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Full text: Berliner Leben Issue 28.1925

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Nr 26 
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den ihr Herz ersehnte, die Aufgangsstufen heraufkom 
men. Er war in strengem Besuchsschwarz mit Zylinder 
und perlgrauen Handschuhen. 
Ein inneres Wissen zwang Tissa sich zu verbergen. Er 
kam nicht zu ihr. Das war ihr klar. Er sprach ein 
Wort mit dem Portier und dieser geleitete ihn zum 
Lift . . . 
Aber es dauerte eine kleine Weile, bis Tissa sieh genug 
gefaßt glaubte, an den Portier eine Frage steilen zu 
können. Ihre Stimme versagte, als sie es tat: „Nach 
wem fragte der Herr soeben?“ 
„Nach der Fürstin Vouzso!“ erwiderte der Bediente 
feierlich und devot. 
Langsam erstieg Tissa die Treppe mit dem goldenen 
Geländer und den roten vollen Teppichen. Eine 
fürchterliche Beschämung ließ ihr Blut fast sieden. Aber 
sie gebot sich Ruhe. 
Das würde sich alles aufklären . . . 
Oder endete ihre Liebe in solcher Schande —? 
Die Fürstin trug wieder ihre schmiegsame Trauerrobe, 
und nur eine lange Kette aus matt opalisierenden nuß- 
großen Perlen schmückte ihre schmale Büste. 
Sie erhob sich nicht von ihrem Ruhebett, als Henn ein- 
trät. 
Die Gesellschafterin, Mademoiselle Rende, zog sich 
auf den Wink ihrer Gebieterin ins Nebenzimmer zu 
rück. _ .... 
Heinrich Henn verbeugte sich in seiner weltmänni 
schen, korrekten Art. 
Die Fürstin aber hob die Lorgnette vor die Augen 
und fragte nach einem kurzen, eisig wirkenden Schwei 
gen: „Sie bringen mir Nachricht von Kyrius Porphyrie, 
meinem Schwager? . . . Wie befindet er sich?“ 
Henn, der die Geschichte dieser Frau kannte, ver 
stand sehr wohl dieses starre, verfallene Gesicht und die 
gehemmte Angst in der forcierten Stimme. 
Sie biß nach ihrer Gewohnheit die Lippen. Und in 
ihr Auge trat ein gefährliches Funkeln, als sie fast ohne 
Ton fragte: „Wohin reiste der Fürst?“ 
„Hoheit verzeihen! Ich bin nicht ermächtigt zu einer 
derartigen Auskunft!“ 
„Wann folgen Sie ihm?“ 
„Sobald hier meine Geschäfte erledigt sind!“ 
„So werde ich mich Ihrem Schutze anvertrauen und 
meinem Schwager einen Krankenbesuch machen“, ent- 
gegnete die Fürstin und erhob sich. 
Einige Schritte näher tretend erwiderte er: „Leider 
bin ich nicht der Überbringer guter Nachricht, Hoheit! 
Seine Durchlaucht ist aus Gesundheitsrücksichten ver 
hindert, Hoheit seine Aufwartung zu machen. Seine 
Durchlaucht ist zudem heute abgereist und bittet 
Hoheit, sich meiner Dienste in wichtigen Angelegen 
heiten zu bedienen!“ 
Die Frau war aufgesprungen wie eine getretene 
Natter. Sie verlor ihre Selbstbeherrschung. In Henn nur 
einen Untergebenen sehend, zischte sie ihn an: „Ich 
wünsche keine Vermittler mehr . . . Ich ersuche den 
Fürsten zum letzten Male um persönliche Aus 
sprache . . . Bringen Sie ihm diese Antwort!“ 
Und sie warf sich wieder auf ihr Polster zurück. 
Ruhig erwiderte Henn: „Darf ich wiederholen, daß 
Seine Durchlaucht gesundheitshalber verhindert und 
abgereist sind . . .Mir aber wurde die Befugnis zuteil, 
die Schenkungsakte nach den Wünschen von Hoheit 
festzusetzen I“ 
Die Frau fixierte den Sprechenden. 
CTortsetzung folgt.) 
Berichtigung; Die in Nr. 24 erschienene Skizze „Der Hotcl- 
dieb“ ist von Dekobra (Paris), durch ein Versehen wurde der 
Name des Übersetzers Franz Farga als Autorname genannt. 
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Ich bestelle hiermit zur regelmäßigen Lieferung ein Exem 
plar der Zeitschrift „BERLINER LEBEN". Den Betrag für 
13 Hefte - Goldmark 11,00 - habe ich auf das Post 
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A.G., eingezahlt - bitte per Nachnahme zu erheben - 
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