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Full text: Berliner Leben Issue 29.1926

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SCHLANK 
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bestritt. Er malte Frau von Lancon 
die Freuden des Landlebens aus, er 
lud sich bereits selbst auf La 
Guerche hinaus ein, er gab genau 
an, wie er untergebracht und ver 
pflegt zu werden wünschte und was 
seine Lebensgewohnheiten seien, 
und er versprach, einige selbst 
verfaßte Schäferspiele mitzubringen 
und sie auch in Szene zu setzen. 
Aiguillon und Humiöres lachten, 
und Marianne bezwang sich und 
lachte mit. 
Was hatte Aiguillon früher ge 
meint? . . . Was sollte das heißen, 
das von der Methode Du Barrys? ... 
Mit Unruhe sah sie dem nach- 
herigen Alleinsein mit Du Barry 
entgegen; denn sie gestand sich ein, 
daß er Grund hätte mit ihr unzu 
frieden zu sein. Durfte sie ihm die 
Gefälligkeit, sich einem ihr nicht zu 
Gesicht stehenden Gast zu widmen, 
abschlagen? Sie war undankbar ge 
wesen. 
Die Besprechung der beiden war 
zu Ende, sie traten ein, Du Barry 
seinen Arm in dem des Schatz 
meisters — das war deutlich. Der 
Graf schlug ein Spielchen vor, man 
saß noch eine Stunde bei den Kar 
ten, dann brachen die Gäste auf. 
Marianne wollte sich zur Ruhe be 
geben und vermutete, auch Du Biarry 
würde das Haus verlassen. Sie 
wünschte ihm eine gute Nacht. 
„Bleib!“ herrschte er sie an. 
Er stellte sich ganz dicht vor sie. 
„Du! . . .“ Br hob seine Faust — 
sie duckte sich. 
Noch immer schwebte seine Hand 
in der Luft. „Ein anderes Mal 
schlage ich dich nieder . . . Hinauf! 
— Du rührst dich nicht aus deinem 
Zimmer, bis ich dir’s erlaube . . . 
Man muß die Kandare fester 
ziehen.“ 
Wie ein geprügeltes Tier schlich 
sie hinauf. 
Eine Woche währte ihre Ge 
fangenschaft. Wie sie sich schämte 
vor dem Hausgesinde . . . Sie gab 
vor, krank zu sein, und hütete fast 
die ganze Zeit über das Bett. 
Du Barry blieb unsichtbar. Und, 
wunderlicherweise — sie war ihm 
nicht böse. Sie dachte auch nicht 
ein einziges Mal während dieser 
Tage etwa an Herrn von Humieres,. 
zu dem doch sonst ihre Gedanken, 
wenn sie allein war, so gern eilten. 
Nur nach Du Barry sahnte sie 
sich . . . 
Wovor sie sich einstmals ge 
fürchtet hatte: die harte Faust des 
Herrn im Nacken zu fühlen, das 
war zu einem Gefühl von selt 
samem Reiz geworden. 
Just auf den Tag, als eine Woche 
um war, zur Mittagsstunde, zeigte 
sich Du Barry wieder. Heiter 
lächelnd trat er bei ihr ein und hielt 
in der Hand ein Etui aus dunklem 
Leder. Sie lag auf dem Sofa in 
einem Neglige aus gelben Spitzen, 
etwas blaß und sehr gelangweilt, 
und spielte mit ihrem Bologneser 
hündchen. Matt und befangen er 
widerte sie seinen fröhlichen Gruß. 
Er drückte auf den Knopf des Etuis, 
der Deckel sprang auf: auf schwar 
zem Samt leuchtete in sanft rosigem 
Glanz eine Perlenschnur. 
Er legte das Geschenk in ihren 
Schoß und sagte mit großartiger Ge 
bärde: „Der Herrin von La 
Guerche.“ 
Dann breitete er die Arme aus. 
„In Zukunft wird man hoffentlich 
klüger und folgsamer sein.“ 
Sie nickte stumm und schmiegte 
sich an seine Brust. 
Sechstes Kapitel. 
Herr von Humieres und der Abbe 
Galiani trafen sich in einer Allee der 
Champs-Elysees. Der Abbate lud 
den Baron zu sich in die Kutsche 
ein, und Humieres nahm an und 
sandte den Reitknecht mit den 
Pferden heim. 
Sie sprachen vom König, über 
dessen Befinden schlechte Gerüchte 
umgingen. 
„Ich sah ihn knapp vor seiner Ab 
reise nach Compiegne,“ berichtete 
der Gesandtschaftssekretär, „als ich 
einen Brief meines hohen Herrn 
überreichte: der König ist gealtert 
und in übelster Laune.“ 
„Die Gramont ist nicht zu be 
neiden; es muß nicht leicht sein, ihm 
jetzt zu gefallen. Sie hat den besten 
Willen . . .“ 
„In der Kunst und in der Liebe 
gilt der gar nichts. Der kluge 
Choiseul hat eine große Dummheit 
begangen, diese ganz große Dumm 
heit der dreimal Klugen. Er hätte 
sich begnügen 'sollen, des Königs 
Minister zu sein —der Ehrgeiz, mit 
ihm sich verwandtschaftlich zu ver 
binden, war verfehlt.“ 
„Vielleicht hat dieser Ehrgeiz nie 
in ihm gelebt, hat die Schwester 
ganz aus eigenem Antrieb gehandelt. 
Man hört auch solche Stimmen.“ 
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