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Full text: Berliner Leben Issue 29.1926

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von Dr. med. Pauli, mit 76 j 
Abb. Inh.: Der weibl. Körper 
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„Vielleicht zeigt er sieh unterrichteter 
als Sie, .meine .Herren.“ 
„Er . gehört zum Kreis des Grafen, 
sonderbarerweise,^ das ist richtig“, 
mischte sich Maupeou ein. 
Choiseul konnte seinen Unmut nun 
nicht mehr bezähmen. „Was haben Sie 
eigentlich vor, Schwester?“ rief er ziem 
lich heftig. „Erklären Sie sich: was soll 
diese Versammlung?“ 
,Ja, haben Sie denn .alle hier nicht so 
viel Ehrgefühl, daß Sie sich gegen die 
Herrschaft einer Dirne wehren wollen!“ 
rief Frau von Gramont hoch aufgerich- 
tet, mit flammenden Augen. „Wollen Sie 
warten, bis diese Kreatur festsitzt, Sie 
von Ihren Stellungen jagt? . . . Wollen 
Sie Bruderschaft trinken mit einem 
Kuppler? — Was ich im Paris vorhabe? 
Retten, was noch zu retten ist.“ 
„Für sich! Aber zu spät . . .“, meinte 
Choiseul. 
„Für mich, und für Sie! Gar nichts ist 
zu spät. Es hat nicht jeder Fischblut in 
den Adern wie Sie, lieber Bruder!“ 
„O, störe ich? . . .“ sagte Lauzun, der, 
dem anmeldemden Diener auf dem Fuß 
folgend, soeben eintrat. 
Die Herzogin drehte sieh um. ..Der 
Herr Neffe hat sich Zeit gelassen“, 
empfing .sie ihn ungnädig. 
„Ich komme vom Dienst“, gab Lauzun 
zur Antwort .und wies auf die Uniform. 
Wie immer, wenn ihm eine Situation 
lästig fiel und er sich ihr .nicht ge 
wachsen fühlte, verbarg Lauzun sein 
Unbehagen hinter der Maske von Bla 
siertheit und Müdigkeit. Der kleine 
Herzog traf es wunderbar, ganz müde 
Augen zu machen und seine Züge ab 
gespannt erschlaffen zu lassen. 
Nach dem Lever heute war ihm der 
Brief -der Herzogin überbracht worden. 
Strengste Verschwiegenheit Verpflich 
tung. Es war nicht schwer zu erraten, 
was man wollte. 
Was wurde nicht in diesen Tagen bei 
Hof schon geflüstert und geraunt .. . . 
Niemand wußte Sicheres, und jeder 
schleppte heimliche Neuigkeiten herbei, 
schon wurden Befürchtungen laut, 
Widerstände vorbereitet, Intrigen ge 
sponnen. — Armes Mardannchen!' 
Und nun verlangte man wohl von ihm, 
daß er mit seinen Mitteilungen den Kor 
don -festigen helfe, der ihr den Eintritt 
verwehren sollte . . . 
Der kleine Herzog, tief in einem 
großen Fauteuil, die zarten Hände über 
die Lehnen herabhängen lassend, besah 
sich die gemalte Decke, als hätte er 
früher nie zu solchem Studium Gelegen 
heit gehabt. 
„Wir haben gerade von einem Ihrer 
Bekannten gesprochen“, begann Frau 
von Gramont. 
„Einem guten Bekannten“, fügte der 
Kanzler, sich mit gehässigem Schmunzeln 
die behaarten .Hände reibend, hinzu. 
„Von einem guten Bekannten? . ...“ 
Maupeou nickte lebhaft: „Dem Grafen 
Du Barry, einem -Ihrer besten Freunde, 
w.ie man -sagt.“ 
„Wie man sagt — nun ja“, meinte 
Lauzun gedehnt. 
Der Minister hielt sich einige Schritte 
entfernt, ohne an dem Gespräch teilzu 
nehmen. Das Verhör, das dort mit Lau- 
zun a-ngestelit wurde, war nicht nach 
seinem Geschmack. Er war nur begierig, 
wie sich .der Junge benehmen würde. 
„Sie können sich wohl denken“, sagte 
die Herzogin, „daß wir viel Interesse für 
ihn jetzt haben und noch mehr natürlich 
für seine Freundin, die Sie ja auch sehr 
gut kennen sollen.“ 
„Mein Gott, vielleicht ist das dies nur 
müßiges Gerede, was über Frau von 
Lancon gesprochen wird“, meinte 
Lauzun. 
„Darüber dürfte Ihnen der Herr Mi 
nister genaueren Bescheid geben 
können“, sagte schnell Maupeou, der 
bemerkt hatte, -daß Choiseul das miß 
liche Geschäft des Ausholens ihm und 
der Herzogin überlassen wollte. 
Choiseul sagte kurz: „Nehmen Sie an, 
wir hätten gewichtigen Grund, diese Ge 
rüchte für mehr als müßiges Gere-de zu 
halten.“ 
„Wer ist die Dame? Verstehen Sie 
mich recht, Neffe: woher kommt sie, ist 
Ihnen ihre Abstammung bekannt? In 
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welchen Kreisen bewegt sie sich, wie ist 
sie in die Hände des Grafen geraten?“ 
Das herausfordernd Inquisitorische, 
das in -dem Ton .dieser Frage lag, reizte 
Lauzun vollends zum Widerstand. 
„Ich fürchte sehr, meine Auskünfte 
werden Sie enttäuschen. All das kann 
ich nämlich nicht beantworten — weil 
ich es nicht weiß.“ 
„Wie?“ Der Herzogin -schwebte schon 
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lon-m-m-mir-na-ne-ner-ö-on-pa-po-r-r-r-r-ree-ri-ro-ru-s-s- sä-sam-sar-schaft-se-sel-sel-sö 
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1. Dänische Reichsflagge 2. Männliches Schwein 3. Mädchenname 4 Bergziege 
5. Männlicher Vorname 6. Insel im Rigaer Busen 7. Stoff 8. Waffe 9. Oper von Eugen 
d’Albert 10, Reichspräsident 11. Himmelsrichtung 12. Römischer Kaiser 13 Stadt an 
der Eibe 14. Hauptstadt in Europa 15. Männlicher Vorname 16 Riese der Philister 17 
Lasttier 18. Wasserfahrzeug 19. Naturerscheinung 20 Erdteil 21. Schiffseigner 22 Zah 
lungsmittel 23. Orientalischer Titel 24. Kiirschnerarbeit 25. Müheloser Erwerb 26 
Franzosenkaiser 27. Flüssigkeit 28. Wiesengrund 29. Fahrzeug 30. Getränk Die An! 
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