 5.296 angewachsen: 152 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Krankenhauszweckverband Ingolstadt Anlagevermögen Anfangsbestand Investitionen Reiser-Klinik Erbbaurechte Einrichtung/Ausstattung Medizinisches Schulzentrum neues Pflegeheim 31.12.2012 TEUR 84.459 5.876 0 53 48 5.775 31.12.2011 TEUR 83.115 1.923 5 86 57 1.775 Veränderung TEUR 1.344 3.953 % 1,6 >100 Abschreibungen Abgänge Endbestand -579 -1 89.755 -579 0 84.459 0 -1 5.296 0,0 >100 6,3 Den getätigten Investitionen in 2012 von TEUR 5.876 stehen Abschreibungen von TEUR 579 und Abgänge zu Restwerten von TEUR 1 gegenüber. Für die Investitionen konnten Fördermittel von TEUR 44 vereinnahmt werden. Infolge der höheren Umlagesätze des Versorgungsverbandes stiegen die Pensionsverpflichtungen, die im Rahmen der Gestellung von Beamten von den Tochtergesellschaften zu erstatten sind. Für diese Verpflichtungen sind gleichzeitig entsprechende Rückstellungen für Umlagezahlungen an den Versorgungsverband passiviert. Die Ausleihungen an Tochterunternehmen betreffen an die Klinikum Ingolstadt GmbH und die Alten- und Pflegeheim GmbH weitergereichte Kreditmittel, die sich infolge planmäßiger Tilgungen um TEUR 466 auf TEUR 690 verminderten. Kapitaleinlagen der Träger von TEUR 3.612 stellte der Krankenhauszweckverband der Klinikum Ingolstadt GmbH verzinslich zur Finanzierung der Planungsaufwendungen für die Generalsanierung zur Verfügung. Die liquiden Mittel des Vorjahres wurden weitgehend zur Begleichung fälliger Rechnungen eingesetzt. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 153 Krankenhauszweckverband Ingolstadt Das Gesamtvermögen war damit wie folgt finanziert: Kapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklagen Gewinnvortrag Jahresergebnis Eigenkapital Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens Eigenmittel Pensions-/Beihilfe-/Jubiläums-/Archivierungsrückstellungen 31.12.2012 TEUR 2.000 215 2% 31.12.2010 TEUR 2.000 128 2% Veränderung TEUR 0 3.613 87 - 19 3.681 - 236 3.445 607 - 11 - 459 - 20 117 5.793 - 315 3 - 298 - 890 0 % 0,0 5,1 68,0 >100 5,1 4,5 4,4 13,1 3,0 41,0 3,0 1,7 558,6 14,2 2,3 >100 61,9 >100 74.223 76% 0% 0% 70.610 78% 0% 0% 69 76.507 78% 5.009 5.240 360 660 645 6.905 6.830 1.911 135 441 547 31 88 72.826 81% 5.245 4.633 371 1.119 665 6.788 1.037 2.226 132 739 1.437 31 5% 6% 81.516 83% 5% 0% 1% 1% 7% 7% 2% 0% 0% 1% 0% 10% 78.071 86% 5% 0% 1% 1% 8% 1% 2% 0% Altersteilzeitrückstellung Mittel- und langfristige Bankkredite (Restlaufzeit >1 Jahr) Rechnungsabgrenzung Erbbauzins Mittel- und langfristiges Fremdkapital Kurzfristige Kredite Kredite von Klinikum Ingolstadt GmbH Sonstige Rückstellungen Anzahlungen für Pflegeheim Übrige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen davon an Träger 2% 0% 6% Kurzfristiges Fremdkapital Gesamtkapital 9.864 5.571 4.293 7.855 77,1 8,7 98.285 100% 90.430 100% Das Eigenkapital erhöhte sich infolge des Jahresüberschusses von TEUR 69 und der Einlagen der Träger von TEUR 3.612 auf TEUR 76.507. Es macht 78 % des Gesamtkapitals aus. Der Sonderposten für Zuwendungen enthält vereinnahmte Fördermittel für Investitionen des Anlagevermögens und hat Eigenmittelcharakter. Für Investitionen wurden in 2012 Zuwendungen von TEUR 44 vereinnahmt. Die ertragswirksame Auflösung des Zuwendungspostens von TEUR 278 kompensiert aufwandswirksame Abschreibungen. Die mittel- und langfristigen Fremdmittel sind leicht angestiegen, da Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen aufgestockt werden mussten. Der Krankenhauszweckverband beansprucht zum Ende des Kalenderjahres 2012 Bankkredite von TEUR 690, die an die Tochtergesellschaften weitergereicht sind. Diese wurden planmäßig in Höhe von TEUR 466 getilgt. Weitere kurzfristige Kreditaufnahmen bestehen bei der Klinikum Ingolstadt GmbH in Höhe von TEUR 1.911, die in Höhe von TEUR 316 gegenüber dem Vorjahr getilgt wurden. Beim Zweckverband Müllverwertungsanlage besteht unverändert eine Inanspruchnahme von TEUR 1.000. Bei der Stadt Ingolstadt wurden in 2012 zur Zwischenfinanzierung des Pflegeheims TEUR 5.800 neu aufgenommen. Über die in der Bilanz ausgewiesenen Verpflichtungen hinaus haftet der Krankenhauszweckverband über eine selbstschuldnerische Bürgschaft für Verbindlichkeiten der Klinikum Ingolstadt GmbH aus deren freiwilliger Mitgliedschaft im Bayerischen Versorgungsverband. 154 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Krankenhauszweckverband Ingolstadt Ferner hat der Krankenhauszweckverband für Wertguthaben der Altersteilzeitarbeitnehmer der Klinikum Ingolstadt GmbH sowie sämtlicher 100 %- Tochtergesellschaften eine Ausfallbürgschaft bis zu einem Höchstbetrag von 1,1 Mio. EUR übernommen. Zur Absicherung von Krediten der Klinikum Ingolstadt GmbH hat der Krankenhauszweckverband auf seinen Grundbesitz zu Gunsten der finanzierenden Bank eine Grundschuld von 18,5 Mio. EUR bestellt. Ertragslage 2012 TEUR Beiträge Schulfinanzierung der Klinikum Ingolstadt GmbH Gastschulbeiträge Zuweisungen für Lehrpersonal Materialkostenbeiträge Erlöse Schul- und Bildungsbetrieb Vermietungserlöse Erträge Personalgestellung an Klinikum Ingolstadt GmbH Dienstleistungen für Beteiligungen Instandhaltungszuschüsse der Träger Übrige Erträge (einschl. a.o.Erträge) Betriebsleistung Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Auflösung des Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens Sonstige betriebliche Aufwendungen davon für Instandhaltung und Wartung 2011 TEUR 2.237 417 1.227 69 3.950 636 773 169 683 138 6.349 -401 -4.028 -579 276 -1.506 -768 Veränderung TEUR 0 5 100 3 108 1 68 0 -290 7 -106 -51 -338 0 2 452 320 % 0,0 1,2 8,1 4,3 2,7 0,2 8,8 0,0 42,5 5,1 1,7 12,7 8,4 0,0 0,7 30,0 41,7 2.237 422 1.327 72 4.058 637 841 169 393 145 6.243 -452 -4.366 -579 278 -1.054 -448 Betriebsaufwand Zinsergebnis Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Rückstellungsdotierungen gemäß BilMoG Steuern Jahresergebnis -6.173 22 92 -18 -5 69 -6.238 -1 110 -18 -4 88 65 23 -18 0 -1 -19 1,0 >100 16,4 0,0 25,0 21,6 Höhere Zuschüsse für Lehrpersonal und geringere Kostenerstattungen für Instandhaltungen beeinflussen deutlich das Ergebnis der Betriebsleistung. Der Personalaufwand nahm im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 388 zu. Dies resultierte zum einen aus tariflichen Erhöhungen, zum andern aus einer Steigerung der Anzahl an Vollkräften. Hingegen konnte im Bereich der Instandhaltung und Wartung eine Kostenreduzierung um TEUR 320 erreicht werden. Aufgrund des verbesserten Zinsergebnisses bleibt das Jahresergebnis mit TEUR 69 positiv und verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 19. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 155 Krankenhauszweckverband Ingolstadt Kennzahlen langfristig Ergebnis vor Verlustausgleich Betriebsleistung Materialaufwandsquote Personalaufwandsquote Mitarbeiter Cashflow Investitionen Bilanzsumme Anlagenintensität Eigenmittel* Eigenmittelquote Kredite TEUR TEUR % % VZÄ TEUR TEUR TEUR % TEUR % % Plan 2013 0 7.001 7,1 66,9 62,8 596 5.100 102.559 91,7 81.286 79,3 12.830 2012 69 6.243 7,2 69,9 58,1 414 5.876 98.285 91,3 81.516 82,9 9.401 2011 88 6.349 6,3 63,4 55,1 435 1.923 90.430 93,4 78.071 86,3 4.382 2010 -126 6.313 6,3 61,3 55,2 207 2.382 92.964 89,4 78.071 84,0 8.564 2009 84 5.570 5,7 69,0 55,5 430 262 32.498 95,0 29.370 90,4 1.541 2008 -209 5.402 5,0 76,0 56,4 125 358 33.658 92,7 29.428 87,4 3.147 Ausblick – Chancen und Risiken Die Schülerzahlen und auch die mit den Kostenträgern zu vereinbarenden Ausbildungsbudgets bestimmen die Ertragssituation. Das in 2005 errichtete Rehablilationsund Geriatriegebäude ist langfristig kostendeckend an Kooperationspartner verpachtet. Am Klinikum errichtet der Krankenhauszweckverband gemeinsam mit der Heilig-Geist-SpitalStiftung ein neues Pflegeheim mit 180 Plätzen für Gesamtkosten von 21 Mio. EUR, das Ende Juli 2013 bezogen wird. Für 80 Plätze, die zur Fortführung der somatischen Pflege mit beschützender Pflege und Schwerstpflege genutzt werden, erwirbt die Heilig-Geist-SpitalStiftung Teileigentum und übernimmt Baukosten von rund 8,5 Mio. EUR. Rund 100 Plätze wird der Krankenhauszweckverband für den psychiatrischen Langzeitbereich und die Wiedereingliederung betreiben. Die Generalsanierung des Klinikums mit einem Gesamtvolumen von rund 325 Mio. EUR wird derzeit vorbereitet und mit der Regierung im Hinblick auf den Erhalt von Fördermitteln abgestimmt. Finanzielle Verpflichtungen der Mitglieder des Zweckverbandes Die Zweckverbandssatzung sieht vor, dass die Träger eine BetriebsInvestitionskostenumlage leisten, die jährlich mit dem Haushaltsplan festgelegt wird. und 156 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Klinikum Ingolstadt GmbH Krumenauerstraße 25, 85049 Ingolstadt www.klinikum-ingolstadt.de Stammkapital: gehalten durch Gesellschafter: 6.000.000 € Krankenhauszweckverband Ingolstadt Unterbeteiligungen: Klinikum Ingolstadt Ambulante Pflege- und Nachsorge GmbH Beteiligungsgesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH Alten- und Pflegeheim Klinikum Ingolstadt GmbH Medizinisches Versorgungszentrum Klinikum Ingolstadt GmbH Kardio-CT GmbH & Co. KG Elisabeth Hospiz GmbH SAPV Region 10 GmbH GPI Gesundheitspartner IngolStadtLandPlus GmbH Beschlussorgane: Gesellschafterversammlung Aufsichtsrat Heribert Fastenmeier Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Alfred Lehmann stellv. Vorsitzender: Bezirkstagspräsident Josef Mederer Stadträte: Bürgermeister Albert Wittmann Dr. Johannes Hörner Dr. Harald Renninger Dorothea Soffner Thomas Thöne Dr. Gerd Werding Bezirksräte: Ursula Bittner Franz Jungwirth Dr. Günther Rödig Raimund Mayr, Betriebsrat 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 50,00% 26,00% 26,00% 20,00% Geschäftsführer: Aufsichtsrat: Die Klinikum Ingolstadt GmbH betreibt neben dem Klinikum Ingolstadt, mit den zuzuordnenden Ausbildungsstätten, Nebeneinrichtungen und -betrieben, die Entwöhnungseinrichtung, die Gesundheitsakademie und das Betreute Wohnen in der Beckerstraße. Das Pflegeheim in der Sebastianstraße wurde zum 01.01.2007 in die neu gegründete Tochtergesellschaft Alten- und Pflegeheim GmbH ausgegliedert. Das Klinikum ist als Krankenhaus der II. Versorgungsstufe mit integrierter Psychiatrischer Klinik in den Krankenhausplan des Freistaats Bayern aufgenommen. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 157 Klinikum Ingolstadt GmbH Das Klinikum Ingolstadt ist mit 1.166 Betten und Plätzen in folgenden Fachrichtungen tätig: Kliniken vollstationär Psychiatriezentrum Allgemeine Chirurgie Unfallchirurgie Gefäßchirurgie Kinderchirurgie Frauenklinik Kardiologie Gastroenterologie Nephrologie Elektrophysiologie Neurochirurgie Neurologie Orthopädie Urologie Akutgeriatrie Notfallklinik Palliativstation Stroke Unit 10 4 1.042 Betten 275 55 63 30 9 77 106 106 12 12 44 56 90 59 34 Teilstationäre Versorgung Psychiatrische Tagesklinik Neurologische Tagesklinik Schlaflabor Teilstationäre Dialysen Onkologische Tagesklinik Plätze 20 6 6 16 6 54 Belegeinrichtungen vollstationär Augen Hals, Nasen, Ohren Mund, Kiefer, Gesicht 5 8 Institute vollstationär Anästhesie u. Intensivmedizin Nuklearmedizin Physikalische u. rehabilitative Medizin Strahlentherapie u. radiologische Onkologie Diagnostische u. interventionelle Radiologie Laboratoriumsmedizin 55 Betten 24 5 21 5 2 15 Leistungsdaten Bettenkapazität vollstationär teilstationär Patienten vollstationär davon Psychiatrie teilstationär ambulant Case-Mix Auslastung vollstationär teilstationär Verweildauer vollstationär Somatik Psychiatrie Pflegetage vollstationär Somatik Psychiatrie Operationen stationär ambulant Neugeborene 158 2012 Betten Plätze Fälle Fälle Fälle Fälle Punkte % % Tage Tage Tage Tage Fälle Fälle Kinder 1.112 54 40.296 5.157 1.618 72.486 38.757 78,2 75,9 6,0 21,4 209.735 110.134 16.720 5.479 2.061 2011 1.118 48 37.707 4.891 1.914 58.089 37.920 78,7 76,3 6,5 21,9 214.023 106.910 15.556 5.566 1.957 Veränderung -6 6 2.589 266 -296 14.397 837 -0,5 -0,4 -0,5 -0,5 -4.288 3.224 1.164 -87 104 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Klinikum Ingolstadt GmbH Vermögens- und Finanzlage Das Vermögen gliedert sich wie folgt: Vermögen Software Betriebsbauten Wohnbauten Technische Anlagen/Einrichtungen/Ausstattung Geleistete Anzahlungen / Anlagen im Bau davon Generalsanierung Klinikum 31.12.2012 TEUR 1.491 125.724 4.445 17.310 4.219 4.063 31.12.2011 TEUR 1.987 130.624 4.648 18.984 1.650 1.115 Veränderung TEUR - 496 - 4.900 - 203 - 1.674 2.569 2.948 % 25,0 3,8 4,4 8,8 >100 Anteile (100 %) Alten- und Pflegeheim Klinikum Ingolstadt GmbH Beteiligungsgesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH Klinikum Ingolstadt Ambulante Pflege und Nachsorge GmbH Medizinisches Versorgungszentrum Klinikum Ingolstadt GmbH 6.080 25 25 25 15 6 13 5 159.383 654 -387 159.650 2.173 27.174 1.910 3.300 60 770 130 13.926 49.443 209.093 6.080 25 25 25 15 6 7 5 164.081 509 -325 164.265 2.239 29.929 2.226 3.100 75 850 130 8.728 47.277 211.542 0 0 0 0 0 0 6 0 - 4.698 145 - 62 -4.615 - 66 - 2.755 - 316 200 - 15 - 80 0 5.198 2.166 -2.449 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 85,7 0,0 2,9 28,5 19,1 2,8 2,9 9,2 14,2 6,5 20,0 9,4 0,0 59,6 4,6 1,2 Beteiligungen Kardio-CT GmbH & Co. KG (50 %) Elisabeth Hospiz GmbH (26 %) SAPV Region 10 GmbH (26 %) GPI Gesundheitspartner IngolStadtLandPlus GmbH (20 %) Anlagevermögen Wertguthaben für Lebensarbeitszeitkonten Rückstellung für Lebensarbeitszeitkonten Langfristiges Vermögen Lagerbestände an Betriebsmitteln Forderungen und Abgrenzungen Ausleihungen an Krankenhauszw eckverband Ingolstadt Medizinisches Versorgungszentrum Klinikum Ingolstadt GmbH Elisabeth Hospiz GmbH Betreibergesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH Beteiligungsgesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH Festgeldanlagen und liquide Mittel Kurzfristiges Vermögen Gesamtvermögen Das Gesamtvermögen ging in 2012 um 1,2 % zurück. Rund 76 % des Gesamtvermögens sind weiterhin langfristig im Anlagevermögen gebunden, das abschreibungsbedingt um 2,9% zurückging. Das kurzfristige Vermögen ist vor allem durch höhere liquide Mittel und Geldanlagen um 4,6 % angestiegen. Der stichtagsbezogene Anstieg der Liquidität resultiert insbesondere aus vereinnahmten Fördermitteln, die für die Generalsanierung angespart werden. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 159 Klinikum Ingolstadt GmbH Das langfristig gebundene Anlagevermögen entwickelte sich im Einzelnen wie folgt: Anlagevermögen Anfangsbestand Investitionen Baumaßnahmen am Klinikum Prä-Klinik und Notfallzentrum Generalsanierung Klinkum Zytostaselabor Reiserklinik Ärztehaus Erneuerung Meß-, Steuer-, Regeltechnik Anbindung Strahlentherapie Umbau Praxen Ärztehaus Renovierung psychiatrische Station Medizinischer Bedarf Pflegebedarf Wirtschaftsbedarf Technischer Bedarf Verw altungsbedarf Gebrauchsgüter sonstige Investitionen Anteile SAPV GmbH Anteile GPI Gesundheitspartner IngolStadtLandPlus GmbH 2012 TEUR 164.081 7.350 58 50 2.948 2 358 14 20 63 200 265 1.886 151 149 38 993 145 4 6 0 2011 TEUR 168.464 7.511 337 658 520 282 391 310 854 311 0 0 1.867 253 247 75 824 533 44 0 5 Veränderung TEUR -4.383 -161 % 2,6 2,1 Abschreibungen Abgänge Endbestand -11.716 -332 159.383 -11.650 -244 164.081 -66 -88 -4.698 0,6 36,1 2,9 Da den Investitionen von TEUR 7.350 Abschreibungen von TEUR 11.716 und Abgänge mit Restbuchwerten von TEUR 332 gegenüber stehen, sank das Anlagevermögen um TEUR 4.698. Investitionen von TEUR 314 (4,3 %) konnten durch Fördermittel und Zuwendungen Dritter finanziert werden. Der darüber hinausgehende Bedarf konnte im Rahmen der Innenfinanzierung gedeckt werden. 160 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Klinikum Ingolstadt GmbH Das Gesamtvermögen ist wie folgt finanziert: Kapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklagen Gewinn- / Verlustvortrag Jahresergebnis Eigenkapital Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens Eigenmittel Pensions-/Beihilfe-/Jubiläums-/Archivierungsrückstellungen 31.12.2012 TEUR 6.000 3% 31.12.2011 TEUR 6.000 -373 3% Veränderung TEUR 0 0 - 2.514 1.280 - 1.234 - 6.011 - 7.245 420 - 1.087 - 878 - 1.545 3.255 2 3.161 - 1.985 3.195 - 1.287 6.341 - 2.449 % 0,0 0,0 >100 >100 -2,1 -6,2 -4,7 9,8 -19,5 -4,1 -5,0 38,7 0,3 >100 >100 >100 -14,1 24,5 -1,2 55.280 26% -2.887 -1% -1.234 57.159 27% 90.183 43% 4.700 4.487 2% 2% -1% 55.280 26% 0% -1% -2.514 58.393 28% 96.194 45% 4.280 5.574 147.342 70% 154.587 73% 2% 3% Altersteilzeitrückstellung Bankkredite (Restlaufzeit > 1 Jahr) Mittel- und langfristiges Fremdkapital Sonstige Rückstellungen Kurzfristige Bankkredite (Restlaufzeit bis 1 Jahr) Kredite vom KhZVI (Restlaufzeit bis 1 Jahr) Ausleihungen von der Stadt IN und MVA Noch nicht verwendete Fördermittel Übrige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen Kurzfristiges Fremdkapital Gesamtkapital 20.352 10% 29.539 14% 11.659 681 4.144 2.670 5.223 7.835 6% 0% 2% 1% 2% 4% 21.230 10% 31.084 15% 8.404 679 983 4.655 2.028 9.122 4% 0% 0% 2% 1% 4% 32.212 15% 25.871 12% 209.093 100% 211.542 100% Die Verringerung des Eigenkapitals um TEUR 1.234 ist auf den Jahresfehlbetrag zurückzuführen. Der Sonderposten für Zuwendungen enthält nach dem Krankenhausfinanzierungsgesetz erhaltene und für Investitionen verwendete Fördermittel sowie sonstige Zuwendungen. Er verminderte sich in 2012 um TEUR 6.011. Zugeführt wurden dem Sonderposten aus Fördermitteln TEUR 314 und aus erlassenen Tilgungen TEUR 200. Aufgelöst wurde er zur Deckung der Abschreibungen in Höhe von TEUR 6.411. Für Abgänge wurden TEUR 114 entnommen. Die Eigenmittel sanken damit um TEUR 7.245 auf TEUR 147.342 und haben einen Anteil von 70 % am Gesamtkapital. Der Anstieg der sonstigen kurzfristigen Rückstellungen betrifft Zeitguthaben und drohende Erlöskürzungen durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen. Die Bankkredite wurden planmäßig in Höhe von TEUR 876 getilgt. Ausleihungen bei der Stadt Ingolstadt und dem Zweckverband Müllverwertungsanlage wurden zum Teil zurückgeführt (TEUR 1.985) und beim Krankenhauszweckverband neu aufgenommen (TEUR 3.161). Somit stieg der Kreditbestand um TEUR 300 auf insgesamt TEUR 27.847. Die im Hinblick auf die Generalsanierung angesparten Fördermittel stiegen um TEUR 3.195 auf TEUR 5.223. Die übrigen Verbindlichkeiten und Abgrenzungen betreffen insbesondere Vergütungen Chefärzte, die wegen veränderter Abrechnung zurückgingen. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 161 Klinikum Ingolstadt GmbH Ertragslage Krankenhausleistungen Wahlleistungen Ambulante Leistungen Nutzungsentgelte der Ärzte Umsatzerlöse Bestandsveränderungen Aktivierte Eigenleistungen und Finanzierungskosten Sonstige betriebliche Erträge davon Auflösung Rückstellungen davon übrige periodenfremde Erträge davon Zuschüsse Krankenhauszw eckverband 2012 TEUR 157.530 5.778 4.769 822 168.899 265 14 21.424 152 266 228 2011 TEUR 153.086 6.047 4.881 1.124 165.138 -39 6 22.090 129 1.471 308 Veränderung TEUR 4.444 -269 -112 -302 3.761 304 8 -666 23 -1.205 -80 % 2,9 4,4 2,3 26,9 2,3 >100 >100 3,0 17,8 81,9 26,0 Materialaufwand davon medizinischer Bedarf -42.033 -33.089 -42.841 -34.045 808 956 1,9 2,8 Personalaufwand Abschreibungen Auflösung des Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens Sonstige betriebliche Aufwendungen davon periodenfremd/außerordentlich -123.581 -11.716 6.585 -19.257 -1.281 -121.527 -11.650 6.713 -19.065 -1.126 -2.054 -66 -128 -192 -155 1,7 0,6 1,9 1,0 13,8 Zinsergebnis Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit davon periodenfremd/außerordentlich -807 -207 -863 -856 -2.031 474 49 1.824 -1.337 5,7 89,8 >100 Zinsen aus langfr. Rückstellungen Steuern einschl. Zinsen Verlustübernahme Kardio-CT GmbH & Co. KG Verlustübernahme Elisabeth Hospiz/SAPV GmbH Jahresergebnis -265 -514 -214 -34 -1.234 -119 -69 -217 -78 -2.514 -146 -445 3 44 1.280 >100 >100 1,4 56,4 50,9 In der vollstationären Versorgung waren in 2012 ein Fallwachstum gegenüber dem Vorjahr von 6,9 % und ein Anstieg der Case-Mix-Punkte um 2,2 % zu verzeichnen. In Verbindung mit dem um 2,3 % höheren Basisfallwert konnten die Erlöse aus Krankenhausleistungen (einschl. Bestandsveränderungen) um rund 3 % (4,7 Mio. EUR) gesteigert werden. Der Wegfall der Zuschläge für das Pflegeprogramm und die Reduzierung des Zuschlags für medizinische Zentren konnten kompensiert werden. Der Rückgang der Erlöse aus Wahlleistungen betrifft insbesondere Chefarztbehandlungen. Die darüber hinaus vorliegende Verminderung der Nutzungsentgelte der Chefärzte betrifft im Wesentlichen den Laborbereich. Im Vorjahresvergleich weniger ambulante Operationen in der Unfallchirurgie und eine geringere ambulante OP-Saalnutzung bedingen niedrigere Erlöse aus ambulanten Leistungen. Die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen ergebnisbegünstigenden Sondereffekte aus Rückstellungsauflösungen und periodenfremden Erträgen verminderten sich im Vorjahresvergleich um TEUR 1.182 auf TEUR 646. Beim erhaltenen Ausbildungsbudget konnte eine Steigerung um TEUR 533 auf TEUR 6.281 erreicht werden. Weitere Mehrerträge gegenüber dem Vorjahr stammen aus der Vermietung der Reiserklinik und der Bereitstellung von Ärzten im Rahmen ihrer Dienstaufgabe für Notarzteinsätze. Bei 162 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Klinikum Ingolstadt GmbH den Erträgen aus der Betriebsführung der Wärme- und Kälteanlagen ist ein Rückgang von TEUR 434 zu verzeichnen, dem entsprechend verminderte Energiebezugsaufwendungen im Materialaufwand gegenüber stehen. Gegenläufig wirken Energiepreissteigerungen von TEUR 142. Der Materialaufwand reduzierte sich außerdem trotz Leistungssteigerung im Bereich des medizinischen Sachbedarfs um 2,5 % auf TEUR 27.236 und bei den bezogenen medizinischen Leistungen um 4 % auf TEUR 5.853. In 2012 erstmals enthalten sind mit TEUR 548 die bezogenen Wäschereileistungen. Infolge der Tarifsteigerungen stieg der Personalaufwand bei einer um 2,4 % niedrigeren Beschäftigtenzahl um 1,7 % auf TEUR 123.581 an. Personalentwicklung Ärzte Pflegedienst Medizinische-technische Assistenten Funktionsdienst Klinisches Hauspersonal Wirtschafts- und Versorgungsdienst Technischer Dienst (Haustechnik) Technischer Dienst (Medizintechnik) Verwaltungsdienste Sonderdienste durchschnittlicher Personalstand 2012 Vollkräfte 338,2 754,6 238,1 235,0 97,6 176,4 58,2 7,3 120,6 14,3 2.040,4 2011 Vollkräfte 338,2 772,6 243,6 237,3 97,9 194,9 60,9 6,6 126,2 12,6 2.090,7 Veränderung Vollkräfte 0,08 -18,01 -5,54 -2,29 -0,30 -18,51 -2,66 0,72 -5,57 1,74 -50,3 % 0,02 2,33 2,27 0,97 0,31 9,50 4,37 10,94 4,41 13,82 2,4 Aufgrund der rückläufigen Zahl an Pflegetagen wurden im Pflegedienst 18 Vollkräfte weniger beschäftigt. Dazu kommt der Rückgang von 18,5 Vollkräften im Bereich Wirtschafts- und Versorgungsdienst, der im Zusammenhang mit der Fremdvergabe der Wäschereileistungen steht. Im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 758 niedrigere Instandhaltungsaufwendungen kompensieren Kostensteigerungen bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und entlasten das Jahresergebnis. Die periodenfremden Aufwendungen betreffen mit TEUR 379 Rechnungskorrekturen für Vorjahre und mit TEUR 646 Rückstellungsdotierungen für drohende Rechnungskürzungen für Vorjahre aufgrund des erweiterten Prüfungszeitraumes. Die Steueraufwendungen 2012 betreffen mit TEUR 451 Steuernachzahlungen einschl. Zinsen für 2005 bis 2011 aufgrund der steuerlichen Außenprüfung. Die Kardio-CT GmbH & Co. KG betreibt den CT-64-Zeiler. Die Kosten hierfür sind zu 50 % (TEUR 214) von der Klinikum Ingolstadt GmbH zu tragen. Die in 2012 geleisteten Zahlungen (TEUR 25) und die Rückstellung (TEUR 9) für die Verlustübernahme bei der Elisabeth Hospiz GmbH können in 2013 ertragswirksam zurückgefordert bzw. aufgelöst werden, da entgegen den Erwartungen kein Verlust anfiel. Das Betriebsergebnis konnte infolge des Fallwachstums und niedrigerer Instandhaltungsaufwendungen gegenüber dem Vorjahr um rund 3 Mio. EUR verbessert werden. Während das Vorjahresergebnis mit 0,5 Mio. EUR begünstigt war, sind in 2012 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 163 Klinikum Ingolstadt GmbH belastende Effekte von 1,8 Mio. EUR zu verzeichnen, die auf den Rückstellungsbedarf für weitere Erlöskürzungen des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen für Vorjahre sowie Steuernachzahlungen zurückzuführen sind. Unter Eliminierung dieser Sondereffekte konnte damit in 2012 wieder eine Deckung aller Kosten erreicht werden. Plan 2013 0 195.182 21,4 63,3 2.015,4 8.671 28.825 226.102 78,0 147.342 65,2 40.931 Kennzahlen langfristig Jahresergebnis Betriebsleistung Materialaufwandsquote Personalaufwandsquote Mitarbeiter Cashflow Investitionen Bilanzsumme Anlagenintensität Eigenmittel Eigenmittelquote Kredite TEUR TEUR % % VZÄ TEUR TEUR TEUR % TEUR % TEUR 2012 -1.234 190.602 22,1 64,8 2.040,4 7.433 7.350 209.093 76,2 147.342 70,5 27.847 2011 -2.514 187.195 22,9 64,9 2.090,7 5.604 7.511 211.542 77,6 154.587 73,1 27.547 2010 672 187.021 23,1 63,2 2.014,3 10.817 17.189 219.115 76,9 161.771 73,8 28.396 2009 -197 176.173 22,5 64,2 1.994,2 9.673 14.887 207.788 75,7 152.338 73,3 29.594 2008 -909 166.989 23,8 64,2 1.971,4 6.857 22.694 204.043 75,5 159.690 78,3 20.631 Ausblick – Chancen und Risiken Um die Qualität der Krankenversorgung aufrecht zu erhalten, ist neben kurzfristigen finanziellen Hilfen eine daran anschließende vernünftige Regelfinanzierung notwendig. Die Kosten-Erlös-Schere muss geschlossen werden. Das vorgesehene Akuthilfsprogramm, das Vergütungszuschläge für 2013 und 2014 vorsieht, wird eine Teilentlastung bringen. Es muss jedoch sichergestellt werden, dass die finanziellen Hilfen dauerhaft in die Landesbasisfallwerte einfließen. Erfreulich ist, dass ab 2014 der volle Kostenorientierungswert zur Verfügung gestellt werden soll und nicht länger eine Bindung an eine gegebenenfalls geringere Grundlohnrate erfolgen soll. Damit steigen die Chancen für eine regelhaft bessere Refinanzierung der Personal- und Sachkosten. Mit einem leichten Fallwachstum, höheren Leistungsentgelten der Kassen und einer weiteren erlösorientierten Anpassung des Personalkörpers strebt das Klinikum in 2013 ein ausgeglichenes Ergebnis ein. Die Investitionen von 29 Mio. EUR betreffen neben der Erneuerung von Geräten und Einrichtung (7 Mio. EUR) insbesondere die Generalsanierung. Finanzielle Verpflichtungen des Krankenhauszweckverbandes Ingolstadt Gemäß § 17 des Gesellschaftsvertrages sorgt der Krankenhauszweckverband Ingolstadt für die Sicherung der erforderlichen Liquidität. Betriebsverluste der Gesellschaft werden vom Krankenhauszweckverband Ingolstadt grundsätzlich innerhalb von 5 Jahren ausgeglichen, soweit diese nicht durch Überschüsse in den Folgejahren oder durch Rücklagenentnahmen, die eine weitere angemessene Eigenkapitalausstattung nicht gefährden, abgedeckt werden können. 164 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Medizinisches Versorgungszentrum Klinikum Ingolstadt GmbH Krumenauerstraße 25, 85049 Ingolstadt www.klinikum-ingolstadt.de Stammkapital: gehalten durch Gesellschafter: Beschlussorgane: Geschäftsführer: 25.000 € Klinikum Ingolstadt GmbH Gesellschafterversammlung Heribert Fastenmeier Gegenstand und Aufgabe der Gesellschaft Die Gesellschaft betreibt ein Medizinisches Versorgungszentrum im Sinne des § 95 SGB V zur Erbringung vertragsärztlicher und privatärztlicher Leistungen unter ärztlicher Anleitung. Folgende erworbenen Praxen werden derzeit mit zwölf angestellten Fachärzten betrieben: - Chirurgische Praxis - Gynäkologische Praxis - Praxis für Neurochirurgie - Praxis für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie - Praxis für Orthopädie mit Schwerpunkt Kinderorthopädie und Chirotherapie - Praxen für Anästhesie. Die Praxis für Urologie wurde Ende September 2012 aufgegeben und der Praxissitz verkauft. Aufgabe der MVZ GmbH ist es insbesondere auch die Klinikum Ingolstadt GmbH in der ambulanten prä- und poststationären Behandlung der Patienten zu unterstützen. Im MVZ wurden in 2012 23.114 (Vorjahr 23.611) Patienten behandelt. Vermögens- und Finanzlage Planmäßige Abschreibungen von TEUR 179 und der Verkauf einer Praxis mit Buchwerten von TEUR 81 prägen zusammen mit den Investitionen in Geschäftsausstattung von TEUR 5 den Rückgang des langfristig gebundenen Anlagevermögens um TEUR 255 auf TEUR 586. Das kurzfristige Umlaufvermögen ist aufgrund des Anstiegs der Forderungen gegenüber den Kassen um TEUR 263 auf TEUR 843 gestiegen. Zur Finanzierung wurde eine Aufstockung der Darlehen bei der Klinikum Ingolstadt GmbH um TEUR 200 auf TEUR 3.300 notwendig. Aufgrund des erneuten Jahresfehlbetrages von TEUR 195 ist der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag auf TEUR 2.100 angewachsen. Eine materielle Überschuldung im insolvenzrechtlichen Sinne liegt jedoch nicht vor, da die mittelfristig zu erwartende deutliche Ergebnisverbesserung auf stille Reserven in den Praxiswerten schließen lässt. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 165 Medizinisches Versorgungszentrum Klinikum Ingolstadt GmbH 31.12.2012 TEUR Software Praxiswerte Sachanlagen Anlagevermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Liquide Mittel Umlaufvermögen Gesamtvermögen Gezeichnetes Kapital Verlustvortrag Jahresfehlbetrag Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag Rückstellungen Verbindlichkeiten davon Kredite der Klinikum Ingolstadt GmbH 31.12.2011 TEUR 12 653 176 841 438 142 580 1.421 25 -1.727 -203 -1.905 79 3.247 3.100 Veränderung TEUR -9 -187 -59 -255 302 -39 263 8 0 -203 8 -195 7 196 200 % 75,0 28,6 33,5 30,3 68,9 27,5 45,3 0,6 0,0 11,8 3,9 0,0 8,9 6,0 6,5 3 466 117 586 740 103 843 1.429 25 -1.930 -195 -2.100 86 3.443 3.300 Gesamtkapital 1.429 1.421 8 0,6 Ertragslage Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsergebnis Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Ertragsteuern Jahresfehlbetrag 2012 TEUR 2.363 151 -77 -1.731 -179 -681 -40 -194 -1 -195 2011 TEUR 2.376 41 -35 -1.720 -185 -632 -47 -202 -1 -203 Veränderung TEUR -13 110 -42 -11 6 -49 7 8 0 8 % 0,5 >100 >100 0,6 3,2 7,8 14,9 4,0 0 3,9 Aufgrund der im Geschäftsjahr erfolgten Restrukturierung konnten noch keine Umsatzzuwächse im Vergleich zum Vorjahr erzielt werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Anlagenabgangsgewinne von TEUR 60 und periodenfremde Erträge sowie Rückstellungsauflösungen von insgesamt TEUR 47. Unter Eliminierung dieser positiven Sondereinflüsse hat sich das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 100 verschlechtert. Die zu geringen Umsätze ermöglichen keine Kostendeckung. 166 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Medizinisches Versorgungszentrum Klinikum Ingolstadt GmbH Kennzahlen langfristig Jahresergebnis Betriebsleistung Personalaufwandsquote Cashflow Investitionen Bilanzsumme Anlagenintensität Eigenmittel Kredite TEUR TEUR % TEUR TEUR TEUR % TEUR TEUR Plan 2013 310 2.954 63,3 451 0 1.288 34,5 -1.790 2.849 2012 -195 2.514 68,9 -16 5 1.429 41,0 -2.100 3.300 2011 -203 2.417 71,2 -18 19 1.421 59,2 -1.905 3.100 2010 -182 2.438 75,4 11 69 3.489 28,9 -1.702 3.250 2009 -626 1.909 85,8 -378 120 3.262 34,8 -1.520 3.050 2008 -650 1.413 97,7 -485 557 2.541 49,9 -895 2.320 Ausblick Mit den seit Herbst 2012 sukzessive wirkenden Restrukturierungsmaßnahmen wird in 2013 bereits eine deutliche Ergebnisverbesserung angestrebt. Die Erlössituation soll durch die Hinzunahme der Betriebs- und Arbeitsmedizin, die Intensivierung der ästhetischen Eingriffe, die stärkere Einbindung in das GOIN-Ärztenetz und ärztliche Nachbesetzungen im Bereich der Neurologie und der Orthopädie in 2013 deutlich gesteigert werden. Durch eine stärkere Vernetzung der Praxen können Einsparungen bei den Miet- und Personalkosten erreicht werden. Finanzielle Verpflichtungen des Krankenhauszweckverbandes Ingolstadt Für den Krankenhauszweckverband Ingolstadt, der sich satzungsgemäß zur Sicherung der Liquidität der Klinikum Ingolstadt GmbH verpflichtet hat, können sich aus der Kreditgewährung der Klinikum Ingolstadt GmbH an die MVZ GmbH bei nicht planmäßiger Tilgung der Kredite der MVZ GmbH mittelbar finanzielle Verlustausgleichsverpflichtungen ergeben. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 167 Beteiligungsgesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH Krumenauerstraße 25, 85049 Ingolstadt www.klinikum-ingolstadt.de Stammkapital: gehalten durch Gesellschafter: 25.000 € Klinikum Ingolstadt GmbH 100,00% 100,00% 50,00% Unterbeteiligungen: Betreibergesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH Dienstleistungs- und Gebäudemanagement Klinikum Ingolstadt GmbH APG - Alten- und Pflegeheim Geschäftsführungsgesellschaft mbH Beschlussorgane: Gesellschafterversammlung Aufsichtsrat Heribert Fastenmeier Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Alfred Lehmann stellv. Vorsitzender: Bezirkstagspräsident Josef Mederer Stadträte: Bürgermeister Albert Wittmann Dr. Johannes Hörner Dr. Harald Renninger Dorothea Soffner Thomas Thöne Dr. Gerd Werding Bezirksräte: Ursula Bittner Franz Jungwirth Dr. Günther Rödig Raimund Mayr, Betriebsrat Klinikum Ingolstadt GmbH Verträge: Geschäftsführer: Aufsichtsrat: Ergebnisabführungsvertrag mit der Dienstleistungs- und Gebäudemanagement Klinikum Ingolstadt GmbH vom 29.12.2008 Ergebnisabführungsvertrag mit der Betreibergesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH vom 15.03.2006 Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft Die Beteiligungsgesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH hat als gewerbliche Managementholding Bündelungsfunktion. Darüber hinaus erbringt sie Unterstützungs- und Beratungsleistungen an die Töchter. 168 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Beteiligungsgesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH Vermögens- und Finanzlage Aktiva Finanzanlagen Betreibergesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH Dienstleistungs-/Gebäudemanagement Klinikum Ingolstadt GmbH Alten- und Pflegeheim Geschäftsführungsgesellschaft mbH 31.12.2012 TEUR 31.12.2011 TEUR Veränderung TEUR % 25 25 13 63 139 124 15 25 25 13 63 46 39 0 0 0 0 0 93 85 15 0,0 0,0 0,0 0,0 >100 >100 >100 Anlagevermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände davon Gew innabführungsanspruch Dienstleistungs-/Gebäudemanagement Klinikum Ingolstadt GmbH Betreibergesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH Liquide Mittel Umlaufvermögen Gesamtvermögen Passiva Gezeichnetes Kapital Verlustvortrag Jahresüberschuss Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten davon Verlustausgleichsverpflichtung Betreibergesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH davon Kreditaufnahme bei Klinikum Ingolstadt GmbH 6 145 208 25 -69 62 18 43 147 0 130 7 53 116 25 -84 15 -44 8 152 12 130 -1 92 92 0 15 47 62 35 -5 -12 0 14,3 >100 79,3 0,0 17,9 >100 >100 >100 3,3 100,0 0,0 Gesamtkapital 208 116 92 79,3 Mit dem Jahresüberschuss 2012 von TEUR 62 kann der Verlustvortrag aus Vorjahren von TEUR 69 nahezu vollständig ausgeglichen und ein positives Eigenkapital von TEUR 18 ausgewiesen werden. Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsergebnis Gewinnabführung Dienstleistungs-/Gebäudemanagement Klinikum Ingolstadt GmbH Betreibergesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH 2012 TEUR 18 -54 -2 124 15 0 101 -39 62 2011 TEUR 25 -59 -2 74 0 -12 26 -11 15 Veränderung TEUR -7 5 0 50 15 12 75 -28 47 % 28,0 8,5 0,0 67,6 >100 100,0 >100 >100 >100 Aufwendungen aus Verlustübernahme Betreibergesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Jahresergebnis Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 169 Dienstleistungs- und Gebäudemanagement Klinikum Ingolstadt GmbH Krumenauerstraße 25, 85049 Ingolstadt www.klinikum-ingolstadt.de Stammkapital: gehalten durch Gesellschafter: Beschlussorgane: 25.000 € Beteiligungsgesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH Gesellschafterversammlung Aufsichtsrat Jürgen Kätzlmeier Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Alfred Lehmann stellv. Vorsitzender: Bezirkstagspräsident Josef Mederer Stadträte: Bürgermeister Albert Wittmann Dr. Johannes Hörner Dr. Harald Renninger Dorothea Soffner Thomas Thöne Dr. Gerd Werding Bezirksräte: Ursula Bittner Franz Jungwirth Dr. Günther Rödig Raimund Mayr, Betriebsrat Klinikum Ingolstadt GmbH Geschäftsführer: Aufsichtsrat: Verträge: Ergebnisabführungsvertrag mit der Beteiligungsgesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH vom 29.12.2008 Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft Die Ende 2006 gegründete Gesellschaft unterstützt die Tätigkeit der Klinikum Ingolstadt GmbH sowie deren medizinischen Kooperationspartnern durch Dienstleistungen und Verwaltungstätigkeiten. Insbesondere betreibt die Gesellschaft die Parkplätze und das Parkhaus am Klinikum. Im Jahr 2012 wurde der rund 600 Stellplätze umfassende Parkplatz fertiggestellt. Das Aufgabenspektrum erstreckt sich darüber hinaus auf die Haus- und Wohnungsverwaltung sowie die Gebäudebewirtschaftung im Unternehmensverbund des Klinikums. Vermögens- und Finanzlage Das Anlagevermögen stieg um TEUR 524 auf TEUR 1.200, da den Investitionen von TEUR 586, die im Wesentlichen den Ausbau des Parkplatzes P6 betreffen, Abschreibungen von TEUR 62 gegenüber stehen. Die zum Jahresende 2011 in den liquiden Mittel enthaltenen, noch nicht verausgabten Kreditmittel wurden in 2012 nun für die Finanzierung der Investitionen eingesetzt. Der zur Finanzierung des Parkplatzausbaus aufgenommene Kredit wurde in Höhe von TEUR 30 auf TEUR 1.130 getilgt. 170 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Dienstleistungs- und Gebäudemanagement Klinikum Ingolstadt GmbH Bilanz Aktiva Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Anlagevermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Liquide Mittel Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Passiva Gezeichnetes Kapital Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten davon Kreditaufnahme bei Stadt Ingolstadt davon Gew innabführungverpflichtung an Beteiligungsgesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH 31.12.2012 TEUR 20 1.180 1.200 0 50 148 198 8 1.406 31.12.2011 TEUR 29 647 676 5 92 523 620 11 1.307 Veränderung TEUR -9 533 524 -5 -42 -375 -422 -3 99 % 31,0 82,4 77,5 100,0 45,7 71,7 68,1 27,3 7,6 25 27 1.354 1.130 124 25 26 1.256 1.160 39 0 1 98 -30 85 0,0 3,8 7,8 2,6 >100 Bilanzsumme 1.406 1.307 99 7,6 Ertragslage Mit der Fertigstellung des Parkplatzes konnten die Erlöse aus der Parkraumbewirtschaftung um TEUR 137 gesteigert werden. Projektmanagementleistungen für das neue Pflegeheim werden in 2012 im Gegensatz zum Vorjahr nicht mehr erbracht. Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Personalaufwand Materialaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen davon Pacht an Klinikum Ingolstadt GmbH 2012 TEUR 1.154 14 -312 0 -62 -646 -366 2011 TEUR 1.222 64 -495 -11 -14 -692 -378 Veränderung TEUR % -68 5,6 -50 78,1 183 37,0 11 100,0 -48 >100 46 6,6 12 3,2 Zinsergebnis Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern Gewinnabführung an Beteiligungsgesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH Jahresergebnis -23 125 -1 -124 0 0 74 0 -74 0 -23 51 -1 -50 0 >100 68,9 >100 67,6 >100 Mit Veränderungen in den Geschäftsfeldern konnte eine verbesserte Kostenstruktur erreicht werden, die zusammen mit stabilen Erträgen künftig nachhaltig zu positiven Ergebnissen führen wird. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 171 Betreibergesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH Krumenauerstraße 25, 85049 Ingolstadt www.klinikum-ingolstadt.de Stammkapital: gehalten durch Gesellschafter: Beschlussorgane: Geschäftsführer: Verträge: 25.000 € Beteiligungsgesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH Gesellschafterversammlung Jürgen Kätzlmeier Ergebnisabführungsvertrag mit der Beteiligungsgesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH vom 15.03.2006 Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft Gegenstand des im Februar 2006 gegründeten Unternehmens ist die Anschaffung, die Anund Vermietung und der Betrieb von medizinischen Geräten. Die Gesellschaft hat Ende 2007 einen Operationsroboter zur Operation von Patienten mit Prostatakrebs erworben. Sie vermietet diesen an die Klinikum Ingolstadt GmbH. Darüber hinaus stellt sie der Kardio CT GmbH & Co. KG die Räume für den Betrieb des Computertomographen zur Verfügung. Darüber hinaus verfügt sie über medizinische Geräte und Betriebs- und Geschäftsausstattung, die an die MVZ GmbH und Klinikum Ingolstadt GmbH vermietet sind. 31.12.2012 31.12.2011 Veränderung Bilanz TEUR Aktiva Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen/Kreditgew ährung an Kardio-CT GmbH & Co. KG Anlagevermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände davon Verlustausgleichsanspruch gegenüber Beteiligungsgesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH 0 12 -12 100,0 TEUR 3 3 1.952 630 2.585 24 TEUR 0 -397 -139 -536 -4 % 0,0 20,3 22,1 20,7 16,7 1.555 491 2.049 20 Liquide Mittel Umlaufvermögen Bilanzsumme Passiva Gezeichnetes Kapital Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten davon Bankkredite davon Kredite bei Klinikum Ingolstadt GmbH davon Gew innabführung an Beteiligungsgesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH 75 95 2.144 68 92 2.677 7 3 -533 10,3 3,3 19,9 25 5 2.114 1.320 770 25 4 2.619 1.760 850 0 1 -505 -440 -80 0,0 25,0 19,3 25,0 9,4 15 0 15 >100 Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme 172 0 2.144 29 2.677 -29 -533 100,0 19,9 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Betreibergesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH Die Sachanlagen beinhalten insbesondere den Operationsroboter, Mietereinbauten für den Computertomographen und ein Ultraschallgerät sowie vermietete Geschäftsausstattung. Infolge der planmäßigen Abschreibungen von TEUR 413 und Abgängen mit einem Buchwert von TEUR 1, denen Investitionen von TEUR 17 gegenüber stehen, verminderten sie sich um TEUR 397 auf TEUR 1.555. Die Ausleihungen an die Kardio CT GmbH & Co. KG für die einstige Beschaffung des Computertomographen wurden von dieser planmäßig um TEUR 139 auf TEUR 491 getilgt. Mit den über die Mieterträge zugeflossenen Abschreibungen und den erhaltenen Tilgungsraten konnten die Kredite um TEUR 505 auf TEUR 2.114 zurückgeführt werden. Gewinn- und Verlustrechnung Mietertrag für Operationsroboter "Da Vinci" Raummietertrag für Computertomograph Übrige Mieterlöse Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsergebnis Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Gewinnabführung / Verlustübernahme Beteiligungsgesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH 2012 TEUR 272 136 161 569 0 -413 -84 -57 15 -15 0 2011 TEUR 272 136 140 548 1 -408 -81 -72 -12 12 0 Veränderung TEUR 0 0 21 21 -1 -5 -3 15 27 -27 0 % 0,0 0,0 15,0 3,8 100,0 1,2 3,7 20,8 >100 >100 >100 Jahresergebnis Durch höhere Mieterträge und geringere Zinslasten konnte erstmals ein Überschuss von TEUR 15 erzielt werden, der aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages an die Beteiligungsgesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH abzuführen ist. Plan 2013 8 564 418 0 1.734 94,5 25 1,4 1.680 Kennzahlen langfristig Ergebnis vor Ausgleich Betriebsleistung Cashflow Investitionen Bilanzsumme Anlagenintensität Eigenmittel Eigenmittelquote Kredite TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR % TEUR % TEUR 2012 15 569 428 17 2.144 95,6 25 1,2 2.090 2011 -12 548 396 72 2.677 96,6 25 0,9 2.610 2010 -42 457 307 686 3.156 96,8 25 0,8 3.073 2009 -62 424 255 241 2.965 95,9 25 0,8 2.838 2008 -45 396 237 252 3.163 96,0 25 0,8 3.079 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 173 Kardio-CT GmbH & Co. KG Krumenauerstraße 25, 85049 Ingolstadt www.klinikum-ingolstadt.de Kommanditkapital: gehalten von den Kommanditisten: 30.000 € Klinikum Ingolstadt GmbH Diagnosticum Ingolstadt Radiologie.Nuklearmedizin. Kardiologische Gemeinschaftspraxis Dres. Fahn, Senner, Dietl und Finsterer 15.000 € 12.000 € 3.000 € ohne Einlage 100,00% 50,00% 40,00% 10,00% Komplementär: Unterbeteiligung: Beschlussorgane: Geschäftsführung: CT 64 Verwaltungs-GmbH CT 64 Verwaltungs-GmbH Gesellschafterversammlung CT 64 Verwaltungs-GmbH Gegenstand und Aufgabe der Gesellschaft Die gewerbliche Tätigkeit der Ende 2006 gegründeten Gesellschaft erstreckt sich seit März 2008 auf den Betrieb eines Computertomographen, den die Kommanditisten nutzen. Bilanz Aktiva Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Anteile CT 64 Verw altungs GmbH 100 % Anlagevermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Liquide Mittel Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Passiva Haftkapital Variables Kapital Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten davon Kredite Betreibergesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH 31.12.2012 TEUR 0 428 25 453 1 82 83 2 538 30 6 36 3 499 491 31.12.2011 TEUR 3 564 25 592 4 85 89 2 683 30 6 36 3 644 630 Veränderung TEUR -3 -136 0 -139 -3 -3 -6 0 -145 0 0 0 0 -145 -139 % 100,0 24,1 0,0 23,5 75,0 3,5 6,7 0,0 21,2 0,0 0,0 0,0 0,0 22,5 22,1 Bilanzsumme 538 683 -145 21,2 174 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Kardio CT GmbH & Co. KG Das Anlagevermögen verminderte sich aufgrund der Abschreibungen um TEUR 139 auf TEUR 453. Das Darlehen von der Betreibergesellschaft Klinikum Ingolstadt GmbH wurde planmäßig um TEUR 139 auf TEUR 491 getilgt. Gewinn- und Verlustrechnung Betriebliche Erträge Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen davon Raumkosten davon Wartungskosten 2012 TEUR 0 -139 -256 -136 -100 2011 TEUR 1 -139 -255 -136 -97 Veränderung TEUR -1 0 -1 0 -3 % 100,0 0,0 0,4 0,0 3,1 Zinsergebnis auszugleichender Verlust Übernahme durch: Klinikum Ingolstadt GmbH 50 % übrige Kommanditisten 50 % -33 -428 214 214 -40 -433 217 216 7 5 -3 -2 17,5 1,2 1,4 0,9 Da es sich um eine reine Kostenträgergesellschaft handelt, werden keine Umsatzerlöse erzielt. Die Kommanditisten tragen die anfallenden Kosten im Verhältnis ihrer Nutzungsanteile. Der Anteil der Klinikum Ingolstadt GmbH beträgt 50 %, d.h. in 2012 TEUR 214. Ausblick In den Folgejahren ergibt sich aufgrund der Kredittilgungen eine rückläufige Zinsbelastung, die für die Gesellschafter eine leichte Kostenentlastung bringt. Finanzielle Verpflichtungen Die Klinikum Ingolstadt GmbH ist als Gesellschafterin verpflichtet, bis zur Amortisation des Gerätes entsprechend ihrer Nutzungsanteile die anteiligen Kosten zu tragen. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 175 CT 64 Verwaltungs-GmbH Krumenauerstraße 25, 85049 Ingolstadt www.klinikum-ingolstadt.de Stammkapital: gehalten durch Gesellschafter: Beschlussorgane: Geschäftsführer: 25.000 € Kardio-CT GmbH & Co. KG Gesellschafterversammlung Jürgen Kätzlmeier Dr. med. Rudolf Conrad Dr. med. Rudolf Dietl Gegenstand und Aufgabe des Unternehmens Der Ende 2006 gegründeten CT 64 Verwaltungs-GmbH obliegt als Komplementärin die persönliche Haftung und die Geschäftsführung der Kardio-CT GmbH & Co. KG. Hierfür erhält die CT 64 Verwaltungs-GmbH eine Haftungsvergütung und einen Aufwendungsersatz. Bilanz Aktiva Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Liquide Mittel Umlaufvermögen Bilanzsumme Passiva Gezeichnetes Kapital Gewinnvortrag Jahresüberschuss Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Bilanzsumme 31.12.2012 TEUR 8 24 32 32 25 3 1 29 3 0 32 31.12.2011 TEUR 9 23 32 32 25 1 2 28 3 1 32 Veränderung TEUR -1 1 0 0 0 2 -1 1 0 -1 0 % 11,1 4,3 0,0 0,0 0,0 >100 50,0 3,6 0,0 100,0 0,0 Gewinn- und Verlustrechnung Haftungsvergütung und Auslagenersatz Betriebliche Aufwendungen Jahresüberschuss 2012 TEUR 8 -7 1 2011 TEUR 10 -8 2 Veränderung TEUR -2 1 -1 % 20,0 12,5 50,0 176 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Alten- und Pflegeheim Klinikum Ingolstadt GmbH Krumenauerstraße 25, 85049 Ingolstadt www.klinikum-ingolstadt.de Stammkapital: gehalten durch Gesellschafter: Beschlussorgane: 25.000 € Klinikum Ingolstadt GmbH Gesellschafterversammlung Aufsichtsrat Heribert Fastenmeier Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Alfred Lehmann stellv. Vorsitzender: Bezirkstagspräsident Josef Mederer Stadträte: Bürgermeister Albert Wittmann Dr. Johannes Hörner Dr. Harald Renninger Dorothea Soffner Thomas Thöne Dr. Gerd Werding Bezirksräte: Ursula Bittner Franz Jungwirth Dr. Günther Rödig Raimund Mayr, Betriebsrat Geschäftsführer: Aufsichtsrat: Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft Die Klinikum Ingolstadt GmbH hat mit Wirkung zum 01.01.2007 den Betrieb des Pflegeheims auf die von ihr neu gegründete 100 %ige Tochtergesellschaft Alten- und Pflegeheim Klinikum Ingolstadt GmbH übertragen. Diese betreibt die Pflegeeinrichtung, die auch Personalwohnungen für Schüler und Angestellte umfasst, in der Innenstadt von Ingolstadt. Von den vorgehaltenen 191 Pflegeplätzen entfallen auf die Somatik nach SGB XI 114 Wohnplätze. Die psychiatrische Abteilung, die als Langzeitbetreuung die Akutversorgung des Klinikum Ingolstadt zur Vollversorgung ergänzt, weist 34 Plätze auf. Zusätzlich werden 43 Plätze in der Einrichtung zur Wiedereingliederung seelisch kranker Erwachsener nach dem SGB XII betrieben. Mit ihrer Aufgabenstellung, der Versorgung, Betreuung und Unterstützung älterer, erwerbsunfähiger und hilfsbedürftiger Personen sowie von Menschen mit psychiatrischen, geistigen und sozialen Problemen, die in Folge ihres körperlichen Zustands auf die Hilfe anderer angewiesen sind oder deren Bezüge nicht höher als das 4-fache des Regelsatzes der Sozialhilfe im Sinn des § 28 des zwölften Buches Sozialgesetzbuch sind, ist die Gesellschaft gemeinnützig tätig. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 177 Alten- und Pflegeheim Klinikum Ingolstadt GmbH Vermögens- und Finanzlage 31.12.2012 TEUR Bauten und Außenanlagen Technische Anlagen, Einrichtung und Ausstattung Lebensarbeitszeitkonten Langfristiges Vermögen Vorräte Lebensmittel Forderungen und Abgrenzungen Festgeldanlagen und liquide Mittel Kurzfristiges Vermögen Gesamtvermögen Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklagen Verlustvortrag Jahresüberschuss Eigenkapital Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens Eigenmittel Pensions-/Beihilfe-/Jubiläums-/Archivierungsrückstellungen 31.12.2011 TEUR 6.609 564 12 18 463 75% 6% 0% Veränderung TEUR - 299 % 4,5 6.310 487 17 15 484 71% 6% 0% - 77 13,7 5 41,7 - 371 21 5,2 4,5 - 3 16,7 259 21,7 277 16,5 - 94 0 0 1,1 0,0 0,0 6.814 77% 0% 6% 7.185 81% 0% 5% 1.455 17% 1.954 23% 8.768 100% 25 0% 6.161 70% -1.016 -12% 152 2% 60% 1.196 14% 1.677 19% 8.862 100% 25 0% 6.161 70% -1.198 -14% 182 5.170 2% 58% 182 15,2 - 30 >100 152 - 69 83 2,9 4,2 1,2 5.322 1.556 18% 6.878 78% 1.625 18% 6.795 76% Langfristiges Fremdkapital Kurz- und mittelfristige Kredite vom KhZVI Rückstellung für Altersteilzeit Sonstige Rückstellungen Übrige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen Kurz- und mittelfristiges Fremdkapital Gesamtkapital 305 157 412 423 593 1.585 3% 2% 5% 5% 7% 19% 263 172 756 365 511 1.804 3% 2% 9% 4% 6% 21% 42 16,0 - 15 8,7 - 344 45,5 58 15,9 82 16,0 - 219 12,1 - 94 1,1 8.768 100% 8.862 100% Das Gesamtvermögen ist gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgegangen. Das langfristig gebundene Vermögen sank um TEUR 371 infolge der planmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen von TEUR 381, denen Investitionen von TEUR 10 gegenüber standen. Das kurzfristige Vermögen stieg hingegen um TEUR 277 auf TEUR 1.954, da aus den im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit vereinnahmten Finanzmittel (TEUR 280) die liquiden Mittel und Geldanlagen um TEUR 259 aufgestockt werden konnten. Die Eigenmittel stiegen aufgrund des Jahresüberschusses im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 83 auf TEUR 6.878. Sie decken das langfristig gebundene Vermögen in voller Höhe. Die Darlehen belaufen sich nach planmäßiger Tilgung in Höhe von TEUR 15 Ende 2012 noch auf TEUR 157. Das kurzfristige und mittelfristige Fremdkapital ist durch das kurzfristige Vermögen mehr als gedeckt. 178 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Alten- und Pflegeheim Klinikum Ingolstadt GmbH Ertragslage 2012 Somatik Pflegeplätze Pflegetage Auslastung in % Psychiatrie Pflegeplätze Pflegetage Auslastung in % 77 31.090 110,6 77 30.805 109,6 0 285 0,0% 0,9% 2011 114 114 43.164 103,7 Veränderung 0 -3.098 0,0% -7,2% 40.066 96,3 Im Geschäftsjahr 2012 wurde die Belegung in der Somatik weiter an die geplanten 80 Plätze im neuen Pflegeheim angepasst. Im Jahresdurchschnitt waren 109 Plätze belegt. In der Psychiatrie war erneut eine hohe Belegung zu verzeichnen. Gewinn- und Verlustrechnung Somatik Psychiatrie Unterkunft und Verpflegung Zusatzleistungen Weiterberechnete Investitionskostenanteile Umsatzerlöse Zins- und Tilgungszuschüsse KhZVI Übrige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen auf Anlagevermögen Erträge aus Auflösung Sonderposten für Zuschüsse Aufwendungen für Instandhaltung u.Instandsetzung Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsergebnis Jahresüberschuss 2012 TEUR 2.543 2.381 998 149 619 6.690 24 744 -2.280 -4.503 -381 69 -101 -79 -31 152 2011 TEUR 2.718 2.279 1.064 159 640 6.860 37 712 -2.244 -4.666 -387 69 -87 -82 -30 182 Veränderung TEUR -175 102 -66 -10 -21 -170 -13 32 -36 163 6 0 -14 3 -1 -30 % 6,4 4,5 6,2 6,3 3,3 2,5 35,1 4,5 1,6 3,5 1,6 0,0 16,1 3,7 3,3 16,5 Der auslastungsbedingte Rückgang der Erlöse in der Somatik wird gedämpft durch den im Vergleich zum Vorjahr höheren Anteil der Pflegestufen II und III. In der Psychiatrie lagen neben dem Zuwachs an Pflegetagen auch höhere Pflegestufen vor. Durch die auf die Belegung abgestimmte Kostenbegrenzung konnte der Jahresüberschuss nahezu gehalten werden. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 179 Alten- und Pflegeheim Klinikum Ingolstadt GmbH Kennzahlen langfristig Jahresergebnis Betriebsleistung Materialaufwandsquote Personalaufwandsquote Mitarbeiter Cashflow im engeren Sinn Investitionen Bilanzsumme Anlagenintensität Eigenmittel* Eigenmittelquote Kredite TEUR TEUR % % VZÄ TEUR TEUR TEUR % TEUR % TEUR Plan 2013 0 5.086 33,1 61,1 64,4 154 401 2.000 20,0 25 1,3 141 2012 152 7.434 30,7 60,6 95,4 464 5 8.768 77,5 6.878 78,4 157 2011 182 7.572 29,6 61,6 101,7 500 11 8.862 80,9 6.795 76,7 172 2010 -51 7.538 20,8 69,3 117,5 146 13 8.704 86,7 6.683 76,8 201 2009 -414 7.080 22,0 72,1 114,6 -13 88 8.635 92,3 6.929 80,2 433 2008 -462 6.994 26,8 80,4 124,9 -46 97 9.113 91,5 7.366 80,8 473 * Eigenmittel = Eigenkapital zzgl. Sonderposten für Zuwendungen Ausblick – Chancen und Risiken Im Juli 2013 zieht das Pflegeheim in den Neubau auf dem Gelände des Klinikums um. Dort werden 180 Plätze angeboten. Die somative Pflege mit beschützender Pflege und Schwerstpflege wird ab diesem Zeitpunkt von der die Heilig-Geist-Spital-Stiftung fortgeführt, die für 80 Plätze Teileigentum erworben hat. Die Alten- und Pflegeheim GmbH wird 80 Plätze vom Krankenhauszweckverband anmieten und für den psychiatrischen Langzeitbereich und die Wiedereingliederung nutzen. Die Immobilie in der Innenstadt wird an den mittelbaren Gesellschafter Krankenhauszweckverband Ingolstadt zurückübertragen, der das Areal veräußern wird. Diese marktgerechte Neuordnung des Leistungsangebots in Verbindung mit einer Prozessoptimierung ermöglicht es, die Wirtschaftlichkeit der Pflege langfristig zu sichern und insbesondere die Betreuung der Bewohner zu verbessern. Finanzielle Verpflichtungen des Krankenhauszweckverbandes Ingolstadt Die Klinikum Ingolstadt GmbH sorgt als Gesellschafter für die Sicherung der erforderlichen Liquidität der Alten- und Pflegeheim GmbH. Es bestehen somit mittelbare finanzielle Verpflichtungen für den Krankenhauszweckverband Ingolstadt als Alleingesellschafter der Klinikum Ingolstadt GmbH. 180 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt APG – Alten- und Pflegeheim Geschäftsführungsgesellschaft mbH Krumenauerstraße 25, 85049 Ingolstadt www.klinikum-ingolstadt.de Stammkapital: gehalten durch Gesellschafter: 25.000 € Beteiligungsgesellschaft Klinikum Ingolstadt mbH Heilig-Geist Spital Stiftung Gesellschafterversammlung Erich Göllner Helmut Chase 12.500 € 12.500 € 50,00% 50,00% Beschlussorgane: Geschäftsführer: Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft Aufgabe der Ende 2006 gegründeten Gesellschaft ist die Geschäftsführung der Heilig-GeistSpital Stiftung und der Alten- und Pflegeheim Klinikum Ingolstadt GmbH. Bilanz Aktiva Liquide Mittel Bilanzsumme Passiva Gezeichnetes Kapital Gewinnvortrag Jahresüberschuss Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Bilanzsumme 31.12.2012 TEUR 51 51 25 13 4 42 3 6 51 31.12.2011 TEUR 45 45 25 10 3 38 3 4 45 Veränderung TEUR 6 6 0 3 1 4 0 2 6 % 13,3 13,3 0,0 30,0 33,3 10,5 0,0 50,0 13,3 Gewinn- und Verlustrechnung Erlöse für die Geschäftsführung Sonstige betriebliche Erträge Sonstige betriebliche Aufwendungen Steuern Jahresüberschuss 2012 TEUR 36 1 -31 -2 4 2011 TEUR 36 1 -32 -2 3 Veränderung TEUR 0 0 1 0 1 % 0,0 0,0 3,1 0,0 33,3 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 181 Klinikum Ingolstadt – Ambulante Pflege- und Nachsorge GmbH Krumenauerstraße 25, 85049 Ingolstadt www.klinikum-ingolstadt.de Stammkapital: gehalten durch Gesellschafter: Beschlussorgane: Geschäftsführer: 25.000 € Klinikum Ingolstadt GmbH Gesellschafterversammlung Erich Göllner Gegenstand und Aufgabe der Gesellschaft Die im September 2005 gegründete gemeinnützig tätige Gesellschaft bietet ambulante Dienste in Form der Nachsorge für Kranke im somatischen und psychiatrischen Bereich, betreutes Einzelwohnen sowie mobile soziale Dienste. Daneben umfasst das Angebot auch therapeutische Wohngemeinschaften. Mit dem Bezirk Oberbayern bestehen seit 2007 Leistungsvereinbarungen für das „Ambulante Betreute Wohnen“ und die „Therapeutische Wohngruppe“. Bilanz Aktiva Anlagevermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Liquide Mittel Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Passiva Gezeichnetes Kapital Ergebnisvortrag Jahresergebnis Eigenkapital Sonderposten aus Zuschüssen und Zuweisungen Rückstellungen Verbindlichkeiten Bilanzsumme 31.12.2012 TEUR 27 71 68 139 1 167 25 11 91 127 18 4 18 167 31.12.2011 TEUR 32 42 32 74 1 107 25 -9 21 37 20 21 29 107 Veränderung TEUR % -5 29 36 65 0 60 0 20 70 90 -2 -17 -11 60 15,6 69,0 >100 87,8 0,0 56,1 0,0 >100 >100 >100 10,0 81,0 37,9 56,1 Der Vermögenszuwachs ergibt sich aus dem umsatzbedingten Forderungszuwachs und dem Aufbau der liquiden Mittel infolge des erzielten Jahresüberschusses. 182 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Klinikum Ingolstadt – Ambulante Pflege- und Nachsorge GmbH Leistungsdaten Therapeutische Wohngemeinschaft - 18 Plätze im Jahresdurchschnitt belegte Plätze Betreutes Einzelwohnen - 36 Plätze im Jahresdurchschnitt belegte Plätze 2012 16,8 10,5 2011 13,9 10,2 Veränderung 2,9 0,3 Die höhere Belegung in der therapeutischen Wohngemeinschaft lässt die Umsatzerlöse weiter steigen. Gewinn- und Verlustrechnung Pflegeleistungen Unterkunft und Verpflegung Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Auflösung Sonderposten für Zuschüsse Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Jahresergebnis 2012 TEUR 294 46 340 5 -71 -135 2 -7 -44 90 2011 TEUR 256 38 294 7 -73 -160 2 -5 -44 21 Veränderung TEUR 38 8 46 -2 2 25 0 -2 0 69 % 14,8 21,1 15,6 28,6 2,7 15,6 0,0 40,0 0,0 >100 Ausblick Es wird angestrebt, die hohe Belegung zu stabilisieren. Die außergewöhnlich gute Ergebnissituation in 2013 wird sich jedoch voraussichtlich nicht dauerhaft halten lassen. In den kommenden Jahren stehen Investitionen an, die mit dem aufgebauten Eigenkapital finanziert werden. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 183 Elisabeth Hospiz Ingolstadt GmbH Unterer Graben 26, 85049 Ingolstadt www.hospiz-ingolstadt.de Stammkapital: gehalten durch Gesellschafter: 25.000 € Klinikum Ingolstadt GmbH Hospizverein Ingolstadt e.V. Gesellschafterversammlung Franz Hartinger 6.500 € 18.500 € 26,00% 74,00% Beschlussorgane: Geschäftsführer: Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft Die gemeinnützige Gesellschaft begleitet Menschen mit einer unheilbaren Krankheit während der Vollendung ihres Lebens und unterstützt Angehörige und andere nahe stehende Personen. Seit Mai 2009 stehen für die stationäre Versorgung im Elisabeth Hospiz 13 möblierte Einzelappartements und ein Zimmer für Angehörige zur Verfügung. Vermögens- und Finanzlage 31.12.2012 TEUR 31.12.2011 TEUR Veränderung TEUR % 1,0 62,5 75,7 68,2 31,5 0,0 7,8 7,8 Anlagevermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Liquide Mittel Umlaufvermögen Gesamtvermögen Gezeichnetes Kapital Rücklagen davon Klinikum Ingolstadt GmbH 95 78 65 143 238 25 426 375 96 48 37 85 181 25 395 348 -1 30 28 58 57 0 31 27 Verlustvortrag Jahresergebnis Eigenkapital Noch nicht verbrauchte Spendenmittel Rückstellungen Verbindlichkeiten davon Kredite der Klinikum Ingolstadt GmbH davon Vorauszahlungen auf Verlustausgleich -426 5 30 37 42 129 60 25 -337 -88 -5 7 39 140 75 0 -89 93 35 30 3 -11 -15 25 26,4 >100 >100 >100 7,7 7,9 20,0 >100 Gesamtkapital 238 181 57 31,5 Das Anlagevermögen blieb nahezu unverändert, da den Abschreibungen von TEUR 38 Investitionen von TEUR 37 gegenüber stehen. Diese betrafen einen Pkw mit TEUR 23 und Ausstattungsgegenstände. Die Forderungen sind wegen des im Vergleich zum Vorjahr deutlich umsatzstärkeren letzten Kalenderjahresquartals überproportional gestiegen. 184 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Elisabeth Hospiz GmbH Der Liquiditätszuwachs ergibt sich aus der verbesserten Ergebnissituation und den höheren zugeflossenen, noch nicht verbrauchten Spendenmitteln. Zur Abdeckung des Verlustes 2011 leisteten die Gesellschafter in 2012 nochmals Einlagen von TEUR 30. Zusammen mit dem Jahresüberschuss (TEUR 5) ergibt sich somit nun ein Eigenkapital von TEUR 30. Aufgrund der verbesserten Ergebnissituation konnten die Darlehen beim Gesellschafter Klinikum Ingolstadt GmbH um TEUR 15 auf TEUR 60 zurückgeführt werden. Erhaltene Vorauszahlungen auf den Verlustausgleich 2012 von TEUR 25 sind zurück zu gewähren. Die Ertragslage ist geprägt von der deutlich höheren Auslastung: 2012 Pflegetage Auslastung durchschnittliche Verweildauer in Tagen 3.223 67,9% 29,3 2011 2.771 58,4% 23,9 Veränderung 452 9,5% 5,4 Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge - Spenden Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsergebnis Jahresergebnis 2012 TEUR 773 73 -51 -537 -38 -213 -2 5 2011 TEUR 636 81 -62 -496 -27 -216 -4 -88 Veränderung TEUR 137 -8 11 -41 -11 3 2 93 % 21,5 9,9 17,7 8,3 40,7 1,4 50,0 >100 Belegungsbedingt und aufgrund eines deutlich höheren Pflegesatzes konnte das Jahresergebnis um TEUR 93 verbessert werden. Da auch der über Spenden zu finanzierende 10 %ige Erlösanteil nahezu vollständig erreicht wurde, ist in 2012 erstmals ein Jahresüberschuss von TEUR 5 zu verzeichnen. Kennzahlen langfristig Verlust Ausgleich durch Klinikum Ingolstadt GmbH TEUR Plan 2013 -57 2012 5 2011 -88 2010 -116 2009 -215 TEUR -43 0 -66 87 215 Betriebsleistung Bilanzsumme Anlagenintensität Eigenmittel Kredite TEUR TEUR % TEUR TEUR 859 239 40,2 -27 60 846 238 39,9 30 85 717 186 51,6 -5 75 639 202 56,9 -13 100 298 414 32,9 -196 350 In 2013 wird das an das Hospiz angrenzende Pflegeheim abgebrochen. Während der voraussichtlich 12 Wochen andauernden Arbeiten wird nur ein sehr eingeschränkter Betrieb möglich sein. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 185 SAPV Region 10 GmbH Beckerstraße 7, 85049 Ingolstadt www.hospiz-ingolstadt.de Stammkapital: gehalten durch Gesellschafter: 25.000 € Klinikum Ingolstadt GmbH Hospizverein Ingolstadt e.V. Förderverein Palliative Versorgung Ingolstadt e.V. Caritas-Sozialstation für das Dekanat Gaimersheim e.V. Caritas-Sozialstation Kösching e.V. für das Dekanat Pförring und Raum Altmannstein Diakonisches Werk des Evang. Luth. Dekanatsbezirks Ingolstadt e.V. Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Ingolstadt Eichstätt e.V. GO IN Integrationsmanagement- und Beteiligungs-GmbH im Gesundheitswesen 6.500 € 6.500 € 2.000 € 2.000 € 2.000 € 2.000 € 2.000 € 2.000 € 26,00% 26,00% 8,00% 8,00% 8,00% 8,00% 8,00% 8,00% Beschlussorgane: Geschäftsführer: Gesellschafterversammlung Franz Hartinger Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft Die SAPV Region 10 GmbH wurde Mitte April 2010 zum Zweck der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung gegründet. Im Gegensatz zur stationären Versorgung - wie im Elisabeth Hospiz - werden hier schwerstkranke Menschen bis zum Tod in ihrer vertrauten häuslichen Umgebung ambulant betreut und unterstützt. Die Erhaltung der Lebensqualität und der Selbstbestimmung sowie individuelle Bedürfnisse bestimmen die Versorgung. Im Frühjahr 2012 wurde der Versorgungsvertrag mit den Krankenkassen abgeschlossen. Spezialisierte Pflegekräfte und Fachärzte, die eine mehrjährige Erfahrung in der Begleitung von schwerstkranken und sterbenden Menschen vorweisen können, erbringen seit Mai 2012 durch den Haus-, Fach- und Krankenhausarzt verordnete Leistungen. In den ersten acht Monaten wurden an 106 Patienten Leistungen der spezialisierten Palliativversorgung in den 3 verschiedenen Leistungsstufen erbracht. Das Leistungsspektrum erstreckt sich von Beratungen ohne weitergehende Leistungen (Fallpauschale 200 EUR) über die Koordination der Versorgung (Fallpauschale 800 EUR) bis hin zur unterstützenden Teil- oder Vollversorgung (Fallpauschale 3.200 EUR). In 2012 wurden 76 Fälle abgeschlossen und mit dem Kostenträger abgerechnet. Sie umfassten 59 Voll- bzw. Teilversorgungen sowie 2 Koordinationen sowie 15 Beratungen. Für 60 Fälle konnten die Entgelte noch in 2012 vereinnahmt werden. 186 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt SAPV Region 10 GmbH Bilanz Aktiva Anlagevermögen Forderungen und Vermögensgegenstände Liquide Mittel Umlaufvermögen Bilanzsumme Passiva Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Verlustvortrag Jahresergebnis Eigenkapital Noch nicht verbrauchte Spendenmittel Rückstellungen Verbindlichkeiten Bilanzsumme 31.12.2012 TEUR 21 28 144 172 193 25 60 -33 27 79 44 41 29 193 31.12.2011 Veränderung TEUR 7 1 5 6 13 25 9 -5 -28 1 0 2 10 13 TEUR 14 27 139 166 180 0 51 -28 55 78 44 39 19 180 Aufgrund von Investitionen von TEUR 21 in zwei Pkws und Geschäftsausstattung, denen Abschreibungen von TEUR 7 gegenüber stehen, stieg das Anlagevermögen um TEUR 14. Die Forderungen von TEUR 28 betreffen abgerechnete Fälle, für die der Zahlungseingang am Jahresende noch ausstand. Der Liquiditätszuwachs resultiert insbesondere aus den Einlagen der Gesellschafter von TEUR 51 und dem Jahresüberschuss von TEUR 27. Dies bewirkte auch den Anstieg des Eigenkapitals auf TEUR 79. Darüber hinaus lagen Ende 2012 vereinnahmte und noch nicht verbrauchte Spendenmittel von TEUR 44 vor. Rückstellungen von TEUR 41 und Verbindlichkeiten von TEUR 29 lösen kurzfristig Zahlungsabflüsse aus. Ertragslage Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge - Spenden Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Jahresergebnis 2012 TEUR 186 63 -76 -93 -7 -46 27 2011 TEUR 0 0 0 0 0 -28 -28 Veränderung TEUR 186 63 -76 -93 -7 -18 55 % >100 >100 >100 >100 >100 64,3 >100 Die Besonderheit bei der Abrechnung von SAPV-Leistungen liegt darin, dass erst nach Abschluss der jeweiligen Versorgung das Leistungsentgelt in Rechnung gestellt werden kann. Die in 2012 abgerechneten Erlöse decken daher die Kosten für die erbrachten Behandlungsleistungen nicht vollständig. Unter Einbeziehung der Fördermittel und Zuschüsse, die mit Aufnahme der Versorgung ausbezahlt wurden, ergibt sich dennoch ein Jahresüberschuss von TEUR 27. Mit diesem Überschuss können die angefallenen Anlaufkosten der Vorjahre (Verlustvortrag TEUR 33) weitgehend gedeckt werden. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 187 GPI Gesundheitspartner IngolStadtLandPlus GmbH Oberer Grasweg 50, 85053 Ingolstadt Stammkapital: gehalten durch Gesellschafter: 25.000 € Klinikum Ingolstadt GmbH Vereinigte Ordenskrankenhäuser GmbH, Neuburg Kreiskrankenhaus Schrobenhausen GmbH Geriatriezentrum Neuburg GmbH GO IN Integrationsmanagement- und Beteiligungs-GmbH im Gesundheitswesen Gesellschafterversammlung Heribert Fastenmeier Dietmar Eine Thomas Oppel Andreas Stobbe Günter Strobl 5.000 € 5.000 € 5.000 € 5.000 € 5.000 € 20,00% 20,00% 20,00% 20,00% 20,00% Beschlussorgane: Geschäftsführer: Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft Die GPI Gesundheitspartner IngolStadtLandPlus GmbH, gegründet am 28.07.2011, unterstützt im Bereich des Planungsverbandes Region 10 die Praxisnetzverbünde, Krankenhäuser oder vergleichbare Einrichtungen im Gesundheitswesen und der Pflege bei der Erfüllung ihrer jeweiligen Aufgaben. Ziel ist die Erhaltung und Verbesserung der Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit dieser Institutionen für eine zukunftsfähige Versorgung der Bürger in der Region 10. Dabei wird durch eine abgestimmte und organisierte Vernetzung ein Verbund geschaffen, der die medizinischen, pflegerischen, technischen, organisatorischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen für die Einrichtungen der Gesellschafter optimiert, fachliche Kompetenz konzentriert und Synergien erkennt und wertschöpfend gestaltet. Bilanz Aktiva Bankguthaben Bilanzsumme Passiva Gezeichnetes Kapital Jahresfehlbetrag Eigenkapital Rückstellungen/Verbindlichkeiten Bilanzsumme 31.12.2012 TEUR 24 24 25 -7 18 6 24 31.12.2011 TEUR 24 24 25 -3 22 2 24 Veränderung TEUR 0 0 0 -4 -4 4 0 % 0,0 0,0 0,0 >100 18,2 >100 0,0 Der Jahresfehlbetrag von TEUR 7, der von den Gesellschaftern ausgeglichen wird, betrifft Verwaltungskosten. 188 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Region Ingolstadt Rathausplatz 2, 85049 Ingolstadt www.ils-ingolstadt.de Zweckverbandsmitglieder: Stadt Ingolstadt Landkreis Eichstätt Landkreis Neuburg / Schrobenhausen Landkreis Pfaffenhofen 27,26% 27,24% 19,92% 25,58% Beschlussorgane: Zweckverbandsversammlung Zweckverbandsvorsitzender Günther Griesche Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Alfred Lehmann stellv. Vorsitzender: Roland Weigert, Landrat Verbandsräte: Herbert Baur Klaus Brems Peter Doliwa Dr. Helmut Eikam Rudi Engelhard Alexander Heimisch Anton Knapp Otto Raith Dr. Harald Renninger Bernhard Sammiller Jörg Schlagbauer Thomas Thöne Dr. Gerd Werding Ludwig Wittmann Martin Wolf Franz Wöhrl Geschäftsführer: Verbandsversammlung: Gegenstand und Aufgaben des Zweckverbandes Der Zweckverband hat die Notfallrettung und den Krankentransport entsprechend den Bestimmungen des bayerischen Rettungsdienstgesetzes (BayRDG) und den zu seiner Ausführung erlassenen Vorschriften, in Verbindung mit dem Gesetz zur Errichtung der integrierten Leitstelle, flächendeckend sicher zu stellen. Der Krankentransport mit Hubschraubern und die Notfallrettung sind ausschließlich öffentliche Aufgaben. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 189 Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Region Ingolstadt Vermögenshaushalt Zuschüsse des Freistaates Bayern Investitionsumlagen der Verbandsmitglieder davon Stadt Ingolstadt 2012 TEUR 46 772 210 2011 TEUR 0 150 41 Veränderung TEUR 46 622 170 % >100 >100 >100 Zuschuss Sozialversichterungsträger (ÄLRD) Rücklagenauflösung Zuführung vom Verwaltungshaushalt Reduzierung Kreditaufnahme Summe Einnahmen Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens Baumaßnahmen Integrierte Leitstelle (Hochbau) Baumaßnahme RTH-Station Rücklagenzuführung Summe Ausgaben 0 0 165 0 983 67 43 787 86 983 8 131 273 -462 100 11 89 0 0 100 -8 -131 -108 462 883 56 -46 787 86 883 100,0 100,0 39,6 100,0 >100 >100 51,7 >100 >100 >100 Aufgrund von Verzögerungen beim Bau der RTH-Station wurde die Zahlung des vereinbarten Zuschusses des ADACs von TEUR 120 auf 2013 verschoben. Für diese Baumaßnahme wurden Investitionen von TEUR 427 getätigt und ein Haushaltsausgaberest für 2013 von TEUR 360 gebildet. Der noch ausstehende Investitionskostenzuschuss des Freistaates Bayern für den Bau der ILS von TEUR 510 ist auch in 2012 nicht eingegangen. Somit konnte nicht, wie geplant, das noch offene Darlehen zurückgeführt werden und es beläuft sich weiterhin auf TEUR 485. Der Überschuss des Vermögenshaushaltes von TEUR 86 wurde den Rücklagen zugeführt. Die Entwicklung der Rücklagen stellt sich wie folgt dar: Rücklagen Anfangsbestand Zuführung Auflösung Endbestand 31.12.2012 TEUR 339 86 0 425 31.12.2011 TEUR 470 0 -131 339 Veränderung TEUR -131 86 131 86 % 28 >100 100 25,4 190 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Region Ingolstadt Verwaltungshaushalt Einnahmen aus Konzessionen Brandmeldeanlagen Kostenerstattung Land Verbandsumlage davon Stadt Ingolstadt 2012 TEUR 29 1.609 628 171 2011 TEUR 27 1.560 678 184 Veränderung TEUR 2 49 -50 -13 % 7,4 3,1 7,4 7,0 Kostenerstattung Sozialversicherungsträger (ÄLRD) sonstige Kostenerstattungen (innere Verrechnung) Zinseinnahmen Summe Einnahmen Personalausgaben Sachaufwand Betriebsaufwand davon Rettungsleitstelle davon Rettungsdienst davon Kosten Ärztliche Leiter Rettungsdienst (ÄLRD) 123 38 5 2.432 1.517 743 2.260 2.011 249 117 104 36 6 2.411 1.484 646 2.130 1.877 253 132 19 2 -1 21 33 97 130 134 -4 -15 18,3 5,6 16,7 0,9 2,2 15,0 6,1 7,1 1,6 11,4 Zinsausgaben Zuführung an den Vermögenshaushalt (Gewinn) Summe Ausgaben 7 165 2.432 8 273 2.411 -1 -108 21 12,5 39,6 0,9 Da die erhobenen Umlagen über den Kosten lagen, trat ein Überschuss von TEUR 165 ein, der dem Vermögenshaushalt zugeführt wurde. Ausblick Im Verwaltungshaushalt 2013 sind Ausgaben von TEUR 2.629 und im Vermögenshaushalt von TEUR 1.819 vorgesehen. Insgesamt sind Umlagen für die Verbandsmitglieder in Höhe von TEUR 1.516 festgesetzt. Davon entfallen TEUR 416 auf die Stadt Ingolstadt. Bei Auszahlung der Fördermittel des Freistaates Bayern werden die Umlagen entsprechend reduziert. Das bestehende Darlehen wird mit einer Entnahme von TEUR 200 aus den Rücklagen teilweise getilgt. Der verbleibende Restkredit von TEUR 285 wird mit Auszahlung der genannten Fördermittel zurückbezahlt. Finanzielle Verpflichtungen der Stadt Ingolstadt Soweit der Finanzbedarf des Zweckverbandes nicht durch sonstige Einnahmen gedeckt ist, wird von den Verbandsmitgliedern eine Umlage erhoben, die sich nach dem Verhältnis der Einwohnerzahlen der Verbandsmitglieder richtet. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 191 192 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Öffentlicher Personennahverkehr Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 193 Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH Dollstraße 7, 85049 Ingolstadt www.invg.de Stammkapital: gehalten durch Gesellschafter: 2.200.000 € Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH 100,00% 2,74% 0,78% Unterbeteiligungen: KVB Ingolstadt GmbH (nunmehr Stadtbus Ingolstadt GmbH) Busverkehr Schwaben GbR Einkaufs- und Wirtschaftsgesellschaft für Verkehrsunternehmen GmbH (BEKA) Beschlussorgane: Gesellschafterversammlung Aufsichtsrat Dr. Robert Frank Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Alfred Lehmann Stadträte: Dr. Joachim Genosko Dr. Dr. Franz Götz Christina Hofmann Franz Hofmeier Petra Kleine Robert Schidlmeier Dr. Benedikt Seidenfuß Hans Stachel Hans Süßbauer Thomas Thöne Petra Volkwein Franz Wöhrl Verträge: Geschäftsführer: Aufsichtsrat: Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag mit der Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH vom 22.08.2000 Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag mit der Stadtbus Ingolstadt GmbH vom 04.08.2004 194 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft Die Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH übernimmt Aufgaben des öffentlichen Personennahverkehrs in Ingolstadt und, bei Vorliegen entsprechender Vereinbarungen mit den beteiligten Gebietskörperschaften, in der Umgebung. Folgende zentrale Tätigkeiten gehören dazu: die Verkehrsforschung und konzeptionelle Verkehrsplanung auf dem Gebiet des öffentlichen Nahverkehrs das betriebliche Leistungsangebot und die Gestaltung der Fahrpläne die Abstimmung und Festlegung von Linienführung, Betriebsleitung, Fahr- und Umlaufplanungen und Beförderungsbedingungen im Verkehrsgebiet die Gestaltung und Fortschreibung des Tarif- und Abfertigungssystems die Öffentlichkeitsarbeit einschließlich der Werbung der Bau und die Unterhaltung von Haltestelleninseln, Haltebuchten, Wendeschleifen, Wartehallen, Bussonderspuren und sonstigen Verkehrseinrichtungen für den öffentlichen Personennahverkehr die Ausstattung der Haltestellen mit Fahrgastinformationssystemen und Haltestelleneinrichtungen. - Vermögens- und Finanzlage Das Vermögen entwickelte sich folgt: 30.09.2012 TEUR Grundstück Dollstraße Gebäude und Außenanlagen Dollstraße Fahrgastinformations- und Betriebsleitsystem Lichtsignalanlagensteuerung (einschl. Buspräferenzsystem) Fahrscheinautomaten und Abfertigungssystem Buswartehäuschen und Haltestellenausstattung Buswendeanlagen Mietereinbauten Betriebs- und Geschäftsausstattung Geschäftsanteile an: KVB Ingolstadt GmbH (100 %) Busverkehr Schwaben GbR (2,74 %) Einkaufs- und Wirtschaftsgesellschaft für Verkehrsunternehmer mbH (0,78%) Langfristig gebundenes Anlagevermögen Vorräte Verlustausgleichsanspruch gegen SWI Beteiligungen GmbH Gewinnanspruch gegen KVB Ingolstadt GmbH ausstehender ÖPNV-Zuschuss übrige Forderungen und Abgrenzung Liquide Mittel Kurzfristiges Vermögen Gesamtvermögen Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 30.09.2011 TEUR 114 323 177 1.436 461 482 506 1 408 8.213 60 5 12.186 46 9.324 0 506 1.161 22 11.059 23.245 Veränderung TEUR 0 -13 441 -186 89 50 672 188 110 0 0 0 1.351 12 345 1.498 -3 740 -8 2.584 3.935 % 0,0 4,0 >100 13,0 19,3 10,4 >100 >100 27,0 0,0 0,0 0,0 11,1 26,1 3,7 >100 0,6 63,7 36,4 23,4 16,9 195 114 310 618 1.250 550 532 1.178 189 518 8.213 60 5 13.537 58 9.669 1.498 503 1.901 14 13.643 27.180 Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH Der Vermögensanstieg um TEUR 3.935 ist in Höhe eines Teilbetrages von TEUR 2.584 kurzfristiger Natur und betrifft höhere Forderungen gegen die Tochtergesellschaften und die Gesellschafterin. Daneben stieg auch das langfristig gebundene Anlagevermögen um TEUR 1.351, da die Investitionen über den Abschreibungen liegen: Investitionen Zuschüsse Abschreibung Abgang Veränderung TEUR Gebäude und Außenanlagen Dollstraße Rechnergestützes Betriebsleitsystem (RBL) Lichtsignalanlagensteuerung Fahrscheinautomaten/Abfertigungssystem Buswartehäuschen/Haltestellenausstattung Buswendeanlagen Mietereinbauten Betriebs- und Geschäftsausstattung Veränderung Anlagevermögen 2011/12 0 445 0 168 149 746 200 330 2.038 TEUR 0 0 0 0 0 30 0 30 TEUR 13 4 186 79 99 44 12 214 651 TEUR 0 0 0 0 0 0 6 6 TEUR -13 441 -186 89 50 672 188 110 1.351 Die Zugänge bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung betreffen Büromöbel sowie EDVAusstattung in den im März 2012 neu bezogenen Räumen am Nordbahnhof. Zur Finanzierung des Vermögenszuwachses erfolgten vorübergehend kurzfristig Neukreditaufnahmen von TEUR 3.829. Im Einzelnen stellt sich die Finanzierung wie folgt dar: 30.09.2012 TEUR Eigenkapital Rückstellungen Kurz- und mittelfristige Kredite Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH Stadt Ingolstadt Zweckverband Müllverwertungsanlage Verlustausgleichsverpflichtung bei der KVB Ingolstadt GmbH Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten und Abgrenzung Fremdkapital Gesamtfinanzierung 544 14.000 4.500 0 820 20.883 77% 30.09.2011 TEUR 6.297 287 4.215 11.000 0 110 1.336 16.948 73% 27% Veränderung TEUR 0 732 - 3.671 3.000 4.500 - 110 - 516 3.935 3.935 4% -4% 6.297 1.019 23% 27.180 100% 23.245 100% Ausstehende Abrechnungen und erstmals berücksichtigte Verpflichtungen für künftige Versorgungsumlagen und Beihilfe erforderten höhere Rückstellungen. Leistungsdaten Buslinienangebot (inkl. S- u. Nachtlinien) Stück Gemeinden im Verbund Liniennetzlänge Haltestellen Jahreskilometerleistung erbracht durch KVB IN-BUS sonstige Verkehrsunternehmer Betreiberverträge durchschnittliches Fahrgastaufkommen (Mo-Fr./Tag ) 196 2011/12 48 16 757 471 3.474.397 398.400 1.961.485 6 50.117 Stück km Stück km km km Stück Personen 2010/11 48 16 805 466 3.546.297 342.758 7 49.908 Veränderung 0 0 -48 5 -71.900 55.642 0,0% 0,0% -6,0% 1,1% -2,0% 16,2% -5,5% 2.075.258 -113.773 -1 -14,3% 209 0,4% Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH Gewinn- und Verlustrechnung Geschäftsjahr 01.10. bis 30.09. des Folgejahres 2011/12 TEUR 1.620 232 -8.688 -1.519 -651 -2.041 18 1.498 -137 -9.668 -1 9.669 2010/11 TEUR 1.690 138 -7.055 -1.213 -821 -1.784 17 -110 -185 -9.323 -1 9.324 Veränderung TEUR -70 94 -1.633 -306 170 -257 1 1.608 48 -345 0 345 % 4,1 68,1 23,1 25,2 20,7 14,4 5,9 >100 25,9 3,7 0,0 3,7 Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Erträge aus Beteiligungen Ergebnisübernahme von KVB Ingolstadt GmbH Zinsergebnis Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Sonstige Steuern Verlustausgleich durch SWI Beteiligungen GmbH Ertragslage Durch die Neufestsetzung der Kilometersätze der Tochterunternehmen stiegen die zu entrichtenden Entgelte an die Verkehrsunternehmer. Die Kosten, die auf die Gemeinden entfallen, konnten aufgrund bereits bestehender Verträge über die Bestellung der Fahrleistung im Berichtsjahr nicht an die Gemeinden weitergegeben werden. Dies belastete das Ergebnis im Besonderen. Der Personalaufwand stieg um TEUR 306 im Vergleich zum Vorjahr. Grund hierfür waren Tarifsteigerung, Personalmehrung im Zusammenhang mit der Einführung des Rechnergestützten Betriebsleitsystems (RBL) sowie höhere Zuführungen zu Rückstellungen aus Personalverpflichtungen. Erstmalige Mietaufwendungen und Nebenkosten für das Verwaltungsgebäude am Nordbahnhof sowie höhere Rechts- und Beratungskosten im Zusammenhang mit der Einführung des RBL ließen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 257 ansteigen. Da auch die Tochtergesellschaften KVB Ingolstadt GmbH und IN-Bus GmbH für ihre erbrachten Verkehrsleistungen höhere Entgelte erhielten, konnten diese deutlich höhere Gewinne an die INVG abführen. Der Jahresverlust wird entsprechend dem Ergebnisabführungsvertrag von der Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH ausgeglichen. Dies führt im Rahmen des bestehenden steuerlichen Querverbundes zu einer Ertragsteuerentlastung in Höhe von 30 % des übernommenen Verlustes bei der Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH, die entsprechend der konsortialvertraglichen Regelungen voll INKB zu Gute kommt und insoweit deren Verlustausgleichsverpflichtung mindert. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 197 Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH Kennzahlen langfristig Jahresergebnis Betriebsleistung Materialaufwandsquote Personalaufwandsquote Mitarbeiter Abschreibungen abzgl.Zuschreibungen Investitionen Bilanzsumme Anlagenintensität Eigenkapitalquote Kredite TEUR TEUR % % VZÄ TEUR TEUR TEUR % % TEUR Prognose 2012/13 -10.325 2.096 432,6 68,8 21,3 692 3.628 29.287 53,2 21,5 21.152 2011/12 -9.669 1.852 469,1 82,0 21,4 651 2.038 27.180 49,8 23,2 19.044 2010/11 -9.324 1.828 385,9 66,4 19,9 821 487 23.245 52,4 27,1 15.215 2009/10 -8.112 1.878 367,7 62,9 18,6 961 769 23.552 54,3 26,7 15.162 2008/09 -7.063 1.573 392,5 71,4 18,5 797 558 23.541 55,9 26,7 14.800 2007/08 -7.365 1.480 371,2 78,2 18,6 849 467 23.370 57,9 26,9 15.408 Ausblick – Chancen und Risiken Die Gewährung von staatlichen Fördermitteln für den Ausbildungsverkehr, die Beförderung von Schwerbehinderten und die ÖPNV-Zuweisungen beeinflussen, neben den Fahrscheineinnahmen, die Erlössituation maßgeblich. Die Kostenseite wird geprägt durch die Treibstoffpreise und die Entgeltentwicklung beim Fahrpersonal. Auch die sich aus den hohen Investitionen ergebenden Abschreibungs- und Zinslasten entfalten zunehmend Ergebniswirkung bei der INVG. Der Veräußerungsgewinn Dollstraße begünstigt das Ergebnis 2012/13. Mittelfristig wird der Verlust auf über 12 Mio. EUR anwachsen. Im Herbst 2013 wird das Fahrgastinformations- und rechnergestützte Betriebsleitsystem stufenweise bis Mitte 2014 in Betrieb genommen. INVG verausgabt hierfür nach Abzug der Fördermittel rund 3 Mio. EUR. Darüber hinaus erfolgt seit Jahren eine umfangreiche Modernisierung der Busflotte. Im Dezember 2012 wurden zur besseren Anbindung der Audi AG vier neue Schnellbuslinien von Norden und Westen sowie eine Expressbuslinie, die zwischen dem Nordbahnhof und der Audi TE verkehrt, eingerichtet. Für 2014 ist eine weitere Angebotsausweitung geplant, die Mehrkosten von jährlich 0,5 Mio. EUR bedingt. Seit Sommer 2013 bedient der Airport-Express den Flughafen München im 60-Minuten-Takt. Die INVG strebt intensiv die zeitnahe Einführung eines regionalen Gemeinschaftstarifes an, um die Benutzerfreundlichkeit des ÖPNV weiter zu verbessern und insbesondere den Wechsel zwischen Bus und Bahn zu vereinfachen. Finanzielle Verpflichtungen der Stadt Ingolstadt Der Jahresverlust der INVG ist entsprechend dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag von der Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH auszugleichen. Sofern dieser Verlust aus Gewinnansprüchen aus dem Bereich Energieversorgung nicht vollständig gedeckt werden kann, besteht für die Stadt insoweit eine mittelbare Einlageverpflichtung über die Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR. 198 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt KVB Ingolstadt GmbH Hindenburgstraße 1, 85057 Ingolstadt www.kvb.ingolstadt.de Stammkapital: gehalten durch Gesellschafter: 1.000.000 € Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH 100,00% 5,39% Unterbeteiligungen: IN-BUS GmbH (bis 30.09.2012) VRI Verkehrsverbund Region Ingolstadt GmbH (bis 31.12.2012) Beschlussorgane: Gesellschafterversammlung Aufsichtsrat Dr. Robert Frank Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Alfred Lehmann Stadträte: Christina Hofmann Robert Schidlmeier Hans Stachel Hans Süßbauer Petra Volkwein Verträge: Geschäftsführer: Aufsichtsrat: Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag mit der Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH vom 04.08.2004 Ergebnisabführungsvertrag mit der IN-BUS GmbH vom 04.08.2004 Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft Die KVB Ingolstadt GmbH erbringt im Rahmen des öffentlichen Personennahverkehrs in der Region 10 (Ingolstadt und Landkreise Neuburg-Schrobenhausen, Eichstätt, Pfaffenhofen) weitestgehend Fahrdienstleistungen im Auftrag der Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH. Mit dem Airport-Express bedient sie eigenwirtschaftlich die Verbindung zwischen Ingolstadt und dem Franz-Josef-Strauß-Flughafen in München seit Juli 2013 im 60-Minuten-Takt. Seit 2013 bedient die Gesellschaft zusätzliche Linien, die das nördliche Umland Ingolstadts und den Nordbahnhof verbessert an das Audi-Werksgelände anbinden. 2011/12 Fahrzeugbestand Alter der Fahrzeuge bis 5 Jahre 6 - 9 Jahre > 9 Jahre Stück Stück Stück 36 65% 10 18% 9 16% 32 63% 9 18% 13 25% Stück 55 2010/11 51 Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.10.2012 wurden die KVB Ingolstadt GmbH und die INBus GmbH zu einem Unternehmen zusammengeführt, das unter Stadtbus Ingolstadt GmbH firmiert. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 199 KVB Ingolstadt GmbH Vermögens- und Finanzlage Das Vermögen setzt sich im Einzelnen wie folgt zusammen: 30.09.2012 TEUR Entgeltlich erworbener Firmenwert Grundstück Betriebshof Hindenburgstraße Bauten Betriebshof Hindenburgstraße Omnibusse sonstige Betriebsausstattung Anteile IN-BUS GmbH Anteile VRI Verkehrsverbund Region Ingolstadt Langfristig gebundenes Vermögen Forderungen Lieferungen und Leistungen Gewinnanspruch gegenüber IN-BUS GmbH Anspruch auf Verlustausgleich durch INVG Ansprüche nach Schw erbehinderten-/Personenbeförd.gesetz Steuererstattungsansprüche übrige Forderungen, Bestände und Abgrenzungen Liquide Mittel Kurzfristig gebundenes Vermögen Gesamtvermögen 509 1.939 4.945 5.927 2.065 3.420 1 18.806 381 1.247 0 995 13 72 173 2.881 21.687 30.09.2011 TEUR 591 1.939 5.146 6.461 2.074 3.420 1 19.632 937 0 110 672 13 85 156 1.973 21.605 Veränderung TEUR -82 0 -201 -534 -9 0 0 -826 -556 1.247 -110 323 0 -13 17 908 82 % 13,9 0,0 3,9 8,3 0,4 0,0 0,0 4,2 59,3 >100 100,0 48,1 0,0 15,3 10,9 46,0 0,4 Das Anlagevermögen ging abschreibungsbedingt zurück und hat einen Anteil von 87 % am Gesamtvermögen: Investitionen Zuschüsse Abschreibung Abgänge Veränderung TEUR Firmenwert Bauten Betriebshof Omnibusse sonstige Geschäftsausstattung Veränderung Anlagevermögen 2011/12 0 0 224 130 354 TEUR 0 0 0 0 0 TEUR 82 187 668 139 1.076 TEUR 0 14 90 104 TEUR -82 -201 -534 -9 -826 Im Geschäftsjahr wurde in ein Neufahrzeug für den Airport-Express und in zwei Gebrauchtfahrzeuge investiert. Außerdem fielen Ausgaben für die Betriebsausstattung für das neue Bürogebäude am Nordbahnhof an. Das kurzfristige Umlaufvermögen stieg im Vergleich zum Vorjahr an. Abweichend zum letzten Geschäftsjahr besteht ein Gewinnanspruch gegenüber der Tochtergesellschaft IN-BUS GmbH von TEUR 1.247, der an die INVG weitergereicht wird. Durch den Mittelzufluss aus dem Abbau der Forderungen und des Anlagevermögens sowie vereinnahmten Zuschüssen für künftige Buskäufe konnten die Kreditverbindlichkeiten um TEUR 1.862 zurückgeführt werden. Das Bankdarlehen wurde planmäßig auf TEUR 806 getilgt. Die Beanspruchung kurzfristiger Mittel bei der Stadt, dem Zweckverband Müllverwertungsanlage sowie der Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH sank um TEUR 1.664. 200 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt KVB Ingolstadt GmbH Im Einzelnen ist das Gesamtvermögen wie folgt finanziert: 30.09.2012 TEUR Eigenkapital Rückstellungen davon für Pensionen davon für Altersteilzeit davon für ausstehende Rechnungen 30.09.2011 TEUR 8.000 1.134 194 441 173 37% Veränderung TEUR 0 - 465 -6 - 241 - 72 0% 8.000 669 188 200 101 37% Kurz- und mittelfristige Kredite Bankdarlehen Stadt Ingolstadt Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH Zweckverband Müllverwertungsanlage Ergebnisabführung an INVG Verlustausgleich bei IN-BUS Verbindlichkeiten Lieferungen und Leistungen Vereinnahmte Zuschüsse für künftige Buskäufe Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten Fremdkapital Gesamtfinanzierung 806 4.850 198 4.000 1.498 0 1.235 365 66 13.687 63% 1.004 2.750 462 7.500 0 13 692 0 50 13.605 63% - 198 2.100 - 264 - 3.500 1.498 - 13 543 365 16 82 82 0% 0% 21.687 100% 21.605 100% Ertragslage Gewinn- und Verlustrechnung Geschäftsjahr 01.10. bis 30.09. des Folgejahres 2011/12 TEUR 16.574 491 -10.408 -4.261 -1.076 -817 1.247 -244 1.506 0 -8 1.498 2010/11 TEUR 14.486 544 -8.535 -4.609 -1.049 -689 -13 -203 -68 -33 -9 -110 Veränderung TEUR 2.088 -53 -1.873 348 -27 -128 1.260 -41 1.574 33 1 1.608 % 14,4 9,7 21,9 7,6 2,6 18,6 >100 20,2 >100 100,0 11,1 >100 Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Gewinnabführung/Verlustübernahme IN-BUS GmbH Zinsergebnis Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Außerordentliches Ergebnis Sonstige Steuern Gewinnabführung/Verlustübernahme INVG Die Umsatzerlöse stiegen bei fast unverändertem Auftragsvolumen aufgrund höherer Vergütungssätze für die Fahrleistungen im Auftrag der INVG. Auch beim Airport-Express konnten durch um rund 9 % gestiegene Fahrgastzahlen höhere Erlöse erzielt werden. Preisbedingt höhere Treibstoffkosten und höhere Vergütungssätze für die an die IN-BUS GmbH vergebenen Auftragsverkehre, die auch volumenmäßig gestiegen sind, spiegeln sich im Anstieg des Materialaufwands wider. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 201 KVB Ingolstadt GmbH Die Zahl der Beschäftigten sank, da mehrere Mitarbeiter im Geschäftsjahr in die Freistellungsphase der Altersteilzeit eintraten. Darüber hinaus wurden hohe Freizeit- und Urlaubsguthaben aus dem Vorjahr abgebaut. Somit verminderte sich der Personalaufwand trotz Tarifsteigerung. Geprägt wird der Jahresgewinn 2011/12 durch die Gewinnabführung der Tochtergesellschaft IN-BUS GmbH. IN-BUS erzielte aufgrund der höheren Vergütungssätze und des höheren Auftragsvolumens von der KVB Ingolstadt diese Ergebnissteigerung. Insoweit kompensiert die Gewinnabführung der IN-BUS GmbH den Anstieg des Materialaufwands. Prognose Kennzahlen langfristig Jahresergebnis (vor EAV) TEUR Betriebsleistung Materialaufwandsquote Personalaufwandsquote Mitarbeiter Abschreibungen Investitionen abzüglich Zuschüsse Bilanzsumme Anlagenintensität Eigenkapitalquote Kredite TEUR % % VZÄ TEUR TEUR TEUR % % TEUR 2012/13 927 19.380 34,6 42,6 185,0 1.937 5.219 26.086 89,8 19,1 18.878 2011/12 1.498 17.065 61,0 25,0 101,5 1.076 354 21.687 86,7 36,9 9.854 2010/11 -110 15.030 56,8 30,7 104,8 1.049 1.376 21.605 90,9 37,0 11.716 2009/10 843 14.503 49,3 34,1 119,0 839 8.161 22.000 88,2 36,4 11.033 2008/09 1.315 13.841 45,4 36,2 125,4 685 3.133 14.216 85,0 56,3 3.021 2007/08 498 12.994 47,4 40,0 131,1 659 3.214 11.375 85,1 70,3 826 Ausblick – Chancen und Risiken Die Prognosedaten 2012/13 betreffen die mit wirtschaftlicher Wirkung seit 01.10.2012 in der Stadtbus Ingolstadt GmbH zusammengefasste Geschäftstätigkeit der beiden Unternehmen KVB Ingolstadt GmbH und IN-Bus GmbH. Sie sind daher mit den Vorjahresdaten der KVB Ingolstadt GmbH weitgehend nicht vergleichbar. Der Ergebnisrückgang beruht insbesondere auf den höheren Abschreibungslasten als Folge der umfangreichen Investitionen in die Modernisierung der Busflotte. Auch die Mehrkosten aus der Taktverkürzung bei der Bedienung des Flughafens München von 90 auf 60 Minuten können über Mehrerlöse erst mittelfristig gedeckt werden. Im Weiteren beeinflussen die Entwicklung der Kraftstoffpreise, der Lohnkosten und auch der Zinsen das Unternehmensergebnis in hohem Maße. Mittelfristig strebt das nunmehr zusammengeführte kommunale Busunternehmen eine angemessene Eigenkapitalverzinsung für die Gesellschafterin INVG an. 202 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt IN-BUS GmbH Messerschmittstraße 12, 85053 Ingolstadt www.in-bus.de Stammkapital: gehalten durch Gesellschafter: 52.000 € KVB Ingolstadt GmbH 5,39% Unterbeteiligungen: VRI Verkehrsverbund Region Ingolstadt GmbH (bis 31.12.2012) Beschlussorgane: Geschäftsführer: Verträge: Gesellschafterversammlung Korbinian Raßhofer Ergebnisabführungsvertrag mit der KVB Ingolstadt GmbH vom 04.08.2004 Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft Die Gesellschaft erbringt im Wesentlichen im Auftrag der Gesellschafterin KVB Ingolstadt GmbH Linienverkehre, insbesondere solche, welche im Süden Ingolstadts beginnen oder enden. Daneben bedient die Gesellschaft mittels einer eigenen Konzession die Linien 25 und 26 Ingolstadt - Pförring sowie die INVG-Linien 15 bzw. 18 Ingolstadt - Langenbruck. Außerhalb des INVG-Gebiets erbringt sie darüber hinaus eigenwirtschaftlich Linienverkehre nach Pörnbach und Berufsverkehre ab Pfaffenhofen zur Audi AG. Pendelverkehre bei Großveranstaltungen, freigestellte Schülerverkehre und Reiseverkehre in beschränktem Umfang runden das Angebot ab. Vermögens- und Finanzlage Vermögen Omnibusse Sonstige Anlagen und Ausstattung Finanzanlagen Langfristig gebundenes Anlagevermögen Kraftstoffvorräte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Anspruch aus Schw erbehinderten-/Personenbeförd.gesetz Umsatzsteuererstattungsansprüche Verlustausgleichsanspruch gegen KVB Ingolstadt GmbH Übrige Forderungen und Abgrenzungen Liquide Mittel Kurzfristig gebundenes Vermögen Gesamtvermögen 30.09.2012 TEUR 4.323 420 1 4.744 22 753 176 118 0 38 1 1.108 5.852 30.09.2011 TEUR 3.538 402 1 3.941 32 673 242 250 13 38 3 1.251 5.192 Veränderung TEUR 785 18 0 803 -10 80 -66 -132 -13 0 -2 -143 660 % 22,2 4,5 0,0 20,4 31,3 11,9 27,3 52,8 100,0 0,0 66,7 11,4 12,7 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 203 IN-BUS GmbH Der Vermögenszuwachs Anlagevermögens: resultiert aus dem investitionsbedingten Abschreibung Anstieg des Investitionen Zuschüsse Abgänge Veränderung TEUR Omnibusse sonst. Betriebsausstattung Veränderung Anlagevermögen 2011/12 1.731 54 1.785 TEUR 394 0 394 TEUR 484 36 520 TEUR 68 0 68 TEUR 785 18 803 Mit sechs Neu- und sieben Gebrauchtfahrzeugen wurde die Busflotte weiter modernisiert und erweitert. Sie weist im Vorjahresvergleich folgende Altersstruktur auf: 2011/12 Fahrzeugbestand Alter der Fahrzeuge bis 5 Jahre 6 - 9 Jahre > 9 Jahre Stück Stück Stück 36 75% 6 13% 6 13% 2010/11 36 18 50% 6 17% 12 33% Stück 48 Das Gesamtvermögen ist wie folgt finanziert: 30.09.2012 TEUR Eigenkapital Rückstellungen Kurzfristige Kredite Stadt Ingolstadt Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH Gewinnabführung an KVB Ingolstadt GmbH Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten und Abgrenzung Fremdkapital Gesamtfinanzierung 3.100 197 1.247 711 5.452 93% 30.09.2011 TEUR 400 229 3.000 196 0 1.367 4.792 92% 8% Veränderung TEUR 0 - 32 100 1 1.247 - 656 660 660 1% 0% -1% 400 197 7% 5.852 100% 5.192 100% Zur Finanzierung der Investitionen stand vorübergehend der erwirtschaftete Gewinn zur Verfügung. Nach Abführung an die Gesellschafterin werden weitere Kreditaufnahmen erforderlich. Die Verbindlichkeiten des Vorjahres umfassten auch offene Rechnungen aus Buskäufen, die zu Beginn des Geschäftsjahres 2011/12 beglichen worden sind. Ertragslage Geschäftsjahr 01.10. bis 30.09. des Folgejahres 2011/12 TEUR 9.671 224 -4.037 -3.531 -520 -507 -50 1.250 -3 1.247 2010/11 TEUR 7.207 147 -3.610 -2.955 -356 -405 -38 -10 -3 -13 Veränderung TEUR 2.464 77 -427 -576 -164 -102 -12 1.260 0 1.260 % 34,2 52,4 11,8 19,5 46,1 25,2 31,6 >100 0,0 >100 Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsergebnis Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Sonstige Steuern Ergebnisübernahme durch KVB Ingolstadt GmbH 204 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt IN-BUS GmbH Der deutliche Umsatzzuwachs basiert zum einen auf dem um 18 % gestiegenen Fahrleistungsvolumen und zum anderen insbesondere auf der Vergütungsanhebung, die nunmehr der veränderten Kostensituation in ausreichendem Umfang Rechnung trägt. Höhere Treibstoffkosten und auch die vermehrte Inanspruchnahme Subunternehmerleistungen führten zu einem Anstieg des Materialaufwands. von Zur Erbringung der vermehrten Fahrleistung wurde das Personal aufgestockt. Darüber hinaus entfaltete die Tarifsteigerung ab Mai 2012 Wirkung. Investitionsbedingt stiegen auch die Abschreibungen und Zinsen. Kennzahlen langfristig Jahresergebnis (vor EAV) TEUR Betriebsleistung Materialaufwandsquote Personalaufwandsquote Mitarbeiter Abschreibungen Investitionen abzüglich Zuschüsse Bilanzsumme Anlagenintensität Eigenkapitalquote Kredite TEUR % % VZÄ TEUR TEUR TEUR % % TEUR 2011/12 1.247 9.895 40,8 35,7 85,7 520 1.391 5.852 73,9 6,8 3.297 2010/11 -13 7.354 49,1 40,2 70,8 356 1.844 5.192 68,2 7,7 3.196 2009/10 185 5.524 42,8 41,2 58,0 317 1.304 3.249 62,7 12,3 2.282 2008/09 348 4.724 38,9 41,4 52,5 270 665 2.038 73,1 19,6 985 2007/08 207 4.254 35,2 45,6 52,6 302 565 1.565 71,0 25,6 627 Ausblick Um in der Erbringung der Fahrleistungen und der Nutzung des ab Herbst 2013 zum Einsatz kommenden rechnergestützten Betriebsleitsystems effektiver zusammenarbeiten zu können, wurde mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.10.2012 die Geschäftstätigkeit der IN-Bus GmbH und der KVB Ingolstadt GmbH in einem Unternehmen, das unter Stadtbus Ingolstadt GmbH firmiert, zusammengefasst. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 205 Zweckverband Verkehrsgemeinschaft Region Ingolstadt Dienststelle Ingolstadt des Landratsamtes Eichstätt, Auf der Schanz 39, 85049 Ingolstadt Zweckverbandsmitglieder: Stadt Ingolstadt Landkreis Eichstätt Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Beschlussorgane: Zweckverbandsversammlung Zweckverbandsvorsitzender Korbinian Raßhofer Vorsitzender: Landrat Anton Knapp, Eichstätt Verbandsräte: Oberbürgermeister Dr. Alfred Lehmann, Ingolstadt Landrat Roland Weigert, Neuburg-Schrobenhausen 33,33% 33,33% 33,33% Geschäftsführer: Verbandsversammlung: Gegenstand und Aufgaben des Zweckverbandes Der Zweckverband wurde am 02.07.2010 gegründet. Seine Aufgabe ist es, die Tarife, die Tarifgestaltung und die Beförderungsbedingungen für einen regionalen Gemeinschaftstarif festzulegen sowie die Vertragsgestaltung, die Einnahmeaufteilung und Abrechnung mit den Verkehrsunternehmen bezüglich des Gemeinschaftstarifs vorzunehmen. Es soll darauf hingewirkt werden, dass: die Fahrpläne der Mitglieder abgestimmt werden, einheitliche Fahrgastinformationssysteme, Haltestelleneinrichtungen und ein einheitliches Erscheinungsbild geschaffen werden, eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit bezüglich des Gemeinschaftstarifes durchgeführt wird, ÖPNV- und SPNV-Fahrplan- und Tarifdaten in elektronische Fahrplanauskunftssysteme eingebracht werden, vorzugebende Fahrzeug-, Sicherheits- und Umweltverträglichkeitsstandards eingehalten werden, die bestehenden Nahverkehrspläne koordiniert bzw. ein gemeinsamer regionaler Nahverkehrsplan erstellt wird. Die Arbeitsschwerpunkte waren im Jahr 2012 die Abstimmungen der Wabentarifpläne mit den Gebietskörperschaften / Unternehmen und das Beschaffen aller relevanten Daten und Eingangsgrößen für die Planfallberechnungen. Desweiteren erfolgte die Ausarbeitung einer tragfähigen Organisationsstruktur und Aufgabenverteilung im zukünftigen Gemeinschaftstarif, die Schaffung und Vorabstimmung von Entwürfen für einen Kooperationsvertrag und einen Einnahmeaufteilungsvertrag sowie die Abstimmung eines Vertriebskonzeptes und der Ermittlung eines Mengengerüstes für die unterschiedlichen, zur Anwendung kommenden Verkaufsgeräte. 206 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Zweckverband Verkehrsgemeinschaft Region Ingolstadt Verwaltungshaushalt Betriebskostenumlage der Mitglieder davon Stadt Ingolstadt 2012 TEUR 49 16 2011 TEUR 115 58 Veränderung TEUR -66 -42 10 -56 -14 0 -22 -9 -11 -56 % 57,4 71,8 >100 48,7 25,0 0,0 66,7 64,3 100,0 48,7 Zuführung aus Vermögenshaushalt Summe Einnahmen Personalausgaben Mietkosten Sonstige Verwaltungs- und Betriebsausgaben Erstattungen an Gemeinden Zuführung an Vermögenshaushalt Summe Ausgaben 10 59 42 1 11 5 0 59 0 115 56 1 33 14 11 115 Zur Abdeckung der Ausgaben von TEUR 59 wurden, neben der Rücklageentnahme von TEUR 10, von den Mitgliedern Betriebskostenumlagen von TEUR 49 erhoben. Der Anteil der Stadt Ingolstadt betrug TEUR 16. Der verbliebene Rest der Rücklagen von TEUR 1 deckt die gem. § 20 Abs. 2 KommHV vorgeschriebene Mindestrücklage. Entwicklung Rücklagen Anfangsbestand Zuführung vom Verwaltungshaushalt Zuführung an Verwaltungshaushalt Rücklagen 31.12.2012 TEUR 11 0 -10 1 31.12.2011 TEUR 0 11 0 11 Veränderung TEUR 11 -11 -10 -10 % >100 100,0 >100 90,9 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 207 Busverkehr Schwaben GbR Bürgermeister-Raab-Straße 10, 86470 Thannhausen Festkapital: Anteil gehalten durch: 2.160.000 € Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH 59.130 € 2,74% Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft Die Busverkehr Schwaben GbR ist selbst nicht operativ tätig. Sie ist Gesellschafterin der BVS Busverkehr Schwaben Beteiligungsgesellschaft mbH, die sämtliche Geschäftsanteile an der RBA Regionalbus Augsburg GmbH hält. Bilanz Aktiva Beteiligung an der BVS Busverkehr Schwaben Beteiligungs GmbH Gewinnansprüche gegen BVS Busverkehr Schwaben Beteiligungs GmbH Bilanzsumme Passiva Festkapital Gewinnvortrag Eigenkapital Rückstellungen Bilanzsumme 31.12.2012 TEUR 31.12.2011 TEUR Veränderung TEUR % 2.153 1.765 3.918 2.160 1.756 3.916 2 3.918 2012 TEUR 2.153 1.800 3.953 2.160 1.791 3.951 2 3.953 2011 TEUR 0 -35 -35 0 -35 -35 0 -35 0,0 1,9 0,9 0,0 2,0 0,9 0,0 0,9 Gewinn- und Verlustrechnung Ergebnis aus Beteiligung an der BVS Busverkehr Schwaben Beteiligungs GmbH Jahresergebnis Nachrichtlich Ergebnisverwendung Gewinnvortrag aus Vorjahr Ausschüttung davon INVG Veränderung TEUR -681 -681 130 339 -9 % >100 >100 7,8 100,0 100,0 -30 -30 1.791 0 0 651 651 1.661 -339 9 Entnahme Ertragsteuern Neuer Gewinnvortrag -5 1.756 -182 1.791 177 -35 97,3 2,0 In 2012 war im Gegensatz zum Vorjahr keine Gewinnausschüttung, sondern eine Verlustzuweisung von der BVS Busverkehr Schwaben Beteiligungs GmbH zu verzeichnen, da auch diese von ihrer Tochter der RBA Regionalbus Augsburg GmbH keine Gewinne vereinnahmen konnte. Grund dafür waren Einnahmeausfälle bei der RBA GmbH. 208 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt beka GmbH Bismarckstraße 11-13, 50672 Köln Stammkapital: Anteil gehalten durch: 383.520 € Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH 3.000 € 0,78% Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft Die beka, an der 82 Verkehrsunternehmen beteiligt sind, ist ein Dienstleistungsunternehmen für den öffentlichen Nahverkehr insbesondere im Einkaufsbereich, und auch Kooperationspartner für den Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e.V. (VDV), insbesondere in der Ausrichtung von Seminaren und Tagungen. Bilanz Aktiva Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Passiva Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Jahresergebnis Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Bilanzsumme 31.12.2012 TEUR 270 1.950 43 2.263 335 219 72 214 840 211 1.212 2.263 2012 TEUR 13.067 -11.887 -529 -67 -334 -35 215 -1 214 31.12.2011 TEUR 258 1.914 41 2.213 382 219 397 -325 673 254 1.286 2.213 2011 TEUR 7.285 -6.219 -748 -17 -600 -25 -324 -1 -325 Veränderung TEUR 12 36 2 50 -47 0 -325 539 167 -43 -74 50 % 4,7 1,9 4,9 2,3 12,3 0,0 81,9 >100 24,8 16,9 5,8 2,3 Gewinn- und Verlustrechnung Gesamtleistung Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsergebnis Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und Ertrag Jahresergebnis Veränderung TEUR 5.782 -5.668 219 -50 266 -10 539 0 539 % 79,4 91,1 29,3 >100 44,3 40,0 >100 0,0 >100 Der auftragsvolumenbedingte höhere Umsatz und Materialaufwand in 2012 resultiert aus der umfangreicheren Investitionstätigkeit der Gesellschafter. Das verbesserte Jahresergebnis beruht insbesondere auf dem Wegfall der in 2011 aufgetretenen Ergebnislasten aus der Doppelbesetzung der Geschäftsführung und aus der Dotierung von Pensionsrückstellungen. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 209 210 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Freizeit, Kultur, Bildung Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 211 Stadtwerke Ingolstadt Freizeitanlagen GmbH Ringlerstraße 28, 85057 Ingolstadt www.stadtwerke-ingolstadt.de Stammkapital: gehalten durch Gesellschafter: Beschlussorgane: 536.300 € Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH Gesellschafterversammlung Beirat Thomas Hehl Vorsitzender in Vertretung des Oberbürgermeisters: Bürgermeister Albert Wittmann Stadträte: Johann Achhammer Klaus Böttcher Brigitte Fuchs Franz Hofmaier Sabine Leiß Franz Liepold Klaus Mittermaier Robert Schidlmeier Dr. Andreas Schleef Dorothea Soffner Karl Spindler Angelika Wegener-Hüssen Geschäftsführer: Beirat: Verträge: Ergebnisabführungsvertrag mit der Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH vom 27.09.2002 Erbbaurechtsvertrag mit der Oberbayerischen Bäder- und Freizeitanlagen Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft Errichtung, Betrieb und Unterhaltung der Freizeitanlagen: Hallenbad Mitte mit Sauna Hallenbad Südwest Freibad Erlebnisbad Wonnemar – verpachtet Eisstadion an der Jahnstrasse (Eisfreifläche seit Februar 2011 nicht mehr in Betrieb) Saturn-Arena (Multifunktionshalle mit Eisfläche) Zweite Eishalle bei der Saturn-Arena. 212 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Stadtwerke Ingolstadt Freizeitanlagen GmbH Leistungsdaten Hallenbad Mitte mit Sauna Stromerzeugung Wärmeerzeugung Hallenbad Südwest Stromerzeugung Wärmeerzeugung Erlebnisbad Wonnemar Freibad Eisstadion Jahnstrasse Saturn Arena u. Zweite Eishalle Veranstaltungen Saturn-Arena Besucher MWh MWh Besucher MWh MWh Besucher Besucher Besucher Besucher Stück 2011/12 86.898 2.138 4.058 60.506 1.051 1.900 344.628 138.714 0 61.045 96 2010/11 91.468 0 0 51.553 2.311 4.241 334.526 131.004 16.907 42.568 72 Veränderung -4.570 -5% 2.138 >100% 4.058 >100% 8.953 -1.260 -2.341 10.102 7.710 -16.907 18.477 24 17% -55% -55% 3% 6% -100% 43% 33% Das erdgasbetriebene Blockheizkraftwerk am Hallenbad Südwest erzeugt seit Fertigstellung im Oktober 2011 Strom und Wärme. Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten konnte das Hallenbad Südwest in 2011/12 von den Badegästen wieder uneingeschränkt genutzt werden. Aufgrund der Schließung des Eisstadions Jahnstraße wurden in der Saturn-Arena und der Zweiten Eishalle zusätzliche Eislaufzeiten angeboten. Vermögens-/Finanzlage Vermögen Hallenbad Mitte Freibad Eisstadion Jahnstraße Saturn Arena inkl. zweite Eishalle Erlebnisbad Wonnemar (verpachtet) Grund und Boden Hallenbad Mitte Hallenbad Südwest Freibad Thermalwasserbrunnen Erlebnisbad Wonnemar Sportbad Eisstadion Jahnstraße Saturn Arena Zweite Eishalle Spartenübergreifendes Vermögen Bauten und Betriebseinrichtungen Anteile SWI Freizeitanlagen Verw altungs GmbH Arbeitgeberdarlehen Finanzanlagen Anlagevermögen Verlustausgleichsanspruch Forderungen Rechnungsabgrenzung Liquide Mittel Gesamtvermögen Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 30.09.2012 30.09.2011 TEUR TEUR 89 89 92 92 392 392 6.950 6.950 8.531 8.531 16.054 541 989 6.740 292 287 315 15.359 5.247 14 29.784 17 22 39 45.877 6.380 242 657 14 53.170 16.054 633 1.063 7.137 424 59 358 16.208 5.504 22 31.408 17 24 41 47.503 8.472 325 674 7 56.981 Veränderung TEUR 0 0 0 0 0 0 -92 -74 -397 -132 228 -43 -849 -257 -8 -1.624 0 -2 -2 -1.626 -2.092 -83 -17 7 -3.811 % 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 14,5 7,0 5,6 31,1 >100 12,0 5,2 4,7 36,4 5,2 0,0 8,3 4,9 3,4 24,7 25,5 2,5 100,0 6,7 213 Stadtwerke Ingolstadt Freizeitanlagen GmbH Der Vermögensrückgang gegenüber dem Vorjahr resultiert aus dem niedrigeren Verlustausgleichsanspruch gegenüber der Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH sowie dem Rückgang des Anlagevermögens. Abschreibungsbedingt verminderte sich das Anlagevermögen wie folgt: Sparte Hallenbad Mitte Hallenbad Südwest Freibad Thermalwasserbrunnen Erlebnisbad Wonnemar Sportbad Eisstadion Jahnstraße Saturn Arena Zweite Eishalle spartenübergreifende Investitionen Finanzanlagen Veränderung Anlagevermögen 2011/12 Investitionen Abschreibung Abgänge Veränderung TEUR 12 24 78 0 228 0 152 11 0 0 505 TEUR 104 98 475 59 0 43 996 268 8 0 2.051 TEUR 0 0 0 73 0 0 5 0 0 2 80 TEUR -92 -74 -397 -132 228 -43 -849 -257 -8 -2 -1.626 Im Geschäftsjahr 2011/12 investierte die Gesellschaft insbesondere in die Planung des neuen Sportbades, in den Ausbau der Logen in der Saturn-Arena, in das neben der Halle entstehende Blockheizkraftwerk sowie in die Außenanlagen im Freibad. Das langfristig gebundene Anlagevermögen der Gesellschaft ist zu rund 76 % über Eigenkapital und das langfristige Bankdarlehen finanziert. Im Einzelnen stellt sich die Gesamtfinanzierung wie folgt dar: 30.09.2012 TEUR Eigenkapital Rückstellungen davon ausstehende Rechnungen 30.09.2011 TEUR 29.772 2.275 2.139 52% Veränderung TEUR 0 - 1.925 - 1.938 4% 29.772 350 201 56% Kredite Bankdarlehen Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH Stadt Ingolstadt Zweckverband Müllverwertungsanlage Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten u. Abgrenzung Fremdkapital Gesamtfinanzierung 5.100 497 6.500 10.040 911 23.398 44% 5.700 3.285 0 15.000 949 27.209 48% - 600 - 2.788 6.500 - 4.960 - 38 - 3.811 - 3.811 -4% 0% 53.170 100% 56.981 100% Durch den bestehenden Ergebnisabführungsvertrag mit der Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH ist die Bedienung der Kredite gewährleistet. Über den Verlustausgleich fließen der Gesellschaft Zinsen und Abschreibungen liquiditätswirksam zu und stehen damit für den Zins- und Kapitaldienst zur Verfügung. Der Abbau der Rückstellungen und Kredite wurde aus den von der Gesellschafterin im Rahmen des Vorjahresverlustausgleiches erhaltenen Mitteln gedeckt. 214 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Stadtwerke Ingolstadt Freizeitanlagen GmbH Gewinn- und Verlustrechnung Geschäftsjahr 01.10. bis 30.09. des Folgejahres 2011/12 TEUR 1.987 400 -2.620 -1.202 -2.051 -2.286 -547 -6.319 -61 6.380 0 2010/11 TEUR 1.575 331 -4.261 -1.174 -2.042 -2.330 -511 -8.412 -60 8.472 0 Veränderung TEUR 412 69 1.641 -28 -9 44 -36 2.093 -1 -2.092 0 % 26,2 20,8 38,5 2,4 0,4 1,9 7,0 24,9 1,7 24,7 0,0 Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsergebnis Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Sonstige Steuern Verlustübernahme SWI Beteiligungen GmbH Jahresergebnis Die Steigerung der Umsatzerlöse beruht auf dem Verkauf des seit Oktober 2011 im fertiggestellten BHKW am Hallenbad Südwest erzeugten Stroms und der Wärme sowie der besseren Veranstaltungsauslastung in der Saturn-Arena. Sparte Hallenbäder und Sauna Freibad Erlebnisbad Thermalwasser Saturn-Arena (Multifunktionshalle) Zweite Eishalle Eisstadion Jahnstraße Umsatzerlöse 2011/12 TEUR 715 259 5 794 213 1 1.987 2010/11 TEUR 587 259 5 524 175 25 1.575 Veränderung TEUR 128 0 0 270 38 -24 412 % 21,8 0,0 0,0 51,5 21,7 96,0 26,2 Der Jahresverlust entwickelte sich wie folgt: Sparte Bäder Erlebnisbad Wonnemar davon Erstattung Zins und Tilgung davon erhaltener Erbbauzins 2011/12 TEUR -1.671 -1.643 -1.482 16 2010/11 TEUR -3.632 -1.572 -1.482 82 Veränderung TEUR 1.961 -71 0 -66 248 2.138 -9 -36 -1 2.092 % 54,0 4,5 0,0 80,5 37,9 36,5 0,4 7,0 1,7 24,7 Saturn-Arena mit 2. Eishalle und Stadion Jahnstr. Betriebsergebnis Abschreibungen Zinsen Grund- und Kraftfahrzeugsteuer Jahresverlust -407 -3.721 -2.051 -547 -61 -6.380 -655 -5.859 -2.042 -511 -60 -8.472 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 215 Stadtwerke Ingolstadt Freizeitanlagen GmbH Nachdem das Vorjahresergebnis infolge der an Dach, Lüftung und Fassade im Hallenbad Südwest durchgeführten Sanierungsmaßnahmen mit TEUR 2.100 belastet war, fiel der Jahresverlust im Geschäftsjahr 2011/12 deutlich geringer aus. Die verbesserte Auslastung der Saturn Arena trug ebenfalls zum Rückgang des Verlustes bei. Die Stadtwerke Ingolstadt Freizeitanlagen GmbH ist verpflichtet, bis Ende 2033 jährlich Zins und Tilgung in Höhe von insgesamt TEUR 1.482 an die Bank, die den Bau des Erlebnisbades für den Betreiber finanzierte, zu entrichten. Ferner wurden dem Erlebnisbadbetreiber entsprechend dem Erbbaurechtsvertrag finanzielle Nachteile infolge der Fernwärmeversorgung gegenüber der Eigenerzeugung über ein Blockheizkraftwerk mit TEUR 145 (Vorjahr TEUR 160) vergütet. Infolge der niedrigen Besucherzahl im Kalenderjahr 2011 konnte im folgenden Geschäftsjahr 2011/12 nur ein Erbbauzins von TEUR 16 vereinnahmt werden. Für jeden Besucher über der Grenze von 300.000 zahlt der Erlebnisbadbetreiber einen Betrag von zwei Euro. Der Jahresverlust wurde entsprechend dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag von der Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH ausgeglichen. Im Rahmen des bestehenden steuerlichen Querverbundes führte dies zu einer Ertragsteuerentlastung in Höhe von 30 % des übernommenen Verlustes bei der Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH, die in voller Höhe die Verlustausgleichsverpflichtung von INKB minderte. Kennzahlen langfristig Jahresergebnis (vor EAV) TEUR Betriebsleistung Materialaufwandsquote Personalaufwandsquote Mitarbeiter Abschreibungen Investitionen Bilanzsumme Anlagenintensität Eigenkapitalquote Kredite TEUR % % VZÄ TEUR TEUR TEUR % % TEUR Prognose 2012/13 2011/12 2010/11 2009/10 2008/09 2007/08 -9.076 2.837 188,3 46,9 27,3 2.285 1.500 55.001 82,0 54,1 24.157 -6.380 2.387 109,8 50,4 26,0 2.051 505 53.170 86,3 56,0 22.137 -8.472 1.906 223,6 61,6 25,7 2.042 618 56.981 83,4 52,2 23.985 -6.175 1.913 108,4 63,9 27,3 1.899 3.248 56.105 87,2 53,1 24.842 -5.823 1.751 118,4 65,2 26,0 1.681 1.844 54.468 87,4 54,7 22.689 -5.990 1.679 123,3 64,3 26,3 1.514 4.883 54.309 87,3 54,8 22.458 216 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Stadtwerke Ingolstadt Freizeitanlagen GmbH Ausblick – Chancen und Risiken Die Errichtung des 50 m-Sportbades als Ersatz für das sanierungsbedürftige Hallenbad-Mitte wird das Sport- und Freizeitangebot in Ingolstadt in hohem Maße bereichern. Unter Nutzung des Vorsteuerabzugs fallen Gesamtinvestitionskosten von rund 21 Mio. EUR an, für die öffentliche Fördermittel von rund 4 Mio. EUR erwartet werden. Ab 2014 werden die Zinsaufwendungen und ab der Inbetriebnahme 2016 ferner die Abschreibungen und Betriebskosten ergebniswirksam. Ferner ist geplant, in 2013 und 2014 in den Bau eines Blockheizkraftwerkes an der SaturnArena und die Erweiterung der Energieerzeugungsanlagen am Hallenbad Südwest rund 3 Mio. EUR zu investieren. Für den Umbau des Kiosks und des Eingangsgebäudes im Freibad sind in 2014 Mittel von 2 Mio. EUR vorgesehen. Das Ergebnis des Jahres 2012/13 ist geprägt durch die Aufwendungen für die Erneuerung des Daches und der Umkleiden im Hallenbad Südwest (TEUR 2.020). Die schadensbedingte Dachsanierung erfordert die Schließung der Anlage für ein Jahr bis Herbst 2014. Für den Abriss des Eisstadion an der Jahnstraße fallen darüber hinaus Ergebnislasten von TEUR 890 an. Mittelfristig wird angestrebt, die notwendigen Verlustausgleiche auf rund 8 Mio. EUR/Jahr zu begrenzen. Finanzielle Verpflichtungen der Stadt Ingolstadt Die Stadt Ingolstadt hat am 13.12.2001 gegenüber der Stadtwerke Ingolstadt Freizeitanlagen GmbH eine Patronatserklärung abgegeben, worin sie sich verpflichtet, die Stadtwerke Ingolstadt Freizeitanlagen GmbH so auszustatten, dass diese ihren finanziellen Verpflichtungen aus dem Erbbaurechtsvertrag - insbesondere hinsichtlich Zuschusses für Zins und Tilgung an die finanzierende Bank des Betreibers - für das Erlebnisbad nachkommen kann. Für den aufgenommenen Bankkredit hat die Stadt Ingolstadt der finanzierenden Bank gegenüber eine 80 %ige Ausfallbürgschaft gegeben. Die Stadtwerke Ingolstadt Freizeitanlagen GmbH entrichtet hierfür eine Avalprovision an die Stadt Ingolstadt. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 217 Georgisches Kammerorchester Ingolstadt Konzertgesellschaft mbH Auf der Schanz 39, 85049 Ingolstadt www.georgisches-kammerorchester.de Stammkapital: gehalten durch Gesellschafter: 46.000 € Stadt Ingolstadt Freunde des Georgischen Kammerorchesters e.V. 16 Orchestermusiker (je 260 € = 0,57%) Gesellschafterversammlung Jürgen Köhler (bis 28.02.2013) Alexander Stefan (ab 01.03.2013) 37.680 € 4.160 € 4.160 € 81,92% 9,04% 9,04% Beschlussorgane: Geschäftsführer: Gegenstand und Aufgaben der Gesellschaft Die als gemeinnützig anerkannte Georgisches Kammerorchester Ingolstadt Konzertgesellschaft mbH führt in Ingolstadt einen jährlichen Konzertzyklus mit dem Georgischen Kammerorchester Ingolstadt durch und fördert die Mitwirkung der Orchestermitglieder bei öffentlichen Veranstaltungen. Bilanz Aktiva Anlagevermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Liquide Mittel Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Passiva Gezeichnetes Kapital Verlustvortrag Jahresfehlbetrag Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme 31.12.2012 TEUR 1 3 31 19 53 4 58 46 -30 -5 11 18 29 0 58 31.12.2011 TEUR 1 3 39 82 124 0 125 46 -19 -11 16 16 73 20 125 Veränderung TEUR 0 0 -8 -63 -71 4 -67 0 -11 6 -5 2 -44 -20 -67 % 0,0 0,0 20,5 76,8 57,3 >100 53,6 0,0 57,9 54,5 31,3 12,5 60,3 100,0 53,6 218 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Georgisches Kammerorchester Ingolstadt Konzertgesellschaft mbH Leistungsdaten Abonnentenkonzerte in Ingolstadt Abonnentenkonzerte in Ingolstadt andere Konzerte in Ingolstadt Gastspiele Familien- und Kinderkonzerte Beteiligung an Orgelmatineen Stück Besucher Stück Stück Stück Stück 2012 12 9.403 10 13 11 11 2011 12 9.196 18 12 10 6 Gewinn- und Verlustrechnung Konzerteinnahmen davon Gagen von der Stadt Ingolstadt 2012 TEUR 281 9 2011 TEUR 293 51 Veränderung TEUR -12 -42 % 4,1 82,4 Veränderung des Bestands an fertigen Erzeugnissen Sponsorbeiträge Zuschüsse Stadt Ingolstadt Zuschüsse Land Spenden Sonstige betriebliche Erträge Bezogene Leistungen Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsergebnis Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und Ertrag Jahresfehlbetrag -1 433 310 110 51 36 -223 -837 -1 -158 1 2 -7 -5 -2 410 280 89 71 15 -222 -815 0 -129 1 -9 -2 -11 1 23 30 21 -20 21 -1 -22 -1 -29 0 11 -5 6 50,0 5,6 10,7 23,6 28,2 >100 0,5 2,7 >100 22,5 0,0 >100 >100 54,55 Kennzahlen langfristig Jahresergebnis Betriebsleistung Personalaufwandsquote Mitarbeiter Bilanzsumme Eigenkapitalquote TEUR TEUR % VZÄ TEUR % Prognose 2013 2012 -5 1.220 68,6 20,1 58 19,0 2011 -11 1.156 70,5 20,1 125 12,8 2010 -8 1.040 75,5 20,1 115 23,5 2009 -10 948 72,9 19,7 111 31,5 2008 -21 956 72,9 19,5 110 40,9 21 1.236 68,0 20,1 79 40,5 Ausblick – Chancen und Risiken Der Verlustvortrag wird in 2013 deutlich abgebaut werden können. Der verbleibende Rest soll in den nächsten 2 Jahren vollständig zurückgeführt werden. Dazu sollen vor allem die Konzerteinnahmen wieder deutlich gesteigert werden. Der Zuschuss des Freistaats Bayern beträgt in 2013 ca. TEUR 190. Der Zuschuss der Stadt Ingolstadt wurde für 2013 auf TEUR 300 festgelegt. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 219 Zweckverband Gymnasium Gaimersheim Residenzplatz 1, 85072 Eichstätt Zweckverbandsmitglieder: Stadt Ingolstadt Landkreis Eichstätt Zweckverbandsversammlung Zweckverbandsvorsitzender Verbandsvorsitzender: Anton Knapp, Landrat stellv. Verbandsvorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Alfred Lehmann Verbandsräte: Gabriel Engert, Ingolstadt Peter Doliwa, Eichstätt Alexander Heimisch, Eichstätt Michael Stampfer, Eichstätt Beschlussorgane: Verbandsversammlung: Gegenstand und Aufgaben des Zweckverbandes Der am 31.05.2008 entstandene Zweckverband hat die Aufgabe, für das staatliche Gymnasium Gaimersheim die erforderliche Schulanlage zu schaffen sowie den Schulaufwand nach dem jeweils geltenden Schulfinanzierungsgesetz zu tragen, soweit dieser nicht vom Freistaat Bayern zu übernehmen ist. Der Markt Gaimersheim stellt die Grundstücksflächen für das 50.000 qm große Schulgelände zur Verfügung, auf dem ein 4-zügiges Gymnasiums mit Dreifachturnhalle und Freisportanlagen errichtet wurde. Das Schulgebäude mit 42 Klassenzimmern, 20 Fachräumen und einer Mensa auf 15.000 qm wurde im September 2010 fertig gestellt. Das Gymnasium bietet die naturwissenschaftlich-technologische und die sprachliche Ausbildungsrichtung an. Leistungsdaten Gesamtschülerzahl davon Schüler Stadt Ingolstadt davon Schüler Landkreis Eichstätt 2010 255 71 184 2011 393 104 289 2012 507 120 387 220 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Zweckverband Gymnasium Gaimersheim Vermögenshaushalt Ergebnis Ergebnis Ergebnis Ergebnis Ergebnis 2008 2009 2010 2011 2012 TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR 0 405 400 0 0 805 0 0 0 1.000 333 Plan 2013 TEUR 150 60 140 0 0 350 0 0 0 350 0 Plan 2014 TEUR 80 45 45 0 0 170 0 0 0 170 0 Gesamt TEUR 1.503 24.001 4.076 72 62 29.714 7.760 690 3 21.260 6.913 Schulausstattung Baukosten Planungs- und Nebenkosten Haushaltsausgaberest Zuführung an Rücklagen Ausgaben Zuwendungen nach Art. 10 FAG Haushaltseinnahmereste Verkäufe Investitionsumlagen davon Stadt Ingolstadt 0 8.199 1.867 0 0 10.066 2.200 0 0 7.800 2.600 957 12.951 926 0 0 14.834 3.015 0 3 10.990 3.663 206 1.981 254 0 0 2.441 2.260 0 0 950 317 110 360 444 72 62 1.048 285 690 0 0 0 Sonstige Investitionszuschüsse Einnahmen 0 1.000 0 10.000 0 14.008 0 3.210 1 976 0 350 0 170 1 29.714 Verwaltungshaushalt Ergebnis Ergebnis Ergebnis Ergebnis Ergebnis 2008 2009 2010 2011 2012 TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR 1 0 36 0 37 0 37 12 Plan 2013 TEUR 56 498 58 12 624 49 575 147 Personalausgaben Sächl. Verwaltungs-/Betriebsaufwand Aufwand der Geschäftsstelle Zinsen Ausgaben Zinsen und sonst. Einnahmen Betriebskostenumlagen davon Stadt Ingolstadt 2 0 67 0 69 7 62 21 29 118 85 5 237 39 198 66 43 317 67 14 441 85 356 99 46 426 65 10 547 65 482 130 Einnahmen 37 69 237 441 547 624 Finanzielle Verpflichtungen der Stadt Ingolstadt Zur Deckung des Finanzbedarfs leisten die Mitglieder Investitionsumlagen, zunächst vorläufig im Verhältnis 2/3 (Landkreis Eichstätt) zu 1/3 (Stadt Ingolstadt). Fünf Jahre nach Schulinbetriebnahme erfolgt eine Endabrechnung unter Einbeziehung der jeweiligen Schülerzahlen. Die Betriebskostenumlagen bemessen sich nach den jeweiligen Schülerzahlen. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 221 Allgemeine Angaben Datenquellen Dem Beteiligungsbericht liegen folgende Datenquellen zugrunde: − − − − − Lageberichte und Jahresabschlüsse der Gesellschaften Jahresrechnungen/Rechenschaftsberichte der Zweckverbände Berichte der Abschlussprüfer verabschiedete Wirtschaftspläne unterjährige Berichte zur Geschäftsentwicklung (Prognosen). Die Daten der Unternehmen und der Zweckverbände zeigen grundsätzlich den Stand zum 31.12.2012 oder bei einem abweichenden Wirtschaftsjahr, wie bei den Ingolstädter Kommunalbetrieben und bei den Unternehmen des Konzerns Stadtwerke Ingolstadt, den Stand zum 30.09.2012. Aussagen zur Geschäftsentwicklung ab 2013 basieren auf dem Kenntnisstand Ende August 2013. Erläuterung einiger Fachbegriffe Abschreibungen Über Abschreibungen werden die im Zeitablauf eintretenden Wertminderungen bei Vermögensgegenständen erfasst. Gebäude, technische Anlagen, Maschinen, Fahrzeuge, Werkzeuge, Büroeinrichtungen erleben beispielsweise durch Abnutzung, Verschleiß und technischen Fortschritt eine Entwertung. Von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der Gegenstände des Anlagevermögens werden daher grundsätzlich jährlich gleich bleibende (lineare) Abschreibungsbeträge - bemessen nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer - abgesetzt. Diese Abschreibungen werden darüber hinaus in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand erfasst. Anlagevermögen Vermögensgegenstände, die dazu bestimmt sind, dauerhaft und längerfristig dem Geschäftsbetrieb zu dienen, z. B. Immobilien, technische Anlagen und Maschinen, Konzessionen oder Beteiligungen werden in der Bilanz unter dem Anlagevermögen ausgewiesen. Betriebsleistung Die Betriebsleistung eines Unternehmens ergibt sich aus der Summe der Umsatzerlöse, der aktivierten Eigenleistungen und der sonstigen betrieblichen Erträge. Weiterhin werden Erhöhungen des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen addiert, Verminderungen hingegen subtrahiert. 222 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Bilanz In der Bilanz als gesetzlicher Bestandteil des Jahresabschlusses werden jeweils zum Geschäftsjahresende das Vermögen, die Rückstellungen und Verbindlichkeiten und das vorhandene Eigenkapital dargestellt. Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) Die Gewinn- und Verlustrechnung ist weiterer gesetzlicher Bestandteil des Jahresabschlusses, in dem die Aufwendungen den Erträgen gegenüber gestellt werden. Sie gibt Auskunft über den Erfolg eines Unternehmens im vergangenen Geschäftsjahr. Jahresergebnis Das Jahresergebnis ergibt sich als Differenzbetrag zwischen den Erträgen und Aufwendungen des Geschäftsjahres und stellt entweder einen Jahresüberschuss oder Jahresfehlbetrag dar. Wenn der Jahresabschluss unter Einbeziehung der Ergebnisverwendung aufgestellt wird, werden in der GuV unterhalb des Jahresergebnisses noch zusätzlich Ausschüttungen, Entnahmen oder Einstellungen aus offenen bzw. in offene Rücklagen sowie der Gewinnbzw. Verlustvortrag eingerechnet, um so den Bilanzgewinn zu ermitteln. Rechnungsabgrenzungsposten Die Rechnungsabgrenzungsposten dienen der zeitlichen Zuordnung der Erträge und Aufwendungen und somit der periodengerechten Erfolgsermittlung. Sie enthalten Ausgaben bzw. Einnahmen, die Aufwand bzw. Erträge für künftige Zeiträume darstellen. Es wird unterschieden zwischen aktivem Rechnungsabgrenzungsposten (auf künftige Jahre zuzurechnender Aufwand) und passivem Rechnungsabgrenzungsposten (auf künftige Jahre zuzurechnende Erträge). Rücklagen Rücklagen sind Eigenkapital. Sie entstehen entweder durch Einlagen der Gesellschafter oder durch die Nichtausschüttung von erwirtschafteten Gewinnen. Von den Rücklagen zu unterscheiden sind Rückstellungen, die Außenverpflichtungen darstellen und deswegen Fremdkapitalcharakter besitzen. Rückstellungen Rückstellungen dienen der periodengerechten, antizipativen Erfassung von ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verlusten oder dem Ausweis von noch nicht getätigten Aufwendungen, die dem Berichtsjahr oder vorangegangenen Jahren zuzuordnen sind, deren Eintreten wahrscheinlich oder sicher, deren Höhe oder Zeitpunkt des Eintritts jedoch ungewiss ist. Durch die Bildung von Rückstellungen sollen die später entstehenden Verpflichtungen zum Zeitpunkt ihres bekannt Werdens berücksichtigt werden. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 223 Umlaufvermögen Vermögensgegenstände, die nicht dazu bestimmt sind, dauerhaft dem Geschäftsbetrieb zu dienen. Es enthält die Vermögensgegenstände, die relativ kurzfristig verbraucht bzw. umgesetzt werden, z.B. Vorräte, Forderungen, Bankguthaben, Schecks (Gegensatz: Anlagevermögen). Kameralistik In der Kameralistik werden kassenwirksame Einnahmen (Einzahlungen) und Ausgaben (Auszahlungen) betrachtet. Der Verwaltungshaushalt und der Vermögenshaushalt sind in der Kameralistik ein Teil des kommunalen oder staatlichen Haushaltsplanes. Verwaltungshaushalt Der Verwaltungshaushalt wird auch als Kernhaushalt bezeichnet und umfasst alle Einnahmen und Ausgaben, die das Vermögen nicht erhöhen oder vermindern. Dazu gehören die jährlich wiederkehrenden Einnahmen (Steuern, nicht der Finanzierung von Investitionen dienende Zuweisungen anderer öffentlicher Stellen, Gebühren) und die fortdauernden Ausgaben (Personal- und Sachkosten, Energiekosten, Versicherungsbeiträge, Umlagen, Kreditzinsen aus Vermögens- und Verwaltungshaushalt, Ausgaben für Sozialhilfe). Mit den laufenden, jährlichen Einnahmen einer Gemeinde werden zunächst die fortdauernden Ausgaben finanziert. Ein darüber hinaus übrig bleibender Betrag steht als Finanzierungsanteil für Investitionen im Vermögenshaushalt zur Verfügung. Dieser Betrag, um den die laufenden Einnahmen höher sind als die fortdauernden Ausgaben, wird als Zuführungsrate an den Vermögenshaushalt übergeben und wirkt als Ausgabe im Verwaltungshaushalt. Der Zuführungsbetrag muss mindestens so hoch sein, dass damit die Kreditbeschaffungskosten und die ordentliche Tilgung von Krediten gedeckt werden können. Vermögenshaushalt Der Vermögenshaushalt enthält alle investiven Einnahmen oder Ausgaben der Gemeinde, d.h. alle Finanzvorfälle, die das städtische Vermögen erhöhen oder vermindern. Der Vermögenshaushalt umfasst z.B. die Ausgaben für den Straßenbau, den Erwerb von Grundstücken oder Einnahmen aus dem Verkauf von städtischen Grundstücken. 224 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Finanzkennzahlen Die dargestellten Finanzkennzahlen geben einen Überblick über die Struktur von der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung. Dabei ist eine Vergleichbarkeit der Unternehmen auf Grund branchenbezogener Unterschiede oft eingeschränkt. Anlagenintensität Die Anlagenintensität gibt Auskunft über den Anteil des Vermögens, das langfristig gebunden ist. Je höher die Anlagenintensität, desto höher sind in der Regel die fixen Kosten in Form von Abschreibungen und Zinsbelastungen. Cashflow Der Cashflow gibt die Differenz zwischen Mittelzufluss (Einzahlungen) und dem Mittelabfluss (Auszahlungen) während eines Geschäftsjahres an. Ein erwirtschafteter positiver Cashflow (Einzahlungsüberschuss) kann für Investitionen, Kredittilgungen oder für Ausschüttungen an die Gesellschafter verwendet werden. Im Rahmen der indirekten Berechnung sind dem erwirtschafteten Jahresergebnis die nicht auszahlungswirksamen Aufwendungen hinzuzurechnen und die nicht einnahmewirksamen Erträge abzuziehen. Der in den Kennzahlentabellen des Beteiligungsberichts angegebene Cashflow im engeren Sinne wurde vereinfacht wie folgt ermittelt: Jahresergebnis Abschreibungen Erträge aus der Auflösung von Sonderposten Erträge aus der Auflösung empfangener Ertragszuschüsse Aufwendungen aus der Zuführung zu Sonderposten Cashflow + + Eigenkapitalquote (Eigenmittelquote) Die Eigenkapitalquote (Eigenmittelquote) sagt in erster Linie aus, zu welchem Anteil sich das Unternehmen aus eigenen Mitteln finanziert. Im Allgemeinen kann festgestellt werden, dass die finanzielle Stabilität umso größer ist, je höher die Eigenkapitalquote (Eigenmittelquote) ausfällt. Dabei gilt es zu beachten, dass ein optimales Verhältnis aus Eigenkapital (Eigenmitteln) und Fremdkapital auch unter den Gesichtspunkten der Rentabilität und des Risikos zu sehen ist. Als Berechnungsgrundlage zur Ermittlung der Eigenkapitalquote (Eigenmittelquote) wird das wirtschaftliche Eigenkapital (die wirtschaftlichen Eigenmittel) herangezogen. Unter dem so genannten wirtschaftlichen Eigenkapital versteht man dasjenige Kapital, das einem Unternehmen tatsächlich als Eigenmittel zur Verfügung steht. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 225 Materialaufwandsquote Die Materialaufwandsquote zeigt, welchen Anteil die Materialaufwendungen an der Gesamtleistung haben. Damit wird erkennbar, welche Rolle der Materialaufwand im Hinblick auf das Ergebnis des Unternehmens spielt. Personalaufwandsquote Die Personalaufwandsquote zeigt, welchen Anteil die Personalaufwendungen an der Gesamtleistung haben. Damit wird erkennbar, welche Rolle der Personalaufwand im Hinblick auf das Ergebnis des Unternehmens spielt. Die Personalaufwandsquote lässt Rückschlüsse auf die Arbeitsintensität zu. Es können sich Verschiebungen zwischen Personal- und Materialaufwand ergeben, wenn Leistungen verstärkt zugekauft werden. Je höher der Automatisierungsgrad ist, desto niedriger ist die Personalaufwandsquote. Unternehmen im Dienstleistungsbereich dagegen, weisen tendenziell eine höhere Personalaufwandsquote auf. Vollzeitäquivalent (VZÄ) Das Vollzeitäquivalent drückt den Zeitwert aus, den eine Vollzeit-Arbeitskraft (100 %) innerhalb eines vergleichbaren Zeitraums erbringt (z. B. pro Tag). Ein Team von Arbeitskräften setzt sich oft aus personellen Ressourcen mit unterschiedlichem Beschäftigungsgrad zusammen. Um die zeitliche Arbeitsleistung auszudrücken, kommt das Vollzeitäquivalent zur Anwendung. Zwei Ressourcen mit 50 % Beschäftigungsgrad ergeben die Arbeitsleistung von einer Vollzeitkraft. Das Vollzeitäquivalent bildet somit eine etablierte und standardisierte Vergleichsgröße für das Benchmarking. 226 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt Rechtsformen städtischer Unternehmen Eigenbetrieb Der Eigenbetrieb ist eine Rechtsform des Kommunalrechts, die - obwohl Teil der Gemeindeverwaltung - über eine vom Gemeindehaushalt getrennte, weitgehend nach den Grundsätzen des Handelsrechts ausgestaltete eigene Wirtschaftsplanung, Buchführung und Rechnungslegung verfügt. Finanzwirtschaftlich gilt der Eigenbetrieb als Sondervermögen der Kommune. An der Spitze des Eigenbetriebes steht eine Werkleitung. Dienstvorgesetzter aller Beschäftigten des Eigenbetriebes ist der Oberbürgermeister. An wichtigen Entscheidungen ist neben der kommunalen Verwaltungsspitze zumeist der Werkausschuss zu beteiligen, ein Ausschuss des Stadtrates. Rechtliche Grundlage ist die Eigenbetriebsverordnung. Kommunalunternehmen - Anstalt des öffentlichen Rechts Dem Kommunalunternehmen können hoheitliche Aufgaben und Befugnisse übertragen werden. Das Kommunalunternehmen ist organisatorisch und rechtlich völlig selbstständig, verfügt über eine vom kommunalen Haushalt getrennte eigene Rechnungslegung, ist selbstständiges Steuersubjekt, hat mit dem Verwaltungsrat und dem Vorstand eine überschaubare Organstruktur und verfügt über eigenes Personal, wobei das Personalvertretungsrecht anwendbar ist. Rechtliche Grundlage ist die Verordnung über Kommunalunternehmen (KUV). Kapitalgesellschaft Eine Stadt kann Aufgaben einer eigenen Gesellschaft übertragen oder sich an einem Unternehmen in privatrechtlicher Form beteiligen. Unzulässig ist jedoch die Beteiligung an Gesellschaften, bei denen die Haftung der Kommune betragsmäßig nicht beschränkt werden kann. Privatrechtliche Unternehmen einer Gemeinde sind daher in der Regel Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) oder Aktiengesellschaften (AG). Die gebräuchlichste Form ist die GmbH, da diese Rechtsform der Stadt bessere Möglichkeiten bietet, ihren Einfluss auf die Unternehmenspolitik zu sichern: durch Regelungen im Gesellschaftsvertrag, durch die Besetzung des Aufsichtsrates und vor allem durch das Weisungsrecht der Gesellschafterversammlung gegenüber der Geschäftsführung. Zweckverband Zweckverband ist eine Organisationsstruktur, um kommunale Zusammenarbeit zu organisieren, etwa im Sektorenbereich (z.B. bei der Abfallbeseitigung, Abwasserbeseitigung) oder langfristige Regelungen (etwa in der Regionalplanung) umzusetzen. Auch wirtschaftliche Unternehmen können nach dem bayerischen Gesetz über die kommunale Zusammenarbeit als Zweckverbände geführt werden. Ebenso wie Eigenbetriebe gehören sie zu den öffentlichrechtlichen Unternehmensformen. Anders als beim Eigenbetrieb ist die Stadt jedoch nicht der Träger, sondern Mitglied. Die Organe des Zweckverbandes sind die Verbandsversammlung und der Verbandsvorsitzende, zumeist auch ein Verbandsausschuss. Zweckverbände besitzen somit eine eigene Rechtspersönlichkeit, im Gegensatz zum Eigenbetrieb. Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 227 Abkürzungsverzeichnis Allgemein AöR BilMoG GbR HGB GVZ GmbH KG ÖPNV VZÄ ZV Anstalt des öffentlichen Rechts Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz Gesellschaft des bürgerlichen Rechts Handelsgesetzbuch Güterverkehrszentrum Gesellschaft mit beschränkter Haftung Kommanditgesellschaft Öffentlicher Personennahverkehr Vollzeitäquivalent Zweckverband Unternehmen APG COM-IN EGZ GKO GVZ GWG IFG in-arbeit INKB INVG KVB LGI MVZ SWI UTW VRI APG – Alten- und Pflegeheim Geschäftsführungsgesellschaft mbH COM-IN Telekommunikationsgesellschaft mbH Existenzgründerzentrum Ingolstadt GmbH Georgisches Kammerorchester Ingolstadt Konzertgesellschaft mbH GVZ Konsolidierungszentrum Betreibergesellschaft mbH Gemeinnützige Wohnungsbau-Gesellschaft Ingolstadt GmbH IFG Ingolstadt AöR in-arbeit GmbH Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH KVB Ingolstadt GmbH LGI Logistikzentrum im Güterverkehrszentrum Ingolstadt Betreibergesellschaft mbH Medizinisches Versorgungszentrum Klinikum Ingolstadt GmbH Stadtwerke Ingolstadt UTW Planungs-, Bau- und Besitzgesellschaft f. umwelttechn. Werke Ingolstadt mbH VRI Verkehrsverbund Region Ingolstadt GmbH Zweckverbände KhZVI MVA ZKA DH PRI ZRF Krankenhauszweckverband Ingolstadt Zweckverband Müllverwertungsanlage Ingolstadt Zweckverband Zentralkläranlage Ingolstadt Zweckverband Donauhalle Ingolstadt Planungsverband Region Ingolstadt Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Region Ingolstadt Herausgegeben von der Stadt Ingolstadt © Oktober 2013 Redaktion: Beteiligungsmanagement Titelbild: Beteiligungsmanagement Titelfoto: © VAlex – Fotolia.com Bildnachweis bei den jeweiligen Unternehmen Bild Seite 132: © Stadt Ingolstadt / Foto: Horst Schalles Elektronisch verfügbar unter: www.ingolstadt.de Kontakt: beteiligungsmanagement@ingolstadt.de 228 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt ingolstadt
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