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Full text: Berliner Leben Issue 29.1926

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: •• 
p eirolle. Auch 
die übrige Be 
setzung durch 
Hanna Ralph, 
Renate Müller 
und Franz Gülst- 
orff zeigt, daß 
auch die anderen 
Mitglieder der 
Arbeits-Gemein 
schaft Reinhardt- 
Barnowski - Ro 
bert sich aufs 
kräftigste bemü 
hen, Ensembles 
auf die Bühne zu 
stellen. — Im 
Künstlertheater 
spielt Käthe 
Dorsch in einem 
rührseligen Stück 
„Veronika“ die 
Titelrolle. Ohne 
ihre Kunst wäre 
der Abend uner 
träglich. Im The 
ater am Zoo gibt es die Operette „Ich 
liebe dich“, mit Grete Freund in der 
Hauptrolle. Ein lustiger, vergnügter 
Abend. Die mit so vielem Tamtam 
angesagte Revue „Von Mund zu 
Mund“ im Großen Schauspielhaus 
hat nicht gehalten, was sie ver 
sprach. Ausstattung hervorragend. 
Viele prominente Schauspieler auf 
der Bühne, hervorzuheben Erika 
Gläßner, Kurt 
Tony v. Eyck, Winter 
stein, Wiemann in 
„Und Pippa tanzt". 
Kammerspiele. 
Käte Dorsch in 
„Veronika“ (Deutsch. 
Künstler-Theater). 
Bois und Hans 
Waßmann. Wil 
helm Bendow 
sollte versuchen, 
eine neue Note 
zu finden, man 
weiß stets schon 
vorher, was er 
sagen wird. Den 
Charellrevuen 
wäre zu wün 
schen, daß sie sich 
für das nächste 
Jahr die echten 
Tillergirls be 
sorgten, es klappt 
doch ganz an 
ders. Die Ka 
pelle Bernhard 
Ette, wie immer, 
hervorragend. 
* 
Hofbauer als Pascha 
in „Ich liebe dich“ 
(Neu. Theat. am Zoot. 
den, uns Ber 
linern ein En 
semble aus 
Künstlern vor 
zusetzen, wie wir 
es seit Jahren 
nicht mehr ge 
sehen haben. — 
Entweder sah 
man einen Star 
oder ein mittel 
mäßiges En 
semble ohne 
hervorragende 
Künstler. Hier 
jedoch schafft 
jeder für sich 
ein Kunstwerk, 
selbst der Die 
ner, der nichts 
zu tun hat, als 
einige Briefe her 
ein zu bringen. 
Das Stück weist bis auf die Rolle von 
Helene Thiemig und Ernst Deutsch, 
nur Chargen auf, aber diese Char- 
gen-Rollen sind besetzt mit Grete 
Mosheim und Lil Dagover, mit The 
odor Loos und Paul Otto, und sie 
alle hat Reinhardts Regiekunst zu 
sammengefügt zu einem solchen En 
semble, das aus dem bühnenmäßig 
wirksamen Stück, hinter dem eigent 
lich nichts besonderes steckt, etwas 
ganz ganz Großes wird. In den 
Kammerspielen läuft indessen 
Hauptmanns „Und Pippa tanzt“, 
ohne eine rechte Wirkung zu er 
zielen. Tony van Eyck, von der 
man sich etwas 
Besonderes für 
dieses Stück er 
hofft hatte, ent 
täuschte. Gut ist 
George als alter 
Huhn und Edu 
ard Winterstein 
als Wan. Heinz 
Hilpert als Re 
gisseur gab sich 
große Mühe. Der 
letzte Akt war 
nicht tot zu krie 
gen. „Zwei Mal 
Oliver“ von G. 
Kaiser im Thea 
ter in der König- 
grätzer Straße 
brachte uns Mo- 
issi wieder in 
einer recht in 
teressanten Dop-
        
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