Path:

Full text: Berliner Leben Issue 29.1926

'Zlrt^er Gymjxa£tUi-jKzcrs!xiä 
vxyrbjttfjßv Afo^äe^v 
★ 
ZWEITE STUNDE 
In der letzten Nummer unseres Blattes haben wir die Grund 
stellung, die richtige Atmung und das Entspannen des Körpers 
erklärt. 
4. Übung: Durchschwingen des Oberkörpers. 
Zuerst nimm die Grundstellung wieder ein, aus der stelle 
die Füße einen Schritt auseinander und blicke geradeaus. Dann 
hebe die Arme gestreckt über den Kopf. Die Arme müssen bei 
der ganzen Übung in der Linie des Kopfes bleiben. Dann laß 
den Oberkörper locker fallen (vergl. Übung 3), und zwar mit 
einem so starken Schwung, daß du mit den Armen durch die 
Beine durchsohwingst und mit demselben Schwung wieder 
hochkommst. Dabei ist besonderer Wert darauf zu legen, daß 
die Knie in einer dauernden 
m einer 
Wippbewegung bleiben, d. h. 
wenn die Arme oben sind, sind 
die Knie gestreckt, und in dem 
Moment des Schwunges geben 
sie so stark nach, daß sie den 
Schwung noch unterstützen. 
Diese Übung wiederhole min 
destens 6 bis 10 Mal in einem 
Schwung, und zum Schluß laß 
den herunterhängenden Ober 
körper und die Arme auspendeln. 
6. Übung 
5. Übung: Durcharbeiten der Schultern. 
__ Nimm die Grundstellung wieder ein und baue den 
Körper richtig auf (siehe Übung 1). Dann ziehe die 
Schultern gerade hoch, fast bis an die Ohren und lasse 
sie locker wieder herunterfallen. Lege darauf beson 
deren Wert, daß die Arme bei der ganzen Übung 
locker sind, also keine verkrampfte Bewegung entsteht. 
Dieses Heraufziehen und Herunterfallenlassen der 
Schultern wiederhole mindestens 8 bis 10 Mal, zum 
Schluß der letzten Übung lockere die Arme durch Schüt« 
teln, weil dadurch sich auch die Schultern mit entspannen. 
6. Übung: Armkreisen. 
Wieder Grundstellung: strecke die Arme seitwärts 
aus, und zwar so, daß die Innenfläche der Hand nach 
unten sieht. Dann nimm, von den Schultern ausgehend, 
einen kräftigen Schwung, der so stark sein muß, daß 
die gestreckten Arme über Kreuz aneinander vorbei 
kommen und wieder seitwärts in ihre Grundstellung 
zurückkehren. Diese Übung muß mit einem ununter 
brochenen Schwung mindestens 12 Mal ausgeführt wer 
den. Denselben Schwung wiederhole nach der umge 
kehrten Seite. 
7. Übung: Fußgelenkübungen. 
Nimm wieder die Grundstellung ein, nur mit dem 
Unterschiede, daß die Fußspitzen nicht nach außen 
zeigen, sondern die Füße parallel stehen. Dabei darf 
nicht ein Knie über dem anderen stehen, sondern die 
Knie müssen sich kaum berühren. Dann stelle dich 
möglichst hoch auf die Fußspitzen und sinke langsam 
wieder auf die Fersen zurück. Diese Übung wird immer 
schneller und federnder. Dann verlangsame das Tempo, 
um abwechselnd rechts und links auf die Zehenspitzen 
zu gehen, und zwar in der Weise, daß du z. B. mit dem 
rechten Fuße auf der Spitze stehst, während der linke 
ganze Fuß auf der Erde ruht. Lege darauf besonderen 
Wert, daß du nicht einen Fuß mehr belastest als den 
anderen, sondern daß das Gewicht des Körpers absolut 
_ in der Mitte bleibt. Diese Übung wird allmählich im 
^ Tempo gesteigert und mindestens 20 Mal wiederholt. 
Verlas: „Die Deutsche Illustrierte" Verlags - Gesellschaft m. b. H., Berlin W 35, Potsdamer Str. 122c/lZ3./ Für den künstlerischen und redaktionellen Teil verantwort- 
lieh. Walter Oehme, Berlin. / Für die Inserate: W. Helmholz , Berlin. / Auslieferung: Die Deutsche Illustrierte Verlagsgesellschaf: tn. b.H., Berlin W 35 Potsdamer 
Str.'l22c/123 / Fernspr.: Oliva 6800-01. / Klischees und Offset druck: Dr. Seile 'S) Co A.-G. Berlit:SWZ9, Zossener Srr.55 Manuskripte und Bilder können nur dann zurück- 
wenn Rr.cknortobeioefüet ist./Man abonniere durch alle Buchhandlunsen oder direkt beim Verlag. / Copyright 1926 by Die Deutsch. Illustr. V erlags-G. m, b. H-
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.