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Full text: Berliner Leben Issue 29.1926

IC P HIA C Rheuma, Gicht 
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zeigt? Ich habe ihn gern gesehen.“ 
Es sind ihrer nicht viele, die sich 
eines solchen Nachrufs rühmen 
dürfen.“ Dann erkundigte sich Herr 
Le Bel, was an den Gerüchten von 
der Erbschaft Wahres sei, und ob 
sich das Geld schon in ihren Händen 
befinde. Die Marquise ' berichtete 
von all den Unannehmlichkeiten, die 
ihr des Erblassers Neffen bereiteten, 
und daß sie bei deren weitreichen 
den Beziehungen nicht gar viele 
Hoffnungen auf einen günstigen 
Ausgang des Prozesses habe. 
„Wollen Sie mir gestatten, den 
König mit einem Wort von dem 
Verhalten dieser jungen Herren 
von Armagnac zu unterrichten?“ 
fragte Le Bel. „So etwas wirkt oft 
Wunder.“ 
„Das wollten Sie tun?“ Die Mar 
quise dankte ihm gerührt. 
Herr Le Bel war ein so weit gut 
mütiger Mann, daß er sich gern ge 
fällig erwies, wenn es ihm nicht viel 
Mühe machte, wenn es auf seinen 
Charakter ein günstiges Licht warf 
und ihm kein Nachteil daraus er 
wachsen konnte. 
Nun brach'Du Barry das Spiel ab. 
Der Haushofmeister meldete, daß 
im Speisezimmer serviert sei. 
Während der Mahlzeit fielen nicht 
viele Worte. Wie alle Gourmands 
schwieg Herr Le Bel gern bei Tisch, 
um sich ungestört den Genüssen des 
Gaumens hingeben zu können, und 
Du Barry, der diese Gewohnheit Le 
Bels kannte und dem vor allen 
Dingen daran liegen mußte, ihn bei 
guter Laune zu erhalten, nahm Rück 
sicht darauf und belästigte Herrn Le 
Bel nicht durch Reden. 
Erst beim Dessert begann Du 
Barry. Von einem ausgezeichneten 
Correggio erzählte er, den er auf 
Korsika, in einem versteckten 
Schlosse, aufgestöbert zu haben vor 
gab. 
Herr Le Bel war als leidenschaft 
licher Bildersammler bekannt. Die 
Interessen, Gewohnheiten und 
Allüren des hohen Adels waren auch 
die »einigen. 
Du Barry lag das Thema ja 
ziemlich fern, aber er wußte 
Brocken, die er gelegentlich aufge- 
fangen hatte, geschickt zu verwerten 
und bald war die angelegentlichste 
Diskussion über italienische Malerei 
im Gange. Bis Du Barry das Wort 
ganz Herrn Le Bel ließ, der, einmal 
tüchtig im Zuge, mit Wichtigkeit 
einen tiefgründigen Vortrag hielt. 
Und schließlich war es Le Bel 
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selbst, der durch eine heitere 
Wendung das Gespräch hinüber 
lenkte auf die neuesten Vorfälle bei 
Hofe. 
Das Wesentliche von dem, was Du 
Barry erfuhr, war, daß der König, 
teilweise von seinen Töchtern, die 
sich durch das anmaßende Betragen 
der Herzogin seit jeher beleidigt 
fühlten, aufgehetzt, zum Teil durch 
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die körperliche Zudringlichkeit der 
Gramont angewidert, sie kurz und 
barsch aufgefordert hatte, auf ihrem 
Gut Sours Erholung von den An 
strengungen des Hoflebens zu 
suchen, das ihrer Laune nicht zu 
träglich zu sein scheine. 
„Und Ihrer wartet nun wieder 
eine schwere Aufgabe, wie sich 
denken läßt“, meinte Du Barry im 
harmlosesten Plauderton, der nichts 
davon verriet, welche Bedeutung er 
der Antwort auf diese Frage bei 
legte. „Der König wird wohl kaum 
allein bleiben wollen . . 
Le Bel schien indes zuerst nicht 
gewillt, darüber Rede zu stehen. Er 
hob stumm die Achseln. 
Da packte Du Barry den Herrn 
Kammerdiener bei der Eitelkeit. 
„Ah, die Majestät hat sich über 
diesen Punkt vermutlich zu Ihnen 
nicht geäußert? Ich begreife. Man 
will Ihnen nicht mehr die Last 
solcher Mühen aufbürden, das mag 
jetzt Herrn La Bordes Amt sein.“ 
La Borde, das war der zweite 
Kammerdiener und der Rivale Le 
Bels in der königlichen Gunst. 
Sofort verwahrte sich Herr Le Bel 
dagegen: „La Borde?“ Er machte 
eine wegwerfende Handbewegung. 
„Da sind Sie schlecht unterrichtet, 
Herr Graf, wenn Sie glauben, La 
Borde würde zu so intimen Diensten 
schon herangezogen. Nein, unser 
königlicher Herr weiß, auf wen er 
sich in diesen Dingen verlassen 
kann.“ 
„So sucht Ihr Auge also bereits 
unter den Töchtern des Landes — 
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