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Full text: Berliner Leben Issue 29.1926

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Madi) Christians steigt 
in Rheinsberg aus der 
historischen Karosse 
Friedrichs des Großen. 
(Zopf und Schwert, 
Aafa-Film'Ges.) 
BERLINER WEEKEND 
VI. RHEINSBERG 
O f Rheinsberg, liebliche Gartenstadt / 
Dein Ruhm erklingt durch die Landei 
Wie würdig dein Schloß 
wie romantisch dein See 
Mit seinem grünen Gewände! 
R heinsberg ist mein Sanssouci“, 
schrieb der junge Friedrich von 
Preußen an seinen Freund. „Glück 
lich, wer ohne Ehrgeiz seine Tage an 
einer Stätte beschließen kann, wo 
man nur Ruhe kennt, die Blume des 
Lebens pflückt und die kurze Zeit 
genießt, die uns auf Erden beschie- 
den ist!“ 
Und wirklich glücklich der, der 
sich in den Zug setzen und in zwei 
Stunden nach dem nordwestlich der 
Reichshauptstadt gelegenen Städt 
chen Rheinsberg fahren kann, das 
unweit der Mecklenburgischen 
Grenze, in einem weiten Gebiet von 
Seen, Koniferen- und Buchenwal 
dungen liegt. Seitdem das fast klas 
sisch gewordene Tucholskysche Lie- 
bespärchen, Claire und Wolfgang, 
in Löwenberg die Klingelbahn be 
stieg, um ein scheinbar sehr be 
haglich verlaufenes Weekend in 
Rheinsberg zu verleben, steht die 
Sehnsucht vieler, vieler Zeitgenossen 
nach diesem alten idyllischen Städt 
chen, das nach einem großen, ver 
heerenden Brande im Jahre 1740, 
nach den Plänen Friedrichs des 
Großen wieder aufgebaut wurde und 
mit seinem herrlichen Schloßpark, 
seinen alleenartigen Straßen, den 
grünen Plätzen und Promenaden, zu 
denen Wald- und Seeluft ungehin 
derten Zutritt haben, mit seinem von 
Kunstsinn und feinem Geschmack 
zeugenden Schloß eine Freude für 
jeden, vor der Großstadt ermüdeten, 
erholungsbedürftigen Besucher sein 
muß. 
Der Rheinsberg- und der Gri- 
nericksee tragen gemeinschaftlich 
dazu bei, die, denen Wassersport 
auch für das Weekend unentbehrlich 
erscheint, in jeder Hinsicht zu unter 
stützen. 
Partie am Grinericksee 
Das Schloßtheater
        
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