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Full text: Berliner Leben Issue 29.1926

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kein Wort miteinander, denn man will 
schließlich keine Avancen machen und sich 
auch nicht den Anschein geben, als wollte 
man ihr gleich um den Hals 
fliegen. Aber die Kinder be 
freunden sich miteinander und 
das genügt schon, um eine gewisse Entspan 
nung in den Beziehungen eintreten zu lassen. 
Unglücklicherweise prügeln sich die Kin 
der am nächsten Tage. Um seine gute Er 
ziehung zu beweisen, gibt man seinen eigenen 
natürlich unrecht und den anderen recht. 
D ie beiden Strandkörbe stehen neben 
einander und gleichen sich wie zwei 
Brüder. Am ersten Tag gibt es einen 
stillen Kontakt, ein Begutachten der Toilette 
von Kopf bis zu 
Fuß: eigentlich 
nicht sehr vor 
teilhaft, dieser Herrenschnitt! Der Pullover 
scheint aus demselben Geschäft zu stammen! 
Und die Strümpfe sitzen gut, auch ülber die 
weißen Schuhe an den kleinen Füßen ist 
nichts zu sagen. Die Kinder sind durchweg 
reizend, wenn sie 
morgens an den 
Strand kommen 
und am Abend 
nicht mit der Feuer 
zange anzufassen. 
Am Nachmittag 
spricht man noch 
„Gott, wie schrecklich diese Jöhren sind!“ 
„Ach ja, gnädige Frau!“ 
Und die Unterhaltung ist eingeleitet: „Mein Mann 
ist Ingenieur . . Worauf die andere: „Und meiner 
Großindustrieller“, antwortet. Die eine singt Gchuh- 
Spazierfahrt am Strand
        
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