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Full text: Berliner Leben Issue 29.1926

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Szene aus dem 1. Akt von Lehars „Paganini“ (Deutsches Künstlertheater). 
Richard Tauber und Vera Schwarz Photo: Zander & Labisch 
Rund um die Ehe 
Gfossen von Lothar Sachs 
# 
Manche Trau, die in der Inffationszeit 
eine Vernunftehe eingegangen ist, entdeckt 
Jetzt zu ihrem Sch rechen, daß sie — aus 
Liebe geheiratet hat. 
* 
Gott schuf die Trau zufetzt. War auch 
gar nidit anders mögfid, weif sie ihm sonst 
in affem widersprochen hätte. 
Man bann mit Trauen auch gfückfich fehen. 
Nur darf man nicht mit ihnen - verheiratet 
sein. 
* 
Männer haben Erfahrungen, Trauen 
Erinnerungen. 
Männern, die immer Hahn im Korbe sein 
woffen, geschieht es recht, wenn sie gehörig 
gerupft werden. 
Das Einzige, was manche Trau in die 
Ehe mithringt, ist-der Hausfreund. 
Laß dich nie von einer Trau unter 
kriegen, sonst bekommt sie dich hafdüber. 
■* 
Die Ehe ist eine schwere Last, für 
viefe sogar eine so schwere, daß drei daran 
zu tragen haben 
■H- 
Ein Sprichwort sagt: Lange Haare', kurzer 
Verstand. Ich kann nicht finden, daß sich seit 
Einführung des Bubikopfes hei der Trau 
Wesentfidies geändert hat.
        
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