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Ergebnisprotokoll

Full text: Ergebnisprotokoll

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz

Berlin Mitte
Nichtoffener Wettbewerb

Ergebnisprotokoll

Nichtoffener Wettbewerb für Architekten in Arbeitsgemeinschaft mit Landschaftsarchitekten Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz Berlin Mitte Ergebnisprotokoll

Berlin, Januar 2013

Gesamtkoordination Inge Schmidt-Rathert Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Koordination der Vorprüfung Norbert Giebels Vorprüfung Petr Barth Birgit Dietsch Ulrike Kurz Ulrike Lickert Uwe Müller Katharina Schütze Kostenprüfung Bernd Reimers Anke Riemann Vorprüfung Energieeffizienz / Nachhaltigkeit Dr. Günther Ludewig Mitarbeiter der Vorprüfung Berit Breuer Johannes Dumpe Fabian Scholz Rocco Zühlke Modellfotos Hans-Joachim Wuthenow Titelbild Florian Nagler Architekten, München Christina Kautz Landschaftsarchitektur, Berlin Druck A&W Berlin

Inhaltsverzeichnis
1. 1.1 1.2 1.3 1.4 1.5 1.6 1.7 1.8 1.9 1.10 1.11 1.12 1.13 1.14 1.15 1.16 1.17 1.18 2. 2.1 2.2 2.3 2.4 2.5 2.6 Ergebnisprotokoll der Preisgerichtssitzung vom 17.12.2012 ......................... 7 Ortsbesichtigung ............................................................................................ 7 Begrüßung / Feststellung der Anwesenheit ................................................... 7 Konstituierung des Preisgerichts ................................................................... 7 Eröffnung der Preisgerichtssitzung ................................................................ 8 Bericht der Vorprüfung ................................................................................... 9 Informationsrundgang .................................................................................... 9 Zulassung der Wettbewerbsarbeiten ............................................................. 9 Grundsatzberatung ........................................................................................ 9 Erster Wertungsrundgang ............................................................................ 10 Zweiter Wertungsrundgang ......................................................................... 10 Schriftliche Beurteilung der Arbeiten der engeren Wahl .............................. 10 Festlegung der Rangfolge - Verteilung der Preise und Anerkennungen ...... 16 Empfehlung des Preisgerichts ..................................................................... 17 Öffnung der Verfassererklärungen ............................................................... 17 Abschluss der Sitzung ................................................................................. 17 Protokollfreigabe .......................................................................................... 18 Anwesenheitsliste ........................................................................................ 19 Teilnehmer des Wettbewerbs ...................................................................... 24 Bericht der Vorprüfung ................................................................................. Vorlauf .......................................................................................................... Einlieferung der Arbeiten ............................................................................. Anonymisierung ........................................................................................... Vollständigkeit der Arbeiten ......................................................................... Ausschlusskriterien / Verstoß gegen bindende Vorgaben ........................... Vorprüfung ................................................................................................... Verfahren Prüfung der qualitativen Daten Prüfung der quantitativen Daten Sachverständige Balkendiagramme ........................................................................................ Zusammenstellung der Daten ...................................................................... Einzelberichte zu den Wettbewerbsarbeiten 1141 - 1173 ............................ 37 37 37 37 38 38 38

2.7 2.8 2.9

41 42 49

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1.

Ergebnisprotokoll der Preisgerichtssitzung vom 17.12.2012

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Württembergische Straße 6, 10707 Berlin, Raum 560 9.00 Uhr - 22.45 Uhr

1.1 Ortsbesichtigung
Das Preisgericht beginnt mit einer gemeinsamen Besichtigung des Wettbewerbsgebiets. Herr Dr. Wemhoff, Landesarchäologe und Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte, sowie Frau Melisch, Archäologin und Grabungsleiterin am Petriplatz, erklären dabei ausführlich die archäologischen Grabungen im Bereich der ehemaligen Cöllnischen Lateinschule und die vorgesehene Präsentation der Grundmauern im archäologischen Besucherzentrum. Die Teilnehmer fahren anschließend per Bus in die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Württembergische Straße 6, 10707 Berlin.

1.2 Begrüßung / Feststellung der Anwesenheit
Frau Senatsbaudirektorin Lüscher erläutert einleitend die dem Wettbewerb zugrunde liegende Aufgabenstellung in ihren Grundzügen. Sie begrüßt die Sitzungsteilnehmer im Namen des Auslobers und stellt die Anwesenheit (s. Anwesenheitsliste) sowie die Beschlussfähigkeit des Preisgerichts fest.

1.3 Konstituierung des Preisgerichts
Auf Vorschlag aus dem Kreis der stimmberechtigten Preisrichter wird Herr Pfeifer einstimmig zur Vorsitzenden gewählt. Das Preisgericht setzt sich wie folgt zusammen: Stimmberechtigte Fachpreisrichterinnen und Fachpreisrichter Günter Pfeifer Architekt, Freiburg Jórunn Ragnarsdóttir Architektin, Stuttgart Peter Brückner Architekt, Tirschenreuth Manfred Ortner Architekt, Berlin Donata Valentien Landschaftsarchitektin, Weßling

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Stimmberechtigte Sachpreisrichterinnen und Sachpreisrichter Regula Lüscher Senatsbaudirektorin Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin Dr. Wolfgang Illert Geschäftsführer der Deutschen Stiftung Denkmalschutz Dr. Christian Hanke Bezirksbürgermeister Bezirksamt Mitte von Berlin André Schmitz Staatssekretär Der Regierende Bürgermeister von Berlin Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten Herr Schmitz wird bis 12.00 Uhr und ab 19:00 Uhr vertreten durch: Dr. Matthias Wemhoff Landesarchäologe und Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte Ständig anwesende stellvertretende Fachpreisrichterinnen und Fachpreisrichter Petra Vondenhof-Anderhalten Architektin, Berlin Henning von Wedemeyer Architekt Berlin Marianne Mommsen Landschaftsarchitektin, Berlin

1.4 Eröffnung der Preisgerichtssitzung
Herr Pfeifer übernimmt die Leitung der Sitzung. Er lässt sich von den Mitgliedern des Preisgerichts versichern, dass - sie keinen Meinungsaustausch mit Wettbewerbsteilnehmern über die Wettbewerbsaufgabe und deren Lösung geführt haben und während der Dauer der Preisgerichtssitzung führen werden - sie bis zum Preisgericht keine Kenntnis von den Wettbewerbsarbeiten erhalten haben, soweit sie nicht als Vorprüfer oder Sachverständige bei der Vorprüfung mitgewirkt haben - sie das Beratungsgeheimnis wahren werden - die Anonymität der Arbeiten aus ihrer Sicht gewahrt ist - sie es unterlassen werden, Vermutungen über den Verfasser einer Wettbewerbsarbeit zu äußern. Der Vorsitzende weist auf die persönliche Verantwortlichkeit der Preisrichter gegenüber Auslober, Wettbewerbsteilnehmern und Öffentlichkeit hin. Er bittet um eine objektive, allein an der Ausschreibung orientierte und nachvollziehbare Beurteilung der Wettbewerbsarbeiten.

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1.5 Bericht der Vorprüfung
Die Vorprüfung hat eine schriftlichen Bericht erarbeitet, der von der Gesamtkoordinatorin des Wettbewerbs, Frau Schmidt-Rathert, vorgetragen bzw. erläutert wird (s. Teil 2, Bericht der Vorprüfung). Sie berichtet über die Einhaltung der Verfahrensregeln und über den Ablauf der Vorprüfung. Das Modell der Arbeit mit der Tarnzahl 1158 ist entsprechend den Regelungen der Ausschreibung nicht termingerecht eingeliefert worden. Das Preisgericht beschließt einstimmig die Arbeit nicht zum Verfahren zuzulassen.

1.6 Informationsrundgang
Die Arbeiten werden von den Vorprüfern in der Reihenfolge der Tarnzahlen 1141 bis 1173 ausführlich und wertungsfrei erläutert.

1.7 Zulassung der Wettbewerbsarbeiten
Das Preisgericht beschließt, die vorgestellten 32 Wettbewerbsarbeiten zur Beurteilung zuzulassen, da die Arbeiten - den formalen Bedingungen der Auslobung entsprechen - die bindenden Vorgaben des Auslobers erfüllen - in wesentlichen Teilen dem geforderten Leistungsumfang entsprechen - termingemäß eingegangen sind und - keinen absichtlichen Verstoß gegen den Grundsatz der Anonymität erkennen lassen.

1.8 Grundsatzberatung
Vor Beginn der Wertungsrundgänge diskutiert das Preisgericht in Kenntnis der Entwürfe und des Lösungsspektrums einzelne Aspekte der Planungsaufgabe sowie dazu aufgezeigte Entwurfslösungen. Im Einzelnen sind dies: - die Gebäudetypologie und Architektur unter besonderer Berücksichtigung der Dualität der Nutzung als Arbeitsplatz und archäologische Werkstatt bzw. als Ausstellungshaus für die interessierte Öffentlichkeit - die städtebauliche Typologie von Gebäude und Platz im Hinblick auf Stadtraum und Nutzungsqualität sowie insbesondere auf das Verhältnis zum Bet- und Lehrhaus - die Signifikanz von Ort und Gebäude auf einem besonderen, für die Geschichte Berlins bedeutsamen Terrain - der Umgang mit den Befunden und deren Integration in die Gebäudeund Platzgestaltung - die Idee für das Ossarium unter besonderer Beachtung einer würdevollen Verwahrung der Gebeine - funktionale, technische, baurechtliche und wirtschaftliche Belange des Neubaus.

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1.9 Erster Wertungsrundgang
Die Vorsitzende weist darauf hin, dass im ersten Wertungsrundgang - bei einstimmigem Votum durch das Preisgericht - in der Regel nur solche Arbeiten ausgeschlossen werden, die im Hinblick auf Aufgabenstellung und Lösungserwartung grundsätzliche Mängel und Fehler aufweisen. Im ersten Wertungsrundgang werden folgende 9 Arbeiten einstimmig ausgeschlossen: Arbeit 1144 Arbeit 1145 Arbeit 1146 Arbeit 1152 Arbeit 1155 Arbeit 1159 Arbeit 1166 Arbeit 1170 Arbeit 1171

1.10 Zweiter Wertungsrundgang
Im anschließenden zweiten Wertungsrundgang werden die im Verfahren verbliebenen 23 Wettbewerbsarbeiten nochmals einer ausführlichen und kritischen Betrachtung unter Anlegung der Beurteilungskriterien der Ausschreibung unterzogen und diskutiert. Über den Verbleib der Arbeiten im Verfahren wird jeweils im Anschluss an die Besprechung abgestimmt. Im zweiten Wertungsrundgang werden folgende 17 Arbeiten von der weiteren Beurteilung ausgeschlossen (Stimmenverhältnis für Verbleib : gegen Verbleib im Verfahren): Arbeit 1141 Arbeit 1143 Arbeit 1147 Arbeit 1150 Arbeit 1151 Arbeit 1153 0:9 1:8 4:5 0:9 0:0 1:8 Arbeit 1156 Arbeit 1157 Arbeit 1160 Arbeit 1161 Arbeit 1162 Arbeit 1163 0:9 2:7 0:9 0:9 0:9 0:9 Arbeit 1165 Arbeit 1167 Arbeit 1168 Arbeit 1169 Arbeit 1173 0:9 0:9 0:9 1:8 0:9

Für die Arbeit 1147 wird ein Rückholantrag gestellt. Der Antrag wird ausführlich begründet und diskutiert und mit 9 : 0 Stimmen angenommen. Damit verbleiben folgende 7 Arbeiten als engere Wahl im Verfahren: Arbeit 1142 Arbeit 1147 Arbeit 1148 Arbeit 1149 Arbeit 1154 Arbeit 1164 Arbeit 1172

1.11 Schriftliche Beurteilung der Arbeiten der engeren Wahl
Vor der abschließenden Bewertung der Entwürfe und der Festlegung der Rangfolge wird von den Preisrichtern eine schriftliche Beurteilung der Arbeiten der engeren Wahl erstellt. Die Texte fassen die Ergebnisse der bisherigen Besprechung zusammen. Die Texte werden anschließend vor den Arbeiten verlesen, diskutiert und in der nachfolgenden Fassung verabschiedet.

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Arbeit 1142 Die Verfasser der Arbeit zeichnen im Grundriss die alte Lateinschule konsequent nach. Sie ergänzen dieses Volumen durch einen zweiten komplementären Baukörper und verschmelzen beide zu einem skulpturalen Gebäude. Wie eine schützende Haube spannt sich das Besucherzentrum über die alte Lateinschule und schafft dadurch einen sehr würdevollen Umgang mit den Mauerresten, ohne sie zu verletzen. Es entstehen einzigartige Ein- und Ausblicke, welche die Geschichte atmen und klar machen. Dies setzt sich im Außenraum als durchgängige Idee konsequent fort. Der Freiraum unterscheidet zwei Zeitschichten. Die um ca. 2,5 m tiefer liegende archäologische Grabungszone, die unabhängig von der Gebäudekante Innen- und Außenraum miteinander verbindet, sowie das aktuelle Stadtniveau, das die umgehenden Gehweghöhen aufnimmt und balkonartig Aussichten über das Grabungsfeld freigibt und dadurch die historische Bedeutung des Ortes sehr anschaulich vermittelt. Kontrovers diskutiert wird die optische Ähnlichkeit der Kirchenfundamente mit den für den Erhalt der Bäume notwendigen Vorsprüngen, die möglicherweise die Lesbarkeit der Befunde verundeutlichen. Städtebaulich reagiert das Gebäude nach jeder Seite unterschiedlich, was sich in den kontrovers diskutierenden Fassaden ausdrückt. Die Überschreitung der Plangrenzen an der Scharrenstraße erscheint problematisch. Das Raumkonzept lebt von differenzierten Räumen, welche wie geschichtete Erdmassen das Hauptvolumen nachzeichnen. Wie ein Stollengang zieht sich der öffentliche Weg durch das Gebäude und führt zu den Schaulagern. Die sehr reduzierten Belichtungen der Studiensammlungen werden kritisch angemerkt. Der vertikale Rundgang entspricht dem Weg, den die Fundstücke unter der Erde beginnen und oben im Schaulager beenden. Die Abgeschlossenheit der Treppenhäuser ist im Erdgeschoss nicht detailliert nachgewiesen. Die Materialität hat eine feine Ausstrahlung und führt innen wie außen zu einer guten Raumstimmung. Bei den Gesamtkosten liegt die Arbeit deutlich über dem Mittelwert, was vor allem auf die hohen Nutz- und BGF-Flächen zurückzuführen ist. Insgesamt eine Arbeit, welche mit einer kräftigen Geste angemessen reagiert und für die archäologischen Schichten eine poetische Antwort findet. Arbeit 1147 Obwohl der Entwurf sich weder auf den bestehenden Bebauungsplan noch auf den historischen Grundriss des Ortes bezieht, wird er auf eine besondere Weise gewürdigt, weil er einen wertvollen Beitrag zur heutigen Diskussion leistet. Wie im Bebauungsplan manifestiert, sollte ein Häuserblock vergleichbar mit dem westlichen Gebäudeensemble entstehen. Eine weitere Gasse an dieser Stelle wäre fremd, weil nie vorhanden, und wird deshalb nicht als erstrebenswert erachtet. Die Faszination dieser Arbeit liegt in der Gestaltung und der damit verbundenen architektonischen Aussage. Der klar definierte Baukörper widerspiegelt im öffentlichen Raum die innere Nutzung des Besucherzentrums nach außen hin auf eine angemessene Art und Weise. Die Hierarchie der benachbarten Bausteine wird gestalterisch nicht in Frage gestellt, sorgt jedoch mit ihrer Freistellung für Irritation vor Ort. Das gleiche Argument spricht gegen die Freistellung des neuen Wohngebäudes.

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Die Grundrisse, vor allem die der oberen Ebenen, sind klar geordnet, leicht auffindbar und sehr flexibel. Vor allem die Lage des Vortragsraumes im 1. Obergeschoss wird positiv gewertet. Dafür ist die Platzierung der beiden Erschließungskerne auf der Ausgrabungsebene inakzeptabel. Die beiden unsensibel angeordneten Bauteile schwächen den Entwurf erheblich, weil die Mauerreste der Lateinschule nicht mehr im Ganzen zu erkennen sind. Die Außenanlage bezieht sich sowohl auf das neue Gebäude wie auch auf die Fußgängerebene entlang der Gertraudenstraße. Die räumliche Nachzeichnung der früheren neugotischen Kirche wird kontrovers diskutiert. Im Grunde genommen besteht kein Grund für eine zweidimensionale Darstellung eines Gebäudes, solange ein Bestreben nach der Umsetzung des Entwurfes für das Bet- und Lehrhaus besteht. Die Bedeutung des geschichtsträchtigen Untergrunds erschließt sich hier nur durch große, nachts beleuchtete Fenster im Boden. Nicht das romantische Bild von Ruinen wird hier inszeniert, sondern das Heute, aber mit dem informierten Blick in die Geschichte. Die selbstverständliche Anforderung an Barrierefreiheit im öffentlichen Raum ist berücksichtigt, dennoch sind die Wege nicht mit den anderen Besucherwegen in ihrer Qualität vergleichbar. Dank einer herkömmlichen Konstruktion mit aussteifenden Scheiben und Kernen ist das Gebäude kostengünstig zu errichten. Leider kann aufgrund des hohen Glasflächenanteils die EnEV -30% nicht eingehalten werden. Insgesamt handelt es sich um einen interessanten Beitrag zur gestellten Aufgabe. Trotz klarer Aussage zur Architektur kann die Arbeit in ihrer städtebaulichen Haltung und dem Umgang mit der Ausgrabung nicht überzeugen. Arbeit 1148 Der mit zwei Kopfbauten ausgebildete Baublock orientiert sich mit einem sechsgeschossigen Gebäudekörper als städtebauliche Dominante zum Petriplatz. Im westlichen Baufeld ist in Richtung Scharrenstraße eine Reduktion auf vier Geschosse vorgesehen. Das Hauptmotiv des Entwurfes ist das eines Raumgitters, das Objektivität und Rationalität symbolisieren soll und sich als architektonisches Leitbild sowohl im Inneren als auch im Äußeren wiederfindet. So changiert der Charakter des Gebäudes zwischen einem Gerüst und einem Haus und bietet als begehbares Regal Zugang zum gläsernen archäologischen Betrieb. Die ehemalige Lateinschule wird als zweigeschossiges Volumen in der Fassade abgebildet. Im Inneren wird das Werkstatthafte des Raumprogramms durch offene und gläserne Strukturen verstärkt. Das Gebäude macht sich insgesamt frei von der geplanten Gestaltung des Bet- und Lehrhauses und formuliert einen eigenständigen Entwurfsansatz. Ein gebäudehoher Schlitz stellt eine signifikante räumliche Zäsur im Inneren dar. Er steht als Geste für das Prinzip archäologischer Erkenntnis und eröffnet einen Ausblick auf die Organisation des Hauses. Die Grundrisse der Obergeschosse sind einfach und klar strukturiert: eine einläufige Treppe erschließt alle Ebenen und bietet Ausblick auf Regale und Vitrinen, die Fundstücke aufnehmen und geschossübergreifend präsentieren. Die Materialität der Fassade ist in Bezug auf den gewünschten rohen Charakter („veredelter Rohbau“) des Gebäudes monolithisch und fugenlos aus Dämmbeton mit dunklen Pigmenten geformt. Dazwischen sind raumhohe, mechanisch belüftete Fensterelemente vorgesehen, die zum Straßen- und Platzraum hin das Innere des Gebäudes nach Außen ablesbar machen. Der Hauptzugang befindet sich unter Kolonnaden an der Gertraudenstra-

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ße und öffnet sich zu einem großzügigen Foyer, in dem sich der Servicebereich und ein kleines Café befinden. Von dort gelangt man über eine Treppenanlage in das Ausgrabungsfeld der Lateinschule. Wenige Stützen im Befundfeld garantieren einen freien Blick auf die historischen Mauerreste. Das Befundfeld wird witterungsbeständig in das gesamte Bauvolumen integriert und eröffnet im Untergeschoss einen Rundgang zur einem Teilbereich der Ausgrabungsstätte der Petrikirche, den man ebenfalls von der Gertraudenstraße über eine kleine Treppe erreichen kann. Eine Möbelskulptur aus Beton vermittelt das Straßenniveau der Scharrenstraße durch eine Rampe mit diesem Ausgrabungsfeld und verbindet über eine weitere Betontreppe das Ossarium und einen tiefer gelegten Bereich, wobei die Integration des Ossariums in diese Treppenanlage als unpassend gesehen wird. Hinzu kommt ein auf -1 m abgesenktes Niveau der Strackschen Petrikirchenfundamente. Insgesamt werden also 4 verschiedene Platzniveaus ausgebildet. Ein großer Nachteil dieser Konzeption ist, dass die Querung des Platzes und die selbstverständliche Einbeziehung in tägliche Wege durch die großflächige Absenkung unmöglich gemacht werden. Der Freiraum stellt die Ausgrabungen in den Mittelpunkt. Sie werden inszeniert als eine begehbare Skulptur, die über die Information hinaus zu einem neuen Ort urbanen Lebens werden soll. Die Höhen des B-Plans werden insgesamt eingehalten, sowohl in der Höhe als auch in der Kontur. Die Betriebskosten werden als zu hoch eingestuft, da ein großer Klimatisierungsanteil zu erwarten ist. Arbeit 1149 Der Entwurf ist sowohl Solitär wie Teil des Blockes. Dieses kleine Kunststück gelingt durch zwei einfache Maßnahmen. Der Bau orientiert sich mit seinem Hauptgesicht zum Platz und dem Sakralbau hin und setzt dort richtigerweise den Eingang. Statt mit einer Arkade zur Gertraudenstraße schiebt sich der Eingangsbereich mit der doppelgeschossigen Halle leicht in den Platz. Einerseits zeichnet sich dadurch in Maßstab, Höhe und Grundriss die Lateinschule ab, andererseits gelingt es dem Haus durch das Herumziehen des Schlitzthemas ebenso, zur Gertraudenstraße ein Gesicht, das keine Stirnseite ist, zu formulieren. Es bleibt zu diskutieren, ob die skulpturale Formensprache den späteren Sakralbau etwas konterkariert. Solange der Sakralbau fehlt, ist die Höhe der Platzfassade bezüglich des Freiraums angemessen. Sobald der Sakralbau steht, verringert sich die Distanz des Betrachters und die Bauhöhe „verschwindet“ hinter der Vorstaffelung der Fassade. Kritisch wird dennoch die Monumentalität oder die von einigen als pathetisch empfundene Formensprache gesehen, die wenig über den Ort als normalen Arbeitsplatz oder als Werkstätte aussagt. Vielmehr werden der museale Anspruch und die Bedeutung des Öffentlichen stark betont. Obwohl der Zugang via Brücke über die archäologische Grabungsstätte attraktiv geführt wird, bemängelt der Nutzer, dass der Besucher nicht in Tuchfühlung mit der Grabungsstätte gehen kann und somit die Wissenvermittlung erheblich erschwert wird. Die zahlreichen Stützen erdrücken die Grabungsstätte. Gelobt wird die Lage der Eingangshalle und vor allem des Cafés an der Gertraudenstraße. Der Grundriss ist sehr gut und übersichtlich organisiert. Die Erschließungen sind angemessen, die Fluchtwege funktionieren jedoch gar nicht. Im 2. Obergeschoss wechselt die Treppe in den Lichthof, dort wo die Studiensammlung liegt, was attraktiv für die Besucher ist. Äußerst prominent

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und funktional hervorragend liegen Ausstellung und Vortragssaal auf einer Ebene mit zuschaltbarer riesiger Terrasse und dem großen Stadtfenster. Leider erhalten die Magazine nur wenig Licht von oben. Auch sonst wird zu Recht eine zu geringe Belichtung in gewissen Arbeitsbereichen bemängelt, wohingegen die Lichtdurchflutung im Erdgeschoss wenige Möglichkeiten bietet, die Funde mit gezielter Lichtführung zu inszenieren. Das Projekt ist durch kleinere Modifikationen innerhalb des Bebauungsplans und nach EnEV-30% realisierbar. Die Gesamtbaukosten werden jedoch wegen der Klimatisierung als überdurchschnittlich bewertet. Das archäologische Zentrum, der Petriplatz und das künftige Bet- und Lehrhaus sollen eine kulturelle Einheit bilden und sich selbstverständlich in den Stadtgrundriss von Berlin integrieren. Folgerichtig liegt der Platz auf der Eingangsebene und verzichtet auf Abgrabungen und offen sichtbare archäologische Fundamente. Der Ausgrabungsbereich ist - wie in der Eingangshalle des Zentrums durch Fenster im Boden zu sehen. Die Grundrisse der Petrikirche sind zurückhaltend markiert durch unterschiedlich dunkle Beläge des Platzes. Die Arkaden des künftigen Bet- und Lehrhauses werden durch ein großzügiges Stadtmöbel temporär markiert. Der Rückbau ist einfach, prinzipiell zeichnet sich der künftige Platz auch schon in der Zwischenphase ab. Es handelt sich um einen sehr schön durchgearbeiteten Entwurf, dessen Anmutung das Preisgericht widersprüchlich bewertet. Einerseits wird der gekonnte Umgang mit Proportionen, Fläche, Öffnung und skulpturalem Ausdruck gelobt, andererseits wird das Hermetische, wenig Transparente bemängelt. Die Anmutung des Alltäglichen wird vermisst an einem Gebäude, das nicht zur Schau stellt, sondern Arbeits- und Forschungsort ist. Vor allem auch an einem Gebäude, das einem zukünftigen Solitär ein normales Stück Stadt bieten sollte. Arbeit 1154 Das Besucherzentrum ist Teil eines in Höhenstaffelung und Fassadengestaltung stimmig wirkenden städtischen Blocks. Das Ausschwenken der Besucherzentrums-Fassade an der Gertraudenstraße erzeugt eine gelungene Differenzierung zwischen Besucherzentrum und zukünftigen Wohnund Geschäftshäusern. Der Petriplatz ist um 1,5 m aus dem Stadtraum herausgehoben. Die darunter befindliche archäologische Ebene ist in voller Ausdehnung vom Besucherzentrum aus begehbar. Das Besucherzentrum vermittelt nun zwischen Straßen- und Platzebene durch eine halbgeschossige innere Organisation. Die beiden Zugänge, sowohl unter den Kolonnaden an der Gertraudenstraße als auch durch das Bistro am Petriplatz sind sehr qualitätvoll ausgestaltet. Insbesondere die Orientierung des Bistros zum Petriplatz ist vorbildlich. Das Besucherzentrum ist in der Materialität der Fassaden dem geplanten Lern- und Bethaus sehr ähnlich. Auch das quadratische Schaumagazin, das als vertikaler Erschließungsraum dient, verweist deutlich auf die dem Lern und Bethaus eingepflanzte Erschließungsrotunde. Gemessen an der unterschiedlichen inhaltlichen Ausrichtung der Häuser wird diese enge Verwandtschaft kritisch gesehen. Das Haus hat eine sehr museale äußere Erscheinung, die der gewünschten Charakteristik des Hauses - nämlich als Werkstatthaus wahrgenommen zu werden - nicht gerecht wird. Ein starkes Motiv der inneren Ausgestaltung ist der zentrale Erschließungskern, ein von oben belichtetes Schaumagazin, in dem der Besucher an verglasten Vitrinenwänden entlang die halbgeschossig versetzten Ebe-

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nen erschließt. Hinter den Vitrinenwänden befinden sich Magazine und Werkstätten, die durch die Vitrinen hindurch einsehbar sind. Problematisch bewertet werden die fehlende Belichtung von Werkstatträumen und die teils hintereinander geschalteten Räume. Der halbgeschossige Versatz der Ebenen macht den Materialtransport innerhalb des Gebäudes schwierig, und Konflikte bei starkem Besucherverkehr sind zu erwarten. Das vertikale Schaumagazin steht ohne weitere Bezugnahme in der Grabungsebene der Lateinschule. Ein großer Luftraum gibt den Blick von beiden Eingängen auf die Grabungen frei. Die Treppenanlage des Schaumagazins endet hier schlüssig. Ein Durchgang verbindet die Grabungen mit dem unter dem Platz befindlichen Grabungsfeld. Die Jury lobt die großzügige und urbane Wirkung des Petriplatzes, gleichzeitig wird der hohe Aufwand zur Freilegung des Grabungsfeldes und der Überdeckung durch die Geschossdecke des Platzes kritisch gesehen. Insbesondere der notwendige Rückbau im Falle der Errichtung des Lehr- und Bethauses erscheint unangemessen. Das Ossarium, in die Wand des Platzuntergeschosses eingebracht, wirkt in seiner All-Cover-Ästhetik zu wenig würdevoll. Arbeit 1164 Die Arbeit überzeugt in ihrer unangestrengten, angemessenen Großzügigkeit. Das Volumen des Besucherzentrums verbindet sich locker mit dem Wohnbau zu einer größeren Figur, die wie selbstverständlich die vorhandene städtebauliche Körnung übernimmt. Über die angehobene Platzfläche kommuniziert dieser Bau mit dem geplanten Bet- und Lehrhaus, ohne diesem in irgendeiner Weise Konkurrenz machen zu wollen. Der Petriplatz erhebt sich als 1,50 m hohes Plateau aus dem städtischen Gefüge und schafft einen gemeinsamen urbanen Platz für Bethaus und Archäologisches Besucherzentrum, der sich über Treppen und Rampen spannungsvoll gegenüber dem umgebenden Straßenraum abhebt. Verglaste Oberlichtöffnungen im Boden bieten Einblicke in die darunterliegende archäologische Grabungszone, die als zusammenhängende Ebene die komplexe Historie des Ortes zeigt. Für die Verfasser ist die Realisierung des Bethauses eine wichtige Voraussetzung und so mag auch die temporäre Gestaltung des Plateaus ohne Bethaus nicht ganz überzeugen. Der Eingang zum Gebäude liegt in der Arkade an der lauten Gertraudenstraße, öffnet aber unmittelbar Einblick in die Ausgrabungsebene sowie gesonderte Zugänge zum Besucherzentrum wie zur Ausgrabung. Die Treppe dorthin mündet auf einem mäandrierenden Steg, der in einem letzten Ausbaustadium auch die Ausgrabungen unter dem Bethaus erschließen könnte. Das Ossarium wird um einen der großen Bestandsbäume angelegt, eine poetische Lösung, die durchaus kontrovers diskutiert wird. Atmosphäre schafft im Inneren vor allem ein Lichthof. An ihm liegen die Haupterschließungen aller Geschosse mit Vitrinen und Sitznischen. Gut belichtete Arbeitsräume, Werkstätten und Labore sorgen für beste Arbeitsbedingungen, Saal und Ausstellung werden sinnvoll mit der großen Loggia im letzten Obergeschoss gekoppelt. Das äußere und das innere Erscheinungsbild des Gebäudes sind in ihrer Materialität weitgehend identisch: eine monolithische Bauweise aus sandfarbenen Ziegeln und Dämmbeton verspricht nicht nur sehr gute bauphysikalische Werte, sie spricht vor allem für eine massive Dichte, die dem Thema des archäologischen Zentrums durchaus angemessen ist. Baurechtliche Probleme tauchen vor allem in der Höhenentwicklung an der Scharrenstraße und an der Gertraudenstraße auf. Auch die Fluchtweg-

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situation innerhalb des Gebäudes ist zumindest zu überprüfen. Insgesamt betrachtet leistet die Arbeit einen hervorragenden Beitrag zur Reparatur des Stadtraums genauso wie zum Neubau des Archäologischen Besucherzentrums mit angemessener Signifikanz. Die Duplizität von architektonischen Elementen am Besucherzentrum und am Bet- und Lehrhaus könnte durchaus zumindest für den zweiten Blick gut sein: sie nistet sich im Gedächtnis ein. Arbeit 1172 Das Auffallende an dieser Arbeit ist die städtebaulich scharf geschnittene Kontur mit dem Verzicht auf das Staffelgeschoss an der Gertraudenstraße. Das Besucherzentrum stellt sich in den volumetrischen Ausmaßen (die Traufhöhe des Bet- und Lehrhauses wird übertroffen) und wegen der sparsamen Öffnungen in der Fassade in einen vergleichenden sakralen Habitus in Konkurrenz zum Sakralbau des Bethauses. Die innere Organisation des Hauses ist ganz auf einer Dramaturgie der Raumverknüpfungen aufgebaut. Mit der Ausbildung der Arkade am Eingang an der Gertraudenstraße beginnt eine Inszenierung, die mehr vom emotionalen Gestus bestimmt wird als von der Funktionalität einer Arbeitsstätte. Die Erschließung und Wegeführung im Hause selbst ist schwer überschaubar, die konstruktive Ordnung ist unklar. Einige Erschließungsdetails wie z.B. der Zugang zum Vortragssaal mit dem Aufzug sind unzumutbar. Die Eingangs-Inszenierung mit den drei Tonnengewölben wirkt aufgesetzt und ist konstruktiv unverständlich. Bei allem Respekt für die dargestellten Rauminszenierungen – für eine Arbeitsstätte wirken die Räume überinstrumentiert. Der sakrale Anspruch an der Fassade wird teilweise mit schlecht belichteten Räumen erkauft oder aber mit übergroßen Fenstern für die falschen Raumnutzungen. Das Grabungsfeld der Lateinschule öffnet sich zu einem großen archäologischen Hof, der über eine Treppe und eine langgezogene Rampe erschlossen wird. Zwar bietet sich hier die Möglichkeit, Fundamente am Ort zu zeigen, andererseits wird durch diese Disposition der Platz stark zerteilt und seine Nutzung eingeschränkt. Dies gilt umso mehr, wenn die Bet- und Lehrschule gebaut wird. Die zwischenzeitliche Nutzung dieser Fläche als Rasenfläche ist denkbar, der Platz wird dadurch aber noch unruhiger. Eine überzeugende Lösung, die auch längerfristig Bestand hat, kann die Jury nicht erkennen. Die Wirtschaftlichkeit des Projektes ist wegen der überhöhten Gebäudekubatur und des schlechten Verhältnisses der BGF/NF nicht gegeben. Die Jury diskutiert kontrovers über den interessanten architektonischen Beitrag, der aber wegen des sakralen Habitus den Vorstellungen eines „Arbeitshauses“ widerspricht.

1.12 Festlegung der Rangfolge Verteilung der Preise und Anerkennungen
Nach ausführlicher vergleichender und teilweise kontroverser Diskussion der Arbeiten der engeren Wahl wird über die Rangfolge und die Verteilung der gemäß Auslobung vorgesehenen 4 Preise und 3 Anerkennungen entschieden. Zunächst wird ein Meinungsbild über die Rangfolge der Arbeiten erstellt.

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Hierzu gibt jeder Preisrichter ein Votum ab. Auf entsprechenden Antrag wird dann im Einzelnen wie folgt abgestimmt: 1. Preis 2. Preis 3. Preis 4. Preis Anerkennung Anerkennung Anerkennung Arbeit 1164 Arbeit 1149 Arbeit 1148 Arbeit 1142 Arbeit 1147 Arbeit 1154 Arbeit 1172 (9 : 0) (6 : 3) (6 : 3) (9 : 0) (9 : 0) (9 : 0) (9 : 0) 17.500 € 11.700 € 8.000 € 5.300 € 3.500 € 3.500 € 3.500 €

1.13 Empfehlung des Preisgerichts
Das Preisgericht empfiehlt dem Auslober einstimmig, die mit dem 1. Preis ausgezeichnete Arbeit 1064 der weiteren Bearbeitung der Planungsaufgabe zugrunde zu legen. Dabei sind die in der schriftlichen Beurteilung genannten Hinweise sowie folgende Auflagen zu berücksichtigen: - Die Einhaltung des Kostenrahmens ist zu gewährleisten. - Die Eingangssituation ist mit dem Ziel der Verbesserung des klimatischen Abschlusses, der Barrierefreiheit und der innenräumlichen Qualität umzugestalten. - Die Gebäudehöhe an der Scharrenstraße ist im Hinblick auf die Wohnbebauung zu reduzieren. - Der Vorschlag für das Ossarium ist zu überprüfen.

1.14 Öffnung der Verfassererklärungen
Die Umschläge mit den Verfassererklärungen werden geöffnet. Die Namen der mit Preisen und Anerkennungen ausgezeichneten Wettbewerbsteilnehmer werden verlesen. Die Öffnung der übrigen Verfassererklärungen wird dem Protokollführer übertragen (Namen der Verfasser: s. 1.18, Teilnehmer des Wettbewerbs).

1.15 Abschluss der Sitzung
Die Vorprüfung wird entlastet. Herr Pfeifer schließt die Sitzung um 22.45 Uhr mit Dank an Preisrichter, Sachverständige und Vorprüfer für die engagierte und konstruktive Zusammenarbeit. Frau Lüscher dankt im Namen des Auslobers allen am Verfahren Beteiligten, insbesondere dem Vorsitzenden, für ihre Mitarbeit. Das Protokoll wurde vom Vorsitzenden des Preisgerichts durchgesehen und genehmigt. Protokoll: Norbert Giebels. Die Wettbewerbsarbeiten werden in einer zweiwöchigen Ausstellung zu besichtigen sein. Ort und Zeitraum der Ausstellung werden rechtzeitig bekannt gegeben.

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1.16 Protokollfreigabe

Freiburg

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1.17 Anwesenheitsliste

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Projektmanagement Kultur

Sabine Fechner Wirtschaftsförderung

Nanna Sellin-Eysholdt

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1.18 Teilnehmer des Wettbewerbs Preise
Arbeit 1164 1. Preis Florian Nagler Architekten GmbH, München Christina Kautz | Landschaftsarchitektur, Berlin Florian Nagler

Verfasser / Architekt Mitarbeiter Verfasser / Landschaftsarchitekt

Ludwig Zitzelsberger, Sascha Löffler, Max Hartinger Christina Kautz

Arbeit 1149 2. Preis

AFF architekten GmbH, Berlin Bernard und Sattler Landschaftsarchitekten, Berlin AFF architekten GmbH

Verfasser / Architekt Mitarbeiter

Sven Fröhlich, Martin Fröhlich, Antje Bittorf, Sascha Schulz, Melanie Althaus Dipl.-Ing. Stefan Bernard

Verfasser / Landschaftsarchitekt

Arbeit 1148 3. Preis

Max Dudler, Berlin Atelier Loidl Landschaftsarchitekten Partnergesellschaft, Berlin Max Dudler

Verfasser / Architekt Mitarbeiter

Björn Werner, Jochen Soydan, Simon Burko, Anete Bajrami, Simona Capaul, A. Bonte. J. Hong Bernd Joosten

Verfasser / Landschaftsarchitekt Mitarbeiter Sonderfachleute / Berater

Nina Dvorak, Stefan Grieger, Anne Mertins Haustechnik: ZWP Ingenieur-AG, Berlin Tragwerk: WTM Engineers GmbH, Berlin Brandschutz: Müller BBM, Berlin

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25

Arbeit 1142 4. Preis

Bruno Fioretti Marquez Architekten, Berlin Vogt Landschaftsarchitekten AG, Zürich Prof. Piero Bruno

Verfasser / Architekt Mitarbeiter

Stefano D’Elia, Frederik Eilers, Michael Fenske, Andreas Hölemann, Lorenz Kirchner, Vanni Sacconi Günther Vogt

Verfasser / Landschaftsarchitekt Mitarbeiter Sonderfachleute / Berater

Ralf Günther Voss, Andreas Klahm Ingenieurgesellschaft Zimmermann mbH ifb - Frohloff Staffa Kühl Ecker, Tragwerksplanung Elephant Green Visualisierungen

Anerkennungen
Arbeit 1147 Anerkennung Nieto Sobejano Arquitectos, Berlin Planorama Landschaftsarchitektur, Berlin Fuensanta Nieto Enrique Sobejano N. Rostek, S. Bugnon, P. Grande, D. Schilp, D. Landt, V. Manirque, S. Fahrni, S. Feduchi, A. Baladrón Maik Böhmer

Verfasser / Architekt Mitarbeiter

Verfasser / Landschaftsarchitekt Mitarbeiter Sonderfachleute / Berater

Ulf Schrader, Philipp Rösner Haustechnik: Winter Ingenieure, Berlin - Dipl.-Ing. Jordan Kornfeld Statik: GSE - Ingenieur-Gesellschaft mbH Saar, Enseleit und Partner, Berlin - Dr. Jorg Enseleit

Arbeit 1154 Anerkennung

Kuehn Malvezzi, Berlin Mettler Landschaftsarchitektur, Berlin Johannes Kuehn

Verfasser / Architekt Mitarbeiter

Francesca Bonne, Christian Felgendreher, Yu Ninagawa, Monika Tomik

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26

Verfasser / Landschaftsarchitekt Mitarbeiter Sonderfachleute / Berater

Rita Mettler

Marek Langner, Helge Kickert, Michael Girwert Tragwerksplanung / Brandschutz: Krone, Hamann, Reinke Ingenieurbüro GmbH

Arbeit 1172 Anerkennung

Peter Kulka Architektur Köln GmbH, Köln Rehwaldt Landschaftsarchitekten, Dresden Prof. Dr.-Ing. E.h. Peter Kulka

Verfasser / Architekt Mitarbeiter

Steffen Kirchberger, Christian Bruhn, Katja Göser, Timo Heinzmann, Pit Dörrwächter, Jan Kranenburg Till Rehwaldt

Verfasser / Landschaftsarchitekt Mitarbeiter Sonderfachleute / Berater

Ulrike Zänker Tragwerksplanung: ahw Ingenieure, Münster - Eric Helter Haustechnik: Brockof Ingenieure, Krefeld - Michael Brockof

2. Rundgang
Arbeit 1141 2. Rundgang Santiago Vives Arquitectura, Barcelona gruppe F - Landschaftsarchitekten, Berlin Santiago Vives

Verfasser / Architekt Mitarbeiter

Tobias Gottschalk, Shon Jongnam, Pol Lupón, Rosa Sonalellas, Patricia Tarnayo ThoMi Bauermeister

Verfasser / Landschaftsarchitekt Mitarbeiter Sonderfachleute / Berater

Carine Kandjee Tragwerksplaner: Agusti Obiol / Boma SL, Barcelona Energieberater: Franco Dubbers / SDU Architekten, Berlin

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27

Arbeit 1143 2. Rundgang

Arge Kusus + Kusus Architekten BDA, Eckert + Stadelmaier Gesellschaft von Architekten, Berlin Bode - Williams + Partner, Landschaftsarchitektur und Stadtentwicklung, Berlin Karin Kusus

Verfasser / Architekt Verfasser / Landschaftsarchitekt Mitarbeiter

Dipl.-Ing. Udo Bode Dipl.-Ing. Mario F. Berrios Miranda cand.-Ing. Fabian Roßmanith

Arbeit 1150 2. Rundgang

Gareth Horskins Architects Ltd., Glasgow GrossMax Ltd., Edinburgh Gareth Hoskins

Verfasser / Architekt Mitarbeiter

Clare Kemley, Thomas Bernatzky, Sophie Bril, Gabriele Bernatzky Bridget Baines Eelco Hooftman Nigel Sampey Daniel Reiser, Liva Dudareva, Nina Malley, Chenke Yan Bauingenieur David Narrow, Glasgow Energieberater Transsolar, Stuttgart

Verfasser / Landschaftsarchitekt

Mitarbeiter

Sonderfachleute / Berater

Arbeit 1151 2. Rundgang

Keith Williams Architects, London gartenlabor landschaftsarchitekten, Hamburg Keith Williams

Verfasser / Architekt Mitarbeiter Verfasser / Landschaftsarchitekt Mitarbeiter

Richard Brown, Deborah de Boer Nicola Bruns

Wiebke Schulze

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28

Arbeit 1153 2. Rundgang

Thomas Müller Ivan Reimann, Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin Weidinger Landschaftsarchitekten, Berlin Prof. Ivan Reimann

Verfasser / Architekt Mitarbeiter

Alex Christoph, Andreas Fuchs, Jonas Houba, Sascha Kellermann, Florian Roloff Prof. Jürgen Weidinger

Verfasser / Landschaftsarchitekt Mitarbeiter Sonderfachleute / Berater

Pail Giencke, Gianluca Torini Brandschutz: GSE - Ingenieur-Gesellschaft mbH Saar, Enseleit und Partner, Berlin - T. Hammel Statik: Hartwich / Mertens / Ingenieure, Planungsgesellschaft für Bauwesen mbH, Berlin

Arbeit 1156 2. Rundgang

gildehaus.reich architekten BDA, Weimar Dane Landschaftsarchitekten BDLA, Weimar Dipl.-Ing. Architekt Bernd Gildehaus Dipl.-Ing. Architektin Annekatrin Bindler Dipl.-Ing. Architektur Maria Fröhlich Dipl.-Ing. Architektur Roland Burwitz Landschaftsarchitekt DipLA Michael Dane

Verfasser / Architekt Mitarbeiter

Verfasser / Landschaftsarchitekt Mitarbeiter Sonderfachleute / Berater

Dipl.-Ing. Petra Holousova HKL Ingenieurgesellschaft mbH - Dipl.-Ing. Martin Deutschmann (TGA)

Arbeit 1157 2. Rundgang

Lehmann Architekten GmbH BDA - DWB, Offenburg herrburg Landschaftsarchitekten, Berlin Gerhard A. Lehmann Gunnar Lehmann Grischa Lehmann Annika Kirchner, Marc Hess, Tobias Demeusy

Verfasser / Architekt

Mitarbeiter

Verfasser / Landschaftsarchitekt

Mareike Schönherr Susanne Friedburg

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29

Arbeit 1160 2. Rundgang

MGF - Architekten, Stuttgart Wiedemann + Schweizer Landschaftsarchitekten, Stuttgart Armin Günster Josef Hämmerl Andrea Porosnicu, Philipp Hüve Ines Wiedemann

Verfasser / Architekt Mitarbeiter Verfasser / Landschaftsarchitekt Mitarbeiter

Florian Kirsten

Arbeit 1161 2. Rundgang

Karl Hufnagel Architekten, Berlin LA21 Landschaftsarchitektur ®, Berlin Karl Hufnagel

Verfasser / Architekt Mitarbeiter Verfasser / Landschaftsarchitekt

Pontus Falk, Paul Zöll, Nadine Clauß Sascha Ratayski Ion Costin

Arbeit 1162 2. Rundgang

Code Unique Architekten BDA, Dresden Pugger Landschaftsarchitekten, Pirna Volker Giezek Martin Boden-Peroche Armenak Haydeyan, Quishi Li, Mihal Tomaszewski, Zoltan Magyari, Christian Ecklebe Anne Prugger Hans Prugger Claudia Proft

Verfasser / Architekt Mitarbeiter

Verfasser / Landschaftsarchitekt Mitarbeiter

Arbeit 1163 2. Rundgang

heneghan peng architects, Berlin Agence Ter, Paris heneghan peng architects, Berlin

Verfasser / Architekt Mitarbeiter

Shih-Fu Peng, Roisin Heneghan, Andreas Dopfer, Conor O’Brian

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

30

Verfasser / Landschaftsarchitekt Mitarbeiter

Agence Ter

Olivier Phillipe

Arbeit 1165 2. Rundgang

Winking Froh Architekten BDA, Berlin LA.BAR Landschaftsarchitekten BDLA, Berlin Martin Froh

Verfasser / Architekt Mitarbeiter Verfasser / Landschaftsarchitekt Mitarbeiter Sonderfachleute / Berater

Michael Sägesser, Adrian Calitz, Alexandra Toda Rüdiger Amend Eike Richter Katrin Jacob, Jan Gordon, Johanna Kahabka Denkmalpflege: Prof. Dr.-Ing. Caroline Rolka Tragwerksplanung: Leonhardt, Andrä und Partner, Berlin - Stefan Scheidmann

Arbeit 1167 2. Rundgang

Burger Rudacs Architekten, München OK Landschaft, München Stefan Burger Birgit Rudacs Martin Baur, Nikolai Wasser Andreas Kicherer

Verfasser / Architekt Mitarbeiter Verfasser / Landschaftsarchitekt Mitarbeiter

Laura Welker

Arbeit 1168 2. Rundgang

Arge VON M GmbH + Erich H. Fritz, Stuttgart Glück Landschaftsarchitektur, Stuttgart Dennis Mueller

Verfasser / Architekt Mitarbeiter

Grit Ruschinzik, Antonia Blaer, Sherief Sabet, David Lohmüller, Michael Glück

Verfasser / Landschaftsarchitekt Mitarbeiter

Kerstin Kühnemund

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

31

Sonderfachleute / Berater

Brandschutz: IBB Beilicke und Schmöller, Leipzig Statik: Fischer + Friedrich, Waiblingen HLS: IWP Ingenieurbüro für Systemplanung GmbH, Stuttgart

Arbeit 1169 2. Rundgang

Gatermann + Schossig Bauplanungsgesellschaft mbH & Co. KG, Köln KLA kiparlandschaftsarchitekten, Milano / Duisburg Prof. Dörte Gatermann, Dipl.-Ing. Architektin BDA Bettina Kraus, Dipl.-Ing. Architektin Sebastian Nicolle (Dipl.-Ing.), Jan Rübenstrunk (Dipl.-Ing. Arch.), Elmar Wiedenhöver (Dipl.-Ing.) Dr. (I) Arch. Dipl.-Ing. Andreas Kipar

Verfasser / Architekt Mitarbeiter

Verfasser / Landschaftsarchitekt Mitarbeiter

Susanne Günther (Dipl.-Ing. Stadtplanerin AKNW), Kornelia Keil (Dipl.-Ing. Landschaftsarch. AKNW) Statik: HIG-Hempel Ingenieure GmbH, Köln - Dipl.-Ing. Holger Neugebauer TGA: IGS Institut für Gebäude- und Solartechnik, Univ. Prof. Dr. Ing. M.N. Fisch, Braunschweig - Dipl.-Ing. Architekt Thomas Wilken Fassadenplanung: KD Fassadenplanung, Düsseldorf - Dipl.-Ing. Architekt + Fassadenplaner Karan Djalaei Brandschutz: Corall Ingenieure GmbH, Meerbusch - Brandsachverständiger Dipl.-Ing. Paul Corall Visualisierung: Tomorrow Images, Berlin - Dipl.-Ing. Architectural Designer Ilija Bentscheff Modellbau: werk5 GmbH, Berlin

Sonderfachleute / Berater

Arbeit 1173 2. Rundgang

Arge Klaus Block Architekt BDA und Roland Poppensieker Architekt BDA, Berlin Häfner / Jiminez, Berlin Klaus Block Roland Poppensieker Olga Koch, Ingo Lerch, Sophie Theisinger Winfried Häfner

Verfasser / Architekt Mitarbeiter Verfasser / Landschaftsarchitekt Mitarbeiter Sonderfachleute / Berater

Daniel Stirnberg, John Wilhelm, Jens Betcke Statik: StudioC, Nicole S. Zahner, Berlin

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

32

1. Rundgang
Arbeit 1144 1. Rundgang Holzer Kobler Architekturen, Zürich Hager Partner AG, Berlin Barbara Holzer Tristan Kobler Dimitrios Zoupas, Moritz von Sassen, Claudia Reimann, Philip Cook Guido Hager

Verfasser / Architekt Mitarbeiter

Verfasser / Landschaftsarchitekt Mitarbeiter

Pascal Posset, Andreas Kotlan, Martin Mengs, Jim Reifferscheid Statik: pbr Planungsbüro Rohling AG, Magdeburg - Jürgen Beyer Fassadenplaner: Arup Deutschland GmbH, Berlin - Andreas Ewert Haustechnik: Scholze Ingenieurgesellschaft mbH, Berlin - ppa. Dieter Reinsch

Sonderfachleute / Berater

Arbeit 1145 1. Rundgang

Werner Tscholl Architekt, Morter Frowin Oberrauch Landschaftsarchitektur, Bozen Werner Tscholl

Verfasser / Architekt Mitarbeiter Verfasser / Landschaftsarchitekt

Andreas Sagmeister, Manuel Gschnell Frowin Oberrauch

Arbeit 1146 1. Rundgang

Mola + Winkelmüller Architekten GmbH BDA, Berlin Irene Lohaus Peter Carl Landschaftsarchitektur, Hannover Dipl.-Ing. Henner Winkelmüller

Verfasser / Architekt Mitarbeiter

Claudia Weizel, Israel Moreno, Alberto Ribotis, Miguel Cabezas Irene Lohaus Peter Carl Dipl.-Ing. Bodo Schulze, Dipl.-Ing. Philipp Hübner

Verfasser / Landschaftsarchitekt Mitarbeiter

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

33

Arbeit 1152 1. Rundgang

Georg Scheel Wetzel Architekten, Berlin Dr. Bernhard Korte Landschaftsarchitekt, Grevenbroich Bettina Georg Tobias Scheel Simone Wetzel Andreas Gülzow, Frank Zimmermann, Julianne Rieussec Dr. Bernhard Korte

Verfasser / Architekt

Mitarbeiter Verfasser / Landschaftsarchitekt

Arbeit 1155 1. Rundgang

Königs Architekten GbR, Köln urbane gestalt landschaftsarchitekten, Köln Ilse und Ulrich Königs

Verfasser / Architekt Mitarbeiter Verfasser / Landschaftsarchitekt Mitarbeiter Sonderfachleute / Berater

Santiago Caro Robledo, masato Tagaki, André Rethmeier Johannes Böttger

Kasia Osiecka TGA: PGH Dormagen - Albert Hoffmann

Arbeit 1159 1. Rundgang

Reimar Herbst. Architekten BDA, Reimar Herbst, Angelika Kunkler, Berlin Kamel Louafi Landschaftsarchitekten, Berlin Reimar Herbst Angelika Kunkler Iva Kocheva, Nikolaus Steinke, Nadja Kemmann, Sabine Nikolai Kamel Louafi

Verfasser / Architekt Mitarbeiter

Verfasser / Landschaftsarchitekt Mitarbeiter Sonderfachleute / Berater

Dörte Eggert-Heerdegen, Karen Zaspel, Patrick Dorsch Tragwerk: R & P Ruffert Ingenieurgesellschaft mbH, Berlin - Herr Bruch TGA: IGZ Ingenieurgesellschaft Zimmermann für Gebäudeund Labortechnik, Berlin - Herr Zimmermann

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

34

Arbeit 1166 1. Rundgang

Architekturbüro Paul Böhm, Köln Simons & Hinze Landschaftsarchitekten, Berlin Prof. Paul Böhm

Verfasser / Architekt Mitarbeiter

Martin Amme, Svetlana Holz, Matthias Schümmer, Shahin Farahdazi, Arya Sarabadani Thorsten Hinze

Verfasser / Landschaftsarchitekt Mitarbeiter

Björn Kalinowski, Maximilian Schmidt, Christoph Schikora, Martin Hirscher

Arbeit 1170 1. Rundgang

Grüntuch Ernst Planung GmbH, Berlin Heilbronner Lachkareff Landschaftsarchitekten, Berlin Armand Grüntuch Almut Grüntuch-Ernst Arno Löbbecke, Stefan Schenk, Andreas Hoppe, Donimik Queck, Götz Hinrichsen, Olaf Menk Florian Heilbronner Nil Lachkareff Giulia Bonisoli

Verfasser / Architekt Mitarbeiter

Verfasser / Landschaftsarchitekt Mitarbeiter

Arbeit 1171 1. Rundgang

Auer + Weber + Assoziierte GmbH, Stuttgart Levin Monsigny Landschaftsarchitekten, Berlin Achim Söding

Verfasser / Architekt Mitarbeiter

Viara Iaramova, Jean-Woan Son, Philipp Reiseder, Jörg Müller Luc Monsigny

Verfasser / Landschaftsarchitekt Mitarbeiter Sonderfachleute / Berater

Stefanie Ruff, Li Li Gutbrod Bau Physik Ingenieurbüro, Markgröningen Dmitry Boykov Visualisierung, Stuttgart

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

35

Arbeit 1158 Nicht zugelassen

bauzeit architekten, Biel 4d AG, Bern bauzeit architekten

Verfasser / Architekt Mitarbeiter

Roberto Pascual, Yves Baumann, Susana Duarte Raposo, Stefan Schmid 4d

Verfasser / Landschaftsarchitekt Mitarbeiter Sonderfachleute / Berater

Simon Schöni, Tina Kneubühler, Magdalena Paluch Bauingenieur: WAM Planer und Ingenieur AG, Bern - Michael Karli

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

37

2. Bericht der Vorprüfung 2.1 Vorlauf
Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden neben 10 gesetzten Arbeitsgemeinschaften aus Architekten und Landschaftsarchitekten entsprechend der Ankündigung im EU-Amtsblatt vom 28. Juli 2012 in einem vorgeschalteten Bewerbungsverfahren (Teilnahmewettbewerb gemäß RPW und VOF) durch ein vom Preisgericht unabhängiges Auswahlgremium 30 Arbeitsgemeinschaften aus Architekten und Landschaftsarchitekten ausgewählt. Die Auslobungsunterlagen standen ab dem 20. September 2012 zum Download bereit. Der Postversand der Auslobungsbroschüre erfolgte am 26. September. Eine Ortsbesichtigung und eine Führung durch das Museum für Vor- und Frühgeschichte fanden am 28. September 2012 statt. Rückfragen konnten von den Wettbewerbsteilnehmern bis zum 10. Oktober 2012 gestellt werden. Die Zusammenstellung der Fragen und Antworten wurde mit Anlagen am 17. Oktober 2012 versandt.

2.2 Einlieferung der Arbeiten
Der Abgabetermin für die Wettbewerbsarbeiten war der 20. November 2012. Die Modelle konnten bis zum 27. November eingereicht werden. 33 Wettbewerbsarbeiten wurden bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Brückenstraße 6, 10197 Berlin entgegengenommen. Kennziffern, Eingangsdaten sowie Art und Zustand der Verpackung wurden in einer Sammelliste erfasst. 32 Wettbewerbsarbeiten gingen in allen Teilen termingerecht ein. Bei der Arbeit mit der Tarnzahl 1158 gingen die Pläne rechtzeitig ein, das Modell wurde jedoch verspätet erst am 03.12.2012 eingeliefert. Die Wettbewerbsarbeiten wurden ungeöffnet in die Räume der Vorprüfung bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Raum 560 (Alte Kantine), Württembergische Straße 6, 10707 Berlin transportiert.

2.3 Anonymisierung
Die Wettbewerbsarbeiten wurden in allen Teilen nach dem Zufallsprinzip mit einer 4-stelligen Tarnzahl von 1141 bis 1173 gekennzeichnet. Die Verfasserumschläge wurden unter Verschluss genommen. Verstöße gegen die Anonymität wurden nicht festgestellt.

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

38

2.4 Vollständigkeit der Arbeiten
Geprüft wurde die Vollständigkeit der Wettbewerbsarbeiten gem. Punkt 1.10 Geforderte Leistungen der Wettbewerbsauslobung. Alle Arbeiten sind in den wesentlichen Teilen vollständig und prüffähig. Bei folgenden Arbeiten wurde das Fehlen geforderter Leistungen festgestellt: 1148 1164 1166 Der Fassaden- bzw. Systemausschnitt liegt nur als Schnitt ohne Teilansicht vor. Es fehlen die zweite freie Darstellung zur Visualisierung der Freiflächenplanung und die Baubeschreibung. Der Fassaden- bzw. Systemausschnitt liegt nur als Schnitt ohne Teilansicht vor.

Unzulässige zusätzliche Leistungen bei den Wettbewerbsarbeiten 1151 (Innen- und Außenperspektiven), 1154 (Innenperspektive) und 1161 (Innenperspektive) wurden abgedeckt.

2.5 Ausschlusskriterien Verstoß gegen bindende Vorgaben
In der Auslobung Punkt 1.10 wird die Einhaltung des Wettbewerbsgrundstücks als bindende Vorgabe genannt. Die Beantwortung der Rückfrage 29 ermöglicht eine Überschreitung des Wettbewerbsgrundstücks in Verbindung mit der Verlängerung der zur Gertraudenstraße hin geplanten Arkade bis zur südwestlichen Grundstücksecke des Besucherzentrums. Diese Möglichkeit wird bei 11 Wettbewerbsarbeiten genutzt. Bei der Wettbewerbsarbeit 1158 überschreitet der Baukörpers des Besucherzentrums die Grenze des Wetttbewerbsgrundstücks, ohne dass dort eine Arkade vorgesehen wird.

2.6 Vorprüfung
Verfahren Die Vorprüfung wurde vom 21. November bis zum 14. Dezember 2012 in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Raum 560 (Alte Kantine), Württembergische Straße 6, 10707 Berlin durchgeführt. Zu jeder Wettbewerbsarbeit wurde ein Einzelbericht angefertigt, der die Ergebnisse der Vorprüfung zusammenfasst. Vorprüfung und Protokollierung der Ergebnisse folgten den unter Punkt 3.11 der Auslobung genannten Beurteilungskriterien. Prüfung der qualitativen Daten Folgende Kriterienbereiche wurden im Rahmen der Vorprüfung bearbeitet und finden sich entsprechend in den Einzelberichten wieder:

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

39

Gestaltung

- Städtebau / stadträumliche Gestaltung, Einbindung in die Umgebung - Bezugnahme auf das Bet- und Lehrhaus - Bebauung Kleine Gertraudenstraße - Baukörpergestaltung, Fassaden - Innenraumqualität - Präsentation der Befunde Erschließung Räumliche Organisation, funktionale Zuordnung Raumzuschnitte Belichtung, Belüftung

Funktion

Konstruktion

- Konstruktionssystem (allgemein) - Gründung (insb. im Bereich der Befunde) - Freiraumgestaltung Variante 1, ohne Bet- und Lehrhaus (BLH) - Freiraumgestaltung Variante 2, mit Bet- und Lehrhaus (BLH) - Funktionale Zuordnungen - Einhaltung der Bebauungsplanvorgaben - Programmerfüllung - Genehmigungsfähigkeit (Abstände, Rettungswege, Barrierefreiheit) - Energieeffizienz, Nachhaltigkeit - Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb, Einhaltung des Kostenrahmens

Außenanlagen

Realisierbarkeit

Für die Zusammenfassung der Vorprüfergebnisse stehen pro Wettbewerbsarbeit zwei Seiten zur Verfügung. Zur Verdeutlichung des Entwurfs sind Modellfotos, jeweils ohne bzw. mit Bet- und Lehrhaus, der Erdgeschossgrundriss, die Ansicht von der Gertraudenstraße sowie ein Schnitt, in der Regel in Südost-Nordwest-Richtung, dargestellt. Prüfung der quantitativen Daten Der Nachweis des Raumprogramms und die von den Wettbewerbsteilnehmern vorgelegten Entwurfsdaten wurden überprüft, ggf. korrigiert und als Grundlage für die Kostenprüfung aufbereitet. Die Kostenermittlung erfolgte auf dem Wege der Elementmethode. Bei der Ermittlung der Gesamtkosten wurden für die Kostengruppen 200 und 600 die in der Auslobung genannten Pauschalbeträge angesetzt. Die genannten Kosten sind Bruttobeträge. Folgende Daten werden in tabellarischer Zusammenstellung in den Einzelberichten aufgeführt: Nutzfläche NF Technische Funktionsfläche TF Bruttogrundfläche BGFa Bruttorauminhalt BRI (V) Gebäudehüllfläche (A)

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

40

- Verhältniswert BGF / NF - Verhältniswert A / V - Kosten: Gesamtkosten KG 200-700, Bauwerkskosten KG 300+400, Kosten Außenanlagen KG 500 Zum Quervergleich sind Balkendiagramme zu BGF, BRI und Gesamtkosten sowie eine tabellarische Zusammenstellung aller Daten den Einzelberichten vorangestellt. Sachverständige Bei der Vorprüfung haben folgende Sachverständige beratend mitgewirkt: Dr. Günther Schauerte Vizepräsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz Willi Athenstädt (in Vertretung von Frau Dr. Haak) Staatliche Museen zu Berlin / Leiter der Stabsstelle Bau Roland Stolte Ev. Kirchengemeinde St. Petri - St. Marien Claudia Maria Melisch Archäologin / Grabungsleiterin Christian Voigt DSK- Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft Uwe Dechène Projektvorbereitung und Projektprüfung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Birgitt Kalthöner Projektmanagement Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Ralf-Burkhard Hammelbeck Projektmanagement Kultur Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Andreas Dondit Projektmanagement Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Elke Kleinwächter-Jarnot Hauptstadtreferat Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Heike Mertens Fachbereich Stadtplanung - Bezirksamt Mitte von Berlin Christian Spath Stadtplaner / Architekt, Berlin Berlin, den 14.12.2012

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

41

2.7 Balkendiagramme
BGF - m²
5.500

BGF

4.971

4.579

4.562

4.451

4.435

4.264

4.218

4.273

4.163

4.131

4.057

4.066

4.045

4.024

3.922

3.989

4.044

3.863

3.872

3.883

3.502

3.618

3.633

4.000

3.733

3.815

3.904

3.500

3.000

2.500

2.000

1.500

1.000

500

0 1141 1142 1143 1144 1145 1146 1147 1148 1149 1150 1151 1152 1153 1154 1155 1156 1157 1158 1159 1160 1161 1162 1163 1164 1165 1166 1167 1168 1169 1170 1171 1172 1173

BRI - m³
22.000

BRI

20.533

18.844

18.698

18.861

3.461

4.128

4.500

4.217

4.341

4.516

18.165

18.274

20.000

17.664

17.294

17.383

16.980

16.978

17.236

17.538

17.679

18.670

16.084

15.813

16.030

15.459

15.455

16.375

18.000

16.629

16.897

14.852

14.344

13.626

14.000

12.000

10.000

8.000

6.000

4.000

2.000

0

1141 1142 1143 1144 1145 1146 1147 1148 1149 1150 1151 1152 1153 1154 1155 1156 1157 1158 1159 1160 1161 1162 1163 1164 1165 1166 1167 1168 1169 1170 1171 1172 1173

18.395.742

Kosten Gesamtkosten brutto (KG 200 - 700) - €
17.534.007 17.318.423 16.478.318 16.992.357 17.326.903 16.433.021 16.401.637 16.447.879

16.230.575

16.068.437

16.191.387

13.254

13.939

16.006.270

14.311

16.000

14.573

14.629

15.565.412

15.368.004

15.337.331

15.198.151

14.895.755

14.443.098

14.433.780

14.521.262

15.090.015

18.000.000

15.552.286

15.587.713

15.747.770

14.350.893

13.204.326

13.373.526

15,5 Mio
14.000.000

12.000.000

10.000.000

8.000.000

6.000.000

4.000.000

2.000.000

0

1141 1142 1143 1144 1145 1146 1147 1148 1149 1150 1151 1152 1153 1154 1155 1156 1157 1158 1159 1160 1161 1162 1163 1164 1165 1166 1167 1168 1169 1170 1171 1172 1173

12.759.334

Soll

16.000.000

13.958.902

14.376.008

14.395.360

15.820.440

15.159

16.905

4.548

5.000

4.730

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

42

2.8 Zusammenstellung der Daten

Wettbewerbsarbeit Flächen und Rauminhalte
NF NF - soll TF - Technikfläche BGF BGF / NF BGF / NF - soll BRI Hüllfäche A/V m³ m² m² m² m² m²

1141
2.514 2.538 148 3.863 1,54 1,52 14.573 4.307 0,30

1142
3.055 2.538 140 4.971 1,63 1,96 16.980 4.529 0,27

1143
2.955 2.538 162 4.579 1,55 1,80 18.844 4.645 0,25

1144
2.836 2.538 132 4.024 1,42 1,59 15.813 4.145 0,26

1145
2.550 2.538 105 3.922 1,54 1,55 14.344 4.879 0,34

1146
3.023 2.538 122 4.562 1,51 1,80 20.533 4.827 0,24

Kosten brutto
KG 300 + 400 KG 300 + 400 - Mittelwert Verhältnis zum MW = 1,00 € € 9.206.902 11.573.481 10.337.554 9.896.724 0,93 9.896.724 1,17 9.896.724 1,05 9.237.856 10.532.659 11.332.926 9.896.724 0,93 9.896.724 1,06 9.896.724 1,15

KG 500 KG 500 - Mittelwert Verhältnis zum MW = 1,00

€ €

894.126 1.115.366 0,80

1.676.704 1.115.366 1,50

974.350 1.115.366 0,87

1.779.769 1.115.366 1,60

1.387.408 1.115.366 1,24

1.462.979 1.115.366 1,31

Gesamtkosten KG 200-700 Gesamtkosten - Mittelwert Gesamtkosten - soll Verhältnis zum Soll = 1,00

€ 14.350.893 18.395.742 16.068.437 15.368.004 16.487.318 17.543.007 € 15.509.222 15.509.222 15.509.222 15.509.222 15.509.222 15.509.222 € 15.500.000 15.500.000 15.500.000 15.500.000 15.500.000 15.500.000 0,93 1,19 1,04 0,99 1,06 1,13

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

43

Wettbewerbsarbeit Flächen und Rauminhalte
NF NF - soll TF - Technikfläche BGF BGF / NF BGF / NF - soll BRI Hüllfäche A/V m³ m² m² m² m² m²

1147
2.508 2.538 183 3.502 1,40 1,37 13.626 4.118 0,30

1148
2.572 2.538 118 4.451 1,73 1,75 17.294 4.095 0,24

1149

1150

1151

1152

2.630 2.538 135 3.872 1,47 1,53 16.084 4.396 0,27

2.732 2.538 158 4.264 1,56 1,68 18.698 4.775 0,26

2.380 2.538 91 4.435 1,86 1,75 18.165 4.774 0,26

2.504 2.538 100 3.618 1,44 1,43 13.254 3.631 0,27

Kosten brutto
KG 300 + 400 KG 300 + 400 - Mittelwert Verhältnis zum MW = 1,00 € € 9.527.006 9.896.724 0,96 9.625.940 9.896.724 0,97 9.248.478 10.307.409 10.484.186 9.896.724 0,93 9.896.724 1,04 9.896.724 1,06 7.896.063 9.896.724 0,80

KG 500 KG 500 - Mittelwert Verhältnis zum MW = 1,00

€ €

967.987 1.115.366 0,87

1.259.153 1.115.366 1,13

839.730 1.115.366 0,75

1.206.572 1.115.366 1,08

1.015.054 1.115.366 0,91

1.355.733 1.115.366 1,22

Gesamtkosten KG 200-700 Gesamtkosten - Mittelwert Gesamtkosten - soll Verhältnis zum Soll = 1,00

€ 14.443.098 15.556.412

14443.780 16.230.575 16.191.387 13.204.326

€ 15.509.222 15.509.222 15.509.222 15.509.222 15.509.222 15.509.222 € 15.500.000 15.500.000 15.500.000 15.500.000 15.500.000 15.500.000 0,93 100 0,93 1,05 1,04 0,85

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

44

Wettbewerbsarbeit Flächen und Rauminhalte
NF NF - soll TF - Technikfläche BGF BGF / NF BGF / NF - soll BRI Hüllfäche A/V m³ m² m² m² m² m²

1153
2.692 2.538 112 4.218 1,57 1,66 18.861 4.846 0,26

1154
2.740 2.538 204 4.163 1,52 1,64 17.664 4.746 0,27

1155
2.633 2.538 97 4.131 1,57 1,63 16.629 4.758 0,29

1156
2.563 2.538 107 3.633 1,42 1,43 13.939 3.957 0,28

1157
2.534 2.538 116 4.057 1,60 1,60 16.030 4.413 0,28

1158
2.648 2.538 134 3.883 1,47 1,53 15.459 4.121 0,27

Kosten brutto
KG 300 + 400 KG 300 + 400 - Mittelwert Verhältnis zum MW = 1,00 € € 9.422.517 9.896.724 0,95 9.194.152 9.896.724 0,93 9.838.536 9.896.724 0,99 8.438.992 9.896.724 0,85 9.906.674 11.252.277 9.896.724 1,00 9.896.724 1,14

KG 500 KG 500 - Mittelwert Verhältnis zum MW = 1,00

€ €

1.431.356 1.115.366 1,28

1.933.880 1.115.366 1,73

1.137.236 1.115.366 1,02

840.330 1.115.366 0,75

807.827 1.115.366 0,72

1.657.610 1.115.366 1,48

Gesamtkosten KG 200-700 Gesamtkosten - Mittelwert Gesamtkosten - soll Verhältnis zum Soll = 1,00

€ 15.337.331 15.552.286 15.587.713 13.373.526 15.198.151 17.318.423 € 15.509.222 15.509.222 15.509.222 15.509.222 15.509.222 15.509.222 € 15.500.000 15.500.000 15.500.000 15.500.000 15.500.000 15.500.000 0,99 1,00 1,01 0,86 0,98 1,12

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

45

Wettbewerbsarbeit Flächen und Rauminhalte
NF NF - soll TF - Technikfläche BGF BGF / NF BGF / NF - soll BRI Hüllfäche A/V m³ m² m² m² m² m²

1159
2.432 2.538 125 4.066 1,67 1,60 15.455 4.398 0,28

1160
2.610 2.538 80 4.045 1,55 1,59 16.897 4.512 0,27

1161

1162

1163

1164

2.533 2.538 167 3.989 1,57 1,57 17.383 4.243 0,24

2.749 2.538 131 4.273 1,55 1,68 14.852 4.321 0,29

2.562 2.538 223 3.733 1,46 1,47 16.978 4.370 0,26

2.645 2.538 214 4.044 1,53 1,59 17.236 4.992 0,29

Kosten brutto
KG 300 + 400 KG 300 + 400 - Mittelwert Verhältnis zum MW = 1,00 € € 9.450.902 9.896.724 0,95 9.140.662 9.896.724 0,92 9.435.147 10.145.547 9.896.724 0,95 9.896.724 1,03 8.929.268 10.182.397 9.896.724 0,90 9.896.724 1,03

KG 500 KG 500 - Mittelwert Verhältnis zum MW = 1,00

€ €

957.622 1.115.366 0,86

1.009.783 1.115.366 0,91

1.291.687 1.115.366 1,16

1.041.560 1.115.366 0,93

827.576 1.115.366 0,74

1.308.560 1.115.366 1,17

Gesamtkosten KG 200-700 Gesamtkosten - Mittelwert Gesamtkosten - soll Verhältnis zum Soll = 1,00

€ 14.895.755 14.521.262 15.090.015 15.747.770 13.958.902 16.006.270 € 15.509.222 15.509.222 15.509.222 15.509.222 15.509.222 15.509.222 € 15.500.000 15.500.000 15.500.000 15.500.000 15.500.000 15.500.000 0,96 0,94 0,97 1,02 0,90 1,03

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

46

Wettbewerbsarbeit Flächen und Rauminhalte
NF NF - soll TF - Technikfläche BGF BGF / NF BGF / NF - soll BRI Hüllfäche A/V m³ m² m² m² m² m²

1165
2.704 2.538 103 3.815 1,41 1,50 17.538 4.901 0,23

1166
2.837 2.538 171 3.904 1,38 1,54 14.629 4.231 0,29

1167
2.496 2.538 110 3.461 1,39 1,36 16.375 4.194 0,26

1168
2.628 2.538 196 4.217 1,60 1,66 18.274 4.592 0,25

1169
2.620 2.538 100 4.128 1,58 1,63 14.311 3.382 0,24

1170
2.668 2.538 134 4.341 1,63 1,71 15.159 4.187 0,28

Kosten brutto
KG 300 + 400 KG 300 + 400 - Mittelwert Verhältnis zum MW = 1,00 € € 9.483.220 9.896.724 0,96 9.202.717 9.896.724 0,93 8.234.938 10.866.728 11.251.958 10.292.295 9.896.724 0,83 9.896.724 1,10 9.896.724 1,14 9.896.724 1,04

KG 500 KG 500 - Mittelwert Verhältnis zum MW = 1,00

€ €

708.687 1.115.366 0,64

863.160 1.115.366 0,77

571.660 1.115.366 0,51

927.119 1.115.366 0,83

637.860 1.115.366 0,57

911.942 1.115.366 0,82

Gesamtkosten KG 200-700 Gesamtkosten - Mittelwert Gesamtkosten - soll Verhältnis zum Soll = 1,00

€ 14.376.008 14.395.360 12.759.334 16.433.021 16.401.637 15.820.440 € 15.509.222 15.509.222 15.509.222 15.509.222 15.509.222 15.509.222 € 15.500.000 15.500.000 15.500.000 15.500.000 15.500.000 15.500.000 0,93 0,93 0,82 1,06 1,06 1,02

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

47

Wettbewerbsarbeit Flächen und Rauminhalte
NF NF - soll TF - Technikfläche BGF BGF / NF BGF / NF - soll BRI Hüllfäche A/V m³ m² m² m² m² m²

1171
2.668 2.538 258 4.516 1,69 1,78 17.679 4.952 0,28

1172
2.791 2.538 182 4.730 1,69 1,86 18.670 4.948 0,27

1173

2.752 2.538 184 4.548 1,65 1,79 16.905 4.616 0,27

Kosten brutto
KG 300 + 400 KG 300 + 400 - Mittelwert Verhältnis zum MW = 1,00 € 10.817.316 11.388.784 10.406.400 € 9.896.724 1,09 9.896.724 1,15 9.896.724 1,05

KG 500 KG 500 - Mittelwert Verhältnis zum MW = 1,00

€ €

1.299.672 1.115.366 1,17

886.859 1.115.366 0,80

935.358 1.115.366 0,84

Gesamtkosten KG 200-700 Gesamtkosten - Mittelwert Gesamtkosten - soll Verhältnis zum Soll = 1,00

€ 16.992.357 17.326.903 16.447.879 € 15.509.222 15.509.222 15.509.222 € 15.500.000 15.500.000 15.500.000 1,10 1,12 1,06

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

49

2.9 Einzelberichte zu den Wettbewerbsarbeiten 1141 - 1173

Santiago Vives Arquitectura, Barcelona / gruppe F - Landschaftsarchitekten, Berlin | 2. Rundgang

1141

Planungsdaten
NF [m²] NF soll [m²] TF [m²] BGF [m²] BGF / NF BRI (V) [m³] Hüllfläche (A) [m²] A/V KG 300 + 400 [€] KG 500 [€] Kosten ges. [€] Kosten ges. soll [€] 2.514 2.538 148 3.863 1,54 14.573 4.307 0,30 9.206.902 894.126 14.350.893 15.500.000

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

1141
lichtet, Konservierung/Restaurierung ohne direktes Tageslicht. Konstruktion - Stahlbetonstützenkonstruktion, Kerndämmung, Klinker, Holz-Fenster, nach Süden Prallscheiben, Paneel-Lüftungsflügel. - Gründung mit eckigen Sichtbetonstützen im Raster von 5,4 m x 8,2 m, eingestellt in Grabungsfeld. Außenraum Außenraum ohne Bet- und Lehrhaus - Platzfläche auf Straßenniveau (Ortbeton). Tiefhof (-2,5m, wassergebunden) mit Anschluss an UG Besucherzentrum mit Präparierung der Befunde und Präsentation mit Beleuchtung. Stützwände aus Stahlbeton, Sichtflächen aus Corten-Stahlplatten. - Kirchenumrisse auf Platzfläche mit Metalllinien markiert (z.T. außerhalb WB-Grenze). Stracksche Fundamente durch 40 cm hohe Ziegelmauern abgebildet, innenliegender Ortbetonbelag mit Ziegelbruch versetzt. 2 archäologische Fenster. - „Balkon“ im Bereich der 2 westlichen Platanen, Baumscheibe mit Bodendeckern (Rosen, Efeu). - Tiefhof über Metalltreppe vom Petriplatz zugänglich, vom Besucherzentrum über Aufzug. Verbundglasplatten als Absturzsicherung. - Gläserne, eingefärbte Schautafeln aus Verbundglas entlang Gertraudenstraße (ca. 2,5 m hoch). - LED-Lichtlinien entlang Kirchengrundrisse, Bodenvitrinen, Stahlbrüstung und Schautafeln. - 2 Mastleuchten, 10 Fahrradbügel und 3 Bänke im Bereich der westlichen Platanen. Außenraum mit Bet- und Lehrhaus - Rückbau Betonbelag, Ziegelsteinmauern, archäologisches Fenster. Freifläche an Westseite. Ossarium - Im nordöstlichen Eckbereich. Fassung mit 90 cm hohen Muschelkalkblöcken entlang Straßen. Abdeckung mit Muschelkalkplatten und begehbarer Glasscheibe. Treppenzugang unter 1 Bodenplatte. Realisierbarkeit - B-Plan: Einhaltung der Konturen, Höhen und Staffelungen. - Raumprogramm erfüllt. - 2 innenliegende Treppenhäuser, Haupttreppe ohne direkten Ausgang ins Freie. - Notwendige Fenster zum Nachbargrundstück. - EnEV-30% mit Aufwand realisierbar. Notwendige Klimatisierung Ostfassade. Lüftung mit WRG. Geothermie. - Betriebskostenerwartung durchschnittlich. - Gesamtbaukosten deutlich unter dem Mittelwert. Bauwerkskosten deutlich unter Mittelwert. Außenanlagenkosten im Soll. - Unterdurchschnittliches Bauvolumen.

Gestaltung - Kompakter, 4- bis 5-geschossiger Baukörper als Teil eines einheitlich gestalteten Gesamtblockes. - Gebäudehöhe zum Petriplatz und Gertraudenstraße 17,5 m (4 Geschosse), Staffelung im Westen mit tiefem Rücksprung auf 21 m bzw. 25 m. Nach Norden 4-geschossig, 14 m mit Staffelung auf 17,5 m. - U-förmige, einen Innenhof bildende Nachbarbebauung, klare Fassadengliederung mit liegenden Fensterformaten. - Großflächig verglaster Erker am Petriplatz vom 1. OG bis 3. OG als „Schaufenster“, feingliedrige Differenzierung zum Bet- und Lehrhaus, oberer Abschluss als Terrasse, 2,4 m tief, im Norden über Eck. Innenseitig als geschossübergreifendes Ausstellungsregal (Holz-Pfosten-Riegel-Konstruktion) ausgebildet. - Klinkerfassade, ockerfarben und langformatig. Spielerisch angeordnete Fassadenöffnungen unterschiedlicher Formate und Ausbildung. Differenzierte Sichtbezüge in den Stadtraum. - Ehemalige Lateinschule als überbauter Außenraum, im südl. Bereich ab 0 m (Deckenhöhe ca. 2,7 m), nach Norden ca. 6,5 m hoher Luftraum, geprägt durch klare, rasterförmige Stützenstellung, Sichtbetonoberflächen und große Verglasung mit Einblick ins EG Besucherzentrum. Funktion - 2-geschossige Arkade als äußeres Foyer mit Sitzmöglichkeit vor Haupteingang an Gertraudenstraße. - Windfang mit einläufiger Treppe auf Grabungsfeld. - Zugang vom Petriplatz auf das Grabungsfeld über „Tiefhof“. - L-förmiges Foyer mit Blick auf die Grabungen. Offener Grundriss mit Ausstellung der neusten Funde. Internes Treppenhaus mit angelagertem Aufzug, dem Foyer zugeordnet. Anlieferung von Norden. - Besucherrundgang über alle Geschosse, im EG entlang großflächiger Verglasung zum Petriplatz, einläufige Treppe im Norden. - Wegeführung in den Obergeschossen entlang verglastem Erker mit 2-geschossigem Ausstellungsregal und vorgelagertem Luftraum. - Studiensammlung im 1. bis 3. OG als innenliegende Raumblöcke, Trennung Rundgang / Sammlungen durch Regale. - Restaurierungswerkstatt Keramik im 1. OG, großflächig verglast am Besucherrundgang. - Konservierung/Restaurierung mit durchbrochener Trennwand zum Rundgang. - Sonderausstellung und Vortragssaal mit mobiler Trennwand im 3. OG. Panoramafenster. Geschosshöhe 7,5 m.Terrasse über dem Erker. - Bedingt funktionale Anordnung, Nebenräume zum Teil gefangen angeordnet. 55 m² Studiensammlung und Eisenmagazin im UG. - Geschosshöhen: 3,5 m, 4. OG: z. Teil 7,5 m. - Aufenthaltsräume z. Teil über Innenhof natürlich be-

Bruno Fioretti Marquez Architekten, Berlin / Vogt Landschaftsarchitekten, Zürich | 4. Preis

1142

Planungsdaten
NF [m²] NF soll [m²] TF [m²] BGF [m²] BGF / NF BRI (V) [m³] Hüllfläche (A) [m²] A/V KG 300 + 400 [€] KG 500 [€] Kosten ges. [€] Kosten ges. soll [€] 3.055 2.538 140 4.971 1,63 16.980 4.529 0,27 11.573.481 1.676.704 18.395.742 15.500.000

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

1142
Konstruktion - Hell ocker eingefärbter Sichtbeton, hochdruckwasserstrahlbehandelt. Innendämmung. Ausstellungsräume mit Innenschale aus Sichtmauerwerk. Werkstätten mit Innenputz. - Flachgründung unter Erschließungsriegel. Pfahlgründung unter Wandträgern außerhalb der freigelegten Mauern. Streifenfundamente unter Umschließungswand. Nördliches Straßenpflaster wird leicht von Fundamenten tangiert. Außenraum Außenraum ohne Bet- und Lehrhaus - Platzfläche auf 2 Ebenen. - 1. Begehbare Fläche aus Stampflehm auf Straßenniveau über Strackschem Grundriss (Schutz der Befunde). Farbliche Unterscheidung der Fundamentbereiche und des Innenraums. Gehwegverbreiterung an der Scharrenstraße. - Erschließung des Grabungsbereichs durch Rampe (7%) an Straße Petriplatz und Treppe Scharrenstrasse. Ebener Zugang über UG des Besucherzentrums. - 2. Absenkung des Platzbereichs außerhalb Strackscher Kirche um 2,5 m. Stützmauern aus „Stampfbeton“. - Bestandsbäume auf Straßenniveau mit umlaufenden Stützmauern. Außenraum mit Bet- und Lehrhaus - Aufnahme des Neubaugrundrisses. Haupteingang des BLH durch Brückentreppe über Grabungsbereich. Entfernung des Stampflehms für zukünftige „alternative Gestaltung“ von UG des BLH. Ossarium - Im Nordosten in Stützmauer integriert. Realisierbarkeit - B-Plan: Auskragung Gertraudenstr. nach SW verlängert. Überschreitung Planungsgrenze zur Scharrenstr. problematisch. - Raumprogramm: Zahlreiche Abweichungen. Insg. +530m² davon u.a. Sammlungen +328m², Fundeingang -30m². - Rettungswege über innenliegende Schachteltreppe mit Mängeln. - Leichte Unstimmigkeiten der Fensterdarstellung in Ansicht und Grundriss. - EnEV-30% mit Bedenken realisierbar. Innendämmung mit bauphysikalischen Schwachstellen. Überwiegend natürliche Lüftung. Erneuerbarer Energien: keine Angaben. Betriebskostenerwartung: hoch. - Gesamtbaukosten deutlich über dem Mittelwert. - Bauwerkskosten deutlich über dem Mittelwert. - Außenanlagenkosten deutlich über dem Soll. - Überdurchschnittlich große Nutzflächen und Bruttogrundflächen.

Gestaltung - Massiver Sichtbetonbaukörper mit unregelmäßig gesetzter Lochfassade in zwei Öffnungsgrößen. - Zur Gertraudenstr. 6-geschossig (Traufhöhe 21,7m) plus Staffelgeschoss führt zu 7 Geschossigkeit an Petriplatzmitte (Höhe 25,2m). Zur Scharrenstr. 4-geschossig (Traufhöhe 14,8m), Baukörper folgt Straßenflucht. Zur Gertraudenstr. ab 2. OG Auskragung als Arkadenersatz bis südwestl. Planungsgrenze geführt. Dachterrasse über 6.OG nach Süden und Westen. - Abgeknickte westliche und östliche Fassadenkanten. Verschiebung der westlichen Planungsgrenze zugunsten Nachbarbebauung. - Nachbarbebauung zur Gertraudenstr. 6-gesch. (Höhe 21,7m), zur Scharrenstr. 3-geschossig (Höhe 11,6m). Tiefgaragenzufahrt von Norden, schmaler Innenhof an östl. Grundstücksgrenze. - Besucherzentrum versteht sich als „schützende Haube“ über Grundmauern der Lateinschule. Baukörper fußt an Straßenseiten und spannt wie Brücke über Ausgrabungen (Außenraum). - Drei großformatige, annähernd quadratische Festverglasungen markieren doppelgeschossige, versetzt angeordnete „Kammern“ als Schaulager, die „wie Hohlräume in einem massiven Baukörper konzipiert sind“. Zum Petriplatz trichterförmige Ausrichtung. Sonst kleinere Holzfenster als Fensterfolge von 2 bzw. 3 Öffnungen. - Grabungsfeld von außen und von UG zugänglich, zwei Fenster im EG gewähren Einblick. Funktion - Hauptzugang unter Auskragung Gertraudenstr. führt ins EG +0,5m über Zugangsrampe. - Anlieferung von Scharrenstraße. - Zwei ineinander verschachtelte, innenliegende Treppenräume in Gebäudemitte mit geringer Treppensteigung. Aufzug angrenzend. - Besucherrundgang startet am östlichen Ende des Petriplatzes über Rampe in -2,5m tiefer gelegenes Grabungsfeld, dann über UG ins Besucherzentrum. Alternativ über Haupteingang Gertraudenstr. ins Foyer mit integriertem Servicebereich. - Besucher gelangen über zentrales Treppenhaus vorbei an offenen Schaudepots auf allen Ebenen zur Ausstellung im 4.OG und zur Dachterrasse über 6.OG. - Studiensammlungen im 2., 3., 5. und 6.OG überwiegend ohne Tagesbelichtung. Einblicke für Besucher ggf. über Tür. - Werkstätten mit Nebenräumen im 1. und 2.OG. Ein Fenster gewährt Einblick in Restaurierungswerkstatt im 2. OG. Weitgehend funktionale Anordnung. - Schmales UG an westl. Grundstücksgrenze. - Geschosshöhe 3,45m, Schaudepots / Ausstellungsbereiche doppelte GH. Weitgehende Belichtung der Büros und Werkstätten. Mehrere Durchgangsräume.

Arge Kusus + Kusus und Eckert + Stadelmaier, Berlin / Bode - Williams + Partner, Berlin | 2. Rundgang

1143

Planungsdaten
NF [m²] NF soll [m²] TF [m²] BGF [m²] BGF / NF BRI (V) [m³] Hüllfläche (A) [m²] A/V KG 300 + 400 [€] KG 500 [€] Kosten ges. [€] Kosten ges. soll [€] 2.955 2.538 162 4.579 1,55 18.844 4.645 0,25 10.337.554 974.530 16.068.437 15.500.000

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

1143
Konstruktion - Stahlbetonkonstruktion mit Klinkervorsatzschale mit Wärmedämmung; 3-fach Verglasung; Fensterleibungen aus Klinker-Fertigteilen - Anordnen einer mittigen Stützenreihe in Erdetage (Achsabstand: 5,00 m); Flachdecken Außenraum Außenraum ohne Bet- und Lehrhaus - Erhöhung der Platzfläche an Gertraudenstraße und Straße Petriplatz (zwischen 30 – 70 cm). Geplantes BLH sowie rahmende Freiflächen und benachbarte Baumstandorte mit gestampftem Ziegelschutt belegt. Dort Anlage einer Sedum-Kräuter-Bepflanzung - Wege (Gussasphalt) auf verschiedenen Niveaus mit Stegen (Stahlkonstruktion, Gussasphalt), Treppen (Beton) und Einschnitten. Konservierung und Begehbarkeit des Bollensteinbelags auf mittelalterlichem Straßenniveau. Abdeckung von Holz- und Erdbefunden bzw. Sichtbarmachung über „Archäologische Fenster“. Archäologiemodell östlich des Besucherzentrums. Fassung der Sockel bzw. Einschnitte mit Schwarzstahl - Sitzbänke (Sichtbeton) in Fassungen aus Schwarzstahl integriert. Lichtbänder entlang Stahlsockel - Stahlgeländer zur Absturzsicherung sowie Handläufe an Treppen Außenraum mit Bet- und Lehrhaus - Erhalt der seitlich angrenzenden Freiräume mit Ziegelschutt Ossarium - Unterirdisch, einsehbarer, oktogonaler Raum. Unterbringung Gebeine in Wandnischen Realisierbarkeit - B-Plan: hinsichtlich der Konturen der Staffelgeschosse nicht eingehalten - Raumprogramm erfüllt; teilweise Abweichungen > 10 % (Ausstellungsfläche) - 2. Rettungsweg nicht nachgewiesen - Offener mehrgeschossiger Luftraum an Treppe - Barrierefreie Erschließung nur in Verlängerung der Brüderstraße - EnEV-30% ist realisierbar (Baukörper, Wandaufbau) - Betriebskostenerwartung unterdurchschnittlich - Wärmepumpe mit Grundwasserwärmequelle - Elektronisch optimierter Standard der Steuerung - Tageslichtversorgung partiell gegeben; natürliche Lüftung in den Aufenthaltsräumen überwiegend vorgesehen - Gesamtbaukosten 4% über dem Mittelwert - Bauwerkskosten über dem Mittelwert - Außenanlagenkosten über dem Soll - überdurchschnittliches Bauvolumen

Gestaltung - Durch horizontale Schichtungen stark differenzierter 6-geschossiger Baukörper, an der Gertraudenstraße unter Aufgreifen der Bauflucht des BLH über Bürgersteig auskragend - Zusammen mit Nachbarbebauung Ausbilden eines 1- bis 3-geschossigen, winkelförmigen Gebäudeteils als Staffelgeschoss an Gertraudenstraße sowie zu Petriplatz - Traufhöhe an der Gertraudenstraße 21,50 m, Staffelgeschoss 24,00 m. Zur Scharrenstraße Abstufung auf 15,50 m - Nachbarbebauung mit niedrigerem Wohnungsanteil an Scharrenstraße (3 Geschosse plus Staffelgeschoss) sowie Büronutzung an Gertraudenstraße (6 Geschosse plus Staffelgeschoss) - Horizontale Gliederung durch geringfügige Verschiebung der Geschosse soll Zeitschichten durch unterschiedliche Mauerverbände symbolisieren - Großteils geschlossene Klinkerfassade, geschlämmt, durch differenzierte Fensterformate gegliedert. Fensterleibungen durch angeschrägte Form betont - Dezentrale Zugänge über vielschichtige Wegeführung mit Treppenanlagen und Stegen - Hauptzugang über Steg von Platzseite - Im Erdgeschoss zweiseitig großflächige Öffnung zu den Befunden - Befunde sind im Außenraum über ‚archäologische Fenster‘ von oben und seitlich einsehbar Funktion - Zugangssteg führt von Osten über Archäologisches Fenster mit Blick auf Befunde der Petrikirche und der Lateinschule zu Haupteingang - Anordnen der zentralen Funktionen im Erdgeschoss: Information, Shop und Cafeteria - Offene, einläufige Treppe führt nach unten in die Erdetage - Begehung über Stege; Befunde außerhalb des Gebäudes über Erdetage erreichbar - Ausstellungsfläche im UG den Befunden zugeordnet - Zugang zu den OG‘s über zentrale Treppe entlang einer ‚archäologischen Vitrine‘, die die mittig angeordneten Studiensammlungen fasst - Studiensammlung auf mehrere Ebenen verteilt, innenliegend; Schaudepot im 3. OG der Studiensammlung zugeordnet - Im 1. und 2. OG: Anordnen der Werkstätten und des Restaurierungsbereichs jeweils an Ostseite - 3. OG: Verwaltungsbereich - 4. OG: Ausstellungsbereich und Vortragssaal (partiell 2-geschossig) mit dreiseitig umlaufender Terrasse inklusive ‚Grabungskiste‘ für Kinder - 5. und 6. OG: Magazine, Sammlung, Technikflächen - Lichte Raumhöhe EG 3,00 / 6,00 m; OG’s 3,00 m - Nebenfunktionen als Spange an Brandwand - Anlieferung von Scharrenstraße über Aufzug

Holzer Kobler Architekturen, Zürich / Hager Partner AG, Berlin | 1. Rundgang

1144

Planungsdaten
NF [m²] NF soll [m²] TF [m²] BGF [m²] BGF / NF BRI (V) [m³] Hüllfläche (A) [m²] A/V KG 300 + 400 [€] KG 500 [€] Kosten ges. [€] Kosten ges. soll [€] 2.836 2.538 132 4.024 1,42 15.813 4.145 0,26 9.237.856 1.779.769 15.368.004 15.500.000

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

1144
- Fundamente über Pfahlköpfe (Pfähle min. 30m tief) gegründet, zur Schalung Decke über EG temporäre Überschüttung der Befunde nötig. Außenraum Außenraum ohne Bet- und Lehrhaus - Gesamter Platzbereich außer Gehwegverbreiterung Scharrenstraße 2 m abgesenkt („Fenster in die Zeitgeschichte“). Umlaufende 2,0 bis 2,6 m hohe Stützmauer aus Sichtbeton mit linearen Strukturen („Geschichtshorizonte“). Strackschen Befunde erhaben gegenüber Platzniveau, nicht begehbar. - Wege aus wassergebundener Decke (Naturstein). Bodenfenster über tiefer liegenden Befunden. Markierung der Kirchenumrisse im Gehwegbereich Gertraudenstraße durch Edelstahlbänder (außerhalb WB-Grenze). Bestandsbäume in erweiterten Gehweg integriert. - Abgesenkte Platzfläche mit Anschluss an Lateinschule über Treppen, Rampe und Aufzug (Besucherzentrum) erreichbar. - Stahlgeländer zur Absturzsicherung sowie Handläufe an Treppen. - Lineare Lichtelemente in Stützmauer. Punktleuchten auf den Platz und innerhalb Bodenfenster. - Bänke aus Beton mit Holzauflage in Stützmauer integriert. Außenraum mit Bet- und Lehrhaus - Aufnahme des Neubaugrundrisses inkl. Terrasse. Überbrückung der darunter liegenden Platzfläche. Temporärer Platzentwurf bildet Untergeschoß des BLH („Krypta“). Ossarium wird überbaut und über BLH oder Grabungsebene erschlossen. Ossarium - Regalanlage innerhalb Stützmauerwerk aus weißlich-grauem Sichtbeton an nordöstlicher Platzecke. Lichte Gesamthöhe 2,4 m, Tiefe 6,0 m. 640 Einzelregale. Von abgesenkter Platzfläche und Fenster im Gehweg einsehbar. Realisierbarkeit - B-Plan: Höhen innerhalb B-Plan, keine Staffelgeschosse zur Gertraudenstraße. - Raumprogramm erfüllt. - Ein notwendiges Treppenhaus ohne direkten Zugang ins Freie. - Ernergieeffizienz: EnEV-30% aufgrund gewählter Fenster und Glasfassade nicht erfüllbar, Natürliche Lüftung partiell möglich, Erneuerbare Energien: Fernwärmeanschluss, Geothermie, Spitzenlast-Kälteaggregat. - Betriebskostenerwartung: überdurchschnittlich - Gesamtbaukosten knapp unter dem Mittelwert - Bauwerkskosten deutlich unter dem Mittelwert - Außenanlagenkosten deutlich über dem Soll

Gestaltung - 6-geschossiges max. 21,5m hoher, über den Fundamenten der Lateinschule aufgeständerter Baukörper, „verschmilzt Alt und Neu auf natürliche“ Weise, ist klar zum Petriplatz orientiert. - Zwei horizontale Bauvolumen als Verweis auf das Thema der archäologischen Schichtungen. Massives, 3-geschossiges Gebäudeteil auf drei „Füßen“ von transluzentem Baukörper umfasst. Nächtlicher Eindruck „einer schwebenden archäologischen Schatzkiste“. - Massives Baukörperteil aus vorfabrizierten Betonelementen mit horizontalen Vertiefungen, kleinen liegenden Fensterformaten und leicht rötlicher Einfärbung. Transluzentes Gebäudevolumen mit zweischaliger Glasfassade, dazwischen liegend aluminiumbeschichtetes Kunststoffgewebe, keine formalen Bezüge auf das BLH. - Zentraler 3-geschossiger Raum als „Herzstück des Besucherzentrums“, umschlossen von Regalstrukturen für „inszenierte Fundstücke“. Begehbare Verglasungen für Durchblicke auf Befunde der Lateinschule. Vortragssaal als „eigenständige Raumskulptur“ in Raumvolumen eingehängt“. - Gebäudeauskragung über Getraudenstraße akzentuiert Zugang und interpretiert Arkadengang. - Gesamter Platzbereich incl. Lateinschule „permanent“ öffentlich zugänglich und durchwegbar. Funktion - Zugänge von Getraudenstraße und Scharrenstraße, unterhalb Gebäude über Aufzugsanlage. - 6-geschossige Erschließungs- und Servicespange entlang Brandwand zum Nachbarn. - EG Zugänge, Serviceschiene und Luftraum über Grabungsfeld Lateinschule. - 1.OG Foyer- und Ausstellungsebene von Schaudepots und Studiensammlung umlagert. - 2.OG Studiensammlung und Eisenmagazin. - 3.OG Studiensammlung. - 4.OG: Werkstätten und Verwaltung. - 5.OG: Forschungsbereich als „gläserne Werkstatt der Archäologie“/Museum für Vor- und Frühgeschichte, Cafe nach NO mit Dachterrasse - innenliegende Raumzonen mit Belichtungs- und Belüftungsproblematik. - Geschosshöhe offenes UG:5,5m Geschosshöhe Normalgeschoss: 3,0m, Zentraler Saal: 10m. Konstruktion - Lastabtragung über drei Stützen und zwei durchgehende Wände angrenzend zum westl. Baufeld. - Decke über offenem EG als „gevoutete massive Stahlbetonplatte“ zur Lastverteilung, 1.-3.OG als Stahlbetonkonstruktion mit darüberliegender „Cobiaxdecke“, Geschosse 4.+5.OG als leichtere Konstruktionen - Stahlbetonrippendecke auf Trapezprofilen und Trapezblechdecken.

Werner Tscholl Architekt, Morter / Frowin Oberrauch Landschaftsarchitektur, Bozen | 1. Rundgang

1145

Planungsdaten
NF [m²] NF soll [m²] TF [m²] BGF [m²] BGF / NF BRI (V) [m³] Hüllfläche (A) [m²] A/V KG 300 + 400 [€] KG 500 [€] Kosten ges. [€] Kosten ges. soll [€] 2.550 2.538 105 3.922 1,54 14.344 4.879 0,34 10.532.659 1.387.408 16.478.318 15.500.000

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

1145
- Äußere Fassade selbsttragend aufgestellt auf historischem Fundament. Lastabtragung über Sichtbetonstützen, im Raster innenseitig abgerückt von historischem Fundament. Außenraum Außenraum ohne Bet- und Lehrhaus - Gesamtfläche auf Straßenniveau. Dreiteilung des Raums. - 1. Umrissmarkierung des BLH mittels 3,6 m hohen, grünen Wänden. Pflanzen in Trögen mit Rankhilfen. Mehrere Durchgänge zum Innenraum („3 Konfessionenplatz“), Belag aus sandgestrahlten Betonplatten auf Stahltragwerk. Darunter liegende Befunde über Teleskoprohre und Spiegelsystem sichtbar. Arkadenzone BLH mit Steinquadern markiert. - 2. Offene Platzfläche zwischen Besucherzentrum und BLH. Mit Betonplatten auf Unterkonstruktion befestigt. Darunter Luftraum mit Befunden, vom Platzniveau über Schaukästen und vom Untergeschoß über Fenster einsehbar. - 3. Parkgestaltung entlang Scharrenstraße. Ergänzung Baumbestand mit Hainbuchen. Anlage von Rasenflächen und wasserbefestigten Wegen. - Sitzelemente aus Sichtbeton mit integrierten LED Leuchten. LED Streifen in Bodenplatten am „3 Konfessionenplatz“. Bodenfluter im Parkbereich. - 10 Fahrradstellplätze an Scharrenstraße. Außenraum mit Bet- und Lehrhaus - Rückbau Betonplatten und Stahltragwerk. Aufnahme des Neubaugrundrisses. Treppe an Nordwestseite. Treppe vom Ossarium führt in Kellergeschoß BLH. Ossarium - Im Nordosten. Sechseckiges, begehbares Bauwerk (> 6,0 m) mit geschlitzter Ziegelfassade und Glaskubus. Einsehbarer unterirdischer „Urnenraum“. Benachbart „3700 Tulpenwiese“. Realisierbarkeit - B-Plan: Kein Rücksprung im Norden, Abweichung der Staffelung und Gebäudehöhe (+ 1,7 m). Im Süden verlängerte Arkade. Durchwegung des Blocks. Problematischer Abstand zum Nachbargrundstück. - Programm erfüllt. Zusätzliche Ausstellungsfläche im UG und Kirchenschauraum von ca. 115 m². - Zwei innenliegende Treppenhäuser, kein direkter Ausgang ins Freie. - Rampe ca. 4 m zu kurz. - EnEV-30% realisierbar. Lüftung mit WRG, Fensterlüftung möglich. Keine Aussage zu erneuerbaren Energien. - Betriebskostenerwartung durchschnittlich. - Gesamtbaukosten und Bauwerkskosten über dem Mittelwert. - Aufwendige Fassadenkonstruktion. - Außenanlagenkosten deutlich über dem Soll.

Gestaltung - 4- bis 6-geschossiger Solitär, eingehüllt mit einer perforierten, vorgestellten Fassade, geprägt durch Silhouetten historischer Figuren. Haus-in-Haus-Konzeption. - Grundstückstiefe Fuge zur Nachbarbebauung, Breite ca. 1,2 m bis 2,8 m. - Gebäudehöhe zum Petriplatz und Gertraudenstraße 21 m, gestaffelt auf 23,4 m. Zur Scharrenstraße 16,2 m, gestaffelt auf 19,8 m – 23,4 m. - Nachbarbebauung als 3- bis 4-geschossiger, gestaffelter U-förmiger Baukörper mit eigenständiger Gestaltung. - Vorgestellte Fassade aus Sichtbeton mit leicht grobkörniger Oberfläche, in Farbe und Textur angepasst an BLH. Geschosshohe, ausgestanzte Silhouetten, zum Teil große, eingeschnittene „Schaufenster“. Weit auskragender Aussichtsbalkon auf +9 m. - Integration der ehemaligen Lateinschule ins Gebäude. Einblick über Luftraum und von außen durch vorgestellte Hülle. Funktion - Arkade, Höhe ca. 4,8 m gebildet durch vorgestellte Hülle. Haupteingang über Fassaden-Zwischenraum im Westen, Rampen von Norden und Süden ins EG auf + 1,8 m. Großer Luftraum mit Blick auf die Grabungen, eingestelltes Plateau mit winkelförmiger Rampe auf das Grabungsfeld. - Anlieferung im Nord-Westen. - Einläufige Treppe vom Grabungsfeld ins 1. OG. Aufzug als Durchlader. - Zugang vom Petriplatz auf das Grabungsfeld über Tiefhof. - Nördlicher EG-Trakt auf 2,2 m mit Nebenräumen, pädagogischer Dienst und Aufenthalt, separiert durch Niveauversprung. Separater Eingang. - Zentrale, offene innenliegende Schiene aus 2-läufiger Treppe und Aufzug in die OG. Besucherrundgang als zentrale Zone am Treppenhaus mit Einblick in Arbeitsbereiche. - Werkstätten, Nebenräume und Ausstellungsflächen im 1. OG. - Studiensammlung im 2., 3. und 5. OG. Im 2. OG auskragender Aussichtsbalkon zum Petriplatz. 3.OG mit großer Terrasse nach Nord-Westen. - Vortragssaal und Ausstellung im 4. OG. - Geschosshöhen: EG: 5,4 m, Nebenräume: 2,7 m und 3,2 m. 1. bis 5. OG: 3,6 m. - Aufenthaltsräume über vorgelagerte Perforationen natürlich belichtet / belüftet. Innere Schale mit Öffnungsflügeln und Brüstungen. Sonnenschutz durch perforierte Hülle. Konstruktion - Stahlbetonskelett, tragende Innenwände aus Stahlbeton, Außenwände Kalksandstein, Verkleidung mit schwarzen Fassadenplatten.

Mola + Winkelmüller, Berlin / Irene Lohaus Peter Carl Landschaftsarchitektur, Hannover | 1. Rundgang

1146

Planungsdaten
NF [m²] NF soll [m²] TF [m²] BGF [m²] BGF / NF BRI (V) [m³] Hüllfläche (A) [m²] A/V KG 300 + 400 [€] KG 500 [€] Kosten ges. [€] Kosten ges. soll [€] 3.023 2.538 122 4.562 1,51 20.533 4.827 0,24 11.332.926 1.462.979 17.534.007 15.500.000

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

1146
Außenraum Außenraum ohne Bet- und Lehrhaus - Gesamter Platzbereich 1,5 m unter Straßenniveau. Höhenüberbrückung durch Sitz- und Gehstufen aus Beton an Längsseiten des Platzes. Freilegung und Präsentation der Strackschen Fundamente. Rasen im Kirchengrundriss zum Schutz der Befunde. 2 Bestandsbäume durch Ortbetoneinfassung auf Straßenniveau in Treppenanlage integriert, Unterpflanzung mit Heckenpaketen. - Sonstige Platzfläche aus Ortbeton mit Abbildungen von Befunden und Funden im Fotobetonverfahren. Markierung wichtiger Befunde durch verschiedene Metalllinien (Blei / Mittelalter, Eisen / Gotik, Messing / Barock). - Erschließung der Platzfläche über Treppenanlagen aus Ortbeton, außerdem Plattformlift an Scharrenstraße. Barrierefreier Zugang zum UG Besucherzentrum. - Absturzsicherung und Handläufe an Treppen und Sitzstufen. Außenraumbeleuchtung. - Fahrradbügel am Eingangsbereich Besucherzentrum, 2 Informationstafeln (textlich erwähnt). Außenraum mit Bet- und Lehrhaus - Aufnahme des Neubaugrundrisses inkl. Terrasse (+1,5 m). Erhaltung der Grabungsebene unter BLH. Aufstockung des Plattformlifts (vorgesehene Rampe entfällt). Erhöhung des Ossariums um 1,5 m (Terrassenbrüstung). Erhalt des östlichen Bestandsbaums auf Straßenniveau (Pflanztrog). Ossarium - Schmaler mauerartiger Baukörper über gesamter Stirnseite des Platzes. Dach in Brüstungshöhe über Straßenniveau. Auf mittelalterlichem Niveau Sicht ins Innere. Realisierbarkeit - B-Plan: Auskragung Gertraudenstr. nach SW geringfügig verlängert. Überschreitung Planungsgrenze zur Scharrenstr. problematisch. - Programm erfüllt. Zahlreiche Abweichungen. Insg. + 500m² davon u.a. Sammlungen +167m², Möbellager +58m², Ausstellung +50m². - EnEV-30% unrealistisch. Transparente Fassade erfordert Klimatisierung. Über Grabungsfeld kein Wärmeschutz erkennbar. Natürliche Lüftung partiell möglich. Erneuerbare Energien: Geothermie (Bohrkernaktivierung) plus Spitzenlast-Gasbrennwerttherme. Betriebskostenerwartung: sehr hoch. - Gesamtbaukosten deutlich über dem Mittelwert. - Bauwerkskosten deutlich über dem Mittelwert. - Außenanlagenkosten deutlich über dem Soll. - Überdurchschnittlich großes Bauvolumen. - Überdurchschnittlich große Nutzflächen und Bruttogrundflächen.

Gestaltung - Kompaktes Gebäude mit einheitlicher Fassade und einheitlicher Gebäudehöhe (23,9m). Nach Norden (Traufhöhe 17,9m) nach Süden (Traufhöhe 11,6m) mit nach oben zurückweichenden, abgeschrägten Gebäudeabschlüssen. Abgeschrägte Auskragung zur Gertraudenstraße über Eingangsbereich. Fortsetzung der Straßenflucht Scharrenstr. außerhalb Planungsbereich. - Nachbarbebauung übernimmt Traufhöhen von Besucherzentrum. Innenhof. - Westliches Gebäudedrittel mit UG bildet Gebäuderücken. - Umlaufende, horizontale Fassadengliederung als Pfostenriegelfassade mit überbreiten Riegeln (35 cm), die als Ablagefläche/Schaufenster genutzt werden können. - Große Fensteröffnung mit Rücksprung nordöstl. im 1. und 2.OG vor Ausstellungsfläche und Restaurierungswerkstatt. Studiensammlungen im 3. und 4. OG zeichnen sich hinter Fassade ab. Dachterrasse nach Osten in Fassade ablesbar. - Räume gruppieren sich um gebäudehohes, zentrales, nach oben verglastes Atrium mit massiven Brüstungen u. integrierten, offenen Treppenläufen - Rahmenlose, umlaufende Festverglasung im EG auf aufgemauerten Bestandsfundamenten gewährt Einblick in Grabungsfeld. Vier expressive V-Stützen in Grabungsfeld eingestellt. Funktion - Ebenerdige Zugänge von Scharren- und Gertraudenstr. führen in großzügige Eingangsebene mit Luftraum über eh. Lateinschule. Auf UG Niveau führen Stege mit Abstand zu den Befunden ins Grabungsfeld mit Ausgang zur Freifläche auf mittelalterlichem Niveau. - Zwei geschlossene Treppenhäuser und ein Aufzug entlang westl. Grundstücksgrenze, zweiter Aufzug an Atrium angegliedert. - Besucher nutzen einläufige Treppen entlang des Atriums, vorbei an transparenten Werkstätten mit Nebenräumen im 1. und 2.OG und an Magazinflächen (im 3. und 4.OG) bis zum Ausstellungs- und Vortragsraum mit östlicher Terrasse im 5.OG. - Funktionale Anordnung der Räume. Tischlerei öffnet nur zu Atrium sonst alle Aufenthaltsräume natürlich belichtet und belüftet. Geschosshöhe 4m. Konstruktion - Massivbauweise. V-Stützen im Grabungsinnenfeld. Bohrkerne unter V-Stützen zur Nutzung von Geothermie. Lastverteilende zweiachsige Hohlkörperdecken oberhalb V-Stützen. - Alu-Glas-Vorhangfassade mit Lüftungsklappen. Ostund Westfassade mit Sonnenschutzverglasung. - Eingangsbereich: Terrazzo. Werkstätten Industrieparkett.

Nieto Sobejano Arquitectos, Berlin / Planorama Landschaftsarchitektur, Berlin | Anerkennung

1147

Planungsdaten
NF [m²] NF soll [m²] TF [m²] BGF [m²] BGF / NF BRI (V) [m³] Hüllfläche (A) [m²] A/V KG 300 + 400 [€] KG 500 [€] Kosten ges. [€] Kosten ges. soll [€] 2.508 2.538 183 3.502 1,40 13.626 4.118 0,30 9.527.006 967.987 14.443.098 15.500.000

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

1147
- Eingangsbereich mit Eichenparkett; OG‘s mit geschliffenem Estrich Außenraum Außenraum ohne Bet- und Lehrhaus - Leicht abgesenkte Holzplattform ( 10 cm) sitzt über Kirchengrundriss auf Stahlgerüst mit Punktfundamenten. Übrige Fläche (wassergebunden) ebenfalls abgesenkt und bis auf mittelalterliches Niveau geneigt ( 0,5 m bis 1,5 m). Begehbare Schauvitrinen über Befunden. Fassung Platz („Schwelle“) und Innenwände Vitrinen aus rauhen Stahlplatten. Rahmung von 2 Bestandsbäumen und neuem Obstbaum mit Stahlpanelen als Sitzmöbel - Zugang über „Schwelle“, Stufen und Rampe im Nordosten. Holzplattform über Stufen erreichbar Außenraum mit Bet- und Lehrhaus - Rückbau Holzplattform. - Ausbildung Terrasse an Westseite, dort Erhalt Schauvitrinen - Zusätzliche Stufen an Gertraudenstraße. Zugang Terrasse über Rampe - Sitzgruppen aus Holz, Sitzmöbel unter Bäumen Ossarium - Im Nordosten. Versenkter, kubischer Körper aus Stahlbeton, Seitenwände aus rauhem Stahl. Aufsitzende Glashaube, einsehbar. Konservierung Gebeine durch „Klimaschrank“ Realisierbarkeit - B-Plan: hinsichtlich der Konturen der Staffelgeschosse und der Höhe nicht eingehalten - Raumprogramm erfüllt; Ossarium zu klein - Diskrepanzen zwischen Grundrissen und Schnitten - Abstandsflächen zwischen den Gebäuden nicht ausreichend - Grundstück Nachbarbebauung mit geringerer Ausnutzung - 2. Treppenhaus innenliegend und ohne direkten Ausgang ins Freie - Barrierefreie Erschließung Erdetage unklar - Lufträume über mehrere Geschosse - Einhaltung EnEV-30% aufgrund sehr hoher Glasflächen unrealistisch; erhöhter Anteil von teilklimatisierten Räumen erforderlich - Betriebskostenerwartung hoch - Fernwärmeanschluss, Photovoltaikelemente - Tageslichtversorgung partiell gegeben; natürliche Lüftung in den Aufenthaltsräumen überwiegend vorgesehen - Gesamtbaukosten deutlich unter dem Mittelwert - Bauwerkskosten deutlich unter dem Mittelwert - Außenanlagenkosten über dem Soll - Unterdurchschnittliches Bauvolumen

Gestaltung - Anordnen von zwei orthogonalen Solitären für Besucherzentrum und Nachbarbebauung an konisch zulaufendem Durchgang zwischen Gertraudenstraße und Scharrenstraße - 7-geschossiger orthogonaler Baukörper Besucherzentrum mit Auskragung an Gertraudenstraße, gegenüber Bauflucht BLH zurückgesetzt - Verglastes Sockelgeschoss umschließt Erdetage und greift Verlauf der Lateinschule auf - Staffelung von 7 auf 4 Geschosse nach Norden; Höhenentwicklung an Gertraudenstraße 25,00 m; Traufhöhe Scharrenstraße 14,30 m - Nachbarbebauung treppt von 6 Geschossen (21,50 m) auf 3 Geschosse (11,0 m) an Scharrenstraße ab - Monolithischer Fassadenaufbau des Besucherzentrums im Wechsel von transluzenten Flächen (Glas mit Siebdruck) und opaken Steinpaneelen - Sockelgeschoss aufgeständert und großflächig verglast - Bebauung Kleine Gertraudenstraße nimmt Fassadengliederung auf - Erdetage mit begehbarem Deck versehen, das von den Außenmauern der Lateinschule durchstoßen wird - Befunde im Außenraum über archäologische Fenster von oben einsehbar Funktion - Hauptzugang von Straßenniveau Gertraudenstraße führt über Treppe bzw. Aufzug zu tieferliegenden Ebene (-1,50 m) mit partieller Freilegung der Befunde - Erschließungskerne (2 Treppenhäuser und Aufzüge) sind in den Ausgrabungsbereich eingestellt - Im 1. OG Ausstellungs- und Vortragsebene sowie Servicebereich - 2. OG Fundeingang und Restaurierungsbereich Werkstätten im 3. OG - Studiensammlungsflächen von 3. - 6. OG aufgeteilt - Schaudepot als separater Bereich im 3. OG zugeordnet - Sämtliche Räume natürlich belichtet und belüftbar - Lichte Raumhöhe EG/UG 2,50/4,25 m; OG‘s 3,00 m - Partielles UG mit Besucher-WC und Technik - Anlieferung von Scharrenstraße über Aufzug Konstruktion - Stahlbeton-Stützenkonstruktion mit aussteifenden Wandscheiben und Kernen - Über Erdetage 60 cm starke Betondecke zum Lastabtrag; Gründung mittels Großbohrpfählen - In Erdetage Stützenreihen in den Randbereichen; aussteifende Kerne im Innenbereich - Wandaufbau im transluzenten Bereich mittels 3-fach Verglasung mit vorgesetzter Siebdruckebene; im opaken Bereich Steinpaneele mit dahinterliegender Wärmedämmung

Max Dudler, Berlin / Atelier Loidl Landschaftsarchitekten, Berlin | 3. Preis

1148

Planungsdaten
NF [m²] NF soll [m²] TF [m²] BGF [m²] BGF / NF BRI (V) [m³] Hüllfläche (A) [m²] A/V KG 300 + 400 [€] KG 500 [€] Kosten ges. [€] Kosten ges. soll [€] 2.572 2.538 118 4.451 1,73 17.294 4.095 0,24 9.625.940 1.259.153 15.565.412 15.500.000

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

1148
ten ab, leitet Sie zu den Gründungspunkten. Im inneren Befundfeld wird das Gebäude über 7 Stützen abgetragen. - Fundamente als Brunnengründung bzw. als Bohrpfahlgründungen vorgesehen. Außenraum Außenraum ohne Bet- und Lehrhaus - Absenkung der Platzfläche auf 3 verschiedene Niveaus. Bereich der Strackschen Kirche 1,0 m unter Straßenniveau (Ebene 1). Fläche am Besucherzentrum und an Scharrenstraße 1,5 m (Ebene 2). Bereich Scharrenstraße und Straße Petriplatz 3,0 m (Ebene 3). Platzflächen aus wassergebundener Decke (beige). Gesamte Fläche begehbar. Sichtfenster über tiefer liegenden Befunden. - Entlang Scharrenstrasse „Skulpturales Großmöbel“ aus Sichtbetonteilen als erweiterte Gehwegsfläche mit integrierter Rampe. Bestandsbäume auf Straßenniveau in „Großmöbel“ integriert. Betontreppe an Straße Petriplatz. Betonstützmauer entlang Gertraudenstraße und Straße Petriplatz. - Ebene 3 durch Treppe entlang Ossarium erschlossen. Ebene 2 über Rampe und Treppe erreichbar. Treppe zum UG des Besucherzentrums. Ebene 1 über begehbare Fundamente erreichbar. - Geländer zur Absturzsicherung sowie Handläufe an Treppen. In Rampe integrierte Sitzstufen. Holzbank an der Scharrenstrasse. Fahrradbügel (Gehwegbereich Gertraudenstraße). Außenraum mit Bet- und Lehrhaus - Aufnahme des Neubaugrundrisses. Erhalt der Platzgestaltung auf Ebene 2 und 3. Eingang BLH an Scharrenstraße. Ossarium - Im Nordosten. Regalsystem hinter Glas in Stützwand. Unterbringung Gebeine in Wandnischen. Von oben und seitlich einsehbar. Realisierbarkeit - B-Plan: Höhen innerhalb B-Plan, kein Staffelgeschoss zur Gertrauden- und Scharrenstraße. - Raumprogramm erfüllt. - Energieeffizienz: EnEV-30% aufgrund sehr hohen Anteils transparenter Außenwandflächen trotz Dreifachverglasung unrealistisch, Klimatisierung erforderlich, Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung vorgesehen, Erneuerbare Energien: Photovoltaikelemente auf Flachdach. - Betriebskostenerwartung: sehr hoch wegen großen Klimatisierungsanteils. - Gesamtbaukosten im Mittelwert - Bauwerkskosten unter dem Mittelwert - Außenanlagenkosten deutlich über dem Soll

Gestaltung - 6-geschossiger, max. 21,5m hoher Baukörper, folgt grundrisslich der Figur der Lateinschule, Orientiert sich mit 6geschoss. Gebäudekörper zum Petriplatz. Zum westlichen Baufeld Abtreppung auf 4 Geschosse. Ausbildung eines Baublockes mit zwei ausgeprägten Kopfbauten. - Gebäude mit dem „Motiv des Raumgitters“ als architektonisches Leitbild im Inneren und Äußeren entwickelt. Kontur der ehem. 2-geschossigen Lateinschule zeichnet sich in der Fassade durch „eine Verdopplung des Bandrasters“ ab. - Fassade als Rasterfassade aus monolithischem Ortbeton (Dämmbeton), dunkel pigmentiert, geschosshohe Fenster mit Edelstahlrahmen (brüniert).Keine formalen Bezüge auf das BLH. - Hauptzugang unter Kolonnaden an der Gertaudenstraße zu Infobereich und Cafe, EG ist an dieser Stelle gleichzeitig Galerie über „Befundebene“ (h= 6m), Anbindung über große Freitreppe. Darüberliegend schmaler, gebäudehoher Luftraum (“archäologischer Schnitt“). Luftraum gliedert die weiteren Geschosse. Nutzungen lagern sich ringförmig darum. Funde werden geschossübergreifend präsentiert. - Befundfeld Lateinschule witterungsbeständig in Bauvolumen integriert, verschließbar. - Gebäudeinneres als „veredelter Rohbau“, Stützen und Unterzüge monolithisch (Ortbeton), „Werkstatthafter Charakter“ intendiert. Regale als weitere Schicht des Raumgitters in verzinkter Ausführung. Funktion - Hauptzugang von Getraudenstraße und Nebeneingang Scharrenstraße. Befundebene Lateinschule über Treppenanlage mit öffentlicher Befundebene verbunden. - Vertikale Haupterschließung über zentrale, einläufige Treppeanlage mit angelagerten Ausstellungsflächen. - EG Zugang, Information, Cafe und Luftraum über Grabungsfeld Lateinschule. - 1.OG Restauration, Konservierung, Nichtöffentliche Werkstätten, Labor, Eisenmagazin. - 2.OG Studiensammlung, Pädagogischer Dienst. - 3.OG Studiensammlung Schaudepot. Gastwissenschaftler. - 4.OG: Studiensammlung, Verwaltung. - 5.OG: Ausstellung, Vortragssaal. - Geschosshöhe UG/EG: ca. 6,0m, Regelgeschoss 3,0 m. Konstruktion - Haupttragwerk als „räumliches Gitter“, Stabtragwerk. Aussteifung über Treppenkerne und der außenliegenden Brandwand. - Gebäudeaußenwände werden im Bereich Petriplatz auf den Außenmauern der Lateinschule abgesetzt. Wandartiger Über- und Unterzug fängt hier Stützlas-

AFF architekten, Berlin / Bernard und Sattler Landschaftsarchitekten, Berlin | 2. Preis

1149

Planungsdaten
NF [m²] NF soll [m²] TF [m²] BGF [m²] BGF / NF BRI (V) [m³] Hüllfläche (A) [m²] A/V KG 300 + 400 [€] KG 500 [€] Kosten ges. [€] Kosten ges. soll [€] 2.630 2.538 135 3.872 1,47 16.084 4.396 0,27 9.248.478 839.730 14.433.780 15.500.000

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

1149
Außenraum Außenraum ohne Bet- und Lehrhaus - Zusammenhängende Platzfläche auf Straßenniveau (Naturstein, Mosaik). Kirchenumrisse mittels farblicher Nuancen im Belag angedeutet. Umriss BLH mit hellgrauen Betonplatten gekennzeichnet. Grundriss BLH als Tennenfläche. 40 m langes und 2m hohes Stadtmöbel (Metallkonstruktion mit Holzlattung) entlang Arkadengang BLH. Fungiert Straßenseitig als Wand mit Schriftzügen und zur Platzfläche als Sitzbank mit vorgelagerter Terrasse. Befunde und Bollensteinbelag über begehbare archäologische Fenster sichtbar (Glas mit Flachstahlrahmen, Ortbeton mit Lattenschalung). - Integration Bestandsplatanen, mit Tennenfläche an Scharrenstraße. Neupflanzung Linde an Scharrenstraße (Bäume an Straße Petriplatz). - Haupteingang Besucherzentrum vom Petriplatz. - Sitzhocker auf Holzterrasse und unter Platanen. - 10 Fahrradstellplätze nördlich Haupteingang. Außenraum mit Bet- und Lehrhaus - Rückbau Tennenfläche und Stadtmöbel. Aufnahme des Neubaugrundrisses. Ossarium - Im Nordosten, unterirdisch (Ortbeton mit Lattenschalung). Gebeine in Nischen. „Dezent“ ausgeleuchtet. Über 3 Fenster (1x1 m) von oben einsehbar. Realisierbarkeit - B-Plan: Verzicht auf Arkade. Modifizierung des Rücksprungs im Norden. - Programm erfüllt. Aufenthalt Restaurierung geteilt im 1. und 2. OG. - Ein baulicher Rettungsweg. Zweite Treppe innenliegend und nicht durchgehend. - Grabungsfeld nicht barrierefrei erschlossen. - Zum Teil problematische Belichtung. - EnEV-30% realisierbar. Kein Sonnenschutz. Wärmebrücken im Fensteranschluss / Mauerwerk. Lüftungsanlage mit WRG. Wärmepumpe plus Spitzenlast-Gasbrennwerttherme. - Betriebskostenerwartung überdurchschnittlich. - Gesamtbaukosten und Bauwerkskosten deutlich unter dem Mittelwert. - Außenanlagenkosten deutlich unter dem Soll.

Gestaltung - 6-geschossiger Baukörper mit markanter Höhenstaffelung nimmt Bezug auf BLH. Verzicht auf Arkade und Ausbildung einer eindeutigen Blockkante zur „Hervorhebung der Prägnanz des BLH“. - Gebäudehöhe zum Petriplatz 7,5 m, gestaffelt auf 24 m. Zur Gertraudenstr. 24 m mit Abstufung nach Westen auf 14,5 m. Nach Norden 11,5 m, Staffelung auf 14,5 bzw. 24 m. - Nachbarbebauung als U-förmiger Baukörper im Westen mit eckturmartiger Höhenstaffelung zur Gertraudenstraße, Fassade nicht gezeigt. - Helle Spaltklinker-Fassade (in Anlehnung an den Neubau des Archäologischen Zentrums), zum Petriplatz geprägt durch 2-geschossige Platzkante mit klarer, vertikaler Rasterung aus geschossübergreifenden Lisenen, Weiterführung an der Nord- und Südfassade. Monolithisch ausgebildeter hoher Baukörper mit geschosshohem Glasband im 4. OG. - Integration der ehemaligen Lateinschule in das Gebäude als offene, 6 m hohe kalte Halle mit Eingangsfunktion. Funktion - Ebenerdiger Hauptzugang vom Petriplatz. Anlieferung von Norden, Zugang Cafeteria / Personal mit separatem Treppenhaus von Süden. - Breiter, offener Steg über das Grabungsfeld mit Informationstafeln an den Brüstungen. Foyer mit großer Verglasung zum Grabungsfeld. Einläufige Treppe ins 1. OG. - Treppenhaus ins UG mit Ausstellungsflächen und innenliegenden Magazinflächen, Treppenstufen auf Niveau des Grabungsfeldes. - 1. OG mit Besucherweg entlang Luftraum zur Ausstellungsfläche, Restaurierungswerkstatt Keramik mit Einblick für Besucher, Verwaltung. - 2. OG mit Schaudepot, Konservierung / Restaurierung mit Einblick für Besucher, angegliederte Tischlerei und Arbeitsräume mit interner Verbindung. Versprung der einläufigen Treppe, Treppenraum entlang großer Verglasung zur Studiensammlung. - 4. OG mit Wechselausstellung und Vortragssaal, gebäudebreite Verglasung zum Petriplatz, nach Westen große Dachterrasse. - 5. OG Studiensammlung, 6. OG Technikflächen. - Funktionale Anordnung der Nutzungen. - Geschosshöhen: 3,50 m, 4. OG 4,50 m. - Aufenthaltsräume natürlich belüftet. Zum Teil problematische Belichtung. Konstruktion - Stahlbetontragwerk. Stahlbetonstützen im Grabungsfeld, Rastermaß ca. 5,2 m x 7 m, Außenwände als Sichtmauerwerk aufgestellt auf historische Fundamente. Heller Klinker. Metallfenster als öffenbare Faltelemente.

Gareth Horskins Architects Ltd., Glasgow / GrossMax Ltd., Edinburgh | 2. Rundgang

1150

Planungsdaten
NF [m²] NF soll [m²] TF [m²] BGF [m²] BGF / NF BRI (V) [m³] Hüllfläche (A) [m²] A/V KG 300 + 400 [€] KG 500 [€] Kosten ges. [€] Kosten ges. soll [€] 2.732 2.538 158 4.264 1,56 18.698 4.775 0,26 10.307.409 1.206.572 16.230.575 15.500.000

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

1150
als Wandträger. - Archivgebäude: Tragende Brandwand. Südfassade als zweischalige Vorhangfassade mit Ausstellungsmöglichkeit im Zwischenraum. Zur Scharrenstr. Natursteinfassade. - Atrium: Holz/Alu-Pfosten-Riegel-Konstruktion. - Innenmaterialien: Holz. Außenraum Außenraum ohne Bet- und Lehrhaus - Platzfläche auf Straßenniveau. Stracksche Fundamente durch Trittrasen markiert, unterschiedlicher Tennenbelag kennzeichnet Innen- und Außenraum. Je 2 Streifen aus Kalksteinmosaikpflaster mit rechteckigen Sichtfenstern über Befunden („Archäologische Augen“) und mit Pflanzflächen („Landformen“). Ausrichtungen der Petrikirchen durch je 2 farbige Leuchtbänder markiert. Jeweils ein „archäologisches Auge“ ist farblich einem Leuchtbandpaar (Geschichtsepoche) zugeordnet. Pflanzflächen als Hügel aus Aushub der Bodenfenster (Wildpflanzen). Bestandsbäume integriert, Baumscheiben mit Efeu. - Bereich um Besucherzentrum ca. 1,0 m (Kalksteinmosaikpflaster). Fenster über tiefer liegenden Befunden. Stützmauern aus Ortbeton. - Stufenloser Zugang Platzfläche an Scharrenstr. und Straße Petriplatz. Überbrückung Höhenunterschied zur Gertraudenstr. durch Stufen. Erschließung des tieferen Platzbereichs über Rampe und UG Besucherzentrum. Nach Bau des BLH zusätzliche Rampen zur Gertraudenstraße. - Absturzsicherung (Stahl), Handläufe an Rampen. Lineare Bodenleuchten und Leuchtmittel für „archäologische Augen“ (LED). Sitzbank aus Betonfertigteil. 5 Fahrradbügel an Scharrenstraße. Außenraum mit Bet- und Lehrhaus - Aufnahme des geplanten Gebäudegrundrisses. Erweiterung der Rampenanlage. Granitplatten anstatt Trittrasen über Fundamenten. Ossarium - 3,5 m hoher Quader über unterirdischem Beinhaus am nordöstlichen Platzrand. Fensterschlitze und tiefes Fensterband. Realisierbarkeit - B-Plan: Vorgaben eingehalten. - Programm erfüllt: Werkstatt +45m². - Keine Übereinstimmung der horizontalen Fensterdarstellungen in Ansicht und Grundriss. Unterschiedl. Darstellung der Staffelung vom Schulgebäude zur Scharrenstr. und von Nachbarbebauung. - EnEV-30% realisierbar. Photovoltaik. Fernwärmenutzung. Betriebskostenerwartung: niedrig. - Gesamtbaukosten über dem Mittelwert. - Bauwerkskosten über dem Mittelwert. - Außenanlagenkosten deutlich über dem Soll. - Überdurchschnittlich großes Bauvolumen.

Gestaltung - Besucherzentrum dreigeteilt: „Archivgebäude“ westlich, „Schulgebäude“ östlich dazwischen Atrium als öffentlicher Raum. - Zur Gertraudenstr. 6-geschossige (Höhe 21,7m) Archiv- u. Schulgebäude über Staffelgeschoss (Höhe 25m) miteinander verbunden. Schulgebäude mit Auskragung ab 2.OG als Arkadenersatz. Zur Scharrenstr. Archivgebäude 3- und 4-geschossig (10,8m; 14m), Schulgebäude 5-, 6- und 7-geschossig gestaffelt (Höhen 17,5m; 25m; 21,7m). - Nachbarbebauung zur Gertraudenstr. 21,7m und 25m. Nach Süden unterschiedliche Angaben. Innenhof. EG mit großen Öffnungen, Geschossdecken übernehmen horizontale Gliederung des Besucherzentrums, Sprossenfenster. - Horizontale Fassadenstruktur als Abbild historischer Schichtungen. Archiv mit Doppelfassade nach S und O als gleichmäßiges Regalsystem mit Ausstellungsflächen steht für geordnete, archivierte Funde. Nach N geschlossene Natursteinfassade. Schulgebäude mit Schichtmauerwerk mit unregelmäßig platzierten, horizontalen Fensterbändern und einzelnen Panoramafenstern steht für noch ungeordnete Funde. - Dazwischen schmales, gebäudehohes, verglastes Atrium. Brücken verbinden Gebäudeteile. - Mittelpunkt des Forschergebäudes ist das Grabungsfeld über eh. Lateinschule. Darüberliegender zweigeschossiger Luftraum bildet mit Begrenzungsmauern und Satteldach das Gebäudevolumen nach. Holzverkleidung. Funktion - Verglaster Hauptzugang von Gertraudenstr. unter Auskragung führt in Foyer und Café. - Anlieferung von Scharrenstr. - 2 Treppenhäuser an Straßenfassaden. 2 Aufzüge. - Offene Besuchertreppe führt vorbei an Schauregal und Ausstellungsflächen bis 5.OG zum Ausstellungsund Vortragsraum. Treppenläufe ändern auf jeder Ebene die Richtung. Besucherrundgang gewährt Einblicke in Arbeitsräume und auf jedem Geschoss Ausblicke auf Petriplatz. - Im EG Rampen ins Grabungsfeld und ins Freie. - Archivgebäude: UG, 1.-3.OG und Staffelgeschoss für Studiensammlungen. 4. u. 5.OG für Gastwissenschaftler. Schulgebäude: 2. – 4.OG Werkstätten und Nebenräume. - Geschosshöhe 3,5m. Weitgehend funktionale Anordnung. Durchgangsräume. Pädagog. Dienst 2.OG. Eingeschränkte Tagesbelichtung der Aufenthaltsräume durch schmale Fensterbänder. Konstruktion - Pfahlgründungen. Stahlbetonflachdecken. - Schulgebäude: Tragende Stahlbetonwände, vorgesetztes Schichtmauerwerk aus Naturstein. 35cm dicke Stahlstützen in Störfeldern. Außenwände 1.OG

Keith Williams Architects, London / gartenlabor landschaftsarchitekten, Hamburg | 2. Rundgang

1151

Planungsdaten
NF [m²] NF soll [m²] TF [m²] BGF [m²] BGF / NF BRI (V) [m³] Hüllfläche (A) [m²] A/V KG 300 + 400 [€] KG 500 [€] Kosten ges. [€] Kosten ges. soll [€] 2.380 2.538 91 4.435 1,86 18.165 4.774 0,26 10.484.186 1.015.054 16.191.387 15.500.000

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

1151
Außenraum Außenraum ohne Bet- und Lehrhaus - Benachbart UG Besucherzentrum Ausbildung einer Platzfläche 1,50 m (Festkies). Von dort Eintritt in UG Besucherzentrum oder in unterirdischen archäologischen Rundgang in -3,0 m Tiefe - Übrige Platzfläche auf Straßenniveau. Anlage von Rasenflächen (innerhalb Strackschen Grundrisses) mit Spielbereich und Wegen aus Festkies (Saibro, grün eingefärbt). Umgebende Platzfläche aus Festkies (sandfarben) - Verbindung der verschiedenen Niveaus über Rampenanlage an Gertraudenstraße (7%), Fahrstuhl und Sitzstufen an Scharrenstraße. Fahrstuhl optional Ecke Gertraudenstraße. Wände von Rampen und Stufen aus Stampflehm - Begehbare Sichtfenster zeigen Befunde. Sichtfenster strahlenförmig angeordnet (analog Ausrichtung der 3 Kirchen) entlang 30 cm breiter Keramikstreifen. Wege daraus abgeleitet - Westliche Bestandsplatanen auf Straßenniveau mit Baumrost integriert, östliche Platane auf Ebene -3.0 m (Ossarium) verpflanzt - Ausstattung mit Beton-Bankelementen, Spielbereich mit Stangenwald. - Beleuchtung des tiefer gelegten Niveaus Außenraum mit Bet- und Lehrhaus - Rückbau der Rasenfläche mit Ausnahme Spielbereich Ossarium - Im Nordosten, unterirdisch. Bauwerk aus Stampflehm. Mit Anschluss an archäologischen Rundgang (-3,0 m), von dort Einsicht durch Fenster, von oben über begehbare Sichtfenster Realisierbarkeit - Bebauungsplan: hinsichtlich der Rückstaffelung und der Gebäudehöhe nicht eingehalten - Nutzfläche gemäß Raumprogramm unterschritten - Diskrepanzen zwischen Grundrissen und Schnitten - Zusätzlicher Aufzug im Außenraum - 2. baulicher Rettungsweg fehlt – ein Treppenhaus nicht durchgehend - Durch alle Geschosse durchgehender Luftraum - EnEV-30% ist realisierbar (Baukörper, Wandaufbau) - Wandaufbau mit doppelter Dämmlinie ist bauphysikalisch unverständlich und führt zu komplizierten Anschlussdetails - Betriebskostenerwartung überdurchschnittlich - Fernwärmenutzung - Tageslichtversorgung gegeben; natürliche Lüftung durch Atrium begünstigt - Gesamtbaukosten über dem Mittelwert - Bauwerkskosten über dem Mittelwert - Außenanlagenkosten deutlich über dem Soll - Überdurchschnittlich großes Bauvolumen

Gestaltung - Orthogonaler 6-geschossiger Baukörper mit 5-geschossigem, polygonalen Vorsprung an Scharrenstraße und Petriplatzseite, der Verlauf der Außenwände Lateinschule aufgreift - An Gertraudenstraße Arkadengang in Bauflucht BLH - An Gertraudenstraße und Scharrenstraße Ausbilden einer einheitlichen Bauform mit Nachbarbebauung - Traufkante an Gertraudenstraße 22,30 m treppt an Platzseite und Scharrenstraße auf 17,90 m ab - Nachbarbebauung greift Traufhöhen an Gertraudenstraße und Scharrenstraße auf - Verglastes Oberlicht über ‚Atrium‘ mit OK 25,0 m - Hauptzugang an Arkadengang; Nebeneingang im Bereich der Fehlstelle Außenmauer Lateinschule - Lochfassade mit quadratischen und hochformatigen Fensteröffnungen greift Formensprache des BLH auf - Mehrgeschossiges Atrium mit Oberlicht und ‚Ausgrabungswand‘, teilweise für Ausstellung der Funde genutzt - Begehung der Erdetage mit Nebenausgang zu abgesenktem Platzbereich - Durch Absenken des Platzniveaus Sichtbarmachung der Befunde im Außenraum Funktion - Dezentrale Zugänge von Gertraudenstraße und Scharrenstraße führen zu durchgehendem Foyer - Über Treppe bzw. Aufzug Zugang zu Erdetage - Nebenausgang führt zu abgesenkter Außenfläche mit Befunden - Gebäudehohes Atrium mit zentralen Erschließungselementen und Oberlicht wird durch ‚Ausgrabungswand‘ begrenzt - 2-geschossiger Vortragssaal und Ausstellungsfläche mit Galerie im 1.OG - Studiensammlung im 3. und 4. OG fast gänzlich ohne natürliche Belichtung - Restaurierungs- und Werkstattbereich von 2. - 5. OG verteilt - Schaudepot als separater Bereich im 3. OG der Studiensammlung zugeordnet - Werkstätten und Verwaltung im 5. OG - Eisenmagazin im UG - Geschosshöhe im EG und 1. OG 3,25/4,75 m; OG’s: 3,80 m - Anlieferung unklar; Anbindung an Aufzug erschwert Konstruktion - Stahlbetonkonstruktion mit beidseitiger innenliegender Wärmedämmung sowie Klinker- bzw. Keramikverkleidung - Stahlbetonrahmenkonstruktion über Erdetage wird auf Außenwände Lateinschule aufgesetzt - Bodenplatte über Erdetage mittels Pfahlgründungen abgefangen - Sichtbetondecken (teilweise Rippendecken)

Georg Scheel Wetzel, Berlin / Dr. Bernhard Korte Landschaftsarchitekt, Grevenbroich | 1. Rundgang

1152

Planungsdaten
NF [m²] NF soll [m²] TF [m²] BGF [m²] BGF / NF BRI (V) [m³] Hüllfläche (A) [m²] A/V KG 300 + 400 [€] KG 500 [€] Kosten ges. [€] Kosten ges. soll [€] 2.504 2.538 100 3.618 1,44 13.254 3.631 0,27 7.896.063 1.355.733 13.204.326 15.500.000

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

1152
- Keine spezifische Aussage über Fundamente. Außenraum Außenraum ohne Bet- und Lehrhaus - Gesamter Platzbereich um 1,5 m abgesenkt und von Mauern umgeben. Stützmauer aus Ziegel entlang Scharren- und Gertraudenstraße (Brüstungshöhe 1,0 m). Platzbelag aus wassergebundener Decke mit Ziegelsplittdeckung. - Analyse der verschiedenen Mörtelarten für die Konservierung der Grabungsbefunde. Packlage auf Mauerkronen aus der jeweiligen Mörtelart. - Gemauerte Ziegelbänke mit Holzauflage. - Hinweisschilder und Ausstellungstafeln (textlich erwähnt). Außenraum mit Bet- und Lehrhaus - Aufnahme des Neubaugrundrisses. Ossarium - 5,0 m hohe „wandartige Architektur“ als Platzabschluss an der Straße Petriplatz. Nischenwand aus Ziegel durchgängig gemauert. Baubronzetüren als Kammerverschlüsse. Ziegeleinhangdecke. Haupterschließung der Platzfläche über Treppenanlage. Tor für Nachtschließung optional möglich. . Realisierbarkeit - B-Plan: Keine geschlossene Bebauung des Gesamtblockes, fehlende Rückstaffelung zur Gertraudenund Scharrenstraße, im Bereich westliche Scharrenstraße problematisch. Verzicht auf Vorbau im Bereich der vorgesehenen Arkaden. - Verwaltung und Werkstätten im 1.- 4. Geschoss mit Belichtung/Belüftung zum Nachbargrundstück, dabei entsteht eine Abstandsflächenproblematik. - Raumprogramm erfüllt. - EnEV-30% ist zu realisieren, Natürliche Lüftung ist partiell möglich, Erneuerbare Energien optional: Solarthermische Anlagen. - Betriebskostenerwartung Einschätzung: durchschnittlich. - Gesamtbaukosten deutlich unter dem Mittelwert. - Bauwerkskosten deutlich unter dem Mittelwert. - Außenanlagenkosten deutlich über dem Soll. - Unterdurchschnittlich großes Bauvolumen.

Gestaltung - 5-geschossiger, max. 18-19,5m hoher Baukörper, folgt grundrisslich der Figur der Lateinschule. Gesamtes Grabungsfeld als „eigenständiges, deutlich ablesbares architektonisches Ensemble“ mit Besucherzentrum und Ossarium als Begrenzungen. Materialwahl und Fassadengestalt als Referenz zum BLH. - Nachbarbebauung (Gewerbe und Wohnen) deutlich über durchgehende Zäsur über gemeinsamen Gebäudesockel und Materialwechsel in der Fassade von „Ensemble“ abgesetzt. - Grundmauern Lateinschule strukturgebend für Gebäude in der Inneren Entwicklung. Westliche Grundmauern als Zäsur innerhalb des gesamten Gebäudes. - Fassade im Bereich östliche Gründung Lateinschule mit offener, durchlässiger Pfeilerstruktur, darüber mit wenigen großen, aus der Fassadenebene hervortretenden Fensteröffnungen („nachts wie Schaukästen“). Fassadenbekleidung als Vormauerziegel mit formalem Bezug auf BLH. - Hauptzugang gebäudemittig an Gertraudenstraße mit direktem Zugang „zur linearen Haupterschließung“ um hohen Luftraum, angelagerter Infobereich und Cafe. EG mit „Innerer Glasfassade“, gleichzeitig Galerie über „Befundebene“ (h= 6m), Anbindung über Freitreppe. - Befundfeld Lateinschule überbaut, regengeschützt in Bauvolumen integriert aber von Petriplatz öffentlich zugänglich. - Ossarium in Wandfläche eines eigenständigen, 5,5 m hohen, torartiger Baukörpers integriert. Funktion - Hauptzugang von Getraudenstraße und Nebeneingang und Anlieferung über Scharrenstraße. Befundebene Lateinschule über Fassadenöffnung mit Befundebene Petrikirche verbunden. - „Spiralförmige Vertikalerschließung“ entlang Luftraum mit angelagerten Ausstellungsflächen und Blickbezügen zu Studiendepots. - EG: Zugang, Information, Cafe, Luftraum über Grabungsfeld Lateinschule, Pädagogischer Dienst. - 1.OG: Restauration, Konservierung, Nichtöffentliche Werkstätten, Labor, Eisenmagazin. - 2.OG: Studiensammlung, Schaudepot, Verwaltung. - 3.OG: Studiensammlung, Werkstätten. - 4.OG: Studiensammlung, Vortragssaal, Technik. - Geschosshöhen Foyer: ca.5,6m, Regelgeschoss: 3,2m. Konstruktion - Gebäude mit Flachdecken und tragenden Außenund Innenwänden. - Abtragung Gebäudeaußenwände im Bereich Petriplatz auf Stützen innerhalb des Befundfeldes umgelenkt.

Thomas Müller Ivan Reimann, Berlin / Weidinger Landschaftsarchitekten, Berlin | 2. Rundgang

1153

Planungsdaten
NF [m²] NF soll [m²] TF [m²] BGF [m²] BGF / NF BRI (V) [m³] Hüllfläche (A) [m²] A/V KG 300 + 400 [€] KG 500 [€] Kosten ges. [€] Kosten ges. soll [€] 2.692 2.538 112 4.218 1,57 18.861 4.846 0,26 9.422.517 1.431.356 15.337.331 15.500.000

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

1153
historischen Fundamenten. Stützenstellung flexibel, Trägerdecke. Außenraum Außenraum ohne Bet- und Lehrhaus - Anlage eines „archäologischen Gartens“. Geneigte Kiesfläche führt entlang freigelegter Kirchenfundamente bis erweitertes UG Besucherzentrum mit Glasfront ( 3,0 m). Dort Überdachung bzw. „Balkon“ auf Straßenniveau mit Anschluss an EG Besucherzentrum. Niveauunterschied zur Scharrenstraße durch Stützwand abgefangen, Erhalt der zwei Platanen. Dritte Platane in Kiesfläche integriert. Geneigte Wiese mit Birken über strackschem Kirchengrundriss. Kennzeichnung der Fundamente mit Ziegelbruch, darunter Erdboden zum Schutz der Fundamente. Ziegelbruch randseitig von Stahlkanten gefasst. - Hauptzugang an Straße Petriplatz mit Anknüpfung an UG Besucherzentrum. - Geländer entlang Stützmauer Scharrenstraße und „Balkon“. - Wandleuchten in Stützwand Scharrenstraße, Effektbeleuchtung der Befunde. - Fahrradbügel und Sitzbänke nicht verortet. Außenraum mit Bet- und Lehrhaus - Aufnahme des Neubaugrundrisses inkl. Terrasse. Erweiterung der Überdachung im Anschluss an EG Besucherzentrum bis zum BLH. Verbindung der unterirdischen Ausgrabungsflächen von BLH und Besucherzentrum Ossarium - Im UG des Besucherzentrums integriert. Realisierbarkeit - B-Plan: Höhenabweichung und veränderter Rücksprung im Norden. Begradigung der Bauflucht zum Petriplatz, reicht im SO ca. 1,5 m in Gehweg. Arkadentiefe lediglich 2,1 bis 3 m. - Programm erfüllt. Erweiterung der Grabungsebenen UG nach Osten und Norden. - Ein baulicher Rettungsweg. - EnEV-30% mit Aufwand realisierbar. Lüftungsanlage mit WRG. Fernwärmeanschluss. Solarthermische Anlagen zur Kälteerzeugung. - Betriebskostenerwartung durchschnittlich. - Gesamtbaukosten im Mittelwert. Bauwerkskosten unter Mittelwert. - Außenanlagenkosten deutlich über dem Soll. - Überdurchschnittlich großes Bauvolumen.

Gestaltung - Blockbildende Bebauung mit eingeschossig überbautem Innenhof. Besucherzentrum als 5-geschossiger Riegel mit begradigter Bauflucht am Petriplatz und Gertraudenstraße, gestaffelte Baukörperanbindung nach Westen. - Verkürzte Arkade, im SO ca. 1,5 m in Gehweg ragend. Nach Norden modifizierter Rücksprung. - Gebäudehöhe zum Petriplatz 23,5 m, oberer Abschluss durch 2-geschossige, gebäudebreite Loggia ab + 15,7 m. Nach Norden 23,5 m, abgetreppt im NW auf 15,7 m. Zur Gertraudenstraße analog zur Ostfassade, nach SW leicht abgestuft. - Fassade aus Architekturbeton. Horizontale Schichtung durch klar gegliederte EG-Zone und zweigeschossigen oberen Gebäudeabschluss, Gebäudemitte mit Geschossbänderung. Vertikale Gliederung durch profilierte, unregelmäßig angeordnete Lisenen, hierdurch unterschiedliche Rastermaße für Fensteröffnungen im stehenden Format und geschlossen Flächen. Plastizität durch leichte Vor-, Rücksprünge und Profilierungen. - Integration der ehemaligen Lateinschule in den Baukörper. Erweiterung des UG nach Osten und Norden. Funktion - Arkade, Höhe ca. 4,8 m mit Haupteingang. Durchgesteckte Halle mit Eingängen von Norden und vom Petriplatz, großer Luftraum zum Grabungsfeld, einläufige Treppe ins UG. Anlieferung von der Scharrenstraße. - Angelagertes Hochparterre mit Foyer und Café. - Zentraler Erschließungskern mit einläufiger Treppe bildet Rundgang durch das Gebäude, ab den Obergeschossen entlang Innenhof. Arbeitsbereiche über innenliegende Flure erschlossen. - 1. OG mit Einblick in Konservierung/Restaurierung und Restaurierungswerkstatt Keramik. Arbeitsräume U-förmig entlang den Aussenwänden angeordnet. - 2. und 3. OG mit Schaudepot, beidseitige Regalreihen entlang Besucherrundgang. - 4. OG mit Ausstellungsfläche und Vortragssaal über zwei Geschosse, vorgelagerte, gebäudebreite Loggia zum Petriplatz und zur Scharrenstraße. - Gastwissenschaftler im 2. und 3. OG. - Geschosshöhen: EG: 5,5 m, Nebenräume: 4,7 m. 1. – 3.OG: 3,6 m, 4. OG: 7,8 m bzw. Verwaltung und Technik über 2 Geschosse jeweils 3,6 m. - Aufenthaltsräume natürlich belichtet / belüftet. Raumhohe Verglasungen mit integrierten Öffnungsflügeln. Konstruktion - Stahlbetonkonstruktion. Auskragende Decken. Außenwände aus Betonsandwichelementen an Decken gehängt. - Außenliegender Sonnenschutz. - Gründung auf Stützen beidseitig mit Abstand zu den

Kuehn Malvezzi, Berlin / Mettler Landschaftsarchitektur, Berlin | Anerkennung

1154

Planungsdaten
NF [m²] NF soll [m²] TF [m²] BGF [m²] BGF / NF BRI (V) [m³] Hüllfläche (A) [m²] A/V KG 300 + 400 [€] KG 500 [€] Kosten ges. [€] Kosten ges. soll [€] 2.740 2.538 204 4.163 1,52 17.664 4.746 0,27 9.194.152 1.933.880 15.552.286 15.500.000

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

1154
mauert“. Außenraum Außenraum ohne Bet- und Lehrhaus - Ausbildung eines erhöhten Stadtplatzes (+1,5 m) auf gesamter Fläche. Darunter liegendes „Grabungsfeld“ -2,9 m. - Platzbelag aus hochkant verlegten Pflasterklinkern. Brüstungsmauer aus Ortbeton mit Klinkerverblendung entlang Scharrenstrasse und Straße Petriplatz (Höhe 2,5 m, Breite 0,5 m). Holzfläche (Douglasie) über Grundriss des BLH. Dort Segmentierte Holzwand (Douglasie). - Langestreckte „Belichtungschlitze“ an Scharren- und Gertraudenstr. mit Sicht auf „Grabungsfeld“. - Präsentation der Kirchenbefunde und der Lateinschule im „Grabungsfeld“. Klinkerweg entlang nördlicher und östlicher Stützmauer. - Westliche Bestandsbäume in Rampenanlage integriert und mit Gräsern unterpflanzt. Östlicher Baum in Trog auf Bestandsniveau innerhalb der archäologischen Ebene. - Erhöhte Platzfläche über 4 Treppen und 1 Rampe aus Klinker erreichbar. Von dort Zugang zum Besucherzentrum. Erschließung des „Grabungsfeldes“ durch UG Besucherzentrum. - Staketengeländer aus Messing mit Informationstafeln. Wandeinbauleuchten (LED). - Ausstattung mit 3 Sitzbänken aus Douglasie und 7 Fahrradbügeln aus Flachstahl. Außenraum mit Bet- und Lehrhaus - Rückbau der Holzfläche und des „Lichtschlitzes“ einschließlich Geländer, der Holzwand und der Bänke. Aufnahme des Neubaugrundrisses. Erhalt des „Grabungsfeldes“. Ossarium - Im Nordosten. Regalsystem in Stützmauer. Von Platz und „Grabungsfeld“ einsehbar. Realisierbarkeit - B-Plan: Arkadenabschluß nach Südwesten verlängert. - Programm erfüllt: Ausstellung +70m², Anlieferung +50m². - Nur ein baulicher Rettungsweg (Ausführung als Sicherheitstreppenhaus nicht gegeben). - EnEV-30% sehr gut realisierbar. Natürliche Lüftung nicht vorgesehen. Fernwärmenutzung. Photovoltaik optional. Einbezug Sprinkler-Tanks in Kühlkonzept. Betriebskostenerwartung: niedrig - Gesamtbaukosten im Mittelwert. - Bauwerkskosten deutlich unter Mittelwert. - Außenanlagenkosten deutlich über dem Soll. - Aufwendige Grabungsabdeckung. - Überdurchschnittlich großes Bauvolumen.

Gestaltung - Massiver Baukörper zur Gertraudenstr. 5 geschossig (Traufhöhe 21,5m). Zweigeschossige Arkade bis zur südwestlichen Planungsgrenze weitergeführt. Zentrales Treppenhaus zeichnet sich in Dachfläche ab (Höhe 23m). Zur Scharrenstr. mehrfach gestaffelt mit Dachterrassen über 2. und 4. OG (Traufhöhen 11m, 14,5m, 17m, 20m). - Nachbarbebauung mit Lochfassade. Öffnungen im EG im Rhythmus der Arkaden. Innenhof. Traufkanten von Besucherzentrum übernommen (11m u. 14m nach Norden, 21,5m nach Süden). - Gesamter Petriplatz als „gefasster Freiraum“ um +1,5m angehoben. Darunterliegendes, begehbares Grabungsfeld wird über UG des Besucherzentrums als Teil der Ausstellung erschlossen. - Materialität Ziegel nimmt Bezug zu Fassadenmaterial von BLH auf. Einheitliche Ziegelfassade. Bodenbeläge Innen und Außen (Petriplatz) mit hochkant verlegtem Pflasterklinker. - Einzelne, unregelmäßig platzierte, unterschiedlich große Fensteröffnungen. Großzügige Fassadenöffnung zum Petriplatz vor zweigeschossiger Loggia vor Schaudepot im 2.OG. - Innenraum wird von zentraler, gebäudehoher “Emporehalle“ mit Oberlicht, die in Grabungsfeld eingestellt ist, bestimmt. Halle mit offenem Treppenhaus und umlaufendem „vertikalem Schaumagazin“, mit Einblickmöglichkeit in angrenzende Arbeitsräume. - Ebenengleiche Zugänge von Gertraudenstr. und Petriplatz führen zu Split-Level Organisation. Funktion - Besucherzugang mit Foyer von Gertraudenstr., Zugang Petriplatz führt in Café. - Anlieferung von Scharrenstr. - Ein geschlossenes Treppenhaus mit angrenzendem Aufzug als Durchlader. Offenes Besuchertreppenhaus in Gebäudemitte. - 1.OG Werkstätten und Nebenräume. 2. und 3.OG u.a. Studiensammlungen. 4.OG u.a. Ausstellungsund Vortragsraum. Pädagogischer Dienst 4.OG. - Durchgangsräume. Eisenmagazin an transparentes Schaumagazin angrenzend, Räume teils ohne bzw. mit unzureichender Tagesbelichtung u.a. Verwaltung nur mit Oberlicht. Auf Grund von Splitlevel-Organisation unterschiedliche Geschosshöhen 3,5m (vorwiegend) 4m; 4,7m; 5,2m; 7,6m. Konstruktion - Stahlbetonbau. Stahlbetonwände, Dämmung und Ziegelverblendmauerwerk im Läuferverband mit eingefärbtem Mörtel. Sturzbereich hochkant verlegt. - Bohrpfähle im Bereich Störfelder der Außenwand eh. Lateinschule und in Eckbereichen des zentralen Treppenraumes. Stahlbetonwände der unteren Geschosse als wandartige Träger. Fuge zwischen hist. Mauern und Stahlbetonwand wird „nichttragend ver-

Königs Architekten, Köln / urbane gestalt landschaftsarchitekten, Köln | 1. Rundgang

1155

Planungsdaten
NF [m²] NF soll [m²] TF [m²] BGF [m²] BGF / NF BRI (V) [m³] Hüllfläche (A) [m²] A/V KG 300 + 400 [€] KG 500 [€] Kosten ges. [€] Kosten ges. soll [€] 2.633 2.538 97 4.131 1,57 16.629 4.758 0,29 9.838.536 1.137.236 15.587.713 15.500.000

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

1155
- Wandscheiben ziehen sich von der Befundebene bis ins 4. OG durch; Lastabtrag in der Befundebene nahe bzw. an sensiblen Bereichen - Außenwände werden auf Befundwände Lateinschule angeordnet - 3-fach Verglasung mit vorgelagerten Schiebeelementen aus Lärchenholz; Geschlossene Fassadenfelder ebenfalls mit Lärchenholzverkleidung - Böden aus Schiefer, spaltrau Außenraum Außenraum ohne Bet- und Lehrhaus - Auf 3 Ebenen. Abgesenkte Fläche mit Rasen im Kirchengrundriss (-1,30 m). Imprägnierung der bündig oder erhöht liegenden Kirchenfundamente, begehbar. Tiefer liegende Befunde abgedeckt oder über Schaukästen sichtbar. Zugang von Scharrenstraße über Platzfläche auf Straßenniveau (Mosaiksteinpflaster) mit großer „Stadttreppe“ (Werkstein) und von Gertraudenstraße über Rampe (Stahlkonstruktion). Tiefhof (-2,55 m, Splittfläche) mit Anschluss an UG-Besucherzentrum. Tiefhof nicht öffentlich, aber einsehbar. - Oberflächen der Stützwände, Schaukästen und Brüstungsmauern aus Stahlblechelementen. - 2 Bestandsplatanen und 1 Neupflanzung - „Stadttreppe“ als Aufenthaltsort - Geländer zum Tiefhof, Brüstungsmauer entlang Gertraudenstraße - Unterirdische Schaukästen beleuchtet Außenraum mit Bet- und Lehrhaus - Rückbau Treppenanlage und Rampe. Platzfläche entlang Scharrenstraße und Petriplatz auf Straßenniveau bis BLH. Kreisförmige, begehbare Sichtfenster im Belag. Erhalt des Tiefhofs und Grabungsfeldes im Südwesten Ossarium - Im Nordosten, unterirdisch, kreisförmig, einsehbar. Gebeine in verglastem Wandschrank. Wendeltreppe für Wartungszwecke. Realisierbarkeit - B-Plan: hinsichtlich der Konturen der Staffelgeschosse nicht eingehalten - Raumprogramm im Wesentlichen erfüllt; diverse Geschosse ohne WC-Anlagen - Zwei innenliegende Treppenhäuser ohne direkten Ausgang ins Freie; 5. und 6. OG ohne 2. Rettungsweg - Barrierefreie Erschließung nur von Gertraudenstraße - Betriebskostenerwartung durchschnittlich - ENEV –30% mit hohem Aufwand realisierbar - Fernwärme sowie additiv Solarthermie/Photovoltaik/ Erdwärme ohne Spezifikation - Gesamtbaukosten im Mittelwert. - Bauwerkskosten im Mittelwert - Außenanlagenkosten deutlich über dem Soll

Gestaltung - Orthogonaler, 4-geschossiger Baukörper mit zwei Staffelgeschossen, die leicht verschwenkt zum Hauptgebäude angeordnet werden - Staffelgeschosse als massives Dachgeschoss über einem gläsernen Sockel ausgebildet - Fortführen des Arkadengangs in Bauflucht BLH - Traufkante an Gertraudenstrasse 16,60 m; OK Staffelgeschoss 22 m - Bauflucht an Scharrenstraße wird mit 3-geschossigem Bauteil aufgegriffen - Nachbarbebauung bildet zusammen mit Dachaufbau Besucherzentrum an Gertraudenstraße eine Spange mit Traufhöhe 25,00 m sowie einen Lichthof (ca. 13 x 10 m, ab 1. OG) aus - Zur Kleinen Gertraudenstraße Abstufung der Nachbarbebauung auf 3 Geschosse sowie Staffelgeschoss mit Schrägdach - ‚Tiefhof‘ zwischen Besucherzentrum und BLH mit Befunden der Petrikirche; Zugang auch von Erdetage Besucherzentrum; Hauptzugang an ‚Tiefhof’ - Vertikal gegliederte Fassade mit Stützen bzw. Lisenen mit dazwischenliegenden geschlossenen und transparenten Feldern - Einziehen einer Begehungsebene über den Befunden Lateinschule; Befunde Petrikirche im Außenraum vom Platzniveau aus einsehbar und begehbar Funktion - Zugang über Rampe bzw. Treppenanlage zwischen Besucherzentrum und ‚Tiefhof‘ führt zu leicht erhöhtem Haupteingang (+ 0,50 m) - Eingangsebene mit Info, Service, Ausstellungsbereich und Pädagogischen Dienst - Über Deckenöffnungen Einblicke in die Erdetage; Zugang über einläufige, offene Treppe - Wandscheiben zum Lastabtrag als durchgehen des gestalterisches Element; zentrale offene Treppenanlage (‚Vertikalbewegung‘) führt durch Öffnungen in den Wandscheiben zu den OG‘s - 1. OG: Restaurierung und Werkstätten; Räume teilweise innenliegend, ohne natürliche Belichtung - Studiensammlung sowie Schaudepots im 2. und 3. OG; Schaudepots als variable Bereiche mit Glaswand abgetrennt - 4. OG: Ausstellungs- und Vortragsebene mit vorgelagerter Terrasse, Vortragssaal mit Trennwänden abteilbar. Im 5. OG weitere Ausstellungsflächen auf umlaufender Galerie. - 6. OG: Verwaltung - Anlieferung von Scharrenstraße über Aufzug - Lichte Raumhöhe EG 4,20 m; OG’s 3,00 m Konstruktion - Stahlbetonskelettkonstruktion mit Wärmedämmung und Natursteinverkleidung aus geschliffenem Kalkstein für Dachgeschoss und Lisenen; Dachgeschoss evtl. als Stahlbau

gildehaus.reich architekten, Weimar / Dane Landschaftsarchitekten, Weimar | 2. Rundgang

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Planungsdaten
NF [m²] NF soll [m²] TF [m²] BGF [m²] BGF / NF BRI (V) [m³] Hüllfläche (A) [m²] A/V KG 300 + 400 [€] KG 500 [€] Kosten ges. [€] Kosten ges. soll [€] 2.563 2.538 107 3.633 1,42 13.939 3.957 0,28 8.438.992 840.330 13.373.526 15.500.000

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

1156
Element im deutlichen Kontrast zu den historischen Mauern“. - Gründung Stützenfundamente mittels Mikroverpresspfählen. Außenraum Außenraum ohne Bet- und Lehrhaus - Gesamte Platzfläche auf Straßenniveau. - Stracksche Fundamente durch leicht erhöhte Ortbetonfläche markiert (zum Teil außerhalb WB-Gebiet). Innenraum Rasenfläche. Restliche Platzfläche aus gebrochenem Rundkies. Erhalt der Bestandsbäume. - Anlage eines Platzes („Latein-Schul-Hof“) Ecke Scharrenstrasse / Kleine Gertraudenstraße. Platzfläche auf Straßenniveau mit großformatigen Natursteinplatten befestigt. Pflanzung eines Solitärlaubbaumes. - Erweiterung des UG Besucherzentrum bis Fundamente Stracksche Kirche. - Gittersteg mit Plexiglas (archäologisches Fenster) über Bollensteinbelag. - 5 Sitzbänke an Scharrenstrasse und 5 Fahrradbügel am „Latein-Schul-Hof“. - Mast- und Pollerleuchten, „Infopoint“ (textlich erwähnt). Außenraum mit Bet- und Lehrhaus - Rückbau Betonfläche. Aufnahme des Neubaugrundrisses. Kiesfläche um BLH. Erweiterung der unterirdischen archäologischen Ebene. Ossarium - Im UG des Besucherzentrums. Realisierbarkeit - B-Plan: Baugrenzen zwischen ABZ und Nachbarbebauung verspringen innerhalb der Gebäudegrenzen, Fensteröffnungen zum Nachbargrundstück ergeben Abstandsflächenproblematik. - keine Staffelgeschosse zur Gertraudenstraße vorgesehen. Fehlende Rückstaffelung im Bereich Scharrenstraße problematisch. - Raumprogramm erfüllt. - kein Fluchttreppenhaus ausgebildet. - EnEV-30% ist aufgrund des kompakten, überwiegend fensterlosen Baukörpers realisierbar, keine natürliche Lüftung, Erneuerbare Energien: Wärmepumpenanlagen. - Betriebskostenerwartung: sehr hoch. - Gesamtbaukosten deutlich unter dem Mittelwert. - Bauwerkskosten deutlich unter dem Mittelwert. - Außenanlagenkosten deutlich unter dem Soll. - Unterdurchschnittlich großes Bauvolumen.

Gestaltung - 5-geschossiger, 18,0m hoher Baukörper, folgt grundrisslich der Figur der Lateinschule und wendet sich als Baukörper der Gertraudenstraße zu. Architektonisches Besucherzentrum und Nachbarbebauung zu einem winkelförmigen Baukörper verbunden, dadurch wird an Ecke Scharrenstraße und Kleine Gertraudenstraße ein Stadtplatz freigehalten. Von dort gibt es einen Zugang zu durchgesteckter, 2-geschossiger Eingangshalle. - Nachbarbebauung (Gewerbe und Wohnen) in Bauvolumen Besucherzentrum integriert. - „Schaukasten als Leitmotiv des Hauses“ „schneidet durch das Volumen des Blockes“, gliedert das Gebäude und funktioniert als „bauliches Leitsystem“. Schaukästen dienen vor allem der Präsentation der Funde bzw. der einzelnen Bearbeitungsschritte. - Fassade im Bereich des Schaukastens als Stahlbetonkonstruktion mit Glasausfachung (teilweise Schiebeelemente), Fassadenbekleidung aus gedämmten Betonfertigteilen, Holzfenster. - Gebäudeauskragung über Getraudenstraße akzentuiert Zugang und interpretiert Arkadengang. - Zwei Hauptzugänge in 2-geschossiges Foyer, Von Süden über Gertraudenstraße, von Norden über Stadtplatz „Lateinschulhof“. Foyer mit angelagertem Infobereich und direktem Zugang zum Ossarium im UG des Foyers. Anbindung über einläufige Treppe. - Ossarium als Bestandteil des Untergeschosses in die Struktur des Schaukastens . Funktion - Hauptzugänge von Getraudenstraße und Stadtplatz an Scharrenstraße. Befundebene Lateinschule unterirdisch mit Befundebene Petrikirche verbunden. Keine weitere Zugänglichkeit zum Platzbereich dargestellt. - Zentrale , einläufige Treppe entlang Luftraum mit angelagerten Ausstellungsflächen und Blickbezügen zu Studiendepots. - UG – Grabungsfeld Lateinschule, Ossarium, Grabungsfeld zwischen Lateinschule und Petrikirche mit Betondecke auf Platzniveau gedeckelt. - EG: Zugang, Information, Pädagogischer Dienst, Werkstätten, teilweise Lufträume über Befundfeld Lateinschule. - 1.OG: Restauration, Konservierung, Nichtöffentliche Werkstätten, Eisenmagazin. - 2.OG: Studiensammlung, Schaudepot, Gastwissenschaftler. - 3.OG: Studiensammlung, Schaudepot. - 4.OG: Verwaltung, Vortragssaal, Technik. - Geschosshöhe Foyer: ca. 3,2-6,5m, Regelgeschoss 3,1m. Konstruktion - Gebäude Stahlbetonstützensystem mit nichttragenden Fassaden. Strenges stützenraster als „neues

Lehmann Architekten, Offenburg / herrburg Landschaftsarchitekten, Berlin | 2. Rundgang

1157

Planungsdaten
NF [m²] NF soll [m²] TF [m²] BGF [m²] BGF / NF BRI (V) [m³] Hüllfläche (A) [m²] A/V KG 300 + 400 [€] KG 500 [€] Kosten ges. [€] Kosten ges. soll [€] 2.534 2.538 116 4.057 1,60 16.030 4.413 0,28 9.906.674 807.827 15.198.151 15.500.000

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

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- Innere Fassade als Stahl-Pfostenriegel-Konstruktion mit öffenbaren Lüftungsflügeln. Außenraum Außenraum ohne Bet- und Lehrhaus - Auf 3 Ebenen. Grundriss Straksche Kirche als nicht zugängliche Rasenfläche bzw. „topographisches Feld“ gestaltet ( 0,5 m). Umriss der Kirche mit Stahlkante als Brüstung markiert, Brüstung auch an Gertraudenstraße. Fundamente auf Rasen ähnlich „Lichtbildarchäologie“ abgezeichnet. Platzfläche (Natursteinplatten) an Scharrenstraße auf Straßenniveau mit 1 Bestandsplatane. Archäologisches Fenster an Straße Petriplatz. Tiefhof (Natursteinplatten) angrenzend zum UG Besucherzentrum ( 1,5 m). Dort „archäologische Abdrücke“ und Bollensteinbelag. Zugang über 3 Treppen (Natursteinblock), 1 Rampe (Natursteinplatten, 7%). Betonstützmauern mit Natursteinverblendung. - Stationen mit Text- und Bildinformation als öffentlicher Rundgang. Informations- / Ausstellungswand an Scharrenstraße. - Sitzbank aus Naturstein an Scharrenstraße. - Rampen und Treppen mit Stahlhandlauf. - Wandeinbauleuchten als Linien, Bodeneinbauleuchten, Akzentbeleuchtung der Befunde. - Fahrradbügel am Eingangsbereich Besucherzentrum. Außenraum mit Bet- und Lehrhaus - Vorplatz und Zugang im Nordosten. Verbindung UG Besucherzentrum, Ossarium und archäologisches Fenster über unterirdischen archäologischen Gang. Ossarium - Im Nordosten. Zweiteilung: Unterbringung Gebeine unter Platzfläche in Regalen. Daneben Sichtfenster als „Gedenk-Raum“ mit Bodentafeln (Betonstützmauer, Natursteinverblendung). Durch Brüstung nicht betretbar. Realisierbarkeit - B-Plan: Verlängerte Arkade. Keine Staffelung im Osten und Süden. - Veränderte Planungsgebietsgrenze im Westen. - Programm erfüllt. Studiensammlung ca. 80 m² zu klein. - Keine natürl. Belichtung Pädagog. Dienst, Aufenthaltsraum. - Ansicht Petriplatz abweichend ohne Treppe in Loggia. - EnEV-30% realisierbar. Kein Sonnenschutz: Partielle natürliche Lüftung, keine Aussage zum mechanischen Lüftungskonzept. - Betriebskostenerwartung überdurchschnittlich. - Gesamtbaukosten knapp unter dem Mittelwert. Bauwerkskosten im Mittelwert. - Außenanlagenkosten deutlich unter dem Soll.

Gestaltung - Kompakter, 4- bis 6-geschossiger Baukörper, horizontal gegliedert in massiven Sockel und aufgesetztes, transluzentes Volumen. - Verlängerter, gebäudebreiter Arkadengang, Höhe ca. 6,2 m. - Verzicht der Höhenstaffelung an Petriplatz und Gertraudenstraße, Gebäudehöhe 25 m. Im Norden 17,4 m, gestaffelt auf 25 m, Versprung auf 13,4 m. - Nachbarbebauung als U-förmiger, gestaffelter Baukörper. - Massiver Sockel in Höhe der Traufkante der ehemaligen Lateinschule (6,5 m) aus geschlämmtem Ziegel, aufgesetzes transluzentes Volumen mit zweischichtiger Glasfassade aus geschossübergreifendem, eingespanntem VSG-Glas, innere Scheibe mit sandgestrahlter Oberflächenstruktur nach Matrizenmuster. Horizontale Zäsur oberhalb 3. OG durch umlaufendes Profil und Verbreiterung der stehenden Glasformate. Einschnitt mit Anbindung an Dachterrasse im Nord-Osten. - Integration der ehemaligen Lateinschule in den Baukörper. Funktion - Arkade, Höhe ca. 4,5 m, mit Eingang an eingeschnittener süd-östlicher Gebäudeecke. - Anlieferung von Norden. Hebebühne. Treppe. Anbindung des Pädagogischen Dienstes. - Zentrale Halle mit großem Luftraum zum Grabungsfeld, Treppe nach unten. Einläufige Treppe an Luftraum als Innenraum prägendes Element, Einblicke auf Grabungsfeld von allen Geschossen. Zentraler Rundgang. Foyer mit Service. Einblick in Studiensammlung vis-à-vis des Luftraumes. - Getrennte vertikale und horizontale Erschließung der Arbeitsbereiche. - Studiensammlung aufgeteilt auf EG bis 4. OG, Einblicke für Besucher. - Ausstellung an Besucherrundgang 1. OG, Einblick in Restaurierungswerkstatt Keramikt. - Konservierung/Restaurierung im 2. OG mit großer Verglasung an Rundgang. - Ausstellung mit Vortragssaal im 5. OG. Treppe auf Dachterrasse im 4. OG. - Technikraum im 5. OG. - Alle Nutzungen funktional angeordnet. - Geschosshöhen: EG: 5,2 m, Nebenräume: 4,5 m. 1. - 3.OG: 3,8 m. - Aufenthaltsräume natürlich belichtet / belüftet. Konstruktion - Stahlbetonkonstruktion. Hinterlüftete Fassade aus Vormauerstein im Sockel, zweischalige, hinterlüftete Glas-Fassade. - Stahlbeton-Tragwerk auf Bestandsfundament, Bohrpfahl-Gründung und Ertüchtigung der Bestandsgründung.

bauzeit architekten, Biel / 4d AG, Bern | nicht zugelassen

1158

Planungsdaten
NF [m²] NF soll [m²] TF [m²] BGF [m²] BGF / NF BRI (V) [m³] Hüllfläche (A) [m²] A/V KG 300 + 400 [€] KG 500 [€] Kosten ges. [€] Kosten ges. soll [€] 2.648 2.538 134 3.883 1,47 15.459 4.121 0,27 11.252.277 1.657.610 17.318.423 15.500.000

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

1158
- Zweischalige Fassade, vorgehängte, nichttragende, perforierte Paneele aus Hochleistungsbeton vor konventioneller Außenwand mit Lochfenstern und größeren Fensteröffnungen. - Innenwände und Unterdecken aus Sichtbeton. Außenraum Außenraum ohne Bet- und Lehrhaus - Gesamter Platzbereich ca. 2,50 m abgesenkt (Grabungsfläche). - Stützenfreie Überquerung des Platzes auf Straßenniveau durch 2 konische Stege (Scharren- / Gertraudenstraße), Eichenbohlenbelag. Brückengeländer in Fachwerkkonstruktion mit Cortenstahlverkleidung und Holzabdeckung. - 2,5 m hohe Einfriedung des Platzes aus Hochleistungsbetonelementen (entsprechend Fassadengestaltung). Betonstützmauer um die Grabungsfläche (kaschiert durch Einfriedungselemente). - Schutz der Befunde durch Kalksteine und Kalkmörtelschicht. Wege im Grabungsbereich aus Metallgitterrosten. Sandfläche zwischen den Befunden. Schließung bei Nacht. - Erschließung der Grabungsfläche durch Treppe am Ossarium, Ortbetontreppe an Gertraudenstraße und Gitterrosttreppe am UG Besucherzentrum. - Sitzbänke aus Holz und Metall im Grabungsbereich und auf beiden Stegen. Bodenleuchten in der Grabungsfläche, inszenierte Beleuchtung der Befunde. Gehwegbeleuchtung. - Fahrradbügel an Gertraudenstraße und Scharrenstrasse. Außenraum mit Bet- und Lehrhaus - Rückbau des östlichen Steges. Aufnahme des Neubaugrundrisses. Neuer Zugang von Scharrenstrasse auf Straßenniveau. Erhalt der Grabungsebene. Ossarium - 8,0 m hohes Bauwerk als Sechsecksäule aus Cortenstahl und Glas an Scharrenstrasse. Erreichbar über Gitterrost und von Grabungsfläche, einsehbar. Nischen für Gebeine aus Cortenstahl. Realisierbarkeit - B-Plan: Überschreitung des Wettbewerbgrundstücks an südwestlicher Ecke um ca. 4m x 10m. - Programm erfüllt. - EnEV-30% realisierbar. Ausschließlich natürliche Lüftung vorgesehen. Fernwärmeanschluss. Betriebskostenerwartung: überdurchschnittlich. - Gesamtbaukosten deutlich über dem Mittelwert. - Bauwerkskosten deutlich über dem Mittelwert. - Außenanlagenkosten deutlich über dem Soll. - Aufwendige Konstruktionswahl.

Gestaltung - Kompaktes Besucherzentrum mit einheitlicher Traufhöhe (21,5m) und einheitlicher Fassade. - Nachbarbebauung zur Gertraudenstr. 6-geschossig (Höhe 21m). Zur Scharrenstr. 3-geschossig (Höhe 11m) plus Staffelgeschoss (Höhe 14,5m). In den Obergeschossen 5 Wohnungen mit Westausrichtung vorgeschlagen. - Besucherzentrum legt sich mit weiter Auskragung (15,5m) nach Osten L-förmig um Kubatur der eh. Lateinschule. Eh. Gebäudevolumen mit Satteldach soll als begehbarer Außenraum nachgebildet werden. - Vorgehängte Betonfassadenschicht soll mit schichtweise abwechselnder Perforierung an ein Segment aus „ausgestochenem Boden, Konglomerat aus verschiedenen Gesteinsschichten mit unterschiedlichem Ablagerungsgefüge“ erinnern. - Drei Dacheinschnitte im 6. OG als begehbare Außenräume. - Ausgrabungen liegen weitgehend im Außenraum. Begehbar über Gitterroststege. Übergang Lateinschule- Petriplatz nicht barrierefrei. Hoch- und Tiefparterre geben vollflächig verglast nach Osten Einblick in Ausgrabungen. Funktion - Ebene ±0,0m wird ebenengleich von Hauptzugang an Gertraudenstr. für Infobereich, Aufzug und Treppenhaus erschlossen. Von Scharrenstr. straßenseitiger Zugang zu Treppenhaus und Hebelift. Dazwischen spannen Hochparterre +2,5m und Tiefparterre -1,5m. - Offene Treppe für Besucher führt quer durch alle Geschosse. - Besucherrundgang bewusst als „Entdeckungsreise“ ohne klare Trennung zwischen Besucher- und Mitarbeiterbereichen geplant, integriert Schaudepots im 2. und 3.OG. - Hochparterre für Ausstellung und Café. Tiefparterre für Ausstellung und Zugang zu Grabungsfeld. Beide Ebenen bieten mit verglaster Front Einblick in Ausgrabungen. - Studiensammlungen im 1. und 3.OG. - Werkstätten mit Nebenräumen im 1. OG. - Ausstellung- und Vortragsraum 4.OG. - Entlang westl. Planungsgrenze u.a. Lichtschacht (von TP bis 4.OG), Toiletten, Treppen, Aufzügen. - Restaurierungswerkstatt innenliegend gegenüber Lichtschacht. Alle weiteren Aufenthaltsräume tagesbelichtet. Pädagogischer Dienst 4.OG, sonst funktionale Anordnung. Geschosshöhe 3,7m. HP 3,9m, TP u. 4.OG 4,0m. Konstruktion - Stahlbetonbau. Fünf vorgespannte, mit Zugankern eingespannte Stahlbetonschotten dienen als Linienauflager für Cobiax-Flachdecken und als geschosshohe Konsolen für Auskragungen.

Reimar Herbst. Architekten, Berlin / Kamel Louafi Landschaftsarchitekten, Berlin | 1. Rundgang

1159

Planungsdaten
NF [m²] NF soll [m²] TF [m²] BGF [m²] BGF / NF BRI [m³] Hüllfläche [m²] A/V KG 300 + 400 [€] KG 500 [€] Kosten ges. [€] Kosten ges. soll [€] 2.432 2.538 125 4.066 1,67 15.455 4.398 0,28 9.450.902 957.622 14.895,755 15.500.000

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

1159
Konstruktion - Stahlbetonkonstruktion mit Wärmedämmung und Verkleidung aus Wasserstrichziegeln; Leibungen aus Fertigteilelementen - Außenwände werden auf Befundwände Lateinschule angeordnet; zur Reduzierung der Gründungslasten Einbau von Hohlkörpermodulen - ‚Bohrpfähle nach Statik‘ Außenraum Außenraum ohne Bet- und Lehrhaus - Platzfläche auf Straßenniveau. Natursteinpflaster bzw. Betonpflaster (auf temporärer Fläche BLH) in versch. langen Streifen verlegt, Befunde über linear angeordnete „Zeitlinien“ (Farbvariation im Belag) und „Zeitfenster“ ablesbar. „Zeitfenster“ unterschiedlich hoch analog historischer Schichten (Edelstahl mit Sicherheitsglas, Stützmauer Ortbeton). Lineares Wasserbecken (Naturstein) östlich Besucherzentrums. Umriss BLH mit Stahlband markiert (alternativ Mosaikstreifen). Integration der Bestandsplatanen - „Ruinenhof“ (wassergebunden) als abgesenkte Ebene (-1.50 m und -3.10 m) grenzt an UG Besucherzentrum. Hof ist Teil eines kostenfreien Besucherrundgangs. Zugang über Rampe im UG Besucherzentrum und Treppe mit Tor an Scharrenstraße. Konservierung der freigelegten Befunde, Nachzeichnung des Brunnenrings mit Ziegelsteinen. Stützmauern - Außenraum als „Marktplatz“ nutzbar - Ausstattung mit Bänken (Beton mit Holzauflage), Wasserbecken, Infotafeln und Laternen (textlich erwähnt), Beleuchtung unterirdischer Befunde und des „Ruinenhofs“ Außenraum mit Bet- und Lehrhaus - Rückbau Betonpflaster Ossarium - Im Nordosten, unterirdisch, quadratisch, mit Einstiegsluke und Treppe für Wartungszwecke. Gebeine in Nischen. 2 Sichtschlitze auf Platzfläche Realisierbarkeit - B-Plan: hinsichtlich der Ausformung der Staffelgeschosse nicht eingehalten - Raumprogramm erfüllt - Ein Treppenhaus innenliegend, ohne direkten Ausgang ins Freie; 6. OG ohne 2. Rettungsweg; ein Treppenhaus im EG nicht angeschlossen - Durchgängiger Luftraum an TH durch alle OG - Nutzungstrennung ‚Ausstellungshof‘ unklar - ENEV –30% aufgrund des differenzierten Baukörpers mit erhöhtem Aufwand realisierbar - Betriebskostenerwartung durchschnittlich - Fernwärme mit Wärmepumpe kombiniert - Gute Tageslichtausnutzung; natürliche Lüftung möglich - Gesamtbaukosten unter dem Mittelwert. - Bauwerkskosten unter dem Mittelwert - Außenanlagenkosten über dem Soll

Gestaltung - L-förmiger, 5-geschossiger Baukörper mit 2 Staffelgeschossen fasst zusammen mit dem Nachbarbebauung einen gemeinsam genutzten Hof (‚Ausstellungshof‘) - An Platzseite Aufgreifendes des Verlaufs der Aussenwände der Lateinschule - Fortführen des Arkadengangs in Flucht BLH - Traufhöhe an Gertraudenstrasse 21,50 m bzw. OK Staffelgeschoss 25 m; zu Petriplatz Abtreppung auf Traufhöhe 18 m - Traufhöhe Nachbarbebauung an der Scharrenstraße (11,50m) wird mittels vorgestellten Arkadengangs in Innenhof weitergeführt - Gliederung Nachbarbebauung in Büronutzung an Gertraudenstraße und Wohnnutzung an Scharrenstraße - Höhenentwicklung an Gertraudenstraße analog Besucherzentrum; an Kleine Gertraudenstraße 3-geschossig plus Staffelgeschoss - Hauptzugang zu ABZ von Arkadengang zusätzlicher Eingang über ‚Ausstellungshof‘ - Lochfassade mit horizontalen und quadratischen Fensterformaten; Betonung der Fenster durch Ausformung und Materialität der Leibungen - Fassadenmaterial mit horizontaler Schichtung, im Sockelgeschoss an Petriplatz Einfügen von Lichtbändern - Befunde inklusive Außenwand Lateinschule in Gebäude integriert; über eingezogene Rampenebene einsehbar - Kleiner vorgelagerter offener Grabungshof, auch für Befunde Petrikirche, von Erdetage aus zugänglich; vom Außenraum ständig einsehbar Funktion - Eingang von Arkadengang an Gertraudenstraße - Eingangsebene mit Info und Service öffnet sich über kleinen Ausstellungsbereich zum Hof - Erschließen der Erdetage über Rampenanlage entlang der Randbereiche der Befunde; eigentliche Befundebene nicht begehbar - Erschließung der OG‘s über offene Treppe - Hierarchisierung der Nutzungsebenen entsprechend Publikumsaufkommen - 1. OG und 2. OG: Restaurierungsbereich und Werkstätten; Räume teilweise innenliegend Schaudepots ohne Verbindung zur Studiensammlung im 1. OG - Studiensamlungen im 2. und 3. OG - 5. OG: Ausstellungs- und Vortragsebene mit vor gelagerter Terrasse, zu Petriplatz orientiert - 2-geschossiger Ausstellungsbereich mit Oberlichtern an den Seiten - 6. OG: Verwaltung - Anlieferung von Scharrenstraße über Innenhof; ein gemeinsamer Aufzug für Personen/Lasten - Lichte Raumhöhe EG: 3,20/4,80 m; OG’s 3,00 m

MGF - Architekten, Stuttgart / Wiedemann + Schweizer Landschaftsarchitekten, Stuttgart | 2. Rundgang

1160

Planungsdaten
NF [m²] NF soll [m²] TF [m²] BGF [m²] BGF / NF BRI (V) [m³] Hüllfläche (A) [m²] A/V KG 300 + 400 [€] KG 500 [€] Kosten ges. [€] Kosten ges. soll [€] 2.610 2.538 80 4.045 1,55 16.897 4.512 0,27 9.140.662 1.009.783 14.521.262 15.500.000

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

1160
lag aus Granitminiaturpflaster umgeben. Markierung tiefer liegender Befunde durch „Bodenintarsien“. - Geneigte Rasenfläche im östlichen Platzbereich. Von Straßenniveau auf -1,50 m. Bündig aufliegende Stahlbleche über Strackschen Kirchenfundamenten, begehbar. Einfassung der Rasenfläche mit Betonplatten. - Stufenanlage und Sitzstufen aus Betonfertigteilen (dunkelgrau) an Scharrenstrasse. Brüstungsmauer Gertraudenstraße (Höhe 0,9 – 2,4 m). Gehwege aus Granitminiaturpflaster. - Bestandsbäume auf Straßenniveau. Säulenahornreihe an Gertraudenstraße (außerhalb WB-Grenze). - Abgesenkte Platzfläche über Treppenstufen Scharrenstrasse und UG Besucherzentrum erreichbar. Barrierefreier Zugang über geneigte Rasenfläche mit Stahlblechen eingeschränkt möglich. - Bodenleuchten in Platzfläche, Beleuchtung Ossarium. - 14 Fahrradbügel an Scharrenstraße Ossarium - Quader in nord-östlicher Ecke (Deckenhöhe 1,5 m über Straßenniveau). Von oben einsehbar. Außenraum mit Bet- und Lehrhaus - Aufnahme des Neubaugrundrisses inklusive Terrasse. Ossarium mit bündig aufliegender Glasplatte von oben einsehbar. Östlicher Baumstandort innerhalb geplanter Rampe. Realisierbarkeit - B-Plan: Keine Staffelgeschosse zur Gertraudenstraße vorgesehen. Fehlende Staffelung im Bereich Scharrenstraße und fehlender Rücksprung im Bereich Scharrenstraße /Petriplatz problematisch. - Raumprogramm erfüllt. - EnEV-30% aufgrund optimierten Baukörpers sehr gut zu realisieren, Natürliche Lüftung ist möglich, keine Angaben zu erneuerbaren Energien. - Betriebskostenerwartung: Einschätzung nicht möglich, da keine Angaben zur Wärmeversorgung vorhanden - Gesamtbaukosten unter dem Mittelwert. - Bauwerkskosten unter dem Mittelwert. - Außenanlagenkosten deutlich über dem Soll.

Gestaltung - 5-geschossiger, 21,1m hoher Baukörper, folgt grundrisslich der Figur der Lateinschule. Ein „ruhiger und einfacher Baukörper“ trägt dem heterogenen Umfeld Rechnung. „Natursteinfassade nimmt Bezug auf zur Materialität der Befunde“. - Befundfeld unter Sockelgeschoss über große runde Oberlichter und „Tiefhof“ belichtet. - Archäologisches Zentrum bildet zusammen mit der Nachbarbebauung (Wohnbebauung) einen homogenen Baublock mit gemeinsamem Innenhof aus. - Hauptzugang Gebäude unterhalb der Gebäudeauskragung Gertraudenstraße. Von dieser großen Foyerzone auf Straßenniveau gelangt man über Stege zu besonderen Befundstellen. - Befundfeld Lateinschule witterungsbeständig in Bauvolumen integriert, verschließbar. - Fassadengestaltung mit großen geschlossenen Fassadenflächen, Verglaste Flächen zu wenigen, geschossübergreifenden „Schaufenstern“ zusammengefasst. Der im obersten Geschoss liegenden Ausstellungsfläche und dem Vortragssaal ist eine Terrasse mit Ausblick auf Petriplatz vorgelagert. Funktion - Hauptzugang von Gertraudenstraße , Personalzugang und Anlieferung über Scharrenstraße. Befundfeld Lateinschule ebenengleich mit Befundfeld Petrikirche. - Vertikalerschließung über innenliegende Treppenanlage an Luftraum angelagert, Belichtung über Innenhof. Von dort Einblicke in Werkstätten. - EG: Foyer mit angelagertem Cafe und Informationsbereich und Pädagogischer Dienst ( ohne natürliche Belichtung und Belüftung). - 1.OG: Ausstellungsbereich, Nichtöffentliche Werkstätten, Labor, Eisenmagazin. - 2.OG: Studiensammlung, Schaudepot. - 3.OG: Studiensammlung, Verwaltung, Gastwissenschaftler. - 4.OG: Vortragssaal und Ausstellungsfläche an großes Foyer angelagert, Terrassenfläche zum Petriplatz. - mehrere Räume und großflächige Raumzonen ohne natürliche Belichtung/Belüftung. - Geschosshöhe Foyer: ca. 7,0m, Regelgeschoss 3,4m. Konstruktion - Stahlbetonskelettbauweise, ohne Spezifizierung. - Lastabtragung im EG unklar, keine Stützen oder andersweitige Konstruktionen eingetragen. - Keine spezifische Aussage über Fundamente. Außenraum Außenraum ohne Bet- und Lehrhaus - Absenkung des westlichen Platzbereichs um 1,50 m. Freiliegende Stracksche Kirchenfundamente von Be-

Karl Hufnagel Architekten, Berlin / LA21 Landschaftsarchitektur ®, Berlin | 2. Rundgang

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Planungsdaten
NF [m²] NF soll [m²] TF [m²] BGF [m²] BGF / NF BRI (V) [m³] Hüllfläche (A) [m²] A/V KG 300 + 400 [€] KG 500 [€] Kosten ges. [€] Kosten ges. soll [€] 2.533 2.538 167 3.989 1,57 17.383 4.243 0,24 9.435.147 1.291.687 15.090.015 15.500.000

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

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zen Abständen lamellenartig, im Bereich der Foyerpassage in Bogenform angeordnet. Selbsttragendes Sichtmauerwerk auf historische Gründung aufgestellt. - Tagesbelichtung über Fensterschlitze im Bereich der Trägerzwischenräume. Metallfensterflügel mit integriertem Sonnenschutz, Brüstungen. Außenraum Außenraum ohne Bet- und Lehrhaus - Fläche zweigeteilt. 1. Abgesenkter „archäologischer Garten“ (-1,4 m) an Scharrenstraße (außerhalb Strackscher Fundamente). 2. Öffentlicher Stadtplatz auf Straßenniveau (innerhalb Strackscher Fundamente). - Auf Stadtplatz („Berliner Pflaster“) Nachzeichnung der Strackschen Fundamente als Ziegelrelief. Fungiert als Brüstung und große Bank. - Im „archäologischen Garten“ Freilegung der Strackschen Grundmauern und der Spuren vorangegangener Bauwerke, dazwischen Kiesschüttung. Verbindung mit UG Besucherzentrum, dort Aufzug. Parallel zur Straße Petriplatz / Scharrenstraße Anlage eines gedeckten „Wandelgangs“ . Bodenbelag Wandelgang gepflastert. Treppenaufgang an Ecke Gertraudenstraße. - Umlaufende, integrierte Beleuchtung in Sitzbank („indirekte Platzbeleuchtung“) und in gemauerter Begrenzungswand am „Wandelgang“. Außenraum mit Bet- und Lehrhaus - Aufnahme des Neubaugrundrisses. BLH sitzt auf freigelegten Kirchenfundamenten (Unterbau), diese weiterhin sichtbar. Ossarium - Im Nordosten. Gebeine in verschlossenen Nischen im Mauerwerk entlang „Wandelgang“. Realisierbarkeit - B-Plan: Problematische Abweichung durch Gebäudehöhe von 24,5 m im Norden, Modifizierung des nördl. Rücksprunges. - Veränderte Planungsgebietsgrenze im Westen. - Programm erfüllt. Geringfügige Abweichung einzelner Räume. - 5. OG nur einen baulichen Rettungsweg. - EnEV-30% sehr gut zu realisieren. Sonnen- und Blendschutz durch steuerbare Lamellen. Natürliche Belüftung möglich, Lüftungsanlage mit WRG. Gute Zonierung. Photovoltaik. Geothermie mit Gasspitzenkessel und solarthermische Anlage inkl. Erdspeicher. - Betriebskostenerwartung unterdurchschnittlich. - Gesamtbaukosten und Bauwerkskosen unter dem Mittelwert. - Außenanlagenkosten deutlich über dem Soll. - Überdurchschnittlich großes Bauvolumen

Gestaltung - 5- bis 6-geschosssiger, eigenständiger Baukörper ohne Höhenstaffelung. - Kopfbau an der Gertraudenstraße mit Rundbogen-Arkaden und breitgelagertem Hauptbau in Grundstückstiefe. Leicht konvexe Fassade zum Petriplatz. Gebäudehöhe 24,5 m. - Nachbarbebauung als eigenständige kompakte Blockbebauung mit Innenhof und Staffelung. - Fassaden nach Süden und Osten mit starker vertikaler Gliederung durch einheitliches Raster aus Mauerwerkslisenen, zurücktretende, stehende Fensterformate mit horizontalen Brüstungsbändern. Große geschlossene Mauerwerksflächen nach Norden. Ablesbarkeit der großen Geschosshöhen im EG und 6. OG. - Rundbogen-Arkade als Passagen-Motiv im EG. - Integration der ehemaligen Lateinschule in den Baukörper. Funktion - Haupteingang über Arkade (Stichhöhe 6 m) an westlicher Gebäudegrenze. Durchgesteckte Foyer-Passage mit raumprägender Tragkonstruktion. 2. Eingang von der Scharrenstraße. - Foyerpassage mit Rundbogen, Stichhöhe ca. 5,8 m, Café, filigrane Stützenreihe zum Grabungsfeld. Treppenstufe auf Grabungsfeld. - Einläufige Treppe entlang westlicher Brandwand über alle Besucherebenen. Angelagerter kleiner gebäudehoher Lichthof. Internes Treppenhaus mit Schleuse am Haupteingang. - Zwischengeschoss auf +4,5 m für Technik und Eisenmagazin, über internes Treppenhaus erschlossen. - Studiensammlung im 1. OG bis 4. OG. Durchgängiges Motiv der aufgebrochenen, tragenden Wand in Anlehnung zur Fassade, schlitzförmige Verglasung für Einblicke Besucher. - Schaudepot im 3. OG an Besucherweg. - Restaurierung/Konservierung und Werkstatt Keramik im 2. OG an Besucherweg. - Ausstellung im 4. OG mit zweigeschossigem Luftraum, angelagerter Vortragssaal. Raumbreite, ca. 6 m hohe Verglasung, vorgelagerte Terrasse zum Petriplatz. - Verwaltung 5. OG, lediglich über interne Treppe erschlossen. - Alle Nutzungen funktional angeordnet. - Geschosshöhen: EG: 4,5 m bzw. zwischen Trägerlamellen 8 m. Obergeschosse: 3,5 m. Veranstaltungsraum im 4. / 5. OG: 7 m. - Aufenthaltsräume natürlich belichtet / belüftet. Lüftungsflügel. Konstruktion - Stahlbetonkonstruktion. Lastabfangung im EG mittels ca. 3 m hohen Sichtbeton-Trägern in kur-

Code Unique Architekten BDA, Dresden / Pugger Landschaftsarchitekten, Pirna | 2. Rundgang

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Planungsdaten
NF [m²] NF soll [m²] TF [m²] BGF [m²] BGF / NF BRI (V) [m³] Hüllfläche (A) [m²] A/V KG 300 + 400 [€] KG 500 [€] Kosten ges. [€] Kosten ges. soll [€] 2.749 2.538 131 4.273 1,55 14.852 4.321 0,29 10.145.547 1.041.560 15.747.770 15.500.000

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

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Konstruktion - Stahlbetonbau mit tragenden Ortbetonwänden und Weitspanndecken. - Pfahlgründung, 3 Stützen im Grabungsfeld. - In den Obergeschossen Wärmedämmverbundsystem und Alufenster mit vorgehängten, hinterlüfteten Profilglaspaneelen als Wetterschutz. - Im EG und DG Pfosten-Riegel-Konstruktion, im EG hängend, selbsttragend. Histor. Mauerkronen mit ausgleichendem Sichtbetonabschluss. Außenraum Außenraum ohne Bet- und Lehrhaus - 3 Platzbereiche. - 1. Zentrale Platzfläche auf Straßenniveau (großformatige Kalksteinplatten, gelbgrau). Kennzeichnung der Strackschen Fundamente mit dunkelgrauen Natursteinplatten. Markierung des gotischen Kirchengrundrisses mit Metallbändern. - 2. Bereich Besucherzentrum -1,5 m abgesenkt. Bollensteine als Wegebelag. Brunnen und Turmfundament durch begehbare Glasabdeckungen sichtbar. Tiefer liegende Befunde durch Pflasterzeilen markiert. Brüstungsmauer an Scharrenstr. Stützmauer zur Gertraudenstraße und Platzfläche (Ortbeton). - 3. Südöstlicher Bereich -1,5 m abgesenkt. Brüstungs- und Stützmauern (Ortbeton). Durch Stahltreppe für Führungen erschlossen. - Abgesenkte Platzfläche über 3 Treppen erreichbar. Ebenerdiger Zugang vom UG Besucherzentrum. - Bänke und Informationstafeln an Brüstungen und Stützmauern. Absturzsicherung durch Brüstungen und Metallgeländer. - Mauereinbauleuchten in abgesenkten Bereichen. Beleuchtung der Befunde und des Ossariums. Außenraum mit Bet- und Lehrhaus - Rückbau Treppe. Aufnahme des Neubaugrundrisses. Abdeckung Grabungsniveau mit Glasfläche. Verbindung zum Ossarium möglich. Ossarium - Im Nordosten. 2,0 m hohe Mauerschalen umschließen 1,0 m hohes zylindrisches Bauwerk. Verwahrung Gebeine in unterirdischen Nischen hinter Glas. Zugang über Treppe für Wartungszwecke. Realisierbarkeit - B-Plan: Vorgaben eingehalten. - Programm erfüllt: insg. +235m² u.a. Ausstellung +80m². - Befensterung zum Nachbargrundstück fragwürdig - EnEV-30% sehr gut realisierbar. Natürliche Lüftung partiell möglich. Glaslamellen minimieren Klimatisierungsbedarf. Fernwärmenutzung. Betriebskostenerwartung: durchschnittlich. - Gesamtbaukosten über dem Mittelwert. - Bauwerkskosten über dem Mittelwert. - Außenanlagenkosten deutlich über dem Soll.

Gestaltung - Besucherzentrum 6-geschossig (Traufhöhe 19,3m) zur Gertraudenstraße mit Auskragung ab 2.OG als Arkadenersatz, staffelt zum Petriplatz u. Scharrenstr. um ein Geschoss ab (Höhe 16,3m). Nordwestl. Gebäudeteil 4-geschossig (Höhe 13m), ab 1. OG mit dreieckigem Innenhof (max. Breite 16m, Tiefe 4m) zur Nachbarbebauung. - Nachbarbebauung nimmt zur Gertraudenstr. 6gesch. Traufkante (Höhe 19,3m) von Besucherzentrum auf. Zur Kleinen Gertrauden- und Scharrenstr. 3-gesch. (Höhe 9,7m) plus Staffelgeschoss (Höhe 13m). Innenhof angrenzend an Innenhof Besucherzentrum. Übernahme geschosshoher, vertikaler Fassadengliederung in OG. - Einheitliche, zweischalige Profilglasfassade mit innenliegenden, öffenbaren Fenstern und vorgehängten, geschosshohen, beweglichen, hinterleuchteten Vertikallamellen aus Profilglas. - Öffentliche Bereiche durch Klarglasöffnungen in Fassade ablesbar. EG im Bereich eh. Lateinschule mit Einblick in Grabungsfeld, DG für Ausstellungsbereich mit vorgelagerter Terrasse nach Osten und Norden, zum Petriplatz 3-gesch., großzügige Öffnung vor öffentlicher „Funktionsschiene“. - Innenraum wird von öffentlichem Besucherbereich in Gebäudemitte gegliedert. - Begehbares Grabungsfeld mit Luftraum im EG. Über UG mit Rampe, über EG mit Treppe und von außen erschlossen. Natursteinplatten markieren Gehwege sonst Stampflehmboden. Funktion - Hauptzugang von Gertraudenstraße unter Auskragung führt in Info- und Servicebereich in Gebäudemitte mit Einblickmöglichkeit über Gesamtlänge ins Grabungsfeld. - Anlieferung von Scharrenstraße. - Zwei abgeschlossene Treppenräume an Süd- und Nordaußenfassade. Zur Scharrenstr. mit verspringenden Treppenläufen. Zentrales, offenes Besuchertreppenhaus in Gebäudemitte. - Besucher gelangen über, großzügige, zentrale, vertikale „Funktionsschiene“ in Gebäudemitte mit offener Treppe und Luftraum direkt in den Ausstellungsbereich im 5. OG. Auf den einzelnen Ebenen sind Ausstellungsbereiche, Schaudepots integriert, verglaste Trennwände geben Einblicke in Restaurierungswerkstätten und Studiensammlung. Verglaste Außenfassade stellt visuellen Kontakt zu Grabungen auf Petriplatz her. - Werkstätten mit Nebenräumen im 1. und 2.OG, Studiensammlungen im 3. und 4. OG, Ausstellungs- und Vortragsraum im 5.OG. - Geschosshöhen 3,25m. Alle Aufenthaltsbereich natürlich belichtet. Pädagogischer Dienst 2.OG. Funktionale Anordnung der Räume.

heneghan peng architects, Berlin / Agence Ter, Paris | 2. Rundgang

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Planungsdaten
NF [m²] NF soll [m²] TF [m²] BGF [m²] BGF / NF BRI (V) [m³] Hüllfläche (A) [m²] A/V KG 300 + 400 [€] KG 500 [€] Kosten ges. [€] Kosten ges. soll [€] 2.562 2.538 223 3.733 1,46 16.978 4.370 0,26 8.929.268 827.576 13.958.902 15.500.000

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

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Konstruktion - Stahlbetonskelettkonstruktion mit Wärmedämmung und Klinkerverkleidung - Stützenraster 6 x 6 m im Befundbereich eigestellt; Flachdecken, Aussteifende Wände bzw. Kerne - Pfosten-Riegel-Konstruktion aus Metallprofilen im EG, auf Befundwand aufgestellt - 3-fach Verglasung mit integrierten Sonnenschutzlamellen (optisch geregelt) - Holz- bzw. Betonfußböden Außenraum Außenraum ohne Bet- und Lehrhaus - Platz auf 2 Ebenen: - „Parkebene“ (-0,5 m), von breit aufliegendem Messingrahmen auf Straßenniveau eingefasst. Darin integriert sind Treppen, 1 Rampe an Straße Petriplatz und Befunde / Funde. „Parkebene“ gepflastert und mit Feldern aus verdichtetem Kies oder Gras untergliedert. Eingelassen weitere Befunde und Funde in Schaukästen. Erhalt der Bestandsplatanen (1 Platane -0,5 m), 3 Neupflanzungen - „Ausgrabungsebene“ (-1,5 m) Zugang über Treppen von Gertrauden- und Scharrenstraße oder Rampe im UG Besucherzentrum (9%) Außenraum mit Bet- und Lehrhaus - Aufnahme des Neubaugrundrisses. Treppenaufgang im Nordosten. Fällung von 2 der 3 neuen Bäume. Beibehaltung der 2 Ebenen um das BLH. Zugang Ossarium ggf. über Bet- und Lehrhaus - Sitzbänke aus Naturstein auf „Parkebene“. Beschilderung der Wegeführung und Exponate - Eingelassene Wandstrahler entlang Messingrahmen Ossarium - Im Nordosten, unterirdisch, von oben einsehbar. Zugang im Bereich des Messingrahmens an Straße Petriplatz Realisierbarkeit - B-Plan: eingehalten - Raumprogramm erfüllt - Nur ein durchgehendes Treppenhaus; 2. Rettungsweg mit direktem Ausgang ins Freie fehlt - Öffnungen zu Lichthof Nachbargrundstück - Abgesenkte Ausgrabungsebene im Außenbereich nicht barrierefrei zugänglich - ENEV-30% gut realisierbar - Betriebskostenerwartung durchschnittlich - Gutes Tageslichtkonzept; natürliche Lüftung partiell möglich - Fernwärmeanschluss - Gesamtbaukosten deutlich unter dem Mittelwert - Bauwerkskosten deutlich unter dem Mittelwert - Außenanlagenkosten deutlich unter dem Soll - Unterdurchschnittlich große Bruttogrundfläche

Gestaltung - 5-geschossiger Baukörper, der mittels einer durchgehenden Glasfuge in einen zum Petriplatz orientierten Werkstattbereich sowie einen Sammlungsbereich, der zur Scharrenstraße auf 3 Geschosse abtreppt, gegliedert wird - Sammlungsbereich bildet zusammen mit Nachbarbebauung eine einheitliche Gebäudeform aus - Aufgreifen der Bauflucht BLH durch Auskragung sowie Wandscheibe im EG - Traufkante Gertraudenstraße 21 m; Traufkante Scharrenstraße 17,5 bzw. 11,0 m - Nachbarbebauung an Gertraudenstraße ebenfalls 5geschossig; an Scharrenstraße und Kleine Gertraudenstraße 3 Geschosse plus Staffelgeschoss - Nachbarbebauung bildet kleinen Lichthof (7 x 10 m) aus - Hauptzugang Besucherzentrum über überdachten Zugangsbereich an Gertraudenstraße - Gliederung des Baukörpers setzt sich in der Fassadengestaltung fort: Werkstattbereich mit horizontaler Gliederung in transparentes Sockelgeschoss (‚goldenes Tor‘) mit darüber scheinbar ‚schwebenden‘ OG‘s mit geschosshohen, versetzten Fensteröffnungen; Sammlungsbereich greift Gliederung der Nachbarbebauung auf - Einziehen einer Begehungsebene über den Befunden Lateinschule; Befunde Petrikirche im Außenraum vom abgesenkten Platzbereich über Öffnungen einsehbar Funktion - Zugang von Gertraudenstraße führt zu Foyer mit Infobereich - Über Rampen Erschließung der Erdetage (-1,50 m), die mit einer Betonplatte gedeckelt wurde - Befunde sind über Deckenöffnungen einsehbar bzw. durchstoßen die Betonplatte - Tieferliegender Platzbereich (‚Ausgrabungsebene‘) mit ‚Schaukästen‘ zu Befunden Petrikirche über Erschließung von Erdetage Besucherzentrum zugänglich - Zugang zu den Obergeschossen über einläufige, offene Treppe in der Glasfuge - Studiensammlung im Sammlungsbereich von Hochparterre bis 4. OG gestapelt; geringer Anteil an Fensteröffnungen zu Gertraudenstraße bzw. zu Lichthof - 1. OG: Werkstätten winkelförmig um Magazin- und Lagerräume angeordnet - 2. OG: Restaurierungsbereich; Räume z. T. Innenliegend - Ausstellungsbereich (partiell 2-geschossig) und Veranstaltungssaal im 3. OG zu Petriplatz orientiert - Schaudepot in Ausstellungsebene 3. OG integriert - 4. OG: Verwaltungsbereich - Anlieferung von Scharrenstraße über Aufzug - Geschosshöhe EG 6,25 m; OG‘s 3,25 m

Florian Nagler Architekten, München / Christina Kautz Landschaftsarchitektur, Berlin | 1. Preis

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Planungsdaten
NF [m²] NF soll [m²] TF [m²] BGF [m²] BGF / NF BRI (V) [m³] Hüllfläche (A) [m²] A/V KG 300 + 400 [€] KG 500 [€] Kosten ges. [€] Kosten ges. soll [€] 2.645 2.538 214 4.044 1,53 17.236 4.992 0,29 10.182.397 1.308.560 16.006.270 15.500.000

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

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Außenraum Außenraum ohne Bet- und Lehrhaus - Oberirdische Platzfläche auf 2 Ebenen. Grundriss des BLH auf Straßenniveau, Kiesfläche mit 19 Bäumen bepflanzt. Übrige Platzfläche +1,50 m angehoben. Brüstungsmauer um angehobenen Platzbereich. - Unterirdischer Ausgrabungsbereich 1,50 m erstreckt sich unterhalb der Platzfläche. Sich aufweitender und verjüngender Besuchersteg führt vom UG Besucherzentrum in den Ausgrabungsbereich. Durch verglaste Oberlichter vom Platz einsehbar. - Westliche Bestandsbäume auf Straßenniveau integriert. Östlicher Bestandsbaum steht im Ausgrabungsbereich. - Erhöhte Platzfläche über je 2 Treppenanlagen an Gertrauden- und Scharrenstraße erreichbar. Rampe an Scharrenstrasse. - Brüstungsmauer um Kiesfläche mit integrierten Sitzbänken, weitere Sitzmauern auf Kiesfläche. Außenraum mit Bet- und Lehrhaus - Aufnahme des Neubaugrundrisses inklusive Terrasse. Optionale Ausdehnung des Grabungsbereichs unterhalb BLH. Ossarium - Rundes Bauwerk mit Mauernischen um östlichen Bestandsbaum. Von Grabungsebene erreichbar. Realisierbarkeit - B-Plan: Bebauungsplan in Teilbereichen nicht eingehalten. Zur Scharrenstraße Ecke Petriplatz fehlt die Rückstaffelung des Baukörpers. Nach Süden übertritt die „Stadtloggia“ die Bauhöhen. Insgesamt Vorgabe/Motiv Staffelgeschosse nicht übernommen. - Raumprogramm erfüllt. - Verwaltung und Werkstätten im 1.- 4. Geschoss mit Belichtung/Belüftung zum Nachbargebäude – daraus resultierende Abstandsflächenproblematik. - - Fluchtwegslänge innerhalb eines Geschosses um bis zu 7,0 m überschritten. - EnEV-30% mit hohem Aufwand realisierbar (zusätzliche thermische Trennung der Geschoßdecken) Natürliche Lüftung ist über Lüftungsklappen möglich, keine Angabe zu erneuerbaren Energien. - Betriebskostenerwartung: Einschätzung nicht möglich, da Beschreibung der Anlagentechnik fehlt. - Gesamtbaukosten über dem Mittelwert. - Bauwerkskosten über dem Mittelwert. - Außenanlagenkosten deutlich über dem Soll. - Überdurchschnittlich großes Bauvolumen.

Gestaltung - Insgesamt 5-geschossiger, max. 24,0m hoher Baukörper, folgt grundrisslich der Figur der Lateinschule. Das Gebäude intendiert zusammen mit dem BLH ein städtebauliches Ensemble, dessen erster Baustein es ist. Das erhöhte Niveau (1,50m) des Sockels BLH wird als Motiv übernommen und bis zum Archäologischen Zentrum herangeführt. Materialwahl und Fassadengestalt als Referenz zum BLH. - Grabungsfeld unter Sockelgeschoss über große runde Oberlichter und „Tiefhof“ belichtet. - Archäologisches Zentrum bildet zusammen mit der Nachbarbebauung (EG Gewerbe, OG`s Wohnen) einen Innenhof aus. - Höhe zur Getraudenstraße 24m, zur Scharrenstraße 24m, in Teilbereichen 18m. - Hauptzugang Gebäude unterhalb der Arkaden Gertraudenstraße. Von diesem „Foyer“ auf Straßenniveau Übergang zum Haupterschließungsbereich über große Treppenanlage (+1,5m, Belichtung über Innenhof) und Zugang zum Untergeschoss Befundebene. - Fassadengestaltung mit langen, sandfarbenen Ziegeln und Dimensionierung der Fassadenöffnung mit formalem Bezug auf BLH. Dem im obersten Geschoss liegenden Vortragssaal ist eine groß dimensionierte Loggia vorgelagert. Das Material des Außenbereiches wird auch im Gebäudeinneren eingesetzt. Fenster und Türen aus weiß lasierter Eiche. Funktion - Hauptzugang von Gertraudenstraße, Personalzugang über Treppenanlage an Scharrenstraße. Anlieferung und Barrierefreiheit über Aufzüge mit Durchladefunktion gegeben. Befundfeld Lateinschule mit Befundfeld Petrikirche über Steganlage verbunden. - Vertikalerschließung über innenliegende Treppenanlage mit Orientierung in Innenhof. - EG (+1,5m): Zugang, Information, Cafe. - 1.OG: Restauration, Konservierung, Nichtöffentliche Werkstätten, Labor, Eisenmagazin, Pädagogischer Dienst. - 2.OG: Studiensammlung, Schaudepot, Verwaltung. - 3.OG: Studiensammlung, Verwaltung. - 4.OG: Ausstellungsfläche, Vortragssaal, Terrassenfläche, Technik. - Geschosshöhe UG: ca. 3,6m, Regelgeschoss 3,3m. Konstruktion - Dämmbeton–, Sichtziegelverbundkonstruktion als Fassadenprinzip. Stahlbetondecken . - Abtragung Gebäudeaußenwände im Bereich Petriplatz auf die Außenwände Lateinschule. - Keine spezifische Aussage über Fundamente.

Winking Froh Architekten, Berlin / LA.BAR Landschaftsarchitekten, Berlin | 2. Rundgang

1165

Planungsdaten
NF [m²] NF soll [m²] TF [m²] BGF [m²] BGF / NF BRI (V) [m³] Hüllfläche (A) [m²] A/V KG 300 + 400 [€] KG 500 [€] Kosten ges. [€] Kosten ges. soll [€] 2.704 2.538 103 3.815 1,41 17.538 4.091 0,23 9.483.220 708.687 14.376.008 15.500.000

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

1165
ten Baukörpers in die Außenwände. Äußere und innere Hülle mit Ziegelvormauerwerk. Raumhohe Aluminium-Holz-Fenster. - „Abfangungen der äußeren Wandkonstruktion über den freigelegten Fundamenten, lediglich punktuelle Durchdringung“. Außenraum Außenraum ohne Bet- und Lehrhaus - Gliederung auf 3 Ebenen. - Abgesenktes „Rasenparterre“ (bis ca. -60 cm) im Strackschen Grundriss. Über leichte Böschung schwellenloser Anschluss an Gertraudenstraße. Niveausprünge mit zinkverkleideter Sockelmauer abgefangen, zeichnet Kirchenumriss nach. Fundamente unter Rasenfläche konserviert. - Abgesenkter „Archivplatz“ (-1,5 m) benachbart zum UG Besucherzentrum. Belag aus Pflasterziegeln. Freigelegte Fundamente zum Schutz mit Ziegelschicht versehen. Weitere Befunde unter Platzfläche konserviert. Nachzeichnung ihrer Konturen mittels Edelstahlbändern, Ausstellungstafeln. Treppenanlagen an Gertrauden- und Scharrenstraße, barrierefreier Zugang vom UG Besucherzentrum. Dort Einbuchtung („Konche“) mit Bollensteinpflaster. - Dritte Ebene an Scharrenstraße auf Straßenniveau, wassergebunden. Integration der Bestandsplatanen. - Sitzstufen, Bänke und Fahrradbügel an Scharrenstraße. - Bodeneinbauleuchten am „Archivplatz“. - Taktile Streifen entlang Rändern mit Niveausprüngen. Außenraum mit Bet- und Lehrhaus - Rückbau der zinkverkleideten Sockelmauer. Heranziehen der Platzgestaltung bis an BLH. Ossarium - Im Nordosten, unterirdisch, mit Regalsystem. Bodenplatte als Kennzeichnung. Technikzugang über Luke. Öffentliche Einsehbarkeit nicht erwünscht. Später ggf. Präsentation über Zugang vom BLH möglich. Realisierbarkeit - B-Plan-Abweichung: Höhe Rückstaffelung 27,8 m (+2,8 m). Höhe im Norden über gesamt Baukörperbreite 18,2 m, Staffelung auf 27,8 m. - Programm erfüllt. - Raum für Gastwissenschaftler problematisch belichtet. - Innenliegende Treppenhäuser. - EnEV-30% mit höherem Aufwand realisierbar. Sonnen- und Blendschutz vorhanden. Eingeschränkte Tageslichtversorgung. Photovoltaik, Fernwärmeanschluss mit Solarthermie. - Betriebskostenerwartung überdurchschnittlich. - Gesamtbaukosten deutlich unter dem Mittelwert. Bauwerkskosten unter dem Mittelwert - Außenanlagenkosten deutlich unter dem Soll.

Gestaltung - Kubischer, 7-geschossiger Baukörper, eingehängt in 4-geschossige Gebäudehülle. - Höhe der umlaufenden Hülle 18,2 m, eingehängtes Volumen gestaffelt auf 27,8 m. Umlaufende Dachterrasse im Zwischenraum im 4. OG. - Keine Arkaden, Modifizierung der Bauflucht an der Gertraudenstraße und zum Petriplatz als konkav geschwungene Fassade, kein Vorsprung im Norden. - Nachbarbebauung als höhengestaffelter U-förmiger Baukörper. - Einheitlich Fassadenhülle über vier Geschosse, klare Rasterung, schmale stehende Fensterformate, EG-Zone zweigeschossig ausgebildet. Innere Fassade analog zur äußeren Fassade, ab 5. OG sichtbar, oberer Gebäudeabschluss zweigeschossig. Geschlämmtes Ziegelmauerwerk. - Integration der ehemaligen Lateinschule als kalte Halle innerhalb der Baukörperhülle. Funktion - Großer 2-geschossiger Ausschnitt der Gebäudehülle im EG an der Gertraudenstraße markiert den Haupteingang. Großflächige Verglasung über gesamte Stirnseite mit Einblick in die Grabungsebene. - In Gebäudetiefe durchgestecktes, hohes Foyer mit Nebenraum- und Erschließungsschiene. Anlieferung, separates Treppenhaus, Schleuse im Norden. - Einläufige Treppe ins 1. OG, auf Grabungsebene und UG entlang großflächiger Verglasung mit Blick auf das Grabungsfeld. - Grabungsfeld als stützenfreier Raum geprägt durch darüber schwebendem Baukörper und der Ziegelsichtigkeit der Decke und Wände. Luftraum im Fassadenzwischenbereich über 4 Geschosse. - Ab 1. OG Treppenhaus mit zweiläufiger Treppe, Schaudepot über Treppenhaustür zugänglich. - Studiensammlung im 2. bis 3. OG. - 4. OG mit Ausstellungsfläche als innenliegende Raumschiene, nach Osten angelagert u. a. die Restaurierungswerkstatt Keramik. Umlaufende Besucherterrasse. - Konservierung / Restaurierung als gebäudetiefe Schiene im 5. OG, zugänglich über Treppenräume. - Ausstellung und Vortragssaal im 6. OG als gebäudetiefe Raumabfolge. - Technik im UG. - Nutzungen vorwiegend funktional angeordnet. - Geschosshöhen: EG Foyer bis zu 13,5 m, im Infobereich 2,96 m. 1. bis 5. OG: 3,8 m, 6. OG: 5,8 m. - Aufenthaltsräume in der Regel natürlich belichtet / belüftet. Lüftungsflügel. Konstruktion - Stahlbetonkonstruktion. Stützenfreie Ausbildung im Grabungsfeld und in den Geschossen. Geschosshohe Wandscheiben / Träger im Zusammenwirken mit Geschossdecken zur Lastableitung des eingehäng-

Architekturbüro Paul Böhm, Köln / Simons & Hinze Landschaftsarchitekten, Berlin | 1. Rundgang

1166

Planungsdaten
NF [m²] NF soll [m²] TF [m²] BGF [m²] BGF / NF BRI (V) [m³] Hüllfläche (A) [m²] A/V KG 300 + 400 [€] KG 500 [€] Kosten ges. [€] Kosten ges. soll [€] 2.837 2.538 171 3.904 1,38 14.629 4.231 0,29 9.202.717 863.160 14.395.360 15.500.000

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

1166
Außenraum Außenraum ohne Bet- und Lehrhaus - Platz auf Straßenniveau aus Kalksteinplatten. - Leicht abgesenkter Tennenbelag auf Grundriss des BLH, mit Kalksteineinfassung. Baumhain aus geschnittenen Linden in versenkten Pflanztrögen. - Absenkung um 2,9 m an nordöstlicher Ecke des Besucherzentrums. Präsentation der Befunde unter Schutzglas. Stützmauern aus Sichtbeton. - Erhalt von 2 Bestandsbäumen auf Straßenniveau. - Abgesenkte Platzfläche über 2 „aufgefaltete Stahltreppen“ erreichbar. Von dort Zugang zum UG Besucherzentrum. - 1 m hohes Glasgeländer als Absturzsicherung. - Effektbeleuchtung von Bäumen und Befunden. - 5 Sitzbänke im Bereich des Baumhaines (textlich erwähnt). - 5 Fahrradbügel an westlicher Seite des BLH. Außenraum mit Bet- und Lehrhaus - Umpflanzung der Linden. Aufnahme des Neubaugrundrisses. Ossarium - Unterirdisches Bauwerk im östlichen Platzbereich. Orientierung am Grundriss des BLH. Durch begehbare Glasscheiben einsehbar. Realisierbarkeit - B-Plan: Vorgaben eingehalten. - Programm erfüllt: insg. +300m². - Nur ein baulicher Rettungsweg. - EnEV-30% unrealistisch. Transparente Fassade erfordert Klimatisierung. Außen liegende Tragkonstruktion mit thermischer Trennung führt zu bauphysikalischen Nachteilen. Natürliche Lüftung weitgehend möglich. Erneuerbare Energien: Photovoltaik, Gasbrenner mit geothermischer Unterstützung. Betriebskostenerwartung: hoch wegen großen Klimatisierungsanteils. - Gesamtbaukosten deutlich unter dem Mittelwert. - Bauwerkskosten deutlich unter dem Mittelwert. - Außenanlagenkosten unter dem Soll. - Überdurchschnittlich geringes Bauvolumen.

Gestaltung - Zweiteilung des Besucherzentrums. - Östlicher Gebäudeteil über eh. Lateinschule 5-geschossig (Höhe 16,9m) plus Staffelgeschoss (Höhe 21,4m). Zweigeschossige Arkade zur Gertraudenstr. Fassade aus gebäudehohen, schmalen Stahlbetonlisenen mit dahinterliegender Verglasung. Geschossdecken zeichnen sich ab. Staffelgeschoss weitgehend verglast mit umlaufender Dachterrasse nach Süden, Osten und Norden. - Westlicher Gebäudeteil nach Süden 5-geschossig plus weiter zurückspringendes Staffelgeschoss (Höhe 21,4m). Nach Norden 3-geschossig (Höhe 10,4m). Weitgehend geschlossene Fassade. Zur Gertraudenstr. im EG großzügige Öffnung vor Café. Schmale, heraustretende Vitrine nach Süden über 1.-4.OG. Teilunterkellert. - Nachbarbebauung übernimmt Traufhöhen von Besucherzentrum. Zur Gertraudenstr. 16,9m und 21,4m. Zur Scharrenstr. 11,4m plus Staffelgeschoss 13,5m. Lochfassade mit hoher EG Zone in Anlehnung an Arkade. Innenhof, exemplarische GR-Darstellung. - Östlicher Gebäudeteil wird als historische Kubatur durchgehend durch umlaufende Lisenenfassade, auch als Innenwand, erlebbar. - In 3-geschossigem Luftraum (max. lichte Höhe ca. 8,6m) über Grabungsfeld wird zwischen Stützen offene Plattform für Ausstellung und verglaster Restaurierungswerkstatt eingehängt. Funktion - Hauptzugang unter Arkade führt in offenes Foyer mit Einblick in Grabungsebene. Zugang über Rampe zu zentralem Treppenhaus an westl. Trennwand mit integriertem Aufzug und zu Café. - Anlieferung von Scharrenstr. - Offene Treppe führt von Foyer in tiefer gelegene Grabungsebene und zu höher gelegener Ausstellungsplattform. Von hier gelangen Besucher über eine einund zweiläufige Treppe direkt in Studiensammlung und angrenzendes Schaudepot im 1.OG, weiter über Studiensammlung im 3. OG bis zum Ausstellungs-/ Vortragsraum im 4.OG. - Werkstätten im 2.OG. - Barrierefreier Zugang zu Grabungsfeld über UG und Treppenlift. - Geschosshöhe 3,5m. Alle Aufenthaltsräume tagesbelichtet. Weitgehend funktionale Anordnung. Konstruktion - Stützen mit Pfahlgründung im Grabungsfeld tragen über „Tischkonstruktion“ auskragende Deckenplatten mit hängenden Fassaden. Ggf. Nutzung der Stützen für Geothermie. - Ansonsten Flachgründung mit Streifen- und Einzelfundamenten. - Fassade aus hellem, warmem, gestocktem Sichtbeton.

Burger Rudacs Architekten, München / OK Landschaft, München | 2. Rundgang

1167

Planungsdaten
NF [m²] NF soll [m²] TF [m²] BGF [m²] BGF / NF BRI (V) [m³] Hüllfläche (A) [m²] A/V KG 300 + 400 [€] KG 500 [€] Kosten ges. [€] Kosten ges. soll [€] 2.496 2.538 110 3.461 1,39 16.375 4.194 0,26 8.234.938 571.660 12.759.334 15.500.000

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

1167
cken- und Brüstungsbänder aus Sichtbeton; Arkadenbereich als perforierte Ziegelwand - Über Befunden freitragende Stahlbeton-Rippendecke; Anordnung der Außenwände auf Befundwände Lateinschule - Fenster aus Metallprofilen mit 3-fach Verglasung und außenliegendem Sonnenschutz - Böden aus Heizestrich, flügelgeglättet Außenraum Außenraum ohne Bet- und Lehrhaus - Gesamte Platzfläche auf Straßenniveau. Eingang Besucherzentrum über Arkade und von Petriplatz - 3 große archäologische Fenster mit begehbarer Glasplatte bieten Sicht auf Befunde. Seitenwände aus Sichtbetonfertigteilen - Umrisse des BLH mit Stahlband (1-2 cm Stärke) nachgezeichnet - Gesamte Platzfläche mit „Granitschotter“ befestigt (als Abstreu eingewalzt / verfestigt) - Bestandsplatanen integriert, durch 2 neue Platanen ergänzt - Außenraum mit Gastronomiebereich Besucherzentrum mit Außenbestuhlung / Anbindung Petriplatz Außenraum mit Bet- und Lehrhaus - Gestaltung mit Terrasse, Treppen und Rampe Ossarium - Im Nordosten. Einsehbar über großes, begehbares Sichtfenster. Treppenanlage in nördlicher Stützwand Realisierbarkeit - B-Plan: Gebäudehöhe an Scharrenstraße überschritten; Baugrenzen überschritten - Raumprogramm im Wesentlichen erfüllt; z.T. Abweichung > 10 % (Ausstellungsfläche) - Ein innenliegendes Treppenhaus ohne direkten Ausgang ins Freie - EnEV-30% sehr gut zu realisieren (kompakter Baukörper, Dreifachverglasung und Bauteilaufbau) - Betriebskostenerwartung niedrig - Natürliche Belüftung möglich; geplante Lüftungsanlage mit WRG sinnvoller - Fernwärme; optional Grundwassernutzung als Wärme- und Kühlpotential - Grauwassernutzung zur Trinkwassersubstitution - Gesamtbaukosten deutlich unter dem Mittelwert. - Bauwerkskosten deutlich unter dem Mittelwert - Außenanlagenkosten deutlich unter dem Soll - Aufwendige Grabungsabdeckung - Unterdurchschnittlich große Bruttogrundflächen

Gestaltung - Monolithischer, polygonaler Baukörper aus Besucherzentrum und Nachbarbebauung treppt von 4 Geschossen an Gertraudenstraße auf 3 Geschosse an Scharrenstraße ab - Turmartige Erhöhung im NO an Scharrenstraße - Schräg verlaufende Gebäudelinien an Gertraudenstraße und Scharrenstraße zur Kleinen Gertraudenstraße hin; Aufweiten zu kleiner Platzsituation an Kleine Gertraudenstraße - Arkadengang an Gertraudenstraße in Bauflucht BLH wird fortgeführt - Durchgängige Traufhöhe von 18 m an Gertraudenstraße - Entlang der Scharrenstraße einheitliche Gebäudehöhe von 14,50 m; Turmaufbau 21,50 m - Nachbarbebauung mit Gewerbe/Büro- und Wohnnutzung komplettiert Baukörper und greift Höhenentwicklung auf - Dezentrale Zugänge an Arkadengang (Bodenverglasung über Befunden) sowie von Platzbereich - Horizontal gegliederte Fassade mit Klinkerwandflächen und Sichtbetonbändern sowie großformatigen Öffnungen - Mittels zweier großformatiger archäologischer Fenster Sicht von oben auf Befunde Lateinschule; weitere archäologische Sichtfenster für Befunde Petrikirche im Außenraum vom Platzniveau aus einsehbar Funktion - Zugänge führen zu Eingangsebene mit Service, und Ausstellungsbereich - Über archäologische Fenster Einblicke auf die Befunde - Grundflächen der archäologischen Fenster werden in den OG als Volumina eingestellt, die von den Besucherflächen (Verkehrsflächen) umgeben sind - 1. OG: Restaurierung und Werkstätten; Räume teilweise als gefangene Räume; zum Teil innenliegend - Studiensammlung im 2. OG auf drei Volumina aufgeteilt. Sammlungen ohne natürliche Belichtung - Schaudepots als variabler Bereich in Verkehrsflächen nachgewiesen - 3. OG: Ausstellungs- und Vortragsebene sowie Verwaltungsbereich - Vortagssaal als frei eingestellter Kubus, innenliegend ohne natürliche Belichtung - Ausstellungsfläche mit erhöhter Raumhöhe im ‚Turmaufbau‘ - Nebenfunktionen als Spange an Brandwand - Anlieferung von Scharrenstraße; Anbindung an Aufzug erschwert - Lichte Raumhöhe EG: 5,20 m; OG’s: 3,40 m; ‚Turm’: 6,80 m Konstruktion - Stahlbetonskelettkonstruktion mit Wärmedämmung und Vorsatzschale aus Wasserstrich-Ziegeln; De-

Arge VON M GmbH + Erich H. Fritz, Stuttgart / Glück Landschaftsarchitektur, Stuttgart | 2. Rundgang

1168

Planungsdaten
NF [m²] NF soll [m²] TF [m²] BGF [m²] BGF / NF BRI (V) [m³] Hüllfläche (A) [m²] A/V KG 300 + 400 [€] KG 500 [€] Kosten ges. [€] Kosten ges. soll [€] 2.628 2.538 196 4.217 1,60 18.274 4.592 0,25 10.866.728 927.119 16.433.021 15.500.000

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

1168
Außenraum Außenraum ohne Bet- und Lehrhaus - Rahmung der um -0,3 m abgesenkten Platzfläche durch Lärchenholzsteg auf Straßenniveau. Platzfläche aus Grauwackenschotter. Stracksche Fundamente höhengleich (-0,3 m) durch breite Schwarzstahlbleche gekennzeichnet. Markierung gotischer und barocker Kirche durch Stahlkanten. Schächte aus Stahlblech mit begehbarer Glasabdeckung für Befunde. - Absenkung einer Grabungsfläche am Besucherzentrum um ca. 2,50 m. Fläche zwischen Befunden aus Grauwackenschotter. Stützwände aus ausgesteiftem Stahlblech (schwarz). - Westliche Bestandsbäume auf Straßenniveau in Holzdeck integriert. Östlicher Bestandsbaum in Schotterfläche mit Stahleinfassung (schwarz) - Eingang EG Besucherzentrum am Petriplatz über Holzsteg. 3 Stahlblechtreppen zum inneren Platzbereich (Schotterfläche). Zugang Grabungsfläche über UG Besucherzentrum. - Flachstahlgeländer als Absturzsicherung. Stahlblechblende am Übergang Holzsteg / Schotterfläche. - Verdecktes Lichtband (LED) als Orientierungs- und Effektbeleuchtung unter Holzdeck. Bestandsbäume mit Bodenstrahlern (LED). Fenster für Befunde mit Einbauleuchten. - 4 Sitzelemente aus Lärchenholz auf Holzsteg. 5 Fahrradbügel an Scharrenstraße. Außenraum mit Bet- und Lehrhaus - Aufnahme des Neubaugrundrisses. Zugang über Steg von Scharrenstraße. Ossarium - Nordöstliche Platzecke. Unterirdischer Bau bis zu Strackschen Fundamenten. Rechteckiger, offener Schacht mit Nischen und Treppenhausquader (Höhe +4,5 m). Realisierbarkeit - B-Plan: Vorgaben beachtet. - Raumprogramm erfüllt. - EnEV-30% ist aufgrund des kompakten Baukörpers zu realisieren. Natürliche Lüftung für Aufenthaltsräume vorgesehen, Erneuerbare Energien: Photovoltaik auf dem Dach. - Betriebskostenerwartung: unterdurchschnittlich - Gesamtbaukosten über dem Mittelwert. - Bauwerkskosten deutlich über dem Mittelwert. - Aufwendige Fassadenkonstruktion. - Außenanlagenkosten knapp über dem Soll. - Überdurchschnittlich großes Bauvolumen.

Gestaltung - 7-geschossiger, max. 25,0m hoher monolithischer Baukörper, folgt grundrisslich der Figur der Lateinschule, Gebäude mit insgesamt wenigen Gebäudeöffnungen. Hauptzugang in Gebäudemitte von Petriplatz über ein Brückenelement. - „Ort der Grabung als zentrales Element des Innenraumkonzepts“ Über dem Befundfeld Lateinschule entwickelt sich eine 5geschossiger hallenartiger Innenraum, von dort Sichtbezüge in die Geschosse. - Fassade aus pigmentiertem und gestocktem Ortbeton (Dämmbeton), schlanke, geschosshohe, tiefliegende Fenster. Innenfassade als Alu-Elementfassade mit Dreifachverglasung. Keine formalen Bezüge auf das BLH. - alle Staffelungen des Bebauungsplanes beachtet. - Hauptzugang über Steganlage auf tiefergelegtem Petrieplatz, direkter Zugang zum Befundfeld Lateinschule mit darüberliegendem, hohen Luftraum, auf einer Galerieebene angelagerter Infobereich und Cafe, Zugang zu Befundebene Lateinschule über zwei Treppenanlagen. Luftraum gliedert die weiteren Geschosse. Nutzungen lagern sich ringförmig darum. - Befundfeld Lateinschule witterungsbeständig in Bauvolumen integriert, verschließbar. Funktion - Hauptzugang von Petrieplatz über Holzsteganlage. Anlieferung und Nebeneingang über Scharrenstraße. - Vertikale Haupterschließung über zweiläufige, Treppeanlage um Aufzugskern geführt. Ausstellungsflächen in engem räumlichen Zusammenhang. - UG: Technik, Lagerräume, Grabungsfeld Lateinschule. - EG Zugang, Information, Cafe, Pädagogischer dienst und Luftraum über Grabungsfeld Lateinschule. - 1.OG Ausstellung, Vortragssaal. - 2.OG Verwaltung , Labore, Werkstätten. - 3.OG Werkstätten, Eisenmagazin, Schaudepot. - 4.OG: Schaudepot, Gastwissenschaftler, Besucherterrasse. - 5.+6.OG: Schaudepots. - Große, innenliegende Raumzonen mit Belichtungsund Belüftungsthematik, innenliegender Versammlungsraum. - Geschosshöhe UG: ca. 4,8m, Regelgeschoss 3,2m. Konstruktion - Außenhülle als 70cm starke, einschalige Dämmbetonkonstruktion. Innere Tragkonstruktion mit Sichtbetonoberflächen - Gebäudeaußenwände zum Petriplatz werden auf den Außenmauern der Lateinschule abgesetzt. Dort Abfangung mittels Stahlbetonpfählen.

Gatermann + Schossig, Köln / KLA kiparlandschaftsarchitekten, Milano / Duisburg | 2. Rundgang

1169

Planungsdaten
NF [m²] NF soll [m²] TF [m²] BGF [m²] BGF / NF BRI (V) [m³] Hüllfläche (A) [m²] A/V KG 300 + 400 [€] KG 500 [€] Kosten ges. [€] Kosten ges. soll [€] 2.620 2.538 100 4.128 1,58 14.311 3.382 0,24 11.251.958 637.860 16.401.637 15.500.000

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

1169
(Okatechvision von Okalux). Aufgedruckte Photovoltaik. Im Bereich des EG luftdurchlässiges, dichteres Metallgewebe. Außenraum Außenraum ohne Bet- und Lehrhaus - Platzfläche nahezu ebenerdig auf Straßenniveau. Fassung aus Betonsteinplatten durch angrenzende Gehwege. - Darstellung von 4 Zeitschichten und deren Überlagerung mittels differenzierter Oberflächenbeläge im Zusammenspiel mit natürlichen Wettereinflüssen: - 1. Einfluss des Lichts: Platzbelag über mittelalterlichen Fundamenten aus Edalith mit Glassplitteinstreuung. Lichtreflexionen durch Sonnenstrahlen. - 2. Einfluss des Wassers: über barocken Fundamenten (1733 – 1809). Absenkung Platzfläche aus Edalith um 2 cm. Bei Niederschlag entsteht Wasserspiegelfläche. - 3. Einfluss der Dunkelheit: Platzbelag über neuzeitlichen Fundamenten (Strack) aus Edalith mit fluoreszierendem Acrylgranulat. Aufgeladenes Granulat reflektiert bei Nacht. - 4. Veränderung durch Wind: künftiger Baukörper BLH und westliche Blockerweiterung durch Wildwiese markiert. Wind ändert Erscheinungsbild. - Erhalt Bestandsplatanen, Baumscheiben mit Wiese. - Sitzbank umläuft Wildwiese (verzinkte U-Profile, Holzlattung). 5 Bänke aus Sichtbeton, anthrazit. - 6 Mastleuchten, 10 Bodenstrahler unter Platanen. - Fahrradstellplätze im Nordosten. Außenraum mit Bet- und Lehrhaus - Rückbau Wildwiese und umlaufende Bank. Aufnahme des Neubaugrundrisses. Ossarium - Im Nordosten, unterirdisch, über 4 Fenster einsehbar. Zur Wartung Zugang über Hebebühne und Treppe. Realisierbarkeit - Abweichung B-Plan: Verringerung der Arkadenbreite durch Schräge der Fassade auf ca. 3 m. - Abstandsfläche nach Westen problematisch. - Programm erfüllt. Schaudepot + 60 m², in Teilbereichen geringfügige Flächenunterschreitungen. - EnEV-30% nicht realisierbar. Diskrepanzen zwischen umfangreichen textlichen Aussagen im High-TechSpektrum und zeichnerischer Umsetzung. Problematische Arbeitsplatzbedingungen hinsichtlich Tageslicht. - Betriebskostenerwartung weit überdurchschnittlich. - Gesamtbaukosten über dem Mittelwert. Bauwerkskosten deutlich über dem Mittelwert. - Aufwendige Konstruktionswahl. - Außenanlagenkosten deutlich unter dem Soll. - Unterdurchschnittlich großes Bauvolumen.

Gestaltung - Gefalteter, prismatischer Baukörper als prägnanter Solitär. Leicht konische Nord-Süd-Passage durch den Block auf vorgegebenem Baufeld, Breite im Minimum ca. 6 m. - Nachbarbebauung als solitäres, höhengestaffeltes Wohn- und Geschäftshaus, Aufnahme der Baufluchten. - Zurückweichen des Baukörpers an der Gertraudenstraße durch angeschrägte Ausbildung im EG und 1. OG. Nach Norden Verzicht auf Vorsprung. - Bauköperhöhe zum Petriplatz 25 m, zur Gertraudenstraße durch Faltung differenziert in 7,5 m, 14,4 m und 25 m, nach Norden und Westen 14,4 bis 25 m. - Sichtbares raumbildendes Fachwerk, „analog eines Gerüstes“. Fassadenhülle aus Glas und Gewebe mit netzartiger Textur als „Schutznetz“. Unterschiedliche Gebäudepräsenz nach Tages- und Lichtsituation. - Integration der ehemaligen Lateinschule als kalte Halle innerhalb der Baukörperhülle. Funktion - Drei Eingänge im Westen: Mittiger Zugang in kleines Foyer mit einläufiger Treppe ins 1. OG. Getrennte Zugänge für Anlieferung mit Schleuse und Aufzug, ein interner Zugang mit einläufiger Treppe ins 1. OG mit großem Foyer und angelagerter Ausstellungsfläche mit Vortragssaal. Weitere EG-Bereiche als Luftraum über dem Grabungsfeld. - Grabungsfeld über Rampen / Stege und kurzem Treppenlauf erschlossen. - Ab 2. OG zentrales langgestrecktes Treppenhaus mit Schachteltreppe und umlaufender Erschließungszone in Gebäudebreite. Mittelflurerschließung mit zweihüftiger Anordnung der Werkstatträume. Restaurierungswerkstatt Keramik mit Einblick für Besucher. - 3. OG Konservierung / Restaurierung mit Einblick für Besucher. - Studiensammlung vom 4. bis 6. OG. - Technikflächen unter Dachschrägen. - Nutzungen vorwiegend funktional angeordnet. Ausstellung / Anlieferung im 2. OG. Getrennte Erschließung Restaurierungswerkstatt Keramik nicht gewährleistet. - Geschosshöhen: EG bis1. OG: 3,78 m, 2. bis 6. OG: 3,42 m - Aufenthaltsräume in der Regel natürlich belichtet. Belüftung über Zuluftfuge im Decken-/Fussbodenbereich. Konstruktion - Fachtragwerk aus V-förmigen Stützen, auf historischen Fundamenten in den gestörten Bereichen aufgestellt, im EG und 1. OG geschossübergreifend im Fassadenbereich als Stahlträger angeordnet. Fassadenhülle als selbsttragende Pfosten-Riegel-Konstruktion mit Isolierverglasung, Zwischenraum mit einseitig metallisch beschichtetem Kunststoffgewebe

Grüntuch Ernst, Berlin / Heilbronner Lachkareff Landschaftsarchitekten, Berlin | 1. Rundgang

1170

Planungsdaten
NF [m²] NF soll [m²] TF [m²] BGF [m²] BGF / NF BRI (V) [m³] Hüllfläche (A) [m²] A/V KG 300 + 400 [€] KG 500 [€] Kosten ges. [€] Kosten ges. soll [€] 2.668 2.538 134 4.341 1,63 15.159 4.187 0,28 10.292.295 911.942 15.820.440 15.500.000

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

1170
- „Flachgründung / Streifenfundamente im Bereich des Besuchergangs. Pfahlgründung, Mindestlänge 12m für Besucherzentrum plus Bodenplatte.“ - Stützen zeichnerisch auf Befunden dargestellt. Außenraum Außenraum ohne Bet- und Lehrhaus - Platzfläche aus grauem, in Längsrichtung verlegtem Natursteinpflaster (Sonderformate) auf Straßenniveau. Unterbrechung durch 10 cm breite Natursteinbänder, teilweise in Rasenbänder übergehend. Kennzeichnung Umriss und Mittelachsen der Strackschen Kirche durch breite Natursteinplatten. Im Innenbereich 40 cm tiefe Rasenmulde. Befestigte Flächen leicht zur Mulde geneigt. Bei Starkregenereignis „Wasserspiegel“ auf Rasenmulde. Bodenfenster aus begehbarem Sicherheitsglas für tiefere Befunde. - Bestandsbäume auf Straßenniveau. Neupflanzung von 8 Schirmgehölzen. „Kastenlindenreihe“ an der Gertraudenstraße. - Bereich am Besucherzentrum um 3,30 m abgesenkt. Sichtbetonstützmauer. Brücke vom Platz über Grabungsbereich zum Haupteingang Besucherzentrum. - Sichtbetontreppe zur Grabungsebene von Scharrenstr. Betontreppen zur Rasenfläche. - 8 Lichtbauelemente für Leuchtstofflampen, Höhe 4,60 m. Bodeneinbauleuchten in Grabungsfläche, unter Schirmgehölzen und Bestandsbäumen. Außenraum mit Bet- und Lehrhaus - Rückbau Treppen, Rasenfläche und Baumreihe. Aufnahme des Neubaugrundrisses. Erweiterung Platzfläche bis Neubau. Ossarium - Östlicher Platzbereich. Unterirdischer Raum mit begehbarer Stahlbetondecke. Bodenfenster in Form „stilisierter Kreuze“. Realisierbarkeit - B-Plan: Arkade um ca. 1,5m von Planungsgrenze eingerückt. Südfassade bindet ohne Versprung in Obergeschossen an Nachbarbebauung an. - Programm erfüllt: Schaudepot +55m, Tischlerei +30m². - 2. baulicher Rettungsweg fragwürdig. - EnEV-30% nur mit hohem Aufwand realisierbar. Thermisch entkoppelter Lisenenvorhang führt wg. Vielzahl der Montagepunkte in Summe zu thermischen Verlusten. Erneuerbare Energien: Solarthermie, Geothermie, Photovoltaik. Betriebskostenerwartung: überdurchschnittlich. - Gesamtbaukosten knapp über dem Mittelwert. - Bauwerkskosten über dem Mittelwert. - Außenanlagenkosten im Soll. - Überdurchschnittlich große Bruttogrundflächen.

Gestaltung

- Besucherzentrum 6-geschossig zur Gertraudenstr. (Höhe 21m), zum Petriplatz 6-geschossig mit nördl. Abstaffelung auf 5 Geschosse (Höhe 17,4m), nordwestl. Gebäudeteil 4-geschossig (Höhe 14m). - Nachbarbebauung 3- und 6-geschossig mit kleinem Belichtungshof ab 1.OG. Gewerbe- und Wohnflächen nachgewiesen. Ab 1. OG Lochfassade mit ovalen Fensteröffnungen. Tiefgarage mit PKW-Aufzug von Norden. Bau bleibt hinter nördl. und südl. Wettbewerbsgrenze zurück. - Bezugnehmend auf das BLH steinerner LisenenVorhang als äußere Hülle über 1 bzw. 2 Geschosse. Großzügige Verglasung zur Gertraudenstraße im EG Cafébereich und im 4./5.OG als Treppenhausabschluss. - Entlang Gertraudenstr. zweigesch. Arkadengang, der sich zum Grabungsfeld öffnet hinter Lisenen mit Rundbogenöffnung zum BLH. - Innenräumliche, orthogonale Raumstruktur gruppiert sich um rechteckige, offene, gebäudehohe Erschließungsschiene mit Lufträumen und einläufiger Treppe vom 1. – 4.OG mit parallelem, mehrgeschossigem Schauregal. - Begehbares „inszeniert, beleuchtetes“ Grabungsfeld als überdachter Außenraum (UG-1.OG) von umlaufenden Kolonnaden im EG gefasst. Über Außentreppe und UG erschlossen. Zugangsstege im EG gewähren Einblick. Funktion - Zwei Stege führen als Brücken von Arkadengang an Gertraudenstraße und von Petriplatz über das Grabungsfeld zum überdachten Haupteingang in Gebäudemitte. - Separater Cafézugang von Gertraudenstr. Anlieferung von Scharrenstraße über Rampe. - Abgeschlossenes Treppenhaus an Nordfassade. Aufzug in Gebäudemitte. - Besucher gelangen von Foyer ins UG zum Grabungsfeld und über Erschließungsschiene und parallelem Schauregal bis ins 5.OG. - Schauregal dient als Ausstellungsvitrine und gewährt im 3. und 4.OG als Trennwand Einblicke in dahinterliegende Studiensammlungen und Werkstatt. Regal im 2.OG beidseitig über Besuchergang einsehbar. - EG Foyer mit Ausstellung und Café. 1.OG Verwaltung. 2. und 3.OG Studiensammlungen, Werkstätten und Nebenräume. 4.OG Studiensammlungen und Schaudepot. 5.OG Ausstellungs- und Vortragsraum. - Alle Aufenthaltsräume natürlich belichtet. Zahlreiche Durchgangsräume. Funktionale Anordnung. Geschosshöhen UG 3,25m; EG und 1.OG 3,15m; ab 2.OG 3,5m. Konstruktion - Stahlbetonskelettbau. Fassadenstabwerk aus Glasfaserbeton-Fertigteilen

Auer + Weber + Assoziierte, Stuttgart / Levin Monsigny Landschaftsarchitekten, Berlin | 1. Rundgang

1171

Planungsdaten
NF [m²] NF soll [m²] TF [m²] BGF [m²] BGF / NF BRI (V) [m³] Hüllfläche (A) [m²] A/V KG 300 + 400 [€] KG 500 [€] Kosten ges. [€] Kosten ges. soll [€] 2.668 2.538 258 4.516 1,69 17.679 4.952 0,28 10.817.316 1.299.672 16.992.357 15.500.000

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

1171
Gertraudenstraße bzw. Scharrenstraße - Ausstellungsfläche mit seitlichen Oberlichtern - Anlieferung von Scharrenstraße über Aufzug - Lichte Raumhöhe EG: 4,20 m; OG’s: 3,00 m Konstruktion - Stahlbetonkonstruktion mit Wärmedämmung und Klinkervorsatzschale; 3-fach Verglasung - Tragende Außenwände werden auf Befundwände Lateinschule angeordnet; zusätzlich 4 StahlbetonVerbundstützen mit Pfahlgründung - Stahlbeton-Flachdecken als Hohlkörperdecken Außenraum Außenraum ohne Bet- und Lehrhaus - Freilegung eines Grabungsfeldes entlang klarer Kanten. Graelsche Beplankung erhält Glasabdeckung, übrige Befunde witterungsfest konserviert. Flächen zwischen Befunden aus Natursteinsplitt sowie Wildstauden. Stützmauern (Sichtbeton) an Gertraudenstraße und Petriplatz. An Scharrenstraße Aufweitung zu kleiner Platzfläche (Mosaik-Granitpflaster). Erhalt der 2 westlichen Platanen. Über 2 Treppen bzw. lange Holzsitzstufen Zugang zu Steg ( 1,5 m). Aufweitung des Stegs (Granitplatten) im Zugangsbereich UG Besucherzentrum. An Nordseite Konservierung Bollensteinbelag als Intarsie - Umlaufendes Stahlgeländer mit breitem Handlauf enthält eingravierte Informationen - Lange Sitzbank an Scharrenstraße Außenraum mit Bet- und Lehrhaus - Aufnahme des Neubaugrundrisses inkl. erhöhter Terrasse. Anhebung Oberkante Ossarium auf Terrassenniveau Ossarium - Im Nordosten. Abdeckung mit Metallplatten. Bündige Sichtfenster zeichnen unterirdischen Gang nach. Gebeine in Nischen als beleuchtbare Regale. Für Wartungszwecke über Grabungsfeld zugänglich Realisierbarkeit - B-Plan: Traufhöhe an Scharrenstraße sowie an Gertraudenstraße überschritten; Verzicht auf Rückstaffelung - Raumprogramm im Wesentlichen erfüllt; z.T. Abweichungen > 10 % - Ein Rettungsweg nicht über allgemeine Verkehrsflächen zugänglich; ab 4. OG fehlt zweiter RW - Mehrgeschossiger Luftraum an Galeriebereich - Zugang Außenraum nur bei Öffnung Besucherzentrum barrierefrei; innere Rampe zu steil (10%) - ENEV –30% realisierbar (Bauteilaufbau, sowie 3fach-Verglasung); Sonnen-/Blendschutz fehlen - Betriebskostenerwartung durchschnittlich - Gesamtbaukosten deutlich über dem Mittelwert - Bauwerkskosten deutlich über dem Mittelwert - Außenanlagenkosten deutlich über dem Soll - Überdurchschnittlich großes Bauvolumen

Gestaltung - 7-geschossiger, kompakter Baukörper des Besucherzentrums bildet zusammen mit Nachbarbebauung einen L-förmigen Baukörper an Gertraudenstraße und am Petriplatz aus - Verzicht auf Staffelung an Gertraudenstraße und Petriplatzseite - An Gertraudenstraße Ausbilden eines Arkadengangs in Bauflucht BLH sowie einer 2-geschossigen Pergola im 6. und 7. OG - Gesamthöhe an Gertraudenstraße von 25 m treppt an Scharrenstraße um 2 Geschosse auf 19,00 m bzw. 15,90 m ab - Baukörper fasst zusammen mit Nachbarbebauung einen Innenhof ab 2. OG - Gleichbleibende Gebäudehöhe der Nachbarbebauung an Scharrenstraße bzw. Kleine Gertraudenstraße mit 4 Geschossen; an Gertraudenstraße Erhöhung auf 6 Geschosse plus Staffelgeschoss - Horizontale Gliederung der Nachbarbebauung in Büro- und Gewerbenutzung (EG – 3. OG) sowie darüber angeordnete Wohnnungen - Hauptzugang zu Besucherzentrum von Arkadengang; zusätzlicher Eingang über Steg an Ausgrabungsfläche - Lochfassade mit stehenden, schmalen Fensterformaten; partiell großflächige Verglasung im EG sowie den obersten Geschossen - Fassadengestaltung wird von Nachbarbebauung aufgegriffen - Befunde bis Außenwand Lateinschule in Gebäude integriert; über eingezogene Rampen und Decks auf unterschiedlichen Niveaus begehbar - Vorgelagerte, offene Ausgrabungsfläche für Befunde Petrikirche; vom Außenraum einsehbar Funktion - Eingang von Arkadengang an Gertraudenstraße zu erhöhter Eingangsebene mit Café sowie über Rampen zu Erdetage - Erdetage geht als Teil eines ‚Öffentlichen Rundwegs‘ in angrenzenden Ausgrabungsbereich im Außenraum über - Offene einläufige Treppe entlang einer ‚Ausstellungswand‘ führt zu Galerie mit Ausstellungsfläche im 1. OG, die mittels Oberlicht belichtet wird - Werkstatt- und Restaurierungsräume gruppieren sich um Lichthof im 1. OG - Erschließung der weiteren OG‘s über offene Treppe an Lichthof - Studiensammlung von 2. - 4. OG an Platzseite gestapelt; aufgrund geringer Fensterflächen nur in geringem Maß natürlich belichtet - Schaudepots im 2. OG zwei Sammlungsräumen zwischengeschaltet - Pädagogischer Dienst im 3., Verwaltung im 5. OG - Im 5. OG Ausstellungsfläche und Vortragssaal (beide 2-geschossig) mit vorgelagerten Dachterrassen zu

Peter Kulka Architektur Köln, Köln / Rehwaldt Landschaftsarchitekten, Dresden | Anerkennung

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Planungsdaten
NF [m²] NF soll [m²] TF [m²] BGF [m²] BGF / NF BRI (V) [m³] Hüllfläche (A) [m²] A/V KG 300 + 400 [€] KG 500 [€] Kosten ges. [€] Kosten ges. soll [€] 2.791 2.538 182 4.730 1,69 18.670 4.948 0,27 11.388.784 886.859 17.326.903 15.500.000

Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Ergebnisprotokoll

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hende Kerne und Wände. - Gebäudeaußenwände zum Petriplatz auf Außenmauern Lateinschule abgesetzt. Dort Abfangung mittels Pfahlgründung. Außenraum Außenraum ohne Bet- und Lehrhaus - Platzfläche aus altem, geschnittenem Natursteinmaterial auf Straßenniveau. Strackscher Kirchengrundriss als Rasenfläche, 30 cm abgesenkt. Umlaufende „Sitzkante“ aus Fertigbetonteilen. - Um -1,50 m abgesenkter Bereich am Besucherzentrum. Fläche zwischen Befunden aus feinkörnigem Kies (wie UG Besucherzentrum). Anbindung zum UG Besucherzentrum. Umlaufende Stützmauer. - Bestandsbäume auf Straßenniveau erhalten. - Erschließung des abgesenkten Bereichs durch Stahlgittertreppe an Scharrenstrasse und Stahlgitterrampe entlang Stützmauer von Gertraudenstraße. - Geländer zur Absturzsicherung sowie Handläufe an Treppen und Rampen aus Flachstahl. - 3 Bänke im Bereich der Bestandsbäume. Integrierte Beleuchtung in Bänken und Sitzkante. - 5 Stahlfahrradbügel. Außenraum mit Bet- und Lehrhaus - Aufnahme des Neubaugrundrisses. Ossarium - Zweigeschossiger, zur Hälfte unterirdisch liegender Raum an nordöstlicher Platzecke. 456 Wandnischen aus Sichtbetonfertigteilen. Öffentlich begehbar über Treppe von Straße Petriplatz. Bodenbelag Ossarium aus hellem Granitpflaster. Stahl-Glas Oberlichter. Möglichkeit für spätere Anbindung an „archäologischen Gang“. Sichtfenster an Scharrenstrasse. Realisierbarkeit - B-Plan: Rückstaffelung zur Gertraudenstraße (7.OG) und in Teilbereich Scharrenstraße (4.OG) nicht vorgesehen. - Raumprogramm erfüllt, Nutzfläche um 10% überschritten. - EnEV-30% ist aufgrund des geringen Fensterflächenanteils trotz der großen Hüllfläche des Baukörpers (Innenhof) zu realisieren. Natürliche Lüftung in Büroräumen möglich, Erneuerbare Energien: Grundwasserwärmepumpe für Heizung und Kühlung - Betriebskostenerwartung: durchschnittlich - Gesamtbaukosten deutlich über dem Mittelwert. - Bauwerkskosten deutlich über dem Mittelwert. - Außenanlagenkosten im Soll. - Überdurchschnittlich großes Bauvolumen.

Gestaltung - 7-geschossiger, großteils 25,0m hoher, monolithischer Baukörper, folgt grundrisslich der Figur der Lateinschule, Gebäude mit insgesamt wenigen Gebäudeöffnungen. Hauptzugang von Gertraudenstraße über flach gestaltete Arkade. - „Scharf geschnittene Kubatur mit klaren Fassaden steht dem hohen Grad an Komplexität im Inneren Gegenüber “ „Minimalistische Fassade“ mit wenigen Fensteröffnung spielt zwei zweigeschossige Fensteröffnungen frei. „Archäologisches Vitrinenfenster zum Petriplatz und große Fensteranlage zur Gertraudenstraße als visueller Höhe- und Endpunkt im Bezug zur Eingangssituation. - Fassade aus hell- bis mittelgrau sortierten Vorhangziegeln, schlanke, geschosshohe, tiefliegende Fenster im Kontrast zu zwei großflächigen Fensteröffnungen. Staffelrücksprünge und Innenhof mit „minimalistischen Ganzglasfassaden“ verglast. - Zur Gertraudenstraße Traufhöhe h= 25m zur Scharrenstraße in Teilbereichen 14,50. - Hauptzugang über flache Fassadenöffnung in geschützten Eingangsvorbereich unter Tonnengewölbe. Foyer und vorderer Bereich Grabungsfeld ebenfalls mit diesem Motiv. An Foyer anschließend gebäudehoher Luftraum, von hier Start des Hausrundgangs oder Übergang zum Grabungsfeld Lateinschule. Gebäudegliederung über internen Lichthof. - Befundfeld Lateinschule witterungsbeständig in Bauvolumen integriert, verschließbar. - Ossarium als eigenständiger Baukörper in gleicher Materialität wie ABZ. Funktion - Hauptzugang von Gertraudenstraße. Anlieferung (Aufzug) und Nebeneingang über Scharrenstraße. - Vertikale Haupterschließung über drei räumlich unabhängige Treppenanlagen. „Weg der Besucher mit dem Weg der Grabungsfunde verzahnt“. - UG: Grabungsfeld Lateinschule mit angeschlossener Ausstellungsfläche. - EG Zugang, Information, Luftraum über Grabungsfeld Lateinschule. - Hochparterre: Cafeteria. - 1.OG: Werkstätten, Eisenmagazin - 2.OG: Labore, Werkstätten. - 3.OG Gastwissenschaftler, Pädagogischer Dienst, Schaudepot. - 4.OG: Studiensammlung Schaudepot. - 5.OG: Ausstellung, Vortragssaal - 6.OG: Verwaltung, Luftraum. - Geschosshöhe Zugangsfoyer: ca. 6,0m in kleinem Teilbereich, Regelgeschoss 3,0m. Konstruktion - Nahezu stützenfreies Souterraingeschoss. - Stahlbetonkonstruktion, Tragwerk als Summe „wandartiger Träger“ konzipiert. Aussteifung über durchge-

Arge Klaus Block und Roland Poppensieker, Berlin / Häfner / Jiminez, Berlin | 2. Rundgang

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Planungsdaten
NF [m²] NF soll [m²] TF [m²] BGF [m²] BGF / NF BRI (V) [m³] Hüllfläche (A) [m²] A/V KG 300 + 400 [€] KG 500 [€] Kosten ges. [€] Kosten ges. soll [€] 2.752 2.538 184 4.548 1,65 16.905 4.616 0,27 10.406.400 935.358 16.447.879 15.500.000

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Konstruktion - Stahlbetonbau. Sichtbeton mit Innendämmung. - Flachgründung im Keller- und Kernbereich, Einzelfundamente für Stützen. Im Grabungsfeld sieben Stützen dargestellt. - Aufgehende Wände über hist. Fundamenten in Leichtbeton. - Bodenbelag innen: Eichenparkett. Außenraum Außenraum ohne Bet- und Lehrhaus - Platzfläche auf Straßenniveau (Kalksteinmosaikpflaster). Umrisse der Kirchen mit Metallbändern nachgezeichnet (Baubronze, 15 cm breit), mit Schriftzügen zu jeweiliger Kirche. 1 Bodenfenster und 6 skulpturale Vitrinen als Schaukästen mit Beschriftung (2,2 m hoch, 3 Seiten aus Glas, 1 Seite und Dach aus Baubronze). - „Archäologische Gasse“ (-1.5 m, wassergebunden) mit Anschluss an UG Besucherzentrum. „Gasse“ durch Stahlwände gefasst; dienen auch als Absturzsicherung für höheres Niveau. Fundamente und Mauerreste in Aussparungen der Stahlwände sichtbar. 1 Bodenfenster über Brunnenbefund. Bollensteinbelag auf Nordseite sichtbar. Breite Treppe (Betonblockstufen) verbindet Platz und „Gasse“, weitere Treppe von Gertraudenstraße. Vom Besucherzentrum Anbindung an „Gasse“ über Aufzug. - Erhalt Bestandsplatanen, Baumscheiben mit Kiesabdeckung, eingefasst von Stahlband. - 4 Bänke, 8,5 m lang aus Leimschichtholz. - Beleuchtung der Vitrinen, Befunde und Stahlbänder im Bereich von Schriftzügen. Außenraum mit Bet- und Lehrhaus - Rückbau Pflasterbelag, Aufnahme des Neubaugrundrisses. Ossarium - Im Nordosten, unterirdisch. Gebeine in 180 Nischen aus gefalteter Baubronze mit Stahlunterkonstruktion. Oberirdisch aufsitzende Vitrine. Schachtabdeckung für Wartungszwecke. Realisierbarkeit - B-Plan: Vorgaben eingehalten. - Programm erfüllt. Ausstellungsfläche +115m², Servicebereich +50m“. - EnEV-30% mit Bedenken realisierbar. Innendämmung mit bauphysikalischen Schwachstellen. Wärmeschutz zum Atrium/ Grabungsfeld fehlt. Natürliche Lüftung möglich, im Atrium über Erdwärmetauscher. Fernwärmeanschluss. Grundwasserwärmepumpe. Betriebskostenerwartung: überdurchschnittlich. - Gesamtbaukosten über dem Mittelwert. - Bauwerkskosten über dem Mittelwert. - Außenanlagenkosten über dem Soll. - Überdurchschnittlich große Bruttogrundflächen

Gestaltung - Sichtbetonbaukörper zur Gertraudenstr. 6-geschossig (Traufhöhe 21m) plus Staffelgeschoss (Höhe 24,5m). Nordwestl. Gebäudeteil 3-geschossig (Höhe 10,5m) plus Staffelgeschoss (Höhe 14m). Zum Petriplatz 5-geschossig (Traufhöhe 17,5m) plus zwei Staffelgeschosse (21m; 24,5m). Als Pendant zur zweigesch. Arkade zur Gertraudenstr. fasst Pergola zum Petriplatz beide oberen Staffelgeschosse incl. Dachterrasse. - Nachbarbebauung übernimmt zur Gertraudenstr. als Büro-/Geschäftshaus Traufhöhen von Besucherzentrum. Zur Scharrenstr. / Kleine Gertraudenstr. schließen drei Stadthäuser mit eingeschnittenen Individualhöfen über 1.OG an. - Ostfassade öffnet unter Pergola im 2.-4.OG mit unterschiedlich großen, aus der Fassade heraustretenden Kastenfenstern, im 1.OG zeichnet sich Eisenmagazin durch große eingelassene Stahlplatte ab. Zwei kleine Kastenfenster nach Norden, eine Öffnung nach Süden im 2.OG. - Großflächige Verglasung unter Arkade bietet straßenseitig Einblick auf Ausgrabungen. - Grabungsfeld mit darüberliegendem, großzügigem Luftraum, angrenzendem Café und darüberliegender, offener Treppe bildet Mittelpunkt des Besucherzentrums. - Innenraum über zentrales, dreieckiges Atrium mit Oberlicht gegliedert. Mit kaskadenartigem, geraden, öffentlicher Treppenlauf, der im 2. OG seine Richtung ändert. Funktion - Hauptzugang von Gertraudenstr. unter Arkade über Windfang in Infobereich. Von hier über offene Treppe Anbindung an Obergeschosse und Grabungsfeld. Steganlage führt auf -1,5m über Ausgrabung mit Zugang zu Außengelände. - Zwei geschlossene Treppenhäuser an Nord- und Südfassade. Gründung nördliches Treppenhaus über Grabungsfeld unklar. Durchgehender Aufzug als Durchlader am Übergang öffentlicher /nichtöffentlicher Bereich. - Anlieferung von Scharrenstraße. - Offene Besuchertreppe entlang zentralem, von oben belichtetem Atrium führt an einsehbaren Arbeitsräumen vorbei und integriert Ausstellungsbereich/ Schaudepot. - Teilunterkellerung auf -3,5m südwestlich unter Infobereich für Garderobe und Toiletten. - Servicebereich auf Grabungsniveau. Werkstätten mit Nebenräumen im 1. und 2.OG, Studiensammlung im 3. und 4.OG, Ausstellungs- und Vortragsraum (teils 2-geschossig) belegen 5.OG, öffnen zu Dachterrasse nach Osten. 6.OG für Technik und Verwaltung. - Funktionale Anordnung. Weitgehende Trennung Besucher-/Mitarbeiterverkehr. Geschosshöhe 3,5m. Alle Aufenthaltsräume mit Tageslicht.
        
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