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Periodical volume

Full text: Jahresbericht Issue 2008

Jahresbericht 2008

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Herausgeber: Industrie- und Handelskammer zu Berlin Fasanenstraße 85 | 10623 Berlin Telefon: (030) 315 10 - 0 Telefax: (030) 315 10 - 344 Internet: www.ihk-berlin24.de

Redaktionsschluss: 28. Februar 2009 Satz und Grafik: WE DO communication GmbH GWA Druck: Druckhaus Berlin-Mitte GmbH

INHALT

Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Splitter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Standortpolitik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Starthilfe und Unternehmensförderung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Aus- und Weiterbildung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Innovation | Umwelt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . International . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Recht | Fair Play . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Branchen
.................................

5 6 8 18 22 26 30 34 38 48 49 50 52 53 61 69 70 71 72 74

Mitgliederservice . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Medien und Kommunikation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Budget und Mitglieder . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ehrenamt | Präsidium . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ehrenamt | Vollversammlung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ehrenamt | Ausschüsse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Organigramm . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Kompetenzteam Mittelstand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Wirtschaftsjunioren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Initiativen und Stellungnahmen (Auszug) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Statistischer Anhang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Bilder 2008 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 82 Kontakt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84 Register . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 86

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So orange ist nur Berlin.

Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR), Ringbahnstraße 96, 12103 Berlin Tel. 030 7592-4900, Fax 030 7592-2262, www.BSR.de 4

VORWORT

Die Chancen der Krise beherzt nutzen
Für die Berliner Unternehmen war 2008 ein zwiespältiges Jahr. Zur Jahresmitte lag das Wirtschaftswachstum der Hauptstadt mit 2,5 Prozent erstmals seit langer Zeit wieder über dem Bundesdurchschnitt. Quer durch alle Branchen gab es volle Auftragsbücher. Der Export boomte, neue Unternehmen kamen an die Spree, und immer mehr Touristen strömten in die Stadt. Die Umsätze stiegen, die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten wuchs schneller als in anderen Regionen Deutschlands, und der Berliner Finanzsenator nahm deutlich mehr Steuern ein als gedacht. Doch dann zogen die düsteren Wolken der globalen Finanz- und schließlich der Wirtschaftskrise am Horizont auf. Bereits in der zweiten Jahreshälfte war absehbar, dass auch die Berliner Unternehmen nicht ungeschoren aus dem weltweiten Dilemma herauskommen werden. Zunächst bekamen die exportierenden Industriebetriebe den Gegenwind zu spüren, dann die Immobilienbranche. Projekte mussten auf Eis gelegt werden. Dagegen konnte sich der Handel trotz aller Befürchtungen noch über ein respektables Weihnachtsgeschäft freuen. Dass die Berliner Wirtschaft 2008 nach vorläufigen Zahlen immerhin noch auf 1,6 Prozent Wachstum gekommen ist, spricht für den Standort, der bereits in den vergangenen 15 Jahren einen schmerzhaften Konsolidierungsprozess hinter sich gebracht hat. Am Jahresende standen die Zeichen jedoch auf Sturm. Bundes- und Landesregierung haben deshalb Hilfspakete geschnürt und wollen die Konjunktur ankurbeln. Bereits im November 2008 forderte die IHK den Senat auf, mehr Geld für Investitionen bereitzustellen. Diesem Ruf folgte die rot-rote Koalition nur zurückhaltend. Ohne Bundesmittel hätte es für den Standort kaum relevante Impulse gegeben. Im Jahr 2009 muss die Berliner Wirtschaft zeigen, dass sie gut aufgestellt ist. Die Grundlagen dafür wurden gelegt. In vielen Bereichen sind hauptstädtische Betriebe Weltmarktführer. Diese Positionen gilt es gezielt auszubauen, dann kann in der Krise auch eine Chance liegen. Das setzt aber auch entsprechende Unterstützung durch die Politik voraus. Die IHK wird deshalb auch 2009 dem Senat ein verlässlicher Partner sein – zum Wohle der Berliner Wirtschaft.

Dr. Eric Schweitzer PRÄSIDENT

Jan Eder HAUPTGESCHÄFTSFÜHRER

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SPLITTER

Großer Bahnhof
Dichtes Gedränge zum Start 2008: Der gemeinsame Neujahrsempfang von IHK und Handwerkskammer erweist sich erneut als ein großes gesellschaftliches Ereignis in der Stadt. Rund 1700 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Kultur, Wissenschaft und Sport kommen ins Ludwig Erhard Haus.

Appell an das Ehrgefühl

Aufregung bei einem Auftritt von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries in der IHK. Grund: Die Politikerin kritisierte, steigenden Gewinnen stünden Arbeitsplatzabbau, Korruption und Steuerbetrug entgegen. Die Antwort der Unternehmer: Einzelne „schwarze Schafe“ sind nicht repräsentativ.

Saubere Sache
Bei den Berliner Energietagen in der IHK werden die „KlimaSchutzPartner des Jahres“ geehrt. Dafür wählt die Jury unter 23 Bewerbern drei Sieger aus. Die Gewinner-Projekte überzeugen durch einen Mix energiesparender Techniken und baulicher Maßnahmen und regen zum Nachmachen an.

Jan

Feb

März

April

Mai

Juni

Optimismus pur
Nach einer Konjunkturumfrage zu Jahresbeginn stehen in der Region die Signale weiterhin auf Wachstum und Beschäftigungszuwachs. Mehr als 80 Prozent der Unternehmen schätzen sowohl ihre Lage als auch die Geschäftserwartungen als gut bzw. befriedigend ein.

Energiekonzerne verwarnt
Volles Haus in der IHK bei einem wirtschaftspolitischen Gespräch mit dem Präsidenten des Bundeskartellamtes Dr. Bernhard Heitzer. Der zeigt den Energiekonzernen die „gelbe Karte“ und fordert mehr Wettbewerb auf dem Energiemarkt – begleitet von viel Applaus.

Unternehmer unter Strom
Mutig, mutig: Trotz anhaltender öffentlicher Kritik an hohen Strompreisen stellt sich Vattenfall-Chef Tuomo Hatakka in der IHK der öffentlichen Diskussion. Seine Botschaft: Versorgungssicherheit und Klimaschutz haben ihren Preis.

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Soziales Engagement geehrt
Für ihr soziales Engagement erhält die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG die mit 10.000 Euro dotierte Franz-von-Mendelssohn-Medaille der Berliner Wirtschaft. Auslober sind IHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer und Handwerkskammer-Präsident Stephan Schwarz.

Bilden statt Entlassen

Ausstellung zum Jubiläum
Zum zehnjährigen Jubiläum des Ludwig Erhard Hauses zeigt die IHK eine Ausstellung des internationalen JugendKunst- und Kulturzentrums Schlesische 27 aus Kreuzberg. Das Domizil der IHK war am 21. September 1998 eingeweiht worden und hat sich seitdem zu einer festen Adresse der Berliner Wirtschaft entwickelt.

Arbeitskräfte qualifizieren statt entlassen – so lautet die Botschaft von Bundesarbeitsminister Olaf Scholz bei einer Diskussion in der IHK. Außerdem will sich der Politiker dafür einsetzen, Nicht-Abiturienten die Tore der Hochschulen zu öffnen.

Juli

August

Sept

Okt

Nov

Dez

Auszeichnung für Ausbildung
Bereits zum fünften Mal suchen IHK und Handwerkskammer gemeinsam mit Berliner Morgenpost und rbb den besten Ausbildungsbetrieb der Hauptstadt. Um die Auszeichnung bewerben sich fast 80 Unternehmen. Am Ende siegte die Medizintechnikfirma Biotronik.

Gut getalkt
Hoher Unterhaltungswert am Ende des Jahres: Der Fraktionschef der Linkspartei im Bundestag Gregor Gysi findet auf alle noch so heiklen Fragen der Unternehmer schlagfertige Antworten. Seine Kritik: Die Bundesregierung tut zu wenig für die Wirtschaft.

Chance für Nachzügler
Zwiespältige Bilanz der Nachvermittlungsaktion von IHK und Handwerkskammer für ausbildungsplatzsuchende Jugendliche: Zwar gibt es genügend Lehrstellen, aber nur 30 Prozent der Bewerber kommen zur Beratung.

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STANDORTPOLITIK

Ein respektables Jahr für die Berliner Wirtschaft - Stoppzeichen kam am Jahresende
Licht und Schatten: Die Berliner Wirtschaft konnte ihre positive Entwicklung der vergangenen Jahre zunächst auch 2008 fortsetzen. Die Unternehmen trotzten den weltwirtschaftlichen Risiken - trotz starkem Euro und hohem Ölpreis. Das Wachstum der hauptstädtischen Wirtschaft lag bis Ende Juni mit 2,5 Prozent erstmals seit langem über dem Bundesdurchschnitt (+2,4 Prozent). Doch Ende des Jahres begann sich die globale Finanz- und Wirtschaftskrise auszuwirken.

Die gute Entwicklung schlug sich auch im Berliner Arbeitsmarkt positiv nieder. So war die Zahl der Arbeitslosen mit durchschnittlich 234.000 so niedrig wie zuletzt 1996, und auch die Arbeitslosenquote ging kontinuierlich zurück und erreichte im November ein Rekordtief von 12,8 Prozent. Im Jahresdurchschnitt lag die Quote bei 13,9 Prozent. Erfreulich war insbesondere die Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Hier kam Berlin im Bundesvergleich wieder auf das Siegerpodest. Anstatt diese positive Entwicklung durch eine massive Qualifizierungsoffensive zu flankieren, baute der Senat mit dem sogenannten Öffentlich geförderten Beschäftigungssektor (ÖBS) den „zweiten Arbeitsmarkt“ weiter aus. Von den ursprünglich bis 2010 geplanten 10.000 Stellen im ÖBS wurden bis Ende 2008 fast 5.000 besetzt. Aus IHK-Sicht birgt diese Politik, die Langzeitarbeitslosen keine Perspektive für eine wirkliche Integration in den ersten Arbeitsmarkt bietet, das Risiko einer Verdrängung regulärer Arbeitsplätze. Um diese Risiken einzuschränken, hat sich die IHK gemeinsam mit der Handwerkskammer Berlin in Verhandlungen mit der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, der Regionaldirektion für Arbeit und weiteren Akteuren in Form einer Gemeinsamen Erklärung auf ein für alle Beteiligten bindendes Vorgehen zum ÖBS

verständigt. Durch den Ausschluss einiger Tätigkeiten vom ÖBS sollen Wettbewerbsverzerrungen vermieden werden.

Investitionsstandort Berlin gewinnt weiter an Attraktivität
Die wirtschaftliche Dynamik Berlins hat erheblich dazu beigetragen, dass der Standort in der Gunst von Investoren weiter gewinnen konnte. Das zeigen auch die Ansiedlungserfolge des Landes. Die Berlin Partner GmbH konnte sogar ein Rekordergebnis vermelden: Bei 128 Investitionsprojekten sollen insgesamt mehr als 5.900 neue Jobs geschaffen werden. Damit wurde sogar das Boomjahr 2000 übertroffen, in dem fast 5.500 neue Arbeitsplätze entstanden sind. Das größte Investitionsprojekt 2008 war die Ansiedlung des Kommunikationsdienstleisters Sitel, der die Schaffung von 1.000 neuen Arbeitsplätzen in der Hauptstadt beabsichtigt. Daneben eröffneten Pfizer, Inventux und Takata-Petri ihre neuen Destinationen in Berlin und symbolisierten damit ihr Vertrauen in die Zukunft des Wirtschaftsstandorts.

Jahresverlauf erste Anzeichen eines konjunkturellen Abschwungs erkennen. Verstärkt wurden diese konjunkturellen Abwärtstendenzen durch die sich seit September verschärfende Finanzmarktkrise, die gegen Ende des Jahres die Realwirtschaft erreichte. Berlin konnte sich der globalen Finanzkrise nicht entziehen. Einige Teile der Wirtschaft mussten bereits Auftragsrückgänge verbuchen oder Investitionen zurückstellen. Bedingt durch rückläufige Wachstumszahlen bei den wichtigsten Handelspartnern der Berliner Wirtschaft gingen auch die Ausfuhren der Industrie von Januar bis Oktober um knapp fünf Prozent zurück. Allerdings kommen dem Wirtschaftsstandort Berlin in der Krisensituation einige vergangenheitsbedingte Umstände zugute. So sind die wichtigsten Finanzpartner der Berliner Wirtschaft, die Sparkassen und Volksbanken, vergleichsweise wenig von der Krise betroffen, und auch die Kreditabhängigkeit der Unternehmen ist in den vergangenen Jahren gesunken. Die im Herbst 2008 befürchtete Kreditklemme für Berliner Unternehmen durch restriktivere Kreditvergaben blieb aus. Auch die sinkende Exportnachfrage wird den Standort auf Grund der unterdurchschnittlichen Exportquote der Berliner Wirtschaft weniger hart als andere Regionen treffen. Zudem sind viele Berliner Unternehmen auf Grund ihrer Spezialisie9

Finanzkrise trübt Stimmung der Unternehmen
Die Zukunft der Stadt wird 2009 aber vor große Herausforderungen gestellt werden. Schon der von der IHK Berlin erhobene Geschäftsklimaindex ließ im

STANDORTPOLITIK

rung im Hochtechnologiebereich oder auf Nischenmärkten nur im geringen Maße konjunkturabhängig, was in Zeiten des konjunkturellen Abschwungs entlastend wirkt. Trotz dieser mildernden Aspekte steht die Berliner Wirtschaft 2009 vor einem schwierigen wirtschaftlichen Jahr. Das zeigt auch der aktuelle IHK-Konjunkturreport vom Jahresbeginn, der Beleg für die Sorge der Berliner Unternehmen vor der nahen Zukunft ist. Während die aktuelle Lage in fast allen Branchen noch als relativ positiv eingeschätzt wird, erwarten 43 Prozent der Unternehmen eine Verschlechterung ihrer Geschäftslage in den kommenden Monaten. Dies sind fast doppelt so viele wie im Herbst 2008.

und Verwaltungshandelns stehen. Die IHK hat dem Senat dazu in einer Pressekonferenz am 6. November 2008 eine Vorschlagsliste von 15 Maßnahmen für Wachstum und Beschäftigung vorgelegt. Der Handlungskatalog reichte von der Verschiebung der zweiten Stufe der Umweltzone, über Vorschläge zum Bürokratieabbau und zu Infrastrukturmaßnahmen, der Senkung der Gewerbesteuer bis hin zu konkreten Fördermöglichkeiten für kleine Unternehmen. Die Politik muss nun Taten folgen lassen, um dauerhaften Schaden für Berlin abzuwenden und Berlin wieder nach vorn zu bringen.

entwickelt der Berliner Senat derzeit ein Demografiekonzept, das die IHK aktiv begleitet. Aus Sicht der IHK muss die wirtschaftliche Entwicklung Berlins hierbei eine zentrale Rolle spielen. Eine starke Wirtschaft schafft neben attraktiven Arbeitsplätzen auch die finanziellen Voraussetzungen für politische Handlungsspielräume. Maßgebende Voraussetzung hierfür ist die Schaffung wirtschaftsfreundlicher Rahmenbedingungen, denen im Demografiekonzept für Berlin eine vorrangige Bedeutung eingeräumt werden muss. Handlungsbedarf besteht aus Sicht der Wirtschaft auch im Bildungsbereich angesichts zurückgehender Schülerzahlen und des drohenden Fachkräftemangels. Mit ihrem Papier „Bessere Bildung für Berlin“ unterbreitete die IHK konkrete Forderungen und Vorschläge für ein leistungsfähiges Bildungssystem, das den Anforderungen der Zukunft gerecht wird. Gerade wegen der absehbar wirtschaftlich schwierigen Zeiten müssen jetzt die Grundlagen für nachhaltiges Wachstum und damit für die Zukunft Berlins gelegt werden.

Demografischer Wandel setzt Rahmen für die Zukunft Berlins
Eine zusätzliche Herausforderung stellt die sich abzeichnende demografische Entwicklung Berlins dar. Obwohl Berlin sich nicht mit den Einwohnerzuwachsraten wirtschaftsstarker Regionen messen kann, wächst Berlin dank des Hauptstadteffekts bislang kontinuierlich. Der demografische Wandel wird den Standortwettbewerb jedoch auch unabhängig von Finanzkrise und Konjunkturabschwung erheblich verschärfen. Um diese Herausforderungen anzunehmen,

Entschlossenes Handeln des Senats gefordert
Die Berliner Politik ist nun in der Pflicht, der Kapitalmarktkrise und der Konjunkturdelle mit wirtschaftspolitischen Maßnahmen konsequent und umgehend entgegenzuwirken, um eine tiefgreifende Rezession für Berlin zu vermeiden. Chancen und Potenziale des Standorts dürfen mehr denn je nicht ungenutzt bleiben. „Wirtschaftsfreundlichkeit“ muss im Zentrum jeglichen politischen

Öffentliche Investitionen wirken doppelt
Das Vorziehen eigentlich später geplanter Investitionen auf das Jahr 2009 ist zur kurzfristigen Unterstützung der Berliner Wirtschaft von herausragender Bedeutung. Zusätzliche öffentliche Aufträge kommen nicht nur der regionalen Wirtschaft direkt zu Gute und helfen, Beschäftigung und vielen Unternehmen das Überleben zu sichern. Öffentliche Investitionen verbessern zugleich die Standortbedingungen und damit die Attraktivität Berlins. Die IHK hat daher im Dezember 2008 dem Senat eine Liste von dringenden Investitionsvorhaben

Der Standort Berlin hat 2008 weiter an Attraktivität gewonnen.

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Umzug: Die BILD-Zentralredaktion sitzt jetzt in der Hauptstadt.

ment zur Intensivierung der Kontakte zu den ansässigen Unternehmen einzurichten. Aber wie so oft in Berlin können Rahmenbedingungen für die Wirtschaft nur dann verbessert werden, wenn Senat und Bezirke sowie bezirkliche Ämter untereinander an einem Strang ziehen. Der Erfolg des neuen Senatskonzepts wird davon abhängen, ob Behörden auf allen Ebenen die neu ausgerichtete Bestandspflege in Berlin aktiv unterstützen. Die IHK wird den Prozess begleiten und auf schnelle Umsetzung der wirtschaftsfreundlichen Ansätze drängen.

vorgelegt. Konkret benannt werden öffentliche Gebäude und Straßen, für die zusätzliche Mittel bereitgestellt werden sollten. Die Auswahl ist groß: der Investitions- und Instandhaltungsrückstau ist aufgrund der jahrelangen Sparpolitik des Senats gigantisch. 400 Millionen Euro Investitionsstau im über 5.000 Kilometer langen Berliner Straßennetz sind ebenso wie ca. 1,6 Milliarden Euro bei den öffentlichen Gebäuden angehäuft worden. Mit kurzfristigen Investitionen würde Berlin zudem endlich seine im Bundesvergleich viel zu geringe Investitionsquote von acht Prozent im Jahr 2007 anheben. Der Senat hat in Folge des Konjunkturpakets II des Bundes Investitionen angekündigt und darüber hinaus eigene Mittel zur Belebung der Konjunktur eingeplant.

Äußerungen von ansässigen Unternehmen sprechen eine eindeutige Sprache. Hinsichtlich der Wirtschaftsfreundlichkeit des Standorts hat Berlin nach wie vor Nachholbedarf. Gerade die Betreuung von Unternehmen am Standort erfolgt in Berlin seitens der Verwaltung wenig abgestimmt, und die Strukturen in den Bezirken stellen die Berliner Wirtschaft immer wieder vor neue Herausforderungen. So führt die mangelnde Abstimmung zwischen der bezirklichen Wirtschaftsförderung einerseits und Fachbehörden andererseits nicht selten zur Verzögerung von Verwaltungsverfahren. Die IHK hat Mitte 2008 öffentlich einen umfassenden Maßnahmenkatalog zur besseren Betreuung der Unternehmen in Berlin, der effektiveren Investorenansprache und effizienteren Wirtschaftsförderung in Berlin vorgelegt. Dabei gehen einige der Vorschläge zur Verbesserung der Bestandspflege mit den Überlegungen des Senats konform, der mit der Vorlage eines Konzepts für einen neuen „Unternehmensservice“ die Sorgen der Unternehmen besser wahrnehmen möchte. So befürwortet die IHK die Senatsidee, ein Key-Account-Manage-

Akquise verstärkt zur Standortentwicklung nutzen
Im Werben für den Wirtschaftsstandort sieht die IHK ebenfalls große Reserven und hat dazu dem Senat Vorschläge unterbreitet. So würde eine engere Verzahnung der Berlin Partner GmbH mit der Technologiestiftung Berlin (TSB) erhebliche Synergien mit sich bringen. Insbesondere der intensive Austausch zwischen den Akquiseteams der Berlin Partner GmbH und den strategischen Initiativen der TSB könnte den Erfolg Berlins bei der Suche nach Investoren noch verstärken. Von der engeren Verknüpfung vorhandener Netzwerke würden neu angesiedelte wie Berliner Traditionsunternehmen gleichermaßen profitieren.

Wirtschaftsfreundlichkeit in den Fokus stellen
Neben Investitionen in die Infrastruktur müssen die Unternehmen auch durch wirtschaftsfreundliches Handeln der Politik und Verwaltung unterstützt werden – gerade in Krisenzeiten ein besonders wichtiger Aspekt zur Stärkung des Standorts. Standortvergleiche und

Clusteransatz hat sich bewährt - Fördereffekte optimieren
Wie bei der Akquise hat sich auch bei der Berliner Förderstrategie der Kompetenzfeld- und Clusteransatz gut bewährt. Die drei Cluster Gesundheitswirtschaft, Kreativwirtschaft und Mobilität/Verkehr weisen positive Entwicklungen auf und geben wichtige wirtschaftliche Impulse.
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STANDORTPOLITIK

Auch die Überlegungen, den Bereich Energie/Umwelt zu einem weiteren Kompetenzfeld aufzubauen, weisen in eine zukunftsträchtige Richtung. Dennoch hat Berlin bei der monetären Wirtschaftsförderung Optimierungspotenzial, um gerade in der sich zuspitzenden konjunkturellen Entwicklung seine Ressourcen effizient zu nutzen. Bereits im Sommer hat sich die IHK daher mit eigenen Vorschlägen für eine effektivere, monetäre Wirtschaftsförderung eingesetzt. Die Berücksichtigung wechselseitiger Fördereffekte, eine regelmäßige Evaluierung der Förderprogramme und verbindliche Fristsetzungen für Förderentscheidungen erhöhen die Transparenz der Mittelvergabe und die positiven Effekte öffentlicher Förderung für den Standort.

Unternehmen mittels Standard-KostenModell“ von Anfang an unterstützt. Der Senat möchte dabei die Bürokratiekosten der Unternehmen, die durch Informationspflichten gegenüber Behörden wie Antrags-, Melde- und Statistikpflichten entstehen, spürbar reduzieren. Die IHK hat unter Federführung des Kompetenzteams Mittelstand dazu über 100 Vorschläge zusammengetragen, wie Verwaltungsverfahren vereinfacht werden können. Nun ist der Senat in der Pflicht, seine Ankündigung durch umfangreiche Gesetzesänderungen wahr werden zu lassen.

cherweise die Berliner Wasserbetriebe zu rekommunalisieren, bzw. der BSR den Status eines öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgers zu geben. Dies widerspricht nicht nur dem Ziel der Absenkung der zu hohen Staatsquote in Berlin, sondern ist auch ein Eingriff in den Wettbewerb. Aber ein solches Verhalten ist schädlich für den Standort Berlin insgesamt und für jeden Investor fatal.

EU-Dienstleistungsrichtlinie unternehmensfreundlich umsetzen
Bei der Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie ist der Senat ebenfalls auf dem richtigen Weg, und wird auch zum Bürokratieabbau praktisch gezwungen: Mit ihrer verbindlichen Richtlinie will die EU Hürden beim grenzüberschreitenden Angebot unternehmerischer Leistungen abbauen. Dazu müssen alle Mitgliedstaaten bis zum Jahreswechsel 2009/10 sogenannte Einheitliche Ansprechpartner (EA) einrichten, die die Unternehmen umfassend informieren und alle für die Aufnahme der Geschäftstätigkeit erforderlichen bürokratischen Verfahren koordinieren. Die IHK hat von Anfang an den Ansatz des Senats geteilt, das Angebot des EA auch inländischen Unternehmen anzubieten und es unternehmensnah und serviceorientiert auszugestalten. Die IHK unterstützt zudem den Senat, mit der Einrichtung dieses EAService Verwaltungsverfahren zu straffen. Damit der EA zu einem wirklichen Standortvorteil wird, bedarf es einer engen Kooperation der Wirtschaftskammern und des Senats. Dieses Ziel wird die IHK auch 2009 weiter verfolgen. Ein wichtiger Baustein für den EA und bereits per se ein attraktives und stark nachgefragtes Angebot zur Minderung bürokratischer Hürden für Gründer stellt das von IHK und HWK entwickelte StarterCenter

Privatisierungspotenziale ausschöpfen
Leider sind die Privatisierungsaktivitäten des Senats 2008 weitgehend zum Erliegen gekommen. Während im Jahr 2007 zumindest die Landesbank Berlin und die GSG aus dem Landeseigentum herausgelöst wurden, hat der Senat im Jahr 2008 trotz des hohen Potenzials keine beachtlichen Privatisierungen vorangetrieben. Auch hier verspielte der Senat wichtige Chancen zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Berlin. Vielmehr ging die Koalition mit Überlegungen sogar in die falsche Richtung, mögli-

Der Weg des Bürokratieabbaus stimmt – Taten müssen folgen
In den sich abzeichnenden wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es dringender denn je, dass sich Unternehmen auf ihr Geschäft konzentrieren können und wenig Zeit und Geld für Bürokratie aufwenden müssen. Die IHK hat daher das Senatsprojekt „Bürokratiekostensenkung für

Die IHK fordert einen weiteren Abbau von Bürokratie.

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Noch Zukunft am Computer – BBI soll aber bald Jobmotor sein.

nachzuweisenden Fahrzeugeinsätze um den Faktor zehn verringert werden. Weitere Erleichterungen werden mit dem Relaunch des Handyparkens in Berlin möglich. Mit dem Pilotprojekt „Handyparken“ war Berlin schon 2005 Vorreiter in Deutschland. Auf der Basis neuer Technik wurde es möglich, dass ab 2009 in Berlin mehrere Anbieter von Handyparken aktiv werden können. Durch den Wettbewerb hat der Nutzer die Auswahl zwischen verschiedenen Tarifmodellen und Dienstleistungen und kann mit seinem Anbieter auch in anderen Städten ohne nochmalige Registrierung sein Auto parken.

dar. Im Internet finden Gründer in Berlin unter www.startercenter-berlin.de alle Informationen und Antragsformulare.

Verwaltungsmodernisierung bleibt unverzichtbare Aufgabe
Das Handeln des Senats im Jahr 2008 war nicht immer von Wirtschaftsfreundlichkeit geprägt. Bei einigen politischen Entscheidungen ließ die Landesregierung Weitsicht vermissen, andere wichtige Aufgaben wurden nur zögerlich oder gar nicht in Angriff genommen. So hat die IHK das Projekt „Elektronische Baugenehmigung“ von Anfang an unterstützt. Die Möglichkeit, Bauanträge elektronisch einzureichen, würde die Transparenz erhöhen und die Verfahren beschleunigen. In der Vergangenheit wurden in den Bezirksämtern zwar interne elektronische Verfahren eingeführt, aber die eigentliche elektronische Antragstellung ist weiterhin nicht absehbar. Die entsprechende Finanzierung ist bislang nicht gesichert. Auch bei der Weiterentwicklung des eGovernment-Angebots der Berliner Verwaltung sind die Erfolge spärlich. Dem selbstformulierten Anspruch hinkt der Senat hier noch erheblich hinterher.

Die Ursache für den schleppenden Fortgang ist – wie bei anderen Problemen – in der zweistufigen Verwaltungsstruktur Berlins zu finden. Die IHK spricht sich nach wie vor für eine einstufige Verwaltung in Berlin aus, hat aber daneben auch Vorschläge für kurzfristige Reformmaßnahmen in den Berliner Bezirken erarbeitet. Dass einheitliche Strukturen wichtig sind, zeigen u.a. die Beispiele „Sondernutzung öffentlichen Straßenlandes“ und „Parkraumbewirtschaftung“. Nur ein einheitliches Handeln der Bezirke wird Erfolg bringen.

Neuer Flughafen BBI: Engpass Schienenanbindung
Das wichtigste Infrastrukturprojekt der Region, der Flughafen Berlin Brandenburg International (BBI), wurde vom Senat erfreulicherweise vorangetrieben. Bis Ende 2008 waren Aufträge von über 1,1 Milliarden Euro vergeben. Über 80 Prozent der Aufträge gingen an Firmen aus der Region. Der BBI ist damit eine wichtige Stütze der Bauwirtschaft und bereits heute Jobmotor. Da die Verhandlungen über Bankkredite zum Jahresende andauerten, ist die konkrete Finanzierung noch ungeklärt. Berlin, Brandenburg und der Bund entschlossen sich, die notwendigen Darlehen statt zu 80 nunmehr zu 100 Prozent zu verbürgen, um die Zinsbelastung der Flughafengesellschaft zu verringern. Im Streit um die Organisation des künftigen Flugbetriebs haben sich die IHKs in Berlin und Brandenburg für eine Freigabe der so genannten Nachtrandstunden für den Flugverkehr stark gemacht – eine wichtige Voraussetzung für die weitere Internationalisierung des Berliner Flugverkehrs und die Etablierung als Heimatflughafen weiterer Airlines. Mit der Fertigstellung der Flughafen13

Parken: Es wird leichter
Dass Einigkeit den Standort voranbringt, zeigt die Parkraumbewirtschaftung. Nach langwierigen Gesprächen mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung ist es der IHK Berlin und der Handwerkskammer gelungen, das bisher sehr aufwändige Antragsverfahren für die so genannten Betriebsvignetten stark zu vereinfachen: Diese Ausnahmegenehmigung von der Parkgebührenpflicht benötigen Unternehmen, die ihren Sitz in einer Parkzone haben oder ihre Kunden dort aufsuchen müssen. Mit der neuen Regelung konnte die Zahl der

STANDORTPOLITIK

autobahn A 113 ist eine schnelle Verbindung zur Berliner Innenstadt geschaffen worden. Ungewiss ist, wann die geplante Bahnverbindung in Betrieb gehen kann. Da sich der Wiederaufbau der Dresdener Bahn sowie die Ostanbindung weiter verzögern, muss der Flughafenshuttle in der Startphase unnötigerweise Umwege in Kauf nehmen. Die IHK fordert den Einsatz von drei Zügen pro Stunde und Richtung, da eine attraktive Verbindung zwischen Flughafen und Berliner Hauptbahnhof ein Essential des BBI-Projekts darstellt und nicht durch S-Bahn oder Bus kompensiert werden kann. Problematisch sieht die IHK auch die Kapazitätsfrage von BBI. Angesichts von bereits mehr als 21,4 Millionen Fluggästen im Jahr 2008 muss die Terminalkapazität bereits zur Eröffnung von BBI erhöht werden. Die Nachfrage wird, wie von der IHK prognostiziert, deutlich größer sein, als die von der Flughafengesellschaft angegebenen 22 bis 25 Millionen Passagiere pro Jahr.

Aus: Die letzten Flugzeuge verlassen Tempelhof.

sich in den letzten Jahren wegen seiner Innenstadtnähe zum idealen Standort für die Business Aviation entwickelt, die für Berlin als Hauptstadt zunehmend an Bedeutung gewinnt. Zudem zeigte Tempelhof bei der Fußballweltmeisterschaft 2006, wie wichtig ein leistungsfähiger Business-Airport für den Erfolg internationaler Großveranstaltungen in Berlin ist. Der Airport BBI in Schönefeld wird solche Verkehrsspitzen nicht bewältigen können. Die IHK forderte den Senat mehrmals auf, den Schließungsbeschluss zurückzunehmen – zumindest bis zur BBI-Eröffnung. Das hätte ein Zeitfenster geöffnet, in dem die offenen Fragen für einen langfristigen Flugbetrieb geprüft und ein tragfähiges Konzept für den Flughafen hätte erstellt werden können. Im April präsentierten IHK und Handwerkskammer Berlin ein gemeinsames Gutachten, das die Bedeutung von Tempelhof als Business-Airport verdeutlichte und die Notwendigkeit aufzeigte, BBI von solchen Flügen zu entlasten. Letztlich hatten aber weder die Argumente für die Zukunftsfähigkeit von Tempelhof noch ein Volksentscheid

Erfolg. Die IHK unterstützte das Anliegen des Volksentscheids, der aber letztlich erfolglos blieb.

Nachnutzung ungeklärt
Zudem wurde der Flughafen geschlossen, ohne dass sich eine nur annähernd überzeugende Nachnutzung des für die Stadtentwicklung wichtigen Geländes abzeichnet. Mit der Vereinbarung, dass Berlin den Bundesanteil am Flughafen - und damit auch die anteiligen Lasten – übernimmt, wurde zusätzlich das Vermarktungsrisiko in der Hand des Senats konzentriert. Als Träger öffentlicher Belange forderte die IHK Berlin, mit einer Festlegung künftiger Nutzungen im Flächennutzungsplan auf konkrete Ideen zu warten, um das Potenzial der Baufelder nicht unnötig einzuschränken. Ob die wirtschaftliche Dynamik Berlins angesichts zahlreicher freier Flächen für Wohnen, Büros und Gewerbe für eine schnelle und angemessene Entwicklung ausreicht, ist fraglich, zumal bald auch die Fläche des Flughafens Tegel frei wird. Hier erarbeitet die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung gemeinsam mit

Flughafen Tempelhof geschlossen
Beim Flughafen Tempelhof hat der Senat ebenfalls den großartigen Standortvorteil, den ein innerstädtischer Business-Airport für die Stadt bietet, nicht sehen wollen. Vielmehr hat die Landesregierung trotz der veränderten Rahmenbedingungen im Luftverkehr die vor Jahren beschlossene vorzeitige Schließung des Areals umgesetzt. Nach 85 Jahren Betrieb starteten in Tempelhof am 30. Oktober die letzten planmäßigen Maschinen. Angesichts weiter steigender Passagierzahlen in Berlin und der völlig unzureichend geklärten Nachnutzung war dies eine klare wirtschaftspolitische Fehlentscheidung. Der Flughafen hatte
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der IHK und den angrenzenden Bezirken erste Überlegungen, um nach Schließung des Flughafens Tegel diesen Stadtteil als attraktive Adresse für Unternehmen zu erhalten.

massiver IHK-Intervention wird die Verordnung nun noch einmal genauer auf Notwendigkeit und Zweckmäßigkeit geprüft. Auch das Straßenausbaubeitragsgesetz hat in den ersten zwei Jahren seit Inkrafttreten seine investitionsverhindernde Wirkung entfaltet. Dringend notwendige Straßenbaumaßnahmen wurden zurückgestellt, weil die Bezirke zur Anwendung des Gesetzes gezwungen sind, es aber ohne geschultes Personal und Ausführungsvorschriften gar nicht anwenden können. Das strenge Verfahren verzögert den Start von Baumaßnahmen um rund ein Dreivierteljahr, was bereits zum Verfallen von Fördermitteln geführt hat. Mit Blick auf die aktuellen Investitionsprogramme zur Konjunkturbelebung ist das ein doppeltes Fiasko. Deshalb setzt sich die IHK Berlin dafür ein, dieses Gesetz wieder abzuschaffen, bevor die ersten Ausbaubeiträge von den Anliegern bezahlt werden.

Eindimensionale Verkehrsplanungen
Auch beim geplanten Rückbau des Molkenmarktes, der heutigen Straßenkreuzung am Roten Rathaus, hat sich der Senat die unnötigen Belastungen für die Wirtschaft nicht hinreichend vor Augen geführt. Nach dem Willen der Verwaltung soll die Bundesstraße B1 stark verengt und zusätzlich rechtwinklig geführt werden, damit das umliegende Areal bebaut werden kann. Sollte der Bebauungsplan wie vorgelegt verabschiedet werden, wird aber die einzige leistungsfähige Ost-West-Verbindung im Berliner Zentrum abgeschnürt. Damit ist ein Verkehrschaos in der City-Ost vorprogrammiert. Das bedeutet nicht nur längere Fahrzeiten und höhere Kosten für den Wirtschaftsverkehr, sondern auch eine höhere Lärm- und Schadstoffbelastung. Deshalb forderte die IHK Berlin den Senat auf, die Pläne zu ändern. Zugleich erarbeitete die IHK einen alternativen Straßenentwurf mit einer geschwungenen Verkehrsführung von der Leipziger Straße über den Mühlendamm und die Grunerstraße. Damit wäre eine – grundsätzlich auch von der IHK unterstützte - städtebauliche Aufwertung auch ohne Verkehrsinfarkt möglich.

Straßen- und Stellplatzbau unnötig behindert
Beim Straßen- und Stellplatzbau ist von Bürokratieentlastung dagegen nichts zu spüren. Im Gegenteil: Der Senat hemmt die Wirtschaft. So wurde 2008 eine Verordnung skizziert, die für die Innenstadt Obergrenzen für den Bau von privaten Kfz-Stellplätzen festlegen soll. Bauherren soll künftig untersagt werden, die gewünschte und oftmals wirtschaftlich dringend notwendige Zahl von KfzStellplätzen auf Privatgrund zu errichten. Aber gerade mittelständische Betriebe sind von der Erreichbarkeit ihrer Kunden mit dem Pkw existentiell abhängig. Die Senatsplanung vertreibt jedoch Unternehmen aus der Innenstadt. Zudem gibt es in Berlin ohnehin schon relativ wenige Stellplätze. Nach frühzeitiger

Mediaspree: Land muss Verantwortung übernehmen
„Mediaspree versenken“ lautet der plakative Slogan, mit dem sich autonome Bürgerinitiativen in Friedrichshain-Kreuzberg gegen Unternehmensinvestitionen in zukunftsweisende Bauprojekte an den Ufern der Spree stemmen. Durch das Zögern der Politik wird inzwischen nicht nur in diesem Gebiet die Entwicklungschance Berlins aufs Spiel gesetzt, sondern sogar das Image des Wirtschafts15

Bessere Anbindung: Jetzt geht es über die Autobahn nach Schönefeld.

STANDORTPOLITIK

standorts nachhaltig gefährdet. Dabei ist das gesamte Verfahren fragwürdig. Im Juli 2008 beteiligten sich lediglich knapp 20 Prozent der Einwohner des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg an einem Bürgerentscheid zur Zukunft des für die gesamte Stadt wichtigen Stadtquartiers. Eine Mehrheit sprach sich gegen die bisher geplante Uferbebauung aus. Das steht in eklatantem Widerspruch zu den Ergebnissen jahrelanger demokratisch abgestimmter Planungsprozesse. Über den Umgang mit den Konsequenzen dieses Entscheids wird seither gestritten. Der Bezirk fühlt sich an das Votum gebunden. Das Land lehnte es bisher ab, zusätzliche Verantwortung zu übernehmen, obwohl sich Berlin neben dem Imageschaden mit dem eventuell drohenden Verlust von Arbeitsplätzen sowie Schadensersatzansprüchen in dreistelliger Millionenhöhe konfrontiert sieht. Die IHK Berlin, die u.a. als Träger öffentlicher Belange und Mitglied im Regionalmanagement-Beirat Mediaspree die Entwicklung dieses herausragenden Quartiers begleitete, hat daher mehrfach den Senat aufgefordert, die Planungen als gesamtstädtische Aufgabe an sich zu ziehen.

Neue Wege in Europa
Der Wirtschaftsstandort Berlin verfügt noch über viele weitere, bisher nicht genutzte Entwicklungsmöglichkeiten. Gerade in der Ende 2008 wirtschaftlich immer schwierigeren Zeit ist es nicht nur das Recht des Senats, sondern seine Verpflichtung, diese Potenziale zu erschließen und damit die Zukunft Berlins zu sichern. So haben die Verkehrsströme zwischen Ostsee und Mittelmeer in den vergangenen Jahren stark zugenommen, und sie werden auch künftig wachsen. Deshalb wird die kürzeste Landverbindung zwischen beiden Meeren über Rostock und Triest zu einer entscheidenden Entlastungsstrecke für die traditionelle Rheinschiene. Um das Wachstumspotenzial zu nutzen, hat sich die IHK Berlin mit anderen Industrie- und Handelskammern, Unternehmen, Verbänden und Gewerkschaften zu einer Nord-Süd-Initiative zusammengeschlossen. Dieser Zusammenschluss identifiziert und bündelt die Interessen der Wirtschaft entlang der dichten Kette aus Metropolregionen von Skandinavien durch die neuen Bundesländer

und Bayern bis zur Adria. Die Partner engagieren sich für den Ausbau der Infrastruktur, insbesondere die Verlängerung der transeuropäischen Verkehrsachsen TEN 1 und TEN 22 bis nach Rostock und Kopenhagen. Außerdem fördert die Initiative engere wirtschaftliche Verflechtungen. Mit Flyern und einem Internetauftritt www.northsouth-initiative.eu wurden die Partner der Initiative, interessierte Unternehmen und Institutionen, gezielt informiert. Parallel dazu wurde die Struktur der bestehenden Wirtschaftsbeziehungen im Korridorraum analysiert. Auf der Euregia, der Fachmesse für Standort- und Regionalentwicklung in Europa, wurde die Nord-Süd-Initiative der Bundespolitik vorgestellt.

Trotz Problemen auf zu neuen Ufern
Auch Wasserstraßen sind ein wichtiger Standortfaktor. Im Herbst 2008 ging mit dem ausgebauten Westhafenkanal eine wichtige Zufahrt zum Westhafen in Betrieb. Zudem wurde als ein Ergebnis des Mediationsverfahrens Landwehrkanal, an dem auch die IHK Berlin beteiligt ist, ein erster Uferabschnitt repariert. Seit Ende 2007 bereiten Reedereien unter Moderation der IHK Berlin den Betrieb von Taxibooten hauptsächlich in der Berliner Innenstadt vor. Der dringend notwendige Ausbau von Havel und Spree verzögert sich jedoch aufgrund eines Beschlusses des Berliner Abgeordnetenhauses weiter. Die IHKs Berlin und Ostbrandenburg forderten deshalb in einer gemeinsamen Erklärung den zügigen Ausbau der Wasserstraßen und verwiesen auf die Chancen, die das Wasserstraßennetz der Wirtschaft bietet.

Die Berliner Wirtschaft öffnet sich – mehr Exporte in alle Welt.

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Die Hauptstadt bewegt etwas
Berlin gehört auch zu den führenden Sportstädten der Welt. Kaum eine andere Stadt ist so attraktiv für sportliche Großveranstaltungen, die zugleich beachtliche wirtschaftliche Effekte für die Stadt bringen. Insofern lässt die Austragung der Leichtathletik WM 2009 in Berlin auf positive Signale in der angespannten wirtschaftlichen Situation hoffen. Der unter Mitwirkung der IHK initiierte Expertenkreis „Sport und Wirtschaft“ wird daran arbeiten, dass Berlin auch in Zukunft seine exzellente Positionierung halten kann.
Berlin ist Deutschlands Sportstadt Nummer eins.

Neue Belastungen für die Personenschifffahrt auf der Spree - vor allem der sehr gefragten City-Touren - drohten durch den geplanten Neubau der Rathausbrücke. Nach Vermittlung der IHK sollen die Behinderungen während des Baus auf ein Mindestmaß beschränkt werden.

Engagement für wirtschaftlich starke Zentren
Berlin verdankt seine Einzigartigkeit, Beliebtheit und wirtschaftliche Prosperität auch seinen vielen Stadtquartieren. Dem Ziel der Stärkung dieser Zentren haben sich verschiedene Initiativen verschrieben. Allein die Bund-Länder-Förderung Berlins aus Programmen zur Städtebauförderung hatte 2008 ein Finanzvolumen von rund 85 Millionen Euro. Ein Anliegen der IHK Berlin ist es, in engem Dialog mit den Landes- und Bezirksbehörden sowie mit den Gewerbetreibenden vor Ort diese Mittel bedarfsgerecht zur Konkurrenzfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Berlin einzusetzen. Der IHK-Ausschuss für Infrastruktur, Stadtentwicklung und Bau hat hierzu mit der Abteilung für Wohnungswesen, Stadterneuerung und Soziale

Stadt in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung eine engere Zusammenarbeit vereinbart. Bereits als etabliertes Instrument der Zentrenstärkung kann die Initiative MittendrIn-Berlin! bezeichnet werden. Nach einem Relaunch fand dieser von den Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung sowie Wirtschaft, Technologie und Frauen sowie der privaten Wirtschaft getragene Wettbewerb zum vierten Mal statt. Über 20 Stadtquartiere beteiligten sich. Umgesetzt werden die prämierten Projekte zwischen April und September 2009 (www.mittendrin-berlin.de). Im Jahr 2008 wurde außerdem der Startschuss für das Projekt „Aktive Stadtzentren“, ein neues Programm zur Förderung von Berliner Geschäftsquartieren, gegeben. Die IHK Berlin erreichte, dass das Programm erfolgreiche Initiativen und Quartiere in ihrem Engagement weiter unterstützt. Allein bis Ende 2009 stehen neun Millionen Euro aus einem Programm des Bundes zur Verfügung, das insgesamt auf eine achtjährige Laufzeit angelegt ist.

Zu den Standortvorteilen Berlins gehört auch die gut ausgebaute Kita-Landschaft. Im Vergleich zu den anderen Bundesländern verfügt die Hauptstadt über ein sehr breites und vielseitiges Netz von Kinderbetreuungseinrichtungen. Dies erleichtert den Unternehmen die Gewinnung von Arbeitskräften, da für Arbeitnehmer bei der Wahl eines Arbeitgebers eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf immer wichtiger wird. Die IHK Berlin hat daher Berliner Unternehmer im Rahmen einer Veranstaltungsreihe über die Vorteile einer familienbewussten Unternehmenspolitik informiert. Grundsätzlich wächst auch das Interesse der Unternehmen, wirtschaftliche und gesellschaftliche Ziele stärker miteinander in Einklang zu bringen. Dieser Frage nachzugehen und Impulse an die Berliner Unternehmerlandschaft zu geben, hat sich der neu konstituierte IHK-Arbeitskreis Corporate Social Responsibility zur Aufgabe gemacht. Sein Ziel ist es, noch mehr Berliner Unternehmen für die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung zu sensibilisieren.
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STARTHILFE UND UNTERNEHMENSFÖRDERUNG

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Selbstständigkeit als Chance – IHK startet neue Initiativen für Existenzgründer
Sich als Unternehmer selbstständig zu machen, braucht Mut. Aber ein solcher Schritt bietet auch große Chancen, nicht nur in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. In Berlin hält der Existenzgründerboom noch immer an. Die IHK Berlin hat deshalb 2008 ihren Service ausgeweitet und geht dabei mit der Handwerkskammer einen gemeinsamen Weg. Anliegen ist es, Gründerinnen und Gründern den Start so einfach wie möglich zu machen.

Seit dem 1. Juli 2008 betreibt die IHK gemeinsam mit der Handwerkskammer das StarterCenter Berlin. Neben den räumlichen Anlaufstellen in den Kammern ist das Kernstück dieses Services eine über das Internet zugängliche Software - das sogenannte Metaformular. Dieses Programm führt den Gründer durch den gesamten und komplexen Vorgang der Existenzgründung. Dazu gehören u.a. die Anmeldungen beim Gewerbeamt, Finanzamt, Arbeitsamt, bei der Berufsgenossenschaft und der Handwerkskammer. Je nach Branche, Rechtsform und weiteren Aspekten, wie z. B. die Anstellung von Mitarbeitern, stellt das Programm die relevanten Fragen automatisch zusammen. In einer Datenbank werden sämtliche erfassten Informationen gespeichert und nach Fertigstellung in die entsprechenden Anmeldeunterlagen der zuständigen Institutionen eingefügt und danach ausgedruckt. Für 2009 ist die elektronische Weitergabe der Daten für die Gewerbeanmeldung an die zuständigen Gewerbeämter geplant. Der Gründer kann während des gesamten Vorgangs auf die Hilfe qualifizierter Berater zurückgreifen. Damit bieten beide Kammern den Gründern eine zentrale Anlaufstelle für das Gründungsgeschehen. Bereits am 31. Oktober 2008 konnte die 1000. Gründerin begrüßt werden, die mit Hilfe des StarterCenter Berlins innerhalb von zwei Werktagen

ihren Betrieb eröffnen konnte. Bis Ende 2008 waren es knapp 1.400 Existenzgründer. Gleichzeitig ließen sich rund 2.100 Gründer telefonisch oder persönlich im StarterCenter Berlin der IHK beraten. Das StarterCenter Berlin ist auch ein wichtiger Baustein zur Reduzierung des bürokratischen Aufwands für Gründer und präsentierte sich im Herbst 2008 auf der Messe Moderner Staat. Im Dezember erfolgte eine Auszeichnung im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs „Ideenbörse Einfach Gründen“ durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Erreichbar ist das StarterCenter Berlin unter www.startercenter-berlin.de.

Franchisewirtschaft im Aufwind
Nach Einschätzung von IHK Berlin und Deutschem Franchise Verband (DFV) setzen in der Bundeshauptstadt immer mehr Unternehmensgründer mit Hilfe von Franchising auf bewährte Geschäftskonzepte. Mittlerweile gibt es stadtweit über 1.000 aktive Franchisenehmer, die insgesamt mehr als 5.000 Mitarbeiter beschäftigen. Neben Marken wie Kamps oder McDonald’s finden sich auch immer mehr Konzepte, die in Berlin ihre Wurzeln haben. Die bekanntesten sind die DB Station, Mail Boxes Etc. oder Mrs. Sporty. Um die Bedeutung dieses Wirtschaftszweiges zu verdeutlichen, veranstalteten

die IHK und der Deutsche Franchiseverband mit Unterstützung der Berliner Volksbank und der Investitionsbank Berlin (IBB) im November unter dem Motto „Franchising - Eine Chance“ einen Franchisetag. Insgesamt 22 Aussteller präsentierten sich dabei den interessierten Besuchern. Neben Förder- und Geschäftsbanken folgten zahlreiche Franchisegeber dem Aufruf der beiden Veranstalter und stellten sich den Fragen von rund 120 potenziellen Franchisenehmern. Durch begleitende Vorträge zu den Themen Finanzierung, Fördermittel, Vertragsrecht und zum Franchising allgemein erhielten die interessierten Besucher einen umfangreichen Einblick in die Welt des Franchisings. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch eine lebhafte Podiumsdiskussion, in der zwei Franchisenehmer von Ihren Erfahrungen bei ihrer Gründung berichteten. Wichtigstes Ergebnis für die Teilnehmer war die Erkenntnis, dass Franchising mehr als eine Alternative zur „herkömmlichen“ Existenzgründung ist, die jedoch ebenso gut vorbereitet werden muss.

Unterstützung bei der Unternehmensnachfolge
Bundesweit steht bei ca. 71.000 Unternehmen jedes Jahr der Generationenwechsel an. Wenn die Inhaber sich aus Altersgründen zur Ruhe setzen wollen, suchen sie meist händeringend einen
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STARTHILFE UND UNTERNEHMENSFÖRDERUNG

Die Zukunft im Griff: Die IHK hilft bei Unternehmensnachfolge.

geeigneten Nachfolger. Oft gelingt dies nicht rechtzeitig, so dass diese Firmen am Ende schließen müssen. Darüber hinaus müssen jährlich zahlreiche Unternehmen außerplanmäßig und unerwartet einen Nachfolger finden, da der Firmeninhaber plötzlich aus gesundheitlichen Gründen ausscheidet. Von einem reibungslosen Generationswechsel in der mittelständischen Wirtschaft kann unter diesen Umständen keine Rede sein. Um dem entgegenzuwirken veranstaltete die „Berliner Initiative Unternehmensnachfolge“ - ein Zusammenschluss von IHK Berlin, Handwerkskammer, Berliner Bank, Berliner Sparkasse sowie Berliner Volksbank - zum neunten Mal den nexxt-day Berlin. Bei der diesjährigen Veranstaltung ging es um die Chancen und Herausforderungen bei einer Unternehmensnachfolge. Rund 200 Teilnehmer informierten sich zu Fragen, die diese Entscheidungsprozesse und Umstellungen mit sich bringen. Angeregt durch einen ausführlichen Vortrag und eine abwechslungsreiche Podiumsdiskussion fanden im Anschluss viele informative Gespräche mit den Banken, Kammern und anderen Teilnehmern statt. Fazit der Veranstaltung: Für eine erfolgreiche
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Nachfolgeregelung sind eine gute Vorbereitung und eine umfassende Beratung unerlässlich.

Grundqualifikation für Berufskraftfahrer
Eine solide Basis von Wissen und Fertigkeiten sind bei den heutigen Anforderungen an Berufskraftfahrer nach Auffassung der EU-Kommission unerlässlich. Dies gilt für Themen wie z. B. die Verbesserung der Straßenverkehrssicherheit, wirtschaftliches Fahren sowie die Gewährleistung der Fähigkeiten, der Ausstattung und der Sicherheit der Fährgäste. Die EU hat deshalb die so genannte Berufskraftfahrer-Richtlinie 2003/59 erlassen, die ein System von Grundqualifikation und Weiterbildung vorsieht. Seit September 2008 müssen Busfahrerinnen und Busfahrer, die ihren Führerschein Klasse D erst nach diesem Zeitpunkt erlangt haben, ihre Grundqualifikation durch eine Prüfung nachweisen. Um die Pflichtqualifikation zu erlangen, gibt es zwei Wege: Die „beschleunigte Grundqualifikation“ – eine schriftliche Prüfung mit vorgeschaltetem Pflichtunterricht oder die sehr umfangreiche

„Prüfung Grundqualifikation“ mit schriftlichem und praktischem Teil mit einer Gesamtprüfungszeit von siebeneinhalb Stunden. Hierfür ist keine Pflichtschulung, jedoch der Führerschein D vorgeschrieben. Die Nachfrage nach der Prüfung beschleunigte Grundqualifikation war mit 105 Teilnehmern unerwartet hoch und deutlich stärker als in anderen Bundesländern. Für die Grundqualifikation gibt es bisher keine Nachfrage, was am großen Umfang und den damit verbundenen hohen Kosten liegen mag. Ab September 2009 gilt die Pflicht zur Grundqualifikation auch für Lkw-Fahrer/ innen im gewerblichen Güterkraftverkehr. Wer bis zu den genannten Stichtagen bereits eine entsprechende Fahrerlaubnis erworben hat, benötigt nur eine Weiterbildung von 35 Stunden, die alle fünf Jahre zu erfolgen hat.

Selbstständigkeit im Verkehrsbereich
Bei den Fachkundeprüfungen im Verkehr verzeichnen die Branchen Güter- und Omnibusverkehr leichte Rückgänge, was angesichts der wirtschaftlichen Lage nicht verwundert. Im Krankentransport ist die Erhöhung auf die verstärkte Auftragsvergabe der Krankenkassen an private Unternehmen zurückzuführen. In der zunehmenden Teilnehmerzahl bei der Taxi- und Mietwagenprüfung schlägt sich bereits nieder, dass verstärkt Kontrollen im Hinblick auf Schwarzarbeit durchgeführt werden und Fahrer jetzt die eigene Selbstständigkeit vorziehen. Da dieser Trend verstärkt anhält und immer mehr Unternehmen auf den Markt drängen, ist fraglich, ob zukünftig ein Taxi-/Mietwagenunternehmen noch rentabel sein wird. Hier muss die Politik gemeinsam mit dem Gewerbe Antworten finden.

Erstausbildung von Gefahrgutfahrern
Analog der starken Nachfrage nach Transportleistungen zu Beginn des Jahres haben erneut sehr viele Lkw-Fahrer eine Erstausbildung für Gefahrguttransporte durchlaufen. Die hohen Teilnehmerzahlen sind auch darauf zurückzuführen, dass diese Grundausbildung in umfangreichere Qualifizierungsmaßnahmen der Agentur für Arbeit integriert werden. Stark rückläufig war hingegen die Teilnehmerzahl bei der Fortbildung, was teils zyklisch begründet ist, aber auch Hinweis auf eine gewisse Fluktuation beim Fahrpersonal ist.

treibende, die bereits vor dem 1. Januar 2007 Versicherungen vermittelt haben und die, auf die „Alte-Hasen-Regelung“ nicht zutraf. Bei der Evaluierung der Versicherungsvermittlungsverordnung wurden wichtige Inhalte der Sachkundeprüfung zugunsten der Teilnehmer geändert. Der Teilnehmer kann sich jetzt bei jeder IHK zur Sachkundeprüfung anmelden, unabhängig von seinem Wohnort. Außerdem entfällt seit 1. Januar 2009 die einjährige Sperrfrist für die Wiederholung der Prüfung, wofür sich die IHK wiederholt eingesetzt hat.

hierfür könnten die geringeren Anforderungen der Unterrichtung im Vergleich zu einer umfangreichen Prüfung sein. Beide Angebote sind entscheidende Qualifizierungsmaßnahmen im Bereich des zweiten Arbeitsmarktes.

Waffenhandelsprüfung wieder etabliert
Wer in Deutschland mit Waffen und Munition handeln möchte, benötigt eine Waffenhandelserlaubnis und muss seine persönliche Zuverlässigkeit und Eignung sowie Waffenfachkunde nachweisen. Im Zuge einer umfassenden Änderung des Waffengesetzes zum April 2008 wurden u. a. die Freistellungstatbestände für den Nachweis der Fachkunde verschärft bzw. ersatzlos gestrichen. Diese neuen Bedingungen sowie die zunehmende PaintballEuphorie führten zu steigenden Teilnehmerzahlen. Hinzu kommt die Tatsache, dass es in Berlin wieder einen Anbieter von Vorbereitungskursen auf die Prüfung gibt, was die IHK Berlin als Prüfungsort interessant macht. Mit 18 Prüflingen wurde eine Steigerung im Vergleich zu 2007 um 56 Prozent erreicht.

Qualifizierung im Bewachungsgewerbe
Weiterhin hohe Ansprüche an die Sicherheit bei Events jeder Art im öffentlichen wie auch privaten Bereich und veränderte Aufgaben der Bewachungsunternehmen hielten auch im vergangenen Jahr die Nachfrage nach der Unterrichtung wie auch der Sachkundeprüfung konstant. Gleichwohl ist eine leichte Verschiebung der Teilnehmerzahlen von der Sachkundeprüfung zur Unterrichtung zu verzeichnen. Grund

Sachkundeprüfung Versicherungsvermittler
Seit gut einem Jahr führt die IHK in Kooperation mit dem Berufsbildungswerk der Deutschen Versicherungswirtschaft (BWV) e. V. die Sachkundeprüfung zum Versicherungsvermittler durch. Die hohe Nachfrage ist auf das Ende der Übergangsfrist zum 31. Dezember 2008 zurückzuführen. Diese betraf Gewerbe-

Gaststättenunterrichtung sehr gefragt
Auch im Jahr 2008 wurde die Gaststättenunterrichtung von angehenden Gastronomen sehr rege nachgefragt. Sie ist eine der notwendigen Vorraussetzungen zur Erteilung der Gaststättenerlaubnis. Für nicht deutschsprachige Interessenten, die aus ganz Deutschland das breite Angebot der IHK annehmen, konnte eine Vielzahl von DolmetscherUnterrichtungen in den jeweiligen Muttersprachen angeboten werden.

Je besser die Ausbildung, desto sicherer ist der Berufsalltag. Die IHK hilft.

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AUS- UND WEITERBILDUNG

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Wandel auf dem Ausbildungsmarkt – Viele Unternehmen suchen vergeblich Nachwuchs
Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt in Berlin hat sich 2008 gewandelt. Standen in den vergangenen Jahren meist zu wenige betriebliche Ausbildungsplätze zur Verfügung, suchten nunmehr viele Unternehmen vergeblich nach geeignetem betrieblichen Nachwuchs. Die stetig sinkende Zahl von Schülern und die im Bundesvergleich nach wie vor zu hohe Quote von Schulabgängern ohne Abschluss haben zu dieser Trendwende geführt.

Die IHK-Mitgliedsunternehmen haben die Tücken der Demografiefalle erkannt und gehandelt. Im Jahr 2008 gab es eine neue Höchstmarke bei der Schaffung betrieblicher Ausbildungsplätze. Mit insgesamt 9.953 Verträgen gab es gegenüber dem bisherigen Rekordjahr 2007 noch einmal eine Steigerung um 1,5 Prozent (146 Verträge). Auch bei der Zahl der Ausbildungsbetriebe wurde mit 6.024 Unternehmen ein neuer Spitzenwert erreicht. Gegenüber dem Vorjahr bildeten 3,3 Prozent Betriebe (190) mehr aus. Insgesamt ist die Zahl der Ausbildungsverhältnisse gegenüber dem Rekordjahr 2007 jedoch um 4,1 Prozent auf insgesamt 12.540 Plätze zurückgegangen. Der Rückgang der Gesamtzahl ist auf die politisch gewollte und sinnvolle Rückführung der Ausbildungsverhältnisse in den staatlichen Sonderprogrammen zurückzuführen. Grund: Die Zahl der Schulabgänger in Berlin ist rückläufig, was schon in Kürze zu einem Angebotsüberhang bei den betrieblichen Ausbildungsplätzen führen wird. Bei den Einstiegsqualifizierungen lagen die Angebote erneut deutlich über der Nachfrage.

bildete sich auch im Ergebnis der Nachvermittlungsaktion des Jahres 2008 von IHK, Handwerkskammer und Arbeitsagenturen ab. Für die jährlich stattfindende Veranstaltung im Oktober wurden mehr als 2.100 ausbildungsplatzsuchende Jugendliche persönlich angeschrieben. Speziell für diese Aktion hatten IHK und Handwerkskammer rund 500 Ausbildungsplätze und rund 500 Stellen für Einstiegsqualifizierungen (EQ) eingeworben. Erschienen 2007 noch 40 Prozent der eingeladenen Jugendlichen, so nutzten diesmal nur noch knapp 30 Prozent der offiziell registrierten Bewerber ihre zweite Chance auf einen Ausbildungsplatz. Trotzdem waren die rund 100 betrieblichen Berater aus Unternehmen, Verbänden und der Bundesagentur für Arbeit letztlich zufrieden. Denn alle Jugendlichen die erschienen, bekamen ein oder mehrere Angebote für einen Ausbildungsplatz. Außerdem erhielten sie wertvolle Tipps für ihre Bewerbungsunterlagen, Bewerbungsstrategien oder zu Berufsalternativen. Bei der Politik und in den Medien stieß die Veranstaltung auf großes Interesse: Sowohl Berlins damaliger Staatssekretär für Bildung, Schule und Familie Eckart R. Schlemm, als auch die Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion für Arbeit Margit Haupt-Koopmann überzeugten sich persönlich, wie die

Jugendlichen beraten und vermittelt wurden. Letztlich konnte wie in den vergangenen Jahren ein wichtiges Ziel erreicht werden: Die Berliner Wirtschaft hat es auch 2008 geschafft, jedem ausbildungswilligen und -fähigen Jugendlichen ein Ausbildungsplatzangebot zu unterbreiten. Damit hat sich der Ausbildungspakt zwischen Politik und Wirtschaft erneut bewährt.

Matching-Projekt „Passgenaue Vermittlung“
Seit 2007 engagiert sich die IHK Berlin in dem öffentlich geförderten Projekt „Passgenaue Vermittlung Auszubildender in ausbildungswillige Unternehmen“. Ziel ist es, einen Beitrag zur Sicherung des zukünftigen Fachkräftebedarfs zu leisten. Viele Mitgliedsunternehmen können ihre offenen Ausbildungsplätze nicht aus eigener Kraft mit geeigneten Jugendlichen besetzen – dies gilt insbesondere für Betriebe im Dienstleistungsbereich. Die IHK Berlin unterstützte diese Betriebe mit der erfolgreichen Vermittlung von über 50 Azubis in den Bereichen Gastronomie und Handel. Diesem Ergebnis gingen 412 Gespräche mit Jugendlichen und Betrieben voraus. Nach der erfolgreichen Erprobungsphase wird sich das Projekt in diesem Jahr zusätzlich auf Berufe im Bereich der Lagerlogistik konzentrieren.

Nachvermittlungsaktion als zweite Chance
Dass die Unternehmen mit ihren betrieblichen Ausbildungsplätzen bereits heute in der Lage sind, den Bedarf zu decken,

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AUS- UND WEITERBILDUNG

Tage der Berufsausbildung
Unter dem Motto „Finde deine Zukunft!“ veranstalteten IHK und Handwerkskammer im Oktober 2008 zum 14. Mal die „Tage der Berufsausbildung“. Berlins größte Ausbildungsmesse fand wieder in Kooperation mit der Jugendmesse YOU statt. Rund 20.000 Jugendliche nutzten die Möglichkeit, bei der Messe unter dem Funkturm Anregungen für ihre berufliche Zukunft zu bekommen oder direkt nach einem Ausbildungsplatz Ausschau zu halten. In Kooperation mit dem Medienpartner Radio Fritz wurden insgesamt 100 Ausbildungsberufe vorgestellt. Rund 90 Betriebe und Innungen berieten Jugendliche praxisnah über alle Themen rund um die Berufsausbildung. Bei der zweitägigen Veranstaltung wurden auch 60 Berliner Unternehmen und Handwerksbetriebe für herausragenden Einsatz bei der Berufsausbildung und Nachwuchsförderung ausgezeichnet. Die Ehrung nahmen Handwerkskammerpräsident Stephan Schwarz und IHK-Vizepräsident Hans-Jörg Vetter vor.

2008 zeichnete die IHK Berlin die besten Auszubildenden aus. Mit ihrem sehr guten Berufsabschluss besäßen die Jugendlichen nunmehr das nötige Rüstzeug für Beruf und Karriere, betonte IHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer bei der Ehrung. Besonders dankte er den Ausbildern und Lehrern in Unternehmen und Berufsschulen für ihr Engagement. Bei der bundesweiten Bestenehrung am Jahresende wurden acht Berliner Top-Azubis geehrt. Für ihre hervorragenden Prüfungsergebnisse in ihrem Ausbildungsberuf wurden sie durch Bundesarbeitsminister Olaf Scholz und DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun ausgezeichnet.

Bessere Bildung für Berlin
Die IHK Berlin setzte sich 2008 auch für eine bessere Bildungspolitik für Berlin ein und hat dazu im Dezember ein Positionspapier vorgelegt. Die rund 140 Vorschläge und Forderungen der IHK zeigen Wege auf, wie Politik, Schulen und Hochschulen angesichts der Finanzund Wirtschaftskrise bildungspolitisch besser agieren können. Angefangen vom Vorschulalter über Schule und Hochschule bis hin zur Weiterbildung und zum lebenslangen

Top-Azubis ausgezeichnet
Für ihre exzellenten Abschlussergebnisse in den Sommer- und Winterprüfungen

Lernen - für alle Glieder der Bildungskette wurden Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt, die jedoch eine enorme Anstrengung der Beteiligten und vor allem zusätzliche Investitionen in Bildung erfordern. Eine klare Absage wurde dem derzeitigen vielgliedrigen Schulsystem erteilt, das zugunsten eines klaren zweigliedrigen Systems mit einer einheitlichen Sekundarschule und dem Gymnasium aufgegeben werden sollte. An der Schnittstelle zwischen Schule und Ausbildung muss das Thema Berufsorientierung eine völlig neue Bedeutung bekommen. Die vielfältigen Möglichkeiten und Chancen der Dualen Berufsausbildung, auch als Alternative oder Ergänzung zu einem Studium, sind viel zu wenig bekannt, weshalb Berufsorientierung einen festen Platz in den Lehrplänen bekommen muss. Die Vorschläge sollen auch dazu dienen, die personelle Ausstattung der Schulen – und dabei insbesondere der Berufsschulen – zu sichern und auszubauen. Dass die IHK Berlin mit ihrem Papier hilfreiche Denkanstöße für die anstehende Diskussion um die Schulstrukturreform in Berlin geliefert hat, bestätigten die vielfältigen Reaktionen aus Politik und Verwaltung.

Berliner Bildung in Zahlen
IHK und Handwerkskammer haben 2008 erstmalig in einer gemeinschaftlichen Informationsbroschüre detailliert mit Daten und Grafiken die Entwicklung der Schulabgängerzahlen und die Trends auf dem Berliner Aus- und Weiterbildungsmarkt dargestellt. Die Broschüre informiert über die demografische Entwicklung, über das schulische Profil der jungen Menschen, den Anteil der männlichen und weiblichen Ausbildungsteilnehmer, über die gefragtesten Berufe und Wirtschaftszweige sowie über

Ohne Bildung gibt es keine berufliche Perspektive.

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verbessern. Motiviert durch den Erfolg wollten 80 Prozent der Befragten weitere Qualifizierungen anschließen, ein gutes Drittel beim aktuellen Arbeitgeber, die Hälfte über einen externen Bildungsträger und immerhin jeder Siebte auf Hochschulniveau. Viele der Berliner Absolventen betonten im persönlichen Gespräch, dass sich ihr zeitliches und finanzielles Engagement ausgezahlt habe.

Weiterbildung politisch fokussieren
Die IHK kann auf erfahrene Prüfer bauen.

Prüfungsergebnisse in Aus- und Weiterbildung. Die Publikation will der Politik, Wirtschaft und interessierten Öffentlichkeit nicht nur Informationen an die Hand geben sondern auch die Anstrengungen der Berliner Wirtschaft, der IHK und Handwerkskammer verdeutlichen, Schulabgänger und ausbildungsplatzsuchende Jugendliche für den Arbeitsmarkt fit zu machen und auf das lebenslange Lernen vorzubereiten.

Neue innovative Leistungen etabliert
Auch im Prüfungsgeschäft ist die IHK offen und innovativ: Bereits 670 Prüflinge haben beim Pilotprojekt „Online-Prüfung“ die Prüfung zur Ausbildereignung (AEVO) absolviert. Wegen der positiven Resonanz soll diese moderne Form der Prüfungsdurchführung am PC weiter ausgebaut werden. Mit den neuen bzw. modernisierten IHK-Weiterbildungsprüfungen Barmixer/in, Berufspädagoge/pädagogin, Fachkaufmann/-frau für Einkauf und Logistik, Tierpflegemeister/in und Wirtschaftsfachwirt/in haben die Unternehmen Instrumente für spürbare Qualifizierungsschübe an die Hand bekommen. Dazu gehören auch die kurz vor Jahresende auf den Weg gebrachten Weiterbildungsabschlüsse für die Filmwirtschaft.

Mehr Investitionen in Weiterbildung
Die Weiterbildungsaktivitäten Berlins sind im Vergleich zu anderen Bundesländern immer noch unterdurchschnittlich. Erfreulich ist aber, dass die Berliner Unternehmen und Arbeitnehmer im Jahr 2008 mehr in berufliche Bildung investiert haben und die Lücke damit kleiner geworden ist. Die Anzahl der Prüflinge erhöhte sich um 2,5 Prozent, die der Teilnehmer an Lehrgängen und Seminaren sogar um 12,4 Prozent. Auch können sich seit 2008 insgesamt 144 Frauen und Männer fortan IHK-Meisterinnen oder –Meister nennen - beachtliche 85 Meister mehr als im Vorjahr.

IHK-Weiterbildungen sind wertvoll
Die bundesweit 6. IHK-Weiterbildungserfolgsumfrage bestätigte auch für Berlin, wie nachhaltig der Erfolg einer Weiterbildung ist: Zwei Drittel der Befragten konnten sich beruflich und finanziell

Die IHK-Organisation hat 2008 bundesweit mit dem Thema „Wirtschaft bildet – Unsere Zukunft“ ihren Schwerpunkt auf Bildungsprojekte und -themen gesetzt. Durch die Teilnahme an verschiedenen Foren zur beruflichen Weiterbildung wurde der Diskussionsprozess durch die IHK Berlin mit beeinflusst. Ihre eigenen Vorstellungen zur Zukunft der beruflichen Weiterbildung hat die IHK im bildungspolitischen Positionspapier „Bessere Bildung für Berlin“ formuliert. Danach müssen die Weiterbildungsaktivitäten der Unternehmen und Arbeitnehmer stärker gefördert werden. Die bereits bestehenden Instrumente brauchen eine bessere Verzahnung und einen höheren Bekanntheitsgrad. Außerdem ist die Markttransparenz zu erhöhen. Alle Beteiligten – z.B. Bildungsträger, Agentur für Arbeit, Senatsverwaltungen – sind aufgefordert, ihre Aktivitäten stärker zu bündeln und sichtbar zu machen. Und zudem ist die Gleichwertigkeit von betrieblichen Weiterbildungsabschlüssen auf der einen und Hochschulabschlüssen auf der anderen Seite zu gewährleisten.

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INNOVATION | UMWELT

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Aus Wissen wird Arbeit – Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft kommt voran
Ein Nachteil des Wirtschaftsstandortes Berlin ist seine eher schwache industrielle Basis. Allerdings kann die Stadt mit einer einmaligen Wissenschaftslandschaft und einem starken Kern innovativer Unternehmen im internationalen Wettbewerb der Regionen punkten. Im Jahr 2008 ist es auch mit Hilfe der IHK gelungen, diese Stärke weiter auszubauen und das Netz zwischen Wirtschaft und Wissenschaft noch enger zu knüpfen.

Die Konzentration auf Berlins Stärken in Wirtschaft und Wissenschaft ist der richtige Weg, den Standort im Wettbewerb der Regionen zu positionieren und Arbeit zu sichern. Von 2003 bis 2007 ist die Beschäftigung in den fünf technologischen Kompetenzfeldern – Biotechnologie, Medizintechnik, Verkehrstechnik, Optik/Mikrosystemtechnik sowie Informations- und Kommunikationstechnologien – in der Hauptstadtregion überproportional um gut 15 Prozent gestiegen; die Gesamtbeschäftigung dagegen nur um rund vier Prozent. Inkubator dieser Entwicklung sind die Berliner „Orte des Wissens“ in Adlershof, Buch, Dahlem, Mitte und Charlottenburg. In unmittelbarer Nachbarschaft kooperieren hier Forscher aus Hochschulen und außeruniversitären Institutionen mit Entwicklern aus innovativen Unternehmen. Jüngstes Projekt ist die Installation eines 7-Tesla-Magnetresonanztomographen am Biocampus Buch – einer von vier weltweit. Viele dieser Best Practices schlummern jedoch noch im Verborgenen. Sie transparent zu machen und ihren Nutzen für weitere Berliner Firmen zu erschließen, ist Schwerpunkt der IHK-Arbeit 2008/09.

Wirtschaft“ und der „Wachstumsinitiative 2004 – 2014“ arbeitet die IHK an konkreten Vorhaben mit, die den Technologietransfer fördern. Sie sind darauf gerichtet, die Kommunikation und Kontaktanbahnung zwischen beiden Seiten zu verbessern, gezielte Hilfe bei Kooperationsprojekten zu geben und die institutionellen Strukturen zu optimieren. Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik diskutierten diese Strategien im November 2008 auf dem Berliner Wirtschaftsforum „Wachstum durch Innovation“. Dabei wurde erneut deutlich, dass auch die finanzielle Innovationsförderung noch stärker auf die Belange des Mittelstandes abgestimmt werden muss. Die IHK Berlin macht sich für eine steuerliche Forschungsförderung und für die Ausgabe von Innovationsgutscheinen stark, die kleine Unternehmen für konkrete Kooperationen mit Hochschulen einlösen können. Auch mit den Hochschulverträgen ab 2010 können die Weichen für ein effektiveres Miteinander neu gestellt werden.

Wissenschaftssenat initiierte EinsteinStiftung. Sie bündelt Kräfte und sichert Spitzenforschungseinrichtungen finanziell ab. Darüber hinaus ist es notwendig, finanzielle Anreize auch für Forscherkarrieren zu setzen, Voraussetzungen für eine systematische Entwicklung wissenschaftlichen Personals an Hochschulen zu schaffen und Karrierewege zwischen Wirtschaft und Wissenschaft durchlässiger zu machen. Um dies zu erreichen, sollten die Hochschulen im Rahmen der Hochschulverträge noch stärker über Entwicklungsziele und daran gebundene Mittelzuweisungen geführt werden. Grundsätzlich sollte sich die Finanzierung der Hochschulen auf drei Säulen stützen: Auf eine Grundfinanzierung, auf leistungsbezogene Zuschläge und auf einen spezifischen Innovationsfonds, der Anreize für Kooperationen mit Unternehmen setzt.

Wissenschaftlichen Nachwuchs sichern
Auch für die Sicherung ihres akademischen Nachwuchses sind die Berliner Hochschulen ein wichtiger Partner der Wirtschaft. Mit dem strukturellen Wandel hin zu innovativen Industrien und Diensten steigt der Bedarf an akademisch gebildetem Personal. Deswegen fordert die IHK von der Landespolitik, mindestens 4.000 zusätzliche Studienanfängerplätze bereit zu stellen und die
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Exzellenz in der Forschung fördern
Mit ihrem Positionspapier „Bessere Bildung in Berlin“ hat die IHK dafür im Dezember 2008 eine Reihe von Vorschlägen vorgelegt. Sie tritt für eine gezielte Förderung der Spitzenforschung ein. Ein richtiger Ansatz ist die vom

Innovationskraft stärken
Ziel ist es, die Innovationskraft des Mittelstandes zu steigern. Als Partnerin des „Runden Tisches Wissenschaft-

INNOVATION | UMWELT

Durchlässigkeit zwischen beruflicher Bildung und Studium zu erhöhen. Ihre Erwartungen an die aktuelle Studienstrukturreform haben die Berliner Unternehmen u. a. im November 2008 in einem von IHK, DIHK und Hochschulrektorenkonferenz gemeinsam veranstalteten Workshop mit Hochschulvertretern und Studierenden diskutiert. Das sind vor allem kürzere Studienzeiten und eine höhere Internationalität des Studiums. Ebenso haben die Praxisorientierung und die umfassendere Vermittlung unternehmerischen Know-hows einen hohen Stellenwert. Die Berliner Wirtschaft ist dafür bereit, ihre Kompetenz stärker in die Erarbeitung von Lehrplänen und in die Lehre selbst einzubringen. Eine Analyse der IHK hat gezeigt, dass immer mehr Absolventen und junge Wissenschaftler ihre berufliche Perspektive in einer Existenzgründung sehen, oftmals durch Ausgründung. Dies ist der kürzeste und effektivste Weg, wissenschaftliche Erkenntnisse zu vermarkten. Daher sind diese Aktivitäten mit spezifischen Beratungs- und Finanzierungsangeboten schon an den Hochschulen zu unterstützen. Beispielhafte Initiativen sind stärker zu kommunizieren, um als Multiplikatoren wirken zu können. Ein

gutes Beispiel ist der Funpreneur-Wettbewerb der Freien Universität Berlin, wofür der Präsident der IHK Berlin die Schirmherrschaft übernommen hat. Er prämiert „Studenten-Unternehmen auf Zeit“, die mit einem nur geringen Startkapital ihre Idee innerhalb von fünf Wochen am Markt realisieren müssen.

zu vernetzen gilt. Im Herbst 2008 hat der Berliner Senat die Energietechnik zum sechsten technologischen Kompetenzfeld für Berlin erklärt, dessen Stärken besonders zu fördern sind. Ähnlich dynamisch entwickelt sich auch die Berliner Wasserbranche. Die sie prägenden eher kleinen Unternehmen erwirtschaften 70 Prozent ihrer Umsätze überregional. Rund die Hälfte ist international tätig. Branchenschwerpunkte bilden die Mess- und Analysetechnik sowie der Bau und Erhalt von Leitungsnetzen.

Klimaschutz treibt GreenTech
Die Berliner Umwelt- und Energiebranche entwickelt sich ungebrochen dynamisch. Gerade in Zeiten verschärfter Diskussionen um den Klimawandel wächst die Bedeutung von Anbietern „grüner“ Technologien und Dienstleistungen. Verschiedene aktuelle Studien belegen das Potenzial der regionalen Umweltwirtschaft mit all ihren Facetten. So hat die Technologiestiftung Berlin vom Sommer 2008 das Technologiefeld Energie analysiert und mehr als 350 Unternehmen mit über 29.000 Beschäftigten im gesamten Energiebereich ermittelt. Schwerpunkte sind die Energieerzeugung, die Antriebstechnik, Elektrische Schaltungen oder die Lichttechnik. Die hervorragenden Wachstumschancen der Branche sind zudem in einer hohen Kompetenz in Wissenschaft und Forschung begründet, die es noch stärker mit der Berliner Energiewirtschaft

Wettbewerb nicht einschränken
Wichtigste Voraussetzung für eine positive Entwicklung nicht nur der Wachstumsbranchen, sondern der gesamten Berliner Wirtschaft sind verbesserte Rahmenbedingungen für unternehmerisches Handeln. Dazu gehört der klare Vorrang für Wettbewerb auch im Bereich der Ver- und Entsorgung. Hier besteht weiterhin erheblicher Handlungsbedarf. Der vom Senat vor einem Jahr eingeführte Anschluss- und Benutzungszwang für Trinkwasser belastet insbesondere wasserintensiv produzierende Unternehmen, die bisher eigene Brunnenanlagen nutzen und ihr Wasser nun von den Berliner Wasserbetrieben (BWB) beziehen. Die betroffenen Unternehmen müssen ein Mehrfaches der bisherigen Wasserkosten sowie zusätzliche Umstellungskosten tragen. Auf der anderen Seite sinken die Wassertarife für alle BWB-Kunden nur geringfügig. Trotz massiver Kritik aus der Berliner Wirtschaft hält der Senat an dieser Regelung fest. Er hat sich lediglich durchgerungen, Härtefälle großzügiger anzuerkennen. Auch die Ende 2008 von der rot-roten Koalition vorgeschlagene Änderung des

Beim Umweltschutz ist die IHK ein verlässlicher Partner.

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Auch in seiner Lärmminderungsplanung präferiert der Senat einseitig geschwindigkeitsreduzierende Maßnahmen, so die Ausweitung von Tempo-30-Abschnitten auf Hauptstraßen und von sogenannten Angebotsstreifen für Radfahrer auf Straßen. Wirkungsvoller sind jedoch Fahrbahnsanierungen und ein innovatives Verkehrsmanagement. Deswegen fordert die IHK den Senat auf, in solche Maßnahmen zu investieren statt den Wirtschaftsverkehr zu behindern. Ein weiterer Bereich, in dem der Senat mit seiner Politik über die auf der Bundesebene getroffenen Regelungen hinausgehen will, ist der Einsatz erneuerbarer Energien. Während das „Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich“ (EEWärmeG) auf Bundesebene die anteilige Nutzung von erneuerbaren Energien nur für den Neubau vorschreibt, plant der Senat, diese Nutzungspflicht auch auf den Gebäudebestand auszuweiten. Voraussetzung dafür ist aus Sicht der IHK, ein solches Gesetz technologieoffen zu gestalten, Ersatzmaßnahmen umfangreich zuzulassen und durch ausreichende Übergangsfristen die Wirtschaftlichkeit der Vorschriften zu gewährleisten. Sonst besteht die Gefahr, dass Hausbesitzer notwendige Investitionen zurückhalten. Während der Senat auf der einen Seite unverhältnismäßige Maßnahmen ergreift, steht er dem Problem steigenden Grundwassers untätig gegenüber. Der IHK-Umwelt- und Energie-Ausschuss sieht darin einen beträchtlichen Standortnachteil für Immobilienbesitzer und Gewerbetreibende in Berlin. Er fordert deshalb vom Senat ein zentrales Grundwassermanagement, das neben technischen und organisatorischen auch Finanzierungslösungen beinhaltet.

Wirtschaft braucht leistungsfähige Verkehrsadern.

Berliner Abfallrechts hätte einen Eingriff in den Wettbewerb bedeutet. Ein breites Bündnis aus Wirtschaft und Verbrauchern hatte diese Gesetzesnovelle deshalb entschieden abgelehnt. Vorgesehen war, dass die Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) künftig als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger auftreten und damit die Spielregeln für die Abfallentsorgung insbesondere bei Verpackungsabfällen im Rahmen der Dualen Systeme in Berlin bestimmen sollten. Anfang 2009 hat die Koalition einen neuen Entwurf vorgelegt, der deutlich weniger Kompetenzen auf die BSR überträgt und damit den Forderungen von Wirtschaft und Verbrauchern weitestgehend entspricht.

Regelungswut und Untätigkeit
Die Berliner Wirtschaft bekennt sich zu einem schonenden Umgang mit Ressourcen und zu ihrer Verantwortung, das Klima für nachfolgende Generationen zu schützen. Dabei legt sie Wert auf verhältnismäßige und verursacher-

gerechte Maßnahmen sowie vermehrte Angebote für freiwillige Verpflichtungen anstelle umfangreicher staatlich verordneter Ver- und Gebote. Der Senat geht jedoch weiter einen anderen Weg. Seit 1. Januar 2008 gilt in Berlin die erste Stufe der Umweltzone. Schon für 2010 ist geplant, die zweite Stufe zu realisieren. Dann sollen auch Fahrzeuge ausgesperrt werden, die noch bis vor drei Jahren mit der besten verfügbaren Technik – Euro III – angeschafft wurden. Auch sind die vom Senat benannten Voraussetzungen für die Einführung der zweiten Stufe noch nicht erfüllt. So liegt die Verfügbarkeit von Filtersystemen zur Nachrüstung insbesondere der vielen leichten Nutzfahrzeuge erst bei 55 bis 72 Prozent. Zusätzlich fehlt ein Förderprogramm zur Nachrüstung, obwohl Filter bis zu 12.000 Euro pro Nutzfahrzeug kosten können. Überdies hat der Senat es bis heute versäumt, die Wirksamkeit der Umweltzone nachzuweisen. Die IHK fordert deshalb eine Verschiebung der zweiten Stufe.

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INTERNATIONAL

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International gut aufgestellt – Immer mehr Firmen sehen Chancen im Ausland
Die internationale Wettbewerbsfähigkeit und das Engagement Berliner Unternehmen im Ausland haben deutliche Fortschritte gemacht. Dieser Entwicklung Rechnung tragend, hat die IHK Berlin im April 2008 ihren Bereich International erweitert und neue Akzente gesetzt. Neben dem hoheitlichen Bereich, der u.a. die Ausstellung von Ursprungszeugnissen umfasst, werden die Unternehmen wieder direkt durch die IHK Berlin zu Ländern und Märkten umfassend beraten.

Bemerkenswert ist der zunehmende Anteil kleinerer Unternehmen, die sich zum Beispiel zu Zollabwicklung und außenwirtschaftsrechtlichen Fragen von der IHK Berlin beraten lassen. Ob Turkmenistan, Neuseeland, Uruguay oder Swasiland – Berliner Firmen liefern ebenso in exotische Märkte wie in die traditionellen Industrieländer. Das sind neben den USA, Russland und China insbesondere die Länder der Europäischen Union wie Frankreich, Polen, Italien, die Niederlande, Großbritannien und Österreich. Dies äußerte sich nicht zuletzt auch in der Steigerung der durch die IHK Berlin ausgestellten Exportdokumente. „Going International“, die bislang deutschlandweit größte Online-Umfrage unter außenwirtschaftlich orientierten Unternehmen, erfragte im Sommer 2008 zum vierten Mal in Folge die Perspektiven und Erfahrungen im Auslandsgeschäft. Die an dieser Studie beteiligten Berliner Unternehmen sahen trotz der sich abzeichnenden schwierigen wirtschaftlichen Situation mittel- bis langfristig gute Geschäftschancen auf den internationalen Märkten. Dies wird auch von einer Blitzumfrage der deutschen Auslandshandelskammern (AHK) bestätigt, wonach die deutschen Exporte 2009 voraussichtlich mit einem Minus von etwa einem Prozent nur leicht unter dem Niveau von 2008 bleiben sollen.

Information und Beratung
Schwerpunktregionen der Außenwirtschaftsaktivitäten der Berliner Unternehmen sind weiterhin Nordamerika, Europa hier besonders der Binnenmarkt und Asien. Gerade der Eintritt und die Behauptung auf hochentwickelten Märkten verlangen spezielle Kenntnisse der rechtlichen, aber auch interkulturellen Rahmenbedingungen. Hier setzt die Arbeit des Bereiches International der IHK Berlin an, um den Unternehmen der Hauptstadt das notwendige Wissen für ihr Auslandsgeschäft zu vermitteln. Strategisch wichtige Informationen erhalten die Unternehmen sowohl in individuellen Beratungsgesprächen als auch in Form allgemeiner Hinweise auf der Homepage der IHK Berlin sowie durch den monatlich erscheinenden „Newsletter International“. In Zusammenarbeit mit dem Netzwerk der deutschen Auslandshandelskammern in 80 Ländern weltweit können die IHK Berlin und die Unternehmen selbst auf das Know-how von Spezialisten vor Ort zurückgreifen. Die Organisation und Durchführung von Länderinformationsveranstaltungen und Wirtschafts-Kongressen zu Russland, Polen, Usbekistan und der Ukraine sowie die gemeinsam mit den Industrie- und Handelskammern Brandenburgs veranstaltete 6. Außenwirtschaftskonferenz mit dem Schwerpunktland Südafrika

haben das Angebot der Aktivitäten für außenwirtschaftlich orientierte Unternehmen ergänzt. Experten der wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen der jeweiligen Länder aus den Auslandshandelskammern, Ministerien oder Botschaften berichteten in Fachvorträgen von ihren Erfahrungen und standen den Berliner Firmen in Workshops und Diskussionsrunden für ihre Fragen zur Verfügung. In Abstimmung mit der Berlin Partner GmbH wurden Zollseminare verschiedenster Art angeboten. Besonderes Interesse bei den Unternehmen fanden die Veranstaltungen zur Einführung des neuen IT-Verfahrens ATLAS (Automatisiertes Tarif und Lokales Zollabwicklungssystem) durch die deutsche Zollverwaltung. Berliner Unternehmen sind in diesen Seminaren über die innerbetrieblichen Auswirkungen der in Zukunft weitgehend automatisierten und elektronischen Abfertigung und Überwachung des grenzüberschreitenden Warenverkehrs informiert worden. Die Anwendung dieses Verfahrens bei der Ausfuhr von Waren in Drittländer ist ab 1. Juli 2009 zwingend vorgeschrieben. Die papiermäßige Abfertigung entfällt. Die IHK Berlin hat auch im Jahr 2008 zahlreiche Geschäftskontakte zwischen Berlin und dem Ausland vermittelt. Unternehmen aus aller Welt, die mit
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INTERNATIONAL

Anfragen zu Produzenten spezifischer Waren oder zu Branchenvertretern an die IHK Berlin herangetreten sind, wurden auf die entsprechenden Berliner Firmen aufmerksam gemacht.

Empfang ausländischer Delegationen
Über 20 Delegationen wurden 2008 von der IHK Berlin im Ludwig Erhard Haus empfangen. Beispielsweise aus China, Frankreich, Indien, Russland, Oman oder der Schweiz waren Vertreter der Unternehmen und der Politik in Berlin, um sich über die wirtschaftliche Situation der Stadt zu informieren. Bei Unternehmertreffen mit den Delegationsmitgliedern, die teilweise in Zusammenarbeit mit der Berlin Partner GmbH organisiert wurden, hatten Berliner Firmen die Möglichkeit, neue internationale Kooperationen und Geschäftsbeziehungen einzugehen. Aufgrund des starken Interesses an Berlin seitens ausländischer Delegationen hat die IHK damit begonnen, einen Firmenpool von außenwirtschaftlich interessierten Berliner Unternehmen einzurichten. Dadurch soll zum Einen eine

bessere Kenntnis dieser Interessen der Firmen erlangt werden und zum Anderen eine gezielte Vermittlung für b2bMeetings mit den ausländischen Delegationsmitgliedern ermöglicht werden. Den Berliner Unternehmen sollen dadurch neue Geschäftskontakte zu potentiellen Partnern im Ausland vermittelt werden.

Außenwirtschaftsförderung
Das neue Außenwirtschaftsförderungsprogramm des Landes Berlin wendet sich an Unternehmen, die neue Märkte erschließen wollen. So werden die Erstellung eines strategischen Gesamtkonzepts und auch Markterschließungsmaßnahmen wie die Beteiligung an Kongressen, Messen etc. gefördert. Auch im Jahr 2008 unterstützte das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie kleine und mittelständische Unternehmer aus den neuen Bundesländern einschließlich Berlin (Ost) bei ihren außenwirtschaftlichen Aktivitäten zur Erschließung neuer Absatzmärkte mit einem speziellen Vermarktungshilfeprogramm. Träger dieser Programme sind in vielen Fällen die jeweiligen Auslands-

handelskammern. Gemeinsam mit diesen führte die IHK Berlin branchenbezogene Firmenveranstaltungen beispielsweise für die USA, Venezuela, Kolumbien, Singapur und Indonesien durch. Den Unternehmen werden in den Programmen u.a. umfassende Informationen zum Zielland, Marktanalysen und Unternehmertreffen vor Ort zur Geschäftsanbahnung angeboten. Das Programm wird im Jahr 2009 fortgeführt. Zu den zahlreichen Förderprogrammen der Europäischen Union gibt die IHK Berlin in Form einer Einstiegsberatung den Überblick über die Möglichkeiten der Inanspruchnahme durch die Berliner Wirtschaft. Hilfestellung bei der Beantragung der Fördermittel erhalten die Firmen durch das ebenfalls im Ludwig Erhard Haus ansässige Enterprise Europe Network (EEN).

Weltweite Messen
Unter dem gemeinsamen Dach der Hauptstadtregion organisiert die Berlin Partner GmbH im Auftrag der IHK Berlin im Rahmen eines Dienstleistungsvertrages Gemeinschafts- und Informationsstände auf In- und Auslandsmessen für Berliner Unternehmen. Als absolute Erfolgsstory hat sich der Gemeinschaftsstand auf der Arab Health in Dubai erwiesen. Diese nach der Medica in Düsseldorf weltweit zweitgrößte Messe im Gesundheitsbereich ist zu einem der wichtigsten Messestandorte für Berliner Unternehmen der Branche avanciert. Da gerade auf dem arabischen Markt die Kontinuität in den Geschäftskontakten essentiell ist, wurde die Messebeteiligung auch politisch durch den Besuch der Berliner Wirtschafts-Staatssekretärin Almuth Nehring-Venus flankiert. Die Berliner Präsenz der Berliner Unter-

Internationaler Wettbewerb verlangt Flexibilität.

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dafür ein, dass die spezifischen Interessen ihrer Mitglieder bei Aufbau und Organisation des EEN berücksichtigt werden. Als Coregroup-Partner der EU-Net Oderpartnership (EUNOP) ist die IHK Berlin einem Netz von nicht-gewinnorientierten Beratungseinrichtungen in Berlin und Brandenburg sowie den vier westpolnischen Wojewodschaften beigetreten. Damit unterstützt die IHK Berlin die Kooperation in der Grenzregion Berlin Brandenburg und Polen. Mit der Mitgliedschaft in der Oder-Partnerschaft ist ein weiterer Impuls für die Ausweitung und Verbesserung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Berliner und polnischen Unternehmen geschaffen worden.

Die Berliner Wirtschaft sieht Globalisierung als Chance.

nehmen auf der MIDEM in Cannes, dem weltweit wichtigsten internationalen Forum der Musikwirtschaft, stärkt das Cluster Kreativwirtschaft und ist schon seit Jahren ein wichtiger Termin der Branche. Wichtige inländische Messetermine für die Wirtschaft waren 2008 wieder die Verkehrsmesse Innotrans, die Luftfahrtmesse ILA in Berlin sowie die Elektronikmesse CEBIT in Hannover und die Medizinmesse Medica in Düsseldorf. Nach einigen Jahren der Unterbrechung präsentierten sich Berliner Unternehmen erneut im Nachbarland Polen auf der POLEKO, der größten Umweltmesse Mittelosteuropas.

Europa im Fokus
Berliner Unternehmen haben durch die Erweiterung der Europäischen Union in den vergangenen Jahren im bundesweiten Vergleich überproportional profitiert. Auch im Jahr 2008 war die EU als Ganzes der wichtigste Handelspartner Berlins. Dem Rechnung tragend, wurde die gesamte Beratung in diesem Bereich neu strukturiert. Neben Fragen des innergemeinschaftlichen Warenverkehrs berät

die IHK Berlin auch zur Erbringung grenzüberschreitender Dienstleistungen und zur Erschließung der Märkte in Europa. Außerdem hat sich die IHK Berlin verstärkt als Brücke zwischen Ost und West etabliert. Deutlich wird dies beispielsweise an der mit der Botschaft der Republik Polen organisierten Veranstaltung zum Thema „Public Private Partnership: Investitions- und Kooperationschancen für deutsche Unternehmen“. Berliner Unternehmen konnten sich insbesondere über Infrastrukturprojekte anlässlich der bevorstehenden FußballEM 2012 und der Verwendung der von der Europäischen Union dafür in Aussicht gestellten Fördermittel von insgesamt 67 Milliarden Euro für die Jahre 2007 bis 2013 informieren. Im neu geschaffenen Enterprise Europe Network (EEN) Berlin Brandenburg ist die IHK Berlin im Beirat vertreten. Das EEN Berlin-Brandenburg ist seit Mitte des Jahres 2008 das Informations- und Beratungsnetzwerk für kleine und mittelständische Unternehmen, mit dem die Euro Info Centres und Innovation Relay Centres fortgesetzt werden. Die IHK Berlin setzt sich in diesem Gremium

Langjährige Geschäftskontakte helfen
Trotz der angespannten Weltwirtschaftslage in der zweiten Hälfte des Jahres 2008 ist es den Berliner Unternehmen gelungen, bestehende Geschäftsbeziehungen aufrechtzuerhalten und sogar neue Märkte zu erschließen. Bedingt durch die auch an der Berliner Wirtschaft nicht spurlos vorübergegangenen Auswirkungen der Finanzkrise waren die Exportzahlen gemessen an 2007 leicht rückläufig. Da viele Unternehmen aber auf langjährige Geschäftskontakte mit ausländischen Partnern bauen können, ist anzunehmen, dass sich die negativen Auswirkungen im Jahr 2009 nicht so stark bemerkbar machen. Aufgabe der IHK Berlin wird es sein, ihren Mitgliedsfirmen bei den Geschäften im Ausland zur Seite zu stehen und durch wirtschaftspolitische Einflussnahme die Rahmenbedingungen für das Auslandsgeschäft weiter zu verbessern.

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RECHT | FAIR PLAY

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Die Wirtschaft durch Reformen stärken – Die IHK Berlin blieb auch 2008 am Ball
Angesichts eines immer härteren globalen Wettbewerbs der Standorte erlangen exzellente Rahmenbedingungen für die Unternehmen eine immer größere Bedeutung. Die IHK Berlin hat deshalb auch 2008 viele Initiativen gestartet, um Belastungen für die Unternehmen in der Hauptstadt zu minimieren und Reformen für eine bessere Wettbewerbsfähigkeit zu ermöglichen. Dabei wurde auch die gebündelte Kraft der IHK-Organisation genutzt.

Eine gewichtige Rolle in der politischen Diskussion in Berlin spielte die Gewerbesteuer. Durch die Unternehmensteuerreform erlebte die Gewerbesteuer im Jahr 2008 bundesweit eine Renaissance. Sie wird für einen großen Teil der Unternehmen zur wichtigsten Unternehmensteuer. Überall in Deutschland wird inzwischen Standortpolitik über den Gewerbesteuerhebesatz betrieben. Aktuelle Beispiele hierfür sind im unmittelbaren Berliner Umland die Hebesatzsenkungen - in Frankfurt/Oder auf 340 Prozent und in Kleinmachnow auf 320 Prozent. Berlin ist umgeben von Gemeinden mit Hebesätzen, die deutlich unter dem Berliner Wert von 410 Prozent und zum Teil sogar unter 300 Prozent liegen. Angesichts dieses Ungleichgewichts und des wachsenden Fördergefälles gegenüber dem Umland sowie der deutlich höheren Abgabenbelastung in Berlin muss der Senat initiativ werden, wenn Berlin seine Attraktivität für Unternehmen erhalten will. Die Vollversammlung der IHK Berlin startete deshalb Anfang 2008 eine Initiative, den Gewerbesteuerhebesatz von 410 Prozent auf 390 Prozent zu senken. Dieser Schritt würde die Wettbewerbsfähigkeit Berlins gegenüber anderen Standorten steigern, günstigere Voraussetzungen für ein weiteres Wirtschaftswachstum schaffen und Signalwirkung für den Standort haben. Der Berliner Senat hat die IHK-Initiative

zunächst abgelehnt, wird aber angesichts der tiefgreifenden Auswirkungen der Finanzkrise nicht umhinkommen, zusätzliche Impulse für die Wirtschaft zu setzen.

Investitionszulage verlängert
Die Investitionszulagenförderung in Ostdeutschland, die zum 31. Dezember 2009 auslaufen sollte, ist bis 2013 gesichert, allerdings mit jährlich fallenden Sätzen. Damit hat die Politik auch der Forderung der IHK Berlin entsprochen. Leider nicht durchsetzen konnten sich die ostdeutschen Industrie- und Handelskammern mit ihrer Forderung, den stufenweisen Abbau bis 2013 mittelstandsfreundlicher zu gestalten. Infolge einer weiteren Initiative der IHK Berlin und der Brandenburger IHKs kommen auch Recyclingunternehmen weiterhin in den Genuss der Förderung, was zunächst nicht geplant war.

mit konstruktiven Vorschlägen begleitet und deutliche Verbesserungen zum Regierungsentwurf erreicht: So wurde u.a. die Frist für Lohnsumme und Verhaftung von 15 Jahre auf 7 bzw. 10 Jahre gesenkt und das so genannte Fallbeil, bei dem ein Verstoß innerhalb der Fristen unabhängig vom Zeitpunkt zur vollen Steuernachzahlung führt, gegen eine zeitanteilige Nachversteuerung (pro-rata-temporisRegelung) ersetzt. Ganz zufrieden ist die Wirtschaft mit dem Ergebnis dennoch nicht. So sind vor allem die Interessen größerer mittelständischer Betriebe im Kompromiss der Koalitionsfraktionen nicht ausreichend berücksichtigt worden. In vielen Fällen ist daher nach Ausschöpfung der Freibeträge mit einer erheblich höheren Besteuerung als bisher zu rechnen. Sorge bereiten auch die Neuregelungen des Bewertungsrechts, die eine erhebliche Höherbewertung des Betriebsvermögens erwarten lassen.

Erbschaftsteuerreform wirtschaftsorientiert entschärft
Kaum ein anderes Reformvorhaben des Jahres 2008 wurde innerhalb der Großen Koalition so kontrovers diskutiert wie das Erbschaftsteuerreformgesetz. Besonders um Sonderregelungen für die Vererbung von Unternehmen und die Bewertung des Grundvermögens wurde hart gerungen. Die IHK-Organisation hat diese Reform

Modernisierung des Gewerberechts notwendig
Die Gewerbeordnung existiert seit 1869 und ist inzwischen durch zahlreiche, oft unsystematische Novellen unübersichtlich und teilweise nicht mehr zeitgemäß. Daher haben die IHKs in Zusammenarbeit mit der Universität Hamburg einen Vorschlag für eine Neuregelung entworfen und dem Bundesministerium für Wirtschaft vorgelegt. Die sogenannte Gewer35

RECHT | FAIR PLAY

Versicherungsvermittler. Das Register ist im Internet unter www.vermittlerregister.org einsehbar.

Vergaberecht europakonform verändern
Die Reform des Berliner Vergaberechts ist an europäischen Rechtsvorschriften gescheitert. Die IHK Berlin hatte Zweifel an der Rechtmäßigkeit der vorgesehenen Änderungen geäußert, die insbesondere einen Mindestlohn von 7,50 Euro und die Bindung an Tariflöhne für alle Branchen vorsahen, und vor deren Umsetzung gewarnt. Nach einer negativen Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes gegen ähnliche Regelungen in Niedersachsen werden die neuen Vorschriften zunächst nicht angewandt. Damit steht eine erneute Novellierung des Vergaberechts bevor, die sich auch an der neuen Regelung im Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen zu orientieren haben wird. Danach können die öffentlichen Auftraggeber Präqualifikationssysteme einrichten oder zulassen, mit denen die Eignung von Unternehmen für Auftragsvergaben nachgewiesen werden kann. Die IHKs sind dabei, bundesweit in Abstimmung mit ihren Ländern ein entsprechendes Präqualifizierungssystem für den VOL-Bereich aufzubauen. Ob auch die IHK Berlin ihren Mitgliedern diesen Service anbieten kann, hängt von der Bereitschaft des Senats ab, das bundesweite System anzuerkennen.

Für mehr Qualität - neue Regeln für Versicherungsvermittler.

beordnung 21 soll das Gewerberecht grundlegend neu strukturieren und entschlacken. Neben der Abschaffung veralterter Vorschriften soll die Gewerbefreiheit ausgeweitet und die Effizienz durch Einbindung der Selbstverwaltung der Wirtschaft gesteigert werden. Eine zentrale Forderung der IHK Berlin ist, bei der Gewerbeanmeldung die Möglichkeiten des E-Governments nutzen zu können. Die Gewerbeanmeldung online soll es Gewerbetreibenden ermöglichen, vom Büro oder von zu Hause aus ein Gewerbe an-, um- oder abzumelden. Der Gang zum Gewerbeamt wäre dann nicht mehr erforderlich. Voraussetzung ist jedoch, dass die rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen geschaffen werden, um die Daten sicher und medienbruchfrei zum zuständigen Gewerbeamt übermitteln zu können. Die Umsetzung der IT-gestützten Gewerbeanmeldung ist bisher am Beharrungsvermögen der Berliner Verwaltung gescheitert. Ähnlich schwer tut sich der Senat mit der geplanten Novellierung des Gaststättenrechts. Der im September 2007 vorgelegte Entwurf eines Berliner Gaststättengesetzes, der keine Erlaubnispflicht mehr für Gaststätten vorsieht, befand sich
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auch Ende 2008 noch in der senatsinternen Abstimmung. Die IHK Berlin hat die geplanten Vereinfachungen von Beginn an gefordert und unterstützt. Besonderes Augenmerk sollte auf die ordnungsgemäße Unterhaltung des Gaststättenbetriebes gelegt werden als auf Erlaubnisvoraussetzungen. Durch die in der Lebensmittelhygieneverordnung vorgesehene Pflicht zur Teilnahme an einer lebensmittelhygienerechtlichen Unterrichtung ist die Einhaltung von Hygiene-Regeln auch in Zukunft gewährleitstet.

Tausende Versicherungsvermittler registriert
Seit dem 1. Januar 2009 benötigt jeder Versicherungsvermittler und -berater in Deutschland eine Erlaubnis und Registrierung der IHK. Ende Dezember 2008 endete die Übergangsfrist für Versicherungsvermittler, die bereits vor dem 1. Januar 2007 tätig waren. Innerhalb dieser Übergangsfrist sind in Berlin über 3.000 Anträge ungebundener Versicherungsvermittler auf Erlaubnis und Registrierung eingegangen. Insgesamt wurden bis Jahresende 2008 rund 7.200 Registrierungen vorgenommen, ca. 5.000 gebundener und ca. 2.200 ungebundener

GmbH-Reform schafft Spielraum
Am 1. November 2009 trat endlich die größte Reform des GmbH-Rechts seit Bestehen dieser Rechtsform in Kraft. Viele Anregungen der IHK-Organisation finden sich in den neuen Regeln wieder. So gibt es jetzt für wenig kapitalintensive

Gründungen die so genannte Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) als Unterversion der GmbH, bei der das erforderliche Stammkapital ab einem Euro frei gewählt werden kann. Die Vorlage staatlicher Genehmigungen als Eintragungserfordernis für das Handelsregister wurde aufgegeben. Damit wurde die langjährige IHK-Forderung erfüllt, das Registergericht nicht zur „zweiten Gewerbebehörde“ zu machen und Eintragungshindernisse zu beseitigen. Auch bestehende GmbHs profitieren von der Reform. So wurde die Attraktivität der Gesellschaftsform durch mehr Flexibilität und Sicherheit bei der Kapitalbeschaffung und auch die Erschwerung von Missbrauchsfällen – sogenannte Firmenbestattungen – erhöht. Die IHK Berlin hat ihre Mitglieder mit zwei Informationsveranstaltungen über das neue Recht informiert.

Kommunikation verbessert
Bei gerichtlichen Aufträgen müssen öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige und Richter eng zusammenarbeiten. Wie bei allen Schnittstellen ist diese Zusammenarbeit nur dann effizient, wenn beide Seiten intensiv miteinander kommunizieren. Der Beratungs- und Informationsbedarf bei den Sachverständigen hat sich in den vergangenen Jahren stetig gesteigert. Mit sehr großer Resonanz wurden auf dem Erfahrungsaustausch „Richter und Sachverständige im Gespräch“ Verbesserungsmöglichkeiten und immer wiederkehrende Fragestellungen diskutiert.

gegenüber der Justizverwaltung und auf Bundesebene haben damit Wirkung gezeigt. Erfreulich ist auch, dass 2008 die Gebühren für die Veröffentlichung von Jahresabschlüssen vom Bundesanzeiger Verlag reduziert wurden. Auch hierfür hatte sich die IHK eingesetzt.

Mediation auf dem Vormarsch
Für Unternehmen gewinnt die Mediation als eine sehr effektive und nachhaltige Form einvernehmlicher Streitbeilegung immer stärker an Bedeutung. Das zeigt die tägliche Beratungspraxis der IHK: Der Beratungsbedarf im Bereich der außergerichtlichen Streitbeilegung nimmt kontinuierlich zu. Unternehmen erkennen zunehmend, dass sie Zeit und Geld sparen und gleichzeitig ihr Gesicht wahren können, wenn sie ihre Streitigkeiten untereinander auf dem Wege der Mediation lösen. Entsprechend groß war deshalb auch das Interesse von Unternehmern an einer gemeinsam mit der Rechtsanwaltskammer Berlin ins Leben gerufenen Informationsveranstaltung zum Thema Mediation.

Elektronisches Handelsregister läuft
Nach softwarebedingten Anlaufschwierigkeiten im Jahr 2007 hat sich die elektronische Datenübermittlung von Eintragungsunterlagen an das Handelsregister erheblich verbessert. Wenn alle Unterlagen vorliegen, erfolgen Eintragungen durch das Amtsgericht innerhalb weniger Tage, vereinzelt sogar taggenau. Die kritischen Stellungnahmen der IHK

Sachverständige für Geldspielgeräte
Das bundesweit einzige Fachgremium für das Sachgebiet „Überprüfung von Geldspielgeräten“ ist bei der IHK Berlin angesiedelt. Im Jahr 2008 kam es aufgrund einer ablaufenden gesetzlichen Frist zu einem sprunghaften Anstieg der Anträge für eine öffentliche Bestellung und Vereidigung von Sachverständigen auf diesem Gebiet. Wurden 2007 noch 30 Sachverständige überprüft, waren es im Jahr 2008 bereits über 50. Im ersten Halbjahr 2008 hatte das Fachgremium deshalb alle Hände voll zu tun. Das Ergebnis ist bemerkenswert: Der von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) eingeschätzte bundesweite Bedarf an Sachverständigen konnte mit öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen sowie mit von der PTB zugelassenen Stellen gedeckt werden.

Konflikte lösen, bevor es zum Prozess kommt – Mediation gewinnt an Bedeutung.

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BRANCHEN

Allgemeine Dienstleistungen/ Bau- & Immobilienwirtschaft

IT-Wirtschaft & Unternehmenssicherheit

Banken/Versicherungen

Kreativwirtschaft

Gesundheitswirtschaft

Tourismus/Gastgewerbe

Handel

Verkehr

Industrie

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Allgemeine Dienstleistungen/Bau- & Immobilienwirtschaft

Dienstleistungsbranche war Jobmotor
Die Stimmung in der Dienstleistungswirtschaft war 2008 überwiegend positiv. Wegen der Finanzkrise haben aber einige Unternehmen ihre ursprünglich hohen Zukunftserwartungen heruntergeschraubt. Einen Aufschwung gab es auch am Bau. Die Branche konnte ihre Umsätze gegenüber den Vorjahren steigern.

Zu den Motoren der wirtschaftlichen Aufwärtsentwicklung und des positiven Trends auf dem Arbeitsmarkt in Berlin gehörten 2008 in entscheidendem Maße Zeitarbeitsunternehmen und Call Center. Allerdings war ab Herbst auch in der Dienstleistungsbranche die Finanzkrise spürbar – jedoch mit unterschiedlichen Auswirkungen auf einzelne Dienstleistungszweige. So verzeichneten jene Unternehmen deutliche Umsatzrückgänge, die für Industrieunternehmen und deren Zulieferanten Zeitarbeitskräfte zur Verfügung stellten. Besser kamen Personaldienstleister weg, die in den vergangenen Jahren ihr Leistungsangebot verbreitert haben und Netzwerke mehrerer Branchenverbände nutzen. Dagegen konnten die auf Unternehmensservice spezialisierten Firmen zum Teil vom wachsenden Kostendruck profitieren. Gerade in schwierigen Zeiten suchen viele Betriebe nach Einsparpotenzialen und vergeben Aufgaben wie Gebäudereinigung und Sicherheitsdienste an externe Dienstleister.

werte Umsatzsteigerungen. Vor allem der Wohnungsbau, der fast völlig zum Erliegen gekommen war, legte kräftig zu. Im Vordergrund standen größere Wohnanlagen, nicht selten in Verbindung mit Gewerbeimmobilien. Dagegen verharrte der private Eigenheimbau auf niedrigem Niveau. Als Konsequenz steigender Umsätze und gut gefüllter Auftragsbücher entstanden zu Jahresbeginn 2008 sogar neue Arbeitsplätze in der Branche. Für 2009 zeichnet sich eine differenzierte Entwicklung ab. Zwar erteilten die Ämter bis September 2008 bereits mehr als 5.000 Baugenehmigungen für neue Wohnungen. Zugleich verschlechterte sich zum Jahresende aber die Auftragslage vor allem im Wirtschaftsbau. Der Senat ist deshalb gefordert, Planungsverfahren zu beschleunigen und Investitionshemmnisse abzubauen. Vor allem

bei der Sanierung von Gebäuden und Straßen eröffnen sich für die Bauwirtschaft enorme Potenziale.

Immobilien - Gute Umsätze mit realen Werten
Ungebrochenes Interesse insbesondere bei ausländischen Anlegern erweckte Berlin als Immobilienstandort. Dabei konzentrierte sich das Marktgeschehen auf langfristige Arrangements mit hohem Eigenkapitalanteil. Finanzschwache Investoren sind im Zuge der Finanzkrise vom Markt verschwunden. Eine rege Geschäftstätigkeit verzeichneten die Maklerunternehmen, da die Immobilie auch von Privatinvestoren zunehmend als reale werthaltige Geldanlage geschätzt wird. Auch für 2009 rechnet das Gewerbe aufgrund des niedrigen Zinsniveaus mit einer positiven Umsatzentwicklung.

Baugewerbe verzeichnet Zuwachs
Die gute konjunkturelle Lage im Jahr 2007 machte sich mit zeitlicher Verzögerung 2008 auch im Baugewerbe bemerkbar. Nach zehn schwierigen Jahren gab es erstmals wieder nennensCallcenter – eine Boombranche in Berlin.

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BRANCHEN

Banken/Versicherungen

Finanzkrise sorgt für Verunsicherung
Noch im Frühjahr 2008 gab sich die Branche zuversichtlich und hielt die Finanzkrise für beherrschbar. Ab der zweiten Jahreshälfte standen die Zeichen jedoch auf Sturm. Das galt in erster Linie für Banken, in begrenztem Maße aber auch für die Versicherungswirtschaft als wichtigem institutionellen Anleger.

Neue Regeln für die Versicherungswirtschaft
Die Versicherungsbranche musste sich 2008 auch noch mit ganz anderen Problemen befassen. Am 1. Januar trat das neue Versicherungsvertragsgesetz in Kraft, das die Vertragsbeziehungen zwischen Versicherern und Versicherungsnehmern nachhaltig veränderte. Die Novelle berücksichtigt höhere Anforderungen an den Verbraucherschutz und verpflichtet Versicherungsvermittler zu intensiven Beratungsleistungen. Mit dem bereits im Frühjahr 2007 verabschiedeten Gesetz zur Neuregelung des Versicherungsvermittlerrechts wurde ein Erlaubnis- und Registrierungsverfahren eingeführt, das von den jeweiligen Industrie- und Handelskammern durchgeführt wird. Es dient der Prüfung der Zuverlässigkeit, der geordneten Vermögensverhältnisse sowie der Kenntnisse und Fähigkeiten auf dem Gebiet der Versicherungsvermittlung und wurde von der Branche überwiegend als vertrauenstiftendes Gütesiegel bewertet. Die Gewerbedaten zugelassener Vermittler werden in ein Register eingetragen, das öffentlich zugänglich ist (www.vermittlerregister.org).

Wirbel am Finanzmarkt – Unternehmen bangen um Kredite.

Auch die Landesbank Berlin (LBB), die im Gegensatz zu anderen Landesbanken erfolgreich agiert hatte und noch zum Ende des dritten Quartals 2008 ein ausgeglichenes operatives Ergebnis ausweisen konnte, musste aufgrund der massiven Einbrüche an den internationalen Finanzmärkten ihre ursprüngliche Erwartung für das Gesamtjahr revidieren. Obwohl der Interbankenmarkt zeitweise fast zum Erliegen kam, gab es in Berlin bis Ende 2008 keine Anzeichen für gravierende Engpässe bei der Kreditvergabe an kleine und mittlere Unternehmen. Eine Umfrage der IHK bei Unternehmen aller Branchen zur Entwicklung der Finanzierungsbedingungen bestätigte im Oktober diese Einschätzung. Rund 73 Prozent der Unternehmen berichteten
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von gleich gebliebenen Kreditkonditionen, nur 27 Prozent sprachen von einer Verschlechterung. Angesichts des wirtschaftlichen Umfeldes war die Verschärfung der Kreditkonditionen jedoch keine ungewöhnliche Entwicklung, sondern die konjunkturbedingte Reaktion der Kreditinstitute auf gestiegene Ausfallrisiken. Bei einer IHK-Veranstaltung zur Kapitalmarktkrise im Oktober räumten Vertreter aus Wirtschaft, Finanzbranche und Politik der Sicherstellung ausreichender Finanzmittel für die regionale Wirtschaft oberste Priorität ein. Für den Fall von Liquiditätsengpässen kündigte die landeseigene Förderbank IBB Unterstützung durch ein erweitertes Angebot an.

Gesundheitswirtschaft

Gesundheitswirtschaft als Wachstumsmotor
Die Gesundheitswirtschaft ist einer der Wachstumspfeiler in Berlin. Der steigende Bedarf an gesundheitsbezogenen Produkten und Dienstleistungen macht die Branche zu einem stabilen Motor für Wachstum und Beschäftigung. Für ihren Erfolg haben die regionalen Player ein effektives Rezept: Kooperation.

Allerdings beeinträchtigen die jüngsten Reformen der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung die volle Entfaltung der Potenziale. Um sich weiter profilieren zu können, benötigt die regionale Gesundheitswirtschaft deshalb vor allem auf politischer Ebene größere Unterstützung. Dies ist ein wichtiger Grund dafür, dass die IHK im Jahr 2008 ein Branchenteam für die Gesundheitswirtschaft aufgebaut hat. Ziel für 2009 ist es, sich noch stärker auf unternehmerisches Know-how zu stützen und den Ausschuss Gesundheitswirtschaft einzurichten.

aktuelle und zukünftige Bedarfe sowie das Angebot an Fachkräften in der regionalen Gesundheitswirtschaft. Den Austausch zwischen Nachwuchskräften, Unternehmen, Hochschulen und weiteren Bildungseinrichtungen fördern die IHK Berlin, HealthCapital Berlin-Brandenburg und die Urania Berlin mit der bundesweit einmaligen Messe „Gesundheit als Beruf“. Diese Veranstaltung feierte 2008 ihre erfolgreiche Premiere mit über 60 Ausstellern. Nunmehr soll die Messe jährlich stattfinden.

Länderübergreifende Projekte zur Fachkräftesicherung
In Berlin-Brandenburg sind gegenwärtig fast 350.000 Menschen in der Gesundheitswirtschaft tätig. Allein von 2004 bis 2007 sind 4.400 Beschäftigte hinzugekommen. Diesen Bedarf an Fachkräften zu decken, ist bereits heute schwierig und wird nach Unternehmensprognosen ein Engpass für Wachstum sein. Unter Federführung der IHK Berlin wollen die Akteure des Handlungsfeldes 2 „Aus-, Fort- und Weiterbildung“ des Masterplans Gesundheitsregion Berlin-Brandenburg Lösungswege aufzeigen. Zunächst gilt es, Transparenz zu schaffen. In dem Projekt „Fachkräftemonitoring“ analysiert die IHK daher zusammen mit sechs weiteren Partnern aus der Region den Fachkräftemarkt. Untersucht werden

Innovationen in der Gesundheitstelematik unterstützt
Neben der Sicherung des Fachkräftebedarfs bestimmen technologische Innova-

tionen entscheidend die Qualität der Gesundheitsversorgung. Dazu zählen medizintechnische Produkte und ein besserer Informationsfluss. Ein bahnbrechender Weg ist hier der Einsatz von Informations- und Telekommunikationslösungen im Gesundheitswesen – auch eHealth genannt. Noch steckt dieser Bereich der Gesundheitswirtschaft deutschlandweit in den Kinderschuhen. Deswegen möchte die IHK Berlin Anschubhilfe geben. Sie unterstützt die Initiierung von Pilotprojekten und deren Überführung in die Regelversorgung, zum Beispiel mit der Organisation des E-Health-Forums in Kooperation mit dem Xinnovations e.V. und HealthCapital Berlin-Brandenburg.

Hilfe für den Mensch, Wachstum für die Wirtschaft – Die Gesundheitsbranche boomt.

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BRANCHEN

Handel

Handel setzt noch stärker auf Touristen
Für den Einzelhandel war 2008 ein Jahr der Extreme: Im Frühjahr stiegen die Lebensmittelpreise so stark wie seit einem Vierteljahrhundert nicht mehr. Mit Beginn der Finanzkrise schien auch das Weihnachtsgeschäft gefährdet. Dennoch erreichte der Einzelhandel ungefähr die Umsätze des Vorjahrs.

Trotz Krise – Berlin ist eine beliebte Shopping-Metropole.

Berlins Attraktivität als Shopping-Metropole ist auch auf das neue Ladenöffnungsgesetz zurückzuführen, und die Aufregung darüber ist längst verflogen. So einigen sich immer mehr Geschäftsstraßeninitiativen auf Kernöffnungszeiten. Über diese Öffnungszeiten hinaus wurde in vielen Geschäftsstraßen von zusätzlichen Möglichkeiten Gebrauch gemacht, die das liberalste Ladenöffnungsgesetz Deutschlands bietet. Ein „Langer Freitagabend“ ist zwar inzwischen bundesweit sehr beliebt. In einem Großteil der Berliner Einzelhandelsfilialen ist das Einkaufen zu später Stunde aber sogar von Montag bis Samstag bereits Normalität. Unter Touristen und Berlinern gleichermaßen beliebt sind Events wie die Lange
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Nacht des Shoppings in der City-West oder verkaufsoffene Sonntage an den Adventswochenenden.

Licht zum Erfolg“ gestellt. Mehr als 100 Vertreter von Initiativen und Unternehmen folgten der Einladung und nutzten die Veranstaltung zum Erfahrungs- und Ideenaustausch. Inwieweit Fußgängerzonen zur Belebung des innerstädtischen Einzelhandels beitragen können, wurde in der Steglitzer Schloßstraße und der Neuköllner KarlMarx-Straße diskutiert. Die IHK Berlin beteiligte sich an der Debatte u.a. mit einer Podiumsdiskussion, bei der neben Handels- und Verkehrsexperten auch die Staatssekretärin für Stadtentwicklung Hella Dunger-Löper das einhellige Fazit zog: „In Berlin herrscht kein Bedarf an der Eröffnung weiterer Fußgängerzonen.“

Onlinehandel mit zweistelligen Wachstumsraten
In der Regel standortunabhängig entwickelt sich der Onlinehandel immer mehr zu einem echten Stützpfeiler des Berliner Handels. Mit realen Umsatzzuwächsen im zweistelligen Bereich erzielte er ein Traumergebnis. Gerade aufgrund der enormen Konkurrenzsituation in Berlin ist dieser Vertriebsweg für viele Handelszweige derzeit das einzig wirkliche Wachstumsfeld. Für kleine und mittelständische Unternehmen bieten sich hier viele Chancen. Wie man diese nutzt, zeigte die IHK auf dem Berlin-Brandenburger Handelstag unter dem Motto „Zukunftsperspektive Onlinehandel?!“.

Noch mehr Attraktivität
Um insbesondere noch mehr kaufkräftige Touristen nach Berlin zu locken, sind weitere Anstrengungen nötig. So wurde auf Initiative des IHK-Handelsausschusses ein Expertenkreis gebildet, der sich mit dieser Thematik befassen soll. Dabei geht es darum, mit kreativen Ideen die Attraktivität des Standortes zu verbessern. Neben den Öffnungszeiten wird die Gestaltung der Geschäftsstraßen immer wichtiger. Deshalb hat die IHK Berlin ihr 8. Berliner Geschäftsstraßenforum unter das Motto „Anforderungen an moderne Geschäftsstraßen - mit

Industrie

Industrie gut gerüstet
Noch bis Herbst 2008 war die Industrie das Zugpferd der Berliner Wirtschaft. Sie konnte von der starken globalen Nachfrage profitieren. Mit der Finanzkrise hat sich die Lage zum Jahresende verschlechtert, wenn auch noch nicht dramatisch. Allerdings sehen fast alle Betriebe sorgenvoll in die Zukunft.

Die Berliner Industrie ist auf Grund des Strukturwandels der vergangenen zwei Jahrzehnte leistungsfähig, modern und innovativ geworden. Besonders die hohe Eigenkapitalsituation, die fehlende Abhängigkeit von einzelnen Vertragspartnern, die hohe Spezialisierung vieler Betriebe auf Hochtechnologien oder Nischenmärkte und die relativ geringe Exportabhängigkeit sind Pluspunkte in Krisenzeiten. Trotzdem ist die Politik in der Pflicht, die Auswirkungen der Finanzkrise abzumildern und Industriebranchen gezielt zu unterstützen. Die IHK hat dem Senat dazu zahlreiche Vorschläge unterbreitet – von Maßnahmen zum Bürokratieabbau, Schaffung einer wirtschaftsfreundlichen Verwaltung bis hin zu Infrastrukturbereichen, in die investiert werden muss. Dabei kann der Senat mit kurzfristigen wirtschaftspolitischen Maßnahmen nicht nur zur Abmilderung der Krise beitragen, sondern zugleich beweisen, dass die von ihm auf dem Industrieforum 2007 proklamierte neue Industriepolitik nicht nur ein Lippenbekenntnis bleibt. Die IHK wird dazu Anstöße geben.

20. November deutlich. Über 500 Teilnehmer aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft diskutierten auf dem „Innovationsforum 2008“ im Wissenschaftsund Technologiepark Adlershof die künftigen Handlungsfelder der Berliner Industrie- und Innovationspolitik. Eine zentrale Aufgabe der Politik wurde bei der Konferenz, die von der IHK mitorganisiert wurde, klar herausgearbeitet: „Made in Berlin“ und die Stärken des Standorts müssen noch gezielter in der Vermarktung Berlins Berücksichtigung finden. Dass Berlin eine der innovativsten Regionen in Europa ist, davon konnten sich Teilnehmer und Presse auf der „Innovati-

onsplattform Berlin“ – einer Ausstellung von Berliner Unternehmen – selbst ein Bild vor Ort machen. Weitere wichtige Handlungsfelder zur Stärkung des Innovationsstandorts Berlin hat das neue Positionspapier der „Wachstumsinitiative 2004 – 2014“ aufgelistet. Darin haben sich IHK und andere Partner mit dem Wirtschaftssenator auf innovationspolitische Schwerpunkte verständigt. Eine ganz zentrale Rolle wird auch künftig der Dialog von Industrie und Politik spielen. Wie in den vergangenen Jahren werden IHK und Wirtschaftssenator auch 2009 unter dem Titel „Industriedialog“ regelmäßig gemeinsame Gespräche mit den Industrieunternehmen am Standort führen.

Innovationsforum zeigt Handlungsfelder auf
Was zu tun ist, damit die Berliner Industrie auch weiterhin auf den Weltmärkten gut positioniert ist, wurde auf der 2. Berliner Wirtschaftskonferenz am

Die Industrie war Konjunkturlokomotive der Berliner Wirtschaft.

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BRANCHEN

IT-Wirtschaft & Unternehmenssicherheit

IT-Sicherheit gewinnt an Bedeutung
Der IT-Standort Berlin hat 2008 weiter an Profil gewonnen. Inzwischen sind in der Hauptstadt ca. 2.000 Software- und ITDienstleister mit 25.000 Mitarbeitern aktiv. Die Entwicklungen rund um Wireless-Technologien, Web2.0 und OpenSource sorgen für einen dynamischen Markt.

Derzeit konzentrieren sich die Aktivitäten zur Umsetzung der IT-Standortstrategie vor allem auf Sicherheit mit IT, EGovernment, Konvergente Dienste, Open Source sowie RFID. Berlins herausragende Bedeutung als Open Source-Standort wird auch durch den jährlichen LinuxTag unterstrichen, der 2008 erneut ca. 10.000 Besucher anlockte. Zudem treibt eine rege Community die Entwicklung voran. Die Akteure und deren Arbeitsschwerpunkte wurden mittels einer Studie identifiziert. Die Ergebnisse helfen dabei, die vorhandenen Stärken in Wissenschaft und Wirtschaft enger miteinander zu vernetzen und die sich daraus ergebenden Entwicklungspotenziale zu nutzen. In der Internetwirtschaft hat sich Berlin zur Web2.0-Hauptstadt entwickelt. Dafür boten Veranstaltungen wie Web2.0Expo, Facebook Developer Garage und Berliner Barcamp den Beweis. Eine dynamische Entwicklung wird auch den zahlreichen Technologieanbietern, Nutzern oder Dienstleistern der Wireless-Technologien in Berlin prognostiziert. Um diese Technologien schneller in die breite Anwendung zu bringen, wird ein Wireless Transfer Center Berlin (WTCB) aufgebaut. Hier sollen unter Einbindung von KMU und der regionalen Wissenschaft Pilotprojekte initiiert und Anwendungsszenarien entwickelt werden.

Dem Fachkräftemangel vorbeugen
Damit diese positiven Trends nicht gehemmt werden, gilt es, dem drohenden Fachkräftemangel vorzubeugen. Zusammen mit dem DIHK und der IT-Wirtschaft arbeitet die IHK Berlin an Strategien auf nationaler und regionaler Ebene. In Berlin haben sich ca. 30 Unternehmer im Projekt „Verantwortungspartner“ zusammengeschlossen, um Lösungen gegen den Mangel an qualifizierten Mitarbeitern umzusetzen. Vorläufiger Höhepunkt der Initiative war der OPEN DAY Berlin. Dabei konnten sich Schüler, Studenten, Wiederund Quereinsteiger in Unternehmen über Beschäftigungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten informieren.

Auch in der Sicherheitswirtschaft wuchsen Unternehmensanzahl, Umsatz und Beschäftigung. Um diese Entwicklung zu unterstützen und die Region als Innovationstreiber zu profilieren, haben die Länder Berlin und Brandenburg einen Masterplan mit fünf Handlungsfeldern aufgestellt: Sichere Identität, Sichere Infrastruktur, Sicherheit mit IT, Sicherheit und Gesellschaft sowie Urbane Sicherheit. In diesem strategischen Prozess ist der AKUS ein gefragter Partner. Der Arbeitskreis hat in einer Sicherheitspartnerschaft mit der Senatsverwaltung für Inneres neben dem fest etablierten Dialog zwischen Sicherheitsbehörden und Wirtschaftsvertretern insbesondere die Themen Krisenkommunikation und Pandemie vorangetrieben.

Unternehmen brauchen Sicherheit.

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Kreativwirtschaft

Kreativwirtschaft belebt Berlin
In der Kreativwirtschaft war die Stimmung das dritte Jahr in Folge positiv. Eine gute Nachricht war, dass die Investitionsbank Berlin (IBB) die Kreativen besser fördert. Ende 2008 gab es dann mit der Finanzkrise und dem angekündigten Rückzug von Sat.1 aus Berlin allerdings Dämpfer für die Branche.

Eine gute Bilanz kann bei der Unternehmensansiedlung gezogen werden: 52 neue Unternehmen mit über 1.500 geplanten Arbeitsplätzen belegen die Sogwirkung Berlins auf die Kreativwirtschaft. Neben dem inspirierenden Milieu sind es passgenaue Förderangebote des Landes, die Berlin für die Branche attraktiv machen. Mit sechs Beteiligungen aus dem bundesweit einmaligen Kreativfonds und 40 Coachingfällen im Kreativ Coaching Center legte die IBB einen passablen Start hin. Auch die IHK richtete ihren Fokus stärker auf Kreative. Auf Empfehlung ehrenamtlich tätiger Unternehmer wurde im April 2008 eine Gründungsberatung für die Kreativwirtschaft eingeführt – mit großem Erfolg, wie die Beratungszahlen zeigen. Auch die bekannten Angebote, darunter der 14-tägige IHK-Newsletter Kreativwirtschaft mit rund 6.000 Abonnenten und der Berliner Marketingtag, diesmal zum Thema Online Marketing, wurden von der Branche gut angenommen.
Berlin ist auch die Hauptstadt der Kreativen.

Vernetzung kommt voran
Neben der Gründungshilfe stand die Vernetzung der Kreativwirtschaft im Fokus der IHK-Arbeit. Die Veranstaltungsreihe „Medien Dialog Berlin“ wurde mit über 650 Teilnehmern und Referenten wie Christoph von Borries (Studio

Hamburg), Prof. Peter Wippermann (Trendbüro Hamburg) und Dr. Rudolf Gröger (Mobile 3.0 GmbH) fortgeführt. Das Netzwerk Berliner Unternehmen für Kultur (BUK) traf sich im Frühjahr und Herbst, um die Themen Anerkennungskultur und Unternehmenssammlungen zu erörtern. Eine Premiere stellte die Vernetzung der Event-Marketingbranche dar. Erstmalig kamen Berliner Akteure zusammen, um über gemeinsame Interessen zu sprechen. Mit ersten Erfolgen: Die Branche vermarktet sich nun gemeinsam im Portal Creative City Berlin und strebt eine Verbesserung der Ausbildungssituation an. Der Ausschuss „Creative Industries“ der IHK setzte sich 2008 insbesondere für eine branchenübergreifende Standort-

politik ein. So wurde in Zusammenarbeit mit der Szene eine verbindende Definition von Creative Industries entwickelt, welche die Voraussetzung für eine gemeinsame Identität für die Teilbranchen bildet (www.ihk-berlin24.de; Dokumentennummer 52775). Auch die internationalen Beziehungen standen auf der Agenda. Bei einem Erfahrungsaustausch mit London wurden aus einem Vergleich der Standortpolitik Schlüsse für das Berliner Vorgehen gezogen. So stellen der Ausbau der statistischen Datenbasis und die Evaluation der Förderinstrumente große Herausforderungen in den kommenden Jahren dar. Mit dem 2. Kulturwirtschaftsbericht, der im Januar 2009 erscheint, ist Berlin bereits auf einem guten Weg.
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BRANCHEN

Tourismus/Gastgewerbe

Tourismus weiter im Aufwind
Berlin bleibt die Nummer eins der deutschen Städtereiseziele und konnte 2008 das Ergebnis des Vorjahres noch steigern. Etwa 17,7 Millionen Übernachtungen und 7,8 Millionen Ankünfte bedeuten ein Plus von über zwei Prozent. Es zeigt sich, dass Berlin auch nach der Fußball-WM für Gäste attraktiv ist.

Gemeinsam mit den Brandenburger IHKs fand am Martinstag im Schloss Diedersdorf eine Auftaktveranstaltung zur stärkeren Vernetzung der Ernährungsmit der Tourismuswirtschaft statt.

Debatte um Nichtraucherschutzgesetz
Die politische Debatte in der Branche wurde 2008 vor allem durch die Diskussion um das neue Berliner Nichtraucherschutzgesetz beherrscht. Nachdem in den ersten sechs Monaten des Jahres keine Bußgelder erteilt wurden, kassierte der Bundesverfassungsgerichtshof Ende Juli das Regelwerk. Es muss grundlegend überarbeitet werden, um die Existenz der sogenannten Eckkneipen nicht zu gefährden. Von der IHK Berlin wurde daraufhin mit dem DEHOGA Berlin das gemeinsame Merkblatt angepasst und mit der Politik über einen neuen Gesetzentwurf diskutiert. Trotz Finanzkrise und wirtschaftlicher Flaute ist die Tourismusbranche aus Sicht der IHK für 2009 gut gewappnet: Vergleichsweise günstige Hotelpreise, der Aufstieg zur Nummer zwei im Kongressgeschäft nach Wien und Veranstaltungshöhepunkte wie 20 Jahre Mauerfall und die Leichtathletik-WM im August lassen Optimismus aufkommen.

Boombranche Tourismus – immer neue Besucherrekorde.

Doch die allgemeine Wirtschaftskrise wird auch am Berlin-Tourismus nicht spurlos vorbeiziehen. Umso wichtiger wird es für die Unternehmer in Zukunft sein, ihre Kunden mit Qualität und Service zu überzeugen und für weitere Besuche zu begeistern. Seit dem Sommer 2008 können sie ihre Mitarbeiter auch in Berlin durch die Qualitätsmanagement-Initiative „ServiceQualität in Deutschland“ in Berlin weiterbilden lassen. Qualität und Service hat sich auch die seit 2006 aktive Initiative „Service in the City“ auf die Fahne geschrieben, die von der IHK entscheidend mitgetragen wird. Daneben spielen bei dieser Initiative Sauberkeit, gute Gästeinformation und Internationalität eine große Rolle. Durch die Einrichtung eines Projektbüros Anfang 2008 konnte die Initiative ihre Aktivitäten bündeln und Fortschritte beispielsweise bei der
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Sauberkeit am Alexanderplatz oder der Gestaltung eines Internetportals für touristische Dienstleister mit internationaler Kundschaft erzielen.

Tag des Tourismus
Im Februar 2008 wurde der „Tag des Tourismus“ erstmals von der Berlin Tourismus Marketing GmbH gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen, der IHK Berlin, der Deutschen Zentrale für Tourismus sowie dem DEHOGA Berlin ausgerichtet. Er stand unter dem Motto „Demographischer Wandel und seine Auswirkungen auf die Tourismuswirtschaft“. Neben allgemeinen wirtschaftspolitischen Problemen diskutierten die Teilnehmer über das große Potenzial Berlins im Bereich des Schüler- und Jugendtourismus.

Verkehr

Verkehrsgewerbe unter Druck
Die Belastungen für das Berliner Verkehrsgewerbe haben 2008 deutlich zugenommen. Dazu zählten sehr hohe Spritpreise, die Erhöhung der Lkw-Maut und die Einführung einer Umweltzone in Berlin. Hinzu kamen Lärmminderungspläne mit gravierenden Eingriffen in den Straßenverkehr, die Zeit und Geld kosten.

Ein „wirtschaftspolitischer Sündenfall“ war die Zustimmung des Bundesrates zur Erhöhung der Lkw–Maut zum 1. Januar 2009. Die Transportwirtschaft wird so mit Zusatzkosten von bis zu zwei Milliarden Euro jährlich belastet. Das könnte auch Berliner Unternehmer in ihrer Existenz gefährden. Die IHK-Organisation hat auf Bundes- und regionaler Ebene die Rücknahme der Mauterhöhung gefordert und das durch eine gemeinsame Stellungnahme mit den Bundesverbänden des Transportgewerbes untermauert. Zudem hat die IHK Berlin in Gesprächen und mehreren Schreiben die Vertreter Berlins im Bundesrat aufgefordert, gegen die Mauterhöhung zu votieren.

ÖPNV – Wettbewerb zulassen
Langfristige Verkehrsverträge des Landes mit S-Bahn und BVG kennzeichnen die Situation des Berliner ÖPNV. Auf die Option, ab 2013 einen Teil des SBahn- Streckennetzes europaweit auszuschreiben, haben Berlin und Brandenburg verzichtet. Stattdessen hat die BVG die Fremdvergabequote sogar von zwölf auf acht Prozent abgesenkt und Verträge mit privaten Busunternehmen gekündigt. Sie schließt damit leistungsfähige und umweltfreundliche Verkehrsbetriebe vom Markt aus. Berlin bleibt damit von zwei großen Verkehrsunternehmen abhängig. Die negativen Folgen dieser Abhängigkeit sind beim BVG-Streik und bei den S-Bahn-Ausfällen im Winter deutlich geworden.

Schnelle Bahnverbindungen nach Polen
Die IHK Berlin setzte sich 2008 auch für einen schnelleren Schienenverkehr zwischen Deutschland und Polen ein. Mit einem von ihr und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung beauftragten Gutachten hat Berlin beim Bundesverkehrsministerium für den Ausbau der Strecke zwischen Berlin und Breslau geworben. Das Gutachten empfiehlt eine neue Streckenführung über den Grenzort Horka, weil Deutschland und Polen die dorthin führenden Strecken bereits ausbauen. Lichtstreif am Horizont: Auf der Ostbahn Berlin–Gorzow sind endlich die Fahrpläne der beiderseitigen Regionalzüge in Kostrzyn aufeinander abgestimmt und mit dem Nachtzug Berlin–Warschau besteht wieder eine durchgehende Verbindung.

Ruinösen Wettbewerb im Taxigewerbe verhindern
Die Anzahl der in Berlin zugelassenen Taxen ist auch 2008 weiter gestiegen. Um einen ruinösen Wettbewerb zu vermeiden, soll durch Einführung des sogenannten Hamburger Modells die vermutlich hohe Schwarzarbeitsquote eingedämmt werden. Vorgesehen ist u.a. eine intensivere Überprüfung bei der Verlängerung von Taxikonzessionen. Über den vom Gewerbe im Sommer gestellten Antrag auf eine Erhöhung der Tarife wurde bis zum Jahresende nicht entschieden.

Die Hauptstadt ist am Zug.

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MITGLIEDERSERVICE

Service im Mittelpunkt – IHK steht Mitgliedern mit Rat und Tat zur Seite
Tipps für Neumitglieder
Der Kontakt zu den neuen Mitgliedsunternehmen war der IHK Berlin auch 2008 besonders wichtig. Es wurde zu 26.000 neuen Unternehmen schriftlich Kontakt aufgenommen, um diese über die Arbeit der IHK zu informieren. Einige dieser neuen Mitglieder nutzten die Gelegenheit, sich bei einer der Willkommensveranstaltungen mit den Mitarbeitern der IHK auszutauschen. Diese „WellKammer“-Veranstaltung, auf der traditionell IHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer aus Unternehmersicht berichtet, welche Möglichkeiten der ehrenamtlichen Mitarbeit auch neue IHK-Mitglieder haben, zog an drei Abenden zahlreiche interessierte Unternehmer an. An Informationsständen sämtlicher Fachbereiche und Branchen des Hauses konnten sich die neuen Mitglieder einen Überblick über die Aufgaben, Struktur und Serviceleistungen der IHK Berlin verschaffen. Die Teilnehmer der Veranstaltung haben auch in diesem Jahr wieder viele nützliche Tipps und Hinweise gegeben, aufgrund derer die „WellKammerVeranstaltung“ weiterentwickelt werden konnte. So gibt es mittlerweile neben einem Angebot, Geschäftsbeziehungen zu knüpfen und sich individuell beraten zu lassen immer auch einen „Newcomer“, der als kurzes Eingangsreferat eine Art Erfahrungsbericht zum Werdegang seiner Gründung hält.

Umfassend und kompetent – die Beratung bei der IHK.

Im Jahr 2008 nutzten erneut zehntausende Kunden das Service Center als zentralen Anlaufpunkt für das umfangreiche Dienstleistungsangebot der IHK Berlin. Ob Unternehmer, Existenzgründer oder Auszubildende – das Team des Call Centers beantwortete rund 50.000 telefonische Kundenanfragen oder leitete die Fragen an Spezialisten in den Fachbereichen weiter. Das Themenspektrum umfasste dabei alle Geschäftsfelder. Neben vielen Fragen zur Ausbildung und zu Rechtsthemen ging es vor allem um die Erlaubniserteilung und die Registrierung der Versicherungsvermittler.

Des Weiteren erhalten Interessierte einen Überblick über das gesamte Merkblattund Broschürenangebot der IHK Berlin. Auch Anmeldungen für Weiterbildungsveranstaltungen, Sachkundeprüfungen oder Unterrichtungen werden vom Service-Center-Team jeden Tag entgegengenommen. Ein Dienstleistungsangebot, auf das die IHK-Mitgliedsunternehmen für ihre besonders verdienten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter traditionell gerne zurückgreifen, ist die Ausstellung einer Ehrenurkunde für Arbeitsjubiläen. Zudem ist das Service Center die Anlaufstelle für die Beantragung einer Signaturkarte für die elektronische Signatur. Auch die schnelle und unbürokratische Bearbeitung von Außenwirtschaftsdokumenten ist im Service Center möglich.

Breite Produktpalette
Direkt am Beratungscounter in der ersten Etage des Ludwig Erhard Hauses wurden rund 30.000 Kunden empfangen. Das Angebot des Service Centers wird dabei immer vielseitiger. So werden seit 2008 im neuen StarterCenter sämtliche Fragen zur Unternehmensgründung beantwortet.
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MEDIEN UND KOMMUNIKATION

IHK in den Medien gut platziert – Meinung der Wirtschaft war häufig gefragt
Das Interesse von Presse, Funk und Fernsehen an der Arbeit der IHK Berlin war auch 2008 ungebrochen hoch. Der Bereich Medien und Kommunikation hatte alle Hände voll zu tun. Zur Bilanz gehören rund 650 Presseanfragen – gegenüber 2007 ein Plus von fast zehn Prozent -, 104 Pressemitteilungen, 16 Pressekonferenzen und zwei Hintergrundgespräche. Zudem gaben Präsident, Hauptgeschäftsführer, Geschäftsführer, Bereichsleiter und viele andere IHKMitarbeiter Dutzende Rundfunk- und Fernsehinterviews. Allein sechs Mal standen IHK-Vertreter live vor den Kameras im Studio der rbb-Abendschau – dem wichtigsten TV-Nachrichtenmagazin der Stadt. ein Streitgespräch mit allen Fraktionsvorsitzenden im Abgeordnetenhaus zur Zukunft des Flughafens Tempelhof. des internationalen „JugendKunst- und Kulturzentrums“ Schlesische 27 aus Kreuzberg gezeigt.

Jubiläum: 10 Jahre Ludwig Erhard Haus
Ein kleines Jubiläum feierte 2008 das Ludwig Erhard Haus – es wurde im September zehn Jahre alt. Aus diesem Anlass lud die IHK Berlin bereits im Juni zu einer Podiumsdiskussion zum Thema Mindestlöhne mit Bundesarbeitsminister Olaf Scholz und Abgeordneten aus dem Deutschen Bundestag ein. Rund 500 Gäste verfolgten die Debatte. Danach baten IHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer und IHK-Hauptgeschäftsführer Jan Eder zu einem kleinen Empfang, dem sich ein stimmungsvoller Abend beim Public Viewing des Fußball-Europameisterschaftsspiels Österreich gegen Deutschland anschloss. Im September wurde anlässlich des Jubiläums eine Ausstellung

Wettbewerbe mit hoher Resonanz
Auf eine gute öffentliche Resonanz stießen auch die vom Bereich Medien und Kommunikation organisierten Wettbewerbe „Franz-von-MendelssohnMedaille“ für sozial engagierte Unternehmen und „Bester Ausbildungsbetrieb Berlins“ – verbunden mit einer von der Firma Ströer unterstützten Ausbildungsplatz-Plakataktion. Die Sieger erhielten ihre Urkunden bei festlichen Veranstaltungen, an denen auch Mitglieder des Senats teilnahmen. Begleitet wurden beide Projekte von den Medienpartnern „Berliner Morgenpost“ und dem rbb Rundfunk Berlin-Brandenburg.

Veranstaltungen: Ein Höhepunkt nach dem anderen
Auf starkes Interesse bei den Unternehmen stießen die vom Bereich Medien und Kommunikation betreuten Veranstaltungen der IHK. Gleich zu Jahresbeginn erwies sich der gemeinsame Neujahrsempfang von IHK und Handwerkskammer erneut als ein Höhepunkt im gesellschaftlichen Leben Berlins. Rund 1.700 Gäste folgten der Einladung. Außerdem konnten bei elf wirtschaftspolitischen Frühstücken jeweils bis zu 200 Gäste begrüßt werden. Dabei standen Spitzenvertreter aus Politik und Wirtschaft Rede und Antwort. Darunter Kanzleramtsminister Thomas de Maizière, Vattenfall-Europe-Chef Tuomo Hatakka, Bundesjustizministerin Brigitte Zypries oder der Linkspartei-Fraktionschef im Deutschen Bundestag, Gregor Gysi. Und rund 300 Zuhörer verfolgten in der IHK

Auch ein versierter Veranstaltungsmoderator: IHK-Hauptgeschäftsführer Jan Eder

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BUDGET UND MITGLIEDER

IHK auf dem Weg der finanziellen Konsolidierung – Wachsende Zahl von Mitgliedern
Die sich verstärkende konjunkturelle Belebung im Jahr 2007 und die damit verbundene insgesamt gute Entwicklung der Berliner Wirtschaft ließen 2008 auch die Ertragskraft der Unternehmen steigen. In Folge dessen waren die ersten beiden Geschäftsjahre der IHK Berlin nach Einführung der kaufmännischen Buchführung zum 1. Januar 2007 durch eine fortschreitende Konsolidierung der Vermögens- und Finanzlage sowie durch die Verbesserung der Ertragslage der IHK geprägt. Hatten der Bau des 1998 eingeweihten Ludwig Erhard Hauses (LEH) als Sitz der IHK und die Auswirkungen der lange Zeit schlechten konjunkturellen Situation in Berlin mit den Jahren fast zum kompletten Abschmelzen der Rücklagen der IHK geführt, konnte nunmehr mit der erforderlichen Bildung neuer Rücklagen begonnen werden. Dabei nutzte die IHK auch die Möglichkeit, zehn Jahre nach dem Bau des LEH durch eine günstigere Gestaltung der Fremdfinanzierung die Leasingrate zu senken. Zudem blieben 2008 die Beiträge stabil. Die Grundbeitragsstaffel und der Hebesatz von 0,45 Prozent blieben unverändert. Das ist auch für 2009 vorgesehen. Ungeachtet der positiven finanziellen Entwicklung war die Arbeit der IHK Berlin auch 2008 von einer strengen Haushaltsdisziplin und Sparsamkeit geprägt, ohne jedoch Abstriche beim Service für die Mitglieder zu machen. Diese stringente Wirtschaftsführung wird auch 2009 beibehalten. Diese Linie erfordert von den Mitarbeitern aber noch mehr Einsatz, da die IHK zusätzliche Aufgaben wie die Sachkundeprüfung „Qualifizierung Berufskraftfahrer“ bewältigen muss und die Zahl der zu betreuenden Mitgliedsunternehmen stetig wächst. Wie in den Jahren zuvor gab es bei der Zahl der Mitgliedsunternehmen erneut einen gewaltigen Sprung. Innerhalb von zwölf Monaten kamen fast 13.000 neue IHK-Betriebe hinzu. Somit zählte die IHK Berlin Ende 2008 insgesamt 235.079 Gewerbetreibende. Davon waren 61.735 Unternehmen im Handelsregister eingetragen, 173.344 Unternehmer galten als Kleingewerbetreibende. Gemessen an der Zahl der Mitgliedsunternehmen ist die IHK Berlin bundesweit nach wie vor die zweitgrößte IHK.

Die Arbeit der IHK war auch 2008 von strenger Haushaltsdisziplin und Sparsamkeit geprägt.

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Der Erfolgsplan der IHK Berlin für das Geschäftsjahr 2009
Beträge in € Plan 2009 Voraussichtl. Ist 2008
1. Erträge aus IHK-Beiträgen 2. Erträge aus Gebühren 3. Erträge aus Entgelten 4. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Leistungen 5. Andere aktivierte Eigenleistungen 6. Sonstige betriebliche Erträge 43.500.000 10.100.800 2.255.200 0 0 3.918.400 46.000.000 10.825.900 2.351.900 -950.000 0 4.382.100

Ist 2007
42.266.988,37 10.588.844,53 2.171.134,81 -624.088,39 0,00 4.779.084,73

Betriebserträge
7. Materialaufwand 8. Personalaufwand 9. Abschreibungen 10. Sonstige betriebliche Aufwendungen davon: - Mieten, Pachten, Erbbauzinsen u. Leasing - Aufwendungen für Fremdleistungen (u.a. Bewirtschaftung LEH, EDVDienstleistungen, Unterhaltung Haus Hardenbergstraße, Dienstleistungsentgelt Berlin Partner GmbH)

59.774.400
-6.123.800 -18.489.100 -600.900 -24.809.000 -12.366.700 -4.339.900

62.609.900
-5.744.900 -21.414.400 -416.100 -23.799.900 -12.188.300 -4.113.100

59.181.964,05
-4.874.356,62 -21.443.611,54 -450.280,21 -21.477.309,45 -11.185.853,06 -4.332.862,44

Betriebsaufwand Betriebsergebnis
11. Erträge aus Beteiligungen 12. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 13. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 14. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

-50.022.800 9.751.600
0 6.250.000 1.402.800 -100.000 -3.496.800

-51.375.300 -48.245.557,82 11.234.600
0 5.830.200 1.337.200 -90.900 -3.792.600

10.936.406,23
73.000,00 3.456.199,72 827.333,05 -53.135,99 -2.558.564,43

Finanzergebnis Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
16. Außerordentliche Erträge 17. Außerordentliche Aufwendungen

4.056.000 13.807.600
0 0

3.283.900 14.518.500
350.000 0

1.744.832,35 12.681.238,58
0,00 0,00

Außerordentliches Ergebnis
18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 19. Sonstige Steuern

0
0 -1.100

350.000
0 -1.000

0,00
-7.825,07 -1.712,50

Jahresergebnis
21. Ergebnisvortrag aus dem Vorjahr (+ Überschuss / - Fehlbetrag) 22. Entnahmen aus Rücklagen 23. Einstellungen in Rücklagen a) in die Ausgleichsrücklage b) in andere Rücklagen

13.806.500
0 650.000 -14.456.500 -1.000.000 -13.456.500

14.867.500
0 1.025.000 -13.313.000 -4.983.000 -8.330.000

12.671.701,01
0,00 624.088,39 -7.348.300,00 -3.500.000,00 -3.848.300,00

Ergebnis

0

2.579.500

5.947.489,40

Der Erfolgsplan enthält zusammengefasste Positionen auf der Grundlage einer Gewinn- und Verlustrechnung, wie sie für große Kapitalgesellschaften vorgesehen ist. Dabei sind alle Erträge und Aufwendungen, der vorgesehene Ergebnisvortrag und die Rücklagenveränderungen getrennt voneinander angesetzt und ausgewiesen. 51

EHRENAMT | PRÄSIDIUM

Bestimmte den Kurs - Die Vollversammlung gab der IHK die Richtung ihrer Arbeit vor
Die Vollversammlung (VV) der IHK Berlin tagte im Jahr 2008 insgesamt vier Mal. Im Januar beschloss das Gremium u.a. den IHK-Etat für das laufende Jahr und das Arbeitsprogramm für 2008. Bei dieser Sitzung konnte auch Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit begrüßt werden, der zur Wirtschaftspolitik des Senats Stellung nahm. Dabei ging es unter anderem um Finanzfragen, um die wirtschaftliche Entwicklung der gesamten Region, die so genannte Bestandspflege von Unternehmen in der Stadt, um Flughafenstandorte in Berlin sowie um Bildung und Mindestlöhne. Am 13. März befasste sich die VV zum Beispiel mit dem Thema Ausbildung und mit der Unterstützung der Volksabstimmung zur Zukunft des Flughafens Tempelhof. Bei der Sitzung am 19. Juni startete die Vollversammlung in Anwesenheit von Berlins Finanzsenator Thilo Sarrazin eine Initiative zur Senkung der Gewerbesteuer, und bei der Zusammenkunft am 25. September ging es um die Senkung der Bürokratiekosten für Unternehmen.

PRÄSIDIUM
Ehrenpräsident
Werner Gegenbauer

Präsident
Dr. Eric Schweitzer

Vizepräsidenten
Ulrich Köster, Dr. Beatrice Kramm, Dr. Jürgen Radomski, Hans-Jörg Vetter

Weitere Mitglieder des Präsidiums:
Gerald Archangeli, Klaus-Peter Bähr, Werner Baumann (ausgeschieden 31.12.2008), Andreas Fibig (seit 9.1.2009), Antje Meyer, Ulrich Misgeld, Walter Rasch, Dr. Reinhard Uppenkamp, Tobias Weber, Willy Weiland

Klaus Wowereit in der Vollversammlung – Berlins Regierender Bürgermeister erläuterte die Wirtschaftspolitik des Senats.

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EHRENAMT | VOLLVERSAMMLUNG

WAHLGRUPPE 1 | Elektrotechnik und Elektronik, metallverarbeitende Industrie
Norbert Geyer
Geschäftsführer Geyer-Gruppe Industrieholding GmbH

Dipl.-Psych. Mathis Kuchejda
Geschäftsführender Gesellschafter Franz Schmidt & Haensch GmbH & Co.

Ulrich Misgeld
Mitglied des Vorstands Semperlux AG - Lichttechnische Werke

Dr. Stefan Romberg
Geschäftsführer PUK WERKE KG Kunststoff-Stahlverarbeitung GmbH & Co.

Regina Seidel
Geschäftsführerin Seidel Consulting GmbH & Co. KG

WAHLGRUPPE 2 | Chemische Industrie, Kunststoffverarbeitung
Thomas Dreusicke
Inhaber INDIA Tastenfabrik Berlin Thomas Dreusicke Kunststoffverarbeitung, Oberflächentechnik, Baugruppen

Dr. Eduard Heyl
Geschäftsführender Gesellschafter Heyl Chemischpharmazeutische Fabrik GmbH & Co. KG

Dr. Reinhard Uppenkamp
Vorstandsvorsitzender BERLIN-CHEMIE AG

WAHLGRUPPE 3 | Konsumgüterindustrien, Druck- und Papiergewerbe
Hella Heenemann
Prokuristin Buch- und Offsetdruckerei H. Heenemann GmbH & Co.KG

WAHLGRUPPE 4 | Nahrungs- und Genussmittelindustrie, Land- und Forstwirtschaft, Fischerei
Ingo Bengs
Prokurist Alois Dallmayr Kaffee Berlin GmbH & Co. KG

Paul M. Häring
Geschäftsführender Gesellschafter Berliner Bürgerbräu GmbH

Jan Hell
Prokurist Georg Lemke GmbH & Co. KG

Ingolf Schmoll
Geschäftsführer Ingolf Schmoll GmbH Garten-, Landschaftsund Sportplatzbau

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EHRENAMT | VOLLVERSAMMLUNG

WAHLGRUPPE 5 | Versorgung, Entsorgung
Vera Gäde-Butzlaff
Vorstandsvorsitzende Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR)

Oliver Heider
Geschäftsführer Green Logistik GmbH

Markus-Elmar Lange
Geschäftsführer Bartscherer & Co. Recycling GmbH

Dipl.-Ing. Bernhard Lemmé
Geschäftsführer Nenn Entsorgung GmbH & Co. KG

Klaus Pitschke
Mitglied des Vorstands Vattenfall Europe Berlin AG & Co.KG

Dr. Eric Schweitzer
Mitglied des Vorstands ALBA AG

Dipl.-Ing. Jörg Simon
Vorstandsvorsitzender BERLINER WASSERBETRIEBE

WAHLGRUPPE 6 | Baugewerbe, Gewinnung von Steinen und Erden
Marcus Becker
Geschäftsführer Kondor Wessels Bouw Berlin GmbH

Peter Foerstendorf
(ausgeschieden am 17. März 2008)

Dr. KasparDietrich Freymuth
Geschäftsführender Gesellschafter Arnold Kuthe Baugesellschaft mbH & Co. KG

Geschäftsführer der pers. haftenden Ges. DSB Dieter Schubert GmbH & Co. Straßen- und Tiefbau

Eberhard Gustke
(nachgerückt am 1. April 2008)

Geschäftsführer Gustke GmbH

WAHLGRUPPE 7 | Großhandel
Klaus-Peter Bär
Persönlich haftender Gesellschafter Bär & Ollenroth KG

Heinrich Dormann
Geschäftsführer Gesellschafter Gebrüder Berger GmbH & Co. KG

Andreas Karsdorf
Geschäftsführer JELIKA GmbH

54

Andreas Peter
Geschäftsführer Peter & Krebs Mineralölhandels-GmbH

Otto Weihe
Prokurist Weihe Früchte & Salate KG

WAHLGRUPPE 8 | Einzelhandel
Wolfgang Bergemann
(ausgeschieden am 22. Nov. 2008)

Winfried Damerius
Geschäftsführer Blumen Damerius GmbH

Horst Faber
Geschäftsführer NORDPUNKT Konsumgütervertriebs GmbH

Geschäftsführer Argente GmbH

Rainer Frohloff
Inhaber Foto Frohloff

Christoph Huhn
Geschäftsführer Bücherkabinett Handels-GmbH

Ruth Klinkenberg
Geschäftsführerin Marga Schöller Bücherstube GmbH

Ulrich Köster
Vorstand Galeria Kaufhof GmbH

Michael Kropp
Geschäftsführer H. u. M. Kropp Feinkost GmbH

Eckhard Paetz
Inhaber MEP ELECTRONICS

Volker Pesarese
Geschäftsführer WERTHEIM Steglitz

Dipl.-Kfm. HansUlrich Schlender
Geschäftsführer Otto Reichelt GmbH

Tobias Tuchlenski
(nachgerückt am 3. Dez. 2008)

besonders bestellter Bevollmächtigter Kaiser‘s Tengelmann AG

Achim Türklitz
Geschäftsführer Möbel-Hübner Einrichtungshaus GmbH

Horst Wittstock
Geschäftsführender Gesellschafter Schuhhaus Horst Wittstock GmbH & Co. KG

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EHRENAMT | VOLLVERSAMMLUNG

WAHLGRUPPE 9 | Apotheken
Brigitte Buchin
Inhaberin Apotheke am Wittenbergplatz Brigitte Buchin

WAHLGRUPPE 10 | Handelsvermittlung
Mario Adamczak
Inhaber Modeagentur Mario Adamczak

Dipl.-Ing. Joachim Hammer
Geschäftsführer IBH Ingenieurbüro und Handelsvertretung Hammer GmbH

WAHLGRUPPE 11 | Güterbeförderung
Michael Eichen
Inhaber Ursula Eichen Schnelltransporte

Katrin Knapp
Inhaberin TSB Transport Service Beratung Katrin Knapp

Rainer Welz
Geschäftsführer Welz Logistik GmbH

WAHLGRUPPE 12 | Personenbeförderung
Egon Dobat
Geschäftsführer Air Travel Service (ATS) Gesellschaft für Fern- und Sonderflugreisen mbH

Karsten Schulze
Persönlich haftender Gesellschafter Haru-Reisen OHG Hans Rudek

WAHLGRUPPE 13 | Taxen, Mietwagenunternehmen
Boto Töpfer
Inhaber Boto Töpfer Taxibetrieb

56

WAHLGRUPPE 14 | Banken, Versicherungen
Michael Beckord
Vorsitzender der Regionalleitung Nordost und Prokurist Allianz Deutschland AG

Harald Eisenach
Vorsitzender der Geschäftsleitung Global Banking Firmenkunden Deutschland Nordost DEUTSCHE BANK AG

Dr. Holger Hatje
Vorsitzender des Vorstands Berliner Volksbank eG

Rainer M. Jacobus
Vorstandsvorsitzender IDEAL Versicherung AG

Klaus Kubbetat
(Mitglied seit 13. März 2008)

Hans-Jörg Vetter
Vorstandsvorsitzender Landesbank Berlin Holding AG

Regionalvorstand COMMERZBANK Aktiengesellschaft

WAHLGRUPPE 15 | Finanzdienstleistungen
Gerald Archangeli
Inhaber Versicherungsbüro Archangeli e.K.

Karsten Denz
Finanz- und Vermögensberater

Dr. Andreas Domeyer
Geschäftsführer Topos Versicherungskontor GmbH

Andreas Krüger
Geschäftsführer Paetau Sports Versicherungsmakler GmbH

Jörg Stöckel
Inhaber Versicherungsbüro Jörg Stöckel

WAHLGRUPPE 16 | Gastgewerbe
Peter Dannenberg
Inhaber „Haus Dannenberg am See“ Günter u. Ingeborg Dannenberg Nachf. Peter Dannenberg

Klaus-Dieter Richter
Prokurist Restaurant Kolk Hans-Jürgen Richter e. Kfm.

Monika Rink
Geschäftsführerin Hotel Kolumbus GmbH

Simone Springer
Inhaberin Coffee - Restaurant - Lounge

Willy Weiland
Direktor InterContinental Hotels Management GmbH

57

EHRENAMT | VOLLVERSAMMLUNG

WAHLGRUPPE 17 | Medien, Kommunikation
Wolfgang Hünnekens
Geschäftsführer PUBLICIS Berlin GmbH

Dr. Beatrice Kramm
Geschäftsführerin POLYPHON Film- und Fernsehgesellschaft mbH

Peer SchmidtPaulus
Geschäftsführer PEIX Agentur für Design und Kommunikation GmbH

Dr. h. c. Volker Schwarz
Geschäftsführer BWV Berliner WissenschaftsVerlag GmbH

Hans-Peter Urban
Geschäftsführer Studio Hamburg Berlin Brandenburg

WAHLGRUPPE 18 | Bildung, Freizeit
Renate Erbert
Geschäftsführerin SFT Schule für Tourismus Berlin GmbH

Dr. Doris Habermann
Geschäftsführerin KOMBI Consult GmbH

Michael Norbert Hapka
Geschäftsführer Aspria Berlin GmbH

Dr. Heidrun Hogan
Geschäftsführerin Privatinstitut HOGAN Bildung Management Beratung GmbH

WAHLGRUPPE 19 | Gesundheit, Forschung und Entwicklung
Werner Baumann
(Mitglied bis 31. Dez. 2008)

Prof. Dr. HansJochen Brauns
Geschäftsführer Alpheios GmbH

Dr. Thorsten Dolla
besonders bestellter Bevollmächtigter Sportmedizinisches Institut SIBerlin GmbH

Mitglied des Vorstands Bayer Schering Pharma AG

Peter Dortans
Geschäftsführer VDI/VDE Innovation + Technik GmbH

Prof. Dr. Bertram Häussler
Vorsitzender der Geschäftsführung IGES Institut GmbH

Prof. Dr. Christine Lang
Geschäftsführerin OrganoBalance GmbH

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WAHLGRUPPE 20 | Unternehmensberatung
Jürgen Below
Geschäftsführer Kienbaum Berlin GmbH

Jana Bunzel
Geschäftsführerin Bunzel und Partner Steuerberatungsgesellschaft mbH

Dr. Lutz Mackebrandt
Aufsichtsratsvorsitzender CMS Societät für Unternehmensberatung AG | Geschäftsführer CMS Ost-West Consult Unternehmensberatung GmbH

Antje Meyer
Geschäftsführende Gesellschafterin orange:blue Public Relations GmbH

Dieter Ulrich
besonders bestellter Bevollmächtigter RÖVERBRÖNNER Treuhand GmbH | Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Ute Witt
Generalbevollmächtigte Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

WAHLGRUPPE 21 | Informationstechnik
Angela Kästner
Mitglied des Vorstands actina-interchange AG

Dipl.-Ing. Dieter Klapproth
Geschäftsführer Ains A – Systemhaus GmbH

Bernd Völcker
Mitglied des Vorstands Infopark AG

WAHLGRUPPE 22 | Immobilienwirtschaft
Wolfgang Gruhn
Prokurist Erwin Gruhn Immobilien

Dipl.-Ing. Matthias Klussmann
Vorstandsvorsitzender Cenda Invest AG

Michael Niestroj
Geschäftsführer „Stadt und Land“ Wohnbauten-Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Walter Rasch
Geschäftsführer Rasch Immobilien Consulting GmbH

Harriet Wollenberg
Geschäftsführerin Juwo Immobilien GmbH

WAHLGRUPPE 23 | Unternehmensservices
Manuela Becker
Geschäftsführerin Team-Personal-ServiceGmbH

Rainer Ehrhardt
Geschäftsführer Gegenbauer Sicherheitsdienste GmbH

Daniel-Jan Girl
Gesellschafter DGMK Deutsche Gesellschaft für multimediale Kundenbindungssysteme mbH

59

EHRENAMT | VOLLVERSAMMLUNG

Jörgen Golz
Geschäftsführer golz + friends Event Sponsoring PR GmbH

René Gurka
Geschäftsführer Berlin Partner GmbH

Dipl.-Kfm. Frank Hirling
Inhaber Hirling Strategy & Finance

Carola Hoffmann
Geschäftsführerin AZ GmbH Personalüberlassung Personalvermittlung

Dr. Jürgen Radomski
Geschäftsführer Radomski-Consulting GmbH

Silvia Rohrbeck
Geschäftsführerin Serviceline PersonalManagement GmbH & Co. KG

Dipl.-Kfm. (FH) Hendrik Senkel
Geschäftsführer cyberway GmbH

Philippe Sommer
Inhaber PhiSo Consult Philippe Sommer

Tobias Weber
Geschäftsführender Gesellschafter City Clean GmbH & Co. KG

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EHRENAMT | AUSSCHÜSSE

Außenwirtschaft
Vorsitzender:

Mogge, Investitionsbank Berlin (IBB) | Dr. Stephan Mory, FORUM-Adlershof e. V. | Klaus-Peter Müller, PUK-Werke
KG Kunststoff-Stahlverarbeitung GmbH & Co. | Marco Paul, Euler Hermes Kreditversicherungs-AG | Marcus Rademacher, Aastra DeTeWe GmbH | Knut Richter, Landesbank Berlin AG | Susanne Scharpe, Commerzbank AG | Klaus-Jürgen Schlabe, Berlin-Chemie AG | Lothar Schulz, Elpro GmbH Berlin Industrieholding | Dagmar Schwertner, BioGenes Gesellschaft für Biopolymere mbH | Juliane Siafarikas, CMS Societät für Unternehmensberatung AG | Dr. Rainer Stephani, Solon AG Solartechnik | Jörg Stöckel, Versicherungsbüro Stöckel | Christian Treichel, Berlin Partner GmbH | Wilfried Wartenberg, MB capital services GmbH | Günter Wegner, GEWECO Internationale Speditionsgesellschaft mbH | Peter P. Wiest, W.O.M. World of Medicine AG | Carsten Witthuhn, Bundesdruckerei GmbH Ausgeschiedene Mitglieder: Ralf Hildenbrandt, Christine Jambor, Commerzbank AG Berlin | Jens Spyrka, bmp AG Beratungsthemen:

Horst Schmidt
Gerb Schwingungsisolierungen GmbH & Co. KG Stellvertretende Vorsitzende: Isabel Riele, Robert Riele GmbH & Co. KG

• Führung, Vortrag durch das Auswärtige Amt • Visa für Geschäftspartner aus dem Ausland

Beitrag
Vorsitzender:

Gerald Archangeli
Versicherungsbüro Archangeli

Bruke Seyoum Alemu, aap Implantate AG | Carsten Baeck, DRB Deutsche Risikoberatung GmbH | Dr. Dietrich Brocks, Bayer Schering Pharma AG | Anna-Maria Brzezina-Dadaschi,
Birkamidon Rohstoffhandels GmbH | Thomas Chrstelý, Silence Therapeutics GmbH | Gerhard Detterer, Deutsche Bank AG | Dieter Ernst, Berlinwasser International AG | Jobst G. Eversmann, Wall AG Unternehmenszentrale | Dr.Ing. Harry Floren, Assmann Beraten und Planen GmbH | Dr. Mario Friedmann, BARG Betontechnik und –instandsetzungs GmbH | Gabi Grützner, Micro resist technology GmbH | Joachim Habisreitinger, Berlin Volksbank eG | Dr. Raymund Hammer, LMT Lichtmesstechnik GmbH Berlin | Paul M. Häring, Berliner Bürgerbräu GmbH | Sven Hell, Georg Lemke GmbH & Co. KG | Prof. Dr. Stefan Kaden, DHI WASY GmbH | Emre Kiraz, EKCON Management Consultants GmbH | Dr. Sven Klußmann, Noxxon Pharma AG | Christian von Koenigsmarck, Hach Lange GmbH | Cajetan von König, Biotronik GmbH & Co. KG | Dr. Bernd Kriegel, Günther Krug, Bombardier Transportation GmbH | Andreas Krüger, Global Gong GmbH | Lothar Limmer, Limmer Laser GmbH | Gudrun Lummel, Textima Export Import GmbH | Tobias Maier, Coface Kreditversicherung AG | Dr. Michael Meetz, uve GmbH für Managementberatung | Heinz-Joachim

Stellvertretender Vorsitzender:

Daniel-Jan Girl, DGMK Deutsche
Gesellschaft für multimediale Kundenbindungssysteme mbH

Jana Bunzel, Bunzel und Partner Steuerberatungsgesellschaft mbH | Karsten Denz, Finanz- und Vermögensberatung | Wolfgang Gruhn, Erwin Gruhn Immobilien | Christoph Huhn, Bücherkabinett
Handels-GmbH

• Neuordnung der Aufgabenverteilung für das Geschäftsfeld „International“ zwischen IHK Berlin und Berlin Partner GmbH • Ergebnisse der bundesweiten Umfrage „Going International 2008“ der IHKs • Auslandsaktivitäten der Ausschussmitglieder • Exportkontrollrecht – Vortrag und Diskussion mit einem Vertreter des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) • Netzwerkbildung der Ausschussmitglieder • Berliner Firmen im Ausland als Botschafter Berlins

Beratungsthemen: • Festlegung von Grundsätzen für Entscheidungen über Stundungen, Erlasse und Niederschlagungen von Beitragsforderungen • Staffelung des Grundbeitrags für Großunternehmen • Reduzierung des Grundbeitrages für verschiedene Fallgruppen • Anpassung von Vorauszahlungen, Entscheidung über Erlassanträge

61

EHRENAMT | AUSSCHÜSSE

Berufsbildung
Beauftragte der Arbeitgeber: Vorsitzender/stellv. Vorsitzender:

für Bildung, Wissenschaft und Forschung | Eckehart Heidrich, OSZ Handel II | Dagmar Kuhlich, Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung | Petra Madyda, Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Stellvertreter Lehrer an Schulen:

Creative Industries
Vorsitzender:

Wolfgang Hünnekens
PUBLICIS Berlin GmbH

Dr. Volker Hasewinkel
Deutsche Telekom AG

Kristina Fuhrmann, IKEA Deutschland GmbH & Co. KG | Gerd Haendly, Bernd Schroers, Axel Springer AG | Martin Stöckmann, Siemens AG | Gerhard Stolz, Hornbach Baumarkt AG
Stellvertreter Arbeitgeber: Susanne Bergau, IDEAL Lebensversicherung a.G. (ausgeschieden zum 31.09.2008) | Manfred Hessel-Stahl, Hotel Morgenland | Susanne Krusch, Wertheim Kurfürstendamm | Michael Linnardi, Verband Druck und Medien BerlinBrandenburg e. V. | Uta Menges, IBM Deutschland GmbH Beauftragte der Arbeitnehmer: Vorsitzende/ stellv. Vorsitzende:

Karl Bollwerk, OSZ Industrie und Datenverarbeitung | Bernd Hoffmann, OSZ Bürowirtschaft II | Eugen Hollander,
OSZ Chemie, Physik und Biologie | Dr. Inge Niemitz, OSZ Gastgewerbe | Bernd Romann, OSZ Banken und Versicherungen | Rainer Schuhmann, OSZ Bautechnik

Stellvertretender Vorsitzender:

Hans-Peter Urban, Berlin-Brandenburg
Media GmbH

Dorothea Zinke
DGB (ausgeschieden
zum 31.12.2008)

Burkhard Bundt, Dirk Kuske, IG BAU | Gabriele Lips, ver.di | Michael Schafferdt, GEW | Normen Schulze, Gewerkschaft NGG | Marco Steegmann, DGB
Stellvertreter Arbeitnehmer: Katja Boll, ver.di | Brigitte Hansmeier, ver.di (ausgeschieden zum 31.09.2008) | Hivzi Kalayci, IG Bau | Rosemarie Pomian, GEW | Jens Prietzel, IG Metall Beauftragte Lehrer an Schulen: Rainer Arnold, OSZ TIEM | Bernhard Bleiber, OSZ Maschinen- und Fertigungstechnik | Hartmut Hartmann, Senatsverwaltung
62

Beratungsthemen: • Änderung von Ausbildungsregelungen • Ausbildungspakt • Behindertenregelungen • Durchführung von Zwischenprüfungen • Europäische Bildungspolitik • Erlass neuer Rechtsvorschriften in Aus- und Weiterbildung • Flexibilisierung des Berufsschulunterrichts, Musterprüfungsordnung • Personalplanung an Berliner Berufsschulen • Qualität in der Ausbildung, Regelung über die Warenkunde im Handel • Teilzeitberufsausbildung

Dr. Reinhart Binder, Rundfunk Berlin-Brandenburg | Katja Bittner, popkomm | Nikolaus Böhning, bildbau aktiengesellschaft neue medien | Kai Bolik, GameDuell GmbH | Prof. Dr. Rolf Budde, Rudolf Budde Musikverlag GmbH | Ulrich Bülow, Zweites Deutsches Fernsehen | Prof. Dr. Carsten Busch, Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin | Dr. Silke Claus,
CB.e Clausecker | Bingel. Ereignisse AG Agentur für Kommunikation | Dr. Robert Daubner, NZ Netzeitung GmbH | Josef Depenbrock, BV Deutsche Zeitungsholding | Thomas Eller, Cube Kunsthalle Berlin gGmbH | Dimitri Feldmann, Rusmedia RR GmbH | Daniel Girl, DGMK Deutsche Gesellschaft für multimediale Kundenbindungssysteme mbH | Martin E. Groeger, DropMobile GmbH | Prof. Dieter Gorny, Bundesverband Musikindustrie e.V. | Stephan Hampe, coachamp | Helmut Hartung, proMedia Verlag | Jens Heithecker, Messe Berlin GmbH | Carolin Huder, Konzertfabrik Veranstaltungs GmbH | Kristian Jarmuschek, Galerie Jarmuschek & Partner | Alexander Kölpin, Berlin Partner GmbH | Dr. Beatrice Kramm, POLYPHON Film- und Fernsehgesellschaft mbH | Hans Kuchenreuther, TV.Berlin Berlin 1 Fernsehen Beteiligungs GmbH & Co. KG | Petra Maria Müller, Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH | Sebastian Peichl, ART+COM AG | Tobias Phleps,

MetaDesign AG | Werner Plötz, DIB Deutsche Informationsbörse Berlin AG | Tim Renner, Motor Music GmbH & Co. KG | Hans-Gerhard Roth, fabulous production GmbH | Dietmar Schickel, Tele Columbus GmbH | Peer SchmidtPaulus, PEIX Agentur für Design und Kommunikation GmbH | Holger Schöpper, Deutsche Fernsehwerke GmbH | Nicole Srock Stanley, dan pearlman markenarchitektur GmbH | Sabrina van der Ley, Art Forum Berlin | Fritz von Bernuth, Franz Cornelsen Stiftung | Alexander Wolf, TheCorps GmbH | Reinhold Zalbertus, AZ Media AG

Beratungsthemen: • Aus- und Weiterbildung in der Kreativwirtschaft (Universität der Künste Berlin) • Erarbeitung einer Definition von Creative Industries • Clusterpolitik im internationalen Vergleich – Best Practice London • Kulturwirtschaftsbericht 2009 und Förderinstrumente

Handel
Vorsitzende:

Martina Tittel
Tittel Consulting

Stellvertretender Vorsitzender: Dieter Krauß, Fruchthof Berlin Verwaltungsgenossenschaft eG

Hüseyin Akin, GSM Import-Export GmbH Frucht-Grosshandel | Wolfgang Bergemann, Argente GmbH (ausgeschieden am 22.11.2008) | Alexander Boether, Engel & Völkers Gewerbe Berlin GmbH & Co. KG | Harald Boll,

ECE Projektmanagement G.m.b.H & Co. KG | Bülent Bora, Bundesverband des Türkischen Groß- und Einzelhandels e.V. | Matthias Brink, ECE Projektmanagement G.m.b.H & Co. KG (ausgeschieden zum 14.07.2008) | Nils Busch-Petersen, Handelsverband Berlin-Brandenburg e.V. | Hans W. Coenen, Mode-Center-Berlin Management-Verwaltungs GmbH | Winfried Damerius, Blumen-Damerius GmbH | RA Dietmar von Dippel, A.G.D. Unternehmens- und Arbeitgeberverband für Großhandel und Dienstleistungen e.V. | Oliver Distel, Kaufland Stiftung & Co. KG ‚Havel-Park‘ | Horst Faber, Nordpunkt Konsumgütervertriebs GmbH | Dipl.-Vw. Clemens Hackmann, Deutsche Post AG | Dipl.-Ing. Joachim Hammer, IBH Ingenieurbüro und Handelsvertretung Hammer GmbH | René Haßfeld, LIDL Dienstleistung GmbH & Co. KG (ausgeschieden zum 15.04.2008) | Christoph Huhn, Bücherkabinett Handels GmbH | Antonia Kapretz, GAL Institut, Andreas Karsdorf, JELIKA GmbH | Dagmar Knörrchen-Mahraun, UhlandApotheke | Andreas Kogge, Kemper‘s Jones Lang LaSalle Berlin GmbH | Klaus Kosakowski, Alkos Grundstücksgesellschaft mbH | Andreas Kroll, Görtz GmbH | Heinz Michael Kropp, H. u. M. Kropp GmbH | Michael Lindner, Robert Lindner GmbH & Co. KG | Michael Marquardt, Steglitz-Apotheke | RA Birgit Marson, Wirtschaftsverband für Handelsvermittlung und Vertrieb Nordost (CDH) e.V. | Heiko Naß, LIDL Dienstleistung GmbH & Co. KG | Eckhard Paetz, MEP ELECTRONICS | Hans-Ulrich Schlender, VBLF Verband Berlin-Brandenburg Lebensmittel Filialbetriebe e.V. | Bernd Singalla, Metro Cash & Carry Deutschland GmbH | Detlef Steffens, Kaufhof Warenhaus AG | Wilfried Ternirsen, Wilfried Ternirsen Mode GmbH | Uwe Timm, TIMM RETAIL Services + Property Advisers | Tobias U. Tuchlenski, Kaiser‘s

Tengelmann AG | Achim Türklitz, Möbel-Hübner Einrichtungshaus GmbH (ausgeschieden am 17.01.2008) | Albert Türklitz, Möbel-Hübner Einrichtungshaus GmbH | Horst Wittstock, Wittstock-Schuh GmbH

Beratungsthemen: • Arbeitsmarkt- und Ausbildungssituation im Berliner Handel • Shoppingtourismus • Entwicklung der Berliner Einkaufszentren • Weiterentwicklung des Großhandelstandortes Berlin • Auswirkungen der Finanzkrise auf den Handel • Partnerschaft Schule-Betrieb • Erfahrungsaustausch Berlin-Dresden • Berlin-Brandenburger Handelstag • „Zukunftsperspektive Onlinehandel“

Infrastruktur, Stadtentwicklung und Bau
Vorsitzender:

Matthias Klussmann
Cenda Invest AG

Stellvertretender Vorsitzender:

Christoph Meyer, Atisreal GmbH Ralf Behn, HOCHTIEF Construction AG | Frank Bielka, DEGEWO AG | Torsten Birlem, K.O.O.P. Beteiligungs- und Anlagegesellschaft mbH | Alexander Boether, Engel & Völkers Gewerbe Berlin GmbH & Co. KG | Lutz Bottin, EDEKA Minden-Hannover Immobilien-Service GmbH | RA Dr. Michael Burrack, Dombert Rechtsanwälte | Helmut Claus, Claus GmbH | Hugo Daiber, Daimler Real Estate GmbH | Heinz-Jürgen
63

EHRENAMT | AUSSCHÜSSE

Dräger, Jörg Dresdner, EVM Berlin Erbbauverein Moabit eG | Jörg Franzen, Gesobau AG | Dr. Klaus Freier, Minol
Meßtechnik W. Lehmann GmbH & Co. KG | Dr. Kaspar-Dietrich Freymuth, Arnold Kuthe Baugesellschaft mbH & Co. KG | Rosemarie Füsgen, Füsgen Immobilien | Michael Gutzeit, REALUS Immobilienentwicklungs GmbH | Otto Haas, Siemens AG | RA Dr. Bernhard Haaß, Kanzlei Nörr Stiefenhoffer Lutz | Torsten Hannusch, GIG Gesellschaft für integriertes Gebäudemanagement mbH | Thomas Hasucha, Alba Consulting GmbH | Dipl.-Vw. und RA Kay-Uwe Hillmann, HHKW Rechtsanwälte Hellwig-Hillmann-Klotz-Wolff | Silke Kaden, Deutsche Lufthansa AG | Jörg Kägebein, WIBAG Wirtschaftsberatungs- und Immobilienbetreuungs-GmbH | Frank-Holger Kämpf, Vattenfall Europe Berlin AG & Co. KG (nachgerückt zum 25.09.2008) | Fred-Axel Kapella, Kapella Baustoffe GmbH | Hans-Jürgen Klemm, Prof. Dr. Helmut & Dr.hc. Hannelore Greve - Alster City | Andreas Krüger, THV Versicherungsmakler GmbH | Rudolf Kujath, SOPHIA Berlin GmbH | Jörg Robert Lammersen, TLG Immobilien GmbH | Holger Lippmann, Liegenschaftsfonds Berlin GmbH & Co. KG | Sebastian Luding, King Sturge GmbH | Wolfgang Nagel, Wirtschafts- und Unternehmensberatung Nagel KG | Richard Neu, Siemens AG (ausgeschieden am 18.02.2008) | Christian Pech, Investitionsbank Berlin | Rolf Piegsa, BERLINER WASSERBETRIEBE | Ursula Pliete, Bundesbahnvermögen (BEV) | Rupert Reinhardt, Reinhardt Real Estate | Prof. Dr. Rudolf Schäfer, Technische Universität Berlin Fachgebiet Baurecht und Bauverwaltungslehre | Christoph Schilling, Galeria Kaufhof | Christine Seiler, Funk Gruppe GmbH Versicherungsmakler | Birgit Steindorf, Berlin Partner GmbH | Dorothee Stöbe,
64

Interessengemeinschaft Gewerbetreibender an der Friedrichstraße e.V. (ausgeschieden am 08.05.2008) | Rainer Tepasse, DEGAS mbH-ATD GmbH | Thomas Weyer, Berliner Flughäfen (ausgeschieden am 01.09.2008) | Frank Wunderlich, KfW Bankengruppe Niederlassung Berlin | Dr.Süleyman Yüksel, Bateg Ingenieurbau GmbH

Innovation, Technologie und Industrie
Vorsitzender:

Uwe Ahrens
co.don Aktiengesellschaft

Stellvertretender Vorsitzender:

Beratungsthemen: • AK Bauleitplanung (Wiederbebauung des zentralen Klosterviertels und des Molkenmarktes-Planungsalternative entwickelt, Kriterien für die Integration von Shopping-Centern in Berliner Stadtteilzentren, Nachnutzung des Flughafens Tempelhof) • AK Städtebauförderung und Bauordnungsrecht (Finanzierung von Städtebauprojekten mittels Fondsmodellen, Elektronisches Bauantragsverfahren, Kooperative Bürgerbeteiligung an der Bauleitplanung) • Aktueller Baufortschritt am Flughafen BBI mit Baustellenbesichtigung • BBI als Wachstumstreiber für BerlinBrandenburg • Projekt Leitlinien für die City West • Nord-Süd-Initiative • Die Zentren-Initiative MittendrInBerlin • Neue Wege in der Berliner Stadtentwicklung • Stadtentwicklung künftig per Bürgerentscheid? • Das Land Berlin - zwischen Eigentümerrolle und politischem Akteur

Mathis Kuchejda, Franz Schmidt &
Haensch GmbH & Co.

Jürgen Allesch, Millhouse Aktiengesellschaft | Frank Becker, Salzenbrodt GmbH & Co. KG | Andreas Breuer, Willy Vogel AG | Dr. Bruno Broich,TSB Technologiestiftung Innovationszentrum Berlin | Dr.rer.nat. Klaus Brüggemann, Verband der TÜV e.V. | Dr. Andreas Budde, Zentralverband Elektrotechnikund Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) Landesstelle Berlin | Dr. Frank Büchner, Siemens AG Geschäftsleiter der Region Deutschland Ost | Martin Dolling, Wagemann & Partner New Consulting GmbH | Thomas Dreusicke, INDIA Tastenfabrik Berlin Thomas Dreusicke Kunststoffverarbeitung, Oberflächentechnik, Baugruppen | Sven-René Friedel, Berlin Heart GmbH | Norbert Geyer, Geyer-Gruppe Industrieholding GmbH | Walter Gibas, Walter Gibas Consulting, Controlling & mehr | Wilfried Götze, PSI Aktiengesellschaft für Produkte und Systeme der Informationstechnologie | Jörgen Golz, golz + friends Event Sponsoring PR GmbH | Ursula Haufe, ipal Gesellschaft für Patentverwertung Berlin mbH | Roland Heß, Werkstatt für Innovation Roland Heß | Stephan Hoffmann, Investitionsbank Berlin | Michael Jänichen, Landesbank Berlin AG Geschäftsbereich Firmenkunden | Rainer G. Jahn, Rainer Jahn Unternehmensberatung | Burkhard Jung, CMS Societät für Unternehmens-

beratung AG | Holger Kämpf, Vattenfall Europe Berlin AG & Co.KG | Volker Keddig, FUSS-EMV-Ing. Max Fuss GmbH & Co. KG | Wolf Kempert, UNU Gesellschaft für Unternehmensnachfolge und Unternehmensführung mbH | Dr. HansJörg Kilian, Berlin-Chemie/ Menarini Pharma GmbH | Dieter Klapproth, Ains A - Systemhaus GmbH | Dr. Matthias Krug, Knorr-Bremse Berlin, Zweigniederlassung der Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH | Thomas Leitert, TimeKontor AG | Johannes Nill, AVM Computersysteme Vertriebs GmbH | Reinhard Pätz, Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) Landesverband Nordost | Rolf-Friedrich Perder, ayonics GmbH | Manfred Plötz, SHF Communication Technologies AG | Remi Redley, Goossens-Redley Unternehmensberatung BDU Management Consultants | Dr. Stefan Romberg, PUK WERKE KG Kunststoff-Stahlverarbeitung GmbH & Co. | Regina Seidel, Seidel Consulting GmbH & Co.KG | Dr. Florian Seiff, Innovationszentrum Berlin Management GmbH Innovations- u. Gründer-Zentrum | Dr. Axel Smend, Deutsche Agentur für Aufsichtsräte Gesellschaft für Vermittlung und Beratung von Aufsichtsräten u. Beiräten mbH | Dr. Peter Strunk, WISTA-MANAGEMENT GMBH WISSENSCHAFTS- UND WIRTSCHAFTSSTANDORT BERLIN-ADLERSHOF | Prof.Dr. Reinhard Thümer, Technische Fachhochschule Berlin (TFH) | Prof.Dr. Günther Tränkle, FerdinandBraun-Institut für Höchstfrequenztechnik Berlin im Forschungsverbund Berlin e.V. | Christoph Adalbert von Waldow, GERB Schwingungsisolierungen GmbH & Co. KG | Thomas Waschke, Daimler AG | Klaus Wehmeyer, Heitec AG Niederlassung Berlin | Oliver Weinmann, Vattenfall AG | Dr. Werner Wilke,VDI/ VDE Innovation + Technik GmbH | Kai

Winnig, AIS Automations- und Informationssysteme GmbH | Dr. Heiko Zachariae, IKB Deutsche Industriebank AG Beratungsthemen: • Verbesserung der Rahmenbedingungen für Innovationen in Berlin • Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft • Unterstützung von Ausgründungen • Marketing des Industriestandortes Berlin • Arbeitsweise und Marketingaktivitäten der Berlin Partner GmbH • Berliner Wirtschaftskonferenz • Innovationsfinanzierung und Innovationsförderung • Bürokratieabbau

Gaststätten Verband | Brigitte Wiedemann, GUIDANCE GmbH Arbeitnehmer

Schlichtung
(Ausschuss zur Beilegung von Streitigkeiten zwischen Ausbildenden und Auszubildenden aus einem bestehenden Berufsbildungsverhältnis gemäß § 111 Abs. 2 ArbGG.) Arbeitgeber

Karl-Heinz Austermühle, DGB, ver. di | Marco Behrendt, Visolux | Katja Boll, DGB, ver.di Bezirk Berlin | Gerd Brandt, OSZ Versorgungstechnik, MaxTaut-Schule | Burkhard Bundt, DGB, IG Metall | Joachim Elsholz, DGB, IG BCE | Roland Franke, Gewerkschaft NGG, Region Berlin/Potsdam | Thomas Hafke, Siemens AG | Hivzi Kalayci, IG Bau | Andreas Krause, DGB, IG Metall, DaimlerChrysler AG | Marlis Kretzschmar, Galeria Kaufhof Filiale 210 | Dirk Kuske, IG Bau | Peter Matthiesen, DGB, ver.di Bezirk Berlin | Jens Prietzel, IG Metall Berlin | Sebastian Riesner, Gewerkschaft NGG, Region Berlin/Potsdam | Michael Rother, DGB-Bezirk Berlin Brandenburg | Kai Schindler, DGB, ver.di, Berliner Wasserbetriebe | Marco Steegmann, DGB-Bezirk Berlin Brandenburg | Petra Weber, Gewerkschaft NGG, Region Berlin/Potsdam | Karlheinz Winkelmann, IG Bau

Henning Dröse, ehem. Siemens AG | Kristina Fuhrmann, IKEA Deutschland GmbH & Co. KG | Thomas Hansen, Fachanwalt für Arbeitsrecht | Dr. Sabine Henschel, Schering AG | Jürgen Hollenbach, ehem. Alcatel SEL AG | Susanne Krusch, Wertheim am Kurfürstendamm | Klaus-Dieter Langen, Unternehmensberatung | Horst Leyer, Deutsche Bahn AG | Burkhard Muth, ehem. DaimlerChrysler AG | Gabriele Scharni, Debeka Versicherungen | Heinz-Jürgen Schrader, ehem. BHF-Bank AG | Bernd Schroers, Axel Springer AG | Heike Traut, Swissotel Berlin | Sabine Wagenführ, Commerzbank | Albrecht Winkler, Hotel- und

Steuern und Finanzen
Vorsitzender:

Alfred Mergen
Vattenfall Europe AG

Stellvertretende Vorsitzende: Ute Witt, Ernst & Young AG

Peter Carstens, Axel Springer AG | Claudia Cassel, Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG | Markus Deupmann, Dussmann AG & Co. KGaA | Prof. Dr. Jochen Hundsdoerfer, Freie Universität

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EHRENAMT | AUSSCHÜSSE

Berlin | Michael Jacobsen, Steuerberater | Franziska Jäschke, Ahorn AG | Stefan Kiesewalter, KPMG Deutsche Treuhandgesellschaft AG | Roland Kleemann, Präsident der Steuerberaterkammer Berlin | Heiner Krügel, Landesbank Berlin AG | Nikolaus Ley, Ley Jesch Racky Rechtsanwaltsgesellschaft mbH | Alfred Maus, Biotronik GmbH & Co. KG | Andreas Mertke, Berliner Volksbank eG | Dr. Tilman Michaletz, Cornelsen Verlag GmbH & Co. OHG | Anja Olsok, Bitkom Servicegesellschaft mbH | Detlef Olufs, Salans LLP | Lars Salzmann, Bayer Schering Pharma AG | Bernd Schult, RöverBrönner KG | Dr. Michael Schulz, Uwe Stoek, Deutsche Bahn AG | Sigrid Strauß, Gegenbauer Property Services GmbH | Dr. Dieter Vesper, Joachim C. Viebig, Gegenbauer Holding SA & Co. KG | Brigitte Weichhaus, TOTAL Deutschland GmbH | Thomas-Andrew Zenner, Family Office der Weberbank Actiengesellschaft | Daniel Ziska, GPC Unternehmer- und Steuerberatungsgesellschaft AG

Tourismus
Vorsitzender:

Hans-Jörg Schulze
BBS Berliner Bären Stadtrundfahrt GmbH

Stellvertretende Vorsitzende: Christina Aue, TV-Turm Alexanderplatz Gastronomiegesellschaft mbH

Arne Krasting, Zeitreisen Veranstaltungs- und Projektmanagement | Peter Krawczack, Unternehmensberater für Luft- und Reiseverkehr | Kurt Lehrke, Hotel Palace Berlin | Thomas Lengfelder, DEHOGA Berlin | Emil Lindemann, Fjord Hotel Berlin | Andreas Peter, Bizair Fluggesellschaft mbH | Bärbel Petersen, KADIMA Gaststättenbetriebs GmbH | Sigrid Pokorny-Peters,
Verband der Berliner Stadtführer | Wolfgang Raffler, Raffler Berlin ToursIncomingbüro | Klaus-Dieter Richter, Restaurant Kolk | Monika Rink, AKZENT Hotel Kolumbus | Hans-Henning Romberg, Unternehmensberater für Luftfahrt | Franca Schäfer, Hotel Air in Berlin | Jörg Schaube, Bayern Express & P. Kühn Berlin GmbH | Thorsten M. Scherzer, Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG | Jan W. Schwarz, Hotel Domicil Berlin | Andrea Talevski, Berlin Tourismus Marketing GmbH | Markus Tschauder, Deutsche Post AG | Miriam Velagic, Hotel Concorde Berlin | Hermann Waldner, Taxi Funk Berlin TZB GmbH | Thomas Wieland, METRO Cash & Carry Deutschland GmbH Berlin Marzahn | Dr. Pascal Zampa, Deli‘s Food & Beverage Gesellschaft für creatives Catering mbH | Jörg Zintgraf, StattReisen Berlin GmbH | Dr. Wolf-Dieter Zumpfort, TUI AG Büro Berlin

Dr. Jacek P. Barelkowski, Reisebüro DARPOL GmbH | Martha Barón,
Bombardier Transportation GmbH | Michael Becker, Fides Reisen GmbH & Co. KG | Dr. Martin Buck, Kompetenz Center Travel & Logistics Messe Berlin GmbH | Peter Dannenberg, Haus Dannenberg am See | Egon Dobat, Air Travel Service (ATS) Gesellschaft für Fern- u. Sonderflugreisen mbH | Hans Eilers, Savoy Hotel Berlin | Till Florian Esser, NH Hotel Berlin City West | Lutz Freise, Reederei Riedel GmbH | Christian E. Fürstenwerth, SportMedienMarketing Fürstenwerth | Lary Gelerman, KADIMA Gaststättenbetriebs GmbH (ausgeschieden zum 30.06.2008) | Daniel-Jan Girl, DGMK Deutsche Gesellschaft für multimediale Kundenbindungssysteme mbH | Michael Gräfe, BEROLINA Reisen Gräfe KG | Burkhard Grunzke, Best Western Kanthotel Berlin | Manfred Günther, Metra-Taxen-Betriebs GmbH | Paul M. Häring, Berliner Bürgerbräu GmbH | Otto Hauptmann, HotelPension Kastanienhof Hauptmann oHG | Dr. Matthias Henkel, Staatliche Museen zu Berlin (ausgeschieden zum 31.12.2008) | Martin Herden, Herden Studienreisen Berlin GmbH | Gerrit Jessen, MCI Berlin Office | Burkhard Kieker, Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH (ausgeschieden zum 31.12.2008) | Joachim Kießling, DB Vertrieb GmbH | Oliver Kranz, Hotel Ibis Berlin Neukölln

Beratungsthemen: • Gewerbesteuer-Initiative der IHK Berlin (Hebesatzpolitik Berlin und Brandenburg) • Reform der Erbschaftsteuer • Betriebsprüfungspraxis in Berlin: Erfahrungsaustausch mit der Senatsverwaltung für Finanzen Berlin • Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz • Föderalismusreform II • EU-Konsultation zur Ausweitung ermäßigter Mehrwertsteuersätze • Steuerliche Förderung von FuEAufwendungen • Jahressteuergesetz 2009 • Einkommensteuerreform • Verlängerung der Investitionszulage • Aktuelle Entwicklungen der Umsatzsteuer

Beratungsthemen: • Flughafen BBI mit Besuch der Baustelle • Tagungstourismus • O2-Arena • Masterplan Museumsinsel • ServiceQualität Deutschland in Berlin • Gästeführer-Ausbildung • Übernachtungsangebot in Berlin • Touch & Travel • Leichtathletik-WM 2009 • Nichtraucherschutzgesetz Berlin

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Umwelt und Energie
Vorsitzender:

Wolfram Nieradzik
Funk Gruppe GmbH

Stellvertretender Vorsitzender:

Jürgen Ziemann, ALBA Deutschland
GmbH

Michael Adam, Fernheizwerk Märkisches Viertel GmbH | Frank Becker, Collonil Salzenbrodt GmbH & Co. KG | Maritta Bergner, Berliner Wasserbetriebe | Wolfgang Blümel, Verband der Chemischen Industrie e. V., Landesverband Nordost | Dr. Guido Bruch, Gasag Berliner Gaswerke AG | Friedrich Buchholz, REMONDIS Assets & Services GmbH & Co. KG | Helmut Büchter, Siemens AG | Dr. Harry Düngel, Seniorenresidenzen Bürgerpark GmbH | Jean-Pierre Duquenoy, Fritz Pennecke Söhne | Joachim Eilert, Bundesdruckerei GmbH | Stefan Engels, Daimler AG, Vertriebsorganisation Deutschland | Andreas Foidl, Berliner Großmarkt GmbH | Matthias Frankenstein, Mercedöl-Feuerungsbau GmbH | Dr. Bernhard Gabel, Arcelor Germany Holding GmbH | Axel Gericke, Landwirtschaftsbetrieb Axel Gericke | Prof. Dr. Anja Grothe, Fachhochschule für Wirtschaft | Detlev Hartmann, ENERTRAG Structured Finance AG | Dr. Ralf Herfordt, Bayerische Motoren Werke AG, Werk Berlin (ausgeschieden zum 25.4.2008) | Dr. Barbara Hoppe, Berlin-Chemie AG (ausgeschieden zum 30.6.2008) | Dr. Dieter Hübl, Bayer Schering Pharma AG | Dr. Stefan Kobes, Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH | Stefan Köhn, Bayerische Motoren Werke AG, Werk Berlin | Dr. Jan Uwe Lieback, GUT Certifizierungsgesellschaft für Managementsysteme mbH, Umwelt-

gutachter | Nicolas Meißner, SORAT Hotel Verwaltungs-GmbH | Dr. Ingeborg Pagenkopf, Abfalltrennprozesse Dr. I. Pagenkopf | Hans-Jürgen Pluta, Pluta Gartenbau GmbH | Jürgen Prange, Fehr Umwelt Ost GmbH | Markus Püsch, Viessmann Werke Berlin GmbH & Co. | Gerhard Rockermeier, Allianz Deutschland AG | Dr. Andreas Schnauß, Vattenfall Europe Berlin AG & Co. KG | Dennis Schulze, MC-Wetter GmbH Meteorologische Dienstleistungen | Stacye Scruggs, ORCO Immobilien GmbH | Kurt Stock, DEK Deutsche Extrakt Kaffee GmbH | Andreas Thürmer, Berliner Stadtreinigungsbetriebe | Uwe Völker, Deutsche Post AG (ausgeschieden zum 30.11.2008) | Gabriele Thöne, Zoologischer Garten Berlin AG | Hans-Georg Weber, Berliner-Kindl-SchultheissBrauerei GmbH | Sebastian Wicke, Weller Immobilien GmbH | Dr. Christoph Zschocke, Ökotec Management GmbH

Verkehr
Vorsitzender:

Olaf Bienek
Kunzendorf Spedition GmbH

Stellvertretender Vorsitzender:

Michael Eichen, Ursula Eichen Schnelltransporte

Gerd Bretschneider, FuhrgewerbeInnung Berlin-Brandenburg e.V. | Detlef Bröcker, Niederbarnimer Eisenbahn AG | Erik Cock-Johnsen, Gebr. Hertling GmbH & Co. KG | Bernd Dörendahl,
Innung des Berliner Taxigewerbes e.V. | Malte Eckardt, ime Ingenieurbüro Eckardt | Stefan Glieden, Kaufhof Warenhaus AG | Anke Harbs, Panalpina Welttransport GmbH | Günter Heinze, RLS-Schnell-Lieferdienst Nordost GmbH | Ilja Irmscher, GIVT-Gesellschaft für Innovative Verkehrs Technologien | Alexander Kaczmarek, Deutsche Bahn AG | Silke Kaden, Deutsche Lufthansa AG | Andreas Kassler, United Parcel Service Deutschland Inc. & Co. OHG | Osman Kaan Kiziltan, Kaan Business Consulting e. Kfm. | Renate Kloßek, Deutsche Binnenreederei AG | Katrin Knapp, TSB Katrin Knapp Transportservice & Beratung | Gerd-Achim Krieger, Assmus + Krieger GmbH Handelsvertretungen | Heidi Lehradt, Gates Truck Transportgesellschaft mbH | Bernhard Lemmé, Nenn Entsorgung GmbH & Co. KG | Klaus-Dieter Martens, Verband Verkehr und Logistik Berlin und Brandenburg e. V. (VVL) | Thomas Meißner, FAV Forschungs- und Anwendungsverbund Verkehrssystemtechnik Berlin | Gerhard Ostwald, (ausgeschieden zum 05.09.2008) | Jürgen Prange, Fehr Umwelt Ost GmbH | Rina Richter, Krankentransport Gorris GmbH | Carsten
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Beratungsthemen: • Luftreinhalteplan Berlin – Zwei Monate Umweltzone • Umwelt und Nachhaltigkeit in Frankreich • Energieeffizienz – Alter Wein in neuen Schläuchen oder das Gebot der Stunde? • Steigende Grundwasserstände in Berlin – Lösungen in Sicht?

EHRENAMT | AUSSCHÜSSE

Rutkowski, Schenker Deutschland AG | Dr. Gerhard Schmidt, SVG Straßenverkehrsgenossenschaft Berlin und Brandenburg e.G. | Karsten Schulze, HARU Reisen oHG Hans Rudek | Steffen Tschernoster, UTA Union Tank Eckstein GmbH & Co. KG | Dieter Voy, Spree Trans Getränke Logistik GmbH | Rainer Welz, Rainer Welz GmbH Güterkraftverkehr

Wirtschaftspolitik
Vorsitzender:

Wolf-Herbert Weiffenbach
IKB Deutsche Industriebank AG Stellvertretender Vorsitzender: Thomas Dreusicke, INDIA Tastenfabrik Berlin Thomas Dreusicke Kunststoffverarbeitung, Oberflächentechnik, Baugruppen

Beratungsthemen: • Lärmminderungsplan • Verkehrsanbindung BBI • Masterplan Güterverkehr und Logistik der Bundesregierung • Umsetzung Berufskraftfahrerrichtlinie • Erhöhung der Lkw-Maut • Stufe 2 der Berliner Umweltzone ab 2010 • Verringerung des Bürokratieaufwandes für Unternehmen • Energieeffizienz in Unternehmen • Optimierung von Fuhrparks • Kombinierter Verkehr – Chancen für die Logistik in der Region Berlin und Brandenburg • Entwicklungen im Taxigewerbe

Dr. Ulrich Bachmann, PC-Ware Information Technologies AG | Klaus F. Becher, Daimler Financial Services AG | Michael Beckord, Allianz Deutschland AG | Dr. Andreas Budde, ZVEI
– Zentralverband Elektrotechnik und Elektronikindustrie e.V. | Prof. Michael C. Burda, HU Berlin | Michael Daum, Stadler Pankow GmbH | Gottfried Drescher, Metro Cash & Carry | Harald Eisenach, Deutsche Bank AG Filiale Berlin | Peter Eisenach, T-Mobile Deutschland GmbH | Jörg Frischholz, Dresdner Bank AG Berlin | Ulf Gedamke, Commerzbank AG, Regionalfiliale Berlin-Nord | Jörg Goronzy, Versatel Ost GmbH | René Gurka, Berlin Partner GmbH | Dr. Doris Habermann, KOMBI Consult GmbH | Manfred Hargarten, Coca- Cola Erfrischungsgetränke AG | Dr. Harald Hasselmann, Bayer Schering Pharma AG | Frank Hirling, Hirling Strategy & Finance | Stefan Hoffmann, Investitionsbank Berlin | Dr. Heidrun Hogan, PRIVATINSTITUT HOGAN GmbH Bildung Management Beratung | Angela Kästner, actina-interchange AG | Alexandra Knauer, Wissenschaftliche Gerätebau Dr. Ing. Herbert Knauer GmbH | Florian König, O² Germany GmbH & Co. OHG | Thomas Kropp, Deutsche Lufthansa AG

| Stefan Legel, SL Arbeitsvermittlung Stefan Legel | Ulrich Lingnau, Axel Springer AG | Arne Lingott, Handwerkskammer Berlin | Ulrich Maas, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft | Volker Pesarese, WERTHEIM Steglitz | Klaus Pitschke, Vattenfall Europe Berlin AG & Co. KG | Adolf Roesch, ALSTOM Power Service GmbH | Silvia Rohrbeck, serviceline Personal-Management GmbH | Jörg Schauerhammer, Commerzbank AG (ausgeschieden zum 31.1.2008) | Ulrich Schmitz, Thyssen Krupp AG | Karsten Schulze, Haru-Reisen OHG Hans Rudek | Carsten Sellschopf, Hochtief Projektentwicklung GmbH | Stefan Spieker, Fröbel Management GmbH | Klaus Tappe, Tappe Engineering Services GmbH Berlin | Oliver Triebel, McKinsey & Company Inc. Dr. Dieter Vesper | Dr. Gero Wiese, Solon SE für Solartechnik | Matthias Wilczek, Vodafone D2 GmbH

Beratungsthemen: • Wirtschaftspolitische Grundsatzfragen • Konjunkturelle Entwicklung • Bestandspflege • Demografischer Wandel • Bürokratieabbau • Diskussionen mit den Staatssekretären Nehring-Venus, Krautzberger und Dr. Heuer

68

AN-

69
Stand: 31. Dezember 2008

KOMPETENZTEAM MITTELSTAND

IHK unterbreitet konkrete Vorschläge für den Bürokratieabbau in Berlin
Bürokratiekostenmessung nach dem Standard-Kosten-Modell (SKM). In Phase eins hat das in der Verwaltung zuständige Team insgesamt 1600 wirtschaftsrelevante Gesetze und Verordnungen identifiziert und darauf begründete Verwaltungsvorgänge unter Kostengesichtspunkten gescannt, die im Zusammenhang mit verschiedensten Informations-, Berichts- und Genehmigungspflichten der Unternehmen gegenüber Verwaltungen und Behörden stehen. In Phase zwei hat das Kompetenzteam Mittelstand der IHK Berlin eine Befragung innerhalb der Unternehmerschaft organisiert, um die praktischen Erfahrungen der Wirtschaft im Umgang mit den Berichtspflichten sowie Optimierungsvorschläge in den Gesamtprozess einfließen zu lassen. Die mehr als 100 eingegangenen Beispiele umfassen unter anderem die Reduzierung von viertelauf halbjährliche Berichterstattungszeiträume, den ressortübergreifenden Zugriff auf von Unternehmen einmalig übermittelte Daten, die Vereinheitlichung von Formularen und den verstärkten Einsatz von Onlineerfassungen. Phase drei schließt sich im Jahr 2009 an und wird auf Grundlage der gesammelten Daten in Gesprächsrunden zwischen Verwaltung, Wirtschaft und Verbänden in das Ziel münden, eine zeitnahe Umsetzung von spürbaren Entlastungsmaßnahmen für die Wirtschaft zu realisieren und damit auch den Wirtschaftsstandort Berlin ein Stück voranzubringen.

Auf dem richtigen Kurs - Engagiertes Teamwork für die Unternehmen.

Die Verbesserung der Rahmenbedingungen für mittelständische Unternehmen in der Stadt bot auch im Jahr 2008 wieder vielfältige Ansatzpunkte für die Arbeit des Kompetenzteams Mittelstand der IHK Berlin. Wenige Wochen nach dem Start der Umweltzone zu Jahresbeginn wurde der Austausch mit den umweltpolitischen und wirtschaftspolitischen Sprechern der Abgeordnetenhausfraktionen aufgenommen, um erste Erfahrungen zu bewerten und zu diskutieren. Das Dauerbrennerthema „Wirtschaftsfreundliche Verwaltung“ und mögliche Wege dorthin waren Grundlage eines Austauschs mit den Sprechern des Verwaltungsreformausschusses und des Wirtschaftsausschusses. Die Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Agentur für Arbeit hat dem Kompetenzteam ihr neues Dienstleistungsangebot an Unternehmer zur Unterstützung bei der effizienten Suche nach Fachkräften vorgestellt. Die Unternehmer des Kompetenz70

teams haben ihre praktischen Erfahrungen aus der Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit zur Diskussion gestellt, Anhaltspunkte für Leistungsverbesserungen formuliert und einen fortdauernden Austausch vereinbart.

Weniger ist mehr – Bürokratie zurückfahren
Die bürokratischen Belastungen für Unternehmen einzudämmen, um die Attraktivität des Standortes zu erhöhen und Freiräume für wirtschaftliches Handeln zu schaffen, war ein besonderes Anliegen des Kompetenzteams und bildete einen Schwerpunkt der Arbeit. Für die im Jahr 2008 geschlossene Projektkooperation zwischen Wirtschaft und Politik war die Initiative vom Senat ausgegangen, was die Mitglieder des Kompetenzteams optimistisch stimmte: der Senat scheint es mit der Entbürokratisierung endlich ernst zu meinen. Konkret geht es um die Einführung der

WIRTSCHAFTSJUNIOREN

Jung und engagiert - Wirtschaftsjunioren werben für Unternehmensgründungen
Bei der Gründung von Unternehmen spielt das Alter eher eine untergeordnete Rolle. Mit entsprechender Sachkenntnis, hoher Motivation und viel Kreativität können junge Leute durchaus fehlende Praxiserfahrung im Wirtschaftsleben kompensieren. Mit diesem Denkansatz starteten die Wirtschaftsjunioren Berlin 2008 mehrere Initiativen zur Förderung von Selbstständigkeit. Anliegen war es, die Existenzgründung als Zukunftschance und beste Alternative zur Arbeitslosigkeit darzustellen und für Unternehmensgründungen zu werben. Werbekampagne, gefolgt von zahlreichen Veranstaltungen an Berliner Schulen und Universitäten. Bei den Gesprächsrunden stellten sich die jungen Unternehmer den Fragen der Jugendlichen und Studenten und bewiesen mit Erfahrungsberichten aus ihren eigenen Unternehmen, dass sich Existenzgründungen lohnen. Parallel zu dieser Initiative wurden zwei „Funpreneur-Wettbewerbe“ von profund - Gründungsförderung der Freien Universität Berlin - ausgeschrieben. Bei diesem Projekt geht es um die Entwicklung von Unternehmensideen, die innerhalb von fünf Wochen mit einem Startkapital von fünf Euro geschäftsfähig gemacht werden müssen. Die Wirtschaftsjunioren unterstützten diesen Wettbewerb als Wirtschaftspaten. Sie berieten die Teilnehmer und gaben wertvolle Hilfestellungen für die Realisierung der Geschäftskonzepte. Außerdem unterstützten die Wirtschaftsjunioren erneut den BusinessplanWettbewerb Berlin und Brandenburg. Bei diesem Projekt stehen die jungen Unternehmer bereits seit zehn Jahren als Juroren bzw. den Teilnehmern als Coaches zur Verfügung. Außerdem vergaben die Wirtschaftsjunioren ihren Sonderpreis: Der Gewinner erhielt eine einjährige Gastmitgliedschaft bei den Wirtschaftsjunioren und ein Kontingent an Coaching-Stunden.

Ausrichter der Bundeskonferenz der Wirtschaftsjunioren Deutschland
Gemeinsam mit den Potsdamer Wirtschaftsjunioren richteten die Berliner Jungunternehmer die jährliche Bundeskonferenz der Wirtschaftsjunioren Deutschland aus. Vor rund 1.400 Teilnehmern betonte DIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Wansleben die besondere Bedeutung des gesellschaftlichen Engagements von Unternehmen und Unternehmern. Unter dem Motto „Energie-Aus-Bildung“ fand dann zwischen Wirtschaft und Politik ein reger Austausch über die Herausforderungen um ressourcenschonendes unternehmerisches Handeln sowie Bildung und Ausbildung junger Menschen statt. Zum Programm gehörten Seminare, Tradeshows, Podiumsdiskussionen, sportliche Aktivitäten und Abendveranstaltungen. Darüber hinaus bot die Konferenz Unternehmen und Führungskräften von morgen eine exzellente Plattform zum Austausch von Ideen und Aufbau von Kontakten.

Unternehmer zu sein lohnt sich und macht Spaß
Da Selbstständigkeit in Berlin eher als Ausweg aus der Arbeitslosigkeit statt als Chance gesehen wird, starteten die Wirtschaftsjunioren Berlin mit Unterstützung der IHK Berlin die Initiative „Ich mach’ mich selbstständig!“. Das Projekt begann mit einer breit angelegten

Verleihung des Sonderpreises des Businessplan-Wettbewerbes Berlin und Brandenburg an das Team von Surgical Solutions

71

INITIATIVEN UND STELLUNGNAHMEN (AUSZUG)

Ehrenamt
• Im Jahr 2008 wurde der Arbeitskreis „Junge Unternehmen“ ins Leben gerufen. Das Gremium will die Zusammenarbeit zwischen jungen Berliner Unternehmen und der IHK Berlin optimieren, um gemeinsam der jungen Berliner Wirtschaft mehr Kraft zu verleihen. Das Team wird in dem bisher einmaligen Forum junges erfolgreiches Unternehmertum in Berlin repräsentieren, ihm Stimme und Gesicht geben. Aus dem begonnenen Dialog haben sich die drei Arbeitsfelder Kommunikation, Netzwerke und Standort herauskristallisiert, die nun weiterverfolgt werden sollen. Die Initiative wird von der Vollversammlung der IHK Berlin und den Wirtschaftsjunioren Berlin getragen.

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Standortpolitik
• • Einrichtung einer Arbeitsgruppe der Unternehmerinnen und Unternehmer ausländischer Herkunft • Gründung eines IHK-Arbeitskreises Corporate Social Responsibility (CSR) • Podiumsdiskussion „Mindestlöhne in Deutschland“ mit Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (rund 600 Teilnehmer) • Veranstaltung „Unternehmen unternehmen ’was! Wirtschaft lebt Verantwortung“ zum Thema gesellschaftliches Engagement von Unternehmen (rund 80 Teilnehmer) • Gemeinsame Veranstaltung mit den Wirtschaftsjunioren Berlin zum Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf mit dem Schwerpunkt Kinderbetreuung“ (rund 70 Teilnehmer) • Gemeinsame Veranstaltung mit dem Berliner Beirat für Familienfragen und dem Berliner Bündnis für Familie zur „Zusammenführung von Nach72

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fragern und Anbietern von Kinderbetreuungsdienstleistungen“ (rund 100 Teilnehmer) Gemeinsame Clusterkonferenz mit der Deutschen Bank (rund 60 Teilnehmer) IHK vor Ort-Veranstaltung „Tempelhof handelt - Neue Perspektiven für den Tempelhofer Damm“ zum Umbau des Tempelhofer Hafens (rund 100 Teilnehmer) IHK vor Ort-Veranstaltung „Brückenneubau am Großmarkt Beusselstraße“ (rund 30 Teilnehmer) Initiierung regionaler Wirtschaftsgespräche in Charlottenburg-Wilmersdorf im Rahmen von IHK vor Ort Initiierung eines Arbeitskreises zur Ziel III-Förderung im Rahmen der Kammerunion Elbe/Oder (KEO) Podiumsdiskussion zu den Auswirkungen der Finanzkrise auf den Standort Berlin (ca. 250 Teilnehmer) Partner der 2. Berliner Wirtschaftskonferenz „Innovationsforum 2008“ in Adlershof (400 Teilnehmer) Veranstaltungen im Rahmen der Reihe „Industriedialog“ Gemeinsame Veranstaltung mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung „Berlin-Breslau – Zukunft ohne schnelle Eisenbahn?“ (ca. 200 Teilnehmer) Öffentliche Stellungnahme „Verkehrsinfarkt im Berliner Zentrum verhindern!“ zum IHK-Alternativkonzept Molkenmarkt Veranstaltung „Einkaufen auf dem Weg – zwischen Schnellstraße und Fußgängerzone“ (ca. 100 Teilnehmer) Gemeinsame öffentliche Positionierung mit der Handwerkskammer und dem Bezirksamt CharlottenburgWilmersdorf zu „Neue Möglichkeiten für Handyparken in Berlin“ Gemeinsame öffentliche Positionierung mit der Handwerkskammer zur

Zukunft des Flughafens Tempelhof • Weiterentwicklung der Nord-SüdInitiative zur Entwicklung eines neuen Wirtschaftsraumes in Europa und Präsentation auf der Messe Euregia • Gemeinsamer Wettbewerb mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung „MittendrIn Berlin! Die ZentrenIntiative“ • Unterstützung des neuen Städtebauförderprogramms „Aktive Zentren“ • Positionierung zur künftigen Organisation der Jobcenter • Eckpunktepapier zu „Strukturreformen in den Berliner Bezirken“ • Positionierung zum Senatsprogramm „ServiceStadt Berlin“ • Positionspapier „Mindestlöhne in Deutschland“ • Mitarbeit an der Wachstumsinitiative 2004-2014 • Stellungnahme zur Berücksichtigung von Querschnittszielen im Rahmen der EU-Strukturfonds • Positionspapier „Demografischer Wandel in Berlin – Was uns erwartet“ • Positionierung des Ausschusses Wirtschaftspolitik zum Demografiekonzept des Berliner Senats • Stellungnahmen zu Projektanträgen im Rahmen des Bewilligungsausschusses „Wirtschaftsdienliche Maßnahmen“ • Positionspapier zu den Auswirkungen der Finanzkrise auf den Standort Berlin • Positionspapier „Verbesserung der Rahmenbedingungen für Unternehmen in Berlin“ • Positionspapier „Berlin muss investieren“ • Stellungnahme zum Städtebaulichen Entwicklungskonzept für das Märkische Viertel • Stellungnahme zum Nationalen Hafenkonzept der Bundesregierung • Stellungnahmen zu Zentrenkon-

zepten mehrerer Berliner Bezirke • Stellungnahme zu Flächennutzungsplanänderung Tempelhofer Feld • Stellungnahme zum Umbau der Straßenbahnanlagen am S- und Regionalbahnhof Schöneweide • Stellungnahme zu Straßenbahnverbindung zwischen Haupt- und Nordbahnhof • Stellungnahmen zu Planergänzungsverfahren für den Bau der U5 • Stellungnahmen zu 110 Bebauungsplänen (z.B. Hackescher Markt, Humboldthafen, Leipziger Platz, Moabiter Werder) • Positionspapier „City-Airport Tempelhof – Eine Chance für Berlin“

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Innovation und Umwelt
• Veranstaltungen im Rahmen der „Berliner Energietage 2008“ zur „Energieeffizienz in Industrie und Gewerbe“ (40 Teilnehmer) und zur Liberalisierung des Energiemarktes „Energieversorgung clever organisieren“ (30 Teilnehmer) • Verleihung des KlimaSchutzPartnerPreises 2008 (300 Teilnehmer) • Veranstaltung „Energiesparende Beleuchtung für Industrie und Gewerbe“ (95 Teilnehmer) • Veranstaltung „Vom EPER zum PRTR – Das neue europäische Schadstofffreisetzungs- und Verbringungsregister“ (50 Teilnehmer) • Veranstaltung „REACH – Die EUChemikalienverordnung – Informationen zum Start der Vorregistrierungsphase“ (75 Teilnehmer) • Unternehmensumfrage zur Lärmminderungsplanung in Berlin und Abgabe der IHK-Stellungnahme an die Senatsverwaltung • Unternehmensumfrage zur Grundwassersituation in Berlin • IHK-Umfrage zur EMAS-Novellierung •

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und Abgabe der Stellungnahme an den DIHK Kooperationspartnerschaft mit der FHTW im Forschungsprojekt InnoGema „Netzwerkentwicklung für innovatives Gesundheitsmanagement“ Organisation des „Schaufensters der Berliner Gesundheitswirtschaft“ auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit 2008 in Kooperation mit Gesundheitsstadt Berlin e.V. Positionspapier „Wachstumsinitiative 2004 – 2014. Innovationsstandort Berlin“ Informationsveranstaltung „Bachelor und Master – Fit für den Berufseinstieg“ gemeinsam mit DIHK und Hochschulrektorenkonferenz (170 Teilnehmer) Hochschulpolitischer Forderungskatalog im Rahmen der bildungspolitischen Studie „Bessere Bildung für Berlin“ Schirmherrschaft IHK-Präsident über den Funpreneur-Wettbewerb der FU Berlin

Gesundheitswirtschaft
• Erste Messe „Gesundheit als Beruf“ in Kooperation mit HealthCapital Berlin-Brandenburg und der Urania Berlin (3000 Teilnehmer) • E-Health-Forum im Rahmen der Xinnovations 2008 in Kooperation mit HealthCapital Berlin-Brandenburg und dem Xinnovations e.V. (200 Teilnehmer) • „22. Treffpunkt Medizintechnik“ unter Federführung von TSBmedici (250 Teilnehmer) • Analyse- und Prognosetool „Fachkräftemonitoring der Gesundheitswirtschaft Berlin-Brandenburg“ in Kooperation mit HealthCapital Berlin-Brandenburg, LASA Brandenburg, Bundesagentur für Arbeit Regionaldirektion Berlin-Brandenburg, Berlin Partner, GSUB, ZAB, BioTOP und IHK Potsdam (600 Unternehmerinterviews)

IT-Wirtschaft, Unternehmenssicherheit
• Verleihung des Website Award 2008 Berlin-Brandenburg in Kooperation mit den Kompetenzzentrum eCOMM • OPEN DAY Berlin: Initiative für Fachkräfteentwicklung und einen starken IT-Standort – Teilnahme als Aussteller, Vorstellung der IT-Ausbildungsberufe • Workshops zum Thema Krisenkommunikation in Kooperation mit der Senatsverwaltung für Inneres • Treffen der Koordinierungsgruppe Sicherheitspartnerschaft zwischen AKUS und Senatsverwaltung des Inneren • 10 Informationsveranstaltungen zu E-Commerce-Themen in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum eCOMM

Aus- und Weiterbildung
• Tage der Berufsausbildung in Kooperation mit der HWK; Auszeichnung von 40 Ausbildungsbetrieben • Nachvermittlungsaktion in Kooperation mit der HWK und der Regionaldirektion (ca. 700 Teilnehmer) • Prämienfeiern Winterprüfung (150 Teilnehmer) im Mai und Sommerprüfung (280 Teilnehmer) im Dezember für die besten Azubis • Veröffentlichung „Wirtschaft und Bildung in Berlin“ in Kooperation mit der Handwerkskammer • Positionspapier „Bessere Bildung für Berlin“ • Meisterfeier in Kooperation mit der Handwerkskammer Berlin

73

STATISTISCHER ANHANG

IHK-zugehörige Gewerbetreibende in Berlin Ende 20081)
In das Handelsregister eingetr. Unternehmen
Land- und Forstwirtschaft/ Fischerei Bergbau, Gewinnung v. Steinen u. Erden Energie- und Wasserversorgung Verarbeitendes Gewerbe 2) Baugewerbe Kraftfahrzeughandel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen, Tankstellen Großhandel und Handelsvermittlung 3) Einzelhandel, Reparatur von Gebrauchsgütern 3) Gastgewerbe Verkehrsgewerbe Nachrichtenübermittlung Kreditgewerbe Versicherungsgewerbe Mit dem Kredit- u. Versicherungsgewerbe verbundene Tätigkeiten Grundstücks- und Wohnungswesen Vermietung beweglicher Sachen ohne Bedienungspersonal Datenverarbeitung und Datenbanken Forschung und Entwicklung Erbringung von wirtschaftlichen Dienstleistungen, anderweitig nicht genannt Erziehung und Unterricht Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesen Entsorgung Kultur, Sport und Unterhaltung Sonstige Dienstleistungen Sonstige 244 29 466 3.820 1.318 1.078 5.385 5.406 1.903 1.757 218 124 30 916 11.777 494 2.531 502 19.433 567 855 169 2.127 496 90

Kleingewerbetreibende 4)
1.387 4 115 4.009 5.681 4.515 12.562 29.409 10.725 7.947 1.662 9 0 10.955 7.834 1.474 6.689 50 43.435 1.159 1.530 310 6.786 13.191 1.906

Gesamt
1.631 33 581 7.829 6.999 5.593 17.947 34.815 12.628 9.704 1.880 133 30 11.871 19.611 1.968 9.220 552 62.868 1.726 2.385 479 8.913 13.687 1.996

Summe
1) 2)

61.735

173.344

235.079

ausschließlich zweiter und weiterer Gewerbe bzw. unselbstständiger Betriebsstätten ohne Energie- und Wasserversorgung 3) ohne Handel mit Kraftfahrzeugen und ohne Tankstellen 4) in dieser Gruppe gibt es größere Schwankungen; die angeführten Zahlen sind Stichtagsdaten Quelle: IHK Berlin, Stand 12/2008

74

TOP 10 IHK-Mitgliedsunternehmen ausländischer Herkunft
Gewerbetreibende insgesamt
Türkei Polen Vietnam Italien Österreich Russ. Förderation Bulgarien Serbien und Montenegro Vereinigtes Königreich Ukraine
1 2)

In das Handeslregister 1) eingetr. Unternehmen
5.847 5.209 1.453 1.108 1.051 990 848 804 650 623 Türkei Österreich Russ. Föderation Israel Dänemark Vereinigtes Königreich Italien China Polen Niederlande 601 484 389 279 236 232 227 222 177 172

2)

) Im Handelsregister-Bereich ermittelt auf der Grundlage der Herkunft der Geschäftsführung einschl. ehemaliges Jugoslawien

Quelle: IHK Berlin, Stand 12/2008

Die 10 stärksten gewerblichen Ausbildungsberufe 20081)
Zahl der Auszubildenden
1. Fachinformatiker/-in 2. Elektroniker/-in 3. Mechatroniker/-in 4. Industriemechaniker/-in 5. Mediengestalter/-in f. Digital und Print 6. IT-System-Elektroniker/-in 7. Fachkraft Veranstaltungstechnik 8. Chemielaborant/-in 9. Kraftfahrzeugmechatroniker/-in 10. Zerspanungsmechaniker/-in 918 796 779 775 505 360 280 245 234 228

Zahl der Prüflinge
322 309 201 233 275 171 153 111 59 73

bestandene Prüfungen
absolut in %

283 272 191 221 222 145 113 108 58 71

88 88 95 95 81 85 74 97 98 97

Insgesamt
Gesamtzahl der gewerblichen Ausbildungsverhältnisse und Prüfungen darunter weiblich
1) 2)

5.120

2)

1.907

1.684

88

8155 1275

3598 718

3048 645

85 90

ohne Umschüler / -innen 62,8 % aller gewerblichen Ausbildungsverhältnisse

Quelle: IHK Berlin, Stand 12/2008

75

STATISTISCHER ANHANG

Die 10 stärksten kaufmännischen Ausbildungsberufe 20081)
Zahl der Auszubildenden
1. Kaufmann/-frau im Einzelhandel 2. Kaufmann/-frau für Bürokommunikation 3. Koch/Köchin 4. Hotelfachmann/-frau 5. Bürokaufmann/-frau 6. Verkäufer/in 7. Restaurantfachmann/-frau 8. Bankkaufmann/-frau 9. Industriekaufmann/-frau 10. Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel 3.997 2.759 2.227 1.964 1.492 1.332 1.161 894 869 817

Zahl der Prüflinge
1.405 1.153 756 564 787 672 436 335 301 404

bestandene Prüfungen
absolut in %

1.273 990 606 560 632 540 406 307 284 360

91 86 80 99 80 80 93 92 94 89

Insgesamt
Gesamtzahl der kaufmännischen Ausbildungsverhältnisse und Prüfungen darunter weiblich
1) 2)

17.512

2)

6.813

5.958

87

24395 13248

9565 5248

8354 4649

87 89

ohne Umschüler / -innen 71,8 % aller kaufmännischen Ausbildungsverhältnisse

Quelle: IHK Berlin, Stand 12/2008

Teilnehmer an IHK-Weiterbildungsprüfungen in Berlin 2008
Zahl der Teilnehmer
Betriebswirt/in Fachwirt/in und Fachkaufmann/-frau Industriemeister/in Fachmeister/in Ausbildung der Ausbilder/in Sonstige Fortbildungsprüfungen 0 852 122 72 1.062 393

davon bestanden
0 470 91 53 944 231

Insgesamt
Quelle: IHK Berlin, Stand 12/2008

2.501

1.789

76

IHK-Geschäftsklima-Indikator1) Berlin
160 140 120 100 80 60 40 20 0

2004 Jahresbeginn Herbst Jahresbeginn Jahresmitte

2005 Herbst Jahresbeginn Jahresmitte

2006 Herbst Jahresbeginn Jahresmitte

2007 Herbst Jahresbeginn Jahresmitte

2008 Herbst Jahresmitte

2009 Jahresbeginn 2009 Herbst Jahresbeginn

Bauwirtschaft Industrie
200 180 160 140 120 100 80 60 40 20 0

Dienstleister Gesamtindikator

2004 Jahresbeginn Herbst Jahresbeginn Jahresmitte

2005 Herbst Jahresbeginn Jahresmitte

2006 Herbst Jahresbeginn Jahresmitte

2007 Herbst Jahresbeginn Jahresmitte

2008 Jahresmitte

Einzelhandel Großhandel Gastgewerbe

Gesamtindikator Tourismus

Der Geschäftsklima-Indikator basiert auf den Einschätzungen der Unternehmen zu ihrer aktuellen Lage sowie ihren Erwartungen hinsichtlich der weiteren Geschäftsentwicklung. Quelle: Konjunkturumfragen der IHK Berlin, Stand 02/2009

1)

77

STATISTISCHER ANHANG

Bruttoinlandsprodukt1) der Bundesländer 2008
Veränderung gegenüber dem Vorjahr in % (preisbereinigt)
2,0 1,8 1,6 1,4 1,2 1,0 0,8 0,6 0,4 0,2 0,0
Baden-Württemberg Sachsen

1,6 1,3 0,8

Brandenburg

Nordrhein-Westfalen

Hamburg

Bremen

Bayern

Schleswig-Holstein

Thüringen

Rheinland-Pfalz

Deutschland

Sachsen-Anhalt

1)

vorläufige Zahlen, Stand 06. Februar 2009

Quelle: Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“

Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts1) in Berlin, Brandenburg und im Bund
Veränderung gegenüber dem jeweiligen Vorjahr in % (preisbereinigt)
5,0 4,0 3,0 2,0 1,0 0,0 -1,0 -2,0 -3,0 1998 1999 Berlin
1)

2000

2001 Bund

Mecklenburg-Vorpommern

2002

2003

2004

2005

2006

2007

Niedersachsen

2008

Brandenburg

vorläufige Zahlen, Stand 06. Februar 2009

Quelle: Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“

78

Saarland

Hessen

Berlin

Entwicklung der Arbeitslosenquoten1) in Berlin, Brandenburg und im Bund
20 18 16 14 12 10 8 6 1998 1999 Berlin 2000 2001 Bund 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 Brandenburg

Berliner Arbeitsmarkt 2008 im Überblick1)
Arbeitslose Veränderung gegenüber Vorjahr in % Offene Stellen Veränderung gegenüber Vorjahr in % Arbeitslosenquote2) 234.000 -10,5 33.200 -9,0 13,9

1) 2)

Werte im Jahresdurchschnitt Arbeitslose in % aller zivilen Erwerbspersonen

Quelle: Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit, Stand 01/2009

Arbeitslosenquoten1) in Berlin nach Bezirken 2008
20 16,4 16 12 8 4 0
Treptow-Köpenick Lichtenberg Berlin Gesamt Friedrichshain-Kreuzberg Steglitz-Zehlendorf Tempelhof-Schöneberg Pankow CharlottenburgWilmersdorf Reinickendorf Marzahn-Hellersdorf Spandau Mitte Neukölln

18,7 16,7 12,9 13,3 13,6 13,9 14,4 14,9

11,5 9,6

11,5

12,2

1)

Arbeitslose in % aller zivilen Erwerbspersonen

Quelle: Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit, Bundesagentur für Arbeit, Stand 01/2009

79

STATISTISCHER ANHANG

Entwicklung der Anzahl der Berlin-Touristen und der Übernachtungen 2003 - 2008
8.000.000 7.000.000 6.000.000 5.000.000 4.000.000 3.000.000 2.000.000 1.000.000 0 2002 2003 2004 2005 Besucher Ausland 2006 2007 2008

Besucher Inland

20000000 18000000 16000000 14000000 12000000 10000000 8000000 6000000 4000000 2000000 0 2002 2003 Übernachtungen
Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Stand 02/2009

2004

2005

2006

2007

2008

80

Entwicklung der Fluggastzahlen in Berlin 2003 - 2008
Anzahl der Flüge und Fluggäste
24000000 22000000 20000000 18000000 16000000 14000000 12000000 10000000 8000000 6000000 2003 Fluggäste 2004 2005 2006 2007 2008

290000 270000 250000 230000 210000 190000 170000

2003 Flüge

2004

2005

2006

2007

2008

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) e.V., Stand 01/2009

81

BILDER 2008

Ein charmanter Gesprächspartner in der IHK – Dr. Peter Struck, SPD-Fraktionschef im Deutschen Bundestag.

Einst Hauptgeschäftsführer – heute Autor: Dr. Thomas Hertz legte ein Buch zur IHK-Geschichte vor.

Cooles Event: Tausende Kids kamen zu den Tagen der Berufsausbildung.

Gab sich kämpferisch: Bayerns damaliger Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein beim Wirtschaftspolitischen Frühstück der IHK.

Es kann leider nur einen Sieger geben. Die Biotronik GmbH ist Berlins Bester Ausbildungsbetrieb 2008.

82

Interessanter Markt – Südafrika stellte sich bei einer Außenwirtschaftskonferenz vor.

Umstrittener Mindestlohn – IHK-Podiumsdiskussion mit Bundesarbeitsminister Olaf Scholz.

Herzensangelegenheit: Die IHK und ihr Präsident kämpften für den Flughafen-Tempelhof – leider vergeblich.

Spitze: Urkunden und Prämien für die besten Azubis Berlins.

83

KONTAKT

Ihr Weg zur IHK
Industrie- und Handelskammer zu Berlin Fasanenstraße 85 | 10623 Berlin Telefon: (030) 315 10 - 0 Telefax: (030) 315 10 - 344 Internet: www.ihk-berlin24.de

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
S-Bahn: Zoologischer Garten S5, S7, S75, S9 U-Bahn: Zoologischer Garten U2, U9 Kurfürstendamm U1, U9
>>

Bus: M45, M46, M49, X9, X10, X34 100, 109, 110, 200, 204, 245, 249 Regionalexpress: Zoologischer Garten RE1, RE2, RE7, RB14

Öffentliche Tiefgarage im Ludwig Erhard Haus
Ernst-Reuter-Platz
r.

Schlüterstr.

Ha

rd

Jeb

str .

ens

rg

tr.

en

be

Fas

Goethestr.

Steinplatz

ane

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Knesebeckst

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Wielandstr.

Bleibtreustr.

Ca

Fasanenstr.

Savignyplatz

Kantstr.

Uhlandstr.

Zoologischer Garten

Kantstr.

Har

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Pestalozzistr.

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r.

Knesebeckst

Niebuhrstr.

Joachimstale

Savignyplatz

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Uhlandstr.

Kurfürstendamm

Mommsenstr.

Bildquellen: S.8 © Berlin Partner/FTB-Werbefotografie | S.10 © Land Berlin/Thie | S.11 © Axel Springer | S.12 © Pixelio/Claudia Hautumm | S.13 © Berliner Flughäfen/gmp Architekten, JSK International, Visualisierung: Bjoern Rolle | S.14 © Berliner Flughäfen/Günter Wicker/Photur | S.15 © Tollcollect | S.16 © Behala | S.17 © Berlin Partner/FTB-Werbefotografie | S.20 © Bildcollage IHK Berlin | S.21 © Pixelio/Alexander Hauk | S.24 © Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport | S.25 © Bilderbox | S.26 © IHK Berlin | S.28 © Pixelio/Gabi Schoenemann | S.29 © aboutpixel.de/Bruno | S.30 © Pixelio/Carsten Völkel | S.32 © aboutpixel.de/Frank Zunker | S.33 © Aboutpixel.de/pfirsichmelba | S.37 © B. Kuckertz | S.39 © Quelle Contact.Callcenter | S.40 © Aboutpixel.de/Macka | S.41 © Siemens AG | S.42 © Aboutpixel/Macka | S.43 © IHK Berlin | S.44 © C. Wanja | S.45 © L. Rübel | S.46 © Pixelio/Jochen Sievert | S.47 © Bahn im Bild | S.48 © IHK Berlin | S.49 © Michael Brunner | S.50 © Pixelio/Doro52 | S.52 © IHK Berlin | S.70 © Pixelio/ Albrecht E. Arnold | S.71 © Wirtschaftsjunioren Berlin | S.82 Struck: © Jörg Bergmann, Hertz: © IHK Berlin, Tage der Berufsausbildung: © IHK Berlin, Beckstein: © Michael Brunner, Ehrung Bester Ausbildungsbetrieb: © Joachim Schulz | S.83 Außenwirtschaftstag Südafrika: © IHK Berlin, Mindestlöhne: © Christian Kielmann, PK tempelhof: © IHK Berlin, Die besten Azubis: © Jörg Bergmann

84

Rechnen Sie mit Sonnenscheinen

750 Euro Wechselprämie bei Heizungsumstellung auf Erdgas und Solar!
Mehr Informationen zu dem Förderprogramm „Heizungsumstellung“ und den Bedingungen unter www.energiesparen-in-berlin.de oder der 24-h-Hotline 030 7072 0000-0. 85

REGISTER

A
Arbeitsmarkt 9, 25, 27, 41, 44, 79 Ausbildung 7, 23-25 Ausbildungsberufe 24, 25, 75, 76 Außenwirtschaft 31-33 Ausschüsse 61-68

G
Gastgewerbe 23, 46 Gesundheitswirtschaft 11, 41 Gewerbesteuer 10, 35

P
Präsidium 52

R
Recht und Fairplay 35-37

H
Handel 23, 42 Handwerkskammer 9, 12, 13, 15, 19,
20, 23-25

B
Banken 40 Bauwirtschaft 12, 14, 39 Berlin Partner GmbH 9, 11, 32 Berufsbildung 25 Bildung 24 Bruttoinlandsprodukt 78 Budget 50, 51 Bürokratieabbau 12, 29, 70

S
Sachkundeprüfungen 21 Senat 5, 9-16, 27-29, 35, 46, 70 Service Center 48 Stadtentwicklung 14-17, 42 Standortpolitik 5, 9-17, 45 Starthilfe 19-21 Stellungnahmen 72-73 Steuern 10, 35

I
IHK-Geschäftsklima-Indikator 77 IHK-Mitgliedsunternehmen 74, 75 Immobilien 39 Industrie 43 Infrastruktur 11, 16, 43 IT-Wirtschaft 44

C
Cluster 11 CSR 17

T
Tage der Berufsausbildung 24 Technologietransfer 27, 43 Tourismus 42, 46, 80

K
Klimaschutz 6, 28 Kommunikation 49 Kompetenzteam Mittelstand 70 Konjunktur 10 Konjunkturreport 6 Kreativwirtschaft 11, 45

D
Dienstleistungen 13, 39 Demografie 10, 23

U
Umwelt 28, 29 Umweltzone 10, 29 Unternehmensnachfolge 19

E
EGovernment 13 Ehrenamt 52-68 Einheitlicher Ansprechpartner 12 Energie 6, 12, 28, 29 Erbschaftsteuer 35 EU 12, 33 Existenzgründer 12, 19, 28 Export 9, 31

L
Ladenöffnungszeiten 42 Lärmminderungsplan 29

V
Verkehr 11, 13-17, 47 Versicherungen 21, 36, 40 Verwaltung 11-13 Volksentscheid 15 Vollversammlung 53-60

M
Mitgliederservice 48 MittendrIn Berlin 17

F
Fachkundeprüfungen 20 Finanzkrise 5, 9, 24, 42, 43 Flughäfen 12, 13, 15, 81 Forschung 27 Franchising 19 Franz-von-Mendelssohn-Medaille 7, 49

N
Nachvermittlungsaktion 7, 23 Neujahrsempfang 6

W
Wassertarife 28 Weiterbildung 20, 21, 25, 76 Wirtschaftsförderung 11, 12, 35 Wirtschaftsjunioren 71 Wirtschaftsstandort Berlin 9, 11, 14, 27 Wirtschaftswachstum 5, 9, 10, 27 Wissenschaft 27, 28

O
Organigramm 69

86

87

88 Industrie- und Handelskammer zu Berlin | Fasanenstraße 85 | 10623 Berlin | Telefon: (030) 315 10 - 0 | Internet: www.ihk-berlin24.de
        
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