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Darstellung sozialräumlicher Strukturen und Entwicklungen

Full text: Darstellung sozialräumlicher Strukturen und Entwicklungen / Heinzmann, Stefan

Ermittlung des Betreuungsbedarfs in der Stadt Augsburg sowie Begleitung der Erstellung des Konzeptes „Bildung, Betreuung und Erziehung von Kindern und Förderung der Elternkompetenz“
Sonderband: Darstellung sozialräumlicher Strukturen und Entwicklungen

Stefan Heinzmann Anne Brinkmann

Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e. V.

Ermittlung des Betreuungsbedarfs in der Stadt Augsburg sowie Begleitung der Erstellung des Konzeptes „Bildung, Betreuung und Erziehung von Kindern und Förderung der Elternkompetenz“
Sonderband: Darstellung sozialräumlicher Strukturen und Entwicklungen

Stefan Heinzmann Anne Brinkmann

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Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e. V. Zeilweg 42 60439 Frankfurt am Main ISS-Aktuell 6b/2011

Autor Stefan Heinzmann Anne Brinkmann

Titelfoto Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e. V.

Inhalt
Einführung 1  Kartografische Darstellung des Platzbedarfs für u3-Jährige und 3- bis 6Jährige in Augsburg Indikatoren Belastungsindex Sozialregion Ost 01 Einzelübersicht der Indikatoren für die einzelnen Sozialdistrikte Sozialdistrikt Lechhausen (0104) Bevölkerungsprognosen und Bedarfsfortschreibung Einzugsbereiche Sozialdistrikt Hochzoll (0105) Bevölkerungsprognosen und Bedarfsfortschreibung Einzugsbereiche Sozialdistrikt Firnhaberau, Hammerschmiede (0106) Bevölkerungsprognosen und Bedarfsfortschreibung Einzugsbereiche Sozialregion Nord – West 02 Einzelübersicht der Indikatoren für die einzelnen Sozialdistrikte Sozialdistrikt Pfersee, Thelottviertel (0207) Bevölkerungsprognosen und Bedarfsfortschreibung Sozialdistrikt Kriegshaber (0208) Bevölkerungsprognosen und Bedarfsfortschreibung Einzugsbereiche Sozialdistrikt Oberhausen, Bärenkeller (0209) Bevölkerungsprognosen und Bedarfsfortschreibung Einzugsbereiche 3 

6  8  11  13  15  19  19  21  22  22  24  25  25  27  29  31  35  35  39  39  42  42  42  46 

2  3  4  4.1  4.2  4.2.1  4.2.2  4.3  4.3.1  4.3.2  4.4  4.4.1  4.4.2  5  5.1  5.2  5.2.1  5.3  5.3.1  5.3.2  5.4  5.4.1  5.4.2 

I

6  6.1  6.2  6.2.1  6.2.2  6.3  6.3.1  6.3.2  6.4  6.4.1  6.4.2  7  7.1  7.2  7.2.1  7.2.2  7.3  7.3.1  7.3.2  7.4  7.4.1  7.4.2  7.5  7.5.1  7.5.2 

Sozialregion Mitte 03 Einzelübersicht der Indikatoren für die einzelnen Sozialdistrikte Sozialdistrikt Innenstadt (0301) Bevölkerungsprognosen und Bedarfsfortschreibung Einzugsbereiche Sozialdistrikt Stadtjägerviertel, Jakobervorstadt (0302) Bevölkerungsprognosen und Bedarfsfortschreibung Einzugsbereiche Sozialdistrikt Herrenbach, Spickel, Textilviertel (0303) Bevölkerungsprognosen und Bedarfsfortschreibung Einzugsbereiche Sozialregion Süd 04 Einzelübersicht über die Indikatoren für die einzelnen Sozialdistrikte Sozialdistrikt Hochfeld, Universitätsviertel (0410) Bevölkerungsprognosen und Bedarfsfortschreibung Einzugsbereiche Sozialdistrikt Haunstetten (0411) Bevölkerungsprognosen und Bedarfsfortschreibung Einzugsbereiche Sozialdistrikt Göggingen (0412) Bevölkerungsprognosen und Bedarfsfortschreibung Einzugsbereiche Sozialdistrikt Inningen, Bergheim (0413) Bevölkerungsprognosen und Bedarfsfortschreibung Einzugsbereiche

47  49  53  53  56  57  57  60  60  60  63  64  66  70  70  73  73  73  77  77  77  81  82  82  84  85  86 

Abbildungsverzeichnis Tabellenverzeichnis

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Einführung
Für die Berücksichtigung sozialräumlicher Bezüge und Strukturen sowie milieuspezifischer Besonderheiten werden die von der Stadt Augsburg definierten vier Sozialregionen sowie die dazugehörigen dreizehn Sozialdistrikte herangezogen. Anhand dieser kleinräumlichen Einheiten können Faktoren sozialer Belastung, Minderungen von Chancengleichheit aber auch Ressourcen aufgedeckt werden. Insgesamt wurden hierfür sieben Indikatoren identifiziert. Verwendet wurden u.a. der Anteil Alleinerziehender, der Migrationshintergrund, das Ausmaß von registrierten Fällen von Hilfen zur Erziehung, der SGB-II 1 und SGB-III-Bezug usw. Durch die Sozialraumanalyse wurden sozialräumliche Strukturen besonders unter dem Fokus der Bestände und Bedarfe im Bereich der Kindertagesbetreuung einschließlich der Zuund Abwanderungen betrachtet. Im Folgenden wird jeder der dreizehn Sozialdistrikte durch die unten dargestellten Indikatoren beschrieben sowie die Distrikte und Sozialregionen zueinander in Relation gesetzt. In einer grafischen Darstellung werden für die Bildung eines Belastungsindex die Werte aus den einzelnen Indikatoren ins Verhältnis zum Durchschnittswert der Stadt Augsburg gesetzt. Dieser Gesamtwert der Stadt Augsburg trägt dabei immer den Wert 1 und wird zur besseren Orientierung in den Abbildungen als gelbe Linie markiert. Außerdem werden für jeden Sozialdistrikt die Bevölkerungsprognosen abgebildet. Diese werden bei der Bedarfsfortschreibung, die die notwendige Entwicklung bedarfsanerkannter Plätze in den Altersklassen 0 bis 3 Jahre, 3 bi s6 Jahre und 6 bis 10 Jahre darlegt, herangezogen. Im gesamtstädtischen Durchschnitt liegt für rund 50 % der betreuten Schulkinder kein entsprechend als Hortplatz anerkannter Platz vor. Vielmehr sind diese als Kindergartenplätze ausgewiesen. Dies macht eine sinnvolle Fortschreibung für den Hortbereich unmöglich. Die Bayerische Förderpraxis ermöglicht den Einrichtungen einen relativ flexiblen Umgang der tatsächlichen Belegung mit Kindern von bedarfsanerkannten Plätzen. Die erhöhten Förderfaktoren für Kinder mit Integrationsbedarf, Kinder mit Migrationshintergrund, Kinder unter 3 Jahren und Schulkindern führen dazu, dass z.T. mehrere bedarfsanerkannte Plätze mit einem Kind belegt sind. Der geringere Betreuungsbedarf bei Kindern unter 3 Jahren führt dagegen dazu, dass u.U. zwei Kinder sich einen Platz teilen. Deshalb werden im u3-Bereich mehr Kinder betreut, als Plätze rechnerisch zur Verfügung stehen. Die Anzahl der bedarfsanerkannten Plätze spiegelt nicht die Anzahl der Kinder wider, die damit versorgt werden können, da je nach Förderbedarf unterschiedliche Gewichtungsfakto2 ren zu Grunde gelegt werden.

1 2

Für die Gesamtübersicht über alle Indikatoren siehe Tabelle 1 ab Seite 9. Es gelten je nach erweitertem Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsaufwand die nachstehenden Gewichtungsfaktoren nach Art. 21 Abs. 5 Satz 2 BayKiBiG: 2,0 für Kinder unter drei Jahren 1,0 für Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt 1,2 für Kinder ab dem Schuleintritt 4,5 für behinderte oder von wesentlicher Behinderung bedrohte Kinder im Sinn von § 53 SGB XII & § 35a SGB VIII 1,3 für Kinder, deren Eltern beide nichtdeutschsprachiger Herkunft sind.

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Diese Gewichtungsfaktoren sind daher bei allen in Erwägung gezogenen Umbaumaßnahmen zu berücksichtigen, da alle Modifikationen, wie beispielsweise der Umbau eines Hort3 Platzes in einen Kiga-Platz, Auswirkungen auf das gesamte existierende Platzangebot hat. Die bayernweit geltende Vollversorgung von 95,0% wird in Augsburg nur lokal erreicht, gesamtstädtisch besteht in diesem Bereich noch Ausbaubedarf. Daher ist es wichtig, die Bedarfsplanung nicht ausschließlich auf den sozialen Nahraum zu beziehen, sondern immer die gesamte städtische Angebotsstruktur im Blick zu behalten. Zuletzt werden die Einzugsbereiche der Einrichtungen eines Sozialdistrikts nach Alterskohorten dargestellt. Bei der Interpretation der Einzugsbereiche und der Bedarfsplanung muss das sogenannte Platzsharing berücksichtigt werden. Hierbei teilen sich zwei Kinder einen Platz, ein Kind am Vormittag und eines am Nachmittag. Diffizil wird die Situation vor allem dann, wenn sich Kinder mit unterschiedlichen Gewichtungsfaktoren die Plätze teilen. Darüber hinaus sind häufig auch die Angaben über die Einzugsbereiche der einzelnen Betreuungseinrichtungen lückenhaft und erschweren die Interpretation. Die Darstellung einer kleinräumlichen Sozialstrukturanalyse ermöglicht einen schnellen und einfachen Vergleich der einzelnen Werte untereinander sowie im Verhältnis zum gesamten Durchschnittswert der Stadt Augsburg. Darüber hinaus können besonders belastete Distrikte und Regionen nicht nur lokalisiert werden, sondern auch die konkrete Art der Belastung, die für eine Planung der Kindertagesstätten relevant ist. Die Notwendigkeit einer kleinräumlichen Darstellung ergibt sich durch die Ergebnisse der einzelnen Sozialregionen und -distrikte. Innerhalb der Sozialregionen lassen sich in den jeweiligen Distrikten z. T. erhebliche Differenzen erkennen, die bei einer gröberen Darstellung auf der Ebene der Sozialregionen nicht zu Tage getreten wären. Auf diese Weise lassen sich vor allem Problemfelder wesentlich genauer lokalisieren und die richtigen Weichen für eine zukünftige bedarfsorientierte Planung stellen. Eine vertiefende Planung sollte laut Handlungsempfehlungen des bayerischen Landesarbeitskreises für die kreisfreien Städte, Milieus lokalisieren und den Bedarf daran orientieren. „Die Förderung der Bildungsteilhabe und die Förderung der Kinder durch Eltern stellen sich in den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen sehr unterschiedlich dar. Kategorien wie der ‚Status der Staatsbürgerschaft‘, aber auch ein guter Zugang zu finanziellen Ressourcen sagen nur wenig über die Ressourcen der Familien und der Kinder und somit über die Möglichkeiten bzw. den Bedarf einer intensiveren kindgerechten Förderung aus. Eine Angebotsanalyse und Bedarfsplanung nach dem Status ‚Migration‘ greift daher zu kurz. Als aussagekräftiger werden inzwischen Konzepte eingeschätzt, die sich auf Milieus berufen, da hier unabhängig von der Herkunft Einstellungen und Werte als Basis der Beurteilung der Teilhabe4 chancen verwendet werden.“

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Wenn beispielsweise 2007 die Zahl der Hortplätze von 1 671 in 2008 auf 1 170 also um 501 gesunken ist und diese Plätze in Kindergartenplätze umgewandelt wurden, dann stehen diese 501 Plätze nun nur noch 417 Schulkindern zur Verfügung, da nach der Umwandlung der Gewichtungsfaktor von 1,2 herangezogen werden muss. Bedarfsplanung der Kindertagesbetreuung – Handlungsempfehlungen des bayerischen Landesarbeitskreises für die kreisfreien Städte. Entwurfsmanuskript ohne Autor, Ort und Zeit.

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Um sowohl dem Anspruch an Milieus, als auch den besonderen Anforderungen der Chancengleichheit an Bildungsteilhabe durch Integration gerecht werden zu können, werden für die Bedarfsplanung die in Tabelle 1 beschriebenen Indikatoren herangezogen und für die dreizehn Augsburger Sozialdistrikte dargestellt.

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Kartografische Darstellung des Platzbedarfs für u3Jährige und 3- bis 6-Jährige in Augsburg

Die folgenden Karten ermöglichen einen gesamtstädtischen Überblick über den nötigen Platzbedarf 2013 im Verhältnis zu den in 2010 vorhandenen Plätzen für die Alterskohorte der u3-Jährigen und der 3- bis 6-Jährigen in den jeweiligen Sozialdistrikten und -regionen. Darüber hinaus geben die Balkendiagramme noch Auskunft über die Veränderungen des Platzbedarfs ausgehend vom Platzangebot 2010 bis zum Jahr 2025. Abbildung 1: Darstellung des Ausbaubedarfs an Betreuungsplätzen für u3-Jährige
Stadt Augsburg
Sozialregion Sozialbezirk

Di e Au gsbu rge r Sozi a l be zi rke
01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 Innenstadt Stadtjägerv iertel, Jakoberv orstadt H errenbach, Spickel, Textilv iertel Lechhausen H ochzoll Firnhaberau, H ammerschmiede Pf ersee, Thelottv iertel Kriegshaber Oberhausen, Bärenkeller H ochf eld, U niv ersitätsv iertel H aunstetten Göggingen Inningen, Bergheim

Platzbedarf für Kinder unter 3 Jahren
2 01 0 b e rei ts vo rh a nd e ne Pl ätze fü r u nte r 3-Jä hri ge d es B ed a rfs 2 0 13
bis < 20 % 20 bis < 40 % 40 bis < 60 % mehr als 60 %

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Än d eru ng de s P la tzbe d arfs vo n 2 01 0 bi s ...
2013 2015 2020 2025 Anzahl der Plätze

09

Ost Nord-West

08 02

04

120

01 07 03

Berechnungen des ISS

Mitte
05

12

10

13

Süd

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Amt für Statistik und Stadtforschung

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Abbildung 2: Darstellung des Ausbaubedarfs an Betreuungsplätzen für 3- bis 6Jährige

Stadt Augsburg
Sozialregion Sozialbezirk

Die Augsburger Sozialbezirke
01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 Innenstadt Stadtjägerv iertel, Jakoberv orstadt Herrenbach, Spickel, Textilv iertel Lechhausen Hochzoll Firnhaberau, Hammerschmiede Pf ersee, Thelottv iertel Kriegshaber Oberhausen, Bärenkeller Hochf eld, Univ ersitätsv iertel Haunstetten Göggingen Inningen, Bergheim

Platzbedarf für Kindergärten
2010 bereits vorhandene Plätze in Kindergärten des Bedarfs 2013
bis < 90 % 90 bis < 100 % 100 bis < 110 % mehr als 110 %

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Ost Nord-West

Änderung des Platzbedarfs von 2010 bis ...
2013 2015 2020 2025 Anzahl der Plätze

08 02 01 07

04

100

Berechnungen des ISS

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Mitte
05

12

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Süd

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Amt für Statistik und Stadtforschung

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Indikatoren

Im Folgenden werden die Indikatoren detaillierter erläutert, mittels derer die Sozialstrukturanalyse durchgeführt wurde. Das Indikatorenset greift dabei Parameter auf, die für eine Bedarfsplanung von Kindertagesstätten von besonderer Bedeutung sind, da sie die Lebenssituationen der Familien abbilden. Es beinhaltet Indikatoren, die alle für einen Planungsprozess relevanten soziodemografischen Daten der Kindertagesbetreuung abbilden und dadurch eine kleinräumliche Analyse von belasteten Gebieten ermöglichen. In der nachfolgenden Tabelle 1 werden die einzelnen Indikatoren genauer beschrieben und in ihrer Aussagekraft dargestellt.

Tabelle 1: Indikatorenset – Soziodemografische Daten (Teil 1)
Indikator I: Migrationsanteil der Alterskohorte a= 0-3 Jahre, b= 3-6 Jahre, c= 6-10 Jahre Hinweis auf Berechnung Quelle der verwendeten Daten Anteil an ausländischer Kinder im (früh-)kindlichen Alter und daraus ableitbare Unterstützungsbedarfe (Anzahl ausländischer Kinder pro Alterskohorte/Anzahl Kinder gesamt pro Alterskohorte) *100 Eigene Berechnung, Amt für Statistik und Stadtforschung, Strukturatlas der Stadt Augsburg 2010

Indikator II: Anteil aller a= 0-3, b= 3-6, c= 6-10-Jähriger an allen u15-Jährigen Hinweis auf Berechnung Quelle der verwendeten Daten Anteil junger Familien und Bedarf an frühkindlicher Bildung und Betreuung (Anzahl Kinder pro Alterskohorte/Anzahl Kinder u15)*100 Eigene Berechnung, Amt für Statistik und Stadtforschung, Strukturatlas der Stadt Augsburg 2010

Indikator III: Anteil a= 0-3, b= 3-6, c= 6-10-Jähriger in Bedarfsgemeinschaften an allen u3Jährigen bzw. 3-6, 6-10-Jährigen Hinweis auf Berechnung Quelle der verwendeten Daten Ausprägung sozialer Problemlagen z.B. Kinderarmut bei Haushalten mit Kleinkindern und daraus resultierender spezieller Unterstützungsbedarfe (Anzahl Kinder in BG pro Alterskohorte/ Anzahl Kinder pro Alterskohorte)*100 Eigene Berechnung, Amt für Statistik und Stadtforschung, Strukturatlas der Stadt Augsburg 2010

Indikator IV: Anteil Alleinerziehender an allen Haushalten mit einem (a), zwei Kindern (b), drei und mehr Kindern (c) unter 18 Jahren. Hinweis auf Berechnung Quelle der verwendeten Daten Erhöhter Bedarf an flexiblen Einrichtungen der Kindertagesbetreuung zur Gewährleistung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie (Anzahl Alleinerziehender nach Kinderzahl/Anzahl alle Haushalte nach Kinderzahl)*100 Bürgeramt: Melderegister, Amt für Statistik und Stadtforschung Augsburg

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Tabelle 1: Indikatorenset – Soziodemografische Daten (Teil 2)
Indikator V: Anteil Alleinerziehender in Bedarfsgemeinschaften an allen Alleinerziehenden Hinweis auf Berechnung Quelle der verwendeten Daten Ausprägung sozialer Problemlagen gemessen an Transferbedarfen der Alleinerziehenden (Anzahl Alleinerziehender in BG/Anzahl aller Alleinerziehenden)*100 Eigene Berechnung, Amt für Statistik und Stadtforschung, Strukturatlas der Stadt Augsburg 2010

Indikator VI: Anzahl der LeistungsempfängerInnen (SGB II (a) und SGB III (b)) an allen Einwohner/Innen zwischen 15 und 65Jahren Hinweis auf Berechnung Quelle der verwendeten Daten Ausprägung sozialer Problemlagen gemessen an Transferbedarfen der Erwerbsfähigen (Anzahl Empfänger SGB II bzw. III/Einwohner 15 bis 65 Jahren)*100 Eigene Berechnung, Amt für Statistik und Stadtforschung, Strukturatlas der Stadt Augsburg 2010

Indikator VII: Arbeitslosenquote Hinweis auf Berechnung Quelle der verwendeten Daten Soziale Belastungen und Probleme sowie Arbeitsmarktsituation im Sozialdistrikt Durch Bundesagentur für Arbeit, Nürnberg Eigene Berechnung, Amt für Statistik und Stadtforschung, Strukturatlas der Stadt Augsburg 2010

Indikator VIII: Wohnfläche je Einwohner pro m² Hinweis auf Berechnung Quelle der verwendeten Daten Durchschnittliche quantitative Wohnraumversorgung und damit auch quantitativer Hinweis auf die Familienfreundlichkeit der Wohnangebote m² Wohnfläche pro Sozialdistrikt/ Anzahl der Einwohner Eigene Berechnung, Amt für Statistik und Stadtforschung, Strukturatlas der Stadt Augsburg 2010

Indikator IX: Wanderungssaldo der 0-10 Jährigen (Bezogen auf die Zu-und Abwanderungen Stadt Augsburg, Landkreis Augsburg und Landkreis Aichach-Friedberg) Hinweis auf Berechnung Quelle der verwendeten Daten Attraktivität des Sozialdistrikts für junge Familien. Ein positiver Wert weist auf Familienzuzug hin Zuzüge der u10-Jährigen – Wegzüge der u10-Jährigen Eigene Berechnung, Amt für Statistik und Stadtforschung, Strukturatlas der Stadt Augsburg 2010

Indikator X: Wahlbeteiligung Hinweis auf Berechnung Quelle der verwendeten Daten Grad gesellschaftlicher Partizipation im Sozialdistrikt Wahlberechtigte/Wähler Eigene Berechnung, Amt für Statistik und Stadtforschung, Strukturatlas der Stadt Augsburg 2010

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Tabelle 1: Indikatorenset – Soziodemografische Daten (Teil 3)
Indikator XI: Hilfen zur Erziehung nach Alterskohorten a= 0-6, b= 6-10 Jahre Hinweis auf Berechnung Quelle der verwendeten Daten Soziale Belastungen und Probleme für Familien (Anzahl Fälle HZE nach Alterskohorte/Anzahl Kinder nach Alterskohorte)*100 Eigene Berechnung, Amt für Statistik und Stadtforschung, Strukturatlas der Stadt Augsburg 2010

Indikator XII: Befreiung von Kosten der Kindertagesbetreuung nach Alterskohorten a= 0-3, b= 3-6, c= 6-10 Jahre Hinweis auf Berechnung Quelle der verwendeten Daten Soziale Belastungen und Probleme für Familien (Anzahl Fälle KB nach Alterskohorte/Anzahl Kinder nach Alterskohorte)*100 Eigene Berechnung, Amt für Statistik und Stadtforschung, Strukturatlas der Stadt Augsburg 2010

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Belastungsindex

Mit Hilfe des Belastungsindex können sozialräumige Unterschiede übersichtlich dargestellt und in ein gegenseitiges Verhältnis gebracht werden. Die Werte der Sozialregionen und -distrikte ergeben sich aus dem Mittelwert der zwölf Indikatoren, die zur Ermittlung der Sozialraumanalyse herangezogen wurden. Sie stellen die Gesamtbelastung der einzelnen Gebiete dar und wurden ins Verhältnis zum gesamtstädtischen Durchschnittswert gesetzt, der somit als Wert 1 gesetzt wird und in der Abbildung 3 als gelbe Linie dargestellt ist. Werte unter 1 weisen daher eine geringere Belastung als der gesamtstädtische Durchschnitt aus und Werte über 1 eine höhere Belastung. Abbildung 3: Belastungsindex der Stadt Augsburg
Sozialregion Ost 01 Lechhausen (0104) Hochzoll (0105) Firnhaberau, Hammerschmiede (0106) Sozialregion Nord-West 02 Pfersee, Thelottviertel (0207) Kriegshaber (0208) Oberhausen, Bärenkeller (0209) Sozialregion Mitte 03 Innenstadt (0301) Stadtjägerviertel, Jakobervorstadt (0302) Herrenbach, Spickel, Textielviertel (0303) Sozialregion Süd 04 Hochfeld, Universitätsviertel (0410) Haunstetten (0411) Göggingen (0412) Inningen, Bergheim (0413) 0,00
Eigene Berechnung, Datenquelle Stadt Augsburg

0,97 1,18 0,93 0,75 1,14 0,94 1,10 1,37 1,03 0,91 1,09 1,10 0,86 1,14 0,80 0,82 0,70 0,20 0,40 0,60 0,80 1,00 1,20 1,40 1,60

Aus Abbildung 3 wird ersichtlich, dass eine kleinräumige Analyse der einzelnen Sozialräume notwendig ist. Lediglich in der Sozialregion Ost und in der Sozialregion Süd liegen die Werte unter dem Durchschnittswert der Stadt Augsburg. Betrachtet man aber die einzelnen Sozialdistrikte differenziert, wird ersichtlich, dass in der Sozialregion Ost der Sozialdistrikt Lechhausen über dem Mittelwert von eins liegt und eine höhere Belastung aufzuweisen hat als die beiden Sozialdistrikte Hochzoll sowie Firnhaberau und Hammerschmiede. Analoge Beobachtungen lassen sich in der Sozialregion Süd für den Sozialdistrikt Hochfeld, Universitätsviertel feststellen. In der Sozialregion Nord-West und der Sozialregion Mitte liegen Werte über dem

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Augsburger Mittelwert vor. In der Sozialregion Nord-West liegen beide Sozialdistrikte außer Pfersee, Thelottviertel über dem Augsburger Durchschnittswert und sind von einer höheren Belastungssituation betroffen. In der Sozialregion Mitte liegen sowohl der Sozialdistrikt Stadtjägerviertel, Jakobervorstadt als auch der Sozialdistrikt Herrenbach, Spickel, Textilviertel bezüglich des Belastungsindexes über dem Augsburger Durchschnittswert. Um allerdings die Art der Belastung genauer zu eruieren, müssen die einzelnen Werte der unterschiedlichen Indikatoren im jeweiligen Sozialdistrikt herangezogen werden. Abbildung 4: Darstellung des Belastungsindex für die Stadt Augsburg
Stadt Augsburg
Sozialregion Sozialbezirk

Die Augsburger Sozialbezirke
01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 Innenstadt Stadtjägerv iertel, Jakoberv orstadt Herrenbach, Spickel, Textilv iertel Lechhausen Hochzoll Firnhaberau, Hammerschmiede Pf ersee, Thelottv iertel Kriegshaber Oberhausen, Bärenkeller Hochf eld, Univ ersitätsv iertel Haunstetten Göggingen Inningen, Bergheim

Belastungsindex
bis < 0,8 0,8 bis < 0,9 0,9 bis < 1,0 1,0 bis < 1,1 mehr als 1,1 blau: Werte unter dem Schnitt d. St. Augsburg rot: Werte über dem Schnitt d. St. Augsburg

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Ost

Berechnungen des ISS

Nord-West
08 02 01 07

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Mitte

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Amt für Statistik und Stadtforschung

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Sozialregion Ost 01

In der folgenden Abbildung 5 sind die Werte der Sozialdistrikte 0104 (Lechhausen-Süd, Lechhausen-Ost, Lechhausen-West), 0105 (Hochzoll-Nord, Hochzoll-Süd) und 0106 (Firnhaberau, Hammerschmiede) zusammengefasst, die einen Überblick über die gesamte Sozialregion Ost geben. Für eine kleinräumliche Planung ist aber eine Betrachtung der jeweiligen Sozialdistrikte innerhalb einer Sozialregion empfehlenswert, weshalb diese Werte ebenfalls ausgewiesen sind. Der Gesamtwert, der sich als Mittelwert der Belastungsindizes aus allen Indikatoren errechnet, liegt bei der Sozialregion Ost mit 0,96 knapp unter dem Durchschnittswert der Stadt Augsburg (1,0). Der Sozialdistrikt Lechhausen (0104) liegt mit 1,18 weit über dem städtischen Durchschnitt, Hochzoll mit 0,93 und Firnhaberau, Hammerschmiede mit 0,75 hingegen darunter. Werden also die einzelnen Indikatoren genauer betrachtet, dann fällt auf, dass die Sozialregion Ost sehr heterogen ausfällt. Markant ist vor allem im Sozialdistrikt Lechhausen (0104) ein überdurchschnittlich hoher Anteil an Kindern in Bedarfsgemeinschaften sowie eine hohe Arbeitslosenquote. Obwohl der Anteil Alleinerziehender in diesem Distrikt sehr hoch ist, leben mehr Alleinerziehende in Bedarfsgemeinschaften im Sozialdistrikt Firnhauberau, Hammerschmiede (0106). Hilfen zur Erziehung sowohl bei den 0- bis 6-Jährigen als auch 6- bis 10-Jährigen und die Kostenbefreiung der u3-Jährigen und der 6- bis 10-Jährigen sind hingegen im Distrikt Lechhausen (0104) überdurchschnittlich vorhanden. Insgesamt lässt sich festhalten, dass im Sozialdistrikt Lechhausen (0104) Arbeitslosigkeit ein großes Problem darstellt und viele Kinder in Bedarfsgemeinschaften leben, obwohl die Quote der Empfänger von Leistungen nach dem SGB II in diesem Distrikt am niedrigsten ist. In allen drei Sozialdistrikten ist zudem eine Abwanderungsbewegung zu beobachten, wobei diese in Hochzoll (0105) mit -2 am niedrigsten ist und weit unter der Augsburger Durchschnittsbewegung von -7,3 liegt.

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Abbildung 5: Belastungsindizes Sozialregion Ost 01
Indikator‐I‐a: Migrantenanteil 0‐3 Jahre Indikator‐I‐b: Migrantenanteil 3‐6 Jahre Indikator‐I‐c: Migrantenanteil 6‐10 Jahre Indikator‐II‐a: Anteil 0‐3‐Jähriger Indikator‐II‐b: Anteil 3‐6‐Jähriger Indikator‐II‐c: Anteil 6‐10‐Jähriger Indikator‐III‐a: Anteil 0‐3‐Jähriger in BG`s Indikator‐III‐b: Anteil 3‐6‐Jähriger in BG`s Indikator‐III‐c: Anteil 6‐10‐Jähriger in BG`s Indikator‐IV‐a: Anteil Alleinerziehender mit 1 Kind Indikator‐IV‐b: Anteil Alleinerziehender mit 2  … Indikator‐IV‐c: Anteil Alleinerziehender mit mind.  … Indikator‐V: Anteil Alleinerziehender in BG`s Indikator‐VI‐a: Leistungsempfänger SGB II Indikator‐VI‐b: Leistungsempfänger SGB III Indikator‐VII: Arbeitslosenquote Indikator‐VIII: Wohnfläche je Einwohner Indikator‐IX: Wanderungssaldo Indikator‐X: Wahlbeteiligung Indikator XIa: Hilfen zur Erziehung 0‐6 Jahre Indikator XIb: Hilfen zur Erziehung 6‐10 Jahre* Indikator XIIa: Kostenbefreiung Kinderbetreuung  … Indikator XIIb: Kostenbefreiung Kinderbetreuung  … Indikator XIIc: Kostenbefreiung Kinderbetreuung  … Gesamtindex 0,48 0,44 1,35 0,97 1,18 0,93 0,65 1,42 1,30 0,27 0,66 1,05 1,28 1,17 1,20 1,57 0,54 0,52 0,48 0,45 0,75 0,90 1,23 1,09 1,14 1,20 1,25 0,87 1,10 1,25 0,89 0,78 0,81 0,70 0,82 1,15 1,51 1,60 1,48 1,24 1,29 1,22

0,75 0,00 0,20 0,40 0,60 0,80 1,00 1,20 1,40 1,60 1,80

Sozialregion Ost Sozialdistrikt Lechhausen (0104) Sozialdistrikt Hochzoll (0105) Sozialdistrikt Firnhauberau, Hammerschmiede (0106)
Eigene Berechnung, Datenquelle Stadt Augsburg

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4.1

Einzelübersicht der Indikatoren für die einzelnen Sozialdistrikte

Tabelle 2: Indikator I: Migrationsanteil der Alterskohorte
Alterskohorte Sozialdistrikt Lechhausen Hochzoll Firnhaberau, Hammerschmiede Sozialregion Ost Ø Augsburger Stadtgebiet a = u3 Jahre 71,1 % 58,2% 51,0 % 60,10 % 57,38 % b = 3-6 Jahre 75,3 % 55,3 % 45,7 % 58,8 % 58,5 % c = 6-10 Jahre 70,3 % 52,3 % 47,0 % 56,5 % 57,8%

Eigene Berechnung, Amt für Statistik und Stadtforschung, Strukturatlas der Stadt Augsburg 2010

Auf den ersten Blick ist ersichtlich, dass in allen Sozialdistrikten der Migrationsanteil je Alterskohorte relativ hoch ist, so dass die Sozialregion Ost in allen Alterskohorten außer den 6bis 10-Jährigen leicht über dem Augsburger Durchschnittswert liegt. Im Vergleich zu Lechhausen (0104) ist der Migrationsanteil in Hochzoll (0105) und vor allem in Firnhaberau, Hammerschmiede (0106) sehr viel geringer. Tabelle 3: Indikator II: Anteil aller 0-3, 3-6, 6-10-Jährigen an allen u15-Jährigen
Alterskohorte Sozialdistrikt Lechhausen Hochzoll Firnhaberau, Hammerschmiede Ø Sozialregion Ost Ø Augsburger Stadtgebiet a = u3 Jahre 19,7 % 18,5 % 14 % 17,4 % 20 % b = 3-6 Jahre 19,6 % 19,5 % 16 % 18,4 % 19,3 % c = 6-10 Jahre 25,5 % 25 % 30,2 % 26,9 % 26,2 %

Eigene Berechnung, Amt für Statistik und Stadtforschung, Strukturatlas der Stadt Augsburg 2010

In der Sozialregion Ost sind keine überdurchschnittlichen Hinweise auf den Bedarf an frühkindlicher Bildung und Betreuung aufgrund des Anteils junger Familien zu vermuten. Lediglich der Sozialdistrikt Firnhaberau, Hammerschmiede (0106) variiert ein wenig zu den Augsburger Durchschnittswerten und liegt im Bereich der u3-Jährigen und der 3- bis 6-Jährigen darunter.

15

Tabelle 4: Indikator III: Anteil 0-3, 3-6, 6-10 Jahre in Bedarfsgemeinschaften an allen u3-Jährigen bzw. 3-6, 6-10-Jährigen
Alterskohorte Sozialdistrikt Lechhausen Hochzoll Firnhaberau, Hammerschmiede Ø Sozialregion Ost Ø Augsburger Stadtgebiet a = u3 Jahre 28,4 % 21,3 % 9,8 % 19,8 % 18,8 % b = 3-6 Jahre 27,5 % 16 % 7,6 % 17 % 17,1 % c = 6-10 Jahre 22,3 % 12,6 % 7,3 % 14 % 15,1 %

Eigene Berechnung, Amt für Statistik und Stadtforschung, Strukturatlas der Stadt Augsburg 2010

In der Sozialregion Ost fallen insbesondere zwei Sozialdistrikte auf. Der Sozialdistrikt Lechhausen (0104) durch weitüberdurchschnittliche Werte, wodurch sich ein hohes Ausmaß an sozialen Problemlagen (z.B. Kinderarmut, spezieller Unterstützungsbedarf) schlussfolgern lässt. Der Sozialdistrikt Firnhaberau, Hammerschmiede (0106) fällt hingegen durch unterdurchschnittliche Werte auf. Diese zwei Extreme begründen, dass die Sozialregion Ost insgesamt nahe am Augsburger Durchschnitt liegt. Tabelle 5: Indikator IV: Anteil Alleinerziehender an allen Haushalten mit mindestens einem zwei Kindern, drei und mehr Kindern unter 18 Jahren
Anzahl Kinder Sozialdistrikt Lechhausen Hochzoll Firnhaberau, Hammerschmiede Ø Sozialregion Ost Ø Augsburger Stadtgebiet a = ein Kind 23,8 % 21,2 % 19,1 % 21,4 % 23,9 % b = zwei Kinder 5,9 % 4,8 % 5,3 % 5,3 % 5,7 % c = drei und mehr Kinder 1,6 % 1,1 % 0,7 % 1,4 % 1,3 %

Eigene Berechnung, Amt für Statistik und Stadtforschung, Strukturatlas der Stadt Augsburg 2010

In der Sozialregion Ost leben nur unwesentlich weniger Alleinerziehende, als es im gesamten Augsburger Stadtgebiet sind.

Indikator V: Anteil Alleinerziehender in Bedarfsgemeinschaften an allen Alleinerziehenden Der Anteil Alleinerziehender in Bedarfsgemeinschaften variiert in den einzelnen Sozialdistrikten. Insbesondere der Sozialdistrikt Firnhaberau, Hammerschmiede (0106) weist mit 50,2 % einen höheren Anteil Alleinerziehender in Bedarfsgemeinschaften auf als Lechhausen (0104) mit 38,1 % und Hochzoll (0105) mit 39,2 %.

16

Tabelle 6: Indikator VI: Anzahl der LeistungsempfängerInnen (SGB II und SGB III) an allen Einwohner/Innen zwischen 15 und 65Jahren
SGB Sozialdistrikt Lechhausen Hochzoll Firnhaberau, Hammerschmiede Ø Sozialregion Ost Ø Augsburger Stadtgebiet a = SGB II 7,7 % 9,9 % 6,9 % 8,2 % 7,9 % b = SGB III 2% 2,2 % 2,2 % 2,1 % 1,6 %

Eigene Berechnung, Amt für Statistik und Stadtforschung, Strukturatlas der Stadt Augsburg 2010

Die Sozialregion Ost weist im Vergleich zum gesamten Augsburger Stadtgebiet höhere Quote an SGB-III-Empfängern aus. Dies trifft für alle drei Sozialdistrikte zu. Die Anzahl an Bedarfsgemeinschaften im Bereich von SGB-II fällt im Sozialdistrikt Hochzoll (0105) mit 9,9 % besonders hoch aus. Quantitativ gesehen ist eine etwas höhere Ausprägung sozialer Problemlagen zu vermuten.

Indikator VII: Arbeitslosenquote Die Arbeitslosenquote variiert in den einzelnen Sozialdistrikten sehr stark. Insbesondere der Sozialdistrikt Lechhausen (0104) weist mit 7,0 % eine höhere Arbeitslosenquote auf als Hochzoll (0105) mit 5,5 % und Firnhaberau, Hammerschmiede (0106) mit 3,7 % und liegt zudem über der durchschnittlichen Arbeitslosenquote von Augsburg (6,1 %).

Indikator VIII: Wohnfläche je Einwohner/In pro m² Die durchschnittliche Wohnraumversorgung pro Einwohner variiert nicht stark zwischen den einzelnen Sozialdistrikten. In Firnhaberau, Hammerschmiede (0106) und Hochzoll (0105) liegt die Wohnfläche pro Einwohner bei 41 m² und somit über dem Augsburger Durchschnitt von 39,1 m². Der Sozialdistrikt Lechhausen (0104) liegt mit 36,1 m² unter dem Durchschnittswert und auch unter den anderen beiden Sozialdistrikten.

Indikator IX: Wanderungssaldo der 0- bis 10-Jährigen (bezogen auf die Zu- und Abwanderungen Stadt Augsburg, Landkreis Augsburg und Landkreis Aichach-Friedberg) In allen drei Sozialdistrikten liegt eine Abwanderungsbewegung vor. Diese ist jedoch in Hochzoll (0105) mit -2 sehr viel geringer als in Lechhausen (0104) mit -9,3 und in Firnhaberau, Hammerschmiede (0106) mit -11,5. Insbesondere die Sozialdistrikte 0104 und 0106 scheinen für junge Familien nicht besonders attraktiv zu sein und liegen weit über der durchschnittlichen Abwanderungsbewegung von Augsburg (-7,3).

Indikator X: Wahlbeteiligung – Kommunalwahl Die Wahlbeteiligung an Kommunalwahlen, als Indikator für die gesellschaftliche Partizipation, variiert in den einzelnen Sozialdistrikten. Lechhausen (0104) liegt mit 38,4 % unter dem

17

Durchschnittswert von Augsburg (40,64 %), wohingegen Hochzoll (0105) mit 47,7 % und Firnhaberau, Hammerschmiede (0106) mit 48,7 % weit über dem Durchschnitt liegen. Tabelle 7:
Alterskohorte Sozialdistrikt Lechhausen Hochzoll Firnhaberau, Hammerschmiede Ø Sozialregion Ost Ø Augsburger Stadtgebiet

Indikator XI: Hilfen zur Erziehung nach Alterskohorten 0-6, 6-10 Jahre
a = u6 Jahre 3,9 % 1,7 % Kein Wert 1,9 % 2,3 %
5

b = 6-10 Jahre 6,8 % 3,9 % 3,1 % 4,6 % 4,8 %

Eigene Berechnung, Amt für Statistik und Stadtforschung, Strukturatlas der Stadt Augsburg 2010

Der Sozialdistrikt Lechhausen (0104) weist mit 3,9 % den höchsten HZE-Anteil der ganzen Stadt Augsburg aus,;auch im Bereich der 6- bis 10-Jährigen liegt dieser Stadtteil quantitativ an der zweit höchsten Stelle Augsburgs. Die anderen beiden Sozialdistrikte liegen hingegen sowohl in der Alterskohorte der 0- bis 6-Jährigen als auch der 6- bis 10-Jährigen unter dem Augsburger Durchschnitt. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass für den Sozialdistrikt Firnhaberau, Hammerschmiede (0106) kein Wert im Bereich der HZE-Leistungen im Vorschulalter ausgewiesen ist und somit der Durchschnittswert für die Sozialregion Ost in seiner Aussagekraft ein wenig entkräftet wird. Tabelle 8: Indikator XII: Befreiung von Kosten der Kindertagesbetreuung nach Alterskohorten 0-3, 3-6, 6-10 Jahre
Alterskohorte Sozialdistrikt Lechhausen Hochzoll Firnhaberau, Hammerschmiede Ø Sozialregion Ost Ø Augsburger Stadtgebiet a = u3 Jahre 0,5 % 0,4 % 0%
6

b = 3-6 Jahre 14,4 % 14,8 % 8,2 % 12,5 % 16,9 %

c = 6-10 Jahre 6,3 % 3,9 % 2% 4,1 % 4,7 %

0,3 % 0,4 %

Eigene Berechnung, Amt für Statistik und Stadtforschung, Strukturatlas der Stadt Augsburg 2010

In der Sozialregion Ost liegt in allen drei Alterskohorten die durchschnittliche Kostenbefreiung bei der Kindertagesbetreuung unter dem Augsburger Durchschnitt. Insbesondere der Sozialdistrikt Firnhaberau, Hammerschmiede (0106) liegt quantitativ unter dem Durchschnitt, auffallend ist dies bei den 3- bis 6-Jährigen (8 %) und bei den 6- bis 10-Jährigen (2 %). Le-

5

Dieser Wert kommt aus Gründen des Datenschutzes zu Stande, da in einigen Sozialdistrikten so wenige Fälle vorhanden sind, dass man die Kinder zuordnen könnte.

18

diglich in Lechhausen (0104) ist die Kostenbefreiung bei den 6- bis 10-Jährigen auffällig hoch (6,3 %).

4.2 4.2.1

Sozialdistrikt Lechhausen (0104) Bevölkerungsprognosen und Bedarfsfortschreibung

Auf den ersten Blick fällt in Abbildung 6 auf, dass die prognostizierte Kinderanzahl in allen drei Alterskohorten relativ gleichbleibend verläuft und sehr viel höher ist als beispielsweise in den anderen beiden Sozialdistrikten der Sozialregion Ost. Zudem ist auffällig, dass trotz des geringen Anstiegs der Kinderanzahl die voraussichtlich notwendigen bedarfsanerkannten Plätze ab dem Jahr 2011 im Krippen-Bereich nicht annähernd reichen werden. Im Bereich der 3- bis 6-jährigen Kinder fällt dies nicht ganz so drastisch aus. Hier bewegt sich das Defizit-Aufkommen ungedeckter Plätze zwischen 110 Plätzen im Jahr 2011 und 57 Plätzen im Jahr 2025. In allen drei Alterskohorten besteht in Lechhausen (0104) sowohl kurz- als auch langfristiger Handlungsbedarf. Abbildung 6: Bevölkerungsprognosen der einzelnen Altersstufen (2005 bis 2025)
1200

1000

800 unter 3 Jahre 3-6 Jahre 400 6-10 Jahre

600

200

0

19

Tabelle 9:

Bedarfsfortschreibung bei den u3-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0104
vorrausichtlich notwendige bedarfsanerkannte Platzzahl rechnerisch zu betreuende Kinder unter 3 J. laut Bedarfsabschätzung Bedarfsanerkannte Plätze für Kinder unter 3 tatsächliche Bedarfseinschätzung laut Elternbefragung Kinder unter 3 mit Wohnsitz in Augsburg in der Tagesbetreuung versorgte Kinder unter 3 Jahre auf 100 Plätze werden X Kinder betreut

Jahr 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2020 2025

869 831 793 801 817 827 829 836 829

9,1% 9,1% 38,0% 38,0% 38,0% 38,0% 38,0% 40,0% 40,0%

79 76 301 304 310 314 315 334 332

79 76

70 85 85 85 85 85 85 85 85

112,86 89,41 101,13 101,13 101,13 101,13 101,13 101,13 101,13

79 76 298 301 307 311 311 331 328

213 216 222 226 226 246 243

Tabelle 10:

Bedarfsfortschreibung bei den 3- bis 6-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0104
Kinder zwischen 3 und unter 6 Jahre mit Wohnsitz in Augsburg in der Tagesbetreuung versorgte Kinder zwischen 3 und unter 6 Jahre rechnerischer Bedarf zu betreuende Kinder voraussichtlich notwendige bedarfsanerkannte Platzzahl Bedarfsanerkannte Plätze in Kindergärten

Ziel der Vollversorgung: 95,0%

auf 100 Plätzen werden X Kinder betreut

Jahr 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2020 2025

804 824 835 805 775 763 771 797 794

91,2% 86,2% 95,0% 95,0% 95,0% 95,0% 95,0% 95,0% 95,0%

733 710 793 765 736 725 732 757 754

733 710

995 970 970 970 970 970 970 970 970

74,0 73,0 73,4 73,4 73,4 73,4 73,4 73,4 73,4

733 710 1080 1041 1003 987 997 1031 1027

110 71 33 17 27 61 57

20

ungedeckt 0 0

ungedeckt 0 0

Tabelle 11:

Bedarfsfortschreibung bei den 6- bis 10-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0104
tatsächliche Bedarfseinschätzun g laut Elternbefragung rechnerischer Bedarf zu betreuende Kinder Kinder zwischen 6 und unter 10 J. mit Wohnsitz in Augsburg tatsächlich betreute Grundschulkinder Bedarfsanerkannte Hortplätze auf 100 Plätze werden X Kinder betreut 125,4 111,0
649 26 2 1 1 1 5 1 10 100 1000

Jahr 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2020 2025

1115 1074 1059 1053 1052 1056 1055 1023 1034

15,1% 15,1% 40,0% 40,0% 40,0% 40,0% 40,0% 50,0% 50,0%

168 162 424 421 421 422 422 512 517

168 162

134 146 146 146 146 146 146 146 146

4.2.2

Einzugsbereiche

Abbildung 7: Einzugsbereiche der verschiedenen Einrichtungen im Sozialdistrikt 0104
Stadtjä gerviert Herren Firnhab Von bach, erau, Pferse außerh el, Jakobe Texilvie Hamm e, alb Innenst rvorsta rtel, Lechha Hochzo erschm Thelott Kriegsh Augsbu adt ll iede viertel aber rgs dt Spickel usen Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre 5 6 3 1 1 1 7 1 3 2 150

21

Die Einzugsbereiche der Betreuungseinrichtungen sind in Lechhausen (0104) weit gestreut. Es suchen sowohl Kinder aus der Sozialregion Ost als auch aus den Sozialregionen NordWest und Mitte diese Kinderbetreuungseinrichtungen auf. Die meisten Kinder kommen jedoch erwartungsgemäß direkt aus Lechhausen (0104). Der Anteil von Kindern, die von außerhalb Augsburgs stammen ist marginal.

4.3 4.3.1

Sozialdistrikt Hochzoll (0105) Bevölkerungsprognosen und Bedarfsfortschreibung

Auf den ersten Blick ist in Abbildung 8 auffällig, dass sich die prognostizierten Entwicklungen der Kinderanzahl je Alterskohorte überschneiden, die Kinderanzahl aller Altersklassen steigen wird und somit schlussfolgernd auch der quantitative Betreuungsbedarf. Vor allem im Bereich der Krippe wäre zunächst denkbar, Kiga-Plätze in Krippen-Plätze umzubauen, um dem steigenden Bedarf an u3-Plätzen und dem sinkenden Bedarf an KigaPlätzen gerecht werden zu können. Dieser Anschein trügt jedoch, wenn die Tabellen der Bedarfsfortschreibung (siehe Tab. 12 bis 13) herangezogen werden, denn sowohl im Krippen- als auch im Kiga-Bereich zeichnen sich ab 2011 Defizite in den verfügbaren Betreuungsplätzen ab. Lediglich in den Jahren 2013 bis 2015 ist das Betreuungsplatz-Defizit im Kiga-Bereich nicht ganz so gravierend und fällt quantitativ ab. Trotzdem liegt das Defizitaufkommen im Kiga-Bereich immer zwischen 33 und 165 ungedeckten Plätzen und im Krippenbereich zwischen 157 bis 212 ungedeckten Plätzen (vgl. Tab. 17). Im Bereich der Hortplätze lässt sich eine ähnliche Versorgungslage vermuten, da zum Einen mit einem prognostizierten Anzahl mit Kindern gerechnet wird und zum Anderen bereits in den Jahren 2009 und 2010 eine defizitäre Betreuungssituation vorlag (siehe Tab. 14). In allen drei Alterskohorten besteht im Sozialdistrikt Hochzoll (0105) sowohl kurz- als auch langfristiger Handlungsbedarf. Abbildung 8: Bevölkerungsprognosen der einzelnen Altersstufen (2005 - 2025)
800 700 600 500 400 300 200 100 0 unter 3 Jahre 3-6 Jahre 6-10 Jahre

22

Tabelle 12:

Tabelle 13:

2025 2025 2020 2015 2014 2013 2012 2011 2010 Jahr 2009 519 513 550 534 491 487 473 444 429 494 517 Kinder zwischen 3 unter 6 Jahre mit Wohnsitz in Augsburg 40,0% 40,0% 38,0% 38,0% 38,0% 38,0% 38,0% 10,7% Ziel der Vollversorgung: 95,0% 8,5% Kinder unter 3 mit Wohnsitz in Augsburg tatsächliche Bedarfseinschätzung laut Elternbefragung 71,1% 73,7% 53 44 369 378 220 214 187 185 180 169 163 rechnerischer Bedarf zu betreuende Kinder rechnerisch zu betreuende Kinder unter 3 J. laut Bedarfsabschätzung 53 44 369 378 in der Tagesbetreuung versorgte Kinder zwischen 3 und unter 6 Jahre in der Tagesbetreuung versorgte Kinder unter 3 Jahre 53 53 53 53 53 53 53 53 41 486 486 Bedarfsanerkannte Plätze in Kindergärten Bedarfsanerkannte Plätze für Kinder unter 3 76,0 78,0 103,7 103,7 103,7 103,7 103,7 103,7 103,7 100,0 107,3 auf 100 Plätzen werden X Kinder betreut auf 100 Plätzen werden X Kinder betreut 53 44 369 378 212 206 180 179 173 163 157 voraussichtlich notwendige bedarfsanerkannte Platzzahl voraussichtlich notwendige bedarfsanerkannte Platzzahl 0 0 0 0 159 153 127 126 120 110 104

2020

2015

2014

2013

2012

2011

2010

Jahr 2009

512

487

431

420

444

477

527

Bedarfsfortschreibung bei den u3-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0105

Bedarfsfortschreibung bei den 3- bis 6-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0105

95,0% ungedeckt ungedeckt

95,0%

95,0%

95,0%

95,0%

95,0%

95,0%

486

463

409

399

422

453

501

486

486

486

486

486

486

486

76,9

76,9

76,9

76,9

76,9

76,9

76,9

633

602

533

519

549

590

651

47

33

63

147

116

104

165

23

Tabelle 14:

Bedarfsfortschreibung bei den 6- bis 10-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0105
Kinder zwischen 6 und unter 10 J. mit Wohnsitz in Augsburg tatsächliche Bedarfseinschätzung laut Elternbefragung rechnerischer Bedarf zu betreuende Kinder Bedarfsanerkannte Hortplätze tatsächlich betreute Grundschulkinder auf 100 Plätzen werden X Kinder betreut 115,1 110,8 122 360 31 30 88 1 1 1 1 5 25 125 625

Jahr 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2020 2025

677 670 659 683 659 659 641 602 646

15,8% 15,4% 40,0% 40,0% 40,0% 40,0% 40,0% 50,0% 50,0%

107 103 264 273 264 264 256 301 323

107 103

93 93 93 93 93 93 93 93 93

4.3.2

Einzugsbereiche

Abbildung 9: Einzugsbereiche der verschiedenen Einrichtungen im Sozialdistrikt 0105
Stadtjäg Herrenb Firnhab Von erviertel ach, erau, außerha , Texilvier Hamme lb Jakober tel, Lechha Hochzol rschmie Augsbur vorstadt Spickel usen l de gs Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre

4 1 1 4

Die Einzugsbereiche der Betreuungseinrichtungen sind in Hochzoll (0105) weniger stark gestreut. Es suchen sowohl Kinder aus der Sozialregion Ost als auch aus der Sozialregion Mitte diese Kinderbetreuungseinrichtungen auf. Die meisten Kinder kommen jedoch erwar-

24

tungsgemäß direkt aus Hochzoll (0105), außerdem fällt insbesondere im Kiga-Bereich der benachbarte Sozialdistrikt Lechhausen (0104) ins Gewicht.

4.4 4.4.1

Sozialdistrikt Firnhaberau, Hammerschmiede (0106) Bevölkerungsprognosen und Bedarfsfortschreibung

Es ist auffällig, dass die Kinderanzahl in allen drei Alterskohorten nach einem anfänglichen Abfall im Bereich der 6- bis 10- und 3- bis 6-Jährigen gravierend steigen wird. Eine Verschlechterung der Betreuungssituation ist in allen Alterskohorten zu vermuten. Die Zahlen bestätigen dies nicht wirklich. Im Krippenbereich liegt ein negatives Platzaufkommen vor, welches relativ gering ausfällt und sich zwischen 39 und 69 fehlenden Plätzen bewegt, insbesondere ab 2020 steigt das Platzdefizit, nach einer relativ konstant Phase, ein wenig an. Im Kiga-Bereich sieht die Betreuungssituation deutlich entspannter aus. Hier lässt sich ab 2011 ein positives Platzaufkommen abbilden, welches 2012 bis 2015 steigend und ab 2015 sinkend ist. Der Platzüberschuss lässt sich im Jahr 2011 mit 91 freien Plätzen, im Jahr 2014 mit 141 freien Plätzen und 2025 mit 54 freien Plätzen beziffern. Eine Kompensationsfunktion vermutlich fehlender Plätze im Hort-Bereich bzw. des Platzdefizites im Krippen-Bereich sowie eine Erweiterung des Einzugsbereiches, indem Kindern aus anderen Sozialdistrikten (bspw. aus Lechhausen) eine institutionelle Betreuung ermöglicht werden würde (vgl. Abb. 11), wären denkbar. Insgesamt ist dieser Sozialdistrikt Firnhaberau, Hammerschmiede (0106) mit optimalen Kompensationsmöglichkeiten und einer der besten Betreuungssituationen ausgestattet. Abbildung 10: Bevölkerungsprognosen der einzelnen Altersstufen
500 450 400 350 300 250 200 150 100 50 0 unter 3 Jahre 3-6 Jahre 6-10 Jahre

25

26
Jahr 2009 2025 2020 2015 2014 2013 2012 2011 2010 Jahr 2009 326 306 261 249 234 224 224 249 264 329 Kinder zwischen 3 und unter 6 Jahre mit Wohnsitz in Augsburg 8,7% 40,0% 40,0% 38,0% 38,0% 38,0% 38,0% 38,0% 12,4% Ziel der Vollversorgung: 95,0% Kinder unter 3 mit Wohnsitz in Augsburg 101,8% tatsächliche Bedarfseinschätzung laut Elternbefragung 99 95 89 85 85 31 23 335 130 122 rechnerischer Bedarf zu betreuende Kinder rechnerisch zu betreuende Kinder unter 3 J. laut Bedarfsabschätzung 31 23 335 in der Tagesbetreuung versorgte Kinder zwischen 3 und unter 6 Jahre in der Tagesbetreuung versorgte Kinder unter 3 Jahre 18 18 18 18 18 18 18 18 18 447 Bedarfsanerkannte Plätze in Kindergärten Bedarfsanerkannte Plätze für Kinder unter 3 150,0 150,0 150,0 150,0 150,0 150,0 150,0 172,2 127,8 75,0 auf 100 Plätzen werden X Kinder betreut auf 100 Plätzen werden X Kinder betreut 87 82 66 63 59 57 57 31 23 335 voraussichtlich notwendige bedarfsanerkannte Platzzahl voraussichtlich notwendige bedarfsanerkannte Platzzahl 69 64 48 45 41 39 39 0 0 0

Tabelle 15:

Tabelle 16:

2025

2020

2015

2014

2013

2012

2011

2010

302

276

235

234

250

265

274

286

111,2%

Bedarfsfortschreibung bei den u3-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0106

Bedarfsfortschreibung bei den 3- bis 6-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0106

95,0% ungedeckt

95,0%

95,0%

95,0%

95,0%

95,0%

95,0%

287

262

223

222

238

252

260

318

318

447

447

447

447

447

447

447

447

73,0

73,0

73,0

73,0

73,0

73,0

73,0

71,0

393

359

306

304

325

345

356

318

0

-141

-143

-122

-102

-54

-88

-91

ungedeckt

Tabelle 17:

Bedarfsfortschreibung bei den 6- bis 10-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0106
Kinder zwischen 6 und unter 10 J. mit Wohnsitz in Augsburg tatsächliche Bedarfseinschätzung laut Elternbefragung Bedarfsanerkannte Hortplätze tatsächlich betreute Grundschulkinder auf 100 Plätzen werden X Kinder betreut 206,5 195,2
37 81 100

Jahr 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2020 2025

rechnerischer Bedarf zu betreuende Kinder

518 523 469 407 380 367 355 332 377

24,7% 23,1% 40,0% 40,0% 40,0% 40,0% 40,0% 50,0% 50,0%

128 121 188 163 152 147 142 166 189

128 121

62 62 62 62 62 62 62 62 62

4.4.2

Einzugsbereiche
Einzugsbereiche der verschiedenen Einrichtungen im Sozialdistrikt 0106
1 1

Abbildung 11:

Von außerhalb Augsburgs

Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre 1

Firnhaberau, Hammerschmiede

Lechhausen

2 8

10

27

Bei der grafischen Darstellung der Einzugsbereiche ist in Firnhaberau, Hammerschmiede (0106) zu berücksichtigen, dass scheinbar nicht alle Betreuungseinrichtungen dieses Sozialdistriktes Angaben über ihre Einzugsbereiche gemacht haben. Der Datensatz weist leider nur sehr wenige Angaben aus, nichtsdestotrotz ist auch hier erkennbar, dass die meisten Kinder direkt in Firnhaberau, Hammerschmiede leben.

28

5

Sozialregion Nord – West 02

Die Sozialregion Nord-West besteht aus den Distrikten 0207 (Rosenau und Thelottviertel, Pfersee-Süd & Nord), 0208 (Kriegshaber) und 0209 (Bärenkeller, Links der Wertach – Süd, Links der Wertach – Nord, Oberhausen – Süd, Oberhausen – Nord, Rechts der Wertach). In der folgenden Abbildung 12 sind die Werte der einzelnen Sozialdistrikte zusammengefasst 7 und geben einen Überblick über die gesamte Sozialregion Nord-West. Der Gesamtwert, der sich als Mittelwert der Belastungsindizes aus allen Indikatoren errechnet, liegt bei der Sozialregion Nord-West mit 1,14 über dem Durchschnittswert der Stadt Augsburg und auch über den anderen drei Sozialregionen. Sie weist die höchste Belastung der Stadt Augsburg aus. Der Sozialdistrikt Oberhausen, Bärenkeller (0209) liegt mit 1,37 weit über dem städtischen Durchschnitt, auch Kriegshaber (0208) mit 1,10, lediglich Pfersee, Thelottviertel (0207) liegt mit 0,94 darunter. Werden jedoch die einzelnen Indikatoren genauer betrachtet, dann fällt auf, dass der Migrationsanteil in der Sozialregion Nord-West auffallend hoch ist, während der Anteil an Kindern in den einzelnen Alterskohorten fast überall um den Durchschnittswert der Stadt Augsburg liegt. Ausschlaggebend sind Kriegshaber (0208) und Oberhausen, Bärenkeller (0209), welche einen besonders hohen Migrationsanteil haben. Auffallend sind in diesem Sozialdistrikt auch die sehr hohen Werte der Kinder in Bedarfsgemeinschaften, obwohl generell die Anzahl der Leistungsempfänger nach SGB II eher gering ist. Dies deutet auf große Bedarfsgemeinschaften hin. Der Anteil der Alleinerziehenden vor allem mit zwei und mehr Kindern sowie die Arbeitslosenquote sind in der Sozialregion Nord-West ebenfalls hoch. Hier ist wiederum der Sozialdistrikt Oberhausen, Bärenkeller weit-überdurchschnittlich von Arbeitslosigkeit betroffen. Durch den hohen Anteil an Alleinerziehenden ist auch der Bedarf an weiteren Betreuungs8 möglichkeiten in der Sozialregion stark ausgeprägt. Der Anteil an Hilfen zur Erziehung ist in dieser Sozialregion in beiden Alterskohorten höher als in den anderen drei Sozialregionen und liegt weit über dem Augsburger Durchschnitt. Der Anteil an Kostenbefreiung bei der Kinderbetreuung ist jedoch durch den hohen Anteil an Kindern in Bedarfsgemeinschaften erwartungsgemäß hoch. Auffallend ist zudem der sehr hohe Wert an Kostenbefreiung der 6- bis 10-Jährigen im Sozialdistrikt Pfersee, Thelottviertel (0207), da der Anteil der 6- bis 10-Jährigen in Bedarfsgemeinschaften den niedrigsten Wert in der Sozialregion aufweist. Aber auch Oberhausen, Bärenkeller ist mit einer überdurchschnittlichen Kostenbefreiung in allen drei Alterskohorten sehr auffällig.

Ein Betreuungsangebot mit flexiblen Öffnungszeiten, das dem hohen Anteil an Alleinerziehenden mit zwei und mehr Kindern gerecht wird, ist für diese Sozialregion empfehlenswert.

7 8

Für eine kleinräumliche Planung ist eine Betrachtung der jeweiligen Sozialdistrikte innerhalb einer Sozialregion empfehlenswert, sodass diese Werte ebenfalls ausgewiesen sind. Vgl. dazu Tabelle 21.

29

Der Sozialdistrikt Oberhausen, Bärenkeller bedarf hierbei besonderer Aufmerksamkeit. Erstaunlich ist, dass dieser Sozialdistrikt die geringste Abwanderungsbewegung (-2,2) der Sozialregion Nord-West aufweist. Abbildung 12: Belastungsindizes Sozialregion Nord-West

Indikator-I-a: Migrantenanteil 0-3 Jahre Indikator-I-b: Migrantenanteil 3-6 Jahre Indikator-I-c: Migrantenanteil 6-10 Jahre Indikator-II-a: Anteil 0-3-Jähriger Indikator-II-b: Anteil 3-6-Jähriger Indikator-II-c: Anteil 6-10-Jähriger Indikator-III-a: Anteil 0-3-Jähriger in BG`s Indikator-III-b: Anteil 3-6-Jähriger in BG`s Indikator-III-c: Anteil 6-10-Jähriger in BG`s Indikator-IV-a: Anteil Alleinerziehender mit 1 Kind Indikator-IV-b: Anteil Alleinerziehender mit 2… Indikator-IV-c: Anteil Alleinerziehender mit mind.… Indikator-V: Anteil Alleinerziehender in BG`s Indikator-VI-a: Leistungsempfänger SGB II Indikator-VI-b: Leistungsempfänger SGB III Indikator-VII: Arbeitslosenquote Indikator-VIII: Wohnfläche je Einwohner Indikator-IX: Wanderungssaldo Indikator-X: Wahlbeteiligung Indikator XIa: Hilfen zur Erziehung 0-6 Jahre Indikator XIb: Hilfen zur Erziehung 6-10 Jahre Indikator XIIa: Kostenbefreiung Kinderbetreuung… Indikator XIIb: Kostenbefreiung Kinderbetreuung… Indikator XIIc: Kostenbefreiung Kinderbetreuung… Gesamtindex 0,00 Sozialregion 2 Sozialdistrikt Kriegshaber (0208)
Eigene Berechnung, Datenquelle Stadt Augsburg

1,17 1,21 1,27

1,37 1,93 1,37 2,10 1,84 1,15 1,17 1,69 1,46 0,58 0,56 0,90 1,76 0,93 1,23 0,83 1,20 1,52 1,56 1,83 3,00 1,53 3,00 0,89 1,14 0,94 1,10 1,37 0,50 1,00 1,50 2,00 2,13

2,50

3,00

Sozialdistrikt Pferrsee, Thelottviertel (0207) Sozialdistrikt Oberhausen, Bärenkeller (0209)

30

5.1

Einzelübersicht der Indikatoren für die einzelnen Sozialdistrikte
Indikator I: Migrationsanteil der Alterskohorte
a = u3 Jahre 49,4 % 67,7 % 67,0 % 61,4 % 57,38 % b = 3-6 Jahre 51,9 % 68,5 % 70,7 % 63,7 % 58,5 % c = 6-10 Jahre 51,4 % 67,2 % 73,6 % 64,1 % 57,8 %

Tabelle 18:
Alterskohorte

Sozialdistrikt Pfersee, Thelottviertel Kriegshaber Oberhausen, Bärenkeller Ø Sozialregion Nord- West Ø Augsburger Stadtgebiet

Eigene Berechnung, Amt für Statistik und Stadtforschung, Strukturatlas der Stadt Augsburg 2010

Der Anteil je Alterskohorte variiert in allen Sozialdistrikten nicht groß voneinander. Auf den ersten Blick ist ersichtlich, dass der Migrationsanteil im Sozialdistrikt Oberhausen, Bärenkeller (0209) und im Sozialdistrikt Kriegshaber (0208) in allen Alterskohorten weit über dem Augsburger Durchschnitt liegt. Der Sozialdistrikt Pfersee, Thelottviertel (0207) liegt hingegen weit darunter, kann allerdings im Durchschnitt den Migrationsanteil der Sozialregion Nord-West nicht positiv beeinflussen, so dass dieser über dem Augsburger Migrationsanteil liegt. Tabelle 19: Indikator II: Anteil u3-, 3- bis 6-, 6- bis 10-Jähriger an allen u15-Jährigen
a = u3 Jahre 20,3 % 16,6 % 21,9 % 19,6 % 20 % b = 3-6 Jahre 19,8 % 19,3 % 18,8 % 19,3 % 19,3 % c = 6-10 Jahre 27,9 % 28,3 % 26,4 % 27,5 % 26,2 %

Alterskohorte Sozialdistrikt Pfersee, Thelottviertel Kriegshaber Oberhausen, Bärenkeller Ø Sozialregion Nord- West Ø Augsburger Stadtgebiet

Eigene Berechnung, Amt für Statistik und Stadtforschung, Strukturatlas der Stadt Augsburg 2010

In der Sozialregion Nord-West sind keine überdurchschnittlichen Hinweise auf den Bedarf an frühkindlicher Bildung und Betreuung aufgrund des Anteils junger Familien zu vermuten. Tabelle 20:
Alterskohorte Sozialdistrikt Pfersee, Thelottviertel Kriegshaber Oberhausen, Bärenkeller Ø Sozialregion Nord-West Ø Augsburger Stadtgebiet

Indikator III: Anteil 0-3, 3-6, 6-10 Jahre in Bedarfsgemeinschaften an allen u3-Jährigen bzw. 3-6, 6-10-Jährigen
a = u3 Jahre 19,4 % 21,4 % 36,3 % 25,7 % 18,8 % b = 3-6 Jahre 15,4 % 19,1 % 36 % 23,5 % 17,1 % c = 6-10 Jahre 14,6 % 17,3 % 27,9 % 20 % 19,3 %

Eigene Berechnung, Amt für Statistik und Stadtforschung, Strukturatlas der Stadt Augsburg 2010

31

In der Sozialregion Nord-West kristallisieren sich überdurchschnittliche soziale Problemlagen heraus. Insbesondere bei den Alterskohorten der u3-Jährigen und der 3- bis 6-Jährigen lässt sich Kinderarmut vermuten. Der Sozialdistrikt Oberhausen, Bärenkeller (0209) ist davon besonders betroffen und erklärt auch die hohen Durchschnittswerte der Sozialregion. Tabelle 21:
Anzahl Kinder Sozialdistrikt Pfersee, Thelottviertel Kriegshaber Oberhausen, Bärenkeller Ø Sozialregion Nord-West Ø Augsburger Stadtgebiet

Indikator IV: Anteil Alleinerziehender an allen Haushalten mit mindestens einem, zwei Kindern, drei und mehr Kindern unter 18 Jahren
a = ein Kind 25,8 % 21,1 % 29,4 % 25,4 % 23,9 % b = zwei Kinder 6,5 % 6,4 % 6,8 % 6,6 % 5,7 % c = drei und mehr Kinder 1,3 % 2,3 % 1,9 % 1,8 % 1,3 %

Eigene Berechnung, Amt für Statistik und Stadtforschung, Strukturatlas der Stadt Augsburg 2010

In der Sozialregion Nord-West leben im Durchschnitt geringfügig mehr Alleinerziehende als im gesamten Augsburger Stadtgebiet. Insbesondere die Sozialdistrikte Pfersee, Thelottviertel (0207) und Oberhausen, Bärenkeller (0209) haben einen höheren Bedarf an flexibleren Einrichtungen der Kindertagesbetreuung, um diesen Alleinerziehenden die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gewährleisten zu können. Der Bedarf an flexiblen Krippenplätzen ist insbesondere in Oberhausen, Bärenkeller (0209) ausgeprägt.

Indikator V: Anteil Alleinerziehender in Bedarfsgemeinschaften an allen Alleinerziehenden Der Anteil Alleinerziehender in Bedarfsgemeinschaften variiert in den einzelnen Sozialdistrikten sehr stark. Insbesondere der Sozialdistrikt Kriegshaber (0208) liegt mit 24,6 % weit unter Pfersee, Thelottviertel (0207) mit 42,4 % und Oberhausen, Bärenkeller (0209) mit 33,8 % und auch weit unter dem Augsburger Durchschnitt (41,6 %). Tabelle 22:
SGB Sozialdistrikt Pfersee, Thelottviertel Kriegshaber Oberhausen, Bärenkeller Ø Sozialregion Nord-West Ø Augsburger Stadtgebiet

Indikator VI: Anzahl der LeistungsempfängerInnen (SGB II und III) an allen Einwohner/Innen zwischen 15 und 65Jahren
a = SGB II 5,8 % 4,4 % 3,6 % 4,5 % 7,9 % b = SGB III 2,3 % 2,1 % 1,8 % 2,0 % 1,6 %

Eigene Berechnung, Amt für Statistik und Stadtforschung, Strukturatlas der Stadt Augsburg 2010

32

Die Sozialregion Nord-West weist im Vergleich zum gesamten Augsburger Stadtgebiet überdurchschnittlich viele SGB-III-Empfänger auf. Dies trifft für alle drei Sozialdistrikte zu. Im Bereich der SGB-II-Zahlungen fällt die Sozialregion Ost hingegen in allen drei Sozialdistrikten durch eine sehr viel geringere Inanspruchnahme auf.

Indikator VII: Arbeitslosenquote Die Arbeitslosenquote variiert in den einzelnen Sozialdistrikten. Insbesondere der Sozialdistrikt Oberhausen, Bärenkeller (0209) weist mit 10,3 % eine sehr viel höhere Arbeitslosenquote auf als Pfersee, Thelottviertel (0207) mit 5,5 % und Kriegshaber (0208) mit 6,0 % und liegt zudem weit über der durchschnittlichen Arbeitslosenquote von Augsburg (6,1 %).

Indikator VIII: Wohnfläche je Einwohner/In pro m² Die durchschnittliche Wohnraumversorgung pro Einwohner variiert nicht stark zwischen den einzelnen Sozialdistrikten, liegt aber immer unter dem Durchschnitt von Augsburg (39,1 m²). Die Wohnfläche pro Einwohner liegt in Pfersee, Thelottviertel (0207) bei 38,1 m², in Kriegshaber (0208) bei 35,4 m² und in Oberhausen, Bärenkeller (0209) bei 36,5 m².

Indikator IX: Wanderungssaldo der 0- bis 10-Jährigen (Bezogen auf die Zu- und Abwanderungen Stadt Augsburg, Landkreis Augsburg und Landkreis Aichach-Friedberg) In allen drei Sozialdistrikten liegt eine Abwanderungsbewegung vor. Diese ist jedoch in Oberhausen, Bärenkeller (0209) mit -2,2 sehr viel geringer als in Kriegshaber (0208) mit -9 und in Pfersee, Thelottviertel (0207) mit -6. Insbesondere der Sozialdistrikt Kriegshaber (0208) scheint für junge Familien nicht besonders attraktiv zu sein und liegt über der durchschnittlichen Abwanderungsbewegung von Augsburg (-7,3).

Indikator X: Wahlbeteiligung – Kommunalwahl Die Wahlbeteiligung an Kommunalwahlen als Indikator für die gesellschaftliche Partizipation variiert in den einzelnen Sozialdistrikten. Pfersee, Thelottviertel (0207) mit 40,2 % und Kriegshaber (0208) mit 38,3 % liegen knapp unter dem Durchschnittswert von Augsburg (40,64 %), wohingegen Oberhausen, Bärenkeller (0209) mit einer Wahlbeteiligung von 33,5 % weit darunter liegt.

33

Tabelle 23:
Alterskohorte

Indikator XI: Hilfen zur Erziehung nach Alterskohorten u6, 6 – 10 Jahre
Sozialdistrikt a = u6 Jahre 2,3 % 2,5 % 3,5 % 2,8 % 2,3 % b = 6-10 Jahre 3,6 % 4,4 % 7,5 % 5,2 % 4,8 %

Pfersee, Thelottviertel Kriegshaber Oberhausen, Bärenkeller Ø Sozialregion Nord-West Ø Augsburger Stadtgebiet

Eigene Berechnung, Amt für Statistik und Stadtforschung, Strukturatlas der Stadt Augsburg 2010

Der Anteil an Hilfen zur Erziehung ist in dieser Sozialregion in beiden Alterskohorten der höchste von ganz Augsburg. Er liegt bei den 0- bis 6-Jährigen mit 2,77 % und bei den 6- bis 10-Jährigen mit 5,2 % weit über den Augsburger Durchschnittswerten. Zurückzuführen ist dies bei den 6- bis 10-Jährigen auf die insgesamt hohe Inanspruchnahme von HZE-Hilfen und den höchsten HZE-Anteil in der Stadt Augsburg, der in Oberhausen, Bärenkeller (0209) mit 7,5 % zu Buche fällt. Im Bereich der 0- bis 6-Jährigen bilden Pfersee, Thelottviertel (0207) und Kriegshaber (0208) im Wesentlichen den Augsburger Durchschnittswert (2,3 %) ab, lediglich Oberhausen, Bärenkeller (0209) fällt wiederrum mit 3,5 % quantitativ negativ ins Gewicht. Tabelle 24:
Alterskohorte Sozialdistrikt Pfersee, Thelottviertel Kriegshaber Oberhausen, Bärenkeller Ø Sozialregion Nord-West Ø Augsburger Stadtgebiet

Indikator XII: Befreiung von Kosten der Kindertagesbetreuung nach Alterskohorten u3, 3 – 6 und 6 – 10 Jahre
a = u3 Jahre 0,2 % 0,8 % 1,2 % 0,7 % 0,4 % b = 3-6 Jahre 18,3 % 23 % 35,9 % 25,7 % 16,9 % c = 6-10 Jahre 4,1 % 4,5 % 9,9 % 6,2 % 4,7 %

Eigene Berechnung, Amt für Statistik und Stadtforschung, Strukturatlas der Stadt Augsburg 2010

In der Sozialregion Nord-West wird in allen drei Alterskohorten häufiger eine Kostenbefreiung für die Kindertagesbetreuung bewilligt. Auffällig ist dies insbesondere bei den 3- bis 6jährigen Kindern und zwar vor allem in den Sozialdistrikten Kriegshaber (0208) mit 23 % und Oberhausen, Bärenkeller (0209) mit 35,9 %. Der Sozialdistrikt 0209 scheint insgesamt häufiger von Einkommensarmut betroffen zu sein, da auch bei den 6- bis 10-Jährigen die Kostenbefreiung für Kinderbetreuung mit 9,9 % und in der Altersklasse der u3-Jährigen mit 1,2 % überdurchschnittlich hoch ist.

34

5.2 5.2.1

Sozialdistrikt Pfersee, Thelottviertel (0207) Bevölkerungsprognosen und Bedarfsfortschreibung

Auf den ersten Blick ist in Abbildung 9 der zunächst anfallende Anstieg der prognostizierten 6- bis 10-Jährigen und dann die leicht sinkenden bis gleichbleibenden Prognosen in allen Alterskohorten auffällig. Die prognostizierte relativ gleichbleibende Anzahl der u3-Jährigen spiegelt sich auch in der Bedarfsfortschreibung wider. Das Betreuungsdefizit pendelt zwischen 125 und 137 ungedeckten Plätzen. Im Bereich der 3- bis 6-jährigen Kinder zeichnet sich zum jetzigen Zeitpunkt das größte Defizit an Betreuungsplätzen ab. Dieses liegt im Jahr 2011 bei 167 ungedeckten Plätzen und fällt entsprechend der Bevölkerungsprognosen bis zum Jahr 2025 auf 56 ungedeckte Plätze ab. Auch im Hort-Bereich ist und war eine defizitäre Betreuungssituation zu beobachten (vgl. Tab. 27), die sich in den nächsten Jahren vermutlich noch weiter verschlechtern wird. Kurz- und mittelfristiger Handlungsbedarf besteht in Pfersee, Thelottviertel in allen drei Alterskohorten. Abbildung 13:
1000 900 800 700 600 500 400 300 200 100 0 unter 3 Jahre 3-6 Jahre 6-10 Jahre

Bevölkerungsprognosen der einzelnen Altersstufen (2005 – 2025)

35

Tabelle 25:

Bedarfsfortschreibung bei den u3-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0207
Kinder unter 3 mit Wohnsitz in Augsburg tatsächliche Bedarfseinschätzung laut Elternbefragung voraussichtlich notwendige bedarfsanerkannte Platzzahl in der Tagesbetreuung versorgte Kinder unter 3 Jahre rechnerisch zu betreuende Kinder unter 3 J. laut Bedarfsabschätzung Bedarfsanerkannte Plätze für Kinder unter 3 auf 100 Plätzen werden X Kinder betreut

Jahr 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2020 2025

719 689 680 670 665 659 659 657 645

15,7% 17,6% 38,0% 38,0% 38,0% 38,0% 38,0% 40,0% 40,0%

113 121 258 255 253 250 250 263 258

113 121

109 121 121 121 121 121 121 121 121

103,7 100,0 101,8 101,8 101,8 101,8 101,8 101,8 101,8

113 121 254 250 248 246 246 258 253

133 129 127 125 125 137 132

Tabelle 26:

Bedarfsfortschreibung bei den 3- bis 6-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0207
Kinder zwischen 3 und unter 6 Jahre mit Wohnsitz in Augsburg in der Tagesbetreuung versorgte Kinder zwischen 3 und unter 6 Jahre rechnerischer Bedarf zu betreuende Kinder voraussichtlich notwendige bedarfsanerkannte Platzzahl Bedarfsanerkannte Plätze in Kindergärten

Ziel der Vollversorgung: 95,0%

auf 100 Plätzen werden X Kinder betreut

Jahr 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2020 2025

684 684 717 689 665 647 647 643 618

75,6% 72,2% 95,0% 95,0% 95,0% 95,0% 95,0% 95,0% 95,0%

517 494 681 655 632 615 615 611 587

517 494

564 639 639 639 639 639 639 639 639

92,0 77,0 84,5 84,5 84,5 84,5 84,5 84,5 84,5

517 494 806 775 748 728 728 723 695

167 136 109 89 89 84 56

36

ungedeckt 0 0

ungedeckt 0 0

Tabelle 27:

Bedarfsfortschreibung bei den 6- bis 10-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0207
Kinder zwischen 6 und unter 10 J. mit Wohnsitz in Augsburg tatsächliche Bedarfseinschätzung laut Elternbefragung rechnerischer Bedarf zu betreuende Kinder Bedarfsanerkannte Hortplätze tatsächlich betreute Grundschulkinder auf 100 Plätzen werden X Kinder betreut 100,7 136,8

Jahr 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2020 2025

901 912 886 899 904 917 902 860 816

16,8% 18,8% 40,0% 40,0% 40,0% 40,0% 40,0% 50,0% 50,0%

151 171 354 360 362 367 361 430 408

151 171

150 125 125 125 125 125 125 125 125

37

Abbildung 14:

Einzugsbereiche der verschiedenen Einrichtungen im Sozialdistrikt 0207
Stadtjäger Herrenbac Oberhaus Haunstett viertel, h, Pfersee, en, en, Von Thelottvier Kriegshab Bärenkelle Hochfeld, Gögginge Gögginge außerhalb Jakobervo Texilviertel er Univiertel n Innenstadt rstadt , Spickel Hochzoll tel r n Augsburgs

Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre

2 2 3 2 47

3 3 45 60 2 14 89 305 52

1 1

1 14 5 1 5 25 125 625

Die Einzugsbereiche der Betreuungseinrichtungen sind im Sozialdistrikt Pfersee, Thelottviertel (0207) sehr stark gestreut. Der Einzugsbereich umfasst alle vier Sozialregionen. Die meisten Kinder kommen erwartungsgemäß direkt aus Pfersee, Thelottviertel, aber auch Haunstetten, Göggingen und Oberhausen, Bärenkeller fallen im Hort-Bereich ins Gewicht, letztere darüber hinaus auch im Kiga-Bereich.

38

5.3
5.3.1

Sozialdistrikt Kriegshaber (0208) Bevölkerungsprognosen und Bedarfsfortschreibung

Auffällig in diesem Sozialdistrikt sind die zunächst stark sinkenden und dann relativ gleichbleibenden Bevölkerungsprognosen in allen Alterskohorten (vgl. Abb. 15). Im Krippenbereich ist eine defizitäre Betreuungssituation zu vermuten. Das Defizitaufkommen bewegt sich zwischen 98 Plätzen im Jahr 2015 bis hin zu 114 Plätzen im aktuellen Kalenderjahr 2011. Im Kiga-Bereich ist hingegen mit einem Platz-Überschuss zu rechnen (vgl. Tab. 29), der quantitativ relativ hoch ausfällt: Im Jahr 2011 mit 79 freien Plätze, über 122 freie Plätze im Jahr 2012 bis hin zu 232 freie Plätze im Jahr 2025. Hier wäre eine Kompensationsfunktion denk9 bar. Vermutlich auftretende Betreuungsdefizite im Hort-Bereich bzw. das Betreuungsdefizit im Kiga-Bereich könnten ausgeglichen bzw. Kindern aus anderen Sozialdistrikten ein Betreuungsplatz ermöglicht werden, wodurch sich die Einzugsbereiche (vgl. Abb. 13) erweitern würden. Der Sozialdistrikt Kriegshaber (0208) liefert folglich eine Vielzahl an Möglichkeiten Defizite in anderen Sozialdistrikten bzw. in der eigenen Betreuungssituation zu kompensieren. Abbildung 15:
900 800 700 600 500 400 300 200 100 0

Bevölkerungsprognosen der einzelnen Altersstufen (2005 - 2025)

unter 3 Jahre 3-6 Jahre 6-10 Jahre

9

Aussagen über die Bedarfsfortschreibung im Hortbereich sind nicht möglich (siehe Tab. 30).

39

Tabelle 28:

Bedarfsfortschreibung bei den u3-jährigen Kinder im Sozialdistrikt 0208
Bedarfsanerkannte Plätze für Kinder unter 3 Kinder unter 3 mit Wohnsitz in Augsburg tatsächliche Bedarfseinschätzung laut Elternbefragung voraussichtlich notwendige bedarfsanerkannte Platzzahl in der Tagesbetreuung versorgte Kinder unter 3 Jahre rechnerisch zu betreuende Kinder unter 3 J. laut Bedarfsabschätzung

auf 100 Plätzen werden X Kinder betreut

Jahr 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2020 2025

519 496 449 425 422 422 420 416 419

14,6% 14,9% 38,0% 38,0% 38,0% 38,0% 38,0% 40,0% 40,0%

76 74 171 162 160 160 160 166 168

76 74

90 120 120 120 120 120 120 120 120

84,4 61,7 73,1 73,1 73,1 73,1 73,1 73,1 73,1

76 74 234 221 220 220 218 228 229

114 101 100 100 98 108 109

Tabelle 29:

Bedarfsfortschreibung bei den 3- bis 6-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0208
Kinder zwischen 3 und unter 6 Jahre mit Wohnsitz in Augsburg in der Tagesbetreuung versorgte Kinder zwischen 3 und unter 6 Jahre rechnerischer Bedarf zu betreuende Kinder voraussichtlich notwendige bedarfsanerkannte Platzzahl Bedarfsanerkannte Plätze in Kindergärten

Ziel der Vollversorgung: 95,0%

auf 100 Plätzen werden X Kinder betreut

Jahr 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2020 2025

631 575 509 479 438 425 409 400 402

84,5% 93,7% 95,0% 95,0% 95,0% 95,0% 95,0% 95,0% 95,0%

533 539 484 455 416 404 389 380 382

533 539

807 807 807 807 807 807 807 807 807

66,0 67,0 66,4 66,4 66,4 66,4 66,4 66,4 66,4

533 539 728 685 626 608 585 572 575

-79 -122 -181 -199 -222 -235 -232

40

ungedeckt 0 0

ungedeckt 0 0

Tabelle 30:

Bedarfsfortschreibung bei den 6- bis 10-jährigen Kindern trikt 0208
Kinder zwischen 6 und unter 10 J. mit Wohnsitz in Augsburg tatsächliche Bedarfseinschätzung laut Elternbefragung rechnerischer Bedarf zu betreuende Kinder Bedarfsanerkannte Hortplätze tatsächlich betreute Grundschulkinder

10

im Sozialdis-

Jahr 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2020 2025

863 843 786 759 715 663 621 525 521

16,3% 15,8% 40,0% 40,0% 40,0% 40,0% 40,0% 50,0% 50,0%

141 133 314 304 286 265 248 263 261

141 133

0 0 0 0 0 0 0 0 0

10 Zahlen zu dem Korrekturfaktor, zu den tatsächlich notwendigen bedarfsanerkannten Plätzen und zu der Anzahl ungedeckter Plätze können nicht berechnet werden, da im Jahr 2009 und 2010 die bedarfsanerkannten Hortplätze bei 0 liegen.

auf 100 Plätzen werden X Kinder betreut 0 0

41

5.3.2

Einzugsbereiche
Einzugsbereiche der verschiedenen Einrichtungen im Sozialdistrikt 0208
3 9 2 1

Abbildung 16:

Von Firnhaber Oberhau außerhal au, Pfersee, sen, b Innensta HammersThelottvie Kriegsha Bärenkell Hochfeld, Gögginge Augsburg dt Hochzoll chmiede rtel ber er Univiertel n s

Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre 1

1 11 2 107 486 38 4 22 6 1 1 1 1 1 4 5 25 125 625

Die Einzugsbereiche der Betreuungseinrichtungen sind im Sozialdistrikt Kriegshaber (0208) relativ stark gestreut. Der Einzugsbereich umfasst alle vier Sozialregionen. Auch aus nicht unmittelbar benachbarten Sozialdistrikten suchen Kinder die Betreuungseinrichtungen von Kriegshaber auf. Die meisten Kinder kommen erwartungsgemäß direkt aus Kriegshaber.

5.4 5.4.1

Sozialdistrikt Oberhausen, Bärenkeller (0209) Bevölkerungsprognosen und Bedarfsfortschreibung

Das quantitative Aufkommen der einzelnen Alterskohorten ist in Oberhausen, Bärenkeller sehr viel höher als in anderen Sozialdistrikten (vgl. Abb. 14). Es wird aber relativ gleichbleibend prognostiziert. Vor allem im Bereich der u3-jährigen Kinder liegt ein Defizitaufkommen vor (vgl. Tab. 31). Um die 160 bis 180 Kinder haben ab dem Jahr 2011 bis zum Jahr 2025 keinen Betreuungsplatz gesichert. Eine ähnliche Situation zeichnet sich im Kiga-Bereich (vgl. Tab. 32) ab. Hier

42

zeichnet sich ein Aufkommen ungedeckter Plätze von 157 Plätzen im Jahr 2011 hin zu 101 Plätzen im Jahr 2025 ab. Auffällig ist die zwischenzeitliche quantitative Absenkung ungedeckter Plätze im Bereich der 3- bis 6-jährigen Kinder. Auch der Hort-Bereich ist von einem Defizit im Platz-Aufkommen betroffen (vgl. Tab. 33), welches sich wahrscheinlich so wie es die Bedarfsfortschreibung vermuten lässt, verschlechtern wird. In allen drei Alterskohorten besteht Handlungsbedarf. Gegebenenfalls könnte der Einzugsbereich von Kriegshaber (vgl. Abb. 12) fehlende Betreuungskapazitäten in Oberhausen, Bärenkeller kompensieren. Abbildung 17:
1200 1000 800 600 400 200 0 unter 3 Jahre 3-6 Jahre 6-10 Jahre

Bevölkerungsprognosen der einzelnen Altersstufen (2005 - 2025)

43

44
Jahr 2025 2020 2015 2014 2013 2012 2011 2010 Jahr 2009 853 852 865 867 872 848 825 915 939 Kinder zwischen 3 und unter 6 Jahre mit Wohnsitz in Augsburg 8,6% 7,7% 40,0% 40,0% 38,0% 38,0% 38,0% 38,0% 38,0% Ziel der Vollversorgung: 95,0% Kinder unter 3 mit Wohnsitz in Augsburg tatsächliche Bedarfseinschätzung laut Elternbefragung 79 72 341 341 329 329 331 322 314 rechnerischer Bedarf zu betreuende Kinder rechnerisch zu betreuende Kinder unter 3 J. laut Bedarfsabschätzung 79 72 in der Tagesbetreuung versorgte Kinder zwischen 3 und unter 6 Jahre in der Tagesbetreuung versorgte Kinder unter 3 Jahre 50 50 50 50 50 50 50 50 50 Bedarfsanerkannte Plätze in Kindergärten Bedarfsanerkannte Plätze für Kinder unter 3 151,0 151,0 151,0 151,0 151,0 151,0 151,0 158,0 144,0 auf 100 Plätzen werden X Kinder betreut auf 100 Plätzen werden X Kinder betreut 79 72 226 226 218 218 219 213 208 voraussichtlich notwendige bedarfsanerkannte Platzzahl voraussichtlich notwendige bedarfsanerkannte Platzzahl 0 0

Tabelle 32:

Tabelle 31:

2025 176 176 168 168 169 163 158

2020

2015

2014

2013

2012

2011

2010

2009

812

803

786

773

778

854

857

798

879

Bedarfsfortschreibung bei den u3-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0209

Bedarfsfortschreibung den 3- bis 6-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0209

95,0% ungedeckt

95,0%

95,0%

95,0%

95,0%

95,0%

95,0%

83,8%

79,0%

771

763

747

734

739

811

814

669

694

669

694

900

870

900

900

900

900

900

900

900

77,1

77,1

77,1

77,1

77,1

77,1

77,1

74,0

80,0

990

969

953

959

669

694

1001

1053

1057

0

0

90

69

53

59

101

153

157

ungedeckt

Tabelle 33:

Bedarfsfortschreibung bei den 6- bis 10-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0209
Kinder zwischen 6 und unter 10 J. mit Wohnsitz in Augsburg tatsächliche Bedarfseinschätzung laut Elternbefragung Bedarfsanerkannte Hortplätze tatsächlich betreute Grundschulkinder auf 100 Plätzen werden X Kinder betreut 81,8 90,8

Jahr 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2020 2025

rechnerischer Bedarf zu betreuende Kinder

1116 1127 1101 1057 1071 1066 1048 1032 1043

16,5% 17,5% 40,0% 40,0% 40,0% 40,0% 40,0% 50,0% 50,0%

184 197 440 423 428 426 419 516 522

184 197

225 217 217 217 217 217 217 217 217

45

5.4.2

Einzugsbereiche
Einzugsbereiche der verschiedenen Einrichtungen im Sozialdistrikt 0209
4 10 2 55 120

Abbildung 18:

Firnhab Von erau, Pfersee Oberha Hochfel Haunst Inninge außerh , usen, d, etten, n, Hamme alb Innenst Lechha rschmie Thelottv Kriegsh Bärenk Univiert Göggin Göggin Berghei Augsbu adt usen de iertel aber eller el gen gen m rgs

Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre 1

11

5 1 4 184 600 52 2 3 50 102 1 25 130 7 1 8 1 7 2 5 25 125 625

Die Einzugsbereiche der Betreuungseinrichtungen sind im Sozialdistrikt Oberhausen, Bärenkeller (0209) ziemlich stark gestreut. Nicht nur Oberhausen, Bärenkeller selbst fällt quantitativ ins Gewicht, sondern auch andere Sozialdistrikte wie Firnhaberau, Hammerschmiede (0106) oder Pfersee, Thelottviertel (0207). Auch aus nicht unmittelbar benachbarten Sozialdistrikten suchen Kinder diese Betreuungseinrichtungen auf, der Einzugsbereich umfasst alle vier Sozialregionen. Das angemerkte Plätze-Sharing ist in diesem Sozialdistrikt vor allem im Kiga-Bereich, aber auch im Hort-Bereich deutlich erkennbar.

46

6

Sozialregion Mitte 03

Die Sozialregion Mitte besteht aus den Sozialdistrikten 0301 (Antonsviertel, Lechviertel, östl. Ulrichsviertel, Innenstadt, St. Ulrich-Dom, Bahnhofs-Bismarckviertel), 0302 (Georgs- und Kreuzviertel, Stadtjägerviertel, Bleich und Pfärrle, Jakobervorstadt – Nord, Jakobervorstadt – Süd) und 0303 (Am Schäfflerbach, Spickel, Wolfram- und Herrenbachviertel). In der folgenden Abbildung 19 sind die Werte der einzelnen Sozialdistrikte zusammengefasst 11 und geben einen Überblick über die gesamte Sozialregion Nord-West. Der Gesamtwert, der sich als Mittelwert der Belastungsindizes aus allen Indikatoren errechnet, liegt bei der Sozialregion Mitte mit 1,03 minimal über dem Durchschnittswert der Stadt Augsburg. Die Innenstadt (0301) liegt mit 0,91 unter dem Referenzwert der Stadt Augsburg. Die Distrikte Stadtjägerviertel, Jakobervorstadt (0302) mit 1,09 und Herrenbach, Spickel, Textilviertel (0303) mit 1,10 liegen etwas über dem städtischen Durchschnittswert. Zwar ist der Anteil der Empfänger von Leistungen nach dem SGB II in der gesamten Sozialregion überdurchschnittlich hoch, jedoch resultieren daraus keine hohen Anteile von Kindern in Bedarfsgemeinschaften. Sehr hoch ist hier jedoch der Anteil Alleinerziehender in Bedarfsgemeinschaften. Vor allem in der Innenstadt (73,2 %) und im Stadtjägerviertel, Jakobervorstadt (55,6 %) ist dies der Fall. Der Anteil an Kostenbefreiung bei der Kinderbetreuung ist trotz des hohen Anteils an Kindern in Bedarfsgemeinschaften entgegen der Erwartungen eher gering. Der Anteil an HZE-Leistungen ist in der Sozialregion Mitte relativ gering und unter dem Augsburger Referenzwert, insbesondere die Innenstadt fällt in beiden Alterskohorten durch eine geringe Inanspruchnahme von HZE-Hilfen auf. Außerdem gibt es einen sehr hohen Anteil von Kindern unter drei Jahren, der den Bedarf an Krippenplätzen besonders in dem Sozialdistrikt Innenstadt (0301) betont und hier wiederum den Bedarf an flexibel organisierten Krippenplätzen, da auch der Anteil der Alleinerziehenden mit u3-jährigen Kindern in der Sozialregion Mitte (25,8 %) wiederum über dem Augsburger Durchschnitt (23,9 %) liegt. Auffällig sind zuletzt die hohen Abwanderungsbewegungen.

11 Für eine kleinräumliche Planung ist eine Betrachtung der jeweiligen Sozialdistrikte innerhalb einer Sozialregion empfehlenswert, so dass diese Werte ebenfalls ausgewiesen sind.

47

Abbildung 19:

Belastungsindizes Sozialregion Mitte 03
1,18 1,11 1,18 1,21 1,35 1,31

Indikator‐I‐a: Migrantenanteil 0‐3 Jahre Indikator‐I‐b: Migrantenanteil 3‐6 Jahre Indikator‐I‐c: Migrantenanteil 6‐10 Jahre Indikator‐II‐a: Anteil 0‐3‐Jähriger Indikator‐II‐b: Anteil 3‐6‐Jähriger Indikator‐II‐c: Anteil 6‐10‐Jähriger Indikator‐III‐a: Anteil 0‐3‐Jähriger in BG`s Indikator‐III‐b: Anteil 3‐6‐Jähriger in BG`s Indikator‐III‐c: Anteil 6‐10‐Jähriger in BG`s Indikator‐IV‐a: Anteil Alleinerziehender mit 1 Kind Indikator‐IV‐b: Anteil Alleinerziehender mit 2  … … Indikator‐IV‐c: Anteil Alleinerziehender mit mind.  Indikator‐V: Anteil Alleinerziehender in BG`s Indikator‐VI‐a: Leistungsempfänger SGB II Indikator‐VI‐b: Leistungsempfänger SGB III Indikator‐VII: Arbeitslosenquote Indikator‐VIII: Wohnfläche je Einwohner Indikator‐IX: Wanderungssaldo Indikator‐X: Wahlbeteiligung Indikator XIa: Hilfen zur Erziehung 0‐6 Jahre Indikator XIb: Hilfen zur Erziehung 6‐10 Jahre Indikator XIIa: Kostenbefreiung Kinderbetreuung  … Indikator XIIb: Kostenbefreiung Kinderbetreuung  … … Indikator XIIc: Kostenbefreiung Kinderbetreuung  Gesamtindex Sozialregion 3 0,00 0,50 Sozialdistrikt Innenstadt (0301) Sozialdistrikt Stadtjägerviertel, Jakobervorstadt (0302) Sozialdistrikt Herrenbach, Spickel, Textilviertel (0303)
Eigene Berechnung, Datenquelle Stadt Augsburg

1,13 1,15 1,21

1,31 1,47 1,37 1,15 1,40

2,27

1,15 1,18 1,32 1,08

1,17 1,53 1,19 1,18 1,03 0,91 1,09 1,10 1,00 1,50 2,00 2,50

48

6.1

Einzelübersicht der Indikatoren für die einzelnen Sozialdistrikte
Indikator I: Anteil ausländischer Kinder (gesamt und zwischen 0-3, 3-6, 610 Jahren)
Sozialdistrikt a = u3 Jahre 46,5 % 49,2 % 68,1 % 54,6 % 57,4 % b = 3-6 Jahre 53,9 % 56,8 % 64,8 % 58,5 % 58,5 % c= 6-10 Jahre 56,4 % 58,1 % 68,3 % 60,9 % 57,8 %

Tabelle 34:
Alterskohorte Innenstadt

Stadtjägerviertel, Jakobervorstadt Herrenbach, Spickel, Textilviertel Ø Sozialregion Mitte Ø Augsburger Stadtgebiet

Eigene Berechnung, Amt für Statistik und Stadtforschung, Strukturatlas der Stadt Augsburg 2010

In der Sozialregion Mitte variiert der Migrationsanteil je Alterskohorte. Der Augsburger Migrationsanteil der u3-jährigen Kinder wird unterschritten, der der 3- bis 6-Jährigen ungefähr abgebildet und der der 6- bis 10-Jährigen überschritten. Auf Ebene der Sozialdistrikte fällt Herrenbach, Spickel, Textilviertel (0303) mit einem sehr hohen Migrationsanteil und die anderen beiden Sozialdistrikte, die Innenstadt (0301) und das Stadtjägerviertel, Jakobervorstadt (0302) mit einem geringen Migrationsanteil auf. Tabelle 35:
Alterskohorte Sozialdistrikt Innenstadt Stadtjägerviertel, Jakobervorstadt Herrenbach, Spickel, Textilviertel Ø Sozialregion Mitte Ø Augsburger Stadtgebiet

Indikator II: Anteil u3-, 3- bis 6-, 6- bis 10-Jähriger an allen u15-Jährigen
a = u3 Jahre 27 % 26,1 % 19,6 % 24,2 % 20 % b = 3-6 Jahre 21,1 % 19,5 % 20,1 % 20,2 % 19,3 % c= 6-10 Jahre 22,2 % 23,1 % 27 % 24,1 % 26,2 %

Eigene Berechnung, Amt für Statistik und Stadtforschung, Strukturatlas der Stadt Augsburg 2010

In der Sozialregion Mitte fällt der überdurchschnittliche Anteil an den u3-jährigen Kindern auf. Insbesondere die Sozialdistrikte Stadtmitte (0301) und Stadtjägerviertel, Jakobervorstadt (0302) haben im Vergleich zum gesamten Augsburger Stadtgebiet einen überdurchschnittlichen Bedarf an Krippenplätzen.

49

Tabelle 36:
Alterskohorte

Indikator III: Anteil u3-Jähriger (3-6, 6-10) in Bedarfsgemeinschaften an allen u3-Jährigen (3-6, 6-10)
Sozialdistrikt a = u3 Jahre 11,1 % 16,2 % 21,2 % 16,2 % 18,8 % b = 3-6 Jahre 15 % 17,1 % 18,1 % 16,7 % 17,1 % c= 6-10 Jahre 14,5 % 17,4 % 15,6 % 15,8 % 15,1 %

Innenstadt Stadtjägerviertel, Jakobervorstadt Herrenbach, Spickel, Textilviertel Ø Sozialregion Mitte Ø Augsburger Stadtgebiet

Eigene Berechnung, Amt für Statistik und Stadtforschung, Strukturatlas der Stadt Augsburg 2010

In der Sozialregion Mitte ist keiner der Sozialdistrikte besonders auffällig, lediglich der Sozialdistrikt Herrenbach, Spickel, Textilviertel (0303) liegt minimal über dem Augsburger Durchschnitt. Insgesamt lassen sich für die Sozialregion Mitte keine überdurchschnittlichen sozialen Problemlagen wie beispielsweise Kinderarmut vermuten. Tabelle 37:
Anzahl Kinde Sozialdistrikt Innenstadt Stadtjägerviertel, Jakobervorstadt Herrenbach, Spickel, Textilviertel Ø Sozialregion Mitte Ø Augsburger Stadtgebiet

Indikator IV: Anteil Alleinerziehender an allen Haushalten mit mindestens einem, zwei Kindern, drei und mehr Kindern unter 18 Jahren.
a = ein Kind 30,9 % 24,2 % 22,4 % 25,8 % 23,9 % b = zwei Kinder 5,5 % 5,7 % 5,7 % 5,6 % 5,7 % c= drei und mehr Kinder 1,7 % 1,4 % 1,2 % 1,4 % 1,3 %

Eigene Berechnung, Amt für Statistik und Stadtforschung, Strukturatlas der Stadt Augsburg 2010

In der Sozialregion Mitte leben im Durchschnitt geringfügig mehr Alleinerziehende als im gesamten Augsburger Stadtgebiet. Insbesondere die Innenstadt (0301) hat einen erhöhten Bedarf an flexiblen Krippenplätzen, da dort der Anteil Alleinerziehender mit einem Kind (30,9 %) weit über dem Augsburger Durchschnitt mit 23,9 % liegt. Hier ist auch der Anteil der Alleinerziehenden mit mehr als drei Kindern höher (1,7 %).

Indikator V: Anteil Alleinerziehender in Bedarfsgemeinschaften an allen Alleinerziehenden Der Anteil Alleinerziehender in Bedarfsgemeinschaften variiert in den einzelnen Sozialdistrikten besonders stark. Insbesondere die Innenstadt (0301) liegt mit 73,2 % weit über dem Sozialdistrikt Stadtjägerviertel, Jakobervorstadt (0302) mit 55,6 % und über Herrenbach, Spickel, Textilviertel (0303) mit 37,3 %. Der Durchschnitt für Augsburg liegt bei 41,6 %, so dass ein Ausbau an flexiblen Betreuungszeiten in der Innenstadt sinnvoll erscheint.

50

Tabelle 38:
SGB

Indikator VI: Anzahl der LeistungsempfängerInnen (SGB II und III) an allen Einwohner/Innen zwischen 15 und 65Jahren
Sozialdistrikt a = SGB II 6,2 % 17,9 % 10, 8% 11,6 % 7,9 % b = SGB III 1,6 % 2,8 % 2,3 % 2,0 % 1,6 %

Innenstadt Stadtjägerviertel, Jakobervorstadt Herrenbach, Spickel, Textilviertel Ø Sozialregion Mitte Ø Augsburger Stadtgebiet

Eigene Berechnung, Amt für Statistik und Stadtforschung, Strukturatlas der Stadt Augsburg 2010

Die Sozialregion Mitte weist im Vergleich zum gesamten Augsburger Stadtgebiet überdurchschnittlich viele SGB-III-Empfänger auf. Dies trifft für alle drei Sozialdistrikte zu. Auch im Bereich der SGB-II-Zahlungen fällt die Sozialregion Mitte vor allem in den Sozialdistrikten Stadtjägerviertel, Jakobervorstadt (17,9 %) und Herrenbach, Spickel, Textilviertel (10,8 %) durch eine überdurchschnittliche Inanspruchnahme auf.

Indikator VII: Arbeitslosenquote Die Arbeitslosenquote variiert in den einzelnen Sozialdistrikten weniger stark. Alle liegen unter der durchschnittlichen Arbeitslosenquote von Augsburg (6,1 %). Die Innenstadt (0301) weist eine Arbeitslosenquote von 4,6 % aus, der Sozialdistrikt Stadtjägerviertel, Jakobervorstadt (0302) sowie der Sozialdistrikt Herrenbach, Spickel, Textilviertel (0303) eine Arbeitslosenquote von 5,9 %.

Indikator VIII: Wohnfläche je Einwohner/In pro m² Die durchschnittliche Wohnraumversorgung pro Einwohner variiert nicht stark zwischen den einzelnen Sozialdistrikten. Die Wohnfläche pro Einwohner liegt in der Innenstadt (0301) mit 37,4 m² unter dem Augsburger Durchschnitt von 39,1 m². Der Sozialdistrikt Stadtjägerviertel, Jakobervorstadt (0302) mit 43 m² und der Sozialdistrikt Herrenbach, Spickel, Textilviertel (0303) mit 41,5 m² liegen hierbei über dem Durchschnitt.

Indikator IX: Wanderungssaldo der 0- bis 10-Jährigen (Bezogen auf die Zu-und Abwanderungen Stadt Augsburg, Landkreis Augsburg und Landkreis Aichach-Friedberg) In allen drei Sozialdistrikten liegt eine Abwanderungsbewegung vor: In dem Sozialdistrikt Stadtjägerviertel, Jakobervorstadt (0302) liegt sie mit -8,6 und im Sozialdistrikt Herrenbach, Spickel, Textilviertel (0303) mit -9,7 weit über der durchschnittlichen Abwanderungsbewegung von Augsburg (-7,3). In der Stadtmitte (0301) liegt die Abwanderung bei -7. Es lässt sich folglich schlussfolgern, dass die Sozialregion Mitte mit einer durchschnittlichen Abwanderungsbewegung von -8,4 nicht besonders attraktiv für junge Familien und diesbezüglich ausbaufähig ist.

51

Indikator X: Wahlbeteiligung – Kommunalwahl Die Wahlbeteiligung an Kommunalwahlen als Indikator für die gesellschaftliche Partizipation variiert in den einzelnen Sozialdistrikten. Die Innenstadt (0301) mit 39,6 % und der Sozialdistrikt Stadtjägerviertel, Jakobervorstadt (0302) mit 38,3 % liegen unter dem Durchschnittswert von Augsburg (40,64 %), wohingegen der Sozialdistrikt Herrenbach, Spickel, Textilviertel (0303) mit 43,7 % über dem Durchschnitt liegt. Tabelle 39:
Alterskohorte Sozialdistrikt Innenstadt Stadtjägerviertel, Jakobervorstadt Herrenbach, Spickel, Textilviertel Ø Sozialregion Mitte Ø Augsburger Stadtgebiet

Indikator XI: Hilfen zur Erziehung nach Alterskohorten u6, 6 – 10 Jahre
a = u6 Jahre 1,2 % 2,4 % 2,3 % 2% 2,3 % b= 6-10 Jahre 2,6 % 4,0 % 5,6 % 4,1 % 4,8 %

Eigene Berechnung, Amt für Statistik und Stadtforschung, Strukturatlas der Stadt Augsburg 2010

Der Anteil an HZE-Leistungen ist in der Sozialregion Mitte relativ gering und unter dem Augsburger Referenzwert, insbesondere die Innenstadt fällt durch eine geringe Inanspruchnahme von HZE-Hilfen in beiden Alterskohorten sowohl bei den 0- bis 6-Jährigen mit 1,2 % als auch bei den 6- bis 10-Jährigen mit 2,6 % auf. Auffällig ist hingegen die relativ hohe Inanspruchnahme von HZE-Leistungen bei den 6- bis 10-Jährigen in Herrenbach, Spickel, Textilviertel (5,6 %), die weit über dem Augsburger Referenzwert liegt (4,8 %). Tabelle 40:
Alterskohorte Sozialdistrikt Innenstadt Stadtjägerviertel, Jakobervorstadt Herrenbach, Spickel, Textilviertel Ø Sozialregion Mitte Ø Augsburger Stadtgebiet

Indikator XII: Befreiung von Kosten der Kindertagesbetreuung nach Alterskohorten u3, 3 – 6 und 6 – 10 Jahre
a = u3 Jahre 0,2 % 0,4 % 0,6 % 0,4 % 0,4 % b = 3-6 Jahre 16,4 % 15,1 % 20,1 % 17,2 % 16,9 % c = 6-10 Jahre 5,1 % 5,5 % 3,8 % 4,8 % 4,7 %

Eigene Berechnung, Amt für Statistik und Stadtforschung, Strukturatlas der Stadt Augsburg 2010

In der Sozialregion Mitte fällt in allen drei Alterskohorten zunächst kein Sozialdistrikt im Vergleich zu den Durchschnittswerten von Augsburg auf. In der Einzelansicht ist im Sozialdistrikt Herrenbach, Spickel, Textilviertel (0303) die Kostenbefreiung bei den 3- bis 6-Jährigen ausgeprägter und im Sozialdistrikt Stadtjägerviertel, Jakobervorstadt (0302) bei den 6- bis 10Jährigen als im Augsburger Durchschnitt.

52

6.2 6.2.1

Sozialdistrikt Innenstadt (0301) Bevölkerungsprognosen und Bedarfsfortschreibung

Auffallend sind in Abbildung 20 die zunächst niedrigen und dann kurze Zeit später steigenden Bevölkerungsprognosen der 3- bis 6-jährigen und 6- bis 10-jährigen Kinder. Insgesamt nehmen in allen drei Alterskohorten die Bevölkerungsprognosen eher ab. Entsprechend dieser abfallenden Kinderanzahl fällt im Kiga- Bereich die Betreuungssituation mit einem positiven Saldo im Platz-Aufkommen aus. Im Kigabereich (vgl. Tab. 42) stehen ab dem Jahr 2011 beispielsweise 97 freie Plätze, über 34 Plätze im Jahr 2013 und 98 Plätze im Jahr 2025 zur Verfügung. Voraussichtlich dürfte, je nach der Anzahl der Kinder aus anderen Sozialdistrikten, dieses positive Platzaufkommen noch größer ausfallen, da das prognostizierte Kinderaufkommen dieser Altersklasse unter der Anzahl der bedarfsanerkannten Kindergartenplätze liegt. Abweichend sieht dieses Bild im Bereich der Krippe aus. Hier liegt anders als aus Abbildung 20 zunächst zu vermuten, ein negatives Platzaufkommen vor. Im Krippenbereich (vgl. Tab. 41) fehlen bereits jetzt im Jahr 2011 64 Plätze, wobei bis zum Jahr 2025 eine kontinuierliche Absenkung auf 32 fehlende Plätze prognostiziert wird. Im Hort-Bereich haben wir hingegen, wie auch der prognostizierte Bevölkerungsanstieg vermuten lässt, eine negative Entwicklung bezüglich des Platz-Defizites zu erwarten (vgl. Tab. 43). Eingeplante Plätze im Kiga-Bereich sollten langfristig so umgebaut werden, dass sie für Krippen- oder Hort-Kinder geeignet sind. Darüber hinaus besteht im Krippen- und HortBereich weiterer Handlungsbedarf, da die Kompensationsfunktion der Kindergärten nicht ausreichen wird. Kindern aus anderen Sozialdistrikten diese freien Plätze zur Verfügung zu stellen, ist nicht unbedingt empfehlenswert, da so nach wie vor ein großes Betreuungsdefizit im Hort- und Krippen-Bereich in der Innenstadt (0301) bestehen bleiben würde und in der Innenstadt geeignete Immobilien selten sind. Abbildung 20:
800 700 600 500 400 300 200 100 0 unter 3 Jahre 3-6 Jahre 6-10 Jahre

Bevölkerungsprognosen der einzelnen Altersstufen (2005 - 2025)

53

Tabelle 41:

Bedarfsfortschreibung bei den u3-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0301
Bedarfsanerkannte Plätze für Kinder unter 3 Kinder unter 3 mit Wohnsitz in Augsburg tatsächliche Bedarfseinschätzung laut Elternbefragung voraussichtlich notwendige bedarfsanerkannte Platzzahl in der Tagesbetreuung versorgte Kinder unter 3 Jahre rechnerisch zu betreuende Kinder unter 3 J. laut Bedarfsabschätzung

auf 100 Plätzen werden X Kinder betreut

Jahr 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2020 2025

484 499 545 560 562 550 543 468 431

18,0% 27,3% 38,0% 38,0% 38,0% 38,0% 38,0% 40,0% 40,0%

87 136 207 213 214 209 206 187 172

87 136

79 127 127 127 127 127 127 127 127

110,1 107,1 108,6 108,6 108,6 108,6 108,6 108,6 108,6

87 136 191 196 197 192 190 172 159

64 69 70 65 63 45 32

Tabelle 42:

Bedarfsfortschreibung bei den 3- bis 6-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0301
Kinder zwischen 3 und unter 6 Jahre mit Wohnsitz in Augsburg in der Tagesbetreuung versorgte Kinder zwischen 3 und unter 6 Jahre rechnerischer Bedarf zu betreuende Kinder voraussichtlich notwendige bedarfsanerkannte Platzzahl Bedarfsanerkannte Plätze in Kindergärten

Ziel der Vollversorgung: 95,0%

auf 100 Plätzen werden X Kinder betreut

Jahr 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2020 2025

407 419 444 489 501 527 536 489 443

121,9% 123,2% 95,0% 95,0% 95,0% 95,0% 95,0% 95,0% 95,0%

496 516 422 465 476 501 509 465 421

496 516

580 580 580 580 580 580 580 580 580

86,0 89,0 87,2 87,2 87,2 87,2 87,2 87,2 87,2

496 516 483 532 546 574 584 532 482

-97 -48 -34 -6 4 -48 -98

54

ungedeckt 0 0

ungedeckt 0 0

Tabelle 43:

Bedarfsfortschreibung bei den 6- bis 10-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0301
Kinder zwischen 6 und unter 10 J. mit Wohnsitz in Augsburg tatsächliche Bedarfseinschätzung laut Elternbefragung rechnerischer Bedarf zu betreuende Kinder Bedarfsanerkannte Hortplätze tatsächlich betreute Grundschulkinder auf 100 Plätzen werden X Kinder betreut 110,5 107,1

Jahr 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2020 2025

427 425 506 541 587 601 624 666 616

32,1% 32,0% 40,0% 40,0% 40,0% 40,0% 40,0% 50,0% 50,0%

137 136 202 216 235 240 250 333 308

137 136

124 127 127 127 127 127 127 127 127

55

6.2.2

Einzugsbereiche
Einzugsbereiche der verschiedenen Einrichtungen im Sozialdistrikt 0301
Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre

Abbildung 21:

Stadtjä gerviert Herren Firnhab Von bach, erau, Pfersee Oberha Hochfel Haunst Inninge außerh el, , usen, d, etten, n, Jakobe Texilvie Hamme alb Innenst rvorsta rtel, Lechha Hochzo rschmie Thelott Kriegsh Bärenk Univiert Göggin Göggin Berghei Augsbu adt ll de viertel aber eller el gen gen m rgs dt Spickel usen

9 7 1 2 13 14 3 4 26 9 23 12 9 1 1 9 27 8 2 2 4 5 1 6 14 3 53 11 2 91 11 181 539 65 1 5 25 125 625

Die Einzugsbereiche der Betreuungseinrichtungen sind in der Innenstadt (0301) ziemlich stark gestreut. Nicht nur die Innenstadt selbst fällt quantitativ ins Gewicht, sondern auch die benachbarten Sozialdistrikte Stadtjägerviertel, Jakobervorstadt (0302) oder Herrenbach, Spickel, Textilviertel (0303). Aber auch aus nicht unmittelbar benachbarten Sozialdistrikten suchen Kinder diese Betreuungseinrichtungen auf, so dass der Einzugsbereich alle vier Sozialregionen umfasst.

56

6.3 6.3.1

Sozialdistrikt Stadtjägerviertel, Jakobervorstadt (0302) Bevölkerungsprognosen und Bedarfsfortschreibung

Auffallend sind in Abbildung 22 die zunächst niedrigen und dann kurze Zeit später steigenden Bevölkerungsprognosen der 3- bis 6 und 6- bis 10-jährigen Kinder. Insgesamt nehmen in allen drei Alterskohorten die Bevölkerungsprognosen über den Zeitverlauf eher ab. Der auf den ersten Blick zu vermutende Plätze-Überhang bei den 3- bis 6-Jährigen bewahrheitet sich nicht. Sowohl im Krippen- als auch im Kiga-Bereich liegt ein negatives Platzaufkommen vor. Wobei hier berücksichtigt werden muss, das dieses im Kiga-Bereich ggf. gar nicht so dramatisch ausfällt, da die voraussichtlich notwendigen bedarfsanerkannten Plätze quantitativ höher berechnet sind als die eigentliche prognostizierte Kinderanzahl in dieser Altersstufe (vgl. Tab. 45). Das negative Platzaufkommen im Krippen-Bereich nimmt zudem ab dem Jahr 2014 ab (vgl. Tab. 44). Die Anzahl ungedeckter Plätze sinkt von 56 Plätzen im Jahr 2013 über 48 Plätzen im Jahr 2015 hin zu 27 Plätzen im Jahr 2025. Im Hort-Bereich lässt sich eine Verschlechterung der Betreuungssituation vermuten, da die Bevölkerungsprognosen steigend sind (vgl. Tab. 46). Es ist daher im Stadtjägerviertel, Jakobervorstadt (0302) kurz- und mittelfristiger Handlungsbedarf bezüglich der Kinderbetreuungssituation empfehlenswert. Abbildung 22:
700 600 500 400 300 200 100 0 unter 3 Jahre 3-6 Jahre 6-10 Jahre

Bevölkerungsprognosen der einzelnen Altersstufen (2005 - 2025)

57

Tabelle 44:

Bedarfsfortschreibung bei den u3-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0302
Bedarfsanerkannte Plätze für Kinder unter 3 Kinder unter 3 mit Wohnsitz in Augsburg tatsächliche Bedarfseinschätzung laut Elternbefragung voraussichtlich notwendige bedarfsanerkannte Platzzahl in der Tagesbetreuung versorgte Kinder unter 3 Jahre rechnerisch zu betreuende Kinder unter 3 J. laut Bedarfsabschätzung

auf 100 Plätzen werden X Kinder betreut

Jahr 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2020 2025

429 400 436 460 469 459 448 405 369

23,8% 27,3% 38,0% 38,0% 38,0% 38,0% 38,0% 40,0% 40,0%

102 109 166 175 178 174 170 162 148

102 109

89 113 113 113 113 113 113 113 113

114,6 96,5 105,5 105,5 105,5 105,5 105,5 105,5 105,5

102 109 157 166 169 165 161 154 140

44 53 56 52 48 41 27

Tabelle 45:

Bedarfsfortschreibung bei den 3- bis 6-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0302
Kinder zwischen 3 und unter 6 Jahre mit Wohnsitz in Augsburg in der Tagesbetreuung versorgte Kinder zwischen 3 und unter 6 Jahre rechnerischer Bedarf zu betreuende Kinder voraussichtlich notwendige bedarfsanerkannte Platzzahl Bedarfsanerkannte Plätze in Kindergärten

Ziel der Vollversorgung: 95,0%

auf 100 Plätzen werden X Kinder betreut

Jahr 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2020 2025

309 296 366 391 414 434 449 426 390

87,7% 109,5% 95,0% 95,0% 95,0% 95,0% 95,0% 95,0% 95,0%

271 324 348 371 393 412 427 405 371

271 324

362 457 457 457

75,0 71,0 72,9 72,9 72,9 72,9 72,9 72,9 72,9

271 324 477 510 540 566 585 555 508

20 53 83 109 128 98 51

     

457 457 457 457 457

58

ungedeckt 0 0

ungedeckt 0 0

Tabelle 46:

Bedarfsfortschreibung bei den 6- bis 10-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0302
Kinder zwischen 6 und unter 10 J. mit Wohnsitz in Augsburg tatsächliche Bedarfseinschätzung laut Elternbefragung Bedarfsanerkannte Hortplätze tatsächlich betreute Grundschulkinder auf 100 Plätzen werden X Kinder betreut 75,8 83,3

Jahr 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2020 2025

rechnerischer Bedarf zu betreuende Kinder

394 374 370 414 447 488 525 589 548

23,1% 33,4% 40,0% 40,0% 40,0% 40,0% 40,0% 50,0% 50,0%

91 125 148 166 179 195 210 295 274

91 125

120 150 150 150 150 150 150 150 150

59

6.3.2

Einzugsbereiche
Einzugsbereiche der verschiedenen Einrichtungen im Sozialdistrikt 0302
30 3 1 1 1 1 10 2 19 3 3 2 1

Abbildung 23:
Firnhab Von erau, Pfersee außerh Oberha Haunst Hamme , usen, etten, alb Innenst Lechha Hochzol rschmie Thelottv Kriegsh Bärenk Göggin Göggin Augsbu de rgs adt usen l iertel aber eller gen gen

Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre

11 2 4 4 1 5 25 125

Die Einzugsbereiche der Betreuungseinrichtungen sind im Sozialdistrikt Stadtjägerviertel, Jakobervorstadt (0302) weniger stark gestreut. Fraglich ist auch hier wiederrum inwieweit alle Betreuungseinrichtungen Daten über ihren Einzugsbereich zur Verfügung gestellt haben. Auffällig sind hier der relativ hohe Anteil von Kindergarten-Kindern außerhalb von Augsburg und fehlende Aussagen über Kinder aus dem Sozialdistrikt Stadtjägerviertel, Jakobervorstadt direkt.

6.4 6.4.1

Sozialdistrikt Herrenbach, Spickel, Textilviertel (0303) Bevölkerungsprognosen und Bedarfsfortschreibung

Obwohl die Kinderanzahl innerhalb der einzelnen Altersklassen relativ gleichbleibend prognostiziert wird (vgl. Abb. 24), ist die zukünftige Betreuungssituation aller Altersklassen aufgrund der schon jetzt vorherrschenden schlechten Bedingungen defizitär. In allen drei Bereichen Kiga, Krippe, Hort liegt ein negatives Platzaufkommen vor. Dies lässt sich im Krippen-

60

bereich beziffern mit 116 ungedeckten Plätzen im Jahr 20011, über 125 ungedeckten Plätzen im Jahr 2014 bis hin zu 139 ungedeckten Plätzen im Jahr 2025 (vgl. Tab. 47). Auch im Kiga- und Hort-Bereich liegt das Defizitaufkommen in allen Jahren bei etwa 160 bis 210 fehlenden Plätzen. Diese Situation dürfte sich ggf. sogar noch verschärfen, da die prognostizierten Bevölkerungszahlen zum Ende leicht steigend sind. Im Sozialdistrikt Herrenbach, Spickel, Textilviertel (0303) ist folglich ein dringender kurz- und mittelfristiger Ausbau der Betreuungssituation empfehlenswert. Abbildung 24:
700 600 500 400 300 200 100 0 unter 3 Jahre 3-6 Jahre 6-10 Jahre

Bevölkerungsprognosen der einzelnen Altersstufen (2005 - 2025)

Tabelle 47:

Bedarfsfortschreibung bei den u3-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0303
Bedarfsanerkannte Plätze für Kinder unter 3 tatsächliche Bedarfseinschätzung laut Elternbefragung Kinder unter 3 mit Wohnsitz in Augsburg auf 100 Plätzen werden X Kinder betreut rechnerisch zu betreuende Kinder unter 3 J. laut Bedarfsabschätzung in der Tagesbetreuung versorgte Kinder unter 3 Jahre voraussichtlich notwendige bedarfsanerkannte Platzzahl

Jahr 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2020 2025

513 477 465 489 493 493 491 498 512

5,3% 5,9% 38,0% 38,0% 38,0% 38,0% 38,0% 40,0% 40,0%

27 28 177 186 187 187 187 199 205

27 28

20 24 24 24

135,0 116,7 125,8 125,8 125,8 125,8 125,8 125,8 125,8

27 28 140 148 149 149 148 158 163

116 124 125 125 124 134 139

     

24 24 24 24 24

ungedeckt 0 0

61

Tabelle 48:

Bedarfsfortschreibung bei den 3- bis 6-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0303
Kinder zwischen 3 und unter 6 Jahre mit Wohnsitz in Augsburg in der Tagesbetreuung versorgte Kinder zwischen 3 und unter 6 Jahre rechnerischer Bedarf zu betreuende Kinder voraussichtlich notwendige bedarfsanerkannte Platzzahl Bedarfsanerkannte Plätze in Kindergärten

Ziel der Vollversorgung: 95,0%

auf 100 Plätzen werden X Kinder betreut

Jahr

2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2020 2025

491 463 491 488 465 463 476 480 501

67,4% 65,7% 95,0% 95,0% 95,0% 95,0% 95,0% 95,0% 95,0%

331 304 466 464 442 440 452 456 476

331 304

425 437 437 437 437 437 437 437 437

78,0 70,0 73,7 73,7 73,7 73,7 73,7 73,7 73,7

331 304 633 629 599 597 613 619 646

196 192 162 160 176 182 209

Tabelle 49:

Bedarfsfortschreibung bei den 6- bis 10-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0303
Kinder zwischen 6 und unter 10 J. mit Wohnsitz in Augsburg tatsächliche Bedarfseinschätzung laut Elternbefragung Bedarfsanerkannte Hortplätze tatsächlich betreute Grundschulkinder auf 100 Plätzen werden X Kinder betreut 98,0 72,0

Jahr 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2020 2025

rechnerischer Bedarf zu betreuende Kinder

618 629 626 636 654 656 635 623 652

7,9% 5,7% 40,0% 40,0% 40,0% 40,0% 40,0% 50,0% 50,0%

49 36 250 254 262 262 254 312 326

49 36

50 50 50 50 50 50 50 50 50

62

ungedeckt 0 0

6.4.2

Einzugsbereiche
Einzugsbereiche der verschiedenen Einrichtungen im Sozialdistrikt 0303

Abbildung 25:

Pfersee, Oberhausen, Thelottviertel Bärenkeller

Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre 1 5 25 125 625 161 4 2 1

Die Einzugsbereiche der Betreuungseinrichtungen sind im Sozialdistrikt Herrenbach, Spickel, Textilviertel (0303) weniger stark gestreut. Leider wurden nur von wenigen Einrichtungen Aussagen über die Einzugsbereiche angegeben und dies auch lediglich aus Kindergärten. Der Anteil von Kindern direkt aus dem Sozialdistrikt 0303 ist erwartungsgemäß hoch.

Herrenbach, Texilviertel, Spickel

Hochzoll

63

7

Sozialregion Süd 04

Die Sozialregion Süd setzt sich aus den Sozialdistrikten 0410 (Hochfeld, Universitätsviertel), 0411 (Haunstetten – Nord, Haunstetten – West, Haunstetten – Ost, Haunstetten – Süd, Siebenbrunn), 0412 (Göggingen – Nordwest, Göggingen – Nordost, Göggingen – Ost, Göggingen – Süd) und 0413 (Inningen, Bergheim) zusammen. In der folgenden Abbildung 26 sind die Werte der einzelnen Sozialdistrikte zusammengefasst 12 und geben einen Überblick über die gesamte Sozialregion Süd. Der Gesamtwert, der sich als Mittelwert der Belastungsindizes aus allen Indikatoren errechnet, liegt in der Sozialregion Süd mit 0,86 weit unter dem Durchschnittswert der Stadt Augsburg. Alle Sozialdistrikte bewegen sich unter bzw. in einem Fall über dem Augsburger Referenzwert: Der Sozialdistrikt Hochfeld, Universitätsviertel (0410) liegt bei 1,14, Haunstetten (0411) bei 0,80, Göggingen (0412) bei 0,82 und Inningen, Bergheim (0413) bei 0,70. Werden die einzelnen Indikatoren genauer betrachtet, dann fällt auf, dass die Sozialregion Süd den geringsten Migrationsanteil hat. Wobei auf Ebene aller 13 Augsburger Sozialdistrikte sowohl der höchste Migrationsanteil in allen drei Alterskohorten (0410) und der geringste Migrationsanteil in allen drei Alterskohorten (0413) in dieser Sozialregion zu verorten sind. Der Anteil Alleinerziehender ist in der Sozialregion Süd darüber hinaus besonders niedrig, vor allem Alleinerziehende mit drei und mehr Kindern liegen deutlich unter dem Durchschnitt Augsburgs. Auch der Anteil von Kindern in Bedarfsgemeinschaften ist abgesehen vom Sozialdistrikt Hochfeld, Universitätsviertel (0410) deutlich niedriger als im städtischen Mittel. In diesem Sozialdistrikt gibt es neben einem hohen Anteil an Kindern in Bedarfsgemeinschaften, einen hohen Anteil an Leitungsempfängern nach dem SGB II (9,8 %) und SGB III (2,2 %) und auch der Anteil Alleinerziehender (54 %) in Bedarfsgemeinschaften liegt weit über dem Augsburger Referenzwert (41,6 %). Damit einhergehend ist ein hoher Anteil an Kindern mit Kostenbefreiung zu beobachten. Darüber hinaus ist in der Sozialregion Süd sowohl bei den 0- bis 6-Jährigen (1,3 %) als auch bei den 6- bis 10-Jährigen (3,5 %) die Inanspruchnahme an HZE-Leistungen die Geringste in der Stadt Augsburg. Insgesamt kann festgehalten werden, dass in der Sozialregion Süd die Betreuungssituation im Vergleich zu den anderen Sozialregionen relativ gut aussieht. Es gibt zwar teilweise auch hier eine defizitäre Betreuungssituation, diese ist aber beispielsweise für Inningen, Bergheim im Hort-Bereich vermutlich relativ gut händelbar bzw. im Kiga-Bereich sogar mit einem Plätze-Überschuss ausgestattet. Verwunderlich ist hingegen die hohe Abwanderungsbewegung in der Sozialregion Süd, die mit -7,5 leicht über der durchschnittlichen Abwanderungsbewegung von Augsburg (-7,3) liegt und eigentlich auf eine Nicht-Attraktivität für junge Familien schließen lässt.

12 Für eine kleinräumliche Planung ist eine Betrachtung der jeweiligen Sozialdistrikte innerhalb einer Sozialregion empfehlenswert, so dass diese Werte ebenfalls ausgewiesen sind.

64

Abbildung 26:

Belastungsindizes Sozialregion Süd 04
0,58 0,49 0,51 0,70 0,93 1,04 0,38 0,34 0,31 0,63 0,84 0,62 0,96 0,44 1,34 1,24 1,26 1,15 1,26 1,27 1,36 1,36

Indikator‐I‐a: Migrantenanteil 0‐3 Jahre Indikator‐I‐b: Migrantenanteil 3‐6 Jahre Indikator‐I‐c: Migrantenanteil 6‐10 Jahre Indikator‐II‐a: Anteil 0‐3‐Jähriger Indikator‐II‐b: Anteil 3‐6‐Jähriger Indikator‐II‐c: Anteil 6‐10‐Jähriger Indikator‐III‐a: Anteil 0‐3‐Jähriger in BG`s Indikator‐III‐b: Anteil 3‐6‐Jähriger in BG`s Indikator‐III‐c: Anteil 6‐10‐Jähriger in BG`s Indikator‐IV‐a: Anteil Alleinerziehender mit 1 Kind Indikator‐IV‐b: Anteil Alleinerziehender mit 2  … … Indikator‐IV‐c: Anteil Alleinerziehender mit mind.  Indikator‐V: Anteil Alleinerziehender in BG`s Indikator‐VI‐a: Leistungsempfänger SGB II Indikator‐VI‐b: Leistungsempfänger SGB III Indikator‐VII: Arbeitslosenquote Indikator‐VIII: Wohnfläche je Einwohner Indikator‐IX: Wanderungssaldo Indikator‐X: Wahlbeteiligung Indikator XIa: Hilfen zur Erziehung 0‐6 Jahre Indikator XIb: Hilfen zur Erziehung 6‐10 Jahre Indikator XIIa: Kostenbefreiung Kinderbetreuung  … Indikator XIIb: Kostenbefreiung Kinderbetreuung  … … Indikator XIIc: Kostenbefreiung Kinderbetreuung  Gesamtindex 0,00 Sozialregion 4 0,20 0,40 0,31 0,42

1,10 1,05 1,07 1,14 1,23 1,16 1,34

1,32 0,54 0,82 0,60 0,80 1,00 1,37 1,14 1,20 1,40

Sozialdistrikt  Hochfeld, Universitätsviertel (0410) Sozialdistrikt Haunstetten (0411) Sozialdistrikt Göggingen (0412) Sozialdistrikt Inningen, Bergheim (0413)
Eigene Berechnung, Datenquelle Stadt Augsburg

65

7.1

Einzelübersicht über die Indikatoren für die einzelnen Sozialdistrikte
Indikator I: Anteil ausländischer Kinder (gesamt und zwischen 0-3, 3-6, 610 Jahren)
Sozialdistrikt a = u3 Jahre 72,9 % 56,4 % 51,4 % 33,1 % 53,5 % 57,4 % b = 3-6 Jahre 79,3 % 55,9 % 48,1 % 28,7 % 53 % 58,5 % c = 6-10 Jahre 78,5 % 50 % 40,5 % 29,2 % 49,6 % 57,8 %

Tabelle 50:
Alterskohorte

Hochfeld, Universitätsviertel Haunstetten Göggingen Inningen, Bergheim Ø Sozialregion Süd Ø Augsburger Stadtgebiet

Eigene Berechnung, Amt für Statistik und Stadtforschung, Strukturatlas der Stadt Augsburg 2010

Die Sozialregion Süd ist recht heterogen was den Migrationsanteil in den einzelnen Alterskohorten betrifft. Außer im Sozialdistrikt Hochfeld, Universitätsviertel liegt der Migrationsanteil unter dem Augsburger Durchschnittswert. Dies liegt im Wesentlichen an dem geringen Migrationsanteil der Sozialdistrikte Göggingen (0412) und Innigen, Bergheim (0413), wobei der Letztere unabhängig von der Alterskohorte den geringsten Migrationsanteil aller 13 Sozialdistrikte aufweist. Wohingegen der Sozialdistrikt Hochfeld, Universitätsviertel (0410) in allen drei Alterskohorten den höchsten Migrationsanteil aller 13 Augsburger Sozialdistrikte ausweist. Tabelle 51:
Alterskohorte Sozialdistrikt Hochfeld, Universitätsviertel Haunstetten Göggingen Inningen, Bergheim Ø Sozialregion Süd Ø Augsburger Stadtgebiet

Indikator II: Anteil u3-, 3- bis 6-, 6- bis 10-Jähriger an allen u15-Jährigen
a = u3 Jahre 22,8 % 16,6 % 21,9 % 14 % 18,8 % 20 % b = 3-6 Jahre 21,9 % 16,1 % 21,6 % 17,9 % 19,4 % 19,3 % c = 6-10 Jahre 24,3 % 29,2 % 24,2 % 27,2 % 26,2 % 26,2 %

Eigene Berechnung, Amt für Statistik und Stadtforschung, Strukturatlas der Stadt Augsburg 2010

In der Sozialregion Süd liegen die Werte der u3-Jährigen und der 3- bis 6-Jährigen in zwei Sozialdistrikten über und in zweien unter dem Augsburger Durchschnittswert. Dies stellt sich für die Alterskohorte der 6- bis 10-Jährigen genauso dar, allerdings mit vertauschten Sozialdistrikten.

66

Tabelle 52:
Alterskohorte

Indikator III: Anteil u3-Jähriger (3-6, 6-10) in Bedarfsgemeinschaften an allen u3-Jährigen (3-6, 6-10)
Sozialdistrikt a= u3 Jahre 23,7 % 12,4 % 11 % 7,2 % 13,6 % 18,8 % b = 3-6 Jahre 19,8 % 11, % 8,3 % 5,9 % 11,3 % 17,1 % c = 6-10 Jahre 19 % 9,3 % 9,7 % 4,7 % 10,7 % 15,1 %

Hochfeld, Universitätsviertel Haunstetten Göggingen Inningen, Bergheim Ø Sozialregion Süd Ø Augsburger Stadtgebiet

Eigene Berechnung, Amt für Statistik und Stadtforschung, Strukturatlas der Stadt Augsburg 2010

Die Sozialregion Süd liegt auf den ersten Blick im Durchschnitt in allen Alterskohorten weit unter dem Augsburger Durchschnitt. Auffallend sind die besonders niedrigen Werte in Inningen, Bergheim (0413), hier scheint insgesamt ein geringer Anteil an Bedarfsgemeinschaften zu bestehen, wohingegen der Sozialdistrikt Hochfeld, Universitätsviertel (0410) mit hohen Zahlen auffällt. Tabelle 53:
Anzahl Kinder Sozialdistrikt Hochfeld, Universitätsviertel Haunstetten Göggingen Inningen, Bergheim Ø Sozialregion Süd Ø Augsburger Stadtgebiet

Indikator IV: Anteil Alleinerziehender an allen Haushalten mit mindestens einem, zwei Kindern, drei und mehr Kindern unter 18 Jahren
a = ein Kind 26,3 % 23,3 % 25,9 % 16,1 % 22,9 % 23,9 % b = zwei Kinder 5,8 % 6% 5,3 % 4,9 % 5,5 % 5,7 % c = Drei und mehr Kinder 1,1 % 1% 0,8 % 0,8 % 0,9 % 1,3 %

Eigene Berechnung, Amt für Statistik und Stadtforschung, Strukturatlas der Stadt Augsburg 2010

Die Sozialregion Süd bildet eigentlich im Durchschnitt in Bezug auf den Anteil von Alleinerziehenden an allen Haushalten das Bild von Augsburg ab. Lediglich die AlleinerziehendenHaushalte mit drei und mehr Kindern fallen quantitativ positiver aus.

Indikator V: Anteil Alleinerziehender in Bedarfsgemeinschaften an allen Alleinerziehenden Der Anteil Alleinerziehender in Bedarfsgemeinschaften variiert in den einzelnen Sozialdistrikten besonders stark. Insbesondere der Sozialdistrikt Hochfeld, Universitätsviertel (0410) liegt mit 54 % weit über dem Augsburger Durchschnittswert (41,6 %). Der Sozialdistrikt Inningen, Bergheim (0413) weist hingegen mit 13,6 % einen besonders geringen Anteil von Alleinerziehenden auf. Die Werte für den Sozialdistrikt Haustetten (0411) liegen bei 36,9 % und für den Sozialdistrikt Göggingen (0412) bei 24,6 %.

67

Tabelle 54:
SGB

Indikator VI: Anzahl der LeistungsempfängerInnen (SGB II und III) an allen Einwohner/Innen zwischen 15 und 65Jahren
Sozialdistrikt a = SGB II 9,8 % 6,8 % 5,2 % 7,6 % 7,4 % 7,9 % b = SGB III 2,2 % 1,9 % 1,5 % 2,1 % 1,9 % 1,6 %

Hochfeld, Universitätsviertel Haunstetten Göggingen Inningen, Bergheim Ø Sozialregion Süd Ø Augsburger Stadtgebiet

Eigene Berechnung, Amt für Statistik und Stadtforschung, Strukturatlas der Stadt Augsburg 2010

Die Sozialregion Süd entspricht im Wesentlichen dem Augsburger Durchschnitt. Auffallend ist jedoch in der Einzelbetrachtung der Sozialdistrikt Hochfeld, Universitätsviertel (0410), der quantitativ sehr viel höhere Transferleistungen aufweist. Sowohl die Inanspruchnahme von SGB II (9,8 %) als auch von SGB III (2,2 %) fällt höher aus. Die Sozialdistrikte Haunstetten (0411) und Göggingen (0412) fallen hingegen durch eine relativ geringe SGB-IIInanspruchnahme auf.

Indikator VII: Arbeitslosenquote Die Arbeitslosenquote variiert in den einzelnen Sozialdistrikten besonders stark. Über die geringste Arbeitslosenquote verfügt Inningen, Bergheim (0413) mit 2,5 %. Der Sozialdistrikt Hochfeld, Universitätsviertel (0410) weist eine Arbeitslosenquote von 6,0 % aus, die fast dem Durchschnittswert von Augsburg (6,1 %) entspricht. Der Sozialdistrikt Göggingen (0412) mit 4,1 % und der Sozialdistrikt Haunstetten (0411) mit 4,8 % liegen ebenfalls unter dem Augsburger Durchschnitt.

Indikator VIII: Wohnfläche je Einwohner/In pro m² Die durchschnittliche Wohnraumversorgung pro Einwohner variiert zwischen den einzelnen Sozialdistrikten besonders stark. Die Wohnfläche pro Einwohner fällt im Sozialdistrikt Hochfeld, Universitätsviertel (0410) mit 35,7 m² am niedrigsten aus und liegt unter der durchschnittlichen Augsburger Wohnraumversorgung (39,1 m²). Auch der Sozialdistrikt Göggingen (0412) liegt mit 37,8 m² unter dem Augsburger Durchschnittswert. Der Sozialdistrikt Haunstetten (0411) mit 41,6 m² und der Sozialdistrikt Inningen, Bergheim (0413) mit 44,5 m² liegen hingegen über der durchschnittlichen Augsburger Wohnraumversorgung pro Einwohner.

Indikator IX: Wanderungssaldo der 0- bis 10-Jährigen (Bezogen auf die Zu-und Abwanderungen Stadt Augsburg, Landkreis Augsburg und Landkreis Aichach-Friedberg) In allen vier Sozialdistrikten liegt eine Abwanderungsbewegung vor. Drei davon liegen weit über der durchschnittlichen Abwanderungsbewegung von Augsburg (-7,3), so dass sich

68

schlussfolgern lässt, dass die Sozialregion Süd mit einer durchschnittlichen Abwanderungsbewegung von -7,5 für junge Familien nicht besonders attraktiv ist. Der Sozialdistrikt Hochfeld, Universitätsviertel (0410) weist eine Abwanderung von -7,5 aus, der Sozialdistrikt Göggingen (0412) sogar eine von -9 und Inningen, Bergheim (0413) eine von -8,5. Lediglich im Sozialdistrikt Haunstetten (0411) liegt mit einer Abwanderungsbewegung von -5 unter dem Augsburger Durchschnitt.

Indikator X: Wahlbeteiligung – Kommunalwahl Die Wahlbeteiligung an Kommunalwahlen als Indikator für die gesellschaftliche Partizipation variiert in den einzelnen Sozialdistrikten weniger stark. Lediglich der Sozialdistrikt Inningen, Bergheim (0413) fällt mit 54,6 % positiv aus der Reihe und liegt sogar weit über dem Augsburger Durchschnitt von 40,6 %. Die Sozialdistrikte 0410, 0411 und 0412 liegen unter diesem Durchschnittswert: Der Sozialdistrikt Hochfeld, Universitätsviertel (0410) verfügt über eine Wahlbeteiligung von 36 %, der Sozialdistrikt Haunstetten (0411) und der Sozialdistrikt Göggingen (0412) jeweils von 34,3 %. Tabelle 55:
Alterskohorte Sozialdistrikt Hochfeld, Universitätsviertel Haunstetten Göggingen Inningen, Bergheim Ø Sozialregion Süd Ø Augsburger Stadtgebiet

Indikator XI: Hilfen zur Erziehung nach Alterskohorten u6, 6 – 10 Jahre
a = u6 Jahre 2,1 % 0,9% 2,3 % Kein Wert 1,3 % 2,3 %
13

b = 6-10 Jahre 4,4 % 2,9 % 4,6 % 2,0 % 3,5 % 4,8 %

Eigene Berechnung, Amt für Statistik und Stadtforschung, Strukturatlas der Stadt Augsburg 2010

In der Sozialregion Süd liegen sowohl bei den 0- bis 6-Jährigen (1,3 %) als auch bei den 6bis 10-Jährigen (3,5 %) die geringsten Inanspruchnahmen an HZE-Leistungen vor, die auch weit unter den Augsburger Referenzwerten sind. Zurückzuführen ist dies auf die auffallend geringen Beanspruchungen von HZE-Leistungen im Vorschulalter in dem Sozialdistrikt Haunstetten (0411) bzw. im Alter der 6- bis 10-Jährigen in Innigen Bergheim (0413). Auch im Alter der 6- bis 10-Jährigen ist in Haunstetten der HZE-Anteil relativ gering. Ansonsten bildet diese Sozialregion im Wesentlichen den Augsburger Durchschnitt ab. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass für den Sozialdistrikt 0413 kein Wert im Bereich der HZE-Leistungen im Vorschulalter ausgewiesen ist und somit der Durchschnittswert für die Sozialregion Süd in seiner Aussagekraft ein wenig entkräftet wird.

13 In Innigen, Bergheim waren keine HZE-Leistungen im Vorschulalter ausgewiesen.

69

Tabelle 56:
Alterskohorte

Indikator XII: Befreiung von Kosten der Kindertagesbetreuung nach Alterskohorten u3, 3 – 6 und 6 – 10 Jahre
Sozialdistrikt a = u3 Jahre 0,4 % Kein Wert 0,2 % Kein Wert 0,1 % 0,4 %
15 14

b = 3-6 Jahre 22,3 % 10,5 % 10,2 % 5,2 % 12,1 % 16,9 %

c = 6-10 Jahre 6,4 % 1,9 % 3,8 % 2,5 % 3,6 % 4,7 %

Hochfeld, Universitätsviertel Haunstetten Göggingen Inningen, Bergheim Ø Sozialregion Süd Ø Augsburger Stadtgebiet

Eigene Berechnung, Amt für Statistik und Stadtforschung, Strukturatlas der Stadt Augsburg 2010

Alle vier Sozialdistrikte weisen auf den ersten Blick in allen drei Alterskohorten besonders selten Kostenbefreiungen für die Kinderbetreuung auf. Insbesondere im Kiga-Bereich liegt die Kostenbefreiungsrate in drei von vier Sozialdistrikten unter dem Augsburger Durchschnitt (16,9 %). Auffällig hoch ist allerdings in dieser Alterskohorte die Kostenbefreiungsrate des Sozialdistriktes Hochfeld, Universitätsviertel (0410) mit 22,3 %. Auch im Bereich der 6- bis 10-Jährigen ist diese im Sozialdistrikt 0410 überdurchschnittlich hoch (6,4 %).

7.2 7.2.1

Sozialdistrikt Hochfeld, Universitätsviertel (0410) Bevölkerungsprognosen und Bedarfsfortschreibung

Die Bevölkerungsprognosen sind relativ gleichbleibend und sinken zum Ende der Prognose in allen drei Altersklassen ein wenig ab (vgl. Abb. 27). Eine Verbesserung der Betreuungssituation lässt sich vermuten. Die Zahlen spiegeln dieses ebenfalls wieder, sowohl im Krippenals auch im Kigabereich nimmt das Defizitaufkommen an Plätzen quantitativ ab, bleibt jedoch immer noch negativ. Vor allem im Kiga-Bereich lässt sich rein rechnerisch ab dem Jahr 2015 eine positive Entwicklung abbilden. Die Anzahl ungedeckter Plätze geht von 84 Plätzen im Jahr 2011 über 105 Plätze im Jahr 2014 hin zu 19 Plätzen im Jahr 2025 (vgl. Tab. 58). Im Krippenbereich ist die quantitative Reduzierung fehlender Plätze nicht ganz so erfolgreich (vgl. Tab. 57). Im Hortbereich ist eine hohe defizitäre Betreuungssituation zu vermuten, da die Anzahl an bedarfsanerkannten Hortplätzen besonders gering ist (vgl. Tab. 59). Als Orientierung kann die Diskrepanz zwischen dem bedarfsanerkannten und dem rechnerisch ermittelten Bedarf an Plätzen herangezogen werden. Ein intensives und verschärftes Monitoring ist bei der Bedarfsplanung empfehlenswert Auch wenn positive Entwicklungen im Krippen- und Kiga-Bereich zu vermuten sind, ist für alle drei Altersklassen eine kurz- und langfristige Verbesserung der Betreuungssituation anzustreben.

14 Datenschutz. 15 Datenschutz.

70

Abbildung 27:
700 600 500 400 300 200 100 0

Bevölkerungsprognosen der einzelnen Altersstufen (2005 - 2025)

unter 3 Jahre 3-6 Jahre 6-10 Jahre

Tabelle 57:

Bedarfsfortschreibung bei den u3-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0410
Bedarfsanerkannte Plätze für Kinder unter 3 Kinder unter 3 mit Wohnsitz in Augsburg tatsächliche Bedarfseinschätzung laut Elternbefragung in der Tagesbetreuung versorgte Kinder unter 3 Jahre rechnerisch zu betreuende Kinder unter 3 J. laut Bedarfsabschätzung voraussichtlich notwendige bedarfsanerkannte Platzzahl

auf 100 Plätzen werden X Kinder betreut

Jahr 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2020 2025

514 519 520 501 502 499 497 460 435

9,7% 18,3% 38,0% 38,0% 38,0% 38,0% 38,0% 40,0% 40,0%

50 95 198 190 191 190 189 184 174

50 95

50 86 86 86 86 86 86 86 86

100,0 110,5 105,2 105,2 105,2 105,2 105,2 105,2 105,2

50 95 188 181 181 180 179 175 165

102 95 95 94 93 89 79

ungedeckt 0 0

71

Tabelle 58:

Bedarfsfortschreibung bei den 3- bis 6-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0410
Kinder zwischen 3 und unter 6 Jahre mit Wohnsitz in Augsburg in der Tagesbetreuung versorgte Kinder zwischen 3 und unter 6 Jahre rechnerischer Bedarf zu betreuende Kinder voraussichtlich notwendige bedarfsanerkannte Platzzahl Bedarfsanerkannte Plätze in Kindergärten

Ziel der Vollversorgung: 95,0%

auf 100 Plätzen werden X Kinder betreut

Jahr 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2020 2025

487 501 484 501 499 499 482 465 438

83,0% 80,4% 95,0% 95,0% 95,0% 95,0% 95,0% 95,0% 95,0%

404 403 460 476 474 474 458 442 416

404 403

600 600 600 600 600 600 600 600 600

67,0 67,0 67,3 67,3 67,3 67,3 67,3 67,3 67,3

404 403 684 708 705 705 681 657 619

84 108 105 105 81 57 19

Tabelle 59:

Bedarfsfortschreibung bei den 6- bis 10-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0410
Kinder zwischen 6 und unter 10 J. mit Wohnsitz in Augsburg tatsächliche Bedarfseinschätzung laut Elternbefragung Bedarfsanerkannte Hortplätze tatsächlich betreute Grundschulkinder auf 100 Plätzen werden X Kinder betreut 452,0 468,0

Jahr 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2020 2025

rechnerischer Bedarf zu betreuende Kinder

588 555 607 625 636 640 646 618 594

19,2% 21,1% 40,0% 40,0% 40,0% 40,0% 40,0% 50,0% 50,0%

113 117 243 250 254 256 258 309 297

113 117

25 25 25 25 25 25 25 25 25

72

ungedeckt 0 0

7.2.2

Einzugsbereiche
Einzugsbereiche der verschiedenen Einrichtungen im Sozialdistrikt 0410

Abbildung 28:

Von Haunstet außerhal Pfersee, Hochfeld ten, Inningen, b Thelottvi Kriegsha , Innensta Lechhau Gögging Gögging Berghei Augsbur dt sen Hochzoll ertel ber Univiertel en en m gs

Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre

2 14

2 6 5 1 9 120 369 10 2 3 2 2 4 1 2

3 1

1

5

25

125

625

Die Einzugsbereiche der Betreuungseinrichtungen sind im Sozialdistrikt Hochfeld, Universitätsviertel relativ stark gestreut. Der Einzugsbereich umfasst alle vier Sozialregionen. Auch aus nicht unmittelbar benachbarten Sozialdistrikten suchen Kinder die Betreuungseinrichtungen auf. Die meisten Kinder kommen erwartungsgemäß direkt aus dem Sozialdistrikt Hochfeld, Universitätsviertel.

7.3 7.3.1

Sozialdistrikt Haunstetten (0411) Bevölkerungsprognosen und Bedarfsfortschreibung

Die auf den ersten Blick assoziierte Mutmaßung, dass zumindest übergangsweise in den Jahren 2011 bis 2013 frei werdende Krippen- oder Hortplätze in Kiga-Plätze umgebaut werden könnten, wird mit den Tabellen 60 und 61 nicht bestätigt. Die Betreuungssituation ist

73

genau andersherum, im Krippenbereich haben wir ein Platzdefizit und im Kiga-Bereich zumindest übergangsweise einen positiven Wert an Betreuungsplätzen. Bei den u3-Jährigen liegt immer ein Platzdefizit von etwa 177 bis 206 Plätzen vor (vgl. Tab. 60). In der Kiga ist zumindest in den Jahren 2014 bis 2020 ein Überschuss an Plätzen zu erwarten, der quantitativ im Jahr 2014 bei 13 freien Plätzen, im Jahr 2015 bei 39 freien Plätzen und im Jahr 2020 bei 4 freien Plätzen liegt. Zumindest in den Jahren 2014 und 2015 können ein paar fehlende Plätze in den anderen Altersklassen kompensiert bzw. mehr Kinder aus anderen Sozialdistrikten Betreuungsplätze ermöglicht werden. Im Hort-Bereich liegt ebenfalls ein negatives Platzaufkommen vor (vgl. Tab. 62), welcher mit den Jahren vermutlich weiter ansteigen wird. Auch wenn zwischenzeitliche positive Kompensationsfunktionen im Kiga-Bereich zu vermuten sind, ist für alle drei Altersklassen eine kurz- und mittelfristige Verbesserung der Betreuungssituation empfehlenswert. Abbildung 29:
900 800 700 600 500 400 300 200 100 0 unter 3 Jahre 3-6 Jahre 6-10 Jahre

Bevölkerungsprognosen der einzelnen Altersstufen (2005 - 2025)

74

Jahr

Tabelle 61:

Tabelle 60:

2025 576 598 593 593 576 567 559 555 585 593 543 Kinder zwischen 3 und unter 6 Jahre mit Wohnsitz in Augsburg 8,1% 9,6% 40,0% 40,0% 38,0% 38,0% 38,0% 38,0% 38,0% Ziel der Vollversorgung: 95,0% Kinder unter 3 mit Wohnsitz in Augsburg 91,3% 91,8% tatsächliche Bedarfseinschätzung laut Elternbefragung 48 52 526 549 237 237 219 215 212 211 222 rechnerischer Bedarf zu betreuende Kinder rechnerisch zu betreuende Kinder unter 3 J. laut Bedarfsabschätzung 48 52 526 549 in der Tagesbetreuung versorgte Kinder zwischen 3 und unter 6 Jahre in der Tagesbetreuung versorgte Kinder unter 3 Jahre 55 55 55 55 55 55 55 55 55 713 688 Bedarfsanerkannte Plätze in Kindergärten Bedarfsanerkannte Plätze für Kinder unter 3 74,0 80,0 90,9 90,9 90,9 90,9 90,9 90,9 90,9 87,3 94,5 auf 100 Plätzen werden X Kinder betreut auf 100 Plätzen werden X Kinder betreut 48 52 526 549 261 261 241 237 234 232 245 voraussichtlich notwendige bedarfsanerkannte Platzzahl voraussichtlich notwendige bedarfsanerkannte Platzzahl 0 0 0 0 206 206 186 182 179 177 190

2020

2015

2014

2013

2012

2011

2010

Jahr 2009

2025

2020

2015

2014

2013

2012

2011

2010

2009

579

573

545

566

577

592

563

Bedarfsfortschreibung bei den u3-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0411

Bedarfsfortschreibung bei den 3- bis 6-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0411

95,0% ungedeckt ungedeckt

95,0%

95,0%

95,0%

95,0%

95,0%

95,0%

550

544

518

538

548

562

535

713

713

713

713

713

713

713

76,8

76,8

76,8

76,8

76,8

76,8

76,8

716

709

674

700

714

732

697

19

-39

-13

-16

-4

3

1

75

Tabelle 62:

Bedarfsfortschreibung bei den 6- bis 10-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0411
Kinder zwischen 6 und unter 10 J. mit Wohnsitz in Augsburg tatsächliche Bedarfseinschätzung laut Elternbefragung Bedarfsanerkannte Hortplätze tatsächlich betreute Grundschulkinder auf 100 Plätzen werden X Kinder betreut 98,5 124,3

Jahr 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2020 2025

rechnerischer Bedarf zu betreuende Kinder

868 822 785 765 754 747 755 732 757

15,1% 16,2% 40,0% 40,0% 40,0% 40,0% 40,0% 50,0% 50,0%

131 133 314 306 302 299 302 366 379

131 133

133 107 107 107 107 107 107 107 107

76

7.3.2

Einzugsbereiche
Einzugsbereiche der verschiedenen Einrichtungen im Sozialdistrikt 0411
1 13 4 43 6 10 54 1 153 531 42 3 51 3 1 2 2 2 1 1 1 5 25 125 625

Abbildung 30:

Haunstette Pfersee, n, Von Thelottvier Kriegshab Hochfeld, Gögginge Gögginge Inningen, außerhalb er Univiertel n Bergheim Augsburgs Hochzoll tel n

Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre

Die Einzugsbereiche der Betreuungseinrichtungen sind im Sozialdistrikt Haunstetten (0411) relativ stark gestreut. Der Einzugsbereich umfasst alle Sozialregionen, außer der Sozialregion Mitte. Auch aus nicht unmittelbar benachbarten Sozialdistrikten suchen Kinder diese Betreuungseinrichtungen auf. Die meisten Kinder kommen erwartungsgemäß direkt aus dem Sozialdistrikt Haunstetten.

7.4 7.4.1

Sozialdistrikt Göggingen (0412) Bevölkerungsprognosen und Bedarfsfortschreibung

Die auf den ersten Blick assoziierte Mutmaßung, dass Kiga-Plätze in Krippen- oder Hortplätze umgebaut werden könnten, wird auch in der Bedarfsfortschreibung der 3- bis 6-Jährigen (vgl. Tab. 64) bestätigt. In den Jahren 2011 bis 2015 ist das Platzaufkommen positiv. Es liegt ein Platz-Überschuss von 2 Plätzen im Jahr 2011, über 24 Plätze im Jahr 2012 hin zu 16 Plätzen im Jahr 2015 vor. Auffällig ist hier der hohe Wandel zum Jahr 2020, in dem dann

77

plötzlich 30 Plätze fehlen. Im Krippen-Bereich ist das Platzaufkommen aufgrund der steigenden Bevölkerungsprognosen der u3-Kinder und der relativ geringen Anzahl bedarfsanerkannter Plätze negativ (vgl. Tab. 63). Hier liegt immer ein Bedarf an ca. 55 bis 80 Plätzen vor. Im Hort-Bereich lässt sich ebenfalls eine stark defizitäre Betreuungssituation vermuten, da die Anzahl an bedarfsanerkannten Hortplätzen besonders gering ist (vgl. Tab. 65). Als Orientierung kann die Diskrepanz zwischen dem bedarfsanerkannten und dem rechnerisch ermittelten Bedarf an Plätzen herangezogen werden. Ein intensives und verschärftes Monitoring ist bei der Bedarfsplanung empfehlenswert Auch wenn zwischenzeitliche positive Kompensationsfunktionen im Kiga-Bereich zu vermuten sind, ist für alle drei Alterskohorten eine kurz- und mittelfristige Verbesserung der Betreuungssituation anzustreben. Abbildung 31:
700 600 500 400 300 200 100 0 unter 3 Jahre 3-6 Jahre 6-10 Jahre

Bevölkerungsprognosen der einzelnen Altersstufen (2005 - 2025)

78

Jahr

Tabelle 63:

Tabelle 64:

2025 423 510 519 490 478 472 455 450 425 425 Kinder zwischen 3 und unter 6 Jahre mit Wohnsitz in Augsburg Kinder unter 3 mit Wohnsitz in Augsburg 99,3% 40,0% 40,0% 38,0% 38,0% 38,0% 38,0% 38,0% 24,7% 18,6% Ziel der Vollversorgung: 95,0% tatsächliche Bedarfseinschätzung laut Elternbefragung 79 420 204 208 186 182 179 173 171 105 rechnerischer Bedarf zu betreuende Kinder rechnerisch zu betreuende Kinder unter 3 J. laut Bedarfsabschätzung 79 420 105 in der Tagesbetreuung versorgte Kinder zwischen 3 und unter 6 Jahre in der Tagesbetreuung versorgte Kinder unter 3 Jahre 75 63 75 75 75 75 75 75 75 616 Bedarfsanerkannte Plätze in Kindergärten Bedarfsanerkannte Plätze für Kinder unter 3 125,4 132,7 132,7 132,7 132,7 132,7 132,7 132,7 140,0 68,0 auf 100 Plätzen werden X Kinder betreut auf 100 Plätzen werden X Kinder betreut 79 105 154 156 140 137 135 130 129 420 voraussichtlich notwendige bedarfsanerkannte Platzzahl voraussichtlich notwendige bedarfsanerkannte Platzzahl 0 0 0 79 81 65 62 60 55 54

2020

2015

2014

2013

2012

2011

2010

2009

2025

2020

2015

2014

2013

2012

2011

2010

Jahr 2009

484

485

452

449

450

446

462

450

Bedarfsfortschreibung bei den u3-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0412

Bedarfsfortschreibung bei den 3- bis 6-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0412

95,0% ungedeckt ungedeckt

95,0%

95,0%

95,0%

95,0%

95,0%

95,0%

97,8%

460

461

429

427

428

424

439

440

440

646

646

646

646

646

646

646

646

68,1

68,1

68,1

68,1

68,1

68,1

68,1

68,0

675

676

630

626

627

622

644

440

0

-2

-16

-20

-19

-24

29

30

79

Tabelle 65:

Bedarfsfortschreibung bei den 6- bis 10-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0412
Kinder zwischen 6 und unter 10 J. mit Wohnsitz in Augsburg tatsächliche Bedarfseinschätzung laut Elternbefragung Bedarfsanerkannte Hortplätze tatsächlich betreute Grundschulkinder auf 100 Plätzen werden X Kinder betreut 272,4 241,4

Jahr 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2020 2025

rechnerischer Bedarf zu betreuende Kinder

539 526 574 620 611 613 614 622 620

14,7% 13,3% 40,0% 40,0% 40,0% 40,0% 40,0% 50,0% 50,0%

79 70 230 248 244 245 246 311 310

79 70

29 29 29 29 29 29 29 29 29

80

7.4.2

Einzugsbereiche
Einzugsbereiche der verschiedenen Einrichtungen im Sozialdistrikt 0412
Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre

Abbildung 32:

Stadtjä gerviert Herren Firnhab Von bach, erau, Pfersee Oberha Hochfel Haunst Inninge außerh el, , usen, d, etten, n, Jakobe Texilvie Hamme alb Innenst rvorsta rtel, Lechha Hochzo rschmie Thelott Kriegsh Bärenk Univiert Göggin Göggin Berghei Augsbu adt Spickel usen ll de viertel aber eller el gen gen m rgs dt

36 3 1 2 3 77 398 62 5 4 9 8 7 3 1 1 10 15 1 6 1 4 3 1 3

7 1 5 25 125 625

Die Einzugsbereiche der Betreuungseinrichtungen sind in Göggingen (0412) ziemlich stark gestreut. Göggingen selbst fällt quantitativ am meisten ins Gewicht. Auffällig ist, dass auch Kinder aus nicht benachbarten Sozialdistrikten diese Betreuungseinrichtungen aufsuchen, so dass der Einzugsbereich alle vier Sozialregionen umfasst.

81

7.5 7.5.1

Sozialdistrikt Inningen, Bergheim (0413) Bevölkerungsprognosen und Bedarfsfortschreibung

Durch die geringe Anzahl an Plätzen im Krippenbereich (vgl. Tab. 66), ist ein Ausbau des Selben zu empfehlen. Der Korrekturfaktor sollte hier über die Jahre angepasst werden, da durch die geringe Platzzahl seine Aussagekraft schwindet. Im Bereich der Kiga-Plätze, die im Jahr 2011 mit 27 Plätzen, im Jahr 2015 mit 66 Plätzen und im Jahr 2025 mit 28 Plätzen zu beziffern sind, stellt sich die Lage entspannter dar. Zu beachten ist hierbei jedoch der mit den Jahren sinkende Platz-Überschuss im Kiga-Bereich. Dies lässt sich durch die steigenden Bevölkerungsprognosen begründen, welche sich ebenfalls auch bei den u3-jährigen abzeichnen, so dass sich dort die Betreuungssituation vermutlich auch weiter verschlechtern wird. Im Hort-Bereich lässt sich anhand der Bevölkerungsprognosen, eine zunächst bessere und dann wieder schlechtere Betreuungssituation vermuten (vgl. Abb. 33). Insgesamt ist dieser Sozialdistrikt mit einer der besten Betreuungssituation ausgestattet, wobei auch hier vor allem im Krippenbereich kurz- und mittelfristig ein Ausbau notwendig ist. Eine Erweiterung der Einzugsbereiche (vgl. Abb. 34) durch Kinder aus anderen Sozialdistrikten und somit eine Verbesserung von deren Betreuungssituationen ist darüber hinaus nur bedingt zu empfehlen. Abbildung 33:
300 250 200 150 100 50 0 unter 3 Jahre 3-6 Jahre 6-10 Jahre

Bevölkerungsprognosen der einzelnen Altersstufen (2005 - 2025)

82

Tabelle 66:

Tabelle 67:

2025 2025 2020 2015 2014 2013 2012 2011 2010 Jahr 2009 168 188 193 177 169 150 145 144 136 140 153 169 Kinder zwischen 3 und unter 6 Jahre mit Wohnsitz in Augsburg 5,2% 4,7% 40,0% 40,0% 38,0% 38,0% 38,0% 38,0% 38,0% Ziel der Vollversorgung: 95,0% Kinder unter 3 mit Wohnsitz in Augsburg 95,0% 96,3% 91,7% tatsächliche Bedarfseinschätzung laut Elternbefragung 8 8 71 68 57 55 55 52 53 160 181 177 rechnerischer Bedarf zu betreuende Kinder rechnerisch zu betreuende Kinder unter 3 J. laut Bedarfsabschätzung 8 8 181 177 in der Tagesbetreuung versorgte Kinder zwischen 3 und unter 6 Jahre in der Tagesbetreuung versorgte Kinder unter 3 Jahre 4 4 4 4 4 4 4 4 4 247 247 247 Bedarfsanerkannte Plätze in Kindergärten Bedarfsanerkannte Plätze für Kinder unter 3 200,0 200,0 200,0 200,0 200,0 200,0 200,0 200,0 200,0 72,5 73,0 72,0 auf 100 Plätzen werden X Kinder betreut auf 100 Plätzen werden X Kinder betreut 8 8 35 34 29 28 27 26 27 220 181 177 voraussichtlich notwendige bedarfsanerkannte Platzzahl voraussichtlich notwendige bedarfsanerkannte Platzzahl 31 30 25 24 23 22 23 0 0 0 0

2020

2015

2014

2013

2012

2011

2010

Jahr 2009

167

155

138

142

140

154

Bedarfsfortschreibung bei den u3-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0413

Bedarfsfortschreibung bei den 3- bis 6-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0413

95,0% -27 ungedeckt ungedeckt

95,0%

95,0%

95,0%

95,0%

95,0%

159

147

131

135

133

146

247

247

247

247

247

247

72,5

72,5

72,5

72,5

72,5

72,5

219

203

181

186

184

202

-28

-44

-66

-61

-63

-45

83

Tabelle 68:

Bedarfsfortschreibung bei den 6- bis 10-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0413
Kinder zwischen 6 und unter 10 J. mit Wohnsitz in Augsburg tatsächliche Bedarfseinschätzung laut Elternbefragung Bedarfsanerkannte Hortplätze tatsächlich betreute Grundschulkinder auf 100 Plätzen werden X Kinder betreut 103,8 76,6 32 0 0 4 0 0 1 0 0 5 10 15 20 25 30 35

Jahr 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2020 2025

rechnerischer Bedarf zu betreuende Kinder

310 297 255 252 236 217 215 192 210

17,4% 19,9% 40,0% 40,0% 40,0% 40,0% 40,0% 50,0% 50,0%

54 59 102 101 94 87 86 96 105

54 59

52 77 77 77 77 77 77 77 77

7.5.2

Einzugsbereiche
Einzugsbereiche der verschiedenen Einrichtungen im Sozialdistrikt 0413
0

Abbildung 34:

Inningen, Bergheim

Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre Grundschüler/innen Kindergartenalter Unter 3 Jahre

Bei der grafischen Darstellung der Einzugsbereiche ist in Inningen, Bergheim (0413) zu berücksichtigen, dass nicht alle Betreuungseinrichtungen dieses Sozialdistriktes Angaben über ihre Einzugsbereiche gemacht haben. Aussagen über die Streuung sind daher nicht gegeben.

84

Hochzoll

Göggingen

Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1:   Darstellung des Ausbaubedarfs an Betreuungsplätzen für u3-Jährige Abbildung 2:   Darstellung des Ausbaubedarfs an Betreuungsplätzen für 3- bis 6-Jährige Abbildung 3:   Belastungsindex der Stadt Augsburg Abbildung 4:   Darstellung des Belastungsindex für die Stadt Augsburg Abbildung 5:   Belastungsindizes Sozialregion Ost 01 Abbildung 6:   Bevölkerungsprognosen der einzelnen Altersstufen (2005 bis 2025) Abbildung 7:  Einzugsbereiche der verschiedenen Einrichtungen im Sozialdistrikt 0104 Abbildung 8:   Bevölkerungsprognosen der einzelnen Altersstufen (2005 - 2025) Abbildung 9:   Einzugsbereiche der verschiedenen Einrichtungen im Sozialdistrikt 0105 Abbildung 10:   Bevölkerungsprognosen der einzelnen Altersstufen Abbildung 11:   Einzugsbereiche der verschiedenen Einrichtungen im Sozialdistrikt 0106 Abbildung 12:   Belastungsindizes Sozialregion Nord-West Abbildung 13:   Bevölkerungsprognosen der einzelnen Altersstufen (2005 – 2025) Abbildung 14:   Einzugsbereiche der verschiedenen Einrichtungen im Sozialdistrikt 0207 Abbildung 15:   Bevölkerungsprognosen der einzelnen Altersstufen (2005 - 2025) Abbildung 16:   Einzugsbereiche der verschiedenen Einrichtungen im Sozialdistrikt 0208 Abbildung 17:   Bevölkerungsprognosen der einzelnen Altersstufen (2005 - 2025) Abbildung 18:   Einzugsbereiche der verschiedenen Einrichtungen im Sozialdistrikt 0209 Abbildung 19:   Belastungsindizes Sozialregion Mitte 03 Abbildung 20:   Bevölkerungsprognosen der einzelnen Altersstufen (2005 - 2025) Abbildung 21:   Einzugsbereiche der verschiedenen Einrichtungen im Sozialdistrikt 0301 Abbildung 22:   Bevölkerungsprognosen der einzelnen Altersstufen (2005 - 2025) Abbildung 23:   Einzugsbereiche der verschiedenen Einrichtungen im Sozialdistrikt 0302 Abbildung 24:   Bevölkerungsprognosen der einzelnen Altersstufen (2005 - 2025) Abbildung 25:   Einzugsbereiche der verschiedenen Einrichtungen im Sozialdistrikt 0303 Abbildung 26:   Belastungsindizes Sozialregion Süd 04 Abbildung 27:   Bevölkerungsprognosen der einzelnen Altersstufen (2005 - 2025) Abbildung 28:   Einzugsbereiche der verschiedenen Einrichtungen im Sozialdistrikt 0410 Abbildung 29:   Bevölkerungsprognosen der einzelnen Altersstufen (2005 - 2025) Abbildung 30:   Einzugsbereiche der verschiedenen Einrichtungen im Sozialdistrikt 0411 Abbildung 31:   Bevölkerungsprognosen der einzelnen Altersstufen (2005 - 2025) Abbildung 32:   Einzugsbereiche der verschiedenen Einrichtungen im Sozialdistrikt 0412 Abbildung 33:   Bevölkerungsprognosen der einzelnen Altersstufen (2005 - 2025) Abbildung 34:   Einzugsbereiche der verschiedenen Einrichtungen im Sozialdistrikt 0413 6  7  11  12  14  19  21  22  24  25  27  30  35  38  39  42  43  46  48  53  56  57  60  61  63  65  71  73  74  77  78  81  82  84 

85

Tabellenverzeichnis
Tabelle 1:   Tabelle 2:   Tabelle 3:   Tabelle 4:   Tabelle 5:   Tabelle 6:  Tabelle 7:   Tabelle 8:   Tabelle 9:   Tabelle 10:   Tabelle 11:  Tabelle 12:   Tabelle 13:   Tabelle 14:   Tabelle 15:  Tabelle 16:   Tabelle 17:   Tabelle 18:   Tabelle 19:   Tabelle 20:   Tabelle 21:   Tabelle 22:   Tabelle 23:   Tabelle 24:   Indikatorenset – Soziodemografische Daten (Teil 1) Indikator I: Migrationsanteil der Alterskohorte Indikator II: Anteil aller 0-3, 3-6, 6-10-Jährigen an allen u15-Jährigen Indikator III: Anteil 0-3, 3-6, 6-10 Jahre in Bedarfsgemeinschaften an allen u3-Jährigen bzw. 3-6, 6-10-Jährigen Indikator IV: Anteil Alleinerziehender an allen Haushalten mit mindestens einem zwei Kindern, drei und mehr Kindern unter 18 Jahren Indikator VI: Anzahl der LeistungsempfängerInnen (SGB II und SGB III) an allen Einwohner/Innen zwischen 15 und 65Jahren Indikator XI: Hilfen zur Erziehung nach Alterskohorten 0-6, 6-10 Jahre Indikator XII: Befreiung von Kosten der Kindertagesbetreuung nach Alterskohorten 0-3, 3-6, 6-10 Jahre Bedarfsfortschreibung bei den u3-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0104 Bedarfsfortschreibung bei den 3- bis 6-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0104 Bedarfsfortschreibung bei den 6- bis 10-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0104 Bedarfsfortschreibung bei den u3-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0105 Bedarfsfortschreibung bei den 3- bis 6-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0105 Bedarfsfortschreibung bei den 6- bis 10-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0105 Bedarfsfortschreibung bei den u3-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0106 Bedarfsfortschreibung bei den 3- bis 6-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0106 Bedarfsfortschreibung bei den 6- bis 10-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0106 Indikator I: Migrationsanteil der Alterskohorte Indikator II: Anteil u3-, 3- bis 6-, 6- bis 10-Jähriger an allen u15-Jährigen Indikator III: Anteil 0-3, 3-6, 6-10 Jahre in Bedarfsgemeinschaften an allen u3-Jährigen bzw. 3-6, 6-10-Jährigen Indikator IV: Anteil Alleinerziehender an allen Haushalten mit mindestens einem, zwei Kindern, drei und mehr Kindern unter 18 Jahren Indikator VI: Anzahl der LeistungsempfängerInnen (SGB II und III) an allen Einwohner/Innen zwischen 15 und 65Jahren Indikator XI: Hilfen zur Erziehung nach Alterskohorten u6, 6 – 10 Jahre Indikator XII: Befreiung von Kosten der Kindertagesbetreuung nach Alterskohorten u3, 3 – 6 und 6 – 10 Jahre 8  15  15  16  16  17  18  18  20  20  21  23  23  24  26  26  27  31  31  31  32  32  34  34 

86

Tabelle 25:   Bedarfsfortschreibung bei den u3-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0207 Tabelle 26:   Bedarfsfortschreibung bei den 3- bis 6-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0207 Tabelle 27:   Bedarfsfortschreibung bei den 6- bis 10-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0207 Tabelle 28:   Bedarfsfortschreibung bei den u3-jährigen Kinder im Sozialdistrikt 0208 Tabelle 29:   Bedarfsfortschreibung bei den 3- bis 6-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0208 Tabelle 30:   Bedarfsfortschreibung bei den 6- bis 10-jährigen Kinder im Sozialdistrikt 0208 Tabelle 31:   Bedarfsfortschreibung bei den u3-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0209 Tabelle 32:   Bedarfsfortschreibung den 3- bis 6-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0209 Tabelle 33:   Bedarfsfortschreibung bei den 6- bis 10-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0209 Tabelle 34:   Indikator I: Anteil ausländischer Kinder (gesamt und zwischen 0-3, 3-6, 6-10 Jahren) Tabelle 35:   Indikator II: Anteil u3-, 3- bis 6-, 6- bis 10-Jähriger an allen u15-Jährigen Tabelle 36:   Indikator III: Anteil u3-Jähriger (3-6, 6-10) in Bedarfsgemeinschaften an allen u3-Jährigen (3-6, 6-10) Tabelle 37:   Indikator IV: Anteil Alleinerziehender an allen Haushalten mit mindestens einem, zwei Kindern, drei und mehr Kindern unter 18 Jahren. Tabelle 38:   Indikator VI: Anzahl der LeistungsempfängerInnen (SGB II und III) an allen Einwohner/Innen zwischen 15 und 65Jahren Tabelle 39:  Indikator XI: Hilfen zur Erziehung nach Alterskohorten u6, 6 – 10 Jahre Tabelle 40:   Indikator XII: Befreiung von Kosten der Kindertagesbetreuung nach Alterskohorten u3, 3 – 6 und 6 – 10 Jahre Tabelle 41:   Bedarfsfortschreibung bei den u3-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0301 Tabelle 42:   Bedarfsfortschreibung bei den 3- bis 6-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0301 Tabelle 43:   Bedarfsfortschreibung bei den 6- bis 10-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0301 Tabelle 44:   Bedarfsfortschreibung bei den u3-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0302 Tabelle 45:   Bedarfsfortschreibung bei den 3- bis 6-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0302 Tabelle 46:   Bedarfsfortschreibung bei den 6- bis 10-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0302 Tabelle 47:   Bedarfsfortschreibung bei den u3-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0303

36  36  37  40  40  41  44  44  45  49  49  50  50  51  52  52  54  54  55  58  58  59  61 

87

Tabelle 48:   Bedarfsfortschreibung bei den 3- bis 6-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0303 Tabelle 49:   Bedarfsfortschreibung bei den 6- bis 10-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0303 Tabelle 50:   Indikator I: Anteil ausländischer Kinder (gesamt und zwischen 0-3, 3-6, 6-10 Jahren) Tabelle 51:   Indikator II: Anteil u3-, 3- bis 6-, 6- bis 10-Jähriger an allen u15-Jährigen Tabelle 52:   Indikator III: Anteil u3-Jähriger (3-6, 6-10) in Bedarfsgemeinschaften an allen u3-Jährigen (3-6, 6-10) Tabelle 53:   Indikator IV: Anteil Alleinerziehender an allen Haushalten mit mindestens einem, zwei Kindern, drei und mehr Kindern unter 18 Jahren Tabelle 54:   Indikator VI: Anzahl der LeistungsempfängerInnen (SGB II und III) an allen Einwohner/Innen zwischen 15 und 65Jahren Tabelle 55:   Indikator XI: Hilfen zur Erziehung nach Alterskohorten u6, 6 – 10 Jahre Tabelle 56:   Indikator XII: Befreiung von Kosten der Kindertagesbetreuung nach Alterskohorten u3, 3 – 6 und 6 – 10 Jahre Tabelle 57:   Bedarfsfortschreibung bei den u3-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0410 Tabelle 58:   Bedarfsfortschreibung bei den 3- bis 6-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0410 Tabelle 59:   Bedarfsfortschreibung bei den 6- bis 10-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0410 Tabelle 60:   Bedarfsfortschreibung bei den u3-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0411 Tabelle 61: Bedarfsfortschreibung bei den 3- bis 6-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0411 Tabelle 62:   Bedarfsfortschreibung bei den 6- bis 10-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0411 Tabelle 63:   Bedarfsfortschreibung bei den u3-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0412 Tabelle 64:   Bedarfsfortschreibung bei den 3- bis 6-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0412 Tabelle 65: Bedarfsfortschreibung bei den 6- bis 10-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0412 Tabelle 66:   Bedarfsfortschreibung bei den u3-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0413 Tabelle 67:   Bedarfsfortschreibung bei den 3- bis 6-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0413 Tabelle 68: Bedarfsfortschreibung bei den 6- bis 10-jährigen Kindern im Sozialdistrikt 0413

62  62  66  66  67  67  68  69  70  71  72  72  75  75  76  79  79  80  83  83  84 

88

Kurzprofil
Das Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V. (ISSFrankfurt a.M.) wurde im Jahr 1974 vom Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt e.V. (AWO) gegründet und ist seit 1991 als rechtlich selbständiger gemeinnütziger Verein organisiert. Der Hauptsitz liegt in Frankfurt am Main. In Berlin unterhält das ISS ein Hauptstadtbüro sowie in Bonn ein Projektbüro. Das ISS-Frankfurt a.M. beobachtet, analysiert, begleitet und gestaltet Entwicklungsprozesse der Sozialen Arbeit und erbringt wissenschaftliche Dienstleistungen für Ministerien, Kommunen, Wohlfahrtsverbände und Einrichtungsträger. Gefördert wird das Institut durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). • Das Leistungsprofil des ISS-Frankfurt a.M. steht als wissenschaftsbasiertes Fachinstitut für Praxisberatung, Praxisbegleitung und Praxisentwicklung an der Schnittstelle von Praxis, Politik und Wissenschaft der Sozialen Arbeit und gewährleistet damit einen optimalen Transfer. Zum Aufgabenspektrum gehören wissenschafts basierte Dienstleistungen und Beratung auf den Ebenen von Kommunen, Ländern, Bund und der Europäischen Union sowie der Transfer von Wissen in die Praxis der Sozialen Arbeit und in die Fachöffentlichkeit. Die Arbeitsstruktur ist geprägt von praxiserfahrenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, häufig mit Doppelqualifikationen, die ein breites Spektrum von Themenfeldern in interdisziplinären Teams bearbeiten. Dadurch ist das Institut in der Lage, flexibel auf Veränderungen in Gesellschaft und Sozialer Arbeit sowie die daraus abgeleiteten Handlungsanforderungen für Dienstleister, Verwaltung und Politik einzugehen. Auf der ISS-Website finden Sie u.a. Arbeitsberichte, Gutachten und Expertisen zum Download. Weitere Informationen zum ISS-Frankfurt a.M. und zu dessen Kooperationen erhalten Sie unter www.iss-ffm.de.

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Gemeinnütziger e. V.

Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e. V. Zeilweg 42 60439 Frankfurt am Main Telefon +49 (0) 69 /95789-0 Telefax +49 (0) 69 /95789-190 E-Mail info@iss-ffm.de Internet www.iss-ffm.de
        
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