Path:
Periodical volume

Full text: Krankenhausplan ... des Landes Berlin Issue 2016

Krankenhausplan
2016
des Landes Berlin

2

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

Der Senat hat den Krankenhausplan 2016 in seiner Sitzung am 24.11.2015 beschlossen.
Das Abgeordnetenhaus von Berlin hat den Krankenhausplan 2016 am 27.11.2015 zur
Kenntnis genommen (Drucksachen-Nr. 17/2610), der Rat der Bürgermeister am
17.12.2015 (Vorlage Nr. R-780/2015). Der Krankenhausplan 2016 wurde im Internet
veröffentlicht
(http://www.berlin.de/sen/gesundheit/themen/stationaere-versorgung/krankenhausplan/).
Der Krankenhausplan 2016 ist damit nach § 6 Abs. 1 Krankenhausfinanzierungsgesetz in
der Fassung der Bekanntmachung vom 10. April 1991 (BGBl. I S. 886), das zuletzt durch
Artikel 16a des Gesetzes vom 21. Juli 2014 (BGBl. I S. 1133) geändert worden ist und
nach § 6 Landeskrankenhausgesetz (LKG) in der Fassung vom 18. September 2011
(GVBl. S. 483), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 21.11.2014 (GVBl. S.
410) verbindliche Planungsgrundlage bis zum Jahr 2020.
Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales
Oranienstraße 106
10969 Berlin

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

Krankenhausplan
2016
des Landes Berlin

3

4

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

Vorwort des Senators zum Krankenhausplan
2016
Das Land Berlin stellt sich mit diesem
Krankenhausplan veränderten gesellschaftlichen
Rahmenbedingungen. Sie sind gekennzeichnet
durch
ein
anhaltendes
dynamisches
Bevölkerungswachstum in Verbindung mit einem
weiter voranschreitenden demografischen Wandel
sowie Fortschritten in Medizin und Technik. Mit
diesem Krankenhausplan schaffen wir die
Voraussetzungen
dafür,
dass
die
Krankenhausversorgung in Berlin auch vor diesem
Hintergrund
künftig
auf
hohem
Niveau
gewährleistet wird. Die Bevölkerung kann auch
weiterhin
auf
die
Leistungsfähigkeit
der
Krankenhäuser vertrauen.
In
einem
dreijährigen
Planungsverfahren,
beginnend mit einem Workshop am 6. Dezember
2012, hatten die maßgeblichen Akteure des
Krankenhauswesens Gelegenheit, sich in den
Planungsprozess einzubringen und ihre Erwartungen zu formulieren. Dazu wurden auch
themenspezifische Arbeitsgruppen des Fachausschusses Krankenhausplanung unter
Einbindung externer Expertinnen und Experten gebildet. Im Ergebnis hatte die
Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales einen Vorschlag zur Gestaltung des
Krankenhausplans 2016 vorgelegt. Auch unter Berücksichtigung einer Stellungnahme des
Ausschusses für Gesundheit und Soziales des Berliner Abgeordnetenhauses wurde dieser
Krankenhausplan in besonderer Weise an Kriterien für die Sicherstellung einer hohen
stationären Versorgungsqualität ausgerichtet.
In den Krankenhäusern ist seit geraumer Zeit eine hohe Leistungsverdichtung
festzustellen, die mit dazu führt, dass Beschäftigte im Bereich der Pflege heute erheblich
mehr Patienten betreuen und versorgen müssen, als noch vor einigen Jahren.
Zur Abfederung dieser Entwicklung in den Krankenhäusern enthält der Plan wesentliche
qualitätssichernde Anforderungen mit verbindlichem Charakter und solche mit
empfehlendem. Danach muss jede Fachabteilung eines Plankrankenhauses künftig die
formulierten
Anforderungen
zur
fachärztlichen
Mindestbesetzung
erfüllen.
Notfallkrankenhaus oder Notfallzentrum kann im planerischen Status nur das Krankenhaus
sein, das die nun im Plan festgelegten Anforderungen für Notfallkrankenhäuser bzw.
Notfallzentren auch erfüllt. Zu den Qualitätskriterien gehört zudem, dass erstmals im
Krankenhausplan festgelegte Empfehlungen zur Personalausstattung von geriatrischen
Abteilungen und auf Intensivstationen Berücksichtigung finden.
Die Phase des kontinuierlichen Abbaus von Planbetten endete bereits im letzten
Planungszeitraum. Mit dem vorliegenden Krankenhausplan 2016 werden die Kapazitäten
in Planbetten weiter deutlich erhöht. Die Zahl der in diesen Plan aufgenommenen Betten
steigt um rund 1.300 auf 22.000 Betten. Gestärkt wurden insbesondere die psychiatrischen
Fachgebiete, die Geriatrie, die Neurologie sowie das universitäre Bettenangebot.
Zusätzliche, durch den Krankenhausplan ausgelöste Investitionserfordernisse entstehen
für das Land Berlin nicht, da die Förderung von Investitionskosten im Land Berlin jetzt
durch feste jährliche Pauschalbeträge erfolgt. Diese Pauschalförderung der
Investitionskosten ermöglicht den Krankenhäusern im Rahmen der Zweckbindung
nunmehr ein planbares und freies Wirtschaften auf Basis der qualitativen Ziele des
Krankenhausplans.
Mario Czaja
Senator für Gesundheit und Soziales

5

6

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

7

Inhalt
Vorwort

.................................................................................................................................5

1.

Ziele des Krankenhausplans 2016 ............................................................................9

2.

Rechtsgrundlagen ..................................................................................................10

3.

Planungsverfahren .................................................................................................12

4.

Abstimmung mit Brandenburg ................................................................................16

5.

Regelungsinhalte des Krankenhausplans 2016 ......................................................18

5.1.

Planungsgröße „Krankenhausbett“ und Gliederung nach stationären
Versorgungsformen ................................................................................................ 18

5.2.

Gliederung nach Fachgebieten – Fachabteilungssystematik .................................. 18

5.3.

Qualitative bzw. quantitative Festlegung von Abteilungen ...................................... 21

5.4.

Festlegung von speziellen Versorgungsaufgaben................................................... 22

5.5.

Festlegungen mit räumlichem Bezug ...................................................................... 23

5.6.

Krankenhausdatenblätter ........................................................................................ 24

6.

Qualitätssicherung ..................................................................................................24

7.

Krankenhaushygiene ..............................................................................................27

8.

Vergleichende Darstellung von Krankenhausleistungen .........................................29

9.

Analyse der Krankenhausversorgung und Bedarfsermittlung ..................................31

9.1.

Analyse der Krankenhausversorgungssituation ...................................................... 31

9.2.

Umsetzung der Fortschreibung 2010 des Berliner Krankenhausplans .................... 42

9.3.

Bevölkerungsentwicklung bis zum Jahr 2020 – Bevölkerungsprognose.................. 43

9.4.

Bedarfsermittlung und -prognose ............................................................................ 45

9.4.1.

Normauslastung ..................................................................................................... 45

9.4.2.

Bedarfsanalyse für die somatischen Fachgebiete ................................................... 46

9.4.3.

Bedarfsanalyse und Bedarfsprognose für die Fachgebiete Psychiatrie und
Psychotherapie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie Kinderund Jugendpsychiatrie und -psychotherapie ........................................................... 48

9.4.4.

Bedarfsprognose 2020 für die somatischen Fachgebiete ....................................... 52

9.4.5.

Bettenbedarfsprognose 2020 insgesamt................................................................. 55

10.

Versorgungsschwerpunkte .....................................................................................56

10.1.

Notfallversorgung ................................................................................................... 56

10.2.

Geriatrie und Versorgung Demenzerkrankter.......................................................... 65

10.3.

Herzmedizin............................................................................................................ 73

10.3.1.

Kardiologie ............................................................................................................. 73

10.3.2.

Herzchirurgie .......................................................................................................... 75

8

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
10.4.

Neurologie ............................................................................................................. 76

10.4.1.

Schlaganfallversorgung .......................................................................................... 76

10.4.2.

Neurologische Frührehabilitation ............................................................................ 78

10.5.

Orthopädie und Unfallchirurgie ............................................................................... 82

10.6.

Gefäßmedizin......................................................................................................... 83

10.7.

Tumormedizin ........................................................................................................ 85

10.7.1.

Krankenhäuser mit tumormedizinischem Schwerpunkt .......................................... 85

10.7.2.

Qualitätssichernde Anforderungen an Schwerpunktkrankenhäuser ....................... 86

10.7.3.

Spezialisierte Angebote ......................................................................................... 87

10.8.

Erkrankungen der Atmungsorgane......................................................................... 88

10.9.

Beatmungsentwöhnung/Weaning........................................................................... 89

10.10.

Versorgung von Kindern und Jugendlichen ............................................................ 91

10.10.1.

Somatische Versorgung von Kindern und Jugendlichen ........................................ 91

10.10.2.

Perinatal- und Neonatalversorgung ........................................................................ 92

10.10.3.

Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie .............................................. 94

10.11.

Fachgebiete Psychiatrie und Psychotherapie sowie Psychosomatische Medizin
und Psychotherapie ............................................................................................... 96

10.12.

Krankenhausversorgung am Lebensende ............................................................ 100

11.

Transplantationsmedizin ...................................................................................... 103

12.

Charité – Universitätsmedizin Berlin ..................................................................... 104

13.

Geplantes Bettenangebot..................................................................................... 105

14.

Ausbildungsstätten ............................................................................................... 109

Abkürzungsverzeichnis .......................................................................................................... 110
Anlagen:

............................................................................................................................ 115

Anlage 1: Datenblätter ......................................................................................................... 115
Anlage 2: Verzeichnis der außerhalb des Berliner Krankenhausplans betriebenen
Krankenhäuser..................................................................................................... 194
Anlage 3: Veränderungen des Versorgungsbedarfs bis 2020 infolge der prognostizierten
Bevölkerungsentwicklung (Basisjahr 2013) .......................................................... 199
Anlage 4: Wer macht was wie oft? – Leistungsvergleich der Berliner Krankenhäuser zu
ausgewählten Behandlungen ............................................................................... 200
Anlage 5: Verzeichnis
der
Ausbildungsstätten
für
Gesundheitsfachberufe
an
Krankenhäusern................................................................................................... 226
A: Verzeichnis der Ausbildungsstätten für Gesundheitsfachberufe, die mit
förderungsfähigen Krankenhäusern notwendigerweise verbunden und nach
KHG und LKG förderfähig sind ............................................................................. 226
B: Verzeichnis der Ausbildungsstätten an Universitätskliniken
(keine Förderfähigkeit nach dem KHG/LKG) ........................................................ 229
Anlage 6: Stellungnahme der Ärztekammer im Rahmen der AG Notfallversorgung ............. 230

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

1.

9

Ziele des Krankenhausplans 2016

Die Rahmenbedingungen der Krankenhausversorgung haben sich mit zunehmendem
Einfluss der Bundesebene in den letzten Jahren stark verändert. Unabhängig davon tragen
die Bundesländer wie bisher die Verantwortung dafür, eine bedarfsgerechte und humane
Versorgung der Bevölkerung in leistungsfähigen Krankenhäusern sicherzustellen.
Entscheidende Instrumente dabei sind Krankenhausplanung und -förderung. Der
Krankenhausplan 2016 verfolgt das Ziel, die Krankenhausversorgung im Planungshorizont
bis zum Jahr 2020 weiterhin auf qualitativ hochwertigem Niveau in Berlin zu gewährleisten.
Seit Beschluss des letzten Krankenhausplans 2010 haben sich im Land Berlin die
Bedingungen für die Krankenhausversorgung spürbar verändert. An erster Stelle ist hier
die demografische Entwicklung zu nennen, die nicht nur mit einem höheren Anteil älterer
Menschen an der Gesamtbevölkerung, sondern auch mit einer deutlichen Zunahme der
Einwohnerzahl verbunden ist. Dies betrifft auch die unmittelbar an Berlin angrenzenden
Regionen Brandenburgs, die partiell zum Einzugsbereich Berliner Krankenhäuser gehören.
Weiter entfaltet der Wettbewerb der Krankenhäuser um höhere Versorgungsanteile und
Erlössteigerungen im Ballungsraum Berlin mit hoher Krankenhausdichte und guten
Erreichbarkeitsbedingungen im besonderen Maße seine Wirkung. Das drückt sich im
Bestreben der Krankenhausträger nach Ausweitung des Versorgungsauftrages aus. Diese
Interessenlage der Krankenhäuser wird auch nicht durch die vergleichsweise geringe
Investitionsförderung der Krankenhäuser gedämpft.
Das Bestreben der Krankenhäuser nach Leistungsausweitung wird durch einen verstärkten
Fokus der Berliner Krankenhausplanung auf die Qualitätssicherung begleitet. Daher gilt es
zum einen die Entwicklungen auf der Bundesebene in den Blick zu nehmen und aus
Landesperspektive aktiv mitzugestalten. Zum anderen sollen alle Möglichkeiten einer
forcierten Weiterentwicklung der Qualitätsorientierung in der Berliner Krankenhausplanung
genutzt werden.
Aus diesem Grund wird den bisherigen speziellen Versorgungzielen des
Krankenhausplans 2010, die sich jeweils auf einzelne Versorgungsbereiche beziehen
(nachfolgende Ziele 2 bis 5), ein allgemeines Qualitätsziel, das alle Versorgungsbereiche
betrifft (Ziel 1), vorangestellt. Durch die Erweiterung um dieses allgemeine Qualitätsziel
wird zum Ausdruck gebracht, dass die Krankenhausplanung durch die Formulierung von
Anforderungen an die Struktur- und Prozessqualität und durch Herstellung von
Bedingungen, die einen Wettbewerb um Qualität fördern, einen Beitrag zur Sicherung einer
qualitativ hochwertigen Krankenhausversorgung leistet.
Versorgungsziele des Krankenhausplans 2016
1. Verbesserung der Versorgungsqualität und Patientensicherheit, insbesondere durch
geeignete Vorgaben bzw. Empfehlungen zu Strukturen und Prozessen, zur
Personalvorhaltung
sowie
durch
Informationen
zur
Förderung
eines
Qualitätswettbewerbes
2. qualitätsgerechte Sicherstellung der Unfall- und Notfallversorgung rund um die Uhr
3. wohnortnahe Sicherstellung der Basisversorgung, vor allem der geriatrischen
Krankenhausversorgung
4. Unterstützung von Konzentrationsprozessen
Krankenhausversorgung

im

Bereich

der

spezialisierten

5. regionalisierte Sicherstellung der Pflichtversorgung im Bereich der Psychiatrie,
integrierte psychiatrische Versorgung („gemeindepsychiatrische Verbünde“).

10

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Bei der Aufstellung des Krankenhausplans 2016 wird auch die Entwicklung in den eng mit
der Krankenhausversorgung verknüpften Versorgungsbereichen beachtet, insbesondere in
der ambulanten Versorgung und rehabilitativen Versorgung. Planerische Konsequenzen
hat dies vor allem in den Konzepten zur Notfallversorgung, zur psychiatrischen und
geriatrischen Krankenhausversorgung sowie bei der stärkeren Einbindung der Berliner
Krankenhäuser in neurologische frührehabilitative Versorgung.
Andererseits wurde deutlich, dass sich auch die mit der Krankenhausversorgung eng
zusammenhängenden Strukturen auf künftige Anforderungen besser einstellen müssen (z.
B. bessere Koordinierung von ambulanten Hilfen, verstärkte ambulante Versorgung durch
Hausbesuche). Dies ist auch deshalb erforderlich, um die Krankenhausversorgung auf das
notwendige Maß zu begrenzen und die gesundheitlich/soziale Versorgung insgesamt mit
Blick auf den demografischen Wandel zukunftsfest zu gestalten. So soll beispielsweise das
von der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales initiierte Konzept „80plus Gesundheitliche
und
pflegerische
Versorgung
hochaltriger
Menschen“
(http://www.berlin.de/sen/gessoz/80plus/) entsprechende Entwicklungen anstoßen.

2.

Rechtsgrundlagen

Die Krankenhausplanung beruht auf den krankenhausrechtlichen Regelungen des Bundes,
den Landeskrankenhausgesetzen und der Rechtsprechung zur Krankenhausplanung.
Darüber hinaus bestehen Bezüge zum Europarecht.
Das Gesetz zur wirtschaftlichen Sicherung der Krankenhäuser und zur Regelung der
Krankenhauspflegesätze (Krankenhausfinanzierungsgesetz – KHG) in der Fassung der
Bekanntmachung vom 10. April 1991 (BGBl. I S. 886), zuletzt geändert durch Artikel 16a des
Gesetzes vom 21. Juli 2014 (BGBl. I S. 1133), hat den Zweck, die Krankenhäuser
wirtschaftlich zu sichern, um eine bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung mit
leistungsfähigen, eigenverantwortlich wirtschaftenden Krankenhäusern zu gewährleisten
und zu sozial tragbaren Pflegesätzen beizutragen (§ 1 Abs. 1 KHG). Bei der Durchführung
des Gesetzes ist die Vielfalt der Krankenhausträger zu beachten (§ 1 Abs. 2 KHG). Zur
Verwirklichung dieser Ziele stellen die Länder Krankenhauspläne auf (§ 6 Abs. 1 KHG) und
passen sie der Bedarfsentwicklung an. Das Nähere wird durch Landesrecht bestimmt (§ 6
Abs. 4 KHG).
Das Land Berlin hat mit seinem Landeskrankenhausgesetz (LKG) vom 18. September
2011,
zuletzt
geändert
durch
das
Erste
Gesetz
zur
Änderung
des
Landeskrankenhausgesetzes vom 21.11.2014 (GVBl. S. 410), die Ausgestaltung auf
landesrechtlicher Ebene vorgenommen:
Die für das Gesundheitswesen zuständige Senatsverwaltung stellt in Abstimmung mit der
Krankenhausplanung des Landes Brandenburg einen Krankenhausplan auf. Vor der
Aufstellung des Krankenhausplans wird dem für Gesundheit zuständigen Ausschuss des
Abgeordnetenhauses Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben. Der Krankenhausplan wird
vom Senat beschlossen, dem Abgeordnetenhaus von Berlin zur Kenntnis gegeben und im
Internet veröffentlicht.
Der Krankenhausplan ist gemäß § 6 Abs. 2 LKG ein Rahmenplan, der insbesondere
•
•
•
•
•

eine Bedarfsanalyse enthält
Versorgungsziele, Qualitätsanforderungen und die Voraussetzungen für die Zulassung
zur Notfallversorgung benennt
die Standorte der Krankenhäuser mit den Fachrichtungen ausweist und
krankenhausbezogene
Festlegungen
zur
Anzahl
der
standortund
abteilungsbezogenen Krankenhausbetten treffen kann
die zur Notfallversorgung zugelassenen Krankenhäuser ausweist
die in § 2 Nummer 1a KHG und in § 11 LKG genannten Ausbildungsstätten ausweist,

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

•
•

medizinische Versorgungskonzepte und Informationen zum Leistungsgeschehen
enthalten kann und
die Voraussetzungen dafür schaffen kann, dass Krankenhäuser auch durch
Zusammenarbeit und Aufgabenaufteilung untereinander die Versorgung sicherstellen
können.

In den Krankenhausplan werden die Universitätskliniken in Berlin einbezogen. Forschung
und Lehre werden dabei angemessen berücksichtigt (§ 6 LKG).
Die für das Gesundheitswesen zuständige Senatsverwaltung strebt bei der
Krankenhausplanung mit den unmittelbar Beteiligten (Berliner Krankenhausgesellschaft,
Landesverbände der gesetzlichen Krankenkassen und Ersatzkassen, Landesausschuss
des Verbandes der privaten Krankenversicherung) einvernehmliche Regelungen an (§ 5
LKG).
Dabei ist die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichtes zu beachten.
Ein Anspruch auf Aufnahme eines Krankenhauses in den Krankenhausplan besteht dann,
wenn das Krankenhaus bedarfsgerecht, leistungsfähig und kostengünstig ist und zur
Deckung des zu versorgenden Bedarfs kein anderes ebenfalls geeignetes Krankenhaus
zur Verfügung steht (Erste Entscheidungsstufe).
Erst wenn mehrere geeignete Krankenhäuser zur Bedarfsdeckung zur Verfügung stehen
und diese nicht alle dafür benötigt werden, entfällt ein Anspruch auf Aufnahme in den
Krankenhausplan. An seine Stelle tritt ein Anspruch auf eine fehlerfreie
Auswahlentscheidung (Zweite Entscheidungsstufe). Diese Rechtsprechung hat das
Bundesverfassungsgericht gebilligt (BVerfG, Beschluss vom 12. Juni 1990 - 1 BvR 355/96
-, BverfGE 82, 209).
Voraussetzung für die Entscheidung über die Aufnahme eines Krankenhauses in den
Krankenhausplan ist auf beiden Entscheidungsstufen, dass das Krankenhaus
bedarfsgerecht, also geeignet ist, einen vorhandenen Bedarf zu befriedigen. Das lässt sich
nur auf der Grundlage einer Bedarfsanalyse beurteilen.
Hierzu hat der VGH Baden-Württemberg in seiner Entscheidung vom 16. April 2002, Az.:
9 S 1586/01 Folgendes festgestellt: „Die Bedarfsanalyse ist die Beschreibung des zu
versorgenden Bedarfs der Bevölkerung an Krankenhausbetten. Dabei kann zwischen der
Beschreibung des gegenwärtigen Bedarfs und der Bedarfsprognose, also der
Beschreibung des voraussichtlich in der Zukunft zu erwartenden Bedarfs, unterschieden
werden. In beiden Hinsichten aber ist unter dem Bedarf der tatsächlich auftretende und zu
versorgende Bedarf und nicht ein mit dem tatsächlichen nicht übereinstimmender
erwünschter Bedarf zu verstehen. Dem Land ist nicht erlaubt, bei der Ermittlung des zu
versorgenden Bedarfs seiner Bedarfsanalyse nicht den tatsächlichen Bedarf zugrunde zu
legen, sondern davon abweichende niedrigere Zahlen, und damit eine Minderversorgung in
Kauf zu nehmen. Die Bedarfsanalyse als solche ist kein Planungsinstrument."
Dem trägt der Berliner Krankenhausplan dadurch Rechnung, dass bei der Bedarfsanalyse
und -prognose anerkannte statistische Verfahren auf der Grundlage der tatsächlichen
Leistungs- und Bevölkerungsdaten zur Anwendung kommen.
Nach Aufstellung des Krankenhausplans wird die Aufnahme oder Nichtaufnahme eines
Krankenhauses in den Krankenhausplan, die Beteiligung eines Krankenhauses an der
Notfallversorgung und die Zuweisung besonderer Aufgaben gegenüber dem
Krankenhausträger durch schriftlichen Bescheid festgestellt (Feststellungsbescheid). Der
Bescheid kann Nebenbestimmungen enthalten, soweit dies zur Erreichung der Ziele des
Krankenhausplans erforderlich ist. Liegen die Voraussetzungen für die Erteilung des
Bescheides ganz oder teilweise nicht mehr vor, so kann der Bescheid ganz oder teilweise
widerrufen werden (§ 7 LKG).
Nach der gefestigten Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts hat der
Krankenhausplan allein keine unmittelbare Rechtswirkung nach außen, also auch und

11

12

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
insbesondere nicht gegenüber den Krankenhausträgern. Der Krankenhausplan hat somit
nicht den Charakter eines Verwaltungsaktes. Allerdings ist ihm eine mittelbare
Außenwirkung insofern zuzurechnen, als die Landesbehörde in der Regel den Inhalt des
Krankenhausplanes ihren Feststellungsbescheiden zugrunde legen wird.
Die Aufnahme in den Krankenhausplan durch Feststellungsbescheid ist Voraussetzung für
den Anspruch auf Förderung (§ 8 Abs. 1 Satz 1 KHG). Sie begründet zugleich den Status
als zugelassenes Krankenhaus und damit das Recht und die Verpflichtung, im Rahmen
des festgelegten Versorgungsauftrages Krankenhausleistungen gegenüber gesetzlich
versicherten Patientinnen und Patienten zu erbringen (§ 108 Nummer 2 in Verbindung mit
§ 109 Abs. 4 SGB V). Die Krankenkassen sind verpflichtet, unter Beachtung der
Vorschriften des Fünften Buches Sozialgesetzbuch (SGB V) mit den in den Krankenhausplan aufgenommenen Krankenhäusern Budget- und Entgeltverhandlungen nach Maßgabe des KHG, des Krankenhausentgeltgesetzes (KHEntgG) und der Bundespflegesatzverordnung (BPflV) zu führen (§ 109 Abs. 4 Satz 3 SGB V). Gemäß § 109 Abs. 1 Satz 5
SGB V können konkretisierende bzw. ergänzende Vereinbarungen über die
Leistungsstruktur zwischen den Krankenhausträgern und den Verbänden der
Krankenkassen im Benehmen mit dem Land geschlossen werden.
Bezüge zum europäischen Recht
Der Europäische Gerichtshof hat für den Bereich der Krankenhausplanung anerkannt
(siehe dazu die Urteile in den Rechtssachen Geraets / Smits sowie zuletzt Müller-Fauré
und van Riet), dass die Zahl der Krankenanstalten, ihre geografische Verteilung, ihr
Ausbau und die Einrichtungen, über die sie verfügen, oder auch die Art der medizinischen
Leistungen, die sie anbieten können, planbar sein müssen. Insoweit wird eine
Beschränkung des freien Dienstleistungsverkehrs vom Europäischen Gerichtshof durch die
Krankenhausplanung
als
gerechtfertigt
angesehen
(vgl.
Hessischer
Krankenhausrahmenplan 2009, Seite 3, https://soziales.hessen.de/sites/default/files/
HSM/krankenhausrahmenplan_2009.pdf).

3.

Planungsverfahren

Workshop zum neuen Berliner Krankenhausplan 2016
Der Workshop „Der neue Berliner Krankenhausplan“ am 06.12.2012 bildete die
Auftaktveranstaltung zur Vorbereitung des neuen Krankenhausplans. Die maßgeblichen
Akteure hatten Gelegenheit, wichtige Handlungsfelder zur Verbesserung der Berliner
Krankenhausversorgung zu benennen und Erwartungen an den neuen, ab 2016 gültigen
Krankenhausplan zu formulieren. Eine ausführliche Dokumentation zum Workshop ist im
Internet
nachlesbar
unter:
http://www.berlin.de/imperia/md/content/sen-gesundheit/
krankenhauswesen/dokumente/der_neue_berliner_krankenhausplan___dokumentation_de
s_workshops_vom_6._dezember_2012.pdf?start&ts=1361369717&file=der_neue_berliner_
krankenhausplan___dokumentation_des_workshops_vom_6._dezember_2012.pdf
Im Ergebnis des Workshops wurden unter Beteiligung des Fachausschusses
Krankenhausplanung 1 themenspezifische Arbeitsgruppen gebildet, die sich in Detail mit
wesentlichen methodischen und inhaltlichen Fragen des neuen Krankenhausplans befassten. Hervorzuheben ist dabei neben der Beteiligung der BKG und der Krankenkassen
auch die Einbindung externer Experten und der Berliner Patientenbeauftragten, die durch
ihre konstruktive Mitwirkung wesentlich die Arbeitsgruppenergebnisse prägten. Zukünftig
wird neben der Berliner Patientenbeauftragten auch der für die allgemeine

1

der „Fachausschuss Krankenhausplanung“ ist ein Arbeitsgremium unter Mitwirkung der „unmittelbar Beteiligten“ gemäß
§ 5 LKG, der für Finanzen und der für Wissenschaft zuständigen Senatsverwaltungen, der Berliner Ärztekammer sowie
der Patientenbeauftragten unter Leitung der für Gesundheit zuständigen Senatsverwaltung

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

Behindertenpolitik zuständige Fachbereichen und der Berliner Landesbeauftragte für
Menschen mit Behinderungen in das Planungsverfahren eingebunden werden.
Arbeitsgruppe Methodenfragen
Ausgehend von den Erfahrungen mit den bisherigen Krankenhausplänen wurden in der
Arbeitsgruppe Methodenfragen verschiedene Planungsaspekte erörtert. Dabei ging es um
die Frage, mit welchen krankenhausplanerischen Mitteln unter den gewandelten
Bedingungen die Ziele des KHG am besten erreicht werden können.
Besprochen wurden u. a. folgende Planungsaspekte:
•
•
•
•
•
•
•
•
•

Rahmenplanung / Detailplanung
Planungsziele / -grundsätze
Planungsgröße Bett
Fachabteilungssystematik
Flexibilisierung fachabteilungsbezogener Bettenfestlegungen
Qualitätsvorgaben
Transparenzinformationen
Methodik der Bedarfsermittlung
Normauslastung.

Arbeitsgruppe Notfallversorgung
Bereits im Landeskrankenhausplan 2010 wurden qualitative Anforderungen an
Notfallkrankenhäuser gestellt, die teilweise obligaten und teilweise fakultativen Charakter
hatten. Es erfolgte im Juli 2013 eine Evaluation dieser Anforderungen. Auf der Basis der
Ergebnisse wurden die bestehenden Anforderungen diskutiert und weiterentwickelt.
Wesentliche Diskussionspunkte waren:
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•

interdisziplinäre Notaufnahme als strukturelle und bauliche Einheit
ärztliche und pflegerische Leitung und eigener pflegerischer Personalstamm in der
Notaufnahme
Anwendung eines anerkannten Ersteinschätzungssystems
Isolierung von infektiösen Patienten
geriatrische und psychiatrische/psychosomatische Kompetenz in der Notaufnahme
24-Stunden Verfügbarkeit aller relevanten Notfallressourcen
Mindestbettenzahl von 10 Intensivtherapieplätzen in Notfallkrankenhäusern
internistische
und
chirurgische
sowie
speziell
unfallchirurgische
und
viszeralchirurgische Kompetenz im Notfallkrankenhaus
ambulante Notfallversorgung in Notaufnahmen
elektronischer Versorgungskapazitätennachweis.

Arbeitsgruppe Geriatrie / Demenz
Keinen grundsätzlichen Änderungsbedarf bei den in Berlin bisher verwendeten
Planungsparametern für das Fachgebiet Geriatrie sahen die Teilnehmer der Arbeitsgruppe
Geriatrie und Demenz (Geriatrie als Hauptdisziplin, Wohnortnähe, Zuschnitt der
Versorgungsregionen,
Ablehnung
von
nicht
bettenführenden
funktionellen
Geriatrieeinheiten). Weitere wesentliche Diskussionspunkte waren:
•
•
•
•
•
•
•
•

Eignung von geriatrischen Fachkrankenhäusern
teilstationäre geriatrische Einheiten
Abteilungsmindestgrößen
kooperative Netzwerke, in die geriatrische Abteilungen eingebunden sind
geriatrisches Screening in Notaufnahmen
Empfehlungen zum Personalbedarf in geriatrischen Abteilungen
Entlassmanagement
Verbesserungen bei der Akutversorgung von Demenzkranken im Krankenhaus.

13

14

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Landespsychiatriebeirat und seine Arbeitsgruppen
Gemäß § 6 des Gesetzes für psychisch Kranke (PsychKG) des Landes Berlin berät der
Landespsychiatriebeirat das für Gesundheit zuständige Mitglied des Senats in allen
zentralen Fragen der Struktur des psychiatrischen Versorgungssystems. Für den
Krankenhausplan
2016
haben
zwei
verschiedene
Arbeitsgruppen
des
Landespsychiatriebeirates,
•
•

die Arbeitsgruppe Erwachsene und
die Arbeitsgruppe Kinder und Jugendliche,

Beschlussempfehlungen vorbereitet, die vom Landespsychiatriebeirat am 14.05.2014
beschlossen
wurden
(siehe:
http://www.berlin.de/lb/psychiatrie/psychiatriebeirat/
empfehlungen-und-stellungnahmen/). Diese Empfehlungen nehmen die entwickelten
Strukturen des Berliner Versorgungssystems auf und geben Hinweise zu erforderlichen
strukturellen Anpassungen sowie Entwicklungsnotwendigkeiten. Die Empfehlungen zur
Kapazitätsanpassung beruhen auf den Informationen zum Leistungsgeschehen und der
Prognose zur demografischen Entwicklung in Berlin bis zum Jahr 2020.
Fachausschuss Krankenhausplanung
Im Rahmen der Mitwirkung in den themenspezifischen Arbeitsgruppen nahmen BKG und
Krankenkassen umfassend zu den einzelnen Schwerpunkten Stellung.
Die Arbeitsgruppenergebnisse wurden abschließend im Fachausschuss Krankenhausplanung beraten und als
„Vorschlag zur Gestaltung des Krankenhausplans 2016
im Ergebnis der Erörterungen der
Fachausschusses Krankenhausplanung“

themenspezifischen

Arbeitsgruppen

des

von der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales zusammengefasst.
Sie waren Grundlage für Erörterungen im Ausschuss für Gesundheit und Soziales des
Berliner Abgeordnetenhauses, im Krankenhausbeirat sowie mit den unmittelbar Beteiligten
nach § 5 LKG.
Ausschuss für Gesundheit und Soziales des Berliner Abgeordnetenhauses
Die Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales hat mit Schreiben vom 28.05.2014
einen Vorschlag zur Gestaltung des Krankenhausplans 2016 dem Ausschuss vorgelegt.
Hierzu gab der Ausschuss am 23.06.2014 eine Stellungnahme ab (http://www.parlamentberlin.de/ados/17/GesSoz/vorgang/gs17-0183-vStellungnahme%20GesSoz%20an%20SenGesSoz.pdf) und machte damit von seinem
Mitwirkungsrecht gemäß § 6 Abs. 1 Satz 2 LKG Gebrauch.
Der Ausschuss fordert den Senat auf, den Krankenhausplan 2016 verstärkt an
Qualitätskriterien
auszurichten.
In
der
Stellungnahme
heißt
es
hierzu:
„Eine hohe Qualität der Krankenhausversorgung und der Patientensicherheit für die
Berliner Bevölkerung ist für den Ausschuss für Gesundheit und Soziales des Berliner
Abgeordnetenhauses von hohem Interesse. Auch die Krankenhausplanung soll im
Rahmen ihrer Möglichkeiten hierzu ihren Beitrag leisten.“
Krankenhausbeirat (1. Sitzung)
Der Krankenhausbeirat hat sich in seiner Sitzung am 24.06.2014 mit dem Vorschlag zur
Gestaltung des Krankenhausplans 2016 befasst und den Mitgliedern des Beirates
Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben.

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

Unmittelbar Beteiligte (1. Sitzung)
Eine abschließende Beratung des Vorschlags zur Gestaltung des Krankenhausplans 2016
fand am 01.07.2014 statt. Unter Berücksichtigung der Beratungsergebnisse und
Stellungnahmen wurden als Endfassung die
„Grundzüge zur Gestaltung des Krankenhausplans 2016“
am selben Tag im Internet veröffentlicht und damit einer breiteren Fachöffentlichkeit
zugänglich
gemacht
(http://www.berlin.de/sen/gesundheit/themen/stationaereversorgung/krankenhausplan/).
Anhörung der Krankenhausträger
Die Grundzüge zur Gestaltung des Krankenhausplans 2016 bildeten die Grundlage für die
Anhörungen der Krankenhausträger zum neuen Krankenhausplan, die im Zeitraum
Oktober bis Dezember 2014 unter Beteiligung der Kostenträger und teilweiser Beteiligung
der BKG stattfanden. Im Vorfeld wurden die Krankenhausträger gebeten, schriftlich die
Vorstellungen zur Entwicklung ihres Krankenhauses darzulegen und eine Überprüfung und
Aktualisierung der Leistungsdaten ihres Krankenhauses vorzunehmen. Regelmäßig
erklärten die Krankenhausträger ihr Einverständnis zur Übermittlung der Unterlagen auch
an die Kostenträger.
Unter Berücksichtigung der Ergebnisse der schriftlichen und mündlichen Anhörungen
gaben die Krankenkassenverbände und Krankenkassen in Berlin in Ergänzung der bis
dahin vorgetragenen Positionen im Januar 2015 eine Stellungnahme ab.
Entwurf des Krankenhausplans 2016
Im ersten Quartal 2015 wurden die Vorschläge zur Aufnahme der Berliner
Plankrankenhäuser verwaltungsintern entwickelt, in einer verwaltungsinternen Klausur
Mitte Januar 2015 erörtert und mit den Krankenhausträgern kommuniziert. Parallel wurde
eine Senatsvorlage zur Berücksichtigung des Universitätsklinikums Charité im
Krankenhausplan 2016 bis 2020 vorbereitet und am 31.03.2015 im Senat beschlossen.
Mit diesem Senatsbeschluss wurden einerseits Planungssicherheit für die Charité erreicht
und andererseits gesicherte Planungsvoraussetzungen für eine bedarfsgerechte
Krankenhausversorgung im Land Berlin insgesamt, indem bei der Aufstellung des
Krankenhausplans 2016 nach § 6 Abs. 2 Satz 2 eine Abstimmung des Bettenangebotes
der Plankrankenhäuser mit dem des Universitätsklinikums ermöglicht wurde.
Wesentliche Auszüge des Planentwurfes wurden den Mitgliedern des Fachausschusses
Krankenhausplanung übermittelt und am 23.06.2015 beraten. Im Ergebnis dieser Beratung
wurde die Entwurfsfassung des Krankenhausplans 2016 den Krankenhausträgern und den
Mitgliedern des Krankenhausbeirates als Beratungsunterlage zur Verfügung gestellt.
Krankenhausbeirat (2. Sitzung)
In der Sitzung der Krankenhausbeirates am 09.07.2015 wurde der Planentwurf vorgestellt
und den Mitgliedern Gelegenheit gegeben, ihre Position und Anregungen zur
Entwurfsfassung vorzutragen bzw. im Nachgang in Schriftform zu übermitteln.
Unmittelbar Beteiligte (2. Sitzung)
Mit dem Ziel, Einvernehmen mit den unmittelbar Beteiligten nach § 5 LKG anzustreben,
wurde die Entwurfsfassung des Krankenhausplans 2016 am 15.07.2015 eingehend
erörtert.

15

16

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

4.

Abstimmung mit Brandenburg

Berliner Krankenhäuser übernehmen in weiterhin steigendem Umfang Krankenhausversorgungsaufgaben für andere Bundesländer, insbesondere für die Bevölkerung
Brandenburgs im näheren Umland Berlins. Auch umgekehrt nimmt die Berliner
Bevölkerung Versorgungsangebote Brandenburger Krankenhäuser in Anspruch. Daraus
ergibt sich gemäß § 6 Abs. 2 KHG in Verbindung mit § 6 Abs. 1 LKG die Notwendigkeit, die
Krankenhausplanungen der Länder Berlin und Brandenburg abzustimmen. Diese
Abstimmungen erfolgen kontinuierlich seit 1991 und wurden in den letzten Jahren
intensiviert.
In Vorbereitung des Krankenhausplans 2016 wurden die Verflechtungsbeziehungen in der
Krankenhausversorgung beider Länder auf der Grundlage aktueller Daten, insbesondere
mit Blick auf spezielle Versorgungsschwerpunkte analysiert und die mit dem Land
Brandenburg bestehenden Festlegungen zu konkreten Leistungsbereichen überprüft.
Zu den einzelnen Bereichen bestehen folgende Vereinbarungen für die Region Berlin und
Brandenburg:
Transplantationsmedizin:
Herz, Lunge, Leber, Bauchspeicheldrüse, Niere: Vorhaltung der Kapazitäten für die
gesamte Region in dem Berliner Universitätsklinikum (Charité) und im Deutschen
Herzzentrum Berlin, regionaler Transplantationsverbund.
Herzchirurgische Notfallversorgung:
Sicherstellung der herzchirurgischen Notfallversorgung für die gesamte Region durch das
Deutsche Herzzentrum Berlin, das Brandenburgische Herzzentrum Bernau und das SanaHerzzentrum Cottbus.
Betreuung von Schwerbrandverletzten:
Vorhaltung von Kapazitäten für die gesamte Region im Unfallkrankenhaus Berlin.
Sonderisolierstation:
Vorhaltung in Spezialeinheiten der Charité und des Bundeswehrkrankenhauses für die
gesamte Region.
AIDS-Versorgung:
Vorhaltung spezifischer Kapazitäten in Berlin für die gesamte Region.
Rehabilitation:
Stationäre Rehabilitationseinrichtungen im Land Brandenburg werden grundsätzlich für die
gesamte Region vorgehalten. Berlin und Brandenburg bilden eine Arbeitsgruppe, um
angesichts der medizinischen und demografischen Entwicklung die künftige Ausgestaltung
einer bedarfsgerechten wohnortnahen Versorgung der Berliner und Brandenburger
Einwohner mit Rehabilitationsleistungen abzustimmen.

Gemeinsame Krankenhausplanung für Berlin und Brandenburg bis 2020
Ein gemeinsamer Krankenhausplan für Berlin und Brandenburg ist – solange sie
eigenständige Länder sind – rechtlich nicht möglich.
Die für Gesundheit zuständige Berliner Senatsverwaltung und das für Gesundheit
zuständige Ministerium des Landes Brandenburg streben jedoch an, die
Abstimmungsgespräche zur Krankenhausplanung in der Gesamtregion Berlin/Brandenburg
mit dem Ziel einer gemeinsamen Krankenhausplanung fortzuentwickeln. Diese soll als
Grundlage der jeweiligen Krankenhauspläne für Berlin und für Brandenburg dienen.

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

Für eine gemeinsame Krankenhausplanung in der Gesundheitsregion Berlin/Brandenburg
sprechen hinreichend gute Gründe, um dafür belastbare Strukturen aufzubauen und
Verbindlichkeiten bei den Beteiligten zu schaffen. Das gilt trotz der unterschiedlichen
Rahmenbedingungen, die sich aus den Strukturen eines Stadtstaates und eines
Flächenlandes ergeben. Daran muss sich die Krankenhausplanung in dieser
Gesundheitsregion zwar ausrichten, kann sich aber gleichwohl vornehmen, die fachlichen,
regionalspezifischen, medizinischen und auch kulturellen Unterschiede auf ihre Relevanz
in diesem Zusammenhang zu untersuchen. Es wird notwendig bleiben, bestimmte
unterschiedliche Festlegungen zu treffen, aber es wird vor allem möglich werden, bisherige
unterschiedliche
Anforderungen,
Grundzüge
und
Kriterien
der
jeweiligen
Krankenhausplanungen zu überwinden und zu harmonisieren.
Die aktuellen Krankenhauspläne Berlins und Brandenburgs enthalten länderübergreifende
Festlegungen zu den oben stehenden Leistungsbereichen. Eine gemeinsame
Krankenhausplanung wird über die Inhalte dieser bisherigen Vereinbarungen beider
Länder hinaus u.a. folgende Themenfelder einbeziehen und auf ihre Eignung für weitere
Festlegungen untersuchen:
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•

Versorgungsziele, Planungsgrundsätze und Planungsmethoden, Regelungstiefe
Planungsgröße „Bett“ und „ordnungsbehördliches Bett“
Differenzierung nach stationären Versorgungsformen und Fachdisziplinen
Flexibilisierung abteilungsbezogener Bettenvorgaben, Ausweisung der Hauptdisziplinen
mit Betten je Standort
Versorgungsstufen
Bedarfsanalysen und Bedarfsprognosen
Verflechtungsbeziehungen in der Krankenhausversorgung beider Länder auf der
Grundlage der Daten des Instituts für das Entgeltwesen im Krankenhaus (InEK)
Planungshorizont
Qualitätsstandards und -festlegungen
Informationen zum Leistungsgeschehen (Transparenzinformationen)
medizinische Versorgungskonzepte, insbesondere Schlaganfallversorgung und
onkologische Versorgung
Schaffung der Voraussetzungen für Krankenhäuser für Kooperationen und
Aufgabenaufteilung, Schwerpunktbildungen und Konzentrationen
Einbeziehung von sektorenübergreifenden Entwicklungen
regionalisierte Betrachtung stationärer Angebote im engen Verflechtungsraum
Berlin/Brandenburg.

Organisation der gemeinsamen Krankenhausplanung
Für die Zusammenarbeit bei der gemeinsamen Krankenhausplanung in der
Gesundheitsregion Berlin-Brandenburg soll ein „Regionalausschuss Krankenhausplanung“
gebildet werden, der einmal jährlich tagt und in dem als ständige Mitglieder mindestens die
Krankenhausgesellschaften beider Länder und die in beiden Ländern verantwortlichen
Krankenkassen vertreten sind. Die Einzelheiten werden zwischen den für das
Gesundheitswesen zuständigen Verwaltungen beider Länder in Abstimmung mit den
Krankenhausgesellschaften und Krankenkassen erarbeitet und vereinbart. Auftrag und
Aufgaben der in beiden Ländern zur Krankenhausplanung bereits bestehenden gesetzlich
verankerten oder organisatorisch eingesetzten Gremien (Krankenhausbeirat, Landeskrankenhauskonferenz, Fachausschüsse) sind davon nicht berührt.
Mit einer „Zukunftswerkstatt Innovative Versorgung“ ist ein länderübergreifender Austausch
zur Gestaltung einer bedarfsorientierten, innovativen und sektorenübergreifenden
Versorgungslandschaft etabliert worden. Diese Werkstatt dient als Dialogplattform, kreative
Ideenschmiede und Impulsgeber für die an der Gesundheitsversorgung beteiligten Akteure
in der Region Berlin-Brandenburg mit ihren unterschiedlichen Ausgangssituationen in der
Metropolenregion sowie im ländlichen Raum in Brandenburg. Sie wird auch Themen, die

17

18

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
mit der Krankenhausplanung zusammenhängen, aufgreifen und mit den inhaltlichen
Schwerpunkten der jeweiligen Zukunftswerkstatt verbinden. Umgekehrt wird die
Krankenhausplanung auch aus der Werkstatt Impulse erhalten, findet aber weiterhin davon
unabhängig und außerhalb der Zukunftswerkstatt in den dafür künftig gemeinsam
etablierten Strukturen statt.

5.

Regelungsinhalte des Krankenhausplans
2016

5.1.

Planungsgröße
„Krankenhausbett“
und
Gliederung
nach
stationären
Versorgungsformen

Die
Regelungsinhalte
des
Krankenhausplans
müssen
es
erlauben,
den
Versorgungsauftrag eines Plankrankenhauses oder des Universitätsklinikums hinreichend
genau zu bestimmen. Eine zentrale Rolle bei der krankenhausplanerischen Beschreibung
des Versorgungsauftrages spielt bundesweit unverändert die Planungsgröße
„Krankenhausbett“. Das Krankenhausbett hat einen unmittelbaren Bezug zum Baukörper
Krankenhaus und es erlaubt gleichzeitig mit einer gewissen Flexibilität die Leistungen des
Krankenhauses in qualitativer und quantitativer Hinsicht festzulegen. Auch im
Krankenhausplan 2016 wird auf das Krankenhausbett abgestellt. Wie bisher beziehen sich
in der Berliner Krankenhausplanung die Planfestlegungen auf die ordnungsbehördlich
genehmigten
Betten.
Eine
weitere
Differenzierung
nach
den
stationären
Versorgungsformen
•

vollstationäre Versorgung: (vollstationäre) Betten

•

teilstationäre Versorgung: (teilstationäre) Plätze

•

belegärztliche Versorgung: Belegbetten

wird vorgenommen. Für alle drei Versorgungsformen werden Kapazitäten auf Ebene der
Hauptdisziplinen festgelegt (vgl. Abschnitt 5.3.). Betten für gesunde Neugeborene und
Begleitpersonen bleiben unberücksichtigt.
Eine Umwidmung von bisher hauptamtlich geführten Betten in Belegbetten ist dabei dem
Krankenhausträger jeder Zeit im Benehmen mit der Planungsbehörde im Rahmen der im
Krankenhausplan bzw. Feststellungsbescheid vorgegebenen Abteilungsstruktur möglich.
Die Umwidmung von Belegbetten in hauptamtlich geführte Betten wird planerisch wie eine
Neuaufnahme von Betten in den Krankenhausplan betrachtet.
Teilstationäre Kapazitäten sind Teil der Gesamtkapazität des Krankenhauses. Im Bereich
der psychiatrischen Versorgung sind konkrete Vorgaben zum Umfang der teilstationären
Versorgung von besonderer Bedeutung, da sie integraler Bestandteil des regional
verankerten, integrierten Versorgungssystems sind.

5.2.

Gliederung nach Fachgebieten
abteilungssystematik

–

Fach-

Grundlage für die Differenzierung nach Fachgebieten bildet die Weiterbildungsordnung der
Ärztekammer Berlin (WBO). Die WBO gliedert sich fachlich in Gebiete, die in der
Fachabteilungssystematik der Krankenhausplanung den Hauptdisziplinen entsprechen. Die
Gebiete Chirurgie und Innere Medizin differenzieren sich jeweils in mehrere
Facharztkompetenzen, die in der Fachabteilungssystematik der Krankenhausplanung den
Subdisziplinen entsprechen.

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der damit verbundenen
zunehmenden Bedeutung der geriatrischen Versorgung wird abweichend von der WBO die
Geriatrie krankenhausplanerisch als Hauptdisziplin ausgewiesen (in der WBO ist Geriatrie
eine Facharztkompetenz innerhalb der Inneren Medizin). Dies ist sachgerecht und hat zur
Folge, dass für die Geriatrie eine differenzierte Bedarfseinschätzung und ein quantitativer
Bettenausweis vorzunehmen ist.
In die Fachabteilungssystematik des Krankenhausplans 2016 sind nur Betten führende
Haupt- und Subdisziplinen aufgenommen. Intensivbetten oder andere interdisziplinär
genutzte Einheiten (z. B. Betten einer Aufnahmestation) werden dabei entsprechend den
Vorgaben der amtlichen Krankenhausstatistik im Umfang der durchschnittlichen Nutzung
den einzelnen Disziplinen gemäß Fachabteilungssystematik zugeordnet. Sie sind in der
nachstehenden Übersicht (Tab. 5.2.) dargestellt:

19

20

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Tab. 5.2. – 1:

Fachabteilungssystematik des Krankenhausplans 2016

Fachgebiet 1)

Augenheilkunde

Schl.-Nr.

Ausweis im Krankenhausplan 2016

(§ 301 Abs. 3
SGB V)

Angabe mit Angabe ohne generell kein
Bettenzahl
Bettenzahl
Ausweis

2700

X

Chirurgie
davon: Gefäßchirurgie

X
X 2)

1800

Herzchirurgie

2100

Kinderchirurgie

1300

X

Orthopädie und Unfallchirurgie

2316

X3)

Plastische und Ästhetische Chirurgie

1900

Thoraxchirurgie

2000

Visceralchirurgie

X

X
X

1500

X

Allgemeine Chirurgie

1500 / 1590

X

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

2400 / 2425
2490 / 2500

X

Geriatrie

0200

X

Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

2600

X

Haut- und Geschlechtskrankheiten

3400

X

Innere Medizin

X
3750

X 2)

Innere Medizin und Endokrinologie

0600

X

Innere Medizin und Gastroenterologie

0700

X

Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie

0500 4)

X 5)

Innere Medizin und Kardiologie

0300

X

Innere Medizin und Nephrologie

0400

X

Innere Medizin und Pneumologie

0800

X

Innere Medizin und Rheumatologie

0900

davon: Innere Medizin und Angiologie

Allgemeine Innere Medizin
Kinder- und Jugendheilkunde

0100 / 0190

X
4)

X

1000 / 1100 / 1200

X

Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie

3000

X

Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie

3500

X

Neurochirurgie

1700

X

Neurologie

2800 6)

X

Nuklearmedizin

3200

X

Physikalische und Rehabilitative Medizin

3792

X

Psychiatrie und Psychotherapie

2900

X

Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

3100

X

Strahlentherapie

3300 4)

X

Urologie

2200

X

1) fett:
Hauptdisziplin:
entspricht einem Gebiet der Weiterbildungsordnung
nicht fett, eingerückt:
Subdisziplin:
entspricht Facharztkompetenz der Weiterbildungsordnung
Ausnahme:
"Geriatrie"
Intensivbetten und andere interdisziplinäre Einheiten (z. B. Aufnahmebetten) werden gemäß Krankenhausstatistikverordnung
im durchschnittlichen Nutzungsumfang den spezifischen Fachabteilungen zugeordnet
2) ein „gefäßmedizinischer Versorgungsauftrag“ wird als Fußnote auf dem Datenblatt ausgewiesen
3) bei Nicht-Notfallkrankenhäusern ist der Versorgungsauftrag grundsätzlich auf orthopädische bzw. elektive Leistungen
des Fachgebietes eingeschränkt
4) Schlüssel-Nr. 3752 für palliativmedizinische Einheiten
5) gesonderte Fußnoten an der Gesamtbettenzahl im Datenblatt erhalten die Krankenhäuser mit onkologischem Schwerpunkt
sowie die Krankenhäuser, die Transplantationen von blutbildenden Stammzellen vornehmen
6) Schlüssel-Nr. 2890 für besondere Einheiten für „Neurologische Frührehabilitation, Phase B“

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

5.3.

Qualitative bzw. quantitative Festlegung von
Abteilungen

Die Gesamtzahl der Betten, mit der ein Krankenhausstandort in den Krankenhausplan
aufgenommen ist, wird nach den vorgesehenen Hauptdisziplinen aufgegliedert. Die
Gesamtbettenzahl schließt dabei die Belegbetten und die teilstationären Plätze ein.
Betreibt ein Krankenhaus einen Standort mit höherer Bettenzahl als der Krankenhausplan
bzw. der den Plan umsetzende Feststellungsbescheid dies vorsieht, so bedeutet dies
grundsätzlich, dass die Betten, die oberhalb der im Plan festgelegten Zahl betrieben
werden, nicht im Krankenhausplan aufgenommen sind. Ein Unterschreiten der im Plan
vorgegebenen Bettenzahl ist nach § 109 Abs. 1 Satz 4 SGB V nur mit Zustimmung der
Planungsbehörde zulässig.
Wie bereits gemäß Krankenhausplan 2010 kann auf der Ebene der Hauptdisziplinen in
vorgegebenen Grenzen von den je Standort im Plan festgestellten abteilungsbezogenen
Bettenzahlen in Eigenverantwortung des Krankenhausträgers abgewichen werden
(Flexibilisierung). Diese Abweichung darf bei unveränderter Gesamtbettenzahl des
Krankenhausstandortes für keine Hauptdisziplin die vorgegebene Planbettenzahl um 15
Prozent über- oder unterschreiten. In die Flexibilisierung einbezogen sind die innerhalb
einer Hauptdisziplin betriebenen teilstationären Kapazitäten. Die Zahl der teilstationären
Plätze darf ebenfalls maximal ± 15 Prozent von der Planvorgabe abweichen. Die übrigen
vollstationären Kapazitäten der jeweiligen Hauptdisziplinen verringern (bei Erhöhung des
teilstationären Angebotes) bzw. erhöhen (bei Verringerung des teilstationären Angebotes)
sich entsprechend.
Die ausgewiesenen Kapazitäten der psychiatrisch/psychotherapeutischen und
psychosomatischen Disziplinen sind unveränderbar. Lediglich zwischen den jeweiligen
fachspezifischen voll- und teilstationären Angeboten kann im oben genannten
vorgegebenen Rahmen flexibilisiert werden.
Auf der Ebene der Subdisziplinen erfolgt keine Vorgabe für die Bettenzahl der Abteilungen.
Allerdings wird für eine Reihe von Subdisziplinen ausgewiesen, ob ein Krankenhaus mit
einer Abteilung dieser Subdisziplin in den Krankenhausplan aufgenommen ist. Dieser
(qualitative) Ausweis ist an bestimmte Voraussetzungen geknüpft. Nur soweit spätestens
bei Erlass des Feststellungsbescheides diese Voraussetzungen nachgewiesen und ihre
dauerhafte Einhaltung zugesichert werden kann, erfolgt der Ausweis im
Feststellungsbescheid.
Falls
bei
der
Darstellung
der
besonderen
Versorgungsschwerpunkte (siehe Abschnitt 10 „Ausgewählte Versorgungsschwerpunkte“)
keine weitergehenden Anforderungen formuliert sind, setzt der Ausweis einer Abteilung auf
der Ebene der Subdisziplinen (ebenso wie auf Ebene der Hauptdisziplinen) zumindest
voraus, dass die Abteilung ordnungsbehördlich genehmigt bzw. von der Konzession erfasst
ist und eine angemessene pflegerische und ärztliche Versorgung gewährleistet ist. Das
heißt insbesondere, dass die Vorgabe zur fachärztlichen Mindestausstattung einer
Abteilung eingehalten werden kann (siehe Abschnitt 6, „Qualitätssicherung“).
Auf der Ebene der Subdisziplinen werden die Abteilungen nicht abschließend
ausgewiesen. Die Vertragsparteien können bei entsprechendem Bedarf und gegebenen
Eignungsvoraussetzungen ergänzend spezifische Leistungen einer Subdisziplin
vereinbaren, soweit dieser Standort mit der zugehörigen Hauptdisziplin im Plan
ausgewiesen ist.
Eine Ausnahme bildet die chirurgische Subdisziplin Herzchirurgie. Für die Herzchirurgie
erfolgt in Verbindung mit einer Bedarfsermittlung eine zahlenmäßige Vorgabe der
Bettenkapazität (quantitativer Ausweis) und damit in gleicher Weise wie bei
Hauptdisziplinen eine abschließende Planung.

21

22

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Auf den Ausweis folgender Subdisziplinen wird gänzlich verzichtet:
Subdisziplinen der Chirurgie
•
•
•
•

Allgemeine Chirurgie
Gefäßchirurgie (siehe auch Abschnitt Gefäßmedizin)
Visceralchirurgie
Plastische Chirurgie

Subdisziplinen der Inneren Medizin
•
•
•
•
•

Allgemeine Innere Medizin
Angiologie (siehe auch Abschnitt Gefäßmedizin)
Endokrinologie
Gastroenterologie
Hämatologie und Onkologie (siehe auch Abschnitt zur Tumormedizin).

Bei allen Krankenhäusern, die mit Kapazitäten der Hauptdisziplinen Chirurgie bzw. Innere
Medizin in den Plan aufgenommen sind, können die Vertragsparteien im Rahmen der
Budgetverhandlungen bei erkennbarer Nachfrage und gegebenen Eignungsvoraussetzungen Leistungen vereinbaren, die gemäß Weiterbildungsordnung diesen nicht
ausgewiesenen Subdisziplinen zuzuordnen sind. Grundsätzlich ist dabei Voraussetzung,
dass das Krankenhaus eine Abteilung dieser Subdisziplin führt, die die Anforderungen des
Krankenhausplans erfüllt. 2

5.4.

Festlegung
aufgaben

von

speziellen

Versorgungs-

Für wenige Bereiche unterhalb der Ebene einer Abteilung werden Schwerpunktbildungen
bzw. spezifische Versorgungseinheiten ausgewiesen. Diese Ausweisung ist an die
Erfüllung spezifischer Anforderungen gebunden und dient zur näheren Ausgestaltung des
Versorgungsauftrages im Krankenhausplan. Sie erfolgt in Fußnotenform an der dritten SollBetten-Spalte im Krankenhausdatenblatt gemäß Anlage 1.
Diese nach einheitlichen Kriterien ausgewiesenen
spezifischen Versorgungseinheiten sind:
•
•
•
•

Schwerpunktbildungen

bzw.

Stroke Units
Neurologische Frührehabilitation, Phase B
Einheiten für Weaning
Psychosomatische Tageskliniken im Rahmen der regionalen psychiatrischen / psychosomatischen Pflichtversorgung.

Weiterhin werden ebenfalls abhängig von der Erfüllung bestimmter Voraussetzungen die
Beteiligung von Krankenhäusern bzw. Krankenhausstandorten an der Notfallversorgung
(Notfallkrankenhaus, Notfallzentrum), die Beteiligung an der onkologischen Versorgung
(onkologischer Schwerpunkt) sowie im Rahmen der Fächerkombination Chirurgie und

2

Auch aus Sicht der Berliner Ärztekammer „ist im Sinne einer Strukturqualität daher grundsätzlich anzustreben, die
personellen Voraussetzungen des Facharztstandards mit strukturellen Vorgaben im Sinne einer Ausweisung
entsprechender Fachabteilungen für die Facharzt- und Schwerpunktkompetenzen zu verknüpfen, um dadurch auch die
erforderliche Prozessqualität im Behandlungsablauf sicherstellen zu können. Nochmals sei an dieser Stelle betont, dass
innerhalb der Abteilungsstrukturen in den vorzuhaltenden Spezialisierungen eine kontinuierliche, fachärztliche
Versorgung „rund um die Uhr“ nachhaltig gesichert sein muss, um eine qualitativ hochwertige Versorgung und
Patientensicherheit auch bei kurzfristigen Interventionserfordernissen, außergewöhn¬lichen Vorkommnissen, Notfällen
und Komplikationen sicherstellen zu können. Personelle Mindestanforderungen zur Einhaltung des Facharztstandards
und entsprechende Abteilungsstrukturen bilden somit auf Ebene der Spezialisierungen eine miteinander verknüpfte,
wesentliche Voraussetzung zur Einhaltung der geforderten Strukturqualität.“ [Zitat aus dem Schreiben der Ärztekammer
Berlin vom 05.08.2015]

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

23

Innere Medizin die Beteiligung an der gefäßmedizinische Versorgung (gefäßmedizinische
Schwerpunkte) ausgewiesen.

5.5.

Festlegungen mit räumlichem Bezug

Die Anwendung räumlicher Planungsparameter ist erforderlich, um eine für alle
Berlinerinnen und Berliner möglichst gleichermaßen gute Krankenhausversorgung
sicherstellen zu können. Das betrifft vor allem
•
•
•

die adäquate Sicherstellung der Notfallversorgung
die angestrebte Wohnortnähe im Bereich der Basisversorgung, insbesondere im
Fachgebiet Geriatrie
die regionalisierte Planung im Bereich der psychiatrischen Versorgung.

Um die für diese Bereiche vorgegebenen Versorgungsziele planerisch umsetzen zu
können, werden wie bisher im Krankenhausplan 2016 folgende Festlegungen mit
räumlichem Bezug getroffen:
•
•
•

Krankenhausstandort
Pflichtversorgungsregionen im Bereich der Erwachsenenpsychiatrie: 12 Bezirke
Beurteilung der Wohnortnähe im somatischen Bereich sowie kinderjugendpsychiatrische Versorgungsregionen: sechs Regionen und zwar
Region Mitte:
Bezirke Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte
Region Nord:
Bezirke Pankow, Reinickendorf
Region Ost:
Bezirke Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf
Region Südost: Bezirke Neukölln, Treptow-Köpenick
Region Südwest: Bezirke Tempelhof-Schöneberg, Steglitz-Zehlendorf
Region West:
Bezirke Charlottenburg-Wilmersdorf, Spandau.

und

Somatische Basisversorgung
In diesem Zusammenhang bedarf es einer inhaltlichen Beschreibung des Bereiches der
somatischen Basisversorgung. Die Charakterisierung der somatischen Basisversorgung
bleibt im Vergleich zum Krankenhausplan 2010 unverändert. Folgende Angebote gehören
dazu:
•
•
•
•

Betten in geriatrischen Abteilungen
Betten in ausgewählten Abteilungen des Gebietes Innere Medizin, nämlich der
Subdisziplinen Allgemeine Innere Medizin, Gastroenterologie und Kardiologie
Betten in ausgewählten Abteilungen des Gebietes Chirurgie, nämlich der
Subdisziplinen Allgemeine Chirurgie, Orthopädie/Unfallchirurgie und Visceralchirurgie
Betten in Abteilungen für Frauenheilkunde und Geburtshilfe.

Wegen der speziellen Aufgabenstellung der Universitätsmedizin insbesondere für
Forschung und Lehre sowie der höheren Fallschwere (Case Mix Index) auch in den
Abteilungen, die der Basisversorgung zugerechnet werden, werden die Betten der Charité
in den o. g. Abteilungen bei der Beurteilung der Wohnortnähe von
Krankenhausversorgungsangeboten nur zur Hälfte der Basisversorgung zugerechnet.
Die mit einem speziellen Versorgungsauftrag ausgewiesenen Betten für Innere Medizin
des Paulinenkrankenhauses werden nicht der Basisversorgung zugeordnet.
Da sich die Steuerungsmöglichkeiten der Krankenhausplanung im Wesentlichen auf der
Ebene von fachabteilungsbezogenen Kapazitätsfestlegungen vollziehen, bleibt die
inhaltliche Charakterisierung der Basisversorgung auf das Merkmal „Fachabteilung“
beschränkt. Eine so vorgenommene Beschreibung der Basis- bzw. Grundversorgung
ermöglicht naturgemäß nur eine grobe Charakterisierung.

24

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

5.6.

Krankenhausdatenblätter

Die Einzelheiten der Aufnahme eines Krankenhauses in den Krankenhausplan 2016 sind
im Krankenhausdatenblatt wiedergegeben. Die Berliner Krankenhausplanung erfolgt
Krankenhausstandort bezogen. Bei Krankenhäusern mit mehreren Standorten gibt es
deshalb je Standort ein Datenblatt sowie ein Datenblatt, das eine Zusammenfassung der
Standortdatenblätter für das Gesamtkrankenhaus darstellt (siehe Anlage 1).
Der Aufbau der Datenblätter wird in Anlage 1 erläutert.

6.

Qualitätssicherung

Die Patienten müssen sich in den Berliner Krankenhäusern auf eine medizinisch gebotene
und hohe Versorgungsqualität verlassen können. Bereits heute wird durch die Berliner
Krankenhäuser ein qualitativ hohes medizinisches Versorgungsniveau sichergestellt.
Krankenhäuser erzielen ihre Einnahmen zu einem sehr hohen Anteil aus den DRGErlösen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Krankenhäuser wirtschaftlich arbeiten.
Verbesserungen in der Wirtschaftlichkeit eines Krankenhauses können einerseits durch
Steigerung der Fallzahlen bei wirtschaftlich attraktiven DRGs mit möglichst geringem
zusätzlichen Aufwand herbeigeführt werden. Das könnte zu einer Ausweitung der
Indikationsstellung und der Erbringung medizinisch nicht notwendiger Leistungen und einer
Vernachlässigung medizinisch notwendiger, aber wirtschaftlich weniger attraktiver
Leistungen führen. Andererseits kann die Wirtschaftlichkeit durch geringere Kosten pro Fall
erhöht werden. Da über 60 Prozent der Kosten durch Personalaufwand verursacht wird,
könnten problematische Einsparungen im ärztlichen und pflegerischen Personal die Folge
sein. Diese Sorge ist auch deshalb berechtigt, weil sich das Verhältnis „Fälle je Pflegekraft“
in den zurückliegenden Jahren kontinuierlich erhöht hat, ausreichendes und qualifiziertes
Krankenhauspersonal jedoch eine der wesentlichen Voraussetzungen für eine adäquate
Qualität ist.
Auch die Patientenbeauftragte des Landes Berlin hat sowohl im Rahmen ihrer Beteiligung
an der Vorbereitung dieses Krankenhausplanes als auch in ihrem Tätigkeitsbericht 2012
bis 2014 (https://www.berlin.de/lb/patienten/service/publikationen/, S. 25 ff.) nachdrücklich
auf von Patientinnen und Patienten wahrgenommene Qualitätsdefizite in Berliner
Krankenhäusern hingewiesen und Veränderungen eingefordert.
Seit Einführung des DRG-Systems haben die Bemühungen zur Qualitätssicherung
kontinuierlich zugenommen. Bundesrechtliche Regelungen bestehen nach §137 SGB V
und verpflichten Krankenhausträger und Krankenkassen überwiegend eigenverantwortlich
zu Maßnahmen der Qualitätssicherung. Hinzu kommt, dass die zugelassenen
Krankenhäuser nach § 135a SGB V verpflichtet sind, ein einrichtungsinternes
Qualitätsmanagement durchzuführen, in den strukturierten Qualitätsberichten Aspekte ihrer
Qualität darzulegen und sich anhand bestimmter Qualitätsindikatoren einem externen
Qualitätsvergleich zu stellen.
Nur wenige der bundesgesetzlichen Regelungen treffen Vorgaben zur Strukturqualität in
der Krankenhausversorgung, die Auswirkungen auf die Krankenhausplanung haben
können. In einem Gutachten zur Vorbereitung des Krankenhausplans 2015 von NordrheinWestfalen wurden folgende Regelungen zur Festlegung von Strukturqualität in der
Krankenhausversorgung identifiziert:
•

•

Gesetzliche Regelungen:
- 5 Vorgaben zur externen Qualitätssicherung gemäß § 137 Abs. 1 SGB V
- 7 Richtlinien zur Qualitätssicherung des Gemeinsamen Bundesausschusses
(G−BA)
Abrechnungsvorschriften:

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

•

- 55 Vorgaben im Operationen- und Prozedurenschlüssel (OPS)-Katalog
Vorgaben von Fachgesellschaften:
- 32 Vorgaben im Rahmen von Zertifizierungen durch Verbände / Fachgesellschaften
- 15 Vorgaben in S3-Leitlinien der Mitgliedsgesellschaften der AWMF.

Die Festlegung von Vorgaben zur Strukturqualität in den Krankenhausplänen von 12
Bundesländern spiegelt wider, dass es von vielen Ländern als sinnvoll und notwendig
angesehen wird, im Rahmen der Krankenhausplanung ergänzende Regelungen zur
Gewährleistung einer guten Qualität vorzusehen. Dieser Bedarf an planungsrelevanten
Indikatoren, die der Verbesserung der Qualität der Krankenhausversorgung dienen, fand
Eingang in die Eckpunkte der Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Krankenhausreform 2015 3.
Es ist geplant, die „patientengerechte und qualitativ hochwertige Versorgung“ neben der
wirtschaftlichen Sicherung als Grundlage für Entscheidungen der Krankenhausplanung in
§ 1 Abs. 1 KHG aufzunehmen. Planungsrelevante Qualitätsindikatoren sollen vom G-BA
erstellt und als Empfehlung an die Länder übermittelt werden, wobei ergänzende
Maßnahmen
der
Länder
möglich
sind.
Weitere
Rechtsgrundlagen
für
Qualitätsanforderungen in der Krankenhausplanung sind die gesetzliche Verpflichtung zur
Sicherstellung der Krankenhausversorgung durch leistungsfähige Krankenhäuser (§ 6 Abs.
1 KHG), wobei die Qualität ein Aspekt der Leistungsfähigkeit ist, sowie in der klarstellenden
Regelung des § 137 Abs. 3 Satz 9 SGB V, wonach ergänzende Qualitätsanforderungen im
Rahmen der Krankenhausplanung zulässig sind.
Bereits seit der Einführung der DRG-Vergütung ist es eine der wesentlichen Aufgaben der
Berliner Krankenhausplanung, dafür Sorge zu tragen, dass das Bestreben der
Krankenhäuser um mehr Wirtschaftlichkeit nicht zu Lasten der Qualität geht, sondern diese
gesichert und verbessert wird.

Qualitätssichernde Anforderungen im Krankenhausplan 2016
Vor diesem Hintergrund wird der neue Berliner Krankenhausplan 2016 verstärkt
Qualitätsanforderungen aufnehmen:

Generelle qualitätssichernde Anforderungen für alle Plankrankenhäuser
Facharztbesetzung einer Fachabteilung4
Eine von einem Plankrankenhaus geführte Fachabteilung muss folgende
Mindestanforderungen erfüllen:
• Chefarztärztin bzw. Chefarzt und Stellvertretung verfügen über eine der Abteilung
entsprechende abgeschlossene Facharztweiterbildung, und Fachärztinnen und
Fachärzte der entsprechenden Facharztrichtung im Gesamtumfang (inkl. Leitung) von
mindestens zwei Vollzeitstellen sind in der Abteilung dauerhaft tätig 5.
• Um Leistungen erbringen zu können, die gemäß Weiterbildungsordnung einem
bestimmten Fachgebiet zugeordnet sind, soll das Plankrankenhaus eine Fachabteilung
dieses Fachgebietes führen.
• Die ärztlichen Leistungen werden überwiegend von im Krankenhaus festangestellten
Ärztinnen und Ärzten erbracht, um die Stabilität organisatorischer Prozesse
einschließlich bei Notfällen zu gewährleisten (gilt nicht für Belegabteilungen).

3

Eckpunktepapier Bund-Länder Arbeitsgruppe zur Krankenhausreform 2015

4

Die Definition der Fachabteilung richtet sich dabei nach den bundeseinheitlichen Regelungen der Krankenhausstatistik:
Fachabteilungen sind ordnungsbehördlich genehmigte, organisatorisch abgrenzbare, von Ärzten/Ärztinnen ständig
verantwortlich geleitete Abteilungen mit für den jeweiligen Fachbereich typischen Behandlungseinrichtungen. Die
Fachabteilungsgliederung orientiert sich an den Gebiets- und Schwerpunktbezeichnungen der Ärzte.

5

Gemäß Stellungnahme der Ärztekammer Berlin zu den Anforderungen an die personelle Struktur- und Prozessqualität
im Krankenhausplan 2016 vom 28.01.2015

25

26

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Pflegepersonal auf Intensivstationen
Für Intensivstationen wurde gezeigt, dass eine adäquate Personalausstattung mit
qualifizierten Pflegekräften zu einer Erhöhung der Qualität, u. a. zu einer niedrigeren
Anzahl von Medikationsfehlern, Pneumonien, respiratorischen Komplikationen,
katheterassoziierten Sepsis, Dekubitalgeschwüren und kritischen Zwischenfällen führt.
Daher sind auf Intensivstationen der Berliner Plankrankenhäuser möglichst die
Empfehlungen der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und
Notfallmedizin (DIVI) einzuhalten 6:
• Für zwei Behandlungsplätze ist pro Schicht eine Pflegekraft erforderlich.
• Bei speziellen Situationen soll eine erhöhte Präsenz von Pflegepersonal bis zu einer
Pflegekraft pro Bettenplatz pro Schicht eingesetzt werden. Beispielsituationen sind
schwere Verbrennungen, extrakorporale Lungenersatzverfahren, ein hoher Anteil
(> 60 Prozent) der Patientinnen und Patienten mit Organersatzverfahren, zu denen z.
B. Beatmungssituationen und Nierenersatzverfahren zählen, oder zusätzliche Aufgaben
wie die Stellung des Reanimationsteams für das Krankenhaus oder die Begleitung von
Transporten intensiv behandlungsbedürftiger Patientinnen und Patienten.
• Der Anteil an qualifizierten Intensiv-Fachpflegekräften soll mindestens 30 Prozent des
Pflegeteams der Intensivtherapieeinheit betragen.

Anforderungen zur Struktur- und Prozessqualität in Verbindung mit
Versorgungskonzepten und dem Ausweis von Abteilungen bzw.
gefäßmedizinischen Schwerpunkten auf der Ebene von Subdisziplinen
Die
Anforderungen zur
Strukturund
Prozessqualität
im
Rahmen
von
Versorgungskonzepten werden in den einzelnen Kapiteln detailliert beschrieben. Bereits im
Krankenhausplan 2010 waren bestimmte Planfeststellungen, beispielsweise die
Ausweisung von Abteilungen auf der Ebene der Subdisziplinen, an die Erfüllung von
Kriterien der Struktur- und Prozessqualität gebunden. An diesen Anforderungen wird
festgehalten. Das betrifft die Ausweisung von
•
•
•
•

Kardiologischen Abteilungen (Abschnitt 10.3.)
Orthopädisch/unfallchirurgischen Abteilungen (Abschnitt 10.5.)
Gefäßmedizinischen Schwerpunkten (Abschnitt 10.6.)
Thoraxchirurgischen Abteilungen (Abschnitt 10.8.).

Die
Anforderungen
an
Notfallkrankenhäuser
werden
im
Rahmen
eines
Versorgungskonzeptes (Abschnitt 10.1.) weiter ausgestaltet, um eine zeitgerechte und eine
dem Facharztstandard entsprechende Versorgung von Notfallpatienten in der
Notaufnahme des Krankenhauses zu gewährleisten. Ergänzend soll ein Monitoring-System
zur Verfügbarkeit von Notfall- und intensivmedizinischen Ressourcen aufgebaut werden
(online Melde-, Kommunikations- und Monitoringsystem zur Verfügbarkeit von Notfall- und
intensivmedizinischen Ressourcen).
Die Anforderungen an Krankenhäuser mit geriatrischen Abteilungen werden ebenfalls
weiterentwickelt und im Geriatriekonzept dargelegt (Abschnitt 10.2.).
Weiterhin werden im Krankenhausplan 2016 Krankenhäuser/Krankenhausstandorte, die
schwerpunktmäßig an der onkologischen Versorgung beteiligt sind, als onkologischer
Schwerpunkt ausgewiesen, soweit sie definierte Anforderungen erfüllen und sich zu deren
dauerhafter Einhaltung verpflichten.
Überdies werden Anforderungen an die zur Versorgung des akuten Schlaganfalls
geeigneten Krankenhäuser (Stroke Units; Abschnitt 10.4.1.), Anforderungen zur
neurologischen Frührehabilitation (siehe Abschnitt 10.4.2.) und zur Beatmungsentwöhnung

6

http://www.divi.de/images/Dokumente/Empfehlungen/Strukturempfehlungen/2011_StrukturempfehlungLangversion.pdf

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

(Abschnitt 10.9.) aufgenommen. Bis zum Greifen der Regelungen durch das neue
Entgeltsystem in der Psychiatrie sind Festlegungen der Verordnung über Maßstäbe und
Grundsätze für den Personalbedarf in der stationären Psychiatrie (PsychPV) verbindlich
und umzusetzen.
Ergänzend wird auf die erstmalig in den Krankenhausplan aufgenommenen Darstellungen
zur Krankenhaushygiene und Transplantationsmedizin hingewiesen (Abschnitte 7. und
11.).

Transparenzinformationen
Seit 2006 werden die vom Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) erhobenen
Daten über die Beteiligung der Berliner Krankenhäuser an verschiedenen Behandlungen
abgebildet. Auch im Krankenhausplan 2016 wird dies fortgesetzt. Ziel ist, in einer Zeit des
stärkeren Wettbewerbs zwischen den Krankenhäusern Bürgerinnen und Bürgern bei der
Auswahl eines Krankenhauses mit objektiven Informationen ergänzend zu unterstützen.
Ein Wettbewerb mit Vorteilen für Patientinnen und Patienten entsteht nur dann, wenn
Patienten (bzw. einweisende Ärztinnen und Ärzte) eine bewusste, an Leistungs- und
Qualitätsinformationen orientierte Entscheidung bei der Wahl ihres Krankenhauses treffen
können. Hierzu wird der Leistungsumfang zu ausgewählten Versorgungsbereichen der
Berliner Plankrankenhäuser für die Öffentlichkeit vergleichbar dargestellt (siehe Abschnitt
8.).
Die Möglichkeiten der Krankenhausplanung zur Qualitätssicherung sollten realistisch
gesehen werden. Eine gute Qualität erfordert vor allem, dass in der Kommunikation
zwischen Ärztin bzw. Arzt und Patientin bzw. Patient herausgefunden wird, von welchen
Maßnahmen der/die Patient/in voraussichtlich den größten Nutzen haben wird bzw. was
ihrem/seinem gesundheitlichen Wohlergehen am meisten dient. Es kommt nicht nur darauf
an, dass beispielsweise eine Operation gut durchgeführt wird, sondern die Operation sollte
auch mit Blick auf mögliche Behandlungsalternativen unter Beachtung der konkreten
Umstände und der Lebensperspektive der Patientin bzw. des Patienten den größten
Gewinn an Lebensqualität erwarten lassen. Dieser kommunikative Prozess kann durch
planerische Vorgaben, beispielsweise zu Strukturen, nur partiell unterstützt werden. Auch
die Messung einer so verstandenen Qualität ist kaum bzw. nur ansatzweise möglich.
Deshalb ist die allgemeine Forderung nach Entwicklung einer Qualitätskultur im
Krankenhaus berechtigt. Es geht um Rahmenbedingungen für ein diagnostisches und
therapeutisches Handeln zum Wohle des Patienten, die Raum dafür geben, sich kritisch
mit erzielten Behandlungsergebnissen auseinanderzusetzen und Verbesserungsprozesse
zu organisieren. Die ökonomischen Interessen des Wirtschaftsbetriebes Krankenhaus
müssen damit im Einklang stehen.

7.

Krankenhaushygiene

Die Sicherung einer guten Versorgungsqualität als ein Schwerpunkt des Berliner
Krankenhausplans 2016 schließt auch den Bereich der Krankenhaushygiene ein.
Nosokomiale Infektionen führen nicht selten zu Ausbrüchen in stationären Einrichtungen.
Besonders gefürchtet sind diese Infektionen, wenn sie durch multiresistente Erreger (MRE)
verursacht werden, da Therapieoptionen deutlich eingeschränkt sind. Die demografische
Alterung der Berliner Bevölkerung, die Dichte an spezialisierten Zentren für
unterschiedliche Therapien in Berlin, aber auch die besondere Struktur der Bevölkerung
mit Menschen aus allen Regionen der Welt lassen eine Zunahme von nosokomialen
Infektionen und Infektionen durch resistente Erreger für die nächsten Jahre erwarten. Die
Fokussierung auf die Vermeidung nosokomialer Infektionen gewinnt hierdurch immer mehr
an Bedeutung. Der wachsenden Aufmerksamkeit einer zunehmend informierten
Bevölkerung kommen die Krankenhäuser durch Transparenz auf dem Gebiet der
Krankenhaushygiene nach.

27

28

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Vorrangige Ziele der Krankenhaushygiene sind die Vermeidung nosokomialer Infektionen
und die Verhinderung der Weiterverbreitung von multiresistenten Erregern durch die
Einhaltung von Maßnahmen nach aktuellem Stand der Wissenschaft gemäß den
Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention
(KRINKO) und der Kommission Antiinfektiva, Resistenz und Therapie (ART). Rechtlich
bindende Grundlagen sind § 23 des novellierten Infektionsschutzgesetzes (IfSG) und die
Berliner Hygieneverordnung (MedHygVO) aus dem Jahr 2012.
Die Krankenhausleitungen haben sicherzustellen, dass die Anforderungen hinsichtlich der
baulichen Ausstattung, der innerbetrieblichen Strukturen und der Verfahrensabläufe
eingehalten werden. Eine zentrale Verantwortung in Hygienefragen tragen die jeweiligen
Hygienekommissionen der einzelnen Krankenhäuser, da sie u. a. die Hygienepläne
beschließen, den einrichtungsspezifischen Bedarf an Hygienefachpersonal feststellen und
Festlegungen zur Erfassung und Bewertung des Auftretens von MRE, zum Screening von
Patientinnen und Patienten mit besonderen Risiken und zum Verbrauch von Antibiotika
treffen. Aus der Analyse aller Daten sind dann einrichtungsspezifische Präventionsmaßnahmen abzuleiten. Angesichts der Fülle der Aufgaben und der standortspezifischen
Herausforderungen ist es erforderlich, dass Krankenhäuser mit mehreren Standorten für
jeden Standort mit mehr als 400 Betten je eine Hygienekommission einrichten. Die
Bedeutung qualifizierten Personals in ausreichender Anzahl für die Umsetzung hoher
krankenhaushygienischer Standards wird auch vom Bundesgesundheitsministerium 7
betont und deshalb die Finanzierung durch das Hygieneförderprogramm des Bundes 8
unterstützt. Die Hygieneverordnung sieht für jedes Krankenhaus die Beschäftigung
mindestens
einer
Hygienefachkraft
und die
Bestellung
mindestens
einer
hygienebeauftragten Ärztin bzw. Arztes vor. Der genaue Bedarf wird jeweils durch die
Hygienekommission festgestellt. Jedes Krankenhaus hat zudem die Mitarbeit einer
Krankenhaushygienikerin
oder
eines
Krankenhaushygienikers
sicherzustellen.
Krankenhäuser mit mehr als 400 Betten sollen vor dem Hintergrund zunehmender
Infektionen durch MRE im Einklang mit den KRINKO-Empfehlungen mindestens eine
Krankenhaushygienikerin oder einen Krankenhaushygieniker in Vollzeit beschäftigen.
Verfügen die Krankenhäuser über mehrere Standorte, so sollte die Beschäftigung einer
Krankenhaushygienikerin bzw. eines Krankenhaushygienikers in Vollzeit für jeden
einzelnen Standort mit mehr als 400 Betten sichergestellt werden. Damit wird
gewährleistet, dass die zunehmende Fülle an Aufgaben, die sich zwischen den einzelnen
Standorten stark unterscheiden können, zeitnah durch kundiges Hygienepersonal bewältigt
werden kann. Die erforderliche Qualifikation dieser Berufsgruppen ist in der
Hygieneverordnung genau geregelt. In einer Übergangsregelung können bis zum 31. Dezember 2016 auch andere fachlich geeignete Personen diese Funktionen ausfüllen.
Qualifikationsmaßnahmen, die seit 2013 durch das Hygieneförderprogramm des Bundes
unterstützt werden, müssen bis zu diesem Zeitpunkt soweit fortgeschritten sein, dass die
entsprechenden Aufgaben von qualifiziertem Personal übernommen werden können.
Darüber hinaus müssen regelmäßig Schulungen zu krankenhaushygienischen Themen
stattfinden.
Zur Verhinderung der Weiterverbreitung von MRE ist es außerdem erforderlich, sowohl das
krankenhausinterne Personal als auch die weiterbehandelnden Einrichtungen und das für
den Krankentransport zuständige Personal über die Infektion oder Besiedlung eines
Patienten mit MRE sowie über erforderliche Maßnahmen zur Verhütung einer
Weiterverbreitung dieser Krankheitserreger zu informieren.
Für die Überwachung der Einhaltung der Regelungen gemäß § 23 IfSG und der
Hygieneverordnung in den Krankenhäusern sind die Berliner Gesundheitsämter

7

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/ministerium/meldungen/2015/10-punkte-plan-zu-antibiotika-resistenzen.html

8

http://www.bmg.bund.de/fileadmin/dateien/Downloads/K/Krankenhausfinanzierung/130322_Eckpunkte_Krankenhausfina
nzierung.pdf

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

verantwortlich. Die Leitungen der Krankenhäuser
Gesundheitsamt die Wahrnehmung dieser Aufgaben.

29

ermöglichen

dem

zuständigen

Transparenzinformationen im Sinne öffentlich zugänglicher und allgemein verständlicher
Information zu relevanten Hygienekriterien sind zu begrüßen. Auf der Grundlage des § 137
Abs. 3 Satz 1 Nr. 4 SGB V sind vom Gemeinsamen Bundesausschuss bisher lediglich
Angaben zur Anzahl von Hygienefachpersonal vorgegeben, die in den strukturierten
Qualitätsberichten veröffentlicht werden müssen. Nach Festlegung von Indikatoren zur
Beurteilung der Hygienequalität in Krankenhäusern durch den Gemeinsamen
Bundesausschuss gemäß § 137 Abs. 1a SGB V haben die Krankenhäuser diese
Indikatoren ebenfalls zu erfassen und, soweit gefordert, zu veröffentlichen.

8.

Vergleichende Darstellung von Krankenhausleistungen

Im Krankenhausplan 2006 wurden erstmals die vom Institut für das Entgeltsystem im
Krankenhaus (InEK) erhobenen Daten dazu genutzt, die unterschiedliche Beteiligung der
Berliner Krankenhäuser bei verschiedenen Behandlungen vergleichend darzustellen.
Fallzahlen der Kliniken bei bestimmten Krebsoperationen wurden öffentlich gemacht und in
der Folge jährlich aktualisiert. Mit dem Krankenhausplan 2010 wurde diese
Veröffentlichung auf weitere medizinische Fachgebiete ausgedehnt. Unter Wer macht was
wie oft? werden seitdem Fallzahlen zu folgenden Behandlungen jährlich aktualisiert und
auf der Homepage der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales veröffentlicht
(Anlage 4):
•
•
•
•
•
•

Krebsoperationen
Akuttherapie von Herzinfarkt und Schlaganfall
Behandlung peripherer Durchblutungsstörungen
Künstlicher Gelenkersatz an Hüfte und Knie
Chirurgie im Säuglingsalter
Palliativmedizin.

Mit dem Krankenhausplan 2016 wird dies fortgesetzt. Ziel ist, den Leistungsumfang der
Berliner Plankrankenhäuser und ihre Spezialisierungen zu ausgewählten wichtigen
Versorgungsbereichen durch diese leichtverständlichen Darstellungen für die Öffentlichkeit
noch besser vergleichbar zu machen. In einer Zeit, in der stationäre Versorgung
zunehmend durch einen immer stärkeren Wettbewerb zwischen den Krankenhäusern
geprägt ist, benötigen Kranke vermehrt objektive Informationen, insbesondere solche, die
sie bei der Auswahl eines geeigneten Krankenhauses für ihre Behandlung unterstützen.
Wer etwas öfter macht, der gewinnt an Erfahrung, nicht zuletzt bei der Organisation
lückenloser Behandlungspfade. Für ihn lohnen sich der oft mühevolle Aufbau eines
unterstützenden Netzes verschiedenster Kooperationen und die Anschaffung der eventuell
erforderlichen teuren Medizintechnik.
Es ist beabsichtigt, die Transparenzinformationen künftig einem noch breiteren Nutzerkreis
möglichst leicht zugänglich zu machen.
Die seit 2004
Behandlungen
Entwicklungen
Prozesse sind
illustrieren:

für die Tumoroperationen und seit 2007 bzw. 2008 für die anderen
gemäß Anlage 4 aufbereiteten Daten lassen inzwischen auch
bezüglich gewünschter Konzentrationsprozesse erkennen. Auch diese
von krankenhausplanerischem Interesse. Folgende Beispiele sollen dies

Bei den untersuchten Krebsoperationen konzentrieren sich insbesondere die
thoraxchirurgischen Eingriffe nur auf wenige spezialisierte Krankenhäuser, d. h. die
thoraxchirurgischen Abteilungen gemäß Krankenhausplan 2010 (Abschnitt 10.8. und
Anlage 4). Während sich auch bei den Harnblasenkrebsoperationen eine zunehmende

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Schwerpunktbildung abzuzeichnen scheint, sind Operationen bei Magen- und Darmkrebs
und bei Schilddrüsenkrebs nach wie vor bis hin zu Einzelfällen auf alle Krankenhäuser mit
chirurgischer Abteilung verteilt.
Die nachfolgende Abbildung zeigt zusammenfassend die Fallverteilung in der operativen
Krebsmedizin zwischen 2004 und 2013 in den untersuchten Diagnosen.
Abb. 8. – 1:

Zahl der an der operativen Krebsbehandlung beteiligten
Krankenhäuser nach Tumordiagnosen und Jahren, Berlin 2004 bis
2013, InEK-Daten

Zahl der an der operativen Krebsbehandlung beteiligten Krankenhäuser
nach Tumordiagnose und Jahr in Berlin
2004 bis 2013, InEK-Daten
45

Zahl der beteiligten Krankenhäuser

40
Zahl der fallzahlstärksten KH, die 80%
der Fälle erbringen

35
30

Zahl der KH

25
20
15
10

Tumordiagnosen/Jahre

Schilddrüse C73

Gehirn C70/71

Harnblase C67

Niere C64-66

Prostata C61

Eierstock C56

Gebärmutter C53-55/57

Brust C50/D05

Haut C43

Lunge C34

Kehlkopf C32

Bauchspeicheldrüse
C25

Gallenblase C23-24

Enddarm C19-21

Dickdarm C18

Magen C16

0

Speiseröhre C15

5
Mund-Rachenbereich
C00-14

30

Besonders anschaulich wird bei den Gesamtfallzahlen die zunehmende Konzentration der
Schlaganfallbehandlung in neurologischen Abteilungen. Abbildung 8. – 2 zeigt die in
Fachkreisen begrüßte Entwicklung.

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

31

Abb. 8. – 2:

Schlaganfallbehandlung in Berliner Krankenhäusern, InEK-Daten,
2007 bis 2013

9.

Analyse der Krankenhausversorgung und
Bedarfsermittlung

9.1.

Analyse
situation

der

Krankenhausversorgungs-

Die Krankenhausversorgungssituation lässt sich über ausgewählte Kennziffern aus der
amtlichen Krankenhausstatistik zu den Krankenhauskapazitäten und den erbrachten
Leistungen beschreiben. Dabei werden üblicherweise über Bettenzahlen (absolute Anzahl,
Betten je 10.000 Einwohner, Bettenauslastung) der quantitative Umfang der
Versorgungskapazitäten
und
über
Fallzahlen
und
Verweildauern
die
Versorgungsleistungen in den einzelnen Fachgebieten dargestellt.

32

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Tab. 9.1. – 1:

Im
Jahresdurchschnitt
Krankenhausbetten,
Berlin 2004, 2008 und 2013

Fachgebiet

aufgestellte

Betten je 10.000 Einwohner1)

Betten absolut
2004

Augenheilkunde

2008

2013

vollstationäre

Veränderung
2004 zu
2013

2004

2008

2013

Veränderung
2004 zu
2008 in
Prozent

Veränderung
2008 zu
2013 in
Prozent

318

285

260

-58

0,9

0,8

0,8

-11,3

5.470

5.210

4.957

-513

16,3

15,2

14,6

-5,8

-4,0

1.387

1.226

1.189

-198

4,1

3,6

3,1

-12,6

-12,2

Hals-Nasen-Ohrenheilk.

414

386

347

-67

1,2

1,1

1,0

-7,8

-9,4

Haut- u. Geschlechtsk.

200

175

228

28

0,6

0,5

0,7

-13,4

31,3

Innere Medizin

6.310

5.829

6.141

-169

18,7

17,0

18,1

-8,6

6,2

Geriatrie

1.049

1.092

1.389

340

3,1

3,2

4,1

3,0

28,6

Kinder- und Jugendmedizin

815

746

741

-74

2,4

2,2

2,2

-9,5

1,0

Kinder- u. Jugendpsych.

155

160

200

45

0,5

0,5

0,6

2,1

28,4

Mund-Kiefer-Gesichtschir.

135

128

112

-23

0,4

0,4

0,3

-6,2

-11,8

Neurochirurgie

361

340

355

-6

1,1

1,0

1,0

-6,8

5,2

Neurologie

797

762

853

56

2,4

2,2

2,5

-5,4

12,8
21,5

Chirurgie

2)

Frauenheilk. u. Geburtsh.

3)

Nuklearmedizin

-8,1

49

34

41

-8

0,1

0,1

0,1

-31,4

2.016

2.056

2.210

194

6,0

6,0

6,5

0,9

8,3

Psychosomatik

162

153

187

25

0,5

0,4

0,6

-6,6

23,2

Strahlentherapie

167

133

121

-46

0,5

0,4

0,4

-21,2

-8,3

Urologie

519

491

506

-13

1,5

1,4

1,5

-6,4

3,8

Sonstige Fachbereiche

207

181

233

26

0,6

0,5

0,7

-13,5

29,7

20.531

19.387

20.070

-461

61,0

56,7

59,1

-6,6

4,4

Psychiatrie

Summe
1)

Basis Durchschnittsbevölkerung gemäß Bev.-Fortschreibung, Zensuskorrektur ab 2011

2)

gemäß Fachabteilungssystematik des Krankenhausplans inkl. Herzchirurgie, Kinderchirurgie, Orthopädie/Unfallchirurgie
und Plastische Chirurgie

3)

ohne Geriatrie
Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, eigene Berechnungen

Im Durchschnitt des Jahres 2013 wurden in Berliner Krankenhäusern 20.070 vollstationäre
Betten aufgestellt und betrieben. In Relation zur Bevölkerungszahl (vorläufige Zahlen nach
Zensus 2011) des Landes Berlin sind das 59,1 vollstationäre Betten je 10.000 Einwohner
(Bettendichte).
Bezogen auf das Ausgangsjahr 2004 in der Tab. 9.1. – 1 wurden bis zum Jahr 2013
insgesamt 461 vollstationäre Betten abgebaut, das entspricht über 2 Prozent der
Kapazitäten. Im Zeitraum von 2008 bis 2013 ist in Umkehrung des bis zum Jahr 2008
abnehmenden Trends wieder ein Aufwuchs von 683 Betten festzustellen.

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

Tab. 9.1. – 2:

33

Vollstationäre
Krankenhausfälle
Berlin 2004, 2008 und 2013

je

10.000

Einwohner,

Fälle je 10.000 Einwohner1)
Fachgebiet

Veränderung Veränderung
2004 zu 2008 2008 zu 2013
in Prozent
in Prozent

2004

2008

2013

54,6

57,3

59,4

4,9

3,7

598,6

616,1

647,7

2,9

5,1

216,7

234,5

239,0

8,2

1,9

Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

64,9

63,4

76,2

-2,3

20,2

Haut- und Geschlechtskrankheiten

22,9

24,6

33,9

7,4

37,8

705,4

735,0

891,3

4,2

21,3

60,9

65,6

88,9

7,7

35,5

107,5

108,8

111,9

1,2

2,8

Augenheilkunde
Chirurgie

2)

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

3)

Innere Medizin
Geriatrie

Kinder- und Jugendmedizin
Kinder- und Jugendpsychiatrie

4,8

4,9

5,8

2,1

18,4

Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie

18,5

17,1

19,5

-7,6

14,0

Neurochirurgie

32,0

35,8

40,4

11,9

12,8

Neurologie

82,2

95,2

121,4

15,8

27,5

Nuklearmedizin

6,7

6,8

6,8

1,5

0,0

108,6

112,8

118,7

3,9

5,2

Psychosomatik

4,9

5,5

5,9

12,2

7,3

Strahlentherapie

13,1

11,0

10,3

-16,0

-6,4

Urologie

77,7

80,9

89,9

4,1

11,1

Sonstige Fachbereiche

15,2

12,5

5,8

-17,8

-53,6

2.040,5

2.091,0

2.336,3

2,5

11,7

Psychiatrie

Insgesamt
1)

Basis Durchschnittsbevölkerung gemäß Bev.-Fortschreibung nach Zensuskorrektur 2011

2)

gemäß Fachabteilungssystematik des Krankenhausplans inkl. Herzchirurgie, Kinderchirurgie,
Orthopädie/Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie

3)

ohne Geriatrie

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, eigene Berechnungen

Die Fallhäufigkeit je 10.000 Einwohner erhöhte sich von 2004 bis zum Jahre 2013
insgesamt um 14,5 Prozent, wobei der Anstieg in den Jahren ab 2008 sich deutlich
beschleunigte (Erhöhung 2008 zu 2013 insgesamt 11,7 Prozent). Mit Ausnahme der
Strahlentherapie und Sonstige Fachbereiche sind alle Fachgebiete von dem Anstieg
betroffen. Die Fachgebiete Haut- und Geschlechtskrankheiten (37,8 Prozent von 2008 zu
2013), Geriatrie (35,5 Prozent von 2008 zu 2013) und Neurologie (27,5 Prozent von 2008
zu 2013) verzeichnen im somatischen Bereich den stärksten Anstieg. In der Psychiatrie
und in der Kinder- und Jugendpsychiatrie stieg die Fallhäufigkeit um 5,2 bzw. um 18,4
Prozent, in der Psychosomatik um 7,3 Prozent jeweils von 2008 bis 2013.

34

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Tab. 9.1. – 3:

Krankenhausverweildauer, Berlin 2004, 2008 und 2013
Verweildauer (in Tagen)

Fachgebiet

2004

2008

2013

Veränderung Veränderung
2004 zu 2008 2008 zu 2013
in Prozent

Augenheilkunde

in Prozent

4,0

3,3

2,6

-17,5

-21,2

7,8

6,7

6,3

-14,1

-6,0

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

4,6

4,0

3,6

-13,0

-10,0

Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

5,0

4,1

3,5

-18,0

-14,6

Chirurgie

1)

Haut- und Geschlechtskrankheiten

8,2

6,8

5,7

-17,1

-16,2

8,1

7,2

6,1

-11,1

-15,3

17,1

17,9

17,0

4,7

-5,0

5,6

5,2

5,0

-7,1

-3,8

Kinder- und Jugendpsychiatrie

29,0

33,2

35,8

14,5

7,8

Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie

5,0

4,2

3,6

-16,0

-14,3

Neurochirurgie

9,3

8,2

7,5

-11,8

-8,5

Neurologie

8,7

7,2

6,6

-17,2

-8,3

2)

Innere Medizin
Geriatrie

Kinder- und Jugendmedizin

Nuklearmedizin

5,5

3,7

3,7

-32,7

0,0

Psychiatrie

18,8

19,1

19,5

1,6

2,1

Psychosomatik

32,6

29,6

32,5

-9,2

9,8

Strahlentherapie

11,6

10,4

8,8

-10,3

-15,4

Urologie
Sonstige Fachbereiche
Insgesamt
1)

5,4

4,8

4,7

-11,1

-2,1

10,1

10,9

36,4

7,9

233,9

8,8

8,1

7,6

-8,0

-6,2

gemäß Fachabteilungssystematik des Krankenhausplans inkl. Herzchirurgie, Kinderchirurgie,
Orthopädie/Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie

2)

ohne Geriatrie

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, eigene Berechnungen

Der Trend zu kürzeren Verweildauern setzte sich in den letzten Jahren in leicht
abgeschwächter Form fort. Im Zeitraum 2004 bis 2013 reduzierte sich die durchschnittliche
Behandlungsdauer um 1,2 Tage, das entspricht einem Rückgang von rund 14 Prozent. Im
Fachgebiet Geriatrie ist im Jahr 2013 nach einem Anstieg zwischen 2004 und 2008 wieder
ein deutlicher Rückgang der Verweildauer festzustellen. In den psychiatrischen
Fachgebieten steigt die Verweildauer (mit Ausnahme der Psychosomatik) weiter
kontinuierlich an. Besonders deutlich fallen die Zuwächse in der Kinder- und
Jugendpsychiatrie (23 Prozent von 2004 bis 2013) aus.
Bei weiterer Reduzierung der Verweildauer im Krankenhaus führte die insbesondere seit
2008 erheblich gestiegene Zahl der Behandlungsfälle kaum noch zu einer weiteren
Erhöhung der Auslastung der Kapazitäten (Tab. 9.1. – 4).

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

Tab. 9.1. – 4:

35

Auslastung
der
vollstationären
Berlin 2004, 2008 und 2013

Krankenhausbetten,

Auslastung (in Prozent)
Fachgebiet

2004

Augenheilkunde
1)

2008

2013

Veränderung
2004 zu 2008

Veränderung
2008 zu 2013

in Prozent

in Prozent

64,2

62,8

54,9

-2,2

-12,6

78,7

75,8

76,1

-3,7

0,4

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

66,1

71,2

68,0

7,7

-4,5

Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

72,5

63,2

70,9

-12,8

12,2

Haut- und Geschlechtskrankheiten

86,7

89,2

79,6

2,9

-10,8

Innere Medizin

83,3

85,4

83,0

2,5

-2,8

Geriatrie

91,9

98,3

101,5

7,0

3,3

Kinder- und Jugendmedizin

68,5

71,5

69,9

4,4

-2,2

Kinder- und Jugendpsychiatrie

82,8

94,3

96,5

13,9

2,3

Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie

62,8

52,3

59,0

-16,7

12,8

Neurochirurgie

76,5

80,9

79,5

5,8

-1,7

Neurologie

82,6

84,5

87,1

2,3

3,1

Nuklearmedizin

70,3

69,8

57,7

-0,7

-17,3

Psychiatrie

93,7

98,3

97,7

4,9

-0,6

Psychosomatik

90,9

98,7

95,0

8,6

-3,7

Strahlentherapie

84,1

79,8

70,0

-5,1

-12,3

Urologie

75,3

74,7

77,6

-0,8

3,9

Sonstige Fachbereiche

68,3

70,8

84,4

3,7

19,2

Insgesamt

80,7

82,0

82,2

1,6

0,2

Chirurgie

2)

1)

gemäß Fachabteilungssystematik des Krankenhausplans inkl. Herzchirurgie, Kinderchirurgie,
Orthopädie/Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie

2)

ohne Geriatrie

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, eigene Berechnungen

Die Entwicklung der Berliner Versorgungssituation im Vergleich der Bundesländer
Die Abbildungen 9.1. – 1 bis 9.1. – 3 zeigen den bis zum Jahr 2013 in Berlin erreichten
Stand bezüglich der Bettendichte, Bettenauslastung und Krankenhausfallzahl im Vergleich
mit den anderen Bundesländern.
Die umlandversorgungsbereinigte bevölkerungsbezogene Bettendichte liegt in Berlin
deutlich unter dem Bundesdurchschnitt und ist gemeinsam mit Baden-Württemberg im
Ländervergleich die geringste (Abb. 9.1. – 1).
Es werden dabei die tatsächlich zur Versorgung der Wohnbevölkerung verfügbaren Betten
berücksichtigt. Die in anderen Bundesländern von Berlinern in Anspruch genommenen
Kapazitäten sind herausgerechnet.
Die unbereinigte Bettendichte berücksichtigt dagegen alle in einem Land vorgehaltenen
Bettenkapazitäten, unabhängig davon, inwieweit diese Betten zur Versorgung der eigenen
Wohnbevölkerung oder auch für andere Patientinnen und Patienten mit Wohnsitz
außerhalb Berlins zur Verfügung stehen.
Der in Abb. 9.1. – 1 dargestellte Ländervergleich der unbereinigten und der
umlandversorgungsbereinigten Bettendichten zeigt, dass insbesondere in den Stadtstaaten

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
– so auch in Berlin – ein wesentlicher Teil der tatsächlich vorhandenen Bettenkapazität zur
Versorgung von Patientinnen und Patienten aus dem Umland (bzw. aus anderen
Bundesländern) zur Verfügung gestellt wird. Demzufolge liegt die in Berlin tatsächlich von
der Wohnbevölkerung in Anspruch genommene (umlandversorgungsbereinigte)
Bettenkapazität deutlich unter der unbereinigten Bettendichte. Parallel dazu zeigt die
Abbildung, dass sich die Verhältnisse im Berlin umgebenden Land Brandenburg etwa
umgekehrt verhalten. In Berlin werden zusätzliche Betten für die Brandenburger
Wohnbevölkerung vorgehalten, u. a. weil Brandenburg keine universitäre Medizin betreibt
und der Einzugsbereich einiger Berliner Krankenhäuser weit in die Fläche Brandenburgs
reicht. Des Weiteren ist anzumerken, dass in Berlin in den dargestellten Bettenzahlen auch
solche geriatrischen Betten enthalten sind, die in anderen Bundesländern zum Teil dem
Rehabilitationsbereich zugeordnet werden. Stationäre Rehabilitationsangebote erreichen
dort bis zu einem Drittel der Krankenhauskapazität. In Berlin werden sie dagegen nur in
geringem Umfang vorgehalten.
Berlin hat nach dem Saarland und Hamburg in der Krankenhausversorgung mit 82,2
Prozent mit die höchste Bettenauslastung (Abb. 9.1. – 2) aller Länder. Die besonders hohe
Auslastung im Saarland wird seit Jahren statistisch beobachtet.
Die bevölkerungsbezogene vollstationäre Krankenhausfallzahl der Berliner Krankenhäuser
(Abb. 9.1. – 3) liegt genau im Durchschnitt der Bundesländer. Hierbei werden jedoch auch
Nichtberliner Behandlungsfälle berücksichtigt. Aussagefähiger ist deshalb – wie schon bei
der Betrachtung der Bettenausstattung – der Bevölkerungsbezug der Krankenhausfallzahl
der Berliner Einwohner. Umlandversorgungsbereinigt ist diese Fallzahl im Ländervergleich
nach Baden-Württemberg und Hamburg am geringsten und liegt in Berlin rund 11 Prozent
unter dem Bundesdurchschnitt. Hier wird deutlich, dass Berliner in vergleichsweise
geringem Umfang ins Krankenhaus aufgenommen wurden. Dies wird auf verschiedene
Ursachen zurückzuführen sein (Bevölkerungsstruktur, leistungsfähige ambulante
Versorgung – auch durch Krankenhäuser, umfangreiche teilstationäre Angebote etc.)
Auffällig ist seit Jahren die geringe Krankenhausfallzahl Baden-Württembergs, die mit einer
hohen Lebenserwartung assoziiert ist.
Abb. 9.1. – 1:
Vollstationäre Krankenhausbetten je 1.000 Einwohner nach Bundesländern 2013
Betten je 1.000 Einwohner

Betten je 1.000 Einwohner (umlandversorgungsbereinigt)
Grundlage:Behandlungsfälle

Bundesdurchschnitt

8,0
7,5
7,0

Betten je 1.000 EW

36

6,5
6,0
5,5
5,0
4,5
4,0

Bundesländer

Quelle: Statistisches Bundesamt 2013 (Bevölkerung nach Zensuskorrektur 2011), eigene
Berechnungen

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

37

Abb. 9.1. – 2:
Auslastung der vollstationären Betten nach Bundesländern 2013
Auslastung in Prozent

Bundesdurchschnitt

90

Auslastung in Prozent

88
86
84
82
80
78
76
74
72
70

Bundesländer

Quelle: Statistisches Bundesamt
Abb. 9.1. – 3:
Behandlungsfälle je 1.000 Einwohner nach Bundesländern 2013
Fälle je 1.000 Einwohner

Fälle je 1.000 Einwohner (umlandversorgungsbereinigt)

Bundesdurchschnitt

320
300

Fälle je 1.000 EW

280
260
240
220
200
180
160
140

Bundesländer

Quelle: Statistisches Bundesamt 2013 (Bevölkerung nach Zensuskorrektur 2011), eigene
Berechnungen

38

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Tab. 9.1. – 5:

Krankenhausverweildauer nach Ländern 2004, 2008 und 2013
Verweildauer (in Tagen)

Bundesländer

2004

2008

2013

Baden-Württemberg

8,9

8,2

7,6

Bayern

8,5

8,0

7,4

Berlin

8,8

8,1

7,6

Brandenburg

8,8

8,5

7,9

Bremen

8,5

7,7

7,1

Hamburg

8,4

8,2

7,8

Hessen

8,4

8,1

7,6

Mecklenburg-Vorpommern

8,1

7,7

7,1

Niedersachsen

8,8

8,1

7,4

Nordrhein-Westfalen

9,0

8,3

7,6

Rheinland-Pfalz

8,4

7,9

7,4

Saarland

8,3

8,1

7,5

Sachsen

9,1

8,1

7,5

Sachsen-Anhalt

8,7

8,0

7,3

Schleswig-Holstein

8,6

8,3

7,7

Thüringen

8,9

8,3

7,8

Deutschland

8,7

8,1

7,5

Quelle: Statistisches Bundesamt

Im Ländervergleich bei der Krankenhausverweildauer (Tab. 9.1. – 5) liegt Berlin knapp
über dem Bundesdurchschnitt. Zu beachten ist hier der relativ hohe Anteil an geriatrischen
Krankenhausfällen in Berlin, für die lange Verweildauern typisch sind.
Im betrachteten Zeitraum 2004 bis 2013 ging die Verweildauer in Berlin und im
Bundesdurchschnitt jeweils um 1,2 Tage zurück.
Die Umlandversorgungssituation Berlins
In Berlin wird – entsprechend der Situation auch in anderen Stadtstaaten – ein erheblicher
Teil der stationären Kapazitäten zur Versorgung von Menschen vorgehalten, die ihren
Wohnsitz in anderen Bundesländern haben (Umlandversorgung). Auf sie entfielen im Jahr
2013 rund 122.000 Krankenhausfälle (Quelle: Statistisches Bundesamt). Den größten
Anteil innerhalb dieser Gruppe bilden die Patientinnen und Patienten aus Brandenburg mit
97.600 Krankenhausfällen bzw. 11,9 Prozent aller Behandlungsfälle in Berliner
Krankenhäusern. Damit hat sich der Anteil der Brandenburger (2008: 10,8 Prozent) weiter
erhöht.
Insgesamt ist der Anteil der vollstationären Behandlungsfälle in Berliner Krankenhäusern,
die für Patientinnen und Patienten aus anderen Bundesländern erbracht werden, bis zum
Jahr 2013 auf rund 14,8 Prozent gestiegen (2008: 13,9 Prozent).
Rund 34.300 Krankenhausfälle für die Berliner Bevölkerung (rund 4 Prozent aller Fälle)
wurden 2013 in anderen Bundesländern registriert.
Bettenangebot der Krankenhäuser am 01.01.2015
Die folgenden Darstellungen zum Bettenangebot der Berliner Krankenhäuser beruhen auf
den ordnungsbehördlichen Genehmigungen des Landesamtes für Gesundheit und
Soziales. Die Planungsentscheidungen beziehen sich grundsätzlich auf die Zahl der

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

39

ordnungsbehördlich genehmigten Betten. Im Gegensatz zu den Daten der amtlichen
Krankenhausstatistik (Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Statistisches Bundesamt) im
vorangegangenen Teil dieses Abschnitts, in dem die im Jahresdurchschnitt aufgestellten
vollstationären Betten aller Berliner Krankenhäuser (außer Bundeswehrkrankenhaus)
betrachtet wurden, stellt die Zahl der ordnungsbehördlich genehmigten Betten eine
Stichtagsangabe dar, die auch die teilstationären Kapazitäten sowie die Betten des
Bundeswehrkrankenhauses (Teil für die Zivilbevölkerung) beinhaltet.
Zum Stichtag 01.01.2015 wurden im Land Berlin in 50 Plankrankenhäusern 21.329
Krankenhausbetten betrieben 9, das entspricht 6,0 Betten je 1.000 Einwohner.
Insgesamt gab es am 01.01.2015 im Land Berlin 96 Krankenhäuser mit einer
Gesamtkapazität von 22.526 Betten. Darunter sind 46 zumeist sehr kleine Krankenhäuser,
die insgesamt 558 Betten betreiben und nicht in den Krankenhausplan aufgenommen sind.
Die Kliniken Helle Mitte und Poliklin Charlottenburg wurden dabei doppelt gezählt, da sie
teilweise in den Krankenhausplan aufgenommen und teilweise nicht aufgenommen sind.
Insgesamt wurden in Berlin 1.197 Betten in Nichtplankrankenhäusern betrieben. Von
diesen entfielen 639 Betten auf die zwei Sonderkrankenhäuser (Maßregelvollzug und
Vollzugsanstalten).
Die Gesamtkapazität entspricht einem Versorgungsgrad von 6,3 Betten je 1.000
Einwohner. Die Kapazitäten im nicht zivil genutzten Teil des Bundeswehrkrankenhauses
blieben
hierbei
unberücksichtigt,
ebenso
die
Kapazitäten
in
stationären
Rehabilitationseinrichtungen.
Krankenhausbetten nach Trägerschaft
Zur Beurteilung der Trägervielfalt wird eine Darstellung des Versorgungsangebotes nach
den in § 1 KHG genannten Trägerbereichen – öffentliche, freigemeinnützige und private
Träger – vorgenommen. Im Vergleich zum Krankenhausplan 2010 wurde die Klinik für MIC
jetzt dem freigemeinnützigen Trägerbereich zugeordnet (vorher privat) und das Ida-Wolff
Krankenhaus dem öffentlichen Trägerbereich (zuvor freigemeinnützig). Die Zuordnung der
anderen Krankenhäuser zu den Trägerbereichen blieb unverändert.
Tab. 9.1. – 6:

Krankenhausbetten in Plankrankenhäusern des Landes Berlin nach
Trägerbereichen (stichtagsbezogen)
Krankenhausbetten, inkl. teilstationäre Plätze

Trägerbereich

31.12.2005
absolut

in Prozent

31.12.2010
absolut

in Prozent

01.01.2015
absolut

in Prozent

freigemeinnützig

8.815

41,6

8.736

41,8

8.819

41,3

öffentlich

5.859

27,7

5.841

27,9

6.222

29,2

privat

3.249

15,4

3.127

14,9

3.277

15,4

universitär

3.240

15,3

3.213

15,4

3.011

14,1

21.163

100,0

20.917

100,0

21.329

100,0

Summe

Quelle: eigene Berechnungen

Im Zeitraum 2005 bis 2014 hat sich der Bettenanteil in den Trägerbereichen nicht
wesentlich verändert. Der Anteil in öffentlicher Trägerschaft hat sich leicht erhöht, während
der universitäre Bettenanteil sich verringert hat.

9

Die Kliniken von Vivantes wurden als ein Krankenhaus gezählt.
Das gilt auch für die als ein Krankenhaus gezählte Charité.
Das Bundeswehrkrankenhaus ist einbezogen.

40

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Einen Vergleich Berlins mit dem Bundesdurchschnitt (Quelle: Stat. Bundesamt 2013,
Grunddaten der Krankenhäuser) zeigt Tabelle 9.1. – 7.
Tab. 9.1. – 7: Vollstationäre Krankenhausbetten in Berlin nach Trägerbereichen im
Vergleich zum Bundesdurchschnitt, 2013
Vollstationäre Krankenhausbetten 2013
Trägerbereich

in Prozent
Deutschland

Berlin

freigemeinnützig

34,0

42,6

öffentlich (inkl. universitär)

48,0

38,1

privat
Summe

18,0

19,3

100,0

100,0

Quelle: Statistisches Bundesamt 2013, eigene Berechnungen

Im öffentlichen Trägerbereich sind hier die universitären Betten mit erfasst. Obwohl in
Berlin die universitären Betten für die Gesamtregion Berlin/Brandenburg vorgehalten
werden, liegt der Anteil der Betten in öffentlicher Trägerschaft klar unter dem
Bundesdurchschnitt. Insbesondere im freigemeinnützigen Trägerbereich ist der Anteil in
Berlin entsprechend größer.
Detaillierte Angaben zum Krankenhausversorgungsangebot nach Trägerbereichen, und
Krankenhäusern in Berlin können der nachfolgenden Tabelle 9.1. – 8. entnommen werden.
Tab. 9.1. – 8:

Bettenangebot
(inkl.
teilstationärer
Plätze)
in
Berliner
Plankrankenhäusern
(einschl.
Universitätsmedizin)
nach
Trägerbereichen und Krankenhausstandorten, 01.01.2015

Trägerbereich

Krankenhausstandort

freigemeinnützig
freigemeinnützig
freigemeinnützig
freigemeinnützig
freigemeinnützig
freigemeinnützig
freigemeinnützig
freigemeinnützig
freigemeinnützig
freigemeinnützig
freigemeinnützig
freigemeinnützig
freigemeinnützig
freigemeinnützig
freigemeinnützig
freigemeinnützig
freigemeinnützig
freigemeinnützig
freigemeinnützig
freigemeinnützig
freigemeinnützig

DOMINIKUS KRANKENHAUS BERLIN
DRK KLINIKEN BERLIN/KÖPENICK
DRK KLINIKEN BERLIN/MITTE
DRK KLINIKEN BERLIN/WESTEND
DRK KLINIKEN BERLIN/WIEGMANN
DT. HERZZENTRUM BERLIN
EV. ELISABETH KLINIK
EV. GERIATRIEZ. BLN.
EV. JOHANNESSTIFT WICHERNKRANKENHAUS
EV. KRANKENHAUS HUBERTUS
EV. KRANKENHAUS KÖNIGIN ELISABETH HERZBERGE
EV. LUNGENKLINIK BERLIN
EV. WALD-KRANKENHAUS SPANDAU
F.V.BODELSCHWINGH KLINIK
FRANZISKUS KRANKENHAUS
GEMEINSCHAFTS-KRANKENHAUS HAVELHOEHE
IMMANUEL KRANKENHAUS BERLIN
- IMMANUEL KRANKENHAUS/BERLIN-BUCH
- IMMANUEL KRANKENHAUS/BERLIN-WANNSEE
JÜDISCHES KRANKENHAUS BERLIN
KRANKENHAUS BETHEL BERLIN

freigemeinnützig

KLINIK FÜR MIC AM EV.KRANKENHAUS HUBERTUS

Betten und Plätze
Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung
258
525
260
507
50
194
169
192
106
210
630
152
483
138
200
336
280
80
200
305
276
50

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

Trägerbereich

Krankenhausstandort

41

Betten und Plätze

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung
freigemeinnützig
KRANKENHAUS WALDFRIEDE
170
freigemeinnützig
KLINIKEN IM TH.-WENZEL-WERK
334
freigemeinnützig
MALTESER-KRANKENHAUS
97
freigemeinnützig
MARIA HEIMSUCHUNG-CARITAS-KLINIK PANKOW
245
freigemeinnützig
MARTIN-LUTHER-KRANKENHAUS
298
freigemeinnützig
PAULINEN-KRANKENHAUS
148
freigemeinnützig
ST. GERTRAUDEN-KRANKENHAUS
364
freigemeinnützig
ST. HEDWIG-KLINIKEN BERLIN
766
freigemeinnützig
- ST. HEDWIG-KLINIKEN/ST. HEDWIG-KRANKENHAUS
384
freigemeinnützig
- ST. HEDWIG-KLINIKEN/KRANKENHAUS HEDWIGSHÖHE
382
freigemeinnützig
ST. JOSEPH KRANKENHAUS BERLIN TEMPELHOF
481
freigemeinnützig
ST. JOSEPH-KRANKENHAUS BERLIN-WEISSENSEE
321
freigemeinnützig
ST. MARIEN-KRANKENHAUS BERLIN
274
Zwischensumme freigemeinnützig
8.819
öffentlich
BUNDESWEHRKRANKENHAUS (ZIV.)
190
öffentlich
UNFALLKRANKENHAUS BERLIN
546
öffentlich
VIVANTES-NETZWERK FÜR GESUNDHEIT GMBH
5.346
öffentlich
- VIV. AUGUSTE-VIKTORIA-KLINIKUM
572
öffentlich
- VIV. HUMBOLDT-KLINIKUM
626
öffentlich
- VIV. WENCKEBACH-KLINIKUM
417
öffentlich
- VIV.KLINIKUM AM URBAN
612
öffentlich
- VIV.KLINIKUM HELLERSDORF/BEBRACHER WEG
190
öffentlich
- VIV.KLINIKUM HELLERSDORF/MYSLOWITZER STRASSE
208
- VIV.KLINIKUM IM FRIEDRICHSHAIN/LANDSBERGER ALLEE
789
öffentlich
öffentlich
- VIV.KLINIKUM IM FRIEDRICHSHAIN/PRENZLAUER BERG
146
öffentlich
- VIV.KLINIKUM NEUKÖLLN
1200
öffentlich
- VIV.KLINIKUM SPANDAU
586
öffentlich
VIV. IDA WOLFF KRANKENHAUS
140
Zwischensumme öffentlich
6.222
privat
AUGENKLINIK BERLIN-MARZAHN
51
privat
AUGENKLINIK IM RING-CENTER
10
privat
HAVELKLINIK
91
privat
HELIOS KLINIKUM BUCH
1.096
privat
HELIOS KLINIKUM E.V.BEHRING
507
privat
KLINIK HELLE MITTE
6
privat
KLINIK HYGIEA
52
privat
MEDIAN KLINIK BERLIN
35
privat
PARK-KLINIK WEISSENSEE
350
privat
POLIKLIN CHARLOTTENBURG
27
privat
SANA KLINIKEN LICHTENBERG
554
privat
SCHLOSSPARK-KLINIK
356
privat
VITANAS-KLINIK FUER GERIATRIE
105
privat
WESTKLINIK DAHLEM
37
Zwischensumme privat
3.277
universitär
CHARITÉ-UNIVERSITÄTSMEDIZIN BERLIN
3.011
universitär
- CHARITÉ CAMPUS B.FRANKLIN/ESCHENALLEE
95
universitär
- CHARITÉ CAMPUS B.FRANKLIN/HINDENBURGDAMM
823
universitär
- CHARITÉ CAMPUS MITTE
804
universitär
- CHARITÉ CAMPUS VIRCHOW-KLINIKUM
1289
Zwischensumme universitär
3.011

42

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

9.2.

Umsetzung der Fortschreibung
Berliner Krankenhausplans

2010

des

Im Vergleich zur Soll-Vorgabe gemäß den Feststellungsbescheiden zum Krankenhausplan
2010 (20.653 Betten) waren zum Stichtag 01.01.2015 insgesamt 21.329 Betten in den
Plankrankenhäusern des Landes Berlin und der Charité ordnungsbehördlich genehmigt.
Das Bettenangebot lag damit um 676 Betten über der Soll-Vorgabe der letzten
Planfortschreibung (vergleiche Tab. 9.2. – 1).
Die Abweichungen zum Krankenhausplan 2010 (20.579 Soll-Betten) sind auf mehrere
Ursachen zurückzuführen. Gemäß Beschluss des Senats zum Krankenhausplan 2010
erfolgte im Jahr 2012 eine Überprüfung der Planvorgaben. Insbesondere im Fachgebiet
Geriatrie wurden Bettenanpassungen aufgrund eines festgestellten veränderten Bedarfs
vorgenommen. Für einige Krankenhäuser wurden Einzelfallentscheidungen gemäß
Landeskrankenhausgesetz getroffen.
Für die Charité wurde ein ursprünglich vorgesehener Abbau auf 2.700 Betten aufgrund
geänderter Rahmenbedingungen durch Senatsbeschluss vom 31.03.2015 abgeändert.
Damit ist das Universitätsklinikum mit 3.001 Betten (zzgl. 15 Betten des Zentrums für
Folteropfer) im Krankenhausplan berücksichtigt. Nach dieser Entscheidung sind zum
01.04.2015 insgesamt 20.954 Betten in den Krankenhausplan aufgenommen.
Die Standortaufgabe der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in der Eschenallee
(Charité) wurde unter Verlagerung der Betten zum Campus Benjamin-Franklin Anfang
2015 vollzogen. Ebenso wurden im Planzeitraum die Standorte des Parksanatoriums
Dahlem (DRK-Kliniken Berlin), und der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin Lindenhof
(Sana-Klinikum Lichtenberg, Gotlindestraße) aufgegeben. Die Meoclinic zog ihren Antrag
auf Aufnahme in den Krankenhausplan 2010 zurück.
In einigen Plankrankenhäusern werden darüber hinaus weiterhin mehr Betten betrieben als
der Krankenhausplan vorsieht.

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

Tab. 9.2. - 1.:

43

Krankenhausversorgungsangebot in Plankrankenhäusern des
Landes Berlin (Ist 01.01.2010 und 01.01.2015), geplantes
Bettenangebot nach dem Krankenhausplan 2010 (Soll)
Krankenhausbetten in Plankrankenhäusern
Differenz
Soll
Soll KH-Plan
KH-Plan 2010
Ist
Ist
2010 zu
gem. FB,
01.01.2010
01.01.2015
Ist 01.01.2015
Stand
01.01.2015

Fachgebiet

Augenheilkunde

283

235

190

-45

Chirurgie 1)

5.119

4.993

4.787

-206

Frauenheilk. u. Geburtshilfe

1.290

1.146

1.123

-23

Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

400

366

307

-59

Haut- und Geschlechtskrankh.

227

253

223

-30

Innere Medizin

6.211

6.188

5.940

-248

Geriatrie

2)

1.234

1.699

1.730

31

Kinder- und Jugendmedizin

776

751

740

-11

Kinder- und Jugendpsychiatrie

330

350

366

16

Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie

104

76

74

-2

Neurochirurgie

296

401

385

-16

848

986

922

-64

39

42

35

-7

0

0

10

10

2.647

2.823

2.825

2

223

239

208

-31

Neurologie
3)

Nuklearmedizin

Physikalische und Rehabilitative Medizin4)
Psychiatrie
Psychosomatik
Strahlentherapie 3)

140

123

124

1

Urologie

533

518

458

-60

Sonst. Fachbereiche

217

140

206

66

20.917

21.329

20.653

-676

Summe
1)

gem. Fachabteilungssystematik des Krankenhausplans inkl. Herzchirurgie, Kinderchirurgie, Orthopädie/Unfallchirurgie und
ohne Geriatrie
3)
Betten der Abteilung Strahlenheilkunde/Nuklearmedizin des Vivantes Klinikums Neukölln anteilig den Fachgebieten
Nuklearmedizin und Strahlenheilkunde mit jeweils 10 Betten zugeordnet
2)

4)

Betten-Ist (Stand 01.01.2010 bzw. 2015) Sonst. Fachbereiche zugeordnet

9.3.

Bevölkerungsentwicklung bis zum Jahr 2020 –
Bevölkerungsprognose

Der Senat hat mit Beschluss vom 4. Dezember 2012 den Bericht über die
Bevölkerungsprognose 2011 bis 2030 für Berlin und die Bezirke beschlossen, die eine
wichtige Grundlage für die Bedarfsprognose des Krankenhausplans 2016 darstellt. Mit dem
Senatsbeschluss wurde die mittlere Variante dieser Prognose als Arbeits- und
Planungsgrundlage für die Fachverwaltungen und Bezirke sowie die zukünftige
Stadtentwicklung Berlins festgelegt.
Im Zeitraum 2012 bis 2030 wird in der mittleren Variante ein Bevölkerungszuwachs von ca.
250.000 Personen prognostiziert, das entspricht 7,2 Prozent. Von 2012 bis zum Jahr 2020
(Ende des Gültigkeitszeitraumes des neuen Krankenhausplans 2016) wird gemäß dieser
Prognosevariante 77 Prozent des insgesamt bis zum Jahr 2030 erwarteten
Bevölkerungswachstums erreicht sein. Insbesondere die Gruppe der Hochbetagten (80
Jahre und älter) wird sich im Prognosezeitraum überproportional um ca. 120.000
Menschen vergrößern. Dabei lässt die demografische Alterung eine weiter steigende
Inanspruchnahme von stationären Kapazitäten erwarten. Insbesondere in der stark
wachsenden Gruppe der Hochbetagten besteht im Krankheitsfall eine hohe
Wahrscheinlichkeit, dass eine Krankenhausaufnahme erforderlich wird.

44

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Seit einigen Jahren ist jedoch ein anhaltender Trend zu einem sehr dynamischen
Bevölkerungswachstum mit Zuwächsen von über 40.000 Einwohnern pro Jahr
festzustellen. Dabei liegen die Zuwachsraten von 2012 bis 2014 deutlich über den
bezüglich
des
Bevölkerungswachstums
prognostizierten
Werten
der
o.g.
Bevölkerungsprognose 2011 bis 2030, und zwar nicht nur gemäß mittlerer Variante
sondern
auch
gemäß
der
oberen
Variante.
Der
Realentwicklung
des
Bevölkerungswachstums
am
nächsten
kommt
die
obere
Variante
der
Bevölkerungsprognose 2011 bis 2030.
Die absehbare demografische Entwicklung hat einen wesentlichen und vergleichsweise gut
zu prognostizierenden Einfluss auf den zu erwartenden Bedarf an Krankenhauskapazitäten
in Berlin. Unabhängig von der aktuellen Bevölkerungsdynamik, die zu einem bisher so
nicht erwarteten Zuwachs in den mittleren und jüngeren Altersgruppen führt, wird über den
gesamten Prognosezeitraum eine deutliche Verschiebung der Bevölkerungszahlen innerhalb der älteren Bevölkerung in die höheren Altersgruppen (demografische Alterung) stattfinden. In diesen zahlenmäßig anwachsenden höheren Altersgruppen besteht ein höheres
Risiko infolge einer Krankheit stationär behandelt werden zu müssen. In einigen Fachabteilungen sind Fallzahl- und Verweildauerentwicklung in besonderem Maße von der
Altersstruktur abhängig.
Zum Ende des Prognosezeitraums für die Bevölkerungsentwicklung (2030) wird sich der
Teil der Berliner Bevölkerung, der über 80 Jahre alt ist, nahezu verdoppeln. Dieser Trend
wird sich schon bis zum Jahr 2020 (Planungshorizont des Krankenhausplans 2016)
deutlich auswirken.
Tab. 9.3. – 1.:

Bevölkerungsstand in Berlin 2013 und Bevölkerungsprognose 2020
nach Altersgruppen (Grundlage: Einwohnermelderegister)
2013

Altersgruppen
(in Jahren)

2020
(Prognose, obere Variante)

Bevölkerung Prozent-Anteil
an Gesamt(absolut)
bevölkerung

Bevölkerung
(absolut)

Prozent-Anteil
an Gesamtbevölkerung

00 - unter 01

31.836

0,9

35.928

1,0

01 - unter 05

132.386

3,8

139.483

3,8

05 - unter 10

147.366

4,2

162.422

4,4

10 - unter 15

134.296

3,8

151.922

4,1

15 - unter 20

135.887

3,9

145.508

3,9

20 - unter 25

213.254

6,1

203.311

5,5

25 - unter 30

300.708

8,5

268.655

7,3

30 - unter 35

294.640

8,4

310.566

8,4

35 - unter 40

243.457

6,9

289.371

7,8

40 - unter 45

240.473

6,8

262.317

7,1

45 - unter 50

286.097

8,1

237.459

6,4

50 - unter 55

271.201

7,7

262.699

7,1

55 - unter 60

215.519

6,1

270.396

7,3

60 - unter 65

203.465

5,8

216.779

5,9

65 - unter 70

164.321

4,7

189.972

5,1

70 - unter 75

201.526

5,7

162.077

4,4

75 - unter 80

151.293

4,3

159.159

4,3

80 - unter 85

77.860

2,2

129.275

3,5

85 - unter 90

46.609

1,3

60.879

1,6

90 - unter 95

20.148

0,6

24.160

0,7

95 und älter

5.082

0,1

7.853

0,2

3.517.424

100,0

3.690.191

100,0

Insgesamt
Quelle:

Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, EWR am 31.12.2013
SenStadtUm, Bevölkerungsprognose für Berlin 2011 bis 2030 gemäß
EWR, obere Variante

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

45

Die Bevölkerungsentwicklung nach den Planungsregionen des Krankenhausplans lässt
erkennen, dass sich das insgesamt prognostizierte Bevölkerungswachstum
schwerpunktmäßig auf die Regionen Mitte (+ 49.000 EW) und Nord (+ 33.000 EW)
konzentriert. Das erwartete Bevölkerungswachstum in den übrigen Regionen fällt dagegen
geringer aus.
Tab. 9.3. – 2:

Versorgungs-

Bevölkerung in Berlin 2008 und 2013 sowie Bevölkerungsprognose
(2020) nach Versorgungsregionen (Grundlage Einwohnermelderegister)
Bevölkerung absolut in 1.000 Einwohner

Region 

2008

2013

Mitte

585,6

621,6

670,7

Nord 

598,4

628,9

661,7

Ost 

495,7

519,1

532,3

Südost 

541,6

568,1

596,8

Südwest 

614,9

630,0

655,5

West 

526,7

549,7

573,3

3.362,8

3.517,4

3.690,2

Berlin
Quellen:

2020 (Prognose)

Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Bevölkerung gemäß
Einwohnermelderegister am 31.12.2008 und 31.12.2013
SenStadtUm, Bevölkerungsprognose für Berlin 2011 bis
2030 gemäß Einwohnermelderegister, obere Variante

9.4.

Bedarfsermittlung und -prognose

9.4.1.

Normauslastung

Die zu fordernde fachabteilungsbezogene Normauslastung der Planbetten wird abgeleitet
aus den Daten der amtlichen Krankenhausstatistik zur mittleren Verweildauer der
Krankenhausfälle in der entsprechenden Fachabteilung. Die Normauslastung ist eine
maßgebliche Determinante des Bettenbedarfs. Darin ist auch die Anpassung
psychiatrischer bzw. psychosomatischer Betten enthalten, Bettenverringerungen in nicht
mehr benötigten Fachdisziplinen sind saldiert eingerechnet.
In den einzelnen Bundesländern werden unterschiedliche Normauslastungen zugrunde
gelegt, die aber nicht im Einzelnen wissenschaftlich gestützt werden können. Die
Stadtstaaten Berlin und Hamburg haben aber nahezu einen identischen Maßstab für die
Bestimmung der Normauslastung.
Die Tendenz zu immer kürzeren Verweildauern und das Problem der Bettensperrungen
durch Krankenhausinfektionen sprechen für eine Anpassung der im Krankenhausplan 2010
festgelegten Normauslastung.
Bereits drei Fachgebiete erreichen in Berlin eine mittlere Verweildauer von 3,5 oder
weniger Tagen. Bei derart kurzen Verweilzeiten im Krankenhaus ist es schwierig,
insbesondere am Wochenende, höhere Auslastungen zu erreichen. Deshalb wird für
Fachgebiete mit einer mittleren Verweildauer von unter 3,5 Tagen die bisherige
Normauslastung von 80 auf 77,5 Prozent abgesenkt. Derzeit ist davon (Daten 2013) nur
das Fachgebiet Augenheilkunde betroffen, in naher Zukunft möglicherweise auch die
Gebiete HNO und Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie.
Im Übrigen behalten die bestehenden Vorgaben zur Normauslastung weiter Gültigkeit.

46

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Zur Ermittlung gegenwärtig und künftig benötigter Kapazitäten in Berlin insgesamt und zur
Beurteilung des Bettenbedarfs an den Krankenhausstandorten werden folgende
Festlegungen zur Normauslastung in Abhängigkeit von der Verweildauer getroffen:

Fachgebiete

durchschnittl. Verweildauer
(in Tagen)

Fachgebiete in hauptamtlich geführten Abteilungen

von unter 3,5 Tagen

77,5

(ohne Kinder- und Jugendmedizin)

von 3,5 bis unter 5 Tagen

80

von 5 bis unter 11 Tagen

85

von 11 Tagen und mehr

90

Normauslastung
(in Prozent)

Kinder- und Jugendmedizin

75

Belegbetten

65

Es ergeben sich auf Grundlage der Verweildauern des Jahres 2013 folgende
fachabteilungsbezogene Normauslastungen:

Fachgebiete

Normauslastung
(in Prozent)

Augenheilkunde

Fachgebiete

Normauslastung
(in Prozent)

77,5

Neurochirurgie

85

Chirurgie*

85

Neurologie

85

Frauenheilkunde u. Geburtshilfe

80

Nuklearmedizin

80

Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

80

Strahlentherapie

85

Haut- u. Geschlechtskrankheiten

85

Urologie

80

Innere Medizin

85

Physik. und Rehabilitative Medizin

85

Geriatrie

90

Kinder- und Jugendpsychiatrie

90

Kinder- und Jugendmedizin

75

Psychiatrie

90

Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie

80

Psychosomatik

90

)

*) gemäß Fachabteilungssystematik des Krankenhausplans inkl. Herzchirurgie, Kinderchirurgie,
Orthopädie/Unfallchirurgie u. Plastische Chirurgie

Auf der Ebene einzelner Krankenhäuser sind die im jeweiligen Krankenhaus beobachteten
Verweildauern für die Festlegung der Normauslastung maßgeblich. Deshalb können die
krankenhausbezogenen Normauslastungen für bestimmte Fachabteilungen von den auf
Berlin insgesamt bezogenen Normauslastungen abweichen.

9.4.2.

Bedarfsanalyse für die somatischen Fachgebiete

Berechnung des Bettenbedarfs
Für die Bedarfsanalyse findet unter Berücksichtigung demografischer Faktoren bei der
Prognose des Bettenbedarfs die Hill-Burton-Formel für den Krankenhausplan 2016 weiter
Anwendung.
Danach errechnet sich der tatsächliche Bettenbedarf bei einer vorgegebenen
Bettennormauslastung aus den Grunddaten der amtlichen Krankenhaustatistik
(Verweildauer, Krankenhaushäufigkeit) sowie der Einwohnerzahl.
Für die psychiatrischen Fachgebiete wird der unter Berücksichtigung der
Leistungsentwicklung mittels Hill-Burton-Formel und nach fachlicher Bewertung im
Landespsychiatriebeirat ermittelte Bedarf für das Land Berlin insgesamt in

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

47

Bettenmessziffern ausgedrückt. Die Bettenmessziffern bilden die Grundlage für die
regionalisierten Bedarfsberechnungen.
Die nachstehende Tabelle umfasst Leistungs- und Kapazitätsdaten des Jahres 2013.
Tab. 9.4.2. – 1: Benötigte vollstationäre Betten 2013 bei Normauslastung
Fachgebiet
Fälle

Augenheilkunde
Chirurgie

2)

dar. Herzchirurgie

Amtl. Krankenhaus-Statistik - Daten 2013 1)
Normauslastung 2013 benötigte
Verweildauer Pflegetage aufgestellte Auslastung
KH-Plan 2016 vollstat. Betten
(bei Normaus(in Tagen)
(in 1.000)
vollstat.
(in Prozent)
(in Prozent)
lastung)
Betten

20.191

2,6

52

260

54,9

77,5

184

220.135

6,3

1.377

4.957

76,1

85

4.443

4.820

10,4

50

149

91,8

85

161

Frauenh. u. Geb.

81.211

3,6

295

1.189

68,0

80

1011

HNO-Heilkunde

25.898

3,5

90

347

70,9

80

307

Haut- u. Geschl.

11.536

5,7

66

228

79,6

85

214

Innere Medizin 3)

302.920

6,1

1.861

6.141

83,0

85

5998

Geriatrie

30.219

17,0

515

1.389

101,5

90

1566

Kinder- u. Jugendmedizin

38.023

5,0

189

741

69,9

75

691

6.611

3,6

24

112

59,0

80

83

Neurochirurgie

13.747

7,5

103

355

79,5

85

332

Neurologie

874

MKG

41.244

6,6

271

853

87,1

85

Nuklearmedizin

2.320

3,7

9

41

57,7

80

30

Strahlenheilk.

3.515

8,8

31

121

70,0

85

100

30.544

4,7

143

506

77,6

80

491

1.973

36,4

72

233

84,4

85

231

749.867

6,8

5.098

17.473

79,9

1.966

35,8

70

200

96,5

90

214

40.340

19,5

788

2.210

97,7

90

2.400

90

Urologie
Sonstige 4)
insgesamt somat.
KJPsych.
Psychiatrie
Psychosomatik
insgesamt Psych.
Zusammen

16.554

1.996

32,5

65

187

95,0

44.142

20,9

924

2.597

97,4

2.812

794.009

7,6

6.022

20.070

82,2

19.366

1)

Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Krankenhausstatistik-Verordnung, Teil 1 Grunddaten 2013

2)

gemäß Fachabteilungssystematik des Krankenhausplans inkl. Herzchirurgie, Kinderchirurgie, Orthopädie/Unfallchirurgie
und Plastische Chirurgie

3)

ohne Geriatrie

4)

inkl. Physikalische und Rehabilitative Medizin

197

Die Versorgung in den somatischen Fachgebieten war 2013 bezogen auf die
Gesamtbettenkapazität mit den in den Krankenhausplan 2010 aufgenommenen Betten
sichergestellt:
Von den im Jahr 2013 jahresdurchschnittlich aufgestellten 17.473 Betten sind unter
Berücksichtigung der fachabteilungsbezogenen Normauslastung 16.554 als bedarfsgerecht
einzuschätzen (inkl. Bundeswehrkrankenhaus: 16.739 Betten). In Abzug zu bringen sind
die Kapazitäten der sogenannten Komfortkliniken, die in räumlicher Nähe zu einem
Plankrankenhaus liegen und ohne selbst in den Krankenhausplan aufgenommen zu sein
mit diesem organisatorisch verbunden sind. Diese ordnungsbehördlich genehmigten
Krankenhäuser, die in jeweils eigener Trägerschaft betrieben werden, decken mit rund 210
Betten einen Teil des insgesamt zu beplanenden Bedarfs. Damit sind im Saldo 16.529
(bzw. 19.346 einschl. Psychiatrie mit 5 Betten im Bundeswehrkrankenhaus) Planbetten in
Plankrankenhäusern als bedarfsgerecht anzusehen.
In den Krankenhausplan 2010 waren gemäß Feststellungsbescheid rund 16.750
vollstationäre somatische Betten aufgenommen.
Damit ist die Krankenhausversorgung der Bevölkerung im somatischen Bereich mit
Planbetten sichergestellt.

48

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Für die Fachgebiete Geriatrie und Neurologie besteht jedoch Handlungsbedarf, da die
vorgegebenen Normauslastungen (90 bzw. 85 Prozent) schon über einen längeren
Zeitraum (im Jahr 2013 mit 101,5 bzw. 87,1 Prozent) deutlich überschritten werden.
In den psychiatrischen Fachgebieten ist ebenfalls Handlungsbedarf erkennbar, da auch
hier die vorgegebene Normauslastung klar überschritten wird. Der Bedarf wird hier gemäß
den Empfehlungen des Landespsychiatriebeirates gesondert festgestellt.
Für den gesamten vollstationären Bereich ergibt sich:
Für die Versorgung im Jahr 2013 wurden rund 19.350 (inkl. 190 Betten
Bundeswehrkrankenhaus, ohne 210 Betten in Komfortkliniken) vollstationäre Betten
benötigt (19.366 + 190 - 210 = 19.346).
Dafür standen rund 19.284 in den Krankenhausplan aufgenommene vollstationäre Betten
zur Verfügung. Unter Berücksichtigung der geänderten Planaufnahme der Charité (+301
Betten, davon rund 40 teilstationär) waren es rund 19.550 vollstationäre Betten.

9.4.3.

Bedarfsanalyse und Bedarfsprognose für die
Fachgebiete
Psychiatrie
und
Psychotherapie,
Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie und psychotherapie

Wie in der Fortschreibung des Krankenhausplans 2006 und im Krankenhausplan 2010 wird
auch im Krankenhausplan 2016 die Bettenbedarfsberechnung für die Fachgebiete
Psychiatrie und Psychotherapie sowie Psychosomatische Medizin und Psychotherapie –
abweichend von dem Verfahren in den somatischen Fächern – anhand von
Bettenmessziffern vorgenommen. Diese Herangehensweise ist seit den Empfehlungen der
Psychiatrie-Enquête bundesweit für die Krankenhausplanungen der Länder ein akzeptierter
Ansatz.
Die Herleitung der Bettenmessziffer für das Land Berlin erfolgt mittels Hill-Burton-Formel
unter Berücksichtigung der Entwicklung der Parameter Bettenzahl, Bettenauslastung,
Verweildauer und Fallzahl. Dabei wurde – unter Einbeziehung des Datenmaterials aus der
fachspezifischen Gesundheitsberichtserstattung des Bundes, des Landes Berlin sowie von
Datenreihen der für Gesundheit zuständigen Senatsverwaltung – der Zeitraum der letzten
fünf Jahre betrachtet.
Die Berliner Bezirke bilden als Verwaltungseinheiten die Pflichtversorgungsregionen für
das psychiatrisch/psychotherapeutische und psychosomatische Versorgungssystem. Die
zur Sicherstellung der Behandlung, Betreuung und Beratung erforderlichen Leistungen sind
im bezirklichen Kontext zu etablieren. Die Grundlage für die Struktur des
Versorgungssystems bildet das Psychiatrieentwicklungsprogramm (PEP) aus dem Jahre
1997
(http://www.berlin.de/lb/psychiatrie/ueberuns/veroeffentlichungen/fachveroeffentlichungen/).
Entsprechend wird krankenhausplanerisch das aus der berlinweiten Bettenmessziffer
hergeleitete
Bettenkontingent
unter
Zugrundelegung
der
prognostizierten
Bezirksbevölkerungen, die sozialstrukturell gewichtet werden, zum Planungshorizont der
jeweiligen Krankenhausplanung den Pflichtversorgungsregionen zugewiesen. Die
Festlegung der Bettenmessziffer sowie grundsätzliche Aussagen zur Struktur und zur
Zusammenarbeit fußen auf einem unabhängigen Fachgutachten, das der
Landespsychiatriebeirat auf Anfrage des für Gesundheit zuständigen Mitglieds des Senats
erstellt hat. Wie auch bei den zurückliegenden Krankenhausplanungen bildet das
Gutachten mit seinen strukturellen und quantitativen Aussagen die Grundlage für den
vorliegenden Krankenhausplan 2016.

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

Fachgebiet Psychiatrie und Psychotherapie (Erwachsene)
In den Krankenhausplan 2010 wurden entsprechend der Empfehlung des
Landespsychiatriebeirates insgesamt rund 3.000 Betten aufgenommen, darunter rund
2.600 Betten/Plätze Psychiatrie für die regionalisierte Pflichtversorgung, 215 Betten mit
spezialisiertem Versorgungsauftrag sowie 208 Betten/Plätze der fünf Abteilungen für
psychosomatische Medizin. Daraus ergab sich für das Gesamtversorgungssystem eine
Bettenmessziffer von 0,88 Betten/Plätzen für das Land Berlin.
Die fachlichen Empfehlungen des Landespsychiatriebeirates bauten dabei konsequent auf
der Struktur- und Leistungsentwicklung des psychiatrischen Versorgungssystems in Berlin
auf und wiesen zugleich auf die aktuellen Entwicklungsnotwendigkeiten hin, um das
psychiatrische Versorgungssystem fachlich und ökonomisch zukunfts- und leistungsfähig
zu halten.
Zum Krankenhausplan 2016 werden für den Bereich der Erwachsenen im Fachgutachten
des Landespsychiatriebeirates aus dem Mai 2014 für die Fachgebiete Psychiatrie und
Psychotherapie sowie Psychosomatische Medizin und Psychotherapie zusammengefasst
folgende Empfehlungen ausgesprochen:
•

•
•

•

•

•

Die erfolgreiche Psychiatriereform im Land Berlin beruht auf der konsequenten
Anwendung des Strukturgrundsatzes der regionalisierten Pflichtversorgung. Die
Krankenhausplanung soll auf die Entwicklung des psychiatrisch-psychosomatischen
Versorgungssystems abgestimmt sein, zur Verbesserung der Behandlungs- und
Betreuungsqualität beitragen, die regionalen Versorgungsverbünde stärken helfen und
die von beiden Fachgebieten bereitgestellten Kapazitäten sinnvoll aufeinander
beziehen. Ferner müssen innovative Versorgungsmodelle mit sektorenübergreifender
Verknüpfung ebenso befördert werden wie die Ausdifferenzierung des ambulantkomplementären Systems.
Die Analyse der Bettenauslastung weist darauf hin, dass über die letzten Jahre
hinweg die krankenhausplanerisch definierte Normauslastung von 90 Prozent deutlich
überschritten wird.
Die Prognose der Bevölkerungsentwicklung zum Zeitpunkt der Aufstellung des
Krankenhausplanes 2010 stellt sich als überholt dar, da Berlin einen nicht erwarteten
höheren Bevölkerungszuwachs hatte, der sich voraussichtlich fortsetzen wird. Die
gemäß der Bettenmessziffer vorzuhaltenden klinischen Kapazitäten sind zeitnah an die
tatsächliche Bevölkerungsentwicklung anzupassen.
In der bezirklichen Pflichtversorgung bedarf es daher einer deutlichen Erhöhung der
Planbetten respektive der tagesklinischen Plätze. Zusätzlich werden in die bezirkliche
Pflichtversorgung erstmalig klinische Leistungen der psychosomatischen Medizin
eingebunden. Diese Kapazitäten sollen tagesklinisch etabliert werden. Als
Orientierungswert werden dabei 0,06 Plätze je 1.000 Einwohner angesehen.
Entsprechend erhöht sich die Bettenmessziffer für die bezirkliche Pflichtversorgung.
Psychiatrieplanerisch wird empfohlen, dass sich unter Einbindung beider Fachgebiete
bezirklich ausgerichtete klinische „Zentren für psychische Gesundheit“ etablieren. Die
hier erbrachten Leistungen sollen abgestimmt und verbindlich mit den außerklinischen
Behandlungs- und Betreuungsleistungen im Sinne gemeindepsychiatrischer Verbünde
verknüpft werden. In den Zentren sollen auch Modelle der Kooperation mit somatischen
Fachabteilungen sowie zur Vermeidung klinischer Behandlungsepisoden erprobt
werden.
Klinische Angebote der Psychiatrie außerhalb der Pflichtversorgung sollen möglichst
nicht erweitert werden. Gleiches gilt für die bestehenden Angebote der
Psychosomatischen Medizin. In der universitären Psychiatrie zeichnet sich die
Notwendigkeit eines leichten Aufwuchses ab.

Die vom Landespsychiatriebeirat erarbeiteten Empfehlungen geben weiterhin Hinweise zu
erforderlichen
strukturellen
Anpassungen
sowie
Entwicklungsnotwendigkeiten.

49

50

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Die vollständigen Empfehlungen des Landespsychiatriebeirates sind unter folgendem Pfad
nachzulesen:
http://www.berlin.de/lb/psychiatrie/psychiatriebeirat/empfehlungen-und-stellungnahmen/ .
Für die Bedarfsanalyse und -prognose des Krankenhausplans 2016 und die notwendigen
Kapazitätsanpassungen
bilden
die
fachlichen
Empfehlungen
des
Landespsychiatriebeirates die Grundlage.
Sie tragen der Entwicklung des
Leistungsgeschehens Rechnung.
Die über einen längeren Zeitraum deutlich über der Normauslastung von 90 Prozent
liegende durchschnittliche Auslastung, die im Bundes- und Stadtstaatenvergleich geringe
Bettenmessziffer, die unter dem Bundesdurchschnitt liegende Verweildauer, die in den
letzten Jahren kontinuierlich steigenden Fallzahlen, der Bevölkerungszuwachs, aber auch
die Erfahrungen aus den Berliner Versorgungsregionen zeigen, dass der derzeitige
Bettenbestand trotz eines exorbitanten Ausbaus insbesondere im Bereich der Angebote
des betreuten Wohnens nicht mehr ausreichend ist und angepasst werden muss.
Tab. 9.4.3. - 1:

Vergleich
ausgewählter
Parameter
zur
vollstationären
Krankenhausversorgung in den Abteilungen für Psychiatrie und
Psychotherapie

Parameter

Deutschland

Berlin

2004

2008

2013

2004

2008

2013

Betten je 1.000 Einwohner *)

0,64

0,65

0,68

0,60

0,60

0,65

Auslastung in Prozent

90,6

93,0

93,9

93,7

98,3

97,7

Verweildauer in Tagen

24,7

23,2

22,4

18,8

19,1

19,5

Fälle je 1.000 Einwohner
Belegungstage je 1.000 Einwohner

8,6

9,5

10,3

10,9

11,3

11,9

213,0

220,0

231,3

204,0

215,9

232,0

*) durchschnittlich aufgestellte vollstationäre Betten bezogen auf die durchschnittliche
Einwohnerzahl
2004: Berlin:
3.387.545
Deutschland:
82.501.274
2008:
3.424.638
82.119.776
2013:
3.398.526
80.645.604
Quellen:

Statistisches Bundesamt, Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, eigene Berechnungen

Der Krankenhausplan 2016 weist demzufolge folgende Eckwerte für die Bettenmessziffer
Psychiatrie und Psychotherapie aus:
•
•
•
•

Alle Berechnungen zum Bettenbedarf beruhen auf der Prognosebevölkerung für das
Jahr 2020 des Berliner Einwohnerregisters (obere Berechnungsvariante)
Für die Sicherstellung der bezirklichen Pflichtversorgung werden „berlinweit“ 0,76
Betten/Tagesklinische Plätze je 1.000 Einwohner als bedarfsgerecht aufgenommen
Für den Anteil der tagesklinischen Plätze wird als Orientierungswert eine Messziffer
von 0,19 Plätzen je 1.000 Einwohner empfohlen
Die überbezirklichen Kapazitäten für spezialisierte Behandlungsleistungen
(überregionale Pflichtversorgung) orientieren sich am Ausweis im Krankenhausplan
2010 bei moderatem Aufwuchs, z. B. im Bereich Forschung und Lehre.

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

51

Tab. 9.4.3. – 2: Betten/Plätze in der bezirklichen Pflichtversorgung, Vergleich der
Krankenhauspläne 2010 und 2016
Bezirk

Krankenhausplan 2010
PrognoseBetten
bevölkerung

Krankenhausplan 2016
PrognoseBetten
bevölkerung

Mitte

337.948

283

375.688

307

Friedrichshain-Kreuzberg

277.832

230

294.984

232

Pankow

391.434

281

410.473

292

Charlottenburg-Wilmersdorf

322.415

222

339.212

239

Spandau

219.892

169

234.116

187

Steglitz-Zehlendorf

295.646

188

311.646

213

Tempelhof-Schöneberg

328.792

240

343.880

253

Neukölln

306.717

257

336.572

281

Treptow-Köpenick

246.028

170

260.182

192

Marzahn-Hellersdorf

247.308

192

258.881

205

Lichtenberg

258.235

195

273.371

211

Reinickendorf
Berlin

234.922

173

251.186

196

3.467.170

2.600

3.690.191

2.808

Fachgebiet Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Im Krankenhausplan 2010 wurden fünf Abteilungen Psychosomatische Medizin und
Psychotherapie mit 208 Betten/Plätzen mit überregionalem Versorgungsauftrag
aufgenommen.
Auch in den Krankenhausplan 2016 werden diese Abteilungen mit der entsprechenden
Betten-/Platzzahl unverändert aufgenommen.
Durch den erstmaligen Ausweis tagesklinischer Kapazitäten der psychosomatischen
Medizin im Rahmen der Pflichtversorgung in allen Bezirken wird dieses Leistungsangebot
deutlich erweitert. Gleichzeitig wird durch die Abstimmung der klinischen
Behandlungsleistungen der Psychosomatischen Medizin mit der Psychiatrie im bezirklichen
Kontext eine deutliche Stärkung und Verbesserung des Leistungsgeschehens erwartet.
Die Bettenmessziffer für das Fachgebiet Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
wird somit um 0,06 (teilstationäre) Plätze je 1.000 Einwohner angehoben. Diese Plätze
sind in die regionalisierte Pflichtversorgung einzubinden. Damit erreicht die
Bettenmessziffer für dieses Fachgebiet (0,12 Betten/Plätze) – unter Einschluss der
überregionalen Angebote – in etwa den Bundesdurchschnitt.
Zusammenfassend ergibt sich für beide Fachgebiete im Krankenhausplan 2016:
Die Gesamt-Bettenmessziffer für alle in Berlin vorgehaltenen klinischen Kapazitäten beider
Fachgebiete steigt von 0,88 Betten/Plätze je 1.000 Einwohner im Krankenhausplan 2010
auf 0,94 Betten/Plätze je 1.000 Einwohner im Krankenhausplan 2016 an. Verbunden mit
dem Kapazitätsaufwuchs aufgrund der Annahmen aus der Bevölkerungsprognose für das
Jahr 2020 befindet sich das Land Berlin damit weiterhin im Durchschnittsniveau aller
Bundesländer und hält weniger Betten/Plätze als die übrigen Stadtstaaten vor.
Der differenzierte Ausweis sowohl für das Fachgebiet Psychiatrie und Psychotherapie als
auch für das Fachgebiet psychosomatische Medizin und Psychotherapie ist der Tabelle
10.11. – 1 zu entnehmen.

52

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

Fachgebiet Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
Hinsichtlich der Bedarfsermittlung für Berlin insgesamt unterscheidet sich das Vorgehen im
Fachgebiet Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie nicht von dem in der
Erwachsenenpsychiatrie. Für die Ermittlung des regionalen Bedarfs wird jedoch auf die
Berechnung einer Bettenmessziffer und eine sozialstrukturelle Wichtung des regionalen
Bettenbedarfs verzichtet. Für regionale Versorgung in den sechs kinder- und
jugendpsychiatrischen Versorgungsregionen ermöglichen gemäß den Empfehlungen des
Landespsychiatriebeirates gleichgroße Abteilungen am besten einen berlinweit
einheitlichen Versorgungsstandard und eine angemessene Binnendifferenzierung der
Abteilungen.
Ausweislich der Erfahrung der letzten Jahre im Versorgungssystem, aber auch
dokumentiert durch die Datenerhebungen zur Inanspruchnahme klinischer Leistungen, wird
deutlich, dass die vorhandenen Kapazitäten trotz der schon im Krankenhausplan 2010
erfolgten Bettenerhöhung, nicht ausreichen. Somit werden in diesen Krankenhausplan
zusätzlich 72 stationäre/teilstationäre Behandlungsplätze aufgenommen. Der differenzierte
Ausweis ist der Tabelle 10.10.3. – 1 zu entnehmen. Damit wird den Empfehlungen des
Landespsychiatriebeirates gefolgt.

9.4.4.

Bedarfsprognose
Fachgebiete

2020

für

die

somatischen

Wirkung der demografischen Entwicklung
Die Bedarfsprognose der Krankenhausplanung beruht auf empirischen Daten,
insbesondere zur Entwicklung der Bevölkerung, den stationär zu versorgenden Fällen, den
zu behandelnden Diagnosen, den Veränderungen durch medizinisch-technischen
Fortschritt oder sonstigen Veränderungen der Rahmenbedingungen.
Von
der
Vielzahl
möglicher
bedarfsbeeinflussender
Faktoren
hat
die
Bevölkerungsentwicklung besondere Bedeutung, da sie eine starke Wirkung ausübt und
quantitativ gut abschätzbar ist.
Um den demografischen Effekt für den Bedarf an stationären Leistungen im somatischen
Bereich der Krankenhausversorgung bis zum Gültigkeitshorizont des neuen
Krankenhausplans quantitativ abschätzen zu können, wurden folgende Daten
herangezogen:
•
•
•

Bevölkerung
gemäß
Einwohnerregisterstatistik
Berlin
2013
sowie
Bevölkerungsprognose der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt 2011
bis 2030 (Basis Einwohnermelderegister, obere Variante)
amtliche Krankenhausstatistik, Teil I Grunddaten Berlin 2013
InEK-Daten nach § 21 KHEntgG, Berlin, 2013

Dabei wurde methodisch wie folgt vorgegangen:
Untersucht wurden die Auswirkungen der demografischen Veränderungen im Jahr 2020
auf die Entwicklung des Pflegetagevolumens. Ausgangspunkt waren die InEK-Daten für
Berlin 2013. Diese Daten ermöglichen fachabteilungsbezogen die Auswertung nach
Altersgruppen und in Anspruch genommenen Pflegetagen.
In einem ersten Schritt wurden die Fachabteilungsfälle gemäß InEK-Daten in die
Fachabteilungssystematik gemäß Krankenhausplan 2016 überführt. Für die so ermittelten
Pflegetagevolumina des Jahres 2013 wurde je Fachabteilung und Altersgruppe ein
Veränderungsfaktor ermittelt. Dieser bildet in der Altersgruppe das Verhältnis von
Prognosebevölkerung 2020 zur Bevölkerung gemäß Einwohnerregister am 31.12.2013 ab
(siehe Anlage 3).
Im Ergebnis erhält man für jede Fachabteilung den für 2020 aufgrund der demografischen
Entwicklung zu erwartenden Veränderungsfaktor für das Pflegetagevolumen (Ausnahme:

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

53

für das Fachgebiet „Sonstige somatische Fachbereiche“ wird der durchschnittliche
demografische Veränderungsfaktor angenommen).
Der in Folge der demografischen Entwicklung veränderte Bettenbedarf je somatischer
Fachabteilung für 2020 (Tab. 9.4.4. – 1) wird unter Vorgabe einer festgelegten
Normauslastung aus den Pflegetagevolumina 2013 (amtliche Krankenhausstatistik) und
dem unter Zuhilfenahme der InEK-Daten ermittelten Veränderungsfaktor errechnet.
Tab. 9.4.4.-1:

Prognostizierter Leistungsumfang und Bettenbedarf 2020 für die
somatischen Fachgebiete im Ergebnis der demografischen
Entwicklung
Pflegetage1)

Fachgebiet

Augenheilkunde

demograf.
bedingte
Veränderung
(in Prozent)

Pflegetageprognose
2020

Bettenprognose
2020 im Ergebnis
der demograf.
Entwicklung
(vollstat. Betten bei
Normauslastung)

52.117

110,6

57.641

203

1.377.457

109,8

1.509.294

4.855

50.000

106,5

53.250

171

Frauenheilk. u. Geburtshilfe

295.215

103,9

306.728

1.048

Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

89.753

104,7

93.971

321

Haut- u. Geschlechtskrankh.

66.264

111,0

73.553

236

Chirurgie 2)
dar. Herzchirurgie

3)

1.860.809

112,5

2.093.410

6.729

Geriatrie

514.575

124,9

642.704

1.951

Kinder- und Jugendmedizin

189.047

110,3

208.519

760

24.105

107,2

25.841

88

Neurochirurgie

103.058

106,7

109.963

353

Neurologie

271.119

110,8

300.400

966

8.631

107,3

9.261

32

30.932

107,5

33.252

107

143.379

108,5

155.566

531

71.748

111,8

80.214

258

5.098.109

111,8

5.700.318

18.438

Innere Medizin

Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie

Nuklearmedizin
Strahlenheilkunde
Urologie
Sonstige somat. Fachbereiche 4)
insgesamt

1) Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Krankenhausstatistik-Verordnung, Teil 1 Grunddaten 2013
2) gemäß Fachabteilungssystematik des Krankenhausplans inkl. Herzchirurgie, Kinderchirurgie,
Orthopädie/Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie
3) ohne Geriatrie
4) Die amtliche Krankenhausstatistik enthält die Kategorie „Sonstige...“. Diese Leistungen werden in der
Bedarfsprognose berücksichtigt. Bei der Aufstellung des Krankenhausplans 2016 werden die
entsprechenden Kapazitäten sachgerecht jeweils den zutreffenden Fachabteilungen gemäß
Fachabteilungssystematik des Krankenhausplans 2016, die nicht mehr die Kategorie
„Sonstige...“ enthält, zugeordnet.

Bei ausschließlicher Berücksichtigung der demografischen Veränderungen bis zum Jahr
2020 erhöht sich bezüglich des Vergleichsjahres 2013 das Pflegetagevolumen in Berlin im
somatischen Bereich auf 111,8 Prozent, also insgesamt um rund 12 Prozent (ohne
psychiatrische/psychosomatische Abteilungen).
Die Ergebnisse fallen für einzelne Fachabteilungen erwartungsgemäß unterschiedlich aus.
Den höchsten Zuwachs bei der Inanspruchnahme stationärer Leistungen wird die Geriatrie
verzeichnen (Steigerung des Pflegetagevolumens um ca. 25 Prozent).

54

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Wirkung weiterer Bedarfsdeterminanten
Neben der demografischen Entwicklung bestimmen noch weitere Faktoren den Bedarf. Zu
nennen sind hier insbesondere
-

der medizinisch-technische Fortschritt
die höhere Leistungsfähigkeit der ambulanten Versorgung
Morbiditätsveränderungen, tendenziell verbunden mit besserer Gesundheit auch im
höheren Alter
Allgemeine
Rahmenbedingungen
der
gesundheitlich-sozialen
Versorgung
(beispielsweise wird erwartet, dass das neue geriatrische Versorgungskonzept „80plus“
Auswirkungen auf den Bedarf haben wird).

Die Wirkung dieser Faktoren lässt sich im Einzelnen schwer quantifizieren. In der
Rückschau kann jedoch festgestellt werden, dass der tatsächliche Anstieg des
Krankenhausversorgungsbedarfs geringer ausfiel als Berechnungen erwarten ließen, die
allein auf die demografischen Veränderungen abstellten. Im Ergebnis dieser Betrachtungen
werden diese bedarfsmindernden Faktoren durch eine Korrektur des allein auf der
Grundlage der Bevölkerungsprognose berechneten vollstationären Bedarfs für das Jahr
2020 (18.438 Betten) in Höhe von 5 Prozent berücksichtigt.
Auf der Ebene der einzelnen Fachgebiete wirken diese bedarfsmindernden Faktoren in
unterschiedlichem Ausmaß. Wegen der hohen Flexibilisierungsmöglichkeit der
fachabteilungsbezogenen Sollbetten-Vorgaben um ± 15 Prozent kann dies aber hier
vernachlässigt werden.
Weiter ist zu beachten, dass der zu bestimmende Gesamtbedarf um die Kapazität des
Bundeswehrkrankenhauses (185 vollst. Betten im Bereich der Somatik) und um die
teilstationären Kapazitäten im somatischen Bereich (rund 400 Plätze), für die kein
demografisch bedingter Zuwachs errechnet wurde, zu ergänzen ist. Schließlich sind ca.
150 Betten für die neurologische Frührehabilitation (Phase B) hinzuzuzählen. Diese
Leistungen sind in den bislang vorliegenden Daten noch nicht abgebildet, u.a. deshalb, weil
die Angebote neu etabliert sind, bzw. weil sie bisher zum großen Teil im Land Brandenburg
erbracht worden sind, aber aufgrund des zunehmenden Bedarfes nach wohnortnaher
Versorgung in diesem Bereich verstärkt in Berliner Krankenhäusern nachgefragt werden.
Darüber hinaus sind die 209 somatischen Betten in den sogenannten Komfortkliniken in
Abzug zu bringen. Danach ergibt sich für den Bereich der Somatik die folgende
fachspezifische Bedarfsprognose für das Jahr 2020:

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

Tab. 9.4.4. - 2:

55

Prognostizierter Bettenbedarf 2020 (inkl. teilstationärer Kapazitäten)
für die somatischen Fachgebiete (Gesamtbetrachtung)
Vollst.
BerücksichtiBettenprogn. gung bedarfsim Ergebnis
mindernder
der demograf.
Faktoren
1)
Entw.

Fachgebiet

Augenheilkunde
Chirurgie 2)
dar. Herzchirurgie

teilstat.
Kapazität

BundeswehrKrankenhaus;
neurol.
Frühreha der
Phase B

Komfortkliniken

voll- und
teilstation.
Bedarf 2020
(insgesamt)

203

-10

0

0

-1

192

4.855

-243

0

88

-81

4.619

171

-8

0

0

0

163

1.048

-52

11

0

-8

999

Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

321

-16

0

15

-4

316

Haut- u. Geschlechtskrankh.

236

-12

47

5

-5

271

6.729

-336

134

52

-73

6.506

1.951

-98

155

0

-2

2.006

760

-38

42

0

0 

764

88

-4

0

0

0 

84

Neurochirurgie

353

-18

0

10

-9

336

Neurologie

966

-48

13

155

-15

1.071

32

-2

0

0

0 

30

107

-5

0

0

-2

100

Frauenheilk. u. Geburtshilfe

Innere Medizin

3)

Geriatrie
Kinder- und Jugendmedizin
Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie

Nuklearmedizin
Strahlenheilkunde
Urologie

531

-27

0

10

-9

505

Sonstige somat. Fachbereiche 4)

258

-13

0

0

0

245

18.438

-922

402

335

-209

18.044

insgesamt

1) vgl. Tab. 9.4.4.-1. / letzte Spalte
2) gemäß Fachabteilungssystematik des Krankenhausplans inkl. Herzchirurgie, Kinderchirurgie,
Orthopädie/Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie
3) ohne Geriatrie
4) Die amtliche Krankenhausstatistik enthält die Kategorie „Sonstige...“. Diese Leistungen werden in der Bedarfsprognose berücksichtigt.
Bei der Aufstellung des Krankenhausplans 2016 werden die entsprechenden Kapazitäten sachgerecht jeweils den zutreffenden
Fachabteilungen gemäß Fachabteilungssystematik des Krankenhausplans 2016, die nicht mehr die Kategorie „Sonstige...“ enthält,
zugeordnet.

Der für den somatischen Bereich bis zum Jahr 2020 prognostizierte Bedarf entspricht
danach rund 18.050 Betten/Plätze.

9.4.5.

Bettenbedarfsprognose 2020 insgesamt

Für die somatischen Fachgebiete ergibt sich unter Berücksichtigung aller Faktoren ein
prognostizierter Bettenbedarf von 18.044 Betten (siehe Abschnitt 9.4.4.).
Für die psychiatrischen Fachdisziplinen ergibt sich ein Bedarf von rund 3.920
Betten/Plätzen (siehe Abschnitt 9.4.3. sowie Tabellen 10.11. – 1 und 10.10.3. – 1), das
sind rund 510 Betten/Plätze mehr, als bisher im Krankenhausplan aufgenommen.
Für den Planungshorizont 2020 insgesamt ergibt sich somit ein prognostizierter Bedarf von
rund 21.970 Betten/Plätzen. Gegenüber den bisher in den Plan aufgenommenen
Kapazitäten bedeutet das einen prognostizierten Mehrbedarf bis zum Jahr 2020 von rund
1.320 bzw. von 1.020 Betten/Plätzen unter Berücksichtigung des Senatsbeschlusses vom
31.03.2015 zur Charité. Gegenüber den gegenwärtig ordnungsbehördlich genehmigten
Betten in Plankrankenhäusern (21.329 Betten/Plätze, Stand 01.01.2015) ergibt sich ein
Mehrbedarf von rund 640 Betten/Plätzen.
Die dieser Bedarfsprognose zu Grunde liegenden Annahmen, insbesondere hinsichtlich
der Bevölkerungs-, Fallzahl- und Verweildauerentwicklung, bedürfen einer kontinuierlichen
Beobachtung. Sofern die tatsächliche Entwicklung erkennen lässt, dass wesentliche
Annahmen nicht mehr zutreffen, wird eine Überprüfung und ggf. eine Korrektur der
Prognose erforderlich.

56

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

10.

Versorgungsschwerpunkte

10.1.

Notfallversorgung

Zielsetzung und Veränderungsbedarf
Die Sicherstellung der stationären Notfallversorgung ist eine Kernaufgabe der
Krankenhausplanung. Bei der Festlegung von Krankenhausstandorten, medizinischen
Fachgebieten und Kapazitäten sind daher die Anforderungen der Notfallversorgung zu
beachten.
Generelles Ziel ist es, die Notfallbehandlung in Berliner Krankenhäusern für die Bürger auf
einem möglichst einheitlichen qualitativ hochwertigen Standard zu gewährleisten. Daraus
leiten sich besondere Anforderungen an solche Krankenhäuser ab, die an der
Notfallversorgung teilnehmen. Hierbei gewinnt sowohl durch veränderte notfallmedizinische
Schwerpunkte und Therapieziele als auch Veränderungen der gesundheitspolitischen
Rahmenbedingungen neben der Erreichbarkeit der Krankenhäuser die Qualität der
Versorgung eine zunehmende Bedeutung.
Die Inanspruchnahme der Notfallversorgung in Berlin nimmt kontinuierlich zu, wie sich
anhand der steigenden Alarmierungszahlen von Rettungsmitteln der Berliner Feuerwehr
(Anstieg von 2008 bis 2013 um 16 Prozent 10) und der steigenden Patientenkontakte der
Notaufnahmen Berlins im Jahr 2013 (Zunahme der Patientenkontakte von 2008 bis 2012
um 19 Prozent auf 1,2 Mio. 11) zeigt. Auffällig ist ein großer Unterschied in der Beteiligung
an der Notfallversorgung der verschiedenen Notfallkrankenhäuser, der u. a. durch die
Anfahrtszahlen der Berliner Kliniken durch die Notfallrettung 2014 belegt wird (Spannweite:
ca. 360 bis 23.000 Anfahrten pro Klinik, siehe Abb. 10.1. – 1). Insgesamt wurden im Jahr
2014 rund 275.000 Patientinnen und Patienten von der Notfallrettung in die Berliner
Kliniken gebracht. Im Vergleich zu 2009 setzt sich der Trend einer Konzentration auf
größere Notfallkrankenhäuser und Notfallzentren fort. Dies führt neben anderen Gründen
wie z. B. einem Betten- und Entlassmanagement, das die stationäre Notfallversorgung
nicht ausreichend berücksichtigt, sondern eine hohe Belegungsquote durch Elektiveingriffe
sichert, in Spitzenzeiten zur Überlastung von Notaufnahmen. Gleichzeitig steigen die
medizinischen und organisatorischen Ansprüche an die Notaufnahmen. Beispielsweise
rückt das frühzeitige Erkennen und Behandeln zeitkritischer Erkrankungen (z. B. des
Schlaganfalls) und die Akutversorgung nicht-traumatologischer Erkrankungen immer mehr
in den Vordergrund. Darüber hinaus nimmt die Versorgung geriatrischer und häufig
multimorbider Patienten zu. Auch gewinnt der Umgang mit Krankenhausinfektionen und
anderen infektiösen Erkrankungen zunehmend an Bedeutung.
Um diesen Herausforderungen unter dem herrschenden wirtschaftlichen Druck der
Krankenhäuser zu begegnen, sind Anpassungen und Konkretisierungen der bereits im
Krankenhausplan 2010 entwickelten Qualitätsanforderungen an die stationäre
Notfallversorgung notwendig geworden. Darüber hinaus hat die Bund-LänderArbeitsgruppe in ihrem Eckpunktepapier zur Krankenhausreform 2015 12 geplant, Qualität
als weiteres Kriterium für Entscheidungen der Krankenhausplanung einzuführen, um eine
breitere Berücksichtigung von strukturellen Vorgaben in der Krankenhausplanung der
Länder zu ermöglichen (siehe Abschnitt 6, Qualitätssicherung). Der G-BA soll beauftragt
werden, Qualitätsindikatoren für ein gestuftes System der stationären Notfallversorgung

10

Jahresbericht der Berliner Feuerwehr von 2013: http://www.berlinerfeuerwehr.de/fileadmin/bfw/dokumente/Download/Jahresberichte/Jahresbericht_2013.pdf

11

Abfragen der Berliner Notfallkrankenhäuser durch die Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales von 2009 und
2013. Die Ergebnisse wurden auf dem Treffen der Rettungsstellenleiter am 11.06.2014 vorgestellt.

12

Eckpunkte der Bund-Länder-AG zur Krankenhausreform 2015:
http://www.bmg.bund.de/fileadmin/dateien/Downloads/B/Bund_Laender_Krankenhaus/Eckpunkte_Bund_Laender_Krank
enhaus.pdf

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

entsprechend der vorgehaltenen Notfallstrukturen zu entwickeln. Diese sollen dann
Abschläge (bei Nichtbeteiligung an der Notfallversorgung) bzw. gestaffelte Zuschläge auf
der Grundlage von Vorhaltekosten nach sich ziehen. Hierbei sollen auch Mindestvorgaben
für die Teilnahme an der Notfallversorgung definiert werden.
Das im Krankenhausplan 2010 eingeführte zweistufige Notfallversorgungssystem und die
im Folgenden aufgeführten Mindestanforderungen zur Teilnahme an der Notfallversorgung
stehen somit unter dem Vorbehalt der Entwicklungen auf Bundesebene und können im
Planungshorizont des Krankenhausplanes Anpassungen nach sich ziehen.
Ambulante Notfallversorgung
Der Sicherstellungsauftrag für die ambulante Notfallversorgung der Patienten liegt bei der
Kassenärztlichen Vereinigung (KV). Dennoch tragen die Notaufnahmen der Notfallzentren
und Notfallkrankenhäuser in Berlin entscheidend zur sektorenübergreifenden Versorgung
von Notfällen bei. Nach einer Abfrage der Berliner Notfallkrankenhäuser durch die
Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales in 201311 bleiben etwa 70 Prozent der in
Notaufnahmen behandelten Patientinnen und Patienten (einschließlich Kinder) ambulant.
Da Patientinnen und Patienten mit Symptomen kommen und oft die
Behandlungsdringlichkeit ihres Zustandes nicht korrekt einschätzen können, muss der
Zugang zu diesem System niederschwellig gehalten werden. Eine Umleitung der Patienten
hin zu einer stärkeren Inanspruchnahme der vertragsärztlichen Strukturen wurde als
unrealistisch eingeschätzt 13. In Übereinstimmung mit den Plänen auf Bundesebene
erscheint eine Etablierung von Notfallpraxen an Krankenhaus-Notaufnahmen, die es in
Berlin derzeit für die Versorgung von Kindern an ausgewählten Kliniken gibt, als eine
Möglichkeit, um neben festen und transparenten Urlaubs- und Vertretungsregelungen der
KV zu einer stärkeren Beteiligung der Vertragsärzte an der Notfallversorgung beizutragen.
Diese müssen sich eng mit den Notaufnahmen, insbesondere in Hinblick auf die
Ersteinschätzung der Patienten, abstimmen. Daneben sollten Kooperationsmodelle
entsprechend den jeweiligen Gegebenheiten der Kliniken und des Vertragsarztbereiches in
Erwägung gezogen werden.
Ein Teil der in den Notaufnahmen ambulant behandelten Patientinnen und Patienten
benötigt jedoch Mittel des Krankenhauses zur Behandlung, die in vertragsärztlichen
Strukturen nicht zeitgerecht erbracht werden können und deren Versorgung in den
Notaufnahmen somit medizinisch geboten ist 14. Die Kostendeckung der ambulanten
Notfallversorgung im Krankenhaus, insbesondere für diese Patientengruppe, wird derzeit
kontrovers diskutiert und überwiegend als nicht ausreichend angesehen. Die Strukturen
der Notfallversorgung in Deutschland werden im Rahmen der Arbeitsgruppe
Krankenhauswesen der AOLG 15 aktuell analysiert. Mögliche Defizite sowie
Verbesserungsvorschläge sollen der AOLG im Frühjahr 2016 berichtet werden.
Arbeitsgruppe Notfallversorgung zum Krankenhausplan 2016
Im Rahmen der Entwicklung des Krankenhausplans 2016 wurde eine Arbeitsgruppe zu
dem Thema „Notfallversorgung in Berlin“ initiiert. Unter Beteiligung der Berliner KV,
Feuerwehr und Ärztekammer, von Fachgesellschaften, des Berliner Schlaganfallregisters,
der Krankenkassen, der BKG, Patientenvertretung und einer Vertreterin des
Gesundheitsministeriums Brandenburg tagte diese Arbeitsgruppe unter Leitung der
Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales von Juni 2013 bis Januar 2014. In fünf
Treffen der Arbeitsgruppe wurden die strukturräumlichen Kriterien, die qualitativen

13

Ergebnis des 3. und 5. Expertentreffens der AG Notfallversorgung zur Vorbereitung des KH-Planes 2016

14

Gutachten der DKG in Zusammenarbeit mit der DGINA zur „ambulanten Notfallversorgung im Krankenhaus Fallkostenkalkulation
und
Strukturanalyse“
von
2015:
http://www.dkgev.de/media/file/19401.2015-0217_Gutachten_zur_ambulanten_Notfallversorgung_im_Krankenhaus_2015.pdf

15

AOLG = Arbeitsgemeinschaft der obersten Landesgesundheitsbehörden

57

58

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Anforderungen an Notfallkrankenhäuser, das Zusammenwirken mit präklinischer und
ambulanter Notfallversorgung und die Rolle der Notaufnahmen unter dem Aspekt der
sektorenübergreifenden Versorgung ausführlich diskutiert.
In Vorbereitung dieser Diskussionen wurde u.a. eine Evaluation der Umsetzung der
qualitativen Anforderungen an die Notfallkrankenhäuser des Krankenhausplanes 2010
durchgeführt. In der Abfrage der Notfallkrankenhäuser von 2013 gaben die meisten
Notfallkrankenhäuser an, die Anforderungen des Krankenhausplanes 2010 umgesetzt zu
haben. So führten bereits 33 von 39 Notfallkrankenhäusern eine strukturierte
Ersteinschätzung der Patienten durch, und 3 Notfallkrankenhäuser hatten die Einführung
eines solchen Systems in Planung. Die Ergebnisse der Abfrage boten eine gute Grundlage
zur Weiterentwicklung der Qualitätskriterien, zeigten aber auch, dass manche Kriterien
präziser definiert werden müssen.
Grundsätze der Versorgung und strukturräumliche Kriterien
Als „medizinischer Notfall“ bzw. „Notfallpatientin oder -patient“ werden durch die
medizinischen Fachgesellschaften „(…) alle Personen definiert, die körperliche oder
psychische Veränderungen im Gesundheitszustand aufweisen, für welche der Patient
selbst oder eine Drittperson unverzügliche medizinische und pflegerische Betreuung als
notwendig erachten“ 16. Während diese Definition für die Notaufnahmen der Krankenhäuser
relevant ist und der Zugang zur notfallmedizinischen Versorgung in Notaufnahmen damit
niederschwellig bleibt, findet im Bereich der präklinischen Notfallrettung eine stärker
eingegrenzte Definition Anwendung. Dabei sind Notfallpatientinnen und -patienten
„...Personen, die sich in einem lebensbedrohlichen Zustand befinden oder bei denen
schwere gesundheitliche Schäden zu befürchten sind, wenn sie nicht umgehend geeignete
medizinische Hilfe erhalten” (§ 2 Berliner Rettungsdienstgesetz). Die Notfallrettung
übernimmt dabei die Erstversorgung und den Transport in die Kliniken.
Im Krankenhaus wird die Notfallversorgung im Wesentlichen von den dafür vorgesehenen
Organisationseinheiten für ungeplant eintreffende Patientinnen und Patienten
(Notaufnahmen) und den auch für andere Patientinnen und Patienten genutzten
Diagnostik- und Therapiebereichen (z. B. CT, OP, Intensivstation) wahrgenommen.
Ziel einer bedarfsgerechten notfallmedizinischen Versorgung ist die Minimierung des
therapiefreien Intervalls. Folgende Empfehlungen der Fachgesellschaften 17 zu den Zeiten
ab Symptombeginn gelten dabei als Orientierung:
•
•
•
•

ST-Hebungsinfarkt:
Schlaganfall:
Schädel-Hirn-Trauma:
Schweres Trauma:

90 Minuten bis zur perkutanen koronaren Intervention
90 Minuten bis zur Entscheidung Lyse (120 min bis Lyse)
90 Minuten bis zum OP-Beginn (60 min bis CT)
90 Minuten bis zum OP-Beginn (60 min bis Klinikaufnahme)

Um diese Vorgaben erreichen zu können, verbleiben für die präklinische Zeit (außerhalb
der Verantwortung der Kliniken) maximal 60 Minuten. Die derzeitige strukturräumliche
Anordnung der Kliniken weist kaum Defizite auf und garantiert für die überwiegende Anzahl
der Fälle eine Anfahrtszeit von 10 Minuten bis zum nächsten Notfallkrankenhaus und in 20
Minuten bis zum nächsten Notfallzentrum. Somit sind im Krankenhaus die
Notfallressourcen so zu strukturieren, dass die notwendige Diagnostik und Therapie sofort
einsetzen kann und somit die oben genannten Empfehlungen eingehalten werden können.

16

Positionspapier für eine Reform der medizinischen Notfallversorgung in deutschen Notaufnahmen. Mit Unterstützung der
Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), der Deutschen Gesellschaft für
Internistische Intensiv- und Notfallmedizin (DGIIN), der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin
(DGAI), der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) und der Deutschen Gesellschaft Interdisziplinäre Notfall- und
Akutmedizin (DGINA). Notfall und Rettungsmedizin 2015

17

Eckpunktepapier
zur
notfallmedizinischen
Versorgung
der
Bevölkerung
www.bundesaerztekammer.de/downloads/Eckpunkte_Med_Notfallversorgung.pdf

in

Klinik

und

Präklinik:

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

Abgestuftes Versorgungssystem
Mit dem Krankenhausplan 2010 wurde ein dreistufiges, auf traumatologische Notfälle
ausgerichtetes System in ein zweistufiges Versorgungssystem überführt (Notfallkrankenhaus, Notfallzentrum). Unter Vorbehalt von möglicherweise notwendigen
Anpassungen durch die im Laufe des Planungshorizontes durch den G-BA zu
entwickelnden Versorgungsstufen wird zum Zeitpunkt der Erstellung des
Krankenhausplanes 2016 an diesem System festgehalten.
Die notfallmedizinische Versorgung in einem Notfallkrankenhaus ist entsprechend der
ausgewiesenen Haupt- und Subdisziplinen durchzuführen, soweit diese für die
Notfallversorgung von Relevanz sind. Ein Krankenhaus, das sich nur selektiv in Hinblick
auf die im Krankenhausplan ausgewiesenen Abteilungen an der Notfallversorgung beteiligt,
kann nicht den Status „Notfallkrankenhaus“ erhalten. Die infrastrukturellen, personellen,
sachlichen und organisatorischen Voraussetzungen für eine adäquate Notfallversorgung
müssen rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr mit einer vertretbaren Redundanz
(Ausfallsicherheit) vorhanden sein. Insgesamt werden 32 Klinikstandorte als
Notfallkrankenhäuser ausgewiesen. Das Vivantes Klinikum im Friedrichshain / Standort
Prenzlauer Berg wird als Krankenhausstandort aufgegeben und entfällt damit künftig als
Notfallkrankenhaus.
Zusätzlich werden einige Krankenhäuser als Notfallzentren ausgewiesen, an die erhöhte
Anforderungen an Leistungsfähigkeit, Infrastruktur und Aufnahmekapazität gestellt werden.
Dort werden möglichst alle notfallrelevanten Fachgebiete vorgehalten, insbesondere zur
Versorgung interdisziplinärer Notfälle wie dem schweren Trauma. Somit wird auch im
Bereich der Notfallversorgung der Grundsatz einer wohnortnahen Grundversorgung und
einer zentralisierten Spezialversorgung aufrechterhalten. Gerade in der Notfallversorgung
ist eine Vernetzung von Kliniken unterschiedlicher Versorgungsmöglichkeiten anzustreben.
Im Krankenhausplan 2016 werden unverändert 6 Standorte als Notfallzentren
ausgewiesen. Es handelt sich um folgende Krankenhäuser:
•
•
•
•
•
•

Charité – Campus Benjamin Franklin
Charité – Campus Virchow Klinikum
HELIOS Klinikum Berlin-Buch
Unfallkrankenhaus Berlin
Vivantes Klinikum im Friedrichshain
Vivantes Klinikum Neukölln.

Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass in Brandenburg ein weiteres Krankenhaus mit dem
Leistungsspektrum eines Notfallzentrums vorhanden ist, welches für Berlin relevant sein
kann (Klinikum Ernst von Bergmann, Potsdam).
Die Beteiligung der Krankenhäuser an der Notfallversorgung (Notfallkrankenhäuser bzw.
spezifische Beteiligung) ist in den Krankenhausdatenblättern (siehe Anlage 1) festgelegt
und der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.

59

60

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Tab. 10.1. – 1:
Region

Krankenhäuser mit
Stand: April 2015

Teilnahme

an

Klinik

der

Einstufung
Notfallzentrum

Notfallkrankenhaus

Bundeswehrkrankenhaus

X

Charité – Campus Mitte

X

Charité – Campus Virchow Klinikum

X

Deutsches Herzzentrum Berlin
Mitte

Notfallversorgung,

Spezialversorgung

DRK Kliniken Berlin Mitte

X

Elisabeth Klinik

X

Franziskus-Krankenhaus

X

Jüdisches Krankenhaus

X

St. Hedwig-Krankenhaus

X

Vivantes Klinikum im Friedrichshain

X

Vivantes Klinikum am Urban

X

Ev. Lungenklinik

Nord

Spezialversorgung

Dominikus Krankenhaus

X

Maria Heimsuchung – Caritas-Klinik Pankow

X

HELIOS-Klinikum Berlin-Buch

X

Park-Klinik Weissensee

X

Vivantes Humboldt-Klinikum

X
(X)1)

(Vivantes Klinikum Prenzlauer Berg)

West

DRK Kliniken Berlin Westend

X

Ev. Waldkrankenhaus Spandau

X

Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe

X

Martin-Luther-Krankenhaus

X

Schlosspark-Klinik

X

St. Gertrauden-Krankenhaus

X

Vivantes Klinikum Spandau

X

Charité – Campus Benjamin Franklin

Südwest

X

Ev. Krankenhaus Hubertus

X

HELIOS-Klinikum Emil von Behring

X

Krankenhaus Bethel

X

Krankenhaus Waldfriede

X

St. Joseph-Krankenhaus (Tempelhof)

X

St. Marien Krankenhaus

X

Vivantes Auguste-Viktoria-Klinkum

X

Vivantes Wenckebach-Klinikum

X

Augenklinik Berlin-Marzahn
Ost

X

Sana Klinikum Lichtenberg

X

Unfallkrankenhaus Berlin

Südost

X

Vivantes Klinikum Hellersdorf

X

DRK Kliniken Berlin Köpenick

X

Krankenhaus Hedwigshöhe

X

Vivantes Klinikum Neukölln
1)         

Spezialversorgung

Ev. Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge

X

Nur noch befristet, längstens bis zum Ausscheiden des Standortes aus der Krankenhausversorgung

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

61

Drei Kliniken werden aufgrund ihrer Spezifika (sie übernehmen die fachspezifische
Notfallversorgung am Standort eines Notfallzentrums, das dieses Fachgebiet selbst nicht
vorhält) nur für ein spezifisches Versorgungsgebiet für die Teilnahme an der
Notfallversorgung ausgewiesen (Augenklinik Berlin-Marzahn, Deutsches Herzzentrum
Berlin (DHZB) sowie Ev. Lungenklinik).
Notfälle mit sehr spezifischen Versorgungserfordernissen werden jeweils in einem bzw.
zwei Krankenhausstandorten zentralisiert versorgt. Das betrifft:
•
•

das Zentrum für Schwerbrandverletzte (Unfallkrankenhaus Berlin)
die Versorgung von herzchirurgischen Notfällen (Deutsches Herzzentrum Berlin
(DHZB), sowie befristet Charité - Campus Mitte bis zur geplanten Integration in das
DHZB)
die Sonderisolierstationen für hochkontagiöse lebensbedrohliche Erkrankungen
(Charité – Campus Virchow Klinikum, Bundeswehrkrankenhaus)
das regionale Strahlenschutzzentrum (Charité – Campus Virchow Klinikum)
das
Zentrum
für
hyperbare
Sauerstofftherapie
und
Tauchmedizin
(Druckkammermedizin) (Vivantes Klinikum im Friedrichshain).

•
•
•

Die Krankenhausversorgung von Hochrisiko-Schwangerschaften und lebensbedrohlich
erkrankten Früh- und Neugeborenen richtet sich nach den Vorgaben des G-BA.
Präklinische Notfallrettung
Die Organisation der Notfallrettung obliegt in Berlin der für den Rettungsdienst zuständigen
Senatsverwaltung für Inneres und Sport. Einzelheiten zum Notarztdienst werden
gemeinsam mit der für Gesundheitswesen zuständigen Senatsverwaltung geregelt (§ 7
Berliner Rettungsdienstgesetz). Die Stationierungsorte der Notarztfahrzeuge orientieren
sich an einsatztaktischen Gegebenheiten und werden von der Berliner Feuerwehr
festgelegt. Die Gestellung von Notärztinnen und Notärzten erfolgt in der Regel durch an
der Notfallrettung mitwirkenden Kliniken. Zur Schaffung von Synergien und Reduktion von
Schnittstellenproblemen sollen die arztbesetzten Rettungsmittel organisatorisch an die
zentrale Notaufnahme angebunden werden. Eine Minimalvoraussetzung für die Mitwirkung
an der Notfallrettung ist die Ausweisung im Krankenhausplan als Notfallkrankenhaus. Eine
Übersicht über die in Berlin vorgehaltenen notarztbesetzten Rettungsmittel ist der Tabelle
10.1. – 2 zu entnehmen. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Krankenhausplanes (Frühjahr
2015) werden die Standorte des bodengebundenen Notarztsystems optimiert sowie die
ärztliche Dienstleistung bei der Berliner Feuerwehr ausgeschrieben. Eine Übersicht der
Stationierungsorte und die Besetzung der Notarzteinsatzfahrzeuge kann nach Abschluss
des Verfahrens der Homepage der Berliner Feuerwehr entnommen werden. Eine Übersicht
über genehmigte Hubschrauberlandeplätze an Berliner Kliniken ist Tabelle 10.1. – 3 zu
entnehmen.
Tab. 10.1. – 2:

Übersicht über die arztbesetzten Rettungsmittel im Land Berlin

Anzahl Fahrzeug

1)

Betriebszeiten

Durchführender

17

Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) 24 Stunden

Berliner Feuerwehr

1

Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) 24 Stunden

Bundeswehrkrankenhaus Berlin

4

Mo bis Fr jeweils ein ITW von
▪ 8 bis 16 Uhr
▪ 9 bis 17 Uhr
Intensivtransportwagen (ITW) ▪ 10 bis 18 Uhr (vorrangig für Fernfahrten)
▪ 14 bis 22 Uhr
Samstag ein ITW von
▪ 10 bis 18 Uhr

ASB Rettungsdienst Berlin gGmbH
DRK Rettungsdienst Berlin gGmbH
Johanniter Unfallhilfe e.V. Regionalverband Berlin
Malteser Hilfsdienst gGmbH im Land Berlin

1

Rettungshubschrauber (RTH)

1

Intensivtransporthubschrauber
24 Stunden
(ITH) 1)

▪ Sonnenaufgang (i.d.R. 7 Uhr) bis
Sonnenuntergang

gemeinsamer Versorgungsauftrag für Berlin und Brandenburg

ADAC Luftrettung gGmbH
HDM Luftrettung gGmbH

62

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Tab. 10.1. – 3:
Region

Mitte

Nord

Südwest

Ost

1)
2)

3)

Genehmigte Hubschrauberlandeplätze1) an Kliniken in Berlin

Standort

Bemerkung

Bundeswehrkrankenhaus
Scharnhorststraße 13
10115 Berlin
Charité – Campus Virchow Klinikum
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
Vivantes Humboldt-Klinikum
Am Nordgraben 2
13509 Berlin
HELIOS Klinikum Berlin-Buch
Schwanebecker Chaussee 50
13125 Berlin
Charité – Campus Benjamin Franklin
Klingsorstraße 107
12203 Berlin
Unfallkrankenhaus Berlin
Warener Straße 7
123685 Berlin

Tag/Nacht2)

Tag/Nacht

nur Tag, begrenzt auf 3,5 t

Tag/Nacht

Tag/Nacht
Stationierungsort RTH
Christoph 31
Tag/Nacht

3)

3)

Stationierungsort ITH
Christoph Berlin

gem. § 6 LuftVG genehmigt
Sonderregelung

ITH = Intensivtransporthubschrauber, RTH = Rettungstransporthubschrauber

Medizinische und organisatorische Anforderungen an Notfallkrankenhäuser und
Notfallzentren
Um eine adäquate Notfalltherapie umgehend einzuleiten zu können, sind klare
Strukturvorgaben für die Organisation und die Ausstattung in einem Notfallkrankenhaus
notwendig.
Nachfolgende Qualitätsanforderungen werden an alle Krankenhäuser gestellt, die an der
Notfallversorgung beteiligt sind. Diese umfassen Vorgaben zur Strukturqualität,
insbesondere zur Personalausstattung und -qualifikation und zur Prozessqualität. Es wird
davon ausgegangen, dass Notfallkrankenhäuser diese Anforderungen gegenwärtig bzw. in
einem angemessenen Zeitraum (spätestens mit Erlass des Feststellungsbescheides)
erfüllen.
Grundsätzlich müssen alle Notfallkrankenhäuser in der Lage sein, alle Notfälle rund um die
Uhr zu versorgen. Folgende Voraussetzungen sind hierfür notwendig:
Struktur und Konzepte
•
•

•

18

Notfallkrankenhäuser und -zentren führen Fachabteilungen der Inneren Medizin und
Chirurgie und verfügen insbesondere über eine angemessene fachärztliche Kompetenz
in der Unfall- und Viszeralchirurgie18.
Alle relevanten nicht-bettenführende Fachabteilungen müssen mit adäquater
Vorhaltung rund um die Uhr verfügbar sein (Radiologie mit konventioneller Bildgebung
und CT einschließlich unmittelbarer Befundung, Labordiagnostik, Anästhesiologie und
Blutdepot).
Ein Konzept zur Erst- und Weiterversorgung geriatrischer Patientinnen und Patienten
unter Berücksichtigung der hausindividuellen Besonderheiten ist vorzuhalten. In diesem
Konzept muss u.a. dargestellt werden, wie die geriatrische Kompetenz in der
Notaufnahme sichergestellt wird (siehe Abschnitt 10.2.).

siehe Stellungnahme der Berliner Ärztekammer vom 05. November 2013 (Anlage 6)

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

•

•

•

•

•

Kliniken, die an der Notfallversorgung teilnehmen, müssen für die Notaufnahme einen
psychiatrischen/psychosomatischen Konsiliardienst rund um die Uhr vorhalten, wenn
dementsprechende Fachabteilungen nicht vorhanden sind. Dies begründet sich aus
dem hohen Anteil von Patientinnen und Patienten in einer Notaufnahme mit
psychiatrischer
Komorbidität.
Kliniken,
die
eine
isolierte
psychiatrische
Notfallversorgung wahrnehmen, müssen eine somatische Grundversorgung, z. B.
durch Kooperationen mit Notfallkrankenhäusern, jederzeit gewährleisten.
Auch wenn eine explizite Bettenausweisung für die Intensivmedizin im
Krankenhausplan nicht erfolgt, sind derartige Abteilungen ebenfalls Grundbedingung.
Eine interdisziplinäre Ausrichtung ist anzustreben. Zur Sicherstellung der jederzeitigen
Aufnahmefähigkeit und zur notwendigen Effizienz eigener Intensivstationen ist die
Vorhaltung von mindestens 10 mit Beatmungsgeräten ausgestatteten Intensivbetten
verpflichtend.
Da Patientinnen und Patienten überwiegend mit Symptomen in die Notaufnahmen
kommen, die im Vorfeld eine eindeutige fachliche Zuordnung nicht erlauben, muss der
interdisziplinäre Ansatz der Notaufnahmen gestärkt werden. Daher muss die
Notaufnahme als eigenständige strukturelle Einheit vorgehalten werden und eine
bauliche Einheit darstellen, damit diese als zentrale Anlaufstelle des Krankenhauses
sowohl den selbst kommenden Patientinnen und Patienten als auch dem
Rettungsdienst zur Verfügung steht.
Bereits in den Notaufnahmen sollten Verdachtsdiagnosen mit hinreichender Sicherheit
gestellt werden, damit zeitkritische Therapien unmittelbar eingeleitet werden können
und eine Entscheidung zur weiteren ambulanten Behandlung oder zur stationären
Aufnahme mit Zuordnung zu der richtigen Fachdisziplin getroffen werden kann.
- Hierfür muss eine adäquate Anzahl an Untersuchungsräumen und, über den
obligat vorzuhaltenden Schockraum hinaus, an Überwachungsplätzen mit
möglichst zentralem Monitoring in der Notaufnahme zur Verfügung stehen.
- Darüber hinaus sollten zumindest in Notfallzentren Kurzliegerstationen räumlich
und organisatorisch an die Notaufnahmen angegliedert werden, in denen eine
diagnostische Abklärung und Therapie kurzfristig erfolgen kann.
Es müssen Konzepte vorliegen,
- welche organisatorisch und strukturell sicherstellen, dass eine Übertragung
insbesondere von multiresistenten und hochinfektiösen Erregern auf andere
Patientinnen und Patienten vermieden wird.
- welche die adäquate Versorgung von Erwachsenen und Kindern, die von
häuslicher und/oder sexueller Gewalt betroffen sind, sicherstellen.

Personal
•

•

•

19

Um eine fachübergreifende und qualitativ hochwertige Notfallversorgung durch klare
Zuordnung der Verantwortlichkeiten im Routinebetrieb, bei außergewöhnlichen
Ereignissen in der Notaufnahme zu gewährleisten, müssen Notaufnahmen eine eigene
ärztliche und pflegerische Leitung haben. Ein eigener pflegerischer Personalstamm ist
vorzuhalten. Die chefärztliche Besetzung sowie ein eigener ärztlicher Personalstamm
ist anzustreben.
Die personelle Ausstattung der Notaufnahmen ist so zu bemessen, dass die
unmittelbare strukturierte Ersteinschätzung zu jeder Zeit gewährleistet ist und die
maximalen Wartezeiten in den jeweiligen Dringlichkeitskategorien bis zum Beginn der
ärztlichen Behandlung grundsätzlich nicht überschritten werden (s. „Prozessqualität“).
In den Notaufnahmen eingesetzte Ärztinnen und Ärzte sollen die Zusatzbezeichnung
„Klinische Notfall- und Akutmedizin“ 19 erwerben. Hierbei sind angemessene
Übergangszeiträume zu berücksichtigen.

Änderungen des 10. Nachtrags zur Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Berlin: (http://www.aerztekammerberlin.de/10arzt/15_Aerztliche_Weiterbildung/10_wbo/Auszug-Amtsblatt_Berlin_10_Nachtrag.pdf)

63

64

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Prozessqualität
Die starke Inanspruchnahme der Notaufnahmen führt zwangsläufig zu Wartezeiten.
Entscheidend ist, dass dringend behandlungsbedürftige Patientinnen und Patienten (z. B.
mit Schlaganfall, Herzinfarkt, Sepsis etc.) rechtzeitig identifiziert und behandelt werden.
Hierzu ist als Mindestmaßnahme eine strukturierte Ersteinschätzung der Patientinnen und
Patienten mit einem validierten Ersteinschätzungssystem unmittelbar bei Erstkontakt
sicherzustellen. Zur Qualitätssicherung müssen die Warte- und Behandlungszeiten in den
entsprechenden
Dringlichkeitskategorien
von
den
Notfallkrankenhäusern
und
Notfallzentren bewertet werden. Kriterien zur Qualitätssicherung in der Notfallversorgung u.
a. im Zusammenhang mit einer strukturierten Ersteinschätzung werden unter Federführung
der Ärztekammer Berlin ausgearbeitet.
Schnittstelle Rettungsdienst/Notaufnahmen
Die Notfallkrankenhäuser und Notfallzentren müssen die Versorgung von Patientinnen und
Patienten jederzeit sicherstellen und ein reibungsloses Zusammenwirken mit dem Träger
des Rettungsdienstes gewährleisten. Die Anforderungen hierzu sind:
•
•
•

•

•
•

•
•

Infrastrukturelle Voraussetzungen für eine mit Rettungsdienstfahrzeugen einfach und
schnell zugängliche Notaufnahme, insbesondere Beschilderung, ausreichendes
Platzangebot, Zufahrt/Entladestelle mit Wetterschutz
Nur eine Anlaufstelle für Rettungsdienste mit kurzen Wegen in räumlicher Nähe zu
weiteren notfallrelevanten Einrichtungen, insbesondere bildgebende Diagnostik, OPBereich und Intensivstation
Notfallzentren halten Hubschraubersonderlandeplätze für die Luftrettung vor. Sollte
dies in Ausnahmefällen aufgrund der baulichen Situation nicht möglich sein, werden
zumindest für Notfalltransporte geeignete Landemöglichkeiten mit den Trägern der
Luftrettung definiert und Optimierungsmöglichkeiten mit der zuständigen
Luftfahrtbehörde abgesprochen.
Adäquate technische Voraussetzungen für eine ständige und redundante
Kommunikationsverbindung zur Leitstelle der Berliner Feuerwehr und ggf. weiteren
Einrichtungen, insbesondere Einsatzleitungen und Krisenstäben (z. B. Rotes Telefon,
Alarmfax, IT-Verbindung)
Die Einführung standardisierter Übergabeprotokolle ist anzustreben.
Die Notfallkrankenhäuser stellen für die Kommunikation mit der Berliner Feuerwehr und
anderen notfallmedizinisch relevanten Einrichtungen (zum Beispiel Krisenstäbe,
Lagezentren) eine Notfallkoordinatorin bzw. einen -koordinator rund um die Uhr als
zentralen
Ansprechpartner
zur
Verfügung,
der
über
eine
einheitliche
Kommunikationsstruktur erreichbar ist.
Die Krankenhäuser geben der Leitstelle der Berliner Feuerwehr jederzeit Auskunft über
die aktuellen Behandlungskapazitäten und Einschränkungen der Notfallversorgung.
Ein elektronischer Kapazitätsnachweis der Krankenhäuser (online Melde-,
Kommunikations- und Monitoringsystem zur Verfügbarkeit von Notfall- und
intensivmedizinischen Ressourcen) soll eingeführt werden und muss bei Verfügbarkeit
durch die Notfallkrankenhäuser verwendet werden.

Die beschriebenen Anforderungen gelten ebenso für Notfallzentren. Dort sind aufgrund der
hohen Patientenzahlen, dem Schweregrad der Notfälle und der interdisziplinären
Kooperationen höhere Anforderungen an personelle Besetzung, Stabilität organisatorischer
Prozesse und Ausfallsicherheit zu stellen.
Notfallkrankenhäuser und Notfallzentren führen Risikoanalysen hinsichtlich der kritischen
Infrastrukturen durch und leiten daraus geeignete Vorsorgemaßnahmen ab.
Notfallkrankenhäuser und Notfallzentren haben auch für die Bewältigung
außergewöhnlicher Schadensereignisse Sorge zu tragen. Hierzu sind Verantwortlichkeiten
festzulegen (z. B. Katastrophenschutzbeauftragte, Einsatzleitung im Bedarfsfall) sowie
Fachunterlagen zu erstellen und Übungen durchzuführen.

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

Nach einer Alarmierung durch die Feuerwehr oder einen Krisenstab muss ein
Notfallkrankenhaus in der Lage sein, sofort eine erweiterte Aufnahmekapazität beim
Massenanfall von Verletzten oder Erkrankten bereitzustellen. Daneben ist auch eine
Vorsorge für chemische (C), biologische (B) sowie radiologische (R) und nukleare (N)
Gefahrenlagen (CBRN-Lagen) zu treffen. Die für das Gesundheitswesen zuständige
Senatsverwaltung berät und unterstützt die Planungen der Kliniken.
Weitere Entwicklung, Qualitätsindikatoren und Transparenzinformationen
Die Qualitätssicherung in der Notfallversorgung, an der sich alle Notfallkrankenhäuser und
−zentren beteiligen sollen, wird die Berliner Ärztekammer federführend begleiten. Sie hat
über ihren Vorstand den Arbeitskreis „Interdisziplinäre Notaufnahmen und Notfallmedizin“
beauftragt, mögliche Qualitätsindikatoren für eine klinikübergreifende Qualitätssicherung in
der Notfallversorgung zu ermitteln. Längerfristig wäre eine Begleitung durch die
Ärztekammer Berlin analog zum Herz- oder Schlaganfallregister vorstellbar.
Die im Krankenhausplan 2016 festgelegten Qualitätsanforderungen sollen regelmäßig
evaluiert werden, um zu gewährleisten, dass die Anforderungen dauerhaft erfüllt sind. Die
Erkenntnisse sollen in der künftigen Krankenhausplanung berücksichtigt werden.
In Abb. 10.1. – 1 ist die Häufigkeit der angefahrenen Berliner Krankenhausstandorte durch
die Berliner Feuerwehr für das Jahr 2014 angegeben. Sie vermittelt einen Überblick zum
Umfang der Beteiligung der Krankenhäuser an der Notfallversorgung und bietet
Anknüpfungspunkte für die zu erwartende Stufung der Notallkrankenhäuser auf der
Grundlage der G-BA-Kriterien.
Abb. 10.1. – 1:

Quelle: Berliner Feuerwehr

10.2.

Geriatrie und Versorgung Demenzerkrankter

Die gestiegene Lebenserwartung und geänderte Altersstruktur führen zu einem verstärkten
Zuwachs der älteren Menschen innerhalb der Gesamtpopulation Berlins. Dieser
demografische Wandel hat bereits eingesetzt, wird sich in den kommenden Jahren
verstärken und geht gleichzeitig einher mit sinkenden Zahlen Berufstätiger auch in den
Gesundheitsberufen. Auf diese Entwicklung müssen sich auch die Krankenhäuser
einstellen.

65

66

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Generelles Ziel ist es, eine qualitativ gute Krankenhausversorgung für alte Menschen
sicherzustellen.
Mit steigendem Lebensalter nehmen in der Regel auch die gesundheitlichen
Beeinträchtigungen, die Anfälligkeit sowie die Häufigkeit, Schwere und Vielzahl der
Erkrankungen zu. Oft sind es akute Notfallereignisse oder heftige, aber unklare
Beschwerden bei alten Menschen, die bei Betroffenen, Betreuenden und Angehörigen
Ängste auslösen und zur Inanspruchnahme von Notaufnahmen in Krankenhäusern führen.
Eher selten kommen elektive Einweisungen durch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte
vor. Der Notaufnahme im Krankenhaus kommt daher eine zentrale Bedeutung und
Lenkungsfunktion für die adäquate gesundheitliche Versorgung alter Menschen zu.
Bei multimorbiden Patientinnen und Patienten ist oft eine geriatrische Behandlung indiziert,
selbst wenn das zur Krankenhausaufnahme führende Ereignis vorrangig in die Domäne
der Chirurgie (z. B. bei Oberschenkelhalsbruch), der Kardiologie (z. B. bei Herzinfarkt) oder
der Neurologie (z. B. bei Schlaganfall) gehört.
Krankenhäuser sind – abgesehen von Hospizen – jedoch immer nur das letzte Glied in der
Versorgungskette. Vorgeschaltet ist eine Reihe von ambulanten und komplementären
Einrichtungen. Je besser diese untereinander und mit Krankenhäusern zusammenarbeiten,
desto besser wird die gesundheitliche und soziale Betreuung und Versorgung alter
Menschen. Entscheidend zur Beurteilung des Behandlungsergebnisses ist der Gewinn an
Lebensqualität.
Mit den besonderen Aufgaben zur Überwindung der Schnittstellenproblematik zwischen
den verschiedenen Versorgungssektoren besonders bei Hochaltrigen beschäftigt sich das
von der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales erarbeitete Diskussionspapier
„80plus“ 20. Auf Basis dieses Papiers sollen nun eine Rahmenstrategie entwickelt und
Lösungswege aufgezeigt werden.
Besonders für alte Menschen ist ein Krankenhausaufenthalt ein einschneidendes Erlebnis,
das mit erheblichem Stress verbunden ist. Die eigene Vergänglichkeit mit wachsenden
körperlichen wie kognitiven Beeinträchtigungen wird offensichtlich. Auch werden die
Belastungen, die eine Krankenhausbehandlung mit sich bringt, wesentlich schlechter
verkraftet, als dies bei jüngeren Menschen der Fall ist.
So ist es nicht ungewöhnlich, dass diese Belastungssituation in der Notaufnahme selbst
zur akuten Verschlechterung des Gesundheitszustandes führen kann, z.B. ein Delir
auslöst, welches dann zur Demenz führt.
Haben sich bereits kognitive Beeinträchtigungen manifestiert, was bei geschätzt etwa
40 Prozent der Geriatriepatientinnen und -patienten der Fall ist, ist eine Anpassung an die
Gegebenheiten im Krankenhaus nur schwer oder gar nicht mehr möglich. Aus dem Gefühl,
sich nicht mehr anders helfen zu können, kommt es zu aggressivem oder die medizinische
Versorgung unterminierendem Verhalten, z. B. in dem Verbände und Infusionen
eigenmächtig entfernt werden. Im Krankenhausalltag wird dies meist als „herausforderndes
Verhalten“ bezeichnet. Auch hier sind gezielte Gegenmaßnahmen möglich und notwendig.
Aus den besonderen Versorgungsbedarfen älterer Menschen ergibt sich die Notwendigkeit
nach wohnortnahen Angeboten. Geriatrie zählt daher zum Bereich der Basisversorgung.
Grundlage für den regionalen Planungsansatz in diesem Bereich bilden die sechs
planerischen
Versorgungsregionen.
Hierbei
ergibt
sich
folgende
regionale
Planungspriorität:
1. Planungsregion ist Berlin. Bei Etablierung neuer Angebote ist auf eine regional
gleichmäßige Verteilung in den sechs Versorgungsregionen zu achten.

20

http://www.berlin.de/sen/gessoz/80plus/

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

67

2. Innerhalb jeder Planungsregion sollten – sofern es mehrere Anbieter gibt – die
Angebote nach Möglichkeit gut verteilt sein.
Die vorhandenen 22 Krankenhausstandorte mit geriatrischen Abteilungen und die
geplanten 27 Standorte verteilen sich gemäß nachfolgender Übersicht auf die
Versorgungsregionen:
Tab. 10.2. – 1:
Region

Übersicht über die vorhandenen und geplanten Krankenhausstandorte mit geriatrischer Abteilung

Bezirk

Reinickendorf
Nord
Pankow

FriedrichshainKreuzberg
Mitte

Lfd.
Nr.
1
2
3
4
5a

5b

6
Mitte
7
Lichtenberg

8
9

Ost
MarzahnHellersdorf

Spandau
West
CharlottenburgWilmersdorf

SteglitzZehlendorf
Süd-West
TempelhofSchöneberg

Süd-Ost

10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24

Neukölln

25

TreptowKöpenick

26
27

Krankenhaus(-Standort)
Vivantes Humboldt-Klinikum
Dominikus-Krankenhaus
Vitanas
Helios Klinikum Buch
Vivantes Klinikum Friedrichshain /
Standort Klinikum Prenzlauer Berg
(Verlagerung des Angebots und
Schließung dieses Standorts geplant)
Vivantes Klinikum im Friedrichshain –
Standort Landsberger Allee (Aufbau
durch Verlagerung des Angebots vom
KPB geplant)
Evangelisches Geriatriezentrum Berlin
(EGZB)
St. Hedwig Kliniken Berlin –
Große Hamburger Str.
(geplantes Angebot)
Sana-Klinikum Lichtenberg
Ev. Krankenhaus Königin Elisabeth
Herzberge
Vivantes Klinikum Hellersdorf
Deutsches Geriatriezentrum Berlin
(geplantes Krankenhaus)
Ev. Johannesstift – Wichernkrankenhaus
Ev. Waldkrankenhaus Spandau
Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe
Malteser Krankenhaus
St. Gertrauden Krankenhaus
DRK Kliniken Berlin |Westend (geplantes
Angebot)
Ev. Krankenhaus Hubertus
St. Marien-Krankenhaus
Charité – CBF (geplantes Angebot)
Krankenhaus Bethel
Vivantes Wenckebach-Klinikum
Vivantes Auguste Viktoria Krankenhaus
St. Joseph-Krankenhaus Tempelhof
(geplantes Angebot)
Vivantes Ida-Wolff-Krankenhaus
St. Hedwig-Kliniken Berlin /
Hedwigshöhe
DRK Kliniken Berlin | Köpenick

Fachkhs.

Allgem.Khs.

Vollstat.

TK

x
x
x

x
x
x
x

geplant
x
x
geplant

[x]

[x]

x

geplant

geplant

x

x

x

x
x

geplant

x

x

x

x

x

x

x

x

geplant

geplant

geplant

x
x
x
x

x
x
x
x
x

x
geplant

x

geplant

x
x
x
x
x
x

x
x
geplant
x
x

x

geplant

x
x

x

x
geplant

x

x
x
x

x

x

x

x

x

x

x

x

68

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

Ausgangssituation und angestrebte regionale Verteilung des prognostizierten
Bettenbedarfs 21
Zum Stichtag 01.01.2015 standen 1.699 ordnungsbehördlich genehmigte Betten/Plätze in
Plankrankenhäusern zur Verfügung. Damit sind bis zu diesem Zeitpunkt die in den
Krankenhausplan 2010 aufgenommenen 1.730 Betten/Plätze noch nicht in vollem Umfang
errichtet. Der Bettenbedarf im Jahr 2020 wurde anhand des prognostizierten
Pflegetagevolumens in geriatrischen Abteilungen festgestellt und liegt bei 2.010
Betten/Plätzen. 22
In den Krankenhausplan 2016 wurden 2.042 Betten/Plätze aufgenommen.
Abb. 10.2. – 1: Jetzige und mit dem Krankenhausplan 2016 angestrebte regionale
Verteilung der geriatrischen Kapazitäten sowie der anhand der
Bevölkerungsentwicklung und -zusammensetzung prognostizierte
Versorgungsanteil für die jeweilige Versorgungregion im Jahr 2020
in Prozent bzw. Betten/Plätzen

Region:
Ist 01.01.2015:
Versorgungsanteil 2020:
Soll KHPlan 2016:

Region:
Ist 01.01.2015:
Versorgungsanteil 2020:
Soll KHPlan 2016:

Nord
378
17,7 % (356)
339
Region:
Ist 01.01.2015:
Versorgungsanteil 2020:
Soll KHPlan 2016:

West
309
18,4 % (370)
374
Region:
Ist 01.01.2015:
Versorgungsanteil 2020:
Soll KHPlan 2016:

Region:
Ist 01.01.2015:
Versorgungsanteil 2020:
Soll KHPlan 2016:

Südwest
397
22,0 % (442)
474

Ost
168
15,0 % (301)
292

Mitte
192
9,7 % (195)
272

Region:
Ist 01.01.2015:
Versorgungsanteil 2020:
Soll KHPlan 2016:

Südost
255
17,2 % (346)
291

Strukturelle Anforderungen an die geriatrische Versorgung im Krankenhaus
Geriatrie ist im Krankenhausplan 2016 als Hauptabteilung ausgewiesen, d. h. es erfolgt im
Plan auch eine qualitative und quantitative Vorgabe zur Kapazität der Abteilung
(abschließende Planung). Geriatrische Komplexbehandlung ist nur mit der GKV

21

vgl. Kapitel 9.3. sowie Anlage 3

22

vgl. Kapitel 9.4.4., Tab. 9.4.4. – 2 sowie Anlage 3

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

abrechenbar, wenn diese in einem Krankenhaus (bzw. an einem Krankenhausstandort)
erbracht wird, in (bzw. an) dem Geriatrie krankenhausplanerisch vorgesehen ist.
Voraussetzungen für den krankenhausplanerischen Ausweis geriatrischer Angebote sind:
•
•
•
•

•

•

Die Abteilung für Geriatrie ist ordnungsbehördlich genehmigt/konzessioniert.
Die Abteilung für Geriatrie ist eingebunden in ein Allgemeinkrankenhaus.
Bestehende Fachkrankenhäuser genießen, sofern Bedarf nachgewiesen wird,
Bestandsschutz.
Bei
Auswahlentscheidungen
zwischen
mehreren
Bewerbern
gilt:
Neue
Fachkrankenhäuser werden nur dann in den Krankenhausplan aufgenommen, wenn
sie konzeptionell nachweisen, wie sie den höheren Aufwand im Vergleich zu in
Allgemeinkrankenhäuser integrierten Geriatrieabteilungen ausgleichen und besser als
konkurrierende Mitbewerber geeignet sind. Der höhere Aufwand von
Fachkrankenhäusern macht sich z. B. bei Komplikationen deutlich, wenn externe
Fachärzte hinzugezogen oder Patientinnen und Patienten für notwendige
Diagnostikmaßnahmen oder Operationen in andere Krankenhäuser verlegt werden
müssen. Dies beeinträchtigt nicht nur die Leistungsfähigkeit der Fachkrankenhäuser,
sondern auch die Qualität der Versorgung. Damit sind Fachkrankenhäuser tendenziell
schlechter geeignet bzw. haben einen höheren Aufwand zum Ausgleich dieser
Qualitätsnachteile als Krankenhäuser mit integrierter geriatrischer Abteilung.
Die individuellen Behandlungsbedarfe geriatrischer Patientinnen und Patienten
erfordern über die stationären Strukturen hinaus eine intensive Vernetzung und
Bündelung von Kompetenzen, die den ambulanten und komplementären Bereich
einschließen. Krankenhäuser sollten daher die Einbindung in eine Netzwerkstruktur
sichern. Auch ist entweder hausintern oder aber zwischen Fachkrankenhäusern und
Krankenhäusern ohne eigene Geriatrie, aber mit Rettungsstelle durch entsprechende
Kooperationsvereinbarungen die geriatrische Kompetenz in den Notaufnahmen sicher
zu stellen (siehe auch Abschnitt 10.1.).
Notfallzentren und Notfallkrankenhäuser erarbeiten ein Konzept unter Berücksichtigung
der hausindividuellen Besonderheiten zur Erst- und Weiterversorgung geriatrischer
Patientinnen und Patienten. In diesem Konzept wird dargestellt:
-

•

Geriatrische Abteilungen erfüllen überdies folgende Anforderungen:
-

-

23

wie geriatrische Kompetenz in der Notaufnahme sichergestellt
welches Screening zur Identifizierung geriatrischer Patientinnen und Patienten
angewendet
welches Screening zur Identifizierung von Patientinnen und Patienten mit
kognitiven Beeinträchtigungen/Demenz angewendet und
wie ein hausinternes Casemanagement, das bereits ab Notaufnahme einsetzt,
durchgeführt wird.

sie verfügen über eine angemessene Personalausstattung (empfohlen wird eine
Ausrichtung an den Empfehlungen des Bundesverbandes Geriatrie 23)
die fachärztliche Mindestbesetzung wird erfüllt (Mindestausstattung: ärztliche
Leitung und Stellvertretung durch geriatrische Fachärztinnen und -ärzte,
Gesamtumfang von mindestens zwei Vollkräften mit geriatrischer fachärztlicher
Kompetenz)
die Chefärztin bzw. der Chefarzt soll über eine Weiterbildungsermächtigung
verfügen
es erfolgt eine strukturierte hausinterne fachabteilungsübergreifende
Zusammenarbeit
es erfolgen regelmäßige Mitarbeiterschulungen, auch in Bezug auf den Umgang
mit Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen

vgl. Tab. 10.2. - 2

69

70

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
-

-

ein qualifiziertes Entlass- und Beschwerdemanagement wird durchgeführt
größere Abteilungen sollen über besonders gestaltete Bereiche verfügen, die
auf Bedürfnisse von Patientinnen und Patienten mit kognitiven Beeinträchtigten
abgestimmt sind; diese Bereiche können auch in interdisziplinären Stationen
zusammengefasst werden
Beteiligung an einer freiwilligen fachspezifischen externen Qualitätssicherungsmaßnahme wie z. B. Gemidas Pro sowie die Mitgliedschaft im Bundesverband
Geriatrie werden empfohlen.

Die Erfüllung der empfehlenden Bestandteile dieser Anforderungen kommt insbesondere
bei krankenhausplanerischen Auswahlentscheidungen zum Tragen.

Räumliche Vorgaben
Der geriatrischen Abteilung müssen geeignete Räumlichkeiten zur Diagnostik und Therapie
zur Verfügung stehen. Die besonderen Bedürfnisse und Erkrankungsmuster geriatrischer
Patientinnen und Patienten einschließlich bestehender Behinderungen und gegebenenfalls
kognitiver Beeinträchtigungen müssen berücksichtigt werden. Die Ausstattung soll
Orientierungshilfen anbieten.
Für den richtigen Abteilungszuschnitt gelten folgende Empfehlungen:
•
•

•

Geriatrische Abteilungen sollten nicht über weniger als 20 Betten verfügen, besser sind
Abteilungsgrößen von mehr als 40 Betten.
Kliniken mit mehr als 100 geriatrischen Betten sollten eine Binnendifferenzierung
vornehmen. Empfehlenswert ist es, eine spezielle Station für Patientinnen und
Patienten mit kognitiven Beeinträchtigungen und herausforderndem Verhalten
einzurichten.
Kliniken mit mehr als 45 vollstationären Betten sollten auch ein teilstationäres Angebot
vorhalten.

Empfehlungen zur personellen Ausstattung
Mit dem Krankenhausplan 2016 werden die Empfehlungen zur personellen Ausstattung
des Bundesverbandes Geriatrie – ebenfalls als Empfehlung – übernommen:
Tab. 10.2. – 2:

Vom Bundesverband (BV) Geriatrie empfohlener Personalschlüssel

Personalgruppe

Empfohlener Stellenschlüssel laut BV-Geriatrie
in Vollstellen

Ärztl. Dienst

abhängig
vom
Leistungsspektrum
und
einrichtungsspezifischen Gegebenheiten, im Schnitt
etwa 1:10 (1 Arztstelle auf 10 Betten)

Pflege

Akutbereich: 1:1,35 bis 1:1,8
Tagesklinik: 1:5,5 bis 1:6
alle Berufsgruppen müssen vertreten sein,
empfohlener Schlüssel: 1:4,4
1: 40 / TK entsprechend

Therapeuten
Sozialdienst

Aufnahmesituation
Meist führt für multimorbide Menschen der Weg ins Krankenhaus über die Notaufnahmen.
Hier jedoch prallen unterschiedlichste Interessen und Bedürfnisse aufeinander: Die
Notaufnahmen der Krankenhäuser sind in der Regel auf eine schnelle Erstversorgung und
ggf. Weiterleitung der Patientinnen und Patienten an die richtige Fachabteilung im Haus
ausgelegt.
Daneben haben sie die wichtige Funktion, bei Patientinnen und Patienten auch den
geriatrischen Versorgungsbedarf zu erkennen und die Weiterverlegung in die passende
Versorgungsstruktur zu veranlassen. Viele Patientinnen und Patienten, für die eine
geriatriespezifische Behandlung angezeigt wäre, werden bisher nicht in ausreichendem

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

Maß als solche erkannt. Die Aufnahmesituation zur stationären Krankenhausbehandlung
stellt damit eine entscheidende Weichenstellung dar.
Der Sozialdienst eines Hauses sollte unmittelbar eingebunden werden, wenn das
Screening in der Notaufnahme auf einen geriatrischen Patienten hinweist. Dieser sollte
nach Möglichkeit auch dann vom Sozialdienst betreut werden, wenn eine stationäre
Aufnahme im Krankenhaus nicht erforderlich ist.
Zur gestuften Identifikation sollte zunächst ein möglichst einfaches Screeningverfahren
eingesetzt werden, das schon das Pflegepersonal bei der Aufnahme durchführen kann. Ein
solches Screening sollte bei jeder Krankenhausaufnahme von Patientinnen und Patienten
ab dem 75. Lebensjahr zur Verfügung stehen und sowohl das geriatrische
Behandlungspotenzial als auch kognitive Beeinträchtigungen erfassen. Im Falle von
Einweisungen wäre es sinnvoll, dass ein solches Screening bereits durch die
niedergelassenen Ärztinnen bzw. Ärzte erfolgt.
Patientinnen und Patienten, die im Screening geriatrischen Versorgungsbedarf erkennen
lassen, werden durch ein geeignetes Assessment intensiver untersucht, um festzustellen,
in welchem Ausmaß sie von einer geriatrischen Behandlung profitieren können. Dadurch
werden bei der Krankenhausbehandlung die individuell relevanten geriatrischen Aspekte
schon in der Frühphase der Behandlung erkannt.
Für das Assessment ist geriatrischer Sachverstand erforderlich. Es kann durch eine
geriatrisch weitergebildete und geschulte Pflegekraft erfolgen.
Abhängig vom Ergebnis des Assessments ist eine geriatrische Versorgung in individuell
unterschiedlicher Intensität erforderlich. Bei der Behandlung geriatrischer Patienten in einer
anderen Fachabteilung ist bis zur Verlegung in eine geriatrische Abteilung eine
Unterstützung durch einen ärztlichen Konsiliardienst (mindestens Ärztin oder Arzt mit
wenigstens zwei Jahren Berufserfahrung in einer geriatrischen Einrichtung) hilfreich.
Modelle besonderer fächerübergreifender Zusammenarbeit führen zu einer besseren
Qualität in der Behandlung. Hierbei bieten sich z.B. folgende Fächerkombinationen an:
•
•
•

Geriatrie – Neurologie
Geriatrie – Chirurgie
Geriatrie – Gefäßzentrum

•

Geriatrie – Kardiologie

(z.B. Schlaganfallbehandlung)
(z.B. Alterstraumatologie)
(z.B. Gefäßkrankheiten bei multimorbiden Patientinnen
und Patienten)
(z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen).

Versorgung kognitiv Beeinträchtigter und Demenzerkrankter
Der überwiegende Anteil von Patientinnen und Patienten mit dementiellen Erkrankungen
wird aufgrund eines akuten Gesundheitsproblems, das nicht die kognitiven
Einschränkungen betrifft, in das Krankenhaus aufgenommen. Ein Krankenhausaufenthalt
ist gerade für diesen Personenkreis mit erheblichen Belastungen verbunden. Aber auch
Personal und Mitpatienten können durch herausforderndes Verhaltens kognitiv
beeinträchtigter Patientinnen und Patienten erheblich belastet werden.
Mit dem Krankenhausplan 2016 gilt daher die Empfehlung, dass jedes Berliner
Plankrankenhaus über ein Konzept zur Versorgung von Patientinnen und Patienten mit
kognitiven Beeinträchtigungen verfügen sollte.
Mindestbestandteile
dieses
Konzepts
sollen
krankenhausinterne
Leitlinien,
Behandlungspfade/-abläufe sowie hausindividuelle strukturelle und baulich gestaltende
Maßnahmen sein, die im Folgenden nur stichwortartig aufgelistet sind:
•
•

Notaufnahmeversorgung (Screening, Abläufe, räumliche Separierung, Einbindung
Vertrauter, Patientenüberleitungsbögen)
Abläufe ab Krankenhausaufnahme (Aufnahmemanagement, Belegungsmanagement,
Unterbringung auf einer besonderen interdisziplinären Station (soweit vorhanden),

71

72

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

•

Rooming-In enger Vertrauter, Verzicht auf weitere krankenhausinterne Verlegung,
Einbindung Ehrenamtlicher und Patientenbegleitteams)
Planung und Flexibilisierung der Behandlungsabläufe:
-

•
•

Verpflichtender Vermerk über das Vorliegen einer kognitiven Einschränkung
bzw. eines bestehenden Risikos in der Patientenakte.
Individuelle Planung aller diagnostischen, pflegerischen und therapeutischen
Maßnahmen, insbesondere Überprüfung der üblichen Diagnostik auf
Therapierelevanz.
Individuelle Anpassung der Planung von Behandlungen an die tatsächlichen
Bedarfe der Patienten (z.B. Verhinderung von Wartezeiten, Umgang bei präund postoperativer Versorgung).
Ausbau der Frühmobilisation.
Anwendung
von
Pflegekonzepten,
die
die
Erhaltung
kognitiver,
alltagspraktischer und sozialer Kompetenzen fördern und neuropsychiatrische
Symptome reduzieren, so dass eine weitest gehende Reduktion
freiheitsentziehender Maßnahmen ermöglicht wird.

Auflistung der hausspezifischen strukturellen Maßnahmen wie z.B. AngehörigenSprechstunden, Konsiliar- und Liaisondienste, Koordinationsstellen, spezielle Stationen
oder demenzsensible Milieugestaltung
Besonderheiten des Entlassmanagments bei kognitiv beeinträchtigten Patientinnen und
Patienten (z.B. intensive Einbindung von Angehörigen, Vertrauten und betreuenden
Personen, Nutzung von Patientenüberleitungsbögen); Darstellung der zielgruppenrelevanten Kooperationspartner und der Netzwerkeinbindung.

Ziel ist es, die Sensibilität und Aufmerksamkeit in Krankenhäusern für dieses Thema zu
schärfen bzw. zu erhöhen, bis der Umgang mit Patientinnen und Patienten mit kognitiven
Einschränkungen auf qualitativ hochwertigem Niveau Normalität geworden ist.
Die Bündelung kognitiv beeinträchtigter Patienten auf einer interdisziplinären Station sowie
die bauliche Abhebung dieser Station durch demenzsensible Milieugestaltung sind wichtige
Hilfsmittel. Auf einer solchen Station sollte dabei speziell geschultes Personal –
zusammengesetzt aus einem multiprofessionellen Team – tätig sein. Besonderheit der
Station
ist,
dass
tagesstrukturierende
Maßnahmen,
Aktivierungsund
Beschäftigungsangebote eingerichtet sind, und insbesondere auch die Bezugspersonen,
Hausärztinnen und -ärzte und gfl. Pflegeheime regelmäßig eingebunden werden.

Geriatrische Institutsambulanzen
Zum Zeitpunkt der Erstellung des Krankenhausplanes 2016 stehen die
Rahmenbedingungen für die Einrichtung und Arbeit Geriatrischer Institutsambulanzen gem.
§ 118 a SGB V noch nicht fest. Aus Sicht des Landes Berlin können diese Geriatrischen
Institutsambulanzen ein wichtiges Bindeglied der sektorübergreifend vernetzten
Versorgung darstellen. Eine umgehende Einigung der Selbstverwaltungspartner wird daher
sehr begrüßt.

Casemanagement, Entlassmanagement und Netzwerkeinbindung
Krankenhausaufenthalte stellen für alte Menschen und ihre Angehörigen einschneidende
Ereignisse dar. Mitunter sind die Ergebnisse geriatrischer Krankenhausbehandlung
beeindruckend und bedeuten einen erheblichen Gewinn an Selbstständigkeit und
Lebensqualität für die Patienten. Allzu häufig gelingt dies jedoch nicht und der
Krankenhausaufenthalt läutet einen Wechsel der Lebensumstände, z. B. die Unterbringung
in einem Pflegeheim oder einer betreuten Wohnform ein. Auch wenn Patientinnen oder
Patienten wieder nach Hause entlassen werden können, sind evtl. kleine bauliche
Veränderungen notwendig, müssen Hilfsdienste organisiert und die hausärztliche
Anschlussversorgung gewährleistet werden. Auch die Versorgung mit Medikamenten,
Sanitätsprodukten und Hilfsmitteln (z.B. Krankenbett, Rollator, Rollstuhl, Krückstock,

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

Notrufanlagen) muss organisiert werden. Das Entlassmanagement sollte sinnvollerweise
Bestandteil eines von der Aufnahme beginnenden Casemanagements sein, das die
Behandlung während des stationären Aufenthalts steuert, die Entlassung frühzeitig
vorbereitet und erforderlichenfalls Vorkehrungen für die ambulante Weiterbehandlung trifft.
Die Einbindung von Bezugspersonen und Angehörigen ist selbstverständlich, nur dürfen
diese auch nicht überfordert werden. Eine frühzeitige Information über den
Entlasszeitpunkt und den voraussichtlichen Hilfsbedarf ist daher unverzichtbar. Auf die
besonderen Bedürfnisse, die Patientinnen und Patienten mit kognitiven Beeinträchtigungen
haben, ist hierbei zu achten.
Eine gute Netzwerkeinbindung ist dabei entscheidend für ein gut funktionierendes
Entlassmanagement.
Für Krankenhäuser mit geriatrischen Abteilungen ist gutes Entlassmanagement ein
Qualitätsmerkmal.

10.3.

Herzmedizin

10.3.1.

Kardiologie

Die Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist eine Schwerpunktaufgabe der
Inneren Medizin, insbesondere der internistischen Subdisziplin Kardiologie. Der
Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin weist an 46 Krankenhäusern bzw.
Krankenhausstandorten Hauptabteilungen für Innere Medizin aus. Die Ausweisung der
Hauptdisziplin Innere Medizin für ein Krankenhaus umfasst grundsätzlich auch die
Kardiologie.
Bei Verdacht auf einen akuten Herzinfarkt ist ein schneller Transport in ein geeignetes
Krankenhaus, die sofortige Diagnosesicherung und im Falle der Verdachtsbestätigung die
sofortige Einleitung der Behandlung, ggf. mit Hilfe eines Linksherzkatheters, oft
entscheidend für den Therapieerfolg. Die sogenannte percutane Intervention (PCI) mittels
Herzkatheter muss bei Herzinfarkt in Berlin rund um die Uhr und am Wochenende möglich
sein.
Bei der notfallmedizinischen Behandlung des akuten Herzinfarkts sind nicht alle
Krankenhäuser mit einer Abteilung für Innere Medizin geeignet, diese Versorgungsaufgabe
vollumfänglich wahrzunehmen. Dies ist auch nicht notwendig. In Berlin gibt es ausreichend
viele Krankenhäuser, die innerhalb der Fachabteilung für Innere Medizin eine
ordnungsbehördlich genehmigte Abteilung der Subdisziplin Kardiologie besitzen und am
Standort ein Linksherzkatherlabor angeschlossen haben. Diese Krankenhäuser sind
potentiell geeignet, an der kardiologischen Notfallversorgung teilzunehmen.
Darauf aufsetzend wurden wegen der großen krankenhausplanerischen Bedeutung der
Sicherstellung einer adäquaten Notfallbehandlung mit dem Krankenhausplan 2010
kardiologische Abteilungen innerhalb des Fachgebietes Innere Medizin dann ausgewiesen,
wenn sie folgende Auswahlkriterien erfüllen:
•
•
•
•
•

Notfallkrankenhaus nach Krankenhausplan
ordnungsbehördlich genehmigte Abteilung für Kardiologie
Linksherzkathetermessplatz
ausreichende personelle Besetzung für die kardiologische Notfallversorgung (7 Tage
die Woche/24 Stunden am Tag)
erkennbare Beteiligung an der Notfallversorgung.

Daran wird der Krankenhausplan 2016 festhalten.
Als ausreichende personelle Besetzung wird unverändert auf der Grundlage des
Kardiologiekonzeptes im Krankenhausplan 2006 folgende Personalausstattung
angesehen:

73

74

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
•
•
•
•

Chefärztin bzw. -arzt:

Internistin oder Internist mit Schwerpunkt Kardiologie,
Weiterbildungsbefugnis für den Schwerpunkt Kardiologie
Oberärztl. Besetzung:
Internistinnen und Internisten mit Schwerpunkt Kardiologie
mindestens vier PCI-erfahrene Kardiologinnen oder Kardiologen des Krankenhauses 24
(mit mindestens 75 PCI/Jahr/Ärztin oder Arzt)
24-Stunden-Bereitschaftsdienst für kardiologische Notfälle.

Als Indikator für eine erkennbare Beteiligung an der kardiologischen Notfallversorgung
wurde bereits mit dem Krankenhausplan 2010 die Zahl der PCI-Behandlungen bei akutem
Herzinfarkt außerhalb der normalen Arbeitszeit, d. h. an den Wochenenden, festgelegt.
Dabei wurde für eine nicht nur sporadische Beteiligung eine Mindestzahl von 25 Fällen am
Wochenende pro Jahr angesetzt und die Fallzahl am Wochenende/Jahr in einem
Fallzahldiagramm nach Krankenhäusern dargestellt, das jährlich aktualisiert wird (Anlage
4). Seit 2009 sind danach 20 Krankenhäuser in Berlin an der kardiologischen
Notfallbehandlung beteiligt (inkl. DHZB). Sie erfüllen die oben genannten Kriterien und
erreichen in der Regel auch die pro Jahr geforderte PCI-Fallzahl am Wochenende bzw.
verfehlen sie nur knapp.
Mit den Daten des Jahres 2014 soll das Diagramm modifiziert werden. Die erste Säule
stellt die Aufnahmen am Wochenende (Sonnabend/Sonntag) mit Hauptdiagnose
Herzinfarkt dar. Die zweite Säule zeigt die PCI am Wochenende mit unmittelbar zeitlichem
Zusammenhang zum Notfall, d. h. mit dazugehöriger Aufnahme des Patienten am gleichen
Wochenende (Freitag bis Sonntag). Abb. 10.3.1. – 1 zeigt die geplanten Veränderungen
auf der Datengrundlage von 2013.
Abb. 10.3.1. – 1:
Krankenhausfälle mit Herzinfarkt (ICD I 21) und Aufnahme am Wochenende,
sowie mit perkutaner Koronarintervention (PCI),
in kardiologischen Notfallkrankenhäusern, Berlin, InEK-Daten 2013

180

Krankenhausfälle mit Hauptdiagnose Herzinfarkt und Aufnahme am Wochenende (Sbd/So),
insg.1632
Krankenhausfälle mit Hauptdiagnose Herzinfarkt und PCI am Wochenende (Sbd/So) bei Aufnahme
am Wochenende (Fr/Sbd/So), insg.: 855

160
140
Fallzahl

120
100
80
60
40
20
0
1

2

3

4

5

6

7

8

9

10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20

Krankenhäuser
Insgesamt hat die Zahl der Notfallinterventionen am Wochenende in Berlin seit 2009 leicht
zugenommen. Im Jahr 2013 erfolgten in diesen 20 Krankenhäusern 89 Prozent (1.632) der
Aufnahmen am Wochenende mit Diagnose Herzinfarkt und 86 Prozent (7.330) aller
stationären Behandlungen mit Hauptdiagnose Herzinfarkt. Diese Entwicklung wird positiv
bewertet und kann als Verbesserung der kardiologischen Notfallversorgung interpretiert
werden. Die Ausweisung von Abteilungen der Subdisziplin Kardiologie erfolgt auch im

24

gegebenenfalls unter Einbeziehung von Belegärztinnen oder -ärzten

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

Krankenhausplan 2016 nicht abschließend. Bei Erfüllung der oben genannten Kriterien
kann bei weiteren Krankenhäusern innerhalb der Inneren Medizin eine Abteilung dieser
Subdisziplin krankenhausplanerisch ausgewiesen werden. Unabhängig davon ist bei
Eignung (z. B. ordnungsbehördlich genehmigte, durch einen Facharzt für Innere Medizin
mit Schwerpunkt Kardiologie geleitete Abteilung für Kardiologie, personelle und
medizintechnische Ausstattung) und bestehendem Bedarf eine Vereinbarung von elektiven
invasiven kardiologischen Leistungen mit den Krankenkassen möglich.
Vor allem in den letzten ein zwei Jahren wurden weitere kardiologische Abteilungen neu
aufgebaut, die bislang nicht die Kriterien für den Ausweis im Krankenhausplan erfüllen. Es
ist zu befürchten, dass die erreichte Konzentration der kardiologischen Versorgung auf
leistungsfähige Abteilungen mit maßgeblicher Notfallbeteiligung dadurch gefährdet wird.
Das Aufgabenspektrum von kardiologischen und allgemeininternistischen Abteilungen
besitzt zahlreiche Schnittmengen. Die Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen
gehört teilweise auch zu den Versorgungsaufgaben allgemeininternistischer Abteilungen.

10.3.2.

Herzchirurgie

Therapeutische Leistungen der Herzchirurgie werden heute teilweise mit Hilfe schonender
minimalinvasiver Methoden in der Inneren Medizin von Kardiologinnen und Kardiologen
erbracht. Ältere Patientinnen und Patienten mit zusätzlichen Begleiterkrankungen
profitieren oft besonders von der Möglichkeit, zwischen verschiedenen alternativen
Behandlungsverfahren abwägen zu können. Deshalb gewinnt die interdisziplinäre
Zusammenarbeit beider Fachdisziplinen weiter an Bedeutung. Durch geeignete Strukturen
sollte ein enges Zusammenwirken der an der herzmedizinischen Versorgung beteiligten
Fachgebiete gewährleistet und unterstützt werden.
Einen uneingeschränkten herzmedizinischen Versorgungsauftrag haben Krankenhäuser,
die sowohl mit einer herzchirurgischen als auch kardiologischen Abteilung in den
Krankenhausplan aufgenommen sind. Dabei ist wegen der vielfältigen innovativen
Entwicklungen in der Herzchirurgie im Interesse von Qualität und Wirtschaftlichkeit
notwendig, diesen uneingeschränkten herzmedizinischen Versorgungsauftrag auf wenige
hochleistungsfähige Einrichtungen zu begrenzen.
Im Land Berlin sind es bisher das DHZB und die Charité, die einen solchen
uneingeschränkten Versorgungsauftrag besitzen. Beide Einrichtungen werden in enger
räumlicher Nachbarschaft betrieben. Sie werden nun ihre Zusammenarbeit weiter
intensivieren und das „Universitäre Herzzentrum Berlin – Kooperation der Charité und des
Deutschen Herzzentrums Berlin“ aufbauen. Das Konzept sieht vor, dass sich die Charité
künftig auf das kardiologische Leistungsprofil konzentriert und keine Betten mehr in der
Herzchirurgie unterhält. Im Gegenzug will das DHZB künftig auf eine bettenführende
Abteilung Kardiologie verzichten und die herzchirurgische Versorgung Berlins sichern.
Der Krankenhausplan 2016 wird das neue Kooperationsmodell aufgreifen.
Herzchirurgische Betten werden künftig nur noch am DHZB ausgewiesen, wobei die
Herzchirurgie unverändert entsprechend der Weiterbildungsordnung als Subdisziplin der
Chirurgie erscheint. Um diese Feststellung eindeutig und abschließend vorzunehmen,
erfolgt im Krankenhausplan 2016 für die Herzchirurgie eine Bedarfsermittlung und eine
Ausweisung mit Bettenzahl. Die Herzchirurgie ist damit die einzige Subdisziplin, für die
eine abschließende Planung mit quantitativem Kapazitätsausweis erfolgt. Planerisch
wird sie somit wie eine Hauptdisziplin behandelt. Dennoch wird davon Abstand genommen,
sie in der Fachabteilungssystematik des Krankenhausplans – abweichend von der
Weiterbildungsordnung – als Hauptdisziplin einzuordnen (wie die Geriatrie). Damit wird
zum einen eine Gleichrangigkeit mit der Kardiologie gewährleistet, zum anderen bleibt die
gemäß Weiterbildungsordnung erst vor einigen Jahren erfolgte Einordnung der
Herzchirurgie in das Gebiet der Chirurgie unberührt.

75

76

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Trotz der demografischen Veränderungen der Altersstruktur der Bevölkerung gehen
Expertenkreise übereinstimmend von einem etwa gleichbleibenden herzchirurgischen
Versorgungsbedarf
aus.
Dies
hängt
vor
allem
mit
den
erweiterten
Behandlungsmöglichkeiten der Kardiologie zusammen, die teilweise substituierenden
Charakter haben. Deutschlandweit hat die Zahl der offenchirurgischen Eingriffe mit HerzLungen-Maschine sogar leicht abgenommen. Bei der Einschätzung des herzchirurgischen
Versorgungsbedarfs stützt sich die Planungsbehörde überdies auf ein Gutachten zur
herzchirurgischen Versorgung in der Region Berlin Brandenburg. Wegen des nahezu
gleichbleibenden herzchirurgischen Bedarfs wird keine neue herzchirurgische Abteilung in
den Krankenhausplan aufgenommen.
Für das Land Berlin wurde ein Bedarf von rd. 165 herzchirurgischen Betten bis zum Jahr
2020 festgestellt (siehe Abschnitt 9.4.4.). Dieser wird mit den Kapazitäten des DHZB
gedeckt.

10.4.

Neurologie

Das Gebiet der Neurologie hat sich aus der Inneren Medizin entwickelt und umfasst als
eigenständiges Fachgebiet die Vorbeugung, Erkennung, konservative Behandlung und
Rehabilitation der Erkrankungen des zentralen, peripheren und vegetativen Nervensystems
einschließlich der Muskulatur (Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Berlin, Fassung
von 2014). Zu den häufigsten neurologischen Krankheitsbildern zählen neben dem
Schlaganfall Epilepsie, Polyneuropathien, multiple Sklerose u. a. entzündliche ZNSErkrankungen, Schwindel- und Kopfschmerzsyndrome sowie Bewegungsstörungen.
Die verbesserten Möglichkeiten einer Behandlung neurologischer Krankheitsbilder, aber
auch der demografische Wandel führen u.a. zu einer Erhöhung der Fallzahlen in der
Neurologie (siehe Tabelle: 9.1.-2). Weitere Verkürzungen der Verweildauern sind bei
Zunahme von älteren und multimorbiden Patienten in diesem Fachgebiet nicht zu erwarten
und werden somit den Bettenmehrbedarf nicht kompensieren können. Der
Krankenhausplan sieht eine Erhöhung um ca. 200 Betten in der Neurologie vor. Aufgrund
der strukturräumlich guten Verteilung der neurologischen Kliniken in Berlin wird ein weiterer
Bettenzuwachs prinzipiell an den bestehenden Einrichtungen angestrebt. Zur
Verbesserung der Schlaganfallversorgung werden über den Krankenhausplan 2010 hinaus
gehend Krankenhäuser mit Stroke Units sowie Krankenhäuser mit Einheiten der
neurologischen Frührehabilitation ausgewiesen. Diese Ausweisungen werden mit
Qualitätsanforderungen verbunden, die im Folgenden aufgeführt sind.

10.4.1.

Schlaganfallversorgung

In Berlin erleiden ca. 13.000 Menschen pro Jahr einen Schlaganfall. Ursachen sind zu etwa
85 Prozent Hirninfarkte und transitorische ischämische Attacken (TIA), zu 10 bis
12 Prozent Hirnblutungen und zu 3 bis 5 Prozent subarachnoidale Blutungen. Die
Fallzahlen stiegen von 2007 bis 2013 um etwa 10 Prozent (InEK Daten, siehe Abb. 8. – 2),
was einerseits auf eine bessere Erkennung von Schlaganfällen und eine höhere
Krankenhausaufnahmequote, aber auch auf die zunehmende Erkrankungshäufigkeit
zurückzuführen ist. Die Schlaganfallerkrankung stellt die dritthäufigste Todesursache sowie
die häufigste Ursache für erworbene Behinderungen im Erwachsenalter in Deutschland
dar. Aufgrund der Bedeutung des Schlaganfalles und der Notwendigkeit einer qualitativ
hochwertigen, sektorenübergreifenden Versorgung von der Präklinik über die
Notaufnahme, die Stroke Unit bis zur Rehabilitation wurde der Schlaganfall als
Modellerkrankung für die Verbesserung des Schnittstellenmanagements im
Landesgremium nach § 90a SGB V thematisiert. Hierzu wurde im Juni 2015 ein Teilbericht
„Bericht der AG Patientenpfade – Schnittstellenmanagement am Beispiel

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

Schlaganfallversorgung zur Akutversorgung“ 25 veröffentlicht. Wesentliche Ergebnisse
fließen bereits in den Krankenhausplan 2016 ein 26.
Ein entscheidendes Kriterium zur Verbesserung des medizinischen Behandlungserfolges
beim Schlaganfall ist die Zeitspanne von Symptom- bis Therapiebeginn zu minimieren, die
unter 90 Minuten liegen sollte. Hierzu sind eine gute Kooperation und organisatorische
Absprache zwischen dem Rettungsdienst (v.a. Berliner Feuerwehr) und den Notaufnahmen
der geeigneten Krankenhäuser notwendig. Ein früher Therapiebeginn beim Hirninfarkt ist
insbesondere im Zusammenhang mit einer Thrombolysebehandlung und anderen
rekanalisierenden Maßnahmen (Katheterintervention) entscheidend für den Therapieerfolg.
Nach derzeitigem Stand des medizinischen Wissens sind nur Patienten mit einem
Zeitintervall von weniger als 6 Stunden (nur in Einzelfällen auch länger) seit
Symptombeginn für diese sehr effektiven Therapieformen geeignet.
Um die Zeit bis zum Behandlungsbeginn zu minimieren, bedarf es – neben der Aufklärung
der Bevölkerung über Symptome und Alarmierungsmöglichkeiten – einer optimalen
Abstimmung in der sektorenübergreifenden und interdisziplinären Versorgung. Darüber
hinaus ist wissenschaftlich erwiesen, dass durch die Behandlung der Patientinnen und
Patienten mit akutem Schlaganfall in Krankenhäusern, die spezialisierte interdisziplinäre
Behandlungseinheiten (sogenannte „Stroke Units“) aufweisen, die Sterblichkeit und der
Schweregrad von Behinderung erheblich vermindert werden können. Stroke Units sind
interdisziplinäre Behandlungseinheiten, die die apparativen und personellen
Voraussetzungen sowie die Laborausstattung für die notwendigen diagnostischen und
therapeutischen Maßnahmen rund um die Uhr gewährleisten. In Berlin verfügen derzeit 16
Krankenhäuser über eine regionale oder überregionale Stroke Unit mit insgesamt ca. 110
Betten (siehe Abb. 10.4.1. – 1). Im Jahr 2013 wurden bereits ca. 91 Prozent der
Schlaganfälle in Berlin in Krankenhäusern mit einer Stroke Unit behandelt.
Ziel ist es, eine qualitativ hochwertige Versorgung der Patientinnen und Patienten mit
Schlaganfall(verdacht) zu gewährleisten. Voraussetzung hierfür ist, dass diese
Patientinnen und Patienten grundsätzlich in ein geeignetes Notfallkrankenhaus verbracht
werden. Als geeignet gilt ein Krankenhaus, wenn es folgende Kriterien erfüllt:
•
•
•
•

Das Krankenhaus hat eine im Krankenhausplan ausgewiesene Fachabteilung für
Neurologie.
Es führt eine zertifizierte oder eine im Zertifizierungsverfahren befindende Stroke Unit
(Zertifizierungsverfahren entsprechend der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft und
der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe)
Das Krankenhaus muss alle infrastrukturellen und prozessualen Voraussetzungen für
reibungslose intrahospitale Abläufe in der Schlaganfallversorgung vorhalten.
Darüber hinaus nimmt das Krankenhaus verpflichtend am Berliner Schlaganfallregister
zur Qualitätssicherung teil.

Notfallkrankenhäuser, die die oben aufgeführten Kriterien erfüllen, werden im
Krankenhausplan 2016 als an der Schlaganfallversorgung teilnehmende Krankenhäuser
qualitativ ausgewiesen. Krankenhäuser, die eine Zertifizierung beabsichtigen oder sich im
Zertifizierungsverfahren befinden, werden im Feststellungsbescheid erst bei Nachweis der
Zertifizierung als geeignet ausgewiesen.
Wenn eine Patientin bzw. ein Patient mit Schlaganfall in einem nicht für die
Schlaganfallversorgung ausgewiesenen Krankenhaus erstversorgt wird, muss in der Regel
umgehend
zur
Weiterbehandlung
eine
Verlegung
in
ein
ausgewiesenes
Notfallkrankenhaus veranlasst werden, es sei denn, dies ist ausdrücklich nicht gewünscht.

25

http://www.berlin.de/sen/gesundheit/themen/ambulante-versorgung/landesgremium/

26

Im Bericht aufgeführte Verbesserungsmaßnahmen wurden mit allen Beteiligten abgestimmt und einvernehmlich
beschlossen, diese Maßnahmen im jeweiligen Zuständigkeitsbereich umzusetzen.

77

78

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Weiterhin sollen durch ein verbessertes Zusammenwirken von Rettungsdienst und
Notfallkrankenhaus und nachsorgenden Einrichtungen, Verbesserungen bei der
Schlaganfallversorgung erreicht werden:
•

•
•

•

Standardisierte
Vorankündigung
aller
dringlich
behandlungsbedürftigen
Schlaganfallpatientinnen und -patienten im Thrombolyse-Zeitfenster mit Übermittlung
behandlungsrelevanter Daten durch die Berliner Feuerwehr an eine zentrale
Anlaufstelle (Notfallkoordination) in den Notfallkrankenhäusern, um die intrahospitalen
Abläufe zu verbessern
Strukturierte Übergabe von Schlaganfallpatientinnen und -patienten durch den
Rettungsdienst an geschultes Personal in den Notaufnahmen
Um
eine
rasche
Identifizierung
und
frühen
Behandlungsbeginn
aller
Schlaganfallpatientinnen und -patienten einschließlich derer, die sich selbstständig
vorstellen, zu gewährleisten, muss eine sofortige strukturierte Ersteinschätzung aller
Patientinnen und Patienten in der Notaufnahme erfolgen (siehe Abschnitt 10.1.).
Um reibungslose Übergänge zur Rehabilitation/Nachsorge bzw. ambulante
Weiterversorgung zu gewährleisten, muss der Sozialdienst bereits frühzeitig Kontakt
zur Patientin bzw. zum Patienten und ggf. zu den Angehörigen aufnehmen und diese in
die Entlassungs- bzw. Verlegungsplanung einbeziehen. Um dies zu gewährleisten,
muss der Sozialdienst in den Krankenhäusern personell ausreichend besetzt sein.

Abb. 10.4.1. – 1:

10.4.2.

Notfallkrankenhäuser mit Stroke Units in Berlin

Neurologische Frührehabilitation

Patientinnen und Patienten in der neurologischen Frührehabilitation sind in der Regel
aufgrund von komplexen, meist kombinierten Funktionsstörungen schwer beeinträchtigt
und bedürfen einer langfristig angelegten intensivmedizinischen Behandlung und

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

umfangreicher Rehabilitations- und pflegerischer Maßnahmen. Die Einleitung rehabilitativer
Maßnahmen sollte abhängig vom Krankheitsverlauf frühzeitig und parallel zu den kurativen
Maßnahmen erfolgen, um Rehabilitationschancen zu verbessern und den
Rehabilitationsprozess nicht zu verzögern. Aus diesem Grunde ist es für die Patientinnen
und Patienten wichtig, die entsprechende Rehabilitationsstufe zu dem frühestmöglichen
Zeitpunkt zu beginnen.
Bei der Rehabilitation werden verschiedene Phasen (A bis F) unterschieden, die allerdings
nicht alle von jeder Patientin bzw. jedem Patienten durchlaufen werden. Die Phasen A bis
C erfordern eine stationäre Behandlung, wobei die Phase A die Akutbehandlung im
Krankenhaus, und Phase B und C die neurologische Frührehabilitation umfassen. Die
Phase B ist durch den Bedarf einer intensivmedizinischen Überwachung/Behandlung mit
hohem pflegerischem Aufwand gekennzeichnet, während die Phase C bereits größere
Mitwirkungsmöglichkeiten der Patientin bzw. des Patienten erfordert. Die Phase D
beschreibt die ambulante oder stationäre medizinische Rehabilitation im engeren Sinn, die
Phase E Leistungen zur Sicherung des Erfolges der bisherigen Rehabilitation und zur
Teilhabe am Arbeitsleben bzw. der Gemeinschaft, und die Phase F die ggf. erforderliche
Langzeitpflege. Auf Basis dieses Phasenmodells hat die Bundesarbeitsgemeinschaft für
Rehabilitation Empfehlungen zur neurologischen Rehabilitation von Patientinnen und
Patienten mit schweren und schwersten Hirnschädigungen in den Phasen B und C
entwickelt 27.
Die neurologische Frührehabilitation Phase B kombiniert – wie oben beschrieben – die
akutmedizinische und rehabilitative Behandlung und stellt damit einen fließenden
Übergang zwischen diesen Phasen her. Seit Jahren wird kontrovers diskutiert, in welchem
Versorgungssetting die neurologische Frührehabilitation stattfinden soll. Seit Inkrafttreten
des SGB IX im Jahr 2001 und der Neuformulierung des § 39 Abs. 1 SGB V ist die
neurologische
Frührehabilitation
leistungsrechtlich
der
Krankenhausbehandlung
zugeordnet
(verschlüsselt
unter
OPS
8-552;
neurologisch-neurochirurgische
Frührehabilitation). Dennoch wird diese in unterschiedlichen Versorgungssettings, z. B. in
Akutkrankenhäusern oder in Krankenhausabteilungen, die an Rehabilitationseinrichtungen
angegliedert sind, durchgeführt.
Nach den Berliner InEK-Daten von 2013 haben über 60 Prozent der Patientinnen und
Patienten, die eine neurologische Frührehabilitation nach Phase B im Krankenhaus
erhalten, einen Schlaganfall erlitten. In der Gruppe der Patienten, die 75 Jahre und älter
sind, beträgt dieser Anteil sogar 70 Prozent und mehr. Weitere häufige Krankheitsbilder in
der neurologischen Frührehabilitation sind u.a. Schädel-Hirn-Trauma, hypoxische
Hirnschädigung, Hirntumore und entzündliche Gehirnerkrankungen.
Insgesamt erhalten Berliner Patientinnen und Patienten eher selten eine Behandlung in
stationären Rehabilitationseinrichtungen nach § 107 Abs. 2 SGB V im Land Berlin. Diese
erfolgt meistens in Rehabilitationskliniken außerhalb Berlins, häufig im Land Brandenburg.
Im Falle der neurologischen Rehabilitation bedeutet dies, dass viele Berliner Patienten
nach der Behandlung in Phase A, teilweise auch Phase B, in Berliner Krankenhäusern zur
Weiterbehandlung in das Land Brandenburg oder noch weiter entfernt verlegt wurden.
Während Berlin die neurologische Frührehabilitation seit 2010 im Krankenhausplan nicht
mehr ausgewiesen hat, weist das Land Brandenburg bereits seit 2007
Krankenhausplanbetten für die neurologische Frührehabilitation Phase B in Rehabilitationskliniken aus. Dies führte in Brandenburg in den letzten Jahren zu einem raschen Aufwuchs
der Planbetten, und während in Brandenburg die Behandlungszahlen in der
neurologischen Frührehabilitation stark stiegen, waren diese in Berlin rückläufig. Während
2007 noch fünf Berliner Krankenhäuser an der Behandlung maßgeblich beteiligt waren,

27

Empfehlungen zur Neurologischen Rehabilitation von Patienten mit schweren und schwersten Hirnschädigungen in den
Phasen B und C der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR), Frankfurt/Main– Ausgabe 1999 –

79

80

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
entfielen 2013 über 60 Prozent der Behandlungen auf das Vivantes-Klinikum Spandau, und
in den anderen Kliniken waren nur noch einzelne Behandlungen nachweisbar.
Bereits 2013 war die Bettenauslastung in Brandenburger Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen im Bundesvergleich sehr hoch (91,7 Prozent gegenüber dem
Bundesdurchschnitt von 81 Prozent). Es ist zu erwarten, dass es durch den
demografischen Wandel und den Fortschritt in der Intensivmedizin zu einem weiter
steigenden Bedarf an Behandlungsmöglichkeiten in der neurologischen Frührehabilitation
kommen wird. Aufgrund der älter werdenden Bevölkerung, was auch die Angehörigen
einschließt, wird die Notwendigkeit zur Aufrechterhaltung und Erweiterung von
wohnortnahen Angeboten zur neurologischen Frührehabilitation gesehen. Gleichzeitig
besteht ein Bedarf für Rehabilitationsangebote mit einer umfassenden Akutversorgung vor
Ort für ausgewählte Patientinnen und Patienten, da in der Literatur von einer
Rückverlegung von jeder oder jedem zehnten Patientin/en in eine Akutklinik berichtet wird.
Ziel des Berliner Krankenhausplans 2016 ist es, ergänzend zu bereits bestehenden
Angeboten im Land Brandenburg für Berliner Patientinnen und Patienten wohnortnahe
Angebote an Berliner Krankenhausstandorten zu schaffen, die eine nahtlose
Versorgungskette zwischen Akutbehandlung und neurologischer (Früh-)Rehabilitation
gewährleisten. Wesentlich ist hierbei, dass die Kontinuität der Versorgung durch die
Rehabilitationsphasen mit höchstens einer Verlegung einhergehen sollte, um „Brüche“ in
der stationären rehabilitativen Versorgungskette zu vermeiden. Die neurologische
Frührehabilitation in Berlin kommt insbesondere für solche Patientinnen und Patienten in
Frage, deren medizinische Stabilität und wesentliche Begleiterkrankungen eine enge
Anbindung an die Akutversorgung geboten erscheinen lässt, bei denen eine enge
Angehörigenbetreuung unverzichtbar erscheint und bei denen der Patient selbst bzw. die
Angehörigen eine wohnortnahe Versorgung wünschen. Durch die Vielfalt der Angebote
wird die Wahlfreiheit der Patientinnen und Patienten bzw. der Angehörigen verbessert, und
die sozialen Gesichtspunkte bei der Versorgung schwerkranker Menschen, die für den
Rehabilitationserfolg von erheblicher Bedeutung sein können, können angemessen
berücksichtigt werden.
In einigen Berliner Krankenhäusern mit neurologischer Abteilung gemäß Krankenhausplan
können neben den strukturellen und personellen Anforderungen für eine Akutversorgung
auch die Anforderungen für die neurologische Frührehabilitation der Phase B nach § 39
Abs.1 Satz 3 SGB V abgedeckt werden.

Qualitätssichernde
Frührehabilitation

Anforderungen

an

Einheiten

für

neurologische

Aufgrund der besonderen Anforderungen an das Versorgungsgebiet der neurologischen
Frührehabilitation muss sichergestellt sein, dass die Versorgung durch entsprechend
leistungsfähige Einrichtungen erbracht wird. Aus diesem Grund werden im aktuellen
Krankenhausplan Qualitätsanforderungen im Sinne von Mindestanforderungen an Struktur
und Prozesse zur Versorgung von Patientinnen und Patienten in der neurologischen
Frührehabilitation gestellt. Die Krankenhäuser, die sich an diesem Versorgungauftrag
beteiligen wollen, müssen in einem Versorgungskonzept ihre Leistungsfähigkeit und
Kompetenz in der neurologischen Frührehabilitation darlegen und Wege aufzeigen, wie die
Anforderungen umgesetzt werden sollen. Dies wird zu einer Konzentration der Angebote
und zu einer qualitativ hohen Versorgung in Berlin beitragen. Grundlage zur Beurteilung
der Leistungsfähigkeit ist die Erfüllung der im nachfolgenden aufgeführten
Mindestanforderungen, bei positivem Nachweis erfolgt eine quantitative Ausweisung der
Einheit innerhalb der Neurologie (Fußnote auf dem Datenblatt des Krankenhauses – siehe
Anlage 1).
Die Anforderungen an die neurologische Frührehabilitation leiten sich durch den
Behandlungs- und Rehabilitationsbedarf der Patientinnen und Patienten ab, d.h. es
müssen die kurativen Maßnahmen der Phase A fortgesetzt, und gleichzeitig rehabilitative
Maßnahmen durchgeführt werden. Die Mindestanforderungen an die neurologische

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

81

Frührehabilitation umfassen die BAR Empfehlungen, die Mindestanforderungen zur
Durchführung der Prozedur neurologisch-neurochirurgische Frührehabilitation (OPS 8-552)
und basieren auf der Fachplanung zur neurologischen Frührehabilitation für BadenWürttemberg 28. Darüber hinaus gibt es Anforderungen an Struktur und Ausstattung der
Krankenhäuser, um eine adäquate Diagnostik und Therapie bei akuten Änderungen des
Zustandes der Patientinnen und Patienten zu gewährleisten, was insbesondere auch eine
unmittelbare Verfügbarkeit von intensivmedizinischen Interventionsmöglichkeiten
einschließt.
Diese Anforderungen sind:
Krankenhausstruktur und apparative sowie räumliche Ausstattung
•
•

Neurologische Fachabteilung
Neurologische Frührehabilitationseinheit mit mindestens 20 Betten und:
-

•

-

unmittelbare intensivmedizinische Behandlungsmöglichkeit
Notfall-Röntgendiagnostik muss mit jederzeitiger Bereitschaft (24 Stunden am
Tag, sieben Tage die Woche [24/7]) innerhalb der Einrichtung selbst oder in
einer
räumlich
angegliederten
Einrichtung
vorgehalten
werden
(Computertomographie [CT]: innerhalb 60 Minuten erreichbar)
Labor jederzeit (24/7) innerhalb 60 Minuten verfügbar: u. a. für Blutgasanalyse,
Gerinnung, Blutbild, Elektrolyte, Blutzucker, CRP, Liquordiagnostik
mobile Verfügbarkeit von EKG, EEG, Ultraschall einschließlich Farbduplex

Weitere diagnostische Verfahren:
-

•

Beatmung,

Verfügbarkeit von Akutdiagnostik und -therapie:
-

•

adäquate Anzahl und Ausstattung von Beatmungsplätzen
Intensivüberwachungsmöglichkeiten
(EKG,
Blutdruck,
Sauerstoffsättigung)

Endoskopie einschließlich Anlage von Ernährungssonden
Spirometrie: innerhalb der Einrichtung selbst
Bronchoskopie

Räumlichkeiten: Behindertengerecht; individuelle Sicherungsmöglichkeiten für
Patientinnen und Patienten mit schwerem hirnorganischem Psychosyndrom und eigenoder fremdgefährdendem Verhalten.

Personelle Ausstattung
•
•
•

ärztliches
und
pflegerisches
Personal
muss
über
tätigkeitsbezogene
intensivmedizinische Erfahrungen oder über mehrjährige Erfahrungen in einer
Einrichtung der Neurologischen Frührehabilitation verfügen
intensivmedizinisch erfahrenes ärztliches Personal muss jederzeit (24/7) in der Einheit
präsent sein
bei dringlicher Indikation muss eine unmittelbare konsiliarärztliche Mitbetreuung
(internistisch, chirurgisch, urologisch etc.) gewährleistet sein.

Prozessqualität
•

28

standardisierte Diagnostik und medizinische Akuttherapie nach dem aktuellen Stand
der medizinischen Kenntnis

https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/msm/intern/downloads/Downloads_Krankenh%C3%A4user/Neurologische_Fruehrehabilitation_Phase_B_2012.pdf

82

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
•
•
•
•
•

Intensivpflege und -überwachung unter Einschluss von aktivierend-therapeutischer
Pflege durch besonders geschultes Pflegepersonal auf dem Gebiet der neurologischneurochirurgischen Frührehabilitation
Funktionstherapie insgesamt mindestens 300 Minuten am Tag, häufig durch mehrere
Therapeuten gleichzeitig
Gewährleistung
der
nahtlosen
Weiterverlegung
in
nächste
indizierte
Rehabilitationsstufe; ggf. Nachweis von verbindlichen Kooperationen
Mitwirkung an Qualitätssicherungsmaßnahmen (intern und extern)
es müssen Konzepte zur Notfallversorgung intensivpflichtiger Patientinnen und
Patienten,
zum
Umgang
mit
beaufsichtigungspflichtig
verhaltensund
orientierungsgestörten Patientinnen und Patienten und zum Umgang mit
multiresistenten Erregern vorliegen.

Darüber hinaus müssen die Anforderungen nach OPS 8-552 erfüllt sein.
Einzelne Einrichtungen der Neurologischen Frührehabilitation haben sich spezialisiert, z. B.
auf dialysepflichtige Phase-B-Patientinnen und -Patienten. Die Versorgung dieser
Patientengruppen erfordert das Vorhandensein zusätzlicher spezifischer Ausstattungs- und
Leistungsmerkmale.

10.5.

Orthopädie und Unfallchirurgie

Insbesondere wegen der Bedeutung für die Sicherstellung der Notfallversorgung erfolgt
eine Ausweisung der chirurgischen Subdisziplin Orthopädie und Unfallchirurgie im
Krankenhausplan. Wie für alle Subdisziplinen ist die Ausweisung nicht abschließend.
Ausgewiesen werden alle ordnungsbehördlich genehmigten Abteilungen dieser
Subdisziplin, die für die Sicherstellung der Notfallversorgung am besten geeignet sind.
Als Kriterien werden zugrunde gelegt:
•
•
•
•

Notfallkrankenhaus oder Notfallzentrum gemäß Krankenhausplan
ordnungsbehördlich genehmigte Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie
ausreichende personelle Besetzung, die eine zeitlich uneingeschränkte Beteiligung an
der Notfallversorgung gewährleistet
erkennbare Beteiligung an der Notfallversorgung auch außerhalb der normalen
Arbeitszeit und am Wochenende (siehe unten).

Abteilungen, bei denen das nicht zeitkritische elektive Aufgabenspektrum im Vordergrund
steht, werden nicht im Plan mit einem qualitativen Ausweis dargestellt (kein „X“ in der
dritten Datenspalte des Krankenhausdatenblattes gemäß Anlage 1). Das ist auch nicht
erforderlich, da die Hauptdisziplin Chirurgie grundsätzlich auch die Leistungsbereiche der
Subdisziplin Orthopädie und Unfallchirurgie umfasst. Sofern die spezifischen
Anforderungen für die Leistungserbringung vom Krankenhaus erfüllt werden (also das
Krankenhaus geeignet und leistungsfähig ist – dazu gehört, dass das Krankenhaus eine
ordnungsbehördlich genehmigte Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie führt und die
Anforderungen an die fachärztliche Mindestbesetzung erfüllt), besteht bei Bedarf die
Möglichkeit, mit den Krankenkassen im Rahmen der Budgetvereinbarungen entsprechende
Leistungen zu vereinbaren.
Gegenwärtig (Stand 01.01.2015) sind rund 2.250 orthopädisch/unfallchirurgische Betten in
38 Plankrankenhäusern ordnungsbehördlich genehmigt, darunter in 4 Krankenhäuser mit
(rein) orthopädisch bzw. elektiv geprägtem Leistungsspektrum. Damit sind in den letzten
fünf Jahren sieben neue Abteilungen hinzugekommen.
Für die Prüfung, ob und inwieweit eine Beteiligung an der unfallchirurgischen
Notfallversorgung erfolgt, werden als Indikator unverändert die Leistungszahlen bei
operativer Behandlung von Frakturen der Extremitäten herangezogen. Die
Leistungsbereitschaft auch außerhalb der normalen Dienstzeiten wird an Hand der an

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

83

Wochenenden aufgenommenen und operierten Patientinnen und Patienten mit Frakturen
der Extremitäten geprüft (Maßstab: 25 Fälle).
32 Krankenhäuser mit mindestens 25 Fällen am Wochenende waren an der Behandlung
beteiligt, zwei Notfallkrankenhäuser erfüllten 2013 das Kriterium nicht (siehe Abb. 10.5. –
1). Für diese zwei Krankenhäuser wird die Subdisziplin Orthopädie und Unfallchirurgie
unter dem Vorbehalt des Nachweises der Erfüllung des Kriteriums bei Erlass des
Feststellungsbescheides ausgewiesen.
Die vier Krankenhäuser mit orthopädisch geprägtem Leistungsspektrum (Havelklinik, Klinik
Hygiea,
Immanuel-Krankenhaus/Wannsee,
West-Klinik
Dahlem)
sind
keine
Notfallkrankenhäuser. Für sie erfolgt kein qualitativer Ausweis der Subdisziplin Orthopädie
und Unfallchirurgie im Krankenhausplan 2016.
Zu den häufig durchgeführten elektiven Leistungen in Krankenhäusern mit
orthopädisch/unfallchirurgischen Abteilungen gehören Implantationen von Hüft- und
Kniegelenkendoprothesen.
Die
Transparenzdarstellungen
für
diese
beiden
Leistungsbereiche (siehe Anlage 4) zeigen, an welchen Krankenhausstandorten in Berlin
diese Implantationen schwerpunktmäßig durchgeführt werden.
Abb. 10.5. – 1:
Krankenhausfälle mit Frakturen der Extremitäten und operativer Therapie nach
Krankenhäusern (eingeschlossen sind alle Fachabteilungen für
Orth./Unfallchirurgie), Berlin, InEK-Daten 2013
1400
Fälle, alle Wochentage: insg. 16.111

1200

Fälle am Wochenende: insg. 2.888

1000

Fälle

800
600
400
200
0
U U U U U U U U U U U U U U U U U U U U U U U U U U U U U U U U U U O A O A O O

Krankenhäuser *)
*) U = KH mit Orthopädie/Unfallchirurgie, O = KH mit orthopädisch
geprägter Abt., A = KH mit Allgemeinchirurgie

10.6.

ausgew. Dg.: S42, S52, S62, S72, S82, S92, T02,
T10, T12
OPS:
5-786 und 5-79

Gefäßmedizin

Gefäßerkrankungen sind weit verbreitet und treten im Alter immer häufiger auf, da sie oft,
besonders im arteriellen Bereich, die Folge anderer Grunderkrankungen (allen voran des
Diabetes mellitus) oder schädigender Lebensgewohnheiten (Rauchen, Übergewicht) sind.
Neben konservativen internistischen Therapieansätzen wurden in den letzten Jahrzehnten
zunehmend Behandlungsverfahren weiterentwickelt, durch die operativ oder mit Hilfe von
Katheterinterventionen verschlossene Gefäße wieder geöffnet werden. Auch in der
Diagnostik von Gefäßerkrankungen gibt es immer wieder neue Fortschritte.

84

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Zu den Aufgaben der Gefäßmedizin gehören jedoch nicht nur die Diagnostik und die
Therapie von Gefäßleiden. Durch geeignete präventive und rehabilitative Maßnahmen
muss das weitere Fortschreiten der arteriellen, venösen und lymphatischen
Gefäßerkrankungen möglichst verhindert und der Therapieerfolg langfristig gesichert
werden. Die Gefäßmedizin stellt deshalb ein komplexes medizinisches Versorgungsgebiet
dar, das nicht nur ein hohes Maß an Wissen, Erfahrung und technischen Fertigkeiten
voraussetzt, sondern auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit der hauptsächlich
beteiligten Fachdisziplinen, der Gefäßchirurgie, der Angiologie und der Radiologie,
unbedingt erforderlich macht.
Gefäßmedizinische Leistungen der Berliner Krankenhäuser wurden im Krankenhausplan
2010 am Beispiel der Behandlung der sehr häufigen arteriellen Durchblutungsstörung der
Beine, der sogenannten „Schaufensterkrankheit“, vergleichend dargestellt. Ein
interdisziplinärer Behandlungsansatz ist hier besonders bedeutsam, damit individuell auf
Patientinnen und Patienten zugeschnitten zwischen konservativer, operativer oder
interventioneller Therapie abgewogen werden kann. Das entsprechende Fallzahldiagramm
gibt Auskunft darüber, in welchem Umfang die verschiedenen Therapieansätze bei der
Behandlung dieser Erkrankung zum Tragen kommen, und vermittelt Hinweise, ob im
jeweiligen Krankenhaus in allen drei Therapiebereichen ausreichende Erfahrungen zu
erwarten sind (siehe Anhlage 4).
Abb. 10.6. - 1:

Fallzahldiagramm zur Gefäßmedizin

Im Zeitraum 2009 bis 2013 ist bei leichter Zunahme der Gesamtfallzahl und bei etwas
stärkerer Zunahme der Fälle mit operativen und interventionellen gefäßöffnenden
Verfahren ein geringer Fallzahlrückgang bei konservativen und sonstigen Behandlungen
festzustellen.
Die Fachgesellschaften der in der Gefäßmedizin maßgeblich beteiligten Fachdisziplinen,
die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG), die Deutsche
Gesellschaft für Angiologie (DGA) und die Deutsche Röntgengesellschaft (DRG), haben

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

85

jeweils Prüfverfahren erarbeitet, die die Strukturen und Prozessabläufe schwerpunktmäßig
gefäßmedizinisch tätiger Krankenhäuser untersuchen. Krankenhäuser, die die geforderten
Anforderungen erfüllen, werden dann von einer der drei Fachgesellschaften oder im
Verbund dieser als „Gefäßzentrum“ zertifiziert. Der Krankenhausplan 2010 hat die
Zertifizierung durch diese Fachgesellschaften zur Bedingung für die Ausweisung von
gefäßmedizinischen Schwerpunkten gemacht. Dies wird im Krankenhausplan 2016
fortgesetzt, um
•
•
•

Konzentrationsprozesse zu unterstützen,
die fachlich geprüfte Qualität gefäßmedizinischer Leistungen transparent zu machen
und
die Bedeutung des Angebotes bei der Sicherstellung der Notfallversorgung
hervorzuheben.

Alle Krankenhäuser, die bei Erlass des Feststellungsbescheides eine aktuelle Zertifizierung
der genannten Fachgesellschaften nachweisen können, werden als „gefäßmedizinischer
Schwerpunkt“ gemäß Krankenhausplan 2016 anerkannt. Hier werden diese Leistungen
spezialisiert und konzentriert erbracht.
Auf dem Gebiet der Gefäßmedizin erfolgt keine abschließende Planung. Über die
Krankenhäuser mit Ausweisung eines gefäßmedizinischen Schwerpunktes hinaus können
sich weitere Kliniken an der gefäßmedizinischen Versorgung beteiligen, wenn sie
entsprechende Leistungen bei Bedarf und struktureller Eignung mit den Kostenträgern
vereinbart haben.

10.7.

Tumormedizin

Die gute medizinische Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Tumorerkrankungen
bleibt eine der großen Herausforderungen in der Medizin und ist deshalb von
gesundheitspolitischer Bedeutung. Bösartige Neubildungen sind nach den Herz-KreislaufErkrankungen die zweithäufigste Todesursache. Die Krebsbehandlung bindet einen
gewaltigen Anteil der finanziellen Mittel der Krankenversicherungen und die medizinische
Forschung steht unter einem hohen Erwartungsdruck.
Jährlich erkranken ca. 20.000 Menschen in Berlin neu an Krebs. Mit zunehmendem Alter
steigt die Wahrscheinlichkeit hierfür. Deshalb ist die Tendenz der Zahl der
Neuerkrankungen auf Grund der demografischen Entwicklung steigend. Nach dem Bericht
des Robert-Koch-Institutes „Krebs in Deutschland 2009/2010) müssen jeder zweite Mann
(51 Prozent) und 43 Prozent aller Frauen derzeit damit rechnen, im Laufe ihres Lebens an
Krebs zu erkranken und jeder vierte Mann und jede fünfte Frau verstirbt an einer
Krebserkrankung, oft viel zu früh.
2013 wurden in Berlin nach den InEK-Daten 72.809 vollstationäre Behandlungen mit der
Hauptdiagnose bösartige Neubildung (ICD C00-D09, ohne C44) ermittelt.
Die Gesamtzahl der vollstationären Krankenhausbehandlungen bei bösartigen
Neubildungen ist trotz der demografischen Entwicklung in der Stadt, die eher einen Anstieg
erwarten ließ, in den letzten Jahren relativ konstant geblieben. Ursache könnte die
verstärkte Nutzung ambulanter Angebote, z.B. bei der Chemotherapie, sein. Auch die Zahl
der Krankenhausfälle mit operativer Krebsbehandlung ist seit 2008 nahezu unverändert.

10.7.1.

Krankenhäuser
Schwerpunkt

mit

tumormedizinischem

Die Erkrankung Krebs belastet Betroffene und Angehörige schwer und stellt sie vor
schwierigste Entscheidungen. Bei der Behandlung kommen, meist kombiniert,
chirurgische, medikamentöse und strahlentherapeutische Verfahren zum Einsatz. Daraus
wird deutlich, dass Krebsbehandlung immer auch interdisziplinär erfolgen muss. Durch
Weiterentwicklungen in der Therapie erfordert die Erkrankung darüber hinaus zunehmend
spezialisiertes Fachwissen.

86

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Im Krankenhaus muss die meist zuerst erfolgende operative Behandlung deshalb in ein
qualifiziertes internistisch-onkologisches, strahlen-, physio- und psychotherapeutisches
Versorgungsangebot eingebettet sein. Auch palliativmedizinische Hilfe ist bei Bedarf
bereitzuhalten. Krankenhäuser mit einem hohen Versorgungsanteil in der operativen
Krebstherapie sollten über diese Therapiemöglichkeiten verfügen bzw. sie sich durch
Kooperationen erschließen.
In Berlin behandelt eine größere Anzahl von Krankenhäusern schwerpunktmäßig
onkologische Erkrankungen. Diese haben Strukturen aufgebaut, die helfen, eine konkrete
Spezialisierung auf bestimmte Tumoren weiterzuentwickeln und den optimalen Einsatz von
teurer Medizintechnik und hochspezialisiertem Personals zu gewährleisten. 29 der über 60
Berliner Plankrankenhausstandorte erbringen (mit jeweils mehr als 500 Fällen/Jahr) rund
95 Prozent der stationären Behandlungen wegen einer onkologischen Hauptdiagnose.
Sowohl die beteiligten Kliniken als auch ihr jeweiliger Versorgungsanteil sind in den letzten
9 Jahren auffallend konstant.
Diese Krankenhäuser bzw. Krankenhausstandorte werden, soweit sie sich zur Erfüllung
der qualitätssichernden Anforderungen nach Abschnitt 10.7.2. verpflichten, im
Krankenhausplan 2016 als „onkologischer Schwerpunkt“ ausgewiesen (Fußnote an der
Gesamtbettenzahl in der dritten Datenspalte des Krankenhausdatenblattes gemäß Anlage
1).

10.7.2.

Qualitätssichernde Anforderungen an Schwerpunktkrankenhäuser

Die große gesundheitspolitische Bedeutung, die Krebserkrankungen haben, kommt auch
im Nationalen Krebsplan der Bundesregierung zum Ausdruck. Ein Handlungsfeld dieses
Plans
umfasst
Maßnahmen
zur
Weiterentwicklung
der
onkologischen
Versorgungsstrukturen und der Qualitätssicherung. Mit dem neuen Berliner
Krankenhausplan soll hierzu wieder ein Beitrag geleistet werden.
Die oben genannten 29 Krankenhausstandorte haben sich im Rahmen des
Feststellungsbescheides zum Krankenhausplan 2010 zu bestimmten qualitätssichernden
Aufgaben verpflichtet. Die Mitarbeit in einem klinischen Krebsregister an einem der fünf
Berliner Tumorzentren war eine dieser Aufgaben. Mit Inkrafttreten des „Gesetzes zur
Weiterentwicklung der Krebsfrüherkennung und zur Qualitätssicherung durch klinische
Krebsregister“ (Krebsfrüherkennungs- und -registergesetz – KFRG) ist die Finanzierung
der klinischen Krebsdokumentation nicht mehr über § 2 KHEntgG und eine
Zuschlagsvereinbarung nach § 5 KHEntgG sondern im SGB V geregelt. Das auf dieser
neuen Grundlage im Aufbau befindliche „gemeinsame Klinische Krebsregister der Länder
Berlin und Brandenburg“ wird die Aufgabe der Qualitätssicherung in der Tumormedizin
durch klinische Krebsdokumentation von den Tumorzentren übernehmen. Die erforderliche
Vollständigkeit des neuen Registers von mindestens 90 Prozent wird für die stationären
Behandlungsfälle nur zu gewährleisten sein, wenn alle Schwerpunktkrankenhäuser
Krebsfälle korrekt und auf einheitlicher Grundlage dokumentieren und die
Behandlungsdaten vollständig und fristgerecht an das neue zentrale Register melden.
Der Ausweis als Krankenhaus mit onkologischem Schwerpunkt wird im Krankenhausplan
2016 mit der Verpflichtung verbunden, die folgenden qualitätssichernden Aufgaben zu
erfüllen:
•

•

Beteiligung an der epidemiologischen und klinischen Krebsdokumenation in Berlin
(derzeit im GKR und an den Berliner Tumorzentren, zukünftig im geplanten
gemeinsamen Klinischen Krebsregister der Länder Berlin und Brandenburg bzw. im
Bereich der Kinderonkologie am Deutschen Krebsregister in Mainz).
Absicherung von wöchentlichen interdisziplinären Tumorkonferenzen mit fachärztlicher
Besetzung (jeweils für das entsprechende Fachgebiet, für Radioonkologie, Pathologie
und medikamentöse Tumortherapie)

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

•
•
•
•

87

Sicherstellung notwendiger pathologischer, radiologisch/radioonkologischer sowie
nuklearmedizinischer Leistungen (zeitnah und mit festen Partnern) sowie
medikamentös onkologischer Therapie unter fachärztlicher Kompetenz gemäß WBO
sektorübergreifende Organisation der Nach- bzw. Weiterbehandlung
palliativmedizinische
und
psychoonkologische
Betreuungsangebote
und
Zusammenarbeit mit Selbsthilfeorganisationen
regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen für alle an der onkologischen Behandlung
beteiligten Mitarbeiter.

10.7.3.

Spezialisierte Angebote

Für ausgewählte Tumorerkrankungen werden die vergleichenden Fallzahldarstellungen
zum operativen Behandlungsumfang in den Berliner Plankrankenhäusern weiter jährlich
aktualisiert (Anlage 4). Diese Veröffentlichung bietet einen aktuellen Überblick zu
konkreten Spezialisierungen, auch bei selteneren Diagnosen und Eingriffen. Sie soll auch
der Unterstützung von sinnvollen Konzentrationsprozessen dienen (Anlage 4 und Abschnitt
8.).
Darüber hinaus gibt es Behandlungsaufgaben bei Krebserkrankungen, bei denen die
Zentralisierung in nur wenigen Krankenhäusern besonders wünschenswert ist. Hierzu
gehören insbesondere die Stammzelltransplantationen, die Krebsbehandlung bei Kindern
und die Behandlung von Augentumoren.
Folgende Krebsbehandlungen erfolgen in Berlin bereits an besonders spezialisierten
Krankenhäusern:
Stammzelltransplantation
Allogene Stammzelltransplantationen (Spender/-in und Empfänger/-in sind nicht identisch;
es muss ein immunologisch passende/-r Spender/-in ermittelt werden; rund drei Viertel der
Patientinnen und Patienten, die so behandelt werden, haben Leukämie) werden nur im
Campus Virchow-Klinikum der Charité durchgeführt. Im Jahr 2013 erhielten 166
Patientinnen und Patienten hier eine solche Therapie. Die Zahl dieser Behandlungen ist
seit Jahren relativ konstant (von 2008 bis 2013 zwischen 150 und 170 Fälle pro Jahr).
Autologe Stammzelltransplantationen (Spender/-in und Empfänger/-in sind identisch; rund
90 Prozent der Patientinnen und Patienten, die so behandelt werden, haben ein
Plasmozytom oder Lymphom) werden an allen drei Standorten der Charité, dem HELIOS
Klinikum Berlin-Buch und in geringem Umfang am Vivantes Klinikum Neukölln
durchgeführt. Im Jahr 2013 erhielten 203 Patientinnen und Patienten eine solche Therapie.
Auch die Zahl dieser Behandlungen ist seit Jahren konstant (von 2008 bis 2013 zwischen
170 und 200 Fälle pro Jahr).
Bei der Stammzelltransplantation wird die vorhandene Schwerpunktbildung
universitären Bereich krankenhausplanerisch besonders befürwortet.

im

Die beteiligten Krankenhäuser besitzen entsprechende Fußnoten zu allogen und/oder
autologen Stammzelltransplantationen auf den Datenblättern (siehe Anlage 1) und sind zur
Leistungserbringung berechtigt, soweit sie die Mindestmengenvorgabe des G-BA von 25
Behandlungen pro Jahr erreichen.
Kinderonkologie
Der Gemeinsame Bundesausschuss hat gemäß § 137 Abs. 1 Satz 3 Nr. 2 SGB V für nach
§ 108 SGB V zugelassene Krankenhäuser eine Richtlinie über Maßnahmen zur
Qualitätssicherung für die stationäre Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit
hämato-onkologischen Krankheiten beschlossen, durch die Struktur-, Prozess- und
Ergebnisqualität gesichert und verbessert werden sollen. Zu diesem Zweck definiert diese
Vereinbarung Zentren für die pädiatrisch-hämato-onkologische Versorgung und regelt die
Anforderungen an diese Zentren.

88

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Die Behandlung onkologisch erkrankter Kinder erfolgt zentralisiert in der Charité (Campus
Virchow-Klinikum) bzw. im HELIOS Klinikum Berlin-Buch.
Operationen von Augentumoren:
Operationen von Augentumoren erfolgen nahezu ausschließlich in der Charité (Campus
Benjamin Franklin).

10.8.

Erkrankungen der Atmungsorgane

Erkrankungen der Atmungsorgane gehören zu den häufigsten Gesundheitsbeeinträchtigungen in der Bevölkerung. Überwiegend können diese Erkrankungen ohne
Behandlung oder ausschließlich mit ambulanter Behandlung überwunden werden. Es
treten jedoch auch schwere, lebensbedrohende Krankheiten auf, die eine stationäre
Behandlung erforderlich machen.
Insgesamt wurden im Jahre 2013 in Berlin über 60.000 Krankenhausfälle wegen
Erkrankungen der Atmungsorgane registriert (hauptsächlich Fälle mit Hauptdiagnosen aus
Kapitel X der ICD-10-GM [Krankheiten des Atmungssystems] sowie aus Kapitel II
[Neubildungen] und Kapitel I [Bestimmte infektiöse und parasitäre Krankheiten]).
Konservative Krankenhausbehandlung von Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen
der Atmungsorgane findet in internistischen Abteilungen statt. In sechs Krankenhäusern
gibt es spezialisierte Abteilungen für Pneumologie als Subdisziplin der Inneren Medizin.
Diese Abteilungen werden weiterhin im Krankenhausplan ausgewiesen. Voraussetzung ist
die personelle Sicherstellung der fachärztlichen Versorgung (Abteilung unter fachärztlicher
Leitung, insgesamt mindestens zwei Fachärztinnen oder Fachärzte für Innere Medizin mit
Schwerpunkt Pneumologie).
Es handelt sich um die folgenden Krankenhäuser:
•
•
•
•
•
•

Charité - Campus Charité Mitte
DRK Kliniken Berlin Mitte
Evangelische Lungenklinik Berlin
Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe
HELIOS Klinikum Emil von Behring
Vivantes Klinikum Neukölln.

In vergleichsweise geringerem Umfang müssen Erkrankungen der Atmungsorgane
operativ behandelt werden. Insbesondere komplexe Eingriffe bei schwerwiegenden
Diagnosen, wie sie die Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie auch im Rahmen der
Zertifizierung
von
Thoraxzentren
untersucht
(http://www.doccert.com/69/thoraxzentren/ablauf-der-zertifizierung), sollten in Krankenhäusern mit
Abteilungen für Thoraxchirurgie konzentriert werden und durch Fachärztinnen oder -ärzte
für Thoraxchirurgie erfolgen. Deshalb werden Abteilungen für Thoraxchirurgie auch im
Krankenhausplans
2016
nur
an
Krankenhäusern
ausgewiesen,
die
eine
ordnungsbehördlich genehmigte, fachärztlich geleitete Abteilung mit mindestens zwei in
Vollzeit tätigen Fachärztinnen oder -ärzten für Thoraxchirurgie führen und den
Orientierungswert von 300 Operationen bei schwerwiegenden Diagnosen (insbesondere
bei bösartigen Neubildungen der Lunge, Pyothorax und Pneumothorax) im Jahr erreichen.
Diese Voraussetzungen erfüllen vier nichtuniversitäre Krankenhäuser. Hier erfolgt der
Ausweis der Subdisziplin Thoraxchirurgie auch im Krankenhausplan 2016. Es handelt sich
um folgende Krankenhäuser:
•
•
•
•

DRK Kliniken Berlin Mitte
Evangelische Lungenklinik Berlin
HELIOS Klinikum Emil von Behring
Vivantes Klinikum Neukölln.

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

98 Prozent aller Lungenoperationen bei der Diagnose Lungenkrebs (vergl. Darstellung zur
Diagnose C34 – Bösartige Neubildungen der Bronchien und der Lunge gemäß Anlage 4)
erfolgten im Jahr 2013 in diesen vier Krankenhäusern und der Charité.

10.9.

Beatmungsentwöhnung/Weaning

Die Beatmungstherapie stellt einen wesentlichen Bestandteil der Intensivmedizin dar.
Dabei wird der Prozess des Übergangs von der andauernden oder teilweisen Abhängigkeit
einer Patientin bzw. eines Patienten von der maschinellen Beatmung hin zu einer
dauerhaften Spontanatmung mit Beendigung der Beatmungstherapie als Entwöhnung oder
Weaning bezeichnet.
Bei der invasiven Beatmung über Tubus oder Trachealkanüle werden drei Kategorien des
Weanings unterschieden: einfaches Weaning, schwieriges Weaning und prolongiertes
Weaning. Der überwiegende Anteil beatmeter Patientinnen und Patienten hat eine
kurzzeitige Beatmungstherapie von unter 3 Tagen, und das Weaning ist in der Regel
einfach, wenn nicht bereits primär eine Atmungsschwäche zugrunde lag. Problematisch ist
insbesondere die dritte Kategorie mit solchen Patienten, die mehr als drei
Spontanatmungsversuche oder mehr als 7 Tage ab dem ersten Spontanatmungsversuch
zum erfolgreichen Weaning benötigen. Diese Patientinnen und Patienten stellen eine
Herausforderung an personelle Ressourcen und Qualifikation einer Intensivstation dar, da
sie meist viele Wochen im Weaningprozess sind.
In den letzten Jahren steigt die Anzahl der Patientinnen und Patienten mit invasiver
Langzeitbeatmung in der Akutintensivbehandlung. Die Ursachen für diesen Anstieg sind
multifaktoriell, liegen aber im Wesentlichen an der Zunahme alter und multimorbider
Patientinnen und Patienten und einer verbesserten intensivmedizinischen Versorgung. Die
Diagnosen, die darüber hinaus den Weaningprozess prolongieren, sind chronische
Lungenerkrankungen, schwere Herzinsuffizienz, Niereninsuffizienz insbesondere mit
Dialyse, Erkrankungen des peripheren und zentralen Nervensystems (z. B. nach
Schlaganfall, künstlicher Wiederbelebung, Unfällen oder einer langdauernden
intensivpflichtigen Erkrankung).
Entsprechend dem Anstieg der Langzeitbeatmeten stieg in den letzten Jahren die Anzahl
der Patientinnen und Patienten, die wegen Weaningversagens invasiv beatmet in die
Häuslichkeit entlassen werden, wenngleich keine exakten Zahlen für Deutschland
vorliegen. Zudem sind, u. a. aus ökonomischen Gründen, Entlassungen von invasiv
beatmeten Patientinnen und Patienten mit noch nicht abgeschlossenem Weaningprozess
von Intensivstationen direkt in die Häuslichkeit zu beobachten. Die Nachfrage nach
außerklinischer Beatmungspflege hat die Anzahl sogenannter Intensivpflegedienste stark
ansteigen lassen, hierdurch wiederum wird die Entlassung beatmeter Patientinnen und
Patienten mit noch nicht abgeschlossenem Weaningprozess begünstigt.
Um zu gewährleisten, dass alle Möglichkeiten einer Entwöhnung von der invasiven
Beatmung ausgeschöpft wurden, bevor die Patientinnen und Patienten in die Häuslichkeit
oder eine Pflegeeinrichtung entlassen werden, müssen daher im Akutkrankenhaus
adäquate Versuche der Entwöhnung von der invasiven Beatmung nach den
Qualitätsstandards der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensivmedizin (DIVI)
durchgeführt worden sein. Wenn trotz aller Bemühungen der Akut-Intensivstation weiterhin
die Notwendigkeit einer kontinuierlichen oder intermittierenden invasiven Beatmung
besteht bzw. keine weiteren Fortschritte im Weaningprozess gemacht werden, muss vor
Entlassung der Patientinnen und Patienten in den außerklinischen Bereich
(Wohngemeinschaft, Häuslichkeit, oder stationäre Pflege) das Weaningversagen von einer
auf prolongiertes Weaning spezialisierten Einheit attestiert werden und die Entlassung in
Abstimmung mit dieser erfolgen. Eine Entlassung in die außerklinische Beatmungspflege
zum Ziel der dortigen Entwöhnung stellt keine sinnvolle Alternative dar.
An Kliniken mit spezieller Expertise in prolongiertem Weaning, die letztlich auch ein
Weaning-Versagen feststellen, und eine außerklinische Beatmung nicht nur einleiten,

89

90

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
sondern auch langfristig mitbetreuen müssen, bestehen besondere Anforderungen, um
eine qualitativ hochwertige Versorgung für Patientinnen und Patienten zu gewährleisten.
Zwei Fachgesellschaften 29 haben daher die Notwendigkeit von Qualitätsvorgaben für die
Beatmungsentwöhnung erkannt und im Rahmen von Zertifizierungen Kriterien erstellt, die
sowohl für das Weaning unmittelbar nach der Akut-Beatmungsphase als auch für eine
komplexe prolongierte Entwöhnung von der Beatmung gelten. Das Weaning nach der
Akutphase erfordert z. B. eine stringente, möglichst protokollbasierte Vorgehensweise,
während bei prolongiertem Weaning vor allem die Verfügbarkeit von speziell
ausgebildetem Personal einschließlich Atmungstherapeuten und die Gewährleistung des
Tag-Nacht-Rhythmus für Patientinnen und Patienten erforderlich sind.
Der Krankenhausplan weist Einheiten für prolongiertes Weaning mit dem Ziel aus,
qualifizierte Einheiten zu schaffen, welche die Kriterien beider Fachgesellschaften erfüllen
und die ein Netzwerk mit den Intensivstationen der Akutkrankenhäuser und den
Einrichtungen für außerklinische Beatmung bilden (Fußnote „Weaningeinheit“ auf dem
Krankenhausdatenblatt an der SOLL-Bettenzahl der fachlich verantwortlichen Abteilung).
Die Ausweisung von Weaningeinheiten im Krankenhausplan erfolgt qualitativ, d.h. nicht
abschließend, wenn die im Folgenden aufgeführten Qualitätsanforderungen erfüllt werden:

Personelle Ausstattung:
•

•

•
•

Das ärztliche und nichtärztliche Personal der Einheiten für prolongiertes Weaning muss
intensivmedizinische Erfahrung, Erfahrung in der Entwöhnung von der invasiven
Beatmung, aber auch Expertise in der nicht invasiven und außerklinischen Beatmung
haben.
Da pneumologische Erkrankungen in etwa 50% für eine Langzeitbeatmung ursächlich
sind, jedoch auch viele andere Erkrankungen vorliegen können, ist sowohl eine
Interdisziplinarität des Behandlungsteams als auch eine unmittelbare Verfügbarkeit
verschiedener akutmedizinisch relevanter Fachgebiete wichtig.
Eine Präsenz von intensiv- und beatmungsmungsmedizinisch erfahrenem Personal in
den Einheiten für prolongiertes Weaning muss rund um die Uhr gegeben sein.
Die ärztliche Leitung der Einheit für prolongiertes Weaning muss eine mehrjährige
Erfahrung im prolongierten Weaning, in der nichtinvasiven Beatmung und Erfahrung in
der
außerklinsichen
Beatmung
besitzen,
und
entweder
Facharzt
mit
Zusatzweiterbildung „Intensivmedizin“ oder Facharzt für „Innere Medizin und
Pneumologie“ sein 30.

Krankenhausstruktur und räumliche sowie technische Ausstattung:
•

•

Die spezialisierte Einheit für prolongiertes Weaning kann sich entweder in einem
separaten Bereich auf einer Intensivstation befinden, oder auf einer räumlich
getrennten speziellen Weaningstation. Die Einheit für prolongiertes Weaning muss
mindestens 10 Betten umfassen.
Unabhängig von der räumlichen Struktur muss die jeweils notwendige spezielle
intensivmedizinische und beatmungstherapeutische Kompetenz, sowie die personelle
und technische Mindestausstattung vorgehalten werden. Insbesondere ist zu beachten,

29

Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V.: Erhebungsbogen zur Zertifizierung von
Weaningzentren; Deutsche Gesellschaft für Anästhesie und Intensivmedizin: Zertifizierung anästhesiologische
Intensivmedizin: Entwöhnung von der Beatmung

30

In der Zertifizierung der DGAI wird die Zusatzweiterbildung Intensivmedizin, in der Zertifizierung der DGP die
Pneumologie als Qualifikation für die Leitung der Weaning-Einheiten gefordert. Im Krankenhausplan erfolgt auch unter
der Perspektive der sehr unterschiedlichen Erkrankungen, die zur Beatmung geführt haben können, keine weitere
fachspezifische Festlegung.

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

91

dass die baulichen Gegebenheiten eine Anpassung an den Tag/Nacht-Rhythmus der
Patienten und den Lärmschutz im Patientenzimmer gewährleisten.
Prozessqualität:
•
•

•

Es müssen mindestens 40 Weaningpatienten der Gruppe 3 (prolongiertes Weaning)
pro Kalenderjahr behandelt werden.
Eine Überleitung eines invasiv beatmeten Patienten in die Häuslichkeit kann erst
erfolgen, wenn alle Möglichkeiten der Entwöhnung ausgeschöpft wurden, inklusive der
Prüfung einer Umstellung auf eine nichtinvasive Beatmung, es sich um einen stabilen
Krankheitszustand handelt, und alle organisatorischen Voraussetzungen für eine
Überleitung sichergestellt wurden.
Da Patientinnen und Patienten sowohl mit invasiver als auch mit nichtinvasiver
außerklinischer Beatmung regelmäßig Kontrolluntersuchungen zur Überprüfung der
Therapieziele und des gegebenenfalls langfristigen Weaningpotentials durchführen
lassen müssen, sollten Kliniken mit Einheiten für prolongiertes Weaning auch
Behandlungskapazitäten für diese Patienten haben. Zudem gibt es derzeit für Patienten
mit invasiver außerklinischer Beatmung in den meisten Fällen keine strukturierte
ambulante ärztliche Versorgung mit entsprechender Beatmungskompetenz. Darüber
hinaus ist die ausreichende Vergütung dieser komplexen Behandlungsfälle nicht
durchgängig gewährleistet. Die Expertenzentren für prolongiertes Weaning mit ihrer
Expertise in außerklinischer Beatmung sollten daher im Sinne eines
sektorenübergreifenden Betreuungsnetzwerks Ansprechpartner für Einrichtungen der
außerklinischen
Beatmungspflege
und
niedergelassene
Ärzte
sein.

Konzeption:
Weiterhin muss ein Konzept zum Betreiben einer Einheit für prolongiertes Weaning
vorliegen, welches im Wesentlichen die bereits vorhandenen Kriterien der
Fachgesellschaften (Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin,
Deutsche Gesellschaft für Anästhesie und Intensivmedizin) zur räumlichen, technischen
und personellen Ausstattung sowie zur Prozessqualität erfüllen sollte. Darüber hinaus
sollen dem Konzept die Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und
Beatmungsmedizin zum Thema prolongiertes Weaning und außerklinische Beatmung
zugrunde liegen.

10.10.

Versorgung von Kindern und Jugendlichen

10.10.1.

Somatische
Versorgung
Jugendlichen

von

Kindern

und

Immer mehr ärztliche Leistungen können heute auch bei Kindern ambulant erbracht
werden. Bei den verbleibenden stationär-behandlungsbedürftigen Kindern handelt es sich
überwiegend um Schwerkranke oder sogar lebensbedrohlich Erkrankte. Der
Krankenhausaufenthalt ist daher meist mit einer erheblichen psychischen Belastung für
das schwerkranke Kind selbst, aber auch die nächsten Angehörigen verbunden.
Krankenhäuser
sind
in
besonderem
Maße
gefordert,
diesen
familiären
Ausnahmesituationen adäquat zu begegnen und ihren Patientinnen und Patienten im
Kindes- und Jugendalter ein angemessenes Umfeld zu bieten. Der Erhalt des Gütesiegels
"Ausgezeichnet. FÜR KINDER" ist Ausdruck dafür, dass Kinderkliniken bzw. Abteilungen
für Kinder- und Jugendmedizin oder Kinderchirurgie qualitative Mindestanforderungen
erfüllen (siehe www.ausgezeichnet-fuer-kinder.de). Die Berliner Kliniken, die

92

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
schwerpunktmäßig an der Krankenhausversorgung von Kindern beteiligt sind, stellen sich
diesen Anforderungen.
Tab. 10.10.1. – 1:
Liste der als „ausgezeichnet
Kinderkliniken in Berlin
Lfd. Krankenhausstandort
Nr.
1
2
3
4
5
5
7
8
9
10

Charité – Campus Virchow Klinikum
Charité – Campus Virchow Klinikum

Fachabteilung

Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie
Otto-Heubner-Zentrum für
Kinderheilkunde und Jugendmedizin
Ev. Waldkrankenhaus Spandau
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Helios Klinikum Buch
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Helios Klinikum Emil von Behring
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
St. Joseph-Krankenhaus Tempelhof "Josephinchen": Zentrum für Kinder- und
Jugendmedizin
Vivantes – Klinikum im Friedrichshain Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Vivantes – Klinikum Neukölln
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
DRK Kliniken Berlin Westend
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Sana Klinikum Lichtenberg
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

für

Kinder“

zertifizierten

als "ausgezeichnet für Kinder" zertzifiziert
2009 - 2011

2012 - 2013

2014 - 2015

x

x

x
x

x
x
x
x

x
x
x
x

x
x
x
x

x
x

x
x

x
x

x

Quelle: GKinD e.V. (Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen in Deutschland e.V. ):
www.ausgezeichnet-fuer-kinder.de

Zu den Kernaufgaben der kinderchirurgischen Versorgung zählt die operative Versorgung
von Kindern unter einem Jahr. Die Krankenhäuser beteiligten sich an dieser Versorgung
sehr unterschiedlich. Auskunft darüber geben die beiden Darstellungen über die
Fallhäufigkeiten bei Operationen an Säuglingen (Alter unter einem Jahr) sowie bei
Operationen sehr seltener Erkrankungen bzw. Fehlbildungen im Verdauungstrakt der
Kinder (siehe Anlage 4).
Besonders positiv bewertet wird die Konzentration im Bereich der Versorgung von Kindern
mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten in der Charité – Campus Virchow Klinikum, da hier die
notwendigen Kompetenzen der Abteilung für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie eingebunden
werden können und somit gute Voraussetzungen für eine langfristige Führung der
betroffenen Kinder in einer Hand gegeben sind.
Insgesamt ist festzustellen, dass die somatische Krankenhausbehandlung in Berlin –
anders als sie in einigen Flächenländern möglich ist – überwiegend in eigenständigen
Abteilungen für Kinder- und Jugendheilkunde bzw. Kinderchirurgie erfolgt. Die
vergleichsweise hohe Konzentration der Leistungserbringung auf Kinderabteilungen (sowie
darüber hinaus bestehende spezifische Schwerpunktsetzungen in einzelnen Kliniken) und
die Anstrengungen um gute Behandlungsqualität zeigen, dass der im LKG gesetzlich
normierten Forderung nach kindgerechter Versorgung im Krankenhaus weitestgehend
entsprochen wird.
Es wird erwartet, dass der somatische Krankenhausversorgungsbedarf bei Kindern bis
zum Jahr 2020 in etwa gleich bleibt. Entsprechend sieht der Krankenhausplan 2016 in
diesem Bereich nur geringfügige Veränderungen vor.

10.10.2.

Perinatal- und Neonatalversorgung

Die Qualitätsvorgaben in der perinatologischen Versorgung, speziell die Anforderungen an
Perinatale Schwerpunkte und Zentren, richten sich nach den Vorgaben des G-BA. Dieser
hat am 20. September 2005 eine „Vereinbarung über Maßnahmen zur Qualitätssicherung
der Versorgung von Früh- und Neugeborenen“ beschlossen, die seit dem 01.01.2006
verbindlicher Maßstab für alle Einrichtungen in Deutschland geworden ist. Sie wurde
seitdem
mehrfach
überarbeitet.
Die
G-BA-Vereinbarung
(www.gba.de/informationen/richtlinien/41/) unterscheidet zwischen vier Versorgungsstufen:
•
•

Perinatalzentrum Level 1 (uneingeschränkte Versorgung von Früh- und Neugeborenen)
Perinatalzentrum Level 2 (Mindestgewicht der Früh- und Neugeborenen: 1.250 Gramm)

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

•
•

93

Perinataler Schwerpunkt (Mindestgewicht der Früh- und Neugeborenen: 1.500 Gramm)
Geburtsklinik
(Entbindung
reifer
Neugeborener
ohne
vorhersehbare
Komplikationen).

Die G-BA-Vereinbarung stellt neben vielen anderen Bedingungen je nach
Versorgungsstufe unterschiedliche Anforderungen an die personelle Ausstattung der
beteiligten Häuser.
In Berlin gibt es insgesamt 19 Krankenhausstandorte, die an der Versorgung von Frühund/oder Neugeborenen beteiligt sind. Die Anerkennung in der jeweiligen
Versorgungsstufe erfolgt im Rahmen der jährlichen Budgetverhandlungen mit den
Krankenkassen. Die Fachabteilungssystematik des Krankenhausplans 2016 enthält die
Subdisziplin Neonatologie nicht, da die Berliner ärztliche Weiterbildungsordnung keine
eigenständige Facharztkompetenz, sondern lediglich einen Schwerpunkt für Neonatologie
vorsieht. Ebenso wird vor dem Hintergrund der G-BA-Vereinbarung auf
krankenhausplanerische Festlegungen zu den Standorten der Perinatalzentren und
Perinatalen Schwerpunkte verzichtet. Der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK)
hat alle Einrichtungen 2014 auf Ihre Eignung hin überprüft. Eine komplette Liste der
daraufhin in den Budgetverhandlungen anerkannten Versorgungsstufe ist der
nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.
Tab. 10.10.2. – 1:

2014 anerkannte Versorgungsstufen bei der Versorgung von
Früh- und Neugeborenen – in alphabetischer Reihenfolge

Lfd.
Versorgungsstufe
Nr.

Krankenhausstandort

1
2
3
4
5
6
7

Charité – Campus Charité Mitte
Charité – Campus Virchow Klinikum
Ev. Waldkrankenhaus Spandau
Helios Klinikum Buch
St. Joseph-Krankenhaus Tempelhof
Vivantes – Klinikum im Friedrichshain
Vivantes – Klinikum Neukölln

Perinatalzentrum Level 1

DRK Kliniken Berlin Westend
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19

Perinatalzentrum Level 2
Perinataler Schwerpunkt

Geburtsklinik

Sana Klinikum Lichtenberg
Martin-Luther-Krankenhaus
DRK Kliniken Berlin Köpenick
Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe
Krankenhaus Waldfriede
Maria Heimsuchung – Caritas-Klinik Pankow
St. Gertrauden Krankenhaus
Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum
Vivantes Humboldt-Klinikum
Vivantes Klinikum Am Urban
Vivantes Klinikum Hellersdorf

Bemerkung

für 2015 Selbsteinstufung als
Level 1 Zentrum – Prüfung
noch ausstehend

94

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

10.10.3.

Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie

Für die Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie hat eine Arbeitsgruppe des
Landespsychiatriebeirats
ein
Fachgutachten
erstellt,
das
–
analog
zur
Erwachsenenpsychiatrie – mit seinen strukturellen und quantitativen Aussagen die
Grundlage
für
den
vorliegenden
Krankenhausplan
2016
bildet
(http://www.berlin.de/lb/psychiatrie/psychiatriebeirat/empfehlungen-und-stellungnahmen/).
Die Grundsätze des klinischen Versorgungssystems für das Fachgebiet der Kinder- und
Jugendpsychiatrie und -psychotherapie orientieren sich überwiegend an den Grundsätzen
der entsprechenden Fachgebiete für den Erwachsenenbereich. Darüber hinaus sind einige
spezifische Besonderheiten zu beachten. Die Diagnostik und Therapie von psychischen
Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter erfordern den primären Einbezug der für die
gesunde Entwicklung und soziale Integration des Kindes oder des Jugendlichen
verantwortlichen Personen und Institutionen. Daraus resultiert der Grundsatz einer
familien- und herkunftsnahen stationären und teilstationären Versorgungsmöglichkeit.
Im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie wurde die bereits im
Krankenhausplan 1999 dargestellte regionalisierte Pflichtversorgung in sechs
Versorgungsregionen konsequent umgesetzt.
Aufgrund der geringeren Anzahl der zu versorgenden Kinder und Jugendlichen in Vergleich
zu psychisch erkrankten Erwachsenen ist eine bezirkliche Differenzierungsfähigkeit des
Krankenhausbehandlungsangebotes nicht in der gleichen Weise möglich. Spezifische
Notwendigkeiten müssen vor dem Hintergrund der bisherigen Versorgung immer wieder
überprüft und angepasst werden. Eine Planung des stationären und teilstationären
Versorgungsbereiches hat solche innovativen fachlichen Aspekte mit zu berücksichtigen,
indem sie Raum zur Erprobung neuer Ansätze ermöglicht. Hier kommt der Unterstützung
von flexiblen, dem individuellen Bedarf angepassten Behandlungsangeboten in
Kooperation mit den Akteuren aus der Kinder- und Jugendhilfe und dem schulischen
Bereich eine besondere Bedeutung zu.
Im stationären und teilstationären Krankenhaussektor werden vornehmlich Kinder und
Jugendliche behandelt, bei denen die psychische Erkrankung sehr schwer ausgeprägt und
ambulante Behandlung und Therapie nicht ausreichend sind. Diese Kinder und
Jugendlichen benötigen stationäre oder teilstationäre Diagnostik und Behandlung
außerhalb ihrer unmittelbaren sozialen Umgebung, weil diese zu Entwicklungsstörungen
und Erkrankungen mit beitragen kann. Die Einbeziehung von Bezugspersonen und
Familien in die stationäre und teilstationäre Behandlung von Kindern und Jugendlichen ist
grundsätzlich notwendig. Krankenhausbehandlung wird dabei als die intensivste Form
eines
umfassenden,
regional
verankerten,
abgestuften
Diagnostikund
Behandlungsangebotes verstanden.
Zusammenfassend kommt der Landespsychiatriebeirat in seiner Expertise zu folgendem
Ergebnis:
Der im Schnitt berlinweit über 100 Prozent liegenden Auslastung ist entgegenzuwirken. Die
regionale Versorgung ist von jeweils 50 auf 60 Betten/Plätze pro Versorgungsregion – also
um insgesamt 60 Betten/Plätze – auszubauen. Dieser Ausbau kann zugleich eine
verbesserte teilstationäre Versorgung beinhalten, er kann aber auch der
Binnendifferenzierung der vorgehaltenen stationären Angebote vor allem im Bereich des
Jugendalters Rechnung tragen.
Das bisherige Konzept der Vorhaltung einer 10 Betten-Einheit für Langzeittherapien für
gesamt Berlin wird verlassen zugunsten einer Integration dieser Therapien auf regionaler
Ebene.
Psychosomatisch erkrankte Kinder und Jugendliche werden weitgehend durch die in der
Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie vorhandene Expertise schon mit
erfasst, bei wesentlichen, die Symptomatik mit verursachenden somatischen Erkrankungen

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

95

jedoch noch teilweise unzureichend. Aktuell sind zwei stationäre Einheiten in dualer
Leitung und Kooperation zwischen Pädiatrie und Kinder- und Jugendpsychiatrie und psychotherapie am Sana Klinikum Lichtenberg und dem Ev. Krankenhaus Königin
Elisabeth Herzberge sowie am St. Joseph Krankenhaus (Tempelhof) im Aufbau begriffen.
Generell sollten jedoch die psychosomatischen Angebote regional verankert und an den
Kliniken für Kinder- und Jugendpsychiatrie und-psychotherapie angesiedelt sein.
Als überregionale und für gesamt Berlin zu konzipierende bzw. auszubauende
Schwerpunkte sind die Bereiche für Kinder- und Jugendliche mit Intelligenzminderungen
und schweren psychischen Störungen sowie für Jugendliche mit Substanzabusus und
Abhängigkeitserkrankungen zu betrachten. Zwei stationäre Kompetenzzentren bei
jeweiliger regionaler Basisversorgung werden empfohlen. Das suchtmedizinische
Kompetenzzentrum am Vivantes Klinikum im Friedrichshain soll in enger Kooperation mit
der Jugendhilfe in Bezug auf Vor- und Nachsorge weiter um 10 stationäre
Behandlungsplätze ausgebaut werden (unter Aufgabe des oben genannten Bereiches für
Langzeittherapien). Das Diagnose- und Behandlungszentrum für intelligenzgeminderte
Kinder und Jugendliche mit begleitenden psychischen Störungen soll am Krankenhaus
Königin Elisabeth Herzberge in Ergänzung der bereits vorhandenen 8 Plätze um 12 auf
insgesamt 20 stationäre und teilstationäre Betten/Plätze erweitert werden.
Der Landespsychiatriebeirat befürwortet somit den Ausbau der bestehenden
Versorgungskapazität im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie, und -psychotherapie
um 72 stationäre und teilstationäre Betten/Plätze. Dieser Ausbau wird als dringend
notwendig erachtet, um den Erfordernissen der Versorgung psychisch erkrankter Kinder
und Jugendlicher und deren Familien im Zusammenwirken mit den ambulanten Versorgern
und in Kooperation mit den anderen Beteiligten der Sozialsysteme gerecht werden zu
können.
In Umsetzung dieser Empfehlungen des Landespsychiatriebeirates ergibt sich für den
Krankenhausplan 2016 die nachfolgend dargestellte Bettenaufteilung:
Tab. 10.10.3 – 1: Geplantes Bettenangebot der Kinder- und Jugendpsychiatrie und
-psychotherapie
gemäß
Krankenhausplan
2016,
regionale
Pflichtversorgung und überregionale Angebote
Versorgungsregion
(Bezirke)

SOLL-Betten
KHP 2010

SOLL-Betten Versorgendes
KHP 2016
Krankenhaus

Regionale Pflichtversorgung
Mitte
(Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte)
Nord
(Pankow, Reinickendorf)
Ost

(Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg)

62

74

50

60

50

60

38

46

Süd-Ost
(Neukölln, Treptow-Köpenick)

Vivantes Klinikum im Friedrichshain
HELIOS KlinikumBerlin-Buch
Ev. Krankenhaus Königin Elisabeth
Herzberge (KEH)
Vivantes Klinikum Neukölln,
(Versorgung der Region zusammen mit
Vivantes Klinikum im Friedrichshain)

Süd-West
(Steglitz-Zehlendorf, Tempelhof-Schöneb.)
West
(Charlottenburg-Wilmersdorf, Spandau)
Summe regionale Pflichtversorgung

50

60

50

60

300

360

St. Joseph-Krankenhaus (Tempelhof)
DRK Kliniken Berlin  Westend

Überregionale Versorgung

Gesamtsumme Land Berlin

20

20

Vivantes Klinikum im Friedrichshain

8

20

KEH

38

38

Charité – Campus Virchow Klinikum

366

438

96

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

10.11.

Fachgebiete Psychiatrie und Psychotherapie
sowie
Psychosomatische
Medizin
und
Psychotherapie

Die Planungsgrundsätze für die Fachgebiete Psychiatrie und Psychotherapie sowie
Psychosomatische Medizin und Psychotherapie beruhen auf den fachlichen Empfehlungen
des Landespsychiatriebeirates aus dem Mai 2014. Dieser hatte in Vorbereitung der
Erarbeitung des Krankenhausplanes 2016 eine Arbeitsgruppe gebildet, welche die aktuelle
Versorgungssituation von psychisch erkrankten Erwachsenen im klinischen Bereich
analysierte und im Gesamtzusammenhang des vorhandenen Versorgungssystems
bewertete. Die Arbeitsgruppe legte die von ihr entworfenen Empfehlungen dem
Landespsychiatriebeirat vor, der sie nach eingehender Erörterung angenommen hat. Im
Anschluss daran wurden die fachlichen Empfehlungen in die Gremien zur
Krankenhausplanung eingebracht sowie einer breiten Fachöffentlichkeit zur
Kenntnisnahme zugeleitet. Die vom Landespsychiatriebeirat beschlossenen fachlichen
Empfehlungen sind für diesen Teil des Krankenhausplanes 2016 handlungsleitend.
Die Krankenhausplanung für die Fachgebiete Psychiatrie und Psychotherapie sowie
Psychosomatische
Medizin
und
Psychotherapie
orientiert
sich
am
gemeindepsychiatrischen
Paradigma
eines
regional
verankerten,
integrierten
Versorgungssystems, das für alle psychisch kranken Bürgerinnen und Bürger eine
verlässliche und aufeinander abgestimmte Behandlung und Betreuung ermöglicht. Der
Landespsychiatriebeirat bestätigt, dass die deutlich sichtbaren qualitativen Erfolge der
Psychiatriereform in Berlin die Sinnhaftigkeit des Strukturgrundsatzes der regionalisierten
Pflichtversorgung
im
psychiatrisch-psychotherapeutischen-psychosomatischen
Versorgungssystem belegt.
Die regionalisierte Pflichtversorgung umfasst psychiatrische, psychotherapeutische und
Leistungen der psychosomatischen Medizin. Eine weitere Differenzierung nach
Schwerpunkten
(z. B.
Allgemeinpsychiatrie,
Gerontopsychiatrie,
Sucht)
oder
Krankheitsbildern erfolgt seitens der Krankenhausplanung nicht. Diese Differenzierungen
sind, abgestimmt auf die Besonderheiten der jeweiligen Pflichtversorgungsregion, durch
den Krankenhausträger unter Einbeziehung der Kostenträger und der Bezirke
vorzunehmen.
Mit der Etablierung verbindlicher Strukturen in den Pflichtversorgungsregionen kommt der
tagesklinischen Behandlung eine steigende Bedeutung zu. Im Zusammenwirken mit den
Institutsambulanzen, den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten, den Therapeutinnen und
Therapeuten sowie dem außerklinischen Betreuungs- und Beratungssystem sollen sie
verstärkt dazu beitragen, vollstationäre Behandlung zu ersetzen. Da die Berliner
Versorgungsregionen
die
bundesweit
empfohlene
Größenordnung
von
150.000 Einwohnern regelhaft überschreiten, sollen zur besseren Erreichbarkeit und
Integration in den Bezirk möglichst mehrere Standorte für tagesklinische Behandlungen
etabliert werden.
Zur Grundausstattung einer jeden psychiatrischen/psychotherapeutischen/psychosomatischen Fachabteilung/Klinik mit Pflichtversorgungsauftrag gehört eine Institutsambulanz, die
das Leistungsspektrum entsprechend der Institutsambulanzvereinbarung nach
§ 118 Absatz 2 SGB V abdeckt. Vor dem Hintergrund anhaltender Überauslastung
ärztlicher Praxen in der psychiatrischen Versorgung kommt den Psychiatrischen
Institutsambulanzen eine erhebliche Bedeutung für die Gesamtversorgung zu.
Forschung und Lehre sind wichtige Faktoren für die Qualität und Zukunftsfähigkeit des
psychiatrischen Versorgungssystems. Entsprechend wird die Etablierung der beiden
psychiatrischen Lehrstühle, des Lehrstuhls für Kinder und Jugendpsychiatrie, des
Lehrstuhls für psychosomatische Medizin sowie des Lehrstuhls für Forensische Psychiatrie
ausdrücklich begrüßt. Klinische Angebote der Psychiatrie, Psychotherapie und
Psychosomatischen Medizin, die über die regionalisierte Pflichtversorgung hinaus

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

Bestandteil des Versorgungssystems sind, sollten nach der Empfehlung des
Landespsychiatriebeirates möglichst auf dem Niveau der Fortschreibung 2006 des Berliner
Krankenhausplans gehalten werden.
Der Landespsychiatriebeirat empfiehlt mit der Krankenhausplanung 2016 die Konzipierung
und Etablierung von „Zentren für psychischen Gesundheit“ in allen Berliner Bezirken. Jede
Versorgungsregion (Bezirk) soll mindestens einen Standort als klinisches Zentrum für
Gesundheit vorhalten. Das Zentrum, das möglichst in ein Allgemeinkrankenhaus zu
integrieren ist, fasst die dem Bezirk zugewiesenen klinischen Kapazitäten der Fachgebiete
Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin organisatorisch zusammen
und gewährleistet für die Versorgungsregion sowohl die stationäre als auch teilstationäre
Pflichtversorgung. Die teilstationären psychosomatisch-psychotherapeutischen Bereiche in
klinischen Zentren für psychische Gesundheit müssen jeweils durch eine Fachärztin oder
einen Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie geleitet werden. Bereits
etablierte Abteilungen für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, die
überregionale Versorgungsaufgaben wahrnehmen, können im jeweiligen Bezirk an der
regionalisierten Versorgung durch Aufbau teilstationärer Kapazitäten beteiligt werden.
Der Beirat empfiehlt, im jeweiligen Zentrum für psychische Gesundheit
fachgebietsübergreifend Versorgungs- und Therapiekonzepte abzustimmen. Der Konsiliarund Liaisondienst am Allgemeinkrankenhaus ist durch die Fachgebiete Psychiatrie und
Psychotherapie sowie Psychosomatische Medizin und Psychotherapie gemeinsam zu
gestalten. Diese sollen Schwerpunktangebote für Patienten mit chronischen körperlichen
Erkrankungen und psychiatrisch/psychotherapeutisch/psychosomatischem Behandlungsbedarf kooperativ entwickeln.
Die im Versorgungssystem zu erbringenden Leistungen sind von den Leistungsanbietern,
den Kostenträgern und den bezirklichen Verantwortungsträgern gemeinsam
weiterzuentwickeln und aufeinander abzustimmen. Die in die Pflichtversorgung integrierten
Zentren für psychische Gesundheit haben dafür Sorge zu tragen, dass die klinische
Grundversorgung an psychiatrisch-psychotherapeutischen sowie die teilstationären
psychosomatischen Leistungen in der jeweiligen Versorgungsregion erbracht werden. Sie
sind gehalten, verbindlich mit niedergelassenen Fachärztinnen und -ärzten sowie
Psychotherapeutinnen und -therapeuten, mit im jeweiligen Bezirk angesiedelten
Krankenhäusern ohne psychiatrisch-psychotherapeutische oder psychosomatischpsychotherapeutische Abteilung sowie mit Einrichtungen und Diensten des ambulantkomplementären Bereichs zu kooperieren. Dies gilt in besonderer Weise für das
Aufnahme- und Entlassmanagement sowie bei Unterbringung nach PsychKG und BGB.
Die Zentren sollen durch ihr Entlassmanagement gemäß § 39 Absatz 1 SGB V zur Lösung
von Problemen beim Übergang in die ambulante Versorgung beitragen, indem sie mit
bezirklichen Steuerungsgremien und Kostenträgern zusammenwirken und die Ressourcen
des regionalen Hilfesystems nutzen. Insbesondere ist darauf zu achten, dass nach
Entlassung bei Bedarf eine individuell auf die Belange des erkrankten Menschen
abgestimmte Wohn- und Betreuungsform zur Verfügung steht. Eine Verlegung in eine
Einrichtung außerhalb Berlins wie auch eine Entlassung in die Obdachlosigkeit ist
möglichst zu vermeiden, so sie nicht von dem Leistungsberechtigten gewünscht wird und
unter Behandlungsgesichtspunkten sinnvoll ist.
Der Beirat empfiehlt auch, die besonderen Bedürfnisse älterer Kranker in der
Ausgestaltung von vollstationären, teilstationären und ambulanten Angeboten der Kliniken
zu berücksichtigen, denn die psychiatrische, psychotherapeutische und psychosomatische
Arbeit mit betagten Kranken zählt zum Kernbereich psychiatrisch-psychosomatischer
Tätigkeit.
Der Beirat spricht sich dafür aus, dass die Kliniken ihre Versorgungsangebote
kultursensibel strukturieren, um den Bedürfnissen von Patientinnen und Patienten mit
Migrationshintergrund Rechnung zu tragen. Die Kliniken sollen ihre interkulturellen
Kompetenzen stärken. An allen Standorten sind integrative Versorgungsangebote
vorzuhalten. Der gezielte Einsatz professioneller Sprach- und Kulturmittler wird dabei als

97

98

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Qualitätsmerkmal gewertet ebenso wie die Entwicklung interkultureller Kompetenzen der
Beschäftigten und der Einstellung von Personal mit Migrationshintergrund.
Der Beirat empfiehlt weiterhin, die psychiatrisch-psychotherapeutisch-psychosomatischen
Behandlungs- und Versorgungsangebote geschlechtssensibel zu strukturieren und diese
insbesondere im Hinblick auf psychisch kranke Menschen mit Gewalterfahrung (im Sinne
komplexer Traumatisierung) unter Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Aspekte
(weiter) zu entwickeln. Dabei sollen die Zentren mit den vorhandenen Hilfestrukturen
zusammenwirken und deren Ressourcen nutzen.
Mit dem Krankenhausplan 2016 werden die Empfehlungen des Landespsychiatriebeirates
so
weit
wie
möglich
aufgenommen und
umgesetzt.
Die
geringfügigen
Kapazitätsabweichungen bei einigen Krankenhäusern resultieren aus im Einzelfall belegten
unverzichtbaren Bedarfen.

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

99

Tab. 10.11. - 1: Geplantes Bettenangebot nach dem Berliner Krankenhausplan 2010
sowie nach dem Krankenhausplan 2016 in den Fachgebieten
Psychiatrie und Psychotherapie sowie Psychosomatische Medizin
und Psychotherapie
Versorgungsregion

Krankenhausplan
2010
SOLL
SOLL
Psychiatrie
Betten / Betten /
Plätze
-Plätze

Krankenhausplan 2016
SOLL
Psychosomatik
Plätze

Versorgendes
Krankenhaus

Betten /
Plätze

Regionale Pflichtversorgung
St. Hedwig-Kliniken,
Mitte

1)

283

307

21

Standort: St. Hedwig-KH
Charité (CCM)

1)

Jüdisches Krankenhaus
FriedrichshainKreuzberg

230

232

18

Pankow

281

292

20

CharlottenburgWilmersdorf

222

239

19

Vivantes Klinikum Am Urban
Vivantes Klinikum im Friedrichshain

169

187

15

Steglitz-Zehlendorf

205

213

17

Tempelhof-Schöneberg

240

253

20

Neukölln

257

281

Treptow-Köpenick

170

Marzahn-Hellersdorf

192

46
60
225
25

St. Joseph-KH Weißensee

312

F. v. Bodelschwingh-Klinik

163

Schlosspark-Klinik
DRK Wiegmann-Kl.

Spandau

222

Vivantes Klinikum Spandau
GKH Havelhöhe

80
15
187
15

Kliniken im Theodor-Wenzel-Werk (TWW)

230

Vivantes Wenckebach-Klinikum

161

Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum

112

22

Vivantes Klinikum Neukölln

303

192

15

St. Hedwig-Kliniken,
Standort: KH Hedwigshöhe

207

205

16

Vivantes Klinikum Hellersdorf

221

Lichtenberg

195

211

17

Reinickendorf

173

196

15

2.617

2.808

215

Ev. Krankenhaus Königin
Elisabeth Herzberge (KEH)
Vivantes Humboldt-Klinikum

228
211

Summe
Regionale
Pflichtversorgung

3.023

Spezialisierter Versorgungsauftrag im Rahmen der Pflichtversorgung (Psychiatrie)
Charité (CCM)

37

Charité (CCM) bzfo

15

Charité (CBF) universitärer Teil
Berlin

215

250

102

KEH 2)

43

Jüdisches KH (Drogenentzug)

18

Bundeswehr KH
Schlosspark-Kl. (überregional)

5
30

Spezialisierter Versorgungsauftrag im Rahmen der Pflichtversorgung (Psychosomatische Medizin)

Berlin

Summe (regionale und
überregionale
Versorgung)

208

3.040

208

3.058

Charité (CCM)

0

Charité (CBF)

30

DRK Wiegmann-Kl.

50

GKH Havelhöhe

35

Helios E.v.Behring

28

TWW

65

423

1) Einbeziehung der Charité (CCM) in die Sicherstellung der Pflichtversorgung der Versorgungsregion Mitte
2) Behandlungszentrum für psychisch kranke Menschen mit geistiger Behinderung

3.481

100

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

10.12.

Krankenhausversorgung am Lebensende

Die meisten Menschen wünschen sich, möglichst bis zum Lebensende zuhause in ihrer
vertrauten Umgebung und begleitet von vertrauten Menschen bleiben zu können. Beinahe
jede zweite Berlinerin bzw. jeder zweite Berliner, die oder der stirbt, stirbt in einem
Krankenhaus. Nur ganz wenige Menschen versterben tatsächlich ihren Wünschen
entsprechend im Kreis ihrer Nächsten zuhause.
Berlin besitzt inzwischen ein dichtes ambulantes und stationäres palliativmedizinisches
Versorgungsnetz (stationäre Palliativstationen und Hospize, ambulante Hospiz- und
Pflegedienste, niedergelassene Ärztinnen und Ärzte), dessen verschiedene Sektoren sich
gegenseitig ergänzen und vielfältig miteinander kooperieren, um Menschen zu begleiten,
deren Grunderkrankung nicht mehr kurativ beeinflusst werden kann. Hierbei stehen
spezialisierte Schmerztherapie, Symptomlinderung und soziale Unterstützung im
Vordergrund. Informationslücken und Defizite in der ambulanten Versorgung führen aber
noch immer zu ungewollten und kostenintensiven Krankenhausaufenthalten für die
Patienten.
Es ist die Aufgabe von Krankenhäusern, die schwerpunktmäßig unheilbar erkrankte und
schwerstsymptombelastete Patienten behandeln, deren Wunsch nach Schmerztherapie
und Symptomlinderung entweder durch eigene palliativmedizinische Behandlungsangebote
oder mit Hilfe entsprechender Kooperationspartner zu erfüllen und hierbei auch die
lückenlose Weiterversorgung nach der Entlassung organisatorisch vorzubereiten. Ziel ist
es, so die notwendigen Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass immer mehr unheilbar
erkrankte Menschen möglichst schmerzfrei den Behandlungsumfang und ihre Betreuung
am Lebensende selbst bestimmen können und ihre Angehörigen in dieser schwierigen Zeit
möglichst einfühlsam und umfangreich unterstützt werden.
Im Krankenhaus selbst wird nur ein Teil der Sterbenden auf speziellen Palliativstationen
versorgt. Weitaus mehr Menschen versterben auf nicht-palliativen Stationen, z. T. im
Rahmen
von
Notfällen
und
lebensbedrohlichen
Komplikationen,
unter
intensivmedizinischer Therapie oder ohne vorhersehbare schwerwiegende Prognose, zum
großen Teil aber auch mit einer chronischen lebensbeenden Erkrankung.
Wichtig ist, die Kompetenz der im Krankenhaus tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im
Umgang mit sterbenden Patienten zu stärken und sie durch geeignete Qualifikation zu
befähigen, um palliativmedizinischen Versorgungsbedarf zu erkennen und unter den
unterschiedlichen Rahmenbedingungen ein Sterben und Abschiednehmen in Würde zu
ermöglichen. Für diese müssen Strukturen der spezialisierten Palliativversorgung
erreichbar sein, um im Bedarfsfall Unterstützung und Beratung zu bekommen.
Palliativstationen
oder
Palliativdienste
können
als
Kompetenzteams
diese
Versorgungsaufgabe durch Beratung, Wissenstransfer und ggf. auch Mitversorgung
unterstützen, können aber keinesfalls die Aufgabe einer angemessenen Sterbebegleitung
im Krankenhaus allein übernehmen.
Die 2005 ins DRG-System eingeführte Prozedur mit dem OPS 8-982 bildet die
palliativmedizinische Komplexbehandlung als spezialisierte Leistung im Krankenhaus
erstmals ab. Sie beschreibt die aktive ganzheitliche Behandlung bei unheilbaren
Erkrankungen zur Symptomlinderung und psychosozialen Stabilisierung und formuliert
umfangreiche Anforderungen zu Personaleinsatz und Personalqualifikation sowie
speziellen Therapiebereichen.
Korrespondierend zur spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) wurde 2012
mit dem OPS 8-98e die spezialisierte stationäre palliativmedizinische Komplexbehandlung
in den Prozedurenkatalog aufgenommen. Damit kann nun auch im stationären Bereich ein
abgestuftes Versorgungsmodell abgebildet werden. Nach OPS 8-98e ist eine
kontinuierliche
24-stündige
Behandlung
durch
ein
multidisziplinäres
und
multiprofessionelles palliativmedizinisch spezialisiertes Team auf einer eigenständigen
Palliativstation (mit mindestens 5 Betten) gefordert.

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

101

Um die palliativmedizinischen Versorgungsschwerpunkte in Berlin transparent zu machen,
wurde mit dem Krankenhausplan 2010 eine vergleichende Leistungsdarstellung zur
palliativmedizinischen Komplexbehandlung nach OPS 8-982 eingeführt. Seit 2012 wird
auch der OPS 8-98e in diese Fallzahlermittlung einbezogen (Anlage 4). Es ist vorgesehen,
die Fallzahlen des OPS 8-98e künftig als Darunterposition im Diagramm sichtbar zu
machen. Die Abb. 10.12. – 1 zeigt anonymisiert das zukünftige Diagramm auf der
Grundlage der InEK-Daten des Jahres 2013.
Abb. 10.12. - 1: Geplante Darstellung zur Palliativmedizin ab 2014 auf der Grundlage
der InEK-Daten des Jahres 2013
Krankenhausfälle mit palliativmedizinischer Komplexbehandlung
(OPS 8-982,8-98e, Krankenhäuser mit mehr als 5 Fällen),
darunter Fälle mit spezialisierter stationärer palliativmedizinischer Komplexbehandlung (OPS 8-98e)
bzw. ohne Krebsdiagnose, Berlin, InEK 2013

500
450

Fälle mit palliativmedizinischen Komplexbehandlungen, insg.:2.289

400

Fälle mit OPS 8-98e, insg.:1.076
Fälle mit palliativmedizinischen Komplexbehandlungen ohne Krebsdiagnose, insg.:239

Fallzahl

350
300
250
200
150
100
50
0
1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

13

14

15

Krankenhäuser

Der Abbildung 10.12. – 2 sind die jährlichen Gesamtfallzahlen stationärer
palliativmedizinischer Behandlungen von 2008 bis 2013 zu entnehmen. Im
Beobachtungszeitraum haben sich die Behandlungszahlen insgesamt mehr als
verdreifacht. Auch der Anteil der Patientinnen und Patienten, die nicht an Krebs erkrankt
waren und diese Behandlung erhielten, hat stark zugenommen. Nur rund ein Drittel der
Menschen, die so behandelt wurden, sterben auch im Krankenhaus.
Aus den Fallzahldarstellungen wird deutlich, dass Berliner Krankenhäuser nicht nur
insgesamt qualifizierte stationäre palliativmedizinische Versorgung in immer größerem
Umfang leisten, sondern sich dabei auch dem Leistungs- und Fachgebietsspektrum
folgend an geeigneten Krankenhäusern Versorgungsschwerpunkte abzeichnen, die es
ermöglichen, den hohen Anforderungen des OPS 8-982 bzw. des OPS 8-98e auch
strukturell optimiert gerecht zu werden. Ein Ausweis von Palliativeinheiten erfolgt im
Krankenhausplan 2016 weiterhin nicht.
Es ist im am 05.11.2015 vom Bundestag beschlossenen Gesetz zur Verbesserung der
Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland (Hospiz- und Palliativgesetz - HPG)
vorgesehen, dass Palliativstationen oder -einheiten dauerhaft eigenständig entscheiden
sollen, ob sie die Versorgung von palliativmedizinisch zu versorgenden Menschen als
besondere Einrichtung über krankenhausindividuell zu verhandelnde Entgelte außerhalb

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
des DRG-Systems abrechnen wollen. Es wird erwartet, dass – sollte die Regelung zum
Tragen kommen – hiervon Impulse zur weiteren Stärkung der palliativmedizinischen
Versorgung im Krankenhaus auch in qualitativer Hinsicht ausgehen werden.
Abb. 10.12. - 2: Jährliche Gesamtfallzahlen
stationärer
Behandlungen von 2008 bis 2013

palliativmedizinischer

Krankenhausfälle mit palliativmedizinischer Komplexbehandlung
(OPS 8-982, 8-98e), Berlin 2008-2013, InEK-Daten
Einführung OPS 8-98e
2500

Fallzahl ohne Diagnose
Krebs

2000
Fallzahl

102

0

172

1664

1768

1768

43

1000
500

77

77

1500

49
609

239

2050

1054

11

14

18

17

15

20

2008

2009

2010

2011

2012

2013

Zahl der beteiligten Krankenhäuser, Jahr

Derzeit wird eine bundesrechtliche Regelung vorbereitet, wonach Versicherte einen
Anspruch gegenüber den Krankenkassen auf individuelle Beratung und Hilfestellung bei
der Auswahl und Inanspruchnahme von Leistungen der Palliativ- und Hospizversorgung
einschließlich der Erstellung eines individuellen Versorgungsplans erhalten.
Ambulante Hospizdienste sind mit ihren Koordinationsleistungen und Netzwerkaktivitäten
wichtige Partner für Kliniken. Eine geplante bundesrechtliche Regelung sieht vor, dass
Krankenhäuser diese Dienste künftig mit Sterbebegleitungen in ihren Einrichtungen
beauftragen können. Die Neuregelung bietet damit die Chance einer Intensivierung der
Kooperation und Verbesserung der Sterbebegleitungen in den Krankenhäusern.

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

11.

Transplantationsmedizin

Zulassung von Transplantationszentren
Nach § 10 Abs. 1 Transplantationsgesetz (TPG) müssen Transplantationszentren für die
Übertragung von Organen verstorbener Spender sowie für die Entnahme und Übertragung
von Organen lebender Spender durch Feststellungsbescheid zum Krankenhausplan
zugelassen werden. Hierfür kommen nur Krankenhäuser in Betracht, die nach § 108 SGB
V oder nach anderen gesetzlichen Bestimmungen für die Organübertragung zugelassen
sind. Die damit nicht nur für die Plankrankenhäuser, sondern auch für die
Hochschulkliniken erforderliche Zulassung erfolgt durch Feststellungsbescheid gegenüber
dem Krankenhausträger nach § 7 LKG, der seinerseits auf dem Krankenhausplan basiert.
Schwerpunktbildung
Gem. § 10 Abs. 1 S. 2 TPG sind bei der Zulassung nach § 108 SGB V Schwerpunkte für
die Übertragung dieser Organe zu bilden, um eine bedarfsgerechte, leistungsfähige und
wirtschaftliche Versorgung zu gewährleisten und die erforderliche Qualität der
Organübertragung zu sichern. Durch die danach erforderliche Schwerpunktbildung soll
auch eine Konkurrenzsituation, die zu Fehlanreizen und damit zu richtlinienwidrigen
Verhaltensweisen führen kann, vermieden werden.
Auflagen
Ferner hat die zuständige Behörde (die für Gesundheit zuständige Senatsverwaltung) zu
prüfen, ob gewährleistet ist, dass das Transplantationszentrum die Pflichten nach § 10
Abs. 2 S. 1 TPG und § 10 Abs. 2 S. 2 i.V.m. § 9 a Abs. 2 Nr. 2 und 3 TPG erfüllen kann.
Um die Einhaltung der gesetzlichen Voraussetzungen nach dem TPG abzusichern wird der
jeweilige Feststellungsbescheid neben der Zulassungsentscheidung – die auf die
Übertragung bestimmter Organe bezogen ist – auch Auflagen enthalten, deren Erfüllung
regelmäßig überprüft werden kann. Die Einhaltung der Auflagen dient der
Qualitätssicherung und der Vermeidung von Manipulationen.
Zu den Auflagen gehören u. a. die Einrichtung einer interdisziplinären
Transplantationskonferenz und die Gewährleistung eines Sechsaugenprinzips für alle
Entscheidungen zur Aufnahme in die Wartelisten und deren Führung sowie
Dokumentations- und Berichtspflichten. Außerdem ist die Qualifikation der am
Transplantationsgeschehen beteiligten Mitarbeiter/innen gegenüber der zuständigen
Behörde nachzuweisen.
Im Einzelnen ergibt sich für das Land Berlin folgende Festlegung:
Deutsches Herzzentrum Berlin (DHZB) – Übertragung von Lunge und Herz
Das DHZB wird unverändert im Krankenhausplan 2016 für die Übertragung von Lungen
und Herzen verstorbener Spender als Transplantationszentrum ausgewiesen. Der
Feststellungsbescheid wird mit Auflagen zur Einhaltung der transplantationsgesetzlichen
Verpflichtungen verbunden.
Charité – Universitätsmedizin Berlin – Übertragung von Niere, Leber, Pankreas und
Darm
Die Charité – Universitätsmedizin Berlin transplantiert nach dem Krankenhausplan 2010 an
ihren drei Standorten (Campus Charité Mitte, Campus Virchow-Klinikum und Campus
Benjamin-Franklin) Nieren verstorbener und lebender Spender. Darüber hinaus finden am
Campus Virchow-Klinikum auch Übertragungen von Leber, Pankreas und Darm statt.
Die Transplantationsprogramme für die Übertragungen von Leber, Pankreas und Darm am
Campus Virchow-Klinikum werden beibehalten. Entsprechend der Verpflichtung zur

103

104

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Schwerpunktbildung soll auch das Nierentransplantationsprogramm mittelfristig auf einen
Standort konzentriert werden.
Aufgrund der Datenlage (s.u.) zu erfolgten Nierentransplantationen an den verschiedenen
Campi wird entschieden, das Nierentransplantationsprogramm am Campus BenjaminFranklin einzustellen und nicht mehr im Krankenhausplan 2016 auszuweisen. Mittelfristig
soll das Nierentransplantationsprogramm auf den Campus Virchow-Klinikum konzentriert
werden. Hierzu sind strukturelle Veränderungen durch die Klinik notwendig, so dass für
eine
Übergangszeit
für
das
Nierentransplantationsprogramm
im
aktuellen
Krankenhausplan noch die beiden Standorte Campus Charité Mitte und Virchow-Klinikum
ausgewiesen werden. Der darauf basierende Bescheid wird die Zulassung für diese beiden
Standorte regeln, im Falle des Standortes Campus Charité Mitte mit einer Befristung. Der
Feststellungsbescheid
wird
mit
geeigneten
Auflagen
zur
Einhaltung
der
transplantationsgesetzlichen Verpflichtungen verbunden.
Tab. 11. – 1:

Anzahl der Nierentransplantationen an den verschiedenen Campi
der Charité – Universitätsmedizin Berlin
2010

2011

Jahr
2012

2013

2014

Campus
Charité Mitte

111
(84/27)

95
(65/30)

106
(56/49)

105 
(67/38)

78
(32/46)

Campus
Virchow-Klinikum

115
(88/27)

97
(63/34)

94
(57/37)

91
(52/39)

70
(40/30)

Campus
Benjamin-Franklin

33
(27/6)

41
(27/14)

37
(23/14)

32
(22/10)

22
(14/8)

Charité
Campus

Angaben in Klammern:
Nierentransplantationen nach postmortaler Organspende/Lebendspende
Quelle:

12.

Charité - Universitätsmedizin Berlin

Charité – Universitätsmedizin Berlin

Die „Charité – Universitätsmedizin Berlin“ (Charité) nimmt ihre hochschulmedizinischen
Aufgaben in der Einheit von Forschung, Lehre und Krankenversorgung wahr. Sie ist der
Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin mit der Medizinischen
Fakultät und dem Universitätsklinikum zugeordnet. Die Charité ist gemäß Berliner
Universitätsmedizingesetz eine Einrichtung. Sie stellt die hochschulmedizinische
Versorgung in campusübergreifenden Strukturen und Prozessen innerhalb der Charité
Zentren sicher. Die Charité ist verantwortlich für die Hochschulausbildung des human- und
zahnmedizinischen Nachwuchses, die Forschung nach den international geltenden
Standards der Wissenschaft und ihren spezifischen Anteil an der regionalen und
überregionalen Gesundheitsversorgung.
Bei der Aufstellung des Krankenhausplans ist die Universitätsmedizin unter angemessener
Berücksichtigung von Forschung und Lehre einzubeziehen.
Im Vorfeld der Beschlussfassung zum Krankenhausplan 2016 hat der Senat sich bereits
mit Beschluss vom 31. März 2015 grundsätzlich über die Gesamtbettenkapazität und das
standort- und abteilungsbezogene Versorgungsangebot der Charité für den
Planungszeitraum des Krankenhausplans 2016 verständigt. Unter Berücksichtigung der
Versorgungsbedarfe und der Belange von Forschung und Lehre wurde die Bettenkapazität
der drei bettenführenden Standorte auf insgesamt 3.001 Betten zuzüglich 15 Plätzen für
das Behandlungszentrum für Folteropfer festgelegt. Der o. g. Senatsbeschluss trägt dem
Grundsatz der komplementären Schwerpunktbildung Rechnung und zur Profilbildung der
Standorte Campus Charité Mitte, Campus Virchow Klinikum und Campus Benjamin
Franklin bei. Mit dem Krankenhausplan 2016 werden unter Beibehaltung der festgelegten

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

voll- und teilstationären Gesamtkapazitäten geringfügige Bettenverschiebungen zwischen
den Standorten vorgenommen.
Die Gesamtentwicklungsplanung der Charité wird unter Berücksichtigung der festgesetzten
Bettenkapazitäten fortgeschrieben.
Zur Realisierung der vorgesehenen Versorgungsstrukturen und zum Erhalt der
Leistungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit der Charité und ihrer Rolle als zentrale
Einrichtung und Innovationsmotor der Gesundheitsregion Berlin-Brandenburg bedarf es
umfangreicher Investitionen.
Die zeitliche Umsetzung der mit dem Krankenhausplan 2016 vorgegeben Bettenstrukturen
ist auch abhängig von der Durchführung und dem Zeitpunkt der Fertigstellung laufender
bzw. geplanter Investitionsmaßnahmen. Beispiele hierfür sind die Sanierung des
Bettenhochhauses am Campus Charité Mitte und die erforderlichen Investitionen am
Campus Virchow Klinikum zur Neuordnung der Herzmedizin in Kooperation mit dem
Deutschen Herzzentrum Berlin.
Die Charité ist verpflichtet – ebenso wie die Berliner Plankrankenhäuser – die verbindlichen
Qualitätsvorgaben des Krankenhausplans 2016 zu erfüllen.

13.

Geplantes Bettenangebot

In den Krankenhausplan 2016 werden rund 21.980 Betten/Plätze aufgenommen. Im
Vergleich zur gegenwärtig in Plankrankenhäusern betriebenen Bettenzahl (Stand
01.01.2015) bedeutet dies eine Erhöhung um rund 650 Betten. Im Vergleich zu den derzeit
in den Berliner Krankenhausplan aufgenommenen Kapazitäten wird die Planbettenzahl um
knapp 1.030 Betten/Plätze erhöht (unter Berücksichtigung des Senatsbeschlusses vom
31.03.2015 zur Charité). Hinzu kommen die 15 Plätze des Behandlungszentrums für
Folteropfer (siehe Datenblatt zur Charité, Anlage 1). Diese 15 Plätze sind in den
nachfolgenden Tabellen 13. – 1 bis 13. – 3 nicht berücksichtigt. Teilstationäre Angebote
profitieren weitaus stärker von der Erhöhung als vollstationäre. Knapp 40 Prozent des
Gesamtzuwachses entfallen auf den teilstationären Bereich. Damit erhöhen sich diese
Kapazitäten um rund 30 Prozent, während der vollstationäre Bereich nur um rund 3
Prozent wächst.
Die Bettendichte, die derzeit (Stand: 01.01.2015) bei 59,9 Betten/Plätze je 10.000
Einwohner Berlins liegt, reduziert sich mit dem bis zum Jahr 2020 geplanten Bettenangebot
auf 59,6 Betten/Plätze je 10.000 Einwohner (Bevölkerung gemäß Einwohnerregister am
31.12.2014: 3.562.166 Einwohner, Prognosebevölkerung 2020: 3.690.191 Einwohner).
Unter Berücksichtigung der Umlandversorgung zählt damit Berlin weiterhin zu den
Ländern, die den Krankenhausversorgungsbedarf einwohnerbezogen mit einer
vergleichsweise geringen Bettenkapazität decken.
Das geplante Bettenangebot gemäß Krankenhausplan 2016 deckt sich mit dem für 2020
prognostizierten Versorgungsbedarfs von knapp 22.000 Betten. Sollten, anders als
angenommen, Veränderungen in der Entwicklung der Bevölkerung oder des tatsächlichen
Versorgungsbedarfs eintreten, werden Anpassungen notwendig sein. Ein entscheidendes
Kriterium für die Notwendigkeit einer Einzelanpassung ist ein wesentlich veränderter
Bedarf im Einzugsgebiet eines Krankenhauses, der nicht nur vorübergehender Natur ist.
Für das Jahr 2018 ist eine grundsätzliche Planüberprüfung, insbesondere zur Geriatrie
vorgesehen.
Auch im Planungszeitraum bis 2020 bleibt der Fachausschuss Krankenhausplanung
bestehen. Er gewährleistet die Einbeziehung der unmittelbar Beteiligten in alle Fragen
notwendiger Einzelanpassungen. Der Fachausschuss wird darüber hinaus wesentliche
Einzelthemen erörtern, die aus Sicht seiner Beteiligten für die Krankenhausplanung bzw.
für die Umsetzung des Krankenhausplans 2016 von Bedeutung sind. Die für Finanzen
zuständige Senatsverwaltung wirkt dabei mit.

105

106

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Einen Überblick zu den Veränderungen, differenziert nach Fachdisziplinen vermittelt die
nachfolgende Tabelle 13. – 1.
Tab. 13. - 1:

Gegenwärtiges
Bettenangebot
sowie
bisher
gemäß
Krankenhausplan 2010 (Umsetzung durch Feststellungsbescheide)
und neu geplantes Bettenangebot gemäß Krankenhausplan 2016 in
Plankrankenhäusern,
Berlin insgesamt nach Fachabteilungen
Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Augenheilkunde
Chirurgie
Gefäßchirurgie
darunter:
Herzchirurgie
Kinderchirurgie
Orthopädie/Unfallchirurgie
Plastische Chirurgie
Thoraxchirurgie
Visceralchirurgie
Allgemeine Chirurgie
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Geriatrie
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
Haut- und Geschlechtskrankheiten
Innere Medizin
Innere Medizin und Angiologie
darunter:
Innere Medizin und Endokrinologie
Innere Medizin und Gastroenterologie
Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie
Innere Medizin und Kardiologie
Innere Medizin und Nephrologie
Innere Medizin und Pneumologie
Innere Medizin und Rheumatologie
Allgemeine Innere Medizin
Kinder- und Jugendheilkunde
Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie
Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie
Neurochirurgie
Neurologie
Nuklearmedizin
Physikalische und Rehabilitative Medizin
Psychiatrie und Psychotherapie
Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Strahlentherapie
Urologie
Sonstige Fachbereiche/Allgemeinbetten
Betten / Plätze insgesamt
darunter teilstationär
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Geriatrie
Haut- und Geschlechtskrankheiten
Innere Medizin
Kinder- und Jugendheilkunde
Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
Neurologie
Psychiatrie und Psychotherapie
Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Strahlentherapie
teilstationäre Plätze insgesamt

235
4.993
253
150
114
2.248
132
155
483
1.458
1.146
1.699
366
253
6.188
62
54
984
536
1.558
399
492
278
1.825
751
350
76
401
986
42
0
2.823
239
123
518
140

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

Krankenhausplan
2016

1)

190
4.787
gefäßmed. SP
X
X
X

194
4.870
gefäßmed. SP
164
X
X

X

X

1.123
1.730
307
223
5.940
gefäßmed. SP

1.115
2.042
342
255
6.217
gefäßmed. SP

X
X
X
X

X
X
X
X

740
366
74
385
922
35
10
2.825
208
124
458
206

765
438
72
396
1.102
42
27
3.211
255
111
523
0

21.329

20.653

21.977

9
210
47
144
42
158
20
668
25
0

11
236
46
148
39
169
19
671
25
5

11
299
64
167
50
208
24
875
72
3

1.323

1.369

1.773

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung; X - qualitativer Ausweis der Abteilung ohne Bettenzahl
gefäßmed. SP - gefäßmedizinischer Schwerpunkt
1)

Charité mit 2.700 berücksichtigt, gemäß Senatsbeschluss vom 31.3.2015
mit 3001 in den Krankenhausplan 2010, zzgl. 15 Plätze
des Behandlungszentrums für Folteropfer, aufgenommen

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

107

Trägervielfalt
Im Ergebnis der Aufstellung des Krankenhausplans 2010 verändert sich die Verteilung des
Versorgungsangebotes auf die einzelnen Trägerbereiche in geringem Maße. Die
Planungen führen – im Vergleich zum Krankenhausplan 2010 – zu Zunahmen im
Versorgungsanteil für den universitären und öffentlichen Trägerbereich sowie zu
Abnahmen im freigemeinnützigen und privaten Trägerbereich.
Einen Überblick zum derzeitigen, bisher und neu geplanten Bettenangebot in
Plankrankenhäusern (einschließlich der Charité) vermittelt nachfolgende Tabelle.
Tab. 13. - 2:

Trägerbereich

Gegenwärtiges
Bettenangebot
sowie
bisher
gemäß
Krankenhausplan 2010 (Umsetzung durch Feststellungsbescheide)
und neu geplantes Bettenangebot gemäß Krankenhausplan 2016 in
Plankrankenhäusern,
Berlin insgesamt nach Trägerbereichen
Betten in
Plankrankenhäusern
gemäß ordnungsbeh.
Genehmigung
Stand 01.01.2015
absolut

in Prozent

Bettenangebot gemäß
Krankenhausplan 2010
(Umsetzung durch
Feststellungsbescheid)
Stand 01.01.2015
absolut

Geplantes
Bettenangebot gemäß
Krankenhausplan 2016

1)

in Prozent

absolut

in Prozent

freigemeinnützig

8.819

41,3

8.676

42,0

9.127

41,5

öffentlich

6.222

29,2

6.150

29,8

6.606

30,1

privat

3.277

15,4

3.127

15,1

3.243

14,8

universitär

3.011

14,1

2.700

13,1

3.001

13,7

21.329

100,0

20.653

100,0

21.977

100,0

Berlin insgesamt
1)

Charité mit 2.700 berücksichtigt, gemäß Senatsbeschluss vom 31.3.2015
mit 3.001 in den Krankenhausplan 2010 aufgenommen,
zzgl. 15 Plätze des Behandlungszentrums für Folteropfer, aufgenommen

Geplantes Angebot nach Versorgungsregionen und Krankenhausstandorten
Die Planungen des Krankenhausplans 2016 unterstützen die wohnortnahe Sicherstellung
der Krankenhausversorgung in den Bereichen der Basisversorgung. Durch die Erweiterung
der geriatrischen Kapazitäten, vorrangig in bislang unterdurchschnittlich versorgten
Regionen, und den Ausbau der regionalisiert geplanten psychiatrischen Angebote werden
auch mit dem Krankenhausplan 2016 weitere Verbesserungen erreicht.
Näheres dazu wurde bereits bei der Darstellung der Versorgungsschwerpunkte Geriatrie
sowie Psychiatrie und Psychotherapie bzw. Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie ausgeführt. Einen Gesamtüberblick des geplanten Versorgungsangebotes nach
den sechs Versorgungsregionen beinhaltet nachfolgende Tabelle 13. – 3.
Die standortbezogenen Planungen sind den in Anlage 1 enthaltenen KrankenhausDatenblättern zu entnehmen.

523

Urologie

dar. teilstionäre Plätze insgesamt

Betten / Plätze insgesam

1.773

0
21.977

111

Strahlentherapie

Sonstige Fachbereiche/Allgemeinbetten

255

Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

3.211

27

Psychiatrie und Psychotherapie

42

Physikalische und Rehabilitative Medizin

1.102

396

Nuklearmedizin

Neurologie

Neurochirurgie

72

438

Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie

Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie

765

6.217

Kinder- und Jugendheilkunde

Innere Medizin

255

Haut- und Geschlechtskrankheiten

2.042

Geriatrie
342

1.115

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

1,32

0,48

0,00
5,96

0,14

0,03

0,07

0,87

0,01

0,01

0,30

0,11

0,02

0,12

0,21

1,68

0,07

0,09

0,55

0,30

0,05

194

Betten je
1.000 EW

4.870

Betten
absolut

Augenheilkunde
Chirurgie

Fachabteilungen

Berlin insgesamt

377

0
5.692

269

38

0

638

0

17

214

125

30

132

331

1.733

128

102

272

253

1.352

58

Betten
absolut

0,56

0,00
8,49

0,40

0,06

0,00

0,95

0,00

0,03

0,32

0,19

0,04

0,20

0,49

2,58

0,19

0,15

0,41

0,38

2,02

0,09

Betten je
1.000 EW

Mitte

248

0
3.239

97

36

0

523

10

15

172

51

0

60

80

892

17

76

339

175

676

20

Betten
absolut

0,37

0,00
4,90

0,15

0,05

0,00

0,79

0,02

0,02

0,26

0,08

0,00

0,09

0,12

1,35

0,03

0,11

0,51

0,26

1,02

0,03

Betten je
1.000 EW

Nord

279

0
2.499

51

0

0

492

0

0

204

100

26

80

100

467

0

27

292

101

529

30

Betten
absolut

0,52

0,00
4,70

0,10

0,00

0,00

0,92

0,00

0,00

0,38

0,19

0,05

0,15

0,19

0,88

0,00

0,05

0,55

0,19

0,99

0,06

Betten je
1.000 EW

Ost

299

0
2.410

0

10

0

510

0

10

155

37

0

46

72

639

55

30

291

118

415

22

Betten
absolut

0,50

0,00
4,04

0,00

0,02

0,00

0,85

0,00

0,02

0,26

0,06

0,00

0,08

0,12

1,07

0,09

0,05

0,49

0,20

0,70

0,04

Betten je
1.000 EW

Südost

294

0
4.420

106

22

140

588

17

0

172

29

16

60

90

1.352

0

40

474

198

1.092

24

Betten
absolut

0,45

0,00
6,74

0,16

0,03

0,21

0,90

0,03

0,00

0,26

0,04

0,02

0,09

0,14

2,06

0,00

0,06

0,72

0,30

1,67

0,04

Betten je
1.000 EW

Südwest

SOLL - Betten in Plankrankenhäusern gemäß Krankenhausplan 2016 in Berlin insgesamt und nach Regionen

276

0
3.717

0

5

115

460

0

0

185

54

0

60

92

1.134

55

67

374

270

806

40

Betten
absolut

0,48

0,00
6,48

0,00

0,01

0,20

0,80

0,00

0,00

0,32

0,09

0,00

0,10

0,16

1,98

0,10

0,12

0,65

0,47

1,41

0,07

Betten je
1.000 EW

West

108
Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

Tab. 13.-3:
Geplante Betten gemäß Krankenhausplan 2016 in Plankrankenhäusern,
Berlin insgesamt und nach Regionen, absolut und je 1.000 Einwohner der
Prognosebevölkerung 2020

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

14.

Ausbildungsstätten

Ausbildungsstätten an Krankenhäusern, die für die in § 2 Abs. 1a KHG genannten Berufe
ausbilden (Ergotherapeut/-in, Diätassistent/-in, Hebamme, Entbindungspfleger, Physiotherapeut/-in, Gesundheits- und Krankenpfleger/-in, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/-in, Krankenpflegehelfer/-in, medizinisch-technische Assistenzberufe in der
Labormedizin, der Radiologie und der Funktionsdiagnostik, Logopäde/-in, Orthoptist/-in)
werden in den Krankenhausplan aufgenommen und haben einen Anspruch auf Förderung
der Investitionskosten gemäß den Vorschriften des KHG in Verbindung mit dem LKG. In
Anlage 5 sind die förderfähigen Berliner Ausbildungsstätten an Krankenhäusern mit
Adresse und Fachrichtung aufgeführt.
Die Ausbildungsstätten, die für die bundes- oder landesrechtlich geregelten
Gesundheitsfachberufe ausbilden, müssen vom Landesamt für Gesundheit und Soziales
Berlin genehmigt werden. Die Platzzahl der Ausbildungsstätten wird in der beantragten
Höhe genehmigt, sofern die gesetzlich vorgeschriebenen räumlichen, personellen und
curricularen
Anforderungen
erfüllt
und
die
erforderlichen
praktischen
Ausbildungsmöglichkeiten vorhanden sind.
Die in § 2 Abs.1a des KHG genannten Ausbildungsstätten und die mit einem Krankenhaus
verbundenen Ausbildungsstätten für den Beruf der Kardiotechnikerinnen und -techniker
werden gefördert, soweit und solange diese in den Krankenhausplan aufgenommen sind.
Grundlage der Förderung ist innerhalb der Höchstgrenze der staatlich genehmigten
Ausbildungsplätze die Zahl der Ausbildungsplätze, die zum Stichtag 1. November des
Vorjahres tatsächlich betrieben wurden (§ 11 LKG). Damit soll gesichert werden, dass nur
aktuell besetzte Ausbildungsplätze in die Förderung einbezogen werden. Diese Zahl kann
von der Anzahl der staatlich genehmigten Plätze abweichen.
Zur Finanzierung der pflegesatzfähigen Kosten der Ausbildung vereinbaren die Träger von
ausbildenden Krankenhäusern mit den Krankenkassenverbänden jährlich ein individuelles
Ausbildungsbudget. Damit Krankenhäuser durch ihre Ausbildungstätigkeit nicht
benachteiligt sind, werden die Kosten der Ausbildung auf alle Krankenhäuser umgelegt.
Die Umlage erfolgt mittels eines Fonds, dem die Zuschläge zu den Fallpauschalen
zugeführt werden, die alle Krankenhäuser in gleicher Höhe zu diesem Zweck erheben
müssen. Der landeseinheitliche Ausbildungszuschlag im Jahr 2015 pro Fall beträgt
61,64 €. Das Volumen des Ausbildungsfonds in Berlin beträgt im Jahr 2015 ca. 52,4 Mio. €.
Krankenhäuser, die ausbilden, erhalten Ausgleichszahlungen aus dem Fonds. Der
Ausbildungsfonds wurde in Berlin erstmals 2007 eingerichtet. Er wird von der Berliner
Krankenhausgesellschaft verwaltet.
Die Regelungen zur Ausbildung im Krankenhausfinanzierungsgesetz bieten keine
ausreichenden Mechanismen zur Durchsetzung einer bedarfsorientierten Planung der
Ausbildungsplatzzahl durch das Land. Es liegt in der Verantwortung der Berliner
Krankenhäuser,
genügend
Nachwuchskräfte
heranzubilden.
Angesichts
der
demografischen Entwicklung kommt dieser Aufgabe besondere Bedeutung zu. Für die
Berufe in der Gesundheits- und Krankenpflege bzw. Gesundheits- und
Kinderkrankenpflege und für Hebammen und Entbindungspfleger kann die Ausbildung
aufgrund bundesgesetzlicher Vorgaben ausschließlich von Krankenhäusern angeboten
werden.

109

110

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

Abkürzungsverzeichnis
Abkürzungen der Fachabteilungen in den Tabellen
Aug.

Augenheilkunde

Chi.

Chirurgie

Der.

Haut- und Geschlechtskrankheiten (Dermatologie)

Ger.

Geriatrie

GuG

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

HChi.

Herzchirurgie

HNO

Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde

Inn.

Innere Medizin

Insg.

Insgesamt

KChi.

Kinderchirurgie

Kin.

Kinder- und Jugendmedizin

KPsy.

Kinder- und Jugendpsychiatrie u. -psychotherapie

MKG

Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie

NChi.

Neurochirurgie

Nrl.

Neurologie

Nuk.

Nuklearmedizin (Therapie)

Ort.

Orthopädie

PChi.

Plastische Chirurgie

Psy.

Psychiatrie und Psychotherapie

Psm.

Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Son.

Sonstige Fachabteilungen

Str.

Strahlentherapie

Uro.

Urologie

Chi. BV

chirurgische Basisversorgung

Int. BV

internistische Basisversorgung

Abt.

Abteilung

Abkürzungen für Krankenhäuser
AVK

Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum

bzfo

Behandlungszentrum für Folteropfer

CBF

Campus Benjamin Franklin (Charité)

CCM

Campus Charité Mitte (Charité)

CVK

Campus Virchow-Klinikum (Charité)

DHZB

Deutsches Herzzentrum Berlin

EGZB

Evangelisches Geriatriezentrum Berlin

EWK

Evangelisches Waldkrankenhaus

GKH

Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

HUK

Vivantes Humboldt-Klinikum

KAU

Vivantes Klinikum Am Urban

KEH

Evangelisches Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge

KFH

Vivantes Klinikum im Friedrichshain

KHD

Vivantes Klinikum Hellersdorf

KMV

Krankenhaus des Maßregelvollzuges

KNK

Vivantes Klinikum Neukölln

KPB

Vivantes Klinikum Prenzlauer Berg

KSP

Vivantes Klinikum Spandau

TWW

Theodor-Wenzel-Werk

UKB

Unfallkrankenhaus Berlin

VIV.

Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH

WBK

Vivantes Wenckebach-Klinikum

Sonstige Abkürzungen
Abb.

Abbildung

ADT

Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren e.V.

AfS

Amt für Statistik Berlin-Brandenburg

AOK

Allgemeine Ortskrankenkasse

BAR

Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation

BAnz.

Bundesanzeiger

BKG

Berliner Krankenhausgesellschaft

CMI

Case Mix Index (Fallschweregrad)

CRP

C-Reaktives Protein (Blutwert/Hinweis auf Entzündungsgeschehen)

CT

Computertomograf

COPD

chronic obstruktiv pulmonary disease

DRG

Diagnosis Related Groups

DKH

Deutsche Krebshilfe

DMP

Disease-Management-Programm

DRK

Deutsches Rotes Kreuz

EEG

Elektroenzephalogramm

EKG

Elektrokardiogramm

EU

Europäische Union

EW

Einwohner

FA

Fachabteilung

FS

Fortschreibung

FU

Freie Universität

G-BA

Gemeinsamer Bundesausschuss

GKR

Gemeinsames Krebsregister der neuen Bundesländer und Berlins

GKV

Gesetzliche Krankenversicherung

GTDS

Giessener Tumordokumentationssystem

111

112

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
HU

Humboldt-Universität

ICD 10

Internationale Klassifikation der Krankheiten, 10. Revision

InEK

Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus

InEK-Daten

Daten gem. § 21 KHEntgG, aufbereitet vom InEK

IT

Informationstechnik

ITH

Intensivtransporthubschrauber

JCAHO

Joint Commission on Accreditation of Healthcare Organizations

KH

Krankenhaus, Krankenhäuser

KHPL

Krankenhausplan

KJPsych

Kinder- und Jugendpsychiatrie

Kl.

Klinik

KTQ

Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen

KV

Kassenärztliche Vereinigung

LHKM

Linksherzkathetermessplatz

MTAF

Medizinisch-technische/-r Assistent/-in für Funktionsdiagnostik

MTLA

Medizinisch-technische/-r Laboratoriumsassistent/-in

MTRA

Medizinisch-technische/-r Radiologieassistent/-in

NEF

Notarzteinsatzfahrzeug

ö. B.

Örtlicher Bereich

OP

Operationen

OPS

Operationen- und Prozedurenschlüssel

PCI

perkutane transluminale coronare Angioplastie (auch PTCA genannt)

PDF

auch pdf = Portable Document Format

Psych

Psychiatrie

PTA

perkutane transluminale Angioplastie

PTCA

perkutane transluminale coronare Angioplastie (auch PCI genannt)

RTH

Rettungstransporthubschrauber

Schl.-Nr.

Schlüsselnummer

SenBJW

Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft

SenGesSoz

Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales

SenStadt

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung

sonst.

Sonstige

SP

Schwerpunkt

StaBA

Statistisches Bundesamt

Tab.

Tabelle

TK

Tagesklinik

TZB

Tumorzentrum Berlin

OECD

Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

VHF

Virales Hämorrhagisches Fieber

WBO

Weiterbildungsordnung der Ärztekammer

ziv.

zivil

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

Zitierte Rechtsgrundlagen
BGB

Bürgerliches Gesetzbuch

BKRG

Bundeskrebsregisterdatengesetz

BPflV

Bundespflegesatzverordnung

FPÄndG

Fallpauschalenänderungsgesetz

HBFG

Hochschulbauförderungsgesetz

JGG

Jugendgerichtsgesetz

KHEntgG

Krankenhausentgeltgesetz

KHG

Krankenhausfinanzierungsgesetz

KHStatV

Krankenhausstatistik-Verordnung

LKG

Landeskrankenhausgesetz

LuftVG

Luftverkehrsgesetz

PsychKG

Gesetz für psychisch Kranke

Psych-PV

Psychiatrie-Personalverordnung

RDG

Rettungsdienstgesetz

SGB V

Sozialgesetzbuch V

StGB

Strafgesetzbuch

StPO

Strafprozessordnung

TPG

Transplantationsgesetz

113

114

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

Anlagen:
Anlage 1: Datenblätter
Erläuterungen zu den Datenblättern des Krankenhausplan 2016
Das Datenblatt ist in Kopf-, Tabellen- sowie Fußnoten- und Anmerkungsteil gegliedert.
1. Im Kopfteil des Datenblattes ist zutreffendenfalls die Beteiligung an der Unfall- und
Notfallversorgung festgelegt (Notfallkrankenhaus, Notfallzentrum). Durch Fußnoten am
Namen des Krankenhauses bzw. Krankenhausstandortes wird außerdem festgestellt,
welche Organe im Sinne des Transplantationsgesetzes transplantiert bzw. ob
allogene/autologe Stammzelltransplantationen durchgeführt werden dürfen. In gleicher
Weise wird dargestellt, ob es sich um ein Krankenhaus handelt, das ausschließlich
Belegbetten führt (Belegklinik).
2. Im Tabellenteil des Datenblattes sind Umfang und Fachabteilungsstruktur der
Bettenkapazität dargestellt, mit der das Krankenhaus bzw. der Krankenhausstandort in
den Krankenhausplan 2016 aufgenommen ist. In der Tabellenvorspalte
„Fachabteilungen“ sind die Disziplinen aufgelistet, in denen das Krankenhaus
ordnungsbehördlich genehmigte bzw. konzessionierte Abteilungen betreibt bzw. für die
der Plan die Neuaufnahme einer entsprechenden Abteilung vorsieht. Der Gliederung
nach Fachabteilungen liegt die Fachabteilungssystematik des Krankenhausplans 2016
zu Grunde. Bis auf eine Ausnahme – Betten in der Rubrik „Sonstige
Fachbereiche/Allgemeinbetten“ sehen die Festlegungen des Krankenhausplans 2016
(3. Datenspalte) nicht mehr vor – ist diese Gliederung identisch mit der des
Krankenhausplanes 2010. Die Methodik der Bettenzuordnung zu den Abteilungen
richtet sich nach den Bestimmungen der Krankenhausstatistik-Verordnung.
3. Die ersten beiden Datenspalten der Tabelle sind nachrichtlicher Natur. Die erste Spalte
gibt die Zahl der ordnungsbehördlich genehmigten bzw. konzessionierten Betten wieder
(soweit es sich bereits bisher um ein Plankrankenhaus handelt), die zweite Datenspalte
bildet die gemäß bestandskräftigem Feststellungsbescheid bisher in den
Krankenhausplan aufgenommenen Betten ab. Auch hier wurde nach Möglichkeit eine
Auflösung der Rubrik „Sonstige Fachbereiche/Allgemeinbetten“, ggf. mit
Fußnotenanmerkungen, angestrebt.
4. Die dritte Datenspalte beinhaltet die neuen bettenbezogenen Festlegungen des
Krankenhausplan 2016 (Zahl der vorzuhaltenden ordnungsbehördlich genehmigten
Betten bzw. Plätze), aus denen sich der Versorgungsauftrag gemäß § 8 Abs. 1 des
KHEntgG bzw. § 4 Abs. 1 der BPflV (in Verbindung mit weiteren Festlegungen im Kopfund Fußnotenteil) ableitet. Der Vergleich der zweiten und dritten Datenspalte zeigt
somit die vorgesehene Veränderung im Umfang der Aufnahme in den
Krankenhausplan 2016.
5. Im unteren Teil der Tabelle „darunter teilstationär“ sind gesondert die teilstationären
Kapazitäten dargestellt. Die teilstationären Plätze sind lediglich nach Hauptdisziplinen
aufgegliedert. Es handelt sich um „Darunter-Positionen“ der im oberen Tabellenteil
ausgewiesenen Gesamtkapazität der entsprechenden Hauptdisziplinen.
6. Der untere Teil des Datenblattes (Fußnoten- und Anmerkungsteil) enthält
gegebenenfalls die Fußnoten, die sich auf den Kopfteil des Datenblattes sowie auf die
erste und dritte Datenspalte der Tabelle beziehen können sowie ergänzende
Informationen zu den am 1.7.2014 betriebenen medizinisch-technischen Großgeräten
und Feststellungen zu mit dem Krankenhaus verbundenen Ausbildungsstätten, für die
das Krankenhaus gemäß § 2 Abs. 1a KHG in Verbindung mit § 11 LKG Anspruch auf
Investitionsförderung hat. Die Fußnoten, die sich auf die erste Datenspalte beziehen,
und die Informationen zu den medizinisch-technischen Großgeräten haben
nachrichtlichen Charakter.

115

116

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
7. Soweit in der zweiten und dritten Datenspalte schraffierte Tabellenfelder auftreten, wird
im unteren Teil des Datenblattes erklärt, dass für diese Subdisziplinen keine
planerischen Festlegungen getroffen werden. Soweit Tabellenfelder mit einem „X“
vorhanden sind, wird erklärt, dass es sich um eine Subdisziplin handelt, für die eine
qualitative Planausweisung erfolgt. Sind die Voraussetzungen für einen „X“-Ausweis,
der bereits gemäß Krankenhausplan 2010 erfolgt und durch Feststellungsbescheid
umgesetzt ist, nicht nachgewiesen bzw. erfüllt, wird das „X“ in Klammern gesetzt („(X)“)
und als Fußnote wird angemerkt, dass Nachweise noch ausstehen. Der „X“-Ausweis
steht somit unter einer Bedingung mit aufschiebender Wirkung. Für Krankenhäuser mit
einem anerkannten gefäßmedizinischen Schwerpunkt ist bei den Subdisziplinen
Angiologie und Gefäßchirurgie jeweils „gefäßmed. SP“ im entsprechenden Tabellenfeld
vermerkt (zweite bzw. dritte Datenspalte). Analog zum „(X)“-Ausweis kann auch
„gefäßmed. SP“ in Klammern gesetzt werden. Die Herzchirurgie ist die einzige
Subdisziplin, für die eine abschließende Planung erfolgt, sie wird deshalb bei allen
Krankenhäusern mit Betten im Fachgebiet Chirurgie ausgewiesen, gegebenenfalls
auch mit 0 Betten.
8. Folgende Versorgungsangebote/Sachverhalte werden in Ergänzung zu den SollVorgaben gemäß Datenspalte 3 in Fußnotenform nach einheitlichen Kriterien
ausgewiesen
-

Stroke Unit

-

neurologische Frührehabilitation, Phase B

-

Weaningeinheit

-

onkologischer Schwerpunkt

-

psychiatrische/psychosomatische
Pflichtversorgungsregion

-

psychosomatische Tagesklinik als Teil der regionalen psychiatrischen / psychosomatischen Pflichtversorgung

und

kinder-

und

jugendpsychiatrische

9. Die in den Fußnoten ausgewiesenen Dialyseplätze sind sowohl bei den „Ist“- als auch
bei den „Soll“-Angaben nicht in der Bettenzahl enthalten.

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

117

Inhaltsverzeichnis
Standortbezogene
Festlegungen
der
im
Krankenhausplan
2010
aufgenommenen bzw. aus diesem ausscheidenden Krankenhäuser und
Krankenhausstandorte
Krankenhaus / Krankenhausstandort

Seite

Alexianer St. Joseph-Krankenhaus Berlin-Weißensee

119

Augenklinik Marzahn

120

Augenklinik im Ring-Center

121

Bundeswehrkrankenhaus (ziviler Bereich)

122

Charité – Universitätsmedizin Berlin

123

Campus Benjamin Franklin (CBF)

125

Standort Eschenallee

126

Campus Charité Mitte (CCM)

127

Campus Virchow Klinikum (CVK)

129

Deutsches Herzzentrum Berlin (DHZB)

130

Deutsches Zentrum für Geriatrie Berlin (DZGB)

131

Dominikus-Krankenhaus Berlin

132

DRK Kliniken Berlin | Köpenick

133

DRK Kliniken Berlin | Mitte

134

DRK Kliniken Berlin | Westend

135

DRK Kliniken Berlin | Wiegmann-Klinik

136

Evangelisches Geriatriezentrum Berlin (EGZB)

137

Evangelisches Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge (KEH)

138

Evangelische Elisabeth Klinik

139

Evangelische Lungenklinik Berlin

140

Evangelisches Johannesstift Wichernkrankenhaus

141

Evangelisches Krankenhaus Hubertus

142

Evangelisches Waldkrankenhaus Spandau

143

Friedrich-von-Bodelschwingh Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

144

Franziskus-Krankenhaus

145

Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe (GKH)

146

Havelklinik

147

HELIOS Klinikum Berlin-Buch

148

HELIOS Klinikum Emil von Behring

150

Immanuel-Krankenhaus Berlin

151

Standort Rheumaklinik Wannsee

152

Standort Rheumaklinik Buch

153

Jüdisches Krankenhaus Berlin

154

Klinik für MIC am Ev. Krankenhaus Hubertus

155

Klinik Helle Mitte

156

Klinik Hygiea

157

118

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

Krankenhaus / Krankenhausstandort

Seite

Kliniken im Theodor-Wenzel-Werk

158

Krankenhaus Bethel Berlin

159

Krankenhaus Waldfriede

160

Malteser-Krankenhaus

161

Maria Heimsuchung – Caritas-Klinik Pankow

162

Martin-Luther-Krankenhaus

163

MEDIAN Klinik Berlin-Kladow

164

Park-Klinik Weißensee

165

Paulinenkrankenhaus

166

Poliklin Charlottenburg

167

Sana Kliniken Lichtenberg

168

Schlosspark-Klinik

169

St. Gertrauden-Krankenhaus

170

St. Hedwig-Kliniken Berlin

171

Standort St. Hedwig Krankenhaus

172

Standort Krankenhaus Hedwigshöhe

173

St. Joseph-Krankenhaus Berlin Tempelhof

174

St. Marien Krankenhaus Berlin

175

Unfallkrankenhaus Berlin (UKB)

176

Vitanas Klinik für Geriatrie

177

Vivantes – Netzwerk für Gesundheit

178

Standort Klinikum im Friedrichshain (KFH)

180

Standort Klinikum Am Urban (KAU)

183

Standort Klinikum Hellersdorf (KHD)

184

Standort Klinikum Neukölln (KNK)

186

Standort August-Viktoria-Klinikum (AVK)

188

Standort Wenckebach-Klinikum (WBK)

189

Standort Humboldt-Klinikum (HUK)

190

Standort Klinikum Spandau (KSP)

191

Vivantes Ida Wolff Krankenhaus

192

Westklinik Dahlem

193

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

119

120

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Marzahn-Hellersdorf
Ost

AUGENKLINIK BERLIN-MARZAHN

privat

Trägerbereich:

1)

Träger:
Augenklinik Berlin-Marzahn GmbH

BREBACHER WEG 15
12683 BERLIN

Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Augenheilkunde

51

Betten / Plätze insgesamt

51

1)
2)

Beteiligung an der fachspezifischen Notfallversorgung
darunter 11 Betten außerhalb des Krankenhausplans

2)

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

Krankenhausplan
2016

40

30

40

30

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

121

Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

privat

Trägerbereich:

Friedrichshain-Kreuzberg
Mitte

AUGENKLINIK IM RING-CENTER

Träger:

FRANKFURTER ALLEE 111
10247 BERLIN

Augenklinik im Ring-Center GmbH

Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Augenheilkunde

10

Betten / Plätze insgesamt

10

1)

darunter 4 Betten außerhalb des Krankenhausplans 2010

1)

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

Krankenhausplan
2016

6

10

6

10

122

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Mitte
Mitte

Trägerbereich:

öffentlich

BUNDESWEHRKRANKENHAUS (ZIVILER BEREICH)

Träger:

SCHARNHORSTSTRASSE 13
10115 BERLIN

Bundesministerium der Verteidigung

Notfallversorgung: Notfallkrankenhaus
Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Chirurgie
darunter: Herzchirurgie
Orthopädie/Unfallchirurgie
Allgemeine Chirurgie
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
Haut- und Geschlechtskrankheiten
Innere Medizin
darunter: Allgemeine Innere Medizin
Neurochirurgie
Neurologie
Psychiatrie und Psychotherapie
Urologie
Betten / Plätze insgesamt

88
0
20
68
15
5
52
52
10
5
5
10

1)

190

3)

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010
88

Krankenhausplan
2016

X

75
0
X

15
5
52

15
10
50

10
5
5
10

10
10
5
15

190

190

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung; X - qualitativer Ausweis der Abteilung ohne Bettenzahl
1)

darunter 8 Betten Sonderisolierstation (6 Betten S2, 2 Betten S3)
2)
darunter Stroke Unit bei Nachweis der Zertifizierung
3)
Teil eines Schwerpunktes zur Versorgung nichtziviler Patientinnen und Patienten
4)
onkologischer Schwerpunkt
5)
nur Betten für Zivilbevölkerung
______________________________________
Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 01.07.2014 betrieben:
- 1 Computertomograph
- 1 Kernspintomograph
- 1 Lithotripter
Das Krankenhaus ist der Wannsee-Schule e.V., Schule für Gesundheitsberufe,
Zum Heckeshorn 36, 14109 Berlin, angeschlossen.

1)

2)
3)

4), 5)

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

123

Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

universitär

Trägerbereich:

Mitte
Mitte

CHARITÉ - UNIVERSITÄTSMEDIZIN BERLIN 1) 2)

Träger:

CHARITÉPLATZ 1
10117 BERLIN

Charité - Universitätsmedizin Berlin,
Köperschaft des öffentl. Rechts

Krankenhausbetten (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung

Krankenhausplan
2010 2)

Krankenhausplan
2016

Stand: 01.01.2015
Augenheilkunde
Chirurgie
darunter: Gefäßchirurgie
Herzchirurgie
Kinderchirurgie
Orthopädie/Unfallchirurgie
Thoraxchirurgie
Allgemeine Chirurgie
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Geriatrie
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
Haut- und Geschlechtskrankheiten
Innere Medizin
darunter: Innere Medizin und Angiologie
Innere Medizin und Endokrinologie
Innere Medizin und Gastroenterologie
Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie
Innere Medizin und Kardiologie
Innere Medizin und Nephrologie
Innere Medizin und Pneumologie
Innere Medizin und Rheumatologie
Allgemeine Innere Medizin
Kinder- und Jugendheilkunde
Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie
Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie
Neurochirurgie
Neurologie
Nuklearmedizin
Physikalische und Rehabilitative Medizin
Psychiatrie und Psychotherapie
Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Strahlentherapie
Urologie
Sonstige Fachbereiche/Allgemeinbetten
Betten / Plätze insgesamt
darunter teilstationär
Haut- und Geschlechtskrankheiten
Innere Medizin
Kinder- und Jugendheilkunde
Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
Neurologie
Psychiatrie und Psychotherapie
Strahlentherapie
teilstationäre Plätze insgesamt

74
528
12
34
241
241
180
82
98
944

55
464
gefäßmed. SP
X
X
X
(X)

71
595
(gefäßmed. SP)
0
X
X
(X)

165
59
66
832
gefäßmed. SP

186
45
72
75
984
(gefäßmed. SP)

17
134
213
197
160
7
47
169
226
38
46
100
170
17

X
X
X
X

X
X
X
X

225
38
48
96
139
10

173
56
49
90
140
3.011

165
30
54
48
206
2.700

232
38
46
109
169
17
17
185
30
46
84

2)

14
51
10
13

14
44
10
10

35

42
5
125

123

3.001
19
61
21
13
5
40
3
162

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung; X - qualitativer Ausweis der Abteilung ohne Bettenzahl

3)

3)
3)
3)

3)

3)
3)
3)
3)

124

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
1)

Die Charité ist gemäß Berliner Universitätsmedizingesetz eine Einrichtung. Sie stellt die hochschulmedizinische
Versorgung in campusübergreifenden Strukturen und Prozessen innerhalb der Charité Zentren sicher.
2)
Gemäß Senatsbeschluss vom 31.03.2015 ab diesem Zeitpunkt mit 3001 Betten/Plätzen, zzgl. 15 Plätze des
Behandlungszentrums für Folteropfer; in der zu diesem Zeitpunkt betriebenen Fachabteilungsstruktur in den
Krankenhausplan 2010 aufgenommen
3)
nur an ausgewählten Standorten, siehe standortbezogene Datenblätter
______________________________________
Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 01.07.2014 betrieben:
- 10 Linksherzkathetermessplätze
- 13 Computertomographen
- 12 Kernspintomographen
- 8 Linearbeschleuniger
- 1 Lithotripter
- 2 Positronen-Emissions-Tomographen
Bezüglich der betriebenen Ausbildungsstätten wird auf Anlage 5, Abschnitt B, dieses Krankenhausplanes verwiesen.

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

125

Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Steglitz-Zehlendorf
Südwest

universitär

Trägerbereich:

CHARITÉ - UNIVERSITÄTSMEDIZIN BERLIN
1)
Standort: CAMP. BENJ. FRANKLIN
HINDENBURGDAMM 30
12203 BERLIN

Notfallversorgung: Notfallzentrum
Krankenhausbetten (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung

Krankenhausplan
2010

Krankenhausplan
2016

Stand: 01.01.2015
Augenheilkunde
Chirurgie
darunter: Herzchirurgie
Orthopädie/Unfallchirurgie
Allgemeine Chirurgie
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Geriatrie
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
Haut- und Geschlechtskrankheiten
Innere Medizin
darunter: Innere Medizin und Gastroenterologie
Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie
Innere Medizin und Kardiologie
Innere Medizin und Nephrologie
Allgemeine Innere Medizin
Kinder- und Jugendheilkunde
Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie
Neurochirurgie
Neurologie
Physikalische und Rehabilitative Medizin
Psychiatrie und Psychotherapie
Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Strahlentherapie
Urologie
Sonstige Fachbereiche/Allgemeinbetten

23
141
0
62
79
30

11
161

33
26
307
34
81
69
39
84

12

28
45
25

291

291

X
X

X
X

X
23

2)

23
23
23
56

16
31
64
4)

23
163
0
X

16
29
74
17
102
30
18
40

50
18
46
38

85
30
23
23
47

823

831

901

darunter teilstationär
Innere Medizin
Psychiatrie und Psychotherapie

20

5
22

teilstationäre Plätze insgesamt

20

27

Betten / Plätze insgesamt

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung; X - qualitativer Ausweis der Abteilung ohne Bettenzahl
1)

autologe Stammzelltransplantation bzw. -transfusion bei hämatologisch-onkologischen Erkrankungen
2)
10 ordnungsbehördlich genehmigte Dialyseplätze
3)
darunter Stroke Unit sowie 20 Betten für neurologische Frührehabilitation, Phase B
4)
Verlagerung vom Standort Eschenallee im Januar 2015 erfolgt;
die Betten werden überregional, außerhalb der Vollversorgung für eine Region, betrieben
5)
onkologischer Schwerpunkt
______________________________________
Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 01.07.2014 betrieben:
- 3 Linksherzkathetermessplätze
- 3 Computertomographen
- 3 Kernspintomographen
- 3 Linearbeschleuniger
- 1 Lithotripter
- 2 Positronen-Emissions-Tomographen

3)

4)

5)

126

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Charlottenburg-Wilmersdorf
West

Trägerbereich:

universitär

CHARITÉ - UNIVERSITÄTSMEDIZIN BERLIN
Standort: ESCHENALLEE
ESCHENALLEE 3
14050 BERLIN

Krankenhausbetten (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Krankenhausplan
2010
Stand: 01.01.2015
Psychiatrie und Psychotherapie

95

1)

Betten / Plätze insgesamt

95

2)

Psychiatrie und Psychotherapie

20

3)

teilstationäre Plätze insgesamt

20

darunter teilstationär

1)

Die Betten werden überregional, außerhalb der Vollversorgung für eine Region, betrieben.
Verlagerung zum Standort Hindenburgdamm im Januar 2015 erfolgt
3)
2 Tageskliniken am Standort Charité,
Campus Benjamin Franklin/Eschenallee (20 Betten/Plätze)
2)

Krankenhausplan
2016

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

127

Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Trägerbereich:

Mitte
Mitte

universitär

CHARITÉ - UNIVERSITÄTSMEDIZIN BERLIN
1)
Standort: CAMP. CHARITÉ MITTE
CHARITÉPLATZ 1
10117 BERLIN

Notfallversorgung: Notfallkrankenhaus
Krankenhausbetten (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung

Krankenhausplan
2010

Krankenhausplan
2016

Stand: 01.01.2015
Augenheilkunde
Chirurgie
darunter: Gefäßchirurgie
Herzchirurgie
Orthopädie/Unfallchirurgie
Thoraxchirurgie
Allgemeine Chirurgie
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
Haut- und Geschlechtskrankheiten
Innere Medizin
darunter: Innere Medizin und Angiologie
Innere Medizin und Endokrinologie
Innere Medizin und Gastroenterologie
Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie
Innere Medizin und Kardiologie
Innere Medizin und Nephrologie
Innere Medizin und Pneumologie
Innere Medizin und Rheumatologie
Allgemeine Innere Medizin
Kinder- und Jugendheilkunde
Neurochirurgie
Neurologie
Psychiatrie und Psychotherapie
Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Urologie
Sonstige Fachbereiche/Allgemeinbetten
Betten / Plätze insgesamt
darunter teilstationär
Haut- und Geschlechtskrankheiten
Innere Medizin
Neurologie
Psychiatrie und Psychotherapie
teilstationäre Plätze insgesamt

147
12
77
58
42
22
72
276
17
30
36
56
23
7
47
60
20
54
78
6
40
47

6)

8)

44
74
gefäßmed. SP
X
X
(X)

164
(gefäßmed. SP)
0
X
(X)

22
44
66
221
gefäßmed. SP

50
47
75
278
(gefäßmed. SP)

X
X
X
X

X
X
X
X

24
66
52
80

20
70
46
83

4)

5)
2)

7)
8) 9)

40
804

873

14
39

14
32
22

19
40
5
18

68

82

68

3)

111

804

15

2)

11)

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung; X - qualitativer Ausweis der Abteilung ohne Bettenzahl

10)

128

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

1)

befristet bis zur Konzentration am Standort CVK Transplantationszentrum für Nieren;
autologe Stammzelltransplantation bzw. -transfusion bei hämatologisch-onkologischen Erkrankungen
2)
vorbehaltlich des Nachweises der (Re-)Zertizierung
3)
Weiterbetrieb der Abteilung längstens bis zum Abschluss der Baumaßnahmen zur Konzentration der herzmedizinischen
Angebote am Standort DHZB - Charité/CVK gemäß Grundsatzvereinbarung über die Kooperation zwischen Charité
und DHZB im Bereich der Herzmedizin
4)
Abteilungsausweis erfolgt, falls die dafür notwendigen Bedingungen erfüllt sind,
insbesondere die ordnungsbehördliche Genehmigung der Abteilung und Nachweis der Mindestfallzahl
schwerwiegender Operationen
5)
darunter Weaningeinheit
6)
10 ordnungsbehördlich genehmigte Dialyseplätze
7)
darunter Stroke Unit
8)
Psychiatrische Vollversorgung für Mitte zusammen mit St. Hedwig-Kliniken Berlin
9)
zuzüglich 15 teilstationäre Betten für das Behandlungszentrum für Folteropfer, Standort Turmstraße
10)
onkologischer Schwerpunkt
11)
Tagesklinik am Standort (15 Betten/Plätze)
______________________________________
Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 01.07.2014 betrieben:
- 4 Linksherzkathetermessplätze
- 3 Computertomographen

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

129

Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Mitte
Mitte

Trägerbereich:

universitär

CHARITÉ - UNIVERSITÄTSMEDIZIN BERLIN
1)
Standort: CAMP. VIRCHOW-KL.
AUGUSTENBURGER PLATZ 1
13353 BERLIN

Notfallversorgung: Notfallzentrum
Krankenhausbetten (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Krankenhausplan
2010

Krankenhausplan
2016

Stand: 01.01.2015
Augenheilkunde
Chirurgie
darunter: Herzchirurgie
Kinderchirurgie
Orthopädie/Unfallchirurgie
Allgemeine Chirurgie
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
Innere Medizin
darunter: Innere Medizin und Gastroenterologie
Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie
Innere Medizin und Kardiologie
Innere Medizin und Nephrologie
Allgemeine Innere Medizin
Kinder- und Jugendheilkunde
Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie
Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie
Neurochirurgie
Neurologie
Nuklearmedizin
Strahlentherapie
Urologie
Sonstige Fachbereiche/Allgemeinbetten

51
240
0
34
102
104
108
27
361
70
96
72
98
25
206
38
30
69
52
17
31
4
55

44
229
X
X

48
268
0
X
X

120
3
320

108

X
X

X
X

178
38
25
7
31
10
31
25
48

212
38
30
10
49
17
28
4

1.289

1.065

1.227

darunter teilstationär
Innere Medizin
Kinder- und Jugendheilkunde
Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
Strahlentherapie

12
10
13

12
10
10
5

16
21
13
3

teilstationäre Plätze insgesamt

35

37

53

Betten / Plätze insgesamt

2)

3)

4)

415

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung; X - qualitativer Ausweis der Abteilung ohne Bettenzahl
1)

Transplantationszentrum für Nieren, Leber, Pankreas und Darm;
Stammzelltransplantation bzw. -transfusion bei hämatologisch-onkologischen Erkrankungen
2)
darunter 20 Betten Sonderisolierstation
3)
18 ordnungsbehördlich genehmigte Dialyseplätze, darunter 6 Plätze für Kinder
4)
Die Betten werden überregional, außerhalb der Vollversorgung für eine Region, betrieben
5)
darunter Stroke Unit
6)
onkologischer Schwerpunkt
______________________________________
Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 01.07.2014 betrieben:
- 3 Linksherzkathetermessplätze
- 7 Computertomographen
- 4 Kernspintomographen
- 3 Linearbeschleuniger
- 1 Positronen-Emissions-Tomograph

2)

4)

5)

6)

130

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Mitte
Mitte

Trägerbereich:

freigemeinnützig

DEUTSCHES HERZZENTRUM BERLIN 1)

Träger:

AUGUSTENBURGER PLATZ 1
13353 BERLIN

Stiftung Deutsches Herzzentrum Berlin

Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Chirurgie
darunter: Herzchirurgie
Innere Medizin
darunter: Innere Medizin und Kardiologie
Kinder- und Jugendheilkunde

138
138
24
24
32

2) 3)

Betten / Plätze insgesamt

194

2)

5)

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

Krankenhausplan
2016

120
X
20
X
26

164
164

166

198

4)

34

X - qualitativer Ausweis der Abteilung ohne Bettenzahl
1)

Transplantationszentrum für Herz und Lunge;
Beteiligung an der fachspezifischen Notfallversorgung;
Kooperation mit dem Paulinenkrankenhaus
(insbesondere Weiterbehandlung von herzchirurgischen Patientinnen und Patienten)
2)
darunter 18 Betten außerhalb des Krankenhausplans, davon 15 Betten in der Dependance Dickensweg 25/39 (Station H8)
und 3 Betten am Standort Augustenburger Platz
3)
darunter 2 Betten am Standort Dickensweg 25/39 (nicht Bestandteil der Station H8); die Erhöhung um 44 auf
164 Betten erfolgt schrittweise in Abhängigkeit von der Fertigstellung der Baumaßnahmen zur Konzentration
der herzmedizinischen Angebote am Standort DHZB - Charité/CVK gemäß Grundsatzvereinbarung über die
Kooperation zwischen Charité und DHZB im Bereich der Herzmedizin, darunter 12 Betten, die nach Aufgabe
der herzchirurgischen Abteilung am Standort Charité/CCM zum Standort DHZB verlagert werden
4)
Weiterbetrieb der Abteilung längstens bis zum Abschluss der Baumaßnahmen zur Konzentration der herzmedizinischen
Angebote am Standort DHZB - Charité/CVK gemäß Grundsatzvereinbarung über die Kooperation zwischen Charité
und DHZB im Bereich der Herzmedizin
5)
einschließlich der Behandlung von Erwachsenen mit angeborenen Fehlbildungen des Herzens
______________________________________
Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 01.07.2014 betrieben:
- 3 Linksherzkathetermessplätze
- 1 Computertomograph
- 2 Kernspintomographen
Das Krankenhaus betreibt folgende Ausbildungsstätten:
- Krankenpflegeschule am Deutschen Herzzentrum Berlin,
Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin
- Akademie für Kardiotechnik am Deutschen Herzzentrum Berlin,
Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin

3)

5)

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

131

Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Marzahn-Hellersdorf
Ost

Trägerbereich:

privat

DEUTSCHES ZENTRUM FÜR GERIATRIE BERLIN GMBH

Träger:

Blumberger Damm / Ecke Altentreptower Str.
12683 Berlin

Vitanas Holding GmbH

Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

Geriatrie
Betten / Plätze insgesamt

65
0

65

0

5

darunter teilstationär
Geriatrie
teilstationäre Plätze insgesamt

Krankenhausplan
2016

5

132

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Reinickendorf
Nord

Trägerbereich:

freigemeinnützig

DOMINIKUS-KRANKENHAUS BERLIN

Träger:

KURHAUSSTR. 30
13467 BERLIN

Dominikus-Krankenhaus
Berlin-Hermsdorf GmbH

Notfallversorgung: Notfallkrankenhaus
Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Chirurgie
darunter: Herzchirurgie
Orthopädie/Unfallchirurgie
Allgemeine Chirurgie
Geriatrie
Innere Medizin
darunter: Allgemeine Innere Medizin

67
0
22
45
103
88
88

Betten / Plätze insgesamt

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

Krankenhausplan
2016

67
X

67
0
X

103
88

103
83

258

258

253

darunter teilstationär
Geriatrie

15

15

15

teilstationäre Plätze insgesamt

15

15

15

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung; X - qualitativer Ausweis der Abteilung ohne Bettenzahl
Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 01.07.2014 betrieben:
- 1 Computertomograph
Das Krankenhaus betreibt gemeinsam mit der Maria Heimsuchung Caritas-Klinik Pankow folgende Ausbildungsstätte:
Staatlich anerkannte Krankenpflegeschule Caritas AKADEMIE für Gesundheits- und Krankenpflege,
Hertzstr. 61, 13158 Berlin

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

133

Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Treptow-Köpenick
Südost

Trägerbereich:

freigemeinnützig

DRK KLINIKEN BERLIN | KÖPENICK

Träger:

SALVADOR-ALLENDE-STRASSE 2/8
12559 BERLIN

Zweite Gemeinnützige Krankenhaus
GmbH DRK Schwesternschaft Berlin

Notfallversorgung: Notfallkrankenhaus
Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

Krankenhausplan
2016

1)

X

160
(gefäßmed. SP)
0
X

45
60
215
gefäßmed. SP

45
60
215
(gefäßmed. SP)

1)

X
X
45

X
X
45

525

525

525

Geriatrie

15

15

15

teilstationäre Plätze insgesamt

15

15

15

Chirurgie
darunter: Gefäßchirurgie
Herzchirurgie
Orthopädie/Unfallchirurgie
Allgemeine Chirurgie
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Geriatrie
Innere Medizin
darunter: Innere Medizin und Angiologie
Innere Medizin und Gastroenterologie
Innere Medizin und Kardiologie
Innere Medizin und Nephrologie
Neurologie

157
23
0
59
75
46
60
218
15
90
93
20
44

Betten / Plätze insgesamt

160
gefäßmed. SP

3)

darunter teilstationär

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung; X - qualitativer Ausweis der Abteilung ohne Bettenzahl
1)

darunter bis zu 20 Belegbetten in den Fachrichtungen Allgemeinchirurgie, Gefäßchirurgie,
Orthopädie/Unfallchirurgie, Gynäkologie und Innere Medizin
2)
vorbehaltlich des Nachweises der (Re-)Zertizierung
3)
10 ordnungsbehördlich genehmigte Dialyseplätze
4)
darunter Stroke Unit
5)
onkologischer Schwerpunkt
______________________________________
Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 01.07.2014 betrieben:
- 1 Linksherzkathetermessplatz
- 1 Computertomograph
- 1 Kernspintomograph
Das Krankenhaus ist dem Bildungszentrum für Pflegeberufe der DRK-Schwesternschaft Berlin e.V.,
Spandauer Damm 130, 14050 Berlin, angeschlossen.

2)

1)
2)

4)
5)

134

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Mitte
Mitte

freigemeinnützig

Trägerbereich:

DRK KLINIKEN BERLIN | MITTE

Träger:

DRONTHEIMER STR. 39
13359 BERLIN

DRK Schwesternschaft Berlin
Gemeinnützige Krankenhaus GmbH

Notfallversorgung: Notfallkrankenhaus
Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Chirurgie
darunter: Gefäßchirurgie
Herzchirurgie
Thoraxchirurgie
Visceralchirurgie
Allgemeine Chirurgie
Innere Medizin
darunter: Innere Medizin und Angiologie
Innere Medizin und Gastroenterologie
Innere Medizin und Pneumologie
Allgemeine Innere Medizin

96
41
0
29
19
7
164

Betten / Plätze insgesamt

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

Krankenhausplan
2016

X

98
(gefäßmed. SP)
0
X

162
gefäßmed. SP

162
(gefäßmed. SP)

43
84
37

X

X

260

260

260

98
gefäßmed. SP

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung; X - qualitativer Ausweis der Abteilung ohne Bettenzahl
1)

vorbehaltlich des Nachweises der (Re-)Zertizierung
onkologischer Schwerpunkt
______________________________________
Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 01.07.2014 betrieben:
- 1 Computertomograph
- 1 Kernspintomograph
2)

Das Krankenhaus ist dem Bildungszentrum für Pflegeberufe der DRK-Schwesternschaft Berlin e.V.,
Spandauer Damm 130; 14050 Berlin, angeschlossen.

1)

1)

2)

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

135

Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Charlottenburg-Wilmersdorf
West

Trägerbereich:

freigemeinnützig

DRK KLINIKEN BERLIN | WESTEND

Träger:

SPANDAUER DAMM 130
14050 BERLIN

DRK Schwesternschaft Berlin
Gemeinnützige Krankenhaus GmbH

Notfallversorgung: Notfallkrankenhaus
Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

Augenheilkunde
Chirurgie
darunter: Herzchirurgie
Kinderchirurgie
Orthopädie/Unfallchirurgie
Visceralchirurgie
Allgemeine Chirurgie
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Geriatrie
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
Innere Medizin
darunter: Innere Medizin und Gastroenterologie
Innere Medizin und Kardiologie
Kinder- und Jugendheilkunde
Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie
Strahlentherapie
Urologie

10
160
0
10
79
31
40
80

10
160

15
135
64
71
47
50
5
5

15
135

Betten / Plätze insgesamt

X
X

80

Krankenhausplan
2016

10
155
0
X
X

75
25
15
135

1)

2)

3)

X
50
50
5
5

X
50
60
5

5)

507

510

530

6)

darunter teilstationär
Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie

20

20

25

teilstationäre Plätze insgesamt

20

20

25

4)

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung; X - qualitativer Ausweis der Abteilung ohne Bettenzahl
1)

darunter 15 Belegbetten
2)
darunter 3 Belegbetten
3)
Belegbetten
4)
darunter Therapieeinheit im Verbund mit den DRK-Kliniken Berlin | Wiegmann-Klinik mit insgesamt 10 Betten / Plätzen für
sozio-affektive Regulationsstörungen der Adoleszenz und des jungen Erwachsenenalters
5)
Kinder- und jugendpsychiatrische Vollversorgung für die Region West
6)
onkologischer Schwerpunkt
______________________________________
Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 01.07.2014 betrieben:
- 2 Linksherzkathetermessplätze
- 1 Computertomograph
- 1 Kernspintomograph
- 3 Linearbeschleuniger
Das Krankenhaus betreibt folgende Ausbildungsstätte:
biz Bildungszentrum für Pflegeberufe der DRK-Schwesternschaft Berlin e.V.
Spandauer Damm 130, 14050 Berlin

4)

136

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Charlottenburg-Wilmersdorf
West

Trägerbereich:

freigemeinnützig

DRK KLINIKEN BERLIN | WIEGMANN-KLINIK

Träger:

SPANDAUER DAMM 130
14050 BERLIN

Dritte Gemeinnützige Krankenhaus GmbH
DRK Schwesternschaft Berlin

Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

Krankenhausplan
2016

Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

50

50

65

Betten / Plätze insgesamt

50

50

65

darunter teilstationär
Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

10

10

25

teilstationäre Plätze insgesamt

10

10

25

1)

darunter Therapieeinheit im Verbund mit den DRK-Kliniken Berlin | Westend (Fachabteilung für Kinder-und
Jugendheilkunde) mit insgesamt 10 Betten / Plätzen für sozio-affektive Regulationsstörungen der Adoleszenz
und des jungen Erwachsenenalters
2)
Beteiligung an der psychiatrisch/psychosomatischen Vollversorgung für Wilmersdorf-Charlottenburg mit
15 tagesklinischen Plätzen

1)

2)

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

137

Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Mitte
Mitte

Trägerbereich:

freigemeinnützig

EV. GERIATRIEZENTRUM BERLIN gGmbH

Träger:

REINICKENDORFER STR. 61
13347 BERLIN

Ev. Geriatriezentrum Berlin gemeinnützige
GmbH

Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

Krankenhausplan
2016

Geriatrie

192

192

192

Betten / Plätze insgesamt

192

192

192

darunter teilstationär
Geriatrie

40

40

40

teilstationäre Plätze insgesamt

40

40

40

______________________________________
Das Krankenhaus ist der Wannsee-Schule e.V., Schule für Gesundheitsberufe,
Zum Heckeshorn 36, 14109 Berlin, angeschlossen.

138

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Lichtenberg
Ost

freigemeinnützig

Trägerbereich:

EV. KRANKENHAUS KÖNIGIN ELISABETH HERZBERGE

Träger:

HERZBERGSTRASSE 79
10365 BERLIN

Ev. Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge
gGmbH

Notfallversorgung: Notfallkrankenhaus
Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)
Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung
Fachabteilungen

Stand: 01.01.2015
Chirurgie
darunter: Gefäßchirurgie
Herzchirurgie
Orthopädie/Unfallchirurgie
Allgemeine Chirurgie
Geriatrie
Innere Medizin
darunter: Innere Medizin und Angiologie
Innere Medizin und Nephrologie
Allgemeine Innere Medizin
Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie
Neurologie
Psychiatrie und Psychotherapie
Urologie

71
28
0
25
18
44
115

Betten / Plätze insgesamt
darunter teilstationär
Geriatrie
Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
Neurologie
Psychiatrie und Psychotherapie
teilstationäre Plätze insgesamt

Sollvorgaben gemäß Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

Krankenhausplan 2016

75
gefäßmed. SP

75
(gefäßmed. SP)
0
X

55
125
gefäßmed. SP
X

65
125
(gefäßmed. SP)
X

58
92
236
30

80
102
271
30

3)

630

671

748

6)

15
28
15
62

15
29
15
54

15
42
15
96

113

168

25
90
50
92
228
30

120

2)

3)

5)

7)

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung; X - qualitativer Ausweis der Abteilung ohne Bettenzahl
1)

vorbehaltlich des Nachweises der (Re-)Zertizierung
2)
10 ordnungsbehördlich genehmigte Dialyseplätze
3)
Kinder- und jugendpsychiatrische Vollversorgung für die Region Ost;
20 Betten/Plätze (inkl.12 teilstationäre Plätze) für die überregionale Versorgung geistig Behinderter;
Behandlung psychosomatisch erkrankter Kinder in Kooperation mit dem Sana Klinikum Lichtenberg
4)
darunter Stroke Unit bei Nachweis der Zertifizierung
5)
Psychiatrische Vollversorgung für Lichtenberg, darunter 43 Betten/Plätze (inkl. 4 teilstationäre Plätze) für
die überregionale Versorgung geistig Behinderter
6)
onkologischer Schwerpunkt
7)
2 Tageskliniken:
- 10245 Berlin, Boxhagener Str. 76-78 (22 Betten/Plätze),
- 10365 Berlin, Herzbergstraße 82-84 (30 Betten/Plätze),
- am Krankenhausstandort 10 Betten/Plätze in die Stationen integriert
8)
darunter eine eigenständige Einheit mit 17 Plätzen
für psychosomatische Medizin und Psychotherapie unter entsprechender fachärztlicher Leitung
______________________________________
Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 01.07.2014 betrieben:
- 1 Computertomograph (betrieben durch niedergelassenen Arzt)
- 1 Kernspintomograph (betrieben durch niedergelassenen Arzt)
Das Krankenhaus betreibt folgende Ausbildungsstätte:
Evangelische Krankenpflegeschule des Evangelischen Krankenhauses
Königin Elisabeth Herzberge gGmbH, Herzbergstraße 79, 10365 Berlin

1)

1)

4)
5)

8)

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

139

Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Mitte
Mitte

Trägerbereich:

freigemeinnützig

EVANGELISCHE ELISABETH KLINIK

Träger:

LÜTZOWSTRASSE 24-26
10785 BERLIN

Evangelische Elisabeth Klinik
Krankenhausbetriebs gGmbH

Notfallversorgung: Notfallkrankenhaus
Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Chirurgie
darunter: Herzchirurgie
Orthopädie/Unfallchirurgie
Plastische Chirurgie
Allgemeine Chirurgie
Innere Medizin
darunter: Allgemeine Innere Medizin
Betten / Plätze insgesamt

94
0
27
21
46
75
75
169

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

Krankenhausplan
2016

75

1)

X

75
0
X

75

70

150

145

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung; X - qualitativer Ausweis der Abteilung ohne Bettenzahl
1)

darunter 19 Betten außerhalb des Krankenhausplans 2010
______________________________________
Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 01.07.2014 betrieben:
- 1 Computertomograph (betrieben durch niedergelassenen Arzt)

Das Krankenhaus ist der Wannsee-Schule e.V., Schule für Gesundheitsberufe,
Zum Heckeshorn 36, 14109 Berlin, angeschlossen.

140

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Pankow
Nord

EVANGELISCHE LUNGENKLINIK BERLIN

Trägerbereich:

1)

freigemeinnützig

Träger:
Evangelische Lungenklinik Berlin
Krankenhausbetriebs gGmbH

LINDENBERGER WEG 27, HAUS 205
13125 BERLIN

Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

Krankenhausplan
2016

Chirurgie
darunter: Herzchirurgie
Thoraxchirurgie
Innere Medizin
darunter: Innere Medizin und Pneumologie

40
0
40
112
112

X
112
X

40
0
X
112
X

Betten / Plätze insgesamt

152

152

152

X - qualitativer Ausweis der Abteilung ohne Bettenzahl
1)

Beteiligung an der fachspezifischen Notfallversorgung
darunter Weaningeinheit
3)
onkologischer Schwerpunkt
______________________________________
Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 01.07.2014 betrieben:
- 1 Computertomograph
- 1 MRT
2)

Das Krankenhaus ist der Akademie der Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V., Campus Buch,
Schwanebecker Chaussee 4 , 13125 Berlin, angeschlossen.

40

2)

3)

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

141

Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Spandau
West

Trägerbereich:

freigemeinnützig

EVANGELISCHES JOHANNESSTIFT WICHERNKRANKENHAUS

Träger:

SCHÖNWALDER ALLEE 26
13587 BERLIN

Evangelisches Johannesstift
Wicherkrankenhaus gGmbH

Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

Krankenhausplan
2016

Geriatrie

106

106

116

Betten / Plätze insgesamt

106

106

116

darunter teilstationär
Geriatrie

10

10

20

teilstationäre Plätze insgesamt

10

10

20

______________________________________
Das Krankenhaus ist der Wannsee-Schule e.V., Schule für Gesundheitsberufe,
Zum Heckeshorn 36, 14109 Berlin, angeschlossen.

142

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Steglitz-Zehlendorf
Südwest

Trägerbereich:

freigemeinnützig

EVANGELISCHES KRANKENHAUS HUBERTUS

Träger:

SPANISCHE ALLEE 10-14
14129 BERLIN

Ev. Krankenhaus Hubertus
Krankenhausbetriebs gGmbH

Notfallversorgung: Notfallkrankenhaus
Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Chirurgie
darunter: Gefäßchirurgie
Herzchirurgie
Orthopädie/Unfallchirurgie
Allgemeine Chirurgie
Geriatrie
Innere Medizin
darunter: Innere Medizin und Angiologie
Allgemeine Innere Medizin
Betten / Plätze insgesamt

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

70
30
0
20
20
72
68
10
58

65
gefäßmed. SP

210

Krankenhausplan
2016

X

55
(gefäßmed. SP)
0
(X)

72
68
gefäßmed. SP

72
73
(gefäßmed. SP)

205

200

darunter teilstationär
Geriatrie

8

8

8

teilstationäre Plätze insgesamt

8

8

8

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung; X - qualitativer Ausweis der Abteilung ohne Bettenzahl
1)

vorbehaltlich des Nachweises der (Re-)Zertizierung
2)
Vorbehaltlich des Nachweises zur Beteiligung an der unfallchirurgischen Notfallversorgung am Wochenende
3)
nach erfolgter Fusion mit der Klinik für MIC insgesamt 260 Betten
___________________________________
Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 01.07.2014 betrieben:
- 1 Computertomograph
- 1 Kernspintomograph

Das Krankenhaus ist der Wannsee-Schule e.V., Schule für Gesundheitsberufe,
Zum Heckeshorn 36, 14109 Berlin, angeschlossen.

1)

2)

1)

3)

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

143

Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Spandau
West

freigemeinnützig

Trägerbereich:

EVANGELISCHES WALDKRANKENHAUS SPANDAU

Träger:

STADTRANDSTR. 555-561
13589 BERLIN

Ev. Waldkrankenhaus Spandau
Krankenhausbetriebs gGmbH

Notfallversorgung: Notfallkrankenhaus
Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Chirurgie
darunter: Gefäßchirurgie
Herzchirurgie
Orthopädie/Unfallchirurgie
Allgemeine Chirurgie
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Geriatrie
Innere Medizin
darunter: Innere Medizin und Angiologie
Allgemeine Innere Medizin
Kinder- und Jugendheilkunde

184

Betten / Plätze insgesamt

483

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

X

170
(gefäßmed. SP)
0
X

68
100
75
gefäßmed. SP

68
110
85
(gefäßmed. SP)

175
gefäßmed. SP

0
118
66
72
93
89
89
45
2)

Krankenhausplan
2016

42

42

460

475

darunter teilstationär
Geriatrie

10

teilstationäre Plätze insgesamt

10

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung; X - qualitativer Ausweis der Abteilung ohne Bettenzahl
1)

vorbehaltlich des Nachweises der (Re-)Zertizierung
darunter 23 Betten außerhalb des Krankenhausplans 2010
3)
onkologischer Schwerpunkt
______________________________________
2)

Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 01.07.2014 betrieben:
- 1 Computertomograph (Kooperation mit niedergelassenem Arzt)
- 1 Kernspintomograph (Kooperation mit niedergelassenem Arzt)
Das Krankenhaus betreibt folgende Ausbildungsstätten:
- Staatlich anerkannte Schule für Ergotherapie im Ev. Waldkrankenhaus Spandau,
Stadtrandstr. 555 - 561, 13589 Berlin
und gemeinsam mit dem Martin-Luther-Krankenhaus
- Schule für Gesundheits- und Krankenpflege des Ev. Waldkrankenhauses Spandau und des Martin Luther-Krankenhauses
Hohenzollerndamm 150, 14199 Berlin.
- Es ist darüber hinaus, vorbehaltlich der erforderlichen Anpassung und ordnungsbehördlichen Genehmigung
der Ausbildungsplatzzahl, der Schule für Gesundheitsberufe Berlin GmbH am St. Joseph-Krankenhaus Tempelhof
angeschlossen.

1)

1)

3)

144

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Charlottenburg-Wilmersdorf
West

Trägerbereich:

freigemeinnützig

F.V.-BODELSCHWINGH KLINIK F. PSYCHIATRIE U. PSYCHOTH.

Träger:

LANDHAUSSTR. 33-35
10717 BERLIN

Gemeindepsychiatrischer Verbund und
Altenhilfe GPVA gGmbH

Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Psychiatrie und Psychotherapie

138

Betten / Plätze insgesamt

138

darunter teilstationär
Psychiatrie und Psychotherapie

38

teilstationäre Plätze insgesamt

38

1)

1)

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

Krankenhausplan
2016

142

163

142

163

2)

Psychiatrische Vollversorgung für Charlottenburg-Wilmersdorf zusammen mit der Schlosspark-Klinik
und in Zusammenarbeit mit den DRK Kliniken Berlin | Wiegmann-Klinik
2)
Tagesklinik:
am Krankenhausstandort, darunter eine eigenständige Einheit mit 12 Plätzen
für psychosomatische Medizin und Psychotherapie unter entsprechender fachärztlicher Leitung
______________________________________
Das Krankenhaus ist der Wannsee-Schule e.V., Schule für Gesundheitsberufe,
Zum Heckeshorn 36, 14109 Berlin, angeschlossen.

36

52

36

52

1)

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

145

Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Mitte
Mitte

Trägerbereich:

freigemeinnützig

FRANZISKUS-KRANKENHAUS

Träger:

BUDAPESTER STR. 15-19
10787 BERLIN

St. Georgsstift e.V.

Notfallversorgung: Notfallkrankenhaus
Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Chirurgie
darunter: Gefäßchirurgie
Herzchirurgie
Allgemeine Chirurgie
Innere Medizin
darunter: Innere Medizin und Angiologie
Allgemeine Innere Medizin
Urologie
Betten / Plätze insgesamt

55
0
55
90

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

Krankenhausplan
2016

55
gefäßmed. SP

55
(gefäßmed. SP)
0

1)

90
gefäßmed. SP

75
(gefäßmed. SP)

1)

90
55

55

55

200

200

185

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung
1)

vorbehaltlich des Nachweises der (Re-)Zertizierung
onkologischer Schwerpunkt
____________________________________
Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 01.07.2014 betrieben:
- 1 Computertomograph (betrieben durch niedergelassenen Arzt)
- 1 Lithotripter
2)

Das Krankenhaus betreibt gemeinsam mit dem St. Gertrauden-Krankenhaus folgende Ausbildungsstätte:
St. Gertrauden-Franziskus-Krankenpflegeschule am St. Gertrauden-Krankenhaus,
Paretzer Straße 11-12, 10713 Berlin

2)

146

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Spandau
West

Trägerbereich:

freigemeinnützig

GEMEINSCHAFTSKRANKENHAUS HAVELHÖHE

Träger:

KLADOWER DAMM 221
14089 BERLIN

Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe
gGmbH

Notfallversorgung: Notfallkrankenhaus
Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Chirurgie
darunter: Herzchirurgie
Visceralchirurgie
Allgemeine Chirurgie
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Geriatrie
Innere Medizin
darunter: Innere Medizin und Gastroenterologie
Innere Medizin und Kardiologie
Innere Medizin und Pneumologie
Allgemeine Innere Medizin
Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

36
0
22
14
40
28
197
56
34
35
72
35

1)

Betten / Plätze insgesamt

336

2)

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

Krankenhausplan
2016

36

36
0

40
25
183

40
25
207

X
X

X
X

1)

35

50

319

358

3)

darunter teilstationär
Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

15

4)

teilstationäre Plätze insgesamt

15

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung; X - qualitativer Ausweis der Abteilung ohne Bettenzahl
1)

darunter 10 Betten für die Entgiftung Drogenabhängiger
darunter 17 Betten außerhalb des Krankenhausplans 2010
3)
onkologischer Schwerpunkt
4)
Beteiligung an der psychiatrisch/psychosomatischen Vollversorgung
für Spandau mit 15 tagesklinischen Plätzen
______________________________________
Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 01.07.2014 betrieben:
- 1 Computertomograph (Koperation mit niedergelassenem Arzt)
- 2 Linksherzkathetermessplätze (1 betrieben durch niedergelassenen Arzt)
2)

Das Krankenhaus ist der Wannsee-Schule e.V., Schule für Gesundheitsberufe,
Zum Heckeshorn 36, 14109 Berlin, angeschlossen.

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

147

Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Spandau
West

Trägerbereich:

privat

HAVELKLINIK

Träger:

GATOWER STR. 191-193
13595 BERLIN

Havelklinik GmbH & Co.KG

Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Chirurgie
darunter: Herzchirurgie
Orthopädie/Unfallchirurgie
Plastische Chirurgie
Allgemeine Chirurgie
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
Innere Medizin
darunter: Allgemeine Innere Medizin
Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie
Neurochirurgie
Urologie

66
0
55
4
7
1
11
1
1
2
9
1

Betten / Plätze insgesamt

91

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung
1)

darunter 8 Belegbetten
Belegbetten
3)
darunter 19 Betten außerhalb des Krankenhausplans 2010
2)

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

Krankenhausplan
2016

56

56
0

1)

7

7

2)

8
1
3)

72

63

148

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Trägerbereich:

Pankow
Nord

HELIOS KLINIKUM BERLIN - BUCH

1)

privat

Träger:
HELIOS Klinikum Berlin-Buch GmbH

Schwanebecker Chaussee 50
13125 BERLIN

Notfallversorgung: Notfallzentrum
Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Augenheilkunde
Chirurgie
darunter: Gefäßchirurgie
Herzchirurgie
Kinderchirurgie
Orthopädie/Unfallchirurgie
Visceralchirurgie
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Geriatrie
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
Haut- und Geschlechtskrankheiten
Innere Medizin
darunter: Innere Medizin und Angiologie
Innere Medizin und Gastroenterologie
Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie
Innere Medizin und Kardiologie
Innere Medizin und Nephrologie
Allgemeine Innere Medizin
Kinder- und Jugendheilkunde
Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie
Neurochirurgie
Neurologie
Nuklearmedizin
Physikalische und Rehabilitative Medizin
Strahlentherapie
Urologie
Betten / Plätze insgesamt

20
248
33
0
30
131
54
67
84
44
18
280
52
89
74
31
34
88
50
54
41
15

Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

3)

5)

7)

Krankenhausplan
2016

X
X

20
232
(gefäßmed. SP)
0
X
X

80
81
36
17
232
gefäßmed. SP

80
96
36
17
232
(gefäßmed. SP)

X
X

(X)
X

80
50
51
41
15
10
36
52

80
60
51
41
15
10
36
52

1.033

1.058

20
232
gefäßmed. SP

40
47
1.096

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung

darunter teilstationär
Geriatrie
Innere Medizin
Kinder- und Jugendheilkunde
Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie

4
4
20

4
4
25

15
4
4
30

teilstationäre Plätze insgesamt

28

33

53

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung; X - qualitativer Ausweis der Abteilung ohne Bettenzahl

2)

2)

4)

5)

6)

8)

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

1)

Stammzelltransplantation bzw. -transfusion bei hämatologisch-onkologischen Erkrankungen
vorbehaltlich des Nachweises der (Re-)Zertizierung
3)
18 ordnungsbehördlich genehmigte Dialyseplätze
4)
Vorbehaltlich des Nachweises zur Beteiligung an der kardiologischen Notfallversorgung am Wochenende
5)
Kinder- und jugendspychiatrische Vollversorgung für die Region Nord
6)
darunter Stroke Unit
7)
darunter 63 Betten außerhalb des Krankenhausplans 2010
8)
onkologischer Schwerpunkt
______________________________________
Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 01.07.2014 betrieben:
- 2 Linksherzkathetermessplätze
- 3 Computertomographen
- 2 MRT
- 3 Linearbeschleuniger
- 1 Positronen-Emissions-Tomograph
- 1 Lithotripter
2)

Das Krankenhaus ist der Akademie der Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V., Campus Buch,
Schwanebecker Chaussee 4 , 13125 Berlin, angeschlossen.

149

150

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Steglitz-Zehlendorf
Südwest

Trägerbereich:

privat

HELIOS KLINIKUM EMIL VON BEHRING

Träger:

WALTERHÖFERSTR. 11
14165 BERLIN

HELIOS Klinikum Emil von Behring GmbH

Notfallversorgung: Notfallkrankenhaus
Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Chirurgie
darunter: Gefäßchirurgie
Herzchirurgie
Orthopädie/Unfallchirurgie
Plastische Chirurgie
Thoraxchirurgie
Allgemeine Chirurgie
Innere Medizin
darunter: Innere Medizin und Angiologie
Innere Medizin und Gastroenterologie
Innere Medizin und Kardiologie
Innere Medizin und Pneumologie
Kinder- und Jugendheilkunde
Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Betten / Plätze insgesamt

225

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

X

205
gefäßmed. SP
0
X

X

X

234

234
gefäßmed. SP

38
47
149
20
28

X
X
20
28

X
X
20
28

507

507

487

15

15

15

15

0
117
11
49
48
234

darunter teilstationär
Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

15

teilstationäre Plätze insgesamt

15

225

Krankenhausplan
2016

4)

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung; X - qualitativer Ausweis der Abteilung ohne Bettenzahl
1)

darunter 9 Betten für Querschnittgelähmte
2)
darunter Weaningeinheit
3)
onkologischer Schwerpunkt
4)
Tagesklinik:
am Krankenhausstandort
______________________________________
Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 01.07.2014 betrieben:
- 1 Linksherzkathetermessplatz
- 2 Computertomographen
- 2 MRT
- 2 Linearbeschleuniger
- 1 Positronen-Emissions-Tomograph

Das Krankenhaus ist der Wannsee-Schule e.V., Schule für Gesundheitsberufe,
Zum Heckeshorn 36, 14109 Berlin, angeschlossen.

1)

2)

3)

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

151

Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Steglitz-Zehlendorf
Südwest

Trägerbereich:

freigemeinnützig

IMMANUEL KRANKENHAUS BERLIN

Träger:

KÖNIGSTRASSE 63
14109 BERLIN

Immanuel-Krankenhaus GmbH

Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Chirurgie
darunter: Herzchirurgie
Orthopädie/Unfallchirurgie
Innere Medizin
darunter: Innere Medizin und Rheumatologie

100
0
100
180
180

Betten / Plätze insgesamt

280

1)

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbesc
heid zum
Krankenhausplan
2010

Krankenhausplan
2016

90

80
0

175
X

185
X

265

265

darunter teilstationär
Innere Medizin

20

20

20

teilstationäre Plätze insgesamt

20

20

20

X - qualitativer Ausweis der Abteilung ohne Bettenzahl
1)

darunter 15 Betten außerhalb des Krankenhausplans 2010

______________________________________
Das Krankenhaus ist der Wannsee-Schule e.V., Schule für Gesundheitsberufe, Zum Heckeshorn 36, 14109 Berlin und der
Akademie der Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V., Campus Buch, Schwanebecker Chaussee 4, 13125 Berlin, angeschlossen.

152

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Steglitz-Zehlendorf
Südwest

freigemeinnützig

Trägerbereich:

IMMANUEL KRANKENHAUS BERLIN
Standort: BERLIN-WANNSEE
KÖNIGSTRASSE 63
14109 BERLIN

Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Chirurgie
darunter: Herzchirurgie
Orthopädie/Unfallchirurgie
Innere Medizin
darunter: Innere Medizin und Rheumatologie

100
0
100
100
100

Betten / Plätze insgesamt

200

1)

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

Krankenhausplan
2016

90

80
0

95
X

105
X

185

185

darunter teilstationär
Innere Medizin

20

20

20

teilstationäre Plätze insgesamt

20

20

20

X - qualitativer Ausweis der Abteilung ohne Bettenzahl
1)

darunter 15 Betten außerhalb des Krankenhausplans 2010
____________________________________
Das Krankenhaus ist der Wannsee-Schule e.V., Schule für Gesundheitsberufe, Zum Heckeshorn 36, 14109 Berlin und der
Akademie der Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V., Campus Buch, Schwanebecker Chaussee 4, 13125 Berlin, angeschlossen.

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

153

Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Pankow
Nord

Trägerbereich:

freigemeinnützig

IMMANUEL KRANKENHAUS BERLIN
Standort: BERLIN-BUCH
LINDENBERGER WEG 15
13125 BERLIN

Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Innere Medizin
darunter: Innere Medizin und Rheumatologie
Betten / Plätze insgesamt

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

Krankenhausplan
2016

80
80

80
X

80
X

80

80

80

X - qualitativer Ausweis der Abteilung ohne Bettenzahl
______________________________________
Das Krankenhaus ist der Wannsee-Schule e.V., Schule für Gesundheitsberufe, Zum Heckeshorn 36, 14109 Berlin und der
Akademie der Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V., Campus Buch, Schwanebecker Chaussee 4, 13125 Berlin, angeschlossen.

154

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Mitte
Mitte

Trägerbereich:

freigemeinnützig

JÜDISCHES KRANKENHAUS BERLIN

Träger:

HEINZ-GALINSKI-STR. 1
13347 BERLIN

Stiftung Jüdisches Krankenhaus Berlin

Notfallversorgung: Notfallkrankenhaus
Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

Chirurgie
darunter: Gefäßchirurgie
Herzchirurgie
Orthopädie/Unfallchirurgie
Allgemeine Chirurgie
Innere Medizin
darunter: Innere Medizin und Angiologie
Innere Medizin und Gastroenterologie
Innere Medizin und Kardiologie
Neurologie
Psychiatrie und Psychotherapie

65
6
0
30
29
135
15
42
78
45
60

65
gefäßmed. SP

Betten / Plätze insgesamt

305

Krankenhausplan
2016

X

70
gefäßmed. SP
0
X

135
gefäßmed. SP

135
gefäßmed. SP

X
45
60

X
69
78

305

352

darunter teilstationär
Psychiatrie und Psychotherapie

18

teilstationäre Plätze insgesamt

18

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung; X - qualitativer Ausweis der Abteilung ohne Bettenzahl
1)

darunter bis zu 15 Belegbetten
2)
darunter Stroke Unit sowie Einheit mit 20 Betten für neurologische Frührehabilitation, Phase B
3)
mit Schwerpunkt Abhängigkeitserkrankungen;
Beteiligung an der psychiatrischen Vollversorgung für Mitte
______________________________________
Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 01.07.2014 betrieben:
- 3 Linksherzkathetermessplätze (davon 1 betrieben durch niedergelassenen Arzt)
- 1 Computertomograph (betrieben durch niedergelassenen Arzt)
- 2 Kernspintomographen (betrieben durch niedergelassenen Arzt)
Das Krankenhaus ist der Akademie der Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V., Campus Buch,
Schwanebecker Chaussee 4 , 13125 Berlin, angeschlossen.

1)

2)
3)

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

155

Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Steglitz-Zehlendorf
Südwest

Trägerbereich:

freigemeinnützig

KLINIK FÜR MIC AM EV. KH HUBERTUS 1)

Träger:

KURSTR. 11
14129 BERLIN

S+A-Klinik für MIC-GmbH

Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Chirurgie
darunter: Herzchirurgie
Allgemeine Chirurgie
Frauenheilkunde und Geburtshilfe

25
0
25
25

Betten / Plätze insgesamt

50

2)

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

Krankenhausplan
2016

20

38
0

20

22

40

60

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung
1)

Das Krankenhaus scheidet nach Fusion mit dem Ev. Krankenhaus Hubertus, spätestens aber zum 31.12.2019,
aus dem Krankenhausplan aus. Der Versorgungsauftrag geht zu diesem Zeitpunkt auf das Ev. Krankenhaus Hubertus
über.
2)
darunter 10 Betten außerhalb des Krankenhausplans 2010
3)
Erhöhung auf 60 Betten unter dem Vorbehalt des Vollzugs der Fusion mit dem Ev. Krankenhaus Hubertus

_____________________________________
Das Krankenhaus ist der Wannsee-Schule e.V., Schule für Gesundheitsberufe,
Zum Heckeshorn 36, 14109 Berlin, angeschlossen.

3)

156

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Marzahn-Hellersdorf
Ost

Trägerbereich:

privat

KLINIK HELLE MITTE

Träger:

ALICE-SALOMON-PLATZ 2
12627 BERLIN

Klinik "Helle Mitte" GmbH Berlin

Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Stand: 01.01.2015
Neurochirurgie

6

Betten / Plätze insgesamt

6

1)

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

1)

zusätzlich 18 Betten außerhalb des Krankenhausplans 2010
______________________________________
Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 01.07.2014 betrieben:
- 1 Computertomograph (in Kooperation mit dem MVZ)
- 3 Kernspintomographen (in Kooperation mit dem MVZ bzw. niedergelassenen Ärzten)

Krankenhausplan
2016

6

6

6

6

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

157

Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Tempelhof-Schöneberg
Südwest

Trägerbereich:

privat

KLINIK HYGIEA 1)

Träger:

FUGGERSTR. 23
10777 BERLIN

Klinik Hygiea GmbH

Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Augenheilkunde
Chirurgie
darunter: Herzchirurgie
Orthopädie/Unfallchirurgie
Allgemeine Chirurgie
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
Urologie

4
29
0
6
23
1
9
9

Betten / Plätze insgesamt

52

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung
1)

Belegklinik
2)
darunter 7 Betten außerhalb des Krankenhausplans 2010

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010
4
24

2)

Krankenhausplan
2016

1
20
0

1
8
8

5
2

45

28

158

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Steglitz-Zehlendorf
Südwest

Trägerbereich:

freigemeinnützig

KLINIKEN IM THEODOR-WENZEL-WERK

Träger:

POTSDAMER CHAUSSEE 69
14129 BERLIN

Theodor-Wenzel-Werk e.V.

Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

Krankenhausplan
2016

Neurologie
Psychiatrie und Psychotherapie
Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

40
224
70

1)

38
205
65

38
213
82

Betten / Plätze insgesamt

334

2)

308

333

darunter teilstationär
Psychiatrie und Psychotherapie
Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

35

3)

35

35
17

teilstationäre Plätze insgesamt

35

1)

Psychiatrische Vollversorgung für Steglitz-Zehlendorf
darunter 26 Betten außerhalb des Krankenhausplans
3)
2 Tageskliniken:
- am Krankenhausstandort (15 Betten/Plätze)
- 12249 Berlin, Kamenzer Damm 1 (20 Betten/Plätze)
4)
Beteiligung an der psychiatrisch/psychosomatischen Vollversorgung
für Steglitz-Zehlendorf mit 17 tageklinischen Plätzen
______________________________________
Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 01.07.2014 betrieben:
1 Computertomograph
2)

Das Krankenhaus ist der Wannsee-Schule e.V., Schule für Gesundheitsberufe,
Zum Heckeshorn 36, 14109 Berlin, angeschlossen.

35

52

1)

4)

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

159

Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Steglitz-Zehlendorf
Südwest

Trägerbereich:

freigemeinnützig

KRANKENHAUS BETHEL BERLIN

Träger:

PROMENADENSTR. 3-5
12207 BERLIN

Krankenhaus Bethel Berlin gGmbH

Notfallversorgung: Notfallkrankenhaus
Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Chirurgie
darunter: Herzchirurgie
Orthopädie/Unfallchirurgie
Plastische Chirurgie
Allgemeine Chirurgie
Geriatrie
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
Innere Medizin
darunter: Allgemeine Innere Medizin
Urologie
Betten / Plätze insgesamt

85
0
53
2
30
77
12
94
94
8
276

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010
80
X

77

70
0
X

1)

94

87
10
79
4

1)

251

250

1)

1)
2)

Krankenhausplan
2016

darunter teilstationär
Geriatrie

12

12

15

teilstationäre Plätze insgesamt

12

12

15

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung; X - qualitativer Ausweis der Abteilung ohne Bettenzahl
1)

Belegbetten
2)
darunter 25 Betten außerhalb des Krankenhausplans
______________________________________
Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 01.07.2014 betrieben:
- 1 Computertomograph
Das Krankenhaus ist der Wannsee-Schule e.V., Schule für Gesundheitsberufe,
Zum Heckeshorn 36, 14109 Berlin, angeschlossen.

160

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Steglitz-Zehlendorf
Südwest

Trägerbereich:

freigemeinnützig

KRANKENHAUS WALDFRIEDE

Träger:

ARGENTINISCHE ALLEE 40
14163 BERLIN

Verein Krankenhaus Waldfriede e.V.

Notfallversorgung: Notfallkrankenhaus
Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Chirurgie
darunter: Herzchirurgie
Orthopädie/Unfallchirurgie
Allgemeine Chirurgie
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Innere Medizin
darunter: Allgemeine Innere Medizin
Betten / Plätze insgesamt

Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

1)

Krankenhausplan
2016

X

60
0
X

40
60

40
60

160

160

60

54
0
10
44
53
63
63
170

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung

darunter teilstationär
Innere Medizin

4

4

teilstationäre Plätze insgesamt

4

4

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung; X - qualitativer Ausweis der Abteilung ohne Bettenzahl
1)

darunter 10 Betten außerhalb des Krankenhausplans 2010
insgesamt bis zu 10 Belegbetten in den geführten Fachdisziplinen
3)
onkologischer Schwerpunkt
______________________________________
Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 01.07.2014 betrieben:
- 1 Computertomograph
2)

Das Krankenhaus betreibt folgende Ausbildungsstätte:
Akademie für Gesundheits- und Krankenpflege Waldfriede,
Argentinische Allee 40, 14163 Berlin

2), 3)

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

161

Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Charlottenburg-Wilmersdorf
West

Trägerbereich:

freigemeinnützig

MALTESER-KRANKENHAUS

Träger:

PILLKALLER ALLEE 1
14055 BERLIN

Malteser Werk Berlin e.V.

Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

Krankenhausplan
2016

Geriatrie
Innere Medizin
darunter: Allgemeine Innere Medizin

53
44
44

63
44

63
44

Betten / Plätze insgesamt

97

107

107

darunter teilstationär
Geriatrie

10

10

teilstationäre Plätze insgesamt

10

10

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung

162

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Pankow
Nord

Trägerbereich:

freigemeinnützig

MARIA HEIMSUCHUNG - CARITAS-KLINIK PANKOW

Träger:

BREITE STRASSE 46/47
13187 BERLIN

Caritas-Krankenhilfe Berlin e.V.

Notfallversorgung: Notfallkrankenhaus
Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Chirurgie
darunter: Herzchirurgie
Orthopädie/Unfallchirurgie
Allgemeine Chirurgie
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Innere Medizin
darunter: Innere Medizin und Kardiologie
Allgemeine Innere Medizin

80
0
40
40
40
125
48
77

Betten / Plätze insgesamt

245

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010
80

Krankenhausplan
2016

X

80
0
X

40
125
X

40
125
X

245

245

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung; X - qualitativer Ausweis der Abteilung ohne Bettenzahl
______________________________________
Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 01.07.2014 betrieben:
- 1 Linksherzkathetermessplatz
- 1 Computertomograph
- 2 MRT (1 MRT wird gemeinsam mit dem MVZ betrieben)
Das Krankenhaus betreibt gemeinsam mit dem Dominikus-Krankenhaus folgende Ausbildungsstätte:
Staatlich anerkannte Krankenpflegeschule Caritas AKADEMIE für Gesundheits- und Krankenpflege,
Hertzstr. 61, 13158 Berlin

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

163

Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Charlottenburg-Wilmersdorf
West

Trägerbereich:

freigemeinnützig

MARTIN-LUTHER-KRANKENHAUS

Träger:

CASPAR-THEYSS-STR. 27
14193 BERLIN

Martin-Luther-Krankenhausbetrieb GmbH

Notfallversorgung: Notfallkrankenhaus
Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Chirurgie
darunter: Herzchirurgie
Orthopädie/Unfallchirurgie
Plastische Chirurgie
Allgemeine Chirurgie
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Innere Medizin
darunter: Allgemeine Innere Medizin
Betten / Plätze insgesamt

145
0
63
25
57
48
105
105
298

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010
120

1)

Krankenhausplan
2016

X

115
0
X

47
108

47
98

275

260

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung; X - qualitativer Ausweis der Abteilung ohne Bettenzahl
1)

darunter 23 Betten außerhalb des Krankenhausplans 2010
onkologischer Schwerpunkt
______________________________________
Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 01.07.2014 betrieben:
- 1 Computertomograph (Kooperation mit niedergelassenem Arzt)
- 1 Kernspintomograph
- 2 Linearbeschleuniger (Kooperation mit niedergelassenem Arzt)
2)

Das Krankenhaus betreibt folgende Ausbildungsstätte gemeinsam mit dem Ev. Waldkrankenhaus Spandau:
- Schule für Gesundheits- und Krankenpflege des Ev. Waldkrankenhauses Spandau und des Martin Luther-Krankenhauses
Hohenzollerndamm 150, 14199 Berlin.
- Es ist darüber hinaus, vorbehaltlich der erforderlichen Anpassung und ordnungsbehördlichen Genehmigung
der Ausbildungsplatzzahl, der Schule für Gesundheitsberufe Berlin GmbH am St. Joseph-Krankenhaus Tempelhof
angeschlossen.

2)

164

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Spandau
West

Trägerbereich:

privat

MEDIAN KLINIK BERLIN-KLADOW

Träger:

KLADOWER DAMM 223
14089 BERLIN

AHB-Klinik GmbH Berlin & Co. KG

Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Neurologie

35

Betten / Plätze insgesamt

35

1)

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

1)

neurologische Frührehabilitation, Phase B;
nachrichtlich:
114 Betten für Neurologie und 77 Betten für Orthopädie (Rehabilitation nach § 107 Abs. 2 SGB V)

Krankenhausplan
2016

35

35

35

35

1)

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

165

Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Pankow
Nord

Trägerbereich:

privat

PARK-KLINIK WEISSENSEE

Träger:

SCHÖNSTRASSE 87/90
13086 BERLIN

Park-Klinik Weissensee GmbH

Notfallversorgung: Notfallkrankenhaus
Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Chirurgie
darunter: Herzchirurgie
Orthopädie/Unfallchirurgie
Allgemeine Chirurgie
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
Innere Medizin
darunter: Innere Medizin und Rheumatologie
Allgemeine Innere Medizin
Neurologie

145
0
80
65
35
40
95
20
75
35

Betten / Plätze insgesamt

350

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010
127

1)

Krankenhausplan
2016

X

127
0
X

25
40
95
X

25
40
95
X

32

32

2)

319

319

3)

darunter teilstationär
Innere Medizin

10

10

10

teilstationäre Plätze insgesamt

10

10

10

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung; X - qualitativer Ausweis der Abteilung ohne Bettenzahl
1)

darunter 31 Betten außerhalb des Krankenhausplans 2010
2)
darunter Stroke Unit
3)
onkologischer Schwerpunkt
______________________________________
Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 01.07.2014 betrieben:
- 1 Computertomograph
Das Krankenhaus ist der Akademie der Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V., Campus Buch,
Schwanebecker Chaussee 4 , 13125 Berlin, angeschlossen.

166

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Charlottenburg-Wilmersdorf
West

Trägerbereich:

freigemeinnützig

PAULINENKRANKENHAUS

Träger:

DICKENSWEG 25-39
14055 BERLIN

Paulinenhaus Krankenanstalt e.V.

Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Innere Medizin
darunter: Innere Medizin und Kardiologie
Betten / Plätze insgesamt

148
148
148

1)

1)

Weiterbehandlung von herzchirurgischen Patienten in Koorperation mit dem DHZB
und der Charité (bis zur Aufgabe der dortigen herzchirurgischen Einheit)
sowie Vorbereitung und Weiterversorgung von Herz-/Lungentransplantierten und
Kunstherzimplantierten insbesondere in Koorperation mit dem DHZB
______________________________________
Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 01.07.2014 betrieben:
- 1 Computertomograph
Das Krankenhaus ist der Wannsee-Schule e.V., Schule für Gesundheitsberufe,
Zum Heckeshorn 36, 14109 Berlin, angeschlossen.

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

Krankenhausplan
2016

148

148

148

148

1)

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

167

Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Charlottenburg-Wilmersdorf
West

Trägerbereich:

privat

POLIKLIN CHARLOTTENBURG 1)

Träger:

MARBURGER STRASSE 12/13
10789 BERLIN

Polikum Holding GmbH

Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Innere Medizin
darunter: Innere Medizin und Endokrinologie
Betten / Plätze insgesamt

27
27
27

2)

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

Krankenhausplan
2016

27

27

27

27

darunter teilstationär
Innere Medizin

27

27

27

teilstationäre Plätze insgesamt

27

27

27

3)

3)

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung
1)

es wird die Integration des Versorgungsangebotes am Sana Kinikum Lichtenberg unter Aufgabe des Krankenhausstandortes
Marburger Str. geprüft
2)
zusätzlich 20 Betten/Plätze außerhalb des Plans konzessioniert
3)
darunter 24 nachtklinische und 3 tagesklinische Betten/Plätze

168

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Lichtenberg
Ost

Trägerbereich:

privat

SANA KLINIKUM LICHTENBERG

Träger:

FANNINGER STRASSE 32
10365 BERLIN

Sana Kliniken Berlin-Brandenburg GmbH

Notfallversorgung: Notfallkrankenhaus
Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Chirurgie
darunter: Herzchirurgie
Kinderchirurgie
Orthopädie/Unfallchirurgie
Allgemeine Chirurgie
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Geriatrie
Innere Medizin
darunter: Innere Medizin und Gastroenterologie
Innere Medizin und Kardiologie
Kinder- und Jugendheilkunde

122
0
10
34
78
76
89
160
89
71
107

Betten / Plätze insgesamt

Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

Krankenhausplan
2016

139
X
X

149
0
X
X

66
102
154

71
122
179

X
100

X
100

2)

554

561

621

3)

darunter teilstationär
Geriatrie
Kinder- und Jugendheilkunde

15
13

15
10

15
10

teilstationäre Plätze insgesamt

28

25

25

2)

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung; X - qualitativer Ausweis der Abteilung ohne Bettenzahl
1)

Es wird die Integration des Versorgungsangebotes des Krankenhauses POLIKLIN Charlottenburg unter Aufgabe des
Krankenhausstandortes Standortes Marburger Str. geprüft.
2)
darunter 4 Kinderintensivbetten (insbesondere schwerbrandverletzte Kinder in Kooperation mit dem
Unfallkrankenhaus Berlin) und 6 Betten für langzeitbeatmete Kinder sowie
Kooperation mit dem Ev. Krankenhaus Elisabeth Herzberge bei der Behandlung psychosomatisch erkrankter Kinder
3)
onkologischer Schwerpunkt
______________________________________
Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 01.07.2014 betrieben:
- 2 Linksherzkathetermessplätze
- 1 Computertomograph
- 1 Kernspintomograph
Das Krankenhaus ist der Akademie der Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V., Campus Buch,
Schwanebecker Chaussee 4 , 13125 Berlin, angeschlossen.

1)

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

169

Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Charlottenburg-Wilmersdorf
West

Trägerbereich:

privat

SCHLOSSPARK-KLINIK

Träger:

HEUBNERWEG 2
14059 BERLIN

Schlosspark-Klinik GmbH

Notfallversorgung: Notfallkrankenhaus
Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Augenheilkunde
Chirurgie
darunter: Herzchirurgie
Orthopädie/Unfallchirurgie
Allgemeine Chirurgie
Innere Medizin
darunter: Innere Medizin und Kardiologie
Innere Medizin und Rheumatologie
Allgemeine Innere Medizin
Neurochirurgie
Neurologie
Psychiatrie und Psychotherapie
Betten / Plätze insgesamt

26
69
0
10
59
83
20
31
32
20
37
121
356

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010
15
63

4)
5)

Krankenhausplan
2016

X

10
60
0
X

95

115

X

X

14
50
110

14
50
110

347

359

darunter teilstationär
Innere Medizin
Psychiatrie und Psychotherapie

10
10

14
8

14
8

teilstationäre Plätze insgesamt

20

22

22

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung; X - qualitativer Ausweis der Abteilung ohne Bettenzahl
1)

darunter 3 Belegbetten Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, keine operative Tumorbehandlung
2)
keine operative Tumorbehandlung bei bösartigen Neubildungen
3)
darunter Stroke Unit
4)
Beteiligung an der psychiatrischen Vollversorgung für Charlottenburg-Wilmersdorf zusammen mit der
F. v. Bodelschwingh-Klinik
5)
darunter 9 Betten außerhalb des Krankenhausplans 2010
______________________________________
Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 01.07.2014 betrieben:
- 1 Computertomograph
- 1 Kernspintomograph
Das Krankenhaus ist der Wannsee-Schule e.V., Schule für Gesundheitsberufe,
Zum Heckeshorn 36, 14109 Berlin, angeschlossen.

1)

2)
3)
4)

170

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Charlottenburg-Wilmersdorf
West

Trägerbereich:

freigemeinnützig

ST. GERTRAUDEN-KRANKENHAUS

Träger:

PARETZER STR. 12
10713 BERLIN

Sankt Gertrauden-Krankenhaus GmbH

Notfallversorgung: Notfallkrankenhaus
Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Augenheilkunde
Chirurgie
darunter: Gefäßchirurgie
Herzchirurgie
Orthopädie/Unfallchirurgie
Allgemeine Chirurgie
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Geriatrie
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
Innere Medizin
darunter: Innere Medizin und Gastroenterologie
Innere Medizin und Kardiologie
Neurochirurgie
Betten / Plätze insgesamt

20
97
12
0
50
35
38
29
45
96
50
46
39

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

1)

Krankenhausplan
2016

1)

20
99

20
99

X

0
X

3)

40
25
45
95

40
35
45
105

1)

X
40

X
40

1)

364

384

4)

2)

3)

364

darunter teilstationär
Geriatrie

5

teilstationäre Plätze insgesamt

5

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung; X - qualitativer Ausweis der Abteilung ohne Bettenzahl
1)

darunter 1 Belegbett
2)
darunter 4 Belegbetten
3)
darunter 2 Belegbetten
4)
onkologischer Schwerpunkt
______________________________________
Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 01.07.2014 betrieben:
- 1 Linksherzkathetermessplatz (betrieben durch niedergelassenen Arzt))
- 1 Computertomograph
- 1 Kernspintomograph (betrieben durch niedergelassenen Arzt)
Das Krankenhaus betreibt gemeinsam mit dem Franziskus-Krankenhaus folgende Ausbildungsstätte:
St. Gertrauden-Franziskus-Krankenpflegeschule am St. Gertrauden-Krankenhaus,
Paretzer Straße 11-12, 10713 Berlin

2)

3)

3)

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

171

Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

freigemeinnützig

Trägerbereich:

Mitte
Mitte

ST. HEDWIG-KLINIKEN BERLIN

Träger:

GROSSE HAMBURGER STRASSE 5/11
10115 BERLIN

St. Hedwig Kliniken Berlin GmbH

Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Chirurgie
darunter: Herzchirurgie
Orthopädie/Unfallchirurgie
Allgemeine Chirurgie
Geriatrie
Innere Medizin
darunter: Innere Medizin und Endokrinologie
Innere Medizin und Gastroenterologie
Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie
Innere Medizin und Kardiologie
Innere Medizin und Nephrologie
Allgemeine Innere Medizin
Psychiatrie und Psychotherapie
Urologie

107
0
45
62
55
181
10
15
20
26
10
100
362
61

Betten / Plätze insgesamt

766

darunter teilstationär
Geriatrie
Psychiatrie und Psychotherapie
teilstationäre Plätze insgesamt

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010
105

Krankenhausplan
2016

X

105
0
X

60
175

105
169

X

X

362
60

429
60

762

868

10
93

15
91

15
126

103

106

141

2)

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung; X - qualitativer Ausweis der Abteilung ohne Bettenzahl
1)

nur am Krankenhaus Hedwigshöhe
2)
darunter 7 Betten außerhalb des Krankenhausplans 2010 (Standort St. Hedwigs-KH)
______________________________________
Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 1.7.2014 betrieben:
- 2 Computertomographen
- 2 Kernspintomographen
- 1 Lithotripter
Das Krankenhaus betreibt folgende Ausbildungsstätte:
Alexianer Akademie für Gesundheits- und Krankenpflege Berlin
Große Hamburger Straße 5-11, 10115 Berlin

1)

172

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Mitte
Mitte

Trägerbereich:

freigemeinnützig

ST. HEDWIG-KLINIKEN BERLIN
Standort: ST. HEDWIG-KH
GROSSE HAMBURGER STRASSE 5/11
10115 BERLIN

Notfallversorgung: Notfallkrankenhaus
Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Chirurgie
darunter: Herzchirurgie
Allgemeine Chirurgie
Geriatrie
Innere Medizin
darunter: Innere Medizin und Endokrinologie
Innere Medizin und Gastroenterologie
Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie
Innere Medizin und Nephrologie
Allgemeine Innere Medizin
Psychiatrie und Psychotherapie
Urologie

97
10
15
20
10
42
194
61

1)

Betten / Plätze insgesamt

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

32
0
32

30

Krankenhausplan
2016

30
0

95

30
85

X

X

2)

192
60

222
60

2)

384

3)

377

427

4), 5)

darunter teilstationär
Psychiatrie und Psychotherapie

43

6)

46

66

teilstationäre Plätze insgesamt

43

46

66

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung; X - qualitativer Ausweis der Abteilung ohne Bettenzahl
1)

10 Dialyseplätze, durch das Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation geführt
2)
Psychiatrische Vollversorgung für Mitte zusammen mit der Charité/CCM
3)
darunter 7 Betten außerhalb des Krankenhausplans 2010
4)
bis zu 15 Belegbetten in den vorgehaltenen Disziplinen Innere Medizin, Chirurgie und Urologie
5)
onkologischer Schwerpunkt
6)
2 Tageskliniken:
- 13349 Berlin, Müllerstraße 56-58 (18 Betten/Plätze)
- am Krankenhausstandort St. Hedwig-Krankenhaus (25 Betten/Plätze)
7)
darunter eine eigenständige Einheit mit 21 Plätzen
für psychosomatische Medizin und Psychotherapie unter entsprechender fachärztlicher Leitung
______________________________________
Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 01.07.2014 betrieben:
- 1 Computertomograph
- 1 Kernspintomograph
- 1 Lithotripter

7)

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

173

Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Treptow-Köpenick
Südost

Trägerbereich:

freigemeinnützig

ST. HEDWIG-KLINIKEN BERLIN
Standort: KH HEDWIGSHÖHE
HÖHENSTEIG 1
12526 BERLIN

Notfallversorgung: Notfallkrankenhaus
Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Chirurgie
darunter: Herzchirurgie
Orthopädie/Unfallchirurgie
Allgemeine Chirurgie
Geriatrie
Innere Medizin
darunter: Innere Medizin und Kardiologie
Allgemeine Innere Medizin
Psychiatrie und Psychotherapie

75
0
45
30
55
84
26
58
168

Betten / Plätze insgesamt

382

darunter teilstationär
Geriatrie
Psychiatrie und Psychotherapie

10
50

teilstationäre Plätze insgesamt

60

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

Krankenhausplan
2016

75

2)

5)

X

75
0
(X)

60
80

75
84

170

207

2)

385

441

3), 4)

15
45

15
60

60

75

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung; X - qualitativer Ausweis der Abteilung ohne Bettenzahl
1)

1)

Vorbehaltlich des Nachweises zur Beteiligung an der unfallchirurgischen Notfallversorgung am Wochenende
2)
Psychiatrische Vollversorgung für Treptow-Köpenick
3)
bis zu 15 Belegbetten in den vorgehaltenen Disziplinen Innere Medizin und Chirurgie
4)
onkologischer Schwerpunkt
5)
3 Tageskliniken:
- 12459 Berlin, Edisonstraße 15 (20 Betten/Plätze)
- 2 am Krankenhausstandort Hedwigshöhe (30 Betten/Plätze)
6)
darunter eine eigenständige Einheit mit 15 Plätzen
für psychosomatische Medizin und Psychotherapie unter entsprechender fachärztlicher Leitung
______________________________________
Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 01.07.2014 betrieben:
- 1 Computertomograph
- 1 Kernspintomograph

6)

174

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Tempelhof-Schöneberg
Südwest

Trägerbereich:

freigemeinnützig

ST. JOSEPH KRANKENHAUS BERLIN TEMPELHOF

Träger:

WÜSTHOFFSTR. 15
12101 BERLIN

St. Joseph Krankenhaus Berlin Tempelhof
GmbH

Notfallversorgung: Notfallkrankenhaus
Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Chirurgie
darunter: Gefäßchirurgie
Herzchirurgie
Kinderchirurgie
Orthopädie/Unfallchirurgie
Allgemeine Chirurgie
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Geriatrie
Innere Medizin
darunter: Innere Medizin und Nephrologie
Allgemeine Innere Medizin
Kinder- und Jugendheilkunde
Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie

123
10
0
14
56
43
65

Betten / Plätze insgesamt

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

Krankenhausplan
2016

123

112

X
X

0
X
X

65

1)

177
X

65
22
166
X

2)

70
50

70
60

2)

481

485

495

3)

darunter teilstationär
Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie

25

25

30

teilstationäre Plätze insgesamt

25

25

30

177
87
90
66
50

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung; X - qualitativer Ausweis der Abteilung ohne Bettenzahl
1)

19 ordnungsbehördlich genehmigte Dialyseplätze
2)
Kinder- und jugendpsychiatrische Vollversorgung für die Region Südwest
3)
onkologischer Schwerpunkt
______________________________________
Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 01.07.2014 betrieben:
- 1 Computertomograph
- 1 Kernspintomograph
Das Krankenhaus betreibt folgende Ausbildungsstätte:
Schule für Gesundheitsberufe Berlin GmbH am St. Joseph-Krankenhaus Tempelhof,
Wüsthoffstr. 15, 12101 Berlin

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

175

Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Steglitz-Zehlendorf
Südwest

Trägerbereich:

freigemeinnützig

ST. MARIEN KRANKENHAUS BERLIN

Träger:

GALLWITZALLEE 123-143
12249 BERLIN

St. Marien e.V. Berlin

Notfallversorgung: Notfallkrankenhaus
Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

Krankenhausplan
2016

Chirurgie
darunter: Gefäßchirurgie
Herzchirurgie
Orthopädie/Unfallchirurgie
Plastische Chirurgie
Allgemeine Chirurgie
Geriatrie
Innere Medizin
darunter: Allgemeine Innere Medizin

101
6
0
58
6
31
80
93
93

100

100

X

0
X

80
94

80
94

Betten / Plätze insgesamt

274

274

274

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung; X - qualitativer Ausweis der Abteilung ohne Bettenzahl
______________________________________
Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 01.07.2014 betrieben:
- 1 Computertomograph
Das Krankenhaus betreibt folgende Ausbildungsstätte:
Staatlich anerkannte Schule für Gesundheits- und Krankenpflege des St. Marien-Krankenhauses
Gallwitzallee 123-143, 12249 Berlin

176

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Marzahn-Hellersdorf
Ost

Trägerbereich:

öffentlich

UNFALLKRANKENHAUS BERLIN (UKB)

Träger:

WARENER STR. 7
12683 BERLIN

Verein für Berufsgenossenschaftliche
Heilbehandlung Berlin e.V.

Notfallversorgung: Notfallzentrum
Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Chirurgie
darunter: Herzchirurgie
Orthopädie/Unfallchirurgie
Plastische Chirurgie
Allgemeine Chirurgie
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
Innere Medizin
darunter: Innere Medizin und Kardiologie
Allgemeine Innere Medizin
Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie
Neurochirurgie
Neurologie
Urologie

234
0
107
40
87
27
78
44
34
26
90
70
21

Betten / Plätze insgesamt

546

1)

3)

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010
236

Krankenhausplan
2016

X

245
0
X

27
80
X

27
93
X

26
90
70
21

26
94
102
21

550

608

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung; X - qualitativer Ausweis der Abteilung ohne Bettenzahl
1)

darunter 12 Betten für Schwerbrandverletzte
2)
darunter Weaningeinheit
3)
darunter 62 Betten für Querschnittsgelähmte
4)
darunter Stroke Unit sowie 30 Betten für neurologische Frührehabilitation, Phase B
5)
onkologischer Schwerpunkt
____________________________________
Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 01.07.2014 betrieben:
- 3 Linksherzkathetermessplätze
- 2 Computertomographen
- 2 Kernspintomographen
- 1 Lithotripter

1)

2)

3)
4)

5)

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

177

Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Reinickendorf
Nord

Trägerbereich:

privat

VITANAS KLINIK FÜR GERIATRIE

Träger:

SENFTENBERGER RING 51
13435 BERLIN

Vitanas GmbH & Co. KGaA

Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

Krankenhausplan
2016

Geriatrie

105

105

105

Betten / Plätze insgesamt

105

105

105

darunter teilstationär
Geriatrie

15

15

15

teilstationäre Plätze insgesamt

15

15

15

Das Krankenhaus ist der Wannsee-Schule e.V., Schule für Gesundheitsberufe,
Zum Heckeshorn 36, 14109 Berlin, angeschlossen.

178

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

-

Trägerbereich:

öffentlich

VIVANTES - NETZWERK FÜR GESUNDHEIT GMBH

Träger:

AROSER ALLEE 72-76
13407 BERLIN

Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH

Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Augenheilkunde
Chirurgie
darunter: Gefäßchirurgie
Herzchirurgie
Kinderchirurgie
Orthopädie/Unfallchirurgie
Plastische Chirurgie
Thoraxchirurgie
Visceralchirurgie
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Geriatrie
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
Haut- und Geschlechtskrankheiten
Innere Medizin
darunter: Innere Medizin und Angiologie
Innere Medizin und Gastroenterologie
Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie
Innere Medizin und Kardiologie
Innere Medizin und Nephrologie
Innere Medizin und Pneumologie
Allgemeine Innere Medizin
Kinder- und Jugendheilkunde
Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie
Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie
Neurochirurgie
Neurologie
Nuklearmedizin
Psychiatrie und Psychotherapie
Strahlentherapie
Urologie

20
1.052
64
0
16
555
23
37
357
279
289
66
132
1.418
22
311
214
537
66
105
163
120
112
2
73
332
10
1.231
29
181

Betten / Plätze insgesamt

5.346

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010
20
1.041
gefäßmed. SP

2)

Krankenhausplan
2016

X
X

22
997
gefäßmed. SP
0
X
X

X

X

301
268
55
135
1.361
gefäßmed. SP

271
293
70
153
1.458
gefäßmed. SP

X
X
X

X
X
X

127
120
70
290
10
1.259
29
168

137
140
0
72
360
10
1.445
24
200

5.254

5.652

darunter teilstationär
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Geriatrie
Haut- und Geschlechtskrankheiten
Innere Medizin
Kinder- und Jugendheilkunde
Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
Neurologie
Psychiatrie und Psychotherapie

9
35
33
22
15
52
5
323

11
30
32
25
15
60
4
321

11
45
45
27
15
68
4
414

teilstationäre Plätze insgesamt

494

498

629

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung; X - qualitativer Ausweis der Abteilung ohne Bettenzahl

1)

1)
1)

1)

1)

1)
1)
1)

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

1)

nur an ausgewählten Standorten, siehe standortbezogene Datenblätter
darunter 110 Betten außerhalb des Krankenhausplans 2010 (standortbezogene Betrachtung)
______________________________________
Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 01.07.2014 betrieben:
- 12 Linksherzkathetermessplätze
- 11 Computertomographen
- 8 Kernspintomographen
- 5 Linearbeschleuniger
- 2 Lithotripter
- 1 PET
2)

Das Krankenhaus betreibt folgende Ausbildungsstätte:
Institut für berufliche Bildung im Gesundheitswesen,
Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH,
Rudower Straße 48, 12351 Berlin

179

180

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Trägerbereich:

Friedrichshain-Kreuzberg
Mitte

öffentlich

VIVANTES - NETZWERK FÜR GESUNDHEIT GMBH
Standort: KLINIKUM IM FRIEDRICHSHAIN / LANDSBERGER ALLEE
LANDSBERGER ALLEE 49
10249 BERLIN

Notfallversorgung: Notfallzentrum
Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Chirurgie
darunter: Gefäßchirurgie
Herzchirurgie
Orthopädie/Unfallchirurgie
Plastische Chirurgie
Visceralchirurgie
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Geriatrie
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
Haut- und Geschlechtskrankheiten
Innere Medizin
darunter: Innere Medizin und Angiologie
Innere Medizin und Gastroenterologie
Innere Medizin und Kardiologie
Innere Medizin und Nephrologie
Innere Medizin und Pneumologie
Allgemeine Innere Medizin
Kinder- und Jugendheilkunde
Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie
Neurochirurgie
Neurologie
Psychiatrie und Psychotherapie
Strahlentherapie
Urologie

230
32
0
142
23
33
47

Betten / Plätze insgesamt

789

35
35
169
22
37
50
29
29
2
57
82
33
39
25

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010
268
gefäßmed. SP

3)

6)

37
8)

Krankenhausplan
2016

X

253
(gefäßmed. SP)
0
X

47
50
33
35
217
gefäßmed. SP

50
50
40
43
248
(gefäßmed. SP)

X
X

X
X

60
82
33
40
25
10
35

65
94
35
40
25
10
40

935

993

darunter teilstationär
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Geriatrie
Haut- und Geschlechtskrankheiten
Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
Psychiatrie und Psychotherapie

1

1

5
22
25

2
22
25

1
5
10
22
25

teilstationäre Plätze insgesamt

53

50

63

11)

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung; X - qualitativer Ausweis der Abteilung ohne Bettenzahl

1)
2)

1)

1)
2)

4)

5)
6)
7)

9)

10)

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

1)

Verlagerung von Kapazitäten des Standortes Prenzlauer Berg nach Fertigstellung der Baumaßnahme
vorbehaltlich des Nachweises der (Re-)Zertizierung
3)
8 ordnungsbehördlich genehmigte Dialyseplätze
4)
Kinder- und jugendpsychiatrische Vollversorgung für die Regionen Mitte und Südost in Zusammenarbeit mit dem
Klinikum Neukölln; darunter 20 Betten als überregionales Angebot für die qualifizierte Entzugsbehandlung
drogenkranker Minderjähriger
5)
darunter Stroke Unit
6)
Psychiatrische Vollversorgung für Friedrichshain-Kreuzberg zusammen mit dem Klinikum Am Urban
7)
Verlagerung vom Klinikum Am Urban, Standort Dieffenbachstraße und Standort Moabit (Großgeräte), nach Fertigstellung
der Baumaßnahmen vorgesehen
8)
darunter 10 Betten außerhalb des Krankenhausplans 2010
9)
onkologischer Schwerpunkt
10)
im 2-Schicht-Betrieb
11)
Tagesklinik:
am Krankenhausstandort
______________________________________
Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 01.07.2014 betrieben:
- 1 Linksherzkathetermessplatz
- 1 Computertomograph
- 1 Positronen-Emissions-Tomograph (in Kooperation mit dem MVZ KFH)
- 2 Magnetresonanz-Tomographen (1 in Kooperation mit dem MVZ KFH)
2)

181

182

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Pankow
Nord

Trägerbereich:

öffentlich

VIVANTES - NETZWERK FÜR GESUNDHEIT GMBH
Standort: KLINIKUM IM FRIEDRICHSHAIN / PRENZLAUER BERG
FRÖBELSTRASSE 15
10405 BERLIN

Notfallversorgung: Notfallkrankenhaus
Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Chirurgie
darunter: Herzchirurgie
Orthopädie/Unfallchirurgie
Geriatrie
Innere Medizin
darunter: Innere Medizin und Gastroenterologie
Allgemeine Innere Medizin
Betten / Plätze insgesamt

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

35
0
35
55
56
15
41
146

1)

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung
1)

Verlagerung zum Standort Landsberger Allee nach Fertigstellung der Baumaßnahme
und Standortaufgabe Prenzlauer Berg
______________________________________
Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 01.07.2014 betrieben:
- 1 Computertomograph (in Kooperation mit Arztpraxis)

Krankenhausplan
2016

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

183

Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Friedrichshain-Kreuzberg
Mitte

Trägerbereich:

öffentlich

VIVANTES - NETZWERK FÜR GESUNDHEIT GMBH
Standort: KLINIKUM AM URBAN
DIEFFENBACHSTR. 1
10967 BERLIN

Notfallversorgung: Notfallkrankenhaus
Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Chirurgie
darunter: Herzchirurgie
Orthopädie/Unfallchirurgie
Visceralchirurgie
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Innere Medizin
darunter: Innere Medizin und Gastroenterologie
Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie
Innere Medizin und Kardiologie
Allgemeine Innere Medizin
Psychiatrie und Psychotherapie
Strahlentherapie
Urologie

102
0
57
45
53
194
43
49
69
33
195
10
58

Betten / Plätze insgesamt

612

darunter teilstationär
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Innere Medizin
Psychiatrie und Psychotherapie

6
5
25

teilstationäre Plätze insgesamt

36

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

Krankenhausplan
2016

81

1)

X

100
0
X

64
172

45
215

X
X

X

205

225

3)

5)

50

55

572

640

7
5
25

7
5
43

37

55

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung; X - qualitativer Ausweis der Abteilung ohne Bettenzahl
1)

1)

2)

Psychiatrische Vollversorgung für Friedrichshain-Kreuzberg zusammen mit dem Klinikum im Friedrichshain
2)
Verlagerung zum Klinikum im Friedrichshain / Landsberger Allee nach Fertigstellung der Baumaßnahmen vorgesehen
3)
darunter 30 Betten außerhalb des Krankenhausplans 2010
4)
onkologischer Schwerpunkt
5)
Tagesklinik am Krankenhausstandort
6)
darunter eine eigenständige Einheit mit 18 Plätzen
für psychosomatische Medizin und Psychotherapie unter entsprechender fachärztlicher Leitung
_____________________________________
Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 01.07.2014 betrieben:
- 3 Linksherzkathetermessplätze
- 1 Computertomograph
- 1 Lithotripter
- 1 Magnetresonanz-Tomograph

4)

6)

184

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Marzahn-Hellersdorf
Ost

Trägerbereich:

öffentlich

VIVANTES - NETZWERK FÜR GESUNDHEIT GMBH
Standort: KLINIKUM HELLERSDORF / MYSLOWITZER STR.
MYSLOWITZER STRASSE 45
12621 BERLIN

Notfallversorgung: Notfallkrankenhaus
Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Chirurgie
darunter: Herzchirurgie
Orthopädie/Unfallchirurgie
Visceralchirurgie
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Geriatrie
Innere Medizin
darunter: Innere Medizin und Kardiologie
Allgemeine Innere Medizin
Psychiatrie und Psychotherapie
Betten / Plätze insgesamt

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

66
0
36
30
38
35
69
22
47
208

2)

Krankenhausplan
2016

54

60
0

38
30
62

30
40
70

190

221

374

421

darunter teilstationär
Geriatrie
Psychiatrie und Psychotherapie

56

5
76

teilstationäre Plätze insgesamt

56

81

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung
1)

Psychiatrische Vollversorgung für Marzahn-Hellersdorf,
nach Fertigstellung der Baumaßnahme Verlagerung vom Standort Brebacher Weg
2)
darunter 24 Betten außerhalb des Krankenhausplans 2010
3)
darunter eine eigenständige Einheit mit 16 Plätzen
für psychosomatische Medizin und Psychotherapie unter entsprechender fachärztlicher Leitung
______________________________________
Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 01.07.2014 betrieben:
- 1 Computertomograph
- 1 Linksherzkathetermessplatz

1)

3)

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

185

Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Marzahn-Hellersdorf
Ost

Trägerbereich:

öffentlich

VIVANTES - NETZWERK FÜR GESUNDHEIT GMBH
Standort: KLINIKUM HELLERSDORF / BREBACHER WEG
BREBACHER WEG 15
12683 BERLIN

Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Psychiatrie und Psychotherapie

190

1)

Betten / Plätze insgesamt

190

2)

darunter teilstationär
Psychiatrie und Psychotherapie

56

3)

teilstationäre Plätze insgesamt

56

1)

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

Psychiatrische Vollversorgung für Marzahn-Hellersdorf,
Verlagerung zum Standort Myslowitzer Straße nach Fertigstellung der Baumaßnahme
vorgesehen
2)
Standortaufgabe nach Verlagerung
3)
2 Tageskliniken:
- 12687 Berlin, Mehrower Allee 22 (20 Betten/Plätze)
- am Krankenhausstandort (36 Betten/Plätze)

Krankenhausplan
2016

186

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

öffentlich

Trägerbereich:

Neukölln
Südost

VIVANTES - NETZWERK FÜR GESUNDHEIT GMBH
1)
Standort: KLINIKUM NEUKÖLLN
RUDOWER STR. 48
12351 BERLIN

Notfallversorgung: Notfallzentrum
Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Augenheilkunde
Chirurgie
darunter: Gefäßchirurgie
Herzchirurgie
Kinderchirurgie
Orthopädie/Unfallchirurgie
Thoraxchirurgie
Visceralchirurgie
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
Haut- und Geschlechtskrankheiten
Innere Medizin
darunter: Innere Medizin und Angiologie
Innere Medizin und Gastroenterologie
Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie
Innere Medizin und Kardiologie
Innere Medizin und Nephrologie
Innere Medizin und Pneumologie
Allgemeine Innere Medizin
Kinder- und Jugendheilkunde
Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie
Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie
Neurochirurgie
Neurologie
Nuklearmedizin
Psychiatrie und Psychotherapie
Strahlentherapie
Betten / Plätze insgesamt
darunter teilstationär
Haut- und Geschlechtskrankheiten
Innere Medizin
Kinder- und Jugendheilkunde
Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
Psychiatrie und Psychotherapie
teilstationäre Plätze insgesamt

1.200
8
5
15
30
69
127

Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010
20
195
gefäßmed. SP

Krankenhausplan
2016

X
X
X

22
180
(gefäßmed. SP)
0
X
X
X

64
22
45
320
gefäßmed. SP

73
30
55
340
(gefäßmed. SP)

X
X
X

X
X
X

4)

67
38

6)

37
87
10
257
10

72
46
0
37
110
10
303
10

1.172

1.288

10
3
15
38
72

15
5
15
46
92

138

173

20
195
32
0
16
62
37
48
59
31
42
358
69
85
108
14
76
6
63
30
2
40
101
10
239
10

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung

8)
6)
9)

13)

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung; X - qualitativer Ausweis der Abteilung ohne Bettenzahl

2)

2)

3)

4)

5)
6)
7) 8)
6)
10) 11)

12)

8)14)

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

1)

autologe Stammzelltransplantation bzw. -transfusion bei hämatologisch-onkologischen Erkrankungen
vorbehaltlich des Nachweises der (Re-)Zertizierung
3)
darunter Weaningeinheit
4)
Kinder- und jugendpsychiatrische Vollversorgung für die Region Südost gemeinsam mit dem Klinikum im Friedrichshain
5)
darunter Stroke Unit sowie 20 Betten neurologische Frührehabilitation, Phase B
6)
Nuklearmedizin und Strahlentherapie als eine Abteilung geführt
7)
Psychiatrische Vollversorgung für Neukölln
8)
darunter 22 Betten/Plätze als Intensivtagesklinik mit 7-Tage-Betrieb
am Krankenhausstandort (stationsersetzendes Modellprojekt)
9)
darunter 28 Betten außerhalb des Krankenhausplans 2010
10)
onkologischer Schwerpunkt
11)
darunter stationäre Versorgung von Patientinnen und Patienten des ambulanten "Zentrums für die zahnärztliche
und kiefernchirurgische Behandlung von Menschen mit Behinderung", sofern bei diesen die ambulante Behandlung
aufgrund eines zu hohen Narkoserisikos oder psychiatrischer Einschränkungen nicht möglich ist;
hierfür können bis zu 2 Betten innerhalb der Gesamtbettenzahl des Klinikums Neukölln genutzt werden
12)
Tagesklinik im 2-Schicht-Betrieb
13)
Tageskliniken: - 12051 Berlin, Emser Straße 31 (20 Betten/Plätze)
- 12347 Berlin, Riesestraße 1 (20 Betten/Plätze)
- am Krankenhausstandort (29 Betten/Plätze)
14)
darunter eine eigenständige Einheit mit 22 Plätzen für psychosomatische Medizin und Psychotherapie
unter entsprechender fachärztlicher Leitung
2)

_________________________________
Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 01.07.2014 betrieben:
- 2 Linksherzkathetermessplätze
- 2 Computertomographen (1 betrieben vom MVZ KNK)
- 2 Linearbeschleuniger (betrieben vom MVZ KNK)
- 2 Magnetresonanz-Tomographen

187

188

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Trägerbereich:

Tempelhof-Schöneberg
Südwest

öffentlich

VIVANTES - NETZWERK FÜR GESUNDHEIT GMBH
Standort: AUG.-VIKTORIA-KLINIKUM
RUBENSSTR. 125
12157 BERLIN

Notfallversorgung: Notfallkrankenhaus
Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Chirurgie
darunter: Herzchirurgie
Orthopädie/Unfallchirurgie
Visceralchirurgie
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Geriatrie
Innere Medizin
darunter: Innere Medizin und Gastroenterologie
Innere Medizin und Kardiologie
Allgemeine Innere Medizin
Neurologie
Psychiatrie und Psychotherapie
Strahlentherapie
Urologie

109
0
67
42
51
35
146
69
75
2
54
115
9
53

Betten / Plätze insgesamt

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010
126

Krankenhausplan
2016

X

109
0
X

43
15
156

43
15
160

X

X

51
112
9
49

60
112
4
60

572

561

563

darunter teilstationär
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Geriatrie
Innere Medizin
Neurologie
Psychiatrie und Psychotherapie

2
35
12
2
20

1
15
16
1
20

1
15
16
1
20

teilstationäre Plätze insgesamt

71

53

53

2)
3)

5)

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung; X - qualitativer Ausweis der Abteilung ohne Bettenzahl
1)

darunter Stroke Unit
2)
Psychiatrische Vollversorgung für Tempelhof-Schöneberg zusammen mit dem Wenckebach-Klinikum
3)
Belegbetten
4)
onkologischer Schwerpunkt
5)
Tagesklinik:
10823 Berlin, Dominicusstraße 5-9
______________________________________
Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 01.07.2014 betrieben:
- 1 Linksherzkathetermessplatz
- 1 Computertomograph
- 1 Kernspintomograph
- 1 Linearbeschleuniger (betrieben durch niedergelassenen Arzt)

1)
2)
3)

4)

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

189

Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Tempelhof-Schöneberg
Südwest

Trägerbereich:

öffentlich

VIVANTES - NETZWERK FÜR GESUNDHEIT GMBH
Standort: WENCKEBACH-KLINIKUM
WENCKEBACHSTR. 23
12099 BERLIN

Notfallversorgung: Notfallkrankenhaus
Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Chirurgie
darunter: Herzchirurgie
Orthopädie/Unfallchirurgie
Visceralchirurgie
Geriatrie
Innere Medizin
darunter: Innere Medizin und Gastroenterologie
Innere Medizin und Kardiologie
Allgemeine Innere Medizin
Psychiatrie und Psychotherapie

53
0
32
21
133
103
32
39
32
128

Betten / Plätze insgesamt

417

darunter teilstationär
Geriatrie
Psychiatrie und Psychotherapie

35

teilstationäre Plätze insgesamt

35

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010
55

1)

2)

X

50
0
X

153
99

153
90

128

161

435

454

15
35

15
55

50

70

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung
1)

Krankenhausplan
2016

Psychiatrische Vollversorgung für Tempelhof-Schöneberg zusammen mit dem Auguste-Viktoria-Klinikum
2)
2 Tageskliniken:
- am Krankenhausstandort (20 Betten/Plätze) - Tagesklinik I
- am Krankenhausstandort (15 Betten/Plätze) - Tagesklinik II
3)
darunter eine eigenständige Einheit mit 20 Plätzen
für psychosomatische Medizin und Psychotherapie unter entsprechender fachärztlicher Leitung
______________________________________
Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 01.07.2014 betrieben:
- 1 Computertomograph

1)

3)

190

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Reinickendorf
Nord

Trägerbereich:

öffentlich

VIVANTES - NETZWERK FÜR GESUNDHEIT GMBH
Standort: HUMBOLDT-KLINIKUM / AM NORDGRABEN
AM NORDGRABEN 2
13509 BERLIN

Notfallversorgung: Notfallkrankenhaus
Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Chirurgie
darunter: Gefäßchirurgie
Herzchirurgie
Orthopädie/Unfallchirurgie
Visceralchirurgie
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Geriatrie
Innere Medizin
darunter: Innere Medizin und Angiologie
Innere Medizin und Gastroenterologie
Innere Medizin und Kardiologie
Innere Medizin und Nephrologie
Neurologie
Psychiatrie und Psychotherapie
Urologie

140

Betten / Plätze insgesamt

626

darunter teilstationär
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Geriatrie
Neurologie
Psychiatrie und Psychotherapie

2
50

teilstationäre Plätze insgesamt

52

Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010
134
gefäßmed. SP

0
75
65
31
31
161
46
92
23
46
184
33

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung

Krankenhausplan
2016

X

130
(gefäßmed. SP)
0
X

45
20
165
gefäßmed. SP

30
35
165
(gefäßmed. SP)

X
X
37
173
34

X
X
50
211
45

3)

608

666

6)

2
2
45

2
5
2
60

49

69

2)

4)

5)

7)

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung; X - qualitativer Ausweis der Abteilung ohne Bettenzahl
1)

vorbehaltlich des Nachweises der (Re-)Zertizierung
2)
11 ordnungsbehördlich genehmigte Dialyseplätze
3)
darunter Stroke Unit sowie 20 Betten neurologische Frührehabilitation, Phase B
4)
Psychiatrische Vollversorgung für Reinickendorf
5)
darunter 18 Betten außerhalb des Krankenhausplans
6)
onkologischer Schwerpunkt
7)
Tagesklinik:
am Krankenhausstandort
8)
darunter eine eigenständige Einheit mit 15 Plätzen
für psychosomatische Medizin und Psychotherapie unter entsprechender fachärztlicher Leitung
______________________________________
Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 01.07.2014 betrieben:
- 2 Linksherzkathetermessplätze (in Kooperation mit niedergelassenem Arzt)
- 1 Computertomograph (in Kooperation mit niedergelassenem Arzt)
- 1 Magnetresonanz-Tomograph (in Kooperation mit niedergelassenem Arzt)
- 1 Lithotripter

1)

1)

4)

8)

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

191

Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Spandau
West

Trägerbereich:

öffentlich

VIVANTES - NETZWERK FÜR GESUNDHEIT GMBH
Standort: KLINIKUM SPANDAU
NEUE BERGSTR. 6
13585 BERLIN

Notfallversorgung: Notfallkrankenhaus
Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Chirurgie
darunter: Herzchirurgie
Orthopädie/Unfallchirurgie
Visceralchirurgie
Haut- und Geschlechtskrankheiten
Innere Medizin
darunter: Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie
Innere Medizin und Kardiologie
Neurologie
Psychiatrie und Psychotherapie

122
0
49
73
55
162
80
82
92
155

Betten / Plätze insgesamt
darunter teilstationär
Haut- und Geschlechtskrankheiten
Innere Medizin
Neurologie
Psychiatrie und Psychotherapie
teilstationäre Plätze insgesamt

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010
128

Krankenhausplan
2016

X

115
0
X

55
170

55
170

X
75
169

X
100
187

586

597

627

3)

20

20
1
1
43

20
1
1
43

4)

65

65

1
43

2)

5)

64

- keine Vorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung; X - qualitativer Ausweis der Abteilung ohne Bettenzahl
1)

darunter Stroke Unit sowie 60 Betten neurologische Frührehabilitation, Phase B
2)
Psychiatrische Vollversorgung für Spandau
3)
onkologischer Schwerpunkt
4)
Tagesklinik im 2-Schicht-Betrieb
5)
Tagesklinik:
am Krankenhausstandort
______________________________________
Folgende medizinisch-technische Großgeräte wurden am 01.07.2014 betrieben:
- 2 Linksherzkathetermessplätze (in Kooperation mit niedergelassenen Ärzten)
- 2 Computertomographen (1 betrieben vom MVZ KSP)
- 1 Magnetresonanz-Tomograph
- 2 Linearbeschleuniger (betrieben vom MVZ KSP)

1)
2)

192

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Neukölln
Südost

Trägerbereich:

öffentlich

VIVANTES IDA WOLFF KRANKENHAUS

Träger:

JUCHACZWEG 21
12351 BERLIN

Vivantes Ida-Wolff-Krankenhaus GmbH

Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

Krankenhausplan
2016

Geriatrie

140

156

156

Betten / Plätze insgesamt

140

156

156

darunter teilstationär
Geriatrie

20

36

36

teilstationäre Plätze insgesamt

20

36

36

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

193

Anlage 1 zum Krankenhausplan 2016
Bezirk:
Region:

Steglitz-Zehlendorf
Südwest

WESTKLINIK DAHLEM

Trägerbereich:

1)

privat

Träger:
Westklinik Dahlem
Betriebsgesellschaft mbH

SCHWEINFURTHSTR. 43-47
14195 BERLIN

Betten in Plankrankenhäusern (inkl. teilstationäre Plätze)

Fachabteilungen

Ist-Stand gemäß
ordnungsbehördl.
Genehmigung

Stand: 01.01.2015
Chirurgie
darunter: Herzchirurgie
Orthopädie/Unfallchirurgie

37
0
37

Betten / Plätze insgesamt

37

1)
2)

Belegklinik
darunter 13 Betten außerhalb des Krankenhausplans 2010

2)

Sollvorgaben gemäß
Krankenhausplanung
Umsetzung gem.
Feststellungsbescheid zum
Krankenhausplan
2010

Krankenhausplan
2016

24

30
0

24

30

194

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

Anlage 2: Verzeichnis der außerhalb des Berliner
Krankenhausplans betriebenen Krankenhäuser
Verzeichnis der übrigen, nicht in den Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
aufgenommenen Krankenhäuser, Stand 01.01.2015
Name

Anschrift

Fachabteilungen

BettenIst

ARGORA Klinik Berlin

Carmerstr.2
10623 Berlin

Psychotherapeut.
Medizin
Insgesamt

2
2

Augenklinik am
Wittenbergplatz mit
kosmetischer
Laserchirurgie
Augenklinik und Lasik
Zentrum am
Gendarmenmarkt

Kleiststr. 23 –26
10787 Berlin

Augenheilkunde
Insgesamt

4
4

Charlottenstr. 60
10117 Berlin

Augenheilkunde
Insgesamt

1
1

Avicenna Klinik

Paulsborner Str. 2
10709 Berlin

Berlin Klinik Leipziger
Platz

Leipziger Platz 3
10117 Berlin

Chirurgie
Neurochirurgie
Orthopädie
Insgesamt
Mund-KieferGesichtschirurgie
Insgesamt

4
8
4
16
2

Chirurgia Ästhetica –
Dr. Kümpel –
Privatklinik für
Schönheitsoperationen
Chirurgische
Privatklinik am
Hohenzollerndamm
-CLINICA VITA-

2

Hundekehlestr. 32
14199 Berlin

Sonst. Fachabt.
Insgesamt

3
3

Hohenzollerndamm
28A
10713 Berlin

1
1

2
4
3
12
2
2
12
12

Clinic Dahlem

Rheinbabenallee 18
14199 Berlin

Chirurgie
Hals-NasenOhrenheilkunde
Haut- und Geschlechtskrankheiten
Neurochirurgie
Orthopädie
Plastische Chirurgie
Insgesamt
Chirurgie
Insgesamt

Count Down
Entgiftungseinrichtung
des Drogentherapie
Zentrums Berlin e.V.
EuroEyes

Frankfurter Allee 40
10247 Berlin

Psychiatrie
Insgesamt

Bellevuestraße 5
10785 Berlin

Augenheilkunde
Insgesamt

1
1

Eye-Clinic

Walter-BenjaminPlatz 8
10629 Berlin
Charlottenstr. 65
10117 Berlin

Augenheilkunde
Insgesamt

2
2

Psychiatrie und
Psychotherapie
Insgesamt

44

Fliedner Klinik Berlin

1

44

Träger
ARGORA
Beteiligungsgesellschaft
mbH
Kurfürstenstr. 21
14467 Potsdam
Herr Dr. Pahlitzsch,
Thomas-Walter Werner
Kleiststraße 23-26
10787 Berlin
Augenklinik und Lasik
Zentrum am
Gendarmenmarkt
Charlottenstr. 60
10117 Berlin
Avicenna Wirbelsäulenklinik
GmbH
Paulsborner Str. 2
10709 Berlin
BK-Berlin Klinik BetriebsGmbH
Jagdhausstr. 2
76530 Baden Baden
Dr. W. Kümpel
Hundekehlestr. 32
14199 Berlin
Clinica Vita Verwaltungs
GmbH
Hohenzollerndamm 28 a
10713 Berlin

Clinic Dahlem GmbH
Rheinbabenallee 18
14199 Berlin
Drogentherapie Zentrum
Berlin e. V.
Frankfurter Allee 40
10247 Berlin
EuroEyes
AugenLaserZentrum Berlin
GmbH
Bellevuestr. 5
10785 Berlin
Dr. Bilal Chamat
Walter-Benjamin-Platz 8
10629 Berlin
Theodor-Fliedner-Stiftung
Kirchliche Stiftung des
privaten Rechts
Fliednerstr. 2
45481 Mülheim-Ruhr

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

195

Name

Anschrift

Fachabteilungen

Helios Privatkliniken
GmbH, Betriebsstätte
Berlin-Buch

Schwanebecker
Chaussee 5
13125 Berlin

Augenheilkunde
Chirurgie
Frauenheilkunde
und Geburtshilfe
Geriatrie
Hals-NasenOhrenheilkunde
Innere Medizin
Neurochirurgie
Neurologie
Strahlentherapie
Urologie
Sonstige
Fachbereiche
Insgesamt
Chirurgie
Innere Medizin
Orthopädie
Plast. Chirurgie
Psychoth. Medizin
Insgesamt
Innere Medizin
Insgesamt

2
12
2

Mund-KieferGesichtschirurgie
Insgesamt

2

Mund-KieferGesichtschirurgie
Sonst. Fachabt.
Insgesamt
Sonst. Fachabt.
Insgesamt

1

Chirurgie
Plast. Chirurgie
Sonst. Fachabt.
Insgesamt
Chirurgie
Frauenheilkunde
und Geburtshilfe
Hals-NasenOhrenheilkunde
Innere Medizin
Neurochirurgie
Neurologie
Orthopädie
Plast. Chirurgie
Urologie
Insgesamt
Innere Medizin
Psychoth. Medizin
Insgesamt

2
2
2
6
3
1

HELIOS Privatkliniken
GmbH, Betriebsstätte
Berlin-Zehlendorf

Walterhöfer Str. 11
14165 Berlin

Hydrox.Y Klinik

Kurstr. 11
14129 Berlin

Klinik am Garbátyplatz

Garbátyplatz 1
13187 Berlin

Klinik am
Kurfürstendamm

Knesebeckstr.
37
10623 Berlin

35-

Klinik am Schlosspark
Biesdorf

Elsterwerdaer Platz
1
12683 Berlin

Klinik am
Wittenbergplatz
GmbH

Bayreuther Str. 36
10789 Berlin

Klinik „Helle Mitte“

A.-Salomon-Platz 2
12627 Berlin

Klinik Nikolassee

Von-Luck-Str. 3
4129 Berlin

Lacomed-Klinik

Tauentzienstr. 7
10789 Berlin

MEOCLINIC
-Internationale
Privatklinik-

Friedrichstr. 71
10117 Berlin

Sonst.
Fachbereiche
Insgesamt
Chirurgie
Innere Medizin
Orthopädie
Sonst. Fachabt.
Insgesamt

BettenIst

Träger
HELIOS Privatkliniken
GmbH
Else-Kröner-Straße 1
61352 Bad Homburg v.d.H

1
2
12
3
2
2
4
4
46
17
24
12
6
1
60
4
4

2

1
2
4
4

1
2
6
1
2
1
1
18
4
12
16

2
2
16
7
11
11
45

HELIOS Privatkliniken
GmbH
Else-Kröner-Straße 1
61352 Bad Homburg v.d.H.

Hydrox.Y GmbH
Kurstr. 11
14129 Berlin
Dentoptics Verwaltungs
mbh
Garbatyplatz 1
13187 Berlin
Klinik am Kurfürstendamm
GmbH
Kurfürstendamm 41
10719 Berlin
Hr. Dr. St. G. Wolf u. Fr. Dr.
G. Buerschaper
Elsterwerder Platz 1
12683 Berlin
Klinik am Wittenbergplatz
GmbH
Bayreuther Str. 36
10789 Berlin
Klinik „Helle Mitte“ GmbH
Berlin,
A.-Salomon-Platz 2
12627 Berlin

Psychosomatische
Privatklinik Nikolassee
(PPN) GmbH
Argentinische Allee 40
14163 Berlin
Lacomed e.K.
Tauentzienstr. 7
10789 Berlin
MEOCLINIC GmbH
Friedrichstr. 71
10117 Berlin

196

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Name

Anschrift

Fachabteilungen

MedizinZentrum am
Sana Klinikum
Lichtenberg (MZL)

Frankfurter Allee
231 A
10365 Berlin

Chirurgie
Innere Medizin
Insgesamt

6
5
11

Panorama Klinik Berlin

Badensche Straße
18
10715 Berlin
Heubnerweg 2
14059 Berlin

Psychotherapeut.
Medizin
Insgesamt
Psychiatrie
Psychotherapeutische Medizin
Insgesamt
Innere Medizin
Insgesamt

14

Park – Klinik Sophie –
Charlotte

POLIKLIN
Charlottenburg
Privatklinik
Charlottenburg

Marburger Straße
12/13
10789 Berlin
Bismarckstr. 45-47
10627 Berlin

Privatklinik
Schlossstraße

Schlossstr. 38 – 40
12165 Berlin

Privatklinik
Spandau PKS GmbH

Gatower Str. 191
13595 Berlin

Privatkrankenanstalt „Casa Dentalis
GmbH“
ULLSTEINHAUSKLINIK für
Gefäßmedizin und
Ästhetische Medizin

Ringstr. 81
12203 Berlin

Viv. Komfortklinik
GmbH, Standort
Auguste-ViktoriaKlinikum

Rubensstr. 125
12157 Berlin

Viv. Komfortklinik
GmbH, Standort
Humboldt-Klinikum

Am Nordgraben 2
13509 Berlin

Viv. Komfortklinik
GmbH, Standort
Klinikum Neukölln

Mariendorfer Damm
1-3
12099 Berlin

Rudower Str. 48
12351 Berlin

BettenIst

14
35
20
55
20
20

Sonstige
Fachbereiche
Insgesamt

8

Sonstige
Fachbereiche
Insgesamt
Sonstige
Fachbereiche
Insgesamt

2

Mund-KieferGesichtschirurgie
Insgesamt
Chirurgie
Haut- und Geschlechtskrankheiten
Insgesamt
Chirurgie
Frauenheilkunde
und Geburtshilfe
Innere Medizin
Neurologie
Psychiatrie
Urologie
Insgesamt
Chirurgie
Frauenheilkunde
und Geburtshilfe
Geriatrie
Innere Medizin
Neurologie
Orthopädie
Psychiatrie
Urologie
Insgesamt
Chirurgie
Frauenheilkunde
und Geburtshilfe
Hals-NasenOhrenheilkunde
Innere Medizin
Neurochirurgie
Neurologie
Orthopädie
Strahlentherapie
Insgesamt

2

8

2
6
6

2
2
1

3
3
2
2
1
1
3
12
8
2
2
16
3
10
4
3
48
2
1
1
4
1
1
1
1
12

Träger
Sana Gesundheitszentren
Berlin-Brandenburg GmbH
Rummelsburger Str. 13
10315 Berlin
Hoppe, Stefan Otto
Badensche Str. 18
10715 Berlin
Park – Klinik Sophie –
Charlotte GmbH
Heubnerweg 2
14059 Berlin
Polikum Holding
GmbHFasanenstr. 33
10719 Berlin
Praxisklinik Charlottenburg
GmbH
Bismarckstr. 45-47
10627 Berlin
Dr. P. by Dr. Panzer GmbH
Weinbergstraße 8
14469 Potsdam
Privatklinik Spandau PKS
GmbH
Gatower Str. 191
13595 Berlin
Casa Dentalis GmbH
Ringstr. 81
12203 Berlin
ULLSTEINHAUS-KLINIK für
Gefäßmedizin und
Ästhetische Medizin GmbH
Mariendorfer Damm 1-3
12099 Berlin
Vivantes Komfortklinik
GmbH
Aroser Allee 72-76
13407 Berlin

Vivantes Komfortklinik
GmbH
Aroser Allee 72-76
13407 Berlin

Vivantes Komfortklinik
GmbH
Aroser Allee 72-76
13407 Berlin

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

Name

Anschrift

Fachabteilungen

Viv. Komfortklinik
GmbH, Standort
Klinikum Spandau

Neue Bergstr. 6
(Haus 26, 2. OG)
13585 Berlin

Chirurgie
Haut- und
Geschlechtskrankheiten
Innere Medizin
Neurologie
Psychiatrie
Insgesamt
Mund-KieferGesichtschirurgie
Insgesamt

Zahnklinik GropiusPassagen GmbH

Zahnklinik MEDECO
Berlin-Dahlem

Johannisthaler
Chaussee 313
12351 Berlin

Königin-Luise-Platz
1
14195 Berlin

5
3

7
10
2
27
2
2

6

Mund-KieferGesichtschirurgie
Insgesamt
Mund-KieferGesichtschirurgie
Insgesamt

4

Helene-WeigelPlatz 2 (1.OG)
12681 Berlin

Mund-KieferGesichtschirurgie
Insgesamt

3

Treskowallee 112
10328 Berlin

Mund-KieferGesichtschirurgie
Insgesamt

2

Karl-Marx-Str. 27
12043 Berlin

Zahnklinik MEDECO
Potsdamer Platz

Stresemannstr. 121
10963 Berlin

Zahnklinik MEDECO
Berlin-Spandau

Klosterstraße 17/18
13581 Berlin

Zahnklinik MEDECO
Berlin-Tempelhof

Mariendorfer Damm
19-21
12109 Berlin

Zahnklinik MEDECO
Berlin-Wedding

Prinzenallee 89-90
13357 Berlin

Zahnklinik Ost
(Adlershof)

Dörpfeldstr. 46
12489 Berlin

Zahnklinik Ost
(Karlshorst)

BettenIst

Mund-KieferGesichtschirurgie
Plast. Chirurgie
Insgesamt
Mund-KieferGesichtschirurgie
Insgesamt
Mund-KieferGesichtschirurgie
Insgesamt
Mund-KieferGesichtschirurgie
Insgesamt
Mund-KieferGesichtschirurgie
Insgesamt

Zahnklinik MEDECO
Berlin-Neukölln

Zahnklinik Ost
(Helene-Weigel-Platz)

197

1
7
4
4
3
3
2
2
4
4

4
1
1

3

2

Träger
Vivantes Komfortklinik
GmbH
Aroser Allee 72-76
13407 Berlin

Zahnklinik GropiusPassagen
VerwaltungsGmbH
Johannisthaler Chaussee
313
12351 Berlin
MEDECO GmbH
Godesberger Allee 105-107
53175 Bonn
MEDECO GmbH
Godesberger Allee 105-107
53175 Bonn
MEDECO GmbH
Godesberger Allee 105-107
53175 Bonn
MEDECO GmbH
Godesberger Allee 105-107
53175 Bonn
MEDECO GmbH
Godesberger Allee 105-107
53175 Bonn
MEDECO GmbH
Godesberger Allee 105-107
53175 Bonn
Zahnklinik Ost Verwaltung
UG (haftungsbe-schränkt),
pers. haft. geschf.
Gesellschafterin der
Zahnklinik Ost
UG (haftungsbeschränkt) &
Co.KG
Dörpfeldstraße 46
12489 Berlin
Zahnklinik Ost Verwaltung
UG (haftungsbeschränkt),
pers. haft. geschf.
Gesellschafterin der
Zahnklinik Ost
UG (haftungsbeschränkt) &
Co.KG
Dörpfeldstraße 46
12489 Berlin
Zahnklinik Ost Verwaltung
UG (haftungsbeschränkt),
pers. haft. geschf.
Gesellschafterin der
Zahnklinik Ost
UG (haftungsbeschränkt) &
Co.KG
Dörpfeldstraße 46
12489 Berlin

198

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Sonderkrankenhäuser
Name

Anschrift

Fachabteilungen

Justizvollzugskrankenhaus Berlin

Saatwinkler Damm 1a
13627 Berlin

Innere Medizin
Psychiatrie
Insgesamt

BettenIst
80
36
116

Träger
Senatsverwaltung für
Justiz und
Verbraucherschutz
Salzburger Straße 21-25
10825 Berlin

Krankenhaus des
Maßregelvollzuges

Olbendorfer Weg 70
13403 Berlin

Psychiatrie
Kinder- und
Jugendpsychiatrie
und -psychotherapie

499
24

Insgesamt

523

Senatsverwaltung für
Gesundheit, und Soziales
Oranienstr. 106
10969 Berlin

393

20 bis
unter
25

96

1.116

40 bis
unter
45
1.715

45 bis
unter
50
2.675

50 bis
unter
55
4.035

55 bis
unter
60
4.470

60 bis
unter
65

Pflegetage nach Altergruppen

5.806

65 bis
unter
70
6.870

70 bis
unter
75
9.126

75 bis
unter
80
8.581

80 bis
unter
85
4.043

85 bis
unter
90
1.296

182

90 bis
95 und
unter
älter
95

587

1.147

5.461

765

2.079

7.043

1.927

2.309

6.237

1.761

2.378

5.509

2.253

3.077

5.370

4.316

4.634

7.370

7.431

6.317

8.419

7.590

5.952

7.312

6.598

6.601

6.656

4.971

3.422

7.183

5.699
6.551

2.984

7.645 10.287 11.065

5.298

1.257

6.669

1.334

3.079

380

2.840

389

1.089

6

799

148

147

1

6

967

2.431

92

910

2.685

214

4.983

1.613

1.137

1.103

3.519

162

791

3.430

300

7.133

2.530

3.825

448

1.124

4.631

353

7.422

3.852

1.109

735

226

31

5.258

985

484

68

198

8.375

1.581

255

9

761

9.868

2.543

279

16

9.239

1.867

167

0

1

1.725

28
1.563

5

0

9.210 11.116 12.181

1.684

99

0

8.983

1.569

7

0

3.332

684

0

1

4.140

908

1.463

5.605

491
890

1.107

1.044
887

1.029

962

912

351

5.447

1.143

1.826
3.418

2.840
4.934

2.523
4.260

2.757
4.540

2.204

4.020

2.521

3.437

2.711

8.064 13.397 14.578 17.433 21.118 24.596 19.770

2.691

1.973

8.365

1.193

1.565

7.179 10.800 16.433 16.896 19.858 23.762 29.753 25.938 11.660

489

2.819

246

833

4.324

70

8.492

700

424

1

0

48

42

1.276

15

1.828

227

60

0

2

3.228 10.900 27.358 49.739 111.116 183.728 147.376 78.341 22.091

8.792 10.142 16.017 20.969 20.291 22.680 27.998 36.514 39.186 21.253

4.960

1.017

472

39

93

31.612

27.821

195.486

9.235

259.451

93.304

23.077

192.107

28.894

635.027

3.415

2.931
3.099

2.920

3.364
4.327

5.293

6.790

9.223 15.287 21.280 24.742 28.015 30.483 37.117 34.590 15.717

4.643

261.835

1.775

28

633

2.758

61

3.365

1.058

1.393

164

26

5.557.301

768

17

475

4.041

33

1.662

424

719

1.521

248

18

1.985.526

51.496

76.477

90.176

304.178

957

227

26

196

3.071

12

334

162

279

904

1.699

5.615

5.514 13.298 18.673 25.179 34.120 43.493 59.324 103.098 148.240 167.430 199.032 225.711 299.840 332.791 194.599 86.798 24.503

475

755

3.895

1.084.209

54.074

SUMME

122.780 50.273 35.116 37.443 54.535 72.941 110.704 151.136 153.081 146.826 172.377 272.008 380.389 410.750 476.541 549.620 746.173 822.836 499.263 229.393 63.118

165

2

87

930

14

263

988

35 bis
unter
40

153.317

4.129

421

186

732

30 bis
unter
35

643

3.514

0

195

0

42

313

358

33

0

0

97

123

19

10

5

502

1.138

621

25 bis
unter
30

5.417 19.958 43.237 65.222 49.491 21.284 12.844 12.869 12.568 11.150 11.025 10.069 10.504

482

6.285

16

686

11

127

1.378

1.721

Plastische Chirurgie
Strahlenheilkunde

Urologie
Intensivmedizin
SUMME

383

15 bis
unter
20

4.057 10.737 16.323 20.738 25.238 28.962 36.516 45.352 70.340 98.003 99.665 106.581 114.585 144.547 135.981 76.787 35.708 10.143

271

10 bis
unter
15

3.587

6.450

0

875

0

32

2.196

1

1.964

387

5 bis
unter
10

104.161 33.241 17.727 17.278 12.533

6.587

0

0

4.727

1.536

787

Orthopädie

Neurologie
Nuklearmedizin

Mund-KieferGesichtschirurgie
Neurochirurgie

Kinderchirurgie
Kinderheilkunde

Innere Medizin
Klinische Geriatrie

0

24

42

Haut- und Geschlechtskrankheiten

0

55

Herzchirurgie

1

2.101

6.945

Frauenheilkunde und
Geburtshilfe
HNO

880

263

1.103

122

unter 1

1 bis
unter
5

Chirurgie

Augenheilkunde

Fachabteilung

111,8%

109,5%

108,5%

107,5%

108,3%

109,4%

107,3%

110,8%

106,7%

107,2%

110,3%

109,1%

124,9%

112,5%

106,5%

111,0%

104,7%

103,9%

109,8%

110,6%

Veränder.
zu 2013
(in % )

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
199

Anlage 3: Veränderungen des Versorgungsbedarfs bis
2020
infolge
der
prognostizierten
Bevölkerungsentwicklung (Basisjahr 2013)

200

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

Anlage 4: Wer macht was wie oft? – Leistungsvergleich
der Berliner Krankenhäuser zu ausgewählten
Behandlungen

9. Aktualisierung der vergleichenden Darstellung auf der Datengrundlage des
Jahres 2013 vom März 2015

1.

Einleitung

„Wer macht was wie oft?“
Im Krankenhausplan 2006 nutzte die damalige Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales
und Verbraucherschutz erstmals die vom Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus
(InEK) erhobenen Daten, um die unterschiedliche Beteiligung der Berliner Krankenhäuser
bei verschiedenen Behandlungen genauer zu untersuchen. Es wurde beschlossen,
Fallzahlen der Kliniken bei bestimmten Krebsoperationen auf der Homepage der
Senatsverwaltung zu veröffentlichen und jährlich zu aktualisieren. Mit dem
Krankenhausplan 2010 wurde diese Veröffentlichung auf weitere medizinische
Fachgebiete ausgedehnt.
Auf der Basis der Daten des Jahres 2013 werden hiermit Fallzahlen zu folgenden
Behandlungen veröffentlicht:
•
•
•
•
•
•

Krebsoperationen
Akuttherapie von Herzinfarkt und Schlaganfall
Behandlung peripherer Durchblutungsstörungen
Künstlicher Gelenkersatz an Hüfte und Knie
Chirurgie im Säuglingsalter
Palliativmedizin

Was ist unser Ziel?
Die Berliner Krankenhäuser sind vielfältig spezialisiert. Diese Arbeitsteilung ist in
Anbetracht der allgemein kurzen Wege in der Stadt für die Qualitätssicherung und in
wirtschaftlicher Hinsicht auch sehr sinnvoll. Wer etwas öfter macht, der gewinnt an
Erfahrung, nicht zuletzt bei der Organisation lückenloser Behandlungspfade. Für ihn lohnen
sich der oft mühevolle Aufbau eines unterstützenden Netzes verschiedenster
Kooperationen und die Anschaffung der eventuell erforderlichen teuren Medizintechnik.
Die hier gezeigten Diagramme bieten für die ausgewählten Diagnosen einen vollständigen
kompakten Überblick zum aktuellen Behandlungsumfang aller Berliner Krankenhäuser,
zum Teil auch bei selteneren Diagnosen und Eingriffen. Vergleichbare ähnliche
Darstellungen gibt es für Berlin bisher nicht. Inzwischen ist die jährliche Veröffentlichung für
Interessierte zu einer gut genutzten Informationsquelle geworden. Sie kann sowohl die
Suche von Betroffenen nach einem geeigneten Krankenhaus unterstützen als auch bei
klinikinternen Strategieplanungen zum Ausbau eines bestimmten Versorgungsprofils
hilfreich sein.

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

2.

Erläuterungen zum methodischen Vorgehen

Mit Umsetzung des Vergütungssystems nach Fallpauschalen (sog. DRG´s: Diagnosis
Related Groups) im Krankenhausbereich wurde gesetzlich die Möglichkeit eröffnet, die
zentral vom Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) aufbereiteten Daten aus
der Kostenabrechnung der Krankenhäuser für die Zwecke der Krankenhausplanung nutzen
zu können. Seit 2004 werden im Land Berlin diese Daten systematisch aufgearbeitet. Mit
Zustimmung der Berliner Krankenhäuser werden seitdem ausgewählte Auswertungen
durch Veröffentlichung auch einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Wichtigste Suchkriterien für die Auswertungen sind die Diagnose (nach Internationaler
Klassifikation der Krankheiten - ICD: International Statistical Classification of Diseases and
Related Health, WHO, deutsche Modifikation, 10. Revision) und die durchgeführte
Behandlung (nach dem Operationen- und Prozedurenschlüssel - OPS, in der jeweils für
das Untersuchungsjahr aktuellen Version).
In der Regel wird bei den hier veröffentlichten Auswertungen von einer
Behandlungsdiagnose ausgegangen und ermittelt, wie viele unter dieser Hauptdiagnose
vollstationär behandelte Patienten eine ganz bestimmte Therapie erhielten. Die so
ermittelten Fallzahlen werden nach Krankenhäusern geordnet und in Säulendiagrammen
dargestellt.
Folgende Ausnahmen von dieser Regel gibt es:
In den Diagrammen zu Implantationen künstlicher Gelenke wird der Eingriff selbst
(gekennzeichnet durch die entsprechende operative Prozedur) unabhängig von der
Diagnose gezählt.
Das Gleiche gilt für das Diagramm der Palliativmedizin. Hier wird die Zahl der sog.
palliativmedizinischen Komplexbehandlungen dargestellt. Diese Behandlung kann bei
unterschiedlichen Behandlungsdiagnosen durchgeführt werden, wobei Krebs die häufigste
ist. Der Anteil dieser Fälle ist dem Diagramm zusätzlich zu entnehmen.
Bei den Untersuchungen zu Behandlungen im Säuglingsalter wurden alle Kinder erfasst,
die die ausgewählten Operationen im ersten Lebensjahr erhielten.

3.

Fallzahldiagramme

3.1.

Tumormedizin

Bei vielen Krebsleiden steht eine Operation am Beginn der Therapie und bestimmt oft
maßgeblich den weiteren Krankheitsverlauf. Dabei müssen Art und Umfang der Operation
aber auch alle nachfolgenden Behandlungen möglichst individuell geplant werden.
Für 21 wichtige Krebserkrankungen wird in Säulendiagrammen dargestellt, wie häufig
entscheidende Operationen in den einzelnen Berliner Krankenhäusern durchgeführt
werden. Spezialisierungen der Kliniken werden so anschaulich gemacht.
Weitere Informationen zur Tumormedizin, insbesondere
zu Initiativen der
Qualitätssicherung können im Internet auf der Homepage des Tumorzentrums Berlin e.V.,
des
Dachverbandes
der
fünf
Berliner
Tumorzentren,
unter http://www.tzb.de/tumorzentren/index.html eingesehen werden.
Untersuchte Diagnosen und Operationen

In Tabelle 1 ist zusammengefasst, welche Krebsdiagnosen (Spalte 1) und Operationen
(Spalte 3/4) für die Fallzahlermittlung in der Tumormedizin ausgewählt wurden. Bei den
bösartigen
Neubildungen
des
Mundund
Rachenbereiches (C00-14),
des
Kehlkopfes (C32), der Gebärmutter (C53-55/C57), des Eierstocks (C56), der
Schilddrüse (C73) und der Harnblase (C67) wurden zusätzlich besonders schwere Eingriffe

201

202

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
ausgewertet. Diese Operationen sind in Tabelle 1 jeweils kursiv gedruckt und in den
Diagrammen als zweite Säule neben der Hauptsäule dargestellt. Da die bösartigen
Neubildungen des lymphatischen und blutbildenden Gewebes (C81-95) nicht operativ
behandelt werden, wurden für die Darstellung hier hilfsweise diagnosesichernde Eingriffe
(Knochenmarkpunktion und Lymphknotenentnahme) herangezogen.
Tabelle 1:

Untersuchte Operationen nach Diagnosen

Krebserkrankungen
ausgewählte
Diagnosen
nach
ICD 10

Erkranktes
Organ/
Erkrankung

2
1
Bösartige Neubildungen von
Lippe, Mundhöhle und
Rachen
C00 bis C14
Mund- und
Rachenbereich
Bösartige Neubildungen der
Verdauungsorgane

Therapeutische/diagnostische Prozedur
Operation/Prozedur
nach OPS-301

3

Erläuterung

4

5-24 bis 5-31
darunter mit 5-403

Operationen in verschiedenen Bereichen von Mund und Rachen
radikale Lymphknotenentfernung am Hals (“Neck dissection“)

C15

Speiseröhre

5-423 bis 5-426
5-427

partielle/totale Speiseröhrenresektion
Wiederherstellung der Speiseröhrenpassage

C16

Magen

5-434 bis 5-438
5-441 und 5-443
5-445
5-447

Magenresektion
erweiterte Magenresektion
Verbindung von Magen und Dünndarm ohne Magenresektion
Revision nach Magenresektion

C18

Dickdarm

5-455 und 5-456
5458

partielle/totale Dickdarmresektion
erweiterte Dickdarmresektion mit Entfernung von
Dünndarmabschnitten und weiterer Nachbarorgane

C19-21

Enddarm

5-455 und 5-456
5458

C22

Leber

5-484 und 5-485
5-501 und 5-502

partielle/totale Dickdarmresektion
erweiterte Dickdarmresektion mit Entfernung von
Dünndarmabschnitten und weiterer Nachbarorgane
Mastdarmresektion mit und ohne Erhalt des Schließmuskels
Resektionen an der Leber

C 23+24

Gallenblase
Gallengänge

C25

Bauchspeicheldrüse

5-511
5-515
5-524 und 5-525
5-524 und 5-525

Gallenblasenentfernung
Entfernung von erkranktem Gewebe der Gallengänge
partielle/totale Entfernung der Bauchspeicheldrüse
partielle/totale Entfernung der Bauchspeicheldrüse

5-30
darunter mit 5-403
5-321 bis 5-328

Resektionen am Kehlkopf/Kehlkopfentfernung
radikale Lymphknotenentfernung am Hals ( “Neck dissection“)
Resektionen an Lunge/Bronchien

Bösartige Neubildungen der
Atmungsorgane
C32

Kehlkopf

C34

Lunge

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

Krebserkrankungen
ausgewählte
Diagnosen
nach
ICD 10

Erkranktes
Organ/
Erkrankung

Therapeutische/diagnostische Prozedur
Operation/Prozedur
nach OPS-301

2
1
Bösartige Neubildungen der
Haut
C43

Malignes
Melanom

203

3

Erläuterung

4

5-894
5-895
5-401 bis 5-404

Entfernung erkrankter Haut
ausgedehnte Entfernung erkrankter Haut
Lymphknotenentfernungen

5-87

Resektionen an der Brust/Entfernung der Brust

5-67 und 5-68

Resektionen an der Gebärmutter/Entfernung der Gebärmutter

darunter mit 5-685.1-3

radikale Gebärmutter- und Lymphknotenentfernung

5-652 und 5-653
5-683
5-685
darunter mit 5-685.1-3

Eierstockentfernung mit/ohne Eileiterentfernung
Gebärmutterentfernung
radikale Gebärmutterentfernung
radikale Gebärmutter- und Lymphknotenentfernung

5-603
5-604

offen chirurgische Entfernung von Prostatagewebe
radikale Prostataentfernung

5-553 und 5-554
5-563

partielle/totale Nierenentfernung
Entfernung von Harnleitergewebe/Harnleiterentfernung

5-573 bis 5-577

Resektionen an der Harnblase/Harnblasenentfernung/ -ersatz

darunter
5-574 bis 5-577

operativer Zugang nicht über die Harnröhre
(offen chirurgisch/laparoskopisch)

5-155 bis 5-158
5-163
5-015, 5-035
5-014.6

Resektionen am Auge
Entfernung des Auges
Entfernung von erkranktem Hirngewebe, -häuten
Implantation von radioaktivem Material

5-061 bis 5-063
darunter mit 5-403

partielle/totale Entfernung der Schilddrüse
radikale Lymphknotenentfernung am Hals ( “Neck dissection“)

Bösartige Neubildungen der
Brustdrüse
C50 und D05

Brust

Bösartige Neubildungen der
weiblichen Genitalorgane
C53-C55
Gebärmutter
C57
D06
C56
Eierstock

Bösartige Neubildungen der
männlichen Genitalorgane
C61
Prostata
(Vorsteherdrüse)
Bösartige Neubildungen der
Harnorgane
C64-66
Niere
Nierenbecken
Harnleiter
C67
Harnblase

Bösartige Neubildungen des
Zentralnervensystems und
des Auges
C69
Auge
C70+71

Gehirn
Hirnhäute
Bösartige Neubildungen der
endokrinen Düsen
C73

Schilddrüse

204

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Krebserkrankungen
ausgewählte
Diagnosen
nach
ICD 10

Therapeutische/diagnostische Prozedur

Erkranktes
Organ/
Erkrankung

1
2
Bösartige Neubildungen des
blutbildenden und
lymphatischen Systems bei
Erwachsenen
(> 18 Jahre)
C81-85
Morbus
Hodgkin,
Non-Hodgkin
Lymphome
C88
Bösartige
immunproliferative
Krankheiten
C90
Plasmazellneubildungen
C91-95

Leukämien

Operation/Prozedur
nach OPS-301

Erläuterung

3

4

1-424
5-401

Knochenmarkpunktion
Lymphknotenentnahme

1-424

Knochenmarkpunktion

1-424

Knochenmarkpunktion

Zusätzlich vermittelt die Tabelle 2 für die ausgewählten Krebserkrankungen einen
Gesamtüberblick für Berlin. Die Zahl der Neuerkrankungen (Spalte 3) ist dabei
erwartungsgemäß meist viel kleiner als die Zahl der Krankenhausbehandlungen (Spalte 4),
denn viele Patienten werden im Krankheitsverlauf mehrmals im Jahr stationär
aufgenommen. Die Spalte 5 der Tabelle 2 enthält nur die Krankenhausfälle des Jahres
2013, bei denen gleichzeitig mindestens eine der Operationen nach Tab. 1 erfolgte. Es
sind diese Krankenhausfälle, die in den folgenden Diagrammen nach Krankenhäusern
aufgeschlüsselt in Säulendiagrammen dargestellt werden.
Tabelle 2:

Ermittelte Zahl der Neuerkrankungen für das Jahr 2011 gemäß GKR
und Krankenhausfallzahl im Jahr 2013 bei ausgewählten bösartigen
Neubildungen, Berlin

ausgewählte
Diagnosen
nach ICD 10

erkranktes Organ/
Erkrankung

1
C00 bis C14

2
Mund- und Rachen

C15

Speiseröhre

C16

Magen

C18
C19-21

ermittelte Zahl der
Neuerkrankungen
GKR-Daten 2011
(Reg.stand :
9/2014) 31
3
594

KH-Fälle
insgesamt
InEK-Daten 2013

KH-Fälle
mit Prozedur
InEK-Daten 2013

4
3.114

5
955

260

1.260

124

527

2.127

387

Dickdarm

1.343

3.341

1.306

Enddarm

737

3.033

749

C23+24

Gallenblase/Gallengänge

135

613

150

C25

Bauchspeicheldrüse

638

2.352

279

C32

Kehlkopf

161

861

304

31

Die „ermittelte Fallzahl“ der Krebsneuerkrankungen in Berlin ist die Summe aus den ans GKR gemeldeten
Krebsneuerkrankungen und den Krebsfällen, die dem Register nur per Leichenschauschein bekannt wurden. Die
„erwartete“ Fallzahl gemäß Schätzung des Robert-Koch-Institutes liegt meist, diagnoseabhängig verschieden, etwas
höher. In der Tabelle findet die ermittelte Zahl der Neuerkrankungen für das Jahr 2011 Verwendung
(Registrierungsstand: September 2014).

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

ausgewählte
Diagnosen
nach ICD 10

erkranktes Organ/
Erkrankung

1

2

C34

Lunge

C43

Malignes Melanom

C50/D05

Brust

C53-55/C57
D06

205

ermittelte Zahl der
Neuerkrankungen
GKR-Daten 2011
(Reg.stand :
32
9/2014)
3
2.590

KH-Fälle
insgesamt
InEK-Daten
2013
4
11.221

KH-Fälle
mit Prozedur
InEK-Daten
2013
5
752

489

1.288

765

3.132

6.682

4.335

Gebärmutter

641

2.227

857

Gebärmutter

170

482

472

C56

Eierstock

297

1.500

414

C61

Prostata

1.601

2.227

891

C64-66

Niere/Nierenbecken/Harnleiter

519

1.507

851

C67

Harnblase

620

4.357

3.495

C70+71

Gehirn

315

1.035

388

C73

Schilddrüse

326

1.394

436

C81-85*)

Morbus Hodgkin, NHL
Immunproliferative
Krankheiten
Leukämien

591

3.994

752

221

1.125

230

322

1.667

699

357

1.519

194

26

656

375

46

752

16.658

60.334

18.669

72.809

C88-90*)
C91-95*)

Erkrankungen mit zentralisierter Versorgung
C22
C69

Leber

Auge
Lymphome/Leukämien bei
C81-95
Kindern (< 18 Jahre)
Summe bei den untersuchten Diagnosen
Summe aller bösartigen Neubildungen
(C00 – D09, ohne C44)
*) Erwachsene

32

20.160

Die „ermittelte Fallzahl“ der Krebsneuerkrankungen in Berlin ist die Summe aus den ans GKR gemeldeten
Krebsneuerkrankungen und den Krebsfällen, die dem Register nur per Leichenschauschein bekannt wurden. Die
„erwartete“ Fallzahl gemäß Schätzung des Robert-Koch-Institutes liegt meist, diagnoseabhängig verschieden, etwas
höher. In der Tabelle findet die ermittelte Zahl der Neuerkrankungen für das Jahr 2011 Verwendung
(Registrierungsstand: September 2014).

206

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin
Krebsoperationen in Berliner Krankenhäusern

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

* zus. Behandlungsfälle bei Militärangehörigen

207

208

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

209

210

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

* zus. Behandlungsfälle bei Militärangehörigen

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

211

212

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

213

214

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

* zus. Behandlungsfälle bei Militärangehörigen

215

216

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

217

Stark zentralisierte Krebsbehandlungen
Bestimmte Krebsbehandlungen erfolgen in Berlin zentralisiert in besonders spezialisierten
Kliniken:
•
•
•

Lymphom- und Leukämiebehandlungen bei Kindern (ICD 10: C81-95) werden
im HELIOS Klinikum Berlin-Buch und in der Charité (Campus Virchow-Klinikum)
durchgeführt.
In der Charité (Campus Benjamin Franklin) werden Augentumoren (ICD 10: C69)
operiert. Die Klinik arbeitet eng mit dem Helmholtz-Zentrum für Materialien und
Energie (HZB) zusammen, wo eine ggf. erforderliche Protonentherapie möglich ist.
Auf die operative Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Leberkrebs
(ICD 10: C22) hat sich die Charité, insbesondere ihr Campus Virchow-Klinikum,
spezialisiert.

Eine Darstellung in Diagrammen
Behandlungsangebote entbehrlich.

3.2.

ist

wegen

der

guten

Zentralisierung

dieser

Notfallmedizin

Akuter Herzinfarkt mit Katheterbehandlung am Wochenende
Herzkatheter-Behandlungen erfolgen meistens geplant. Bei akutem Herzinfarkt wird dieser
Eingriff zur Notfalltherapie, bei der die verschlossenen Herzkranzgefäße mit Hilfe eines
Herzkatheters geöffnet und die Blutversorgung des Herzens wieder sichergestellt wird.
Deshalb ist bei Verdacht auf Herzinfarkt (akuter Myokardinfarkt, Diagnosenummer
nach ICD 10: I 21) ein schneller Transport in ein geeignetes Krankenhaus mit sofortiger
Diagnosesicherung und im Falle der Verdachtsbestätigung sofortiger Behandlung oft
entscheidend für den Therapieerfolg. Die sog. percutane (lat.: per = durch, cutis = Haut)
Intervention (PCI) mittels Herzkatheter muss bei Herzinfarkt in Berlin rund um die Uhr und
am Wochenende möglich sein.
Das Fallzahldiagramm zeigt für das Jahr 2013 die Zahl der percutanen Interventionen an
den Berliner Krankenhäusern an den Wochenenden. Da davon auszugehen ist, dass die
meisten dieser Eingriffe Notfallbehandlungen waren, ist der Darstellung zu entnehmen,
welche Krankenhäuser die dafür notwendigen Strukturen vorhalten und in welchem
Umfang sie daran beteiligt sind.

218

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

Schlaganfallbehandlung/Neurologische Komplexbehandlung
Auch der akute Schlaganfall bzw. der Verdacht darauf ist ein Notfall. Die schnelle
Aufnahme in ein geeignetes Krankenhaus und unverzüglich eingeleitete Diagnostik sind
wichtig für eine erfolgreiche Behandlung. Bei akuter Symptomatik und bestätigter
Verdachtsdiagnose werden Schlaganfallpatienten heute meist in einer sog. Stroke Unit,
einer Schlaganfallspezialeinheit, erstversorgt. Hier erfolgt abhängig von Schwere und
Ursache des Schlaganfalls (Blutung oder Gefäßverlegung durch ein Gerinnsel) eine
individuelle Therapie, die helfen soll, bleibende Schäden zu verhindern oder zu mindern.
Dafür
sind
ein
interdisziplinäres
Behandlungsteam
und
umfangreiche
Überwachungsdiagnostik erforderlich. Bei vielen Patienten, die so behandelt werden, wird
im Fallpauschalensystem eine „neurologische Komplexbehandlung“ verschlüsselt. Nach
dieser Akutbehandlungsphase erfolgt, wenn eine Entlassung bzw. die ambulante
Rehabilitation noch nicht möglich ist, die Weiterbehandlung der Patienten in „normalen“
neurologischen, internistischen oder geriatrischen Abteilungen bzw. stationären
Rehabilitationseinrichtungen.
Das Diagramm zum Schlaganfall zeigt, wer in der Stadt wie oft Patienten mit der Diagnose
Schlaganfall behandelt und welche Krankenhäuser darunter in der Akutphase bei Bedarf
die spezialisierte sog. neurologische Komplexbehandlung einsetzen.

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

3.3.

Gefäßmedizin (arterielle Durchblutungsstörungen der Beine)

Eine akute oder chronische Störung der Durchblutung der Beinarterien und deren
Komplikationen sind häufig die Spätfolge eines Diabetes. Ein weiterer Risikofaktor ist
starkes Rauchen. Therapeutisch wird versucht, die Blutversorgung konservativ internistisch
oder durch Gefäßeingriffe wieder zu verbessern. Letzteres ist durch Spezialkatheter oder
Operationen möglich.
Im mittleren Säulenabschnitt des Diagramms sind die Fälle dargestellt, bei denen die
Wiedereröffnung des Gefäßes mittels Katheter (OPS 8-836) erfolgte, ggf. unter Einführung
einer kleinen Hülse (sog. Stent, OPS 8-840, 8-846). Der untere Säulenabschnitt zeigt, wie
oft offen chirurgische Verfahren zur Gefäßöffnung angewendet wurden. Dabei wurden
2013 bei insgesamt 422 Patienten beide Verfahren angewendet.
Um jeden Patienten individuell am besten zu behandeln, ist die interdisziplinäre
Zusammenarbeit der Fachrichtungen Innere Medizin, Radiologie und Chirurgie wichtig.
Krankenhäuser, die durch die Fachgesellschaften als Gefäßzentrum zertifiziert wurden,
bieten dafür gute Voraussetzungen. Der Krankenhausplan 2010 hat auf dieser Grundlage
gefäßmedizinische Schwerpunkte ausgewiesen, die im Diagramm durch ein Sternchen
gekennzeichnet sind.

219

220

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

3.4.

Gelenkersatz

Krankenhausfälle mit Implantation eines künstlichen Hüftgelenkes
Der Ersatz oder Teilersatz eines Hüftgelenkes ist längst ein chirurgischer Routineeingriff
geworden, der in sehr vielen Krankenhäusern der Stadt (2013 rund 7.000
Behandlungsfälle) erfolgt. Hüftprothesen werden häufig notfallmedizinisch nach
Oberschenkelhalsfrakturen eingesetzt. Überwiegend erfolgt dies in Notfallkrankenhäusern
mit Abteilungen für Orthopädie/Unfallchirurgie. Krankenhäuser, die 2013 über eine solche
Abteilung verfügten, sind im Diagramm mit einem Sternchen versehen. Darüber hinaus gibt
es zahlreiche geplante Operationen. Die Fallzahlsäule im Diagramm unterscheidet nicht
zwischen geplanten und Unfalloperationen.

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

Krankenhausfälle mit Implantation eines künstlichen Kniegelenkes
Die Implantation künstlicher Teile am Kniegelenk erfolgt in der Regel nur geplant.

Ab 1. Januar 2015 gilt für diese Operationen gemäß Beschluss des Bundessozialgerichtes
wieder die Mindestmengenregelung des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA). Danach
dürfen Krankenhäuser die Leistung nur dann zu Lasten der gesetzlichen
Krankenversicherung erbringen, wenn sie mindestens 50 künstliche Kniegelenke pro Jahr
einsetzen.
https://www.g-ba.de/institution/presse/pressemitteilungen/563/

221

222

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

3.5.

Behandlung von Kindern im ersten Lebensjahr

Die beiden folgenden Diagramme geben einen Überblick über schwerwiegende
Krankenhausbehandlungen bei Säuglingen. Insgesamt sind diese Behandlungen
vergleichsweise selten notwendig. Hier ist absolute Spezialistenarbeit gefordert. Den
Diagrammen ist zu entnehmen, wo diese in welchem Umfang geleistet wird.

Operationen bei ausgewählten häufigen Erkrankungen/Fehlbildungen
Das erste Diagramm zeigt die operativen Eingriffe, die im ersten Lebensjahr am häufigsten
notwendig werden. Dies sind Leistenbruchoperationen und Korrekturoperationen von
Mund-Kiefer-Gaumen-Spalten. Dem Diagramm ist zu entnehmen, in welchen
Krankenhäusern und in welchem Umfang Säuglinge an Leistenbrüchen operiert werden.
Mund-Kiefer-Gaumen-Spalten werden ausschließlich im Campus Virchow-Klinikum der
Charité operativ behandelt.

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

Operationen bei ausgewählten seltenen Erkrankungen/Fehlbildungen
Die im Diagramm dargestellten Operationen am Verdauungstrakt sind ausgesprochen
selten erforderlich. Es gibt nur vier Krankenhäuser in Berlin, die 2013 mehr als 10
Säuglinge in diesem Bereich operierten.

223

224

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

3.6.

Palliativmedizin

Die Palliativmedizin begleitet unheilbar schwer erkrankte Menschen (lat.: palliare = mit
einem Mantel bedecken), am häufigsten bei Krebs. Spezialisierte Schmerztherapie,
Symptomlinderung und soziale Unterstützung stehen dabei im Vordergrund. Im
Prozedurenkatalog werden unter OPS 8-982 (Palliativmedizinische Komplexbehandlung)
bzw. OPS 8-98e (Spezialisierte stationäre palliativmedizinische Komplexbehandlung)
umfangreiche Anforderungen zum Personaleinsatz und zur Personalqualifikation für eine
hierauf besonders spezialisierte Behandlung im Krankenhaus beschrieben. Sie soll in
schwierigen Fällen die Weiterbetreuung der Patienten in der von ihnen gewünschten
Umgebung, meist ist es das Zuhause, vorbereiten und ermöglichen und so andere
palliativmedizinische Versorgungsangebote im ambulanten Bereich und in Hospizen
ergänzen.
Dem Diagramm ist zu entnehmen, in welchen Berliner Krankenhäusern 2013 diese
Behandlungen erfolgten. Außerdem ist der Anteil der Patienten, die keine Krebserkrankung
hatten, dargestellt.

4. Abkürzungsverzeichnis
Abkürzungen in den Krankenhausnamen:
Charité/CBF
Charité/Campus Benjamin Franklin
Charité/CCM
Charité/Campus Charité Mitte
Charité/CVK
Charité/Campus Virchow-Klinikum
DRK
Deutsches Rotes Kreuz
DRK-Westend
DRK-Kliniken Westend
DRK-Köpenick
DRK-Kliniken Köpenick
DRK-Mitte
DRK-Kliniken Mitte
Elisabeth Klinik
Evangelische Elisabeth Klinik
KEH
Evangelisches Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge
EWK Spandau
Evangelisches Waldkrankenhaus Spandau
Geriatriez.
Geriatriezentrum

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

GKH Havelhöhe
HELIOS Behring
HELIOS Buch
Immanuel KH W. bzw. B.
KH
Kl.
Klinik TWW
Maria Heimsuchg.
Parkklinik W´see
Sana Lichtenbg.
St.Hedwig/Gr.Hamb.
St Hedwig/H.-Höhe
St. Joseph T´hof
Viv. Hellersdorf
Viv. Am Urban
Viv. AVK
Viv. F´hain
Viv. Humboldt
Viv. Neukölln
Viv. Prenzlauer Berg
Viv. Spandau
Viv. Wenckeb.
Westklinik D.
zus.

Gemeinschafts-Krankenhaus Havelhöhe
HELIOS Klinikum Emil von Behring
HELIOS Klinikum Berlin-Buch
Immanuel Krankenhaus Standort Wannsee bzw.
Berlin-Buch
Krankenhaus
Klinik
Kliniken im Theodor-Wenzel-Werk
Maria Heimsuchung Caritas Klinik Pankow
Parkklinik Weißensee
Sana Klinikum Lichtenberg
St. Hedwig-Kliniken, Standort: Große Hamburger Straße
St. Hedwig-Kliniken, Standort: Hedwigshöhe
St.Joseph-Krankenhaus (Tempelhof)
Vivantes Klinikum Hellersdorf
Vivantes Klinikum Am Urban
Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum
Vivantes Klinikum im Friedrichshain
Vivantes Humboldt-Klinikum
Vivantes Klinikum Neukölln
Vivantes Klinikum Prenzlauer Berg
Vivantes Klinikum Spandau
Vivantes Wenckebach-Klinikum
Westklinik Dahlem
zusätzlich

andere verwendete Abkürzungen:
DRG
Diagnosis Related Groups
GKR
Gemeinsames
Krebsregister
der
Länder
Berlin,
Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt
und der Freistaaten Sachsen und Thüringen
G-BA
Gemeinsamer Bundesausschuss
ICD 10
Internationale Klassifikation der Krankheiten, 10. Revision
InEK
Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus
LHKM
Linksherzkathetermeßplatz
NHL
Non-Hodgkin Lymphome
OPS
Operationen- und Prozedurenschlüssel
PCI
Percutane Intervention

225

226

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

Anlage 5: Verzeichnis
der
Ausbildungsstätten
für
Gesundheitsfachberufe an Krankenhäusern
A:

Verzeichnis
der
Ausbildungsstätten
für
Gesundheitsfachberufe, die mit förderungsfähigen
Krankenhäusern notwendigerweise verbunden und
nach KHG und LKG förderfähig sind

Ausbildung von Gesundheits- und Krankenpflegerinnen/Gesundheits- und
Krankenpflegern
Akademie der Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V.
Campus Buch - Fachbereich Gesundheits-und Krankenpflege
Schwanebecker Chaussee 4 Haus E bis H
13125 Berlin
DRK-Schwesternschaft Berlin e.V.
- Bildungszentrum für Pflegeberufe Schule für Gesundheits- und Krankenpflege
DRK-Kliniken Berlin/Westend
Spandauer Damm 130
14050 Berlin
Evangelische Krankenpflegeschule
des Ev. Krankenhauses Königin Elisabeth Herzberge gGmbH
Herzbergstraße 79
10365 Berlin
Staatlich anerkannte Schule für Gesundheits- und Krankenpflege
des St. Marien-Krankenhauses Berlin
Gallwitzallee 123 -143
12249 Berlin
Akademie für Gesundheits- und
Krankenpflege Waldfriede
Argentinische Allee 40
14163 Berlin
Deutsches Herzzentrum Berlin
Schule für Gesundheits- und Krankenpflege
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
Schule für Gesundheits- und Krankenpflege
des Evangelischen Waldkrankenhauses Spandau
Martin-Luther-Krankenhaus
Hohenzollerndamm 150
14199 Berlin
Caritas Akademie für Gesundheits- und Krankenpflege
Caritas-Klinik Pankow Haus C 4
Hertzstr. 61
13158 Berlin
Sankt Gertrauden-Franziskus-Krankenpflegeschule
am Sankt Gertrauden-Krankenhaus

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

Paretzer Straße 11-12
10713 Berlin
Alexianer Akademie
für Gesundheits- und Krankenpflege Berlin
Große Hamburger Straße 5-11
10115 Berlin
Schule für Gesundheitsberufe Berlin GmbH
am St. Joseph Krankenhaus
Fachbereich Gesundheits- und Krankenpflege
Wüsthoffstraße 15
12101 Berlin
Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH
Institut für berufliche Bildung im Gesundheitswesen - IbBG Fachbereich Gesundheits- und Krankenpflege
Rudower Straße 48
12351 Berlin
Wannsee-Schule e.V.
Schule für Gesundheitsberufe – Bereich Gesundheits- und Krankenpflege
Zum Heckeshorn 36
14109 Berlin

Ausbildung von Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen/Gesundheitsund Kinderkrankenpflegern
Akademie der Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V.
Campus Buch - Fachbereich Gesundheits-und Kinderkrankenpflege
Schwanebecker Chaussee 4 Haus E bis H
13125 Berlin
DRK-Schwesternschaft Berlin e.V.
- Bildungszentrum für Pflegeberufe Schule für Gesundheits- und Kinderkrankenpflege
DRK-Kliniken Berlin/Westend
Spandauer Damm 130
14050 Berlin
Schule für Gesundheitsberufe Berlin GmbH
am St. Joseph Krankenhaus
Fachbereich Gesundheits- und Kinderkrankenpflege
Wüsthoffstraße 15
12101 Berlin
Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH
Institut für berufliche Bildung im Gesundheitswesen - IbBG Rudower Straße 48
12351 Berlin

227

228

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

Ausbildung von Hebammen und Entbindungspflegern
Schule für Gesundheitsberufe Berlin GmbH
am St. Joseph Krankenhaus
Fachbereich Hebammenkunde
Wüsthoffstraße 15
12101 Berlin
Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH
Institut für berufliche Bildung im Gesundheitswesen – IbBG Fachbereich Hebammen
Rudower Straße 48
12351 Berlin

Ausbildung von Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten
Akademie der Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V.
Campus Buch
Fachbereich Physiotherapie
Schwanebecker Chaussee 4 Haus E bis H
13125 Berlin
Wannsee-Schule e. V.
Schule für Gesundheitsberufe
Staatl. anerkannte Schule für Physiotherapie
Zum Heckeshorn 36
14109 Berlin

Ausbildung von Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten
Akademie der Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V.
Campus Buch
Fachbereich Ergotherapie
Schwanebecker Chaussee 4 Haus E bis H
13125 Berlin
Staatlich anerkannte Schule für Ergotherapie
im Evangelischen Waldkrankenhaus Spandau
Stadtrandstraße 555-561
13589 Berlin
Wannsee-Schule e. V.
Schule für Gesundheitsberufe
Staatl. anerkannte Schule für Ergotherapie
Zum Heckeshorn 36
14109 Berlin

Ausbildung von technischen Assistentinnen und Assistenten in der Medizin
Akademie der Gesundheit Berlin-Bandenburg e.V.
Campus Buch
Fachbereiche: Laboratoriumsdiagnostik, Radiologie und
Funktionsdiagnostik
Schwanebecker Chaussee 4 Haus E bis H
13125 Berlin

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

Ausbildung von Masseurinnen und medizinischen Bademeisterinnen /
Masseuren und medizinischen Bademeistern
Akademie der Gesundheit Berlin-Bandenburg e.V.
Campus Buch
Fachbereich Masseur und med. Bademeister
Schwanebecker Chaussee 4 Haus E bis H
13125 Berlin

Ausbildung von Kardiotechnikerinnen und Kardiotechnikern
Akademie für Kardiotechnik am
Deutschen Herzzentrum Berlin
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin

B:

Verzeichnis der Ausbildungsstätten an
Universitätskliniken (keine Förderfähigkeit nach dem
KHG/LKG)

Charité
Die Gesundheitsakademie
Ausbildungsbereich Gesundheits- und Krankenpflege
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
Charité
Die Gesundheitsakademie
Ausbildungsbereich Gesundheits- und Kinderkrankenpflege
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
Charité
Die Gesundheitsakademie
Ausbildungsbereich Hebammenwesen
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
Charité
Die Gesundheitsakademie
Ausbildungsbereich Physiotherapie
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
Charité
Die Gesundheitsakademie
Ausbildungsbereich Logopädie
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
Charité
Die Gesundheitsakademie
Ausbildungsbereich Diätassistenz
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
Charité
Die Gesundheitsakademie
Ausbildungsbereich medizinische Sektions- und Präparationsassistenz
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin

229

230

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

Anlage 6: Stellungnahme der Ärztekammer im Rahmen
der AG Notfallversorgung

Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin

231
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.