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Full text: Berliner Leben Issue 29.1926

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Blicke verbohrten sich. — Wir spra 
chen kein Wort. Dennoch wußte er: 
der Mann will mein Geld — und ich: 
er ruft die Polizei. — Er zog den 
Revolver. Und da —“ 
Er schwieg und sah Agathe an. 
Sie sank auf die Kohlenkiste. Wie 
aus weiter Ferne drang die Stimme 
des Mannes an ihr Ohr. 
„Er ist tot. Ich habe ihn erschla 
gen. Du mußt mir helfen, Agathe. 
Ich muß den Verdacht von mir ab 
lenken. Hörst du? —“ 
Er rüttelte die Entsetzte empor. 
„Nimm dich zusammen. Es geht um 
mein Leben!“ 
Und er entwickelte seinen Plan. 
Agathe verstand nicht alles, was er 
sagte, aber sie half ihm blindlings. 
Wie im Traum ging sie durch die 
Schrecknisse des Abends. 
Sie schleppte mit Fenner zu 
sammen den Toten in die Vorhalle. 
Sie saß allein im dunkelnden Schlaf 
zimmer verborgen, während Fenner 
den „Anderen“ holte. Sie hörte den 
„Anderen“ im Nebenzimmer ar 
beiten, vorsichtig, leise, immer 
wieder innehaltend. Dann ver 
klangen seine schleichenden Schritte 
in der Vorhalle. 
Jetzt war sie in die Handlung ein 
getreten. Die zitternde Hand fest 
um den Revolver gekrampft, stand 
sie neben der Kasse und wartete. 
Dann stellte sie den Einbrecher. 
Sie wußte nicht, wie es ihr mög 
lich gewesen war, all dies zu voll 
bringen. Immer fühlte sie Fenners 
Augen auf sich gerichtet und seine 
Worte waren wie mit Flammen 
schrift in ihr Gehirn gegraben. Mit 
schrecklicher Anstrengung fragte sie 
sich immer wieder: Hatte sie alle 
seine Anordnungen befolgt? 
Agathe stöhnte. Der leise Ton 
fiel schauerlich in die Stille ihres 
Zimmers. Seit einer Stunde saß sie 
schon da, den Kopf auf die gefal 
teten Hände gelegt, seitdem die 
Polizei das Haus verlassen hatte. 
Sie hob den Kopf. Die entsetzten 
Blicke glitten durch den Raum. Das 
Licht brannte kalt über die Möbel 
stücke. Bett, Waschtisch, Kasten, 
Tisch und Stühle. Wie feindselig 
standen sie da. 
Im Hause erwachten Geräusche. 
Die Treppe knarrte und in den 
Mauern rieselte es. Die tiefe Stille 
der Nacht verdoppelte jeden Laut. 
Mit Schaudern fiel es Agathe ein, 
daß sie mit dem Toten im Hause 
allein war. 
Sie beschwor Fenners Blick herauf, 
um die Furcht zu bannen. Von allen 
Seiten drang das Entsetzen auf sie 
ein. Sie fühlte es wie eine schreck 
liche körperliche Gegenwart. Es 
jagte sie vom Stuhle auf. 
Sie kämpfte. Fenner! Sie streckte 
die Hände aus. Sie wollte schreien. 
Aber sie hatte die Empfindung, daß 
das gräßliche Etwas um sie herum 
sich dann auf sie stürzen würde. 
Der Schweiß trat ihr auf die Stirn. 
Das Herz klopfte rasend. Eine un 
widerstehliche Gewalt trieb sie fort. 
Sie riß die Türe auf. Während sie 
die Treppe hinabeilte, fühlte sie, daß 
dieses gräßliche Etwas sie geleitete. 
Es verließ sie erst, als sie aus dem 
Hause stürzte. 
Der Garten lag dunkel im Schat 
ten des Hauses. Weiter hinaus er- 
schimmerten blühende Bäume weiß 
im Mondlicht. Agathe blieb auf 
atmend stehen. Der tiefe Schatten 
der Bäume fiel schützend über sie. 
Sie wollte Fenner hier im Freien 
erwarten. Um keinen Preis hätte 
sie wieder das Vestibül betreten, 
dessen helle Fenster in die Nacht 
leuchteten. Sie lehnte ihre heiße 
Stirn an den Baumstamm und 
wartete. 
Von der Straße klangen Schritte 
und Stimmen. Dann klinkte leise 
die Gartentür. Zwei Gestalten 
kamen den Kiesweg herauf. Sie 
sprachen miteinander. Agathe stand 
und lauschte., 
„Sei doch nicht so dumm“, sagte 
Fenners Stimme. „Ich habe sie ge 
braucht. Sie mußte mir helfen. 
Jetzt ist sie meine Mitschuldige und 
muß schweigen.“ 
„Und du hast sie am Halse“, er 
widerte eine weibliche Stimme. Bei 
ihrem Klang erzitterte Agathe. Es 
war Marie, die Köchin, die da im 
Finstern sprach. „Das Frauen 
zimmer wirst nicht mehr los 
werden.“ 
Die Stimmen verloren sich. Das 
Paar ging ins Haus. Agathe stand 
regungslos. — 
Dann schlug sie die Stirn gegen 
den glatten Stamm des Ahorns. Was 
war sie nun? O Gott im Himmel — 
was war sie nun? 
Vor dem Polizeikommissär des 
Bezirks erschien eine todblasse Frau. 
Sie hielt sich mühsam aufrecht und 
sprach mit tonloser Stimme: „Sie 
haben einen Unschuldigen verhaftet. 
Der Mörder des Bankiers Menschik 
ist der Diener Alois Fenner, mein 
Geliebter. Wenn Sie eilen, finden 
Sie ihn noch im Hause.“ — 
Dann brach sie bewußtlos zu 
sammen. 
Sieuiepn Sie den Gefahren der 
dlmnpcJhi. dleint JPmuntM =RolIei» 
Mit diesem Punkt-Roller D. R. P. u. D. R. G. M. beseitigen 
Sie das überflüssige Fett gerade an den Stellen, wo Sie 
es entfernt haben wollen, z. B. am Leib oder an den 
Hüften, an den Schultern oder Waden. Der Punkt-Roller 
mit seinen zahlreichen weichen Kautschuksaug 
näpfchen wirkt auf die Fettpartien so intensiv, 
daß dieses Fetl in kurzer Zeit verschwindet und 
festes Muskelfleisch zurückbleibt. Das in den 
Fettschichten sehr träge zirkulierende Blut wird 
durch den so präzis wirkenden Punkt-Roller zur 
schnelleren und kräftigen Tätigkeit gezwun 
gen, wodurch das Fett gelöst und durch 
das Blut aus dem Körper befördert wird, 
Die Gefahren, welche die Fettleibig 
keit allmählich für die Gesundheit 
nach sieb ziehen, z B Herzschwäche, 
Aderverkalkung, Gicht, Zucker 
krankheit, Schlaganfall usw sind zu 
bekannt, um näher darauf einzugehen. 
Wir senden Ihnen den Punkt-Roller auf 
Wunsch 5 Tage z. Probe,damit Sie ihn zu Hause 
versuchen und selbst beobachten können, wie 
Sic das überflüssige Fett auf diese neue, 
bequeme und natürliche Art lösen können. 
Dieser Versuch kostet Sie keinen Pfennig, 
wenn Sie nicht absolut zufrieden sind. 
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M. 12.50 u. 80 Pfg. Porto. 
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Rathausquai 4; P086D Prusiewicz ul.Przecznica 11a. 
iWaiS A oicrerv clie Äpr.ie 
ubep den PunKl-Rollep: 
Dr. mod. H., prakt. Arzt in B.: Ich habe in der lebten Zeit 
eine Reihe von fettleibigen Personen mit dem Punkt- 
Roller behandelt. Die Kranken nahmen nicht nur erheb 
lich an Gewicht ab — in 2 Fällen über 3 Pfd. pro Woche — 
sondern sie waren mit der Anwendung des Apparates 
ganz andere Menschen geworden; sie fühlten sich frischer 
und konnten ihrer Arbeit ohne die sonst so schnell ein 
tretende Ermüdung nachgehen. Ich bin mi ihrem 
Apparat sehr zufrieden. 
Dr. mod. W., prakt Arzt: Wenn der Apparat 
Punkt Roller systematisch mehrere Wochen 
nach Vorschrift angewendet wird, ver 
spricht er glänzende Erfolge. Er ist des 
halb zur Therapie der Adipositas (Fett 
sucht) ganz besonders warm als das 
beste neuzeitliche Mittel zu empfehlen. 
Dr. med. Scfc, Arzt In S: Ihr Punktroller 
hat sich mir in der Praxis i. d. bisherig. 
Fällen zu meiner u. meiner Patienten 
vollster Zufriedenheit bewährt. 
Ob. Stabsarzt Or. B. in B.: Der 
Punktroller ist als eine sehr glück 
liche Erfindung zu begrüßen. Er ist 
ein Massageapparat der allen ärzt 
lichen Anforderungen entspricht. 
8an.-Rat Dr. med. K,, Leit.d.Kuranstalt 
A.: Der Punktroller übt eine ganz vor- 
zügl. Wirkung aus. Die Kautschuk 
saugnäpfchen desselben wirken auf 
die Gewebezellen blutüberfüllend. 
Chefarzt Dr. med. L I. Sch.: Man kann d. Punkt-Roller 
das überschüssige Fett an den Stellen beseitigen, 
wo es am lästigsten ist, z. B. am Leib oder an den 
Hüften, an den Schultern, Schenkeln oder Waden. 
Durch Kräftigung der Muskulatur infolge dieser Mas 
sage schwindet auch das sogen. Faulfett, das träge 
fließende Blut wird in schnellere Zirkulation ge 
bracht, der gesamte Stoffwechsel wird gehoben 
Facharzt Dr. med. P. In W. t Jedenfall 
Apparat sehr zufrieden, der in 
sich in vielseitigster Verwendung 
General-Oberarzt Dr. med <\Q*\ 
drehende Gummiwalze Jt r 
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