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Full text: Fallzahlen ausgewählter Krankenhausbehandlungen in Berlin im Jahr ... (Rights reserved) Issue 14.2018 (Rights reserved)

Fallzahlen ausgewählter Krankenhausbehandlungen in Berlin im Jahr 2018 • Krebsoperationen • • Akuttherapie von Herzinfarkt und Schlaganfall Behandlung peripherer Durchblutungsstörungen • • Künstlicher Gelenkersatz an Hüfte und Knie Chirurgie im Säuglingsalter • Palliativmedizin 14. Aktualisierung auf Grundlage der Daten des Jahres 2018 Berlin, August 2020 Grußwort zur Fallzahlveröffentlichung auf Grundlage der InEK-Daten 2018 Dilek Kalayci Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger, auch in diesem Jahr stelle ich Ihnen mit Freude die aktualisierten Fallzahldarstellungen zu ausgewählten Behandlungen in den Berliner Krankenhäusern vor. Insbesondere bei geplanten Behandlungen und Operationen - auf der Suche nach einem geeigneten Krankenhaus - ist die Frage nach „Wer macht was wie oft?“ häufig von zentralem Interesse. Auf Basis der vom Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) erhobenen Daten bereitet die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung nun schon seit mehr als 10 Jahren die Fallzahlen zu ausgewählten Behandlungen in Berliner Krankenhäusern auf. Die jüngste Aktualisierung für das Jahr 2018 veranschaulicht für alle in den Berliner Krankenhausplan aufgenommenen Krankenhäuser, die Verteilung von Behandlungen im Einzelnen und welche Kliniken in bestimmten Gebieten besonders erfahren sind. Auf den nachfolgenden Seiten finden Sie Fallzahlen zu besonders häufigen Eingriffen wie Krebsoperationen, Akuttherapie von Herzinfarkt und Schlaganfall, Behandlung peripherer Durchblutungsstörungen, Gelenkersatzoperationen an Hüfte und Knie, Chirurgie im Säuglingsalter sowie spezialisierten palliativmedizinischen Behandlungen. Mit unserer bundesweit einzigartigen Fallzahlveröffentlichung erhalten Sie, einen schnellen und transparenten Überblick über die Verteilung von Krankenhausbehandlungen in Berlin. Diese sowie weitere Entscheidungskriterien sollen und können Sie bei der Auswahl des passenden Krankenhauses unterstützen. Ich wünsche Ihnen, liebe Leserinnen und Lesern, mit unserer Fallzahlveröffentlichung eine hilfreiche und nutzbringende Lektüre. Ihre Dilek Kalayci Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung Inhalt Inhalt 3 1. Einleitung 4 2. Erläuterungen zum methodischen Vorgehen 5 3. Fallzahldiagramme 7 3.1. Tumormedizin 7 3.2. Notfallmedizin 26 3.3. Gefäßmedizin (arterielle Durchblutungsstörungen der Beine) 28 3.4. Gelenkersatz 29 3.5. Operative Behandlung von Kindern im ersten Lebensjahr 33 3.6. Palliativmedizin 34 3.7. Zentralisierte Behandlungen 35 4. Abkürzungsverzeichnis 36 1. Einleitung „Wer macht was wie oft?“ Im Krankenhausplan 2006 nutzte die damalige Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz erstmals die vom Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) erhobenen Daten, um die unterschiedliche Beteiligung der Berliner Krankenhäuser bei verschiedenen Behandlungen genauer zu untersuchen. Es wurde beschlossen, Fallzahlen der Kliniken bei bestimmten Krebsoperationen auf der Homepage der Senatsverwaltung zu veröffentlichen und jährlich zu aktualisieren. Mit dem Krankenhausplan 2010 wurde diese Veröffentlichung auf weitere medizinische Fachgebiete ausgedehnt. Auf der Basis der Daten des Jahres 2018 werden hiermit Fallzahlen zu folgenden Behandlungen veröffentlicht: Krebsoperationen Akuttherapie von Herzinfarkt und Schlaganfall Behandlung peripherer Durchblutungsstörungen Künstlicher Gelenkersatz an Hüfte und Knie Chirurgie im Säuglingsalter Palliativmedizin Was ist unser Ziel? Die Berliner Krankenhäuser sind vielfältig spezialisiert. Diese Arbeitsteilung ist in Anbetracht der allgemein kurzen Wege in der Stadt für die Qualitätssicherung und in wirtschaftlicher Hinsicht auch sehr sinnvoll. Wer etwas öfter macht, der gewinnt an Erfahrung, für den lohnen sich der oft mühevolle Aufbau behandlungsunterstützender Kooperationen, die Anschaffung oder Modernisierung der öfter erforderlichen teuren Medizintechnik aber auch die Suche nach besonders spezialisiertem Personal. Die Veröffentlichung soll vor allem betroffene Patienten und ihre Ärzte bei der Suche nach einem geeigneten Krankenhaus unterstützen. Dabei kann und soll sie andere Informationsquellen oder persönliche Empfehlungen nicht ersetzen, sondern Überblick schaffen, ergänzen und Lücken schließen. Eine ähnlich einfache und doch in der Breite vollständige Darstellung zum Behandlungsumfang der Krankenhäuser, zum Teil auch bei selteneren Diagnosen und Eingriffen, gibt es bisher für Berlin nicht. 2. Erläuterungen zum methodischen Vorgehen Mit Umsetzung des Vergütungssystems nach Fallpauschalen (sog. DRGs: Diagnosis Related Groups) im Krankenhausbereich wurde gesetzlich die Möglichkeit eröffnet, die zentral vom Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) aufbereiteten Daten aus der Kostenabrechnung der Krankenhäuser für die Zwecke der Krankenhausplanung nutzen zu können. Seit 2004 werden im Land Berlin diese Daten systematisch aufgearbeitet. Mit Zustimmung der Berliner Krankenhäuser werden seitdem ausgewählte Auswertungen durch Veröffentlichung auch einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Wichtigste Suchkriterien für die Auswertungen sind die Diagnose (nach Internationaler Klassifikation der Krankheiten - ICD: International Statistical Classification of Diseases and Related Health, WHO, deutsche Modifikation, 10. Revision) und die durchgeführte Behandlung (nach dem Operationen- und Prozedurenschlüssel - OPS, in der jeweils für das Untersuchungsjahr aktuellen Version). In der Regel wird bei den hier veröffentlichten Auswertungen von einer Behandlungsdiagnose ausgegangen und ermittelt, wie viele unter dieser Hauptdiagnose vollstationär behandelte Patienten eine ganz bestimmte Therapie erhielten. Die so ermittelten Fallzahlen werden nach Krankenhäusern geordnet und in Säulendiagrammen dargestellt. Folgende Ausnahmen von dieser Regel gibt es: In den Diagrammen zu Implantationen künstlicher Gelenke wird der Eingriff selbst (gekennzeichnet durch die entsprechende operative Prozedur) unabhängig von der Diagnose gezählt. Das Gleiche gilt für das Diagramm der Palliativmedizin. Hier wird die Zahl der sog. palliativmedizinischen Komplexbehandlungen dargestellt. Diese Behandlung kann bei unterschiedlichen Diagnosen durchgeführt werden, wobei Krebs die häufigste ist. Der Anteil der Fälle, bei denen Krebs nicht Haupt- oder Nebendiagnose war, wurde ebenfalls ermittelt. Bei den ausgewählten Behandlungen im Säuglingsalter wurden alle Kinder erfasst, die m ersten Lebensjahr operiert wurden. Fallzuordnung im DRG-System: Die Fallzuordnung des DRG-Systems zum Entlassungsstandort hat zur Folge, dass durch interne Verlegungen bei Krankenhäusern mit mehreren Standorten der Behandlungsfall im Einzelfall einem Standort zugeordnet wird, an dem die Leistung ganz offensichtlich nicht zum Fachabteilungsmuster passt (z.B. Brustkrebsoperation an einem Krankenhausstandort ohne Gynäkologie). Bei der Fallzahldarstellung der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung können hiervon Krankenhäuser mit mehreren Standorten, besonders die Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH, betroffen sein. Aktuelles für die Darstellung der Fallzahlen des Jahrgangs 2018: Die Charité meldete auch 2018 nur summarisch über alle drei Standorte Fallzahlen an das InEK. Eine Darstellung dieser Summen würde die Diagramme und deren Aussage zur Verteilung der Leistungsschwerpunkte über die Stadt verzerren. Deshalb entfällt auch 2018 für die Charité generell die Ausweisung von konkreten Behandlungszahlen. Die in den Diagrammen in der Legende jeweils aufgeführte Gesamtfallzahl für Berlin enthält dagegen auch die Behandlungsfälle in der Charité. Unabhängig davon besteht selbstverständlich eine hohe Fachkompetenz der Charité bei den ausgewählten Behandlungen. 3. Fallzahldiagramme 3.1. Tumormedizin Bei vielen Krebsleiden steht eine Operation am Beginn der Therapie und bestimmt oft maßgeblich den weiteren Krankheitsverlauf. Dabei müssen Art und Umfang der Operation aber auch alle nachfolgenden Behandlungen möglichst individuell geplant werden. Für 22 wichtige Krebserkrankungen wird in Säulendiagrammen dargestellt, wie häufig entscheidende Operationen 2018 in den einzelnen Berliner Krankenhäusern durchgeführt wurden. So werden Spezialisierungen der Kliniken anschaulich gemacht. Untersuchte Diagnosen und Operationen In Tabelle 1 ist zusammengefasst, welche Krebsdiagnosen und Operationen für die Fallzahlermittlung in der Tumormedizin ausgewählt wurden. Bei den bösartigen Neubildungen des Mund- und Rachenbereiches (C00-14), des Kehlkopfes (C32), der Gebärmutter (C53-55/C57), des Eierstocks (C56), der Schilddrüse (C73) und der Harnblase (C67) wurden zusätzlich besonders schwere Eingriffe ausgewertet. Diese Operationen sind in Tabelle 1 jeweils kursiv gedruckt und in den Diagrammen als zweite Säule neben der Hauptsäule dargestellt. Da die bösartigen Neubildungen des lymphatischen und blutbildenden Gewebes (C81-95) nicht operativ behandelt werden, wurden für die Darstellung hier hilfsweise diagnosesichernde Eingriffe (Knochenmarkpunktion und Lymphknotenentnahme) herangezogen. Tabelle 1.1: Untersuchte Operationen nach Diagnosen - Bösartige Neubildungen von Lippe, Mundhöhle, Rachen und Verdauungsorganen ausgewählte Diagnosen nach ICD 10 (Internationale Klassifikation der Krankheiten, 10. Revision) C00 bis C14 Erkranktes Organ/Erkrankung Operation/Prozedur nach OPS-301 Erläuterung Mund- und Rachenbereich 5-24 bis 5-31 C00 bis C14 Mund- und Rachenbereich darunter mit 5-403 C15 Speiseröhre 5-423 bis 5-426 C15 Speiseröhre 5-427 C16 C16 Magen Magen 5-434 bis 5-438 5-441 und 5-443 C16 Magen 5-445 Operationen in verschiedenen Bereichen von Mund und Rachen darunter mit radikale Lymphknotenentfernu ng am Hals (“Neck dissection“) partielle/totale Speiseröhrenresektio n Wiederherstellung der Speiseröhrenpassage Magenresektion erweiterte Magenresektion Verbindung von Magen und Dünndarm ohne ausgewählte Diagnosen nach ICD 10 (Internationale Klassifikation der Krankheiten, 10. Revision) Erkranktes Organ/Erkrankung Operation/Prozedur nach OPS-301 C16 Magen 5-447 C18 Dickdarm 5-455 und 5-456 C19-21 Enddarm 5-455 und 5-456 C19-21 Enddarm 5-484 und 5-485 C22 Leber 5-501 und 5-502 C23 Gallenblase 5-511 C24 Gallengänge 5-515 C25 Bauchspeicheldrüse 5-524 und 5-525 Erläuterung Magenresektion Revision nach Magenresektion partielle/totale Dickdarmresektion erweiterte Dickdarmresektion mit Entfernung von Dünndarmabschnitten und weiterer Nachbarorgane partielle/totale Dickdarmresektion erweiterte Dickdarmresektion mit Entfernung von Dünndarmabschnitten und weiterer Nachbarorgane Mastdarmresektion mit und ohne Erhalt des Schließmuskels Resektionen an der Leber Gallenblasenentfernu ng Entfernung von erkranktem Gewebe der Gallengänge partielle/totale Entfernung der Bauchspeicheldrüse Tabelle 1.2: Untersuchte Operationen nach Diagnosen – Bösartige Neubildungen der Atmungsorgane ausgewählte Diagnosen nach ICD 10 C32 Erkranktes Organ/Erkrankung Operation/Prozedur nach OPS-301 Erläuterung Kehlkopf 5-3 C32 Kehlkopf darunter mit 5-403 C34 Lunge 5-321 bis 5-328 Resektion am Kehlkopf/Kehlkopfentf ernung darunter mit radikale Lymphknotenentfernu ng am Hals („Neck dissection) Resektionen an Lunge/Bronchien Tabelle 1.3: Untersuchte Operationen nach Diagnosen – Bösartige Neubildungen der Haut ausgewählte Diagnosen nach ICD 10 C43 Erkranktes Organ/Erkrankung Operation/Prozedur nach OPS-301 Erläuterung Malignes Melanom 5-894 C43 Malignes Melanom 5-895 C43 Malignes Melanom 5-401 bis 5-404 Entfernung erkrankter Haut ausgedehnte Entfernung erkrankter Haut Lymphknotenentfernu ngen Tabelle 1.4: Untersuchte Operationen nach Diagnosen – Bösartige Neubildungen der Brustdrüse ausgewählte Diagnosen nach ICD 10 C50 D05 (Carzinoma in situ) Erkranktes Organ/Erkrankung Operation/Prozedur nach OPS-301 Erläuterung Brust 5-87 Resektionen an der Brust/Entfernung der Brust Tabelle 1.5: Untersuchte Operationen nach Diagnosen – Bösartige Neubildungen der weiblichen Genitalorgane ausgewählte Diagnosen nach ICD 10 C53-C55 C57 Erkranktes Organ/Erkrankung Operation/Prozedur nach OPS-301 Erläuterung Gebärmutter 5-67 und 5-68 Resektionen an der Gebärmutter/Entfernu ng der Gebärmutter darunter mit 5-685.1-3 Darunter mit radikale Gebärmutter- und Lymphknotenentfernu ng Resektionen an der Gebärmutter/Entfernu ng der Gebärmutter Eierstockentfernung mit/ohne Eileiterentfernung Gebärmutterentfernun g radikale Gebärmutterentfernun g darunter mit radikale Gebärmutter- und Lymphknotenentfernu ng D06 (Carzinom in situ) Gebärmutter 5-652 und 5-653 C56 Eierstock 5-683 C56 Eierstock 5-685 C56 Eierstock 5-685 darunter mit 5-685.1-3 Tabelle 1.6: Untersuchte Operationen nach Diagnosen – Bösartige Neubildungen der männlichen Genitalorgane ausgewählte Diagnosen nach ICD 10 C61 Erkranktes Organ/Erkrankung Operation/Prozedur nach OPS-301 Erläuterung Prostata (Vorsteherdrüse) 5-603 C61 5-604 C62 Prostata (Vorsteherdrüse) Hoden C62 Hoden 5-622 offen chirurgische Entfernung von Prostatagewebe radikale Prostataentfernung Entfernung von erkranktem Gewebe des Hodens Hodenentfernung 5-621 Tabelle 1.7: Untersuchte Operationen nach Diagnosen – Bösartige Neubildungen der Harnorgane ausgewählte Diagnosen nach ICD 10 C64-66 Erkranktes Organ/Erkrankung Operation/Prozedur nach OPS-301 Erläuterung Nieren 5-553 und 5-554 C64-66 Nierenbecken Harnleiter 5-563 C67 D09.0 (Carcinoma in situ) D41.4 (Neubildg unsicheren oder unbekannten Verhaltens) Harnblase 5-573 bis 5-577 Partielle/totale Nierenentfernung Entfernung von Harleitergewebe/Harnl eiterentfernung Resektion an der Harnblase/Harnblasen entfernung/-ersatz darunter 5-574 bis 5577 darunter operativer Zugang nicht über Harnröhre (offen chirurgisch/laparosko pisch) Tabelle 1.8 Untersuchte Operationen nach Diagnosen – Bösartige Neubildungen des Zentralnervensystems und des Auges ausgewählte Diagnosen nach ICD 10 C69 C69 C70+71 Erkranktes Organ/Erkrankung Operation/Prozedur nach OPS-301 Erläuterung Auge Auge Gehirn 5-155 bis 5-158 5-163 5-015, 5-035 C70+71 Hirnhäute 5-014.6 Resektion des Auges Entfernung des Auges Entfernung von erkranktem Hirngewebe, -häuten Implantation von radioaktivem Material Tabelle 1.9: Untersuchte Operationen nach Diagnosen – Bösartige Neubildungen der endokrinen Drüsen ausgewählte Diagnosen nach ICD 10 C73 Erkranktes Organ/Erkrankung Operation/Prozedur nach OPS-301 Erläuterung Schilddrüse 5-061 bis 5-063 Partielle/totale Entfernung der Schilddrüse darunter mit 5-403 darunter mit radikale Lymphknotenentfernu ng am Hals (Neck dissection) Tabelle 1.10: Untersuchte Operationen nach Diagnosen – Bösartige Neubildungen des blutbildenden und lymphatischen Systems bei Erwachsenen (< 18 Jahre) ausgewählte Diagnosen nach ICD 10 C81-85 C81-85 C88 C90 C91-95 Erkranktes Organ/Erkrankung Operation/Prozedur nach OPS-301 Erläuterung Morbus Hodgkin Non-Hodgkin Lymphome Bösartige immunproliferative Krankheiten Plasmazellneubildunge n Leukämien 1-424 5-401 1-424 Knochenmarkpunktion Lymphknotenentnahm e Knochenmarkpunktion 1-424 Knochenmarkpunktion 1-424 Knochenmarkpunktion Zusätzlich vermittelt die Tabelle 2 für die ausgewählten Krebserkrankungen einen Gesamtüberblick für Berlin. Die Zahl der Neuerkrankungen ist dabei erwartungsgemäß meist viel kleiner als die Zahl der Krankenhausbehandlungen, denn viele Patienten werden im Krankheitsverlauf mehrmals im Jahr stationär aufgenommen. Die letzte Spalte der Tabelle 2 enthält nur die Krankenhausfälle des Jahres 2018, bei denen gleichzeitig mindestens eine der Operationen nach Tab. 1 erfolgte. Es sind diese Krankenhausfälle, die in den folgenden Diagrammen nach Krankenhäusern aufgeschlüsselt in Säulendiagrammen dargestellt werden. Vorpommern, Sachsen-Anhalt und der Freistaaten Sachsen und Thüringen) und Krankenhausfallzahl im Jahr 2017 bei ausgewählten bösartigen Neubildungen, Berlin Ausgewählte Diagnosen nach ICD 10 erkranktes Organ/Erkrankung Zahl der Neuerkrankunge n GKR-Daten 2015 (Stand: 11/2017) KH-Fälle insgesam t InEK Daten 2018 KH-Fälle mit Prozedu r InEK Daten 2018 C00 bis C14 Mund und Rachen 506 3.018 354 C15 Speiseröhre 227 1.576 165 Ausgewählte Diagnosen nach ICD 10 erkranktes Organ/Erkrankung Zahl der Neuerkrankunge n GKR-Daten 2015 (Stand: 11/2017) KH-Fälle insgesam t InEK Daten 2018 KH-Fälle mit Prozedu r InEK Daten 2018 C16 Magen 389 2.576 375 C18 Dickdarm 1.050 3.943 1.249 C19-21 Enddarm 555 3.164 733 C23+24 Gallenblase/Gallengänge 143 721 141 C25 Bauchspeicheldrüse 641 2.897 329 C32 Kehlkopf 131 770 285 C34 Lunge 2.350 11.987 859 C34 Malignes Melanom 445 1.174 824 C50/D05 Brust 2.873 6.539 4.469 C53-55/C57 Gebärmutter 535 2.346 813 D06 Gebärmutter 435 357 326 C56 Eierstock 238 2.044 486 C61 Prostata 975 3.637 1.405 C62 Hoden 93 195 232 C64-66 Niere/Nierenbecken/Harnleite 365 r 1.055 850 C67, D09.0, D41.4 Harnblase 578 5.162 367 C70+71 Gehirn 257 1.209 450 C73 Schilddrüse 244 1.407 420 C81-85 (Erwachsene ) Morbus Hodgkin, NHL 491 4.993 808 Ausgewählte Diagnosen nach ICD 10 erkranktes Organ/Erkrankung Zahl der Neuerkrankunge n GKR-Daten 2015 (Stand: 11/2017) KH-Fälle insgesam t InEK Daten 2018 KH-Fälle mit Prozedu r InEK Daten 2018 C88-90 (Erwachsene ) Immunproliferative Krankheiten 211 1.483 243 C91-95 (Erwachsene ) Leukämien 290 2.034 752 Tabelle 2.2: Ermittelte Zahl der Neuerkrankungen für das Jahr 2015 gemäß GKR und Krankenhausfallzahl im Jahr 2017 bei ausgewählten bösartigen Neubildungen, Berlin mit zentralisierter Versorgung Ausgewählte Diagnosen C22 C69 C81-95 erkranktes Organ/Erkrankung Leber Auge Lymphome/Leukämien bei Kindern (< 18 Jahre) Zahl der Neuerkrankungen 326 29 48 KH-Fälle 1.759 799 752 KH-Fälle mit Prozedur 173 601 keine Angaben Daraus ergibt sich eine Summe bei den untersuchten Diagnosen von 14.425 ermittelten Neuerkrankungen nach GKR Daten (Registrierungsstand: 11/2017), 69.820 Krankenhausfällen insgesamt und 17.709 Krankenhausfällen mit Prozedur nach InEK Daten 2018. Die ermittelte Zahl aller Neuerkrankungen mit bösartigen Neubildungen (C00- D09, ohne C44) liegt bei 15.760 nach GKR Daten, bei 82.903 Krankenhausfällen insgesamt nach InEK Daten 2018. Krebsoperationen in Berliner Krankenhäusern Abbildung 1: Bösartige Neubildungen im Mund- und Rachenbereich (ICD C00 bis C14); Krankenhausfälle mit Operation (OPS 5-24 bis 5-31), darunter mit radikaler Lymphknotenentfernung am Hals (OPS 5-403), Berlin 2018 Abbildung 2: Bösartige Neubildungen der Speiseröhre (ICD C15); Krankenhausfälle mit Operation (OPS 5-423 bis 5-427), Berlin 2018 Abbildung 3: Bösartige Neubildungen des Magens (ICD C16); Krankenhausfälle mit Operation (OPS 5-434 bis 5-438, 5-441, 5-443, 5-445, 5-447), Berlin 2018 Abbildung 4: Bösartige Neubildungen des Dickdarms (ICD C18); Krankenhausfälle mit Operation (OPS 5-455, 5-456), Berlin 2018 Abbildung 5: Bösartige Neubildungen des Enddarms (ICD C19, C20, C21); Krankenhausfälle mit Operation (OPS 5-455, 5-456, 5-484, 5-485), Berlin 2018 Abbildung 6: Bösartige Neubildungen der Gallenblase und der Gallengänge (ICD C23, C24); Krankenhausfälle mit Operation (OPS 5-511, 5-515, 5-524, 5-525), Berlin 2018 Abbildung 7: Bösartige Neubildungen der Bauchspeicheldrüse (ICD C25); Krankenhausfälle mit Operation (OPS 5-524, 5-525), Berlin 2018 Abbildung 8: Bösartige Neubildungen des Kehlkopfes (ICD C32); Krankenhausfälle mit Operation (OPS 5-30), darunter mitradikaler Lymphknotenentfernung am Hals (OPS 5403), Berlin 2018 Abbildung 9: Bösartige Neubildungen der Bronchien und der Lunge (ICD C34); Krankenhausfälle mit Operation (OPS 5-321 bis 5-328), Berlin 2018 Abbildung 10: Bösartiges Melanom der Haut (ICD C43); Krankenhausfälle mit Operation (OPS 5-401 bis 5-404, 5-894, 5-895), Berlin 2018 Abbildung 11:Bösartige Neubildungen der Brustdrüse (ICD C50/D05); Krankenhausfälle mit Operation (OPS 5-87), Berlin 2018 Abbildung 12: Bösartige, invasiv wachsende Neubildungen der Gebärmutter (ICD C53-C55, C57); Krankenhausfälle mit Operation (OPS 5-67, 5-68), darunter radikale Gebärmutter- und Lymphknotenentfernung (OPS 5-685.1-3), Berlin 2018 Abbildung 13: Bösartige, invasiv wachsende (ICD C53-C55, C57) sowie präinvasive; (D06, Carcinoma in situ) Neubildungen der Gebärmutter; Krankenhausfälle mit Operation (OPS 5-67, 5-68), darunter D06, Berlin 2018 Abbildung 14: Bösartige Neubildungen des Eierstockes (ICD C56); Krankenhausfälle mit Operation (OPS 5-652, 5-653, 5-683, 5-685), darunter radikale Gebärmutter- und Lymphknotenentfernung (OPS 5-685.1-3), Berlin 2018 Abbildung 15: Bösartige Neubildungen der Prostata (ICD C61); Krankenhausfälle mit Operation (OPS 5-603, 5-604), Berlin 2018 Abbildung 16: Bösartige Neubildungen des Hodens (ICD C62); Krankenhausfälle mit Operation (OPS 5-621, 5-622), Berlin 2018 Abbildung 17: Bösartige Neubildungen der Niere, des Nierenbeckens und des Harnleiters (ICD C64, C65, C66); Krankenhausfälle mit Operation (OPS 5-553, 5-554, 5-563), Berlin 2018 Abbildung 18: Bösartige Neubildungen der Harnblase (ICD C67, D09.0, D41.4); Krankenhausfälle mit Operation (OPS 5-573 bis 5-577), darunter operativer Zugang nicht über die Harnröhre (OPS 5-574 bis 5-577), Berlin 2018 Abbildung 19: Bösartige Neubildungen der Hirnhäute und des Gehirns (ICD C70, C71); Krankenhausfälle mit Operation (OPS 5-015, 5-035, 5-014.6), Berlin 2018 Abbildung 20: Bösartige Neubildungen der Schilddrüse (ICD C73); Krankenhausfälle mit Operation (OPS 5-061 bis 5-063), darunter mit radikaler Lymphknotenentfernung am Hals (OPS 5-403), Berlin 2018 Abbildung 21: Bösartige Neubildungen des lymphatischen Systems (ICD C81 bis C85); Krankenhausfälle mit Knochenmarkpunktion bzw. Lymphknotenentnahme (OPS 1-424, 5-401) bei Erwachsenen, Berlin 2018 Abbildung 22: Bösartige immunproliferative Krankheiten und Plasmazellneubildungen (ICD C88, C90); Krankenhausfälle mit Knochenmarkpunktion (OPS 1-424) bei Erwachsenen, Berlin 2018 Abbildung 23: Leukämien (ICD C91 bis C95); Krankenhausfälle mit Knochenmarkpunktion (OPS 1-424) bei Erwachsenen, Berlin 2018 3.2. Notfallmedizin Akuter Herzinfarkt mit Katheterbehandlung am Wochenende Herzkatheter-Behandlungen erfolgen meistens geplant. Bei akutem Herzinfarkt wird dieser Eingriff zur Notfalltherapie, bei der die verschlossenen Herzkranzgefäße mit Hilfe eines Herzkatheters geöffnet und die Blutversorgung des Herzens wieder sichergestellt wird. Deshalb ist bei Verdacht auf Herzinfarkt (akuter Myokardinfarkt, Diagnosenummer nach ICD 10: I 21) ein schneller Transport in ein geeignetes Krankenhaus mit sofortiger Diagnosesicherung und im Falle der Verdachtsbestätigung sofortiger Behandlung oft entscheidend für den Therapieerfolg. Die sog. percutane (lat.: per = durch, cutis = Haut) Intervention (PCI) mittels Herzkatheter muss bei Herzinfarkt in Berlin rund um die Uhr und am Wochenende möglich sein. Das Fallzahldiagramm für das Jahr 2018 spiegelt den Umfang der Beteiligung an der Notfallversorgung des Herzinfarktes wider. Die erste Säule zeigt die Zahl der Aufnahmen mit Hauptdiagnose Herzinfarkt am Wochenende (Sonnabend/Sonntag). Die zweite Säule stellt die Zahl der Patienten in diesen Krankenhäusern dar, die nach einem akuten Herzinfarkt am Freitag, Sonnabend oder Sonntag aufgenommen wurden und noch am selben Wochenende eine PCI erhielten. Abbildung 24: Krankenhausfälle mit Herzinfarkt (ICD I 21) und Aufnahme am Wochenende sowie mit perkutaner Koronarintervention (PCI) in Notfallkrankenhäusern mit kardiologischer Abteilung gemäß Krankenhausplan 2016 (≥ 25 Notfall-PCI am Wochenende), Berlin 2018 Schlaganfallbehandlung/Neurologische Komplexbehandlung Auch der akute Schlaganfall bzw. der Verdacht darauf ist ein Notfall. Die schnelle Aufnahme in ein geeignetes Krankenhaus und unverzüglich eingeleitete Diagnostik sind wichtig für eine erfolgreiche Behandlung. Bei akuter Symptomatik und bestätigter Verdachtsdiagnose werden Schlaganfallpatienten heute meist in einer sog. Stroke Unit, einer Schlaganfallspezialeinheit, erstversorgt. Hier erfolgt abhängig von Schwere und Ursache des Schlaganfalls (Blutung oder Gefäßverlegung durch ein Gerinnsel) eine individuelle Therapie, die helfen soll, bleibende Schäden zu verhindern oder zu mindern. Dafür sind ein interdisziplinäres Behandlungsteam und umfangreiche Überwachungsdiagnostik erforderlich. Bei vielen Patienten, die so behandelt werden, wird im Fallpauschalensystem eine „neurologische Komplexbehandlung“ verschlüsselt. Nach dieser Akutbehandlungsphase erfolgt, wenn eine Entlassung bzw. die ambulante Rehabilitation noch nicht möglich ist, die Weiterbehandlung der Patienten in neurologischen, internistischen oder geriatrischen Abteilungen bzw. stationären Rehabilitationseinrichtungen. Das Diagramm zeigt, welche Krankenhäuser in der Stadt wie oft Patienten nach Schlaganfall behandeln und bei Bedarf in der Akutphase die sog. neurologische Komplexbehandlung einsetzen. Abbildung 25: Krankenhausfälle (ohne Verlegungen aus anderen Krankenhäusern) mit Diagnose Schlaganfall (ICD G45, I 60-64), darunter mit neurologischer Komplexbehandlung (OPS 8-981, 8-98b), nach Krankenhäusern mit mehr als 30 Fällen, Berlin 2018 2018 wurden 94 % aller Erstaufnahmen mit Hauptdiagnose Schlaganfall in Berlin in Krankenhäusern mit einer Abteilung für Neurologie und angeschlossener Stroke Unit behandelt. Rund drei Viertel dieser Patienten erhielten eine neurologische Komplexbehandlung. 3.3. Gefäßmedizin (arterielle Durchblutungsstörungen der Beine) Eine akute oder chronische Störung der Durchblutung der Beinarterien und deren Komplikationen sind häufig die Spätfolge eines Diabetes. Ein weiterer Risikofaktor ist starkes Rauchen. Therapeutisch wird versucht, die Blutversorgung konservativ internistisch oder durch Gefäßeingriffe wieder zu verbessern. Letzteres ist durch Spezialkatheter oder Operationen möglich. Der untere Säulenabschnitt zeigt, wie oft chirurgische Verfahren zur Gefäßöffnung angewendet wurden. Dem darüber liegenden Säulenabschnitt ist zu entnehmen, wie oft sowohl ein gefäßeröffnendes Katheterverfahren als auch eine gefäßmedizinische Operation zur Anwendung kam. Der nächste Säulenabschnitt macht die Fälle deutlich, bei denen der Gefäßverschluss nur mittels Katheter (OPS 8-836, ggf. unter Einführung einer kleinen Hülse (sog. Stent, OPS 8-840, 8-846) behandelt wurde. Um jeden Patienten individuell am besten zu behandeln, ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Fachrichtungen Innere Medizin, Radiologie und Chirurgie wichtig. Krankenhäuser, die durch die dazugehörigen Fachgesellschaften als Gefäßzentrum zertifiziert wurden, bieten dafür gute Voraussetzungen. Die Krankenhäuser, die über eine aktuelle Zertifizierung verfügen bzw. sich im Rezertifizierungsverfahren befinden, sind mit einem Sternchen gekennzeichnet (Stand 2018). Abbildung 26: Krankenhausfälle mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit der Beine (ICD-Nr.: I70.21 bis .24; I73.9; I74.3; I 74.4; E10.5;E11.5), Krankenhäuser mit mehr als 50 Fällen, Berlin 2018 3.4. Gelenkersatz Krankenhausfälle mit Implantation eines künstlichen Hüftgelenkes Der Ersatz oder Teilersatz eines Hüftgelenkes ist längst ein chirurgischer Routineeingriff geworden, der in sehr vielen Krankenhäusern der Stadt (2018 insgesamt über 8.400 Behandlungen) erfolgt. Hüftprothesen werden häufig notfallmedizinisch nach Oberschenkelhalsfrakturen eingesetzt. Überwiegend erfolgt dies in Notfallkrankenhäusern mit Abteilungen für Orthopädie/Unfallchirurgie. Krankenhäuser, die 2017 über eine solche Abteilung verfügten, sind im Diagramm mit einem Sternchen versehen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche geplante Operationen. Die Fallzahlsäule im Diagramm unterscheidet nicht zwischen geplanten und Unfalloperationen. Abbildung 27: Krankenhausfälle mit Implantation einer Hüftgelenkendoprothese (OPS 5-820), Berlin 2018 Krankenhausfälle mit Implantation eines künstlichen Kniegelenkes Die Implantation künstlicher Teile am Kniegelenk erfolgt in der Regel nur geplant. Ab 1. Januar 2015 gilt für diese Operationen gemäß Beschluss des Bundessozialgerichtes wieder die Mindestmengenregelung des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) von 50 Eingriffen pro Jahr, die nach einem Übergangzeitraum erreicht werden muss, wenn die Operation zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung erfolgt. Pressemitteilung G-BA Abbildung 28: Krankenhausfälle mit Implantation einer Kniegelenkendoprothese (OPSNr. 5-822.9, 5-822.g, 5-822.h, 5-822.j, 5-822.k), Berlin 2018 Krankenhausfälle mit Revisionsoperationen an künstlichen Hüft- bzw. Kniegelenken Die operative Technik bei künstlichem Gelenkersatz entwickelte sich in den letzten Jahren rasant weiter. Es nimmt nicht nur die Zahl der Eingriffe, sondern auch die Lebensdauer der Implantate stetig zu. Schmerzfreie Bewegung bis ins hohe Alter wird heute mit viel größerer Selbstverständlichkeit als noch vor Jahren erwartet. Deshalb erfolgen Revisions- und Wechseloperationen an künstlichen Hüft- und Kniegelenken nicht nur im Rahmen von Komplikationen nach der Erstoperation, sondern inzwischen weit öfter erst nach vielen Jahren wegen des Verschleißes eines künstlichen Gelenkes. „Wechseloperationen sind chirurgisch anspruchsvolle Eingriffe, die im Vorfeld eine exakte Indikationsstellung erfordern und die ganze Erfahrung der an der Versorgung Beteiligten beanspruchen.“ (Qualitätsbericht des IQTIG 2015). Wie häufig Berliner Krankenhäuser diese spezialisierten Operationen durchführen, ist den folgenden beiden Diagrammen zu entnehmen. Abbildung 29: Krankenhausfälle mit Revision einer Hüftgelenkendoprothese (OPS 5821), Berlin 2018 Abbildung 30: Krankenhausfälle mit Revision einer Kniegelenkendoprothese (OPS 5823), Berlin 2018 3.5. Operative Behandlung von Kindern im ersten Lebensjahr Die beiden folgenden Diagramme geben einen Überblick über operative Krankenhausbehandlungen bei Säuglingen. Hier ist Spezialistenarbeit gefordert. Den Diagrammen ist zu entnehmen, wo diese in welchem Umfang geleistet wird. Das erste Diagramm zeigt die Eingriffe, die im ersten Lebensjahr am häufigsten notwendig werden. Dies sind Leistenbruchoperationen. Dem Diagramm ist zu entnehmen, in welchen Krankenhäusern neben der Charité Säuglinge mit Leistenbrüchen stationär behandelt werden. Abbildung 31: Krankenhausfälle mit Leistenbruchoperationen bei Kindern unter 1 Jahr, Berlin 2018 Die im zweiten Diagramm dargestellten Operationen bei Erkrankungen bzw. Fehlbildungen am Verdauungstrakt sind ausgesprochen selten erforderlich. Es gibt neben der Charité nur vier Krankenhäuser in Berlin, die 2018 mehr als 10 Säuglinge in diesem Bereich operierten. Abbildung 32: Krankenhausfälle mit Operationen am Verdauungstrakt bei Kindern unter 1 Jahr, Berlin 2018 3.6. Palliativmedizin Die Palliativmedizin begleitet unheilbar schwer erkrankte Menschen (lat.: palliare = mit einem Mantel bedecken), am häufigsten bei Krebs. Spezialisierte Schmerztherapie, Symptomlinderung und soziale Unterstützung stehen dabei im Vordergrund. In Berlin sorgt hierfür vor allem ein dichtes Netz ambulanter Hospiz- und Pflegedienste sowie spezialisierter niedergelassener Ärzte. Durch palliativmedizinische Angebote in Krankenhäusern soll - vor allem in schwierigeren Fällen - die Betreuung dieser schwerkranken Patienten in der von Ihnen gewünschten Umgebung, meist ist es das Zuhause, vorbereitet und unterstützt werden. Für die Vergütung im stationären Sektor werden Im Fallpauschalensystem durch die sog. palliativmedizinischen Komplexbehandlungen besonders spezialisierte Leistungen abgebildet, für die u.a. umfangreiche Anforderungen zum Personaleinsatz und zur Personalqualifikation festgelegt werden. Dies sind die palliativmedizinische Komplexbehandlung (OPS 8-982) und die 2012 korrespondierend zur spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) eingeführte spezialisierte stationäre palliativmedizinische Komplexbehandlung (OPS 8-98e). Für die spezialisierte stationäre palliativmedizinische Komplexbehandlung nach OPS 8-98e wird eine kontinuierliche 24-stündige Behandlung durch ein multidisziplinäres und multiprofessionelles palliativmedizinisch spezialisiertes Team auf einer eigenständigen Palliativstation (mit mindestens 5 Betten) gefordert. Dem Diagramm ist zu entnehmen, in welchen Berliner Krankenhäusern 2018 diese Behandlungen erfolgten. Die spezialisierte stationäre palliativmedizinische Komplexbehandlung OPS 8-98e darunter ist als zweite Säule dargestellt. Die dritte Säule zeigt schließlich den Anteil der Patienten, die so behandelt wurden und nicht an Krebs erkrankt waren. Abbildung 33: Krankenhausfälle mit palliativmedizinischer Komplexbehandlung (OPS 8-982,8-98e, Krankenhäuser mit mehr als 5 Fällen), darunter Fälle mit spezialisierter stationärer palliativmedizinischer Komplexbehandlung (OPS 8-98e) bzw. ohne Krebsdiagnose, Berlin 2018 3.7. Zentralisierte Behandlungen Bestimmte Behandlungen erfolgen in Berlin zentralisiert in besonders spezialisierten Kliniken: • • • In der Charité (Campus Benjamin Franklin) werden Augentumoren (ICD 10: C69) operiert. Ggf. erforderliche Protonenbestrahlungen werden in Kooperation mit dem Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie am dortigen Protonenbeschleuniger in Berlin-Wannsee durchgeführt. Lymphom- und Leukämiebehandlungen bei Kindern (ICD 10: C81-95) werden im HELIOS Klinikum Berlin-Buch und in der Charité (Campus Virchow-Klinikum) durchgeführt. Operationen von Lippen-Kiefer-Gaumenspalten im Säuglingsalter erfolgen nur in der Charité (im Campus Virchow-Klinikum). 4. Abkürzungsverzeichnis Abkürzungen in den Krankenhausnahmen: Charité/CBF Charité/CCM Charité/CVK DRK DRK-Westend DRK-Köpenick DRK-Mitte Elisabeth Klinik KEH EWK Spandau GKH Havelhöhe HELIOS Behring HELIOS Buch Immanuel KH W. bzw.B. KH Kl. Maria Heimsuchg. Parkklinik W´see Sana Lichtenbg. St.Hedwig/Gr.Hamb. St Hedwig/H.-Höhe St. Joseph T´hof Viv. Hellersdorf Viv. Am Urban Viv. AVK Viv. F´hain Viv. Humboldt Viv. Neukölln Viv. Prenzlauer Berg Viv. Spandau Viv. Wenckeb. Westklinik D. Charité/Campus Benjamin Franklin Charité/Campus Charité Mitte Charité/Campus Virchow-Klinikum Deutsches Rotes Kreuz DRK-Kliniken Westend DRK-Kliniken Köpenick DRK-Kliniken Mitte Evangelische Elisabeth Klinik Evangelisches Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge Evangelisches Waldkrankenhaus Spandau Gemeinschafts-Krankenhaus Havelhöhe HELIOS Klinikum Emil von Behring HELIOS Klinikum Berlin-Buch Immanuel Krankenhaus Standort Wannsee bzw. Berlin-Buch Krankenhaus Klinik Maria Heimsuchung Caritas Klinik Pankow Parkklinik Weißensee Sana Klinikum Lichtenberg St. Hedwig-Kliniken, Standort: Große Hamburger Straße St. Hedwig-Kliniken, Standort: Hedwigshöhe St.Joseph-Krankenhaus (Tempelhof) Vivantes Klinikum Hellersdorf Vivantes Klinikum Am Urban Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum Vivantes Klinikum im Friedrichshain Vivantes Humboldt-Klinikum Vivantes Klinikum Neukölln Vivantes Klinikum Prenzlauer Berg Vivantes Klinikum Spandau Vivantes Wenckebach-Klinikum Westklinik Dahlem andere verwendete Abkürzungen: DRG GKR G-BA ICD 10 InEK NHL OPS PCI Diagnosis Related Groups Gemeinsames Krebsregister der Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und der Freistaaten Sachsen und Thüringen Gemeinsamer Bundesausschuss Internationale Klassifikation der Krankheiten, 10. Revision Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus Non-Hodgkin Lymphome Operationen- und Prozedurenschlüssel Percutane Intervention
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