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Full text: Berliner Wirtschaft in Zahlen Issue 2018

MITTELSTAND & ENERGIE Berliner Wirtschaft in Zahlen Ausgabe 2018 Wertschöpfung pro Erwerbstätigen 2017 63.065 € Arbeitslosenquote 2017 9% Besucher 2017 12.966.347 Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen 69 IHK-Mitglieder 01/2018 300.405 Exporte in die USA 2017 1,84 Mrd. Widersprüchliches Berlin Ist Berlin wirklich so liberal, experimentierfreudig und offen, wie es gern von sich behauptet und noch lieber von anderen hört? Oder ist es doch eher fixiiert auf den Status quo, misstrauisch jede Änderung beäugend, die das störungsfreie Dahinleben im Kiez gefährden könnte? Will Berlin ein innovativer Knotenpunkt im Netzwerk der globalen Wirtschaft sein – oder doch lieber ein sozialromantisch verklärter Ort, an dem wirtschaftlichem Wachstum bewusst Grenzen aufgezeigt werden? Die Stadt hat nicht zuletzt im zweiten Halbjahr 2018 Beispiele für beide Anschauungen geliefert. Hier die vorbildliche Ansiedlungspolitik eines Senats, der mit vereinten Kräften erfolgreich für den Siemens-Innovationscampus gekämpft hat. Dort die kalte Schulter eines Bezirks gegenüber einem digitalen Global Player wie Google, der auch im Senat wenig Mitstreiter zu finden schien. Die Hauptstadt rühmt sich ihrer Start-up-Mentalität und Multikulturalität – wer aber als englischsprachiger Gründer durch den Behördendschungel muss, kommt oft nicht weit. Berlin vermarktet sich als Ort für Innovationen und Zukunftsfähigkeit – die Flächen- und Vergabepolitik oder die Leistungsfähigkeit der digitalen Infrastruktur werden diesem Anspruch jedoch in vielen Fällen nicht gerecht. Das vorliegende statistische Kompendium illustriert unter anderem solche Widersprüche – aber auch die zunehmende ökonomische Leistungsfähigkeit (S. 6), die wachsende Bevölkerung (S. 12) und die sich bessernde finanzielle Situation der Stadt (S. 46). Sie finden auf den folgenden Seiten neben den Zahlen der amtlichen Statistik auch Ergebnisse von IHK-Umfragen, etwa zur Breitband- (S. 40) oder Flächenverfügbarkeit (S. 53). Die Grafiken und Karten helfen bei der Einschätzung, wie es um die Wirtschaft in Berlin bestellt ist – woher sie kommt, wo sie steht und welche Wege ihr offen stehen. Ich hoffe, dass auch die aktuelle Ausgabe der „Berliner Wirtschaft in Zahlen“ Ihnen interessante Einblicke in das Innenleben der Hauptstadt eröffnet. Dr. Beatrice Kramm PRÄSIDENTIN 3 Streben nach Größe Können wir die Veränderung der wirtschaftlichen Leistungskraft in einer Ökonomie, deren Güter immer öfter digitalisiert und damit zu sehr geringen Grenzkosten produziert werden, überhaupt noch vernünftig messen? Berlin als ein Zentrum digitaler Produkte und Dienstleistungen muss sich dieser Frage stellen. Die ursprünglich zur Messung industriellen Outputs eingerichteten Systeme tun sich noch immer schwer mit der Skalierung der Performance mancher Digitaldienstleistungen. Möglich, dass dieses Phänomen zum weiterhin unterdurchschnittlichen Abschneiden Berlins in den Kennzahlen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung beiträgt. Der wichtigste Grund wird es aber nicht sein. Denn weiterhin gibt es zu wenige wertschöpfungsstarke, große Unternehmen, deren Kooperations- und Zulieferernetzwerke der Region erhebliche Leistungskraft beisteuern könnten. Wie sich Berlin bezüglich der Entwicklung solcher Netzwerke verhält, ist eine für die Zukunft der Stadt wesentliche Frage. 4 Berliner Wirtschaft in Zahlen A  usgabe 2018 5 VOLKSWIRTSCHAFTLICHE GESAMTRECHNUNG Bruttoinlandsprodukt 2017 Veränderung gegenüber dem Vorjahr, preisbereinigt 3,5 3,1 3,0 3,3 2,8 2,5 2,1 2,0 1,5 1,4 1,4 1,2 1,6 2,2 2,2 2,3 2,4 2,5 2,5 1,7 1,8 1,0 0,8 Quelle: Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung 0,5 0,0 der Länder, August 2017/ Februar 2018 ST SL SN BB TH NW MV SH D HE BW HH RP NI BY BE HB Bruttowertschöpfung Index 2010 = 100, preisbereinigt und verkettet 120 115 110 105 100 95 90 Quelle: Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung 85 der Länder, August 2017/ Februar 2018 80 2001 Berlin 6 2003 2005 Brandenburg 2007 2009 2011 Deutschland Berliner Wirtschaft in Zahlen A  usgabe 2018 2013 2015 2017 Metropole der Arbeit Berlins Wirtschaftswachstum speist sich seit dem Jahr 2010 vornehmlich aus zusätzlich geleisteter Arbeit, weniger aus gestiegener Produktivität. Während erstere 67 Prozent des Wachstums verantwortet, kann sich letztere davon nur 33 Prozent zurechnen. Zu erklären ist dies unter anderem durch die starke Präsenz des Dienstleistungssektors, welcher in Berlin nach wie vor weniger durch wertschöpfungsstarke, als arbeitsintensive Sektoren geprägt ist. Ebenfalls dürfte das, von partiellen Fachkräfteengpässen abgesehen, noch immer gute Arbeitskräfteangebot den relativen Preis des Produktionsfaktors im Vergleich zu anderen Regionen gering halten – der Druck zur Intensivierung des Kapitaleinsatzes bleibt daher in einigen Sektoren vergleichsweise niedrig. Anders im deutschen Durchschnitt: Hier lassen sich 59 Prozent des Wachstums auf Produktivitätsgewinne zurückführen;,das Übrige auf das ausgeweitete Arbeitsvolumen. Nun folgt daraus kein Qualitätsurteil; der Mix der Produktionsfaktoren und ihr Einsatz darf als effizient angenommen werden. Nachdenklich stimmt jedoch, dass das Wachstum der Arbeitsproduktivität in Berlin mit fünf Prozent seit 2010 deutlich hinter dem 7,6 Prozent zählenden deutschen Wert zurückbleibt. Auch absolut ist die Arbeitsproduktivität in Berlin geringer als im Bundesdurchschnitt. . Daraus ergeben sich zwangsläufig Lohnunterschiede, die wiederum zu der berechtigten Frage nach dem Wachstum des Wohlstands in Berlin führen. Zwar ergibt sich Wohlstand nicht allein aus monetären Größen, und diese wiederum nicht nur aus dem am Arbeitsort erwirtschafteten Output und den damit verbundenen Löhnen; dennoch ist die Fähigkeit zur Schaffung von Gütern und Dienstleistungen in einer bestimmten Zeit ein wesentlicher Faktor für das Maß des Wohlstandes der Einzelnen, aber auch des Bundeslandes. Und 7 VOLKSWIRTSCHAFTLICHE GESAMTRECHNUNG in dieser Kategorie gelingt es Berlin seit Jahren nur mühsam, gegenüber dem Durchschnitt nicht weiter zurückzufallen. Dabei müsste die Stadt als Wirtschaftssystem kräftig an Produktivität hinzugewinnen, wollte sie in die Liga der ökonomischen Kraftwerke Europas und der Welt aufsteigen. Doch verblasst dieses Ziel im Meinungskaleidoskop der Stadtgesellschaft zu oft hinter den mit Vorliebe genannten Schattenseiten der wirtschaftlich und demografisch prosperierenden Metropole. Unstreitig ist, dass Berlin zu einer anspruchsvolleren, schnelleren, konfliktreicheren Stadt geworden ist. Aber die Illusion einiger, man könne diesen Prozess aufhalten oder gar rückgängig machen, indem die Entfaltung von Unternehmen und Investitionen möglichst be- oder verhindert wird, trägt zur Lösung dieser Probleme wenig bei. Geboten wäre stattdessen, den Wandel anzunehmen, die sich daraus ergebenden Chancen selbstbewusst zu nutzen und die Probleme als Aufgaben zu erkennen, die sich lösen lassen. Denn Gestaltungs-, mithin Lösungsspielräume sind Berlin ausgerechnet durch jene wachsende wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit erwachsen, die manche gern als lästiges Problem der Stadt definieren. Seit einigen Jahren weist das Land dank des florierenden Wirtschaftslebens Haushaltsüberschüsse aus, die es in Daseinsfürsorge und Infrastruktur investiert. Werden diese Mittel klug eingesetzt, um etwa kritische Infrastrukturprojekte wie Breitbandanbindungen sowie die überfällige Modernisierung der Verwaltung auf den Weg zu bringen, wird sich die Wirtschaft mit steigender Produktivität revanchieren. 8 Berliner Wirtschaft in Zahlen A  usgabe 2018 Bruttowertschöpfung je Erwerbstätigen 2017 in Euro 100.000 80.000 60.000 40.000 Quelle: Volkswirtschaft- 20.000 liche Gesamtrechnung der Länder, August 2017/ 0 Februar 2018 HH HE BW BY HB NW D RP BE SL NI SH BB ST TH SN MV Bruttowertschöpfung je Arbeitsstunde Index 2010 = 100, preisbereinigt und verkettet 115 110 105 100 95 90 Quelle: Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung 85 80 der Länder, August 2017/ Februar 2018 2001 Berlin 2003 2005 Brandenburg 2007 2009 2011 2013 2015 2017 Deutschland 9 Ewige Stadt – ewiger Wandel Berlin ist eine Stadt der fortwährenden Veränderung. Ursache dieser Veränderung sind die Menschen, die hier leben. Um 1700 waren 20 Prozent der Berliner Franzosen, um 1810 mit der Gründung der Universität zu Berlin gewann das Bildungsbürgertum an Bedeutung. Mit dem Aufbau der Industrie verdoppelte sich die Bevölkerung und Arbeiter prägten das Bild der Stadt. Berlin wurde Haupt- und Millionenstadt und überstieg die Zwei-Millionen-Einwohner-Grenze erstmals im Jahr 1905. In den goldenen Zwanzigern hatte Berlin schon rund vier Millionen Einwohner und war die größte Stadt Kontinentaleuropas und die nach London und New York drittgrößte Stadt der Welt. Die Stadt erlebte eine Blütezeit der Kunst, Kultur, Wissenschaft und Technik. Krieg und Teilung verursachten einen tiefen Umbruch und Berlin erfand sich wieder neu. Auch heute ist Berlin im Wandel. Menschen zieht es in die Stadt, die sich zum Teil in das Stadtbild fügen und es zum Teil neu prägen. Wenn etwas in Berlin gleich bleibt, dann ist es seine Wandelbarkeit. 10 Berliner Wirtschaft in Zahlen A  usgabe 2018 11 MENSCHEN Wachstum – Risiken und Nebenwirkungen Berlin wächst und wächst und wächst. So mancher spürt die Wachstumsschmerzen am eigenen Leibe und ein jähes Ende ist nicht in Sicht. Überlasteter Personennahverkehr, fehlender Wohnraum, fehlende Kitaplätze, fehlendes Lehrpersonal, überlastete Behörden oder fehlende Gewerbeflächen sind nur ein Teil der Nebenwirkungen des anhaltenden Wachstums. Gleichzeitig steigen die Einnahmen der Stadt mit der Zahl der hier Beschäftigten. Nun gilt es das Geld zur Bewältigung des Wachstums auch einzusetzen. Dabei muss jede Investition zukunftssichernd sein. Denn so schön volle Kassen auch sind, es ist ausgeschlossen, dass die Hochkonjunktur ewig hält und die Steuereinnahmen weiterhin Rekorde brechen. Und nicht zu vergessen: Berlin erhält einen bedeutenden Teil seiner Mittel weiterhin über den Länderfinanzausgleich. Bevölkerung nach Altersgruppen 4.000.000 3.500.000 3.000.000 2.500.000 2.000.000 1.500.000 1.000.000 500.000 0 Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg 1996 1998 2000 2002 2004 2006 2008 2010 2012 2014 2016 Unter 18 Jahren 12 18 bis unter 65 Jahre 65 Jahre und älter Berliner Wirtschaft in Zahlen A  usgabe 2018 Zu- und Fortzüge 250.000 200.000 150.000 100.000 50.000 0 -50.000 -100.000 -150.000 -200.000 Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg 1996 1998 2000 2002 2004 2006 2008 2010 2012 2014 2016 Zuzüge Fortzüge Zuzugs- bzw. Fortzugsüberschuss Bevölkerung nach Herkunft relativer Anteil an den melderechtlich registrierten Staatsangehörigen in Berlin Deutschland 76,3 % Europäische Union 9,1 % Nicht-EU-Länder* 6,4 % Asien 4,9 % Amerika 1,4 % Afrika 1,0 % Australien/Ozeanien 0,2 % Staatenlos/ungeklärt 0,8 % *darunter Russland, Türkei Quelle: Amt für Statistik Berlin Brandenburg, Stand: 31. Dezember 2017 13 MENSCHEN Arbeitslosenquote und Geburtenziffer Arbeitslosenquote Geburtenziffer 1,6 20 18 1,5 16 14 1,4 12 10 1,3 8 6 1,2 4 2 0 Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, 2001 2003 Arbeitslosenquote 2005 2007 2009 2011 2013 2015 2017 1,1 Agentur für Arbeit Geburtenziffer Erwerbstätige und sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 2.000.000 1.750.000 1.500.000 1.250.000 1.000.000 750.000 500.000 Quelle: Amt für Statistik 250.000 0 Berlin-Brandenburg, Bundesagentur für Arbeit 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 Erwerbstätige 14 Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Berliner Wirtschaft in Zahlen A  usgabe 2018 Fachkräftepotenziale vor Ort begrenzt Die florierende Berliner Wirtschaft sorgt für einen anhaltenden Paternoster-Effekt: Seit nunmehr über zehn Jahren sinkt die Zahl der Arbeitslosen während die Zahl der Beschäftigten kontinuierlich steigt. Knapp 400.000 neue Jobs sind in dieser Zeit entstanden. Dem gegenüber stehen etwa 100.000 weniger Arbeitslose. Die unterschiedlichen Geschwindigkeiten von Jobwachstum und Abbau der Arbeitslosigkeit deuten dabei auf zwei Besonderheiten am Berliner Arbeitsmarkt hin. Zum einen verharrt Berlin – trotz aller Erfolge – im Vergleich der Arbeitslosenquoten der Bundesländer auf dem vorletzten Platz. Die hohe Sockelarbeitslosigkeit ist Ergebnis einer jahrelangen Massenarbeitslosigkeit und eines immer noch tiefsitzenden Bildungsproblems. Noch heute verlassen zehn Prozent aller Schüler die Schulen ohne Abschluss. Das Durchbrechen von „Arbeitslosenkarrieren“ und das „Vererben“ von Hartz IV gehören damit aktuell zu den größten arbeitsmarktpolitischen Herausforderungen. Das Fachkräftepotenzial des heimischen Arbeitsmarktes ist also begrenzt. Das führt dazu, dass der enorm Fachkräftebedarf der Berliner Wirtschaft vor allem durch Zuzug gedeckt werden muss. Zwar fehlen den Unternehmen an der Spree laut IHK-Fachkräftemonitor aktuell immer noch 121.000 Mitarbeiter, aber diese Zahl wäre doppelt so hoch, wenn es in den letzten Jahren nicht einen massiven Zuzug aus dem In- und Ausland auf den heimischen Jobmarkt gegeben hätte. Allein in den letzten fünf Jahren ist die Zahl der erwerbstätigen Ausländer in der Stadt um 84.000 Personen bzw. 50 Prozent gestiegen. Die Berliner Wirtschaft braucht qualifizierte Zuwanderung. 15 MENSCHEN Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte nach ausgeübter Tätigkeit 116.589 Büro und Sekretariat | 82.986 Unternehmensorganisation und- strategie | 80.556 Erziehu 55.392 Verwaltung | 49.973 Gesundh., Krankenpfl., Rettungsd. | Geburtsh. | 42.248 Werbung und Güterumschlag | 38.053 FahrzeugführungimStraßenverkehr | 28.512 Maschinenbau-undBetriebs 27.274 Versicherungs- u. Finanzdienstleistungen | 27.206 Einkauf und Vertrieb | 26.564 Rechnung 18.998 Elektrotechnik | 17.706 Lehrtätigkeit an allgemeinbild. Schulen | 17.536 Verkauf Bekleid., E überwachung, Architektur | 16.337 Lehr-, Forschungstätigkeit an Hochschulen | 16.074 Technische Geschäftsführung und Vorstand | 15.451 Human- und Zahnmedizin | 15.422 Personalwesen undBüro und Sekretariat 12.812 Fahrzeug- Luft- Raumfahrt-, Schiffbautechn. | 12.273 Informatik | 11.996 Energietechnik | 1 berufsb. Fächer, betr. Ausb., Betr. päd | 10.093 Technische Forschung und Entwicklung | 9.612 Red -Administr., -Orga. | 8.507 Körperpflege | 8.303 Gartenbau | 8.262 IT-Systemanalyse, Anwenderbe Unternehmens7.974 Pharmazie | 7.815 Immobilienwirtschaft, organisation Facility-Management und -strategie| 7.659 Steuerberatung | 7.187 6.920 Hauswirtschaft und Verbraucherberatung | 6.480 Ver- und Entsorgung | 6.163 Medizinische Schweißtechnik | 5638 Medizin-, Orthopädie-und Rehatechnik | 5.587 Gesellschaftswissenschafte Medizinbed. | 5.210 Kaufleute- Verkehr und Logistik | 4.894 Holzbe- und- verarbeitung | 4.819 Leh Trockenbau. Iso. Zimmer. Glas. Roll. bau | 4.413 Servicekräfte im Personenverkehr | 4.242 Techn. Öffentlichkeitsarbeit | 3712 Veranstaltungsservice, -management | 3.316 Museumstechnik und-m 3.059 Geisteswissenschaften | 2.978 Tiefbau | 2.940 Überwachung u. Steuerung Verkehrsbetrieb | Psychologie, nichtärztl. Psychotherapie | 2.714 Mechatronik und Automatisierungstechnik | 2.367 Verlags- und Medienwirtschaft | 2.081 Theater-, Film- und Fernsehproduktion | 1.906 Bodenverle 1.758 Kunststoff, Kautschukherstell., verarbeit | 1.719 Textilverarbeitung | 1.399 Angeh. gesetzgeb 1.249 Fahrzeugführung im Flugverkehr | 1.207 Schauspiel, Tanz und Bewegungskunst | 1.162 Inne Erziehung, Sozialarb., Wellness | 1.007 Floristik | 848 BuchKunst- Antiquitäten-, Musikfachhandel | 845 Papier- und Ve Heilerziehungspfl. beratung | 739 Industrielle Glasherstell., -verarbeitung | 725 Überwachung, Wartung Verkehrsinf Kostümbildnerei, Requisite | 655 Landwirtschaft | 653 Textiltechnik und-produktion | 642 Mathem 550 Metalloberflächenbehandlung | 537 Moderation und Unterhaltung | 519 Wirtschaftswissensc Pelzherstellungu. -verarbeitung | 443 Forst-, Jagdwirtschaft, Landschaftspflege | 437 Metallerze 380 Kunsthandwerkliche Metallgestaltung | 363 Kunsthandwerk undVerkauf bildende Kunst | 287 Tech. B (ohne Schiffsverkehr | 183 Sprach-, Literaturwissenschaften | 149 Berg-,Produktspezialisierung) Tagebau und Sprengtechnik | 11 92 Industrielle Keramikherstell., -verarbeit | 88 Kunsthandwerkl. Keramik-, Glasgestaltung | 30 T 116.589 82.986 80.556 5 61.499 16 Berliner Wirtschaft in Zahlen A  usgabe 2018 Reinigung ung, Sozialarb., Heilerziehungspfl. | 61.499 Verkauf (ohne Produktspezialisierung) | Post, Marketing | 40.010 Gastronomie | 39.363 Reinigung | 39.301 Lagerwirt.,Lagerwirt., Post, Zustellung, Zustellung, Güterumschlag stechnik | 27.912 Speisenzubereitung | 27.674 Obj.-, Pers.-, Brandschutz, Arbeitssicherh. | Gastronomie gswesen, Controlling und Revision | 26.528 Arzt- und Praxishilfe | 23.385 Altenpflege | Elektro, KFZ, Hartwaren | 17.243 Gebäudetechnik | 17.103 Hochbau | 16391 Bauplanungu.e Produktionsplanung, -steuerung | 15.789 Softwareentwicklung und Programmierung | 15.596 dienstleistung | 14.690 Hotellerie | 13.883 Rechtsberatung, -sprechung und- ordnung | 11.876 Nichtärztliche Therapie und Heilkunde | 10.871 Verkauf von Lebensmitteln | 10.126 Lehrt. daktion und Journalismus | 8.992 Technische Mediengestaltung | 8.751 IT-Netzwerkt., -Koord., Fahrzeugführung im Straßenverkehr er, IT- Vertrieb | 8.142 Klempnerei, Sanitär, Heizung, | Klimatechnik | Werbung und| Marketing 7 Metallbearbeitung 6.991 Chemie | 6.971 Lebensmittel- u. Genussmittelherstellung | es Laboratorium | 6.016 Maler., Stuckat., Bauwerksabd, Bautenschutz | 5.741 Metallbau und en | 5.380 Medien- Dokumentations- Informationsdienst | 5.243 Verkaufdrog. apotheken. Waren, | hrtätigk. außerschul. Bildungseinricht. | 4.697 Tourismus und Sport | 4.610 Aus-, Zeichnen, Konstruktion, Modellbau | 4.138 Veranstaltungs-, Kamera-, Tontechnik | 4.054 Maschinenbaumanagement | 3.244 Drucktechnik, -weiterverarb., Buchbinderei und | 3.216 Handel | 3.205 Biologie | Betriebstechnik | 2.760 Feinwerk- und Werkzeugtechnik | 2.760 Fahr-, Sportunterricht außerschul. Bild. | 2.723 Gesundh., Krankenpfl., 7 Bau- und Transportgeräteführung | 2.348 Fahrzeugführung im Eisenbahnverkehr | 2.265 Rettungsd., Geburtsh. egung | 1.810 Musik-, Gesang-, Dirigententätigkeiten | 1.791 Physik | b. Körp., Interessenorg. | 1.339 Vermessung und Kartografie | 1.268 Farb- und Lacktechnik | enarchitektur, Raumausstattung | 1.016 Tierpflege | 1.010 Ernährungs-, Gesundheitsberatung, erpackungstechnik | 827 Theologie und Gemeindearbeit | 753 Umweltmanagement undSpeisenzubereitung frastruktur | 711 Produkt-und Industriedesign | 710 Fototechnik und Fotografie | 667 Bühnen-und matikVerwaltung und Statistik | 621 Umweltschutztechnik | 585 Gewerbe, Gesundheitsaufsicht, Desinfektion | chaften | 513 Naturstein-, Mineral-, Baustoffherstell. | 504 Bestattungswesen | 493 Leder-, eugung | 435 Geologie, Geografie und Meteorologie | 396 Tiermedizin und Tierheilkunde | Betrieb Eisenb., Luft, Schiffsverkehr | 211 Getränkeherstellung | 205 Fahrzeugführung im Obj.-, Pers.-, 14 Polizei, Kriminald., Gerichts, Justizvollz. | 108 Musikinstrumentenbau | 100 Pferdewirtschaft | Brandschutz, Tierwirtschaft | 14 Fischwirtschaft | 4 Weinbau Arbeitssicherh. 39.363 40.010 38.053 42.248 49.973 28.512 27.912 55.392 Versicherungs-u. Finanzdienstleistungen Quelle: Bundesagentur für Arbeit 39.301 27.274 27.674 17 MENSCHEN Sach- und Fachkunde als Einstieg ins Berufsleben Was haben Gastronomen, Gefahrgutfahrer, Versicherungsvermittler, Verkäuferinnen von freiverkäuflichen Arzneimitteln, Bewacher oder Taxiunternehmer in Berlin gemeinsam? Ein großer Teil von ihnen hat seinen beruflichen Weg über eine Sach- und Fachkundeprüfung oder Unterrichtung bei der IHK Berlin gefunden. Mehr als 12.000 Teilnehmer absolvieren jedes Jahr eine Prüfung oder Unterrichtung. Die Sach- und Fachkunde ist damit neben Studium und dualer Ausbildung ein vielfach unbekannter, aber häufig genutzter Weg ins Berufsleben. Anzahl an Unterrichtungen sowie Sach- und Fachkundeprüfungen 2017 Anzahl Sachkundeprüfungen im Bewachungsgewerbe 2.832 Prüfungen für Gefahrgutfahrer (ADR) 1.634 Unterrichtungen im Bewachungsgewerbe 1.517 Unterrichtungen im Gaststättengewerbe 1.499 Prüfungen Berufskraftfahrer 1.154 Fachkundeprüfungen Taxi- und Mietwagenverkehr 847 SKP für freiverkäufliche Arzneimittel 813 SKP Versicherungsvermittler 625 18 Berliner Wirtschaft in Zahlen A  usgabe 2018 Quelle: IHK Berlin Entwicklung im Bewachungsgewerbe 5.000 4.000 3.000 2.000 1.000 0 Quelle: IHK Berlin 2012 Prüfungen 2013 2014 2015 2016 2017 Unterrichtungen Fachkundeprüfungen im Taxi- und Mietwagenverkehr 1.000 800 600 400 200 0 Quelle: IHK Berlin 2013 2014 2015 2016 2017 19 Wachstum in begrenztem Raum Die Berliner Unternehmen stehen im goldenen Schein einer anhaltend guten konjunkturellen Lage. Entsprechend gut entwickelt sich die Berliner Wirtschaft. Sie treibt das Wachstum der Stadt an und profitiert gleichzeitig davon. Immer mehr Stellen werden geschaffen und die Zahl der in der Hauptstadt Beschäftigten nimmt immer weiter zu. Steigende Bevölkerungszahlen durch hierdurch induzierte Zuzüge und eine steigende Kaufkraft beflügeln die Geschäfte weiter. Doch inzwischen ist der Markt für qualifizierte Arbeitskräfte förmlich leergefegt. Immer häufiger scheitert das Wachstum an fehlenden Fachkräften. Ähnlich wirkt sich die Flächenknappheit aus. Die Dynamik der hauptstädtischen Wirtschaft könnte nachhaltig beeinträchtigt werden oder gar zum Erliegen kommen, wenn der Weg nicht frei gemacht wird, um die als Wachstumsschmerzen bezeichneten Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Dazu gehören unter anderem eine leistungsfähige Verwaltung, eine funktionierende Infrastruktur und ein ausreichendes Flächenangebot. 20 Berliner Wirtschaft in Zahlen A  usgabe 2018 21 UNTERNEHMEN Exporte in ausgewählte Länder in Tausend Euro 8.000.000 7.000.000 6.000.000 5.000.000 4.000.000 3.000.000 2.000.000 1.000.000 0 Quelle: Destatis 2003 2005 2007 2009 Vereinigte Staaten von Amerika Frankreich Ägypten 2011 Polen Saudi-Arabien 2013 2015 2017 Volksrepublik China Italien Niederlande Gewerbesteueraufkommen in Mio. Euro 2000 200 % 1800 180 % 1600 160 % 140 % 1400 1200 120 % 108 % 100 % 1000 80 % 800 57 % 600 400 43 % Berlin 22 40 % 20 % 200 0 60 % 2011 Umland 2017 Veränderung 2017/2011 WMR Berliner Wirtschaft in Zahlen A  usgabe 2018 0 Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg Interne FuE-Aufwendungen nach Branchen in Mio. Euro 1.500 1.250 1.000 750 500 250 0 Sonstiges Verarbeitendes Gewerbe Maschinenbau DV-Geräte, elektronische und optische Erzeugnisse Pharmazeutische Erzeugnisse Quelle: Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e. V. Verarbeitendes Gewerbe Information und Freiberufliche, Kommunikation wissenschaftliche und technische Dienstleistungen Sonstige Starker Außenhandel Über kräftige Aufwüchse kann sich das Land Berlin bei der Gewerbesteuer freuen. Seit 2011 ist das Gewerbesteueraufkommen in Berlin um 57 Prozent gestiegen. Auch das Berliner Umland konnte stark vom Wachstum der Metropolregion profitieren. Hier stieg das Aufkommen im selben Zeitraum um 108 Prozent. Seinen Teil zum guten Ergebnis trug der Außenhandel bei. Die Berliner Exportwirtschaft entwickelte sich in den vergangenen Jahren äußerst stark. Zu den Topzielländern des Berliner Exports gehören nach wie vor die USA, China und Frankreich. Interessant als internationaler Handelspartner sind die Berliner Unternehmen nicht zuletzt dank ihrer Innovationskraft. Die Industrie ist in Berlin die treibende Kraft der wirtschaftlichen Forschung und Entwicklung. Aber auch viele Berliner Technologiedienstleister haben sich auf dem Weltmarkt etabliert. 23 UNTERNEHMEN Hauptstadt der Gründungen Seit Jahren erfreut sich die Hauptstadt an einem stabilen konjunkturellen Hoch. Das wirkt sich auch auf das Gründungsgeschehen in der Stadt aus. Vornehmlich zwei Wirkrichtungen sind zu beobachten: Zum einen sorgt die gute wirtschaftliche Lage, die wachsende Kaufkraft und die starke Binnennachfrage für ein gutes Gründungsumfeld. Zum anderen verringert die große Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitnehmern das Potential an Gründungswilligen. Der letzte Effekt fällt jedoch weniger stark ins Gewicht, so dass auch in 2017 die Zahl der Gründungen diejenige der Gewerbeabmeldungen überstieg. Berlin liegt weiterhin mit dem Saldo aus Gewerbean- und -abmeldungen im Bundesländervergleich auf den zweiten Platz und muss nur Bayern den Vortritt lassen. Am attraktivsten war offenbar die Gründung eines Unternehmens in den Dienstleistungsbranchen. Diese stechen auch in 2017 durch besonders viele Gewerbeanmeldungen hervor, aber auch im Bau sind im Jahr 2017 viele neue Unternehmen entstanden. Überraschend ist, dass in den vergangenen Jahren ebenso viele Industrieunternehmen gegründet wurden wie Start-ups. Der anhaltende Bedarf an Wohnraum, Gewerbeflächen und öffentlichen Inves­ti­tionen und das Versprechen langjähriger Bautätigkeit in der Hauptstadt machen den Standort zu einem beliebten Gründungsort. 24 Berliner Wirtschaft in Zahlen A  usgabe 2018 Gewerbeanzeigen im Vergleich der Bundesländer 2017 150.000 120.000 90.000 60.000 30.000 0 Quelle: Destatis BY BE NI NW BW HH HE SH HB SL RP BB MV SN ST TH Gewerbeanmeldungen Gewerbeabmeldungen Gewerbeanzeigen in Berlin Gewerbeanzeigen Zuwachs 60.000 18.000 50.000 15.000 40.000 12.000 30.000 9.000 20.000 6.000 10.000 3.000 0 2003 2005 Gewerbeanmeldungen 2007 2009 2011 2013 Gewerbeabmeldungen 2015 2017 0 Quelle: Destatis Zuwachs pro Jahr 25 WISSENSTRANSFER Erhebliches Kooperationspotenzial zwischen Wissenschaft und Wirtschaft Die enge Verflechtung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft zählt zu den wichtigsten Voraussetzungen, um innovative Produkte und Prozesse durch angewandtes Wissen erfolgreich in den Markt zu bringen. Hier sind sowohl Wirtschaft als auch Wissenschaft gefordert aufeinander zuzugehen, damit neues Wissen gemeinsam generiert und zügig zur Anwendung gebracht werden kann. Nur so kann Wissenschaft ihre Exzellenz und Wirtschaft ihre Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit festigen und ausbauen. Der Umstand, dass sich der Anteil der innovationsaktiven Unternehmen in Berlin im Zeitraum von 2011 bis 2016 von 60 Prozent auf 54 Prozent reduziert hat (Quelle TSB), wirft Fragen auf. Eine Unternehmensumfrage der IHK Berlin zur Verflechtung von Wirtschaft und Wissenschaft und zu Strategien der Kontaktanbahnung hat ergeben, dass innerhalb der Zielgruppe Industrie und produktionsnahe Dienstleistungen fast 30 Prozent der befragten Unternehmen keine Kooperationsbeziehungen in die Wissenschaft unterhalten. Davon geben wiederum knapp 35 Prozent an, dass ihnen die Ressourcen für die Anbahnung von Kooperationen fehlen. 25 Prozent der Unternehmen haben für sich explizit Kooperationsbedarf identifiziert, konnten jedoch keinen passenden Partner finden. Allein die regionale Konzentration von Wirtschaft und Wissenschaft am Standort stellt keinen Selbstläufer für eine erfolgreiche Zusammenarbeit dar. Es bedarf gezielter Strategien, die einerseits die Transparenz von Forschungsschwerpunkten in wissenschaftlichen Institutionen erhöhen und andererseits die Lösungs- und Anwendungsbedarfe in der Wirtschaft sichtbar machen. So lässt sich der Aufwand für die Suche nach einem passenden Kooperationspartner reduzieren, die Motivation zum Innovieren erhöhen und die Anwendung von Wissen in Produkten und Prozessen beschleunigen. 26 Berliner Wirtschaft in Zahlen A  usgabe 2018 Bestehende Kooperationsbeziehungen von Unternehmen in die Wissenschaft Universitäten 57 % Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen 46 % (Fach-)Hochschulen 45 % Keine der genannten 29 % Quelle: IHK Berlin Gründe für fehlende Kooperationsbeziehungen zwischen Unternehmen und Wissenschaft keine zeitlichen/personellen Ressourcen für Kooperationsanbahnungen Entwicklungskooperationen ausschließlich mit Unternehmen keine externe wissenschaftliche Expertise erforderlich Kein passender Kooperationspartner, aber Bedarf 33 % 31 % 28 % 19 % Innovationen gehören nicht zum Tätigkeitsfeld 14 % Know-how nicht im Rahmen von Kooperationen preisgeben 11 % Anfragen/Kooperationsprojekte sind nicht erfolgreich verlaufen Sonstiges 8% 8% Quelle: IHK Berlin 27 UNTERNEHMEN Fachkräftesicherung durch frühzeitige Azubigewinnung Den Berliner Unternehmen fehlten 2017 laut dem IHK-Fachkräftemonitor rund 28.000 beruflich qualifizierte Fachkräfte. Um diesen Bedarf zu decken, gilt es wieder mehr Bewerber für die duale Ausbildung zu gewinnen. Laut der IHK-Aus- und Weiterbildungsumfrage 2017 investiert jedes dritte Unternehmen deshalb in Azubimarketing. Jedes fünfte Unternehmen gibt leistungsschwächeren Schulabgängern ohne öffentliche Förderung eine Ausbildungschance. Die TOP 10 der stärksten Ausbildungsberufe 2017 bleibt dabei konstant. Im kaufmännischen Bereich wird die Hitliste auch 2017 wieder von den Berufen Kaufmann im Einzelhandel und Kaufmann für Büromanagement angeführt. Im gewerblich-technischen Bereich stehen die Berufe Fachinformatiker und Mechatroniker an der Spitze. Auszubildende 35.000 30.000 25.000 20.000 15.000 10.000 5.000 0 Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg 1995 2000 Industrie und Handel Hauswirtschaft 28 2005 Handwerk Freie Berufe 2010 2015 2016 Landwirtschaft Öffentlicher Dienst Berliner Wirtschaft in Zahlen A  usgabe 2018 2017 Die zehn stärksten kaufmännischen Ausbildungsberufe Ausbildungsberuf Anzahl 1. Kaufmann/-frau im Einzelhandel 2.211 2. Kaufmann/-frau für Büromanagement 2.073 3. Hotelfachmann/-frau 1.582 4. Koch/Köchin 987 5. Verkäufer/-in 970 6. Industriekaufmann/-frau 641 7. Immobilienkaufmann/-kauffrau 620 8. Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel 586 9. Fachkraft für Lagerlogistik 414 10. Bankkaufmann/-frau 405 Quelle: IHK Berlin, 2017 Die zehn stärksten gewerblich-technischen Ausbildungsberufe Ausbildungsberuf Anzahl 1. Fachinformatiker/-in 949 2. Mechatroniker/-in 755 3. Elektroniker/-in 703 4. Industriemechaniker/-in 512 5. Fachkraft für Veranstaltungstechnik 280 6. Zerspanungsmechaniker/-in 239 7. Mediengestalter/-in Digital und Print 232 8. IT-System-Elektroniker/-in 204 9. Kraftfahrzeugmechatroniker/-in 180 10. Chemielaborant/-in 169 Quelle: IHK Berlin, 2017 29 UNTERNEHMEN Schulabgänger, Studien- und Ausbildungsanfänger 40.000 35.000 30.000 25.000 20.000 15.000 10.000 5.000 0 Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg 2008 2009 2010 2011 2012 2013 Studienanfänger im ersten Hochschulsemester 2014 2015 2016 2017 Schulabgänger Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge Erstmals weniger Studienanfänger Der Trend zu einer akademischen Ausbildung scheint abzuflachen. Erstmals seit zehn Jahren nimmt die Anzahl der Studienanfänger nicht zu, sondern verringert sich sogar deutlich. Angesichts der steigenden Zahl an Schulabgängern stellt sich die Frage, wo diese im Anschluss verbleiben, denn auch in der dualen Ausbildung fehlt der erhoffte Zuwachs. Dabei eröffnet die betriebliche Ausbildung dank vielseitiger Aufstiegsabschlüsse gute Karrieresprünge. Hier wird insbesondere die Weiterbildung zum Fachwirt nachgefragt. 30 Berliner Wirtschaft in Zahlen A  usgabe 2018 Ausbildungsmarkt 25.000 20.000 15.000 10.000 5.000 Quelle: Bundesagentur 0 für Arbeit 2010 2011 2012 2013 Betriebliche Ausbildungsplätze 2014 2015 2016 2017 2018 Gemeldete Bewerber Unbesetzte Ausbildungsstellen Die zehn nachgefragtesten Aufstiegsprüfungen 2018 Absolventen 1. Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft 169 2. Geprüfte/-r Industriemeister/-in (Fachrichtung Metall) 118 3. Geprüfte/-r Bilanzbuchhalter/-in 105 4. Geprüfte/-r Wirtschaftsfachwirt/-in 95 5. Geprüfte/-r Industriemeister/-in (Fachrichtung Elektrotechnik) 66 6. Geprüfte/-r Handelsfachwirt/-in 63 7. Geprüfte/-r IT-Berater/-in 53 8. Geprüfte/-r Immobilienfachwirt/in 49 9. Geprüfte/-r Fachwirt/-in im Gesundheits- und Sozialwesen 43 10. Geprüfte/-r Meister/-in für Veranstaltungstechnik 41 Quelle: IHK Berlin 31 GASTGEWERBE Unternehmen des Gastgewerbes und Besucher 1.000 15.000.000 800 12.000.000 600 9.000.000 400 6.000.000 200 3.000.000 Quelle: Amt für Statistik 0 2001 Betriebe 2003 2005 2007 2009 Gäste aus dem Inland 2011 2013 2015 2017 Berlin-Brandenburg 0 Gäste aus dem Ausland Betten im Gastgewerbe Betriebe Betten 1.000 150.000 800 120.000 600 90.000 400 60.000 200 30.000 Quelle: Amt für Statistik 0 2001 Betriebe 32 2003 2005 2007 2009 2011 2013 Angebotene Betten Berliner Wirtschaft in Zahlen A  usgabe 2018 2015 2017 0 Berlin-Brandenburg Fluggastzahlen und Übernachtungen in Millionen Personen 35 30 25 20 15 10 Quelle: Amt für Statistik 5 0 Berlin-Brandenburg, Flughafenverband ADV 1997 1999 2001 Übernachtungen 2003 2005 2007 2009 2011 2013 2015 2017 Passagiere Zahl der Besucher wächst weiter Die Menschen streben nicht nur in die Stadt, um hier zu bleiben, sondern auch um sie kurzzeitig zu erleben. Besucher aus der ganzen Welt kommen nach Berlin, um hier einige Tage zu verbringen. Einen nicht unerheblichen Teil an diesem Erfolg haben sportive Großereignisse oder Messen, aber auch der ganz durchschnittliche Städtetourist trägt zu jährlich neuen Besucherrekorden bei. Eine Entwicklung, von der das Gastgewerbe unmittelbar profitiert. Mit einem Anteil von knapp über fünfzig Prozent kommen die meisten Besucher aus Orten innerhalb Deutschlands. Die internationalen Gäste kommen unter anderem überwiegend aus Großbritannien, den USA, Spanien oder Italien. Diese bunte Mischung ist es, die Berlin so attraktiv für viele Besucher macht. 33 BAUGEWERBE Baubranche profitiert vom Wachstum Das Wachstum der Stadt erfordert unter anderem eines: Bauen! Die Stadt benötigt nicht nur mehr Wohnraum, sondern auch mehr Gewerbeflächen. Der Senat hat das Jahrzehnt der Investitionen ausgerufen und damit sind vielfältige Bautätigkeiten verbunden. Die Berliner brauchen Schulen und Kitas, Straßen und Brücken. Das Baugewerbe profitiert von der stetigen Bautätigkeit in der Stadt. In den letzten zehn Jahren sind die Umsätze um über 70 Prozent gestiegen. Der Bedarf an Bautätigkeit wird weiterhin hoch bleiben, denn der Zuzug hält an und der Sanierungsstau der öffentlichen Hand ist enorm groß. Macht die Stadt die ersten Schritte auf ihrem Weg zur Smart City, kommen völlig neue Herausforderungen hinzu, die weitere Veränderungen des Stadtbildes erfordern werden. Umsätze des Baugewerbes in Tausend Euro 3.500.000 3.000.000 2.500.000 2.000.000 1.500.000 1.000.000 500.000 0 Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 Ausbaugewerbe 34 Bauhauptgewerbe Berliner Wirtschaft in Zahlen A  usgabe 2018 Unternehmen des Ausbaugewerbes und tätige Personen Betriebe tätige Personen 45.000 900 800 40.000 700 35.000 600 30.000 500 25.000 400 20.000 300 15.000 200 10.000 100 5.000 Quelle: Amt für Statistik 0 Berlin-Brandenburg 0 2007 Betriebe 2009 2011 2013 2015 2017 tätige Personen Unternehmen des Bauhauptgewerbes und tätige Personen Betriebe tätige Personen 4.000 24.000 3.500 21.000 3.000 18.000 2.500 15.000 2.000 12.000 1.500 9.000 1.000 6.000 500 3.000 0 2007 Betriebe 2009 2011 2013 2015 2017 0 Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg Tätige Personen 35 INDUSTRIE Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes und Umsätze Umsätze in Tausend Euro Betriebe Umsatz 400 40.000.000 350 35.000.000 300 30.000.000 250 25.000.000 200 20.000.000 150 15.000.000 100 10.000.000 50 5.000.000 Quelle: Amt für Statistik 0 Berlin-Brandenburg 0 2005 Betriebe 2007 2009 2011 Umsatz aus dem Ausland 2013 2015 2017 Umsatz aus dem Inland Branchenstruktur des Verarbeitenden Gewerbes Betriebe Herstellung von Nahrungs- u. Futtermitteln Maschinenbau Reparatur u. Installation von Maschinen u. Ausrüstungen Herstellung von elektrischen Ausrüstungen Herstellung von Metallerzeugnissen Herstellung von sonst. Waren Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen Herstellung von chemischen Erzeugnissen Herstellung von Gummi- u. Kunststoffwaren Metallerzeugung u. -bearbeitung Herstellung von Papier, Pappe u. Waren daraus sonst. Fahrzeugbau Herstellung von Holz-, Flecht-, Korb- u. Korkwaren (ohne Möbel) Herstellung von Textilien Herstellung von Kraftwagen u. Kraftwagenteilen Getränkeherstellung Tabakverarbeitung Herstellung von Möbeln 43 33 31 27 26 24 16 16 11 8 6 5 4 4 4 3 2 1 Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg 36 Berliner Wirtschaft in Zahlen A  usgabe 2018 Schwerpunkt Innovation für die Hauptstadt Die Digitalisierung hat die Karten neu gemischt – Kreativiät, Vernetzung und disruptives Denken gewinnen an Gewicht. Davon profitiert auch die Industrie, die in Berlin an der Quelle dieser Kompetenzen sitzt. In kaum einer anderen Stadt treffen industrieller Mittelstand, Start-up-Szene und Forschung in einer so hohen Konzentration aufeinander wie in Berlin. Hidden Champions besetzen von hier aus führende Positionen in wichtigen Technologiefeldern wie Sensorik, Medizintechnik, Spezialmaschinenbau und anderen. Auch die Großunternehmen haben dies in den letzten Jahren erkannt und erhöhen seitdem ihre Präsenz in der Hauptstadt mit Innovation Labs und Digital Units. Inzwischen entwickeln mehr als die Hälfte der DAX-Konzerne neue Technologien und Geschäftsmodelle an der Spree. Den Innovationshunger stillt das aber noch nicht. Ein Berliner Traditionsunternehmen schaltet demnächst sogar noch ein paar Gänge höher: Siemensstadt wird zum Innovationscampus und bringt Produktion, Forschung und Wohnen zusammen. Diese Signale setzen Berlins Industrie wieder stärker auf die Landkarte und sorgen für wertvolle Sichtbarkeit gegenüber konkurrierenden Standorten. Die Hauptstadt muss diese Konkurrenz nicht scheuen, denn wie Siemens, sind viele produzierende Unternehmen in der Stadt auf Wachstumskurs. Doch die Expansion gelingt nur so weit, wie es die Rahmenbedingungen zulassen. Und da wird es vor allem beim Flächen- sowie beim Fachkräfteangebot langsam eng. Nur wenn eine vorausschauende Politik die Weichen richtig stellt, kann sich Berlin weiterhin zu einem Industriestandort der Zukunft entwickeln. 37 INFORMATIONSSICHERHEIT Digitaler Wirtschaftsschutz: Unternehmenswerte schützen und verteidigen Innovationen, Know-how, Mitarbeiter und Produktionsanlagen zählen zu den „Kronjuwelen“ eines Unternehmens. Diese unterscheiden sich von Unternehmen zu Unternehmen und müssen daher individuell identifiziert und geschützt werden. In der IHK-Umfrage „Datendiebstahl, Spionage und Sabotage“ gaben sechs von zehn Unternehmen an, schutzwürdiges, innovatives Know-how zu besitzen. Ein Verlust dessen kann zu einem existenzbedrohenden Zustand im Unternehmen führen. Digitale Einfallstore erhöhen dieses Risiko zusätzlich. Unternehmen sind daher gefordert wie nie, ihr Wissen zu schützen. Gleichzeitig sind die Angreifer – egal ob Kriminelle, ausländische Nachrichtendienste oder Wettbewerber – bestens vorbereitet. Rund ein Viertel der Berliner Unternehmen wurde bereits einmal Opfer von Datendiebstahl, Sabotage oder Spionage. Zu den drei häufigsten Handlungen der Täter zählen die digitale und analoge Sabotage von Informations- und Produktionssystemen, Social Engineering („Kunst der Täuschung“) und der Diebstahl von IKT-Geräten. Die (digitale) Sicherheit ist in erster Linie vom Unternehmen selbst zu gewährleisten. Gleichzeitig ist sie aber ein wichtiger Standortfaktor, der die Intensivierung der Zusammenarbeit mit den landespolitischen Sicherheitsbehörden erfordert. Viele Unternehmen zögern noch zu oft staatliche Stellen einzuschalten. Zu den Hauptgründen zählen hierbei die geringe Aufklärungswahrscheinlichkeit, der zu hohe Aufwand und die Angst vor Imageschäden. Die Zusammenarbeit zu stärken und Vorurteile abzubauen muss das Ziel des Wirtschaftsstandorts sein und dies kann besser gelingen, wenn der Wirtschaft ein Single Point of Contact bei den Sicherheitsbehörden zur Verfügung gestellt wird. 38 Berliner Wirtschaft in Zahlen A  usgabe 2018 Von welchen der folgenden Handlungen war Ihr Unternehmen (vermutlich) betroffen? Digitale und analoge Sabotage von Informations- und Produktionssystemen 31 % Diebstahl von IT- oder Telekommunikationsgeräten Social Engineering 30 % 30 % Diebstahl von sensiblen digitalen Daten bzw. Informationen 22 % Konspiration bzw. Illoyalität eines Mitarbeiters 19 % Abhören bzw. Ausspähen von Bespr., Telefonaten oder digitaler Kommunikation 5% Quelle: IHK Berlin Aus welchen der folgenden Gründe hat Ihr Unternehmen keine staatlichen Stellen eingeschaltet? Geringe Aufklärungswahrscheinlichkeit der Tat 66 % Zu hoher Aufwand 46 % Aus Angst vor Imageschäden durch eine mögliche Veröffentlichung 7% Misstrauen gegenüber staatlichen Stellen 5% Aus Angst vor negativen Konsequenzen 2% Quelle: IHK Berlin 39 INFORMATIONSSICHERHEIT Die digitale Infrastruktur muss gigabitfähig werden Der digitale Strukturwandel und die Transformation zur Smart City können nur gelingen, wenn die digitale Infrastruktur in Berlin gigabitfähig wird. Doch noch sind sich dessen zu wenige politische Entscheider bewusst. Das muss sich aus Sicht der Wirtschaft dringend ändern. Berlin braucht einen zügigen, umsetzungsschnellen, flächendeckenden und glasfasergetriebenen Breitbandausbau. Wird dieser versäumt, werden Unternehmen, Wissenschaft, Verwaltung und Bürger nur stolpernd in die digitale Zukunft schreiten, statt schnell und zielgerichtet. Für Berliner Unternehmen führt eine unzureichende Breitbandversorgung mittelfristig zum Standort- und Wettbewerbsnachteil. Von einer leistungsfähigen digitalen Infrastruktur abgeschnitten zu sein, heißt von der Zukunft abgeschnitten zu sein. Die aktuelle IHK-Breitbandumfrage zeigt, dass bei einem Drittel der Unternehmen die Breitbandverfügbarkeit am Unternehmensstandort schon heute nicht dem Bedarf entspricht. Von diesen geben rund 90 Prozent an, eine Bandbreite von 100 Mbit/s oder mehr zu benötigen. „Bitte hinten anstellen“ kann es zukünftig für noch mehr Unternehmen heißen, denn sieben von zehn Unternehmen erwarten in den nächsten fünf Jahren einen steigenden Bedarf. Zu den drei wichtigsten Anwendungen und Diensten, die zukünftig schnelleres Internet im Unternehmen erforderlich machen, zählen die höheren Vernetzungs- und Datenübertragungsraten (39 Prozent), Office-Anwendungen (20 Prozent) und das Cloud-Computing (20 Prozent). Diese Entwicklung zeigt, wie groß die Herausforderung ist, der sich der Standort Berlin stellen muss und zu dessen Bewältigung entsprechende investive Mittel in die Hand genommen werden müssen. 40 Berliner Wirtschaft in Zahlen A  usgabe 2018 Ich benötige eine Bandbreite von ... 16 Mbit/s 0,7 % 25 Mbit/s 0,7 % 50 Mbit/s 11,3 % 100 Mbit/s 39,3 % Mehr als 100 Mbit/s 48,0 % Quelle: IHK Berlin Für welche digitalen Dienste oder Anwendungen benötigen Sie zukünftig eine höhere Bandbreite? Office-Anwendungen 20,2 % Cloud-Computing 20,0 % Webkonferenzen 6,2 % Machine-to-Machine-Communication 5,6 % Video- und Audiostreaming 13,2 % Höhere Vernetzungs- und Datenübertragungsraten Webanwendungen 39,3 % 1,3 % Sonstige 0,9 % Quelle: IHK Berlin 41 HANDEL Druck auf den Handel steigt Wenn es einen deutlichen Gewinner des Wachstums und der großen Beliebtheit Berlins bei Zuzüglern und Touristen gibt, dann ist es der Handel. Denn mehr Menschen in der Stadt bedeuten auch eine größere zur Verfügung stehende Kaufkraft. Kein Wunder also, dass der Handel sich in den letzten Jahren überwiegend positiv entwickeln konnte. Ob Waren aus der weiten Welt oder regionale Produkte: Berlin ist Hotspot für den Handel, und die Branche bildet eine zuverlässige Säule für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt. Die Branche kann sich dennoch nicht beruhigt zurücklehnen, ist der Handel doch starkem Wandel ausgesetzt. Die Verschiebung von Marktanteilen zwischen stationärem und dem Onlinehandel ist ein Trend, der die Branche weiterhin treibt. Gleichzeitig steigt der Druck auf den stationären Handel in der Stadt, der sich bei knapper werdenden Flächen, steigenden Gewerbemieten ausgesetzt sieht. Zusätzlich verschärft die politische Diskussion die Lage. Verkaufsoffene Sonntage stehen plötzlich nicht nur für künftige Jahre zur Disposition, sondern auch bereits genehmigte Tage werden von politischer Seite kurzfristig in Frage gestellt. Unternehmen brauchen Verlässlichkeit und stabile Rahmenbedingungen, denn Unsicherheiten führen mittelfristig zu geringeren Investitionen und geringerer Expansion. 42 Berliner Wirtschaft in Zahlen A  usgabe 2018 Umsatzentwicklung im Handel Entwicklung im Vergleich zum Basisjahr 2010 160 150 140 130 120 110 100 90 Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg 2011 Einzelhandel 2012 2013 Kfz-Gewerbe 2014 2015 2016 2017 Großhandel Beschäftigungsentwicklung im Handel Entwicklung im Vergleich zum Basisjahr 2010 130 125 120 115 110 105 100 95 90 Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg 2011 Einzelhandel 2012 2013 Kfz-Gewerbe 2014 2015 2016 2017 Großhandel 43 Stadt im Freudentaumel Berlin ist mit seinen Dörfern und seinen Hochhäusern eine Metropole der Gegensätze. Vom ruhigen Vorstadtidyll bis zum hippen Szenekiez ist die volle Bandbreite menschlichen Lebens vertreten. Entsprechend hat der Megatrend der Reurbanisierung die Stadt voll erfasst. Auf der Suche nach Arbeit – oft auch für zwei –, kurzen Wegen, guter Nahversorgung und einem breiten kulturellen Angebot kommen viele Menschen in die Stadt. Von diesem Wachstum profitiert die Stadt ungemein, nicht zuletzt durch wachsende Steuereinnahmen und steigende Transferleistungen durch den Länderfinanzausgleich. Nun steht die Stadt vor der Herausforderung das Wachstum zu meistern. Limitierender Faktor war lange Zeit das nötige Kleingeld. Nur für den Augenblick ist diese Beschränkung aufgehoben, daher ist es wichtig, die Mittel jetzt zukunftssichernd einzusetzen. Dazu gehören Investitionen in die öffentliche Infrastruktur und der Abbau des Schuldenberges. 44 Berliner Wirtschaft in Zahlen A  usgabe 2018 45 STADT Einnahmen des Landes Berlin Steuereinnahmen, Länderfinanzausgleich, Allgemeine Bundesergänzungszuweisungen 76,3 % Solidarpakt 2,6 % Sonstige Bundesergänzungszuweisungen, Konsolidierungshilfen, Vermögensaktivierung 1,0 % Sonstige Einnahmen (einschl. PME) 20,1 % Quelle: Senatsverwaltung für Finanzen Ausgaben des Landes Berlin Konsumtive Sachausgaben 54 % Personalausgaben 32,2 % Investitionsausgaben 6,8 % Zinsausgaben 6,7 % Tilgung von Bundesdarlehen 0,1 % Quelle: Senatsverwaltung für Finanzen 46 Berliner Wirtschaft in Zahlen A  usgabe 2018 Schuldenquote des Landes Berlin in Mrd. Euro Schuldenstand/BIP in Mrd. Euro Schuldenquote 150 100 % 120 80 % 90 60 % 60 40 % 30 20 % Quelle: Senatsverwaltung 0 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 Schuldenstand BIP 0 für Finanzen Schuldenquote Weiterhin hohe Schulden Der Berliner Senat weist so hohe Ausgaben für seinen Schuldendienst aus wie für seine Investitionen. Und das in einer Zeit niedrigster Zinsen. Ein Blick auf den Schuldenstand und die Entwicklung des BIP verrät, dass Berlin sich allein dank seines wirtschaftlichen Wachstumes aus dem Jammertal der Schulden herausarbeitet und die Schuldenquote sinkt. Die Schulden selber sinken nur marginal. Investition und Schuldentilgung zusammen sind nötig, um die Stadt für künftige rauere konjunkturelle Zeiten fit zu machen. Ansonsten steht zu befürchten, dass ein Großteil der freien Mittel künftig statt in Investitionen in den Schuldendienst fließt. 47 STADT Nachholbedarf bei Investitionen Trotz des rasanten Schuldenanstiegs bis 2011 und der nur moderat angelaufenen Tilgung danach liegen die Ausgaben für Investitionen seit Jahren konstant unter dem Durchschnitt der Bundesländer. Nach einer zwischenzeitlichen Annäherung liegt die Investitionsquote Berlins wie schon vor zehn Jahren mehr als vier Prozentpunkte unter dem Bundesschnitt. Zwar haben die Investitionsausgaben nach der Haushaltsplanung des Senats 2017 erstmals die Schwelle von zwei Mrd. Euro überschritten, der Anteil der Investitionen an den zugleich gestiegenen Gesamtausgaben wurde damit aber nicht signifikant erhöht. So ist ein Aufholprozess nicht zu bewerkstelligen. Der Senat hat mit der Einführung des Sondervermögens Infrastruktur Wachsende Stadt und Nachhaltigkeitsfonds (SIWANA) ein sinnvolles Instrument für die Sicherstellung einer langfristigen Investitionsplanung geschaffen. Das SIWANA-Vermögen beläuft sich mittlerweile auf beachtliche drei Milliarden Euro. Die Mittel aus diesem Sondervermögen werden allerdings nur schleppend verausgabt: Erst 15 Prozent der Mittel flossen in Investitionsprojekte. Um das vom Senat ausgerufene Jahrzehnt der Investitionen Wirklichkeit werden zu lassen, muss Rot-Rot-Grün den Fokus auf Investitionen in die wachsende Stadt richten. 48 Berliner Wirtschaft in Zahlen A  usgabe 2018 Anteil der öffentlichen Investitionen an den bereinigten Ausgaben der Kern- und Extrahaushalte nach Bundesländern in 2017 20 % 16,9 14,7 14,9 14,9 15 % 11,6 11,8 10 % 7,0 7,1 9,2 8,4 8,5 8,6 8,9 12,5 12,6 12,8 10,1 5% Quelle: Statistisches Bundesamt, 0 eigene Berechnungen BE SL NW NI RP HE HB ST D TH BB MV SH BW HH BY SN Anteil der öffentlichen Investitionen an den bereinigten Ausgaben der Kern- und Extrahaushalte Berlins im Zeitverlauf 12 % 10,5 10 % 8,3 8% 6,5 7,2 7,4 7,7 7,0 6% 4% Quelle: Statistisches 2% Bundesamt, 0 eigene Berechnungen 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 49 STADT Reinickendorf 8.930 ha 4.550 ha 1.430 ha 2.260 ha 700 ha Spandau 9.190 ha 4.930 ha 880 ha 2.490 ha 880 ha Mitte 3.940 ha CharlottenburgWilmersdorf 6.470 ha 3300 ha 1.250 ha 1.630 ha 280 ha Steglitz-Zehlendorf 10.260 ha 5.310 ha 1.330 ha 2.500 ha 1.120 ha 50 Berliner Wirtschaft in Zahlen A  usgabe 2018 2.840 ha 960 ha 0 ha 140 ha TempelhofSchöneberg 5.310 ha 4.130 ha 1.030 ha 100 ha 50 ha Pankow 10.320 ha Legende 5.520 ha 1.390 ha 3.220 ha 200 ha Wohnfläche Verkehrsfläche Grünfläche Wasserfläche Lichtenberg 5.210 ha Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg 3.420 ha 990 ha 700 ha 110 ha Marzahn-Hellersdorf 2.040 ha 6.180 ha Friedrichshain-Kreuzberg 1.370 ha 540 ha 0 ha 130 ha 4.430 ha 1.390 ha 240 ha 130 ha Neukölln 4.490 ha 3.590 ha 760 ha 50 ha 90 ha Treptow-Köpenick 16.770 ha 5.860 ha 1.640 ha 7.210 ha 2.060 ha 51 GEWERBEFLÄCHENENTWICKLUNG Gewerbeflächen als knappes Gut Knapp 4.000 im Handelsregister eingetragene Unternehmen haben in den vergangenen fünf Jahren den Wirtschaftsstandort Berlin verlassen und sich für ein anderes Bundesland entschieden. Jedes vierte Unternehmen fand im Nachbarbundesland Brandenburg eine neue Perspektive. Berlin punktet zwar weiterhin mit einer hohen Lebensqualität, einer guten Anbindung und dem Image „Made in Berlin“. Gleichzeitig führen die gestiegenen Standortkosten dazu, dass die Hauptstadt ihre Wettbewerbsvorteile gegenüber anderen deutschen Großstädten immer mehr einbüßt. Für 54 Prozent der von der IHK Berlin befragten Unternehmen waren betriebsinterne Gründe (wie ein Wechsel der Geschäftsführung, Konzentration auf einen anderen Unternehmenszweck oder die Bündelung der Unternehmensstärke an einem Standort) ausschlaggebend für die Verlagerungen. 46 Prozent verwiesen jedoch bei der Begründung auf allgemeine Standortfaktoren. Zu diesen zählten in erster Linie Preise bzw. Mieten für Gewerbeflächen und Immobilien (37 Prozent der Nennungen) sowie fehlende bzw. ungeeignete Gewerbeflächen (33 Prozent). Obwohl sich die befragten Unternehmen für einen anderen Standort entschieden haben, nennen sie weiterhin positive Standortfaktoren: Für jeweils 25 Prozent der Unternehmen sind das Lebensqualität sowie die Nähe und Erreichbarkeit von Zulieferern und Partnern. Zusätzlich birgt der Markt in Berlin ein hohes Kundenpotenzial (21 Prozent). Bei den negativ bewerteten Standortfaktoren wurden vor allem die Miet- und Immobilienpreise aufgezählt (42 Prozent der Unternehmensnennungen) sowie die Verfügbarkeit von Gewerbeflächen (19 Prozent), gefolgt von den Nennungen Bürokratie, Fachkräfte und die hohen Konkurrenzdichte mit jeweils sieben Prozent. 52 Berliner Wirtschaft in Zahlen A  usgabe 2018 Wegzug Berliner Unternehmen nach Bundesländern im Zeitraum zwischen 1.1.2013 und 1.1.2018 Brandenburg Nordrhein-Westfalen Bayern Hessen Baden-Württemberg Hamburg Niedersachsen Sachsen Schleswig-Holstein Mecklenburg-Vorpommern Rheinland-Pfalz Sachsen-Anhalt Bremen Thüringen Saarland 475 303 278 223 194 157 154 104 96 77 52 41 22 964 596 Quelle: IHK Berlin, HR-Unternehmen Gründe für die Unternehmensverlagerung Ergebnis einer telefonischen Befragung, Unternehmensantworten in Prozent 30 43,7 40 56,3 8 3 33 Standortfaktoren Betriebsinterne Gründe 13 Fehlende bzw. ungeeignete Flächen für Expansion Keine geeigneten Mitarbeiter Schlechte Verkehrsanbindung Breitbandanbindung ist ungenügend Fördermittel im anderen Bundesland Höhe der Gewerbe und Grundsteuer Preise/Mieten für Gewerbeflächen und Immobilien Quelle: IHK Berlin, Umfrage mit 70 Unternehmen, Mehrfachantworten möglich 53 STADT Wohnbestand nach Bezirken Wohnfläche in m2 Anzahl Wohnungen Wohnfläche 250.000 200.000 200.000 160.000 150.000 120.000 100.000 80.000 50.000 40.000 Quelle: Amt für Statistik 0 Mitt FrKr Pank ChWi Span StZe TSch Neuk TrKö MaHe Lich Rein Ein Raum Fünf Räume Zwei Räume Sechs Räume Drei Räume Berlin-Brandenburg 0 Vier Räume Sieben Räume Wohnfläche Baufertigstellungen neuer Wohnungen und Wohngebäude Wohnfläche in 100 m2 Wohnungen und Wohnfläche Fläche in 100 m2 14.000 140 12.000 120 10.000 100 8.000 80 6.000 60 4.000 40 2.000 20 0 2008 2009 2010 Wohnungen 54 2011 Wohnfläche 2012 2013 2014 2015 Fläche pro Wohneinheit Berliner Wirtschaft in Zahlen A  usgabe 2018 2016 2017 0 Quelle: Senatsverwaltung für Finanzen Senat verwaltet Wohnungsnot Das momentane Wachstum der Berliner Wirtschaft kann sich nur fortsetzen, wenn hierfür auch ausreichend Flächen und Wohnungen zur Verfügung stehen. Angesichts der steigenden Wohnungsknappheit sind seitens der Politik schnelle und zukunftssichere Entscheidungen zu treffen. Berlin schafft es jedoch nicht den Neubau-Turbo zu zünden, um das Wohnungsangebot auszubauen. Im Gegenteil, ist ein Rückgang der Baugenehmigungen für Neubauwohnungen in Mehrfamilienhäusern und Wohnheimen von 4,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Gründe hierfür sind u. a. fehlende Grundstücke und ansteigende Baukosten. Die Politik ist daher gefordert Bauland – auch der privaten Wohnungswirtschaft – schneller zur Verfügung zu stellen und die gesetzlich verursachten Baukosten zu senken. Fahrzeugbestand in Berlin 2018 Bestand an Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeuganhängern nach Zulassungsbezirken 105.080 Krafträder 1.202.829 Personenkraftwagen Quelle: KraftfahrtBundesamt 55 GREEN ECONOMY INDEX Berlin bleibt hinter seinen Ansprüchen zurück Mit dem Green Economy Index Berlin 2025 hat die IHK Berlin ein Analyseinstrument entwickelt, das die Leistungsfähigkeit Berlins in relevanten Feldern ökonomisch-ökologischer Nachhaltigkeit misst. Der Index wurde 2016 zum ersten Mal veröffentlicht und liegt aktuell in der Ausgabe für 2018 vor. Er besteht aus 18 Indikatoren aus den Bereichen Energie, Wasser, Kreislaufwirtschaft und Mobilität, die klassische „Win-win-Situationen” von Ökonomie und Ökologie umschreiben. Für jeden Indikator wird ein Zielwert für das Jahr 2025 ausgegeben und die aktuelle Zielerreichung ermittelt. Der Gesamtindex hat sich mit einem Wert von 37 Prozent gegenüber 31 Prozent in 2016 leicht nach oben entwickelt. Entwicklungsbedarf besteht vor allem bei der Kreislaufwirtschaft und der Mobilität, die sich trotz leichter Verbesserungen weiterhin im unteren Feld bewegen. Besonderes Augenmerk verdient auch der Bereich Energie, der in der Gesamtschau als einziger nachgelassen hat. Nur der Komplex Wasser bleibt weiterhin auf hohem Niveau und konnte sogar noch zulegen. Im Handlungsfeld Energie stehen positive Entwicklungen bei Photovoltaik, Wärmepumpen und Endenergieproduktivität wenig erfreuliche Zahlen bei den erneuerbaren Energien und der Gebäudeeffizienz gegenüber. Die für die Green Economy zentrale Kreislaufwirtschaft entwickelt sich noch zu langsam, die Abfalltrennung stagniert. Im Handlungsfeld Wasserwirtschaft entwickeln sich vor allem die Werte bei nachhaltigem Regenwassermanagement und Gründächern gut, insgesamt ist die Wasserwirtschaft auf einem guten Weg. Mobilität bildet das Schlusslicht. Vor allem bei Carsharing, Elektromobilität und Zeitverlust durch Staus werden unterdurchschnittliche Werte erreicht. 56 Berliner Wirtschaft in Zahlen A  usgabe 2018 Indikatoren und Stand der Zielerreichung Indikatoren Zielerreichungsgrad Energie 30 Prozent Anteil erneuerbarer Energien 10 Prozent Photovoltaik 17 Prozent Wärmepumpen 55 Prozent Energieproduktivität 43 Prozent Gebäudeeffizienz 24 Prozent Kraft-Wärme-Kopplung kein Zielwert definiert Kreislaufwirtschaft 25 Prozent Ressourceneffizienz 62 Prozent Effiziente Abfalltrennung 14 Prozent Mineralische Bauabfälle 0 Prozent1 Wasserwirtschaft 83 Prozent Nachhaltiges Regenwassermanagement 69 Prozent Gründächer 65 Prozent Effiziente Wasserbereitstellung und -reinigung 96 Prozent Nachhaltiger Verbrauch 100 Prozent2 Mobilität 18 Prozent Modal Split 33 Prozent2 Carsharing 8 Prozent Elektromobilität 12 Prozent Anteil erneuerbarer Energien 0 Prozent3 Fahrgastzahlen 34 Prozent Zeitverlust durch Stau 20 Prozent 2025 2018 37 Prozent 2010 1 Der Index für „Mineralische Bauabfälle“ entwickelt sich aktuell gegenläufig zum nachhaltigen Zielpfad, daher wird der Zielerreichungsgrad auf Null Prozent gesetzt. 2  Der „Anteil erneuerbarer Energien im Verkehr“ entwickelt sich aktuell gegenläufig zum nachhaltigen Zielpfad, daher wird der Zielerreichungsgrad auf Null Prozent gesetzt. Quelle: Green Economy 3  Für diesen Indikator gibt es keinen neuen Wert ggü. dem Vorjahr. IHB Berlin 2018 Index Berlin 2025, 57 STADT Fahrradverkehr im Jahresverlauf 2017 8.000 7.000 erste Warmwetterfront 6.000 5.000 4.000 Unwette 3.000 2.000 Ostern 1.000 0 Januar Jannowitzbrücke 58 Februar März Oberbaumbrücke Berliner Wirtschaft in Zahlen A  usgabe 2018 April Mai Juni Juli Hoch Rosi er Kälteeinbruch & Regen Quelle: Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, 2018 August September Oktober November Dezember 59 ERLÄUTERUNGEN Begriffe zur Raumgliederung* Berlin umfasst das Land Berlin. Das Berliner Umland umfasst die kreisfreie Stadt Potsdam, die Gemeinden Ahrensfelde, Bernau bei Berlin, Panketal, Wandlitz und Werneuchen aus dem Kreis Barnim, die Gemeinden Eichwalde, Königs Wusterhausen, Mittenwalde, Schönefeld, Schulzendorf, Wildau und Zeuthen aus dem Kreis Dahme-Spreewald, die Gemeinden Brieselang, Dallgow-Döberitz, Falkensee, Schönwalde-Glien und Wustermark aus dem Kreis Havelland, die Gemeinden Altlandsberg, Fredersdorf-Vogelsdorf, Hoppegarten, Neuenhagen bei Berlin, Petershagen/ Eggersdorf, Rüdersdorf bei Berlin und Strausberg aus dem Kreis Märkisch-Oderland, die Gemeinden Birkenwerder, Glienicke/Nordbahn, Hennigsdorf, Hohen Neuendorf, Leegebruch, Mühlenbecker Land, Oberkrämer, Oranienburg und Velten aus dem Kreis Oberhavel, die Gemeinden Erkner, Gosen-Neu Zittau, Grünheide (Mark), Schöneiche bei Berlin und Woltersdorf aus dem Kreis Oder-Spree, die Gemeinden Kleinmachnow, Michendorf, Nuthetal, Schwielowsee, Stahnsdorf, Teltow und Werder (Havel) aus dem Kreis Potsdam-Mittelmark sowie die Gemeinden Blankenfelde-Mahlow, Großbeeren, Ludwigsfelde und Rangsdorf aus dem Kreis Teltow-Fläming. Das Ballungsgebiet Berlin umfasst das Land Berlin und das Berliner Umland. Der weitere Metropolenraum umfasst die kreisfreien Städte Brandenburg, Cottbus, Frankfurt (Oder), die Kreise Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Ostprignitz-Ruppin, Prignitz, Spree-Neiße und Uckermark sowie die Gemeinden Althüttendorf, Biesenthal Stadt, Breydin, Britz, Chorin, Eberswalde Stadt, Friedrichswalde, Hohenfinow, Hohensaaten, Joachimsthal Stadt, Liepe, Lunow-Stolzenhagen, Marienwerder, Melchow, Niederfinow, Oderberg Stadt, Parsteinsee, Rüdnitz, Schorfheide, Sydower Fließ und Ziethen aus dem Kreis Barnim, die Gemeinden Alt Zauche-Wußwerk, Bersteland, Bestensee, Byhleguhre-Byhlen, Drahnsdorf, Golßen Stadt, Groß Köris, 60 Berliner Wirtschaft in Zahlen A  usgabe 2018 Halbe, Heideblick, Heidesee, Jamlitz, Kasel-Golzig, Krausnick-Groß Wasserburg, Lieberose Stadt, Lübben (Spreewald) Stadt, Luckau Stadt, Märkisch Buchholz Stadt, Märkische Heide, Münchehofe, Neu Zauche, Rietzneuendorf-Staakow, Schlepzig, Schönwald, Schwerin, Schwielochsee, Spreewaldheide, Steinreich, Straupitz, Teupitz Stadt und Unterspreewald aus dem Kreis Dahme-Spreewald, die Gemeinden Friesack Stadt, Gollenberg, Großderschau, Havelaue, Ketzin, Kleßen-Görne, Kotzen, Märkisch Luch, Milower Land, Mühlenberge, Nauen, Nennhausen, Paulinenaue, Pessin, Premnitz Stadt, Rathenow Stadt, Retzow, Rhinow Stadt, Seeblick, Stechow-Ferchesar und Wiesenaue aus dem Kreis Havelland, die Gemeinden Alt Tucheband, Bad Freienwalde (Oder) Stadt, Beiersdorf-Freudenberg, Bleyen-Genschmar, Bliesdorf, Buckow (Märkische Schweiz) Stadt, Falkenberg, Falkenhagen (Mark), Fichtenhöhe, Garzau-Garzin, Golzow, Gusow-Platkow, Heckelberg-Brunow, Höhenland, Küstriner Vorland, Lebus Stadt, Letschin, Lietzen, Lindendorf, Märkische Höhe, Münche­berg Stadt, Neuhardenberg, Neulewin, Neutrebbin, Oberbarnim, Oderaue, Podelzig, Prötzel, Rehfelde, Reichenow-Möglin, Reitwein, Seelow Stadt, Treplin, Vierlinden, Waldsieversdorf, Wriezen Stadt, Zechin und Zeschdorf aus dem Kreis Märkisch-Oderland, die Gemeinden Fürstenberg/Havel Stadt, Gransee Stadt, Großwoltersdorf, Kremmen, Liebenwalde Stadt, Löwenberger Land, Schönermark, Sonnenberg, Stechlin und Zehdenick Stadt aus dem Kreis Oberhavel, die Gemeinden Bad Saarow, Beeskow Stadt, Berkenbrück, Briesen (Mark), Brieskow-Finkenheerd, Diensdorf-Radlow, Eisenhüttenstadt Stadt, Friedland Stadt, Fürstenwalde/Spree, Groß Lindow, Grunow-Dammendorf, Jacobsdorf, Langewahl, Lawitz, Madlitz-Wilmersdorf, Mixdorf, Müllrose Stadt, Neißemünde, Neuzelle, Ragow-Merz, Rauen, Reichenwalde, Rietz-Neuendorf, Schlaubetal, Siehdichum, Spreenhagen, Steinhöfel, Storkow (Mark) Stadt, Tauche, Vogelsang, Wendisch Rietz, Wiesenau und Ziltendorf aus dem Kreis Oder-Spree, die Gemeinden Beelitz, Beetzsee, Beetzseeheide, Belzig Stadt, Bensdorf, Borkheide, Borkwalde, Brück Stadt, Buckautal, Golzow, Görzke, Gräben, Havelsee Stadt, Kloster Lehnin, Linthe, Mühlenfließ, Niemegk Stadt, Päwesin, Planebruch, Planetal, Groß Kreutz (Havel), Rabenstein/Fläming, Rosenau, Roskow, Seddiner See, Treuenbrietzen Stadt, Wenzlow, Wiesenburg/ Mark, Wollin, Wusterwitz und Ziesar Stadt aus dem Kreis Potsdam-Mittelmark und die Gemeinden Am Mellensee, Baruth/Mark Stadt, Dahme/Mark Stadt, Dahmetal, Ihlow, Jüterbog Stadt, Luckenwalde Stadt, Niedergörsdorf, Niederer Fläming, Nuthe-Urstromtal, Trebbin und Zossen aus dem Kreis Teltow Fläming. Brandenburg umfasst das Berliner Umland und den weiteren Metropolenraum. * Begriffe analog zur Definition im Landesentwicklungsplan Berlin-Brandenburg 2009 Bundesländer BE BB BW BY HB HE HH MV NI NW RP SH SL SN ST TH Berlin Brandenburg Baden-Württemberg Bayern Bremen Hessen Hamburg Mecklenburg-Vorpommern Niedersachsen Nordrhein-Westfalen Rheinland-Pfalz Schleswig-Holstein Saarland Sachsen Sachsen-Anhalt Thüringen Uckermark Prignitz Berliner Bezirke ChWi Charlottenburg-Wilmersdorf FrKr Friedrichshain-Kreuzberg Lich Lichtenberg MaHe Marzahn-Hellersdorf Mitt Mitte Neuk Neukölln Pank Pankow Rein Reinickendorf Span Spandau StZe Steglitz-Zehlendorf TSch Tempelhof-Schöneberg TrKö Treptow-Köpenick OstprignitzRuppin Oberhavel Barnim MärkischOderland Havelland PotsdamMittelmark Brandenburg a.d. Havel Potsdam Frankfurt (Oder) Oder-Spree PotsdamMittelmark TeltowFläming Dahme-Spreewald Cottbus ElbeElster OberspreewaldLausitz Spree-Neiße Berlin Berliner Umland Ballungsgebiet Berlin Weiterer Metropolenraum 61 IMPRESSUM Herausgeber IHK Berlin Fasanenstraße 85 10623 Berlin Telefon: +49 30 31510-0 Telefax: +49 30 31510-166 E-Mail: service@berlin.ihk.de www.ihk-berlin.de Redaktionsschluss Dezember 2018 Bildquellen Titel: © bluejayphoto – iStockphoto.com | S. 5: © funky-data – iStockphoto.com | S. 10: © Nikada – iStockphoto.com | S. 21 © Anchiy – iStockphoto.com | S. 44 © lechatnoir – iStockphoto.com Lektorat Berit Sörensen berit.soerensen@gmx.net 62 Berliner Wirtschaft in Zahlen A  usgabe 2018 Industrie- und Handelskammer zu Berlin Fasanenstraße 85 | 10623 Berlin | Telefon: +49 30 31510-0 | www.ihk-berlin.de
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