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Full text: Jahresbericht ... Issue 2013

Jahresbericht 2013

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Herausgeberin: Handwerkskammer Berlin Blücherstraße 68, 10961 Berlin Tel. +49 30 25903-01 Fax +49 30 25903-235 info@hwk-berlin.de www.hwk-berlin.de Redaktion: Elke Sarkandy Tel. +49 30 25903-230 Fax +49 30 25903-235 sarkandy@hwk-berlin.de Redaktionsschluss: 2. April 2014 Gestaltung: scottiedesign, Berlin Druck: Europrint Fotonachweis: beermedia/Fotolia, berc/Fotolia, Berliner Schulpate gGmbH, Draghicich/Fotolia, Helder Almeida/Fotolia, Imago stockphoto, iStockphoto, jottkah/photocase.de, Kzenon/Fotolia, Anna Murashova/Fotolia, na/photocase.de, Picture-Factory/Fotolia, Martina Puchalla, Wolfgang Rink, Gina Sanders/Fotolia, Elke Sarkandy, Gregor Schöning, Sabeth Stickforth, view7/photocase.com, Ulrich Wiegand, Marina Wolf

Die Handwerkskammer dankt für die freundliche Unterstützung:

Inhaltsübersicht

Vorwort Vorstand und Mitglieder der Vollversammlung Schlaglichter Wirtschaft Kommunikation Berliner Handwerk Handwerkskammer Berlin Partnerorganisationen Anhang Innungen Ausschüsse Betriebsbestand Anlage A, AeT, B1 und B2 Ausbildung Fort- und Weiterbildung Beratungen

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Vorwort

Vorwort

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Stephan Schwarz

Jürgen Wittke

Das Berliner Handwerk bleibt am Ball
Das Jahr 2013 ist für das Berliner Handwerk gut gelaufen – sogar besser als erwartet! So konnte sich die positive Stimmung der Handwerksbetriebe in der Hauptstadt durch das Jahr hindurch halten, und die guten Geschäftsergebnisse zum Jahresende bringen Optimismus für den Start ins Jahr 2014. Auch die auf elf Prozent gesunkene Berliner Arbeitslosenquote ist ein deutliches Indiz dafür. Berlin wurde zum Aufsteiger und ist nun nicht mehr Schlusslicht der Tabelle im Vergleich mit den anderen Bundesländern. Mit der Bundestagswahl im September gingen 2013 wichtige politische Weichenstellungen einher, auch mit Auswirkungen auf die Landespolitik. Die Energiewende steht als zentrales Projekt auf der Agenda der neuen Bundesregierung und betrifft auch viele Handwerksbetriebe. Insbesondere die energetische Gebäudesanierung spielt eine gewichtige Rolle. Bedauerlicherweise hat das Land Berlin bei den Verhandlungen im Vermittlungsausschuss um die steuerliche Förderung energetischer Sanierung sich selbst ins Abseits gebracht. Das Verhindern einer einvernehmlichen Lösung war ein herber Schlag für das Handwerk und eine vertane Chance für Berlin als Stadt der Mieter und öffentlichen Gebäude mit immensem Sanierungsrückstau. Das Thema Nachwuchsgewinnung entwickelt sich zum Dauerbrenner. Mit zahlreichen Projekten, die Jugendliche über den Einstieg ins Handwerk informieren, die aber auch Handwerksmeister motivieren, neue Wege bei der Suche nach Lehrlingen zu gehen, waren wir sehr aktiv. Hierfür stehen beispielsweise die vielen Partnerschaften zwischen Schulen und Betrieben, das Projekt Einstiegsqualifizierung oder die Passgenaue Vermittlung. Mit der im Herbst 2012 gestarteten Initiative „Berliner Schulpate“ wollen wir mit Unterstützung von Unternehmern die Situation an Berliner Grundschulen in sozial schwierigen Gebieten verbessern und so den Schülerinnen und Schülern Einblick in handwerkliche Berufe geben. Die positive Resonanz hat uns darin bestärkt, die Initiative mit der Gründung einer gemeinnützigen GmbH dauerhaft fortzuführen. Das Berliner Handwerk war 2013 auch auf internationalem Parkett unterwegs: Wir konnten das 25-jährige Jubiläum mit unserer Partnerkammer in Istanbul feiern, durch eine Städtepartnerschaft mit der spanischen Hauptstadt Madrid neue Netzwerke knüpfen sowie erstmalig mit unserer Partnerkammer in Paris eine Ausstellung zu den Tagen des Europäischen Kunsthandwerks durchführen – eine überaus gelungene Premiere, die das Kunsthandwerk der französischen und der deutschen Hauptstadt zusammenbringt: 2014 folgt die Fortsetzung, eine gemeinsame Ausstellung von Berliner und Pariser Exponaten, dieses Mal in Berlin. Und was noch? Im Jahr der Fußballweltmeisterschaft bleibt das Handwerk am Ball. Es stehen wichtige Themen an, wie z. B. die Europawahl und die Bilanzierung der ersten Halbzeit des Berliner Senats. Wir kümmern uns dabei um die Interessen des Handwerks, um die Belange der Betriebe, der Meister, der Mitarbeiter und Lehrlinge. Die Entwicklung der Berliner Wirtschaft in 2013 macht Mut. Doch es gibt noch viel zu tun: für die Politik, aber auch für die Berliner Handwerkskammer als Dienstleister des Handwerks. Packen wir es an und nehmen den Optimismus aus 2013 als Steilvorlage für ein hoffentlich gutes Jahr 2014 – nicht nur im Fußball!

Vorstand und Mitglieder der Vollversammlung

Präsident Stephan Schwarz (M.), Vizepräsident Erwin Kostyra, Meistervertreter (l.), Vizepräsident Karsten Berlin, Arbeitnehmervertreter (r.)

Vorstandsmitglieder

Hans-Joachim Blauert Bäcker Meistervertreter

Jan Kopatz Friseur Meistervertreter

Anselm Lotz Kraftfahrzeugtechniker Meistervertreter

Klaus-Dieter Müller Bau Meistervertreter

Bettina Jeserick Fachverkäuferin Gesellenvertreterin

Thomas Stulz Heizungsmonteur Gesellenvertreter

Geschäftsführung und Mitglieder der Vollversammlung

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Geschäftsführung

Geschäftsführer Ulrich Wiegand

Hauptgeschäftsführer Jürgen Wittke

Mitglieder der Vollversammlung
Selbstständige Handwerker

Joachim Barth Parkettleger

Kurt Berning Bäcker

Karsten Berning Konditor

Aynur Boldaz Gebäudereinigerin

Michael Brendel Maler und Lackierer

Werner Christ Schornsteinfeger

Walter Fürk Karosserie- und Fahrzeugbauer

Michael Geisler Raumausstatter

Klaus Gerlach Fleischer

Hans-Joachim Gruhlich Hans-Albert Heim Textilreiniger Kraftfahrzeugtechniker

Bernd Ilsemann Elektrotechniker

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Mitglieder der Vollversammlung

Carsten Joschko Elektrotechniker

Frank Kleinert Installateur und Heizungsbauer

Jürgen Kränzlein Informationstechniker

Ralf Koch Metallbauer verstorben am 18.2.2014

Dirk Kohlke Schuhmacher

Volkmar Küchenthal Ofen- und Luftheizungsbauer

Helmut Lessing Bau

Jörg-Dieter Mann Dachdecker

Frank-Michael Niehus Tischler

Beate Roll Betriebswirtin im Handwerk

Uwe Sallmann Holz- und Bautenschutz

Heide-Christel Schumann Fotografin

Veiko Schenderlein Gerüstbauer

Günter Schmale Kälteanlagenbauer

Hartmut Spaethe Konditor

Jochen Zapfe Orthopädietechniker

Markus Straube Maler und Lackierer

Wilfried Wenzel Glaser

Carola Zarth KraftfahrzeugBetriebswirtin

Mike Zimmermann Bodenleger

Mitglieder der Vollversammlung

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Mitglieder der Vollversammlung
Arbeitnehmer

Bukhard Bildt IG Metall

Peter Gau Maurer

Heiko Glawe DGB

Andreas Groener Glaser

Günter Johannes Kraftfahrzeugmechaniker

Torsten Launert Kraftfahrzeugmechaniker

Rainer Lückfeldt Bodenleger

Kirsten Lorenz Installateurin und Heizungsbauerin

Gert Poet Friseur

Horst Olm Kaufmännischer Angestellter

Olaf Sauer Kraftfahrzeugmechaniker

Henry Schmidt Maler und Lackierer

Udo Wegener Elektromonteur

Heiner Uhlemann Gebäudereiniger

Uwe Zirbel Schornsteinfeger

Schlaglichter

Schlaglichter

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Januar
9. Januar: Gemeinsam mit den Senatorinnen Sandra Scheeres (Bildung, Jugend und Wissenschaft) und Dilek Kolat (Arbeit, Integration und Frauen) gibt der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Berlin, Jürgen Wittke, den Startschuss für die Initiative „Berliner Schulpate“, die die Lehr- und Lernsituation an Grundschulen in sozialen Brennpunkten verbessern soll. 11. Januar: Rund 1.800 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur kommen zum traditionellen Neujahrsempfang von Handwerkskammer Berlin und IHK Berlin im Ludwig-Erhard-Haus, darunter der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, sowie nahezu alle Senatsmitglieder. 30. Januar: Der Präsident der Handwerkskammer Berlin, Stephan Schwarz, und Berlins Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, Dilek Kolat, ehren die Siegerinnen und Sieger des „Leistungswettbewerbs des Deutschen Handwerks (PLW Profis leisten was)“. Unter den Geehrten sind auch vier erst- sowie ein zweitplatzierter Bundessieger.

schutz. Ein- und Zweifamilienhausbesitzer haben die Möglichkeit, sich einen kostenlosen Fassadencheck für ihr Eigenheim zu sichern. Der Check fand in Kooperation mit Caparol, Knittel und der Maler- und Lackiererinnung Berlin statt. 21. Februar: Die Ausbildungsplatzvermittlungsbörse „Campus Handwerk“ für Studienabbrecher/-innen zeigt auf, welche alternativen Karrieremöglichkeiten das Handwerk zu einer akademischen Ausbildung bietet.

Mehr als 1.500 Besucher zählte die Ausstellung Berliner Kunsthandwerker/-innen „De Berlin à Paris“ anlässlich der Tage des Europäischen Kunsthandwerks in der französischen Hauptstadt.

März
6. März: Unter fachkundiger Anleitung von Thermographieexperten und ausgestattet mit 20 Wärmebildkameras lernen 80 Handwerker, Architekten und Bauingenieure im Rahmen der ersten „Langen Nacht der Thermographie“ die Möglichkeiten der Gebäudethermographie kennen. 19. März: Knallhart kalkuliert – Handwerk in der Energieoffensive: Ein Fachberater erläutert an praktischen Beispielen, mit welchen Kniffen man den Energiebedarf in KfzWerkstätten ohne Komfortverlust senken kann. Die gesamte Veranstaltungsserie wird unterstützt durch Vattenfall.

Handwerkskammer Paris Stücke aus der deutschen Hauptstadt zu präsentieren. Vertreten waren Goldund Silberschmiede, Keramiker, Textilkünstler, Tischler und Metallgestalter. 16. April: CSR-Themenabend „Hier will ich arbeiten“. Anhand von Praxisbeispielen und eigenen Erfahrungen erläutern Referenten, wie man dem Fachkräftemangel vorbeugt und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter motiviert und langfristig im Unternehmen halten kann. 17. April: Während einer gut besuchten Pressekonferenz stellen Handwerkskammer-Präsident Stephan Schwarz und Hauptgeschäftsführer Jürgen Wittke den Frühjahrskonjunkturbericht der Handwerkskammer Berlin vor. 22. April: Der Präsident der Handwerkskammer Berlin, Stephan Schwarz, und Berlins Bildungs- und Wissenschaftssenatorin Sandra Scheeres starten eine stadtweite Plakataktion, die auf die guten Zukunftschancen im Handwerk hinweist und über die kostenlose App „Lehrstellenradar“ informiert.

Februar
12. Februar: Erster „Willkommenstag“ der Handwerkskammer Berlin: Im Bildungs- und Technologiezentrum stellen sich die verschiedenen Abteilungen der Handwerkskammer vor und informieren über ihr Serviceangebot. 12. Februar bis 4. März: Fassadencheck des Stadtvertrages Klima-

April
4.-7. April: Anlässlich der Europäischen Kunsthandwerkstage waren zwölf Berliner Kunsthandwerker/innen mit der Ausstellung „De Berlin à Paris“ zu Gast im Pariser Viaduc des Arts, um dort auf Einladung der

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Schlaglichter

April
22. April: „Nexxt-day“, die gemeinsam von Handwerkskammer Berlin und IHK Berlin organisierte Leitveranstaltung für Betriebsübernehmer und -verkäufer, lockt zahlreiche Interessenten ins Ludwig-Erhard-Haus der IHK Berlin. 24. April: 134. Vollversammlung der Handwerkskammer Berlin mit Gastrednerin Cornelia Yzer, Berlins Senatorin für Wirtschaft, Technologie und Forschung. Im Rahmen der Vollversammlung verleiht der Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Holger Schwannecke, Kammerpräsident Stephan Schwarz das „Handwerkszeichen in Gold“, die höchste Auszeichnung des ZDH. 26. und 27. April: Die Zeiss AG und das „Kompetenzzentrum Zukunftstechnologien im Handwerk“ (Komzet) präsentieren die neueste Technik für Augenärzte und Augenoptiker.

Plakataktion für mehr Zukunftschancen: Senatorin Sandra Scheeres und Kammerpräsident Stephan Schwarz gaben gemeinsam den Startschuss.

28. Mai: Start der Fortbildungsreihe für Ausbilderinnen und Ausbilder im Zuge der Initiative „Stark für die Ausbildung“, die die Qualitätsverbesserung in der Ausbildung fördert. Die Reihe wird 2014 fortgesetzt. 28. Mai: „dotBerlin – wie geht es weiter?“ Das Projekt „eBUSINESSLOTSE Berlin“ informiert im BTZ über den Weg zur eigenen „.berlin“Domain. 31. Mai: Die Handwerkskammer Berlin informiert auf der Jugendmesse YOU jobaktiv-Ausbildungs-

messe der Bundesagentur für Arbeit.

Juni
5. Juni: Die Handwerkskammer Berlin geht mit einem eigenen Facebook-Auftritt an den Start, um speziell junge Menschen anzusprechen und für das Handwerk zu begeistern. 5. und 6. Juni: Mehr als 12.000 junge Besucher/-innen kommen zur gemeinsamen Berufsberatungs-

Mai
1. Mai: Der Newsticker der Handwerkskammer Berlin geht an den Start. Besucherinnen und Besucher der Handwerkskammer-Homepage erhalten unter www.hwk-berlin.de ab sofort interessante und brandaktuelle Informationen aus Wirtschaft und Politik. 15. Mai: Preisverleihung der Klimaschutzpartner Berlin im Rahmen der Berliner Energietage. 19. Mai: Beim Umzug zum „Karneval der Kulturen“ ist das Berliner Handwerk zum dritten Mal mit einem vielbeachteten Wagen dabei.

Handwerker können auch feiern: Beim Karneval der Kulturen waren die Schornsteinfeger beliebte Interviewpartner und warben erfolgreich fürs Image.

Schlaglichter

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messe „Tage der Berufsausbildung“ und „vocatium“ in die STATION-Hallen am Gleisdreieck. Handwerkskammer-Präsident Stephan Schwarz und IHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer ehren Berlins beste Ausbildungsbetriebe. 8. Juni: Erster gemeinsamer Berlin-Brandenburgischer Gesellentag im Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ) der Handwerkskammer Berlin, unter anderem mit einer Diskussionsrunde zum Thema „Gute Arbeit im Handwerk“. 12. Juni: Sommerfest im Dämeritz Seehotel: Rund 500 Gäste aus Politik und Wirtschaft feiern gemeinsam mit dem Berliner Handwerk. 15. Juni: Mit der Eröffnung der E-Mobility-Werkstatt der Zweiradmechanikerinnung geht das Bildungs- und Innovationszentrum (BIZWA) der Handwerkskammer innovative Wege.

Lehrlinge aus dem Handwerk informierten jugendliche Besucher über ihre Ausbildung.

15. August: Gemeinsame Konjunktur-Pressekonferenz der Handwerkskammern Berlin, Cottbus, Frankfurt (Oder) und Potsdam im Haus des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH).

ders gut auf den Übergang in die Berufswelt vorbereiten. 5. September: Auszubildende aus dem Bildungs- und Innovationszentrum Bernau Waldfrieden (BIZWA) der Handwerkskammer Berlin übergeben gemeinsam mit dem Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, Jürgen Wittke, ein begehbares Hexenhaus an den Bezirk Hellersdorf-Marzahn. 13. September: Festakt zum 25jährigen Bestehen des Kooperationsabkommens zwischen den Handwerkskammern Berlin und Istanbul. 15. September: Deutsch-Russischer Jugendaustausch: Moskauer und Berliner Auszubildende der Fotografie treffen sich in Berlin. Auf dem Programm stehen ein gemeinsamer Modeworkshop und die Auswertung der Fotografien.

August
1. August: Um Besitzern einer eigenen Heizungsanlage Anreize zu bieten, ihre alten Heizkessel auszutauschen, startet der Stadtvertrag Klimaschutz am 1. August ein Zuschuss-Gewinnspiel. Zu gewinnen gab es finanzielle Unterstützung. 6. August: Obermeisterkonferenz im Fußballstadion „An der alten Försterei“ mit dem Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Holger Schwannecke, als Gastredner. 14. August: Erste Vermittlungsbörse „Futura Artis – Finde Deinen Meister“ für Ausbildungsplätze nur für das Handwerk.

September
2. September: Zum Start des neuen Ausbildungsjahres besuchen der Präsident der Handwerkskammer Berlin, Stephan Schwarz, und Berlins Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, Dilek Kolat, den Malereibetrieb Wolfgang Lüttgens GmbH. 3. September: Gemeinsam mit Berlins Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Sandra Scheeres, und Vertretern der Wirtschaftsverbände gibt Handwerkskammer-Präsident Stephan Schwarz den Startschuss für das neue Zertifikat „Exzellente berufliche Orientierung“. Mit dem Zertifikat sollen künftig weiterführende Schulen ausgezeichnet werden, die beson-

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Schlaglichter

Gas geben: Am Tag des Handwerks drehte sich in Berlin alles um des Deutschen „liebstes Kind“, das Auto. Ein Fahrsimulator, aber auch Informationen über E-Mobilität und Ausbildung lockte Besucher an, unter ihnen auch Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer (re.).

September
21. September: Beim „Tag des Handwerks“ auf dem Gelände des Flughafens Tempelhof dreht sich alles um das Thema „Auto“. 25. und 26. September: Im Postbahnhof am Ostbahnhof findet die Last-Minute-Börse zur Vermittlung von Ausbildungsplätzen statt. 26. September: Für ihr soziales Engagement erhält die Dresdner Feinbäckerei aus Berlin die Mendelssohn-Medaille 2013.

schutzzentrum Ökowerk Berlin e. V. startet die Handwerkskammer Berlin dieses Pilotprojekt mit dem Ziel, die Jugendlichen in eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik zu vermitteln. 9. Oktober: „Tag der Weiterbildung“ im Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ) der Handwerkskammer Berlin. Ausbilder/-innen und Dozent/-innen diskutieren über die Umsetzung neuer Prüfungsverordnungen und Themen der Fachbereiche. 18. Oktober: Gemeinsame Konjunktur-Pressekonferenz von Handwerkskammer Berlin und IHK Berlin mit den Hauptgeschäftsführern der Kammern, Jürgen Wittke (Handwerkskammer) und Jan Eder (IHK). 25. und 26. Oktober: Die Handwerkskammer Berlin ist mit einem Informationsstand bei der DeGUT-

Messe (Deutsche Gründer- und Unternehmertage) vertreten. 26. Oktober: Tag der offenen Tür im Bildungs- und Innovationszentrum (BIZWA) der Handwerkskammer Berlin. Zahlreiche Besucher informieren sich unter anderem über die neue Tischleroberflächenwerkstatt, die mit modernster Technik ausgestattet wurde. 28. und 29. Oktober: 2. Berliner CSR-Tag: Erstmals erstreckt sich der 2. Berliner CSR-Tag über zwei Tage und fand mit dem 8. Gute-TatMarktplatz einen erfolgreichen Auftakt. Die Schirmherrschaft hat der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, übernommen. 31. Oktober: Rund 50 Betriebswirte des Handwerks erhalten bei einer Feierstunde in Anwesenheit von Berlins Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, Dilek Kolat, ihre Zeugnisse.

Oktober
1. Oktober: Projekt Cádiz-Berlin: 15 spanische Jugendliche beginnen mit Praktika in verschiedenen Betrieben. Gemeinsam mit der Sanitär-, Heizung-, Klempner-, KlimaInnung Berlin und dem Natur-

Schlaglichter

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November
3. November: Handwerkskammer und IHK Berlin ehren Berlins neue Meisterinnen und Meister. Rund 1.000 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft nehmen an der Feier im Maritim-Hotel teil. Prominente Festrednerin ist Berlins Senatorin für Wirtschaft, Technologie und Forschung, Cornelia Yzer. 3. November: „Europass“ für Lehrlinge des Berliner Handwerks: Im Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ) der Handwerkskammer übergibt Geschäftsführer Ulrich Wiegand den Europass an 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Auslandsaufenthalten in Paris, Arras und Stockholm. 3. November: Volksentscheid zur Rekommunalisierung des Stromnetzes und zur Gründung eines Stadtwerks ist gescheitert. Die Handwerkskammer hatte sich dazu am Faktenbündnis Stromentscheid beteiligt. 4. November: Die Bürgermeisterin von Madrid, Ana Botella Serrano, besucht die Handwerkskammer Berlin. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen mögliche Kooperationen im Bildungsbereich. 5. November: Treffen der Schulpartner im Rahmen der gemeinsamen Initiative der Handwerkskammer und der IHK für Kooperationen zwischen Schulen und Betrieben. In Anwesenheit von Bildungssenatorin Sandra Scheeres, Schulverwaltung und Handwerkskammer-Präsident Schwarz können die Partner Erfahrungen austauschen und neue Kontakte pflegen. 8. November: IHK Berlin, Handwerkskammer Berlin, Unterneh-

mensverbände Berlin-Brandenburg, DGB Bezirk Berlin-Brandenburg und der Berliner Beirat für Familienfragen haben ihr Bekenntnis zur Unterstützung der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf in den Berliner Unternehmen bestärkt und dafür eine gemeinsame Deklaration verfasst. 9. November: Mehr als 40 Meisterstücke werden im Rahmen des Gestalterpreises im Tischlerhandwerk in der Mensa des Bildungsund Innovationszentrums (BIZWA) präsentiert. 12. November: In einer Festveranstaltung mit 120 Gästen wird dem Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ) der Handwerkskammer Berlin das offiziele Logo „Kompetenzzentrum nach den Förderrichtlinien der Bundesregierung“ verliehen. Damit ist das BTZ ein deutschlandweit einzigartiges „Komptenzzentrum für Zukunftstechnologien im Handwerk“. 18. November: Kooperation des Bildungs- und Innovationszentrums (BIZWA) der Handwerkskammer Berlin mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung. Erste Ausbildungsmaßnahme für 15 russische Ausbilder und Leiter von Berufsbildungseinrichtungen startet. 20. November: eVergabe-Informationsveranstaltung im Bildungsund Technologiezentrum. Zahlreiche Berliner Handwerker erhalten aktuelle Informationen und Ausblick auf die weitere Entwicklung der elektronischen Vergabeplattform des Landes Berlin. 20. November: Veranstaltung „Was heißt eigentlich Erfolg? Selbstständigkeit von Frauen,

Karrieremodell oder Gratwanderung?“. Prominenter Ehrengast ist die Arbeitssenatorin Dilek Kolat. Kooperationspartner sind der Landesverband Berlin Unternehmerfrauen im Handwerk e. V. und das Kompetenzzentrum für Berliner Handwerkerinnen. 25. November: 135. Vollversammlung der Handwerkskammer Berlin. 25. November: Berliner und Moskauer Auszubildende des Friseurhandwerks treffen sich in Moskau für eine einwöchige Jugendbegegnung. Gemeinsam frisieren sie die Teilnehmerinnen eines Schönheitswettbewerbs für Jugendliche mit Handicap. 26. November: Im Business Location Center (IHK Berlin) findet eine gut besuchte, gemeinsam von Handwerkskammer Berlin und IHK Berlin organisierte Konferenz zur Fachkräftesicherung statt. 26. November: Gemeinsame Pressekonferenz von Handwerkskammer Berlin, IHK Berlin und der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen zur Berliner Kampagne „Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen“.

Dezember
1. Dezember: Einrichtung des Verbundbüros zur Beratung und Vermittlung von betrieblichen Verbundausbildungen. Träger des Projektes ist der Verein zur Förderung der Berufsausbildung in Berlin (VFBB). Finanziert wird es vom Land Berlin, begleitet durch die Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen.

Wirtschaft

Wirtschaft

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Arbeitsmarkt
Seit sieben Jahren steigt die Zahl der Erwerbstätigen und liegt inzwischen bei 41,8 Millionen Menschen. Noch nie gab es in Deutschland so viele Jobs wie 2013. Auch an Berlin geht diese Entwicklung nicht spurlos vorbei, so stieg hier die Zahl der Erwerbstätigen um gut 30.000 Personen auf 1.248.700 (10/2013). Mit einem Jahresdurchschnitt von 210.083 Arbeitslosen liegt der Wert in Berlin für 2013 um etwa 5.300 unter dem des Jahres 2012. Die Arbeitslosenquote in Berlin sinkt um 0,6 Prozentpunkte auf 11,7 %. Für 2014 wird mit einer Fortsetzung dieser Entwicklung gerechnet, wenngleich sich die Zahlen nur noch geringfügig verändern dürften. Bundesweit hat dagegen die Zahl der Arbeitslosen leicht zugenommen. Obwohl es 2013 mehr Jobs gab, stieg die Zahl der Arbeitslosen um 50.000 Personen im Vorjahresvergleich. Dieser vermeintliche Wiederspruch erklärt sich zum einen aus der deutlich geringeren Zahl an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen – Personen, die an entsprechenden Maßnahmen teilnehmen, gelten statistisch nicht als arbeitslos – und zum anderen durch den Zustrom von ausländischen Arbeitskräften auf den deutschen Arbeitsmarkt.

teressierten noch nicht in Berlin leben – ein wichtiges Signal zur Verbesserung der Willkommenskultur in der Bundeshauptstadt. Die Handwerkskammer Berlin hat im Berichtsjahr rund 450 Beratungen zum Anerkennungsgesetz durchgeführt. 42 Personen stellten einen Antrag zur Überprüfung der Gleichwertigkeit ihrer ausländischen Qualifikation. Um die Bekanntheit des noch jungen Anerkennungsgesetzes zu erhöhen, unterstützt die Handwerkskammer gemeinsam mit der IHK Berlin die Info-Kampagne „Anerkennung in Berlin“ des Landes Berlin. Die Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen veröffentlicht seit November 2013 unter www.anerkennung-berlin.de in mehrsprachigen Übersetzungen alle wesentlichen Informationen zu den Möglichkeiten des Anerkennungsgesetzes.

„Mit zahlreichen Beratungsangeboten wie Berufsorientierung, Schulpartnerschaften und Vermittlungsangeboten wie etwa dem Programm „Passt“ hat die Handwerkskammer Berlin ein ganzes Maßnahmebündel entwickelt, welches sich problemlos in die neu entstehenden Jugendberufsagenturen integrieren lässt.“

Ulrich Wiegand, Geschäftsführer der Handwerkskammer Berlin

Starthilfe in die Berufsausbildung
Ulrich Wiegand Tel. 030/25903-348 wiegand@hwk-berlin.de Geeignete und interessierte Jugendliche für die betriebliche Ausbildung zu gewinnen, ist die Herausforderung der nächsten Jahre. Eine frühzeitige und zielgerichtete Nachwuchsgewinnung ist unerlässlich. In dieser Hinsicht tut sich etwas: In Berlin wurde 2013 begonnen, die Einrichtung von Jugendberufsagenturen zu überprüfen. Ursprung ist ein Auftrag der Sonderkommission „Ausbildungsplatzsituation und Fachkräftebedarf“ beim Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit zur Übertragbarkeit des Modells der seit 2012 in Hamburg bestehenden Jugendberufsagenturen auf Berlin. Jugendlichen und jungen Erwachsenen soll mit Hilfe der

Anerkennungsgesetz – Türöffner für ausländische Qualifikationen
Das „Anerkennungsgesetz“ ermöglicht seit April 2012 den Vergleich ausländischer Berufsabschlüsse mit deutschen Qualifikationen. Es leistet damit einen wertvollen Beitrag, Fachkräftepotenziale von Personen mit Migrationshintergrund besser nutzen zu können als bisher. Dabei ist eine Antragstellung auch dann möglich, wenn die Anerkennungsin-

Jugendberufsagenturen ein besserer Übergang von der Schule in die Arbeitswelt gewährleistet werden. Hintergrund ist das Phänomen, dass Jugendliche eine andere Form der Ansprache brauchen und andere Anreize benötigen als Erwachsene. Für sie ist es wichtig, Beratung und Hilfestellung aus einer Hand zu erhalten. Eine Jugendberufsagentur kann den Informationsaustausch beispielsweise zwischen der Agentur für Arbeit, den Jobcentern und Jugendoder Sozialämtern verbessern und so die Maßnahmen und Übergänge besser abstimmen. Ein ganzheitliches Netz aus Beratung und Unterstützung soll dafür sorgen, dass in unserem Bildungssystem niemand mehr verloren geht, denn Jugendliche und junge Erwachsene sind aktuell im Land Berlin stärker von Arbeitslosigkeit betroffen als ihre Alters-

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Wirtschaft

genossen im restlichen Bundesgebiet.

Berliner Schulpate gemeinnützige GmbH
Arne Lingott Tel.: 030/25903-359 lingott@berliner-schulpate.de Um die Lehr- und Lernsituation an Berliner Grundschulen in sozial benachteiligten Kiezen zu verbessern und Kindern frühe Einblicke in Berufe und Unternehmen zu bieten, startete das Berliner Handwerk im Herbst 2012 die Initiative „Berliner Schulpate“. Ziel der Initiative ist es, den Kindern frühzeitig Berufe aufzuzeigen, ihre Interessen zu wecken und so die Chancen auf einen Übergang in die Berufsbildung zu erhöhen. Mithilfe von ehrenamtlich Tätigen, den sogenannten „Kümmerern“, entstehen langfristige Patenschaften zwischen Grundschulen und Unternehmen aus Handwerk, Handel, Industrie sowie Freiberuflern und Vertretern anderer wirtschaftlicher Institutionen. Die konkreten Aktio-

nen orientieren sich an den Bedürfnissen der Grundschulen und den Möglichkeiten und Vorstellungen der Schulpaten. Viele Schulpaten unterstützen eine Grundschule aus ihrer Nachbarschaft, andere engagieren sich in ihrem Bezirk oder berlinweit. Ende 2013 nahmen bereits elf Grundschulen, neun Kümmerer und 40 Schulpaten an der Initiative teil. Gemeinsam konnten sie 45 Wünsche erfüllen, zum Beispiel buken Erst- und Zweitklässler der Galilei-Grundschule Brot in der Backstube der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk, die Schülerinnen und Schüler der Otto-Wels-Grundschule pflanzten mit den Späth’schen Baumschulen einen Apfelbaum und viele kleine Leseratten freuten sich über die Bücherspenden des KOSMOS Verlags. Weitere Partner wie die Friseur- und die Elektro-Innung Berlin, die Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Berlin, die Innung SHK Berlin, das Berufsförderungswerk der Fachgemeinschaft Bau sowie die Bäcker- und die Konditoren-Innung Berlin haben

sich bereits als Schulpate engagiert oder planen dies in 2014. Auch auf Seiten der Berliner Grundschulen wächst die Beteiligung stetig, beispielsweise gibt es mehr als zehn interessierte Grundschulen, die auf der Suche nach Kümmerern und Schulpaten sind. In ihrer Novembersitzung beschloss die Vollversammlung der Handwerkskammer Berlin einstimmig, für die Fortführung der Initiative eine gemeinnützige GmbH zu gründen, die mithilfe der Berliner Volksbank, der GASAG sowie der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen diese wichtige Aufgabe fortsetzt. www.berliner-schulpate.de

Fachkräftesicherung
Adriane Nebel Tel.: 030/25903-362 nebel@hwk-berlin.de Die Sicherung von Fachkräften ist für das Handwerk ein immer größeres Thema. Schon seit einigen Jahren betreibt das Handwerk eine Imagekampagne, um das Bild des Handwerks bei potenziellen Auszubildenden zu verbessern. Darüber hinaus setzt sich die Handwerkskammer Berlin dafür ein, dass Berlin als Standort attraktiv bleibt und möglichst noch attraktiver wird, z. B. durch eine entsprechende Kinderbetreuung zu Randund Ferienzeiten. Aber auch die Unternehmen sollten bereit sein, ihr Personalmanagement zu überdenken. Daher hat die Handwerkskammer Berlin verschiedene Instrumente entwickelt, um ihre Betriebe dabei zu unterstützen, Fachkräfte zu gewinnen, zu binden und zu entwickeln. Dazu gehören neben Flexibilität bei der Mitarbeiterauswahl auch Maßnahmen, um Mitarbeiter im Betrieb zu halten und sie entsprechend ihrer Kompetenzen zu fördern.

Früh übt sich: Im Grundschulalter sind die Meisten noch zu begeistern. In der Backstube der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk konnten sich die Schüler der Otto-Wels-Schule ausprobieren.

Wirtschaft

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Ein Highlight stellte die Fachkräftekonferenz von Handwerkskammer und IHK Berlin dar. Unter dem Titel „Unternehmen als die neuen Bewerber“ folgten am 26. November 2013 über 200 Teilnehmer aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik der Einladung. Auf dem Podium diskutierte der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Jürgen Wittke mit Arbeitssenatorin Dilek Kolat und Arbeitsagenturvorstand Heinrich Alt über Thesen der Berliner Wirtschaft zur Fachkräftesicherung. Zu den Themen Fachkräfte finden, binden und entwickeln, präsentierten in sechs Veranstaltungsforen rund 25 Berliner Unternehmen ihre Lösungen aus der betrieblichen Praxis. Ebenfalls im Herbst startete die Handwerkskammer Berlin, gemeinsam mit der Innung Sanitär, Heizung, Klempner, Klima Berlin und dem Naturschutzzentrum Ökowerk Berlin e. V. ein Pilotprojekt mit dem Ziel, spanische Jugendliche in eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik zu vermitteln. Nach einem achtwöchigen Deutschkurs in Spanien landeten die 15 spanischen Jugendlichen Ende September in Berlin. Am 1. Oktober begannen sie Praktika in verschiedenen Innungsbetrieben und belegten einen begleitenden Sprachkurs. Ende des Jahres stand fest: Elf der spanischen Jugendlichen werden zum 1. Februar 2014 eine Ausbildung in einem Berliner Betrieb beginnen.

Seit dem 1. August 2013 gibt es für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Die Handwerkskammer Berlin unterstützt dies u.a. als Mitglied im Berliner Beirat für Familienfragen.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Adriane Nebel Tel.: 030/25903-362 nebel@hwk-berlin.de Arbeitgeber, die ihren Mitarbeitern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen, stehen bei Ar-

beitnehmern hoch im Kurs. Dies ist eine echte Möglichkeit für Handwerksbetriebe, sich im Wettbewerb um Fachkräfte von der Konkurrenz abzuheben. Im November 2013 haben Handwerkskammer Berlin, IHK Berlin, Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg, DGB Bezirk BerlinBrandenburg und der Berliner Beirat für Familienfragen ihr Bekenntnis zur Unterstützung der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf in den Berliner Unternehmen bekräftigt und dafür eine gemeinsame Deklaration verfasst. Erkläretes Ziel der Unterzeichner ist es, die Vorteile der familienorientierten Personalpolitik weiter bei ihren Mitgliedern zu bewerben und mit vielfältigen Maßnahmen zu unterstützen. Bereits 2009 verabschiedeten die Mitglieder eine erste Deklaration zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. In der Neufassung bestärken die Unterzeichner ihr Bekenntnis und geben sich nun jährlich auch ein Schwerpunktthema, welches in Veranstaltungen und Broschüren hervorgehoben werden soll. Das erste Schwerpunktthema lautet „Kinderbetreuung“.

Eine gute Kinderbetreuung ist der Grundstock für eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Seit dem 1. August 2013 gibt es für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Die Handwerkskammer Berlin begrüßt diesen Rechtsanspruch. Darüber hinaus ist der Ausbau der Betreuungsplätze zu Rand- und Ferienzeiten ein wichtiges Ziel. Die Handwerkskammer setzt sich für eine weitere Verbesserung der Infrastruktur ein, beispielsweise durch ihre Mitarbeit im Berliner Beirat für Familienfragen, welcher den Berliner Senat in Sachen Familienpolitik berät. Der quartalsweise stattfindende Unternehmertreff „Familie und Beruf“ wurde auch im Jahr 2013 fortgeführt.

Förderung von Frauen
Adriane Nebel Tel.: 030/25903-362 nebel@hwk-berlin.de Um Handwerksbetriebe dabei zu unterstützen, die Kompetenzen ihrer Mitarbeiterinnen zu entwickeln oder

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Wirtschaft

auch neue weibliche Fachkräfte zu gewinnen, führt die Handwerkskammer Berlin gemeinsam mit anderen Partnern das Projekt „Mit Equality zum Erfolg“ durch. Ziel des Projektes ist es, Unternehmen dabei zu unterstützen, die Attraktivität ihres Betriebes für weibliche Fachkräfte zu erhöhen. Die Beratungsleistungen werden vom Europäischen Sozialfond (ESF) und vom Bund finanziert. Am 20. November fand die Veranstaltung „Was heißt eigentlich Erfolg? Selbstständigkeit von Frauen, Karrieremodell oder Gratwanderung?“ in der WeiberWirtschaft statt. Knapp 60 Frauen folgen gespannt der Podiumsdiskussion über die sehr persönlichen Wege und Erfolge verschiedener Frauen. Prominenter Ehrengast war die Arbeitssenatorin Dilek Kolat. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Landesverband Berlin Unternehmerfrauen im Handwerk e. V. und dem Kompetenzzentrum für Berliner Handwerkerinnen statt.

Berlin den 2. Berliner CSR-Tag. Mehr als 200 Teilnehmer folgten der Einladung am 28. und 29. Oktober 2013. Erstmals erstreckte sich die Veranstaltung über zwei Tage und fand mit dem 8. Gute-Tat-Marktplatz einen erfolgreichen Auftakt. Dort trafen Teilnehmer aus 50 sozialen Organisationen und mehr als 80 Unternehmen zusammen. Nach zwei lebhaften Stunden konnte eine Vielzahl schriftlicher Vereinbarungen für soziale Projekte ausgehandelt werden. Im Mittelpunkt der vereinbarten Projekte standen Bewerbungstraining und Coachings für Jugendliche, Hilfen bei Renovierungs- und Reparaturarbeiten sowie die Erstellung von Informationsmaterial. Aber auch die Unterstützung bei der Durchführung von Veranstaltungen, die Bereitstellung von Räumlichkeiten sowie von Sachspenden wurde abgesprochen. Am zweiten Tag stand der Praxisaustausch zur verantwortungsvollen Unternehmensführung – Corporate Social Responsibility – im Fokus einer Fachkonferenz. Große und kleine Unternehmen tauschten sich über gute Beispiele aus. So berichtete z.B. die Goldschmiedin Stefanie Holtz von ihren Bemühungen, „faires Gold“ zu beziehen. Fleischermeister Jens-Uwe Bünger erzählte, warum er sich für den Verkauf von Fleisch aus besonders artgerechter und umweltschonender Haltung entschieden hat. Fachexperten, wie Dr. Melanie Weber-Moritz (Verbraucher Initiative e. V.) und Dr. Frank Osterhoff (Bertelsmann Stiftung), diskutierten die Herausforderungen des fairen und ökologischen Handels von der Lieferkette bis hin zum Kunden. Die Schirmherrschaft über die Veranstaltung hatte der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit.

Berliner Aktionsprogramm Handwerk 2011
Die im Aktionsprogramm vorgeschlagenen 24 Maßnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen Berliner Handwerksbetriebe werden sukzessive umgesetzt. So wurden 2013 Broschüren zum öffentlichen Auftragswesen und zur elektronischen Vergabe veröffentlicht und der Aufbau einer Plattform für die Kooperation von Handwerksbetrieben und Wissenschaft angestoßen. Bis Ende 2014 sollen alle Maßnahmen umgesetzt sein, um die Zukunftsfähigkeit des Berliner Handwerks zu sichern. Das Aktionsprogramm Handwerk wurde 2011 in Kooperation zwischen dem Berliner Handwerk/der Berliner Handwerkskammer und dem Berliner Senat erarbeitet und verabschiedet.

Bürokratieabbau und Verwaltungsvereinfachung
Svend Liebscher Tel.: 030/25903-357 liebscher@hwk-berlin.de Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt hat mit dem Internetportal ERNA Online (Ereignisse im Nebennetz administrieren) seit Mitte Juli 2013 für die zahlreichen Inhaber sogenannter Rahmenanordnungen Antrags- und Genehmigungsverfahren für die Sondernutzung von Straßenland beschleunigt. Hierzu zählen wiederkehrend erforderliche Geräteaufstellungen, insbesondere Schrägaufzüge, Lifte, Hebebühnen und Kräne, aber auch erforderliche Halteverbotsschilder für Umzüge oder Ähnliches. Veranlassung für die Verfahrensvereinfachung waren zahlreiche Beschwerden, insbesondere von Betrieben des Berliner Bauhandwerks.

Unternehmerische Verantwortung
Adriane Nebel Tel.: 030/25903-362 nebel@hwk-berlin.de Handwerksbetriebe sind oftmals ein gutes Beispiel für gelebte CSR. Sie sind in ihrer Stadt, in ihrem Kiez und der Nachbarschaft fest verwurzelt, pflegen eine gute Beziehung zu ihren Kunden und kennen die Belange ihrer Mitarbeiter. Diese enge Verbindung führt im Handwerk zu einer langen Tradition, sich für das Gemeinwohl einzusetzen, sich freiwillig zu engagieren und gesellschaftliche Verantwortung über den Betriebsalltag hinaus zu übernehmen. Um eine Plattform für dieses Engagement zu schaffen und es weiter zu fördern, veranstaltete die Handwerkskammer Berlin in Kooperation mit der IHK

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Über den Weg der elektronischen Antragsstellung wird die Vollständigkeit der Unterlagen nun sofort automatisch abgeprüft, mit entsprechender Rückmeldung. Hiermit werden wesentliche Anforderungen der Betriebe des Bau- und Ausbauhandwerks erfüllt (Dachdecker, Stuckateure, Maler und Lackierer). Beantragungen im „falschen“ Bezirk sollen behördenintern per Mausklick weitergeleitet werden. Auch die Rechnungsstellung wird beschleunigt. Derzeit bearbeiten die Bezirksämter ca. 120.000 Antragsfälle pro Jahr. Die Möglichkeit der Antragsstellung in Papierform bleibt bestehen. Die Handwerkskammer hatte seit 2011 gemeinsam mit der Baugewerks-Innung, der Landesinnung des Dachdeckerhandwerks und der Maler- und Lackiererinnung Berlin ein solches schnelleres, bezirksübergreifend einheitliches und insgesamt transparenteres Antrags- und Genehmigungsverfahren von Senat und Bezirken eingefordert. Unterstützt wurde die Initiative von der Senatskanzlei und der Senatsverwaltung für Wirtschaft und Forschung.

stung durch auskömmliche Aufträge aus dem privaten und gewerblichen Bereich, zum anderen aber auch eine sinkende Attraktivität öffentlicher Aufträge. Nach Bekunden der Mitgliedsbetriebe ist dies speziell auf zunehmend bürokratische Verfahren bzw. auf nicht auskömmliche Preise durch Abgebote bei Rahmenverträgen zurückzuführen. In der Folge wird es für öffentliche Auftraggeber immer schwerer, qualifizierte und zuverlässige Handwerksbetriebe für Bauvorhaben zu gewinnen. Die Handwerkskammer Berlin hält diese Entwicklung sowohl für die öffentliche Hand als auch für die Berliner Handwerksbetriebe für überaus problematisch und schlägt gemeinsam mit innung.org konkret folgende, kurzfristig umsetzbare und schnell wirkende Maßnahmen vor: 1. Vereinfachung des Formularwesens, beispielsweise durch die Bündelung von Eigenerklärungen 2. Weiterentwicklung des ULV durch die Aufnahme weiterer Angaben und Nachweise, wie z.B. grundlegenden Betriebs- und Kontaktdaten, die Dokumentation über geleistete Sozialbeiträge etc. 3. Anhebung der Wertgrenzen für freihändige und beschränkte Vergaben nach VOB und VOL auf entsprechende Grenzen des Konjunkturpakets II – analog zu anderen Bundesländern 4. Jahreszeit-/Rahmenverträge für Kleinreparaturaufträge: Abkehr von Auf- und Abgeboten im Rahmen von öffentlichen Auftragsvergaben zugunsten transparenter, beschränkter Ausschreibungen mit jährlich zu

„Bei der Vergabe öffentlicher Aufträge in Berlin ist leider viel vermeidbare Bürokratie mit im Spiel. Unsere Vorschläge, wie das Auftragswesen ganz ohne neue Gesetze einfacher und praxistauglicher gestaltet werden kann, liegen Politik und Verwaltung vor!“

Jürgen Wittke, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Berlin

Vergaberecht
Gemeinsam mit den Berliner Innungen wirkte die Handwerkskammer auch im Berichtszeitraum weiter auf eine sachgerechte Veränderung der Modalitäten für Jahreszeitverträge (Reparaturarbeiten, Bauarbeiten, Kleinaufträge) beim Senat hin. Die Handwerkskammer Berlin stellte in den letzten Jahren verstärkt fest, dass eine wachsende Zahl von Handwerksbetrieben auf eine Bewerbung um öffentliche Aufträge verzichtet. Dies scheint im Wesentlichen zwei Gründe zu haben: Zum einen die erwähnte anhaltend gute Auftragslage mit Kapazitätsausla-

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überprüfenden Preisen. Dies würde zu einer deutlichen Steigerung der Wirtschaftlichkeit bei Kleinstreparaturaufträgen durch eine deutliche Senkung des Verwaltungsaufwandes führen Diese vier Punkte wären als untergesetzliche Maßnahmen unbürokratisch umsetzbar und könnten rasch eine positive Wirkung entfalten. Ebenso wie die elektronische Auftragsvergabe würden sie die Attraktivität der öffentlichen Ausschreibungen erhöhen und gleichzeitig die Teilnahme gerade leistungsfähiger Bieter fördern. Gerade durch das Instrument der Beschränkten Ausschreibung mit erhöhten Wertgrenzen wird es oftmals überhaupt erst möglich, beispielsweise die besondere Berücksichtigung ausbildender Betriebe praktisch umzusetzen. Gespräche mit den Wirtschaftsaus-

schüssen der Parteien laufen, die Koordinierung der Aktivitäten für innung.org übernimmt dabei die Tischler-Innung Berlin. Kontrollgruppe Auf Vorlage der Senatorin für Wirtschaft, Technologie und Forschung, Cornelia Yzer, hatte der Senat in seiner Sitzung vom 14. Mai 2013 beschlossen, gemäß § 5 des Berliner Vergabegesetzes (BerlAVG) eine zentrale Kontrollgruppe einzurichten. Diese wird ab Februar 2014 ihre Arbeit aufnehmen, besteht in der Endstufe jedoch nur aus drei Personen. Die Kontrollgruppe, die, im Gegensatz zu den Vergabestellen, keinen direkten Zugriff auf die vergebenen Aufträge hat, wird nur auf Bitten der Vergabestellen in begründeten Einzelfällen unterstützend tätig. Die öffentlichen Auftraggeber waren und

sind weiterhin für die Kontrolle der vertragsgemäßen Leistung immer selbst verantwortlich und grundsätzlich verpflichtet, die vertragsgemäße Einhaltung eines öffentlichen Auftrags zu prüfen. Das BerlAVG enthält für die Kontrollgruppe keine Ermächtigung, auf deren Grundlage ein Unternehmen unaufgefordert betreten werden kann und Unterlagen eingesehen werden dürfen. Die Vergabestellen haben im Übrigen z. B. nicht zu prüfen, ob die Unternehmen die ILO- Kernarbeitsnormen einhalten, sondern lediglich, ob für die von der Senatsverwaltung für Wirtschaft veröffentlichten Produktliste stehenden Produkte, die geliefert werden, entsprechende Zertifikate oder Herkunftsnachweise vorhanden sind. Generell sind keine Kontrollen der vorgelegten Zertifikate erforderlich.

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Insgesamt sollten sich somit die Kontrollen auf die mit dem Angebot abgegebenen Erklärungen konzentrieren. Dies hat zur Folge, dass die Überprüfung der Zahlung des Mindeststundenentgelts und die Einhaltung der Zusagen über die Frauenförderung (§9 BerlAVG) im Fokus der Stichprobenkontrollen liegen sollen. Gemeinsam mit dem DGB hatte die Handwerkskammer auf die Einrichtung einer solchen neutralen Kontrollgruppe gedrungen. In diesem Sinne muss die Kontrollgruppe allerdings nach Auffassung der Handwerkskammer dringend personell durch hochkarätige Fachleute aufgestockt werden. Insgesamt betrachtet kann nur eine personell hinreichend ausgestattete und mit entsprechenden Kompetenzen und Befugnissen ausgestattete Kontrollgruppe die Einhaltung der Vergaberegelungen effizient überprüfen und somit die Glaubwürdigkeit der Politik untermauern.

Im Rahmen der Wohnungsbauplanungen für Lichterfelde-Süd setzte sich die Kammer weiterhin mit Nachdruck für den Erhalt und die planungsrechtliche Absicherung der ansässigen Betriebe ein sowie gegenüber Senat und Bezirken für eine verstärkte Politik zur Ausweisung und Sicherung kleinteiliger, handwerksgerechter Betriebsstandorte. Aus Sicht des Berliner Handwerks ist seitens der Politik unbedingt der zunehmenden Verdrängung langjährig standortansässiger Kleinbetriebe entgegenzuwirken. Speziell auf dem Gelände der Flughäfen Tempelhof und Tegel müssen in größerem Umfang auch neue Ansiedlungsmöglichkeiten für Kleinbetriebe geboten werden, sobald der Flughafen BER eröffnet ist.

Verkehr
16. Bauabschnitt der A 100 Nach langjährigen, kontroversen Diskussionen über die Forderung der Berliner Wirtschaft, die östliche Weiterführung der BAB 100 zu realisieren, erfolgten am 8. Mai 2013 der erste Spatenstich und der Baubeginn. Dieser 16. Bauabschnitt (BA) stellt ein weiteres 3,2 km langes Teilstück dar, das vom Autobahndreieck Neukölln bis zur Anschlussstelle am Treptower Park verläuft. Ziel der Verkehrsplanung ist es, durch diesen Straßenabschnitt eine bessere Anbindung der östlichen Bezirke und der dortigen Gewerbegebiete an den mittleren Straßenring und an die A 113 zu erreichen, die Erreichbarkeit des zukünftigen Flughafens Berlin Brandenburg BER und des Wissenschaftsstandorts

Stadtentwicklung
Stadtentwicklungskonzept (StEK) Die Handwerkskammer Berlin hat auch im Berichtszeitraum 2013 die Planungen für die Nachnutzung der Flughafengelände Tempelhof (über den Masterplan bzw. das „INSEK – Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Tempelhofer Freiheit und Verflechtungsraum“) sowie auch Tegel aktiv begleitet. Des Weiteren positionierte sich die Handwerkskammer bei der Entwicklung des Stadtentwicklungskonzeptes „StEK Berlin 2030“, das als ressortübergreifendes Leitbild der Stadtentwicklung jenseits von Legislaturperioden dienen soll und 2013 in vier sog. Werkstätten Stadtforum 2030 mit der Fachöffentlichkeit intensiv erörtert wurde.

Heute fliegen noch die Drachen auf dem Tempelhofer Feld; Skater, Radfahrer und Jogger nutzen das Areal für sportliche Aktivitäten. Langfristig sollen aber auch neue Ansiedlungsmöglichkeiten für Kleinbetriebe gegeben sein.

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Adlershof sowie die weiträumigen Verbindungen nach Dresden, Cottbus und Frankfurt/Oder wesentlich zu verbessern. Das städtische Hauptverkehrsstraßennetz wird über drei Anschlussstellen (Grenzallee, Sonnenallee und Am Treptower Park) an den neuen Autobahnabschnitt angebunden. Der 16. Bauabschnitt der A 100 ist Bestandteil des durch den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages beschlossenen Infrastrukturbeschleunigungsprogramms II. Die Fertigstellung und Verkehrsfreigabe der Gesamtbaumaßnahme ist auf den Jahreswechsel 2021/2022 terminiert.

rings – von den Bezirken MarzahnHellersdorf, Lichtenberg und Treptow-Köpenick sehr kontrovers diskutiert worden. Im Sommer 2013 konnte schließlich jedoch Einvernehmen mit den Bezirken zu der „OstVariante“ als Grundlage für das erforderlich Planfeststellungsverfahren hergestellt werden. Die Handwerkskammer begrüßte diese Einigung ausdrücklich, da die TVO zu den letzten großen, noch nicht fertig gestellten Straßenbauprojekten Berlins zählt. Ziel ist es, durch den Straßenverlauf von Ahrensfelde nach Adlershof die Stadtbezirke Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg und Treptow- Köpenick miteinander zu verbinden und somit das Verkehrsnetz im Ostteil Berlins in effizienter Weise zu komplettieren.

Tangentiale Verbindung Ost (TVO) Nach umfangreichen Bedarfs- und Machbarkeitsuntersuchungen der Senatsverwaltung zur TVO in den zurückliegenden Jahren (Trassenlage, Querschnitt, Anbindungen) war das Ergebnis – eine Vorzugsvariante mit Verlauf östlich des Berliner Außen-

Handwerkerparkausweis Gut ein Jahr nach Einführung des Handwerkerparkausweises bewährt sich nach Erkenntnissen der Handwerkskammer Berlin das deutlich

vereinfachte Antrags- und Genehmigungsverfahren. Zahlreichen Bekundungen von Betrieben der definierten Gewerke des Berliner Montage-, Reparatur- und Servicehandwerks zufolge, unterstützt das Instrument effizientere Arbeitsabläufe. Wenngleich hierdurch für die antragstellenden Betriebe vergleichsweise höhere Gebühren gegenüber den bis dato erteilten Betriebsvignetten bemängelt werden, erweist sich nunmehr das Verfahren als deutlich schneller und unbürokratischer. Insgesamt 23 Handwerks- bzw. IHK-zugehörigen Tätigkeitsbereichen ermöglicht der stadtweit gültige Handwerkerparkausweis die Parkmöglichkeit in der Nähe des Einsatzortes. Hierzu zählen insbesondere das Elektrohandwerk, das Sanitär-, Heizungs-, Klempner- und Klimahandwerk, das Maler- und Lackiererhandwerk, das Tischlerund das Metallbauerhandwerk sowie der Garten- und Landschaftsbau, der Akustik- und Trockenbau und die Hausmeisterservices. Alle anderen Berufe haben unverändert

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Auslandspraktikanten bringen nach ihrer Rückkehr neuen Wind in die Betriebe. Die Handwerkskammer fördert dies mit ihrer Mobilitätsberatung.

die Möglichkeit, die Betriebsvignette(n) zu beantragen. Die deutlich wachsende Akzeptanz und Nachfrage nach dem Handwerkerparkausweis verdeutlichen auch die bezirklichen Statistiken: Im Zeitraum von Mitte August – Anfang November 2013 ist die Zahl der gültigen Vignetten von etwa 3.000 auf 3.700 um rund 23 % gestiegen, die Anzahl der berücksichtigten Betriebsfahrzeuge stieg von gut 3.500 auf 4300 (+ 23 %). Gleichwohl muss aus Sicht des Berliner Handwerks beim sog. Arbeitsstättennachweis nachgebessert werden, um datenschutzrechtliche Bedenken auszuräumen: Dies betrifft die geforderte, überaus genaue Bezeichnung des Arbeitsortes (Hausnummer, Gebäudeteil, Stockwerk) und speziell den Namen des

Auftraggebers. Letztgenannte Angabe ist im bestehenden Formular zwar freiwillig, wird vom Überwachungspersonal der Bezirke jedoch vielfach auch als Pflichtangabe gewertet. Speziell Betrieben, die Sicherheitsdienstleistungen erbringen, ist die Nennung des Auftraggebers nicht möglich. Generell besteht darüber hinaus bei allen Unternehmen eine grundsätzliche – und aus Konkurrenzerwägungen berechtigte – Ablehnung der Kundenpreisgabe. Die Handwerkskammer ist gemeinsam mit dem Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit der Auffassung, dass die Kundenadresse als Nachweis des Arbeitseinsatzes sehr bedenklich und unzulässig ist. In einer Stellungnahme im

Abgeordnetenhaus am 18. November 2013 brachte sie dies auch nachdrücklich zum Ausdruck, denn für Rückfragen des Überwachungspersonals würde die obligatorisch einzutragende Handynummer des Fahrers bzw. die Telefonnummer des Betriebes ausreichen. Die Handwerkskammer wird sich deshalb auch weiterhin gegenüber dem Senat dafür einsetzen, dass auf die bedenklichen „Angaben“ verzichtet wird.

Handwerk goes international
Ulrich Wiegand Tel. 030/25903-348 wiegand@hwk-berlin.de Internationale Mobilitätsberatung der Handwerkskammer Berlin Die Handwerkskammer Berlin fördert den grenzüberschreitenden Austausch. Mit der internationalen

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Mobilitätsberatung werden Handwerksbetriebe, Fachkräfte und Lehrlinge des Berliner Handwerks unterstützt, Auslandspraktika vorzubereiten und umzusetzen. Im Berichtsjahr nahmen 27 Lehrlinge und 24 Fachkräfte des Berliner Handwerks mithilfe der Mobilitätsberatung an Auslandsaufenthalten teil. Hierbei arbeitete die Mobilitätsberatung u. a. eng mit der Sequa gGmbH und dem Centre Français Berlin zusammen. Im Fokus standen die Zielländer Frankreich, Großbritannien und Schweden. Dieses Beratungsangebot wird umgesetzt im Rahmen der Initiative „Berufsbildung ohne Grenzen“, kofinanziert mit Fördermitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und dem Europäischen Sozialfonds ESF.

25 Jahre Deutsch-türkische Partnerschaft Die große Anzahl von Bürgerinnen und Bürgern mit türkischer Herkunft in Berlin prägt die Identität unserer Stadt maßgeblich mit. Vor diesem Hintergrund hat die Zusammenarbeit mit der Türkei, insbesondere mit Istanbul, für die Handwerkskammer Berlin eine besondere Bedeutung. Im Jahr 2013 jährte sich die Kooperation der Handwerkskammern Istanbul und Berlin zum 25. Mal. Anlässlich dieses Jubiläums reisten Mitglieder von Vorstand und Geschäftsführung in die Stadt am goldenen Horn. Neben den gemeinsamen Feierlichkeiten fanden bilaterale Austausche der Abteilungen Berufsbildung beider Kammern zu den Themen Bildung und Fachkräftesicherung statt.

Gleichzeitig wurde der Besuch genutzt um die dortige Deutsch-Türkische Industrie- und Handelskammer (AHK Istanbul) zu besuchen. Die Delegation informierte sich hier aus erster Hand über Dienstleistungen für deutsche Unternehmen bei einem Eintritt in den türkischen Markt. Start der Zusammenarbeit zwischen Berliner Handwerk und Madrid Die Städtepartnerschaft zwischen Madrid und Berlin feierte im November 2013 ihr 25-jähriges Bestehen. Ana Botella Serrano, Bürgermeisterin von Madrid, besuchte im Rahmen der Feierlichkeiten die Handwerkskammer Berlin. Sie diskutierte mit Präsident Stephan Schwarz, Geschäftsführer Ulrich Wiegand und dem spanischen Botschafter Pablo Garcia-Berdoy Möglichkeiten einer

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Kooperation. Im Fokus standen dabei Bildungsprojekte zur Qualifizierung von Lehrlingen und Fachkräften.

Europäische Strukturfondsförderung
Adriane Nebel Tel.: 030/25903-362 nebel@hwk-berlin.de Die EU stellt Berlin Gelder aus dem Europäischen Strukturfonds zur Verfügung, welche dem Wachstum und der Beschäftigung dienen. In der Förderperiode 2007-2013 sind dies ca. 1,2 Milliarden Euro. Aus dieser Förderperiode können noch bis Ende 2015 Mittel verausgabt werden. Anfang 2014 hat die neue Förderperiode 2014-2020 begonnen. In dieser Förderperiode richtet sich die Förderung an der Europa 2020-Strategie aus, die für das laufende Jahrzehnt

die Wachstumsstrategie der EU ist. Die Diskussion über die EU-Strukturfonds von 2014-2020 ist nicht abgeschlossen, sondern noch im vollen Gange. Die Mittel über die Berlin verfügen wird stehen jedoch fest. In den kommenden sieben Jahren werden für Berlin 635.213 Millionen Euro an Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und 215.089 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) bereitgestellt. Die Handwerkskammer Berlin macht sich im Berliner Begleitausschuss und in den dazugehörigen Arbeitskreisen EFRE und ESF sowie in mehreren Bewilligungsgremien dafür stark, dass die Berliner Mittel möglichst effizient und zielgerichtet verwendet werden. Des Weiteren hat sich die Handwerkskammer Berlin an der Diskussion über die Ausgestal-

tung der neuen Förderperiode sowohl mit schriftlichen als auch mit mündlichen Stellungnahmen beteiligt. Kritisiert wurde z. B. die starke Ausrichtung des EFRE auf die Industrie. Außerdem wurde eine stärkere Orientierung hin zu KMUs und Handwerksunternehmen sowie die Aufstockung der Fördermittel für die Meistergründungsprämie gefördert. Bezüglich des ESF begrüßt die Handwerkskammer insbesondere die zukünftig stärkere Verankerung der betrieblichen Ausbildung im Operationellen Programm.

Städtepartnerschaft Berlin-Moskau Adriane Nebel Tel.: 030/25903-362 nebel@hwk-berlin.de Seit 2004 organisiert die Handwerkskammer Berlin jährlich einen Austausch von Auszubildenden aus Ber-

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lin und Moskau. In 2013 besuchten sich jeweils fünf Moskauer und fünf Berliner Auszubildende und ihre Betreuer aus den Berufsgruppen Friseure und Fotografen für jeweils eine Woche. Das tägliche Fachprogramm bot den Jugendlichen die Möglichkeit, die Arbeits-, Lern- und Lebensbedingungen ihrer gleichaltrigen Berufsgenossen kennenzulernen. Auf dem Programm der Auszubildendden der Fotografie standen unter anderem die gemeinsame Arbeit in einem Modeworkshop und die gemeinsame Auswertung der Fotografien. Die Auszubildenden des Friseurhandwerks frisierten z. B. gemeinsam Jugendliche mit Handicap, die an einem Schönheitswettbewerb teilnahmen, und besuchten eine internationale Kosmetikmesse. Der Austausch wird gefördert aus Mitteln der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch – eine Initiative des Bundesministeriums für Fa-

milie, Senioren, Frauen und Jugend, der Freien und Hansestadt Hamburg, der Robert Bosch Stiftung und des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft sowie des Berliner Senates und wird mit Unterstützung durch die BBJ-Consult AG durchgeführt. www.stiftung-drja.de

die Berliner Bürger und Unternehmen zum Klimaschutz und zur Einsparung von CO2 zu motivieren. Dabei war die Geschäftsstelle des Stadtvertrages Klimaschutz für die Laufzeit des Projektes in der Handwerkskammer Berlin angesiedelt. Das Projekt wurde von GASAG und Ströer unterstützt. Fassadencheck Ein besonderes Highlight des Stadtvertrages Klimaschutz war in 2013 der Fassadencheck für Ein- und Zweifamilienhausbesitzer. Diese hatten vom 12. Februar bis 4. März die Möglichkeit, sich einen kostenlosen Fassadencheck für ihr Eigenheim zu sichern. Insgesamt konnten 124 Checks vermittelt werden. Außerdem verloste der Stadtvertrag unter allen Teilnehmern drei Thermografie-Aufnahmen. Der Fassadencheck fand in Kooperation mit Caparol, Knittel und der Maler- und Lackierer-Innung Berlin statt.

Stadtvertrag Klimaschutz
Adriane Nebel Tel.: 030/25903-362 nebel@hwk-berlin.de

Der Stadtvertrag Klimaschutz ging 2013 in seine letzte Runde. Das Bündnis von Handwerkskammer Berlin, IHK Berlin, BUND Berlin und DGB Berlin-Brandenburg hatte das Ziel

Dämmstoffe schützen vor Wärmeverlust – und senken die Energiekosten deutlich. Das Bündnis Stadtvertrag Klimaschutz vermittelte 124 Fassadenchecks für Einund Zweifamilienhausbesitzer.

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Heizungstausch Um Besitzern einer eigenen Heizungsanlage Anreize zu bieten, ihre alten Heizkessel auszutauschen, startete der Stadtvertrag Klimaschutz am 1. August ein Zuschuss-Gewinnspiel. Zu gewinnen gab es finanzielle Unterstützung in Höhe von jeweils 1000 EUR, 750 EUR und 500 EUR. Insgesamt nahmen 159 Personen am Gewinnspiel teil. Energiesparen am Arbeitsplatz Am 4. Dezember organisierte der Stadtvertrag Klimaschutz die Infoveranstaltung „Energiesparen am Arbeitsplatz“. Der Fokus der Diskussion richtete sich auf die Bereiche klimafreundliches Handeln am Arbeitsplatz, Lichtausstattung, Bürotechnik sowie Lüftung. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem UnternehmensNetzwerk Motzener Straße e. V. statt. Die Kommunikationskampagne Stadtvertrag Klimaschutz endete im Dezember 2013 nach vier spannenden und ereignisreichen Jahren. Das Ziel der Kampagne, zu informieren und zu inspirieren, wurde erreicht. Viele wichtige Impulse konnten gesetzt werden, um die Berliner Öffentlichkeit noch stärker für das Thema Klimaschutz zu sensibilisieren. Deutlich wurde: Berlins Potenziale für eine grüne und klimagerechte Stadt sind gewaltig, aber noch lange nicht ausgeschöpft.

Alte Heizkessel raus: Das Aktionsbündnis Stadtvertrag Klimaschutz unterstützte 2013 Neuanschaffungen mit einem Zuschuss.

Handwerk in der Energieoffensive
Adriane Nebel Tel.: 030/25903-362 nebel@hwk-berlin.de In 2013 startete die Handwerkskammer Berlin eine neue Veranstaltungsserie mit dem Titel „Knallhart

kalkuliert: Handwerk in der Energieoffensive“. Ziel der Reihe ist es, Betriebe verschiedener Gewerke auf die Möglichkeiten der Energie- und Kosteneinsparungen im Betrieb hinzuweisen. Das Veranstaltungsformat beinhaltet, dass ein Fachberater an praktischen Beispielen erläutert, mit welchen Kniffen der Energiebedarf im Betrieb ohne Komfortverlust

gesenkt werden kann. Des Weiteren berichtet jeweils ein erfahrener Betrieb, wo und wie er Energiekosten eingespart hat und welche Erfahrungen er dabei gemacht hat. Die Veranstaltungen für die einzelnen Gewerke finden jeweils in Kooperation mit der entsprechenden Innung statt. Am 19. März 2013 fand

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die Auftaktveranstaltung speziell für Kfz-Betriebe statt. Am 21. August 2013 fand die zweite Veranstaltung für Bäckereien und Konditoreien statt. Die gesamte Veranstaltungsserie wird von Vattenfall unterstützt.

Die Energiewende stockt
Dr. Martin Peters 030/25903-460 peters@hwk-berlin.de Die fehlende politische Koordination der Aktivitäten auf Bundes- und Landesebene führte auch im vergangenen Jahr dazu, dass wesentliche Aspekte der Energiewende nicht die Impulse erhielten, die für den Erfolg dieses weltweit beachteten Großprojektes notwendig wären. Der Wärmemarkt und die Steigerung der Effizienz in der Wärmeversorgung der Gebäude sind weiter die Stiefkinder des Projektes. Das Handwerk hat vergeblich an Bundes- und Landesregierung appelliert, die steuerliche

Förderung der energetischen Sanierung voran zu treiben. Gerade in einer Mieterstadt wie Berlin mit vielen Einzelvermietern ist die steuerliche Förderung einer der Erfolg versprechendsten Ansätze, um dem für die Energiewende und das Handwerk so bedeutsamen Sanierungsmarkt neue Impulse zu geben. Deshalb ist es umso unverständlicher, dass dieses Projekt im letzten Moment aus dem Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung gestrichen wurde. Auch im Stromsektor sind 2013 keine Entscheidungen gefallen, die dem Markt im Zieldreieck aus Versorgungssicherheit, Kosteneffizienz und Umweltentlastung wesentliche Impulse in die richtige Richtung gegeben haben. Gerade Handwerksbetriebe leiden wie die Privathaushalte unter weiter steigenden Strompreisen. Dabei ist der steigende Anteil regenerativen Stroms nicht der wichtigste Aspekt, der zu den Preissteigerungen beiträgt. Die an der Leipziger Strombörse fallenden Preise werden von den Energieversorgern nicht an die Endkunden weitergegeben. Von sinkenden Börsenpreisen profitieren vor allem wirklich große Stromverbraucher, die dazu noch von der EEG-Umlage und einem Teil der Netzentgelte befreit sind, obwohl nur ein kleiner Teil dieser Unternehmen tatsächlich vom internationalen Wettbewerb bedroht ist. Es bleibt zu hoffen, dass es der neuen Bundesregierung gelingt, die Weichen so zu stellen, dass auch Handwerksbetriebe von den Preis dämpfenden Veränderungen in der Versorgungsstruktur profitieren.

Energiewendegesetz in Berlin Nachdem die Anläufe zu einem Klimaschutzgesetz in Berlin im Sande verlaufen sind, hat der Berliner Senat vor, vergleichbare Ziele mit einem Energiewendegesetz zu erreichen. Dazu hat die Stadtentwicklungsverwaltung 2013 zwei Werkstattgespräche durchgeführt, in denen die Grundzüge des Gesetzeskonzeptes vorgestellt wurden. Parallel wurde eine Machbarkeitsstudie für ein klimaneutrales Berlin im Jahr 2050 in Auftrag gegeben, in dem das Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK) zusammen mit dem Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) in zwei Szenarien mögliche Wege zu diesem Ziel untersucht. Sowohl die Studie als auch die bekannten Eckpunkte des Gesetzentwurfes kranken aus Sicht der Handwerkskammer Berlin an der mangelnden Einbindung aller relevanten Akteure und der fehlenden Bereitschaft, die auftretenden Zielkonflikte mit anderen Politikbereichen lösungsorientiert zu bearbeiten. Ambitionierte Ziele, wie eine klimaneutrale Verwaltung, sind bei entsprechender Handlungsbereitschaft der Exekutive auch ohne Gesetz umsetzbar. So droht aus Sicht der Kammer ein Gesetz, das nur in allgemeiner Form Klimaschutzziele benennt, ohne diese mit konkreten Maßnahmen zu untersetzen. Der für das abgelaufene Jahr angekündigte Referentenentwurf, zu dem die Kammer dann öffentlich Stellung nehmen wird, liegt bisher nicht vor.

Die Handwerkskammer hat sich auch 2013 vehement für eine steuerliche Förderung von energetischer Sanierung eingesetzt. Dies würde der Energiewende in einer Mieterstadt wie Berlin neue Impulse geben.

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Volksentscheid zur Rekommunalisierung des Berliner Stromnetzes und zur Gründung eines Stadtwerkes Die Konzession zum Betrieb des Berliner Stromnetzes wird genauso wie die des Gasnetzes in einer europaweiten Ausschreibung Ende 2014 neu vergeben werden. Aus diesem Anlass hat sich eine Initiative, der Berliner Energietisch, gebildet, die sich dafür einsetzt, dass das Land Berlin wie vor Privatisierung der Bewag Verantwortung für den Betrieb des Stromnetzes in Berlin übernimmt. Diese Forderung wurde mit der nach einem neu zu gründenden Stadtwerk verbunden, das erneuerbaren Strom zu sozialen Tarifen anbieten soll. Das Bürgerbegehren hat die notwendigen Unterschriften gesammelt, so dass nach Ablehnung der Initiative durch den Senat am 3. November 2013 eine Volksabstimmung zu diesem Thema durchgeführt wurde. Im Vorfeld der Abstimmung hat sich die Handwerkskammer zusammen mit zahlreichen Partnern, darunter auch die Elektro-Innung und die IG BCE, am Faktenbündnis Stromentscheid beteiligt. Das Bündnis hatte zum Ziel, die Berlinerinnen und Berliner zu motivieren, sich vor der Stimmabgabe möglichst detailliert mit den Forderungen der Initiative und den Konsequenzen aus Zustimmung oder Ablehnung auseinander setzen. Grund dafür war der Eindruck, dass im Vorfeld der Abstimmung viele unzureichende und sachlich falsche Informationen kursierten. Dem sollte ein möglichst sachliches Informationsangebot, das vor allem auf der Internetseite des Faktenbündnisses publiziert und auf öffentlichen Veranstaltungen vorgestellt wurde, entgegengesetzt werden. Während der in Hamburg parallel zur Bundestagswahl durchgeführte Entscheid zur Kommunalisierung von

Strom-, Gas und Fernwärmenetz knapp eine Mehrheit erzielte, erreichte die Berliner Abstimmung zum Thema Strom nicht die erforderliche Zustimmung von 25 Prozent der Wahlberechtigten. Vollzug der Energieeinsparverordnung (EnEV) Aus dem Bau- und Ausbauhandwerk gibt es immer wieder Signale, dass die bestehenden gesetzlichen Regelungen zum Klimaschutz in der Praxis oft nicht vorschriftenkonform umgesetzt werden. Das gilt beispielhaft auch für die Energieeinsparverordnung (EnEV), die bei Veränderungen an Gebäudehülle und Wärmeversorgung durch den Gebäudeeigentümer die Umsetzung von wirtschaftlichen Maßnahmen zur Energieeinsparung fordert. Vor diesem Hintergrund haben Handwerkskammer und Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) mit Unterstützung von Bezirksverordneten im Herbst kleine Anfragen an die zuständigen Bauaufsichtsämter initiiert, die der Öffentlichkeit einen Einblick in die aktuelle Vollzugspraxis ermöglichen sollten. Die Antworten von elf der zwölf Berliner Bezirksämter zeigen aus Sicht der Kammer, dass die mit der Berliner Durchführungsverordnung zur EnEV (EnEV-DV Bln) angestrebte Verbesserung des Vollzuges deutlich verfehlt wurde. Von den mit der Verordnung eingeführten Prüfsachverständigen wird nur ein Bruchteil der Bauvorhaben überprüft. Im Extremfall wird einem mit der Rechtslage nicht vertrauten Bauherrn erst nach Abschluss seines Bau- oder Sanierungsvorhabens bewusst, welche energierelevanten Vorschriften eigentlich einzuhalten gewesen wären. Der aktuelle Verfahrensablauf muss aus Sicht der Kammer möglichst bald praxisnah verbessert werden.

Berliner Initiative Gesunde Arbeit (BIGA)

Dr. Martin Peters 030/25903-460 peters@hwk-berlin.de Die Berliner Initiative Gesunde Arbeit (BIGA) hat im abgelaufenen Jahr eine Konferenz zum Thema Psychische Belastungen durchgeführt, die am 23. Januar im BTZ der Handwerkskammer stattfand. Eine immer größer werdende Zahl von Beschäftigten leidet unter dieser Art von Problemen. Mehr als die Hälfte aller Frühverrentungen in Deutschland hat ihre Ursache mittlerweile im Bereich psychischer Belastungen. Auch Handwerksbetriebe sind davon in zunehmender Zahl betroffen. Die richtige Diagnose, aber vor allem auch Erfolg versprechende Ansätze zur Prophylaxe in der betrieblichen Praxis waren das Thema der gut besuchten Konferenz. Die BIGA-Initiative will das Thema der gesundheitsgerechten Arbeit in seiner ganzen Breite weiter in den Fokus der Öffentlichkeit und der Betroffenen rücken und bildet dazu ein Forum für alle Aktivitäten, die aus Sicht der Partner diesem übergeordneten Ziel nützen. Die Geschäftsstelle der Initiative ist weiter beim Landesamt für Arbeitsschutz und technische Sicherheit (LaGetSi) angesiedelt. Veränderungen in der personellen Zuständigkeit haben dazu geführt, dass die Aktivitäten der Initiative nach der Konferenz öffentlich nicht mehr so deutlich wahrnehmbar waren. Das soll sich 2014 wieder bessern.

Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

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Pressearbeit
Daniel Jander Tel.: 030/25903-234 jander@hwk-berlin.de Die Handwerkskammer Berlin positionierte sich 2013 erneut als starke Stimme des Handwerks und wurde von der Öffentlichkeit als moderne und dienstleistungsorientierte Institution wahrgenommen. Durch eine gezielte Pressearbeit vermittelt die Handwerkskammer die zentralen Anliegen und Standpunkte des Berliner Handwerks. Der Dialog mit ausgewählten Journalisten und Redaktionen war und ist dabei ein wichtiger Bestandteil der täglichen Arbeit. Dies zeigte sich u. a. in mehr als 600 Anfragen von Medien aller Art zu tagesaktuellen handwerks- und wirtschaftspolitischen Themen. Aufgrund des eklatanten Fachkräftemangels stand das Thema Aus- und Weiterbildung von Fachkräften im Mittelpunkt. Am 1. Mai 2013 ging der Newsticker der Handwerkskammer Berlin an den Start. Besucherinnen und Besucher der Handwerkskammer-Homepage erhalten so unter www.hwk-berlin.de ab sofort interessante und brandaktuelle Informationen aus Wirtschaft und Politik in Zusammenarbeit mit der Deutschen Presse Agentur. Seit dem 5. Juni 2013 verfügt die Handwerkskammer Berlin über einen eigenen Facebook-Auftritt, um speziell junge Menschen anzusprechen und für das Handwerk zu begeistern.

Mehr als 600 Medienanfragen erreichten die Handwerkskammer Berlin im Berichtsjahr. Präsidium und Geschäftsführung, hier Kammerpräsident Stephan Schwarz (re.) und Hauptgeschäftsführer Jürgen Wittke, vermittelten in zahlreichen Pressekonferenzen die Standpunkte des Berliner Handwerks.

Spektrum reicht hier von der Mitgliederzeitschrift über Flyer, Broschüren und regelmäßige Newsletter bis hin zur tagesaktuellen Website im Internet.

Magazin der Handwerkskammer Berlin „Berlin-Brandenburgisches Handwerk“
Elke Sarkandy Tel.: 030/25903-230 sarkandy@hwk-berlin.de Das Magazin der Handwerkskammer Berlin, „Berlin- Brandenburgisches Handwerk“, erreicht mit seinen zehn Ausgaben jährlich jeweils mehr als 31.000 in Berlin ansässige Handwerksunternehmen. Das Blatt setzt verstärkt auf Servicethemen für Betriebsinhaber, bereitet aber genauso Themen für Mitarbeiter/innen in Handwerksbetrieben auf. Antworten auf Rechtsfragen, Berichte aus den Berliner Innungen sowie Veröffentlichungen zu Gesetzesänderungen und Neuerungen bei EU-Richtlinien ergänzen den Service. Das Berichtsjahr 2013 stand ganz im

Zeichen von Fachkräftesicherung und Energiewende. Titel- und Brennpunktthemen beschäftigten sich vornehmlich mit dem sogenannten Anerkennungsgesetz für ausländische Berufsabschlüsse, Berufsorientierung und Ausbildung sowie neuen Technologien wie Elektromobilität, IT-Sicherheit in Unternehmen und Energieeinsparpotenzialen.

Publikationen
In einer Vielzahl eigener Publikationen wendet sich die Handwerkskammer an die Öffentlichkeit – das

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Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Einerseits wendet sich das Magazin an politische Entscheidungsträger, weshalb insbesondere im Wahljahr 2013 die Erwartungen der Wirtschaft an die Politik im Fokus standen: beispielsweise die Reformierung des Erneuerbare-EnergienGesetz, Bürokratieabbau und die steuerliche Entlastung von KMU. Andererseits dient die Zeitschrift neben ihrer Funktion als wirtschaftspolitisches Sprachrohr auch als amtliches Mitteilungsblatt und fungiert damit als wichtiges Informationsmedium für Unternehmer im regionalen Handwerk. Umfangreiche Seminarangebote des Bildungs- und Technologiezentrums (BTZ) und des Bildungs- und Innovationszentrums (BIZWA) der Handwerkskammer Berlin gewährleisten

eine kontinuierliche Fort- und Weiterbildung im Handwerk. Klimaschutz und energetische Sanierung gehören zu den großen Leitthemen, die in den nächsten Jahren nicht an Bedeutung verlieren werden. Aber auch steigende Energiepreise haben zu mehr Beratungsbedarf im Handwerk geführt, was im Berichtsjahr mit zahlreichen Servicebeiträgen zum Thema Energiesparen im Handwerksbetrieb aufgegriffen wurde. Auch unternehmerische soziale Verantwortung wird immer wichtiger. Mit umfangreicher Berichterstattung über Corporate Social Responsibility und das CSR-Projekt der Handwerkskammer Berlin wurden die Leser dafür sensibilisiert.

Informationsbroschüren und Faltblätter
Die gemeinsam mit der IHK Berlin erstellten Informationsbroschüren „Berliner Wirtschaft in Zahlen“ und „Berliner Bildung in Zahlen“ informieren regelmäßig in deutscher und englischer Sprache über entsprechende Zahlen, Daten und Fakten. Der Wegweiser für das Dienstleistungsangebot der Handwerkskammer Berlin und die gedruckten Lehrgangsangebote der Bildungsstätten der Handwerkskammer richten sich sowohl an das Berliner Handwerk als auch an die interessierte Öffentlichkeit im Allgemeinen. Im monatlichen Innungsrundschreiben richtet sich die Handwerkskammer Berlin mit meist gewerkeübergreifenden Informa-

Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

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tionen an Innungen und ihre Mitgliedsbetriebe. Elektronische Newsletter Mit ihren kostenlosen elektronischen Newslettern wendet sich die Handwerkskammer Berlin zu aktuellen Fragestellungen an unterschiedliche Zielgruppen. Im Berichtsjahr informierten insgesamt 26 Newsletter interessierte Gründer, Handwerksbetriebe, politische Entscheidungsträger sowie Verbraucher über aktuelle Nachrichten aus Wirtschaft und Politik, betriebswirtschaftliche und steuerrechtliche Themen sowie über Veranstaltungen. Die Newsletter können im Internet eingesehen oder abonniert werden unter: www.hwk-berlin.de, Rubrik Aktuelles, Stichwort Newsletter. Öffentlicher Dialog Neben eigenen Veröffentlichungen sowie zahlreichen Statements, Interviews und Gastbeiträgen in regionalen und überregionalen Medien ist auch der ständige Dialog mit Politik und Wirtschaft für die Verbreitung der Positionen des Berliner Handwerks von großer Bedeutung. Intensive Gespräche mit Vertretern der Politik sowie die enge Zusammenarbeit mit anderen Berliner Wirtschaftsorganisationen und Verbänden wurden genutzt, um die Standpunkte des Berliner Handwerks zu transportieren. Dazu kamen regelmäßige Arbeitstreffen mit Vertretern anderer deutscher Handwerksorganisationen. Die häufige Teilnahme an Podiumsdiskussionen zu Themen wie Ausbildung, Wirtschaftspolitik, Energiewende oder Fachkräftesicherung belegt das Interesse des Berliner Handwerks an aktuellen Fragestellungen. Führungen von Delegationen aus dem In-

und Ausland durch die Bildungsstätten und/oder Betriebe machen das Berliner Handwerk auch für Besucher außerhalb der Stadtgrenzen erlebbar. Imagekampagne des Handwerks Im Rahmen einer Analyse hat das forsa-Institut festgestellt, dass nicht nur der Bekanntheitsgrad des Handwerks signifikant gestiegen ist, sondern dass darüber hinaus das Handwerk in der Bevölkerung weitaus positiver wahrgenommen wird, als dies vor Beginn der Kampagne der Fall war. Dies belegt, dass die Kampagne funktioniert. In den kommenden Kampagnenphasen werden Schwerpunkte gesetzt, um die jugendliche Zielgruppe noch stärker zu erreichen. Auch am Pfingstsonntag 2013 war das Berliner Handwerk wieder mit einem eigenen Wagen – unterstützt vom Arbeitskreis „Imagekampagne“ – am Umzug zum„Karneval der Kulturen“ beteiligt. In wochenlanger Arbeit hatten Tischlerlehrlinge unter Anleitung eines erfahrenen Bühnenbauers gearbeitet und einen beeindruckenden Wagen auf die Beine bzw. auf die Räder gestellt, der bei den rund 750.000 Zuschauern des Karnevalumzugs einen bleibenden Eindruck hinterließ. Ein weiteres Highlight des Berichtsjahres war der „Tag des Handwerks“, der am 21. September bundesweit stattfand. Das Berliner Handwerk präsentierte auf dem Parkplatz des ehemaligen Flughafens Tempelhof interessante und attraktive Aktionen rund ums Auto. Darüber hinaus fanden am „Tag des Handwerks“ etliche weitere Aktionen statt, die ganz im Zeichen der Imagekampagne standen: So wurde der „Tag des

Handwerks“ auch in der Spandauer Neustadt mit Betriebsbesichtigungen und zahlreichen Informationen über das Handwerk gefeiert. Zusätzlich unterstützte die Handwerkskammer zahlreiche Veranstaltungen und interessierte Handwerker mit Werbematerial der Imagekampagne.

Unter dem Motto „Goldenes Handwerk“ zog der Wagen des Berliner Handwerks beim Umzug des Karnevals der Kulturen Tausende Menschen an. Dem goldfarbenen Lkw des Handwerks folgte schon nach kurzer Zeit eine riesige Menschenmenge

Berliner Handwerk

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Wirtschaftliche Situation im Berliner Handwerk
Marina Kellner Tel.: 030/25903-361 kellner@hwk-berlin.de Nach einem schwachen Start zu Jahresbeginn verbesserte sich die Stimmung der Berliner Handwerker im Laufe des Jahres immer mehr. Der Geschäftsklimaindex des Berliner Handwerks, der als Stimmungsindikator sowohl die aktuellen Einschätzungen der vergangenen sechs Monate als auch die Erwartungen der Betriebe für die kommenden sechs Monate einschließt, gewann gegenüber dem Frühjahr zwei Zähler und lag im Herbst 2013 bei 106 Punkten. Zwar verlor er damit im Vergleich zum Vorjahr zwei Zähler, lag aber immer noch um vier Punkte über dem Vergleichswert aus dem Jahr 2010 – dem Beginn des Aufschwungs nach den Folgen der Lehmann-Pleite. Die Bewertungen der Berliner Handwerker zu ihren aktuellen Geschäftsergebnissen waren im Herbst 2013 wieder auf Top-Niveau. Erwarteten im Frühjahr des Jahres nur 21 % der Betriebe positive Ge-

schäftsergebnisse, stellten sich diese im vergangenen halben Jahr für 37 % tatsächlich ein. Der Saldo aus guten und schlechten Geschäftsbewertungen war mit sehr guten 23 Punkten im Plus. 86 % der Betriebe haben von zumindest zufriedenstellenden Ergebnissen berichtet. Wieder einmal zeigte sich, dass die Geschäftsergebnisse der Handwerker insgesamt sehr viel besser sind als von ihnen prognostiziert. Hintergrund ist die gute Auftragslage im produzierenden Bereich, dem rund 76 % aller bei der Handwerkskammer Berlin eingetragenen Betriebe angehören. Bei ihnen verlängerte sich die Orderreichweite um eine halbe Woche. Die Betriebe verfügten damit über Aufträge im Durchschnitt von 7,6 Wochen. Infolgedessen konnten die Produktionskapazitäten zu 85 % ausgelastet werden. Dementsprechend gut war auch die Entwicklung der Beschäftigung und vor allem der Umsätze. Der Saldo aus Personaleinstellungen und -abbau war mit 11 Punkten im Plus und damit um zwei Zähler über dem Wert des Vorjahres.

Zu Beginn des Jahres waren es die Umsätze, die den Berliner Handwerkern einige Sorgen bereiteten. In der 2. Jahreshälfte waren die Umsatzzahlen zufriedenstellender, jedenfalls für 79 % der Betriebe – eine Verbesserung im Vergleich zum Frühjahr um 12 Zähler. 30 % der Betriebe berichteten von gestiegenen, nur 21 % von gesunkenen Umsätzen. Somit steht ein Positivsaldo von neun Punkten zu Buche. Nur im Herbst 2011 und im Herbst 1991 war er mit 10 bzw. 11 Punkten noch besser. Hauptmotor der guten konjunkturellen Entwicklung war 2013 das Ausbaugewerbe. Der Geschäftsklimaindex verbesserte sich hier im Vergleich zum Vorjahr um sieben Zähler auf 115 Punkte. Die Salden der wirtschaftlichen Indikatoren – Auftragseingang, Beschäftigung und Umsatz – waren zweistellig im Plus und erfreulicherweise auch noch deutlich besser als im Vorjahr. Für das Bauhauptgewerbe scheint dagegen die Hochkonjunkturphase vorbei zu sein. Es sind vor allem die negativen Erwartungshaltungen,

Geschäftsklimaindex des Berliner Handwerks
140 130 120 110 100 90 80 70 60 1991 1993 1995 1997 1999 2001 2003 2005 2007 2009 2011 2013

Geometrisches Mittel aus positiven und negativen Einschätzungen der aktuellen und der erwarteten Geschäftsergebnisse (100 = zufriedenstellend)

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Berliner Handwerk

Betriebsbestand nach Gruppen
Bestand 31.12.2013 Bauhauptgewerbe Ausbaugewerbe Handwerk für den gewerblichen Bedarf Kraftfahrzeuggewerbe Nahrungsmittelgewerbe Gesundheitsgewerbe Personenbezogene Dienstleistungen Gesamtbetriebsbestand 5.127 12.618 4.076 1.592 435 841 6.358 31.047 Veränderung absolut -205 10 261 -9 10 -4 122 185 um ... % -3,8 0,1 6,8 -0,6 2,4 -0,5 2 0,6

die auf die Stimmung drücken. Zum ersten Mal seit dem Herbst 2010 fiel im Herbst 2013 der Klimaindex wieder unter die 100-Punkte-Marke. Er verschlechterte sich zum Vorjahr um 11 Zähler und stand damit bei 98 Punkten. Die Zeiten überdurchschnittlich hoher Zuwachsraten sind vorbei. Die Auftragsdecke wird tendenziell dünner. Trotzdem: Die Geschäftsergebnisse waren immer noch auf hohem Niveau. Ähnlich ist die Entwicklung im Handwerk für den gewerblichen Bedarf. Die aktuellen Geschäftsergebnisse waren im Herbst 2013 mit 27 Punkten im Plus. Auch die Auftragslage war nach wie vor gut, aber die Mehrheit der Betriebe befürchtete für die kommenden Monate eine etwas schwächere Auftragslage und somit eine etwas schlechtere Geschäftsentwicklung. Wenig Positives ist weiterhin aus dem Kraftfahrzeuggewerbe zu berichten. Trotz einer leichten Verbesserung des Geschäftsklimaindexes auf 90 Punkte (Vorjahr: 87) ist hier die Lage im Vergleich aller Handwerksgruppen immer noch am schlechtesten. Die Hoffnungen der

Werkstätten auf ein Ende der mageren Auftragszeiten wollen sich einfach nicht erfüllen. Noch im Frühjahr prognostizierten 44 % der KfzBetriebe steigende Auftragseingänge, nur für 17 % haben sich diese Erwartungen im Lauf des Jahres tatsächlich erfüllt. Sowohl im Gesundheits- als auch im personenbezogenen Dienstleistungsgewerbe war die Nachfrage geringer als erwartet, aber die Betriebe waren zum Zeitpunkt der Herbstumfrage zuversichtlich, dass sich dies bis zum Jahresende noch ändern würde. Die Nahrungsmittelhandwerker wiesen den drittbesten Stimmungswert innerhalb des Berliner Handwerks auf. Sie zeigten sich zwar nicht wirklich zufrieden mit den Umsätzen, zogen aber ihre große Zuversicht aus dem mit dem Weihnachtsgeschäft kommenden umsatzstärksten Quartal.

kam es insgesamt zu 3.002 Eintragungen und 2.817 Löschungen. Damit hat sich die Zahl der Eintragungen gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozent erhöht, während die der Löschungen um 9,6 Prozent gesunken ist. Auffällig sind die starken Zuwächse in den Gruppen „Handwerke für den gewerblichen Bedarf“ und „Personenbezogene Dienstleistungen“ sowie die großen Verluste im Bauhauptgewerbe. In der Gruppe „Handwerke für den gewerblichen Bedarf“ waren es die Anmeldungen im Gebäudereiniger-Handwerk, die zu diesem Anstieg geführt haben. Im Vergleich zum Jahresendstand 2012 nahm die Zahl der bei der Handwerkammer Berlin eingetragenen Mitglieder in diesem Handwerk per Saldo um 295 auf 2.261 zu. In der Gruppe „Personenbezogene Dienstleistungen“ resultierte der Zuwachs vor allem aus den Anmeldungen bei den Handwerken Fotografen, Friseure, Maßschneider und Änderungsschneider. Im Bauhauptgewerbe wurden die Verluste vor allem durch ein Gewerbe verursacht – dem Holzund Bautenschutzgewerbe. Hier hat sich die Zahl der eingetragenen Be-

Betriebsbestand
Am 31. Dezember 2013 hat die Handwerkskammer Berlin 31.047 Mitgliedsbetriebe. Per Saldo sind dies 185 Mitglieder mehr als vor einem Jahr. Im Verlaufe des Berichtsjahrs

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Betriebsbestand nach Anlagen
Bestand 31.12.2012 Berliner Handwerk Anlage A – zulassungspflichtige Handwerke Anlage AeT – Ausführung einfacher Tätigkeiten (Kleinunternehmer) Anlage B1 – zulassungsfreie Handwerke Anlage B2 – handwerksähnliche Gewerbe 30.862 15.207 222 7688 7745 31.12.2013 31.047 15.142 206 8.202 7.497 Veränderung absolut 185 -65 -16 514 -248 um ... % 0,6 -0,4 -7,2 6,7 -3,2

triebe um 171 auf 2.500 verringert. Mit der Novellierung der Handwerksrolle zum 1. Januar 2004, die den Wegfall der Meisterpflicht in den 53 - nun zulassungsfreien Handwerken zur Folge hatte, ist in dem Handwerksbereich die Zahl der eingetragenen Mitglieder von 2.027 auf 8.202 Ende 2013 angewachsen. Hngegen hat in diesem Zeitraum die Zahl der eingetragenen Betriebe im Verzeichnis der zulassungspflichtigen Handwerke um 856 und im Verzeichnis der handwerksähnlichen Gewerbe um 1.996 abgenommen. Mit knapp 49 % bilden Betriebe der Anlage A (zulassungspflichtige Handwerke) jedoch nach wie vor den größten Bereich innerhalb des

Berliner Handwerks. Sie sind das Fundament für Ausbildung im Handwerk. Ende 2013 waren 9,5 % aller bei der Handwerkskammer Berlin eingetragenen Mitgliedsbetriebe (ohne AeT) aktive Ausbildungsbetriebe (=2.929 Betriebe). Die Bedeutung der A-Betriebe für die Ausbildung verdeutlicht allein dieser Fakt: Während 17 % aller A-Betriebe ausbilden sind es von den B1Betrieben gerade mal 3,5 % und von den B2-Betrieben nur knapp ein Prozent.

jahr insgesamt um 2,4 % bzw. um 64 auf 2.621 Anmeldungen ab. Eine Zunahme der neu angemeldeten Betriebe gab es nur im Verzeichnis der zulassungsfreien Handwerke. Zu den Handwerken mit der größten Zahl von Neueintragungen gehörten die Gebäudereiniger (561), Fliesen-, Platten- und Mosaikleger (287), Friseure (160), Einbau von genormten Baufertigteilen (154), Holzund Bautenschutzgewerbe (148), Maurer und Betonbauer (141) und Raumausstatter mit 107 neu angemeldeten Betrieben. Den absolut höchsten Zugewinn kann das Gebäudereiniger-Handwerk verbuchen. Gegenüber dem Vorjahr ist die

Neuanmeldungen
Die Zahl der Neuanmeldungen in 2013 nimmt im Vergleich zum Vor-

Neuanmeldungen
Bestand am 31.12.2013 Berliner Handwerk zusammen Anlage A – zulassungspflichtige Handwerke Anlage AeT – Ausführung einfacher Tätigkeiten Anlage B1 – zulassungsfreie Handwerke Anlage B2 – handwerksähnliche Gewerbe 2.621 769 0 1.277 575 Veränderung absolut -64 -56 -19 +84 -73 um ... % -2,4 -6,8 -100,0 +7,0 -11,3

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Berliner Handwerk

Zahl der Neuanmeldungen in diesem Handwerk um 102 auf 561 angestiegen. Auf dem zweiten Platz folgt das Fliesen-, Platten- und Mosaikleger-Handwerk mit einem Plus von 43 auf 287 Neuregistrierungen und auf den weiteren Plätzen das Friseur-Handwerk (plus 26 auf 160), das Änderungsschneider-Handwerk (plus 12 auf 37), das Fleischer- sowie das Behälter- und ApparatebauerHandwerk mit einem Plus von jeweils acht auf zehn bzw. zwölf Neuanmeldungen. Den absolut größten Rückgang gab es im Holz- und Bautenschutzgewerbe. Hier hat sich die Zahl der Neueintragungen gegenüber dem Vorjahr um 55 auf 148 verringert. Es folgen die Gewerke Kraftfahrzeugtechniker (minus 27 auf 59), Fotografen (minus 25 auf 59), Bodenleger (minus 23 auf 38), Kosmetiker (minus 20 auf 96), Metallbauer (minus 14 auf 14) und Elektrotechniker mit einer Abnahme um 13 auf 73 Eintragungsfälle.

Mit 102 Neuanmeldungen konnte das Gebäudereinigerhandwerk den höchsten Zugewinn im Berichtsjahr verzeichnen; auf den Plätzen zwei und drei folgen das Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerhandwerk sowie das Friseurhandwerk.

Betriebsschließungen
Das wirtschaftliche Aus kam im Verlauf des Berichtsjahres für 2.567 Betriebe. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich damit die Zahl der Betriebsstilllegungen um 346 bzw. um 11,9 % verringert. Die meisten Betriebsaufgaben gab es im Holz- und Bauten-

schutzgewerbe. Insgesamt waren es 340, aber immerhin 100 weniger als im Jahr 2012. Es folgen das Gebäudereiniger-Handwerk und das Fliesen-, Platten- und MosaiklegerHandwerk mit 310 bzw. 250 Schließungen. Während im Fliesen-, Platten- und Mosaikleger-Handwerk die Zahl der betroffenen Betriebe um 13 gesunken ist, ist sie im Gebäudereiniger-Handwerk leider um 74 angewachsen. Auf den nächsten Plätzen folgen die Gewerke Einbau von genormten Baufertigteilen (mit 151 Schließungen; 2012: 188), Maurer

und Betonbauer (136; 2012: 163), Friseure (133; 2012: 162), Kosmetiker (95; 2012: 107), Bodenleger (94; 2012: 128), Raumausstatter (85; 2012: 83), Elektrotechniker (82; 2012: 91), Maler und Lackierer (78; 2012: 77), Installateur und Heizungsbauer (76; 2012: 98) und Kraftfahrzeugtechniker mit 60 und damit 29 Betriebsschließungen weniger als im Jahr zuvor.

Bezirke
Berliner Handwerksbetriebe sind in allen zwölf Stadtbezirken zu finden.

Betriebsschließungen
Betriebsschließungen 2013 Anlage A – zulassungspflichtige Handwerke Anlage AeT – Ausführung einfacher Tätigkeiten Anlage B1 – zulassungsfreie Handwerke Anlage B2 – handwerksähnliche Gewerbe Berliner Handwerk zusammen 825 20 871 851 2.567 Veränderung absolut -169 -3 41 -215 -346 um ... % -17 -13 4,9 -20,2 -11,9

Berliner Handwerk

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Bezirke
Bestand am 31.12.2013 Mitte Friedrichshain-Kreuzberg Pankow Charlottenburg-Wilmersdorf Spandau Steglitz-Zehlendorf Tempelhof-Schöneberg Neukölln Treptow-Köpenick Marzahn-Hellersdorf Lichtenberg Reinickendorf Betriebe mit Firmensitz außerhalb Berlins Gesamtbetriebsbestand 2.391 2.057 3.705 2.751 1.823 2.273 2.895 2.941 2.850 2.608 2.422 2.327 4 31.047 Veränderung absolut 63 -74 -38 -10 59 25 36 -8 5 61 19 48 -1 185 um ... % 2,7 -3,5 -1 -0,4 3,3 1,1 1,3 -0,3 0,2 2,4 0,8 2,1 -20 0,6

Der von Betriebsgründern am häufigsten gewählte Standort für den Betriebssitz ist der Stadtbezirk Pankow. Zum Jahresende 2013 gab es hier 3.705 Betriebe. Allerdings ist ihre Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 38 gesunken. Den höchsten Zuwachs erreichte dagegen der Stadtbezirk Mitte, während der größte Bestandsrückgang für den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg zu vermelden ist. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der ansässigen Handwerksbetriebe im Stadtbezirk Mitte um 63 auf 2.391 angewachsen, im Stadtbezirk Friedrichshain-Kreuzberg dagegen um 74 auf 2.057 gesunken.

Der Berliner Stadtbezirk Mitte ist als Betriebsstandort begehrt; er erreichte den größten Zuwachs bei Ansiedlungen.

Zulassungspflichtiges Handwerk
Im Verzeichnis der Gewerbe, die als zulassungspflichtige Handwerke be-

trieben werden, verringerte sich die Zahl der eingetragenen Betriebe um 0,4 %. Somit waren zum Jahresende 2013 insgesamt 15.142 Betriebe in diesem Verzeichnis eingetragen. Die Bestandsentwicklung resultiert aus

903 Eintragungen und 968 Löschungen. Gegenüber dem Vorjahr nimmt damit die Zahl der Eintragungen um 7,1 % und die der Löschungen um 11,9 % ab. Betriebsstärkstes Handwerk ist das Friseur-Handwerk. Zum

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Berliner Handwerk

Betriebsbestand: Zulassungspflichtige Handwerke, Anlage A
Bestand am 31.12.2013 Bauhauptgewerbe Ausbaugewerbe Handwerk für den gewerblichen Bedarf Kraftfahrzeuggewerbe Nahrungsmittelgewerbe Gesundheitsgewerbe Personenbezogene Dienstleistungen Anlage A zusammen 2.200 6.186 1.278 1.470 346 841 2.821 15.142 Veränderung absolut -17 -54 -25 -2 4 -4 33 -65 um ... % -0,8 -0,9 -1,9 -0,1 1,2 -0,5 1,2 -0,4

Jahresende 2013 gab es hier 2.516 eingetragene Betriebe (Hauptbetriebe). Es folgen das ElektrotechnikerHandwerk mit 1.991 Betrieben, das Installateur- und HeizungsbauerHandwerk mit 1.845 Betrieben und das Maurer- und Betonbauer-Handwerk mit 1.301 Betrieben.

Zulassungsfreies Handwerk
Einen starken Zulauf gab es wiederum bei den zulassungsfreien Hand-

werken. Im Laufe des Jahres 2013 wurden im Verzeichnis der Gewerbe, die als zulassungsfreie Handwerke betrieben werden können, insgesamt 1.437 Eintragungen bei 923 Löschungen vorgenommen. Demzufolge ist der Bestand um 514 auf insgesamt 8.202 Betriebe angewachsen. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl der Eintragungen um 14,5 % und die der Löschungen um 3,9 %. Das betriebsstärkste Handwerk ist das Fliesen-, Platten- und Mosaikle-

ger-Handwerk mit 2.429 eingetragenen Betrieben. Es folgen das Gebäudereiniger- und das Raumausstatter-Handwerk mit 2.261 bzw. 845 Betrieben. Allein im Verzeichnis der zulassungsfreien Handwerke kam es in 2013 zu mehr Eintragungen von neu angemeldeten Betrieben als in 2012. Insgesamt waren es 1.277 Anmeldungen, 84 mehr als im Jahr zuvor. Am häufigsten wurde der Weg in

Betriebsbestand: Zulassungsfreie Handwerke, Anlage B1
Bestand am 31.12.2013 Bauhauptgewerbe Ausbaugewerbe Handwerk für den gewerblichen Bedarf Nahrungsmittelgewerbe Personenbezogene Dienstleistungen Anlage B1 zusammen 48 4.041 2.609 16 1.488 8.202 Veränderung absolut 4 123 292 1 94 514 um ... % 9,1 3,1 12,6 6,7 6,7 6,7

Berliner Handwerk

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die Selbstständigkeit in den Handwerken Gebäudereiniger, Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, Raumausstatter, Maßschneider, Estrichleger und Fotograf gewählt. Eine steigende Zahl der Neuanmeldungen gegenüber 2012 ist aber nur für das Gebäudereiniger- und das Fliesen-, Platten- und Mosaikleger-Handwerk zu verzeichnen. Im Ranking der größten absoluten Zuwächse sind wie zu erwarten auch diese beiden

Handwerke führend – Gebäudereiniger mit einem Plus gegenüber 2012 von 102 auf 561 Neueintragungen und Fliesen-, Platten- und Mosaikleger von 43 auf 287 Eintragungen im Berichtsjahr. Platz 3 im Ranking um die höchsten Zuwächse belegt das Behälter- und Apparatebauer-Handwerk. Hier hat sich die Zahl der neu eingetragenen Betriebe um acht auf zwölf erhöht.

Handwerksähnliches Gewerbe
Zum achten Mal in Folge sinkt die Zahl der Mitglieder im handwerksähnlichen Gewerbe. Waren Ende 2012 noch 7.745 Betriebe in diesem Verzeichnis eingetragen, sind es zum Jahresende 2013 noch 7.497. Im Verzeichnis der Gewerbe, die als handwerksähnliche Gewerbe betrieben werden, wurden im Jahr 2013 insgesamt 658 Eintragungen und 906 Löschungen vorgenommen. Im

Fliesen-, Platten- und Mosaikleger wählen häufig den Weg in die Selbstständigkeit; im Jahr 2013 verzeichnete die Handwerkskammer Berlin bei den Neueinträgen ein Plus von 43 auf 287.

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Berliner Handwerk

Betriebsbestand: Handwerksähnliche Gewerbe, Anlage B2
Bestand am 31.12.2013 Bauhauptgewerbe Ausbaugewerbe Handwerk für den gewerblichen Bedarf Nahrungsmittelgewerbe Personenbezogene Dienstleistungen Anlage B2 zusammen 2.879 2.323 189 58 2.048 7.497 Veränderung absolut -192 -51 -6 6 -5 -248 um ... % -6,3 -2,1 -3,1 11,5 -0,2 -3,2

Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Eintragungen um 5,5 % und die der Löschungen um 18,1 % gesunken. Am stärksten vertreten ist das Holz- und Bautenschutzgewerbe mit 2.200 eingetragenen Betrieben. Es verliert jedoch gegenüber dem Vorjahr 171 Mitglieder und steht damit in diesem Ranking ebenfalls auf dem ersten Platz. Die höchsten Zugewinne verzeichnen die Änderungsschneider. Ihre Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr um zwölf auf 355 angewachsen.

Kleinunternehmer – Ausführung einfacher Tätigkeiten
Ende 2013 waren 206 Kleinunternehmen in der Anlage AeT (Ausübung einfacher Tätigkeiten) eingetragen – 16 weniger als Ende 2012. Vertreten sind diese Unternehmen in den Handwerken Elektrotechniker, Glaser, Maler und Lackierer, Tischler, Karosserie- und Fahrzeugbauer, Kraftfahrzeugtechniker, Bäcker sowie Boots- und Schiffbauer.

Inhaberstatistik
Zum Jahresende 2013 waren bei der Handwerkskammer 22.785 Personen als Inhaber/-innen eines Handwerkbetriebes (Einzelunternehmen bzw. Einzelfirma im Handelsregister) eingetragen. Dies sind 186 mehr als vor einem Jahr. 21,9 % aller Inhaber/-innen sind Frauen. Damit erhöhte sich die Frauenquote um 0,7 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Anteil der Inhaber/-innen mit nichtdeutscher Staatsangehörigkeit ist um einen Prozentpunkt auf 17,7 % angewachsen.

Betriebsbestand: Kleinunternehmen, Anlage AeT
Bestand am 31.12.2013 Ausbaugewerbe Kraftfahrzeuggewerbe Nahrungsmittelgewerbe Personenbezogene Dienstleistungen Anlage AeT zusammen 68 122 15 1 206 Veränderung absolut -8 -7 -1 ±0 -16 um ... % -10,5 -5,4 -6,3 ±0,0 7,2

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Inhaberstatistik (Stichtag: 31. Dezember 2013)
Insgesamt Männer Anlage A – zulassungspflichtige Handwerke Anlage AeT – Ausführung einfacher Tätigkeiten Anlage B1 – zulassungsfreie Handwerke Anlage B2 – handwerksähnliche Gewerbe Zusammen 8.963 193 6.883 6.746 22.785 7.026 179 5.511 5.082 17.798 Frauen 1 937 14 1.372 1.664 4.987 Frauenquote 21,6 7,3 19,9 24,7 21,9 Ausländeranteil 7,4 17,6 30,2 18,3 17,7

Sie besitzen 94 verschiedene Staatsangehörigkeiten. Die stärkste Gruppe der Firmeninhaber mit nicht-

deutscher Staatsbürgerschaft bildeten mit einem Anteil von 6,2 Prozent an allen Inhaber/-innen die

Polen, gefolgt von den Inhaber/-innen mit türkischem Pass – mit einem Anteil von 5 Prozent.

Bei den handwerksähnlichen Gewerken ist die Zahl der Änderungsschneider um 12 auf 355 angewachsen.

Handwerkskammer Berlin

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Rechtsberatung Petra Heimhold Tel.: 030/25903-391 heimhold@hwk-berlin.de Der Bedarf an rechtlicher Beratung war auch dieses Jahr groß. Viele Mitgliedsbetriebe nahmen den für sie kostenlosen Service der Rechtsberatung in Anspruch. Schwerpunkt der zahlreichen persönlichen, fernmündlichen und schriftlichen Beratungen bildeten Fragen aus dem Bereich Arbeitsrecht, privates Baurecht (VOB Teil B), Werkvertragsrecht, Gewerbemietrecht und Fragen zum Wettbewerbsrecht. Die Kammer wurde auch wieder vermehrt um Tarifauskünfte gebeten. Leider musste die Handwerkskammer ihre Mitglieder erneut vor unlauteren Geschäftsgebaren von dubiosen Dienstleistungserbringern und Adressbuchverlagen warnen. Auch im Berichtsjahr standen wieder Insolvenzberatungen im Terminkalender unserer Juristinnen und Juristen. Um dem Ernstfall vorzubeugen, war das Interesse an der Inkassostelle groß. Ein weiteres Thema der Beratungsgespräche war z. B. die Anhebung der Verdienstgrenzen zum 1. Januar 2013 für Mini-Jobber auf 450,- EUR und für Midi-Jobber auf 850,- EUR. Zudem unterstützte die Rechtsabteilung ein Initiativpapier des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks zur Änderung der geltenden Gewährleistungsregelungen. Gefordert wurde vom Abgeordnetenhaus eine Gesetzesänderung. Wir haben sämtliche Berliner EU-Abgeordneten angeschrieben und um Unterstützung gebeten. Das Ziel der Kampagne war, dass ein Handwerker künftig vom Händler neben dem Ersatz für das Material auch Ersatz für

die Ein- und Ausbaukosten fordern kann, wenn das von ihm gelieferte Material mangelhaft war. Nach aktueller Rechtslage trägt der Handwerker die Ein- und Ausbaukosten alleine, die durch das mangelhafte Material entstanden sind. Der Deutsche Bundestag hat schließlich am 14. Juni 2013 das Gesetz zur Umsetzung der EU-Verbraucherrechterichtlinie verabschiedet. Anders als vom Bundesrat im Sinne des Handwerks angeregt, enthält das Gesetz keine Vorschrift zur Korrektur der Rechtsprechung zum Umfang der Mängelgewährleistung bei Ein- und Ausbaukosten. Damit folgt der Bundestag inhaltlich der Linie der Bundesregierung. Die Ablehnung des Bundestags, die Empfehlungen des Bundesrats aufzunehmen, wird insbesondere damit begründet, dass eine Befassung mit der Gestaltung des Gewährleistungsrechts aufgrund entgegenstehender Interessen von Handwerk und Handel einer ausführlichen parlamentarischen Diskussion bedarf, die angesichts der Bundestagswahl nicht mehr in dieser Legislatur zu realisieren sei. Der Deutsche Bundestag hat am 16. Mai 2013 die Reform der Privatinsolvenz verabschiedet, die zum 1. Juli 2013 in Kraft getreten ist. Die beschlossene Reform sieht für Privatschuldner die Möglichkeit vor, das Restschuldbefreiungsverfahren von sechs auf drei Jahre zu verkürzen, wenn mindestens 35 Prozent der Schulden während dieser Zeit getilgt werden. Zudem wird das sogenannte „Bankenprivileg" zugunsten kleiner Gläubiger aus der Insolvenzordnung gestrichen. Damit entspricht der Bundestag zentralen Forderungen des Handwerks. Im Berichtsjahr hat der Bundesgerichtshof (BGH) in einem Urteil klagestellt, dass derjenige, der gegen

Rechtsberatung: für Mitglieder der Handwerkskammer Berlin kostenlos.

das Gesetz zur Bekämpfung von Schwarzarbeit verstößt, sich später wegen festgestellter Mängel nicht auf Gewährleistungsrechte berufen kann, da der Vertrag nichtig ist (BGH, Urteil vom 01.08.13 VII ZR 6/13). Ein weiteres Urteil des BGH betraf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der Textilreiniger (BGH VII ZR 249/12). Eine Klausel in den AGB, welche die Haftung für Schäden und Verlust von Kleidung begrenzt, ist unwirksam. Die Rechtsberatung hat zudem ihr Angebot im Internet um Vertragsmuster, Merkblätter und Arbeitshilfen erweitert. Die Handwerkskammer bietet ihren Mitgliedern in Kooperation mit der IHK und dem Anwaltsverein seit diesem Jahr auch eine Schlichtungsstelle der Berliner Wirtschaft an. Sachlich zuständig ist diese Schlichtungsstelle für Streitigkeiten, die einen Handwerksbetrieb oder sonstigen Gewerbetreibenden in Ausübung seiner geschäftlichen Tätigkeit oder die gesellschaftsrechtlichen Verhältnisse einer gewerblich tätigen Gesellschaft betreffen. Mit Hilfe eines neutralen, unabhängigen Schlichters soll zwischen den Parteien eine interessengerechte Vereinbarung herbeigeführt werden. Die Parteien

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Handwerkskammer Berlin

bekennen sich durch freiwilligen Abschluss einer Schlichtungsvereinbarung, die jederzeit wieder gekündigt werden kann, zur Durchführung des Verfahrens. Auch dieses Jahr hat die Kammer eine Vielzahl rechtlicher Informationsveranstaltungen durchgeführt. Die Themen waren „Flexibler Arbeitseinsatz – was muss beim Einsatz von Leiharbeitnehmern alles beachtet werden“, „Notfallmanagement für Unternehmen und Unternehmer“, Bauvertragsrecht „Mangel und Abnahme“ und Haftung im mittelständischen Unternehmen. Alle Veranstaltungen trafen auf reges Interesse bei den Mitgliedsbetrieben. Besonderen Zuspruch mit mehr als 150 Teilnehmern hat die Veranstaltung mit dem Thema „Wie werde ich öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger“ erfahren. Die Veranstaltungen wurden in der Regel in Kooperation mit einer Rechtsanwaltskanzlei und/oder der Industrie- und Handelskammer durchgeführt. Die Reihe der Veranstaltung wird natürlich auch im kommenden Jahr fortgesetzt.
Die Schlichtungsstelle ist neutral und unabhängig und soll zwischen den Parteien eine interessensgerechte Vereinbarung herbeiführen.

Bestehende Minijobs sind weiterhin rentenversicherungsfrei, wenn die Entgeltgrenze von 400 Euro nicht überschritten wird. Zum Jahreswechsel sank ferner die Beitragshöhe zur gesetzlichen Rentenversicherung von 19,6 % auf 18,9 %. Zugleich wurde allerdings der Beitragssatz zur gesetzlichen Pflegeversicherung von 1,95 % auf 2,05 % erhöht. Das „Gesetz zur Beseitigung sozialer Überforderung bei Beitragsschulden in der Krankenversicherung“ trat am 1. August 2013 in Kraft. Im Jahre 2007 war für ehemals nicht Versicherte die Versicherungspflicht verbunden mit einem erhöhten Säumniszuschlag in Höhe von 5 % eingeführt worden. Der genannte Personenkreis konnte jedoch häufig die geforderten Beiträge nicht leisten und hatte aufgrund der hohen Säumniszuschläge in der Regel faktisch keine Chance, die entstande-

nen Schulden wieder abzutragen. Durch das genannte Gesetz wurde u. a. der Säumniszuschlag auf 1 % pro Monat reduziert, sodass für die Säumigen die reguläre Beitragszahlung leichter zu erreichen ist. Eingeführt wurde ferner für die privat Krankenversicherten ein Notlagentarif. Ansonsten war das Jahr 2013 durch die Bundestagswahlen sowie die nachfolgenden langwierigen Koalitionsverhandlungen geprägt. Die neue Bundesregierung brachte nach ihrer Konstituierung sofort eine Regelung auf den Weg, die ein weiteres Absinken des Beitragssatzes zur Rentenversicherung verhindern soll. Dies wäre sonst angesichts der derzeit gefüllten Rentenkasse gemäß den bestehenden gesetzlichen Regelungen automatisch erfolgt. Mit diesem Geld will die Bundesregierung neue rentenpolitische Vorhaben finanzieren.

Sozialrecht
Assessor Hans-Walter Richter Tel.: 030/25903-314 hwrichter@hwk-berlin.de Zu Beginn des Jahres 2013 wurden im Bereich der geringfügig entlohnten Tätigkeiten wesentliche Änderungen eingeführt. Zum einen stieg die Entgeltgrenze für Minijobs auf 450 Euro, für Midijobs auf 850 Euro an. Zum anderen gilt nunmehr für neue Minijobs grundsätzlich eine Rentenversicherungspflicht, der Arbeitnehmer kann sich aber von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen.

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Gewerberecht/Handwerksrolle
Clemens Fritzsche Tel.: 030/25903-104 fritzsche@hwk-berlin.de Ines Skupin Tel.: 030/25903-107 skupin@hwk-berlin.de StarterCenter Berlin Im StarterCenter der Handwerkskammer Berlin erhalten Neugründer umfassende Hilfe in Form von Beratungsleistungen im Vorfeld zur Gründung, z. B. Hinweise zur Handwerkerrentenversicherungspflicht, Ausdruck der Gewerbeanmeldung, sofortige Aushändigung der Handwerks- und Gewerbekarte etc., sodass unseren zukünftigen Mitgliedern der Weg in die Selbstständigkeit erleichtert wird. Die Gründungsprozesse werden aktiv unterstützt und begleitet. Im StarterCenter haben sich im Jahr 2013 insgesamt 2.388 Handwerker in die Handwerksrolle (Anlage A), in das Verzeichnis der zulassungsfreien Handwerke (Anlage B1) und in das Verzeichnis der handwerksähnlichen Betriebe (Anlage B2) eintragen lassen. Alle Formulare werden elektronisch auf unserer Internetseite im Portal des StarterCenters bereitgestellt. In diesem Zusammenhang wird die benötigte Software fortlaufend an-

gepasst und aktualisiert. Zukünftige Mitglieder haben die Möglichkeit, die Unterlagen vorbereitet zum Gespräch/zur Eintragung mitzubringen. Die Daten können auch vom Existenzgründer selbstständig über den eigenen Internetzugang eingegeben oder in Zusammenarbeit mit dem Sachbearbeiter vor Ort erfasst und sofort an andere Institutionen weitergeleitet werden.

freien Handwerke und 203 Einträge von handwerksähnlichen Betrieben von Amts wegen vollzogen. Der Anteil der Eintragungen von Amts wegen in die Handwerksrolle ist erfreulicherweise mit zwei Fällen gering.

Gewerbeangelegenheiten
Die Ausübung eines zulassungspflichtigen Handwerks setzt die Meisterqualifikation in dem zu betreibenden Handwerk voraus. Unter bestimmten Voraussetzungen können aber auch Ausnahmebewilligungen und Ausübungsberechtigungen erteilt werden, die zur Ausübung einer Selbstständigkeit im zulassungspflichtigen Handwerk berechtigen. Im Rahmen dieser Verfahren müssen die entsprechenden Kenntnisse und Fertigkeiten nachgewiesen werden. Im Berichtsjahr 2013 hat die Kammer insgesamt 390 Anträge auf Erteilung von Ausübungsberechtigungen (Altgesellenregelung) und Ausnahmebewilligungen angenommen und bearbeitet. 280 Bewilligungen und Berechtigungen konnten positiv beschieden werden. Im Jahr 2013 hat die Handwerkskammer Berlin insgesamt 696 Handelsregisteranmeldungen bearbeitet. Es handelte sich um 444 GmbH-

Handwerksrolle
2.313 Besucher nutzten 2013 die Gelegenheit, ihre Anliegen im Bereich Handwerksrolle zu klären. Wesentlicher Kernbereich ist unverändert die telefonische Beratung unserer Mitglieder und Kunden. Neben der persönlichen Antragstellung und Beratung nimmt der Anteil der schriftlich gestellten Anträge und Anfragen stetig zu. Die elektronische Übermittlung von Gewerbean-, -um- und -abmeldungen ermöglicht einen sofortigen Abgleich mit den vorhandenen Meldungen und eine zeitnahe Bearbeitung von Eintragungen, Änderungen und Löschungen. Gestiegen ist der Anteil der Bearbeitungen von Eintragungen, die von Amts wegen erfolgen mussten, also ohne die Meldung von Seiten des Gründers. Das Referat Handwerksrolle hat 164 Eintragungen in das Verzeichnis der zulassungs-

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Handwerkskammer Berlin

Gründungen, fünf Einzelfirmen in der Rechtsform des eingetragenen Kaufmanns („e.K.“), eine offene Handelsgesellschaft, zwei Kommanditgesellschaften, sieben Limiteds und 164 Unternehmergesellschaften sowie eine Aktiengesellschaften und 34 Änderungen von bereits bestehenden Gesellschaften. Die Handwerkskammer gab Behörden, Institutionen und privaten Auftraggebern bei der Abgrenzung von handwerklichen gegenüber nichthandwerklichen Leistungen Hilfestellung und Unterstützung. Der Vorstand der Kammer hat über elf Widersprüche gegen die Einleitung von Verfahren zur Löschung der Eintragung in der Handwerksrolle wegen fehlender handwerksrechtlicher Voraussetzungen entschieden. Die Kammer hat gegenüber den Bezirksämtern zu 105 Gewerbeunter-

sagungsverfahren Stellungnahmen abgegeben, von denen 101 die persönliche Unzuverlässigkeit – aufgrund steuerlicher, sozialversicherungs- oder strafrechtlicher Verfehlungen – betrafen. Vier Verfahren waren auf das Verbot der Weiterbeschäftigung sozialversicherungspflichtiger Arbeitnehmer gerichtet. Von den Verfahren waren 58 Handwerksunternehmen, 27 handwerksähnliche und 20 zulassungsfreie Betriebe betroffen. Die Kammer gab Stellungnahmen zu 15 Anträgen auf Wiederzulassung zur Gewerbeausübung und Tätigkeit als Betriebsleiter/Geschäftsführer ab.

len von den Bezirksämtern durchgeführten Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des Verstoßes gegen die Handwerksordnung fachliche Stellungnahmen ab. Die Handwerkskammer unterbreitete Bußgeldvorschläge in Höhe von 69.600 Euro. Insgesamt hat die Handwerkskammer 547 Verfahren zur handwerksrechtlichen Klärung geführt. In 74 Fällen sprach die Handwerkskammer Abmahnungen aus. In 71 Fällen konnte die erforderliche Handwerksrolleneintragung herbeigeführt werden. In 210 Fällen wurde ein Verfahren auf Gewerbeuntersagung nach § 16 Abs. 3 Satz 2 der Handwerksordnung eingeleitet. In Zusammenarbeit mit der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs e.V. haben 23 Gewerbetreibende Unterlassungserklärungen abgegeben. Alle übrigen Verfahren befinden sich derzeit in der gewerberechtlichen Klärung. Die Handwerkskammer setzt sich seit Langem für eine zentrale Bußgeldstelle im Land Berlin ein, um unter anderem eine einheitliche Ahndung bei Verstößen gegen die Handwerksordnung sicherzustellen. Um diesen Vorschlag zu prüfen, hat die Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen Ende 2012 eine Projektgruppe unter Beteiligung der Handwerkskammer, der Industrie- und Handelskammer, der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung, der Gewerbeämter und des Landeskriminalamtes ins Leben gerufen. Im Jahr 2013 haben neun Arbeitsgruppensitzungen, ein Workshop zum Thema Schwarzarbeit, ein Besuch der Bußgeldstelle Hamburg sowie drei Projektgruppentreffen stattgefunden. Die voraussichtliche Projektdauer bis zu einer Umsetzung der Ergebnisse ist bis Ende 2014 geplant.

Bekämpfung von Schwarzarbeit
Auch im Berichtsjahr 2013 ist die Handwerkskammer Berlin der unerlaubten Handwerksausübung und Schwarzarbeit entschlossen entgegengetreten. Die Kammer gab in al-

547 Verfahren zur handwerksrechtlichen Klärung hat die Handwerkskammer Berlin 2013 geführt. In 71 Fällen konnte die erforderliche Eintragung in die Handwerksrolle herbeigeführt werden.

Handwerkskammer Berlin

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Sachverständigenwesen
Freddy Zimmer Tel.: 030/25903-352 zimmer@hwk-berlin.de Am 1. Januar 2013 waren im Zuständigkeitsbereich der Handwerkskammer Berlin als Bestellkörperschaft 117 Sachverständige öffentlich bestellt und vereidigt. Während des Berichtszeitraumes schieden sieben Sachverständige aus ihrem Amt aus. Es fanden lediglich zwei neue Vereidigungen in diesem Jahr statt. Zum Jahresende waren somit 112 bestellte und vereidigte Sachverständige des Handwerks in 41 Gewerken/Fachrichtungen im Kammerbezirk Berlin tätig. Im Berichtsjahr fertigten die von der Handwerkskammer vereidigten Sachverständigen 2.081 Gutachten an, was einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr von etwa 14 % entspricht. Hierbei wurden sie in knapp zwei Drittel der Fälle (64 %) von Privatpersonen beauftragt. In lediglich einem Fünftel der Fälle (20 %) erfolgte die Beauftragung unmittelbar von Gerichten. 11 % der Auftraggeber waren Versicherungen. Nur selten wurden die Sachverständigen von Behörden hinzugezogen (5 %). Schwerpunkte ihrer Tätigkeit waren 2013 Schadensfeststellungen bzw. Schönheitsreparaturen (43 % der Gutachten). Häufig war es Aufgabe der Gutachter, die Qualität von Handwerksleistungen zu beurteilen (33 %). Nur 7 % der Gutachtenaufträge betrafen die Überprüfung von Preisen für Handwerkerleistungen. Die von der Handwerkskammer zum Sachverständigenwesen angebotenen Seminare im Bildungs- und Innovationszentrum in Bernau-Waldfrieden (BIZWA) wurden auch im Berichtsjahr 2013 wieder sehr gut besucht, sodass das Interesse und der Bedarf an diesen Weiter- und

Auftraggeber der Gutachten

Schwerpunkte der Gutachten

Gerichte Behörden Versicherungen Privatpersonen

20 5 11 64

Preisbeanstandung Qualität d. Arbeit Schaden/Schönheit Sonstiges

7 17 43 33

Fortbildungsseminaren als groß einzuschätzen sind. Dies bestätigte auch eine hohe Anzahl an Nachfragen von potentiellen Bewerbern auf telefonischem, schriftlichem und elektronischem Wege. Um der stetig abnehmenden Anzahl an Sachverständigen aufgrund altersbedingter Abgänge entgegenzuwirken, veranstaltete die Handwerkskammer Berlin am 19.02.2013 eine Informationsveranstaltung für Interessierte mit mehr als 150 Teilnehmern.

Verbraucherbeschwerdestelle
Freddy Zimmer Tel.: 030/25903-352 zimmer@hwk-berlin.de Im Berichtsjahr 2013 traf die Verbraucherbeschwerdestelle der Handwerkskammer Berlin wieder auf reges Interesse bei Kunden von Handwerksbetrieben. Diese wand-

ten sich per Post, per E-Mail oder über das Online-Kontaktformular der Handwerkskammer an sie, nachdem viele von ihnen bereits zuvor telefonischen Erstkontakt aufgenommen hatten. Zahlreiche telefonische Anfragen beinhalteten den Wunsch nach einer Rechtsberatung oder einem Tipp zum konkret besten Vorgehen in vorgetragener Sache. In diesen Fällen wurden die Anrufer an die Verbraucherzentrale Berlin e.V. bzw. allgemein an Rechtsanwälte verwiesen. Gelegentlich war der Verweis an die Industrieund Handelskammer notwendig, da der Beschwerdegegner kein Handwerk ausübt. Insgesamt konnten im Berichtszeitraum 217 schriftliche Beschwerdeeingänge verzeichnet werden. Ein Schwerpunkt lag weiterhin im Bereich des Elektrohandwerks bzw. bei der Haushaltsgerätereparatur. Zudem ist ein leichter Anstieg der Be-

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Handwerkskammer Berlin

Die Nachfrage nach technischer und betriebswirtschaftlicher Beratung war auch im Berichtsjahr nach wie vor hoch. 1300-mal suchten Kunden die Betriebsberatung der Handwerkskammer auf.

schwerden aus dem Bereich Sanitär-/Heizungsgewerbe sowie dem Kfz-Bereich zu verzeichnen. In einer geringen Anzahl von Fällen (zumeist aus dem Bereich des Baugewerbes) ergab sich aus den Beschwerden der Verdacht einer unberechtigten Handwerksausübung. Diese wurden an das Referat Gewerbeangelegenheiten zur Einleitung eines ordnungsrechtlichen Verfahrens abgegeben. Ein Teil der Beschwerden wurde zuständigkeitshalber an die Schlichtungsstellen der Innungen aufgrund der erweiterten Befugnisse dort abgegeben oder mangels örtlicher Zuständigkeit an andere Handwerkskammern weitergeleitet. Im Verhältnis zum Vorjahr (233 schriftliche Beschwerden) liegt ein

leichter Rückgang der schriftlichen Eingaben vor. Vor dem Hintergrund des Gesamtbestandes an eingetragenen Handwerksbetrieben im Kammerbezirk Berlin von derzeit 31.047 ist der Wert marginal. Die Ergebnisse der Vermittlungstätigkeit seitens der Kammer waren unterschiedlich. In einer Vielzahl von Fällen konnte ein Erfolg verzeichnet werden. Entweder trat der Handwerker sodann in eine Mängelbeseitigung ein, gab finanziell nach oder es konnte immerhin ein Gesprächsfaden zwischen den Parteien wiederhergestellt werden. Mehrfach erreichten Danksagungen und Lob die Beschwerdestelle. Leider kam es in seltenen Fällen auch zu Unmut der Verbraucher, wenn diese die Möglichkeiten der Beschwerdestelle für weitergehender gehalten hatten. Sie nahmen z. B. fälschlicherweise

an, die Handwerkskammer könne als Fachaufsicht den Betrieb abmahnen, gleich schließen beziehungsweise sperren oder führe eine sogenannte Schwarze Liste. In einzelnen Fällen scheiterte die Vermittlung, weil die Handwerker auf ihrem (rechtlichen) Standpunkt beharrten. Dies lag aber oft daran, dass der Kunde eine andere Vorstellung über den Preis der Leistung und deren Art der Ausführung hatte. Viele Kunden nahmen fälschlicherweise an, dass es für eine bestimmte Leistung (z. B. die Anfahrt) immer einen bestimmten allgemeingültigen Preis gäbe bzw. die Handwerkskammer ihren Mitgliedsbetrieben sogar verbindliche Preise vorschreibe. Manchmal war auch zwischen den Parteien nur eine spezifische Fachfrage streitig, wo dann die Hinzuziehung eines Sachverständigen angeraten wurde.

Handwerkskammer Berlin

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Innungen
Bernd Marten Tel.: 030/25903-351 marten@hwk-berlin.de Am Ende des Berichtsjahres bestanden im Kammerbezirk 36 Handwerksinnungen. Damit erhöhte sich der Bestand um eine Innung gegenüber dem Vorjahr. Neu hinzu kam die Bundesinnung für das Flexografen-Handwerk, deren Bezirk das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland umfasst. Bei sieben Innungen erstreckt sich der Innungsbezirk auf die Länder Berlin und Brandenburg. Bei einer Innung (Galvaniseure) umfasst der räumliche Geltungsbereich zusätzlich den Kammerbezirk Dresden, während zwei Innungen (Fotografen, Uhrmacher) die Kammerbezirke Berlin, Potsdam und Frankfurt/ Oder repräsentieren, bei den Fotografen zusätzlich den Kammerbezirk Magdeburg. Darüber hinaus bestanden noch drei überbezirkliche Innungen mit Sitz im Land Brandenburg (Musikinstrumentenbauer, Keramiker, Modellbauer). Des Weiteren bestehen eine Innung (Parkettleger) mit Sitz im Land Sachsen-Anhalt, eine Innung (Büchsenmacher) mit Sitz in Niedersachsen, eine Bundesinnung (Hörgeräteakustiker) mit Sitz im Land RheinlandPfalz sowie der Fachverband Rollladen Sonnenschutz Berlin/ Brandenburg e. V., bei denen jeweils auch Berliner Handwerksbetriebe organisiert sind. Das Referat Innungswesen überprüfte im Jahr 2013 an 32 Tagen bei 15 Innungen die Haushalts- und Kassenführung und erteilte im Rahmen der Aufsichtsfunktion die erforderlichen Genehmigungen. Im Ergebnis haben sich keine wesentlichen Beanstandungen ergeben; den Innungen konnte eine ordnungsgemäße Haushaltsund Wirtschaftsführung bestätigt

Entwicklung der Beratungsleistung

1600 1400

Anzahl der Beratungen

1200 1000 800 600 400 200

1379

1407 1278 1293

2010
Grafik 1

2011

2012

2013

werden. Vertreter der Kammer nahmen regelmäßig an Veranstaltungen und Versammlungen der Innungen teil und standen in engem Kontakt mit den Geschäftsstellen bzw. den Obermeistern der Innungen. In den vierteljährlich stattfindenden Geschäftsführerbesprechungen und den Innungsrundschreiben informierte die Handwerkskammer Berlin die Innungen monatlich über handwerkspolitische, rechtliche, steuerliche und andere Themen sowie Veranstaltungen. Den Innungen wurde ein von der Handwerkskammer Berlin erarbeiteter Leitfaden für das Wirken der Ehrenamtsträger in der Handwerksinnung in Form einer Broschüre zur Verfügung gestellt, die großen Anklang und Nachfrage fand.

Handwerk nach den Dienstleistungen der Betriebsberatung der Handwerkskammer Berlin lag im Berichtsjahr 2013 mit 1.293 statistisch erfassten Beratungen leicht über der Anzahl von 2012 mit 1.278 durchgeführten Beratungen. Dabei wurden die vielen Kurzberatungen (unter drei Stunden Länge ) und die sonstigen, hauptsächlich telefonisch erteilten Auskünfte, Hinweise und Tipps statistisch nicht erfasst. Der Grafik 1 können Sie die Entwicklung der Beratungsleistungen seit 2010 entnehmen. Mit 791 Fällen leicht abgenommen hat in 2013 die Anzahl der Beratungen von Existenzgründern (im Vergleich zum Vorjahr, in dem 804 Existenzgründer beraten wurden). Sicherlich hat die gute Lage am Arbeitsmarkt im Berichtsjahr dazu beigetragen, dass der eine oder andere seinen Plan zur Existenzgründung im Handwerk nochmal überdacht hat. Mit einem Anteil von 61,2 % an

Betriebsberatung
Die Nachfrage der Handwerksbetriebe und Existenzgründer im

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Handwerkskammer Berlin

allen durchgeführten Beratungen stellen jedoch auch in 2013 die Existenzgründer, wie schon in den vorangegangenen Jahren, das Gros aller Beratungsfälle. Grafik 2 zeigt die Entwicklung der Beratungen nach Betriebsgröße für die Jahre 2012 und 2013. Wie sich die Beratungen auf die einzelnen Handwerksgruppen verteilen, zeigt die Grafik 3. Die Themenbereiche, zu denen die Betriebe und Existenzgründer beraten wurden, sind breit gefächert. Bei bestehenden Betrieben zählten Fragen zur Rentabilität geplanter Investitionen, zur Kostenrechnung, zur Betriebserweiterung und Betriebsverlagerung sowie die Inventar- und Geschäftswertermittlung zu den Schwerpunkten der Beratungen. Die Bewertung von Gebäuden und Gebäudeteilen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Existenzgründer wurden hauptsächlich zu Themen wie Markteintritt und Markterschließung, Ermittlung des notwendigen Kapitalbedarfs einschließlich Kapitaldienstberechnung und Rentabilitätsvorschau sowie der Finanzierungsplanung unter Einbeziehung öffentlicher Fördermittel (z. B. Meistergründungsprämie) beraten. Seit vielen Jahren bietet die Handwerkskammer Berlin auch eine Nachfolgebörse an. Das Aufgeben von Inseraten ist kostenlos und erfolgt über unsere Homepage. Per 31. Dezember 2013 waren 123 Betriebe verzeichnet, die von ihren Eigentümern zum Verkauf angeboten wurden. Demgegenüber suchten 186 Kaufinteressenten einen Handwerksbetrieb. Neben der individuellen Beratung von Handwerksunternehmern und

Beratungen nach Betriebsgröße
Existenzgründer

1050 900 750 600 450 300 150
804 791

Unter 5 Beschäftigte 5–9 Beschäftigte

Anzahl der Beratungen

10–19 Beschäftigte Über 20 Beschäftigte

300 89

316 68 71

50

35

47

2012
Grafik 2

2013

Beratungen nach Handwerksgruppen

Anzahl HW-ähnlich Bau Elektro/Metall Holz Bekleidung Nahrung Gesundheit Glas u. a.

194 162 282 89 95 54 350 67

Grafik 3

Existenzgründern ergänzte auch 2013 die Mitwirkung an Ausstellungen und Messen, bezirklichen Wirtschaftstagen sowie an zahlreichen Informationsveranstaltungen das Tätigkeitsfeld der Betriebsberater. Erstmals wurde im Berichtsjahr ein Willkommenstag für neue Mitglieder der Handwerkskammer veranstaltet. Am 12. Februar 2013 stellten

sich die verschiedenen Abteilungen der Handwerkskammer Berlin vor und diskutierten mit den Teilnehmern. Des Weiteren vertraten die Betriebsberater in diversen Ausschüssen und verschiedenen Gremien und Arbeitskreisen wirksam die Interessen und Anliegen des gesamten Berliner Handwerks.

Handwerkskammer Berlin

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Bürgschaften und Meistergründungsprämie
Im Jahr 2013 hat die BBB Bürgschaftsbank zu Berlin-Brandenburg GmbH 43 Bürgschaften für Berliner Handwerksbetriebe mit einem Gesamtvolumen von TEUR 4.616,0 übernehmen können. Im Berichtsjahr 2012 waren es 28 Bürgschaften mit einem Volumen von TEUR 4.733,6. Der durchschnittlich verbürgte Betrag sank von TEUR 169,1 auf nunmehr TEUR 107,3. Die Nachfrage nach Mitteln aus dem Förderprogramm für Existenzgründer im Handwerk (Meistergründungsprämie) ist im Berichtsjahr 2013 deutlich angestiegen. Insgesamt leitete die Handwerkskammer 148 Anträge an die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung weiter. Im Jahr 2012 waren es 128 Anträge. Den größten Anteil konnten im Berichtsjahr die Handwerke der Gruppe Gesundheit mit ca. 45,2% verzeichnen. Ihnen folgten die Gruppen Bau mit ca. 22,3% sowie Metall mit 16,2 %. Weniger stark nachgefragt wurde das Programm aus den Handwerksgruppen Holz mit 12,2 %, Nahrung mit 2,7 % sowie Glas/Papier und Bekleidung mit jeweils 0,7 %. Seit der im Jahr 2008 erfolgten Neustrukturierung des Förderprogramms für Existenzgründungen im Handwerk wird die Meistergründungsprämie in einem zweistufigen Verfahren durchgeführt. Existenzgründer, die nach Ablauf von drei Jahren für mindestens ein Jahr einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer bzw. Lehrling beschäftigt haben, können zusätzlich zur bei Gründung gewährten Basisförderung in Höhe von TEUR 7,0 die Arbeitsplatzförderung in Höhe von TEUR 5,0 in Anspruch nehmen. Es

Bürgschaften nach Handwerksgruppen
Gruppe Metall Gesundheit Bau/Ausbau Nahrung Holz Sonstige Gesamt Bürgschaftssumme in TEUR 2.160,3 672,4 607,5 403,2 516,6 256,0 4.616,0 %-Anteil 46,8 14,6 13,2 8,7 11,2 5,5 100,0

Meistergründungsprämien nach Handwerksgruppen
Gruppe Gesundheit Bau Metall Holz Nahrung Glas/Papier Bekleidung Gesamt Zahl der Anträge 67 33 24 18 4 1 1 148 %-Anteil 45,2 22,3 16,2 12,2 2,7 0,7 0,7 100,0

wurden im Berichtsjahr 2013 insgesamt 43 Anträge dieser neu eingeführten zweiten Stufe der Meistergründungsprämie positiv beschieden. Die Meistergründungsprämie, die nunmehr seit über fünfundzwanzig Jahren Bestandteil der Wirtschaftsförderung in Berlin ist, bringt neben dem Anreiz zur Existenzgründung außerordentlich positive Impulse für den Arbeitsmarkt. Es bleibt zu hoffen, dass das Land Berlin aufgrund der guten Erfahrungen und der positiven arbeitsmarktpolitischen Wirkungen der vergangenen Jahre auch

in Zukunft an diesem bewährten Förderinstrument festhalten wird.

Umwelt- und Arbeitsschutzberatung
Dr. Martin Peters Tel.: 030/25903-460 peters@hwk-berlin.de Die Energie- und Umweltberatung der Kammer erfreute sich auch im abgelaufenen Jahr großer Nachfrage. Neben zahlreichen telefonischen Kurzberatungen wurden 35 ausführliche Beratungen zu den Themen Energie, Umwelt- und Arbeitsschutz in Berliner Handwerks-

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betrieben durchgeführt. Erneut fragte ein sehr breites Spektrum an Gewerken die Angebote nach. Die weiter steigenden Energiepreise, insbesondere auch für Strom bringen immer mehr Unternehmen dazu, sich mit diesem wachsenden Kostenblock auseinander zu setzen. Dabei entsteht Beratungsbedarf zur Förderung von Investitionen in Energieeffizienz. Das breite Spektrum der Förderangebote ist für den Betrieb meist eher unübersichtlich und die konkreten Bedingungen sind den publizierten Texten nicht oder nur verklausuliert zu entnehmen. So fungiert die Umweltberatung oft als Lotse im Förderdschungel. Immer mehr Betriebe beschäftigen sich auch mit dem Thema Managementsystem oder überlegen, Umweltaspekte in ein bestehendes Qualitätsmanagement zu integrieren. Das seit zwölf Jahren erfolgreiche Umweltsiegel im Zahntechniker-Handwerk ist ein gutes Beispiel für ein auch ohne Fördermittel erfolgreiches Konzept, das den Anforderungen von Handwerkern an ein Umweltmanagement gerecht wird. An dem in Berlin entstandenen System haben im Laufe der Jahre 35 Innungsbetriebe aus unserer Stadt teilgenommen und dazu beigetragen, wichtige Benchmarks der Branche zu erheben. Das Umweltsiegel im Zahntechniker-Handwerk hat mittlerweile weit über unsere Stadt hinaus in anderen Bundesländern Verbreitung gefunden.

beit des Beauftragten für Innovation und Technologie (BIT) bei der Einführung neuer Technologien und der eigenen Innovationstätigkeit. Dazu zählen Veranstaltungen, die Beratung einzelner Handwerksbetriebe sowie die Vermittlung von Partnern in wissenschaftlichen Institutionen, aber auch zu innovativen Handwerkern für Forschungsprojekte Berliner Wissenschaftler. Die im Berichtsjahr 2013 durchgeführten Einzelberatungen zu neuen Technologien und angrenzenden Bereichen erfolgten zu folgenden Themen: Gestaltung von Internet-Auftritten, Verwendung der Digitalen Signatur Einführung von EDV-Branchenlösungen Anmeldung von Patenten und anderen Schutzrechten (Gebrauchsmuster und Warenzeichen), Durchführung von Patentrecherchen sowie Information über Förderprogramme für Erfinder aus dem Handwerk Unterstützung bei der Antragstellung für die Förderung von innovativen F/E- Vorhaben Marketing für innovative Produkte von Berliner Handwerkern Auswahl geeigneter Messen und Ausstellungen sowie Fördermöglichkeiten für Aussteller. Eine Veranstaltungsreihe zu aktuellen eBusiness-Themen wurde in Zusammenarbeit mit der BerlinPartner für Wirtschaft und Technologie

GmbH fortgesetzt, als Teil des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Projektes „e-Business-Lotse Berlin“. Die von der Handwerkskammer Berlin angebotene Überprüfung der Funktionalität und Gestaltung ihrer InternetAuftritte („Website-Checks“) nutzten Berliner Handwerker auch 2013 kostenfrei. Ein wichtiges Thema ist die Einführung der neuen Internet-Domain „dotBerlin“. In Kürze werden Domains wie www.tischlermeister.berlin möglich sein – eine gute Chance für vorwiegend regional tätige Handwerker, um auf ihren Wirkungskreis zu verweisen. Am 29. Mai gab es dazu im Bildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer Berlin eine Informationsveranstaltung. Auch beim Thema elektronische Ausschreibung besteht nach wie vor ein großer Informationsbedarf. Zahlreiche Besucher informierten sich am 20. November über „Aktuelle Informationen zur elektronischen Ausschreibung und Vergabe von Aufträgen nach VOB/ VOL im Land Berlin (eVergabe)". Aus Kooperationen zwischen Handwerk und Forschung entstehen zuweilen interessante Projekte. Die Handwerkskammer Berlin fördert regelmäßig diese Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen. Gemeinsam mit der Industrieund Handelskammer Berlin und BerlinPartner entsteht derzeit das Konzept für die Entwicklung einer Internet-Kooperationsplattform für Wirtschaft und Wissenschaft. Diese soll im Laufe des Jahres 2014 starten und die Vernetzung von innovativen Akteuren in Berlin weiter verbessern. Nicht zuletzt kann diese Plattform als zusätzliches Marketinginstrument genutzt werden.

Neue Technologien für das Berliner Handwerk
Siegfried Ulrich Tel.: 030/25903–392 ulrich@hwk-berlin.de Die Handwerkskammer Berlin unterstützt ihre Mitglieder mit der Ar-

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Die Handwerkskammer Berlin beteiligt sich als assoziierter Partner im Projekt „eWorkBau“ an der Entwicklung eines handwerksgerechten Schulungskonzeptes für das Bauen nach der Building-Information-Modeling-Methode. Dem Thema IT-Sicherheit kann sich heute niemand mehr verschließen. Mit dem vom BMWi geförderten hochaktuellen Projekt „IT-Sicherheitsbotschafter für das Handwerk“ unterstützt die Kammer ihre Mitglieder künftig noch effizienter. Durch Beteiligung an Wettbewerben gewinnen Teilnehmer häufig wertvolle Informationen über ihre Mitbewerber, aber auch Erkenntnisse über eigene Stärken und Schwächen. Deshalb motiviert die Handwerkskammer ihre Mitgliedsbetriebe, sich etwa am Innovationspreis Berlin-Brandenburg oder dem Professor-Adalbert-Seifriz-Preis zu beteiligen. Die Handwerkskammer Berlin ist Mitglied im Bewilligungsausschuss des „Programmes zur Förderung von Forschung, Innovationen und Technologien (ProFIT)“ des Landes Berlin.

trale Herausforderung, gemeinsam alles zu tun, um offene Lehrstellen zu besetzen. Die Maßnahmen zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses müssen auf beiden Seiten ergriffen werden: von den Jugendlichen, indem sie ihre berufliche und regionale Mobilität erhöhen, aber auch von den Betrieben, indem sie beispielsweise auch schwächeren Jugendlichen eine Chance geben – ein Weg, den viele Handwerksbetriebe der Region bereits erfolgreich gegangen sind. Viele Handwerksunternehmer haben erkannt, dass die Schulnoten allein nicht ausschlaggebend dafür sind, ob ein Jugendlicher seine Ausbildung erfolgreich beenden wird oder ob er zum Betrieb passt. Fakt ist: Es steht eine ganze Palette von mehr als 120 Berufen zur Verfügung, die das Handwerk ausbildet. Diese bieten einen guten Einstieg in eine berufliche Karriere. Sie reichen von A bis Z, von Anlagenmechaniker/- in bis hin zu Zahntechniker/-in. Handwerk für leistungsstarke Jugendliche immer attraktiver Exzellente Perspektiven ziehen immer mehr Jugendliche mit einer Hochschulzugangsberechtigung in einen handwerklichen Ausbildungsberuf. So wurden im Berichtsjahr mehr als 18 Prozent aller neuen betrieblichen Ausbildungsverträge mit Abiturienten besetzt. 614 Jugendliche mit Hochschulreife entschieden sich im Berichtsjahr in Berlin für eine Karriere im Handwerk.

bei Prüfungen ist weiter gestiegen: Mit 81,4 % lag sie 2013 um 0,6 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. 3.005 Personen konnten mit einer erfolgreichen Prüfung einen Berufsabschluss erwerben.

Fort- und Weiterbildung
Die Meisterprüfung legten 458 Personen im Berichtsjahr erfolgreich ab. Jede vierte von ihnen war eine Frau. Das Friseur-Handwerk war unabhängig vom Geschlecht wiederum am beliebtesten. Bei den Fortbildungsprüfungen bestanden 1.064 Teilnehmer ihre Prüfung. Hier betrug der Frauenanteil 17,4 %.

Bildungsberatung
Katharina Schumann Tel.: 030/25903-343 schumann@hwk-berlin.de Die Qualitätssicherung in der Dualen Ausbildung ist eine entscheidende Aufgabe, um junge Menschen weiterhin für eine handwerkliche Ausbildung zu begeistern und den Fachkräftebedarf für Handwerksbetriebe zu sichern. Dazu hält die Handwerkskammer verschiedene Angebote bereit, um die Betriebe und ihre Ausbilder/-innen zu unterstützen. Zentrale Ansprechpartner sind dabei Berater/-innen, die für Fragen rund um die Ausbildung zur Verfügung stehen. Sie standen im Berichtsjahr den Betrieben vor Ort in 746 Beratungsgesprächen zur Seite und berieten 1.183mal Auszubildende und Ausbilder/ -innen in der Handwerkskammer. Außerdem intervenierten und unterstützten sie bei Konflikten. 555 Betriebe erhielten nach Beratung und Überprüfung eine Ausbildungsberechtigung. Eine große Herausforderung der kommenden Jahre wird die Vorbereitung von Ausbilder/-in-

Berufliche Bildung
In Ausbildung investieren – Zukunft sichern Der Wettbewerb um ausbildungsfähige und motivierte Jugendliche hat auch im Berichtsjahr weiter zugenommen. Die Lehrstellenbörse der Handwerkskammer Berlin verzeichnete zum Jahresende 2013 noch 193 Stellenangebote für das angelaufene Ausbildungsjahr. Angesichts des weiterhin drohenden Fachkräftemangels bleibt es in vielen Wirtschaftsbereichen die zen-

Prüfungen
Konstanze Mühleck-Zwahr Tel.: 030/25903-341 zwahr@hwk-berlin.de Gesellen- und Abschlussprüfungen Die durchschnittliche Erfolgsquote

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Handwerkskammer Berlin

nen auf die Ausbildung von leistungsschwächeren Jugendlichen sein. Die Handwerkskammer Berlin hat daher 2013 begonnen, die Ausbildungsbetriebe mit einem kostenlosen Fortbildungsangebot zu unterstützen. Diese Seminarreihe stand unter dem Motto „Stark für Ausbildung“ und greift damit die bundesweite Kampagne des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) und des Deutschen Handwerkskammertages (DHKT) auf. Mit über 300 Anmeldungen und 13 durchgeführten Seminaren von Mai bis November 2013 war diese neu angebotene kostenlose Fortbildung speziell für Ausbilderinnen und Ausbilder ein voller Erfolg. Das Seminarangebot umfasste vier verschiedene Themen: Konflikte im Ausbildungsalltag, Berufsbildungsrecht von A bis Z, Gestaltung eines Betriebspraktikums sowie Azubis mit Startschwierigkeiten. In den Gesprächen mit erfahrenen Dozenten entstand ein reger Erfahrungsaustausch unter den Ausbilderinnen und Ausbildern aus unterschiedlichsten Gewerken, der auch 2014 weiter

fortgesetzt wird. Um die Qualität in der Berufsausbildung weiter zu sichern, beteiligt sich die Handwerkskammer Berlin an der bundesweiten Initiative „Stark für Ausbildung“ und bietet ab Frühjahr 2014 eine modulare Weiterqualifizierung für Ausbilder/-innen an. Diese Qualifizierung besteht aus Onlinebausteinen, Gesprächssimulationen und Präsenzseminaren.
An der Kreuzberger Fanny-Hensel-Grundschule gehört der Girls’Day mittlerweile zum Schulkonzept mit obligatorischen Praktika und Teilnahme am Innungsprojekt „Handwerk at School“. Dafür erhielt die Schule den Girls’Day-Preis. Geschäftsführer Ulrich Wiegand schenkte den Mädchen außerdem den „Werkzeugkoffer 2.0“ der Imagekampagne.

Girls’Day im Berliner Handwerk
Seit 2001 beteiligt sich Berlin am bundesweiten „Mädchen-Zukunftstag“, an dem Berliner Unternehmen und Einrichtungen ihre Türen öffnen, um Mädchen einen Einblick in typische Männerberufe zu geben. Regelmäßig nehmen Handwerksbetriebe und Innungen des Handwerks an diesem Aktionstag teil und ermöglichen Mädchen der 9. und 10. Klassen, selbst Säge und Bohrer in die Hand zu nehmen, Reifen zu wechseln und den Lötkolben zu benutzen. Das Aktionsbündnis für den Girls‘Day, in dem Senatsverwaltungen, DGB, IHK und Handwerkskammer vertreten sind, lobt jedes Jahr drei Preise aus, um die

erfolgreichsten teilnehmenden Schulen auszuzeichnen. Dieses Jahr fand die Preisverleihung am 5. November in der Handwerkskammer statt. Der Preis der Handwerkskammer wurde von Staatssekretärin Loth und Geschäftsführer Wiegand den Schülerinnen der Fanny-Hensel-Schule, eine Grundschule in Berlin Kreuzberg, übergeben.

Eckdaten der beruflichen Ausbildung
2013 Ausbildung Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge insg. Anteil betrieblicher Ausbildungsverträge Anteil außerbetrieblicher Ausbildungsverträge Auszubildende insgesamt Anteil betrieblicher Ausbildungsverträge Anteil außerbetrieblicher Ausbildungsverträge Anteil ausländische Auszubildende Erstmalig ausbildende Betriebe 3.884 84,9% 15,1% 10.385 82,5% 17,5% 7,1% 269 4.229 82,5 % 17,5 % 11.079 80,0 % 20,0 % 6,7 % 277 -8 -2,9 % -694 -6,3 % -345 -8,2 % 2012 Veränd. zum Vorjahr absolut in Prozent

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Auszubildende mit Hochschulreife
Prozentualer Anteil von Auszubildenden mit Hochschulreife an betrieblicher und außerbetrieblicher Ausbildung (bei neu abgeschlossenen BAV*)

%

18

17,8 %

18,1 %

16
14,9 %

15,8 %

14

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10

8

6

4
2,9 % 2,3 % 2,2 % 1,9 %

2

2010
*Berufsausbildungsverträgen

2011

2012

2013

„Praxisnahe Hilfestellung ist genau das, was Ausbilderinnen und Ausbilder für ihre Tätigkeit in den Betrieben benötigen, um für die Ausbildung von schwächeren Jugendlichen gerüstet zu sein. Der Erfahrungsaustausch unter Ausbilderinnen und Ausbildern über alle Gewerke hinweg ist eine Weiterbildung, die auch noch Spaß macht.“ Karsten Berlin, Vizepräsident der Handwerkskammer Berlin

Ehrenamt in der Berufsbildung Prüferehrung 2013
Das ehrenamtliche Engagement von Betriebsinhabern und Mitarbeitern von Handwerksbetrieben ist im Handwerk unersetzbar. Sie wirken in Gesellen-, Meister- und Fortbildungsprüfungsausschüssen mit und prägen die Arbeit handwerkspolitischer Gremien. Mehr als 1.500 freiwillige Prüfer/-innen haben im vergangenen Jahr Absolventen des Berliner Handwerks zum erfolgreichen Abschluss begleitet. Handwerkskammer Berlin und Berliner Innungen haben deshalb am 10. September in einer gemeinsamen Veranstaltung über 100 engagierte

Vertreter/-innen aus Gesellenprüfungsausschüssen geehrt. Während einer Bootsfahrt sprachen der Vizepräsident der Handwerkskammer Berlin Erwin Kostyra und Handwerkskammer-Geschäftsführer Ulrich Wiegand gemeinsam mit Obermeistern der Innungen zahlreichen Handwerksmeistern/-innen und Lehrer/innen den Dank des gesamten Handwerks aus.

Prüfungsausschüsse
Konstanze Mühleck-Zwahr Tel.: 030/25903-341 zwahr@hwk-berlin.de 2013 waren für das Berliner Handwerk 188 Gesellen- und Abschluss-

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Handwerkskammer Berlin

Beratungsangebote der Bildungsberatung
Ausbildung

Berufsorientierung

Bildungsberatung

Berufsvorbereitung

Fort- und Weiterbildung

Ausschuss für Lehrlingsstreitigkeiten
Eva Taubert Tel.: 030/25903-344 taubert@hwk-berlin.de Verhaltensbedingte Kündigungen (60 Fälle) waren auch in diesem Berichtsjahr das Hauptthema der Verhandlungen in dem von ehrenamtlichen Mitgliedern getragenen Ausschuss. 2013 wurden insgesamt 71 Anträge verhandelt. Als Ergebnis davon erging in neun Fällen eine Entscheidung auf Weiterführung der Berufsausbildung. Von den insgesamt verhandelten Fällen konnten 26 Streitigkeiten durch einen Vergleich beigelegt werden. Darunter fallen 18 Ausbildungsverhältnisse, die auf Wunsch der Parteien im gegenseitigen Einvernehmen gelöst wurden. In 16 Fällen konnte keine Einigung erzielt werden. Acht der gestellten Anträge

wurden vor bzw. während der Verhandlung zurückgenommen.

Handwerksjunioren mit neuer Spitze
Henning Paulmann Tel.: 030/25903-337 paulmann@hwk-berlin.de Die Altersgrenze von 40 Jahren ist bei den Handwerksjunioren Programm. Deshalb standen Neuwahlen des Vorstandes bei den Junioren des Handwerks-Landesverbandes Berlin e. V. an. Nach rund sechsjähriger Amtszeit gaben Karsten Berning und Torsten Ehrig ihre Ehrenämter im Vorstand ab. Für die Amtsnachfolge wählten die Mitglieder als Vorsitzenden den Diplom-Orthopädietechnikermeister Marc Damerau an die Spitze des Vereins. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde der Dach-

prüfungsausschüsse – auch überre„Wenn jemand das Handwerksgional – tätig;Karriere hat, dann zeug für eine davon 177 Innungsausschüsse und elfUnter diesem Ausdoch wohl wir. kammereigene schüsse. Neu gegründet wurde der Motto fördern wir die InteressenGesellenprüfungsausschuss für Movertretung junger Handwerkerindisten, der erstmals 2014 prüfen nen und Handwerker unter 40 wird. In den Gesellen- und AbschlussJahren.“ prüfungsausschüssen sowie in den 40 Meisterprüfungsausschüssen und Marc Damerau, Vorsitzender 24 FortbildungsprüfungsausschüsJunioren des Handwerks Landesverband Berlin insgesamt 1.507 ehsen arbeiteten e.V. renamtliche Prüfer.

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deckermeister Alexander Zwielich gewählt. Die Junioren bieten Info-Veranstaltungen für Jungunternehmer/-innen an, beispielsweise zum Thema Datenschutz oder Technologietransfer. 2013 wurden die Schwerpunkte Selbstmarketing und Betriebswirtschaft vertieft und die Seminarreihe „Junioren Management Werkstatt“ fortgesetzt.

terricht“ und „Azubi trifft Schüler“ entwickelt und durchgeführt. Mit der Gründung des Netzwerks „Ausbilder treffen Lehrkräfte“ soll die Zusammenarbeit von Schulen und Handwerksunternehmen nachhaltig gefestigt werden.

Partnerschaft Schule – Betrieb
Birgit Marcinek Tel.: 030/25903-330 marcinek@hwk-berlin.de Das Projekt Partnerschaft Schule-Betrieb bringt Schulen und Unternehmen für eine gemeinsame inspirierende Zusammenarbeit zueinander. Mittlerweile ist die Zahl der Kooperationen zwischen Berliner Schulen und Handwerksbetrieben auf mehr als 200 angewachsen. Seit dreizehn Jahren unterstützt die Handwerkskammer Berlin bei der Suche nach passenden Partnern und dem Auf- und Ausbau der Kooperationen. Ziel ist es, Jugendliche fürs Handwerk durch umfassende, spannende sowie praktische Einblicke in ein Unternehmen zu begeistern. Mit Gymnasien, ISS (Integrierten Sekundarschulen) und Förderschulen sind in diesem Jahr 13 neue Kooperationsvereinbarungen unterzeichnet worden. Beteiligt haben sich Unternehmen des Betonbauer-, Augenoptiker-, Elektro-, Friseur-, Hörgeräteakustiker-, Lebensmittel-, Orthopädieschuhmacher-, Textilreinigungs-, Tischler- und Uhrmacherhandwerks. Diese Win-win-Situation ermöglicht es beiden Partnern, ihre Potenziale darzustellen und einzusetzen. Viele Schüler/-innen lernen erstmals Betriebe in ihrer Gesamtstruktur kennen. Unternehmen und Schulen kommen sich näher und vertiefen

Programme und Projekte Übergang Schule-Beruf
Berufliche Orientierung (BOB): Handwerk ist Zukunft Katharina Schumann Tel.: 030/25903-343 schumann@hwk-berlin.de Das Berufsorientierungs- und Beratungsprojekt „Berufliche Orientierung in Berlin (BOB) – Handwerk ist Zukunft“ in Kooperation mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, gefördert durch ESF-Mittel, konnte zum 30. Juni 2013 erfolgreich beendet werden. Berliner Jugendliche erhielten neben der Berufsorientierung intensive Unterstützung beim Übergang von der Schule in eine Ausbildung. Fast 1.300 Teilnehmer in mehr als 4.000 Teilnehmerstunden nutzten die Projektmöglichkeiten und das persönliche Ausbildungsmanagement. In zahlreichen Veranstaltungen konnten die Schüler/-innen ihr handwerkliches Geschick testen und dabei verschiedene Berufsbilder kennenlernen. Besonders spannend war für die Jugendlichen die „Erlebniswoche Handwerk“ unter Beteiligung zahlreicher Gewerke. Für den Berliner Unterricht wurden die Unterrichtsthemen „BOB im Un-

„Damit wir uns richtig verstehen. Die Partnerschaft beschränkt sich nicht auf die Beschäftigung von Praktikantinnen und Praktikanten oder einem einmaligen Betriebsbesuch. Nein! Wir denken und handeln weiter. Es geht um langfristige Perspektiven und Kooperationen. Es sind echt Partnerschaften mit vielfältigen Betätigungsfeldern.“ Stephan Schwarz, Handwerkskammerpräsident und Vizepräsident der IHK zur Jahresveranstaltung Partnerschaft Schule – Betrieb

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Handwerkskammer Berlin

die Einblicke in die jeweiligen Arbeitsabläufe. Unternehmer stehen als Manager und Berater zur Verfügung, Schüler unterstützen durch ihre Talente. Beide Seiten können voneinander lernen, entwickeln neue Ideen und setzen diese gemeinsam um. Das Duale Lernen an Berliner Schulen erhält praxisnahe, anschauliche Unterstützung, und eine Partnerschaft Schule-Betrieb ist eine wichtige Voraussetzung für den Erhalt des Qualitätssiegels „Exzellente berufliche Orientierung“. Die Jahresveranstaltung Partnerschaft Schule-Betrieb am 5. November, ein Höhepunkt für alle Beteiligten, gab den engagierten Unternehmen und Schulen die Möglichkeit sich auszutauschen, um ihre Partnerschaften weiterhin zu bereichern.

der betrieblichen Ausbildungsvorbereitung und -integration sowie zur Durchführung des externen Ausbildungsmanagements.

Brücke ins Erwerbsleben zu schlagen. Die Einstiegsqualifizierung erleichtert den Übergang von der Schule in den Beruf. Mit diesem betrieblichen Langzeitpraktikum von mindestens sechs und höchstens zwölf Monaten haben Jugendliche die Möglichkeit, den Beruf mit seinen speziellen Anforderungen kennenzulernen. Im Berliner Handwerk wurden im Berichtsjahr 85 Einstiegsqualifizierungsplätze angeboten, das sind 9 % mehr als im Vorjahr. Mit 62 Jugendlichen konnten Verträge abgeschlossen werden, im Rahmen derer sie sich betriebsnah auf eine anschließende Ausbildung vorbereiten. Nach solch einem Praktikum können die für eine Ausbildung notwendigen Kompetenzen der Jugendlichen besser eingeschätzt werden. Die Einstiegsqualifizierung und das gemeinsame Projekt „EQ-Offensive“ von der Handwerkskammer Berlin, den Agenturen für Arbeit in Berlin und der IHK Berlin ging am 1. Mai 2011 an den Start und ist bis Dezember 2014 im Nationalen Pakt gesichert. Die Förderung erfolgt bundesweit durch die Arbeitsagenturen. Die Einstiegsqualifizierung ist eine betriebsnahe Maßnahme, die direkt auf die Berufsausbildung vorbereitet. Sie ermöglicht den Übergang von der Schule in den Beruf direkt und ohne Warteschleifen. Betriebe erhalten mit der Einstiegsqualifizierung eine weitere Möglichkeit, den Fachkräftemangel von Morgen auch mit bildungsund leistungsschwächeren Jugendlichen zu decken.

Erfolgreiche Starthilfe in die Berufsausbildung
Passt! – Passgenaue Vermittlung Auszubildender Petra Andresen Tel.: 030/25903-409 andresen@hwk-berlin.de Viola Ertel Tel.: 030/25903-395 ertel@hwk-berlin.de Die Handwerkskammer Berlin bietet mit der passgenauen Vermittlung ein Beratungsangebot für Betriebe und Jugendliche an. Nicht nur bei der Ersteinstellung von Auszubildenden, sondern auch bei der Wiederbesetzung nach Ausbildungsvertragslösungen wird das Angebot von Berliner Handwerksbetrieben verstärkt nachgefragt. Gezielte Beratungen und zielgruppenorientierte Aktionen und Maßnahmen zum Beispiel für Jugendliche mit Migrationshintergrund, ältere Bewerber, Bewerber mit Studienabschluss oder Studienabbrecher/-innen führten im Berichtsjahr zu 132 Vermittlungen. Der Service wird im bundesweiten Programm „Passgenaue Vermittlung“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und dem Europäischen Sozialfonds finanziert. Eine Weiterführung des Angebotes ist bis Ende 2014 gesichert.

JOBSTARTER-Projekt Ausbildungsstart Plus
Jens Wortmann Tel.: 030/25903-356 wortmann@hwk-berlin.de Am 1. Oktober 2013 ist das JOBSTARTER-Projekt „Ausbildungsstart Plus“ an den Start gegangen. Gefördert wird es aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und durchgeführt von der Handwerkskammer Berlin. Vorgesehen ist eine Projektlaufzeit von 36 Monaten. Das Projekt hat es sich zur Aufgabe gemacht, kleinere und mittlere Unternehmen im Handwerk dabei zu unterstützen, Jugendliche, die keine unmittelbare Aussicht auf einen betrieblichen Ausbildungsplatz haben, in Ausbildung übernehmen zu können. Dabei nutzt das Projekt in Bezug auf die Gruppe der o.g. Jugendlichen zahlreiche Möglichkeiten zur Akquise von Ausbildungsbetrieben, zur Initiierung und Gestaltung

Einstiegsqualifizierung
Yvonne Loeff Tel.: 030/25903-340 loeff@hwk-berlin.de Einstiegsqualifizierungen sind spezielle Angebote, um jungen Menschen ohne unmittelbare Chance auf einen Ausbildungsplatz eine

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Projekt Mentoring im Rahmen des Landesprogramms
Katharina Schumann Tel.: 030/25903-343 schumann@hwk-berlin.de Die vorzeitige Lösung von Ausbildungsverträgen kostet Geld und Zeit. Damit geht viel Potenzial in Betrieben verloren. Das Projekt Mentoring der Handwerkskammer Berlin, bei dem Auszubildende im ersten Ausbildungsjahr intensiv betreut werden, will dies verhindern. Vom Februar bis Dezember 2013 standen mehr als 30 ehrenamtliche Mento-

rinnen und Mentoren bereit, um Probleme in der Ausbildung abzuwenden oder eventuell notwendige Ausbildungsplatzwechsel zu koordinieren. In Seminaren und Workshops wurden die Mentorinnen und Mentoren auf ihre Tätigkeit vorbereitet. Das Projekt war Teil des Landesprogramms Mentoring und wurde im Rahmen des Programms Berlin Arbeit von der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen finanziert. Das Landesprogramm wird auch 2014 fortgeführt.

Feststellung und Stärkung von Kompetenzen
Modellprojekt „Vorstufe zur Qualifikationsanalyse“ gestartet Henning Paulmann Tel.: 030/25903-337 paulmann@hwk-berlin.de Das Gesetz zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse bringt Unternehmen mehr Transparenz und einen besseren Überblick über Ausbildungsinhalte im Ausland. Seit September 2013 werden im Modellprojekt „Vorstufe zur Qualifikationsanalyse“ Kriterien und Instrumente

Programm-/Projektarbeit Abteilung Bildung 2013

Berufsorientierung/ Berufsvorbereitung

Berufsausbildung

Weiterbildung

JOBSTARTER-Projekt Ausbildungsstart Plus

Internationale Mobilitätsberatung

Berufliche Orientierung in Berlin – Handwerk ist Zukunft (BOB)

Förderprogramm der Berufsausbildung im Land Berlin (FBB)

Weiterbildungsstipendium

Einstiegsqualifizierung (EQ) EQ-Offensive

Anerkennungsgesetz

Innovative Qualifizierungen für das Berliner Handwerk (IQ Handwerk)

Partnerschaft Schule – Betrieb

Modellprojekt „Vorstufe zur Qualifikationsanalyse“

Passgenaue Vermittlung (Passt)

Projekt im Rahmen des Landesprogramms Mentoring

Berliner Ausbildungsplatzprogramm (BAPP)

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Handwerkskammer Berlin

entwickelt und erprobt, um einen reibungslosen Ablauf der Qualifikationsanalyse im Rahmen von Anerkennungsverfahren zur Bewertung ausländischer Berufsabschlüsse zu unterstützen. Das Projekt wird durch die Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen finanziert und innerhalb des Netzwerkes Berlin „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ umgesetzt.

(DFJW), das Land Berlin und die Robert Bosch Stiftung. Das Beratungsangebot der Handwerkskammer zur Umsetzung derartiger Mobilitätsprojekte wird seit 2009 im Rahmen des Bundesprogramms „Berufsbildung ohne Grenzen“ umgesetzt. Die Dienstleistung wird kofinanziert mit Fördermitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und dem Europäischen Sozialfond ESF.

werkskammerpräsident Stephan Schwarz und die Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, Dilek Kolat, den Malereibetrieb Wolfgang Lüttgens GmbH & Co. KG, um bei einer Pressekonferenz u.a. die neuen Förderrichtlinien vorzustellen. Die Fördermaßnahmen kommen an, betonte Stefan Schwarz: „Sie sind gut geeignet, die Zahl der Ausbildungsplätze zu steigern und die Ausbildungsqualität zu verbessern.“ Arbeitssenatorin Dilek Kolat: „Ich appelliere an die Unternehmen, ihre Ausbildungsanstrengungen zu erhöhen, denn wer heute nicht ausbildet, hat morgen keine Fachkräfte. Die Richtlinienförderung bietet auch kleinen Unternehmen eine gute Unterstützung!“ Zur Steigerung der Ausbildungsqualität und um kleineren Betrieben überhaupt den Einstieg in die Ausbildung zu ermöglichen, soll in 2014, in enger Zusammenarbeit mit dem neuen Verbundbüro, die Ausbildung im Verbund im Land Berlin gestärkt werden. Die engen Kontakte zu den Ausbildungsbetrieben und den Ausbildungsberatungen der zuständigen Kammern sollen dazu noch intensiver genutzt werden. Weiterführende Informationen zur Förderung und Antragstellung unter: www.hwk-berlin.de/fbb

Internationale Mobilitätsberatung des Berliner Handwerks
Henning Paulmann Tel.: 030/25903-337 paulmann@hwk-berlin.de Auslandsaufenthalte erweitern den Horizont von Fachkräften und Lehrlingen, bringen aber auch neuen Input in die Betriebe. Die Mobilitätsberatung fördert dies. Im Berichtsjahr nahmen 27 Lehrlinge und 24 Fachkräfte des Berliner Handwerks an Auslandsaufenthalten teil. Hierbei arbeitete die Mobilitätsberatung u.a. eng mit der Sequa gGmbH und dem Centre Français Berlin zusammen. Im Fokus standen die Zielländer Frankreich, Großbritannien und Schweden. Außergewöhnlich war die Umsetzung einer Jugendbegegnung zwischen Paris und Berlin an der jeweils zehn Pariser und Berliner Lehrlinge des Bäcker- und Konditorenhandwerks teilnahmen. Hauptteil dieser Initiative in Paris und während des französischen Gegenbesuchs in Berlin war die Entwicklung neuer Produkte durch die Jugendlichen. Auf der internationalen Grünen Woche in Berlin wurden diese neuen Kreationen durch eine Jury bewertet. Finanziert wurde dieses Projekt durch das Deutsch Französische Jugendwerk

Förderprogramme in der Aus- und Weiterbildung
Förderung der Berufsausbildung im Land Berlin (FBB) Norman Popp Tel.: 030/25903-381 n.popp@hwk-berlin.de Mit dem Berliner Landesprogramm zur Förderung der Berufsausbildung werden erfolgreich die duale Ausbildung und insbesondere Berliner Unternehmen, die zusätzliche Ausbildungsplätze anbieten und so einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des Fachkräftebedarfs leisten, sowie Jugendliche, für die der Ausbildungsplatz einen wichtigen Schritt für ihre künftige berufliche Entwicklung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben darstellt, unterstützt. Derzeit werden ca. 1.200 Ausbildungsplätze u.a. von Alleinerziehenden, benachteiligten Jugendlichen oder in der Verbundausbildung bezuschusst. Mit Beschluss vom 28. Mai 2013 hat der Senat die „Verwaltungsvorschriften über die Gewährung von Zuschüssen zur Förderung der Berufsausbildung im Land Berlin“ (VwV) erlassen. Die bisherige Fassung wird in erweiterter Form bis zum 31. März 2018 fortgesetzt. Zum Start des Ausbildungsjahres besuchten Hand-

Weiterbildungsstipendium – Unterstützung junger Menschen bei der weiteren beruflichen Qualifizierung
Jens Wortmann Tel.: 030/25903-356 wortmann@hwk-berlin.de Das Weiterbildungsstipendium, ein Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF),

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fördert junge Fachkräfte, die sich in ihrem Beruf durch Weiterbildung qualifizieren wollen. 2013 hat die Handwerkskammer Berlin als zuständige Stelle den 400. Stipendiaten in das Förderprogramm für ein Weiterbildungsstipendium aufgenommen. Im Rahmen dieses Stipendiums für Berufseinsteiger erhielten in den vergangenen 20 Jahren ehemalige Lehrlinge des Berliner Handwerks vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mehr als 1.000.000 Euro für Bildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen. Gefördert werden können leistungsstarke Absolvent/-innen einer beruflichen Handwerksausbildung und erfolgreiche Teilnehmer/-innen des Praktischen Leistungswettbewerbs, die bei Aufnahme in die Förderung jünger als 25 Jahre sind. Innerhalb von drei Jahren können sie Zuschüsse von jährlich bis zu 2.000 EUR für die Finanzierung berufsbegleitender Weiterbildung erhalten.

Leistungsangebote der Bildungsstätten
Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU) 3.666 Jugendliche in 335 Lehrgängen Schwerpunkte Elektroniker/-in, Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik Orthopädiemechaniker/-in Gold- und Silberschmied/-in Parkettleger/-in Tischler/-in Zahntechniker/-in Maler/-in Gerüstbauer/-in Meistervorbereitung Über 1.200 Teilnehmer in 80 Lehrgängen für folgende Berufsgruppen: Elektrotechniker/-in Installateur/-in und Heizungsbauer/-in (Gas- und Wasserinstallateur/-in und Zentralheizungs- und Lüftungsbauer/ -in) Gerüstbauer/-in Maler/-in und Lackierer/-in Buchbinder/-in Tischler/-in Schornsteinfeger/-in Zahntechniker/-in zum/zur Meister und Meisterin im jeweiligen Handwerk sowie die Ausbildereignung und der Technische Fachwirt

„Das DFJW feierte 2013 sein 50-jähriges Bestehen. Dabei wurden Austauschprojekte mit Lehrlingen in den letzten Jahren immer bedeutungsvoller. Unsere Erfahrungen zeigen: Derartige Projekte fördern die Selbstständigkeit der Jugendlichen und das Verständnis für eine fremde Kultur.“ Karl Boudjema, Deutsch Französisches Jugendwerk, Referatsleiter „Berufsausbildung und Hochschulaustausch“

Die Bildungszentren der Handwerkskammer – Qualifizierung auf höchstem Niveau
Berufsorientierung, Berufsvorbereitung, Ausbildung bis zum Meister und Betriebswirt im Handwerk: Die Bildungsstätten der Handwerkskammer Berlin bieten Unterstützung auf dem Karriereweg im Handwerk. Mit ihrem umfangreichen Angebot tragen das Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ) und das Bildungs- und Innovationszentrum (BIZWA) der Handwerkskammer Berlin in erheblichem Maß zur Qualifizierung von Fach- und Führungskräften im Handwerk bei.

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Handwerkskammer Berlin

Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ)
Karin Klawe Tel.: 030/25903-403 klawe@hwk-berlin.de Modernisierung des BTZ: Halbzeit beim Umbau 2013 wurden alle Unterrichtsräume im Haus 1 saniert; dies schloss auch den Umbau der elektrotechnischen Anlagen und die Heizungsmodernisierung mit ein. Die komplette Übergabe von Haus 1 ist im Januar 2014 erfolgt. Das Haus 2 mit seinen Werkstätten stand den Lehrgangsteilnehmern im modernen Ambiente bereits zur Verfügung. Durch die Fördergeber (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie das Land Berlin) und die Handwerkskammer Berlin wird ermöglicht, dass 2014 vorrangig die Modernisierung der Kantine und des Foyers umgesetzt wird. Alle Arbeiten werden im laufenden Schulungsbetrieb unter Berücksichtigung der Kundenströme und des Tagesgeschäfts der Mitarbeiter/-innen durchgeführt. Mehr als 7.600 Schulungsteilnehmer/-innen trotz Baumaßnahmen Trotz der parallel laufenden Modernisierungsarbeiten wurden insgesamt 680 Bildungsmaßnahmen mit rund 520.000 Teilnehmerstunden im BTZ geleistet. Schwerpunkte der Bildungsarbeit sind Meistervorbereitungskurse und weitere Fort- und Weiterbildungen mit insgesamt 450.000 Teilnehmerstunden.

Haupttrends im BTZ
Vorbereitung auf die Selbstständigkeit Run auf Meistervorbereitung hält weiter an Wie im Vorjahr fanden 75 Meistervorbereitungslehrgänge trotz der Baumaßnahmen im BTZ statt. Die Teilnehmer/-innen kommen aus Berlin, Brandenburg und auch aus anderen Bundesländern zur Meistervorbereitung ins BTZ. Großes Interesse bestand an den Lehrgängen Betriebswirt/-in (HWK), Betriebsmanager/-in KMU und an der neuen Fortbildung zum/zur Vertriebsleiter/-in. Technische Fortbildung, speziell zum Thema Erneuerbare Energien, lag voll im Trend. Im „Forum Erneuerbare Energien (FEE)“ des BTZ wurden folgende fachpraktische Lehrgänge angeboten: Fachkraft für Solartechnik (HWK) Servicemonteur/-in für Photovoltaikanlagen Thermografie Gebäudeenergieberater/-in Aber auch Themen wie Kleinsteuerungen, Wärmebrückenminimierung oder Bewertung der Gesamtenergieeffizienz von Wohngebäuden waren stark nachgefragt. Der Anteil der Ingenieure/-innen und Architekten/-innen an den technischen Fortbildungen liegt bei 40 %.

sionelle und passgenaue Beratung des Vertriebs Unterstützung. So buchten im Berichtsjahr 1.045 Teilnehmer/-innen betriebswirtschaftliche und technische Lehrgänge und Seminare. Das BTZ-Team unterstützt die Teilnehmer/-innen bei der Antragstellung zur Förderung anteiliger Lehrgangsgebühren über das Senatsprogramm „Innovative Qualifizierungen für das Berliner Handwerk“ (IQ HW). Mit der webbasierten Lernplattform Moodle sowie Presenter und Smartboard stehen innovative Medien für den Lernprozess zur Verfügung.

Aufstiegsfortbildung und kaufmännische Weiterbildung
Tel.: 030/25903-413 jahn@hwk-berlin.de

Lebenslanges Lernen
Betriebswirt/-in (HWK) Auch in Berlin steht der Abschluss Betriebswirt/-in (HWK) nach wie vor auf Platz 1 der beruflichen Aufstiegsfortbildungen im Handwerk. Die Teilnehmer/-innen bringen ihre praktischen Erfahrungen in die Ausbildung ein und werden mit den Methoden einer modernen Unternehmensführung und -analyse in kleinen und mittelständischen Unternehmen vertraut gemacht. Durch eine neue Marketingstrategie und entsprechende Vermittlungsformen konnte die Nachfrage nochmals gesteigert werden. Ergebnis: Insgesamt haben 129 Teilnehmer/innen in sieben Lehrgängen im Jahr 2013 begonnen bzw. abgeschlossen. Im BTZ werden die Lehrgänge zum/zur Betriebswirt/-in (HWK) in drei verschiedenen Zeitmodellen angeboten, das ist im Bundesgebiet ein Novum.

Fort- und Weiterbildung: Bleiben Sie auf Erfolgskurs
Berliner Handwerksmeister/-innen und Gesellen/-innen nutzen Weiterbildung bewusst für ihre individuelle Karriere- und Lebensplanung. Im BTZ erhalten sie durch die profes-

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Betriebsmanager/-in KMU und Vertriebsleiter/-in (HWK) Handwerksunternehmen liegt viel daran, ihre betrieblichen Prozesse so effizient wie möglich zu gestalten. Das zeigt die Nachfrage für beide Fortbildungen, die im BTZ berufsbegleitend angeboten werden. In zwei Lehrgängen mit dem Abschluss Betriebsmanager/-in KMU mit 29 Teilnehmer/-innen erhielten vor allem die in kleinen und mittleren Unternehmen mitarbeitenden Familienangehörigen ein fundiertes kaufmännisches Wissen. Der praxisorientierte Lehrgang Vertriebsleiter/-in (HWK) mit zehn Teilnehmer/-innen ist eine Lehrgangsentwicklung über IQ HW und vermittelt strategisches Fakten- und

Methodenwissen sowie Kenntnisse zur effektiven Vertriebsarbeit in KMU.

Technische Fort- und Weiterbildungen sind stark gefragt
Sylvia Düring Tel.: 030/25903-424 duering@hwk-berlin.de Jean Liebing Tel.: 030/25903-454 liebing@hwk-berlin.de Das BTZ stellte mit mehr als 60 Seminaren und Lehrgängen für rund 600 Teilnehmer/-innen eine breite Palette innovativer Qualifizierungsangebote bereit. Dabei wurde 2013 das Themenfeld „Erneuerbare Energien“ weiter ausgebaut. So konnten im Rahmen des Förderprojektes „IQ

Handwerk“ mehrere Lehrgänge entwickelt und angeboten werden, die sich mit Fragen des energieeffizienten Bauens/Energieeffizienz und deren gesetzlichen Grundlagen beschäftigen. Die stetig steigende Kundennachfrage zeigt die Wichtigkeit dieser Themen für das Berliner Handwerk. Weiterhin wurden zunehmend Lehrgänge zum Gebäudeenergieberater/-in (HWK) und zu Thermografieanwendungen besucht. Die Kombination zwischen Teilnehmern aus dem Handwerk und der Architektenkammer hat sich bei diesen Lehrgängen bewährt. Das Interesse an Fragen rund um das Thema Thermografie zeigte sich besonders bei unserer „Langen Nacht der Thermografie“ im März 2013, die zusammen mit der Archi-

Leistungsangebote der Bildungszentren der Handwerkskammer Berlin

Fort- und Weiterbildung Meistervorbereitung Verbundausbildung

Leistungen Bildungszentren

Berufsorientierung

ÜLU

Projekte

Schulung Sachverständige

Organisation von Veranstaltungen

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Handwerkskammer Berlin

tektenkammer stattfand und als Event mit fast 100 Interessenten großen Anklang gefunden hat. Aber auch gewerkeübergreifende Lehrgänge wie die „Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten“ werden mehr und mehr nachgefragt. So wurden rund 200 Teilnehmer/-innen aus Tischlerhandwerk, Maler- und Lackiererhandwerk sowie SHK-Gewerk für die Ausübung einfacher elektrischer Arbeiten in ihrem eigenen Fachbereich weitergebildet. In enger Kooperation mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW) und Akademien der Denkmalpflege wird die Fortbildung zum/zur Restaurator/-in im Handwerk gemeinsam weiterentwickelt. Der erste Lehrgang mit zehn Teilnehmer/-innen aus dem Maler- und Lackiererhandwerk und Parkettlegern startete im April 2013. Neu im Angebot waren Lehrgänge für Gesundheit und Social Media.

Auslastung des BTZ nach Teilnehmerstunden 2013

%

4%
ÜLU 10

10 %

Fort- und Weiterbildung

22

22 %
Meistervorbereitung Projekte Berliner Ausbildungsplatzprogramm und Berufsorientierung 64

64 %
4

Vorjahresvergleich Lehrgangszahlen des BTZ

450
421

400
ÜLU

350
Projekte

300

Berufsorientierung in der Praxis
Ina Sindermann Tel.: 030/25903-412 sindermann@hwk-berlin.de Uwe Merbeth Tel.: 030/25903-422 merbeth@hwk-berlin.de Das Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ) der Handwerkskammer Berlin hat sich darüber hinaus zu einem Zentrum der praxisnahen Berufsorientierung entwickelt und bietet den Schülern einen frühzeitigen Einblick in die Berufe des Handwerks und zeigt Ausbildungsund Aufstiegsmöglichkeiten auf. In Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Berufspraxis Modul e. V. wurde im BTZ mehr als 3.400 (Vorjahr:
Meistervorbereitung Fort- und Weiterbildung

313

250 200 150 100 50
144 111 75 75 115

177

2012

2013

2.600) Schülern und Schülerinnen ab Klasse 8 die Möglichkeit gegeben, verschiedene handwerkliche Berufe in sogenannten Schnupperkursen kennenzulernen. 311 Kurse

zur Berufsorientierung wurden in folgenden Berufen durchgeführt: Augenoptik, Elektrotechnik, Maler und Lackierer, Metallbau, Tischler und Zahntechnik.

Handwerkskammer Berlin

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Kompetenzzentrum: Zukunftstechnologien im Handwerk (Komzet)
Dr.-Ing. Jost- Peter Kania Tel.: 030/25903-454 komzet@hwk-berlin.de Ein langer Weg ist geschafft: Nach vier Jahren geförderter Aufbauphase und der erfolgreichen Evaluation durch die Fördermittelgeber darf das Komzet das Signet der Bundesrepublik führen. Seit dem 12. November 2013 ist es verbrieft: Das Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ) wird zum deutschlandweit einzigartigen Kompetenzzentrum Zukunftstechnologien im Handwerk. Auf einer Festveranstaltung überreichte Martina Becker, leitende Regierungsdirektorin im Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, die Urkunde, die berechtigt, den Namen Kompetenzzentrum zu führen.

Unter den 550 Bildungsstätten im Handwerk dürfen bisher 23 diesen Titel führen. Im Komzet werden innovative Fort- und Weiterbildungen und Projekte mit Partnern aus Wissenschaft und Handwerk weiter ausgebaut.

CSR-Projekt „Zukunft vor Ort“
Gudrun Laufer Tel.: 030/25903-499 laufer@hwk-berlin.de Mit dem Projekt für faires Wirtschaften im Sinne von Corporate Social Responsibility (CSR) unterstützt die Handwerkskammer Berlin seit 2012 Handwerksbetriebe dabei, verantwortungsvolles Handeln sinnvoll in den Betriebsalltag und in die Kommunikation einzubinden. Im Fokus der Projektarbeit stehen Coaching und Beratung zu den vier

„Wir wollen kleinen und mittelständischen Handwerksbetrieben zeigen, wie sie mit bewährten CSR-Strategien wirtschaftlich erfolgreicher werden können.“

Gudrun Laufer, Leiterin der CSRBeratungsstelle Fairplay im Handwerk

Signet der Bundesrepublik verliehen: Ulrich Wiegand, Geschäftsführer der Handwerkskammer Berlin und Leiter der Abteilung Bildung (2.v.l.), und Karin Klawe, Leiterin des Bildungs- und Technologiezentrums (2.v.r.) nehmen die Urkunde von Martina Becker, Leitende Regierungsdirektorin, entgegen; ganz rechts Klaus Weber, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

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Handwerkskammer Berlin

Themenfeldern Arbeitsplatz, Umwelt, Gemeinwesen und Markt. Im Berichtsjahr führten die Mitarbeiter/-innen insgesamt 174 Beratungen mit rund 500 Beratungsstunden in Handwerksbetrieben durch. 27 Handwerksbetriebe nehmen insgesamt am CSR-Beratungsprogramm „Fairplay im Handwerk“ teil – die ersten elf schlossen im August 2013 erfolgreich ein Jahr Coaching und Beratung ab. Gleichzeitig starteten im Berichtsjahr 16 neue Betriebe in das Programm. Vertreten sind Branchen wie: Bäcker, Maler und Lackierer, Tischler, Kfz-Mechatroniker, Friseure, Elektrotechniker, Metallschmiede und Vertreter des Baugewerbes. Am stärksten nachgefragt waren Strategien und Empfehlungen der CSR-Bereiche „Arbeitsplatz“ und „Markt“. „Fairplay im Handwerk“ führte 2013 darüber hinaus Weiterbildungs- und Netzwerkveranstaltungen zu folgenden Themen durch: Fit und gesund bleiben im Handwerk Vereinbarkeit von Familie und Beruf Handwerksbetriebe als attraktive Arbeitgeber Lokale Handwerksprodukte Wissen und Werte weitergeben Besonders gut nachgefragt wurden Veranstaltungen, die sich mit dem demografischen Wandel, Arbeitgeberattraktivität und lokalen Produkten beschäftigten. Insgesamt nahmen 730 Teilnehmer/-innen an 40 Veranstaltungen teil.

Das Projekt „Zukunft vor Ort“ wird im Rahmen des Programms „CSRGesellschaftliche Verantwortung im Mittelstand“ bis Ende 2014 durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales aus ESF- und Bundesmitteln sowie Mitteln der Handwerkskammer Berlin gefördert.

denburg hat sich auch 2013 bewährt. Insgesamt 245 Lehrgänge (Vorjahr 200) fanden in der AKEI statt, von der Berufsorientierung für Schüler, über die Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung bis hin zur Meistervorbereitung und speziellen Fort-/Weiterbildungen.

Projekte und Kooperationen
Margit Wiedemann Tel.: 030/25903-420, wiedemann@hwk-berlin.de IQ Handwerk: Innovative Qualifizierungen für Berliner KMU Mit der Weiterbildungsoffensive „Innovative Qualifizierungen für das Berliner Handwerk (IQ Handwerk)“, gefördert aus Mitteln der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung und des Europäischen Sozialfonds (ESF), unterstützt die Handwerkskammer Berliner Handwerksbetriebe, indem für Qualifizierungen in spezifischen Themenfeldern eine Förderung von bis zu 80 % der Lehrgangsgebühren gewährt wird. Im Jahr 2013 nahmen in 30 Lehrgängen 212 Unternehmen (mit 263 Teilnehmer/-innen) die Förderung „IQ Handwerk“ in Anspruch. Die ausgewählten Lehrgänge kamen aus den Bereichen kaufmännische Aufstiegsfortbildung, Erneuerbare Energien sowie Innovation und Technik. Damit hat sich im Vergleich zum Vorjahr die Zahl der teilnehmenden Unternehmen um rund 37 % erhöht.

Kooperation mit der Bundeswehr
Uwe-Jens Merbeth Tel.: 030/25903-422 merbeth@hwk-berlin.de Das Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ) unterstützt den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr (BFD), indem es als langjähriger Kooperationspartner Soldatinnen und Soldaten in der Meistervorbereitung oder in kaufmännisch-rechtlichen Fort- und Weiterbildungen für einen beruflichen Start nach dem Wehrdienst ausbildet.

Bildungs- und Innovationszentrum Waldfrieden (BIZWA)
Gregor Schöning Tel.: 03338/3944-15 schoening@hwk-berlin.de Das Bildungs- & Innovationszentrum Waldfrieden der Handwerkskammer Berlin behauptete sich auch 2013 als eine leistungsstarke Bildungsstätte für Aus- und Weiterbildungen in Berlin und Brandenburg. Mehr als 2.200 Teilnehmer/-innen (ca. 215.000 Teilnehmerstunden) nahmen an rund 200 Bildungsmaßnahmen teil. Mit 1.736 Teilnehmer/innen in 158 Lehrgängen bildete die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung einen der Schwerpunkte im Berichtsjahr. Mit zahlreichen Projek-

Akademie für Elektro- und Informationstechnik (AKEI)
Uwe Merbeth Tel.: 030/25903-422 merbeth@hwk-berlin.de Die enge Zusammenarbeit mit der Elektro-Innung für Berlin und Bran-

Handwerkskammer Berlin

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ten konnten weitere Akzente gesetzt werden.

Qualitätssteigerung der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisungen in diesem Handwerk.

Highlights und Innovationen Fünf-Länder-Cup der Kfz-Mechatroniker
Im BIZWA der Handwerkskammer Berlin bereiteten sich die elf Teilnehmer auf die 42. WorldSkills, die Berufs-Weltmeisterschaften (WM), vor. Unter besten Bedingungen traten die jungen Champions in den Ausbildungswerkstätten der Kfz-Innung Berlin zum Wettbewerb an. Dabei mussten sie praktische Aufgaben aus dem Servicealltag in einer bestimmten vorgegebenen Zeit erfüllen, wie sie im beruflichen Alltag in einem Kfz-Meisterbetrieb üblich sind: Fahrwerk- und Achsvermessung, Motormanagement, Wartung/Kontrolle von Klimaanlage, ABS, Datenbus/Fensterheber und Motormechanik.

Planungsgruppe Tischler
Die 2012 vom Förderverein Aus- und Weiterbildung im Tischlerhandwerk e. V. und der Handwerkskammer Berlin gegründete „Planungsgruppe Tischler“ (PGT) setzte im Berichtsjahr ihre Arbeit erfolgreich fort. Ziel der Kooperation ist es, mit gemeinsamen Aktionen und Maßnahmen zur Sicherung und Weiterentwicklung der Aus- und Weiterbildungsqualität im Berliner Tischlerhandwerk beizutragen.

flächenwerkstatt. Außerdem führten die Gerüstbauer unter Einsatz neuester Technik den Aufbau von Gerüsten vor, zeigten Zugangstechnik, Aufbau und Funktion von Fahrgerüsten sowie neue Persönliche Schutzausrüstungen (PSA) gegen Absturz.

Gestalterpreis im Tischlerhandwerk
Jörg Arras, Vorsitzender des Fördervereins Aus- und Weiterbildung im Tischlerhandwerk, verlieh am 9. November 2013 zum 18. Mal den Tischler-Gestalterpreis. In der Mensa des BIZWAs stellten rund 40 Jungmeister/-innen im Tischlerhandwerk ihre Meisterstücke aus. Neben den Platzierungen 1 bis 3 vergab die Jury aufgrund der hohen Qualität der Exponate außerdem noch zwei Belobigungen.

Tischler-Azubis bauten Kindern in Marzahn ein Hexenhaus
Ein großes Holzhaus zum Spielen für die Gärten der Welt in Marzahn wurde von zwölf Auszubildenden des BIZWA gebaut. Es sieht aus wie das Hexenhaus in der Oper Hänsel und Gretel und wird Teil eines musikalischen Abenteuerspielplatzes für Kinder. Ausgestattet mit eigens dafür angefertigten „Geräusch-Machern“ soll das Häuschen Kinder dazu anregen, sich durch Klänge und Spielgeräte zum Anfassen mit der vertonten Märchenwelt vertraut zu machen. Jürgen Wittke, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Berlin, hat es am 5. September 2013 symbolisch an den Bezirk Marzahn-Hellersdorf übergeben – als Spende des Berliner Handwerks.

Tischleroberflächenwerkstatt
Rund 1.000 Tischler-Lehrlinge wurden im letzten Jahr im Bildungsund Innovationszentrum (BIZWA) der Handwerkskammer Berlin geschult, 350 von ihnen durchliefen ab Oktober ihre Lehrgänge in der neuen Tischler-Oberflächenwerkstatt. Diese wurde im vergangenen Jahr neu eingerichtet und mit modernster Technik ausgestattet. In Kooperation mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB) und der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen wurde in den Umbau der gesamten Tischlerwerkstätten 650.000 EUR investiert, um damit die Maschinenräume, die Hobelbankräume sowie die Oberflächenwerkstatt zu modernisieren. Damit erreicht das BIZWA sowohl technisch als auch inhaltlich eine

Christian Mathis gewann mit seinem Meisterstück „Sekretär“ den 1. Gestalterpreis. Der Clou daran: Unter einer Abdeckung verschwinden im Bedarfsfall jegliche Papierstapel.

Tag der offenen Tür
Das BIZWA der Handwerkskammer Berlin veranstaltete am 26. Oktober einen Tag der offenen Tür. Anziehungspunkt für die rund 100 Gäste war vor allem die neue Tischlerober-

Weiterbildungsprogramm für russisches Berufsbildungspersonal
In der 47. Kalenderwoche des vergangenen Jahres war das Bildungsund Innovationszentrum Waldfrie-

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Handwerkskammer Berlin

Interview mit Cornelia Yzer, Senatorin für Wirtschaft, Technologie und Forschung

Handwerkskammer Berlin

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Ein Jahr CSR-Projekt in der Handwerkskammer Berlin (HWK)
Zum Start von „Fairplay im Handwerk" vor einem Jahr sagten Sie voraus, dass die Bedeutung von CSR auch im Handwerk zunehmen werde. Wie ist Ihre Sicht auf das Thema heute? Cornelia Yzer: Das Handwerk ist ein wichtiger Faktor für den Wirtschaftsstandort Berlin. Es steht für Verlässlichkeit, Glaubwürdigkeit und für Innovation. Über zehn Prozent der Erwerbstätigen sind im Berliner Handwerk tätig. CSR – Corporate Social Responsibility – beschreibt zwei dieser Grundsätze, die das Handwerk ausmachen: Verlässlichkeit und Glaubwürdigkeit. Unternehmen können Vertrauen aufbauen, das im Kundenkontakt zählt. Zudem werden Verbraucher und Kunden kritischer und wollen mehr über das Unternehmen erfahren, das sie beauftragen oder von dem sie Produkte erwerben. Neben einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis haben die Kunden immer mehr Fragen: Ist das Produkt umweltschonend und nachhaltig hergestellt, bildet der Betrieb aus oder wie sind die Arbeitslöhne und die sozialen Bedingungen in dem Unternehmen? Warum ist CSR Ihrer Ansicht nach für kleine und mittelständische Unternehmen wichtig? Was unterscheidet sie von großen Konzernen? Cornelia Yzer: CSR gibt kleinen und mittelständischen Unternehmen ein besonderes Gesicht. Sie können sich damit im Wettbewerb mit globalen Anbietern

behaupten. Die Verbraucherinnen und Verbraucher entscheiden sich immer öfter dafür, ein Produkt oder eine Dienstleistung bewusst in einem Laden in der Nähe zu kaufen oder einen Handwerker in ihrem Kiez zu beauftragen. Das erhält nicht nur die Infrastruktur vor Ort, sondern stellt sich allzu oft auch als nicht viel teurer heraus. Diese lokalen Dienstleister und Unternehmen zeigen vielerorts ein hohes Engagement für soziale Einrichtungen, die sie aktiv unterstützen, sei es die Vereins- oder Jugendarbeit am Ort. Dies ist eine Winwin-Situation. Was können Unternehmer/-innen aus eigener Kraft schaffen und wo brauchen sie Unterstützung? Cornelia Yzer: So wie bei der Schaffung von Arbeitsplätzen ist die Politik für die Rahmenbedingungen zuständig. Es gibt bereits zahlreiche Initiativen, in denen der Mehrwert von CSR für Unternehmen unterstützt wird. Auch bei Anträgen auf Wirtschaftsförderung spielen ressourcenschonende Produktion, hohe Ausbildungsaktivitäten oder das soziale Engagement vor Ort durchaus eine Rolle. Sie sehen also, CSR kann auch hier ein Anreiz sein. Fairness und Umweltbewusstsein gewinnen auch als Wirtschaftsfaktoren an Gewicht. Was bedeutet CSR für den Standort Berlin? Cornelia Yzer: Berlin ist eine wachsende Stadt und wird in den kommenden Jahren noch einmal um die Größe einer mittelgroßen deutschen Stadt wachsen. Diese Dynamik ist einerseits erfreulich, be-

deutet aber andererseits Veränderungsbereitschaft für die Gesellschaft. Um die sozialen Strukturen in unserer Stadt zu stärken, brauchen wir nicht nur wirtschaftliches Wachstum, was wir glücklicherweise jetzt haben, sondern auch Unternehmerinnen und Unternehmer mit einem Verantwortungsbewusstsein und einer Identifikation für ihre Stadt. Es gibt bereits heute zahlreiche Beispiele, wie durch das Engagement und den Einsatz von Unternehmen in Berlin der Zusammenhalt gestärkt wird. Inwiefern profitieren die Verbraucher davon, dass Unternehmen sozial und ökologisch verträglich wirtschaften? Cornelia Yzer: Es ist eine Frage unseres Gemeinwesens, den Handwerksbetrieb zu beauftragen, der ausbildet und gute Löhne zahlt. Es ist eine Frage unserer Lebensgrundlage, dass wir uns Gedanken darüber machen, wie sich Umwelt und Klima entwickeln. Das ist die soziale Verantwortung der Verbraucherinnen und Verbraucher. Genau dieses Verhalten sorgt auch für Wirtschaftswachstum. Berlin ist in vielen Bereichen Referenzstadt für nachhaltige Umwelt- und Energietechnik. Aus dem Zusammenspiel von Forschung und Wirtschaft sind hochtechnologische Lösungen für die Städte der Zukunft entstanden. Smart City ist ein Zukunftsmarkt mit handfesten wirtschaftlichen Kennzahlen. Von dieser Entwicklung profitieren wir also alle. Interview: Jenny Möller, Fairplay im Handwerk, Oktober 2013

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Handwerkskammer Berlin

Anlässlich der Grundsteinlegung für das Freibad auf dem Gelände des Meyer-Wittwer-Baus am 29. Mai 2013 versenkten Hubert Hanke, Bürgermeister von Bernau, und Dagmar Enkelmann, damalige Bundestagsabgeordnete, die Gründungskapsel.

den (BIZWA) der Handwerkskammer Berlin Bildungsstätte und Gastgeber zugleich. Das BIZWA konzeptionierte und führte unter Verantwortung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) vom 18. bis 22. November 2013 eine Weiterbildungswoche durch, in der Leiter/-innen und Verantwortliche russischer Berufsschulen das duale Ausbildungssystem in Deutschland kennenlernten. Darüber hinaus galt es, den Teilnehmern Inhalte und Intention der Ausbilder-Eignungsverordnung (AEVO) nahe zu bringen und ihnen praktische und theoretische Inhalte nach deutschem Standard zu vermitteln.

Zukunftsfähige Verkehrs- und Mobilitätskonzepte
Künftig erwarten das Kraftfahrzeug-, Zweiradmechaniker- und Elektro-

handwerk in Hinblick auf Infrastruktur und Service viele Aufgabenfelder im Bereich der Elektromobilität. Berlin will dessen Alltagstauglichkeit und Wirtschaftlichkeit zeigen und damit seiner Rolle als Schaufensterregion Elektromobilität gerecht werden. Die Lade-Infrastruktur soll ausgebaut, Abrechnungssysteme installiert und Wartungskonzepte entwickelt werden. Die dafür notwendigen Fachkräfte bildet das Handwerk aus. In zwei modernen Schulungszentren im BIZWA der Handwerkskammer Berlin lernen Zweiradmechaniker seit dem Jahr 2013 in modernsten Unterrichtsräumen, dem neuen Schulungs- und Demonstrationszentrum für Elektromobilität im ZweiradmechanikerHandwerk. Die eMO-Werkstatt wurde als Teil des Projektes „Learning eMobility“ aus Bundesmitteln finanziert.

Meyer und Wittwers Bundesschule soll UNESCO-Welterbe werden
Im Jahr 2013 wurden die Arbeiten zur Beantragung der Aufnahme des Meyer-Wittwer-Baus auf die Liste der UNESCO-Weltkulturerben mit Weimar, Dessau und Bernau weitergeführt. Ziel ist die Erweiterung der schon bestehenden Welterbe-Stätte „Das Bauhaus und seine Stätten“ um den Bernauer Standort. Im 4. Quartal des Berichtsjahres starteten die Arbeiten zur Entwicklung eines Nutzungs- und Marketingkonzeptes der Bundesschule Bernau, welche im Februar 2014 in einem Workshop fortgesetzt wurden. All diese Arbeiten werden konzeptionell und finanziell durch die Stiftung begleitet und unterstützt. Nach dem Start der Bauarbeiten an dem neuen Freibad auf dem Ge-

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lände des Meyer-Wittwer-Baus konnte im Oktober das Richtfest für die dort entstandenen Hochbauten gefeiert werden. In 2013 zählte die Einrichtung rund 12.000 Übernachtungen. Die Zahl an Führungen des Fördervereines hat sich gegnüber dem Vorjahr um ca. 2.000 erhöht. Es wurden Führungen mit über 3.000 Besucher/-innen aus Europa und den Vereinigten Staaten durchgeführt. Die Handwerkskammer Berlin ist seit November 2013 Partner in der gemeinsamen Initiative „Netzwerk Weiße Stadt Tel Aviv“. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung unterstützt mit dem Projekt den Aufbau eines Zentrums für denkmalgerechtes Bauen in der israelischen Großstadt. Im Fokus steht die Vermittlung von Know-how und Strategien für die Denkmalpflege. Erste Gespräche der Projektpartner Handwerkskammer Berlin und der Stadt Tel Aviv fanden im Januar 2014 in Israel statt.

nenführerlehrgänge im Bereich des Gerüstbaus aus. Fünf Meistervorbereitungslehrgänge mit Teilnehmern wurden im Gerüstbau und Buchbinderhandwerk durchgeführt. Erstmalig wurden Kurse im Bereich Motorkettensägen und Geprüfter Restaurator/-innen im Parkettleger-Handwerk in Kooperation mit dem BTZ durchgeführt. „Die Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung in Berlin-Bernau für die Auszubildenden zum Gerüstbauer bzw. zur Gerüstbauerin hat die Breite und Tiefe, die das Berufsbild heute fordert – sei es in den Grundlagen des StahlrohrKupplungsgerüstes, dem Hängeoder Traggerüstbau oder in sonstigen Sonderkonstruktionen der Rüsttechnik. Das kann nur ein auf dieses Gewerk spezialisiertes Zentrum mit dem Fachpersonal und der Ausstattung wie das BIZWA bieten.“ Dr. Stefan Häusele, Vorstand der Sozialkasse des Gerüstbaugewerbes und der Zusatzversorgungskasse des Gerüstbaugewerbes VVaG

Qualifizierung von Sachverständigen
Karola Pierenz Tel: 03338/3944-16 pierenz@hwk-berlin.de Das BIZWA konnte mit einer Informationsveranstaltung zu den Aufgaben von Sachverständigen und deren öffentliches Bestellungsverfahren 139 Teilnehmer/-innen für Sachverständigenseminare gewinnen. Die Fach- und Grundlagenseminare bieten den ausgebildeten Handwerksmeister/-innen, Berufserfahrung vorausgesetzt, die Möglichkeit, den Beruf eines öffentlich bestellten Sachverständigen auszuüben.

Fort- und Weiterbildung:
Schwerpunkte und Trends Die durchgeführten Projekte in der beruflichen Erstausbildung (BAE und BAPP) haben sich etabliert. Sie entwickeln sich mit ca. 38 % zu einem festen Bestandteil der Auftragslage im BIZWA. Die Überbetriebliche Ausbildung blieb mit ca. 45 % der Bildungsmaßnahmen stabil. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Anzahl der Teilnehmerstunden in der Fort- und Weiterbildung um 26 %. Hier wirkten sich besonders die drei umfangreichen Kolon-

Fort- und Ausbildung im Gerüstbauerhandwerk
Jörg Müller Tel.: 03338/39 44-12 mueller@hwk-berlin.de Im Gerüstbau-Handwerk erfolgt die Finanzierung der Ausbildung durch gewerbliche Gerüstbau-Unternehmer. Die bei der Sozialkasse des Gerüstbaugewerbes gemeldeten 2.920 Betriebe lassen ihre Mitarbeiter/-innen in den Ausbildungszen-

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Handwerkskammer Berlin

tren für Gerüstbau Dortmund, Weiterstadt und Berlin – angesiedelt im BIZWA der Handwerkskammer Berlin – aus- und weiterbilden. 741 Lehrlinge, 61 Meister und 90 geprüfte Kolonnenführer wurden in der Bernauer Bildungsstätte geschult.

Auslastung des BIZWA nach Teilnehmerstunden 2013

%

11 %
ÜLU 45

6%

Projekte

38

38 %

45 %

Projekte und Kooperationen
Jürgen I. Päch Tel.: 03338/3944 -60 paech@hwk-berlin.de Im Sommer 2013 schlossen die letzten Auszubildenden aus den Jahrgängen 2009/2010 im Rahmen des Berliner Ausbildungsplatzprogramms (BAPP) ihre Ausbildungen erfolgreich in den Berufen Tischler/in, Anlagenmechaniker/-in, Maler/in/Lackierer/-in und Elektroniker/-in ab. Nachdem mit Beginn des Ausbildungsjahres 2012 über das BAPP im BIZWA je 16 Tischler- und Maler- und Lackiererauszubildende eingestellt werden konnten, wurde dieses Projekt durch Nachbesetzungen im Februar 2013 erfolgreich mit 14 Metallbauerauszubildenden ergänzt. Die Ausbildung im Bereich Metallbau wird erstmalig im BIZWA angeboten. Hierzu wurde eigens eine Werkstatt eingerichtet. Neu hinzugekommen sind im Herbst 2013 Kurse zum/zur Bürokauffrau/-kaufmann, Tischler/-in, Metallbauer/-in, Maler/-in und Lackierer/-in. Insgesamt wurden im Berichtsjahr 115 Jugendliche im Rahmen des BAPP qualifiziert.

Meistervorbereitung Fort- und Weiterbildung

6

11

rung im BIZWA zehn Teilnehmer ihre zweijährige Ausbildung zum Brandmeister an der Berliner Feuerwehr- und Rettungsakademie (BFRA). Das Projekt wurde in direkter Kooperation mit der Berliner Feuer-

wehr in die Regelqualifizierung „112 Direkt“ weitergeführt. Diese Stufenausbildung eröffnet auch weiterhin Schulabgängern die Möglichkeit, den Weg zur Feuerwehr zu finden.

Vorjahresvergleich der Lehrgangszahlen des BIZWA
ÜLU

175
Projekte
164 158

150 125 100
Fort- und Weiterbildung

Meistervorbereitung

75 50
32

Kooperation mit der Berliner Feuerwehr
Im Projekt „Einsatz Berlin – Perspektiven für junge Menschen bei der Feuerwehr“ begannen nach erfolgreichem Abschluss der Qualifizie-

25

18 13 5 5

27

2012

2013

* Die Statistik gibt keine Auskunft darüber, nach wie vielen Versuchen eine Prüfung bestanden wurde oder ob eine Prüfung endgültig nicht bestanden wurde.

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Mitarbeiter der Handwerkskammer Berlin
Der Stellenplan wies 2013 173 Stellen (Vorjahr: 167) aus. Hiervon lagen bei 24 Stellen Teilzeitarbeitsplätze vor, die überwiegend von Frauen besetzt sind. Ferner befanden sich noch zwei Mitarbeiter in der Freistellungsphase der Altersteilzeit. In der Verwaltung der Handwerkskammer Berlin sind nunmehr 103 Arbeitsplätze (Vorjahr: 99) vorhanden, im Bildungs- und Technologiezentrum wurden 38 (Vorjahr: 33), in der Bildungsstätte Bernau/Waldfrieden 17 Arbeitnehmer (Vorjahr: 20) beschäftigt. In der Betriebsberatung arbeiteten wie im Vorjahr zwölf Mitarbeiter. Im Bereich „Berufsbildung in Berlin“ waren wie 2012 drei Arbeitnehmer tätig.

Die Kammer bildete unverändert acht kaufmännische Lehrlinge aus. Bei den gewerblichen Auszubildenden waren 76 (Vorjahr: 163) geplant. Der demografische Wandel wirkt sich damit auch in den kammereigenen Bildungsstätten aus.

Vollversammlungen
Im Berichtsjahr traten die Mitglieder der Vollversammlung der Handwerkskammer Berlin zweimal zu Beratungen zusammen. Klare Worte fand Kammerpräsident Stephan Schwarz anlässlich der Frühjahrsvollversammlung am 24. April gegenüber Berlins Senatorin für Wirtschaft, Technologie und Forschung, Cornelia Yzer: Der erste Wunsch an die Berliner Politik laute: mehr Mut

zum Bürokratieabbau! Bürokratie sei Gift für die wirtschaftliche Dynamik der Stadt. Schwarz forderte bei dieser 134. Vollversammlung ein einheitliches Verwaltungshandeln der Bezirke, was Beantragung, Fristen und Gebühren betreffe. „Zweiter Wunsch: ein klares Bekenntnis zur energetischen Gebäudesanierung.“ Denn diese sei gerade in Berlin wichtig und notwendig: Der Energieverbrauch beim Heizen vieler Gebäude sei außerordentlich hoch. Allein in öffentlichen Gebäuden bestehe ein geschätzter Investitionsstau von sechs Milliarden Euro, so der Kammerpräsident. Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer, zum zweiten Mal als Gast beim Handwerk, erklärte, Bürokratieab-

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Handwerkskammer Berlin

bau bleibe auf der Tagesordnung. Außerdem bekannte sie sich eindeutig zur energetischen Gebäudesanierung: „Diese Form der Förderung ist zielgerichtet, weil viele dort investieren, wo ein Steuerabzug möglich ist“, so Yzer. Ein Jahresrückblick, das Thema Fachkräftesicherung sowie die Gründung der gemeinnützigen GmbH Berliner Schulpate bestimmten die 135. Vollversammlung am 25. November 2013. Das Handwerk will für Fachkräfte attraktiver werden und geht deshalb neue Schritte in Richtung Qualifizierung. In einer Resolution einer kleinen Arbeitsgruppe, bestehend aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite des Vorstands, zum Thema Fachkräftesicherung bekannten sich die Verantwortlichen klar zu attraktiven Rahmenbedingungen im Handwerk. Nur so würden junge Menschen dort eine Perspektive finden. Unternehmen sollten ein flexibles Personalmanagement anstreben, engagierte Mitarbeiter weiterbilden und deren Kompetenzen fördern. Stolz sei das Handwerk darauf, dass es gelungen sei, die Europäischen Tage des Kunsthandwerks auch nach Berlin zu holen, betonte Schwarz. Vom 4. bis 6. April 2014 wird es erstmals eine gemeinsame Ausstellung von Kunsthandwerkern aus Berlin und Paris im Kunstforum der Berliner Volksbank geben. Begleitend zum angesehenen Wettbewerb „Landespreis Gestaltendes Handwerk“ laden dann Ausbildungs- und Werkstätten von Berliner Kreativen ein zu Besichtigungen, Vorführungen und Austausch, kündigte Stephan Schwarz an.

ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke ehrte Stephan Schwarz mit dem Handwerkszeichen in Gold.

Personalien
Am 24. April 2013 wurde Stephan Schwarz mit dem Handwerkszeichen in Gold geehrt. Mit dieser höchsten Auszeichnung würdigte der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) die außerordentliche Leistung des seit 2003 gewählten Präsidenten der Handwerkskammer Berlin. Sachverstand, Kreativität und die Fähigkeit, auch in kontroversen Debatten den richtigen Ton zu treffen, zeichneten die Arbeit von Schwarz aus, betonte ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke. Damit habe er das Handwerk in der Stadt und darüber hinaus in Deutschland vorangebracht. Als erste Frau neu in den Vorstand der Vollversammlung gewählt

wurde Bettina Jeserick. Die Bäckereifachverkäuferin übernimmt die Aufgabe des am 18. März 2013 verstorbenen Wolf-Peter Niesel. Als Gesellenvertreterin wolle sie sich verstärkt für das Thema Ausbildung einsetzen, so Jeserick. Sie ist seit 20 Jahren in der Bäcker-Innung Berlin engagiert und leitet dort seit zehn Jahren die Prüfungskommission als Vorsitzende.

Arbeitskreise
Eine Bilanz für 2013 legten auch die sechs Arbeitskreise der Handwerkskammer vor. Mit neuen Plakatmotiven und Anzeigen rückte der Arbeitskreis Imagekampagne das Berliner Handwerk in die Öffentlichkeit. Schwerpunkte waren erneut der Karneval der Kulturen und der

Handwerkskammer Berlin

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Tag des Handwerks im September, der diesmal auf dem Parkplatz des ehemaligen Flughafens Tempelhof gefeiert wurde. Selbstbewusste Botschaften sollen auch im neuen Jahr für das Handwerk werben. In neuer Besetzung konzentrierte sich der Arbeitskreis Berufliche Bildung auf zwei große Themen: Fachkräftesicherung und Berufs-

orientierung an Schulen. Die Zusammenarbeit mit der Berufsbildungsmesse vocatium wurde erfolgreich fortgesetzt, das Berliner Handwerk war dort mit den Tagen der Berufsausbildung vertreten. Wichtig bleibt die Zielgruppe junger Studienabbrecher: Ehemalige Studenten sollen für eine Berufsausbildung im Handwerk gewonnen werden.

Schwerpunkt des Arbeitskreises
Neue Technologien war die Verleihung des offiziellen Logos Kompetenzzentrum an das BTZ: Es kann sich damit nach den Förderrichtlinien der Bundesregierung deutschlandweit einzigartiges „Kompetenzzentrum Zukunftstechnologien im Handwerk“ nennen. Der Arbeitskreis informiert und berät Handwerksbetriebe über neueste technologische

Gruppenbild mit Dame: Stephan Schwarz, Jürgen Wittke und Karsten Berlin (v.l.) gratulierten Bettina Jeserick herzlich zur Wahl.

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Handwerkskammer Berlin

Entwicklungen und arbeitet mit Hochschulen und Universitäten eng zusammen. Die Forderung des Handwerks, energetische Gebäudesanierung steuerlich zu fördern, bleibt ein Hauptthema des Arbeitskreises Umwelt und Gesundheit. Außerdem geht es darum, den weiteren Anstieg der Strompreise für kleine Betriebe zu verhindern. Das bisherige Konzept für ein Energiewendegesetz beinhalte kaum konkrete Maßnahmen, kritisiert das Handwerk. Der Arbeitskreis Bauwirtschaft hat sich gemeinsam mit den Innungen in verschiedenen Gremien für das neue elektronische Verfahren ERNA eingesetzt. Damit können vor allem Bau- und Ausbaubetriebe künftig leichter die zeitweise Nutzung von öffentlichem Straßenland beantragen. Der neue Online-Zugang soll Bearbeitung und Genehmigung beschleunigen sowie für mehr Transparenz sorgen. Bisher hagelte es oft Kritik an den zuständigen Bezirksämtern wegen langwieriger Verfahren mit unterschiedlich hohen Gebühren. Bei den Berliner Handwerksjunioren war kürzlich Staffelstabübergabe: Diplom-Orthopädietechnikermeister Marc Damerau übernahm die Führung des Landesverbandes und löste Bäckermeister Karsten Berning ab, der fast sechs Jahre lang Vorsitzender war. Dachdeckermeister Alexander Zwielich ist neuer stellvertretender Vorsitzender. Die Handwerksjunioren bieten Info-Veranstaltungen für Jungunternehmer/-innen an, beispielsweise zu Datenschutz oder Technologietransfer. Auch 2013 standen MarketingSeminare, Betriebswirtschaft und

die „Junioren Management Werkstatt“ im Mittelpunkt. Angestrebt wird eine engere Zusammenarbeit mit dem Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ) der Handwerkskammer Berlin.

Obermeisterkonferenz
Am 6. August 2013 trafen sich die Vertreter/-innen der Innungen und Fachverbände im Fußballstadion des 1. FC Union Berlin und besichtigten die neue Tribüne. Auf der StadionBaustelle der „Eisernen“ waren noch im Sommer bis zu 300 Handwerker mit der Fertigstellung der Haupttribüne beschäftigt. Anschließend sprachen die Teilnehmer über Schwerpunkte vor der Bundestagswahl: Steuerpolitik und das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Einer geplanten Vermögenssteuer zeigten sie die rote Karte: 90 % des Vermögens in Deutschland stecken in Betrieben, Maschinen, Fahrzeugen und Immobilien. Sie dienen produktiven Zwecken, sichern Arbeits- und Ausbildungsplätze. Das EEG müsse dringend überarbeitet werden, sonst treibe die Umlage die Kosten für Betriebe immer weiter in die Höhe, mahnte Präsident Stephan Schwarz. Stattdessen würden steuerliche Anreize zur energetischen Gebäudesanierung mehr bringen als kosten. Jeder Euro Förderung ziehe acht Euro an Investitionen nach sich, betonte ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke, der mit den Handwerksvertretern diskutierte.

Am 18. März 2013 ist er im Alter von 61 Jahren verstorben. Der Bäcker engagierte sich 24 Jahre lang in der Vollversammlung, davon fast 19 Jahre im Vorstand. Sein großer Einsatz für den beruflichen Nachwuchs und seine ehrliche, direkte Art bleiben unvergessen.

Heinz Paupitz verstorben
Am 29. Mai 2013 ist Heinz Paupitz, Gründungsmitglied und erster Obermeister der Zweiradmechaniker-Innung Berlin, im Alter von 87 Jahren verstorben. Er war als genialer Fahrradkonstrukteur und begeisterter Radsportler bekannt, baute Bikes für Sportgrößen aus Ost und West. Auch im Ruhestand warb er bei Firmen um Ausbildungsplätze und wurde mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt.

Wolf-Peter Niesel verstorben
Das Berliner Handwerk trauert um Wolf-Peter Niesel, Mitglied des Vorstandes der Handwerkskammer.

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Handwerkskammer Berlin Blücherstraße 68, 10961 Berlin, Tel.: 030/25903-01, E-Mail: info@hwk-berlin.de
Geschäftsverteilung

Vollversammlung

Ausschüsse 2)

Präsident
Stephan Schwarz -223

Vorstand 1)

Arbeitskreise

Referentin der Geschäftsleitung Elisabeth Vogt -225

Hauptgeschäftsführer
Jürgen Wittke -221

Geschäftsführer
Ulrich Wiegand -348

Sekretariat Sabine Schultz -224; Birgit Wittenberg -222

Pressestelle/Öffentlichkeitsarbeit Daniel Jander -234

Berlin-Brandenburgisches Handwerk Jahresbericht Elke Sarkandy -230

Personal/Verwaltung Hans-Walter Richter -314

Recht/Gewerbeangelegenheiten Angela Bartsch-Widmaier -100 Justitiariat, rechtliche Grundsatzfragen, verwaltungsrechtl. Streitigkeiten: Angela BartschWidmaier -100 Handwerksrolle: Ines Skupin -107 Gewerbeangelegenheiten: Clemens Fritzsche -104 Innungswesen: Bernd Marten -351 Rechtsberatung: Petra Heimhold -391 Sachverständigenwesen: Petra Heimhold -391 Beschwerdewesen: Freddy Zimmer -352

Bildung/Bildungszentren Ulrich Wiegand -348

Gewerbeförderung Rüdiger Grübler -466

Wirtschaftspolitik Arne Lingott -359

Personal: Carola Rieck -313 ehrenamtl. Richter: Monika Bajerowicz -302 zentrale Beschaffung (inkl. Literatur): Frank-Thomas Raabe -309 Finanzen/Haushalt (inkl. öffentl. Mittel): Frank-Thomas Raabe -309 soziale Fragen, Versorgungswerke: Hans-Walter Richter -314 EDV (inkl. Archiv): Paul Willburger -445 Beiträge: Claudia Kautz -315 Hausverwaltung/ Baumaßnahmen: Monika Bajerowicz -302

Bildungspolitik: Ulrich Wiegand -348 Lehrlingsrolle und Statistik: Nicole Piske -335 Prüfungen (insb. Rechtsfragen): Konstanze Mühleck-Zwahr -341 Bildungsberatung: Katharina Schumann -343 Junioren des Handwerks: Henning Paulmann -337 Förderung der Berufsausbildung im Land Berlin (FBB): Norman Popp -381 Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ): Leiterin: Karin Klawe -403 Kompetenzzentrum Zukunftstechnologien im Handwerk (Komzet): Leiter: Dr. Jost-Peter Kania -454 Bildungs- u. Innovationszentrum Bernau-Waldfrieden (BIZWA): Leiter: Gregor Schöning 03338/394415

Betriebsberatung a) kaufmännisch: Georg Klasmann -474 b) technisch: N. N. c) Kredite und öffentliche Mittel: Martin Klinn -471 überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (öffentliche Mittel): Ellen Rohde -355 Hochschulkontakte: Rüdiger Grübler -466

Stadtentwicklung: Svend Liebscher -357 Technologietransfer: Siegfried Ulrich -392 Umweltschutz: Dr. Martin Peters -460 Europa: Adriane Nebel -362

1) Vorstandsmitglieder: Stephan Schwarz, Erwin Kostyra, Karsten Berlin, Joachim Blauert, Jan Kopatz, Anselm Lotz, KlausDieter Müller, Thomas Stulz, Bettina Jeserick 2) Ausschüsse: Berufsbildungsausschuss I und II, Rechnungsprüfungsausschuss, Gewerbeförderungsausschuss

Stand 1. April 2014

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Handwerkskammer Berlin

Leitbild
Unser Selbstverständnis
Selbstverwaltung des Handwerks Wir, die Handwerkskammer Berlin, sind die als Körperschaft des öffentlichen Rechts organisierte Selbstverwaltung des Handwerks mit einem derzeitigen Mitgliederbestand von mehr als 32.000 Betrieben und ihren über 200.000 Mitarbeiterinnen, Mitarbeitern und Lehrlingen. Zentraler Ansprechpartner Wir sind der zentrale Ansprechpartner für das Handwerk in Berlin, vertreten dessen Interessen, übernehmen im Rahmen der Selbstverwaltung vom Staat übertragene, insbesondere hoheitliche Aufgaben, bieten den Betrieben Beratungsund Serviceleistungen und engagieren uns in der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Standort Berlin Wir nutzen die räumliche Nähe und unsere vielfältigen Beziehungen zu den handwerklichen Spitzenorganisationen und zur Politik und verhelfen dadurch unseren Anliegen zum Erfolg. Wir sehen uns der besonderen Herausforderung gegenüber, in Berlin als einer Stadt mit ca. 180 Nationalitäten die Vielfalt als Potenzial zur Fachkräftesicherung im Handwerk zu nutzen. Die Stärkung der Identifikation unserer Mitglieder mit ihrer Kammer und die Zufriedenheit unserer Kunden sind uns ein zentrales Anliegen. Wir überzeugen durch eine konsequente Dienstleistungsorientierung sowie durch die Qualität unserer Arbeit.

Erfolgreiche Interessenvertretung
Förderung der Handwerkswirtschaft Wir vertreten die Gesamtinteressen des Berliner Handwerks und setzen uns engagiert für die Wettbewerbsfähigkeit der Handwerksbetriebe und die Verbesserung der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen ein. Im Umweltschutz sehen wir für das Handwerk sowohl Notwendigkeit als auch eine immer größer werdende Chance, deren Nutzung wir aktiv unterstützen. Wir unterstützen die duale Berufsausbildung im Berliner Handwerk. Der Meisterbrief als das zentrale Qualifizierungsziel im Handwerk hat auch in Zukunft wesentliche Bedeutung für uns. Themenführerschaft Wir erkennen und analysieren Trends und Problemfelder frühzeitig, erarbeiten eigene Standpunkte und Lösungsvorschläge und streben bei wesentlichen Handwerksinhalten die Themenführerschaft an. Aktive Öffentlichkeitsarbeit Durch eine aktive Öffentlichkeitsarbeit bewirken wir ein positives Bild des Handwerks und dessen wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Bedeutung. Dabei nutzen wir die vielfältigen Möglichkeiten, die uns der Medienstandort Berlin bietet.

Damit Betriebe auch zukünftig im Wettbewerb bestehen können, entwickeln wir unsere Angebote bedarfsgerecht zum Nutzen unserer Kunden weiter. Mit unseren Bildungszentren sind wir einer der führenden Anbieter handwerksbezogener Aus-, Fortund Weiterbildungslehrgänge. Controlling der Ziele Wir informieren die Mitglieder über unsere Angebote und gewährleisten ein breites Leistungsspektrum. Wir stellen uns dem kritischen Blick von innen und außen, messen unsere Ergebnisse, kontrollieren die Zielerreichung, holen uns von unseren Kunden Feedback und lassen die Qualität unserer Arbeitsprozesse im Rahmen der Zertifizierung nach DIN ISO 9001 regelmäßig extern überprüfen.

Praxisnahe Selbstverwaltung
Ehrenamtliches Engagement Unsere Mitglieder nehmen über die Vollversammlung und den von ihr gewählten Vorstand direkten Einfluss auf die Ausrichtung und die Politik der Handwerkskammer. Sie engagieren sich ehrenamtlich in zahlreichen Gremien und Ausschüssen. Die Beteiligung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern in der Selbstverwaltung der Handwerkswirtschaft sichert Mitbestimmung und Interessenausgleich und ist die Voraussetzung für die Vertretung der Gesamtinteressen des Handwerks. Transparente Verfahren und Entscheidungen Die uns vom Staat übertragenen

Attraktive Dienstleistungen
Beratung, Bildung und Serviceleistungen Unseren Mitgliedern und Kunden bieten wir ein breites Spektrum praxisnaher, individueller Beratungen, Bildungsmaßnahmen und Serviceleistungen an. Diese erbringen wir mit Fachleuten kompetent und unabhängig.

Handwerkskammer Berlin

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hoheitlichen Aufgaben erfüllen wir unternehmensnah. Verfahren und Entscheidungen gestalten wir transparent und nachvollziehbar.

Mit Partnern gemeinsam zum Erfolg
Konstruktive Zusammenarbeit Wir arbeiten auf regionaler, überregionaler und internationaler Ebene mit anderen Organisationen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft eng zusammen. Dies sind insbesondere die Innungen und Fachverbände, die Spitzenorganisationen der Wirtschaft, die anderen Handwerkskammern, die Industrie- und Handelskammern, die Gewerkschaften sowie die öffentlichen Verwaltungen. Unsere Beziehungen zu ihnen gestalten wir verlässlich und fair. Durch eine intensive, dialogorientierte Zusammenarbeit stärken wir die Innungen und Fachverbände.

rem Verhalten zum öffentlichen Ansehen und zum gemeinsamen Erfolg der Handwerkskammer beitragen. Sie identifizieren sich mit ihrer Handwerkskammer, entwickeln ihre Potenziale kontinuierlich weiter und pflegen einen Umgang, der geprägt ist von gegenseitigem Respekt, Kollegialität und Wertschätzung.

Gezielte Personalentwicklung Personalentwicklung ist für alle Vorgesetzten in der Handwerkskammer Berlin eine zentrale Führungsaufgabe. Durch regelmäßige Qualifizierung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen sie sicher, dass deren Potenziale genutzt, gestärkt und weiterentwickelt werden, sodass auch in Zukunft ein leistungsfähiges Team in der Handwerkskammer arbeitet.

Unsere Führungsprinzipien
Delegation von Verantwortung Die Vereinbarung von Zielen und eine weitreichende Delegation von Verantwortung sind die Grundlagen des Führungskonzepts in der Handwerkskammer. Vorgesetzte fordern und fördern die berufliche Qualifikation, die Motivation und die Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie geben ihnen regelmäßig Feedback, erkennen gute Leistungen an und sind sich in dem, was sie tun, ihrer Vorbildrolle bewusst. Vorgesetzte binden ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Prozesse mit ein, in deren Rahmen sie zeitnah und begründet Entscheidungen treffen.

Finanzmittel
Die uns anvertrauten und selbst erwirtschafteten Finanzmittel verwenden wir verantwortungsbewusst, sachgerecht und effizient. Dieses Leitbild wurde von einer Arbeitsgruppe aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Handwerkskammer Berlin erarbeitet, in der Mitarbeiterschaft diskutiert und vom Vorstand/von der Vollversammlung beschlossen. Es ist die Grundlage effektiven Handelns aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der Führungskräfte, des Vorstandes und der weiteren Ehrenamtlichen.

Engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Motiviert und kompetent Entscheidend für unseren Erfolg sind die motivierten und kompetenten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese handeln kostenbewusst und erfüllen ihre Aufgaben eigenverantwortlich und kundenfreundlich. Sie gewährleisten einen zeitnahen Informationsaustausch und arbeiten im Team sowie abteilungsübergreifend effizient und zielorientiert zusammen. Identifikation mit der Handwerkskammer Unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist bewusst, dass sie mit ih-

Partnerorganisationen

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Berlin Partner
für Wirtschaft und Technologie

das Berliner Schaufenster Elektromobilität akquirieren. Neben den wirtschaftlichen Erfolgen konnte 2013 auch die Fusion der Berlin Partner GmbH und der TSB Innovationsagentur GmbH erfolgreich abgeschlossenen werden. Die neue Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH kann Unternehmen und Investoren nun noch umfassender beraten und unterstützen. Durch die zentralen und branchenübergreifenden Ansprechpartner werden die Bedürfnisse von Berliner Unternehmen und internationalen Investoren optimal erfüllt und Netzwerke in Wissenschaft, Wirtschaft, Förderinstitutionen und Politik koordiniert – so zum Beispiel beim Management der Wachstumscluster der Hauptstadtregion. Hier kommt der neuen Organisation die Gesellschaftsstruktur als Public-PrivatePartnership zugute. Dadurch hat Berlin Partner eine besonders enge Anbindung an die über 200 Partner aus Unternehmen, Wissenschaftseinrichtungen und Verwaltungen.

BBB
BBB BÜRGSCHAFTSBANK zu Berlin-Brandenburg GmbH

Digitale Wirtschaft boomt, Industrie wächst, Berlin wird internationaler Die Wirtschaftsförderer von Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie haben auch 2013 erfolgreich Unternehmen bei ihren Investitionen in der Hauptstadt unterstützt: Insgesamt wurden 258 Projekte begleitet, die in den nächsten drei Jahren 5.506 neue Arbeitsplätze bei einem Investitionsvolumen von 369 Millionen Euro realisieren werden. Das sind 200 Arbeitsplätze mehr als im Vorjahr und ein Investitionszuwachs von 90 Millionen Euro. Mit den innovativen Industrieunternehmen und den Startups konnte Berlin Partner zwei strategische Innovationsfelder der Berliner Wirtschaft besonders stark bei der Ansiedlung und Expansion in Berlin unterstützen: Für diese Unternehmen wurden Projekte begleitet, in denen allein über 3.500 HightechArbeitsplätze entstanden sind. Ein wesentlicher Service in den Wirtschaftsförderungsprojekten ist die Unterstützung von Unternehmen bei der Beantragung von Landes-, Bundes- und EU-Mitteln. In enger Zusammenarbeit mit der Investitionsbank Berlin konnten hier gezielt Wachstumsprojekte in Berlin realisiert werden. Die eingeworbenen Drittmittel lagen 2013 bei rund 80 Millionen Euro. Besonders die bei Berlin Partner integrierte Berliner Agentur für Elektromobilität eMO konnte hiervon einen Großteil für

Was können eine Handwerksmeisterin, ein Handwerksmeister machen, die eine Finanzierung benötigen, aber keine bankmäßigen Sicherheiten stellen können? Sie „bauen“ auf die BBB BÜRGSCHAFTSBANK zu Berlin-Brandenburg GmbH! Bereits vor über 50 Jahren hat das Handwerk in Berlin für Selbsthilfe gesorgt und den Garantieverband des Berliner Handwerks e. G. (GVH) gegründet. 1991 haben dann der GVH und die BBB BÜRGSCHAFTSBANK, die bereits für Handel, Industrie und Dienstleistungen tätig war, ihre Geschäfte zusammengelegt. Die BBB versteht sich dabei als Partner für Unternehmen und Kreditinstitute zugleich, um Wachstumsunternehmen ebenso wie Existenzgründer zu begleiten. Mit Bürgschaften zur Absicherung von Darlehen, Avalen, Betriebsmittelkrediten sowie Garantien für Arbeitnehmerbeteiligungen und Beteiligungen der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Berlin-Brandenburg GmbH (MBG) ermöglicht sie, dass das Handwerk jedes betriebswirtschaftlich sinnvolle Vorhaben finanzieren kann. Dabei setzt die BBB ganz wesentlich auf die Kooperation mit der Handwerkskammer. Vertreter des Handwerks haben nicht nur Sitz und Stimme im Bürgschaftsausschuss,

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter folgender Adresse: http://www.berlin-partner.de/ informationspool/presse

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Partnerorganisationen

sondern wirken z. B. auch maßgeblich bei dem Programm Handwerker-Sofortkredit mit. Mit dem Knowhow der Betriebsberatung der Handwerkskammer kann jedes Unternehmen im Handwerk die erforderlichen Kreditunterlagen bankgerecht aufbereiten lassen; die Kreditinstitute honorieren diese gute Vorbereitung bei einem Kreditvolumen bis 100 TEUR mit einer Entscheidung i. d. R. innerhalb einer Woche. Mit BBB-Start!, einem Coaching-Programm für Existenzgründerinnen und Existenzgründer, begleitet die BBB in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer alle Gründerinnen und Gründer, die mit einer verbürgten Finanzierung an den Start gegangen sind. Dauer der Coachingphase: Zwölf Monate ab Bürgschaftszusage. Mit BBB-Express!, einem schnellen und vereinfachten Antragsverfahren für Bürgschaften speziell für bestehende Unternehmen, entscheidet die BBB Bürgschaften bis 100 TEUR innerhalb von fünf Tagen. Ganz neu: Mit Leasing-Bürgschaften CIP erleichtert die BBB den Zugang zu Leasingfinanzierungen. Diese Neuerung ist insbesondere für Existenzgründer interessant. Mit KapitalPlus bietet die BBB ein Kombinationsprodukt aus einer stillen Beteiligung der MBG und einer Kreditverbürgung der BBB an. Die Berliner Unternehmer können dabei von einer verstärkten Eigenkapitalbasis und somit von einer besseren Verhandlungsposition bei der Hausbank profitieren. Aktuell bürgt die BBB für rund 427 Millionen EUR Kredite und Beteiligungen für über 2.100 Vorhaben des

Berliner Mittelstandes. Getreu dem Grundsatz „Kein wirtschaftlich sinnvolles Vorhaben darf an fehlenden Sicherheiten scheitern“.

BGZ
Berliner Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit mbH

Berlin Mobil ermöglicht Erfahrungsaustausche für Berliner KfzBerufsbildungsexpertinnen und -experten aus Kammern, Innungen und KMU mit europäischen Fachleuten der Berufsbildung im Rahmen einwöchiger Seminare in Italien und Polen Mit „GiB8! – gesund im Berufsleben“ wurde ein Projekt realisiert, das Gesundheitskompetenz erlernbar macht und damit einen praktischen Beitrag zur Fachkräftesicherung in einer alternden Gesellschaft leistet. Es konzentriert sich u.a. auf die Baubranche. Außerdem setzte die BGZ in vier weiteren Projekten Strategien und Masterpläne des Berliner Senats um: „Protect – Lernen und Helfen im Ehrenamt“ will unter Schirmherrschaft von Senator Frank Henkel mehr Migrantinnen und Migranten für den freiwilligen Katastrophenschutz gewinnen. „ECAR – European Cities Against Racism“ unterstützt bei der Umsetzung der Berliner Leitlinien zu Gleichbehandlung und Nichtdiskriminierung sowie bei der Gleichstellung von Frauen und Männern in Wirtschaft und Gesellschaft. „Global Fairness – Schools as Agents for Change“ wendet sich an Kinder und Jugendliche als künftige Konsumenten. Das Projekt will Änderungen im Konsumverhalten anstoßen und Verantwortungsbewusstsein für die Zukunft entwickeln. „TriNet Global – Local Authorities, Business Sector and Universities as Agents for Change“ ist ein europäisches Kooperationsprojekt zur Stärkung globaler Verantwortung in der Gesellschaft. Im Besonderen sollen Wirtschaftakteure stärker in die Gestaltung entwicklungspolitischer

Die BGZ Berliner Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit mbH ist eine gemeinnützige Berliner Gemeinschaftseinrichtung von Wirtschaft und Staat zur Umsetzung von Projekten der internationalen Zusammenarbeit. Träger sind das Land Berlin und die Handwerkskammer Berlin. Seit 1985 hat die BGZ 85 Projekte erfolgreich umgesetzt, 40 davon mit Beteiligung des Berliner Handwerks. 1.500 Vertreter/-innen von KMU und Innungen waren Begünstigte dieser Projekte. Gemeinsam mit dem Berliner Handwerk wurden 2013 drei Projekte umgesetzt. Im „Internationalen Schaufenster der Elektromobilität“ beteiligt sich die BGZ mit der Kfz-Innung am Kernprojekt „Aus- und Weiterbildung für Hochvolttechnik in Kraftfahrzeugen“. Die BGZ verantwortet die internationale Zusammenarbeit. Gemeinsam mit ausländischen Partnern erarbeiten die deutschen Experten Strategien zur Verankerung der Elektromobilität (E-MO) in den Bildungsangeboten sowie für nachhaltige EU-weite Kooperationen der Kfz-Branche.

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und Nachhaltigkeitsfragen involviert werden. Schwerpunkte der Projektarbeit in Berlin sind Netzwerkaktivitäten, Beratungen und Workshops für Wirtschaftakteure, die Förderung der Beteiligung von Unternehmen (besonders KMU) an internationalem Austausch und Entwicklungszusammenarbeit. Die Erfahrungen aus diesen Aktionen sollen in Empfehlungen für die weitere Zusammenarbeit von Verwaltung und Wirtschaft im Bereich Entwicklungskooperation münden.

entlastet den Staat durch selbst organisierte und selbst finanzierte öffentliche Aufgaben, z.B. bei der beruflichen Bildung. Schließlich steht die IHK Berlin mit der Expertise ihrer rund 230 hauptamtlichen Mitarbeiter als kundenorientierte Dienstleisterin den Mitgliedsunternehmen mit Rat und Tat zur Seite, fördert z.B. Innovationen, Existenzgründungen und den Ausbau von nationalen und internationalen Netzwerken. In den zurückliegenden Jahren ist Berlins Wirtschaft mit beeindrukkender Geschwindigkeit gewachsen. Dies darf aber kein Grund sein, sich zurückzulehnen. Vielmehr muss diese Dynamik verstetigt werden. Die Zahl der Arbeitslosen in Berlin ist im November 2013 erstmals seit ziemlich genau zwanzig Jahren wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 200.000 Personen gefallen. Berlin gibt mit einer Arbeitslosenquote von elf Prozent im Bundesländervergleich die Rote Laterne ab. Die IHK Berlin rechnet damit, dass dies bald auch dauerhaft geschehen kann. Mit dem IHK-Jahresthema 2014 „Deutschland im Wettbewerb: Gutes sichern. Neues wagen.“ will die IHK Berlin aufzeigen, auf welche Stärken Deutschland setzen kann und wie diese bewahrt werden können. Zugleich wirbt die IHK für jene Reformen, die helfen, die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und auszubauen – beispielsweise bei der Bewältigung der Energiewende durch eine Richtungsänderung zu mehr Markt und Wettbewerb.

IKK
Die Innungskrankenkasse Brandenburg und Berlin 2013

IHK Berlin

Die Industrie- und Handelskammer zu Berlin (IHK) vertritt die Gesamtinteressen von Industrie, Handel und Dienstleistungen gegenüber der Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit. Sie macht sich stark für den Erfolg ihrer rund 268.000 Mitgliedsunternehmen und für die Entwicklung des Wirtschaftsstandortes. Dabei ist die IHK Berlin unabhängig von parteipolitischen oder Einzelinteressen aktiv. Bei der Erfüllung ihrer Aufgaben arbeitet die IHK eng mit anderen Verbänden und Institutionen zusammen, zum Beispiel mit der Handwerkskammer Berlin. Die IHK wird getragen von rund 500 ehrenamtlich tätigen Unternehmern in Vollversammlung, Präsidium, Ausschüssen und rund 3.500 ehrenamtlichen Prüfern. Als unabhängiger Vertreter und sachverständiger Förderer der Berliner Wirtschaft ist die IHK Berlin ein kompetenter und kritischer Gesprächspartner für die Politik. Sie

2013 erfüllte die IKK – wie angekündigt – ihr Versprechen und investierte wieder kräftig in neue und verbesserte Leistungen, Extras und Services für Versicherte und Betriebe. Die sichere, dauerhaft stabile Finanzsituation der Kasse eröffnete komfortable Spielräume, um beispielsweise gezielt Kontakte zu regionalen Leistungsanbietern im Gesundheitswesen für attraktive vertragliche Sondervereinbarungen zu nutzen. IKK-Patienten und Versicherte in Berlin und Brandenburg profitieren so von modernen und zukunftsweisenden Diagnose- und Therapieangeboten zu individuellen gesundheitlichen Schwerpunkten. So besteht zum Beispiel ein exklusiver Vertrag mit dem Diagnostikum Berlin für eine besonders schonende Herzdiagnostik, die im gegebenen Fall eine aufwändige HerzkatheterUntersuchung durch ein ambulantes Kardio-CT oder MRT ersetzen kann. In der Potsdamer Oberlinklinik erwarten die orthopädischen Fachärzte und Physiotherapeuten seit Sommer 2013 IKK-Patienten vor einer planbaren orthopädischen Operation zum koordinierten Zweitmeinungsverfahren der IKK, um zu eventuell möglichen OP-Alternativen zu beraten. Jungen Paaren, deren Familienplanung ins Stocken gerät, bietet die IKK als Extra einen erhöhten finanziellen Zuschuss für Kinderwunschbehandlungen an. Im Herbst 2013 gab eine IKK-Versichertenbefragung weitere Hinweise zu gefragten Leistungsschwerpunkten: Die IKK-Selbstverwaltung verankerte daraufhin Leistungen wie

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Partnerorganisationen

Osteopathie sowie einen Zuschuss zu einem sportmedizinischen Fitness-Check neu in der IKK-Satzung. Dies sind nur wenige Beispiele für das insgesamt sehr umtriebige, leistungs- und serviceorientierte Geschäftsjahr der handwerklichen Krankenkasse. Der Trend bei der IKK, gezielt besonders gefragte Zusatzleistungen und Services neu anzubieten, steht hoch im Kurs: Bei der aktuellen Auswertung des M+M Versichertenbarometers 2013 belohnten die IKK-Kunden ihre Kasse mit einer hohen GesamtZufriedenheit (CSI) von 86,8 %. Auch im Vergleich mit den anderen Krankenkassen punktet die IKK mit „gut“ (1,79 %). Weitere Schritte werden 2014 folgen, zum Beispiel durch den Ausbau der IKK-Onlinepräsenz, mit neuer Webseite und verstärkter Aktivität in den Social Media.

für Technik und Wirtschaft und der Hochschule für Wirtschaft und Recht – gegründet. Dem Kuratorium des IFAF gehören neben der Handwerkskammer Berlin neun weitere Institutionen aus der Berliner Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung an. Gefördert aus Mitteln des Masterplans „Wissen schafft Berlins Zukunft" des Senats entscheidet das Kuratorium über Anträge auf Förderung von Verbundprojekten mit regionalen Partnern, wie dem Berliner Handwerk.

Als langjähriger Partner der Handwerkskammer Berlin ist das ALBBW mit der Ausbildung u. a. in Handwerksberufen vertraut und führt diese seit Jahren in den Bereichen Metalltechnik, Holztechnik, Textiltechnik und Bekleidung sowie Farbund Raumgestaltung erfolgreich durch.

Verein zur Förderung der beruflichen Bildung Berlin e. V. (vfbb)

Annedore-LeberBerufsbildungswerk Berlin
Das Annedore-Leber-Berufsbildungswerk Berlin ist in Berlin die größte Rehabilitationseinrichtung zur Förderung der beruflichen Erstausbildung von Menschen mit Behinderungen. Ziel des ALBBW ist es, junge Menschen mit Behinderungen umfassend und individuell für die betriebliche und gesellschaftliche Realität auszubilden und dabei die höchstmögliche individuelle Entwicklung zu fördern. Damit wird eine aktive und selbstbestimmte Teilhabe am wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben für diese jungen Menschen möglich. Träger des ALBBW ist der gemeinnützige Verein Berufsbildungswerk Berlin. e.V. Ihm gehören als Mitglieder an: Land Berlin, Bundesagentur für Arbeit, Bundesverband Unfallkassen e.V., Deutscher Gewerkschaftsbund, Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft, Handwerkskammer Berlin, IHK Berlin und die Gemeinde Zeuthen. Der Verein zur Förderung der beruflichen Bildung Berlin e.V. wurde 1986 von der IHK und sechs Arbeitgeberverbänden und Innungen gegründet. Aktuell sind die IHK zu Berlin, die Handwerkskammer Berlin, die Vereinigung der Unternehmerverbände in Berlin und Brandenburg e.V. sowie der Verband der freien Berufe e.V. Mitglieder. Die berufliche Bildung in Berlin zu fördern, ist das Ziel des Vereines, der zu diesem Zweck die Servicestelle Duales Lernen in Kooperation mit der Senatsschulverwaltung eingerichtet hat. Neben der Servicestelle für das Duale Lernen an Berliner Schulen unterstützt der vfbb das Qualitätssiegel für exzellente Berufsorientierung, um das sich Berliner Schulen seit September 2013 bewerben können. Vorstandsmitglied Ulrich Wiegand: „Mit dem neuen Projekt Verbundausbildung, das im Dezember 2013 mit finanzieller Unterstützung des Landes Berlin startete, wollen die Projektpartner dazu beitragen, dass

Institut für angewandte Forschung Berlin (IFAF)

Seit 2009 verfolgt das Institut für angewandte Forschung Berlin (IFAF) das Ziel, die Forschung an Fachhochschulen zu stärken und den Wissens- und Technologietransfer in die Anwendung zu fördern. Mit finanzieller Unterstützung der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft wurde das Institut von den vier staatlichen Berliner Hochschulen – der Alice Salomon Hochschule, der Beuth Hochschule für Technik, der Hochschule

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zusätzliche betriebliche Ausbildungsplätze durch Verbund geschaffen werden können.“ Weiterhin wurde im Rahmen des „Netzwerkes von SCHULEWIRTSCHAFT –Berlin“ ein Praktikumsleitfaden erstellt. Dieser Leitfaden soll für die Unternehmensvertreter eine Unterstützung bei der der Durchführung des Schülerbetriebspraktikums sein. Aktuelle Informationen unter: blog.schulewirtschaft-berlinbrandenburg.de

Versorgungswerke

als „Versicherungsanstalt Ostdeutscher Handwerkskammern zu Berlin”. Sie ist dem Handwerk bis heute eng verbunden. Von diesem Versorgungswerk werden zahlreiche Verträge in der Gruppenlebensversicherung und der Gruppenunfallversicherung betreut. Im Jahr 2013 waren zwölf Berliner Innungen Mitglied in diesem Versorgungswerk. Geschäftsführer des Versorgungswerks ist Diplom-Kaufmann FrankThomas Raabe, der als leitender Mitarbeiter in der Handwerkskammer tätig ist. Das Amt des Vorsitzenden des Versorgungswerkes wird von Assessor Rüdiger Thaler, Geschäftsführer der Landesinnung des Dachdeckerhandwerks Berlin, ausgeübt. Weitere Mitglieder des Vorstandes sind die Geschäftsführerin der Innung der Fotografen Focon, Frau Heide-Christel Schumann und der Obermeister der TischlerInnung Berlin, Herr Frank-Michael Niehus. Auch das „Versorgungswerk des Handwerks und des handwerksähnlichen Gewerbes im Bezirk der Handwerkskammer Berlin e.V." steht allen Handwerksbetrieben offen. Es wird von insgesamt 24 Innungen getragen. Kooperationspartner dieses Versorgungswerkes ist die Signal Iduna. Die große Produktpalette entspricht dem gestiegenen Absicherungsbedarf der Betriebe.

fahrzeuggewerbes Berlin, das Hoffest der Innung für Metall und Kunststofftechnik Berlin und die Meisterfeier der Handwerkskammer Berlin finanziell begleitet. Das Amt des Vorsitzenden dieses Versorgungswerk übt Herr Erwin Kostyra aus, der zugleich Vizepräsident der Handwerkskammer und Obermeister der Innung für Metall und Kunststofftechnik Berlin ist. Stellvertreter sind Herr Thomas Lundt, Obermeister der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Berlin sowie Herr Dirk Kämmer, der sich ehrenamtlich in der Maler- und Lackierer-Innung Berlin engagiert. Weitere Vorstandsmitglieder sind Herr Dieter Rau, Frau Carola Zarth und Herr Jan Kopatz. Das Amt des Kassenprüfers hat Herr Anselm Lotz übernommen.

Versorgungswerke sind Selbsthilfeeinrichtungen des örtlichen Handwerks. Sie haben die Aufgabe, den Arbeitgebern, ihren Familienangehörigen und auch Arbeitnehmern gute Absicherungsmöglichkeiten zu bieten. In der Handwerkskammer Berlin haben zwei Versorgungswerke ihren Sitz: das „Versorgungswerk des Handwerks im Bezirk der Handwerkskammer Berlin e.V.“ und das „Versorgungswerk des Handwerks und des handwerksähnlichen Gewerbes im Bezirk der Handwerkskammer Berlin e.V.". Das „Versorgungswerk des Handwerks im Bezirk der Handwerkskammer Berlin e.V.“ arbeitet eng mit der Inter-Versicherung zusammen. Diese entstand im Jahre 1910 in der Berliner Handwerkskammer

ZDH-ZERT GmbH

Das Versorgungswerk unterstützt eine Vielzahl von Vorhaben der Handwerkskammer und der Innungen. So werden die Freisprechungsfeiern verschiedener Innungen, das Sommerfest der Innung des Kraft-

Die Neukundenanzahl in der Geschäftsstelle Berlin von ZDH-ZERT GmbH zeigte zum Vorjahr eine positive Entwicklung. Insbesondere konnte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr gehalten werden. Zuwächse verzeichnete die Geschäftsstelle bei Umwelt- und Arbeitsschutzsystemen sowie bei der AZAV (Akkreditierungsund Zulassungsverordnung Arbeitsförderung). Mehr als 95 % der Wiederholverfahren wurden erneut realisiert. Die Erlössituation für die Handwerkskammer Berlin konnte im Vergleich zum Vorjahr leicht gesteigert werden.

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Partnerorganisationen

ZDH-ZERT GmbH hält zurzeit über 2.000 Zertifikate aufrecht, davon entfallen ca. 200 auf die Geschäftsstelle bei der Handwerkskammer Berlin. Vier Mitarbeiter der Handwerkskammer Berlin stehen weiterhin ZDHZERT als Leitende Auditoren zur Verfügung und führten im Berichtszeitraum ca. 65 Zertifizierungsverfahren bundesweit durch. Mit der Akkreditierung von ZDHZERT GmbH nach DIN EN 1090 in 2013 wird ein neues Zertifizierungsprodukt für Metallbaubetriebe auf der Grundlage der europäischen Bauproduktenrichtlinie angeboten. Weiterhin befindet sich ZDH-ZERT GmbH im Akkreditierungsverfahren nach DIN EN ISO 50001 und führt damit Testierungen und Zertifizierungen nach der Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung durch. Damit sollen Betriebe bei der Verbesserung ihrer energiebezogenen Leistung unterstützt werden. Die Betriebsberatung der Handwerkskammer Berlin bietet als Partner von ZDH-ZERT kostenlos Beratungen zur Einführung und Aufrechterhaltung von Managementsystemen an. Im Zyklus der Zertifizierungsverfahren konnten die Betriebe z. B. ihre Ablauforganisation optimieren und transparenter gestalten, die Leistungsqualität steigern, die Kundenund Mitarbeiterzufriedenheit erhöhen und die Nachweissicherheit verbessern.

Partnerorganisationen

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Beitragssätze und Mitgliederbestand der Innungskrankenkasse – IKK Brandenburg und Berlin (Regionaldirektion Berlin)
Beitragssatz allgemein % 1. Januar 2013 15,5 1. Januar 2014 15,5 Trägerinnungen 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. Augenoptiker-Innung Berlin Bäcker-Innung Berlin Baugewerksinnung Berlin Elektro-Innung Berlin – Landesinnung für Elektrotechnik Fleischer-Innung Berlin Focon – Innung der Fotografen Berlin – Potsdam – Frankfurt/Oder – Magdeburg – Potsdam Friseur-Innung Berlin Fuhrgewerbe-Innung Berlin e. V. Galvaniseur-Innung Berlin – Brandenburg – Dresden Gebäudereiniger-Innung Berlin Glaser-Innung Berlin Gold- und Silberschmiede-Innung Berlin Hotel- und Gaststättenverband Berlin e. V. Innung des Berliner Taxigewerbes e. V. Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Berlin Innung für Metall- und Kunststofftechnik Berlin Innung für Orthopädie-Schuhtechnik Berlin Karosserie- und Fahrzeugbauer-Innung Berlin 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25. 26. 27. 28. 29. 30. 31. 32. 33. 34. 35. Konditoren-Innung Berlin Kürschner-Innung Berlin Landesinnung des Dachdeckerhandwerks Berlin Landesinnung für Orthopädietechnik BerlinBrandenburg Maler- und Lackierer-Innung Berlin, Farbe, Gestaltung, Bautenschutz Maßschneider-Innung Berlin Landesinnung Informationstechnik Berlin Raumausstatter- und Sattler-Innung Berlin Schornsteinfeger-Innung in Berlin Schuhmacher-Innung Berlin Steinmetz- und Bildhauer-Innung Berlin Textilreiniger-Innung Berlin-Brandenburg Tischler-Innung Berlin Uhrmacher-Innung Berlin – Frankfurt/Oder – Potsdam Zahntechniker-Innung Berlin-Brandenburg Zweiradmechaniker-Innung Berlin Kälte- und Klimatechnik Berlin-Brandenburg 14,9 2,6 0,4 70/100 62.241 19.157 14,9 2,6 0,4 70/100 62.748 19.300 ermäßigt % Umlagesatz U1 % U2 % Erstattungssatz U1/U2 % Mitglieder gesamt davon Rentner

Anhang

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Innungen und Einrichtungen Innungen 1. Augenoptiker-Innung Berlin OM Frau Brandt Apostel-Paulus-Str. 12, 10825 Berlin Tel.: 7 82 60 24, Fax: 7 82 40 37 E-Mail: info@aoi-berlin.de Internet: www.aoi-berlin.de 2. Bäcker-Innung Berlin OM Blauert, Gf. Junker Seydlitzstr. 5, 12247 Berlin Tel.: 78 79 79-0, Fax: 7 88 15 10 E-Mail: info@baecker-berlin.de Internet: www.baecker-berlin.de 3. Baugewerks-Innung Berlin OM Müller, Gf. Dipl.-Ing. Dellmann Nassauische Str. 15, 10717 Berlin Tel.: 86 00 04-0, Fax: 86 00 04 12 E-Mail: info@baugewerks-innung.de Internet: www.baugewerks-innung.de 4. Buchbinder-Innung Berlin-Brandenburg OM Frau Tiemeyer Pariser Str. 15, 10719 Berlin Tel.: 3 24 39 12, Fax: 3 24 39 12 E-Mail: innung@buchbinder-innung-bb.de Internet: www.buchbinder-innung-bb.de 5. Bundesinnung für das Flexografen-Handwerk OM Hermann, Gf. Zwanzig Friedrichstr. 194-199, 10117 Berlin Tel.: 2 09 13 90, Fax: 2 09 13 91 13 E-mail: info@flexografie.de Internet: www.flexografie.de 6. Landesinnung des Dachdeckerhandwerks Berlin OM Mann, Gf. Ass. Thaler Nicolaistr. 5 + 7, 12247 Berlin Tel.: 7 71 00 70/ 76 71 58-0, Fax: 7 71 70 86 E-Mail: info@berliner-dachdecker.de Internet: www.berliner-dachdecker.de 7. Drucker-Innung Berlin-Brandenburg OM Pohl, Gf. Bareither Am Schillertheater 2, 10625 Berlin Tel.: 3 02 20 21, Fax: 3 01 40 21 E-Mail: info@vdmno.de Internet: www.vdmno.de 8. Elektro-Innung Berlin – Landesinnung für Elektrotechnik OM Joschko, Gf. Dipl.-Volksw. Rehlinger Wilhelminenhofstr. 75, 12459 Berlin Tel.: 85 95 58-0, Fax: 85 95 58 88 E-Mail: mail@eh-bb.de Internet: www.elektroinnungberlin.de 9. Fleischer-Innung Berlin OM Gerlach, Gf. Stock Beusselstr. 44 n–q, 10553 Berlin Tel.: 3 96 40 81, Fax: 3 96 88 48 E-Mail: stock@fleischer-innung-berlin.de Internet: www.fleischer-innung-berlin.de 10. FOCON – Innung der Fotografen Berlin – Frankfurt (Oder) – Magdeburg – Potsdam OM Kirsch, Gf. Frau Schumann Württembergallee 31, 14052 Berlin Tel./Fax: 2 04 37 88 E-Mail: info@focon.net www.focon.net 11. Friseur-Innung Berlin OM Kopatz, Gf. Feix Konstanzer Str. 25, 10709 Berlin Tel.: 8 64 70 20, Fax: 8 61 20 19 E-Mail: info@friseurinnung.com Internet: www.friseurinnung.com 12. Galvaniseur-Innung Berlin – Brandenburg – Dresden OM Janke Hohentwielsteig 3, 14163 Berlin Tel.: 80 99 74-0, Fax: 80 99 74-24 E-Mail: info@galvaniseurinnung.de Internet: www.galvaniseurinnung.de

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Anhang

Innungen und Einrichtungen 13. Gebäudereiniger-Innung Berlin OM Bande, Gf. Frau Schönenberg Paul-Robeson-Str. 37, 10439 Berlin Tel.: 4 64 41 71/4 45 93 68, Fax: 4 44 84 43 E-Mail: info@gebaeudereiniger-berlin.de Internet: www.gebaeudereiniger-berlin.de 14. Glaser-Innung Berlin OM Block Alte Jakobstr. 124, 10969 Berlin Tel.: 2 51 02 26, Fax: 2 51 31 57 E-Mail: glaserinnung-berlin.de Internet: www.glaserinnung-berlin.de 15. Gold- u. Silberschmiede-Innung Berlin OM Frau Foryta Obentrautstr. 16 - 18, 10963 Berlin Tel.: 25 90 52 50, Fax: 25 90 52 51 E-Mail: gosi-berlin@web.de Internet: www.goldinnung-berlin.de 16. Landesinnung Informationstechnik Berlin OM Kränzlein, Gf. RA Schramm Köpenicker Str. 148/149, 10997 Berlin Tel.: 6 95 80 56, Fax: 69 58 05 98 E-Mail: post@metallinnung.de Internet: www.informationstechnikerinnung.de 17. Innung für Kälte- und Klimatechnik Berlin-Brandenburg OM Leo Volkmarstr. 1-7, 12099 Berlin Tel.: 68 08 55 32, Fax 68 08 55 34 E-Mail: ikkt-bb@t-online.de Internet: www.kaelte-klimatechnik-bb.de 18. Karosserie- u. Fahrzeugbauer-Innung Berlin OM Butchereit Berliner Str. 144, 13467 Berlin Tel.: 78 70 34 75, Fax: 78 70 34 76 E-Mail: Karosse-berlin@t-online.de Internet: www.Karosseriebauer-innung.de 19. Konditoren-Innung Berlin OM Spaethe, Gf. Frau Melillo Weinheimer Str. 13, 14199 Berlin Tel.: 810 55 73 10, Fax: 810 55 73 19 E-Mail: info@berliner-konditoren.de Internet: www.berliner-konditoren.de 20. Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Berlin OM Lundt, Gf. Rau Obentrautstr. 16 - 18, 10963 Berlin Tel.: 2 59 05-0, Fax: 2 59 05 100 E-Mail: info@kfz-innung-berlin.de Internet: www.kfz-innung-berlin.de 21. Kürschner-Innung Berlin OM Hoppe Alt-Tempelhof 61, 12103 Berlin Tel./Fax: 75 65 37 53 22. Maler- u. Lackierer-Innung Berlin, Farbe Gestaltung Bautenschutz OM Straube, Gf. Frau Dipl.-Kffr. Gustavus Wuthenowstr. 1, 12169 Berlin Tel.: 22 32 86-0, Fax: 22 32 86-20 E-Mail: info@malerinnung-berlin.de Internet: www.malerinnung-berlin.de 23. Maßschneider-Innung Berlin OM Arnulf Arnold-Knoblauch-Ring 50, 14109 Berlin Tel.: 8 83 62 91 24. Innung f. Metall- und Kunststofftechnik Berlin OM Kostyra, Gf. RA Schramm Köpenicker Str. 148 - 149, 10997 Berlin Tel.: 6 18 20 26 u. 6 95 80 56, Fax: 6 95 80 59 8 E-Mail: post@metallinnung.de Internet: www.metallinnung.de 25. Innung für Orthopädie-Schuhtechnik Berlin OM Zech, Gf. Dipl.-Kfm. Rosin- Lampertius Hasenheide 70, 10967 Berlin Tel.: 3 96 28 45, Fax: 39 03 57 03 E-Mail: info@os-innung-berlin.de Internet: www.os-innung-berlin.de

Anhang

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26. Landesinnung für Orthopädietechnik Berlin-Brandenburg OM Zimmermann, Gf. Sinell Giesebrechtstr. 7, 10629 Berlin Tel.: 3 98 99 40, Fax. 39 89 94 16 E-Mail: buero@gesundheitnordost.de Internet: www.otibb.de 27. Raumausstatter- und Sattler-Innung Berlin OM Frau Schön, Sitz d. Ig. bei OM Frau Schön Müllerstr. 70 b, 13349 Berlin Geschäftsstelle: Kreishandwerkerschaft Potsdam Hegelallee 15, 14467 Potsdam Frau Manzl, Tel.: 0331/270 02 31, Fax: 0331/2804-828 E-Mail: buero@berliner-innung.de Internet: www.berliner-innung.de 28. Innung Sanitär Heizung Klempner Klima Berlin OM Schuh, Gf. Dr. Rinkenburger Siegmunds Hof 18, 10555 Berlin Tel.: 39 92 69-0, Fax: 39 92 69 99 E-Mail: info@shk-berlin.de Internet: www. shk-berlin.de 29. Schornsteinfeger-Innung Berlin OM Kirmis, Gf. Frau Ass. Möller Westfälische Str. 87, 10709 Berlin Tel.: 86 09 82-0, Fax: 8 73 11 19 E-Mail: info@schornsteinfeger-berlin.de Internet: www.schornsteinfeger-berlin.de 30. Schuhmacher-Innung Berlin OM Scherler Klingsorstr. 66, 12167 Berlin Tel./Fax: 77 42 750, Internet: www.schuhmacherinnung-berlin.de 31. Steinmetz- und Bildhauer-Innung Berlin OM Schenke Alte Jakobstr. 124, 10969 Berlin Tel.: 2 51 02 28, Fax: 2 51 31 57 E-Mail: info@steinmetzinnung-berlin.org Internet: www.steinmetzinnung-berlin.org

32. Textilreiniger-Innung Berlin-Brandenburg OM Frau Kröger-Hedenus, Gf. Rimbach Waltraudstr. 25, 14169 Berlin Tel.: 84 71 67 06, Fax: 81 49 95 96 E-Mail: info@textilreiniger-bb.de Internet: www.textilreiniger-bb.de 33. Tischler-Innung Berlin OM Niehus, Gf. RA Bobinski Flurweg 5, 12357 Berlin Tel.: 66 93 15 25, Fax: 66 93 15 35 E-Mail: hkh-berlin@tischler.de Internet: www.tischler-berlin.de 34. Uhrmacher-Innung Berlin – Frankfurt/O. – Potsdam OM Boenke Karlsburger Weg 20, 12621 Berlin Tel.: 53 21 48 09, Fax: 53 21 48 10 E-Mail: uhren-boenke@web.de Internet: www.uhrmacher-innung.de 35. Zahntechniker-Innung Berlin-Brandenburg OM Struck, Gf. Frau RA Behra Obentrautstr. 16–18, 10963 Berlin Tel.: 3 93 50 36, Fax: 3 93 60 36 E-Mail: info@zibb.de Internet: www.zibb.de 36. Zweiradmechaniker-Innung Berlin, c/o Dölle, OM Klose Fürstenwalder Damm 480, 12587 Berlin Tel./Fax: 64 09 45 44 Internet: www.zweiradmechanikerinnung-berlin.de

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Anhang

Innungen Berlin-Brandenburg u. a. mit Sitz außerhalb Berlins Innungen Berlin-Brandenburg u. a. mit Sitz außerhalb Berlins 1. Büchsenmacher-Innung Niedersachsen – Bremen – Berlin OM Kuhlmann, Gf. Dipl.-Kfm. Wendlandt Kreishandwerkerschaft Alfeld Bismarckstr. 7, 31061 Alfeld Tel.: 05181/14 77, Fax: 05181/57 93 E-Mail: info@handwerk-hildesheim-alfeld.de Internet: www.handwerk-hildesheim-alfeld.de 2. Bundesinnung für das Gerüstbauer-Handwerk OM Dipl.- Betrw. (FH) Nachbauer, Gf. Frau Luther Rösrather Str. 645, 51107 Köln Tel.: 0221/87 06 00, Fax: 0221/87 06 090 E-Mail: info@geruestbauhandwerk.de Internet: www.geruestbauhandwerk.de Hauptstadtbüro Berlin, Wendenschlossstr. 142, 12557 Berlin, Tel.: 753 20-85, Fax: 753 20-14 3. Innung Land- und Baumaschinentechnik Berlin und Brandenburg, außer Landkreise ElbeElster und Altkreise Luckau und Senftenberg OM Hinz, Gf. Lange Sitz: Seelow (Landkreis Märkisch-Oderland) Genshagener Str. 27, 14974 Ludwigsfelde Tel.: 03378/89 30 39, Fax: 03378/89 37 40 E-Mail: info@landtechnik-brandenburg.de 4. Modellbauer-Innung Berlin-Brandenburg OM Dr. Melle, Gf. Dipl.-Ing. Dobrowolski Kreishandwerkerschaft Oder-Spree Wriezener Str. 61 a, 15517 Fürstenwalde Tel.: 03361/3 21 83, Fax: 03361/34 27 04 E-Mail: dobrowolski@kreishandwerkerschaftoder-spree.de Internet: www.kreishandwerkerschaft-oder-spree.de 5. Innung der Musikinstrumentenbauer der Länder Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern OM Schuke, Gf. Frau Dipl.-Ing. oec. Rehfeldt, Kreishandwerkerschaft Barnim, Hauptgeschäftsstelle Eberswalde Freienwalder Str. 44/46, 16225 Eberswalde Tel.: 03334/2 56 90, Fax: 03334/25 69 16 E-Mail: gf-innung@kh-barnim.de Internet: www.kh-barnim.de 6. Innung Parkett und Fußbodentechnik Nordost OM Weber August-Bebel-Str. 28, 06108 Halle Tel.: 0345/2 02 38 33, Fax: 0345/2 98 46 99, E-Mail: Innung_Nordost_Parkettfubotech@t-online.de 7. Landesinnung des Töpfer- und Keramikerhandwerks Berlin-Brandenburg OM Ludwig Wiesenburger Str. 2, 14828 Görzke Tel.: 033847/4 02 65, Fax: 033847/9 09 70 E-Mail: info@toepferei-ludwig.de

Weitere Handwerksorganisationen 1. Fachverband Rollladen Sonnenschutz Berlin/Brandenburg e. V. Vors. Kowalewski, Gf. RA Hager Schlüterstr. 28, 10629 Berlin Tel.: 3 27 60 40, Fax: 32 76 04 56 E-Mail: info@kanzlei-hager.de Internet: www.rollladen-berlin.de 2. Qualitätsgemeinschaft für Holzschutz und Bautenschutz Berlin-Brandenburg e. V. Vors. Müller, Gf. Thümler Seelenbinder Str. 80, 12555 Berlin Tel.: 65 66 110, Fax: 65 66 11 12 E-Mail: thuemler@otto-richter.de 3. Bestatter-Innung von Berlin und Brandenburg e. V. OM Kußerow Köpenicker Str. 17, 12524 Berlin Tel.: 6 86 80 38, Fax: 6 87 07 49

Anhang

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Landesverbände (Handwerk) mit Sitz in Berlin 1. Bäcker- und Konditoren Landesverband Berlin-Brandenburg e. V. Seydlitzstr. 5, 12247 Berlin Tel.: 7 87 97 90 Fax: 7 87 97 940 E-Mail: info@bae-kon-lv.de Internet: www.bae-kon-lv.de Gf.: Herr Nikolaus Junker Vorsitzender: Herr Hans-Joachim Blauert 4. Fachverband Farbe, Gestaltung, Bautenschutz – Landesinnungsverband des Maler- und Lackiererhandwerks Berlin-Brandenburg Wuthenowstr. 1 , 12169 Berlin Tel.: 2 23 28 60 Fax: 2 23 28 620 E-Mail: info@malerverband-bb.de Internet: www.malerverband-bb.de Gf.: Julia Gustavus Landesinnungsmeister: Herr Markus Straube Wiclefstr. 2, 10551 Berlin Tel.: 3 96 13 63 Fax: 3 96 79 92

2. Landesinnungsverband der Elektrotechnischen Handwerke Berlin/Brandenburg Wilhelminenhofstr. 75, 12459 Berlin Tel.: 8 59 55 80 Fax: 8 59 55 855 E-Mail: mail@eh-bb.de Internet: www.eh-bb.de Gf.: Herr Dipl. Volksw. Constantin Rehlinger Vorsitzender: Herr Carsten Joschko Straße 67 Nr. 23, 13125 Berlin Tel.: 9 43 80 556 Fax: 9 43 80 557

5. Landesinnungsverband für das MaßschneiderHandwerk Berlin-Brandenburg Arnold-Knoblauch-Ring 50, 14109 Berlin Tel.: 8 83 62 91 Landesinnungsmeister: Herr Volkmar Arnulf Anschrift über Verband Tel. u. Fax: 8 83 92 02

3. Fleischerverband Berlin-Brandenburg Beusselstr. 44 n–q, 10553 Berlin Tel.: 3 96 40 81 Fax: 3 96 88 48 Gf.: Herr Martin Stock Landesinnungsmeister: Herr Klaus Gerlach Greifswalder Str. 205/206, 10405 Berlin Tel.: 4 42 61 83 Fax: 4 42 54 30

6. Landesinnungsverband Metall Berlin-Brandenburg Köpenicker Str. 148/149, 10997 Berlin Tel.: 6 95 80 56 Fax: 6 95 80 598 HGf.: Herr RA Wolfgang Schramm E-Mail: post@metallinnung.de Internet: www.metallinnung.de Landesinnungsmeister: Herr Erwin Kostyra Buchholzer Str. 62-65, 13156 Berlin Tel.: 4 75 09 60 Fax: 4 75 09 623

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Anhang

Vorsitzende der Gesellenausschüsse bei den Berliner Innungen

Handwerk Augenoptiker Bäcker Bau Buchbinder Dachdecker Drucker Elektro Fleischer Fotografen Friseure Galvaniseure Gebäudereiniger Glaser Goldschmiede Informationstechniker Kälteanlagenbauer Karosseriebauer Konditoren Kraftfahrzeuggewerbe Kürschner Maler u. Lackierer Maßschneider Metall- u. Kunststofftechnik Orthopädie-Schuhtechnik Orthopädietechnik Raumausstatter Sanitär- u. Heizungstechnik Schornsteinfeger Schuhmacher Steinmetze u. Bildhauer Textilreiniger Tischler Uhrmacher Zahntechniker Zweiradmechaniker

Name des Altgesellen Kappler, Anja Saral, Serkan Richter, Karsten Baur, Guido Böck, Thomas Barthel, Maik Weihe, Dieter N.N. Staggat, Marie Arndt, Ralf Linke, Sandro Röwer, Andreas Block, Sabrina Fudeus, Marius Seemann, Michael Herold, Reinhardt Hauser, Hartmut Drews, Thomas Schmidt, Bernd Kreichelt, Claudia Probst, Lars Franke, Christa Gollasch, Sebastian Schwan, Frank Weinhold, Louisa Kravutschke, Kai Lorenz, Kirsten Uwe Zirbel Schäcke, Thomas Ziegenhagen, Olaf Görke, Silke Puhlmann, Dietmar Schröter, Karl-Heinz Trute, Jens Brandt, Robert

Anschrift 13125 Berlin, Achillesstr. 9 12101 Berlin, Bäumerplan 14 13086 Berlin, Roelckestr. 10 14612 Falkensee, Leinestr. 18 12207 Berlin, Celsiusstr. 72 14480 Potsdam, Großbeerenstr. 240 10783 Berlin, Steinmetzstr. 62 12161 Berlin, Taunusstr. 26 a 14059 Berlin, Sophie-Charlotten-Str. 36 01819 Langenhennersdorf, Hauptstr. 106 16552 Schildow, Am Lärchensteig 95 14199 Berlin, Breite Str. 11 12305 Berlin, Kettinger Str. 105 14621 Schönwalde Glien OT Pausin, An der Eichheide 13 13156 Berlin, Altenberger Weg 2 13591 Berlin, Seegefelder Weg 441 14979 Großbeeren, An den Buchen 36 13127 Berlin, Nisbléstr. 13 A 12247 Berlin, Corneliusstr. 8 A 10717 Berlin, Holsteinische Str. 40 10629 Berlin, Mommsenstr. 68 A 13051 Berlin, Zum Hechtgraben 6 13403 Berlin, Kögelstr. 14 10781 Berlin, Goltzstr. 37 13467 Berlin, Klaushager Weg 18 10785 Berlin, Lützowstr. 20 12057 Berlin, Fritzi-Massary-Straße 4 12105 Berlin, Königstr. 5 14513 Berlin, Hannemannstr. 30 12689 Berlin, Rabensteiner Weg 7 12053 Berlin, Ilsestr. 9 14612 Falkensee, Bornimer Str. 13 A 10825 Berlin, Erfurter Str. 17 12489 Berlin, Zinsgutstr. 45

Anhang

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Berufsbildungsausschuss I der Handwerkskammer Berlin
(Amtszeit vom 1. September 2009 bis zum 31. August 2014) Geschäftsführung BBA I Ulrich Wiegand, Konstanze Mühleck-Zwahr (Stellvertreterin) Mitglieder Arbeitgeber Carsten Joschko (Elektroinstallateurmeister), Erwin Behrend (Zahntechnikermeister) Anselm Lotz (Kraftfahrzeugtechniker) Rafik-Rolf Amrouche (Maler- und Lackierermeister) Karsten Berning (Bäckermeister) Jan Kopatz (Friseurmeister) Mitglieder Arbeitnehmer Burkhard Bildt, Uwe Borck, Dieter Marzahn, Sven Eichhorn, Daniel Wucherpfennig Mitglieder Lehrer Dagmar Kuhlich (Oberschulrätin), Claudia Holland (Studiendirektorin) Ronald Rahmig (Oberstudiendirektor), Hanna Müller (Studiendirektorin), Angela Rolla-Eilers (Studiendirektorin), Peter Mibus (Oberstudiendirektor) Stellvertreter Arbeitgeber Burkhard Stelse (Augenoptikermeister), Werner Christ (Schornsteinfegermeister), Erwin Kostyra (Metallbauermeister), Jörg Arras (Tischlermeister), Joachim Barth (Parkettlegermeister), Andreas Siewert (Glasermeister) Stellvertreter Arbeitnehmer Frank Bielecke, Jürgen Stahl, Michael Bormann, Karsten Berlin, Dieter Weihe, Carsten Fiebig Stellvertreter Lehrer Detlev Kramer (Oberstudiendirektor), Peter Michael Rulff (Oberstudienrat), Holger Sonntag (Oberstudiendirektor), Maren Baldeweg (Oberstudienrätin), Monika Mayer (Oberstudienrätin), Sabine Schmidt (Oberschulrätin)

Berufsbildungsausschuss II der Handwerkskammer Berlin
(Amtszeit vom 1. September 2013 bis zum 31. August 2014) Geschäftsführung BBA II Ulrich Wiegand, Konstanze Mühleck-Zwahr (Stellvertreterin) Mitglieder Arbeitgeber Nikolaus Junker (Geschäftsführer), Martin Stock (Geschäftsführer), Andreas Koch-Martin (Stellv. Geschäftsführer), Dipl.-Kauffrau Julia Gustavus (Geschäftsführerin), Detlef Pfeil (Innung Sanitär Heizung Klempner Klima Berlin), Martin Krüger (Lehrlingswart) Mitglieder Arbeitnehmer Daniel Wucherpfennig, Heiko Alich, Frank Hartmann, Birgit Weiland, Jürgen Stahl, Frank Bielecke Mitglieder Lehrer Ralf Jahnke (Schulrat) Claudia Holland (Studiendirektorin) Ronald Rahmig (Oberstudiendirektor) Angela Rolla-Eilers (Studiendirektorin) Hanna Müller (Studiendirektorin) Ute Haase (Oberstudiendirektorin) Stellvertreter Arbeitgeber Ass. Ruediger Thaler (Geschäftsführer) Maren Foryta (Obermeisterin) Martin Sinell (Geschäftsführer) Rüdiger Kußerow (Obermeister) Christina Kröger-Hedenus (Obermeisterin) Charles Partzsch (Raumausstattermeister) Stellvertreter Arbeitnehmer David Fischer, Burkhard Bildt, Peter Kassenböhmer, Funda Uygur, Karsten Berlin, Carsten Fiebig Stellvertreter Lehrer Detlev Kramer (Oberstudiendirektor) Peter Michael Rulff (Oberstudiendirektor) Holger Sonntag (Oberstudiendirektor) Maren Baldeweg (Oberstudiendirektorin) Sabine Schmidt (Oberschulrätin) Michael Nitsche (Oberschulrat)

100

Anhang

Ausschuss für Gewerbeförderung und Innovation
gewählt am 27. April 2009 (für 5 Jahre bis 2014) Mitglieder Meisterbeisitzer Michael Geisler (Raumausstattermeister) Carsten Joschko (Elektroinstallateurmeister) Frank-Michael Niehus, Vorsitzender (Tischlermeister) Carola Zarth (Kfz-Betriebswirtin)

Rechnungsprüfungsausschuss
gewählt in der Vollversammlung am 27. April 2009 (für 5 Jahre bis 2014) Mitglieder Meisterbeisitzer Hartmut Spaethe (Konditormeister) Karsten Berning (Bäckermeister)

Gesellenbeisitzer Olaf Sauer (Kraftfahrzeugtechnikermeister)

Gesellenbeisitzer Günter Johannes (Kraftfahrzeugmechaniker) Thomas Stulz (stellv. Vorsitzender) (Heizungsmonteur)

Stellvertreter Meisterbeisitzer: Joachim Barth (Parkettlegermeister) Werner Christ (Schornsteinfegermeister)

Stellvertreter Meisterbeisitzer Kurt Berning (Bäckermeister) Ralf Koch (Metallbauermeister) Anselm Lotz (Kraftfahrzeugtechniker) Uwe Sallmann (Holz- und Bautenschützer)

Gesellenbeisitzer Sabrina Block (Glaserin)

Stellvertreter Gesellenbeisitzer Peter Gau (Maurer) Henry Schmidt (Maler und Lackierer)

Anhang

101

Betriebsbestand Anlage A – Verzeichnis der Gewerbe, die als zulassungspflichtige Handwerke betrieben werden können
Handwerk Bestand am Eintragung 31.12.2012 Bauhauptgewerbe Brunnenbauer Dachdecker Gerüstbauer Maurer und Betonbauer Straßenbauer Wärme-, Kälte- u. Schallschutzisolierer Zimmerer Ausbaugewerbe Elektrotechniker Glaser Installateur und Heizungsbauer Klempner Maler und Lackierer Ofen- und Luftheizungsbauer Stuckateure Tischler Handwerk für den gewerblichen Bedarf Büchsenmacher Chirurgiemechaniker Elektromaschinenbauer Feinwerkmechaniker Glasbläser und Glasapparatebauer Informationstechniker Kälteanlagenbauer Landmaschinenmechaniker Metallbauer Seiler Kraftfahrzeuggewerbe Karosserie- und Fahrzeugbauer Kraftfahrzeugtechniker Mechaniker für Reifen- und Vulkanisationstechnik Zweiradmechaniker Nahrungsmittelgewerbe Bäcker Fleischer Konditoren 23 415 122 1.302 149 50 156 1.998 186 1.847 93 1.288 43 63 722 4 4 30 262 7 247 67 5 675 2 80 1.279 16 97 158 108 76 Löschung Bestand am 31.12.2013 20 415 119 1.301 149 51 145 1.991 177 1.845 88 1.270 43 60 712 3 4 28 251 7 246 68 5 664 2 78 1.276 16 100 154 108 84 Veränderung um ... % -13,0 0,0 -2,5 -0,1 0,0 2,0 -7,1 -0,4 -4,8 -0,1 -5,4 -1,4 0,0 -4,8 -1,4 -25,0 0,0 -6,7 -4,2 0,0 -0,4 1,5 0,0 -1,6 0,0 -2,5 -0,2 0,0 3,1 -2,5 0,0 10,5

01.01. – 31.12.2013 0 32 8 156 15 4 6 83 3 84 2 73 5 1 25 0 0 0 8 0 10 3 1 20 0 4 68 0 8 11 12 16 3 32 11 157 15 3 17 90 12 86 7 91 5 4 35 1 0 2 19 0 11 2 1 31 0 6 71 0 5 15 12 8

Fortsetzung nächste Seite

102

Anhang

Betriebsbestand Anlage A – Verzeichnis der Gewerbe, die als zulassungspflichtige Handwerke betrieben werden können (Fortsetzung)
Handwerk Bestand am 31.12.2012 Gesundheitsgewerbe Augenoptiker 328 Hörgeräteakustiker 62 Orthopädieschuhmacher 42 Orthopädietechniker 51 Zahntechniker 362 Personenbezogene Dienstleistungen Boots- und Schiffbauer 17 Friseure 2.480 Schornsteinfeger 210 Steinmetze und Steinbildhauer 81 zusammen 15.207 Eintragungen Löschungen Bestand am 01.01. – 31.12.2013 14 5 1 3 12 3 199 7 11 903 15 4 2 2 16 1 163 9 4 968 31.12.2013 327 63 41 52 358 19 2.516 208 78 15.142 Veränderung um ... % -0,3 1,6 -2,4 2,0 -1,1 11,8 1,5 -1,0 -3,7 -0,4

Betriebsbestand Anlage AeT Ausführung einfacher Tätigkeiten (Kleinunternehmer)
Handwerk Bestand am 31.12.2012 Ausbaugewerbe Elektrotechniker Glaser Maler und Lackierer Tischler Kraftfahrzeuggewerbe Karosserie- und Fahrzeugbauer Kraftfahrzeugtechniker Nahrungsmittelgewerbe Bäcker Personenbezogene Dienstleistungen Boots- und Schiffbauer zusammen 1 6 68 1 4 125 16 1 222 Eintragungen Löschungen Bestand am 01.01. – 31.12.2013 0 0 0 0 0 4 0 0 4 0 0 8 0 0 11 1 0 20 31.12.2013 1 6 60 1 4 118 15 1 206 Veränderung um ... % 0,0 0,0 -11,8 0,0 0,0 -5,6 -6,3 0,0 -7,2

Anhang

103

Betriebsbestand Anlage B1 – Verzeichnis der Gewerbe, die als zulassungsfreie Handwerke betrieben werden können
Handwerk Bestand am 31.12.12 Bauhauptgewerbe Betonstein- und Terrazzohersteller 44 Ausbaugewerbe Estrichleger 329 Fliesen-, Platten- und Mosaikleger 2.364 Parkettleger 323 Raumausstatter 812 Rollladen- u. Sonnenschutztechniker 90 Handwerk für den gewerblichen Bedarf Behälter- und Apparatebauer 17 Böttcher 1 Buchbinder 39 Drucker 52 Edelsteinschleifer und -graveure 3 Feinoptiker 4 Flexografen 2 Galvaniseure 18 Gebäudereiniger 1.966 Glas- und Porzellanmaler 11 Glasveredler 10 Metall- und Glockengießer 5 Metallbildner 23 Modellbauer 52 Schilder- und Lichtreklamehersteller 79 Schneidwerkzeugmechaniker 17 Siebdrucker 18 Nahrungsmittelgewerbe Brauer und Mälzer 14 Weinküfer 1 Personenbezogene Dienstleistungen Bogenmacher 3 Drechsler (Elfenbeinschnitzer) und Holzspielzeugmacher 52 Fotografen 313 Geigenbauer 41 Gold- und Silberschmiede 180 Graveure 10 Handzuginstrumentenmacher 2 Holzbildhauer 28 Holzblasinstrumentenmacher 10 Keramiker 20 Klavier- und Cembalobauer 37 Korb- und Flechtwerkgestalter 7 Kürschner 20 Maßschneider 316 Metallblasinstrumentenmacher 3 Modisten 16 Orgel- und Harmoniumbauer 5 Sattler- und Feintäschner 60 Schuhmacher 89 Segelmacher 7 Textilgestalter 21 Eintragungen Löschungen Bestand am 01.01. – 31.12.2013 10 72 334 32 123 3 13 0 0 3 1 0 0 2 621 0 0 1 1 3 8 1 1 2 0 0 6 63 3 22 0 1 0 1 4 2 0 0 70 1 1 0 8 3 1 5 6 47 269 30 90 5 4 0 5 6 0 0 1 2 326 0 0 0 1 8 6 1 3 1 0 0 5 26 1 15 1 0 3 0 0 1 0 1 35 2 0 0 4 7 0 1 31.12.2013 48 354 2.429 325 845 88 26 1 34 49 4 4 1 18 2.261 11 10 6 23 47 81 17 16 15 1 3 53 350 43 187 9 3 25 11 24 38 7 19 351 2 17 5 64 85 8 25 Veränderung um ... % 9,1 7,6 2,7 0,6 4,1 -2,2 52,9 0,0 -12,8 -5,8 33,3 0,0 -50,0 0,0 15,0 0,0 0,0 20,0 0,0 -9,6 2,5 0,0 -11,1 7,1 0,0 0,0 1,9 11,8 4,9 3,9 -10,0 50,0 -10,7 10,0 20,0 2,7 0,0 -5,0 11,1 -33,3 6,3 0,0 6,7 -4,5 14,3 19,0

104

Anhang

Betriebsbestand Anlage B1 – Verzeichnis der Gewerbe, die als zulassungsfreie Handwerke betrieben werden können (Fortsetzung)
Handwerk Textilreiniger Uhrmacher Vergolder Wachszieher Zupfinstrumentenmacher zusammen Bestand am 31.12.12 54 66 16 1 17 7.688 Eintragungen Löschungen Bestand am 01.01. – 31.12.2013 9 3 0 0 3 1.437 6 3 0 0 1 923 31.12.2013 57 66 16 1 19 8.202 Veränderung um ... % 5,6 0,0 0,0 0,0 11,8 6,7

Anhang

105

Betriebsbestand Anlage B2 – Verzeichnis der Gewerbe, die als handwerksähnliche Gewerbe betrieben werden können
Handwerk Bestand am 31.12.2012 Bauhauptgewerbe 6 Asphaltierer (ohne Straßenbau) 103 Bautentrocknungsgewerbe Betonbohrer und -schneider 49 Eisenflechter 127 Fuger (im Hochbau) 112 Holz- und Bautenschutzgewerbe 2.671 Rammgewerbe (Einrammen von Pfählen i. Wasserbau) 3 Ausbaugewerbe Bodenleger 723 Einbau v. genormten Baufertigteilen 1.443 Kabelverleger im Hochbau (ohne Anschlussarbeiten) 208 Handwerk für den gewerblichen Bedarf Getränkeleitungsreiniger 12 Holz-Leitermacher (Sonderanf.) 1 Maskenbildner 23 Metallsägen-Schärfer 1 Metallschleifer und Metallpolierer 10 Plisseebrenner 2 Requisiteure 10 Rohr- und Kanalreiniger 93 Tankschutzbetriebe 11 Theater- und Ausstattungsmaler 12 Theaterkostümnäher 14 Theaterplastiker 6 Nahrungsmittelgewerbe Fleischzerleger, Ausbeiner 5 Speiseeishersteller 47 Personenbezogene Dienstleistungen Änderungsschneider 343 Ausführung einfacher Schuhreparatur 46 Bestattungsgewerbe 163 Bügelanstalten f. Herrenoberbekleidung 5 Bürsten- und Pinselmacher 3 Dekorationsnäher (o. Schaufensterdeko.) 33 Fahrzeugverwerter 9 Fleckteppichhersteller 1 Klavierstimmer 40 Kosmetiker 1.308 Lampenschirmhersteller (Sonderanf.) 7 Schirmmacher 2 Schlagzeugmacher 4 Schnellreiniger 44 Teppichreiniger 31 Textil-Handdrucker 14 zusammen 7.745 Eintragungen Löschungen Bestand am 01.01. – 31.12.2013 1 11 6 25 3 187 0 40 170 31 0 0 4 0 0 0 0 6 0 0 0 0 2 9 40 5 12 0 0 0 0 0 1 104 0 0 0 0 1 0 658 3 21 8 29 6 358 0 99 167 26 0 0 3 0 0 0 0 7 2 1 2 1 1 4 28 9 13 1 1 2 0 0 3 102 0 1 0 3 4 1 906 31.12.2013 4 93 47 123 109 2.500 3 664 1.446 213 12 1 24 1 10 2 10 92 9 11 12 5 6 52 355 42 162 4 2 31 9 1 38 1.310 7 1 4 41 28 13 7.497 Veränderung um ... % -33,3 -9,7 -4,1 -3,1 -2,7 -6,4 0,0 -8,2 0,2 2,4 0,0 0,0 4,3 0,0 0,0 0,0 0,0 -1,1 -18,2 -8,3 -14,3 -16,7 20,0 10,6 3,5 -8,7 -0,6 -20,0 -33,3 -6,1 0,0 0,0 -5,0 0,2 0,0 -50,0 0,0 -6,8 -9,7 -7,1 -3,2

106

Anhang

„TOP TEN“ der Ausbildungsberufe
Berufsbezeichnung Friseur/-in Kraftfahrzeugmechatroniker/-in Anlagenmechaniker/-in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Tischler/-in Elektroniker/-in FR Energieund Gebäudetechnik Maler/-in und Lackierer/-in Fachverkäufer/-in im Lebensmittelhandwerk Gebäudereiniger/-in Metallbauer/-in Zahntechniker/-in „TOP-TEN“ zusammen übrige Berufe zusammen insgesamt 31.12.2013 Anzahl Verteilung 1236 1058 957 714 658 568 537 523 253 252 6756 3629 10.385 11,9 % 10,2 % 9,2 % 6,9 % 6,3 % 5,5 % 5,2 % 5,0 % 2,4 % 2,4 % 65,1 % 34,9 % 100,0 % 31.12.2012 Anzahl 1337 1062 1018 762 663 691 634 561 315 277 7320 3759 11.079 Veränd. zum Vorjahr absolut -101 -4 -61 -48 -5 -123 -97 -38 -62 -25 -564 -130 -694 % -7,6 % -0,4 % -6,0 % -6,3 % -0,8 % -17,8 % -15,3 % -6,8 % -19,7 % -9,0 % -7,7 % -3,5 % -6,3 %

Verteilung 12,1 % 9,6 % 9,2 % 6,9 % 6,0 % 6,2 % 5,7 % 5,1 % 2,8 % 2,5 % 66,1 % 33,9 % 100,0 %

Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge
Gewerbe 31.12.2012 insg. männl. Bau- und Ausbaugewerbe Elektro- und Metallgewerbe Holzgewerbe Bekleidungs-, Textil- und Ledergewerbe Nahrungsmittelgewerbe Gewerbe für Gesundheit und Körperpflege sowie chemische und Reinigungsgewerbe Glas-, Papier-, keramische und sonstige Gewerbe Handwerkliche Ausbildungsberufe zusammen Kaufmännische Ausbildungsberufe Berufe nach Ausbildungsregelung nach § 42b HwO (Behinderten-Ausbildungsberufe) Sonstige Ausbildungsberufe insgesamt 691 1.253 334 56 155 1.068 78 3.635 359 38 197 4.229 640 1.218 269 21 102 403 48 2.701 80 30 123 2.934 weibl. 51 35 65 35 53 665 30 934 279 8 74 1.295 31.12.2013 insg. männl. weibl. 648 1.106 305 62 152 1.003 71 3.347 339 37 161 3.884 595 1.070 241 22 87 389 38 2.442 89 35 108 2.674 53 36 64 40 65 614 33 905 250 2 53 1.210

Anhang

107

Schulische Vorbildung der Auszubildenden mit neu abgeschlossenen Verträgen im Berliner Handwerk
Anzahl insg. davon in davon in betriebl. außerAusbild. betriebl. Ausbild. 2012 Hauptschulabschluss Hochschulreife ohne Hauptschulabschluss Realschul- oder gleichwertiger Abschluss Sonstige insgesamt 2013 Hauptschulabschluss Hochschulreife ohne Hauptschulabschluss Realschul- oder gleichwertiger Abschluss Sonstige insgesamt 1.719 614 251 1.291 9 3.884 1.348 597 183 1.161 9 3.298 371 17 68 130 0 586 44,26 % 15,81 % 6,46 % 33,24 % 0,23 % 100,0 % 40,87 % 18,10 % 5,55 % 35,20 % 0,27 % 100,0 % 63,31 % 2,90 % 11,60 % 22,18 % 0,0 % 100,0 % 1.892 637 287 1.403 10 4.229 1.437 621 173 1.247 10 3.488 455 16 114 156 0 741 44,74 % 15,06 % 6,79 % 33,18 % 0,24 % 100,0% 41,20 % 17,80 % 4,96 % 35,75 % 0,29 % 100,0% 61,40 % 2,16 % 15,38 % 21,05 % 0,0 % 100,0% Verteilung in % insg. davon in betriebl. Ausbild. davon in außerbetriebl. Ausbild.

Schulische Vorbildung der Auszubildenden mit neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen im Berliner Handwerk
Anzahl 31.12.2012 Hauptschulabschluss Hochschulreife ohne Hauptschulabschluss Realschul- oder gleichwertiger Abschluss Sonstige insgesamt 1892 637 287 1403 10 4.229 31.12.2013 1.719 614 251 1.291 9 3.884 Verteilung 31.12.2012 44,74 % 15,06 % 6,79 % 33,18 % 0,24 % 100,0 % 31.12.2013 44,26 % 15,81 % 6,46 % 33,24 % 0,23 % 100,0 %

108

Anhang

Auszubildende insgesamt
Gewerbe 31.12.2012 insgesamt davon: männl. Bau- und Ausbaugewerbe Elektro- u. Metallgewerbe Holzgewerbe Bekleidungs-, Textil- und Ledergewerbe Nahrungsmittelgewerbe Gewerbe für Gesundheit und Körperpflege sowie chemische u. Reinigungsgewerbe Glas-, Papier-, keramische und sonstige Gewerbe Handwerkliche Ausbildungsberufe zusammen Kaufmännische Ausbildungsberufe Berufe nach Ausbildungsregelung nach § 42b HwO (Behinderten-Ausbildungsberufe) Sonstige Ausbildungsberufe insgesamt insgesamt 1.702 3.743 829 1.571 3.640 677 weibl. 131 103 152 1.579 3.517 786 31.12.2013 insgesamt davon: männl. weibl. 1.464 3421 634 115 96 152

165 359

45 223

120 136

162 352

50 215

112 137

2.570

971

1.599

2.401

907

1.494

196

126

70

201

122

79

9.564

7.253

2.311

8.998

6.813

2.185

919

243

676

847

221

626

116

104

12

101

93

8

480 11.079 11.079

279 7.879 7.879

201 3.2 3.200

439

289

150

10.385

7.416 2.969

Anhang

109

Ausländische Auszubildende
Gewerbe 31.12.2012 insg. männl. Bau- und Ausbaugewerbe Elektro- und Metallgewerbe Holzgewerbe Bekleidungs-, Textil- und Ledergewerbe Nahrungsmittelgewerbe Gewerbe für Gesundheit und Körperpflege sowie chemische und Reinigungsgewerbe Glas-, Papier-, keramische und sonstige Gewerbe Handwerkliche Ausbildungsberufe zusammen Kaufmännische Ausbildungsberufe Berufe nach Ausbildungsregelung nach § 42b HwO (Behinderten-Ausbildungsberufe) Sonstige Ausbildungsberufe insgesamt 79 223 16 10 27 282 10 647 55 4 40 746 78 220 14 3 16 91 9 431 16 4 12 463 weibl. 1 3 2 7 11 191 1 216 39 0 28 283 31.12.2013 insg. männl. weibl. 76 209 24 10 29 284 9 641 56 6 36 739 75 208 18 5 18 96 6 426 13 6 17 462 1 1 6 5 11 188 3 215 43 0 19 277

110

Anhang

Bestandene Meisterprüfungen
Handwerk 2012 2013 Veränderung absolut um ... %

Anlage A: Verzeichnis der Gewerbe, die als zulassungspflichtige Handwerke betrieben werden können Bäcker Dachdecker Elektrotechniker Feinwerkmechaniker Fleischer Friseur Gerüstbauer Glaser Installateur- und Heizungsbauer Konditoren Kraftfahrzeugtechniker Maler und Lackierer Maurer und Betonbauer Metallbauer Orthopädietechniker Schornsteinfeger Straßenbauer Stuckateur Tischler Zahntechniker Zimmerer Zweiradmechaniker zusammen 8 17 41 9 6 99 5 2 26 23 87 44 3 0 5 0 6 0 19 20 2 3 425 16 21 28 1 8 96 13 6 39 18 76 37 7 5 7 0 2 3 22 16 3 0 424 +8 +4 -13 -8 +2 -3 +8 +4 +13 -5 -11 -7 +4 +5 +2 +0 -4 +3 +3 -4 +1 -3 -1 +100,0 +23,5 -31,7 -88,9 +33,3 -3,0 +160,0 +200,0 +50,0 -21,7 -12,6 -15,9 +133,3 x +40,0 x -66,7 x +15,8 -20,0 +50,0 -100,0 -0,2

Anlage B1: Verzeichnis der Gewerbe, die als zulassungsfreie Handwerke betrieben werden können Buchbinder Fotografen Galvaniseur Gebäudereiniger Schuhmacher zusammen insgesamt Stand: 05.02.2013 2 6 11 7 2 28 453 1 11 8 11 3 34 458 -1 +5 -3 +4 +1 +6 +5 -50,0 +83,3 -27,3 +57,1 +50,0 +21,4 +1,1

Anhang

111

Fortbildungsprüfungen
31.12.2013 abgeschlossene Prüfungsverfahren Ausbildereignungsprüfung Betriebswirt/in (HWK) Controller/in (HWK) Fachwirt/-in für Gebäudemanagement Technische(r) Fachwirt/in Verkaufsleiter/in im Nahrungsmittelhandw. CNC – Fachkraft Holz Fachkraft für Solartechnik Gebäudeenergieberater/in im Handwerk Gerüstbaukolonnenführer/in Kraftfahrzeug-Servicetechniker/in Restaurator/in im Tischlerhandwerk insgesamt insg. männl. weibl. 514 70 7 18 264 4 40 5 27 76 34 5 1.064 430 50 4 16 198 0 37 5 25 76 34 5 880 107 54 4 1 20 4 3 0 2 0 0 0 184 31.12.2012 insg. männl. weibl. 569 60 1 17 347 6 35 11 23 55 48 0 1.172 462 40 1 16 293 1 34 11 19 55 47 0 979 107 20 0 1 54 5 1 0 4 0 1 0 193 VÄ d. Insg.-Zahl absolut -55 10 % -9,7 16,7

6 600,0 1 -83 -2 5 -6 4 21 -14 5,9 -23,9 -33,3 14,3 -54,5 17,4 38,2 -29,2

5 500,0 -108 -9,2

Aus- und Weiterbildung im Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ)
Bildungsschwerpunkte: Aus- u. Weiterbildung im Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ) ÜLU (überbetriebliche Lehrunterweisungen)
für Augenoptiker, Gold- und Silberschmiede, Elektroniker (FR Energie- und Gebäudetechnik), Tischler, Zahntechniker

Lehrgänge 177

Lehrgangsteiln.

Teilnehmerstunden Anteil % 51.680 10,0 %

1.930

Meistervorbereitungslehrgänge
Tageslehrgänge und berufsbegleitende Meistervorbereitung für Elektroniker (FR Energie- und Gebäudetechnik), Installateur und Heizungsbau, Maler und Lackierer, Tischler, Zahntechniker sowie Teil III und Teil IV der Meistervorbereitung

75

1.210

329.764

63,5 %

Fort- und Weiterbildung
Betriebswirt (HWK), Betriebsmanager KMU, Controller (HWK), betriebswirtschaftlich-rechtliche und EDV-Weiterbildung, technische Weiterbildung, Seminare neue Technologien, Existenzgründerseminare, Seminare Unternehmensnachfolge

115

1.045

116.615

22,5 %

Projekte
Berliner Ausbildungsplatzprogramm (BAPP), Projekt IQ-Handwerk-Qualifizierung KMU, Weiterbildung für Soldaten (BfD) Schülerprojekte, Berufsorientierung BO, Berufsfindung, sonstige Projekte

313

3.424

21.285

4,0 %

Aus- und Weiterbildung im BTZ, gesamt

680

7.609

519.344

100,0 %

112

Anhang

Auszubildende insgesamt
Gewerbe 31.12.2012 insg. 31.12.2013 Veränd. z. Vorjahr um … % davon in davon in betriebl. außerAusbild. betriebl. Ausbild. -2,5 -3,1 +1,8 -11,8 -0,6 -4,4 -15,1 -18,9 -15,6 +66,7 -55,6 -32,8 davon in davon in insg. betriebl. außerAusbild. betriebl. Ausbild. 1066 3039 496 144 350 2372 636 704 333 21 9 198 1579 3517 786 162 352 2401 davon in davon in insg. betriebl. außerAusbild. betriebl. Ausbild. 1039 2946 505 127 348 2268 540 571 281 35 4 133 -7,2 -6,0 -5,2 -1,8 -1,9 -6,6

Bau- und Ausbau gewerbe Elektro- und Metallgewerbe Holzgewerbe Bekleidungs-, Textilund Ledergewerbe Nahrungsmittelgewerbe Gewerbe für Gesundheit und Körperpflege sowie chemische und Reinigungsgewerbe Glas-, Papier-, keramische u. sonstige Gewerbe Handwerkliche Ausbildungsberufe zusammen Kaufmännische Ausbildungsberufe zusammen Berufe nach Ausbildungsregelung nach § 42b HwO (Behinderten-Ausbildungsberufe) Sonstige Ausbildungsberufe insgesamt

1702 3743 829 165 359 2570

196 9564

189 7656

7 1908

201 8998

197 7430

4 1568

+2,6 -5,9

+4,2 -3,0

-42,9 -17,8

919

898

21

847

833

14

-7,8

-7,2

-33,3

116

4

112

101

3

98

-12,9

-25,0

-12,5

480 11.079

305 8863

175

439

303 8569

136 1816

-8,5 -6,3

-0,7 -3,3

-22,3 -18,1

2216 10.385

Anhang

113

Aus- und Weiterbildung im Bildungs- und Innovationszentrum Waldfrieden (BIZWA)
Bildungschwerpunkte ÜLU (überbetriebliche Lehrunterweisungen) Tischler (TSM/TSO), Maler/Lackierer, Gerüstbauer, Orthopädiemechaniker, Parkettleger Meistervorbereitungslehrgänge Tageslehrgänge und berufsbegleitende Meistervorbereitung Gerüstbauer, Buchbinder Fort- und Weiterbildung Gabelstapler, Kolonnenführer im Gerüstbau, AEVO, Buchbinder, Sachverständige Projekte Berliner Ausbildungsplatzprogramm (BAPP), Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen (BaE) Projekt „Einsatz Berlin“ (Feuerwehr), Projekt „112 Direkt“ (Feuerwehr) Aus- und Weiterbildung im BIZWA, gesamt Lehrgänge Lehrgangsteilnehmer Teilnehmerstunden

158

1736

94.760

43,9 %

5

65

13.959

6,5 %

27

317

24.368

11,3 %

13 203

160 2.278

82.672

38,3 %

215.759 100,0 %

Gesellen- und Abschlussprüfungen
Teilnehmer an Gesellen- und Abschlussprüfungen 2013 insgesamt darunter m. bestandener Prüfung* zusammen Bau- und Ausbaugewerbe Elektro- und Metallgewerbe Holzgewerbe Bekleidungs-, Textil- und Ledergewerbe Nahrungsmittelgewerbe Gewerbe für Gesundheit und Körperpflege sowie chemische und Reinigungsgewerbe Glas-, Papier-, keramische und sonstige Gewerbe Handwerkliche Ausbildungsberufe zusammen Kaufmännische Ausbildungsberufe Berufe nach Ausbildungsregelung nach § 42b HwO (Behinderten-Ausbildungsberufe) Sonstige Ausbildungsberufe zusammen 666 1.131 339 54 119 821 59 3.189 282 34 186 3.691 509 943 280 43 98 650 42 2.565 262 29 149 3.005 männl. 456 907 227 7 51 260 22 1.930 72 27 67 2.096 weibl. 53 36 53 36 47 390 20 635 190 2 82 909

* Die Statistik gibt keine Auskunft darüber, ob eine Prüfung endgültig nicht bestanden bzw. nach wie vielen Versuchen bestanden wurde.

114

Anhang

Beratungen nach Betriebsgrößen und Handwerksgruppen
Betriebsgröße Existenzgründungsberatungen Betriebe mit bis zu 4 Beschäftigten 5 bis 9 Beschäftigten 10 bis 19 Beschäftigten mehr als 20 Beschäftigten Insgesamt Betriebsgröße I. Bau II. Metall III. Holz IV. Bekleidung, Textil, Leder V. Nahrung VI. Gesundheits- und Körperpflege VII. Glas, Papier, Sonstige Handwerksähnliche Gewerbe Insgesamt 258 29 29 23 1092 2013 Anzahl 162 282 89 95 54 350 67 194 1293 Anteile in % 12,5 21,8 6,9 7,3 4,2 27,1 5,2 15,0 100,0 58 39 42 24 201 316 68 71 47 1293 23,5 7,0 3,9 2,7 100,0 2012 Anzahl 172 292 75 83 31 338 90 197 1278 Anteile in % 13,5 22,9 5,9 6,5 2,4 26,4 7,0 15,4 100,0 24,4 5,3 5,5 3,6 100,0 Beratungen 2013 betriebswirtschaftlich 753 technisch 38 insg. 791 Anteile in % 2012 62,9 2013 61,2
        
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