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Full text: Berliner Leben Issue 29.1926

DAMEN BAUT 
und sonstigen unerwünschten Haarwuchs im Gesicht, 
an Händen und anderen Stellen entfernt unter Garantie 
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PHILIPPSBURG 1/B223 
Laubenganges ihren Bogen spannte. 
Und wieder mußte er lächeln, wie 
er so an den Sockel der Statue 
lehnte, ringsum schwerstes, un 
durchdringlichstes, stillstes Dun 
kel, zum Ausgang der Allee starr 
hinspähend, und wie er sich dabei 
ertappte, daß seine Hand, ganz un 
willkürlich in der unheimlichen 
Stimmung dieser Augenblicke, um 
den Griff des Hirschfängers sich 
krampfte, den ihm der besorgte 
Prospere aufgedrängt hatte. 
Frau von Lancon kam pünktlich. 
Herr von Humieres, dessen Augen 
sich bereits an die Dunkelheit ge 
wöhnt hatten, ging ihr entgegen, 
um sie zu einer Bank zu geleiten. 
Sie löste den dichten Schleier vor 
ihrem Gesicht. 
Humieres hörte ihren Atem flie 
gen, spürte die Wärme ihres leicht 
fröstelnden Körpers. Ohne zu 
fragen, wartete er, bis sie sich ge 
sammelt hatte. 
„Reisen Sie ab, Humieres!“ stieß 
sie endlich kurz hervor, und sie 
faßte nach seiner Hand und hielt 
sie fest und legte ihre zärtliche 
Angst, in den ungestümen Druck. 
„Was ist geschehen?“ 
Sie begann, anfangs stockend und 
sich verwirrend, von idem Zwiege 
spräch zwischen ihr und Du Barry 
zu erzählen. Daß sie sich anver 
trauen konnte, erleichterte sie, all 
mählich kam Ruhe und Ordnung in 
ihre Rede. Kein Wort, das gefallen 
war, verhehlte sie. Sie beschönigte 
nichts, 'entstellte nichts. 
„Wenn ihm sein Plan mit St. Foix 
mißglückt, und er wird ihm miß 
glücken, seien Sie dessen sicher, 
dann wird Du Barry auf Sie zurück 
kommen.“ Sie wurde dringlich und 
ihre Worte überstürzten sich wie 
der. „Sie müssen reisen, sofort ab- 
reisen, nur so können Sie uns beide 
vor einer Lage behüten, die . . 
Die Organisation 
Lebensbund 
ist seit 1914 d. vornehme u. diskrete Weg d. 
Sichfindens der gebildet Kreise, die bei der 
Wahl ihres Lebensgefährten sich nicht auf 
ihren Bekanntenkreis beschränken, u. auch 
nicht auf d. Zufall warten wollen. Tausenaf. 
Anerk. aus allen Kreisen. Keine gew Ver- 
mittig. Bundesschriften gegen 30 Pfg. Porto 
durch Verlag G. Bereiter. München 62 
Maximilianstr 31 u Berlin-Friedenau 12 
Ceci/iengärten — Zweigst, im Auslände. — 
„Ich reise“, sagte Humieres 
schnell und bestimmt. 
Aus tiefstem Herzen atmete Frau 
von Lancon befreit auf. 
„Du Barry reitet morgen nach 
Monthizot“, fuhr sie fort, „er hat es 
mir vor dem Abendessen gesagt. 
Das war’s, warum ich Sie noch 
heute nacht sprechen wollte. Sie 
müssen ihm noch vor seinem Aus 
ritt Ihren Entschluß, abzureisen, 
mitteilen, sonst würde er ja gleich 
vermuten, ich hätte während seiner 
Abwesenheit mit Ihnen gesprochen. 
Um die achte Stunde bricht er auf.“ 
„Es wird alles geschehen, wie Sie 
es wünschen“, erwiderte Herr von 
Humieres. Mariannchems Klugheit 
und Voraussicht mußte ihn in Er 
staunen setzen. Aber daneben 
fühlte er auch die zarteren, unaus 
gesprochenen Motive ihres Be 
nehmens, und eine innige Be 
wunderung stieg in ihm auf für die 
wunderbare Feinheit und Empfind 
samkeit der Frauenseele überhaupt, 
die sich ihm in diesem Augenblick 
wiederum offenbarten, und zwar aus 
dem Munde einer, die für die 
Nichtigkeiten eines glänzenden 
Lebens unbedenklich und mit leich 
tester Geste alles preisga’u. 
„Was soll aus Ihnen werden, 
Marianne?“ fragte er. 
„St. Foix’ Geliebte nicht! — Du 
Barry unterschätzt mich; ich weiß 
mich zu wehren. Zu seinem Gelde 
werde ich ihm wohl verhelfen 
müssen, aber auf eine Weise soll es 
wenigstens geschehen, die auch mir 
Vorteil bringt. Man macht, eine gute 
Schule bei ihm durch“, meinte sie 
mit schmerzlichem Lächeln. 
„Haben Sie Pläne?“ 
„Gar keine. Du Barry ist findig. 
Er wird mir genügend viele Vor 
schläge machen. An mir wird es nur 
sein, mit Vernunft anzunehmen oder 
abzulehnen.“ 
„Darf ich der hochgeborenen Frau 
von Lancon sagen, daß sie ein 
tapferes kleines Mädchen ist?“ 
„Das hat mir schon einmal jemand 
gesagt . . ., ein hübscher braun 
lockiger Junge war’s, ein Friseur — 
und im Frühling haben wir uns ge 
liebt. Es hat eine Zeit gegeben, da 
ich mich schämte, in den Armen 
eines Perückenmacbers gelegen zu 
haben; ich tu’s nicht mehr . . .“ 
Der Herr Schatzmeister wälzte 
sich ruhelos in seinem Bett. Der Ge 
danke, sich die schöne, gefeierte 
Frau von Lancon zur Freundin 
machen zu können, hatte seine 
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