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Full text: Jahresbericht ... Issue 2008

Jahresbericht 2008

Jahresbericht der Handwerkskammer Berlin 2008
Handwerk ist Lebensraum und Arbeitsfeld. Dort, wo Menschen sind, schafft Handwerk mit seinen Produkten und Dienstleistungen soziale Nähe zu Kunden und Mitarbeitern.

Inhalt

Inhaltsübersicht
Vorstand und Geschäftsführung Vorwort Schlaglichter Wirtschaftspolitik Kommunikation Berliner Handwerk Handwerkskammer Berlin Partnerorganisationen 6 7 8 12 18 20 24 44

Anhang Ausschüsse Innungen Gesellenausschüsse Betriebsbestand Anlage A, AeT, B1 und B2 Ausbildung Fort- und Weiterbildung Beratungen Beitragssätze/Mitgliederbestand IKK

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Impressum

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Vorstand und Geschäftsführung

Vorwort

Präsident Stephan Schwarz (Mitte) Geschäftsführender Gesellschafter, GRG Services Berlin GmbH & Co. KG Meistervertreter Vizepräsident Erwin Kostyra (rechts) Metallbauermeister, Dipl.-Ing. Meistervertreter Vizepräsident Joachim Fichtner (links) Kraftfahrzeugmechanikermeister Gesellenvertreter

In jeder Krise steckt eine Chance
Wenn dieser Jahresbericht 2008 vor Ihnen liegt, befindet sich die Wirtschaft bereits mittendrin im laufenden Super-Wahljahr 2009: Insgesamt 16 Wahlen stehen bundesweit an, verbunden mit großen Erwartungen an die Volksvertreter. Neben den Wahlen zum deutschen Bundestag und der Wahl des Bundespräsidenten finden zahlreiche Abstimmungen über die Vertreter in den kommunalen Parlamenten statt. Eine politische Schonfrist wird in diesen Zeiten wohl niemandem zugestanden. Jetzt zählt nur eins: beherztes und tatkräftiges Zupacken, nachdem die Bundesregierung höchst umsichtig an den Stellschrauben gedreht und das Konjunkturpaket II auf den Weg gebracht hat. Anselm Lotz (obere Reihe, rechts) Kraftfahrzeugtechniker, Dipl.-Ing. Meistervertreter Allein in Berlin können ab sofort bis 2010 zusätzliche Investitionen im Umfang von 632 Mio. EUR getätigt werden, davon stammen 474 Mio. EUR aus dem Bundeshaushalt; 25 Prozent muss Berlin in Eigenleistung aufstocken. Deshalb sollte sich die Landespolitik nicht damit aufhalten, um Stimmen und Stimmungen zu ringen, sondern in einer konzertierten Aktion die zur Verfügung stehenden Mittel freigeben. Nur ein beschleunigtes Vergabeverfahren kann seine Wirkung entfalten und die Wirtschaft nachhaltig ankurbeln. So sollen nach einer Vorgabe des Senats bereits 50% der Aufträge im September 2009, die andere Hälfte bis April 2010 erteilt werden. Das Berliner Handwerk will und braucht keine Almosen; auch ein sogenannter Schutzschirm für einzelne Unternehmen schadet mehr dem marktwirtschaftlichen Gleichgewicht, als dass er Entlastung brächte. Das Handwerk fordert lediglich die Auflösung des längst fälligen Investitionsstaus in Berlin. Alles andere funktioniert von allein: Aufträge schaffen Arbeits- und Ausbildungsplätze. Wenn der Senat das innovative Potenzial der regionalen Handwerksbetriebe nutzt, profitieren Gesellschaft und Umwelt gleichermaßen. Technologieorientierte Handwerksbetriebe leisten nicht nur Sanierungs- und Reparaturarbeiten, sondern agieren äußerst zukunftsträchtig: Deshalb muss jetzt eine Klimakampagne auf den Weg gebracht werden. Jeder Euro, der in die energetische Sanierung investiert wird, macht Subventionen für die Wirtschaft überflüssig und entlastet zusätzlich den Haushalt in Form von Steuergeldern, die auf diese Art wieder zurückfließen. Hinzu kommen die positiven Effekte für Arbeits- und Ausbildungsplätze. Deshalb muss die derzeitige Krise auch als Chance genutzt werden: durch verstärkte Besinnung auf innovative Techniken etwa. Für das Berliner Handwerk zählt: Wachstum im Inneren stärken, Konsum ankurbeln, längst fällige Investitionen umsetzen – und das alles zukunftsorientiert, umweltbewusst und klimaschonend. Das Handwerk steht längst bereit zur Übernahme von Aufträgen für Sanierungen in Schulen, Kindergärten und öffentlichen Gebäuden einschließlich der energetischen Gebäudesanierung. Übrigens: In der chinesischen Sprache gibt es nur ein einziges Schriftzeichen für Krise, Gefahr und Chance; die Griechen setzen den Begriff Krise mit dem Wort Entscheidung gleich. Auch wir sollten nicht nur den gefährlichen Aspekt der derzeitigen Notlage sehen, sondern die Chance ergreifen. So wie kein Aufschwung ewig dauert, so ist auch jeder Abschwung irgendwann einmal zu Ende.

Vorstandsmitglieder Hans-Joachim Blauert (obere Reihe, links) Bäcker und Konditormeister Meistervertreter

Werner Brands (obere Reihe, Mitte) Maler- und Lackierermeister Meistervertreter

Klaus-Dieter Müller (untere Reihe, links) Stuckateurmeister Meistervertreter

Karsten Berlin (untere Reihe, Mitte) Maler- und Lackierermeister Gesellenvertreter

Wolf-Peter Niesel (untere Reihe, rechts) Bäcker Gesellenvertreter

Hauptgeschäftsführer Jürgen Wittke (links) Geschäftsführer Ulrich Wiegand

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Schlaglichter 2008

Schlaglichter 2008
Handwerk ist an den ungewöhnlichsten Orten Berlins präsent. Mit Wettbewerben, Plakataktionen und Festveranstaltungen unterstützt die Handwerkskammer Berlin eine effektive Imagewerbung für diesen vielfältigen Wirtschaftszweig. In Fachforen, bei Podiumsdiskussionen und auf Messen setzt das Handwerk Akzente und bietet ungewöhnliche Perspektiven zu aktuellen Themen.

Januar
11. Januar: Gemeinsamer Neujahrsempfang von Handwerkskammer und IHK Berlin – 1.700 Gäste im Ludwig-Erhard-Haus 22 Januar: Praktischer Leistungswettbewerb der Deutschen Handwerksjugend – Kammerpräsident Stephan Schwarz ehrt 21 Landessiegerinnen und -sieger Januar: Handwerkskammer Berlin, JobCenter Pankow und das ComFort-Schulungszentrum Berlin starten zweite Programmphase zum Beschäftigungspakt Projekt Berliner BÄr – SeniorConsulter beraten kleine und mittelständische Unternehmen und bieten Personaldienstleistung an

Februar
19. bis 23.Februar: Bauhandwerksberufe zum Ausprobieren für junge Frauen – Projekt „BOB – Berufliche Orientierung in Berlin“ der HWK und Fachgemeinschaft Bau laden interessierte Schülerinnen ein, sich auf der Baufachmesse Bautec über Ausbildungsberufe beim Bau genauer zu informieren

3./4.April: Zertifizierungsaudit und Wiederbestätigung des Qualitätsmanagements für die Bildungsstätten der Handwerkskammer Berlin 8. April: Frühjahrspressekonferenz der Handwerkskammer Berlin – Berliner Handwerk verhalten positiv gestimmt – Handwerkskammer fordert ein wirkungsvolles Investitionsprogramm in den Klimaschutz, um verstärkt Arbeits- und Ausbildungsplätze zu schaffen 17. April: 1. Workshop der HWK im Projekt SEH „Hauptschule verändert sich – Schule auf Erfolgskurs“ 23. April: Plakataktion an Schulen „Berliner Handwerk sucht coole Köpfe" – Berlins Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner, und der Präsident der HWK Berlin, Stephan Schwarz, starten die Initiative – Aushänge an allen 400 weiterführenden Schulen in Berlin weisen auf die Vielfalt der Handwerksberufe hin 24. April: Girls’Day – 221 Plätze in 20 offenen Werkstätten vermitteln Schülerinnen Einblicke ins Handwerk – Anteil weiblicher Auszubildender im Berliner Handwerk liegt bei 30,5%, Tendenz steigend – Berlin liegt bundesweit an der Spitze

März
6. März: Diskussionsforum mit Vertretern der Projekte „BOB“ und „FBB“ im Technikmuseum Berlin zum Thema „Gehen uns die coolen Köpfe aus? – Handwerk sucht Nachwuchs" 8. März: Wettbewerb „Frau in Verantwortung (FiV)“ – Auszeichnung weiblicher Führungspersönlichkeiten, die im Bezirk CharlottenburgWilmersdorf von Berlin tätig sind und als Mentorin oder Netzwerkerin andere Frauen ermutigen, selbst berufliche Verantwortung zu übernehmen – Handwerkskammer ist Mitglied der Jury 10. März: Pressekonferenz „Pro & Contra Mindestlohn im Berliner Handwerk“ – Vorstellung einer Umfrage der Handwerkskammer unter ihren Mitgliedsbetrieben zur kontroversen Debatte um die Einführung gesetzlicher Mindestlöhne

April

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Schlaglichter 2008
Mai
14. Mai: Jugendkonferenz Berlin in der Neuköllner Kepler-Oberschule – Rund 150 Experten aus Arbeitsagenturen, Handwerkskammer Berlin, Job Centern, Bezirken, Gewerkschaften und Sozialträgern tauschen sich über ihre Erfahrungen bei der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit aus – Ziel: Verbesserung der sozialen und berufliche Integration junger Menschen 23. Mai: Handwerkskammer und Architekt Winfried Brenne erhalten Ehrung des Brandenburger Landesverbands – Bund Deutscher Architekten für Umbau des Meyer-Wittwer-Baus sentiert sich in seiner ganzen Vielfalt mit verschiedenen Produkten und Dienstleistungen 10. Juli: World Monuments Fund (WMF) zeichnet Instandsetzung des Bauhaus-Internats der Handwerkskammer Berlin aus – Preisverleihung in New York 14. Juli: Verleihung der Franz-von-Mendelssohn-Medaille – 10.000 Euro für bürgerschaftliches Engagement – Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG ist diesjähriger Preisträger messe steht unter dem Motto „Chancen nutzen – Potenziale stärken“ 18. September: Berufsorientierungstournee (BOT) – Lehrer erhalten Einblicke in ausgewählte Ausbildungsberufe – Dialog zwischen Berufsberatern, Lehrkräften und Unternehmern fördert das gegenseitige Verständnis 29. September: Fachforum „Der demografische Wandel – Herausforderungen für die Wirtschaft“ – Vertreter von HWK, IHK und Handelsverband Berlin-Brandenburg diskutieren mit Staatssekretärin Almuth NehringVenus 19. November: Deutscher Preis für Denkmalschutz 2008 wird an den Förderverein Baudenkmal Bundesschule Bernau e. V. verliehen 20. November: Abschlussveranstaltung der Netd@ys Berlin Europa 2008 – Initiative der Landesregierung zur Förderung des Lernens mit Neuen Medien 24. November: nexxt-day Berlin – Veranstaltung für Betriebsübernehmer und -verkäufer im BTZ 24. bis 26. Oktober: Tage der Berufsausbildung innerhalb Europas größte Jugendmesse YOU in den Messehallen unter dem Funkturm – Unter dem Motto „Finde Deine Zukunft!“ informieren sich Jugendliche praxisnah über alle Themen rund um die Berufsausbildung Überblick über die enorme Kreativität im Tischlerhandwerk 5. November: Erstes Treffen der Schulpartner „Handwerk macht Schule“ im Bildungsund Technologiezentrum (BTZ) der Handwerkskammer Berlin 12. November: Auszeichnung Bester Ausbildungsbetrieb – Gemeinsamer Wettbewerb von Handwerkskammer und IHK Berlin – Betriebe punkten mit Ausbildungsquote, Leistungen der Lehrlinge und „Ausbildungskultur“ in den Betrieben 27. November: Der 350. Teilnehmer der Fortbildung zum Technischen Fachwirt, Teil III der Meistervorbereitung, erhält sein Zeugnis – Starke Nachfrage aus den Betrieben

August Juni
6. Juni: Netzkonferenz zum Thema Übergang Schule – Beruf – Partner des Wettbewerbs „Starke Schule. Deutschlands beste Schulen, die zur Ausbildungsreife führen“ organisieren verschiedene Workshops – BOB unterstützt Veranstaltung mit Lernkarussell zum Thema „Schulpartnerschaften zwischen Unternehmen des Berliner Handwerks und Berliner Schulen“ 16. Juni: JOBSTARTER-Netzwerktreffen der Region Berlin-Brandenburg 25. Juni: Kanadische Delegation aus der Provinz Alberta – Minister für Arbeit und Immigration besucht das BTZ 27 bis 28. Juni: Deutsche Gründer- und Unternehmertage deGUT – Infostand der Handwerkskammer Berlin in der StationBerlin am Gleisdreieck 25. August: Delegation der Handwerkskammer Istanbul informiert sich in der Handwerkskammer Berlin über Struktur und Organisation der dualen Berufsausbildung

Oktober
12. Oktober: Meisterfeier der Berliner Wirtschaft – Handwerkskammer Berlin und IHK Berlin ehren 544 neue Jungmeisterinnen und Jungmeister – 1200 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft im Hotel Maritim

Dezember
17. Dezember: Veranstaltung „Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in die deutsche Wirtschaft durch Berufsausbildung“ im BMWi Berlin – Unternehmer und jugendliche Migranten erhalten Hilfestellungen bei der Aufnahme einer dualen Ausbildung

November
1. November: Gestalterpreis im Tischlerhandwerk – Förderverein Aus- und Weiterbildung im Tischlerhandwerk e.V. verleiht Gestalterpreis – Ausstellung gibt einen

September
8. September: Delegation aus der Volksrepublik China besucht das BTZ und informiert sich über die duale Berufsausbildung 16. September: Plakataktion für Ausbildungsplätze – Gemeinsam mit IHK und Außenwerber Ströer sowie Medienpartnern wirbt die Handwerkskammer mit großen Plakaten vier Wochen lang an Straßen und Plätzen für fundierte Berufsausbildung

Juli
1. Juli: StarterCenter Berlin – Handwerkskammer und IHK Berlin bieten neue Dienstleistung für Berliner Gründer an – das sogenannte Metaformular führt den Gründer durch den komplexen Vorgang der Existenzgründung 3. Juli: Sommerfest des Berliner Handwerks – Wichtige Multiplikatoren aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Verwaltung kommen zusammen, um sich in zwangloser Atmosphäre auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen – Berliner Handwerk prä-

14. bis 17. Oktober: Berliner Nachvermittlungsaktion im Ludwig Erhard Haus – Gemeinsame Aktion von HWK, IHK und der Bundesagentur für Arbeit für mehr als 2.100 Jugendliche – Rund 100 betriebliche Berater aus Unternehmen, Verbänden und der Bundesagentur für Arbeit vor Ort 19. Oktober: Vollversammlung der Handwerkskammer Berlin – Auswirkungen der Finanzkrise nicht im gesamten Berliner Handwerk zu spüren – Erhebliche Unsicherheiten über die Auswirkungen einer kriselnden Konjunktur auf das Berliner Handwerk führen jedoch zu einer zurückhaltenden Einschätzung der Geschäftsentwicklung in den kommenden sechs Monaten
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17. September: 4. Wirtschaftspartnertag Marzahn-Hellersdorf – Berliner Wirtschafts-

Wirtschaftspolitik und Handwerk

Wirtschaftspolitik
Die wenigsten Handwerksunternehmen, mit Ausnahme von Kfz-Gewerbe und Zulieferbetrieben, bekamen Ende 2008 die Auswirkungen der Finanzkrise zu spüren. Eine der großen Schwächen Berlins – der relativ geringe Anteil exportierender Industrie – wirkte sich eher stabilisierend aus. Auch konnte noch nicht von einer allgemeinen Kreditklemme im Handwerk gesprochen werden, wie eine Blitzumfrage der Handwerkskammer Berlin Ende November ergab.

Gesamtwirtschaft
Während sich die weltweite Konjunktur noch Anfang 2008 in einer sehr starken Verfassung präsentierte, schwächte sie sich bereits ab dem zweiten Quartal spürbar ab. Damit fand eine vierjährige Wachstumsphase abrupt ihr Ende. Verstärkt wird die konjunkturelle Abkühlung durch die Finanzkrise. Durch die Insolvenz der amerikanischen Investitionsbank Lehmann Brothers im September 2008 erreichte die Finanzkrise eine neue Dimension. Begonnen hatte sie bereits 2007 mit fallenden Immobilienpreisen in den USA sowie steigenden Zinsen. Dies führte zu einer großen Zahl von Kreditnehmern, die ihre Raten nicht mehr bedienen konnten. Da diese Kreditforderungen in großem Stil verbrieft, von einer Ratingagentur bewertet und weltweit verkauft wurden, kam es auch in Deutschland zu Wertberichtigungen in Milliardenhöhe. Bedeutende Banken gerieten an den Rand der Zahlungsunfähigkeit, was das Vertrauen in die Banken erschütterte. Kreditbeziehungen untereinander kamen fast zum Erliegen. Zur Stabilisierung des Bankensystems sah sich die Bundesregierung gezwungen, mit dem Finanzmarktstabilisierungsgesetz einen Rettungsschirm in Höhe von 400 Mrd. EUR aufzuspannen. Der großen Verunsicherung der Bürger und der akuten Gefahr einer weiteren Destabilisierung wirkte die Bundesregierung mit einer Garantieerklärung für alle Spareinlagen in Deutschland entgegen. In der zweiten Hälfte 2008 wirkte sich die Finanzkrise zunehmend auch auf die Realwirtschaft aus. Aktienkurse und Rohstoffpreise brachen weltweit ein. Auch die Nachfrage nach Gütern „Made in Germany“ sank deutlich. Im Jahresvergleich sanken im November die Auftragseingänge um 6 %, die Exporte um 11,8 %. Bisherige Schlüsselbranchen wie der Maschinenbau verzeichneten Rückgänge beim Auftragseingang von 30 %. Zwar verzeichnete das Bruttoinlandsprodukt 2008 noch ein Wachstum von 1,3 % (2007: 2,5 %) auf 2.489 Milliarden EUR, der positive Saldo ist jedoch allein auf das erste Quartal zurückzuführen. Zur Stabilisierung der wirtschaftlichen Entwicklung wurden weltweit Konjunkturpakete geschnürt. Am 5. November 2008 verabschiedete die Bundesregierung ein erstes Konjunkturprogramm in Höhe von 23 Mrd. EUR.

Unter anderem wurde das Gebäudesanierungsprogramm um insgesamt drei Mrd. Euro aufgestockt und die Wiedereinführung der degressiven Abschreibung in Höhe von 25 % zum 1. Januar 2009 – befristet auf zwei Jahre – vereinbart. Des Weiteren wurden die Betriebsvermögens- und Gewinngrenzen angehoben, womit deutlich mehr Handwerksunternehmen Sonderabschreibungen von 40 % vornehmen konnten. Damit erhalten KMU in einer schwierigen konjunkturellen Situation mehr Liquidität. Einer langjährigen Forderung der Handwerksorganisationen wird durch die Verdoppelung der Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen entsprochen. So können Privathaushalte ab 2009 ihre Steuerlast um 1.200 EUR senken.

ner Hausbank. Von diesen Gesprächen berichteten 44 % der Handwerker über schwierigere Bedingungen für eine Kreditvergabe. Zwei Drittel der befragten Betriebe führte keine Kreditgespräche. Bei einer genaueren Betrachtung der Bankengespräche ergibt sich ein überraschendes Ergebnis: Bei privaten Geschäftsbanken und Sparkassen beklagen sich jeweils rund 40 %, bei den Genossenschaftsbanken 52 % über verschlechterte Konditionen bei der Kreditvergabe. Insgesamt klagt jeder fünfte Betrieb über höhere Zinsen im Verlauf der letzten sechs Monate. In diesem Punkt bleibt die Entwicklung der kommenden Monate abzuwarten. Als Hauptgründe für die Ablehnung von Kreditwünschen werden genannt: – nicht ausreichende Sicherheiten (30 %) – zu geringes Eigenkapital (18 %) – Ausschlüsse für bestimmte Branchen/ Gewerke (11 %). Als Fazit der Umfrage lässt sich festhalten, dass noch nicht von einer allgemeinen Kreditklemme im Handwerk gesprochen werden kann. Das bedeutet aber noch lange keine Entwarnung. Die Entwicklung in den nächsten sechs bis neun Monaten muss sorgfältig beobachtet werden, um ggf. rechtzeitig durch Einflussnahme auf die Kreditinstitute bzw. die Politik gegensteuern zu können. Die Entwicklungen für 2009 lassen sich nur schwer prognostizieren. Auf jeden Fall wäre die Politik gut beraten, überflüssige Belastungen für die Wirtschaft zu vermeiden. Der Senat kann hier mit der Verschiebung der zweiten Stufe der Umweltzone ein in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wichtiges
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Berlin
Ende 2008 hielten sich die Auswirkungen der Finanzkrise für Berlin noch in einem überschaubaren Rahmen. Die meisten Firmen spürten noch keine Auswirkungen. So wirkte sich eine der großen Schwächen Berlins – der relativ geringe Anteil exportierender Industrie bei gleichzeitiger Anwesenheit eines hohen Anteils im öffentlichen Dienst Beschäftigter – eher stabilisierend aus. Um die Auswirkungen auf die Berliner Handwerksbetriebe zu erfassen und eventuell notwendige Schritte einzuleiten, führte die Handwerkskammer Berlin im November per E-Mail eine Blitzumfrage unter 5.000 Betrieben durch. Daraus ergab sich nachfolgendes Bild: Sparkassen und Genossenschaftsbanken nehmen mit einem Anteil von ca. 55 % die Hausbankfunktion im Handwerk wahr, mit ca. 45 % fällt diese Rolle den privaten Geschäftsbanken zu. Ein Drittel der Berliner Handwerksbetriebe führte in den letzten sechs Monaten ein Kreditgespräch mit sei-

Wirtschaftspolitik und Handwerk
Zeichen setzen. Mindestens sollten jedoch deutlich längere Übergangsregelungen für EURO-3-Fahrzeuge (gelbe Plakette) vorgesehen werden. Des Weiteren sollte der Investitionsstau im öffentlichen Gebäudebestand insbesondere im Bereich energetischer Sanierungsmaßnahmen dringend aufgelöst werden. Dies würde auch einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung von Ausbildungsund Arbeitsplätzen gerade im Berliner Handwerk leisten. Unbefriedigend ist allerdings die Struktur der Arbeitslosigkeit in Berlin: So stieg der Anteil von Personen, die länger als ein Jahr arbeitslos sind, auf über 80 % (SGB II), nur bei knapp jedem Fünften liegt die Dauer der Arbeitslosigkeit unter einem Jahr (SGB III). Das StarterCenter Berlin ist ein wichtiger Baustein zur Reduzierung des bürokratischen Aufwands für Gründer. Die Kammern positionieren sich hier als zentrale Anlaufstelle. Erreichbar ist das StarterCenter Berlin unter www.startercenter-berlin.de. Am 12. Dezember 2008 wurden die Kammern im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs „Ideenbörse Einfach Gründen“ für das StarterCenter Berlin ausgezeichnet. Der Wettbewerb wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im November 2007 mit dem Ziel ins Leben gerufen, Gründungsprozesse zu vereinfachen und zu beschleunigen. rektion der Bundesagentur für Arbeit, der IHK Berlin sowie der Handwerkskammer Berlin mündeten Anfang Oktober 2008 in der Verabschiedung einer „Gemeinsamen Erklärung über den öffentlich geförderten Beschäftigungssektor“. Damit wird an die „Gemeinsame Erklärung zum Umgang mit Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung (MAE)“ aus dem Jahr 2004 und deren Konkretisierung in Form der Positivliste angeknüpft. Diese regelt die Einsatzgebiete der neuen Instrumente „Jobperspektive“ und des Bundesprogramms „Kommunal-Kombi“. Beide richten sich an Arbeitslose mit Vermittlungshemmnissen, denen eine langfristige Beschäftigung angeboten werden soll. Im Rahmen der Vereinbarung werden Projekte aus den Bereichen Garten- und Landschaftsbau, Gebäudereiniger-, Maler- und Lackiererarbeiten sowie Baumaßnahmen grundsätzlich ausgeschlossen. Allen Erfahrungen nach sind dies die bevorzugten gewerblichen Einsatzgebiete für öffentliche geförderte Beschäftigung. Mögliche Einsatzgebiete im Rahmen von Zusatzjobs regelt weiterhin die Positivliste. Zur Begleitung des öffentlichen Beschäftigungssektors wird auf Landesebene ein Beirat eingerichtet, in dem die Handwerkskammer vertreten sein wird. Auch wenn die Handwerkskammer auf regionaler Ebene konstruktiv-kritisch bei der Umsetzung arbeitsmarktpolitischer Instrumente mitarbeitet, bleibt die grundsätzlich skeptische Haltung der Handwerkskammer Berlin zu arbeitsmarktpolitischen Instrumenten davon unberührt. Viele existierende Programme sind ineffektiv, kontraproduktiv und gefährden Arbeitsplätze in der gewerblichen Wirtschaft. Hierzu gibt es eine ganze Reihe von aussagekräftigen Untersuchungen des Bundesrechnungshofes oder des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). EA soll vor allem ausländische Unternehmen mit den notwendigen Informationen für die Aufnahme und Ausübung einer selbstständigen Tätigkeit versorgen. Sämtliche hierfür erforderlichen Formalitäten können über den EA abgewickelt werden. Dabei übernimmt der EA nur die Aufgabe der Information und Koordinierung mit den für eine Gründung zuständigen Behörden. Die sachliche Zuständigkeit der jeweiligen Behörde bleibt davon unberührt. Aufgrund eines Beschlusses der deutschen Wirtschaftsminister werden auch deutsche Unternehmen die Dienstleistungen des EA in Anspruch nehmen können. In Berlin ist ein Kooperationsmodell unter Einbezug der Handwerkskammer, der IHK, dem DGB sowie der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen geplant. heißen. Ein solches transparentes Verfahren würde nach Auffassung des Berliner Handwerks die Qualitätsorientierung der Anbieter und den Wettbewerb unter den in die nähere Auswahl einbezogenen regionalen Bietern fördern. Zugleich befürwortete die Kammer den Vorschlag, für dieses zweistufige Verfahren die Wertgrenzen auf 2 Mio. EUR bei VOB-Ausschreibungen bzw. 150T EUR bei VOL-Ausschreibungen anzuheben. Die vorgeschlagenen Wertgrenzen würden es auch leistungsstärkeren Baubetrieben ermöglichen, in stärkerem Maße an öffentlichen Aufträgen zu partizipieren. Unabhängig davon besteht unverändert die Forderung für eine Erhöhung der Wertgrenzen bei einstufigen, beschränkten Ausschreibungen, ähnlich dem Beispiel Hamburg. Eine verstärkte Berücksichtigung ökologischer und sozialer Aspekte lehnte die Kammer hingegen ab, da insbesondere kleinere Betriebe – die solchen „zusätzlichen“ Anforderungen betrieblich kaum entsprechen können – im Wettbewerb benachteiligt würden. Obwohl das neue Berliner Vergabegesetz am 1. April in Kraft trat, gab bereits wenige Tage später eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes zur Tariftreue bzw. zur notwendigen Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen wieder Anlass für eine Novellierung. Ziel des Senats ist es nun, dem Lohndumping über einen bundesweit geltenden, flächendeckenden Mindestlohn, durch die Erklärung von Allgemeinverbindlichkeiten von Tarifverträgen sowie ihre Aufnahme in das Entsendegesetz, entgegenzutreten. Hinsichtlich des zunehmenden Fachkräftemangels setzte sich die Handwerkskammer im Berichtszeitraum für eine Verlängerung der Bevorzugtenregelung von Ausbildungsbetrieben im Rahmen von beschränkten Ausschreibungen um weitere zwei Jahre, d.h. bis Ende 2010, ein. Seitens der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung wird dieses Anliegen begrüßt. Ungelöst bleibt die vom Handwerk geforderte gegenseitige Anerkennung der Unternehmer- und Lieferantenverzeichnisse (ULV)/VOB-VOL von Berlin und Brandenburg. Wesentlicher Grund: Im Gegensatz zu Brandenburg bestehen über das in Berlin seit rund 45 Jahren geführte Verzeichnis
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StarterCenter Berlin
Arne Lingott Tel.: 030/259 03-359 Seit dem 1. Juli 2008 betreibt die Handwerkskammer in Kooperation mit der IHK Berlin das StarterCenter Berlin. Neben den räumlichen Anlaufstellen in den Kammern ist das Kernstück eine über das Internet zugängliche Software – das sogenannte Metaformular. Dieses Programm führt den Gründer durch den komplexen Vorgang der Existenzgründung (Anmeldung bei der Handwerkskammer, Gewerbeamt, Finanzamt, Arbeitsamt, BG etc.). Je nach Gewerk, Rechtsform und gewünschter Anmeldung stellt das Programm die relevanten Fragen automatisch zusammen. In einer Datenbank werden sämtliche Informationen gespeichert und nach Fertigstellung in die entsprechenden Anmeldeunterlagen der zuständigen Institutionen eingefügt und ausgedruckt bzw. elektronisch weitergeleitet. Derzeit erfolgt die medienbruchfreie Übernahme der Daten in die Handwerksrolle. Für Anfang 2009 ist die elektronische Weitergabe der Daten für die Gewerbeanmeldung an die zuständigen Gewerbeämter geplant. Der Gründer kann während des gesamten Vorgangs auf die Hilfe qualifizierter Berater zurückgreifen. Damit bieten die Kammern den Gründern eine zentrale Anlaufstelle für das Gründungsgeschehen. Das Projekt wurde finanziell durch die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen gefördert. Bereits am 31. Oktober 2008 konnte die 1.000. Gründerin begrüßt werden, die mit Hilfe des StarterCenter Berlins innerhalb von zwei Werktagen ihren Betrieb eröffnet hat. Bis Ende 2008 haben bereits rund 1.400 Existenzgründer diesen Dienst genutzt.

Arbeitsmarkt
Der Arbeitsmarkt in Deutschland ist von den Auswirkungen der Finanzkrise 2008 noch weitgehend verschont geblieben. Im Gegenteil: 2008 war das wohl beste Jahr für den Arbeitsmarkt seit der Wiedervereinigung. So stieg die Zahl der Erwerbstätigen infolge des jahrelangen Aufschwungs deutschlandweit um 582.000 auf 40,35 Millionen. Positiv entwickelte sich vor allem die Zahl der Arbeitnehmer, die um 568.000 auf knapp 35,9 Millionen Personen anstieg. Die Zahl der Selbständigen erhöhte sich nur leicht um 14.000 auf 4,5 Millionen. Die Arbeitslosenzahl verringerte sich im Jahresdurchschnitt um 508.000 auf 3,268 Mio., die Arbeitslosenquote sank auf 7,8 %. Für 2009 muss jedoch mit einem deutlichen Anstieg und einer Verschlechterung der Situation am bundesdeutschen Arbeitsmarkt gerechnet werden. Während Ende 2008 viele Unternehmen die Auftragsrückgänge noch durch den Abbau von Überstunden und Leiharbeit, Kurzarbeit sowie Sonderurlaub abfedern, wird es 2009 darauf ankommen, wie schnell sich die Wirtschaft erholt. Auch der Berliner Arbeitsmarkt profitierte 2008 von der bis Mitte des Jahres anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwungphase. So verringerte sich die Zahl der Arbeitslosen um 20.154 auf 218.190 Ende 2008; stieg jedoch im Vergleich zum Vormonat um 3.121 Personen. Die Berliner Arbeitslosenquote – auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen – sank gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Prozentpunkte auf 12,9 % (+ 0,1). Die Zahl sozialversicherungspflichtiger Beschäftigter stieg auf 1.110.200 (Oktober 2008). Entlastet wird die Statistik durch rund 100.000 Personen, die sich in Schulungsoder Qualifizierungsmaßnahmen befinden.

Öffentlicher Beschäftigungssektor
Arne Lingott Tel.: 030/259 03-359 Im Dezember 2004 haben die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen, die Bundesagentur für Arbeit, die IHK Berlin sowie die Handwerkskammer Berlin in einer gemeinsamen Erklärung die enge Zusammenarbeit bei der Integration von Arbeitslosengeld-II-Empfängern in den ersten Arbeitsmarkt vereinbart. Gleichzeitig sollte der Gefahr des missbräuchlichen Einsatzes und somit der Verdrängung von Arbeitsplätzen im Bereich der gewerblichen Wirtschaft begegnet werden. Vor allem der Verdrängung von Arbeitsplätzen durch Zusatzjobs (Ein-Euro-Jobs) im Maler- und Lackiererhandwerk sollte aus handwerklicher Sicht vorgebeugt werden. Zu diesem Zweck wurde eine Positivliste von den Kammern erarbeitet, die alle zulässigen Arbeiten aufzählt. Diese hat bis heute für den Bereich der Zusatzjobs uneingeschränkt Gültigkeit. Trotz vereinzelter Missbrauchsfälle hat sich dieses kooperative Vorgehen aus Sicht der Handwerkskammer Berlin bewährt. 2008 wurden von Seiten des Gesetzgebers neue arbeitsmarktpolitische Instrumente eingeführt, die eine zusätzliche Vereinbarung notwendig machten. Die langwierigen Verhandlungen zwischen der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen, der Regionaldi-

Öffentliches Auftragswesen
Svend Liebscher Tel.: 030/259 03-357 Das öffentliche Auftragswesen in Berlin war 2008 durch zahlreiche Diskussionen zum Änderungsentwurf des Berliner Vergabegesetzes (VgG Bln) geprägt, mit dem Ziel auf einen faireren, leistungsorientierten Wettbewerb hinzuwirken. Die Handwerkskammer begrüßte diese Zielsetzung. Hierfür soll auf geeignete Vergabeaspekte zurückgegriffen werden, zu denen insbesondere die Kriterien Bevorzugung von Ausbildungsbetrieben und Tariftreue zählen, letztere nun auch für den VOL-Bereich. Das Vergabegesetz (VgG Bln) vom 9. Juli 1999 sah bislang nur eine Tariftreue-Regelung für den Baubereich vor. Diese wurde jedoch ausgesetzt, nachdem das Bundeskartellamt 1998 eine Tariftreueregelung Berlins für jene Bereiche ablehnte, in denen das Land eine marktbeherrschende Stellung einnimmt (Tiefbau, Garten- und Landschaftsbau – nicht hingegen im Hochbau). Desgleichen unterstützte die Handwerkskammer die Einführung eines Mindestlohns, sofern für einzelne Branchen keine Entgelttarife bestehen oder die bestehenden und anwendbaren Entgelttarife weniger als 7,50 EUR pro Stunde vorsehen. Nicht zuletzt wurde das vorgeschlagene zweistufige Verfahren mit öffentlichem Teilnahmewettbewerb (Phase 1) beschränkter Ausschreibung mit ausgewählten Bietern (Phase 2) gut ge-

Einheitlicher Ansprechpartner
Arne Lingott Tel.: 030/259 03-359 Ende 2006 trat die EU-Dienstleistungsrichtlinie in Kraft. Danach sind die Mitgliedstaaten verpflichtet, bis Ende 2009 einen Einheitlichen Ansprechpartner (EA) für ausländische Unternehmen einzurichten. Der

Wirtschaftspolitik und Handwerk
Sanktionsmöglichkeiten, die im Fall von Verstößen gegen Regelungen der öffentlichen Auftragsvergabe den (befristeten) Ausschluss von Unternehmen im Bewerbungsverfahren vorsehen. Nicht zuletzt ist festzustellen, dass seit dem 1. Oktober 2008 Auftragsvergaben im Hochbau seitens des Bundes auch die Eintragung der Bieter in das Verzeichnis der präqualifizierten Betriebe voraussetzen. Unternehmer- und Lieferantenverzeichnisse der Bundesländer werden nicht als gleichwertig anerkannt. migung erhalten zu können. Für alle sechs Bezirke der Parkraumbewirtschaftung sind pro Fahrzeug also nur noch 30 Nachweise für die letzten zwei Monate erforderlich. Bisher waren 5 bis 10 Nachweise für jede einzelne zusätzliche Parkzone und jedes Betriebsfahrzeug zu erbringen, somit mindestens 170 pro Fahrzeug für die letzten zwei Monate, wenn die Betriebsvignette für alle Parkzonen gelten sollte. Die Zahl der Ausnahmegenehmigungen pro Betrieb ist sinnvollerweise nicht mehr begrenzt, sondern hängt von der Gesamtzahl der Nachweise ab. Erbringt ein Betrieb für einen Bezirk nicht nur fünf, sondern zehn Nachweise für die letzten zwei Monate, werden statt einer, zwei Betriebsvignetten (Ausnahmegenehmigungen) für den entsprechenden Bezirk erteilt, für 15 Nachweise drei Betriebsvignetten etc. Bisher hatten zahlreiche Betriebe darunter zu leiden, dass ihnen nur noch für einen Teil des Fuhrparks Betriebsvignetten zugestanden wurden. Die Bezirksämter akzeptieren nunmehr die Nachweise in Form von Rechnungen, Kundenaufträgen oder Ähnlichem, wobei datenschutzrechtliche Belange zu beachten sind. Das bedeutet, dass personenbezogene Daten an den entsprechenden Stellen geschwärzt werden sollen, allerdings müssen Straße und Hausnummer und/oder die Straße mit der Nummer der Parkzone benannt werden. Bisher akzeptierte ein Teil der Bezirksämter lediglich Gesamtlisten der Fahrzeugeinsätze. Zahlreiche Handwerksbetriebe hatten in der Folge den Aufwand dafür erheblich kritisiert. Existenzgründer können eine zunächst auf wenige Monate befristete Ausnahmegenehmigung erhalten. Das Erfordernis muss jedoch glaubhaft begründet werden. In der Zwischenzeit soll es nun möglich sein, die üblichen Nachweise zu sammeln. Vorausgesetzt, diese werden vorgelegt, können die bereits erteilten Genehmigungen dann für die übliche „Restlaufzeit“ (d.h. bezogen auf ein, zwei oder drei Jahre) ausgestellt werden. Die Handwerkskammer wird auch im kommenden Jahr beobachten, ob sich die Neuregelungen für das Berliner Handwerk bewähren. Entwurf einer Stellplatzobergrenzenverordnung für Berlin sieht für das Stadtgebiet – in Abhängigkeit von der öffentlichen Verkehrserschließung – festgelegte Obergrenzen für den Stellplatzbau vor. Die geplante Verordnung widerspricht allerdings genau dem in der Koalitionsvereinbarung 20062011 festgelegten Ziel, im Zusammenhang mit großen Bauprojekten die Gesamtkapazität privater Stellplätze nicht zu erhöhen, da große Bauprojekte in der Verordnung unberücksichtigt bleiben. Die neue Rechtsnorm würde somit nur für solche Bauten gelten, für die kein Bebauungsplan aufgestellt wird. Dagegen würde die Verordnung den Mittelstand nach Auffassung von Handwerkskammer und IHK hart treffen. Für innerstädtische Lückenbauten mit Wohnungen, Büros und Ladengeschäften würden nicht einmal bei vorhandenen Flächen ausreichend Stellplätze zulässig sein. Dies würde auch bei Umnutzungen gelten. Eröffnete beispielsweise ein Handwerksbetrieb mit Verkaufsraum ein weiteres Unternehmen, können keine zusätzlichen Parkplätze ausgewiesen werden. Ermächtigungsgrundlage der neuen Verordnung soll nicht zuletzt die Berliner Bauordnung sein, die von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung widersprüchlicherweise jüngst mit dem Ziel der Deregulierung – bei gleichzeitiger Stärkung der Bauherrenverantwortung – novelliert wurde. Die Handwerkskammer hat sich insgesamt und gemeinsam mit der IHK Berlin gegen diesen – ihrer Ansicht nach überflüssigen – Verordnungsentwurf ausgesprochen. Zuerst sollten wesentliche Fragen zum Stellplatzbedarf und -bestand sowie zu den Auswirkungen der Stellplatz-Obergrenzenverordnung geklärt werden. Mit dem Ziel, die Belange des Handwerks bzw. des Wirtschaftsverkehrs auch in bundesweite Studien einfließen zu lassen, führte die Handwerkskammer zusammen mit betroffenen Handwerksbetrieben und dem Deutschen Institut für Urbanistik (DIFU/ Berlin) im Dezember ein konstruktives Gespräch zum weiter gefassten Untersuchungsthema „Parken“. Nicht zuletzt gründete die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Ende 2008 einen Arbeitskreis zur Überarbeitung des Stadtentwicklungsplans Verkehr (STEP Verkehr), in dem die Handwerkskammer wieder die relevanten Belange ihrer Mitgliedsbetriebe vertreten wird.

Verkehrsinfrastruktur Flughäfen
Svend Liebscher Tel.: 030/259 03-357 In der verkehrs- und baupolitischen Diskussion kam den Flughäfen Berlins 2008 besondere Bedeutung zu. Entgegen den Plänen des Senats, den Flughafen Tempelhof Ende Oktober 2008 zu schließen, setzten sich Handwerkskammer und IHK gemeinsam engagiert dafür ein, diesen Verkehrsknoten zumindest bis zur geplanten Eröffnung des neuen Flughafens Berlin Brandenburg International (BBI) im Oktober 2011 zu erhalten. Aus Sicht der Kammern stellte Tempelhof den idealen, zentral gelegenen Standort für kleinere Geschäftsflieger dar, der keine Konkurrenz für BBI sei, diesen sogar entlasten könne und zur Aufwertung des Wirtschaftsstandortes Berlin beitrage. Die Kammerpräsidenten verdeutlichten überdies in einer gemeinsamen Pressekonferenz am 16. April, dass kein tragfähiges Konzept für die Nachnutzung des Flughafengeländes und der Gebäude bestehe. Insofern würde die vorläufige Aufrechterhaltung des Flugbetriebes auch das Land Berlin finanziell entlasten. Nichtsdestoweniger verhallten alle Argumente und Appelle, desgleichen war einem Volksentscheid vom 27. April 2008 gegen die Flughafenschließung nicht der erhoffte Erfolg beschieden. So erfolgte letztlich – entgegen den Bemühungen der Berliner Wirtschaft – die Schließung. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob diese für Berlin stadtentwicklungs- und finanzpolitisch sinnvoll war.

Verkehrspolitik/Verkehrsplanung
Svend Liebscher Tel.: 030/259 03-357 Ein Rückblick auf die Verkehrspolitik im Jahr 2008 sowie die Berliner Verkehrsplanung verdeutlicht, dass die Berliner Handwerksbetriebe von vielfältigen Maßnahmen betroffen sind. So werden die betrieblichen Arbeitsabläufe einerseits durch Einschränkungen der Parkmöglichkeiten tangiert (Parkraumbewirtschaftung, Stellplatzobergrenzenverordnung), andererseits durch strikte Umweltregelungen. Besonders nachteilig wirkt sich die Umweltzone auf Kleinbetriebe des Handwerks aus, die trotz einer sich eintrübenden wirtschaftlichen Lage gezwungen sind, zum Teil erhebliche Investitionen in Neufahrzeuge zu tätigen.

Technologie und Frauen – eine Vielzahl Berliner Rechtsvorschriften überprüft. Ihre Bedeutung für die Berliner Wirtschaft wird aufgrund entstehender, betrieblicher Kosten mittels des anerkannten Standard-KostenModells (SKM) ermittelt. Das SKM wurde in der Sitzung des Arbeitskreises Bauwirtschaft der Handwerkskammer Mitte Oktober 2008 den baunahen Innungen des Berliner Handwerks vorgestellt. Ziel ist es, im weiteren Verfahren unter Einbezug der Innungen und Verbände die wesentlichen, Aufwand verursachenden Berichts- und Nachweispflichten etc. für die Berliner Betriebe zu identifizieren und anschließend zu entschlacken.

Gemeinsamer Ausschuss Berlin-Moskau
Gisela Greiner Tel.: 030/259 03-362 Zwischen dem Berliner Handwerk und der Moskauer Wirtschaft entwickelten sich durch die Städtepartnerschaft intensive Kontakte. Die Partnerschaft Berlin-Moskau besteht offiziell seit 1990 und umfasst die Kooperationsfelder Arbeit – Berufliche Bildung – Frauen – Arbeitsschutz, GesundheitSoziales, Schule – Jugend – Sport, Verkehr, Bauen – Umweltschutz – Stadtentwicklung, Wirtschaftskooperation, Verwaltungszusammenarbeit und Kulturaustausch. Im „Gemeinsamen Ausschuss Berlin-Moskau“ sind neben den Senatsverwaltungen auch die Berliner Institutionen vertreten, die die intensive und partnerschaftliche Zusammenarbeit unterstützen und inhaltlich mit gestalten. Die Handwerkskammer Berlin engagiert sich im Rahmen des „Gemeinsamen Ausschusses“ besonders in der Projektarbeit Deutsch-Russischer Jugendaustausch. Im Rahmen dieses Projektes wurden auch 2008 erfolgreich sieben Jugendbegegnungen mit jeweils sechs Jugendlichen durchgeführt. Eine besonders enge Zusammenarbeit wird durch die Friseur-Innung Berlin, die FOCONInnung der Fotografen Berlin – Frankfurt/ Oder – Magdeburg – Potsdam sowie die Gebäudereiniger-Innung Berlin gepflegt. Schwerpunkte: • Erfahrungen aus der Arbeit in besonderen Situationen (Arbeit unter Prüfungsbedingungen) • Kennenlernen von Fähigkeiten und Fertigkeiten der Auszubildenden des Partnerlandes • Kennenlernen der Arbeits- und Lebensbedingungen im Partnerland • Soziale und berufliche Integration • Förderung des demokratischen Wertebewusstseins Die Projekte werden über die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch und den Senat von Berlin finanziert und mit Unterstützung durch die BBJ-Consult AG durchgeführt.
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EU-Strukturfonds
Gisela Greiner Tel.: 030/259 03-362 Zur Steigerung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität stellt die EU für den Förderzeitraum 2007-2013 ca. 1,2 Mrd. EUR zur Verfügung. Um eine möglichst wirtschaftsnahe Ausgestaltung der Fördermittel (wenig Bürokratie und einfaches Antragsverfahren) zu erreichen, ist die Handwerkskammer neben anderen Wirtschafts- und Sozialpartnern im Begleitausschuss vertreten. Die Zusammenarbeit wird seit 2008 durch das Koordinierungsbüro der Partner – SPI Consult GmbH unterstützt. Mit den finanziellen Mitteln werden vor allem folgende Ziele in Berlin verfolgt: • mehr Investitionen für Innovation und Beschäftigung, • Zugang zu neuen Märkten, • Erleichterung von Existenzgründungen (z.B. Meistergründungsprämie), • infrastrukturelle Entwicklungshemmnisse für KMU abbauen (Investitionszuschüsse, Potentialberatung) • mehr FuE in Unternehmen, • Unterstützung des Strukturwandels zur Wissensgesellschaft, • Technologietransfer durch bessere Vernetzung erleichtern, • lokale Potentiale durch integrative Ansätze entwickeln, • die ökologische Attraktivität der Stadt erhalten. Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter: www.berlin.de/strukturfonds

Parkraumbewirtschaftung
Svend Liebscher Tel.: 030/259 03-357 Auch 2008 hielten die Beschwerden aus dem Berliner Handwerk über die bürokratischen Antrags- und Genehmigungsverfahren im Rahmen der Parkraumbewirtschaftung an. Im Bezirk Mitte bekräftigte ein Bürgerbegehren die ablehnende Haltung auch von Anwohnern und Gewerbetreibenden gegen eine Ausweitung der bewirtschafteten Zonen. Nach längeren konstruktiven Gesprächen zwischen der Handwerkskammer und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung wurden am 18. November 2008 u.a. die Voraussetzungen zur Erteilung von Betriebsvignetten vereinfacht. Vier Neuerungen sind besonders hervorzuheben: Für die Erteilung von Ausnahmegenehmigungen sind nunmehr nur noch insgesamt fünf Tätigkeitsnachweise pro Bezirk Voraussetzung, um für alle Zonen des Bezirks je eine Geneh-

Bürokratieabbau und Verwaltungsmodernisierung
Svend Liebscher Tel.: 030/259 03-357 Die Handwerkskammer hat in den zurückliegenden Jahren kontinuierlich auf eine Reduzierung und Vereinfachung zahlreicher Rechtsnormen hingewirkt. Hierzu zählt speziell auch ein einheitliches Verwaltungshandeln, sei es durch die (Wiedereinführung) der Fachaufsicht durch den Senat über die Bezirke, sei es durch einheitliche Verwaltungsstrukturen der Bezirke. Im zurückliegenden Jahreszeitraum wurden seitens des Senats – und insbesondere in Regie der Senatsverwaltung für Wirtschaft,

Stellplatzobergrenzenverordnung
Svend Liebscher Tel.: 030/259 03-357 Der im Oktober 2008 mit der Handwerkskammer und der IHK kurzfristig erörterte

Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Kommunikation
Die Handwerkskammer nutzt gezielte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, um im öffentlichen Raum wahrgenommen zu werden: Mit eigenen Publikationen und im direkten Dialog mit Medien, Politik und Wirtschaft wendet sich die Handwerkskammer im Sinne des Berliner Handwerks an die Öffentlichkeit, informiert über die Positionen und Ziele des Berliner Handwerks und stärkt dessen Image.

Pressearbeit
Susan Shakery Tel.: 030/259 03-234 Die Handwerkskammer Berlin vermittelt die zentralen Anliegen und Standpunkte des Berliner Handwerks der Öffentlichkeit. Der offene Dialog mit Print- und elektronischen Medien sowie mit Mitgliedsbetrieben, anderen Organisationen und Verbänden sind wichtiger Bestandteil der täglichen Arbeit. Mit rund 350 Anfragen zu aktuellen handwerkspolitischen und wirtschaftlichen Themen wandten sich Medienvertreter im vergangenen Jahr an die Pressestelle der Handwerkskammer. In etwa 60 Presseerklärungen richtete sich die Handwerkskammer direkt an die Medien – mit großer Resonanz. Zudem führten eigene Pressekonferenzen, pressewirksame Aktionen und Veranstaltungen – auch in Kooperation mit Medienpartnern – sowie etliche Interviews und Statements von Kammervertretern zu einer intensiven Berichterstattung in den lokalen, regionalen und überregionalen Medien. Großes Interesse fanden Handwerks- und wirtschaftspolitische Themen wie beispielsweise die Ausbildungsleistung des Berliner Handwerks, die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns vor dem Hintergrund der Öffnung des Arbeitsmarkts für EU-Ausländer ab 2009 bzw. 2011, Fachkräftemangel in Berlin, die Eröffnung des StarterCenter Berlin für Existenzgründer, die Auswirkungen der Finanzkrise und das Konjunkturprogramm der Bundesregierung, Forderungen des Handwerks nach einem Sonderprogramm des Berliner Senats zur energetischen Gebäudesanierung, die Erhöhung des Steuerbonus’ für Handwerksleistungen und die Bekämpfung der Schwarzarbeit.

Relaunch des Magazins am Jahresende folgt einer optisch klaren Gliederung und verbessert die Übersichtlichkeit für die Leser. Das überarbeitete Layout in modernem Design stieß auf große Anerkennung. Der Internetauftritt der Handwerkskammer unter www.hwk-berlin.de erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Übersichtlich und barrierefrei geben acht Rubriken Auskunft über das breite Dienstleistungsangebot sowie über aktuelle wirtschaftspolitische Entwicklungen. Insgesamt griffen Besucher rund 2 Mio. Mal auf die Internetseite zu, im Vergleich zum Vorjahr (1,2 Mio.) eine Steigerung um 66 Prozent. Beliebtestes Angebot: die Handwerkersuche mit mehr als 400.000 Zugriffen. Hier können Betriebe individuelle Angaben zu ihren Produkten, Dienstleistungen, Öffnungszeiten und Notdiensten einstellen. Mit insgesamt fünf elektronischen Newslettern richtet sich die Handwerkskammer zu aktuellen Themen an unterschiedliche Zielgruppen: Im vergangenen Jahr informierten 36 Ausgaben interessierte Gründer, Betriebe, politische Entscheidungsträger und Verbraucher über aktuelle Nachrichten aus Wirtschaft und Politik, betriebswirtschaftliche und steuerrechtliche Themen sowie über ausgewählte Veranstaltungen. Informationsbroschüren und Faltblätter wie die Faktensammlungen „Berliner Wirtschaft in Zahlen“ und „Wirtschaft und Bildung in Berlin“, der Wegweiser über die Dienstleistungen der Handwerkskammer oder die gedruckten Lehrgangsangebote der Bildungsstätten richten sich an die externe und interne Öffentlichkeit. Mit einem Kurzfilm, der zusammen mit weiterem Unterrichtsmaterial an Berliner Schulen verteilt wird, informiert die Handwerkskammer Schülerinnen und Schüler über die Ausbildung im Berliner Handwerk. An Innungen und Mitgliedsbetriebe richtet sich die Handwerkskammer in monatlichen Innungsrundschreiben, mit denen sie wichtige externe und interne Informationen weitergibt.

Medien ist auch der ständige Dialog mit Politik und Wirtschaft für die Verbreitung der Positionen des Berliner Handwerks von großer Bedeutung. Intensive Gespräche mit Vertretern der Politik sowie die enge Zusammenarbeit mit anderen Berliner Wirtschaftsorganisationen und Verbänden wurden genutzt, um die Standpunkte des Handwerks zu transportieren. Dazu kamen regelmäßige Arbeitstreffen mit Vertretern anderer deutscher Handwerksorganisationen.

Veranstaltungen
Öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen und Aktivitäten wie die Meisterfeier der Berliner Wirtschaft, der gemeinsame Neujahrsempfang von Handwerkskammer und IHK Berlin, die „Nachvermittlungsbörse“ für Jugendliche ohne Ausbildungsplatz oder die Ausbildungsmesse „Tage der Berufsausbildung“ lenken das Augenmerk auf das Berliner Handwerk, wecken Verständnis für seine Belange und bilden den Wirtschaftszweig Handwerk in seiner Vielfalt ab. Die Teilnahme an Podiumsdiskussionen zu Themen wie Ausbildung, Unternehmensnachfolge, Umweltschutz oder Integration belegt das Interesse des Berliner Handwerks an aktuellen Fragestellungen. Führungen für Delegationen aus dem Inund Ausland machen das Handwerk auch für Besucher außerhalb der Grenzen Berlins und Deutschlands erlebbar. Mit verschiedenen Wettbewerben hebt die Handwerkskammer die Bedeutung einzelner Aspekte des Handwerks in Berlin hervor: So stärkt die Verleihung der „Mendelssohn-Medaille“ für besonderes gesellschaftliches Engagement von Unternehmen das Image von Unternehmerinnen und Unternehmern in der Region. Die Auszeichnungen von Ausbildungsbetrieben im Rahmen der Jugendmesse „YOU“ sowie beim Wettbewerb „Berlins bester Ausbildungsbetrieb“ beleuchteten verschiedene Aspekte der betrieblichen Berufsausbildung, der „Praktische Leistungswettbewerb der Handwerksjugend“ stellt den Handwerksnachwuchs in den Mittelpunkt. Alle zwei Jahre vermittelt der „Landespreis Gestaltendes Handwerk“ einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen im kreativen Handwerk. Die Veranstaltungs-Highlights 2008 finden Sie zu Beginn dieses Jahresberichts im Kapitel „Schlaglichter“.
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Publikationen
Elke Mannitz-Sarkandy Tel.: 030/259 03-230 Auch mit eigenen Publikationen wendet sich die Handwerkskammer an die Öffentlichkeit: Wichtigstes Sprachrohr des Berliner Handwerks ist die kammereigene, monatlich erscheinende Mitgliederzeitschrift „BerlinBrandenburgisches Handwerk“. Mit einer Auflage von 33.000 Exemplaren. Adressaten sind neben den Handwerksbetrieben auch Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Der

Öffentlicher Dialog
Neben eigenen Veröffentlichungen und zahlreichen Statements, Interviews und Gastbeiträgen in regionalen und überregionalen

Berliner Handwerk

Berliner Handwerk
Zum Stichtag 31. Dezember waren 32.807 Betriebe in der Handwerksrolle eingetragen. Während bei den zulassungspflichtigen Handwerken ein leichter Rückgang um 1,2 % zu verzeichnen war, weitete sich dagegen der Betriebsbestand bei den zulassungsfreien Handwerken um 3,4 % aus. Die aktuelle Beschäftigungssituation blieb zufriedenstellend: Zwei Drittel der Betriebe konnten die Beschäftigtenzahlen halten, jeder fünfte konnte sogar Personal einstellen.

Zwar hat zu Beginn des Jahres der seit 2006 andauernde Aufschwung im Handwerk etwas an Schwung verloren, insgesamt verlief die wirtschaftliche Entwicklung im Jahresverlauf jedoch erstaunlich positiv. So spürten bis Ende 2008 nur einige wenige Branchen erste Anzeichen einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation, diese jedoch relativ heftig. Insgesamt profitiert das Berliner Handwerk ausgerechnet von einer der stets beklagten strukturellen Schwächen Berlins, dem unterdurchschnittliche Industrie- und Exportanteil der Hauptstadt bei gleichzeitig hohem Staatsanteil. Nach einem guten Jahr 2007 und einem – durch hohe Nachfrage aus dem gewerblichen Bereich und günstigen Witterungsbedingungen – positiven Start verlor der Aufschwung im Handwerk bereits im Frühjahr 2008 etwas an Kraft. Dies hatte sich bereits in den Prognosen der Berliner Handwerksbetriebe aus dem Herbst 2007 angedeutet. Berücksichtigt werden muss jedoch, dass die wirtschaftliche Situation im Herbst 2007 die beste seit Herbst 1994 war. Im Jahresverlauf 2008 blieb die Lage im Berliner Handwerk insgesamt gut, wenngleich die Unsicherheiten über die konjunkturelle wirtschaftliche Entwicklung die Zukunftserwartungen deutlich eintrübten. Während die aktuellen wirtschaftlichen Zahlen bis Ende des Jahres durchaus zufriedenstellend waren, verschlechterte sich aufgrund vieler Negativmeldungen die Erwartungshaltung der Berliner Handwerksbetriebe deutlich. Das sich abschwächende Wirtschaftswachstum, die nachlassende

Nachfrage aus dem gewerblichen Bereich sowie eine erwartete Kaufzurückhaltung bei den privaten Konsumenten führte zu einer deutlich pessimistischeren Einschätzung. Obwohl das Berliner Handwerk bis Ende 2008 noch weitestgehend verschont blieb, wurden die Spitzenwerte von 2007 nicht erreicht. So profitierten die Ausbauhandwerke von einer positiven Entwicklung nach Sanierungs- und Modernisierungsleistungen, die durch staatliche Fördermittel verstärkt nachgefragt wurden und vermeldeten im Vergleich zu 2007 sogar gestiegene Umsatzzahlen. Die Rückgänge im privaten Wohnungsneubau konnten durch gewerbliche und öffentliche Aufträge kompensiert werden. Die konsumnahen Handwerke (Nahrung, Gesundheit, personenbezogene Dienstleistungen) waren weiterhin von der anhaltenden Kaufzurückhaltung der Hauptstädter betroffen. Die gewerblichen Zulieferer konnten bis in den Herbst eine hohe Auslastung fahren, spürten dann aber eine Trendumkehr. Eine deutlich schlechtere Entwicklung nahm das Kraftfahrzeughandwerk: hier kam es bereits im Sommer bei über 60 % der Betriebe zu spürbaren Umsatzrückgängen. Die aktuelle Beschäftigungssituation im Berliner Handwerk blieb zufriedenstellend: Der Anteil der Betriebe, die Personal abbauten, lag im Vorjahresvergleich konstant bei zwölf Prozent. Zwei Drittel der Betriebe konnten die Beschäftigtenzahlen halten, jeder fünfte konnte sogar Personal einstellen. Zwar wird Berlin sicherlich nicht von der gesamten Wucht der globalen Wirtschaftskrise

getroffen, doch wird sich das Berliner Handwerk dem Abwärtstrend kaum entziehen können. Stabilisierend könnten sich der hohe Staatsanteil sowie geplante weitere Konjunkturprogramme mit Schwerpunkten in infrastrukturellen Maßnahmen auf kleine und mittelständische Handwerksbetriebe auswirken.

Betriebsbestand
Ende 2008 verfügte das Berliner Handwerk über 32.807 Betriebe. Damit verringerte sich der Bestand im Vorjahrsvergleich um 1,3% bzw. 441 Betriebe (2007: 33.248). Bei den zulassungspflichtigen Handwerken setzte sich der Rückgang mit -1,2 % fort (2007: -1,3%), der Betriebsbestand verringerte sich hier um -187 auf 15.788. Die zulassungsfreien Handwerke konnten den Betriebsbestand dagegen um 3,4 % auf 7.184 Betriebe ausweiten, die handwerksähnlichen Gewerbe verloren -4,9 % auf 9.603 Betriebe. Damit setzte sich eine mit der Novelle der Handwerksordnung im Jahr 2004 angestoßene Entwicklung fort, die zu einer deutlichen Zunahme der zulassungsfreien Handwerksbetriebe geführt hat. Da es sich bei den neu gegründeten Betrieben im Bereich der zulassungsfreien Handwerke – im Vergleich zu den zulassungspflichtigen – überwiegend um Ein-Personen-Betriebe handelt, verstärkt sich der Trend zu kleineren Einheiten. Die Zahl der Kleinunternehmer (Anlage AeT – Ausführung einfacher Tätigkeiten) hat sich geringfügig um acht erhöht. Mit über 90% konzentrieren sich die Kleinunternehmer im Wesentlichen auf das Kraft-

Betriebsbestand
Bestand 31.12.2007 Anlage A – zulassungspflichtige Handwerke, der Handwerksordnung (HWO) Anlage AeT – Ausführung einfacher Tätigkeiten (Kleinunternehmer) Anlage B1 – zulassungsfreie Handwerke Anlage B2 – handwerksähnliche Gewerbe Berliner Handwerk 6.947 10.102 33.248 7.184 9.603 32.807 237 - 499 - 141 3,4 - 4,9 - 1,3 224 232 8 3,6 15.975 Bestand 31.12.2008 15.788 Veränderung absolut - 187 um ... % - 1,2

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Berliner Handwerk
Gründungsgeschehen Mit der Novellierung der Handwerksordnung und der Erweiterung der Europäischen Union kam es 2004 und 2005 zu einem wahren Gründungsboom im Berliner Handwerk. Bereits 2006 und 2007 schwächte sich diese Gründungswelle deutlich ab und erreichte mit 2.321 Neuanmeldungen 2008 den niedrigsten Wert seit sieben Jahren. Seilern, Chirurgie- sowie Landmaschinenmechanikern gab es weder Neuanmeldungen noch Betriebsstilllegungen. Im Bereich der Stuckateure (4) und der Zahntechniker (23) glichen sich Neuanmeldungen und Stilllegungen aus. In 28 Gewerken überwogen die Betriebsstilllegungen. Den Negativrekord halten die Elektrotechniker (-33), die Installateure und Heizungsbauer (-26) und die Maurer und Betonbauer (-23).

Zulassungspflichtige und -freie Handwerke
Anlage A zulassungspflichtige Handwerke 2003 2004 2005 2006 2007 2008 15.998 16.271 16.291 16.186 15.975 15.788 Veränderung auf ... %; 31.12.2003 = 100 100,0 % 101,7 % 101,8 % 101,2 % 99,9 % 98,7 % Anlage B1 zulassungsfreie Handwerke 2.027 3.792 5.554 6.442 6.947 7.184 Veränderung auf ... %; 31.12.2003 = 100 100,0 % 187,1 % 274,0 % 317,8 % 342,7 % 354,4 %

Top Ten der Neuanmeldungen 2008
Anlage B1 zulassungsfreie Handwerke 29,5 % 28,6 % 16,7 % 4,9 % 4,4 % 4,1 % 3,8 % 1,1 % 1,0 % 1,0 % 95,2 % 4,8 % 100,0 %

Entwicklung der Neuanmeldungen
Zulassungspflichtige Handwerke In 34 von 41 Handwerkszweigen wurden im Jahr 2008 Neuanmeldungen registriert. Nur in sieben Gewerken – Kraftfahrzeugtechniker (17), Dachdecker (14), Hörgeräteakustiker (4), Konditoren (4), Kälteanlagenbauer (3), Karosserie- und Fahrzeugbauer (3) sowie Brunnenbauer (1) – gab es einen positiven Saldo zwischen Neuanmeldungen und Stilllegungen. Bei Büchsenmachern,

Gebäudereiniger Fliesen-, Platten- und Mosaikleger Raumausstatter Estrichleger Damen- und Herrenschneider Fotografen Parkettleger Drechsler (Elfenbeinschnitzer) und Holzspielzeugmacher Gold- und Silberschmiede Schilder- und Lichtreklamehersteller Top Ten zusammen Übrige Zweige zusammen Insgesamt

259 251 147 43 39 36 33 10 9 9 836 42 878

fahrzeugtechnikerhandwerk (125 Betriebe) sowie das Maler- und Lackiererhandwerk (85 Betriebe). Zulassungspflichtiges Handwerk Wenngleich die Betriebszahlen bei den zulassungspflichtigen Handwerken insgesamt abnahm, verzeichneten neun Handwerkszweige Zuwächse: Kraftfahrzeugtechniker (+14 Betriebe), Dachdecker (+13), Friseure (+10), Konditoren (+5), Kälteanlagenbauer (+4), Karosserie- und Fahrzeugbauer, Hörgeräteakustiker (+3), Brunnenbauer, Stucka-

teure (+1). In 28 Handwerkszweigen verringerte sich der Betriebsbestand, so im Elektrotechnik- (-42), Installateur- und Heizungsbauer- (-39) sowie im Mauer- und Betonbauerhandwerk (-33). In vier Zweigen des zulassungspflichtigen Handwerks blieb der Betriebsbestand dagegen konstant (Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer, Landmaschinenbauer, Büchsenmacher sowie Seiler). Die jeweils fünf am stärksten besetzten Zweige am 31.12.2008 bilden Friseure mit 2.287 Betrieben, Elektrotechniker (2.106), Installateure und Heizungsbauer

(1.936); Maurer und Betonbauer (1.492) sowie Maler und Lackierer (1.392). Zulassungsfreies Handwerk Der Zuwachs in den zulassungsfreien Handwerken geht im Wesentlichen auf die Schwergewichte dieser Handwerksgruppe zurück: So vergrößerte sich der Betriebsbestand bei Gebäudereinigern (+85), bei Raumausstattern (+82), Fotografen (+21), Estrichlegern (+18) bzw. Fliesen-, Plattenund Mosaiklegern und Damen- und Herrenschneidern (+13). Insgesamt verzeichneten 19 Gewerke einen Bestandszuwachs, 13 eine Verringerung und 18 blieben konstant. Die stärksten Gruppen blieben bei den zulassungsfreien Handwerken Fliesen-, Platten- und Mosaikleger (2.634), Gebäudereiniger (1.600), Raumausstatter (694), Parkettleger (368) sowie Estrichleger (264). Handwerksähnliches Gewerbe Überdurchschnittlich hoch war der Verlust an Betrieben des handwerksähnlichen Gewerbes. Um 499 Betriebe verringerte sich der Betriebsbestand. Die höchsten Verluste verzeichneten das Holz- und Bautenschutzgewerbe (-252), das Gewerbe für den Einbau von genormten Baufertigteilen (-85), Bodenleger (-55), die Fuger (-35) sowie Kosmetiker (-19). Fast 85% des Verlustes gingen zu Lasten dieser fünf Gewerbe. Unverändert blieb die Abfolge der am stärksten besetzten Zweige bei den handwerksähnlichen Gewerben: Holz- und Bautenschutzgewerbe (3.812), Einbau von genormten Baufertigteilen (1.660), Kosmetiker (1.215), Bodenleger (966) sowie Änderungsschneider (404).

Top Ten der Neuanmeldungen 2008:
Anlage A zulassungspflichtige Handwerke Maurer und Betonbauer Friseure Kraftfahrzeugtechniker Maler und Lackierer Elektrotechniker Installateure und Heizungsbauer Dachdecker Metallbauer Zahntechniker Tischler Top Ten zusammen Übrige Zweige zusammen Insgesamt 156 138 85 82 74 71 30 25 23 22 706 129 835 18,7 % 16,5 % 10,2 % 9,8 % 8,9 % 8,5 % 3,6 % 3,0 % 2,8 % 2,6 % 84,6 % 15,4 % 100,0 %

Top Ten der Neuanmeldungen 2008 Zahl der Neuanmeldungen
Holz- und Bautenschutzgewerbe
Novelle der Handwerksordnung

Anlage B2 216 118 87 41 34 32 19 6 5 4 562 21 583

handwerksähnliche Gewerbe 37,0 % 20,2 % 14,9 % 7,0 % 5,8 % 5,5 % 3,3 % 1,0 % 0,9 % 0,7 % 96,4 % 3,6 % 100,0 %

Einbau von genormten Baufertigteilen
2002 3132

Kosmetiker
2003 3685

Bodenleger Eisenflechter

2004

5997

Änderungsschneider Kabelverleger im Hochbau (ohne Anschlussarbeiten) Bautentrocknungsgewerbe

2005

5454

2006

3342

Rohr- und Kanalreiniger Fuger (im Hochbau)

2007

3214

Top Ten zusammen
2008 2321 1750 3500 5250

Übrige Zweige zusammen Insgesamt

22 23

Handwerkskammer Berlin

Handwerkskammer Berlin
Die Handwerkskammer als Selbstverwaltungseinrichtung steht mit ihrem Dienstleistungsangebot allen Handwerkern offen. Experten beraten Mitglieder kostenlos zu allen Themen rund um den Betrieb, genauso wie bei Rechts- und Umweltfragen, Finanzierung, Ausbildung oder Patenten. Auch für Existenzgründer ist die Kammer die erste Anlaufstelle.

Rechtsberatung
Ass. Petra Heimhold Tel.: 030/259 03-391 Der kostenlose Service der Rechtsberatung wurde auch im Jahr 2008 von vielen Mitgliedsbetrieben und deren Mitarbeitern in Anspruch genommen. Im Vordergrund der zahlreichen persönlichen, fernmündlichen und schriftlichen Beratungen standen Fragen aus den Bereichen Arbeitsrecht, privates Baurecht (VOB Teil B), Werkvertragsrecht, Gewerbemietrecht und Wettbewerbsrecht. Überdies wurde die Rechtsberatung der Handwerkskammer Berlin auch wieder vermehrt um Tarifauskünfte gebeten. Auch im abgelaufenen Jahr hatten wieder viele Mitgliedsbetriebe mit Forderungsausfällen und schlechter Zahlungsmoral zu kämpfen und ließen sich diesbezüglich beraten. Der Inkassoservice der Handwerkskammer wurde in mehr als 150 Fällen in Anspruch genommen. Beschäftigt haben die Betriebe auch neu in Kraft getretene Gesetze. Zum 01.07.2008 ist das Pflegezeitgesetz in Kraft getreten. Es gewährt dem Arbeitnehmer einen Anspruch auf Arbeitsbefreiung und Kündigungsschutz während der Pflegezeit. Arbeitnehmer können bis zu sechs Monaten eine unbezahlte Auszeit nehmen oder nur Teilzeit arbeiten, um nahe Angehörige zu pflegen, ohne den Arbeitsplatz zu gefährden. Dieser Anspruch besteht gegenüber Arbeitgebern mit mehr als 15 Arbeitnehmern. Davon unabhängig haben Arbeitnehmer das Recht, bis zu zehn Arbeitstagen der Arbeit fernzubleiben, um einen nahen, akut pflegebedürftigen Angehörigen selbst zu versorgen oder die Versorgung zu regeln. Ebenfalls zum 01.07.2008 ist das neue Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG) in Kraft getreten. Der Gesetzgeber hat mit dem neuen RDG das Gebiet der Rechtsberatung neu geordnet. Das Anwaltsmonopol bleibt zwar erhalten, aber das RDG erlaubt nun auch Nichtjuristen, außergerichtlich Rechtsdienstleistungen im Rahmen einer Nebenleistung zu erbringen. Ebenfalls seit dem 01.07.2008 ist es möglich, mit einem Rechtsanwalt unter bestimmten Voraussetzungen Erfolgshonorare zu vereinbaren.

Mit Wirkung zum 01.11.2008 wurde das GmbH-Recht infolge des Inkrafttretens des Gesetzes zur Modernisierung des GmbHRechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen (MoMiG) reformiert. GmbHs können nun schneller und unkomplizierter gegründet werden, so ist z.B. auch die Verwendung von Musterverträgen in bestimmten Fällen möglich. Der Gang zum Notar bleibt aber nach wie vor erforderlich. Möglich ist auch die Gründung einer Unternehmergesellschaft (UG) mit beschränkter Haftung. Die UG kann man bereits mit nur einem Euro gründen, und damit ist sie eine Konkurrenz der englischen Limited. Zum 29.11.2008 ist das Gesetz zur Neuregelung des Schonsteinfegerwesens in Kraft getreten. Das Schornsteinfegerwesen wird damit schrittweise bis zum 31.12.2012 reformiert. Teil der Reform ist die Abschaffung des Schornsteinfegermonopols. Kehrbezirke werden künftig ausgeschrieben und das Nebenbeschäftigungsverbot fällt weg. Im Berichtsjahr ist auch die Privilegierung der VOB Teil B bei der Verwendung gegenüber Verbrauchern weggefallen. Bislang galten die Regelungen VOB/B als wirksam vereinbart, wenn die VOB/B als Ganzes ohne Veränderungen in den Vertrag mit dem Verbraucher mit aufgenommen wurde. Nun ist eben diese Privilegierung weggefallen. Wird nun in einem Vertrag mit einem Verbraucher die VOB/B zum Teil oder als Ganzes vereinbart, werden die Regelungen der VOB wie Allgemeine Geschäftsbedingungen rechtlich überprüft, mit der Folge, dass einige Vorschriften der VOB/B wegen der Benachteiligung von Verbrauchern für unwirksam erachtet werden können. Beratungsbedarf gab es auch im Arbeitsrecht bei der Berechnung der Kündigungsfristen. In § 622 Abs. 2 Satz 2 BGB steht aktuell, dass bei der Berechnung der Betriebszugehörigkeit Zeiten, welche der Arbeitnehmer vor Vollendung des 25. Lebensjahres absolviert hat, keine Berücksichtigung finden. Dies wurde von vielen Arbeits- und Landesarbeitsgerichten als Diskriminierung wegen des Alters verstanden (vgl. BAG 2 AZR 701/07). Zurzeit liegt die Frage dem Europäischen Gerichtshof zur Entscheidung vor. Es bleibt daher abzuwarten, ob der § 622 Abs. 2 Satz 2 BGB für unwirksam erachtet wird.

Sozialrecht
Zum Jahresbeginn wurde der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung auf 3,3% gesenkt. Die Bundesagentur für Arbeit muss sich seitdem über den neu geschaffenen Eingliederungsbeitrag an der Finanzierung der Eingliederung von Langzeitarbeitslosen zur Hälfte beteiligen, obwohl dies eigentlich von allen Steuerzahlern finanziert werden müsste. Im Jahr 2008 waren deshalb mehrere Milliarden EUR an den Bund abzuführen. Berechnungen zufolge könnte der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung ohne diese systemfremde Belastung auf 2,7 % gesenkt werden. Rückwirkend zum 01. Januar 2008 wurde die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes I für Personen ab dem 50. Lebensjahr gestaffelt erhöht. Diese beträgt nunmehr grundsätzlich 15 Monate statt 12 Monate, nach Vollendung des 58. Lebensjahres kann die Leistung 24 Monate (bislang 18 Monate) in Anspruch genommen werden. Zugleich ist der sogenannte Eingliederungsgutschein eingeführt worden. Ältere Arbeitnehmer können diesen bei der Agentur für Arbeit beantragen, um ihre Wiedereingliederung in das Arbeitsleben zu erleichtern. Das Dokument verpflichtet die Agentur, einen Zuschuss an einen Arbeitgeber zu zahlen, der den älteren Arbeitslosen einstellt. Am 30. Juni 2008 wurde das „Gesetz zur Rentenanpassung 2008“ verkündet. Es sieht für 2008 und 2009 Eingriffe in die Rentenformel vor, um „die Rentner angemessen am Wirtschaftsaufschwung zu beteiligen.“ Die Rentenformel, die die Finanzierbarkeit der Rente langfristig sichern soll, hätte in diesen Jahren nur zu einer marginalen Erhöhung der Rente deutlich unterhalb der Inflationsrate geführt. Die im Gesetz vorgesehenen zusätzlichen Rentenanhebungen belaufen sich allein in der gesetzlichen Rentenversicherung auf rund 10 Mrd. Euro. Folge: Die für 2011 vorgesehene Beitragssatzsenkung auf 19,3% wird verschoben, stattdessen soll eine Beitragssatzsenkung frühestens 2012 und dann auch nur auf 19,5% erfolgen. Schließlich wurde die Unfallversicherung reformiert. Kernpunkte sind hierbei die Neugestaltung des Lastenausgleichs zwischen den gewerblichen Berufsgenossenschaften sowie die Übertragung des Betriebsprüfdienstes von der Unfall- auf die Rentenversicherung.
24 25

Handwerkskammer Berlin
Gewerberecht
Der Vorstand der Kammer hatte über fünf Widersprüche zu entscheiden. Vier richteten sich gegen die Einleitung von Verfahren auf Löschung der Eintragung in der Handwerksrolle (wegen fehlender handwerksrechtlicher Voraussetzungen), einer gegen die Einleitung des Verfahrens auf Eintragung in das Verzeichnis der zulassungsfreien Handwerke. Neben der Unterstützung von Behörden, Institutionen und privaten Auftraggebern bei der Abgrenzung von handwerklichen gegenüber nichthandwerklichen Leistungen wurde die Kammer zu 168 Gewerbeuntersagungsverfahren angehört, von denen 156 die persönliche Unzuverlässigkeit (wegen steuerlicher, sozialversicherungs- oder strafrechtlicher Verfehlungen) betrafen. Zwölf Verfahren waren auf das Verbot der Weiterbeschäftigung sozialversicherungspflichtiger Arbeitnehmer gerichtet. Von den Verfahren waren 94 Handwerksunternehmen, 50 handwerksähnliche und 24 zulassungsfreie Betriebe betroffen. Es wurden Stellungnahmen zu 17 Anträgen auf Wiederzulassung zur Gewerbeausübung und drei Anträgen auf Wiedergestattung der Tätigkeit als Betriebsleiter nach § 35 Abs. 6 GewO eingeholt. Die Kammer ist in 815 Handelsregistersachen tätig geworden. Es handelte sich um 568 GmbH-Gründungen, 31 Einzelfirmen in der Rechtsform des eingetragenen Kaufmanns („e.K.“ ), vier offene Handelsgesellschaften, 25 Kommanditgesellschaften, eine Aktiengesellschaft, 60 Limiteds (Errichtung von Zweigniederlassungen), zwei Unternehmergesellschaften (haftungsbeschränkt) und 124 Änderungen. Wegen des Verdachts der unberechtigten Handwerksausübung sind der Kammer 521 Anzeigen zugeleitet worden, die jeweils zur Einleitung von Ermittlungsverfahren geführt haben. In 192 Fällen wurden die Betroffenen abgemahnt bzw. Verwarnungen ausgesprochen. In 21 Fällen konnte die erforderliche Handwerksrollen-Eintragung herbeigeführt werden. Wegen Werbung im Internet unter der Rubrik „My Hammer“ sind 68 Ermittlungen eingeleitet worden. Im Zusammenwirken mit der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs e.V. ist hier die Abgabe 17 Unterlassungserklärungen bekannt geworden. Die Bezirksämter bzw. Ordnungsbehörden teilten den Erlass von 19 Bußgeldbescheiden mit. Die Gesamtsumme der zur Kenntnis gebrachten Bußgelder betrug 46.950 EUR. In den vor dem Amtsgericht verhandelten Einsprüchen ist die Sachkunde der Kammer durch Zeugenvernehmung in Anspruch genommen worden. merpräsident zwölf neue Sachverständige. Es waren somit zum Ende des Jahres 149 bestellte Sachverständige des Handwerks in mehr als 50 Gewerken/Fachrichtungen im Kammerbezirk Berlin tätig. Im Berichtsjahr fertigten die von der Handwerkskammer vereidigten Sachverständigen 1.863 Gutachten an, was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr von etwa 19 % entspricht. Hierbei wurden sie bei mehr als der Hälfte der Fälle (57 %) von Privatpersonen beauftragt. In etwa einem Fünftel der Fälle (20 %) erfolgte die Beauftragung unmittelbar von Gerichten. 14 % der Auftraggeber waren Versicherungen. Lediglich in 7 % der Fälle wurden Sachverständige von Behörden hinzugezogen. Schwerpunkte der Sachverständigentätigkeit waren 2008 Schadensfeststellungen bzw. Schönheitsreparaturen (49 % der Gutachten). In 33 % der Fälle war es Aufgabe der Gutachter, die Qualität von Handwerksleistungen zu beurteilen. 7 % der Gutachtenaufträge betrafen die Überprüfung von Preisen für Handwerkerleistungen. Die von der Handwerkskammer zum Sachverständigenwesen angebotenen Seminare in der Bildungsstätte Bernau-Waldfrieden wurden im Berichtsjahr wieder gut besucht, so dass das Interesse und der Bedarf an diesen Weiter- und Fortbildungsseminaren als groß einzuschätzen sind.

Schwerpunkte der Gutachten
Inhalt der Gutachten Gutachten Schaden/Schönheit Qualität der Arbeit Preisbeanstandung Qualität d. Arbeit 127 Preisbeanstandung Sonstiges 619

49 % 33 % 7% 11 %

Schaden/ Schönheit

907

Sonstiges

210

Bußgeldbescheide per 31. Dezember 2008
Handwerk Maurer und Betonbauer Zimmerer Dachdecker Straßenbauer Maler und Lackierer Stuckateur Kraftfahrzeugtechniker Elektrotechniker Glaser Summe Bußgeldsumme in EUR 2.000,00 450,00 1.500,00 2.500,00 800,00 9.500,00 16.200,00 11.000,00 3.000,00 46.950,00

Summe

1.863

Beschwerdewesen
Im Berichtsjahr erreichten die Beschwerdestelle der Handwerkskammer Berlin zahlreiche telefonische Nachfragen und Beschwerden der Kunden und Auftraggeber von Handwerkern. Angesichts der hohen Anzahl von Einzelaufträgen, die von den 32.807 Kammermitgliedern erledigt wurden, ist diese Zahl jedoch als eher gering einzustufen. Auffallend ist jedoch, dass sich die Beschwerden auf wenige Betriebe und Branchen konzentrierten. Ähnlich wie in den

letzten Jahren handelt es sich dabei offenbar um unlautere Praktiken einiger „schwarzer Schafe“ im Bereich der Radio- und Fernsehdienste sowie der Waschmaschinenreparatur. Es wandten sich lediglich 106 Kunden schriftlich an die Beschwerdestelle. Damit weist die Anzahl der schriftlichen Beschwerden gegenüber dem Vorjahr eine fallende Tendenz auf. Bei schriftlichen Beschwerden bemühte sich die Handwerkskammer, zwischen Kunden und Handwerkern zu vermitteln. Es gelang dabei in zahlreichen Fällen, eine gütliche Einigung herbeizuführen. Viele Handwerker sahen ein, dass ein kulantes Nachgeben oft zur Folge haben kann, einen zufriedenen Kunden für die Zukunft zu gewinnen oder zu halten. Wiederholt gaben die schriftlichen Kundenbeschwerden allerdings auch Anlass, die Einleitung eines ordnungsbehördlichen Verfahrens zu prüfen, da der betroffene Betrieb nicht in der Handwerksrolle eingetragen war.

Bußgelder per 31. Dezember 2008
Ausnahmeverfahren
Bußgeldstelle Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf Bezirksamt Mitte Bezirksamt Pankow Bezirksamt Reinickendorf Bezirksamt Spandau Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg Kreis Mettmann Kreisverwaltung Kaiserslautern Rheinisch-Bergischer Kreis Summe Betrag in Euro 3.000,00 1.000,00 2.950,00 11.700,00 1.800,00 10.000,00 5.500,00 6.500,00 1.500,00 3.000,00 46.950,00 Bescheide 1 1 2 5 2 1 2 2 1 1 19 Im Berichtsjahr 2008 wurden insgesamt 382 Anträge auf Erteilung von Ausübungsberechtigungen nach § 7a HwO und 7b HwO sowie von Ausnahmebewilligungen nach § 8 HwO und § 9 HwO gestellt und bearbeitet. Abschließend beschieden wurden 308 Anträge. 11 Anträge wurden zurückgezogen. Sechs Bewilligungen wurden verlängert.

Auftraggeber der Gutachten

Gutachten Privatpersonen Gerichte Gerichte 374 Versicherungen Behörden Behörden 135 HWK

56 % 20 % 14 % 7% 2%

Versicherungen

256

Innungen
1052

Sachverständigenwesen
Am 1. Januar 2008 waren in Berlin 147 Sachverständige öffentlich bestellt. Während des Berichtszeitraumes schieden neun Sachverständige aus ihrem Amt aus. Am 2. Juni 2008 vereidigte der Handwerkskam-

Privatpersonen

HWK

46

Am Ende des Berichtsjahres bestanden im Kammerbezirk 36 Handwerksinnungen. Von den in der Handwerksrolle eingetragenen Handwerksbetrieben 23.204 (HWO Anlage A und B/1) waren 5.676 Betriebe Mitglied einer Innung. Bei sieben Innungen erstreckt sich der Innungsbezirk auf die Länder Berlin
26 27

Handwerkskammer Berlin
und Brandenburg. Bei einer Innung (Galvaniseure) umfasst der räumliche Geltungsbereich zusätzlich den Kammerbezirk Dresden, während zwei Innungen (Fotografen, Uhrmacher) die Kammerbezirke Berlin, Potsdam und Frankfurt/Oder repräsentieren, bei den Fotografen zusätzlich den Kammerbezirk Magdeburg. Darüber hinaus bestanden noch vier überbezirkliche Innungen mit Sitz im Land Brandenburg (Musikinstrumentenbauer, Töpfer/Keramiker, Modellbauer und Land-/Baumaschinentechnik ). Des Weiteren bestehen eine Innung (Parkettleger) mit Sitz im Land Sachsen-Anhalt, eine Innung (Büchsenmacher) mit Sitz in Niedersachsen, eine Bundesinnung (Flexografen/Siebdrucker) mit Sitz im Land Hessen, eine Bundesinnung (Hörgeräteakustiker) mit Sitz im Land Rheinland-Pfalz und der Landesverband des Rollladen- und Jalousiebauer-Handwerks Berlin-Brandenburg e. V., bei denen auch Berliner Handwerksbetriebe organisiert sind. Das Referat Innungswesen überprüfte im Jahr 2008 bei neun Innungen die Haushalts- und Kassenführung und erteilte im Rahmen der Aufsichtsfunktion die erforderlichen Genehmigungen. Im Ergebnis haben sich keine wesentlichen Beanstandungen ergeben, den Innungen konnte eine ordnungsgemäße Haushalts- und Wirtschaftsführung bestätigt werden. An den Veranstaltungen und Versammlungen der Innungen nahmen Vertreter der Kammer regelmäßig teil und standen im engen Kontakt mit den Geschäftsstellen bzw. zu den Obermeistern der Innungen. Mit den Innungsrundschreiben informierte die Handwerkskammer Berlin die Innungen monatlich über handwerkspolitische, rechtliche, steuerliche und andere Themen sowie Veranstaltungen.

Eckdaten der Berufsausbildung
„Wir können es nicht nur der Politik und den Schulen überlassen, auch wir selbst müssen uns Gedanken machen, wie wir noch mehr leistungsstarke Schüler für das Handwerk begeistern können. Das tun wir mit der Modernisierung und Flexibilisierung unserer Ausbildung, mit besserer Karriereplanung und mit unserem Einsatz für mehr Durchlässigkeit in den Bildungssystemen. Das tun wir aber auch, indem wir uns intensiv Gedanken machen über das Image des Handwerks bei der Jugend.“ Stephan Schwarz, Präsident der HWK Berlin Veränderung zum Vorjahr absolut um … % -135 -3,5

2008 Ausbildungsbetriebe 3.731

2007 3.866

Auszubildende insgesamt nach Art der Ausbildung: davon: in der betrieblichen Ausbildung in der außerbetrieblichen Ausbildung nach Geschlecht: davon: männliche Auszubildende weibliche Auszubildende Ausländische Auszubildende insgesamt nach Geschlecht:

15.048

15.267

-219

-1,4

10.495 4.553

10.584 4.683

-89 -130

-0,8 -2,8

Bildung – vor neuen Herausforderungen
Der zwischen Bundesregierung und Wirtschaft geschlossene Ausbildungspakt wirkt. Auch für das fünfte Paktjahr 2008 kann das Berliner Handwerk eine positive Bilanz ziehen: Durch gemeinsame Aktionen konnten Handwerkskammer Berlin und Innungen 365 Betriebe erstmalig für die Ausbildung junger Menschen gewinnen. Insgesamt wurden 1.571 zusätzliche Ausbildungsplätze eingeworben.

10.451 4.597 753

10.604 4.663 729

-153 -66 24

-1,4 -1,4 3,3

Attraktivität des Handwerks für Abiturienten weiter gestiegen
Die Bedeutung der schulischen Qualifikation spielt für Betriebe eine immer größere Rolle bei der Auswahl Auszubildender und der Sicherung des Ausbildungserfolgs. Die Berliner Handwerksbetriebe werden für Jugendliche mit einer Hochschulzugangsberechtigung immer attraktiver. Jeder achte betriebliche Ausbildungsvertrag wird durch Schulabgänger mit Hochschulreife besetzt – Tendenz steigend. Damit nimmt Berlin im Bundesvergleich eine Spitzenposition ein.

davon:

männliche Auszubildende weibliche Auszubildende

441 312 5.354

440 289 5.909

1 23 -555

0,2 8,0 -9,4

Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge insgesamt nach Art der Ausbildung: davon: in der betrieblichen Ausbildung in der außerbetrieblichen Ausbildung nach Geschlecht: davon: männliche Auszubildende weibliche Auszubildende Vorzeitige Lösungen von Ausbildungsverträgen

Berufsausbildung
Die zentrale Herausforderung im Berliner Handwerk bleibt der Lehrstellenmarkt. Im Berichtsjahr wurden 5.354 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen.

3.775 1.579

4.071 1.838

-296 -259

-7,3 -14,1

3.544 1.810

3.978 1.931

-434 -121

-10,9 -6,3

Auszubildende mit Hochschulreife
Prozentualer Anteil von Auszubildenden mit Hochschulreife an betrieblicher- und außerbetrieblicher Ausbildung (bei neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge)

Das Berliner Handwerk übernimmt Verantwortung: Jobstarter-Projekt U40
„Junge Handwerksunternehmerinnen und Handwerksunternehmer bilden aus“ Henning Paulmann Tel.: 030/259 03-337 Nach zweijähriger Laufzeit blickt die JOBSTARTER-Initiative U40 der Handwerkskammer Berlin auf eine erfolgreiche Projektlaufzeit zurück. Das angestrebte Ziel, 140 zusätzliche betriebliche Ausbildungsplätze in jungen Handwerksunternehmen zu schaffen, wurde mit 150 Plätzen deutlich übertroffen. Von insgesamt 124 beteiligten U40-Betrieben bilden 114 zum ersten Mal aus und nutzten das Dienstleistungsangebot des U40-Projekts. Das Projekt unterstützt die Betriebe in der Vorauswahl geeigneter Bewerber, der Beratung zu Aus-

Lösungen von Ausbildungsverträgen insgesamt Lösungsquote in % Lösungen von neu abgeschlossenen Verträgen innerhalb der Probezeit Lösungsquote in % erstmalig ausbildende Betriebe

2.268 13,1 746

2.223 12,7 788

45

2,0

-42

-5,3

% 12

12,2 365

11,8 414 -49 -11,8

10

8

6

1,9 %

2,4 %

4
1,6 % 1,5 %

10,0 %

12,3 %

6,5 %

6,2 %

8,5 %

1999

2000

2004

9,5 %

2005

2006

2007

12,4 %

2

2008

bildungskosten und Fördermitteln sowie bei der Bewältigung des Verwaltungsaufwands. Weiterhin fördert das Projekt den Erfahrungsaustausch ausbildender Betriebe in einem Netzwerk von Jungunternehmern. Darüber hinaus bieten die Projektmitarbeiter bei Konflikten und anderen Schwierigkeiten während der Ausbildung ihre Beratung an. Auf diese Weise trägt U40 dazu bei, den Nachwuchs für das Berliner Handwerk zu sichern. Das Projekt der Handwerkskammer Berlin wurde bis zum 30.06.2010 verlängert.

„150 Plätze wurden in 124 jungen Berliner Handwerksbetrieben realisiert und erfolgreich besetzt. Mit diesem Ergebnis wurden die Erwartungen übertroffen. Ein eindrucksvolles Ergebnis im Rahmen der Initiative der Bundesregierung.“ Dr. Gerhard Schauer, Leiter Aus- und Weiterbildung bei Bayer Schering Pharma AG

0,8 %

1,5 %

1,9 %

28 29

Handwerkskammer Berlin
Richtlinienprogramm zur Förderung der Beruflichen Bildung
„Der regelmäßige Austausch mit anderen Unternehmen und Organisationen bringt wichtige neue Anregungen und Ideen. Die Verstetigung eines Netzwerkes von Jungunternehmern fördert die eigene Wettbewerbsfähigkeit.“ Karsten Berning, Vorsitzender der Junioren des Handwerks Berlin e.V. Norman Popp Tel.: 030/259 03-381 Durch das Berliner Landesprogramm zur Förderung der Berufsausbildung wird erfolgreich die duale Ausbildung unterstützt. Die Handwerkskammer Berlin hat für die gesamte Berliner Wirtschaft die Steuerung der Angebote übernommen. Die Nutzung des Programms durch Berliner Ausbildungsbetriebe konnte im Laufe des zurückliegenden Jahres durch die verstärkte Öffentlichkeitsarbeit nochmals deutlich gesteigert werden. So wurden im Jahr 2008 im Vergleich zum Vorjahr 23 % mehr Förderanträge von Berliner Ausbildungsbetrieben gestellt. Im Rahmen des Förderprogramms der Berufsausbildung im Land Berlin (FBB) konnten im Jahr 2008 insgesamt 807 Auszubildende in Handwerksbetrieben und 862 Auszubildende in Unternehmen aus den Wirtschaftsbereichen Industrie und Handel sowie der freien Berufe gefördert werden. Weiterführende Informationen zur Förderung und Antragstellung unter: www.hwk-berlin.de/fbb. kenntnisse zur Verbesserung der Berufswahlkompetenz zu vermitteln. Die Handwerkskammer steuert das Programm für die Berliner Handwerksbetriebe und die Ausbildungsplatzsuchenden. Auf diesem Weg wurden im Jahr 2008 im Berliner Handwerk 169 Verträge für eine Einstiegsqualifizierung abgeschlossen. senschaft und Forschung durchgeführt und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds sowie des Landes Berlins gefördert. Dabei stehen der Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Schulen, Berufsschulen, Innungen und Betrieben des Handwerks im Mittelpunkt. Ziele sind hier die Initiierung und Verstetigung von Partnerschaften zwischen Betrieben und Schulen, die Konzeption und Durchführung von Fortbildungen für Lehrkräfte und Schulleitungen sowie die Erstellung von Materialien für die Berufsorientierung im Unterricht. In Zusammenarbeit mit den Bildungsstätten der Handwerkskammer und Berliner Innungen wurden 14 Fortbildungen für Lehrkräfte und Schulleiter/-innen angeboten. 2008 wurde das Informations- und Lernmaterialien-Angebot erweitert und für mindestens 1.282 Schüler/-innen erfolgreich eingesetzt. Es sind insgesamt 45 Partnerschaften zwischen Handwerksbetrieben und Berliner Schulen initiiert worden.

Bildungsberatung
Katharina Schumann Tel.: 030/259 03-343 Die Beratung rund um die Aus-, Fort- und Weiterbildung ist ein zentrales Angebot der Handwerkskammer Berlin. Als Beraterin informiert sie Betriebe, Eltern, Schulen, die Berufsberatungen der Arbeitsagenturen, die Innungen und Bildungsträger. Ein vorrangiges Ziel ist es, den mehr als 15.000 Lehrlingen und ca. 3.700 ausbildenden Betrieben einen möglichst optimalen Verlauf der Ausbildung zu gewährleisten. Die Handwerkskammer ist dabei Ansprechpartner für 33.000 Betriebe mit mehr als 190.000 Beschäftigten. Im Mittelpunkt des Beratungsangebots im Bereich Ausbildung steht dabei die persönliche Beratung von erstmals ausbildenden Betrieben. 2008 wurden rund 800 Ausbildungsstätten vor Ort unterstützt. Dabei wurden die Eignung als Ausbildungsbetrieb sowie alle Fragen rund um ein Ausbildungsverhältnis geklärt – ein wichtiger Beitrag zur Sicherung der Ausbildungsqualität. Die Handwerkskammer Berlin wird hierbei vielfach durch die Lehrlingswarte der Berliner Innungen unterstützt. Darüber hinaus wurden in persönlichen Gesprächen Lehrlinge, Eltern und Betriebe während der Ausbildung in Konfliktsituationen, aber auch bei Fragen zu Ausbildungsvergütung, Urlaub, Ausbildungszeiten, überbetrieblicher Ausbildung, Berichtsheftführung und den Gesellen- und Abschlussprüfungen beraten. In der Fort- und Weiterbildung wurden über 800 Handwerker auf ihrem Weg in die berufliche Selbständigkeit oder den beruflichen Aufstieg beraten.

können sich in der Lehrstellenbörse über die Lehrstellenangebote informieren und mit Unternehmen in Kontakt treten.

PASST! – Passgenaue Vermittlung Auszubildender
Olav Maszull Tel.: 030/259 03-480 Dilek Intepe Tel.: 030/259 03-481 Seit September 2007 beteiligt sich die Handwerkskammer Berlin am bundesweiten Programm „Passgenaue Vermittlung Auszubildender in ausbildungswillige Unternehmen“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. Durch gezielte Beratungsund Vermittlungsleistungen werden Handwerksbetriebe bei der passgenauen und effizienten Besetzung von Ausbildungsplätzen unterstützt. Ein Schwerpunkt ist die Beratung von Handwerksbetrieben und Betriebsinhabern/-innen mit Migrationshintergrund. Im Berichtsjahr wurden mehr als 600 Beratungs- und Bewerbungsgespräche mit Ausbildungsbetrieben, lehrstellensuchenden Jugendlichen und Schülerinnen und Schülern durchgeführt. Insgesamt wurden Schülerinnen und Schüler von 25 allgemein- und berufsbildenden Schulen über Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk informiert und beraten.

Bildungspolitischer Dialog mit Schulen
Katharina Schumann Tel.: 030/259 03-343 Motivierte und qualifizierte Schulabgänger sind für die Berliner Handwerksbetriebe eine zentrale Voraussetzung, um offene Ausbildungsplätze besetzen zu können. Die Handwerkskammer Berlin unterstützt deshalb Schulen durch zahlreiche Aktionen. Ziel ist es, den Dialog zwischen Wirtschaft und Schule zu verstetigen. Hierzu hat sich unter anderem ein Arbeitskreis zwischen Vertretern aus Verwaltungen und Schulen sowie des Berliner Handwerks gebildet, der sich regelmäßig zu aktuellen, für die Wirtschaft wichtigen schulpolitischen Themen austauscht. Handwerkskammer und Berliner Innungen führen außerdem regelmäßige Gesprächsrunden mit Schulleiterinnen und Schulleitern der verschiedenen Berliner Schulformen durch.

Handwerksjunioren – eine Brücke im handwerklichen Mittelstand
Unter dem Motto „Einstieg zum Aufstieg“ fördert der Landesverband der Junioren des Handwerks Berlin e.V. die Interessen junger Handwerkerinnen und Handwerker im betrieblichen, politischen und wirtschaftlichen Bereich. Die Handwerksjunioren bieten ihren Mitgliedern die Möglichkeit zum Meinungs- und Ideenaustausch sowie zu gewerksübergreifender Zusammenarbeit. Ein wichtiges Ziel der Handwerksjunioren ist der lebendige Dialog mit den Handwerksorganisationen und der Politik. Von besonderer Bedeutung ist dabei auch der Ausbau internationaler Kontakte. Zu diesem Anlass reisten die Berliner Junioren im Juli 2008 nach Brüssel. Sie trafen in der „Hauptstadt Europas“ zusammen mit Vertretern der EUKommission und des Europäischen Parlaments. Außerdem besuchten sie das Brüsseler Büro des ZDH und diskutierten mit Vertretern der internationalen Handwerksorganisationen JEUNE und UEAPME Themen der aktuellen Handwerkspolitik. Auf regionaler Ebene engagiert sich das Netzwerk unter anderem in der Berufsausbildung und bietet seine Erfahrungen und Kenntnisse ausbildungsunerfahrenen Jungunternehmern an, um den Fachkräftenachwuchs im Berliner Handwerk zu sichern. Dabei arbeiten die Handwerksjunioren eng mit der JOBSTARTER-Initiative U40 der Handwerkskammer Berlin zusammen. Als Nachwuchsorganisation junger Handwerkerinnen und Handwerker aller Gewerke bietet der Landesverband der Junioren des Handwerks Berlin e.V. seinen Mitgliedern neben sozialen Aktivitäten auch 2009 wieder interessante Fortbildungen zu rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Themen.

Schulen auf Erfolgskurs – Hauptschulen verändern sich
Das von der Handwerkskammer Berlin am 3. Juli 2007 zusammen mit der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung, der Stiftung der Deutschen Wirtschaft und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung gestartete Projekt wurde im Jahr 2008 erfolgreich fortgeführt und evaluiert. Von Seiten der Handwerkskammer Berlin wurden die Schulleitungen durch Fortbildungen im Bereich des Schulmanagements und der Personalentwicklung unterstützt und über Ausbildungsmöglichkeiten und Anforderungen im Handwerk informiert.

Einstiegsqualifizierung Jugendlicher
Die Einstiegsqualifizierung Jugendlicher (EQ) unterstützt Ausbildungsplatzsuchende und Handwerksbetriebe. In der vom Bund im Rahmen des Ausbildungspaktes geförderten Initiative stellen Berliner Handwerksbetriebe EQ-Stellen zur Verfügung. Ein Ziel ist es, Ausbildungsplatzsuchenden in einer Zeit zwischen sechs und zwölf Monaten Grund-

BOB – Berufliche Orientierung in Berlin
Das Projekt „BOB – Berufliche Orientierung in Berlin“ - wird seit Mai 2006 von der Handwerkskammer Berlin in Kooperation mit der Senatsverwaltung für Bildung, Wis-

Förderung der Besten in der Ausund Weiterbildung
Jens Wortmann Tel.: 030/259 03-356

Begabtenförderung Berufliche Bildung
Die Zukunft des Handwerks hängt maßgeblich von leistungsfähigen Fachkräften ab. Begabte junge Fachkräfte werden in ihrer Weiterbildung durch die „Begabtenförderung Berufliche Bildung" unterstützt. In diesem Jahr konnten 18 leistungsstarke Absolventen einer beruflichen Handwerksausbildung und erfolgreiche Teilnehmer des Praktischen Leistungswettbewerbs in die „Begabtenförderung Berufliche Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung aufgenommen werden. Die Stipendien belaufen sich für die Dauer von drei Jahren auf einen Zuschuss von bis zu 1.700 EUR pro Jahr für die Finanzierung
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Lehrstellenbörse der HWK Berlin – 24 Stunden Service Handwerk macht Schule
Im Rahmen der von der Handwerkskammer Berlin gestarteten Initiative zur Zusammenführung von Schulen und Handwerksbetrieben trafen sich im November 2008 knapp 40 Schulpartner zum ersten Erfahrungsaustausch in der Handwerkskammer Berlin. Durch eine gezielte Zusammenarbeit zwischen Betrieben und Schulen gewinnen beide Seiten: Jugendliche erhalten neue Eindrücke und Perspektiven und Betriebe sorgen für ihren Nachwuchs. Jens Wortmann Tel.: 030/259 03-356 Die Lehrstellenbörse der HWK bietet unter www.hwk-berlin.de eine Plattform für Ausbildungsplatzanbieter und Lehrstellensuchende. Berliner Betriebe können hier ihre Ausbildungsplatzangebote einfach und kostenlos einstellen. Es besteht die Möglichkeit, freie Lehrstellen online einzugeben oder alternativ ein Angebot auf dem schriftlichen Weg an die Handwerkskammer Berlin zu versenden. Ausbildungsplatzsuchende

Handwerkskammer Berlin
von Maßnahmen zur beruflichen Fort- und Weiterbildung. Gefördert werden können qualifizierte Absolventinnen und Absolventen einer dualen Berufsausbildung, die bei Aufnahme in die Förderung jünger als 25 Jahre sind. Die Handwerkskammer Berlin betreute im Berichtszeitraum insgesamt 51 Stipendiaten und Stipendiatinnen. Wie im Vorjahr stand auch in diesem Jahr die Aufstiegsfortbildung zum Meister (Teil I-IV und AEVO) an erster Stelle der geförderten Maßnahmen. Verfahren. Von den insgesamt 99 verhandelten Anfragen ging es in 60 Fällen um die Anfechtung einer ausgesprochenen Kündigung. Als Ergebnis der Verhandlungen konnten sechs Empfehlungen zur Fortsetzung der Berufsausbildung erzielt werden. Weitere 21 Ausbildungsverhältnisse wurden im gegenseitigen Einvernehmen gelöst.

Trends
Der in den letzten Jahren nach der Novelle der Handwerksordnung verzeichnete starke Rückgang bei abgelegten Meisterprüfungen (Anlage A) konnte auch 2008 mit 398 (2007: 395) umgekehrt werden. Den größten Zuwachs bei der Zahl der Meisterprüfungen verzeichnete das Kraftfahrzeugtechnikerhandwerk. Das Durchschnittsalter der Jungmeister/-innen liegt bei 30,6 Jahren (2007: 30,8 Jahre). Die durchschnittliche Dauer der Meistervorbereitung sinkt. Derzeit beträgt sie 21,0 Monate (2007: 21,7 Monate). In rund 886 weiteren erfolgreich absolvierten Prüfungen im Bereich Fort- und Weiterbildung dokumentiert sich verstärkt deren qualitätserhaltende und -steigernde Bedeutung für Betriebe und deren Mitarbeiter. Die Ausbildereignungsprüfung ist im Handwerk ein wichtiger Nachweis zur Sicherung der Ausbildungsfähigkeit und Voraussetzung für eine hohe Ausbildungsqualität geblieben. Im Jahr 2008 wurden insgesamt 408 AEVO-Prüfungen erfolgreich absolviert (2007: 319).

Prüfungsausschüsse
Ines Rüdiger Tel.: 030/259 03-490 Die Mitarbeit ehrenamtlicher Mitglieder in den Prüfungsausschüssen war auch 2008 die Basis für ein erfolgreiches Prüfungswesen im Handwerk. Insgesamt engagierten sich rund 1.839 Mitglieder in 310 Prüfungsausschüssen.

Prüfungsausschüsse 2008
Gesellenprüfungsausschüsse/ Abschlussprüfungsausschüsse Meisterprüfungsausschüsse Fortbildungsprüfungsausschüsse

Berliner Handwerk intensiviert Kontakt zur Volksrepublik China
Am 8. September 2008 besuchte der stellvertretende Ministerpräsident der Volksrepublik China, Zhang Dejiang, das Bildungsund Technologiezentrum (BTZ) der Handwerkskammer Berlin. Begleitet wurde Zhang Dejiang vom Botschafter der VR China in Deutschland, Ma Canrong, sowie einer Reihe weiterer hochrangiger Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik. Beeindruckt zeigte sich der stellvertretende Ministerpräsident von den modernen Werkstätten im BTZ, besondere Beachtung fand die Ausbildung im Elektrohandwerk. Die hohe Qualität deutscher Produkte werde auch in China geschätzt und sei das Ergebnis hochwertiger Ausbildung, so Zhang Dejiang. Die Kontakte wurden durch Gespräche zwischen der Handwerkskammer mit Vertretern der Nationalen Kommission für Entwicklung und Reform Chinas (NDRC) sowie der Deutschen Außenhandelskammer in Beijing und der Berlin Partner GmbH fortgesetzt. Ziel ist es, zu einem regelmäßigen Austausch von Experten zwischen der Volksrepublik China und dem Berliner Handwerk zu kommen.

240 40 30

Prüfungen
Konstanze Mühleck-Zwahr Tel.: 030/259 03-341 Im Jahr 2008 haben 4.540 Auszubildende an einer Gesellen- oder Abschlussprüfung teilgenommen. Die Zahl sank somit gegenüber dem Vorjahr um 2,8 %. Die Bestehensquote stieg um 8,2 % auf 78,1 %.

Berufsbildungsausschüsse der Handwerkskammer Berlin
Die Arbeit der Berufsbildungsausschüsse begleitet aktuelle Entwicklungen und Bildungsprojekte des Berliner Handwerk. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Qualität der beruflichen Bildung. Erstmals fand eine gemeinsame Sitzung mit dem Berufsbildungsausschuss der IHK Berlin statt. Hierbei standen bildungspolitische Themen wie Forderungen an das Land Berlin z.B. zur Lehrerversorgung im Mittelpunkt. Die gemeinsamen Sitzungen werden 2009 fortgesetzt.

Beratung bei Problemsituationen in der Berufsausbildung
Ausschuss für Lehrlingsstreitigkeiten Eva Taubert Tel.: 030/259 03-338 Während der Ausbildung kann es zu Differenzen zwischen Ausbildenden und Auszubildenden kommen. Die Handwerkskammer steht in solchen Fällen als Beraterin zur Seite. Der Ausschuss für Lehrlingsstreitigkeiten wirkt bei scheinbar unlösbaren Meinungsverschiedenheiten als letzte Beratungsinstanz vor einem arbeitsgerichtlichen

Fort- und Weiterbildung
Die Meisterprüfung bleibt weiterhin das zentrale Qualitätssiegel für handwerkliche Betriebe. Im Jahr 2008 haben 413 Teilnehmer/-innen erfolgreich das Meisterprüfungsverfahren abgeschlossen (2007: 403).

sodann auch Taten folgen lassen. Zu den wichtigsten Aktivitäten im Jahr 2008 gehörten: – Unterstützung der Bundesregierung z.B. durch Mitwirkung auf zentralen Veranstaltungen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund – Unterstützung bundesweiter Medienkampagnen zur Ausbildungsoffensive im Rahmen des Nationalen Pakts für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs – Kooperation mit Migrantenverbänden und weiteren Akteuren für Integration

Handwerk goes international

Teilnehmer an Gesellen- und Abschlussprüfungen 2008
insgesamt 784 1.419 387 40 164 darunter mit bestandener Prüfung* davon männlich davon weiblich zusammen 578 1.097 341 34 128 526 1.064 277 14 95 52 33 64 20 33

Ulrich Wiegand Tel.: 030/259 03-348 Integration von Menschen mit Migrationshintergrund Die „Charta der Vielfalt“ ist eine Initiative großer deutscher Unternehmen und der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Maria Böhmer, zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen. Dem schriftlichen Beitritt zur Charta der Vielfalt hat die Handwerkskammer Berlin

Die Bildungszentren der Handwerkskammer – moderne Dienstleister für das Handwerk
Die Bildungszentren müssen in immer kürzeren Zeitabständen bei steigenden Qualitätsanforderungen und wachsendem Kostenbewusstsein der Kunden auf veränderte Marktbedingungen reagieren. Die Bildungszentren der Handwerkskammer Berlin in Berlin und Bernau bieten den Kunden aus dem Handwerk ein umfangreiches Bildungsangebot.

Bau- und Ausbaugewerbe Elektro- und Metallgewerbe Holzgewerbe Bekleidungs-, Textil- und Ledergewerbe Nahrungsmittelgewerbe Gewerbe für Gesundheit und Körperpflege sowie chemische und Reinigungsgewerbe Glas-, Papier-, keramische und sonstige Gewerbe Handwerkliche Ausbildungsberufe zusammen Kaufmännische Ausbildungsberufe Berufe nach Ausbildungsregelung nach § 42 b HwO (Behinderten-Ausbildungsberufe) Sonstige Ausbildungsberufe zusammen

1.072 100 3.966 437 37

802 85 3.065 380 22

296 56 2.328 59 21

506 29 737 321 1 „Die Integration von Menschen mit ausländischer Herkunft ist ein zwingendes Ziel, zu dem auch das Handwerk seinen Beitrag leistet.“ Stephan Schwarz, Präsident der Handwerkskammer Berlin anlässlich der Unterzeichnung der „Charta der Vielfalt“

Berliner Lehrlinge zu Gast bei Sarkozy
In Paris trafen sich am 3. Oktober 2008 auf Einladung des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy im Rahmen der EU-Präsidentschaft Frankreichs 12.000 Auszubildende aus allen Staaten der Europäischen Union zum 1. Europäischen Auszubildenden-Treffen. Auch eine Delegation Berliner Handwerkslehrlinge war dabei. Die Handwerkskammer Berlin organisierte und begleitete ihre Reise. Ziel der Veranstaltung war die Aufwertung der Berufsausbildung in Europa und die Förderung der Mobilität von jungen Auszubildenden.

Qualitätsmanagement sichert Leistungsfähigkeit
Um für ihre Kunden ein bedarfsgerechtes Bildungsangebot und Beratung mit modernsten Methoden und Konzepten zu ermöglichen, werden die Bildungszentren der Berliner Handwerksammer regelmäßig zertifiziert. Die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2000 durch ZDH-Zert als unabhängige Zertifizierungsstelle bietet Gewähr dafür, dass, gemessen an europäischen Standards, BTZ und BIZWA höchsten Qualitätsmaßstäben genügen.
32 33

100 4.540

81 3.548

64 2.472

17 1.076

*Die Statistik gibt keine Auskunft darüber, ob eine Prüfung endgültig bestanden oder nicht bestanden wurde und nach wie vielen Versuchen.

Handwerkskammer Berlin
Haupttrends: 1. Die Teilnehmerzahl für die Meistervorbereitung konnte innerhalb eines Jahres auf 1.158 deutlich erhöht werden (2007: 1008). Es wurden 33.000 mehr Teilnehmerstunden als 2007 verzeichnet. 2. Neben betriebswirtschaftlichen und technischen Fortbildungen wurden 2008 verstärkt Lehrgänge zur Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung nachgefragt. Die Ausbildereignungsprüfung und die damit nachgewiesene pädagogische Qualifikation des Ausbilders ist von wesentlicher Bedeutung für die Qualität der Ausbildung. 3. Das Volumen an ÜLU ist stabil. 2008 wurden 110.848 Teilnehmerstunden verzeichnet. 4. Die Angebote der Berufsorientierung für Schüler ist eine außerordentlich wichtige Aufgabe zur Nachwuchsgewinnung geworden und hat im BTZ einen besonderen Stellenwert. Die Ausbildereignung wurde sehr stark nachgefragt, so wurde bereits am 27. November der 400. AEVO-Teilnehmer des Jahres 2008 im BTZ begrüßt. Grundlage geplant, gesteuert und entschieden werden kann. Als bundesweit einzige Handwerkskammer bietet Berlin deshalb einen speziell auf die Bedürfnisse der Handwerksbetriebe abgestellte Qualifikation „Controller/-in (HWK)“ an. Kooperationspartner ComFort-Schulungszentrum GmbH weitergeführt. Das Projekt „Berliner BÄr“ aktivierte insgesamt 1.204 Langzeitarbeitslose, integrierte davon 122 in den ersten und 78 in den zweiten Arbeitsmarkt. Von den zehn „SeniorConsultern“, die Berliner Handwerksbetriebe begleiteten, fanden fünf ein neues Anstellungsverhältnis. Am 3. Dezember 2008 wurde der Berliner Handwerksbetrieb Astro- und Feinwerktechnik Adlershof GmbH in einer bundesweiten Festveranstaltung vom BMAS für seine Arbeit als „Unternehmen mit Weitblick“ ausgezeichnet. Seit drei Jahren werden Unternehmen, die sich in ihrer Personalpolitik besonders für ältere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen engagieren, durch das Bundesprogramm „Perspektive 50plus – Beschäftigungspakte für Ältere in den Regionen“ geehrt.

Leistungsangebote der Bildungszentren BTZ und BIZWA
BIZWA BTZ/BIZWA

ÜLU Verbundausbildung Meistervorbereitung

Fort- und Weiterbildung
Die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit durch Fort- und Weiterbildung wird in kleinen und mittleren Unternehmen des Handwerks immer wichtiger. Das BTZ misst der individuellen Beratung der Betriebe zum Qualifizierungsbedarf immer größere Bedeutung zu. Das Bildungszentrum hat mit neuen Angeboten darauf reagiert: In betriebswirtschaftlichen und technischen Fort- und Weiterbildungen erweiterten mehr als 950 Kursteilnehmer in 98 Seminaren ihr Wissen. Allein 100 Teilnehmer konnten sich im neuen Kurs für Auszubildende und Gesellen „Botschafter im Blaumann“ mit Umgangsformen und dem richtigen Verhalten beim Kunden vertraut machen.

Projekte des BTZ
Das BTZ hat seine Serviceleistungen für das Handwerk durch die Akquisition von Projekten weiter ausgebaut. Bei Initiativen, wie Schülerpraktika zur Berufswahlfindung, Jugendliche in der Berufsvorbereitung und der Erstausbildung sowie dem Projekt des BMAS „Perspektive 50plus“, ist der Grundsatz des lebenslangen Lernens Leitthese für das BTZ. In den Einzelprojekten wurden für knapp 1000 Teilnehmer 200.000 Teilnehmerstunden geleistet.

Leistungen Bildungszentren Projekte Fort- und Weiterbildung

Schulung Sachverständige

Organisation von Veranstaltungen

Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ)
Mehringdamm 14, 10961 Berlin Karin Klawe Tel.: 030/259 03-403 Mit über 490 Bildungsmaßnahmen ist das BTZ zuverlässiger Partner und Dienstleister für das Berliner Handwerk. Es ist ein leistungsstarkes Kompetenzzentrum der Ausund Weiterbildung im Handwerk und bildet den Mittelpunkt für viele Veranstaltungen der Berliner Handwerksorganisationen. 2008 wurden 630.000 Teilnehmerstunden, davon fast 325.000 Stunden in der Fortbildung, einschließlich Meistervorbereitung realisiert. In 75 Werkstätten, Seminar- und

Beratungsräumen haben über 5.800 Teilnehmer das umfangreiche Bildungs- und Beratungsangebot des BTZ genutzt. Im Vergleich dazu waren es im Vorjahr 5.000 Teilnehmer in 400 Lehrgängen. Die Schwerpunkte der Arbeit des BTZ lagen in den Bereichen: Überbetriebliche Lehrunterweisung (ÜLU), Meistervorbereitung, Fort- und Weiterbildung sowie Projekte für verschiedene Zielgruppen und die Organisation von Veranstaltungen des Handwerks. Das Bildungsverhalten zeichnet sich durch eine verstärkte Nachfrage nach Fort- und Weiterbildung für die Betriebe aus.

Berufsorientierung für Schüler Qualifizierungsangebote des BTZ Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU)
Das BTZ hat in 235 Lehrgängen der ÜLU Ausbildungsmöglichkeiten für folgende Handwerke angeboten: – Augenoptiker – Elektroniker, Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik – Gold- und Silberschmiede – Tischler – Zahntechniker

Aufstiegsfortbildung „Betriebswirt/-in (HWK)“
Die Nachfrage für eine Aufstiegsfortbildung zum/zur Betriebswirt/-in (HWK) blieb 2008 hoch. 45 Betriebswirten aus drei Lehrgängen konnten am 3. November die Zeugnisse übergeben werden. Für eine erfolgreiche Unternehmensführung ist ein systematisches Controlling unerlässlich, denn es liefert unternehmensbezogene Daten, auf deren

Als neuer wichtiger Bildungsbereich werden in enger Kooperation mit Modul e.V. und Handwerksorganisationen Schüler aus Berliner Schulen im BTZ an Handwerksberufe herangeführt. In Schnupperstunden bis hin zu einwöchigen praktischen Werkstattdurchläufen lernen die Schüler bei kleinen Projektarbeiten die Inhalte der Berufe kennen. Mit großem Interesse waren 500 Schüler sowie Lehrer in 70 Veranstaltungen dabei.

Jugendprojekte MoTOr (Motivation, Training, Orientierung)
Im Auftrag der Arbeitsagenturen und der Job-Center Berlins unterstützt das BTZ in Kooperation mit anderen Bildungseinrichtungen Jugendliche in ihrer Berufsorientierung oder führt sie zu einem Berufsabschluss. Im Projekt BaE MoTOr ML werden zehn Jugendliche zum Abschluss Maler und Lackierer geführt.

Ausbildungsplatzprogramm (APP)

Auslastung des BTZ 2008
Meistervorbereitung
Die Meisterprüfungslehrgänge stellen, gemessen an der Gesamtteilnehmerzahl, den zweitgrößten Bildungsbereich. Das Kernangebot der beruflichen Weiterbildung dokumentiert sich in 54 Kursen und ca. 260.000 Teilnehmerstunden. Es erstreckt sich auf die Bereiche: – Elektroniker, Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik – Installateur und Heizungsbauer (Gas- und Wasserinstallateure und Zentralheizungsund Lüftungsbauer) – Maler und Lackierer – Tischler – Schornsteinfeger – Zahntechniker
nach Teilnehmerstunden

Vergleich der Lehrgangszahlen des BTZ 2005 – 2008

Meistervorbereitung, 254.143 Fort- u. Weiterbildung, 68.118 ÜLU, 110.848 Projekte, sonstige Maßnahmen, 191.372

40 % 10 % 17 % 30 %

Im Herbst 2008 wurden im BTZ wieder zwei neue Lehrlingsgruppen für die außerbetriebliche Erstausbildung (APP) in den Berufen Elektroniker/-in und Maler/-in und Lackierer/-in aufgenommen.

Kompetenzzentrum Zukunftstechnologien im Handwerk
Dr. Jost-Peter Kania Tel.: 030/259 03-454 Seit Februar 2007 besteht das bundesweit einmalige „Kompetenzzentrum Zukunftstechnologien im Handwerk“ (Komzet) im Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ). Es wird aus Fördermitteln des BMBF, des BMWi und der Berliner Senatsverwaltung gefördert sowie mit Eigenmitteln der Handwerkskammer getragen. Ziel des Kompetenzzentrums ist es, neue und zukunftsweisende Technologien, Methoden und Verfahren schneller in das Handwerk zu bringen, um den Handwerksbetrieben neue Tätigkeits- und Geschäftsfelder zu eröffnen und damit die Handwerks34 35

Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU) Meistervorbereitung

Fort- und Weiterbildung Projekte (mit APP)

Perspektive 50plus (Berliner BÄr)
Claudia Jarosch Tel. 030/25 903-423 Nach erfolgreichem Beenden der 1. Programmphase des Beschäftigungspaktes „Berliner BÄr“ wurde das Projekt 2008 unter Einbeziehung der JobCenter Friedrichshain/Kreuzberg, Marzahn/Hellersdorf und Charlottenburg/Wilmersdorf von den Initiatoren Handwerkskammer Berlin, JobCenter Pankow und dem langjährigen Bildungs-

300
240

250 200

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57

58

28

2005

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26

2007

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90

2008

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150

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233

235

Handwerkskammer Berlin
betriebe zu stärken. Dazu wird ein Netzwerk mit kompetenten Partnern, insbesondere aus den Berliner Hochschulen und Forschungseinrichtungen, mit innovativen Handwerksbetrieben und Partnern des Handwerks aufgebaut. Durch Einzelberatungen, Informationsveranstaltungen und Technikvorführungen konnten in 2008 mehr als 250 Handwerker beraten werden. 33 Kurse zu innovativen Technologien wurden angeboten und durchgeführt. technik engagiert für die Nachwuchswerbung ein. Auf der „belektro“ – der führenden Elektrofachmesse für die neuen Bundesländer und Berlin – bot die AKEI zusammen mit Unternehmen einen praxisnahen Einblick in das Elektrohandwerk. In der Werkstattstraße stellten interessierte Nachwuchsfachkräfte im Rahmen eines elektroberuflichen Testlaufs die eigene Geschicklichkeit unter Beweis.

Kooperation mit der Bundeswehr – erfolgreich ausgebaut
Die Kooperation zwischen Handwerkskammer und der Bundeswehr besteht seit Jahren. Anlässlich von Messen der Bundeswehr und gemeinsamen Veranstaltungen wurden die bestehenden Kontakte verstetigt. So wurden 2008 rund 110 Soldaten/-innen auf die Ausbildereignungsprüfung vorbereitet.

Vergleich Lehrgangszahlen des BIZWA 2007 und 2008
Anzahl der Lehrgänge

Kompetenzzentrum für Ausbildung im Gerüstbauerhandwerk
Jörg Müller Tel.: 03338/3944-12 Das Kompetenzzentrum für Ausbildung im Gerüstbauerhandwerk konnte in enger Zusammenarbeit mit der Sozialkasse des Gerüstbaugewerbes zwei neue Lehrgänge „Kolonnenführer im Gerüstbau“ mit 60 Teilnehmern durchführen. Mit dem Inkrafttreten der Betriebssicherheitsverordnung 2002 besteht die Forderung, dass Gerüste nur unter der Aufsicht einer befähigten Person gebaut werden dürfen. Die BauBG und das Landesamt für Arbeitsschutz Brandenburg (LAFA) kontrolliert vermehrt die Umsetzung in der Praxis, so dass die Unternehmer gezwungen sind ihre Mitarbeiter zu schulen. So ist eine vermehrte Nachfrage für diese Qualifizierungsmaßnahme zu verzeichnen. Darüber hinaus qualifizierten sich im Jahr 2008 in der Überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung rund 694 Teilnehmer mit 20 Lehrgängen aus ganz Deutschland. Der Standort Bernau trägt hierdurch wesentlich zur bundesweiten Sicherung der Qualität und der Ausbildungsfähigkeit im Gerüstbauerhandwerk bei.

160
ÜLU

120
105 115

Meistervorbereitung Fort- u. Weiterbildung Projekte

AKEI – Zukunft durch Kooperation
Uwe Merbeth Tel.: 030/259 03-422 Die Akademie für Elektro- und Informationstechnik (AKEI) im Bildungs- und Technologiezentrum, eine gemeinsame Initiative von HWK Berlin und Elektro-Innung Berlin, unterstützt gezielt Handwerksbetriebe in den Bereichen Aus- und Weiterbildung. In enger Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum der Kammer und der Fachgruppe der Elektro-Innung werden den Betrieben neue Technologien in Schulungen und Beratungen vermittelt. 2008 wurden verstärkt die Meistervorbereitung und technische Fortbildungen von den Betrieben der Elektrobranche im BTZ besucht. Für die Meisterkurse Elektro ist eine starke Nachfrage insbesondere bei Teilzeitkursen zu verzeichnen; mit rund 50 Prüfungsteilnehmern wird diese Ausbildung im BTZ durchgeführt. Auch 2008 setzte sich die Akademie für Elektro- und Informations-

Zusammenarbeit mit dem „Förderverein Aus- und Weiterbildung im Tischlerhandwerk e.V.“
Ansprechpartner im BTZ: Mario Pinkpank Tel.: 030/259 03-410 Der Förderverein, eine Initiative von engagierten Tischlermeistern, Dozenten der Meisterschule des BTZ, Tischlereibetrieben sowie Innungsmitarbeitern fördert mit Unterstützung der Handwerkskammer die Ausund Weiterbildung im Tischlerhandwerk. Neben dem Gestalterpreis und dem Absolvententreffen der Tischlermeister wird die Arbeit der Meisterschule im Tischlerhandwerk in regelmäßigen Beratungen des Qualitätskreises unterstützt. Am 1. November 2008 konnten sich Interessierte über den Leistungsstand in der Meisterschule informieren. Elf Meister stellten ihre Meisterstücke aus. Der Gestalterpreis als gemeinsame Veranstaltung des Fördervereins und des BTZ ist eines der Events dieses Fachbereichs. In diesem Jahr besuchten 300 Gäste die Ausstellung.

Bildungs- und Innovationszentrum Waldfrieden (BIZWA)
Wandlitzer Chaussee 41, 16321 Bernau Gregor Schöning Tel.: 03338/3944-15 Das Bildungs- und Innovationszentrum (BIZWA) ist kompetenter Ansprechpartner für die berufliche Aus-, Fort- und Weiterbildung für Auszubildende und Fach- und Führungskräfte des Berliner Handwerks. Die Angebote reichen von der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung bis zur Sachverständigenschulung. Die 152 Bildungsmaßnahmen mit 2.245 Teilnehmern unterstützen das Dienstleistungsangebot der HWK. Im Vergleich zum Vorjahr haben deutlich mehr Kunden die Angebote genutzt. Neben Berliner Auszubildenden nutzen auch Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet das BIZWA. Zur Aus- und Weiterbildung stehen 22 Werkstätten mit 355 Plätzen und 19 Schulungsräume mit 442 Plätzen zu Verfügung.

80

40
10 23 2 12

2

9

2007

2008

stunden im Gerüstbau durchgeführt. Weitere Meistervorbereitungslehrgänge bei den Buchbindern und den Schilder- und Lichtreklameherstellern sind Bestandteil des Bildungsangebotes.

erwarben in neun miteinander verzahnten Modulen Wissen zu Grundlagen, Prinzipien, Strategien und Methoden eines zeitgemäßen und modernen Qualitätsmanagements.

Projekte Fort- und Weiterbildung Ausbildungsplatzprogramm (APP) Qualifizierung von Sachverständigen
Ansprechpartner im BIZWA Karola Pierenz Tel.: 03338/3944-16 Zahlreiche Angebote in der Fort- und Weiterbildung, wie die Qualifizierung von Sachverständigen, ergänzen das umfangreiche Dienstleistungsangebot der Handwerkskammer Berlin. In speziell ausgerichteten Fach- oder Grundlagenseminaren konnten sich 178 Teilnehmer in 1.467 Teilnehmerstunden Fachkenntnisse aneignen oder ihren Kenntnisstand erweitern. Im Jahr 2008 konnte das BIZWA erstmals zusätzliche Vertiefungslehrgänge für öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige anbieten. Im Rahmen des Sonderprogrammes des Landes Berlin beteiligt sich die Handwerkskammer an dem „Ausbildungsplatzprogramm APP“ mit je einer Maßnahme pro Jahr in den Handwerksberufen Anlagenmechaniker, Gerüstbauer und Tischler. Im Berichtszeitraum wurden zusätzlich drei Maßnahmen in den Betrieben durch die Bildungsstätte in Bernau begleitet.

Lehrgangshotel Meyer-Wittwer-Bau
Nach der denkmalgerechten Instandsetzung durch die Handwerkskammer Berlin konnte der Meyer-Wittwer-Bau im Januar 2008 seiner neuen Bestimmung als Seminar- und Lehrgangshotel übergeben werden. Das sanierte Gebäude bietet Platz für insgesamt 109 Kursteilnehmer in 69 hellen, modern ausgestatteten 2-Bett-Zimmern. Mit ca. 10.000 Übernachtungen im Jahr 2008 wurde eine hohe Auslastung des Hotels erreicht. In Zusammenarbeit mit dem Förderverein Baudenkmal Bundesschule Bernau e. V. versucht das BIZWA, den gesamten Gebäudekomplex und die Anlagen der ehemaligen ADGB-Bundesschule in Bernau als allgemein kulturhistorisches Denkmal zu erhalten.

Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU)
In Ergänzung zur betrieblichen Ausbildung werden jährlich rund 1.800 Auszubildende aus sieben Ausbildungsberufen in Lehrgängen überbetrieblich geschult und mit der technischen Entwicklung, neuen Maschinen, Materialien und Verfahren vertraut gemacht: – Gerüstbauer/-in – Raumausstatter/-in – Bodenleger/-in – Parkettleger/-in – Tischler/-in – Orthopädiemechaniker/-in und Bandagist/-in – Buchbinder/-in

Der Europäische Gerüstbauer „Euroscaffolder“
In dem Pilotprojekt „Euroscaffolder“ entwickelte das BIZWA gemeinsam mit führenden europäischen Bildungsorganisationen des Gerüstbaus in enger Zusammenarbeit mit nationalen und transnationalen Sozialpartnern ein modulares Lehrgangskonzept für die europäische Mindestqualifikation auf dem Sektor des Baus/Gerüstbaus im Sinne der Gerüstbaurichtlinie. Nach Erstellung einer transnationalen Analyse, die als Basis für das Projekt diente, wurde für die Zielgruppe der Gerüstbaumonteure und Nutzer von Gerüsten ein Schulungskonzept entwickelt.

Qualitätsmanager (IHK)
Mit dem bundeseinheitlichen Konzept „Qualitätsmanager (IHK)“ hat das BIZWA mit der IHK Berlin speziell kleinen und mittelständischen Unternehmen eine nachhaltige Unterstützung für die praktikable Umsetzung des Qualitätsmanagements angeboten. Die 38 Teilnehmer in 5.396 Teilnehmerstunden

Betriebsberatung
Rüdiger Grübler Tel.: 030/25903-467 Die Nachfrage nach Dienstleistungen der Betriebsberatung der Handwerkskammer
36 37

Meisterausbildung
Im Jahr 2008 wurden zwei Meistervorbereitungslehrgänge mit ca. 6.516 Teilnehmer-

Handwerkskammer Berlin
Berlin lag im Berichtsjahr 2008 mit 1317 statistisch erfassten Beratungen etwas über dem Niveau von 2007 mit 1283 durchgeführten Beratungen. Die Steigerung um 34 Beratungen entspricht 2,7 %. Nicht statistisch erfasst wurde die Vielzahl von Kurzberatungen (Beratungsgespräche von weniger als 3,0 Stunden Länge) und von sonstigen, hauptsächlich telefonisch erteilten Auskünften, Tipps und Hinweisen. Mit 874 Fällen lag die Anzahl der Beratungen von Existenzgründern im Berichtsjahr zufällig genauso hoch wie im Jahr 2007. Dies entspricht einem Anteil von 66 % an allen durchgeführten Beratungen. Damit stellen, wie auch in den vorangegangenen Jahren, die Existenzgründer das Gros aller Beratungsfälle. Die Zahlen zeigen deutlich, dass auch im Jahr 2008 der Wunsch nach einer selbständigen Existenz im Handwerk nach wie vor sehr hoch war. Der Grafik 3 kann man entnehmen, in welchem Umfang die einzelnen Handwerksgruppen die Beratungsleistungen nachgefragt haben: Bei der Beratung von Existenzgründern standen die Analyse der Marktchancen, Fragen zum Markteintritt und zur Markterschließung, die Ermittlung des notwendigen Kapitalbedarfs, einschließlich Kapitaldienstberechnung und Rentabilitätsvorschau, und die Finanzierungsplanung im Mittelpunkt der Beratungsgespräche. Bei bestehenden Betrieben zählten Fragen zur Kostenrechnung, zur Beurteilung der Rentabilität geplanter Investitionen, zu Betriebserweiterungen und Betriebsverlagerungen sowie die Inventar- und Geschäftswertermittlung, einschließlich der Bewertung von Gebäuden und Gebäudeteilen, zu den Schwerpunkten der Beratung. In der Nachfolgebörse der Handwerkskammer Berlin waren per 31.12.2008 140 Betriebe verzeichnet, die von ihren Eigentümern zum Verkauf angeboten wurden. Demgegenüber suchten 283 Kaufinteressenten einen Handwerksbetrieb. Neben der individuellen Beratung von Handwerksunternehmern und Existenzgründern ergänzte, wie in den Vorjahren, auch im Berichtsjahr die Mitwirkung an Ausstellungen und Messen, bezirklichen Wirtschaftstagen sowie an zahlreichen Informationsveranstaltungen das Tätigkeitsfeld der Betriebsberater. Weiterhin vertraten die – Elektronischer Geschäftsverkehr (E-Commerce) z.B. Elektronische Ausschreibungen, Internet-Einführung, Gestaltung von Internet-Auftritten, Verwendung der Digitalen Signatur – EDV/CAD, z.B. Einführung von EDVBranchenlösungen und Eingabe von CAD-Kundenzeichnungen in CNCFertigungsprogramme – Anmeldung von Patenten und anderen Schutzrechten (Gebrauchsmuster und Warenzeichen), Durchführung von Patentrecherchen sowie Information über Förderprogramme für Erfinder aus dem Handwerk – Marketing für innovative Produkte von Berliner Handwerkern – Auswahl geeigneter Messen und Ausstellungen sowie Fördermöglichkeiten für Aussteller Die seit Beginn des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderten Projektes „Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr“ im Jahre 1998 enge Zusammenarbeit des BIT mit dem Berliner Netzwerk-Partner eCOMM Berlin konzentrierte sich im Jahre 2008 vorrangig auf die Mitwirkung in der Veranstaltungsreihe „Femme digitale“ für die Unternehmerfrauen im Handwerk im Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ). In den vier Veranstaltungen wurden die Themen „Digitale Betriebsprüfung & Elektronische Rechnungslegung“, „E-Vergabe und Digitale Signatur“, „Online-Marketing“ und „Das ideale Büro“ aktuell präsentiert. Weiterhin wurden für interessierte Betriebe „WebsiteChecks“ durchgeführt“, d.h. jeweils eine Überprüfung der Funktionalität und Gestal-

Entwicklung der Beratungsleistungen seit 2005
Anzahl der Beratungen

Beratungen nach Handwerksgruppen
Holz (102) Bekleidung (65)

1400

Elektro/Metall (379) Nahrung (50)

1200

Bau (177) Gesundheit (336) HW-ähnlich (145)

1000
1283 1317

1211

800
Glas u.a. (63)

600

1211

Grafik 3

2005
Grafik 1

2006

2007

2008

Betriebsberater in verschiedenen Gremien und diversen Ausschüssen und Arbeitskreisen die Interessen und Anliegen des gesamten Berliner Handwerks.

Bürgschaften und Meistergründungsprämie
Martin Klinn Tel.: 030/25903-471 Im Jahr 2008 hat die BBB Bürgschaftsbank zu Berlin-Brandenburg GmbH 49 Bürgschaf-

ten für Berliner Handwerksbetriebe mit einem Gesamtvolumen von TEUR 6.317,0 übernehmen können. Im Berichtsjahr 2007 waren es 55 Bürgschaften mit einem Volumen von TEUR 7.923,2. Der durchschnittlich verbürgte Betrag sank von TEUR 144,1 auf nunmehr TEUR 128,9. Geringer war im Jahr 2008 die Nachfrage nach Mitteln aus dem Förderprogramm für Existenzgründer im Handwerk (Meistergründungsprämie). Insgesamt konnte die Kredit-

stelle der Handwerkskammer 91 Anträge an die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen weiterleiten. Im Jahr 2007 waren es 116 weitergeleitete Anträge. Den größten Anteil konnten im Berichtsjahr die Handwerke der Gruppe Gesundheit mit ca. 43,9 % verzeichnen. Ihnen folgten die Gruppen Bau mit ca. 26,4 % sowie Metall mit 22,0. Weniger stark nachgefragt wurde das Programm aus den Handwerksgruppen Holz mit 3,3%, Nahrung mit 2,2 % sowie Bekleidung und Glas/Papier u.a. mit jeweils ca. 1,1 %. Die Meistergründungsprämie, die nunmehr seit mehr als zwanzig Jahren Bestandteil der Wirtschaftsförderung in Berlin ist, bringt neben dem Anreiz zur Existenzgründung unumstritten außerordentlich positive Impulse für den Arbeitsmarkt. So hat eine Untersuchung der Handwerkskammer Berlin ergeben, dass jeder mit der Prämie geförderte Betrieb in den ersten drei Jahren nach der Gründung durchschnittlich 3,5 zusätzliche Arbeitsplätze sowie einen Ausbildungsplatz geschaffen hat. Im Berichtsjahr 2008 ist es trotz einer weiterhin durchaus angespannten Haushaltslage des Landes Berlin zu keinen Ablehnungen gekommen. Es bleibt zu hoffen, dass das Land Berlin aufgrund der guten Erfahrungen und der positiven arbeitsmarktpolitischen Wirkungen der vergangenen Jahre auch zukünftig an diesem bewährten Förderinstrument festhält.

Innovations- und TechnologieBeratung
Siegfried Ulrich Tel.: 030/25903-392 Die Handwerkskammer Berlin unterstützt ihre Mitglieder bei der Einführung neuer Technologien mit der Arbeit ihres Beauftragten für Innovation und Technologietransfer (BIT) mit: – Information über neue Technologien und ihren Einsatz im Handwerk – Beratung einzelner Handwerksbetriebe bei Einführung neuer Technologien – Beratung von Handwerkern bei der eigenen Innovationstätigkeit und der aktiven Mitgestaltung neuer Technologien Der BIT führte im Berichtsjahr 2008 Einzelberatungen zu folgenden neuen Technologien und angrenzenden Bereichen durch:

Beratungen nach Betriebsgröße für 2007 und 2008
Anzahl der Beratungen

900
874 874

Existenzgründer Unter 5 Beschäftigte 5-9 Beschäftigte

Bürgschaften nach Handwerksgruppen
Gruppe Metall Gesundheit Nahrung Bau/Ausbau Holz Sonstige Gesamt Bürgschaftssumme in TEUR 2.859,3 1.636,4 698,5 355,0 263,8 504,0 6.317,0 prozentualer Anteil 45,3 25,9 11,0 5,6 4,2 8,0 100,0

700
10-19 Beschäftigte über 20 Beschäftigte

500

300
208 239 100 67 111 34

100
52 41

2007
Grafik 2

2008

38 39

Handwerkskammer Berlin
tung ihrer Internet-Auftritte. Dieses kostenfreie Angebot wird auch 2009 den Mitgliedern der Handwerkskammer Berlin zur Verfügung stehen. Der BIT wirkte weiterhin an der Einrichtung der Registrierungsstelle für die Digitale Signatur in der Handwerkskammer Berlin mit und beantwortete bereits zahlreiche Anfragen zu diesem künftig noch an Bedeutung zunehmenden Thema. In Zusammenarbeit mit der Tischler-Innung Berlin organisierte der BIT eine Informationsveranstaltung zum Thema „CE-Kennzeichnungspflicht für Fenster- und Außentüren ab 01. Februar 2009”. Diese Veranstaltung am 28.08.2008 im BTZ fand bei den Teilnehmern großes Interesse. Eine weitere Veranstaltung im BTZ am 12.11.2008 mit dem Thema „Service-Engineering – Innovationstreiber in KMU“ bereitete der BIT gemeinsam mit dem KOMZET-Team und dem „institut für technik der betriebsführung Karlsruhe“ (itb) vor. Darin wurden die Ergebnisse des gleichnamigen BMBF-Förderprojektes vorgestellt. Zur Netzwerktätigkeit des BIT für Mitglieder der Handwerkskammer Berlin gehört auch die Vermittlung von Kontakten zu Partnern aus der Wissenschaft auf Anfrage und die Erschließung neuer Geschäftsfelder in regionalen Schwerpunkt-Technologien. So stellte der BIT für Berliner Handwerker im vergangenen Jahr die Kontakte zur TU Berlin, der FHTW und zu den Fraunhofer Mitgliedern Heinrich-Hertz-Institut und FOKUS her und nahm meist auch an den gemeinsamen Beratungen teil. Der BIT ist Ansprechpart-

ZDH-ZERT GmbH

Meistergründungsprämien nach Handwerksgruppen
Gruppe Gesundheit Bau Metall Holz Nahrung Glas/Papier Bekleidung Gesamt Zahl der Anträge 40 24 20 3 2 1 1 91 prozentualer Anteil 43,9 26,4 22,0 3,3 2,2 1,1 1,1 100,0

Andreas Weise Tel.: 030/25903-465 ZDH-ZERT GmbH konnte sein Zertifizierungsgeschäft im Jahr 2008 weiter ausbauen. Die an die Geschäftsstelle Berlin gestellten Zielsetzungen konnten erfüllt werden, verbunden mit der Stabilisierung der Erlössituation. Die Nachfrage nach Zertifizierungsleistungen im primären Aufgabenfeld von ZDHZERT GmbH hat sich in 2008 zum Vorjahr leicht erhöht. Mit den Akkreditierungen für die Begutachtung nach der DIN EN ISO 13485:2007 im Gesundheitshandwerk und nach der DIN 14675 für Unternehmen, die Brandmeldeanlagen planen, projektieren, montieren, in Betrieb setzen, abnehmen oder instandhalten, wurde das Geschäftsfeld ausgebaut. ZDH-ZERT GmbH als Zertifizierer des deutschen Handwerks konnte seine Position unter den zehn größten deutschen Zertifizierern in 2008 festigen. Der Umfang der Erstzertifizierung bei der Geschäftsstelle Berlin konnte im Vergleich zum Vorjahr ausgebaut werden. ZDH-ZERT hält zur Zeit über 1000 Zertifikate aufrecht, davon entfallen ca. 170 auf die Geschäftsstelle bei der Handwerkskammer Berlin. Drei Mitarbeiter der Handwerkskammer Berlin stehen weiterhin ZDH-ZERT als Leitende Auditoren zur Verfügung, die im Berichtszeitraum ca. 50 Zertifizierungsverfahren bundesweit durchgeführt haben. Die Betriebsberatung der Handwerkskammer Berlin bietet darüber hinaus Beratungen zur Einführung eines Qualitätsmanagementsystem an. Bei eingeführten Qualitätsmanagementsystemen Berliner Handwerksbetriebe erfolgte eine Unterstützung zur Aufrechterhaltung und Verbesserung der Systeme. Die Bedeutung von zertifizierten Qualitätsmanagementsystemen wird von den Betrieben weiterhin sehr positiv bewertet. Im Zyklus der Zertifizierungsverfahren konnten die Betriebe z. B. ihre Ablauforganisation optimieren und transparenter gestalten, die Leistungsqualität steigern, die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit erhöhen und die Nachweissicherheit verbessern. Der Anteil
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ner in der Handwerkskammer Berlin für Erfinder aus dem Berliner Handwerk und unterstützte auch im Jahre 2008 mehrere Handwerker bei ihrer Innovationstätigkeit. Der BIT ist Mitglied der Planungsgruppe Forschung Innovation Technologie (FIT) des ZDH und vertritt die Handwerkskammer Berlin im Bewilligungsausschuss des „Programmes zur Förderung von Forschung, Innovationen und Technologien (ProFIT)“ des Landes Berlin.

Handwerksbetrieben durchgeführt. Dabei war wieder ein sehr breites Spektrum aus allen Themenbereichen des Umwelt- und Arbeitsschutzes vertreten. Auffällig ist das wachsende Interesse der Betriebsinhaber an Instrumenten des Umweltmanagements. Das ist sicher auch auf die weiter steigenden Kosten für Strom, Gas, Wasser und Benzin zurückzuführen. Zu Jahresbeginn und im letzten Quartal 2008 war ein großer Informationsbedarf zum Thema Umweltzone feststellbar. Während sich zu Jahresbeginn die Fragen auf die Ausführungsbestimmungen der ersten Stufe bezogen, geriet im Laufe des Jahres die geplante zweite Stufe immer stärker in den Fokus der Betriebe. Insbesondere die fehlenden Nachrüstmöglichkeiten für die meisten Fahrzeuge aus dem Handwerk, die Ungleichbehandlung von Pkw und Lkw bei gleicher Motorleistung und das von der Politik angekündigte, aber nicht umgesetzte Förderprogramm für die Fahrzeugneuanschaffung waren Anlass für viele kritische Nachfragen. Berliner Umweltzone Anfang 2008 wurde die Berliner Umweltzone als eine der ersten bundesweit in Kraft gesetzt. Dabei zeichnet sich die Berliner Praxis durch sehr rigide Ausnahmeregelungen aus, die für die Antragsteller mit erheblichem bürokratischen Aufwand und hohen Kosten verbunden sind. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass nur eine relativ geringe Zahl von Ausnahmeanträgen gestellt wurde. Im Laufe des Jahres hat sich die Handwerks-

Umwelt- und Arbeitsschutzberatung
Dr. Martin Peters Tel.: 030/25903-460 Im abgelaufenen Jahr wurden neben zahlreichen telefonischen Kurzberatungen 65 ausführliche Beratungen zu den Themen Umwelt- und Arbeitsschutz in Berliner

kammer zusammen mit den anderen Wirtschaftsverbänden auf bundespolitischer Ebene darum bemüht, die Voraussetzungen für die zweite Stufe zu klären. Dabei konnte aber weder ein deutlich erweitertes Filterangebot für kleinere Nutzfahrzeuge noch eine Förderung des Einbaus für leichte Lkw erreicht werden. Deshalb bleibt die Kammer bei ihrer Ablehnung der Ausweitung des Fahrverbots in der Innenstadt, insbesondere für Fahrzeuge mit gelber Plakette, die Anfang 2010 teilweise weniger als vier Jahre alt sind. Gebäudeenergieausweis und energetische Gebäudesanierung Seit Juli 2008 ist der Gebäudeenergieausweis für alle Wohngebäude, die 1965 oder früher gebaut wurden, Pflicht. Jüngere Gebäude müssen ab Januar 2009 bei Mieteroder Eigentümerwechsel über einen solchen Ausweis verfügen. Leider hat dieses Instrument durch die Parallelität von Bedarfs- und Verbrauchsausweis viel an seiner Aussagekraft verloren. Trotzdem haben sich viele Handwerker in der Berliner Kammer zu Gebäudeenergieberatern im Handwerk qualifiziert und sind damit berechtigt, den Gebäudeenergieausweis auszustellen. Parallel hat die Bundesregierung auch auf Betreiben des Handwerks die Mittel der KfW zur energetischen Gebäudesanierung deutlich aufgestockt. Damit sind in diesem für den Klimaschutz und das Handwerk besonders wichtigen Bereich deutliche Impulse gesetzt worden, die sich für die Investoren mit sinkenden Heizkostenrechnungen aus-

zahlen. Für Mietwohnungen, die in Berlin von besonderer Bedeutung sind, besteht leider das Investor-Nutzer-Dilemma fort. Das heißt, dass von einer energetischen Sanierung weniger der Eigentümer sondern vor allem der Mieter profitiert. Alle Versuche, dieses Dilemma durch Veränderungen im Mietrecht aufzulösen, waren bisher nicht erfolgreich. Weiterhin enttäuschend sind die fehlenden Aktivitäten des Landes Berlin als Immobilienbesitzer. Statt die Chance zu nutzen, durch vorbildliche Sanierungen Impulse in diesem auch arbeitsmarktpolitisch wichtigen Markt zu setzen, verfallen Schulen und andere öffentliche Gebäude weiter und werden neben den immensen Betriebskosten immer mehr zu einer Erblast für die nächste Generation. Lärmminderungsplanung Die Lärmminderungsplanung für das Land Berlin wurde als eine der ersten bundesweit abgeschlossen. Die Handwerkskammer hat sich für ein maßvolles Konzept eingesetzt. Der gemeinsamen Initiative der Wirtschaftsverbände und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung ist es zu verdanken, dass das Konzept zunächst an vier Versuchsstrecken (Brandenburgische Straße, Drontheimer Straße, Prinzenallee, Dudenstraße) erprobt wird und die Ergebnisse über das weitere Vorgehen entscheiden. Die Umweltverwaltung hat zugesagt, die Wirtschaftsverbände an der Planung und Auswertung dieser Beispielstrecken zu beteiligen.

Handwerkskammer Berlin
der Betriebe, die mit dem Zertifizierungsnutzen unzufrieden sind, ist sehr gering. einer Umfrage zeigten: Je größer die Beschäftigtenzahl der Betriebe, desto größer ist auch der Fachkräftebedarf. Geschätzt wird der Bedarf auf rund 2600 Arbeitsplätze – vor allem für Gesellen. Am größten ist der Personalbedarf bei den zulassungspflichtigen Handwerken. 77 Prozent aller zu besetzenden Stellen sind in folgenden Gewerken zu finden: Maler und Lackierer, Bäcker, Feinwerkmechaniker, Orthopädietechniker, Dachdecker, Informationstechniker, Gerüstbauer, Elektrotechniker sowie Maurer und Betonbauer. Das nach wie vor größte Problem ist, dass Ausbildungsplatzbewerber oftmals nur defizitäre Kenntnisse mitbringen. Am 17. November fand eine weitere Konferenz – diesmal zum Thema Finanzkrise – statt. Holger Hatje, Vorstandsvorsitzender der Berliner Volksbank, war der Einladung des Berliner Handwerks gefolgt, um zu Fragen rund um die Kreditvergabe an kleine und mittelständische Unternehmen zu beantworten. Fazit: Eine Umfrage der Europäischen Zentralbank hat ergeben, dass die Hälfte der deutschen Banken die Bedingungen für Kreditvergaben in diesem Quartal verschärfen will. Eine sogenannte Kreditklemme bei kleinen Darlehen, wie sie etwa im Handwerk ausgereicht werden, schloss Hatje aus. Dies bestätigte auch eine Umfrage der Handwerkskammer Berlin.

Kammer und Innungen
Mitarbeiter der Handwerkskammer Berlin Der Stellenplan wies 2008 158 Stellen (Vorjahr 139) aus. Die Erhöhung ist teilweise auf die von der Kammer durchgeführten Projekte zurückzuführen. Diese Personalkosten werden aus der jeweiligen Projektförderung finanziert und belasten den Kammerhaushalt daher grundsätzlich nicht. Daneben befinden sich nunmehr acht (Vorjahr: vier) Mitarbeiter in der Freistellungsphase. Diese Mitarbeiter wurden zum Teil durch neues Personal ersetzt. In der Verwaltung der Handwerkskammer Berlin sind derzeit 91 Arbeitsplätze (Vorjahr 81) vorhanden, im Bildungs- und Technologiezentrum wurden 37 (Vorjahr 28), in der Bildungsstätte Bernau/Waldfrieden 14 Arbeitnehmer (Vorjahr 15) beschäftigt. In der Betriebsberatung arbeiteten 13 (2007: 12) Mitarbeiter. Im Bereich „Berufsbildung in Berlin“ sind wie im Vorjahr drei Arbeitnehmer tätig. Die Kammer bildet sechs kaufmännische Lehrlinge (Vorjahr: vier) aus. Bei den gewerblichen Auszubildenden waren zunächst 217 (Vorjahr: 212) vorgesehen. Hiervon sollten 125 Lehrlinge im BTZ und 92 Lehrlinge in der Bildungsstätte Bernau/Waldfrieden ausgebildet werden. Wegen des Wegfalls der Förderung für die Ausbildung von Bürokaufleuten konnten diese Planzahlen jedoch nicht erreicht werden. Die Anzahl reduzierte sich deshalb auf 173 Lehrlinge. Vollversammlungen Im Berichtsjahr fanden zwei ordentliche Vollversammlungen im Bildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer Berlin statt. Die Mitglieder tagten zweimal, um sich zu handwerkspolitischen und wirtschaftlichen Themen zu beraten: am 30. April und am 19. November 2008. Im Mittelpunkt der 123. Vollversammlung im Frühjahr stand der Geschäftsklimaindex im Handwerk. Dieser wies im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang um fünf auf nunmehr 91 Punkte auf. Handwerkskammerpräsident Stephan Schwarz appellierte deshalb an die Politik, wirtschaftsfreundlichere Reize

Vollversammlung

Präsident Stephan Schwarz -223
Berlin-Brandenburgisches Handwerk Jahresbericht Elke Mannitz-Sarkandy -230

Vorstand

Arbeitskreise

Hauptgeschäftsführer Jürgen Wittke -221

Geschäftsführer Ulrich Wiegand -348

zu setzen. Nur wenn Betriebe in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung gestärkt würden, könnten sie auch für mehr Arbeits- und Ausbildungsplätze sorgen. Als Negativbeispiele nannte Schwarz die Mehrwertsteuererhöhung, die besonders dem Friseurhandwerk und den Gesundheitshandwerken zu schaffen mache. Auch die Umweltzone und die bürokratiebehaftete Parkraumbewirtschaftung wirke sich nachteilig auf den Wirtschaftsverkehr aus. Im Bauhandwerk hingegen habe die eingeführte steuerliche Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen einen spürbaren Effekt gezeigt. Die 124. Vollversammlung am 19. November 2008 stand ganz im Zeichen von Klimaschutz und energetischer Sanierung. Berlin gibt pro Jahr rund 180 Mio. Euro für Beheizung und Energieversorgung seiner öffentlichen Gebäude aus. Eine vom Berliner Handwerk geforderte Klimainitiative wäre geeignet, Aufträge für die heimische Wirtschaft – vor allem für kleine und mittlere Handwerksbetriebe – zu generieren. Jeder in den Gebäudebestand investierte Euro käme direkt dem Berliner Arbeitsmarkt zugute. Durch Investitionen von drei Mio. Euro in so genannte „geringinvestive Maßnahmen“ – darunter fallen Justierung der Heizungssteuerung, Dämmung von Kellerdecken oder Heizkörpernischen – könnten in zehn Jahren zwölf Mio. Euro gespart werden. Dazu

müsste das Land aber mehr Geld für Investitionen bereitstellen und Fördermittel des Bundes besser ausschöpfen. „Doch die energetische Sanierung von landeseigenen Immobilien geht viel zu langsam voran“, kritisierte Stephan Schwarz, Präsident der Handwerkskammer Berlin. Arbeitskreise Die im Jahr 2004 auf Beschluss des Vorstandes ins Leben gerufenen sieben Arbeitskreise (Technologie und Innovation, Bauwirtschaft, Berufliche Bildung, Finanzen, Gewerbeförderung/Wirtschaftsförderung, Handwerksjunioren, Umweltschutz und Gesundheit) informierten die Mitglieder der Vollversammlung über laufende Ergebnisse ihrer Aktivitäten. Sie unterstützen die politische Arbeit der Kammer in ihrer Funktion als Selbstverwaltungseinrichtung, indem Rat und Meinung von Handwerkern in der täglichen Auseinandersetzung mit wirtschaftlichen Problemen Berücksichtigung finden. Obermeisterkonferenzen Obermeister und Geschäftsführer der Innungen und Vorsitzende der handwerksähnlichen Gewerbe traten zweimal im Berichtsjahr, am 5. Juni und am 17. November, zu Konferenzen zusammen. Das Thema Fachkräftemangel stand am 5. Juni auf der Tagesordnung. Die Ergebnisse

Pressestelle/ Öffentlichkeitsarbeit Susan Shakery -234 Sekretariat Sabine Schultz -224; Birgit Wittenberg -222

Recht/Gewerbeangelegenh. Bildung/Bildungszentren Personal/Verwaltung Hans-Walter Richter -314 Angela Bartsch-Widmaier -100 Ulrich Wiegand -348
Personal: Carola Rieck -313 ehrenamtl. Richter: Monika Bajerowicz -302 zentrale Beschaffung (inkl. Literatur): Frank-Thomas Raabe -309 Finanzen/Haushalt (inkl. öffentl. Mittel): Frank-Thomas Raabe -309 soziale Fragen, Versorgungswerke: Hans-Walter Richter -314 EDV (inkl. Archiv): Rüdiger Nathusius -316 Beiträge: Claudia Kautz -315 Hausverwaltung/ Baumaßnahmen: Monika Bajerowicz -302 Handwerksrolle: Ines Skupin -115 Gewerbeangelegenheiten: Clemens Fritzsche -104 Innungswesen: Renate Ehrich -352 verwaltungsrechtliche Streitigkeiten: Angela Bartsch-Widmaier -100 Rechtsberatung: Petra Heimhold -391 Sachverständigenwesen: Petra Heimhold -391 Beschwerdewesen: Maik Schwentner -352 rechtliche Grundsatzfragen: Angela Bartsch-Widmaier -100 Bildungspolitik: Ulrich Wiegand -348 Lehrlingsrolle und Statistik: Nicole Piske -335 Prüfungen (insb. Rechtsfragen): Konstanze Mühleck-Zwahr -341 Bildungsberatung: Katharina Schumann -343 Berufliche Orientierung in Berlin (BOB): N.N. U40 – Handwerk bildet aus: Henning Paulmann -337 Förderung der Berufsausbildung im Land Berlin (FBB): Norman Popp -381 Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ): Karin Klawe -403 Bildungs- und Innovationszentrum Bernau-Waldfrieden (BIZWA): Gregor Schöning 03338/3944-15 Kompetenzzentrum Zukunftstechnologien im Handwerk: Dr. Jost-Peter Kania -454

Gewerbeförderung Rüdiger Grübler -466
Betriebsberatung a) kaufmännisch: Georg Klasmann -474 b) technisch: Steffen Noak -462 c) Kredite u. öffentliche Mittel: Martin Klinn -471 Durchführung von Ausstellungen und Messen: N.N. überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (öffentliche Mittel): Ellen Rohde -355 Hochschulkontakte: Rüdiger Grübler -466

Wirtschaftspolitik Arne Lingott -359
Planung, Bau, Verkehr: Svend Liebscher -357 Umweltschutz: Dr. Martin Peters -460 Technologietransfer: Siegfried Ulrich -392 Europa Gisela Greiner -362

Stand März 2009

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Partnerorganisationen

Partnerorganisationen
Wenn sich Partner für eine gemeinsame Sache stark machen, kann es nur Gewinner geben. Die Handwerkskammer Berlin kooperiert mit zahlreichen Organisationen und Verbänden, um Service und Dienstleistungsangebot noch zielgerichteter und effektiver auf ihre Mitglieder abstimmen zu können.

Berlin Partner GmbH

Schwerpunkt des Standortmarketings war die im Auftrag des Berliner Senats organisierte Hauptstadtkampagne „be Berlin“. Seit dem Start der Kampagne im März dieses Jahres wirbt die Stadt mit der Aufforderung be Berlin (sei Berlin) national und international für sich. Anfang Dezember hatten bereits 413 Personen ihre persönliche BerlinGeschichte auf die Kampagnenwebseite http://www.sei.berlin.de gestellt und wurden so zu Berlin-Botschaftern. Durch zahlreiche Aktionen wie den längsten Bodenaufkleber der Welt auf acht Berliner S-Bahnhöfen war die Kampagne im Stadtbild präsent und weckte das Interesse der Berliner Bevölkerung. Weitere Höhepunkte waren das Berliner Hoffest des Regierenden Bürgermeisters mit 4.000 Gästen und das Gala-Diner der „Berliner Meisterköche“. Vertretern aus Wirtschaft und Politik boten diese Veranstaltungen die Gelegenheit Kontakte zu knüpfen oder zu intensivieren. Das privatwirtschaftliche Netzwerk der Berlin Partner GmbH ist so stark wie nie. 171 Berlin-Partner unterstützen derzeit die Gesellschaft mit Bar- und Sachleistungen. Das Wissenschaftsmarketing Berlins erhielt mit der von Berlin Partner entwickelten Onlineplattform BERLIN SCIENCES Navigator ein wichtiges Instrument zur stärkeren Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft am Standort. Über die Datenbank können Informationen von rund 600 Berliner Wissenschaftseinrichtungen online abgefragt und miteinander verknüpft werden. Geschäftsführer René Gurka abschließend: „Berlin Partner versteht sich als MöglichMacher, als unternehmerisch denkender Unterstützer von Unternehmen in jeder Phase. Wir helfen bei der Suche nach einem Standort ebenso wie bei der Personalrekrutierung oder Finanzierung. In unserem Netzwerk bringen wir Partner zusammen, die sich sonst nicht getroffen hätten. Auch daraus entstehen neue Geschäfte, Wachstum und Beschäftigung für Berlin. Das unterscheidet uns von vielen anderen Wirtschaftsförderungen, und spricht sich bei unseren Kunden, den Unternehmen, herum.“

BGZ Berliner Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit mbH

Die Berlin Partner GmbH hat ihre Bilanz für Unternehmensansiedlung, Außenwirtschaft und Hauptstadt-Marketing vorgelegt. Die Daten zeigen, dass Berlin auch in der globalen Finanzkrise ein sehr attraktiver Standort für Direktinvestitionen ist. Berlin Partner hat 128 Unternehmensprojekte neu in Berlin angesiedelt, in denen die Unternehmen insgesamt 5.909 neue Arbeitsplätze schaffen. Das ist die beste Ansiedlungsbilanz seit Bestehen der Berliner Wirtschaftsförderung. Bezieht man die Ansiedlungsprojekte mit ein, an denen Berlin Partner gemeinsam mit der ZukunftsAgentur Brandenburg erfolgreich gearbeitet hat, sind es sogar 133 Unternehmen und 6.145 neue Arbeitsplätze für die Hauptstadtregion. Die Gesamtsumme der geplanten Investitionen beträgt 403 Millionen Euro. Der Außenwirtschaftsbereich von Berlin Partner erteilte in diesem Jahr rund 6.800 Auskünfte, beantwortete 2.570 komplexe Anfragen und führte 650 intensive Beratungen durch. Zudem betreute der Bereich 22 ausländische Delegationen mit 330 Teilnehmern sowie neun Messegemeinschaftsstände im Inland und sechs Länderinformationsabende im Ausland. Das EU-Team koordinierte das Enterprise Europe Network (EEN) für Berlin und Brandenburg, das aus den weiteren Partnern IHK Ostbrandenburg, TSB Innovationsagentur Berlin GmbH, VDI/VDE Innovation + Technik GmbH und ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH besteht und vor allem kleine und mittlere Unternehmen zu Fragen der Europäischen Union, insbesondere Förderprogrammen berät. Ein zweites Netzwerk – EUNOP, EU-Net Oderpartnership – informiert über EU-Beratungsangebote und grenzüberschreitende Kooperationsmöglichkeiten beiderseits der Oder.

Die BGZ ist eine gemeinnützige Berliner Gemeinschaftseinrichtung von Wirtschaft und Staat zur Umsetzung von Projekten der internationalen Zusammenarbeit. Träger sind das Land Berlin und die Handwerkskammer Berlin. Sie wird institutionell über die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen gefördert. Expertinnen und Experten in den Bereichen Berufsbildung, Entwicklungspolitik, Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Beschäftigung konzipieren gemeinsam mit Berliner Partnern Projekte im In- und Ausland. Thematische Schwerpunkte sind die Förderung von KMU, berufliche Bildung, Integration von Migrantinnen und Migranten sowie Verwaltungskooperationen. Die BGZ hat seit 2000 mehr als 50 Projekte mit Beteiligung des Berliner Handwerks erfolgreich durchgeführt. Über 600 Vertreter von kleinen und mittelständischen Unternehmen aus Berlin waren Begünstigte dieser Projekte: Sie nahmen an Austauschprojekten teil, konnten Lehr- und Lernmaterialien nutzen oder an Schulungen teilnehmen. Schwerpunkte 2008 waren die Themenfelder Energiesparendes Bauen, Gesundheit und berufliche Integration von Migrantinnen und Migranten. So wurde mit Beteiligung der Handwerkskammer Berlin das Projekt KO – Transfer begonnen, bei dem es um den Transfer innovativer europäischer Qualifizierungs- und Zertifizierungskonzepte für energiesparendes Bauen geht. Ko-Transfer setzt das erfolgreiche BGZ-Projekt „Umbau und Ko – Umweltgerechtes Bauen mit Kompetenz“ fort, an dem die HWK ebenfalls beteiligt war. Im Rahmen von „Going Europe“ konnten Vertreter der vier Innungen der Gesundheitsgewerke sich in Amsterdam über das niederländische System der beruflichen Bil44 45

Partnerorganisationen
dung informieren. Für Betriebsnachfolger in den handwerklichen Gesundheitsberufen wurde EUROCRAFTS entwickelt, das mehrmonatige Praktika in Dänemark, Frankreich, Polen und den Niederlanden vorsieht. Ebenfalls 2009 wird das von der BGZ koordinierte Projekt „Einsatz Berlin“ starten, das den Anteil von Migrantinnen und Migranten in der Berliner Feuerwehr erhöhen will. Das BIZWA der HWK wird die handwerkliche Qualifizierung durchführen, die der eigentlichen Feuerwehrausbildung vorgeschaltet wird. sundheitssportbereich trainieren. Und auch die Kostenübernahme für Reiseimpfungen kam so 2008 neu ins Leistungsprogramm der IKK. Im Herbst 2008 zeigte sich, dass die IKK ihre finanziellen „Hausaufgaben“ zur Vorbereitung des Fonds gemacht hatte: Im November verkündete das Bundesversicherungsamt den künftig kassenunabhängigen Beitragssatz für den Gesundheitsfonds von bundesweit einheitlichen 15,5%. Und Mitte November folgte die Meldung über die Höhe der kassenindividuellen Zuweisungen aus dem Fonds für 2009. Die Modellrechnungen der IKK und die finanziellen Kalkulationen der Vormonate wurden bestätigt: Die IKK konnte 2008 wie geplant schuldenfrei, finanziell konsolidiert und mit einem gut gefüllten Leistungs- und Serviceangebot für die Kunden abschließen. Und zudem allen IKK-Kunden in Brandenburg und in Berlin ein sicheres Versprechen mit auf den Weg geben: Mit der IKK wird es 2009 keinen Zusatzbeitrag geben; zugleich wird sie als „gut“ wirtschaftende regionale Kasse für 2009 alle gewohnten Vorteile und jede Menge Mehrwert bieten können. Technologietransfer (WTT) ein umfassen des Veranstaltungsprogramm Begleitung des gesamten Innovationsprozesses bei Produkten, Unternehmensprozessen und -strukturen Vermittlung von Kooperationen und Koordinierung von innovativen Verbundvorhaben Organisation des Wissenstransfers aus der Berliner Wissenschaftslandschaft in KMU sowie Handwerksbetriebe; Beratung zur Realisierung und Nutzung von Patenten Unterstützung bei der Erschließung von Finanzierungsquellen für Innovationsvorhaben Beratung zur zielgerichteten Nutzung von Internet-Technologien im Unternehmen und zur Gewinnung von Märkten

Verein zur Förderung der beruflichen Bildung e.V. (vfbb)

Versorgungswerke
Versorgungswerke sind bei Handwerksunternehmerinnen und Unternehmern beliebt. Sie erhalten über die Versorgungswerke preiswerte Möglichkeiten zur finanziellen Absicherung von sich selbst, ihren Familienangehörigen und sogar ihrem Personal. In der Handwerkskammer Berlin sind zwei Versorgungswerke ansässig.

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Die Innungskrankenkasse Brandenburg und Berlin

Das Ziel der IKK im Vorjahr des Gesundheitsfonds stand früh fest: Trotz gegenläufiger Tendenzen galt es, 2008 finanziell gut gesichert abzuschließen und den Start des geplanten Gesundheitsfonds ohne finanzielle Zusatzbelastungen für die Versicherten zu meistern. Die weit reichenden Veränderungen verlangten der Kasse allerdings in allen Planungsbereichen erneut höchsten Einsatz ab, um den Erfolg am Gesundheitsmarkt auch nach 2009 weiter steigern zu können. Von Anfang an herrschte jedoch Optimismus, dass dies gelingen würde. Parallel zur politischen Entwicklung machte 2008 der Begriff der individuellen Gesundheitsvorsorge die Runde. Wer frühzeitig aktiv wird und etwas für die eigene Gesundheit tut, der hilft Krankheiten frühzeitig zu vermeiden. Ein wirklich guter Gedanke, fand auch die IKK und unterstützte 2008 ihre Versicherten nach Kräften, förderte und honorierte individuelles Gesundheitsengagement noch mehr als bisher mit attraktiven Zusatzleistungen. Dazu gehörte auch das neue Bonusangebot Fit² mit einem Bonus für alle, die regelmäßig im qualifizierten Ge-

Daneben bietet die TSB Innovationsagentur mit ihren strategischen Initiativen ein besonderes Dienstleistungsangebot zur Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft in den Technologiefeldern Biotechnologie, Medizintechnik, Informations- und Kommunikationstechnologie, Optische Technologien und Verkehrssystemtechnik in Berlin und Brandenburg. Die TSB Innovationsagentur ist eine Tochter der gemeinnützigen TSB Technologiestiftung Berlin (TSB), deren Aufgabe es ist, Innovationen aus der Forschung in die Anwendung zu bringen. Durch Mandate im Kuratorium der TSB und im Aufsichtsrat der TSB Innovationsagentur ist die Handwerkskammer aktiv in die Arbeit beider Einrichtungen einbezogen. Auch im vergangenen Jahr unterstützte die TSB Innovationsagentur die Handwerkskammer Berlin beispielsweise mit ihrem Dienstleistungsangebot im Bereich des Informationsservices durch: – Beschaffung von wirtschaftsrelevanten Informationen aus Online-Datenbanken, Betreuung der Recherchen im RemoteBetrieb – Informationsbeschaffung über das World Wide Web

Der Verein zur Förderung der beruflichen Bildung Berlin e. V. (vfbb) wurde 1986 von der IHK und sechs Arbeitgeberverbänden und Innungen gegründet. Seit Anfang 1992 sind die Handwerkskammer Berlin, die Industrie- und Handelskammer zu Berlin und die Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg e.V. die Mitglieder des Vereins. Im Berichtsjahr bot der vfbb im Rahmen des sogenannten Ausbildungsrings wiederum Betrieben, die einen zusätzlichen Lehrling ausbilden, aus dem Förderprogramm der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales eine Entlastung von den Ausbildungskosten in den ersten 15 Monaten an. Für diesen Zeitraum ist der Verein Vertragspartner. Ab dem 16. Monat übernimmt der Ausbildungsbetrieb, geregelt durch einen Übernahmevertrag, der Bestandteil des Ausbildungsvertrages ist, den Azubi in betriebliche Ausbildung mit tariflicher Ausbildungsvergütung. Der Lehrling wird vom ersten Tag an im Betrieb ausgebildet. Seit März 2001 erhalten alle Azubis innerhalb des Förderzeitraumes eine von der Senatsverwaltung geförderte, zusätzliche ITQualifizierung im Umfang von 200 Stunden in Abendkursen. Im Laufe des Jahres 2008 hatte der vfbb 42 Auszubildende aus dem Handwerk (insgesamt 34 % aller geförderten Plätze) in 27 Berufen und 37 Betrieben unter Vertrag. Weitere Informationen bekommen Interessierte bei der Handwerkskammer Berlin, Abteilung Berufsbildung, Tel.: 030/25903-348 oder beim vfbb Ausbildungsring: Manfred Burnicki, Tel.: 030/318041-20.

Eines der ältesten Berliner Versorgungswerke ist das „Versorgungswerk des Handwerks und des handwerksähnlichen Gewerbes im Bezirk der Handwerkskammer Berlin e.V.“ Auch dieses Versorgungswerk steht allen Handwerksbetrieben offen. Auch im Jahr 2008 konnte das Versorgungswerk deutliche Zuwächse erzielen. Im Frühjahr 2008 wurde ein neuer Vorstand gewählt. Zum neuen Vorsitzenden wurde Herr Erwin Kostyra ernannt, der zugleich Vizepräsident der Handwerkskammer und Obermeister der Innung für Metall und Kunststofftechnik Berlin ist. Zu Stellvertretern wurden Herr Thomas Lundt, Obermeister der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Berlin, und Herr Peter Schmitz, Geschäftsführer der Konditoren-Innung Berlin, berufen. Zu weiteren Vorstandsmitgliedern wurden Frau Carola Zarth und Herr Anselm Lotz gewählt. Beide sind auch in der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Berlin ehrenamtlich tätig. Deren Geschäftsführer, Herr Dieter Rau, hat weiterhin die Geschäftsführung des Versorgungswerkes inne. Zum Rechnungsprüfer wurde Herr Dirk Kämmer, der sich ehrenamtlich in der Maler- und Lackiererinnung Berlin engagiert, bestimmt. Insgesamt konnte die Ausstrahlung des Versorgungswerkes im gesamten Berliner Handwerk verstärkt werden. Dies konnte auch mit Hilfe der großen personellen Unterstützung durch die Partner-Versicherung SIGNAL IDUNA erreicht werden. Besonders bei den Veranstaltungen der Innungen – beispielsweise Freisprechungen – konnte durch eine finanzielle Unterstützung wesentlich zu deren Gelingen beigetragen werden. In allen Rahmenverträgen wurden die Rückflüsse an das Versorgungswerk erhöht. Dadurch floss wesentlich mehr finanzielle Unterstützung an die Innungen zurück.

Das „Versorgungswerk des Handwerks im Bezirk der Handwerkskammer Berlin e.V.“ arbeitet mit der Inter-Versicherung zusammen. Diese wurde bereits im Jahre 1910 in der Berliner Handwerkskammer als „Versicherungsanstalt Ostdeutscher Handwerkskammern zu Berlin” gegründet. Sie ist dem Handwerk bis heute eng verbunden. Ende 2008 betreute dieses Versorgungswerk 983 Verträge in der Gruppen-LebensVersicherung sowie 800 Verträge in der Rentenversicherung. Der Bestand an Verträgen hat sich Ende 2008 im Vergleich zum Vorjahr (1895 Verträge) verringert, wobei der Rückgang nur den Bereich der Lebensversicherungen (Vorjahr: 1105 Verträge) betraf. Dies dürfte im Wesentlichen mit den verschlechterten steuerlichen Rahmenbedingungen zu erklären sein. Geschäftsführer des Versorgungswerks ist Diplom-Kaufmann Frank-Thomas Raabe, der zugleich als leitender Mitarbeiter bei der Handwerkskammer beschäftigt ist. Das Amt des Vorsitzenden des Versorgungswerkes übt weiterhin Assessor Ruediger Thaler aus, der zugleich zum Geschäftsführer der Landesinnung des Dachdeckerhandwerks Berlin berufen ist. Weitere Mitglieder des Vorstandes sind die Geschäftsführerin der Fotografen-Innung Berlin, Frau Heide-Christel Schumann, und der Obermeister der Tischler-Innung Berlin, Herr Frank-Michael Niehus.

TSB Innovationsagentur

Berlin GmbH
Mit dem Anspruch, Innovationen zu beschleunigen, unterstützt die TSB Innovationsagentur kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Handwerksbetriebe beim Management betrieblicher Innovationsprozesse. Innovationen sichern die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe. Die TSB Innovationsagentur bietet Unterstützung, wenn die Kapazitäten im Betrieb nicht ausreichen bzw. Potenziale besser durch einen externen Partner erschlossen werden können. Die TSB Innovationsagentur bietet: – im Rahmen des Projektes Wissens- und

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Anhang

Anhang
Berufsbildungsausschuss I der Handwerkskammer Berlin
(Wahlperiode: 1. September 2007 bis 31. August 2009) Mitglieder Arbeitgeber Carsten Joschko (Elektroinstallateurmeister), Karlfried Hesse (Zahntechnikermeister), Anselm Lotz (Kfz-Techniker), Peter-Jörg Krause (Glasermeister), Peter Schmitz (GF Konditoren-Innung), Jürgen Wesselow (Friseurmeister) Stellvertreter Arbeitgeber Burkhard Stelse (Augenoptikermeister), Werner Christ (Schornsteinfegermeister), Erwin Kostyra (Metallbauermeister), Joachim Peters (Tischlermeister), Joachim Barth (Parkettlegermeister), Rafik-Rolf Amrouche (Maler- und Lackierermeister) Mitglieder Arbeitnehmer Heidelind Jockel, Burkhard Bildt, Uwe Borck, Dieter Marzahn, Wolf-Peter Niesel, Sven Eichhorn Stellvertreter Arbeitnehmer Joachim Fichtner, Frank Bielecke, Jürgen Stahl, Rainer Knerler, Karsten Berlin, Daniel Wucherpfennig Mitglieder Lehrer Dagmar Kuhlich (Oberschulrätin), Dr. Hartmut Köpf (Studiendirektor), Hans-Eckhard Stute (Oberstudiendirektor), Reinhard Gubi (Oberstudiendirektor), Hans-Joachim Kleine (Studiendirektor), Peter Mibus (Oberstudiendirektor) Stellvertreter Lehrer Detlev Kramer (Oberstudiendirektor), Peter Michael Rulff (Oberstudiendirektor), Holger Sonntag (Oberstudiendirektor), Maren Baldeweg (Oberstudienrätin), Monika Mayer (Oberstudienrätin), Petra Madyda (Oberschulrätin)

Ausschuss für Gewerbeförderung und Innovation
gewählt in der Vollversammlung am 20. April 2004 (für 5 Jahre bis 2009)

Rechnungsprüfungsausschuss
gewählt in der Vollversammlung am 20. April 2004 (für 5 Jahre bis 2009)

Mitglieder Vorsitzender: Hans-Günter Hagelgans (Zentralheizungs- und Lüftungsbauermeister) stellv. Vorsitzender: Karsten Valentin (angestellter Schornsteinfegermeister) Meisterbeisitzer: Hubert Minter (Zentralheizungs- und Lüftungsbauer- und Gas- und Wasserinstallateurmeister) Jan Kopatz (Friseurmeister) Klaus Gerlach (Fleischermeister) Gesellenbeisitzer: Peter Krug (Heizungsmonteur)

Mitglieder Meisterbeisitzer: Wolfgang Neubeck (Holz- und Bautenschützer), Hartmut Spaethe (Konditormeister) Gesellenbeisitzer: Olaf Sauer (Kfz-Mechaniker)

Stellvertreter Meisterbeisitzer: Joachim Barth (Parkettlegermeister), Werner Christ (Bezirksschornsteinfegermeister) Gesellenbeisitzer: Karsten Valentin (Schornsteinfegermeister)

Berufsbildungsausschuss II der Handwerkskammer Berlin
(Wahlperiode: 1. September 2007 bis 31. August 2009) Mitglieder Arbeitgeber Nikolaus Junker (GF Bäcker-Innung), Simone Schiller (GF FleischerInnung), Roland Bank (Baugewerks-Innung), Rüdiger Kußerow (Bestatter), Detlef Pfeil (Dipl.-Kfm. Innung SHK), Erika Schönenberg (GF Gebäudereiniger-Innung) Stellvertreter Arbeitgeber Ass. Ruediger Thaler (GF Dachdecker-Innung), Julia Gustavus (GF Maler- und Lackiererinnung), Martin Sinell (GF Orthopädietechniker-Innung), Ass. Peter Wilms-Posen (GF Tischler-Innung), Christina Kröger-Hedenus (Textilreiniger-Innung), Charles Partzsch (Raumausstattermeister) Mitglieder Arbeitnehmer Heidelind Jockel, Karsten Berlin, Frank Bielecke, Jürgen Stahl, Dieter Weihe, Daniel Wucherpfennig Stellvertreter Arbeitnehmer Joachim Fichtner, Peter Niesel, Burkhard Bildt, Dieter Marzahn, Henner Mesike, Uwe Borck Mitglieder Lehrer Dagmar Kuhlich (Oberschulrätin), Dr. Hartmut Köpf (Studiendirektor), Hans-Eckhard Stute (Oberstudiendirektor), Reinhard Gubi (Oberstudiendirektor), Hans-Joachim Kleine (Studiendirektor), Peter Mibus (Oberstudiendirektor) Stellvertreter Lehrer Detlev Kramer (Oberstudiendirektor), Peter Michael Rulff (Oberstudiendirektor), Holger Sonntag (Oberstudiendirektor), Maren Baldeweg (Oberstudienrätin), Monika Mayer (Oberstudienrätin), Petra Madyda (Oberschulrätin)

Stellvertreter Meisterbeisitzer: Anselm Lotz (Kfz-Techniker) Ralf Koch (Schlossermeister) Carola Zarth (Kfz-Betriebswirtin) Kurt Berning (Bäckermeister) Gesellenbeisitzer: Michael Liefke (Werkpolier) Günter Johannes (Kfz-Mechaniker)

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Anhang

Innungen
1. Augenoptiker-Innung Berlin OM Stelse Apostel-Paulus-Str. 12, 10825 Berlin Tel. 7 82 60 24, Fax 7 82 40 37 info@aoi-berlin.de www.aoi-berlin.de 2. Bäcker-Innung Berlin OM Blauert, Gf. Junker Kärntener Str. 8, 10827 Berlin Tel. 78 79 79-0, Fax 7 88 15 10 info@baecker-berlin.de www.baecker-berlin.de 3. Baugewerks-Innung Berlin OM Müller, Gf. RA Wenkel Nassauische Str. 15, 10717 Berlin Tel. 86 00 04-0, Fax 86 00 04 12 info@baugewerks-innung.de www.baugewerks-innung.de 4. Boots- und Schiffbauer-Innung Berlin-Brandenburg OM Tschirner Brassenpfad 53, 12557 Berlin Tel. 6 51 50 99, Fax 367 369 67 www.bootsinnung-bb.de 5. Buchbinder-Innung Berlin-Brandenburg OM Frau Tiemeyer, Gf. Ing. (grad.) Linnardi Am Schillertheater 2, 10625 Berlin Tel. 3 02 20 21, Fax 3 01 40 21 innung@buchbinder-innung-bb.de www.buchbinder-innung-bb.de 6. Landesinnung des Dachdeckerhandwerks Berlin OM Hahn, Gf. Ass. Thaler Nicolaistr. 5 + 7, 12247 Berlin Tel. 7 71 00 70/ 76 71 58-0, Fax 7 71 70 86 info@berliner-dachdecker.de www.berliner-dachdecker.de 7. Drucker-Innung Berlin-Brandenburg OM Pohl, Gf. Ing. (grad.) Linnardi Am Schillertheater 2, 10625 Berlin Tel. 3 02 20 21, Fax 3 01 40 21 verband@vdmbb.de

8. Elektro-Innung Berlin – Landesinnung für Elektrotechnik OM Joschko, Gf. Dipl.-Volksw. Rehlinger Wilhelminenhofstr. 75, 12459 Berlin Tel. 85 95 58-0, Fax 85 95 58 88 mail@eh-bb.de www.elektroinnungberlin.de 9. Fleischer-Innung Berlin OM Gerlach, Gf. Frau Schiller Beusselstr. 44 n - q, 10553 Berlin Tel. 3 96 40 81, Fax 3 96 88 48 fleischer-innung-berlin@t-online.de www.fleischer-innung-berlin.de 10. FOCON - Innung der Fotografen Berlin Frankfurt/Oder - Magdeburg - Potsdam OM Schumann, Gf. Frau Schumann Württembergallee 31, 14052 Berlin Tel./Fax 2 04 37 88 info@focon.net 11. Friseur-Innung Berlin OM Kopatz, Gf. Feix Konstanzer Str. 25, 10709 Berlin Tel. 8 64 70 20, Fax 8 61 20 19 info@friseurinnung.com www.friseurinnung.com 12.Galvaniseurinnung Berlin-BrandenburgDresden OM Janke Hohentwielsteig 3, 14163 Berlin Tel. 80 99 74 0, Fax 80 99 74 24 info@galvaniseurinnung.de www.galvaniseurinnung.de 13.Gebäudereiniger-Innung Berlin OM Frau Kabisch, Gf. Frau Schönenberg Paul-Robeson-Str. 37, 10439 Berlin Tel. 4 64 41 71/4 45 93 68; Fax 4 44 84 43 info@gebaeudereiniger-berlin.de www.gebaeudereiniger-berlin.de 14.Glaser-Innung Berlin OM Wenzel Alte Jakobstr. 124, 10969 Berlin Tel. 2 51 02 26, Fax 2 51 31 57 info@glaserinnung-berlin.de www.glaserinnung-berlin.de

15.Gold- u. Silberschmiede-Innung Berlin OM Strahler Obentrautstr. 16-18, 10963 Berlin Tel. 25 90 52 50, Fax 25 90 52 51 gosi-berlin@web.de www.goldinnung-berlin.de 16.Landesinnung Informationstechnik Berlin OM Kränzlein, Gf. RA Schramm Köpenicker Str. 148/149, 10997 Berlin Tel. 6 95 80 56, Fax 69 58 05 98 post@metallinnung.de www.informationstechnikerinnung.de 17. Innung für Kälte- und Klimatechnik Berlin-Brandenburg, OM Bartelt Sitz d. Innung beim stellv. OM Benndorf, Bürgerstr. 17, 13409 Berlin Geschäftsstelle: Steinweg 5 16348 Wandlitz, Tel. 03 33 97/6 47 01 Fax 03 33 97/6 47 30 kaelteanlagenbauer-innung@t-online.de 18.Karosserie- u. Fahrzeugbauer-Innung Berlin OM Butchereit Berliner Str. 144, 13467 Berlin Tel. 78 70 34 75, Fax 78 70 34 76 Karosse-berlin@t-online.de www.Karosseriebauer-innung.de 19.Konditoren-Innung Berlin OM Spaethe, Gf. Schmitz Weinheimer Str. 13, 14199 Berlin Tel. 8 23 48 30, Fax 8 23 37 26 info@berliner-konditoren.de www.berliner-konditoren.de 20. Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Berlin OM Lundt, Gf. Rau Obentrautstr. 16 - 18, 10963 Berlin Tel. 2 59 05-0, Fax 2 59 05 100 info@kfz-innung-berlin.de www.kfz-innung-berlin.de 21. Kürschner-Innung Berlin OM Hoppe Alt-Tempelhof 61, 12103 Berlin Tel./Fax 75 65 37 53

22. Maler- u. Lackiererinnung Berlin, Farbe Gestaltung Bautenschutz OM Straube, Dipl. Kauffrau Julia Gustavus Wuthenowstr. 1, 12169 Berlin Tel. 22 32 86-0, Fax 22 32 86-20 info@malerinnung-berlin.de www.malerinnung-berlin.de 23. Maßschneider-Innung Berlin OM Arnulf Kurfürstendamm 46, 10707 Berlin Tel. 8 83 62 91, Fax 88 67 72 31 24. Innung f. Metall- und Kunststofftechnik Berlin OM Kostyra, Gf. RA Schramm Köpenicker Str. 148 - 149, 10997 Berlin Tel. 6 18 20 26 u. 6 95 80 56, Fax 6 95 80 59 8 post@metallinnung.de www.metallinnung.de 25. Innung für Orthopädie-Schuhtechnik Berlin OM Bürkner, Gf. Dipl.-Kfm. Rosin-Lampertius Beusselstr. 27, 10553 Berlin Tel. 3 96 28 45, Fax 39 03 57 03 info@os-innung-berlin.de www.os-innung-berlin.de 26.Landesinnung für Orthopädietechnik Berlin-Brandenburg OM Zapfe, Gf. Sinell Giesebrechtstr. 7, 10629 Berlin Tel. 3 98 99 40, Fax. 39 89 94 16 buero@osrbb.de www.osrbb.de

27.Raumausstatter- und Sattler-Innung Berlin OM Geisler, Ariadnestr. 6, 13465 Berlin Tel. 4 01 70 05, Fax 4 06 25 50 buero@berliner-innung.de www.berliner-innung.de 28.Innung Sanitär Heizung Klempner Klima Berlin OM Hagelgans, Gf. Dr. Rinkenburger Siegmunds Hof 18, 10555 Berlin Tel. 39 92 69-0, Fax 39 92 69 99 info@shk-berlin.de www.shk-berlin.de 29. Schornsteinfeger-Innung in Berlin OM Christ Westfälische Str. 87, 10709 Berlin Tel. 86 09 82-0, Fax 8 73 11 19 info@schornsteinfeger-berlin.de www.schornsteinfeger-berlin.de 30. Schuhmacher-Innung Berlin OM Jacubowsky Bayerische Str. 9, 10707 Berlin Tel. 2 80 76 66, Fax 27 59 23 81 www.schuhmacherinnung-berlin.de 31. Steinmetz- und Bildhauer-Innung Berlin OM Hengstmann Alte Jakobstr. 124, 10969 Berlin Tel. 2 51 02 28, Fax 2 51 31 57 info@steinmetzinnung-berlin.org www.steinmetzinnung-berlin.org

32. Textilreiniger Innung Berlin-Brandenburg OM Heim, Gf. Rimbach Waltraudstr. 25, 14169 Berlin Tel. 84 71 67 06, Fax 81 49 95 96 info@textilreiniger-bb.de www.textilreiniger-bb.de 33. Tischler-Innung Berlin OM Niehus, Gf. Ass. Wilms-Posen Flurweg 5, 12357 Berlin Tel. 66 93 15 25, Fax 66 93 15 35 hkh-berlin@tischler.de www.tischler-berlin.de 34. Uhrmacher-Innung Berlin-Frankfurt/Oder-Potsdam OM Boenke Kiefholzstr. 180, 12437 Berlin Tel. 53 21 48 09, Fax 53 21 48 10 uhren-boenke@web.de www.uhrmacher-innung.de 35. Zahntechniker-Innung Berlin-Brandenburg OM Hesse, Gf. Dr. Beck Obentrautstr. 16 - 18, 10963 Berlin Tel. 3 93 50 36 , Fax 3 93 60 36 info@zibb.de www.zibb.de 36. Zweiradmechaniker-Innung Berlin, c/o Dölle, OM Klose Fürstenwalder Damm 480, 12587 Berlin Tel./Fax 64 09 45 44

50 51

Anhang

Innungen Berlin-Brandenburg mit Sitz außerhalb Berlins
1. Büchsenmacher-Innung für das Land Niedersachsen-Bremen-Berlin OM Kuhlmann, Gf. Dipl.-Kfm. Wendlandt Kreishandwerkerschaft Alfeld Bismarckstr. 7, 31061 Alfeld Tel. 05181/14 77, Fax 05181/57 93 info@handwerk-hildesheim-alfeld.de www.handwerk-hildesheim-alfeld.de 2. Bundesinnung für das Gerüstbauer-Handwerk OM Berger, Gf. Ass. Bünder Rösrather Str. 645, 61107 Köln Tel. 0221/87 06 00, Fax 0221/86 44 49 info@geruestbauhandwerk.de www.geruestbauhandwerk.de Hauptstadtbüro Berlin, Frau Möbius Beusselstr. 27, 10553 Berlin Tel. (030) 753 20 85, Fax (030) 753 20 14 3. Innung Land- und Baumaschinentechnik Berlin und Brandenburg außer Landkreise ElbeElster und Altkreise Luckau und Senftenberg OM Gebhardt, Gf. Lange Sitz: Seelow (Landkreis Märkisch-Oderland) Büro: Genshagener Str. 27, 14974 Ludwigsfelde Tel. 03378/893039 Fax 03378/893040 info@landtechnik-brandenburg.de

4. Modellbauer-Innung Berlin-Brandenburg OM Dr. Melle, Gf. Dipl.-Ing. Dobrowolski Kreishandwerkerschaft Oder-Spree Wriezener Str. 61 A, 15517 Fürstenwalde Tel. 03361/3 21 83 oder -5235, Fax 03361/34 27 04 dobrowolski@kreishandwerkerschaft-oder-spree.de www.kreishandwerkerschaft-oder-spree.de 5. Innung der Musikinstrumentenbauer der Länder Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, OM Schuke, Gf. Frau Dipl.-Ing. oec. Rehfeldt, Kreishandwerkerschaft Barnim, Hauptgeschäftsstelle Eberswalde Freienwalder Str. 44/46, 16225 Eberswalde Tel. 03334/2 56 90, Fax 03334/25 69 16 gf-innung@kh-barnim.de www.kh-barnim.de 6. Innung Parkett und Fußbodentechnik Nordost OM Barth, Gf. Schmidt August-Bebel-Str. 28, 06108 Halle Tel. 0345/2 02 38 33, Fax 0345/2 98 46 99 Innung_Nordost_Parkettfubotech@t-online.de 7. Landesinnung des Töpfer- und Keramikerhandwerks Berlin-Brandenburg OM Ludwig Wiesenburger Str. 2, 14828 Görzke Tel. 033847/4 02 65, Fax 033847/9 09 70

Weitere Handwerksorganisationen
1. Landesverband des Rollladen- und Jalousiebauer-Handwerks Berlin-Brandenburg e. V. Vors. Coßmann, Gf. RA Hager Schlüterstr. 28, 10629 Berlin Tel. 3 27 60 40, Fax 32 76 04 56 info@kanzlei-hager.de www.rolladenverband.de 2. RAL Gütegemeinschaft für Holzschutz und Bautenschutz Berlin-Brandenburg e. V. Vors. Rudolphi Mulackstr. 19, 10119 Berlin Tel. 28 88 45 40, Fax 28 88 45 45 www.holzschutz-und-bautenschutz.de 3. Bestatter-Innung von Berlin und Brandenburg e. V. OM Kußerow Köpenicker Str. 17, 12524 Berlin Tel. 6 86 80 38, Fax 6 87 07 49

Vorsitzende der Gesellenausschüsse bei den Berliner Innungen
Handwerk 1. Augenoptiker 2. Bäcker 3. Bau 4. Boots- u. Schiffbauer 5. Buchbinder 6. Dachdecker 7. Drucker 8. Elektro 9. Fleischer 10. Fotografen 11. Friseure 12. Galvaniseure 13. Gebäudereiniger 14. Glaser 15. Goldschmiede 16. Informationstechniker Name des Altgesellen v. Handorff, Anja Bußmann, Karl-Heinz Schulz, Axel Wendisch, Christian Riebe, Gundula Böck, Thomas Wiedecke, Mike Weihe, Dieter Erchinger, Jörg Rilz, Andreas Arapoglu, Jannis Ates, Gökhan Röwer, Andreas Kell, Axel Friebe, Kerstin Seemann, Michael Anschrift 10627 Berlin, Kantstr. 82 13593 Berlin, Weinmeisterhornweg 84 10247 Berlin, Gürtelstr. 32 B 15754 Heidesee OT Prieros, Zur Alten Försterei 3 15232 Frankfurt (O.), Leipziger Str. 160 12167 Berlin, Albrechtstr. 77 16356 Seefeld-Löhme, Siedlerweg 59 F 10783 Berlin, Steinmetzstr. 62 16244 Finowfurt, Üdersee Nord 246 12277 Berlin, Belßstr. 32 H 10781 Berlin, Winterfeldtstr. 5 12353 Berlin, Löwensteinring 17 16552 Schildow, Am Lärchensteig 95 12305 Berlin, Buckower Chaussee 12 13407 Berlin, Vierwaldstädter Weg 8 14621 Schönwalde Glien OT Pausin An der Eichheide 13 17. Kälteanlagenbauer 18. Karosseriebauer 19. Konditoren 20. Kraftfahrzeuggewerbe 21. Kürschner 22. Maler u. Lackierer 23. Maßschneider 24. Metall- u. Kunststofftechnik 25. Orthopädie-Schuhtechnik 26. Orthopädietechnik 27. Raumausstatter 28. Sanitär- u. Heizungstechnik 29. Schornsteinfeger 30. Schuhmacher 31. Steinmetze u. Bildhauer 32. Textilreiniger 33. Tischler 34. Uhrmacher 35. Zahntechniker 36. Zweiradmechaniker Mesike, Henner Kreichelt, Claudia Berlin, Karsten Franke, Christa Jensch, Daniel Kramm, Stefan Kruschhardt, Felix Kravutschke, Kai Lorenz, Kirsten Valentin, Karsten Schäcke, Thomas Kremling, Horst Görke, Silke Puhlmann, Dietmar Schröter, Karl-Heinz Trute, Jens Scalabrino, Marcello 16515 Zühlsdorf, Puttlitzstr. 4 12207 Berlin, Fahrenheitstr. 28 12524 Berlin, Rapunzelstr. 21 10629 Berlin, Mommsenstr. 68 A 12099 Berlin, Kaiserin-Augusta-Str. 80 12099 Berlin, Germaniastr. 154 10245 Berlin, Rothestr. 3 13467 Berlin, Klaushager Weg 18 10785 Berlin, Lützowstr. 20 13158 Berlin, Kastanienallee 121 12105 Berlin, Königstr.5 13347 Berlin, Turiner Str. 8 12689 Berlin, Rabensteiner Weg 7 12053 Berlin, Ilsestr. 9 14612 Falkensee, Bornimer Str. 13 A 12157 Berlin, Rubensstr. 124 10787 Berlin, Kurfürstenstr. 83 Herold, Reinhardt Hauser, Hartmut 13156 Berlin, Altenberger Weg 2 13591 Berlin, Seegefelder Weg 441

52 53

Anhang

Betriebsbestand Anlage A - Verzeichnis der Gewerbe, die als zulassungspflichtige Handwerke betrieben werden können
Bestand am 31.12.2007 Insgesamt Augenoptiker Bäcker Boots- und Schiffbauer Brunnenbauer Büchsenmacher Chirurgiemechaniker Dachdecker Elektromaschinenbauer Elektrotechniker Feinwerkmechaniker Fleischer Friseure Gerüstbauer Glasbläser und Glasapparatebauer Glaser Hörgeräteakustiker Informationstechniker Installateure und Heizungsbauer Kälteanlagenbauer Karosserie- und Fahrzeugbauer Klempner Konditoren Kraftfahrzeugtechniker Landmaschinenmechaniker Maler und Lackierer Maurer und Betonbauer Metallbauer Ofen- und Luftheizungsbauer Orthopädieschuhmacher Orthopädietechniker Schornsteinfeger Seiler 46 57 225 2 2 8 0 0 3 9 8 0 45 56 217 2 -1 -1 -8 0 - 2,2 - 1,8 - 3,6 0,0 109 50 1.272 4 1.393 1.525 744 53 4 7 115 0 107 184 35 3 10 2 101 0 108 217 53 4 103 55 1.286 4 1.392 1.492 726 52 -6 5 14 0 -1 - 33 - 18 -1 - 5,5 10,0 1,1 0,0 - 0,1 - 2,2 - 2,4 - 1,9 59 76 7 8 3 5 63 79 4 3 6,8 3,9 210 41 293 1.975 7 6 14 86 16 3 23 125 201 44 284 1.936 -9 3 -9 - 39 - 4,3 7,3 - 3,1 - 2,0 Bäcker Boots- und Schiffbauer Elektrotechniker Fleischer Glaser Karosserie- und Fahrzeugbauer Kraftfahrzeugtechniker Maler und Lackierer Tischler Insgesamt 15.975 353 195 29 23 4 3 397 38 2.148 311 150 2.277 146 9 Eintragungen Löschungen Bestand am 31.12.2008 15.788 350 185 26 24 4 2 410 37 2.106 301 145 2.287 142 7 absolut - 187 -3 - 10 -3 1 0 -1 13 -1 - 42 - 10 -5 10 -4 -2 Veränderung um ... % - 1,2 - 0,8 - 5,1 - 10,3 4,3 - 0,0 - 33,3 3,3 - 2,6 - 2,0 - 3,2 - 3,3 0,4 - 2,7 - 22,2 Steinmetzen und Steinbildhauer Straßenbauer Stuckateure Tischler Vulkaniseure und Reifenmechaniker Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer Zahntechniker Zimmerer Zweiradmechaniker vom 01.01. bis 31.12.08 1.084 20 9 1 2 0 0 35 1 96 9 13 193 14 0 1.271 23 19 4 1 0 1 22 2 138 19 18 183 18 2

Bestand am 31.12.2007 85

Eintragungen

Löschungen

Bestand am 31.12.2008 81

Veränderung absolut -4 um ... % - 4,7

vom 01.01. bis 31.12.08 2 6

160 68 738 21

7 6 30 0

15 5 39 1

152 69 729 20

-8 1 -9 -1

- 5,0 1,5 - 1,2 - 4,8

48

7

7

48

0

0,0

366 173 99

28 13 5

30 21 7

364 165 97

-2 -8 -2

- 0,5 - 4,6 - 2,0

Betriebsbestand Anlage AeT*
Bestand 31.12.2007 9 1 1 1 4 1 115 89 3 224 Eintragungen Löschungen Bestand Veränderung absolut 0 0 0 1 0 1 10 -4 0 8 um ... % 0,0 0,0 0,0 100,0 0,0 100,0 8,7 - 4,5 0,0 3,6 vom 01.01. bis zum 31.12.08 31.12.2008 0 0 0 1 1 1 17 5 0 25 0 0 0 0 1 0 7 9 0 17 9 1 1 2 4 2 125 85 3 232

*Ausführung einfacher Tätigkeiten (Kleinunternehmer)

54 55

Anhang
Bestand am Eintragungen Löschungen Bestand am Veränderung 31.12.2007 vom 01.01. bis 31.12.08 31.12.2008 absolut um … % Orgel- und Harmoniumbauer Parkettleger Raumausstatter Rollladen- und Jalousiebauer Sattler- und Feintäschner Schilder- und Lichtreklamehersteller Schneidwerkzeugmechaniker Schuhmacher Segelmacher Siebdrucker Sticker Textilreiniger 2 246 5 2 2.621 196 17 1.515 32 11 7 159 12 2 23 8 17 31 8 28 7 18 2 46 13 0 51 0 0 279 37 2 289 3 0 0 11 1 0 1 0 2 2 0 0 0 1 0 4 0 0 33 1 1 266 16 2 204 1 1 0 12 1 0 1 0 1 1 0 3 0 1 0 2 0 2 264 4 1 2.634 217 17 1.600 34 10 7 158 12 2 23 8 18 32 8 25 7 18 2 48 13 0 18 -1 -1 13 21 0 85 2 -1 0 -1 0 0 0 0 1 1 0 -3 0 0 0 2 0 0,0 7,3 - 20,0 - 50,0 0,5 10,7 0,0 5,6 6,3 - 9,1 0,0 - 0,6 0,0 0,0 0,0 0,0 5,9 3,2 0,0 - 10,7 0,0 0,0 0,0 4,3 0,0 Uhrmacher Vergolder Wachszieher Weinküfer Zupfinstrumentenmacher 5 359 612 93 66 76 19 90 8 18 4 58 83 13 1 1 8 1 34 157 8 7 9 0 7 0 0 0 4 1 0 0 0 2 0 25 75 2 10 7 2 15 1 2 0 4 6 0 0 0 1 6 368 694 99 63 78 17 82 7 16 4 58 78 13 1 1 9 1 9 82 6 -3 2 -2 -8 -1 -2 0 0 -5 0 0 0 1 20,0 2,5 13,4 6,5 - 4,5 2,6 - 10,5 - 8,9 - 12,5 - 11,1 0,0 0,0 - 6,0 0,0 0,0 0,0 12,5

Betriebsbestand Anlage B1 Verzeichnis der Gewerbe, die als zulassungsfreie Handwerke betrieben werden können
Bestand am Eintragungen Löschungen Bestand am Veränderung vom 01.01. bis 31.12.08 31.12.2008 absolut um … % 31.12.2007 zusammen Behälter- und Apparatebauer Betonstein- und Terrazzohersteller Bogenmacher Brauer und Mälzer Buchbinder Buchdrucker: Schriftsetzer; Drucker Damen- und Herrenschneider Drechsler (Elfenbeinschnitzer) u. Holzspielzeugmacher Edelsteinschleifer und -graveure Estrichleger Feinoptiker Flexografen Fliesen-, Platten- und Mosaikleger Fotografen Galvaniseure Gebäudereiniger Geigenbauer Glas- und Porzellanmaler Glasveredler Gold- und Silberschmiede Graveure Handzuginstrumentenmacher Holzbildhauer Holzblasinstrumentenmacher Keramiker Klavier- und Cembalobauer Korbmacher Kürschner Metall- und Glockengießer Metallbildner Metallblasinstrumentenmacher Modellbauer Modisten 6.947 12 25 2 10 40 53 233 30 979 4 5 1 2 1 1 42 10 742 1 6 0 0 1 4 29 4 7.184 15 24 3 12 40 50 246 36 237 3 -1 1 2 0 -3 13 6 3,4 25,0 - 4,0 50,0 20,0 0,0 - 5,7 5,6 20,0

56 57

Anhang

Betriebsbestand Anlage B2 - Verzeichnis der Gewerbe, die als handwerksähnliche Gewerbe betrieben werden können
Bestand am 31.12.2007 Insgesamt Änderungsschneider Asphaltierer (ohne Straßenbau) Ausführung einfacher Schuhreparatur Bautentrocknungsgewerbe Bestattungsgewerbe Betonbohrer und -schneider Bodenleger Bügelanstalten für Herrenoberbekleidung Bürsten- und Pinselmacher Dekorationsnäher (ohne Schaufensterdekoration) Einbau von genormten Baufertigteilen Eisenflechter Fahrzeugverwerter Fleckteppichhersteller Fleischzerleger, Ausbeiner Fuger (im Hochbau) Getränkeleitungsreiniger Herstellung von Drahtgestellen f. Dekorationszwecke
Holz- u. Bautenschutzgewerbe

Bestand am 31.12.2007 Lampenschirmhersteller (Sonderanfertigung) Maskenbildner Metallsägen-Schärfer Metallschleifer und 17 1 13 10

Eintragungen

Löschungen

Bestand am 31.12.2008 9 absolut

Veränderung um ... % - 10,0

Eintragungen

Löschungen

Bestand am 31.12.2008 9.603 404 4 absolut

Veränderung um ... % - 4,9 - 3,1 33,3

vom 01.01. bis 31.12.08 0 1

vom 01.01. bis 31.12.08 641 38 1 1.140 51 0

-1

10.102 417 3

- 499 - 13 1

2 0 1

2 0 1

17 1 13

0 0 0

0,0 0,0 0,0

53

3

2

54

1

1,9

Metallpolierer Plisseebrenner 3 2 3 0 0 0 0 0 1 3 2 2 0 0 -1 0,0 0,0 - 33,3

166 139 39 1.021 8

6 10 4 45 0

16 6 3 100 0

156 143 40 966 8

- 10 4 1 - 55 0

- 6,0 2,9 2,6 - 5,4 0,0

Posamentierer Rammgewerbe (Einrammen v. Pfählen im Wasserbau) Requisiteure Rohr- und Kanalreiniger Schirmmacher

12 120 1 2 63 42 14 12 47 11 23

0 5 0 0 1 2 0 3 0 0 0

0 10 0 0 8 4 1 2 5 0 5

12 115 1 2 56 40 13 13 42 11 18

0 -5 0 0 -7 -2 -1 1 -5 0 -5

0,0 - 4,2 0,0 0,0 - 11,1 - 4,8 - 7,1 8,3 - 10,6 0,0 - 21,7

3 47

0 1

0 3

3 45

0 -2

0,0 - 4,3

Schlagzeugmacher Schnellreiniger Speiseeishersteller

1.745

128

213

1.660

- 85

- 4,9

Stricker Tankschutzbetriebe

182 12 1 6 239 24 1

35 0 0 0 4 0 0

31 1 0 0 39 4 0

186 11 1 6 204 20 1

4 -1 0 0 - 35 -4 0

2,2 - 8,3 0,0 0,0 - 14,6 - 16,7 0,0

Teppichreiniger Textil-Handdrucker Theater- und Ausstattungsmaler Theaterkostümnäher Theaterplastiker

16 9

0 0

3 0

13 9

-3 0

- 18,8 0,0

4.064 1

235 0

487 0

3.812 1

- 252 0

- 6,2 0,0

Holz-Leitermacher (Sonderanfertigung) Holzschindelmacher Innerei-Fleischer Kabelverleger im Hochbau (ohne Anschlussarbeiten) Klavierstimmer Kosmetiker Kunststopfer

1 1 233

0 0 21

0 0 27

1 1 227

0 0 -6

0,0 0,0 - 2,6

41 1.234 0

0 95 1

0 114 0

41 1.215 1

0 - 19 1

0,0 - 1,5 0,0

58 59

Anhang

Schulische Vorbildung der Auszubildenden*
Anzahl gesamt 2007 Hauptschulabschluss Hochschulreife ohne Hauptschulabschluss Realschul- oder gleichwert. Abschluss Sonstige Insgesamt 3.031 526 463 1.881 8 5.909 Ausbildung betrieblich 1.850 499 207 1.508 7 4.071 außerbetrieblich 1.181 27 256 373 1 1.838 51,3 8,9 7,8 31,8 0,1 100,0 gesamt Verteilung in % Ausbildung betrieblich 45,4 12,3 5,1 37,0 0,2 100,0 außerbetrieblich 64,3 1,5 13,9 20,3 0,1 100,0

Top Ten der Ausbildungsberufe
Berufsbezeichnung 31.12.2008 Anzahl Friseur/in Kraftfahrzeugmechatroniker/in Anlagenmechaniker/Iin für Sanitär-, Heizungsund Klimatechnik Maler/in und Lackierer/in Fachverkäufer/in im Lebensmittelhandwerk1) Tischler/in Elektroniker/in für Energie- und Gebäudetechnik 1.048 1.036 1.030 862 731 413 307 9.979 5.069 15.048 7,0% 6,9% 6,8% 5,7% 4,9% 2,7% 2,0% 66,3% 22,7% 100,0
1) einschl. Fachverkäufer/in im Nahrungsmittelhandwerk

Verteilung in % 14,3% 8,3% 7,7%

2.145 1.250 1.157

2008 Hauptschulabschluss Hochschulreife ohne Hauptschulabschluss Realschul- oder gleichwert. Abschluss Sonstige Insgesamt 2.598 498 550 1.704 4 5.354 1.649 468 293 1.361 4 3.775 949 30 257 343 0 1.579 48,5 9,3 10,3 31,8 0,1 100,0 43,7 12,4 7,8 36,1 0,1 100,0 60,1 1,9 16,3 21,7 0,0 100,0

Gebäudereiniger/in Metallbauer/in Kraftfahrzeugservicemechaniker/in Top-Ten zusammen übrige Berufe zusammen Insgesamt

*mit neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen

Schulische Vorbildung der Auszubildenden*
Verteilung in % 31.12.2007 Hauptschulabschluss Hochschulreife ohne Hauptschulabschluss Realschul- oder gleichwertiger Abschluss Sonstige Insgesamt 3.031 526 463 1.881 8 5.909 31.12.2008 2.598 498 550 1.704 4 5.354 31.12.2007 51,3 8,9 7,8 31,8 0,2 100,0 31.12.2008 48,5 9,3 10,3 31,8 0,1 100,0

*mit neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen

60 61

Anhang

Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge
31.12.2007 insgesamt Bau- und Ausbaugewerbe Elektro- und Metallgewerbe Holzgewerbe Bekleidungs-, Textil- und Ledergewerbe Nahrungsmittelgewerbe Gewerbe für Gesundheit und Körperpflege sowie chemische und Reinigungsgewerbe Glas-, Papier-, keramische und sonstige Gewerbe Handwerkliche Ausbildungsberufe zusammen 4.998 3.665 1.333 4.462 3.189 1.273 111 68 43 91 53 38 222 1.450 167 471 55 979 207 1.418 148 458 59 960 984 1.694 465 72 davon männlich 907 1.627 399 26 weiblich 77 67 66 46 31.12.2008 insgesamt 891 1.427 377 51 davon männlich 816 1.387 310 17 weiblich 75 40 67 34

Auszubildende insgesamt
31.12.2007 insgesamt Bau- und Ausbaugewerbe Elektro- und Metallgewerbe Holzgewerbe Bekleidungs-, Textil- und Ledergewerbe Nahrungsmittelgewerbe Gewerbe für Gesundheit und Körperpflege sowie chemische und Reinigungsgewerbe Glas-, Papier-, keramische und sonstige Gewerbe Handwerkliche Ausbildungsberufe zusammen 13.057 9.851 3.206 12.795 9.601 3.194 286 194 92 284 182 102 557 3.498 427 1.192 130 2.306 540 3.492 403 1.171 137 2.321 2.283 5.106 1.136 191 davon männlich 2.116 4.909 954 59 weiblich 167 197 182 132 31.12.2008 insgesamt 2.297 4.916 1.096 170 davon männlich 2.121 4.754 916 54 weiblich 176 162 180 116

Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge
31.12.2007 insgesamt Handwerkliche Ausbildungsberufe Kaufmännische Ausbildungsberufe Berufe nach Ausbildungsregelung nach § 42 b HwO (Behinderten-Ausbildungsberufe) Sonstige Ausbildungsberufe Insgesamt 279 5.909 139 3.978 140 1.931 326 5.354 182 3.544 144 1.810 4.998 568 64 davon männlich 3.665 114 60 weiblich 1.333 454 4 31.12.2008 insgesamt 4.462 498 68 davon männlich 3.189 110 63 weiblich 1.273 388 5

Auszubildende insgesamt
31.12.2007 insgesamt Handwerkliche Ausbildungsberufe Kaufmännische Ausbildungsberufe Berufe nach Ausbildungsregelung nach § 42 b HwO (Behinderten-Ausbildungsberufe) Sonstige Ausbildungsberufe Insgesamt 661 15.267 357 10.604 304 4.663 740 15.048 417 10.451 323 4.597 13.057 1.418 131 davon männlich 9.851 274 122 weiblich 3.206 1.144 9 31.12.2008 insgesamt 12.795 1.349 164 davon männlich 9.601 281 152 weiblich 3.194 1.068 12

62 63

Anhang

Auszubildende betrieblich und außerbetrieblich
31.12.2007 Ausbildung gesamt Bau- und Ausbaugewerbe Elektro- und Metallgewerbe Holzgewerbe Bekleidungs-, Textil- und Ledergewerbe Nahrungsmittelgewerbe Gewerbe für Gesundheit und Körperpflege sowie chemische und Reinigungsgewerbe Glas-, Papier-, keramische und sonstige Gewerbe Handwerkliche Ausbildungsberufe zusammen 13.057 8.927 4.130 12.795 8.853 3.942 -2,0 -0,8 -4,6 286 252 35 284 251 33 -0,7 -0,4 -5,7 557 3.498 496 3.010 61 487 540 3.492 479 3.015 61 477 -3,1 -0,2 -3,4 0,2 0,0 -2,1 2.283 5.106 1.136 191 betr. außerbetr. 1.148 3.363 528 130 1.135 1.744 607 61 gesamt 2.297 4.916 1.096 170 31.12.2008 Ausbildung betr. außerbetr. 1.163 3.309 514 122 1.134 1.607 582 48 gesamt 0,6 -3,7 -3,5 -11,0 Veränd. zum Vorjahr um … % Ausbildung betr. außerbetr. 1,3 -1,6 -2,7 -6,2 -0,1 -7,9 -4,1 -21,3

Ausländische Auszubildende
31.12.2007 insgesamt Bau- und Ausbaugewerbe Elektro- und Metallgewerbe Holzgewerbe Bekleidungs-, Textil- und Ledergewerbe Nahrungsmittelgewerbe Gewerbe für Gesundheit und Körperpflege sowie chemische und Reinigungsgewerbe Glas-, Papier-, keramische und sonstige Gewerbe Handwerkliche Ausbildungsberufe zusammen 660 418 242 665 413 252 4 3 1 8 5 3 21 324 19 96 2 228 16 335 15 94 1 241 78 202 24 7 davon männlich 77 200 20 3 weiblich 1 2 4 4 31.12.2008 insgesamt 69 215 19 3 davon männlich 68 212 17 2 weiblich 1 3 2 1

Auszubildende betrieblich und außerbetrieblich
31.12.2007 Ausbildung gesamt Handwerkliche Ausbildungsberufe Kaufmännische Ausbildungsberufe zusammen Berufe nach Ausbildungsregelung § 42 b HwO (Behinderten-Ausbildungsberufe) Sonst. Ausbildungsberufe insgesamt 661 403 258 4.683 740 15.048 423 10.495 317 4.553 12,0 -1,4 5,0 -0,8 22,9 -2,8 131 1 130 164 1 163 25,2 0,0 25,4 1.418 1.253 165 1.349 1.218 131 -4,9 -2,8 -20,6 13.057 betr. außerbetr. 8.927 4.130 gesamt 12.795 31.12.2008 Ausbildung betr. außerbetr. 8.853 3.942 gesamt -2,0 Veränd. zum Vorjahr um … % Ausbildung betr. außerbetr. -0,8 -4,6

Ausländische Auszubildende
31.12.2007 insgesamt Handwerkliche Ausbildungsberufe Kaufmännische Ausbildungsberufe Berufe nach Ausbildungsregelung nach § 42 b HwO (Behinderten-Ausbildungsberufe) Sonstige Ausbildungsberufe Insgesamt 35 729 11 440 24 289 52 753 14 441 38 312 660 27 7 davon männlich 418 4 7 weiblich 242 23 0 31.12.2008 insgesamt 665 28 8 davon männlich 413 6 8 weiblich 252 22 0

15.267 10.584

64 65

Anhang

Bestandene Meisterprüfungen
Handwerk Anlage A (Verzeichnis der Gewerbe, die als zulassungspflichtige Handwerke betrieben werden können Bäcker Dachdecker Elektrotechniker Feinwerkmechaniker Fleischer Friseur Gerüstbauer Glaser Installateur und Heizungsbauer Karosserie- und Fahrzeugbauer Klempner Konditor Kraftfahrzeugtechniker Maler und Lackierer Maurer und Betonbauer Metallbauer Orthopädietechniker Schornsteinfeger Steinmetz- und Steinbildhauer Straßenbauer Stuckateur Tischler Zahntechniker Zimmerer Zweiradmechniker zusammen 2007 2008 Veränderung absolut um … %

Fortbildungsprüfungen
31.12.2007 davon: insgesamt AEVO-Prüfungen 6 23 39 3 12 94 3 1 23 0 1 6 77 41 5 9 5 1 3 1 0 26 16 0 0 395 7 22 27 2 11 98 0 3 29 3 0 11 91 34 6 0 7 0 0 4 2 10 22 4 5 398 +1 -1 -12 -1 -1 4 -3 2 6 3 -1 5 14 -7 1 -9 2 -1 -3 3 2 -16 6 4 5 3 16,7 -4,3 -30,8 -33,3 -8,3 4,3 -100,0 200,0 26,1 x -100,0 83,3 18,2 -17,1 20,0 -100,0 40,0 -100,0 -100,0 300,0 x -61,5 37,5 x x +0,8 Technische(r) Fachwirt/in Gebäudeenergieberater/in im Handwerk Kraftfahrzeug-Servicetechniker/in Betriebswirt/in (HWK) Verkaufsleiter/in im Nahrungsmittelhandwerk CNC – Holz Gerüstbaukolonnenführer Bestatter (gesamte Fortbildung) Bestatter (Modul BWL für das ganze Bundesgebiet) Restaurator/in im Maler- und Lackiererhandwerk Controller Teilnehmer insgesamt 8 763 7 634 1 129 7 962 6 840 1 122 -1 199 -12,5 26,1 0 0 0 2 2 0 2 200,0 0 0 3 47 0 0 2 34 0 0 1 13 14 60 4 33 13 60 3 26 1 0 1 7 14 60 1 -14 neu neu 33,3 -29,8 35 40 6 35 29 0 0 11 6 32 46 4 32 38 1 0 8 3 -3 6 -2 -8,6 15,0 -33,3 325 197 102 männlich 265 173 89 weiblich 60 24 13 31.12.2008 davon: insgesamt 425 220 115 männlich 352 202 105 weiblich 73 18 10 Veränderung absolut 100 23 13 % 30,8 11,7 12,7

Anlage B1 (Verzeichnis der Gewerbe, die als zulassungsfreie Handwerke betrieben werden können) Buchbinder Fliesen-, Platten- und Mosaikleger Galvaniseur Gebäudereiniger Raumausstatter Schilder- und Lichtreklamehersteller zusammen insgesamt 0 0 2 6 0 0 8 403 1 5 6 3 0 0 15 413 1 5 4 -3 0 0 7 10 x x 200,0 -50,0 x x 87,5 2,5
66 67

Anhang

Beratungsschwerpunkte nach Betriebsgrößen
Betriebsgröße Beratungen 2008 betriebswirtschaftlich technisch insgesamt Anteile in % 2007 2008 66,4 68,1

Beitragssätze und Mitgliederbestand d. Innungskrankenkasse – IKK (Regionaldirektion Berlin)
IKK Brandenburg u. Berlin Regionaldirektion Berlin 1. Januar 2008 1. Januar 2009
einheitl. Beitrag für alle Krankenkassen

Trägerinnungen Siehe nachführt Nr. 1–38

Beitragssatz allgemein erhöht ermäßigt 13,4 % 14,2 % entfällt 11,5 % 14,9 %

Umlagesatz U1 U2 1,6 % 0,1 %

Erstatt.-satz U1/U2 70 %/100 % 70 %/100 %

Mitglieder gesamt Rentner 63.824 64.244 19.823 19.916

Existenzgründungsberatungen

803

71

874

folgend aufge- 15,5 %

2,1 % 0,2 %

Betriebe mit bis zu 4 Beschäftigten mit 5 bis 9 Beschäftigten mit 10 bis 19 Beschäftigten mit mehr als 20 Beschäftigten insgesamt 147 45 22 20 1.037 92 66 30 21 280 239 111 52 41 1.317 18,2 8,4 3,9 3,1 100,0 16,2 1. Augenoptiker-Innung Berlin 7,8 2. Bäcker-Innung Berlin 5,2 3. Baugewerksinnung Berlin/Fachgemeinschaft Bau 2,7 4. Boots- und Schiffbauer-Innung Berlin-Brandenburg 100,0 5. Elektro-Innung Berlin – Landesinnung für Elektrotechnik 6. Fleischer-Innung Berlin/Fleischerverband Berlin-Brandenburg 7. Focon – Innung der Berufsfotografen Berlin Potsdam24. Landesinnung für Orthopädietechnik Berlin-Brandenburg 25. Maler- und Lackierer-Innung Berlin, Farbe, Gestaltung, Bautenschutz, Fachgruppe Schilder- und Lichtreklamehersteller 26. Maßschneider-Innung Berlin 27. Landesinnung für Informationstechnik Berlin 28. Raumausstatter- und Sattler-Innung Berlin 29. Schornsteinfeger-Innung in Berlin 30. Schuhmacher-Innung Berlin 31. Steinmetz- und Bildhauer-Innung Berlin 32. Textilreiniger-Innung Berlin-Brandenburg 33. Tischler-Innung Berlin 34. Uhrmacher-Innung Berlin-Frankfurt/Oder-Potsdam 35. Zahntechniker-Innung Berlin-Brandenburg 36. Zweiradmechaniker-Innung Berlin 37. Kälteanlagenbauer-Innung Berlin-Brandenburg 38. Landesinnung für Informationstechnik Berlin 23. Landesinnung des Dachdeckerhandwerks Berlin 22. Kürschner-Innung Berlin 21. Konditoren-Innung Berlin 20. Karosserie- und Fahrzeugbauer-Innung Berlin

Beratungen nach Handwerksgruppen
Handwerksgruppe 2008 Anzahl 177 379 102 65 50 336 63 145 1.317 Anteile in % 13,4 28,8 7,7 4,9 3,8 25,6 4,8 11,0 100,0 2007 Anzahl 186 400 78 41 49 335 49 145 1.283 Anteile in % 14,5

Frankfurt/Oder- Magdeburg-Potsdam 8. Friseur-Innung Berlin 9. Fuhrgewerbe-Innung Berlin e. V. 10. Galvaniseur-Innung Berlin-Brandenburg-Dresden

I.

Bau

11. Gebäudereiniger-Innung Berlin II. Metall III. Holz IV. Bekleidung, Textil, Leder V. Nahrung VI. Gesundheits- und Körperpflege VII. Glas, Papier, sonstige handwerksähnliche Gewerbe insgesamt 31,2 12. Glaser-Innung Berlin 6,1 13. Gold- und Silberschmiede-Innung Berlin 3,2 14. Hotel- und Gaststättenverband Berlin e. V. 3,8 15. Innung des Berliner Taxigewerbes e. V. 26,1 16. Fachgruppe Kachelofen- und Luftheizungsbauer der Innung 3,8 für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Berlin 11,3 17. Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Berlin 100,0 18. Innung für Metall- und Kunststofftechnik Berlin 19. Innung für Orthopädie-Schuhtechnik Berlin

68 69

Impressum
Herausgeber: Handwerkskammer Berlin Blücherstraße 68, 10961 Berlin Tel. +49 30 25903-01, Fax +49 30 25903-235 info@hwk-berlin.de www.hwk-berlin.de Redaktion: Elke Mannitz-Sarkandy Tel. +49 30 25903-230, Fax +49 30 25903-235 mannitz@hwk-berlin.de Redaktionsschluss: 9. März 2009 Gestaltung: scottiedesign, Berlin Druck: Druckhaus Betz Fotonachweis: Fotolia Sven Hobbiesiefken Imago iStockphoto Thomas Machowina Elke Mannitz-Sarkandy MEV Bettina Meyer-Herms Christoph Petras Marina Richter Art & Photo Urbschat

Die Handwerkskammer dankt für die freundliche Unterstützung:

Handwerkskammer Berlin · Tel. +49 30 25903-01 · www.hwk-berlin.de
        
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