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Full text: Berliner Leben Issue 29.1926

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D ie Zahl der eleganten Orte, 
die für den Frühling in 
Frage kommen, scheint 'sich 
jedes Jahr zu vermehren, was 
unsere Unschlüssigkeit noch er 
höht. Was wählen wir? Ägyp 
ten, die Riviera, Marokko, wenn 
wir blauen Himmel und Blumen 
suchen. Die Hauptsache ist: hin 
aus aus der Stadt, der Wärme 
und Sonne entgegen. 
Nach den vielen Bällen dieser 
etwas anstrengenden Saison ist 
die Frühjahrsreise doppelt er 
wünscht, doppelt geboten. Da 
gilt es vor allem, die Koffer 
richtig mitzuneihmen, denn auch 
der Süden hat seine Tücken. 
Allerdings werden die warmen 
Tage wohl überwiegen, und da 
ist die weiße Kleidung immer die 
beliebteste und fescheste. Man 
zeigt gegenwärtig allerhand 
Sackjäckohen, dazu werden 
Blusen in Jumperform getragen 
mit Umlegekragen und lang- 
hängenden Krawattenenden. 
Jumperkleider aller Art in zar 
ten Kashafarben, dazugehörige 
Mäntel auf beiden Seiten zu tra 
gen. D-er kleine Filzhut mijt 
hohem Kopf bleibt bei dem 
Trotteuranzug immer noch der 
beliebteste. Am Vormittag ist 
man streng und einfach geklei 
det, während man nachmittags, 
wenn die „l’heure bleue.“ beginnt, 
der Phantasie Spielraum gibt. Am 
Abend aber verwandelt sich die 
Frau in eine Märohenprinzessdn, 
denn Kleider ohne besondere 
Effekte in Silber, Gold, Pail 
letten oder Straß werden unter 
der Fülle der Eleganz kaum zu 
sehen sein. 
Nebenstehend: 
Marietta Smirnowa in einem rosa 
farbenem Kashakleid 
Weißes Kasha-Kostüm 
Photos: Kiesel 
Silbergraues, gestreiftes Kasha-Jumperkleid mit 
rosafarbenem Georgetteeinsatz
        
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