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Periodical volume

Full text: Jahresbericht Issue 2015

Bündnis für Augsburg
Jahresbericht 2015
Lebensqualität in Augsburg gemeinsam gestalten!
Machen Sie auch 2016 mit!

Inhalt
Grußwort Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl
Unser Leitbild
Die Steuerungsgruppe
Förderer und Sponsoren
Organigramm

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3. Augsburger Freiwilligen-Messe 26.09. und 27.09.2015
Neubürgerempfang „Miteinander sprechen“ im Rathaus 10.04.2015
Sommerfest „Konzerte im Bürgerhof“ 02.07., 03.07. und 04.07.2015
Woche des bürgerschaftlichen Engagements 11.09. bis 20.09.2015
Frischer Wind – Jugendpreis der Stiftung „Aufwind“ der Stadtsparkasse Augsburg
Engagementberatung des Freiwilligen-Zentrums Augsburg
Flüchtlingspaten – Patenschaft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge
Flüchtlingslotsen – Begleitung von Flüchtlingen in die Stadtgesellschaft
Türkischsprachiges Sorgentelefon – Russischsprachiges Sorgentelefon
MUSA – Qualifizierung zum Muslimischen Seelsorgeberater
Change in – Jugend engagiert sich freiwillig
Coolrider – Schüler ab der 7. Klasse werden als Fahrzeugbegleiter ausgebildet
Familienpaten entlasten Augsburger Familien mit ihrem Engagement
Insel Delfina – Kinder besuchen Ferienfamilien
Tschamp – Das Ferienprogramm
Der Job Pate – Beratung von Schüler/innen zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt
Lesepaten in Grundschulen und Kindertageseinrichtungen
Kinderchancen fördert Augsburger Kinder
Stadtteilmütter – Sprach- und Elternbildung durch bürgerschaftliches Engagement
Schuldenfalle – nein danke! – Augsburger Projekte zur Schuldenprävention
„Tu was du kannst“ – Service Learning an Augsburger Schulen
Spielplatzpaten – Engagieren Sie sich für Ihren Spielplatz!
Demenzpaten – Verständnis im Umgang mit demenzerkrankten Menschen
Alzheimer Telefon Augsburg – Treffpunkt Demenz
Aktiv älter werden – Besuchsdienstschulungen
Wohnungsanpassungsberatung – Anpassung des Wohnumfeldes bei Alter etc.
Freiwilligen-Engagement Altenhilfe im Seniorenzentrum Lechrain
Ämterlotsen – Ansprechpartner bei Behörden und Einrichtungen finden
Sozialpaten – Unterstützung in finanziellen und persönlichen Notlagen
Lesen – Lernen – Leben – Engagement in der Stadtbücherei

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MehrGenerationenTreffpunkte MGT
MGT – „Wo Menschen aller Generationen sich begegnen“
MGT Stadtbücherei
MGT Kriegshaber
MGT Pfersee
MGT Hochzoll
MGT Firnhaberau/Hammerschmiede
MGT Lechhausen
MGT Göggingen
MGT Haunstetten
MGT Herrenbach
MGT Bärenkeller
MGT Hochfeld

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Impressum
Alle Aktionen und Projekte im Bündnis für Augsburg

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Grußwort des Herrn Oberbürgermeisters Dr. Kurt Gribl
Liebe Augsburgerinnen, liebe Augsburger,
im Bereich des bürgerschaftlichen Engagements innerhalb des Bündnis für Augsburg
geschieht über das Jahr hinweg eine ganze Menge. Schulungen werden durchgeführt um
neu gewonnene Ehrenamtliche auf ihre Einsätze vorzubereiten, Feste werden gefeiert und
Projekte und Aktionen ins Leben gerufen. So ist es immer eine Freude, am Ende eines
Jahres noch mal zusammenfassend zu erfahren, was die einzelnen Projekte auf die Beine
stellen konnten.
Seit 2003 ist das Bündnis jedes Jahr gewachsen und dient den vielseitigen Projekten als
erfahrener Kooperationspartner und Vernetzungsplattform.
Es ist schön zu beobachten, wie die Projekte immer mehr Freiwillige gewinnen und sich
zunehmend in der Stadtgesellschaft etablieren. Für die engagierte Bürgerschaft bietet das
Bündnis mit seinen Projekten die Möglichkeit, ihren Sozialraum aktiv mitzugestalten und zu
verbessern.
Der Flüchtlingsstrom, der das Leben in unserer Stadtgesellschaft in letzter Zeit besonders
geprägt hat, hat auch verdeutlicht, wie wichtig das bürgerschaftliche Engagement ist. Mit
seinen beiden neuen Projekten der Flüchtlingspaten und Flüchtlingslotsen hat das Bündnis
die großzügige Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger aufgegriffen und in kurzer Zeit
schon vieles bewegen können. Doch neben diesem sehr akuten Geschehen haben die
anderen Projekte, deren Arbeit sich den Kindern, Jugendlichen, Familien und Senioren
unserer Stadt widmen, nicht an Wertigkeit verloren. Alle Projekte, die dank Ihrer Arbeit mit
Leben erfüllt werden, bringen uns dem gemeinsamen Ziel ein Stück näher, die Lebensqualität in unserer schönen Stadt zu erhalten und zu verbessern.
An dieser Stelle wird es nun Zeit Ihnen zu danken, Ihnen, den engagierten Akteuren im
Bündnis für Augsburg und darüber hinaus Ihnen allen, die sich für unser Augsburg in den
Kirchen, Vereinen, Verbänden, Institutionen bürgerschaftlich engagieren.
Machen Sie weiter, lassen Sie uns gemeinsam den erfolgreichen Weg in die Zukunft
gestalten! Dazu brauchen wir keine Zuschauer, sondern Mitmacher!
Wir brauchen und suchen engagierte Bürgerinnen und Bürger!

Dr. Kurt Gribl
Oberbürgermeister

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Das Bündnis für Augsburg in zehn Punkten!
Unser Leitbild:
1. Das Bündnis für Augsburg ist eine Verantwortungsgemeinschaft der Bürgerstadt.
2. Als Plattform ermöglicht und fördert es die Mitwirkung und Beteiligung von
Bürger/innen und schon bestehenden Vereinen / Organisationen / Netzwerken an
Bürger-Projekten in allen gesellschaftlichen Bereichen und Formen.
3. Es bildet sich aus Bürgerschaft ─ Politik/Verwaltung ─ Wirtschaft und vernetzt
diese auf der Basis von gegenseitigem Vertrauen und Partnerschaft.
4. Alle haben ein gemeinsames Ziel:
Steigerung der Lebensqualität in Augsburg und der Region.
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Für die Bürger/innen bedeutet dies: einen „Mehrwert” an Lebensqualität im
Bereich Kultur, Soziales, Bildung, Wohnen, Freizeit und Umwelt.

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Für die Wirtschaft bedeutet dies: Steigerung der Attraktivität und Bedeutung des
Wirtschaftsraumes Augsburg.

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Für die Politik und die Verwaltung bedeutet dies: den Bürger-Partner in
die Entwicklung der Stadt im Rahmen eines demokratischen Prozesses
verantwortungsbewusst einzubinden.

5. Jede Bürgerin und jeder Bürger kann sich als „Botschafter/in ─ Mentor/in ─
Pate/in” im Bündnis für Augsburg bei bestehenden Bündnis-Projekten vielfältig
ehrenamtlich engagieren und damit aktiv zur Steigerung der Lebensqualität in
unserer Stadt beitragen.
6. „Botschafter/innen” können sich zeitlich befristet für ein Projekt engagieren: als
Ideengeber, Multiplikatoren in den Stadtteilen, bei der Nachbarschaft und am
Arbeitsplatz, als Ansprechpartner, Kontaktvermittler, als „Brückenbauer” zwischen
bestehenden Vereinen und Organisationen, als Betreuer von Projekten und
Aktionen im Bündnis.
7. Darüber hinaus haben die lokalen Vereine, Organisationen, Verbände und
„Botschafter/innen“ die Möglichkeit, eigene Projekte zu initiieren und sie
gemeinsam im Bündnis für Augsburg zu verwirklichen.
8. Neben der Freude am Mitgestalten ihres Lebensraumes, ermöglicht den
„Botschaftern/innen“ der Umgang mit anderen Menschen und Organisationen
und die Übernahme verschiedener Tätigkeiten Einblicke in verschiedenste
Handlungsfelder.
9. Für engagierte Bürgerinnen und Bürger erschließen sich gesellschaftliche Welten,
die oftmals über berufliches bezahltes Engagement so nicht erfahrbar werden,
sowie Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten.
10. „Botschafterinnen” und „Botschafter” leben und verbreiten das „Wir” des Bündnis
für Augsburg.

Ausführliche Informationen im Internet: www.buendnis.augsburg.de

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Die Steuerungsgruppe
Die Steuerungsgruppe des Bündnisses für Augsburg ist eines der Organe im
Bündnis für Augsburg. Sie bildet sich aus Vertretern der drei Säulen des
Bündnisses – Wirtschaft, Politik und Bürgerschaft.
Damit findet hier auch die inhaltliche Diskussion über die grundsätzliche Ausrichtung des
Bündnisses statt. Neue Projekte und Aktionen werden vorgestellt und in der Gruppe
diskutiert, inwieweit sie den Anforderungen eines Bündnis-Projektes (dem Leitbild)
entsprechen. Die Abstimmung entscheidet dann, ob dieses Projekt/Aktion ein Bündnisprojekt wird. Doch nicht nur „fertige“ Projekte können in der Steuerungsgruppe vorgestellt
werden. Auch Ideen und Themen, bei denen es sich lohnt diese weiterzuverfolgen, werden
eingebracht und weiterentwickelt.
Die Mitglieder der Steuerungsgruppe sehen sich auch als diejenigen, die Themen der
Stadtgesellschaft aufgreifen und überlegen, wo bürgerschaftliches Engagement
erforderlich ist und mit anderen Themen vernetzt werden muss.
Die Steuerungsgruppe trifft sich in der Regel dreimal im Jahr. Die Diskussionen und
Gespräche sind geprägt von gegenseitiger Anerkennung und Respekt. Die verschiedenen
Betrachtungsweisen der Themen führt nicht immer gleich zum Konsens – das ist wichtig,
da alle Beteiligten aus den unterschiedlichsten Bereichen kommen und jeder seinen Teil
an Erfahrung, Wissen, Kreativität einbringt.
Doch letztendlich zählt das Ergebnis:
Das Bündnis für Augsburg hat mittlerweile 32 aktive Projekte und Aktionen.
Herta Hiemer (Mitglied der Steuerungsgruppe)

OB Dr. Kurt Gribl begrüßt die neuen Mitglieder der Steuerungsgruppe 2016/17:
Volker Picht, Annette Hille, Herrmann Stuhler, Sophia Schuster (v.l.n.r.), abwesend Reiner Tögel.

OB Dr. Kurt Gribl verabschiedet Mitglieder der Steuerungsgruppe 2012/13/14/15:
Renate Dick, Barbara Kraus, Gottfried Swoboda, Annette Hille (v.l.n.r.).
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Förderer und Sponsoren
Die Aktivitäten im Bündnis für Augsburg kosten auch Geld. Wir möchten uns an dieser
Stelle bei allen bedanken, welche die Projekte und Aktionen im Bündnis für Augsburg als
Zuwendungsgeber, Sponsor, Förderer oder Spender im Jahr 2015 unterstützt haben.
Die Projektträger geben ebenfalls manchen Euro aus den Eigenmitteln hinzu. Ohne die
finanzielle Beteiligung aller wäre vieles nicht möglich. Allen nachfolgend in alphabetischer
Reihenfolge genannten wie ungenannten Gebern ein herzliches Dankeschön!

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Aho Stiftung
Arbeitsgemeinschaft der
Pflegekassenverbände in Bayern
Augsburger Aktienbank
Augusta-Bank
AWO Augsburg
Bäckerei Laxgang
Bayerisches Staatsministerium für
Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen
BKH Augsburg
Brauerei Riegele
Bundesministerium für Familie,
Senioren, Frauen und Jugend
BuntStiftung München
Cinemaxx
Dierig
FCA
Förderverein Freiwilligen-Zentrum
Augsburg e.V.
Koordinierungszentren Bayern
Lechwerke Augsburg
Lions Club Raetia
Mercedes Benz Augsburg
Monika und Werner Meyer „Das Friedenshaus“
pianohaus hermes&weger
Printshop Gaul
PSD Bank München
Sparda-Bank
Stadt Augsburg
Stadtsparkasse Augsburg
Stadtwerke Augsburg
Thorbräu

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Augsburg engagiert!

3. Augsburger Freiwilligen-Messe
26. und 27. September 2015

Mit über 4.000 Besucher/innen war die 3. Augsburger Freiwilligen-Messe erneut ein
Publikumsmagnet. Bürgerinnen und Bürger kamen mit den anwesenden Organisationen,
Initiativen und Verbänden persönlich in Kontakt, informierten sich über die Engagementangebote und ließen sich von der Freude der Freiwilligenarbeit anstecken. Manche
Aussteller/innen konnten neue Freiwillige direkt vor Ort gewinnen; andere nutzten die
Gelegenheit, sich untereinander auszutauschen und zu vernetzen.

Der dritte Bürgermeister Dr. Stefan Kiefer eröffnete die Messe am Samstag, den
26. September um 13 Uhr im Unteren Fletz des Augsburger Rathauses. Anschließend
nahm er einen Messerundgang vor und erörterte mit den Aussteller/innen ihre Anliegen.
Am Sonntag durften sich die 49 Organisationen, Vereine, Selbsthilfegruppen, Beiräte,
Stiftungen und Projekte wieder über einen großen Besucherzuspruch freuen. Die Plattform
für das bürgerschaftliche Engagement hat sich auch in der dritten Runde bewährt.

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„Miteinander sprechen“

Neubürgerempfang 10.04.2015

Zum elften Mal wurden in Augsburg neu zugezogene Bürger in besonderer
Weise begrüßt. Am Freitag, 10. April, hat Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl unter
dem Motto „Miteinander sprechen“ zum Neubürgerempfang 2015 ins Rathaus
eingeladen. Alle Räume des Hauses standen den Gästen an diesem Abend offen.
In ungezwungener Atmosphäre hatten Bürger, die 2014 erstmals nach Augsburg gezogen
sind, Gelegenheit, Vertreter aus Verwaltung, Bürgerschaft und Politik kennen zu lernen
und Gespräche mit ihnen zu führen. „Dieser Anlass ist ein wichtiger Teil im Konzept für die
Bürgerstadt Augsburg. Ich freue mich sehr auf die Begegnungen mit den Neu-Augsburgern und bin auf ihre Eindrücke gespannt, die sie zwischenzeitlich gewonnen haben“, so
Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl.
Über 10.000 Zugezogene im vergangenen Jahr erfahren Augsburg als neue Heimatstadt.
Rund 700 Gäste hatten sich zum Empfang angemeldet, der vom „Bündnis für Augsburg“
organisiert wird. Dabei stellte das Bündnis seine Projekte vor und zeigte Wege für
freiwilliges Engagement auf. In Augsburg gibt es viele Projekte, die ohne Freiwillige nicht
denkbar sind. Unsere Botschaft an die Neubürger ist, dass wir ihren Einsatz brauchen und
dass wir sie zum Mitmachen animieren möchten.
Zusammen mit Barbara Kraus und Herta Hiemer (beide Steuerungsgruppe Bündnis für
Augsburg) eröffnete der OB den Abend. Im Anschluss daran standen den Neubürgern
etwa 100 Gesprächspartner – darunter Amtsleiter, Mitarbeiter der Bürgerinformation,
Bündnis-Botschafter und die Beiräte der Stadt - für Auskünfte zur Verfügung. Auch die
Stadtratsfraktionen öffneten ihre Räume für das Publikum und beantworteten Fragen zu
politischen Themen und zu Abläufen im Stadtrat.
Neben Informationen zu Augsburgs Partnerstädten erhielten die Gäste auch hilfreiche
Wegweiser durch das Angebot der Stadtverwaltung sowie Hilfestellung für Neubürgerfragen aller Art. Den ganzen Abend hindurch fanden mehrsprachige Führungen durch den
Goldenen Saal statt. Sie boten Gelegenheit, Geschichte und Wurzeln der Stadt kennen zu
lernen und auf diese Weise die Identifikation mit Augsburg zu erleichtern.

Vielen Dank an alle Beteiligten, die mitgeholfen haben, diesen außergewöhnlichen Abend
im Rathaus zu realisieren!
Die Organisations-AG: Frank Finkenbeiner (Leiter Geschäftsstelle Bündnis für Augsburg),
Robert Vogl (Integrationsbeauftragter der Stadt Augsburg), Barbara Kraus, Herta Hiemer,
Renate Dick und Gottfried Swoboda (alle Steuerungsgruppe Bündnis für Augsburg),
Wolfgang F. Lightmaster (Kulturbotschafter Bündnis für Augsburg), Wolfgang Krell (Leiter
Freiwilligen-Zentrum Augsburg), Angela Zeller (Büro für Bürgerschaftliches Engagement)
Beschicker des Stadtmarkts unterstützten den Neubürgerempfang mit der Bereitstellung
von Obst.
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Bürgerhof

Bürgerhof des Bündnis für Augsburg
Sommerfest „Konzerte im Bürgerhof“
02.07., 03.07. und 04.07.2015 ...zum 10. Mal

Ein traumhaftes Erlebnis und ein schöner Erfolg für alle!
Wir bedanken uns
• beim Oberbürgermeister und der Verwaltung, dass wir den Bürgerhof für unsere
Konzerte nutzen dürfen,
• bei unseren Produktionspartnern KARMANN e.V. und KUKI e.V.,
• bei allen teilnehmenden Künstlern,
• bei unseren Unterstützern Stadtsparkasse Augsburg und music world,
• bei neue SZENE augsburg, a3kultur und allen Photographen für die
Medienunterstützung,
• bei allen engagierten Freiwilligen vom Freiwilligen-Zentrum Augsburg und vom
Bündnis für Augsburg
• und bei 4900 Gästen, die den Bürgerhof in ein emotionales Konzerterlebnis
verwandelt haben,
• und bei, ...wer auch immer für das Wetter verantwortlich war.
Donnerstag 02.07.15
19:00 – 19:30 Rauchen verboten
19:45 – 20:45 Dislocated Theory
21:00 – 22:00 Ship & Anchor
22:15 – 23:45 The Kickstarters
Freitag 03.07.15
18:30 – 19:00 Africans
19:00 – 20:15 Pick up Ramblers
20:30 – 22:00 No Rules
22:15 – 23:45 Sunday in Jail
Samstag 04.07.15
19:00 – 20:00 Cash Union
20:15 – 21:45 Maggie on the Roxx
22:15 – 23:45 Steve Alaboh

Tontechnik: Robert Hösle – Lichttechnik: Jens Polenz
Konzeption und Illumination: Wolfgang F. Lightmaster Bündnis für Augsburg
in Zusammenarbeit mit dem Freiwilligen-Zentrum Augsburg Wolfgang Krell
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Woche des bürgerschaftlichen Engagements
11.09. bis 20.09.2015
„Engagement macht stark“ war auch im Jahr 2015 das Motto unter dem die bundesweite
Woche des bürgerschaftlichen Engagements stand. Traditionsgemäß liefen die Aktionen,
die bundesweit auf die Vielfalt und die Möglichkeiten des bürgerschaftlichen Engagements
aufmerksam machen wollen, unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Joachim
Gauck.
Auch Augsburg hat sich wieder rege an der Woche beteiligt und ein buntes Programm
zusammengestellt, das in einer 23-seitigen Broschüre veröffentlicht wurde. Unterstützung
bot zudem das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement, das die Angebote und
Aktionen in ihr Online-Programm integrierten.
Es bot sich den Besucherinnen und Besuchern ein abwechslungsreiches Programm mit
Kulturbeiträgen, Informationen zu vielen Bündnis-Aktivitäten und eine Vielzahl von
Veranstaltungen von und für bürgerschaftlich Engagierte.
Den krönenden Abschluss 2015 bildete die Augsburger Freiwilligen-Messe, die zum
3. Mal ausgerichtet wurde. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die
Gelegenheit und informierten sich im unteren Fletz des Rathauses über die vielseitigen
Einsätze des bürgerschaftlichen Engagements in Augsburg.

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Frischer Wind

Jugendpreis Frischer Wind 2015

„AUFWIND“, die Kinder- und Jugendstiftung der Stadtsparkasse Augsburg, schreibt
gemeinsam mit dem Bündnis für Augsburg und der Stadt Friedberg wie auch schon seit
2010 den Preis „Frischer Wind“ aus.
„Frischer Wind“ ist ein Jugendpreis für Ideen und Konzepte, die junge Menschen
voranbringen. Seit 2012 werden beim Innovations- und Nachhaltigkeitspreis „Frischer
Wind“ Anschluss- bzw. Fortführungsprojekte und Projekte mit Personalkosten in der
Budgetaufstellung berücksichtigt. Durch die Auslobung mehrerer Geldpreise, bis zu
5.000 EUR jeweils für Augsburg und Friedberg, wurden gleichzeitig die Gewinnchancen
für die Teilnehmer erweitert.
Anschließend haben die Gewinner ein halbes Jahr Zeit, Ihre Idee in die Tat umzusetzen.
Dabei werden sie durch die Stiftung „AUFWIND“, dem Bündnis für Augsburg und der
Stadt Friedberg aktiv begleitet.

„AUFWIND“
die Kinder- und Jugendstiftung
der Stadtsparkasse Augsburg
www.sska.de/aufwind
www.facebook.com/frischer.wind.augsburg
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Engagementberatung 2015

Engagementberatung

Für alle, die sich freiwillig engagieren möchten, aber nicht wissen, was für
Möglichkeiten es gibt und welches Angebot das Richtige für sie ist, bietet
das Freiwilligen-Zentrum Augsburg eine Engagementberatung an.
Sie werden dort unverbindlich
• informiert,
• beraten,
• vermittelt und begleitet.
Ein Team von 8 ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen hat 2015 im Freiwilligen-Zentrum und
in dem MehrGenerationenTreffpunkt Stadtbücherei an vier Tagen in der Woche
Beratungszeiten angeboten. Es wurden nach Bedarf auch Sondertermine vergeben.
Gleichzeitig wurden die Organisationen, die Freiwillige suchen, regelmäßig kontaktiert
und so die Angebote ständig aktualisiert. 2015 hatten wir 410 Angebote für ein
freiwilliges Engagement, aus denen man wählen konnte.
Anmeldungen für die Engagementberatung nimmt das Freiwilligen-Zentrum Augsburg
unter ℡ 0821 450422-0 entgegen.

Unser Engagementberatungsteam
Hier finden Sie weitere Informationen zum bürgerschaftlichen Engagement:
www.freiwilligen-zentrum-augsburg.de

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Flüchtlingpaten 2015
Nachdem die Stadt Augsburg für die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge (UMF) für
den Regierungsbezirk Schwaben eine Clearingfunktion übernommen hat, kamen immer
mehr dieser Jugendlichen hierher. Ende 2014 entstand gemeinsam mit dem Amt für
Kinder, Jugend und Familie die Idee, ein Patenprojekt für die UMF-Jugendlichen zu
starten.
Mitte Februar 2015 konnte das Flüchtlingspaten-Projekt gestartet werden. Es wurde eine
Einführungs-Schulung erarbeitet, die betroffenen Jugendhilfe-Einrichtungen kontaktiert und
dann interessierte Bürger/innen als Paten gewonnen. Es liefen in 2015 fünf dieser
Schulungen und es konnten insgesamt 77 Flüchtlingspaten ausgebildet werden. Diese
wurden Zug um Zug an jugendliche Flüchtlinge als Paten vermittelt. Insgesamt konnten im
Jahr 2015 35 Patenschaften gestartet werden, sieben sind wieder beendet, vor allem
aufgrund des Wegzuges der Jugendlichen nach der Clearingphase in Augsburg.
Im Laufe des Jahres wurde deutlich, dass es – neben den 1:1-Patenschaften – auch Bedarf
an Freizeitangeboten für die Jugendlichen gibt und auch Freiwillige daran interessiert
waren. Aus diesem Grund wurden mehrere Projektgruppen gestartet, unter anderem ein
Gartenprojekt, ein Trommelkurs, Schwimmkurse, Projekte zu Fahrradreparatur,
Gartenarbeit, Mal- und Bastelkurs und ein Sportprogramm. Bei den Freizeitprojekten sind
insgesamt 9 Paten in den Projekten aktiv, an denen über 60 Jugendliche teilnehmen.
Außerdem wurden 5 Freiwillige als „Taskforce-Paten“ aktiv in der Not-Erstaufnahme für
UMF-Jugendliche in der Spicherer-Schule und der St.Gregor-Jugendhilfe.
Die Zusammenarbeit mit den Jugendhilfe-Einrichtungen hat sich Zug um Zug entwickelt,
da viele Wohngruppen ebenfalls erst neu eröffnet wurden. Das Projekt wird dort
vorgestellt, um die Mitarbeiter/innen dafür zu gewinnen und den Vorteil einer persönlichen
Begleitung der Jugendlichen durch die Flüchtlingspaten deutlich zu machen.
Es finden regelmäßige Austauschtreffen der Paten statt und inzwischen konnten auch
Freiwillige für die Organisation und Koordination des Projektes gewonnen werden.
Weitere Projekte zu Kultur, Verkehrserziehung und Nähen sind in Planung.

Kontakt:
Gabriele Opas – Freiwilligenkoordination Asyl/UMF
Freiwilligen-Zentrum Augsburg
℡ 0821 450422-13
e- opas@freiwilligen-zentrum-augsburg.de

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Flüchtlinglotsen 2015
Freiwillige helfen Asylbewerbern in der Stadtgesellschaft anzukommen und geben
Hilfestellung beim Zurechtfinden im Stadtteil und in der Stadt insgesamt. Je nach
eigenen Talenten und Ressourcen werden ehrenamtlicher Sprachunterricht, sportliche
und kulturelle Teilhabe und die Bereitschaft zum Austausch als Willkommen angeboten.
Gleichzeitig wirken Flüchtlings-Lotsen in die Stadtteile hinein als Multiplikatoren für
sachliche Informationen über die Situation der ankommenden Asylbewerber. Sie kümmern
sich innerhalb ihrer Netzwerke um Zugänge zu den vorhandenen Einrichtungen wie
Kindergärten, Vereinen und Gemeinden.
Im Februar wurden zum ersten Mal Flüchtlinge in dezentralen Unterkünften im Bärenkeller
untergebracht. Seitdem ist diese Form der Unterbringung in direkter Verantwortung der
Stadt Augsburg enorm angewachsen. Mit den inzwischen traditionellen Informationsabenden in den Stadtteilen haben sich aber überall auch Helferkreise gebildet, die
Flüchtlinge unterstützen. Sie senden dann auf Initiative der Freiwilligenkoordination im
Projekt interessierte Bürger/innen aus ihrem Kreis zur Lotsenschulung.
Seit Mitte April 2015 fanden fünf Schulungen für Flüchtlings-Lotsen statt und 80
Bürger/innen haben an diesen Einführungskursen teilgenommen. Dabei wird zum
Asylverfahren, zur Arbeit in Helferkreisen, zu interkultureller Verständigung und zu
Rahmenbedingungen des Engagements ein Überblick gegeben.
Auch zentrale Veranstaltungen wie zum Beispiel am 28.09.2015 eine Infoveranstaltung
Asyl in der Stadtbücherei in Zusammenarbeit mit dem Büro für Bürgerschaftliches
Engagement und vielen anderen Flüchtlingshilfen wurden abgehalten, um den sehr hohen
Andrang an Freiwilligen zu bewältigen. Ein erstes Austauschtreffen der verschiedenen
Helferkreise hat im Herbst stattgefunden, veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Büro für
Bürgerschaftliches Engagement. Dabei wurden auch Helferkreise der Gemeinschaftsunterkünfte eingeladen.
Die Helferkreise werden von der Koordination begleitet und unterstützt. Beim Aufbau
neuer Helferkreise wird das Know-How über die notwendigen Voraussetzungen zum
Gelingen von der Freiwilligenkoordination vermittelt. Dabei wird die Selbstorganisationskraft der Helferkreise nicht beschnitten, sondern ergänzt.
Inzwischen gibt es Helferkreise im Bärenkeller, Pfersee, Kanalstraße, Lechhausen,
Haunstetten, Hammerschmiede, Spickel, Oberhausen, Hochzoll, Kriegshaber und
demnächst in Inningen.
Die Helferkreise bieten regelmäßige Treffen für Asylbewerber. Daneben treffen sich die
Helferkreise regelmäßig intern, um aufkommende Fragen zu diskutieren und Hilfsangebote zu organisieren. So können auch neue Freiwillige leichter integriert werden und
zu den einzelnen Aufgabenbereichen hinzukommen.
Innerhalb kurzer Zeit entstanden bereits viele engagierte Helferkreise in den Stadtteilen.
Dies ist dem hohen Engagement von Bürgerinnen und Bürgern wie auch von Vereinen und
Initiativen in den Stadtteilen zu verdanken.
Kontakt:
Birgit Ritter
Freiwilligenkoordination Asyl/Erwachsene
Freiwilligen-Zentrum Augsburg
℡ 0821 450422-18
e- ritter@freiwilligen-zentrum-augsburg.de

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Türkischsprachiges Sorgentelefon 2015
Das Türkischsprachige Sorgentelefon der Stadt
Augsburg wurde im April 2006 als ein Projekt des
Bündnis für Augsburg gegründet und nahm im
September 2006 seine Arbeit auf.
Kindern, Jugendlichen, Eltern und Erwachsene jeden Alters wird mit dem türkischsprachigen Sorgentelefon ein anonymes Gesprächsangebot für alle Fragestellungen
geboten. Gerade für türkische Mitbürger mit geringen Deutschkenntnissen hilft das
Sorgentelefon mit seinem Angebot, die Sprachbarrieren zu überwinden, da die Anrufe von
ehrenamtlichen Mitarbeitern/innen in türkischer Sprache entgegen genommen und
beantwortet werden können.
Das Sorgentelefon ist eine Anlaufstelle für türkische Mitbürger und
öffnet den Weg zu den Hilfeangeboten in Augsburg (Ämter und
Dienststellen, Arbeitsverwaltung, allgemeine und spezialisierte
Beratungsstellen). Die Mitarbeiter/innen des türkischsprachigen
Sorgentelefons vermitteln Kontakte zu Ansprechpartnern,
Institutionen, Projekten etc. Das Sorgentelefon versteht sich als
„Brücke“ zwischen deutschen Institutionen und der türkischen
Community und ist ein Beitrag zur Integration von türkischen
Mitbürgern.
Türkischstämmige Mitarbeiter/innen beraten ehrenamtlich
ausschließlich telefonisch und bleiben aus Sicherheitsgründen
anonym am Telefon. Die Mitarbeiter/innen des Sorgentelefons
unterliegen der Schweigepflicht, die schriftlich fixiert ist.
Beim Türkischsprachigen Sorgentelefon werden jedes Jahr neue Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter geschult und für die psychosoziale Beratung am Telefon qualifiziert.

Russischsprachiges Sorgentelefon 2015

Das Russische Sorgentelefon existiert seit 11 Jahren. Es wurde im Rahmen von „Smena“
gegründet, was zu Deutsch „Seitenwechsel“ bedeutet. Es steht für den Wechsel aller
Menschen mit russischem Migrationshintergrund, die nun ihre Erfahrungen mit der
eigenen Migration nutzen, um unerfahrenen Menschen die Integration zu erleichtern.
Heute besteht die Gruppe der Freiwilligen aus 16 Personen. Fast alle davon sind 1 bis 2
mal im Monat freiwillig im Dienst von 19 bis 22 Uhr, täglich außer Samstag und Sonntag.
Zweimal im Monat trifft sich die Gruppe zum Zweck der Supervision, Diskussion über
Anrufe, Weiterbildung, Erfahrungsaustausch usw. Menschen rufen aus ganz Deutschland
und sogar aus anderen Ländern an. Im Durchschnitt ein Anruf pro Schicht, 20 pro Monat.
Die Hauptprobleme sind: Einsamkeit – die Komplexität der Integration, Menschen finden
sich nicht im gesellschaftlichen System in Deutschland zurecht – Missverständnisse
zwischen Eltern und Kindern. Alle Anrufer sind dankbar für die Hilfe und Unterstützung.
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MUSA ─ Muslimische Seelsorge Augsburg 2015
Qualifizierung zum Muslimischen Seelsorgeberater
„Seelsorge bedeutet Zuhören und ein Stück des Weges mitgehen.“
Auch im Jahr 2015 hat MUSA viele muslimische Patienten in den Krankenhäusern auf
ihren teils steinigen Wegen begleitet, haben ihnen Zeit und Raum für ihre Ängste, Sorgen,
Nöte und Hoffnungen geschenkt sowie auch Freude mit ihnen geteilt.
Das Jahr 2015 war für MUSA ein Jahr in dem erfreuliche Erfolge erzielt worden sind:

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Begleitung von 1435 Patienten in den Krankenhäusern Zentralklinikum,
Bezirkskrankenhaus und Vincentinum
Auszeichnung mit dem Integrationspreis 2015
Zertifikatsverleihung der 2. Qualifikationsrunde (10 Auszeichnungen)
Zertifikatsverleihung der „MUSA-Mentoren“ (7 Auszeichnungen)
Beginn mit der 3. Qualifikationsrunde mit 16 Teilnehmern
Fortbildungen zu den Themen Demenz und Trauer
Konkretisierung des Aufbaus einer muslimischen Flüchtlings-, Notfall- und
Gefängnis-Seelsorge

Wir danken allen ehrenamtlich tätigen MUSA-Seelsorgern für ihre wertvolle Arbeit und ihr
großes Engagement, den Krankenhäusern für ihre Offenheit, der Christlichen Seelsorge
für ihre Unterstützung sowie der Stadt Augsburg, im Speziellen der damaligen Fachstelle
für Integration, dem heutigen Büro für Migration, Interkultur und Vielfalt, von der das
Projekt von Anfang an zum Großteil finanziert wird.

Feierliche Übergabe der Zertifikate an die qualifizierten Teilnehmer von musa2 sowie an
die ausgebildeten Mentoren am 01. Oktober 2015 in der Stadtbücherei.

Staatssekretär Johannes Hintersberger (links) und Regierungspräsident Karl Michael
Scheufele (rechts) überreichten am 23. November Veit Brach und Nurdan Kaya vom
Projekt „Musa“ den Integrationspreis 2015.

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change in 2015
Jugend engagiert sich freiwillig im sozialen
und kulturellen Bereich.

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Februar 2015

Abschlussfest der 24. Runde im Barbarasaal mit Schülern,
Sozialreferent Dr. Stefan Kiefer, Landtagsabgeordneten
Dr. Linus Förster und Vertretern der Steuerungsgruppe
Bündnis für Augsburg

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April 2015

11. Weiterbildung der Schüler im Bereich Altenhilfe in
Kooperation mit den Demenzpaten
Eröffnung der 25. Runde im Schachzentrum Augsburg mit
Sozialreferent Dr. Stefan Kiefer und Augsburg TV

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Mai 2015

Teilnahme an der Zertifikatsübergabe des Projekts „senijung“ mit
Jugendlichen aus Bad Salzungen (Thüringen)
Teilnahme an der langen Nacht der Partizipation an der Fachhochschule Dornbirn (Österreich) zusammen mit den Jobpaten

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Juni 2015

Gesprächsteilnehmer an einer Podiumsdiskussion „Neue Wege ins
Ehrenamt“ auf dem Bayerischen Ehrenamts-Kongress in München

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Juli 2015

Abschlussfest der 25. Runde im „Höfle“ des Stetten-Institut
mit Sozialreferent Dr. Stefan Kiefer und der Bundestagsabgeordneten Ulrike Bahr und der Johanniter-Jugend

•

Oktober 2015

Eröffnung der 26. Runde von „change in“ mit dem Sozialrefenten
Dr. Stefan Kiefer und Stadträtin Dr. Pia Härtinger im „ZUKO“ des
SKM gGmbh Augsburg

•

November 2015 12. Weiterbildung der Schüler im Bereich Altenhilfe

Bündnis für Augsburg und
Freiwilligen-Zentrum Augsburg bei
der langen Nacht der Partizipation
am 28.05.2015 in Dornbirn
vertreten!
Rudi Struck (Jobpate Bündnis für
Augsburg) und Ulrico Ackermann
(Freiwilligen-Zentrum Augsburg)
stellten unsere Projekte Jobpate und
change in vor.
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Coolrider 2015
Im Jahr 2015 wurden durch die swa und das Polizeipräsidium Schwaben an vier Schulen in Augsburg und
zwei Schulen in Gersthofen insgesamt 79 Jugendliche
zu Coolridern ausgebildet.
Im Frühjahr wurden im Peutinger Gymnasium und im Gymnasium St. Stephan CoolriderAusbildungen durchgeführt. Daran nahmen insgesamt 17 Schülerinnen und Schüler mit
großem Enthusiasmus teil.
In der Mittelschule Gersthofen und im Paul-Klee-Gymnasium Gersthofen fanden die
Coolriderstaffeln im Sommer statt. Mit großem Engagement gingen die 28 Schülerinnen
und Schüler an die Schulung heran.
Im Herbst waren schließlich die Bertolt-Brecht-Realschule und die Werner von Siemens
Mittelschule an der Reihe, hier engagierten sich noch einmal 34 Schülerinnen und
Schüler.
In 7 Wochen mit insgesamt 20 Schulstunden, die teilweise in der Freizeit der Schülerinnen
und Schüler lagen, wurden diese von den Trainern der swa mit Unterstützung durch das
Polizeipräsidium Schwaben in Sachen Zivilcourage ausgebildet.
Unser herzlicher Dank geht an die Rektoren der Schulen und die Verbindungslehrer für ihr
Engagement für die gute Sache.
Am 02.10.2015 wurden den Jugendlichen dann im Rahmen des bundesweiten
„Aktionstages Zivilcourage“ in der City Galerie von Bildungsreferent Hermann Köhler und
Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Walter Casazza die Urkunden und Ausweise im feierlichen
Rahmen übergeben.
Am 19.11.2015 schließlich fand in Nürnberg die jährliche Coolrider-Ehrung durch
Innenminister Joachim Hermann statt. Dieser hatte es sich trotz der kritischen Lage auf
dem Gebiet der inneren Sicherheit nicht nehmen lassen, dieser Veranstaltung, deren
Schirmherr er ist, persönlich beizuwohnen. Bei der Jahresversammlung bekamen alle
neuen jugendlichen Fahrzeugbegleiter als Dank für ein Jahr Einsatz von ihm eine Urkunde
überreicht.

Coolrider-Ehrung in Nürnberg am 19.11.2015
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Familienpaten 2015
Zum derzeitigen Stand gibt es 23 Ehrenamtliche
unter dem Dach des Deutschen Kinderschutzbundes, die mit ihrer Zeit und ihrem Engagement
Augsburger Familien entlasten. Viele Familien
können eine solche Hilfe gut gebrauchen, die Nachfrage nach Familienpatinnen und
Familienpaten ist weiterhin hoch.
Aus diesem Grund bilden zwei Schulungen auch den Schwerpunkt im aktuellen Jahr. Die
Schulungen folgen dem Curriculum des Netzwerkes Familienpaten Bayern. Sie bestehen
aus drei Teilen und geben den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine solide Basis für ihre
Tätigkeit als Familienpatin oder Familienpate. Insgesamt wurden zehn neue Ehrenamtliche
für die Übernahme einer Familienpatenschaft geschult.
Einmal im Monat trifft sich die Gruppe der Familienpaten um sich im Sinne der kollegialen
Beratung auszutauschen. Des Weiteren werden dort auch organisatorische Dinge
besprochen und kleinere Schulungseinheiten angeboten.
Im Dezember steht ein gemeinsamer Ausflug zum Familienpatenprojekt in Landsberg an.
Die Augsburger Familienpatinnen und -paten tauschen sich mit der noch recht jungen
Familienpatengruppe aus Landsberg aus. Anschließend schlendert man über den
Christkindlesmarkt. Der Abend wird mit einem gemeinsamen Abendessen abgeschlossen.
Kontakt:
Angelika Stahl-Kanditt, Franz Wagner ℡ 0821 45540621

20

Insel Delfina 2015
Insel Delfina wird vom Amt für Kinder, Jugend und Familie,
Bereich Kommunale Jugendarbeit, speziell für Kinder aus
Familien in besonderen Lebenslagen angeboten.
Den Kern von Insel Delfina bilden die vielen Gastfamilien aus ganz Bayern, die mit hohem
ehrenamtlichem Engagement Augsburger Kinder als Feriengäste bei sich aufnehmen, alle
anfallenden Kosten während des Aufenthalts übernehmen und den Kindern unvergessliche
Ferienerlebnisse schenken.
Im Jahr 2015 konnten rund 40 Aufenthalte organisiert werden. Für die Augsburger
Delfinakinder bedeutet der regelmäßige Besuch bei der Ferienfamilie einen wichtigen
Bestandteil ihres Lebens.
Für Kinder, die für eine Vermittlung an Ferienfamilien nicht geeignet bzw. noch zu jung sind,
werden zwei geschlechtsspezifische Angebote durchgeführt und pädagogisch vom DelfinaTeam betreut: 24 Jungen im Alter von 8 bis 12 Jahren erlebten Abenteuer pur auf einer
einwöchigen Freizeit in Zusamzell. 11 Mädchen verbrachten eine aufregende Woche auf
einem Allgäuer Bauernhof.
Highlights des Jahres:
Neu eingeführt wurden eine Jungs- und eine Mädchengruppe. Einmal im Monat stehen für
die Jungen und Mädchen aufregende und abwechslungsreiche Aktionen auf dem
Programm, der Schwerpunkt liegt auf dem gruppenpädagogischen Aspekt mit geschlechtsspezifischem Ansatz.
Zehn Jahre Insel Delfina haben gezeigt, dass die regelmäßige Auszeit vom oftmals
belastenden Alltag zu Hause positive Auswirkungen hat – im schulischen Bereich, im
Freizeitverhalten und in der psychischen Entwicklung. Die Kinder sind in den Gastfamilien
fest integriert, dürfen dort einfach nur Kind sein und kommen gestärkt nach Hause. Das
Delfina Team der Kommunalen Jugendarbeit begleitet ganzjährig sowohl die Augsburger
Kinder und ihre Familien sozialpädagogisch, als auch die Gastfamilien bei allen fachlichen
Fragen.
Insel Delfina ist nur durch das ehrenamtliche Engagement der Gastfamilien aus ganz Bayern
möglich. Aber auch die vielen freiwillig Engagierten, die die Fahrten zu den Familien
begleiten und uns an den Delfina Tagen in Augsburg unterstützen, tragen zum Erfolg des
Projektes bei.

Kontakt:
Amt für Kinder Jugend und Familie
Kommunale Jugendarbeit
Blücherstraße 90 – 86165 Augsburg
℡ 0821 324-2846
0821 324-2955
e- insel-delfina@augsburg.de
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Tschamp 2015
Das Ferienprogramm der Stadt Augsburg
Über 14.000 Anmeldungen, 560 Angebote – das städtische Ferienprogramm Tschamp,
organisiert und durchgeführt vom Amt für Kinder, Jugend und Familie, Bereich
Kommunale Jugendarbeit, hat im Jahr 2015 wieder viele Augsburger Kinder und
Jugendliche begeistert.
Erfolgreich weitergeführt und ausgebaut wurden die Ferienangebote in den Stadtteilen.
Das Konzept, eine mehrtägige Aktionswiese mit abwechslungsreichen Angeboten ohne
feste Anmeldung kostenlos im Stadtteil zu präsentieren, wurde nach Oberhausen und
Lechhausen nun auch im Herrenbach, Hochfeld und Haunstetten umgesetzt. Zahlreiche
Institutionen und ehrenamtlich engagierte Akteure aus den jeweiligen Stadtteilen machten
die insgesamt 5 Wochen zu unvergesslichen Erlebnissen für alle Beteiligten. Bei den
„Ferienspaß“-Angeboten waren täglich rund 100 Kinder vor Ort.
In allen Ferien wurden rund 1500 Betreuungsplätze angeboten und gebucht. Ein zentraler
Ort ist im Hochfeld gewachsen, auch hier ist die Durchführung nur durch das Engagement
zahlreicher Freiwilliger zu bewältigen.

Tschamp lebt von guten und verlässlichen Kooperationen. Aktuell sind rund 100 Partner
aus Augsburger Vereinen, sozialen und kulturellen Einrichtungen sowie über 70 ehrenamtliche Einzelpersonen – vom Schüler bis zum Senior – mit hohem Engagement an der
Gestaltung der Augsburger Ferienzeiten beteiligt.
Kontakt:
Amt für Kinder Jugend und Familie
Kommunale Jugendarbeit
Blücherstraße 90 – 86165 Augsburg
℡ 0821 324-2976
0821 324-2955
e- koja@augsburg.de
www.tschamp.de

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Der Job Pate 2015
Die Job Paten unterstützen durch ihr ehrenamtliches Engagement
die Schüler und Lehrer der Augsburger Mittelschulen an der
Schnittstelle zwischen schulischer und beruflicher Ausbildung.
Dabei haben die Job Paten in erster Linie ein Ziel vor Augen:
Jeder Schüler und jede Schülerin sollten dazu befähigt werden, seine/ihre Chancen auf
dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt optimal wahrzunehmen. Um dieses Ziel erreichen zu
können, werden zunächst folgende konkrete Zielsetzungen verfolgt:

•
•
•
•
•

Die jungen Menschen kennen die für sie in Frage kommenden Berufsfelder.
Die Schüler und Schülerinnen kennen ihre Stärken und Chancen und können deshalb
die für sie geeigneten Berufsziele definieren.
Die Jugendlichen setzen ihre Möglichkeiten auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt
optimal um.
Jeder Schüler und jede Schülerin hat einen Ausbildungsplatz oder nutzt eine andere
schulische oder sonstige Möglichkeit zur Qualifikation.
Die jungen Menschen übernehmen Verantwortung für sich und für die Gesellschaft.

Es bedarf einer guten Zusammenarbeit zwischen den Lehrern, der Schulsozialarbeit, der
Berufsberatung und anderen unterstützenden Organisationen, damit diese Ziele erreicht
werden.
Im Jahr 2015 betreuten die Job Paten insgesamt über 200 Schüler der 8. und 9. Klassen
an vier Augsburger Mittelschulen. Die ehrenamtliche Gesamtleistung der Job Paten betrug
im Schuljahr 2014/2015 annähernd 900 Stunden.
Seit 2010 bieten die Job Paten jeden zweiten Mittwoch eine Sprechstunde im 2. Stock der
neuen Stadtbücherei an. Die Schüler und Schülerinnen erhalten dabei Hilfe beim Erstellen
und direkten Versand ihrer Bewerbungsunterlagen. Interessierte werden gebeten sich
vorab beim tip, der Jugendinformation des Stadtjugendrings, anzumelden unter ℡ 0821
45522-56 oder e- tip@sjr-a.de.
Die Job Paten werden vom Stadtjugendring Augsburg und vom Bündnis für Augsburg
unterstützt. Durch ihr Knowhow und ihre langjährige Erfahrung unterstützen sie die Schüler
und Schülerinnen zum Zeitpunkt des Übergangs von der Schule in den Beruf und tragen
dazu bei, dass dieser Übergang erfolgreich gemeistert wird. Damit schaffen die Job Paten
auch die Grundlage für die spätere Teilhabe der Schüler und Schülerinnen am beruflichen
und gesellschaftlichen Leben.

Projektkoordination: Jana Wickert, Ernst-Reuter-Platz 1, 86150 Augsburg
℡ 0821 4552256 e- jobpate@sjr-a.de
23

Lesepaten in Grundschulen und
Kindertageseinrichtungen 2015
10 Jahre Lesepaten des Freiwilligen-Zentrums Augsburg
Ein Grund zum Feiern!
Seit Herbst 2005 gehen freiwillige Leserinnen und Leser in Augsburger Grundschulen und
Förderzentren. Seit 2010 sind sie auch an Kindertagesstätten im Einsatz, mit dem Ziel
Kindern unterschiedlichen Alters Freude am Lesen zu vermitteln, deren Sprachkompetenzen zu fördern und sie für Geschichten zu begeistern.
2005 begann alles mit 6 Lesepatinnen. Heute sind rund 250 freiwillige Lesepaten
zwischen 16 und 90 Jahren im Projekt organisiert, die ein- oder mehrmals pro Woche
Kinder beim Lesenlernen und -üben unterstützen. Sie sind ein fester Bestandteil im Schulund Kita-Alltag geworden und als zusätzliches Angebot nicht mehr weg zu denken.
Ergänzt wird das Angebot weiterhin durch eine Kooperation mit dem P-Seminar des
Gymnasiums bei St. Anna. Hier informieren sich Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse
zum Thema Sprachförderung und engagieren sich dann als Lesepaten im Projekt.
Neben diversen Fortbildungen stand natürlich die 10 Jahres Feier auf dem Programm.

Das Dankeschön an all diejenigen, die zum guten Gelingen der Augsburger Lesepaten
beigetragen haben und weiterhin beitragen, wurde in der Kresslesmühle mit einer Lesung
und anschließendem Buffet gebührend gefeiert. Besonders freut sich das Team über 4
Lesepatinnen der ersten Stunde, die nach wie vor mit viel Liebe und Engagement bei der
Sache sind.

24

Kinderchancen 2015
2015 konnten der Förderverein und das Projekt
Kinderchancen vielen Augsburger Kindern wieder
Möglichkeiten zur besseren eigenen Entwicklung und zu gesellschaftlicher Integration
geben. Einzelförderungen in den Bereichen Bildung und Teilhabe am sozialen Leben in
der Gesellschaft sind weiterhin stark gefragt. Unser Projekt „Sprungbrett 7+“ läuft weiter
und unterstützt Schüler einer Förderschule auf ihrem Weg zu einem Schulabschluss.
Sprunghaft angestiegen ist der Förderbedarf im Bereich von Flüchtlingskindern. Hier ist
Kinderchancen gefragt, um die Betreuung von Kindern sicherzustellen, damit die Eltern
einen Sprachkurs machen können.
Durch die Internetpräsenz (Projekt Kinderchancen www.armutspraevention.augsburg.de;
Förderverein Kinderchancen e.V. www.kinderchancen-augsburg.de) kann man sich stets
über laufende Projekte und Förderungen informieren.
Einige Beispiele aus diesem Jahr:
Auch in diesem Jahr ist es dem Förderverein Kinderchancen gelungen, 20 Kindern aus
Augsburg eine Woche Urlaub in Kelmen/Tirol zu ermöglichen. Neben Kindern aus
Flüchtlingsfamilien waren auch Kinder mit schwierigen, sozialen Verhältnissen mit an Bord
des Busses nach Österreich.
Zusammen mit Lehramtsstudenten der Universität Augsburg konnten die Kinder eine tolle
Woche bei super Wetter genießen – für viele das erste Mal Urlaub in ihrem Leben!
Neben Lagerfeuer, Schnitzeljagd und viel, viel Sport kam natürlich auch das leibliche
Wohl nicht zu kurz!

Das herzhafte Lachen von Kindern und Jugendlichen, Begeisterung, Spaß und noch vieles
mehr konnte die Augsburger Martinschule mit ihrem Projekt „Martin macht Zirkus“
hervorzaubern. Zusammen mit dem Circus ZappZarap haben die Schüler der
Martinschule grandiose Zirkusdarbietungen gezeigt. Viel Arbeit und Mühe waren nötig, bis
am Ende eine Vorstellung heraus kommt. Es hat sich jedoch gelohnt! Der Förderverein
Kinderchancen Augsburg e.V. hat das Projekt der Martinschule finanziell unterstützt, damit
einer großen Zahl von Kindern und Jugendlichen, dies es im Leben oft nicht einfach
haben, ein Lachen in ihre Gesichter gezaubert werden kann.
News und weitere Berichte gibt es auf der Seite des Fördervereins unter
www.kinderchancen-augsburg.de zu sehen!
Anschrift:
Förderverein Kinderchancen Augsburg e.V.
Hofrat-Röhrer-Str. 7
86161 Augsburg

25

Stadtteilmütter 2015
Sprach- und Elternbildung durch
bürgerschaftliches Engagement
Vor 11 Jahren wurde der Grundstein für das Konzept der Stadtteilmütter in Augsburg
gelegt.
2006 übernahm der Deutsche Kinderschutzbund Augsburg e. V. die Trägerschaft dieses
Projektes im Bündnis für Augsburg.
Seit dem tragen alle Beteiligten mit ihrem Wirken an der Sprach- und Elternbildung durch
bürgerschaftliches Engagement zur besseren Lebensqualität in unserer Stadt bei.
Heute werden, gemeinsam mit verlässlichen Kooperationspartnern, jährlich rund 600
Eltern und damit 1200 Kinder in der Stadt Augsburg erreicht.
Diesen Erfolg nahmen wir zum Anlass und luden im März 2015 unter dem Motto
„Sprache und Bildung- wir machen´s zu unserer Sache“ zu einem Fachtag ins Rathaus
ein.

Gemeinsam mit unseren 200 Gästen haben wir an diesem Tag nicht nur auf die Anfänge
zurückgeblickt, sondern auch Eckpunkte unserer gegenwärtigen und künftigen Arbeit
aufgezeigt.

Träger:
Deutscher Kinderschutzbund Augsburg e.V. – Stadtteilmütter –
Koordination: Hamdiye Cakmak
Ernst-Reuter-Platz 1 / 3. OG, 86150 Augsburg
℡ 0821 324-3049 oder 3052
0821 324-3045
e- sprachbildung@augsburg.de
www.kinderschutzbund-augsburg.de

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Schuldenfalle – nein danke! 2015
Augsburger Projekte zur Schuldenprävention
Nunmehr im 6. Jahr des Bestehens (Schuljahr 2015/2016)
Teil 1
Vermittlung und Stärkung von Finanzkompetenz bei Schülern
der 6. und 7. Jahrgangsstufen an Augsburger Mittelschulen
Teil 2
Vermittlung und Stärkung von Finanzkompetenz bei Schülern
der 8. Jahrgangsstufe an Augsburger Förderschulen
Ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Augsburg
• mit dem Staatlichen Schulamt in der Stadt Augsburg,
• mit dem Stadtjugendring Augsburg,
• dem Bündnis für Augsburg,
• der Augsburger Aktienbank,
• der Augusta-Bank Augsburg und
• der Stadtsparkasse Augsburg.
Wie auch in den Vorjahren beschäftigt sich das Projekt in Teil 1 mit dem Thema
„Schuldenprävention an Mittelschulen“.
Das schnell anwachsende Angebot an Konsummöglichkeiten stellt Kinder, Jugendliche
und Erwachsene immer mehr vor neue Herausforderungen und macht die Aktualität dieses
Themengebiets nach wie vor deutlich. Schulden drücken heute in immer größerem Maße
bereits Jugendliche und junge Erwachsene. Um mithalten zu können, sind gerade
Jugendliche mehr denn je bereit, für Markenkleidung und Mobiltelefone große Summen
aufzuwenden – Geld, über das sie nicht verfügen.
Im Rahmen der Augsburger Projekte zur Schuldenprävention entwickelten Lehrkräfte von
Augsburger Mittelschulen in Zusammenarbeit mit externen Partnern ein Konzept zur
Vermittlung und Stärkung der Finanzkompetenz von Schülerinnen und Schülern, die das
Thema aus unterschiedlichen Sichtweisen beleuchtet. Ausgewählt wurden die Jahrgangsstufen 6 und 7, weil sich hier eine Anknüpfung an Themen und Lerninhalte des ArbeitWirtschaft-Technik-Lehrplans anbietet:
Über Themen, Inhalte und Ziele des Lehrplans hinaus sollen die Schülerinnen und Schüler
außerhalb des „Unterrichtsalltags“ mit dem Thema Verschuldung und Überschuldung
konfrontiert und für die Problematik sensibilisiert werden. Durch die Mitarbeit externer
Fachleute und die Begegnung mit dem Problem an außerschulischen Lernorten im
Rahmen eines Projekttages (beispielsweise in der Wärmestube des SKM) soll emotionale
Betroffenheit erzeugt werden. Um Nachhaltigkeit zu bewirken, können zur Ergänzung und
Vertiefung des Projekttages externe Experten in den Unterricht geholt werden.
Neben dem obigen Teil 1 des Projektes ist dieses Thema in Teil 2 seit dem Jahr 2013
auch bei den Förderschulen in Augsburg angesiedelt.
Das Projekt Armutsprävention an Förderschulen ist im Zusammenwirken von Schule und
Jugendarbeit im Stadtjugendring entwickelt worden und stellt eine Maßnahme der sozialen
Unterstützung benachteiligter Jugendlicher dar. Spielerisch und handlungsorientiert soll
der Umgang mit der Ressource Geld geübt werden. Zielgruppe des Projektes sind
Förderschüler der achten Klasse der Augsburger Förderschulen. Viele der zur Zielgruppe
gehörenden Jugendlichen sind durch sonderpädagogischen Förderbedarf in den Bereichen der Teilleistungen, der Wahrnehmung oder des Verhaltens auffällig. Ihr häusliches
Umfeld ist teilweise durch Armut, Gewalt, hohem Medienkonsum und Arbeitslosigkeit
geprägt. Auch hier hat das Projekt zum Ziel, präventiv Überschuldung entgegenzuwirken
und ansprechende Alternativen für den Umgang mit Geld aufzuzeigen. Die Schüler lernen,
mit ihrem Budget gezielt zu planen und es vorausschauend einzuteilen, Ansprüche kritisch
zu hinterfragen und Verlockungen (z.B. durch Werbung) zu widerstehen. Damit stellt das
Projekt „Schuldenfalle - nein danke!“ nicht nur einen weiteren Baustein der Armutsprävention in der Stadt Augsburg dar, sondern setzt die Intentionen der Richtlinien zur
Ökonomischen Verbraucherbildung an bayerischen Schulen praxisbezogen um.
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„Tu was du kannst“ 2015
Service Learning an Augsburger Schulen
Dank des erweiterten Engagements der Sparda-Bank konnte das Freiwilligen-Zentrum
Augsburg im Schuljahr 2014/2015 das Projekt „Tu was du kannst“ nicht nur an den
bisherigen Schulen, den Mittelschulen Herrenbach und Gersthofen sowie dem
Förderzentrum Ulrichschule, sondern auch an zwei weiteren Schulen angeboten werden.
Mit der Kapellen Mittelschule und der Wittelsbacher Grundschule beschlossen im
vergangenen Jahr insgesamt 90 Schülerinnen und Schüler der Grundschule und der
siebten Klassen: „Ja, wir engagieren uns für unseren Stadtteil bzw. in unserer Stadt.“
In der Zeit von Dezember 2014 bis Juli 2015 engagierten sich die Jugendlichen
40 Stunden in ihrer Freizeit in unterschiedlichen sozialen Einrichtungen, wie z.B. in
Kindergärten, Seniorenzentren, aber auch in Sportvereinen und in Einrichtungen für Tiere.
Begleitet wurden die Siebtklässler, wie auch in den Vorjahren, von Mentoren, freiwilligen
Erwachsenen, die mit Rat und Tat zur Seite standen, von ihren Lehrkräften und
Sozialpädagogen, sowie den Mitarbeitern des Freiwilligen-Zentrums, Stefanie WachterFischer und Ulrico Ackermann.
Die Übergangsklasse der Wittelsbacher Grundschule hingegen drehte erstmals einen Film
zu einem Service Learning Projekt. In Kooperation mit dem Albertusheim der Caritas
wurde das Kinderbuch „Kannst du pfeifen Johanna?“ produziert und unter dem
Titel „Panama“ im Juli 2015 im Augsburger Kino Liliom gezeigt. Die Schule bewirbt sich
mit dem Film um den Bayrischen Innovationspreis Ehrenamt.
Ein wichtiges Element sind beim Service Learning die geleiteten Reflexionen, die an jeder
Schule regelmäßig mit den Schülern während des Unterrichts durchgeführt werden.
Diese helfen, die eigenen Fähigkeiten realistisch einzuschätzen, Stärken zu erkennen und
mehr Selbstbewusstsein zu entwickeln. Jedes Jahr gestalten die Jugendlichen einen „ Baum
der Erkenntnis“, und bestücken ihn mit ihren Erfahrungen. Dieser Reflexionsbaum wurde
auch beim diesjährigen Abschlussfest im Schulhof des Förderzentrums Ulrichschule
präsentiert.
Traditionell gibt es im Frühjahr ein Zwischenfest im Liliom Kino, bei dem mit den Schülern
über den aktuellen Stand in ihrem Engagement gesprochen wird.

Im Berichtszeitraum fanden insgesamt drei bayernweite Vernetzungstreffen mit Menschen
aus den Bereichen Politik, Schule und Soziales zum Thema Service Learning statt, mit dem
Ziel, die vorhandenen Service Learning Projekte noch besser zu vernetzen, neue Projekte
zu entwickeln und umzusetzen, sowie Service Learning generell im Lehrplan in Bayern als
Lehr- und Lernmethode zu verankern.
Die finanzielle Unterstützung der Sparda-Bank ermöglicht es dem Freiwilligen-Zentrum
auch im Schuljahr 2015/2016 das Projekt an insgesamt 5 Schulen weiterzuführen.

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Spielplatzpaten 2015
Die derzeitigen Spielplatzpaten pflegen stetig den Kontakt
zu allen Generationen, die sich auf ihren Paten-Spielplätzen
tummeln. Darüber hinaus haben sie auch in diesem Jahr
wieder durch Aktionen und Engagement zur Stärkung des Miteinanders in ihrer
Nachbarschaft beigetragen. Bei der positiven sozialräumlichen Ausgestaltung von
öffentlichen Spielflächen mitzuwirken, unter der besonderen Berücksichtigung der
Bedürfnisse und Rechte von Kindern und Jugendlichen, ist ihnen ein zentrales Anliegen.
Eine besondere Initiative der Spielplatzpaten ist auch in diesem Jahr wieder das
Spielplatzfest am Händelweg in Haunstetten gewesen. Die langjährige Spielplatzpatin
Charlotte Schweitzer initiierte durch tatkräftiges Zupacken und unermüdliches Engagement
ein buntes Fest für die Jüngsten. Eine besondere Qualität erhält das Fest über ein aktives
Netzwerk aus Haunstetter Akteuren, die das Fest durch Spielstationen, Getränke, Eis,
Gewinne und vieles mehr unterstützen. Das nachbarschaftliche Zusammensein und das
Spiel standen auch in diesem Jahr wieder im Vordergrund.
Darüber hinaus hat das erste Jahr nach der Übergabe der Koordination an die urbane
Konfliktprävention der Stadt Augsburg vor allem gezeigt, dass das Konzept der
Spielplatzpaten noch weiteres Potenzial hat. Zum Jahresende soll eine konzeptionelle
Überarbeitung vorliegen, die von einer Vielzahl von Akteuren aus den Bereichen
Stadtentwicklung, Grüngestaltung sowie Kinder- und Jugendarbeit gefördert wird.

Koordinatorin Spielplatzpaten:
Janina Hentschel
urbane Konfliktprävention
c/o Referat 7
℡ 0821 324-3329
e- janina.hentschel@augsburg.de

Spielplatzfest Händelweg

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Demenzpaten 2015
Mit dem Jahr 2015 geht ein arbeitsreiches, lebhaftes, volles, emotionales und
erfolgreiches Jahr zu Ende.
Zunächst mussten wir uns an unsere neuen Räume im Herrenbach gewöhnen. Ende
2014 sind wir gemeinsam mit der INA, dem Interkulturellen Netz Altenhilfe, in das
Schwabencenter gezogen und zusammen mit der Quartiersentwicklung, der
Seniorenfachberatung und der Sozialstation, die unsere direkten Nachbarn wurden,
können wir nun in vielen Bereichen eng zusammen arbeiten.
Unser Arbeitsschwerpunkt war zunächst intensive Stadtteilarbeit in Göggingen, wo die
„lokale Allianz mit Menschen mit Demenz“ zuhause ist. Zum ersten mal haben die
Demenzpaten flächendeckend Einzelhändler in einem Stadtteil besucht, haben
Notfallnummern da gelassen und die Mitarbeiter zu einer Fortbildung zum Umgang mit
Menschen mit Demenz in die Hessing Klinik eingeladen. Das Interesse der Mitarbeiter war
zwar verhalten, aber der Besuch in den Geschäften fand großen Anklang.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Ausbildung von Berufsgruppen, die verstärkt mit
Menschen mit Demenz in Berührung kommen. Regelmäßig schulen wir junge Polizisten
der Bereitschaftspolizei in Ausbildung zum Umgang mit demenzkranken Menschen und
2015 waren wir insgesamt dreimal eine Woche bei der „Bepo“ in Königsbunn.
Auch Mitarbeiter von Banken baten um eine Fortbildung, um im Umgang mit ihren
erkrankten Kunden sicherer zu werden, bei der auch die rechtlichen Aspekte zur Sprache
kamen. Gemeinsam mit der INA haben wir Taxifahrer aufgesucht, auch hier wurden
Notfallnummern und zweisprachige Informationen da gelassen.
Verstärkt fragen auch Berufsfördernde Schulen für Projekttage für die Schüler/innen bei
uns an, weil viele der Schüler/innen nach der Ausbildung in Seniorenheimen arbeiten
werden.
Zwei Höhepunkte des Jahres waren sicher im Sommer das „Vergissmeinnicht“ im Park der
Hessing Kliniken zusammen mit der lokalen Allianz für Menschen mit Demenz mit 800
Besuchern und das jährliche Benefizkonzert im „Goldenen Saal“ im November. Heuer
hatten wir die wunderbare Truppe von Cash-n-go“ zu Gast und 380 Besucher hielt am
Ende nichts mehr auf ihren Plätzen.
Zwischen all den großen Veranstaltungen gab es natürlich den ganz normalen Alltag der
Demenzpaten und des KompetenzNetzes Demenz. Vorträge, Projekttage an Schulen,
Infotische, Messestände – die Demenzpaten waren an vielen Orten, wo sie mit vielen
Menschen gesprochen haben, die sonst nie den Weg in eine Beratungsstelle gefunden
hätten.

Ein wichtiger Aspekt der alltäglichen Arbeit ist die Vernetzung innerhalb der Stadt. Der
„Verbund Demenz“ organisiert mittlerweile zweimal jährlich ökumenische Gottesdienste in
der Annakirche für Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen und die gemeinsame
Veranstaltung am Welt Alzheimer Tag war nicht nur gut besucht, sondern kam bei allen
Besuchern auch sehr gut an.
Für 2016 haben schon jetzt wieder jede Menge Anfragen und Ideen. Was wir jetzt noch
brauchen sind mehr Demenzpaten, denn nur so können wir allen Anfragen und Wünschen
gerecht werden.
30

Alzheimer Telefon Augsburg 2015
Alzheimer Telefon – jetzt auch persönliche Beratung
Die Alzheimer Gesellschaft Augsburg freut sich sehr, dass ihr
Bündnisprojekt, das Alzheimer Telefon Augsburg, nach wie
vor steigende Anruferzahlen zu verzeichnen hat. Da wir
inzwischen durch tatkräftige Unterstützung der Altenhilfe der
Stadt Augsburg ein eigenes Büro bezogen haben (Beim
Rabenbad 6, 86150 Augsburg), können wir nach Kontaktaufnahme über unser Sorgentelefon auch eine persönliche Beratung in einer geschützten
Atmosphäre anbieten. Unsere ehrenamtlich Engagierten, die alle einen eigenen
Erfahrungshintergrund zum Problem Demenz und Alzheimer haben, sehen darin eine
sinnvolle Ergänzung des Alzheimer Telefons. Es gelingt damit immer besser, pflegende
Angehörige aber auch interessierte Anrufer, die sich für erkrankte Mitbürger einsetzen
wollen, auf das hervorragend ausgebaute Netzwerk an Hilfeeinrichtungen in Augsburg
aufmerksam zu machen und erste Unterstützungsmaßnahmen zu veranlassen.
Treffpunkt Demenz – neu in Göggingen
In Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern (Malteser, Diakonie, Sozialstation
Lechhausen) finden in den MehrGenerationenTreffpunkten in Lechhausen, in der
Stadtbücherei in der Stadtmitte und seit diesem Jahr in Göggingen vierteljährlich offene
Gesprächskreise statt. Neuerungen im gesetzgeberischen Bereich aber auch Interessantes
aus der Wissenschaft bieten immer wieder Diskussionsstoff. Auch persönliche Fragen sind
ein wichtiger Teil dieses Erfahrungsaustausches, bei dem Experten aber auch pflegende
Angehörige ihr Wissen und ihre eigenen Erfahrungen einbringen.
Einfach nur fröhlich – Musik-Kabarett spezial
für demenziell erkrankte Senioren und deren Angehörige
Der Welt-Alzheimertag und die Woche des bürgerschaftlichen Engagements waren der
Anlass, einmal etwas Besonderes zu wagen. Ein kabarettistischer Nachmittag mit Rose
Neu für demenziell erkrankte Senioren und ihre Angehörigen war ein schöner Rahmen,
um mit Kaffee, Kuchen und viel Musik gemeinsam zu feiern. Fröhliche Gesichter und
entspannte Angehörige waren ein Beleg dafür, dass es gelingt, Mensch mit Demenz in
unsere Gesellschaft zurückzuholen, wenn alle ein bisschen Rücksicht nehmen. Die
Veranstalter – die Alzheimer Gesellschaft Augsburg, die Fachstellen für pflegende
Angehörige und das KompetenzNetz Demenz – freuen sich über diesen rundum
gelungenen Nachmittag mit einem mit über 100 Personen vollbesetzten Augustanasaal.
Alles Nähere zum Treffpunkt Demenz, zum Alzheimer Telefon und zu den zahlreichen
Angeboten der Alzheimer Gesellschaft unter www.alzheimer-augsburg.de

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Aktiv älter werden – Ausbildungskurs „Besuchsdienst zu Hause“ 2015

Im Rahmen von „Aktiv älter werden“ boten die
Seniorenfachberatungen in Zusammenarbeit mit
dem Freiwilligen-Zentrum einen Ausbildungskurs
und zwei Workshops zum Thema „Besuchsdienst
zu Hause“ an.
Dieses Jahr wurden 17 Teilnehmer umfassend u.a.
über die körperlichen und psychischen
Veränderungen im Alter, sowie rechtliche und
organisatorische Rahmenbedingungen für den
Besuchsdienst informiert.
Sie werden von den Seniorenfachberatungen zu
Besuchen bei alleinlebenden Senioren in ihren
Privatwohnungen eingesetzt. Sie bekommen bei
ihrem freiwilligen Einsatz kontinuierliche
Unterstützung durch die Seniorenfachberatungen
und werden dort zu regelmäßigen Treffen
eingeladen.

Die Teilnehmer des Ausbildungskurses 2015

32

Wohnungsanpassungsberatung 2015
Bereits seit dem Jahr 2007 sind die freiwillig engagierten Wohnungsanpassungsberaterinnen und -berater regelmäßig im Einsatz. Sie sind umfangreich geschult,
arbeiten eng mit der Fachstelle für Seniorenarbeit der Stadt zusammen und möchten
Bürgerinnen und Bürger durch ihre Beratung dabei unterstützen, möglichst lange
selbständig und selbstbestimmt in ihrer Wohnung zu leben.
Im Alter, bei Krankheit und Behinderung sind Mobilität und Beweglichkeit oft eingeschränkt. Das Wohnumfeld sollte an diese Veränderungen angepasst werden, damit man
zu Hause trotz Einschränkungen möglichst gut zurecht kommt. Häufig reicht es schon
Barrieren in Bad, Küche oder Schlafzimmer zu beseitigen und geeignete Haltegriffe
anzubringen. Manchmal sind aber aufwendigere Maßnahmen wie ein Umbau des Bades,
der Einbau einer Rampe oder eines Treppenlifters notwendig.
Die Beratung unterstützt dabei

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Hindernisse und Gefahrenquellen zu Hause zu erkennen und zu beseitigen,
einen Überblick über mögliche bauliche Anpassungsmaßnahmen zu bekommen,
über technische Hilfsmittel informiert zu sein, die den Alltag erleichtern,
Umbaumaßnahmen vorzubereiten und Informationen über die dazu notwendigen
Schritte zu erhalten,
Informationen zu möglichen Finanzierungshilfen (Pflege- und Krankenkasse,
Wohnbauförderung etc.) zu erhalten,
durch Hinweise und Hilfen bei Antragstellungen.

Beispiele für Wohnungsanpassungen:

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Eingangsbereich: Handlauf, Treppenlift, Rampe
Barrierefreiheit: Schwellenüberbrückungen und -absenkungen, Terrassenerhöhung,
Türverbreiterungen
Badezimmer: ebenerdige Dusche, erhöhter WC-Sitz, Haltegriffe, Badewannenlifter
Fußböden: rutschfeste Beläge, Entfernen von Stolperfallen
Hilfsmittel: Stützgriffe, Handläufe, Geh- und Stehhilfen
Wohnungseinrichtung: Anpassung vorhandener Möbel (Höhe und Standfestigkeit),
Anschaffung von Spezialmöbeln, Anbringen entsprechender Beleuchtung

Die Beraterinnen und Berater werden auch von Gruppen wie Seniorenclubs oder
Arbeitsgemeinschaften der Altenhilfe eingeladen, um im Rahmen von Informationsvorträgen zum Thema zu informieren.
Derzeit sind drei Wohnungsanpassungsberaterinnen und -berater aktiv. Nachdem der
Beratungsbedarf in Zukunft vermutlich steigen wird, freut sich das Projekt immer über
interessierte Freiwillige, die nach einer mehrtägigen und i.d.R. auswärtigen Schulung das
Team verstärken.
Ansprechpartner bei Beratungsbedarf sowie bei Engagementinteresse:
Fachstelle für Seniorenarbeit des Amtes für Soziale Leistungen,
Senioren und Menschen mit Behinderung
Schießgrabenstr. 4
℡ 0821 324-4318 oder
℡ 0821 324-4317
e- fachstelle-seniorenarbeit@augsburg.de

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Freiwilligen-Engagement im
Seniorenzentrum Lechrain
der Altenhilfe Augsburg 2015

„Wer Zeit gibt wird Zuneigung ernten!“
Unser Seniorenzentrum Lechrain, das vor allem Menschen mit einer Demenzerkrankung
eine beschützende Umgebung mit größtmöglicher individueller Bewegungsfreiheit in einer
eigenen Gartenanlage bietet, nahm am 1.Juni 2013 den Betrieb in der Robert-BoschStraße 10 auf.
Mit dem Projekt „Freiwilligenarbeit“ soll ermöglicht werden, dass auch ältere Menschen
mit einer dementiellen Erkrankung stärker am gesellschaftlichen Leben teilhaben können,
auch wenn sie in einer stationären Einrichtung leben.
Im Seniorenzentrum Lechrain wird seit März 2015 an fast jedem Freitagnachmittag die
Cafeteria mit wechselnden Freiwilligen betrieben. Das „Cafeteriateam“ besteht derzeit aus
5 Freiwilligen, die sich abwechseln. Das Angebot wird sehr gut angenommen, inzwischen
gibt es schon „Stammkunden“, die jede Woche kommen. Auch zum Teil schwer an
Demenz erkrankten Menschen können mit geringer Unterstützung alleine die Cafeteria
besuchen, und ausgestattet mit „Kleingeld“ eine gewisse Echtheit erleben.
Sonst waren die inzwischen 20 freiwilligen Helfer in Lechrain, die zu einem guten Team
gewachsen sind, maßgeblich an der Durchführung und dem Gelingen aller Ausflüge und
Feste beteiligt, ebenso gibt es einen regelmäßigen „Einkaufsdienst“ für kleinere
Besorgungen in der Umgebung.
Seniorenzentrum Lechrain
Ruth Eichner, Sozialdienst
Robert-Bosch-Str. 10
86167 Augsburg
℡ 0821 324-34046
e- lechrain@augsburg.de

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Ämterlotsen 2015
Die Ämterlotsen blicken auf ein Jahr mit vielen (neuen)
Begegnungen, anregenden Gesprächen aber auch
Abschieden zurück.
Es gab viele Nachfragen von Ratsuchenden, die sich eine Begleitung zu den
unterschiedlichen Stellen wünschten. Da wir feststellen, dass die Nachfrage steigt, erhalten
wir die Bestätigung, dass die Begleitung von Menschen zu Ämtern, Behörden oder
anderen wichtigen Terminen ein wichtiges Angebot in Augsburg darstellt. Wobei die
Begleitungen zum Jobcenter mit fast 40% den größten Anteil ausmachen. Es fragen sehr
viel weniger Männer als Frauen an, nur ¼ der Anfragen kommt von Männern.
Auch bei den Ehrenamtlichen sind die Männer in der Minderheit – wenn auch nicht ganz
so deutlich. Zurzeit unterstützen 19 Menschen aus verschiedenen Nationen Menschen, die
in Augsburg leben. Nach einer neuen Schulung von interessierten Bürger/innen konnten
wir den Kreis der Ehrenamtlichen mit besonderen Sprachkenntnissen erweitern. Neben
deutschsprachigen Begleitungen können wir nun auch Einsätze in russischer, arabischer,
rumänischer, polnischer, italienischer, französischer und englischer Sprache anbieten.
Die hohe Nachfrage von Begleitungen ins Jobcenter führte dazu, dass wir eine
Informationsveranstaltung mit Frau Büschgen, der Leiterin der Leistungsabteilung des Job
Centers Augsburg organisierten. Sie konnte uns praktische Hinweise geben, mit deren
Hilfe ein Einsatz für alle Beteiligte zufriedenstellend verlaufen kann. Die Rückmeldung von
Frau Büschgen, dass die Mitarbeiter/innen des Jobcenters die Begleitungen durch
Ämterlotsen als sehr konstruktiv erleben, gab den Ehrenamtlichen eine Bestätigung ihrer
Arbeit.
Auch der Besuch von Herrn Juraschek, Sachgebietsleiter Armutsprävention konnte uns die
Arbeit der unterschiedlichen Abteilungen des Amtes für Soziale Leistungen transparenter
machen.
Aber nicht nur die Strukturen des Augsburger Behördenwesens ist für die Arbeit der
Ämterlotsen von Interesse auch unsere Kompetenzen im Rahmen der unmittelbaren
Begleitungen konnten wir mit der fachlichen Unterstützung von Frau Prioch erweitern. Die
Integrationspädagogin schulte uns im Umgang mit sehbehinderten Menschen. Die
konkreten Empfehlungen helfen den Ehrenamtlichen, bei Begleitungen mit sehbehinderten
Menschen weniger unsicher zu sein, da sie erfahren haben welche Hilfestellungen
notwendig und wie sie durchzuführen sind.
Im Rahmen eines Ämterlotsentreffens wurde das Thema „Wohnungssituation in Augsburg“
aufgegriffen, das aus dem Kreis der Ehrenamtlichen nachgefragt wurde. Neben der
Beschreibung der aktuellen Situation stand auch das Vorstellen der Einrichtungen der
Wohnungslosenhilfe in Augsburg im Vordergrund.
Außerordentliche Einsätze erhielten die Ämterlotsen beim Neubürgerempfang und auf der
Freiwilligenmesse. Im Mai entlasteten sie die Mitarbeiter/innen des Amtes für Soziale
Leistungen bei der Einführung des Sozialtickets. Sie berieten Menschen bei der
Beantragung der Vergünstigung direkt vor Ort.
Neben diesen vielen positiven Erlebnissen und Begegnungen mussten wir uns allerdings
auch von Menschen verabschieden. So hörten drei Ehrenamtliche mit ihrer Arbeit als
Ämterlotsen auf. Auch die hauptamtliche Koordinatorin Ruth-Anne Barbutev
verabschiedete sich im Sommer vom Diakonischen Werk. So sehr wir ihre Entscheidungen
verstehen, so sehr bedauern wir ihren Weggang.
Ein herzliches Willkommen gilt Frau Ines Güther, die seit Oktober ihre Nachfolge
angetreten ist und damit neben Frau Nicole Hegner als Koordinatorin des
Ämterlotsenprojekts Ansprechpartnerin für Beratungsstellen, Ratsuchende und
Behördenmitarbeiter/innen ist.

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Sozialpaten 2015

Nach dem Ausscheiden des bisherigen Projektleiters Reiner Tögel zum Ende des Jahres
2014 liegt die Leitung des Projekts „Sozialpaten“ seit April 2015 in den Händen von Frau
Sabine Waibl, die als neue Fallmanagerin in das Amt für Soziale Leistungen kam.
Die Erweiterung auf 10 Sprechstunden in den 4 Sozialregionen hat sich bewährt. Die
Bürger schätzen das niederschwellige Angebot unter dem Motto „Hilfe von Bürgern für
Bürger“ und nehmen die Hilfestellung rege an. Bis Anfang Dezember 2015 konnten über
2050 Kontaktaufnahmen verzeichnet werden.
Hauptgrund für die Vorsprachen waren, auch im Hinblick auf die prekäre Wohnungssituation in Augsburg, Mietschulden bis hin zu Räumungsklagen oder gar Zwangsräumungen sowie Energieschulden oder -sperrungen. Die freiwillig engagierten
Sozialpaten konnten in vielen Fällen wertvolle Hilfestellung anbieten und dazu beitragen,
Wohnraum zu erhalten.
Im November 2015 fand bereits der 13. Ausbildungskurs statt, in dem die Interessenten
auf verschiedensten Gebieten (u.a. Sozialleistungen, Mietrecht, Schuldnerberatung)
geschult werden. Nach Abschluss dieses Kurses sind nun aktuell 58 Sozialpaten in die
Beratungen eingebunden.
Neben dem Dienst in den Sprechstunden finden mehrmals jährlich verschiedene Treffen
statt. So standen im Jahr 2015 u.a. eine Informationsveranstaltung im Jobcenter, ein
Sommerfest im MehrGenerationenTreffpunkt Hochfeld sowie ein Besuch im Fugger- und
Welser-Museum auf dem Programm.

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Lesen ─ Lernen ─ Leben 2015
Im Leitbild der Stadtbücherei ist das bürgerschaftliche
Engagement fest verankert und hat eine lange Tradition.
Seit Eröffnung des neuen Gebäudes der Stadtbücherei
hat sich das Engagement mit dem Zulauf der Leser vervielfacht.
Heute leisten ca. 70 Freiwillige ihren Dienst in den verschiedenen Abteilungen des Hauses –
während der Öffnungszeiten und darüber hinaus.
Ob Container-Leerung und Medienrücksortierung, Buchpflegearbeiten, Mithilfe bei
Veranstaltungen oder Mobiler Bücherdienst, die Freiwilligen sind nicht nur engagiert, sondern
haben auch Freude und Befriedigung bei ihrer Arbeit. Und diese Arbeit wird von allen fest
angestellten Mitarbeitern hoch geschätzt und macht allen Seiten gleichviel Spaß. So sind über
50 % der Freiwilligen seit über 6 Jahren dabei.

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MehrGenerationenTreffpunkte Augsburg 2015
Wo Menschen aller Generationen sich begegnen
www.mehrgenerationenhaus.augsburg.de
www.facebook.com/mehrgenerationenhaus.augsburg/
Eines der aufregendsten Ereignisse 2015 war für die MGT wohl die Nachricht, dass die KITA
Herrenbach die Trägerschaft des dortigen Treffpunkts zum Jahresende hin abgeben wird.
Somit werden auch unsere geschätzten Kolleginnen Evi und Karo das KoordinatorinnenTeam verlassen. Die beiden haben in den letzten 9 Jahren den Treffpunkt mit viel
Engagement und Leidenschaft aufgebaut und mit Leben gefüllt.
Ab Januar wird das Büro für Bürgerschaftliches Engagement die Trägerschaft übernehmen
und Frau Zeller übergangsweise die Koordination für den Treffpunkt übernehmen, bis die
Stelle neu besetzt werden kann.
Doch dies ist nicht die einzige personelle Veränderung, die sich dieses Jahr im
Koordinatorinnen-Team ergeben hat. Seit September leitet Ernestine Verdura den Treffpunkt
in Göggingen. Die ausgebildete Allgäuer Kräuterfrau hat den MGT von Sarah Maurer
übernommen, die sich im Sommer in die Elternzeit verabschiedet hat.
Auch das Thema Flucht und Asyl hat unsere Treffpunkte in diesem Jahr besonders
beschäftigt. Um den Treffpunkt in Lechhausen hat sich ein Helferkreis gebildet und wir
konnten im November eine Babyparty für schwangere Asylbewerberinnen ausrichten. Bei
Kaffee und Kuchen konnten sich die Frauen mit Hilfe von ehrenamtlichen Dolmetscherinnen
bei einer Hebamme und einer Kinderkrankenschwester informieren und durften sich über ein
„Baby-Starter-Set“ freuen, das von der Augsburger Firma manomama gesponsert wurde. In
Kooperation mit dem Verein Tür an Tür konnten wir das Café des Vereins für diese schöne
Veranstaltung nutzen. Das war auch nicht die einzige Veranstaltung, die die MGT „außer
Haus“ organisieren konnten. Mit Hilfe der Pfarrei St. Johannes ist es uns gelungen eine
Kleidertauschbörse für Kinder dort zu veranstalten, ein Konzept welches sich in vielen
Treffpunkten 2015 als beliebte Veranstaltung etabliert hat. Gut erhaltene Kleidung, die nicht
mehr getragen wird, wird zur Tauschparty mitgebracht und kann gegen ausgemusterte
Kleidung der anderen Besucher eingetauscht werden.
Feierlich eröffnet wurde in diesem Jahr der neue Familienstützpunkt in Haunstetten, der sich,
wie der MGT, unter der Trägerschaft des BRK befindet und an den Treffpunkt angeschlossen
ist. Die Programme und Schwerpunkte des Familienstützpunkt und des MGTs können sich
nun hervorragend ergänzen und aufeinander abgestimmt werden.
Wir blicken zufrieden auf das Jahr zurück – viele neue Projekte konnten in unseren
Treffpunkten gestartet werden, zahlreiche Feste wurden gefeiert und viele neue Besucher und
Aktive wurden gewonnen. Das Team der engagierten Koordinatorinnen wird dabei stets
tatkräftig von zahlreichen ehrenamtlichen Helfern unterstützt.
Herzlichen Dank an euch alle!

Gefördert von:

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MehrGenerationenTreffpunkt
Stadtbücherei 2015

Im Jahr 2015 war wieder einiges los in unserem Treffpunkt in der Stadtbücherei – neue
Kurse wurden ins Leben gerufen, erfolgreiche Veranstaltungen durchgeführt und fest
etablierte Angebote erfreuen sich immer größerer Beliebtheit.
Die Konversationskurse in den Sprachen Spanisch, Englisch, Portugiesisch und Französisch
sind fester Bestandteil des wöchentlichen Angebots und die engagierten Kursleiter/innen
schaffen es, dass die Räume häufig bis auf den letzten Platz gefüllt sind. In diesem Jahr
konnten wir unser umfangreiches Sprachangebot mit einem Sprachkurs in ÄgyptischArabisch erweitern, für den wir Frau Salman- El Karimy gewinnen konnten. Außerdem
freuen wir uns, dass wir mit dem Engagement von Frau Lugger und Frau Nunez Moreno
das Angebot einer Spanischwerkstatt für Kinder wieder in unser Programm aufnehmen
konnten. Zweimal monatlich treffen sich zahlreiche multilinguale Familien zum
gemeinsamen Singen, Tanzen, Malen und Spielen. Mit dem Japanisch Kurs für Kinder, der
seit Jahren als feste Größe in unserem Treffpunkt stattfindet, freuen wir uns so ein
umfangreiches Sprachangebot auf die Beine stellen zu können.
Die Engagementberatung, die PC-und Internetberatung, die Treffen des Tauschrings LETS,
der generationenübergreifende Literaturkreis und der Treffpunkt Demenz bereichern unser
Programm und haben sich mittlerweile mit einem festen Besucherstamm zu Selbstläufern
entwickelt.
2014 konnten wir nach längerer Pause wieder einen Offenen Treff, sozusagen das
Herzstück der MehrGenerationenTreffpunkte, installieren. Ein kleiner, aber feiner Kreis hat
sich hier gefunden, um einmal monatlich bei Kaffee und Gebäck zu basteln, zu ratschen
und den Treffpunkt bei den vielen anfallenden Arbeiten zu unterstützen. Die Gruppe freut
sich stets über neue Gesichter, die sich mit Ideen, Talenten und Zeit am Offenen Treff
beteiligen möchten.
Der Ipad-Kurs für Senioren, der Anfang des Jahres bei uns stattfinden konnte, war ein
voller Erfolg.
Mit Spannung erwarten wir nun das letzte Highlight für dieses Jahr: am 10.12.2015
beteiligen wir uns zusammen mit den Treffpunkten Göggingen und Hochfeld zum ersten
Mal am Augsburger Christkindlesmarkt. Unterstützung erhalten wir dabei von der
Fachakademie für Ernährungs- und Versorgungsmanagement, die für uns leckere
Marmeladen und Liköre für den Verkauf produzieren.
Ganz herzlich möchten wir uns abschließend bei Herrn Lutzenberger, seinem Team der
Stadtbücherei und unseren vielen engagierten Freiwilligen für die gute Zusammenarbeit
bedanken. Ohne die guten Kooperationen, die investierte Zeit und das Engagement
würde unser Projekt nicht funktionieren.

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MehrGenerationenTreffpunkt
Kriegshaber 2015

Die Offene Hausaufgabenhilfe im MehrGenerationenTreffpunkt Kriegshaber am Freitagnachmittag geht nun schon ins achte Jahr. Das ehrenamtliche Team besteht nun aus einer
Studentin der Erziehungswissenschaft und Senioren. Gemeinsam unterstützen sie
Grundschüler, wenn Hausaufgaben vorzubereiten oder zu erklären sind. Zur Entspannung
wird mit viel Spaß gespielt oder ein Ausflug gemacht.
Spannend bleibt das „Projekt Kochen Reden Lernen“ für die Bildungsregion Augsburg mit
dem Jugendhaus R33. Dort treffen sich Mütter mit Seniorinnen genau dazu: zum Kochen,
Reden, Lernen – und das nun schon im zweiten Jahr!
Das Bolzplatzturnier des JuZe R33 am Spielplatz Tunnelstraße wurde wieder gut
angenommen von Fußballmannschaften. Der ehrenamtliche Schiedsrichter – zugleich auch
Spielplatzpate – war engagiert im Einsatz, aber die Mannschaften spielten fair. Kriegshaber
ist jung und hat nach wie vor den größten Anteil an Kindern und Jugendlichen in Augsburg.
Das Bauwagenfest auf der Weltwiese des Jugendhaus R33 wurde auch vom MGT
Kriegshaber begleitet.
Der PC-Kurs 50+ 100 minus in Zusammenarbeit mit dem MGT Pfersee und der
Mittelschule Centerville ist ebenfalls ein gut angenommenes Angebot zu niedrigschwelligem
Wissenstransfer und gesellschaftlicher Teilhabe.

Vernetzung ist das Schlüsselwort für die Stadtteilarbeit in Kriegshaber, Kooperationspartner
sind das Jugendhaus R33, der MGT Pfersee, die Kirchengemeinden, die Sozialstationen, die
Centerville-Mittelschule, die Grundschule Kriegshaber, die Kindertagesstätten, der
katholische Frauenbund, der Seniorenbeirat, bfz, gfi, das Freiwilligen-Zentrum, die
Konfliktprävention und viele mehr. Selbstverständlich werden die Angebote anderer MGT
und des Bündnis für Augsburg mitbeworben und verknüpft. Bei Stadtteilkonferenzen im
CCKT und der ArGe Kriegshaber ist das MGT immer dabei, wie auch bei der Adventsfeier.
Dort ergeben sich für Kriegshaber Bürger Gelegenheiten zum Gespräch und zur
Information.
Das vierteljährlich erscheinende Programm des MGT Kriegshaber führt nach Möglichkeit
alle Veranstaltungen mit Mehrgenerationencharakter im Stadtteil auf. Das 100-jährige
Stadtteiljubiläum „100 Jahre Kriegshaber in der Stadt Augsburg“ wirft für 2016 seinen
Schatten voraus und war Gegenstand einer erfolgreichen Planungswerkstatt.
Der MGT Kriegshaber ist eine etablierte Nachrichtendrehscheibe, eine Infobörse mit
eigenen Angeboten und stets auf der Suche nach neuen Ideen und Mitstreitern, um das
Zusammenleben der Generationen in Kriegshaber noch bunter zu gestalten.
Machen Sie mit!
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MehrGenerationenTreffpunkt
Pfersee 2015

Mit dem Jahr 2015 geht im MGT Pfersee ein angenehmes und ruhiges Jahr zu Ende. Wir
freuen uns nach wie vor über die tatkräftige Unterstützung von ca. 20 Freiwilligen, die
unsere Angebote mitgestalten. Immer beliebter wird der Spielenachmittag im Christian
Dierig Haus, der, nach einigen Anlaufschwierigkeiten, von vielen Bewohnern des Stadtteils
besucht wird. Aus diesem Grund konnten wir das Angebot 2015 ausbauen.
Da viele Kinder und Jugendlichen mittlerweile ihre Nachmittage in Schule und Hort
verbringen, war das Angebot der Mittwochsentdecker nicht mehr gut besucht und wir
haben uns entschlossen es daher nicht mehr anzubieten. Dafür läuft seit Herbst ein neues
Projekt für Senioren und Vorschulkinder. Hier treffen sich die beiden Generationen einmal
in der Woche zum gemeinsamen Musizieren. Unter der Anleitung von Musikpädagogin
Angelika Jekic, wird zusammen gesunden, getanzt und erzählt – ganz im Sinne der
MehrGenerationenTreffpunkte.
Immer mehr werden Informationen rund um die neuen Medien und Techniken angefragt.
Wir haben dem Rechnung getragen und die PC Kurse weiterhin ausgebaut. Die Kurse
haben in der Regel kein festes Lernziel und orientieren sich an der Geschwindigkeit der
überwiegend älteren Teilnehmer/innen. Dadurch fühlt sich niemand überfordert und so
gut wie keiner gibt zwischenzeitlich auf. Im Gegenteil, die Kursteilnehmer kommen immer
wieder und machen die entsprechenden Wiederholungen und Aufbaukurse.
Als neues, zusätzliches Angebot haben wir seit April ein offenes PC C@fe im öffentlichen
Cafe des Christian-Dierig-Hauses. Hier kann jeder mit kleinen Problemen an mobilen
Geräten vorbei schauen und sich helfen lassen. Wenn man zwischendurch etwas länger
warten muss, weil zuvor noch jemand anderer dran ist, trinkt man einen Kaffee und
kommt ins Gespräch.
Sehr gut angenommen wird auch das Museumsabo Plus, ein spezielles Angebot für
kulturinteressierte Senioren, das von Annelies Haaser-Schwalm, der ehemaligen Stadträtin
aus Pfersee und dem MGT Pfersee entwickelt wurde. Vertrieben wird das ABO über den
Seniorenbeirat der Stadt.
Neu ist auch der Gesprächskreis „Alter als Chance sehen“ der einmal monatlich stattfindet
und ganz unterschiedliche Menschen mit ganz verschiedenen Themen zusammen bringt.

Wichtig ist uns, dass der MGT Pfersee nicht nur als Veranstalter aktiv ist, sondern im
Stadtteil vernetzt ist und Kontakte vermittelt. Wir sind in weitgehend allen Stadtteilgremien
dabei, sind bei der Aktion „Pfersee auf dem Prüfstand“ der Seniorenfachberatung, wie
auch beim „Helferkreis Asyl“ aktiv. Wir vermitteln ehrenamtliche Helfer in soziale
Einrichtungen und sind beim jährlichen Parkfest mit dem schon traditionellen Rollstuhlparcours immer mit dabei. Der MGT Pfersee ist ein fester Bestandteil des Stadtteils.
Gefördert von:

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MehrGenerationenTreffpunkt
Hochzoll 2015

Der MehrGenerationenTreffpunkt Hochzoll hat zusammen mit dem Bürgertreff Verein
Hochzoll und dem Evangelischen Kinder- und Jugendhilfezentrum wieder ein umfangreiches
Programm organisiert. Mehr als 80 Angebote für jede Altersgruppe laden die Hochzoller
ein, sich im Holzerbau zu treffen und sich kennenzulernen und ein buntes und
abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm zu genießen.
Hier ein kurzer Einblick mit unterschiedlichen Beispielen unserer Aktivitäten 2015:
Januar: Mit einem Fondueabend für unsere Ehrenamtlichen starten wir ins neue Jahr. Das
war ein sehr gelungener Abend zum Austausch und besseren Kennenlernen.
Februar: Jux und Radau im Holzerbau! Beim Karneval in Rio & Hochzoll vergnügen sich
gutgelaunte Hochzollerinnen beim Weiberfasching. Viele lustige Kinder und Eltern kamen
zum Familienfasching (und sogar der Papst war anwesend).
März: Besondere Themen-Abende zur Biografie Arbeit und zur Gesundheit stärken unsere
Gäste mental. Wir machen uns alle fit für den Frühling!
April: Wir machen eine Ausflugsfahrt mit 50 Teilnehmern zum Bürgermeister von Lindau,
Herrn Dr. Gerhard Ecker, dem Ehrenmitglied und ehemaligen Vorstand des Bürgertreffs
Hochzoll e.V.
Mai: Unser 4. Maibaumfest ist heuer leider verregnet und muss drinnen stattfinden.
Trotzdem haben wir viel Vergnügen bei Blasmusik und einem leckeren Knödel-Buffet.
Juni: Wir sind mobil und fahren mit der Augsburger Localbahn und 130 Eisenbahnfans
durch ganz Augsburg. Alternativ gibt es eine Radtour durch den Siebentischwald.
Juli: In Gedanken verreisen wir beim „Kulturtreff Griechenland“. Bei einer heiteren Lesung,
griechischem Wein und einem appetitlichen Imbiss bekommen wir alle Lust auf Urlaub.
August: Unser Ferienprogramm mit Tschamp macht nicht nur den Kindern, sondern auch
den Ehrenamtlichen großen Spaß.
September: Die aktuelle Foto-Ausstellung der Zeitschrift ASO! zeigt uns viele neue und
unbekannte Ansichten aus unserem Stadtviertel.
Oktober: Wir beteiligen uns an den „Hochzoller Kulturtagen“ und organisieren kräftig mit
bei vielen Veranstaltungen mit Musik, Literatur und Kunst. Die Hochzoller sind sehr aktiv und
nutzen zahlreich das tolle Programm.
November: Der Adventsmarkt zusammen mit den Hochzoller Pfarreien und der
Aktionsgemeinschaft Hochzoll ist ein besonderes Highlight im Jahreslauf.
Dezember: Mit selbstgemachten Pralinen von unserem Pralinen-Kurs verwöhnen wir unsere
Ehrenamtlichen zu Weihnachten!

Zahlreiche wöchentliche Treffen der Ehrenamtlichen-Gruppen und der Hochzoller Vereine,
sowie der öffentliche Mittagstisch der Kulturküche und die Beratungstermine der Sozialpaten
vom Amt für soziale Leistungen runden unser vielseitiges Angebot ab.
Wir danken allen Unterstützern und Ehrenamtlichen, ohne die dieses vielseitige,
generationenverbindende Programm nicht machbar wäre.
Gefördert von:

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MehrGenerationenTreffpunkt
Firnhaberau/Hammerschmiede 2015

Unser besonderes Quartiersprojekt „ Firnhaberauer Gschichtn“, das wir Ende des letzten
Jahres begonnen haben, ist richtig angelaufen.
Unter der Federführung des MGT wird die soziale und gesellschaftliche Entwicklung des
Stadtteils durch Erzählungen Fotos und Aufzeichnungen von Zeitzeugen für die jüngeren
und zugezogenen Bürgerinnen und Bürger erfahrbar gemacht und dokumentiert.
Mit Erzählabenden zu Themen wie: Rund um den Sport, Sängergeschichten, Theaterleben,
Entstehung der christlichen Kirchengemeinden, Entwicklung der politischen Parteien setzten
wir das Projekt in diesem Jahr fort. Unser Ziel ist eine Sammlung, die dann auch gedruckt
und veröffentlicht werden soll.

Alleinstellungsmerkmal ist der Einkaufsservice, für Menschen, die dauerhaft oder
vorübergehend nicht in der Lage sind, ihre Einkäufe für den täglichen Bedarf zu erledigen.
Sie werden von ehrenamtlichen Helfer/innen versorgt, die auch mal über den Einkauf
hinaus den Menschen Zeit schenken. Die Koordination und die Weitervermittlung, wenn
nötig, an andere Hilfsdienste übernimmt eine ehrenamtliche Koordinatorin im MGT. Sie ist
inzwischen zur Anlaufstelle für diverse Sorgen und Nöte und zur Gesprächspartnerin für
Menschen mit Redebedarf geworden.
Der offene Betrieb Cafe Wohnzimmer wurde auf 2 Sonntagnachmittage ausgeweitet. Hier
treffen sich Menschen zum Kaffeetrinken, zu Gesprächen und vor allem zu gemeinsamen
Karten- und Brettspielen.
Die Montagsgruppe, eine niederschwellige Betreuungsgruppe für Senioren, ist immer gut
besucht, und wir könnten dafür noch ehrenamtliche Helfer/innen gebrauchen.
Der Kreativworkshop kümmert sich um die jahreszeitliche Deko und ist u.a. mit Filzen und
Jeans-Recycling sehr experimentierfreudig. Unsere Wollreste haben wir zu Schals für die
Flüchtlingshilfe verstrickt.
Die Aktion „Herzkissen“ für Brustkrebspatientinnen im Josefinum läuft nunmehr seit 2009
ununterbrochen. Durch den Besuch des Chefarztes und der Cace Managerin der
Frauenklinik bei uns im MGT und durch zahlreiche sehr nette Rückmeldungen von
Patientinnen erfährt das Team die entsprechende Wertschätzung.
Eine der wichtigsten Veranstaltungen ist jedes Jahr der Adventsabend mit gemeinsamem
Singen und Nikolausbesuch. Unser Nikolaus spendiert uns auch immer einen Christbaum,
der im Garten alle Hausbewohner/innen, Besucher/innen des MGT und die Gäste der
Tagespflege erfreut.
Eine Bereicherung sind auch heuer wieder unsere change in Mädels, die auch mal
nebenan in der Tagespflege mithelfen.
Gefördert von:

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MehrGenerationenTreffpunkt
Lechhausen 2015

Inmitten der Lechhauser City befindet sich unser MehrGenerationenTreffpunkt, unter einem
Dach mit der Stadtteilbücherei Lechhausen und der Mittagsbetreuung der LuitpoldGrundschule. Die ausnehmend gute Zusammenarbeit dieser drei Institutionen ergibt immer
wieder sehr positive Synergieeffekte.
Nach wie vor gibt es einen täglichen Mittagstisch für Jedermann/frau, der auch von den
Kindern der Luitpoldschule gerne angenommen wird, und zwei offene Nachmittagstreffpunkte pro Woche, die Raum bieten für gemütliches Beisammensein mit Spiel und Spaß
bei Kaffee und Kuchen.
Neben verschiedensten etablierten Angeboten wie z.B. Demenzsprechstunden der
gerontopsychiatrischen Ambulanz, Demenztreffpunkte der Alzheimergesellschaft ,,eine SixtyFit-Gruppe“, eine Selbsthilfegruppe der Psychiatrieerfahrenen-Augsburg-Schwaben,
Gruppenabende des „Lets“-Tauschrings oder Computer- und Internetberatung sind neue
Programmpunkte hinzugekommen.
So gibt es beispielsweise aktuell einen Handy- und Tabletkurs, der regen Anklang findet.
Auch gab es eine Neuauflage unseres Kochprojektes, das in Kooperation mit Stadtjugendring und Goethe-Mittelschule stattfand. Schüler und Schülerinnen der 8.Klassen hatten die
Möglichkeit, verschiedene Gerichte zu kochen, aber auch zu planen, die Kosten zu
berechnen und sich beruflich zu orientieren.
Am Ende stand diesmal ein ganz besonderes Event: Bekannte Lechhauser Persönlichkeiten
wurden zu einem 3- Gänge- Menue eingeladen, das komplett von den Schülerinnen und
Schülern durchgeführt wurde. Fazit: Ein voller Erfolg!
Ein ganz neues Thema beschäftigt uns seit dem Sommer im MGT: Asyl- und Flüchtlingsarbeit. Es findet ein wöchentlicher Flüchtlingstreffpunkt statt, zu dem alle Flüchtlinge in den
dezentralen Unterkünften in Lechhausen eingeladen werden. Außerdem gibt es mehrere
ehrenamtlich organisierte Sprachkurse für diejenigen, die (noch) nicht an den offiziellen
Sprachkursen teilnehmen. Andere Aktivitäten sind z.B. ein Singkreis oder eine Handarbeitsrunde, die ihre Waren am Lechhauser Weihnachtsmarkt zugunsten der Lechhauser
Flüchtlinge anbieten wollen.
Unterschiedliche Lechhauser Gruppen, seien es Vereine, Institutionen oder Parteien, nutzen
den MGT oft und gerne. Natürlich beteiligen wir uns auch gerne an verschiedenen
Lechhauser Aktivitäten wie z.B. dem Marktsonntag oder der „Lechkultur“.
Gute und tragfähige Netzwerke verbinden uns mit vielen verschiedenen
Kooperationspartnern, so z.B. dem Seniorenbeirat der Stadt Augsburg, der Fachbasis
Lechhausen, dem Freiwilligen-Zentrum, der sozialen Fachberatung für Senioren, dem
Stadtjugendring, der ambulanten Sozialarbeit Gerontopsychiatrie, dem KIDSFamilienstützpunkt Ost, den Stadtteilmüttern und Hand in Hand-Gruppen, dem
Seniorenzentrum St. Anna, verschiedenen Lechhauser Kindertagesstätten, Schulen und
Pfarrgemeinden und vielen Weiteren.
Auf diese Weise können wir auch Lechhauser Bürgerinnen und Bürgern, die im MGT Rat zu
verschiedensten Themen suchen, direkt und schnell an die jeweiligen Fachstellen vermitteln.
Abschließend möchten wir alle Leserinnen und Leser dieses Berichts ganz herzlich einladen,
bei uns vorbei zu kommen, mitzumachen und sich im MGT Lechhausen wohlzufühlen!

Gefördert von:

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MehrGenerationenTreffpunkt
Göggingen 2015

Unsere beiden Räume im Alten Rathaus in Göggingen bieten vielerlei Angebote für
Menschen jeden Alters und verschiedenster Interessen.
Ein fester Teil unseres Programms sind die Konversationskurse, die allwöchentlich
stattfinden. Neben dem sehr gut besuchten Französisch-Kurs hat sich der Spanisch- und
der Portugiesisch-Kurs, alle geleitet von Muttersprachlerinnen, sehr gut etabliert. Ein
Italienisch-Kurs ist für das kommende Jahr in Planung.
Ein besonderes Angebot in unseren Räumen ist das Eltern-Cafe, eine Lernwerkstatt, in der
Eltern mit oder ohne Migrationshintergrund ihre Deutschkenntnisse verbessern können und
beim Schuleinstieg und der Schullaufbahn ihrer Kinder unterstützt werden.
Unser sehr aktiver Stammtisch 60 plus/minus trifft sich jeden 2. Montag zu immer neuen,
interessanten Themen. Sehr gut besucht ist auch jedes Mal unser Cafe Reparierbar, das
der MGT Göggingen in Zusammenarbeit mit der Zeitbörse Göggingen-Inningen
veranstaltet. Freiwillige Helfer reparieren dort vom heruntergerissenen Saum bis zum
kaputten Fahrrad alles, was sich wieder in Ordnung bringen lässt.
Auch unsere beiden Kleidertauschbörsen, ebenfalls mitorganisiert von der Zeitbörse, im
Frühjahr und im Herbst waren ein großer Erfolg. Beim Cafe Reparierbar, der
Kleidertauschbörse und bei vielen anderen Veranstaltungen wie z.B. einem Hula HoopKurs, können wir den stilvollen großen Innenhof des Rathauses nutzen und haben somit
keinerlei Platzprobleme und eine sehr stimmungsvolle Umgebung.
Besonders schön war wieder das Halloween-Fest und die Geschichten unterm
Sternenhimmel, die wir zusammen mit der Stadtteilbücherei und den Bücherfreunden
Göggingen für die Gögginger Kinder und Jugendlichen veranstaltet haben. Der
geheimnisvolle nächtliche Gögginger Park und das Lagerfeuer beim Familienstützpunkt
spielte dabei die eigentliche Hauptrolle.
Ab Januar gibt es unter der Anleitung einer erfahrenen Musikpädagogin einen Musikkurs
für Babys und Kleinkinder und deren Eltern.
Sehr lebendig und äußerst gut besucht ist das Strick- und Häkelcafe jeden zweiten Freitag.
Kinder, Jugendliche und Erwachsene treffen sich hier, um schöne und praktische Dinge zu
fertigen. Gegenseitige Hilfe bei Schwierigkeiten ist hier selbstverständlich. Auch für den
Weihnachtsbazar wurden hier fleißig und begeistert Socken, Handschuhe, Mützen und
vieles mehr gefertigt.
Beim Jahresrückblick wird deutlich, wie viele Menschen unseren MGT besucht haben und
wie wichtig das Engagement unserer Freiwilligen für so viele schöne und lebendige
Veranstaltungen ist.
Herzlichen Dank an alle Freiwilligen und Helfer!

Gefördert von:

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MehrGenerationenTreffpunkt
Haunstetten 2015

Das Jahr 2015 stand in Haunstetten unter dem Motto „Neubeginn“!
Im Januar starteten wir im Erdgeschoss des BRK Hauses in unseren neuen Räumen.
Zusätzlich zu einem neuen Büro haben wir jetzt auch einen weiteren Gruppenraum mit
direktem Zugang zum Garten bekommen, der von den Gruppen im Haus genutzt werden
kann.
Mit den neuen Räumen konnten wir im MGT auch ein neues Angebot für die Bürger/innen
im Stadtteil schaffen: die Nachbarschaftshilfe Haunstetten. Diese hat zum Ziel auf
unkomplizierte Weise ein Netzwerk in Haunstetten aufzubauen, das die Lebensqualität der
Bewohner im Stadtteil erhält und den Zusammenhalt dort stärkt. Dabei geht es um kleine
Hilfen und gegenseitige Unterstützung bei alltäglichen Dingen, wie Knopf annähen,
Glühbirne wechseln usw. Diese Stelle arbeitet eng mit dem MGT zusammen.
Außerdem hatten wir auch wieder zahlreiche neue Angebote für die verschiedenen
Generationen, wie zum Beispiel einen iPad Kurs für Senioren, einen Acrylmalkurs für
Erwachsene und einen für Kinder.
Gemeinsam mit den Mitarbeitern aus dem sozialen Bereich des BRK haben wir ein kleines
Sommerfest mit den Gruppen im Haus gefeiert. Dieses haben wir mit einem LuftballonWeitflug-Wettbewerb abgeschlossen, wobei es ein Ballon bis nach Kufstein geschafft hat.
Neben allem Neuen ist natürlich auch das gewohnte Programm in Haunstetten weitergelaufen. An den Vormittagen trafen sich vor allem kleine Kinder zusammen mit ihren
Müttern zum Spielen, Singen und zum Erfahrungsaustausch. An den Nachmittagen waren
alle Generationen vertreten. Von der Mütterberatung über Englisch für Kinder bis hin zum
Seniorentanz fanden die unterschiedlichsten Aktivitäten statt. An den Abenden konnten sie
sich bei uns im Haus mit Yoga entspannen oder bei unserem offenen Singkreis den Tag
ausklingen lassen.
In der letzten Sommerferienwoche beherbergte unser MGT in seinen Räumen das
Ferienprogramm Tschamp der Stadt Augsburg. Die Angebote aus dem Stadtteil wurden von
vielen Kindern wahrgenommen.

Den Abschluss für das Jahr bildet wieder das große Ehrenamtsfrühstück, bei dem sich alle
Ehrenamtlichen aus dem Bereich der sozialen Arbeit einmal von den Hauptamtlichen
Mitarbeitern des MGT/BRK verwöhnen lassen dürfen.
An dieser Stelle vielen Dank an alle, die sich an der Arbeit des MGT beteiligen und ein
buntes Miteinander im Haus ermöglichen!
Gefördert von:

47

MehrGenerationenTreffpunkt
Herrenbach 2015

2015 ein buntes Jahr mit vielen Aktionen und einer Träne im Auge.
Das Jahr hat viel geboten und endet bewegt, denn es heißt für uns als Träger des MGT
Partner sich zu verabschieden und es mit voller Zuversicht an das Büro für Bürgerschaftliches Engagement zu übergeben.
Rückblickend kann auch dieses Jahr betont werden, dass das MGT Herrenbach als
Begegnungsort für Jung und Alt offen und bunt gelebt werden konnte. Die Vielfalt entstand
aus der Hilfe und Kreativität vieler Kooperationspartner aus dem Stadtteil. Ein großer
Dank gilt auch unseren ehrenamtlichen Helfern, die mit ihrem Einsatz, Ideen und Herzblut
viel zum Gelingen beitragen.
Das Programm kann in drei Bereiche zusammengefasst werden: Offene Treffs und/oder
Privatveranstaltungen, Tanz und Sportangebote- und Bildungsveranstaltungen wie Kurse,
Kulturevents.
Inspirationen wurden aus den vorherrschenden Interessen und Ressourcen der Gemeinschaft und des Stadtviertels geschöpft, sodass unsere Angebote ganz nah an der
Lebenswirklichkeit der hier lebenden Menschen entstanden sind.
Das MGT Herrenbach ist das Ergebnis aus zahlreichen Ideen, Engagement von vielen
Einzelnen, welches die Basis für ein stimmiges Konzept bietet. Dies war in vielen
Angeboten zu spüren, die in diesem Jahr wie folgt ausgesehen haben: Krabbelgruppen,
Stadtteilmütter, Schach, Erzählcafe, Workshops mit kreativem Inhalt, Tanztee für Senioren,
türkischem Chor, Zumba für Alt und Jung, Gymnastik am Stuhl, Yoga, Autogenes
Training, Spielenachmittage und…
Als positives Feedback kann unser hoher Besucherandrang gewertet werden. Zudem ist es
als großer Erfolg für dieses Stadtteilquartier zu sehen.
Wir bedanken uns für eine gelungene, abwechslungsreiche und gute Zusammenarbeit.

Gefördert von:

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MehrGenerationenTreffpunkt
Bärenkeller 2015

Durch die Aktionsgemeinschaft Pro Bärenkeller mit den verschieden Gruppierungen im
Stadtteil ist für den MGT eine gute Vernetzung vorhanden. Die Aktionen mit der Schule sind
inzwischen ein fester Bestandteil des MGT.
Die Aktionen in der Bärenkeller Schule kamen bei den Senioren, sowie bei den Kindern gut
an. „Senioren kochen mit Kindern“ war für alle Beteiligten ein großer Spaß, vor allem das
gemeinsame Verkosten der Kochergebnisse. Nicht ganz leise ging es bei den Spielrunden
zu. Bei ganz normalen Gesellschaftsspielen, wie „Mensch ärgere dich nicht“ oder „Memory“
wurde hart gekämpft. Der Fahrradtag in der Schule musste dieses Jahr leider ausfallen.
Gemeinsam kochen und essen – mal orientalisch, mal einfach Strudel – war jeweils ein ganz
gelungener Abend. Die Teilnehmer hatten großen Spaß und diese Kochstunden werden im
Frühjahr fortgesetzt.

Der MGT beteiligte sich aktiv an den Ausflügen der Pfarreien für Senioren. Für das Jahr
2016 sind verschiedene Aktionen geplant, z.B.: PC Kurs, Handy-Kurs, Ausflüge,
gemeinsames Basteln, Stricken oder Kochen.
Die Einkaufshilfe für ältere oder kranke Mitbewohner im Stadtteil wird nach wie vor
angeboten. Diejenigen, die sich Hilfe holten sind ganz begeistert. Vor allem der persönliche
Kontakt wird gerne angenommen.
Das Miteinander der Generationen muss aus der Gemeinschaft wachsen und spiegelt die
Interessen und Bedürfnisse des Stadtteils. Unser Angebot ist da, wo Menschen es benötigen
und auch erreichen können.
Gefördert von:

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MehrGenerationenTreffpunkt
Hochfeld 2015
Es tut sich was im Hochfeld!
Regelmäßige offene Angebote:
Offener Treff für die türkischen und russischen Stadtteilmütter, Treff der Hand in Hand
Müttergruppen, Offener Mittagstisch mit anschließender Spielerunde, Tanzgruppe,
„ErzählCafe“ mit Spielerunde und Strickrunde, Seniorentreff mit Singen, Feiern und
Vorträgen, Mittagstisch für Schulkinder, Wassergymnastik, Deutsch-Italienischer Treff,
Schachclub für Kinder, Sixty-Fit-Gruppe, Musikprojekt u7ü70.
Als neue offene Angebote dürfen wir unser Gruppe „Gedächtnistraining“, unsere offene
Backstube, ein inklusives Orchester „Die Bunten“, den regelmäßigen Tanztee und unsere
Bücherinsel erwähnen.
Organisation punktueller Angebote:
MGT „on tour“ Ausflug zum Dehner nach Rain am Lech, Seniorennachmittag auf dem
Augsburger Plärrer, Besuch im Botanischen Garten, Ausflug zum Ammersee.
Feste im MGT wie z.B. Disco für Menschen mit und ohne Behinderung, Faschingsfest,
Stadtteilfest, Sommerfest, Grillfest, Weinfest und Weihnachtsfeier.
Projekte wie z.B. Offenes Ferienprogramm in den Herbstferien für den Stadtteil Hochfeld
mit generationenübergreifenden Angeboten wie z.B. Häkeln, Märchenerzählen,
Loombändchen gestalten, Tischtennisturnier, das Projekt „Christkindlsmarkt“ in
Zusammenarbeit mit der Fachakademie für Ernährung und Versorgungsmanagement und
der große Kinderflohmarkt gemeinsam mit den Stadtteilmüttern.
Beratung:
Dem MGT Hochfeld stehen folgende professionelle Beratungsstellen des
ArbeiterSamariterBundes zur Seite: Soziale Fachberatung für Senioren , Anlaufstelle für
offene Behindertenarbeit, Anbindung an die ASB Sozialstation Römerhof und
Familienstützpunkt Süd. In den Sommermonaten besucht uns regelmäßig das
Familienmobil. Die Stadtteilmütter bieten in der Elterntalk-Runde die Möglichkeit zum
Austausch und gegenseitiger Beratung.
Vernetzung im Stadtteil:
Regelmäßige Organisation von Vernetzungstreffen durch den MGT. Aktuell wird das
Thema Flüchtlinge/Asyl im Stadtteil Hochfeld bearbeitet.

Dieses abwechslungsreiche und vielfältige Programm wird gerne im Stadtteil
angenommen. Die Menschen fühlen sich bei uns wohl und die Zahl der Besucher/innen
nimmt stetig zu. Ohne die vielen fleißigen und engagierten Menschen im MGT wäre diese
Fülle an Angeboten nicht möglich. Darum sagen wir hier „Vielen, vielen Dank“ all denen,
die uns bei unserer Arbeit unterstützen.
Gefördert von:

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Bündnis für Augsburg ─ Eine Verantwortungsgemeinschaft der Bürgerstadt
Aktionen
• Bürgertreff/Bürgerhof
• Frischer Wind
• Gute Geschäfte Augsburg
• Neubürgerempfänge
• Woche des bürgerschaftlichen Engagements
Projekte Bereich Kinder und Jugend
• change in
• Coolrider
• Familienpaten
• Tschamp ─ Ferien in Augsburg
• Insel Delfina
• Job Pate
• Kinderchancen
• Lesepaten
• Schuldenfalle ─ Nein danke!
• Spielplatzpaten
• Stadtteilmütter
• „Tu was du kannst“

Projekte Bereich Integration
• Flüchtlingslotsen
• Flüchtlingspaten
• Türkischsprachiges Sorgentelefon
• Russischsprachiges Sorgentelefon
• MUSA ─ Muslimische Seelsorgeberatung
Projekte Bereich Senioren
• Alzheimer Telefon
• Demenzpaten
• Aktiv älter werden ─ Besuchsdienst
Schulungen
• Wohnungsanpassungsberatung
• Altenhilfe Freiwilligen-Engagement
Projekte Bereich Soziales
• Ämterlotsen
• MehrGenerationenTreffpunkte
• Sozialpaten

Projekte Bereich Stadtkultur
• Lesen ─ Lernen ─ Leben
•
Mobiler Bücherdienst

Herzlichen Dank an alle Aktiven, die im Jahre 2015 mit ihrem vielfältigen Engagement in
Projekten und Aktionen im Bündnis mitgewirkt haben! Auch den Projektträgern sei herzlich
für die Durchführung und Unterstützung der Projekte gedankt.
Unser Dank gilt auch den vielen Vereinen in ihren örtlichen Arbeitsgemeinschaften, den
Kirchen, Gewerkschaften etc. für ihr Bürgerengagement in Augsburg.
2011 erhielt die Stadt Augsburg mit dem Bündnis für Augsburg den Deutschen
Engagementpreis in der Kategorie „Politik und Verwaltung“.

Wir danken allen Fotografen in den Aktionen und
Projekten, die uns Fotografien zur Verfügung gestellt
haben.

Bündnis für Augsburg
Geschäftsstelle
Stadt Augsburg
Büro für Bürgerschaftliches Engagement
Frank Finkenbeiner
Ernst-Reuter-Platz 1, 3. OG
86150 Augsburg
℡ 0821 324-3043
0821 324-3045
e- buendnis@augsburg.de
www.buendnis.augsburg.de
Graphik, Layout, Satz: Wolfgang F. Lightmaster

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Bündnis für Augsburg ─ Eine Verantwortungsgemeinschaft der Bürgerstadt
Ausführliche Informationen im Internet: www.buendnis.augsburg.de
        
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