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Full text: Berliner Leben Issue 29.1926

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Wenn Verlag und Redaktion sich 
deshalb enschlossen haben, dem 
ersten Preisausschreiben den Titel 
„Mann oder Frau?“ zu geben, so in 
der Überzeugung, daß es allen unseren 
Leserinnen und Lesern ein leichtes 
sein wird, aus den nebenstehenden 
Bildern zu erkennen, ob Mann oder 
Frau. 
Deshalb ist damit die Aufgabe auch 
noch nicht gelöst. Wir müßten aus 
tausenden von richtigen Einsendungen 
durch das Los die glücklichen Ge 
winner bestimmen. Deshalb ist der 
zweite Teil der Preisaufgabe „Mann 
oder Frau?“ eine kurze, schriftliche 
Darstellung der charakteristischen 
Eigenschaften der Frau und des 
Mannes unserer Zeit. Von den rich 
tigen Lösungen wird die, .die nach 
Ansicht der Redaktion und des Ver- 
3, Preis: 1 Kücheneinrichtung 
im Werte von 150.- Rm. 
4. — 30. Preis: ein farbiges 
W andgem äl de, Blumen* 
stückvon Streckenbach, auf 
Künstlerleinen gedruckt. 
31. — 50. Preis: ein Roman. 
Alle Teilnehmer unterwerfen sich 
durch ihre Teilnahme dem Entscheide 
der Redaktion und des Verlages unter 
Ausschluß des Rechtsweges. Die mit 
dem ersten bis dritten Preise be 
dachten Lösungen werden veröffent 
licht. Der Verlag behält sich den Er 
werb weiterer Einsendungen zum 
Zwecke der Veröffentlichung vor. 
Letzter Einsendungstermin ist der 
20. Dezember 1926, mittags 12 Uhr. 
Die Einsendungen .sind mit der 
Aufschrift „Preisausschreiben“ ver 
sehen an die Redaktion der Damen- 
Illustrierten (Berliner Leben), Berlin 
W. 35, Potsdamer Straße 122c—123, zu 
senden. 
Die ersten drei Preisträger werden 
am heiligen Abend telegraphisch be 
nachrichtigt. 
D ie Vermännlichung der Frau ist 
das Schlagwort geworden, unter 
dem sich heute neben berech 
tigter Kritik auch viel unberechtigte 
männliche Eifersucht und weibliche 
Rückständigkeit verbirgt. Gewiß ist 
nicht alles notwendig und deshalb 
gut, was die heutige Frau an Umge 
staltung ihrer Lebensweise und Per 
sönlichkeit tut. Aber die Grundlinien 
dieser neuen Lebensart sind wirt 
schaftlich bedingt. Entgleisungen hat 
es in allen Dezennien und an allen 
Orten gegeben. Wir haben auch' heute 
keine Ursache, den Glauben an den 
gesunden Sinn der Frauen unsrer 
Zeit, insbesondere der deutschen 
Frauen zu verlieren. Die Frau von 
1926 wird ihrem Wesen so wenig 
fremd, wie die der anderen Jahr 
hunderte. 
1000.- Rfll. 
Preis- 
aussdireihen 
iages von der besten Charakterisie 
rung der modernen Frau und des mo 
dernen Mannes begleitet ist, mit dem 
ersten Preise ausgezeichnet werden 
und so fort. 
Der Verlag hat folgende Preise 
ausgesetzt: 
1. Preis: 500.- in bar. 
2. Preis. 1 Schlafzimmer im 
Werte von 350.- Rm.
        
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