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Full text: Jahresbericht ... Issue 2009

Jahresbericht 2009

Jahresbericht der Handwerkskammer Berlin 2009
Handwerk ist eine Marke. Wirtschaftliche Stabilität in der Krise und ausgezeichnete Karrieremöglichkeiten zeichnen diesen Wirtschaftsbereich aus – immer nah an den Menschen.

Inhalt

Inhaltsübersicht
Vorstand und Geschäftsführung Vorwort Schlaglichter Wirtschaftspolitik Kommunikation Berliner Handwerk Handwerkskammer Berlin Partnerorganisationen 6 7 8 14 22 24 28 54

Anhang Ausschüsse Innungen Gesellenausschüsse Betriebsbestand Anlage A, AeT, B1 und B2 Ausbildung Fort- und Weiterbildung Beratungen Beitragssätze/Mitgliederbestand IKK

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Impressum

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Vorstand und Geschäftsführung

Präsident Stephan Schwarz (Mitte) Geschäftsführender Gesellschafter, GRG Services Berlin GmbH & Co. KG Meistervertreter Vizepräsident Erwin Kostyra (rechts) Metallbauermeister, Dipl.-Ing. Meistervertreter Vizepräsident Joachim Fichtner (links) Kraftfahrzeugtechnikermeister, Betriebswirt des Handwerks Gesellenvertreter

Vorstandsmitglieder Hans-Joachim Blauert (obere Reihe, links) Bäcker- und Konditormeister Meistervertreter

Jan Kopatz (obere Reihe, Mitte) Friseurmeister Meistervertreter

Anselm Lotz (obere Reihe, rechts) Kraftfahrzeugtechniker, Dipl.-Ing. Meistervertreter

Klaus-Dieter Müller (untere Reihe, links) Stuckateurmeister Meistervertreter

Karsten Berlin (untere Reihe, Mitte) Maler und Lackierer Gesellenvertreter

Wolf-Peter Niesel (untere Reihe, rechts) Bäcker Gesellenvertreter

Hauptgeschäftsführer Jürgen Wittke (links) Geschäftsführer Ulrich Wiegand

Vorwort

Handwerk. Die Wirtschaftsmacht. Von nebenan.
Mit Erscheinen dieses Jahresberichts sind etwa sechs Monate vergangen, seit die Änderung der Energieeinsparverordnung (EnEV) am 1. Oktober 2009 in Kraft trat. Eigentlich eine gute Sache: für die Umwelt und das Klima, für das Handwerk und dessen Auftragslage und damit natürlich auch für den Arbeits- und Ausbildungsmarkt. Eigentlich – wenn die Bestrebungen, bei öffentlichen Aufträgen zu sparen, nicht noch größer wären als der Ehrgeiz, Energie zu sparen. Insgesamt 113 Millionen Tonnen CO2 kommen alljährlich allein durch die 19 Millionen Wohn- und Bürogebäude, Schulen, Krankenhäuser und Ämter in Deutschland zusammen. Auf jede Berlinerin, auf jeden Berliner entfallen dabei durchschnittlich 5,9 Tonnen. Sparen ist also durchaus angesagt – beim Energieverbrauch. Ziel der novellierten EnEV ist es, den Energiebedarf für Heizung und Warmwasser im Gebäudebereich um etwa 30 Prozent zu senken. In einem weiteren Schritt sollen 2012 die energetischen Anforderungen nochmals um bis zu 30 Prozent erhöht werden. Eine geeignete Herausforderung für das Handwerk, einmal zu zeigen, wo es überall den Klimaschutz buchstäblich „in die Hand“ nehmen könnte. Denn: Schornsteinfeger, Betriebe der Sanitär-, Heizungs-, Klempner- und Klimabranche, Handwerker des Bau- und Ausbaugewerbes, aber auch Glaser oder Handwerksbetriebe der Elektrobranche sind Experten auf diesem Gebiet und haben die Wachstumschancen im Bereich Klimaschutz längst erkannt, aber auch ihre persönliche Verantwortung für die Umwelt. Was wäre das Leben ohne das Handwerk in diesem Bereich? Undenkbar! Dieser Satz ist Teil der Imagekampagne des deutschen Handwerks. Und doch ist diese Aussage mehr als nur ein Werbeslogan. Sie spiegelt die Bedeutung eines Wirtschaftszweiges wider, der in der Öffentlichkeit noch immer verkannt wird. Eine repräsentative Forsa-Umfrage im Jahr 2008 belegt dies: Viele Deutsche unterschätzen die Bedeutung und Attraktivität des Handwerks. Speziell jüngere Menschen beurteilen den Wirtschaftszweig kritischer als ältere. Während 80 Prozent der über 60-Jährigen das Handwerk als „sympathisch“ bezeichnen, sind es bei den 14- bis 18-Jährigen nur 56 Prozent. Die Öffentlichkeit weiß oft nichts über die HightechSpezialisten aus dem Handwerk, die Datentechnik störungsfrei erhalten oder im Gesundheitsbereich Menschen mit Handicaps mit innovativer Technik unterstützen – eine Katastrophe angesichts des demografischen Wandels mit rückläufigen Schulabgängerzahlen. Die Wirtschaft muss jetzt alles daransetzen, um den drohenden Fachkräftemangel abzuwenden. Deshalb wird es ein großes Ziel 2010 sein, junge Menschen, vor allem die beträchtliche Gruppe von Jugendlichen mit Migrationshintergrund, von den großartigen Karrierechancen zu überzeugen, die die „Wirtschaftsmacht von nebenan“ bietet – Leistungsbereitschaft und -willen vorausgesetzt. Unzählige Familienbetriebe des Handwerks – und auch das wird immer wieder unterschätzt – sind Partner, die ihre soziale Verantwortung ernst nehmen und Jugendlichen eine berufliche Zukunft bieten. Dies war unter anderem im Jahr 2009 deshalb möglich, weil sich das Handwerk, welches zum größten Teil vom Export unabhängig ist, als relativ stabil in der Krise bewies. Trotz Konjunkturkrise kam es kaum zu Personalabbau; auch die Ausbildungsleistung der Unternehmen konnte sich an dem hohen Niveau der vergangenen Jahre messen. Eine echte Wirtschaftsmacht eben. Die von nebenan.

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Schlaglichter 2009
Handwerk ist eine Marke. Mit Wettbewerben, Plakataktionen und Veranstaltungen tritt die Handwerkskammer Berlin häufig ins Berliner Rampenlicht und unterstützt damit die Imagewerbung für diesen vielfältigen Wirtschaftszweig. In Seminaren, bei Podiumsdiskussionen und auf Messen setzt das Handwerk neue Akzente und gibt Einblick in aktuelle Themen.

Schlaglichter 2009

Januar
9. Januar: Gemeinsamer Neujahrsempfang von Handwerkskammer und IHK Berlin, 1.700 Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik im Ludwig Erhard Haus

Februar
5. Februar: Forum „Grauwassernutzung“ im BTZ gemeinsam mit dem Verband für Betriebs- und Regenwassernutzung 16. Februar: Start der Kampagne „Haus sanieren – profitieren!”, mehr als 100 Handwerksbetriebe haben sich 2009 weitergebildet 16. Februar: Das Projekt „Passt!“ (Passgenaue Vermittlung Auszubildender) nimmt an der Auftaktveranstaltung zum Projekt „Neue Ausbildungsplätze in türkisch- und arabischstämmigen Unternehmen" beim Bildungswerk Kreuzberg teil 25. Februar: Veranstaltung „Finanzierung in Zeiten der Krise" im BTZ

März
3. März: Wettbewerb „Azubi-Casting“ der Handwerkskammer Berlin: Schüler erhalten Einblick in den Ausbildungsberuf des Fleischerhandwerks durch ein „Schnuppertraining“
Die Präsidenten von IHK und HWK, Dr. Eric Schweitzer (l.) und Stephan Schwarz (r.), begrüßten unter anderem auch die Senatorin für Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer

19. Januar: Praktischer Leistungswettbewerb der Handwerksjugend, Kammerpräsident Stephan Schwarz ehrt 27 Landessiegerinnen und -sieger 20. Januar: Unter Mitwirkung des Projektes BOB – Berufliche Orientierung in Berlin werden auf der Grünen Woche Partnerschaften zwischen Fleischereien und Schulen geknüpft 20. Januar: Das Kompetenzzentrum Zukunftstechnologien im Handwerk (Komzet) der Handwerkskammer Berlin initiiert eine E-Learning-Veranstaltung

8. März: Die Handwerkskammer ist Mitglied der Jury beim Wettbewerb: „Frau in Verantwortung – FiV“ (www.fiv-cw.de), Charlottenburg-Wilmersdorf. Ausgezeichnet werden weibliche Führungspersönlichkeiten, die als Mentorinnen und Netzwerkerinnen andere Frauen ermutigen, selbst berufliche Verantwortung zu übernehmen und durch ihr Wissen und ihre Führungskompetenz eine Vorbildfunktion erfüllen 10. März: Podiumsdiskussion zum Thema „Halbzeitbilanz rot-roter Senat“ 11. März: Das Projekt U40 initiiert in Kooperation mit der Betriebsberatung der Handwerkskammer Berlin eine betriebswirtschaftliche Fragestunde für Jungunternehmer des Berliner Handwerks unter 40 Jahren

27 Landessiegerinnen und -sieger waren beim Leistungswettbewerb erfolgreich

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11. März: Das Projekt „Passt!“ gibt einen Einblick in die Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk in der Max-Taut-Schule (OSZ Versorgungs- und Reinigungstechnik) 17. März: Gemeinsam mit dem Projekt „Chance Plus" initiiert die Handwerkskammer die Veranstaltung „Talente entdecken, Potenziale nutzen, Karrierewege schmieden“ für Jugendliche und Betriebe in der S-BahnWerkstatt in Berlin-Schöneweide 20.-21. März: deGUT-Deutsche Gründer- und Unternehmertage in Berlin, Handwerkskammer Berlin berät Gründer 23. März: Informationsveranstaltung zum Konjunkturpaket II 24. März: „Die neuen Väter – Herausforderungen und Chancen für Unternehmen“ – Veranstaltung zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie 27. März: Tag der offenen Tür in der Zahntechniker-Meisterschule im BTZ
Genau hingeschaut: Einblick in technische und naturwissenschaftliche Bereiche erhielten Schülerinnen anlässlich des Girls‘Days am 23. April

Mai
4. Mai: Preisverleihung „KlimaSchutzPartner des Jahres 2009”, zum achten Mal wird der Preis an Vorhaben verliehen, die einen besonderen Beitrag zum Klimaschutz leisten, Handwerkskammer, Verbände und Institutionen der Berliner Wirtschaft sind auslobende KlimaSchutzPartner Berlin 14. Mai: 13. Berufsfindungsbörse Spandau in der Zitadelle Spandau – BOB präsentiert sich und berät Schülerinnen und Schüler auf einer der größten Fachmessen zur Berufsorientierung in Berlin 15. Mai: Grüner Handwerkstag mit der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im deutschen Bundestag zum Thema „Umweltund Klimaschutz“ 17. April: Jahrespressekonferenz der Handwerkskammer Berlin 22.-24. April: Zertifizierungsaudit und Wiederbestätigung des Qualitätsmanagements für die Bildungsstätten der Handwerkskammer Berlin, BTZ und BIZWA 23. April: Girls’Day 2009, Aktionstag zur Berufsorientierung, Schülerinnen der Klassen 5 bis 10 erhalten Einblick in technische und naturwissenschaftliche Bereiche, verschiedene Innungen und Betriebe öffnen ihre Werkstätten

April
1. April: Das Projekt U40 initiiert in Kooperation mit den Junioren des Handwerks e. V. eine Veranstaltung mit dem Titel „Wie führe ich professionelle Bewerbungsinterviews?“ für Jungunternehmer des Berliner Handwerks unter 40 Jahren

19. Mai: Jugendkonferenz im Rathaus Schöneberg, Schülerinnen und Schüler der im Bezirk ansässigen Hauptschulen diskutieren in Gesprächs- und Arbeitskreisen mit Wirtschaftsvertretern (u.a. Mitarbeiter des Projektes BOB der Handwerkskammer Berlin) 20. Mai: Das Projekt „Passt!“ nimmt auf Einladung von Staatssekretärin Almuth Nehring-Venus am Gesprächskreis Migration bei der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen teil

Juni
5. Juni: Das Komzet nimmt am Expertenhearing mit dem Titel „KMU und Normung“ im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie teil 17. Juni: Im Rahmen des Bundesaktionstages „Ausbildung“ schaltet die Handwerkskammer Berlin eine Telefonhotline und informierte Jugendliche, Eltern und Lehrer über Karrierewege ins Handwerk 17. Juni: Das italienische Handelszentrum ist zu Gast im BTZ 30. Juni: Das Projekt „Passt!“ veranstaltet einen Workshop mit dem Titel "Welche Ausbildung passt zu Ihrem Unternehmen?" für

Telefonhotline: kurzer Draht in die Ausbildung

Schlaglichter 2009
Betriebsinhaber/-innen mit Migrationshintergrund beim Bildungswerk in Berlin-Kreuzberg (BWK) 14. Juli: Das Projekt „Passt!“ engagiert sich beim Expertengespräch des EU-Projekts „Diversity and Equality in European Cities – DIVE” unter der Leitung der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales 15. Juli: Start der internationalen Mobilitätsberatung für das Berliner Handwerk 22. Juli: Projekt „Passt!” und Lehrstellenbörse der Handwerkskammer bei der Sitzung der Berufsberater/-innen und U25-Teams der JobCenter lichst vielen Jugendlichen zu einem erfolgreichen Endspurt ins Ausbildungsjahr zu verhelfen

Juli
2. Juli: Sommerfest des Berliner Handwerkskammer Berlin, Multiplikatoren aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Verwaltung kommen zusammen, um sich in zwangloser Atmosphäre auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen, Berliner Handwerk präsentiert sich in seiner ganzen Vielfalt mit Produkten und Dienstleistungen 7. Juli: Verleihung der Franz-von-Mendelssohn-Medaille, 10.000 EUR für bürgerschaftliches Engagement, Preisträger ist die Berlin Marriott Hotelmanagement GmbH 8. Juli: Das Projekt BOB nimmt am Erfahrungsaustausch zum Thema Schule und Handwerk in der Handwerkskammer Hamburg teil 9. Juli: Auftakt-Pressekonferenz zur Gründung des Stadtvertrages Klimaschutz, ein Aktionsbündnis aus Handwerkskammer Berlin, Industrie und Handelskammer Berlin, der Umweltschutzorganisation BUND Berlin und dem deutschen Gewerkschaftsbund Berlin-Brandenburg

September
11. September: Das Projekt „Passt!“ nimmt an der Veranstaltung „Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in die deutsche Wirtschaft durch Berufsausbildung" beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in Berlin teil 22. September: Workshop mit der Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion BerlinBrandenburg zum Thema: „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ im Rahmen der Tätigkeit im Familienbeirat 24. September: Plakataktion für Ausbildungsplätze, gemeinsam mit IHK und Außenwerber Ströer sowie Medienpartnern wirbt die Handwerkskammer mit großen Plakaten vier Wochen lang an Straßen und Plätzen für fundierte Berufsausbildung 30. September: BOB im Unterricht – der Film „Abenteuer Handwerk“ wird vorgestellt; Schüler erarbeiten dazu „Steckbriefe“ zu einzelnen Handwerken

August
1. August: Die Handwerkskammer Berlin erhält ein neues Logo:

6. August: Handwerkskammer Berlin, IHK Berlin, DGB Berlin-Brandenburg und der Berliner Beirat für Familienfragen stellen im Roten Rathaus gemeinsam eine „Deklaration zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Berlin“ vor 17. August -14. September: Telefonhotline der Handwerkskammer Berlin, um mög-

Oktober
3. Oktober: Fotoausstellung „Barrierefreie Stadt“ in der Zentralbibliothek in Moskau, ein Projekt des deutsch-russischen Jugendaustauschs mit jungen Moskauer Fotografen des Technologischen College N° 4 und Berliner Fotografen der Innung FOCON 5. Oktober: Arbeitssitzung der „Modellregion Berliner Wald und Holz“ im BTZ 6. Oktober: Diskussionsabend im Kompetenzzentrum für Zukunftstechnologien im Handwerk zum Thema: „Bewegt sich was – trotz Krise? Neue Ideen für Geschlechtergerechtigkeit, Frauen- und Familienfreundlichkeit in Handwerk und Arbeitswelt“ 9. Oktober: Auszeichnung „Bester Ausbildungsbetrieb 2009“, Handwerkskammer und IHK Berlin zeichnen gemeinsam Berlins besten Ausbildungsbetrieb aus – Betriebe punkten mit Ausbildungsquote, Leistungen der Lehrlinge und „Ausbildungskultur“ in den Betrieben
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Handwerk hat Biss: Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, überzeugte sich bei seinem Rundgang auf der Jugendmesse „YOU“ von der hohen Qualität der handwerklichen Ausbildung

9./10. Oktober: Tage der Berufsausbildung, Messehallen ICC, zum 15. Mal erhalten Jugendliche die Möglichkeit, sich unter dem Motto „Finde Deine Zukunft!“ praxisnah über alle Themen rund um die Berufsausbildung informieren und beraten zu lassen 10. Oktober: Tag der Weiterbildung für die Ausbilder und Dozenten im BTZ 13.-15. Oktober: Berliner Nachvermittlungsaktion im Bildungszentrum der Handwerkskammer Berlin, gemeinsame Aktion von HWK, IHK und der Bundesagentur für Arbeit für knapp 2.000 persönlich angeschriebene Jugendliche, rund 100 betriebliche Berater aus Unternehmen, Verbänden und der Bundesagentur für Arbeit sind vor Ort 15. Oktober: Standpräsentation BOB bei der PSW Fachtagung zum Dualen Lernen (Ort: Siemens Verwaltungsgebäude) 24. Oktober: Das Kompetenzzentrum Zukunftstechnologien im Handwerk der

29. Oktober: Das Projekt U40 unterstützt die Junioren des Handwerks in dem gemeinsamen Themenabend zu Konjunkturpaket II und Marketing im Handwerk

November
2. November: nexxt-day, Leitveranstaltung für Betriebsübernehmer und -verkäufer im BTZ 3.-5. November: Eine Delegation des Moskauer Departments für Bildung erörterte in Zusammenarbeit mit der Innung Sanitär Heizung Klempner Klima Möglichkeiten der Teilnahme von Berliner Experten bei der Schaffung eines Moskauer Ressourcenzentrums für die Ausbildung 4. November: Das Projekt „Passt!“ nimmt an der Sitzung des Gesprächskreises Migration bei der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen unter Leitung der Staatssekretärin Almuth Nehring-Venus teil

www.stadtvertrag-klimaschutz.de

Handwerkskammer Berlin veranstaltet einen Informationstag für Handwerker zum Thema „Komfortables Wohnen (nicht nur) im Alter”

Schlaglichter 2009
Dezember
4. Dezember: Vernissage und Preisverleihung des Wettbewerbs „Landespreis Gestaltendes Handwerks“, der im zweijährigen Turnus der Handwerkskammer ausgelobt wird. Die Ausstellung der prämierten und jurierten kunsthandwerklichen Objekte sahen mehr als 2.000 Besucher 9. Dezember: 2. Workshop des Projektes 50 plus zum Thema „Ältere Langzeitarbeitslose – Hoffnungsträger des Arbeitsmarktes und Personalreserve für die Zukunft?!“ 11. Dezember: Das Projekt „Passt!“ beteiligt sich an der Veranstaltung mit dem Titel „Aktuelle Situation von Migrantenunternehmen im Land Brandenburg: Qualifizierungsbedarf und Handlungsansätze“ 15. Dezember: Stadtvertrag Klimaschutz startet Kampagne „Mobilität“ mit Plakataktion und Mitmach-Tool auf der Internetseite 21. Dezember: Das Projekt „Passt!“ nimmt an einem Seminar im Rahmen des xenosProjekts „Diversity Factory“ der türkischen Gemeinde in Deutschland mit dem Titel „Wie werde ich zum Ausbildungsbetrieb“ teil

Einer von 554 neuen Meistern: Sebastian Schmidl nahm im Hotel Maritim seine Urkunde aus den Händen der Präsidenten von HWK und IHK, Stephan Schwarz (re.) und Dr. Eric Schweitzer, in Empfang

7. November: Gestalterpreis der Meisterschule des Tischlerhandwerks, zum 15. Mal findet der Wettbewerb zusammen mit dem Förderverein Aus- und Weiterbildung im Tischlerhandwerk e. V. statt 8. November: Meisterfeier, Handwerkskammer und IHK ehren 554 neue Meister. An dem Festakt im Hotel Maritim in Tiergarten nehmen rund 1.100 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, unter ihnen Berlins Finanzsenator Dr. Ulrich Nußbaum, teil. 2009 haben insgesamt 442 Handwerkerinnen und Handwerker aus 23 Handwerksberufen sowie 112 Absolventinnen und Absolventen aus zehn Industrie- und Gewerbeberufen ihre Meisterprüfung bestanden 9. November: Kick-Off der Internetseite des Projektes Stadtvertrag Klimaschutz, im Internet finden Interessierte unter der Adresse www.stadtvertrag-klimaschutz.de Tipps, wie sie im Alltag das Klima schützen können 11. November: Besuch einer türkischen Delegation in den Ausbildungswerkstätten des BIZWA 17. November: 3. Berliner Wirtschaftskonferenz zum Thema „Green Economy“ im Berliner Rathaus 23. November: Das Komzet beteiligt sich mit einem Redebeitrag an dem Statussemi-

nar „Wissenschaft trifft Wirtschaft“ beim Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung in Greifswald 25. November: Beim Berufsparcours in der Biesalski-Schule informieren sich Schüler anhand praktischer Aufgaben über Berufe; das Projekt BOB der Handwerkskammer Berlin ist mit einem Stand vertreten

Die Ausstellung „ARTverwandt“ zeigte handwerkliche Unikate im Kunstgewerbemuseum 12 13

Wirtschaftspolitik
Die Berliner Wirtschaft ist durch ihren hohen Anteil von etwa 80 Prozent am Dienstleistungsbereich gekennzeichnet – einer der Gründe dafür, dass die negativen Auswirkungen der Krise im Ländervergleich innerhalb Deutschlands für Berlin am geringsten ausfielen. Das Berliner Bauhandwerk setzt besondere Hoffnungen in das Konjunkturpaket II, das unter anderem grünes Licht für öffentliche Aufträge im Bereich der energetischen Gebäudesanierung gibt.

Wirtschaftspolitik
Gesamtwirtschaft
Die Krise am US-Immobilienmarkt hat zu einer globalen Finanzkrise geführt, die weltweit den Handel lähmte und zu einem enormen Einbruch der Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen führte. Infolgedessen ist zum ersten Mal seit sechs Jahren die deutsche Wirtschaft geschrumpft. Das Statistische Bundesamt ermittelte für das Jahr 2009 einen Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) um fünf Prozent. Damit erlebte Deutschland den stärksten Rückgang des Bruttoinlandsprodukts seit der Nachkriegszeit. Zu Beginn des Jahres kam es zu dramatischen Auftragseinbußen in der Wirtschaft. Aufgrund der weltweit aufgelegten Konjunkturpakete hat sich die Lage jedoch zum Jahresende wieder stabilisiert, die Bestellungen in einigen Bereichen erholten sich langsam wieder. Dies führte dazu, dass eine leichte Stabilisierung der Wirtschaftsentwicklung auf dem neuen, niedrigen Niveau eintrat. Im Jahr 2008 war das BIP noch leicht um 1,3 Prozent, in 2007 um 2,5 Prozent und 2006 sogar um 3,2 Prozent gestiegen. Kennzeichnend für die Entwicklung war, dass sowohl die Exporte als auch die Ausrüstungsinvestitionen sehr stark einbrachen. In Ausrüstungen wurde insgesamt rund ein Fünftel weniger investiert als in 2008. Der Außenhandel, in den früheren Jahren immer einer der wichtigsten Wachstumsmotoren der deutschen Wirtschaft, wurde nun zur Wachstumsbremse. Wobei die Exporte preisbereinigt um 14,7 Prozent sanken, die Importe um 8,9 Prozent. Der Außenbeitrag hatte somit – wie schon im Jahr 2008 – einen negativen Wachstumsbeitrag zum BIP. Mit 3,4 Prozentpunkten fiel er 2009 allerdings deutlich stärker aus als 2008 (-0,3 Prozentpunkte). Infolge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise wurde der im Maastricht-Vertrag genannte Referenzwert von drei Prozent für das Verhältnis zwischen dem öffentlichen Defizit und dem Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2009 erstmals seit vier Jahren wieder überschritten, nach einem ausgeglichenen Haushalt im Jahr 2008. Das Finanzierungsdefizit des Staates in 2009 resultierte einerseits aus einem Rückgang der Einnahmen (-2,2 Prozent), wobei insbesondere die Steuereinnahmen rückläufig waren. Gleichzeitig stiegen die Ausgaben merklich (+5,0 Prozent). Während der Steuerrückgang als Folge des konjunkturellen Abschwungs gesehen werden kann, schlagen auf der Ausgabenseite vor allem die zusätzlichen Kosten aufgrund des von der Bundesregierung beschlossenen umfassenden Maßnahmenpakets zur Eingrenzung der Folge der Krise zu Buche. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2009 von 40,2 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht, das waren 37.000 Personen oder 0,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. ven Abbau von Überstunden sowie die Inanspruchnahme von Arbeitszeitkonten. Viel Druck nahm auch das Instrument der Kurzarbeit von den Unternehmen – in der Spitze nahmen mehr als 1,5 Millionen Menschen (Mai 2009) das Kurzarbeitergeld in Anspruch. All dies hat dazu geführt, dass größere Entlassungswellen bislang vermieden werden konnten. In Berlin stieg die Arbeitslosigkeit im Vorjahrsvergleich im Dezember 2009 um 9.177 auf insgesamt 227.367 Personen. Das Auslaufen des Kurzarbeitergeldes wird 2010 zwangsläufig zu einem deutlichen Anstieg der Arbeitslosenzahlen führen. Auch eine Wiederbelebung der Konjunktur wird erst mit zeitlicher Verzögerung neue Arbeitsplätze schaffen. Wenngleich der Berliner Arbeitsmarkt von der Wirtschafts- und Finanzkrise 2009 weitgehend verschont blieb, muss sich die Berliner Landespolitik auf eine deutlich steigende Zahl von Arbeitsuchenden vorbereiten. Dazu gehört, dass die schnelle Vermittlung und die Qualifizierung von Arbeitslosen oberste Priorität genießen. Doch der derzeitige Schwerpunkt liegt in Berlin mit dem Öffentlichen Beschäftigungssektor (ÖBS) eher auf der Schaffung eines künstlichen Arbeitsmarktes für Arbeitslosengeld-II-Empfängern. Deutlich wird die völlig falsche Akzentuierung im Doppelhaushalt 2010/2011: Lag der finanzielle Eigenbetrag für den ÖBS des Landes Berlin 2008 noch bei 66 Mio. EUR, steigt er nach den neuesten Planungen des Doppelhaushaltes bis 2011 auf fast 100 Mio. EUR. Im gleichen Zeitraum verringert das Land die Mittel für Ausbildungsförderung von 42 auf 26 Mio. EUR. Statt die Mittel für den ÖBS anzuheben, sollten die finanziellen Mittel eher in die Ausbildung beispielsweise von benachteiligten Jugendlichen investiert werden. Hier können relativ geringe finanzielle Mittel über die Zukunft von Jugendlichen entscheiden. Zur Umsetzung des ÖBS wurde ein Koordinierungskreis gebildet, der die Einhaltung der im Rahmen einer gemeinsamen Erklärung vereinbarten Tätigkeiten kontrollieren soll. Diesem Koordinierungskreis gehört auch die Handwerkskammer an. Aufgrund erheblicher Bedenken über die Bewilligungsverfahren sowie die genehmigten Maßnahmen steht die Kammer im Gespräch mit der
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Berlin
Die Auswirkungen der weltweiten Finanzund Wirtschaftskrise sind aufgrund der unterschiedlichen Wirtschaftsstrukturen in den einzelnen Bundesländern nicht im gleichen Maße zu spüren gewesen. Die Berliner Wirtschaft ist durch einen sehr hohen Anteil der Dienstleistungsbereiche gekennzeichnet. Diese machen etwa 80 Prozent der gesamten Wirtschaft aus. Dies ist einer der Gründe dafür, dass die negativen Auswirkungen der Krise im Ländervergleich innerhalb Deutschlands für Berlin am geringsten ausfielen. Der Anteil des Verarbeitenden Gewerbes an der Gesamtwirtschaft liegt – nach Angaben des statistischen Landesamtes – in Berlin bei rund 13 Prozent. Deutschlandweit ist dieser Anteil etwa zehn Prozentpunkte höher und damit ist der Einfluss auf die Entwicklung der Gesamtwirtschaft stärker als in Berlin.

Arbeitsmarkt und Arbeitsmarktpolitik in Berlin
Arne Lingott Tel.: 030/259 03-359 Der Arbeitsmarkt ist auch 2009 noch in überraschend guter Verfassung. Hatten 2008 infolge der Wirtschafts- und Finanzkrise Wissenschaftler und Politiker noch mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit auf über fünf Millionen Menschen gerechnet, stieg sie im Dezember 2009 im Vorjahresvergleich nur gering auf 3,27 Millionen. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 7,8 %. Trotz der schweren Rezession ist somit der Arbeitsmarkt 2009 sehr stabil geblieben. Dies gelang nur durch den massi-

zuständigen Senatsverwaltung und strebt hier deutliche Änderungen an.

Vergaberecht
Svend Liebscher Tel.: 030/259 03-357 Besondere Bedeutung für das Berliner Handwerk hatte 2009 der Entwurf des Berliner Ausschreibungs- und Vergabegesetzes. In dem nun vorliegenden Gesetzentwurf werden die zentralen und kontrovers diskutieren Themen Tariftreue, Mindestlohn, vergabefremde Aspekte (z. B. Umweltschutz, Arbeitsschutznormen, Frauenförderung etc.), Nachweispflichten und Kontrollmechanismen erneut aufgegriffen. Im Hinblick auf eine Mindestlohnregelung würde der Einhaltung und Überprüfung der geforderten Lohnhöhen und die Auskömmlichkeit der entsprechenden Angebotspreise eine zentrale Bedeutung zukommen. Die Handwerkskammer Berlin hatte bereits im September 2007 sowie im Februar 2008 zwei umfassende Stellungnahmen zu geplanten Änderungen des Berliner Vergaberechts abgegeben. Diese bezogen sich zum einen auf das Positionspapier des Berliner Senats zur Vergabepraxis Berlins und seiner Unternehmen, zum anderen auf die Änderungen des Berliner Vergabegesetzes, die am 25. Februar 2008 im Rahmen der Anhörung im Abgeordnetenhaus diskutiert wurden und im Berliner Vergabegesetz – VgG – vom 19. März 2008 Niederschlag fanden. Insgesamt muss das neue Ausschreibungsund Vergabegesetz aus Sicht der Handwerkskammer mittelstandsfreundlich ausgestaltet werden: Es sollte auf die Koppelung von Auftragsvergaben an vergabefremde Aspekte verzichtet werden. Anderenfalls würden insbesondere kleine und mittelständische Betriebe von der Teilnahme ausgeschlossen. Zur effektiveren Bekämpfung von Dumpingangeboten, die sich erfahrungsgemäß stets als letztlich teuerste Lösung für den Auftraggeber erweisen, sollte eine verstärkte Aufklärungspflicht der Auftraggeber zur Angemessenheit des Preises verpflichtend verankert

Einheitlicher Ansprechpartner – HWK ist Kooperationspartnerin
Arne Lingott Tel.: 030/259 03-359 Im Jahr 2006 hat die Europäische Union die sogenannte EU-Dienstleistungsrichtlinie verabschiedet, die Unternehmen das Tätigwerden in anderen EU-Staaten erleichtern und damit den grenzüberschreitenden Dienstleistungsverkehr fördern soll. Zugleich sollen in den EU-Ländern bestehende bürokratische und rechtliche Hindernisse für die Tätigkeit von Dienstleistungsunternehmen abgebaut werden. Kernstück ist dabei die Schaffung einer zentralen Anlaufstelle, des Einheitlichen Ansprechpartners, der den Unternehmen bei allen Verfahren und Formalitäten bezüglich der Aufnahme und Ausübung ihrer Tätigkeit hilft und entsprechende Informationen dazu erteilt. Die Handwerkskammer Berlin ist Kooperationspartner des Einheitlichen Ansprechpartners.

werden. So wäre eine Aufklärung des Preises durch den Auftraggeber vorzunehmen, wenn das Angebot mehr als zehn Prozent unter dem geschätzten Auftragswert der Vergabestelle oder unter dem Angebot eines oder einiger Bieter liegt. Eine entsprechende Regelung ist bereits im Sächsischen Vergabegesetz festgeschrieben.

3. Berliner Wirtschaftskonferenz
Svend Liebscher Tel.: 030/259 03-357 Zum dritten Mal fand 2009 die Berliner Wirtschaftskonferenz statt. Initiiert von der Handwerkskammer Berlin, lag der diesjährige Fokus auf der „Green Economy“. Mehr als 750 Besucher nahmen am 17. November 2009 an dieser Konferenz im Roten Rathaus teil. Ziel war es, im Dialog mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft Chancen für den Standort Berlin als Zentrum einer „Green Economy“ aufzuzeigen. Der sehr erfolgreichen Konferenz ging eine enge Zusammenarbeit mit der IHK Berlin, dem Bauindustrieverband BerlinBrandenburg e.V., der uvb – Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg, mit BerlinPartner, dem DGB, der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen und der Investitionsbank Berlin (IBB) voraus, wobei die beiden letztgenannten Institutionen die Veranstalter der Wirtschaftskonferenzen sind. Für das Berliner Handwerk ist die Umweltschutzthematik bereits seit Jahren ein bedeutendes Betätigungsfeld. Dabei liegt einer der Schwerpunkte im Bereich der Errichtung energieeffizienter Gebäude und der energetischen Gebäudesanierung. Dieser Thematik war auch eigens eines der insgesamt vier Fachforen gewidmet, im Rahmen derer mit namhaften Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Ministerialverwaltung Erfahrungen, Ideen und Initiativen zusammengeführt wurden. Ergänzt wurde die Konferenz durch eine Ausstellung, an der sich neben Fachfirmen (für das Handwerk die Fa. Inhouse) auch das Komzet, Kompetenzzentrum Zukunftstechnologien im Handwerk der Handwerkskammer Berlin, und die Innungen des Maler- und Lackiererhandwerks, des Elektrohandwerks, des Sanitär-, Heizungs-, Klemp-

StarterCenter Berlin
Arne Lingott Tel.: 030/259 03-359 Neben Erstinformationen und Beratung bietet das StarterCenter Berlin die Möglichkeit, über ein digitales Formularcenter alle wichtigen Formalien des Gründungsprozesses schnell und unbürokratisch zu erledigen. Dieses gemeinsam mit der IHK Berlin initiierte Projekt gilt als ein wichtiger Schritt in Richtung E-Government und wird von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Frauen und Technologie unterstützt. Da die Anwendung internetbasiert ist, bietet sie den Vorteil, dass auch ortsunabhängig jederzeit ein Zugriff auf die Datenbank möglich ist. Im vergangen Jahr haben hiervon rund 2500 Existenzgründer und -gründerinnen Gebrauch gemacht.

Wirtschaftspolitik

ner- und Klimahandwerks sowie die Baugewerksinnung engagiert beteiligten.

u die Regelungen zur Kfz-Steuerbefreiung –

Konjunkturpakete I und II
Svend Liebscher Tel.: 030/259 03-357 Angesichts der weltweiten Finanzkrise seit Herbst 2008 und einer absehbaren globalen Wirtschaftskrise brachte die Bundesregierung mit den Konjunkturpaketen I und II als Gegenreaktion umfassende wirtschaftspolitische Maßnahmebündel auf den Weg. So wurden über das Konjunkturpaket I (KP I) vom 5.11.2008 insbesondere für Kredit- bzw. Bankenabsicherungen mehr als 100 Mrd. EUR bereitgestellt, doch nützten weitere Maßnahmen auch dem Handwerk. Durch ein zusätzliches Maßnahmenpaket mit einem Gesamtvolumen von rund 32 Mrd. EUR ergaben sich für das Handwerk speziell positive Effekte durch u die Verdoppelung des Steuerbonus auf 1.200 EUR für Handwerkerleistungen im Rahmen von Renovierungs-, Erhaltungsund Modernisierungsmaßnahmen in inländischen Haushalten, u die auf zwei Jahre befristete Wiedereinführung der degressiven Abschreibung auf Neuanschaffungen,

längstens bis zum 31.12.2010 – für neue, schadstoffarme Personenkraftwagen und u indirekt durch die Aufstockung des CO2Gebäudesanierungsprogramms der KfW u sowie durch zusätzliche Verkehrs- und Infrastrukturinvestitionen. Das Berliner Bauhandwerk setzt allerdings besondere Hoffnungen in das kurze Zeit später auf den Weg gebrachte Konjunkturpaket II (KP II; 2.3.2009) mit einem Gesamtvolumen von 50 Mrd. EUR über einen Zeitraum von zwei Jahren. Besonderes Interesse gilt den Aufträgen in Maßnahmen der (energetischen) Gebäudesanierung. Für das Land Berlin stehen – speziell für Baumaßnahmen und neun Investitionsbereiche – 632 Mio. EUR für 783 Einzelmaßnahmen zur Verfügung, die zu einem Drittel durch den Senat kofinanziert sind. Rund 65 % der Mittel sollen baulich dem Bildungsbereich zugutekommen (Kitas 31 %, Schulen 13 %, Hochschulen 21 %). Die übrigen 35 % dieses Etats sind (Bau-)Investitionen im Bereich der Berliner Bäderbetriebe, der Charité, der Krankenhäuser, der energetischen Gebäudesanierung (16 %), Lärmschutzmaßnahmen sowie Beschaffungen vorbehalten. Weitere 33 Mio. EUR werden von den Nutzern sa-

nierter Gebäude, beispielsweise freien Trägern von Kitas. beigesteuert Ziel des Senats war es, bis Ende November 2009 rund 40 % der verfügbaren Mittel auftragswirksam zu vergeben. Besondere Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang den bis zum Jahresende 2010 befristet geltenden, deutlich erhöhten Wertgrenzen für Auftragsvergaben im Baubereich zu. In Anlehnung an die Regelung des Bundes gelten nunmehr seit Anfang 2009 in Berlin eine Million EUR als Wertgrenze für Beschränkte Ausschreibungen und 100.000 EUR für Freihändige Vergaben von Bauaufträgen. Für Beschränkte Ausschreibungen und Freihändige Vergaben von Liefer- und Dienstleistungen gemäß VOL/A 100.000 EUR. Abweichend zur bisherigen Regelung werden die Beträge ohne Berücksichtigung der Umsatzsteuer errechnet. Die Handwerkskammer begrüßte diese Regelung, da sie einer langjährigen Forderung entsprach, auf diesem Wege auch leistungsfähigeren Betrieben der Region konsequent fairere Wettbewerbschancen bei öffentlichen Auftrags- vergaben einzuräumen. Nicht zuletzt wurde auf Drängen des Berliner Handwerks festgelegt, dass zur Schaffung von Ex-post-Transparenz im
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Rahmen des KP II Beschränkte Ausschreibungen gemäß VOB/A ab 150.000 EUR und Freihändige Vergaben ab 50.000 EUR über die Vergabeplattform Berlins bekannt zu machen sind. Gleichwohl bleibt ein umfassendes externes Monitoring des KP II unmöglich. Dies liegt nicht zuletzt auch an teilweise unterschiedlichen Definitionen, da beispielsweise Senatsdienststellen „Auftragserteilungen“ mit (Antrags-)Bewilligungsbescheiden an freie Träger von Kitas gleichsetzen, während „Auftragserteilungen“ in der Wirtschaft als konkrete Arbeitsaufträge gelten. Insgesamt lief das KP II im April 2009 zunächst nur schleppend an, da sich in den Berliner Bauverwaltungen bei den Projektplanungen vielfach der Mangel an Fachpersonal bemerkbar machte und durch externe Fachleute ausgeglichen werden musste: In der Folge hatte der Berliner Senat Mitte August 2009 erst vier Mio. EUR beim Bund abgerufen. Aus Sicht des Berliner Bauhandwerks bestand deshalb Skepsis, ob das Ziel und der entsprechende Zeitplan der Senatsverwaltung für Finanzen realisiert werden kann, die bereitstehenden Finanzmittel auftragswirksam bis zum 30. April 2010 zu vergeben. Die Abrechnung der Maßnahmen muss zwingend bis Ende Dezember 2011 erfolgen. Zum Jahresende 2009 stimmte die Zwischenbilanz der Senatsverwaltungen hingegen positiver: 746 der geplanten 783 Einzelmaßnahmen seien auf den Weg gebracht, rund 106 Mio. EUR aus dem KP II abgeflossen, d. h. für Baubetriebe auftragswirksam. Das gesamte Auftragsvolumen belaufe sich auf rund 487 Mio. EUR. Die Fachgemeinschaft Bau (FG Bau) stellte zum Jahresende fest, dass etwa ein Viertel der Unternehmen vom Konjunkturpaket II profitiere. Aus Sicht des Berliner Handwerks ist generell sicherzustellen, dass wirksame Konjunkturprojekte zusätzlich sind, schnell abgerechnet werden und nicht Investitionen der öffentlichen Hand ersetzen.

ber 2008 veränderte Nachweispflicht von Arbeitseinsätzen mittels Auftrags- oder Rechnungskopien, wobei Namen der Auftraggeber und Preise aus Gründen des Datenschutzes unkenntlich gemacht werden sollen. Statt der früher geforderten vier bis fünf Parknachweise je Parkzone sind nur noch vier Nachweise in Parkzonen eines Bezirks zu erbringen, jedoch innerhalb der letzten zwei Monate, um eine Ausnahmegenehmigung für den Gesamtbezirk zu erhalten. Die bis zum Oktober 2008 datenschutzrechtlich unzulässige Nachweispflicht von Arbeitseinsätzen mittels Auflistungen der regelmäßigen Auftraggeber in den bewirtschafteten Zonen entfiel. Dies entsprach auch einer Forderung der Handwerkskammer. Nichtsdestoweniger erwies sich auch 2009 die überarbeitete Antragsregelung für viele Handwerksbetriebe als problematisch, da in der Praxis Aufträge teilweise erst mehrere Wochen nach der Beauftragung ausgeführt werden, sodass ein Nachweiszeitraum von zwei Monaten viel zu kurz bemessen ist. Darüber hinaus können typische Tätigkei-

ten, wie beispielsweise Fahrten zu Kundengesprächen oder Aufmaßtermine auf Baustellen auf diese Weise nicht belegt werden. Hinzu kommt, dass beispielsweise Hausverwaltungen ihre Auftragsbestätigungen häufig nicht auf die präzisen Einsatzorte unter Nennung von Straße und Hausnummer beziehen. Die zu erbringenden Nachweise sind zum Teil auch aufwendig zu erstellen, da der Rechnungsumfang im Bau- oder Ausbauhandwerk durchaus bis zu 50 Seiten umfassen kann, sodass die zu schwärzenden Daten jeweils sehr umfassend sind. Deckblatt und/oder die letzte Seite solcher Rechnungen würden den betrieblichen Nachweisaufwand deutlich verringern, werden als Einsatznachweis jedoch nicht von den Bezirksämtern akzeptiert. Auch die amtliche Forderung, dass sich Arbeitseinsätze – gegebenenfalls auch mit mehreren Betriebsfahrzeugen – jeweils auf unterschiedliche Aufträge bzw. Einsatzorte beziehen müssen, bleibt problematisch: Zwar könnten baustellen- und fahrzeugbezogene Einzelausnahmegenehmigungen beantragt werden, die Erfahrung zeigt jedoch, dass entsprechende Anträge nicht – wie pos-

Parkraumbewirtschaftung
Svend Liebscher Tel.: 030/259 03-357 Das Berliner Modell zur Parkraumbewirtschaftung gab auch 2009 wieder Anlass für zahlreiche Beschwerden von Handwerksbetrieben. Ursächlich war hierfür die im Okto-

Wirtschaftspolitik
tuliert – innerhalb einer Woche erteilt werden, sondern die Bearbeitung faktisch zwei bis drei Monate dauert. In dieser Zeit werden im Handwerk meist auch komplexe Arbeiten auf Großbaustellen abgeschlossen. Ungelöst bleibt auch der Verbleib nicht bevorrechtigter Fahrzeuge am Betriebssitz nach Betriebsschluss bei weiter geltender Parkscheinpflicht. Insofern bleibt die grundsätzliche Kritik der Handwerkskammer bestehen, wonach die geltenden Regelungen zur Erteilung betrieblicher Ausnahmegenehmigungen nach wie vor zu bürokratisch sind, zumal Verlängerungsanträge für Betriebsvignetten bzw. Ausnahmegenehmigungen – im Gegensatz zur früheren Regelung – wie Neuanträge behandelt werden. Für Handwerksbetriebe bedeuten die umfassenden Nachweisforderungen einen hohen Verwaltungsaufwand, der ihrem eigentlichen, wirtschaftlich orientierten Betriebszweck entgegenläuft. Angesichts der bestehenden Probleme hat die Handwerkskammer auch 2009 wieder zahlreiche Initiativen gegenüber den Senatsverwaltungen und der Politik ergriffen, um ein unbürokratischeres Genehmigungsverfahren durchzusetzen. Bezüglich der Fragen zum KP II galt den Antworten der Betriebe des Bau- und Ausbauhandwerks ein besonderes Interesse. Zusammenfassend ergaben sich wesentliche Ergebnisse, die als Grundlage für die weitere Interessensvertretung des Berliner Handwerks gegenüber der Politik dienten:
u Rund 61 % der Betriebe berichteten von

einer Verschlechterung der Kreditbedingungen, die sich aber bei den Kunden privater Geschäftsbanken besonders negativ entwickelte (70 % gegenüber 40 % im November 2008). u Die Krise hatte das Berliner Handwerk erreicht. 42,6% der Betriebe berichteten über negative Auswirkungen der Krise, wobei das Kraftfahrzeughandwerk am stärksten betroffen war (66 %), gefolgt vom Bauhauptgewerbe (54 %). Die

stärksten Indikatoren waren Auftragsbzw. Umsatzrückgänge (83 % bzw. 72 %). u Als Reaktion auf die Wirtschaftskrise senkten 60 % der Betriebe ihre Investitionen, erschlossen neue Kundengruppen (59 %) oder suchten nach günstigerem Materialeinkauf (54 %). u Als geeignete Maßnahmen sahen 82 % der Antwortenden eine Entlastung der Betriebe an. Für einen leichteren Zugang zu Unternehmenskrediten plädierten 53 %, 51 % hielten Bildungsmaßnahmen für zielführend. Rund 50% der Betriebe plädierten für eine Entlastung der Privathaushalte. Die Forderung nach staatlichen Hilfen stand erst an fünfter Stelle mit 36,4 %. u Bis zum August 2009 kamen noch keine nennenswerten Aufträge aus dem Konjunkturpaket II im Berliner Handwerk an.

Sonderumfrage zur Finanz- und Wirtschaftskrise
Svend Liebscher Tel.: 030/259 03-357 Die Wirtschaftspolitik von Bund und Land war im Berichtsjahr 2009 wesentlich durch die bislang schwerste Finanz- und Wirtschaftskrise geprägt. Bundes- und Landesregierungen unternahmen vielfältige Anstrengungen, durch unterstützende Maßnahmen die Unternehmen bei der Krisenbewältigung zu unterstützen. Mit dem Ziel, Erkenntnisse über die betrieblichen Auswirkungen der Krise sowie der ergriffenen Maßnahmen zu erlangen – speziell des Konjunkturpaketes II (KP II) – führte die Handwerkskammer Berlin nach ihrer Erhebung vom November 2008 im Juli/August 2009 eine zusätzliche und umfassende Online-Umfrage durch. Bezogen auf die insgesamt 4.700 einbezogenen Mitgliedsbetriebe, betrug die Quote auswertbarer Antworten 15,5 % bzw. 728 Fragebögen.
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EU-Strukturfonds
Gisela Greiner Tel.: 030/259 03-362 Für die Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität Berlins stehen im Förderzeitraum von 2007 bis 2013 rund 1,2 Mrd. EUR zur Verfügung. Hervorzuheben sind insbesondere die Förderaktivitäten zur Stärkung technologischer Kompetenzfelder und Wirtschaftscluster, der

Beitrag zur Stabilisierung von Stadtteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf und Umweltentlastungseffekte insbesondere im Bereich der Energieeffizienz und der Senkung von Emissionswerten. Der ESF (Europäischer Sozialfonds) stärkte in Berlin vor allem Projekte der Berufsorientierung und Berufsvorbereitung von Jugendlichen, die außerbetriebliche Erstausbildung sowie regionale Ausbildungsverbünde.

Zur Verbesserung und Optimierung der Strukturfondsförderung des Landes Berlin in der laufenden und kommenden Förderperiode ist geplant, die Unterausschüsse des Begleitausschusses neu auszurichten. Ziel ist eine partnerschaftliche Zusammenarbeit sowie die Förderung von Synergien zwischen Verwaltung und den Wirtschaftsund Sozialpartnern. www.berlin.de/strukturfonds

Wirtschaftspolitik

Gemeinsamer Ausschuss Berlin-Moskau
Gisela Greiner Tel.: 030/259 03-362 Die Partnerschaft Berlin-Moskau besteht seit 1990 und umfasst die Kooperationsfelder Arbeit – Berufliche Bildung – Frauen – Arbeitsschutz, Gesundheit – Soziales, Schule – Jugend – Sport, Verkehr, Bauen – Umweltschutz – Stadtentwicklung, Wirtschaftskooperation, Verwaltungszusammenarbeit und Kulturaustausch. Im „Gemeinsamen Ausschuss Berlin-Moskau“ sind neben den Senatsverwaltungen weitere Berliner Institutionen vertreten, die die partnerschaftliche Zusammenarbeit unterstützen und inhaltlich mitgestalten. Die Handwerkskammer Berlin engagiert sich im Rahmen des „Gemeinsamen Ausschusses“ besonders beim Deutsch-Russischen Jugendaustausch. Im Rahmen dieses

Projektes wurden auch 2009 erfolgreich sechs Jugendbegegnungen mit jeweils sechs Jugendlichen aus den Berufsgruppen Friseure, Fotografen und erstmals Konditoren durchgeführt. Besonderes Highlight war die Fotoausstellung „Barrierefreie Stadt“ – ein gemeinsames Projekt junger Moskauer und Berliner Fotografen der Innung der Fotografen FOCON und des Moskauer Technologischen College N° 4. Diese Ausstellung war das Ergebnis eines Fotowettbewerbes, der sich mit der Anpassung an die Bedürfnisse von Menschen mit begrenzter Mobilität an die moderne städtische Infrastruktur beschäftigte. Die Fotoausstellung war im Oktober 2009 in der Zentralbibliothek in Moskau zu sehen. Im Rahmen einer bilateralen Trägerkonferenz der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch im Oktober in St. Peters-

burg hat die Handwerkskammer Berlin mit Erfolg ihre Projekte präsentiert. Im November 2009 weilte eine Delegation des Moskauer Departments für Bildung in Berlin, um sich mit Vertretern der Innung Sanitär Heizung Klempner Klima über das Thema Ausbildung auszutauschen. Längerfristig ist es geplant, dass Berliner Experten bei der Schaffung eines Moskauer Ressourcenzentrums für die Ausbildung in den Bereichen Sanitär, Heizung, Klempner, Klima unterstützend wirken. Alle Projekte werden über die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch und den Senat von Berlin finanziert und mit Unterstützung durch BBJ Consult AG durchgeführt. www.stiftung-drja.de

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Kommunikation
Die Handwerkskammer nutzt die gezielte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, um im öffentlichen Raum wahrgenommen zu werden: Mit eigenen Publikationen und im direkten Dialog mit Medien, Politik und Wirtschaft informiert sie über die Positionen und Ziele des Berliner Handwerks und stärkt dessen Image.

Kommunikation
Pressearbeit
Susan Shakery Tel.: 030/259 03-234 Die Handwerkskammer Berlin vermittelt die zentralen Anliegen und Standpunkte des Berliner Handwerks der Öffentlichkeit. Der offene Dialog mit Journalisten und Redaktionen sowie mit Mitgliedsbetrieben, anderen Organisationen und Verbänden sind wichtiger Bestandteil der täglichen Arbeit. Mit rund 450 Anfragen zu aktuellen handwerkspolitischen und wirtschaftlichen Themen wandten sich Medienvertreter im vergangenen Jahr an die Pressestelle der Handwerkskammer. In etwa 60 Presseerklärungen richtete sich die Handwerkskammer direkt an die Medien – mit großer Resonanz. Zudem führten zehn eigene Pressekonferenzen und Pressehintergrundgespräche, zahlreiche pressewirksame Aktionen und Veranstaltungen – auch in Kooperation mit Medienpartnern – sowie etliche Interviews und Statements von Kammervertretern zu einer intensiven Berichterstattung in den lokalen, regionalen und überregionalen Medien. Großes Interesse fanden handwerks- und wirtschaftspolitische Themen wie beispielsweise die Auswirkungen der Finanzkrise auf das Handwerk und die Umsetzung der Konjunkturprogramme der Bundesregierung, die Halbzeitbilanz des rot-roten Senats, Ausbildung und Fachkräftemangel in Berlin, Bekämpfung der Schwarzarbeit, Verkehrspolitik in Berlin, Klimaschutz und Green Economy. Wissenschaft. Der Internetauftritt der Handwerkskammer unter www.hwk-berlin.de ist ein wichtiges Informationsinstrument, das intensiv genutzt wird. Übersichtlich und barrierefrei können sich Nutzer über das Dienstleistungs- und Lehrgangsangebot der Handwerkskammer sowie über aktuelle wirtschaftspolitische Entwicklungen informieren. Insgesamt griffen Besucher 2009 rund 2,4 Mio. Mal auf die Internetseite zu, im Vergleich zum Vorjahr (2 Mio.) nochmals eine deutliche Steigerung. Auch 2009 war die „Handwerkersuche“ mit fast 500.000 Zugriffen das beliebteste Angebot: Hier finden Verbraucher den passenden Handwerksbetrieb mit individuellen Angaben zu dessen Produkten, Dienstleistungen, Öffnungszeiten und Notdiensten. Mit insgesamt fünf elektronischen Newslettern richtet sich die Handwerkskammer zu aktuellen Themen an unterschiedliche Zielgruppen: Im vergangenen Jahr informierten 81 Ausgaben interessierte Gründer, Betriebe, politische Entscheidungsträger und Verbraucher über aktuelle Nachrichten aus Wirtschaft und Politik, betriebswirtschaftliche und steuerrechtliche Themen sowie über ausgewählte Veranstaltungen. Informationsbroschüren und Faltblätter wie die Faktensammlungen „Berliner Wirtschaft in Zahlen“ und „Wirtschaft und Bildung in Berlin“, der Wegweiser über die Dienstleistungen der Handwerkskammer oder die gedruckten Lehrgangsangebote der Bildungsstätten richten sich an die externe und interne Öffentlichkeit. Mit einem Kurzfilm, der zusammen mit weiterem Unterrichtsmaterial an Berliner Schulen verteilt wird, informiert die Handwerkskammer Schülerinnen und Schüler über die Ausbildung im Berliner Handwerk. An Innungen und Mitgliedsbetriebe richtet sich die Handwerkskammer in monatlichen Innungsrundschreiben, mit denen sie wichtige externe und interne Informationen weitergibt. Bedeutung. Intensive Gespräche mit Vertretern der Politik sowie die enge Zusammenarbeit mit anderen Berliner Wirtschaftsorganisationen und Verbänden werden genutzt, um die Standpunkte des Handwerks zu transportieren. Dazu kommen regelmäßige Arbeitstreffen mit Vertretern anderer deutscher Handwerksorganisationen

Wettbewerbe
Mit verschiedenen Wettbewerben hebt die Handwerkskammer Berlin die Bedeutung einzelner Aspekte des Handwerks in Berlin hervor: So stärkt die Verleihung der „Franzvon-Mendelssohn-Medaille“ für besonderes gesellschaftliches Engagement von Unternehmen das Image von Unternehmerinnen und Unternehmern in der Region. Die Auszeichnung von Ausbildungsbetrieben im Rahmen der Jugendmesse „YOU“ sowie beim Wettbewerb „Berlins bester Ausbildungsbetrieb“ beleuchtet verschiedene Aspekte der betrieblichen Berufsausbildung, der „Praktische Leistungswettbewerb der Handwerksjugend“ stellt den Handwerksnachwuchs in den Mittelpunkt. Mit dem „Landespreis Gestaltendes Handwerk“ zeichnet die Handwerkskammer Berlin im Zwei-Jahres-Rhythmus herausragende kunsthandwerkliche Arbeiten aus und gibt damit einen Überblick über zeitgenössische Entwicklungen im kreativen Handwerk. 2009 zeigte das Kunstgewerbemuseum in der Ausstellung „ARTverwandt“ die prämierten und weitere von einer Jury ausgewählte Objekte.

Publikationen
Auch mit eigenen Publikationen wendet sich die Handwerkskammer an die Öffentlichkeit. Elke Sarkandy Tel.: 030/259 03-230 Wichtigstes Sprachrohr in das Berliner Handwerk ist das kammereigene, monatlich erscheinende Mitgliedermagazin „BerlinBrandenburgisches Handwerk“ mit einer Auflage von 31.000 Exemplaren. Es informiert serviceorientiert über wirtschaftspolitische und steuerrechtliche Themen, berät zu Fragen der Aus- und Weiterbildung und gibt Auskunft über Gesetzesänderungen und neue EU-Richtlinien. Weitere Schwerpunkte sind Tipps zur Betriebsführung und Berichte aus dem Berliner Innungsleben. Adressaten sind neben den Handwerksbetrieben auch Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und

Öffentlicher Dialog
Neben eigenen Veröffentlichungen und zahlreichen Statements, Interviews und Gastbeiträgen in regionalen und überregionalen Medien ist auch der ständige Dialog mit Politik und Wirtschaft für die Verbreitung der Positionen des Berliner Handwerks von großer

Die Veranstaltungs-Highlights 2009 finden Sie zu Beginn dieses Jahresberichts im Kapitel „Schlaglichter“.
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Berliner Handwerk
Zum Stichtag 31. Dezember waren 31.575 Betriebe in der Handwerksrolle eingetragen. Bei den zulassungspflichtigen Handwerken war ein leichter Rückgang um 1,8 Prozent zu verzeichnen, bei den zulassungsfreien Handwerken nahm der Betriebsbestand um zwei Prozent ab.

Berliner Handwerk
Berliner Handwerk
Marina Kellner Tel.: 030/259 03-361 Zu Beginn des Jahres 2009 herrschte unter den Berliner Handwerksbetrieben eine große Besorgnis über die Auswirkungen der internationalen Finanzkrise und der damit verbundenen weltweiten Abkühlung der Konjunktur. Infolgedessen fiel der Geschäftsklimaindex im Vergleich zum Vorjahr um 14 Punkte. Im Verlauf des Jahres hat sich die Stimmung jedoch wieder aufgehellt. Der Geschäftsklimaindex des Berliner Handwerks gewann im Herbst 2009 gegenüber dem Frühjahr wieder sechs Punkte und verbesserte sich damit auf einen Indexwert von 83 Punkten. Die Maßnahmen aus dem Konjunkturpaket II wirkten mittlerweile stabilisierend auf die Handwerkskonjunktur. Trotzdem – die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Realwirtschaft sind selbstverständlich auch am Berliner Handwerk nicht spurlos vorbeigegangen. Insofern verwundert es nicht, dass der Klimaindex den Referenzwert des Vorjahres um drei Punkte verfehlte. Hinzu kommt, dass in absehbarer Zeit der Konjunkturpfad beschwerlich bleiben wird. Denn bei allem Optimismus – der Zeitpunkt der nachhaltigen Trendwende ist nach wie vor offen. Dahinter steckt viel Verunsicherung: Welche Entwicklung nimmt der Arbeitsmarkt, welche Auswirkungen hat die Entwicklung der öffentlichen Haushalte, wie entwickelt sich das allgemeine wirtschaftliche Umfeld, wie stabil ist zurzeit der Euro. Demzufolge sind die Betriebe unsicher, ob dieser Turnaround kurzfristig wirklich geschafft werden kann. Im Moment ist schwer abschätzbar, in welche Richtung die Konjunkturlokomotive fährt. Über die einzelnen Gewerke hinweg gibt es zum Jahresende 2009 jedoch große Unterschiede bei der aktuellen Geschäftslage und den Erwartungen. Die Spannweite reicht von 96 Punkten für das Gesundheitshandwerk, wo sowohl die aktuellen Geschäftsergebnisse als auch die Prognosen im Vergleich zum Herbst 2008 und zum Frühjahr 2009 besser sind, bis hin zum Kraftfahrzeuggewerbe mit 58 Punkten. Die Kfz-Betriebe profitierten in den letzten Monaten im Umsatzsegment Handel vor allem von der Abwrackprämie. Dies trug dazu bei, dass die Geschäfte hier besser waren, als noch im Frühjahr 2009 prognostiziert. Das Werkstattgeschäft und der Gebrauchtwagenhandel verzeichneten jedoch erhebliche Umsatzeinbrüche. Die durch die Abwrackprämie hervorgerufene Sonderkonjunktur hat viele Konsumenten zu einer vorgezogenen Kaufentscheidung bewogen. Nach dem Auslaufen der Prämie ist allerdings mit einem deutlichen Rückgang der Umsatzzahlen zu rechnen. Für viele Betriebe im Kfz-Bereich entfällt damit die Kompensationsmöglichkeit. Somit sind auch die Erwartungen der Kfz-Betriebe bezüglich der Entwicklung von Nachfrage und Umsatz pessimistischer als im Vorjahr. Wenig Licht und viel Schatten liegen in den Urteilen der Betriebe aus dem Handwerk für den gewerblichen Bedarf. Sowohl die Beurteilungen für die vergangenen sechs Monate als auch die Prognosen sind schlechter als im Vorjahr. Der Geschäftsklimaindex fällt hier auf 79 Punkte (Herbst 2008: 94 Punkte). Die Auftragsreichweite sinkt weiter. Der Auslastungsgrad der Produktionskapazitäten reduziert sich auf durchschnittlich 74 Prozent (Herbst 2008: 82 Prozent, Frühjahr 2009: 77 Prozent). Dies ist der niedrigste Wert seit Herbst 2004. Im Bauhauptgewerbe hat sich die wirtschaftliche Situation etwas entspannt. Während im Frühjahr aufgrund der hohen Unsicherheiten viele Baumaßnahmen zurückgestellt wurden, berichten die Betriebe des Bauhauptgewerbes im Herbst 2009 über eine leicht verbesserte Geschäftslage, die nur knapp unter der des Vorjahres bleibt. Allerdings muss nach wie vor jeder zweite Betrieb mit einem Auftragsvorlauf von weniger als einer Woche sprichwörtlich von der Hand in den Mund leben. Insgesamt wird die aktuelle wirtschaftliche Situation von 69 bzw. 64 Prozent aller Betriebe aus dem Bauhaupt- bzw. dem Ausbaugewerbe zumindest als zufriedenstellend bezeichnet. Im Vorjahr lag dieser Wert für das Bauhauptgewerbe bei 73 Prozent und für den Ausbaubereich noch bei 82 Prozent, im Frühjahr 2009 bei 60 bzw. 67 Prozent. Im Frühjahr 2009 waren die Betriebe aus der Handwerksgruppe „Personenbezogene Dienstleistungen“ in ihren Prognosen zur Entwicklung von Nachfrage und Umsatz sehr pessimistisch. Die aktuell erreichten Geschäftsergebnisse sind aber besser als erwartet. 60 Prozent der Betriebe beurteilen die Ergebnisse als gut bzw. befriedigend. Auch die Prognosewerte vom Herbst 2009 sind im Vergleich zum Frühjahr wieder optimistischer.

Betriebsbestand
Bestand 31.12.2008 Berliner Handwerk Anlage A - zulassungspflichtige Handwerke Anlage B1 - zulassungsfreie Handwerke Anlage B2 - handwerksähnliche Gewerbe Anlage AeT - Ausführung einfacher Tätigkeiten (Kleinunternehmer) 32.807 15.788 7.184 9.603 232 31.12.2009 31.575 15.502 7.041 8.789 243 Veränderung absolut - 1.232 - 286 - 143 - 814 + 11 um ... % - 3,8 - 1,8 - 2,0 - 8,5 + 4,7

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Die Betriebe des Nahrungsmittelhandwerks können den im Frühjahr erreichten Geschäftsklimaindex mit 94 Punkten im Herbst 2009 nicht halten, er sinkt auf 80 Punkte. Die Prognosen für das kommende Weihnachtsgeschäft waren jedoch optimistisch.

Betriebsbestand
Zum Jahresende 2009 zählte die Handwerkskammer Berlin 31.575 Mitgliedsbetriebe. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies per saldo 1.232 Mitglieder weniger. Insgesamt standen 2.783 Eintragungen 4.015 Löschungen gegenüber. Die Zahl der eingetragenen Mitgliedsbetriebe hat sich in allen drei Hauptbereichen verringert. Nur im Bereich der Kleinunternehmer konnten mehr Betriebe als vor einem Jahr verzeichnet werden. Ihre Zahl erhöhte sich damit um elf auf 243 Unternehmen. Charakteristisch ist, dass sowohl bei den Handwerken der Anlage A der Handwerksordnung (HwO) als auch den beiden Handwerken der Anlagen B1 und B2 der HwO weniger Neuanmeldungen und mehr Betriebsabmeldungen als im Vorjahr getätigt wurden. Insgesamt ist die Zahl der Neuanmeldungen um 5,3 Prozent auf 2.199 gesunken, während die Zahl der Stilllegungen um ein Drittel gestiegen ist. Insgesamtkam es zu 3.590 Abmeldungen, 893 mehr als im Jahr 2008.

Zulassungspflichtige Handwerke Bei den zulassungspflichtigen Handwerken setzte sich die Bestandsminderung der letzten Jahre weiter fort. Die Zahl der eingetragenen Betriebe verringerte sich um 1,8 Prozent (2008: minus 1,2 Prozent; 2007: minus 1,3 Prozent). Zum Jahresende 2009 gab es somit 15.502 Betriebe, 286 weniger als ein Jahr zuvor. Der Anlage A sind 41 Handwerkszweige zugeordnet, von diesen erreichten neun eine Bestandserweiterung, während 27 eine Minderung erfuhren. Die stärksten Zunahmen verzeichneten die Handwerke Tischler, Konditoren sowie Steinmetzen und Steinbildhauer. Die absolut größten Bestandsverluste gab es in den Handwerken Maurer und Betonbauer, Elektrotechniker, Maler und Lackierer, Kraftfahrzeugtechniker, Installateur und Heizungsbauer, Metallbauer, Feinwerkmechaniker sowie Informationstechniker. Mit 49,1 Prozent bilden die A-Handwerke nach wie vor den größten Bereich innerhalb des Berliner Handwerks. Sie sind das Fundament für Ausbildung im Handwerk. Dies verdeutlicht allein dieser Fakt: 87 Prozent aller handwerklichen Ausbildungsbetriebe gehören zur Anlage A. Fast jeder fünfte Betrieb, der bei der Handwerkskammer im Register der Anlage A eingetragen war, bildete zum Ende des Berichtsjahres aus. Von den B1-Betrieben hat dies nicht mal jeder zwanzigste Betrieb getan. Zulassungsfreie Handwerke Die Entwicklung bei den zulassungsfreien Handwerken war seit Anfang 2004 von

einem ständigen Zuwachs gekennzeichnet, der sich jedoch nach den ersten beiden Boomjahren fortwährend abschwächte und nun erst einmal sein Ende gefunden zu haben scheint. Zum Jahresende 2009 ist die Zahl der B1-Handwerksbetriebe per saldo um 143 auf 7.041 gesunken (Betriebszuwachs 2004: + 1.765; 2005: + 1.762; 2006: + 888; 2007: + 505; 2008: + 237). Die absolut stärksten Verluste gab es in den Handwerken Fliesen-, Platten- und Mosaikleger sowie Gebäudereiniger, Parkettleger, Rollladen- und Jalousiebauer. Handwerksähnliches Gewerbe Zum vierten Mal in Folge verringerte sich der Betriebsbestand im handwerksähnlichen Gewerbe. Ende 2009 waren noch 8.789 Betriebe eingetragen, 814 weniger als ein Jahr zuvor (Veränderung zum Vorjahr: 2004: +1.120; 2005: + 434; 2006: -470; 2007: - 475; 2008: -499). In allen Gruppen trat eine Bestandsminderung ein. Mit Abstand den größten Verlust verzeichnen jedoch die Bau- und Ausbaugewerbe. Auf sie entfallen 93,6 Prozent des Rückgangs. Betriebsstruktur Seit der Novellierung der Handwerksordnung zum 1. Januar 2004 hat sich der Anteil der A-Handwerke am Gesamtbetriebsbestand ständig verringert. Lag er Ende 2003 noch bei 58,1 Prozent, betrug er nun Ende 2009 nur noch 49,1 Prozent. Nicht alle Handwerke waren jedoch davon betrof-

Berliner Handwerk

fen. Zum gegenwärtigen Betrachtungszeitpunkt ist in 14 Handwerken die Zahl der eingetragenen Betriebe höher als zum Jahresende 2003. Allen voran das Friseurhandwerk. Hier schlägt ein Plus von 239 Betrieben zu Buche. Verluste sind jedoch in 27 Handwerken zu vermelden. Die absolut größten Verluste traten dabei im Maurerund Betonbauer- sowie im Elektrotechnikerhandwerk auf. Hier ist die Zahl der Betriebe um 182 bzw. 149 auf 1.398 bzw. 2.063 gesunken. Inhaberstatistik Zum Jahresende 2009 waren bei der Handwerkskammer 23.087 Personen als Inhaber eines Handwerkbetriebes (Einzelunternehmen bzw. Einzelfirma im Handelsregister) eingetragen. Dies sind 1.052 weniger als vor einem Jahr. 19,2 Prozent aller Inhaber sind Frauen. Damit erhöhte sich die Frauenquote um 0,6 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Die Inhaber mit nichtdeutscher Staatsangehörigkeit gehören 85 verschiedenen Nationalitäten an. Die stärkste Gruppe der Firmeninhaber mit nichtdeutscher Staatsbürgerschaft bildeten mit einem Anteil von 7,7 Prozent die polnischen Inhaber, gefolgt von den türkischen mit einem Anteil von 2,9 Prozent. Sie firmieren vorrangig in den Handwerken Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, Holzund Bautenschutzgewerbe, Gebäudereiniger, Änderungsschneider, Einbau von genormten Baufertigteilen, Friseur, Kosmetiker, Bodenleger, Kraftfahrzeugtechniker und Parkettleger.

Inhaberstatistik Berliner Handwerk
Anzahl der eingetragenen Inhaber/-innen insgesamt Männer Frauen Frauenquote

Stand: 31.12.2009, nach dem eingetragenen Haupthandwerk/-gewerbe des Betriebes

Inhaber/-innen 23.087 18.657 4.430 19,2%

Anzahl der eingetragenen Inhaber/-innen insgesamt Anlage A – zulassungspflichtige Handwerke Anlage AeT – Ausführung einfacher Tätigkeiten Anlage B1 – zulassungsfreie Handwerke Anlage B2 – handwerksähnliche Gewerbe 23.087 19.860 57 1.617 1.553

Anzahl der eingetragenen ausländischen Inhaber/-innen insgesamt Anteil an den Inhabern und Inhaberinnen insgesamt Männer Frauen Frauenquote 3.709 16,1% 3.061 648 17,5%

Anzahl der eingetragenen Inhaber/-innen aus den EU-Beitrittsländern insgesamt Anteil an den Inhabern und Inhaberinnen insgesamt Männer Frauen Frauenquote 1.929 8,4% 1.673 256 13,3%

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Handwerkskammer Berlin
Die Handwerkskammer als Selbstverwaltungseinrichtung vertritt die Gesamtinteressen des Berliner Handwerks und setzt sich engagiert für die Wettbewerbsfähigkeit der Handwerksbetriebe und die Verbesserung der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen ein. Ein umfangreiches Dienstleistungsangebot steht allen Handwerkern offen. Experten beraten Mitglieder kostenlos bei Existenzgründung, Betriebsführung, Rechtsund Umweltfragen, Finanzierung, Ausbildung und Patenten.

Handwerkskammer Berlin
Rechtsberatung
Der kostenlose Service der Rechtsberatung wurde auch im Jahr 2009 von vielen Mitgliedsbetrieben in Anspruch genommen. Dazu haben vor allem die aktuelle Rechtsprechung und zahlreiche Gesetzesänderungen beigetragen. Das Forderungssicherungsgesetz (FoSiG) ist zum 01.01.09 in Kraft getreten. Das Gesetz enthält eine Reihe von Vorschriften, die insbesondere Handwerksunternehmen vor Forderungsausfällen absichern sollen. Änderungen hat es zum Beispiel bei der Forderung von Abschlagszahlungen gegeben. Eine Abschlagszahlung kann nunmehr in der Höhe verlangt werden, in welcher der Auftraggeber durch die erbrachte Leistung einen Wertzuwachs erlangt hat. Auch ist der sogenannte Druckzuschlag reduziert worden. Der Auftraggeber kann bei Mängeln in der Regel nur noch das Zweifache der zu erwartenden Mangelbeseitigungskosten einbehalten. Mit dem neuen FoSiG ist auch die Fertigstellungsbescheinigung nach § 641a BGB ersatzlos gestrichen worden. Aufgrund der umfangreichen und praxisrelevanten Änderungen hat die Handwerkskammer in Zusammenarbeit mit einer Rechtsanwaltskanzlei eine Informationsveranstaltung zu diesem Themenkomplex angeboten, welche auf großes Interesse und Resonanz bei den Mitgliedern gestoßen ist. Auch dieses Jahr ergingen verschiedene für unsere Mitglieder in der betrieblichen Praxis relevante Urteile, über die von den Mitarbeitern der Rechtsberatung in der Mitgliederzeitschrift umfassend berichtet wurde. Zum Beispiel befasste sich im Januar 2009 ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts erneut mit dem Thema Rückzahlung von Fort- oder Weiterbildungskosten. Eine zu lange Bindungsdauer an den Arbeitgeber hat zur Folge, dass die ganze Klausel unwirksam ist und der Arbeitgeber auf seinen Kosten sitzen bleibt. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat entschieden, dass ein Arbeitnehmer seinen Anspruch auf bezahlten Jahresurlaub nicht verliert, wenn er ihn wegen Krankheit nicht nehmen konnte. Bisher war es so, dass der Anspruch am Jahresende bzw. spätestens am Ende des Übertragungszeitraums verfiel, wenn er infolge von Krankheit nicht genommen werden konnte. Zukünftig müssen Arbeitgeber damit rechnen, den Jahresurlaub langzeiterkrankter Mitarbeiter abgelten zu müssen. Auch die Verlängerung der Bezugsfrist für Kurzarbeitergeld interessierte die Betriebe: Für den gesamten Zeitraum vom 01.01. bis 31.12.09 ist die Bezugsfrist für Kurzarbeitergeld auf 24 Monate verlängert worden. Die Verlängerung gilt für alle Arbeitnehmer, deren Anspruch auf Kurzarbeitergeld bis zum 31.12.09 entsteht. Die Bezugsfrist für das Kurzarbeitergeld wird bei Arbeitnehmern, deren Anspruch auf Kurzarbeitergeld in der Zeit vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010 entstanden ist, auf 18 Monate verlängert. Leider musste die Handwerkskammer ihre Mitglieder auch zwei Mal vor unlauteren Geschäftsgebaren warnen. So hat die Kammer im Mai vor der unlauteren Zahlungsaufforderung des Deutschen Institutes für Umwelt und Gewerbe (DIFUG) gewarnt. Die Betriebe wurden vom DIFUG aufgefordert, einen Betrag in Höhe von 130,90 EUR zu überweisen mit dem Verwendungszweck „Beiträge CO2 2009”. Die Kammer hat dies dem Deutschen Schutzverband gegen Wirtschaftskriminalität e. V. gemeldet, mit der Folge, dass gegen den DIFUG Strafanzeige erstattet wurde. Im Oktober warnte die Kammer ihre Mitglieder dann vor den Machenschaften des „Gewerbeverzeichnis des Bundes (GVZB)”. Das GVZB forderte die Betriebe in einem Schreiben auf, ihren angeblichen Verpflichtungen aus der Gewerbeordnung nachzukommen und sich im Gewerbeverzeichnis des Bundes für 178,37 EUR eintragen zu lassen. Auch diese unlauteren Machenschaften hat die Kammer dem Schutzverband gegen Wirtschaftskriminalitäten e. V. gemeldet und um Einleitung wettbewerbsrechtlicher Schritte gebeten. Neben der bereits genannten Informationsveranstaltung zum Thema Änderung des Forderungssicherungsgesetzes gab es auch in diesem Jahr noch zwei weitere Informationsveranstaltungen. Thema der einen war das Forderungsmanagement, welche aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Lage vieler Handwerksbetriebe auch gut besucht war. Thema der anderen Veranstaltung war Rechtssichere Werbung im Handwerk. Diese beiden Veranstaltungen wurden in Kooperation mit einer Rechtsanwaltskanzlei durchgeführt und trafen auf großen Anklang bei den Betrieben. Neben den genannten Schwerpunkten zogen die Betriebe und deren Mitarbeiter die Rechtsberatung der Handwerkskammer auch zu allgemeinen rechtlichen Fragen rund um die Führung eines Betriebes zu Rate, insbesondere zum Tarifrecht.

Sozialrecht
Mit dem Start des Gesundheitsfonds wurde für die rund 50 Millionen Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen erstmals ein Einheitsbeitragssatz von 15,5 % eingeführt. Die einzelnen Krankenkassen hatten hierbei die Möglichkeit, von ihren Mitgliedern einen Zusatzbeitrag zu verlangen, verzichteten im ersten Jahr des Gesundheitsfonds jedoch weitgehend auf dessen Erhebung. Der Beitragssatz für die Arbeitslosenversicherung sank zum 1. Januar 2009 befristet bis zum 30. Juni 2010 von 3,3 auf 2,8 Prozent. Diese, von den Regelungen des Sozialgesetzbuchs abweichende vorübergehende Festsetzung, die einen Beitragssatz von 3,0 % vorsahen, erklärt sich möglicherweise mit dem im vergangenen Jahr stattgefundenen Bundestagswahlkampf. In Hinblick auf die aktuelle Wirtschaftskrise wurde die Bezugsfrist für Kurzarbeitergeld von zwölf auf 18 Monate erhöht. Durch die Neuregelung können auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bis zu 18 Monate Kurzarbeitergeld erhalten, die mit der Kurzarbeit vor dem 1. Januar 2009 beginnen mussten. Weiterbildungsangebote für Bezieherinnen und Bezieher von Kurzarbeitergeld können nunmehr aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert werden. Die Unterstützung besteht in der Zahlung von Zuschüssen zu den Weiterbildungskosten in den Betrieben. Das Instrument der Kurzarbeit, das sich als erfolgreiche Maßnahme zur Vermeidung eines deutlichen Anstiegs der Arbeitslosigkeit, wie er teilweise im Ausland zu verzeich28 29

nen war, bewährt hat, wurde damit weiter ausgebaut. In Hinblick auf den kommenden Bedarf an hochqualifizierten Arbeitnehmern wurde der Zugang zum Arbeitsmarkt für ausländische Staatsbürger erleichtert. Bei allen Akademikern aus den neuen EU-Mitgliedsländern wird künftig auf die Prüfung des Vermittlungsvorrangs inländischer Arbeitsuchender verzichtet. Jungen, geduldeten Ausländern, die sich länger als ein Jahr in Deutschland aufhalten, wird der uneingeschränkte Zugang zu jeder betrieblichen Ausbildung eröffnet. Der Zugang zum Arbeitsmarkt für Akademiker aus Drittstaaten wird über den IT-Bereich hinaus für alle Fachrichtungen erleichtert. So wird auch bei leitenden Angestellten deutsch-ausländischer Gemeinschaftsunternehmen sowie leitenden Angestellten und Personen mit unternehmensspezifischen Kenntnissen in bestimmten Fällen auf die Vorrangprüfung verzichtet. Eingeführt wurde eine Krankenversicherungspflicht für alle Selbstständigen. Eine Versicherungspflicht gilt hierbei auch für all jene ohne Krankenversicherung, die zuvor schon einmal privat versichert waren. Bei den Privatkassen wurde ein neuer Basistarif eingeführt, der maximal 570 EUR kosten darf. Sonderregelungen gibt es für soziale Härtefälle. Erstmals können nunmehr Privatversicherte bei einem Kassenwechsel ihre Rückstellungen fürs Alter – zumindest teilweise – mitnehmen.

Weiterbeschäftigung sozialversicherungspflichtiger Arbeitnehmer gerichtet. Von den Verfahren waren 94 Handwerksunternehmen, 42 handwerksähnliche und 33 zulassungsfreie Betriebe betroffen. Die Kammer gab Stellungnahmen zu 22 Anträgen auf Wiederzulassung zur Gewerbeausübung, zu vier Anträgen auf Wiedergestattung der Tätigkeit als Betriebsleiter und zu einem Antrag auf Wiedergestattung der Beschäftigung sozialversicherungspflichtiger Arbeitnehmer ab. In 825 Handelsregistersachen wurde die Kammer gutachtlich tätig. Es handelte sich um 530 GmbH-Gründungen, 31 Einzelfirmen in der Rechtsform des eingetragenen Kaufmanns („e.K."), sechs offene Handelsgesellschaften, 14 Kommanditgesellschaften, 32 Limiteds. Die seit Ende 2008 neu geschaffene Rechtsform der Unternehmergesellschaft erfreut sich aufgrund des geringen Stammkapitals und der einfachen Gründung zunehmender Beliebtheit. Die Kammer prüfte bei 171 Unternehmergesellschaften die handwerklichen Voraussetzungen. Wegen des Verdachts der unberechtigten Handwerksausübung sind der Handwerkskammer 428 Anzeigen zugeleitet worden, die jeweils zur Einleitung von Ermittlungsverfahren geführt haben. In 148 Fällen mahnte sie die Betroffenen ab bzw. sprach Verwarnungen aus. In 15 Fällen konnte die erforderliche Handwerksrollen-Eintragung herbeigeführt werden. Wegen Werbung im Internet unter der Rubrik „My Hammer“ sind 59 Ermittlungen eingeleitet worden. In Zusammenarbeit mit der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs e. V. haben 27 Betriebsinhaber Unterlassungserklärungen abgegeben. Die Bezirksämter bzw. Ordnungsbehörden teilten den Erlass von sieben Bußgeldbescheiden wegen unberechtigter Handwerksausübung mit. Die Gesamtsumme der verhängten Bußgelder betrug 19.780 EUR. Die Vertreter der Handwerkskammer haben vor dem Amtsgericht im Rahmen der Zeugenvernehmung bei Verhandlung von Einsprüchen in Bußgeldverfahren fachliche Stellungnahmen abgegeben. Im Berichtsjahr 2009 hat die Kammer insgesamt 369 Anträge auf Erteilung von Ausübungsberechtigungen nach § 7a HwO und § 7b HwO

sowie von Ausnahmebewilligungen nach § 8 und § 9 HwO angenommen und bearbeitet. 309 Anträge wurden abschließend beschieden. Das von der Handwerkskammer Berlin in Zusammenarbeit mit der Industrie- und Handelskammer zu Berlin initiierte StarterCenter hat sämtliche Neueintragungen in die Handwerksrolle und die Verzeichnisse der zulassungsfreien Handwerke B1 und handwerksähnlichen Gewerbe vorgenommen. In dem Zusammenhang stand den Kunden auf Wunsch eine umfassende Betriebsberatung zur Verfügung. Auch die sofort ausgehändigten Handwerks- und Gewerbekarten und ausgefüllten und ausgehändigten Gewebeanmeldungen sind auf sehr positive Resonanz gestoßen.

Sachverständigenwesen
Am 1. Januar 2009 waren in Berlin 149 Sachverständige öffentlich bestellt. Während des Berichtszeitraumes schieden dreizehn Sachverständige aus ihrem Amt aus. Am 7. September 2009 vereidigte der Präsident der Handwerkskammer, Stephan Schwarz, zwei neue Sachverständige. Es waren somit zum Ende des Jahres 138 bestellte Sachverständige des Handwerks in mehr als 50 Gewerken/Fachrichtungen im Kammerbezirk Berlin tätig. Im Berichtsjahr fertigten die von der Handwerkskammer vereidigten Sachverständigen 1.807 Gutachten an, was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr von etwa 3 % entspricht. Hierbei wurden sie bei mehr als der Hälfte der Fälle (67 %) von Privatpersonen beauftragt. In etwa einem Fünftel der Fälle (19 %) erfolgte die Beauftragung unmittelbar von Gerichten. 9 % der Auftraggeber waren Versicherungen. Lediglich in 3 % der Fälle wurden Sachverständige von Behörden hinzugezogen. Schwerpunkte der Sachverständigentätigkeit waren Schadensfeststellungen bzw. Schönheitsreparaturen (43 % der Gutachten). In 32 % der Fälle war es Aufgabe der Gutachter, die Qualität von Handwerksleistungen zu beurteilen. 4 % der Gutachtenaufträge betrafen die Überprüfung von Preisen für Handwerkerleistungen. Die von der Handwerkskammer zum Sachverständigenwesen angebotenen Seminare in der Bildungsstätte Bernau-

Gewerberecht
Der Vorstand der Kammer hat über sechs Widersprüche gegen die Einleitung von Verfahren auf Löschung der Eintragung in der Handwerksrolle (wegen fehlender handwerksrechtlicher Voraussetzungen) entschieden. Die Handwerkskammer gab Behörden, Institutionen und privaten Auftraggebern bei der Abgrenzung von handwerklichen gegenüber nichthandwerklichen Leistungen Hilfestellung und Unterstützung. Die Bezirksämter hörten die Kammer zu 178 Gewerbeuntersagungsverfahren an, von denen 176 die persönliche Unzuverlässigkeit (wegen steuerlicher, sozialversicherungsoder strafrechtlicher Verfehlungen) betrafen. Zwei Verfahren waren auf das Verbot der

Handwerkskammer Berlin
Waldfrieden wurden im Berichtsjahr wieder gut besucht, sodass das Interesse und der Bedarf an diesen Weiter- und Fortbildungsseminaren als groß einzuschätzen sind. Zusätzlich zu den bestehenden Fortbildungen bot die Handwerkskammer in diesem Jahr für die Sachverständigen ein Auffrischungsseminar an.

Schwerpunkte der Gutachten

Inhalt der Gutachten

Anzahl Schaden/Schönheit Qualität der Arbeit

40,7 % 32,2 % 4,8 % 21,4 %

Preisbeanstandung

93 Preisbeanstandung Sonstiges

Verbraucherbeschwerdestelle
Auch im Jahr 2009 war die Verbraucherbeschwerdestelle der Handwerkskammer Berlin in zahlreichen Fällen wieder Ansprechpartnerin bei Kundennachfragen und Beschwerden von Auftraggebern der Handwerksbetriebe. Im Verhältnis zu der Vielzahl von Einzelaufträgen, die von den mehr als 32.000 Mitgliedsunternehmen erledigt werden, ist ihre Zahl jedoch eher gering. Dies ist wahrscheinlich auch darauf zurückzuführen, dass die meisten Reklamationen im unmittelbaren Kontakt mit den Betrieben ausgeräumt werden, was im Rahmen einer Erhebung der Handwerkskammer bestätigt worden ist. Es wandten sich lediglich 114 Kunden in gravierenden Fällen schriftlich an die Beschwerdestelle. Das stellt eine leichte Erhöhung gegenüber dem Vorjahr dar (106). Im Vergleich zu den Vorjahren bestätigt sich aber dennoch die fallende Tendenz. In vielen Fällen konnte die Verbraucherbeschwer-

Qualität der Arbeit

625

Schaden/Schönheit

789

Sonstiges

416

Summe

1.923

destelle eine gütliche Einigung zwischen Handwerker und Kunde herbeiführen. Viele Handwerker sehen ein, dass ein kulantes Nachgeben oft zur Folge haben kann, einen zufriedenen Kunden für die Zukunft zu gewinnen oder zu erhalten. Auffallend ist jedoch, dass sich die Beschwerden auf wenige Betriebe und Branchen konzentrieren. Ähnlich wie in den letzten Jahren handelt es sich dabei offenbar um unlautere Praktiken einiger „schwarzer Schafe“ im Bereich der Radio- und Fernsehdienste sowie der Waschmaschinenreparatur. Mehrfach musste auch

aufgrund der schriftlichen Kundenbeschwerden die Einleitung von ordnungsbehördlichen Verfahren geprüft werden, weil die betroffenen Betriebe nicht in der Handwerksrolle eingetragen waren.

Innungen
Am Ende des Berichtsjahres bestanden im Kammerbezirk 36 Handwerksinnungen. Bei sieben Innungen erstreckt sich der Innungsbezirk auf die Länder Berlin und Brandenburg. Bei einer Innung (Galvaniseure) umfasst der räumliche Geltungsbereich zusätzlich den Kammerbezirk Dresden, während zwei Innungen (Fotografen, Uhrmacher) die Kammerbezirke Berlin, Potsdam und Frankfurt/Oder repräsentieren, bei den Fotografen zusätzlich den Kammerbezirk Magdeburg. Darüber hinaus bestanden noch drei überbezirkliche Innungen mit Sitz im Land Brandenburg (Musikinstrumentenbauer, Keramiker, Modellbauer). Des Weiteren bestehen eine Innung (Parkettleger) mit Sitz im Land Sachsen-Anhalt, eine Innung (Büchsenmacher) mit Sitz in Niedersachsen, eine Bundesinnung (Flexografen Siebdrucker) mit Sitz im Land Hessen, eine Bundesinnung (Hörgeräteakustiker) mit Sitz im Land Rheinland-Pfalz und der Landesverband des Rollladen- und JalousiebauerHandwerks Berlin-Brandenburg e. V., bei denen auch Berliner Handwerksbetriebe organisiert sind. Das Referat Innungswesen
30 31

Auftraggeber der Gutachten

Anzahl Privatpersonen Gerichte Gerichte 362 Versicherungen Behörden Behörden 59 HWK

66,7 % 18,7 % 9,0 % 3,0 % 3,0 %

Versicherungen

175

Privatpersonen

1.294

HWK

59

überprüfte im Jahr 2009 bei elf Innungen die Haushalts- und Kassenführung und erteilte im Rahmen der Aufsichtsfunktion die erforderlichen Genehmigungen. Im Ergebnis haben sich keine wesentlichen Beanstandungen ergeben; den Innungen konnte eine ordnungsgemäße Haushalts- und Wirtschaftsführung bestätigt werden. An den Veranstaltungen und Versammlungen der Innungen nahmen Vertreter der Kammer regelmäßig teil und standen in engem Kontakt mit den Geschäftstellen bzw. zu den Obermeistern der Innungen. Mit den Innungsrundschreiben informierte die Handwerkskammer Berlin die Innungen monatlich über handwerkspolitische, rechtliche, steuerliche und andere Themen sowie über Veranstaltungen.

den 1.251 zusätzliche Ausbildungsplätze eingeworben. Hierdurch wird eine zentrale Voraussetzung für die Sicherung und den Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit Berliner Handwerksbetriebe geschaffen. Von herausragender Bedeutung ist die nachhaltige Verbesserung der Voraussetzungen für die erfolgreiche Aufnahme einer Berufsausbildung.

form zu unterstützen und werden diese in einem Beirat mit der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung begleiten.

Berliner Handwerk unterstützt Schulstrukturreform
Die Reform wurde im Jahr 2008 angestoßen, 2009 konzipiert und zur Umsetzung vorbereitet, der Schulstruktur mit der Einführung der integrierten Sekundarschule. Die Zusammenlegung von Haupt-, Real- und Gesamtschule zu einer Schulform, der integrierten Sekundarschule, soll der individuellen Förderung, der Chancengleichheit und der Möglichkeit der Durchlässigkeit der Bildungsgänge Rechnung tragen. Die Einführung des Dualen Lernens, bei dem das schulische Lernen praxisorientiert mit Inhalten aus dem Wirtschafts- und Arbeitsleben verknüpft wird, ist der konsequente Schritt zur Verbesserung des Überganges von der Schule in den Beruf. Die Wirtschaftsverbände haben zugesagt, die Schulstrukturre-

Bildung vor neuen Herausforderungen
Die zentrale bildungspolitische Herausforderung der nächsten Jahre besteht darin, dem drohenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Durch gemeinsame Aktionen konnten Handwerkskammer Berlin und Innungen 317 Betriebe erstmalig für die Ausbildung junger Menschen gewinnen. Insgesamt wur-

„Mit der Reform der Schulstruktur sind die richtigen Weichen gestellt, um die Ausbildungsfähigkeit der Schulabgänger nachhaltig zu verbessern. Durch die Einführung des Dualen Lernens und die damit verbundene Stärkung der Berufsorientierung im Unterricht wurde eine langjährige Forderung der Wirtschaft umgesetzt. Wir erwarten eine deutliche Verbesserung der Ausbildungsreife der künftigen Auszubildenden. Nun sind wir gefordert, die Schule bei ihrer Reform zu unterstützen. Partnerschaften zwischen Betrieben und Schulen, Schülerpraktika in Betrieben, Angebote von Betriebserkundungen sind Beispiele für Kooperationsmöglichkeiten mit Erfolgsaussichten.“ Stephan Schwarz, Präsident der Handwerkskammer Berlin

Auszubildende mit Hochschulreife
Prozentualer Anteil von Auszubildenden mit Hochschulreife an betrieblicher und außerbetrieblicher Ausbildung (bei neu abgeschlossenen BAV*)

% 12

Berufsausbildung
Demographische Entwicklung, Bewerberverhalten und wirtschaftliche Anpassungsprozesse zeigen auch auf dem Berliner Ausbildungsmarkt Wirkungen. Die Zahl der Neuverträge sank 2009 erstmals unter die 5.000er Marke. Im Berichtsjahr wurden 4.941 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Dabei verstetigte sich der Trend, dass zunehmend eine große Zahl von betrieblichen Ausbildungsplätzen trotz intensiver Beratung durch die Handwerksorganisationen nicht besetzt werden können.

10

8

6

1,9 %

2,4 %

10,0 %

13,4 %

12,3 %

12,4 %

8,5 %

9,5 %

2

0,8 %

1,5 %

1,9 %

2,6 %

4

2004

2005

2006

2007

2008

2009

Attraktivität des Handwerks für Abiturienten weiter gestiegen
Jeder siebte Jugendliche, der im Berliner Handwerk eine betriebliche Ausbildung be-

*Berufsausbildungsverträge

Handwerkskammer Berlin

Eckdaten der Berufsausbildung
Veränderung zum Vorjahr absolut um … % -204 -5,5

2009 Ausbildungsbetriebe 3.527

2008 3.731

Auszubildende insgesamt nach Art der Ausbildung: davon: in der betrieblichen Ausbildung in der außerbetrieblichen Ausbildung nach Geschlecht: davon: männliche Auszubildende weibliche Auszubildende Ausländische Auszubildende insgesamt nach Geschlecht: davon: männliche Auszubildende weibliche Auszubildende Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge insgesamt nach Art der Ausbildung: davon: in der betrieblichen Ausbildung in der außerbetrieblichen Ausbildung nach Geschlecht: davon: männliche Auszubildende weibliche Auszubildende Vorzeitige Lösungen von Ausbildungsverträgen Lösungen von Ausbildungsverträgen insgesamt Lösungsquote in % Lösungen von neu abgeschlossenen Verträgen innerhalb der Probezeit Lösungsquote in % erstmalig ausbildende Betriebe

14.125

15.048

-923

-6,1

9.993 4.132

10.495 4.553

-502 -421

-4,8 -9,2

9.788 4.337 746

10.451 4.597 753

-663 -260 -7

-6,3 -5,7 -0,9

430 316 4.941

441 312 5.354

-11 +4 -413

-2,5 +1,3 -7,7

3.472 1.469

3.775 1.579

-303 -110

-8,0 -7,0

3.296 1.645

3.544 1.810

-248 -165

-7,0 -9,1

2.278 13,9 683

2.268 13,1 746

+10

+0,4

-63

-8,4

12,1 317

12,2 365 -48 -13,2

ginnt, verfügt über eine Hochschulzugangsberechtigung. Die Bedeutung des allgemeinbildenden Schulabschlusses spielt für Betriebe in ihrer Personalauswahl eine immer größere Rolle. Die Berliner Handwerksbetriebe werden somit für leistungsstärkere Jugendliche immer attraktiver.

Jobstarter-Projekt U40
„Junge Handwerksunternehmerinnen und Handwerksunternehmer bilden aus“ Markus Klier Tel.: 030/259 03-336 Das Projekt U40 unterstützt seit 2007 Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer in ihrem Ausbildungsengagement. Das ge-

steckte Ziel, mindestens 165 zusätzliche Ausbildungsplätze für das Berliner Handwerk bei Jungunternehmern einzuwerben und zu sichern, wurde zum 31.12.2009 mit 191 Plätzen deutlich übertroffen. Die U40-Unternehmen benötigen vielfach eine spezielle Unterstützung. Sie wurden
32 33

durch das Projekt auch 2009 mit einer breiten Palette an Dienstleistungen des externen Ausbildungsmanagements begleitet, z. B. bei der Vorauswahl geeigneter Jugendlicher für die Ausbildung sowie bei der Förderberatung und der Bewältigung des Verwaltungsaufwandes. Das Projektteam förderte gleichzeitig den Ausbau und die Verstetigung eines Netzwerkes von Jungunternehmern. Hierzu arbeitete U40 eng mit den Handwerksjunioren zusammen. Die erfolgreiche Initiative U40 wird noch bis zum Juni 2010 fortgesetzt.

„Die bisherigen Projektergebnisse belegen, dass zusätzliche Beratungsangebote für Jungunternehmer die Ausbildungsbereitschaft und -qualität maßgeblich erhöhen. Die Initiative U40 wird damit ihrem Anspruch gerecht, Ausbildungsstrukturen nachhaltig zu verbessern.” Doro Zinke, Vorsitzende des DGB, Bezirk Berlin-Brandenburg

Junioren des Handwerks
Henning Paulmann Tel.: 030/259 03-337 Der Landesverband Junioren des Handwerks Berlin e. V. fördert unter dem Motto „Einstieg zum Aufstieg“ die Interessen junger Handwerkerinnen und Handwerker im betrieblichen, wirtschaftlichen und politischen Bereich. Regelmäßig stattfindende Themenabende widmen sich neben der eigenen Weiterbildung (z. B. Marketing) auch aktuellen betriebswirtschaftlichen Entwicklungen, wie z. B. Auswirkungen der Finanzmarktkrise und Konjunkturpaket II. Dabei werden Erfahrungen und Initiativen aus dem europäischen Umfeld einbezogen. Der Berliner Landesverband bietet seinen Mitgliedern regelmäßig in deutscher Übersetzung die aktuellen Neuigkeiten von JEUNE, der Vereinigung junger Handwerker und kleinen Unternehmen der Europäischen

Union. In der Berliner Region engagiert sich das Netzwerk unter anderem in der Berufsausbildung und bietet seine Erfahrungen und Kenntnisse Jungunternehmern mit wenig Ausbildungserfahrung an. Hierzu kooperierten die Junioren erfolgreich mit dem Jobstarter Projekt „U40“ der Handwerkskammer Berlin und führten gemeinsame Veranstaltungen durch, wie z. B. „Auswahl geeigneter Jugendlicher für eine betriebliche Ausbildung”.

Einstiegsqualifizierung Jugendlicher
Yvonne Loeff Tel.: 030/259 03-340 Die Einstiegsqualifizierung Jugendlicher (EQ) unterstützt Ausbildungsplatzsuchende und Handwerksbetriebe. In der vom Bund im Rahmen des Ausbildungspaktes geförderten Initiative stellen Berliner Handwerksbetriebe EQ-Stellen zur Verfügung. Ein Ziel ist es, Ausbildungsplatzsuchenden in einer Zeit zwischen sechs und zwölf Monaten Grundkenntnisse zur Verbesserung der Berufswahlkompetenz zu vermitteln. Die Handwerkskammer steuert das Programm für die Berliner Handwerksbetriebe und Ausbildungsplatzsuchende. Auf diesem Weg wurden zwischen dem 1.1.2009 und dem 31.12.2009 im Berliner Handwerk 146 Verträge für eine Einstiegsqualifizierung abgeschlossen.

Förderung der Beruflichen Bildung
Norman Popp Tel.: 030/259 03-381 Durch das Berliner Landesprogramm zur Förderung der Berufsausbildung wird erfolgreich die duale Berufsausbildung unterstützt. Die Handwerkskammer Berlin hat für die gesamte Berliner Wirtschaft die Steuerung der Angebote übernommen. Die Nutzung des Programms durch Berliner Ausbildungsbetriebe konnte im Laufe des zurückliegenden Jahres wiederholt und im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. Hierbei wurde ein Großteil der Förderung u.a. zur Verbesserung der Ausbildungsqualität im Rahmen der Verbundausbildung und zur Integration von benachteiligten Jugendlichen in den Ausbildungsmarkt eingesetzt. Über das Förderprogramm konnten im Jahr 2009 insgesamt 935 Zuschüsse für Auszubildende in Handwerksbetrieben, 1.219 Zuschüsse für Auszubildende in Unternehmen aus den Wirtschaftsbereichen Industrie und Handel sowie zwölf in freien Berufen ausgesprochen werden. Weiterführende Informationen zur Förderung und Antragstellung unter: www.hwk-berlin.de/fbb.

Netzwerk Bildung Begleitung Beruf
Katharina Schumann Tel.: 030/259 03-343 Das Netzwerk Bildung Begleitung Beruf ist ein Kooperationsprojekt des Vereins zur Jugendförderung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), der Handwerkskammer Berlin und der Industrie- und Handelskammer Berlin. Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern in den Berliner Oberstufenzentren, die am Übergang von schulischen Maßnahmen in eine Berufsausbildung stehen, Beratung und Unterstützung anzubieten, um den Anschluss in eine betriebliche Ausbildung zu fördern. Das Projekt unterstützt die Jugendlichen dabei, aus ihren beruflichen

„Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer des Berliner Handwerks können die Attraktivität von Handwerksberufen bei den Jugendlichen aktiv mitbestimmen. Deshalb werden die Handwerksjunioren 2010 hier mit gutem Beispiel vorangehen und auch über die vorgesehene Laufzeit des Projektes U40 hinaus das Engagement junger Betriebsinhaber in der Ausbildung unterstützen.“ Karsten Berning, Vorsitzender der Junioren des Handwerks Berlin e. V.

Handwerkskammer Berlin
Wünschen konkrete Ideen zu entwickeln, Kompetenzen mit beruflichen Anforderungen zu vergleichen und einen Ausbildungsplatz zu finden. Das Projekt wird unterstützt vom ehrenamtlichen Engagement Berufstätiger, die als Experten aus der betrieblichen Praxis Jugendliche für eine betriebliche Ausbildung motivieren und diese beim Übergang in den Beruf begleiten. Es haben 400 Jugendliche aus fünf Oberstufenzentren an Beratungsveranstaltungen teilgenommen; 34 aktive Bildungsbegleiter/-innen wurden geschult. Nachhaltige Kooperationen von Schule und Wirtschaft sind ein weiteres wichtiges Anliegen von BOB. Hierzu gehört insbesondere der Ausbau von Schulpartnerschaften zwischen Betrieben des Berliner Handwerks und Schulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen. Das Projekt „BOB – Berufliche Orientierung in Berlin“ wird seit Mai 2006 von der Handwerkskammer Berlin in Kooperation mit der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung durchgeführt und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds sowie des Landes Berlins gefördert. flikt während der Ausbildung. Damit konnte die Handwerkskammer 3.527 Ausbildungsbetrieben und 14.125 Lehrlingen als auch den an der Ausbildung Beteiligten, wie z. B. Berufsschulen, Berufsberatungen der Arbeitsagenturen, einen kontinuierlichen Beratungsservice zu Ausbildungsfragen anbieten.

BOB – Berufliche Orientierung in Berlin
Margarete Alshut Tel.: 030/695 805-88 Im Mittelpunkt des Projektes steht die Förderung von Schulen mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Lernen“. Unter dem Motto „BOB im Unterricht“ wurde das Thema „Handwerk“ ca. 600 Schülern/ -innen an 26 Schulen nähergebracht. In den berufsorientierenden Unterrichtsstunden wurden Schüler/-innen mit dem eigens produzierten Film „Abenteuer Handwerk“ sowie gezielten Beratungen auf berufliche Möglichkeiten aufmerksam gemacht und für eine Ausbildung im Handwerk motiviert. Zur Optimierung einer frühzeitigen und systematischen Berufsorientierung wurden 2009 an 40 Schulen Informations- und Lernmaterialien verschickt. Sie werden bei mindestens 1.500 Schüler/-innen erfolgreich eingesetzt. Darüber hinaus berät BOB Lehrkräfte und Schüler/-innen zum Thema berufliche Orientierung und bietet hierzu Veranstaltungen und Seminare an. In Zusammenarbeit mit den Berliner Innungen und den Bildungsstätten der Handwerkskammer wurden zehn Berufsorientierungsseminare für Lehrer/-innen und zehn Orientierungsseminare für Schüler/-innen in verschiedenen Gewerken angeboten. Hier erhielten sie theoretische und praktische Informationen zu verschiedenen Berufen im Handwerk. Ebenso fand ein Workshop für Lehrer/-innen zur Vermeidung von Praktikumsabbrüchen statt.

Handwerk macht Schule
Katharina Schumann Tel.: 030/259 03-343 Im Rahmen der von der Vollversammlung der Handwerkskammer Berlin gestarteten Initiative „Handwerk macht Schule“ konnten bis zum Ende des Jahres 90 Schulpartnerschaften zwischen Betrieben des Handwerks und Berliner Schulen verzeichnet werden. Diese Form der Kooperation bietet Schülern/-innen die Möglichkeit, erste Kontakte zur Arbeitswelt herzustellen. Durch Betriebspraktika, Betriebsbesuche oder praxisnahe Unterrichtsstunden lernten Schüler/-innen das Handwerk aus einer neuen Perspektive kennen.

„Eine enge Zusammenarbeit zwischen Ausbildungsbetrieben und Schulen ist nicht nur ein wichtiges Instrument zur Sicherung des Fachkräftebedarfs der Zukunft. Es ist gleichzeitig ein wirksames Mittel der Betriebe, um leistungsstarke Jugendliche für eine Berufsausbildung zu gewinnen.“ Dr. Gerhard Schauer, Leiter Aus- und Weiterbildung bei der Bayer Schering Pharma AG

Lehrstellenbörse der HWK Berlin – 24-Stunden-Service
Jens Wortmann Tel.: 030/259 03-356 Immer mehr Berliner Handwerksunternehmen nutzen die Lehrstellenbörse der Handwerkskammer Berlin, um ihre freien Ausbildungsplätze anzubieten. Dabei wird den Betrieben die Möglichkeit geboten, ihre Lehrstellenangebote sowohl online unter www.hwk-berlin.de als auch über ein Kontaktformular, das sie per Fax an die HWK Berlin senden können, einstellen zu lassen. Jugendliche können die Ausbildungsplatzangebote auf den Internetseiten der Handwerkskammer Berlin einsehen und sich direkt bewerben.

Bildungsberatung
Katharina Schumann Tel.: 030/259 03-343 Die Sicherung der Ausbildungsqualität ist eine zentrale Aufgabe der Handwerkskammer und damit ein Schwerpunkt der Beratungstätigkeit. Sie wird vielfach durch das Engagement der Lehrlingswarte der Innungen unterstützt. Die Beratung von Ausbildungsbetrieben, Lehrlingen und Eltern zu allen Fragen der Berufsausbildung ist dabei das wichtigste Instrument. Hierzu wurden im Rahmen der Ausbildungsberatung 635 Beratungen vor Ort in den Ausbildungsstätten als auch 1.566 persönliche Gespräche in der Handwerkskammer durchgeführt. Die Beratungsinhalte haben ein weites Spektrum, von der Beratung zur erstmaligen Ausbildung im Betrieb bis hin zu Prüfungsfragen, Weiterbildungsmöglichkeiten und auch die Beratung bei einem Kon-

Passt! – Passgenaue Vermittlung Auszubildender
Dilek Intepe Tel.: 030/259 03-481 Durch gezielte Beratungs- und Vermittlungsleistungen Handwerksbetriebe bei der passgenauen und effizienten Besetzung von Ausbildungsplätzen zu unterstützen, ist die Aufgabe der Mitarbeiter der passgenauen
34 35

Teilnehmer an Gesellen- und Abschlussprüfungen 2009
insgesamt 839 1.416 345 51 195 1.075 darunter mit bestandener Prüfung* männlich zusammen 652 1.103 280 45 153 810 599 1.057 237 11 116 306

weiblich 53 46 43 34 37 504

Bau- und Ausbaugewerbe Elektro- und Metallgewerbe Holzgewerbe Bekleidungs-, Textil- und Ledergewerbe Nahrungsmittelgewerbe Gewerbe für Gesundheit und Körperpflege sowie chemische und Reinigungsgewerbe Glas-, Papier-, keramische und sonstige Gewerbe Handwerkliche Ausbildungsberufe zusammen Kaufmännische Ausbildungsberufe Berufe nach Ausbildungsregelung nach § 42 b HwO (Behinderten-Ausbildungsberufe) Sonstige Ausbildungsberufe zusammen

112 4.033 441 51

96 3.139 394 37

67 2.393 77 33

29 746 317 4

228 4.753

175 3.745

102 2.605

73 1.140

*Die Statistik gibt keine Auskunft darüber, ob eine Prüfung endgültig bestanden oder nicht bestanden wurde und nach wie vielen Versuchen.

Vermittlung „Passt“. Seit Oktober 2007 beteiligt sich die Handwerkskammer Berlin an dem bundesweiten Programm „Passgenaue Vermittlung Auszubildender in ausbildungswillige Unternehmen“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie und ergänzt damit ihren Beratungsservice für die Ausbildungsbetriebe, um offene Ausbildungsangebote mit interessierten Jugendlichen besetzen zu können. Ein Schwerpunkt ist die gezielte Beratung von Handwerksbetrieben und Betriebsinhabern/-innen mit Migrationshintergrund. Im Berichtsjahr wurden 852 Beratungsund Bewerbungsgespräche mit Ausbildungsbetrieben, lehrstellensuchenden Jugendlichen und Schülerinnen und Schülern durchgeführt. Diese führten zu rund 200 erfolgreichen Vermittlungen.

Begabtenförderung Berufliche Bildung
Jens Wortmann Tel.: 030/259 03-356 Das Programm „Begabtenförderung berufliche Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung fördert junge Fachkräfte, die sich in ihrem Beruf durch Weiterbildung qualifizieren wollen. In diesem Jahr konnten 24 leistungsstarke Absolventen einer beruflichen Handwerksausbildung und erfolgreiche Teilnehmer des Praktischen Leistungswettbewerbs in die „Begabtenförderung berufliche Bildung“ aufgenommen werden. Der Stipendiatin/dem Stipendiaten stehen maximal 5.100 EUR im gesamten Förderzeitraum zur Verfügung. Das sind 1.700 EUR pro Jahr, die zweckgebunden für Weiterbildungen in Anspruch genommen werden können, bei einem Eigenanteil von höch-

stens 180 EUR jährlich. Gefördert werden können qualifizierte Absolventinnen und Absolventen einer dualen Berufsausbildung, die bei Aufnahme in die Förderung jünger als 25 Jahre sind. Die Handwerkskammer Berlin betreute im Berichtszeitraum insgesamt 59 Stipendiatinnen und Stipendiaten. Wie im Vorjahr stand auch in diesem Jahr die Aufstiegsfortbildung zum Meister (Teile I-III und AEVO) an erster Stelle der geförderten Maßnahmen.

Ausschuss für Lehrlingsstreitigkeiten
Eva Taubert Tel.: 030/695 805-89 Meinungsverschiedenheiten zwischen Auszubildenden und Ausbildenden werden meistens im persönlichen Gespräch geklärt. Sind die Vertragsparteien aus eigener Kraft

Handwerkskammer Berlin
nicht mehr in der Lage, das Problem zu lösen, steht die Handwerkskammer als Beraterin zur Seite. Der Ausschuss für Lehrlingsstreitigkeiten ist die Vorinstanz des Arbeitsgerichtes und kann bei Schwierigkeiten im Ausbildungsverhältnis vom Lehrling oder dem Betrieb angerufen werden. Der Ausschuss versucht eine außergerichtliche Einigung herbeizuführen. Von den insgesamt 82 verhandelten Anfragen ging es in 54 Fällen um die Anfechtung einer ausgesprochenen Kündigung. Als Ergebnis der Verhandlungen konnten 11 Empfehlungen zur Fortsetzung der Berufsausbildung erzielt werden. Weitere 32 Ausbildungsverhältnisse wurden im gegenseitigen Einvernehmen gelöst. . mer/-innen erfolgreich das Meisterprüfungsverfahren abgeschlossen (2008: 413). Das Durchschnittsalter der Jungmeister/ -innen sinkt weiter. Es liegt bei 30,3 Jahren (2008: 30,6 Jahren). In rund 890 weiteren erfolgreich absolvierten Prüfungen im Bereich Fort- und Weiterbildung dokumentiert sich verstärkt deren qualitätserhaltende Bedeutung für Betriebe und deren Mitarbeiter. Die Ausbildereignungsprüfung bleibt im Handwerk der zentrale Nachweis zur Sicherung der Ausbildungsfähigkeit und Voraussetzung für eine hohe Ausbildungsqualität. Im Jahr 2009 wurden insgesamt 430 AEVOPrüfungen erfolgreich absolviert, dies sind deutlich mehr als im Vorjahr (2008: 408). 1.738 Mitglieder in insgesamt 272 Prüfungsausschüssen.

Berufsbildungsausschüsse der Handwerkskammer Berlin
Die Berufsbildungsausschüsse befassen sich mit bildungspolitischen Fragen rund um das Berliner Handwerk. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Qualitätsverbesserung in der beruflichen Bildung. Zum zweiten Mal fand eine gemeinsame Sitzung mit dem Berufsbildungsausschuss der IHK Berlin statt. Im Mittelpunkt der Diskussion stand u.a. die demographische Entwicklung und ihre Auswirkung auf die berufliche Bildung.

Prüfungen
Konstanze Mühleck-Zwahr Tel.: 030/259 03-341 Im Jahr 2009 haben 4.753 Auszubildende an einer Gesellen- oder Abschlussprüfung teilgenommen. Die Zahl stieg somit gegenüber dem Vorjahr um 4,7 %.

Mobilitätsberatungsstelle für das Berliner Handwerk Prüfungsausschüsse
Ines Rüdiger Tel.: 030/259 03-490 Ehrenamtliche Prüfer zu gewinnen, sie weiterzubilden und in ihrer Arbeit zu unterstützen, ist eine der wichtigsten Aufgaben der Handwerkskammer. Die Mitarbeit ehrenamtlicher Mitglieder in den Prüfungsausschüssen war auch 2009 die Basis für ein erfolgreiches Prüfungswesen im Handwerk. Insgesamt engagierten sich im Berichtsjahr Henning Paulmann Tel.: 030/259 03-337 Mit einem neuen Dienstleistungsangebot unterstützt die Handwerkskammer das internationale Engagement Berliner Handwerksbetriebe. Seit August 2009 bietet sie Betriebsinhabern, Fachkräften und Auszubildenden des Handwerks professionelle Beratungsangebote rund um die Mobilität zu Lernzwecken. Ziel ist es, internationale Auslandserfahrungen in der beruflichen Bildung

Fort- und Weiterbildung
Die Meisterprüfung bleibt weiterhin das zentrale Qualitätssiegel für handwerkliche Betriebe. Im Jahr 2009 haben 374 Teilneh-

Ausgewählte bestandene Fortbildungsprüfungen
Anzahl der bestandenen Prüfungen

900
886

bestandene Fortbildungsprüfungen insgesamt Betriebswirt (HWK)

890

700

AEVO-Prüfungen Technischer Fachwirt

500
407 430

„Das Mobilitätsberatungsprogramm garantiert einen Mehrwert sowohl für die Betriebe als auch für die Jugendlichen, denn die Aufenthalte können nun durch die zuständigen Mobilitätsberater und -beraterinnen gut geplant und vorbereitet werden. Diese Professionalisierung der Auslandserfahrungen trägt wesentlich dazu bei, die Ausbildung im Handwerk attraktiver zu machen.“ Hanns-Eberhard Schleyer, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) von 1989 bis 2009

300
215

200
58

100
44

2008

2009

36 37

leichter umsetzen zu können als bisher. Der Bedarf an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Kenntnissen ausländischer Arbeitstechniken, Arbeitsorganisationen und Produkte steigt permanent an. Internationale Kompetenzen bei Fachkräften und Auszubildenden werden zunehmend zu einer Schlüsselkompetenz. Vor diesem Hintergrund beteiligt sich die Handwerkskammer Berlin mit der Einrichtung einer Mobilitätsberatungsstelle an der bundesweiten Initiative „Berufsbildung ohne Grenzen“, finanziell unterstützt vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF). Im Mittelpunkt stehen Beratungs- und Dienstleistungsangeboten zu Auslandsaufenthalten in der beruflichen Bildung. Die Mobilitätsberater beraten u.a. zur Gestaltung von Auslandsaufenthalten zu Lernzwecken, finanziellen Fördermöglichkeiten, Beteiligung an Austauschprogrammen (z. B. „Leonardo da Vinci“) und Aufnahme ausländischer Fachkräfte oder Auszubildender in heimische Betriebe Im Internet unter: www.mobilitaetscoach.de

kennungs- und Zulassungsverordnung „Weiterbildung“). Die AZWV Zertifizierung erfolgt jährlich.

bildung im Berliner Handwerk. In den Bildungsstätten der Handwerkskammer wurden 60 Meistervorbereitungslehrgänge mit ca. 280.000 Teilnehmerstunden durchgeführt.

Leistungsangebote der Bildungsstätten Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU)
Zur Sicherung der Ausbildungsfähigkeit und -qualität werden in den Bildungsstätten der Handwerkskammer jährlich rund 4.700 Lehrlinge im Rahmen der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung geschult.

Schwerpunkte des BTZ:
u Elektroniker/-in, Fachrichtung Energieu

Schwerpunkte im BIZWA:
u Gerüstbauer/-in u u u u

u u u u u u

Bodenleger/-in Parkettleger/-in Tischler/-in Orthopädiemechaniker/-in und Bandagist/-in

und Gebäudetechnik Installateur/-in und Heizungsbauer/-in (Gas- und Wasserinstallateure und Zentralheizungs- und Lüftungsbauer) Maler/-in und Lackierer/-in Tischler/-in Schornsteinfeger/-in Zahntechniker/-in die Ausbildereignungsprüfung sowie der/die Technische Fachwirt/-in (auch als Teil III der Meistervorbereitung anerkannt)

Schwerpunkte des BIZWA:
u Gerüstbauer/-in u Buchbinder/-in u Schilder- und Lichtreklamehersteller/-in

Schwerpunkte im BTZ:
u Augenoptiker/-in u Elektroniker/-in, Fachrichtung Energie-

Die Bildungszentren der Handwerkskammer – moderne Dienstleister für das Handwerk
Die Bildungszentren der Handwerkskammer Berlin – das Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ) und das Bildungs- und Innovationszentrum (BIZWA) – sind anerkannte Einrichtungen der Aus-, Fort- und Weiterbildung für Auszubildende, Fachkräfte und Führungskräfte.

und Gebäudetechnik u Gold- und Silberschmied/-in u Tischler/-in u Zahntechniker/-in

Ausbildungsplatzprogramm (APP)
Im Rahmen des Sonderprogramms der Senatsverwaltung Berlin beteiligen sich die Bildungsstätten der Handwerkskammer Berlin mit 121 Plätzen an dem „Ausbildungsplatzprogramm APP“ in den Handwerksberufen Anlagenmechaniker/-in, Gerüstbauer/-in, Tischler/-in, Elektroniker/-in und Maler/-in und Lackierer/-in.

Meistervorbereitung
Die Meistervorbereitungslehrgänge bilden das Kernangebot der beruflichen Weiter-

Vergleich Lehrgangszahlen des BTZ 2005 bis 2009
Anzahl der Lehrgänge
379

Qualitätsmanagement sichert Leistungsfähigkeit
Zur Sicherung eines bedarfsgerechten Bildungsangebotes haben die Bildungszentren seit Januar 2006 ein modernes Qualitätsmanagementsystem eingeführt. Die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2008 erfolgte durch ZDH-Zert als unabhängige Zertifizierungsstelle. Sie bietet Gewähr dafür, dass, gemessen an internationalen Standards, BTZ und BIZWA höchsten Qualitätsmaßstäben genügen. Ein weiterer Qualitätsstandard in den Bildungszentren ist der Erwerb der Voraussetzung für Maßnahmen der Bundesagentur für Arbeit (AZWV, Aner-

350 300 250 200 150
240 227

ÜLU Meistervorbereitung
233

Fort- u. Weiterbildung Projekte, mit APP u. BO
235 234

104

100
87 90 53 26 26 54 98 58

104

50

57 58 28

51

2005

2006

2007

2008

2009

Handwerkskammer Berlin
Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ)
Mehringdamm 14, 10961 Berlin Karin Klawe Tel.: 030/259 03-403 Das Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ) bildet den Mittelpunkt für viele Veranstaltungen der Berliner Handwerksorganisationen. 2009 wurden 640.000 Teilnehmerstunden realisiert, davon 390.000 Stunden in der Fortbildung, einschließlich Meistervorbereitung. Mit 775 Bildungsmaßnahmen hat sich das BTZ erneut als zuverlässiger Partner für das Berliner Handwerk herausgestellt. Neben den Kursteilnehmern haben die Teilnehmer von Veranstaltungen des Berliner Handwerks und die Prüflinge der Meister- und Gesellenprüfungen verschiedener Handwerke den Service im BTZ genutzt. 2009 waren das rund 26.500 Personen. Das BTZ verfügt über 75 Räume, die zu 42 Ausbildungseinheiten zusammengefasst sind. In diesen Einheiten, zu denen Werkstätten mit dazugehörigen Theorie-/EDVRäumen oder Beratungsräumen gehören, haben über 8.600 Teilnehmer das umfangreiche Bildungs- und Beratungsangebot des BTZ genutzt (2008: 5.800 Teilnehmer in 500 Lehrgängen). Ein Schwerpunkt der Arbeit des BTZ lag in der Fort- und Weiterbildung, einschließlich Meistervorbereitung. In den Überbetrieblichen Lehrunterweisungen konnte das Vorjahresergebnis bestätigt werden. Die zielgruppenspezifischen Projekte und die Organisation von Veranstaltungen für das Handwerk sind weitere Serviceschwerpunkte des BTZ. Das Bildungsverhalten zeichnet sich durch eine hohe Nachfrage nach Fort- und Weiterbildung seitens der Betriebe und Einzelteilnehmer aus. Gerade in Krisenzeiten haben die Handwerksunternehmen erkannt, dass Weiterbildung und qualifizierte Mitarbeiter wichtig für das Bestehen am Markt sind. Konjunkturpaket-II- und Kurzarbeiterregelungen wurden ebenso genutzt wie die Möglichkeit, durch den Meisterbrief das persönliche berufliche Fortkommen zu sichern. „Die steigenden Teilnehmerzahlen im Bildungs- und Technologiezentrum belegen eindrucksvoll das hohe Fort- und Weiterbildungsengagement des Berliner Handwerks und die Leistungsfähigkeit seiner Bildungsstätten. Damit leistet die Handwerkskammer Berlin für ihre Betriebe, Fachkräfte und Lehrlinge einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung.” Karsten Berlin, stellvertretender Vorsitzender IG Bau Bezirksverband Berlin

Haupttrends im BTZ
1. Die Meistervorbereitung wurde stärker als in den Vorjahren nachgefragt. Die Teilnehmerstundenzahl erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um weitere 25.000. Das gilt für die fachliche Ausbildung im jeweiligen Handwerk sowie für den Technischen Fachwirt und die AEVO. 2. Favoriten bei den Kunden sind zunehmend auch betriebswirtschaftliche und technische Fortbildungen. So konnten durch die große Nachfrage drei BetriebswirteLehrgänge neu starten. Unternehmerseminare für Nachfolgeregelung fanden im kammereigenen Hotel am Dämeritzsee statt und waren sehr gut besucht. 3. Im Rahmen des Dualen Lernens konnte das Angebot der Berufsorientierung für Schüler erweitert werden. Diese wichtige Aufgabe zur Nachwuchsgewinnung hat im BTZ einen besonders hohen Stellenwert.

Seminare zur Unternehmensnachfolge Im Berichtszeitraum fanden erstmals durch die Handwerkskammer organisierte Seminare zur Nachfolgeregelung im Handwerk statt. 48 Unternehmer/-innen erhielten in Mehrtagesseminaren für sie wichtige Informationen zur Unternehmensnachfolge.

Projekte und Kooperationen
Das BTZ hat seine Serviceleistungen für das Handwerk durch die Akquisition von Projekten ausgebaut. Hierzu gehören Projekte zur Berufsorientierung und -vorbereitung. Bei der Erstausbildung ist das BTZ verlässlicher Partner. Mit dem Projekt „Perspektive 50plus“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales einem guten Beispiel für lebenslanges Lernen, werden die Kompetenzen Älterer ge-

Auslastung des BTZ 2009
nach Teilnehmerstunden 633.874

Fort- und Weiterbildung
Das Bildungszentrum hat mit neuen Angeboten auf den individuellen Qualifizierungsbedarf der Betriebe reagiert. Über 100 Seminare zu betriebswirtschaftlichen und technischen Themen belegen dies. 2009 saßen 270 Teilnehmer in betriebswirtschaftlichen Lehrgängen auf der Schulbank. Betriebswirt/-in (HWK) Durch die große Nachfrage in der Betriebswirtausbildung, der Aufstiegsfortbildung im Handwerk, haben 2009 drei neue Lehrgänge als Tages-, Abend- und Wochenendlehrgang im BTZ begonnen. 38 Teilnehmer meldeten sich für die im BTZ stattfindende Aufstiegsfortbildung an.

Meistervorbereitung, 279.402 ÜLU, 114.536 Fort- u. Weiterbildung, 108.568 Projekte, sonstige Maßnahmen, 131.368

44 % 18 % 17 % 21 %

38 39

nutzt und weiter ausgebaut, um wieder auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. In den verschiedenen Einzelprojekten wurden über 3.700 Teilnehmer betreut, begleitet und qualifiziert.

Berufsorientierung durch Berufspraxis für Schüler
Die seit zwei Jahren in Kooperation mit Modul e. V. durchgeführten Lehrgänge zur Berufspraxis in Handwerksberufen haben sich bewährt. Ziel ist es, Jugendliche mit Handwerksberufen (z. B. Elektrotechnik, Tischler/-in, Maler/-in und Lackier/-in) vertraut zu machen. Mehr als 2.800 Schüler haben im BTZ an entsprechenden Kursen teilgenommen. Das BTZ ist Teil des Netzwerkes der auf das Duale Lernen gerichteten Schulen und Unternehmen. Das Angebot der Schnupperkurse und Vertiefungswochen der Berufspraxis wurde auf die 8., 9. und 10. Klassen erweitert. Mit dem Angebot der Berufspraxis außerhalb der Schule an Praxisorten ist das Handwerk auf die ab 2010 in Berlin einzuführende Integrierte Sekundarschule sehr gut vorbereitet.

„Mit dem Kompetenzzentrum verfügt das Berliner Handwerk über eine Einrichtung, die mit seinen Beratungs-, Informations-, Transfer- und Schulungsangeboten das Handwerk mit der Wissenschaft und Industrie weiter vernetzt. Dabei werden ganz konkrete Partnerschaften zwischen Handwerksbetrieben und wissenschaftlichen Einrichtungen initiiert und Problemstellungen des Handwerks gelöst.” Martin Stöckmann, Beiratsvorsitzender des Kompetenzzentrums und Leiter Professional Education in der Competence Area Berlin der Siemens AG

Partner, insbesondere aus den Berliner Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Partnern des Handwerks, gepflegt. Erste Partnerschaften zwischen Wissenschaft und Handwerk konnten initiiert und vermittelt werden. So konnte in Zusammenarbeit mit einem Berliner Handwerksbetrieb z. B. seit 2008 ein Prototyp von farbkorrigierbaren LED-Leuchten und einer Steuereinheit zur Optimierung der Ausleuchtung von kleinen Objekten für die farbechte Wiedergabe von Dentalfotos entwickelt werden. Durch Einzelberatungen, in Informationsund Weiterbildungsveranstaltungen wurden 2009 mehr als 400 Handwerker u. a. in den Themenfeldern erneuerbare Energien, energetische Gebäudesanierung, Laserschneiden von Holz und Kunststoffen, 2D- und 3DAufmessen, Digitalfotografie sowie 3DScannen und CAD/CAM in der Zahntechnik beraten und geschult. Darüber hinaus wurde ein Informationstag „Komfortables Wohnen (nicht nur) im Alter” für interessierte Handwerker durchgeführt. Das Kompetenzzentrum Zukunftstechnologien im Handwerk wird mit Mitteln des BMBF, des BMWi und der Berliner Senatsverwaltung gefördert sowie mit Eigenmitteln der Handwerkskammer unterstützt.

lungszentrum GmbH und dem JobCenter Pankow zusammen. 2008 wurde das Projekt um die JobCenter Friedrichshain/Kreuzberg, Marzahn/Hellersdorf und Charlottenburg/Wilmersdorf erweitert. In den beteiligten JobCentern wurden eigene Teams „Berliner BÄr – 50plus” aufgebaut. Insgesamt gab es 2009 sieben Teilprojekte. Durch die gestiegene Zahl der Projektpartner konnten 1.532 Langzeitarbeitslose in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden bzw. haben eine Selbständigkeit aufgenommen. 1.582 Langzeitarbeitslose fanden eine Chance auf dem zweiten Arbeitsmarkt.

Jugendprojekte MoTOr – Motivation, Training, Orientierung
Im Auftrag der Arbeitsagenturen und der Job-Center Berlins unterstützt das BTZ Jugendliche in ihrer Berufsorientierung und führt sie zu einem Berufsabschluss. Die Hauptmerkmale dieses Konzepts bestehen in einer individuellen Förderung der Teilnehmenden, dem Erwerb von beruflichen Abschlüssen und der integrierten Vermittlung. Im Projekt BaE MoTOr MalerLackierer werden zehn Jugendliche zum Abschluss ‚Maler/-in und Lackierer/-in’ geführt.

Akademie für Elektro- und Informationstechnik (AKEI)
Uwe Merbeth Tel.: 030/259 03- 422 Die Akademie für Elektro- und Informationstechnik (AKEI) im Bildungs- und Technologiezentrum, eine gemeinsame Initiative von Handwerkskammer Berlin und Elektro-Innung Berlin, unterstützt gezielt Handwerksbetriebe in den Bereichen Aus- und Weiterbildung. In enger Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum der Kammer und der Fachgruppe der Elektro-Innung werden den Betrieben Kenntnisse über neue Technologien in Schulungen und Beratungen vermittelt. 2009 wurden die Meistervorbereitung und technische Fortbildungen von den Betrieben der Elektrobranche im BTZ sehr gut angenommen. Die Nachfrage nach Meisterkur-

Kompetenzzentrum: Zukunftstechnologien im Handwerk
Dr. Jost-Peter Kania Tel.: 030/259 03-444 Ziel des Kompetenzzentrums „Zukunftstechnologien im Handwerk“ (Komzet) im Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ) ist es, neue und zukunftsweisende Technologien, Methoden und Verfahren schneller in das Handwerk zu integrieren, um den Handwerksbetrieben neue Tätigkeits- und Geschäftsfelder zu eröffnen und damit die Handwerksbetriebe zu stärken. Dazu wird ein Netzwerk innovativer und kompetenter

Perspektive 50Plus: Berliner BÄr
Claudia Jarosch Tel. 030/25 903- 423 im BTZ, Mehringdamm 14, Raum 306 Seit 2005 arbeitet das Projekt „Berliner BÄr” im Rahmen der Bundesinitiative „Perspektive 50plus – Beschäftigungspakte für Ältere in den Regionen“ mit den Initiatoren Handwerkskammer Berlin, ComFort-Schu-

Handwerkskammer Berlin
sen im Elektrobereich steigt. Insbesondere Teilzeitkurse (berufsbegleitend, zweimal in der Woche abends) werden nachgefragt. Insgesamt wurden 141 Teilnehmer in 9.500 Unterrichtsstunden mit den berufstheoretischen und -praktischen Inhalten dieser Qualifizierung im BTZ vertraut gemacht. vereins und des BTZ ist eines der Events dieses Fachbereichs. In diesem Jahr besuchten 350 Gäste die Ausstellung.

Fort- und Weiterbildung
Im Rahmen der Fort- und Weiterbildung hat das BIZWA mehr als 100 Teilnehmer geschult. In Zusammenarbeit mit der Sozialkasse des Gerüstbaugewerbes wurden zwei Lehrgänge „Kolonnenführer im Gerüstbau“ mit 60 Teilnehmern und erstmalig ein Lehrgang „Ausbilder-Eignungsverordnung (AEVO)“ mit 23 Teilnehmern durchgeführt. Erstmals wurde 127 Auszubildenden, im Gewerk Gerüstbau, der „Botschafter im Blaumann“ angeboten.

Kooperation mit der Bundeswehr
Die Handwerkskammer Berlin und die Bundeswehr kooperieren seit Jahren erfolgreich. So wurden 2009 sechs Seminare ausschließlich für den Berufsförderungsdienst durchgeführt. 170 Soldaten wurden in der AEVO geschult und erfolgreich zur Prüfung geführt. Gemeinsame Messeauftritte und regelmäßige Treffen belegen die sich kontinuierlich weiterentwickelnde Zusammenarbeit.

Förderverein Aus- und Weiterbildung im Tischlerhandwerk e.V.
Mario Pinkpank Tel.: 030/259 03-410 Der Förderverein, eine Initiative von engagierten Tischlermeistern, Dozenten der Meisterschule des BTZ, Tischlereibetrieben sowie Innungsmitarbeitern fördert mit Unterstützung der Handwerkskammer die Ausund Weiterbildung im Tischlerhandwerk. Neben dem Gestalterpreis, dem Absolvententreffen der Tischlermeister und gemeinsamen Messeauftritten wird die Arbeit der Meisterschule im Tischlerhandwerk durch regelmäßigen Beratungen des „Qualitätskreises Tischler“ unterstützt. Am 7. November konnten sich Interessierte über den Leistungsstand der Tischler-Meisterschule informieren. Die frischgebackenen Meister stellten 25 Meisterstücke des Tischlerhandwerks aus, der Gestalterpreis als gemeinsame Veranstaltung des Förder-

Bildungs- und Innovationszentrum Waldfrieden (BIZWA)
Wandlitzer Chaussee 41 16321 Bernau Gregor Schöning Tel.: 03338/3944-15 Die Aus- und Weiterbildungsstätte der Handwerkskammer Berlin, das Bildungsund Innovationszentrum „Waldfrieden“ (BIZWA), verfügt über 22 Werkstätten mit 355 Plätzen und 19 Schulungsräumen mit 442 Plätzen mit einer entsprechenden Infrastruktur. Die 179 Bildungsmaßnahmen mit 4.463 Teilnehmern unterstützen das Dienstleistungsangebot der Handwerkskammer Berlin.

Servicetechniker/-in für Rotorblätter an Windenergieanlagen (HWK) Für Dienstleistungen an Windenergieanlagen hat sich am Markt ein eigenständiges Geschäftsfeld für Serviceleistungen, speziell an Rotorblättern, entwickelt. Im Jahr 2009 hat das BIZWA den Bedarf an qualifiziertem Fachpersonal für diese Dienstleistungen aufgegriffen und mit einem kompetenten Partner der Branche eine Fortbildung zum/zur Servicetechniker/-in für Rotorblätter an Windenergieanlagen (HWK) entwickelt. Damit sollen die Anforderungen aus der Wirtschaft, wie z. B. von Versicherern, Herstellern und Betreibern, in Bezug auf Qualitätsgarantien bei der Ausführung von

Vergleich Lehrgangszahlen des BIZWA 2007 bis 2009

Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU) Meistervorbereitung

Fort- und Weiterbildung Projekte (mit APP und BAE)

150 125 100 75 50
9 10 12 2 2 2 8 14 105 115

25

2007

2008

23

155

2009

40 41

Arbeiten mit und an faserverstärkten Kunststoffen sowie der Erfüllung berufsgenossenschaftlicher Forderungen im Zusammenhang mit Höhenarbeiten erfüllt werden.

Projekte und Kooperationen
Jörg Müller Tel.: 03338/39 44-12 Das BIZWA als Kompetenzzentrum für Ausbildung im Gerüstbauerhandwerk qualifizierte im Jahr 2009 in der Überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung (ÜLU) 864 Teilnehmer in 57 Lehrgängen aus ganz Deutschland. Es bestätigt damit seine zentrale Bedeutung für eine wichtige handwerkliche Qualifizierung. Die Sozialkasse des Gerüstbaugewerbes beauftragte das Bildungs- und Innovationszentrum der Handwerkskammer Berlin, den Bedarf für die „Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz“ (PSAgA) – zertifiziert für das Gerüstbauhandwerk sowie das entsprechende Rettungssystem – zu ermitteln. Der Einsatz soll bundesweit an den drei Bildungsstätten der Handwerkskammer Berlin, Dortmund sowie Rhein-Main in der Überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung für 900 Lehrlinge erfolgen.

Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen
Kerstin Keindorf Tel.: 03338/39 44-60 Mit dem Ziel die Eingliederungsaussichten von förderungsbedürftigen Auszubildenden zu verbessern, wurde 2009 mit 40 Auszubildenden in den folgenden Ausbildungsberufen eine zusätzliche Maßnahme zur betrieblichen Ausbildung begonnen: u Friseur/-in u Maler/-in und Lackierer/-in u Holzmechaniker/-in u Bauten- und Objektbeschichter/-in. Pädagogisch und sozialpädagogisch geschultes Fachpersonal gewährleistet Hilfestellung und Unterstützung bei beruflichen und persönlichen Fragen. Zusätzlich zum Unterricht in der Berufsschule wird Stützunterricht im BIZWA angeboten. Die Vermittlung von fachspezifischem Wissen richtet sich nach den individuellen Lern- und Leistungsvoraussetzungen der Auszubildenden.

Günther Schmidt (l.) übergab nach 23-jähriger Tätigkeit in der Geschäftsführung der Sozialkasse sowie der Zusatzversorgungskasse des Gerüstbaugewerbes VvaG den Staffelstab an Dr. Stefan Häusele (2.v.r.). Mit im Bild: Ulrich Wiegand, Geschäftsführer der Handwerkskammer Berlin (2.v.l.), und Jörg Müller, Gerüstbaumeister und Koordinator für Gerüstbau im BIZWA.

Perspektiven bei der Berliner Feuerwehr „Einsatz Berlin“
Kerstin Keindorf Tel.: 03338/39 44-60 In Kooperation mit dem BIZWA und der Berliner Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (BGZ) wurde 2009 das Projekt „Perspektiven bei der Berliner Feuerwehr Einsatz Berlin“ vorbereitet. Ab März 2010 wird es erstmals möglich sein, sich unmittelbar nach dem Mittleren Schulabschluss für den Vorbereitungsdienst bei der Berliner Feuerwehr handwerklich-technisch zu qualifizieren. In zwei Qualifikationsstufen bilden Feuerwehr und das BIZWA die Schulabgänger/-innen zum/zur Brandmeister/-in aus. Die handwerklich-technische Grundqualifi-

zierung dauert 18 Monate und umfasst die Module Holz, Metall, Elektro- und Installationstechnik. Parallel dazu finden Praktika in Betrieben sowie Sportunterricht statt. Nachdem die Teilnehmer die 2. Qualifikationsstufe, den Vorbereitungsdienst bei der Berliner Feuerwehr, erfolgreich absolviert haben, werden sie in ein Beamtenverhältnis auf Probe berufen, zum/zur Brandmeister/-in ernannt und noch ein weiteres Jahr ausgebildet.

Transnationale Zusatzqualifikation für Jugendliche in Bauberufen
Das BIZWA beteiligt sich an einem Projekt im Rahmen des ESF-Programms IdA – Integration durch Austausch. Ziel ist es, Berliner

Handwerkskammer Berlin
arbeitslosen Jugendlichen den Übergang zu erleichtern. Dies geschieht durch eine zertifizierte Zusatzqualifikation, die die Vermittlung innovativer, wirtschaftsnaher Kompetenzen und Kenntnisse mit im Ausland erworbener spezialisierter Berufspraxis verbindet und zugleich die Entwicklung sozialer, fachlicher und persönlicher Kompetenzen der Jugendlichen fördert. Das Projekt wird ab 2010 im Bereich „Energieeffizientes Bauen” umgesetzt.

Betriebsberatung
Rüdiger Grübler Tel.: 030/25903-467 Im Berichtsjahr 2009 wurden von den Betriebsberatern der Handwerkskammer Berlin 1.432 statistisch erfasste Beratungen (Beratungsdauer > drei Stunden) durchgeführt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Steigerung um 8,7 % bzw. absolut um 115 Beratungen. Nicht enthalten in diesen Zahlen ist die Vielzahl von Kurzberatungen (unter 3,0 Stunden Länge), die hauptsäch-

lich telefonisch durchgeführt wurden. Die Entwicklung der Beratungsleistungen seit 2006 zeigt die unten stehende Grafik 1. Nach wie vor stark ausgeprägt ist der Wunsch nach einer selbständigen Tätigkeit im Handwerk. Von den insgesamt 1.432 durchgeführten Beratungen wurden 915 (64 %) für Existenzgründer erbracht. Das sind 41 Existenzgründungsberatungen mehr als im Vorjahr. Somit stellte diese Gruppe, wie auch in den Vorjahren, das Gros aller Beratungsfälle.

Seminar- und Lehrgangshotel Meyer-Wittwer-Bau
Im Jahr 2009 feierte das Bauhaus seinen 90. Geburtstag. Ausstellungen in Weimar, Dessau, Berlin und New York erinnern an die gestalterische Moderne in Architektur, Kunst und Design. Das Seminar-und Lehrgangshotel ist ein bedeutendes Denkmal, das als ein hervorragendes instand gesetztes Baushausobjekt in den oben genannten Ausstellungen zur Geltung kam. Im Jahr 2009 konnte die Übernachtungsauslastung von ca. 12.000 Übernachtungen um 14 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Der Förderverein Baudenkmal Bundesschule Bernau e. V. trug mit seinen 75 Führungen mit rund 1.000 internationalen Besuchern zur Verbreitung des Bekanntheitsgrades bei. Ein weiterer wichtiger Meilenstein für den Verein war 2009 die Betreuung der Stiftungsgründung. Zweck der Stiftung ist die Bewahrung und Pflege des 1930 errichteten Gebäudes als bau- und kulturhistorisches Denkmal mit Weltgeltung.

Entwicklung der Beratungsleistungen seit 2006
Anzahl der Beratungen

„Mit der Stiftungsgründung soll erreicht werden, dass das Baudenkmal durch seine hervorragende Bedeutung der Öffentlichkeit besser präsentiert und bekannt gemacht wird. Des Weiteren können Aufgaben der historischen Aufarbeitung der Bau- und Nutzungsgeschichte durch fördernde Projekte der Stiftung durchgeführt werden.“ Friedemann Seeger, Vorsitzender Förderverein Baudenkmal Bundesschule Bernau e. V.

1400

1200

1000
1.432
1.283 1.317

800

600

2006
Grafik 1

1.211

2007

2008

2009

42 43

Grafik 2 schlüsselt die Entwicklung der Beratungen nach der Betriebsgröße im Vergleich für die Jahre 2008 und 2009 auf. Die Grafik 3 zeigt, wie sich die Beratungen auf die einzelnen Handwerksgruppen verteilen. Mit 222 Beratungsfällen aus dem Handwerksähnlichen Gewerbe wurden im Berichtsjahr 77 Beratungen mehr als im Vorjahr durchgeführt. In der Handwerksgruppe Bau war die Anzahl der Beratungen mit 217 um 40 Beratungen höher. Diese Zahlen lassen durchaus Schlüsse auf die teilweise schwierige wirtschaftliche Lage in diesen Handwerksbereichen zu. Dabei geht es in den Beratungen u. a. um die Erarbeitung tragfähiger Sanierungskonzepte, die dann in Zusammenarbeit mit den Hausbanken der Betriebe und den Förderbanken des Landes umgesetzt werden. Der „Runde Tisch“ der KfW-Mittelstandsbank und der Liquiditäts- bzw. Konsolidierungsfonds des Landes Berlin stellen dabei eine wertvolle Hilfe dar. Auch 2009 zählten zu den Hauptthemen der Beratung von Betrieben die Beurteilung der Rentabilität geplanter Investitionen, Betriebserweiterungen und -verlegungen, Fragen zur Kostenrechnung und Finanzierung, die Erstellung von Investitions- und Liquiditätsplänen und die Ermittlung von Stundenverrechnungssätzen. Bei den 915 Existenzgründern, die 2009 beraten wurden, lag der Schwerpunkt der Beratung auf der Prüfung der wirtschaftlichen Tragfähigkeit der jeweiligen Gründungsvorhaben. Die Nachfolgebörse der Handwerkskammer Berlin verzeichnete per 31.12.2009 113 Betriebe, die zum Kauf angeboten wurden. Ihnen gegenüber standen 227 Kaufinteressenten. Für potenzielle Betriebsübernehmer wurden von der Betriebsberatung Fragen zur Einschätzung der zukünftigen Ertragskraft des zu übernehmenden Betriebes und zur Angemessenheit des Kaufpreises geklärt. Für Übergeber wurden Inventar- und Geschäftswertberechnungen durchgeführt. In 2009 ergänzte neben der individuellen Beratung von Existenzgründern und Handwerksbetrieben die Mitwirkung an Messen

Beratungen nach Betriebsgröße für 2008 und 2009
Anzahl der Beratungen

900
915 874

Existenzgründer Unter 5 Beschäftigte 5-9 Beschäftigte

700
10-19 Beschäftigte über 20 Beschäftigte

500

300
318 239

100
111 52 108 41

48

43

2008

2009

Grafik 2

Beratungen nach Handwerksgruppen

Bau (217) Elektro/Metall (376) HW-ähnlich (222) Holz (101) Glas u. a. (69) Bekleidung (67)

Gesundheit (348) Nahrung (32)
Grafik 3

und Ausstellungen, bezirklichen Wirtschaftstagen sowie an Informations- und Seminarveranstaltungen und die Organisation von Veranstaltungen das Tätigkeitsfeld der Betriebsberater. Als Mitglieder zahlreicher Gremien und verschiedener Ausschüsse vertraten die Betriebsberater der Handwerkskammer Berlin die Interessen des gesamten Berliner Handwerks.

Bürgschaften und Meistergründungsprämie
Martin Klinn Tel.: 030/25903-471 Im Jahr 2009 hat die BBB Bürgschaftsbank zu Berlin-Brandenburg GmbH 37 Bürgschaften für Berliner Handwerksbetriebe mit einem Gesamtvolumen von TEUR 5.232,4 übernehmen können. Im Berichtsjahr 2008 waren es 49 Bürgschaften mit einem Volumen von TEUR 6.317,0. Der durchschnittlich

Handwerkskammer Berlin
Innovations- und TechnologieBeratung
Siegfried Ulrich Tel.: 030/25903-392 Mit der Arbeit ihres Beauftragten für Innovation und Technologietransfer (BIT) unterstützt die Handwerkskammer Berlin ihre Mitglieder bei der Einführung neuer Technologien durch: u Beratung einzelner Handwerksbetriebe bei Einführung neuer Technologien und der eigenen Innovationstätigkeit u Information über neue Technologien und ihren Einsatz im Handwerk u aktive Mitwirkung bei der Entwicklung von Projekten zu neuen Technologien für das Handwerk u Vermittlung von Kontakten zu wissenschaftlichen Institutionen Die im Berichtsjahr 2009 durchgeführten Einzelberatungen zu neuen Technologien und angrenzenden Bereichen hatten u. a. die folgenden Themen: u Elektronischer Geschäftsverkehr (E-Commerce) z. B. Elektronische Ausschreibungen, Internet- Einführung, Gestaltung von Internet-Auftritten, Verwendung der Digitalen Signatur u EDV/CAD, z. B. Einführung von EDVBranchenlösungen und Eingabe von CAD-Kundenzeichnungen in CNC-Fertigungsprogramme u innovative Funktechnologie für drahtlose Netzwerke u Anmeldung von Patenten und anderen Schutzrechten (Gebrauchsmuster und Warenzeichen), Durchführung von Patentrecherchen sowie Information über Förderprogramme für Erfinder aus dem Handwerk u Unterstützung bei der Vorbereitung der Antragsunterlagen für die Förderung von innovativen F/E-Vorhaben u Marketing für innovative Produkte von Berliner Handwerkern u Auswahl geeigneter Messen und Ausstellungen sowie Fördermöglichkeiten für Aussteller Für Mitglieder der Kfz-Innung Berlin wurde mit der GFaI – Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik e. V. am 30. April 2009 die Vorführung eines effektiven Systems zur Ortung von Störgeräuschen in Pkw organisiert. Diese bestand darin, einen
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Meistergründungsprämien nach Handwerksgruppen
Gruppe Gesundheit Bau Metall Holz Nahrung Glas/Papier Bekleidung Gesamt Zahl der Anträge 34 18 14 6 1 0 0 73 prozentualer Anteil 46,5 24,7 19,2 8,2 1,4 0 0 100,0

Bürgschaften nach Handwerksgruppen
Gruppe Metall Gesundheit Nahrung Bau/Ausbau Sonstige Gesamt Bürgschaftssumme in TEUR 2.596,6 1.455,1 921,6 144,8 114,3 5.232,4 prozentualer Anteil 49,6 27,8 17,6 2,8 2,2 100,0

verbürgte Betrag stieg von TEUR 128,9 auf nunmehr TEUR 141,4. Rückläufig war im Jahr 2009 die Nachfrage nach Mitteln aus dem Förderprogramm für Existenzgründer im Handwerk (Meistergründungsprämie). Die Handwerkskammer konnte insgesamt 73 Anträge an die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen weiterleiten. Im Jahr 2008 waren es 91 weitergeleitete Anträge. Den größten Anteil konnten im Berichtsjahr die Handwerke der Gruppe Gesundheit mit ca. 46,5 % verzeichnen. Ihnen folgten die Gruppen Bau mit ca. 24,7 % sowie Metall mit 19,2 %. Weniger stark nachgefragt wurde das Programm aus den Handwerksgruppen Holz mit 8,2 % sowie Nahrung mit 1,4 %. Die Meistergründungsprämie, die nunmehr seit mehr als zwanzig Jahren Bestandteil

der Wirtschaftsförderung in Berlin ist, bringt neben dem Anreiz zur Existenzgründung unumstritten außerordentlich positive Impulse für den Arbeitsmarkt. So hat eine Untersuchung der Handwerkskammer Berlin ergeben, dass jeder mit der Prämie geförderte Betrieb in den ersten drei Jahren nach der Gründung durchschnittlich 3,5 zusätzliche Arbeitsplätze sowie einen Ausbildungsplatz geschaffen hat. Im Berichtsjahr 2009 ist es trotz einer weiterhin angespannten Haushaltslage des Landes Berlin zu keinen Ablehnungen gekommen. Es bleibt zu hoffen, dass das Land Berlin aufgrund der überaus guten Erfahrungen und der positiven arbeitsmarktpolitischen Wirkungen der vergangenen Jahre auch zukünftig an diesem bewährten Förderinstrument festhalten wird.

Fehler in einem Firmenfahrzeug, innerhalb kürzester Zeit zu finden. Dieses System der „Akustischen Kamera“ soll in Zusammenarbeit mit interessierten Handwerkern an die Bedürfnisse von Kfz-Werkstätten angepasst werden. Unter dem Motto „Wissenschaft trifft Handwerk“ stand die gemeinsame Informationsveranstaltung mit der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) und der Innung für Metall- und Kunststofftechnik über „Neue Werkstoffe und Technologien in der Präzisionsfertigung“ 16. September 2009 in der BAM. Wissenschaftler vom Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb der TU Berlin und vom Fraunhofer Institut für Produktionstechnik Berlin berichteten Berliner Feinwerktechnikern über ihre neuesten Forschungsergebnisse zur Hochleistungsbearbeitung von und an neuen Werkstoffkonzepten und über moderne Möglichkeiten der Präzisions- und Ultrapräzisionsbearbeitung. Besonders interessant waren für die Handwerker Informationen über die heute bereits erreichbaren Höchstwerte bei Bearbeitungsgeschwindigkeit, Bearbeitungsgenauigkeit und Glätte bei anspruchsvollen Werkstoffen sowie in Berlin neu entwickelte Schneidwerkzeuge aus Keramik. Die BAM stellte den Teilnehmern ihr Referat „Wissenschaftlicher Gerätebau“ vor. In den anschließenden Gesprächen wurden Erfahrungen ausgetauscht und Ansätze für künftige gemeinsame Vorhaben gefunden. Für eine Beteiligung an Wettbewerben (u.a. Innovationspreis Berlin-Brandenburg, Professor-Adalbert-Seifriz-Preis) und an der Internationalen Handwerksmesse München konnten auch im Jahre 2009 Berliner Handwerker gewonnen werden. Die enge Zusammenarbeit mit dem Berliner Netzwerk-Partner eCOMM Berlin des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderten Projektes „Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr“ wurde im Jahre 2009 mit der Mitwirkung in der Veranstaltungsreihe „Femme digitale“ für die Unternehmerfrauen im Handwerk im Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ) fortgesetzt. Mit eCOMM Berlin wurde auch für interessierte Betriebe eine Überprüfung der Funktionalität und Gestaltung ihrer Inter-

net- Auftritte („Website-Checks“) durchgeführt“. Dieses kostenfreie Angebot wird 2010 den Mitgliedern der Handwerkskammer Berlin weiterhin zur Verfügung stehen. Im Jahre 2009 wurden viele Fragen von Mitgliedern der Handwerkskammer zu den Themen „Elektronische Ausschreibung und Vergabe“ und „Digitale Signatur“ beantwortet. Diese Themen gewinnen zunehmend an Bedeutung, da immer mehr Ausschreibungen über das Internet erfolgen. Die Vermittlung von Partnern aus der Wissenschaft gehört auch zum Angebot für Mitglieder der Handwerkskammer Berlin. So konnten für Berliner Handwerker im vergangenen Jahr u. a. Kontakte zur Hochschule für Technik und Wirtschaft und zum Fraunhofer Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration hergestellt werden. Im überregionalen Technologie-TransferNetzwerk der Handwerksorganisation ist die Handwerkskammer Berlin für das Thema „BIM – Building Information Modeling bzw. Bauinformationsmodelle“ verantwortlich. Mit der modellbasierten Planung, Errichtung und Verwaltung von Gebäuden und Anlagen können künftig wie im Maschinen- und Fahrzeugbau starke Synergieeffekte erschlossen werden. Dies wird zu starken Veränderungen auch für das Bau- und Ausbaugewerbe führen. Daher soll für dieses Thema im Rahmen eines Projektes mehrerer Handwerkskammern mit der TU Dresden unter Federführung des HeinzPiest-Institutes (HPI) ein Schulungskonzept für das Handwerk entwickelt werden. Die Handwerkskammer Berlin hatte bereits 2006 dieses Projekt angeregt, Kontakt mit der TU Dresden aufgenommen und an der schließlich im Februar 2009 beim Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) eingereichten Projektskizze mitgewirkt. Die Förderfähigkeit für dieses Vorhaben wurde im November 2009 vom BMBF bestätigt, so dass im Jahr 2010 der Förderantrag gestellt wird. Ein weiteres, künftig auch für das Handwerk bedeutendes Thema ist „Ambient Assisted Living (AAL)“. Das Kürzel AAL steht für das „vernetzte Wohnen bzw. Leben“, wobei Komponenten aus der Elektronik, Mikrosystem- und Informationstechnik in Kombina-

tion mit Dienstleitungsangeboten die Menschen in ihrer individuellen Lebenswelt unterstützen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e. V. sind zu diesem Thema bereits 2008 eine Innovationspartnerschaft eingegangen. Im Rahmen dieser Partnerschaft wurden mehrere Arbeitsgruppen gegründet, welche die breite Einführung von AAL in Deutschland befördern sollen. Die Handwerkskammer Berlin hat am 16. Oktober 2009 in Frankfurt/Main an der Gründung der Arbeitsgruppe Informationstechnik (IT) teilgenommen und auf die Notwendigkeit der Einbeziehung des Handwerks hingewiesen. Auch Im Jahre 2009 wurden mehrere Handwerker bei ihrer Innovationstätigkeit unterstützt. In Gesprächen mit der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen ist weiterhin die Gründung einer Berliner Einrichtung für die umfassende Betreuung von freien Erfindern und Handwerkern angeregt worden, welche nicht über eigene Kapazitäten für die Verwertung ihrer Erfindungen verfügen. Die Handwerkskammer Berlin wurde im Bewilligungsausschuss des „Programms zur Förderung von Forschung, Innovationen und Technologien (ProFIT)“ des Landes Berlin vertreten. Die Stelle wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie gefördert.

Umwelt- und Arbeitsschutzberatung
Dr. Martin Peters Tel.: 030/25903-460 Im abgelaufenen Jahr wurden neben zahlreichen telefonischen Kurzberatungen 72 ausführliche Beratungen zu den Themen Umwelt- und Arbeitsschutz in Berliner Handwerksbetrieben durchgeführt. Das bedeutet erneut eine Steigerung, und zwar um zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dabei war wieder ein sehr breites Spektrum an Fragen aus allen Themenbereichen des Umwelt- und Arbeitsschutzes vertreten. In der zweiten Jahreshälfte stand das Thema Um-

Handwerkskammer Berlin
weltzone erneut stark im Vordergrund, da die geplante Umsetzung der zweiten Stufe mit Fahrverboten für Fahrzeuge mit roten und gelben Plaketten in der Berliner Innenstadt zu Beginn des Jahres 2010 einen hohen Beratungsbedarf verursachte. Durch eine gute inhaltliche und organisatorische Abstimmung mit der Kfz-Innung konnte der hohe Informationsbedarf der Betriebe im Regelfall gut abgedeckt werden. Daneben ist das Interesse der Betriebsinhaber an Instrumenten des Umweltmanagements in der betrieblichen Praxis weiterhin hoch. Dazu sind aber Kenntnisse des Beraters in den jeweiligen Branchen erforderlich, da nur unter dieser Voraussetzung eine kompetente Beratung zu den jeweiligen fachspezifischen Themen möglich ist. Berliner Umweltzone Bereits zu Beginn des Jahres zeichnete sich ab, dass die Umweltverwaltung auch von der geringen Wirkung der ersten Stufe der Umweltzone nicht davon abzubringen war, die zweite Stufe mit Fahrverboten für Fahrzeuge mit roten (Euro2/II) und gelben (Euro 3/III) Plaketten zu Beginn des Jahres 2010 umzusetzen. Damit behält das Land Berlin zum Thema Feinstaub bundesweit eine Vorreiterrolle bei, die durch die Konzentration dieses Schadstoffs an den Berliner Messstellen nicht zu rechtfertigen ist. Die Aktivitäten der Umweltberatung der Kammer konzentrierten sich deshalb darauf, für diese beiden Fahrzeuggruppen Ausnahmeregelungen auszuhandeln, die möglichst vielen Handwerksbetrieben die Weiternutzung ihrer Fahrzeuge ermöglicht. Kernstück war hierbei eine Regelung für Fahrzeuge, denen weiterhin keine Nachrüstmöglichkeit mit Partikelfilter zur Verfügung steht. Insbesondere für die große Zahl von Fahrzeugen mit gelber Plakette konnte eine Regelung erreicht werden, die eine halterunabhängige Nutzung bis zu dem Zeitpunkt ermöglicht, zu dem ein Partikelfilter tatsächlich zum Einbau zur Verfügung steht. Als problematisch erwies sich die Kommunikationspolitik der Senatsverwaltung für Umweltschutz, die sehr lange an der Position festhielt, dass tatsächlich für fast alle Fahrzeuge Filtersysteme zu Verfügung stehen würden. Damit wurde die Zahl der Anträge auf Ausnahmeregelungen deutlich unterschätzt, was zu einem Bearbeitungsstau am Jahresende führte. Die unbefriedigende Kommunikation bei der Möglichkeit von Ausnahmegenehmigungen führte zu einem hohen Beratungsbedarf bei den Handwerksbetrieben, den Handwerkskammer und Innungen kaum decken konnten. Projektstart von „Haus sanieren – profitieren!“ Im Februar 2009 wurde auch in Berlin die Kampagne „Haus sanieren – profitieren!“ gestartet. Im Rahmen der Kampagne wird Eigentümern von Ein- und Zweifamilienhäusern ein kostenloser Energie-Check über den Zustand ihrer Gebäude angeboten und der Sanierungsbedarf ermittelt. Im Laufe des Jahres haben sich mehr als 100 Berliner Handwerksbetriebe im Rahmen der Kampagne weitergebildet. Nach erfolgreichem Abschluss der Weiterbildung bieten diese Betriebe ihre kostenlose Dienstleistung in der bundesweiten Datenbank im Internet unter www.sanieren-profitieren.de an. Durch die unmittelbare Nähe zum Kunden sind Handwerker oft die ersten Ansprechpartner, wenn es um Energieeinsparung geht. Der Energie-Check ist eine Chance,

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einerseits einen Beitrag zu mehr Energieeffizienz und zum Klimaschutz zu leisten und andererseits Wachstum und Beschäftigung der Handwerksunternehmen zu sichern. Klimaschutzgesetz Ein im März 2009 bekannt gewordener Entwurf für ein Berliner Klimaschutzgesetz stieß insbesondere in der Berliner Wohnungswirtschaft aber auch im Berliner Handwerk auf Kritik. Diese bezog sich nicht auf die grundsätzlichen Ziele sondern auf die Instrumente des Gesetzes. Die federführende Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz modifizierte daraufhin bis zum Juli den Entwurf, ohne die kritisierten Punkte entscheidend zu verändern. In einer gemeinsamen Stellungnahme von Handwerkskammer und IHK im August wurden diese ausführlich dargestellt. So wurde beispielsweise kritisiert, das Heizungen nicht abhängig von Leistungsparametern sondern automatisch nach Ablauf von 20 Jahren erneuert werden müssten. Der vorliegende Gesetzentwurf hätte auch zu einer Bevorzugung mit Fernwärme versorgter Gebäude geführt, die für den Wettbewerb der Energieträger in der Wärmeversorgung problematische Auswirkungen gehabt hätte. Durchführungsverordnung des Landes zur Energieeinsparverordnung Die Übergangsvorschriften der Durchführungsverordnung des Landes zur Energieeinsparverordnung (EnEV-DVO 2008) sind 2009 ausgelaufen. Die in der Praxis festzustellenden Umsetzungsdefizite und die Novellierung der EnEV 2009 auf Bundesebene waren für die Handwerkskammer und andere Akteure auf diesem Gebiet ein Anlass, um im März in einem gemeinsamen Brief an die zuständige Senatorin auf diese Problematik hinzuweisen und die Unterstützung bei einer Modifizierung des Verfahrens anzubieten. Aus Sicht der Kammer besteht bei der Einhaltung der bundes- und landesrechtlichen Vorschriften zum Klimaschutz im Land Berlin ein erhebliches Informations- und Vollzugsdefizit, das sich negativ auf die Branchen des Bau- und Ausbaugewerbes auswirkt. Deshalb ist eine verbesserte Information der Bauherren aber auch ein unbürokratischer aber effektiver Vollzug der gesetzlichen Regelungen notwendig, um

klimaentlastende Maßnahmen möglichst wirtschaftlich umzusetzen. Im Dezember hat die Stadtentwicklungsverwaltung den Entwurf einer veränderten EnEV-DVO vorgelegt. Eine Möglichkeit zur Stellungnahme der Handwerkskammer war dazu zunächst nicht vorgesehen. Über die Initiative Klimaschutz und Beschäftigung hat sich die Kammer trotzdem in die Diskussion eingebracht. Der von der Verwaltung vorgelegte Entwurf entschärft einige Absurditäten der Vorgängerversion, löst aber viele der Probleme des Vollzugs nicht befriedigend. Trotzdem wurde zum Jahreswechsel eine veränderte EnEV-DVO in Kraft gesetzt. Die Zusage der Senatsverwaltung, 2010 einen Dialogprozess zu diesem Thema mit allen Akteuren in Gang zu setzen, schafft die Hoffnung, in diesem für Klimaschutz und Handwerk so wesentlichen Feld Fortschritte zu erzielen.

systeme, im Aufgabenfeld von ZDH-ZERT GmbH hat sich in 2009 im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Mit der Akkreditierung für die Begutachtung nach der DIN EN ISO 14001 im Umweltmanagement wurde das Geschäftsfeld 2009 weiter ausgebaut. ZDH-ZERT GmbH als Zertifizierer des deutschen Handwerks konnte seine Position unter den zehn größten deutschen Zertifizierern in 2009 festigen. Der Umfang der Erstzertifizierung bei der Geschäftsstelle Berlin wurde im Vergleich zum Vorjahr ausgebaut. ZDH-ZERT GmbH hält zur Zeit ca. 1200 Zertifikate aufrecht, davon entfallen ca. 200 auf die Geschäftsstelle bei der Handwerkskammer Berlin. Drei Mitarbeiter der Handwerkskammer Berlin stehen weiterhin ZDH-ZERT als Leitende Auditoren zur Verfügung, die im Berichtszeitraum ca. 50 Zertifizierungsverfahren bundesweit durchgeführt haben. Die Betriebsberatung der Handwerkskammer Berlin bietet darüber hinaus Beratungen zur Einführung eines Qualitätsmanagementsystem an. Bei eingeführten Qualitätsmanagementsystemen Berliner Handwerksbetriebe erfolgte eine Unterstützung zur Aufrechterhaltung und Verbesserung der Systeme. Die Bedeutung von zertifizierten Qualitätsmanagementsystemen wird von den Betrieben weiterhin sehr positiv bewertet. Im Zyklus der Zertifizierungsverfahren konnten die Betriebe z. B. ihre Ablauforganisation optimieren und transparenter gestalten, die Lei-

ZDH-ZERT GmbH
Andreas Weise Tel.: 030/25903-465 ZDH-ZERT GmbH konnte sein Zertifizierungsgeschäft im Jahr 2009 um ca. zehn Prozent bezogen auf die Auftragsanzahl erhöhen. Die an die Geschäftsstelle Berlin gestellten Zielsetzungen konnten erfüllt werden, dies war auch verbunden mit einer Steigerung der Erlössituation. Die Nachfrage nach Zertifizierungsleistungen, insbesondere integrierter Management-

Handwerkskammer Berlin

Vollversammlung

Präsident Stephan Schwarz -223
Berlin-Brandenburgisches Handwerk Jahresbericht Elke Sarkandy -230 Pressestelle/ Öffentlichkeitsarbeit Susan Shakery -234 Sekretariat Sabine Schultz -224; Birgit Wittenberg -222

Vorstand

Arbeitskreise

Hauptgeschäftsführer Jürgen Wittke -221

Geschäftsführer Ulrich Wiegand -348

Recht/Gewerbeangelegenh. Bildung/Bildungszentren Personal/Verwaltung Hans-Walter Richter -314 Angela Bartsch-Widmaier -100 Ulrich Wiegand -348
Personal: Carola Rieck -313 ehrenamtl. Richter: Monika Bajerowicz -302 zentrale Beschaffung (inkl. Literatur): Frank-Thomas Raabe -309 Finanzen/Haushalt (inkl. öffentl. Mittel): Frank-Thomas Raabe -309 soziale Fragen, Versorgungswerke: Hans-Walter Richter -314 EDV (inkl. Archiv): Rüdiger Nathusius -316 Beiträge: Claudia Kautz -315 Handwerksrolle: Ines Skupin -107 Gewerbeangelegenheiten: Clemens Fritzsche -104 Innungswesen: Renate Ehrich -353 verwaltungsrechtliche Streitigkeiten: Angela Bartsch-Widmaier -100 Rechtsberatung: Petra Heimhold -391 Sachverständigenwesen: Petra Heimhold -391 Beschwerdewesen: Angela Born -352 rechtliche Grundsatzfragen: Angela Bartsch-Widmaier -100 Bildungspolitik: Ulrich Wiegand -348 Lehrlingsrolle und Statistik: Nicole Piske -335 Prüfungen (insb. Rechtsfragen): Konstanze Mühleck-Zwahr -341 Bildungsberatung: Katharina Schumann -343 Berufliche Orientierung in Berlin (BOB): Margarete Alshut -364 U40 – Handwerk bildet aus: HMarkus Klier -336 Förderung der Berufsausbildung im Land Berlin (FBB): Norman Popp -381 Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ): Karin Klawe -403 Bildungs- und Innovationszentrum Bernau-Waldfrieden (BIZWA): Gregor Schöning 03338/3944-15 Kompetenzzentrum Zukunftstechnologien im Handwerk: Dr. Jost-Peter Kania -454

Gewerbeförderung Rüdiger Grübler -466
Betriebsberatung a) kaufmännisch: Georg Klasmann -474 b) technisch: N.N. c) Kredite u. öffentliche Mittel: Martin Klinn -471 überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (öffentliche Mittel): Ellen Rohde -355 Hochschulkontakte: Rüdiger Grübler -466

Wirtschaftspolitik Arne Lingott -359
Planung, Bau, Verkehr: Svend Liebscher -357 Umweltschutz: Dr. Martin Peters -460 Technologietransfer: Siegfried Ulrich -392 Europa Gisela Greiner -362

Hausverwaltung/ Baumaßnahmen: Monika Bajerowicz -302

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stungsqualität steigern, die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit erhöhen und die Nachweissicherheit verbessern. Der Anteil der Betriebe, die mit dem Zertifizierungsnutzen unzufrieden sind, ist weiterhin sehr gering.

Kammer und Innungen
Mitarbeiter der Handwerkskammer Berlin Der Stellenplan wies 2009 insgesamt 164 Stellen (Vorjahr 158) aus. Die Erhöhung ist zum einen projektbedingt. Diese Stellen werden im Wesentlichen durch öffentliche Fördermittel finanziert. Zum anderen befanden sich elf (Vorjahr: acht) Mitarbeiter in der Freistellungsphase der Altersteilzeit, die teilweise durch neues Personal ersetzt wurden. Von den elf Mitarbeitern in Altersteilzeit traten wiederum im Laufe des Berichtsjahres sechs Personen die Rente an, sodass für die Handwerkskammer insoweit keine weiteren Personalkosten entstehen. In der Verwaltung der Handwerkskammer Berlin sind nunmehr 96 Arbeitsplätze (Vorjahr 91) vorhanden, im Bildungs- und Technologiezentrum wurden unverändert 37, in der Bildungsstätte Bernau/Waldfrieden 15 Arbeitnehmer (Vorjahr 14) beschäftigt. In der Betriebsberatung arbeiteten weiterhin 13 Mitarbeiter. Im Bereich „Berufsbildung in Berlin“ sind wie im Vorjahr drei Arbeitnehmer tätig. Die Kammer bildet nunmehr sieben kaufmännische Lehrlinge (Vorjahr: sechs) aus. Bei den gewerblichen Auszubildenden waren 179 (Vorjahr: 217) geplant. Tatsächlich wurden 2009 sogar 186 Ausbildungsverträge abgeschlossen. Vollversammlungen Im Berichtsjahr 2009 trafen sich die Mitglieder der Vollversammlung der Handwerkskammer Berlin im Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ) zu drei ordentlichen Vollversammlungen. Am 27. April fanden zwei Vollversammlungen statt, am 23. November 2009 tagte die turnusmäßige Herbst-Vollversammlung. Bei der 125. Vollversammlung am 27. April stellte Handwerkskammerpräsident Stephan Schwarz die überraschend positiven Ergebnisse aus dem Wirtschaftsbericht Frühjahr 2009 vor: Trotz der Finanzkrise gab es kei-

Am 23. November ehrte die Vollversammlung Tischlermeister Joachim Peters (2. v. r. ) und Zweiradmechanikermeister Bernhard Klose (2. v. l.) mit der „Goldenen Ehrennadel”. Präsident Stephan Schwarz (l.) und Hauptgeschäftsführer Jürgen Wittke (r.) gratulierten herzlich.

nen drastischen Beschäftigungsabbau im Handwerk. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Beschäftigten um 2,3 Prozent. Im Frühjahr des Vorjahres gab es noch ein Minus von 2,8 Prozent. Zudem wirkte sich die Besorgnis der Betriebe über die Krise nicht auf ihre Bereitschaft zur Ausbildung aus, betonte Schwarz. Nur sieben Prozent der Unternehmen gingen davon aus, dass sie weniger Plätze zur Verfügung stellen können. Stephan Schwarz sprach von einer Schockwelle, die die Finanzkrise weltweit nach sich ziehe, Anlass zur Schwarzmalerei sehe er aber nicht. Die Berliner Wirtschaftsstruktur sei klein- und mittelständisch geprägt und nicht so stark auf den Export angewiesen. Die 126. Vollversammlung, die direkt im Anschluss stattfand, wählte einen neuen Vorstand. Ihm gehören sechs Arbeitgebervertreter und drei Arbeitnehmervertreter an. Stephan Schwarz wurde einstimmig für weitere fünf Jahre in seinem Amt als Präsident bestätigt. Ebenso wurden auch Vizepräsident Erwin Kostyra und Arbeitnehmer-Vizepräsident Joachim Fichtner wiedergewählt. Auf der Seite der Arbeitgeber bewarben sich sechs Kandidaten für den Vorstand, mehrheitlich gewählt wurden Bäckermeister Hans-Joachim Blauert, Kfz-Techniker und Dipl.-Ing. Anselm Lotz, und Stuckateurmeister Klaus-Dieter Müller und Friseurmeister

Jan Kopatz. Auf der Arbeitnehmerseite wurden die Vorstandsmitglieder Wolf-Peter Niesel (Bäcker) und Karsten Berlin (Maler und Lackierer) mit großer Mehrheit bestätigt. Auch bei der 127. Vollversammlung am 23. November 2009 stand die Wirtschaftsund Finanzkrise im Mittelpunkt der Diskussion. „Der Tiefpunkt scheint überwunden zu sein“, fasste Präsident Stephan Schwarz die gemeinsame Konjunkturumfrage von Handwerkskammer Berlin und IHK Berlin zusammen. Der Konjunkturklimaindex, der die gegenwärtige Geschäftslage und die Erwartungen abbildet, bewegte sich zu diesem Zeitpunkt mit 100 Punkten wieder auf neutralem Niveau. Gesamtwirtschaftlich betrachtet war das im Vergleich zum Jahresbeginn ein Plus von 13 Punkten. Als Hoffnungsträger im Handwerk bezeichnete Schwarz den Klimaschutz. Vor allem im Bereich der energetischen Gebäudesanierung spiele das Handwerk eine wichtige Rolle. Ausführlich vorgestellt wurde auch die große Imagekampagne des deutschen Handwerks, die Ende Januar 2010 mit großem medialem Echo gestartet war. Die Mitglieder der Vollversammlung verabschiedeten außerdem das ausformulierte Leitbild. Es schreibt die Grundsätze und die Philosophie fest, nach denen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Handwerkskam-

Handwerkskammer Berlin
mer Berlin arbeiten und dient als Orientierung nach innen und außen. Obermeisterkonferenz Die Obermeister und Geschäftsführer der Innungen und Vorsitzenden der handwerksähnlichen Gewerbe tagten im Berichtsjahr einmal. Sie kamen am 7. Dezember 2009 zusammen und berieten über aktuelle handwerkspolitische und wirtschaftliche Themen. Wichtigster Tagesordnungspunkt war dabei die Imagekampagne des deutschen Handwerks, die mit einem TV- und Kinospot, verschiedenen Plakatmotiven, Autoaufklebern sowie einer eigenen Internetplattform im Januar 2010 an den Start ging. Weiterhin informierten sich die Teilnehmer über die Einführung der zweiten Stufe der Umweltzone zum 1. Januar 2010. Die Handwerkskammer hatte zuvor in langen Verhandlungen mit dem Berliner Senat etliche Ausnahmeregelungen für ihre Mitgliedsbetriebe durchsetzen können, so dass diese nicht so hart von den strengeren Fahrverboten in der Umweltzone betroffen sind, wie lange befürchtet wurde. Ehrungen Am 27. April 2009 wurde Werner Brands für seine langjährige und erfolgreiche ehrenamtliche Tätigkeit im Handwerk ausgezeichnet. Der Ehrenobermeister der Malerund Lackiererinnung Berlin und Ehren-Landesinnungsmeister des Landes-Innungsverbandes Berlin-Brandenburg erhielt die Goldene Ehrennadel der Handwerkskammer Berlin. Am 23. November 2009 ehrte die Vollversammlung zwei verdiente Handwerksmeister mit der Goldenen Ehrennadel. Tischlermeister Joachim Peters arbeitete mehr als 30 Jahre lang als Mitglied des Meisterprüfungsausschusses für das Tischlerhandwerk. Die Lehrlings- und Meisterausbildung sind für ihn seit je her eine Herzensangelegenheit. Zweiradmechanikermeister Bernhard Klose ist Gründungsmitglied der Zweiradmechaniker-Innung Berlin. 1996 baute er die Ausbildungsstätte in Dahlem auf, deren Leiter er 1997 wurde. Er engagiert sich u.a. als Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses im Bundesinnungsverband und ist Präsident des Zweiradverbandes Nord-Ost.

Malermeister Werner Brands (l.) wurde für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit von Präsident Stephan Schwartz mit der „Goldenen Ehrennadel” ausgezeichnet 50 51

Leitbild der Handwerkskammer Berlin
(Am 23. November 2009 durch die Vollversammlung beschlossene Fassung) Mit diesem Leitbild formuliert die Handwerkskammer Berlin die Grundsätze für ihre Arbeit, die sowohl der Orientierung nach innen als auch der Selbstdarstellung nach außen dienen sollen. Sie haben eine langfristige Gültigkeit und werden im Rahmen der Strategieplanung der Handwerkskammer in messbare Ziele konkretisiert und umgesetzt.

wirken wir ein positives Bild des Handwerks und dessen wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Bedeutung. Dabei nutzen wir die vielfältigen Möglichkeiten, die uns der Medienstandort Berlin bietet.

Attraktive Dienstleistungen
Beratung, Bildung und Serviceleistungen Unseren Mitgliedern und Kunden bieten wir ein breites Spektrum praxisnaher, individueller Beratungen, Bildungsmaßnahmen und Serviceleistungen an. Diese erbringen wir mit Fachleuten kompetent und unabhängig. Damit Betriebe auch zukünftig im Wettbewerb bestehen können, entwickeln wir unsere Angebote bedarfsgerecht zum Nutzen unserer Kunden weiter. Mit unseren Bildungszentren sind wir einer der führenden Anbieter handwerksbezogener Aus-, Fort- und Weiterbildungslehrgänge. Controlling der Ziele Wir informieren die Mitglieder über unsere Angebote und gewährleisten ein breites Leistungsspektrum. Wir stellen uns dem kritischen Blick von innen und außen, messen unsere Ergebnisse, kontrollieren die Zielerreichung, holen uns von unseren Kunden Feedback und lassen die Qualität unserer Arbeitsprozesse im Rahmen der Zertifizierung nach DIN ISO 9001 regelmäßig extern überprüfen.

Unser Selbstverständnis
Selbstverwaltung des Handwerks Wir, die Handwerkskammer Berlin, sind die als Körperschaft des öffentlichen Rechts organisierte Selbstverwaltung des Handwerks mit einem derzeitigen Mitgliederbestand von mehr als 32.000 Betrieben mit ihren über 200.000 Mitarbeiterinnen, Mitarbeitern und Lehrlingen. Zentraler Ansprechpartner Wir sind der zentrale Ansprechpartner für das Handwerk in Berlin, vertreten dessen Interessen, übernehmen im Rahmen der Selbstverwaltung vom Staat übertragene, insbesondere hoheitliche Aufgaben, bieten den Betrieben Beratungs- und Serviceleistungen und engagieren uns in der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Standort Berlin Wir nutzen die räumliche Nähe und unsere vielfältigen Beziehungen zu den handwerklichen Spitzenorganisationen und zur Politik und verhelfen dadurch unseren Anliegen zum Erfolg. Wir sehen uns der besonderen Herausforderung gegenüber, in Berlin als einer Stadt mit ca.180 Nationalitäten die Vielfalt als Potenzial zur Fachkräftesicherung im Handwerk zu nutzen. Die Stärkung der Identifikation unserer Mitglieder mit ihrer Kammer und die Zufriedenheit unserer Kunden sind uns ein zentrales Anliegen. Wir überzeugen durch eine konsequente Dienstleistungsorientierung sowie durch die Qualität unserer Arbeit.

Erfolgreiche Interessenvertretung
Förderung der Handwerkswirtschaft Wir vertreten die Gesamtinteressen des Berliner Handwerks und setzen uns engagiert für die Wettbewerbsfähigkeit der Handwerksbetriebe und die Verbesserung der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen ein. Im Umweltschutz sehen wir für das Handwerk sowohl Notwendigkeit als auch eine immer größer werdende Chance, deren Nutzung wir aktiv unterstützen. Wir unterstützen die duale Berufsausbildung im Berliner Handwerk. Der Meisterbrief als das zentrale Qualifizierungsziel im Handwerk hat auch in Zukunft wesentliche Bedeutung für uns. Themenführerschaft Wir erkennen und analysieren Trends und Problemfelder frühzeitig, erarbeiten eigene Standpunkte und Lösungsvorschläge und streben bei wesentlichen Handwerksinhalten die Themenführerschaft an. Aktive Öffentlichkeitsarbeit Durch eine aktive Öffentlichkeitsarbeit be-

Praxisnahe Selbstverwaltung
Ehrenamtliches Engagement Unsere Mitglieder nehmen über die Vollversammlung und den von ihr gewählten Vorstand direkten Einfluss auf die Ausrichtung und die Politik der Handwerkskammer. Sie engagieren sich ehrenamtlich in zahlreichen Gremien und Ausschüssen. Die Beteiligung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern in der Selbstverwaltung der Handwerkswirtschaft sichert Mitbestimmung und Interessenausgleich und ist die

Handwerkskammer Berlin
Voraussetzung für die Vertretung der Gesamtinteressen des Handwerks. Transparente Verfahren und Entscheidungen Die uns vom Staat übertragenen hoheitlichen Aufgaben erfüllen wir unternehmensnah. Verfahren und Entscheidungen gestalten wir transparent und nachvollziehbar. Diese handeln kostenbewusst und erfüllen ihre Aufgaben eigenverantwortlich und kundenfreundlich. Sie gewährleisten einen zeitnahen Informationsaustausch und arbeiten im Team sowie abteilungsübergreifend effizient und zielorientiert zusammen. Identifikation mit der Handwerkskammer Unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist bewusst, dass sie mit ihrem Verhalten zum öffentlichen Ansehen und zum gemeinsamen Erfolg der Handwerkskammer beitragen. Sie identifizieren sich mit ihrer Handwerkskammer, entwickeln ihre Potenziale kontinuierlich weiter und pflegen einen Umgang, der geprägt ist von gegenseitigem Respekt, Kollegialität und Wertschätzung. ihnen regelmäßig Feedback, anerkennen gute Leistungen und sind sich in dem, was sie tun, ihrer Vorbildrolle bewusst. Vorgesetzte binden ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Prozesse mit ein, in deren Rahmen sie zeitnah und begründet Entscheidungen treffen. Gezielte Personalentwicklung Personalentwicklung ist für alle Vorgesetzten in der Handwerkskammer Berlin eine zentrale Führungsaufgabe. Durch regelmäßige Qualifizierung Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen sie sicher, dass deren Potenziale genutzt, gestärkt und weiterentwickelt werden, sodass auch in Zukunft ein leistungsfähiges Team in der Handwerkskammer arbeitet.

Mit Partnern gemeinsam zum Erfolg
Konstruktive Zusammenarbeit Wir arbeiten auf regionaler, überregionaler und internationaler Ebene mit anderen Organisationen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft eng zusammen. Dies sind insbesondere die Innungen und Fachverbände, die Spitzenorganisationen der Wirtschaft, die anderen Handwerkskammern, die Industrie- und Handelskammern, die Gewerkschaften sowie die öffentlichen Verwaltungen. Unsere Beziehungen zu ihnen gestalten wir verlässlich und fair. Durch eine intensive, dialogorientierte Zusammenarbeit stärken wir die Innungen und Fachverbände.

Unsere Führungsprinzipien
Delegation von Verantwortung Die Vereinbarung von Zielen und eine weitreichende Delegation von Verantwortung sind die Grundlagen des Führungskonzepts in der Handwerkskammer. Vorgesetzte fordern und fördern die berufliche Qualifikation, die Motivation und die Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie geben

Finanzmittel
Die uns anvertrauten und selbst erwirtschafteten Finanzmittel verwenden wir verantwortungsbewusst, sachgerecht und effizient. Dieses Leitbild wurde von einer Arbeitsgruppe aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Handwerkskammer Berlin erarbeitet, in der Mitarbeiterschaft diskutiert und vom Vorstand/von der Vollversammlung beschlossen. Es ist die Grundlage effektiven Handelns aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der Führungskräfte, des Vorstandes und der weiteren Ehrenamtlichen.

Engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Motiviert und kompetent Entscheidend für unseren Erfolg sind die motivierten und kompetenten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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Partnerorganisationen
Hand in Hand: Starke Partnerschaften dienen dem Wohl des Gesamthandwerk. Die Handwerkskammer Berlin kooperiert mit zahlreichen Organisationen und Verbänden, um Service und Dienstleistungsangebot noch zielgerichteter und effektiver auf ihre Mitglieder abstimmen zu können.

Partnerorganisationen
Berlin Partner GmbH
Der Außenwirtschaftsbereich von Berlin Partner organisierte unter anderem gemeinsam mit der IHK eine erfolgreiche Unternehmerreise mit Wirtschaftskonferenz zum Thema „Erneuerbare Energien“ in Istanbul. Das Wirtschafts- und Wissenschaftsprogramm der Asien-Pazifik-Wochen Berlin 2009 zog mehr als 5.000 Besucher und hochrangige Gäste aus dem südostasiatischen Raum an. Höhepunkte des Standortmarketings waren neben der Imagekampagne be Berlin auch die Leichtathletik-WM. 2009 ging die Hauptstadtkampagne be Berlin international auf Tour und veranstaltete „Berlin Days“ unter anderem in New York, Istanbul und Kopenhagen. Im kommenden Jahr wird eine Standortpräsentation im Rahmen der EXPO 2010 in Shanghai einer der Schwerpunkte sein. Weitere Höhepunkte waren die vielbeachtete Berliner Rede des Bundespräsidenten zur Verantwortung der Wirtschaft in der Finanzkrise („Die Glaubwürdigkeit der Freiheit“), das Berliner Hoffest des Regierenden Bürgermeisters mit mehr als 4.000 Gästen und das Gala-Diner der „Berliner Meisterköche“ im Hotel InterContinental. Vertretern aus Wirtschaft und Politik boten diese Veranstaltungen die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen oder zu intensivieren. Die Zahl der Berlin-Partner blieb mit 169 Unternehmen aus der privaten Wirtschaft und 28 wissenschaftlichen Einrichtungen auf hohem Niveau stabil. René Gurka, Geschäftsführer der Berlin Partner GmbH: „Berlin als Wirtschaftsstandort und Stadt, in der man gerne lebt, ist auch im Krisenjahr 2009 attraktiv geblieben. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Berlin Partner GmbH haben dafür engagiert gekämpft. Denn wir lieben und wir leben Berlin!“

BGZ Berliner Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit mbH

Berlin hält sich stabil in globaler Krise Die Berlin Partner GmbH hat ihre Bilanz in Unternehmensansiedlung, Außenwirtschaftsförderung und Hauptstadt-Marketing für das Jahr 2009 vorgelegt. Nach wie vor ist Berlin als Standort für Unternehmensansiedlungen gefragt. Die Zahl der erfolgreichen Ansiedlungs- und Expansionsprojekte betrug trotz der schärfsten weltweiten Rezession seit der Weltwirtschaftskrise immer noch 77, das sind rund zwei Drittel des Vorjahres. Allerdings waren die Vorhaben deutlich kleiner, sodass im ablaufenden Jahr für Berlin 2.020 neue Arbeitsplätze mit einer Gesamtinvestitionssumme von 139 Millionen EUR akquiriert werden konnten. Bezieht man alle Ansiedlungsprojekte mit ein, an denen Berlin Partner gemeinsam mit der ZukunftsAgentur Brandenburg (ZAB) erfolgreich gearbeitet hat, sind es sogar 85 Unternehmen und 2.300 neue Arbeitsplätze für die Hauptstadtregion. Die Gesamtsumme der geplanten Investitionen beträgt 162 Millionen EUR. In der zweiten Hälfte dieses Jahres baute Berlin Partner ein neues Angebot für in Berlin ansässige Unternehmen auf, den Unternehmensservice. Künftig werden im Auftrag des Senats somit alle Unternehmen aus einer Hand betreut, ganz gleich, ob sie bereits lange in Berlin ansässig sind oder sich gerade erst ansiedeln. Dazu werden ab Januar 2010 die ersten Beraterinnen und Berater von Berlin Partner die Büros für Wirtschaftsförderung in den 12 Berliner Bezirken unterstützen. Auch die in der Vergangenheit nur für Unternehmensansiedlung tätigen Branchenteams am Hauptsitz von Berlin Partner im Ludwig Erhard Haus werden personell verstärkt. Künftig werden sie bezirksübergreifend strategisch wichtige Unternehmen aus Wachstumsbranchen in ihrer Expansion, aber auch im Krisenfall unterstützen.

Die BGZ ist eine gemeinnützige Berliner Gemeinschaftseinrichtung von Wirtschaft und Staat zur Umsetzung von Projekten der internationalen Zusammenarbeit. Träger sind das Land Berlin und die Handwerkskammer Berlin. Die BGZ wird institutionell über die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen gefördert. Expertinnen und Experten in den Bereichen Berufsbildung, Entwicklungspolitik, Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Beschäftigung konzipieren gemeinsam mit Berliner Partnern Projekte im In- und Ausland. Thematische Schwerpunkte sind die Förderung von KMU, berufliche Bildung, Integration von Migrantinnen und Migranten sowie Verwaltungskooperationen. Seit 2000 hat die BGZ hat mehr als 50 Projekte mit Beteiligung des Berliner Handwerks erfolgreich durchgeführt. Über 650 Vertreter von kleinen und mittelständischen Unternehmen aus Berlin waren Begünstigte dieser Projekte: Sie nahmen an Austauschprojekten teil, konnten Lehr- und Lernmaterialien nutzen oder an Schulungen teilnehmen. Schwerpunkte 2009 waren Projekte zur nachhaltigen Verankerung von innovativen Inhalten und Kompetenzstandards im Bereich der beruflichen Bildung in folgenden Themenfeldern: energiesparendes Bauen,

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globales Lernen, Gesundheit sowie berufliche Integration von Migrantinnen und Migranten. So wurde mit Beteiligung der Handwerkskammer Berlin das Projekt Ko – Transfer begonnen, bei dem es um den Transfer innovativer europäischer Qualifizierungsund Zertifizierungskonzepte für energiesparendes Bauen geht. Ko-Transfer setzt das erfolgreiche BGZ-Projekt „Umbau und Ko – Umweltgerechtes Bauen mit Kompetenz“ fort, an dem die HWK ebenfalls beteiligt war und das im Oktober den Leornado-Preis 2009 erhalten hat. Im Rahmen von „Going Europe“ erhielten 52 Berliner Handwerker und Innungsvertreter Gelegenheit zu einwöchigen Seminaren im Ausland. Vertreter der Gesundheitsgewerke informierten sich in Amsterdam über das niederländische System der beruflichen Bildung. Die Friseur-Innung sowie die Bäcker- und Konditoren-Innung waren zum Erfahrungsaustausch in Polen. Integriert in die Feierlichkeiten zum 20jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft Berlin-Istanbul fand ein Seminar zum Thema Umweltschutz in den Bau- und Ausbauberufen statt. Ebenfalls 2009 startete das von der BGZ koordinierte Projekt „Einsatz Berlin – Perspektiven für junge Menschen bei der Feuerwehr“ im Projektverbund mit der Berliner Feuerwehr und der Handwerkskammer Berlin. Erprobt wird ein neuer zweistufiger Zugangsweg zur Berliner Berufsfeuerwehr. Dem regulären feuerwehrtechnischen Vorbereitungsdienst ist eine 18-monatige – von der Handwerkskammer Berlin durchgeführte – handwerklich-technische Grundqualifizierung in den Bereichen Holz, Metall, Elektro- und Installationstechnik vorgeschaltet. Das Projekt ist offen für Jugendliche mit mittlerem Schulabschluss (ohne abgeschlossene Berufsausbildung), jedoch sind insbesondere junge Menschen mit Migrationshintergund angesprochen, da diese Gruppe zurzeit in der Feuerwehr noch unterrepräsentiert ist und es Ziel des Projektes ist, deren Anteil zu erhöhen.

Die Innungskrankenkasse Brandenburg und Berlin

Unterstützt wurde die IKK auch 2009 wieder durch eine starke, verantwortungsbewusste Selbstverwaltung, an deren Spitze zum Jahresende 2009 ein neuer Vorsitzender auf Versichertenseite gewählt wurde: Uwe Ledwig, Geschäftsführer der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten BerlinBrandenburg, wird ab 2010 gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Arbeitgeberseite, Nikolaus Chudek, die Arbeit des IKK-Verwaltungsrates koordinieren. Detlef Baer, der bisherige langjährige Vorsitzende des Verwaltungsrates auf der Versichertenseite, erlangte 2009 ein Mandat im brandenburgischen Landtag und wird sich künftig auf diese neue Rolle konzentrieren.

Die IKK Brandenburg und Berlin hat das Jahr eins nach Einführung des Gesundheitsfonds, des bundesweit einheitlichen Beitragssatzes und des neuen Risikostrukturausgleichs (Morbi-RSA) im deutschen Gesundheitswesen bestens überstanden. Bilanz und Aussichten können sich sehen lassen: Im Mittelpunkt des unternehmerischen Planens und Handelns standen die Vermeidung eines Zusatzbeitrages und die nachhaltige Stabilisierung der Kasse als eigenständige, starke Versorgerkasse am regionalen Gesundheitsmarkt, ohne fusionieren zu müssen. Diese Hauptziele des Jahres 2009 wurden ohne alle Abstriche erreicht – die IKK Brandenburg und Berlin steht am Ende des Jahres 2009 finanziell solide, mit einem im Wettbewerb überaus günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis am Markt. Auch im gesamten Jahr 2010 wird die IKK keinen Zusatzbeitrag erheben müssen. Gleichberechtigt neben dem Finanzaspekt standen auch 2009 wieder der Blick auf die umfassende Versorgung der IKK-Versicherten – und das Ziel, die Angebotspalette weiter schrittweise auszubauen. Auch hier war die Kasse erneut erfolgreich: Wie in den vergangenen Jahren hat die IKK gezielt ein ebenso umfassendes wie attraktives Leistungs- und Produktangebot moderner, gesundheitlicher Versorgung weiterentwickelt. So wurden u.a. 2009 mit einem zukunftsweisenden Konzept die Weichen für die Einführung und Fortentwicklung eines sektorenübergreifenden Versorgungsmanagements gestellt. Mit dem Ziel, schrittweise die Betreuung für ausgewählte Patientengruppen unter gesundheitlichen wie wirtschaftlichen Aspekten zu optimieren.

TSB Innovationsagentur Berlin GmbH

Mit dem Anspruch, Innovationen zu beschleunigen, unterstützt die TSB Innovationsagentur kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Handwerksbetriebe beim Management betrieblicher Innovationsprozesse. Innovationen sichern die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe. Die TSB Innovationsagentur bietet Unterstützung, wenn die Kapazitäten im Betrieb nicht ausreichen bzw. Potenziale besser durch einen externen Partner erschlossen werden können. Die TSB Innovationsagentur bietet: u Begleitung des gesamten Innovationsprozesses bei Produkten, Unternehmensprozessen und -strukturen; u Vermittlung von Kooperationen und Koordinierung von innovativen Verbundvorhaben; u Organisation des Wissenstransfers aus der Berliner Wissenschaftslandschaft in KMU sowie Handwerksbetriebe; u Beratung zur Realisierung und Nutzung von Patenten; u Unterstützung bei der Erschließung von Finanzierungsquellen für Innovationsvorhaben;

Partnerorganisationen
u Beratung zur zielgerichteten Nutzung von

Internet-Technologien im Unternehmen und zur Gewinnung von Märkten u Fachveranstaltungen rund um die Themen Wissens- und Technologietransfer. Daneben bietet die TSB Innovationsagentur mit ihren strategischen Initiativen ein besonders Dienstleistungsangebot zur Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft in den Technologiefeldern Biotechnologie, Medizintechnik, Informations- und Kommunikationstechnologie, Optische Technologien, Energietechnik und Verkehrssystemtechnik in Berlin und Brandenburg. Die TSB Innovationsagentur ist eine Tochter der gemeinnützigen TSB Technologiestiftung Berlin (TSB), deren Aufgabe es ist, Innovationen aus der Forschung in die Anwendung zu bringen. Durch Mandate im Kuratorium der TSB und im Aufsichtsrat der TSB Innovationsagentur ist die Handwerkskammer aktiv in die Arbeit beider Einrichtungen einbezogen. Auch im vergangenen Jahr unterstützte die TSB Innovationsagentur die Handwerkskammer Berlin beispielsweise mit ihrem Dienstleistungsangebot im Bereich des Informationsservices durch: u Beschaffung von wirtschaftsrelevanten Informationen aus Online-Datenbanken, Betreuung der Recherchen im RemoteBetrieb; Informationsbeschaffung über das World Wide Web.

Berlin und Brandenburg e.V., die Mitglieder des Vereins. Im Berichtsjahr bot der vfbb im Rahmen des sogenannten „Ausbildungsrings“ wiederum Betrieben, die einen zusätzlichen Lehrling ausbilden, aus dem Förderprogramm der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales eine Entlastung von den Ausbildungskosten in den ersten 15 Monaten an. Für diesen Zeitraum ist der Verein Vertragspartner. Ab dem 16. Monat übernimmt der Ausbildungsbetrieb, geregelt durch einen Übernahmevertrag, der Bestandteil des Ausbildungsvertrages ist, den Azubi in betriebliche Ausbildung mit tariflicher Ausbildungsvergütung. Der Lehrling wird vom ersten Tag an im Betrieb ausgebildet. Seit März 2001 erhalten alle Azubis innerhalb des Förderzeitraumes eine von der Se-

natsverwaltung geförderte, zusätzliche ITQualifizierung im Umfang von 200 Stunden in Abendkursen. Im Laufe des Jahres 2009 hatte der vfbb 36 Auszubildende aus dem Handwerk (insgesamt 31 % aller geförderten Plätze) in 21 Berufen und 30 Betrieben unter Vertrag. Im November 2009 wurden die Auszubildenden, nach Beendigung des 15-monatigen Förderzeitraumes, an die Betriebe zur Weiterführung der Ausbildung übergeben. Seit September 2009 beteiligte sich der vfbb nicht mehr an den geförderten Ausbildungsplatzprogrammen. Weitere Informationen bekommen Sie bei der Handwerkskammer Berlin, Abteilung Berufsbildung, Tel. (030) 259 03-348 oder beim vfbb, Fr. Descher, Tel. (030) 31804114.

Verein zur Förderung der beruflichen Bildung e. V. (vfbb)

Der Verein zur Förderung der beruflichen Bildung Berlin e. V. (vfbb) wurde 1986 von der IHK und sechs Arbeitgeberverbänden und Innungen gegründet. Seit Anfang 1992 sind die Handwerkskammer Berlin, die Industrie- und Handelskammer zu Berlin und die Vereinigung der Unternehmensverbände in
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Versorgungswerke

Versorgungswerke werden von Handwerksunternehmerinnen und -unternehmer gerne in Anspruch genommen, da sie so preiswerte Möglichkeiten zur finanziellen Absicherung von sich selbst, ihren Familienangehörigen und sogar ihrem Personal erhalten. In der Handwerkskammer Berlin haben zwei Versorgungswerke ihren Sitz: Das „Versorgungswerk des Handwerks im Bezirk der Handwerkskammer Berlin e.V.“ arbeitet mit der Inter Versicherung zusammen. Diese wurde bereits im Jahre 1910 in der Berliner Handwerkskammer als „Versicherungsanstalt Ostdeutscher Handwerkskammern zu Berlin” gegründet. Sie ist dem Handwerk bis heute eng verbunden. Ende 2009 betreute dieses Versorgungswerk 1.572 Verträge in der Gruppen-Lebensversicherung sowie 497 Verträge in der Gruppenunfallversicherung. Die Inter Lebensversicherung A.G. als Partner des Versorgungswerk hat im Jahr 2009 insgesamt fast vier Millionen EUR als Versicherungsleistungen an die Mitglieder ausbezahlt. Geschäftsführer des Versorgungswerks ist Diplom-Kaufmann Frank-Thomas Raabe, der als leitender Mitarbeiter bei der Handwerkskammer beschäftigt ist. Das Amt des Vorsitzenden des Versorgungswerkes übt weiterhin Assessor Rüdiger Thaler aus, der zugleich zum Geschäftsführer der Landesinnung des Dachdeckerhandwerks Berlin berufen ist. Weitere Mitglieder des Vorstandes sind die Geschäftsführerin der Fotografen-Innung Berlin, Frau Heide-Christel Schumann und der Obermeister der TischlerInnung Berlin, Herr Frank-Michael Niehus.

Eines der ältesten Berliner Versorgungswerke ist das „Versorgungswerk des Handwerks und des handwerksähnlichen Gewerbes im Bezirk der Handwerkskammer Berlin e.V.” Auch dieses steht allen Handwerksbetrieben offen. Es schloss ebenfalls das Jahr 2009 mit einer sehr guten Bilanz ab. Es konnten erneut Zuwächse erzielt und die Dienstleistungs – und Versorgungsvorteile für die Mitglieder ausgebaut werden. Die finanziellen Mittel für die Unterstützung von Innungsveranstaltungen wurden gegenüber den Vorjahren deutlich erhöht. Die Veranstaltungen selbst, die Präsenz des Versorgungswerkes und die sich hierbei entwickelnden Beziehungen waren ein voller Erfolg und sollen künftig weiter ausgebaut und intensiviert werden. Das Versorgungswerk wird mit ihrem starken Partner, der Signal Iduna, im Interesse ihrer Mitglieds-Unternehmen, deren Be-

schäftigten und Angehörigen und der Unternehmer selbst an einer kontinuierlichen Verbesserung marktorientierter Dienstleistungen arbeiten. Das Amt des Vorsitzenden dieses Versorgungswerk übt Herr Erwin Kostyra, der zugleich Vizepräsident der Handwerkskammer und Obermeister der Innung für Metall und Kunststofftechnik Berlin ist, aus. Stellvertreter sind Herr Thomas Lundt, Obermeister der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Berlin, und Herr Peter Schmitz, Geschäftsführer der Konditoren-Innung Berlin. Weitere Vorstandsmitglieder sind Frau Carola Zarth und Herr Anselm Lotz. Beide sind auch in der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Berlin ehrenamtlich tätig. Deren Geschäftsführer, Herr Dieter Rau, hat weiterhin die Geschäftsführung des Versorgungswerkes inne. Als Rechnungsprüfer ist Herr Dirk Kämmer, der sich ehrenamtlich in der Maler- und Lackiererinnung Berlin engagiert, tätig.

Partnerorganisationen
Industrie- und Handelskammer zu Berlin Dabei ist die IHK Berlin unabhängig von parteipolitischen oder Einzelinteressen aktiv. Bei der Erfüllung ihrer Aufgaben arbeitet die IHK Berlin eng mit anderen Verbänden und Institutionen zusammen, zum Beispiel mit der Handwerkskammer Berlin. Die IHK Berlin ist das effektive Netzwerk der Berliner Wirtschaft, getragen von 500 ehrenamtlich tätigen Unternehmern in Vollversammlung, Präsidium, Ausschüssen und Arbeitskreisen und rund 3.500 ehrenamtlichen Prüfern. Als unternehmerische Organisation ersetzt die IHK Berlin staatliche Verwaltung durch Eigeninitiative, und als kraftvolle Stimme gegenüber der Politik macht sie sich für beste wirtschaftliche Rahmenbedingungen für die Unternehmen stark. Zudem unterstützt die IHK Berlin mit ihren rund 200 Fachleuten die Mitglieder durch eine Vielzahl von Services und Leistungen, ohne in Konkurrenz zu Unternehmen zu treten. Als unabhängiger Anwalt des Marktes setzt sich die IHK Berlin für einen fairen Wettbewerb ein. Sie entlastet den Staat durch selbst organisierte und selbst finanzierte öffentliche Aufgaben, zum Beispiel bei der beruflichen Bildung oder der Förderung des Exports. Als kritischer und konstruktiver Partner der Politik fordert sie unternehmerische Freiräume, wo staatliche Tätigkeit die Unternehmen behindern. Und als kundenorientierte Dienstleisterin steht die IHK Berlin ihren Mitgliedsunternehmen mit Rat und Tat zur Seite, fördert zum Beispiel Innovationen, Existenzgründungen und den Ausbau von nationalen und internationalen Netzwerken.

Die Industrie- und Handelskammer zu Berlin (IHK) vertritt die Gesamtinteressen von Industrie, Handel und Dienstleistungen gegenüber der Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit. Sie macht sich stark für den Erfolg ihrer rund 260.000 Mitgliedsunternehmen, für die Entwicklung des Wirtschaftsstandortes und das Gemeinwohl der deutschen Hauptstadt. Basis des Handelns ist die marktwirtschaftliche Ordnung.

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Anhang
Berufsbildungsausschuss I der Handwerkskammer Berlin
(Amtszeit vom 01. September 2009 bis zum 31. August 2014) Mitglieder Arbeitgeber Carsten Joschko (Elektroinstallateurmeister), Karlfried Hesse (Zahntechnikermeister), Anselm Lotz (Kfz-Techniker), Rafik-Rolf Amrouche (Maler- und Lackierermeister), Karsten Berning (Bäckermeister), Jan Kopatz (Friseurmeister) Stellvertreter Arbeitgeber Burkhard Stelse (Augenoptikermeister), Werner Christ (Schornsteinfegermeister), Erwin Kostyra (Metallbauermeister), Jörg Arras (Tischlermeister), Joachim Barth (Parkettlegermeister), Andreas Siewert (Glasermeister) Mitglieder Arbeitnehmer Heidelind Jockel (Gewerkschaftssekretärin der DGB-Region Berlin und des DGB Berlin-Brandenburg), Burkhard Bildt (Gewerkschaftssekretär), Uwe Borck (Dipl.-Betriebswirt (VWA), Fachbereichsleiter II Ver.di), Dieter Marzahn (Kachelofen- und Luftheizungsbauer), Wolf-Peter Niesel (Bäcker), Sven Eichhorn Stellvertreter Arbeitnehmer Joachim Fichtner (Kfz-Technikermeister, Betriebswirt des Handwerks), Frank Bielecke (Maler- und Lackierermeister), Jürgen Stahl (Gewerkschaftssekretär), Michael Bormann (Branchensekretär IG BAU), Karsten Berlin (Maler und Lackierer), Daniel Wucherpfennig (Bezirksjugendsekretär) Mitglieder Lehrer Dagmar Kuhlich (Oberschulrätin), Dr. Hartmut Köpf (Studiendirektor), Hans-Eckhard Stute (Oberstudiendirektor), Reinhard Gubi (Studiendirektor), Gertraude Anders (Studiendirektorin), Peter Mibus (Oberstudiendirektor) Stellvertreter Lehrer Detlev Kramer (Oberstudiendirektor), Peter Michael Rulff (Oberstudiendirektor), Holger Sonntag (Oberstudiendirektor), Maren Baldeweg (Oberstudiendirektorin), Monika Mayer (Oberstudiendirektorin), Sabine Schmidt (Oberschulrätin)

Berufsbildungsausschuss II der Handwerkskammer Berlin
(Amtszeit vom 01. September 2009 bis zum 31. August 2013) Mitglieder Arbeitgeber Nikolaus Junker (Geschäftsführer), Martin Stock (Geschäftsführer), Roland Bank (Baugewerks-Innung), Ass. Peter Wilms-Posen (Geschäftsführer), Detlef Pfeil (Innung Sanitär Heizung Klempner Klima), Erika Schönenberg (Geschäftsführerin) Stellvertreter Arbeitgeber Ass. Ruediger Thaler (Geschäftsführer), Dipl.-Kff. Julia Gustavus (Geschäftsführerin), Martin Sinell (Geschäftsführer), Rüdiger Kußerow (Bestatter-Innung), Christina Kröger-Hedenus (Textilreiniger-Innung), Charles Partzsch (Raumausstattermeister) Mitglieder Arbeitnehmer Heidelind Jockel (Gewerkschaftssekretärin der DGB-Region Berlin und des DGB Berlin-Brandenburg), Karsten Berlin (Maler und Lackierer), Frank Bielecke (Maler- und Lackierermeister), Jürgen Stahl (Gewerkschaftssekretär), Dieter Weihe, Daniel Wucherpfennig (Bezirksjugendsekretär) Stellvertreter Arbeitnehmer Joachim Fichtner (Kfz-Technikermeister, Betriebswirt des Handwerks), Wolf-Peter Niesel (Bäcker), Burkhard Bildt (Gewerkschaftssekretär), Dieter Marzahn (Kachelofen- und Luftheizungsbauer), Carsten Fiebig (Karosserie- und Fahrzeugbauer), Uwe Borck (Dipl.-Betriebswirt (VWA), Fachbereichsleiter II Ver.di) Mitglieder Lehrer Dagmar Kuhlich (Oberschulrätin), Dr. Hartmut Köpf (Studiendirektor), Hans-Eckhard Stute (Oberstudiendirektor), Reinhard Gubi (Studiendirektor), Gertraude Anders (Studiendirektorin), Peter Mibus (Oberstudiendirektor) Stellvertreter Lehrer Detlev Kramer (Oberstudiendirektor), Peter Michael Rulff (Oberstudiendirektor), Holger Sonntag (Oberstudiendirektor), Maren Baldeweg (Oberstudiendirektorin), Monika Mayer (Oberstudiendirektorin), Sabine Schmidt (Oberschulrätin)

Anhang

Ausschuss für Gewerbeförderung und Innovation
gewählt am 20. April 2009 (für 5 Jahre bis 2014) Mitglieder Vorsitzender: Hans-Günter Hagelgans (Zentralheizungs- und Lüftungsbauermeister) stellv. Vorsitzender: Anselm Lotz (Kfz-Techniker) Meisterbeisitzer Carsten Joschko (Elektroinstallateurmeister) Frank-Michael Niehus (Tischlermeister) Michael Geisler (Raumausstattermeister) Gesellenbeisitzer Günter Johannes (Kraftfahrzeugmechaniker) Thomas Stulz (Heizungsmonteur) Stellvertreter – Meisterbeisitzer Ralf Koch (Metallbauermeister) Carola Zarth (Kraftfahrzeugtechnik - Betriebswirtin) Kurt Berning (Bäckermeister) Stellvertreter – Gesellenbeisitzer: Henry Schmidt (Maler und Lackierer) Peter Gau (Maurer)

Rechnungsprüfungsausschuss
gewählt in der Vollversammlung am 27. April 2009 (für 5 Jahre bis 2014) Mitglieder Meisterbeisitzer: Hartmut Spaethe (Konditormeister) Burkhard Stelse (Augenoptikermeister) Gesellenbeisitzer: Olaf Sauer (Kfz-Technikermeister) Stellvertreter Meisterbeisitzer: Joachim Barth (Parkettlegermeister) Werner Christ (Schornsteinfegermeister) Gesellenbeisitzer: Sabrina Block (Glaserin)

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Innungen
1. Augenoptiker-Innung Berlin OM Frau Brandt Apostel-Paulus-Str. 12, 10825 Berlin Tel.: 7 82 60 24, Fax: 7 82 40 37 info@aoi-berlin.de www.aoi-berlin.de 2. Bäcker-Innung Berlin OM Blauert, Gf. Junker Kärntener Str. 8, 10827 Berlin Tel.: 78 79 79-0, Fax: 7 88 15 10 info@baecker-berlin.de www.baecker-berlin.de 3. Baugewerks-Innung Berlin OM Müller, Gf. RA Wenkel Nassauische Str. 15, 10717 Berlin Tel.: 86 00 04-0, Fax: 86 00 04 12 info@baugewerks-innung.de www.baugewerks-innung.de 4. Boots- und Schiffbauer-Innung Berlin-Brandenburg (ab 1. 1. 2010 i. L.) OM Tschirner (bis 31. 12. 2009) Brassenpfad 53, 12557 Berlin Tel.: 6 51 50 99, Fax: 36 73 69 67 info@bootsinnung-bb.de www.bootsinnung-bb.de 5. Buchbinder-Innung Berlin-Brandenburg OM Frau Tiemeyer, Gf. Ing. (grad.) Linnardi Am Schillertheater 2, 10625 Berlin Tel.: 3 02 20 21, Fax: 3 01 40 21 innung@buchbinder-innung-bb.de www.buchbinder-innung-bb.de 6. Landesinnung des Dachdeckerhandwerks Berlin OM Mann, Gf. Ass. Thaler Nicolaistr. 5 + 7, 12247 Berlin Tel.: 7 71 00 70/76 71 58-0, Fax: 7 71 70 86 info@berliner-dachdecker.de www.berliner-dachdecker.de 7. Drucker-Innung Berlin-Brandenburg OM Pohl, Gf. Ing. (grad.) Linnardi Am Schillertheater 2, 10625 Berlin Tel.: 3 02 20 21, Fax: 3 01 40 21 verband@vdmbb.de 8. Elektro-Innung Berlin – Landesinnung für Elektrotechnik OM Joschko, Gf. Dipl.-Volksw. Rehlinger Wilhelminenhofstr. 75, 12459 Berlin Tel.: 85 95 58-0, Fax: 85 95 58 88 mail@eh-bb.de www.elektroinnungberlin.de 9. Fleischer-Innung Berlin OM Gerlach, Gf. Stock Beusselstr. 44 n - q, 10553 Berlin Tel.: 3 96 40 81, Fax: 3 96 88 48 fleischer-innung-berlin@t-online.de www.fleischer-innung-berlin.de 10. FOCON – Innung der Fotografen Berlin Frankfurt (Oder) - Magdeburg - Potsdam OM Schumann, Gf. Frau Schumann Württembergallee 31, 14052 Berlin Tel./Fax: 2 04 37 88 info@focon.net 11. Friseur-Innung Berlin OM Kopatz, Gf. Feix Konstanzer Str. 25, 10709 Berlin Tel.: 8 64 70 20, Fax: 8 61 20 19 info@friseurinnung.com www.friseurinnung.com 12. Galvaniseurinnung Berlin-BrandenburgDresden OM Janke Hohentwielsteig 3, 14163 Berlin Tel.: 80 99 74-0, Fax: 80 99 74-24 info@galvaniseurinnung.de www.galvaniseurinnung.de 13. Gebäudereiniger-Innung Berlin OM Frau Kabisch, Gf. Frau Schönenberg Paul-Robeson-Str. 37, 10439 Berlin Tel.: 4 64 41 71/4 45 93 68, Fax: 4 44 84 43 info@gebaeudereiniger-berlin.de www.gebaeudereiniger-berlin.de 14. Glaser-Innung Berlin OM Block Alte Jakobstr. 124, 10969 Berlin Tel.: 2 51 02 26 + 27, Fax: 2 51 31 57 glaserinnung-berlin.de www.glaserinnung-berlin.de 15. Gold- u. Silberschmiede-Innung Berlin OM Strahler Obentrautstr. 16 - 18, 10963 Berlin Tel.: 25 90 52 50, Fax: 25 90 52 51 gosi-berlin@web.de www.goldinnung-berlin.de 16. Landesinnung Informationstechnik Berlin OM Kränzlein, Gf. RA Schramm Köpenicker Str. 148/149, 10997 Berlin Tel.: 6 95 80 56, Fax: 69 58 05 98 post@metallinnung.de www.informationstechnikerinnung.de 17. Innung für Kälte- und Klimatechnik Berlin-Brandenburg, OM Bartelt Sitz d. Ig. beim stellv. OM Benndorf, Bürgerstr. 17, 13409 Berlin Geschäftsstelle: Steinweg 5 16348 Wandlitz, Tel.: 03 33 97/6 47 01 Fax: 03 33 97/6 47 30 ikkt-bb@t-online.de 18. Karosserie- u. Fahrzeugbauer-Innung Berlin OM Butchereit Berliner Str. 144, 13467 Berlin Tel.: 78 70 34 75, Fax: 78 70 34 76 Karosse-berlin@t-online.de www.Karosseriebauer-innung.de 19. Konditoren-Innung Berlin OM Spaethe, Gf. Frau Müller-Eckart Weinheimer Str. 13, 14199 Berlin Tel.: 8 23 48 30, Fax: 8 23 37 26 info@berliner-konditoren.de www.berliner-konditoren.de 20. Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Berlin OM Lundt, Gf. Rau Obentrautstr. 16-18, 10963 Berlin Tel.: 2 59 05-0, Fax: 2 59 05 100 info@kfz-innung-berlin.de www.kfz-innung-berlin.de 21. Kürschner-Innung Berlin OM Hoppe Alt-Tempelhof 61, 12103 Berlin Tel./Fax: 75 65 37 53

Anhang

22. Maler- u. Lackiererinnung Berlin, Farbe Gestaltung Bautenschutz OM Straube, Gf. Dipl.-Kffr. Frau Gustavus Wuthenowstr. 1, 12169 Berlin Tel.: 22 32 86-0, Fax: 22 32 86-20 info@malerinnung-berlin.de www.malerinnung-berlin.de 23. Maßschneider-Innung Berlin OM Arnulf Kurfürstendamm 46, 10707 Berlin Tel.: 8 83 62 91, Fax: 88 67 72 31 24. Innung f. Metall- und Kunststofftechnik Berlin OM Kostyra, Gf. RA Schramm Köpenicker Str. 148 - 149, 10997 Berlin Tel.: 6 18 20 26 u. 6 95 80 56, Fax: 6 95 80 59 8 post@metallinnung.de www.metallinnung.de 25. Innung für Orthopädie-Schuhtechnik Berlin OM Bürkner, Gf. Dipl.-Kfm. Rosin-Lampertius Beusselstr. 27, 10553 Berlin Tel.: 3 96 28 45, Fax: 39 03 57 03 info@os-innung-berlin.de www.os-innung-berlin.de 26. Landesinnung für Orthopädietechnik Berlin-Brandenburg OM Zimmermann, Gf. Sinell Giesebrechtstr. 7, 10629 Berlin Tel.: 3 98 99 40, Fax. 39 89 94 16 büro@osrbb.de www.osrbb.de

27. Raumausstatter- und Sattler-Innung Berlin OM Geisler, Sitz d. Ig. bei OM Geisler Machnower Str. 17, 14165 Berlin Geschäftsstelle: Kreishandwerkerschaft Potsdam Hegelallee 15, 14467 Potsdam Frau Manzl Tel.:0331/2700231 buero@berliner-innung.de www.berliner-innung.de 28. Innung Sanitär Heizung Klempner Klima Berlin OM Hagelgans, Gf. Dr. Rinkenburger Siegmunds Hof 18, 10555 Berlin Tel.: 39 92 69-0, Fax: 39 92 69 99 info@shk-berlin.de www.shk-berlin.de 29. Schornsteinfeger-Innung in Berlin OM Kirmis, Gf. Ass. Frau Möller Westfälische Str. 87, 10709 Berlin Tel.: 86 09 82-0, Fax: 8 73 11 19 info@schornsteinfeger-berlin.de www.schornsteinfeger-berlin.de 30. Schuhmacher-Innung Berlin OM Scherler Klingsorstr. 66, 12167 Berlin Tel./Fax: 77 42 750 www.schuhmacherinnung-berlin.de 31. Steinmetz- und Bildhauer-Innung Berlin OM Hengstmann Alte Jakobstr. 124, 10969 Berlin Tel.: 2 51 02 28, Fax: 2 51 31 57 info@steinmetzinnung-berlin.org www.steinmetzinnung-berlin.org

32. Textilreiniger Innung Berlin-Brandenburg OM Heim, Gf. Rimbach Waltraudstr. 25, 14169 Berlin Tel.: 84 71 67 06, Fax: 81 49 95 96 info@textilreiniger-bb.de www.textilreiniger-bb.de 33. Tischler-Innung Berlin OM Niehus, Gf. Ass. Wilms-Posen Flurweg 5, 12357 Berlin Tel.: 66 93 15 25, Fax: 66 93 15 35 hkh-berlin@tischler.de www.tischler-berlin.de 34. Uhrmacher-Innung Berlin-Frankfurt/Oder-Potsdam OM Boenke Kiefholzstzr. 180, 12437 Berlin Tel.: 53 21 48 09, Fax: 53 21 48 10 www.uhrmacher-innung.de 35. Zahntechniker-Innung Berlin-Brandenburg OM Hesse, Gf. Dr. Beck Obentrautstr. 16 - 18, 10963 Berlin Tel.: 3 93 50 36, Fax: 3 93 60 36 info@zibb.de www.zibb.de 36. Zweiradmechaniker-Innung Berlin, c/o Dölle, OM Klose Fürstenwalder Damm 480, 12587 Berlin Tel./Fax: 64 09 45 44

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Innungen Berlin-Brandenburg u. a. mit Sitz außerhalb Berlins
1. Büchsenmacher-Innung für das Land Niedersachsen (Bezirk d. Ig. umfasst auch das Land Berlin) OM Kuhlmann, Gf. Dipl.-Kfm. Wendlandt Kreishandwerkerschaft Alfeld Bismarckstr. 7, 31061 Alfeld Tel.: 05181/14 77, Fax: 05181/57 93 info@handwerk-hildesheim-alfeld.de www.handwerk-hildesheim-alfeld.de 2. Bundesinnung für das Gerüstbauer-Handwerk OM Berger, Gf. Ass. Bünder Rösrather Str. 645, 61107 Köln Tel.: 0221/87 06 00, Fax: 0221/86 44 49 info@geruestbauhandwerk.de www.geruestbauhandwerk.de Hauptstadtbüro Berlin Beusselstr. 27, 10553 Berlin Tel.: 753 20 85, Fax: 753 20 14 3. Innung Land- und Baumaschinentechnik Berlin und Brandenburg außer Landkreise Elbe-Elster u. Altkreise Luckau und Senftenberg OM Gebhardt, Gf. Lange Sitz: Seelow (Landkreis Märkisch-Oderland) Genshagener Str. 27, 14974 Ludwigsfelde Tel.: 03378/89 30 39 Fax: 03378/89 37 40 info@landtechnik-brandenburg.de

4. Modellbauer-Innung Berlin-Brandenburg OM Dr. Melle, Gf. Dipl.-Ing. Dobrowolski Kreishandwerkerschaft Oder-Spree Wriezener Str. 61 A, 15517 Fürstenwalde Tel.: 03361/3 21 83 o. 5325, Fax: 03361/34 27 04 dobrowolski@kreishandwerkerschaftoder-spree.de www.kreishandwerkerschaft-oder-spree.de 5. Innung der Musikinstrumentenbauer der Länder Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, OM Schuke, Gf. Frau Dipl.-Ing. oec. Rehfeldt, Kreishandwerkerschaft Barnim, Hauptgeschäftsstelle Eberswalde Freienwalder Str. 44/46, 16225 Eberswalde Tel.: 03334/2 56 90, Fax: 03334/25 69 16 gf-innung@kh-barnim.de www.kh-barnim.de 6. Innung Parkett und Fußbodentechnik Nordost OM Barth, Gf. Schmidt August-Bebel-Str. 28, 06108 Halle Tel.: 0345/2 02 38 33, Fax: 0345/2 98 46 99, Innung_Nordost_Parkettfubotech@t-online.de 7. Landesinnung des Töpfer- und Keramikerhandwerks Berlin-Brandenburg OM Ludwig Wiesenburger Str. 2, 14828 Görzke Tel.: 033847/4 02 65, Fax: 033847/9 09 70

Weitere Handwerksorganisationen
1. Landesverband des Rollladen- und Jalousiebauer-Handwerks Berlin-Brandenburg e. V. Vors. Coßmann, Gf. RA Hager Schlüterstr. 28, 10629 Berlin Tel.: 3 27 60 40, Fax: 32 76 04 56 info@kanzlei-hager.de www.rolladenverband.de 2. RAL Gütegemeinschaft für Holzschutz und Bautenschutz e. V. Vors. Rudolphi Mulackstr. 19, 10119 Berlin Tel.: 28 88 45 40, Fax: 28 88 45 45 www.holzschutz-und-bautenschutz.de 3. Bestatter-Innung von Berlin und Brandenburg e. V. OM Kußerow Köpenicker Str. 17, 12524 Berlin Tel.: 6 86 80 38, Fax: 6 87 07 49

Anhang

Vorsitzende der Gesellenausschüsse bei den Berliner Innungen
Handwerk 1. Augenoptiker 2. Bäcker 3. Bau Name des Altgesellen v. Handorff, Anja Niesel, Wolf-Peter Schulz, Axel Anschrift 10627 Berlin, Kantstr. 82 14167 Berlin, Kilstetter Str. 35 A 10247 Berlin, Gürtelstr. 32 B 15754 Heidesee OT Prieros, Zur Alten Försterei 3 14612 Falkensee, Leinestr. 18 12247 Berlin, Langkofelweg 3 A 16356 Seefeld-Löhme, Siedlerweg 59 F 10783 Berlin, Steinmetzstr. 62 16244 Finowfurt, Üdersee Nord 246 12277 Berlin, Belßstr. 32 H 10781 Berlin, Winterfeldtstr. 5 12353 Berlin, Löwensteinring 17 16552 Schildow, Am Lärchensteig 95 12305 Berlin, Buckower Chaussee 12 13407 Berlin, Vierwaldstädter Weg 8 14621 Schönwalde Glien OT Pausin An der Eichheide 13 17. Kälteanlagenbauer 18. Karosseriebauer 19. Konditoren 20. Kraftfahrzeuggewerbe 21. Kürschner 22. Maler u. Lackierer 23. Maßschneider 24. Metall- u. Kunststofftechnik 25. Orthopädie-Schuhtechnik 26. Orthopädietechnik 27. Raumausstatter 28. Sanitär- u. Heizungstechnik 29. Schornsteinfeger 30. Schuhmacher 31. Steinmetze u. Bildhauer 32. Textilreiniger 33. Tischler 34. Uhrmacher 35. Zahntechniker 36. Zweiradmechaniker Herold, Reinhardt Hauser, Hartmut Drews, Thomas Schmidt, Bernd Kreichelt, Claudia Berlin, Karsten Franke, Christa Jensch, Daniel Kramm, Stefan Kruschhardt, Felix Kravutschke, Kai Lorenz, Kirsten Gedamke, Ronny Schäcke, Thomas Kremling, Horst Görke, Silke Puhlmann, Dietmar Schröter, Karl-Heinz Trute, Jens Brandt, Robert 13156 Berlin, Altenberger Weg 2 13591 Berlin, Seegefelder Weg 441 14979 Großbeeren, An den Buchen 36 13127 Berlin, Nisbléstr. 13 A 12207 Berlin, Fahrenheitstr. 28 12524 Berlin, Rapunzelstr. 21 10629 Berlin, Mommsenstr. 68 A 12099 Berlin, Kaiserin-Augusta-Str. 80 12099 Berlin, Germaniastr. 154 10245 Berlin, Rothestr. 3 13467 Berlin, Klaushager Weg 18 10785 Berlin, Lützowstr. 20 10437 Berlin, Hiddenseer Str. 12 12105 Berlin, Königstr. 5 13347 Berlin, Turiner Str. 8 12689 Berlin, Rabensteiner Weg 7 12053 Berlin, Ilsestr. 9 14612 Falkensee, Bornimer Str. 13 A 10825 Berlin, Erfurter Str. 17 12489 Berlin, Zinsgutstr. 45

4. Boots- u. Schiffbauer (ab 1.1.10 i.L.) Wendisch, Christian 5. Buchbinder 6. Dachdecker 7. Drucker 8. Elektro 9. Fleischer 10. Fotografen 11. Friseure 12. Galvaniseure 13. Gebäudereiniger 14. Glaser 15. Goldschmiede 16. Informationstechniker Baur, Guido Böck, Thomas Wiedecke, Mike Weihe, Dieter Erchinger, Jörg Rilz, Andreas Arapoglu, Jannis Ates, Gökhan Röwer, Andreas Kell, Axel Friebe, Kerstin Seemann, Michael

64 65

Betriebsbestand Anlage A – Verzeichnis der Gewerbe, die als zulassungspflichtige Handwerke betrieben werden können
Bestand am 31.12.2008 Zusammen Augenoptiker Bäcker Boots- und Schiffbauer Brunnenbauer Büchsenmacher Chirurgiemechaniker Dachdecker Elektromaschinenbauer Elektrotechniker Feinwerkmechaniker Fleischer Friseure Gerüstbauer Glasbläser und Glasapparatebauer Glaser Hörgeräteakustiker Informationstechniker Installateure und Heizungsbauer Kälteanlagenbauer Karosserie- und Fahrzeugbauer Klempner Konditoren Kraftfahrzeugtechniker Landmaschinenmechaniker Maler und Lackierer Maurer und Betonbauer Metallbauer Ofen- und Luftheizungsbauer Orthopädieschuhmacher Orthopädietechniker Schornsteinfeger Seiler 45 56 217 2 3 4 14 0 4 4 12 0 44 56 219 2 -1 0 2 0 -2,2 0,0 0,9 0,0 103 55 1.286 4 1.392 1.492 726 52 3 8 96 0 110 166 23 1 8 5 130 0 144 260 40 3 98 58 1.252 4 1.358 1.398 709 50 -5 3 -34 0 -34 -94 -17 -2 -4,9 5,5 -2,6 0,0 -2,4 -6,3 -2,3 -3,8 63 79 3 4 2 7 64 76 1 -3 1,6 -3,8 201 44 284 1.936 9 4 11 92 12 2 25 116 198 46 270 1.912 -3 2 -14 -24 -1,5 4,5 -4,9 -1,2 15.788 350 185 26 24 4 2 410 37 2.106 301 145 2.287 142 7 Eintragungen Löschungen Bestand am 31.12.2009 15.502 348 178 22 23 3 3 404 37 2.063 285 137 2.331 133 8 absolut - 286 -2 -7 -4 -1 -1 1 -6 0 -43 -16 -8 44 -9 1 Veränderung um ... % - 1,8 -0,6 -3,8 -15,4 -4,2 -25,0 50,0 -1,5 0,0 -2,0 -5,3 -5,5 1,9 -6,3 14,3 vom 01.01. bis 31.12.09 1.101 22 13 0 2 0 2 33 1 96 8 16 221 14 1 1.387 24 20 4 3 1 1 39 1 139 24 24 177 23 0

Anhang

Bestand am 31.12.2008 Steinmetzen und Steinbildhauer Straßenbauer Stuckateure Tischler Vulkaniseure und Reifenmechaniker Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer Zahntechniker Zimmerer Zweiradmechaniker 364 165 97 48 152 69 729 20 81

Eintragungen

Löschungen

Bestand am 31.12.2009 84

Veränderung absolut 3 um ... % 3,7

vom 01.01. bis 31.12.09 10 7

10 7 42 0

14 11 38 2

148 65 733 18

-4 -4 4 -2

-2,6 -5,8 0,5 -10,0

4

3

49

1

2,1

21 17 10

22 23 13

363 159 94

-1 -6 -3

-0,3 -3,6 -3,1

Betriebsbestand Anlage AeT – Ausführung einfacher Tätigkeiten (Kleinunternehmer)
Bestand 31.12.2008 Zusammen Bäcker Boots- und Schiffbauer Elektrotechniker Fleischer Glaser Karosserie- und Fahrzeugbauer Kraftfahrzeugtechniker Maler und Lackierer Tischler 232 9 1 1 2 4 2 125 85 3 Eintragungen Löschungen Bestand Veränderung absolut 11 3 0 0 0 5 2 3 -2 0 um ... % +4,7 33,3 0,0 0,0 0,0 125,0 100,0 2,4 -2,4 0,0 vom 01.01. bis zum 31.12.09 31.12.2009 29 4 0 0 0 5 2 14 4 0 18 1 0 0 0 0 0 11 6 0 243 12 1 1 2 9 4 128 83 3

66 67

Betriebsbestand Anlage B1 Verzeichnis der Gewerbe, die als zulassungsfreie Handwerke betrieben werden können
Bestand am Eintragungen Löschungen Bestand am Veränderung vom 01.01. bis 31.12.09 31.12.2009 absolut um … % 31.12.2008 zusammen Behälter- und Apparatebauer Betonstein- und Terrazzohersteller Bogenmacher Brauer und Mälzer Buchbinder Buchdrucker: Schriftsetzer; Drucker Damen- und Herrenschneider Drechsler (Elfenbeinschnitzer) u. Holzspielzeugmacher Edelsteinschleifer und -graveure Estrichleger Feinoptiker Flexografen Fliesen-, Platten- und Mosaikleger Fotografen Galvaniseure Gebäudereiniger Geigenbauer Glas- und Porzellanmaler Glasveredler Gold- und Silberschmiede Graveure Handzuginstrumentenmacher Holzbildhauer Holzblasinstrumentenmacher Keramiker Klavier- und Cembalobauer Korbmacher Kürschner Metall- und Glockengießer Metallbildner Metallblasinstrumentenmacher Modellbauer Modisten 2 264 4 1 2.634 217 17 1.600 34 10 7 158 12 2 23 8 18 32 8 25 7 18 2 48 13 0 49 0 0 282 42 0 289 0 1 1 12 2 0 3 0 1 1 0 0 0 2 0 6 0 1 40 0 0 426 33 0 309 1 1 0 9 0 0 6 1 0 0 0 3 2 1 0 4 0 1 273 4 1 2.490 226 17 1.580 33 10 8 161 14 2 20 7 19 33 8 22 5 19 2 50 13 -1 +9 +0 +0 -144 +9 +0 -20 -1 +0 +1 +3 +2 +0 -3 -1 +1 +1 +0 -3 -2 +1 +0 +2 +0 -50,0 +3,4 +0,0 +0,0 -5,5 +4,1 +0,0 -1,3 -2,9 +0,0 +14,3 +1,9 +16,7 +0,0 -13,0 -12,5 +5,6 +3,1 +0,0 -12,0 -28,6 +5,6 +0,0 +4,2 +0,0 7.184 15 24 3 12 40 50 246 36 975 4 16 0 1 1 3 48 9 1.118 0 7 0 2 6 6 42 4 7.041 19 33 3 11 35 47 252 41 -143 +4 +9 +0 -1 -5 -3 +6 +5 -2,0 +26,7 +37,5 +0,0 -8,3 -12,5 -6,0 +2,4 +13,9

Anhang
Bestand am Eintragungen Löschungen Bestand am Veränderung 31.12.2008 vom 01.01. bis 31.12.09 31.12.2009 absolut um … % Orgel- und Harmoniumbauer Parkettleger Raumausstatter Rollladen- und Jalousiebauer Sattler- und Feintäschner Schilder- und Lichtreklamehersteller Schneidwerkzeugmechaniker Schuhmacher Segelmacher Siebdrucker Sticker Textilreiniger Uhrmacher Vergolder Wachszieher Weinküfer Zupfinstrumentenmacher

6 368 694 99 63 78 17 82 7 16 4 58 78 13 1 1 9

0 47 127 6 6 6 0 5 0 0 0 1 1 3 0 0 0

1 59 110 12 8 10 0 5 0 0 1 3 3 2 0 0 0

5 356 711 93 61 74 17 82 7 16 3 56 76 14 1 1 9

-1 -12 +17 -6 -2 -4 +0 +0 +0 +0 -1 -2 -2 +1 +0 +0 +0

-16,7 -3,3 +2,4 -6,1 -3,2 -5,1 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 -25,0 -3,4 -2,6 +7,7 +0,0 +0,0 +0,0

68 69

Betriebsbestand Anlage B2 - Verzeichnis der Gewerbe, die als handwerksähnliche Gewerbe betrieben werden können
Bestand am 31.12.2008 Zusammen Änderungsschneider Asphaltierer (ohne Straßenbau) Ausführung einfacher Schuhreparatur Bautentrocknungsgewerbe Bestattungsgewerbe Betonbohrer und -schneider Bodenleger Bügelanstalten für Herrenoberbekleidung Bürsten- und Pinselmacher Dekorationsnäher (ohne Schaufensterdekoration) Einbau von genormten Baufertigteilen Eisenflechter Fahrzeugverwerter Fleckteppichhersteller Fleischzerleger, Ausbeiner Fuger (im Hochbau) Getränkeleitungsreiniger Herstellung von Drahtgestellen f. Dekorationszwecke
Holz- u. Bautenschutzgewerbe

Eintragungen

Löschungen

Bestand am 31.12.2009 8.789 371 4 absolut

Veränderung um ... % - 8,5 -8,2 +0,0

vom 01.01. bis 31.12.09 678 33 2 1.492 66 2

9.603 404 4

- 814 -33 +0

54

1

8

47

-7

-13,0

156 143 40 966 8

10 20 3 48 0

27 13 5 139 2

139 150 38 875 6

-17 +7 -2 -91 -2

-10,9 +4,9 -5,0 -9,4 -25,0

3 45

0 0

0 6

3 39

+0 -6

+0,0 -13,3

1.660

144

249

1.555

-105

-6,3

186 11 1 6 204 20 1

37 5 0 1 6 0 0

43 1 0 1 57 4 0

180 15 1 6 153 16 1

-6 +4 +0 +0 -51 -4 +0

-3,2 +36,4 +0,0 +0,0 -25,0 -20,0 +0,0

3.812 1

183 0

670 0

3.325 1

-487 +0

-12,8 +0,0

Holz-Leitermacher (Sonderanfertigung) Holzschindelmacher Innerei-Fleischer Kabelverleger im Hochbau (ohne Anschlussarbeiten) Klavierstimmer Kosmetiker Kunststopfer

1 1 227

0 0 24

0 1 27

1 0 224

+0 -1 -3

+0,0 -100,0 -1,3

41 1.215 1

1 133 0

1 125 1

41 1.223 0

+0 +8 -1

+0,0 +0,7 -100,0

Anhang

Bestand am 31.12.2008 Lampenschirmhersteller (Sonderanfertigung) Maskenbildner Metallsägen-Schärfer Metallschleifer und Metallpolierer Plisseebrenner Posamentierer Rammgewerbe (Einrammen v. Pfählen im Wasserbau) Requisiteure Rohr- und Kanalreiniger Schirmmacher Schlagzeugmacher Schnellreiniger Speiseeishersteller Stricker Tankschutzbetriebe Teppichreiniger Textil-Handdrucker Theater- und Ausstattungsmaler Theaterkostümnäher Theaterplastiker 13 9 12 115 1 2 56 40 13 13 42 11 18 3 2 2 17 1 13 9

Eintragungen

Löschungen

Bestand am 31.12.2009 7 absolut

Veränderung um ... % -2 -22,2

vom 01.01. bis 31.12.09 0 2

3 0 3

2 0 2

18 1 14

+1 +0 +1

+5,9 +0,0 +7,7

0 0 0

1 0 0

2 2 2

-1 +0 +0

-33,3 +0,0 +0,0

2 7 0 1 3 4 0 0 0 1 0

1 11 0 0 5 4 3 2 6 1 1

13 111 1 3 54 40 10 11 36 11 17

+1 -4 +0 +1 -2 +0 -3 -2 -6 +0 -1

+8,3 -3,5 +0,0 +50,0 -3,6 +0,0 -23,1 -15,4 -14,3 +0,0 -5,6

3 0

1 2

15 7

+2 -2

+15,4 -22,2

70 71

Schulische Vorbildung der Auszubildenden*
Anzahl gesamt 2008 Hauptschulabschluss Hochschulreife ohne Hauptschulabschluss Realschul- oder gleichwert. Abschluss Sonstige Insgesamt 2.598 498 550 1.704 4 5.354 Ausbildung betrieblich 1.649 468 293 1.361 4 3.775 außerbetrieblich 949 30 257 343 0 1.579 48,5 9,3 10,3 31,8 0,1 100,0 gesamt Verteilung in % Ausbildung betrieblich 43,7 12,4 7,8 36,1 0,1 100,0 außerbetrieblich 60,1 1,9 16,3 21,7 0,0 100,0

2009 Hauptschulabschluss Hochschulreife ohne Hauptschulabschluss Realschul- oder gleichwert. Abschluss Sonstige Insgesamt 2.254 504 514 1.667 2 4.941 1.445 466 295 1.264 2 3.472 809 38 219 403 0 1.469 45,62 10,20 10,40 33,74 0,04 100,0 41,6 13,4 8,5 36,4 0,1 100,0 55,1 2,6 14,9 27,4 0,0 100,0

*mit neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen

Schulische Vorbildung der Auszubildenden*
Verteilung in % 31.12.2008 Hauptschulabschluss Hochschulreife ohne Hauptschulabschluss Realschul- oder gleichwertiger Abschluss Sonstige Insgesamt 2.598 498 550 1.704 4 5.354 31.12.2009 2.254 504 514 1.667 2 4.941 31.12.2008 48,52 9,30 10,27 31,83 0,07 100,00 31.12.2009 45,62 10,20 10,40 33,74 0,04 100,00

*mit neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen

Anhang

„Top-Ten“ der Ausbildungsberufe
Berufsbezeichnung 31.12.2009 Anzahl Friseur/-in Kraftfahrzeugmechatroniker/-in Anlagenmechaniker/-in für Sanitär-, Heizungsund Klimatechnik Maler/-in und Lackierer/-in Fachverkäufer/-in im Lebensmittelhandwerk1) Tischler/-in Elektroniker/-in für Energie- und Gebäudetechnik Gebäudereiniger/-in Metallbauer/-in Kraftfahrzeugservicemechaniker/-in Top-Ten zusammen übrige Berufe zusammen Insgesamt 982 976 916 788 669 408 326 9.338 4.787 14.125 7,0% 6,9% 6,5% 5,6% 4,7% 2,9% 2,3% 66,1% 33,9% 100,0
1) einschl. Fachverkäufer/-in im Nahrungsmittelhandwerk

Verteilung in % 13,8% 8,5% 7,9%

1.955 1.201 1.117

72 73

Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge
31.12.2008 insgesamt Bau- und Ausbaugewerbe Elektro- und Metallgewerbe Holzgewerbe Bekleidungs-, Textil- und Ledergewerbe Nahrungsmittelgewerbe Gewerbe für Gesundheit und Körperpflege sowie chemische und Reinigungsgewerbe Glas-, Papier-, keramische und sonstige Gewerbe Handwerkliche Ausbildungsberufe zusammen 4.462 3.189 1.273 4.181 3.026 1.155 91 53 38 89 59 30 207 1.418 148 458 59 960 171 1.306 114 441 57 865 891 1.427 377 51 davon männlich 816 1.387 310 17 weiblich 75 40 67 34 31.12.2009 insgesamt 828 1.365 364 58 davon männlich 756 1.325 311 20 weiblich 72 40 53 38

Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge
31.12.2008 insgesamt Handwerkliche Ausbildungsberufe Kaufmännische Ausbildungsberufe Berufe nach Ausbildungsregelung nach § 42 b HwO (Behinderten-Ausbildungsberufe) Sonstige Ausbildungsberufe Insgesamt 326 5.354 182 3.544 144 1.810 248 4.941 121 3.296 127 1.645 4.462 498 68 davon männlich 3.189 110 63 weiblich 1.273 388 5 31.12.2009 insgesamt 4.181 458 54 davon männlich 3.026 99 50 weiblich 1.155 359 4

Anhang

Auszubildende insgesamt
31.12.2008 insgesamt Bau- und Ausbaugewerbe Elektro- und Metallgewerbe Holzgewerbe Bekleidungs-, Textil- und Ledergewerbe Nahrungsmittelgewerbe Gewerbe für Gesundheit und Körperpflege sowie chemische und Reinigungsgewerbe Glas-, Papier-, keramische und sonstige Gewerbe Handwerkliche Ausbildungsberufe zusammen 12.795 9.601 3.194 11.995 8.991 3.004 284 182 102 251 157 94 540 3.492 403 1.171 137 2.321 487 3.273 346 1.085 141 2.188 2.297 4.916 1.096 170 davon männlich 2.121 4.754 916 54 weiblich 176 162 180 116 31.12.2009 insgesamt 2.189 4.640 987 168 davon männlich 2.020 4.497 834 52 weiblich 169 143 153 116

Auszubildende insgesamt
31.12.2008 insgesamt Handwerkliche Ausbildungsberufe Kaufmännische Ausbildungsberufe Berufe nach Ausbildungsregelung nach § 42 b HwO (Behinderten-Ausbildungsberufe) Sonstige Ausbildungsberufe Insgesamt 740 15.048 417 10.451 323 4.597 710 14.125 388 9.788 322 4.337 12.795 1.349 164 davon männlich 9.601 281 152 weiblich 3.194 1.068 12 31.12.2009 insgesamt 11.995 1.268 152 davon männlich 8.991 267 142 weiblich 3.004 1.001 10

74 75

Auszubildende insgesamt
31.12.2008 Ausbildung gesamt Bau- und Ausbaugewerbe Elektro- und Metallgewerbe Holzgewerbe Bekleidungs-, Textil- und Ledergewerbe Nahrungsmittelgewerbe Gewerbe für Gesundheit und Körperpflege sowie chemische und Reinigungsgewerbe Glas-, Papier-, keramische und sonstige Gewerbe Handwerkliche Ausbildungsberufe zusammen 12.795 8.853 3.942 11.995 8.398 3.597 -6,3 -5,1 -8,8 284 251 33 251 225 26 -11,6 -10,4 -21,2 540 3.492 479 3.015 61 477 487 3.273 441 2.803 46 470 -9,8 -6,3 -7,9 -7,0 -24,6 -1,5 2.297 4.916 1.096 170 betr. außerbetr. 1.163 3.309 514 122 1.134 1.607 582 48 gesamt 2.189 4.640 987 168 31.12.2009 Ausbildung betr. außerbetr. 1.142 3.188 478 121 1.047 1.452 509 47 gesamt -4,7 -5,6 -9,9 -1,2 Veränd. zum Vorjahr um … % Ausbildung betr. außerbetr. -1,8 -3,7 -7,0 -0,8 -7,7 -9,6 -12,5 -2,1

Auszubildende insgesamt
31.12.2008 Ausbildung gesamt Handwerkliche Ausbildungsberufe Kaufmännische Ausbildungsberufe zusammen Berufe nach Ausbildungsregelung § 42 b HwO (Behinderten-Ausbildungsberufe) Sonst. Ausbildungsberufe insgesamt 740 423 317 4.553 710 14.125 405 9.993 305 4.132 -4,1 -6,1 -4,3 -4,8 -3,8 -9,2 164 1 163 152 2 150 -7,3 +100,0 -8,0 1.349 1.218 131 1.268 1.188 80 -6,0 -2,5 -38,9 12.795 betr. außerbetr. 8.853 3.942 gesamt 11.995 31.12.2009 Ausbildung betr. außerbetr. 8.398 3.597 gesamt -6,3 Veränd. zum Vorjahr um … % Ausbildung betr. außerbetr. -5,1 -8,8

15.048 10.495

Anhang

Ausländische Auszubildende
31.12.2008 insgesamt Bau- und Ausbaugewerbe Elektro- und Metallgewerbe Holzgewerbe Bekleidungs-, Textil- und Ledergewerbe Nahrungsmittelgewerbe Gewerbe für Gesundheit und Körperpflege sowie chemische und Reinigungsgewerbe Glas-, Papier-, keramische und sonstige Gewerbe Handwerkliche Ausbildungsberufe zusammen 665 413 252 648 399 249 8 5 3 5 4 1 16 335 15 94 1 241 21 329 19 90 2 239 69 215 19 3 davon männlich 68 212 17 2 weiblich 1 3 2 1 31.12.2009 insgesamt 79 190 21 3 davon männlich 77 188 20 1 weiblich 2 2 1 2

Ausländische Auszubildende
31.12.2008 insgesamt Handwerkliche Ausbildungsberufe Kaufmännische Ausbildungsberufe Berufe nach Ausbildungsregelung nach § 42 b HwO (Behinderten-Ausbildungsberufe) Sonstige Ausbildungsberufe Insgesamt 52 753 14 441 38 312 50 746 16 430 34 316 665 28 8 davon männlich 413 6 8 weiblich 252 22 0 31.12.2009 insgesamt 648 43 5 davon männlich 399 10 5 weiblich 249 33 0

76 77

Bestandene Meisterprüfungen
Handwerk Anlage A (Verzeichnis der Gewerbe, die als zulassungspflichtige Handwerke betrieben werden können Bäcker Dachdecker Elektrotechniker Feinwerkmechaniker Fleischer Friseur Gerüstbauer Glaser Installateur und Heizungsbauer Karosserie- und Fahrzeugbauer Konditor Kraftfahrzeugtechniker Maler und Lackierer Maurer und Betonbauer Orthopädietechniker Schornsteinfeger Straßenbauer Stuckateur Tischler Zahntechniker Zimmerer Zweiradmechniker zusammen 2008 2009 Veränderung absolut um … %

7 22 27 2 11 98 0 3 29 3 11 91 34 6 7 0 4 2 10 22 4 5 398

6 11 21 0 5 69 5 3 36 3 9 90 34 1 5 14 2 0 14 26 0 8 362

-1 -11 -6 -2 -6 -29 +5 +0 +7 +0 -2 -1 +0 -5 -2 +14 -2 -2 +4 +4 -4 +3 -36

-14,3 -50,0 -22,2 -100,0 -54,5 -29,6 x +0,0 +24,1 +0,0 -18,2 -1,1 +0,0 -83,3 -28,6 x -50,0 -100,0 +40,0 +18,2 -100,0 +60,0 -9,0

Anlage B1 (Verzeichnis der Gewerbe, die als zulassungsfreie Handwerke betrieben werden können) Buchbinder Fliesen-, Platten- und Mosaikleger Galvaniseur Gebäudereiniger Schuhmacher zusammen insgesamt 1 5 6 3 0 15 413 0 0 4 6 2 12 374 -1 -5 -2 +3 +2 -3 -39 -100,0 -100,0 -33,3 +100,0 x -20,0 -9,4

Anhang

Fortbildungsprüfungen
31.12.2008 davon: insgesamt AEVO-Prüfungen Technische(r) Fachwirt/-in Gebäudeenergieberater/-in im Handwerk Kraftfahrzeug-Servicetechniker/-in Betriebswirt/-in (HWK) Fachwirt/-in Gebäudemanagement (HWK) Verkaufsleiter/-in im Nahrungsmittelhandwerk CNC-Fachkraft Holz Gerüstbaukolonnenführer/-in Bestatter/-in (gesamte Fortbildung) Bestatter/-in (Modul BWL für das ganze Bundesgebiet) Colorist/-in (gepr.) Controller/-in (HWK) Teilnehmer insgesamt 0 7 960 0 6 838 0 1 122 4 5 1.029 0 4 900 4 1 129 4 -2 69 neu -28,6 7,2 14 60 4 33 13 60 3 26 1 0 1 7 81 58 4 32 74 58 3 25 7 0 1 7 67 -2 0 -1 478,6 -3,3 0,0 -3,0 4 1 3 6 2 4 2 50,0 32 46 0 32 38 0 0 8 0 31 76 5 31 66 4 0 10 1 -1 30 5 -3,1 65,2 500,0 425 220 115 männlich 352 202 105 weiblich 73 18 10 31.12.2009 davon: insgesamt 462 224 41 männlich 393 200 40 weiblich 69 24 1 Veränderung absolut 37 4 -74 % 8,7 1,8 -64,3

78 79

Beratungsschwerpunkte nach Betriebsgrößen
Betriebsgröße Beratungen 2009 betriebswirtschaftlich technisch insgesamt Anteile in % 2008 2009 63,9 66,4

Existenzgründungsberatungen

864

51

915

Betriebe mit bis zu 4 Beschäftigten mit 5 bis 9 Beschäftigten mit 10 bis 19 Beschäftigten mit mehr als 20 Beschäftigten insgesamt 197 54 19 24 1.158 121 54 29 19 274 318 108 48 43 1.432 22,2 7,5 3,4 3,0 100,0 18,2 8,4 3,9 3,1 100,0

Beratungen nach Handwerksgruppen
Handwerksgruppe 2009 Anzahl 217 376 101 67 32 348 69 222 1.432 Anteile in % 15,2 26,3 7,0 4,7 2,2 24,3 4,8 15,5 100,0 2008 Anzahl 177 379 102 65 50 336 63 145 1.317 Anteile in % 13,4 28,8 7,7 4,9 3,8 25,6 4,8 11,0 100,0

I.

Bau

II. Metall III. Holz IV. Bekleidung, Textil, Leder V. Nahrung VI. Gesundheits- und Körperpflege VII. Glas, Papier, sonstige handwerksähnliche Gewerbe insgesamt

Anhang

Beitragssätze und Mitgliederbestand d. Innungskrankenkasse – IKK (Regionaldirektion Berlin)
IKK Brandenburg u. Berlin Regionaldirektion Berlin 1. Januar 2009 1. Januar 2010
einheitl. Beitrag für alle Krankenkassen

Trägerinnungen Siehe nachfolgend aufgeführt Nr. 1–38

Beitragssatz allgemein ermäßigt 15,5 % 14,9 % 14,9 %

Umlagesatz U1 U2 2,1 % 0,2 %

Erstattungssatz U1/U2 70 %/100 % 70 %/100 %

2,4 % 0,25 %

1. Augenoptiker-Innung Berlin 2. Bäcker-Innung Berlin 3. Baugewerksinnung Berlin/Fachgemeinschaft Bau 4. Boots- und Schiffbauer-Innung Berlin-Brandenburg 5. Elektro-Innung Berlin – Landesinnung für Elektrotechnik 6. Fleischer-Innung Berlin/Fleischerverband Berlin-Brandenburg 7. Focon – Innung der Berufsfotografen Berlin PotsdamFrankfurt/Oder- Magdeburg-Potsdam 8. Friseur-Innung Berlin 9. Fuhrgewerbe-Innung Berlin e. V. 10. Galvaniseur-Innung Berlin-Brandenburg-Dresden 11. Gebäudereiniger-Innung Berlin 12. Glaser-Innung Berlin 13. Gold- und Silberschmiede-Innung Berlin 14. Hotel- und Gaststättenverband Berlin e. V. 15. Innung des Berliner Taxigewerbes e. V. 16. Fachgruppe Kachelofen- und Luftheizungsbauer der Innung für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Berlin 17. Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Berlin 18. Innung für Metall- und Kunststofftechnik Berlin 19. Innung für Orthopädie-Schuhtechnik Berlin

20. Karosserie- und Fahrzeugbauer-Innung Berlin 21. Konditoren-Innung Berlin 22. Kürschner-Innung Berlin 23. Landesinnung des Dachdeckerhandwerks Berlin 24. Landesinnung für Orthopädietechnik Berlin-Brandenburg 25. Maler- und Lackierer-Innung Berlin, Farbe, Gestaltung, Bautenschutz, Fachgruppe Schilder- und Lichtreklamehersteller 26. Maßschneider-Innung Berlin 27. Landesinnung für Informationstechnik Berlin 28. Raumausstatter- und Sattler-Innung Berlin 29. Schornsteinfeger-Innung in Berlin 30. Schuhmacher-Innung Berlin 31. Steinmetz- und Bildhauer-Innung Berlin 32. Textilreiniger-Innung Berlin-Brandenburg 33. Tischler-Innung Berlin 34. Uhrmacher-Innung Berlin-Frankfurt/Oder-Potsdam 35. Zahntechniker-Innung Berlin-Brandenburg 36. Zweiradmechaniker-Innung Berlin 37. Kälteanlagenbauer-Innung Berlin-Brandenburg 38. Landesinnung für Informationstechnik Berlin

80 81

Betriebsbestand regionale Gliederung
Betriebsbestand am 31.12.2008 Berliner Handwerk Anlage A - zulassungspflichtige Handwerke Anlage AeT - Ausführung einfacher Tätigkeiten Anlage B1 - zulassungsfreie Handwerke Anlage B2 - handwerksähnliche Gewerbe Mitte Anlage A - zulassungspflichtige Handwerke Anlage AeT - Ausführung einfacher Tätigkeiten Anlage B1 - zulassungsfreie Handwerke Anlage B2 - handwerksähnliche Gewerbe Friedrichshain-Kreuzberg Anlage A - zulassungspflichtige Handwerke Anlage AeT - Ausführung einfacher Tätigkeiten Anlage B1 - zulassungsfreie Handwerke Anlage B2 - handwerksähnliche Gewerbe Pankow Anlage A - zulassungspflichtige Handwerke Anlage AeT - Ausführung einfacher Tätigkeiten Anlage B1 - zulassungsfreie Handwerke Anlage B2 - handwerksähnliche Gewerbe Charlottenburg-Wilmersdorf Anlage A - zulassungspflichtige Handwerke Anlage AeT - Ausführung einfacher Tätigkeiten Anlage B1 - zulassungsfreie Handwerke Anlage B2 - handwerksähnliche Gewerbe Spandau Anlage A - zulassungspflichtige Handwerke Anlage AeT - Ausführung einfacher Tätigkeiten Anlage B1 - zulassungsfreie Handwerke Anlage B2 - handwerksähnliche Gewerbe Steglitz-Zehlendorf Anlage A - zulassungspflichtige Handwerke Anlage AeT - Ausführung einfacher Tätigkeiten Anlage B1 - zulassungsfreie Handwerke Anlage B2 - handwerksähnliche Gewerbe 32.807 15.788 232 7.184 9.603 2.667 1.269 14 612 772 2.341 1.064 21 561 695 3.960 1.945 23 827 1.165 2.793 1.485 7 579 722 1.804 955 13 360 476 2.366 1.241 14 476 635 31.12.2009 31.575 15.502 243 7.041 8.789 2.473 1.204 15 587 667 2.165 1.007 19 533 606 3.867 1.932 23 819 1.093 2.740 1.461 9 589 681 1.766 945 13 367 441 2.301 1.231 14 462 594 Veränderung absolut - 1.232 -286 +11 -143 -814 -194 -65 +1 -25 -105 -176 -57 -2 -28 -89 -93 -13 +0 -8 -72 -53 -24 +2 +10 -41 -38 -10 +0 +7 -35 -65 -10 +0 -14 -41 um ... % - 3,8 -1,8 +4,7 -2,0 -8,5 -7,3 -5,1 +7,1 -4,1 -13,6 -7,5 -5,4 -9,5 -5,0 -12,8 -2,3 -0,7 +0,0 -1,0 -6,2 -1,9 -1,6 +28,6 +1,7 -5,7 -2,1 -1,0 +0,0 +1,9 -7,4 -2,7 -0,8 +0,0 -2,9 -6,5

Anhang

Betriebsbestand regionale Gliederung
Betriebsbestand am 31.12.2008 Tempelhof-Schöneberg Anlage A - zulassungspflichtige Handwerke Anlage AeT - Ausführung einfacher Tätigkeiten Anlage B1 - zulassungsfreie Handwerke Anlage B2 - handwerksähnliche Gewerbe Neukölln Anlage A - zulassungspflichtige Handwerke Anlage AeT - Ausführung einfacher Tätigkeiten Anlage B1 - zulassungsfreie Handwerke Anlage B2 - handwerksähnliche Gewerbe Treptow-Köpenick Anlage A - zulassungspflichtige Handwerke Anlage AeT - Ausführung einfacher Tätigkeiten Anlage B1 - zulassungsfreie Handwerke Anlage B2 - handwerksähnliche Gewerbe Marzahn-Hellersdorf Anlage A - zulassungspflichtige Handwerke Anlage AeT - Ausführung einfacher Tätigkeiten Anlage B1 - zulassungsfreie Handwerke Anlage B2 - handwerksähnliche Gewerbe Lichtenberg-Hohenschönhausen Anlage A - zulassungspflichtige Handwerke Anlage AeT - Ausführung einfacher Tätigkeiten Anlage B1 - zulassungsfreie Handwerke Anlage B2 - handwerksähnliche Gewerbe Reinickendorf Anlage A - zulassungspflichtige Handwerke Anlage AeT - Ausführung einfacher Tätigkeiten Anlage B1 - zulassungsfreie Handwerke Anlage B2 - handwerksähnliche Gewerbe Firmen mit Hauptsitz außerhalb Berlins Anlage A - zulassungspflichtige Handwerke Anlage AeT - Ausführung einfacher Tätigkeiten Anlage B1 - zulassungsfreie Handwerke Anlage B2 - handwerksähnliche Gewerbe 3.049 1.624 17 599 809 3.387 1.301 33 1.018 1.035 2.919 1.458 20 550 891 2.629 1.150 23 553 903 2.421 969 24 617 811 2.443 1.300 23 431 689 28 27 0 1 0 31.12.2009 2.937 1.597 16 599 725 3.167 1.269 44 947 907 2.900 1.452 18 579 851 2.466 1.108 20 527 811 2.377 975 26 601 775 2.389 1.295 26 430 638 27 26 0 1 0 Veränderung absolut -112 -27 -1 +0 -84 -220 -32 +11 -71 -128 -19 -6 -2 +29 -40 -163 -42 -3 -26 -92 -44 +6 +2 -16 -36 -54 -5 +3 -1 -51 -1 -1 +0 +0 um ... % -3,7 -1,7 -5,9 +0,0 -10,4 -6,5 -2,5 +33,3 -7,0 -12,4 -0,7 -0,4 -10,0 +5,3 -4,5 -6,2 -3,7 -13,0 -4,7 -10,2 -1,8 +0,6 +8,3 -2,6 -4,4 -2,2 -0,4 +13,0 -0,2 -7,4 -3,6 -3,7 +0,0 -

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Impressum
Herausgeberin: Handwerkskammer Berlin Blücherstraße 68, 10961 Berlin Tel. +49 30 25903-01, Fax +49 30 25903-235 info@hwk-berlin.de www.hwk-berlin.de Redaktion: Elke Sarkandy Tel. +49 30 25903-230, Fax +49 30 25903-235 sarkandy@hwk-berlin.de Redaktionsschluss: 12. März 2010 Gestaltung: scottiedesign, Berlin Druck: Druckhaus Dülmen Fotonachweis: Fred Baumgart Fotolia imagostock Norbert Kirsch Thomas Machowina Karl Mittenzwei Elke Sarkandy Christoph Petras Marina Richter Art & Photo Urbschat iStockphoto

Die Handwerkskammer dankt für die freundliche Unterstützung:

84 85

Handwerkskammer Berlin · Blücherstraße 62 · 10961 Berlin · +49 30 25903-01
        
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